Aktuelle Pfarrbrief Nr. 148 01/13 - von April 2013 ... - Pfarrei St. Benno

st.benno.muenchen.de

Aktuelle Pfarrbrief Nr. 148 01/13 - von April 2013 ... - Pfarrei St. Benno

HEFT 1/13 NR. 148 APR - NOV 13

Die Kirche - ein ...

Sanierungsfall ?!!


Inhaltsverzeichnis

IN JEDER AUSGABE

Impressum 2

Wichtige Kontakte und Beratung

in Krisen 6

Pfarrei St. Benno - Allgemeine Hinweise 7

Regelmäßige Angebote 8

Besondere Gottesdienste, Kirchenmusik

Termine und Veranstaltungen 10

Aus unseren Kirchenbüchern 14

Unser Umwelttipp für den Alltag 39

SONSTIGES

Chorprojekt 16

AufRufeZeichen!... 31

Kirche im Wandel: Barbarakirche

feiert 90-jähriges Weihejubiläum 32

Die „Allwettergeher“ 34

Neu-Start der Kirchenverwaltung 44

Dank für langjähriges Ehrenamt in der

Kirchenverwaltung von St. Benno 45

Die Theatergruppe von St. Benno

geht in eine neue Runde 46

Die Straßennamen im St.-Benno-Viertel 40

ZUM THEMA

Grußwort 3

Interviews: Kirche

- ein Sanierungsfall? 17, 36, 42

Aufbruch? - Wo ist er geblieben? 20

Katakombenpakt 22

UR-das Dekret des Konzils zur Ökumene25

Ministranten-Dasein vor dem Konzil 26

Baustein „Frau“ in der Kirche: so

sichtbar tragend und tragfähig, aber ... 30

Kirche St. Benno für Menschen

mit körperlichen Einschränkungen

Behindertengerechter Zugang

über Rampe am vorderen rechten

Seitenportal; Tasten zur autom.

Türöffnung am Außengeländer

und im Windfangbereich

Gehörlosenschleife

für Träger von Hörapparaten

Impressum

Herausgeber: Katholische Pfarrgemeinde

St. Benno, Loristraße 21, 80335 München

Auflage dieser Ausgabe: 5000

Mitarbeiter: Karl-Heinz Albrecht, Christiane

Hein, Dr. Franz Morschhäuser, Monika

Prestel, Herbert Reiter, Manfred Schunk,

Ludwig Sperrer

V.i.S.d.P.: Ludwig Sperrer, Pfarrer

Satz, Layout, Lektorat: Monika Prestel

Druck: Gauck-Druck, Schöngeising

Erscheinungsweise: 3-mal jährlich

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben

nicht unbedingt die Meinung der Redaktion

wieder.

Wir danken herzlich unseren Inserenten und bitten die Leserschaft um Beachtung.


Grußwort:

Kirche - ein

Sanierungsfall?

Liebe Leserinnen und Leser unseres

Pfarrbriefes Bennopolaris!

Kirche – ein Sanierungsfall?

Im Jahr 1576 waren die Gebeine des Bischofs

Benno (1010-1106) von Meißen nach München

überführt worden. Sein Hochgrab im Dom zu

Meißen war ja in den Jahren der Reformation

im evangelisch gewordenen Sachsen abgebrochen

worden.

In der Münchner Frauenkirche errichtete man

dem inzwischen als Stadtpatron verehrten Hl.

Benno einen eigenen Altar – eine eigene ihm

geweihte Kirche gab es jedoch lange nicht.

Erst im ausgehenden 19. Jhd., als für die anwachsende

Bevölkerung die Altstadtkirchen

nicht mehr genügten, wurde unsere Benno-

Pfarrei gegründet.

Der Erzgießer Ferdinand v. Miller stiftete dafür

den Baugrund: Aus Dankbarkeit, dass Guss

und Aufstellung der Münchner Bavaria gelungen

waren. Noch eindrücklicher vor Augen

eines jeden Kirchenbesuchers steht jedoch

das Wirken des Baumeisters Leonhard Romeis,

welcher - damals gerade 31 Jahre alt - die

Benno-Kirche im Stil der großen Dome des 12.

und 13. Jhd. entwarf.

Wären wir doch in den Jahren zwischen 1888

und 1895 dabei gewesen; dann hätten wir beobachten

können, wie diese wehrhafte Gottesburg

Stück für Stück und Detail um Detail im

romanischen Stil heranwuchs.

Stand der Bauarbeiten um 1890

Auch wenn wir zugeben müssen, dass unsere

Kirche, verglichen mit einem Dom zu Hildesheim

gerade mal nur knapp 120 Jahre alt ist, so

gehört sie, zumal mit den vielen wunderschönen

Mosaiken, Gold, Marmor und Edelsteinen

doch zu den künstlerisch bedeutendsten in

ganz Süddeutschland.

Mit all den denkmalpflegerischen und baulichen

Maßnahmen aus den vergangenen

Jahrzehnten, insbesondere der Behebung

der Schäden nach dem Krieg und in jüngerer

Zeit die künstlerische Neugestaltung der liturgischen

Orte (2006), steht St. Benno eigentlich

recht gut da!

Doch halt! - Sagte Jesus nicht mal: „Mein

Reich ist nicht von dieser Welt“?! Damit stellt

sich für uns als Christen und als Pfarrgemeinde

die entscheidende Frage: Woraus motiviert

sich unser Tun und Handeln? Als Pfarrgemeinde,

die doch sehr um den Bauunterhalt ihrer

Kirche besorgt ist, müssen wir uns fragen: Welche

Leitmotive führen und leiten uns dabei?


Nach drei Fliegerangriffen von Okt. 1944 bis

Jan. 1945 ist St. Benno schwer gezeichnet.

Mag St. Benno noch so reich ausgestattet

sein und sicherer dastehen als manche andere

Münchner Kirche, so ist sie vielleicht trotzdem

dem Verfall geweiht? Ich meine nicht den

Säurefraß des Regens oder Taubenkots am

Stein unserer Kirche, sondern die Brüchigkeit

unserer christlichen Prägung, die wir allenthalben

spüren: Das Interesse, mit anderen über

den Glauben ins Gespräch zu kommen oder

die Gottesdienste mitzufeiern, scheint in unserer

schnelllebigen und materiellen Welt unterzugehen,

nicht mehr Not-wendend zu sein.

Aber auch unsere in Europa sicher nicht arme

Kirche hat an der Anti-Haltung mancher Zeitgenossen

der Kirche gegenüber ihren Anteil: Sie

erscheint oft satt und selbstherrlich und begegnet

zudem vielen menschlichen Schicksalen

und Lebenswegen gegenüber bei gleichzeitig

eigener Fehlerhaftigkeit nur mit dem moralisierenden

Zeigefinger statt mit barmherzig ausgebreiteten

Armen.

Die Kirche: also doch ein Sanierungsfall?

Mir fällt dabei der Traum ein, den Papst Innozenz

III. in der Nacht zuvor hatte, als der

junge Franziskus aus Assisi 1209 bei ihm vorsprach,

um seinen „Bettel“-Orden anerkannt

zu bekommen: Innozenz sah in seinem Albtraum

die Kirche am Einstürzen! Da habe sie

ein unscheinbarer Mann mit seinen Schultern

gestützt. „Franziskus, bau mein Haus wieder

auf“ – dieses Wort Jesu Christi an den jungen

Francesco - ebenfalls im Traum von Innozenz

vernommen - gehört zum Kern des franziskanischen

Charismas: dass es nicht die sichtbaren

Säulen aus Stein sind, sondern wir Glaubende

selber, wenn wir in den Werken der Nächstenliebe

glaubend Kirche sind. Wenn sich nun der

neue Papst für diesen großen Heiligen sozusagen

als Patron für sein Pontifikat entschieden

hat, möchte er selbst zu einer „Sanierung“ (von

lat. sanare, heilen) für eine glaub-würdigere

Kirche in unserer Zeit beitragen.

Aggiornamento

Das war auch das große Anliegen des Papstes

Johannes XXIII., der das Zweite Vatikanische

Konzil einberufen hatte und zu dem sich in den

Jahren 1962-1965 Bischöfe und Theologen

aus aller Welt versammelten. Johannes XXIII.

ging es in seiner Zielvorgabe um ein Aggiornamento,

um die „Verheutigung“ des Glaubens.

Die Reform der Liturgie brachte vielleicht die

augenfälligsten Änderungen mit sich (z.B. der

Priester zelebriert nicht mehr mit dem Rücken

zum Volk, sondern der Communio zugewandt).

In vielen Dokumenten mehr wurde die Theologie

weiterentwickelt und man versuchte, den

geschichtlichen Entwicklungen und den neuen

wissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung

zu tragen. Einiges davon wurde lebendig, wie

z.B. der ökumenische Dialog oder das Gespräch

mit den anderen Religionen, anderes

harrt aber immer noch der Umsetzung oder es

stellen sich ganz neue Fragen.

Kirche vor Ort: unsere Gemeinde

Das Kirchengebäude, das Außen, vom Baumeister

Romeis bis ins Detail zur Ehre Gottes

erdacht und konstruiert, darf uns nicht davon

abhalten, das innere Wesen zu suchen und zu

erkennen. Auch wenn wir uns im Innern des


Gebäudes als Kirche versammeln, dürfen wir

unseren Glauben nicht auf diese eine Stunde

am Sonntag beschränken, sondern er muss

den Alltag erfüllen, er muss sich ins Leben hinein

über-setzen. Dann sind wir im besten Sinn

des Wortes „Kirche“, von griech.: kyriakä, die

„zum Herrn Gehörenden“. So macht unser Zusammensein

am Sonntag deutlich, dass Gott

nicht zuerst in einem Haus aus Stein wohnt,

sondern inmitten seines Volkes.

Wer ruft? ... Der sendet!

Gott selbst ist also die Motivation für uns, er

ruft uns aus dem Alltag heraus ins Besondere

hinein. Aber das Besondere feiern und sich davon

Kraft geben zu lassen für die Liebe bedeutet

dann auch den Weg zu den Mitmenschen

zurück, in unseren Alltag hinein zu beschreiten.

Kirche - das sind wir alle - muss bei den Menschen

sein. Auch das ist das große Anliegen

unseres neuen Papstes Franziskus. Er führt

damit den Gedanken von Papst Johannes

XXIII. weiter, der bei der Ankündigung des Konzils

davon sprach, dass die Kirche ihre Fenster

weit öffnen müsse. Heute kann es nicht mehr

nur darum gehen, die Fenster zu öffnen um

den Mief hinaus zu lüften oder die Stimmen

der Zeit zu hören, sondern dass die Kirche als

eine dienende bei den Menschen ist, dass sie

hinaus geht – so wie Jesus eben auch schon

seine JüngerInnen aussandte. Das ist sicher

keine völlig neue Erfindung von Kirche, aber

wenn der Papst selbst mit gutem Beispiel hier

voran geht wie schon in seiner Zeit als Priester

und Bischof in Argentinien, dann können wir

doch eigentlich nur folgen.

Nicht neu erfinden, aber stetig erneuern muss

sich die Kirche. Das ist die bleibende Aufgabenstellung

des Konzils an die Kirche von heute,

auch wenn mittlerweile 50 Jahre vergangen

sind. Bleiben wir im Sinn und Geiste Jesu Christi

auf diesem Weg als eine Ecclesia semper

reformanda (Kirche, die sich immer erneuern

muss).

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einige interessante

Leseeindrücke in den verschiedenen

Beiträgen dieser neuen Pfarrbriefausgabe. Die

nächste wird dann übrigens erst zu Advent/

Weihnachten erscheinen, was tatsächlichen

Sanierungsmaßnahmen geschuldet ist: Das

Pfarrhaus von St. Benno (Loristr. 21) wird renoviert,

weswegen die Büroräume ins Pfarrzentrum

(Kreittmayrstr. 29) verlegt werden. Hierfür

sind viele Kräfte zum Umorganisieren gebunden,

so dass wir keine Sommerausgabe schaffen.

Der genaue Umzugstermin steht noch nicht

fest – alle notwendigen Informationen werden

rechtzeitig im Wochenblatt bekannt gegeben.

Ludwig Sperrer, Pfr.

Das Pfarrhaus St. Benno in der Loristr. 21, erbaut

1887, blieb im Krieg unbeschädigt. Nach

Renovierungen 1975 und 1992 beginnt 2013 eine

Generalsanierung in 2 Bauabschnitten. U. a. werden

die Etagen durch den Einbau eines Aufzugs

barrierefrei zugänglich gemacht, die Büroräume

zeitgemäßen Erfordernissen angepasst sowie in

den Stockwerken diverse Wohneinheiten für Seelsorger

oder kirchliche Mitarbeiter eingerichtet.


