Konzept vom 22.04.2013 - Stadt Hauzenberg

hauzenberg

Konzept vom 22.04.2013 - Stadt Hauzenberg

1

Stadt Hauzenberg

Landkreis Passau

Hochwasserschutz

Germannsdorf, Kollersberg und

Röhrendobl

KONZEPT vom 22.04.2013

Vorhabensträger:

Landkreis:

Regierungsbezirk:

Stadt Hauzenberg

Passau

Niederbayern

Hauzenberg, den ............................

Passau, den 22.04.2013

......................................................

(Vorhabensträger)

...............................................

(Entwurfsverfasser)


2

INHALTSVERZEICHNIS

(Projekt Nr. 2147)

Plan Nr.

1. Erläuterungsbericht

2. Kostenschätzung

3. Übersichtslageplan M 1:5000 03 01 00

Übersichtslageplan mit Luftbild M 1:5000 03 02 00

4. Lagepläne

Variante I + II Germannsdorf M 1:1000 04 01 00

HWRB VA I + VA II Kropfmühl M 1:1000 04 02 00

HW-Mulde M 1:1000 04 03 00

mit Luftbild VA I + VA II Germannsdorf M 1:1000 04 11 00

mit Luftbild HWRB VA I + VA II Kropfmühl M 1:1000 04 12 00

mit Luftbild Hochwassermulde M 1:1000 04 13 00

5. Auszüge aus dem Gewässerentwicklungsplan Hauzenberg

Erläuterungstext Auszug Seite 74 – 95

Bewertung Gewässerstruktur – Strukturgüteklasse

Bewertung Gewässerstruktur – Auedynamik

Bewertung Gewässerstruktur – Gewässerbettdynamik

Schutzgebiete und Gewässergüte

Bestand / Konflikte – Hauzenberg Ostteil

Maßnahme – Hauzenberg Ostteil

6. Hydraulische Berechnung


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ERLÄUTERUNGSBERICHT

1. Vorhabensträger:

Vorhabensträger für den „aktiven Hochwasserschutz“ im Bereich der Ortschaften

Germannsdorf, Kollersberg und Röhrendobl ist die Stadt Hauzenberg, Marktplatz 10,

94051 Hauzenberg.

2. Anlass und Zweck des Vorhabens:

Aufgrund der letzten Hochwasserproblematik am 20.06.2012 wurden für die

betroffenen Ortsteile Germannsdorf, Kollersberg und Röhrendobl ein Hochwasserschutzkonzept

erarbeitet, welches sich auch positiv auf den Unterlauf des Aubaches,

insbesondere im Bereich des Werksgeländes der AMG Minig AG in Kropfmühl

auswirkt.

Bei stärkeren Niederschlägen, wie am 20.06.2012 kommt es in den genannten

Ortsteilen der Stadt Hauzenberg zu einer Überflutung, die erhebliche Schäden mit

sich bringt.

Zum einen tritt der Aubach über die Ufer und überflutet die tiefliegenden Teile der

Ortschaft Germannsdorf, die Staatsstraße St 2320 zwischen Haghäusel und

Kropfmühl und Teile des Werksgeländes de AMG Mining AG.

Zum anderen kommt es zu wild abfließenden Oberflächenwasser aus dem Bereich

des Ruhmannsberges, wodurch die Bebauung in Röhrendobl, Kollersberg und

Germannsdorf erheblich gefährdet wird und im Juni 2012 umfangreiche Schäden

entstanden sind.

Vom Junihochwasser 2012 wurden mehrere Anwesen stark beschädigt, sowie

öffentliche und private Flächen, wie Straßen und deren Entwässerungseinrichtungen,

Brücken, Durchlässe, Stellplätze, Rangierflächen, Gärten usw. erheblich in Mitleidenschaft

gezogen.

Die durch das Hochwasser entstandenen Schäden mussten mit erheblichem

Kostenaufwand beseitigt werden. Bei ähnlichen, künftigen Starkniederschlägen muss

damit gerechnet werden, dass wieder Schäden im größeren Umfang auftreten

werden.

Mit der Ausführung der geplanten Maßnahme könnten durch vorbeugenden Hochwasserschutz

künftig solche Schäden verhindert werden und das Gefahrenpotential

für die bestehende Bebauung erheblich minimiert werden.


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3. Bestehende Verhältnisse

3.1 Allgemeines

Der Aubach entspringt 1,5 km östlich der Ortschaft Germannsdorf. Nach dem

Zusammenschluss mit dem Ruhmannsdorfer Graben und dem Mühläckergraben

durchfließt der Aubach in einer Talmulde den Ortsteil Germannsdorf.

Im Ortsbereich sind zwei Brücken vorhanden, deren Durchflussquerschnitt für Hochwasserabflüsse

wesentlich zu klein ist.

Weiteres befinden sich in diesem Abschnitt zwei Wellstahlrohrdurchlässe, die

ausreichend groß sind.

Im weiteren Verlauf durchquert der Aubach landwirtschaftlich genutzte Flächen bis

zum Zusammenfluss mit dem Ruhmannsdorfer Bach.

Der Ruhmannsdorfer Bach entspringt ca. 1,5 km nördlich von Germannsdorf und führt

in der Talmulde zwischen Germannsdorf und Ruhmannsdorf nach Süden bis zur

Einmündung in den Aubach. Dabei unterquert der Ruhmannsdorfer Bach drei

Straßen in jeweils einen ausreichend großen Wellstahlrohrdurchlass.

Weiter sind in diesem Abschnitt des Ruhmannsdorfer Baches und seiner seitlichen

Grabenzuläufe im Bereich von Feldzufahrten kleinere Durchlässe vorhanden, die bei

Starkniederschlägen überflutet werden.

Nach der Vereinigung des Ruhmannsdorfer Baches mit dem Aubach führt der

Aubach entlang der Staatsstraße 2328 Richtung Süden und quert dabei die Staatsstraße

in einem größeren Durchlass und die Zufahrtsstraße nach Kropfmühl in einer

Brücke. Sowohl der Durchlass, als auch die Brücke reichen vom Querschnitt her für

einen 100-jährigen Hochwasserabfluss nicht aus.

Unmittelbar nach der Brücke Richtung Kropfmühl durchfließt der Aubach das

Firmengelände der AMG Minig AG. Im 1. Abschnitt zwängt sich der Aubach durch

einen relativ engen Rechteckquerschnitt, der schon bei kleineren Hochwasserabflüssen

überlastet ist. Im 2. Bereich des Werksgeländes wurde der Abflussquerschnitt

des Aubaches erheblich aufgeweitet und die Abflusssituation dadurch

wesentlich verbessert.

Nach dem Werksgelände der AMG Minig AG fließt der Aubach in Richtung Südwesten

durch Wastlmühl und Aubachmühl, bevor er bei Schmölz in die Erlau mündet.

Das Einzugsgebiet des Aubaches ist stark geneigt, wobei Gefälle bis zu rd. 25 %

vorhanden sind.


