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Das Wandernagelkreuz Würzburg

zu Gast in der

Evangelisch-methodistichen

Christuskirche, Würzburg

16. März 2011 – 16. März 2012


Wandernagelkreuz Würzburg

16. März 2011 bis 16. März 2012

Weg der Versöhnung am 16. März 2011

1. Station

▶ Gedenkstätte 16. März 1945 am

Hauptfriedhof: „Versöhnung über den Gräbern“

Totengedenken und Kranzniederlegung durch

Oberbürgermeister Georg Rosenthal

3. Station

▶ Kriegerdenkmal im Husarenwäldchen:

„Kriege von früher töten auch heute“

Integration ist Friedenssicherung. Gespräch

mit Schülern und Rektor Stephan Becker der

Mönchbergschule Würzburg (170 Kinder aus 33

Nationen).

Zwischenstation

▶ Friedrich-Ebert-Ring/Weingartenstraße:

„Hindenburgstraße“

2. Station

▶ Versöhnungsglocke am Hauptfriedhof:

„Versöhnung: Erfahrung und Aufgabe“

Was ist heute noch zu spüren? Physische und

psychische Spätfolgen des 2. Weltkrieges

durch alte Munition und Blindgänger.

Bürgermeister Helmut Krämer, Giebelstadt

4. Station

▶ Voliere im Ringpark Klein Nizza:

„Wir stecken heute wieder im Krieg“

Die Evangelisch-methodistische Kirche vor

und nach dem 16. März 1945.

6. Station

▶ Evanglisch-methodistische Christuskirche,

Friedrich-Ebert-Ring 39, Würzburg:

„Versöhnung – ein zentrales Anliegen der

Bibel“

Weitergabe des Wandernagelkreuzes an die

Evangelisch- methodistische Kirchengemeinde

Würzburg (EmK)

Nach wie vor wird an der Rüstungsproduktion

gut verdient. Die Folgen heutiger Kriege

werden in Zukunft noch spürbarer sein. Was

können wir tun?

Dr. Eva Maria Fischer, München, handicapinternational

5. Station

▶ Spielplatz beim Amtsgericht

„Integration – ein Weg der Versöhnung“

Die Ansprache hielt Wolfgang Rieker, Superintendent

der Evangelisch-methodistischen

Kirche in Bayern.

Versöhnungsgebet

Gemeinsamer Weg über St. Johannis durch den

Ringpark zur Ev.-methodistischen Kirche

16. März 2011


Wandernagelkreuz Würzburg

16. März 2011 bis 16. März 2012

Die „großen Brüder“ der Versöhnung:

Neubesinnung – Umkehr – aktives Handeln

Spätfolgen von Streubomben und Minen

Dr. Eva-Maria Fischer berichtete von der Arbeit der Kampagne „www.handicap-international.de“.

Dabei haben uns Bilder und Berichte aus Laos vor Augen geführt, wie Landminen und Streubomben

noch über Jahrzehnte Menschen gefährden und dauerhaft schädigen können. Noch heute sterben

Menschen durch Minen und Streubomben, die während des Vietnamkrieges eingesetzt worden

sind. Ein Vortrag, der unter die Haut ging.

Was zeichnet erfolgreiche Kampagnen aus?

Von „Brot für die Welt“ berichtete Dr. Martin Quack über humanitäre Kampagnen und ihren Erfolg.

Welche Maßnahmen sind nicht nur gut gemeint sondern auch erfolgreich. Er nannte praktische

Beispiele: Umkehr und Neuorientierung durch Nachdenken. Unter welchen Bedingungen sind sie

nachhaltig?

Finanzmärkte im Visier

Julia Dubslaff berichtete von der Arbeit ihrer im Entstehen befindlichen Organisation „facingfinance.org“,

die den Einsatz und Nutzen von Fondsgeldern vor allem in Ländern Afrikas beobachten

und bewerten will. Durch ihre Informationen sollen Menschen in Europa die Möglichkeit bekommen

zu entscheiden, wo und wie sie ihr Geld anlegen wollen. Dadurch kann jeder (!) einen Beitrag

leisten, dass Geld dort investiert wird, wo es zum Wohle vieler dient und nicht mit maximalem

Gewinn ohne Rücksicht auf ethische Gesichtspunkte zum Einsatz kommt.

