Berliner Leben: Zeitschrift für Schönheit und Kunst

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Berliner Leben: Zeitschrift für Schönheit und Kunst

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geliefertes «Herrellzimmer im Barockstil » und führen heute unseren Lesern eine von der oo firmä J. Oroschkus an denselben Herrn gelieferte Speisezimmer-Einrichtung

vor, die, wie wir hören, gleichfalls in Süd-Afrika ungeteilten Beifall gefunden hat.


Mme. Sarab Bernbardt

PARIS

schr ieb mir:

Herr Leichnc rl Ich bin sehr g lückliCh,

[bnen fOr I. hre bewundernswert n

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zu können .

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1

Die Sektflasche.

B e rlin e r S ki zze vo n Dorn Duncker.

An einem grauen, regnerisch en Nachmittag kurz

vor O stern hielt ein H andwagen mit ein em magern,

schmutzig braun en Ziehhund bespannt vo r einem zum

Abbruch bestimmten Hause des südwestlichen Berlins.

All e anderen Parteien hatten das baufällige Haus mit

d em abbröckelnden Putz, dessen Scheiben blind,

schmutzig und zersprungen in den g rauen Tag hinaussahen,

lä ngst verlassen.

Eine Schaar Neug ieriger hatte sich um d en H andwagen

gesammelt. Man war begierig zu sehen, was

d er alte, morsche Kasten noch herzugeben hatte.

Na ch einer W eil e, d er Regen war in zwisch en stä rker

gewo rd en, ka m aus d em langen dunklen T orweg vo m

Hinterhause her ein Mann mit ein em Packen Betten,

e in em dreibeinigen W aschgestell und ein e r Ki ste; ein

zweiter mit einer flach en Kl eid erl ade und ein em Zuber,

in dem drei Töpfe mit spill erigen g rünen Pflanzen

übereinand er lagen, folgte ihm. Hinter diesen beid en

trippelte ein kl eines, vertrockn etes W eibchen. Grauw

eisse Haarsträ hn en hingen ihr aus dem braun en

Wolltuch, das sie um den Ko pf g eschlungen trug, bis

über di e müden, traurigen Augen. In d er rechten

H and trug sie ein Vogelbauer mit einem Kanarienvogel,

d er ä ngstlich mit den Flügeln schlu g und laut

piepste, in der and eren H and hatte si e ein en Kl eiderriegel

, ein en verbeulten W asserkessel, ein en Besen und

e ine alte Schuhbürste o hn e Bo rsten. Den linken Arll1

hielt s ie unter dem schwa rzen Schultertuch eng und

vors ichtig an d en Leib gedrückt, als ob sich etwas sehr

kostbares hinter dem Tuch verbörge, das um ke inen

Preis Schad en leid en dürfe.

Die Neugier der meisten Umstehenden wa rbefriedigt.

Endlich war d er letzte Be wohner aus dem alten Kasten

heraus, der solange ein Schimpf für die G egend gew

esen w ar. G leich nach O stern würde man die Baracke

niederreissen und ein e neue Mi etskasern e hinbauen.

Es war di e höchste Z eit gewesen.

Nur ein kl ein er Trupp herumlungernder Strassenjungen

blieb zurück und begleitete das Aufpacken der

a rm seligen H abe mi t nicht zu ermüdend er Spottlust.

O hn e ein e Miene zu verziehen, hö rte di e alte f rau

Rober! Steidl

als spani sche Tänze rin in der Operctten-Novitiit des Apollotheaters

"Das Veil chenm äclel"

von Professor Josef liclhn esberger.

di e boshaft en Beme rkungen mit an, mit d enen der

letzte elend e Rest ihres Besitztums ko mmentiert wurde.

D er trübe und bittere Verlauf ihres Lebensabends hatte

sie stumpf gemacht gegen Bosheit und G rausamke it.

Ihre Aufmerksamkeit teilte sich zwischen den Be tten,

die d er immer stärker nied ergehende Regen zu d urchnässen

drohte und dem geheimnisvoll en Gegenstand

unter ihre m linken O bera rm .

Bis auf das Vogelbauer w ar d ie Habe aufgepackt.

Der ein e der Männ er w ar gerade bemüht, das Drahtgestell

zwischen di e Lade und den Zuber festzu kl emmen.

Das arme Tierchen hatte sich vor dem Regen in die

Ecke geduckt und piepste ängstlich fo rt. Einer d er

Jungen tippte die Alte auf die Schulter und sagte nicht

ohn e Gutmütigkeit : »Na Madamken, Se w er' n Ihr'n

Piepmatz doch ni ch in so' n Kl atschregen spazieren

fahren lassen, ohn e wat d rum und dran, das verträgt

so'n Kanallienvieh nieh. Hängen Si e ' m man Ihre

fein e Mantille um, Ihn ' wer'n EI e Federn dabei ni ch

nass wer'n.» Und ohne ein e Antwort abzu warten,

zog der Bengel der Alten d as schwarze Tuch von den

Schultern und wollte es über das Bauer hängen, als

eine schreiende, brüllende Lachsalve seine Bewegung

aufhielt. Das Geheimnis unter der linken Achsel der

Alten hatte sich enthüllt: ein e leere, d ickbäuchig e

Sektflasch e reckte ihren goldnen H als nackt und hilflos

in d en g rauen, klatschenden Reg en.

Die Jungens brüllten und lachte n durchein ander

lind tanzten wie ein e Schaar verrückter Derwische um

di e Alte herum , di e d ie Flasche mit beiden Händen

umklam mert hi elt, w ie ein H ei li gtum, das sie vo r rohen

Angriffen schützen müsse.

