InfoRetica (aktuelle Ausgabe) - RhB

rhb.ch

InfoRetica (aktuelle Ausgabe) - RhB

Nr. 4 / Dezember 2013

InfoRetica

Mitarbeiterzeitung der Rhätischen Bahn

Periodico della Ferrovia retica

Periodica da la Viafier retica

Ein faszinierendes Jahr …

Gramper der

Rhätischen Bahn

am Lej Nair


In dieser Ausgabe

Editorial/Editoriale

Novitads aus der Direktion

Novitads dalla Direzione

Ergebnisse Mitarbeitendenumfrage

Abstimmung FABI

Angebotsverbesserungen

Neuer Bahnhof Davos Platz

Relaunch Website RhB

BIC-Staaten

Druckluftversorgungsanlagen

Charta Arbeitssicherheit

Dienst- und Gehwegregime

Arbeitgeberattraktivität

Coop Nachhaltigkeit

Kundentag GUZ Surselva

Securitas

Glacier Express Sommerprogramm

Vorschau 125 Jahre RhB

Inframation

Energiesparaktion BÜGA

RhB Freizeit-Bons

Medienbahn

Damals, vor 30 Jahren

Damals, vor 100 Jahren

Neues vom Bahnmuseum Albula

Metabolic

login

Zukunftstag 2013

Neues in Kürze

Personalchronik

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Herausgeber:

Redaktion:

Frontbild:

Nächster Redaktionsschluss: 7. Februar 2014

Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn

7002 Chur

Simon Rageth (sr), s.rageth@rhb.ch

Sandra Beeli (sb), s.beeli@rhb.ch

Manuela Gallati (mg), m.gallati@rhb.ch

«Ein faszinierendes Jahr …» (Bernina), Foto von Erik Süsskind

Auflage:

3200 Exemplare, 4-farbig

Abonnement: Inland: Fr. 50.– / Ausland: Fr. 60.–

© by RhB: Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellenangabe

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier


Editorial/Editoriale

Von Sandra Beeli/Di Sandra Beeli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Liebe Mitarbeitende

Schon wieder neigt sich ein bewegtes Jahr dem Ende

zu, in dem die RhB-Mannschaft einiges geleistet hat.

Viele spannende Projekte wurden aufgegleist, weitergeführt

oder abgeschlossen. Einige Herausforderungen,

die es zu bewältigen galt oder immer noch gilt. Da

denke ich an den Steinschlag bei Brusio oder aktuell

an den Steinschlag auf der Strecke Chur – Arosa.

Natürlich sind das nur die sichtbaren Probleme, die

nicht zuletzt auch durch die Medien sichtbar und öffentlich

gemacht werden, die wir lösen müssen. Es

stehen aber auch in allen übrigen Bereichen der Rhätischen

Bahn anspruchsvolle Aufgaben an, die Sie, liebe

Mitarbeitende, täglich zu lösen haben. Wie zum

Beispiel im Bereich Finanzen jüngst das Projekt IT-

Avegnir oder im Bereich Rollmaterial die Übergabe der

neuen Stammnetztriebzüge STZ an den Betrieb. Aber

auch das Jubiläum «100 Jahre Bever – Scuol», das

sorgfältig geplant, vorbereitet und abgewickelt wurde.

Und im Jahr 2014 stehen auch schon die nächsten Feierlichkeiten

an. Wieder eine grosse Aufgabe für uns

alle. Ein bisschen Stolz ist hier jedoch auch dabei, da

wir doch schon 125 Jahre Rhätische Bahn feiern dürfen

und die Linie Chur – Arosa 100 Jahre alt wird. Ich persönlich

freue mich darauf, diese neuen Aufgaben im

neuen Jahr gemeinsam mit Ihnen anzupacken.

An dieser Stelle einmal mehr ein ganz grosses Dankeschön

an die gesamte Mannschaft der RhB, die es im

Team immer wieder versteht, Herausforderungen anzunehmen

und zu meistern.

Cari collaboratori

Un altro anno movimentato sta già per volgere al termine

durante il quale la squadra della Ferrovia retica

ha avuto il suo bel daffare.

Molti progetti interessanti sono stati avviati, proseguiti

o conclusi. Alcune sfide che dovevano o devono ancora

essere affrontate, come ad esempio la caduta di

massi a Brusio o la recente caduta di massi sulla tratta

Coira - Arosa.

Naturalmente questi sono soltanto i problemi visibili,

resi tali all›opinione pubblica anche dai mezzi di comunicazione,

in attesa di risoluzione. Tuttavia anche

in tutti gli altri settori della Ferrovia retica vi sono

compiti complessi con i quali voi, cari collaboratori,

dovete confrontarvi ogni giorno. Come ad es. nel settore

Finanze recentemente il progetto IT Avegnir o nel

settore Materiale rotabile la messa in servizio dei nuovi

elettrotreni per la rete di base STZ. Ma anche

l›anniversario «I 100 anni della tratta Bever – Scuol»,

che è stato pianificato, preparato e realizzato con cura.

E nel 2014 ci aspettano già i prossimi festeggiamenti.

Di nuovo un compito faticoso per tutti noi. Tuttavia qui

fa capolino anche un po› di orgoglio, perché abbiamo

l›onore di festeggiare già i 125 anni della Ferrovia retica

nonché il centenario della linea Coira - Arosa. Personalmente

sono entusiasta di affrontare questi nuovi

compiti nel nuovo anno insieme a voi.

Desidero cogliere l›occasione per ringraziare anche in

questa sede l›intera squadra della Ferrovia retica, che

ha dimostrato ancora di saper lavorare bene in team

nonché di accettare e affrontare nuove sfide.

Sandra Beeli

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Novitads aus der Direktion

Von Hans Amacker

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Erinnern Sie sich noch, was genau Sie im vergangenen

Januar gemacht haben? Oder im April und August?

Vermutlich geht es Ihnen so wie mir: Spontan abrufen

ist schwierig und oft lückenhaft. Diese «Novitads»

sind deshalb gegen das Vergessen all Ihrer Leistungen

und Ihres Einsatzes für die RhB im 2013 gedacht. Dies

nicht zuletzt deshalb, weil wir in diesem Jahr wiederum

sehr viel angepackt und realisiert haben. Anders

ausgedrückt: Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihren

grossen und unermüdlichen Einsatz, wo immer auch

in unserer Unternehmung: Von «A» wie Arosalinie

(Felssturz) bis «Z» wie ZTZ/STZ (Inbetriebnahme) ist die

Liste lang. Und in Zahlen ausgedrückt ist das sehr sehr

eindrücklich: Weit über CHF 150 Mio. konnten wir

dank Bund und Kanton in Infrastruktur und Rollmaterial

stecken.

Also, noch einmal ein grosses Dankeschön Ihnen allen.

Wir konnten aber auch einige Projekte nicht umsetzen.

Zum Teil auch Sachen, die Sie als Personal betreffen. So

zum Beispiel die Aufstockung der Garderobenkästchen

in Landquart. Auch wenn mir die Gründe bekannt

sind, bedaure ich dies sehr. Und die Auflistung hier an

dieser Stelle soll ein Zeichen dafür sein, dass wir

«nichts unter den Teppich wischen wollen». Das wäre

dann ein Thema für die nächste Mitarbeiterumfrage.

2013 hat die Mitarbeitendenumfrage durchwegs positive

Ergebnisse gebracht, minim unter 2011, aber weiterhin

auf erfreulich hohem Niveau. Die Mitarbeitendenumfrage

hat auch aufgezeigt, dass wir uns überall

dort verbessert haben, wo wir seit dem letzten Mal

Energie investiert und Massnahmen definiert haben.

Konkret waren dies die Themen rund um das Mitarbeitergespräch

(MAG), die Beurteilung der Führung sowie

die Identifikation mit den RhB-Werten. Persönlich gefreut

haben mich die hohen Werte bei den Kriterien

Unternehmensstolz und Verbundenheit zur RhB. Das

stimmt mich zuversichtlich für die Zukunft. Gleichzeitig

ist es für mich aber auch eine Verpflichtung diesen

Werten Sorge zu tragen.

Zum Rückblick auf das vergangene Jahr gehört auch

ein Blick auf den aktuellen Geschäftsgang. Ich versuche

das in der Eisenbahnersprache zu machen: «Einfahrsignal

grün, Ausfahrtvorsignal orange». Was heisst

das? Die RhB ist 2013 auf Budget-Kurs und wir können

das anvisierte Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses

aus heutiger Sicht Ende Jahr wohl erreichen. Das ist

sehr erfreulich. Möglich wurde dies primär durch eine

strenge Kostenkontrolle und Mehreinnahmen. Vielen

Dank all jenen, die hier aktiv mitgeholfen haben zu

sparen. Und wir müssen 2014 dringend auf dem «Weg

der Tugend» bleiben, denn die Ertragsaussichten sind

unter anderem wegen der fehlenden Tariferhöhung

bei den Billettpreisen weiterhin nur mittelprächtig.

Da ist Vorausschauen besonders wichtig, nicht nur auf

2014. Wir machen das bis ins Jahr 2018. Und das gibt

vorläufig noch einige Sorgenfalten. Dank unserer Strategie

2020, die wir Ihnen schon mehrmals vorgestellt

haben, wissen wir aber, wo es sinnvoll ist zu investieren

und wo nicht. Zu diesen Zukunftsthemen, die im

Mittelfristplan zu finden sind, gehört für mich auch

die Finanzierung einer ausgewogenen Sozialpartnerschaft,

die sich an den Möglichkeiten der Unternehmung

orientiert.

Gespannt blicke ich nun auf das Jubiläumsjahr 2014.

Ich freue mich darauf, dies gemeinsam mit Ihnen –

und den Pensionierten – zu begehen. Und damit

schliesst sich der Kreis zum Anfang dieser «Novitads»:

Es soll auch ein ganz spezielles Dankeschön sein für

Ihren Einsatz bei der RhB.

Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden

schöne Festtage und alles Gute zum neuen Jahr.

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Novitads dalla Direzione

Di Hans Amacker

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Care collaboratrici e cari collaboratori

Vi ricordate ancora cosa avete fatto esattamente lo scorso

gennaio? O in aprile e in agosto? Probabilmente anche

per voi è lo stesso: cercare di rievocare così all’istante

dei ricordi è difficile e spesso lacunoso. Queste

«Novitads» sono state quindi ideate per non dimenticare

tutti i risultati che avete raggiunto o gli incarichi che

avete svolto per la FR nel 2013. Non da ultimo perché

quest’anno ci siamo di nuovo impegnati moltissimo e

abbiamo realizzato tante cose. In altre parole: vi ringrazio

di cuore per il grande e instancabile impegno che

avete dimostrato, in qualsiasi settore aziendale: dalla

«A» di Arosa (caduta di massi) sino alla «Z» di ZTZ/STZ

(messa in servizio) l’elenco è lungo e imponente, soprattutto

se espresso in cifre: siamo riusciti a investire

nell’infrastruttura e nel materiale rotabile ben oltre CHF

150 mln. grazie a Confederazione e Cantone.

Quindi ancora un enorme grazie a voi tutti.

Tuttavia non tutti i progetti sono stati realizzati. In parte

anche questioni che vi riguardano in quanto dipendenti.

Come ad esempio l’ampliamento dei cassetti del

guardaroba a Landquart. Anche se conosco le motivazioni,

sono molto dispiaciuto. E il fatto che io abbia colto

l’occasione in questa sede per menzionare questa

faccenda sottolinea che non «vogliamo nascondere nulla

sotto il tappeto». Questo finirebbe poi per essere un

tema del prossimo sondaggio tra i collaboratori.

Nel 2013 il sondaggio tra i collaboratori ha evidenziato

risultati assolutamente positivi, leggermente inferiori a

quelli del 2011 ma comunque sempre su un alto livello.

Il sondaggio ha anche indicato che siamo migliorati in

tutti i settori per i quali dall’ultima volta abbiamo investito

energie e definito misure. In concreto si tratta delle

tematiche relative al dialogo con i collaboratori, la

valutazione della dirigenza nonché l’identificazione con

i valori FR. Mi hanno particolarmente rallegrato i valori

elevati attribuiti ai criteri dell’orgoglio aziendale e del

legame alla FR. Questo mi fa essere fiducioso per il futuro.

Al contempo però per me è anche una responsabilità

occuparmi di questi valori.

La retrospettiva sull’anno passato comprende anche una

valutazione dell’attuale andamento degli affari. Cerco di

esprimere questo concetto nel gergo ferroviario: «Segnale

di ingresso verde, presegnale di uscita arancione».

Cosa significa ciò? La FR per il 2013 rispetta il budget

definito e allo stato attuale possiamo raggiungere l’obiettivo

prefissato di un pareggio. Ne siamo molto lieti.

Il conseguimento di tale risultato è dovuto primariamente

a un rigoroso controllo dei costi e a maggiori entrate.

Molte grazie a tutti coloro che hanno contribuito

attivamente al risparmio. E nel 2014 dobbiamo assolutamente

restare «virtuosi», perché le previsioni degli

utili continuano ad essere solo moderate anche per via

del mancato aumento delle tariffe nel prezzo dei biglietti.

La programmazione dunque è fondamentale, ma non

solo per il 2014. Noi la facciamo fino al 2018. E questo

ci procura al momento ancora qualche preoccupazione.

Grazie alla nostra strategia 2020 che abbiamo avuto

modo di presentarvi più volte, sappiamo però dove è

opportuno investire e dove no. Tra questi temi futuri che

appartengono alla pianificazione a medio termine, figura

anche il finanziamento di una partnership sociale

equilibrata che si orienti sulle possibilità dell’azienda.

Ed ora guardo al 2014, anno dell’anniversario, con vivo

interesse. Sono lieto di poterlo vivere insieme a voi e ai

collaboratori pensionati. E con ciò si chiude il cerchio

aperto all’inizio di queste «Novitads»: deve essere anche

un ringraziamento speciale per il vostro impegno

presso la FR.

Auguro a voi, alle vostre famiglie e ai vostri amici Buone

Feste e Buon Anno Nuovo.

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Mitarbeitendenumfrage – «wichtiges Instrument»

Interview mit Hans Amacker und Stephanie Rielle von Simon Rageth

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

66 % der Mitarbeitenden haben an der Mitarbeitendenumfrage

2013 teilgenommen. Die Redaktion durfte

sich mit Direktor Hans Amacker und Leiterin Personal

(HR) Stephanie Rielle La Bella über die Ergebnisse unterhalten.

Die Mitarbeitendenumfrage 2013 zeigt ein ähnliches

Bild wie vor zwei Jahren. Gibt es ein Resultat, welches

Sie besonders freut?

Hans Amacker (HA): Die Ergebnisse haben uns aufgezeigt,

dass wir uns überall dort gegenüber 2011 verbessert

haben, wo wir Energie investiert haben. Konkret

waren dies Themen rund um das Mitarbeiterbeurteilungsgesprächs

(MAG), die Beurteilung der Führung

sowie die Identifikation mit den Werten.

Stephanie Rielle (SR): Besonders gefreut hat uns auch,

dass wir uns im Bereich «Problemlösung im Arbeitsumfeld»

ganz erheblich verbesserten und die Möglichkeiten

des Einbringens von Ideen und Verbesserungen

wesentlich positiver beurteilt wurden. Dies bedeutet,

dass die Mitarbeitenden die Umsetzung der Massnahmen

im Anschluss an die Umfrage 2011 auch als Chance

wahrgenommen haben, auf ihr Arbeitsumfeld Einfluss

zu nehmen und sich stärker einzubringen.

Herr Amacker, gibt es für Sie auch eine Enttäuschung?

HA: Enttäuschung nicht. Aber ich wünschte mir eine

Verbesserung zu 2011. Dies ist auch der Fall in einzelnen

Bereichen, was mich sehr freut. Allerdings gibt es auch

Bereiche, die sich verschlechtert haben und dies hat

dazu geführt, dass das Ergebnis insgesamt ähnlich ist

wie 2011.

Von welchen Bereichen sprechen wir?

HA: Wir führen im Unternehmen bewusst keine «Hitliste»

zwischen den Bereichen, dafür sind die Rahmenbedingungen

und die Herausforderungen zu verschieden

und wir wollen die verschiedenen Bereiche nicht gegeneinander

ausspielen.

SR: Bereiche, die dezentral geführt werden und viele

Mitarbeitende haben, haben es in der Regel schwerer in

kurzer Zeit merklich die Zufriedenheit der Mitarbeitenden

zu erhöhen.

Erkennen Sie aufgrund der Umfrage dringenden

Handlungsbedarf und wo?

SR: Handlungsbedarf erkennen wir insbesondere bei

den Themen Strukturen, Abläufe und Arbeitsmittel. Betreffend

Arbeitsmittel ist seit der Umfrage jedoch

bereits viel gelaufen. Im Rahmen des erfolgreich umgesetzten

Projekts IT-Avegnir haben wir uns diesbezüglich

bereits massiv verbessert.

HA: Und dennoch haben wir Handlungsbedarf bei den

vorgenannten Themen. Die Klärung von Verantwortlichkeiten

und Kompetenzen ist für mich dabei zentral. Diese

Themen sind wichtige Bestandteile gerade auch der

kürzlich gestarteten Führungskräfteentwicklung, also

der Ausbildung der Chefs.

Die Zufriedenheit ist seit Jahren auf einem guten,

hohen Niveau. Können wir diese überhaupt noch

weiter erhöhen und wie?

