Skript

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Skript

Medienrechtliche Grundlagen kennen, anwenden

Softwarelizenzierung


Impressum

Herausgeber

e/t/s Didaktische Medien GmbH

Kirchstraße 3

87642 Halblech

Autor

Mark Sebastian Pütz

Medientechnische Realisierung

leitner.interactive, Kaufbeuren

Rechte

Copyright© 2005 e/t/s Didaktische Medien GmbH, Halblech

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in

irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes

Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers

reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme

verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Auch die

Rechte der Wiedergabe durch Vortrag, Funk und Fernsehen

sind vorbehalten.

Text, Abbildungen und Programme wurden mit größter Sorgfalt

erarbeitet. Herausgeber, Programmierer und Autoren können

jedoch für eventuell verbliebene fehlerhafte Angaben und deren

Folgen weder eine juristische Verantwortung noch irgendeine

Haftung übernehmen.

Inhaltliche Verantwortung

Diese Qualifizierungseinheit enthält Verweise (so genannte

Hyperlinks) auf Seiten im World Wide Web. Wir möchten darauf

hinweisen, dass wir keinen Einfluss auf die Gestaltung sowie

die Inhalte der gelinkten Seiten haben. Deshalb distanzieren wir

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Inhalt

Medienrechtliche Grundlagen kennen, anwenden: Softwarelizenzierung

Medienrechtliche Grundlagen kennen, anwenden Softwarelizenzierung ............................................... 1

Impressum ......................................................................................................................................... 2

Inhalt................................................................................................................................................... 3

Lernziele............................................................................................................................................. 4

Fachliche Orientierung ..................................................................................................................... 5

Inhalt................................................................................................................................................... 7

Schutz von Software nach dem Urheberrecht ............................................................................... 9

Urheberrechtsverstöße................................................................................................................... 12

Konsequenzen bei Urheberrechtsverstößen ............................................................................... 14

Nutzungs- und Verwertungsrechte ............................................................................................... 15

Einzelplatz-, Mehrplatz- und Klassenraumlizenzen..................................................................... 17

Softwaretypologisierung ................................................................................................................ 19

Software-Piraterie ........................................................................................................................... 21

Trainingsaufgabe ............................................................................................................................ 27

Fallstudie.......................................................................................................................................... 28

Wissenstest ..................................................................................................................................... 29

Literaturhinweise ............................................................................................................................ 31

Anhang ............................................................................................................................................. 32

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Lernziele


Im Qualifizierungsbaustein Softwarelizenzierung lernen Sie...

• die Relevanz der Softwarelizenzierung für E-Learning-Anbieter einzuschätzen,

• die urheberrechtlichen Bestimmungen beim Erwerb und der Nutzung von Software zu

beachten,

Lernziele • eine bedarfsgerechte Auswahl an Nutzungslizenzarten zu treffen,

• Softwaretypen einzuordnen und

• verschiedene Arten von Softwarepiraterie zu erkennen und ihre rechtlichen Folgen

einzuschätzen.

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Fachliche Orientierung

Software im

telekommunikativem

Lernen

• Zur Entwicklung von Lernprogrammen

und digitalen Lehrgangsunterlagen

• Zur Einbindung in ein komplexes

telekommunikatives-Lern-Arrangement

• Lizenzen erwerben

• Zur Durchführung virtueller

Seminare

• Software-Angebote gezielt auswählen

• Mit Preis- und Lizenzmodellen auseinandersetzen

Aufgaben des telekommunikativen

Kursbetreuers können sein

Sowohl bei der Herstellung, als auch bei der Durchführung von E-Learning-Seminaren kommt dem

Software-Einsatz eine besondere Bedeutung zu.

Herstellung von E-Learning-Seminaren

Zur Entwicklung elektronischer Lernunterlagen wie zum Beispiel digitale Skripte, Computer Based

Trainings oder Web Based Trainigs werden Software-Anwendungen zur Aufbereitung der Lerninhalte

benötigt. Zu diesen Software-Programmen gehören Anwendungen zur Textverarbeitung und

Bildbearbeitung genauso wie spezielle Entwicklertools zur Herstellung von multimedialen

Lernprogrammen. Die Auswahl der Entwicklersoftware obliegt dem jeweiligen Medienfachmann.

Durchführung von E-Learning-Seminaren

Die Durchführung von E-Learning-Seminaren erfolgt mittels technologischer Softwaresysteme und –

programme zur Kommunikation über das Internet, zur Organisation von Seminaren, Lerninhalten und

Lehrgangsteilnehmern sowie der Visualisierung von Lerninhalten. Ohne den Einsatz dieser Software

ist E-Learning überhaupt nicht möglich. Manche E-Learning-Seminare kommen mit wenigen Software-

Anwendungen aus. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein Lehrgang aus Präsenzveranstaltungen

mit Selbstlernphasen besteht, in denen die Seminarteilnehmer zu Hause multimediale

Lernprogramme auf ihrem PC abarbeiten. Andere E-Learning-Seminare basieren auf einer komplexen

technischen Infrastruktur, die aus Lern-Management-Systemen, CBTs, WBTs, Weblogs,

Konferenzsystemen und anderen Kommunikationsmedien bestehen kann. Die Zusammenstellung der

E-Learning-Software bestimmt der Bildungsanbieter nach eigenen didaktischen und

lernorganisatorischen Gesichtspunkten.

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Erwerb von Softwarelizenzen

Die Bedingungen zur Verwendung von Software sind von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Manche

Softwareprodukte stehen zur kostenlosen Nutzung frei zur Verfügung. Andere dürfen sogar verändert

oder verkauft werden. In der Regel ist die Verwendung von Software jedoch kostenpflichtig und

unterliegt unterschiedlichen Preis- und Lizenzmodellen. Zu den Aufgaben von Telecoaches und

Teletutoren gehört daher eine ausführliche Prüfung der zu verwendenden Software hinsichtlich der

Qualität und Kostenstruktur sowie des zu erwartenden Nutzens für den Lernerfolg der

Seminarteilnehmer.

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Inhalt

Softwarelizenzierung

Software-Produkte unterliegen dem Urheberschutz und dürfen nicht ohne die Genehmigung des

Urhebers genutzt oder auf irgendeine Art und Weise verwendet werden. Für die Nutzung, den Verkauf

oder die Veränderung von fremder Software muss daher immer zuerst die Einwilligung des Urhebers

eingeholt werden.