Theologischer Abend:

„Auf dem Weg zu einer ökumenischen Friedenstheologie“

Als Kind hat Stephan von Twardowski sieben Jahre in Südafrika gelebt und so selbst miterlebt, wie ungerecht die Welt sein kann. Daraus ist ein

besonderes Engagement für „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ entstanden. Als Vertreter unserer Kirche hat er im letzten Jahr

an der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation, die den Abschluss und Höhepunkt der ökumenischen ‚Dekade zur Überwindung von

Gewalt. Kirchen für Frieden und Versöhnung‘ bildete, teilgenommen. Eindrücklich hat Stephan von Twardowski von dieser Veranstaltung berichtet.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Entwicklung einer Theologie des Friedens. Das anschließende Gespräch bot für alle Beteiligten die Möglichkeit

sich auszutauschen.

16. März 2011 / 7. Oktober 2011


Wandernagelkreuz Würzburg

16. März 2011 bis 16. März 2012

Gemeindeseminar

Bei der Klausurtagung der Bezirkskonferenz kam die

Anregung auf, in einem Gemeindeseminar das Thema

„Beziehungen in der Gemeinde“ zu bearbeiten.

Für dieses Seminar haben wir die Mithilfe der

EmK Gemeindeberatung erbeten. Gaby von Butler

Beteiligung von 18 Gemeindegliedern wurde

auf Geschichte und Gegenwart der Gemeinde

Würzburg geschaut. Dabei wurde die sehr große

Unterschiedlichkeit der Menschen in der Gemeinde

und Karin Marona haben nach Beratung in einem

Vorbereitungskreis diesen Tag gut moderiert. Unter

Würzburg deutlich. Beim Blick in Gegenwart und

Zukunft wurde klar, dass Gemeinschaft und gelebte

Beziehungen der Pflege und des persönlichen Einsatzes

jedes einzelnen bedürfen. Dieser Tag hat sehr dazu

geholfen, um miteinander im Gespräch zu sein.

„Danke-Essen“ für die Mitarbeitenden des Bezirks

Das Mitarbeiteressen am 9. Dezember

ist auch eine Idee gewesen, die im

Zusammenhang mit dem Nagelkreuzjahr

und dem Gemeindeseminar entstanden

ist. Anstelle des Mitarbeitertages (der ist

aufgeschoben, aber nicht aufgehoben)

waren alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

der Bezirksgemeinde zu einem festlichen

Drei-Gänge-Menü eingeladen. Uli Mehling hat

für alle gekocht und er hat sich dafür drei Tage

lang ins Zeug gelegt. Alle wurden nicht nur

satt, sondern haben auch ein wundervolles

Essen genießen können.

2. April 2011


Wandernagelkreuz Würzburg

16. März 2011 bis 16. März 2012

D a s

Nagelkreuz gab

die Initialzündung. Getreu

dem Motto „Erinnerung bewahren

– Versöhnung leben“ wollten

wir für das

Jahr mit dem Nagelkreuz

in unserer

Gemeinde ein Zeichen

der Versöhnung nicht nur

nach innen, sondern auch

nach außen – in unsere Stadt

hinein – setzen. So entstand der

Lesekreis in der Mönchbergschule.

Die Mönchbergschule ist eine Grundund

Hauptschule im Frauenland mit 208

Lesekreis an der Mönchbergschule

Schülern und Schülerinnen aus

35 Nationen. Die deutschsprachigen

Kinder besuchen die vier

Klassen der Grundschule. In

jahrgangsgemischten Klassen

werden Kinder mit Migrationshintergrund

unterrichtet.