SR: Das ist richtig, die Zufriedenheit und das Engagement

der Mitarbeitenden sind bereits auf einem guten

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Niveau. Aber der Vergleich mit den Unternehmen des

sogenannten «Swiss Arbeitgeber Awards» (Vergleich mit

anderen Unternehmungen) zeigt uns auf, dass wir uns

verbessern können. Ich denke dabei an die Arbeitgeberattraktivität,

an Strukturen und Abläufe, an die Entscheidungsmöglichkeiten

oder auch die Einbindung der

Mitarbeitenden.

Die Mitarbeitenden der RhB fühlen sich - schon fast

traditionell – mit dem Unternehmen sehr stark

verbunden und sind stolz für die RhB zu arbeiten …

HA: Ich zähle mich da dazu. Die RhB ist ein Unternehmen,

welches stark in der Kultur und der Geschichte

Graubündens verankert ist. Heute sind wir aber nicht

nur ein lokal verankertes Transportunternehmen, sondern

auch weit über die Kantons- und Landesgrenzen

hinaus für unser faszinierendes touristisches Angebot

bekannt. Insoweit erleben sich die meisten Mitarbeitenden

auch als «Markenträger» der RhB und leben tagtägliche

eine hohe Kundenorientierung. Das hat auch

die Umfrage gezeigt.

Bei der Frage nach der Entlöhnung haben wir uns

leicht verschlechtert, obwohl oder gerade wegen der

erneuten Anpassung des Salärsystems oder sehen sie

dafür andere Gründe?

SR: Die Zufriedenheit mit der Entlöhnung ist ein schwieriges

Thema, denn wer würde nicht gerne mehr verdienen.

Wichtig ist aus unserer Sicht, dass sich die Mitarbeitenden

intern fair behandelt fühlen und eine

marktgerechte Gesamtvergütung haben. Daran arbeiten

wir permanent.

HA: Es ist richtig, dass wir gegenüber 2011 ein um zwei

Punkte tieferes Ergebnis haben, was aber statistisch gesehen

keine wirkliche Verschlechterung darstellt. Interessant

ist, dass wir uns im Thema Lohn gegenüber den

Vergleichsunternehmen in der Branche und den Unternehmen

des Swiss Arbeitgeber Awards positiv abheben.

Ebenfalls leicht tiefer liegen wir bei der Aussage «ich

habe ausreichende Entscheidungsmöglichkeiten, um

meine Aufgaben zu erledigen». Wird daran in der

Zukunft gearbeitet?

HA: Das ist eine Frage, die man nicht pauschal beantworten

kann. Ich glaube es ist wichtig, dass die einzelnen

Bereiche schauen, wie sie die Entscheidungsmöglichkeiten

der Mitarbeitenden erweitern und mit den

entsprechenden Kompetenzen versehen können. Delegation

muss effizient gelebt werden.

SR: Wir werden dies auch in der Führungskräfteentwicklung

thematisieren.

Wie geht es jetzt weiter. Verschwindet die Auswertung

in der Schublade?

SR: Die Mitarbeitenden werden von ihren Vorgesetzten

seit Mitte November über die Bereichsergebnisse informiert

und es finden soweit möglich Workshops statt.

Dies ist allerdings nicht in allen Bereichen möglich. Die

Führungskräfte sind aufgerufen, einen Weg zu finden,

dass möglichst viele Mitarbeitende in die Massnahmenfindung

eingebunden werden. Wir werden uns diesmal

wie bereits angekündet auf weniger, aber für den Bereich

erfolgswirksame Massnahmen fokussieren. HR

stellt dabei sicher, dass diese nicht in der Schublade

landen, sondern die erforderlichen Schritt eingeleitet

werden.

Machen wir auch weiterhin Mitarbeiterbefragungen?

HA: Ja, sicher. Die Mitarbeitendenbefragung ist für den

Verwaltungsrat, die Geschäftsleitung und die Führungskräfte

ein wichtiges Instrument. Die nächste Umfrage

findet voraussichtlich 2015 statt. Letztlich geht es um

die Ermittlung von Verbesserungspotenzialen. Die Mitarbeitenden

werden von Betroffenen zu Beteiligten und

bieten damit einen wichtigen Beitrag für ein aussagekräftiges

Stimmungsbild.

Welches Ergebnis wünschen Sie sich für 2015?

SR: Mein grosses Ziel ist es, dass Mitarbeitende und Führungskräfte

gemeinsam an Verbesserungen arbeiten

und alle den Umsetzungsprozess als Chance wahrnehmen,

das unmittelbare Arbeitsumfeld zu verbessern.

Insofern danke ich schon allen Beteiligten für ihr Engagement

und ihren Beitrag dazu. Zudem wünsche ich mir

als grosse Optimistin, dass wir unter die ersten 30 Unternehmen

des Swiss Arbeitgeber Awards kommen oder

uns zumindest im Vergleich zu anderen Bahnunternehmen

noch positiver differenzieren.

HA: Für mich persönlich ist wichtiger, dass ich von den

Mitarbeitenden auch dazwischen erfahre, wenn etwas

wirklich nicht gut ist. Ich möchte also nicht bis 2015

warten. Und ganz zum Schluss: Noch einmal herzlichen

Dank denjenigen Mitarbeitenden, die sich an der Umfrage

beteiligt haben und für Ihr Engagement.

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FABI – Abstimmung vom 9. Februar 2014

Von Simon Rageth

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

FABI steht für «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur».

FABI kommt am 9. Februar 2014 in der

Schweiz zur Abstimmung. Die Rhätische Bahn unterstützt

die Abstimmungsvorlage, sichert diese doch die

Finanzierung wichtiger Ausbauschritte der RhB. Die

Schweiz hat ein hervorragendes Angebot im Bahnverkehr.

Damit dies auch bei steigender Mobilität so bleibt,

muss in den nächsten Jahren weiter in die Schieneninfrastruktur

investiert werden: die Vorlage zur Finanzierung

und Ausbau der Bahninfrastruktur ermöglicht

einen Ausbau des Angebots. Der Betrieb und Substanzerhalt

der bestehenden Infrastruktur werden auf eine

solide finanzielle Basis gestellt und der Güterverkehr

erhält bessere Verbindungen und mehr Qualität auf

den Schienen. Der öffentliche Verkehr in der Schweiz

ist ein wichtiger Faktor im weltweiten Standortwettbewerb

und ein Trumpf der Tourismusregionen. Davon

profitieren alle. FABI bringt mehr Platz – mehr Züge –

mehr Qualität.

Nutzen für die RhB

FABI ist ein Gesamtpaket: Mit dem ersten Ausbauschritt

2025 werden die Leitplanken für das künftige Angebot

mit konkreten Massnahmen und Projekten in allen Regionen

der Schweiz beschlossen. Die RhB und Graubünden

profitieren einerseits von einem Angebotsausbau

insbesondere auf der Strecke Landquart – Prättigau

– Davos/St. Moritz. Andererseits profitiert Graubünden

aber gerade auch vom Kapazitätsausbau auf den Strecken

Zürich – Chur und St. Gallen – Chur.

Finanzierung

Im Finanzierungsteil wird mit einem Bahninfrastruktur-Fonds

die Finanzierung auf eine solide, zukunftsträchtige

Basis gestellt: Die bisherigen Mittel werden

gebündelt, und dank zusätzlichen Mitteln von allen

Beteiligten (Bund, Kantone, Bahnunternehmen, Pendler

und öV-Kunden) wird sichergestellt, dass die Ausgaben

finanziert sind. Die Schweiz schafft damit die

fortschrittlichste Infrastrukturfinanzierung europaweit.

Heute wird die Bahninfrastruktur aus vielen verschiedenen

Töpfen finanziert – mit FABI sollen künftig alle

Aufwendungen für das Schienennetz aus einem einzigen

Fonds bezahlt werden. Das gilt sowohl für den Betrieb

und Unterhalt wie auch für den Ausbau des

Schienennetzes.

Was bringt der Angebotsausbau?

Nebst der Finanzierung des Unterhalts werden bis zum

Jahr 2025 rund 6.4 Milliarden Franken in den Ausbau

des Bahnnetzes investiert. Im ersten Ausbauschritt werden

die grössten Schienenengpässe beseitigt. FABI

schafft damit den Reisenden mehr Verbindungen, mehr

Sitzplätze und auf bestimmten Strecken auch Reisezeitverkürzungen.

Dem Güterverkehr sichert FABI die nötigen

Kapazitäten. Gleichzeitig wird bereits heute mit der

Planung zukünftiger Ausbauschritte begonnen.

Karte Ausbauschritt 2025

Ausbauten ZEB und FABI Ausbauschritt 2025

Aménagements ZEB et FAIF Etape d'aménagement 2025

Stand: November 2013

Etat: Novembre 2013

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LEGENDE / LÉGENDE

8

Ausbauten ZEB

Aménagements ZEB

FABI Ausbauschritt 2025 (6,4 Mia.)

FAIF Etape d'aménagement 2025 (6,4 milliards)

Kredite für Projektierung, Planung und Studien

Crédits pour la planification et des études


Neue Angebote in Graubünden

Vom Amt für Energie und Verkehr und Simon Rageth

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 wird

das Angebot des öffentlichen Verkehrs für den Kanton

Graubünden massiv aufgewertet. Dank dem neuen,

attraktiven Fahrplan werden Reisezeiten verkürzt und

die Kunden kommen komfortabler an ihr Ziel.

Jahrelange Vorplanungen der Transportunternehmungen,

gemeinsam mit den betreffenden Kantonen, haben

es ermöglicht, einen Quantensprung im öffentlichen

Verkehr zu erarbeiten. Am 15. Dezember 2013

wird die neue S-Bahn St. Gallen in Betrieb genommen.

Der Kanton Graubünden nimmt dieses Angebot auf und

sorgt für entsprechende Anschlüsse und Verbindungen

innerhalb von Graubünden. Von folgenden aufgewerteten

Verbindungen werden die Kunden profitieren:

n Mit dem neuen Rheintal-Express (REX) gelangt man

ganze 11 Minuten schneller von Chur nach St. Gallen.

Gleichzeitig wird die Verbindung vom Bodensee in

die Surselva, ins Prättigau und ins Engadin durch die

Optimierung der Anschlüsse in Landquart und Chur

sogar um 22 Minuten beschleunigt.

n Zwischen Chur und Ilanz werden unter der Woche in

den Hauptverkehrszeiten zusätzliche Verbindungen

der RhB angeboten.

n Im Prättigau wurden die Buslinien konsequent auf

die Anschlüsse der RhB ausgerichtet und verdichtet.

So profitieren die Kunden von einer optimierten

Transportkette bis vor ihre Haustüre.

n Alle 30 Minuten verkehrt eine S12 von Chur nach Sargans,

wo im sogenannten Anschlussknoten zu den

Minuten 00 und 30 jeweils Anschlüsse mit Bahn und

Bus in alle Richtungen bestehen.

n Saisonaler Nachtzug der CityNightLine von Hamburg/

Amsterdam/Köln nach Chur.

n Auf der PostAuto-Linie auf die Lenzerheide verkehrt

ab diesem Zeitpunkt alle 30 Minuten ein Bus.

n Zwischen Chur und Flims/Laax wird zu gewissen Zeiten

während der Saison das Angebot auch zu einem

Halbstundentakt verdichtet.

n Das Fahrplanangebot der PostAuto Linie in die Bündner

Herrschaft wird auf die neuen Verbindungen

ausgerichtet, damit auch die Dörfer abseits der

Bahnlinien vom neuen Angebot profitieren werden.

Dies ist die erste Etappe. Bereits im Juni 2014 wird zusätzlich

die InterCity-Verbindung Chur – Zürich sowie

die Bahnverbindung ins Engadin aufgewertet.

Einfachere Tarifsysteme

Die seit Jahren erfolgreich in Davos, Im Oberengadin

und beim Stadtbus Chur eingeführte Chip-Karte wird

per Fahrplanwechsel im Dezember 2013 auf den Trans-

Reno Perimeter Landquart – Rhäzüns erweitert. Eine

einzige Plastikkarte vereinfacht anstelle einer Sammlung

von streckenabhängigen Mehrfahrtenkarten die

Nutzung des öffentlichen Verkehrs. Auf die Chip-Karte

kann ein frei wählbarer Betrag geladen werden. Für die

Fahrt kann dann der Fahrausweis mit einem Rabatt von

bis zu 20 % gegenüber dem Preis des Einzeltickets abgebucht

werden.

Neues Skigebiet Arosa – Lenzerheide

Auch der öffentliche Verkehr ist am Start für die neue

Skigebietsverbindung Arosa – Lenzerheide. Alle Schneesportpässe

berechtigen zur Fahrt mit dem öffentlichen

Verkehr auf der Strecke Arosa – Chur – Lenzerheide –

Tiefencastel. Dank der Angebotsverdichtung und den

geplanten Verbesserung der Zugänge zu den Bergbahnen

beginnt das neue Skigebiet für die Kunden des öffentlichen

Verkehrs bereits in Chur.

Anschlüsse werden optimiert.

Von St. Gallen 22 Minuten schneller im Engadin.

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Bahnhof Davos Platz neu eröffnet

Von Yvonne Dünser, Bilder von Florian Ambauen

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Mit einem «Tag der Begegnung» ist am Samstag,

30. November 2013 der Bahnhof Davos Platz offiziell

eröffnet worden. Nach intensiven, umfangreichen Umbauarbeiten

und einer dreimonatigen Totalsperre von

anfangs April bis Ende Juni 2013 präsentiert er sich

nun als moderne und attraktive touristische Drehscheibe

im Raum Davos: Neben den neuen, behindertengerechten

Kunden- und Bahnanlagen konnte gemeinsam

mit der Davos Klosters Bergbahnen AG und

der Gemeinde Davos durch die Erweiterung der Personenunterführung

auch eine neue, direkte Verbindung

zwischen dem Bahnhof und der Jakobshornbahn erstellt

werden. Die Gesamtkosten des Totalumbaus betragen

rund 42 Millionen Franken.

1 Million Fahrgäste im Jahr

Der Bahnhof Davos Platz spielt eine wichtige Rolle als

Verkehrsknoten- und Umsteigepunkt zwischen RhB,

PostAuto und den Verkehrsbetrieben Davos. Mit jährlich

rund einer Million Fahrgästen gehört er zu den frequenzstärksten

Bahnhöfen auf dem Bündner Bahnnetz.

Zudem ist er eine Visitenkarte für den Weltkurort

Davos. Der erneuerte Bahnhof wird dieser Bedeutung

vollumfänglich gerecht und erfüllt die hohen Ansprüche

des heutigen Fahrgastes und Touristen bezüglich

Qualität, Kundenfreundlichkeit und Sicherheit.

Bahnhofes verbessert sowie die Verkehrsführung optimiert.

Seit dem Spatenstich im April 2012 arbeiteten

die am 42 Millionen-Projekt beteiligten Unternehmen

und die Gemeinde Davos Hand in Hand und machten

den Bahnhof Davos Platz zu einer attraktiven Begegnungsstätte

für Einheimische und Gäste. Die Rhätische

Bahn nutzte zudem den Totalumbau in Davos Platz zur

Umsetzung weiterer Umbau- und Sanierungsprojekte

auf der Strecke Klosters – Davos und konnte so mit der

3-monatigen Totalsperre von anfangs April bis Ende

Juni 2013 markant Kosten einsparen.

Weitere Aufwertung ab Juni 2014

Wie Hans Amacker, Direktor der Rhätischen Bahn, an

seiner Eröffnungsrede ausführte, erfährt der Standort

Davos ab Mitte nächstes Jahr eine weitere Aufwertung:

Mit dem neuen Fahrplankonzept Retica30 wird Davos

ab Juni 2014 sechs neue Verbindungen von/nach Landquart

erhalten und mit schlanken Anschlüssen an einen

neuen Intercity von/nach Zürich.

1 ½ Jahre Bauzeit und 3 Monate Totalsperre

Mit dem Umbau des Bahnhofes Davos Platz wurden

mehrere Ziele erreicht: Die Gleis-, Perron- und Publikumsanlagen

wurden erneuert, die Erreichbarkeit des

Der Bahnhof Davos im neuen Gewand.

Direktor Hans Amacker, Ständerat Stefan Engler und

Tarzisius Caviezel, Landammann der Gemeinde Davos

wie anno dazumals. Rechts im Bild Christian Florin,

Leiter Infrastruktur.

Stefan Engler, Tarzisius Caviezel, Standespräsident

Hanspeter Michel und Hans Amacker

haben den Bahnhof Davos Platz eröffnet.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

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Relaunch Website RhB

Interview mit Reto Schmid, von Manuela Gallati

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Die RhB erhält eine neue Webseite mit Online Shop.

Dieses herausfordernde Projekt realisiert zurzeit ein

bereichsübergreifendes Projektteam unter der Leitung

von Reto Schmid, Leiter Marketing Kommunikation &

E-Business, zusammen mit der Webagentur Unic. Eine

erste Version wird im ersten Quartal 2014 online sein.

Das Projekt steht ganz im Zeichen unserer Mission: «Die

RhB handelt für Graubünden und fasziniert Kunden

aus aller Welt» – und nun auch im Internet. InfoRetica

hat bei Projektleiter Reto Schmid nachgefragt.

Warum braucht die RhB eine neue Webseite?

Das Internet und die zunehmende Digitalisierung hat

unser Leben und die Tourismusbranche verändert –

konkret wird im Internet geplant, gebucht, mit Freunden

geteilt und bewertet. Entsprechend zentral ist es,

dass wir als touristisches Bahnunternehmen den neuen

Bedürfnissen Rechnung tragen und den Verkauf online

fördern. Dies wird mit der neuen Webseite möglich sein.

Eine weitere Veränderung im Nutzerverhalten ist der

vermehrte Zugriff auf die Webseite über mobile Geräte,

also Smartphones, Tablet Computer und ähnliches.

