Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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ich befinde mich nach S.'s öffentlicher Erklärung im

K riegszustan dc.

Tu meinem Thun will ich mich nun nicht bei kleinen

Abfallarbeiten aufhalten, da könnte es ja selbst S.

einmal geschehen, einen Fehler zu machen, sondern ich

gehe sofort auf seine letzte, als besonders hochstehend

erachtete Hauptleistung, die Mon. Germ. Dipl. ein, Ich

beschränke mich wesentlich auf Thatsachen, bespreche

keine Urkundentexte. die der Editor nicht selber, sondern

ein anderer abgeschrieben hat, beurteile keine Texte,

die ich nicht sicher beurteilen kann, weil ich die Vor-

Jage nicht kenne, und mache keine „Stichproben", weil

sie hei einem 'Werke von mehreren hundert Nummern

unbeweisend sind. Ich weiss sehr wohl, dass unter diesen

neben vortrefflichen Texten fehlerhafte stehen können,

weil die Umstände, unter denen sie abgeschrieben wurden,

verschieden, in eineni Falle vielleicht sehr ungünstig

waren: etwa schlechtes Licht, persönliches Unwohlsein,

absolutester Zeitmangel, fortwährende Fragen eines Arel]ivars

und dergleichen mehr, alles Dinge, an die ein

lezcnsent hinter seinem Tische nicht (lenkt, die aber

vielleicht gerade entscheidend wirkten. Ich setze S. von

vorne herein in die günstigste Lage, die überhaupt möglich

erscheint, folge ihm in ein Archiv, worin er ungestört

und mit den grössten Hilfsmitteln arbeiten konnte, in

das Reichsarchiv zu München, und prüfe da seine Originaltexte

hintereinander weg, wie sie in den Diplomata

stehen.

Die erste Münchener Urkunde ist gleich die erste

des Bandes Dipl. Nr. 1, Dazu muss bemerkt werden:

.‚quasdam res', steht „sdam res" auf Rasur, von Sickel

übersehen; „magnis et" steht „is" und der letzte Teil

des n" auf Hasur, von S. übersehen; „antecessorum"

steht „so" auf Rasur, von S. übersehen, videlicet regum

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