»Nu wird's T a ch, Mutterchen sauft Sekt!«

»Siehste, wie d e biste, oll e Kiste !«

»Mir ooch'en D roppen Schl ampagner, Sie obere

Zehn tausend Si e! «

»Mö ch ste ni c h ~ möchste nich mit mi r jehn « sang

ein kleiner. frecher Knirps dazwischen und streckte seine

schmieri ge H and nach der Flasch e aus.

Z u Tode geängstigt, mit T ränen in den Au gen

stand di e Alte da, die Secktflasche fe st a n d ie Brust

gepresst. Hilflos sah sie um sich , ob niemand sich

ihrer erbarm e. Aber die Passanten g in gen lachend

vorü ber, ohne sich aufz uh alten, und di e Mä nn er

schn allten di e G urte über dem Gerät auf d em Handwag

en fest, ohn e sich u m das sch reiende kleine G e­

sindel zu kü mmern. Jetzt w aren sie fertig. Mit ihren

krä ftigen Ell enbogen stiessen sie rücksichtslos die

johl end e Rotte beiseite.

»Na nu los d avor«, sagte der g rössere, d er d ie

Betten getrag en hatte un d gab dem struppigen Hunde

ein en aufmuntern den Klaps, . Los Karo«.

Das m :1 gere T ier setzte sich mühselig in Bewegun g.


2

Der kleinere der Männer schob von hinten an, bis die

Fuhre in Gang kam, dann ging er seiner Wege, dem

andern den Namen einer Kaffeeklappe zurufend, in

der sie sich später wiederfinden wollten.

Der Weg war nicht weit, über die Hallesehe Torbrücke

in eine der stillen Strassen nahe den Begräbnisplätzen.

Da stand von altersher ein Altweiberstift

mitten in einem grossen Garten. An seinen Mauern

verhallte der Lärm des Tages, sein rastloses Treiben

und Jagen, seine bunte wirbelnde Lust, sein herzbrechendes

Weinen, sein rohes Lachen.

Ein Seufzer der Erleichterung kam über die Lippen

der alten Frau. Die Sektflasche in die Falten ihres

verschlissenen Kleides gewickelt, betrat sie aas Stift

und meldete sich beim Pförtner. Der sah kopfschüttelnd

auf die kleine zerbrochene Gestalt und brummelte Unverständliches

in seinen stattlichen Schnauzbart, das

ungefähr h~issen mochte: na, die wird uns hier nicht

lange den Platz fortnehmen.

• Numero 53«, sagte er dann, . zweiter Stock links.«

Als der Pförtner bemerkte, dass die alte Frau sich

unschlüssig nach dem Hundewagen umsah, der vor

der offengebliebenen Tür hielt, nickte er ihr gutmütig zu.

. Gehn Sie man Frauchen und machen Sie sichs ein

bischen bequem. Ich werd' Ihnen Ihren Kram schon

raufbesorgen.«

Die Alte sah den grossen Mann mit dem Schnauzbart

verwundert an. Dass jemand freundlich mit ihr

sprach, war ihr ganz etwas neues, lange nicht mehr

gewohntes.

Sie dankte höflich und fügte hinzu: • Was der Mann

zu bekommen hat, ist ihm schon bezahl!.«

Dann stieg sie langsam, mit gebeugtem Rücken,

die Sektflasche sorgfältig in den Falten ihres Kleides

eingewickelt, die weissgescheuerte Treppe hinauf. Bis

zum zweiten Stock war sie niemandem begegnet. Da

traf sie auf ein junges Ding, das mit einer Wärmkruke

und einer dampfenden Kanne an ihr vorüber stürmte.

Als sie die Alte überholt hatte, drehte sie sich noch

einmal um.

»Wir haben eine Kranke hier oben auf 54, die uns

eine schreckliche Wirtschaft macht. Zweimal am Tage

kommt der Doktor.« Dann fasste das junge Mädchen

die alte Frau näher ins Auge. . Ach Sie sind die Neue,

die heute erwartet wird! Da wo die Tür offen steht,

ist Ihr Zimmer, gegenüber von der Kranken. Machen

Sie man recht schnell Ordnung bei sich, Mutterehen.

Wenn der Inspektor nachher raufkommt und findet

schon alles an seinem Platz, haben Sie'n Stein bei

ihm im Brett. «

Die alte frau nickte der jungen Ralgeberin freundlich

zu. Zum Sprechen war sie beim Treppensteigen zu

sehr ausser Atem gekommen. Dann schritt sie durch

die offenstehende Tür in das Zimmer, in dem sie voraussichtlich

ihre mühsalbeladenen Tage beschliessen

sollte.

Es war eng und schmal und dürftig ausgestattet,

aber es sah nach dem Garten, auf Bäume, die nun

grünen würden, und der Lärm der Strasse drang nur

wie ein fernes, dumpfes Rauschen zu dem stillen

Gemach empor.

Die Alte liess sich einen Augenblick auf den einzigen

Stuhl sinken, der unter einen kleinen viereckige,n Tisch

geschoben stand und sah sich im Zimmer um: Ein

Bettgestell ohne Betten, eine Kommode neben dem

fenster, Tisch und Stuhl, ein Kleiderhaken in der Tür,

das war alles. Etwas wie ein erinnerndes, schmerzliches

Lächeln ging über das faltige Gesicht der alten frau.

