informationen zum studium im ausland - Internationales - Bergische ...

internationales.uni.wuppertal.de

informationen zum studium im ausland - Internationales - Bergische ...

WIE WEIT WILLST DU GEHEN?

INFORMATIONEN

ZUM STUDIUM

IM AUSLAND


Vorwort »go out!«-KIT

Wie weit willst du gehen?.........................3

Vorbereitende Schritte...............................4

Studieren in Europa

ERASMUS.................................................4

Free Mover................................................6

Erfahrungsbericht Céderic........................8

Go East....................................................10

DFJW...................................................... 11

Studieren weltweit

DAAD.....................................................12

Erfahrungsbericht Nicholas....................15

Fulbright – USA...................................... 16

Hochschulkooperationen.........................17

Stiftungen...............................................17

Erfahrungsbericht Gregory+Sebastian... 18

Fremdsprachenassistenten Programm

FSA/COMENIUS.....................................20

Erfahrungsbericht Katharina..................21

Vorher – Nachher

Sprache....................................................22

Credits/ECTS-Punkte..............................23

AuslandsBAföG......................................23

Versicherungsschutz............................... 24

Rückmeldung...........................................25

Fragen?

AnsprechpartnerInnen............................27

I.S.T.– International Students Team........27

Impressum..............................................27


Vorwort

GO OUT!-KIT

Wie weit willst du gehen?

Die Globalisierung des wirtschaftlichen und

sozialen Handelns, wie das Auftauchen

neuer »global player«, machen für künftige

Fach- und Führungskräfte einen Wechsel

von Perspektiven und die persönliche Horizonterweiterung

zu einer Notwendigkeit.

Für Hochschulen, Wissenschaft, Wirtschaft

und die Gesellschaft Deutschlands werden

Studierende und AbsolventInnen mit internationalen

Erfahrungen zunehmend wichtiger.

Internationale Erfahrungen gepaart

mit Toleranz und Aufgeschlossenheit für

andere Kulturen gelten als die Schlüsselkompetenz

der Zukunft.

Nie zuvor gab es für Studierende wie Graduierte

so zahlreiche und vielfältige Möglichkeiten

einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt

zu absolvieren.

Das Akademische Auslandsamt (AAA) der

Bergischen Universität Wuppertal möchte

mit dem »go out!«-KIT allen Interessierten

Mut machen, den Weg ins Ausland zu wagen

und Starthilfe bieten, einen studienbezogenen

Aufenthalt im Ausland effizient

und erfolgreich zu realisieren.

oder auf dem Planungsablauf gelassen, die

von Ihnen selbst zu füllen sind.

Ob und ggf. warum Sie ins Ausland gehen

wollen, müssen Sie selbst herausfinden; bei

der Klärung der Fragen nach dem »Wie?«,

dem »Wann?« und dem »Wohin?« stehen

wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Ihr Akademisches Auslandsamt

Das KIT gibt einen Überblick über die

Vielzahl der Förderprogramme und Hilfestellungen

bei der Planung, ohne dabei ein

Raster vorzugeben, denn jeder muss individuell

planen. Es ersetzt nicht die eigenständige

Suche nach geeigneten Wegen und

Zielen, noch schützt es vor Enttäuschungen.

Aus diesem Grund beschränken sich die

Informationen an vielen Stellen auf Links,

sind bewusst Leerstellen in der Zeitleiste

3


Vorbereitende Schritte

Studieren in Europa

Vor einem Erstberatungstermin zum Thema

Auslandsaufenthalt im Akademischen Auslandsamt

sollten folgende Fragen überdacht

werden:

• Welcher Art soll der Auslandsaufenthalt

sein: Studium, Praktikum, Sprachkurs, Unterrichtsassistenz,

etc.?

• In welchem Land soll der Aufenthalt stattfinden?

Auch wenn noch keine genaue Präferenz

vorhanden ist, sollte die Auswahl

eingeschränkt werden (z. B. Länder der EU,

außereuropäische Länder, etc.).

• An welcher Hochschule soll der Studienaufenthalt/an

welcher Einrichtung das Praktikum

stattfinden?

• Welche Hochschule bietet Veranstaltungen

an, die sich gut in den Studienverlauf integrieren?

• Welche Dauer soll der Aufenthalt haben,

um sich gut in den eigenen Studienverlauf/in

den Semesterplan der Gasthochschule einzugliedern?

• Sind nötige Kenntnisse der Landes- und

Unterrichtssprache vorhanden oder können

diese bis zum Zeitpunkt des Auslandsaufenthaltes

noch erlernt werden?

Studierende müssen sich nicht unbedingt auf

die ERASMUS-Partnerschaften des eigenen

Fachbereichs beschränken. Unter Umständen

können auch Partnerschaften eines anderen

Fachbereichs genutzt und über das Free Mover

Programm gefördert werden. Bei Interesse

an einer fachfremden Hochschulpartnerschaft

müssen die Studierenden selbst recherchieren,

ob an der Gasthochschule geeignete Kurse im

eigenen Fach angeboten werden.

4

ERASMUS

Das ERASMUS-Programm der

Europäischen Kommission

Das ERASMUS-Programm ist die zentrale

Programmlinie für den studienbezogenen

Austausch innerhalb der Europäischen Union.

ERASMUS ist Bestandteil des Bildungsprogramms

für Lebenslanges Lernen (LLL).

2007/08 gab es zwei wichtige Erweiterungen:

a) ERASMUS-Praktika: Studierende

können in europäischen Unternehmen/

(schulischen) Einrichtungen ein selbstorganisiertes

Praktikum absolvieren und werden

hierbei durch einen Mobilitätszuschuss

finanziell unterstützt. b) Personalmobilität:

Als Zusatz zur bisherigen Mobilität von

Lehrenden kann nun sonstiges Personal der

Heimathochschule an europäischen Hochschulen

oder Unternehmen ein so genanntes

»work training« absolvieren.

Studienaufenthalte und studienbezogene Auslandspraktika

im Rahmen von ERASMUS:

Voraussetzungen:

• Staatsangehörige/r eines an ERASMUS

teilnehmenden Landes oder in dem Land, in

dem der Wohnsitz liegt, offiziell als Flüchtling/Staatenlose/r

oder als dort ständig

wohnhaft anerkannt;

• Abschluss des ersten Studienjahres zum

Zeitpunkt der Bewerbung (bei Studium unter

ERASMUS). ERASMUS-Praktika sind

bereits ab dem ersten Semester möglich;

• in einem Bachelor-/Master-/Promotionsstudiengang

der Bergischen Universität

(bzw. einem der auslaufenden Diplomstudiengänge)

vollimmatrikulierte Studierende;

• der Auslandsaufenthalt muss eine Gesamtdauer

von mindestens drei und maximal

zwölf Monaten haben und an einer

ERASMUS-Partnerhochschule absolviert


werden, mit der ein gültiger Partnerschaftsvertrag

(»bilateral agreement«) im entsprechenden

Fachbereich besteht;

• falls bereits vorherige Förderung über

SOKRATES/ERASMUS oder LEONARDO

DA VINCI bestand, ist im ersten Falle nur

noch die ERASMUS-Förderung für ein Auslandspraktikum,

im zweiten Falle nur noch

für ein Auslandsstudium in ERASMUS

möglich.

Mögliche Zielländer: 27 EU-Länder (inklusive

der dazugehörigen jeweiligen Überseegebiete),

Island, Liechtenstein, Norwegen,

Türkei.

Leistungen:

• Studierende (Bachelor/Master/Promotion)

können einmal bis zu zwölf Monaten

für einen ERASMUS-Studienaufenthalt und

einmal bis zu zwölf Monaten für ein ERAS-

MUS-Praktikum gefördert werden. In beiden

Fällen ist zusätzlich noch die Förderung

für einen Masterstudiengang im Programm

ERASMUS-Mundus möglich;

• monatlicher Mobilitätszuschuss zu den

auslandsbedingten Mehrkosten. Der Zuschuss

deckt i. d. R. die Kosten im Ausland

nicht vollständig. Deshalb ist die Beantragung

von weiteren Fördermitteln ratsam,

z. B. AuslandsBAföG oder Stiftungsstipendien;

• Befreiung von Studiengebühren an der

Gasthochschule;

• Möglichkeit der Teilnahme an einem

»ERASMUS Intensive Language Course« für

seltener gesprochene Sprachen (Bewerbung

rechtzeitig vor Fristende zur Weiterleitung

an das AAA schicken. Bewerbungsunterlagen

und -fristen unter http://ec.europa.eu/

education/programmes/llp/erasmus/eilc/

index_en.html).

Anerkennung:

• Studienaufenthalt: Akademische Anerkennung

der erbrachten Studienleistungen

basierend auf dem Lernvertrag: das »learning

agreement«, auf dem die Kurse an der

Gasthochschule aufgelistet werden, wird

bereits vor Abreise zwischen dem/der Studierenden,

der BUW (Fachbereich sowie

AAA) und der Gasthochschule (dortiger

Fachbereich und International Office) unterzeichnet.