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Fotodokumentation des Einzugsgebietes:

Foto 1

Vordergrund Germannsdorf

Ruhmannsdorf

Hintergrund Jahrdorf

Foto 2

Röhrendobl

mit der gefährdeten

Bebauung

Foto 3

Germannsdorf aus Sicht

des Aubaches

Standort Mühlweg


6

Foto 4

Vordergrund: Aubach mit

Uferbewuchs

Hintergrund: Kollersberg

Foto 5

Talmulde des Aubaches

östlich von Germannsdorf

Foto 6

Germannsdorf aus

südlicher Sicht


7

Fotodokumentation des Aubaches:

Foto 7

Aubach am östlichen

Ortsrand von

Germannsdorf

Foto 8

Aubach östlich von

Germannsdorf

Beim Junihochwasser 2012

trat der Bach

hier über das Ufer

Foto 9

Brücke über den Aubach

Bei der Zufahrt zur

Fischzuchtanlage und zu

Mühlenweg Nr. 12

Der Durchflussquerschnitt

ist wesentlich zu klein


8

Foto 10

Aubach neben

Fischzuchtanalge

Foto 11

Zwischen

Fischzuchtanlage und

Maisfeld bahnt sich der

Aubach bei Hochwaserabfluss

eine natürliche

Flutmulde.

Foto 12

Aubach mit Hochwasserschaden

und

Haus Nr. 5 Mühlenweg

(wurde beim Junihochwasser

2012 überflutet)

Foto 13

Verlauf des Aubaches

neben dem Mühlenweg


9

Foto 14

Brücke zu Mühlenweg 7

und 7a

Durchflussquerschnitt ist

wesentlich zu klein

Foto 15

Aubach mit Durchfluss bei

der Hauptstraße in

Germannsdorf

Foto 16

Aubach zwischen Hauptstraße

und Kreisstraße

PA 38

Foto 17

Aubach unterquert die

Kreisstraße PA 38 in

einem

Wellstahlrohrdurchlass

Lichte Weite 3,80 m

Lichte Höhe 2,40 m


10

Foto 18

Furt über den Aubach vor

dem Zusammenfluss

mit den

Ruhmannsdorfer Bach

Foto 19

Seitenzufluss zum

Ruhmannsdorfer Bach aus

dem Bereich Röhrendobl;

Querung der Kreisstraße

PA 49 in einen Durchlass

DN 1500

Foto 20

Seitenzufluss zum

Ruhmannsdorfer Bach

Kurz vor der Mündung

Foto 21

Durchlass Gemeindestraße

Ruhmannsdorfer Bach

nördlich von

Ruhmannsdorf


11

Foto 22

Ruhmannsdorfer Bach

zwischen Ruhmannsdorf

und Germanndsdorf

Foto 23

Aubach neben Staatsstraße

2320 zwischen

Haghäusel und

Kropfmühl

Foto 24

Brücke über den Aubach

bei der Zufahrt Kropfmühl,

die zwischenzeitlich

erneuert wurde.

Foto 25

Aubach im engen Rechteckquerschnitt

im

1. Bereich des Firmengeländes

der

AMG Minig AG


12

Foto 26

Ausgebauter Bereich des

Aubaches im 2. Abschnitt

des Firmengeländes der

AMG Minig AG

Foto 27

Aubach am Ende des

Firmengeländes der

AMG Minig AG


13

3.2 Gefährdungspotential

Die Talmulde in der Ortschaft Germannsdorf ist teilweise bis unmittelbar an das

Gewässerufer bebaut. Wobei der Abflussquerschnitt des Aubaches erheblich eingeschränkt

wird. Ausuferungsflächen sind im Bereich der Bebauung nicht vorhanden.

Der Bachquerschnitt, der im Verhältnis zur Größe des Einzugsgebietes zu klein ist,

kann Hochwasserereignissen, wie dies im Juni 2012 auftrat, nicht schadlos abführen.

In Folge ufert der Aubach aus und überschwemmt die angrenzende Bebauung, wobei

immer wieder größere Schäden entstehen.

Besonders betroffen sind die Anwesen Mühlenweg Haus Nr. 8 und Haus Nr. 11 sowie

das Anwesen Hauptstraße Haus Nr. 55. Neben den vor genannten Anwesen in

diesem Bereich wurde die vorhandene Infrastruktur wie Straße, Brücken, Durchlässe

erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Ein weiteres erhebliches Schadenspotential birgt das aus dem Bereich Ruhmannsberg

bei Starkniederschlägen wild abfließende Oberflächenwasser. Da hier eine

natürliche Vorflut fehlt, fließt der Niederschlag breitflächig über die Felder ab und trifft

auf die vorhandene Bebauung im Bereich Röhrendobl. Die Bebauung, die auch

teilweise eingezäunt ist, steht dem wild abfließenden Niederschlagswasser im Weg,

was zum einen dazu führt, dass an den tieferen Punkten die Gebäude über Türen,

Lichtschächte usw. geflutet werden. Zum anderen konzentriert sich der Abfluss

entlang von Hauswänden, Mauern, Zäunen usw. und gelangt über die nächstgelegene

Möglichkeit zu den unterhalb liegenden Anwesen.

Durch diese Situation wurde beim Junihochwasser 2012 mehrere untereinander

liegende Anwesen über-schwemmt. Bei rd. 15 Anwesen kam es zu teilweisen

umfangreichen Schäden, die mit hohem Aufwand Instand gesetzt werden mussten.

Neben den erheblichen Schäden im privaten Bereich wurde durch das wild

abfließende Oberflächenwasser, das auch von der öffentlichen Kanalisation nicht

aufgenommen werden konnte, zu umfangreichen Schäden an den öffentlichen

Straßen.

Insbesondere wurden die Seitenstreifen, die Randbefestigungen und speziell die

Einrichtungen der Straßenentwässerung erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Letztendlich führt der Hochwasserabfluss des Aubaches in Germannsdorf, das wild

abfließende Niederschlagswasser aus dem Bereich Röhrendobl und der Hochwasserabfluss

des Ruhmannsdorfer Baches zu einer umfangreichen Überflutung in der

Talmule des Aubaches zwischen Haghäusel und Kropfmühl. Dabei wurde die Staatsstraße

2320 unterspült, dass sie nicht mehr passierbar war, die Brücke in der

Zufahrtsstraße nach Kropfmühl derart beschädigt, dass sie durch einen Neubau

ersetzt werden musste.

Auch im Betriebsgelände der Firma AMG Minig AG entstanden umfangreiche

Schäden, die mit hohen Kosten wieder Instand gesetzt werden mussten.


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Fotos vom Junihochwasser 2012

Foto 28

Überflutetes

Firmengelände im 1.

Bereich der

AMG Minig AG

Foto 29

Überflutete

Staatsstraße

2320 zwischen

Haghäusel und

Kropfmühl

Foto 30

Überfluteter

Mühlenweg

im Bereich des

Anwesens Haus Nr. 5


15

Foto 31

Bereich

Fischzuchtanlage

Germannsdorf

Hier sucht sich der

Aubach bei

Hochwasser eine

Natürliche Flutmulde.

3.3 Land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung

Das Einzugsgebiet des Aubaches wird im Wesentlichen land- und forstwirtschaftlich

genutzt. Im Niederschlagsgebiet des Aubaches liegen die Ortsteile Germannsdorf,

Röhrendobl, Kollersberg, Ruhmannsdorf, Kropfmühl, Haghäusel, Hagwies und

mehrere kleinere Ortsteile und Weiler der Stadt Hauzenberg.