Wichtige Kontakte und Beratung in Krisen

Caritas-Zentrum Neuhausen/Moosach

(Kreittmayrstraße 29)

Verwaltung Soziale Beratung 12 66 00 20

Verwaltung Sozialstation 12 66 00 50

Pflege-Hotline (Caritas) 0 18 05/22 83 38

www.caritas-pflege-hotline.de

Portalseite der Caritas für Hilfe in allen

Lebenslagen

www.caritasmuenchen.de/page000407.htm

Nachbarschaftshilfe St. Benno

Tel. Meldungen an das Pfarramt. Wir setzen

uns mit Ihnen in Verbindung 12 11 49-0

Kindertagesstätten im Pfarrgebiet

• Kindergarten/Hort St. Benno, Lothstr. 16

Tel. 12 95 60 2 (Leitung: Rosalie Winkler)

kindergarten-hort@st-benno-muenchen.de

• Kinderhaus St. Vitus, Dachauer Straße 61

Tel. 52 05 71 90 (Leitung: Anna-Maria Heigl)

www.caritas-kinderhaus-st-vitus.de

Katholische Jugendstelle

im Dekanat Nymphenburg

(Kreittmayrstr. 29) 18 77 47

Telefonseelsorge (gebührenfrei)

Sagen, was Sorgen macht. Wir sind immer für Sie

da. Kostenfrei und verschwiegen:

evangelisch 08 00/1 11 01 11

katholisch 08 00/1 11 02 22

www.telefonseelsorge-muenchen-kath.de

Seelsorge für Menschen, die mit einem

plötzlichen Tod konfrontiert sind

www.katholische-notfallseelsorge-muenchen.de

Katholische Ehe-, Partnerschaftsund

Familienberatung

Anmeldung über

Katholische Beratungsstelle 5 44 31 10

Kontakt-Telefon

für Schwangerschaftsfragen 55 98 12 27

Sozialdienst Kath. Frauen: www.skf-muenchen.de

Kath. Mädchensozialarbeit:www.invia-muenchen.de

Haus der Familie: www.hausderfamilie.de

Thematische Wochenenden:

www.ehe-und-familie.info

Kommunikationstraining:

www.paarkommunikation.info

Anonyme Alkoholiker

Kontakt-Telefon (18 bis 21 Uhr) 55 56 85

LebensMut - stärker als Sucht

www.staerker-als-sucht.de

Krisen-/Lebensberatung „Münchner Insel“

(1. UG Marienplatz) 22 00 41

www.muenchner-insel.de

Gespräch und Beratung für Hochschulangehörige

Zeit zum Reden und Zuhören

Beratung, Begleitung und Seelsorge

Reinhard Weger, Kath. Hochschulseelsorger

Tel. 123 35 86, weger@hm.edu


Anschrift

Katholisches Pfarramt St. Benno,

Loristraße 21, 80335 München

Telefon (089) 12 11 49-0

Telefax (089) 29 00 23

st-benno.muenchen@erzbistum-muenchen.de

www.st-benno-muenchen.de

Öffnungszeiten des Pfarramtes

Montag: - 14.00-16.00

Dienstag: 08.30-12.00 14.00-16.00

Mittwoch: - 14.00-16.00

Donnerstag: 08.30-12.00 15.00-19.00

Freitag: 08.30-12.00 -

Die Seelsorger

(Sprechzeiten nach Vereinbarung)

• Ludwig Sperrer, Pfarrer

• Sr. Sara Thiel, Pastoralreferentin

• Ulrike Saam, Gemeindeassistentin

• Peter Höck, Pfarrvikar

• Jean Koffi Kinnoume,

Priester zur Seelsorgemithilfe

• Sabine Dillitzer, Klinikseelsorgerin

am Dt. Herzzentrum

Die Mitarbeiter

Pfarrei St. Benno -

Allgemeine Hinweise

• Kirchenmusiker: Anton Wiener

• Mesnerin Pfarrkirche: Ursula Odenthal

• Mesnerin Filialkirche:

Franziska Wolfgramm

• Sekretariat: Sonja Geßl, Christine Schwab

• Buchhaltung: Reinhold Lang

• Hausmeister: Georg Weinhart

• Raumpflege: Ilka Bacak

Schwesternkonvent St. Benno

Niederbronner Schwestern

Oberin: Sr. Anna Monika Pöltl

Lothstraße 16/III, Telefon (089) 182071

Ehrenamtliche Gremienvertreter

• Pfarrgemeinderat: Klaus Bachhuber,

1. Vorsitzender

• Kirchenverwaltung: Dr. Gottfried Feger,

Kirchenpfleger

Die Gottesdienste

Pfarrkirche St. Benno: Ferdinand-Miller-Platz 1

Filialkirche St. Barbara: Infanteriestr. 15

Kapelle Herzzentrum: Lazarettstr. 36

Kapelle Augenklinik: Nymphenburger Str. 43

• Sonntag

10.00 St. Benno

10.15 St. Barbara

• Montag

14.30 Uhr Klinikkapelle Herzzentrum

• Dienstag / Mittwoch / Freitag

08.00 Uhr St. Benno (Krypta)

• Donnerstag

18.30 Uhr St. Benno (Krypta)

• Samstag-Vorabend

18.30 Uhr St. Benno

(17.45 Uhr Rosenkranz)

18.00 Uhr Augenklinik

• Sakrament der Versöhnung (Beichte)

Samstag 17.45 Uhr bis 18.15 Uhr in

St. Benno und nach Vereinbarung.

Bitte aktuelle Gottesdienstordnung

im Wochenblatt beachten!


Für unsere kleinen Gottesdienstbesucher

steht zum Pfarrgottesdienst um 10 Uhr in St.

Benno vorne beim rechten Seitenaltar eine

Kiste mit religiösen Bilderbüchern oder Kindergebetsbüchern

für die Mitnahme in die

Bänke bereit. Und für zu Hause: gleich neben

den Büchern finden Sie/ findet Ihr einen

Block zum Abreißen mit dem Evangeliums-

Blatt zum jeweiligen Sonntag: zum Anmalen,

gemeinsamen „Drüber-Reden“ und Beten.

Gottesdienstangebote für (Klein-)Kinder:

Siehe Homepage und Schriftenstand in der

Kirche

Taizé-Gebet

jeden 2. Dienstag im Monat

19.00 bis 19.30 Uhr, Krypta

Der Andere Gottesdienst

jeden letzten Samstag im Monat

18.30 Uhr, Kirche; anschließend

Einladung zum Nachklang in den

Bennokatakomben (Pfarrhaus,

Loristraße 21, Zugang

über den Hof)

Pfarrbücherei (mit Internet-Café)

Die Pfarrbücherei im Pfarrheim Bennopolis,

Krettmayrstraße 29, hat geöffnet:

Dienstag von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr und

Sonntag von 10.30 Uhr bis 12.00 Uhr, jeweils

am zweiten und letzten Sonntag des Monats

(außer an Feiertagen und in den Ferien).

Bankverbindung und Spendenkonto

Katholische Kirchenstiftung St. Benno

LIGA München (BLZ 750 903 00)

Konto-Nummer 214 21 71

Bitte mit Verwendungszweck:

z. B. Kirchgeld 2013, Spende Kirchenrenovierung,

Spende Missionsprojekte

„Indien“, „Südafrika“ oder „Bolivien“,

Blumenschmuck, Kirchenmusik ...

Hinweis zum sog. Kirchgeld: Dieser von Ihnen

erbetene Geldbetrag verbleibt im Gegensatz

zur Kirchensteuer in voller Höhe in der

Pfarrei und ist für Sie steuerlich absetzbar. Zur

Einzahlung von wenigstens 1,50 € / Jahr sind

alle über 18 Jahre alten Angehörigen einer

Pfarrei mit eigenem Einkommen aufgerufen.

Durch steigenden Kostendruck im Pfarrhaushalt

sind wir für Ihre Gabe des Kirchgeldes

sehr dankbar. Sie können es überweisen oder

auch bar im Pfarramt einzahlen.

Regelmäßige Angebote

in Bennopolis, Kreittmayrstr. 29

Frauenbund Zweigverein St. Benno

Leitungsteam: R. Feger, B. Hörmann, E. Penn

• Club-Abend: jeder 2. Montag im Monat,

19.00 Uhr, Elisabeth-Zimmer

• Witwenstammtisch: jeden 4. Mittwoch im

Quartal (I. Milenovic - Tel.: 18 01 82)

• Frauen-Nachmittag:

jeden 3. Mittwoch im Monat, 14.00 Uhr,

Elisabeth-Zimmer

• Frauen-Engagiert: Englisch für Anfänger

und Wiedereinstieger, jeden Donnerstag,

18.45 Uhr, Mutter-Teresa-Zimmer;

Leiterin: Sibylle Böhm, Tel. 18 36 75



Kolping H. Meese

Eltern-Kind-Angebote im Frauenbund:

Eltern-Kind-Gruppen (Nachfragen bei Fr.

Feger, Tel. 17 64 82)

Eltern-Kind-Musikwiese in St. Barbara,

Leiterin: Gabi Althammer, Tel. 0175/4048762

oder gabialthammer@googlemail.com

E-Mail: frauenbund@st-benno-muenchen.de

Frauenchor Gsangsklang

jeden Donnerstag, 20.15 Uhr im

Kindergarten, Lothstr. 16 (außer Ferien)

Leiterin: Gabi Althammer, Tel.: 0175/4048762

E-Mail: gabialthammer@googlemail.com

Kirchenchor St. Benno

jeden Donnerstag (außer Ferien)

20.00 bis 22.00 Uhr, Saal

Benno-Singers

jeden Mittwoch (außer Ferien)

19.30 bis 20.30 Uhr, Musik-Zimmer

Ministranten und Jugend

A. Wiener

A. Wiener

M. Deiß

P. Arulnayagam

• Gruppenstunden für alle Ministranten

(außer Ferien): Jeden 2. und 4. Freitag im

Monat, 16.30 - 18.00 Uhr

Gruppenleiterinnen: E. Schwarzer, J. Schneller

• Neu: Kindergruppe FunFlower für Kids

zwischen 6-9 Jahren (außer Ferien),

alle zwei Wochen am Donnerstag von 16 Uhr

bis 17.15 Uhr

Gruppenleiterinnen: V. Elsner, T. Schweitzer

• Neu: „Open Space“ für Jugendliche ab

13 Jahre, immer am letzten Freitag im Monat

(außer Ferien)

18.30 Uhr: Spirit-Time in der Krypta von St.

Benno, ab 18.45 Uhr: offener Treff in den

Jugendräumen mit wechselnden Angeboten

(Ende: 20.30 Uhr)

jeden 1. Montag im Monat (außer Ferien)

19.00 bis 21.30 Uhr, Elisabeth Zimmer

Seniorenclub

G. Appel, C. Koskowski

jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat

(außer Ferien) 14.00 bis 17.00 Uhr,

Elisabeth-Zimmer

Glaubensforum

St. Benno (mit W. Sagmeister): jeden Donnerstag,

19.30 Uhr, Paulus-Zimmer

St. Barbara (mit Pfarrvikar P. Höck): jeden 3.

Donnerstag im Monat, 16.30 Uhr mit anschl. Feier

der Heiligen Messe, Gemeinderaum St. Barbara

Anonyme Alkoholiker

Kontakttelefon: 55 56 85 (18 bis 21 Uhr);

jeden Mittwoch 19.30 bis 21.30 Uhr

(mit Angehörigentreffen),

jeden Freitag 15.00 bis 17.00 Uhr,

Treffen jeweils in den Bennokatakomben,

Loristraße 21 (Zugang über Hof)

Alleinerziehende

• Gesprächstreffen:

jeden letzten Samstag im Monat

14.00 bis 16.00 Uhr, Pauluszimmer

C. Vetter

• Chor mit Kinderbetreuung:

C. Scherg (Erzbischöfliches Ordinariat),

Infos: Tel. 21 37 - 12 36


Besondere Gottesdienste, Kirchenmusik

Termine und Veranstaltungen

Diese und weitere aktuelle Gottesdienste, Termine und Veranstaltungen

finden Sie auch auf unserer Homepage: www.st-benno-muenchen.de

APRIL (ab 19.04)

19.04. und 20 Uhr Theateraufführung des Jugendtheaters Saal

20.04., Fr u. Sa

24.04., Mi 19.30 Uhr Vortrag: Ist die Hl. Schrift richtig und zeitgemäß

übersetzt? Pfr. Albert Kammermayer

berichtet aus seiner 18jährigen Übersetzungstätigkeit

in Rom

25.04., Do 14.00 Uhr Seniorennachmittag Elisabethzimmer

27.04., Sa 17.00 Uhr Gedenkgottesdienst zum 1. Sterbetag

des ehem. Benno-Pfarrers F.-X. Eder,

anschl. Nachklang (Gemeindeabend)

Saal

Kirche

Saal

MAI

01.05., Mi 18.30 Uhr Erste Feierliche Maiandacht

gestaltet vom Kirchenchor

12.05., So 10.00 Uhr Erstkommunion, gestaltet von den

Bennosingers und Band

13.05., Mo 18.30 Uhr Frauenbund: Maiandacht

anschl. Maibowle

Kirche

Kirche

Kirche

Saal

14.05., Di 20.00 Uhr Pfarrgemeinderatssitzung Saal

15.05., Mi 14.00 Uhr Frauenbundnachmittag Elisabethzimmer

16.05., Do 14.00 Uhr Seniorennachmittag Elisabethzimmer

18.05., Sa 19.30 Uhr Kabarett-Abend mit der Gruppe

„Phrasenprüfer“

19.05.

