Erwerb funktionaler, räumlicher und kausaler Beziehungen von ...

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Klassifikation von Schadensteilen mit STT 59

7 Klassifikation von Schadensteilen mit STT

Bisher wurde immer von Gruppen von Schadensteilen gesprochen. Es gab

Konstruktionsgruppen, Funktionsgruppen, Funktionsuntergruppen, Schadensartengruppen

und die von Hand gebildeten Einzelteilgruppen. Mit Hilfe von DOCTOFAC wurden dann

Fakten generiert, die die Gruppenzugehörigkeiten beschreiben. Diese Fakten können nun

als Text in MOBAL eingelesen und mit STT weiterverarbeitet werden. Wendet man STT

auf die erzeugten Fakten an, so entsprechen die Argumentsorten von SST gerade den

Gruppen, die vorher bestimmt wurden. Nun könnte man sagen, daß das noch kein

Fortschritt sei, den die Gruppen waren vorher auch schon vorhanden. Das ist im Prinzip

richtig, die Fahrzeugteile sind einer Gruppe zugeordnet, aber man hatte die Fahrzeugteile

einer Gruppe nicht vor sich liegen. Die Zugehörigkeit lag in der Datei SSLBEZUG

verstreut, und man konnte die Fahrzeugteile einer Gruppe nur dadurch erhalten, daß man

die gesamte Datei danach durchsuchte.

Im Blick auf die Konstruktionsgruppen, Funktionsgruppen und Funktionsuntergruppen

kann man natürlich einen Blick auf Schadensbuch in gedruckter Form werfen, um diese

Gruppen zu erhalten. Berücksichtigt man aber die Menge der anfallenden Daten und die

Tatsache, daß man diese Daten zur elektronischen Weiterverarbeitung nutzen will, so

wird der Gewinn deutlicher.

Die Schadensartengruppen sind allerdings in keiner Form der Schadensbücher direkt

enthalten. Dadurch, daß STT die Argumentsorten bildet, werden die Gruppen erst aus den

Schadensbüchern herausgezogen und somit für den Benutzer direkt sichtbar.

Einzelteilgruppen werden von Hand gebildet und sind damit von Beginn an vorhanden.

Interessanter sind aber die Äquivalenzklassen, die STT bildet. Hier werden Gruppen, die

die gleichen Fahrzeugteile beinhalten, zu einer Klasse zusammengefaßt. Die Klassen sind

damit gruppenübergreifend und man erhält mit Hilfe der Teilmengenbeziehungen

zwischen den Extensionen der Klassen eine partielle Ordnung auf diesen Klassen. So

können beispielsweise eine Schadensartengruppe und eine Einzelteilgruppe die selben

Fahrzeugteile enthalten. Da es sich bei den Argumenten der Fakten, die anhand dieser

beiden Gruppen erzeugt werden, um die selben Fahrzeugteile handelt, bildet STT zwei

Argumentsorten mit gleicher Extension. Diese Argumentsorten werden dann in einer

Klasse zusammengefaßt.

7.1 Bilden der Äquivalenzklassen

Die von DOCTOFAC erzeugte Ausgabedatei dient MOBAL als Eingabedatei. Die Fakten

werden als Textdatei eingelesen und in die Faktenbasis von MOBAL übernommen. Dazu

dient der Befehl [File/Read From Text]. Nachdem die Fakten eingelesen wurden, wird

STT über den Befehl [Call/Update Sorts] aktiviert und beginnt damit, die Klassen zu

berechnen. 3 Um die Extensionen der Argumentsorten zu berechnen, werden alle Fakten

der Faktenbasis betrachtet, und für jede Argumentstelle jedes Prädikats eine eigene

Extension erstellt. Der Name der Argumentsorte wird von der Funktion arg_sort aus dem

Prädikatsnamen und aktuellen Argumentstelle generiert, und ist somit eindeutig [vgl.

Abschnitt 3.1]. Da DOCTOFAC aber nur einstellige Fakten generiert, existiert für jedes

Prädikat genau eine Argumentsorte. Der Sortenname enthält also immer den Hinweis auf

den Prädikatennamen, der dem Gruppennamen mit einer Kennzeichnung entspricht, und

3

MOBAL bietet eine Reihe von Einstellungen. Unter anderem kann auch festgelegt werden, wann STT

gestartet wird und ob Schnittsorten berechnet werden sollen.

Diese Einstellungen im Menue [View/Parameter Display] vorgenommen.

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