Flächenbilanz:

Röhrndobl

km 2 / %

Germannsdorf

Bebauung

km 2 / %

Germannsdorf

HWRB 1

km 2 / %

Kropfmühl

HWRB 2

km 2 / %

Gesamt

km 2 / %

Wald

0,49 / 70

3,81 / 68

3,81 / 74

6,24 / 57

6,79 / 55

Bebaute

Fläche

0,01 / 2

0,41 / 7

0,11 / 2

0,83 / 8

1,23 / 10

Acker

0,03 / 4

0,28 / 5

0,23 / 5

1,16 / 11

1,28 / 10

Weise /Weide

0,16 / 24

1,15 / 20

0,96 / 19

2,76 / 24

3,04 / 25

Gesamt 0,69 / 100 5,65 / 100 5,11 / 100 10,99 / 100 12,34 / 100


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3.4 Boden- und Baugrundverhältnisse

Bodenuntersuchungen wurden bis jetzt noch nicht durchgeführt. Im Zug der weiteren

Entwurfsbearbeitung sind entsprechende Untersuchungen erforderlich, um die

notwendigen Bauwerke wirtschaftlich und standsicher erstellen zu können. Im

jetzigen Planungsstadium wird aufgrund vorausgegangener Baumaßnahmen im

Umfeld von folgenden Bodenverhältnissen ausgegangen. Unter dem Oberboden

steht vermutlich Gneiszersatzboden an, dessen Lagerungstiefe mit steigender Tiefe

zunimmt. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Boden kaum sickerfähig ist.

3.5 Grundwasserverhältnisse

Konkrete Aussagen zu den Grundwasserverhältnissen können erst nach Vorlage

eines Baugrundgutachtens gemacht werden. Im jetzigen Planungsstadium wird davon

ausgegangen, dass eine Beeinflussung des Grundwassers nicht stattfindet, da weder

dauernd eingestaute Wasserflächen erzeugt werden, noch Abgrabungen im

Wesentlichen Umfang vorgesehen sind.

3.6 Hydrologische und topographische Grundlagen

Hydrologische Planungsgrundlagen:

Gesamteinzugsgebiet des Aubaches:

A (EO) = 12,34 km²

MQ = rd. 215 l/s

HQ 100 = rd. 17,8 m³/s + 15 % = rd. 20,4 m³/s

Klimaänderungsfaktor

Germannsdorf Bachausbau Teilgebiet 6 + 7 + 8

A (EO) = 5,65 km²

MQ = rd. 98 l/s

HQ 100 = rd. 11,3 m³/s + 15 % = rd. 13 m³/s

Klimaänderungsfaktor

Möglicher Standort für ein Hochwasserrückhaltebecken

östlich von Germannsdorf Teilgebiet 6 + 7

A (EO) = 5,1 km²

MQ = rd. 89 l/s

HQ 100 = rd. 10,2 m³/s + 15 % = rd. 11,8 m³/s

Klimaänderungsfaktor


17

Hochwassermulde Kollersberg / Röhrndobl Teilgebiet 1 + 2

A (EO) = 0,70 km²

MQ = --

HQ 100 = rd. 2,9 m³/s + 15 % = rd. 3,3 m³/s

Klimaänderungsfaktor

Möglicher Standort für ein Hochwasserrückhaltebecken

nordöstlich Kropfmühl VA I Teilgebiete 1 bis 9

A (EO) = 10,99 km²

MQ = rd. 191 l/s

HQ 100 = rd. 15,8 m³/s + 15 % = rd. 18,2 m³/s

Klimaänderungsfaktor

Möglicher Standort für ein Hochwasserrückhaltebecken

nördlich Kropfmühl VA II Teilgebiete 1 bis 9 ohne 6+7

A (EO) = 5,89 km² (ungedrosselte Hochwasserabflussfläche)

MQ = rd. 191 l/s

HQ 100 = rd. 12,2 m³/s + 15 % = rd. 14,1 m³/s

Klimaänderungsfaktor

Topographische Planungsgrundlagen:

- Amtliche Topographische Karte M 1:25 000

des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation Bayern

- Digitale Flurkarte des Vermessungsamtes Passau

- Rasterdaten der Höhenlinien 1:5000 des Landesamtes

für Vermessung und Geoinformation Bayern

- Erkundung der Verhältnisse vor Ort

durch den Entwurfsverfasser

- Topographische Vermessung des Geländes

durch den Entwurfsverfasser


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Gebietskennwerte:

Gesamteinzugsgebiet des Aubaches

Länge des Gewässers von der Wasserscheide

bis zum Betrachtungspunkt L = 5,72 km

Höhe der Wasserscheide

Höhe der Betrachtungspunkte

Höhenunterschied

762,00 müNN

475,00 müNN

-------------------

287,00 müNN

Retentionseigenschaften des Einzugsgebietes:

Mischung von Wald-, Acker – und Wiesenfläche bei geringer Bebauung.

Faktor für die Ablaufzeit F = 1,5

Germannsdorf / Bachausbau

Länge des Gewässers von der Wasserscheide

bis zum Betrachtungspunkt L = 3,54 km

Höhe der Wasserscheide

Höhe der Betrachtungspunkte

Höhenunterschied

765,00 müNN

510,00 müNN

-------------------

255,00 m

Retentionseigenschaften des Einzugsgebietes:

Mischung von Wald-, Acker – und Wiesenfläche bei geringer Bebauung..

Faktor für die Ablaufzeit F = 1,5

Möglicher Standort für ein Hochwasserrückhaltebecken

östlich von Germannsdorf

Länge des Gewässers von der Wasserscheide

bis zum Betrachtungspunkt L = 2,96 km

Höhe der Wasserscheide

Höhe der Betrachtungspunkte

Höhenunterschied

765,00 müNN

520,00 müNN

-------------------

245,00 m

Retentionseigenschaften des Einzugsgebietes:

Mischung von Wald-, Acker – und Wiesenfläche bei geringer Bebauung..

Faktor für die Ablaufzeit F = 1,5


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Hochwassermulde Kollersberg / Röhrendobl

Länge des Gewässers von der Wasserscheide

bis zum Betrachtungspunkt L = 1,59 km

Höhe der Wasserscheide

Höhe der Betrachtungspunkte

Höhenunterschied

780,00 müNN

539,00 müNN

-------------------

241,00 m

Retentionseigenschaften des Einzugsgebietes:

Mischung von Wald-, Acker – und Wiesenfläche bei geringer Bebauung..

Faktor für die Ablaufzeit F = 1,5

Möglicher Standort für ein Hochwasserrückhaltebecken

nordöstlich Kropfmühl VA I

Länge des Gewässers von der Wasserscheide

bis zum Betrachtungspunkt L = 4,55 km

Höhe der Wasserscheide

Höhe der Betrachtungspunkte

Höhenunterschied

763,00 müNN

491,00 müNN

-------------------

272,00 m

Retentionseigenschaften des Einzugsgebietes:

Mischung von Wald-, Acker – und Wiesenfläche bei geringer Bebauung.

Faktor für die Ablaufzeit F = 1,5

Möglicher Standort für ein Hochwasserrückhaltebecken

nordöstlich Kropfmühl VA II

Länge des Gewässers von der Wasserscheide

bis zum Betrachtungspunkt L = 3,62 km

Höhe der Wasserscheide

Höhe der Betrachtungspunkte

Höhenunterschied

857,00 müNN

491,00 müNN

-------------------

366,00 m

Retentionseigenschaften des Einzugsgebietes:

Mischung von Wald-, Acker – und Wiesenfläche bei geringer Bebauung.