Diesem Umstand werden wir mit dem Relaunch von

www.rhb.ch gerecht, bei dem das Responsive Design*

eine tragende Rolle spielt.

Genügt die heutige Webseite diesen Ansprüchen

nicht?

Zu dieser Frage eine kleine Rechnung: Die aktuelle

Webseite wurde 2007 konzipiert. Bis die neue Webseite

online ist, liegen sieben Jahre dazwischen. Generell

zählt man im schnelllebigen Bereich Internet ein Jahr

als sieben Jahre, entsprechend ist unsere Webseite 49

Jahre alt – genau so alt wie unser Rollmaterial, das

zurzeit erneuert wird.

Nichts desto trotz können wir dank verschiedener Online-Kampagnen

wie die Erbtage oder Webwandern

höhere Besucherzahlen auf der aktuellen Webseite

verzeichnen – über 1 Million pro Jahr. Diese zusätzliche

Performance zog aber leider keine parallele Zunahme

an Online-Verkäufen mit sich. Bezüglich des Online-

Umsatzes bewegt sich die RhB trotz zunehmender Digitalisierung

und dem Trend zum Online-Kauf auf einem

bescheidenen Niveau.

Was ist der Fokus des neuen Auftritts?

Der neue Auftritt ist stärker ausgerichtet am Ablauf Inspiration

– Information – Transaktion, um Abverkäufe

zu fördern und mehr Online-Umsatz zu generieren. Wir

richten unser Augenmerk auf eine verbesserte User Experience*,

möchten die Marke RhB und die Kundenbindung

stärken. Der Webauftritt ist unsere Visitenkarte

im Internet und übernimmt eine wichtige Rolle in

der Markenbildung.

Und konkret?

Das heisst zum Beispiel, dass wir vermehrt mit Bildern

arbeiten, um den Kunden Lust auf unser Produkt zu

machen. Die Seitenarchitektur führt konsequent aber

nicht aufdringlich zum Verkaufsabschluss. Eine Online-

Karte wird eine wichtige Rolle spielen bei der Präsentation

der Produkte und Dienstleistungen. Vertreter

aus verschiedenen Fach- und Geschäftsbereichen legen

die Themen und Inhalte fest und strukturieren

diese neu. Auch User Generated Content* wird integriert,

was den Benutzer im Kaufentscheid positiv unterstützen

soll.

In verschiedenen Bereichen, zum Beispiel in Planungsund

Buchungsprozessen, wird neu der Fahrplan integriert.

So können wir die User auf unserer Seite behalten

Reto Schmid und sein Projektteam mit externen Partnern bei den Vorbereitungsarbeiten zur neuen Website.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

und verlieren sie nicht wegen des fehlenden Fahrplans

an die Webseite der SBB. Die aktuelle Betriebslage mit

Störungsmeldungen und Baustellen werden benutzerfreundlich

integriert und dargestellt. Auch hier können

wir den Abgang des Users zu sbb.ch verhindern.

Ziel ist es also, den Kunden stärker an die RhB und

ihren Online Kanal zu binden.

Genau. Unterstützt wird dieses Ziel auch dadurch, dass

wir für jeden Kunden ein Profil einrichten und dieses

nutzen, um personalisierte Inhalte darzustellen und

den Kunden mit weiteren Marketingmassnahmen bedienen

können – zum Beispiel Gutscheine, Sonderangebote,

Newsletter, Promotionen, etc.

Ausserdem werden gewisse Merkmale eines jeden Nutzers,

wie beispielsweise Herkunftsland oder Sprache

erkannt. So können auf den User zugeschnittene Inhalte

angezeigt werden. Die Webseite wird dynamischer

und wir können zielgerichtet und ohne grosse

Streuverluste kommunizieren.

Im ersten Quartal 2014 soll die Webseite online sein,

das ist ein relativ breiter Zeitraum. Warum gibt es

keinen fixen Termin?

Die Webseite wird im agilen Vorgehen nach SCRUM* realisiert.

Das heisst, wir arbeiten von Sprint zu Sprint,

wobei jeder Sprint in einer fixfertigen und lauffähigen

Version der Webseite resultiert, die theoretisch online

gehen könnte. Wir entscheiden aber erst noch, mit

welcher Version wir uns zufrieden geben. Selbstverständlich

muss ein Minimum an Anforderungen erfüllt

sein, bevor wir die Webseite den Kunden zugänglich

machen. Haben wir diesen Meilenstein erreicht, wird

parallel zum heutigen Auftritt die Beta-Version von

www.rhb.ch zur Verfügung gestellt. Die Nutzer werden

dazu aufgefordert, die neue Seite zu testen und ein

Feedback dazu zu geben. Das Verhalten dieser User

wird genau gemessen und ausgewertet, was wiederum

in die Weiterentwicklung mit einfliesst.

Darf ich die Beta-Version als RhB-Mitarbeiter auch

testen?

Grundsätzlich kann jeder, der möchte, die Beta-Version

testen und Feedback geben – also auch RhB-Mitarbeitende.

Wir kommunizieren diesen Termin frühzeitig

im Intranet.

*Glossar

Responsive Design: gestalterischer und technischer Ansatz zur

Erstellung von Webseiten, so dass Inhalte auf Eigenschaften

des jeweils benutzten Endgeräts reagieren können.

User Experience: alle Aspekte der Erfahrungen eines Nutzers

bei der Interaktion mit einem Produkt, Dienst, einer Umgebung

oder Einrichtung – in diesem Fall mit der Webseite.

User Generated Content: Medieninhalte, die nicht vom Anbieter

eines Webangebots, sondern von dessen Nutzern erstellt

werden. Beispiele sind Kommentare, Bewertungen, hochgeladene

Bilder etc.

Agiles Vorgehen nach SCRUM: Scrum ist ein Managementsystem

des Agilen Projektmanagements, das in der Software-

Entwicklung zum Einsatz kommt und dessen Prozesse sowie

Rollen das entwicklungsbegleitende Anforderungsmanagement

unterstützen. Kerngedanke hinter Scrum ist, dass ein Projekt

nicht von Anfang bis Ende präzise durchgeplant wird, sondern

die Produktentwicklung iterativ in kurzen Feedback-Schleifen,

den sogenannten Sprints, erfolgt. Dies ermöglicht zum

einen, in regelmässigen Abständen den aktuellen Stand der

Produktentwicklung zu prüfen, um gegebenenfalls steuernd

eingreifen zu können. Zum anderen können die Projektbeteiligten

durch den iterativen Ansatz kurzfristig auf Änderungen

oder Probleme reagieren.

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Marktbearbeitung in den Fernmärkten

Von Reto Rostetter

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Die Situation der Schweiz als Tourismusland hat sich in

den letzten Jahren stark verändert. Die weltweite

Schuldenkrise, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in

vielen traditionellen Herkunftsländern der Gäste der

Bündner Tourismusdestinationen und der RhB sowie

die grossen Veränderungen im Kundenverhalten und

den Erwartungshaltungen der Gäste stellen die Branche

vor grosse Herausforderungen.

Graubünden ist stärker als andere Regionen der

Schweiz auf Gäste aus der Schweiz und aus Europa fixiert

und hat damit lange sehr gute Erfahrungen gemacht.

Die touristischen «Icons» in Graubünden sind

der Glacier- und Bernina Express der RhB und die alpinen

Feriendestinationen mit langer Tradition. Damit

der Rückgang der Gästezahlen aus den wichtigen europäischen

Ländern abgefedert werden kann, ist es

wichtig, rechtzeitig andere Märkte zu finden und zu

erschliessen. Durch die Markterweiterung können wir

das Risiko der währungsbedingten Schwankung unserer

Logiernächte und Gästezahlen auf unseren Paradezügen

vermindern. Auch können wir Gäste aus Ländern

gewinnen, welche ein starkes Wachstum der Bevölkerungszahlen

und des jeweiligen Bruttoinlandproduktes

aufweisen. Insbesondere die Märkte Indien und China

verfügen über grosse Bevölkerungsmassen und einer

stets wachsenden Mittel- und Oberschicht, welche sich

eine Reise in die Schweiz leisten können.

Aus diesen Gründen ist es nötig und wichtig, dass die

RhB sich mit dem Glacier- und Bernina Express sowie

Engadin St. Moritz und Davos Klosters als grösste Destinationen

in Graubünden auf diesen Märkten besser

positionieren, Netzwerke aufbauen und die Angebote

in die Kanäle bringen.

Als erstes hat die RhB bereits Anfang Januar 2012 reagiert

und in den Märkten China und Indien eigene

Repräsentanten eingestellt, welche vor Ort (Shanghai

und Mumbai) aktiv die RhB vertreten. Seit Sommer

2013 ist zudem ein Repräsentant in Sao Paulo für den

brasilianischen Markt aktiv. Eine Kooperation zwischen

Davos Klosters, Engadin St. Moritz und der RhB bündelt

Synergien und schafft neue Angebote für die neuen

Reisemärkte.

Bereits können Erfolge verzeichnet werden, so sind

unter anderem in China und Indien bei verschiedenen

Reiseveranstaltern neue Routen im Programm, welche

Fahrten mit dem Bernina Express, dem Glacier Express

und Übernachtungen in den beiden Destinationen

einschliessen. Unsere Repräsentanten pflegen den

Kontakt zu den Medien, platzieren Newsletter und machen

Schulungen für die Reiseverkäufer in den drei

Ländern.

Zudem nehmen sie an Verkaufstouren mit Schweiz Tourismus

teil, an welchen wichtige Verkäufer getroffen

und gezielt mit Informationen versorgt werden können.

Sie sind auch die erste Anlaufstelle bei Fragen und leisten

vielfältigen Support. So hat zum Beispiel Vinita

Vasu aus Mumbai eine Medienmitteilung über die Einführung

von indischem Essen im Glacier Express verschickt.

Diese Mitteilung war innert drei Tagen bei allen

Reiseveranstaltern präsent und im Internet auf

über 100 Reiseportalen aufgeschaltet. Solche Aktionen

können wir von Chur aus nicht so schnell durchführen,

es braucht ein grosses und funktionierendes Netzwerk.

Wir sind sicher, neue Gäste vom Angebot «Graubünden»

überzeugen und so die Gästezahlen steigern zu

können.

Jacky Zhu, ILTM Shanghai.

Reto Rostetter, STE China.

Vinita Vasu, India Workshop.

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Stationäre Druckluftversorgungseinrichtungen

Von Edi Jäger und Curdin Arquint

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Als Pilotprojekt im Rahmen des Bahnhofumbaus Samedan

wurden insgesamt sechs stationäre Druckluftversorgungseinrichtungen

bei einigen Abstellgleisen installiert.

Diese Anlagen werden für die Druckluftsysteme

der Zugskompositionen benötigt. Durch kleine Leckagen

in den Leitungen der vakuumgesteuerten Druckluftbrems-

und luftgefederten Fahrwerksysteme der

Fahrzeuge, welche vor allem über Nacht auf dem

Bahnhofareal abgestellt sind, kann es vorkommen,

dass die Systeme ganz langsam Luft verlieren. Um die

Kompositionen einsatzfähig zu halten, muss diese Luft

nachgefüllt werden. Bis anhin geschah dies am Morgen

mit Hilfe von Triebfahrzeugen und dem entsprechenden

Zeitaufwand vor der ersten Fahrt. Der Vorgang, bis

der nötige Druck zum Lösen der Bremsen und zum Betreiben

der luftgefederten Fahrwerke aufgebaut war,

nahm je nach Situation ziemlich viel Zeit in Anspruch.

Der im Keller des Betriebswerkstattgebäudes vorhandene

Kolbenkompressor, welcher die Werkstätte mit

Druckluft versorgt, ist für das Befüllen der Fahrzeuge

nicht geeignet. Dieser Kompressor weist eine zu geringe

Leistung auf und liefert nicht die nötige Druckluftqualität.

Aufgrund der erwähnten Punkte musste ein

neues System mit den dazugehörenden Komponenten

zur Aufbereitung (Behälter, Trockner, Kondensatableiter,

etc.) angeschafft werden. Ein sehr wichtiges Beschaffungskriterium

war die Sicherstellung der Funktion

bei allen vorkommenden äusseren Bedingungen,

wie beispielsweise der Temperaturbereich von ca. –35°C

bis 35°C. Durch die anlagennahe Montage der neuen

Druckluftaufbereitung konnte ein Umschalthahn in die

Leitungen eingebaut werden, so dass eine Redundanz

geschaffen wurde, welche bei Ausfall oder Revision eines

der Kompressoren einen eingeschränkten Einsatz

aufrechterhält.

Vom Betriebswerkstattgebäude aus hat man die Druckluftverrohrungen

unterirdisch bis zu den sechs Entnahmestellen

auf einigen der Abstellgleise verlegt. Die

Druckluft gelangt über das Fundament in die Druckluftstöcke,

welche aus demontierten Heizstock-Elementen

der RhB aufgebaut sind. Am Druckluftstock befindet

sich eine Haspel, auf welcher der ca. 8 Meter

lange Druckluftschlauch aufgerollt ist. Dieser wird beim

Einspeisen mit der Komposition verbunden. Durch öffnen

der Absperrhähne kann nun die Komposition mit

Druckluft befüllt werden.

Die Befüllung der Kompositionen mit den neuen stationären

Druckluftversorgungseinrichtungen kann zukünftig

mit einer grossen Zeiteinsparung betrieben

werden. Mit der hohen gelieferten Druckluftqualität

werden Störfunktionen im Druckluftsystem des Rollmaterials

weiter reduziert. Durch die Minderbeanspruchung

der Lokomotivenkompressoren werden diese

geschont und es kann mit einer längeren Lebensdauer

der Komponenten gerechnet werden.

In einem Nachfolgeprojekt sind bereits auch stationäre

Druckluftversorgungseinrichtungen beim Umbau des

Bahnhofs Davos umgesetzt.

Druckluftanlage Betriebswerkstatt Samedan. Druckluftstock mit aufgesatteltem Speiseschlauch. Innenansicht Druckluftstock.

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Integrierte Sicherheit – Charta Arbeitssicherheit

Von Roald Hofmann

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Mit dem Projekt «Integrierte Sicherheit» setzt die Geschäftsleitung

bei der Arbeitssicherheit (ASi) Marksteine

und bekennt Farbe. Arbeitssicherheit ist ein Unternehmensziel.

Die daraus abgeleiteten Grundaussagen

zum Stellenwert, der Durchsetzung und Kontrolle sowie

der Verantwortung der Linienvorgesetzten für die ASi

sind in der «Charta Arbeitssicherheit» zusammengefasst.

Zentral sind die Aussagen zur Vorbildfunktion von

Vorgesetzten und Mitarbeitenden, des Vorrangs der Sicherheit

sowie die undelegierbare Pflicht und das

Recht, bei Gefahr STOP zu sagen und das weitere Vorgehen

mit dem Auftraggeber/Vorgesetzten abzusprechen.

In der in diesem Sommer durchgeführten Kaderausbildung

haben die Teilnehmer aus der Charta für die Bereiche

des Bahnbetriebs und der Infrastruktur, den

Werkstattbetrieb beim Rollmaterial, den Gebäudeunterhalt

und den Umgang mit Elektrizität lebenswichtige

Regeln (LWR) abgeleitet. Darin werden zentrale Aussagen

– wie beispielsweise «ASi ist Führungsaufgabe»

– formuliert. Mit dem Einhalten dieser Verhaltensregeln

können Gefahren zuverlässig umgangen werden. Die

plakativen Aussagen beinhalten immer ein Statement

WAS wir unter der Regel verstehen. Beispiel: «Arbeitssicherheit

ist integrierter Teil der Führungsarbeit. Wir

sind für die Sicherheit der Mitarbeitenden verantwortlich.

Wir leben Sicherheit vor». In den Workshops im

Sommer haben die Teilnehmer auf der Basis der grundsätzlichen

Statements weitergehende Aussagen erarbeitet.

Sie haben dabei konkretisiert, was die Regel für

den Vorgesetzten und die Mitarbeitenden bei der täglichen

Arbeit bedeutet. Diese Kernaussagen der LWR

werden 2014 von den Linienverantwortlichen zusammen

mit den Mitarbeitenden Stück für Stück durchgearbeitet,

so dass das erarbeitete Wissen bei der täglichen

Arbeit eingesetzt und die Sicherheit weiter erhöht

wird. Eine erste Präsentation der LWR hat am Kadertag

vom 5. Dezember 2013 stattgefunden.

Mit dem ebenfalls neuen ASi-Cockpit wird eine einfache

Grundlage für das Reporting und das Thematisieren

der Arbeitssicherheit an den Führungssitzungen zur

Verfügung gestellt. Das Cockpit beinhaltet die bereits

bekannten ASi-Barometer und wird neu mit Ampeln

zum Stand bei den Audits und den Betriebschecklisten

ergänzt sowie Aussagen zu den daraus gewonnenen

Erkenntnissen und dem Stand der Massnahmenumsetzung.

Damit werden erkannte Schwachstellen thematisiert

und das Umsetzen der Massnahmen findet Eingang

in die Führungsgremien auf Stufe Geschäfts-,

Fach- und Dienstbereich. Die Ampeln und die aus den

Massnahmenlisten gewonnenen Kurven strukturieren

die Diskussion und weisen auf Zeitverzug und Handlungsbedarf

bei der Umsetzung hin. Die Instruktion des

ASi-Cockpits erfolgte durch die SIBE und Vertreter des

Kernteams «Integrierte Sicherheit».

