März 2013 - Wuapaa

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März 2013 - Wuapaa

113

Mitgliederinformation

des Landesgremiums

Steiermark des Handels

mit Mode und Freizeitartikeln

UNTERNEHMERTAG:

23. April 2013 im

Genusshotel Riegersburg

BRANCHENEVENT:

12. Juni 2013 in der

Steinhalle Lannach

AUS- UND

WEITERBILDUNG:

Seminarplan 2013

KAI JÄCKEL:

Die Fünfziger kommen

TEXTIL | LEDERWAREN | SCHUHE | SPORT


Mitgliederinformation

des Landesgremiums

Steiermark des Handels

Fotos: WKO Steiermark

Foto: Gschiel

Landesgremium des Handels

mit Mode und Freizeitartikeln

Körblergasse 111–113, 8021 Graz

T 0316/601-574, F 0316/601-1212

E 308@wkstmk.at, W www.wko.at/stmk/308

Obmann und Branchensprecher Textil:

KommR Ferdinand ROTH

Obmann-Stellvertreter und

Branchensprecher Schuhe:

KommR Franz RATTENEGGER

Obmann-Stellvertreter und

Branchensprecher Sport:

Harald SCHERZ

Geschäftsführer:

Mag. Johannes Klemm

T 0316/601-577

Gremialreferentin:

Ute Ropposch

T 0316/601-576

Assistentin:

Marianne Strobl

T 0316/601-574

Bundesgremium des Handels mit Mode und Freizeitartikeln

Sparte Handel, Wirtschaftskammer Österreich

Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien

T 05 90 900-3370, F 05 90 900-118181

E mode.freizeit@wko.at, W www.modeundfreizeit.at

Landesberufsschule Gleinstätten (Textil und Schuh)

8443 Gleinstätten 180, T 03457-2360

E lbsgleinstae@stmk.gv.at, W www.lbs-gleinstaetten.ac.at

Landesberufsschule Hartberg (Sport)

Franz-Schmidt-Gasse 5, 8230 Hartberg, T 03332-62939

E lbshb1@stmk.gv.at, W www.lbs-hartberg.ac.at

Werbegemeinschaft Lederwarenwirtschaft

Bundesgremium des Handels mit Mode und Freizeitartikeln

Wiedner Hauptstr. 63, 1045 Wien, W www.modeundfreizeit.at

ÖTZ – Österreichische Textilzeitung, W www.manstein.at

Schuh- u. Lederwarenrevue, W www.schuhrevue.at

VSSÖ – Verband der Sportartikelerzeuger und Sport -

ausrüster Österreichs, W www.vsso.at

WIFI Steiermark

Körblergasse 111-113, 8021 Graz

T 0316/602-1234, E info@stmk.wifi.at

www.stmk.wifi.at

Rechtsservice der WK Steiermark

Körblergasse 111-113, 8021 Graz

T 0316/601-601, E rechtsservice@wkstmk.at

www.wko.at/stmk/rs

mit Mode und Freizeitartikeln

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UNTERNEHMERTAG:

23. April 2013 im

Genusshotel Riegersburg

BRANCHENEVENT:

12. Juni 2013 in der

Steinhalle Lannach

AUS- UND

WEITERBILDUNG:

Seminarplan 2013

TEXTIL | LEDERWAREN | SCHUHE | SPORT

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KAI JÄCKEL:

Die Fünfziger kommen

Foto: Pictures born/Helga Nessler

INHALT MODE & FREIZEIT [ıntern] 1.13

Branchen-News

Offizielles, Recht – Arbeitsrecht: Pflegefreistellung 4

Steuerrecht: ACHTUNG! Personalrabatte: Besteuerung

der USt vom Normalwert | Die elektronische Rechnung:

Vereinfachung ab 1. 1. 2013 5

Branchenrecht: Achtung beim Import von textiler Oberbekleidung

aus der Türkei | ARGE Boot | Wettbewerbsrecht:

Klarstellung zur Ausverkaufsentscheidung des EuGH 6

Alle Branchen: Franchise-Systeme wachsen langsamer |

Textil: „Parade gegen Pelz“ vor Napapijri | Schuhe: Geox

hängt beim Image Humanic und Stiefelkönig ab 7

Sport: Steht Decathlon vor Markteintritt in Österreich?

Graz: Betriebsbesuch bei Breineder & Gibiser 8

Internethandel

Segen oder Fluch? 9

Branchen-News Steiermark

Einladung zum Unternehmertag 2013 12

Einladung zum 5. Branchenevent „Kundenbindung und

Umsatzerfolge durch Mut und Begeisterung“ 13

Seminarplan 2013 | Shopping Malls: Sättigung 14

Veranstaltung

Trendinformation: Farbe und Fünfziger-Jahre dominieren 14

Handel

Betriebsbesuch Gleisdorf: Mehr Modevergnügen

bei Baumgartner 20

Ausbildung/LBS Glainstätten

Brandboxx und Fashion Premiere:

„The Things we do together“ 20

Alles Mode bei K&Ö 21

Wirtschaft

KMU Forschung Austria: Die Konjunkturentwicklung

im stationären Einzelhandel 2012 22

Pressespiegel: Die Branche im Licht der Medien 26

Terminankündigungen 28

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Schreiben Sie uns – wir werden

Ihren Leserbrief veröffentlichen.

Redaktion „mode & freizeit intern“

8021 Graz, Körblergasse 111–113

308@wkstmk.at

Farbe und Fünfziger-Jahre

dominieren

„Farbigkeit bleibt bestehen, der Look

der 50er-Jahre ist angesagt“, formulierte

Kai Jäckel, Trendberater der TUB

Unternehmensberatung/Köln, zum Einstieg

in die Trendinformation „Mehr

Wissen zu Trends und Farbthemen der

Saison Frühling/Sommer 2013“. Für die

MitarbeiterInnen des steirischen Modehandels

präsentierte Jäckel insgesamt

vier Modethemen, und zwar für die DOB

„Sporty Colours“ und „Lazy Summer“,

für die HAKA „Holiday’s Delight“ und

„Culture Flirt“.


EDITORIAL

„Bad news“ für den Handel:

Wir wehren uns kräftig

Während die Umsätze im Dezember bei Lederwaren pari und bei

Schuhen und Sport nominell leicht im Plus waren, hat der Textilund

Bekleidungshandel ein sattes Minus von 7,3 % eingefahren

und war damit der dritte Minusmonat in ununterbrochener Reihenfolge.

Beim eher schleppenden Geschäftsgang – auch die ersten Wochen diesen

Jahres waren nicht gerade berauschend – bereitet uns nicht nur der stetige

Zuwachs beim Online-Handel Sorgen, wir kämpfen auf allen Ebenen derzeit

gegen einige dem Handel aufgezwungene Verschärfungen, etwa bei der steuer -

lichen Behandlung der Personalrabatte, dem EuGH-Urteil zu den Ausverkäufen

und der neuerlichen Forderung nach einer verpflichtenden Made In-Regelung.

KommR Ferdinand Roth

Landesgremium Steiermark

des Handels mit

Mode und Freizeitartikeln

Foto: WKO Steiermark

Unter der alten Journalistenweisheit „Only

bad news are good news“ schreibt etwa der

Standard „Dem Handel laufen die Kunden

davon“ (s. S. 25), der Kurier spricht in

einem Artikel über den Internethandel vom

„Zalando-Effekt“. Diesem Thema nähern wir

uns (s. S. 9) unter dem Motto „Internethandel:

Segen oder Fluch“, wobei einerseits

die beachtlichen Steigerungsraten im On -

line-Handel dem stationären Handel zu

schaffen machen, andererseits aber auch

dort nicht alles Gold ist, was glänzt:

Zalando hat noch nie Gewinne geschrieben,

Online-Händler versteuern in Niedrigsteuerländern

und zuletzt ist Amazon mit seinen

Arbeitsbedingungen schwer ins Gerede

gekommen.

Was der stationäre Handel vor allem

braucht, ist Chancengleichheit gegenüber

dem Online-Handel, vor allem in der Be -

steuerung. Hier sind die europäischen

Wirtschaftsverantwortlichen in den letzten

Tagen erstmals aufgewacht, um der Niedrigbesteuerung

einen Riegel vorzuschieben.

Die Wünsche und Sorgen der KMUs

hört man sich ja auf dieser Ebene oft nur

an; da aber den europäischen Finanzministern

dadurch viel Geld entgeht, haben

sie sich erstmals dieser Ungerechtigkeit

angenommen.

Personalrabatte:

USt vom vollen VK-Preis

Ungerechtigkeit herrscht auch bei der Be -

steuerung der MitarbeiterInnen im Handel.

Mit der Einführung des Normalwertes

in der Umsatzsteuer durch das Abgabenänderungsgesetz

2012 sehen sich die

Unternehmer und – bei allfälliger Weiterverrechnung

– auch die Mitarbeiter bei der

Gewährung von Personalrabatten einer

weiteren Belastung ausgesetzt, da die

Umsatzsteuer seither nicht vom verbilligten

Abgabepreis an die Mitarbeiter, sondern

vom fremdüblichen Verkaufspreis zu

berechnen ist.

Diese Regelung stellt einen Bruch in

der logischen Errechnung der Umsatzsteuer

dar, schafft unnötigen administrativen

Aufwand (Warenwirtschaft, Kassensysteme,

Schnittstellen zur Lohnverrechnung)

und wird nur sehr geringe Erträge

mit sich bringen. Außerdem haben gerade

die Betriebe im Bereich des Modehandels

großes Interesse daran, dass die Mitarbeiter

auch Ware aus dem eigenen Geschäft im

Verkauf tragen und somit bei ihren KundInnen

für das Modeunternehmen werben,

in dem sie beschäftigt sind.

Die Wirtschaftskammer ist daher in drei

Schritten gefordert,

> sich für die Abschaffung dieser unternehmer-

und mitarbeiterfeindlichen

Umsatzsteuerregelung einzusetzen,

> die Hinzurechnung zur Lohnsteuer für

Mitarbeiterrabatte kritisch zu hinterfragen

und

> insbesondere für die Mitarbeiter im

Modeverkauf die Einführung eines Ra -

battfreibetrags (das Bundesgremium

des Modehandels schlägt € 2.000,–

pro Kalenderjahr vor, in Deutschland

beträgt er € 1.080,–) zu erreichen, mit

dem der Preisnachlass beim Bezug von

Waren aus dem eigenen Unternehmen

steuerfrei gestellt werden soll.

Dafür habe ich mich in den letzten Tagen

massiv eingesetzt und werde hier die Verantwortlichen

tatkräftig bei ihren Veränderungsbemühungen

unterstützen.

Weil ich ja lieber über „good news“ als

über „bad news“ für den Handel berichte,

meint

Ihr Ferdinand Roth

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

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Aktuelles und Offizielles für Sie zusammengefasst

OFFIZIELLES, RECHT:

ARBEITSRECHT:

Pflegefreistellung

Aus aktuellem Anlass rufen wir Ihnen

die neuesten Bestimmungen (Stand

Ende Dezember 2012) in Erinnerung:

Begriff – Krankenpflegefreistellung –

Betreuungsfreistellung – Voraussetzungen

– Ausmaß – Kind unter 12 Jahre –

einseitiger Urlaubsantritt

Begriff

Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Fortzahlung

des Entgelts bis zum Höchstausmaß

seiner regelmäßigen wöchentlichen

Arbeitszeit, wenn er nach Antritt des

Arbeitsverhältnisses infolge einer

> Krankenpflegefreistellung oder

> Betreuungsfreistellung oder

> Begleitungsfreistellung

an seiner Arbeitsleistung verhindert ist.

Vorsicht: Dabei handelt es sich nicht

um Urlaub, sondern um einen Sonderfall

der persönlichen Dienstverhinderung

wegen familiärer Pflichten.

Krankenpflegefreistellung

Anspruch auf Pflegefreistellung besteht,

um

> einen im gemeinsamen Haushalt

lebenden erkrankten nahen Angehörigen

oder

> ein nicht im selben Haushalt lebendes

leibliches Kind

zu pflegen.

Nahe Angehörige sind Ehegatten

(Lebensgefährten), eingetragene Partner

und Verwandte in gerader Linie (vor allem

also Kinder, Enkelkinder, Eltern und Großeltern)

sowie Wahl-, Pflege- und Stiefkinder.

Der Begriff der Lebensgemeinschaft

setzt ein Verhältnis voraus, das auch in

wirtschaftlicher Hinsicht einer Ehe ähnlich

eingerichtet ist.

Betreuungsfreistellung

Anspruch auf Pflegefreistellung besteht

> wegen der notwendigen Betreuung seines

(Stief-)kindes oder

> wegen der Betreuung des leiblichen

Kindes des eingetragenen Partners oder

Lebensgefährten

infolge eines Ausfalls einer Person, die das

Kind ständig betreut, durch Tod, schwere

Erkrankung, Aufenthalt in einer Heil- oder

Pflegeanstalt oder Verbüßung einer Freiheitsstrafe

oder eine andere Art behörd -

licher Anhaltung an der Arbeitsleistung

verhindert ist.

Begleitungsfreistellung

Anspruch auf Pflegefreistellung besteht

> wegen der notwendigen Begleitung

seines (Wahl- oder Pflege)kindes oder

> wegen der Begleitung des im gemeinsamen

Haushalt lebenden Stiefkindes

bzw. des leiblichen Kindes des eigetragenen

Partners oder Lebensgefährten

bei einem stationären Aufenthalt in einer

Heil- oder Pflegeanstalt, sofern das Kind

das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet

hat.

Pflegebedürftigkeit liegt vor, wenn der

erkrankte Angehörige aufgrund der Art

und der Schwere der Erkrankung bzw. seines

Alters nicht sich selbst überlassen werden

kann, dem Erkrankten also Hilfestellung

geleistet werden muss. Es wird regelmäßig

von der Beurteilung des behandelnden

Arztes abhängen, wie lange durch

eine bestimmte Erkrankung Pflegebedürftigkeit

begründet wird. Die Pflegefreistellung

kann insbesondere auch nur stundenweise

notwendig sein.

Die Pflege muss tatsächlich und notwendigerweise

vom Arbeitnehmer selbst

erbracht werden. Daher besteht kein

Anspruch auf Pflegefreistellung, wenn eine

anderweitige Versorgung möglich ist, also

wenn etwa die Gattin des Arbeitnehmers

ohnehin zu Hause ist.

Tipp: Der Arbeitnehmer hat das Vorliegen

der Pflegebedürftigkeit und deren notwendige

Dauer nachzuweisen. Verlangt der

Arbeitgeber eine ärztliche Bestätigung,

muss er deren Kosten übernehmen. Lediglich

bei der Begleitungsfreistellung muss

die Notwendigkeit nicht nachgewiesen

werden.

Vorsicht: Hat ein Pflegebedürftiger

mehrere berufstätige nahe Angehörige, die

mit ihm im gemeinsamen Haushalt leben,

so haben diese ein Wahlrecht, wer die Pflegefreistellung

beansprucht.

Ausmaß

Grundsätzlich besteht Anspruch auf Pflegefreistellung

und damit auf Fortzahlung

des Entgeltes für die Dauer der regelmäßigen

wöchentlichen Arbeitszeit pro Arbeitsjahr.

