Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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einem anderen Orte mehr über die Sache zu sagell, diesmal

erlaube ich mir nur die Befürchtung auszusprechen,

dass S. aus dem letzten Teile dieses Schriftcheiis den

Eindruck erhalten könnte, ich verstünde, auch von Kaiserurkunden

mehr als ihm genehm ist, zugleich befürchte

ich, dass er hier p. 6 einen schlimmen Beweis seiner

vielgerühmten Methode" geliefert hat.

In seinem Buche über das Otl,oniauum p. 22, 23 heisst

es: „Für die Verbreitung der Minuskel lassen sieh endlieb

auch piipstliche Bullen anführen. Nur muss ich, da

der bisherige Vorrat von Faesimiles ein geringer ist,

mich mit Ausfertigung etwas späterer Zeit behelfen. Mau

vergleiche also J. 2884, 3015 und 3080". Darauf bemerkte

ich in den Forsch. XX1V p. 576: .‚S.'s Berufung auf

päpstliche Bullen ist unzutreffend: vor dem Jahre 1000

lassen sich keine piipstlichen Urkunden in fränkischer

Minuskel nachweisen. J. 2884 ist kein Original, sondern

eine Nachbildung: nur in den für sieh zu behandelnden

I)atumzeilen kommt jene Schrift vor." Dies veranlasst

5. p. 6 zu der Äusserung: Bekritelt er da, dass ich mich

für die Verbreitung der Ninuskel in Italien auf Bullen

aus (1cm Ende des 10. Jahrhunderts berufen habe, so

hat er mich ‚ wie oft in seiner Flüchtigkeit, nicht verstanden.

Die Datumzeile habe auch ich in erster Linie

im Auge gehabt. Aber zugleich dachte ich an die einfachen

Buchstaben in den Contexten der damaligen Bullen".

.180: S. spricht ausdrücklich von ‚päpstlichen Bullen,"

er c.itiert solche, die nach seiner Ansieht die Minuskel

in dem ganzen Schriftstücke beweisen sollen, - meint

aber nur die Datumzeile. Und wieder nein, diese nur

in erster Linie, er denkt zugleich an „die einfachen

Buchstaben des Contextes" - was sollen denn das für

„einfache Buchstaben" sein? doch nur Minuskela, -. die

kommen ja aber eben nicht vor. Wenn S. wirklich die

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