Vor der Tür wurden schwere Tritte laut. Da. raffte

sie sich auf, wickelte die Sektflasche zärtlich aus dem

Kleide und stell te sie auf die Kommode, den Gardinenzipfel

sorgsam darüber schlagend.

Der Pförtner und der liausknecht - die beiden

einzigen männlichen Bewohner des Stifts, der Inspektor

wohnte drüben in einem Gartenhäuschen - brachten

Betten, Lade, Hausgerät, den Vogel und die spillerigen

Pflanzen. Der gutmütige Schnauzbart half die schweren

Stücke so gut als tunIich unterzubringen.

Sobald die Alte wieder allein war, machte sie sich

daran die Kammer aufzuräumen. Wirklich sah es nach

einer Stunde wohnlich und beinah zierlich darin aus:

die Pflanzen auf dem fensterbrett, der Vogel auf der

Kommode, die Gardinen nett zurechtgezupft, das Waschgestell

mit sauberem Geschirr gefüllt, Zuber, Kiste

und Wasserkessel von der altertümlichen Kleiderlade

geschickt verdeckt. Auf dem Tisch brannte die kleine

Petroleumlampe, die der Pförtner mit heraufgebracht

hatte. Ihr Strahl Iiess den goldenen Hals der Sektflasche

aufleuchten, die jetzt unverhüllt als Zierstück

neben dem Vogelbauer auf der Kommode stand.

Es klopfte an der Tür. Ohne das schwache Herein

der frau abzuwarten, trat der Inspektor, ein kleiner

Mann mit grauem Spitzbart und raschen lebhaften

Bewegungen, ein.

. Ei, ei, sieh, sieh. - er entfaltete einen kleinen

Zettel, den er zusammengekni.illt in der Hand hielt

und blickte rasch hinein - »Frau Winkler, hier sieht

es ja schon sehr manierlich aus, das hab' ich gern.

Nun, wie fühlen sie sich bei uns?

Die Alte hatte dem Inspektor den einzigen Stuhl

hingeschoben und sich selbst auf den Bettrand gesetzt.

»Danke der Nachfrage, Herr In spektor. Es ist

schön still hier bei Ihnen, eine wahre Wohltat nach

dem schrecklichen Lärm da draussen.<

Der kleine bewegliche Mann sah die Frau verwundert

an. Ihr Organ, Ihre Sprechweise, ihre ganze Art sich

zu geben, war himmelweit verschieden 'von dem Gebahrrn,

der übrigen alten Weiber, die hier im Stift

ihre letzte Zuflucht suchten.

Beinahe ein wenig verlegen musterte er die feine

g'ebrechliche Gestalt und sah, weil er für den Augenblick

nicht recht wusste, was er sagen sollte, noch

einmal über das Zimmer hin, Sein lebhafter Blick

fiel auf die Sektflasche. Halb erstaunt, halb lachend

fragte er: «Ei sieh da, schon Einzug gefeiert, Frau

Winkler? Und wie's scheint, mit keiner schl echten

Marke. «

Er streckte die J-Iand nach der Sektflasche aus, die

von seinem Sitz bequem zu erreichen war. Vom Bett

her kam ein schwacher, weher Laut.

»Wahrhaftig, Pommery Greno, 10 Mark die flasche.

frauchen, Frauchen, was sind das für Geschichten!«

Erst jetzt wieder sah er sich nach der Alten um,

die auf dem Bettrand sass und weinte, weinte, wie

nur das Alter weint, mit langsamen, schwer tropfenden

Zähren.

Der Inspektor stand auf und klopfte sie gutmütig

auf die Schulter.

»Nu nu ich habs ja nicht bös gej11e int. Jedenfalls

ein Geschenk, Frau Winkler. Warum sollten Sie sich

nicht daraus stärken? Ein guter Tropfen schadet

keinen Menschen was.'

Die Alte schüttelte den Kopf und fuhr mit dem dritien

Finger der linken Hand ein paarmal über die tränenden

Augen.

. Ich hab heut schon viel Bittres um sie erduldet

und doch kann ich mich nicht von ihr trennen .•

Der Inspektor wusste nicht recht, was er dazu

sagen sollte. Aber die Alte enthob ihn der Antwort,

indem sie scheinbar unvermittelt fragte.

. Haben Sie Kinder, Herr Inspektor!«

Der kleine Mann lächelte stolz.

»Na ob! Einen Jungen bei der kaiserlichen Marine

und einen im Steueramt. Und ein Mädel, das auch

nicht von Pappe ist, das hilft Muttern drüben im

Haus. Alle gut geraten.«

Ueber das Gesicht der Alten zuckte es; sie zerdrückte

eine neu aufsteigende Träne.

»Ich hatte auch ein Kind, Herr Inspektor, einen

Jungen, unsern Stolz und unsere freude. Mein Mann,

der hat ihn studieren lassen und w ir durften uns das

schon erlauben, denn mein Mann hatte sein gutes

Auskommen und war ein honoriger Mensch. Das

sehen Sie mir nicht mehr an Herr Inspektor, dass ich

mal ei ne hübsch eingerichtete Wohnung von fünf

Zimmern und einen Dienstboten gehabt habe?!«

Sie lächelte schmerzlich und fuhr dann fort ohne

eine Antwort abzuwarten.