Als Ergänzung erhalten Sie nach

Abschluss des Auslandsstudiums von der

Gasthochschule ein »transcript of records«,

in dem die Studienleistungen im Einzelnen

aufgeführt sind. Die Anrechung erfolgt

durch das jeweilig zuständige Prüfungsamt

an der BUW bzw. durch die FachbereichskoordinatorInnen.

»Learning agreement«

und Hinweise zum Ausfüllen unter: www.

uni-wuppertal.de/studium/studium_international/erasmusaaa.html

• Auslandspraktikum: Anerkennung als

empfohlenes oder vorgeschriebenes Praktikum

durch den Fachbereich durch Vergabe

von ECTS-Punkten oder durch Eintrag in

das »diploma supplement«.

Bewerbung:

• die Bewerberauswahl erfolgt durch die

zuständigen FachbereichskoordinatorInnen

(www.uni-wuppertal.de/studium/studium_international/infosaaadeutschestud.html

unter »Auslandsstudienmöglichkeiten«);

• nötige Bewerbungsunterlagen werden in

den für die jeweilige Partnerschaft zuständigen

Fachbereichen bekannt gegeben (üblicherweise

Notenauszug, Sprachnachweis,

Lebenslauf, Motivationsschreiben);

• Bewerbungsfristen liegen je nach Fachbereich

zwischen Dezember und Juni für

Aufenthalte ab dem darauf folgenden Wintersemester;

• die Entscheidung für eine der über 80

ERASMUS-Partnerhochschulen sollte frühzeitig

getroffen werden, um den/die Fachbereichskoordinator/in

und das Akademische

Auslandsamt i. d. R. zwölf Monate vorher

zum geplanten Aufenthalt kontaktieren

zu können; 5

• ERASMUS-Bewerbungen erfolgen immer

für das gesamte Studienjahr, d. h. die üblichen

Bewerbungsfristen sind auch dann

einzuhalten, wenn der Aufenthalt nur für


das Sommersemester geplant ist;

• nach erfolgreicher Auswahl durch den

Fachbereich erhalten die Studierenden vom

Akademischen Auslandsamt Informationen

zu notwendigen ERASMUS-Unterlagen;

• parallel zur Bewerbung für das ERAS-

MUS-Stipendium müssen die ausgewählten

Studierenden ihren Aufenthalt an der Gasthochschule

ankündigen bzw. Bewerbungen

für die Wohnheime einreichen.

www.eu.daad.de/eu/

»Praktikumsleitfaden« des Careers Service:

Zentrale Studienberatung der BUW

www.zsb.uni-wuppertal.de

6

Das Free Mover–Stipendienprogramm

Europa des Deutschen Akademischen

Austausch Dienstes (DAAD) ist eine Ergänzung

zum ERASMUS-Programm, um

Aufenthalte z. B. auch außerhalb der vorhandenen

europäischen Partnerhochschulen

zu ermöglichen.

Voraussetzungen:

• deutsche Staatsangehörigkeit bzw.

Bildungsinländer/-in gemäß der Definition

durch das BAföG;

• vollimmatrikuliert an der BUW in einem

Bachelor-/Masterstudiengang (bzw. einem

der auslaufenden Diplomstudiengänge);

• Abschluss des ersten Studienjahres zum

Zeitpunkt der Bewerbung;

• der Auslandsstudienaufenthalt muss

eine Gesamtdauer von mindestens drei

und maximal zwölf Monaten haben.

Mögliche Zielländer: 27 EU-Länder, Island,

Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Türkei.

Förderbedingungen:

zum Zeitpunkt der Bewerbung liegt mit

der Gasthochschule kein gültiger ERAS-

MUS-Partnerschaftsvertrag (»bilateral agreement«)

im entsprechenden Fachbereich

vor; dann wird ein individuelles »agreement«

zwischen Heimat- und Gasthochschule

abgeschlossen, welches besagt, dass

Free Mover Studierende dieselben Vorteile

genießen wie Teilnehmende am ERAS-

MUS-Programm. Ausnahme: Wenn die

Gasthochschule auf Studiengebühren nicht

verzichten kann, ist es den Stipendiatinnen

und Stipendiaten freigestellt, dort dennoch

zu studieren. Die Studiengebühren können

jedoch keinesfalls aus Free Mover-Mitteln

übernommen werden.


in akzeptiert und betreut wird;

• Free Mover-Bewerbungen erfolgen für das

Sommer- und Wintersemester getrennt;

• die Free Mover-Bewerbung im Fachbereich

und erste Kontaktaufnahme mit dem AAA

sollten bis zum 31. Januar für Aufenthalte

ab dem darauf folgenden Wintersemester

bzw. bis zum 31. August für Aufenthalte

im folgenden Sommersemester stattfinden.

• der Aufenthalt findet zwar an einer

ERASMUS-Gasthochschule statt, aber eine

Förderung durch das ERASMUS-Programm

ist ausgeschlossen, weil die Förderhöchstgrenze

von zwölf Monaten in ERASMUS

schon erreicht wurde, weil bereits zuvor

ein ERASMUS-Aufenthalt absolviert wurde

oder weil die im »bilateral agreement« vereinbarten

Studierendenplätze schon ausgefüllt

sind.

Leistungen:

Monatlicher Mobilitätszuschuss zu den

auslandsbedingten Mehrkosten. Die monatliche

Rate beträgt bislang 125 €, hinzu

kommt eine einmalige Betreuungspauschale

von 100 € und eine einmalige Nebenkostenpauschale

von 250 €. Der Zuschuss deckt

i. d. R. die Kosten im Ausland nicht vollständig.

Deshalb ist die Beantragung von

weiteren Fördermitteln ratsam, z. B. AuslandsBAföG

oder Stiftungsstipendien (Free

Mover-Stipendien werden auf den BAföG-

Satz angerechnet; dennoch ist der Antrag

auf AuslandsBAföG sinnvoll, da u. U. Zuschüsse

gezahlt werden, die die Free Mover-

Stipendienrate übersteigen).

Anerkennung:

Die akademische Anerkennung der an der

Gasthochschule erbrachten Studienleistungen

muss von der BUW gewährleistet

werden, möglichst unter Nutzung von ECTS-

Punkten. Die Anerkennung erfolgt ebenso

wie bei ERASMUS basierend auf dem Lernvertrag

(»learning agreement«). Weitere

Hinweise zum »learning agreement«: S. 23

unter »Credits/ECTS-Punkte«.

Bewerbung:

• die Bewerberauswahl findet wie bei

ERASMUS mit den gleichen Bewerbungsunterlagen

bei den zuständigen FachbereichskoordinatorInnen

statt. Für ein Free

Mover-Stipendium ist den Unterlagen ein

Kontaktnachweis mit der gewünschten

Gasthochschule beizufügen, aus dem hervorgeht,

dass der/die Studierende von der

Gasthochschule als Free Mover-Stipendiat/-

www.daad.de/ausland/foerderungsmoeglichkeiten/stipendiendatenbank/

www.uni-wuppertal.de/studium/studium_

international/infosaaadeutschestud.html

7


CÉDRIC

ERASMUS-Aufenthalt an der

Hogeschool Antwerpen, Belgien

Ende 2006 packte mich das Fernweh. Ich

brauchte einen Luftwechsel, wollte neue Orte

und Menschen kennenlernen. Da unsere

Auswahl an Partnerunis im Fachbereich sehr

übersichtlich ist, war die Entscheidung schnell

getroffen.

So stand ich im September 2007 in meiner

Bleibe für die nächsten sechs Monate. Es war

nicht das schönste Zimmer der Welt, aber das

Einzige was ich – wohlgemerkt nach Einwilligung

in einen zehnprozentigen Mietaufschlag

– gefunden hatte. Zwei Tage später traf ich die

anderen ERASMUS-Studierenden der Hogeschool

im Sprachkurs. Dank der super Lehrerin

lernten wir nicht nur die Sprache kennen,

sondern auch die Kultur. Die Probe der

geschätzten tausend belgischen Biersorten

begann sodann auch in dieser Zeit und lief –

bis auf einige Experimente mit dem Starkbier

– auch unfallfrei bis zum Ende.

Weniger angenehm war da schon die Kurswahl.

Ich kam nämlich nach Antwerpen in

dem festen Glauben, alle Kurse fänden auf

Englisch statt. Vor Ort musste ich feststellen,

dass noch nicht mal englische Literatur verwendet

wird und auch mein zweites Standbein

– Französisch – fiel weg, da Französisch

Sprechende in Antwerpen irgendwann in

die Schelde gestoßen werden. Zuletzt gelang

es mir ausreichend Kurse zu finden um 30

ECTS-Punkte zu erreichen. Allerdings war

dieses Konglomerat von Hausaufgaben, Projekten

und Gruppenarbeiten wohl zu viel

des Guten. Ich versank in Arbeit, konnte

8

aber immerhin auf den regelmäßigen Zusammenkünften

mit den anderen ERASMUSianern

feststellen, dass ich nicht der Einzige

war. Überhaupt waren diese Treffs sehr lustig

und hilfreich, es wurde oft gekocht – das heißt

jeder bereitete unter oft abenteuerlichen Bedingungen

ein typisches Gericht seiner Heimat

zu – und viel erzählt.