Die Geschäftsleitung bezweckt mit den neuen Grundsatzaussagen,

dem breiter abgestützten Wissen und den

die Verbindlichkeit fördernden Tools die Arbeitssicherheit

noch mehr ins Zentrum des Handelns zu rücken.

Damit soll eine solide Grundlage für das Erreichen des

mittelfristigen Ziels von maximal vier Berufsunfällen pro

100 Mitarbeitenden und Jahr bis 2016 erzielt werden.

Im Moment liegen wir gut auf Kurs.

Der Zusammenhang zwischen der Unfallrate und der

Höhe der SUVA-Prämie zeigt, dass sich die Investitionen

in die Arbeitssicherheit auch finanziell lohnen. So

konnte der Prämiensatz im Schnitt der Jahre 2000 –

2004 von 1.566 % der Lohnsumme (und rund 1.6 Mio.

Franken) auf im kommenden Jahr 0.774 % der Lohnsumme

und damit rund 850‘000 Franken gesenkt werden.

Auch Für das Jahr 2014 kann die SUVA-Prämie

wiederum um rund 50 000 Franken gesenkt werden.

Arbeitssicherheit zahlt sich aus – und zwar nachhaltig

und wiederkehrend.

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Dienst- und Gehwegregime auf Bahnhöfen

Von Roald Hofmann

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Grundsätzlich regeln die Fahrdienstvorschriften das

Dienst- und Gehwegregime mit der Aussage «der Gleisbereich

darf nur betreten werden, wenn dies für die

Ausübung der Tätigkeiten nötig ist».

Bei der RhB – wie auch bei anderen Bahnen – haben

sich im Lauf der Jahre Verhaltensweisen eingeschlichen,

die nicht mehr unbedingt diesem Grundsatz

entsprechen.

Leider musste – bei der RhB wie auch bei anderen

Bahnen – vermehrt festgestellt werden, dass die

Hemmschwelle des Publikums, der Kunden, die Gleise

zu überschreiten, gesunken ist und damit das Gefahrenpotenzial

gestiegen ist.

Mit der auch bei der RhB abnehmenden Anzahl direkt

vor Ort tätiger Mitarbeitenden im unmittelbaren Kundenkontakt

und mit entsprechender Eingreifmöglichkeit,

bekommt die Vorbildwirkung von uns RhB-Mitarbeitenden

einen immer grösseren Stellenwert.

Die Geschäftsleitung hat daher beschlossen, das Dienstund

Gehwegregime auf den Bahnhöfen und Stationen

zu präzisieren und in der den Fahrdienstvorschriften

entsprechenden Form durchzusetzen. Für den Aufenthalt

im Gleisbereich gilt der präzisierende Grundsatz

«nur dann, wenn aus dienstlichen Gründen zwingend

erforderlich, d. h. nur für Arbeiten in/an der Infrastruktur

und im/am Rollmaterial sowie zum/vom Übernehmen/Übergeben

von Rollmaterial in den Gleisfeldern».

Dabei sind grundsätzlich, d. h. wo vorhanden,

die Dienst- und Gehwege zu benützen. Der dienstliche

Charakter dieser Gänge/Tätigkeiten wird zusätzlich

durch das Tragen der Warnkleider unterstrichen. Ausserhalb

dieser klar umschriebenen Tätigkeiten bei denen

ein Begehen der Gleisbereiche unumgänglich ist,

sind immer die Dienst- und Gehwege sowie die Unterführungen

zu benutzen.

Für die grossen Bahnhöfe wie Chur, Davos, Disentis/

Mustér, Klosters, Landquart, Pontresina, Samedan und

St. Moritz bestehen für das Benützen der Dienst- und

Gehwege klare, präzisierende Regelungen inklusive

entsprechender grafischer Darstellungen. Auf diesen

Bahnhöfen ist die Infrastruktur für die Geh- und

Dienstwege im Lauf des Jahres entsprechend angepasst

worden. Für die übrigen Bahnhöfe und Stationen sind

die Regelungen sinngemäss umzusetzen.

Die neuen, präzisierenden Regelungen werden (sind)

durch die Linienvorgesetzten kommuniziert (worden).

Beim Betreten des Gleisbereichs ist die Warnkleidung

immer zu tragen und beim Begehen der Dienst- und

Gehwege ebenfalls, sofern explizit keine anderweitigen

Regelungen bestehen wie beispielsweise in Landquart.

Mit dem Dienst- und Gehwegregime liegen nun für das

Überschreiten der Gleise und den Aufenthalt im Gleisbereich

netzweit einheitliche und für alle Arbeiten/

Mitarbeitendenkategorien geltende Vorgaben vor. Mit

ihrer Umsetzung setzen wir ein Zeichen für einen sicheren

Bahnbetrieb – sowohl nach innen wie auch

nach aussen.

Ausserdem leisten wir damit einen aktiven Beitrag zur

Reduktion der Stolpergefahren – ein Beitrag der sich

rechnet. Die Analysen haben gezeigt, dass damit ein

weiterer, lohnender Beitrag zur Senkung der Unfallzahlen

geleistet werden kann.

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Warum ist die RhB ein attraktiver Arbeitgeber?

Von Astrid Schmid

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Diese Frage haben wir anlässlich einer Kadertagung

unsere Führungskräfte gestellt und viele ganz unterschiedliche

Antworten erhalten. Eine Aussage, welche

sehr viele Nennungen hatte, war, dass die RhB wie

eine grosse Familie ist. Weiter geniessen die Mitarbeitenden

bei der RhB viele Vorzüge. Stellen wir uns mal

vor, dass die RhB der drittgrösste Arbeitgeber im Kanton

Graubünden ist und vielen eine Möglichkeit für Arbeit

fast vor der Haustüre bieten kann. Und dies nicht

nur in der Kantonshauptstadt und den umliegenden

Gemeinden. Nein, wir können attraktive Stellen auch

im Puschlav, im Bündner Oberland sowie im Engadin

und im Prättigau bieten. Und dies nicht nur im Bereich

von Werkstatt-Mitarbeitenden, Gleisbauern oder Lokführern

und Zugbegleitern. Stellen Sie sich vor, die RhB

bietet rund 50 verschiedene Berufe an. Und wo haben

Sie schon ein so schönes Umfeld wie bei uns in Graubünden?

Sie leben in einer wunderschönen Natur, geniessen

diese auf Ihrem Arbeitsweg oder während der

Arbeit im Zug. Während andere langsam aber sicher im

Nebel versinken, geniessen wir puren Sonnenschein

mit freier Sicht auf die wunderschönen Berge.

Das Rollout des Projektes IT-Avegnir ist erfolgt. Es wurden

alle PC-Arbeitsplätze sowie die Software auf den

modernsten Stand gebracht. Alle Lokführer sind bereits

mit i-Pads ausgestattet, damit sie immer die aktuellsten

Informationen vor Ort haben.

Auch bezüglich Weiterbildungen ist die RhB ein attraktiver

Arbeitgeber. Sie bietet jedes Jahr Kurse an, welche

von den Mitarbeitenden besucht werden können. Weiter

unterstützt die RhB Mitarbeitende in der beruflichen

Weiterentwicklung bei externen Ausbildungen.

Sie übernimmt dabei die Kosten für diese Weiterbildungen.

Die RhB ist – sofern es die Arbeitsstelle zulässt – auch

offen im Hinblick auf flexible Arbeitszeitmodelle wie

Teilzeit, Homeoffice oder Jobsharing.

Daneben sind wir immer bemüht, Spezialkonditionen

für Mitarbeitende mit Partnerunternehmen zu verhandeln.

Kennen Sie nebst den Fahrvergünstigungen unsere

attraktiven Mitarbeiterangebote? Diese gehen von

Vergünstigungen von Zusatzversicherungen bei Krankenkassen

sowie Restaurants über Rabatte in einigen

Fachgeschäften und zu Ermässigungen bei der Kinderkrippe

Arche Noah. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses

sind 20 Mitarbeiteraktionen im Intranet

unter «Für Mitarbeitende Mitarbeiteraktionen» auf -

ge führt.

Weiter bietet die RhB ihren Mitarbeitenden mit «Movis»

eine neutrale Beratungsstelle an. Mitarbeitende,

welche sich in einer persönlichen Notlage infolge eines

Suchtproblems, eines Todesfalls oder eines familiären

Problems befinden, dürfen sich kostenlos anonym bei

dieser Beratungsstelle beraten lassen.

Warum sind Sie bei der RhB und was macht aus Ihrer

Sicht die Arbeitgeberattraktivität der RhB aus? Wo können

wir uns noch verbessern? Wir interessieren uns für

Ihre Meinung und freuen uns auf Ihre Rückmeldung

an: a.schmid@rhb.ch.

Arbeiten in Graubünden ist attraktiv. (Foto: Christoph Benz)

Grosses Weiterbildungsangebot.

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Coop-Logistikstrategie 2015+

Von Contardo Blumenthal

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Anlässlich des RhB-Güterkundenevents vom Freitag,

13. September 2013, stellte Leo Ebneter, Logistikleiter

Coop Schweiz, den geladenen Gäste der «Bündner Güterbahn»

die Logistikstrategie 2015+ von Coop vor.

Nachhaltigkeit durch Reduktion des CO2 Ausstosses

steht dabei klar im Focus.

In seinem Referat erläuterte Herr Ebneter die einzelnen

Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie:

Nachhaltige Sortimentsleistung;

Mitarbeitende und Gesellschaft;

Ressourceneffizienz und Klimaschutz.

Diese drei Säulen werden von Coop in einem Dauerprozess,

unter dem Motto «Mit innovativen Nachhaltigkeitsleistungen

an die Spitze» bearbeitet. Coop will

Vorreiterin der Branche sein und zum Beispiel in der

CO 2 -Reduktion grosse Schritte unternehmen.

Nachhaltigkeit ist nicht neu

Coop lebt die Nachhaltigkeit schon seit vielen Jahren.

So gibt es seit 20 Jahren das Bio-Label «Coop Naturaplan».

Viele Güter von Coop werden auf der Schiene

transportiert, und auch bei Gebäuden wird grosses

Gewicht auf die Ökologie gelegt. So produziert Coop

zum Beispiel in der Verteilzentrale Gossau Heiz- und

Prozesswärme aus Holzschnitzeln.

Neues Logistikzentrum Schafisheim AG

Die grösste private Baustelle der Schweiz steht zurzeit

in Schafisheim AG. Dort investiert Coop 575 Millionen

Franken in ein neues Verteilzentrum. Hier entsteht

auch eine Grossbäckerei mit angegliedertem Tiefkühllager,

welche die heutigen Bäckereien in Basel, Wallisellen,

Dagmersellen sowie die Tiefkühllager Hinwil

und Givisiez ersetzen soll. Durch die Investition in diese

Zentralisation rechnet Coop mit jährlichen Kosteneinsparungen

von ca. CHF 72 Mio.

Eigenes Eisenbahntransportunternehmen

Coop ist bereits Güterkunde bei mehreren Bahnen der

Schweiz, darunter SBB Cargo oder auch der RhB. Die

RhB war übrigens die erste Bahn, mit welcher Coop ein

Projekt im kombinierten Verkehr realisiert hat. Seit der

Eröffnung des Vereinatunnels am 19. November 1999

werden die Engadiner Läden ab Chur mit Wechselbehältern

auf der Schiene versorgt. Im Herbst 2010 hat

Coop eine eigene Eisenbahnunternehmung erworben,

die railCare AG. Diese Bahnunternehmung konzentriert

sich auf den kombinierten Verkehr Schiene-Strasse mit

Wechselbehältern, wobei der Umlad von der Bahn auf

die Lastwagen und umgekehrt mittels dem neu entwickelten

Horizontalumschlagsgerät namens «Mover

3000» von Innovatrain erfolgt.

Weiterführende Informationen siehe: www.coop.ch/

nachhaltigkeit, www.railcare.ch, www.innovatrain.ch

Leo Ebneter

Leiter Direktion Logistik und Mitglied der

Geschäftsleitung

Ausbildung

n Ausbildung zum Maschinenmechaniker

n Handelsdiplom und Studienlehrgang

Betriebwirtschaft HSG

Berufliche Laufbahn

n seit 1978 bei Coop

n 1978–1986; Leiter Logistik

n 1987–2000; Leiter Warenbeschaffung, Logistik, Produktion

und Informatik sowie Stv. Geschäftsleiter Coop Ostschweiz

n 2001–2007; Leiter Logistikregion Ostschweiz-Tessin

n seit 2007; Leiter Direktion Logistik und Mitglied der Geschäftsleitung

Coop

n Mandate: VR-Präsident railCare AG

n VR-Mitglied Kühlhaus Neuhof AG Gossau

n VR-Vizepräsident Bell Basel

Kernaussage: «Ich will die nachhaltigste Detailhandelslogistik

Europas.»

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Kundentag der «Bündner Güterbahn»

Von Wiro Capol

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Am 13. September 2013 wurde das Güterumschlagszentrum

Surselva in Schnaus-Strada nach knapp zweijähriger

Bauzeit mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft

offiziell eröffnet. Die «Bündner Güterbahn» hat

diesen Anlass dazu genutzt, ihre Kunden und Geschäftspartner

zu einem Güterkundenevent einzuladen.

Der Bau eines neuen Güterumschlagszentrums in der

Surselva war schon lange geplant, und verschiedene

Varianten sind geprüft worden. Schlussendlich wurde

der Bahnhof Schnaus-Strada als geeigneter Standort

ausgewählt und in den letzten zwei Jahren zu einem

Umschlagsterminal für den stark wachsenden kombinierten

Verkehr ausgebaut. Mit Unterstützung des Geschäftsbereichs

Infrastruktur unter der Leitung von

Christian Florin konnten verschiedene Hindernisse der

Behörden, der Gemeinde Schnaus-Strada wie auch der

Anstösser aus dem Weg geschafft werden. Projektleiter

Andras Besse überwachte die Bautätigkeit der letzten

zwei Jahre erfolgreich und war dabei immer wieder

gefordert, nachträgliche «Wünsche» der Mitarbeiter vor

Ort wie auch des Güterverkehrs nach Möglichkeit umzusetzen.

Eröffnungsfeier am 13. September 2013

Das Stationsgebäude auf die Seite verschoben, die

Unterstellhalle für den Reach Stacker gebaut, die Gleisanlagen

grösstenteils erstellt und der Platz hergerichtet

– für die Eröffnungsfeier war alles vorbereitet. 55 Teilnehmer

hatten sich für diesen Eröffnungsanlass beim

Güterverkehr angemeldet. Darunter neben vielen

Grosskunden und Geschäftspartnern von Strasse und

Schiene auch Vertreter der politischen Gremien sowie

einige Lieferanten. Treffpunkt für die Teilnehmer, welche

mit der Bahn anreisten, war der Bahnhof Chur.

Dort waren am Regionalzug Richtung Disentis/Mustér

drei Salonwagen angehängt, um eine dem Anlass entsprechende

Beförderung in die Surselva zu gewährleisten.

Nach der Bahnfahrt bis Ilanz war Treffpunkt mit

den bereits mit eigenem Fahrzeug angereisten oder vor

Ort wohnenden Teilnehmer im Hotel Eden zum Apéro.

Nach Begrüssung der Teilnehmer durch Hans Amacker,

Direktor der RhB, startete Matthias Tscharner, Leiter

Güterverkehr, den Anlass mit einem Vortrag über die

Bündner Güterbahn. Danach erfolgte eine sehr informative

Präsentation von Leo Ebneter, Leiter Direktion

Logistik und Mitglied der Geschäftsleitung Coop, über

die nachhaltige Detaillogistik von Coop ab dem Jahr

2015 (siehe Seite 19).

Nach Beendigung der interessanten Vorträge wurden

die Teilnehmer in den drei Salonwagen mit einer Rangierfahrt

nach Schnaus-Strada befördert. Dort erwarteten

sie bereits die Teilnehmer des Geschäftsbereichs

Infrastruktur, welche für diesen Anlass ebenfalls einige

Gäste aus Politik, Wirtschaft und der beteiligten Unternehmen

eingeladen hatten. Nach Begrüssung der Gäste

durch Christian Florin, Leiter Infrastruktur, erfolgte

unter der Moderation von RhB-Pressesprecherin

Yvonne Dünser eine Ansprache von Mario Cavigelli, Regierungsrat

des Kantons GR, mit der Überbringung von

Glückwünschen der Regierung. Danach begrüsste Hans

Amacker in einer kurzen Rede die Gäste. Die Ausführungen

von Martin Montalta, alt Stadtammann von

Ilanz sowie regionaler Unternehmer, beendeten die Eröffnungsansprachen.

Spektakulärer Eröffnungsakt

Höhepunkt des Eröffnungsaktes war der Transport eines

Wechselbehälters mit roter Schlaufe ab dem Bahnwagen,

welcher mit Hilfe des Containerstapler (Reach

Wiro Capol im Gespräch mit einem

Kunden.

Unsere breite Kundschaft.

Regierungsrat Mario Cavigelli bei seiner Rede.

20


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Stacker) vor den geladenen Gästen auf den Platz gestellt

wurde. Mit dem Durchschneiden der Schlaufe

durch das Begrüssungskomitee Mario Cavigelli, Hans

Amacker sowie Martin Montalta wurde das Güterumschlagszentrum

offiziell dem Betrieb übergeben.

Grosse Überraschung herrschte danach, als der Wechselbehälter

geöffnet und darin ein Tisch mit Apéro-

Häppchen zum Vorschein kam. Damit konnte den Anwesenden

gezeigt werden, dass der «Elefant» (Reach

Stacker) trotz seinem enormen Gewicht die Container

und Wechselbehälter sehr «sanft» behandeln kann.