Wenn regelmäßig Überstunden geleistet

werden, kann dies anspruchserhöhend

sein. Umgekehrt gilt bei Teilzeitarbeit

ebenso nur die entsprechend kürzere

wöchentliche Arbeitszeit.

Betreuung eines erkrankten Kindes

unter 12 Jahre

Einen Anspruch auf Pflegefreistellung im

Ausmaß einer weiteren wöchentlichen

regelmäßig geleisteten Arbeitszeit (2. Wo -

che) hat der Arbeitnehmer

> wegen der notwendigen Pflege seines

im gemeinsamen Haushalt lebenden

erkrankten (Stief)kindes, Wahl- oder

Pflegekindes bzw. des leiblichen Kindes

des anderen eingetragenen Partners

bzw. des Lebensgefährten,

> sofern dieses das 12. Lebensjahr noch

nicht überschritten hat,

> der Grundanspruch (1. Woche) verbraucht

ist und

4 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13


BRANCHENNEWS

> der Arbeitnehmer aus einem anderen

Rechtstitel (z.B. Kollektivvertrag, § 8

Abs. 3 Angestelltengesetz) keinen

Anspruch auf bezahlte Freistellung

hat.

Urlaub ohne vorherige Vereinbarung

Nach Ausschöpfung aller Entgeltfortzahlungsansprüche

aus dem Titel der Pflegefreistellung

kann der Arbeitnehmer zur

Pflege eines erkrankten Kindes unter 12

Jahren Urlaub auch ohne vorherige Vereinbarung

mit dem Arbeitgeber antreten,

wobei dies auf den Jahresurlaub angerechnet

wird. Besteht kein ausreichendes

Urlaubsguthaben, kann zwar dennoch

Urlaub genommen werden, diesfalls aber

unbezahlt.

STEUERRECHT

ACHTUNG! Personalrabatte:

Besteuerung der USt

vom Normalwert

Nach der geltenden Rechtslage sind die

von den Handelsunternehmen an ihre

Mitarbeiter gewährten Rabatte, sofern

sie die handelsüblich an alle Endverbraucher

gewährten Rabatte übersteigen,

als Einkommensbestandteil zu

werten und somit als Sachbezug lohnsteuerpflichtig.

Seit 1. Jänner 2013

müssen die Unternehmen zudem die

Umsatzsteuer auf diese Waren vom Normalwert

und nicht vom vergünstigten

Kaufpreis abführen.

Viele Unternehmen gewähren Ihren Mitarbeitern

oft Rabatte auf die eigenen Waren.

Nach der geltenden Rechtslage sind die von

den Handelsunternehmen an ihre Mitarbeiter

gewährten Rabatte aber, sofern sie

die handelsüblich an alle Endverbraucher

gewährten Rabatte übersteigen, als Einkommensbestandteil

zu werten und somit

als Sachbezug lohnsteuerpflichtig.

Seit 1. Jänner 2013 müssen die Unternehmen

zudem die Umsatzsteuer auf

diese Waren vom Normalwert und nicht

vom vergünstigten Kaufpreis abführen.

Der Normalwert ist in § 4 Abs. 9 lit. a

UStG geregelt und ist jener Betrag, der im

freien Wettbewerb an einen unabhängigen

Lieferer oder Leistungserbringer gezahlt

Bundesgremialgeschäftsführerin

Mag. Martina Ertler,

MLS: „Das Bundesgremium

des

Handels mit Mode

und Freizeitartikeln

setzt sich massiv

für die Einführung

eines solchen

Rabattfreibetrages

für die Mitarbeiter -

Innen im Einzelhandel

auch in

Österreich ein.“

werden müsste. Im Abgabenänderungsgesetz

2012 steht dazu folgendes:

> Bei Sachzuwendungen des Arbeitgebers

an den Arbeitnehmer können aus

Vereinfachungsgründen weiterhin die

Werte als Normalwert herangezogen

werden, die den Sachbezügen bei der

Lohnsteuer zugrunde gelegt sind.

> D.h. als Normalwert ist der Verkaufspreis

im Einzelhandel als umsatzsteuerliche

Bemessungsgrundlage heranzuziehen.

In Deutschland gibt es einen sog. Rabattfreibetrag,

nachdem der Preisnachlass

beim Bezug von Waren beziehungsweise

der unentgeltliche Bezug von Waren bis

EUR 1.080,– pro Kalenderjahr steuer- und

sozialversicherungsfrei ist.

Die elektronische Rechnung:

Vereinfachung ab 1. 1. 2013

Ab 1. 1. 2013 wird die Versendung von

E-Rechnungen wesentlich vereinfacht.

Ab diesem Datum können E-Rechnungen

auch ohne qualifizierte Signatur

oder EDI-Verfahren versendet werden.

Damit eine E-Rechnung als Rechnung

anerkannt wird, müssen einige Voraussetzungen

erfüllt werden.

Der Rechnungsempfänger muss die elektronische

Rechnung akzeptieren, wobei diese

Zustimmung keiner besonderen Form

bedarf. Es genügt auch, dass die Beteiligten

diese Verfahrensweise tatsächlich praktizieren

und damit stillschweigend billigen.

Die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit

des Inhaltes sowie die Lesbarkeit

müssen gewährleistet sein. Die Vorschriften

des Umsatzsteuergesetzes hinsichtlich

der Rechnungsbestandteile müssen jedenfalls

auch eingehalten werden.

Foto: Weinwurm

Die Echtheit der Herkunft bedeutet die

Sicherheit der Identität des Leistungserbringers

oder Rechnungsausstellers und

die Unversehrtheit des Inhalts, dass die

nach dem Umsatzsteuergesetz erforderlichen

Angaben nicht geändert wurden.

Aus der Unversehrtheit des Inhalts folgt

jedoch nicht, dass die Rechnung inhaltlich

(z. B. Anschrift des Leistenden) tatsächlich

richtig ist oder bei Rechnungsausstellung

richtig war.

Ab 1. 1. 2013 kann neben den in der

Vergangenheit erlaubten Verfahren (Qualifizierte

Signatur und EDI) für die Gewährleistung

der Echtheit der Herkunft und die

Unversehrtheit des Inhaltes einer elektronischen

Rechnung ein innerbetriebliches

Steuerungsverfahren, durch das ein verlässlicher

Prüfpfad zwischen der Rechnung

und der Leistung geschaffen wird, verwendet

werden.

Das innerbetriebliche Steuerungsverfahren

ist ein Verfahren, das vom leistenden

Unternehmer und vom Leistungsempfänger

eingesetzt wird, um einen Abgleich

der Rechnung mit der Zahlungsverpflichtung

bzw. mit dem Zahlungsanspruch

durchzuführen.

Es kann z. B. durch ein entsprechend

eingerichtetes Rechnungswesen geschehen,

aber auch durch einen manuellen

Abgleich der Rechnung mit den vorhandenen

geschäftlichen Unterlagen (z. B.

Bestellung, Auftrag, Kaufvertrag, Lieferschein)

erreicht werden.

Wenn die Verbindung zwischen dem

abgewickelten Umsatz und der Rechnung

leicht mit Hilfe ausreichender Details nachvollziehbar

ist und wenn die dokumentierten

Verfahren eingehalten werden, kann

davon ausgegangen werden, dass der

Prüfpfad als verlässlich gilt.

Jeder Unternehmer kann selbst bestimmen,

in welcher Weise er die Voraussetzun -

gen gewährleistet. E-Rechnungen können

auch über FinanzOnline oder das Un ternehmensserviceportal

erstellt werden.

Zu beachten ist, dass bei einer Mehrfachübermittlung

der Rechnung (z. B.

Papier und E-Mail) auf die Mehrfachübermittlung

auf der Rechnung hingewiesen

wird, damit eine mehrfache Umsatzsteuerschuld

kraft Rechnungslegung vermieden

wird.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

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BRANCHENNEWS

BRANCHENRECHT

Achtung beim Import von textiler

Oberbekleidung aus der Türkei

Die Warenverkehrsbescheinigung

A.TR. wird nur unter bestimmten

Voraussetzungen anerkannt

Die Warenverkehrsbescheinigung A.TR.

ist der Nachweis, dass eine Ware vom

Zollunionsvertrag EU-Türkei erfasst ist

und zollfrei eingeführt werden kann.

Die Bestätigung der Richtigkeit der

Angaben erfolgt durch die Zollverwaltung

im Feld 12 des Formulars. Um

Fälschungen vorzubeugen informieren

sich die Vertragspartner über die von

ihnen bei der Bestätigung verwendeten

Stempel.

Seit 21. Jänner 2013 wird in Österreich

vom Bundesministerium für Finanzen nunmehr

die Richtigkeit der Warenverkehrsbescheinigung

A.TR. angezweifelt, die von

der Zollstelle HALKALI in der Türkei für

Textilien (Bekleidung der Kapitel 61 und

62) bescheinigt worden sind.

Weiters hat die österreichische Zollverwaltung

den begründeten Verdacht, dass

un verzollte Textilien chinesischen Ur -

sprungs aus der Zollfreizone Halkali in großen

Mengen mit falschen Warenverkehrsbescheinigungen

A.TR. über Österreich in

die EU eingeführt wurden bzw. werden.

Dies waren ausreichende Gründe für

die österreichische Verwaltung, alle Zollanmeldungen

für Bekleidung der Kapitel

61 und 62 mit dem Versendungsland Türkei

mit einer Dokumentenkontrolle zu belegen

und A.TR. mit dem Aufdruck „Customs

management“ nicht anzuerkennen.

Das hat zur Folge, dass der Drittlands -

zollsatz in der Höhe von 12 % vom Importeur

zu entrichten ist, was natürlich bei

den betroffenen Firmen zu einiger Aufregung

geführt hat.

Sollten Sie als Importeur hier Probleme

haben oder eine weitere Aufklärung

wünschen, wenden Sie sich

bitte an Ihre Landesgremien für

den Handel mit Mode- und Freizeitartikeln.

ARGE Boot

Kroatien senkt bis Ende Mai 2013

vo rübergehend den Mehrwertsteuersatz

auf gebrauchte Boote und Yachten von

den bisher geltenden 25 % auf 5 % USt.

Ausländische Boote (ohne Rücksicht auf

deren Ursprung) können vom 1. 1. bis

31. 5. 2013 zu einem reduzierten USt-Satz

von 5% nach Kroatien eingeführt werden.

Mit dem voraussichtlichen EU-Beitritt

Kroatiens am 1. 7. 2013 ändert sich auch

einiges rund um die Einfuhr, Versteuerung

und Verzollung von Yachten und Booten

nach und in Kroatien.

WETTBEWERBSRECHT

In diesem Inserat hat der „Schutzverband

gegen unlauteren Wettbewerb“ eine Ausverkaufsankündigung

ohne Genehmigung

gesehen. Im Laufe des Verfahrens hat der

OGH ein Vorabentscheidungsersuchen an

den EuGH gerichtet.

Im Gegensatz zu Berichten in einigen

Medien sind damit aber nicht die Ausverkaufsregelungen

„gekippt“ bzw. „gefallen“.

Um unsere Mitgliedsbetriebe umfassend zu

informieren, haben wir den Geschäftsführer

des Schutzverbandes, Mag. Hannes Seidelberger,

um eine Klarstellung gebeten:

Klarstellung zur Ausverkaufsentscheidung

des EuGH

Die Ausverkaufsvorschriften der §§ 33a

UWG erfüllen den Zweck, zur Verhinderung

einer irreführenden bzw. unlauteren Be -

werbung insbesondere bei Insolvenz,

Schließungs- und Umbauverkäufen vorzusehen,

dass solche Ankündigungen erst

nach Überprüfung und Genehmigung

durch die Bezirksverwaltungsbehörde er -

folgen dürfen. Wenn ein Unternehmer eine

solche Bewilligung nicht beantragt, kann

aufgrund dieser Tatsache neben dem Verwaltungsstrafverfahren

in einem gerichtlichen

Verfahren die Ausverkaufsankündigung

untersagt werden.

Der OGH hat in einem konkreten Fall

einer Ausverkaufsankündigung ohne Ge -

nehmigung mit einem Vorabentscheidungsersuchen

an den EuGH die Frage

gerichtet, ob die Richtlinie über unlautere

Geschäftspraktiken (RL-UGP) einer nationalen

Regelung entgegensteht, wonach die

Ankündigung ohne Bewilligung unzulässig

und in einem gerichtlichen Verfahren

zu untersagen ist, ohne dass das Gericht

diese Geschäftspraktik selbst auf ihre

Unlauterkeit prüft (OGH 4 Ob 154/10s vom

12. 4. 2011).

Der EuGH hält in seiner aktuellen Entscheidung

(C-206/11 vom 17. 1. 2013)

nun zunächst fest, dass die Ausverkaufsregelungen

unter den Anwendungsbereich

der RL-UGP fallen. Weiters führt er aus,

dass diese Richtlinie einen Wertungsspielraum

bezüglich der Wahl der nationalen

Maßnahmen lässt.

Da sich laut EuGH eine Vorabkontrolle

oder vorbeugende Kontrolle durch den

Staat unter bestimmten Umständen als ge -

eigneter erweisen kann als eine Kontrolle

im Nachhinein, bei der angeordnet wird,

eine bereits durchgeführte oder unmittelbar

bevorstehende Geschäftspraxis abzustellen,

können diese nationalen Maßnahmen

insbesondere darin bestehen, ein

sanktionsbewehrtes System der Vorweggenehmigung

für bestimmte Praktiken vorzusehen,

deren Charakter im Hinblick auf

die Bekämpfung unlauterer Geschäftspraktiken

eine solche Kontrolle erfordert.

Insofern hat der EuGH auch nicht – wie

in einigen Medien berichtet – die Ausverkaufsregelungen

„gekippt“ bzw. sind diese

nicht „gefallen“, sondern ist es laut seinen

Ausführungen grundsätzlich möglich, eine

ex-ante Bewilligung von Geschäftspraktiken

unter bestimmten Voraussetzungen

vorzusehen. Die grundsätzliche Bewilligungspflicht

der österreichischen Ausverkaufsvorschriften

wird daher von der

EuGH-Entscheidung nicht berührt.

Weiters führt er aus, dass das mit den

nationalen Maßnahmen geschaffene System

zur Umsetzung der Richtlinie nicht

dazu führen darf, dass eine Geschäftspraxis

ohne Prüfung der Unlauterkeit allein des-

6 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13


BRANCHENNEWS

ALLE BRANCHEN:

Franchise-Systeme wachsen

langsamer

Auch 2012 verzeichneten in Deutschland

rund 950 Franchise-Systeme solide

Zuwächse. Die Zahl der Betriebe legte um

4,6% auf über 148.000 zu. Die Zahl der

Franchise-Partner stieg um 3,4% auf knapp

113.000, die insgesamt rund 715.000 Mitarbeiter

beschäftigen (+3%). Der Systemumsatz

stieg um 8,2% auf über 90 Mrd.

Euro. Der Dienstleistungsbereich ist im

Franchising mit 37% am stärksten vertreten

(+2,2%). Mit 33% entfallen etwa ein

Drittel der Systeme auf den Handel

(–1,2%).