. Mein Mann starb ganz plötzlich, noch ehe der

Junge mit dem Studium fertig war. Es war vieles

anders und nicht besser geworden, aber so viel blieb

mir doch, um dem Jungen weiter zu helfen; er war

ja mein Stolz und mein ganzes Glück. Anfangs nach

Vaters Tode war er denn auch fleissig bei der Arbeit

und bescheiden und anspruchslos. Oft sagte er mir:

. Wenn ich erst meinen Doktor gemacht habe, sollst

du keine Sorgen mehr haben, Mutterchen.«

Dann - die frau sprach noch leiser als zuvorwurde

auch das anders. Er zog von mir fort und ging

mich immer häufiger um Geld an und immer schwerer

wurde es mir zu beschaffen, bis denn am Ende ein

Stück nach dem andern ins Leihhaus wanderte. Er

aber blieb guten Muts, lachte und meinte, wenn nur

erst das Examen vorüber sei, sollt' ich mal sehn.

Und ich küsste ihn und glaubte ihm und kein Opfer

war mir zu schwer. Dann eines Tages kam er und


3

sagte mir geheimnisvoll: , Uebermorgen ist der grosse

Tag und ganz allein mit Dir will ich ihn f.eiern, mein

altes Mutterehen.«

Kein Mensch war froher als ich. Nachdem er gegangen

war lief ich rasch die vier Treppen herunter

und kaufte die flasche Sekt, für die ich schon monatelang

Groschen auf Groschen zurückgelegt hatte. Und

allerlei andres noch holte ich herbei, was er gern ass

und trank und Nachmittags hat ich mir eine Spazierfah

rt ausgedacht; es sollte ein rechter festtag werden!

früher als ich ihn erwartet hatte kam er an, blass

im Gesicht, mit schwarzen Rändern um die Augen,

und einem Ausdruck, den ich nicht begriff. Zuerst

erschrak ich, dann sagte ich mir, das kommt wohl von

der Arbeit und der Aufregung und muss mit in Kauf

genommen werden. Ich streichelte ihm das schöne

volle Haar und fragte ihn: . Alles vorüber mein

Junge?« »Alles vorüber ja" sagte cr dumpf, mit seltsamer

Betonung.

Ein plötzlicher Gedanke kam mir: .Du hast doch

nicht Pech gehabt?« Er lachte laut heraus. . Ich

Pech ? Wo denkst Du hin? Ich hab' nur Glück im

Leben.« Und dabei lachte er noch einmal auf, so

recht bitter und schneidend, dass mir's durch die Seele

ging. . Aber hundehin bin ich Mutter und was zu

trinken möcht ich haben.'

Da schlich ich in die Küche und holte den

Pommery aus der Wasserleitung.

• Wie wärs denn mit dem da? fragte ich, auf ein

besseres Lachen wartend. Er aber wendete sich ab,

fährt sich mit der Hand über die Augen, dreht sich

.dann wieder um und küsst mich, wie er mich nicht

geküsst hat, seit er ein kleiner Bengel mit Kniehosen

gewesen ist. Dann schneidet er Bindfaden und Draht

von der flasche herunter, dass der Stöpsel bis an die

niedere Stubendecke fliegt, und stürzt den Sekt hinunter

ein Glas nach dem andern fast ohne zu sprechen,

nur ansehen tut er mich dabei mit merkwürdigen

Augen, bald verzweifelt, bald als ob er mir was abzubitten

hätte.

Ich beschwöre ihn das unsinnige Trinken zu lassen,

wir wollen essen und ein bischen spazieren fahren,

·er hörte gar nicht auf mich. Er sieht mich nur immer

an, und drängte mich am Ende ein Glas mitzutrinken.

Wir stossen an, dann schenkt er den Rest der f lasche

aus und nimmt mich in die Arme.

• Ich muss fort, ich hab' noch einen Weg vor, Mutter.»

. Aber du kommst bald wieder mein Junge? frag

ich ihn Todesangst im Herzen.

Er antwortete nicht und stürzt davon. Ich hab

ihn niemals wiedergesehn. Ich weiss nicht lebt er,

oder ist er tot. «

Der In spektor trat zu der Alten und streichelt ihr

unbeholfen den müden, gebeugten Rücken: »Arme

frau, arme frau.«

Sie nickte stumm und tränenlos. Nach ein paar

Tagen kam ein fremder zu mir, einer der es gut mit

meinem Jungen gemeint haben mochte. Der sagte

.l11ir, es sei schon lange mit ihm bergab gegangen.

Er sei in schlechte Gesellschaft in Spiel- und Wechselschulden

geraten. Seit einem Jahr und länger habe

er kein Buch mehr angesehn. Von dem Examen habe

er nur gesprochen, um mich zu beruhigen, habe wohl

auch gehofft, er käme noch mal dazu. Die Stunde

dafür habe er genannt, weil er gewusst, es sei die

letzte, die er in Berlin habe zubringen dürfen. Sie

sind ihm auf den fersen gewesen. Er selbst habe

ihm den Rat gegeben, über den grossen Teich zu

gehn, vielleicht, dass er sich jenseits des grossen

Wassers noch mal auf sich besönne. 1

Er hat sich nicht besonnen. Einmal hat er irgendwo

krank gelegen,' wo - weiss ich nicht, es kann in

Asien gewesen sein; durch ein Mädchen hat er mir

schreiben lassen. Da hab ich das letzte, was ich besass

zu Gelde gemacht, eine Antwort ist nie gekommen .•

Die Alte machte eine kleine Pause und lächelte

trübe vor sich hin .

