Die Frühjahrs-Ausgabe Juni 2013 finden Sie hier zur Ansicht.

axelspringer.mediapilot.de

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&

Ausgabe Juni 2013

FamilieFerien

EIN MAGAZIN DER BERLINER MORGENPOST

wanderFreunde

Auf 20 Touren die Stadt erkunden

seite 6

tierschau

Im Wildpark Schorfheide

Luchse beobachten

seite 16

Kinder auf großer

Entdeckungs-Tour

schlÖsser-Kult

Sich einmal wie eine Prinzessin

fühlen in einem der vielen Schlösser

seite 20


EINE SCHULE ...

... für künftige

Blindenführhunde

Zwei Jahre dauert die Ausbildung vom Welpen

zum verlässlichen Führhund. Die ersten zehn Wochen

verbringen die Welpen gemeinsam mit ihrer Mutter

in der „Hunde-Kita“. Sie lernen verschiedene

Untergründe zu unterscheiden, sich zu orientieren und werden

mit den unterschiedlichsten Alltagsgeräuschen konfrontiert. Bei

liebevollen Patenfamilien verbringen die Junghunde ihre

Vorschulzeit. Sie werden sozialisiert, erhalten die Grundregeln

der Erziehung und lernen ihre Umwelt ganz genau kennen. Mit

etwa anderthalb Jahren werden die Hunde „eingeschult“.

„Jetzt kann ich endlich selbst

bestimmen, wann ich wohin gehe.“

Jana, geführt von Quendy

DAFÜR

BRAUCHEN

WIR

AUCH IHRE

SPENDE!

Erfahrene Trainer haben Khan (links) und Quendy

(rechts) auf ihre künftigen Aufgaben als Führhund

vorbereitet. Beide haben gelernt, „ihren Menschen“

sicher um Baustellen herum zu führen oder

ihm Dinge zu zeigen, die er nicht sehen kann.

Auch einen Eingang in Bus und Bahn suchen die

Hunde. Viele Wochen dauert die Zusammenführung

von Hund und Mensch. Alle „Gespanne“

werden ein Leben lang von unserer Schule betreut.

Unabhängig und frei mit einem

treuen Freund auf vier Pfoten.

DAS WIRD ERMÖGLICHT DURCH IHRE SPENDE!

Spendenkonto: 95 95

BLZ 100 50000

Berliner Sparkasse


Mehr Infos:

Stiftung Deutsche Schule für Blindenführhunde

Müggellandstr. 12, 12559 Berlin Telefon: 030-555 761 170

info@fuehrhundschule.de www.fuehrhundschule.de

Deutsche Schule für Blindenführhunde

Für Virginia und Jana sind die

Hunde viel mehr als nur ein

Hilfsmittel das ihre Mobiltät

erhöht. Sie vermitteln ihnen das

Gefühl nicht allein zu sein – auch

in den schwierigsten Situationen.


Berliner Morgenpost // Familie & Ferien 3

editOrial

Wer nicht verreist,

dem bieten Berlin und

seine Umgebung viel

Abwechslung

Liebe Eltern, liebe Kinder,

die Sommerferien stehen wieder vor der Tür.

In Berlin und Brandenburg beginnen die

sechs schulfreien Wochen schon am 20. Juni.

Eine Zeit, in der viele Berliner Familien für

ein, zwei oder drei Wochen verreisen. Doch

auch in Berlin und Umgebung können Sie als

Familie die freien Tage abwechslungsreich

verbringen. Bei Sonnenschein bieten sich in

den zahlreichen Parks der Stadt viele Möglichkeiten,

die Freizeit zu verbringen. Spielen

Sie Tischtennis im Volkspark Schöneberg

oder fahren Sie mit Ihren Kindern Rad auf der

ehemaligen Start-und-Lande-Bahn auf dem

Tempelhofer Feld. Auch eine Wanderung am

Berliner Stadtrand macht Spaß und ist eine

hübsche Abwechslung für diejenigen, die im

Sommer in Berlin bleiben – etwa in Lübars,

Ahrensfelde oder entlang der Spree. Aber auch

bei Regenwetter muss sich niemand in Berlin

langweilen. Auf der Museumsinsel gibt es für

große und kleine Menschen viel zu entdecken

– das Pergamonmuseum bietet für Kinder ab

neun Jahren eine kriminalistische Spurensuche

an. In der Domäne Dahlem können

Großeltern und ihre Enkelkinder gemeinsam

Marmelade kochen. Nicht der einzige Kinder-

Kochkurs, der in Berlin gebucht werden kann.

Es muss sich also keiner langweilen in den

Sommerferien in Berlin und Brandenburg.

Lassen Sie sich von den Tipps anregen, stellen

Sie für Ihre Familie Ihr eigenes Freizeitprogramm

zusammen.

Schöne Sommerferien wünscht

Ihnen und Ihrer Familie,

Christine Richter

Chefredaktion „Berliner Morgenpost“

impressum

eine Veröffentlichung der redaktion sonderthemen

für die Berliner Morgenpost

redaktionsleitung astrid gmeinski-Walter

redaktion simone Jacobius, yvonne spanier

produktion und gestaltung sylvio Murer

titelfotos picture alliance (3), gettyimages (1)

gesamtanzeigenleiter

stephan Madel, anzeigen ismail Kara

Verlag Ullstein gmbH herstellung olaf Hopf

druck Heckel gmbH nürnberg

redaktionsschluss 13. Mai 2013

erscheinungstag 24. Mai 2013

inhalt

Familie & Ferien

spielplätze & mehr

Viele Freizeitoasen sind mit schönen

Cafés ausgestattet seite 4

stadt-wanderungen

Berlin zeigt seine unterschiedlichsten

gesichter seite 6

tanzsport capoeira

gemeinsam den brasilianischen

Kampftanz erlernen seite 9

Betreute Jugendreisen

Wie eltern den richtigen

anbieter finden seite 10

radtouren auf neuen wegen

Wenn Familien zu großen touren aufbrechen,

gibt es viel zu beachten seite 12

tipps für die Ferien

Zeit, um die Facetten des Kulturlebens

kennenzulernen seite 14

Brandenburg entdecken

Vom schiffshebewerk bis hin

zur Westernstadt seite 16

mehrere generationen

im Kreativhaus sind neugierde und

Fantasie angesagt seite 18

preußische residenzen

Die Vielzahl an schlössern fasziniert

alle generationen seite 20

großeltern im einsatz

enkel genießen die Zeit bei oma und

opa, die sie verwöhnen seite 22

Junge models gefragt

Der Werbemarkt boomt. Castingagenturen

führen lange listen seite 24

Kochkurse für Kinder

Wie man gesunde Kost schmackhaft

machen kann seite 26


4 Familie & Ferien // Berliner Morgenpost

spielplÄtze

Nichts wie raus

ins grüne

Spielplätze gehören zu den Freizeitoasen in

der Stadt. Berlin hat 1800 zur Auswahl

– FraNZ MicHaeL rOHM

selten hatten Kinder und Eltern

solche Sehnsucht nach Wärme,

sprießendem Grün und Spielen

im Freien wie nach dem vergangenen,

ewig erscheinenden Winter. Da war

jeder froh, wieder ohne dicke Kleidung im

Freien herumtoben zu können.

Fast eine halbe Million Kinder und Jugendliche

im Alter bis 18 Jahren leben in

Berlin. Die meisten wollen bei gutem Wetter

raus, und das ist auch gut so. Schließlich tut

Bewegung an der frischen Luft jedem gut,

auch Mama und Papa.

Über 1800 Spielplätze gibt es in der Stadt,

von öffentlichen bis privaten, von kleinen

bis großen, für Kleinkinder, Jugendliche

und Abenteurer.

VOlKsparK

Friedrichshain

Der Klassiker im grünen Volkspark mit

mehreren Spielflächen für unterschiedliche

Altersgruppen. In unmittelbarer Nähe des

beliebten Märchenbrunnens liegt die Hafenlandschaft

für Jüngere mit hölzernem

Leuchtturm, Rutsche und Wasserfontänen

inklusive Pumpe für Matschspiele. Etwas

weiter im Park befindet sich ein Indianerdorf

mit Kletteranlage, Balancierparcours und

Seilbahn. Und auf dem ehemaligen Gelände

des Friesenstadions fliegt bei gutem Wetter

der Beachvolleyball übers Netz, auch ein

Kletterfelsen wurde errichtet. Nach dem

Spielen besteht die Möglichkeit, sich am

Café „Schoenbrunn“ zu stärken.

gettyiMages; FranZ MiCHael roHM (3): piCtUre allianCe / Dpa tHeMenDienst

VOlKsparK schÖneBerg/

wilmersdOrF

Nicht nur bei Joggern ist dieser vier Kilometer

lange Park beliebt. Familien mit

Kindern treffen sich im Schöneberger Teil am

VergnÜgen wer sich austoben

möchte, findet auf den Berliner

spiel- und abenteuerplätzen alles

wünschenswerte. hier können

Kinder nach herzenslust schaukeln,

puddeln oder klettern. Bruno freut

sich, dass papa matthias Jann den

reifen anstößt. Für pamela kann es

an der seilbahn nicht schnell genug

gehen, auch andreas liebt das Fliegen

mit dem seil (v.li.n.re.). und auf dem

tempelhofer Feld (oben) kommen

alle generationen auf ihre Kosten


Berliner Morgenpost // Familie & Ferien 5

adressen

ehemaligen RIAS. Der ist gut mit Fahrrad,

Auto, U- und S-Bahn zu erreichen. Neben

zwei Seilbahnen sind Kletterhaus, Schaukeln

und Wasserpumpe beliebt. Da der gesamte

Spielplatz mit Sand bedeckt ist, kommen

überwiegend Familien mit kleinen Kindern

hierher. Größere liefern sich auf steinernen

Platten spannende Tischtennisspiele. Im

Café „Pusteblume“ kann man sich preiswert

stärken. Fünf Minuten durch den Park im

Wilmersdorfer Teil liegt ein weiterer kleiner

Spielplatz. Bei den Sportplätzen treffen sich

Jugendliche zum Basketball, gegenüber spielt

man Minigolf.

Wo finde ich was?

