Geschäftsbericht 2012 Magazin - BayWa AG

baywa.com

Geschäftsbericht 2012 Magazin - BayWa AG

Kapitel Seite Inhalt

02

„ Hier wächst Erfolg. “

Interview mit Klaus Josef Lutz

Seite 04 – 09

Global

unterwegs

04

Die BayWa: Aufstieg in den Kreis der

internationalen Agrargrößen

06

09

Auf Zukunft eingestellt:

Mit Akquisitionen in die erste Liga

Integration von Turners & Growers

trägt weltweit Früchte

Seite 10 – 15

Innovativ

erfolgreich

10

12

15

Die BayWa im Bereich erneuerbare Energien:

Mit starker Marke und unerschöpflicher

Energie unterwegs

Woher auch immer der Wind weht:

Das Geschäft mit den Regenerativen erntet

für die BayWa verlässliche Erträge

Rekordverdächtig in jeder Hinsicht:

Solarpark Barth

16

Spotlights 2013:

Projekte – eine Auswahl

18

90 Jahre BayWa:

Highlights aus der BayWa-Geschichte

22 Impressum


BayWa AG Hier wächst Erfolg Interview mit Klaus Josef Lutz

2

„ Hier wächst Erfolg. “

Interview mit Klaus Josef Lutz

über die strategischen Wege der BayWa

Herr Lutz, die BayWa sorgt mit zwei großen Übernahmen im Agrar bereich für Aufsehen.

Was sind die Hintergründe?

Die Übernahme des weltweit tätigen Getreidehändlers Cefetra B.V. mit Sitz in Rotterdam und

die Mehrheitsbeteiligung an der norddeutschen Bohnhorst Agrarhandel GmbH bringen die

BayWa einen immensen Schritt nach vorne in der Wachstumsbranche Agrar. Die BayWa steigt

damit in die Top 10 der internationalen Agrarhändler auf und sichert sich den Zugang zu den

weltweiten Rohstoffmärkten. Doch wir wollen nicht groß sein um der Größe willen. Wir brauchen

profitables Wachstum, um langfristig die Ertragskraft des Unternehmens zu sichern und um die

BayWa weiter so finanzstark und solide zu halten. Das ist nur möglich durch Internationalisierung

unserer Kerngeschäfte. Und dazu müssen wir rechtzeitig agieren und unsere Chancen in einem

globalen Umfeld nutzen. Das haben wir getan und sind nun hervorragend aufgestellt in einem

Markt, der viel Potenzial und Dynamik besitzt.


BayWa AG Hier wächst Erfolg Interview mit Klaus Josef Lutz

Die BayWa steigert mit diesen beiden Akquisitionen

den Umsatz im Segment Agrar auf rund 10 Mrd. Euro,

das konzernweite Handelsvolumen beim Getreide

nimmt auf knapp 30 Mio. Tonnen zu. Wie können Sie

diesen Wachstumsschub bewältigen?

Der Energiewende weht ein rauer Wind um die Nase.

Viele Firmen, gerade im Solarbereich, mussten aufgeben.

Warum ist die BayWa in dem Umfeld so

erfolgreich?

Dazu müssen wir die Agrarteams von BayWa, Cefetra

und Bohnhorst zusammenführen. Das wird ein Schwerpunkt

unserer Arbeit sein. Damit wir die neue Stärke in

gemeinsames Wachstum ummünzen können, werden

die nötigen Strukturen geschaffen und Prozesse und

Abläufe aufeinander abgestimmt.

Wo wollen Sie da ansetzen?

Der intensive Austausch aller Beteiligten ist dafür der

Dreh- und Angelpunkt; letztendlich kommt es immer

auf die Menschen an. Dabei müssen wir auch verschiedene

Unternehmenskulturen zusammenbringen. Im Falle

von Cefetra kommt es uns sicher zugute, dass das Unternehmen

wie die BayWa genossenschaftlich geprägt ist.

Für die Agrarteams ist es eine neue Herausforderung,

aber auch ein großer Anreiz, das Potenzial der einzelnen

Unternehmen über Ländergrenzen hinweg zu bündeln.

Bei den erneuerbaren Energien ist die BayWa ebenfalls

international aufgestellt. Wie geht es hier

weiter?

Der Bereich erneuerbare Energien, den wir seit 2009

konsequent auf- und ausgebaut haben, ist eine wichtige

Säule unserer Innovations- und Internationalisierungsstrategie.