Pfingstsonntag

10.00 Uhr Festgottesdienst

Chor: Messe in G-Dur von G.B. Casali

Saal

Kirche

25.05., Sa 18.30 Uhr Anderer Gottesdienst Kirche

anschl. Nachklang Bennokatakomben

29.05., Mi 19.30 Uhr Volkstanzkurs Saal

31.05., Fr 18.30 Uhr Letzte Feierliche Maiandacht

gestaltet von den Bennosingers

Kirche

10


02.06., So

Pfarrfronleichnam

JUNI

9.00 Uhr (!) Pfarrgottesdienst,

gestaltet mit Bläsern

anschl. Prozession zum Rudi-Hierl-

Platz mit Eucharistischem Segen

Kirche

13.06., Do 14.00 Uhr Seniorennachmittag Elisabethzimmer

16.06., So

Patrozinium

10.00 Uhr Festgottesdienst mit dem Bischofsvikar

für die Region München, Rupert

Graf zu Stolberg, gestaltet mit

Bläsermusik

Kirche

16.06., So 10.00 Uhr Kleinkindergottesdienst Saal

18.06., Di 20.00 Uhr Pfarrgemeinderatssitzung Saal

19.06., Mi 14.00 Uhr Frauenbundnachmittag Elisabethzimmer

27.06., Do 14.00 Uhr Seniorennachmittag Elisabethzimmer

30.06., So 10.00 Uhr Gottesdienst zum

Frauenbundpatrozinium

JULI

06.07., Sa 9.00 Uhr Ehevorbereitungsseminar Saal

08.07., Mo 19.00 Uhr Frauenbund-Club „Küche für eine

Welt“ oder Orientalische Küche

Kirche

anschl. Saal

11.07., Do 14.00 Uhr Seniorennachmittag Elisabethzimmer

14.07., So Pfarrwallfahrt nach Grünsink bei

Wessling

Saal

14.07., So 15.00 Uhr Artetonal Saal

16.07., Di 20.00 Uhr Pfarrgemeinderatssitzung Saal

Infos werden rechtzeitig

bekanntgegeben

17.07., Mi 14.00 Uhr Frauenbundnachmittag Elisabethzimmer

21.07., So 10.15 Uhr Kleinkindergottesdienst Saal von St. Barbara

25.07., Do 14.00 Uhr Seniorennachmittag Elisabethzimmer

27.07., Sa 18.30 Uhr „Anderer Gottesdienst“, musikalisch

gestaltet von der „RolliGang“

Kirche

anschl. Nachklang Bennokatakomben

28.07., So 18.30 Uhr Aufführung Kindersingspiel Saal

15.08., Do

Mariä Himmelfahrt

AUGUST

10.00 Uhr Pfarrgottesdienst

mit Kräutersegnung

Kirche

21.08., Mi 14.00 Uhr Frauenbundnachmittag Elisabethzimmer

31.08. - 06.09. Frauenbundreise nach Wien

11


SEPTEMBER

10.09., Di 19.30 Uhr Volkstanzkurs Saal

12.09., Do 14.00 Uhr Seniorennachmittag Elisabethzimmer

17.09., Di 20.00 Uhr Pfarrgemeinderatssitzung Saal

18.09., Mi 14.00 Uhr Frauenbundnachmittag Elisabethzimmer

18.09., Mi 19.30 Uhr Volkstanzkurs Saal

24.09., Di 19.30 Uhr Volkstanzkurs Saal

26.09., Do 14.00 Uhr Seniorennachmittag Elisabethzimmer

28.09., Sa 18.30 Uhr „Anderer Gottesdienst“

mit Liedern aus einem Singspiel

Kirche

anschl. Nachklang Bennokatakomben

28.09., Sa Ausflug „Frauen engagiert“

29.09., So 11.00 Uhr Bergmesse Kampenwand

OKTOBER

02.10., Mi 19.30 Uhr Volkstanzkurs Saal

06.10., So 10.00 Uhr Pfarrgottesdienst am Erntedankfest Kirche

09.10., Mi 19.30 Uhr Volkstanzkurs Saal

10.10., Do 14.00 Uhr Seniorennachmittag Elisabethzimmer

11.10., Fr - RAMADAMA-Kindersachen-Markt Saal

12.10., Sal (Warenannahme Freitag 16-18 Uhr, Verkauf Samstag 9 - 12.30 Uhr)

13.10., So 10.00 Uhr Pfarrgottesdienst an Kirchweih Kirche

gestaltet durch Kirchenchor mit Motetten

von M. Haydn und A. Bruckner

Kirche

15.10., Di 20.00 Uhr Pfarrgemeinderatssitzung Saal

16.10., Mi 14.00 Uhr Frauenbundnachmittag Elisabethzimmer

16.10., Mi 19.30 Uhr Volkstanzkurs Saal

18.10.-20.10. Ministrantenwochenende

19.10., Sa 19.30 Uhr Kirchweihtanz Saal

24.10., Do 14.00 Uhr Seniorennachmittag Saal

25.10.-27.10. Pfarrgemeinderatswochenende

26.10., Sa 18.30 Uhr „Anderer Gottesdienst“

gestaltet mit Harfenmusik

Kirche

anschl. Nachklang Bennokatakomben

12


NOVEMBER

01.11., Fr 10.00 Uhr Festgottesdienst zu Allerheiligen Kirche

Kirchenchor: Deutsche Messe von

Johann Michael Haydn

02.11., Sa 18.30 Uhr Allerseelengottesdienst für die

Verstorbenen der Pfarrgemeinde,

gestaltet von Chor und Schola

11.11., Mo 19.00 Uhr Frauenbund-Club, Vorbereitung

Adventsmarkt

Kirche

Elisabethzimmer

14.11., Do 14.00 Uhr Seniorennachmittag Elisabethzimmer

20.11., Mi 14.00 Uhr Frauenbundnachmittag Elisabethzimmer

24.11., So 10.00 Uhr Pfarrgottesdienst an Christkönig Kirche

gestaltet mit Trompete und Orgel

26.11., Di 17.30 Uhr Jahrestreffen der Una Sancta, Beginn

mit Gottesdienst (Krypta)

30.11., Sa -

01.12., So

13-18 Uhr

10-17 Uhr

Adventsmarkt

30.11., Sa 18.30 Uhr „Anderer Gottesdienst“, gestaltet

durch die Band „Arche Noah“

Saal

Saal

Kirche

anschl. Nachklang Bennokatakomben

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Aus unseren Kirchenbüchern

Neues Leben im Wasser der Taufe empfingen

2012 November

02.11 Désirée Lambrecht

04.11 Leo Wangemann

04.11 Philip Alig

17.11 Jakob Gerlich

18.11 Alessandro Scavuzzo

25.11 Katharina Weinhart

2012 Dezember

02.12 Juliane Frank

(Erwachsenentaufe mit Firmung)

08.12 Lola Hoffmann

08.12 Magdalena Popp

23.12 Michelle Lemaire

29.12 Benno Köglmeier

2013 Januar

12.01 Senta Schechtl

13.01 Taina Evangelista Prelinger

25.01 Julius Jacobsen

2013 Februar

16.02 Emma Weth

20.02 Tim Hildebrand

24.02 Lukas Schwimmer

In Gottes Hand geborgen

2012 November 2012 Dezember

01.11 Maria Stampf

21.11 Erich Feldschmid

23.11 Adolf Mähler

27.11 Giovanni Persichino

29.11 Hildegard Bartlsperger

04.12 Hedwig Pahmeier-Johannsen

11.12 Alfred Hutterer

27.12 Heinz Wechselberger

2013 Januar

20.01 Irmgard Dohn

22.01 Albert Mayr

31.01 Kreszenz Trägler

2013 Februar

14.2 Rupert Huber

18.2 Erna Darchinger

14


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Chor-Projekt

Es findet wieder ein Chorprojekt in der Pfarrei St. Benno statt.

Auf dem Programm steht das

Weihnachtsoratorium von Saint-Saens und Motetten von J.S. Bach

Das Werk wird am Sonntag, 15. Dezember 2013 um 18.00 Uhr in einem

Kirchenkonzert in St. Benno aufgeführt. Angesprochen sind wieder Sängerinnen

und Sänger aller Stimmlagen, die für regelmäßige Proben in einem festen Chor

keine Zeit haben.

Beginn der Proben ist der 15. Oktober 2013, jeden Dienstag um 20.00 Uhr

im Pfarrzentrum Bennopolis im Pfarrsaal, Eingang in der Kreittmayrstr. 29,

80335 München

Es freut sich auf interessierte und frohgemute SängerInnen:

Anton Wiener (Tel.121149-0), Kirchenmusiker und Chorleiter

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Kirche - ein Sanierungsfall?

Verschiedene Menschen aus unserer Pfarrei erzählen in diesem Pfarrbrief,

wie sie die gegenwärtige Situation der Kirche wahrnehmen.

Wie nehmen Sie die aktuelle Situation der Kirche wahr? Ist die Kirche ein

„Sanierungsfall“? Die Kirche ist sicher mit einem Haus vergleichbar, bei dem es an

manchen Stellen Renovierungsbedarf gibt. Eine Sanierung ist kein Abbruch. Es gibt

immer wieder Installationen und Teile, die ersetzt, repariert oder auf den neuesten

Stand gebracht werden müssen. Aber der Kern, das tragende Fundament bleibt.

Viele Menschen finden nicht mehr den Weg zur Kirche. Findet die Kirche den

Weg zu den Menschen? Es gibt viele Menschen, die auf der Suche nach Antworten

für ihr Leben sind, und eigentlich hätte die Kirche von ihrer Botschaft her solche Antworten.

Aber der Weg zu diesen Menschen ist sicher oft mühsam und beschwerlich,

aber immer wieder neu zu suchen.

Jesus begegnet jedem Menschen mit unbedingter Wertschätzung, Wahrhaftigkeit

und Dialogbereitschaft. Kann die Kirche dem christlichen Menschenbild gerecht

werden? Die Kirche wird diesem Anspruch nie völlig gerecht werden können,

weil sie aus Menschen besteht, die Fehler machen, aber dies darf kein Hindernis sein,

ständig neu zu versuchen, sich an der Gestalt Jesu zu orientieren. Gesucht wird eine

glaubwürdige Kirche, die auch Fehler eingesteht und an der Wahrhaftigkeit arbeitet.

Walter Elsner (49):

„Gesucht wird eine

glaubwürdige Kirche, die auch

Fehler eingesteht und an

der Wahrhaftigkeit arbeitet.“

Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Bild der Kirche als „wanderndes Gottesvolk“

aufgefrischt. Was wünschen Sie der Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit?

Ich wünsche der Kirche mehr Mut zu neuem Engagement. Sie soll auch präsent sein,

gerade bei Anliegen, die den Menschen berühren, sie soll sich solidarisch zeigen und

sich auch bei politischen Themen nicht völlig herausnehmen und ein gutes Vorbild abgeben,

in ihrem eigenen Handeln. Den Mitarbeitern, auch den Laien, wünsche ich Mut

und Ideenreichtum, dies auch umzusetzen. Wir alle sollten um ein gutes Erscheinungsbild

nach außen bemüht sein, aber von innen her – also nicht nur Fassade!

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Wie nehmen Sie die aktuelle Situation der Kirche wahr? Ist die Kirche ein

„Sanierungsfall“? Grundgedanke der Kirche ist die Liebe. Verwaltung und Feste feiern

ist wichtig, aber da unterscheidet sich die Kirche nicht von einem x-beliebigen Verein.

Wesentlich ist, dass die Kirche jedem Menschen signalisiert, dass er willkommen

ist. Es macht Hoffnung, dass man immer wieder Menschen begegnet, die auf diese

Weise mit ganzem Herzen Kirche leben.

Viele Menschen finden nicht mehr den Weg zur Kirche. Findet die Kirche den

Weg zu den Menschen? Die Kirche muss die frohe Botschaft zu den Menschen bringen.

Pfarrer sind keine Verwaltungsmenschen. Damit sie mehr Zeit für die Seelsorge

haben, brauchen sie die Unterstützung der Laien. Und Predigten sollten keine bloße

Nacherzählung des Evangeliums sein, sondern das Evangelium auf unsere heutige

Lebenssituation hin deuten.

Franziska Wolfgramm(66):

„Mehr Seelsorge.

Einfacher, bescheidener,

herzlicher.“

Jesus begegnet jedem Menschen mit unbedingter Wertschätzung, Wahrhaftigkeit

und Dialogbereitschaft. Kann die Kirche dem christlichen Menschenbild

gerecht werden? Jesus sagt: „Eure Rede sei: Ja ja, nein nein.“. Die Kirche aber versteckt

sich hinter verstaubten Formulierungen. Sie muss deutlich erklären, dass sie die

Missbrauchsfälle aufklären möchte und dass sie um Lösungen ringt, damit so etwas

Furchtbares nie mehr vorkommt. Aber sie muss auch klar machen, dass es zutiefst

christlich ist, die schuldig gewordenen Menschen nicht abzuschreiben und der Medienhetze

auszusetzen. Genauso wie sie den Opfern jegliche Hilfestellung bieten sollte,

sollte sie auch jeden Täter unterstützen, der aufrichtig bereut und ernsthaft bemüht

ist, sein Verhalten zu ändern und transparent zu machen. Unser christlicher Auftrag ist

es, für Opfer und Täter zu beten. „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben

unseren Schuldigern.“

Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Bild der Kirche als „wanderndes Gottesvolk“

aufgefrischt. Was wünschen Sie der Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit?

Die Kirche sollte sich auf ihre Anfänge besinnen: Mehr Seelsorge. Einfacher, bescheidener,

herzlicher. Wo jeder spürt: Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein. Und wir alle

sollten mehr Geduld haben – mit der Institution Kirche und mit allen Menschen, die mit

ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Talenten Teil dieser Kirche sind.

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Wie nehmen Sie die aktuelle Situation der Kirche wahr? Ist die Kirche ein

„Sanierungsfall“? Sanieren heißt, liebevoll bewahren, was da ist und da ansetzen, wo

es krankt. Man muss das Haus nicht abreißen und was Hochmodernes bauen, was dann

übermorgen nicht mehr modern ist. Die Kirche ist uralt und das ist schön. Aber sie ist in hierarchischen

Denkstrukturen verhaftet, die mir heute oft mittelalterlich erscheinen.

Viele Menschen finden nicht mehr den Weg zur Kirche. Findet die Kirche den Weg zu

den Menschen? Gerade in der Großstadt können Menschen heute frei entscheiden, ob

und in welche Kirche sie gehen. Die Leute, die kommen, haben ein persönliches Bedürfnis.

Diese Chance sollte die Kirche nutzen. Ich komme gern nach St. Benno, weil mich die Predigten

ansprechen. Jede Pfarrei kann durchaus auf ihre Gemeindemitglieder eingehen und

ein eigenes Profil entwickeln. Neben den Angeboten für Kinder und ältere Menschen sollte

die Kirche auch die Bedürfnisse der mittleren Generation wahrnehmen.

Jutta Masurath (50):

„Kommunikation ist heute

schneller und durchlässiger –

damit geht die Kirche nicht um.“

Jesus begegnet jedem Menschen mit unbedingter Wertschätzung, Wahrhaftigkeit

und Dialogbereitschaft. Kann die Kirche dem christlichen Menschenbild gerecht werden?

Kommunikation ist heute schneller und durchlässiger – damit geht die Kirche nicht

um. Ich habe gar nicht den Eindruck, dass die Kirche z. B. die Missbrauchsfälle nicht aufarbeiten

möchte, aber ich werde misstrauisch, wenn ich das Gefühl habe, die Kirche möchte

Geheimnisse aus ihren Gedanken machen. Das Beharren auf Distanz hat nichts mit einem

liebevollen Miteinander zu tun. Gott ist die Liebe – diese Aussage wird heute inflationär gebraucht,

aber das ist ein ganz großer Gedanke! Ein wundervoller Moment im Gottesdienst

ist, wenn sich wildfremde Menschen berühren, um sich den Frieden zu wünschen. So sollte

die Kirche mit jedem Menschen umgehen.

Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Bild der Kirche als „wanderndes Gottesvolk“

aufgefrischt. Was wünschen Sie der Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit? Die Kirche

muss sich bewegen. Aber die Angst vor Veränderung ist oft so groß, dass sie lieber wie eine

Schildkröte den Kopf einzieht. Die Kirche darf die Menschen mit dieser Angst nicht alleinlassen.

Um die Menschen zu begleiten und zu ermutigen, kann die Kirche aus ihrem ureigenen

Schatz schöpfen, dem Evangelium.

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Aufbruch? -

Wo ist er geblieben?

In Gesprächen mit älteren Gemeindemitgliedern,

die das II. Vatikanische Konzil

als Jugendliche und junge Erwachsene

erlebt haben, hört man immer wieder von

der Aufbruchstimmung, die während

und nach dem Konzil in den Gemeinden,

auch hier in St. Benno, geherrscht

hat. Aus manchen Erzählungen ist auch

nach 50 Jahren noch die Euphorie von

damals zu spüren. Der frische Wind, der

durch die geöffneten Fenster der Kirche

in diese hineingelassen werden sollte,

war vor Ort also deutlich zu spüren.

Was ist uns heute von dieser Aufbruchstimmung

geblieben? Meine erste

spontane Antwort auf diese Frage wäre:

Nichts! Von einem Aufbruch ist weit und

breit nichts zu sehen. Negativschlagzeilen

bestimmen das öffentliche Bild.

Fast leere Kirchenbänke allerorten. Es

herrscht eher Lethargie. Als junger Katholik

erntet man Unverständnis und

Kopfschütteln und muss sich teilweise

regelrecht rechtfertigen, wenn man sich

in der Kirche engagiert.

Doch ist das wirklich alles? Die katholische

Kirche also schon eher ein hoffnungsloser

Fall als ein Sanierungsfall?

Nein. Die obige Antwort ist eine zu voreilige

und oberflächliche. Ein genauerer,

tieferer Blick tut also dringend nötig.

Wo kann in der heutigen Zeit Kirche

noch begeistern? Zuerst kommt mir

nochmals das Jahr 2005 in Erinnerung:

Weltjugendtag in Köln. Die Bilder von

damals, Gottesdienste in vollen Stadien,

tausende Menschen, Jung und Alt,

die Papst Benedikt XVI. vom Rheinufer

aus zujubelten, sind unvergessen.

Ebenso der Gottesdienst im Vorfeld auf

dem Odeonsplatz hier in München, wo

viele nicht gleich nach Hause gegangen

sind, sondern zusammen weiter gesungen

haben.

Vor drei Jahren konnten wir als Gastgeber

beim 2. Ökumenischen Kirchentag

diese besondere Stimmung ganz

direkt erleben. Damit ihr Hoffnung habt

– so das Motto des 2. ÖKT 2010 – war

und ist keine leere Worthülse. Ein ähnliches

Bild bei den Papstbesuchen:

hunderttausende Gläubige bei den Gottesdiensten

und jubelnde Menschen auf

Straßen und Plätzen.

Erreicht die katholische Kirche die Menschen

in größerer Anzahl also nur noch

auf Großveranstaltungen? Gemeinsam

gelebter und gefeierter Glaube als

Event? Dieser Eindruck drängt sich aus

obiger Aufzählung geradezu auf. Dem

Wortsinne nach stellen diese Veranstaltungen

aber auch Aufbrüche dar:

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Gläubige brechen auf, machen sich auf

den Weg, um gemeinsam zu beten und

zu feiern. Besonders deutlich wird dies

für mich bei den Jugendtreffen in Taizé.

Woche für Woche brechen in ganz

Europa junge Menschen auf und machen

sich auf den Weg ins französische

Burgund. Bei aller Ausgelassenheit

stehen hier jedoch deutlich das Gebet

und der Austausch über Bibeltexte und

Glaubensfragen im Mittelpunkt.

Um nochmals auf die Ausgangsfrage

zurückzukommen: Wo ist die Aufbruchstimmung

des II. Vatikanischen Konzils

geblieben? Die Euphorie von damals ist

weg und dem, teilweise auch ernüchternden,

kirchlichen Alltag gewichen.

Manche Wünsche und Hoffnungen haben

sich nicht erfüllt, andere dagegen

sind für uns heute so selbstverständlich

geworden, dass wir sie nicht mehr mit

der gleichen Aufmerksamkeit wahrnehmen.

Wir haben uns daran gewöhnt.

Die meisten von uns haben ihr ganz

persönliches „gemütliches Plätzchen“

in der Kirche gefunden und sich dort

eingerichtet.

Für einen echten Aufbruch aber braucht

es mehr: es braucht engagierte

Christen. Nur wer sich in der Nachfolge

Christi aktiv einsetzt, kann etwas verändern.

Es liegt also auch an uns selbst,

einen Aufbruch zu wagen – einen wiederbelebten

oder einen ganz neuen.

Michael Zeller

21


Der Katakombenpakt

– ein lange Zeit nicht beachtetes Dokument -

Vorgeschichte

Das genannte Dokument ist untrennbar mit

Dom Hélder Câmara, einem Weihbischof aus

Brasilien verbunden. Äußerlich unscheinbar

machte er durch die Beachtung der Armen,

die in den Elendsvierteln seines Landes

wohnten, auf sich aufmerksam. Schon als

Priester mahnte er die Kirche, sich um die

Menschen zu kümmern, die sich nicht selbst

helfen können. Seiner Meinung nach fehlte

es der Kirche an nichts. Es sei daher ihre

Pflicht, den Armen zu dienen. Sein Einsatz

wurde mit der Ernennung zum Weihbischof

gewürdigt.

Der Katakombenpakt

und das 2.Vatikanische Konzil

1962 rief Papst Johannes XXIII. Kardinäle

und Bischöfe aus allen Teilen der Welt zusammen

und eröffnete die genannte Veranstaltung.

Als Leitgedanke entwickelte er die

„Kirche der Armen“.

Mit päpstlicher Unterstützung konnte Câmara

seine Anliegen vortragen. Immer wieder

meldete er sich zu Wort und sagte: „Ich sehe

eine Kirche für die Niedrigen und Armen.

Helft alle mit. Ohne Opfer und Gebet ist alles

sinnlos“.

Regelmäßig traf sich eine Gruppe von Kardinälen

und Bischöfen in den Katakomben

von Santa Domitilla, einer Begräbnisstätte

der ersten Christen. Unerschütterlich diskutierte

Câmara über sein Anliegen.

Am 16. November 1965, kurz vor dem Ende

des Konzils, zogen sich ca. 40 Bischöfe und

Kardinäle erneut in ihr Verlies zurück und

verfassten und unterschrieben das Dokument

zum Katakombenpakt. Später stieg

die Zahl der Bischöfe und Kardinäle, die sich

zu dem Inhalt des Dokuments bekannten,

auf 500 Personen an. Dazu gehörte Julius

Angerhausen, Weihbischof von Essen.

Inhalt in Kurzform

Die Unterzeichnung des Dokuments zum Inhalt des Katakombenpakts ist Versprechen

und Gelübde zugleich. Zu seinem Inhalt gehört u.a.:

• Die Kirche in ihrer Gesamtheit betrachtet wird von den Armen repräsentiert.

• Einfaches Leben, Verzicht auf Machtinsignien

• Verzicht auf Reichtum und die äußere Erscheinung, die Reichtum vermuten lässt -

Amtskleidung und Amtsinsignien aus einfachen Materialien

Besitz aller Art wird auf den Namen der Diözese überschrieben

Reiche und Mächtige werden nicht bevorzugt behandelt

• Leben in Armut ist Leben nach dem Evangelium

• Eigenbrötelei und Selbstgerechtigkeit vermeiden

• Leben wie die zu betreuenden Gläubigen – Anpassung in Wohnung, Essen und

Verkehrsmittel u.a.

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• Dank für Spenden, ohne Sonderbehandlung zu versprechen.

• Der apostolische pastorale Dienst an wirtschaftlich Bedrängten, Benachteiligten und

Unterentwickelten wird unterstützt, ohne anderen Gruppen zu schaden.

• Schaffung von Institutionen, die für Gerechtigkeit, Einheit und Harmonie eintreten unter

Einbindung der Regierung und der öffentlichen Dienste

• Offenheit allen Menschen gegenüber unabhängig ihrer Religion

• Vertrauen auf die Gnade von Jesus Christus aufgrund der Gebete von Gläubigen

und Priestern der Diözese

Quelle: Konzilsväter, allgemeine Freigabe

Der Katakombenpakt und die

Kirche der Gegenwart

Im Jahr 1965 glaubten viele Konzilsväter

und auch Gläubige, dass aufgrund der Vorgaben

des Katakombenpakts eine von Gott

gewollte Kirche geschaffen werden könne.

Sind die Vorgaben nach über 50 Jahren auf

die Kirche unserer Zeit übertragbar? Wurde

nicht zu sehr aus lateinamerikanischer Sicht

argumentiert? Wie erleben wir die finanzielle

Problematik der Kirche und der Pfarreien im

europäischen Raum?

Häufig muss ein Pfarrer bis an die Grenze

seiner Belastbarkeit mehrere Pfarreien

(Pfarrverband) betreuen. In der evangelischen

Kirche werden viele Pfarreien nur

mit einer halben Stelle besetzt, der Pfarrer

muss sich einen zusätzlichen Einsatzort

suchen. Aus finanziellen Gründen werden

kirchliche Einrichtungen durch Vermietung

zweckentfremdet, pensionierte Geistliche

werden ohne zusätzliche Bezahlung zur

Verstärkung herangezogen; wöchentlich

können wir aus den Stellenanzeigen der

Kirchenzeitung entnehmen, dass Pfarreien

für Pfarrsekretärinnen, Kirchenmusiker u.a.

hauptamtliche Mitarbeiter nur halbe Stellen

ausschreiben, der Haushalt wird gekürzt,

dringend notwendige Renovierungen werden

verschoben, kleinere Gemeinden werden

aufgelöst, ihre Kirche entweiht, veräußert

und von der Stadt als Vortrags- oder

Konzertsaal genutzt. Dennoch gelingt es

Pfarreien ungeachtet der finanziell angespannten

Lage, sozial Schwachen nicht nur

mit Spendengeldern zu helfen.

Damit soll nicht verschwiegen werden, dass

in Kirchen Kostbarkeiten zu finden sind. Wer

sich mit ihrer Geschichte beschäftigt, wird

feststellen, dass diese besonders in der

Vergangenheit von Adelsfamilien und in der

heutigen Zeit von angesehenen Unternehmen

finanziert wurden, die sich zusammengeschlossen

haben, z. B. die Orgeln des Alten

Peters und von St. Michael in München.

Die Kirchen stellten dafür nur die Räumlichkeiten

zur Verfügung. Reichtum hat ein anderes

Gesicht.

Alle Themen des 2. Vatikanischen Konzils

stehen im Zeichen der Erneuerung. Mögen

sich die immer noch zahlreichen kirchlichen

Einrichtungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten

dazu verpflichtet fühlen.

Karl-Heinz Albrecht

Eine spannende TV-Dokumentation zeichnet

ein eindrucksvolles Bild vom lebhaften

Geschehen hinter den Kulissen des Konzils

und ist auch im Hinblick auf Papst Franziskus

sehr aufschlussreich. Sie kann unter

www.ardmediathek.de mit dem Suchbegriff

„Katakombenpakt“ abgerufen werden.

23


UR – das Dekret des Konzils

zur Ökumene -

Ökumenische Gesprächsabende St. Benno u. Christuskirche

Das 50-jährige Konzilsjubiläum war im

Herbst 2012 Anlass, dass sich der Ökumenische

Gesprächskreis von evangelischer

Christuskirche und St. Benno mit

den Aussagen des Zweiten Vatikanums zur

Ökumene beschäftigen wollte.

An drei Abenden trafen sich hierzu Interessierte

und Seelsorger aus beiden Gemeinden

abwechselnd im evangelischen

Gemeindehaus am Neuhauser Dom-Pedro-

Platz oder im Pfarrzentrum Bennopolis.

Am ersten Abend stellte Pfarrer Sperrer

die Person und den Werdegang von Papst

Johannes XXIII. näher vor sowie die Umstände,

die ihn dazu veranlasst hatten, ein

großes ökumenisches Konzil einzuberufen.

Auch kamen die Entwicklungen innerhalb

der katholischen Kirche zur Sprache, die

schon in den Jahren vor dem Konzil den Boden

dafür bereitet hatten.

Beim zweiten Gesprächsabend stellte

Pfarrvikar Peter Höck im Dekret über den

Ökumenismus Unitatis redintegratio (UR:

„Die Einheit aller Christen wieder herstellen

zu helfen ...“, vom Konzil verabschiedet

21.11.1964) und im Dekret über die dogmatischen

Konstitution der Kirche Lumen gentium

(LG: „Christus ist das Licht der Völker

...“, verabsch. ebenfalls 21.11.1964) den

Zuhörern in einem Impulsreferat das beide

Kirchen Verbindende vor und die sich daraus

ergebende Wertschätzung den evangelischen

Christen gegenüber.

Auf diesem Hintergrund musste natürlich im

Kreis auch über das weiterhin de facto Trennende

gesprochen werden. Ausführlicher

wurde dann die durch das Vatikanum aufgewertete

Stellung der Laien und ihre neuen

Aufgabenbereiche in der Liturgie und Pastoral

erläutert. Es folgte eine längere Diskussion

und der Abend schloss mit dem Vater

Unser und dem Abendsegen.