VOlKsparK Friedrichshain Am Friedrichshain, 10249 Berlin

VOlKsparK schÖneBerg/wilmersdOrF zwischen John-F.-Kennedy-Platz und

Rudolstädter Straße, 10825 Berlin

Blauer spielplatz am weinBergsparK Mitte, Veteranenenstr. 14

Britzer garten Buckower Damm 146, 12349 Berlin

tempelhOFer parK Tempelhofer Damm, 10965 Berlin

Blauer spielplatz am

weinBergsparK, mitte

Der wegen der blauen Gummimatten an

einigen Geräten Blauer Spielplatz genannte

Familientreff im Volkspark am Weinberg

gehört zu den meistbesuchten der Innenstadt.

Bei gutem Wetter kann es hier nachmittags

eng werden. Dann vergnügen sich

die Kleinkinder auf Wipptieren, Schaukeln

und Rutschen, während die größeren um

einen Platz auf dem Trampolin kämpfen.

Ein kleiner Minibolzplatz und Klettergeräte

runden das Angebot ab. Auf der Terrasse des

Park-Restaurants „Nola“ lässt sich nach dem

Spielen gut zu einer Kaffeespezialität in die

Sonne blinzeln.

Britzer garten,

neuKÖlln

Wer auf das ehemalige Bundesgartenschau-Gelände

will, muss Eintritt zahlen.

Dafür genießt man eine picobello gepflegte

Gartenlandschaft ohne Hunde, in der von

Frühling bis Herbst zahlreiche Sonderschauen

zu sehen sind. Besonders beliebt sind

die Tulpen-, Rhododendron- und Dahlien-

Schauen in Frühling, Sommer und Herbst.

Kleine Kinder vergnügen sich auf dem Wasserspielplatz,

größere besuchen die Spiellandschaft

zum Thema Erde. Nebenan lädt eine

Landschaft mit Netzen zum Klettern und

Schaukeln ein. Highlight in den Sommerferien

sind die Kurse im Lehmhüttendorf

Makunaima. Dann wird unter Anleitung

kreativ gebaut und gewerkelt.

Den Britzer Garten kann man über fünf

Eingänge erreichen. Informationen unter

Tel. 70 09 06 80, Eintritt 2, erm. 1 Euro,

www-gruen-berlin.de

tempelhOFer parK

Das mehr als dreihundert Hektar große

Gelände des ehemaligen Flugplatzes ist seit

der Öffnung vor drei Jahren nicht nur der

größte Park, sondern auch der größte Spielplatz

der Stadt. Viele Familien hoffen, dass

dies auch noch lange so bleiben wird. Von

Sonnenauf- bis Sonnenuntergang wird auf

den ehemaligen Rollbahnen Rad gefahren

und geskatet. Auf den Wiesen spielen Familien

Fußball, Federball oder Frisbee, und

wenn eine Brise aufkommt, steigen Drachen

in den Himmel über Berlin.


6 Familie & Ferien // Berliner Morgenpost

Berlin ist bei Weitem

nicht nur eine Vier-

Millionen-Haus-an-

Haus-Metropole.

Denn: Berlin zählt zu den grünsten

Städten Europas. Das Bild

prägen kilometerlange Alleen,

dicht gesäumt von meterhohen

Bäumen. Zahlreiche Parkanlagen,

Wälder und Seen bieten

Hauptstädtern und Touristen

Erholungsmöglichkeiten, um

dem mitunter hektischen Alltag

zu entfliehen und – um wundervolle

Ferientage zu verbringen.

Wer jetzt denkt, „grün ist ja

gut und schön, aber wandern

kann man halt nur im Gebirge“,

der wird sich gleich verblüfft

die Augen reiben. Denn sogar

Wandern ist in Berlin möglich,

und das gleich zwanzigfach. Zu

verdanken haben die Hauptstädter

dies einem Projekt, das 2004

auf den Weg gebracht wurde

und wodurch der Berliner seine

Stadt auf ganz anderen als den

üblichen Pfaden entdecken kann.

Es heißt „20 grüne Hauptwege“

und allesamt laden sie zum

Flanieren, zum Spazierengehen,

Trainieren, Radeln, zu sommerlichen

Ausflügen oder eben zum

Wandern ein. Das Streckennetz

dieser grünen Hauptwege führt

entweder einfach nur in den

Nachbar-Stadtteil oder auch

zu einem der vielen Naherholungsgebiete

Berlins. Wer gar

das gesamte Wegenetz begehen

oder erwandern möchte, hat

wirklich einiges zu tun: Circa

550 Kilometer stehen zur

Disposition (einige noch nicht

fertiggestellte Strecken können

über ausgeschilderte „temporäre

Umwege“ erreicht werden)

und fügen sich in die jeweiligen

Landschaftsräume ein. Auch der

Artenschutz wurde individuell

berücksichtigt. Die Wege sind

durchweg nummeriert und auf

interaktiven Karten im Internet

zu finden.

So kann man unter anderem

wählen zwischen dem Spreeweg/

Berliner Urstromtal (Nummer

1) – die längste Route mit 59

Kilometern, die den Verlauf

der Spree durch die ganze Stadt

begleitet. Am deutlichsten ist

hier zu erkunden, wie viel verschiedenartige

Gesichter Berlin

zu bieten hat: Grüne Flächen

entdecKertOur

Berlin hat viele unterschiedliche

Gesichter, die es zu entdecken gilt:

egal, ob es der grüne Kollwitzplatz

mit seinen vielen Cafés ist (o.), der

Märchenbrunnen im Volkspark

Friedrichshain (re.), idyllische Dörfer

wie Lübars (o.re.) oder das schön

sanierte Köpenicker Schloss (u.re.)

stadt-wanderungen

Berlins schönheiten

entdecken

In der Stadt müssen oft eher Treppen erklommen werden

als Berge. Dennoch hat Berlin neben allem Asphalt auch viel

Grün und Dörfliches zu bieten. Empfehlungen für zwanzig

abwechslungsreiche Wanderrouten – NiNa SickiNger


SCHWIMMEN

MIT PINGUINEN

nur ca. 1h entfernt | im Spreewald

wechseln sich ab mit Industriezonen,

um den Wanderer dann

wieder durch grüne Parks zu

führen. Der Barnimer Dörferweg

(Nummer 13) zählt zu den

bekanntesten Wanderwegen im

Norden der Stadt. Auf dieser

Route wandert man durch die

historischen Dorfkerne von

Tegel, Hermsdorf, Lübars,

Blankenfelde, Karow und Ahrensfelde.

Riesige Weideflächen

und Obstplantagen prägen das

Bild, schottische Hochlandrinder

schauen den Wanderern neugierig

entgegen, und man findet

Picknickplätze, einer schöner als

der andere.

Eine asphaltierte Strecke, die

auch bei Radlern und Skatern

sehr beliebt ist, ist der Bullengrabenweg

(Nummer 20). Er misst

sieben Kilometer, ist somit der

kürzeste aller grünen Hauptwege

und verläuft von der Berliner

Landesgrenze nahe Seeburg bis

zum Havelufer an der Spandauer

Altstadt. Früher säumten vorwiegend

Brachflächen das Bild.

Heute schmiegt sich hier ein

großartiger Landschaftspark

an die Route.

Aber auch innerstädtisch

finden sich interessante Wege

wie der Innere Parkring (Nummer

18) oder der Tiergartenring

(Nummer 19).

Wenn die Ferien also endlich

angefangen haben, heißt es

schnell den Rucksack packen, die

Wanderschuhe geschnürt und

die Wanderkarte ausgedruckt,

damit der fußläufigen Erkundung

unserer facettenreichen

Stadt nichts mehr im Wege steht.

Kommt uns doch mal

besuchen und lernt die Spreewelten

kennen! Kennwort: Morgenpost

an der Kasse sagen und

20 % sparen!*

Infos zu den einzelnen Routen

und Kartendownload unter:

www.stadtentwicklung.berlin.de/

umwelt/berlin_move/de/

hauptwege/index.shtml

piCtUre allianCe (4); getty iMages (1)

SPREEWELTEN

PINGUINE | BAD | SAUNA

Alte Huttung 13 | 03222 Lübbenau/Spreewald

Tel. 03542 894160 | www.spreewelten-bad.de

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* gilt auf nicht rabattierte Tarife | kann nicht mit anderen Rabatten kombiniert werden

Aktion gilt bis zum 19.06.2013


Nur 60

Kilometer

von Berlin

entfernt

Werden Sie Fan von Tropical Islands

und freuen Sie sich auf Infos

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Bis zu 3 Kinder* sind kostenlos dabei,

wenn 2 Erwachsene und 1 Kind Eintritt zahlen.

*Kinder von 6 bis 14 Jahren

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… und Du fühlst Dich gut.


Berliner Morgenpost // Familie & Ferien 9

KampFtanz

Sport, akrobatik, Musik und Gesang

Den afrikanisch-brasilianischen Kampftanz Capoeira können Kinder und

Eltern spielerisch gemeinsam erlernen – FraNZ MicHaeL rOHM

angeBOte

Capoeira für Kinder und Eltern

aBadÁ-capOeira-Berlin, Urbanstraße 93

(Kreuzberg) Tel. 61 20 27 36, www.abada.net

capOeira aKademie Berlin, Hasenheide 9

(Kreuzberg), Tel. 54 82 65 05, www.capoeira-berlin.de

centrO dO capOeira, Kaiserdamm 113 (Charlottenburg),

Tel. 0176-63 75 14 72, www.centro113.com

academia Jangada, Schönhauser Allee 36

(Prenzlauer Berg), Tel. 95 99 92 38, www.jangada.com

FOrum Brasil e.V., Möckernstraße 72

(Kreuzberg), Tel. 78 09 60 54, www.forum-brasil.de

Workshops:

prOJeKte KinderKilOmBO am 2. Juni, Tel. 95 99 92 38,

www.jandada.com

Bela-sOund FestiVals (mit Bilú) vom 14.–16. Juni,

www.belasound.de/aktivities

martelO heisst der tritt, den Björn an Papa Dirk

ausführt. Lehrer Bilú (Mitte) achtet auf Perfektion

Mit der rechten Hand auf dem Herzen

und einem lauten „Salve“ begrüßt

Emerson Oliveira, genannt Bilú, seine

Schüler in der Capoeira-Schule

Centro 113 in Charlottenburg. Vorher hat der

athletisch gebaute Lehrer mit dem Kalebasse-Einsaiten-Instrument

Berimbau und Gesang für brasilianische

Stimmung gesorgt. Die Schüler bilden einen Kreis,

die sogenannte roda, in dessen Mitte Bilú und sein Partner einen

Schüler nach dem anderen zum Kampftanz einladen. Wie ein Spiel

sieht Capoeira aus, allerdings ein sehr schweißtreibendes.

