DAV Sektion Aachen

davaachen

DAV Sektion Aachen

Die Sektion in Aktion!

1 I 2013

Kanusport

Eine Alternative

zu Fels und Eis

Jugend

Hier ist echt was los

Mitgliederversammlung

Viel Neues aus der Sektion

DAVON: 1/13


Foto: Jutta Peters

Der Mensch

muss Erde unter

den Füßen haben,

sonst verdorrt

sein Herz.

Gertrud von le Fort

DAVON berichten wir:

Sektion Aachen des Deutschen Alpenvereins e.V.

Vorstand

Hütten und Wege

Naturschutz

Öffentlichkeitsarbeit & Service

Organisation

Geschäftsstelle

Römerstr. 41-43, 52064 Aachen

geöffnet donnerstags 16-20 Uhr

Tel: 0241 / 4014387

Fax: 0241 / 4014388

E-Mail: info@dav-aachen.de

www.dav-aachen.de

Ingrid Fündgens, Markus Koslowski

Helga Palmisano, Martina Wernerus

Liebe Leserinnen und Leser!

„Wir brauchen dich!“, lautete der Aufruf im letzten Heft. Gefolgt sind

ihm erfreulich viele. So konnten insgesamt neun neue Ehrenamtler

für die verschiedensten Aktivitäten gewonnen werden. Sogar das

Kanufahren könnte sich jetzt in der Sektion etablieren. Mehr dazu

auf Seite 22. Und nicht zuletzt hat das Redaktionsteam des DAVON

jetzt mit Julia und Marina zwei neue Gesichter. Dennoch brauchen

wir weitere Unterstützung, etwa bei der Öffentlichkeitsarbeit und

Adressen der Sektion Aachen 2

Vorwort 3

Jugend:

Was war, was ist, was wird 4

Ein Gespräch über die Jugend

Familie:

Familiengruppe Gämse 8

Jugend:

Aachen goes around Germany 9

Intergrative Klettergruppe 10

Jugend

Impressum

ganz besonders für die Unterhaltung der Hütten.

Meldet Euch - auf der linken Seite findet Ihr Euren Ansprechpartner!

Haus Rohren:

Liebe auf den zweiten Blick 11

Ausbildung

Kinder, Jugend und Familie sind für jeden Verein, der von den

Wassersport:

Kanusport im DAV? 12

Gruppen

Sport- und Wettkampfklettern

Aktivitäten und der Initiative seiner Mitglieder lebt, ganz besonders

wichtig. So haben wir diesmal keinen umfangreichen Tourenbericht

aus fernen Ländern oder wilden Bergen, sondern ganz bewußt den

Schwerpunkt auf die vielen kleinen und großen Erlebnisse gelegt, die

unsere Sektion ausmachen. Dazu gehört auch die Etablierung einer

integrativen Klettergruppe (Seite 10). Und besonders lesenswert ist

das aufschlussreiche Interview mit unserem 2. Vorsitzenden Horst

Wernerus und der Jugendleiterin Sabine Roland. Aber schaut am

Wandern:

Rettet den Wandervogel 14

Erst Tourist, dann Helfer:

10 Jahre Himalaya

Karakorum-Hilfe 16

Klettern:

Klettergarten Nordeifel 18

besten selbst hinein! Viel Spaß dabei und viel Erfolg und Gesundheit

bei allen Touren in diesem Sommer!“

Event:

Vortrags-Marathon 19

Dirk Emmerich

Verein:

Mitgliederversammlung 20

Nachwuchs für die Sektion 22

Nachgeschlagen:

Bibliothek 24

www.dav-aachen.de

http://www.facebook.com/pages/

Sektion-Aachen-im-DAV/

Chronik:

Robert Helbing 26

Nachruf:

Helmut Sistig 29

Buntes:

TourNatur, Sektionsfenster 30

Buntes Brett 31

2

DAVON: 1/13 DAVON: 1/13

3

3


Jugend

Die Anfänge des Sportkletterns - hier: Horst in Dinant (1978) Auch die Mode war damals eine andere (Horst an der Tofana, 1991)

Ein Gespräch über die Jugend

von Jan Heuermann

Erste Gletschererfahrung für die Teilnehmer des Alpincamps 2012

In den letzten Jahren ist wieder neue

Bewegung in unsere Sektionsjugend

gekommen. Als ich vor ein paar Jahren

zum DAV Aachen kam, hat es natürlich

schon ein Kinder- und Jugendangebot

gegeben; eine wirklich eigenständige Jugendabteilung

im Sinne der JDAV gab es

zu der Zeit aber nicht. Mittlerweile ist das

anders. Allein im letzten Jahr verzeichnete

unsere Sektion in der Altersklasse bis 25

Jahre einen Mitgliederzuwachs von knapp

20%, und das Jugendleiter-Team zählt

mittlerweile ein Dutzend Köpfe. Das ist

eine enorme Entwicklung!

Als Jugendleiter interessiert mich, wie sich

die Jugend und das Sportklettern über die

letzten Jahre und Jahrzehnte entwickelt

haben. Ich treffe mich mit Sabine und

Horst, um das herauszufinden. Horst ist

unser zweiter Vorsitzender und schon seit

frühen Jugendjahren aktives Sektionsmitglied.

Sabine ist nicht so lange dabei. Sie

ist seit einem Jahr Jugendleiterin und hat

somit einen anderen Blickwinkel.

JDAV steht als Abkürzung für »Jugend des

Deutschen Alpenvereins«. Die Satzung

meint damit alle Sektionsmitglieder bis

einschließlich 26 Jahre – soweit die nüchterne

Definition. Was bedeutet JDAV für

euch ganz persönlich?

Sabine JDAV bedeutet für mich, mit netten,

gleichgesinnten Leuten coole Sachen

zu erleben. Und mir macht es Spaß, mein

Wissen an Jüngere weiterzugeben und sie

für den Bergsport zu begeistern.

Horst Für mich war es eine wilde Zeit,

die begann als ich 13 Jahre alt war. Unser

Motto war: »Uns gehörte die Welt und das

Leben«. Wir wollten raus, wir wollten in

die Alpen, wir wollten viel erleben, wir

wollten klettern um (fast) jeden Preis.

Horst, du bist mittlerweile sowas wie ein

Urgestein in der Sektion. Wie hat es hier

ausgesehen, als du angefangen hast?

Horst Die JDAV in Aachen war groß, es

gab etwa 20–30 aktive Mitglieder. Leitgedanke

war nicht Sportklettern, sondern

die Vorbereitung aufs alpine Klettern. Die

Was war,

was ist,

was wird

Leistungsorientierung war schon da, aber

die ersten richtigen Sportklettergedanken

habe ich erst in den frühen 80ern wahrgenommen.

Als ich angefangen habe, waren

die Ideale noch andere. Kernthema am

Wochenende war Blens (Eifelheim), aber

auch andere Aktivitäten wie beispielsweise

Radfahren oder Kajak. Lag im Winter

genug Schnee, ging es zum Skilanglauf

nach Rohren. Mit Autos und Mobilität hat

es damals natürlich noch anders ausgesehen.

Um in die Eifel zu gelangen, gab es

verschiedene Möglichkeiten: Man fuhr

mit dem Rad, der Bahn oder trampte. Vereinzelt

sind sogar welche nachts zu Fuß

gegangen. Einen Mitfahrplatz in einem

der wenigen Autos zu ergattern war großes

Glück. Ich selbst bin oft mit dem Rad

gefahren, freitags nach der Schule ging es

los und Sonntagabend wieder retour.

Wie hat sich die JDAV dann

weiterentwickelt?

Horst Die Jugend war über viele Jahrzehnte

sehr stark und ist es nun wieder. Anfang/

Mitte der 90er Jahre hatte es einen kurzen

Einbruch gegeben. Meine Generation war

zu alt geworden und Nachwuchs war fast

nicht vorhanden. Eine Zeit lang hatte ich

auch den Eindruck, dass das Klettern bei

jungen Leuten ein bisschen ein Imageproblem

hatte. Manche brachten es eher mit

Luis Trenker und dicken Hanfseilen in

Verbindung. Das war Out und die JDAV

lief schleichend Gefahr, auszusterben.

In den 90er Jahren änderte sich dies zunehmend

und mit den ersten Kletterhallen

wandelte sich der Klettersport zur Trendsportart

für junge Leute. Mit Kai Gümperlein

ist wieder Leben in die Jugend des

DAV Aachen gekommen. Er hat Fahrten

Name

Horst

Wernerus

Alter

48

Beruf

Teamleiter

Im DAV seit

>25 Jahre

Aufgaben beim DAV

2. Vorsitzender

Bergsportdisziplinen

Klettern , Skitouren ,

Trekking

Lieblings-Hüttengetränk

Radler

Kletterheld

Wolfang Güllich

organisiert und eine aktive Gruppe aufgebaut.

Damit war wieder der Grundstein für

eine neue Generation einer aktiven Jugend

gelegt.

Warst du auch in der JDAV

mit Aufgaben betraut?

Horst Ich glaube mit etwa 18 Jahren habe

ich Kassenwart und Materialwart innerhalb

der Jugend übernommen. Als Jugendleiter

war ich nie tätig, was vielleicht daran

lag, dass ich über viele Jahre eher zu den

Jüngeren gehört habe.

Sabine, wie schaut es heute aus?

Im Moment ist ja richtig was los!

Sabine Ja, das stimmt. Es gibt derzeit fünf

Kinder- und Jugendgruppen, in denen sich

alles in allem um die 60 Kinder und Jugendliche

tummeln. Unsere Jugendleiter

sind da ziemlich gefordert, um diese Horde

in den wöchentlichen Gruppenabenden in

der Kletterhalle zu bändigen.

Worin besteht das Aktivitätsspektrum

in den Gruppen?

Sabine Hauptsächlich gehen wir Klettern,

wobei das Hallenklettern deutlich überwiegt.

Darüber hinaus unternehmen wir

an den Wochenenden auch Fahrten nach

draußen in die umliegenden Klettergärten.

Einmal im Jahr, in den Sommerferien,

geht’s für eine Woche in die Alpen – da

können wir dann die Berge und die Natur

mit der Gruppe zusammen erleben. Auch

wenn es jetzt sehr abgedroschen und pädagogisch

klingt, bei so einer Fahrt hat

jeder die Gelegenheit, seine eigene Persönlichkeit

zu festigen und Selbstverantwortung

zu lernen.

Wenn man die beiden Schilderungen gegenüberstellt,

klingt es fast so, als sei heute

alles ein bisschen »spießiger« geworden...

Horst Nein, es ist nicht spießiger, aber anders

geworden. Was auch ein bisschen an

den anderen Möglichkeiten wie Mobilität,

Routenabsicherung und den Kletterhallen

liegt. Es ist eine neue Generation und ein

anderer Zeitgeist mit eigenen Reizen und

Sichtweisen. Die Dinge verändern sich

eben.

Sabine Das sehe ich genauso. Früher haben

die Kletterer es auf sich genommen,

dass der Aufwand größer war zum Klettern

zu gehen. Wichtig war nur das Klettern

an sich. Natürlich muss man berücksichtigen,

dass es da noch keine Hallen gab

und das Klettern nur am Fels möglich war.

Daher war der Zugang zwangsläufig ein

ganz anderer. Heute ist alles schnelllebiger

geworden, man nimmt sich teilweise

nicht mehr richtig Zeit. Gerade jetzt, wo

die Kletterhallen förmlich aus dem Boden

sprießen, ist das Hallenklettern für viele

eine Möglichkeit geworden, sich abends

schnell für zwei Stündchen auszupowern –

es ist mehr zum regelmäßigen Ausgleichssport

geworden. Auffällig ist aber schon,

dass es vielen Jugendlichen ausreicht in

der Halle zu klettern und manche gar nicht

so sehr den Drang verspüren, an den Fels

zu gehen oder ins Alpine.

Horst Vielleicht scheuen sich einige vor

der größeren Eigenverantwortung wenn

es nach draußen in die Klettergärten der

Mittelgebirge oder sogar in die Alpen geht.

Das ungezwungene und sichere Gefühl einer

Boulder- oder Kletterhalle gibt es dort

nicht mehr. Für die eigene Sicherheit musst

du viel mehr tun: Wie ist der Routenverlauf?

Wie sind die Sicherungspunkte? Was

4 DAVON: 1/13

DAVON: 1/13

5


Jugend

Jugend

Luftiges Abseilen eines wackeren Jugendleiters von der Salbit Gipfelnadel Kletterer der Jugend 1 nach dem erfolgreichen Bezwingen der Wolfebnerspitze Sommer, Sonne und Felsen am Gardasee

macht das Wetter? Dafür ist aus meiner

Sicht der Erlebniswert draußen viel höher.

Eine gekletterte Route in der Kletterhalle

vergesse ich sehr schnell, eine geile Alpintour

hingegen mein ganzes Leben nicht.

Neben den Gruppen der JDAV gibt es noch

die Sport-/Wettkampfabteilung für Jugendliche.

Diese wird aber nominell nicht

zur JDAV gerechnet. Ich erlebe es oft, dass

diese Unterscheidung schwer zu verstehen

ist, insbesondere für Außenstehende. Was

hat es damit auf sich?

Sabine Der Ansatz ist einfach ein anderer.

Bei der JDAV steht nicht so sehr die

Kletterleistung oder der sportliche Erfolg

im Vordergrund. Natürlich wollen wir die

Jugendlichen weiterbringen, aber in erster

Linie geht es um den Spaß am Klettern

und um das Miteinander – und natürlich

darum, die Jugendlichen für die Berge

zu begeistern. Die Trennung ist auch ein

bisschen historisch gewachsen. Die JDAV

war immer schon eine eigenständige Jugendabteilung

des DAV mit eigenen Zielen

und Inhalten. Das leistungsorientierte

Sportklettern hat sich später parallel dazu

etabliert.

Horst Die Leistungsgruppe ist, wie der

Name schon sagt, wettkampf- bzw. leistungsorientiert.

Das ist wirkliches Sport-

Training, mit der Kletterhalle als »Sportgerät«.

In der JDAV gibt es sicherlich auch

einen Leistungsgedanken, jeder möchte ja

besser werden, aber eben zwanglos und

ohne Druck, eher als Freizeitbeschäftigung.

Es sind letztendlich verschiedene

Schwerpunkte, die sich immer wieder

berühren und nicht komplett zu trennen

sind. Das ist auch gut so, denn beides ist

Jugend im DAV.

Der DAV lebt hauptsächlich von ehrenamtlichem

Engagement und dieses wiederum

vom Spaß an der Sache. Was treibt euch an?