Der Urheber besitzt das geistige Eigentum an der Software und geistiges Eigentum kann in

Deutschland nicht übertragen oder verkauft werden. (§29 UrhG) Auf diese Weise wird gewährleistet,

dass der Urheber das ausschließliche Nutzungsrecht an seiner Software immer behält. Bei einem

Verkauf würden nämlich alle Rechte an der Software auf den Käufer übergehen und er könnte die

Software beliebig nutzen und verwerten. Das Urheberschutzgesetz verhindert diese Möglichkeit und

sichert die Rechte des Urhebers.

Um jedoch auch anderen die Möglichkeiten zugeben, eine Software zu nutzen oder auf eine

bestimmte Art und Weise zu verwerten, kann der Urheber einem Dritten bestimmte Rechte an seiner

Software einräumen. Diese Rechte werden im Rahmen einer Softwarelizenz fixiert und von beiden

Seiten als verbindlich anerkannt. Die Lizenz beschränkt den Lizenznehmer bei der Verwendung der

Software und kann ihm bei Zuwiderhandlung entzogen werden.

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Softwarelizenzen können ganz unterschiedliche Bestimmungen beinhalten. Sie können einfache

Nutzungsrechte zur Nutzung der Software durch eine einzelne oder mehrere Personen sowie

Verwertungsrechte etwa zum Verkauf oder zur Vervielfältigung der Software gewährleisten. Auch die

zeitliche Gültigkeit der Lizenz kann bestimmt werden.

Die Softwarelizenz kann als eine Art Vertrag zwischen dem Lizenzgeber und dem Lizenznehmer

verstanden werden. Solange der Lizenznehmer sich an die Lizenzbestimmungen hält, braucht er

keine Sanktionen befürchten. Nutzt oder verwertet er die Software jedoch auf eine Art und Weise, die

nicht im Lizenzvertrag vereinbart worden ist, macht er sich strafbar und verstößt gegen das

Urheberrecht.

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Schutz von Software nach dem Urheberrecht

Der urheberrechtliche Schutz von Software orientiert sich an der gesetzlichen Bestimmung, dass die

Rechte des Urhebers an seiner persönlichen geistigen Schöpfung geschützt werden. Software-

Produkte und Computer-Programme entsprechen dieser Definition und können demzufolge als so

genannte Werke bezeichnet werden, die dem Urheberschutz unterliegen. Lernprogramme,

Computerspiele und Anwendungssoftware dürfen deshalb nicht ohne das Wissen und die

ausdrückliche Genehmigung des Urhebers verwendet werden.

Software-Produkte können der Kategorie des Sprachwerks zugeordnet werden. Ihre Urheber sind seit

der Gesetzesnovelle im Jahre 1993 durch das Urheberrecht umfassend geschützt. (§ 2 Abs. 1 Nr. 1

UrhG) Die Bedingung für den Urheberschutz ist, dass die Software das Ergebnis der eigenen

geistigen Schöpfung des Urhebers ist. (§ 69 a Abs. 3 Satz 1 UrhG). Damit sind Software-Produkte seit

der Novelle viel eher geschützt, als vor der Gesetzesänderung, denn der Urheberschutz bezieht sich

schon dann auf Software-Produkte, wenn es sich um ein selbst entwickeltes Programm handelt. Die

Schöpfungshöhe des Werkes wurde zum Schutze der Urheber heruntergesetzt.

Nach § 69 a UrhG sind nicht nur End-Produkte, sondern auch schon Programm-Entwürfe nach dem

Urheberrecht geschützt. Die unerlaubte Nutzung und Vervielfältigung von Software zieht je nach

Umfang und Vergehen strafrechtliche Folgen nach sich. Diese Regelung garantiert dem Urheber

zeitlebens einen Schutz an seinem Werk. Nach dem Tod des Urhebers ist die Software noch weitere

70 Jahre urheberrechtlich geschützt.

Nicht geschützt werden nach dem Software-Urheberrecht Algorithmen, denn der Rechtsschutz gilt nur

für die Ausdrucksformen von Computerprogrammen und nicht für die Ideen und Grundsätze von

einzelnen Elementen oder Bestandteilen des Computerprogramms. Die Idee zur Datenkompression

durch die Extrahierung unhörbarer Bestandteile ist beispielsweise ebenfalls nicht schutzfähig. Der

mp3-Algorythmus wird z.B. aus diesem Grunde nicht vom Urheberrecht geschützt.

⇒ Weitere Informationen zum Urheberrecht von Computerprogrammen finden Sie in

folgender Online-Publikation:

http://www.juridicum.at/forschung/schoen/dissschoen.pdf, Stand: Januar 2005

Schön, Romana (2003): Strafbare Verletzungen des Urheberrechts im Informationszeitalter,

Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doctor iuris der

Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, Juli 2003

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Rechte des Urhebers an seiner Software

Der Urheber besitzt das ausschließliche Nutzungsrecht an seinem Werk. Er darf es deshalb ganz

nach eigenen Vorstellungen nutzen und verwerten. Der Gesetzgeber unterscheidet dabei zwischen

der körperlichen Verwertungsform (Vervielfältigung, Verbreitung, Ausstellung) und unkörperlichen

Verwertungsform (Vortrag, Vorführung, Senderecht, Wiedergabe durch Bild, Ton oder Funksendung).

⇒ Eine Übersicht der gesetzlichen Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten ist im Internet unter

folgender Adresse zu finden: http://www.interrob.de/recht/gesetze/urhg/, Stand: Januar 2005

Rechte des Arbeitnehmers an der von ihm entwickelten Software

Arbeitnehmer, die eine Software im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses auf Anweisung des

Arbeitgebers herstellen, gelten nach dem Rechtssinne nicht als Urheber der Software. Infolgedessen

haben Sie auch nicht das ausschließliche Nutzungsrecht an der Software.

Als Urheber gilt in einem solchen Fall der Arbeitgeber. Ihm werden zugleich sämtliche

vermögensrechtlichen Befugnisse an der Software zuteil. Gleiches gilt übrigens auch für freie

Mitarbeiter. Ein Arbeitnehmer wird vor dem Gesetz nur dann auch als Urheber der Software

anerkannt, wenn er auf entsprechende Klauseln im Arbeitsvertrag verweisen kann, die vom

Arbeitgeber akzeptiert wurden und ihn in einem solchen Fall als Urheber auszeichnen.

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Erlaubte Handlungen ohne die Zustimmung des Urhebers

Personen, die zur Benutzung einer Software berechtigt sind, dürfen ohne Bedenken eine

Sicherungskopie der Software erstellen, um damit die weitere Benutzung sicherzustellen. Dafür darf

aber kein Kopierschutz überwunden werden. Ist die Software mit einer technischen Maßnahme vor

der Kopie geschützt, so muss auch vor einer Sicherungskopie abgesehen werden.