Durch den Kontakt von Familie

Jahreiß zur Schule (Sebastian

besucht die 4. Klasse und Sophia

wird im Herbst dort eingeschult)

entstand die Idee, den

fremdsprachigen Kindern beim

Deutsch lernen zu helfen. Von

d e r

Schule wurde das Angebot dankbar angenommen

und so starteten wir im Frühsommer

2011.

Seitdem ist der Mittwochvormittag –

außer in den Schulferien – ein fester

Termin. Wir treffen uns vor der

3. Schulstunde im Foyer der

Mönchbergschule und sind

gespannt, was uns erwartet.

Wir, das ist ein relativ

fester Kreis

von fünf bis

acht Lesehelfern. In kleinen Gruppen

betreuen wir die Kinder,

wenn sie alters-

und

sprachgerechte

Texte abwechselnd laut

vorlesen. Das laute Lesen und die

kleine Gruppe von maximal drei Kindern

fördert

das Erlernen der

Sprache und es fordert

natürlich auch die

Kinder. Denn manch einem

fällt das Stillsitzen noch

schwer. „Unsere“ Klasse ist

jahrgangsgemischt mit Kindern

zwischen sieben und elf Jahren.

Zurzeit sind 15 Kinder in der Klasse,

doch das ändert sich beinahe wöchentlich.

Die Kinder kommen aus

aller Herren Länder, von Brasilien,

den USA über Island, Afrika,

Osteuropa, Asien bis hin zu

den Krisengebieten Afghanistan

oder dem Irak.

Wir fühlen uns dazugehörig,

spätestens seit wir zur Weihnachtsfeier

mit buntem Treiben

in der ganzen Schule eingeladen

waren oder zu einer

kleinen Geburtstagsfeier einer

Lehrerin. Wir spüren, dass die

Kinder uns mögen. Regelmäßig

gibt es herzliche Begrüßungen und Umarmungen,

wenn sie aus der Pause kommen und im

Foyer auf uns zu stürmen. Die Lesestunde ist

für die Kinder etwas Besonderes, sie freuen

sich darauf! Auch zu Frau Martin, der

Lehrerin, ist ein so herzlicher Kontakt

entstanden, dass wir uns gar nicht

vorstellen können, diesen Lesekreis

nach dem einen Schuljahr

zu beenden. Denn so war es

ja gedacht – für das Jahr

mit dem Nagelkreuz.

Doch für uns

steht fest: Wir machen weiter, solange

sie uns brauchen.

Ulrike Gloger

Juni 2011 bis …


Wandernagelkreuz Würzburg

16. März 2011 bis 16. März 2012

Bezirksfreizeit auf Burg Wernfels

Am Nachmittag gab es einen breites Angebot an Möglichkeiten - tanzen, laufen, singen

oder einfach miteinander im Gespräch zu sein.

Eine wunderschöne und tiptop organisierte Gemeindefreizeit haben alle miterleben dürfen,

die dabei waren. Fast 50 Personen aus der Gemeinde hatten sich auf den Weg gemacht, um

auf der CVJM Burg Wernfels ein Wochenende zu verbringen. Inhaltlich und organisatorisch

hatte der Freitags-Hauskreis die Verantwortung übernommen.

Damit wir einander auch wirklich beim Namen nennen konnten gab es am Freitag abend

einen Kennenlernabend, der mit einer Gute-Nacht-Geschichte schloss, die Weltpremiere

feierte.

Die Bibelarbeit am Samstag morgen führte uns ins Thema „Versöhnung“ ein und bot die

Möglichkeit in kleinen Gruppen sich auszutauschen, wie kann Versöhnung in der Familie,

unter Eheleuten oder unter Kollegen aussehen. Eine weitere Gruppe widmete sich den

Lösungsstrategien.

Das Abendprogramm wurde mit einer Vernissage eröffnet, stilvoll präsentierten uns die

Künstler ihre Gemälde und mit Kindersekt konnte angestoßen werden. Der weitere Verlauf

des Abends brachte unglaubliche Talente zum Vorschein. Eine gemeinsame Rittergeschichte

in der Runde nahm ungeahnte

Wendungen, die Kinder boten eine

bezaubernde Rittermodenschau,

Michael Fritz betätigte sich als

Minnesänger und die Krönung war

die Darbietung von Aschenputtel.