Horst Die Erinnerung an eine unheimlich

tolle Zeit. Der Verein hat mir in meiner Jugend

viel gegeben und die Erlebnisse sind

mir noch so präsent, als wären sie erst gestern

gewesen –dabei ist es schon über 25

Jahre her. Wenn ich mir z. B. die Aktivitäten

und den Zusammenhalt der aktuellen

Jugend anschaue, fühle ich mich ein wenig

an diese schöne alte Zeit erinnert. Das ist

ein tolles Gefühl. Da ist wieder etwas, da ist

was los, da ist eine Jugend, die Ziele hat und

Arbeit investiert, um diese zu erreichen.

Sabine Ich war schon relativ früh bei den

Pfadfindern und dort bin ich zum ersten

Mal mit der Jugendarbeit in Berührung

gekommen. Bei uns war immer großer

Leitermangel und so bin ich mit 16 Jahren

sanft in die Leitertägigkeit geschubst worden.

Zusammen mit einer Freundin habe

ich bis zu meinem Abi eine wöchentliche

Gruppenstunde betreut.

Zur JDAV bin ich erst gekommen, als ich

angefangen habe, in Aachen zu studieren.

Das Klettern hatte mich immer schon gereizt,

aber in meiner Heimatstadt gab es

keine nahegelegenen Klettermöglichkeiten.

Das habe ich dann in Aachen nachgeholt.

Aber es gibt doch auch trockenere Aufgaben!

Es ist einiges an Verbandsarbeit im

Hintergrund notwendig, Formalitäten

müssen ab gefrühstückt werden – wie bewältigt

ihr das?

Sabine Wir teilen uns die Arbeit im Team

auf und besprechen anstehende Aufgaben

bei regelmäßigen Jugendleitertreffen. So

bleibt nicht die ganze Arbeit an einem

Name

Sabine

Roland

Alter

24

Beruf

Studentin

Im DAV seit

1998

Aufgaben beim DAV

Jugendleiterin

Bergsportdisziplinen

Klettern , Wandern ,

Trekking

Lieblings-Hüttengetränk

Skiwasser

Kletterheld


hängen. Je mehr Leute mitmachen, desto

weniger Arbeit hat der Einzelne! Die organisatorische

Arbeit macht auch in gewisser

Hinsicht Spaß, weil wir ja direkt sehen,

dass wir etwas damit bewirken können.

Und der Vorstand trägt ebenfalls einen guten

Teil dazu bei, indem er uns den Weg

ebnet und uns die Dinge so einfach wie

möglich macht.

Horst Die Verbandsarbeit hat schon deutlich

zugenommen und das Team ist nur

sehr klein. Bei 4000 Mitgliedern gibt es

einiges zu tun. Ein bisschen Spaß muss

natürlich dabei sein – ich habe mir geschworen,

dass ich nie zum »Verwaltungsbergsteiger«

werde.

Es macht mich manchmal unzufrieden,

wenn ich nicht die Zeit habe, Dinge anzugehen

oder zu Ende zu bringen, wie es zeitlich

sinnvoll wäre. Um mehr bewegen zu

können, versuchen wir aktuell Strukturen

zu schaffen, in denen wir die Vereinsarbeit

breiter aufstellen können.

Im Augenblick habe ich das Gefühl, dass

sich in der Sektion enorm viel tut, nicht nur

im Jugendbereich. Was steht für dieses Jahr

auf den To-Do-Listen?

Sabine Dass Aachen eine Studentenstadt

ist, bringt leider auch mit sich, dass viele

nach ihrem Studium weggehen. Daher

möchten wir neue Jugendleiter gewinnen,

damit alles so weitergehen kann wie bisher.

Horst Man muss schauen, dass der Nachwuchs

kontinuierlich kommt und integriert

wird. Es entsteht oft eine unbeabsichtigte

Grüppchenbildung, bei der ein

Außenstehender Gefahr läuft, dies als

geschlossene Gruppe wahrzunehmen und

den Anschluss zu verpassen. Das gilt nicht

nur für die Jugend, sondern für die ganze

Vereinsarbeit. Ein großes Projekt außerhalb

der Jugend wird der Relaunch unseres

Internetauftritts werden.

Sabine Wir sind eine nette Truppe, die sich

immer über frische Ideen und engagierte

neue Leute freut. Bei uns ist jeder willkommen,

der Spaß an Jugendarbeit und

Bergsport hat.

Und langfristig? Wo seht ihr die Sektion

und die Jugend in fünf Jahren?

Sabine Ich hoffe, dass die Aachener Jugend

in fünf Jahren noch nicht »geplatzt«

ist (wegen der momentanen großen Nachfrage).

Es wäre toll, wenn es weitergeht, es

keinen Stillstand oder Rückgang gibt und

dass viele motivierte Jugendleiter die JDAV

bei uns in Aachen fortführen.

Horst Die Jugendarbeit ist für mich das

wertvollste Gut, für das sich der Verein

einsetzen kann. Das gilt für die klassische

JDAV ebenso wie für die Sport-/

Wettkampfgruppe.

Ich sehe eine permanente Aufgabe des Vorstands

darin, die Jugend zu fördern und

die Basis für eine kontinuierliche Entwicklung

zu ermöglichen. Aktuell finde ich, wir

sind da gemeinsam auf einem guten Weg.

1987: Stefan Hilgers mit Turnschuh (wir hatten nichts anderes)

im Sprung über die Randkluft. – Abstieg von der Marmolada –

Es hat noch immer jut gegangen …

1988 Pause – Zwischen Gardasee und Dolomiten

(Foto Georg Mennicken)

6 DAVON: 1/13

7


Familie

Familiengruppe

„Gämse“

Unsere erste Wanderung im neuen Jahr führte

uns in den Aachener Wald nahe Köpfchen.

Es kamen gut gelaunte 20 Erwachsene und

16 Kinder zum Treffpunkt. Der letzte Sonntag

im Monat Januar 2013 erwies sich als sehr kalt.

Schnee und Eis machten den Wald zu einem

wahrhaften „winter wonderland“. Den Schlitten

im Gepäck, Kinder rauf und los ging‘s. Zunächst

wanderten wir auf belgischer Seite, entlang kleiner

Pfade, hinauf auf ein paar Hügel und vorbei

an einer Erdmulde. An einer sandigen Stelle waren

zwei Löcher gut zu erkennen. Ob der Unterschlupf

Hase, Dachs oder Maus beherbergt, ließ

sich abschließend leider nicht klären. Die Kinder

jedenfalls waren sehr neugierig und wären gerne

hinein gekrochen.

Diesmal machten wir Pause an einem Tipi aus

Holz. Die Kinder zogen sich die Handschuhe aus,

um mitgebrachte Brote und warmen Tee zu genießen.

Wir Erwachsene haben uns immer wieder

Neues zu berichten, es wird gequatscht, gegessen

und gelacht. Hier und da musste auch jemand

getröstet werden – der Kälte wegen.

Nach der Stärkung ging es auf einem stark

durchwurzelten Pfad vorbei an der sogenannten

„Höckerlinie“. Wir erklärten den Kindern diese

Panzersperren aus Beton und uns Großen wurde

bewusst, wie greifbar nah die Vergangenheit

dadurch ist.

Zurück zum Hauptweg hatten wir bald die 4 km

Strecke geschafft. Zum Abschluss kehrten wir ins

Café Kukuk ein und dort ließen wir es uns gut

gehen. Die erste Wanderung in 2013 ein schöner

Auftakt für den Rest des Jahres!

Wir treffen uns jeden letzten Sonntag

im Monat und freuen uns über neue

Familien die hinzustoßen.

Alter der Kinder 4 – 9 Jahre.

Nähere Infos siehe www.dav-aachen.de

8

Simone & Urs Maas

Wettkampfjahr 2012

Chorweiler

1 NRW Cup

Aachen

2 NRW Cup

Essen

LM

St. Wendel

Westdeutsche

NRW

Rangliste

Herren:

Lars Bell 5 Schrauber Schrauber 4 13

Dominik Minartz 6 3 4 4

Marcel Braun 18 6 10 7

männliche Jugend A:

Valentin Münz 2 6 7 8

Marcel Braun 13 3 8 14 5

David Franzmann 6 7 10 6 6

Dominik Minartz 3 2 3 7 2

Tobias Hagen 5 5 9 4

Jan De Vreeden 14 12 13

männliche Jugend B:

Johannes Korn 3 5

männliche Jugend C:

Jakob Zachariae 3 4 4

Linus Eck 1 2 2

Yannick Flohé 1 2 1 1

weibliche Jugend B:

Leonie Weber 4 2 2 2 2

Charlotte Lucka 7 6 5 6

Mara Hütten 12 7 8

Anna Schaffeld 4 7 4

weibliche Jugend C:

Alina Zimolong 2 1 3 8 1

Helen Arends 5 4 5

Charley Schiller 7 7 7

Hannah Sturms 6 5 6

Deutsche Boulder Meisterschaften

München Auerbach Überlingen Rangliste

Herren:

Lars Bell 15 26 9 15

Valentin Münz 44 /

männliche Jugend A: Auerbach Rangliste

Valentin Münz 11 /

Deutsche Jugend Cup´s

Balingen Ingolstadt Frankenthal Rangliste

männliche Jugend A:

Marcel Braun 20 22 16 18/31

Dominik Minartz 9 11 12 10/31

männliche Jugend B:

Johannes Korn 15 28/39

weibliche Jugend B:

Leonie Weber 14 19 19 19/40

Kids - Cup´s Aachen Wesseling Essen Chorweiler Gesamtergebnis

weibliche U 11:

Ellen Kox 10 11 8 11

Lilith Meusel 14 15 19 16 18

männliche U11:

Philippos Beyer 16

männliche U 14 Fun:

Linus Eck 1 1 1 1 1

Philipp Lentzen 5 7 10 8 8

Simon Niesen 2 2 3 5 2

Linus Meusel 3 5 5 7 4

Jannick Haugrund 7 12 13 10 10

Mathis Beißner 9 8 15

Emilio Klevenz 14 18 19

Daniel Syben 21 42

weibliche U 14 Fun:

Julia Vescan 12 12 8

Miriam Vescan 20 23 26 22 24

Charley Schiller 11 21 20 20 17

Greta Zumbe 13 15 10 16 11

Caitlin Perkampus 14 10 12 11 9

Mareike Zimolong 19 14 18 18 15

Joanne Schreyer 20 22 30

Helene Arends 5 4 4 4 3

Chiara Blum 15 17 26 23

Therese Liegmann 25 36

männliche U 14 Power:

Jakob Zachariae 3 5 5 3 5

weibliche U 14 Power:

Alina Zimolong 2 3 2 1 1

Hannah Sturms 5 6 5 5

Aachen goes around Germany

2012 wurden ca. 15.000 Kilometer zurückgelegt,

ca. 200 Stunden im Auto verbracht,

etliche Kletterschuhe verschlissen oder

sogar Klettersachen vergessen. Hier und

da musste auch mal die Haut der Fingerkuppen

stärker als sonst dran glauben.

Es wurde gelacht, geweint, sich gefreut,

sich geärgert und auch mal geflucht,

wenn’s nicht so klappte wie gewünscht.

Das Stimmungsbarometer reichte von

Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

Nichts destotrotz waren viele unserer

„kleinen und großen“ Wettkämpfer

wieder sehr erfolgreich unterwegs (siehe

Platzierungsliste).

2012 war die Sektion Aachen zweimal Ausrichter

eines Wettkampfs. Am 28.4 fand

erstmalig der Kids Cup im Tivoli Rock

statt. Bei einem Starterfeld von über 100

Kindern (plus Anhang) war die Kletterhalle

zum Bersten gefüllt. Ende September

fand der 2. NRW Cup in Aachen statt.

Bei beiden Wettkämpfen waren die Öcher

Kletterkids überaus erfolgreich.

Yannick Flohé wurde Landesmeister in

der männl. C-Jugend und zweiter in der

Kids Cup Serie. Linus Eck wurde Vize-

Landesmeister ( männl. C-Jugend) und

Gesamtsieger der Kids Cup Serie in der

U 14 Fungruppe. In der U14 Powergruppe

holte sich unsere Alina Zimolong den

Gesamtsieg bei den Mädels. Leonie Weber

wurde bei der Westdeutschen Meisterschaft

in St. Wendel in der Kategorie weibl.

B-Jugend zweite.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal

bei Stefan Mollner und Jochen Schäfer

von der Kletterhalle Tivoli Rock bedanken,

Yannick Flohé Finalroute NRW Cup Aachen

Linus Eck Finalroute NRW Cup Aachen

die uns die Ketterhalle für beide Wettkämpfe

zur Verfügung gestellt haben.

NICHT ZU VERGESSEN sind meine vielen

fleißigen Helfer bei beiden Wettkämpfen.

Ohne Euch wäre die komplikationslose

Durchführung nicht möglich gewesen.

Vielen Dank !!

Für 2013 wünsche ich allen Wettkämpfern

viel Erfolg und Durchhaltevermögen, da es

wieder eine lange Saison wird.

Beim 2. NRW-Cup holte sich Alina Zimolong den 1. Platz

Helen Arends Finalroute NRW Cup Aachen

Text: Alexandra Braun

DAVON: 1/13 DAVON: 1/13

Bilder: Marc Thermann, Ute Schiller

9

Jugend


Jugend

Haus Rohren

Text:

Marina Napierski

Fotos:

Katrin Walraff

Die Kletterkids in Aktion

Mehr als ein

Projekt

Seit Anfang des Jahres kann die Sektion

Aachen eine tolle Neuigkeit im

Hinblick auf die derzeit viel diskutierte

Inklusion vermelden: Angeregt durch ihre

Arbeit in der Kletterhalle und ihr Studium,

haben die zwei engagierten Jugendtrainer

Katrin Wallraff und Andreas Francke eine

integrative Klettergruppe für behinderte

und nicht-behinderte Kinder und Jugendliche

ins Leben gerufen.

Katrin, Lehramtsstudentin aus Aachen,

betreute bisher die Wettkampfgruppe

Kinder 2 und möchte demnächst den C-

Trainerschein machen. Durch ein Praktikum

an der Parcival-Schule in Aachen,

Neue integrative

Klettergruppe

eine Waldorf-Förderschule, und die Unterstützung

einer dortigen Lehrerin, konnte

sie den Kindern „Ihrer“ Klasse die Freude

am Klettern durch einen Kurs näher

bringen. Klettern schult ganz nebenbei die

motorischen Fähigkeiten, fördert zielorientiertes

Handeln und lässt die Kinder und

Jugendlichen Eigenverantwortlichkeit erfahren.

Denn nicht immer klappt alles

reibungslos, doch gerade die Erfahrung,

selbst eine Lösung zu finden, bringt Motivation

und Leistungswille.

Katrin und Andreas haben schon oft erlebt,

dass behinderten Kindern zu wenig

zugetraut wird. Hier können die Kinder

Andreas Francke und Katrin Wallraff

losgelöst, motiviert und angeleitet durch

die Trainer, sich selbst ausprobieren und

ihre Fähigkeiten austesten. Das führt

schnell zu tollen Erfolgserlebnissen, die

sich auch positiv auf den Alltag auswirken.