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Urheberrechtsverstöße

Der Urheber bzw. Rechtsinhaber genießt den Schutz des Urheberrechts. Ohne seine Zustimmung

sind Dritte grundsätzlich unbefugt, die Software auf eine der folgenden Weisen zu nutzen. Tun sie es

doch, begehen sie einen Urheberrechtsverstoß.

- Urheber einer Software müssen die dauerhafte oder vorübergehende Vervielfältigung der

Software in jedem Fall genehmigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Software von CD-Rom

auf CD-Rom kopiert oder irgendein anderer Weg zur Kopie gefunden wurde (z.B. die

Umwandlung von Musikstücken in das mp3-Format oder Upload von Dateien auf einen

Server).

- Des Weiteren ist die Zustimmung des Urhebers von Nöten, wenn die Software verbreitet

werden soll. Das betrifft sowohl die Verbreitung des Originals, als auch die Verbreitung von

Vervielfältigungsstücken.

- Die Genehmigung des Urhebers ist außerdem erforderlich, wenn die Software auf irgendeine

Art und Weise verändert werden soll oder von der geänderten Software Vervielfältigungen

angefertigt werden.

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- Der Verkauf oder die Vermietung einer Software darf nur mit der ausdrücklichen

Genehmigung des Urhebers erfolgen.

Diese Liste zeigt exemplarische Urheberrechtsverstöße und erhebt keinen Anspruch auf

Vollständigkeit. Grundsätzlich gilt: Für alle Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten einer Software

ist die Zustimmung des Urhebers einzuholen.

⇒ Eine Übersicht der gesetzlichen Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten ist im Internet unter

folgender Adresse zu finden: http://www.interrob.de/recht/gesetze/urhg/, Stand: Januar 2005

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Konsequenzen bei Urheberrechtsverstößen

Die Verwendung von Software ist nach dem Urheberrecht eindeutig geregelt. Zuwiderhandlungen mit

dem Ergebnis einer Urheberrechtsverletzung ziehen rechtliche Konsequenzen nach sich.

Privatpersonen, die illegal beschaffte Software nutzen, müssen mit Schadensersatzklagen rechnen.

Wenn sie die illegale Kopie selber angefertigt haben, kann es zudem zur Zerstörung oder

Beschlagnahmung ihres CD-Brenners und/oder PCs kommen. Die Raubkopien werden allerdings in

jedem Fall zerstört oder zumindest abgegeben. Je nach Straftat und Schwere der Tat müssen

Privatpersonen zudem mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen.

⇒ Lesen Sie dazu auch die Kapitel Verstöße gegen das Urheberrecht und Beispiele für

Verstöße gegen das Urheberrecht und ihre Konsequenzen im Skript zum Lernprogramm

mit dem Thema Urheberrecht.

Bei Verstößen gegen das Urheberrecht im Unternehmen, beispielsweise durch den illegalen Einsatz

von kopierten Softwareprodukten und die Installation einer Einzelplatzlizenz an mehreren PCs, haftet

das Unternehmen für seine Mitarbeiter, aber auch für die gesetzlichen Vertreter wie die

Geschäftsführer oder den Vorstand. Im Gegensatz zu den Mitarbeitern können die gesetzlichen

Vertreter allerdings auch persönlich haftbar gemacht werden, und zwar dann, wenn die unmittelbare

Verantwortung für die Urheberrechtsverletzung tragen.

Die Verfolgung von Straftätern erfolgt in der Hauptsache durch die Geschädigten selber. Die

Rechteinhaber engagieren sich zunehmend im Verbund und drängen auf eine konsequente

strafrechtliche Verfolgung der Urheberrechtsverletzungen. So hat die Phonoindustrie insbesondere in

den USA Initiativen gegen Benutzer von Filesharing-Programmen angestrengt und sie auf

Schadensersatz für den illegalen Download urheberrechtlich geschützter Musikstücke verklagt.

Ähnliche Initiativen werden auch von den deutschen Musikgesellschaften gefordert. Der größte Erfolg

der Musikindustrie ist die Schließung von Napster.com, einer der ersten Filesharing-Programme mit

einer sehr großen Nutzeranzahl. Angesichts der immer noch sehr großen Anzahl an Peer-to-Peer-

Netzwerken ist dieser Erfolg jedoch als relativ zu bewerten. Von einer wirkungsvollen Strafverfolgung

kann deshalb nicht gesprochen werden.

tcxe01q03-3 Medienrechtliche Grundlagen kennen, anwenden: Softwarelizenzierung Seite 14


Nutzungs- und Verwertungsrechte

Der Urheber hat das ausschließliche Nutzungsrecht an seiner Software. Damit ist er dazu berechtigt,

seine Software frei nach seinen Vorstellungen zu nutzen. Will der Urheber es einem Dritten gestatten,

seine Software zu nutzen, so muss er ihm zunächst entsprechende Nutzungsrechte einräumen. Das

geschieht bei der Softwarelizenzierung. Die Lizenzvereinbarung legt dabei fest, auf welche Art und

Weise die Software genutzt werden darf.

Der Urheber besitzt das ausschließliche Nutzungsrecht an seinem Werk. Er darf es deshalb nutzen

und verwerten, wie er will. Nach dem Urheberrecht kann ein Werk sowohl körperlich, als auch

unkörperlich verwertet werden.

Körperliche

Verwertungsre

chte

Zu den körperlichen Verwertungsmöglichkeiten gehören insbesondere das

Vervielfältigungsrecht (§ 16 UrhG), das Verbreitungsrecht (§ 17 UrhG) und das

Ausstellungsrecht (§ 15 Abs. 2 S. 1 UrhG).

Unkörperliche

Verwertungsre

chte

Die unkörperliche Verwertung eines Werkes meint insbesondere die öffentliche

Wiedergabe, also z.B. einen Vortrag oder eine Aufführung, eine Wiedergabe durch

Bild und Ton, etc.. Der Urheber ist dazu berechtigt, anderen entsprechende Rechte

zur Nutzung bzw. Verwertung seiner Software zu übertragen. Diese Rechte können

räumlich, inhaltlich oder auch zeitlich beschränkt sein. All dies wird im Rahmen der

Lizenzvereinbarungen festgelegt.

⇒ Die angesprochenen Gesetzestexte können Sie unter folgender Internetadresse nachlesen:

http://transpatent.com/gesetze/urhg.html (Stand Januar 2005).

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Wenn Lizenzvereinbarungen für die Nutzung einer Software getroffen werden, geht es in den meisten

Fällen hauptsächlich um die Festlegung von Verwertungsrechten. Lizenzbedingungen von Software

befassen sich im Allgemeinen mit folgenden Aspekten:

Darstellung der erlaubten

Benutzungsart der Software.

