Lean-Management - Verband Druck und Medien Bayern eV

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Lean-Management - Verband Druck und Medien Bayern eV

04.2013 | WWW.VDMB.DE

LEAN-MANAGEMENT FÜR KMU

Das Prinzip Business Excellence

FÜR PRINT GANZ VORNE DABEI

VDMB auf dem CSU-Parteitag

QUALITÄTSMANAGEMENT DRUCK

Mayr Miesbach zieht Bilanz

UNTERNEHMENSPORTRAIT

Ortmaier-Druck GmbH


Die ganze Vermögensanlage

unter einem Dach

Klaus Matthiessen

Deutsche Bank AG

Deutsche Asset & Wealth Management

Promenadeplatz 15, 80333 München

Telefon +49 89 2390-1028

E-Mail klaus.matthiessen@db.com


Editorial

für den VDMB stand das Jahr 2013 ganz im Zeichen von Veränderung:

Zeitgemäßes Corporate Design, neue strategische Ausrichtung, verstärkte

Lobbyarbeit, geschärftes politisches Profil, relevantes Branchenmarketing,

neue Veranstaltungsformate und Dienstleistungen – zudem ein kontinuierlicher

und nachhaltiger Dialog mit Mitgliedschaft, Politik und Medien.

Viele dieser Aktivitäten Ihres Verbands sind auch in dieser vierten und

letzten Ausgabe des „Kompass“ für dieses Jahr dokumentiert.

Sie sehen: Wir konnten viel bewegen und einen Beitrag zur Stärkung

unserer Branche sowie zur Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit unserer

Mitglieder leisten. Lassen Sie uns den Schwung mit ins neue Jahr nehmen

– es warten bereits spannende Herausforderungen auf uns.

Etwa die anstehenden Tarifverhandlungen. Die von ver.di geforderten

5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt für die Beschäftigten sind überzogen

und nicht marktgerecht. Angesichts der rückläufigen Umsatzentwicklung

der Druckindustrie, hat die Sicherung der Wirtschaftskraft und der

Zukunftsfähigkeit der Druckereien Vorrang vor großen Lohnzuwächsen.

Denn nur mit Investitionen und Innovationen kann auf Dauer ein Unternehmenserfolg

und damit ein Erhalt der bestehenden Arbeitsplätzte

– sichergestellt werden. Die Vertreter der Gewerkschaft täten gut daran,

davor nicht die Augen zu verschließen.

Seien Sie sicher: Der VDMB wird sich auch im nächsten Jahr engagiert

für die Belange seiner Mitglieder und die Interessen von Print einsetzen.

04.2013 VDMB KOMPASS 3


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

LEAN-MANAGEMENT

05 Want it – do it – become Lean!

TARIFVERHANDLUNGEN 2014

09 Ausblick von Dr. Paul Albert Deimel

09

ALLES AUSSER BANKNOTEN

10 Unternehmensportrait der Ortmaier-Druck GmbH

QUALITÄTSMANAGEMENT DRUCK

16 Mayr Miesbach zieht Bilanz

AUSGEZEICHNET!

22 Impressionen der PrintStars und der Druck & Medien Awards

10

CHEF SEIN WILL GELERNT SEIN!

28 Juniorenkreis des VDMB – Neues Netzwerk

DIE GROSSEN HERAUSFORDERUNGEN DER BRANCHE MEISTERN

30 Sitzung der Vorstandschaft

AUS DEN BETRIEBEN

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4 VDMB KOMPASS 04.2013


Lean-Management

Want it – do it –

become Lean!

Wie verteilt sich

die Energie einer

Führungskraft?

Das Prinzip „Business Excellence“ bringt auch kleinen

und mittelständischen Unternehmen einen positiven Mehrwert.

Der Weg dorthin: Lean-Management

GASTBEITRAG VON ARND D. KAISER

Meine Vision für das Jahr 2017: „Seit 2013

wurde in der Druck- und Medienindustrie

sehr effektiv und effizient der Lean-Management

Gedanke branchenweit, erfolgreich

und nachhaltig eingeführt. Die Branche

hat es gemeinsam im Netzwerk geschafft!

Die über 25 Jahre Lean-Erfahrungen aus

der Automobilindustrie wurden dabei gezielt

genutzt, um mit Erfolg die nachhaltige

Basis für Business Excellence zu legen. Seitdem

schreibt die Branche mit innovativen

Produkten schwarze Zahlen und der Kunde

steht mit seinen Web-to-Print Anforderungen

wieder im Mittelpunkt der Wertschöpfung…“.

WAS IST LEAN-MANAGEMENT?

Viele reden darüber, doch was versteht man

tatsächlich unter Lean-Management? Die folgende

Definition hat mich einer meiner vier

Lean-Mentoren gelehrt, welcher über zehn

Jahre bei Toyota in den USA gearbeitet hat:

„Ein wesentliches Element von Lean-Management

ist es zu lernen, dass Lean-Management

auf wissenschaftlicher Problemlösung aufbaut.

All unsere Lean-Management Aktivitäten sollen

entweder Probleme lösen, Innovationen und

Verbesserungen tätigen oder ein positives Umfeld

erschaffen, welches es uns ermöglicht, jeden

Tag und auf jeder Hierarchie-Ebene effizient

Problemlösungen und Verbesserungen durchführen

zu können.“

Diese Definition hat einen wesentlichen

Vorteil: Sie ist unabhängig von Land und

Kultur, von der Technologie, von der Größe

und vom Alter des Unternehmens. Der Lean-

Ansatz ist universell und kann überall zur

Anwendung kommen, selbstverständlich

auch in Unternehmen der Druck- und Medienbranche.

Lediglich die Interpretation

der Umsetzung ist eine andere.

Grundsätzlich ist jedes Unternehmen ein

System. Oft ist dieses System komplex und

wird durch viele Einflüsse gesteuert. Manche

sind kontrollierbar, manche weniger beziehungsweise

gar nicht. Lean-Management

unterstützt gezielt über den Prozess, dieses

System gemeinschaftlich, ganzheitlich und

vor allem nachhaltig zu verbessern. Zielzustand

ist es, ein System aufzubauen, welches

präventiv funktioniert – analog wie bei einem

guten Schweizer Uhrwerk!

ZIEL: BUSINESS EXCELLENCE

Doch die Frage stellt sich: „Warum und wohin

verbessern wir uns und wie schaffen wir

die Transformation von der heutigen Ist-Situation

hin zum Zielzustand?“ Auf die Frage

„Warum?“ lautet meine Antwort: „Jeder

Unternehmer hat das Recht und die Pflicht,

insolvenzfrei zu bleiben und nachhaltig zu

wachsen!“. Allein in Deutschland haben wir

über 10.000 Insolvenzen im Jahr. Bezüglich

„Wohin?“ sehe ich die Situation wie folgt:

„Das Ziel heißt ‚Business Excellence‘.“

Business Excellence hat (ganz wichtig!)

nichts mit der Größe eines Unternehmens

zu tun. Auch kleine Unternehmen können

und müssen exzellent arbeiten. Aufgrund

der Größe spezialisiert sich ein kleines

Unternehmen gegebenenfalls früher und

intensiver als im Vergleich zu große Unternehmen.

Business Excellence als universelles

Prinzip trifft auf jede Unternehmung zu und

bringt jedem Unternehmen einen positiven

Mehrwert.

Lean-Management ist eine international

anerkannte und in der Praxis erfolgreich

eingesetzte Philosophie, um sich ,Business

Excellence‘ stetig – sprich: auf Tagesbasis –

zu nähern.

GEMEINSCHAFTLICH,

GANZHEITLICH UND NACHHALTIG

Zentrale Fragen lauten hierbei: „Wo wollen

wir hin?“, „Was ist unser Ideal?“, „Was können

wir uns vorstellen?“. Es ist dabei richtig

und gut, auch über Dinge nachzudenken, für

50% WOLLEN 10% 30% TUN

10%

STETIGKEIT UND

KONSEQUENZ

20 % = Standards

definieren

80 % = Standards zum

Leben bekommen,

halten und verbessern

WIE

einfach mal anfangen,

machen

Das „WOLLEN“ macht

für den Transformationserfolg

bereits etwa 50 % der

„Miete“ aus. Sie haben mit

dem „WIE“ das richtige

Werkzeug (10 %) gewählt

und sind richtig gestartet

(30 %). „TUN“ ist ein

wichtiges Element Richtung

Erfolg. Das macht in Summe

bereits etwa 90 % Ihres

Erfolges aus. Die weiteren

10 % sind „Stetigkeit und

Konsequenz“. Zwangsläufig

werden Sie Lean. Daher

lautet mein Motto: „Want it

– do it – become Lean!“

04.2013 VDMB KOMPASS 5


Lean-Management

„Jeder Unternehmer hat das Recht und die Pflicht insolvenzfrei

zu bleiben und nachhaltig zu wachsen!“

Arnd D. Kaiser schult nicht nur den Lean-

Gedanken, er lebt ihn. Und das seit über 20

Jahren. Kaiser, Diplom-Ing. (FH) Industrial

Engineering Manager, studierte Produktionstechnik

und ist ein Experte in Lean-Management.

Er generierte und vertiefte sein

Expertenwissen in der Automobilindustrie

auf 5 Kontinenten und in über 14 Ländern.

die Sie aktuell noch keine Lösungsvorschläge

haben. Deswegen erarbeiten Sie eine Strategie,

wie Sie sich dieser Vision nähern wollen!

Eine Vision hilft Ihnen dabei, das Ziel gemeinschaftlich

zwischen den Entscheidern

zu erkennen und dann im Tagesgeschäft

nicht wieder aus den Augen zu verlieren.

Eine Vision ist idealerweise als ein Bild visualisiert

und wird aktiv im Tagesgeschäft

kommuniziert.

„Wie wollen wir uns der Vision nähern?“

Gemeinsam mit allen Mitarbeitern! Täglich

sollten Sie an Ihrem Weg weiterarbeiten, um

mittels der Strategie Ihre Vision zu erreichen.

Folgende Denkweise tut dabei sehr gut: „Wir

sind bereits erfolgreich, wenn wir uns heute

ein bisschen der Vision angenähert haben.

Manchmal sind es größere Fortschritte, mal

sind es kleine. Und wenn wir einen Schritt

nach hinten gemacht haben, haben wir daraus

gelernt“. Auch das ist richtig und wichtig.

VORAUSSETZUNGEN FÜR

IHR UNTERNEHMEN

Lean ist ein Prozess, kein Projekt! Einmal

angefangen, hören wir nicht damit auf. Auch

nicht in zehn, 20 oder 30 Jahren. Lean lohnt

sich – aber nicht auf Knopfdruck. Mittelund

langfristig ganz sicher. Was sind die

Grundvoraussetzungen um sich als Unternehmen

mit dem Thema Lean-Management

auseinanderzusetzen?

Es muss einen Grund geben.

Ohne Notwendigkeit wird es schwer sein,

diesen Weg nachhaltig einzuschlagen.

Sie müssen es wollen und

daran glauben.

Im Speziellen – der Chef muss es wollen. Lean

ist nicht delegierbar. Dafür muss der Chef

Lean-Management aber erst einmal kennen.

Trifft diese Grundvoraussetzung nicht zu, sollte

man den Weg erst gar nicht gehen.

Gute Kommunikation

Warum geht man den Weg? Reden Sie immer

wieder über die Vision und den Weg zur

Vision!

Gute Menschenkenntnisse

Sie sollten loben und motivieren, Sinn vermitteln

können sowie Respekt vor dem Menschen

und dessen Funktion haben.

MAN MUSS NICHT ALLES

SELBST ERFINDEN!

Wir kennen Lean seit über 27 Jahren in Europa.

In der Automobilindustrie wurde bereits

viel Lehrgeld bezahlt. Wissen über Lean

ist da. Was kritisch ist, ist die Umsetzung.

Daran scheitern die meisten Unternehmen.

Gezielt gute Trainer für Tage X einkaufen

und das eigene Unternehmen erst einmal

„geistig“ befähigen.

Mein Appell an die Unternehmer und Führungskräfte lautet, es zu wollen!

Damit haben Sie bereits etwa 50 % der Miete. Einfach mal anzufangen

macht nochmals weitere etwa 30 % aus. Etwa 10 % ‚kostet‘ das Thema

Stetigkeit und Konsequenz. Die restlichen etwa 10 % sind das WIE. Wie

geht es? Diese 10 % können Sie sich jederzeit durch externe Coaches und

Trainer einkaufen – doch für die 90 % sind allein Sie verantwortlich.

Machen Sie auch mit! Viele Unternehmen sind bereits gestartet. Ich darf Sie

ermutigen – mittel- und langfristig lohnt sich der Lean-Weg.

6 VDMB KOMPASS 04.2013


Lean-Management

„Seien Sie Ihrem Mitbewerber

stetig einen Schritt voraus.“

HÄUFIG AUFTRETENDE PROBLEME

BEI DER UMSETZUNG VON LEAN

„Wir reden nur darüber und vergessen

dabei, einfach mal anzufangen!“

Falsch! Durch „nur reden“ passiert nichts. Einfach

mal anfangen und die V1.0 (Version 1)

erschaffen. Wir gehen davon aus, dass es nicht

direkt richtig funktionieren wird. Wir lernen

aus den Aktionen und erschaffen die V2.0,

V3.0, … Unmögliches wird plötzlich möglich.