Die Kinder aus Katrins Kurs arbeiteten

beispielsweise konzentrierter und mit

mehr Ruhe, zudem stellte sich bei einigen

Kindern ein verbessertes Schriftbild ein.

Auch Andi weiß um die positiven Einflüsse.

Bevor er 2010 zum Studium der

sozialen Arbeit nach Aachen kam, engagierte

er sich in der Lebenshilfe. Er möchte

die Kids darin unterstützen, ihr eigenes

Potential zu entdecken und so zu mehr

Zufriedenheit und Ausgeglichenheit beitragen.

Durch die Gruppenarbeit erleben die Kinder

positive Nähe, die Vertrauen schafft.

Jeder kann von jedem lernen. Das „behinderte“

Kind darf seine Sonderrolle

verlassen. Aus diesem Grund ist es wünschenswert,

dass auch Geschwisterkinder

mitmachen. Deren Rolle in der Familie ist

oft nicht einfach, denn sie müssen allzu

oft Rücksicht nehmen.

Durch die Erfolge beim Klettern werden

Ängste überwunden die Akzeptanz gegenüber

dem anderen wächst.

Derzeit sind Katrin und Andreas noch

auf der Suche nach Organisationen oder

Einrichtungen mit denen sie zusammenarbeiten

können, damit die Gruppe richtig

durchstarten kann. Hier ist die Sektion

gefragt: Wer einen Tipp für die zwei hat,

kann sich gerne bei der Redaktion melden

oder die beiden über die Homepage der

Sektionsjugend erreichen. Die Integrative

Klettergruppe ist offen für alle Interessenten

und bietet natürlich auch Schnuppermöglichkeiten.

n

Liebe auf den zweiten Blick

Geht es uns nicht allen irgendwann

so, dass wir etwas erst dann richtig

zu schätzen wissen, wenn wir es verloren

haben? Ein Haus zu haben, ist ein erstrebenswertes

Ziel. Doch wenn man es hat,

heißt das auch, sich stets zu kümmern,

um es in Ordnung zu halten und ein lebendiges

Heim daraus zu machen. Wie schön,

wenn man ein Haus und dazu Menschen

hat, die sich darum kümmern. So ging

es unserer Sektion 16 Jahre lang mit dem

Haus Rohren und der Familie Babst.

Elmar in seiner Funktion als Hüttenwart,

aber auch seine Frau Anke haben sich

über so viele Jahre verantwortungsvoll

um die Vermietung und Instandhaltung

des Hauses Rohren gekümmert. Das geschah

immer zuverlässig und leise, ohne

Aufhebens um die eigene Person. Stets

waren sie erreichbar. Trotzdem ist die

Bilanz des Hauses negativ. Es schluckt

Geld für Instandhaltung und enorme

Energiekosten bei rückläufiger Zahl an

Übernachtungsgästen. Ich kann es gut

verstehen, dass man irgendwann genug

davon hat, allzeit erreichbar und bereit

zu sein, seine Freizeit und Kraft zu investieren,

um als „Lohn“ nur der Überbringer

schlechter Nachrichten zu sein,

wenn einmal jährlich auf der Mitgliederversammlung

der Jahresbericht über die

Hütte verlesen wird.

Überschrift?

Elmar hat für sich entschieden, nicht

mehr zur Verfügung zu stehen. Damit

hat er uns wach gerüttelt. Was nun? Sollte

Wer küsst Dornröschen wach?

man die Hütte nicht am besten verkaufen?

Ganz plötzlich war bei mir ein Interesse geweckt.

Bis dahin habe ich dieses Haus gar

nicht wirklich wahr genommen. Blens war

mir immer viel präsenter. Warum? Dort

lief nicht immer alles so glatt, die Hüttenwarte

haben mehrfach gewechselt, es gab

Renovierungsaktionen etc.

In Rohren war Ruhe, dank der Umsicht

und Fürsorge der Familie Babst. Das war

bequem für den Rest der Sektion, aber hat

uns auch den Dornröschenschlaf schlafen

lassen.

Wer kennt die Hütte?

Ich habe mich umgehört. So wie mir geht

es vielen Sektionsmitgliedern. Speziell

die jüngeren kennen die Hütte überhaupt

nicht. Ich glaube, dass es sich lohnt, etwas

dafür zu tun, auf dieses Haus aufmerksam

zu machen, um es mit neuem Leben zu füllen.

Nicht zuletzt möchten wir damit der

Familie Babst auch unsere Wertschätzung

für ihr Engagement zeigen.

Ein neues Konzept

Einen neuen Elmar werden wir nicht finden,

deshalb wollen wir ein neues Konzept

entwickeln, wie die Vermietung, Nutzung

und Instandhaltung zukünftig zu realisieren

ist. Vorrangig stehen die viel zu

hohen Energiekosten im Fokus. Der Vorstand

will einen Energieberater engagieren,

um Verbesserungsmöglichkeiten zu

ermitteln. Das Haus ist in seiner Grundausstattung

für viele Zwecke gut geeignet.

Wenn die Wände frisch gestrichen, neue

Bilder aufgehängt und die Küche zeitgemäßer

gestaltet wird, kann es wieder ein

Ort für viele unvergessliche Begegnungen

werden.

Wanderungen in der wunderschönen

Eifellandschaft lassen sich kombinieren

mit Kursangeboten zu den unterschiedlichsten

Themen. Wie wäre es mit einer

Fototour und anschließendem Kurs

„Fotoalbum selbst gebunden“, „Yoga für

Bergsteiger“, „Flora und Fauna der Eifel“,

„Kreatives Schreiben“, Klassenfahrten,

Geburtstagsfeiern oder ganz einfach nur

nette Menschen treffen und erzählen…

die Hütte bietet so viele Möglichkeiten. Es

ist an uns, sie mit Leben zu füllen.

Ideen sind gefragt

Bei nunmehr 4000 Mitgliedern sollte es

doch ganz einfach sein, Begeisterte zu

finden, die Ihre Ideen und Ihr Wissen

in einem lebendigen Haus mitten in der

schönen Eifel vermitteln und mit anderen

teilen wollen.

Ich möchte mit diesem kleinen Artikel

ein herzliches Dankeschön an Elmar und

Anke Babst sagen. Die Mühen all der Jahre

waren sicher nicht vergeblich. Nun ist es

an uns, das Haus weiter zu beleben, am

liebsten mit Euch gemeinsam!

Wer die Hütte mieten möchte oder Anregungen

und Ideen für die Renovierung

und die Nutzung hat, melde sich bitte unter

Haus.Rohren@dav-aachen.de. Wir freuen

uns über jeden Beitrag!

n

Text und Fotos:

Brigitte Balser

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9

11


Wassersport

Test und Fotos:

Thomas Klinkenberg

Siegfried Brittner

Kanusport im DAV?

Paddeln, wo die Pyrenäen sich aus dem Meer erheben. Costa Brava, fernab vom Massentourismus.

Wildwasserkajak gehört zu den

Bergsportarten, genau wie die

meist kommerziell angebotenen Sportarten

Rafting und Canyoning. Und auch

sonst hat der Kanusport viele Gemeinsamkeiten

mit Disziplinen wie klassischem

Bergsteigen, Klettern oder Klettersteig.

Tourenplanung, Risikomanagement, Ausrüstung,

Gruppenführung und natürlich

angepasstes eigenes Können sind hier wie

dort gefragt. Wettkampf ist oft möglich,

liegt aber meist außerhalb des Fokus der

Sportler. Und der Spirit ist der Selbe –

Sport und Natur erleben.

Im Süddeutschen sind die Kanuabteilungen

der Sektionen oft erstaunlich groß, die

Aachener Sektion besaß auch mal eigene

Kajaks. Aber das ist längst Geschichte.

Nun wollen wir diese wieder aufleben lassen:

Im Rahmen des Projekts „Wir brauchen

dich“ habe ich mich entschlossen,

den Mitgliedern den Kanusport wieder

näher zu bringen. Ein Blick in die Bibliothek

lässt den Schluss zu, dass sich in der

Sektion noch weitere Paddler tummeln,

abgesehen von den Sektionsmitgliedern,

die ich zu meinem Freundeskreis zähle

und die ebenfalls Kanuten sind.

Meine Geschichte

Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen:

Mein Name ist Thomas Klinkenberg, 44

Jahre alt, Tischlermeister. Ich bin seit rund

10 Jahren im Aachener DAV, seinerzeit vor

allem wegen der Versicherung für die Disziplinen

Wildwasserpaddeln und Höhlenforschung

eingetreten. Früher begeisterter

Windsurfer, Kletterer und Bergwanderer.

Seit mehr als 15 Jahren „ziehe ich nun

Ja, warum denn nicht?

am Stock“, wie man in Paddlerkreisen

so sagt. Für mich entdeckt habe ich den

Sport während einer Bergtour in den Pyrenäen.

Als sehr schlechtes Wetter aufzog

und wir ins Tal absteigen mussten, suchten

wir einen Zeitvertreib. Und da stand dann

dieses Schild „Rafting“, wir buchten eine

Tour auf der „Gave de Pau“, und ich zog

mir diesen Virus zu, von dem ich seither

nicht geheilt wurde.

Wenige Monate später kaufte ich mir mit

Freunden ein gebrauchtes Raftingboot,

einige Jahre später begann ich dann mit

dem Wildwasserkajakfahren.Mittlerweile

paddele ich so ziemlich alles, was

schwimmt und bin unter anderem

Übungsleiter beim Aachener Hochschulsport

und kanumäßig international vernetzt

und unterwegs.

Die Möglichkeiten

Die Disziplinen sind vielfältig. Zunächst

das erwähnte Wildwasserkajak, ein rund

zweieinhalb Meter kurzes, geschlossenes

Boot, mit dem mehr oder minder steile

und schwierige Bergflüsse befahren

werden. Für uns Aachener ist das in der

wasserreichen Zeit, also Spätherbst und

Winter, der Hausbach Rur, am besten die

so genannte „Hohe Rur“ zwischen Reichenstein

und Ortsende Monschau. Dieses

Stück „Grundgesteinsrinne“ ist für

die Paddler im Umkreis von rund 200km

der wichtigste heimische Wildfluss, vor

allem was seine Kombination aus Länge,

Schwierigkeit und nebenbei auch landschaftliche

Schönheit angeht. Einfacher

aber nicht uninteressant sind ebenfalls

Ahr, Kyll, Amblève und viele weitere Bäche

und Flüsse in Eifel, Bergischem, Sauerland

und Ardennen. Wer mehr davon mag oder

noch anspruchsvoller paddeln will, fährt

in seinem Urlaub in die Alpen oder andere

Hoch- und Mittelgebirge wie Himalaya,

Pyrenäen, Jura und Zentralmassiv.

Wer aber auch in unseren Gefilden am

Wochenende im Sommer paddeln möchte,

muss den Bootstyp wechseln. Dabei greift

man häufig auf den Canadier (open Canoe)

zurück, das klassische „Indianerkanu“.

Dieses wird anstelle des Doppelpaddels

mit dem Stechpaddel gefahren und bietet

als echter Lastesel viel Platz für Campingkram

und Familie. Hierbei geht‘s dann

normalerweise eher beschaulich zu, der

Familientauglichkeitsfaktor ist enorm

groß. Klassische Destinationen sind Gewässer

wie Sieg, Rur, Ourthe in unserer

Nähe, schwedische Seenplatten oder Flüsse

wie die Loire.

Zuletzt möchte ich noch Seekajakfahren

vorstellen, die dem Alpenvereinsmitglied

vermutlich zunächst „exotischst“ anmutende

Spielart mit langen, schlanken

und seetauglichen Kajaks, die den ursprünglichen

Jagdgeräten der Inuit noch

am ähnlichsten sind. Mit abgeschotteten

Gepäckfächern wird unter Berücksichtigung

von Wetter und Gezeiten auf dem

Meer gefahren, sowohl in Küstennähe als

auch Querungen zu Inseln und Halligen

vorgenommen. Diese Boote und ihre etwas

entschärften Geschwister, die Wanderkajaks,

sind auch sehr gut für mehrtägige

Wanderfahrten auf Rhein und anderen

Großflüssen und Kanälen geeignet.

Ausserhalb der Hochsaison ist auch der Rursee ein tolles Ziel fürs Training.

Und wie weiter?

Paddeln ist ein ausrüstungsintensives

Hobby und die Sektion besitzt zurzeit

kein Material, so dass wir zunächst keine

Kurse anbieten können. Sinn dieses Artikels

soll sein, Neugier zu wecken und

Interessenlagen abzuklären. Wer in der

Sektion Aachen paddelt bereits in welchem

Bereich oder mag ein eingeschlafenes

Hobby wieder aufleben lassen?

Wer besitzt entsprechendes Material und

könnte dies leihweise für Kurse zur Verfügung

stellen? Wer möchte einmal etwas

für sich völlig Neues ausprobieren?

Nachdem wir darüber einen Überblick

gewonnen haben, werden wir erste Zusammenkünfte

starten, Kooperationen

suchen, Schnupperkurse und -touren anbieten

und einfach mal sehen, was sich so

entwickelt.

Wer sich nun angesprochen fühlt, der möge

mir bitte eine Mail mit Namen und Interessenschwerpunkt

(Wildwasser/Wandertour/Canadier/Seekajak)

schreiben.

Wir freuen uns auf euch! n

INFOS:

Paddeln auf Facebook:

Die Gruppe „Paddlertreff Euregio“

ist aus der Hochschulsportgruppe

hervor gegangen und versteht sich

als offenes Projekt. Man trifft sich

(fast) jeden ersten Mittwoch im

Monat in der Gaststätte „Meisenfrei“,

Südstraße, ab 18:00 Uhr

Wildwassertouren in Europa

von einfach bis mittelschwer:

http://www.kajaktour.de/

Am Kiosk:

http://www.kanumagazin.de/ und

http://www.kajak-magazin.com/

Wer gern Touren unternimmt, aber keinen Rucksack tragen will,

für den ist der Canadier genau das Richtige, hier mitten in Frankreich.

Eine Stadt wie Amsterdam vom Wasser aus zu entdecken

hat einen ganz besonderen Reiz.

12

thomas@rafting-aachen.de

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Der Oberlauf des Tarn im

französichen Zentralmassiv ist ein

echter Klassiker.

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Wandern

Wo man singt, da lass dich ruhig nieder…

Rettet den Wandervogel!

Ein Loblied auf das Wandern

Text und Fotos:

Jutta Peters

Früher wanderten unsere Vorfahren,

um ausreichend Nahrung für sich

und ihre Tiere zu finden. Ihr Wandern

diente zur Lebenserhaltung. Nun diese

Zeiten sind lange vorbei. Heute sind wir

sesshaft geworden und leben in festen

Häusern. Aber der Drang zur Bewegung

ist bei vielen noch vorhanden und gehört

aus medizinischer Sicht immer noch zur

Erhaltung der Gesundheit. Wandern ist

mehr als nur Spazierengehen. Es ist ein

Gehen über lange Strecken in der Natur,

bei dem das Wohlbefinden gesteigert

wird.

