Fussabdruck im Lebens- raum Eis und Gletscher - WWF Schweiz

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Fussabdruck im Lebens- raum Eis und Gletscher - WWF Schweiz

Name:

Fussabdruck im Lebensraum

Eis und Gletscher

Aufgaben

1. Lies den Steckbrief aufmerksam durch.

2. Beantworte die Fragen zum Lesetext.

Steckbrief

1+1=2

Unser Fussabdruck hinterlässt

Spuren auf unserem Planeten.

In vielen Lebensräumen

verursacht der Fussabdruck,

dass wild lebende Tiere ihren

Lebensraum verlieren: die

Forelle, der Jaguar, der Eisbär

und die Korallen. Warum der

Lebensraum des Eisbären

bedroht ist, lernst du mit diesem

Arbeitsblatt.

Lateinischer Name: Ursus maritimus (Meerbär). Familie: Ursidae

Grösse: Bei aufgerichtetem Körper eine Höhe von 3,3 m (Männchen) und 2,4 m (Weibchen)

Gewicht: 400 bis 600 kg (Männchen), 300 bis 400 kg (Weibchen)

Nahrung: Eisbären ernähren sich vorwiegend von Robben. Im Sommer jagen sie auch kleine

Säugetiere und Vögel, zwischendurch müssen sie sich auch mit Gras, Moos und Beeren

zufrieden geben. Um Nahrung zu finden, legt ein Eisbär pro Jahr bis zu 15 000 km zurück.

Merkmale: Eisbären besitzen ein gelblich-weisses, dickes Fell, das den ganzen Körper,

ausser ihrer glänzend schwarzen Nase, überzieht.

Lebensweise: Eisbären sind Einzelgänger, ausser sie finden einen toten Wal oder den Kadaver

eines Walrosses. Dann treffen oft viele Eisbären aufeinander, um sich an diesem Aas gütlich zu tun.

Wenn sie sich satt gefressen haben, gehen sie wieder ihre eigenen Wege. Manchmal graben

Eisbären im November eine Höhle in den Schnee. In diesem Unterschlupf verbringen sie ihre

Winterruhe.

Das können sie gut: Eisbären sind sehr gute Schwimmer und erreichen eine Geschwindigkeit

von bis zu 10 km/h. Sie benutzen ihre Vorderbeine zum Paddeln und ziehen die Hinterbeine hinter sich

her. Sie haben sogar Schwimmhäute zwischen den Zehen. Sie können bis zu zwei Minuten

mit offenen Augen und geschlossenen Nasenlöchern tauchen.

Nachwuchs: Im Spätherbst graben die trächtigen Weibchen tiefe Höhlen in die Schneedecke. Dort

gebären sie im November oder Dezember meist zwei Junge. Jedes wiegt etwa 600 Gramm und hat

die Grösse eines Meerschweinchens. Die Jungen bleiben zwei bis drei Jahre bei ihrer Mutter.

Lebensraum: Die Arktis ist das Zuhause der Eisbären. Im Winter leben sie auf dem Eis auf dem

zugefrorenen Meer. Die Zeit auf dem Eis ist die beste Zeit für die Eisbären. Dort können sie viele

Tiere jagen und sich Energiereserven anfressen. Diese sind für das Überleben enorm wichtig. Im

Sommer, wenn das Eis schmilzt, müssen sich die meisten Eisbären aufs Festland zurückziehen.

Dort ist weniger reichhaltige Nahrung vorhanden, und manchmal müssen sie sogar hungern.

Bedrohung Klimaerwärmung: Länder wie die Schweiz verursachen zu viel CO 2

. Dadurch erwärmt

sich unser Klima. In der Arktis ist die Lufttemperatur teilweise bereits um 5 Grad Celsius gestiegen.

Das Eis wird immer dünner, im Frühling schmilzt es früher und im Herbst gefriert es später. Damit

wird die Zeit, in der die Eisbären auf dem Eis jagen können, immer kürzer. Das ist ein grosses Problem

für die hungrigen Tiere. Jede Woche, welche die Bären früher an Land gehen müssen, kostet sie

zehn Kilogramm Körpergewicht. Das schwächt sie. Tragende Weibchen und Jungtiere leiden ganz

besonders unter dem Nahrungsmangel. Das Schmelzen des arktischen Eises ist für den Eisbären

und auch andere Lebewesen katastrophal. Unter diesen Bedingungen kann er nicht überleben und

wird aussterben.

Quelle: Idee und Text aus Lehrmittel Klima, WWF Schweiz 2004, erhältlich unter www.wwf.ch/lehrmittel.

© WWF-Schweiz, 2009 www.wwf.ch/schule, schule@wwf.ch llustration: illustres, Foto: m3/shutterstock 1/2


Name:

Fragen

1. Suche im Atlas eine Karte mit der Arktis.

Was ist das Besondere an der Arktis?

2. Wo leben Eisbären im Sommer, wo im Winter?

3. Wo und wann kommen die Jungen zur Welt?

4. Das Überleben der Eisbären ist heute stark gefährdet.

Erkläre warum.

5. Wer ist dafür verantwortlich, dass die Eisbären vom

Aussterben bedroht sind?

6. Was könnten wir konkret tun, damit die Eisbären

nicht aussterben?

1+1=2

Quelle: Idee und Text aus Lehrmittel Klima, WWF Schweiz 2004, erhältlich unter www.wwf.ch/lehrmittel.

© WWF-Schweiz, 2009 www.wwf.ch/schule, schule@wwf.ch Foto: m3/shutterstock 2/2

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