Der achtjährige Björn Neuendorf kommt seit einem Jahr jeden

Samstag mit seinem Vater Dirk aus Falkensee ins Centro. „Macht

riesig Spaß“, meint der Zweitklässler. „Nach einer Stunde fühlt man

sich positiv erschöpft“, ergänzt sein Vater, der sich freut, in der Freizeit

etwas Sinnvolles mit seinem Sohn zu machen. „Sport, Akrobatik

und Musik, das hat man selten auf einmal“, sagt der IT-Manager.

Sklaven aus Westafrika haben die Kampfkunst in Brasilien am

Leben gehalten. „Lange Zeit war Capoeira verboten“, erklärt Bilú,

bis Anfang der 30er-Jahre der Tanzkampf ohne Körperkontakt

durch einen Meister aus der Stadt Bahia populär gemacht wurde.

Von Bahia aus trat Capoeira seinen Siegeszug an, zuerst in Brasilien,

dann in der ganzen Welt.

„Der ganzheitliche Ansatz mit Musik und Gesang macht Kinder

nicht nur fröhlich, sondern auch selbstbewusst“, sagt Susanne Oesterreicher

von Jangada, einer Capoeira-Schule in der Kulturbrauerei

in Prenzlauer Berg. Der Kinder- und Jugendpsychiater Andreas

Wiefel gibt zu bedenken: „Es kommt nicht speziell auf die Sportart

an, sondern auf das Kind. Für Jungen und Mädchen, die emotional

stabil und gesund sind, ist auch ein Kampfsport ok.”

„Das Besondere an Capoeira ist, dass man die gelernten Schritte

und Tritte im freien Spiel ohne Körperkontakt miteinander trainiert“,

erklärt Bilú. Bei einem Angriff könne man sich aber „sehr effektiv

verteidigen“. Wesly Twoco aus Südafrika kommt regelmäßig mit

seinen beiden Söhnen Kaemon und Jadon zum Capoeira. Auch

Mädchen machen mit. Kaja Chelec-Vizenzo und ihre Freundinnen

Lena Danner und Taleja Gallert sind begeistert. „Am Anfang dachten

wir, das schaffen wir nie“, sagt Kaja, „jetzt können wir schon die

wichtigsten Schritte und Tritte.“

gettyiMages; FranZ MiCHael roHM (1)


10 Familie & Ferien // Berliner Morgenpost

KOFFer pacKen

Was ist zu beachten?

was muss mit? Gute Veranstalter

bieten detaillierte Packlisten

an. Nicht fehlen sollten: Krankenkassenkarte,

Ausweis, Kopie des

Impfpasses, Taschengeld. Zum

Standard gehören außerdem: Kuscheltier,

Trinkflasche, Brustbeutel.

Tipp: frankierte Postkarten/Briefe

einpacken. Nicht gern gesehen:

elektronisches Spielzeug und

Handy.

aBschied auF zeit

Wenn Kinder das erste

Mal allein verreisen,

schwanken sie zwischen

Abenteuerfreude und

Abschiedsschmerz

der richtige anBieter Mit

dem Qualitätszeichen „OK für

Kids“ zeichnen der Deutsche

Kinderschutzbund und TÜV NORD

kinderfreundliche Dienstleistungen

und Produkte aus. Es empfiehlt sich

außerdem ein Blick auf die Seiten

www.bundesforum.de und www.

reisenetz.org.

gegen heimweh Veranstalter

„Camp Adventure“ hat für den

Notfall einen eigenen „Heimwehratgeber“

entwickelt. Auch hilft es,

das Kind mit einem Freund oder

einer Freundin auf Reisen gehen zu

lassen. alma

Kinder und Jugendreisen

Ich bin

dann mal

weg!

Wenn Kinder das erste Mal allein

verreisen, gibt es viel zu beachten.

Was für eine Reise soll es sein?

Welcher Anbieter ist der richtige?

Handelt es sich um pädagogische

Betreuer? Wir geben Tipps

– aLeXaNDra MaScHeWSki

Klassische Ferienfreizeiten, Sprachurlaub

oder Workcamps – Sprösslinge,

die allein auf Reisen gehen, können

aus einer Vielzahl an Angeboten

wählen. Zunehmend geht es darum, quasi

nebenbei auch noch spezielle Bildungsinhalte

vermittelt zu bekommen. Und während

man im Kreise Gleichaltriger eine Sportart

lernt oder seine Englischkenntnisse vertieft,

wird zugleich die soziale Kompetenz gefördert.

„Grundsätzlich empfehlen wir die erste

Reise für Kinder ab acht Jahren“, sagt Inga

Hörttrich, Sprecherin des Veranstalters „ruf“

(www.ruf.de). „Es muss dann nicht gleich

eine Auslandsreise sein: Für Kinder eignet

sich auch eine Reise innerhalb Deutschlands.“

Wichtig sei, dass das Kind in einer

altersgerechten Gruppe mit ausgebildeten

Betreuern verreise, schließlich seien die

Bedürfnisse eines Achtjährigen andere als

die eines 16-Jährigen. „Auf jeden Fall sollte

das Kind sich selbst die Reise aussuchen

und nicht einfach geschickt werden“, betont

Jan Vieth, Gründer von „Camp Adventure“

(www.campadventure.de). Was die Dauer

betrifft, empfiehlt er für die Kleineren ein

bis zwei Wochen. „Für die Zwölf- bis Fünfzehnjährigen

auf jeden Fall zwei Wochen,

da diese gerade in der Pubertät oft länger

brauchen, um ,reinzukommen‘.“„Diese Art zu

verreisen ist grundsätzlich für alle geeignet“,

sagt Stephan Schiller vom Bundesforum für

Kinder- und Jugendreisen, das sich für die

Qualitätssicherung einsetzt. „Wichtig ist

es jedoch, dass die Eltern ehrlich sind, was

den Entwicklungsstand ihres Kindes angeht.“

Wichtiges Kriterium für den Verein bei der

Auswahl seiner Mitglieder und Partner: „Es

dürfen nur ausgebildete Betreuer bzw. Teamer

im Einsatz sein.“ Orientierungshilfe für

Eltern bei der Suche nach seriösen Anbietern

bietet auch das Gütesiegel des Fachverbands

für Jugendreisen „Reisenetz“. Vorstand Ralf

Olk betont: „Gute Veranstalter und Betreuer

fragen vor der Reise alle Kontaktdaten von den

Eltern ab und sind später jederzeit erreichbar.“

Stimmt die Vorbereitung, steht auch einer

gelungenen Reise nichts im Weg. Und dann

wollen die meisten Kinder und Jugendlichen

im nächsten Urlaub gern wieder allein los.

getty iMages


Berliner Morgenpost // Familie & Ferien 11

Buchtipps

Spezielle Kinderreiseführer zeigen die „Spaßecken“ fremder Länder

Bitte! Kein Museum mehr und keine Ruine!“

Den Stoßseufzer kennen alle Eltern, die

mit dem Nachwuchs urlauben. Reiseführer

lotsen Touristen nur zu gern auf Bildungsbürgers

Spuren durch die Fremde. Spezielle

Kinderreiseführer sind eine nützliche Ergänzung

und stimmen Kinder ein. Nicht

nur, was die Highlights eines

Ziels angeht, sondern auch bei

der kindgerechten Aufmachung.

Die Konzepte orientieren sich am

Alter der Kinder.

Die kleinen, feinen Bilderbuch-

Führer des Bohem Press Verlags

sprechen Kids ab fünf Jahren an.

Die „Komm mit!“-Reihe hebt

kindzentriert wenige Besonderheiten einer

Stadt hervor. In Barcelona geht es zwar

auch um Gaudís berühmte Kirche „Sagrada

Família“, aber eben nicht mit langem Text

und kleinem Foto, sondern in schöner, buchgroßer

Zeichnung. Die Reihe lockt nicht mit

Daten, Fakten oder Parkhilfen, sondern mit

schönen Bildern, kurzen Texten und Tipps

zu Straßenmusikanten und Kindermuseen.

Der Cornelsen-Verlag glänzt eigentlich mit

Schulbüchern. Auch die Reisereihe „Unterwegs

in …“ verströmt Pädagogik. Sie ist

gleichzeitig Reiseführer für Stadt und Land

und On-the-road-Sprachkurs. Ab neun Jahren

erfahren Kinder nicht nur Wissenswertes

zu Paris oder Rom, sondern lernen auch

die Landschaften und kleine Orte kennen.

Gemixt wird die Landeskunde mit reichlich

Sprachaufgaben, Rätseln

und Spielideen. Die Reihe

ist eine gute Alternative

für alle, die ohnehin eine

Sprachreise im Blick haben. Eine CD und ein

TING-Sprachstift runden das Lernpaket ab.

Auch die „cool verrückten

Reiseführer“ von National

Geographic zielen auf jugendliche

Metropolen-Touris.

Kurze Texte, poppige

Bilder, Cartoons, respektlose

Kommentare und witzige

Gimmicks kopieren den Stil

vieler Jugendmagazine. Trotz der Häppchenkultur

erfährt man frech und informativ

alles über alles. Beispiel London: Geschichte,

Harry-Potter-Drehorte, Mode-Hotspots,

Mumien und Museen. Alles drin.

Wer durch die deutsche Provinz tourt, findet

zudem über das Smartphone unter www.

kindernetz.de/reiseführer viele Tipps von

Kindern für Kinder. tnr

Anzeigen-sonderveröffentlichung

Mit GAZPROM in den

Europa-Park!

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Highlights in der GAZPROM Erlebniswelt „Abenteuer Energie“,

wo verschiedene interaktive Spiele die ganze Familie zum Mitmachen

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www.gazprom-germania.de/abenteuer-energie und

www.europapark.de


12 Familie & Ferien // Berliner Morgenpost

radtOuren

Mit Geduld im Gepäck spannende zie

Wenn Eltern mit Kindern zu großen

Expeditionen aufbrechen, ist

Rücksichtnahme angesagt.