Tatsächlich habe ich mich so an den »Wuppertaler

Prozess« gewöhnt, dass mir der Antwerpener

Prozess chaotisch und teilweise

unlogisch vorkam. Nichtsdestotrotz war es

hochinteressant, statt der problemorientierten

mal eine technologieorientierte Herangehensweise

kennenzulernen. Das Schönste an Antwerpen

aber war für mich die Auswahl an theoretischen

Fächern wie Psychologie, Soziologie

und Usability. Diese Themen interessierten

mich schon immer und in Antwerpen bot sich

endlich die Möglichkeit, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Unterstützt durch die Professoren

fand ich hier einen leichten Einstieg und

bemerkte wie wichtig es ist, diese Disziplinen

im Designprozess miteinzubeziehen.

Während der ganzen Zeit war Gabina (die

Koordinatorin) unsere gute Seele und half

uns mit viel Humor durch die Schwierigkeiten

– z. B. wenn die Stadt Antwerpen einem am

gleichen Tag das Willkommensschreiben als

Bürger und eine Mahnung, sich bei der örtlichen

Polizeistelle zu melden um Ersteres

zu werden, zusandte. Allgemein waren die

Papierangelegenheiten in Antwerpen eher

zäh – so bekam ich zwei Monate vor Abreise

meinen Studentenausweis und zwei Wochen

später meinen Ausweis. Dadurch konnte ich

das Angebot für Antwerpener kostenlos die

Museen der Stadt zu besichtigen nicht auskosten.

Ende Februar musste ich dann mein kleines

Kabuff verlassen und die Heimreise antreten;

die sechs Monate waren wie im Flug

vergangen, gekennzeichnet durch Höhen

(ERASMUSianische Abende, »Projektbesprechungen«

mit den Kommilitonen) und Tiefen

(Entführung meines alten Drahtesels sowie

die meisten Besuche in den Frittenbuden).

Meine Erfahrungen und kleine Tipps habe ich

gebündelt und auf meine Homepage gestellt

(www.meschke.info).


Das Go East-Programm des Deutschen Akademischen

Austausch Dienstes (DAAD) hat

zum Ziel, vermehrt deutsche Studierende zu

einem Studien- und Forschungsaufenthalt

in den Ländern Mittel- und Osteuropas,

Südosteuropas und den Ländern der GUS

zu motivieren. Go East stellt den deutschen

Hochschulen Fördermittel zur Verfügung,

damit sie im Rahmen von bereits bestehenden

Hochschulpartnerschaften Stipendien

für Aufenthalte an den Partnerhochschulen

anbieten können.

Zielländer: Albanien, Armenien, Aserbaidschan,

Belarus, Bosnien-Herzegowina,

Bulgarien, Estland, Georgien, Kasachstan,

Kirgistan, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien,

Moldau, Montenegro, Polen, Rumänien,

Russ. Förderation (inkl. Sibirien),

Serbien, Slowakei, Tadschikistan, Tschechische

Republik, Turkmenistan, Ukraine,

Ungarn, Usbekistan.

Fördervoraussetzungen:

• deutsche vollimmatrikulierte Studierende;

• zwischen der BUW und der Gasthochschule

muss bereits eine Form der Kooperation

bestehen (Liste der Partnerschaften siehe

S. 17 unter »Hochschulkooperationen«);

• die fachliche und allgemeine Betreuung

muss durch eine konkrete Einladung der

Partnerhochschule zugesagt werden.

Leistungen:

• Stipendien für Studienaufenthalte für eine

Dauer von drei bis fünf Monaten;

10 • Reisekostenpauschale;

• Sprachkurspauschale für die Teilnahme

an einem Intensivsprachkurs in Deutschland

oder im Zielland (mindestens 100–120

Unterrichtsstunden).

Bewerbung:

• eine direkte Bewerbung für das Stipendium

beim DAAD ist nicht möglich;

• Studierende müssen sich über das Akademische

Auslandsamt (AAA) der BUW

für das Programm bewerben;

• Studierende reichen ein ausführliches

Studienvorhaben mit einer Darstellung der

Ziele des Studienaufenthaltes in elektronischer

Form beim Akademischen Auslandsamt

(AAA) ein;

• Bewerbungsfrist: Studienvorhaben sind

in der Regel bis Ende Januar eines Jahres

beim AAA zur rechtzeitigen Weiterleitung

an den DAAD einzureichen.

Zur Anrechnung der Studienleistungen

sollte ein Lernvertrag mit dem Fachbereich

vereinbart werden (S. 23 unter »CREDITS/

ECTS-Punkte«). Stipendienlaufzeiten liegen

üblicherweise zwischen Anfang August des

Bewerbungsjahres und Ende Februar des

Folgejahres.

www.daad.de/hochschulen/kooperation/

partnerschaft/go-east/05025.de.html


DFJW

Deutsch-Französisches Jugendwerk

Das Deutsch-Französische Jugendwerk

(DFJW)/Office franco-allemand pour la

jeunesse (OFAJ) vergibt Stipendien für Forschungsaufenthalte

sowie für Französischkurse.

Die Forschungsvorhaben müssen relevant

für die deutsch-französischen Beziehungen

sein, an der Gasthochschule wissenschaftlich

betreut und vom Fachbereich als Bestandteil

des Studiums anerkannt werden.

Die Bewerbungsfristen sind i. d. R. Mitte

Mai eines Jahres.

Sprachkurse: Das DFJW vergibt jedes Jahr

drei- bis vierwöchige Stipendien für Intensivkurse

in Französisch an Studierende.

Das Stipendium enthält eine Pauschale je

nach Kursdauer sowie einen Reisekostenzuschuss.

Voraussetzungen:

• Bewerberinnen und Bewerber müssen

zwischen 18 und 30 Jahre alt sein;

• der ständige Wohnsitz muss in Deutschland

liegen;

• Grundkenntnisse der französischen Sprache

müssen vorhanden sein;

• der Intensivsprachkurs muss auf ein von

der BUW anerkanntes Studiensemester

oder –jahr bzw. auf ein Praktikum (mindestens

vierwöchig) in Frankreich vorbereiten

und soll unmittelbar davor stattfinden. Studierende,

die den Frankreichaufenthalt im

Rahmen einer Hochschulpartnerschaft absolvieren,

werden bevorzugt;

• nach Beendigung des Sprachkurses muss

eine Immatrikulationsbescheinigung der

französischen Hochschule bzw. ein Nachweis

des französischen Unternehmens beim

DFJW eingereicht werden;

• Studierende der französischen Sprache

und Literatur sind von einer Förderung ausgeschlossen.

Bewerbung:

• Studierende sollten den Antrag auf ein

Stipendium und eine Studien- bzw. Praktikumsbescheinigung

einreichen;

• die Bewerbung muss mindestens zwei

Monate vor Beginn des Sprachkurses beim

DFJW eingehen.

www.dfjw.org, www.ofaj.org

Forschungsaufenthalte und Sprachkurse unter

der Rubrik »Twens, Französisch lernen«:

www.dfjw.org/de/jeunes/default.htm

Instituts français in Deutschland:

www.cidu.de

11


DAAD

Deutscher Akademischer

Austausch Dienst

Der Deutsche Akademische Austausch

Dienst (DAAD) e. V. ist eine gemeinsame

Einrichtung der deutschen Hochschulen, die

deren internationale Beziehungen mit dem

Ausland durch den Austausch von Studierenden

und WissenschaftlerInnen sowie

durch internationale Programme fördert.

Der DAAD ist der größte deutsche Stipendiengeber.

Auf der Homepage des DAAD

(www.daad.de) finden Sie unter der Rubrik

»Informationen für Deutsche« aktuelle Stipendienbeschreibungen,

Bewerbungsformulare

zum Download sowie detaillierte

Länder- und Hochschulinformationen.

Förderbedingungen:

• Deutsche (oder Deutschen gleichgestellten

Personen nach § 8 Abs. 1 Ziffer 2ff.,

Abs. 2 und Abs. 3 BAföG) vollimmatrikulierte

Studierende, Graduierte, Doktoranden

und Promovierte von staatlich anerkannten

Hochschulen;

• Stipendien weltweit (Ausnahme: Studienaufenthalte

sind im Rahmen des Jahres- und

Semesterstipendiums für Studierende nicht

in westeuropäischen Ländern möglich);

• Studierende müssen sich zum Zeitpunkt

der Bewerbung in der Regel mindestens im

zweiten Fachsemester befinden.