Die meisten Franchise-Systeme wachsen

derzeit allerdings weniger dynamisch

als noch vor einigen Jahren, in denen

durchweg zweistellige Wachstumsraten

erzielt wurden. Vor allem die Investitionsvolumina

von Franchise-Geber und -Partner

blieben hinter den Anforderungen des

Marktes zurück. Quelle: TextilWirtschaft

SCHUHE:

Geox hängt beim Image Humanic

und Stiefelkönig ab

Der Imagekaiser im heimischen Schuhhandel

ist der Schuhproduzent Geox. Die

Italiener heben sich laut aktueller

Umfrage von Marketagent.com in

Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts-

Blatt knapp, aber doch von der Konkurrenz

ab. Hauptausschlaggebend für den

Foto: www.geox.biz/images Foto: Schutzverband

Mag. Hannes Seidelberger,

GF des Schutzverbandes

gegen unlauteren Wettbewerb:

„Die Vorabentscheidung

des EuGH ist

kein Freibrief, die grundsätzliche

Bewilligungspflicht

der österreichischen

Ausverkaufsvorschriften

wird von der

EuGH-Entscheidung nicht

berührt.“

halb verboten wird, weil sie nicht von der

zuständigen Behörde vorab genehmigt

wurde.

Die Konsequenz daraus ist, dass die

Ausverkaufsankündigungen in dem

gerichtlichen Verfahren nach dem UWG

anhand der in den Art. 5 bis 9 der RL-GP

genannten Kriterien auf ihre etwaige

Unlauterkeit zu prüfen sind. Eine solche

inhaltliche Prüfung wird nun der OGH vorzunehmen,

welcher das von ihm ausgesetzte

Verfahren mit einer Entscheidung in

der Sache fortsetzen kann.

Der Schutzverband hat neben einem

von der fehlenden Ausverkaufsbewilligung

unabhängigen Eventualbegehren bei seiner

Klage einige Argumente der Unlauterkeit

vorgebracht und insbesondere einen

Verstoß gegen die berufliche Sorgfaltspflicht

dargestellt. So wurde unter anderem

in dem beanstandeten Inserat nicht der

Firmenname angeführt, sondern nur anonym

aufgetreten.

ersten Rang beim Image-Index ist die

Qualität der Produkte.

Hier ist nun die Entscheidung des OGH

abzuwarten, welcher zu der konkreten

Ankündigung bewerten wird, ob eine irreführende,

aggressive oder sonst unlautere

Geschäftspraktik im Sinne der RL-UGP

und der Umsetzung im UWG vorliegt oder

nicht.

Mag. Hannes Seidelberger

Ihre Meinung ist

uns wichtig!

308@wkstmk.at

Aber auch das gut geschulte Personal gilt

als Asset. Doch auch die Mitbewerber sind

stark: Neben Geox genießen auch Deichmann,

Stiefelkönig und Humanic hohes

Vertrauen bei den Konsumenten und liegen

in der Wahrnehmung bei Kompetenz und

Zuverlässigkeit sehr nahe beieinander.

Große Sympathie

Der Diskonter Deichmann gilt als das Lieblingsunternehmen

und größter Sympathieträger

innerhalb der Branche und erfreut

sich nicht zuletzt aufgrund der günstigen

Preise der höchsten Besuchsfrequenz im

Schuhfachhandel. „Deichmann genießt

nicht zuletzt aufgrund des hohen Werbedrucks

den höchsten Bekanntheitsgrad

innerhalb der Branche“. Deichmann gilt

gemeinsam mit Geox als das „aufstrebendste

Unternehmen“ innerhalb der Branche,

besetzt aber im Gegensatz zu Geox das

Diskontsegment.

Humanic genießt innerhalb der Branche

das Image eines Top-Unternehmens

und sticht durch sein ansprechendes

Erscheinungsbild hervor. Auch bei der angenehmen

Einkaufsatmosphäre, der Warenaufbereitung

und der Sauberkeit der Filialen

ist Humanic ganz oben zu finden. Geox

liegt in diesen Kategorien fast gleichauf.

Stiefelkönig ist durchgängig unter den

Top-Platzierten zu finden und bildet ge -

meinsam mit Geox und Humanic ein starkes

Premium-Segment im Schuhfachhandel. In

Summe beschert das dem Unternehmen

Platz drei im dynamischen Image-Index.

Onlinehandel legt zu

Wichtige Kriterien für den Einkauf im

Bereich Schuhfachhandel sind das Preis-

Leistungs-Verhältnis, freundliches Personal

und die Erfüllung von Wünschen und Vorstellungen.

Jeder Vierte hat im vergangenen

Jahr Produkte online gekauft, wobei

im Mittel heuer 20 Euro mehr als im letzten

Jahr für Schuhkäufe im Internet ausgegeben

wurden.

Quelle: WirtschaftsBlatt

SPORT:

Steht Decathlon vor

dem Markteintritt in Österreich?

Der österreichische Sporthandel ist im

Umbruch: Marktführer Sport Eybl/Experts

kämpft mit finanziellen Problemen und

wird wohl demnächst verkauft werden. Die

Einkaufsorganisation Sport 2000 und die

zu Kastner & Öhler gehörende Gigasport-

Gruppe haben ihre Kooperation bekanntgegeben.

Die zur Spar-Gruppe zählende

Sporthandelskette Hervis hat seit einem

dreiviertel Jahr ein Joint Venture mit der

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

7


BRANCHENNEWS

Später Winter schadet

Kaum etwas ist für das Geschäft wichtiger

als das Wetter. Dieses muss immer zur richfranzösischen

Go Sport Groupe. „Alle

rücken enger zusammen, weil die Befürchtung

da ist, dass der große Franzose

kommt“, schätzt Sporthandels-Obmann

Ernst Aichinger die Situation ein.

Der „große Franzose“ heißt Decathlon

und ist auch als möglicher Käufer von

Eybl/Experts im Gespräch. Der Diskontriese

macht einen Umsatz von etwa 6 Mrd. Euro

und verfügt über rund 600 Filialen.

Decathlon arbeite mit vielen Eigenmarken

und wenig Personal, so Aichinger. Schon

länger versuchen die Franzosen in Österreich

Fuß zu fassen, mit Eybl/Experts

könnte der Einstieg gelingen. Für unwahrscheinlich

hält Aichinger dagegen eine

Übernahme durch die deutsche Intersport.

„Der österreichische Markt ist besonders,

das tun sich die Deutschen nicht an“,

glaubt der Branchenexperte.

Österreich ist anders

Österreich hat eine hohe Dichte an Sporthandelsgeschäften,

der Markt ist

Foto: http://unternehmen.decathlon.de

umkämpft, Preisschlachten stehen an der

Tagesordnung. Die Margen seien in Österreich

wesentlich geringer als in Deutschland.

„Wir verkaufen aber doppelt so viel

pro Kopf wie die Deutschen.“ Wenngleich

viel in den Export gehe. Im vergangenen

Jahr hat die Branche laut KMU Forschung

Austria nominell 2,1 Prozent mehr umgesetzt,

real ging sich eine schwarze Null aus.

Die Statistik Austria kommt aufgrund

anderer Datenlage auf ein reales Umsatzplus

von 3,5 Prozent. Damit steht der

Sporthandel wesentlich besser da als der

Einzelhandel insgesamt – er setzt aber

auch auf ein schwaches Jahr 2011 auf.

tigen Zeit mitspielen. Das zweite Jahr in

Folge ließ der Winterstart lange auf sich

warten. Dazu kommt das ohnehin angespannte

Wirtschaftsumfeld und der große

Wettbewerbsdruck. Dieser werde durch

einen „explodierenden Internetmarkt“ verstärkt.

Die Österreicher kaufen immer mehr

online, auch Sportwaren. „Die Kunden wissen

genau, welcher Ski wie viel kostet. Das

geht sehr zulasten der Spannen“, sagte

Aichinger. Darüber hinaus stagniert der

Markt für Ski seit Jahren. Weltweit werden

etwa 3,3 Millionen Paar verkauft, in Österreich

sind es 370.000. Die Skihersteller

verkaufen inzwischen mehr Ski-Schuhe als

Ski.

Ohne Verleihgeschäft wäre es um die

Industrie schlecht bestellt.

Quelle: Medianet

Graz: Betriebsbesuch

bei Breineder & Gibiser

Ein Gewinnspiel der Werbegemeinschaft der

öster reichischen Lederwarenwirtschaft auf der

Facebook-Seite taschenundmehr.at verhalf

einer Kundin aus Graz zum Gewinn einer hochwertigen

Schmuckkassette der Marke Windrose

im Wert von 600 Euro.

Fotos: WKO Steiermark

Breineder & Gibiser am Steinernen Tor in Graz

ist seit Generationen ein führender steirischer

Lederwarenfachhändler und Anbieter von

Premiummarken.

Anlässlich eines Besuchs der beiden neuen

Bundesberufszweigvorsitzenden Herbert

Gänsdorfer (Lederwarenhandel) und Fritz

Ammaschell (Schuhhandel) bei Breineder &

Gibiser wurde der Gewinn übergeben. Gänsdorfer

und Ammaschell nützen den Be -

triebsbesuch zu einem Erfahrungsaustausch

Geschäftsbesichtigung bei der Firma O. Breineder

& Gibiser Gesellschaft m.b.H: V. l. n. r.: Fritz

Ammaschell, Bundesgremialgeschäftsführerin

Mag. Martina Ertler, Mag. Ingrid Werner, Herbert

Gänsdorfer, Mag. Eldrid Mänhardt, Landesgremialbereichsgeschäftsführer

Mag. Johannes Klemm.

mit dem Aushängeschild des steirischen

Lederwarenfachhandels und überzeugten

sich von der erfolgreichen Strategie dieses

Unternehmens. Vor allem in der Nachhaltigkeit

der angebotenen Produkte und der Verträglichkeit

mit einer gesunden Umwelt

sieht die Inhaberfamilie gute Zu kunftschancen

für den stationären Fachhandel.

Mag. Johannes Klemm, Gremialbereichs -

geschäftsführer in der Wirtschaftskammer

Steiermark, dankte Mag. Ingrid Werner,

Chefin des Hauses Breineder & Gibiser, mit

einem WIFI-Bildungsscheck.

8 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13


Segen oder Fluch? | INTERNETHANDEL

Internethandel:

Segen

oder Fluch?

Fotos: Amazon.de, Zalando.at

Online-Shopping geistert als neues Zauberwort durch die Handelslandschaft.

„Zalando-Effekt“ nennen Handelsexperten laut KURIER diesen neuen Frontalangriff

aus dem Internet, der eine Schließungswelle im Mode-, Schuh-und Sportartikelhandel

auslösen könnte. Gleichzeitig wird im Online-Handel – mit wenigen

Ausnahmen – (noch?) kein Geld verdient. Bundesgremialobfrau Dr. Jutta Pemsel

hat sich in einem Kommentar in der Niederösterreichischen Wirtschaft unter

dem Titel „Internethandel: Segen oder Fluch?“ dem Thema angenommen.

Wir haben ihre Meinung exklusiv für Sie um die neuesten Meldungen über den

Internethandel ergänzt.

Hohe Zuwachsraten

Der Online-Handel wächst in Deutschland

Jahr für Jahr mit zweistelligen Zuwachsraten,

wobei die flächenbereinigten

Umsätze insgesamt (stationärer Handel

und Versandhandel) rückläufig sind. Auch

in Österreich entwickelte sich laut Jutta

Pemsel der Internethandel in den letzten

Jahren dynamisch. Die jährlichen Ausgaben

im Online-Einzelhandel (bei österreichischen

und internationalen Anbietern)

haben sich innerhalb von 4 Jahren verdreifacht,

nämlich von 1,5 Milliarden Euro

im Zeitraum 2006/2007 auf 4,5 Milliarden

Euro im Zeitraum 2010/11. Seit 2006 ist

die Anzahl der Onlineshops um 75% gestiegen,

die damit erzielten Umsätze haben

sich verdreifacht.

Fest steht also, dass immer mehr Kunden

ins Web abwandern. Zwar ist der Anteil

am Einzelhandelsumsatz mit vier Prozent

noch bescheiden, doch die rasanten

Zuwächse bereiten vielen Händlern Kopfzerbrechen.

Kunden nutzen Geschäfte zum

Schauen und Probieren, aber bestellen

online woanders – zumeist bei einem ausländischen

Anbieter. „In fünf Jahren werden

25 Prozent des Fashion-Bereichs

online verkauft werden“, prognostiziert

Wolfgang Richter, Chef des Standortberaters

RegioPlan, für Österreich.

Besonders auffallend ist die Steigerungsrate

im Online-Handel bei Schuhen,

einer an sich beratungs- und probierintensiven

Warengruppe. Die Berliner Zalando

„Zalando, nach eigenen Angaben größter Anbieter für Fashion und Schuhe am

deutschen Online-Markt, hat 2011 500 Millionen Euro umgesetzt, 2012 soll es

schon über eine Milliarde Euro gewesen sein.“

Bei einem Verkauf von Unternehmensanteilen wurde der Unternehmenswert

von Zalando, wo noch nie Gewinne geschrieben wurden, mit fast drei Milliarden

Euro bewertet. Georg Kamnakis, SHOEZ 1/2013

GmbH etwa schaffte es beispielsweise mit

viel Risikokapital, binnen nur vier Jahren

vom Start-up zum Milliardenkonzern zu

werden, während Mitbewerber Görtz beispielsweise

30 seiner 260 Filialen schließen

muss. Rund eine Milliarde Euro soll

Zalando im vergangenen Jahr umgesetzt

haben – überwiegend mit Schuhen – und

macht damit der Offline-Konkurrenz das

Leben schwer.

Zalando ist nach Meinung mancher

Experten nicht wirklich auf Gewinn ausgerichtet,

sondern wird mit einem unglaub -

lichen Werbeaufwand gepusht, um dann –

möglicherweise – sehr teuer weiter verkauft

zu werden.

Milliardenmarkt Online

An der Spitze des deutschen Online-Handels

liegt Amazon mit 27,7 Millionen

Online-Käufern, gefolgt von ebay

(21,0 Millionen), Weltbild und Otto. Newcomer

Zalando konnte dank intensiver

Werbepräsenz Tchibo vom bisherigen

5. Rang im Online-Ranking verdrängen.

Die Rangliste der Produktkategorien mit

den meisten deutschen Online-Käufern führt

mit 19,3 Millionen Textil- und Bekleidung

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

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INTERNETHANDEL | Segen oder Fluch?

an, wo mit 2,1 Millionen Neukäufern im

abgelaufenen Jahr auch der größte Zuwachs

an Online-Käufern verzeichnet wurde.

Wie viel Umsatz Amazon in Deutschland

mit Mode macht, ist nach Angaben

der TEXTILWIRTSCHAFT nach wie vor unbekannt.

Denkbar wäre, dass Amazon sich

hierzulande für ein stärkeres Wachstum mit

Mode rüstet, ähnlich wie in den USA: Dort

verstärkt Amazon derzeit sein Engagement

im Luxusmode-Bereich.

Internet und Smartphones als Jobkiller

Weil der Umsatzkuchen im Einzelhandel stagniere,

werde die Marktbereinigung „massiv

beschleunigt“. Schon heuer wird es laut

Wolfgang Richter von RegioPlan weniger

neue Standorte im Handel geben. Neue

Filialen gäbe es fast nur noch an hochfrequentierten

Lagen wie Einkaufszentren. Er

schätzt, dass durch Ladenschließungen in

den nächsten fünf Jahren bis zu 20 Prozent

der Arbeitsplätze im Mode- und Sporthandel

wegrationalisiert werden könnten. Sport

Eybl ist ein erstes prominentes Beispiel.