. lch kann ihm nicht böse sein, wenn er mich auch

bis hierher gebracht hat, und wenn es auch sündhaft

ist, ich kann nun mal nicht dafür, lieb haben tu ich

ihn doch. Und das letzte da, was er vor meinen

Augen in seinen lieben Händen gehalten, das letzte

von mir, was ihm Labung gebracht, ihm vielleicht

seinen schweren Entschluss leichter gemacht hat, das

soll mir niemand nehmen, und niemand verlachen.«

Zärtlich hing das Auge der alten frau an dem

goldenen Hals der Sektflasche, bis Tränen ihr aufs

neue den Blick verdunkelten.

Grand -Cocotte.

(Nachdruck verboten.)

In dem hastigen Gedränge des Strassenlebens hält

vor KranzIer ei n elegantes Coupe. Sie steigt aus.

Die elegante Herbsttoillette schmiegt sich in schönen

Linien an die graziöse Gestalt. Ebe kostbare Pelzboa

schützt den schneeweissen Hals vor der rauhen Herbstluft.

Das üppige rote Haar wird von einem chicken

Hut gekrönt. Stolz und feurig blitzen ein paar Glutaugen

unter dem violetten Schleier. Die Lippen umspielt

ein sinnbetörendes Lächeln. Selbst ihr Gang

hat etwas Bezauberndes, Wollüstiges; die Art wie sie

ihr Kleid rafft zeigt Selbstbewusstsein, Koketterie.

Aller Augen sind auf sie gerichtet, Jeder spricht

von ihr.

. Ein gottvolles Weib« sagt der Lebemann und

klemmt sein Monokel ein.

»Wie einfach und doch wie elegant. meint der

Ehekrüppel, weicht ihr vorsichtig aus; bleibt an der

Ecke stehen und sieht sich noch einmal mit einem

tiefen Seufzer um.

»Ihre linke Hüfte ist ausgestopft, das Haar gefärbt,

Augenbrauen und Gesicht geschminkt« denkt eine vorübergehende

junge Ehefrau im stolzen Bewusstsein

ihrer Ehrbarkeit.

»Wie viel Männer hat diese Schlange schon ruiniert,

wie viel friedliches Familienglück zerstört« flüstert die

alte Jungfer ihrer Begleiterin zu. »Ich selbst weiss

einen fall .............« und der Klatsch nimmt

sein en Lauf.

. Die kann sich leicht einen Mann verschaffen»

monologisiert ein junger Backfisch und betrachtet sie

genau, um sich den Schnitt ihres Kleides die Grazie

ihres Ganges fest einzuprägen.

Der Strassenkehrer murmelt ingrimmig in seine.n

Bart: »Von dem Geld was bloss ihr Hut kostet, könnte

ich meine familie ein ganzes Monat lang ernähren.«

Auch ein Boheme erblickt sie. Wie von einer

magischen Gewalt angezogen versenkt sich sein Blick

in ihre Augen. Auch sie hat ihn bemerkt. Einen

Moment stutzt sie, dann bHtzt es verständnissvoll in

ihren Augen auf.

Und er eilt in seine Mansarde, im Herzen die

ganzen Wonnen eines neu erwachten frühlings.

Oskar 1'011

Schön/eid.


4

Unsere Bilder.

Zeitweise wirft die Frühlingssonue schon ihre trahlen

auf das lläu~erkonglomerat der Metropole, aber deI' Winterstrom

des Berliner Lebens ranscht noch in seinen alten

Formen weiter. Noch ist nicht die .eine" Schwalbe da,

die den ommer machen könnte und unsere l'eiselu tigen

Patrizier ziehen noch nicht in die Feme. So wie bishel'

der konvexe Wellenschlag des gesellschaftlichen Lebens, der

Theateramüsements, der five 0 clocks, deI' industriellen, sozialen

lind wissenschaftlichen Betätigung und so wie bisher

die konkave Wellenform des Dahinsterbens, des Todes ...

Ein piegelbild dieser Variationen ist unsel'e Märzllllmmer.

ie führt uns mit dem ersten Bilde die inkarnierte

Lebenslust vor. Robert teidl! Die flotte, melodienreiche

Operette .Das Veilchenm~idel" beherrscht seit einiger

Zeit das Repertoire des Apol lotheaters und prismenartig

konzentriert sich in Robert Steidl's Darstellung, der das

Tanzbein einer spar..ischen Tänzerin schwingt, der ergötzliche

Uebermut und der lachende Farbenreichtum der

Komöd ie, - Von dem schmalen Podium der Bretter begeben

wir uns alU das alles umfassende Terrain der Philosophie

uud wir hegrüssen die chriflstelJerin Ellen Key , die

vor wenigen ';V ocben als gefeierter Gast in unseren Mauern

weilte. Den bedentenden Ruf, welcher der Philosoph in

durch ihre die tiefsten Probleme der sozialen Erscheinungen

behandelnden, in gemeinverständige, künslleriscl1e Formen

gefa sten vVerke voransging, war die Dame trotz oder vielleicht

gerade infolge ihres schlichten ' ,Vesens im Stande,

zu befestigen und zu erhöben, - Auf Seite 5 bietet das

Berliner Leben diesmal gleicbzeitig den Kunstfreunden und

deu Freundinnen der Bühne ein Vergnügen, das Heim beliebter

Bübnengrössen vorfübrend. Die Angen der preeuacktische

werden luchten, lto omme rstorff, den

letzten "klassischen" Darsteller, A lb ert Patry, den vorzüglichen

Interpreten moderner Darstellnngskunst in ihrer

Hänslichkeit sehen zu dürfen und die Kunstfrennde kommen

insofern auf ihre Kosten, als sie in Frau. ommerstorff uud

Frau Patry nicht nur h ünsllerfrauen, sondern anch 5elbst

die b dentenden künstlerischen PerSÖlllichkeiten, Frau

"Ges s ne r" llnd Frau " Rei se n hof er" kennen lernen. -

Engverwandt mit iler pla tiscben Darstellungskunst ist e1 ie

Architektonik; die Tendenzen beidel' Kunstartcn unbeschadet

des verschiedenartigeu Materials nähern sich besonders

daun, wenn sie in unserem .Inn eren Illusionen transcendentaler

latur auslösen, paralysieren oder kräftigen wollen.