Bewerbungsunterlagen:

• üblicherweise erfolgt die Bewerbung über

ein Onlineformular, welches auszufüllen

und dem DAAD mit allen weiteren

Unterlagen in zweifacher Ausferti-

12

gung (ein Original, eine Kopie) einzureichen

ist. Bitte lassen Sie Ihre Unterlagen im Akademischen

Auslandsamt überprüfen;

• lückenloser tabellarischer Lebenslauf

einschließlich Nennung des Studiengangs,

aus dem die persönliche Eignung und außerfachliches

Engagement hervorgeht;

• Studierende: Studienplan, der das angestrebte

Ziel des Auslandsaufenthaltes genau

beschreibt, Lehrveranstaltungen an der

Gasthochschule berücksichtigt und nach

Möglichkeit mit fachlich zuständigen Lehrenden

der BUW abgesprochen ist.

Graduierte, Doktoranden, Promovierte: Arbeitsvorhaben,

welches das angestrebte Ziel,

die Notwendigkeit des Auslandaufenthaltes

und die bis zur Ausreise gemachten Vorarbeiten

beschreibt, einen Zeitplan enthält

und nach Möglichkeit mit fachlich zuständigen

Lehrenden der BUW abgesprochen

ist. Bei Forschungsvorhaben zusätzlich:

Absprachen mit Lehrenden der Heimat- und

Gasthochschule durch Einladungsschreiben/Korrespondenz

bestätigen;

• Studierende, Graduierte: Je nach Programmausschreibung

ein bis zwei Gutachten

neueren Datums von Lehrenden der Heimathochschule,

anzufertigen auf dem DAAD

Formular »Gutachten« (4-seitiges Formular

+ frei formuliertes Gutachten).

Promotionsvorhaben: zwei Gutachten vo n

Lehrenden der BUW, eines davon vom Betreuer/von

der Betreuerin der Doktorarbeit;

• Studierende: Aufstellung sämtlicher bisher

besuchter Übungs-/Seminarveranstaltungen

mit Noten auf der DAAD-Vorlage.

Bei gleichzeitiger Einreichung eines Vor-/

Zwischenprüfungszeugnisses: nur Veranstaltungen

ab der Vorprüfung.

Graduierte: Kopie des Diplom-/Abschlussexamens.

Die Richtigkeit der Angaben

muss durch das zuständige Prüfungsamt

oder das Akademische Auslandsamt bestätigt

werden;

• Zeugnis über Kenntnisse der entsprechenden

Unterrichtssprache auf dem Formular

»Sprachzeugnis für deutsche Bewerber«.

Nähere Infos S. 22 »Sprache«;

• BewerberInnen aus künstlerischen Fachbereichen

(Architektur, Musik, Design etc.)


müssen zusätzliche Unterlagen beifügen;

• Unterstützung bei der Erstellung des Studienplans

im Akademischen Auslandsamt

(s. unten unter »Allgemeine Hinweise«).

Bewerbungsfristen: Diese sind unterschiedlich

je nach Zielland und Programm und

werden auf der DAAD Homepage unter

der Rubrik »Informationen für Deutsche«

in der Stipendiendatenbank veröffentlicht.

Beim Jahresstipendium liegt die Frist i. d. R.

zwölf Monate vor geplantem Antritt, beim

Semesterstipendium i. d. R. sechs Monate

vor geplantem Antritt. Beginnen Sie unbedingt

rechtzeitig, mindestens drei Monate

vor der genannten Frist, mit der Erstellung

der Bewerbungsunterlagen.

Leistungen:

• monatliche Stipendienzahlung je nach

Zielland und Studienstatus;

• über die Höhe eines Zuschusses zu den

Studiengebühren an der Gasthochschule

entscheidet der DAAD;

• üblicherweise Reisekostenpauschale;

• Gruppenversicherung über den DAAD,

S. 24 »Versicherungsschutz«;

• eine gleichzeitige Förderung durch den

DAAD und durch das ERASMUS- oder das

Fulbright-Programm ist ausgeschlossen;

• ein BAföG-Auslandszuschlag wird auf

das Stipendium angerechnet.

Stipendien für Studierende

Studierende können sich beim DAAD u. a.

für Stipendien für selbst organisierte Studienaufenthalte,

für strukturierte Programme

für bestimmte Fachrichtungen, für

kurzfristige Studienaufenthalte zur Anfertigung

von Abschlussarbeiten, für Sprach-/

Fachkursstipendien und für Fahrtkostenzuschüsse

im Rahmen von Auslandspraktika

bewerben. Da es sich in der Regel um

so genannte Teilstipendien handelt, wird

davon ausgegangen, dass etwa die Hälfte

der Kosten des Studienaufenthaltes selbst

finanziert wird.

Fahrtkostenzuschüsse für Auslandspraktika

Der DAAD vergibt für Praktika von zwei

bis sechs Monaten im Ausland (ausgenommen

sind EU-Länder, Schweiz, Norwegen,

Liechtenstein) einen Fahrtkostenzuschuss.

Fristen: Antrag mindestens zwei Monate

vor Beginn des Praktikums beim DAAD

einreichen.

Unterlagen: Antragsformular, Sprachzeugnis,

Bescheinigung des Fachbereichs über

die Anerkennung des Praktikums, Bestätigung

der Ausbildungsstätte.

Kurzstipendien für Praktika im Rahmen

von auslandsbezogenen Studiengängen

Bewerbungsberechtigt sind Bachelorstudierende

(mind. im dritten Fachsemester) und

Studierende in Masterstudiengängen (mind.

im zweiten Fachsemester), bei denen ein

Auslandspraktikum zwingend vorgeschrieben

oder dringend empfohlen ist.

Sprachkurs-Stipendien

Der DAAD vergibt Sommersprachkursstipendien

für Studierende zur Teilnahme an

Sprachkursen an Hochschulen weltweit für

alle Sprachen außer Englisch. Bewerben

können sich Studierende ab dem dritten

Fachsemester, die in der Regel schon gute

Grundkenntnisse der Fremdsprache besitzen.

Bewerbungstermin: Mitte Januar eines

Jahres.

13

Stipendien für Graduierte, Doktoranden,

Promovierte

Graduierte können sich beim DAAD u. a.

für Stipendien für selbst organisierte Vertiefungsstudien

und Forschungsaufenthalte,

für strukturierte Programme für bestimmte

Fachrichtungen, für kurzfristige Studienaufenthalte

zur Anfertigung von

Masterarbeiten, für Sprach-/Fachkursstipendien

und für Kurzstipendien für

Praktika im Rahmen von auslandsbezogenen

Studiengängen bewerben. Doktoranden

können sich auf Promotionsstipendien,


Postdoktoranden auf Forschungsstipendien

bewerben.

Allgemeine Hinweise: Die Anrechnung der

Studienleistungen sollte in jedem Falle über

ein »learning agreement« gesichert werden

(S. 23 unter »CREDITS/ECTS-Punkte«).

Im Falle einer Stipendienbewerbung beim

DAAD können Bewerbungsunterlagen,

insbesondere der Studienplan, im Akademischen

Auslandsamt der BUW überprüft

werden, um dadurch die Qualität der Bewerbung

zu erhöhen. Hierfür muss mindestens

ein Monat vor der beim DAAD genannten

Bewerbungsfrist für das jeweilige

Programm ein Termin vereinbart werden

(Frau Roller, Kontaktdaten S. 27 »Fragen«).

www.daad.de

Stipendiendatenbank:

www.daad.de/ausland/index.de.html

Länderinfos, Infos zu Studienbedingungen:

www.daad.de/ausland/studienmoeglichkeiten/laenderinformationen-und-studienbedingungen/00639.de.html

Bewerbungsunterlagen: www.daad.de/

ausland/download/05104.de.html

14


NICHOLAS

DAAD-Semesterstipendium, Aufenthalt

an der Universidad de Lima, Peru

Ein Auslandsstudium wird dich ändern, lässt

dich reifen und bleibt dir ein unvergessliches

Erlebnis. Nicht einmal so sehr das Land

oder die Universität entscheiden dabei über

den Erfolg des Aufenthaltes, sondern eher

die individuelle Bereitschaft, sich für etwas

Neues zu öffnen und es vorurteilsfrei anzunehmen.

Eine einmalige Möglichkeit, Kultur

und Menschen in Echtheit zu begegnen, ihren

Rhythmus zu begreifen und ihre Sprache

zu erlernen.

Natürlich gibt es eine Vielzahl von Alternativen,

diesem Vorsatz gerecht zu werden.

Doch ein Auslandsstudium gewährt dir den

Einblick in Echtzeit. In meinem 12-monatigen

Aufenthalt an der »Universidad de Lim

konnte ich mehr als nur ein Land und seine

Menschen entdecken. Ich hatte Einblick in

ihre Freude, ihre Trauer, ihre Hoffnung und

auch ihre Zweifel. Peru war somit anfangs

keine leichte, aber auf Grund seiner natürlichen

und vor allem auch menschlichen

Schätze letztendlich eine durchaus inspirierende

und fruchtbare Erfahrung.