Wandern – eine Leidenschaft?

Seit meinen Kindertagen gehört das

Wandern zu meinem Leben. Zuerst an

der Hand meiner Mutter, dann mit den

Brüdern, später im jugendlichen Alter

in organisierten Gruppen der Kirche.

Schon früh lernte ich die Natur in ihren

verschiedenen Jahreszeiten kennen und

lieben. Eine Zeit lang bin ich alleine durch

die Wälder gestreift. Dieses eins sein mit

der Natur lässt die Sorgen des Alltags

vergessen. So erinnere ich mich noch

an einen Morgen am Mosenberg in der

Vulkaneifel. An der Schutzhütte hatte ich

ein überwältigendes Bild vor mir. Die

Natur schien noch zu schlafen. Es war

ganz still und ich meinte, ich könnte

das Schweigen hören. Und dann hatte

die Sonne den Kampf mit dem Nebel

gewonnen und beleuchtete ringsum die

Berghänge und weiten Auen. Glücklich

und beseelt konnte ich den Tag beginnen!

Solch eine Stille kann man bei einer

Wanderung innerhalb einer Gruppe nicht

erleben. Aber mit Gleichgesinnten unterwegs

zu sein, hat durchaus seine Vorzüge.

Kameradschaft und Geselligkeit in

der Gruppe

Als ich 1982 in den DAV eintrat, fand ich

eine aktive Wandergruppe vor. Das Angebot

umfasste neben den sonntäglichen

Touren in Eifel und Ardennen, Wanderwochen

in die Alpen und Mittelgebirge.

Da die Mitglieder überwiegend berufstätig

waren, wurden vielfach die Brückentage

genutzt. Abends traf man sich gern zum

gemeinsamen Essen und Erzählen. Überhaupt

sind die Gespräche während der

Wanderung nicht zu unterschätzen, denn

in der Natur wird die Seele frei und beim

gleichmäßigen Schritt erfolgt so mancher

Gedankenaustausch.

Sehr hilfreich ist es auch, wenn bei schwierigen

Wegen, wie Überqueren von Gräben

oder kleinen Bachläufen helfende Hände

zur Stelle sind. Dieses gegenseitige Helfen

fördert die Kameradschaft und lässt im

Laufe von Jahren echte Freundschaften

wachsen.

Auch der Spaß kommt bei uns nicht zu

kurz. So brachte Rolf bei einer seiner vielen

Wanderungen von Eupen nach Köpfchen

ein Metermaß mit, um den Körperumfang

der Wanderer messen zu können. Er wollte

sicher sein, dass alle die teilweise engen

Drehtörchen passieren konnten.

Nicht nur ich, auch die Wandergruppe ist

älter geworden, aber im Herzen sind wir

noch jung und aktiv. Gut, die Strecken

sind zu früher kürzer, das Tempo sicher

auch gemäßigter, aber geblieben ist die

Liebe zur Natur und der Wunsch nach

Bewegung.

Wir brauchen Dich!

Komm doch mal zu uns, wenn Du Lust

hast, bei uns rein zu schnuppern und mit

uns zu wandern. Wir freuen uns über Interessierte

und neue Weggenossen und

sind gerne bereit, unser über Jahrzehnte

erworbenes Wissen weiterzugeben. Es

wäre doch schade, wenn in den künftigen

Chroniken die Wandergruppe nicht mehr

erwähnt wird, nur weil der Wandervogel

mangels Nachwuchs ausgestorben ist.

Die Angaben zu unseren

Wanderungen findest Du unter

www.dav-aachen.de.Home.

Aktuelles.Sektionswanderungen

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Hilfsprojekt

Die fertige Krankenstation in Kurphe Die Wasserleitung in Surungo Mit Rasool vor dem neuen Wohnheim für Buben

10 Jahre Himalaya-

Karakorum-Hilfe e.V.

Kinder im Bergdorf Kurphe, denen durch die Übernahme von Schulpatenschaften der Schulbesuch ermöglicht wird; für über 200 Kinder sind Schulpatenschaften übernommen worden

Text und Fotos:

Barbara

Hirschbichler

Barbara Hirschbichler berichtet über ihre Arbeit im Himalaya

1998 kam ich zum ersten Mal in den Himalaya.

Ich war fasziniert von den eisgepanzerten

Achttausendern und der endlosen

Weite des tibetischen Hochlandes.

Aber fast noch mehr interessierten mich

die Menschen, die in dieser kargen, lebensfeindlichen

Welt ihr Dasein fristen.

Ihre heitere Gelassenheit, ihre selbstverständliche

Gastfreundschaft beeindruckten

mich. Aber ich sah auch viel Armut,

Not und Rückständigkeit. Ich beschloss,

Geld zu sammeln, um bestehende Hilfsorganisationen

zu unterstützen. Die Spenden

gingen an den Schulverein Lelung in

Tibet und an den Verein Ngari Korsum,

der am Berg Kailash Hilfsprojekte unterstützt.

Mit der Zeit verstärkte sich in

mir der Wunsch, eigene Hilfsprojekte zu

verwirklichen. Ich wollte den Menschen

helfen, die ich auf meinen Reisen in den

Himalaya selbst kennengelernt und deren

Lebensumstände ich mit eigenen Augen

gesehen hatte. So entstand die Idee, einen

eigenen Verein zu gründen.

Der Anfang war bescheiden. Sieben Damen

und Herren, Lehrerkollegen am

Karls-Gymnasium in Bad Reichenhall,

waren meiner Einladung gefolgt, um den

„Verein zur Unterstützung von Himalayavölkern“

ins Leben zu rufen. Anwesenheitsliste

und Beschlussfassung sind im

Gründungsprotokoll vom 8. Dezember

2000 festgehalten.

lich als eine Eislawine das Hochlager einer

deutsch-britischen Expedition zerschmetterte.

Niemand wird je wissen, was

genau geschah. Es war dieselbe Woche,

in der ich auf die Welt kam. Mein Vater

wurde nur 27 Jahre alt.

Beim Abstieg über den Gletscher, der sich

mit seinem grauen Schutt- und Felspanzer

wie ein urzeitliches Fabeltier zu Tal

schlängelt, machte ich Rast auf einer Almwiese.

Seit Jahrhunderten weideten hier

die Kühe, Schafe und Ziegen aus dem Dorf

Passu, das am Fuss des Gletschers liegt.

Klimawandel und Gletscher-Rückgang

ließen den Bach versiegen, der die Weide

bewässerte. Für die Dorfbewohner

eine Katastrophe. Ich fasste spontan den

Entschluss, hier zu helfen. Es gelang mir,

16.000 € zu sammeln, um damit Rohre,

Werkzeug und Baumaterial zu kaufen.

Im Sommer 2002 schufteten alle arbeitsfähigen

Männer des Dorfes an der gefähr-

Mein Vater hätte genauso gehandelt.

Im Jahr 2001 stand ich auf der Moräne

des Baturagletschers in Nordpakistan.

Ich blickte auf eine gewaltige Bergflanke,

die sich zu dem fast 8000 m hohen Batura

Mustagh hinaufzieht. Zwischen dunklem

Granit und bläulich schimmerndem Eis

glitzerte der Schnee im gleißenden Sonnenlicht.

Am Gipfel wehten Schneefahnen.

Irgendwo dort oben liegt der Mann, der

mein Vater war. Ich habe ihn nie kennengelernt.

Er starb vermutlich in der Nacht

vom 28. auf den 29. Juli 1959, wahrscheinlichen

Baustelle. Sie sprengten eine Trasse

durch eine Felswand, bauten Brücken

und betonierten das Auffangbecken. Die

neue Wasserleitung sichert bis heute das

Überleben des Dorfes, und ich wurde zur

Ehrenbürgerin ernannt. Darauf bin ich

stolz. Es war mein erstes eigenes Projekt

und ich bin mir sicher, mein Vater hätte

genau so gehandelt. Es war ein großer Erfolg,

der mir den Rückhalt gab, mit viel

Idealismus - und noch mehr Naivität -,

weitere Hilfsprojekte anzugehen.

Im Jahr 2000 stand ich als Mitglied einer

Schweizer Expedition auf dem Gipfel des

8035 m hohen Gasherbrun II. Eine deutsche

Expedition erreichte ebenfalls den

Gipfel und mit ihr Rasool, ein Hochträger

aus Baltistan. Schmales Gesicht, umrahmt

von einem mächtigen schwarzen

Haarschopf, ein kecker Schnauzbart unter

der kühnen Adlernase. Seine Augen

strahlten jene heitere Gelassenheit aus,

die für die Menschen im Karakorum

charakteristisch ist.

Rasool – unser Mann vor Ort

in Baltistan.

Zwei Jahre später traf ich Rasool wieder.

Es war am 8047 m hohen Broad Peak. Im

Anschluss an die Expedition, zeigte er mir

seine Heimat. Er brachte mich mit den

Menschen im Braldo-Tal zusammen. Ich

lernte Kurphe, sein Heimatdorf, kennen.

Ende des Sommers heirateten wir.

Mein Mann Rasool ist nicht nur für mich

ein Glücksfall. Mit seiner Hilfe ist sichergestellt,

dass die Gelder des Vereins dort eingesetzt

werden, wo sie von den Menschen

in Baltistan am dringendsten gebraucht

werden. Als Rasool ein kleiner Bub war,

gab es im Braldotal noch keine Schule. Er

musste die Schafe und Ziegen des Dorfes

hüten und verbrachte den Sommer auf

den Almweiden. Als Erwachsener lernte

er Englisch und eignete sich in kurzer Zeit

ein enormes Wissen und Können an. Er ist

das beste Beispiel dafür, welches Entwicklungspotential

in den Bergbewohnern des

Karakorum steckt, wenn sie die Chance

auf Bildung erhalten.

Rasool ist verantwortlicher Bauleiter

unserer beiden Schülerheime in Skardu.

Er kontrolliert und überwacht alle Ausgaben

des Vereins in Pakistan. Er kennt

die Sorgen und Nöte der Menschen in den

Bergdörfern. 2010 brach im Braldotal eine

Epidemie aus. Rasool brachte 15 Kinder

nach Skardu, sorgte für Medikamente

und rettete ihnen das Leben. Fast 30 Baltis

haben durch Rasool und die Aktivitäten

des Vereins inzwischen einen festen

Arbeitsplatz und können damit ihre Familien

ernähren. Rasool erhält für seine

Arbeit vor Ort vom Verein einen Monatslohn

von 300 €.

Die Schulpatenschaften –

eine Erfolgsgeschichte

Seit nunmehr 10 Jahren sind die Schulpatenschaften

des Vereins eine Erfolgsgeschichte.

Die ersten Schüler, die wir unterstützten,

machen jetzt ihre Abschlüsse.

Sie haben sich zu leistungsbereiten, gebildeten

jungen Männern entwickelt, die

sich in ihrer Heimat engagieren wollen. Sie

werden Verantwortung übernehmen und

die Entwicklung der Region vorantreiben.

Einer dieser Patenschafts-Schüler ist der

26 Jahre alte Iqbal aus dem Dorf Askole.

Er arbeitet heute als Geschäftsführer der

Trekking-Agentur Shipton in Skardu

Noch vor wenigen Jahren galt in Baltistan

Bildung als sinnlos und überflüssig. Die

Menschen in den Bergdörfern schickten

ihre Kinder nicht zum Unterricht, weil sie

Angst hatten, dass ihre Buben und Mädchen

in der Schule verdorben würden. Seit

der Verein im Braldotal tätig ist, hat sich

diese Einstellung grundsätzlich geändert.

Heute hat man die Bedeutung von Bildung

erkannt. Es herrscht Aufbruchstimmung.

Das Neue, das Fremde wird nicht mehr als

Bedrohung empfunden. Toleranz breitet

sich mehr und mehr aus.

Wer uns unterstützt.

Seit Jahren gehören die „Huberbuam“

Alexander und Thomas zu den wichtigsten

Unterstützern des Vereins. Bei ihren

Vorträgen rufen sie zu Spenden auf und

sammeln mit Benefiz-Veranstaltungen

erhebliche Beträge ein. Außerdem unterstützen

uns die Aktion Sternstunden des

Bayerischen Rundfunks und die Deutsche

Botschaft in Islamabad. Nicht zu vergessen

sind die vielen kleinen und größeren Geldspenden

von Schulkindern, Privatleuten

und Firmen, allen voran die Firma Rosenberger

Hochfrequenztechnik in Fridolfing.

Was ich in den vergangenen 10 Jahren an

Eigenmitteln und Zeit in den Verein investiert

habe, weiß ich heute nicht mehr. Ich

arbeite ehrenamtlich und bezahle meine

Flüge nach Pakistan aus eigener Tasche.

Eines weiß ich jedoch gewiss: Die Himalaya-Karakorum-Hilfe

e.V. und die Arbeit

meines Mannes Rasool vor Ort haben in

10 Jahren dazu beigetragen, dass sich die

Lebensverhältnisse von mehreren Tausend

Menschen in Baltistan verbessert haben.

Mit diesem guten Gefühl gehe ich die nächsten

10 Jahre an! n

www.himalaya-karakorum-hilfe.info

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Klettern

Event

Klettergarten Nordeifel

erhalten!

Der Klettergarten Nordeifel ist eines

der traditionsreichsten Klettergebiete

der deutschen Mittelgebirge. Bereits

1908 wurden in den Buntsandsteinfelsen

des Rurtals zwischen Heimbach und Untermaubach

bedeutende Erstbegehungen

durchgeführt. Durch den zunehmenden

Nutzungsdruck in den 1980er und 90er

Jahren und die ungehemmte kommerzielle

Nutzung dieser ökologisch wertvollen

und sensiblen Felslandschaft kam es zu

umfangreichen Sperrungen. Nach Inkrafttreten

des Landschaftsplans Kreuzau/Nideggen

(2005) sind von den im

Naturschutzgebiet ‚Buntsandsteinfelsen

im Rurtal‘ gelegenen Felsen nur noch die

Sektoren Effels, Hirtzley und Hinkelsteine

I-IV im Rahmen eines Nutzungsvertrags

zum Klettern freigegeben.

Die Stadt Nideggen organisiert die Nutzung

der Felsen durch den Verkauf von

Tickets. Dadurch wird auch die Kontingentierung

gewährleistet. Damit die Routen

an den zum Klettern freigegebenen

Sektoren auch für zukünftige Generationen

ihre Sicherheit und ihren traditionellen

Charakter nicht verlieren, sorgt seit

2005 die Bergwacht Nideggen im Auftrag

der Stadt Nideggen für die Instandhaltung

der Bohr- und Umlenkhaken.