Kommerzielle oder private Nutzung?

Personenanzahl und Nutzungsdauer?

Festlegung der

Verbreitungsmöglichkeiten.

Darf die Software kopiert und an andere Personen weitergegeben

werden? Kommerzielle Software darf in der Regel nicht verbreitet

werden. Bei Open Source Software ist die Verbreitung mit der

Weitergabe des Quellcodes gebunden.

Bestimmung der

Vervielfältigungsmodalitäten.

Darf die Software vervielfältigt werden? Auf welche Art und Weise?

Kommerzielle Software darf in der Regel nur einmal als

Sicherungskopie vervielfältigt werden.

Regelung zur Veränderung

der Software

Kommerzielle Software darf in der Regel nicht verändert werden.

Open Source Software dagegen schon. Allerdings muss diese

Software dann wieder der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung

gestellt werden.

Modalitäten zum

Weiterverkauf der Software

Kommerzielle Software darf in den meisten Fällen nicht

weiterverkauft werden. Es dürfen auch keine Kopien hergestellt und

diese dann verkauft werden. Manche Software darf verkauft werden,

allerdings in Verbindung mit einer bestimmten Hardware. Lizenzen

können sehr unterschiedliche Verkaufsmodalitäten enthalten.

Vereinbarungen zur Haftung

Nutzt der Lizenznehmer eine Software nicht nach den in der Lizenz

festgeschriebenen Vereinbarungen, muss er für die Verletzung der

Lizenzbedingungen haften. Allgemeine oder besondere

Haftungsgrundsätze sind deshalb häufig Gegenstand von

Lizenzvereinbarungen.

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Einzelplatz-, Mehrplatz- und Klassenraumlizenzen

Lizenzvereinbarungen enthalten u.a. Bestimmungen darüber, wie viele Personen eine Software

nutzen dürfen und über was für einen Zeitraum hinweg. Im Hinblick auf Lernsoftware wird zwischen

folgenden Softwarelizenzarten unterschieden:

Einzelplatzlizenz

Eine Einzelplatzlizenz gewährt einer einzigen Person die Nutzung einer

bestimmten Lernsoftware. Hier kann unterschieden werden, ob die Lizenz sich

auf eine beliebige Person bezieht, oder ob die entsprechende Person schon zu

Beginn der Lizenznahme festgelegt werden muss. In diesem Fall handelt es

sich um "named user Lizenzen". Die Nutzungsweise einer Einzelplatzlizenz

bezieht sich zunächst nur auf die Anwendung der Software, sofern nicht

weitere Verwertungsrechte im Lizenzvertrag eingetragen wurden. Das

Lernprogramm darf jeweils nur auf einem PC installiert sein und dauerhaft von

nur einer Person benutzt werden. Es ist allerdings erlaubt, die auf einem

Computer installierte Software zu deinstallieren und sie anstatt dessen auf

einem anderen Computer zu installieren. Sie darf jedoch niemals auf mehreren

Computern gleichzeitig installiert sein. Das widerspricht der

Lizenzvereinbarung.

Mehrplatzlizenz

Mehrplatzlizenzen ermöglichen mehreren Personen die Nutzung einer

bestimmten Software. Die meisten Anbieter konzipieren den Preis für

Mehrplatzlizenzen so, dass eine Mehrplatzlizenz günstiger ausfällt, als wenn für

jeden Teilnehmer eine Einzelplatzlizenz eingekauft würde. Mehrplatzlizenzen

sind in der Regel nur für eine bestimmte Zeit gültig und auf eine konkrete

Teilnehmeranzahl beschränkt. Je nach Anbieter und Produkt ist das jedoch

verhandelbar.

Klassenraumlizenz

Klassenraumlizenzen werden sehr häufig synonym mit dem Begriff der

Mehrplatzlizenz verwendet. Im wahrsten Sinne meint er jedoch etwas anderes.

tcxe01q03-3 Medienrechtliche Grundlagen kennen, anwenden: Softwarelizenzierung Seite 17


Während eine Mehrplatzlizenz die Teilnehmerzahl und Nutzungsdauer in der

Regel einschränkt, stehen Klassenraumlizenzen häufig für eine

teilnehmerunabhängige Softwaregewährleistung für einen unbegrenzten

Zeitraum. Das ist jedoch nicht immer so. Werden allerdings sowohl

Klassenraumlizenzen, als auch Mehrplatzlizenzen angeboten, so umfasst die

Klassenraumlizenz in der Regel die Nutzungserlaubnis für eine größere

Teilnehmeranzahl und über einen längeren Zeitraum als die Mehrplatzlizenz.

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Softwaretypologisierung

Hinsichtlich ihres Urheberschutzes kann Software in folgende Typologien eingeordnet werden:

Kommerzielle Software

Als kommerzielle Software werden alle Softwareprodukte bezeichnet, die im Handel zum Verkauf

angeboten werden und den entsprechenden Regelungen des Urheberrechts unterliegen, die beim

Verkauf von Werken gültig werden. Beispiele sind dafür Computerspiele, Grafik- und

Textverarbeitungsprogramme oder auch Lernsoftware. Beim Kauf dieser Software geht das Produkt

zwar in den Besitz des Käufers über, allerdings hat er an diesem Produkt nicht dieselben Rechte wie

der Urheber. Er hat als einziger das ausschließliche Nutzungsrecht an seinem Werk. Der Käufer

erwirbt nur ein begrenztes Nutzungsrecht für das Softwareprodukt und nicht sämtliche verfügbaren

Verwertungsrechte. Insofern kann beim Kauf einer kommerziellen Software von dem Erwerb des

Produktes und einer Produktlizenz gesprochen werden, die genau definiert, was der Käufer darf und

was er nicht darf. Da die kommerzielle Software in der Regel den besonderen Zweck erfüllt, dem

Urheber einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen, erlauben die meisten Lizenzvereinbarungen, die

beim Kauf einer kommerziellen Software zustande kommen, nur die Anwendung der Software als

Einzelplatzlizenz. Gekaufte Software darf deshalb nicht vervielfältigt oder verbreitet werden.

Shareware

Shareware ist ein Softwaretyp, der grundsätzlich ebenfalls zur kommerziellen Software gezählt

werden kann. Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied, der die Shareware besonders interessant

macht. Shareware-Produkte dürfen nämlich vor dem eigentlichen Kauf zum Test für eine bestimmte

Zeit kostenlos genutzt werden. Danach wird das Programm gesperrt und der Nutzer muss das

Programm käuflich erwerben oder kann es nicht mehr nutzen. Die beliebige Verbreitung von

Shareware ist erlaubt, solange die Lizenzvereinbarungen zum Test der Software keine andersartigen

Bestimmungen enthalten. Darüber hinaus gelten für Shareware-Produkte dieselben Regeln, wie für

andere urheberrechtliche geschützte Software-Produkte auch.