Online-Handel wird also auch zum Jobkiller

im stationären Handel und Online-Riesen

wie Zalando und Amazon gefährden tausende

Arbeitsplätze im Verkauf.

Auch das Smartphone wird zum „Schrecken

der Verkäufer“. Mittels integriertem

Barcode-Scanner, der über die Ware gezogen

wird, weiß der Kunde im Geschäft in

Sekundenschnelle, wie viel ein Produkt

beim Online-Händler kostet. Eine neue

Zalando-App ermöglicht auch sogleich die

Bestellung samt Gratis-Zustellung. Verkäufer

werden dadurch zunehmend unter

Druck gesetzt: Der Kunde kommt dann und

sagt, er will das Produkt um 30 Prozent billiger,

sonst kauft er es im Internet.

Deutsche Zahlen bestätigen diese Entwicklung.

Während die Gesamtzahl der

Internetuser zwischen 14 und 69 Jahren

im letzten Jahr nur mehr um 2,6 % auf

50,3 Millionen Deutsche gewachsen ist,

stieg die Userzahl beim mobilen Internet

im gleichen Zeitraum um 38,4 % auf

14,7 Millionen. Von diesen 50 Millionen

Menschen besitzen auch schon beachtliche

84 % ein Smartphone.

Hohe Retourenquote

84 % der deutschen stationären Händler

sehen sich beim Thema Umtausch gegenüber

dem Online-Handel im Vorteil, da die

Ware im Laden vor dem Kauf angefasst und

anprobiert werden könne. Laut TEXTILWIRT-

SCHAFT ist die Retourenquote mit 2,6 % im

Jänner unter allen Monaten am höchsten.

Zum Vergleich: Im Jahresdurchschnitt liegt

die Quote im stationären Handel bei rund

1,9 %, im Online-Handel laut IfH (Instituts

für Handelsforschung in Köln) bei rund 5 %.

Die „Zeit“ hat aber erhoben, dass die Deutschen

beim Online-Kauf von Bekleidung

und Schuhen viel mehr zurücksenden, nämlich

mit 28,5 % mehr als jeden vierten möglichen

Online-Einkauf.

Versandhändler. Denn jede Retoure kostet

die Unternehmen viel Geld, sie müssen mit

Kosten zwischen 10 und 20 Euro pro Rücksendung

rechnen. Zehn Prozent aller

Retouren können zudem nicht mehr verwendet

werden.

Fachhändler im www

Jutta Pemsel sieht, dass auch viele Einzelhändler

schon heute den Vertriebsweg

Internet als neuen Absatzweg nutzen und

prognostiziert für die nächsten Jahre eine

dynamische Entwicklung: „Dies bedeutet

jedoch nicht das Ende des stationären Einzelhandels.

In gewisser Weise erinnert

diese Situation an das Aufkommen der ersten

Einkaufszentren vor einigen Jahrzehnten,

auch hier wurde das Ende des innerstädtischen

Handels vorhergesagt, in der

Realität sind vor allem Betriebe in schwächeren

Lagen und ohne klares Unterneh-

„Wir Konsumenten können es uns also aussuchen. Wir haben es in der Hand,

wem wir unser Geld geben, wo wir Steuern hinlenken und welche Infrastruktur

unser Dorf oder unser Stadtviertel mittelfristig hat. Wir können das Kleinunternehmen

im Erdgeschoß unseres Hauses unterstützen – oder eine anonyme

Firmenkonstruktion in Luxemburg. Wir können unser Buch selbst nach Hause

tragen, und das sofort! Oder es uns von einem abgehetzten Paketboten

irgendwann an die Türschwelle liefern lassen; vorausgesetzt freilich, wir sind

genau zur richtigen Zeit daheim.

Bloß eines dürfen wir nicht: Vom Buchhändler im Erdgeschoß erwarten, dass er

so nett ist, unsere Amazon-Packerln entgegenzunehmen. Und uns später wundern,

wenn er zusperrt.“

Sibylle Hamann in „Die Presse“ über den Buchhandel

Tatsächlich dürfte die hohe Retourenquote

ein Haupthindernis sein, im Onlinehandel

profitabel zu arbeiten. Online- und

Versandkunden bestellen in der Regel verschiedene

Größen pro Modell, um das Passende

auszusuchen und die restlichen

Modelle zurückzusenden.

Einfach mal bestellen und im Zweifel

zurückschicken – das könnte für passionierte

Online-Shopper aber in Zukunft

nach einem Bericht in „DER STANDARD“

teurer werden: Drei Viertel der deutschen

Online-Händler planen, die Kosten für

Warenrücksendungen künftig auf ihre Kunden

zu übertragen. Möglich wird das durch

eine neue EU-Verbraucherrechte-Richt -

linie, nach der Unternehmen ihren Kunden

die Rücksendung künftig in Rechnung

stellen können. 76 Prozent aller befragten

Unternehmen gaben an, davon Gebrauch

machen zu wollen, darunter viele kleinere

menskonzept unter Druck gekommen.

Durch neue raumordnungsrechtliche

Bestimmungen ist dem Flächenwachstum

auf der grünen Wiese nun ein Riegel vorgeschoben

worden und die neue große

Herausforderung für uns Händler liegt im

Bereich des Onlinehandels.“

Georg Kamnakis wirft in „SHOEZ

1/2013“ die Fragen auf, ob man sich als

mittelständischer Fachhändler ein Stück

vom Online-Kuchen abschneiden und im

Konzert der Großen mitmischen soll? Und

gibt unter dem Schlagwort „Schuster, bleib

bei Deinem Leisten“ auch gleich die warnende

Antwort: „Ein klassischer Fachhändler

sollte die Finger von E-Commerce lassen,

denn bisher haben nur die wenigsten

dort wirklich Geld verdient.“ Er meint aber

auch, dass „sich irgendwann die gewaltigen

Investitionen und Werbeauftritte der

Internet-Riesen sicher lohnen werden.“

10 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13


Foto: Kaufstrasse

Segen oder Fluch? | INTERNETHANDEL

Bundesgremialobfrau Dr. Jutta Pemsel fordert faire

Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer.

Geringe Steuerzahler

Jutta Pemsel appelliert an die Politik, im

Bereich der Ertragssteuern und der

Umsatzsteuer faire Rahmenbedingungen

für alle Marktteilnehmer im Handel zu

schaffen und Kontrollmöglichkeiten zu

implementieren, die einen effektiven Vollzug

dieser Vorgaben ermöglichen. Ausländische

Online-Händler beteiligen sich

nämlich nicht am inländischen ARA-System,

nehmen keine Altgeräte (Elektrohandel)

zurück und zahlen auch keine Urheberrechts/-festplattenabgabe.

Bis zur Freigrenze

von 35.000 Euro brauchen kleine

Online-Händler auch keine USt in Österreich

abführen.

Ausländische Online-Anbieter beschäftigen

auch keine einzige Person in Österreich,

zahlen demnach auch bei uns keine

Gewinnsteuern und Sozialabgaben. Wenn

es immer mehr „Amazons“ gibt, würde

unser Sozialsystem also irgendwann zusammenbrechen.

Sibylle Hamann meint über die steuerlichen

Gestaltungsmöglichkeiten großer

Onlinehandelsplattformen, die durch die

Wahl des Unternehmenssitzes und komplizierte

steuerliche Konstruktionen ihre

effektive Ertragssteuerbelastung weitgehend

reduzieren können, in „Die Presse“:

„Amazon macht in Deutschland und Österreich

zwar gut Kasse, aber Steuern zahlt es

hier keine. Die zahlt es in Luxemburg, und

zwar drei Prozent. So ist das bei globalen

Konzernen. Sie können sich aussuchen, wo

und wie viel sie Steuern zahlen, alles ganz

legal.“

Diese Möglichkeiten stehen dem stationären

Einzelhandel natürlich nicht zur

Verfügung, dieser schafft vor Ort Wertschöpfung,

Arbeitsplätze und entrichtet

seine Steuern. Mit diesen Steuern wird

unter anderem die Infrastruktur, die auch

der Onlinehandel bei seiner Auslieferung

Foto: Helmut Schramm

benötigt, finanziert. Löhne und Gehälter

wiederum stellen das Kaufkraftpotential der

österreichischen Bevölkerung dar. Es muss

uns Händlern aber noch viel mehr unseren

Kunden klar sein, welche Folgen es hat,

wenn die Kaufkraft nicht mehr in Österreich

bleibt, sondern ins Ausland abfließt und

dort noch dazu „steuerschonend“ von den

Unternehmen veranlagt wird.

So wie die Bundessparte Handel schon

bei der Diskussion „Innenstadt versus

grüne Wiese“ auf faire Rahmenbedingungen

für alle Marktteilnehmer gedrängt hat,

fordert Jutta Pemsel als Interessenvertreterin

diese fairen Rahmenbedingungen

auch im Bereich des Onlinehandels.

Erlebnisorientierung im Fachhandel

Viele Fachhändler leiden außerdem unter

der Konkurrenz durch die eigenen Lieferanten,

die fast alle schon Internetshops

betreiben. Sie sprechen vom „unethischen

Verhalten“ ihrer Lieferanten, weil diese die

eigenen unverbindlich empfohlenen Verkaufspreise

im Internet schon nach kurzer

Zeit nicht mehr einhalten und damit die

Spannen des Fachhandels schmälern. Als

Grund wird angegeben, dass mit reduzierten

Preisen Frequenz auf den Online-Seiten

geschaffen werden soll.

Wenn man allerdings als Fachhändler

über einen eigenen Internet-Shop nachdenkt,

sollte man sich unbedingt professioneller

Dienstleister bedienen. Infos

dazu gibt es in der aktuellen Publikation

des WIFI Unternehmerservice „E-COM-

MERCE – Leitfaden für den Verkauf im

Internet“:

www.unternehmerservice.at

Auch die Bundessparte Handel arbeitet

derzeit daran, sowohl eine neue Studie

zum Online-Handel in Österreich aufzuleben

als auch E-Commerce-Geschäftsmodelle

für den stationären Fachhandel zu

entwickeln.

Das Stichwort für den stationären Einzelhandel

im direkten Wettbewerb mit dem

Internet heißt „Erlebnisorientierung“. Ein

gutes Beispiel dafür ist der deutsche Outdoor-Anbieter

Globetrotter. Das Unternehmen,

das ursprünglich aus dem Versandhandel

kommt, verblüfft in seinen stationären

Filialen mit erlebnisorientierter

Warenpräsentation: Kletterwände, Laufstrecken,

Probeliegen im Zelt oder im

Schlafsack, Probekochen mit dem Campingkocher,

Ausprobieren von Outdoorkleidung

in der Kältekammer usw.

Bei einem Besuch von Wiener Fachhändlern

anlässlich einer Gremialreise in

Hamburg wurden bei Globetrotter auch die

vorgefüllten Rucksäcke präsentiert. Der

fachkundige Verkäufer nahm seinen 30 kg

schweren Proberucksack gekonnt auf und

kommentierte: „Rucksäcke ausprobieren,

das können Sie im Internet nicht …!“ Besser

kann man das Schlagwort „Erlebniseinkauf“

gar nicht beschreiben.

Quellen: Kurier, NöWi, Shoez,

Die Presse, TEXTILWIRTSCHAFT

Bei Globetrotter in Hamburg sind alle Rucksäcke vorgefüllt, um sie samt Gewicht am Rücken zu testen.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

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BRANCHENNEWS STEIERMARK

Fotos: Genusshotel Riegersburg

EINLADUNG ZUM

Unternehmertag 2013

Ort: Genusshotel Riegersburg

Termin: 23. April 2013

PROGRAMM:

Moderation von Oliver Zeisberger

ORF Steiermark

9.30 Uhr bis 10.30 Uhr

Registrierung der Teilnehmer,

Business Frühstück

10.30 bis 11.00 Uhr

Beginn der Tagung, Begrüßung und

Branchenkurzberichte

11 bis 12.15 Uhr

Vortrag von Bernd Reutemann

mit anschließender Fragerunde

„Unser Weg zum Dienstleister des

Jahres – mit Leidenschaft zum Erfolg“

12.15 bis 13.30 Uhr

Mittagsimbiss

13.30 bis 14.30 Uhr

Vortrag von Dr. Roman F. Szeliga

„Humor im Business“

ab 15.00 Uhr

Rahmenprogramm

Führung auf der Riegersburg

Führungen: Burgmuseum, Hexenmuseum

oder Waffen im Wandel der Zeit

ca. 17.00 Uhr

Ende der Tagung

Foto: Reutemann

IMPULSVORTRAG „Unser Weg

zum Dienstleister des Jahres –

mit Leidenschaft zum Erfolg“

Bernd Reutemann

Die Inhalte im Überblick:

> Die Sicht der Kunden einnehmen –

die Metaperspektive

> Wertschöpfung durch Wertschätzung

> Kundenbindung durch Emotionen

erzielen

> Servicedesign und Serviceentwicklung

Foto: Szeliga

> Storytelling und die Macht des

episodischen Gedächtnis

> Servicekultur aktiv leben

> Viele Praxisbeispiele für den

sofortigen Einsatz

VORTRAG „Humor im Business“

Dr. Roman F. Szeliga

Er verbindet auf erfrischende Weise medizinisch-psychologisches

Hintergrundwissen,

langjährige Businesserfahrung und

komödiantisches Bühnentalent. Pointiert

zeigt er, wie mit Humor und Kreativität

besser kommuniziert, erfolgreicher verkauft

und wie man mit mehr Motivation

durchs Berufsleben gehen kann.

Anmeldungen ab sofort unter Tel. 0316/ 601 574 oder 308@wkstmk.at möglich!

12 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13


BRANCHENNEWS STEIERMARK

Grafiken: www.fotolia.com

DR. MANFRED WINTERHELLER

KUNDENBINDUNG UND UMSATZERFOLGE

DURCH MUT UND BEGEISTERUNG

5. BRANCHENEVENT GREMIALBEREICH MODE, LIFESTYLE, GESUNDHEIT

Moderation durch Kabarettist Wolf Gruber

Mittwoch, 12. Juni 2013 | Steinhalle Lannach | 19.00 Uhr

PROGRAMM:

ab 18.00 Uhr

Einlass und Imbiss

19.00 Uhr

Begrüßung von und mit Wolf Gruber

Vorstellung der Obmänner und der

Branchen mit Kurzinterviews

Business-Kabarettprogramm

20.00 Uhr

Dr. Manfred Winterheller

„Kundenbindung und Umsatzerfolge

durch Mut und Begeisterung“

21.30 Uhr

Get together & Buffet

EINTRITTSPREISE:

FÜr Sie als Mitglied des Gremialbereiches

Mode, Lifestyle, Gesundheit und Ihre MitarbeiterInnen

beträgt der geförderte Kostenbeitrag

€ 20,— pro Person bei Bestellungen

bis 15. Mai 2013 (Normalpreis:

€ 60,— pro Person)

Foto: Winterheller

DR. MANFRED WINTERHELLER

„Kundenbindung und Umsatzerfolge

durch Mut und

Begeisterung“

Diese eineinhalb Stunden werden sie beflügeln.

Es geht nicht darum, Übermut und

Begeisterung bloß zu sprechen. Sie werden

beides unmittelbar erleben und in sich entdecken.