Tatkräftig haben Regierungsrat Mario Cavigelli und Direktor

Hans Amacker den Wechselbehälter entladen

und den Tisch auf den Platz gestellt. Damit begann der

gemütliche Teil mit einem Apéro.

Fortsetzung des Güterkundenanlass in Ilanz

Nach dem Apéro bei herbstlichem Sonnenschein trennten

sich die Wege der geladenen Gäste Güterverkehr

und Infrastruktur wieder. Die Teilnehmer der Bündner

Güterbahn fuhren mit den Salonwagen zurück nach

Ilanz, wo im Hotel Eden ein feines Abendessen wartete.

Bei vielen interessanten Gesprächen konnten Beziehungen

aufgefrischt und neue Geschäfte angedacht

werden. Schnell war die Zeit um, und mit dem letzten

Zug fuhren die Gäste wieder zurück nach Chur. Herzlichen

Dank an alle Beteiligten für die gute Vorbereitung

und erfolgreiche Durchführung dieses Anlasses.

RhB Güterverkehr – verlässlich anders

Vortrag (Auszug) von Matthias Tscharner, Leiter Güterverkehr

Was transportieren wir?

Baumaterialien 31 %

Lebensmittel, Getränke 22 %

Übriger Verkehr, Recycling 21 %

Kehricht 8 %

Holz 7 %

Erdölprodukte 6 %

Post 5 %

Besonderheiten Güterverkehr RhB

Besonderheiten Güterverkehr RhB

Aufteilung Umsatz

Aufteilung Umsatz

74%

74%

Mischverkehr

RhB – Kundentagung Güterverkehr Ilanz, 13. Sept. 2013

Anteil kombinierter Verkehr

Anteil kombinierter Verkehr

40% Anteil kombinierter Verkehr

40%

35% 35%

30%

25% 25%

20%

20%

15%

15%

Mischverkehr

29%

Aufteilung Umsatz

28%

28%

26%

Güterzugsverkehr

33%

33%

26%

Güterzugsverkehr

2007 2008 2009 2010 2011 2012

2007 2008 2009 2010 2011 2012

RhB – Kundentagung Güterverkehr Ilanz, 13. Sept. 2013 Seite 1

33%

33%

35%

35%

39%

39%

RhB-Mitarbeitende vom GUZ Surselva v.l.n.r.:

Carli Wellinger, Guido Bundi, Hansruedi

Lampart (Lokführer), Augustin Schlosser.

Martin Montalta, Ilanz, und Hans Amacker,

Direktor RhB, organisieren den Apéro.

Matthias Tscharner, Leiter Güterverkehr RhB.

21


Securitas unterwegs bei der RhB

Von Jakob Salutt

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

In der heutigen Zeit sinkt die Hemmschwelle zur Anwendung

von Gewalt stetig. Von dieser Entwicklung

bleiben auch Mitarbeitende und Kunden der RhB nicht

verschont. Damit verbunden auch das Unsicherheitsgefühl.

Insbesondere aufgrund der Schliessung von

Bahnhöfen sowie in unbegleiteten Zügen verspüren

Zugreisende gerade in Randzeiten vermehrt ein gewisses

Unbehagen bei der Nutzung der Bahn. Zudem werden

Bahnhöfe und Haltestellen von Jugendlichen vermehrt

als Treffpunkte genutzt, was oft auch mit

Verunreinigungen und Sachbeschädigungen derselben

verbunden ist.

Die RhB erhofft sich, durch den Einsatz eines gut

funktionierenden, effizienten Sicherheitsdienstes das

Sicherheitsgefühl der Zugreisenden, aber auch der

RhB-Mitarbeitenden auf dem gesamten Streckennetz

erheblich zu steigern, wie auch den Vandalismus und

die Verschmutzung in den Zügen und auf den Bahnhöfen

einzudämmen.

Dem Tourismus kommt bei der RhB eine hohe Bedeutung

zu. Dementsprechend wichtig ist der Dienstleistungsgedanke

bei der RhB. Die Sicherheitsfirma ist

aufgefordert diesen Umstand gebührend zu berücksichtigen.

Seit dem 1. Juli 2013 wird die RhB durch den Sicherheitsdienst

der Securitas bei der Durchsetzung von

Ordnung und Sicherheit auf den Bahnhöfen und in den

Zügen unterstützt. Dieser Wechsel von der Transportpolizei

zur Securitas hat verschiedene Gründe. Ein wichtiger

Vorteil der Securitas ist es, dass sie durch ihre

Standorte in Graubünden den Bedarf der RhB besser

abdecken kann. So ist die Securitas nebst Chur auch in

St.Moritz und Davos mit einem Stützpunkt präsent und

dadurch spontan und wirtschaftlich optimal einsetzbar.

Der RhB war es ein grosses Anliegen, dass die Mitarbeitenden

von Securitas auf die speziellen Verhältnisse

bei der RhB geschult werden. So wurden die für den

Einsatz bei der RhB vorgesehenen Mitarbeitenden von

Securitas im Vorfeld durch die RhB an einem theoretischen

Kurs geschult und zu folgenden Themen instruiert:

n Ziel und Auftrag bei der RhB

n Serviceorientierung

n Gefahren im Gleisbereich

n Störungsbehebung Rollmaterial (Heizung/Türen)

n Kenntnisse Fahrausweise (allgemeines Sortiment)

Dieser Kurs wurde von 17 Securitas Mitarbeitenden besucht.

Im Anschluss wurden verschiedene Teams durch

die Stichkontrollgruppe in die Praxis eingeführt.

22


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Für folgende Aufgaben werden die Mitarbeitenden der

Securitas eingesetzt:

n Objektschutz

Kontrollgänge auf Bahnhöfen, Anlagen und dem Betriebsareal.

n Durchsetzen von Verhaltensregeln

Durchsetzen von Verhaltens- und Sicherheitsregeln im

Zug, Bahnhofs- und Gleisbereich (Hausordnung, Sicherheitsvorschriften).

n Begleitung von Zügen

Präsenz mittels Kontrollgängen. Einfache Fahrscheinkontrolle

(Fahrschein vorhanden ja/nein). Kommunizieren

und Durchsetzen der Verhaltensregeln und Benützungsvorschriften

während der Fahrt.

n Fanzugbegleitung und besondere Anlässe

In Zusammenarbeit mit Veranstaltern wie dem HC Davos

wird die Sicherheit beim Transport in den Zügen

und auf den Bahnhöfen durch den Sicherheitsdienst

gewährleistet.

n Unterstützung des Zugpersonals

Bei Stichkontrollen sowie bei normalen Patrouillengängen

in normalen Zügen oder auf Anforderung

durch die Betriebsleitzentrale der RhB leistet die Sicherheitsfirma

Unterstützung.

n Auskunftserteilung

Die Mitarbeitenden der Securitas sind in der Lage,

dem Kunden Auskünfte über den Bahnbetrieb zu geben

und kennen die zuständigen Anlaufstellen bei

der RhB.

n Hilfestellung

Der Sicherheitsdienst leistet bei Bedarf erste Hilfe bei

medizinischen und sozialen Notfällen.

n Unterstützung im Bahnbetrieb

Bei Bedarf und nach vorhergehender Vereinbarung

leistet die Sicherheitsfirma Unterstützung bei Störungen

im Bahnbetrieb.

Die Einsatzorganisation ist wie folgt geregelt:

Anzeige durch spez.

bezeichnete RhB

Mitarbeitende siehe DV 0021

Ziffer 8

V-PS-ZP SIBE P/V 15.01.09

Einsatzorganisation der SIDI Securitas bei der RhB

Meldung /

Aufgebot

kurzfristig der

Stichkontrolle /

Zug- u.

Lokpersonal

Staatsanwaltschaft GR

Meldung /

Aufgebot

kurzfristig

RCC / Fstz /

Bahnhöfe

Einsatzzentrale Securitas

071 228 85 46

Anzeige durch RhB

Mitarbeitende

Rechtsdienst

RhB

Nord / Süd ( Chur, Davos, St. Moritz )

Die ersten selbstständigen Einsätze fanden am 1. August

2013, anlässlich des Summer Never Ends Festivals in

Rona statt. In der Zukunft werden wir die Securitas zu

allen Tages- und Nachtzeiten an unseren Bahnhöfen

und in den Zügen antreffen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Kantonspolizei

Bestellung

mittelfristig

(Vorlauf mind. 10.

Vormonat)

Direkte Kontaktaufnahme

071 228 85 46

Bestellung langfristig

(Monat / Jahr)

Züge/ Anlagen gem.

Einsatzplan

(Anpassung halbjährlich)

V-PS-ZP-N2

Jakob Salutt

Hockeyzüge

Veranstaltungen

Rm Stichkontr.

Bhf. / Anlagen

Publikation

Intranet

Rapporte per Mail

Statistik

(monatlich / jährlich)

23


Glacier Express Sommerprogramm

Von Sabrina Dattilo

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Der Sommer verabschiedet sich und wird von den kalten

und hoffentlich weissen Wintertagen abgelöst. Zeit

für einen Rückblick auf einen erlebnisreichen Sommer.

Von Anfang Juni bis Ende September konnten die Fahrgäste

des Glacier Express am Bahnhofsperron in Disentis/Mustér

während des rund 30-minütigen Stopps das

Tanzbein zu traditioneller Musik schwingen und köstliche

Bündner Spezialitäten schlemmen.

Dank dem Glacier Express Sommerprogramm profitierten

Gäste des langsamsten Schnellzugs der Welt während

Ihrem Aufenthalt in Disentis von spezieller Unterhaltung.

Von Spinnrad, Trachtengruppen über Jodler

und Alphornbläser war alles dabei. Auch «Heidi» hat

den Weg nach Disentis gefunden, worüber sich vor allem

unsere Asiatischen Gäste freuten! Nicht selten

wurde der Perron in Disentis für lange Polonaisen und

internationale Tanzkreise benutzt, bevor die Panoramafahrt

für die teilweise vom Tanzen erschöpften Gäste

durch intakte Berglandschaften und über mächtige

Gebirgsflüsse weiterging.

Gleichzeitig zu den Vorstellungen wurden an einem

originell dekorierten Verkaufsstand typisch bündnerische

Spezialitäten verkauft. Im Angebot standen in der

Region hergestellte Produkte, von leckerem Salsiz über

Himbeer-Salz bis zu selbstgestrickten Wollsocken.

Die Produkte wurden von Claire Vollbrecht, Betriebsführerin

des Bistro Disentis, über lokale Produzenten

aus der Surselva beschafft. Die liebevolle Präsentation

und aufmerksame Inszenierung des Verkaufsstandes

begeisterte Gäste aus der ganzen Welt. «Die Stimmung

war sehr positiv. Sowohl von den Einheimischen als

auch vom internationalen Publikum haben wir tolle

Komplimente zu unseren authentischen Produkten erhalten.

Auch von den lokalen Lieferanten hat das Projekt

sehr viel Zuspruch erhalten», bestätigt Claire Vollbrecht.

Die Musikanten und Statisten, ohne welche die Umsetzung

des Sommerprogramms nicht möglich gewesen

wäre, geniessen als Erkenntlichkeit für ihr Engagement

eine Reise auf dem Netz der Rhätischen Bahn oder im

Glacier Express. Die Matterhorn Gotthard Bahn und die

Rhätische Bahn überprüfen zurzeit, inwiefern das

Sommerprogramm im nächsten Jahr weitergeführt

wird. Fest steht: Beide Bahnen sind von der Idee weiterhin

begeistert und möchten den internationalen

Gästen des Glacier Express die Schweiz von Ihrer besten

Seite zeigen.

Das Glacier Express Sommerprogramm kommt bei den Gästen gut an.

24


125 Jahre faszinierend unterwegs

Von Simon Rageth

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Seit 125 Jahren ist die RhB unterwegs in Graubünden,

dem flächenmässig grössten Kanton der Schweiz. Was

1889 mit der Eröffnung der Strecke von Landquart nach

Klosters begann, ist heute ein 384 Kilometer langes

Streckennetz mitten im schweizerischen Hochgebirge.

2014 feiert die RhB ihr 125-jähriges Bestehen mit einem

Tag der offenen Türe in Landquart: Am Samstag 10.

Mai öffnet die RhB in Landquart ihre Tore und zeigt

vieles von früher und heute.

1888? 1889? 1895?

«Weshalb feiern wir das Jubiläum eigentlich 2014?» –

diese Frage bekommen wir immer wieder gestellt.

Denn aufmerksame Rechner haben einerseits korrekterweise

festgestellt, dass die Gründung der Landquart

– Davos Bahn (LD) bereits 1888 stattfand und andererseits

der Begriff «Rhätische Bahn» erst seit 1895 existiert,

als die LD-Bahn sich einen neuen Namen gab.

1889 – und das ist es, was wir 2014 feiern - wurde die

erste Teilstrecke dessen, was wir heute Rhätische Bahn

nennen, eröffnet. Am Mittwoch, 9. Oktober 1889 wurde

die Strecke von Landquart nach Klosters eröffnet

und der erste fahrplanmässige Zug fuhr in Klosters ein.

Aus den Anfängen

Der Entscheid der nationalen und internationalen Verkehrspolitik

1869/71 zu Gunsten der Gotthardbahn war

ein herber Schlag für das klassische Passland im Südosten

der Schweiz. Mit der Eröffnung dieser internationalen

Eisenbahnlinie im Jahr 1882 verfiel der Gebirgskanton

Graubünden in eine tiefe Depression: praktisch

über Nacht versickerte eine bedeutende Wirtschaftsquelle.

Der einst so blühende Warenaustausch über die

Alpenpässe Julier, Septimer, Splügen und Bernhardin

bedeutete seit dem Mittelalter Wohlstand und Verdienst

für einen Grossteil der Bevölkerung. So mag es

doch einigermassen erstaunen, dass ausgerechnet ein

Holländer die trauernden Bündner aufrüttelte. Willem

Jan Holsboer’s Idee einer innerbündnerischen Bahn

überzeugte. Ihm gelang die Gründung, die Finanzierung

und der Baubeginn der ersten Eisenbahnlinie in

Graubünden, der «Schmalspurbahn Landquart – Davos»,

welche bereits 1889 (bis Klosters, ein Jahr später

bis Davos) eröffnet wurde. Leider konnten nicht alle

seine weiteren Bahn-Projektideen in Graubünden realisiert

werden; er verstarb im Alter von nur 59 Jahren in

Davos. Seinem Pioniergeist verdankt Graubünden jedoch

die Verwirklichung einer leistungsfähigen Gebirgsbahn.

Mit der Eröffnung der Arosabahn 1914 war

dann für lange Zeit fertig lustig mit Bahnbauten in

Graubünden. Genau genommen bis zum 19. November

1999, bis die 21 km lange Vereinalinie zwischen Klosters

und dem Unterengadin den Betrieb aufnahm.

www.rhb.ch/125-jahre

Wichtige Termine 2014

Sa, 10. Mai 2014

Tag der offenen Türe in

Landquart mit vielen Attrak -

tionen rund um die RhB.

22. Oktober 2014 Pensioniertenfeier

23./24./27./28. Oktober 2014 Mitarbeiterfeste

Eröffnungszug 1889 in Klosters.

Dampfzug bei Küblis.

25


Inframation

Von Reto Sidler

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Komplettsanierung Blinklichtanlage Tavanasa

Auf dem Kraftwerkareal der Axpo in Tavanasa befand

sich eine Blinklichtanlage aus dem Jahr 1974. Diese

wurde damals unabhängig vom Stellwerk in Tavanasa

geplant und realisiert. Die Steuerung wurde in einer

Apparatekabine untergebracht. Aufgrund des Alters

der Anlage, hat sich eine Komplettsanierung aufgedrängt.

Die Steuerung wurde im Stellwerk Tavanasa

zentralisiert und die Aussenanlage rundum erneuert.

Somit ist der Bahnübergang bestens für die nächsten

40 Jahre gerüstet.

Umstellung auf automatische Weichenheizung

Die Automatisierung der Weichenheizungen wurde im

Jahr 2009 mit einer Testanlage in La Punt gestartet.

Seitdem wurden rund 20 Stationen auf dem ganzen

Streckennetz mit Automationseinrichtungen ausgerüstet.

Im Gegensatz zu konventionell/manuell bedienten

Weichenheizungen werden diese nur eingeschaltet,

wenn die lokalen Wetterverhältnisse dies

erforden. Für die zuverlässige Funktion der Weichenheizungen

bestehen die Steuerprogramme Schneefall,

Trockenheizen (verhindert Festkleben bei tiefen Temperaturen),

Morgenheizen (bei tiefen Temperaturen

vor Betriebsbeginn) und Flugschnee. Nebst der bedarfsgerechten

Einschaltung werden bei diesen Programmen

die Weichen nur bis zu einer festgelegten

maximalen Schienentemperatur erwärmt, womit zusätzliche

Energieeinsparungen ermöglicht werden.

In diesem Jahr wurden rund 60 Weichen auf den Stationen

Malans, Davos Platz, Schnaus-Strada, Felsberg,

Domat/Ems, Rodels, Surava, Guarda, Ardez, Surovas,

Le Prese, Campocologno automatisiert. Die Erfahrungen

der letzten Jahre haben ergeben, dass im Durchschnitt

mit Energieeinsparungen von 60 % kalkuliert

werden kann. Die neu automatisierten Stationen ermöglichen

Energie-Einsparungen von rund 370000 kWh/a,

was dem jährlichen Verbrauch von rund 50 Einfamilienhäusern

entspricht.