Free Software und Freeware

Bei dem Unterschied zwischen Free Software, Freeware und Public Domain ist große Vorsicht

geboten, denn die Unterschiede sind sehr klein, aber aus urheberrechtlicher Sicht entscheidend. Free

Software darf, wie der Name schon sagt, ohne Einschränkungen verwendet werden. Insofern sind die

Vervielfältigung, die Nutzung, die Verbreitung, die Veränderung und der Verkauf bedenkenlos

möglich. Entscheidend ist allerdings, dass der Source Code der Software mitgeliefert wird. Bei der

Freeware ist das ein wenig anders. Freeware darf nämlich nicht einfach verändert werden. Der Zugriff

auf den Source Code der Software ist entsprechend nicht gestattet. Erlaubt ist jedoch die Nutzung,

Vervielfältigung und Verbreitung von Freeware.

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Public Domain-Software

Obwohl es heutzutage bereits eine Vielzahl hoch spezialisierter Software für unterschiedliche

Anwendungsbereiche gibt und diese Produkte einen hohen Grad an Komplexität aufweisen, damit

auch jeder Anwender individuell gewünschte Funktionen wahrnehmen kann, kann keine Software alle

Wünsche abdecken. Die Programmierer versuchen zwar, möglichst viele Anwenderwünsche

vorherzusehen, allerdings ergibt sich der tatsächliche Bedarf häufig erst bei intensiver Nutzung. Die

Software-Anwender finden sich in der Konsequenz meist mit den Lücken der Software zurecht, da sie

nicht davon ausgehen, dass ihre Anmerkungen von den großen Softwarehäusern berücksichtigt

werden. Selbst wenn die Anwender dazu in der Lage wären, ein Softwareprodukt nach ihren

Vorstellungen zu ändern, so macht ihnen der Urheberschutz einen Strich durch die Rechnung. Als

Käufer einer Nutzungslizenz haben sie nämlich nicht das Recht, die Software zu verändern. Das darf

nur der Urheber. Bei Open Source Produkten, also Public Domain und Free Software, besteht kein

Urheberschutz. Diese Tatsache beinhaltet ein großes Potenzial zur Software-Optimierung, denn jeder

Programmierer darf die Software nach eigenen Vorstellungen verändern. Er muss sich nur dazu

verpflichten, die Software weiterhin inklusive seiner Weiterentwicklung freizugeben. Zu was für einem

Erfolg diese Vorgehensweise führen kann, wurde eindrucksvoll mit der Entwicklung des

Betriebssystems LINUX bewiesen. Dieses System steht der Allgemeinheit zur freien Verwendung zur

Verfügung und wurde weltweit von verschiedenen Programmierern und Entwicklergruppen verbessert.

Heutzutage besteht dieses Betriebssystem aufgrund seiner Stabilität und Schnelligkeit den

Wettbewerb mit Windows von Microsoft. Man spricht also von einer Public Domain, wenn der Urheber

alle Rechte an seinem Werk der Allgemeinheit übertragen hat. Ein Urheberschutz liegt dann nicht

mehr vor und die Software kann wie eine Free Software verwendet werden.

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Software-Piraterie

Das deutsche Urheberrecht hat in den letzten Jahren einige Veränderungen erfahren, in denen die

Verwendung von digitalen Erzeugnissen erstmalig verhandelt und geregelt wurde. Der Ausgangspunkt

war dafür das hohe Aufkommen von Urheberrechtsverletzungen im Internet und im Umgang mit den

neuen Medien.

Von der Software-Piraterie sind insbesondere Computersoftware, Audiodaten und Videos betroffen.

Die Zunahme an Piraterievorfällen resultiert daraus, dass es heutzutage im Vergleich zu früher viel

einfacher ist, Raubkopien herzustellen. Die Möglichkeit der Digitalisierung von Daten sowie die

kostengünstige Beschaffung entsprechender Geräte zur Durchführung der Digitalisierung bzw. der

Raubkopie begünstigen die Software-Piraterie.

Die Überwindung des Kopierschutzes zur illegalen Verbreitung und dem Verkauf

Abgesehen davon, dass die illegale Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Werken ansich

schon eine Straftat darstellt, ist auch die Überwindung des Kopierschutzes einer Software strafbar.

Eine private Sicherheitskopie ist nach dem Urheberrecht zwar erlaubt, allerdings darf auch diese nicht

angefertigt werden, wenn dafür ein Kopierschutz überwunden werden muss.

Die Überwindung des Kopierschutzes findet z.B. statt, wenn eine CD mit einem CD-Brenner kopiert

wird. Dasselbe ist der Fall, wenn die Musikstücke einer CD von einer Software ausgelesen und in ein

mp3-Format umgewandelt werden. Der analoge Mitschnitt einer CD, beispielsweise über eine

Tonbandkassette oder per Verbindungskabel über den PC, stellt allerdings keine Überwindung des

Kopierschutzes dar. Besitzt eine Software oder eine Musik-CD über keinen Kopierschutz, so darf eine

Sicherheitskopie für den ausschließlich privaten Gebrauch angefertigt werden.

Die Vervielfältigung und Verbreitung urheberrechtlich geschützter Produkte in großen Mengen

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Eine der häufigsten Urheberrechtsverletzungen besteht in der Anfertigung von Raubkopien. Darunter

versteht man beispielsweise die Kopie einer Musik-CD mithilfe des PCs und eines Brennprogramms,

die Umwandlung von Musikstücken ist das mp3-Format oder den Upload von Multimediawerken als

digitale Dateien auf einen frei zugänglichen Server.

Raubkopien werden im Wesentlichen auf zwei Vertriebswegen verteilt. Zum einen stellen organisierte

Täter große Mengen von Raubkopien her und verbreiten die Datenträger auf unterschiedlichen

Wegen. Zum anderen wird das Internet als Vertriebsweg genutzt. Die Daten werden auf Servern

geparkt und über Internetforen und speziellen Seiten zum Download angeboten. Professionellen

Tätern stehen Gelegenheitstäter gegenüber, die die Raubkopien meist für ihr privates Umfeld

herstellen und kein kommerzielles Ziel verfolgen.

Die Anfertigung von Sicherungskopien zum eigenen privaten Gebrauch ist nach dem Urheberrecht

erlaubt, solange dabei kein Kopierschutz überwunden wird. Darüber hinaus ist es auch zulässig, wenn

entsprechende Kopien im engen Freundeskreis getauscht werden. Allerdings darf die Anzahl der

Kopien nicht mehr als sieben sein und es ist dringend darauf zu achten, dass keine weitere

Verbreitung daraus resultiert.