Faktor für die Ablaufzeit F = 1,5


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4. Art und Umfang der Maßnahme

4.1 Zielsetzung

Mit der geplanten Maßnahme wird eine dauerhafte, erhebliche Verbesserung der

Hochwassersituation in Germannsdorf, Kollersberg und Röherndobl entlang der

Staatsstraße 2320 zwischen Kropfmühl und Haghäusel, sowie im Bereich des

Firmengeländes AMG Minig AG erzielt.

Das Gefahrenpotential, welches durch den Aubach und seine Seitenzuläufe, sowie

dem wild abfließenden Niederschlagswasser im Bereich Röhrendobl, Kollersberg und

Germannsdorf hervorgerufen wird, wird nachhaltig minimiert und auf das

unumgängliche, unvorhersehbare Maß reduziert.

Die derzeit bei Starkniederschlägen wild abfließenden Massen an Oberflächenwasser

werden entweder in geregelte Bahnen geleitet oder durch Rückhaltemaßnahmen so

weit reduziert, dass für die bisher gefährdete Bebauung keine Gefahr mehr ausgeht.

Ziel der geplanten Maßnahme ist ein 100-jähriger Hochwasserschutz für die Gebäude

und baulichen Anlagen entlang des Aubaches und in den Ortsteilen Röhrendobl,

Kollersberg und Germannsdorf.

4.2 Beschreibung und Begründung der gewählten Lösung/Lösungsvarianten

Maßnahme im Niederschlagsgebiet:

Änderung der Bodennutzung:

(1) Soweit Ackerbau weiter betrieben wird, wird auf eine Bewirtschaftung quer zur

Falllinie geachtet, da dadurch nicht nur der Abfluss, sondern auch die

Bodenerosion reduziert wird. Durch eine möglichst langzeitige

Bodenbepflanzung, welche mit Mulchsaat und Zwischenfruchtanbau erreicht

wird, reduziert sich der natürliche Oberflächenabfluss.

(2) Umwandlung von Acker in Grünland und dessen Erhalt auf Dauer.

(3) Anlage von Hecken und Gräben quer zur Falllinie, damit ein erhöhter

Wasserrückhalt in der Landschaft erreicht wird. Der Oberflächenabfluss

verzögert sich dadurch zugunsten einer höheren Verdunstungs- und

Versickerungsrate.

(4) Umwandlung von landwirtschaftlichen Nutzflächen, wie Acker oder intensiv

genutztes Grünland in Mischwälder. Mit dieser Maßnahme wird eine

erhebliche Reduzierung des Oberflächenabflusses erreicht.


21

Durch die Änderung der Bodennutzung z.B. wenn ein Acker in eine Wiese oder eine

Wiese in einen Wald umgewandelt wird, erhöht sich die Speicherfähigkeit des

Bodens und der Abfluss wird dadurch reduziert. Zu Beginn des Regens lässt das

Blätter und Nadeldach der Vegetation kaum Wasser durchdringen. Erst im Laufe

der Zeit erreicht der Regen den Boden. So werden z.B. auf einer Wiese ca. 2 l/m² und

im Wald bis zu 5 l/m² zurückgehalten, die nach Abklingen des Regenereignisses

verdunstet. Diese Feuchtigkeit wird in die Atmosphäre abgegeben und der Abfluss

reduziert sich dadurch entsprechend .Außerdem entzieht der Bewuchs dem

Untergrund Feuchtigkeit , die dabei entstehenden Boden können 30 bis 40 Liter/m²

Regen aufnehmen.

Die Vegetation speichert nicht nur Wasser, sondern verbessert auch die Infiltration,

wodurch das Oberflächenwasser schneller und tiefer in den Boden eindringen kann.

Die Speicherwirkung des Bodens hat jedoch Grenzen. Ein mit Wasser gesättigter

Boden, oder ein gefrorener Boden kann nur noch sehr wenig Niederschlag speichern,

sodass ein Art natürliche Versiegelung des Bodens entsteht.

Der sofort eintretende Oberflächenwasserabfluss kann in der Folge entsprechend

der Intensität zu einem Hochwasserabfluss führen.

Ein spezielles Problem stellt der Maisanbau dar. Dieser ist jedoch im gewissen

Umfang notwendig, da aus der im Verhältnis zur Viehhaltung relativ kleinen

bewirtschafteten Fläche ein hoher Futtermittelertrag notwendig ist.

Um den Hochwasserabfluss aus dem Maisacker in der Spitze in Grenzen zu halten,

wird der Mais quer zur Falllinie mit Grünstreifen durchzogen.

Weiteres ist der Unterbau einer Mulchsaat vorgesehen. Auf eine ganzjährige

Bodenbedeckung wird geachtet.

Anlage von Feldhecken und Gräben:

Durch die Anlage von Feldhecken quer zur Falllinie des natürlichen Geländes kann

nicht nur das Landschafsbild aufgewertet werden. Diese Hecken stellen eine gewisse

natürliche Barriere für den oberflächlich abfließenden Niederschlag dar. Der Abfluss

wird dadurch verzögert und die Abflussspitze abgemindert. Eine Entsiegelung von

Straßen-, Hof- und Lagerflächen würde eine weitere Entschärfung der

Abflusssituation mit sich bringen.

Dies ist im betrachteten Einzugsgebiet kaum möglich, da aufgrund der ländlichen

Struktur sich die versiegelte Fläche in Grenzen hält.

Bei künftiger Bebauung im Einzugsgebiet muss unbedingt darauf geachtet werden,

dass die versiegelten Flächen auf den unvermeidlichen Umfang eingeschränkt

werden, der Oberflächenwasserabfluss breitflächig über die natürliche

Vegetationsdecke versickern wird, soweit der Untergrund hierfür ausreichend

sickerfähig ist. Kann eine Sammlung und Ableitung des Oberflächenwassers auf

grund der Größe der versiegelten Fläche oder wegen fehlender Sickerwirkung des

Untergrundes nicht vermieden werden, so ist die Anordnung eines entsprechenden

Regenrückhalteraumes bei Neuplanungen unumgänglich.

Die aufgeführten Maßnahmen tragen im Wesentlichen zur qualitativen Verbesserung

der Regenrückhaltung bei.


22

Eine quantitative Anrechnung auf die vorgesehenen Hochwasserschutzmaßnahmen

ist nicht exakt erfassbar, die Maßnahmen erhöhen jedoch die in der Planung

vorgesehene Sicherheit.

Durch entsprechende Einbauten und Sicherungen der Gewässersohle kann der

Gewässerquerschnitt soweit angehoben werden, dass der Aubach bei

Hochwasserereignissen frühzeitig in das Umland ausufert, die Fließgeschwindigkeit

wird dadurch reduziert, der Abflussquerschnitt vergrößert und eine gewisse

Retentionswirkung in der natürlichen Geländemulde wird erzielt. Da diese

Maßnahme zu einer häufigen Überschwemmung der, an den Aubach angrenzenden

landwirtschaftlich genutzten Flächen führt, sind entsprechende Regelungen mit den

Grundstückseigentümern notwendig. Denkbar wäre auch ein Ankauf der betroffenen

Grundstücke und eine Renaturierung des Aubaches in Teilabschnitten.

