Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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Theodor von Sickel und die Monumenta Germaniae diplomata

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tironisch zu sein") erscheint mir zweifelhaft, sind es denn

etwa Musiknoten?

Statt einiger mehr oder weniger willkürlicher Mitteilungen

hätte in die Einleitung ein knapp und scharf

gezeichnetes Bild von dem Entwicklungsgange der Kanzlei

gehört, eine Reihe von Fragen hätten präzise ins Auge

gefasst werden müssen, die sehr wohl in Betracht kornwen

können, so z. B., oh das Monogramm nicht bisweilen

früher als die dazu gehörige Unterschrift gemacht vorden,

was z. B. in Konrad Nr. 21 irnd 35 der Fall zu

sein scheint, während es in 22 aus so schwerfälligen

Strichen besteht, dass es ziemlich sicher von der Hand

herrührt, die das Wort signumL schrieb. Eine Frage

ist, 01) der Vollziehungsstrich, hezw. die Schenkel in der

Monogrammrautc, dem Herrscher selber zuzuschreiben

sind oder nicht. Bisweilen sind diese Schenkel zitterig

und dünn, wie in Nr. 1, dann wieder schwerfällig

und schmierig, wie in '20, 22, dann glatt und sicher,

wie in 29. Das scheint auf verschiedene Personen

zu deuten, auf Bevollmächtigte, wie wir sie auch in der

päpstlicher Kanzlei nachweisen können, nicht auf die

als Regel aufgestellte persönliche Teilnahme des Herrschers

(Sitzungsber. 1879 p. 706). Kurze Erörterung

hierüber hätte ebenso in die Einleitung gehört, wie etwa

die über das Rekognitioriszeichen etc., denn S.'s Beiträge

zur Diplomatik sind keine solche Muster von Übersichtlichkeit,

dass der Suchende leicht in ihnen finden könnte,

und nach dem meisten würde er auch dort vergeblich

fahnden. Wohl bemerkt, nicht die Untersuchung wird

gefordert, nur kurz irnd präzise das fertige Resultat; in

ihrer jetzigen Gestalt sind die Einleitungen nicht Fisch

und nicht Fleisch',sie sind ungleich untereinander; obwohl

die zu Otto 1. gehörige nicht weniger als acht

eng gedruckte Quartseiten umfasst, treten die äu.s-

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