Surava Neues Stellwerk und Neue Blockstelle Brienz

Für das neue Stellwerk Surava und die neue Blockstelle

Brienz, wurden insgesamt 15 Signale und 66 Kabelschächte

erstellt. Das Bankett wurde mit 450 Laufmetern

(lm) Rüglei System und der Rohrblock mit 6000

im Kabelschutzrohre ergänzt. Für das Stellwerk wurden

20 000 im Stellwerk- und Niederspannungskabel

verlegt, gleichzeitig wurden 9000 im Fernmeldekabel

saniert. Das ganze Kabelprojekt wurde von Stefan

Holzer und Jürg Ryffel betreut.

Neue Wechselblinker bei Tavanasa. Im

Hintergrund ist der Apparatekabine die

früher die Steuerung enthielt.

Die Weichenheizungen werden neu mit einer

Wetterstation gesteuert.

Teile vom Bobinen Lager beim Zeughaus

Surava.

26


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Ausbau der Videoanlagen auf dem Netz der RhB

Kundenlenkung

Zur Verbesserung der Kundenlenkung bei erhöhtem

Frequenzaufkommen sowie bei betrieblichen Einschränkungen

hat die RhB in den letzten zwei Jahren

rund 20 Stationen mit Videoüberwachungsanlagen

ausgerüstet.

(Endbenutzer) zu den Datenzentren Chur und Landquart

erfolgt über die Hauptknotenpunkte.

Durch die Erneuerung der Datennetzinfrastruktur an

den Hauptkotenpunkten hat die RhB die Grundlage

für die zukünftigen Herausforderungen gelegt.

Schutz der Mitarbeitenden/Vandalismus

Um die Sicherheit unserer Mitarbeitenden zu erhöhen

wurden an den Verkaufsschaltern sowie zum Schutz

der RhB-Infrastruktur, insbesondere der Warteräume,

Kundeninformationssysteme sowie Billettautomaten

usw. an einzelnen Bahnhöfen Überwachungskameras

installiert. Heute sind etwa 100 Kameras auf dem

ganzen Netz in Betrieb.

Ausbau des RhB-Datennetzes

In den letzten Jahren hat sich die Anzahl neuer Anwendungen

im Netzwerk der RhB stark erhöht: Kundeninformationssystem

(KIS), Billettautomaten, Leitsysteme,

Wagenlokalisierung, Video, e-Ticketing, CRM,

FIS, GAF, Chronos usw. Diese Entwicklung stellt immer

höhere Anforderungen an das Datennetzwerk.

Die zentrale Serverinfrastruktur sämtlicher Dienste/

Anwendungen ist in Landquart bzw. Chur untergebracht.

Die Kommunikation von den Aussenstellen

Beispielansicht der Kamerabilder an einem

Arbeitsplatz.

Hardware eines Hauptknotenpunkts.

27


Energiesparaktion 2013

Von Agnes Grünenfelder und Thierry Müller (AEV)

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Dank Mobilität kommen wir im Leben einfach an unser

Ziel, verbrauchen dafür aber Energie. Mit über einem

Drittel am Gesamtenergieverbrauch in der Schweiz ist

der Verkehr der grösste Sektor. Bei der Betrachtung des

Energieflusses ist festzustellen, dass gerade die Mobilität

zu einem sehr grossen Teil auf fossile Energien zurückgreift.

Diese Energie muss in Graubünden aus dem

Ausland importiert werden, obwohl wir aus einheimischer

Wasserkraft die Menschen in unserem Kanton viel

umweltschonender ans Ziel bringen könnten.

Mit einer starken Sommeraktion in Zusammenarbeit

mit dem Amt für Energie und Verkehr des Kantons (AEV)

konnten wir einerseits die Nutzung der während den

Sommerferien verfügbaren Sitzplätze auf den Pendlerverbindungen

steigern, andererseits den CO 2 -Ausstoss

im Kanton nachhaltig reduzieren und einen Beitrag zur

Entlastung der Atemluft von Ozon, Feinstaub und Stickoxiden

leisten.

Die Werbekampagne im ganzen Kanton hat das attraktive

Angebot mit 50 % Rabatt auf die Monatsabonnemente

unter die Kunden gebracht. Bei der Auswahl der

Werbemittel wurde insbesondere darauf geachtet, dass

Autofahrer damit kontaktiert wurden. So waren knapp

30 Plakatstellen auf den Ein- und Ausfallachsen der

Stadt Chur, sowie weitere im Engadin im Einsatz. Um

unsere bestehenden treuen Kunden nicht zu benachteiligen,

wurde ein Rabatt von CHF 50.– für die nahtlose

Erneuerung der Jahresabonnemente offeriert. Insgesamt

haben wir mehr als 12 900 Abonnemente

gefördert:

n davon über 6200 verkaufte Jahresabonnemente

n davon über 6700 verkaufte Monatsabonnemente

BÜGA: Der Verkaufsschlager der Aktion

Der Verkaufsschlager der Aktion war das sehr attraktive

und beliebte BÜGA, welches in der Kommunikation als

Aufhänger genutzt wurde. Durch die Aktion gewannen

wir Neukunden und Umsteiger vom Streckenabonnement.

Sehr eindrücklich sind die Verkaufszahlen. Es

wurden während der Aktionsdauer z. B. 2072 BÜGA-

Monatsabonnemente für Erwachsene abgesetzt, was

gegenüber dem Vorjahr mit 613 Abonnementen eine

massive Steigerung darstellt. Noch nie waren so viele

Kunden mit dem BÜGA unterwegs und haben Dank der

Aktion einen BÜGA Mehrumsatz im Juli und August von

über CHF 688 000.– erzielt.

Was hat es gebracht?

Wir blicken auf eine sehr erfolgreiche Energiesparaktion

zurück, welche unsere Erwartungen klar übertroffen hat.

Dank des finanziellen Anreizes haben viele Gelegenheitsnutzer

des öffentlichen Verkehrs, welche sonst Bus

und Bahn meist nur für die Fahrt zur Arbeit nutzen, das

Auto während den Sommermonaten in der Garage gelassen.

So wurde im Freizeitverkehr, wo das Auto mit

einem Marktanteil von 67 % eine sehr wichtige Rolle

spielt, einen wertvollen Umsteigeeffekt generiert. Wir

leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Reduktion

des Verbrauches von fossilen Energien und als willkommener

Nebeneffekt reduzierten wir auch Ozon, Luftverschmutzung

und Lärm.

Die Aktion hat in den Tourismusregionen noch einen

kleinen Zusatznutzen generiert. Inländische Touristen

haben dank unserer Aktion für einen kleinen Aufpreis

ebenfalls ein Monats-BÜGA gelöst und sind dadurch ein

zweites Mal nach Graubünden gekommen.

Wir sind überzeugt, dass wir durch die Aktion auch eine

nachhaltige Wirkung erzielt haben. Wir erwarten, dass

wir damit viele Kunden vom attraktiven öV-Angebot in

Graubünden mit einer nahtlosen Transportkette von

Tür-zu-Tür überzeugen konnten und so den öffentlichen

Verkehr in den nächsten Jahren auch entsprechend

weiter ausbauen können.

28


Freizeit-Bons: Auch RhB-Mitarbeiter profitieren

Von Tanja Hofstetter

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Das Angebot der RhB Freizeit-Bons startet im Winter

2013/14 bereits in die fünfte Saison und wird auch diesen

Winter seit anfangs November bis Ende März 2014

wieder zusammen mit über zwanzig regionalen Partnern

angeboten. Alle Reisenden mit der RhB, Kunden

sowie Mitarbeitende können gegen Vorweisung einer

tagesaktuellen Fahrkarte (inklusive Generalabonnement

beziehungsweise Pauschalfahrausweis) von attraktiven

Vergünstigungen auf zahlreiche Freizeit-Erlebnisse

profitieren. Die Bons sind übers Internet

erhältlich. Zudem ist eine Auswahl der Angebote auch

auf den RhB-Erlebniskarten abgedruckt, welche an allen

RhB-Bahnhöfen erhältlich sind.

Attraktive Angebote in ganz Graubünden

Die Freizeit-Bons bieten vielfältige Winter-Erlebnisse

entlang des Streckennetzes der Rhätischen Bahn und

machen Lust, den öffentlichen Verkehr für Ausflüge zu

berücksichtigen.

Die Bons umfassen die vier Kategorien «Aktiv- und Familienerlebnisse»,

«Wasserwelten und Erlebnisbäder»,

«Kunst und Kultur» sowie «Genuss und Erholung». Da

findet bestimmt Jeder und Jede ein Angebot nach seinem/ihrem

Geschmack.

So kommen zum Beispiel Outdoor-Liebhaber beim Eislaufen

auf Natureis in Davos auf ihre Kosten. Kunstliebhaber

finden in Chur die grösste Kunstinstitution

Graubündens, wo regelmässig hochstehende Wechselausstellungen

gezeigt werden. Erholung und Entspannung

kommen im Hamam oder im Erlebnisbad sicher

nicht zu kurz und in Pontresina geniessen Feinschmecker

Engandiner- und Bündnerspezialitäten mit einem

edlen Tropfen Veltliner.

Von Reduktionen und Zusatzleistungen profitieren

Mit den Freizeit-Bons kann ganz einfach von Reduktionen

und Zusatzleistungen profitiert werden: Wer im

Besitz eines tagesaktuellen Fahrausweises des öffentlichen

Verkehrs mit Einbezug einer RhB-Strecke sowie

eines ausgedruckten oder via Smartphone ersichtlichen

Freizeit-Bons ist, profitiert von Reduktionen oder

Zusatzleistungen der beteiligten Partner. Eine Auswahl

der Bons ist auch in den RhB-Erlebniskarten publiziert.

Diese sind bei jedem Bahnhof der Rhätischen Bahn erhältlich.

Die Freizeit-Bons sind auch im Zusammenhang

mit dem Generalabonnement bzw. mit Pauschalfahrausweisen

gültig.

Jeder Freizeit-Bon ist für eine Person gültig und nicht

mit anderen Vergünstigungen der Partner kumulierbar.

Die Gültigkeit der Angebote variiert je nach Freizeitangebot

und ist jeweils auf den entsprechenden Bons ersichtlich.

Download/Informationen: www.rhb.ch/freizeit-bons

Wellness- und Erlebnisbad «eau-là-là»

in Davos.

Schlittelplausch auf der Bahn Prui-Ftan in Scuol.

Kulinarik und Übernachtung z. B. im

Restaurant Segelclub in St. Moritz.

29


Medienbahn

viajes

para entusiastas

Saint Moritz, con su estación

de tren junto al lago.

Glaciar Express,

un paseo sobre raíles por

los Alpes suizos

De Zermatt a Saint Moritz, una apasionante

ruta de ocho horas en el ‘tren rápido

más lento del mundo’ viendo pasar la

vida entre pueblos, valles y lagos a través

de 91 túneles y 291 viaductos, subiendo y

bajando montañas desde 585 metros a

2.033 metros de altitud. Tomen asiento

y… ¡prepárense para disfrutar!

SSi dicen que en Suiza la vida se ve pasar a través de

las ventanillas de sus trenes hacerlo desde uno con

vagones panorámicos multiplica su belleza. Esto es

precisamente lo que propone el Glaciar Express, una

‘serpiente roja’ que zigzaguea por los impresionantes

Alpes suizos integrándonos en su entorno natural

único.

Y todo ello de forma pausada, como un paseo.

De ahí que haya sido acertadamente calificado como

‘el tren rápido más lento del mundo’. Y es que subirse

al Glaciar Express no es hacerlo con la intención de

llegar a un destino lo más rápido posible, dormitando,

leyendo, charlando y desentendiéndonos del paisaje.

No, el Glaciar Express es una experiencia lúdica en sí

mismo y las ocho horas que duran los 290 kilómetros

entre Zermatt y Saint Moritz son para disfrutar relajadamente

de toda la belleza natural suiza condensada

en pueblos, valles, lagos, ríos, túneles y viaductos,

a 36 km por hora, por el Valais, las gargantas de Ruinaulta,

los macizos del Gothard y los Grisones.

El Glaciar Express ‘nació’ en 1930, cuando los

genios ferroviarios suizos, inspirados en Klaus Riggenbach,

el ‘padre los trenes cremallera’ (un ingeniero

que en 1871 logró llevar su tren a vapor a la cima

del monte Rigi, a 1.800 metros), hicieron realidad el

sueño de domar los casi intransitables colosos alpinos

con túneles en espiral y bucles, viaductos y sistemas

de tracción por cremallera.

El Glaciar Express ha sido operado conjuntamente

por los Ferrocarriles Réticos (RhB), los Ferrocarriles

Furka de los Alpes superiores (FO) y los

Ferrocarriles Visp Zermatt Bahn (VZ). La razón fue la

red con ancho de vía común de un metro, que permitía

el tráfico continuo entre Zermatt y Saint Moritz.

En 2003 se fusionaron la BVZ y la FO en los Ferrocarriles

Matterhorn Gotthard (MGB). Y en 2006 se

estrenaron los vagones con techo panorámico que

unidos al moderno material –suspensión neumática,

asientos ergonómicos, ruidos de marcha reducidos y

equipamiento para discapacitados– hacen del Glaciar

Express una auténtico espectáculo sobre raíles.

68 Vía Libre • octubre • 2013

30


Damals, vor 30 Jahren

InfoRetica 4/1983

31


Zurück zu den Wurzeln

Gian Brüngger

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Vor 100 Jahren setzte die RhB für die neue elektrifizierte

Engadinerlinien 7 kleine Lokomotiven Typ 1’B1‘ und

4 grosse Lokomotiven vom Typ 1’D1‘ ein. Von allen 11

Lokomotiven baute die Schweizerische Lokomotiv- und

Maschinenfabrik Winterthur (SLM) den mechanischen

Teil. Für die 7 Ge 2/4 201 – 207 und die Ge 4/6 301

lieferte die Brown, Boveri & Cie in Baden die elektrische

Ausrüstung. Die beiden 1’D1‘-Lokomotiven

351/52 erhielten den elektrischen Teil von der Maschinenfabrik

Oerlikon und schliesslich baute für die vierte

grosse, die Ge 4/6 391 die Allgemeine Elektrizitäts Gesellschaft

(AEG) in Berlin die elektrische Ausrüstung.

Wir beschränken uns hier auf die letztgenannte Lokomotive.

Mit ihren deutschen Wurzeln war sie immer

eine Exotin unter den 1’D1‘-Lokomotiven. Hatten die 7

1’B1‘ und die 301 Repulsionsmotoren System Déri, genannt

nach dem ungarischen Ingenieur Miksa Déri, so

besassen die zwei Ge 4/6 351 und 352 Reihenschlussmotoren

der Maschinenfabrik Oerlikon. Die 391 hatte

Motoren die von beiden etwas hatten. Diese Winter-

Eichberg Motoren, genannt nach den beiden Wiener

Ingenieuren, Gabriel Winter und Friedrich Eichberg

funktionierten beim Anfahren als Repulsionsmotoren

und ab einer Geschwindigkeit von 17 km/h als Reihenschlussmotoren.

Die Lokomotive war ihrer Zeit voraus, besass sie schon

vor 100 Jahren eine pneumatische Schützensteuerung

für die 12 Stufen des Transformators. Sie verlangte vom

Lokführer Geschick, ein Grund warum sie zeitlebens im

Engadin stationiert war. So mussten nicht viele Lokführer

sie bedienen. Schon 1931 erreichte die Ge 4/6 391

die Millionengrenze an gefahrenen Kilometern, bis zur

Ausrangierung 2 445 706 Kilometer.

Am 19. März 1937 entgleiste sie mit dem letzten Personenzug

nach Scuol und fuhr vor dem Sassellatunnel

(Zernez – Susch) auf einen Nassschneerutsch auf. Sie

drehte nach rechts ab und stürzte in das Flussbett des

Inn. Der Lokomotivführer kam dabei ums Leben, während

der auf der Lokomotive mitfahrende Bahnmeister

dieser Linie ernste Verletzungen erlitt. Die Lokomotive

konnte erst nach Zerlegung in einzelne grössere Teile

am 10. Mai 1937 über ein speziell dafür gebautes Gerüst

aus den Fluten geborgen werden. In Landquart

erfolgte eine Rekonstruktion unter Beibehaltung der

elektrischen Ausrüstung. Die SLM lieferte nach den alten

Plänen einen neuen Lokkasten, während Spälti in

Zürich den Transformator und die Triebmotoren neu

wickelte. Am 30. April 1938 wurde sie dann wieder in

Betrieb genommen und verkehrte wieder im Engadin.

Nach Ablieferung der ersten Serie Ge 4/4 II wurde sie

dann 1973 nach 60 Betriebsjahren abgestellt. Die

Elektron, die Nachfolgerin der Herstellerfirma AEG,

wollte sie für ihr Museum in Berlin. Sie blieb aber bis

1980 im Areal der HW abgestellt. Dann musste sie dort

weg, als die RhB die neue Lokomotivmontagehalle

baute. Aus dem eigenen Museum war unterdessen

nichts geworden. In Berlin bestanden bereits Pläne,

aus dem Betriebswerk des ehemaligen Anhalter Bahnhofes,

ein Verkehrsmuseum aufzubauen. Vorübergehend

kam sie dann nach Viernheim im ehemaligen

Depot der Oberrheinischen Eisenbahn Gesellschaft

(OEG). Im Jahr 1987 durfte sie im neuen Museum für

Verkehr und Technik in Berlin einziehen, wo sie heute

noch ist. Sie sieht noch genauso aus wie an dem Tag

als sie Samedan verlassen hat.

Lok 391 im Inn 1937 (Bild Sammlung

Barandun).

Zug 354 mit Ge 4/6 391 Ariefa Samedan

am 29. Juni 1972.