Natürliche Geländemulden, die zur stehenden Retention in der Fläche genutzt

werden könnten, sind im betrachteten Einzugsgebiet nicht vorhanden, dies ist auf die

starke Neigung des Einzugsgebietes zurückzuführen.

Gewässerentwicklung:

Für den Zweckverband Gewässer III. Ordnung, dem auch die Instandhaltung und

ökologische Verbesserung des Aubaches und des Ruhmannsdorfer Baches obliegt,

wurde ein Gewässerentwicklungsplan erarbeitet.

Der Bestand, die Ziele und Maßnahmen am Gewässer und im Uferbereich, sowie die

Ziele und Maßnahmen in der Aue sind aus dem beiliegenden

Gewässerentwicklungsplan ersichtlich.

Im Wesentlichen sind im Gewässerentwicklungsplan ökologische Verbesserungen

des Gewässers vorgesehen. Ein Teil davon führt auch zu einer Reduzierung der

Abflussspitze.

LÖSUNGSVARIANTEN:

Zur Verbesserung der Hochwassersituation im betrachteten Gebiet wurden

verschiedene Maßnahmen untersucht.

Schutz vor wild abfließende Oberflächenwasser für den Bereich Kollersberg /

Röhrendobl und Germannsdorf:

Grundsätzlich bestehen zwei Möglichkeiten zur Reduzierung des wilden Oberflächenwasserabflusses.

Zum einen könnte durch Umnutzung, Wandlung des gesamten

Einzugsgebietes in einen Mischwald, der Oberflächenwasserabfluss erheblich

reduziert werden und die Retentionskapazität des Bodens erhöht werden.

Da jedoch bereits 70 % der Fläche des Einzugsgebietes bewaldet ist, und es

trotzdem zu erheblichen Niederschlagswasserabfluss im Juni 2012 gekommen ist,

dürfte mit einer Umnutzung kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Im

Wesentlichen ist dies auch auf die starke Neigung des Einzugsgebietes

zurückzuführen.


23

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Anlage einer Hochwassermulde nördlich der

bestehenden Bebauung von Kollersberg über Röhrendobl bis zu einem Seitenarm

des Ruhmannsdorfer Baches.

Mit der Hochwassermulde wird das oberflächlich wild abfließende Niederschlagswasser

gefangen und gezielt außerhalb der Bebauung abgeleitet. Die Hochwassergefahr

für die Anwesen in Kollersberg, Röhrendobl und Germannsdorf ist dadurch

gebannt und der gewünschte Hochwasserschutz erreicht.

Das Oberflächenwasser wird in der Hochwassermulde gefasst und in westlicher

Richtung zum Ruhmannsdorfer Bach abgeleitet. Dabei wird das Hochwasser in einen

bestehenden Durchlass DN 1500 unter der Gemeindestraße hindurchgeführt. Im

Anschluss daran fließt es über die vorhandenen Gräben und den Ruhmannsdorfer

bach zum Aubach ab. Die vorhandenen Gräben und der Ruhmansdorfer Bach ufern

jedoch bei einem größeren Abflussereignis in das angrenzende Gelände aus.

Größere Schäden sind dabei nicht zu erwarten.

Die Kosten für diesen Abschnitt belaufen sich voraussichtlich auf 564.000,00 €.

Für die Hochwassermulde ist ein Grunderwerb von 15 000 m² aus 18 Grundstücken

notwendig.

Hochwasserschutz für den Talbereich Germannsdorf und für den Talbereich

Kropfmühl mit der AMG Minig AG

Grundsätzlich bieten sich für den Hochwasserschutz des genannten Bereiches zwei

Möglichkeiten an.

VARIANTE I

Die Variante I sieht den Ausbau des Aubaches im Ortsbereich Germannsdorf und die

Errichtung eines Hochwasserrückhaltebeckens für das Gesamtgebiet nördlich der

Ortschaft Kropfmühl vor.

VARIANTE II

Die Variante II sieht die Anlage eines Hochwasserrückhaltebeckens östlich von

Germannsdorf vor und ein zweites Hochwasserrückhaltebecken für das übrige Einzugsgebiet

nördlich der Ortschaft Kropfmühl, das am selben Standort wie bei

Variante I jedoch kleiner ausgeführt wird.


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Beschreibung Variante I

Im Bereich der Ortschaft Germannsdorf wird der Aubach in Teilen ausgebaut und in

Teilbereichen über eine Flutmulde bei Hochwasser entlastet.

Im östlichen Bereich von Germannsdorf vom Ortsrand bis zum Mühlenweg wird am

Aubach keine Veränderung vorgenommen. In diesem Abschnitt wird eine 10 m breite

Flutmulde neu angelegt, die nur bei Hochwasserereignissen Wasser führt. Die Flutmulde

wird an der Stelle angelegt, an der sich der Aubach bereits beim Junihochwasser

2012 einen Hochwasserabfluss gebahnt hatte. Durch die Anlage der Flutmulde

ist keine Erneuerung der Brücke zum Anwesen Mühlenweg 11 notwendig.

Die Zufahrt zur landwirtschaftlich genutzten Wiese Flur Nr. 73 erfolgt im Bereich der

geplanten Flutmulde über eine Furt.

Entlang des Mühlenweges wird das vorhandene Bachbett nach Norden erweitert, um

einen 100jährigen Hochwasserabfluss zu ermöglichen. In dem breiten Bachbett wird

ein Trockenwettergerinne in meandernder Form angelegt. In diesem Abschnitt wird

der Mühlenweg um bis zu 1,00 m angehoben. Für die Zufahrt zu den Anwesen 7 und

7a wird eine neue Brücke, die den Erfordernissen des Hochwasserabflusses genügt,

errichtet.

Im weiteren Verlauf ist der vorhandene Wellrohrdurchlass unter der Hauptstraße

ausreichend

Von der Hauptstraße bis zur Kreisstraße PA 38 bleibt der Aubach in der vorhandenen

Form erhalten. In diesem Abschnitt wird das südliche Ufer aufgeweitet, so dass eine

Flutmulde entsteht, über die Hochwasserereignisse abfließen können, ohne dass das

Umfeld nachteilig beeinflusst wird. Der Wellrohrdurchlass unter der Kreisstraße PA 38

ist ausreichend.

Vorteile:

Mit einem durchgängigen Ausbau des Aubaches im Ortsbereich Germannsdorf wird

ein 100-jähriger Hochwasserabfluss möglich, ohne dass Schäden an Gebäuden oder

baulichen Anlagen entstehen. Mit der Anordnung entsprechender Freiborde könnten

auch Niederschlagsereignisse, die über HQ 100 liegen, abgeleitet werden.

Nachteile:

Als größter Nachteil ist die Verschärfung der Abflusssituation im Unterlauf des

Aubaches anzusehen. Durch die durchgängige Vergrößerung des Abflussquerschnittes

würde das Hochwasser schadlos durch den Ort Germannsdorf

abgeleitet, aber für die unterhalb liegenden Gewässerabschnitte bedeutet dies eine

höhere und schnellere hydraulische Belastung des Gewässerbettes und der

Uferstreifen. Prinzipiell sollten Maßnahmen, die Verschärfung der Abflusssituation zur

Folge haben, vermieden werden.


