Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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Daraus muss der Leser folgern, ich hätte ein biseheu

gemogelt, mehr angegeben, als ich wirklich gesehen

hätte. Unglücklicher Weise liegt die Sache aber wieder

einmal umgekehrt, ich habe weit mehr gesehen und

besitze mehr Pausen als ich sagte, was ich stets zu

beweisen bereit bin. S.'s Äusserung, es niiisste eine

beträchtliche Anzahl auf die letzten Jahrzehnte kommen,

ist entweder gemacht, weil er es nicht weiss, oder

nicht wissen wollte. Hätte er skli die -Mühe gegeben,

das progressive Anwachsen der Originale auf meiner

Liste seit Innocenz fl. zu beachten, hätte er nur Iter

oder Acta für die Frage näher angesehen, so würde er

sich obige Blösse nicht gegeben haben. Die Zahlen

mehren sich seit der Massenausgabe von Breven unter

Alexander III. ungeheuer, ich habe aus den 22 Jahren

von dessen Pontifikat allein weit über 1000 einzusehen

vermocht, neue Ausgabe von Jaff durfte hier fast

die doppelte Zahl aufweisen, wie die erste. Meine Angabe

in den Forsch. XXIV 572 lautet ganz allgemein

auf Papsturkunden mit Hinblick auf Purpuroriginale, erst

S.'s ‚.Metliode' ist es vorbehalten geblieben, sie mit

1198 abzuschliessen. Oder glaubt er in der That, dass

mir keine späteren in die Hände gekommen sind? Schon

aus Iter hätte er sieb vom Gegenteile überzeugen können.

Auf i• 8 wird mir vorgeworfen, dass ich meine

Liste der „Originalurkunden" aufgezählt habe, ohne

sie näher zu bezeichnen. Nach meiner Überzeugung

ist Name des Papstes, Adressat und Datum des Guten

genug; um so mehr, als ich hei den Breven, wo das

Datum ungenauer lautet, noch das Incipit dazu gab.

\rCflfl S. a10 sagt, ich hätte auch das Ineipit nicht geliefert,

so muss er sieh die Sache sehr oberfhiichilicli angesehen

haben, und wenn er weiter meint: wir müssten

uns der Mühe unterziehen, Stück für Stück festzustellen,

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