Verlad der Ge 4/6 391 auf Rollschemel für

den Transport nach Viernheim.

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Bahnmuseum Albula in Bergün

Von Gion Caprez, Konservator Bahnmuseum Albula

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Einer der schönen Aspekte meiner Tätigkeit für unser

Museum ist, wie fortlaufend neue Exponate dazu kommen

und wir immer wieder neue Aspekte der Bündner

Bahngeschichte finden und dokumentieren können. In

dieser Ausgabe der InfoRetica will ich von einem eher

neuen und einem eher alten Ausstellungsstück berichten,

beide stiessen im Jahr 2013 neu zu unserer Sammlung.

Ganz weit zurück in die RhB-Geschichte geht die

Sammlung von Vermessungsinstrumenten, die wir im

Sommer entgegennehmen durften. Die meisten von

ihnen wurden von der Firma Kern in Aarau hergestellt,

und dank der Initiative ehemaliger Kern-Mitarbeiter

sind die Auftragsbücher bis weit ins 19. Jahrhundert

erhalten geblieben. So wissen wir nun, dass zwei

Theodoliten aus der Zeit um 1885 stammen, und ein

anderer aus einer Serie stammt, die die RhB im Jahre

1900 beschaffte. Wir können mit hoher Sicherheit davon

ausgehen, dass unser Theodolit beim Bau der Albulabahn

eingesetzt wurde und vielleicht genau das

Gerät ist, das auf der bekannten Fotografie vom Durchstich

des Albulatunnels abgebildet ist. Während der

jährlichen Schliessung des Museums im November wird

nun eine neue Vitrine aufgebaut, in der Vermessungsinstrumente

und die Prinzipien der Vermessung bei der

Albulabahn dargestellt werden. Unsere BesucherInnen

werden die technische Leistung der Ingenieure erleben

und vielleicht motiviert werden, einige der noch vorhandenen

Vermessungspunkte auf Berggipfeln im Albulagebiet

zu erkunden. Der bald beginnende Bau des

Albulatunnels II wird dem Thema Planung und Vermes-

sung von Tunnels neue Aktualität verleihen. Im Bahnmuseum

Albula in Bergün werden wir bereit sein, die

beiden grossen Abenteuer, einmal zur Jahrhundertwende

um 1900 und jetzt im 21. Jahrhundert, nebeneinander

erlebbar darzustellen.

Am 29. August hat das Bahnmuseum ein interessantes

neues Exponat entgegengenommen: den Kiesbehälter

Nr. 34. In den Jahren 1962 und 1963 beschaffte die

RhB erst zwanzig, dann weitere fünfzig Behälter mit

3 m 3 Fassungsvermögen. Grund waren die Kraftwerksbauten,

für welche lokal gewonnener Kies nicht mehr

genügte und grössere Mengen Kies möglichst effizient

per Bahn transportiert werden mussten. So wurde mit

diesen Behältern der Schritt in das Zeitalter der Intermodalität

gewagt. Die Behälter wurden paarweise auf

passend umgebaute Untergestelle von zweiachsigen

Güterwagen gesetzt und konnten zum Entladen gekippt

oder abgehoben werden. Sie wurden auch zum

Weitertransport per Lastwagen verwendet. Unser Behälter

sah seine ersten Einsätze in Transporten von

Wiesen nach Filisur (Tunnelportal Greifenstein) für die

Albula-Landwasser-Kraftwerke. Bis um das Jahr 2000

wurden diese Behälter von den bekannten Kieswagen

Fac abgelöst und verschwanden einer um den anderen.

Mit viel Glück spürten wir den letzten erhaltenen Behälter

bei A&M Recycling, Untervaz, auf. Der Behälter

wurde uns von der Firma geschenkt und nach Bergün

geliefert. Wir freuen uns, den exakt 50-jährigen Zeugen

des Beginns des kombinierten Verkehrs ausstellen

zu können.

Der Kiesbehälter Nr. 34.

Durchschlag Albulatunnel 1902.

Museumsmitarbeiter Wolfgang Lierz mit

dem Theodoliten von 1900.

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Gesundheitliche Erfolge – metabolic balance ®

Von Simone Widmer

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften 2013 am

erfolgreichen Stoffwechselprogramm metabolic balance

® teilnehmen. Der Kurs konnte dieses Jahr auch im

Engadin durchgeführt werden. Die Motivation der Teilnehmer

war sehr unterschiedlich, was mich jedes Mal

freut und herausfordert. Bei allen lag natürlich das Gesundheitsbewusstsein

im Vordergrund. Nebst der Gewichtsreduktion

lagen die Themen Verdauungsschwierigkeiten,

Schlafstörungen, Gelenk- und Hautprobleme

sowie chronische Müdigkeit im Vordergrund.

Das Stoffwechselprogramm metabolic balance ® ist für all

diese unterschiedlichen Bedürfnisse geschaffen. Insgesamt

speckten die Teilnehmer rund 120 kg ab. Um den

Nabel verloren sie insgesamt 150 cm, an Hüfte und

Oberschenkel schmolzen 100 cm resp. 55 cm. Einzelpersonen

verloren um den Nabel und die Hüfte bis 14 cm

oder sogar mehr. Das sind bemerkenswerte Resultate

und jeder einzelne darf auf sich und seine Leistung stolz

sein. Viele der Teilnehmer haben innerhalb weniger

Monate ihr Wunschgewicht erreicht.

Die «Wohlfühlbilanz» sieht dementsprechend wieder

positiv aus. Die ersten Wochen der Ernährungsumstellung

waren für viele anstrengend. Das ist auch so. Im

weiteren Verlauf waren jedoch die Teilnehmer grundsätzlich

sehr zufrieden und glücklich, am Programm

teilgenommen zu haben. Sie waren sehr an den aktuellen

Ernährungsgrundlagen interessiert und haben gut

mitgemacht. Siehe dazu auch die verschiedenen Rückmeldungen

der Teilnehmenden.

Die Teilnehmer haben die vermittelten Ernährungsgrundlagen

verstanden und integriert. Dies und die

Wahrnehmung der Eigenverantwortung ist für die Nachhaltigkeit

das A und O! Zu meiner grossen Freude fiel

auch das Feedback zum Kurs und vermittelten Stoff sehr

positiv aus.

Ich danke der RhB und den aktiven Teilnehmern für das

mir entgegengebrachte Vertrauen!

Einige Rückmeldungen der Teilnehmenden

«Ich halte mich an einige Sachen von metabolic: 5 Stunden,

Joghurt und Brot am Morgen, mittags normales Essen

plus ein Apfel, abends Käse oder Eier, Gemüse und

Brot. Dein Kurs war gut und Du hast es locker und mit

Humor übermittelt. Vielen Dank für deine Arbeit, mir hat

es jedenfalls gefallen.»

«Ich habe viel über Ernährung gelernt und finde es eine

gute Ernährungsweise. Ich habe mein Ziel nicht erreicht,

weiss aber, dass ich zu viele Ausnahmen gemacht habe.

Ich werde mein Zielgewicht noch erreichen. Herzlichen

Dank, dass die RhB mir das ermöglicht und mich unterstützt

hat»

«Nach einem riesen Durchhänger mit erneuter Zunahme

habe ich es jetzt wider neu angepackt und bin wieder

zuversichtlich.»

«Ich finde Metabolic Balance super und kann es jedem

weiterempfehlen. Verteile deine Kontaktdaten gerne

und oft. Ich habe anfangs sehr gut abgenommen. Es ist

mir im Sommer aber sehr schwer gefallen, mich an den

Plan zu halten. Habe darum auch wieder etwas zugenommen.

Für mich war am schwierigsten zu kochen, da

ich das einfach nicht gerne mache. Aber mittlerweile

geht es besser.»

«Den Kurs fand ich super ich habe viel dazugelernt und

der Austausch untereinander war immer sehr interes-

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

sant, manchmal auch amüsant. Ich werde die Folien

sicher auch in Zukunft noch ab und zu zur Hand nehmen,

wenn ich mal wieder was vergessen habe. Ich hoffe

dieses Programm mit der RhB wird auch in den

nächsten Jahren durchgeführt und weitere Mitarbeitende

haben die Chance, einen gesunden Neustart zu machen.»

«Es war eine grosse Umstellung vor allem der Verzicht

auf die Snacks zwischen den Mahlzeiten und am Abend.

Ich lernte wieder nur 3 Mahlzeiten am Tag einzunehmen

und die fünf Stunden dazwischen einzuhalten. So habe

ich meine Essgewohnheiten total umgestellt. Ich hatte

auch sehr schnell Erfolg, so habe ich zwar nicht ca. 20 kg.

abgenommen aber in kurzer Zeit 10 kg. Ich brauche wegen

meiner Magensäure auch keine Tabletten mehr zu

nehmen.»

«Mein Wohlbefinden ist auf einer Skala von 1 bis 10 auf

9 gestiegen. Ich fühle mich so richtig wohl. Mit den Unterlagen

und Deinen Erklärungen sowie die Treffen und

der Austausch mit den anderen Teilnehmern haben zum

Erfolg geführt. Ich kann Metabolic jederzeit weiter empfehlen.»

«Metabolic Balance ist sehr gut und es ist interessant,

was man erreichen kann. Mit der Umstellung weiss ich

jetzt, was mir gut tut und was nicht. Es ist schwierig die

Menge einzuhalten. Gut ist, dass ich mehr Wasser trinke

und meinen Kaffee schwarz trinken kann.»

«Ich halte Metabolic Balance für eine gute und simpel

funktionierende Methode, um von seinen Altlasten und

Gewohnheiten weg zu kommen, ohne grosse ‚Verluste‘

und ‹Verzichte› eingehen zu müssen. Die Umstellung

von der kohlehydratlastigen Ernährung zu einer vielseitigeren,

gesünderen und auch abwechslungsreicheren

Ernährung geht spielend einfach und ist für jedermann/

frau umsetzbar.»

«Metabolic Balance hat mir gezeigt, dass der Körper sehr

rasch reagiert und er auf die ‹so nötig geglaubten› Nudeln,

Reis und Pommes ganz gut verzichten kann, bzw.

diese als Belohnung ab und zu locker wegstecken kann.

Meine angestrebten Ziele konnte ich alle erreichen. Meine

Haut hat sich sehr rasch gut erholt. Mein Schlaf und

meine innere Ruhe haben sich ebenfalls gut ausbalanciert.»

«Ich fand die Umstellung eigentlich sehr einfach. Das

Essen war am Anfang trotz Verzicht auf Fett und Öl ganz

lecker. An das Trinken von 3 Liter Wasser muss ich täglich

denken und schon beim Frühstück einrechnen, damit

ich bis zum Abend auf die notwendige Menge komme.

Die Nebenerscheinungen am Anfang, wie trockene Lippen

und das ständige Frieren waren etwas lästig.»

«Ich empfand den Kurs von Anfang bis zum Ende als

sehr interessant und war daher auch bemüht, immer

daran teilnehmen zu können. Die abgegebenen Kursunterlagen

waren hilfreich, sehr umfänglich und dienen

auch noch in der Zukunft als ein sehr nützliches Nachschlagewerk.

Die Beispiele waren stets an der Basis orientiert

und daher sehr verständlich.»

«Metabolic balance bei Simone Widmer war einfach super.

Ich hätte es nie gedacht, dass eine erfolgreiche Ernährungsumstellung

so einfach funktionieren kann. Ich

fühle mich fit und auch einige Beschwerden wie Blähungen,

Völlegefühl etc. gehören zur Vergangenheit.»

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«Ich bin gerne nahe an der Basis»

Von Markus Cadosch

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Christoph Bollinger ist seit April 2013 Standortleiter

von login in Landquart und damit Nachfolger von Walter

Järmann. Im Interview blickt er auf sein erstes halbes

Jahr im Einsatz zurück.

Wer ist Christoph Bollinger?

Ich erblickte am 19. Oktober 1978 in Schaffhausen das

Licht der Welt, bin in Beringen (Kanton Schaffhausen)

aufgewachsen und habe dort auch die Schule besucht.

Von 1994 bis 1997 absolvierte ich die Lehre als Betriebsdisponent

bei den Schweizerischen Bundesbahnen.

Wie damals üblich absolvierte ich nach der Lehre

diverse Ablösungen auf verschiedenen Bahnhöfen und

landete schliesslich am Zürich Hauptbahnhof im Bereich

Abfertigung.

Im Jahr 2000 wechselte ich als Fahrdienstleiter in den

Rangierbahnhof Limmattal der SBB. Dort merkte ich jedoch

bald, dass es mich eher zu einem Verkehrsunternehmen

mit überschaubareren Strukturen und mehr

persönlichen Kontakten zog. Deshalb wechselte ich

2001 zur Bremgarten-Dietikon-Bahn. Bei dieser Unternehmung

konnte ich ab 2006 das Personal im Bereich

Fahrdienst und Verkauf aus- und weiterbilden. Zusätzlich

knüpfte ich ab 2008 erste Kontakte zu login Berufsbildung,

indem ich im Bereich der KVöV-Ausbildung

als ÜK-Moderator (Moderator für überbetriebliche

Kurse) tätig war. 2010 erfolgte dann der komplette

Wechsel zu login. Zuerst arbeitete ich bei login als Ausbildungsleiter

für technische Berufe. Es folgte ein Einsatz

als Produktmanager für Fachausbildungen, und

nun freue ich mich, dass ich seit April 2013 als Bereichsleiter

Grundbildung den Standort Landquart leiten

darf.

Was ist dir wichtig im Leben?

Während meiner Tätigkeit als Produktmanager merkte

ich, dass eine derart strategisch ausgerichtete Funktion

nicht meinem Idealbild einer beruflichen Tätigkeit entspricht.

Ich bin gerne nahe an der Basis, mich interessiert

das Tagesgeschäft. Ich finde den Austausch mit

meinen Mitarbeitenden oder den Austausch mit den

Ansprechpersonen der verschiedenen Ausbildungspartner

enorm spannend. Es liegt mir, verschiedene

Meinungen aufzunehmen und mit meinen Gesprächspartnern

nach optimalen Lösungen zu suchen. Ich mag

den Umgang mit Menschen sehr. Es ist für mich bereichernd,

einen offenen Austausch zu haben und, wo

nötig, auch bestehende Strukturen zu hinterfragen und

nach besseren Lösungen zu suchen. Im Umgang mit

Menschen lerne ich auch stetig und gerne hinzu.

Welche Verbindung hast du zur RhB?

Vom beschaulichen Beringen reiste ich mit 10 Jahren

zum ersten Mal alleine über den lebhaften Hauptbahnhof

in Zürich via Chur und ab dort mit der RhB zu

meinen Verwandten ins Engadin. Die RhB mit ihrer

einmaligen Landschaft faszinierte mich sehr. Ich glaube,

dass ich spätestens da mit dem «Eisenbahnvirus»

in Kontakt kam. Obwohl ich die Lehre bei der SBB absolvierte,

hätte ich mir auch vorstellen können, eine

Ausbildung bei der RhB zu machen. Es ergaben sich

auch immer wieder Kontakte zu Leuten von der RhB,

und spätestens als Produktmanager für Fachausbildungen

bei login, konnte ich die Bedürfnisse an die

Ausbildung von Lernenden auf Seiten der RhB gut

nachvollziehen und aufnehmen.

Als Privatperson fasziniert mich am meisten, wie konstant

gut sich die RhB in der Öffentlichkeit präsentiert.

Christoph Bollinger, Bereichsleiter

Grundbildung Landquart.

Lehrabschlussfeier 2013.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Der Mix aus touristischen Leistungen, Angeboten für

Pendler und die gute Präsenz auch im Bereich Güterverkehr

fasziniert mich. Im Austausch mit Bekannten

im Unterland merke ich immer wieder, was für eine

bekannte Marke mit einem guten Angebot die RhB ist.

Wie beurteilst du die Zusammenarbeit zwischen der

RhB und login?

Die Zusammenarbeit ist sehr positiv. Mir gefällt es, dass

man kurze Wege zu allen Ansprechpersonen hat, ernst

genommen und unterstützt wird. Ich stosse auf lösungsorientierte

Denk- und Handlungsweisen.

login Berufsbildung Landquart

Der Standort Landquart von login Berufsbildung existiert seit

2007. RhB und login sind Partner im Bereich der beruflichen

Grundbildung. Von 2007 bis März 2013 wurde der Standort

durch Walter Järmann geleitet, welcher mittlerweile als Leiter

Lehraufsicht für den Kanton Graubünden arbeitet. Christoph

Bollinger hat im Mai 2013 seine Nachfolge angetreten.

Am Standort Landquart arbeiten, nebst dem Standortleiter,

3 Ausbildungsleiter, 2 Berufsbildner (Polymechaniker und

Automatiker), 1 Berufsbildner-Stellvertreter und 1 Praktikantin.

Der Hauptsitz von login Berufsbildung ist in Olten.

Was wünscht du dir für die weitere Zusammenarbeit?

Ich wünsche mir einerseits, dass sich die RhB weiterhin

so gut im Ausbildungsverbund login einbringt und ihre

Bedürfnisse auch in Zukunft selbstbewusst deklariert.

Andererseits wünsche ich mir auch weiterhin so engagierte

Berufsbildner/innen, wie sie die RhB für die

Ausbildung von Lernenden zur Verfügung stellt. Denn

auch wenn die Lernenden login-Verträge haben, geht

es letzten Endes darum, den Nachwuchs für die RhB

sicherzustellen. Vielen Dank daher an alle Personen,

welche mit viel Engagement und Herzblut ihr Wissen

teilen und so die Ausbildung bei der RhB zu einem guten

Erlebnis machen! Ich schätze den Kontakt zu all

diesen Menschen sehr und bin auch jederzeit bereit für

einen offenen und fairen Meinungsaustausch.