Die Verwendung von Einzelplatzlizenzen als Mehrplatzlizenzen

Die Anfertigung und Vervielfältigung von Raubkopien zur persönlichen wirtschaftlichen Bereicherung

an urheberrechtlich geschützten Erzeugnissen ist nicht die einzige Form der Software-Piraterie, die

strafrechtliche Folgen nach sich zieht. So ist es nach dem Gesetz streng verboten, bei dem Erwerb

einer Einzelplatzlizenz für ein Produkt die Software auf mehreren Rechnern zu installieren oder sie

mehreren Personen zugänglich zu machen. Die Lizenzvereinbarungen der Einzelplatzlizenz sind in

diesem Fall entscheidend und verbieten die Nutzung der Software durch mehrere Personen. Wird die

Software trotzdem mehreren Personen zur Verfügung gestellt, so werden die Rechte des Urhebers an

seiner Software geschnitten. Formal handelt es sich dann um eine Urheberrechtsverletzung.

tcxe01q03-3 Medienrechtliche Grundlagen kennen, anwenden: Softwarelizenzierung Seite 22


Der Verkauf oder Vermietung von urheberrechtlich geschützten Produkten ohne Einwilligung

des Urhebers

Eine urheberrechtlich geschützte Software darf nicht ohne die Einwilligung des Urhebers vermietet

oder verkauft werden. Die Rechte zum Verkauf oder zur Vermietung des Werkes obliegen zunächst

ausschließlich dem Urheber. Erst, wenn er durch eine entsprechende Genehmigung oder eine

Lizenzvereinbarung die Rechte zum Verkauf überträgt, darf die Software weiterverkauft werden.

Der Verkauf einiger Softwaretypen kann zudem an die Ausgabe in Kombination mit einer neuen

Hardware gebunden sein. Wird diese Vorgabe missachtet und die Software ohne die neue Hardware

verkauft, liegt ebenfalls ein strafrechtliches Delikt in Form von Software-Piraterie vor.

tcxe01q03-3 Medienrechtliche Grundlagen kennen, anwenden: Softwarelizenzierung Seite 23


Der Download und die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Produkten aus dem Internet

Ein besonders heikles Problem der Software-Piraterie stellen die internetbasierten Tauschbörsen zum

Filesharing, also dem Austausch von Dateien, dar. Solange es sich bei den betreffenden Dateien um

nicht urheberrechtlich geschütztes Material handelt, ist das Filesharing mithilfe von Internet-

Tauschbörsen völlig unbedenklich und legal. Sobald es sich bei diesem Dateien jedoch um Werke

handelt, die durch das Urheberrecht geschützt werden und deren Verbreitung durch den Urheber nicht

ausdrücklich genehmigt wurde, ist der Tauschvorgang illegal.

Die Mitglieder einer Tauschbörse erhalten durch die Software die Möglichkeit, Dateien über das

Internet zum Download für andere Mitglieder bereitzustellen und die Dateien anderer auf dem eigenen

PC herunterzuladen. Handelt es sich dabei um Free Software, Freeware, Public Domain Software

oder andere nicht urheberrechtlich geschützte Software oder Dokumente, so ist der Tausch dieser

Dateien rechtlich einwandfrei. Sobald es sich um den Tausch von geschütztem Material handelt, liegt

eine Straftat vor.

Tauschbörsen sind also nicht per se als illegal zu bezeichnen. Der Betrieb von Filesharing-Software

stellt grundsätzlich nämlich keine Verletzung des Urheberrechts dar. Er ermöglicht lediglich den

Austausch von Dateien, d.h. die Bereitstellung und den Download von Text-, Audio-, Video- und

anderen Files. Da die Betreiber von Tauschbörsen keinen Einfluss darauf haben, ob die Benutzer der

Tauschbörse illegale oder legale Dateien tauschen, sind sie nicht haftbar. Die Straftat erfolgt insofern

von den Mitgliedern der Tauschbörse.

Beim Download von urheberrechtlich geschützten Dateien ist die Rechtslage unklar. Auf der einen

Seite gilt der Download auch von geschützten Dateien als Kopie für private Zwecke und ist somit

zulässig. Das gilt selbstverständlich nur dann, wenn die Datei nicht weiter vervielfältigt, verbreitet oder

verkauft wird. Auf der anderen Seite argumentieren Juristen dagegen an, dass der bloße Download

von Tauschbörsen eine zulässige Privatkopie darstellt. Grundsätzlich kann jedoch davon

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ausgegangen werden, dass jeder Tauschbörsennutzer von der rechtlichen Brisanz Kenntnis hat und

somit mutwillig eine Urheberrechtsverletzung riskiert. Noch eindeutiger kann jedoch eine Straftat beim

Download in Tauschbörsen nachgewiesen werden, wenn die Software so konzipiert ist, dass Dateien

beim Download automatisch schon dann für andere zum Download bereitstehen, bevor der eigene

Downloadvorgang abgeschlossen ist. In diesem Fall kann kein Download ohne die gleichzeitige

Bereitstellung der Datei stattfinden und ist somit illegal.

Der Verzicht auf die Nutzung von Tauschbörsen ist der einzige Weg, wirklich sicherzustellen, dass

keine Urheberrechte verletzt werden und somit auch keine Straftat begangen wird. Angesichts der

großen Mehrheit an illegalen Angeboten in Tauschbörsen, ist der Versuch, nur legale Dateien

herunterzuladen, zum Scheitern verurteilt. Tauschbörsennutzer haben nämlich keine Möglichkeit, die

legalen von den illegalen Dateien zu unterscheiden.

Fazit

Es gibt eine Fülle von illegalen Handlungen, die nach dem Urheberrecht eine Straftat darstellen. Für

die strafrechtliche Verfolgung ist es dabei zunächst unerheblich, ob die handelnde Person wissentlich

oder unwissentlich gegen das Gesetz verstößt. Diese Frage hat lediglich Auswirkungen auf das

Strafmaß. Es gilt also: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Aus diesem Grunde ist es für

Bildungsanbieter von besonderer Wichtigkeit, sich mit den gesetzlichen Bestimmungen zur

Verwendung von Multimediawerken auszukennen.

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Software-

Raubkopie

Missbrauch von Einzellizenzen

Vermietung

Verkauf

Verkauf hardware-gebundener Produkte

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

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Trainingsaufgabe


Erinnern Sie sich einmal an das Fallbeispiel zu Beginn

des Lernprogramms. Markus Franke und Tobias Berthold

haben miteinander darüber diskutiert, ob der Erwerb

einer Softwarelizenz grundsätzlich dazu berechtigt, ein

Produkt zu kopieren und zu vervielfältigen.