„Wir arbeiten am Ergebnis.“

Falsch! Ergebnisse kommen NUR über den

Prozess. Eine gute Denkweise führt zu einem

guten Prozess. Ein guter Prozess führt zu einem

guten Ergebnis. Lean arbeitet am Prozess.

Lean machen wir nebenbei mit!“

Falsch! Achtung, das kann sehr schnell

schiefgehen. Lean schläft sehr schnell ein und

scheitert: Aussagen wie: ‚Bei uns geht Lean

nicht‘, sind dann leider die Folge. Wenn das

Unternehmen größer ist (ab 200-300 Mitarbeitern)

macht ein Lean-Manager Sinn.

„Es werden nur Lean-Werkzeuge

eingeführt.“

Falsch! Die Lean-Denkweise und -Kultur werden

komplett vernachlässigt und sind wichtiger

als die Lean-Werkzeuge und -Methoden. 80 %

von Lean sind Denkweise – nur 20 % Werkzeuge

wie 5S oder Kanban etc…

BUSINESS EXCELLENCE – WIE GEHE ICH VOR?

• Als Chef/Geschäftsführer habe ich mich mit Lean-Management

auseinandergesetzt.

• Ich weiß: „Lean hat nichts mit der Unternehmensgröße zu tun!“

• Bewusste Entscheidung: „Will ich den Weg einschlagen?“

• Sich Zeit nehmen, dass alle TOP-Entscheider den Weg auch mitgehen

• Die tägliche Regelkommunikation „gelebtes Shopfloor-Management“ aufgrund des

Zeitaufwandes bereits zu Beginn der Lean-Reise optimieren:

––

Wer unterhält sich wann, wie, mit wem über was?

––

Man sagt: „Über 70 Prozent aller Projekte scheitern aufgrund

schlechter Kommunikation!“

• Die Organisation wieder auf die eigentliche Wertschöpfung lenken:

––

Warum bin ich hier?

––

Warum gibt es uns?

––

Womit verdienen wir unser Geld?

„Wir machen Lean in der Produktion!“

Falsch! Produktion ist nur ein Element in

der Wertschöpfungskette. Alle Unternehmensprozesse

müssen mitziehen. Neben der

Produktion gibt es Bereiche wie Marketing,

Entwicklung, Kommunikation, Finanzen,

etc.

„Alles ist WICHTIG und DRINGEND!“

Falsch! Immer wieder ein gutes Händchen

für diese zwei Worte haben. Das Unternehmen

fordern, doch nicht überfordern.

Gelebtes Shopfloor-Management am 16. Januar 2014 im ZDM Ismaning

Lean-Management

Bayern

Druck und Printmedien

Eine Initiative der

Bayerischen Staatsregierung

799,– Mitglieder (899,– Nichtmitglieder) zzgl. MwSt. Anmeldung unter www.cluster-print.de

Magdalena Pentek, Telefon 0 89/96 22 87-13

magdalena.pentek@cluster-print.de

04.2013 VDMB KOMPASS 7


Lean-Management

„Es geht um das langfristige Überleben des Unternehmens

und eine nachhaltige Verbesserung der Organisation.“

Marius Dammig schult als Lean-Trainer

und Lean-Experte. Dammig ist ausgebildeter

Industriemeister Druck und seit 2007

NLP Trainer. Er ist seit über 25 Jahren in

leitenden Positionen in der Druck- und Medienindustrie

tätig.

Mein Appell an die Unternehmer

und Führungskräfte lautet, jetzt

mit den KVP-Prozessen und dem

Weg zu Lean-Management zu

beginnen. Herauszugehen aus den

gewohnten Ping-Pong-Spielen,

die uns der Markt und die Mitbewerber

aufzwingen. Selbständiges

Handeln mit unseren wichtigsten

Ressourcen, den Mitarbeitern, führt

zu gemeinsamer Stärke und unternehmerischer

Klarheit. Es bedeutet

auch, erfolgreich zu „überleben“!

Herr Dammig, Sie sind Lean-Manager

bei der Kroha GmbH. Wie sieht Lean-

Management in Ihrem Unternehmen

konkret aus?

Lean-Management und KVP (kontinuierlicher

Verbesserungsprozess) haben innerhalb

der Kroha GmbH einen hohen Stellenwert

und findet sich in vielen Facetten wieder.

Den Schwerpunkt bildet zurzeit noch die

Produktion in zwei Standorten, in denen wir

die Just-in-time-Prinzipien realisieren und

optimieren. Die Fokussierungen sind Kundenzufriedenheit,

Liefertermintreue, Qualität

und Durchlaufzeiten.

Daneben platzieren wir eine Vielzahl von

unterschiedlichen Qualifikationsmaßnahmen

und decken sehr unterschiedlichen

Schulungsbedarf mit Trainings. Davon profitieren

Mitarbeiter, Führungskräfte und das

komplette Management.

Weitere Ziele sind die Maßnahmen im indirekten,

administrativen Bereich sowie die

Lieferanten. Teilweise sogar unsere Kunden.

Seit wann wird Lean-Management in

Ihrem Unternehmen umgesetzt?

Wir haben in 2012 mit externer Unterstützung

begonnen und setzen seit Mitte des

Jahres 2012 in eigener Regie unser Verständnis

und unsere Vision kontinuierlich um.

Welchen Mehrwert bietet Lean-Management

Ihrem Unternehmen (gegenüber anderen

Qualitätsmanagementsystemen)?

Mit einem großen Selbstverständnis nehmen

wir unser bestehendes QM-System als die

gesetzten Leitplanken. Dazwischen, als Autobahn

genutzt, optimieren wir in den einzelnen

Bereichen und im Gesamtprozess. Es

ist die Detailarbeit zu Effizienz und Erfolg.

Dies ergänzt sich gut miteinander. Wir setzen

auf unsere Mitarbeiter und deren Wissen

und binden sie in die Entstehung der Optimierung

gleich zu Beginn mit ein.

Es gilt, ein Verständnis für den gesamten

Prozess zu haben – lösungsorientiert. Und

klar gesprochen: Die Spitze der Unternehmens-Hierarchie

ist der Prozess, und das in

voller Breite!

Wie hoch war der Aufwand für die Einführung

des Lean-Managementsystems?

Den zeitlichen Aufwand würde ich mit zwölf

bis 15 Monaten beschreiben. Das ist der Moment,

in dem die ersten großen Veränderungen

anfangen zu leben; dies verbindlich und

eindeutig. Auch ein gelebter Regelkreis, dass

sich Mitarbeiter und Führungskräfte selbständig

weiter optimieren wollen.

Was sind die wichtigsten Ergebnisse

und Erkenntnisse?

KVP und Lean-Management leben von der

Integration der Mitarbeiter und Führungskräfte

im Unternehmen. Beide Gruppen haben

zu Beginn ganz unterschiedliche Haltestellen,

an denen Sie abgeholt werden sollten.

Es gilt daneben, die Idee und die Einführung

von Lean-Management ganz transparent zu

kommunizieren. Dabei die Ziele und die

Nicht-Ziele herauszustellen! Ziele werden

vorgegeben, nicht die Lösungen.

Welchen Anteil hat Lean-Management

an der Erfolgsgeschichte von Kroha?

Es misst sich am erkennbaren Erfolg! Ein gelebter

KVP-Prozess bedeutet: ein langfristiges

Überleben des Unternehmens zu sichern

und die Organisation nachhaltig zu verbessern.

Wir sprechen über einen Kulturwandel

für alle im Unternehmen. Mit der Fokussierung

auf Markt und Kundenzufriedenheit

generieren wir die richtigen Lösungen und

Optimierungen.

Inwiefern profitieren Ihre Kunden vom

Lean-Management?

Schnellere Durchlaufzeiten und ein hoher

Grad an Termintreue und Service sind zu

nennen. Kundenseitig gesprochen setzen

wir auf die individuellen Anforderungen

unserer Kunden – Bedarf und Losgrößen,

Terminrealisierungen, Vereinfachung der

Dokumentationen, Reaktionszeiten und

Ausführungen. Wir hinterfragen diese Parameter

im direkten Dialog. Das ist unsere

konzeptionelle Antwort darauf; das steuert

unsere internen Impulse in einem geregelten

„Uhrwerk“.

8 VDMB KOMPASS 04.2013


VDMB: Tarifverhandlungen 2014

„VERNÜNFTIG BLEIBEN!“

bvdm-Hauptgeschäftsführer Dr. Paul Albert Deimel mit

einem Ausblick auf die Tarifverhandlungen 2014

5,5 %. Ist das eine berechtigte Forderung

der Gewerkschaft ver.di für die gewerblichen

Arbeitnehmer und Angestellten in der

Druckindustrie? Verständlich mag sie sein,

wenn man an andere Branchen denkt. In

der Chemie gibt es zurzeit die gleiche Forderung.

Eine berechtigte Forderung ist es dennoch

nicht. Die Druckindustrie befindet sich seit

Jahren im Umbruch. Eine zurückgehende

Zahl an Betrieben, zahlreiche Insolvenzen,

sinkende Mitarbeiterzahlen und drastische

Umsatzeinbrüche beweisen dies. In der

chemischen Industrie und anderen prosperierenden

Industrien ist das anders. Das

gesamte verarbeitende Gewerbe hatte von

2008 bis 2012 ein Wachstum von 4,4 %, die

chemische Industrie sogar von 10,8 % – wir

dagegen einen Umsatzrückgang von sage

und schreibe 9,2 %.

Das ist nicht schön, muss die Gewerkschaften

jedoch zum Realitätsbezug zwingen. Wo

in der Vergangenheit mit die höchsten Löhne

und Gehälter gezahlt wurden, wo die kürzesten

Arbeitszeiten und viele vorteilhafte Rahmenbedingungen

gelten, da heißt es nun für

alle, Maß zu halten, um die Zukunft nicht zu

verspielen. Das gilt für die Unternehmen, in

denen – wie in mittelständischen Familienunternehmen

gute Tradition – die Inhaber

sich in schwierigen Zeiten zurückhalten und

wo in zukunftsfähige Geschäftsfelder investiert

werden muss. Das gilt jedoch auch für

die Mitarbeiter.

Die beliebte Tarifarithmetik – wir wollen

mal ordentlich fordern, dann ist auch die

Hälfte noch akzeptabel – kann und darf

nicht aufgehen. Denn dies verkraftet die

Masse unserer Betriebe im Umbruch nicht.

Tarifstandards müssen Mindeststandards

sein. Sie dürfen nicht so angesetzt werden,

dass sie die meisten Unternehmen überfordern.

Maßstab darf nicht die allgemeine

Lohnentwicklung, sondern muss die Situation

der Branche sein.

Es ist somit Vernunft gefordert. Auch

wenn Mitarbeiter Einkommenszuwächse sehen

wollen, muss ihnen ihre Gewerkschaft

reinen Wein einschenken. Unterm Strich

braucht diese Branche Kostenentlastung.

Lohnzurückhaltung und/oder Veränderungen

im Manteltarifvertrag könnten dazu

beitragen. Manche dieser Maßnahmen ließen

den Druckern gleichviel Geld in der

Börse wie bislang, andere kann man sozial

abfedern oder spartenweise je nach Bedarf

regeln.

Aber bestehende Verträge kann man nur

gemeinsam ändern, nicht einseitig. Es ist

also zu hoffen, dass der Pragmatismus der

Drucker ihre Gewerkschaft zum Nachdenken

bringt. Doch bislang verweigert sich

ver.di Gesprächen über moderne Rahmenbedingungen

ohne Arbeitskampfritual.

Fast 150.000 Drucker wollen ein vernünftiges

Auskommen in erfolgreichen Betrieben

haben und keine tarifpolitischen Kämpfe

für die Kulisse und zugunsten einiger weniger.

In vielen Betrieben ist man längst weiter.

Dort kennen Unternehmer und Arbeitnehmer

die Bedürfnisse und Möglichkeiten.

Wenn der Flächentarifvertrag Bestand

haben soll, muss man ihn den Realitäten

anpassen. Dies zu besprechen wäre eine gemeinsame

Verpflichtung der Tarifpartner.

So könnte man auch Lösungen finden, die

niemanden überfordern. Der bvdm ist dazu

bereit.

Der Bundesverband Druck

und Medien im Web:

www.bvdm-online.de

Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer

des Bundesverbandes Druck und Medien

04.2013 VDMB KOMPASS 9


Unternehmensportrait: Ortmaier-Druck GmbH

Von A bis Z. Vom Aufkleber bis hin zur

eigenen Zeitung. „Unsere Spezialisierung

ist, dass wir alles drucken“,

sagen Rainer und Stefan Ortmaier

Alles außer

Banknoten

10 VDMB KOMPASS 04.2013


Unternehmensportrait: Ortmaier-Druck GmbH

lles aus einer Hand“ – das

ist das Credo von Ortmaier-

Druck im niederbayerischen

Frontenhausen. Als klassische Fullservice-

Druckerei mit über 40-jähriger Erfahrung

und 160 Mitarbeitern bietet das Familienunternehmen

seinen Kunden alle erdenklichen

Druckprodukte und -dienstleistungen

an. Dabei profitiert das Unternehmen stark

von den Synergien der einzelnen Geschäftsbereiche.