Das wird ihren Job bedeutend er -

leichtern. Und manches dauerhaft verändern.

Foto: Wolf Gruber

WOLF GRUBER

Kabarettist & Wortwitzfetischist

führt durch das Programm und strapaziert

mit seinem Business-Kabarettprogramm

ihre Lachmuskeln!

Frei nach dem Motto: „Ob long, ob short

… das Geld ist fort!“

ANMELDUNGEN

F +43(0)316/601-1212

E ggfklemm@wkstmk.at

W http://wko.at/stmk/gremialbereich

Anmeldeschluss bzw. Verkaufsende:

15. Mai 2013

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BRANCHENNEWS STEIERMARK

SEMINARPLAN 2013

Aus- und Weiterbildung für UnternehmerInnen und

MitarbeiterInnen im Mode- und Freizeithandel

Foto: WKO Steiermark

REKLAMATIONEN SIND CHANCEN

Vortragender: Ing. Franz Riedl

Ort: WIFI Süd, Unterpremstätten & WIFI

Niklasdorf

Dauer: jeweils 1 Tag, von 9 Uhr bis 17 Uhr

Termine:

Kursnr.

Mo. 29.4 2013 WIFI Süd 09672.012

Mo. 3.6. 2013 WIFI Niklasdorf 09672.022

Fr. 18.10. 2013 WIFI Süd 09672.013

Teilnehmer: max. 14, min. 8 Personen

Inhalt: Dieses Seminar zeigt, wie man in

heiklen Situationen souverän und angemessen

agiert. Durch aktives, einfühlsames

Zuhören, Erkennen und Einsatz von körpersprachlichen

wie sprachlichen Signalen und

geeigneten Fachtechniken ergründen Sie die

wahren Ursachen von Beschwerden. Situationsgerechte

Argumentations-, Motivationsund

Konfliktlösungstechniken helfen Ihnen,

auch mit „schwierigen Gästen“ zufriedenstellende

Lösungen zu vereinbaren.

Kosten: € 95,– pro Person inkl. Lernunterlagen

und Bewirtung (ermäßigter Kursbeitrag

aufgrund der Förderung durch das

Landesgremium des Handels mit Mode und

Freizeitartikeln)

VERKAUFSSCHULUNGEN

IM MODE- UND FREIZEITHANDEL

GRUNDSEMINAR

Vortragender: Dipl. Wirtschaftscoach

Stefan Braun

Ort: WIFI Süd, Unterpremstätten & WIFI

Niklasdorf

Dauer: jew. 2 Tage, 9 bis 17 Uhr (16 Std.)

Foto: Fotolia

Termine:

Kursnr.

Mo. 22./Di. 23. 4. 2013 WIFI Süd 09623.012

Mo. 9./Di. 10. 9. 2013 WIFI Süd 09623.013

Mo. 7./Di. 8. 10. 2013

WIFI Niklasdorf 09623.023

Teilnehmer: max. 14, min. 10 Personen,

Geschäftsleitung und Mitarbeiter

Inhalt: Verkaufsschulungen für Textil,

Schuh und Sport – Aufbauseminar

Kosten: € 95,– pro Person inkl. Lernunterlagen

und Bewirtung (ermäßigter Kursbeitrag

aufgrund der Förderung durch das

Landesgremium des Handels mit Mode und

Freizeitartikeln)

Kursunterlagen: werden speziell für die

Bedürfnisse der Teilnehmer aufbereitet und

zur Verfügung gestellt.

VERKAUFSSCHULUNGEN IM MODE-

UND FREIZEITHANDEL

AUFBAUSEMINAR

Vortragender: Dipl. Wirtschaftscoach Stefan

Braun

Ort: WIFI Süd, Unterpremstätten & WIFI

Niklasdorf

Dauer: jeweils 2 Tage, von 9 Uhr bis 17 Uhr

Termine:

Kursnr.

Mo. 13./Di. 14. 5. 2013 WIFI Süd 09624.012

Fr. 18./Sa. 19. 10. 2013

WIFI Niklasdorf 09624.013

Mo. 4./Di. 5. 11. 2013 WIFI Süd 09624.023

Teilnehmer: max. 14, min. 10 Personen,

Geschäftsleitung und Mitarbeiter

Inhalt: Verkaufsschulungen für Textil,

Schuh und Sport – Aufbauseminar

Kosten: € 95,– pro Person inkl. Lernunterlagen

und Bewirtung (ermäßigter Kurs-

Foto: Fotolia

beitrag aufgrund der Förderung durch das

Landesgremium des Handels mit Mode und

Freizeitartikeln)

Kursunterlagen: werden speziell für die

Bedürfnisse der Teilnehmer aufbereitet und

zur Verfügung gestellt.

ANMELDUNGEN im WIFI Graz

T +43 (0)316/602 1234

E info@stmk.wifi.at

W http://www.stmk.wifi.at

SEMINAR FÜR DEN SCHUHHANDEL

mit Werbearchitekt Walter Buchegger

Ort: Schuhfachgeschäft der Firma Stibor in

Pischelsdorf

Termin: Dienstag, 18. Juni 2013

Inhalt: „Waren emotional und kundenorientiert

präsentieren“ ist der Schlüssel zum

Erfolg. Durch fachgerechte Produktpräsentation

und Dekoration steigern Sie den

effektiven Nutzen der Schaufenster und

Präsentationsflächen als Verkaufsfläche.

Das außergewöhnliche an diesem Seminar

mit einem erfahrenen Trainer ist die Verbindung

von Theorie und Praxis direkt in

einem Schuhfachgeschäft.

Kursinhalte: Grundlagen der Gestaltung,

Preisauszeichnung, Schuhstellungen, Aufbauübungen,

Gestaltung einer Vorwahl im

Innenraum, Schuhpräsentation im Schaufenster

Zielgruppe: MitarbeiterInnen, die bewusst

in Zukunft Schuhe besser in Szene setzen

wollen.

Kosten: Als Mitglied des Gremiums können

Sie dieses Eintagesseminar zum Preis von

€ 95,– pro Person inkl. Seminarunterlagen

und Verpflegung besuchen.

14 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13


Kai Jäckels Trendinformation | VERANSTALTUNG

Foto: Pictures born, Helga Nessler

TRENDINFORMATION F/S 2013:

Farbe und Fünfziger-

Jahre dominieren

„Farbigkeit bleibt bestehen, der Look der 50er-Jahre ist angesagt“, formulierte

Kai Jäckel, Trendberater der TUB Unternehmensberatung/Köln, zum Einstieg in

die Trendinformation „Mehr Wissen zu Trends und Farbthemen der Saison Frühling/Sommer

2013“. Für die MitarbeiterInnen des steirischen Modehandels

präsentierte Jäckel insgesamt vier Modethemen, und zwar für die DOB „Sporty

Colours“ und „Lazy Summer“, für die HAKA „Holiday’s Delight“ und „Culture Flirt“.

Foto: WKO Steiermark

Foto: Helmut Schramm

Wer dennoch bei all dieser Farbvielfalt

lieber zu den Neutralen greift, liegt mit

Schwarz/Weiß voll im Trend. Dieses klassische

Farbthema feiert in grafischen Mustern

ein fulminantes Comeback.

Der neue Sommer gibt also jedem

Haut- und Modetyp eine Chance und

unterstützt mit seiner farbigen Vielfalt die

notwendige Individualisierung der Sortimente

im Handel.

Trendberater Kai Jäckel informierte eine Rekordzahl

von 333 MitarbeiterInnen im Verkauf des steirischen

Modehandels über die Trends der laufenden

Saison und gab wertvolle Tipps zu Mode,

Accessoires, Schuhen und Taschen.

Der Sommer 2012 zeigte sich vorwiegend

in kräftigen Farben. Im Sommer 2013 geht

Farbe in die nächste Runde, wobei die

extreme Vielfalt in den Nuancen eine zentrale

Rolle spielt. Es sind in dieser Saison

aber nicht nur die einzelnen Farbhöhen,

sondern auch die Farbfamilien, die

abwechslungsreicher kaum sein könnten.

TIPP: Um Kundinnen nicht zu verwirren,

ist es im Verkauf zielführend, Farbfamilien

auf die Fläche zu bringen.

Unter kommerziellen Gesichtspunkten

neu und besonders relevant sind die Candycolours,

die perfekt in den angesagten

50er-Jahre Look passen. In einer Hell-/

Dunkel-Farbabstufung mit den Pastellen

sind die Candies ebenso interessant wie in

ihrer klaren Kombination zu Grau, Weiß

oder Natur. Neben den Candycolours sind

Pastelle, Neonfarben als Summer-Neons

oder gewaschene Neons angesagt.

Wichtige Kombipartner hierzu sind

Schwarz und Weiß, die durch grafische

Ethnomuster dem Farbbild einen modernen

Auftritt geben. Stark an Bedeutung

gewinnt Grau. Als helle frische Variante

passt es gut zu den Candycolours und

Pastellen.

Foto: WKO Steiermark

TIPP: Grau und Schwarz sind jetzt schon

wichtig, um die Farbigkeit „runter zu

brechen“ und setzen sich anschließend

im Herbst/Winter 2013 fort.

Gremialobmann Ferdinand Roth appellierte in

seiner Eröffnungsrede für mehr Zusammenarbeit:

„Wer alleine arbeitet addiert, wer zusammen

arbeitet multipliziert!“

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

15


VERANSTALTUNG | Kai Jäckels Trendinformation

Alle Fotos: Helmut Schramm

SPORTY COUTURE:

Dieses Thema wird von den 50er-Jahren

inspiriert. Typisch Fifties sind bunte Candytöne

und softe Icecreamfarben. Damit

der Look auch in unseren heutigen Lebensstil

passt, lautet das Fashionmotto: Stilbruch!

So verleiht eine knackig sitzende

Jeansjacke oder coole Bikerjacke der schicken

Zigarette einen sportiven Touch.

In diesem Frühjahr spielen Drucke eine

zentrale Rolle, nicht nur bei Blusen und

Shirts; ein absolutes Must-Have sind die

gemusterten Hosen und Kleider. Ein Key

Artikel für die kühlen Tage sind ultraleichte

Sommer- oder Flachdaunenjacken in

neuen Farben.

Bei einem zweiten Blick fällt auf: es ist

nicht alles Retro. Den Gegenpol zum femininen

Chic bildet eine sehr moderne, fast

futuristisch angehauchte Sportswear. Technische

oder beschichtete Materialien,

dicke Reißverschlüsse, Tunnelzüge, Metallics

und grafische Farbaufteilungen bieten

eine Reihe von Elementen, die den femininen

Look alltagstauglich machen.

Neben dem 50ies-Trend und der

Sportswear spielen Musterungen in dieser

Saison eine außerordentliche Rolle. Foularddrucke,

Blumenmotive, Vichykaros und

Minigraphics zeigen sich neu auf Zigarettenhosen

und schmalen Röhrenjeans.

SPORTY COUTURE ACCESSOIRES:

Essentiell zum Styling gehören Accessoires;

der richtige Schuh zum Outfit wird

immer wichtiger. Sneakers brechen jedes

Plisseekleid und spießige Zigarettenhosen

können mit Rockabilly-Plateaus gekonnt in

Szene gesetzt werden. Accessoires bieten

den nötigen Twist für coole Looks. Ein

spielerischer, moderner Umgang der femininen

50ies Inspiration kann also auf vielen

Wegen geschehen.

Auch bei den Accessoires findet man

Candycolours und Inspirationen der 50er-

Jahre.

> Taschen: Klassische Henkeltaschenmodelle

(Kelly- oder Birkinbag) stehen

im Fokus. Sportive Details, wie Karabinerhaken,

Gurte und Reißverschlüsse

sowie feste Beutel, z. T. mit Tunnelzügen,

sind angesagt.

> Schuhe: Hier findet man u. a. Pumps,

mit spitzer Kappe und filigranem

Absatz, Ballerinas in neuen Materialund

Farbthemen, Slipper und Collage-

Loafer sind moderne Kombipartner zu

dem extrem femininen 50ies Look.

Sneakers feiern ein Comeback als Keil -

sneaker und Runningschuh.

> Tücher: Knallbunte, tropische Drucke

stehen neben lieblichen 50ies- und Pop

Art Prints und Foulards.

HOLIDAY’S DELIGHT:

Holiday‘s Delight spiegelt Bilder von der

Leichtigkeit und Lebensfreude unbeschwerter

Sommerferien wider. Frische und

leuchtende Farben bringen Optimismus

zum Ausdruck. Man liebt die Inszenierung.

Die Outfits sind wohl überlegt, der Look ist

stilsicher und entspannt. Beach-Life und

Clubbing werden durch eine Prise 50er-

Jahre-Charme zeitgemäß gebrochen und

durch Active-Wear- Elemente ergänzt.

Key Artikel sind Trenchcoats und Sommer-Cabans,

Raincoats und Seglerjacken,

oft 2-farbig im Colour-Blocking, Windbreaker-

oder Baracuta-Blousons, auch kariert

oder als Wender, leichte Stepp-Jacken und

-Westen.

Feine Strukturen, Seersucker, körnig in

Optik und Griff, Chambray und Oxford bei

Hemden, feine Webstrukturen mit leicht

gecrashten Oberflächen sind bei den Materialien

angesagt. An Mustern findet man

Blumen und Hawaii-Motive, figürliche

50er-Jahre-Muster, Graphics und Krawattenmuster

neben fruchtig bunten Styles,

Querstreifen und Colour-Blocking; auch

Ethnohemden gehören in dieses Thema.

Schlanke Chinos, gekrempelt oder verkürzt,

zum Teil mit Umschlag und Bügelfalte,

sind mit vertieftem Schritt besonders

modisch. Denim-Chinos, hell verblichener

Denim, Coloured-Denim und Chinos, Bermudas

und wirklich kurze Shorts, Strick in

Farbe, Strickjacken in körnigen Strukturen,

Schalkragen, Club- Strick und Ringel

ergänzen dieses Modethema.

LAZY SUMMER:

Lazy Summer ist ein lässiges Casualthema

unter dem Motto „Ethno goes Streetwear“.

Hier steht coole Jeanswear, die sich am

Look der immer beliebter werdenden

Musikfestivals inspirieren lässt neben

modern interpretierten Ethnoeinflüssen.

Somit feiert Blue Denim in helleren

Waschungen im jungen Trendbereich ein

modisches Comeback.

16 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13


Kai Jäckels Trendinformation | VERANSTALTUNG

Foto: Helmut Schramm

Foto: Helmut Schramm

Richtig authentisch wird der Look

durch die Armyjacken in uni oder mit

Camouflagedrucken. Ob als Jacke, Shirt

oder Shorts, das sind die neuen Lieblingsteile

im angesagten Festivallook.

Auch in diesem Thema spielen also die

Drucke eine wichtige Rolle. Tonige Batikdrucke,

Animals und grafisch inspirierte

Ethnodrucke werden für Shirts, Kleider und

Hosen eingesetzt. Neben den vielen

bedruckten Jeans zeigen sich die Lounge

Pants – das sind fließende, konisch

geschnittene Hosen – als neue Trendartikel.

Schon ein Vorbote auf den nächsten

Herbst sind die Metalliceffekte, die im Mix

mit sportiven Styles einen modernen Look

bilden.