Den dritten Abend gestaltete Pastoralassistentin

Sr. Sara Thiel zur Liturgiekonstitution

Sacrosanctum concilium (SC: „Das heilige

Konzil hat sich zum Ziel gesetzt, das christliche

Leben unter den Gläubigen mehr und

mehr zu vertiefen...“, verabsch. 4.12.1963).

Die Schwerpunkte des Gesprächs bildeten

die Gesichtspunkte der tätigen Teilhabe aller

Getauften an der Liturgie des Gottesdienstes

(jede/r hat seinen/ihren „Part zu spielen“ sowie

die Einführung der Volkssprache im Gottesdienst

neben dem Lateinischen. Es gab

regen Austausch in der Runde über die persönlichen

Erinnerungen, wie die Erneuerung

der katholischen Liturgie erlebt wurde. Auch

ein ganz aktuelles römisches Schreiben

diskutierte man: die Übersetzungsinstruktion

Liturgiam authenticam, in der Papst em.

Benedikt XVI. für die liturgischen Bücher

eine sehr wortgetreue Übersetzung der biblischen

Vorlagen einfordert.

Ludwig Sperrer, Peter Höck

und Sr. Sara Thiel

25


Ministranten-Dasein vor dem Konzil

Erinnerungen an meine Ministrantenzeit in St. Benno

in den Jahren 1938 bis 1945

Am 24. März 1938 habe ich in der St. Benno-

Kirche von Stadtpfarrer Dr. Hans Möderl die erste

heilige Kommunion empfangen. Mein Bruder

Erwin war Ministrant und jetzt durfte auch

ich Ministrant werden. Zuerst lernte ich zusammen

mit meinem Schulfreund Hans Kundmüller

die lateinischen Gebete auswendig, welche

man damals als Ministrant während der heiligen

Messe laut betete. Zur Prüfung unserer „lateinischen

Kenntnisse“ mussten wir bei Herrn

Kooperator A. Pfäffl vorsprechen. Inzwischen

durften wir schon mal die Fackel am Sonntag

während des Hochamtes tragen. Unser Oberministrant,

Helmut Rogger, hat uns dann in den

Altardienst eingewiesen.

Siegfried Kratzer, oberste Reihe,

zweiter von links

Jeden Werktag wurde in St. Benno um 6.00,

6.30, 7.00, 7.10 und 7.30 regelmäßig eine

heilige Messe gelesen, weil jeder Geistliche

einmal täglich eine Messe zelebrieren musste.

So kamen auch Gastzelebranten, wie

z. B. Studienprofessor Leonbacher, täglich

zum Messe lesen nach St. Benno. Bis auf den

7-Uhr-Gottesdienst waren alle Frühmessen

„stille Messen“, die an den Seitenaltären und in

der Krypta gelesen wurden. Die 7-Uhr-Volkssingmesse

wurde am Hochaltar gelesen und

dazu spielte die Organistin, Frau Megele, die

Orgel. Es störte auch nicht, wenn der 7-Uhr-

Gottesdienst am Hochaltar gehalten und die

7.10-Uhr-Messe gleichzeitig am Sakramentsaltar

gelesen wurde. Eine stille Messe dauerte

ca. eine halbe Stunde

Für jede Messfeier waren zwei Ministranten

vorgesehen. Im Minstranten-Kleiderschrank

wurde vom Oberministranten jeweils ein Wochenplan

ausgehängt. Ein und derselbe Ministrant

musste eine Woche lang bei einer

Werktagsmesse immer zur gleichen Zeit ministrieren.

Das sehr frühe Aufstehen war nicht

nur für uns Ministranten, sondern auch für unsere

Mütter, die uns stets rechtzeitig wecken

mussten, mit großer Opferbereitschaft verbunden.

Ab und zu hatte ein Ministrant auch mal

verschlafen, so dass er vom Mesner aus dem

Plan gestrichen wurde, und für diesen Tag die

ihm zustehende Vergütung von 10 Pfennig

nicht bekam. Ich erhielt im Monat 2.00 bis 2.50

Reichsmark Ministrantengeld. Wenn beide

Ministranten ausfielen, musste einer von der

vorgehenden Messe noch einmal ministrieren,

oder notfalls auch der Mesner.

26


Wir hatten zwei Mesner in St. Benno: einen

Hauptmesner, Herrn Ostermeier, und einen

Hilfsmesner, Herrn Hofmann. Als Herr Ostermeier

in Ruhestand ging und Herr Hofmann

zum Militärdienst eingezogen wurde, bekamen

wir einen neuen Mesner, Herrn Donaubauer.

Diesem rutschte schon manchmal die Hand

aus, wenn wir Ministranten seine Nerven übermäßig

strapazierten. Für den Blumenschmuck

in der Kirche war Frau Bücherl zuständig. Sie

und die Reinemachefrau waren die einzigen

weiblichen Personen, die sich im Altarbereich

aufhielten.

zuständig war. Er hatte eine besondere Gabe,

uns für den Altardienst zu begeistern. Wir waren

zu seiner Zeit eine stattliche Anzahl von 30-

40 Ministranten.

Jeden Sonntag wurde ein levitiertes Hochamt

(drei Priester) mit großem Altardienst und 10

Fackelträgern gefeiert. An Festtagen wurde der

Altardienst sogar noch erweitert. Unter Leitung

von Herrn Chordirektor Dr. Ziegler sang der

Kirchenchor zum Hochamt eine lateinische

Messe. In der Regel wurde nur am Sonntag

und an den Festtagen vor dem Hochamt um 9

Uhr gepredigt, und zwar immer von der Kanzel.

Die Predigten wurden vom Stadtpfarrprediger

von St. Benno, Herrn Morath, gehalten.

Es war damals sowohl bei den Ministranten als

auch bei den meisten Gläubigen aus verschiedenen

Gründen nicht üblich, bei jeder heiligen

Messe zu kommunizieren. An einem Sonntag

im Monat wurde ein Jugendgottesdienst, vor

allem mit Kommunionempfang der Jugendlichen

gefeiert. Die Gläubigen empfingen

kniend am Speisegitter (Kommunionbank) die

Kommunion. Der Priester spendete nur Mundkommunion,

und damit keine Hostie oder Teile

davon zu Boden fallen konnten, hielt der Ministrant

dem Kommunizierenden den Kommunionteller

(ovale Messingschale) unter das Kinn.

Beichtgelegenheit war jeden Samstagnachmittag

und sonntags bis kurz vor dem Hochamt.

Im Jahre 1938 kam als Neuzugang bei den

Geistlichen der junge Katechet Josef Wiedholz

nach St. Benno, der dann für die Ministranten

Im Jahr 1942

Katechet Wiedholz lernte uns viele Jugendlieder,

ging mit uns zum Schwimmen, er machte

mit uns Ministrantenausflüge und kleine Bergtouren.

Weil damals außer der „Hitlerjugend“

jede andere Jugendorganisation verboten war,

musste Katechet Wiedholz von uns in der Öffentlichkeit

bei unseren Ausflügen als Herr

„Lehrer“ angesprochen werden. Später war ich

ihm des öfteren beim Verpacken von Feldpostpäckchen

im Pfarrhof behilflich.

Den Ministranten stand als Freizeitraum das

„Ministrantenzimmer“ im Pfarrhof, in dem heute

das Pfarrbüro untergebracht ist, zur Verfügung.

In diesem Zimmer standen zwei große

Tische, die wir zum Tischtennisspielen zusammenstellten.

Auch eine Tischkegelbahn und ein

Schrank mit Jugendbüchern, die wir ausleihen

konnten, waren vorhanden.

27


Bei schönem Wetter verbrachten wir unsere

Freizeit mit Spielen im Pfarrhofgarten oder auf

den großen freien Wiesen rund um die Bennokirche.

Die schmutzige Altar- und Sakristeiwäsche

wurde etwa alle zwei Wochen von Ministranten

mit dem Leiterwagerl zum Waschen und Reinigen

(Wachsflecken) zu den Schwestern in

die Marienanstalt am Stiglmaierplatz gefahren

und im Austausch die saubere Wäsche mitgenommen.

Die Pfarrei bezog dort auch ihre

Oblaten (Hostien), die wir Ministranten bei Bedarf

gleich mit abholten. Meistens bekamen wir

dann von den Schwestern einen Oblatenbruch

geschenkt.

Zum Fest „Heilig Drei König“ traten wir Ministranten

als Sternsinger mit den gleichen Texten

und Liedern auf, wie sie heute in St. Benno

noch gebräuchlich sind. Ich war damals der

Sternsinger „König Kaspar“ aus dem Morgenland.

Zu Weihnachten führten wir, unter Leitung

und Einstudierung von Herrn Kundmüller sen.,

in der Krypta auch ein Krippenspiel auf.

Alle Jugendlichen waren ab dem 10. Lebensjahr

verpflichtet, Mitglied der Hitlerjugend zu

werden und an deren Aktivitäten teilzunehmen.

Wir Ministranten beschränkten unsere

Teilnahme auf das Unumgängliche. Obwohl

wir manchmal mit „Jetzt kommen die Pfarrerlehrbuam!“

verspottet wurden, ließ man uns

im Großen und Ganzen in Ruhe. Es kam auch

manchmal vor, dass die Hitlerjugend am Sonntag

Vormittag während der Gottesdienstzeit

provokatorisch besonders laut singend rund

um die Bennokirche marschierte, um dann anschließend

im Gloria-Filmtheater an der Nymphenburger

Straße bei freiem Eintritt die sogenannte

„Jugendfilmstunde“ zu besuchen.

Mit dem Fortschreiten der Kriegsjahre hatten

sich auch die Lebensbedingungen zusehends

verschlechtert. Die schöne, unbeschwerte

Ministrantenzeit ging nun zu Ende. Bereits

ab dem 17. Lebensjahr wurden einige Ministranten

für den Flakhelfer- und Arbeitsdienst

in der Heimat und andere als Soldaten zum

Kriegsdienst an die Front eingezogen. Die Lebensmittelmarken

und Bezugsscheine sowie

der Fliegeralarm gehörten jetzt zum Alltag. Infolge

der vielen gefallenen Soldaten und durch

Luftangriffe getöteten Menschen häuften sich

auch die Requien.

Ein schrecklicher Tag für unsere Pfarrei war die

Zerstörung der Bennokirche. Obwohl bei einem

„kleinen“ Tagesluftangriff am 4. Oktober 1944

bald nach dem Ertönen der Sirenen (Fliegeralarm)

in der Umgebung der Kirche nur wenige

Bomben fielen, trafen leider auch einige unsere

Benno-Kirche und zerstörten hauptsächlich

das Mittelschiff und die Orgel.

Ich wohnte damals schon in unmittelbarer Nähe

der Kirche und kann mich noch sehr gut erinnern,

wie ich mit meiner Mutter sowie anderen

Hausbewohnern unterwegs in den Luftschutzkeller

war, als die Bomben fielen. Es entstand

dabei eine Panik, weil alle auf einmal durch die

Tür des Luftschutzkellers drängten. Mein Vater,

der zur Zeit des Bombenangriffs in der Loristraße

Richtung Bennokirche fuhr, wurde vom Luftdruck

vom Fahrrad geschleudert. Er berichtete

uns dann als erster im Luftschutzkeller von der

furchtbaren Zerstörung der Bennokirche.

Das Polytechnikum an der Lothstraße (heute

Fachhochschule) stellte der Pfarrei St. Benno

dann vorübergehend ihre Aula zur Feier des

Sonntagsgottesdienstes zur Verfügung. Als

dann nach Beendigung des Krieges die zerstörte

Benno-Kirche von Schutt frei geräumt

war, konnten wenigstens in der Krypta (die nur

durch die Kirche zugänglich war) wieder Gottesdienste

gehalten werden.

28


Ein hauptamtlicher Mesner war zu dieser Zeit

nicht mehr ausgelastet. Diese Tätigkeit übernahm

als „Sakristei-Schwester“ Simon Petra

von den Niederbronner Schwestern.

Die Ministranten von St. Benno wurden in alle

Winde verstreut. Während ein Teil schon längst

auf das Land evakuiert war, kamen andere in

Kinderlandverschickungslager.

Der letzte Kriegswinter begann mit der furchtbarsten

Heimsuchung für die Pfarrei St. Benno.

In der Nacht des 17. Dezember 1944 und

des 7. Januar 1945 wurden in den Fliegergroßangriffen

durch Luftminen (Bomben mit starker

Luftdruckwirkung), sowie Spreng- und Brandbomben

80 bis 90% der Gebäude des Pfarrbezirks

zerstört.

Auch die elterlichen Wohnungen fast aller

Ministranten unserer Pfarrei waren davon betroffen.

Meine Eltern und ich haben alle Luftangriffe

auf München miterlebt. Wir hatten das

Glück, dass unser Wohnhaus nur „leicht“ beschädigt

wurde.

Siegfried Kratzer (rechts)

Wirtshaus franz josef

Nymphenburger Str. 64

80335 München

Tel.: 089/ 130 143 97

www.wirtshaus-franzjosef.de

Liebe Gäste,

bei uns erleben Sie bayerische Gastlichkeit

von ihrer gemütlichsten Seite. Ganz nach

alter Tradition und getreu der Devise „Leben

und Leben lassen“ ist unser Wirtshaus

unkomplizierter Treffpunkt für Jung und Alt

und vielerlei Anlässe.

Gekocht wird nach traditionellen Rezepten,

die wir leicht und pfiffig interpretieren. So,

wie wir uns eine zeitgemäße Wirtshauskultur

eben vorstellen.

Unkompliziert - familiär - kommod

Von Montag bis Freitag wird ein schneller

und preisattraktiver „Mittagsrenner“ angeboten.

Diejenigen Gäste, die ein wenig mehr

Zeit mitbringen, können aus den wöchentlich

wechselnden Empfehlungen oder von

der Standard-Speisekarte auswählen.

Unsere Räumlichkeiten sind ausgerichtet

für Familienfeiern, gesellschaftliche Anlässe

oder geschäftliche Veranstaltungen ab 10

bis 120 Personen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihre Wirtsleute

Kristina und Mario Klaric

29


Baustein „Frau“ in der Kirche:

so sichtbar tragend und tragfähig, aber ...