Um diesen Schritt ins Unbekannte finanzieren

zu können, bewarb ich mich erfolgreich

beim DAAD. Eine Zusammenarbeit, die ich

warmherzig empfehlen kann. Denn dieses

Vorhaben ist sowohl mit zeitlichem, als auch

organisatorischem Aufwand verbunden,

und Stipendiengeber sowie Akademisches

Auslandsamt sind dabei sehr hilfreich.

Als ich nach Peru kam, war alles anders als

erwartet. Und dieses Anderssein war dann

mein Anfang in ein charakterlich prägendes

Studienjahr im Ausland. Denn sowohl die Universität

als auch das 4-monatige Praktikum

öffneten mir in vielerlei Hinsicht die Augen:

die technisch sehr modern ausgerüstete und

landesweit angesehene »Universidad de

Lima« mit ihren kreativ angelegten Wasserfontänen

und einladenden Grünflächen war

mir stets eine willkommene Abwechslung

von dem Chaos und Lärm der Neunmillionenmetropole

Perus. Klimatisierte Räumlichkeiten,

Internetzugang, Cafeteria mit

Blick über die Stadt und das sympathische

Büropersonal sowie ihre aufgeschlossenen

Professorinnen und Professoren und Studierende

verschönerten diesen Umstand

zusätzlich. Der Unterricht wird hier frei, interaktiv

und vor allem praktisch orientiert

mittels Dialogen in einem geradezu freundschaftlichen

Verhältnis zwischen Studierenden

und Lehrenden vermittelt und ist somit

eine lehrreiche Erfahrung.

Auch die Praktika in den Armenvierteln

Limas erwiesen sich als durchaus lohnenswert.

Sowohl im klinischen, als auch im pädagogisch-sozialen

Bereich konnte ich fachspezifische,

aber vor allem auch persönliche

Fortschritte machen. Die Arbeit ermöglichte

mir den Einblick in eine von vielen Realitäten

Limas: aus dem Reichtum hinein in

die Armut. Ein Schreckensspiel, das einem

in ganz Peru trotz der wundervollen Landschaft

und ihrer reizvollen Geschichte leider

nicht erspart bleibt. Doch die Menschen

haben einen Weg gefunden, ihr anmutiges

Lächeln und den unbrechbaren Optimismus

zu wahren. Denn Offenheit, Natur, Kultur,

Tourismus und der spürbar starke Glaube

an eine bessere Zukunft treiben dieses Land

langsam, aber sicher voran.

Zwölf Monate sind nun vergangen und ich

kehre zurück mit einem neuen Gepäck an

Gedanken und Erfahrungen. Für einen Moment

konnte ich meinem Mikrokosmos entkommen,

um Neues zu lernen. Diese

Reise zu mir selbst war mehr als

15

nur Studieren. Es war Leben und sich davon

überraschen lassen. Und wie sehr es mich

überrascht hat! Ich danke dir Peru.


FULBRIGHT

Studium in den USA

Die Deutsch-Amerikanische Fulbright-

Kommission vergibt Voll-/Teil- sowie Reisestipendien

zum Studium an einer amerikanischen

Hochschule an deutsche Studierende

und Graduierte.

Voll-/Teilstipendien

Diese richten sich an deutsche Studierende

und Graduierte, die sich an einer amerikanischen

Universität voll immatrikulieren

und dort neun Monate eingeschrieben

sind. Die Stipendien zielen nicht in erster

Linie auf den Erwerb eines akademischen

Grades. Spezielle Forschungsvorhaben/Studienarbeiten/Dissertationen

können nicht

gefördert werden.

Bewerbung: Da Bewerberinnen und Bewerber

durch die Heimathochschule nominiert

werden müssen, sind die Bewerbungsunterlagen

beim AAA einzureichen.

Bewerbungsfrist: i. d. R. jedes Jahr Mitte

Juni (für Studienbeginn in den USA im August/September

des Folgejahres).

Reisestipendien

Diese richten sich an Studierende/Graduierte,

die ihren Studienaufenthalt in den USA

selbst oder im Rahmen deutsch-amerikanischer

Hochschulpartnerschaften arrangieren.

Ein Aufenthalt für nur ein Semester

ist möglich.

Doppelförderung: Falls bereits Förderung

durch BAföG oder den DAAD besteht,

ist ein Fulbright-Reisestipen-

16

dium ausgeschlossen.

Bewerbung: Da Bewerberinnen und Bewerber

durch die Heimathochschule nominiert

werden müssen, sind die Bewerbungsunterlagen

beim AAA einzureichen.

Bewerbungsfrist: i. d. R. jedes Jahr Ende

Januar (für Studienbeginn in den USA im

August/September des gleichen Jahres).

Leistungen:

• Übernahme der transatlantischen Reisekosten,

• Kranken-/Unfallversicherung,

• Teilnahme an einer Vorbereitungstagung

in Deutschland und an »Fulbright Cultural

Enrichment Seminars« in den USA,

• nur bei Voll-/Teilstipendien: Studienplatzberatung

und Bewerbung an der

Gasthochschule durch Fulbright, teilweise

Übernahme der Studiengebühren und Lebenshaltungskosten.

Voraussetzungen:

• deutsche Staatsangehörigkeit,

• höchstens 35 Jahre alt sein,

• Bewerbungen sind erst ab dem dritten

Fachsemester möglich,

• der Hochschulabschluss darf bei Graduierten

nicht länger als 16 Monate zurückliegen,

• gute bis sehr gute Studienleistungen,

• gute englische Sprachkenntnisse (durch

Nachweis von mindestens 89 Punkten im

internet-based TOEFL).

www.fulbright.de

www.usa.fh-hannover.de


HOCHSCHUL-

KOOPERATIONEN

EU und weltweit

zum Fachbereich/zum AAA zu beginnen.

Auslandsstudienangebote:

www.uni-wuppertal.de/studium/studium_

international/infosaaadeutschestud.html

Ausländische Hochschulen: Länderinformationen

unter www.daad.de

Die BUW unterhält zahlreiche Partnerschaften

mit inner- und außereuropäischen

Hochschulen. Diese Kooperationen bieten

Lehrenden und Studierenden die Möglichkeit

zur Durchführung weltweiter Mobilität

sowie zur Realisierung bilateraler Projekte.

Auslandsaufenthalte im Rahmen europäischer

Partnerschaften können durch das

ERASMUS- (siehe S. 4) bzw. Free Mover-

Programm (siehe S. 6) bezuschusst werden.

Bei einem studienbezogenen Aufenthalt

an einer außereuropäischen Partnerhochschule

ist die Bewerbung auf ein Stipendium

des Deutschen Akademischen Austausch

Dienstes (DAAD) möglich (siehe

S. 12). Im Rahmen einiger Hochschulpartnerschaften

außerhalb der EU wurde eine

Studiengebührenreduktion oder ein Studiengebührenerlass

vereinbart. Rechtzeitige

Kontaktaufnahme (in der Regel 14 Monate

vor geplantem Antritt des Auslandsaufenthaltes)

mit den im Auslandsstudienangebot

genannten Fachbereichskoordinatorinnen

und -koordinatoren und mit dem Akademischen

Auslandsamt (AAA) ist unbedingt

erforderlich.

Abgesehen von den bereits bestehenden

Partnerschaften können Studierende eigenverantwortlich

nach geeigneten Hochschulen

für einen Auslandsaufenthalt recherchieren

und sich gegebenenfalls rechtzeitig

um Fördermittel bewerben (EU: Free Mover-

Stipendienprogramm, siehe S. 6, außerhalb

der EU: Stipendien des DAAD, siehe S. 12).

Um Bewerbungsfristen einhalten zu können,

empfiehlt es sich in der Regel 14 Monate

vor geplantem Auslandsaufenthalt mit

der Kontaktaufnahme zur Gasthochschule/

Es gibt eine Vielzahl von Stiftungen, die

Stipendien für Studierende und Graduierte

vergeben. Die Bewerbungsvoraussetzungen

variieren je nach Stiftung. In der Regel sind

vor einer Bewerbung die jeweiligen VertrauensdozentInnen

zu kontaktieren. Falls

bereits Förderung durch eine Stiftung auch

für das Studium im Inland besteht, sollte

erfragt werden, unter welchen Voraussetzungen

ein studienbezogener Auslandsaufenthalt

unterstützt wird.

www.studentenwerke.de/main/default.

asp?id=03310

www.stiftungen.org

VertrauensdozentInnen an der BUW:

www.ff.uni-wuppertal.de/index.php?site=511

17


Gregory +

Sebastian

Partnerhochschule

National University of Singapur

Das Wichtigste zuerst: Unser halbjähriger

Aufenthalt an der National University of

Singapore (NUS) hat einen bleibenden positiven

Eindruck hinterlassen, auch wenn

der 13-stündige Direktflug und die feuchten

28 °C Jahresdurchschnittstemperatur unsere

ersten Erfahrungen darstellten. Nun aber

erst einmal ein paar »Singapore facts«: Die

ehemalige britische Kronkolonie ist seit 1965

unabhängig und erlebte seither einen ungeahnten

wirtschaftlichen Aufschwung. Durch

geographische Lage und Historie ist Singapur

eine Multikulturmetropole, die ihresgleichen

sucht. Hier leben vor allem Chinesen,

Malaien und Inder, aber man findet auch

nahezu alle anderen Nationalitäten. Des Singapurers

liebstes Hobby ist Shopping, was

bei der Vielzahl überdimensionierter »malls«

und den vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten

nicht weiter verwundert.