LAZY SUMMER ACCESSOIRES:

Bei den Accessoires zum Thema Lazy Summer

findet man Hippieschmuck, Freundschaftsarmbänder,

lange Ketten mit symbolischem

Anhänger, Rucksäcke, Westernund

Pistolboots.

CULTURE FLIRT:

Foto: WKO Steiermark

Foto: WKO Steiermark

V. l. n. r.: Die Branchenexperten Franz Rattenegger, Ferdinand Roth, Kai Jäckel, Spartenobmann Gerhard

Wohlmuth, Harald Scherz und Johann Fürntratt Freuten sich über das große Interesse an der Trendinformation

und lobten die ausführlichen Trendberichte für Schuhe, Taschen und Accessoires.

Folklore schnell albern und wenig reizvoll.

Manchmal reichen schon Accessoires, um

dem an sich schlichten Look den richtigen

Kick zu geben. Der grafische Charakter vieler

Ethnodrucke wirkt zudem sehr modern

und sie lassen sich gut zeitgemäß modifizieren.

Key Artikel des Themas sind Parka mit

Tendenz zu kürzeren Formen, Fieldjackets

und Workwear-Jacken und Leder-Biker in

Braun- und Cognac-Tönen. Das lässige

Sakko bringt urbane Smartness in Ethno-

Looks: leicht gewaschene Baumwolle, Leinen

oder Denim sind die Materialien. Der

Denim-Look kehrt außer bei Jeans und

Chinos, die es aus Raw-Denim bis zu sehr

hell ausgewaschenem oder gestreiftem

Denim gibt, auch bei Sakkos und Denimhemden

zurück.

Ethnomuster, Batik-Optik oder camouflageartige

Drucke prägen das Thema, platzierte

Ethno-Motive findet man bei Hemden

und Shirts, bestickte Polos werden

zum Eyecatcher.

Der Kerngedanke dieser Looks trägt in erster

Linie dem Wunsch nach lässiger, praktikabler

Casual-Wear Rechnung. Die Würze

erhält der Look über Folklore indigener

Kulturen aus aller Welt.

Das Thema Ethno sollte mit Fingerspitzengefühl

behandelt werden. Es kommt auf

die richtige Dosierung und eine moderne

Umsetzung an. Zu bunt und allover wirkt

Die Trendvorträge mit Kai Jäckel sind bereits fixer Bestandteil im Veranstaltungskalender des Modegremiums.

Die nächste Trendinformation für MitarbeiterInnen im Verkauf mit Kai Jäckel findet am Donnerstag,

12. September 2013, für die Herbst/Winter-Mode 2013/14 statt.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

308@wkstmk.at

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

17


14. Modeabend

des steirischen Landesgremiums

des Handels mit Mode- und Freizeitartikeln

Firma Baumgartner Schuh

Frühjahr/Sommer 2013

Firma Weingerl

333 TeilnehmerInnen aus dem steirischen Modehandel wurden

beim 14. Modeabend mit Kai Jäckel am 12. März 2013 in

der Steinhalle Lannach die Trends der laufenden Saison

Frühjahr/Sommer 2013 für Damen- und Herrenmode,

Schuhe, Taschen und Accessoires präsentiert. Die MitarbeiterInnen

der teilnehmenden Firmen (hier einige Beispiele)

haben dabei mehr Sicherheit im Kundengespräch

bekommen und sich einen modischen Informationsvorsprung

gesichert.

BITTE VORMERKEN:

Wenn auch Sie Ihrem Unternehmen einen Informationsvorsprung

sichern wollen, merken Sie sich den 15. Modeabend

mit Kai Jäckel am Donnerstag, 12. September 2013, vor.

Firma Hiebaum

Alle Fotos: WKO Steiermark

Firma Kresnik

Firma Ranegger

Firma GmpG

Firma Schloegl

Firma Turnsek

„Und beim nächsten Mal

sind Sie sicher auch dabei!“

18 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

Firma Herischko


Alle Fotos: WKO Steiermark

Firma Resch

Firma Buedefeldt

Firma Reisinger

Firma Loder

Firma Koller

Firma Edler

Firma Gangl

Firma Sport Pilz

Firma Mohrenz

Firma Eberhart

Alle Fotos vom

Modeabend 2013

finden Sie auf

www.wko.at/stmk/308

Firma Fandl

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

19


HANDEL | Betriebsbesuche

Gleisdorf: Mehr Modevergnügen

bei Baumgartner

Baumgartner in der Bürgergasse in Gleisdorf war bisher

weit über die Bezirksgrenzen als Ausstatter für Kindermode

bekannt und hat jetzt sein Sortiment erweitert und

bietet nun auch die Kollektion HV Polo für Damen und

Herren an.

Bei Baumgartner gibt es Mode für Kinder –

vom Baby bis zum Teenie. Zu den Marken

s.Oliver und Esprit ist nun auch die Marke

Converse dazugekommen. Passend zur jungen

Mode dürfen auch Gola-Taschen nicht

fehlen. Neu für Damen und Herren und

einzigartig in Österreich ist der HV-Polo

Shop. Außer Textilien findet man bei

Baumgartner auch noch feine Taschen

(z. B. von Samsonite und s.Oliver) und

Accessoires sowie funktionelles und schickes

Reisegepäck.

Fotos: Firma Baumgartner

Das engagierte Team von Baumgartner freut sich über den gelungenen HV-Polo

Shop.

HV Polo geht die Kollektion an wie ein Spieler sein Match: mit Leidenschaft, Engagement

und Mut! Jedes Produkt wird sorgfältig entworfen und hergestellt, um die

Qualität seines einzigartigen Stils zu gewährleisten.

AUSBILDUNG | LBS Gleinstätten

BRANDBOXX UND FASHION PREMIERE:

„The Things we do together“

Auch heuer hatten die SchülerInnen der zweiten Klassen der LBS Gleinstätten

wieder die einmalige Gelegen heit, die Brandboxx und die beliebte Modemesse

„Fashion Premiere“ im MGC in Salzburg zu besuchen.

Die SchülerInnen haben sich vorab im

Unterricht über das MGC und die Stadt

Salzburg informiert und die recherchierten

Details in einer Zusammenfassung festgehalten,

um sich auf die zweitägige Exkursion

unter Begleitung von DP Karin Ladinegg,

BDStv. Mag. Walter Huber und Mario

Bretterklieber, BEd am 11. und 12. Februar

2013 vorzubereiten.

Der zweite Tag führte die SchülerInnen

in den Europark, Salzburgs beliebtestes

Shopping-Center, wo sie Schaufensterskizzen

anfertigten und Schaufensteranalysen

durchführten.

Fotos: Lehrlingswart Josef Obergantschnig

Die Organisation und Durchführung dieser Exkursion wäre ohne die so wichtige Zusammenarbeit von

Wirtschaft, Schule und LehrerInnen nicht möglich. Auch die SchülerInnen sagen deshalb:

„Thank you for the things we do together!“

20 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13


LBS Gleinstätten | AUSBILDUNG

Über 430 Marken von verschiedensten Herstellern und Anbietern werden

bei der Fashion Premiere ausgestellt. Einige Aussteller gewährten den SchülerInnen

Einblicke in ihren Showroom und stellten die neuen Kollektionen vor.

Nach einleitenden Worten von Herrn Lüftenegger, dem Leiter des 20.000 m²

großen Centers, das auch Brandboxx genannt wird und mit dem Slogan „The

things we do together“ wirbt, hatten die SchülerInnen die Gelegenheit, im

Showroom von S. Oliver Details über die Kollektion und die Firmenstrategie von

Herrn Sokop und seinen KollegInnen zu erfahren.

Alles Mode bei K&Ö

Am 29. November 2012 konnten sich die Schülerinnen der 2. Klassen im Lehr -

beruf Einzelhandel Bekleidung/Textil in Begleitung von BDn Michaela Vörös-

Achleitner, BDSTv. Mag. Walter Huber, DP Karin Ladinegg, DP Katrin Wretschko

von der LBS Gleinstätten und Josef Obergantschnig (Lehrlingsbeauftragter des

Landesgremiums) ein überzeugendes Bild vom Stammhaus von Kastner & Öhler

in der Grazer Sackstraße machen.

Die Anfänge des Unternehmens reichen in

das Jahr 1873 zurück, seit 1883 gibt es

den Standort in Graz. Heute heißt es,

„Alles Mode bei Kastner & Öhler“, dem

größten Modehaus der Steiermark, das von

spanischen Architekten neu gestaltet und

am 20. 10. 2010 neu eröffnet und 2011 als

schönstes Modehaus ausgezeichnet wurde.

Bei K&Ö geht es um mehr als Einkaufen.

Das Unternehmen will – gemeinsam

mit seinen Mitarbeitern – begeistern und

auf breiter Basis ein faszinierendes Einkaufserlebnis

bieten. Atmosphäre wird bei

K&Ö gepaart mit Auswahl und Qualität,

Service in allen Bereichen – von der Mode

bis zum Sport und vom neuen Untergeschoss

bis zum Skywalk hoch über den

Dächern von Graz.

Die SchülerInnen bereiteten sich mit

einer ausführlichen Recherche über die

Geschichte des Modehauses, die Unternehmensstruktur,

das Sortiment, Corporate

Identity und Corporate Design sowie der

Vorbereitung eines Arbeitsblattes mit Fragen

an Dekorateurinnen, eine Abteilungsleiterin,

einen Einkäufer und einen Lehrling

auf den Besuch in Graz vor, wo die

SchülerInnen viel Wissenswertes über

Fotos: Lehrlingswart Josef Obergantschnig

Beim Rundgang mit Frau Jurina konnte man die

Vielfalt des Sortiments und der Marken sowie der

Präsentationsmöglichkeiten hautnah erleben …

… und auf der Dachterrasse im 6. Stock für ein

Gruppenfoto kurz den schönen Ausblick auf Uhrturm

und Herrengasse genießen.

Details über die verantwortungsvolle Aufgabe ei -

nes Einkäufers und Informationen über die Tätigkeiten

einer Abteilungsleiterin bei K&Ö waren weitere

wichtige Programmpunkte für die SchülerInnen

der zweiten Klasse der LBS Gleinstätten.

„Wir wollen unsere Kunden

immer wieder überraschen

und begeistern“!

Mag. Thomas Böck,

Vorstand Kastner & Öhler

Struktur und Aufbau des Unternehmens

erfuhren. Natürlich durfte auch eine Führung

durch das Sporthaus „Giga Sport“

nicht fehlen, in dem man besonderen Wert

auf Dekoration und Beratung legt.

Im Anschluss an die Hausführung

bekamen die SchülerInnen einen Einblick

in das Jobprofil einer Dekorateurin und

eines Lehrlings bei Kastner & Öhler. Im

Unternehmen werden Aus-und Weiterbildung

sehr stark forciert. Jedes Jahr nimmt

die Firma ca. 100 Lehrlinge auf, die auch

die Möglichkeit haben berufsgeleitend die

Matura zu absolvieren (Lehre mit Matura).

Alle Arbeitsaufträge wurden in einer

Projektmappe von den Schülerinnen der

2aBT und 2bBT gesammelt. Mit der Beantwortung

der im Vorfeld erarbeiteten Fragen

und der Zusammenstellung eines Exkursionsberichtes

mit Fotos dieses gelungenen

Tages vervollständigten die SchülerInnen

ihre Projektmappen.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

21


WIRTSCHAFT | KMU Forschung Austria

KMU Forschung Austria:

Die Konjunkturentwicklung

im stationären Einzelhandel 2012

%

30

25

20

15

10

5

0

Umsatzentwicklung im Einzelhandel 2012 nach Branchen

Veränderungen nominell und real in Prozent gegenüber dem Vorjahr

EH mit Elektrogeräten, Computer, Foto

Anteil der Einzelhandelsgeschäfte

nach nomineller Umsatzentwicklung 2012

46% der EH-Geschäfte

mit nominellem Umsatzminus

22

24

EH mit Schuhen

EH mit kosmetischen Erzeugnissen

EH mit Sportartikeln

EH mit Lebensmitteln (1)

Stationärer Einzelhandel

EH mit Möbeln

Sonstiger Einzelhandel (2)

EH mit Bau- u. Heimwerkerbedarf

EH mit Bekleidung

EH mit Spielwaren

-0,8

-1,0

-3,4

-1,1

-1,0

-2,0

-2,2

-1,4

-0,3

-2,2

-1,4

2,3

2,1

0,1

1,9

0,7

0,6

1,1

0,1

2,6

EH mit Büchern und Schreibwaren

-3,1

-5,5

%

-6,0 -4,0 -2,0 0,0 2,0 4,0 6,0

nominell

(1) Berechnung auf Basis ACNielsen Umsatzbarometer inkl. Hofer und Lidl

(2) Einzelhandel mit Waren aller Art, Trafiken, Einzelhandel mit medizinischen und orthopädischen

Artikeln, Einzelhandel mit Textilien, Einzelhandel mit Büromaschinen,

Blumeneinzelhandel, etc.

Quelle: KMU Forschung Austria

9

> -10% bis -10% konstant bis +10% > +10%

nominelle Umsatzentw icklung in % in Kategorien

Quelle: KMU Forschung Austria

45% der EH-Geschäfte

mit nominellem Umsatzplus

real

22

4,0

4,5

23

Schuheinzelhandel und Drogerien/Parfümerien

Branchensieger im Jahr 2012

Im Schuheinzelhandel fiel das nominelle

Umsatzwachstum mit +4,5 % im Jahr 2012

am höchsten aus, gefolgt von den Drogerien

und Parfümerien mit einem Plus von

+4,0 %. Im Sportartikel- und Lebensmitteleinzelhandel

waren die Umsatzsteigerungen

ebenfalls höher als im Einzelhandel

insgesamt.

Im Schuheinzelhandel, dem Branchensieger

bei nomineller Betrachtung, waren

bei realer Betrachtung deutliche Umsatzrückgänge

feststellbar. Dies ist auf die vergleichsweise

starken Preiserhöhungen im

betrachteten Warenkorb dieser Branche

zurückzuführen.

Beste Umsatzentwicklung

im I. Quartal 2012

Die Einzelhandelsumsätze lagen im Jahr

2012 nominell in allen Quartalen über dem

jeweiligen Vorjahresniveau. Real konnten

die Betriebe nur im I. Quartal Umsatzzuwächse

erzielen. Im ersten Jahresviertel

war insgesamt die mit Abstand beste

Umsatzentwicklung zu beobachten. Dies

ist einerseits darauf zurückzuführen, dass

die Geschäfte um zwei Tage mehr geöffnet

hatten als im I. Quartal 2011. Zudem hat

ein Teil des Ostergeschäfts 2012 schon im

März stattgefunden.

Die nominelle Umsatzentwicklung im

Jahr 2012 war in 9 von 12 Monaten positiv

(Jänner, Februar, März, Mai, Juni, Juli,

August, Oktober, November). Real wurde

das Um satzniveau des Vorjahres in den

Monaten Februar, März und Juni nennenswert

übertroffen.

Sowohl bei nomineller als auch bei realer

Betrachtung verliefen die Monate März

und Juni am besten. Die gute Entwicklung

in diesen beiden Monaten ist jedoch auf

„Sonderfaktoren“ zurückzuführen: Im März

hat das Ostergeschäft früher als im Vorjahr

stattgefunden; im Juni hatten die Ge -

22 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13


Umsatzentwicklung im stat. Einzelhandel I. – IV. Quartal 2012

Veränderungen nominell und real in Prozent gegenüber dem Vorjahr

schäfte zwei Tage mehr als im Vorjahr

geöffnet.