Wer zuerst müde wird, bestimmt

über die Pausen. Auch die

Etappenziele sollten abgestimmt

werden – TOM rieNS

im Urlaub durchs Land radeln? Und dann

noch mit Kind? Alles möglich, denn in

den vergangenen Jahrzehnten entstanden

etliche lokale und regionale Radwegnetze.

Dazu gehören der Berliner Mauerweg, Pankeweg

oder Teltow-Bike sowie (inter)nationale

Radfernwege wie Berlin–Usedom oder Berlin–Kopenhagen.

So lassen Pedalisten locker

und sorglos in stiller Natur die Kette kreisen.

Per Rad erkunden Familien Orte, die

sie mit dem Auto nie erreichen, etwa den

Oderdeich. Das Tempo und die freie Luft

ermöglichen ungeahnte Entdeckungen. Hier

lauern Reiher im Schilf, dort maulen jungen

Spechte in ihrer Baumhöhle. Also stoppen

und kiebitzen. Natur pur gibt es zwar auch

wandernd, aber Radler schaffen bei weniger

Mühe mehr Strecke. Vor allem bei jüngeren

Kindern sollten Eltern auf das Höhenprofil

achten und zunächst flache Touren wählen.

Der Ausflug „Auf Lilienthals Spuren am

Teltowkanal“ aus dem Guide „Radtouren

ins Berliner Umland“ ist topfeben und mit 17

Kilometer Distanz auch für jüngere Kinder

fahrbar. Die Liebnitzsee-Schleife oder die

Märkische Schweiz sind mit ihren extremen

Steigungen und rund 50 Kilometer langen

Etappen etwas für Routiniers.

Die Experten fürs Familienradeln sind

Bettina und Carsten Rasmus. Die Dreifacheltern

verlegen seit Jahren Radwanderführer

für die Region. Viele Touren wurden mit

dem eigenen Nachwuchs getestet. Wer die

ersten Rad-Safaris mit Kindern plant, setzt

auf innerstädtische Touren. Im Stadtgebiet

ist von der Einstiegsrunde für Dreijährige

am Freizeitberg Marienfelde bis zur 30-Kilometer-Herausforderung

rund um den

Müggelsee alles drin. Nahe Touren an der

grünen Stadtkante bieten an jeder U- und S-

Bahn Abkürzungen. Denn: „Das Wichtigste

bei Kindertouren ist“, sagt Carsten Rasmus,

„den Nachwuchs nicht auf dem Zahnfleisch

fahren zu lassen.“ Eltern sollten erreichbare

und spannende Ziele stecken und Geduld im

Gepäck haben. Kinder radeln statt zu rasen.

Sie fahren im Schnitt elf bis 15 Kilometer pro

Stunde. Erwachsene sind schneller. Kinder

rucKsacK pacKen

Die Elternpacktasche enthält:

das Picknick und die Regenjacken

Luftpumpe, Ersatzschlauch, Werkzeug und ein Fernglas

Erste-Hilfe-Set und Zeckenzange

Wasser und Brausepulver. Das Pulver kommt erst dazu,

wenn man wirklich trinken möchte. Reines Wasser

braucht man zum Hände- (und Wunden-)waschen

Müsli-Riegel und Weingummi für kritische Phasen

Kinder brauchen:

Einen kleinen Rucksack für Fundstücke

die eigene Trinkflasche

die Becherlupe

den eigenen Tacho

Comics / kleines Spielzeug für

Pausen und S-Bahn


Berliner Morgenpost // Familie & Ferien 13

pausen machen auf der

wegstrecke wie beispielsweise

durch den grunewald liegen viele

aussichtspunkte, die auch radler

genießen können

FÜr Kleine rOuten und grOsse etappen

Nachschlagewerke

carsten und Bettina rasmus

„Unterwegs mit Kindern“. 128 S., 23 Touren, 150 Fotos. Berlin 2013, 12,80 Euro

le ansteuern

„Radtouren ins Berliner Umland“, Bd. 1 und 2 mit 10 Touren und 140 Fotos,

Berlin 2013. 128 S., 12,80 Euro

BiKeline

Radfernweg Berlin–Kopenhagen, 1:75:000. Verlag Esterbauer. 152 S., 12,90 Euro

KOntaKt Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club (ADFC), Brunnenstraße 28,

10119 Berlin-Mitte, Tel. 448 47 24.

tOurenVerzeichnis unter www.radundtouren.de

sollten daher, auch nach dem Rat der Polizei,

voranfahren. Das macht stolz, reguliert das

Tempo und verschafft den Eltern Überblick.

Über die Pause bestimmt, wer zuerst müde

wird. Die Rast an Spielplätzen und Badeseen

ist Kindern oft wichtiger als Turm oder

Denkmal. „Für Kinder ist das Fahrrad nur

das Mittel, und nicht der Zweck, um etwas

zu erleben“, weiß Carsten Rasmus.

Bei der Auswahl geeigneter Strecken

quer durch Brandenburg sind die meisten

Tour-Guides leider wenig kindertauglich.

Der Brandenburg-Radführer aus dem renommierten

Kompass-Verlag etwa bietet

zwar rund 50 Touren, aber keine einzige

kommt ohne die Nutzung großer Straßen

aus. Im Glossar kommen „Kinder“ gar nicht

vor. Hier ist es sinnvoller, anfangs auf geführte

ADFC-Touren zurückzugreifen. Der

Club bietet verschiedene familienorientierte

Exkursionen in Berlin und Umland an. Erfahrene

Leiter übernehmen auf Wunsch die

komplette Planung. Fitte Kids ab zwölf sind

reif für die ganz große Expedition. Mutige

schwingen sich in Berlin auf den Sattel, um in

Kopenhagen abzusteigen. Dazwischen liegen

645 Kilometer ausgeschilderter Radweg, nur

kurz unterbrochen durch unbefestigte oder

autoreiche Passagen. So können Familien

im Mix zwischen Natur und Kultur manch

Ferienwoche verradeln. Wer die Grand Tour

plant, sollte Übernachtungen vorbuchen.

Lieber ein paar Euro mehr investiert für

ein gutes Nachtlager, als sich mit Übergepäck

von Zeltplatz zu Zeltplatz zu schinden.

Die ausführlichen Bikeline-Führer bieten in

Zusammenarbeit mit dem ADFC ein Verzeichnis

von „bett + bike“-Unterkünften, die

auf Radtouristen eingerichtet sind. Und am

Vespertisch gibt es unter Gleichgesinnten eh

die besten Tipps.

gettyiMages

Über 35x in Deutschland und 12x in Berlin!

Charlottenburg: Kantstraße 52

Friedrichshain: Karl-Marx-Allee 90

Köpenick: Bahnhofstraße 14

Prenzlauer Berg: Schönhauser Allee 125

Reinickendorf: Scharnweberstraße 6

Siemensstadt: Nonnendammallee/

Ecke Paulsternstraße

Spandau: Klosterstraße 28

Steglitz: Friedrich-Wilhelm-Platz 9

Tempelhof: Sachsendamm/Alboinstraße

(Bauhaus, IKEA-Ausfahrt)

Wilmersdorf: Lietzenburger Straße 53/

Ecke Joachimstaler Straße

Zehlendorf: Clayallee 351

Berlin-Waltersdorf: Gewerbegebiet an der A 113,

Ausfahrt Grünau (vis-á-vis IKEA)

Mehr Infos unter: www.jaloucity.de

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14 Familie & Ferien // Berliner Morgenpost

mit allen sinnen

In der Veranstaltungsreihe „Naturforscher

unterwegs“ sind Kinder ab sieben Jahren mit

ihren Eltern im Freilandlabor Britz willkommen.

Unter dem Motto „Riechen, Schmecken,

Fühlen“ geht es hinaus in die Natur. Wenn sie im

Sommer in ihrer ganzen Üppigkeit erblüht, ist

auch am meisten zu entdecken. Die Teilnehmer

dürfen gespannt sein, was die Sinne diesmal

erspüren können.

termin: Mittwoch, 10. Juli, 17 Uhr

Ort: Freilandlabor, Eingang z. B. Buckower

Damm, Britz

anmeldung: 703 30 20 oder

www.freilandlabor-britz.de

schaurig-schÖne geschichten

Am letzten Ferientag lädt das Bode-Museum

zur Familienführung ein. In der Reihe „Bode

für die ganze Familie: Vom Pfeil getroffen,

schaurig-schöne Geschichten“ geht es

um die Lebensgeschichten der Figuren im

Bode-Museum. Zu dieser interessanten

Entdeckungsreise durch das Museum sind

Kinder von sechs bis zehn Jahren eingeladen.

Im Anschluss an die Führung wird dann noch

gezeichnet und die gewonnenen Eindrücke

werden verarbeitet.

termin: Sonntag, 4. August, 14 Uhr

KOsten: 3 Euro plus Eintritt ab 5 Euro

ab 18 Jahren

Ort: Treffpunkt Große Kuppel,

Am Kupfergraben, Mitte

anmeldung: 266 42 42 42 oder

www.smb.museum.de

tipps FÜr die sOmmerFerien

Eine Welt

abenteue

Die Sommerferien bieten genügend Zeit, um

unterschiedlichsten Facetten des Kulturlebe

Sechs Wochen Sommerferien können ganz s

„bespaßt“ werden wollen. Zwei oder drei Wochen

Zeit? Großeltern, Ferienlager, Fernseher oder F

es nicht allein gewesen sein. Berlin und Brande

Wir haben Ihnen hier eine kleine Auswahl für S

stellt. Lassen Sie sich inspirieren.

FotoCreDit

pippi langstrumpF

Das Kobalt Figurentheater spielt das beliebte

Stück von Astrid Lindgren. Die Inszenierung

als unterhaltsames Figurenspiel hat einige

Überraschungen parat. So wird beispielsweise

die Feuerszene aus dem Buch gezeigt. Auch

Papa Langstrumpf darf natürlich nicht fehlen

und besucht die Kinder in der Villa Kunterbunt.