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Zukunftstag 2013

Von Michelle Wismer

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Endlich war es so weit, der Zukunftstag 2013 stand am

14. November 2013 vor der Tür. Um 7.30 Uhr ging es los

und ich traf den Lokomotivführer Gaudenz Bärtsch.

Heute wurde ihm die Strecke von Landquart über Davos

bis nach Filisur zugeteilt. Wir nahmen in der HCD-Lokomotive

Platz und fuhren um 7.47 Uhr los nach Schiers,

wo der erste Halt war. Leider waren die Perons nicht

gerade voll und wir mussten erst in Klosters Platz das

zweite Mal halten. Der dritte Halt war in Davos Dorf und

der Vierte in Davos Platz. Dort hatten wir eine kurze

Pause und die Zeit reichte sogar für einen Orangensaft.

Um 9.31 Uhr ging es weiter nach Filisur, auf der Strecke

hatte es viele Tunnels die sehr klein schienen und man

dachte die Lokomotive passe niemals hindurch. Ein

Highlight war der Bärentritt mit dem schönen Wasserfall

und der wunderbaren Aussicht. In Filisur angekommen

wechselten wir den Führerstand und machten

uns auf den Weg zurück nach Davos Platz. Als das Signal

grün leuchtete, fuhren wir los. Es dauerte nicht

lange bis eines der Signale rot war und wir anhalten

mussten. Nach etwa einer Minute läutete das Handy

und wir bekamen die Information, dass der Block eine

Störung hat. Gaudi musste einen Zettel ausfüllen, dass

er die roten Signale überfahren darf und Fahrt auf Sicht

hat. Als wir endlich in Davos Platz ankamen, hatten wir

zehn Minuten Verspätung. Trotzdem reichte es noch für

ein Gipfeli. Ich genoss anschliessend den letzten Teil

der Zugfahrt bis ich mich leider schon wieder verabschieden

musste. Es war mega cool!

Michelle Wismer mit Lokführer Gaudenz

Bärtsch vor der HCD-Lok.

Eric Wyss mit seinem Sohn Mats.

Christian Heiniger mit seinem Sohn Lars.

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Neues in Kürze

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Sommergrillplausch in Landquart mit

Schönwettergarantie

Von Reto Sidler

Der Andrang ist gross.

Manche Anlässe bei der RhB sind spontan: Sommergrillplausch

am Donnerstag 29. August 2013 bei der Heizzentrale

hiess es auf der Einladung, die am Montag (26.

August) verschickt wurde. Für die Schönwettergarantie

muss sich die Organisation der 5-Tages-Wetterprognose

unterordnen. Denn nur an einem lauen Sommerabend

schmeckt das Fleisch oder die Wurst mit Brot und einem

Kühlen so richtig. Mit dem kurzen Vorlauf braucht es

keinen Plan B oder ein Schlechtwetterprogramm. Der

einfache, freiwillige und sympathische Anlass bringt die

Mitarbeitenden von Landquart aus den verschiedenen

Gebäuden und Bereichen zusammen. So kommen jeweils

rund 100 Personen zur Heizzentrale und stellen

sich beim von HöKa-Mitgliedern bedienten Grill an. Gemütlich

sitzen Mitarbeitende aus den verschiedenen

Bereichen auf den Festbänken und plaudern. Die als

Dessert verteilten Nuss- und Mandelgipfel, haben schon

Kultstatus und gehören einfach dazu. Wir freuen uns

schon auf den nächsten Sommer …

Kindergarten Klosters auf Besuch

Von Nadine Accola, Lernende KVöV

Am 18. September 2013 besuchte uns ein Kindergarten

aus Klosters in den Werkstätten Landquart. Die Kinder

zusammen mit drei Betreuerinnen kamen mit dem Zug

angereist. Ausgerüstet mit Schutzbrille ging’s dann unter

der Leitung von Martin Kessler ab ins Depot. Die Kinder

waren sehr begeistert als sie in verschiedene Züge

einsteigen durften. Auch das «Krokodil» hat ihnen sehr

gefallen, sie waren sehr interessiert daran. Natürlich

gab es auch von jedem begeisterten RhB-Fan ein Foto.

Teamausflug Vereina und Bahnhof Klosters

Von Patricia Graf

Der diesjährige Teamausflug Klosters/Vereina fand bei

schönstem Wetter am 29. August im Adventure Park Davos

Färich statt. Die Teams von Rollmaterial, Vertrieb und

Produktion kletterten, schwangen oder balancierten

sich zwischen den Bäumen von Plattform zu Plattform.

Nach den Seilpark-Aktivitäten kamen noch einige Mitarbeiter

hinzu, und so sassen im dortigen Restaurant rund

25 Personen zum gemütlichen Abendessen beisammen.

Im heimeligen Holzchalet wurden Salat, Pommes Frites

und verschiedene gluschtige Grilladen serviert.

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Neues in Kürze

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Mitarbeiteranlass Vertrieb Graubünden Nord

Von Anna Gartmann

Am 20. September trafen sich die Mitarbeiter der Region

Nord zu einem gemütlichen Teamanlass. Zuerst erlebte

eine kleine Gruppe eine interessante und informative

Stadtführung geleitet von Claudia Meuli (Chur Tourismus).

Auch als Churerin erfuhr ich einiges Neues und

Wissenswertes über meine Heimatstadt. Nach einem

Apéro im Hotel Freieck spazierten wir zum Restaurant La

Meridiana. Nachdem auch die Spätankömmlinge eingetroffen

waren, wurden wir auf hohem Niveau kulinarisch

verwöhnt. Den gemütlichen Austausch mit den

Mitarbeitenden von den verschiedenen Bahnhöfen erlebten

wir einmal mehr als sehr wertvoll. Herzlichen

Dank Carmen für die super Organisation.

Susanne Cathomas, Margrit Allenspach und

Thomas Sonderegger. (oben)

Team-Ausflug Bahnhof Tiefencastel und Bergün

Von Lara Cattaneo

Am 25. Oktober 2013 starteten die Teams der Bahnhöfe

Tiefencastel und Bergün in einen zweitägigen Ausflug

nach Rust (D) und Colmar (F).

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Samstagmorgen

ging’s gleich auf die erste Achterbahn im Europa Park

Rust. Mit weiteren erlebnisreichen Achterbahnen und

kulinarischen Abwechslungen von Spanien bis Russland

verbrachten wir den Tag im Europa Park. Den Abend liessen

wir im Gasthaus Ochsen mit einer sehr feinen

Fleischpfanne zum «Z’nacht» ausklingen.

Am Sonntag reisten wir nach Colmar im Elsass. Dort wollten

wir die Altstadt besichtigen, was sich jedoch als nicht

ganz so leicht herausstellte, da wir den Weg ins Stadtzentrum

nicht auf Anhieb fanden. Nach langem Hin und

Her fanden wir dann doch noch den Weg ins Zentrum.

Colmar hat eine wunderschöne kleine Altstadt, die berühmt

für ihren Weihnachtsmarkt ist. Nach der Besichtigung

und einer kurzen Kaffeepause starteten wir die

Heimreise.

Besten Dank an die Teams Bergün und Tiefencastel für

einen gelungenen Wochenend-Ausflug.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Türli & Flidari beim Schlitteln in Bergün

Von Roman Cathomas

Pünktlich zur Eröffnung des Bahnerlebnisweges Albula

im Juni ist das erste RhB-«Türli & Flidari»-Abenteuer

erschienen («Türli und Flidari auf dem Bahnerlebnisweg

Albula»). Mit der Wintergeschichte auf der Schlittelbahn

erleben «Türli & Flidari», die Kinder-Maskottchen des

Bahndorfs Bergün-Filisur, einen weiteren spannenden

Ausflug in Graubünden. Die Bilder des Zeichners Patrick

Steiger bestechen durch die unzähligen fantasievollen

Details, die nicht nur Kinder zum Verweilen einladen.

Die Kinderbücher wurden durch die enge Zusammenarbeit

mit dem Türli Verlag, dem Verein Welterbe RhB und

Bergün Filisur Tourismus produziert. «Türli & Flidari»

sollen auch die Kleinsten mit dem RhB-Bahnkulturvirus

anstecken.

Haariger Besuch im Bahnhof Bergün

Von Marina Hofer

An einem Sonntag besuchte uns ein etwas anderer

«Kunde». Die Katze aus der Nachbarschaft floh vor dem

schlechten Wetter zu uns in den Bahnhof, wo sie sich

bis in den BackOffice Bereich wagte. Nicht nur wir freuten

uns über den speziellen Besuch. Der Katze gefiel es

so gut, dass sie das Büro alleine nicht mehr verlassen

wollte. Durch zweifache Begleitung liess sie sich am

Schluss doch noch zurück in die Kälte führen.

Regio Express nach Brüssel

Von Bruno Graf

Kürzlich führte ich Zug 1240 von Chur nach Disentis.

Gemäss der Zulaufanzeige führte dieser Zug direkte

Schlaf- und Liegewagen nach Brüssel und Oostende.

Da diese Wagen aber nicht durch die Tunnels im Oberland

fahren dürfen, mussten sie bereits in Reichenau-

Tamins wieder abgehängt werden.

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Neues in Kürze

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Wettbewerb für RhB-Mitarbeitende!

Von Hans Amacker

Sie sehen auf dem Bild eine belgische Lokomotive in einem

Schweizer Bahnhof. Diese Lokomotive verkehrte

dort einen Sommer lang regelmässig durch die Schweiz.

Um welchen Schweizer Bahnhof handelt es sich?

Ihre Antwort senden Sie bitte per E-Mail an h.amacker@

rhb.ch. Bitte beachten Sie, dass dieser Wettbewerb ausschliesslich

für RhB-Mitarbeitende gilt. Bei mehreren

richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Der Gewinner

erhält als Preis einen «Scarnuz».

Besuch in Indien

Von Simon Rageth

Die RhB – vertreten durch Leiter Infrastruktur Christian

Florin und Leiter Stab/Unternehmensentwicklung Andreas

Bass – rührten in Indien die grosse Werbetrommel

für die RhB. Neben dem Besuch der UNESCO Welterbestrecke

der Kalka-Shimla-Gebirgsbahn sowie der indischen

RhB-Vertretung blieb auch Zeit, den interessierten

indischen Medienschaffenden eine Reise in die

Schweiz und ins Bündnerland zu empfehlen.

RhB Stahlwagen in besonderer Verwendung

Von Ronald Schubert, Chemnitz in Sachsen

Der aussergewöhnliche Frisörsalon.

Ich bin begeisterter Leser der InfoRetica. Danke, dass die

InfoRetica auch für Nicht-RhB-Mitarbeitende bis nach

Deutschland geliefert wird. Bei einer Dienstreise in Baden-Württemberg

habe ich den ehemaligen Stahlwagen

der RhB B2283 oder B2284 als Frisörsalon in Jagsthausen

entdeckt. Der Schwesterwagen steht im Nachbartal

als Übernachtungsmöglichkeit im Bikerbahnhof.

Auf einem Reststück der originalen Gleisanlage wurde

ein Bahnwaggon aufgestellt, der mit einem Gruppenschlafraum

mit 8 Betten sowie 2 Doppelzimmern eingerichtet

ist. Die beiden Wagen wurden um das Jahr 2002

an die Jagsttalbahn verkauft. Weitere Informationen

zum Bikerbahnhof: http://www.bikerbahnhof.de.

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Der Schlafwagen am Bikerbahnhof.


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Alles Gute Diego!

Von Urs Hugentobler

So kennen wir ihn. Gut gelaunt, braun gebrannt, ein

Strahlen im Gesicht und immer für einen Spass zu haben.

Auf dem Güterumschlagsplatz bediente er vorwiegend

den Traktor, erledigte Unterhaltsarbeiten, sorgte für die

tadellose Platzordnung, bezettelte Güterwagen. Er war

sich für keine Arbeit zu schade. Im Gegenteil, man

musste den aufgeblühten Diego im GUZO häufig bremsen,

so engagiert war er. Mit Rücksicht auf seine angeschlagene

Gesundheit im Rücken und den Hüften,

mussten wir den Diego zweitweise regelrecht vom Arbeiten

abhalten. Diego hat sich auch sehr engagiert,

wenn es darum ging, neuen Mitarbeitenden das Traktorfahren

beizubringen. Er war ein geduldiger und vorbildlicher

Rangierer. Diego war immer bereit das Beste

aus einer Situation zu machen und so kam es, dass er

aus Personalmangel auch im Albulatal als MKD-Unterstützter

zum Einsatz kam. Diego konnte von Preda bis

Tiefencastel als MKD arbeiten. Er war auch dort sehr beliebt

und speziell die Schalterfräuleins könnten von

manch einem Schalk von Diego berichten. Er verstand es

mit einem Augenzwinkern oder einer helfenden Hand

beim Personal und den Reisenden ein Lächeln ins Gesicht

zu zaubern.

Selbst ins Unterengadin hat es Diego Pedretti verschlagen.

Erst nur als Ausbildungshilfe für einen Traktorfahrerneuling

gedacht, schickten wir Diego nach Zernez.

Zwischenzeitlich ist aus dem Provisorium längst ein Providurium

geworden.

Wir gönnen dem Diego den vorzeitigen Ruhestand und

wissen, dass er sich mächtig auf die Zeit freut, wo er sich

seinen drei Enkelkindern vermehrt widmen kann. Wir

bedauern, dass keiner so schnell nachkommt, der all

das leistet, was er gemacht hat und dabei immer aufgestellt

wirkte. Manch einer wird sein ansteckendes Lachen

vermissen und sich nach seinem Rücktritt an seine

(Räuber-) Geschichten erinnern.

Diego, wir vom GUZO (und wahrscheinlich alle Leser dieser

Ausgabe) wünschen Dir alles erdenklich Gute und

den wohlverdienten Ruhestand.


Personalchronik

vom 2. September bis 1. Dezember 2013

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Eintritte

Tobias Arnold

Curdin Arquint

Stephan Breitschmid

Denis Fenoy

Benjamin Hari

Sandro Huber

Andreas Imhasly

Andreas Kirchhofer

Fidan Kurtishi

Francesco Lanfranchi

Beat Liesch

Adrian Lombriser

Michel Meier

Katrin Meng

Michael Nyffenegger

Mirco Oberer

Braida Pinggera

Regula Rechsteiner

Dominic Schäfer

Doris Schärli

José Luis Soares Matos

Daniel Walti

als Verkehrsingenieur, Chur

als Technischer Assistent, Landquart

als Lokführer, Landquart

als Reiseberater, Davos Platz

als Lokführer, Samedan

als Gleismonteur, Bergün

als Gleismonteur, Thusis

als Gleismonteur, Klosters

als Wagenreiniger, Landquart

als Gleismonteur, Pontresina

als Projektleiter, Landquart

als Leiter Betrieb, St. Moritz

als Automatiker, Landquart

als Reiseberaterin, Davos Platz

als Fahrdienstleiter, Landquart

als Fahrleitungsmonteur, Landquart

als Reiseberaterin, Scuol-Tarasp

als Assistentin, Chur

als Handwerker, Landquart

als Reiseberaterin, St. Moritz

als Wagenreiniger, Landquart

als Lokführer, Landquart

HERZLICH WILLKOMMEN!

Austritte

Valeria Arpagaus

Carlo Balzarini

Alessandro Bruno

Marianne Bysäth

Regina Catschegn

Thomas Hardegger

Arno John

als Reiseberaterin, St. Moritz

als Teamleiter, Chur

als Reiseberater, Davos Platz

als Raumpflegerin, Arosa

als Assistentin, Chur

als Gleismonteur, Thusis

als Lokführer, Davos

ALLES GUTE FÜR DIE ZUKUNFT!

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4/ 2013

Pensionierungen

Elisabeth Briner, Raumpflegerin Arosa

Sergio Bracelli, Betriebsangestellter Campocologno

Fritz Hefti, Assistent Produktion Chur

Peter Lüthi, Lokführer Landquart

Fausto Menghini, Wagenreiniger Landquart

Adelino Rodriguez, Konstruktionsschlosser Landquart

Hanspeter Schlegel, Gleismonteur Bergün

ALLES GUTE IM RUHESTAND!

Dienstjubiläen

25 Dienstjahre

Carmelia Bundi-Jacomet, Betriebsdisponentin, Disentis/Mustér

Marco Costa, Lokführer, Poschiavo

Plinio Crameri, Bahnmeister Stellvertreter, Poschiavo

Martin Hemmi, Gruppenleiter, Landquart

Erwin Krättli, Leiter Lokführer, Landquart

Paolo Macri, Spezialhandwerker, Landquart

Vlado Savic, Wagenreiniger, St. Moritz

Benno Schädler, Schaltwärter, Landquart

Josef Signer, Spezialmonteur, Landquart

Bruno Voneschen, Lokführer, Chur

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2013

Dienstjubiläen

40 Dienstjahre

Erich Cadonau

Stv. Leiter Bahnhof

Disentis/Mustér

René Camenisch

Disponent Güterverkehr

Chur

Mario Rada

Fachmeister

Poschiavo

Simon Weibel

Lokführer

Landquart

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

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HOFER BSW

Lehrstellen mit filmreifen Momenten

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von den RhB-Mitarbeitenden.

Die Rhätische Bahn ist der rote Faden durch

Graubünden und fährt über schwindel erregende

Viadukte und durch karussellartige Kehrtunnels

durch die Bündner Bergwelt – ein einmaliger Anblick!

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der grössten Alpenbahn der Welt.

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