Die hässlichen Schwestern waren sehr hässlich (dank gelber Bademützen) der schöne Prinz

war sehr schön (meinte vor allem er selbst), die Fee kam oft (aber manchmal auch zur Unzeit)

und am Ende hat der Prinz dann doch das Aschenputtel bekommen.

Während all dessen hatten Sandra

und Dide vom Bezirk Heidenheim

- Freunde von Michael Fritz -

ein schönes Kinderprogramm

gemacht. Dabei wurden sie tatkräftig unterstützt. So

entstand eine ganze Gemäldegalerie, an der wir uns alle

am Abend erfreuen konnten, die Wesley Scouts bauten

sich unter der Leitung von Niklas Lieb Bänke und die

Modenschau wurde intensiv vorbereitet.

Am Sonntag morgen schloss der Gottesdienst mit

Abendmahl das Programm ab. Nach dem Mittagessen

gab es noch eine Auswertungsrunde und dann machten

wir uns alle wieder auf den Weg nachhause.

Burg Wernfels als Burg ist eine schöne Anlage, in der kaum einer vermutet hätte, dass hier 270 Menschen Platz

finden können - gemerkt haben wir es dann bei den Mahlzeiten. Da war mancher Trubel und eben viele andere

Menschen außer uns da.

16. - 18. September 2011


Wandernagelkreuz Würzburg

16. März 2011 bis 16. März 2012

Das Wandernagelkreuz auf Reisen

Gemeindeausflug nach Heilbronn

Es waren 32 Personen vom ganzen Bezirk, die sich am

Morgen des 30. Oktobers am Dallenbergbad trafen und

im Bus miteinander auf den Weg gemacht haben, um nach

Heilbronn zu reisen, dem Zielort unseres diesjährigen

Gemeindeausflugs. Weil auf dem Weg noch Familie Lieb

mit dem Auto zu uns stieß und in Heilbronn auch Simone

Veihelmann und Jürgen Wolz mit Tochter Maria dazu kamen,

waren wir dann 40 Menschen, die mit unseren Heilbronner

Geschwistern in der Pauluskirche Gottesdienst gefeiert

haben. Paul Gräsle, früherer Distriktslaienführer, hielt

die Predigt und aktualisierte in eindrücklicher Weise die

Botschaft von Jesaja 30. Die Bezüge zur Lage in unserer

Zeit und in unserem Land waren mehr als deutlich, der

soziale Aspekt der biblischen Botschaft unüberhörbar. Wir haben unsererseits vom Nagelkreuz und unserer

Arbeit in Würzburg berichtet.

Nach dem Gottesdienst zeigte uns Heinrich Leutenberger, Laiendelegierter des Bezirks Heilbronn-Pauluskirche, die nahe liegende Innenstadt. Auch

Heilbronn hat durch die Zerstörungen im Krieg große Veränderungen erlebt – nicht nur Würzburg. Nur wenig ist in Heilbronn erhalten geblieben. Eine

ausgeprägte Kultur der Erinnerung verbindet

die beiden Städte miteinander.

Zurück in der Kirche wurde uns eine köstliche

Danach machten wir uns auf den Weg zur

unseren Ausflug nach Heilbronn gewesen ist.

und mitmachen war spannend und lehrreich,

zu viel an Information. Irgendwie sahen am

uns gegen 18.00 Uhr wieder zur Heimfahrt

frühen Abend in Würzburg angekommen und

schönen und erfüllten Tag erzählen.

Suppe aufgetischt.

