Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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Daraus macht Sickel nun p. 11, ich hiitte eine

Widerlegung D.'s bisher nicht versucht und p. 8, meine

Angriffe gegen K. gingen ‚.bekanntlich wie ein roter

Faden durch meine Schriften'. Also: widerlege ich

nicht, so setzt man voraus, ich vermöge es nicht, widerlege

ich, so äussert man sich ungehalten über Angriffe.

Denn einige Angriffe" gegen K. liegen vor.

In den Jahren 1878 und 1879 machte er zwei

Reisen nach Italien mit „dem Auftrage, über deti Bestand

an piipstliclien Urkunden in italienischen Sammlungen

möglichst eingehenden Bericht zu erstatten.

Der Bericht erschien in .den Sitzungsher. d. Wien.

Akad. und wurde öffentlich und laut gepriesen. Ich

glaubte dem Lobe, und als ich 1881 ebenfalls nach

Italien reiste, wähnte ich in K.'s Schrift einen sicheren

Führer zu besitzen. Aber wie erschrak ich, als mich derselbe

Schritt für Schritt im Stiche lies, als mir zu meinem

Leidwesen schlics]ieh nichts blieb, als selber die mühevolle

und undankbare Arbeit eines eingehenden Reiseberichtes"

auf mich zu neliirieii. Ich fhint es in der

Weise, dass ich in demselben dem .‚lter Italicum

auf Angabe der K.'seheii Fehler nahezu verzichtete.

Wenn man bedenkt, dass ich mehr als hundert mal

über K. hätte herfallen können, so wird mir jeder imbefangene

Urteiler, der nachprüft, zugestehen müssen,

ich sei enthaltsam gewesen. Durchweg berichtigte ich

einfach, ohne auf K. einzugehen. Wie weit meine

Schonung selbst da ging, wo sie nicht am Platze

war, mag z. B. Mailand beweisen; Iter p. 45. Ich

sage dort: „zu dcii Angaben K.'s lieferte Löwenfeld Nachträge,

da aber auch diese noch nicht genügen, beides

zusammengenommen kein völliges Verzeichnis des Vorhandenen

bildet und ich vielfach Abweichendes verzeichnete,

so mag (las Ganze hier Platz fiuiden.' Dies

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