Dabei setzen wir auf doppelte Diversifizierung:

einmal auf technologische, indem wir unser

Projektgeschäft auf Windkraft, Solarenergie und Biomasse

verteilen. Außerdem sind wir durch geografische

Streuung – mit Aktivitäten in ganz Europa und in

den USA – sehr robust gegenüber politisch bedingten

Marktschwankungen.

An der weltweiten Energiewende führt kein Weg vorbei.

In vielen Ländern ist die politische Gemengelage zu

dem Thema tatsächlich schwierig – die Unternehmen

leiden unter unsicheren Rahmenbedingungen. Damit

muss auch die BayWa umgehen. Da hilft uns einerseits

die geschilderte doppelte Risikostreuung. Andererseits

ist unser Geschäftsmodell klar umrissen und risikoarm:

Wir entwickeln, errichten, betreiben – für eine begrenzte

Zeit – Anlagen im Bereich erneuerbare Energien, um sie

dann gewinnbringend zu verkaufen. Serviceleistungen

wie Wartung und Repowering runden unser Paket künftig

noch stärker ab. Ganz bewusst haben wir uns gegen

risikoanfällige Aktivitäten wie Forschung und Fertigung

technischer Teile entschieden.

Die BayWa ist mit ihren 90 Jahren Geburtstagskind

des Jahres. Welche Verpflichtung leiten Sie aus der

Ge schichte ab?

Kunden, Handels- und Geschäftspartner – wer die

BayWa kennt, schätzt sie für ihre Verlässlichkeit, Solidität

und Innovationskraft. Das ist das Verdienst all der

BayWa-Mitarbeiter und des Managements über die 90

Jahre hinweg. Durch Kontinuität und eine hohe Identifikation

mit dem Unternehmen haben sie mit ihrer Leistung

zu diesem Image beigetragen. Besonders bemerkenswert:

Jedes der 90 Geschäftsjahre hat die BayWa

mit Gewinn abgeschlossen. Die BayWa gestaltete von

jeher im Sinne ihrer Kunden den Strukturwandel in den

Bereichen Agrar, Energie und Bau. Und das nachhaltig

und mit einem hohen Maß an Innovationskraft und Engagement.

Das ist auch weiterhin so – z. B. ganz explizit

durch unsere Nachhaltigkeitsstrategie „Handeln in Generationen“.

Ungeachtet der Aufmerksamkeit, die außergewöhnliche

Akquisitionen nun mal auf sich ziehen –

in den Geschäftsbereichen wird sehr wertvolle Arbeit

geleistet. Hier erwächst aus der Nähe zum Kunden Innovationskraft

für morgen.

3


BayWa AG Hier wächst Erfolg Global unterwegs

Die BayWa: Aufstieg in den Kreis der

internationalen Agrargrößen

Rahmenbedingungen

des weltweiten Agrarhandels

4

Auf dem Weltmarkt konkurrieren immer

mehr und zahlungskräftigere Abnehmer um

ein begrenztes Angebot an Agrargütern. Wer

auf diesem Markt mithalten will, braucht auf

breiter Basis einen zuverlässigen Zugang zu

Erzeugern, Ernten und Logistikstrukturen. Mit

gezielten Akquisitionen hat die BayWa 2012

ihr Handels- und Transportnetzwerk weltweit

entscheidend verstärkt.


BayWa AG Hier wächst Erfolg Global unterwegs

Entwicklung der weltweiten

landwirtschaftlichen Nutzfläche

(in ha pro Kopf; Quelle: FAO)

0,5

1950

0,3

Getreidebilanz weltweit

(in Mio. t; Quellen: DRV, Copa, Coceral, ACTI, BayWa, ZMP, Strategie grain)

Produktion

Verbrauch

1.866

1.846

2.043

1.995

2.237

2.153

2.280

2.240

2000

0,2

– 20 – 30 – 93 – 85

– 14 – 47 – 48 – 40

+ 48 + 22 + 84 + 26 +10

2050

2000/01

2002/03

2004/05

2006/07

2008/09

2010/11

2012/13

Konsum tierischer Lebensmittel

(in kcal pro Person und Tag; Quelle: FAO 2006)

900

Industrieländer

800

Schwellenländer

Ostasien

Südasien

700

600

500

400

300

200

5

100

0

1962 1970 1980 1990 2000 2015 2030 2050

Deutliche Verschiebung der Warenströme auf den Rohstoffmärkten

Überblick über die internationalen Warenströme für Getreide und Soja, 2010

(in Mio. t; Quellen: UNComtrade, FAOstat)

Weltweite Getreideproduktion:

Mais:

Weizen:

Gerste:

Weltweite Sojabohnenproduktion:

1.761 Mio. t

844 Mio. t

650 Mio. t

123 Mio. t

265 Mio. t

Weizen: 3,5 Mio. t

Mais: 25,5 Mio. t

Soja: 30,0 Mio. t

Sojaschrot: 2,3 Mio. t

Weizen: 6,7 Mio. t

Weizen:

6,2 Mio. t

Sojaschrot: 11,4 Mio. t

Soja: 6,6 Mio. t

Sojaschrot: 9,6 Mio. t

Weizen:

13,3 Mio. t

Weizen: 12,8 Mio. t

Weizen:

8,0 Mio. t

Soja: 21,8 Mio. t

Sojaschrot: 4,0 Mio. t

Weltweiter Getreidehandel:

Weizen:

Mais:

Gerste:

Weltweiter Sojabohnenhandel:

Weltweiter Sojaschrothandel:

291 Mio. t

145 Mio. t

108 Mio. t

26 Mio. t

93 Mio. t

64 Mio. t

Weizen: 4,0 Mio. t

Mais: 5,5 Mio. t

Soja: 11,8 Mio. t

Sojaschrot: 5,6 Mio. t


BayWa AG Hier wächst Erfolg Global unterwegs

Auf Zukunft eingestellt:

Mit Akquisitionen in die erste Liga

Cefetra,

Niederlande

Bohnhorst,

Deutschland

Hier wächst Erfolg.

6

Zugang zu den wichtigsten Beschaffungsmärkten für

Agrarrohstoffe und schlagkräftige Logistikstrukturen

mit Hafenstandorten: Mit Cefetra und Bohnhorst sind

globale Sourcing- und Handelsnetzwerke geschaffen.

Foto links: Hafenstandort von Cefetra im polnischen

Gdynia an der Ostsee.


BayWa AG Hier wächst Erfolg Global unterwegs

Durch die Übernahme von Cefetra und Bohnhorst

baut die BayWa ihr globales Handelsnetz aus

Multinationale Güterdrehscheibe in strategischer Lage

Frachter dümpeln an der Hafenmole, auf den Silodächern hocken träge Möwen und draußen vor der Hafeneinfahrt

versinkt der kleine Leuchtturm im Ostseenebel. Wenn nicht gerade die Schwedenfähre oder ein Getreidefrachter einlaufen,

wirkt der Sassnitzer Hafen im Nordosten Rügens ziemlich beschaulich. In Wirklichkeit jedoch ist die Mukraner

Anlage ein echter Hotspot der Globalisierung. Denn als Tiefseehafen ist Mukran das Ziel von Großfrachtern mit bis zu

25.000 Tonnen Kapazität, deren Ladung hier direkt von bzw. auf Güterwaggons mit deutscher oder russischer Spurbreite

umge laden und umgehend weitertransportiert werden kann. Dank bester Ausstattung und strategisch günstiger

Lage zwischen Ost und West fungiert der drittgrößte deutsche Ostseehafen heute als eine Art multinationale Güterdrehscheibe.

Wer sich wie der renommierte Agrarhändler Bohnhorst in Mukran etabliert hat, kann von hier aus Skandinavien,

das Baltikum und halb Osteuropa bedienen. Das macht den Ostseehafen im boomenden Getreidehandel so

attraktiv – und die Bohnhorst Agrarhandel GmbH wiederum so interessant für die BayWa.

Zugang zu Lieferanten und Abnehmern rund um den Globus

Zusammen mit dem niederländischen Getreidehändler Cefetra B.V. ist das norddeutsche Agrarhandelsunternehmen

der jüngste Neuzugang im Portfolio des Münchner Handels- und Dienstleistungskonzerns. Mit der Mehrheitsbeteiligung

an Bohnhorst und der Übernahme von Cefetra B.V. verfünffacht die BayWa AG auf einen Schlag ihr Getreidehandelsvolumen

– mit Luft nach oben. Doch es ist nicht schiere Größe, die den Zusammenschluss mit den zwei

Agrar unternehmen so schlüssig macht. Vielmehr wächst die BayWa mit der Übernahme von Cefetra und Bohnhorst

zu einem globalen Agrarhändler mit direktem Zugang zu Abnehmern, Lieferanten und entsprechenden Logistikkapazitäten

rund um den Globus. Denn der schnelle Zugriff auf immer stärker nachgefragte Rohstoffe wird im weltweiten

Agrargüterhandel immer wichtiger.