%

4,0

3,0

2,0

3,7

Einzelhandelsbeschäftigte 2012: +0,7 %

Im österreichischen Einzelhandel (inkl.

Tankstellen, inkl. nicht-stationärer Einzelhandel)

waren im Jahresdurchschnitt 2012

rd. 281.000 unselbstständig Beschäftigte

(exkl. geringfügig Beschäftigte) tätig, d. s.

um 0,7 % mehr als im Vorjahr.

Im stationären Einzelhandel (exkl.

Tankstellen, exkl. nicht-stationärer Einzelhandel)

zeigt sich dieselbe Entwicklung

(+0,7 %). Nach Monaten betrachtet ist die

Anzahl der unselbstständig Beschäftigten

im I. Quartal 2012 am stärksten gestiegen.

Zwischen April und Juli ist es ebenfalls zu

einem Wachstum gekommen. Ab August

waren die Beschäftigtenzahlen leicht rückläufig.

Die Zahl der geringfügig Beschäftigten,

d. s. rd. 12 % der ArbeitnehmerInnen im

Einzelhandel, hat gegenüber dem Vorjahr

um 1,3 % zugenommen. Hier waren im

gesamten Jahresverlauf Steigerungen zu

beobachten, die im Dezember am stärksten

ausfielen.

Einzelhandelspreissteigerungen unter

der Inflation

Die durchschnittlichen Verkaufspreissteigerungen

im Einzelhandel fielen im Jahr

2012 – wie schon 2010 und 2011 – mit

2,1 % geringer als die Inflationsrate

(2,4 %) aus. Gegenüber dem Vorjahr hat

der Preisauftrieb sowohl im Einzelhandel

als auch insgesamt deutlich abgenommen.

Die höhere Inflationsrate ist zwar weiterhin

vor allem auf Preissteigerungen bei

Energie (Treibstoff und Heizöl) zurückzuführen,

das Ausmaß war jedoch deutlich

geringer als in den Vorjahren.

Im Jahr 2012 waren die durchschnittlichen

Preiserhöhungen im Schuheinzelhandel

mit 6,5 % mit Abstand am höchsten.

Im Lebensmittel- (+3,0 %), Möbel-

(+2,9 %) sowie Papier/Bucheinzelhandel

(+2,4 %) wurden die Verkaufspreise im

Durchschnitt ebenfalls stärker erhöht als

im Einzelhandelsdurchschnitt.

Im Einzelhandel mit Elektrogeräten,

Computer und Fotoartikeln waren demgegenüber

weiterhin Preisrückgänge zu

beobachten. Im Bekleidungseinzelhandel,

1,0

0,0

-1,0

-2,0

-3,0

1,5

0,3 0,4 0,2

-1,8 -1,7

I. Quartal II. Quartal III. Quartal IV. Quartal

Umsatzentwicklung nominell

Umsatzentwicklung real

Der Lebensmitteleinzelhandel ist auf Basis ACNielsen Umsatzbarometer inkl. Hofer

und Lidl enthalten.

Quelle: KMU Forschung Austria

Entwicklung der unselbstständig Beschäftigten im Einzelhandel

(inkl. Tankstellen, nicht-stationärer Einzelhandel), Jänner bis Dezember 2012,

%

3,0

2,5

2,0

1,5

1,0

0,5

0,0

-0,5

-1,0

%

3,5

3,0

2,5

2,0

1,5

1,0

0,5

0,0

Veränderung gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat in Prozent

Jän Feb März April Mai Juni Juli Aug Sept Okt Nov Dez

unselbstständig Beschäftigte*

exkl. geringfügig Beschäftigte

Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger

1,5

geringfügig Beschäftigte

Entwicklung der Inflationsrate sowie

der Verkaufspreise im Einzelhandel, 2005–2012

0,7

2,4

2,2

3,2 3,2

0,5

1,6

1,9

1,5

3,3

2,9

-2,0

2,4

2,1

2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

Inflationsrate

Preissteigerung im Einzelhandel

Die Preisbereinigung im Einzelhandel erfolgt auf Basis eines Deflators auf Branchenebene

(Quelle: Statistik Austria).

Quellen: Statistik Austria (Inflationsrate, 2012 vorläufiger Wert),

KMU Forschung Austria (Einzelhandelspreise)

d. i. die Einzelhandelsbranche mit dem

zweithöchsten Umsätzen, lagen die Verkaufspreise

nur knapp über jenen des Vorjahres

(+0,2 %). Dies wirkt dämpfend auf

die Einzelhandelspreise insgesamt.

Blick über die Grenze:

Entwicklung in Österreich etwas besser

als in den EU-27

Die aktuellen Konjunkturdaten von Eurostat

für den Einzelhandel (inkl. Tankstellen

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

23


WIRTSCHAFT | KMU Forschung Austria

und inkl. nicht stationären Einzelhandels)

für den Zeitraum Jänner bis November

2012 weisen für Österreich und die EU-27

im März, Mai, Juni und August Umsätze

über dem Vorjahresniveau auf. Am höchsten

fiel das Wachstum im März aus.

Die Berechnung von einem Mittelwert

über die Monate Jänner bis November zeigt

für Österreich eine etwas bessere Entwicklung

als im Durchschnitt der EU-27. Der

deutsche Einzelhandel entwickelte sich

ähnlich wie der österreichische.

Ausblick 2013:

Leichte Konjunkturbelebung

Das WIFO erwartet für die österreichische

Wirtschaft für das Jahr 2013 eine leichte

Verbesserung. Das BIP dürfte real um 1,0 %

steigen. Voraussetzung dafür ist, dass sich

die Staatsschuldenkrise nicht stark verschärft

und dass die Verunsicherung der

Investoren und KonsumentInnen nachlässt.

In Folge des leichten Rückgangs der

Rohstoffpreise und der mäßigen Lohnstückkostensteigerung

dürfte der allgemeine

Preisauftrieb im Jahr 2013 nachlassen.

Die Inflationsrate wird damit mit

2,1 % geringfügig über der Kerninflation

(2,0 %; ohne Energie und unverarbeitete

Nahrungsmittel) liegen.

Die privaten Konsumausgaben werden

auch im Jahr 2013 in einem ähnlichen

Ausmaß wie in den Vorjahren steigen

Preisentwicklung im Einzelhandel, 2012

Veränderung gegenüber 2011 in Prozent nach Branchen

EH mit Schuhen

EH mit Lebensmitteln (2)

EH mit Möbeln

EH mit Büchern und Schreibwaren

Stationärer Einzelhandel

Sonstiger Einzelhandel (1)

EH mit Sportartikeln

EH mit Spielwaren

EH mit Bau- u. Heimwerkerbedarf

EH mit kosmetischen Erzeugnissen

EH mit Bekleidung

EH mit Elektrogeräten, Computer, Foto –2,5

%

–3,0 –2,0 –1,0 0,0 1,0 2,0 3,0 4,0 5,0 6,0 7,0

Die Preisbereinigung im Einzelhandel erfolgt auf Basis eines Deflators auf Branchenebene

(Quelle: Statistik Austria).

(1) Im Lebensmittelhandel werden auch die Preise von Non-Food-Artikeln (z. B. Drogerieartikel, Bekleidung)

anteilsmäßig berücksichtigt.

(2) Einzelhandel mit Waren aller Art, Trafiken, Einzelhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln,

Einzelhandel mit Textilien, Einzelhandel mit Büromaschinen und -möbeln, Blumeneinzelhandel.

Quellen: Statistik Austria, KMU Forschung Austria

(2013: real: +0,7 %). Der träge Zuwachs ist

darauf zurückzuführen, dass das verfügbare

Einkommen nur mäßig steigen wird.

Der Großteil der EinzelhändlerInnen

(70 %) rechnet lt. KMU Forschung Austria

für die nächsten Monate mit einer stabilen

Inflationsrate 2,4%

0,2

1,9

1,7

3,0

2,9

2,1

2,0

2,0

2,0

2,4

6,5

Geschäftsentwicklung (Vorjahr: ebenfalls

70 %). Der Anteil der Unternehmen, der

eine Verbesserung erwartet, ist von 21 %

im Vorjahr auf 17 % zurückgegangen.

Jener, der mit eine Verschlechterung rechnet,

ist von 9 % auf 13 % gestiegen.

AKTUELL: Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria im Einzelhandel Jänner 2012 bis Jänner 2013

UMSATZVERÄNDERUNG ZUM VORJAHR IN %

Einzelhandel 1 ) Bekleidung Lederwaren Schuhe Sportartikel

nominell real nominell real nominell real nominell real nominell real

1/2012 2,7 0,0 1,7 –1,0 2,1 1,6 14,4 10,8 2,6 1,3

2/2012 2,8 1,0 –0,7 2,1 2,9 0,7 2,5 0,1 9,4 8,7

3/2012 5,9 3,8 12,2 14,0 4,5 –0,8 18,8 6,9 7,2 5,5

4/2012 –3,9 –5,6 –7,2 –7,0 4,1 –0,3 –7,3 –17,0 –4,1 –6,7

5/2012 0,8 –1,3 –4,4 –3,8 7,5 5,4 –2,2 –13,1 3,9 1,8

6/2012 5,7 3,4 4,2 5,4 11,5 8,5 6,5 0,7 –1,3 –4,1

7/2012 0,6 –1,5 –2,1 –2,8 15,2 14,4 8,7 5,7 –0,4 –1,1

8/2012 2,1 0,2 –0,7 1,7 3,0 1,3 9,4 2,8 6,0 3,9

9/2012 –1,1 –3,4 5,5 2,5 –0,6 –3,1 7,2 0,7 1,2 –1,9

10/2012 0,8 –1,4 –3,6 –5,4 8,8 5,1 –0,8 –5,9 –5,5 –8,7

11/2012 –1,7 –0,5 –3,0 –4,8 4,3 0,8 0,2 –4,9 1,4 –2,0

12/2012 –2,0 –4,3 –7,3 –7,5 0,1 –1,8 1,8 –3,4 1,3 –0,5

01/2013 2,6 0,3 0,6 –1,4 1,7 –0,6 8,1 4,6 –4,2 –5,4

1

) Der Einzelhandel insgesamt beinhaltet den Lebensmitteleinzelhandel lt. ACNielsen Umsatzbarometer exkl. Hofer und Lidl.

Auf Grund der laufenden Aktualisierung der Datengrundlage kann es zu geringfügigen Änderungen der Ergebnisse kommen.

24 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13


KMU Forschung Austria | WIRTSCHAFT

SO SEHEN UNS DIE ANDEREN (Der Standard):

Dem Handel laufen die

Kunden davon

Sie galten als unsinkbare Flaggschiffe. Mittlerweile jedoch fahren viele einen Schlingerkurs.

Sport Eybl und Baumax etwa stecken in den roten Zahlen. Traditions -

betriebe wie Palmers suchen seit Jahren Investoren. Internationale Textilhandelsriesen

erleben ebenso herbe Einbußen wie prominente Schuhkonzerne. Einstige

Expansionskaiser wie Thalia sind gezwungen, sich völlig neu aufzustellen. Und ob

die Sanierung von Ketten wie Dayli und Zielpunkt gelingt, ist erst zu beweisen.

Foto: Wilke

Österreichs Handel ist im Umbruch und

muss sich quer durch die Branchen neu orientieren.

Es ist zum einen die Konsumzurückhaltung,

die vielen Unternehmen

zusetzt; zumal die Verkaufsfläche zugleich

weiter steigt. Zum anderen drängen neue

internationale Ketten in den Markt und alteingesessene

Spieler ins Abseits. Vielen

machen auch die wachsenden Onlinegeschäfte

zu schaffen – denn die Umsätze

daraus fließen überwiegend ins Ausland ab.

Inflationsbereinigtes Aufwachen

Es sei nicht leicht für den Handel, er habe

Jahre der Stagnation hinter sich, resümiert

Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte

Handel in der Wirtschaftskammer.

Sie hoffe dennoch, dass es heuer

bergauf gehe: Die stabile Beschäftigung

Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte

Handel, hofft, dass die Einzelhandelskonjunktur

2013 wieder bergauf geht.

und die guten Gehaltsabschlüsse stärkten

den Konsum. Um 0,7 Prozent soll er steigen,

erwarten die Wirtschaftsforscher. 2012

ist der Umsatz in Österreichs Einzelhandel

inflationsbereinigt um ein Prozent gesunken,

erhob die KMU Forschung.

Es ist der vierte reale Rückgang seit

2008. Bis auf den Handel mit Elektrogeräten

und Kosmetik lagen alle Branchen im

Minus. Der Buchhandel musste im Banne

der starken Internetkonkurrenz reale Einbußen

von mehr als fünf Prozent hinnehmen.

Vor allem im vierten Quartal bremste

sich die Kauflust der Österreicher ein. Das

Weihnachtsgeschäft blieb mit drei Prozent

hinter 2011 zurück.

„Beratungsdiebstahl“

Der stationäre Handel ist 53 Milliarden

Euro schwer. 4,5 Milliarden werden online

umgesetzt, 1,9 Milliarden davon gehen

aufs Konto österreichischer Unternehmen.

Dass sich Kunden in den Filialen im

großen Stil beraten lassen, um das Produkt

ihrer Wahl letztlich im Web günstiger zu

bestellen, glaubt Lorentschitsch nicht:

Beratungsdiebstahl finde nur begrenzt

statt. Händler müssten Onlinegeschäfte

aber vermehrt in Österreich halten, überdies

neue Kooperationsformen und Konzepte

wagen oder Internetstationen in die

stationären Geschäfte einbinden – kurzum:

sich besser an die Marktveränderungen

anpassen.

Ohne gemeinsame europaweite Rahmenbedingungen

werde es jedoch nicht

Foto: Wilke

René Tritscher, Geschäftsführer der Bundessparte

Handel, wünscht sich eine europaweite Harmonisierung

der Rahmenbedingungen im grenzüberschreitenden

Onlinehandel.

gehen, ergänzt der Geschäftsführer der

Sparte Handel, René Tritscher. Es brauche

stärkere Harmonisierung punkto Abgaben

und Umweltvorschriften.

Rund ein Drittel der österreichischen

Händler kämpft mit negativem Eigenkapital,

etwa ein Viertel ist überschuldet.

Scharfer Wettbewerb treibt die Branche zu

Aktionen. So würden Lebensmittel zu

einem Drittel nicht zum regulären Preis

verkauft, im Textilhandel sei der Anteil

geringer, heißt es aus der Kammer. Unternehmer

erzählen freilich, dass im Modegeschäft

oft nur noch die Hälfte des Sortiments

regulär vertrieben werde.

Quelle: Luca Conte, Verena Kainrath,

DER STANDARD, 25. 1. 2013

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

25


Die Branche im Licht der Medien

Vier neue Shops

im Designer Outlet Salzburg:

Das McArthurGlen Designer Outlet Salzburg

meldet gleich vier neue Shoperöffnungen.