Für Kinder ab fünf Jahren.

termin: 28. Juni, 10 Uhr

eintritt: ab 6,50 Euro

Ort: Gleditschstraße 5, Schöneberg

reserVierung: 216 79 25 oder

www.hans-wurst-nachfahren.de

Alle Angaben ohne Gewähr

messerscharFer nachmittag

Die Waldschule Spandau lädt zum

„Messerscharfen Nachmittag – Eltern schnitzen

mit ihren Kindern“. Zuerst geht es hinaus in den

Wald, wo kleine Äste und Gehölz gesammelt

werden. Daraus können dann einfache

Gebrauchs- und Spielsachen geschnitzt

werden. Ein besonderes handwerkliches

Geschick ist dabei nicht erforderlich. Auch

Anfänger können mit dem Schnitzmesser unter

Anleitung kleine Dinge schnitzen. Für Familien

mit Kindern ab sieben Jahren.

termin: Mittwoch, 26. Juni, 15.30–18 Uhr

KOsten: ab 2,50 (Familien 10 Euro),

Ort: Neuendorfer Straße Allee 81 in Spandau.

anmeldung: 336 30 55


Berliner Morgenpost // Familie & Ferien 15

voller

r

die Natur zu erobern oder die

ns kennenzulernen – NiNa SickiNger

chön lang werden, wenn die lieben Kleinen

Urlaub sind ja schön und gut. Und die restliche

reibad – wenn das Wetter mitspielt – können

nburg bieten so viel, was es zu entdecken gilt.

chönwetter- und auch Regentage zusammengeunterm

himmelszelt

Der Volkspark Potsdam wird zum großen

Campingplatz, und Familien können einen

Abend oder eine Nacht lang Sonne, Mond und

Sterne genießen. Egal ob man übernachten

möchte oder nicht, das Programm kann

sich sehen lassen: Slackline, Disc-Golfen,

Nachtbowling, Baumklettern, Kicken. Dazu

gibt es Lagerfeuer, Lieder, Circus, Märchen,

Nachtwanderungen und Fledermausführungen.

Bei Übernachtung bitte Campingausrüstung

und Frühstücksgeschirr mitbringen.

KOsten: 5–15 Euro für Zelten inkl.

Frühstück, je nach Alter (bis 3 Jahre frei)

Ort: Remisenpark,

Eingang Nedlitzer Straße, Potsdam

anmeldung: 0331-620 64 21 oder

cornelia.braumann@propotsdam.de

aBenteuer wasser

Unter dem Motto „Abenteuer Wasser“

bietet das Ökowerk einen spannenden

Familienworkshop an. Ob Floßbau,

Experimente mit Wasser und wie man daraus

Energie gewinnen kann oder jede Menge Spaß

und Spiel mit dem nassen Element – Kinder

werden bestens unterhalten. Sie können

experimentieren, forschen, ausprobieren

und toben. Entsprechende Kleidung sollte

mitgebracht werden.

termin: Sonntag, 30. Juni, 12–13.30,

14–15.30, 16–17.30 Uhr

KOsten: 2 Euro, Familien 8 Euro

(inkl. Besuch der Ausstellung „Wasserleben“)

Ort: Teufelsseechaussee 22–24, Grunewald

anmeldung: 300 00 50 oder

www.oekowerk.de

tatOrt museumsinsel

In der Antikensammlung im Pergamonmuseum

werden Kinder zu Detektiven. „Tatort

Museumsinsel – Auf kriminalistischen Spuren

mit dem Beschützer der Diebe“ lautet die

spannende Führung für Kinder ab neun Jahren.

Im Mittelpunkt steht der bei Kindern beliebte

Berlin-Krimi von Andreas Steinhöfel „Beschützer

der Diebe“, der auf der Museumsinsel spielt. Die

Kinder gehen einigen Fragen auf den Grund: Wer

ist der Beschützer und wo ist das Markttor von

Milet zu finden? Ab 9 Jahren.

termin: Sonntag, 14. Juli, 11–12.30 Uhr

KOsten: 5 Euro plus Eintrittab 5 Euro

ab 18 Jahren

Ort: Granitschale vor dem Alten Museum,

Am Lustgarten, Mitte

anmeldung: 266 42 42 42 oder

www.smb.museum

FÜr lecKermÄulchen

Wenn im großen Domäne-Garten die Beeren

reif sind, heißt es wieder: „Großeltern-Enkel-

Sonntag – Marmelade kochen mit der

Großmutter“. Die Beeren müssen zunächst

geerntet werden – naschen erlaubt! In der

„Kochkiste“ schreiten die Teilnehmer dann zur

Tat. Jeder kocht ein Glas Marmelade, dabei

können Lieblingsrezepte ausgetauscht oder

hilfreiche Tipps weitergereicht werden. Ohne

Altersangabe.

termin: Sonntag, 7. Juli, 15–17 Uhr

KOsten: ab 8 Euro zzgl. Material 2 Euro

Ort: Königin-Luise-Straße 49, Dahlem

anmeldung: unbedingt erforderlich unter

66 63 00 50 oder www.domaene-dahlem.de


16 Familie & Ferien // Berliner Morgenpost

Ausflugsziele

Entdeckertour in Brandenburg

Schöne Ferientage können auch direkt um die Ecke verlebt werden. Im Umland gibt es viele Ziele, die sich

für einen Tagesausflug anbieten – und für entspannte, erlebnisreiche Stunden sorgen – Nina Sickinger

Moritz ist enttäuscht, als er erfährt,

dass er dieses Jahr in den Ferien

nicht ans Meer fahren wird. Wie

soll er nur wochenlang allein die

Zeit verbringen? All seine Freunde sind verreist.

„Ich werde mich zu Tode langweilen“,

denkt er traurig. Doch seine Mutter hat sich

längst schlaugemacht und überrascht Moritz

mit einer Menge guter Ideen. Nicht weit von

Berlin entfernt gibt es nämlich Ausflugsziele,

die spannend, cool und unterhaltsam sind.

Ziel Nummer eins ist das Schiffshebewerk

Niederfinow. Als Beinamen trägt es den

gewichtigen Titel: „Europas größter Schiffsfahrstuhl“.

Das Bauwerk beeindruckt durch

seine ausgefeilte Technik und Konstruktion.

Auch seine Geschichte ist beachtlich: Bereits

im 17. Jahrhundert wurde der Grundstein

gelegt. Bis heute – ein kompletter Neubau

entsteht gerade – wurde es mehrfach zerstört

und immer wieder neu errichtet oder

saniert. 2014 soll dann das neue Schiffshebewerk

fertig sein. Die Besichtigung des

Hebewerks ist sicher eine Attraktion, wenn es

die sechsunddreißig Meter mit den schwimmenden

Kolossen überwinden muss. Auch

eine Bootsfahrt durch das Hebewerk kann

man buchen und das Bauwerk aus nächster

Nähe bewundern. Auf der Rückfahrt bietet

sich ein Besuch des wunderschönen Klosters

Chorin an, das ganz in der Nähe liegt.

Viel Action und ein abwechslungsreiches

Programm bietet die Westernstadt El

Dorado Templin. Cowboy für einen Tag

könnte das Motto lauten. Nicht einmal eine

Stunde von Berlin entfernt befindet sich

Ausflugsziel Nummer zwei – mitten in der

uckermärkischen Natur. Wer hätte gedacht,

dass in diesem beschaulichen Landstrich

atemberaubende Stunt-Shows, Indianertänze,

Attraktionen wie Postkutschenfahrten, Goldgräberwäsche,

Ponyreiten, Bogenschießen

oder Quadfahren im täglichen Programm

stehen! Wer möchte, kann auch im Westernhotel

oder in Indianertipis übernachten.

Tierliebhaber kommen im Wildpark

Schorfheide auf ihre Kosten. Er liegt ebenfalls

nur eine Autostunde von Berlin entfernt.

Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

ist im größten zusammenhängenden Waldgebiet

Deutschlands beheimatet so wie der

Wildtierpark mit seinen vielen, auch seltenen

Atemberaubende Stunt-Shows und feurige

Indianertänze in der beschaulichen Uckermark

Tieren. In weiträumigen Gehegen auf einer

Gesamtfläche von 105 Hektar leben Großwildtiere

wie zum Beispiel Wolf, Fischotter,

Rot-, Dam-, Schwarz- und Muffelwild und

vor allem auch Tiere, die es in hiesiger, freier

Wildbahn schon längst nicht mehr gibt:

Wisent, Elch und Przewalski-Pferd. Die

Wanderwege auf sieben Kilometern können

auf eigene Faust erkundet werden, aber auch

geführte Wanderungen sind möglich. Außerdem

gibt es einen großen Spielplatz, ein

Streichelgehege, das Besucherhaus und das

Dörfchen mit Feldbackofen und Lagerfeuerstelle.

Auf den Wanderstrecken befinden sich

überall Rast- und Picknickplätze. Und wer

den Park ganz gemütlich genießen möchte,

kann in eine Kremserkutsche steigen.

Einen entspannten Familientag verbringt

man auf dem Erlebnis- und Spargelhof Klaistow.

Er liegt ganz in der Nähe von Potsdam

und ist mit dem Auto gut zu erreichen. Naturwildgehege,

Kletterwald, Streichelzoo,

Abenteuerspielplatz oder Ponyreiten sind

sicher Gründe genug, um dem Hof einen

Besuch abzustatten. Auch kulinarisch gibt es

hier jede Menge Köstlichkeiten. Etwa Mitte

Juli öffnet wieder das große Maislabyrinth. In

einem 25.000 Quadratmeter großen Maisfeld

kann man sich dann auf 1,2 Kilometern ganz

schön verirren. Aber keine Sorge – es gibt

immer einen Weg hinaus.


Berliner Morgenpost // Familie & Ferien 17

anzeige

augenschmaus

Kinder müssen etwas

zu gucken haben.

Viele Ziele im Umland

bieten die Möglichkeit,

kindliche Neugier und

Bewegungsdrang zu

befriedigen. In Klaistow

können nicht nur Kürbisse

bestaunt werden,

sondern auch Beeren

geerntet, kann gebastelt

und gehüpft werden.

Niederfinow besticht

durch Wasser und

Technik, in Templin gibt es

Romantik und Abenteuer

und in Schorfheide Natur

und Wildnis (v.li.n.re.)

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zwei Kinder).