Gesprochen wird »Singlish«. Das ist im Prinzip

Englisch. Allerdings kommen zur ungewohnt

asiatischen Betonung Füllworte wie

»la«, »le« oder »lor« sowie einige malaysische

oder chinesische Begriffe. So kann eine Vorlesung

zum lustigen Begriffe-Raten mutieren

oder das Bestellen in einem der »food courts«

zum lingualen Abenteuer werden. Hier trifft

man sich zum Essen und Quatschen. Als Erstes

wird ein Tisch gesichert, dann aus dem

reichhaltigen Angebot der verschiedenen

»stalls« ausgesucht. Dieses reicht von regionalen

Spezialitäten über Kuriositäten

wie frittierte Hühnerfüße bis

18

hin zu Fast Food der international bekannten

Ketten. Beliebt ist hier außerdem das »table

BBQ« an der Marina Bay. Auch in der Vorlesungspause

profitiert man von der kulinarischen

Vielfalt auf dem Campus.

»Student life«: Nach der Pause geht es dann

entweder in die nächste Vorlesung oder zurück

in die wohltemperierte Bibliothek. Dort

wird bereits ab der ersten Semesterwoche

bis zum Rauswurf um 22.00 Uhr gebüffelt

ohne Unterlass. Die Arbeitsmoral der Einheimischen

treibt dann auch so manche Austauschstudierende

zu einem der wöchentlich

wechselnden Events mit Verkaufsständen,

Bühnenshows und Infoveranstaltungen, die

unterhalb der Bibliothek auf einem großen

Platz stattfinden oder in einer der vielen

Sportanlagen auf dem Campus. Schön ist

auch die Möglichkeit in verschiedenste, so

genannte »societies« einzutreten. Dort kann

man gemeinsam mit lokalen Studierenden

den meisten Hobbys nachgehen, Musik machen,

Partys mitorganisieren und vieles mehr

erleben. Das Leben in den zwei verschiedenen

Wohnheimtypen ist recht unterschiedlich.

Während man in den kleineren »halls«

auf dem Campus direkten Kontakt zu Einheimischen

bekommt und mit diesen an lustigen

Freizeitgestaltungen teilnimmt, lernt

man in den teilweise außerhalb des Campus

gelegenen »klassischen« Studentenwohnheimen

und »hostels« Austauschstudierende

aus aller Welt kennen. Mit vielen von ihnen

hat man eines gemeinsam — »traveling«:

Die hervorragende Lage und die günstigen

und regelmäßigen Flüge in alle umgebenden

Länder machen Singapur zu einem guten

Reiseausgangspunkt. Die Liste der Länder,

die mindestens einer von uns beiden besucht

hat, spricht hier für sich: Malaysia, Vietnam,

Philippinen, Hong Kong, Indonesien, Thailand,

Kambodscha und Australien.

»Conclusion«: Da sich auch das Nachtleben

sehen lassen kann und das Studienangebot

sehr vielfältig ist, erfüllt die Stadt alle Wünsche

eines Auslandsaufenthaltes und bietet

allerhand Möglichkeiten zu exotischen Ausflügen

ins Umland.


unterrichtsassistenz-

Programme

FSA/COMENIUS

FREMDSPRACHEN-/

COMENIUSASSISTENTEN

Mit diesen beiden Programmen des Pädagogischen

Austauschdienstes (PAD) sollen

Studierende ausländische Lehrmethoden

praxisnah kennenlernen und den (Deutsch)

Unterricht an Schulen mitgestalten.

Fremdsprachenassistenten Programm

Voraussetzungen:

• Lehramtsstudierende ab dem vierten Semester

mit Studienfach der jeweiligen Landessprache

(diese Gruppe hat Priorität gegenüber

Studierenden anderer Studiengänge);

• Studierende anderer Studiengänge mit

dem Schwerpunktfach der Landessprache

des Ziellandes;

zum Zeitpunkt der Bewerbung höchstens

29 Jahre alt sein;

• BewerberInnen müssen die deutsche

Staatsangehörigkeit haben bzw. Bildungsinländer/-in

sein;

• der Aufenthalt muss je nach Zielland eine

Dauer von sieben bis zehn Monaten haben

(Beginn: September oder Oktober).

Ausnahme für das Zielland Frankreich:

Studierende aller Fächerverbindungen können

sich mit guten Französischkenntnissen

bewerben.

Zielländer: Belgien*, England und Wales, Frankreich,

(Nord-)Irland, Italien, Spanien, Schottland,

Schweiz* (* = frankophoner Teil), Australien,

Kanada, Neuseeland, Québec und USA.

Bewerbung: Bewerbungsunterlagen: www.

kmk-pad.org/index.php?id=55

20 USA: Bewerbung bis spätestens

zum 1. November vor geplantem Antritt.

Andere Länder: Bewerbung bis spätestens

zum 1. Dezember vor geplantem Antritt.

Zur Überprüfung der Vollständigkeit können

die Unterlagen bis zum 10. Oktober bzw. 10.

November des Vorjahres beim Akademischen

Auslandsamt eingereicht werden.

Die Schulzuteilung erfolgt durch den PAD.

Leistungen:

Monatlicher Unterhaltszuschuss zur Deckung

der Lebenshaltungskosten. Reisekosten

werden nur bei einem Aufenthalt in

den USA übernommen.

www.kmk.org/pad/home.htm

Comeniusassistenten Programm

Voraussetzungen:

• angehende Lehrkräfte aller Fächer und

Schulformen;

• Personen, die einen Abschluss als Lehrkraft

haben, aber noch nicht im Schuldienst

tätig sind;

• Studierende müssen mindestens vier Semester

des Fachstudiums absolviert haben;

• BewerberInnen dürfen sich nicht gleichzeitig

für einen Einsatz als Fremdsprachenassistenzkraft

beim PAD beworben haben;

• Assistenzkräfte verbringen mindestens

drei bis maximal zehn Monate an einer

Gastschule und sollen 12–16 Stunden in der

Woche unterrichten.

Bewerbung: Anträge müssen in der Regel

bis Ende Januar eines Jahres beim PAD eingereicht

werden.

Leistungen: Assistenzkräfte erhalten einen

monatlichen Unterhaltszuschuss je nach Gastland

sowie eine Fahrtkostenerstattung. Bei

Zielländern mit weniger verbreiteten Sprachen

gibt es die Möglichkeit, einen Zuschuss zur

sprachlichen Vorbereitung zu erhalten.

www.kmk-pad.org/index.php?id=46

Zentralstelle für das Auslandsschulwesen:

www1.dasan.de

Adressen der deutschen Auslandsschulen:

www1.dasan.de/j//auslandsschulen/inhalt/

schuladressen.htm


Katharina

Fremdsprachenassistenz in England

Ich bin von meiner Schwester und Mutter

mit dem Auto nach Yorkshire gebracht worden.

Wir sind mit der Fähre von Zeebrügge

nach Hull übergesetzt und wurden von

Sandra Cowie, der Leiterin der deutschen

Abteilung des Shelley Colleges, in Holmfirth,

wo ich meine Unterkunft beziehen sollte, in

Empfang genommen. Sie hat uns erst einmal

meine zukünftige Bleibe gezeigt und

wir sind anschließend essen gegangen.

In der ersten Woche nach deiner Ankunft

geht alles recht schnell. Man wird vielen liebenswürdigen

Leuten vorgestellt und muss

Unmengen von Formularen ausfüllen.

Die Schule hat mich in einem kleinen Haus

in Holmfirth untergebracht. Holmfirth ist

ein nettes, sehr malerisches und typisch

englisches Dorf in den Pennines und liegt

inmitten einer schönen Hügellandschaft.

Hier gibt es alles, was man auch in einer

Kleinstadt findet, zum Beispiel Banken,

Geschäfte, einen Supermarkt, Post usw.

Holmfirth strahlt meiner Meinung nach etwas

sehr Familiäres aus. Hier kennt jeder

jeden.

Das Haus in Holmfirth erstreckt sich über

drei Etagen und erinnert ein wenig an ein

Sandwich: eine kleine Etage über der anderen.

Insgesamt sind es ca. 70 Quadratmeter,

die mir zur Verfügung standen. Alles,

was man benötigt, wird man in dem Haus

bereits vorfinden. Es ist komplett ausgestattet.