Ortmaier-Druck tritt mit drei unterschiedlichen

Marken am Markt auf: Neben

Ortmaier-Druck ist das Online-Portal

flyerpara.de der digitale Verkaufskanal des

Unternehmens, über den mittlerweile ein

gutes Drittel der Offset-Aufträge ankommt.

Ebenfalls aus dem Hause Ortmaier: der Vilstalbote.

ANZEIGENBLATT IM TABLOID-FORMAT

Über 113.000 Exemplare pro Woche, 250

Kilogramm Farbe und 20 Tonnen Papier

pro Woche. Das sind die Fakten aus der

Produktion des Vilstalbote-Anzeigenblatts,

das Ortmaier-Druck verlegt. Es wurde im

November 1973 von der Familie Ortmaier

aus der Taufe gehoben und erschien damals

als Mitteilungsblatt für die Umgebung von

Frontenhausen. Bis heute – also genau 40

Jahre später – ist es in der Region fest etabliert

und im praktischen Tabloid-Format bei

Jung und Alt sehr beliebt.

QUALITÄTSSPRUNG

IM OFFSETDRUCK

PSO, IRD, SUCR – das Unternehmen

legt sehr viel Wert auf nachhaltige Qualität.

So ist es bereits zum vierten Mal PSOzertifiziert

und vor einigen Wochen bewies

Ortmaier-Druck erneut seine Innovationskraft

durch die Einführung von SUCR.

Mit Unterstützung der Berater unseres

Verbandes, Wolfgang Totzauer und Bernd-

Olaf Fiebrandt, führte das Unternehmen

erfolgreich das Verfahren des selektiven

UCR ein. Durch diese Innovation zählt

Ortmaier-Druck zu den ersten Druckereien

Deutschlands, die diese Methode in der Praxis

anwenden.

Rainer und Stefan Ortmaier führen durch ihr Unternehmen. Hier: Die Ausleger der zwei KBAs

(fünf Druckwerke und ein Lackwerk).

„GRÜNE“ PRODUKTION

Druckerei und Umwelt – ein Widerspruch

in sich?“. „Nein!“, sagen die Geschäftsführer

Rainer und Stefan Ortmaier. Jedes Unternehmen,

auch ein Industriebetrieb, könne einen

wertvollen Beitrag leisten. Neben allgemeinen

Einsparpotenzialen hat Ortmaier-Druck

auch spezifische Maßnahmen ergriffen. So

haben die Geschäftsführer verschiedene Zertifizierungen

erfolgreich absolviert und Produktionsabläufe

optimiert, um ihren Kunden

eine umweltfreundliche Produktion bieten zu

können. Außerdem setzen sie auf mineralölfreie

Druckfarbe und verzichten bei der Produktion

auf Alkohol. „Zum einen leisten wir

durch diese Maßnahmen selbst einen aktiven

Beitrag zum Umweltschutz. Und zum anderen

ermöglichen wir unseren Kunden, umweltbewusst

agieren zu können. Sie können

bei uns Drucksachen im Einklang mit der

Natur und der Umwelt produzieren lassen!“

GESCHÄFTSMODELL WEB-TO-PRINT

Als Fullservice-Dienstleister bietet Ortmaier

neben Offset-, Digital- und Textildruck auch

ein Web-to-Print-System an. Hier ordern Firmen

und Verbände ihre Drucksachen in einem

eigens für sie eingerichteten Shop. Dabei kann

das System mit der Homepage oder einem Intranet

verbunden werden. Bei Web-to-Print

werden zum einen hinterlegte Layoutvorlagen,

die dem Corporate Design entsprechen, mit

variablem Inhalt gefüllt. Zum anderen kann

auf sogenannte Lagerprodukte zugegriffen

werden. Sprich: Produkte, die bei Ortmaier-

Druck eingelagert werden, können über das

System mit aktuellem Mengenbestand abgerufen

und an verschiedene Adressen verschickt

werden. Hier kommt Rainer und Stefan Ortmaier

die jahrelange Erfahrung mit ihrem Internet-Shop

zugute: „Dank unserer flyerpara.de

haben wir den Webshop bereits im Haus – wir

kopieren diesen einmal, passen ihn den Kundenwünschen

an und können dem Kunden

das Ganze kostengünstig anbieten“.

STARKE SYNERGIEN DER DREI

GESCHÄFTSBEREICHE

Einen großen Vorteil zieht das Unternehmen

aus dem Zusammenwirken seiner drei Marken.

Über den Webshop werden Kunden aus

ganz Deutschland bedient – vom günstigeren

Drucken mit Sammel-Druckformen profitieren

wiederum die Kunden aus der Region.

„Wenn beispielsweise der Handwerker zu uns

kommt, weil er eine Anzeige im Vilstalboten

schalten möchte, dann wollen wir ihm nach

Möglichkeit die Visitenkarten drucken und

den Briefbogen gestalten, seine Firmenkleidung

produzieren und auch sein Fahrzeug

beschriften. Und wenn er für die Gewerbeschau

ein Messebanner braucht, bekommt

er das auch bei uns“, veranschaulicht Stefan

Ortmaier die Synergien. „Wir drucken alles

außer Banknoten“, fügt sein Bruder Rainer

Ortmaier mit einem Augenzwinkern an. è

04.2013 VDMB KOMPASS 11


Unternehmensportrait: Ortmaier-Druck GmbH

Interview mit den beiden

Geschäftsführern der

Ortmaier-Druck GmbH

Rainer und Stefan Ortmaier

Was macht Ihr Unternehmen so erfolgreich?

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Stefan Ortmaier: Ein ganz großes Plus sind die

Synergien unserer drei Hauptbereiche Druck,

Online-Portal und Vilstalbote. Wir profitieren

hier davon, dass wir unsere Kunden wirklich

umfassend bedienen können. Eine weitere

Stärke von uns: Keiner unserer Kunden macht

mehr als fünf Prozent vom Gesamtumsatz

aus. Es ist zwar aufwändiger, viele Kunden zu

betreuen, aber selbst wenn ein Größerer wegfallen

würde, wäre das zu verkraften.

Rainer Ortmaier: Wir sind total flexibel, so

dass wir schnell und zielgerichet auf Sachen,

die sich mal schnell so ergeben, reagieren

können. Des Öfteren wurden schon Ideen,

die einer am Wochenende hatte direkt in der

darauffolgenden Woche umgesetzt. Genauso

schnell kann man bestimmte Sachen wieder

über Bord schmeißen. Man muss verschiedene

Sachen ausprobieren. Ein Stürmer, bei dem

jeder Schuss ein Treffer ist, der hat zu wenig

auf das Tor geschossen. Diese Flexibilität können

wir uns als kleinerer Betrieb leisten.

Ihr Motto lautet: „Alles aus einer Hand“.

Gibt es einen Grund für die Mehrmarkenstrategie?

Rainer Ortmaier: Ortmaier-Druck ist eine

eigene Firma und Vilstalbote ebenso. Das hat

Gründe der Erscheinung und des Auftretens.

Wenn wir in ganz Deutschland an Agenturen

oder Industriebetriebe herantreten, dann

selbstverständlich mit Ortmaier-Druck.

Stefan Ortmaier: Der Vilstalbote ist ein

Anzeigenblatt auf Zeitungsdruckpapier und

steht nicht für die Druckqualität, für die

Ortmaier-Druck steht – daher die Trennung.

Und dennoch stützen sich beide Firmen gegenseitig

durch eine Vielzahl an Synergien.

Unsere dritte Marke, die flyerpara.de, hat sich

aus einem kleinen Projekt heraus entwickelt

und wurde zum Selbstläufer. Mit unserem

Stefan Ortmaier

heutigen Wissensstand würden wir das Projekt

aber bestimmt etwas anders angehen.

Rainer Ortmaier: Wer hat vor zehn Jahren an

das gedacht, wie sich dieser Markt entwickeln

wird, wer hat daran gedacht, dass eine Druckerei

dann auch mal Eigenwerbung machen

wird? Und wer hat daran gedacht, ob dieser

Name für Werbung gut zu gebrauchen ist?

Die flyerparade war also ein Glücksgriff

für Ihr Unternehmen…

Stefan Ortmaier: Wir haben auch viele Sachen

probiert, die sich dann nicht so entwickelt haben

– aber in diesem Falle war es ein Treffer.

Dann gab es auch mal Fehlschläge?

Rainer Ortmaier: Ja, zum Beispiel der Versuch,

mit dem Anzeigenblatt ein sechstes Gebiet dazuzunehmen.

Da haben wir gesehen, wenn wir

nah an den Leuten dran sind, wie bei unseren

fünf regionalen Ausgaben, klappt das wunderbar.

Im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet

bei Passau hat das aber nicht funktioniert. Das

hat uns gezeigt, dass trotz der Nähe durchaus

auch kulturelle Unterschiede Schwierigkeiten

machen können. Wir haben auch nicht den

Anspruch, europaweit zu agieren – Deutschland

ist groß genug. [lacht]

Rainer Ortmaier

Wie können Sie sich bei der Vielzahl

an Webshops noch gegenüber Ihrer

Konkurrenz behaupten?

Stefan Ortmaier: Der Versuch, heute ein neues

Portal zu starten, würde nicht mehr funktionieren.

Der Markt ist schon zu gesättigt. Wir

haben eben früh genug damit angefangen. Gegen

die großen Portale mithalten zu können, ist

für uns „Kleine“ generell ein Problem. Deshalb

ist unsere Strategie auch nicht, der billigste zu

sein, sondern einen tollen Service zu bieten verbunden

mit besserer Qualität und individueller

Beratung. Außerdem sind wir nicht ganz so

stark standardisiert wie andere. Bei uns kann

man beispielsweise eigene Auflagen und eigene

Formate eingeben – das bieten viele Anbieter

nicht. Die Bewertungen unserer Kunden geben

unserer Strategie Recht.

Rainer Ortmaier: Wir haben natürlich auch

einen persönlichen Ansprechpartner, der kompetent

weiterhilft. Fachkompetente Beratung

am Telefon und persönlicher Service, keine

bloße Telefon-Hotline – das kommt bei vielen

unserer Kunden an.

Bei der Vielzahl an Produkten und Dienstleistungen,

die Sie anbieten, nutzen Sie auch

Kooperationen mit Kollegenbetrieben?

Stefan Ortmaier: Unser Gedanke ist folgender:

Wir haben den Kontakt zum Kunden, dann

müssen wir diesem alles bieten, was er haben will.

Im Idealfall können wir das selbst fertigen. Wenn

nicht, müssen wir uns Kollegenbetriebe suchen,

die in A0 drucken können oder Kugelschreiber

bedrucken. Ich glaube, derartige Zusammenarbeit

wird in Zukunft auch immer mehr werden.

Was sind aktuelle Themen, mit denen Sie

sich beschäftigen?

12 VDMB KOMPASS 04.2013


Unternehmensportrait: Ortmaier-Druck GmbH

Christian Orschler und Thomas Hosemann (VDMB) im Gespräch mit Rainer und Stefan Ortmaier.

Stefan Ortmaier: Das Thema Fulfillment und

Web-to-Print sind Themen, mit denen wir uns

aktuell intensiv beschäftigen. Größere Kunden

mit vielen Außenstellen oder Filialen brauchen

Visitenkarten. Man richtet ihnen ein Portal ein

und jede Filiale und jeder Mitarbeiter kann beispielsweise

seine Visitenkarten online bestellen.

Das bauen wir noch weiter aus. Broschüren,

Briefbogen, Werbeartikel – in Zukunft werden

wir diesen Bereich noch stärker forcieren.

Wie gehen Sie mit Anfragen von

Einkaufsagenturen um?

Stefan Ortmaier: Wir lehnen viele dieser

Anfragen einfach ab. Früher meinten wir, wir

müssten bei jeder Ausschreibung mitmachen,

aber jetzt sortieren wir schon sehr genau aus,

ob die Aufträge zu uns passen und wie groß die

Chancen sind. Vor allem Versteigerungen lehnen

wir eigentlich immer ab.

Rainer Ortmaier: Hier muss man sagen, dass

teilweise schon volkswirtschaftlicher Schaden

angerichtet wird. Wenn man für ein Druckprodukt

teilweise über hundert Druckereien

anfragt, ist das nicht in Ordnung. Wenn da

nur 20 Unternehmen ein Angebot schreiben,

dann ist der Umsatz volkswirtschaftlich meist

schon verbraten. Und für uns als Unternehmen

ist das schon eine Gratwanderung, gerade bei

Einkaufsagentur oder Online-Ausschreibungen.

Man muss schon genau hinschauen ob die

Ausschreibung für einen geeignet ist.

Stefan Ortmaier: Das stimmt, wir beschäftigen

momentan zehn Sachbearbeiter, die fast

ausschließlich mit Kalkulationen und dem

Umrechnen von Kalkulationen beschäftigt

sind – da muss man schon irgendwie schauen,

wie man das in den Griff bekommt. Zudem

erwarten heute viele Kunden auch schon Angebote

für 150 Euro-Aufträge. Man ist heute

ständig am Kalkulieren.