Rufen Sie unsere Hotline an:

01379–03 01 02 *

Bitte nennen Sie das Stichwort:

FAMILIE, Ihren Namen,

Ihre Anschrift und Telefonnummer

Teilnahmeschluss:

ist am 8. Juni 2013 um Mitternacht

adressen

Wo ist was?

schiFFsheBewerK niederFinOw Hebewerkstraße 52, 16248 Niederfinow,

Mo.–So. 9–18 Uhr, Eintritt: 2 Euro, www.schiffshebewerk-niederfinow.de

westernstadt el dOradO templin Am Röddelinsee 1, 17268 Templin, ab 22. Juni

Mo.–So. 10–18 Uhr, Eintritt: 10 Euro, Familien 35, Kinder bis 1,20 Meter frei, www.eldorado-templin.de

wildparK schOrFheide Prenzlauer Straße 16, 16244 Schorfheide OT Groß Schönebeck,

Mo.–So. 9–19 Uhr, Eintritt: ab 4 Euro, www.wildpark-schorfheide.de

erleBnishOF KlaistOw Glindower Straße 28, 14547 Beelitz OT Klaistow, täglich ab 9 Uhr,

www.buschmann-winkelmann.de

Der Rechtsweg und die Barauszahlung sind

ausgeschlossen. Teilnahme ist nur aus

Deutschland möglich. Mitarbeiter der

Axel Springer AG und von PHAENO

dürfen nicht teilnehmen.

*0,50 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz,

Mobilfunk deutlich teurer!

piCtUre allianCe (4); gettyiMages (1)


Scha


18 Familie & Ferien // Berliner Morgenpost

FerienprOgramm

Rund ums große Baumhaus

„geheimnis eines indianischen sOmmers“

heißt das Programm in den Ferien, das vom 25. Juni an jeweils dienstags bis donnerstags

ab 10 Uhr stattfindet. Was man hier erleben kann, wird nicht verraten. Nur

so viel: Das große Baumhaus, das Architekt Florian Kneer und Kreativhaus-Mitarbeiter

Leander Hörmann erst kürzlich im Garten errichtet haben, spielt eine Rolle.

Mehr Informationen gibt es im Kreativhaus Berlin e.V.,

Fischerinsel 3, 10179 Berlin.

www.kreativhaus-berlin.de

„Man muss systematisch Verwirrung stiften –

das setzt Kreativität frei“

salvador dalí

Bildung und erziehung

kreativ vermitteln, das will Angela Gärtner (oben rechts)

in ihrem Mehrgenerationenhaus. Nicht nur den Kindern

gefällt das abwechslungsreiche Programm in der

„Langen Nacht der Familie“, sondern auch die Eltern

lassen sich in allen Lebenslagen beraten. Pirat Leander

Hörmann (links) herrscht auf dem Baumhaus, Maler

Yunis (unten) zeichnet ein Porträt der siebenjährigen

Alissa, die kurz zuvor noch aufmerksam mit Bruno der

Märchenerzählerin lauschte (oben mitte)


Berliner Morgenpost // Familie & Ferien 19

also Lukas, was nun? Seine Schuhe hat der

kleine Kerl mit dem gelben Fell um den

Bauch schon ausgezogen. Aber ein Tuch über

die Augen? Etwas ratlos schaut er seinen Vater

an. „Er darf auch so durch“, sagt eine der Frauen, die am

Eingang zum Sinnesgarten stehen. „Aber mehr Spaß macht

es schon, wenn man alles ertastet.“

Das scheint Bruno ähnlich zu sehen. Er lässt sich eben

durch den Parcours im Kreativhaus führen und hat hörbar

einen Riesenspaß. Über Noppenkissen geht es durch ein Rohr

mit Bällchen bis zu einer Balancierstange. Weiße Laken grenzen die

Stationen voneinander ab, sie flattern bei jeder Bewegung und sind

mit einem Muster bedruckt: Die jungen Besucher des Hauses auf der

Fischerinsel haben sie mit Hunderten ihrer Handabdrücke geschmückt.

Ein Ort für Kinder – aber nicht nur. Familiencafé? Aber bitte!

SpieleLabor, Tauschecke für Babykleidung, Kindergeburtstage mit

Motto, Beratung zum Familienrecht: alles vorhanden. Das hier ist eine

von vielen Adressen für junge Berliner Eltern ist, denkt man sofort und

KreatiVhaus

tzsucher treffen

rchenerzähler

Das Kreativhaus auf der Fischerinsel bietet für jedes

Alter etwas an: Nur offen und fantasievoll sollten die

Besucher sein – cHriSTiaNe MeiXNer

streift zur „Langen Nacht der Familie“ neugierig

durch das Haus. Doch dann entdeckt man den

Aushang für den „Stammtisch Generationenwohnen“.

Oder die Einladung zum offenen Fischerinselchor

mit dem Hinweis: Wer gehbehindert ist, wird

gern von der nächsten U-Bahn- oder Bushaltestelle

abgeholt. Das Kreativhaus: eine Anlaufstelle für jedes

angela gÄrtner

Alter. Mitbringen muss man bloß Offenheit und Fantasie.

gründete das Alles andere findet sich. So wie an diesem langen Abend

Kreativhaus Ilka Sonntag in einem historischen Boot. Sie erzählt

von Wassermännern und oberschlauen Eseln. Und die

Kinder? Vergessen, dass sie eigentlich auf Schatzsuche sind. Wollen

lieber noch eine Geschichte hören und sitzen in ihren Kostümen aus

dem Fundus des Kreativhauses wie gebannt im Schiffsbauch. Zuvor

haben sie sich porträtieren lassen wie einst der Berliner Nachwuchs

von Heinrich Zille. Und nebenbei ein paar unappetitliche Details über

die nahe Spree und ihre Inhaltsstoffe erfahren. Spielerisches Lernen

ist allerdings nicht nur an diesem Abend Programm.

Dass man Bildung und Erziehung kreativ vermitteln kann, weiß

Angela Gärtner seit ihrer Ausbildung zur Theaterpädagogin. 1992

gründete sie das Kreativhaus. Seitdem erfährt Angela Gärtner jeden

Tag aufs Neue nicht bloß, wie wichtig das Angebot des Mehrgenerationenhauses

ist, sondern ebenso, wie schwer man sich mit den eigenen

finanziellen Bedürfnissen in Berlin behauptet. Nach wie vor gibt es

kaum feste Stellen für die Mitarbeiter. Das Geld für das umfangreiche

Bastel- und Fortbildungsangebot – bis hin zu Sprachkursen für Eltern

und Kinder – stammt größenteils von Stiftungen oder aus Kooperationen

und muss immer wieder neu beantragt werden. Natürlich

könnte man mehr Eintritt nehmen. Doch wer sein Angebot für alle

offenhalten möchte, muss die Schwellen niedrig halten. Anders erreicht

man immer bloß jene, die ohnehin das Beste für ihr Kind möchten.

Für Angela Gärtner ist das keine Option. Genau wie in der „Langen

Nacht der Familie“, wo für Kinder gerade mal ein Symboleintritt

von einem Euro anfiel, bieten auch die Sommerferien Abenteuer für

jeden Kreativwilligen.

gettyiMages; iMpress piCtUre/BUDDy Bartelsen (3)

BERLIN - THEATER AM POTSDAMER PLATZ

THE CROWN OF RUSSIAN BALLET

Das

Russische Nationalballett

aus Moskau

Schwanensee

BERLIN - TEMPODROM

KLAUS BAUMGART

LIVE!

20. Januar 2014, Mo. 20.00 Uhr

Zauberhafte Familien-Show

Musik: Niclas Ramdohr, Regie: Holger Pototzki

20. Januar 2014, Mo. 14.00 Uhr

VVK u. a. Interklassik im Dussmann, Friedrichstr. 90, Tel. 030 - 20 16 60 93

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20 Familie & Ferien // Berliner Morgenpost

Jedes Jahr erkunden Tausende Touristen

die lange Adelsgeschichte Preußens.

Aber kennen Berliner ihre tollen

Schlösser überhaupt? In mehr als vier

Jahrhunderten schufen Künstler Großartiges

für die preußischen Herrscherfamilien.

Bekannteste Werke sind unter anderem die

Schloss- und Gartenanlagen in Potsdam.

Federführend für die Gestaltung war Peter

Joseph Lenné im 19. Jahrhundert. Anlass

genug, um in den Ferien eine spannende Zeitreise

durch die Kunst- und Kulturgeschichte

in Brandenburg-Preußen zu unternehmen:

Schloss Sanssouci – die für Preußen so

wichtige Persönlichkeit Friedrich der Große

ist überall zu finden. Das als „Refugium auf

dem Weinberg“ betitelte Schloss diente als

Sommersitz und Rückzugsort in schwierigen

Zeiten – was den Namen Sanssouci („ohne

Sorge“) erklären würde. Die imposante Lage

auf den Weinbergterrassen lädt dazu ein,

sich dort selbst einmal auf die Spuren Friedrichs

zu begeben und die original erhaltenen,

prachtvollen Räume des 18. Jahrhunderts zu

besichtigen. Nächste Station: das Schloss

Neue Kammern im Park Sanssouci, das als

Unterkunft für königliche Gäste diente. 1771

wurde zu diesem Zweck die Orangerie umgebaut.

Noch heute beeindruckt die im üppigen

Rokoko-Stil gestaltete Innenausstattung.

Highlight ist der rechteckige, mit wertvollen

Steinen dekorierte Jaspissaal. Die Decke ziert

eine wunderschöne Venusdarstellung. Zu

empfehlen auch die Ovidgalerie mit ihren

vergoldeten Wandreliefs sowie die prachtvollen

Räume und das Grüne Lackkabinett.

Zu den sogenannten Märkischen Residenzen

zählen die Schlösser Rheinsberg und

Königs Wusterhausen. Rheinsberg, malerisch

am Grienericksee gelegen, ist untrennbar

mit Friedrich dem Großen verbunden, denn

hier verlebte er als Kronprinz seine wohl

fröhlichste Zeit. Sein Bruder Prinz Heinrich

verwandelte das Schloss Jahre später in einen

sogenannten Musenhof, der sich über lange

Zeit einen europäischen Namen machte. Das

Schloss Königs Wusterhausen dagegen diente

dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. als

preussische residenzen

Auf königlichen

pfaden

Die Vielzahl an Schlössern und Gärten

fasziniert alle Generationen

– NiNa SickiNger

gettyiMages (1); piCtUre-allianCe (4)


Berliner Morgenpost // Familie & Ferien 21

Sommersitz und Jagdrefugium. Sehenswert

sind auch die kleineren Schlösser Caputh

und Oranienburg.