Andere Assistenten haben mich

stets um dieses kleine Juwel beneidet, das

wirklich sehr gemütlich ist. Auch in England

gibt es viele Möglichkeiten seine Freizeit

zu gestalten. Der British Council bietet ein

ausgewogenes Freizeitprogramm an. Dies

beinhaltet unter anderem auch Tagesausflüge

zu schönen Städten, Sehenswürdigkeiten

und landschaftlichen Umgebungen

am Wochenende. In England gibt es eine regelrechte

Pubkultur und auch in Holmfirth

wirst du viele schöne Kneipen und Cafés

vorfinden, in denen du deinen Arbeitstag

ausklingen lassen kannst.

In meinem Unterricht war ich relativ unabhängig.

Allerdings ist alles im Rahmen

des Lehrplans auf mündliche Fertigkeiten

und auf die kommenden »oral exams« ausgerichtet.

Die Schüler der 11. Klasse wurden mir in

kleineren Gruppen von vier bis sechs Schülern

während ihres regulären Unterrichts

in meinen Unterrichtsraum geschickt. Da

die Schüler dieses Jahrgangs ihre mittlere

Reife (engl. GCSE) machen, wird großen

Wert darauf gelegt, sie in deinen Sitzungen

mündlich fit zu machen.

Der Unterricht des 12. und 13. Jahrgangs

gestaltet sich etwas anders. Die Schüler

haben regulären Unterricht und bekommen

von dir eine zusätzliche Stunde Deutschunterricht

pro Woche. Die Klassengröße beläuft

sich auf ein bis zwei Schülern.

Es werden mit dem Jahrgang zwölf solche

Themen wie »Gesundes Leben«, »Rauchen

und Drogen« sowie »Internet und Medien«

im Unterricht bearbeitet. Die Schüler, besonders

die älteren Jahrgänge, begeistern

sich unheimlich für alles, was aus Deutschland

kommt.

Ich habe viel mit deutschen Zeitschriften,

DVDs und Hörspielkassetten gearbeitet.

Die Bravo, Geolino, aber auch sonstige

Printmedien fanden großen Gefallen. Spiele,

die man in den Unterricht einbauen kann,

wie z. B. Scrabble und deutsches Memory,

kamen ganz besonders gut bei den

älteren Jahrgängen an.

21


SPRACHE

Sprachliche Voraussetzungen,

Sprachtests, Sprachkurse

Für einen erfolgreichen Auslandsaufenthalt

ist eine fundierte sprachliche Vorbereitung

essenziell. Um auch seltener gesprochene

Unterrichts- oder Landessprachen zu beherrschen,

sollten bereits zu Studienbeginn

entsprechende Kurse am Sprachlehrinstitut

(SLI) der Bergischen Universität (bereits

vor Semesterbeginn die Bewerbungsfristen

recherchieren!) oder an anderen Sprachschule

belegt werden.

DAAD-Stipendien: Üblicherweise wird das

»Sprachzeugnis für deutsche Bewerber«

oder ein UNIcert-Zertifikat verlangt. Für

Bewerbungen nach USA/Kanada ist der

TOEFL-Test, für Australien/Neuseeland der

IELTS-Test, für Großbritannien der TOE-

FL-/IELTS- oder UCLES-Test aussagekräftiger

als das DAAD-Sprachzeugnis. Der/die

Bewerber/-in ist verantwortlich, sich vorab

bei der Gasthochschule nach dem dort verlangten

Sprachzeugnis zu erkundigen. Die

Sprachtests dürfen i. d. R. nicht älter als

zwei Jahre sein.

Ausstellung des DAAD-Sprachzeugnisses

für deutsche DAAD-BewerberInnen an der

Bergischen Universität:

• Englisch:

Herr Colin-John Foskett, FB A –

Anglistik/Amerikanistik,

e-mail: foskett@uni-wuppertal.de;

Herr Ryan Eugene Dorr, FB A –

Anglistik/Amerikanistik,

e-mail: dorr@uni-wuppertal.de;

22 Herr Jerome Branca, FB A –

Anglistik/Amerikanistik,

e-mail: branca@uni-wuppertal.de;

• Französisch:

Frau Arlette Kosch, FB A – Romanische

Philologie, e-mail: kosch@uni-wuppertal.de.

Für die Durchführung der Sprachprüfung

sollte zunächst ein Termin per e-mail vereinbart

werden. Zur Sprachprüfung bitte

folgende Unterlagen mitbringen: Studierendenausweis,

DAAD-Formular für das

Sprachzeugnis, benotete, schriftliche Arbeit

aus einem Sprachkurs in der zu prüfenden

Sprache. Formular für das Sprachzeugnis

unter: www.daad.de/ausland/download/05104.de.html

TOEFL (test of English as a foreign language)

Testzentren: www.toefl.etsemea.org

IELTS (international english language testing

system) Testzentren: www.britishcouncil.de/d/english/ielts.htm

Französische Sprachzertifikate: www.language-learning.net/hp_138_1_1.html

Spracheninstitute in der Region Wuppertal:

• Sprachlehrinstitut der Bergischen Universität

Wuppertal (SLI)

Geb. S.09.06, Gaußstr. 20, Tel.: 0202.439-

3304, www.sli.uni-wuppertal.de

• Landesspracheninstitut der Ruhr-Universität

Bochum

www.lsi-nrw.de/daslsi/index.html

Informationen des DAAD zum Thema

Sprachen lernen: www.daad.de/ausland/

sprachenlernen/00731.de.html

Englische Sprachtests: www.britishcouncil.

de/d/services/infofiles.htm


CREDITS/

ECTS-Punkte

Anrechnung

Das »European Credit Transfer and Accumulation

System« (ECTS) dient während

des regulären Studiums und bei Auslandsaufenthalten

der Ansammlung und

Anerkennung von Studienleistungen. Im

ECTS-System wird vorausgesetzt, dass

das Arbeitspensum von Vollzeitstudierenden

während eines akademischen Jahres 60

ECTS-Credits ergibt (30 Credits pro Semester).

Ein Credit entspricht 25–30 Arbeitsstunden

(einschl. Vorlesungen, Seminare,

Selbststudium, Prüfungsvorbereitung und

–teilnahme). Im Rahmen des ECTS-Verfahrens

wird ein Lernvertrag (sog. »learning

agreement«) abgeschlossen, welcher

insbesondere bei Studienaufenthalten an

Gasthochschulen die Anerkennung von Studienleistungen

im Vorfeld durch Vereinbarungen

mit der Heimat- und Gasthochschule

sichert. Bei einem ERASMUS-Auslandsstudium

ist die Anfertigung eines »learning

agreement« rechtzeitig vor Antritt verpflichtend,

es sollte jedoch auch bei anderen

Auslandsaufenthalten genutzt werden (Free

Mover, DAAD-Stipendien). Das »learning

agreement« muss von drei Parteien unterzeichnet

werden (Studierender, Heimat-/

Gasthochschule) und gilt nach der Unterzeichnung

als rechtsverbindlicher Vertrag.

Kurzfristig notwendige Änderungen können

auf dem Formular »changes to original

proposed study« vermerkt werden und sind

innerhalb eines Monats ebenfalls von allen

drei Parteien zu unterzeichnen. Eine Anrechung

von Studienleistungen aus dem Ausland

setzt voraus, dass sich Studierende die

Studienleistungen von der Gasthochschule

durch ein offizielles »transcript of records«

bestätigen lassen. Anerkennungsfragen

sollten bereits vor Antritt des Auslandsaufenthaltes

mit dem Prüfungsamt geklärt und

ein Studienprogramm mit dem/der Fachbereichskoordinator/-in

vereinbart werden.

»Learning agreement« der BUW und Hinweise

zum Ausfüllen unter:

www.uni-wuppertal.de/studium/studium_

international/erasmusaaa.html

www.fzs.de/lissabon

http://ec.europa.eu/education/programmes/

socrates/ects/index_de.html

AuslandsBAföG

• Innerhalb der EU und in der Schweiz

kann ein Studium bis zum Erwerb des ausländischen

Ausbildungsabschlusses von

Anfang an gefördert werden;

• Auslandsaufenthalte im Rahmen einer

grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

können für die Dauer des jeweiligen Auslandsaufenthaltes

gefördert werden;

• Die Auslandsausbildung außerhalb der

EU oder der Schweiz kann grundsätzlich

höchstens ein Jahr bzw. bei besonderen

Gründen bis zu zweieinhalb Jahre gefördert

werden. Dabei muss sichergestellt sein,

dass die im Ausland erbrachten Studienleistungen

zumindest teilweise auf die Inlandsausbildung

anrechenbar sind.

Der Mindestzeitraum des Auslandsaufenthaltes

beträgt sechs Monate bzw. ein

Semester, für ein Praktikum oder

Studium im Rahmen einer Hochschulkooperation

zwölf Wochen.