Warum sind Sie Mitglied im VDMB?

Stefan Ortmaier: Ich finde es gut, eine Institution

im Rücken zu haben, die wichtige

Branchenthemen aufgreift und besetzt – das

tut der VDMB. Veranstaltungen wie beispielsweise

der Kooperationstag vor kurzem

waren sehr interessant.

Rainer Ortmaier: Vor längerer Zeit haben wir

uns auch schon mal die Frage gestellt, ob wir

beim Verband bleiben sollen. Und wir haben

uns ganz bewusst für die Verbandsmitgliedschaft

entschieden. Jetzt wo wir diese Größe

haben, können wir bestimmte Angebote des

Verbandes erst richtig nutzen, weil wir uns

auch mal die Zeit freischaufeln können, um

auf Veranstaltungen zu gehen. Angebote wie

die Beratung in rechtlichen oder technischen

Fragen oder den Bilanzkennzahlenvergleich

nutzen wir regelmäßig.

Wie sieht es in zehn Jahren in der Branche

aus? Wie drucken wir im Jahr 2023?

Stefan Ortmaier: Das ist sehr schwer zu sagen,

wenn man jetzt sieht, wie schnelllebig die Zeit

geworden ist. Was sich in den letzten Jahren

getan hat, ist schon Wahnsinn. Wir bieten

jetzt einen vier Stunden Service an! Der Kunde

kann um neun bestellen und das Produkt am

frühen Nachmittag bei uns abholen. Wer hätte

das vor zehn Jahren gedacht! Da kann ich mir

beim besten Willen nicht ausmalen, was in den

nächsten Jahren noch alles passiert.

Rainer Ortmaier: Wenn ich zurückdenke: Als

ich als Zehnjähriger damals bei unserem Großvater

in der Druckerei war, erinnere ich mich daran,

dass sich der Papiervertreter per Postkarte zu

einem Termin angekündigt hat. Für den Termin

hatte unser Großvater dann alles vorbereitet, was

er für die anstehenden Aufträge wissen musste,

und der Vertreter hat ihn dann am nächsten Tag

angerufen und ihm den Papierpreis durchgegeben

und erst dann hat unser Großvater angefangen

zu kalkulieren. Zu dem Zeitpunkt, zu dem er

damals angefangen hat zu kalkulieren, muss die

Ware heute schon beim Kunden sein. Mit Angebot,

Produktion, Verarbeitung und Farbtrockenzeit.

Daran sieht man, wie extrem schnelllebig das

Geschäft geworden ist, und das macht es auch so

schwierig, in die Zukunft zu blicken.

Umso schwieriger ist es, unternehmerisch

zu planen. Was für Investitionen haben Sie

in näherer Zukunft geplant?

Stefan Ortmaier: Im Druckbereich haben wir

momentan keine Investitionen geplant. Schon

eher EDV-technisch oder bei unserem Onlineshop-System.

Was mit Sicherheit kommt, sind

die Themen Fulfillment und Kundenbindung

– hier wollen wir auf jeden Fall in Zukunft

noch aktiver sein. Wir wollen aus dieser Preisspirale

raus, wir wollen weg vom reinen Druck

– das kann jeder. Wir wollen dem Kunden

einen Mehrwert bieten und haben momentan

einige neue Projekte am Start, aber ich kann

natürlich nicht vorhersagen ob wir damit einen

ähnlichen Erfolg wie beispielsweise mit

der flyerpara.de haben. Damals haben wir auch

mit einer kleinen Baustelle angefangen, die

dann erfolgreich gewachsen ist – und ein paar

dieser kleinen Baustellen haben wir auch heute

am Laufen.

Ortmaier-Druck im Internet:

www.ortmaier-druck.de

04.2013 VDMB KOMPASS 13


Marketing für Print

Die Zukunft

wird gedruckt

Fakten zur Nutzung und Wirkung von Print

Print wirkt doppelt:

Während in elektronischen Medien geschaltete Werbemittel nach

ihrer Auslieferung in der Regel nicht erneut abgerufen werden können

(lineare Nutzung), haben in Printmedien geschaltete Werbemittel

die Chance, wieder und wieder durch die Leser betrachtet

zu werden. Die RFID-Kontaktstudie des Ad Impact Monitor zeigt

auf: Eine durchschnittliche werbungführende Zeitschriftendoppelseite

generiert 1,8 Kontakte pro Leser – fast doppelt so viel wie

die Werbemittel in elektronischen Medien (1,0).

Print bringt Klicks:

Das Internet spielt eine zentrale Rolle bei vielen privaten Kaufentscheidungen

und hat damit für viele Marken eine große Bedeutung.

Im digitalen Zeitalter muss sich daher jedes Werbemedium

danach fragen lassen, wie viele Menschen es online zum Kunden

bringt. Durchschnittlich besuchen 39 Prozent der Betrachter einer

Zeitschriftenanzeige mit Produktinteresse die entsprechende Seite

des Herstellers oder Produkts im Internet. Man nennt das einen

starken Drive-to-Web. Oder schlicht: Gedrucktes bringt das Internet

voran. (Quelle: AIM Anzeigentracking Juli 2010–August 2012.)


Basis: 14–69-jährige Onliner (n = 205.440), 3.000 Anzeigenmotive)

Print kommt an:

Allein die Deutsche Post verteilt über 25 Milliarden Bücher, Kataloge,

Zeitschriften, Zeitungen, Werbesendungen und Prospekte

pro Jahr. Hinzu kommen noch einmal rund neun Milliarden

Anzeigenblätter und Tageszeitungen, die täglich durch Verlagsdienstleister

und andere Zusteller in den Briefkästen landen. Pro

Kopf macht das 425 Druckprodukte pro Jahr.

ALLES RUND UM DIE KAMPAGNE

„DIE ZUKUNFT WIRD GEDRUCKT“:

www.vdmb.de/die-zukunft-wird-gedruckt

14 VDMB KOMPASS 04.2013


Marketing für Print

PRINT BLEIBT IM GEDÄCHTNIS

Printinhalte werden intensiver verarbeitet und besser erinnert.

Als Gegenpol zur digitalen Welt werden sie zunehmend bedeutender.

„Versuchen Sie doch mal, mit einem e-Paper

ein Lagerfeuer anzuzünden“, resümierte

Bernd Werner, Vorstand der Nymphenburg

Gruppe, beim Future Summit 2013 in

München. Zuvor hatte er auf Basis aktueller

wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der

Hirnforschung dargelegt, dass Printinhalte

im Vergleich zur Online-Kommunikation

intensiver erlebt und gelesen werden und

dadurch stärker im Gedächtnis verankert

werden. Print wirke damit nachhaltiger als

andere Werbeträger. Außerdem bietet Print

sehr häufig das passende redaktionelle Umfeld.

Werner: „Der Kontext, in dem eine

Werbebotschaft erscheint, hat einen erheblichen

Einfluss auf Wahrnehmung und Verarbeitung.“

Mit einer anderen Herangehensweise,

aber im Ergebnis ähnlich stellte Zukunftsforscher

Christoph Santner, Gründer Weimarer

Visionen, fest, dass „Print als Gegenpol

zur digitalen Welt umso notwendiger

wird, weil es den Freiraum schafft, in dem

ich mich als Mensch erleben kann.“ Er

sieht neue Entwicklungsperspektiven, denn

„neue Medien befreien die alten Medien von

bestimmten Funktionen.“ Das schaffe neue

Freiräume. Santner war sich am Ende sicher:

„Auch in Zukunft wird gedruckt. Keine

Frage.“

ein hervorragendes Produkt. Unsere Kunden,

die Millionen im Online-Marketing versenkt

haben, kehren reumütig zurück. Für den stationären

Handel gibt es nach wie vor kein besseres

Medium als Print. Wer aus Print aussteigt

riskiert leere Kassen als Quittung.“

Mehr als 200 Top-Entscheider und Multiplikatoren

der Medien- und Marketingbranche

diskutierten beim Future Summit

2013 im Verlagsgebäude der Süddeutschen

Zeitung in München aktuelle Trends und

Entwicklungen in den Werbe- und Medienmärkten.

Holger Busch, Sprecher des Clusters

Druck und Printmedien resümmierte:

„In der schnellebigen zunehmend digital

Gabor Steingart, Vorsitzender der Geschäftsführung

Verlagsgruppe Handelsblatt

„FÜR DEN HANDEL GIBT ES KEIN

BESSERES MEDIUM ALS PRINT“

Thomas Koch, Geschäftsführer tk-one, warnte

die Marketingverantwortlichen davor, ihre

Mediabudgets drastisch aus den klassischen

Medien wie Print und TV in Online-Medien

umzulenken. Sie würden dadurch langfristige

Markenpflege gegen kurzfristige Vertriebserfolge

eintauschen. Schon heute verlören viele

Marken kräftig an Stammkäufern, was auf

fehlenden Markenaufbau, Branding, Positionierung

und Markenführung zurückzuführen

sei. Gerade dafür würden aber nach wie vor

vor allem die klassischen Werbeträger stehen.

Bestätigt wurde Koch von Johannes Helmberger,

Geschäftsführer der Druckerei Franz

Anton Niedermayr in Regensburg: „Die Stimmung

ist mir häufig zu depressiv. Wir haben

Zukunftsforscher Christoph Santner: „Auch in Zukunft wird gedruckt. Keine Frage.“

geprägten Kommunikation stehen Printmedien

für Reflexion und Gründlichkeit, für

Glaubwürdigkeit und Lesevergnügen. Die

Referenten des Future Summit haben die

Bedeutung von Printmedien für den Verbraucher

in einer vernetzten Medienwelt eindrucksvoll

bestätigt. Print hat auch weiterhin

ein funktionierendes Geschäftsmodell.“

Mehr Bilder vom Future Summit:

www.vdmb.de/veranstaltungen

04.2013 VDMB KOMPASS 15


Technik: Qualitätsmanagement

Neben der schnellen Auswertungsübersicht,

die in Form von mehrfarbigen

Tortendiagrammen dargestellt wird,

ermöglicht das System den Überblick

über die einzelnen Messungen

Qualitäts-Check im Druck

täglich und für jeden Auftrag

Das Druckunternehmen Mayr Miesbach zieht Bilanz

Die erfolgreiche Nutzung

eines Qualitätsmanagement-

Systems beschränkt sich nicht

auf die Installation einer

bestimmten Software. Vielmehr

muss im Vorfeld zwingend der

Standard des Unternehmens –

die gewünschte Qualität –

vom Verkauf, über die Sachbearbeitung

bis hin zur Technik

und Logistik definiert und

beschrieben werden.

Erwin Erler,

technischer Leiter von

Mayr Miesbach

Es ist das weltweit erste auftragsübergreifende

und onlinebasierte Echtzeit-System

für Qualitätssicherung und Qualitätsdokumentation

in der Printproduktion. quintXprint,

ein System, das erstmalig die lückenlose

Überwachung der Druckproduktion

sicherstellt. Es erlaubt eine differenzierte

Betrachtung und Bewertung eines Druckprodukts

nach frei definierbaren Qualitätsmerkmalen.

Darauf aufbauend erfolgt die kontinuierliche

langfristige Überwachung der gesamten

Produktion. Der Anwender erhält

Aufschluss sowohl über das erreichte Qualitätsniveau

als auch über Veränderungen im

Druckprozess während eines längeren Zeitraums.

Über den einzelnen Auftrag hinaus

lassen sich somit wertvolle Erkenntnisse

über die Maschine und die Einflussfaktoren

wie etwa Papier- und Farbqualitäten,

Feuchtmittel oder Gummituch gewinnen.

Eines der ersten quintXprint-Systeme

wurde vor einem Jahr bei Mayr Miesbach

installiert – ein Full-Service-Unternehmen

mit Bogen- und Rollenoffset inkl. kompletter

Weiterverarbeitung und Logistik. Das

Unternehmen ist mehrfach PSO-zertifiziert

und pflegt seine hohe Produktionsqualität

durch aktive Weiterentwicklung des Standards

und der laufenden Optimierung seiner

Produktionsumgebung.

Ein Gespräch mit dem technischen Leiter

von Mayr Miesbach, Erwin Erler

Warum haben Sie sich neben den bereits

genutzten Regelanlagen für ein zusätzliches

System zur Qualitätsüberwachung

entschieden?

Erwin Erler: Die vorhandenen Closed-Loop-

Regelungen messen den Vollton und die

Stützwerte 80 und 40 Prozent, und das nur

im Druckkontrollstreifen. Das ist als Aussage

über den qualitativen Inhalt des Bogens

nicht geeignet. Neben der reinen Auftragsbeurteilung

benötigen wir zur effektiven Qualitätssicherung

weitaus mehr Werte, wie z.B.

die klimatischen Verhältnisse im Drucksaal,

die Laufschwindigkeit der Maschinen, Hersteller

und Chargennummern von Platten

und Druckfarben. Mit quintXprint nutzen

wir ein Qualitätssicherungssystem, das mit

bekannten, frei erhältlichen Kontrollkeilen

arbeitet, die je nach Möglichkeit mehrfach

auf dem Druckbogen positioniert werden.