Interview zum II. Vatikanischen Konzil - 50 Jahre danach mit der

ehemaligen Vorsitzenden der Kommission Glaube und Kirche im

Landesverband des KDFB Frau Maria Hollering-Hamers

Was sagen die Dokumente des II. Vatikanischen

Konzils zum Thema Frauen?

Über Frauen wird eigentlich in diesen Dekreten

und Konstitutionen sehr wenig ausgesagt. Im

Art. 9 dieses Dekrets lesen wir endlich auch etwas

über uns Frauen: „….Da heute die Frauen

eine immer aktivere Funktion im ganzen Leben

der Gesellschaft ausüben, ist es von großer

Wichtigkeit, dass sie auch an den verschiedenen

Bereichen des Apostolates der Kirche

wachsenden Anteil nehmen“.

Leider ist es bei hehren Worten geblieben!

Irritierend und verletzend finde ich es übrigens

auch, dass die Konzilssprache rein männlich

verfasst ist. Sie spricht ständig von Brüdern

und brüderlich, vom väterlichen Erbe und von

den Söhnen Gottes, auch da wo es sich ganz

klar und unzweifelhaft um alle Menschen handelt.

Auch im Ökumenismusdekret spricht man

fortwährend von den „getrennten Brüdern“,

das Wort „Schwester“ oder „Frau“ kommt nicht

ein einziges Mal vor!

Und was ist daraus geworden?

Gute Frage – wo stehen wir Frauen heute in

der Kirche? Einiges von den „Versprechungen“

über den „wachsenden Anteil“ an das Apostolat

der Kirche, das Frauen zu Teil werden sollte,

wurde eingelöst: Frauen sind Lektorinnen und

Kommunionhelferinnen, sie entscheiden mit in

Pfarrgemeinde-, Dekanats- und Diözesanräten

und sitzen sogar auch in den Kirchenverwaltungen.

Mädchen können seit 2005 offiziell

auch ministrieren. In den höheren Leitungsfunktionen

der Kirche gibt es nur ganz wenige

Frauen, auch dort, wo die Aufgaben nicht

unbedingt eine Weihe voraussetzen. Professorin

Sabine Demel, Kirchenrechtlerin von der

Universität Regensburg meint, das Kirchenrecht

böte viel mehr Möglichkeiten Frauen auf

wichtige Positionen in der Kirche zu platzieren,

diese werden aber bis jetzt von den Bischöfen

nur selten in Anspruch genommen.

Welche Erwartungen haben Sie für die

Zukunft?

Meine Erwartungen für die Zukunft sind nicht

optimistisch! Noch in den 80-ziger Jahren des

vergangenen Jahrhunderts, war ich davon

überzeugt, dass es nicht mehr lange dauern

würde, dass auch Frauen Diakoninnen und

Priesterinnen werden könnten. Für mich war

klar, dass hier Unrecht geschieht. Und Unrecht

muss irgendwann wieder behoben werden.

Nach dem Konzil war die Hoffnung groß. Damals,

18 Jahre jung, war ich stolz Katholikin

zu sein. Heute frage ich mich: Warum bleiben

so viele Frauen in einer Kirche, die sie diskriminiert

und ausgrenzt? Wollen wir das immer

noch widerstandslos hinnehmen, auch im Blick

auf unsere Töchter, Schwiegertöchter und Enkelinnen?

30


Als Frauenbundfrauen, die aktiv am verbandlichen

und kirchlichen Leben teilnehmen, kennen

die meisten von uns viele biblische Vorbildsfrauen,

die mit Jesus nach Galiläa zogen,

die seine Jüngerinnen waren oder die von Paulus

beauftragt wurden die junge Kirche mit aufzubauen

und die Gemeinde zu leiten.

AufRufeZeichen!...

...war das diesjährige Jugendkorbinians-Motto.

Wir, drei Mädels und Sr. Sara machten uns zu

nachtschlafener Zeit auf den Weg zum Freisinger

Dom.

Am 13. November 2012 war es dann endlich

so weit, wir trafen uns um 5.10 Uhr in der Früh

an der Maillingerstraße, um von dort aus nach

Pulling, einem Dorf vor den Toren Freisings,

los zu fahren. Dort angekommen starteten wir

mit einer großen Gruppe von Wallfahrern unseren

Weg durch die morgendliche Dämmerung.

Bei der ersten Station auf dem Weg gab

es einen warmen Punsch oder einen Tee zum

Aufwärmen. Von hieraus gingen wir getrennt

von der Gruppe selbstständig weiter. Auf dem

Weg machten wir uns Gedanken

zu der Frage: Wo können

wir in unserem Alltag Zeichen

setzen? In interessante Gespräche

vertieft und nach

einem etwas abgekürzten

Weg standen wir um 8.15 Uhr

auf dem Freisinger Domberg.

Namen von Diakoninnen sind verbürgt und die

Texte, die zu ihrer Weihe gesprochen wurden

sind bekannt. Was damals möglich und völlig

normal war, kann doch heute nicht falsch oder

unmöglich sein……

Das Interview führte Ingeburg Milenovic

Es ist gekürzt hier wiedergegeben.

Wenn Sie den vollen Text wünschen

Tel. 180 182.

Glücklich dort angekommen

gönnten wir uns erst einmal

eine Pause, um uns das

Wallfahrerabzeichen, den

„Jugendkorbi“-Ausweis und

das Liederheft für den Gottesdienst

zu besorgen. Mit einem stimmungsvollen

Gottesdienst, der von einer coolen Musikband

begleitet wurde, eröffnete Kardinal

Marx die Veranstaltung. Anschließend stärkten

wir uns mit einem Mittagessen und dann gingen

die Aktionen auch schon los. Besonders

interessant fanden wir den Workshop, bei dem

wir ein paar Wörter in Gebärden-Sprache lernen

konnten. Mit einer Vesper wurde dieser

unvergessliche Tag abgeschlossen. Müde und

mit vielen neuen Eindrücken machten wir uns

wieder auf den Weg nach München.

Hannah Ziegler und Sara Graubmann

31


Kirche im Wandel: Barbarakirche feiert

90-jähriges Weihejubiläum

Am 4. Februar 1923 wurde die Barbarakirche

von Michael Kardinal von Faulhaber geweiht.

Aus Anlass des 90-jährigen Weihejubiläums

hat die Barbaragemeinde am 10. Februar zu

einem Festgottesdienst mit Weihbischof Engelbert

Siebler eingeladen.

Eine Augenweide boten die polnischen Frauen

und Männer in ihrer farbenprächtigen Landestracht.

Pfarrer Ludwig Sperrer begrüßte die Barbaragemeinde,

die Gäste, die Mitzelebranten

Peter Höck, Jean Koffi Kinnoume, Pater Johannes

Neuner sowie Pater Rainer Klostermann

von der Bundespolizei und brachte seine Freude

zum Ausdruck, dass Weihbischof Engelbert

Siebler den Gottesdienst zelebrierte. Musikalisch

gestaltet wurde die Messe durch den Cantiamo-Chor

unter der Leitung von Wolfgang

Antesperger mit der Missa brevis in G-Dur von

W. A. Mozart.

Viele Gäste, die sich mit der Barbarakirche verbunden

fühlen, sind der Einladung gefolgt, darunter

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, der

in St. Barbara ministriert hat, Bundestagsabgeordneter

Johannes Singhammer, der Vorsitzende

des BA Schwabing-West Dr. Walter Klein,

Künstler sowie Vertreter des Ordinariats und

der polnischen Gemeinde. Der Gottesdienst

war geprägt von dankbarer Erinnerung an

die vielen Menschen, die in den vergangenen

neunzig Jahren in einer bewegten und bewegenden

Zeit durch ihr Tun die Barbaragemeinde

mitgestaltet haben.

Mit den feierlichen Klängen von Henry Purcells

„Trumpet tune“, gespielt von einem Bläserensemble

der Bundespolizei, zogen Fahnenabordnungen,

Altardienst und Zelebranten in die festlich

geschmückte und bis auf den letzten Platz

gefüllte Kirche ein.

Ausgehend von Jesus Christus als Fundament

der Kirche betonte Weihbischof Siebler in seiner

Predigt den Wandel der Kirche aufgrund

des Zweiten Vatikanischen Konzils und die

zunehmende Bedeutung der Laien für priesterlose

Gottesdienste (=> Infokasten). Den

Wandel der Barbarakirche skizzierte Pfarrvikar

Peter Höck nach dem Schlussgebet: Ursprünglich

erbaut als militärische Lagerhalle wurde

sie Not- und Garnisonskirche, später spirituelle

Heimat der polnischen Gemeinde und ist heute

als Filialkirche von St. Benno Mittelpunkt einer

lebendigen Gottesdienstgemeinde.

Am Ende des Gottesdienstes wurden acht

Personen für ihre langjährigen Dienste für die

Barbaragemeinde mit der von der Künstlerin

Gerlinde Ossiander gestalteten und von Weihbischof

Siebler gesegneten Barbaranadel geehrt.

In den Würdigungen durch Pfarrer Ludwig

Sperrer und Pfarrgemeinderatsvorsitzenden

Klaus Bachhuber wurde deutlich, wie sehr sich

die Menschen mit „ihrer“ Barbarakirche verbunden

fühlen.

32


Musikalisch umrahmt wurde der Dankakt vom

Frauenchor „Gsangsklang“. Als das bekannte

Taizé-Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“

in polnischer Sprache erklang, wurde es

nicht nur den polnischen Gottesdienstbesuchern

warm ums Herz. Nach dem bischöflichen

Segen erklang ein lautstarkes „Te Deum“ zu

Ehren von Gott dem Herrn, der vor neunzig

Jahren die Barbarakirche zueigen genommen

hatte. Mit der Barbara-Intrade von Lothar Gottloeber

zum Auszug endete der frohe und eindrucksvolle

Gottesdienst.

Noch mehrere Stunden verbrachte so mancher

Besucher im Barbarasaal, im Freisitz des

Gartens oder in der Kirche beim Betrachten

der Schautafeln mit Zeitdokumenten und beim

Lesen der Jubiläumsbroschüre besinnlich oder

in geselliger Runde.

Allen, die zum Gelingen dieser glanzvollen

Feier des 90-jährigen Weihejubiläums in der

Liturgie und in der Ausrichtung des geselligen

Beisammenseins beigetragen haben und allen

Mitfeiernden ein herzliches Vergelt’s Gott!

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten

sich die Besucher mit Suppe und Punsch

aufwärmen und bei einem Glas Wein ins Gespräch

kommen.

für den AK St. Barbara

Pfarrvikar Peter Höck

Monika Prestel

Die mit der Barbaranadel geehrten

Alfons Schraml, Elfriede Drost,

Maria Holzapfel (sitzend v. links),

Thomas Seidenschwan, Inge

Milenovic, Helma Zeilbeck, Andrzej

Dalkowski und Nadja Schwarzer

(2. Reihe v. links) mit Weihbischof

Engelbert Siebler, Pfarrvikar Peter

Höck, Kultusminister Dr. Ludwig

Spaenle, MdB Johannes Singhammer

sowie Vertretern der polnischen

Gemeinde.

Art. 35 Abs. 4 der Liturgiekonstiution des Zweiten Vatikanischen Konzils: Ursprünglich

aufgenommen auf Anregung der Missionsbischöfe, gewinnt die Aussage zu priesterlosen

Wortgottesdiensten auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung:

„Zu fördern sind eigene Wortgottesdienste an den Vorabenden der höheren

Feste...sowie an den Sonn- und Feiertagen, besonders da, wo kein Priester

zur Verfügung steht; in diesem Fall soll ein Diakon oder ein anderer Beauftragter

des Bischofs die Feier leiten.“

33


Die „Allwettergeher“

Die „Allwettergeher“ ist ein anderes Wort für die

fleißigen Sternsinger von St. Benno, die bei jedem

Wetter unterwegs waren. Wir gingen vom

3. Januar bis zum 6. Januar 2013 unermüdlich

durch Regen und Schnee, um den Segen in

viele Häuser zu bringen. Zugleich sammelten

wir über 5.500 Euro für bedürftige und kranke

Kinder in Tansania.

Am 28.12.2012 waren einige von uns bei der

feierlichen Aussendung der Sternsinger in

Hausham. Mit über 500 anderen Sternsingern

aus der Diözese München und Freising haben

wir nach einem bewegendem Gottesdienst,

den Segen durch Erzbischof Marx empfangen.

Die Teilnahme an der Aussendung war aber

nur möglich, weil einige Erwachsene Urlaub

genommen haben, um uns dorthin zu begleiten.

Überhaupt brauchte es die Unterstützung

vieler Ehrenamtlicher aus der Pfarrei St. Benno,

die dafür sorgten, dass wir Sternsinger

immer hervorragend versorgt und bestens gekleidet

waren.

Dabei werden wir immer wieder gefragt, warum

wir uns das in unseren Ferien freiwillig antun.

Unsere Motivation ist: Geld für kranke und

arme Kinder zu sammeln, Spaß zu haben, die

Gastfreundschaft der Pfarreimitglieder zu erfahren

und das Gefühl, Gutes zu tun. Als Lohn

für das frühe Aufstehen, die langen Tage, das

schlechte Wetter, die gewaltigen Fußmärsche

werden wir mit leckerem selbst gekochtem

Essen im Bennopolis, reichlich Süßigkeiten,

guten Worten und so manchem Lächeln beschenkt.

