Evolution des Verhaltens

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Evolution des Verhaltens

Evolution des Verhaltens


Reflex

Reaktion über vorgebildete einfache Bahnen (Reflexbogen)

Einfache Handlung

Reaktionsablauf stereotyp

Reaktionsablauf und Kenntnis des Reizes angeboren

Reaktionsbereitschaft über längere Zeit beständig und

situationsunabhängig


Reflexwege des

Dehnungsreflexes und der

reziproken antagonistischen

Hemmung

monosynaptischer

Reflex

Spinalganglion

+

+

-

-

+

+

Kniescheibe


Rückenmark

Spinalganglion

-

+ -

+

Synapse

Beuger

Stecker

Kniegelenk

gleichseitig

gegenseitig

Periphere Sinnesendigung


Erbkoordinationen aus der Balz der Stockente

(nach Lorenz, 1941)


Balzputzen von vier Entenarten (Hervorheben der grellen

Flügelmarkierung bei der Putzbewegung, nach Konrad Lorenz)


Verhaltensänderung durch Hirnreizung

lokale punktuelle Hirnreizung löst komplexes Verhalten aus

Unterschiedlich stark

motivierte

Verhaltensweisen

der Feindabwehr in

Abhängigkeit vom

Außenreiz

Unterbrechen des

spontanen

Gackerns und

Hinsetzen bei

Hirnreizung


Verhaltensfolge der Bodenfeind-

Flucht bei ansteigendem Reiz in

Feld I

a) Langsam ansteigender Reiz

b) Plötzlicher starker Reiz

Verhaltensfolge der Luftfeind-

Flucht bei zusätzlicher Reizung

eines zweiten Feldes, das Sitzen

verursacht

a) Langsam ansteigender Reiz

b) Plötzlicher starker Reiz


Instinkthandlung:

Taxiskomponente + Erbkkoordination


Verhaltensfolge im Rahmen

des Funktionskreises „Balz

und Begattung“

Küstenseeschwalbe


Färbung des

Dreistachligen

Stichlings


Dreistachliger Stichling, Fortpflanzungsverhalten

Zeigen des Nests

Schnauzentremolo als

Auslöser für die Eiablage des

Weibchens


Folge der Teilhandlungen bei der Paarungseinleitung des

Dreistachligen Stichlings (aus Tinbergen, 1952)

Männchen

Weibchen

Zickzacktanz

führt zum Nest

zeigt Nesteingang

Schnauzentriller

entleert Sperma

erscheint

weist dicken Bauch

folgt

schwimmt zum Nest

laicht ab


Kampfauslösende

Schlüsselreize für das

Stichlingsmännchen (nach

Niko Tinbergen)


Eichhörnchen: Verschränkung, angeboren - erlernt

Loch

Furche


Lernen

Lernfähigkeit als Ergebnis einer stammesgeschichtlichen

Anpassung: Anpassung an sich ändernde Umweltbedingungen

komplexe Handlungen

ermöglicht Verhaltensanpassungen einzelne Individuen

innerhalb von Minuten oder Stunden

als Konsequenz unterschiedliche Verhaltensweisen von

Einzelindividuen

Risiko: Reize und richtige Reaktion zunächst nicht bekannt

→ Brutpflege und Führen der Jungen


Bienenwolf

Philantus triangulum

eine Grabwespe


Punktuelle Lernfähigkeit

Orientierungsverhalten des

Bienenwolfs

(nach Tinbergen)

Landmarken!

Nest


Verhaltenstradition = Lernen

überdauert Einzelindividuum

Rotgesichtsmakake, Macaca fuscata


Rotgesichtsmakaken bei der Anfütterung


Prägung: zeitlich begrenzte Lerndisposition

Nachfolgeprägung eines Entenkükens im Prägungskarussell


Fehlprägung


Konrad Lorenz

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