Die Wanderwege und Zustiege in dem

steilen Hanggelände unterliegen einer natürlichen

Erosion. Seit einigen Jahren wird

die Erosion der Hänge durch Besucher(-

gruppen) unnötig verstärkt, die ohne

Kenntnis der besonderen Empfindlichkeit

des Geländes weglos durch die Hangbereiche

laufen. Hier ist Aufklärungsarbeit

notwendig.

Text und Fotos: Joachim Opitz

DAV und Bergwacht Nideggen

arbeiten zusammen

Um die sensible Landschafts- und Felskulisse

nachhaltig zu schützen, haben die im

Rurtal aktiven DAV-Sektionen zusammen

mit der IG Klettern und der Bergwacht den

Arbeitskreis Klettern und Naturschutz

Nordeifel (AKN-Nordeifel) reaktiviert.

Der AKN-Nordeifel wird sich mit Fachgremien

beraten, um geeignete Maßnahmen

zur Vermeidung von Erosionsschäden

durchzuführen. Weitere Maßnahmen

zur Verbesserung der Gesamtsituation im

Klettergarten Nordeifel werden geplant.

Die Bergwacht verwendet besonders lange,

dem aktuellen Sicherheitsstandard für

diesen Fels entsprechende DAV-Haken.

Bei der Sanierung wird auf den Erstbegehungscharakter

der Erschließer geachtet

und in der Regel eine 1-zu-1-Sanierung

durchgeführt. Aufgrund der speziellen

Wandstruktur ist dies jedoch nicht immer

und überall möglich. Hier müssen Haken

eventuell neu platziert oder ergänzt werden.

Diese Fälle werden von der Bergwacht

Nideggen mit einer Sanierungskommission

von gebietserfahrenen Kletterern des

DAV gemeinsam diskutiert. Dadurch wird

sichergestellt, dass die Sanierungsstrategie

den Anforderungen von Sicherheit,

Ökologie und Tradition entspricht.

Alle Kletterer in der Nordeifel sind aufgerufen,

Schäden oder Unregelmäßigkeiten

an den Bohrhaken oder Umlenkungen

direkt der Bergwacht Nideggen

mitzuteilen. Kontakt: Formular auf der

Internetseite der Bergwacht Nideggen

www.bergwachtnideggen.de

oder per E-Mail an

kontakt@bergwachtnideggen.de

Arbeitskreis Klettern und Naturschutz

Nordeifel (AKN-Nordeifel) Kontakt:

Karl-Heinz Kubatschka, Sprecher des

AKN-Nordeifel, kalle@dav-koeln.de

Hakensanierung durch die Bergwacht Nideggen

Die Haken haben eine große Öse von 30 mm

Durchmesser und sind mit „DAV“ markiert.

Die Ränge füllen sich. Tickets und Häppchen waren heiß begehrt.

Vortrags-Marathon

Was macht man als Vortragsreferent,

wenn man gleichzeitig

mehrere hochkarätige Vorträge zum

selben Thema angeboten bekommt?

Man veranstaltet einen Vortrags-Marathon!

Was sich so einfach anhört, bedarf sorgfältiger

Planungen, Überlegungen und ist

nicht zuletzt mit erheblichen Kosten verbunden.

Da ist man im Vorhinein schon

ein wenig nervös, ob die Rechnung aufgeht.

Doch wenn es dann heißt: Ausverkauft!

Wenn sich die Zuschauer in den Pausen

bei leckeren Häppchen und Getränken angeregt

unterhalten, dann ist so ein Abend

nicht nur informativ und eindrücklich,

sondern auch kommunikativ und gesellig

und macht Lust auf Wiederholung.

Guus Reinartz, den Freunden der DAV-

Vortragsreihen bestens bekannt, eröffnete

den Abend mit „Markanten (Weit)-Blicken“,

die uns Nepal mit seiner landschaftlichen

Vielfalt von der flachen, fruchtbaren

Terai-Region an der Südgrenze bis zu

den atemberaubenden, höchsten Gipfeln

des Himalaya an der Nordgrenze, mit seinen

farbenfrohen Bewohnern und der vielfältigen

Flora und Fauna näher brachten.

Nepal

Horst Wernerus, seit 2011 zweiter Vorsitzender

unserer Sektion, begeisterter Skifahrer,

Bergsteiger und Kletterer entführte

uns nach der ersten Pause auf eine Trekkingtour

von der pulsierenden Hauptstadt

Kathmandu in den äußersten Osten. Auf

einsamen Wegen ging es zum Basislager

des Kanchenjunga, mit 8586m der dritthöchste

Berg der Welt und mit seinen fünf

Gipfeln der heiligste unter den Achttausendern.

Schwierige und mittelschwierige Bergtouren

in der Khumbu-Region war das

Thema von Dr.Ulf Gieseler. Eine faszinierende

Bergwelt zwischen fünf- und sechstausend

Metern und einem Achttausender

im Nordosten Nepals. Kathmandu,

als wichtigsten Ausgangspunkt, erlebten

wir in Bild und Ton aus verschiedensten

Sichtweisen, aber immer waren die herrlichen

bunten Farben dabei.

Alles in allem ein gelungener Abend,

der den Zuschauern Nepal aus drei verschiedenen

Blickwinkeln näher brachte,

der Gelegenheit zur Begegnung bot und

den Veranstaltern bestätigte, dass es sich

lohnt, neue Wege zu gehen, sowohl in

Nepal wie daheim.

Frischer Wind auf dem Claridenfirn

Samstag, 01. Dezember 2012 Beginn 16:00 Uhr

Space im Ludwig Forum Aachen Ende ca. 20.30 Uhr

Guus Reinartz, NL Landgraaf

Horst Wernerus, Aachen

Dr. med. Ulf Gieseler, Speyer

3 x Nepal serviert mit Häppchen und Getränken

Drei Vorträge mit verschiedenen Schwerpunkten

20,- € für DAV-Mitglieder

25,- € für Nichtmitglieder

einschließlich Pausengetränke und Häppchen

Text: Brigitte Balser

Fotos: Dorothee und Christian Arlt

Brigitte Balser

Guus Reinartz, Horst Wernerus, Dr. Ulf Gieseler

Jan Heuermann, Ramona Gilleßen, Frederic Pflaum, Benedikt Meier

von der JDAV betreuen mit Marlis Walter den Info-Stand.

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Verein

Text und Fotos:

Brigitte Balser

Viele geehrte DAV-Mitglieder: für 25 Jahre.....

Viele strahlende Gesichter gab es auf

der diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung

unserer Sektion am

19. April in den Kurparkterrassen. Diese

Gesichter zeigen die Lebendigkeit unserer

Sektion, die für alle Altersstufen viel zu

bieten hat.

Norbert Balser, der 1. Vorsitzende konnte

in seinem Rechenschaftsbericht ein

erfolgreiches Jahr Revue passieren lassen.

Bevor er über Erfolge, Zahlen und

Notwendigkeiten berichtete, wurde der

verstorbenen Mitglieder gedacht. darunter

leider auch unser ehemaliger Naturschutzreferent

Wolgang Simons (s.

DAVon 2/12) und der ehemalige 1. Vorsitzende

Helmut Sistig (s. S. 30).

Ehrung der jungen Sportkletterer

Mit der Ehrung der jungen Sportkletterer

gab es einen spannenden Einstieg in

die Sitzung. Zum ersten Mal wurden die

erfolgreichen Kids mit kurzen Videoclips

in Aktion gezeigt.

20

40 Jahre

Mitgliederversammlung

Die jungen Sportkletterer

Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr

Rechenschaftsbericht

Ein Verein in der Größenordnung unserer

Sektion, die Anfang April das 4000. Mitglied

begrüßen durfte, bedeutet neben

Sport und Spaß auch sehr viel Arbeit. Dazu

ist eine funktionierende Geschäftsstelle,

die dem Vorstand den Rücken frei hält,

existenziell notwendig. Ingrid Fündgens

und Martina Wernerus erfüllen diese

Aufgabe mit höchstem Engagement.

Leider wird Ingrid Fündgens uns im

September wieder verlassen, da sie nach

Beendigung ihrer Freistellung in den öffentlichen

Dienst zurück geht. Um einen

reibungslosen Übergang zu schaffen,

haben wir mit Markus Koslowski einen

Nachfolger eingestellt, der seine Tätigkeit

bereits im April begonnen hat. Desweiteren

wird Frau Helga Palmisano ab Anfang

Mai den Vorstand bei der Durchführung

der unterschiedlichen „Events“ unterstützen.

Nach 12 Jahren als Ausbildungsreferentin

hat Astrid Williams im Jahr 2012 dieses

Amt an Nils Giesbertz übergeben. Astrid

hat das Ausbildungsreferat durch ihre

rührige Art sehr stark geprägt und immer

wieder neue Impulse gesetzt. Wir

sind froh, dass sie uns auch weiterhin als

Fachübungsleiterin erhalten bleibt.

Nils unterstützt Astrid schon seit mehreren

Jahren im Bereich Sportklettern.

Wir brauchen Dich

Mit der Kampagne „Wir brauchen Dich!“

ruft der Hauptverein und wir zur Unterstützung

im Ehrenamt auf. Erste Erfolge

sind zu berichten. Benjamin Spottke hat

sich für das Ausbildungsreferat angeboten

und mit der Koordination des Kursbuches

eine tolle Einstiegsleistung gebracht.

Paul Carl konnten wir als neuen Naturschutzreferenten

gewinnen. Gemeinsam

mit ihm sollen neue Wege im Naturschutz

beschritten werden.

Ute Gerhards wird Helmut Vor in der Materialausleihe

unterstützen. Das Redaktionsteam

hat gleich zwei Neuzugänge.

Marina Napierski und Julia Bräutigam

sind seit der letzten Redaktionssitzung

mit dabei.

Thomas Klinkenberg fühlte sich durch

den Aufruf im letzten DAVon angesprochen

und will unsere Aktivitäten durch

Angebote im Bereich des Kanusports erweitern.

Nähere Informationen und Bilder

dazu auf den Seiten 22-23 in diesem

Heft. Timm Klersky unterstützt Horst

Wernerus bei der immer größer werdenden

EDV. Margret Nienhaus hat sich

zur Aufgabe gemacht, das Archiv neu zu

ordnen. Last but not least gilt es, Verena

Stumm zu erwähnen, die ein neues Konzept

für die Sektionsabende entwickeln

will. Auch hierzu gibt es nähere Informationen

auf der Seite 30.

Verbesserung der Darstellung

nach außen

Um den Verein und die Aktivitäten besser

nach außen darzustellen, gibt es jetzt

einen Flyer. Ein weiterer zum Thema

Klettern ist in Arbeit. Daraus sind Plakate

und „Roll-Ups“ entstanden, mit denen

wir auf Messen wie der TourNatur oder

dem „Dutch Mountain Film Festival“ auf

uns aufmerksam machen wollen.

DAVON: 1/13 DAVON: 1/13

...50 Jahre ...60 Jahre! Mit 70 Jahren Erfahrung – da gibt es auch für den 1. Vorsitzenden gute Ratschläge

Situation der Hütten

Die Nutzung der Mittelgebirgshütten ist

rückläufig. Es werden kaum die Betriebskosten

erwirtschaftet, deshalb der Aufruf,

die Hütten mit neuem Leben zu füllen. Anders

ist die Situation bei der Anton Renk

Hütte. Die Nutzung durch die Sektionsmitglieder

hat sich sehr positiv entwickelt.

Mit Peter Zöhrer hat Hermann Sailer uns

einen würdigen engagierten Nachfolger

empfohlen.

Wettkampfklettern

Im Jahr 2012 wurden zusammen mit dem

DAV Landesverband und der Kletterhalle

Tivoli-Rock zwei Kletterwettkämpfe ausgerichtet.

Dank des hohen Einsatzes von

Alex und Lothar Braun und zahlreicher

Helfer konnte sowohl der KidsCup wie

auch der NRW-Cup im Tivoli-Rock statt

finden.

Über das Wettkampfklettern hat sich der

DAV stärker in Richtung Sportvereine geöffnet.

Auch unsere Sektion soll regional

stärker eingebunden werden.

JDAV

Die JDAV begeistert auf allen Ebenen des

DAV mit sehr engagiertem und kreativem

Einsatz. Sie organisiert sich im Rahmen

des Jugendausschusses selbst und leistet

attraktive Jugendarbeit. 2012 stellte unsere

Sektion die größe Teilnehmergruppe

bei der Sommerfahrt des Landesverbandes.

Katrin Wallraff und Andreas Francke haben

eine integrative Klettergruppe ins Leben

gerufen. Alle Kinder sind aufgerufen,

dort mit zu machen.

Vortragswesen

Mit dem Nepaltag wurden erfogreich neue

Wege im Vortragswesen beschritten. Daraus

resultierend übernimmt jetzt die JDAV

den Getränkeausschank in der Pause der

Vortragsabende.

Entwicklungen auf

Bundes- und Verbandsebene

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung

im Februar 2012 wurde nach

einigen Querelen zwischen Hauptverein

und den Sektionen ein Kompromiss zur

Erhöhung des Verbandsbeitrages um

ca. 3,- E€ bei Vollzahlern gefunden.

Nach dem Ausscheiden von Thomas Urban

hat die Geschäftsstelle in München

mit Olaf Tabor einen neuen Hauptgeschäftsführer

erhalten.

Auf der Hauptversammlung in Stuttgart

im letzten Jahr wurde nach ausgiebigen

Diskussionen in allen Gremien des DAV

ein neues Leitbild einstimmig verabschiedet.

Gemeinsam mit dem ÖAV wurde die

Marke „Alpenvereinshütten“ entwickelt

und eine neue Hüttentarifordnung verabschiedet.

Künftig beträgt der Preisunterschied

Nichtmitglieder – Mitglieder

grundsätzlich 10,-€E pro Hüttenübernachtung.

Der Arbeitskreis Klettern und Naturschutz

Nordeifel wurde wiederbelebt.

Erfreulicherweise arbeitet nun auch

die Bergwart Nideggen im Arbeitskreis

mit. Primäres Ziel des Arbeitskreises ist

es, den Status Quo zu sichern und die

bestehenden Klettermöglichkeiten zu

erhalten. In wieweit es möglich ist, mit

Unterstützung des Landesverbandes und

dessen neuem hauptamtlichem Mitarbeiter

– Jo Fischer – die Klettermöglichkeiten

in der Eifel zu erweitern, steht in

den Sternen.

Rechenschaftsberichte

über das Sektionsjahr 2012

Sebastian Wolfrum, der Schatzmeister

stellte den Rechenschaftsbericht über

die finanielle Situation vor.

Die Hüttenberichte wurden verlesen von

Jürgen Appelbaum für das Kletterheim

Blens, für das Haus Rohren verlas Norbert

Balser den Bericht von Elmar Babst. Der

Bericht von Peter Zöhrer über die Anton

Renk Hütte wurde von Martin Babst gelesen.