Sie planen nämlich den Einsatz einer

Buchhaltungssoftware und überlegen nun, ob der

bestehende Vertrag dafür ausreicht, das Lernprogramm

allen Teilnehmern zur Verfügung zu stellen, oder ob sie

weitere Lizenzverträge abschließen müssen.

Beschäftigen Sie sich in dieser Fallstudie mit dem

Lizenzvertrag der Buchhaltungssoftware, die den beiden

Kursbetreuern Markus Franke und Tobias Berthold

vorliegt.

Der Lizenzvertrag beinhaltet sämtliche Informationen

darüber, wie die Buchhaltungssoftware genutzt und

verwertet werden darf

Finden Sie anhand der Vertragsvereinbarungen die

Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten der Software

heraus und geben Sie Herrn Franke und Herrn Berthold

auf dieser Basis eine Empfehlung, wie sie weiter

vorgehen sollen. Bedenken Sie dabei, dass der zu

entwickelnde Lehrgang ca. 20 Teilnehmer vorsieht.

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Fallstudie


A) Beschäftigen Sie sich in dieser Fallstudie mit dem Lizenzvertrag einer Buchhaltungssoftware.

Der Lizenzvertrag beinhaltet sämtliche Informationen darüber, wie die Buchhaltungssoftware

genutzt und verwertet werden darf. Finden Sie anhand der Vertragsvereinbarungen die Nutzungsund

Verwertungsmöglichkeiten der Software heraus! Orientieren Sie sich dabei an der

Fragestellung: Was ist erlaubt und was ist nicht erlaubt? Diskutieren Sie die Ergebnisse mit Ihrem

Telecoach!

B) Die Buchhaltungssoftware soll im Rahmen eines E-Learning-Seminars mit ca. 20 Teilnehmern

eingesetzt werden. Geben Sie auf der Basis des Lizenzvertrages eine Empfehlung dafür ab, wie bei

der Beschaffung der Software weiter vorgegangen werden muss! Versuchen Sie außerdem einmal

den bestehenden Lizenzvertrag auf Ihre Bedürfnisse hin umzuschreiben. Diskutieren Sie den

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Wissenstest

? Zu welcher Werk-Kategorie gehört das Computerprogramm?

zu den wissenschaftlichen Darstellungen

zu den Werken der bildenden Kunst

zu den Lichtbildwerken

zu den Musikwerken

zu den Sprachwerken

zu den Werken der angewandten Kunst

? Zu welcher Werk-Kategorie gehört das Multimedia-Werk

Es gehört zu keiner Werk-Kategorie, weil Multimedia-Werke in gesonderte Werkkategorien

eingeteilt werden.

Da Multimediawerke immer eine Software darstellen und nur über den Bildschirm zugänglich

sind, gehören sie zu der Werkskategorie der Lichtbildwerke.

Multimedia-Werke gehören, wie der Name schon sagt, zu der Werkskategorie der Multimedia-

Werke.

Es gehört zu den Sprachwerken solange es eine technische, aber keine ästhetische Funktion

erfüllt.

? Welche der folgenden Erzeugnisse sind nicht urheberrechtlich geschützt?

Geschriebene und gesprochene Texte

Amtliche Werke

Sammlungen und Datenbanken

Musik (Soundfiles und MP3)

Reine Aufzählungen

Fotos

Filme

? Wie dürfen zugekaufte Contents genutzt werden?


Sie dürfen für den Gebrauch in der Bildungsstätte kopiert werden.

Sie dürfen an andere Bildungsstätten weiter verkauft werden.

Sie dürfen aus Sicherheitsgründen einmal kopiert werden.

Sie dürfen nur entsprechend ihres Lizenzvertrages genutzt werden.

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? Wie dürfen die Elemente fremder Internetseiten genutzt werden?

Die Textbeiträge dürfen mit Quellenangabe zitiert werden.

Die fremde Webseite darf mit der eigenen verlinkt werden.

Die Bilder fremder Inhalte dürfen für die eigene Homepage verwendet werden.

PDF-Dokumente fremder Webseiten dürfen auf dem eigenen Server zum Download

angeboten werden.

Was muss bei der Auswahl von Domainnamen beachtet werden, um

Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden?

Es sollten keine Namen von Firmen, Prominenten, Städten oder Zeitungen verwendet werden.

Der Domainname sollte keine Abkürzung beinhalten.

Der Domainname sollte einen deutlichen Bezug zur eigenen Person oder zum Vorhaben

haben.

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Literaturhinweise

Links:

- http://www.online-recht.de, Lexikon, Linksammlung, Entscheidungssammlung, Rechtstexte

u.a. zum Thema Urheberrecht

- http://www.urheberrecht.org, Institut für Urheber und Medienrecht

- http://de.wikipedia.org/wiki/Urheberrecht, Wikipedia – die freie Enzyklopädie

- http://www.sakowski.de/skripte/urheber1.html, Rechtsanwälte Sakowski

- http://transpatent.com/gesetze/urhg.html, Gesellschaft für industrielle Entwicklung mbH

- http://remus.jura.uni-sb.de/urheberrecht/gw02.html#1, Prof. Dr. Maximilian Herberger (mh) als

Direktor des Instituts für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes.

Online-Publikationen:

- Ass. Jur. Michael Veddern (2004): Multimediarecht für die Hochschulpraxis, Zweite,

überarbeitete und erweiterte Fassung, Unter Mitwirkung von: Ass. Jur. Marie-Louise

Hoffmann, Hagen, 2004, ISBN 3 – 932881 - 42 – 7, Der Ratgeber wurde im Auftrag des

Centrums für eCompetence in Hochschulen NRW (CeC) am Institut für Informations-,

Telekommunikations- und Medienrecht der Westfälischen Wilhelms-Universität, Prof. Dr.