Experimenta, die ursprünglich der Anlass für

Diese Ausstellung zum selbst ausprobieren

aber am Ende für einen Nachmittag einfach

Abend alle ein wenig erschöpft aus, als wir

versammelt haben. Wohlbehütet sind wir am

alle, die dabei waren konnten von einem

Süddeutsche Jährliche Konferenz/Distriktsversammlungen

Das Nagelkreuz hat in diesem Jahr drei weitere Ausflüge in die EmK Welt mitmachen dürfen. Kaum hatte es bei uns Gastrecht erhalten, ging es auf die

Reise zur Distriktsversammlung der Pastoren und Pastorinnen nach Abstatt-Happenbach. Dort stand es im Mittelpunkt des Altars. In einem kurzen

Bericht über die Arbeit der Nagelkreuzgemeinschaft weltweit und in Würzburg wurde die Arbeit für viele Pastoren und Pastorinnen zum ersten Mal

richtig greifbar und erlebbar.

Auf der Tagung der Süddeutschen Jährlichen Konferenz stand es auf dem Tisch der Bischöfin. Am Abschlusssonntag haben wir als Mitglieder der

Würzburger Gemeinde gemeinsam unsere Arbeit vorgestellt. Fast 3000 Menschen haben so von der Arbeit der Nagelkreuzgemeinschaft erfahren.

Auch die Laien des Nürnberger Distriktes erfuhren während der letzten Versammlung am Hesselberg von unserer Arbeit und der Idee dieser Art der

Versöhnungsarbeit.

22. Mai 2011/24.März 2011/11. Februar 2012


Wandernagelkreuz Würzburg

16. März 2011 bis 16. März 2012

Nacht der offenen Kirchen: „Versöhnungskirche“

Die Nacht der offenen Kirchen in Würzburg

wurde von vielen Verantwortlichen geplant

und durchgeführt. Auch hier hat das Thema

Versöhnung die Beteiligten geleitet und es

war spannend

und interessant

zu erleben, wie

das Thema sich

in den drei Zeitblöcke

entfaltete.

Im schön

dekorierten

Raum haben

sich im Lauf des

selbstgemalten Bilder der Gemeindefreizeit im Einsatz. Elian, Hannah

und Sebastian berichteten anschaulich, was sie zu ihrem Werk

veranlasst hat. Eine Geschichte machte deutlich, welche Bemühungen

Kinder unternehmen, um Schuld aus der Welt zu schaffen.

Abends zwischen 25

und 80 Menschen versammelt,

die Besetzung

wechselte und

alle hatten Gelegenheit,

sich gestärkt auf

den Weg zu machen.

Im ersten Block ging

es um Versöhnung

unter Kindern. Dazu

waren nochmals die

deutung und positive Wirkung

Mediation haben kann.

Im zweiten Teil berichteten Stefanie und Wolfgang Kieser ganz

persönlich, was Versöhnung für sie bedeutet.

In einer Bildshow wurde deutlich,

welche Konfliktfelder

auf dieser

Erde da sind

und nach Versöhnung

schreien

und Hartmut

Schäffer legte

klar, welche Be-

Im dritten Teil kamen durch Texte und kurze Geschichten Impressionen

zum Thema „Versöhnung“ zum tragen, die anspruchsvoll

und eindrücklich den Abend abrundeten.

2. Oktober 2011


Wandernagelkreuz Würzburg

16. März 2011 bis 16. März 2012

Filmabende zum Thema „Versöhnung“

Es gibt sehr gute, zum Teil Oscar-prämierte – kommerzielle – Filme, die „Versöhnung“ thematisieren. An drei Abenden haben wir auf einer großen

Leinwand mit „echter“ Kinoathmosphäre die Filme Invicuts, Red Dust und Babettes Fest gezeigt.