Ist es überhaupt sinnvoll, neben den

Daten der Regelanlage zusätzliche Werte

auszuwerten?

Erwin Erler: Die Regelanlagen sind hervorragend

geeignet, Produktionen konstant zu

halten. Übergreifend aber erscheint es uns

sinnvoll, nicht interpretierte L*a*b*-Werte

aus unterschiedlichen Regelanlagen zu er-

16 VDMB KOMPASS 04.2013


Technik: Qualitätsmanagement

Beispiel der graphischen Auswertung

eines Langzeitverlaufs

halten, sondern reine Spektral-Werte, unabhängig

von den unterschiedlichen Maschinen.

Nur so lassen sich Produktionen aus

unterschiedlichen Anlagen wirklich miteinander

vergleichen. Die Messungen müssen

allerdings per Hand durchgeführt werden.

Wie gehen Ihre Drucker mit dem Mehraufwand

der händischen Messung um?

Erwin Erler: Wir haben von Anfang an

alle Drucker in die Planung mit einbezogen.

Letztendlich dauert die Messung eines

Bogens oder eines Abschnitts mit der

maximalen Anzahl der Kontrollkeile keine

30 Sekunden – das ist auch während der

normalen Produktion leicht zu bewerkstelligen.

Die Jobbeschreibungen werden auch

nur einmal erfasst und hinterlegt. Somit

beschränkt sich der Verwaltungsaufwand

auf nur wenige Klicks. Natürlich liegt zu

den einzelnen Messungen eine klare Benennungsanweisung

vor, damit die Datenbank

die Messungen auch eindeutig zuordnen

kann. Aber die Anfangsschwierigkeiten

dazu haben wir schnell überwunden.

Das bedeutet aber auch, dass durch die

Messungen auch die Arbeitsqualität der einzelnen

Mitarbeiter beurteilt werden kann?

Erwin Erler: Dieser Aspekt steht bei uns

nicht im Vordergrund. Im Übrigen sehen es

die Mitarbeiter sportlich: Wer erreicht die

meisten Qualitätspunkte…

Wie beurteilen Sie die Anfangsinvestition,

die Sie tätigen mussten, um das System

zum Laufen zu bringen?

Erwin Erler: Auf den ersten Blick ist eine

Investition von ca. 10.000 Euro für ein zusätzliches

Qualitätssicherungssystem sicherlich

nicht wenig. Wenn man aber die einzelnen

Posten getrennt voneinander betrachtet,

entfällt der Großteil auf ein Messgerät, das

die vorhandene Palette im Haus optimal

ergänzt. Wir haben auch einen Messtisch

angeschafft, der generell die Messungen in

Vorstufe und Druck erheblich erleichtert.

Worin sehen Sie den wichtigsten Wert des

Systems?

Erwin Erler: Das System ist hervorragend

geeignet, die Ergebnisse von Wiederholaufträgen

zu vergleichen, verschiedene Maschinen

und auch Druckstandorte zu koordinieren

oder die Entwicklung von Maschinen,

Materialien und Hilfsstoffen zu überwachen.

Es ist nicht mehr nötig, Testdrucke an unterschiedlichen

Standorten und Maschinen

durchzuführen, um die Leistungsfähigkeit

von Mensch und Material zu beurteilen: die

Qualitätspunkte des Systems geben eindeutig

Auskunft!

Welche Vorarbeiten waren in Ihrem Haus

zur Installation des Systems notwendig?

Erwin Erler: Die erfolgreiche Nutzung eines

Qualitätsmanagement-Systems beschränkt

sich nicht auf die Installation einer bestimmten

Software. Vielmehr muss im Vorfeld

zwingend der Standard des Unternehmens

– die gewünschte Qualität – vom Verkauf,

über die Sachbearbeitung bis hin zur Technik

und Logistik definiert und beschrieben

werden. Die passende Software kann nur

dazu dienen, an den festgelegten Kontrollpunkten

Auskunft über den tatsächlichen

Stand der Produktqualität zu geben. Ohne

die vorhergehende Personalentwicklung und

dem Verständnis für die produktionsbegleitenden

Maßnahmen, ohne eine saubere

Prozesskalibration und dem Know-how im

eigenen Haus über die nötigen Korrekturund

Optimierungsmöglichkeiten wird auch

das ausgefeilteste QM-System nicht das gewünschte

Ergebnis bringen.

Warum haben Sie sich für eine neue Lösung

wie quintXprint entschieden?

Erwin Erler: Uns hat der Leistungsumfang

der Software überzeugt. Nicht nur, dass die

Ergebnisse online verfügbar sind und von

überall her eingesehen werden können, sondern

dass die Bewertung sowohl aus harten

Messfakten wie auch aus weichen Beurteilungskriterien

besteht, die dazu noch individuell

gewichtet werden. Die Auswertung

ist immer zweigleisig möglich: Nach den

Richtlinien und Werten der ISO oder nach

den individuell abgestimmten Druckjobs.

Besonders wichtig sind für uns die Langzeitauswertungen,

die absolut jeden Datenbankeintrag

mit einem anderen in Verbindung

bringen können. Somit ist auch eine

effektive Lieferantenbewertung möglich

geworden.

Herr Erler, vielen Dank für das Gespräch.

IHR ANSPRECHPARTNER:

Wolfgang Totzauer

Beratung Technik und Umwelt der

printXmedia Süd GmbH

Telefon 0 89/96 22 87-41, Fax -77

w.totzauer@vdmb.de

04.2013 VDMB KOMPASS 17


Umwelt: Klimainitiative

Projekt: LifeStraw ®

Wasseraufbereitung, Kenia. Das Verteilen moderner Wasserfilter spart CO2, da das sonst übliche

Abkochen von Trinkwasser entfällt. Das Projekt ermöglicht ca. 4,5 Millionen Menschen

in Kenia ferner erstmals einen einfachen Zugang zu sauberem Wasser und schafft für die

lokale Bevölkerung tausende Beschäftigungsmöglichkeiten während der Projektphase.

18 VDMB KOMPASS 04.2013

Projekt: Deponiegas

Ankara, Türkei: In der Mülldeponie Mamak werden Deponiegase zur Erzeugung umweltfreundlicher

Energie genutzt. Das Projekt spart jährlich über 400.000 t CO2 ein. Die Abwärme wird für

Gewächshäuser verwendet.


Umwelt: Klimainitiative

Klimarechner weiterentwickelt:

mehr Service, weniger Kosten

Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Kompensationsprojekten

Der Klimarechner des Bundesverbands

Druck und Medien bietet eine moderne und

hochaktuelle Möglichkeit, Ihren Kunden

klimaneutrale Druckprodukte anzubieten.

Die Verbände Druck und Medien und die

printXmedia-Gesellschaften haben das erfolgreiche

Produkt weiterentwickelt und auf

die nächste Qualitätsebene gehoben.

Ab dem 1. Januar 2014 arbeitet der VDMB

mit einem neuen Partner zusammen. Dies

ermöglicht, die Kosten für das klimaneutrale

Drucken zu reduzieren, noch flexiblere

Angebote zu machen, den Verwaltungsaufwand

zu minimieren und die Liquidität in

der Auftragsabwicklung zu erhöhen.

Gemeinsam mit unserem neuen Partner

ARKTIK, einem renommierten und mehrfach

ausgezeichneten Klimaschutzunternehmen,

bietet Ihnen der VDMB folgende vorteilhaften

Neuerungen:

• Die bisherige Bearbeitungsgebühr für

den einzelnen Auftrag entfällt. Das spart

Kosten!

• Die Einschränkung auf ein einziges Kompensationsprojekt

entfällt. In Zukunft

gibt es eine Wahlmöglichkeit zwischen

Wasserkraft, Windenergie und Energiesparen

in Afrika. Damit wird mehr

Kundenservice geboten!

• Die Pflicht zur Kreditkartenabrechnung

entfällt. Der Klimarechner wird in

Zukunft auf Rechnung genutzt und der

Kunde erhält eine Monatsabrechnung

gesammelt von der pXm-Gesellschaft.

Das reduziert Aufwand und schafft

Liquidität!

• In Zukunft beauftragen die pXm-

Gesellschaften die CO2-Kompensation

für Ihre Kunden direkt bei

ARKTIK. Damit ergibt sich eine

Lieferantenschnittstelle weniger, denn

der einzige und verlässliche Partner

wird die pXm-Gesellschaft. Das

reduziert den Verwaltungsaufwand!

Unsere erfahrenen Berater aus dem Bereich

Technik und Umwelt unterstützen

Sie gerne!

IHR ANSPRECHPARTNER:

Wolfgang Totzauer

Beratung Technik und Umwelt

der printXmedia Süd GmbH

Telefon 0 89/96 22 87-41, Fax -77

w.totzauer@vdmb.de

Unsere Leistungen:

Mit Ihrer Teilnahme an der Klimainitiative der Druck- und Medienverbände erhalten Sie

den Zugriff auf unseren internetbasierten CO2-Rechner und können CO2-Emissionen auftragsbezogen

ermitteln und bei Bedarf kompensieren. Der CO2-Rechner wird von uns individuell

auf Ihr Unternehmen angepasst. Sie und Ihre Mitarbeiter erhalten eine Schulung zum

Thema Klimawandel und CO2-Emissionen.

Ihr Vorteil:

Sie erhalten unser Gütesiegel „Print CO2-geprüft“ zur Auszeichnung Ihres Betriebes sowie

„Print CO2-kompensiert“ für Ihre CO2-kompensierten/klimaneutralen Produkte. Sie positionieren

sich als aktives, innovatives und umweltbewusstes Unternehmen und erzielen einen

Imagegewinn gegenüber Ihren Mitarbeitern und Ihren Kunden. Darüber hinaus sparen Sie

Energiekosten, aufgrund der Erkenntnisse aus der Energieeffizienzanalyse und einem bewussteren

Umgang mit Energie.

Print

kompensiert

Id-Nr. 1334046

www.bvdm-online.de

Wieviel CO2 bei diesem Heft kompensiert

wurde, sehen Sie, wenn Sie die Id-Nr.

unter www.bvdm-online.de eingeben!

04.2013 VDMB KOMPASS19


VDMB: Kooperationen

„Seilschaften können lebensnotwendig sein!“

Beim Kooperationstag des VDMB vermittelte Extrembergsteiger

Thomas Huber die Analogie von Berg und Beruf

ZUSAMMEN

ZUM ZIEL

Umfrage bestätigt hohen Stellenwert von

Kooperationen: 84 Prozent bewerten Kooperationen

als wichtig oder sehr wichtig.

Fast 100 Teilnehmer haben bundesweit mit

1.738 Antworten an der Online-Umfrage

des Verbands Druck und Medien Bayern zu

Kooperationen in der Druckindustrie teilgenommen

und die Ergebnisse beim Kooperationstag

Druckindustrie der Öffentlichkeit

vorgestellt.

Wie wichtig sind Kooperationen

für den zukünftigen Erfolg Ihres

Unternehmens?

10%

NEUTRAL

9%

NICHT

WICHTIG

36%

WICHTIG

3%

NUTZLOS

42%

SEHR WICHTIG

Über 80 Prozent halten Kooperationen für

wichtig oder sehr wichtig. Lediglich 47 % der

Befragten nutzen sie jedoch schon heute.

WICHTIGES ZUKUNFTSINSTRUMENT

Mehr als 80 Prozent der Teilnehmer halten

Kooperationen für wichtig oder sehr wichtig

– sowohl für die Branche allgemein als auch

bezogen auf die Zukunft des eigene Unternehmens.

Dennoch gaben 53 Prozent an,

Kooperationen bisher wenig oder gar nicht zu

nutzen. „Das Ergebnis ist interessant. Obwohl

die überwiegende Mehrheit Kooperationen

für sinnvoll und notwendig hält, nutzt über

die Hälfte der Umfrageteilnehmer dieses Zukunftsinstrument

noch nicht wirklich. Das

bestärkt uns in unserem Anspruch, stärker

mit Veranstaltungen wie dem ersten „Kooperationstag

Druckindustrie“ über dieses Thema

aufzuklären und bei konkreten Hemmnissen

mit der Expertise des Verbands und seiner

Dienstleistungsgesellschaften zu unterstützen“,

fasst VDMB-Hauptgeschäftsführer Holger

Busch die Ergebnisse zusammen.

Der Wunsch nach besserer Auslastung

(30 Prozent) und nach einer Erweiterung des

Angebotsportfolios (24 Prozent) führen die

Liste der Beweggründe für Kooperationen

vor den Themen Kosten senken (17 Prozent),

Vertrieb effizienter gestalten (15 Prozent) und

Einkaufskonditionen verbessern (14 Prozent)

deutlich an. Angst vor dem Verlust der Eigenständigkeit

sowie die Skepsis, ob eine Kooperation

Erfolg haben kann, werden als vorsichtige

Reaktionen auf Kooperationsvorschläge

ebenso zurückgemeldet wie Neugierde und

grundsätzliche Gesprächsbereitschaft.