Thomas Hoeren, erstellt. Die Autoren sind Wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts.

http://www.cec.nrw.de/kunden/uvm/www.nsf/0/FA103BA5756C8483C1256E240055C4CF/$fil

e/ratgeber.pdf, Stand: Januar 2005

- Ursula Rautenberg und Volker Titel (Hrsg.): Alles Buch, Studien der Erlanger

Buchwissenschaft IV, ISBN 3-9808858-3-6, 2003, Buchwissenschaft / Universität Erlangen-

Nürnberg

http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1bbk/AllesBuch/Lutz/Lutz.pdf, Stand: Januar 2005

- Schön, Romana (2003): Strafbare Verletzungen des Urheberrechts im Informationszeitalter,

Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doctor iuris der

Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, Juli 2003

http://www.juridicum.at/forschung/schoen/dissschoen.pdf, Stand: Januar 2005

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Anhang

LIZENZVERTRAG

zwischen

Lizenzgeber

Vollständige Adresse

- nachfolgend Lizenzgeber genannt

und

Vollständige Adresse

Lizenznehmer

- nachfolgend Kunde genannt -

für das Softwareprodukt:

Buchhaltungssoftware

Dieser Lizenzvertrag ist ein rechtsgültiger Vertrag zwischen den oben genannten Vertragspartnern

(entweder als natürliche oder als juristische Person) für oben genanntes Softwareprodukt, inklusive

möglicherweise dazugehörigen Medien, gedruckten Materialien und Online Dokumentationen oder

jedweder Materialien im elektronischen Format ("SOFTWAREPRODUKT"). Das

SOFTWAREPRODUKT umfasst auch sämtliche Updates und Ergänzungen zum ursprünglich

gelieferten SOFTWAREPRODUKT. Jede, zusammen mit dem SOFTWAREPRODUKT gelieferte

Software, zu der ein separater Lizenzvertrag gehört, wird gemäß den Bestimmungen dieses

separaten Lizenzvertrags lizenziert. - Indem der Kunde das SOFTWAREPRODUKT installiert, kopiert,

downloaded, anderweitig verwendet oder darauf zugreift, erklärt der Kunde sich mit diesem

Lizenzvertrag einverstanden. Falls der Kunde den Bestimmungen dieses Lizenzvertrags nicht

zustimmt, ist er nicht berechtigt, das SOFTWAREPRODUKT zu installieren oder zu verwenden. Der

Kunde kann es jedoch gegen Rückerstattung des Kaufpreises der Stelle zurückgeben, von der er es

erhalten hat.

Alle Eigentumsrechte und geistigen Eigentumsrechte an dem SOFTWAREPRODUKT (einschließlich,

aber nicht beschränkt auf Bilder, Fotografien, Animationen, Video, Audio, Musik, Text und "Applets",

die in dem SOFTWAREPRODUKT enthalten sind), den gedruckten Begleitmaterialien und jeder Kopie

des SOFTWAREPRODUKTS liegen bei dem Lizenzgeber.

Alle Eigentumsrechte und geistigen Eigentumsrechte in und an Inhalten, auf die mit Hilfe des

SOFTWAREPRODUKTS zugegriffen werden kann, sind Eigentum des jeweiligen Inhaltseigentümers

und können durch anwendbare Urheberrechtsgesetze und andere Gesetze und Vereinbarungen über

geistiges Eigentum geschützt sein. Dieser Vertrag räumt dem Kunden kein Recht ein, solche Inhalte

zu verwenden. Der Lizenzgeber behält sich alle nicht ausdrücklich gewährten Rechte vor.

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Das SOFTWAREPRODUKT wird lizenziert, nicht verkauft. Durch diesen Lizenzvertrag werden dem

Kunden die folgenden Rechte eingeräumt:

Rechte des Kunden

Mit diesem Vertrag erwirbt der Kunde eine Lizenz für die zeitlich begrenzte Verwendung des

SOFTWAREPRODUKTS an insgesamt 1 Computer (Einzelplatzlizenz).

Der Kunde ist damit berechtigt, das Programm auf einem Rechner einzusetzen. Sollte der Kunde die

Software auf mehr als einem Rechner oder in einem Netzwerk einsetzen oder die Daten in

Datensystemen an Dritte weitergeben, stellt dies eine unerlaubte Vervielfältigung dar und entspricht

nicht den Lizenzvereinbarungen. Die Lizenz für das SOFTWAREPRODUKT darf darüber hinaus nicht

geteilt oder auf zusätzlichen Netzwerken / Computern gleichzeitig verwendet werden. Der Kunde ist

außerdem nicht dazu berechtigt, die gedruckten Materialien zum Lizenzvertrag für Teilnehmer und

Dozenten seiner Lehrgänge unbegrenzt zu kopieren. Die gedruckten Materialien dürfen im Rahmen

der Einzelplatzlizenz nur einer Person zur Verfügung gestellt werden.

Sofern das SOFTWAREPRODUKT ein Update eines anderen Produkts ist, muss der Kunde zur

Verwendung des SOFTWAREPRODUKTS über die entsprechende Lizenz für ein Produkt verfügen,

das von dem Lizenzgeber für das Update als geeignet bezeichnet wird, um das

SOFTWAREPRODUKT zu verwenden. Ein SOFTWAREPRODUKT, das ein Update darstellt, ersetzt

und/oder ergänzt das Ausgangsprodukt.

Pflichten des Kunden

Der Kunde ist nicht berechtigt, das SOFTWAREPRODUKT weiterzuverkaufen, im

Onlinebetrieb/Internet zu nutzen oder auf andere Weise gegen einen Gegenwert zu übertragen. Dazu

bedarf es einer gesonderten Vertragsvereinbarung, die ausschließlich durch den Lizenzgeber zu

genehmigen ist und der Schriftform bedarf.

Ferner darf das SOFTWAREPRODUKT nicht zurück entwickelt werden (Reverse Engineering), nicht

dekompiliert oder disassembliert werden, es sei denn und nur insoweit wie das anwendbare Recht,

ungeachtet dieser Einschränkung, dies ausdrücklich gestattet. Das SOFTWAREPRODUKT wird als

einheitliches Produkt lizenziert und seine Komponenten dürfen für die Verwendung auf zusätzlichen

Netzwerken/ Computern nicht getrennt werden.

Das SOFTWAREPRODUKT darf nicht vermietet, verleast oder verliehen werden. Der Lizenzvertrag ist

ohne schriftliche Zustimmung seitens des Lizenzgebers nicht übertragbar.

Kosten

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Die Lieferung des Softwareproduktes erfolgt zu einem Preis von einmalig € xxx,- zuzüglich der

gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Sonstige Bestimmungen

Unbeschadet sonstiger Rechte ist der Lizenzgeber berechtigt, diesen Lizenzvertrag jederzeit und

fristlos zu kündigen, sofern der Kunde gegen die Bestimmungen dieses Vertrags verstößt. In einem

solchen Fall ist der Kunde verpflichtet, sämtliche Kopien des SOFTWARE-PRODUKTS und alle seiner

Komponenten zu vernichten.

Unbeschadet anderer Rechte übernimmt der Lizenzgeber für eventuelle Folgeschäden aus der

Benutzung des SOFTWAREPRODUKTS keine Gewährleistung.

Nebenabreden und Ergänzungen bedürfen der Schriftform.

Erfüllungsort und Gerichtsstand sind Düsseldorf.

Datum

Lizenzgeber

Unterschrift

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