25

Baukosten für diesen Abschnitt:

Lt. beiliegender Kostenschätzung 835.000,00 €

Für diesen Abschnitt ist ein Grunderwerb von ca. 6 600 m² aus 7 Grundstücken

notwendig.

Zur Lösung der Hochwasserproblematik des Aubaches entlang der Staatsstraße

2320 zwischen Haghäusel und Kropfmühl, sowie im Bereich des Werksgeländes der

Firma AMG Minig AG ist nördlich von Kropfmühl ein Hochwasserrückhaltebecken

geplant. Mit der Anordnung des Hochwasserrückhaltebeckens und der damit

möglichen Reduzierung der Abflussspitze wird nicht nur ein Hochwasserschutz für

den betrachteten Bereich erzielt, sondern auch die Gewässerbelastung im Unterlauf

des Aubaches erheblich und nachhaltig reduziert.

Die Abflussspitze wird von derzeit rd. 18,2 m³/s bei HQ 100 auf 4,0 m³/s reduziert. Auch

an der Engstelle im Bereich des Werksgeländes der AMG Minig AG ist dann ein

ausreichender Abflussquerschnitt vorhanden, um diese Wassermenge, ohne dass

dadurch eine Überflutung ausgelöst wird, ableiten zu können.

Das bei dieser Variante notwendige Rückhaltevolumen von 115 000 m³ wird

geschaffen, indem zwischen der Staatsstraße 2320 und dem östlich gelegenen Hang

ein 250 m langer maximal 5,0 m hoher Damm geschüttet wird.

Vorteile:

Mit den geplanten Hochwasserrückhaltebecken wird nicht nur die unmittelbare

Hochwasserproblematik nachhaltig verbessert, sondern auch im Unterlauf des

Aubachs wird der Scheitelabfluss bei größeren Regenereignissen abgemindert.

Neben dem Schutz der Bebauung trägt der geplante Hochwasserdamm auch zum

Schutz des Umlandes und der Talräume im Unterlauf des Aubaches bei.

Nachteile:

Auch wenn die Hochwasserrückhaltebecken für ein 100-jähriges

Niederschlagsereignis ausgelegt sind und entsprechende Freiräume vorgesehen

werden, kann es nicht ausgeschlossen werden, dass durch besondere,

unvorhersehbare Umstände eine Überflutung des Dammes in der dafür

vorgesehenen Hochwasserentlastung statt findet.

Dies kann von einem außergewöhnlichen Niederschlagsereignis oder von einer

Verklausung des Ablaufs hervorgerufen werden. Inwieweit dadurch Schäden

entstehen können hängt von der Menge, der über die Hochwasserentlastung

abfließenden Wassermenge ab und von den Maßnahmen, die zum Schutz der

gefährdeten Anlagen ergriffen werden.

Baukosten für diesen Abschnitt 1.491.000,00 €


26

Für den Hochwasserrückhaltedamm ist bei dieser Variante ein Grunderwerb von rd.

7 000 m² aus 3 Grundstücken für die Dammaufstandsfläche notwendig.

Für den Überstaubereich bei HQ 100 ist eine Fläche von rd. 110 000 m² mit einer

Dienstbarkeit zu sichern.

Zusammenstellung Variante I

Investitionskosten

Grunderwerb

Fläche aus Grundstücken

Hochwassermulde 564.000,00 € 15 000 m² 18 Stück

Ausbau Aubach im

Bereich Germannsdorf 835.000,00 € 6 600 m² 7 Stück

Hochwasserrückhaltebecken

Kropfmühl 1.491.000,00 € 7 000 m² 3 Stück

2.890.000,00 € 28 600 m² 28 Stück

Für den Überstaubereich ist eine Fläche von 110 000 m² mit einer Dienstbarkeit zu

sichern.


27

Beschreibung Variante

II

Anstelle des Aubachausbaus im Ortsbereich Germannsdorf ist bei dieser Variante die

Errichtung eines Hochwasserrückhaltedammes am östlichen Ortsrand von

Germannsdorf vorgesehen.

Im Ortsbereich von Germannsdorf erfolgen keine baulichen Änderungen am Bachbett

oder an den Bauwerken des Aubaches.

Mit der Anordnung des Hochwasserrückhaltebeckens und der damit möglichen

Reduzierung der Abflussspitze wird nicht nur ein unmittelbarer Hochwasserschutz für

Germannsdorf erzielt, sondern auch die Gewässerbelastung im weiteren Verlauf des

Aubaches durch Hochwasser wird gemindert.

Die Abflussspitze wird von derzeit rd. 10,2 m³/s bei HQ 100 auf 3,0 m³/s reduziert. Auch

an den problematischen Stellen des Aubaches im Bereich Germannsdorf ist ein

ausreichender Abflussquerschnitt vorhanden, um diese Wassermenge, ohne dass

dadurch eine Überflutung ausgelöst wird, ableiten zu können.

Das bei dieser Variante notwendige Rückhaltevolumen von 48 000 m³ wird

geschaffen, indem in der östlich von Germannsdorf gelegenen Talmulde ein 200 m

langer bis 9,0 m hoher Damm geschüttet wird.

Vorteile:

Mit den geplanten Hochwasserrückhaltebecken wird nicht nur die unmittelbare

Hochwasserproblematik in Germannsdorf nachhaltig verbessert, sondern auch im

Unterlauf des Aubachs wird der Scheitelabfluss bei größeren Regenereignissen

abgemindert. Neben dem Schutz der Bebauung trägt der geplante Hochwasserdamm

auch zum Schutz des Umlandes und der Talräume im Unterlauf des Aubaches bei.

Nachteile:

Auch wenn die Hochwasserrückhaltebecken für ein 100-jähriges

Niederschlagsereignis ausgelegt sind und entsprechende Freiräume vorgesehen

werden, kann es nicht ausgeschlossen werden, dass durch besondere,

unvorhersehbare Umstände eine Überflutung des Dammes in der dafür

vorgesehenen Hochwasserentlastung statt findet.

Dies kann von einem außergewöhnlichen Niederschlagsereignis oder von einer

Verklausung des Ablaufs hervorgerufen werden. Inwieweit dadurch Schäden

entstehen können hängt von der Menge, der über die Hochwasserentlastung

abfließenden Wassermenge ab und von den Maßnahmen, die zum Schutz der

gefährdeten Anlagen ergriffen werden.

Baukosten für diesen Abschnitt 1.704.000,00 €


28

Für den Hochwasserrückhaltedamm ist bei dieser Variante ein Grunderwerb von rd.

7 100 m² aus 2 Grundstücken für die Dammaufstandsfläche notwendig. Für den

Überstaubereich bei HQ 100 ist eine Fläche von rd. 21 000 m² mit einer Dienstbarkeit

zu sichern.

Neben den Hochwasserrückhaltedamm östlich von Germannsdorf ist bei der

Variante II noch ein weiterer Hochwasserrückhaltedamm notwendig, da das Hochwasserrückhaltebecken

östlich von Germannsdorf nicht so ausgelegt werden kann,

dass damit auch ein Hochwasserschutz für den tiefliegenden Teil im Bereich

Kropfmühl erreicht wird.