ERFOLGREICHER KOOPERATIONSTAG

Über 70 Entscheider der Branche waren beim

Kooperationstag des VDMB dabei und gewannen

durch Managementberatung und Praxisberichte

der Unternehmer neue Einblicke und

Erkenntnisse in dieses für viele Druckereien

so lebenswichtige Thema. Die Offenheit und

Ehrlichkeit, mit der alle Referenten ihre Erfahrungen

präsentierten, wurden aus dem Publikum

heraus explizit gelobt: „Das hätte es vor

fünf Jahren so in unserer Branche noch

nicht gegeben!“ Dieses Bild spiegelt sich

auch in der anschließenden Teilnehmerbefragung

wider: 100 Prozent der

Teilnehmer sahen ihre Erwartungen an

den Kooperationstag erfüllt oder übertroffen.

„Die große Resonanz auf unsere

Veranstaltung hat uns erfreut und bestätigt

uns, auf das richtige Thema gesetzt zu haben.

Die Gespräche und Diskussionen der Teilnehmer

aus ganz Deutschland und Österreich haben

die überragende Bedeutung des Themas

herausgestellt“, fasst VDMB-Landesvorsitzender

Christoph Schleunung zusammen. „Wir

nehmen aus diesem Tag den Auftrag mit, das

Thema weiter zu verfolgen. Gerade bei Kooperationen

kommen die Vorteile des Verbands –

Netzwerkplattform, Branchentreffpunkt und

branchenspezifisches Beratungsangebot – zum

Tragen. Hier werden wir auch in Zukunft ansetzen

und Mehrwert für unsere Mitglieder

bieten“, verspricht Schleunung.

Den ausführlichen Nachbericht

zur Veranstaltung sowie

die vollständige Auswertung

der Umfrage finden Sie unter:

www.vdmb.de/veranstaltungen

20 VDMB KOMPASS 04.2013


VDMB: Ausbildung

Neu: Prüfungsabnahme bei der üba

Abschlussprüfung für MT-Druck im Zentrum für Druck und Medien möglich.

Neue Digitaldruckmaschine ergänzt den Maschinenpark des VDMB

Die üba gGmbH, die überbetriebliche Ausbildung

des Verband Druck und Medien

Bayern, bietet ab diesem Ausbildungsjahr

einen zusätzlichen Service für Auszubildende

zum Medientechnologen/Medientechnologin

Druck. „Für die Bereiche Bogenoffsetdruck

(Wahlqualifikation 2-1) und

Digitaldruck (Wahlqualifikation 2-11) ist

es möglich, dass die praktischen Prüfungsdurchführungen

im Rahmen der IHK-Abschlussprüfung

für München und Oberbayern

im Zentrum für Druck und Medien

vielen Jahren zentral im Zentrum für Druck

und Medien angeboten.

PRÜFUNGSVORBEREITUNG

Weiterhin bietet die üba Zusatzkurse an, mit

denen sich die Auszubildenden praktisch und

gezielt auf die Prüfungen vorbereiten können.

„Wir begleiten Prüflinge nun seit über 30 Jahren.

Diesen Erfahrungsschatz teilen wir gerne,

um den Auszubildenden gute Grundlagen für

eine erfolgreiche Abschlussprüfung mitzugeben‘‘,

erklären die üba-Ausbilder Renn und Rill.

Wir sind stolz auf einen solch umfangreichen Maschinenpark,

der in der heutigen Verbändelandschaft keine Selbstverständlichkeit

bedeutet. Es macht Spaß, an solchen Maschinen jungen

Menschen unser Handwerk beizubringen.

Ulrich Renn und Reinhold Rill, üba gGmbH

in Ismaning erfolgen. Somit könnten wir

jeweils eine zentrale praktische Prüfungsabnahme

durch die IHK München und Oberbayern

anbieten‘‘, erklärt Reinhold Rill, Leiter

Druck der üba.

KEIN PRODUKTIONSSTILLSTAND

IM UNTERNEHMEN

Den Ausbildungsbetrieben bietet sich damit

die Möglichkeit, ihren Auszubildenden ein

professionelles Prüfungsumfeld anzubieten,

ohne die eigene Produktion für die Prüfung

anhalten zu müssen. Denn immerhin haben

die Prüflinge Anspruch auf sieben Stunden

Zeit an der Maschine für die praktische Prüfung.

„Nicht jedes Unternehmen kann oder

will sich einen so langen Stillstand für die

Prüfung leisten. Wir rechnen daher damit,

dass sich viele Unternehmen für unser Zusatzangebot

entscheiden‘‘, weist der Technische

Leiter der üba, Ulrich Renn, auf die

Vorteile für die Ausbildungsbetriebe hin.

Die üba hat bereits langjährige Erfahrung

in der zentralen Prüfungsabwicklung mit

der IHK München und Oberbayern. Denn

die Abschlussprüfungen für Mediengestalter

Digital und Print werden bereits seit

Neben einer Heidelberger Speedmaster SM

74 im Bogenoffset verfügt die üba gGmbH

seit kurzem über eine Heidelberger Linoprint

751 für den Digitaldruckbereich.

Der Verband Druck und Medien Bayern

hat 60.000 Euro in eine Heidelberg Linoprint

C751 Ex für seine überbetriebliche Ausbildung

investiert. Die Maschine verfügt zusätzlich

über einen Broschürenfinisher und einen

Trimmer. „Mit diesem Investment bekräftigen

wir unseren Anspruch, in der üba auf

modernen und hochwertigen Maschinen auszubilden.

Bei uns finden die Auszubildenden

perfekte Bedingungen vor, um zu lernen und

sich auf eine erfolgreiche Prüfung vorzubereiten“,

freut sich Hauptgeschäftsführer Holger

Busch über die neueste Errungenschaft.

Mit dem Kursplan 2014 werden die Kurse

Digitaldruck I und – darauf aufbauend –

Digitaldruck II angeboten. Damit deckt die

überbetriebliche Ausbildung des VDMB auch

alle Anforderungen der IHK für die praktische

Abschlussprüfung der Medientechnologen

Druck Fachrichtung Digital ab.

Die Investition wird vom Bayerischen

Staatsministerium für Wirtschaft und Medien,

Energie und Technologie gefördert.

Perfekte Bedingungen für Auszubildende –

nun auch im Digitaldruck. Die neue Digitaldruckmaschine

Linoprint 751 der üba.

IHR ANSPRECHPARTNER:

Reinhold Rill

Leiter Druck der ÜBA gGmbH

Telefon 0 89/96 22 87-33, Fax -77

r.rill@vdmb.de, www.vdmb.de

04.2013 VDMB KOMPASS 21


Passavia Druckservice GmbH & Co. KG, Passau

Druck & Medien Award 2013 – Kunstdrucker des Jahres

Quelle: Druck&Medien

Ausgezeichnet!

HÖCHSTE QUALITÄT – MADE IN BAVARIA

Quelle: Druck&Medien

Druckerei C.H.Beck, Nördlingen

Druck & Medien Award 2013 –

Ausbildungsbetrieb des Jahres

Gleich neun Mal durften sich Mitgliedsunternehmen

des VDMB in diesem Jahr über

die Anerkennung für die Leistung ihrer Betriebe

freuen. Der Verband gratuliert den

bayerischen Gewinnern der PrintStars und

Druck&Medien Awards 2013 zu ihren herausragenden

Leistungen.

Die lange Liste an renommierten Kandidaten

für beide Druck-Preise zeigt, dass

erneut höchste Qualität im Bewerberfeld

herrschte. Umso erfreulicher ist es, dass sieben

Mitglieder des VDMB in diesem herausfordernden

Umfeld mit ihren Leistungen

überzeugen konnten.

Die Auszeichnungen in den ganz unterschiedlichen

Bereichen belegen, dass unsere

Mitgliedsunternehmen Benchmarks sowohl

in Betrieb und Belegschaft als auch bei ihren

Produkten setzen. Die vielen Kandidaten

und Ausgezeichneten verdeutlichen, welche

kreative Kraft, welche Innovation und Handwerkskunst

in unserer Branche steckt.

22

Kösel GmbH & Co. KG, Altusried-Krugzell

PrintStars – Gold in der Kategorie Druckprodukte-Bücher und Bronze

in der Kategorie Marketing-Gedruckte Eigenwerbung

Quelle: PrintStars


Alle Bilder dieser Seite – Quelle: PrintStars

Staudigl-Druck GmbH & Co. KG, Donauwörth

PrintStars – Gold in der Kategorie Druckprodukte-

Large Format Printing und Bronze in der Kategorie

Druckprodukte-Flyer, Beilagen und Prospekte

Es ist ein besonderes Gefühl, ein Verband

der Gewinner zu sein. Der VDMB ist

stolz auf seine Mitglieder, die solch herausragende

Leistungen hervorbringen.

Holger Busch, Hauptgeschäftsführer des VDMB

Systemform Datenbelege GmbH, Prien am Chiemsee

PrintStars – Silber in der Kategorie Marketing-Gedruckte Eigenwerbung

Adverma Advertising & Marketing GmbH, Rohrbach

PrintStars – Silber in der Kategorie

Druckprodukte-Large Format Printing

Presse- Druck- und Verlags-GmbH Augsburg

PrintStars – Silber in der Kategorie Druckprodukte-Zeitungen

23


Inhalt

Die Kfz-Versicherung

für die Druck- und

Medien-Branche

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Haben Sie schon darüber nachgedacht, Ihre Kfz-Versicherung zu wechseln?

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Einfache Berechnung des Beitrages anhand des Bruttolistenneupreises und der Fuhrpark-Schadenquote

der letzten 3 Jahre.

Die Vorteile:

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• Einzelpersonendeckung in der Haftpflichtversicherung 12 Mio. EUR

• Vollkaskoversicherung sowie Teilkaskoversicherung inklusive 500/150 EUR Selbstbeteiligung

• keine Kilometerbegrenzung

• keine Einschränkung im Fahrerkreis

• GAP-Deckung für Leasing- und kreditfinanzierte Fahrzeuge

• grobe Fahrlässigkeit gilt mitversichert

• Autoschutzbrief und Auslandschadenschutz inklusive

• Neuwertentschädigung für PKW bis 24 Monate

• Ersatzfahrzeug im Kasko-Schadenfall

• Kostenersatz nach Totalschaden oder Totalentwendung

• Kollision mit allen Tieren

• Marderbiss mit Folgeschäden bis 3.000 EUR

• Sonderausstattung/Mehrwerte bis 10.000 EUR beitragsfrei

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24 VDMB KOMPASS 04.2013


VDMB: CSU-Parteitag

Holger Busch im Gespräch mit dem Staatsminister

des Innern, Joachim Herrmann, MdL

Christian Orschler (r.) im Gespräch mit

dem CSU-Delegierten Johann Kott

Der Kontakt zu Europaministerin

Dr. Beate Merk bietet dem VDMB die

Möglichkeit, direkt Sorgen – zum Beispiel

im Zusammenhang mit europäischen

Werbeverboten – anzusprechen.

Der große Parteitag der CSU in

München bot einen hervorragenden

Anlass, um konkrete Gespräche

zu den kürzlich veröffentlichten „Politischen

Positionen“ des VDMB zu führen.

Gemeinsam mit der Vereinigung der Bayerischen

Wirtschaft vbw trat der VDMB

selbstbewusst und dialogoffen auf. In den

Gesprächen mit zahlreichen Entscheidungsträgern

der bayerischen Regierungspartei

konnte Hauptgeschäftsführer Holger

Busch unter anderem die Top-Themen

„Abbau der innerdeutschen Wirtschaftsförderung“,

„Strompreisentwicklung“ und

„Datenschutz“ vorbringen. Neben einem

klaren Bekenntnis der vielen Mandatsträger

zum Druck- und Medienstandort Bayern

konnten weiterführende Gespräche und

Treffen vereinbart werden.

Zahlreiche Besucher informierten

sich am Stand über

die Situation der Druckbrache

und die Positionen des VDMB

Für Print ganz vorne dabei: Der Stand des VDMB

vor dem Haupteingang des Sitzungssaals.

Holger Busch mit der Wirtschaftsund

Medienministerin Ilse Aigner

Der Sprecher der Jungen Gruppe im Landtag, Markus Blume, ist Mitglied

im Ausschuss für Wirtschaft und Medien und daher wichtiger und

kompetenter Ansprechpartner des VDMB im Bayerischen Landtag.

Bildungs- und Ausbildungsthemen

spielen eine immer

wichtigere Rolle für den

VDMB und die gesamte

Branche. Thomas Hosemann

(l.) im Austausch mit Kultusminister

Ludwig Spaenle.