Dann schreibt der Dicbter eiuen Fallst und der Baumeister

baut eine Kircbe. Mit der Fertigstellung des neuen Domes

unter den Linden ist Ber1in um ein gewaltiges Kunstwerk

bereichert und der Idee des Evangelinm~ ist ein herrliches

Dcukmal gesetzt worden. Die drei Baumeister, welche ihre

gTosse cbaffenskraft zu einem 'Werke vereinten, sind der

Geheime Regierungsrat Ilr. lng, Professor J. . Raschdorff,

Ober-Regierungsrat Prdessor . Raschdorff und

KönigL Baurat J. Kleinau, Geheimer Regierungsrat

J. C. Raschdorff halte die berleitung, Professor

• Raschdodf stand der Abteilung I für die Bearbeitung

der baukünstlerischen Entwürfe, Modelle und dergl.

vor, die Abteilung II für die spezielle Leitung der Bauausführung,

die gesamte Geschäftsführung und das

Rechnungswesen leitete der Baurat J. K leinau. - Wir

gedeuken auf dieser ISeite auch der uns in jüngster Zeit

durch den Tod entrissenen, verdienstvollen Männer. Schon

in der vorigen N ummer des Berliner Lebens balten wir

Gelegenheit gehabt, von der Bedeutung unserer Feuerwehr

zu sprechen, auch das S~h lussbi1d in dieser ummer

.Unsere Feuerwehr TI", auf dem wir die Mannscha(ten

bei der Uebung sehen, mit .Sprungtuch" und "Raucbhelm"

operierend, gibt uns eine Vorstellung von dem idealen, aber

au ch so schweren und verantwortungsvollen Berufe der

Feuerwebr, allein zm rechten Erkenntnis ihrer Bedeutung

gelangeu wu' erst, wenn wir das Lebenswerk des nl1nmebl'

vel'stol'benen Branddirektors Giersberg würdigen.

Denn desse.n Lebenswerk ist eben die Berliner Feuerwehr,

wie sie heute ist. Als er in der Eigenschaft eines Branddirektors

nach Berlin berufen wurde, ging er mit grös~tem

Eifer an durchgreifende Reformen. Unter seiner Leitnng

will'e1en sämtliche Löscbzüge mit Dampfspritzen versehen,

um den Ausbau der Feuerwehrwachen machte er sich verdient,

einen zweckdienlichen Rauchschutzapparat erfand

er selbst und führte ihn ein. Als Verwaltnngsbeamter entfalte!e

er eine fast ungewöhnliche Arbeitskraft.

Erst wenige Jahre sind es ber, dass .Gustav v. Moser"

sich in ein besseres Jenseits zurückgezogen und nun ist ibm

als treu er Compagnon in verhältnismässig jungen Jabren

der produktive und erfolgreiche Lustspieldichter T hil o

v. Trotha in den Tod gefolgt. rsprünglich Militiir,

quittierte er dea Dienst, um sich der schriftstellerischen

Tätigkeit zu widmen. Der Lustspieldichter batte ein en guten

Blick [[ir humoristische Situationen des Mjjitär- und Horlebens.

Den Haupterfolg erzielte er mit seinem Lustspiel

.Horgunst." Trotha war als Menscb sehr beliebt und sein

Tod wird von allen, die ihn kannten, aufrichtig beklagt

und betrauert. - Eine hervqnagende Persönlichkeit im

Reiche der vVissenscbaft war Professor DL Ad olf B asti an,

Direktor des Museums Hit' Völkerknnde, dessen gelehrtes

Auge vor Kurzem erlcschen, dessen wissenscbaftlichen I e­

strebungen deI' Tod auf einer Forschungsreise ein Ziel

gesetzt. In diesem Gelebrten, der uoch im 79, Jahre kein

.olium Cllln digeitate" kannte, verliert die deutsche Wissenschaft

einen ihrer hervorragendsten Vertreter, . einen Bemühungen,

auch die geringsten Kulturdenkmale lebender

oder ausgestorbener Völker zu sammeln, verdanken wir die

Mu e en für Völkerkunde. Nun ist e~' dahingegangen - au

deI' Heimat - in den Tod, möge il.m, tief betnuert von

seinen Mitbürgern, die fremde Erde leicht werden. - Heinrich

Heine sagt: .Ein anderes Bild ein neues Bild - ein neues

Bild ein schön'res!" Und man wird dem t1llgezogenen Liebhaber

der Grazien cum grano salis I{echt geben müssen,

da wir uns den schmerzlichen Betrachtungen über To I und

Vergängli chkeit abwenden und dem Festmahle der fröhlich

gestimmten Liebhabern llnd Freunden der Grazien zu, die

sich zum 60 jährigen Jubil ä um der Offizier-Tischgesellschaft

im Römischen Hof zusammengefunden

haben. 60 JahreJ Liegen zwischen dem Gründungstag

dieser Gesellscbaft und ihrem J ubiläum nicht der Krieg von

G6 - von 70 ? icht Leiden, Strapazen, bei denen in heissen

Tagen draussen im Felde der Trunk aus bohler I-land und

die vertrocknete Rinde mundete ? Was Wunder, wenn jetzt

beim funkelnden Glase die Augen leuchten und hoffnungsfroh

die dem .Mars" Geweihten der Zukullft entgegenscbauen?

