Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

en sein. Dagegen spricht: das Ohrismon, welches

hier und dort ganz verschieden, ebenso der Ansatz von

Schwiingen der Oherlängen, in 22 führen die g stets

schlanken Hals, in 28 sind sie fast ohne Hals und auch

in der Unterliiiige weniger gestreckt, in 28 öfters geschwänzte

e, die in 22 nie vorkommen, Besonders deutliebe

Unterschiede treten in der Gitterschrift hervor, das d

ist verschiedenartig eingerollt, das verbundene „et" verschieden,

das e in 28 eingebuchtet, in 22 nicht, die f in

28 gewöhnlich mit Schnörkel, in 22 stets nur mit Haken

versehen, das das Wort iguum" einleitende 5 beidemale

total verschieden, auch wohl die abweichenden tironischen

Noten wären zu beachten u. s. w.

Nr. 34. 35. 36 sind vom gleichen Schreiber ausgeführt,

Sickel nennt ihn B, stets das gleiche Chrismon

und Rekognitionszeichcn ohne Noten. Vergleichen wir

die Schrift nun aber etwa mit der der Unterschriften

von 29, die auch von B. herrühren soll, so finden wir

die grössten Verschiedenheiten: das einleitende S hat

29 oben Seiten-, in den anderen Aufschwung, das g

ist 29 stärker eingebuchtet, das d abweichend eingerollt,

das c in 29 nicht, in den übrigen stets eingebuehtet,

das II ist 29 ein hoher, sonst ein kurzer Buchstabe, das

o ist 29 stets ohne, in den anderen stets mit Aufsatz

etc. etc. Dazu kommt, dass die Gesamtschrift

in 29 schmäler ist, dass die Oberlängen 29 regelmässig

nach links ausgebuchtet zu sein pflegen, während sie in

den drei gerader heruntergehen. Das schliessende Zeichen

in 299 ist ein einfacher Punkt in der ersten Zeile, in

der zweiten, wo das „et" folgt, steht nichts, in dcii

anderen dagegen in beiden Zeilen regelmässig ein verstärkter

Siiulenpunkt. Und das alles soll der gleiche

Schreiber machen? Wo hört da Gleichheit auf uiid wo

fängt Verschiedenheit an?

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