23

Voraussetzung ist eine gute Beherrschung

der Landessprache des Ziellandes bzw. der

Unterrichtssprache. Der Nachweis hierzu


kann durch Vorlage eines entsprechenden

Zeugnisses erbracht werden, das den Hinweis

»Zur Vorlage bei einem Amt für Ausbildungsförderung“

enthalten sollte (siehe

auch S. 22 »Sprache«). Bei Beantragung von

AuslandsBAföG zusätzlich zu einer ERAS-

MUS-Förderung sind i. d. R. keine weiteren

Sprachzeugnisse notwendig, da die

Sprachkenntnisse bereits bei der Bewerberauswahl

durch den Fachbereich überprüft

werden sollten. Falls die Angaben auf dem

Hinweisblatt über den Erwerb der Sprachkenntnisse

nicht dem voraussichtlichen Niveau

der Unterrichtssprache entsprechen,

können Sprachzeugnisse durch das Amt

nachgefordert werden.

Anträge auf Förderung einer Auslandsausbildung

sind bei besonderen Ämtern

für Ausbildungsförderung (BAföG-Auslandsämtern)

einzureichen, also nicht beim

Hochschul-Sozialwerk Wuppertal. Je nach

gewünschtem Zielland sind dies unterschiedliche

Ämter, die überall in Deutschland

verteilt sind. Eine Liste der jeweils zuständigen

Stellen finden Sie unter:

www.auslandsbafoeg.de/auslandsbafoeg/

antragstellung.htm

Der Antrag sollte mindestens sechs Monate

vor Beginn des Ausbildungsabschnittes im

Ausland gestellt werden!!

Folgende Leistungen können nach der BAföG-Auslandszuschlagsverordnung

ab dem

1. August 2008 zusätzlich zur Inlandsförderung

gewährt werden:

• die notwendigen Studiengebühren (bis zu

4.600 € ),

• Reisekosten (einmalige Hin- & Rückreise),

• ggf. Zusatzleistungen für die Krankenkasse,

• für eine Ausbildung im EU-Ausland einen

je nach Land unterschiedlichen Auslandszuschlag

(zwischen 60 € und 255 €

24 monatlich).

Die Leistungen nach der BAföG-Auslandszuschlagsverordnung

werden generell als

Zuschlag gewährt und brauchen deshalb

nicht zurückgezahlt werden. Sie sollten,

auch wenn Sie kein »InlandsBAföG« bekommen,

einen Antrag auf AuslandsBAföG

stellen, weil sich hieraus eine Fördermöglichkeit

ergeben könnte, da die höheren

Förderungssätze im Ausland Zuschüsse für

die Ausbildung ermöglichen. Diejenigen, die

BAföG als Bankdarlehen erhalten, bekommen

auch den Auslandszuschlag als Bankdarlehen.

www.auslandsbafoeg.de

Versicherungsschutz

Studierende sollten rechtzeitig vor Antritt

des Auslandsaufenthaltes mit ihrer Versicherungsgesellschaft

klären, ob im jeweiligen

Zielland Versicherungsschutz besteht

oder ob eine Zusatzversicherung abgeschlossen

werden muss. Der ERASMUSoder

Free Mover-Status ist mit keinem

Versicherungsschutz verbunden. DAAD-

StipendiatInnen sind über den Deutschen

Akademischen Austausch Dienst unfallund

haftpflichtversichert. Für ERASMUS-

Studierende und -PraktikantInnen besteht

die Möglichkeit, auf eigene Kosten an der

Gruppenversicherung des DAAD teilzunehmen:

www.daad.de/ausland/service/daad-grupenversicherungen/05124.html


Rückmeldung

an der BUW

Bei der Rückmeldung für ein Semester, in

dem ein studienbezogener Auslandsaufenthalt

von mindestens drei Monaten Dauer

absolviert wird, ist folgendes zu beachten:

• Es besteht die Möglichkeit, sich für ein

Auslands- oder Praxissemester beurlauben

zu lassen. Ein Urlaubssemester wird nicht

auf die Zahl der Fachsemester angerechnet,

so dass lediglich die Hochschulsemester

weiterzählen. Die Beurlaubung ist eine

Sonderform der Rückmeldung. Hierfür ist

innerhalb der Rückmeldefrist die persönliche

Vorsprache/Antragstellung im Studierendensekretariat

(Herr Pawelzig, Geb.

O.06.16, Tel.: 0202.439-2376) erforderlich.

Mit dem Antrag auf Beurlaubung ist eine

Bescheinigung des Fachbereichs vorzulegen,

aus der hervorgeht, dass ein Urlaubssemester

auf Grund eines Auslandsstudiums

(wo und warum) befürwortet wird. Bei

einem Auslandspraktikum ist neben einer

Bestätigung des Praktikumsgebers eine Bescheinigung

des Fachbereichs vorzulegen,

aus der ersichtlich ist, dass ein Praktikum

von mehr als drei Monaten absolviert wird

und eine Beurlaubung für das gesamte Semester

befürwortet wird. Eine Beurlaubung

ist aber nur dann möglich, wenn das Praktikum

nicht bereits in der Prüfungsordnung

enthalten ist.

Beurlaubte Studierende sind nicht berechtigt,

an der BUW Studien- und Prüfungsleistungen

zu erbringen. Das heißt, auch

bei einer Rückkehr vor Semesterende an die

BUW besteht hier kein Recht, Prüfungen

abzulegen. Während der Beurlaubung im

Ausland erbrachte Studienleistungen können

selbstverständlich auf das Studium angerechnet

werden. Die Semesterzeiten sind

wie folgt festgelegt:

Wintersemester jeweils 01.10. – 31.03.

Sommersemester jeweils 01.04. – 30.09.

Studierende, die wegen eines Auslandsoder

Praxissemesters beurlaubt sind, sind

von der Studienbeitragspflicht (500 €)

sowie von der Zahlung des Sozialbeitrags

ausgenommen. Zusätzlich kann beim AStA

die Erstattung des Mobilitätsbeitrags (»Semesterticket«)

beantragt werden.

• Da eine Beurlaubung u. a. Auswirkungen

auf die Zahlung des Kindergeldes haben

kann, kann es in Ausnahmefällen sinnvoll

sein, sich nicht beurlauben zu lassen.

Unabhängig davon ist es möglich, für ein

Auslands- oder Praxissemester beim Studierendensekretariat

einen Antrag auf

Ausnahme von der Studienbeitragspflicht

zu stellen. Dem Antragsformular sind dieselben

Unterlagen wie beim Antrag auf Beurlaubung

beizufügen. Die Erstattung des

Mobilitätsbeitrages kann ebenso beantragt

werden. Die Gewährung einer Ausnahme

von der Studienbeitragspflicht beinhaltet,

dass während des betreffenden Semesters

an der BUW keine Prüfungs- und Studienleistungen

abgelegt werden können. Im

Ausland erbrachte Studienleistungen können

demgegenüber angerechnet werden.

• Bei einem Auslandsaufenthalt mit einer

Dauer von mehr als einem Semester denken

Sie bitte daran, jemanden zu bevollmächtigen

und zu informieren, der sich während

Ihrer Abwesenheit um Ihre Rückmeldung

und ggf. um Ihre Beurlaubung oder den

Antrag auf Ausnahme von der Studienbeitragspflicht

kümmert.

www.uni-wuppertal.de/studium/beurlaubung/

25


Beratung

Fragen?

AnsprechpartnerInnen an der BUW

Bergische Universität Wuppertal (BUW)

Gaußstr. 20

42119 Wuppertal

AKADEMISCHES AUSLANDSAMT (AAA)

Campus Grifflenberg

Tel.: 0202.439-2406

Gebäude O, Ebene 06, Raum 10

Sprechzeiten: täglich nach Vereinbarung.

Herausgeber

Bergische Universität Wuppertal,

Akademisches Auslandsamt

Konzept/Grafikdesign/Fotografie

Nadine Nolting, Oliver Popke,

Gerald Riemann

Projektkoordination

Judith Roller

www.uni-wuppertal.de/studium/studium_

international/

Andrea Bieck

Leiterin des Akademischen Auslandsamtes

bieck@uni-wuppertal.de

Judith Roller

ERASMUS Hochschulkoordinatorin, Beratung

zu Auslandsstudium/-praktikum und

Fördermöglichkeiten

roller@verwaltung.uni-wuppertal.de

I.S.T.

Das »International Students Team« ist eine

Initiative von Studierenden der BUW, die

sich ehrenamtlich und fachbereichsübergreifend

für Studierende aus aller Welt engagieren.

Das I.S.T. bietet Unterstützung

vor/während des Aufenthaltes in Wuppertal,

organisiert diverse Aktivitäten und steht

mit Rat und Tat zur Seite. Deutsche und

ausländische Interessenten sind immer

willkommen.

www.ist.uni-wuppertal.de

Redaktion

Andrea Bieck, Judith Roller

Textbeiträge

Cédric Meschke, Gregory Janiczek und

Sebastian Sichelschmidt, Nicholas Bellafiore,

Katharina E. Regentrop

Textkorrektur

Judith Roller, Heike Kreimendahl

Druck

roco-Druck GmbH

Auflage Juni 2008 – 800 Stück


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