- Licht und Fröhlichkeit strahlt auch der Bildercyklus

aus, der uns das Ballfest des Vereins der

Künstlerinnen und das Kinder-BaUfest der .Bösen­

Buben" in seinen charakteristiscbsten cenen und)nteressantesten

Momenten festhält illld versinnbildlich l. Uuter den

vielen bekannten Persönlichkeiten fällt besonders der Violinvirtuose

Pr'ofessor Heinl'ich Grünfeld und der Hofkapellmeister

Richard Stl'auss ins Auge, Den Preis als

.echter böser Bube" hat sicher am:FestabendHeu S i. gis m un d

mit dem Fähnchen davongetragen. - "Ziehet Euere Sehube

aus, denn der Boden, den Ihr betretet, ist heilig I" An

diese biblischen Worte müssen wir in unserem um das

goldene Kalb tanzenden Zeitalter denken, wenn wir den

photographischen Aufnabmen .Aus deI' Reichsbank"

unsere Aufmerksamkeit schenken. Und besonders das letZI e

Bild, die .Zählkasse" wird unserer stummen Bewnnderung'

sicher sein. .Dreissig Millionen" Mal'k auf einem Tische -!

Wie viel seidene Jupons könnte sich nicbt die junge Berlinerin

dafür kaufen und der avalicr ihr wie viel echte Taits'sche

Fingerringe das llick a 2 Mk. - Das Teilprogramm eines

vornebmen FeJtes, das auf Veranlassung der deutschen

Adclsgenossenscbafl zur utersliltzung bedürftiger Witwen

und Waisen gebildeter Stände im Kroll'schen Etablissement

arrangiert worden war, bildeten die "secbs lebenden

Bil der", welche die bier photograpbi~cb wiedergegebenen, von

.0 e tken" gemaltenMosaiken ans der Kemenate der heiligen

Elisabe th von der Wartburg dar tellen. Von hohem

künstlerischen Reiz wu'kt!:11 ie und wie aus einer Märchenwelt

herausO'eschnitten. - Die Seite j 6 ist wieder den

Erinnerungen teils verstorbener, teils n ch lebender Bühnengrössell

geweiht. Wir sehen die berlihmte relinger,

die im Jabre 1865 mit Bürgers ,,4 Bretter und 4- Brettehen"

die Bretter vertauschte, welche die vVelt bedeuten,

wir sehell die bedeutende Mila Roeder und Lina Fuhr;

d r Charakterdarstelhlllgskullst "Friedd c h Haases", der

am 1 4. Ja Il U ar 1 D 0 6 das J ubiHi u m sei IJ es ersten Auflretcns

vor 60 Jahren in 'Weimar feiern kann und hoffen tlich

so rüslig wie heute fe iern wird, müssen wir beim Anblick

seiner herrlichen Köpfe gedenken und neben der berübmten

Ra mm bewundern wir die Gestallungsfähigkeit der Frau

Hedwi g N i ema nD Raabe, von der diese Bilder erzählen.

Leider ist die Künstlerin vor kurzem von einem scbweren

Nervenleiden heimgesucht worden. - ]'1 eine exo ti ~cbe

·timmullg versetze'l uns die farbenprächtig'en Gemälde des

bedeuteJl den Künstlers Max Rabes, dessen Atelier auf

Seile 15 photographisch wiedergegeben ist. chilIe, fremde

Meer, fremde Gestalten - und der Künstler selbst sitzt

sinnend wie entü'emdet dieser vVelt und wobnhaft mit seiner

Seele 'in anderen Regionen . . .

BeYlIsleill,Soltvcysky .


5

ffim rslorff und T eresin a Somm erstorff-Gess ner.

Albert Patry und Maria Patry-Reisenhofer.

Sf~=ia/au.flla//.1nel/ (111'S "Ber/iller Lebenv{l1/

Zauder & Lab/seil

BE RLTNER LEßEN


6

Geh. Reg.-Rat Dr. mg. Prof. J. c. Raschdorff.

Ob.-Reg.-Rat Prof. O. Raschdorff.

Kgl. Baurat J. KJeinaLl.

Kgl. Branddirektor E. Giersberg t.

Thilo von Trotha t.

Prof. Dr. .f\.clolf Bastian

Direktor des Museums für Völkerkunde t.

BERLINER LEBEN


7

Festessen ZUln 60 jährigen Jubiläum der Offizier-Ti chgesellschaft in1 RÖlnischen I-Iof (Hotel de Rom e).

Specialauflla!J. n/t fiirs "Ber/hler L ebet/·

von Zander 8: LabisclJ,

BERLINER LEBEN


Vr!. Emmy Schulz.

Frl. Eroa Offeney (Titania).

Fr!. Caspar. Fr!. Kühl als "Sage". lIumoristisches Trio.

0>1"11- )uarldt.

V 0111 B~llfest

Oberon : Frau

des Vereins tIer Künstlerinnen.

fieney-Hochstellet'.

Titania: F rl. Eroa Offeuey.