Wer nicht so weit fahren möchte, kann

auch in Berlin, damals Residenzstadt Brandenburg-Preußens,

Herrschersitze ganz

verschiedener Jahrgänge besichtigen. Das

Schloss Charlottenburg repräsentiert das

höfische Leben und den Kunstgeschmack

der Hohenzollern sicherlich auf deutlichste

Weise. Der beeindruckende Bau liegt inmitten

des prächtigen Barockgartens, der

allein schon eine Sehenswürdigkeit darstellt.

Allerdings sollte man sich auch die prunkvollen

Innenräume und Säle nicht entgehen

lassen. Große und kleine Besucher können

hier auf Königin Sophie Charlottes Spuren

wandeln und einmal einen Tag höfischer

Vergangenheit erleben. Das Schloss beherbergt

zudem den größten erlesenen Fundus

französischer Malerei des 18. Jahrhunderts

außerhalb Frankreichs.

Auf dem Ferienplan sollte auch das Jagdschloss

Grunewald stehen. Dieses kleine

Renaissanceschloss, idyllisch im Grunewald

gelegen, ist das älteste. Die üppigen Wälder

dienten bereits 1542 als Jagdrevier. Kurfürst

Joachim II. von Brandenburg ließ dieses

malerische Schlösschen als Jagd-Stützpunkt

erbauen. Seit 1932 wird es als Museum genutzt

und beherbergt heute ebenfalls eine

hochkarätige Kunstsammlung. Die Geschichte

des Schlosses Glienicke geht auf

Prinz Carl von Preußens Liebe zu Italien

zurück. Seine erste Reise dorthin endete mit

dem Beschluss, eine italienische Villa mitten

im märkischen Lande sein Eigen zu nennen,

da ihn die Landschaft so sehr an die südlichen

Gefilde erinnerte. Im Landgut Glienicke

fand er den perfekten Ort. Sehenswert sind

im Schloss der rote Saal, der grüne Salon,

das türkise Schlafzimmer, das Marmorzimmer

und die tiefblaue Bibliothek. Neben

den intensiven Farben der Wände sind auch

die prunkvollen Goldrahmen der Gemälde,

die Kronleuchter und die edlen Möbel zu

erwähnen. Wunderschön ist auch die Pfaueninsel.

Wo auch immer die Schlössertour

beginnen mag, wirklich alle sind eine Reise

wert. Interessierte Kinder und Eltern können

sich über Veranstaltungen und Konzerte auf

der Internetseite der Stiftung Preußische

Schlösser und Gärten informieren.

adressen

Königliche Baukunstwerke aus vier Jahrhunderten

schlOss sanssOuci Maulbeerallee 14469 Potsdam

neue Kammern Park Sanssouci 14469 Potsdam

schlOss rheinsBerg Mühlenstraße 1 16831 Rheinsberg

schlOss KÖnigs wusterhausen Schlossplatz 1 15711 Königs Wusterhausen

schlOss caputh Straße der Einheit 2 14548 Caputh / Schwielowsee

schlOssmuseum OranienBurg Schlossplatz 1 16515 Oranienburg

schlOss charlOttenBurg Spandauer Damm 20–24 14059 Berlin

JagdschlOss grunewald Hüttenweg 100 14193 Berlin

schlOss glienicKe Königstraße 36 14109 Berlin

pFaueninsel Nikolskoer Weg 14109 Berlin

sehenswÜrdig

Schloss Sanssouci in Potsdam

lockt Touristen aus aller Welt an.

Die Decken im Caputher Schloss

sind reich verziert mit barocken

Stukkaturen. Im Rheinsberger

Schloss finden im Sommer

Theateraufführungen statt, und das

Jagdschloss Grunewald bietet eine

Dauerausstellung (v. li. nach re.)

Weitere Informationen unter www.spsg.de


22 Familie & Ferien // Berliner Morgenpost

Von

generationskonflikt

keine Spur mehr

gettyiMages

omi, ich hab’ dich ja sooo lieb!“

Leonie schmiegt sich ganz dicht

an ihre Oma, als sie das sagt. Die

beiden haben ein sehr enges Verhältnis

zueinander. Die Elfjährige hat schon

viele, viele Wochenenden bei der Oma verbracht,

nicht etwa weil sie müsste, sondern

weil sie wollte. Gemeinsame Urlaube, feste

Nachmittagstermine, die nur ihnen beiden

gehören, aber auch der Besuch von Schulund

Kitaveranstaltungen gemeinsam mit

den Eltern gehören dazu.

Die beiden sind kein Sonderfall. Das Verhältnis

zwischen Großeltern und Enkelkindern

wird immer wichtiger – und inniger.

„Wenn Eltern und Großeltern sich gut verstehen,

ist die Beziehung zu den Enkelkindern

sehr bedeutungsvoll. Oma und Opa bilden

sichere Bezugspersonen für die Kinder, sie

haben Zeit, stehen für Heimat und Tradition

und erzählen aus der Vergangenheit – Dinge,

auf denen unsere Identität beruht“, erklärt

Heidemarie Arnhold vom Arbeitskreis Neue

Erziehung. Doch das war nicht immer so.

Noch im 17./18. Jahrhundert bekamen Frauen

bis ins hohe Alter Nachwuchs, hatten also,

wenn ihre Kinder die ersten Babys bekamen,

selbst noch kleine Kinder, um die sie sich

kümmern mussten. Für die Großelternrolle

blieb dann keine Zeit. Und Anfang des

20. Jahrhunderts galten Großeltern oft als

unmodern. Man warf ihnen vor, die Enkel

zu stark zu verwöhnen. Und sie waren auch

meist körperlich nicht mehr in der Lage, mit

den Enkeln Schritt zu halten. Das ist heute

Großeltern und Enkel ergänzen sich

prächtig und profitieren voneinander.

Alt und Jung genießen die

gemeinsame Zeit und entlasten die

gestressten Eltern sowohl im Alltag als

auch im Berufsleben

– SiMONe JacOBiUS

anders: Großeltern sind im Allgemeinen

gesünder, aktiver und innovativer als noch

vor 50 Jahren. Und die Wertvorstellungen

zwischen Jung und Alt haben sich heutzutage

angenähert, sodass es keinen Generationskonflikt

mehr gibt. Aus der distanzierten

Großeltern-Enkel-Beziehung ist mit der Zeit

eine kameradschaftliche geworden.

Aber Oma und Opa werden auch gebraucht.

Sie sind nach den Eltern die wichtigsten

Betreuungspersonen für Kinder

unter sechs Jahren, hat eine Untersuchung

des Deutschen Jugendinstituts in München

ergeben. Großeltern springen ein, wenn die

eigenen Kinder Überstunden machen und

das Enkelkind betreut werden muss, oder

auch, wenn Fieber und Co. den Besuch von

Schule und Kindergarten unmöglich machen.

Vielfach stehen sie auch in den Ferien zur

Verfügung. Laut der Betreuungsstudie des

Deutschen Jugendinstituts ist jedes dritte

Kind bis zu drei Jahren mindestens einmal

die Woche bei den Großeltern. Zwei Drittel

aller Eltern bitten ihre eigenen Eltern zumindest

sporadisch um Babysitter-Dienste.

Heidemarie Arnhold sieht auch den Wechsel

der Bezugspersonen als positiv: „Die

Großeltern müssen nicht so sehr erziehen,

dürfen auch mal verwöhnen. Sie haben eine

andere Position inne als die Eltern. Und für

die Kinder ist es gut zu sehen, dass in anderen

Umgebungen andere Regeln gelten. Wichtig

ist nur, dass Eltern und Großeltern sich in

den wesentlichen Dingen einig sind!“

Doch nicht nur die Enkelkinder und ihre

Eltern profitieren von dem guten Verhältnis

zu Oma und Opa. Auch die Großeltern

können davon profitieren. „Enkel wirken

wie ein Jungbrunnen auf die Großeltern.

Sie bewegen sich mehr, nehmen an aktuellen

Entwicklungen teil und kramen im Schatz

alter Erinnerungen nach Kinderreimen, Märchen

und altem Liedgut“, weiß die Fachfrau.

Denn Enkelkinder strotzen nur so vor Wissbegierde,

Lebenslust und Bewegungsdrang.

Großeltern die sich darauf einlassen, bleiben

selbst aktiv, jung und geistig fit.

„Großeltern müssen nicht so sehr erziehen,

dürfen auch mal verwöhnen.“

heidemarie arnholdt, arbeitskreis neue erziehung


Berliner Morgenpost // Familie & Ferien 23

Taschengeld

Früh übt sich: Wer den Cent nicht ehrt,

ist den Euro nicht wert

Zehn Prozent aller 20- bis 24-Jährigen in

Deutschland sind verschuldet. Vielfach können

sie einfach nicht mit Geld umgehen.

Doch genau das kann man lernen. Erziehungsberater

empfehlen, Kindern schon

frühzeitig eigenes Geld zu geben, damit sie

eigenverantwortlich lernen zu haushalten.

Ab etwa sechs Jahren sollten sie regelmäßig

eine kleine Summe bekommen, die jährlich

steigt. Dadurch lernen sie, was billig und

was teuer ist, oder machen die Erfahrung,

dass man für größere Wünsche auch mal

sparen muss.

Jugendämter empfehlen Folgendes:

Unter 6 Jahre: 1 Euro wöchentlich

6 – 7 Jahre: 2 Euro wöchentlich

8 – 9 Jahre: 3 Euro wöchentlich

10 Jahre: 14 Euro monatlich

11 Jahre: 16 Euro monatlich

12 Jahre: 20 Euro monatlich

13 Jahre: 22 Euro monatlich

14 Jahre: 25 Euro monatlich

15 Jahre: 30 Euro monatlich

16 Jahre: 35 Euro monatlich

17 Jahre: 45 Euro monatlich

18 Jahre: 70 Euro monatlich

Ab etwa acht Jahren sollten Kinder zusätzlich

ein Sparkonto eröffnen. Für Jugendliche

zwischen 14 und 16 Jahren bietet sich ein

eigenes Girokonto an. sip

Sparen bringt Zuwachs:

Den Umgang mit Geld sollten Kinder

möglichst früh lernen, deshalb ist

Taschengeld so wichtig

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24 Familie & Ferien // Berliner Morgenpost

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Die Nachricht kommt aufs Smartphone. „Freitag,

ab 16 Uhr, Casting für einen Modekatalog“.

