Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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Datumzeile im Auge hatte, warum citierte er denn nicht

die einzig hergehörigen Stücke Johann XV. für Dijon

(J. 3858) und Silvester II. ihr Puy (3906)? ') Ich kann

leider nicht umhin, hier zu vermuten, dass S. nicht auf

den Selirifiunterschied zwischen Oontext und Datum geachtet

halte (was auch die von ihm citiertenFacsimile

beweisen), dass er erst durch meine Bemerkung darauf

aufmerksam wurde, und (lass er nun seinen Fehlei mit

der obigen gewundenen Wendung von „in erster Linie"

und » einfachen Buchstaben" und vor allem mit meiner

.‚Flüchtigkeit" zu beaiiintelii sucht, da ich ihn oft nicht

verstehe, wie er versichert. Doch wir sind noch nicht

am Ende; im Bestreben, sein Vielwissen und meine Flüchutigkeit

recht deutlich zu zeigen, verschlimmert er seine

Sache noch durch die Angabe p. 6: Sonst hätte ich

doch genug andere Beispiele anführen können, wie etwa

das uni weniges jüngere Stück J. 3858." Wo sind denn

diese „genug andere Beispiele"? Es giebt deren ja kein

einziges. .J. 3858 ist auch keins, denn es führt alte

Kuriale im Kontext. Hm, um, wenn ein anderer und

nicht S. sich so etwas erlaubte, könnte man auf eigentümliehic

Gedanken kommen. Und Dorli sind wir nicht

zu Ende. S. zwingt mich, Dinge zu sagen, die ich in

meiner Arbeit über das Ottoniaiium umging, um ihn

nicht mehr zu verletzen, als der Gegenstand erforderte.

Wie wir oben sahen, berief S. sieh auf J. 3080. Diese

Urkunde weist nun aber in keiner Zeile eigentlich fränkische

Minuskel, sondern stets eine etwas beeinflusste

alte Kuriale auf, wie sich jeder aus S.'s eigenem Facaimile

in den Mon. Graph. X überzeugen kann. Er beruft sieh

ferner auf J. 3015 und um keinen Zweifel zu lassen,

1)

Die älteste Urkunde der Art J. 3714 ist erst durch

meine Specimina bekannt geworden.

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