Rechnungsprüfer

Walter Ponten und Dietmar Petras hatten

die Aufgabe der Rechnungsprüfung übernommen.

Walter Ponten trug den Bericht

der Kassenprüfung vor und bestätigte die

Richtigkeit der Kassenführung.

Im Anschluss erfolgte die Entlastung

des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung.

Ehrung der langjährigen Mitglieder

für 25, 40, 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft.

Ganz besonders beklatscht wurde Leo

Bourceau, der auf nunmehr 70 Jahre Vereinszugehörigkeit

zurückblicken kann.

Der Bericht über die Tätigkeiten der Referate

und Gruppen wurde von Vortragsreferent

Dr. Josef Bremen kurzweilig in Wort

und Bild vorgetragen, Zitate von Reinhold

Stecher bereicherten die Darstellung.

Die Ehrung von Astrid Williams übenahm

Nils Giesbertz.

Leo Bourceau

ein Urgestein in der

Sektion!

Er war Teilnehmer bei der

Neugründung „Alpenverein

Aachen“ am 18.5.1946.

Der DAV wurde erst 1952

wieder gegründet. Seither

hat Leo mit viel Herz für die

Sektion Aachen gewirkt.

Immer zur Stelle, wenn Not

am Mann war, tätig als

Kletterwart, Hüttenwart

der Blenser Hütte, Wanderführer,

Betreuer der „ganz

alten Bergfreunde“ und

vieles mehr.

21


Verein

Ingrid Fündgens und Martina Wernerus,

das starke Team aus der Geschäftsstelle

Von l.n.r: Timm, Verena, Marina, Julia, Paul

Die außerordentliche Hauptversammlung

im Februar 2012 in Würzburg hat

eine Erhöhung des Verbandsbeitrages

beschlossen. Aus dem Verbandsbeitrag

bestreitet der Hauptverein im Wesentlichen

die Beihilfen und Darlehen für

Hütten, Wege und Kletteranlagen, die

Ausbildung, die Versicherungen und die

vielen anderen Serviceleistungen für über

900.000 Mitglieder

Um den Finanzbedarf der Sektion für die

nächsten Jahre zu decken, werden die Beiträge

angepasst.

Die Mitgliederversammlung der Sektion

Aachen beschließt die Beiträge gemäß

Vorschlag des Vorstandes zu erhöhen:

Vollbeitrag von 55 € auf 60 €

Ermäßigter Beitrag von 37 € auf 40 €

Kinder u. Jugendliche von 15 € auf 16 €

C-Mitglieder von 15 € auf 16 €

Die Mitgliederversammlung der Sektion

Aachen beschließt die Satzungsänderung

gemäß des mit der Einladung verschickten

Vorschlages.

Dem Haushaltsvoranschlag des Schatzmeisters

wurde zugestimmt.

Mit dem Dank an die Mitglieder für ihr

Kommen und den Beteiligten für ihren

Einsatz lud Norbert Balser noch zu m

gemütlichen Beisammensein ein.

n

Nachwuchs

für die Sektion

Vor einiger Zeit startete deutschlandweit

die Kampagne „Wir brauchen dich“,

um auf die Suche nach aktiven Persönlichkeiten

zu gehen, die motiviert ihre Sektion

mitgestalten möchten. In unserer Sektion

sind diesem Aufruf schon einige Mitglieder

gefolgt, die nun künftig das Sektionsleben

bereichern werden.

Hier die ersten kleinen

Erfolgsgeschichten:

Mit Paul konnte der wichtige Posten des

Naturschutzreferenten wieder besetzt

werden. Er wird sich ab sofort um alle

Themen rund um den Naturschutz und

die Ökologie kümmern. Sein Ziel ist die

Bewusstseinsstärkung der Mitglieder für

unser sensibles Ökosystem und die Achtung

vor der Natur. Er ist zurzeit viel unterwegs,

um Informationen zusammenzutragen

und Kontakte zu knüpfen, nicht

zuletzt mit den Sektionsgruppen.

Naturschutz ist dabei auch immer Herzensangelegenheit:

Hier wird jede helfende

Hand gebraucht!

Thomas, Verena und Timm haben es sich

Text: Julia Bräutigam und

Marina Napierski

Foto: Marina Napierski

ebenfalls auf die Fahnen geschrieben,

frischen Wind in die Sektion zu bringen.

Während Verena den etwas eingeschlafenen

Sektionsabenden neues Leben

einhauchen möchte, kommt Wasserratte

Thomas mit einer ganz neuen Idee daher.

Mit langjähriger Erfahrung und ungebrochenem

Spaß am Kajakfahren möchte

er das Interesse der Sektion an diesem

für Bergsportler eher ungewöhnlichen

Element abklopfen.

Timm fühlt sich neben den Bergen auch

in der digitalen Welt ganz wohl. Er pflegt

die Rechner und wird demnächst den

Ausbau der Homepage betreuen.

Julia und Marina verstärken seit Anfang

des Jahres das Redaktionsteam.

Fühlst du dich auch angesprochen?

Egal ob ganz neu dabei oder schon seit

Ewigkeiten „im Verein“, egal ob jung

oder alt, für ein Ehrenamt ist immer der

richtige Zeitpunkt!

Alpenvereinsmitglieder

erhalten

Rabatt!

10%

22 DAVON: 1/13

DAVON: 1/13

23


Bibliothek

Schmöker

Ecke

Liebe Freunde

unserer Bibliothek,

liebe Mitglieder,

zu Beginn unserer Buchvorstellungen geht es

diesmal nicht um alpine Lehrschriften, die gibt es

wieder im Winter, sondern um zwei Boldergebiete,

gefolgt von Kletterführern in Deutschland, der

Schweiz und Teneriffa.

Fast neu in unserer Buchvorstellung sind Führer

zum Mountainbiken - sehr aufwändige Bände -

und zum Kanu fahren in Ostdeutschland. Schon

zum Standard gehören die Buchvorstellung des

Rotpunktverlags, in denen der Wanderer gerne

auf Natur und Kultur der beschriebenen Gebiete

hingeweisen wird.

Wir wünschen allen Aktiven unserer Sektion

ein schönes unfallfreies Bergjahr.

Euer Bibliotheksteam:

Marlis und Winfried Walter und Walter Ponten

Boulderführer

aus dem Panico Verlag

www.panico.de

Widmaier, Johanna

Bleau en bloc

Boulderspaß südlich von Paris!

Auflage 2010; 648 S.; 39,80 €

ISBN 978-3-936740-71-4

Ein Gebiet nicht nur für Profis

– im Gegenteil. Bleau ist ganz

besonders auch das Revier der

Spassboulderer, deren Ziel die

sogenannten Parcours sind, jene

farbig markierten und schwierigkeitsmäßig

homogenen Aneinanderreihungen von

Problemen. Und die gab es noch nie so komplett,

detailliert und übersichtlich wie hier. Egal was man

als Boulderer über Fontainebleau im Bücherregal

stehen hat - das Teil muss dazu. Falls es mal den

Rucksack verlässt.

Wenter, Florian

Alpen en bloc, Band 2

- Bouldering in the alps -

Auflage 2011;

384 S.; 29,80 €

ISBN 978-3-936740-70-7

Der Ostteil der Alpen –

17 Gebiete mit über 2000 Boulder

zwischen Innsbruck und

Wien.

Sudelfeld, Blaueis, Saalach-tal,

Zillergrund Wald, Sundergrund,

Ginzling, Felbertauern, Attersee,

Arsch der Welt, Merkenstein, Hirschwände/Hausstein,

Aufhofen, Gais, Schwarzbachalm, Meisules,

Steinere Stadt und Falzarego.

Kletterführer:

Brunnert, Peter u.a.

Hoch im Norden

Ith – Kanstein – Hohenstein –

Brunkensen – Selter – Kahlberg

Panico Alpinverlag, Köngen

www.panico.de

Auflage 2013; 512 S.; 39,80 €

ISBN 978-3-936740-95-0

Hurra! Nach acht endlos langen Jahren

erscheint im 1. Quartal 2013 wieder ein

Kletterführer für den Norden Deutschlands.

Egal ob Ith, Kahlberg, Selter, Helleberg/Steinberg,

Thüster Berg, Süntel oder

Wesergebirge - sämtliche Gebiete werden

von den Autoren auf den neuesten Stand

gebracht.

Typisch Panico: anerkannte „Hausmeister“

sorgen für Top-Qualität. Peter Brunnert,

Arne & Stephen Grage legen die Messlatte

mit „Hoch im Norden“ in bisher nicht erreichte

Höhen. Die Basics wie informative

Texte zu allen Felsen, komplett neue Topos

und aussagekräftige Routenkommentare

werden durch eine üppige, farbige Bebilderung

und historische Anekdoten angereichert.

Drei Führer von der Edition Filidor

www.filidor.ch

Känel von, Sandro

Schweiz plaisir SELECTION 2012

Auflage 2012; 360 S.; 38,00 €

ISBN 978-3-906087-40-5

Der neue Kletterführer zum 20-jährigen

Plaisir-Jubiläum!Beschrieben werden die

115 schönsten Plaisirrouten (Mehrseillängen

4b - 6c) von der Dauphiné im Südwesten

bis ins Alpsteinmassiv im Nordosten.

Mit vielen Fotos, aktuellen Topos – jede

Route wurde vom Verfasser im Jahr 2011

geklettert – Gastro-Tipps sowie weiteren

nützlichen Infos.

Känel von, Sandro

Schweiz extrem OST

Auflage 2013; 360 S.; 38,00 €

ISBN 978-3-906087-43-6

Der neue «Extrem» aus dem Filidor Verlag

beschreibt die besten Klettergebiete der

Zentral- und Ostschweiz. Vom Furkapass

bis in den Alpstein, über Vorarlberg bis ins

Engadin deckt der Führer zahlreiche Top-

Klettergebiete der Schweiz ab. Niveau 6a-9a.

Mürner, Andreas

Schweiz plaisir WEST 2012

Auflage 2012; 356 S.; 38,00 €

ISBN 978-3-906087-39-9

Die besten Plaisir-Klettergebiete vom Lac

d‘Annecy bis zum Grimselpass. Die komplett

überarbeitete Auflage wartet mit vielen

neuen Gebieten und zahlreichen Ergänzungen

auf.

Hupe, Chr. und Krug, G.

Tanz auf dem Vulkan

- Kletter-Reise-Führer Teneriffa -

Geoquest, Halle

www.geoquest-verlag.de

Auflage 2011; 288 S.; 27,00 €

ISBN 978-3-00-034799-3

Wir haben das bücherne Rezept gegen

Erkältungen, Dunkel-Depressionen und

Schneematsch-Phobien: die Anleitung zum

Tanz auf dem Vulkan. Gemeint ist der Pico

de Teide, der mit seinen über 3700 Metern

nicht nur der höchste Berg Spaniens ist,

sondern mit seiner Lage in den maritimen

Subtropen Klettergebiete zu seinen Füßen

versammelt, die weltweit ihresgleichen

suchen. Der vertikale Tanz an den gelben,

grauen und roten Felsen Teneriffas ist für

jede Urlaubszeit eine sichere Option, denn

nicht umsonst nennt man sie die „Insel des

ewigen Frühlings“.

Mountainbike-Führer

Drei Mountainbike-Führer aus dem Delius

Klasing Verlag

www.delius-klasing.de

Glaser, Ralf

bike Guide – DOLOMITEN Teil 1

30 TOPTOUREN

Südtirol zwischen Sexten und Rosengarten

1. Auflage 2012; 128 S.; 29,90 €

ISBN 978-3-7688-3460-5

Ralf Glaser stellt in diesem ersten Band der

neuen Buchreihe BIKE Guide je fünf Touren

aus den folgenden Regionen der Südtiroler

Dolomiten vor:

- Sextener Dolomiten mit Hochpustertal

- Bruneck / Kronplatz

- Alta Badia

- Grödner Tal

- Region Brixen

- Rosengarten / Latemar

Meyer, Holger

Die schönsten SINGLETRAILS

der Alpen

20 traumhafte Bike-Pfade

1. Auflage 2012; 160 S.; 24,90 €

ISBN 978-3-7688-3531-2

Singletrails. Das sind stille, schmale Pfade

abseits der Szene-Treffpunkte, spannende

Abfahrten jenseits des Downhill-Rummels,

flowige Kurvenfolgen inmitten überwältigender

Landschaften. Dieses Buch stellt

eine Auswahl spektakulär schöner Alpentrails

aus Deutschland, Österreich, Italien,

Frankreich und der Schweiz vor. Fantastische

Shots der besten Bike-Fotografen

und ansteckend enthusiastische Beschreibungen

lassen den Leser spontan zu Helm

und Bikeschuhen greifen: lesen, losfahren,

selbst entdecken!

Stanciu, Ulrich

Traumtouren TransAlp

20 neue Alpenüberquerungen mit dem

Mountainbike

2. Auflage 2013; 248 S.; 49,90 €

ISBN 978-3-7688-3464-3

„Traumtouren Transalp“ ist keine überarbeitete

Neuauflage des bisherigen Transalp

Buches, sondern ein völlig neues Werk:

Neue Touren, neue Texte, neue Fotos,

neues Layout und ein neues Touren-Planungs-Konzept.

Der Clou des neuen Transalp-Buches ist

das interaktive Planungssystem, mit dem

sich jeder Leser seine individuelle Alpenüberquerung

zusammenstellen kann. Die

beiliegende DVD enthält jetzt ein deutlich

weiter entwickeltes und sehr komfortables

Programm zur Tourenplanung inklusive Satellitenbild

der Alpen. Allerdings liegt die

Datenbank mit allen Touren nicht mehr auf

diesem Datenträger, sondern im Internet.

Sobald ein Nutzer das Programm auf seinem

PC installiert hat und mit dem Internet

verbunden ist, wird die Datenbank auf

den Rechner übertragen. Das hat den entscheidenden

Vorteil, dass diese Datenbank

jederzeit aktualisiert werden kann, dass

sich der Leser neue Touren, Teilstücke oder

Streckenänderungen jederzeit herunterladen

und damit seine Touren updaten kann.

Drei Kanuführer aus dem Thomas

Kettler Verlag

www.thomas-kettler-verlag.de

Die perfekte Kombination aus Tourenführer,

Wasserwanderkarte, Reiseführer und Kanufahrschule

- für Paddler, die nicht nur sicher

ankommen, sondern auch alle wichtigen Informationen

rund um ihre Tour erhalten wollen.

Insidertipps zu Restaurants, Museen und Sehenswürdigkeiten.

Über die Symbole und die

Kilometrierung in der Karte und am Buchrand,

lässt sich schnell ein Bezug zur Tourenbeschreibung

herstellen. Der Umschlag aus wasserabweisender

Strukturfolie und die praktische

Ringbindung sorgen für Strapazierfähigkeit

und flexible Handhabung.