04.2013 VDMB KOMPASS25


VDMB: Intern

Herzlich willkommen im VDMB

NICHT FÜR JEDEN…

„PRINT 4 RESELLER ist die Druckerei für Druckereien,

deshalb sind wir Mitglied im Verband – der Plattform für

den Austausch der Branchenkollegen!“, Olav Kollin

Seit 2009 setzt das Unternehmen mit der

erfolgreichen Positionierung des Onlineportals

www.print4reseller.com auf ein wegweisendes

Leistungsportfolio. Gemäß der

Philosophie „Standardauftrag trifft Service“

ist die Kollin Mediengesellschaft mbH mit

ihren 50 Mitarbeitern am Standort Neudrossenfeld

kompetenter Partner von Wiederverkäufern

und deren Kunden im europäischen

Raum. Ob nun standardisierte

und damit kostengünstige Druckprodukte

oder hochwertiger Einzeldruck für exklusive

Ansprüche benötigt werden, die Kollin

Mediengesellschaft schafft durch innovative

und effektive Lösungen mehr Freiraum für

das Kerngeschäft Ihrer Kunden. So verhilft

die Kollin Mediengesellschaft Wiederverkäufern

zu eigenen Onlineshops, um deren

Produkte professionell und individuell zu

bewerben und wickelt kompetent im Hintergrund

die Anforderungen ab. Die Shoplösungen

dienen dazu, als Unternehmen

präsent zu sein, Preise transparent zu kommunizieren

und den Vertriebsmitarbeitern

dadurch Anknüpfungspunkte für Verkaufsgespräche

zu liefern. „Bisher funktionierende

Geschäftsmodelle sind schnell überholt,

die Karten werden neu gemischt. Auch die

Entwicklungszyklen werden immer kürzer.

Wir sprechen heute nicht mehr von Jahren,

sondern von Monaten. Die Frage lautet:

Will man den Markt oder Maschinen besitzen?“,

so Olav Kollin, Geschäftsführer der

Kollin Mediengesellschaft.

… ABER FÜR SIE!

PRINT 4 RESELLER

Olav Kollin

Gutenbergstraße 1–3, 95512 Neudrossenfeld

Telefon +49(0)9203609-50, Fax +49(0)9203609-11

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Stabilität und Sicherheit.


VDMB: Intern

E-tikett

Der Etiketten-Webshop

Nice’n easy

Einmaliges Two-in-one E-Commerce Konzept

für Etikettendruck und Etikettendesign

E-TIKETT konnte im letzten Jahr den

Druck & Medien Award Rubrik E-Commerce“

gewinnen und wurde 2013 mit dem

Innovationspreis IT „Best of 2013 E-Commerce“

ausgezeichnet.

Ralph Zimmermann, Grafik, IT und Marketing,

und Peter Sauter, Drucktechnik und

Logistik, komplettieren das Management

Team, das alle für das Betreiben des Shops

notwendigen Kompetenzen vereint.

Für die Zukunft sind noch sehr spannende

Erweiterungen in Funktion und Produktportfolio

geplant.

Die besten Köpfe für

Ihr Unternehmen

Jede Vakanz bietet auch eine

neue Chance

Die Druckindustrie steht vor neuen Herausforderungen.

Neue Wettbewerber, neue

Technologien, neue Kundengruppen, sinkende

Auflagen, zunehmende Segmentierung.

Hier gilt es, die Situation zu antizipieren

und nicht zu reagieren. Lassen Sie uns

gemeinsam über Ihre Ziele nachdenken und

darüber, wie neue Führungskräfte und Spezialisten

Sie weiterbringen können. Lassen

Sie uns über Profile diskutieren. Nutzen Sie

mich als Sparringspartner fürs Querdenken.

E-TIKETT ist vor über zwei Jahren aus

der Idee von Reiner Zimmermann, bei

E-TIKETT zuständig für Strategie und Vertrieb/Marketing,

entstanden. Es sollte kleinen

und mittleren Kunden aus den Bereichen

Kleinbrennereien, Obstsaftabfüller, Imker,

Hofläden etc. eine Plattform mit tollen Basisdesigns

angeboten werden, die dann der Kunde

nach seinem Geschmack gestalten konnte.

Im Laufe der Zeit ist aus der Idee ein Konzept

mit einem weitaus breiteren Anwendungsspektrum

geworden. Heute präsentiert sich

der Onlineshop als komfortable, konsequente

und klare Anwendung bestehend aus Profi-Shop

und Design-Shop. Alle Funktionen

wurden vom Kalkulator bis zu den Designtools

individuell für dieses Geschäftsmodell

programmiert.

Im Gegensatz zu den für den Kunden aus

Industrie und Handel zeitaufwändigen klassischen

Anfrage- und Bestellprozessen, ermöglicht

der Profi-Shop durch einfachstes Handling

einen unkomplizierten Kalkulations- und

Bestellvorgang. Für Kunden, die keinen eigenen

Grafiker haben oder bezahlen möchten,

ist der Design-Shop die richtige Lösung. Dort

kann man aus einer großen Anzahl von ansprechenden

Basisdesigns, ganz einfach und

bequem, sein eigenes, individuelles Etikett

erstellen und mit Hilfe eines leicht zu bedienenden

Kalkulators bestellen.

ZUM BEITRITT:

„Aus der Druckbranche kommend fühlen

wir uns der „Druckfamilie“ verpflichtet. Der

Austausch an Informationen und Erfahrungen

innerhalb der Druckbranche ist immens

wichtig für uns. Wir wollten auch ein Zeichen

setzen, dass ein Online Shop für Printprodukte

keine Arbeitsplätze vernichtet, sondern

helfen kann neue Geschäftsfelder zu erobern.

Natürlich sind wir gerne bereit, unsere Erfahrungen

mit anderen Mitgliedern zu teilen. “

E-TIKETT

Benno-Mayer-Straße 8, 90763 Fürth

Telefon +49(0)911/5192754

www.e-tikett.de

Mein Name ist Andreas Hensing. Gemeinsam

mit dem Team von „Global Recruiting

Consultancy“ habe ich es mir zur

Aufgabe gemacht, die besten Köpfe zu

finden. Weltweit und in Ihrer Nähe. Im

Druck-, Medien- und Verpackungsbereich

bearbeite ich unsere gemeinsamen Projekte

persönlich – mit 25 Jahren Druck- und

Medienerfahrung als Manager und Berater.

Ich spreche Ihre Sprache, verstehe Ihr

Geschäft, sehe Ihren Bedarf.

GLOBAL RECRUITING CONSULTANCY

Poststraße 33, 20354 Hamburg

Telefon +49(0)40/35085845

www.global-recruiting.de

04.2013 VDMB KOMPASS 27


VDMB: Intern

Chef sein will gelernt sein!

Juniorenkreis des VDMB: Nachwuchsführungskräfte bilden neues Netzwerk

Unter dem Motto „Auf dem Weg zum Chef“

traf sich der neu gegründete VDMB-Juniorenkreis

in Oberjoch. Um sich diesem verantwortungsvollen

Thema sicher zu nähern, führte

der erfahrene Berater, Trainer und Coach Bernd

Sehnert die Teilnehmer in das Thema ein.

FÜHRUNGSAUFGABE IM

EIGENEN UNTERNEHMEN

Welche neue Rolle übernehme ich – selbst

wenn mich viele Mitarbeiter bereits seit Kindesbeinen

kennen? Welche Führungsstile

gibt es? Wie gehe ich mit Macht um? Wie

delegiere ich richtig und welche Formen der

Mitarbeitergespräche gibt es? Diese und viele

weitere Fragen wurden in dem umfassenden

Workshop gemeinsam bearbeitet. Dabei

brachten die jungen Teilnehmer auch eigene

Problemstellungen mit ein.

Es wurde insbesondere der psychologische

Bereich des „Chef-Seins“ beleuchtet und

erklärt. So lernten die Teilnehmer, sich als

Führungskräfte zu verstehen und zu akzeptieren.

Darüber hinaus wurden, mit einigen

spielerischen Methoden, unterschiedliche

Führungsaspekte einprägsam geübt und dargestellt.

Am Ende des Tages war das Résumé

eindeutig: Führung ist ein spannendes und

unverzichtbar wichtiges Thema für die Junioren,

bei dem es noch viel zu lernen gibt!

AM BESTEN: HOLE-IN-ONE

Nach dem anstrengenden Seminartag konnten

sich die Teilnehmer am darauffolgenden

Tag in einer ganz anderen Disziplin beweisen

– dem Crossgolf. Die frei wählbaren Ziele

waren sehr kreativ und gar nicht mal so

einfach zu schlagen, doch der Spaß an der

Sache überwog die teilweise verzweifelte Suche

nach dem eigenen Ball im Gebüsch um

ein Vielfaches.

Das Fazit der Teilnehmer zum ersten Juniorenkreis

war eindeutig: Weitermachen!

Das nächste Treffen der

Junioren des VDMB findet

am 21. März 2014 statt.

28 VDMB KOMPASS 04.2013


Inhalt

DER GEPRÜFTE

DIGITAL PUBLISHER

Unsere Dozenten stellen den Lehrgang vor:

PUBLISHING

PROJEKTE LEITEN

E-BOOKS ANLEGEN

JAVA SCRIPT LERNEN

APPS ERSTELLEN

JÖRG FRIEDRICH

HELGA KLEISNY

INFOS UND ANMELDUNG:

WWW.VDMB.DE/D-PUBLISH

CHRISTIAN WENZ

CROSSMEDIA

ANIMATIONEN

ERZEUGEN

FILME SCHNEIDEN

FLEXIBLES WEB-

DESIGN UMSETZEN

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OLIVER WANKE

JONAS HELLWIG

INFORMATIONEN

Start am Do 13. März 2014 mit Modul 1

insgesamt 13 Tage von 9:00 Uhr bis ca. 16:30 Uhr

2.990,– für Mitglieder (3.780,–) zzgl. MwSt.

Prüfungsgebühr 170,– je Prüfling zzgl. MwSt.

Anmeldung unter wwww.vdmb.de/d-publish

* Bei einer Anmeldung bis zum 14. Februar 2014 gewähren wir einen Frühbucherrabatt von 10% auf die Teilnahmegebühr.

04.2013 VDMB KOMPASS 29


VDMB: Klausur der Vorstandschaft

Die großen Herausforderungen

der

Branche meistern

Vorstandschaft berät über Verbandsprogramm 2014

In einem neuen offenen Dialogformat beriet

die VDMB-Vorstandschaft (Vorstand plus

Bezirksvorsitzende) auf einer Klausurtagung

im November über die Inhalte des Verbandsprogramms

2014. Dabei waren sich die Teilnehmer

einig, dass die wesentlichen Grundlagen

für ein erfolgreiches weiteres Jahr mit

den Weichenstellungen des laufenden Geschäftsjahres

bereits gelegt wurden.

JAHRESRÜCKBLICK

„Insgesamt war das Jahr 2013 für den

VDMB geprägt durch zahlreiche Veränderungen

und Neuerungen. So haben wir dem

Verband auf der Basis eines komplett neuen

Corporate Designs einen neuen Auftritt in

allen Print- und Online-Medien gegeben,

mit der Kampagne „Die Zukunft wird gedruckt“

erstmalig Branchenmarketing für

unsere Mitgliedsunternehmen und für Print

aufgelegt, eine Jahrestagung in Augsburg mit

einigen neuen Formaten durchgeführt, die

bei unseren Mitgliedern sehr gut angekommen

sind, bei der Mitgliederversammlung

den Vorstand und einen neuen Vorsitzenden

gewählt, mit den Politischen Positionen und

unserer Vertretung beim CSU-Parteitag das

politische Profil des VDMB geschärft, mit

den VDMB-Stammtischen in den Bezirken

neue regionale Veranstaltungsformate für

den Austausch unserer Mitglieder aufgelegt,

mit der ersten Gautschfeier im Zentrum für

unsere Mitgliedsunternehmen und deren

Auszubildende eine alte Druckertradition

zum Leben wiedererweckt und mit dem

Kooperationstag unsere erste Schwerpunktveranstaltung

zu den großen Branchenthemen

erfolgreich durchgeführt. Ich denke,

wir können mit der Entwicklung des Verbands

in diesem Jahr insgesamt sehr zufrieden

sein. Das zeigt nicht nur das Feedback

unserer Mitgliedsunternehmen, die diese

Entwicklung aufmerksam und wohlwollend

verfolgt haben, sondern auch das Feedback,

das wir von potenziellen neuen Mitgliedsunternehmen

erhalten“, fasste der Landesvorsitzende

Christoph Schleunung im Namen

der Vorstandschaft zusammen.

ZUKUNFTSAUFGABEN DEFINIERT

Der Schwerpunkt des Arbeitstreffens lag

jedoch auf dem Blick in die Zukunft. In

unterschiedlichen Arbeitsgruppen und in

großer Runde erarbeiteten ehrenamtlich

und hauptamtlich Aktive des Verbands die

Stärken und Schwächen des derzeitigen

Leistungskatalogs, die Top-Herausforderungen

der Unternehmen für die kommen-

30 VDMB KOMPASS 04.2013


VDMB: Klausur der Vorstandschaft

den Monate und Ansätze, wie der Verband

seinen Mitgliedern genau zu diesen Herausforderungen

Hilfestellungen anbieten kann.

Unter Leitung des erfahrenen und

branchenkundigen Moderators Jürgen

Schmidt-Hillebrand wurden im Wesentlichen

sechs Themenkomplexe herausgearbeitet,

in denen vom Verband konkrete Angebote

erwartet werden:

• Qualifikation/Management/

Mitarbeiterführung

• Vertriebskompetenz/Marketing/Schulung

• Geschäftsmodelle/Strategie/Nachfolge

• Branchen-Image

• Innovation/Produktentwicklung

• Kosten/Energie/Tarife/Finanzierung

Im Workshop-Format wurden Vorschläge

gesammelt, mit welchen Informationsangeboten,

Veranstaltungen, Schulungen und

politischer Einflussnahme der Verband und

seine Tochtergesellschaften den Erwartungen

der Mitglieder gerecht werden können. Die

Geschäftsstelle wird diese Vorschläge auf

Umsetzbarkeit prüfen und dem Vorstand ein

Umsetzungskonzept vorlegen.