Kultur

„Versöhnung“

Filme im Rahmen unseres Nagelkreuzjahres

27. Okt. ’11 Invictus

mit Morgan Freeman, Matt Damon, Tony Kgoroge

Regie: Clint Eastwood

13. Dez. ’11 Red Dust

mit Hilary Swank, Chiwetel Ejiofor, Ian Roberts

Regie: Tom Hooper

7. Feb. ’12 Babettes Fest

mit Stéphane Audran, Bibi Andersson, Birgitte Federspiel

Regie: Gabriel Axel

jeweils 20.00 Uhr – Eintritt frei

Veranstalter: Ev.-methodistische Kirche | Friedrich-Ebert-Ring 39 | 97072 Würzburg | Tel. 0931 95578

▶ Invictus

28 lange Jahre - von 1962 bis 1990 - verbringt Nelson Mandela (Morgan

Freeman) im Gefängnis. Als er endlich freikommt, ist er jedoch

keineswegs verbittert. Ganz im Gegenteil: Mandela spricht am Tage

seiner Entlassung im Stadion von Soweto vor 120.000 Zuschauern und

wirbt für die Versöhnung der schwarzen und weißen Bevölkerung Südafrikas.

1994 wird er in freien Wahlen zum Präsident gewählt. Doch

die Kluft zwischen den Schichten und Rassen des sich nur langsam

verändernden Landes am Kap ist immer noch groß. Mandela greift zu

einer politischen Raffinesse. Die schwarze Bewegung will die von ihnen

verhassten Springboks, die Rugby-Nationalmannschaft und das nationale

Symbol der Weißen, unbedingt zerstören. Doch Mandela sieht

hier seine Chance. Er verhindert nicht nur die Demon- tage des Teams,

in dessen Reihen lediglich ein einziger Schwarzer aufläuft, sondern

bringt auch noch Teamkapitän Francois Pienaar (Matt Damon) hinter

sich. Die Mannschaft soll während der Rugby-WM in Südafrika die Herzen

des ganzen Landes erobern und Schwarz und Weiß vereinen - doch

der Kampf scheint so aussichtslos wie die Chancen der Springboks auf

den WM-Titel ...

▶ Red Dust

Südafrika in der Nelson-Mandela-Ära. Der Polizist Dirk Hendricks, der

im Namen der Apartheid gefoltert und gemordet hatte, wendet sich an

die „Wahrheits- und Versöhnungskommission“ und bittet um Amnestie.

Voraussetzung ist jedoch die vollständige Offenlegung aller politisch

motivierten Verbrechen, die er während der Apartheid beging.

Der farbige Politiker Alex Mpondo, der als politischer Gefangener brutal

von Hendricks misshandelt wurde, legt Einspruch gegen das Amnestiegesuch

ein ...

▶ Babettes Fest

Komödie, die 1988 den Auslands-Oscar errang. Nach dem Scheitern

der Pariser Kommune im Jahr 1871 findet die Französin Babette (Audran)

in einem dänischen Fischerdorf Unterschlupf. Dort führt sie den

frommen Schwestern Martine und Filippa den Haushalt. Mit der Zeit

wird Babette von der eingeschworenen Gemeinschaft akzeptiert. Eines

Tages will sie sich bei den Dörflern mit einem Festessen bedanken.

Das allerdings weckt die Skepsis der überzeugten Asketen: Darf man

als guter Christ so offensichtlich genießen? Herrlich fotografierte Ode

an die Freundschaft und an weltliche Freuden. Nach einer Novelle von

Tania Blixen („Jenseits von Afrika“).

27. Oktober 2011/13. Dezember 2011/7. Februar 2012


Versöhnungsgebet von Coventry

Alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes,

den sie bei Gott haben sollten.

Darum beten wir:

Den Hass, der Rasse von Rasse trennt,

Volk von Volk, Klasse von Klasse:

VATER, VERGIB!

Das habsüchtige Streben der Menschen und Völker,

zu besitzen, was nicht ihr eigen ist:

VATER, VERGIB!

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt

und die Erde verwüstet:

VATER, VERGIB!

Unseren Neid auf das Wohlergehen

und Glück der anderen:

VATER, VERGIB!

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der

Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge:

VATER, VERGIB!

Die Entwürdigung von Frauen, Männern

und Kindern durch sexuellen Missbrauch:

VATER, VERGIB!

Den Hochmut, der uns verleitet,

auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott:

VATER, VERGIB!

Seid untereinander freundlich, herzlich und

vergebt einer dem anderen, gleichwie Gott euch

vergeben hat in Christus.

AMEN

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