Kettler, Thomas und Hillmann, Carola

Mecklenburgische Seenplatte 1

Kanu Kompakt

1. Auflage 2012; 102 S.; 9,95 €; Spiralbindung

ISBN-13: 978-3-934014-31-2

Kettler, Thomas und Hillmann, Carola

Mecklenburgische Seenplatte 2;

Kanu Kompakt

1. Auflage 2012; 100 S.; 9,95 €; Spiralbindung

ISBN-13: 978-3-934014-30-5

Hennemann, Michael

Spreewald

Kanu Kompakt

1. Auflage 2012; 102 S.; 9,95 €; Spiralbindung

ISBN-13: 978-3-934014-28-2

Vier Fernwanderführer

des Rotpunktverlags

www.rotpunktverlag.ch

Die Bände des Rotpunktverlags sind nicht

nur für die Tourenplanung geeignet, sondern

vermitteln sehr viel Hintergrundwissen über

die beschriebenen Gebiete. Deshalb sind sie

hervorragend geeignet für Bergwanderer, die

nicht nur ihre Touren erwandern, sondern auch

das Umfeld kennen lernen wollen.

Bachmann, Philipp

Zu Fuss von Genf nach Nizza

Band 1: Savoyen und Dauphiné

1. Auflage 2008; 240 S.; 18,00 €

ISBN 978-3-85869-360-0

Dieser Weitwanderweg führt von Genf nach

Briancon. Die Strecke ist in fünf drei- bis sechstägige

Abschnitte eingeteilt, deren Ausgangspunkte

mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht

werden können.

Bachmann, Philipp

Zu Fuss von Genf nach Nizza

Band 2: Provenzalische Alpen

1. Auflage 2007: 232 S.; 18,00 €

ISBN 978-3-85869-361-7

Die Strecke Briançon–Nizza ist in sechs

zwei- bis viertägige Abschnitte eingeteilt.

Eine Variante führt durch den Mercantour-

Park und das Vallée des Merveilles nach

Menton.

Die Tagesetappen in beiden Bänden weisen

jeweils Unterkunftsmöglichkeiten – oft

eine einfache Berghütte, manchmal auch

ein kleines Hotel.

Schuler, Irene

Walserweg Graubünden

In 19 Etappen vom Hinterrhein ins Rätikon

2. Auflage 2010; 319 S.; 29,00 €

ISBN 978-3-85869-421-8

Rheinwald, Vals, Safien, Mutten, Avers,

Davos, Langwies, Strassberg, St. Antönien

– hinter all diesen Namen verbirgt sich eine

gemeinsame Geschichte, die im 13. Jahrhundert

ihren Anfang nahm. Die Walser

Wanderungsbewegung zählt zu den letzten

Völkerwanderungen im alpinen Raum

am Ende des Spätmittelalters.

Alle Etappenorte sind mit Postauto oder

Bahn bequem erreichbar. Ob Alpkäse, Salsiz

oder Tootebeinli – auf allen Etappen

werden lokale Produkte ins »Walserpüntäli«

gepackt. Am Abend verwöhnt der

Degustationskeller in Hinterrhein oder das

Berggasthaus in St. Antönien den müden

Wanderer mit feiner regionaler Küche.

Bätzing, Werner und Kleider, Michael

Gran Paradiso

Wandern auf der piemontesischen Seite

des Nationalparks

1.Auflage 2013; 240 S.; 24,00 €

ISBN 978-3-85869-539-0

Der Nationalpark Gran Paradiso liegt zu

beinahe gleich großen Teilen in der autonomen

Region Valle d’Aosta und in der Region

Piemont. Während der valdostanische

Teil dieses Nationalparks gut erschlossen

ist, liegt der piemontesische Teil noch

ganz im Abseits. Dieser Wanderführer beschreibt

eine neuntätige Wanderung, die

erst am Rande des Nationalparks entlang,

später durch den Nationalpark vom Soana-

Tal ins Orco-Tal führt. Vom Ende jeder Tagesetappe

wird jeweils ein Tagesausflug in

den Kern des Nationalparks

beschrieben.

Zusätzlich wird eine

hochalpine Variante

mit fünf Etappen vorgestellt.

24

25


Chronik

Chronik

Teil 1

Robert Helbling

Der Gipfel des Monte-Rosa

Bergsteigerische

Aktivitäten in den Alpen

Von den Vorträgen der ersten fünf Jahre

seit der Sektionsgründung 1894 kennen

wir nur den vom 28.2.1898 mit seinem

Titel: „Meine Besteigung des Monte Rosa

auf Schi-Schuhen am 6.1.1898.“ Dieser

Vortrag war in mancher Hinsicht bemerkenswert:

Der Referent, Robert Helbling,

gehörte nicht wie üblich zur Sektion Aachen,

sondern war Schweizer Bürger, im

elitären Kreis der Sektionsnotabeln gut

23 Jahre „jung“ und Student der Geologie

an der TH Aachen. 1896 hatte er mit 12

gleichgesinnten Bergfreunden den Akademischen

Alpenclub (AAC) Zürich gegründet,

und nach seinem Vortrag fand

er 1898 auch Aufnahme in die Sektion

Aachen. Durch wen er als Referent und

Neumitglied Eingang in den geschlossenen

Kreis von Fabrikanten, Kaufleuten,

Juristen, hohen Beamten fand, ist nicht

zu ermitteln. Ganz sicher ist ihm, dem

Studierenden, sein schneller Weg in die

junge Sektion aus persönlicher Hochachtung

geebnet worden. Im Bereich des

Möglichen liegt eine nachhaltige Begegnung

zwischen Helbling und dem stellvertretenden

Sektionsvorsitzenden Hermann

von Waldthausen, der wie Helbling

in den Bergen der Schweiz Jahre lang der

umtriebigste und erfolgreichste Bergsteiger

der Aachener Sektion war.

Robert Helbling wurde am 14.10.1874 in

Rapperswyl (St. Gallen) geboren, studierte

zunächst Geologie in Bern und Zürich,

dann einige Auslandssemester in Aachen

und Berlin, wo er sich auch die Kenntnisse

in der Vermessungstechnik erwarb. Mit

einer Arbeit über Erzlagerstätten im Unterwallis

promovierte er an der Universität

Basel. Durch eine Vielzahl von Aktivitäten

in den Bergen seiner Heimat machte

er sich früh einen Namen als begeisterter,

führerlos gehender Alpinist. Mitglied in

der Sektion Aachen blieb Helbling bis in

das Jahr 1907, in dem ihn am Matterhorn

ein Schicksalsschlag traf, worüber später

Näheres zu berichten ist. Er meldete seiner

Aachener Sektion, wie sie es von jedem

Mitglied erwartete, seine Hochtouren, die

wir aus den Jahren 1901, 1902, 1903, 1905

genau kennen. Dr. A Schellenberg vom

Geographischen Institut der Universität

Bern stellte fest, dass Robert Helbling im

Jahr 1904, also im Alter von 30 Jahren,

allein in der Schweiz 477 Gipfel, fast alle

führerlos, erreichte, darunter 30 in der

Erstbegehung. Von seinen exzellenten

Leistungen erhielten auch die Aachener

Alpenvereinsmitglieder durch die sogenannten

„Reiseberichte“ Kenntnis, was

sicher einigen Widerhall fand. Zum Beispiel

ging Joseph Buntrock, in späterer

Zeit von 1919 bis 1925 Sektionsvorsitzender,

als erster Aachener führerlos (belegt

ab 1901) und betonte, dass er dem Beispiel

seines geschätzten Freundes Robert

Helbling nacheifere.

Seine erste richtige Schi-Tour unternahm

Helbling mit dem deutschen Geologen

Wilhelm Paulcke, einem der Väter des

hochalpinen Schi-Sports und Mitbegründer

des Deutschen Schi-Verbandes,

der Lawinenforschung und Fotograf

von ca. 9.000 Fotos zu verschiedenen

Gasse in Alt-Zermatt

Ein Schweizer Spitzenalpinist in der jungen Sektion Aachen

Forschungsbereichen. Im Januar 1896

erreichte Paulcke mit Schiern auf dem

Oberalpstock eine Höhe von 3.328 m,

durchquerte 1897 das Berner Oberland

und startet in den letzten Tagen des Jahres

1897 mit dem Schi-Neuling Helbling

zu dem sehr ehrgeizigen Ziel Monte

Rosa. Von den „ärmlichen Häusern der

schmutzigen Dorfgassen im touristenfreien

Zermatt“ unternehmen beide zunächst

Schilauf-Übungen für Helbling.

Am 4.1.1898 brechen sie bei idealem

Schi- und Fotowetter mit drei Trägern

zur Betempshütte auf, zu der sie jedoch

ohne Träger gelangen. Obwohl diese auch

Bergführer sind, erscheint ihnen die

ganze Aktion als nicht geheuer und unter

allerlei Vorwänden erreichen sie ihre

Rücksendung nach Zermatt. Paulcke und

Helbling sind gegen Mitternacht an der

Hütte, steigen in der mondhellen Nacht

aber schon um 2 Uhr weiter und kommen

gut voran. In größerer Höhe wird Helbling

jedoch von Kopfschmerzen und Übelkeit

erfasst, schafft es aber, bergkrank, bis zu

der Stelle in über 4.200 m Höhe, wo ein

Weitersteigen mit Schiern nicht mehr

möglich ist. Paulcke verzichtet auf eine

alleinige Besteigung des Gipfels. In einer

zügigen Abfahrt erreichen Paulcke und

Helbling nach 90 Minuten die Hütte, wo

es dem Schi-Neuling wieder besser geht.

Staunend erleben beide über dem Matterhorn

ein grandioses Schauspiel, das

Paulcke so beschreibt:

„Schwefelgelbe Wolken hingen im Norden

am hellblauen Himmel, der gegen Osten in

ein tiefes Violett überging. Aus den kom-

pakten Wolkenmassen lösten sich nach

unten leichte Schleier, die sich tiefer und

tiefer senkten, so dass es aussah, als ob es

Schwefel regne. Mit der Zeit ging das Gelb

in Orange über und schließlich in Purpurrot.

Über den Gipfel des Matterhorns raste

der Sturm. Riesige Schneewolken wurden

empor gewirbelt und glänzten im feurigen

Rot. Es schien, als ob das Matterhorn

brenne...“

Wie hier dargelegt, könnte es am 28.2.1898

auch in Helblings Bericht geklungen haben,

mit dem er sich für eine Aufnahme

in die Sektion Aachen empfehlen konnte.

Berichte von dieser Art faszinierten die

Menschen in den Jahrzehnten vor 1900

und bis zum Ersten Weltkrieg in besonderem

Maße. Die Touren- und Naturbeschreibungen

in den Jahreszeitschriften

des DuÖAV und die Sektionsvorträge mit

ihrem seltenen Bildmaterial jener Zeit

fanden regen Zuspruch. Für die steigende

Zahl der an den Bergen Interessierten in

Aachen, etwa 40 Prozent hiervon waren

Frauen, stellten sie die wichtigste Informationsquelle

dar für das Bergsteigen

und über die Natur der Alpen und weiterer

Hochgebirge.

Die Bündtner Zeitung meldete die Aktivitäten

von Paulcke und Helbling, die

Geburtsstunde des Schilaufs in Zermatt,

recht verständnislos:

„Aus Zermatt wird berichtet, dass sich

zwei Touristen schon seit Wochen auf

Schneeschuhen auf den weiten Eis- und

Schneefeldern der Monte Rosa-Gruppe

herumtreiben. Auf ihren klafterlangen

Skis fahren sie wie Pfeile über die sanfthängenden

Schneeflächen des Gornergletschers

hin. Die Betempshütte ist das

Nest dieser Eisbären. Ohne Holz und Feuer

erwärmen sie sich nachts nur durch Einrollen

in ihre Pelzmäntel wie Murmeltiere.

Eine Spirituslampe kocht ihnen den notwendigen

Thee auf, und ein Paar inwendig

und auswendig mit Pelz besetzte Schuhe

dienen ihnen als Fußwärmer.“

1903 traf Helbling in Basel mit dem

deutschen Bergsteiger Friedrich Reichert

zusammen, als der in der Sektion Basel

des Schweizerischen Alpen Clubs einen

Bericht über seine Ostwandbesteigung

des Monte Rosa gab. In seinen zweibändigen

Lebenserinnerungen „Auf Berges-

und auf Lebenshöhe“, erschienen

1946 in Buenos Aires, berichtet Reichert

über diese Begegnung mit Helbling, der

ihm zuvor genannt wurde „als ein mutiger

Draufgänger, ein Bergsteiger ersten

Ranges, als die Blüte des Akademischen

Alpenclub Zürich, als Blüte des S.A.C.“

Reichert selbst findet andere Worte über

Helbling. Er ist für ihn „ein neu gewonnener

Freund, der in den nachfolgenden Jahren

mir sehr nahe stand und noch steht,

mich in extraeuropäische Hochgebirge

begleitete, der mir der liebste, treueste,

sicherste, oft etwas widerspenstige, aber

beste Naturbursche war.“

Als erstes wagen beide Anfang Februar

1903 ein von Helbling geplantes Winterunternehmen,

von dem Reichert schreibt,

es sei das großartigste gewesen, das er in

den Alpen ausgeführt habe, die Krönung

seiner sämtlichen Schikampagnen. Es

handelt sich um die erste Winterquerung

der gesamten Walliser Hochalpenregion

auf Schiern. Zur Absprache genügte ein

Telegramm Helblings nach Straßburg,

dem Ort von Reicherts abgeschlossenem

Studium der Chemie, mit folgendem Inhalt:

„Treffpunkt Martigny, Rhonetal. ...

Kommen dringend erwünscht. Wallisquerung.

Helbling.“

Die Tour mit acht Nächtigungen in den

winterlichen Bergen beschreibt Reichert

sehr ausführlich; vielleicht können einige

Angaben eine Vorstellung von ihrem Verlauf

vermitteln: Sie erreichen mehrmals

Höhen über 3.000 m, z. B. den 3.690 m

hohen Mulets des Lias, und queren bei

wechselndem Wetter, (Schneetreiben,

Nebel, Sonnenschein), verschiedene Gletscher.