Sofort sieht die 15-jährige Lina auf dem Kalender

nach. Es geht, kein anderer Termin.

Castings sind cool. Auch einige Freundinnen von Lina

gehen zu Castings. Vielleicht wird sie ja dieses Mal

gebucht. Bislang hat sie erst zweimal Glück gehabt.

Lina googelt noch den Katalog der letzten Saison, um

zu sehen, welche Kleidung die Firma verkaufen will. 280

Euro pro Tag bekäme sie bei dem „Shooting“ genannten

Fototermin, zwei bis drei Tage würde fotografiert.

20 Prozent vom Honorar muss Lina der Castingagentur

ixme Aydiho als Provision geben, bei der sie seit

vier Jahren registriert ist. Dort wird sie in regelmäßigen

Abständen für die Kartei fotografiert. Seit 1998 betreibt

Sabine Meese die Agentur. Trotz mehrerer Hundert

Kinder und Jugendlichen ist sie immer auf der Suche.

Die Werbeindustrie sucht ständig neue Gesichter und

Typen“, sagt Sabine Meese, die auch für Filmproduktionsfirmen

tätig ist. Was die Kinder und Jugendlichen

bei den Castings lernen, sei unter anderem, „sich so gut

wie möglich zu präsentieren“. Für viele eine hilfreiche

Erfahrung. Vom leichten Geld mit Modeln träumen

viele Kinder und Jugendliche, auch die Eltern. Aber

Casting bedeutet auch eine Menge Einsatz, besonders

bei Drehs von Werbefilmen.Voraussetzuung für die

Teilnahme an Terminen sind die Genehmigung der

Eltern, der Schule, des Landesamts für Arbeitsschutz,

Gesundheitsschutz und technische Sicherheit sowie ein

ärztliches Attest. Die komplizierte Genehmigungspraxis

dient dem Schutz der Kinder, erläutert Agentur-Chefin

Sabine Meese. Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz

dürfen Kinder nur bestimmte Zeiten arbeiten. „Bei

Sechs- bis Sechzehnjährigen nicht mehr als drei Stunden

pro Tag.“

Beim Casting in einer Kreuzberger Fabriketage

muss es schnell gehen. Zehn Minuten hat der Fotograf

pro Kind. Aus allen Gesichtern wird der Kunde ein

knappes Dutzend aussuchen. Lina hat den Auftrag nicht

bekommen, Zeitaufwand circa zweieinhalb Stunden.

Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.

Auch als App im App Store

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10119 Berlin, Tel. 612 00 40. www.ixme.de

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Berliner Morgenpost // Familie & Ferien 25

nachhilFe

Auch das

Lernen will

gelernt sein

Viele Kinder brauchen Unterstützung. Doch welche Methode ist die richtige? – FraNZ MicHaeL rOHM

Die Ferien sind in Sichtweite, da

denken viele Schülerinnen und

Schüler nicht mehr ans Lernen.

„Bei einer Vier sollten Eltern aber

doch das Thema Nachhilfe ansprechen“, rät

Susanne Köster, „auch noch vor den Ferien.

Die Gesamtelternvertreterin am Friedenauer

Rheingau-Gymnasium hat selbst viele Jahre

privat Nachhilfe gegeben und festgestellt:

„Oft beginnt die Nachhilfe zu spät.“ Sie plädiert

für „kompakten Unterricht, ein bis zwei

Stunden die Woche, in den Ferien auch mal

eine Blockeinheit“. Wichtig sei festzustellen,

wo die Defizite liegen, um anschließend mit

Kindern und Nachhilfelehrer einen Plan

auszuarbeiten. Nur von Klassenarbeit zu

Klassenarbeit nachzuhelfen, sei jedenfalls

„auf Dauer zu wenig“, so Susanne Köster.

Zwischen einem Drittel und der Hälfte der

Berliner Schülerinnen und Schüler nehmen

während ihrer Schulzeit einer Studie zufolge

Nachhilfe, die meisten in Mathematik, auf

den Plätzen zwei und drei folgen Englisch

und Deutsch. Den Markt teilen sich ältere

Schüler, Studenten, pensionierte Lehrer sowie

professionelle Anbieter.

„Zuerst einmal Lernen lernen“, rät Swantje

Goldbach, Leiterin der Nachhilfeschule

Lernwerk. Vielen Kindern fehle die richtige

Technik. Lernwerk verwendet ein eigens

entwickeltes Karteikartensystem. Außerdem

sei wichtig zu erkennen, welcher Lerntyp man

sei. Goldbach unterscheidet drei Haupttypen:

„Es gibt Seh-, Hör- und Tast-Lerner.

Hör-Lerner bekommen am meisten mit. Sie

sitzen still und hören zu. Im Gegensatz zu

Tast-Lernern. Die sind hibbelig und scheinen

unaufmerksam“, erklärt sie. „Wenn man

denen sagt, ‚Sitz still‘ bedeutet das für die so

viel wie ‚Lerne nicht‘.“ Als sehr problematisch

sieht sie die zunehmende Verwendung von

luKratiVer marKt

Eltern geben pro Jahr 750 bis

1500 Euro für Nachhilfe aus

Smartphones. „Wer direkt nach dem Lernen

in der Schulpause das Internet einschaltet,

läuft Gefahr, das eben Gelernte wieder zu

löschen.“

Rund 3000 Nachhilfeschüler betreut

Lernwerk an sieben Standorten in Berlin

und Potsdam. „Die Nachfrage steigt“, sagt

Thomas Reinert, Leiter der Wilmersdorfer

Filiale. Er rät den Eltern, „nicht auch noch

Lehrer sein zu wollen“. Besser sei es, sich

fachkundige Hilfe zu holen.

nach einer studie des Berliner Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie

verbessern sich die Bewertungen bei Nachhilfe durch Schüler und Studenten um eine

Note. Professionelle Anbieter verbessern die Noten durchschnittlich um 1,3 bis 1,4.

Nachhilfe ist ein lukrativer Markt, pro Jahr geben Eltern von Nachhilfeschülern zwischen

750 und 1500 Euro aus.

zahlreiche priVate und prOFessiOnelle angeBOte finden sich unter

www.nachhilfenet.de; unter www.erstenachhilfe.de inserieren private Nachhilfelehrer

ihre Dienste. Preise für Nachhilfe liegen zwischen 10 und 25 Euro die Stunde, bei den

meisten professionellen Anbietern für 45 Minuten. tnr

gettyiMages


26 Familie & Ferien // Berliner Morgenpost

adressen

Kochen erleben

KOchaBenteuer

aleXander sOmmerFeldt

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KOchmal

Roennebergstr. 14, Friedenau,

Tel.: 29035684,

www.kochmal-berlin.de

Die Eltern denken an Vitalstoffe

und köcheln Gemüse, dem Kind

aber läuft bei Pizza und Pommes

das Wasser im Munde zusammen.

Kochkurse für Kinder zeigen, dass gesunde

Ernährung und Genuss für die Sprösslinge

recht einfach zusammengebracht werden

können. „Kinder sind neugierig, wollen lernen

und mitmachen. Sie staunen, wundern

sich und entdecken Lebensmittel und ihre

Verwendung“, sagt Koch Alexander Sommerfeldt,

der in den Küchen von Schulen, Kitas

und privaten Haushalten mit den Kindern

schnippelt, backt und kocht. Sie mit einzubeziehen

ist der Trick, Kinder an gesunde

und gleichsam leckere Kost heranzuführen.

Das gilt auch für das gemeinsame Kochen

zu Hause, etwa am Wochenende. So sollte

man mit den Kindern einkaufen, alle Zutaten

einsammeln und dann zu Hause daraus ein

Gericht zubereiten. Dann verspeisen alle zusammen

ihr Gericht. „Kinder macht es stolz,

etwas mit hergestellt zu haben. Die Rezepte

aus unseren Kursen kochen einige Kinder

später für ihre Familie nach“, sagt Andrea

„Kinder macht es stolz, etwas mit hergestellt zu

haben. Die Rezepte kochen sie später nach.“

andrea hildebrandt, Kochkurs-Veranstalterin

KOchKurse

gesunde Kost,

die auch schmeckt

Von Piraten, Hexen und Harry Potter: Wie man Jungen und Mädchen

Lebensmittel anschaulich schmackhaft machen kann – aLeXaNDra BÜLOW

Hildebrandt von Biolüske in Lichterfelde, wo

Kochkurse für die Altersgruppen sechs bis

acht sowie neun bis zwölf angeboten werden.

Kleine Kinder können Gemüse waschen,

Teig kneten, umrühren oder Zutaten wie

Mehl oder Salz zugeben. Unbedingt erlaubt:

Lebensmittel anfassen, ertasten und

erfühlen, etwa Mehl oder ein Eigelb. Ab

sechs Jahren können die Kinder meist auch

Gemüse schneiden. Vorspeise, Hauptgericht

und Nachspeise stehen oft im Zeichen eines

Mottos wie Piraten, Harry Potter oder

Hexenküche. Aber auch die kulinarischen

Lieblinge der Kinder kommen auf den Tisch:

Begeistert machen Kinder zum Beispiel aus

einem ganzen Fisch und einer Panade aus

Cornflakes ihre geliebten Fischstäbchen.

Jugendliche lernen, wie sie „coole Sachen“

wie Falafel oder Sushi herstellen, aber auch

köstliche und gesunde Brotaufstriche wie

Tomaten-Frischkäse-Möhren oder getrocknete

Tomaten mit Oliven – begleitet von

Schwatzen und Partystimmung. Sommerfeldt:

„Viele Teilnehmer sind verwundert,

wie schnell die meisten Speisen aus frischen

Zutaten zubereitet sind.“ Und der eine oder

andere kommt auch wieder – zu einem nächsten

Kochkurs und neuen Entdeckungen.

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