Christoph Schleunung fasste nach der

Klausurtagung zusammen: „Wir haben uns

intensiv mit den zukünftigen Entwicklungen

unserer Branche auseinandergesetzt. Wir

haben uns die Frage gestellt, wie die Unternehmen

unserer Branche mit diesen Herausforderungen

umgehen. Und wir haben für

unseren Verband die wesentlichen Themen

behandelt, wie wir denn mit dieser schwierigen

Branchenentwicklung als Verband und

als VDMB-Gruppe umgehen.“ Er dankte

allen für ihre engagierte Mitarbeit, die guten

Ideen und plausiblen Vorschläge.

Das auf Zusammenarbeit und Mitwirken

ausgelegte Format stieß bei allen Teilnehmern

auf große Zustimmung. „Wir haben

eine aktive und engagierte Vorstandschaft.

Mir und allen hauptamtlichen Kolleginnen

und Kollegen ist es wichtig, dass wir uns bei

der täglichen Arbeit für den Verband auf die

Unterstützung und Rückendeckung durch

unsere ehrenamtlichen Mandatsträger, die

letztlich die Stimme unserer Mitglieder darstellen,

verlassen können“, fasste Hauptgeschäftsführer

Holger Busch zusammen.

IHR ANSPRECHPARTNER:

Holger Busch

Telefon 089/33036-110

h.busch@vdmb.de

www.vdmb.de

04.2013 VDMB KOMPASS 31


VDMB: Intern

Was macht eigentlich…

Alenka Bele?

In unserer Rubrik „Was macht eigentlich …?“ stellen wir Ihnen in jeder Ausgabe

einen Mitarbeiter des VDMB und seinen jeweiligen Aufgabenbereich vor.

Flyer

Plakate

Broschüren

Werbeplanen

T-Shirts

Aufkleber

Plots

(fast) alles,

was bedruckt

werden kann

Dank

– dem Wiederverkäufer-Online-Portal –

nie wieder

Druckaufträge

ablehnen,

weil man sie nicht kostengünstig

produzieren kann!

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„Wer ist dafür eigentlich zuständig?“, „Ist Herr

Busch heute im Haus?“, „Wann findet die

nächste Vorstandssitzung statt?“ – im Zweifel

ist Alenka Bele immer die richtige Ansprechpartnerin.

Als Assistentin der Geschäftsleitung

sitzt sie in der Schaltzentrale des VDMB. Sie

organisiert Veranstaltungen, pflegt die Mitgliederdatenbank,

kümmert sich um die Hausverwaltung

und plant Sitzungen. So ist sie für

die interne Organisation einerseits und mit der

Pflege und Koordination von Außenkontakten

des VDMB andererseits betraut.

Daneben sorgt sie auch für das „Drumherum“.

Sie organisiert die Weihnachtsfeier und sorgt für

gute Stimmung im Team. In diesem Jahr hat sie

den „VDMB-Kuchentag“ initiiert, bei dem reihum

ein Mitarbeiter Kuchen für die Kollegen mitbringt.

„Ich liebe gutes Essen!“ – für Alenka Bele

ist das der Hauptgrund, weshalb sie regelmäßig

Sport treibt. Unter dem Motto „Sprint for Print“

nahm sie zusammen mit dem VDMB-Team

beim diesjährigen Münchner B2RUN teil – auch

hier brachte sie vollen Einsatz.

Bevor sie im Jahr 2012 zum VDMB kam, war

sie drei Jahre als Vorstandssekretärin in München

beschäftigt. Sie hat ihr Abitur an einer Abendschule

nachgeholt und im letzten Jahr ihren

Fernlehrgang zur Management-Assistentin bestanden.

Ursprünglich kommt sie aus Hannover,

doch sie fühlt sich mittlerweile in München „sauwohl“.

Kein Wunder: Alenka Bele ist gerne in den

Bergen, fährt Ski („mehr schlecht als recht“) und

mag Südtirol. Um sich an kalten Winterabenden

zu beschäftigen hat sie sich kürzlich eine Nähmaschine

gekauft. Sie versorgt ihre Patenkinder,

Freunde und Kollegen mit Selbstgenähtem, von

der Kosmetiktasche bis hin zur Jacke.

Ihre Kolleginnen und Kollegen schätzen

ihre Zuverlässigkeit, ihren Humor und ihren

120-prozentigen Einsatz. Sie ist immer für einen

Spaß zu haben und meist gut gelaunt. Es

soll wohl auch schon vorgekommen sein, dass

sie mal lauter wurde. Zuhause favorisiert sie

dann aber wieder die leisen Töne: Im Sommer

des Jahres hat sie mit Cello-Unterricht angefangen

– „als Ausgleich zum manchmal nervenaufreibenden

Arbeitsalltag“.

ZUR PERSON

Alter: 39 Jahre, ledig, zwei Patenkinder,

keine Haustiere

Position: Assistentin der Geschäftsleitung

KONTAKT

Verband Druck und Medien Bayern e. V.

Friedrichstraße 22, 80719 München

Alenka Bele,

Telefon 089/33036-111, Fax -150

a.bele@vdmb.de, www.vdmb.de

32 VDMB KOMPASS 04.2013


Aus den Betrieben

Aus den Betrieben

Aktuelles aus unseren Mitgliedsunternehmen

Hannes Riebl feiert 60. Geburtstag

Hannes Riebl, erfolgreicher Siebdruck-Unternehmer und langjähriges,

aktives Mitglied des VDMB, feierte in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag.

Im Jahr 1977 gründete Hannes Riebl sein Unternehmen Riebl-Siebdruck.

Dieses ist ein mittlerweile international tätiges Unternehmen mit

den Produktschwerpunkten Funktionsfolien und Industriekennzeichnung.

Mit seinem Betrieb hat er zahlreiche Erfolge aufzuweisen: Riebl erhielt

unter anderem zweimal den „Bayerischen Qualitätspreis“ und viele

andere Auszeichnungen in den Bereichen Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit

und Ausbildung. Es lag ihm schon immer viel daran, sich außerhalb

seines Unternehmens zu engagieren. Seit 1979 ist er Mitglied im

Verband Druck und Medien. Zahlreiche Ehrenämter auf Landes- und

Bundesebene hat Hannes Riebl im Laufe der Jahre bekleidet und er hat

sichtlich Spaß an dieser Arbeit. So übernahm er in diesem Jahr kurzfristig

den kommissarischen Vorsitz des VDMB. Eine Aufgabe, die er – wie sollte

es anders sein – hervorragend erfüllte. Bis heute ist er erster Stellvertreter

des Landesvorsitzenden und Mitglied im Hauptvorstand des bvdm.

Die Vorstandskollegen des VDMB gratulieren

Der VDMB bedankt sich für das langjährige Engagement und

wünscht von Herzen alles Gute!

Passavia feiert 125-jähriges Bestehen Bruder Sturmius wird 80

Die PASSAVIA Druckservice GmbH & Co.

KG hatte in letzter Zeit wahren Grund zur

Freude. Das Druckunternehmen feiert in

diesem Jahr 125-jähriges Bestehen. Die Passavia

wurde bereits im Jahr 1888 gegründet,

ist heute eine der renommiertesten Bogendruckereien

in Deutschland und Europa

und hat ihren Sitz im niederbayerischen

Passau. Die hohen Ansprüche an Qualität

sowie der Wille zur ständigen Innovation

haben die Passavia über die Jahrzehnte geprägt.

So wurde das Unternehmen bereits

mit über 150 Auszeichnungen der Stiftung

Die Mitarbeiter der Passavia

Buchkunst prämiert. Bei Passavia gehen seit

vielen Jahrzehnten namhafte Künstler, Liebhaber

schön gemachter Bücher und große

Verlegerpersönlichkeiten ein und aus. Viele

Bücher renommierter deutscher Verlage tragen

den Namen der Passavia in die Bücherwelt

hinaus.

Erst kürzlich konnte das Unternehmen

wieder in Berlin bei den „Druck & Medien

Awards 2013“ überzeugen. Die Passavia wurde

mit dem Award „Kunstdrucker des Jahres“

für ihr Buch „Waits/Corbijn“ ausgezeichnet.

Der VDMB gratuliert ganz herzlich!

Die Vier-Türme GmbH der Abtei Münsterschwarzach

hat was zu feiern: Br. Sturmius

wurde 80 und blickt auf schöne und erfolgreiche

Jahre zurück. Am 3. November 1933

in Dörfleins-Hallstadt geboren, zog es Josef

Stöcklein ins Kloster. Seit 1950 lebt er als

Br. Sturmius in der Benediktiner-Abtei. Von

Anfang an begann er gleich eine Lehre als

Schriftsetzer, gefolgt von der Buchdruckerlehre,

die er erfolgreich mit der Meisterprüfung

zum Schriftsetzer abschloss. Über 20

Jahre lang bildete er Lehrlinge aus und war

im Prüfungsausschuss der IHK Würzburg

tätig. Noch heute steht er dem Verlag der

Vier-Türme GmbH zur Seite, wenn es zur

Buchmesse oder dem Kirchentag geht. „Das

macht mir alles noch Spaß und ich hoffe es

wird einige Zeit so bleiben.“

04.2013 VDMB KOMPASS 33


Terminvorschau

Terminvorschau

KURSE FÜR

AUSZUBILDENDE

JANUAR BIS MÄRZ

KURS 660 07. 01. – 09. 01. 2014

Illustrator für Einsteiger (1)

KURS 661 13. 01. – 15. 01. 2014

Illustrator für Fortgeschrittene (2)

KURS 662 27. 01 – 14. 02. 2014

Prüfungsvorbereitung

2. Ausbildungsjahr

KURS 663 17. 02 – 07. 03. 2014

Prüfungsvorbereitung

3. Ausbildungsjahr

KURS 664 17. 02 – 19. 02. 2014

InDesign für Einsteiger (1)

KURS 665 24. 02 – 26. 02. 2014

InDesign für Fortgeschrittene (2)

KURS 666 10. 03 – 28. 03. 2014

Prüfungsvorbereitung

3. Ausbildungsjahr

16. Januar 2014

Workshop Lean-Management, Ismaning

29. Januar 2014

Unternehmerseminar Alpbach/Tirol, bis 1. Februar

30. Januar 2014

PRINT KOMPAKT – Quark X Press 10, Ismaning

13. Februar 2014

Workshop: Der neue PSO – Fortschritt oder Ärgernis?

21. März 2014

Juniorenkreis des VDMB

26. März 2014

Agiles Publishing, Ismaning

26./27. Juni 2014

Jahrestagung bvdm und VDMB in München

KURS 667 10. 03. – 12. 03. 2014

Photoshop für Einsteiger (1)

KURS 668 17. 03. – 19. 03. 2014

Photoshop für Fortgeschrittene (2)

BITTE RECHTZEITIG ANMELDEN:

üba gGmbH

Reichenbachstraße 1, 85737 Ismaning

Telefon 089/962287-70, Fax 089/962287-77

zdm@vdmb.de, www.vdmb.de

IMPRESSUM

HERAUSGEBER:

Verband Druck und Medien Bayern e. V.,

Friedrichstraße 22, 80801 München

GESCHÄFTSLEITUNG:

Holger Busch (V.I.S.D.P.)

REDAKTION:

Thomas Hosemann

Telefon 089/33036-126

t.hosemann@vdmb.de

DRUCK:

Mayr Miesbach GmbH

SATZ:

Nicola Redeker

Telefon 089/962287-18

n.redeker@vdmb.de

ANZEIGENVERWALTUNG:

Thomas Hosemann

Telefon 089/33036-126

t.hosemann@vdmb.de

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen

und Euro-Preise gemäß

Preisliste Nr. 22 vom 1. 10. 2011.

34 VDMB KOMPASS 04.2013


Die deutschen Druckereien

gehören zu

den

vielfältigsten

und modernsten Industrien

weltweit. In

Zeiten digitaler Erfolgsmeldungen

hört man jedoch

immer häufiger die Frage:

Wie steht es

um die Zukunft

von Print?

Die Antwort ist für viele überraschend:

Print wächst – analog

wie digital. Und dafür gibt

es gute Gründe: Print wird

geschätzt, ist innovativ, nachhaltig

und erreicht die Menschen.

Dank des Internets

wird heute mehr gedruckt als

je zu vor.

www.die-zukunft-wird-gedruckt.de


FLEXIBILITY

Die Druckerei von heute muss einen Spagat beherrschen: Sie soll Kleinstauflagen ebenso

selbstverständlich liefern wie veredelte Drucksachen. Deshalb müssen Sie flexibel

aufgestellt sein: Mit Offset- und Digitaldruck sind Sie für Aufträge jeder Art gerüstet.

Durch unser Angebot profitieren Sie von beiden Welten – wir bieten Ihnen die richtigen

Lösungen aus einer Hand.

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