Mal sind sie zu einem Schneebiwak

gezwungen, mal nächtigen sie in primitiven

Hütten, die sie zwar schneedicht, aber

auch brennstoffleer vorfinden. Spät in der

Nacht, aber bei strahlendem Mondlicht

gelangen sie an die völlig zugeschneite

Alp Arolla, die ihnen einen „senkrechten

Schlotfegerdurchstieg“ abverlangt,

und wo sie wegen Wetterumschwungs

24 Stunden verweilen müssen. In der

Kälte zerschlagen sie zu Heizzwecken

mit einem Pickel einen Milchbehälter

und Melkeimer, was sie selbst als bodenlose

Gemeinheit ansehen und ihre

Anschrift hinterlassen. Ihre letzte Fahrt

führt sie vorbei an Dent d’Herens und

Matterhorn über den Zmuttgletscher,

und in der Nacht „beehren“ sie das Hotel

„Monte Rosa“ mit Einbruch, denn alle

Hotels sind verlassen. In den Kellern des

vornehmen Fremdenquartiers finden sie

einen Sack Kartoffeln und eine Kiste vorzüglicher

Butter. Reichert schreibt dazu:

„Ein Topf mit Pellkartoffeln, die in Butter

schwammen, bildeten den Abschluss dieser

meiner schönsten und ausgedehntesten

Winterfahrt in den Alpen.“

Ehe Reichert seine in Argentinien geplante

Arbeit aufnahm, wohin ihm Helbling

etwas später folgte, entschieden sich beide

für die Teilnahme an der im Juli 1903

beginnenden Kaukasus-Expedition, zu

der Willy Rickmer-Rickmers mehrere Alpinisten

eingeladen hatte. Deren Ziel war

es, eine Anzahl noch nie erreichter Gipfel

zu bezwingen, von denen der Südgipfel

des Uschba mit seiner Höhe von 4.710 m

als der verlockendste im Kaukasus galt.

Diese Aussichten begeisterten Helbling

und Reichert, und sie waren überzeugt,

dass sie in dem euro-asiatischen Gebirge

etwas Besonderes leisten würden. n

Text: Ingbert Babst

Fotos: Elmar und Ingbert Babst

www.wild-heerbrugg.com

26 DAVON: 1/13

DAVON: 1/13

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Nachruf

Hier noch eine Bildunterschrift zu den Erinnerungfotos

Helmut Sistig † 6.2.2013

Helmut Sistig leitete 12 Jahre als

1. Vorsitzender die Sektion Aachen

des Deutschen Alpenvereins.

Die Mitgliederversammlung wählte ihn

am 30. März 1984 auf Vorschlag des damaligenVorstands

als Nachfolger von Dr.

Dieter Weins. Nach 4 Wahlperioden und

12 Jahren im Amt hat Helmut Sistig die

Mitgliederversammlung 1996 gebeten, einen

Nachfolger für das Amt des 1. Vorsitzenden

zu wählen. In Anerkennung seiner

Verdienste wurde er von der Mitgliederversammlung

in den Ehrenrat der Sektion

gewählt.

In seiner Amtszeit hat Helmut Sistig die

Geschäftsstelle der Sektion in neue, helle

und modern ausgestattete Räume am

Holzgraben im Zentrum von Aachen verlegt.

In seine Amtszeit fiel auch die 100-Jahrfeier

der Sektion Aachen im Jahre 1994.

Dieses mehrtägige, in der Öffentlichkeit

viel beachtete Fest nutzte Helmut Sistig,

um mit vielen Veranstaltungen die Sektion

in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Dazu trug natürlich die Festveranstaltung

in der Aula Carolina bei, die musikalisch

von der Musikkapelle unserer Bergfreunde

aus Ried unterstützt wurde. Ein Kletterturm

auf dem Willy-Brandt-Platz und Informationsveranstaltungen

fanden regen

Zuspruch.

Die Kontakte zu unseren Bergfreunden in

Ried und die besondere Bedeutung unserer

alpin gelegenen Anton-Renk-Hütte

oberhalb von Ried waren Helmut Sistig

ein besonderes Anliegen. Er fuhr häufig

zu Besuchen nach Ried zu unserem Hüttenwart

Hermann Sailer, um gemeinsam

zur Anton-Renk-Hütte aufzusteigen. Diese

Fahrten machte Helmut Sistig gerne mit

seinem Harley-Davidson Motorrad.

Ein besonderes Ereignis war das Brunnenfest

auf der Anton-Renk-Hütte im Jahr

1989, als ca. 300 Besucher den von der

Bergrettung unter Leitung von Pepi Patscheider

dort aufgestellten Brunnen mit

einem Festgottesdienst einweihten.

Helmut Sistig war in jüngeren Jahren Kletterer,

später galten seine Interessen dem

Wandern und Bergsteigen. Diese Leidenschaft

für den Bergsport verband Helmut

Sistig ganz ausdrücklich mit dem Schutz

der Natur. Er war Gründungsmitglied des

Arbeitskreises Klettern und Naturschutz,

der für eine nachhaltige Nutzung der Kletterfelsen

im Rurtal bei Nideggen eintritt.

Diese Position hat Helmut Sistig stets vertreten,

bei Gesprächen mit Kletterern und

mit Naturschutzverbänden. Bei öffentlichen

Auftritten hat Helmut Sistig immer

wieder betont, dass nicht das Aussperren

der Menschen aus der Natur zum Schutz

der Flora und Fauna beiträgt, sondern

dass ein nachhaltiger Schutz nur gelingt,

wenn ein tiefgreifendes Verständnis für

den sanften Umgang mit dieser wertvollen

Landschaft erreicht wird.

Helmut Sistig ist im Alter von 73 Jahren am

6. Februar 2013 verstorben.

Wir werden ihn als unermüdlichen Vereinsvorsitzenden

in Erinnerung behalten

und sein Engagement wird noch lange

fortwirken.

Wir bedauern diesen Verlust zutiefst und

sprechen unser aufrichtiges Mitgefühl aus.

Mit stillem Gruß, auch im Namen

aller Vereinsmitglieder

Der Vorstand der DAV Sektion Aachen

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TourNatur

Messe zum Thema Wandern in Düsseldorf

Das zehnjährige Jubiläum der TourNatur, die

vom 31. August bis 2. September 2012 in Düsseldorf

stattfand, hat eindrucksvoll bewiesen, wie

groß weiterhin das Interesse am Wandern und

den entsprechenden Angeboten ist. „Mit 39.100

Besuchern hat die TourNatur 2012 unsere Erwartungen

voll erfüllt“, erklärte Helmut Winkler, Direktor

der TourNatur.

„Wandern ist die liebste Freizeitbeschäftigung

der Deutschen. Die TourNatur ist deswegen so

erfolgreich, weil die Messe mit ihrem einzigartigen

wandertouristischen Angebot, dem Verkauf

von Ausrüstung und dem herausragenden

Beratungsangebot genau die Bedürfnisse der

Zielgruppe erfüllt. Es gibt in Deutschland kein

vergleichbares Angebot“, so Winkler weiter. Auch

für die Fachleute wird sie wegen des umfangreichen

Weiterbildungsprogramms zu einer immer

wichtigeren Plattform. 275 Aussteller zeigten bei

der TourNatur 2012 aktuelle Wander- und Trekkingausrüstung

sowie rund 5.000 wanderbare

Reiseziele.

Die nächste TourNatur findet vom 6. bis 8. September

2013 in Düsseldorf statt. Auch in diesem

Jahr ist unsere Sektion mit anderen Sektionen aus

NRW mit einem Informationsstand und Kletterturm

auf der TourNatur vertreten.

Auch in diesem Jahr wird es für DAV-

Mitglieder einen Gutschein geben,

der ab Mai auf der Internet-Seite des

Landesverbandes NRW

(http://www.dav-nrw.org/Landesverband/)

hinterlegt ist.

Weitere Informationen zur Messe:

www.tournatur.com

Buntes

Neue Vortragsreihe!

Sektionsfenster

Die Sektion Aachen startet eine neue Vortragsreihe für Mitglieder

von Mitgliedern des DAV. Unter dem Namen „Sektionsfenster“

sind die Mitglieder – aktive wie auch passive – der

Sektion Aachen eingeladen, ihr Know-how zum Thema Bergwelt,

Outdoor & Reisen anderen Mitgliedern zu präsentieren.

„...Unsere Mitglieder haben ein umfassendes Know-how zu den unterschiedlichsten

Themen im Bereich Berge, Outdoor-Sport & Natur. Oftmals hören wir

von spannenden Reisen und Projekten unserer Mitglieder. Wir möchten alle

Mitglieder zu mehr Austausch ermutigen. Hierbei sprechen wir nicht nur die

aktiven DAV-Mitglieder an, sondern möchten vor allem unsere passiven Mitglieder

einladen, von ihren Erfahrungen zu berichten und Kontakte zu knüpfen. ...“

Norbert Balser (Vorsitzender der Sektion Aachen).

Die Vortragsreihe löst die sogenannten Sektionsabende ab und soll in der

Herbst-/Wintersaison 2013/14 erstmalig stattfinden. Im Zeitraum von Oktober

bis April wird es künftig 4-5 Veranstaltungen mit je zwei Vorträgen geben.

Um einen Anreiz zu schaffen, wird die erste Runde des Sektionsfensters mit

einem Wettbewerb gestartet. Alle interessierten Mitglieder können Ihre Beiträge

zum Thema „Auf neuen Pfaden!“ einreichen und am Wettbewerb

teilnehmen. Die Gewinner werden vom Publikum bestimmt.

Auch Besucher des Sektionsfensters können etwas gewinnen.

Wer mehr als 60 Prozent der Veranstaltungen besucht,

wird an einer Tombola mit schönen Sachpreisen teilnehmen.

Termine für das Sektionsfenster im Herbst/Wintersaison 2013/14:

Montag, den 30. September 2013

Montag, den 11. November 2013

Montag, den 13. Januar 2014

Montag, den 10. März 2014

Montag, den 28. April 2014

Beginn der Veranstaltung wird jeweils 19.30 Uhr sein.

Die Räumlichkeiten werden noch bekanntgegeben.

WETTBEWERBSAUSSCHREIBUNG

Ihre Aufgabe: Erstellen Sie einen Vortrag zum Thema „Auf neuen Pfaden!“.

Der Vortrag sollte etwa 20-30 Minuten dauern. Ihrer Phantasie sind dabei

keine Grenzen gesetzt. Sie dürfen natürlich alle Arten von Medien

(Fotos und Filmsequenzen) zum Einsatz bringen.

Sollten Sie Unterstützung benötigen, so helfen wir Ihnen gerne!

Hauptgewinn: GPS Gerät (Garmin) und weitere Sachpreise

Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder der DAV Sektion Aachen.

Einsendeschluss ist der 15. September 2013.

Ihren Beitrag (Präsentation) senden Sie bitte an folgende E-Mail.

Hier können Sie auch weitere Fragen zum Wettbewerb stellen:

sektionsfenster@dav-aachen.de

Tolle

Gewinne

für Vortragende

und Besucher!

aufgepickt: Buntes Brett

Änderung der Verleihgebühr

von Verschüttetensuchgeräten (VS-Geräte)

Die Sektion Aachen ist bemüht, mit dem Serviceangebot

„VS-Geräte-Verleih“ den Mitgliedern aktuelle und technisch

einwandfreie Geräte zur Verfügung zu stellen.

Um dies in Zukunft weiter zu gewährleisten, ist eine Anpassung

der Verleihgebühren notwendig. Mit den Verleihgebühren

wird ein Teil der hohen Kosten für den Geräteservice und die

Anschaffung von Geräten kompensiert.

Mit der neuen Gebührenstruktur sind wir zuversichtlich,

auch in Zukunft den Service erfolgreich anbieten zu können.

Grundgebühr pro Gerät und Ausleihvorgang 5€

(Kaution 50 €)

+ die ersten 2 Wochen 5 €

+ jede weitere Woche 10 €

Ausleihe und Rückgabe donnerstags

während der Öffnungszeiten in der Geschäftsstelle.

Rückgabe: 16 und 18 Uhr

Ausleihe: 18 bis 20 Uhr

Reservierung bei Helmut Vor

unter materialausleihe@dav-aachen.de

oder Tel.: +31 / 43 / 3065340

Schwere Mängel bei aktuellen Klettersteigsets

Sicherheitsforschung des DAV warnt

Zum wiederholten Mal sind an weiteren Klettersteigsets gefährliche

Mängel festgestellt worden. Die betroffenen Sets sollten im Rahmen

einer Rückrufaktion bei den Herstellern umgetauscht werden.

Näheres unter

http://www.alpenverein.de/presse/rueckrufaktion-vonklettersteigsets-viele-klettersteigsets-weisenerheblichemaengel-auf_aid_12404.html

Geschäftsstelle

Öffnungszeiten:

Jeden Donnerstag von 16.00 – 20.00 Uhr.

Anschrift:

Römerstr. 41/43, 52064 Aachen ,

Tel. 0241/ 4014387 oder 20082

Änderungsmeldungen wie Adressen-, Namens-, Bank- u. Kontoänderungen

bitte direkt an die Geschäftsstelle und nicht nach München

melden. So wird gewährleistet, daß die DAV-Zeitschrift, die Sektionsmeldungen

u. die Mitgliedsausweise ohne Verzug zugestellt werden können

und der Bankeinzug des Mitgliedsbeitrages ohne zusätzliche Kosten gewährleistet

ist. Eventuell anfallende Bankgebühren,wegen Nichtausführbarkeit

der Abbuchung, müssen leider an die Mitglieder weitergegeben

werden.

Kündigungen der Mitgliedschaft sind schriftlich bis spätestens

30. September an die Sektion zu richten.

Mitgliederausweis: Gültig bis Ende Februar des folgenden Jahres.

Die Mitglieder aus dem benachbarten Ausland überweisen ihren Jahresbeitrag

bitte bis zum 31.1.des Folgejahres unaufgefordert an das Konto:

IBAN: DE21 3905 0000 0015 0007 71 , SWIFT- BIC: AACSDE 33

4000!

Die Anzahl der Mitglieder

unserer Sektion ist in den

vergangenen Jahren stark

angewachsen.

Anfang April dieses Jahres

wurde unser 4000. Mitglied,

Lutz Nielsen, von

Norbert Balser mit einem

Buchgeschenk begrüßt.

Sektionsbibliothek

Die Sektionsbibliothek befindet sich in der Geschäftsstelle

und steht allen Mitgliedern zur Verfügung.

Öffnungszeiten: Donnerstags von 16.00 – 20.00 Uhr

Führer, Karten, alpine Literatur: Wandern, Klettern,

Hochtouren, Wasser- und Wintersport, Lehrschriften zu

allen alpinen Sportarten, Bildbände, Jahrbücher, Monographien,

Biographien, Reiseberichte und Belletristik.

Zeitschriften: „Bergsteiger“, „Klettern“, „Berg und Steigen“,

„Outdoor“ können eingesehen bzw. für 3 Wochen

(neu) kostenlos ausgeliehen werden. Bei einer längeren

Ausleihe werden pro Stück und Woche 50 Cent erhoben.

Der Medienbestand im Internet:

www.dav-aachen.de service bibliothek

Alpenvereinsjahrbuch -

Bestellung unter DAV-Shop

www.dav-shop.de

e-mail:dav-shop@alpenverein.de

Winterraumschlüssel

können gegen eine Kaution

von 50 für 4 Wochen in der

Geschäftsstelle ausgeliehen

werden.

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