Kinder bei der Aussendung

Es gehört fast schon zur Tradition, dass wir

von einem Reporter des Bayerischen Rundfunks

Besuch bekommen. Nach einem gemeinsamen

Mittagessen in Bennopolis wurden

wir für den Radiosender interviewt. Wer

unseren Beitrag noch nicht gehört hat, hat

die Möglichkeit dies zu tun unter: http://www.

br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowelt/unterwegs-mit-den-sternsingern-100.html

Doch eins ist heut`schon für uns klar: „ Wir

kommen gern wieder im nächsten Jahr!“

Erzbischof Marx in Hausham

Moritz Bruder,

Florian und Sebastian Geyer,

Felix und Korbinian Olbrich

und Andreas Turbanisch

34


Wie nehmen Sie die aktuelle Situation der Kirche wahr? Ist die Kirche ein

„Sanierungsfall“? Die katholische Kirche gibt gegenwärtig ein trauriges Bild ab: Zu viele

Eigentore werden geschossen, oft aus Hilflosigkeit oder durch Versagen der Institutionen

oder einzelner Personen, wie etwa die ausgesetzte Aufarbeitung der Missbrauchsfälle, der

„Kölner Fall“, Zurückrudern in der angekündigten Dialogbereitschaft und Reformstau. Die

Kirche ist auf neue Situationen nicht gut vorbereitet, führungsschwach und stark verunsichert.

Kardinal Kasper beschrieb es einmal so: „Die Kirche brennt lichterloh, während wir

die Inneneinrichtung diskutieren.“

Dr. Gottfried Feger (78): „Die Kirche ist

auf neue Situationen nicht gut vorbereitet,

führungsschwach und stark verunsichert.“

Viele Menschen finden nicht mehr den Weg zur Kirche. Findet

die Kirche den Weg zu den Menschen? Wir sind Zeuge des

Endes der Volkskirche als Folge eines gesellschaftlichen Individualisierungs-

und Säkularisierungsprozesses, der dazu geführt hat,

dass die Vermittlung von Glaube und Religion von vielen als kaum

noch relevant empfunden wird. Früher begann die religiöse Erziehung im Elternhaus. Heute

spielt die religiöse Erziehung eher eine nebensächliche Rolle. Hinzu kommt die dramatisch

zurückgehende Teilnahme am kirchlichen Geschehen. Der Weg zu jüngeren Menschen und

der Generation „Unter-Sechzig“ ist mühselig, weil kaum noch präsent.

Jesus begegnet jedem Menschen mit unbedingter Wertschätzung, Wahrhaftigkeit

und Dialogbereitschaft. Kann die Kirche dem christlichen Menschenbild gerecht

werden? Das christliche Menschenbild ist diffus, weil die innerkatholischen Gruppen zu

unterschiedlich sind; hier ‚reformoffen‘, dort traditionsverhaftet‘. Auch leben sie in verschiedenen

gesellschaftlichen Milieus. Antworten aus dem Katechismus reichen nicht mehr. Die

Kirche sollte die Lebenswirklichkeit der heutigen Menschen nicht ausblenden, sondern sie

akzeptieren und auf sie eingehen.

Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Bild der Kirche als „wanderndes Gottesvolk“

aufgefrischt. Was wünschen Sie der Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit? Die Pfarreien

bemühen sich nach Kräften, während die „Kirchenoberen“ die dramatischen Veränderungen

im Kirchen- und Glaubensleben (bewusst?) nicht sehen. Auf Pfarreiebene bewahrt

die Kirche ihre Identität. Dort ist sie in der Zeit angekommen und greift die Sehnsucht nach

Neuem, spiritueller Orientierung, Sinngabe und seelsorgerischer Begleitung auf. Dort lebt

sie das Miteinander, nimmt die Sorge um den Menschen ernst, vermittelt die Liebe und

Barmherzigkeit Gottes auch gebrochenen, distanzierten Menschen und ist von Offenheit

und Zuwendung geprägt. Die Pfarrei ist eine Art Hausgemeinschaft, wo man sich angenommen

fühlt. Die Kirche als wanderndes Volk bedarf der Orientierung bis hin zum „letzten

Weg“, damit sie zukunftsfähig bleibt.

36


Wie nehmen Sie die aktuelle Situation der Kirche wahr? Ist die Kirche ein

„Sanierungsfall“? Ich gehe davon aus, dass in dieser Frage die katholische Kirche gemeint

ist; dazu fallen mir spontan zwei Sachen ein: Ja, die Kirche ist meiner Meinung nach ein

Sanierungsfall: 1. Glaube ist keine Frage der Wahl, sondern der Überzeugung. An dieser

Überzeugung mangelt es meiner Meinung nach vor allem in dem hierarchischen Konstrukt

der Kirche: die wenigsten Kirchenoberen, damit meine ich alles ab Bischof aufwärts, schaffen

es, ihre Überzeugung glaubhaft den „Normalchristen wie du und ich“ zu vermitteln. Und

da es immer weniger Priester als Bindeglieder dazwischen gibt, wird diese Kluft so schnell

nicht kleiner werden. 2. In unsere Demokratie des 21. Jahrhunderts passt es nicht, dass der

„Normalchrist“ oft wie ein Untertan behandelt wird. Aber genau dieses Gefühl kommt selbst

bei mir manchmal auf, wenn ich die einen oder anderen Äußerungen der „Kirchenoberen“

höre oder lese.

Viele Menschen finden nicht mehr den Weg zur Kirche. Findet die Kirche den Weg zu

den Menschen? Die Kirche findet schon den Weg zu Menschen, nur steht sie sich dabei

meiner Meinung nach manchmal selbst im Weg: In großen Gotteshäusern / Kirchen mit wenigen

Gottesdienstbesuchern wird es immer schwieriger sein, dass sich ein Gemeinschaftsgefühl

entwickelt. Aber genau dieses Gemeinschaftsgefühl ist zumindest mir sehr wichtig. Also

gehe ich lieber in kleinere Kirchen, die dann aber gut gefüllt sind.

Heinrich Frauenknecht (37):

„Die wenigsten Kirchenoberen, damit

meine ich alles ab Bischof aufwärts,

schaffen es, ihre Überzeugung

glaubhaft den „Normalchristen

wie du und ich“ zu vermitteln.““

Jesus begegnet jedem Menschen mit unbedingter Wertschätzung, Wahrhaftigkeit und

Dialogbereitschaft. Kann die Kirche dem christlichen Menschenbild gerecht werden?

Ich glaube schon, dass die Kirche dem christlichen Menschenbild gerecht wird. Aber auch

hier sehe ich das Problem, dass es die Kirche nicht schafft, sich in der breiten Öffentlichkeit

auch entsprechend darzustellen. Womit sich der Kreis zu Frage 1 schließt, die Kirche ist

meiner Meinung nach in vielerlei Hinsicht ein Sanierungsfall.

Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Bild der Kirche als „wanderndes Gottesvolk“

aufgefrischt. Was wünschen Sie der Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit?

Mein Wunsch für die Kirche, ganz kurz und knapp: mehr mit der Zeit zu gehen.

37


Unser Umwelttipp für den Alltag:

Wasser sparen aus den richtigen Gründen

Wenn wir bei uns Wasser sparen, können wir leider nicht den

Durst auf der Welt lindern. Denn wie sollte unser „gespartes“

Wasser in die Länder der dritten Welt gelangen? Trotzdem gibt

es gute Gründe auch bei uns Wasser zu sparen:

Ein sparsamer Verbrauch senkt die Haushaltskosten. Man muss weniger bezahlen, und zwar

gleich zweimal – denn beim Wasser zahlt man einen Preis für das frische Wasser, das aus dem

Hahn kommt, und dann bezahlt man noch die „Abwassergebühr“ dafür, dass das (schmutzige)

Wasser abläuft und wieder gereinigt und zu Trinkwasser aufbereitet wird. Denn diese Aufbereitung

kostet Energie, und wenn sauberes Wasser in die Kanalisation gelangt, vermischt

es sich mit Abwasser und muss ebenfalls gereinigt werden. Wer bei einfachem Zähneputzen

drei Minuten lang das Wasser laufen lässt, verbraucht bis zu 40 Liter Frischwasser. Schnell

kommen da bei mehren Personen im Haushalt an einem Tag 120 Liter zusammen. Wenn es

gelingt, diese 120 Liter täglich einzusparen, dann könnten Sie ca. 150 Euro jährlich pro Haushalt

einsparen. Wenn Sie dieses gesparte Geld dann noch für ein Wasserprojekt in der dritten

Welt spenden, lässt sich dadurch auch noch der Durst auf unserer Welt lindern. Ein Brunnen

kostet ca. 300 Euro.

Deswegen unser TU WAS Tipp:

• Wasser nicht laufen lassen beim Zähneputzen, möglichst auch

nicht beim Rasieren.

• Wenn Sie eine Armatur mit Sparstellung haben, nutzen Sie

diese auch. Sie müssen nicht immer „Vollgas“ geben.

• Prüfen Sie mal, ob der Wasserzulauf am Waschbecken zurückgedreht

werden kann. Merken Sie kaum, spart aber viel Wasser.

Die Projektgruppe würde sich sehr über weitere Mitstreiter freuen. Im Moment bereiten wir

einen Infoabend zum Thema „Wasser“ vor. Bitte melden Sie sich im Pfarrbüro oder beim

Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Herrn Klaus Bachhuber.

Volker Olbrich (für die Projektgruppe Umwelt und Schöpfung)

39


Aufgepasst - Aufgemerkt

Die Straßennamen im St.-Benno-Viertel

von Dr. Franz Morschhäuser

Gabelsbergerstraße

Sie verbindet als Einbahnstraße in ihrer Gesamtlänge

vom Benno-Viertel aus gesehen

auf der Höhe der Sandstraße bzw. Kreittmayrstraße

die Dachauer Straße mit der

Türkenstraße. Zu unserem Pfarreisprengel

gehört jedoch nur der Bereich von der Dachauer

Straße bis zur Ecke Schleißheimer

Straße. Er umfasst die Hausnummern 72-78

und 99 - 105.

Franz Xaver Gabelsberger ist der Namensgeber

der Straße. Er wurde am 9. Februar

1789 in München geboren und machte 1807

seinen gymnasialen Abschluss am heutigen

Wilhelmsgymnasium. Da er aus finanziellen

und gesundheitlichen Gründen nicht studieren

konnte, trat er 1809 als Schreiber in die

Generaladministration der Stiftungen und

Kommunen ein und wurde bereits 1810 in

der Regierung des Isarkreises Kanzlist d.h.

er war für die Konzipierung und Reinschrift

von Schriftstücken zuständig. Drei Jahre

später wechselte er in die Kanzlei der Zentral-Stiftungskasse.

1818 wurde sein selbst entwickeltes Kurzschriftalphabet

vorgestellt. Gabelsberger gilt

als Begründer der aus der Schreibschrift

abgeleiteten kursiven deutschen Stenografie.

Seine 1834 veröffentlichte „Anleitung zur

Deutschen Redezeichenkunst“ gilt als „Meilenstein

der Stenografiegeschichte“.

1924 ging Gabelsbergers System zusammen

mit anderen in der Deutschen Einheitskurzschrift

auf, die bis 1968 immer wieder

reformiert wurde und bis heute das Standardsystem

der Kurzschrift in Deutschland

und Österreich ist.

Gabelsberger wurde der erste Parlamentsstenograf

des Bayerischen Landtags, später

leitete er das Stenographische Büro der

Bayerischen Ständeversammlung und wurde

1823 zum Geheimen Ministerialsekretär

befördert. Ab 1826 war er im Statistischen

Büro des Innenministeriums tätig. Außerdem

hatte er eine Lehrtätigkeit in Kurzschrift

an der Universität und am Polytechnikum in

München inne.

Am 4. Januar 1849 starb Franz Xaver Gabelsberger

an den Folgen eines Schlaganfalles.

Noch im selben Jahr war der bis heute

bestehende Stenographen-Zentralverein

Gabelsberger e.V. gegründet worden.

1890 wurde an der Einmündung der Barer

Straße zur Ottostraße das Gabelsbergerdenkmal

errichtet. Es handelt sich dabei um

eine Bronzeplastik des Bildhauers Syrius

Eberle, die von Ferdinand von Miller gegossen

wurde.

Die Namenswidmung der Gabelsbergerstraße

erfolgte bereits 1862.

40


Gaiglstraße

Sie ist eine kurze Verbindungsstraße vom

Ferdinand-Miller-Platz zur Lothstraße.

Ihren Namen verdankt sie Sebastian Gaigl.

Er wurde 1797 geboren. Gaigl besaß eine

Pfandleihanstalt und zwar, wie es heißt „in

der jenseits der Isar gelegenen Stadt Au“.

Damit ist der Teil Au vom Stadtteil Au-Haidhausen

gemeint. Die Au umfasst das Gebiet

rechts von der Isar von der Ludwigsbrücke

im Norden bis zur Wittelsbacherbrücke im

Süden. Mit Au wird ein Gebiet am Wasser

bezeichnet. Die Au im Bereich von München

wird bereits 1340 urkundlich erwähnt. 1808

wurde die Au als Vorstadt Au zur Stadt erhoben

und 1854 in die Stadt München eingemeindet.

Durch seine Pfandleihanstalt war Sebastian

Gaigl sehr vermögend geworden und wollte

vor allem Waisenkinder in München daran

teilhaben lassen. So spendete er 328.000

Goldmark für den Bau des städtischen Waisenhauses.

( 1 Goldmark der damaligen Zeit

entspricht heute knapp 10 € !) Desweiteren

spendete Gaigl auch für die Ausbildung talentierter

Waisen. Sebastian Gaigl war ein

Mäzen in München. Als er am 22. Juni 1876

starb, erhielt er von „der dankbaren Stadtgemeinde

München“ ein Ehrengrab auf dem

Alten Südfriedhof. Auf seinem Grabmal, auf

dem Sebastian Gaigel geschrieben steht,

sind zwei Waisenkinder, die Blumen bringen,

und die Bavaria zu sehen.

Die Namenswidmung der Gaiglstraße erfolgte

1890.

Georgenstraße

Sie führt von der Leopoldstraße zur Lothstraße

und trennt die Maxvorstadt von Schwabing.

Zum Pfarreisprengel St. Benno gehört

nur der Bereich von der Schleißheimerstraße

bis zur Lothstraße. Dieser umfasst die

Hausnummern 117-123 und 138-144.

Der Name der Georgenstraße geht vermutlich

auf eine ehemalige St. Georgenschwaige

zurück, die 1764 erstmalig genannt wurde.