Der zweite Hochwasserrückhaltedamm wird analog zu den bei Variante I

beschriebenen Damm nördlich von Kropfmühl ausgeführt. Bei Variante II ist ein um

30 000 m³ geringes Speichervolumen mit 85 000 m³ notwendig. Demzufolge kann der

Hochwasserrückhaltedamm mit einer 0,5 m geringeren Höhe, also mit maximal 4,50

m Höhe ausgeführt werden.

Bezüglich Vor- und Nachteile und der verbleibenden Gewässerbelastung gelten die

bei Variante I getroffenen Aussagen.

Die Baukosten für diesen Abschnitt belaufen sich voraussichtlich auf 1.286.000,00 €.

Für den Hochwasserrückhaltedamm ist bei dieser Variante ein Grunderwerb von

6 400 m² aus 3 Grundstücken notwendig.

Für den Überstaubereich bei HQ 100 ist eine Fläche von rd. 95 000 m² mit einer

Dienst-barkeit zu sichern.

Zusammenstellung Variante II

Investitionskosten

Grunderwerb

Fläche aus Grundstücken

Hochwassermulde 564.000,00 € 15 000 m² 18 Stück

Hochwasserrückhaltebecken

Germannsdorf 1.704.000,00 € 7 100 m² 2 Stück

Hochwasserrückhaltebecken

Kropfmühl 1.286.000,00 € 6 400 m² 3 Stück

3.554.000,00 € 28 500 m² 23 Stück

Für den Überstaubereich ist eine Fläche von 116 000 m² mit einer Dienstbarkeit zu

sichern.


29

Individuelle Hochwasserschutzmaßnahmen:

Bei einzelnen stark von Hochwasserabfluss betroffenen Gebäuden können

objektbezogene Hochwasserschutzmaßnahmen in Betracht gezogen werden, wobei

es jedoch einiges zu bedenken ist.

Grundsätzlich sollte ein objektbezogener Hochwasserschutz nur ausgeführt werden,

wenn auch der weitere Abfluss des Niederschlagswassers gesichert ist und nicht die

benachbarten Grundstücke dadurch stärker gefährdet werden. Dies ist meist der Fall,

wenn nur am Gebäude Hochwasserschutzmaßnahmen ausgeführt werden.

Für den Hochwasserschutz am Gebäude eignen sich vor allen Dingen Dammbalken,

die in vor Ort eingelassenen U-Profilen eingesetzt werden. Für untergeordnete

Räume kann eventuell auch ein Hochwasserschutz mit Sandsäcken erfolgen.

Beispiele zum objektbezogenen Hochwasserschutz:

Schutz einer Haustüre

Schutz

tiefliegender Fenster


30

Schutz von Garagen

Schutz von

Kellerfenster außen

Schutz von

Kellerfenster innen


31

Neben den aufgezeigten Beispielen sind sicher noch eine Vielzahl weiterer

Möglichkeiten an objektbezogenen Hochwasserschutz möglich.

Der Einsatz solcher individueller Hochwassersysteme ist jedoch nicht ganz

unproblematisch. Hat zum Beispiel das zu schützende Gebäude eine Drainageleitung

und dazu eine Rollierung unter der Bodenplatte, so entsteht unter der Bodenplatte ein

Wasserdruck, der zum Aufbrechen des Fußbodens führen kann.

Weiteres ist zu bedenken, dass bei der vorhandenen Mischsystementwässerung Verbindungen

zwischen den Leitungen außerhalb und innerhalb des Gebäudes

vorhanden sind, die bei einem wirksamen Hochwasserschutz abgesperrt werden

müssen, wobei eine funktionierende Oberflächenentwässerung zu gewährleisten ist.

Aufgrund der Problematik kann keine allgemein gültige Empfehlung zum individuellen

Hochwasserschutz gegeben werden, da hier wirklich jedes einzelne Gebäude im

Detail, gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines Statikers, separat betrachtet werden

muss.

Eine Hochwassersicherung an der Grundstückseinfriedung durch Mauern, Mulden,

Gräben usw. führen in fast allen Fällen zu einer negativen Beeinflussung der

unterhalb liegenden Flächen und Grundstücken. Durch die gezielte Ableitung des

Oberflächenwassers kann eine neue Hochwasserproblematik in der unterhalb

liegender Grundstücke hervorgerufen werden oder es werden bereits vorhandene

Hochwasserabflussprobleme verstärkt.

Eine derartige Lösung der Hochwasserabwehr sollte nur in Erwägung gezogen

werden, wenn dauerhaft ein schadloser Hochwasserabfluss bis zum nächstgelegenen

Vorfluter gewährleistet ist.

Zum anderen stellt sich die Frage, ob ein individueller Hochwasserschutz noch

unbedingt notwendig ist, wenn die in diesem Konzept aufgezeigten Hochwasserschutzmaßnahmen

verwirklicht werden.


32

Wertung:

In Abwägung der Vor- und Nachteile der untersuchten Varianten und unter

Einbeziehung der notwendigen Investitionen stellt sich die Variante I als die wirtschaftlichere

Lösung dar.

Die Variante II mit zwei Hochwasserrückhaltebecken hat zwar den Vorteil, dass auch

bereits im Ortsteil Germannsdorf der Hochwasserabfluss reduziert wird, aber die

Investitionskosten liegen hierfür mit 3.554.000,00 € um rd. 23 % über den

Investitionskosten der Variante I mit 2.890.000,00 €.

Auch mit der Variante I wird im Ortsteil Germannsdorf ein sicherer Hochwasserschutz

für ein 100jähriges Abflussergebnis erzielt, wobei mit der geplanten Erweiterung des

Bachbettes eine strukturelle Aufwertung des Umfeldes erfolgen kann.

Für den Unterlauf des Aubaches haben beide Varianten dieselbe positive

Auswirkung. Die Abflussspitze wird durch Rückhaltemaßnahmen derart abgemindert,

dass auch bei Starkniederschlägen keine Gefahr mehr für die jetzt im Überflutungsbereich

liegenden Gebäude und Grundstücke ausgeht.

Bei beiden Varianten wird zum Schutz der nördlich liegenden Anwesen von

Germannsdorf, Röhrendobl und Kollersberg eine Hochwasserschutzmulde angelegt.

Beide Varianten sind aus dieser Sicht gleich zu bewerten.

Unter den vor genannten Gesichtspunkten kann nach unserer Ansicht der Variante I

der Vorzug gegeben werden. Da für die Verwirklichung jeglicher dargestellter Hochwasserschutzmaßnahmen

Privatgrundstücke benötigt werden, ist es notwendig, dass

mit den Betroffenen Grundstückseigentümern ein Einvernehmen hergestellt wird, da

ansonsten ein wirksamer Hochwasserschutz nicht möglich ist.


33

KOSTEN – NUTZEN – BETRACHTUNG:

Mit den Investitionskosten von 2.890.000,00 € für die günstigste Variante, können

langfristig, die durch unkontrollierten Hochwasserabfluss, immer wieder auftretenden

Schäden vermieden werden.

Das letzte Ergebnis beim Junihochwasser 2012 hat wie bereits beschrieben, einen

sehr hohen Schaden verursacht.

Künftige Schäden, die mit Sicherheit zu erwarten sind, wenn keine technischen Hochwasserschutzmaßnahmen

ergriffen werden, hängen im Wesentlichen von der

Häufigkeit des Auftretens und der Intensität des Niederschlages ab.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass die durch unkontrollierten Hochwasserabfluss

entstehenden Schäden im Laufe der Zeit ein Vielfaches der Investitionskosten für den

technischen Hochwasserschutz betragen würden.