Das Wiener Traditionsmodehaus

Liska bietet ab sofort ein Multilabelkonzept

mit Marken wie Yves Saint

Laurent, Christian Dior, Fendi, Kenzo

oder Sonia Rykiel. Am 12. 12. er öffnete

das zu Levi Strauss & Co. gehörende

Label Dockers einen Store. Die Schuhmarke

Clarks startete am 20. 12. Auch

Decofox ist seit kurzem mit einem Outlet

vertreten. fashionunited.de 18.12.12

Klein-Gerasdorf in Parndorf

Neben den bestehenden Outlet Centers

McArthurGlen und Villaggio wird in Parndorf

auf 66.000 m 2 grüner Wiese ein zweigeschoßiges

Shopping Center mit einer

integrierten Fachmarktzeile er richtet.

Wie beim „G3“ in Gerasdorf wer den für

die Architektur die ATP Wien Planungs-

GmbH und für Vermietung und Vermarktung

die Ekazent verantwortlich sein. Insgesamt

sollen 27.500 m 2 Geschäftsflächen

und 750 Parkplätze entstehen.

Murpark erweitert Garage

Der Grazer Murpark will die bestehende

Tiefgarage um 139 Stellplätze erweitern.

Außerdem soll das Einkaufszentrum bis

Jahresende eine eigene Bahnstation

bekommen. In weiterer Folge ist auch

eine Vergrößerung der Geschäftsflächen

durch eine Überbauung der Tiefgarage

geplant.

kleinezeitung.at

Styria Center in Graz wird umgebaut

Shoppingcenter & Retailparks

Im Sommer 2012 hat die Grazer Immobilienfirma

Pluto das Styria Center in

der Grazer Annenstraße von der BAWAG

gekauft. Nun wollen die neuen Eigentümer

das Center als qualitativ hochwertigen

Nahversorger neu positionieren. Als

erste Schritte wurde der Haupteingang

neu gestaltet, ein Farbleitsystem installiert,

der Schilderwald entfernt. Nun soll

ein Zubau die Verkaufsfläche (derzeit

3.500 Quadratmeter) vergrößern, auch

eine Tiefgarage ist geplant. Kleine Zeitung

Neustart für Grazer Annenpassage

Die Vienna Insurance Group als Eigentümerin

der Annenpassage hat Heribert

Krammer von Krammer + Wagner mit

einer Neukonzeption der in die Jahre gekommenen

Passage beauftragt. Krammer

will sein Konzept Ende April präsentieren,

die Arbeiten werden 2014 stattfinden. Die

gegenüber des Hauptbahnhofs liegende

Annenpassage soll zu einem Nahversorgerzentrum

für Anrainer, Pendler und

Touristen werden.

kleinezeitung.at

Grazer Center West wird

generalsaniert

Im Vorjahr hat eine private Investorengruppe

rund um den Immobilienentwickler

Fabian Kaufmann das Center

West in Graz von Inter Ikea gekauft. Nun

wird das 55.000 m 2 große Einkaufszentrum

generalsaniert, thermisch aufgerüstet

und geringfügig erweitert. Im

Haus 1 kommen 2.000 m 2 Verkaufsfläche

hinzu, beim Haus 2 wird am Dach

ein Minigolf-Adventure-Park installiert,

der Food-Corner vergrößert, das Kinderland

ausgebaut. Auch neue Schuhund

Modegeschäfte sollen einziehen.

Das Investitionsvolumen soll bei 10 bis

20 Mio. € liegen. kleinezeitung.at

Neue Shops in Seiersberg

Laut Centerleiter Markus Pöham sind

der Münchner Textilriese Hallhuber in

die Shoppingcity Seiersberg, ebenso wie

der Herrenausstatter Olymp und Libro,

eingezogen. Außerdem bauen u. a.

Esprit und Müller groß um. kleinezeitung.at

Immobilien & Entwickler

Signa: Details zum Karstadt-Deal

Die Signa-Unternehmensgruppe des

Tiroler Immobilieninvestors René Benko

hat für 17 von Karstadt betriebene

Warenhäuser in Deutschland mehr als

1,1 Mrd. € bezahlt. Teil des Portfolios ist

u. a. das Berliner Kaufhaus des Westens

(KaDeWe), teilt Signa mit. Alleine für das

KaDeWe sollen Medienberichten zufolge

500 Mio. € gezahlt worden sein. Alle

Objekte sind langfristig an Karstadt

vermietet und gehörten bisher dem

Konsortium Highstreet. Das KaDeWe ist

mit 60.000 Quadratmetern das größte

Kaufhaus Kontinentaleuropas und zählt

täglich bis zu 180.000 Kunden. Laut

einer Aussendung gehört die Signa-

Unternehmensgruppe mit diesem Deal

auf einen Schlag zu den führenden

Unternehmen für innerstädtische Einzelhandelsimmobilien

in Deutschland.

orf.at 22.12.12

Geschäftsmieten stagnieren

Mieter von Einzelhandelsflächen können

sich darauf einstellen, dass die massiven

Steigerungen der letzten Jahre

vorbei sind, meint Stefan Goigitzer,

Leiter der Retail-Abteilung des Vermieters

Colliers Columbus. Lediglich im

Luxussegment in Wien sei mit einem

geringen Plus zu rechnen. Presse 22.12.12

Menschen

Menschen

Unterschicht braucht Statussymbol

Der Wunsch nach Statussymbolen

hängt in vielen Fällen mit einem Minderwertigkeitsgefühl

zusammen, so eine

26 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13


PRESSESPIEGEL

aktuelle Studie der Ohio State University

Mansfield Campus. „Wer sich minderwertig

fühlt, unterliegt der psychologischen

Tendenz, den niedrigen Status zu

kompensieren. In unserer kapitalistischen,

konsumorientierten Gesellschaft

kompensieren diese Menschen über den

Konsum von Produkten, die Status ausstrahlen“,

sagt Studienautor Philip

Mazzocco. pressetext 27.12.12

Märkte

Wirtschaftsforscher sehen Erholung

Für 2013 rechnen WIFO und IHS mit

1,0 bzw. 0,8 Prozent realem BIP-

Zuwachs für Österreich, 2014 sollte sich

dann nach Ansicht beider Institute das

Wachstum auf 1,8 Prozent beschleunigen.

2012 dagegen legte das BIP nur um

bescheidene 0,6 bis 0,7 Prozent zu,

erklärten die Institute. Presse 27.12.12

Österreicher planen Mehrausgaben

Die Österreicher planen für 2013 mehr

Ausgaben ein. Laut der von der Generali-

Gruppe in Auftrag gegebenen „Geld -

studie“ liegen Sport und das persönliche

Wohlbefinden mit 24 Prozent auf dem

ersten Platz. Dahinter folgen mit 22 Prozent

längere oder häufigere Urlaube und

mit 20 Prozent Investitionen in die eigenen

vier Wände. orf.at 27.12.12

Inflation höher als angepeilt

Die Teuerung lag in Österreich im Jahr

2012 laut vorläufiger Schätzung bei

rund 2,5 %. Das ist deutlich höher als

das offizielle Inflationsziel der Europäischen

Zentralbank, das bei knapp unter

2 % liegt. Im Jahr 2011 war die Inflation

mit 3,3 % aber deutlich stärker. 2013

wird mit einem weiteren Rückgang

gerechnet. Presse 28.12.12

Retail

Esprit warnt vor Verlust

Der Bekleidungskonzern Esprit rechnet

für das erste Halbjahr 2012/13, das

Ende Dezember abgeschlossen wird,

mit roten Zahlen. „Der erwartete Fehlbetrag

ist in erster Linie darauf zurückzuführen,

dass das operative Geschäft

seit der Veröffentlichung der Resultate

für das erste Quartal schlechter als

erwartet verlaufen ist“, hieß es zur

Begründung. fashionunited.de 19. 12. 12

Neue 5-Euro-Banknote kommt

Anfang Mai d.J. wird die erste neue Euro-

Banknote der zweiten Euro-Serie in den

Umlauf gebracht. Den Anfang macht die 5-

Euro-Banknote. Die neuen Banknoten enthalten

verbesserte Sicherheitsmerkmale,

wie zum Beispiel die Smaragd-Zahl, deren

Farbe sich beim Kippen der Banknote von

smaragdgrün zu tiefblau verändert. Um

die Unternehmen mit der neuen Euro-5-

Banknote vertraut zu machen, startet die

OeNB österreichweit mit einem eigenen

Schulungs- und Informationsangebot. In -

haltlich liegt der Fokus auf den Sicherheitsmerkmalen

der neuen Euro-5-Banknote,

auch die Echtheitsprüfung mit der

bewährten Prüfmethode „Fühlen-Sehen-

Kippen“ wird wiederum veranschaulicht.

Nähere Details: www.modeundfreizeit.at.

Gigasport und Sport 2000

bündeln Kräfte

Der zu Kastner & Öhler gehörende

Grazer Sportartikelhändler Gigasport ist

dem Einkaufsverband Sport 2000 beigetreten.

Die 21 Gigasport-Standorte

können damit künftig auf den Einkauf

der Genossenschaft zugreifen. Der ei -

genständige Marktauftritt bleibt jedoch

unverändert. Die Margen sollen sich da -

durch um 2 % verbessern. medianet retail

LETZTE MELDUNG:

EU-Kommission:

„Made in“ soll doch Pflicht

werden

Nach einer Meldung der PRESSE will die

EU-Kommission nun doch wieder einen

neuen Vorstoß für eine verpflichtende Herkunftsangabe

auf allen Produkten unternehmen.

„Die Presse“ schreibt: »„Made in“ – wo?

Be reits jetzt steht zwar in den meisten Pullovern,

Jacken oder auf Schuhen, in welchem

Land sie produziert wurden. Pflicht ist

die Herkunftsangabe aber noch nicht.

Das soll sich nun ändern: Die EU-Kommission

will, dass künftig auf allen in der EU verkauften

Produkten die Herkunft angegeben

werden muss. Wesentlich sei eine „klare

Rückverfolgungsmöglichkeit“, sagten EU-

Industriekommissar Antonio Tajani und Ge -

sundheitskommissar Tonio Borg. Die ganze

Lieferkette müsse nachvollziehbar sein.

Wenn ein Produkt in verschiedenen Ländern

gefertigt wurde, soll jenes Land auf

dem Etikett aufscheinen, in dem die Hauptarbeit

geleistet wurde. Wenn beispielsweise

ein Pullover aus China stamme und in Rom

würden die Knöpfe angenäht, müsse „Made

in China“ angegeben werden. Es müssten

aber alle Beteiligten überprüft werden können.

Ist auf dem Produkt selbst nicht genug

Platz für die Herkunftsangabe, soll sie auf

der Verpackung oder auf einem Begleitpapier

vermerkt werden.«

EU-Parlament will Pflicht

zur Ursprungsangabe bei Importen

Dieser noch nicht bestätigte neuerliche Versuch

der EU-Kommission in Sachen „Madein“

geht auf das EU-Parlament zurück: Die

EU-Parlamentarier forderten nämlich Mitte

Jänner 2013 erneut eine verpflichtende Ur -

sprungs angabe von Einfuhrwaren aus Drittländern.

Sie sprachen sich gegen die Pläne

der Kommission aus, den Vorschlag für die

„Made-in“-Verordnung zurückzuziehen, der

2010 mit großer Mehrheit vom Parlament

unterstützt wurde. Da die EU-Länder sich

nicht auf eine verpflichtende Ursprungs an -

gabe für Kleidung, Schuhe, Schmuck- und

Glaswaren aus Drittländern einigen konnten,

müsse die Kommission andere Wege finden,

um gleiche Ausgangsbedingungen für EU-

Un ternehmen und ihre Wettbewerber aus

Drittstaaten herzustellen, so die Abgeord -

neten.

EU-Handelskommissar Karel de Gucht er -

klärte, dass nach sieben Jahre währenden

Anstrengungen zur Einführung von Madein-Regeln

die Kommission zugeben musste,

dass „diese Vorschriften dem Scheitern

geweiht sind“, und nicht mit einer Mehrheit

im Rat zu rechnen sei. In der Resolution

verlangten die Abgeordneten trotzdem

einen neuen Vorschlag im Einklang mit den

jüngsten WTO-Regeln.

Die Wirtschaftskammer Österreich hat sich

immer strikt gegen verpflichtende „Made

In“ Kennzeichnungen ausgesprochen. Eine

solche Regelung ist in keiner Weise geeignet,

die angestrebten Ziele zu erreichen

bzw. gibt es zielführendere Wege. Der Vorschlag

würde die Wettbewerbsfähigkeit

der österreichischen Unternehmen gefährden,

wäre zudem administrativ enorm aufwändig

und teilweise gar nicht umsetzbar.

Auch das Bundesgremium des Handels mit

Mode und Freizeitartikeln wird sich –

gemeinsam mit der österreichischen Textil-

und Bekleidungsindustrie - weiterhin

strikt gegen die verpflichtende „Made in“-

Verordnung aussprechen.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|13

27


TERMINANKÜNDIGUNGEN

■ VERKAUFSSCHULUNGEN IM MODE- UND FREIZEITHANDEL,

Grundseminar, von Montag 22. bis Dienstag 23. April 2013 im WIFI Süd, Unterpremstätten

■ UNTERNEHMERTAG am Dienstag, 23. April 2013 im Genusshotel Riegersburg

■ „REKLAMATIONEN SIND CHANCEN“

am Montag, 29. April 2013 im WIFI Süd, Unterpremstätten

■ VERKAUFSSCHULUNGEN IM MODE- UND FREIZEITHANDEL

Aufbauseminar, von Montag 13. bis Dienstag 14. Mai 2013 im WIFI Süd, Unterpremstätten

■ REKLAMATIONEN SIND CHANCEN am Montag, 3. Juni 2013 im WIFI Niklasdorf

■ BRANCHENEVENT am Mittwoch, 12. Juni 2013 in der Steinhalle Lannach

■ SEMINAR FÜR DEN SCHUHHANDEL mit Werbearchitekt Herrn Walter Buchegger,

Dienstag, 18. Juni 2013 im Schuhfachgeschäft der Firma Stibor in Pischelsdorf

■ SCHARFE TAGE von Donnerstag, 1. – Samstag, 3. August 2013

■ VERKAUFSSCHULUNGEN IM MODE- UND FREIZEITHANDEL,

Grundseminar, von Montag 9. bis Dienstag 10. September 2013 im WIFI Süd, Unterpremstätten

■ 15. MODEABEND MIT KAI JÄCKEL

am Donnerstag, 12. September 2013 ab 19 Uhr in der Steinhalle Lannach

Impressum MODE & FREIZEIT [ıntern] 1.13

Medieninhaber: Landesgremium des

Handels mit Mode und Freizeitartikeln,

Wirtschaftskammer Steiermark, Sparte Handel –

Gremialbereich Mode, Lifestyle, Gesundheit

Körblergasse 111–113, 8021 Graz

T 0316/601-574, F 0316/601-1212,

E 308@wkstmk.at

Redaktion und für den Inhalt verantwortlich:

Mag. Johannes Klemm, Geschäftsführer

Gestaltung und Druck: Druckerei Robitschek,

1050 Wien, Schlossgasse 10–12

Offenlegung nach dem Mediengesetz:

Medieninhaber (Verleger): Landesgremien des

Handels mit Mode und Freizeitartikeln,

Körblergasse 111–113, 8021 Graz

Grundlegende Richtung: Information der Gremialmitglieder

über rechtliche und wirtschaftliche

Belange der Branche.

P. b. b. Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt

1000 Wien, Zulassungsnummer 10Z038583F

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz:

http://wko.at/stmk/offenlegung/308

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