Damit war die Schwaige Milbertshofen

mit der Kirche St. Georg gemeint. Unter

Schwaigen versteht man spezielle Siedlungsformen,

die durch Landesherren gegründet

worden waren und für Viehzucht

benutzt wurden. Da diese St. Georgenschwaige

zum Teil 1818 zu Schwabing kam,

liegt es nahe, dass die Georgenstraße als

Trennstraße zwischen Schwabing und Maxvorstadt

ihren Namen erhielt.

Die Namenswidmung der Georgenstraße

erfolgte 1856.

41


Wie nehmen Sie die aktuelle Situation der Kirche wahr? Ist die Kirche ein

„Sanierungsfall“? Ich müsste schlafen, wenn ich die aktuelle Situation in unserer Kirche

nicht wahrnehmen würde. Wer in ihr lebt und beheimatet ist, der wird auch an ihr leiden.

Das Wort „Sanierung“ gefällt mir nicht. Kirche besteht aus Menschen, die ständig der Umkehr

und Erneuerung bedürfen, innerlich und äußerlich. Die Weltkirche braucht viel Geduld.

Heute können sich die jüngeren Menschen kaum mehr vorstellen, wie grundlegend sich die

Liturgie nach dem Konzil geändert hat. Jede Zeit hat ihre eigenen Formen, zu leben und

miteinander zu sprechen. Kirche wird nie fertig sein.

Viele Menschen finden nicht mehr den Weg zur Kirche. Findet die Kirche den Weg zu

den Menschen? Der Weg zu den Menschen führt vor allem über die Beziehungen, die

wir im Alltag schaffen. Wo ich die Bedürfnisse meines Nächsten wahrnehme, über meinen

Glauben spreche und meine Meinung als Christ kundtue. Ich kann hundert Plakate aufhängen,

aber die Menschen fühlen sich vor allem eingeladen, wenn sie persönlich angesprochen

werden. Durch die Zuwendung zum Nächsten ist jeder von uns Botschafter der Kirche,

auch wenn er nicht ständig Gott im Mund hat.

Jesus begegnet jedem Menschen mit unbedingter Wertschätzung, Wahrhaftigkeit und

Dialogbereitschaft. Kann die Kirche dem christlichen Menschenbild gerecht werden?

Wo Zuneigung, Vertrauen und Liebe das Fundament bilden, sei es in Familie, Pfarrgemeinde

oder Ordensgemeinschaft, da wächst das christliche Menschenbild. Gemeinschaft ist

nicht, Gemeinschaft wird. Da bin ich gefragt! Kirche – das sind wir! Natürlich fällt das mal

leichter und mal schwerer. Warum hat Jesus denn die Apostel ausgewählt? Auf Petrus,

diesen wankelmütigen Menschen hat er seine Kirche gegründet! Die Bischöfe freilich sind

weit weg gerückt. Sie müssten mehr unter’s Volk und mehr mit ihren Pfarrern reden, um zu

erfahren, wo der Schuh drückt.

Sr. Anna Monika (70):

„Kirche ist eine Lerngemeinschaft -

unterwegs, begleitet, geführt, manchmal

auch getragen in den Nöten unserer Zeit“.

Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Bild der Kirche als

„wanderndes Gottesvolk“ aufgefrischt. Was wünschen Sie

der Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit? Uns allen wünsche

ich das Bewusstsein, dass wir eine „Lerngemeinschaft“ sind: Wir

sind unterwegs, begleitet, geführt, manchmal auch getragen in den Nöten unserer Zeit – von

IHM. ER – der „Ich bin da“. Dies erfahre ich, daraus lebe ich, das lässt mich jeden Tag diesen

Pilgerweg mit seinen Höhen und Tiefen gehen. Diese Erfahrung, diese Freiheit, dieses

Geschenk des Glaubens wünsche ich uns allen. Wie in einer Beziehung muss man lernen,

den anderen zu achten, gerade weil er Mängel hat. Man muss dranbleiben und erkennen,

dass es oft die schweren Zeiten waren, in denen man innerlich gewachsen ist.

42


Wie nehmen Sie die aktuelle Situation der Kirche wahr? Ist die Kirche ein

„Sanierungsfall“? Kirche - das sind wir alle. In unserer Gemeinde und in unserem Freundeskreis

ist Kirche für mich etwas Wichtiges, Handfestes und Klares. Bei den Oberhirten

habe ich mein Problem: Sie sollten für die Schar der Schafe doch das Beste wollen. Aber

auch in unserem Erzbistum wirkt vieles verkopft und wenig menschennah. Um von den Gläubigen

verstanden zu werden und den Glauben weiterzutragen, gilt es eine klarere Sprache

zu finden.

Viele Menschen finden nicht mehr den Weg zur Kirche. Findet die Kirche den Weg

zu den Menschen? Der Ursprung religiöser Erziehung liegt bei den Eltern. Da hat unsere

Generation versagt. Wir sind religiös erzogen worden. Mir hat es geholfen, auch wenn es

manchmal lästig war. Unsere Generation hat das nicht weitergegeben. Ich als Großvater

und die Eltern müssen den Kindern den Glauben wieder nahebringen. Da kann dann der

Religionsunterricht ansetzen. Wir alle müssen einfachere Wege finden. Wie oft nehmen wir

Belanglosigkeiten wichtig und verlieren das Wesentliche aus dem Blick? Die Oberhirten müssen

eine nicht verkünstelte Sprache und Zugang zu unseren Lebenswirklichkeiten finden.

Natürlich ist es auf Pfarreiebene einfacher, den Menschen gerecht zu

werden als in einer Diözese oder gar in Rom. Umso wichtiger ist es,

dass jeder von uns in seinem Kreis das Seine tut.

Josef Gschirr (66):

„Immer wieder fragen:

Was würde Christus heute tun?“

Jesus begegnet jedem Menschen mit unbedingter Wertschätzung, Wahrhaftigkeit und

Dialogbereitschaft. Kann die Kirche dem christlichen Menschenbild gerecht werden?

Wir sind Menschen mit Fehlern und Schwächen. Man muss den anderen so annehmen,

wie er ist. Dass das nicht immer einfach ist, weiß jeder. Aber das ist Christsein. Die Kirche

erscheint oft kompliziert, bürokratisch und voll Angst, etwas falsch zu machen, wie z. B. im

Umgang mit Geschieden-Wiederverheirateten. So wie wir im Kleinen müssen sich auch die

Oberhirten immer wieder fragen: Was würde Christus heute tun? Und wer sind die Pharisäer

heute?

Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Bild der Kirche als „wanderndes Gottesvolk“

aufgefrischt. Was wünschen Sie der Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit? Auffrischung!

Kardinal Döpfner war in meiner Jugendzeit der Bischof schlechthin. Einfach war er nicht für

seine Priester und Mitstreiter. Aber er konnte mitreißen und hat uns gezeigt, wie man Frische

hineinbringt. Immer wieder nachdenken: Was tun wir überhaupt? Sich selbst kritisch

hinterfragen. Sicher werden wir das Vatikanum nicht eins zu eins umsetzen können. Wie

viele Vorsätze machen wir uns am Jahresanfang, die wir dann nicht einhalten können? Aber

versuchen muss man es.

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Neu-Start der Kirchenverwaltung (KV)

mit drei neuen Gesichtern: Annette Neuerer, Monika Prestel, Peter Seiler

Am Sonntag, 18.11.2012 war die Wahl zur Kirchenverwaltung. Elf Kandidatinnen und Kandidaten

haben sich zur Wahl gestellt und damit ihre Bereitschaft bekundet, Zeit und Sachverstand

ehrenamtlich einzubringen. Die KV setzt sich aus den gewählten acht Mitgliedern

und dem Vorsitzenden, Herrn Pfarrer Ludwig Sperrer, zusammen. Als Gäste nehmen beratend,

aber ohne stimmberechtigt zu sein, Pfarrvikar Peter Höck sowie der PGR-Vorsitzende

Klaus Bachhuber an den Sitzungen teil.

In der konstituierenden Sitzung am 17.01.2013 wurde wiederum Herr Dr. Gottfried Feger

zum Kirchenpfleger gewählt. Wie in der Vergangenheit werden die Mitglieder in den nächsten

sechs Jahren eine Reihe wichtiger Entscheidungen zu Haushalt, Personal, Baumaßnahmen

etc. zu treffen bzw. zu begleiten haben. In diesem Jahr sind es die Sanierung

des Pfarrhauses und des Innenhofes unseres Pfarrheimes Bennopolis, worüber bereits im

letzten Pfarrbrief berichtet wurde. Um die vielfältigen Aufgabenfelder schultern zu können,

sind jedem Mitglied bestimmte Bereiche zugewiesen worden:

Dr. Gottfried Feger

ist als Kirchenpfleger und Vertreter des Pfarrers in alle Entscheidungen

eingebunden. Insbesondere ist er Ansprechpartner in Personal- und

Rechtsangelegenheiten und vertritt die Interessen gegenüber dem

Ordinariat.

Johannes Beckenbauer

ist zuständig für die Filiale St. Barbara,

insb. Bauunterhalt, sowie für die

Arbeitssicherheit.

Georg Eder

sind die IT-Ausstattung, der Arbeitskreis Internet und der Bereich Personal

übertragen; zugleich wird er den Kontakt zum Pfarrgemeinderat

pflegen.

Josef Gschirr

ist aufgrund langjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit in der Pfarrei mit

vielfältigen Aufgaben betraut wie Bauunterhalt, Geräteausstattung,

Abnahme der vermieteten App./Wohnungen, Zusammenwirken mit

dem Hausmeister und Beauftragter für das Bennomobil.

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Dr. Elisabeth Herrmann

steht für personal- und vergütungsrechtliche Fragen

zur Verfügung; außerdem vertritt sie die Interessen

der KV gegenüber dem Kindergarten-/hort und

umgekehrt.

Annette Neuerer

obliegt die Kassen- und Rechnungsprüfung,

die Bearbeitung der Checklisten „Bauunterhalt St. Benno

und die Zusammenarbeit mit der Mesnerin.

Monika Prestel

steht als Schriftführerin,

für steuerrechtliche Angelegenheiten

sowie für die Öffentlichkeitsarbeit bereit.

Peter Seiler

ist für die Bewertung handwerklicher Angebote,

Aufträge und z. T. für den Bauunterhalt zuständig.

Die Pfarrangehörigen können darauf vertrauen, dass die KV-Mitglieder die ihnen übertragenen

Aufgaben wie bisher mit Sorgfalt und Einsatzfreude wahrnehmen werden. In den

Pfarrbriefen wird über deren Tätigkeit immer wieder berichtet werden. Den ausgeschiedenen

KV-Mitgliedern sei auch an dieser Stelle für ihre engagierte Arbeit herzlich gedankt.

Dr. Gottfried Feger, Kirchenpfleger

Dank für langjähriges Ehrenamt

in der Kirchenverwaltung von St. Benno

Ehrenamt verdient Anerkennung

Bis zur konstituierenden Sitzung der neugewählten KV am 17. Januar 2013 war die „alte“

KV-Runde noch im Amte. Rechtzeitig zur Stabübergabe kamen die bisherigen Mitglieder

am 9. Januar zu einer Abschlusssitzung zusammen um Rückschau zu halten: Was konnte

bewerkstelligt werden? Welche Hindernisse galt es zu bewältigen? Welche Projekte werden

den neuen KV-Mitgliedern übergeben? Wie konnte sich der Einzelne in seinem bestimmten

Aufgabenbereich einbringen? Bin ich persönlich zufrieden mit der gemeinsamen Arbeit?

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Nach der gemeinsamen Reflexion traf man sich zu einem Dankgottesdienst in der Krypta,

um all die Erfahrungen auch von Gott gesegnet sein zu lassen. Das Reich Gottes ist ja

schließlich der tiefere Beweggrund, warum sich die einzelnen ehrenamtlichen Mitchristen in

den wirtschaftlichen, personalen und juristischen Angelegenheiten unserer Pfarrgemeinde

engagieren. Anschließend wurden anlässlich eines gemeinsamen Abendessens besonders

den Mitgliedern gedankt, die sich nicht mehr zur Wahl stellten und ausschieden.

Pfarrer Sperrer überreichte dabei Dankurkunden

der Erzdiözese, von Generalvikar

bzw. Finanzdirektor unterschrieben,

an folgende vier Personen:

Therese Schunk, für 12 Jahre KV-Mitarbeit

(wg. Krankheit nicht auf dem Foto);

Helma Zeilbeck, für 12 Jahre KV-Mitarbeit

(3. v. l.); Alfred Neuerer, für 14 Jahre

KV-Mitarbeit (2. v. l.); Herbert Reiter,

für 18 Jahre KV-Mitarbeit (r.)

Ludwig Sperrer, Pfr.

Die Theatergruppe von St. Benno

geht in eine neue Runde

Die Proben sind noch in vollem Gange, aber

schon zu Beginn stand schnell fest, dass es

wieder heiter und kurios wird.

Alle Schauspieler und Mitwirkenden geben

sich große Mühe, um das Spektakel des

letzten Jahres noch zu übertreffen. Nachdem

die beiden Aufführungen letztes Jahr

sehr gefragt waren und wir hoffen, dass

das auch dieses Jahr wieder so ist, sind wir

noch motivierter.

Worum es in dem Stück geht, verraten wir

nicht. So viel soll aber gesagt sein: Die

Lachmuskeln werden strapaziert und ganz

nach dem Titel des Stücks: „Es muss ja

nicht immer Shakespeare sein“ kann auch

unsere kleine Gruppe ein großes Publikum

begeistern.

Zwei Aufführungen sind geplant am Freitag,

19. April und Samstag, 20. April, jeweils um

20.00 Uhr im Pfarrsaal. Wir hoffen auf viele

Zuschauer und wünschen euch schon einmal

viel Spaß!

Das komplette Ensemble

der Theatergruppe von St. Benno

(Artikel von Julian Brodacz)

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Das Ensemble der Theatergruppe von St. Benno

(leider nicht auf dem Bild Vincent und Tanja)

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