Orl:I(;"n,~Allff/n./llIIeJl, des

.·llcliel' E il/i! Sc/li-die!', Sj>andan.

BEI\ I.I:\ E1~

I. FI :E:\


9

Von1 Kinderball der Bösen Buben.

SPC:iOlflll/llalllllCII riirs "Be~/hteJ

VOll Zallder &- Lablsc//.

Lebelt"

BERLINER LEBEN


10

EIl'ektensaal des Kontors der Reichshank. Rechnungsrat Tobye. Geh. Bankrat Strahl. Ballkrat Wolf.

Der Direktor des Kontors der Reichshauptbank für ' iVertpapiere mit seinen beidcu Assistelltell.

Das Tl·cppellhalls.

T resor für Gollbarren.

BERLINER LEBEN

Aus de


11

Reichsbankhan ptkasse.

Gnlrlkasse.

Prlifun~sral1m

für alle Anträge.

Zählkasse der Reichsbank.

(Auf dem Tische liegen: ungefähr 30 Millionen Mark in Tau.endmarkscheillen).

Reichsbank

Spc:: ia/au./u.o!t1nen jiirs nBerliner L eben·

von Zander & Labisc/.

BERLINER LEBEN


12

- Die Mosaiken von =

August Oetken für die

Kemenate der heiligen

Elisabeth auf der Wartburg.

Von links ·nach rechts: Freifrau:.von Waogenheim geb. von Nostiz, Freiin von Wangeoheim,

PI·of. Paul Meyerheim, Lt. vou Diezelsky, Lt. von Pappenheim, Fratl Prof. E lisabeth von Hanscmaol1,

Lt. von Budritzki, Lt. von Brandenstein Ir.

\Verbung um die vierjährige Königstochter am ungarischen Königshofe zu Pressburg

durch die Gesandten des Landgrafen Hermann von Thüringen.

Von links nach rechts: Oblt. z. S. von Müller, Fr!. von Rauch, Fr!. Gerda von Siemens,

Freiin von olemacher-Antweiller, Freiin von Maltzan, Gräfin Maltzan, Lt.von Budritzki, Lt. von Perthes,

Fr!. von Scheffer, LI. von Neumann.

Demütigung der heiligen Elisabeth bei Niederlegung ihrer Krone am Altare.

\' ou links nach rechts: Frau von Betbmann-Hollweg geb. Gräfin Harrach, Günther von Siemens,

Fr!. von Wesendonck, Fr!. von Roeder, Fl"l. von Stumm.

Elisabeth mit ihren Frauen beim Spinnen in der Kemenate.

BERLINER LEBE T


13

BERLINER LEBEN

== Gestellt in lebenden =

Bildern auf dem Fest

zum Besten "Bedürftiger

Witwen und Waisen g -

bildeter Stände" bei Kroll

Von links nach rechts : Fr!. von Graevenitz, Frl. von Bonschoeweden, Comtcsse Monts,

Frau von Betbmann-Hollweg, Oblt. z. S. von Müller, Lt. von Brandenstein IV, Lt. von Neumann,

Architekt Hentschel, Lt. von Brandenstein II.

Das Rosenwunder der heiligen Elisabeth.

Von links nach rechts: Architekt Hentschel, Lt. von Brandenstein Hr, Lt. Frhr. von Wangenheirn,

Ll. von Brandenstein IV, PI·Of. Albert Hertel, Oblt. von Müller, Lt. von eumann, Lt. von Budritzki,

Lt. von Perthes, Lt. von Diezelsky, Lt. von Pappenheim.

Meerfabrt des Landgrafen Hermann von Thüringen im Gefolge Kai er Friedrichs lI.

von Brindisium nach dem heiligen Lande im Jahre 1227.

Von links nach rechts: Frl. W edekind, Fr!. Wedekind, Fr!. von Werner, Herr von Werner,

Lt. Frh. von Wangenheim, Lt. von Neumann, Frau von Bethmann-Hollweg, Fr!. von Bonschoewedeu,

Günther von Siemens.

Vertreibung der heiligen Elisabeth von der Wartburg durch ihren Schwager,

dem Landgrafen Heinrich von Thüringen.

Spe::ialauJ1laI11I1en ('In s nBerliner L ebul!'

VOlt Zallder Sc Labisc;'


14

Sprungtuch.

Rauchhelm vor! ,

Uehungsbühn e dcr Berliner Feuerwehr 1.

-

Uebungsl übne der Berliner Feuerwehr TI.

BERLINER LEBE:'\

Unsere Feuerwehr 11.

P/wlog'ynpl, isc!,e A II( lIlll, IllCIl

des I(e'/, Rralldmeisler s RlieselJer.


1;)

Max Rabes In seInen1 Atelier.

Spe.=ia/aujllaIl111.t riirs .. Ht'rli'1ur uoen"

V01/. Zal/der IK Lab/seit

ß ~ L{LlNER LEBEN


.LV

Augllste reling·er. Auguste Crel inger. Mila Roeder. L illa Fuhr ill "Auna-Liese" .

Friedrich Haa 'e in »Die beiden Klingsbel·g". F rieili'ich Haase als . romwelJ". Fried rich Haase in »Königsleutnallt". Ernil IIermann Karlowa.

Mathilde Ramm als "Herzogin in der Fremde". lIedwig Niemann-Raabe. IIedwig Niemanu-Raabe. IIedwig Niemann-Raabe

in "K ieselack und seine Nicble ,'om Ball l" .

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