Neben dem materiellen Schaden entsteht bei jedem mit Schaden behafteten

Hochwasserereignis ein hoher moralischer Schaden bei den Betroffenen, der nicht zu

beziffern ist.

Um diesen negativen Auswirkungen entgegen zu wirken, sollten umgehend die

notwendigen Maßnahmen für einen entsprechenden Hochwasserschutz in die Wege

geleitet werden.

4.3 Bemessungsgrundlage und hydraulische Bemessung

Als Hydrologische Planungsgrundlagen dienen die Hochwasserabflüsse nach dem

Schätzverfahren für unbeobachtete Gewässerabschnitte unter Berücksichtigung des

Klimaänderungsfaktors.

Die Bemessung für die einzelnen Varianten in den jeweiligen Einzugsgebieten ist aus

der beiliegenden hydraulischen Berechnung ersichtlich.


34

5. Auswirkungen des Vorhabens

5.1 Auswirkungen auf Gewässer, Gewässergüte und Naturhaushalt

Starkniederschläge, die zu einem Hochwasserabfluss führen, werden durch die

geplanten Maßnahmen von der Bebauung ferngehalten oder in einen erweiterten

Bachbett schadlos durch die Talmulde in Germannsdorf geführt und in einem Hochwasserrückhaltebecken

gespeichert. Die Abflussspitze in Aubach wird dadurch

gekappt und es wird nur diejenige Wassermenge in den Unterlauf abgeleitet, die

schadlos ohne Überschwemmung abgeführt werden kann.

Nach dem Abklingen des Starkniederschlages und wenn sich die im Vorfluter

nachlaufende Wassermenge reduziert hat, entleeren sich das Hochwasserrückhaltebecken

in den Aubach.

Die gesamte im Aubach ablaufende Niederschlagsmenge bleibt dabei gleich, sie

wird lediglich auf einen längeren Zeitraum verteilt. Der 100-jährige Scheitelabfluss

wird jedoch erheblich reduziert. Dies bringt eine wesentliche Verbesserung für das

Gewässerbett, die Uferstreifen und das an den Vorfluter angrenzende Umland im

Unterlauf des Aubaches.

Die Gefahr von Auskolkungen, Uferan- und abrisse wird dadurch erheblich minimiert.

Auswirkungen auf die Gewässergüte und den Naturhaushalt sind nicht zu erwarten,

da die Einstauzeit nur wenige Stunden betragen wird. Aus diesem Grund sind auch

keine Auswirkungen auf das Grundwasser zu erwarten.

Durch das Hochwasserrückhaltebecken wird der Feststofftransport des Gewässers

bei Starkniederschlägen verändert. Im Speicherraum des Hochwasserrückhaltebeckens

lagern sich die mitgeführten Feststoffe zum größten Teil ab.

Schwebstoffablagerungen lassen sich im Speicherbereich des Rückhalteraums kaum

verhindern. Die landwirtschaftliche Nutzung der Speicherfläche wird dadurch

erheblich beeinträchtigt. Um dadurch hervorgerufenen Problemen entgegen zu

wirken, wird diese Nutzungseinschränkung in einer Dienstbarkeit geregelt. Je nach

Umfang der Ablagerungen ist eine Wartung und gegebenenfalls eine Räumung der

Einstaufläche notwendig.

Im Unterlauf des Aubaches wird sich künftig die Geschiebe – und Schwebstofffracht

bei Hochwasserabflüssen reduzieren, da sich diese Frachten im Hochwasserrückhaltebecken

ablagern. Durch den abgeminderten Hochwasserabfluss reduziert

sich auch die Schleppspannung im Aubach, wodurch die Geschiebefracht weniger

wird.


35

Gewässerdurchgängigkeit:

Um am Aubach die Durchgängigkeit des Gewässers zu erhalten, werden dem

geplanten Hochwasserrückhaltebecken in Abstimmung mit den Fachbehörden

geeignete Maßnahmen ergriffen.

So ist zum Beispiel die Anlage einer Ökoschlucht mit ausreichendem Lichteinfall und

großzügigem Dammdurchlass denkbar.

Ausgleichsmaßnahmen:

Zum Ausgleich der geplanten Hochwasserschutzeinrichtungen werden im

Gewässerentwicklungsplan vorgesehene Maßnahmen mit ausgeführt. Der

Gewässerentwicklungsplan für den Aubach und den Ruhmannsdorfer Bach liegt

diesem Konzept als Anlage bei.

5.2 Auswirkungen auf Betroffene

Die in der Talmulde von Aubach liegenden Anwesen, die speziell von dem Junihochwasser

2012 stark geschädigt wurden, werden künftig durch die Hochwassermaßnahmen

bis zu einem 100-jährigem Abflussereignis vor Hochwasser und der

dadurch verbundenen Gefahr geschützt.

Dies gilt auch für die im nördlichen Bereich von Germannsdorf, Röhrendobl und

Kollersberg gelegenen Anwesen, die durch eine Hochwassermulde geschützt

werden.

Durch extreme Situationen wie z. B. Hochwasserniederschlägen, die weit über HQ 100

liegen oder bei einer Verklausung der Abflussdrosselung kann es zum Überströmen

des Hochwasserschutzdammes kommen. Hierfür wird eine entsprechende

Hochwasserentlastung vorgesehen, die Schäden am Hochwasserdamm verhindert.

Das wild abfließende Wasser muss durch die bei Katastrophen verfügbaren

Einsatzkräfte in Bahnen geleitet werden, die möglichst wenig Schadenspotential

haben. Beziehungsweise müssen die Gebäude so gut wie möglich von den wild

abfließenden Wassermassen geschützt werden. Die Reaktionszeit zum Aufbau

entsprechender Schutzmaßnahmen erhöht sich durch die

Hochwasserrückhaltebecken entscheidend, da erst der Rückhalteraum gefüllt wird

bevor es zu einer Überströmung des Hochwasserdammes kommt.

Die Auswirkungen auf die, durch den Einstau des Hochwasserrückhaltebeckens,

betroffenen Grundstückseigentümer wird durch eine Dienstbarkeit geregelt, sodass

keine Anlieger Nachteile aus der Maßnahme erfahren.


36

6. Rechtsverhältnisse

6.1 Öffentlich – rechtliche Verfahren

Für die Hochwasserrückhaltebecken ist eine wasserrechtliche Bewilligung notwendig,

die beim Landratsamt Passau beantragt wird.

6.2 Privat - rechtliche Verfahren

Der notwendige Grunderwerb und die Bestellung von Dienstbarkeiten bezüglich der

Nutzungseinschränkung von Einstauflächen wird vor Beginn der Baumaßnahme von

der Stadt Hauzenberg durchgeführt.

7. Durchführung des Vorhabens

Die geplante Maßnahme wird voraussichtlich in mehreren Bauabschnitten aufgeteilt,

die Zug um Zug ausgeführt werden. Die Bauarbeiten werden nach den Bedingungen

der VOB öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag erhält der Bieter mit dem

wirtschaftlichsten Angebot.

Nach erfolgter Finanzierung kann der Beginn der Maßnahme und die voraussichtliche

Dauer bis zur Verwirklichung der Gesamtmaßnahme abgeschätzt werden.

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