Stagnierendes Angebot trifft steigende Nachfrage

In diesem Geschäft verschieben sich Warenströme und Wachstumszonen gerade gewaltig. Während in der Europäischen

Union der Bedarf an Agrarerzeugnissen stagniert, steigen die Handelsströme in Schwellenländer stetig an. Ihre

wachsende Mittelschicht, veränderte Ernährungsgewohnheiten sowie eine insgesamt immer größer werdende Weltbevölkerung

verlangen nach mehr und kalorienreicherer Nahrung. Ablesen lässt sich dieser Trend u. a. am Getreideverbrauch,

der heute Jahr für Jahr um 40 bis 50 Mio. Tonnen zulegt – ein Zuwachs, der der Gesamternte aller deutschen

Landwirte entspricht. Geschuldet ist er vor allem der steigenden Fleischproduktion in den Schwellenländern. Gleichzeitig

schrumpft die Getreidebilanz, also die Differenz zwischen Getreideernte und -bedarf. Mit anderen Worten: Eine

immer größere Zahl von Menschen und immer mehr besser verdienende Menschen konkurrieren um ein begrenztes

Angebot an landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln.

7

Cefetra: Globale Beschaffung

Getreide (38 %)

Soja (36 %)

Sonstige * (‹ 26 %)

* Raps, Zitrusmark,

Palmkuchen, Tapioka


BayWa AG Hier wächst Erfolg Global unterwegs

Cefetra handelt jährlich rund 20 Mio. Tonnen

Agrar rohstoffe. Die größten Posten sind

Getreide und Soja. Das niederländische Agrarunternehmen

ist nicht nur ein weltweit

tätiger Getreidehändler, sondern auch ein

führender Lieferant für die Futtermittelindustrie

in Europa.

8

Auf dem Weltmarkt zählt Schnelligkeit und Schlagkraft

Für Erzeuger und Händler zeigt dieser Trend wider sprüchliche Konsequenzen. Einerseits wächst ihr Markt, wird vielfältiger

und reich an Potenzial. Andererseits wird der Wettbewerb aber auch anspruchsvoller und härter. Wer zukünftig

auf dem Agrarrohstoffmarkt punkten will, braucht künftig nicht nur sicheren Zugang zu Produzenten und Abnehmern,

sondern auch eine schlagkräftige Logistik, um die einen mit den anderen zu verknüpfen. Er braucht, mit anderen Worten,

international agierende Unternehmen wie Cefetra und Bohnhorst.

+ 11,3 %

Aufgrund einer wachsenden

Weltbevölkerung und steigenden

Wohl standsniveaus wird die

weltweite Getreideproduktion

bis 2021 um mehr als ein Zehntel

wachsen.

Cefetra und Bohnhorst als ideale BayWa-Partner

Das Agrarunternehmen Cefetra mit Sitz in Rotterdam ist ein weltweit aktiver

Getreidehändler und Europas führender Lieferant für die Futtermittelindustrie.

Rund 200 Cefetra-Mitarbeiter bewegten im Jahr 2011 etwa 20 Mio. Tonnen Soja,

Getreide, Palmkuchen und andere Agrarrohstoffe im Wert von 4,6 Mrd. Euro rund

um den Globus. Dabei konnten sie auf 26 eigene Lager- und Hafenstandorte in

ganz West- und Osteuropa, ein eigenes Erfassungsnetz in Polen sowie langfristige

Geschäftsbeziehungen mit über 1.500 Lieferanten zurückgreifen. Die Bohnhorst-

Unternehmensgruppe aus Niedersachsen wiederum verfügt nicht nur über ein

eng gestricktes Erfassungsnetz in Ostdeutschland, sondern auch über entsprechende

Hafenstandorte an Ostsee, Mittellandkanal und Weser, über die sie ihre

Getreidelogistik schnell und zuverlässig abwickeln kann. Das Familienunternehmen,

an dem die BayWa einen 60-prozentigen Anteil erwarb, setzte 2011 mit gut 200

Mitarbeitern rund 470 Mio. Euro um.

Der Schlüssel zu den Getreidemärkten von morgen

Für die BayWa AG erschließen sich mit den Neuzugängen ganz neue Möglichkeiten. Warenströme verlaufen

heute global, und dementsprechend müssen sich Unternehmen heute auch aufstellen: durch regionales Sourcing in

den bedeutenden Erzeugerländern das Handelsvolumen schöpfen, um auf dem internationalen Parkett agieren zu

können. Die Integration von Cefetra B.V. öffnet ihr die weltweiten Rohstoffmärkte. Mit der Bohnhorst Agrarhandel GmbH

wird die BayWa erstmals flächendeckend in Ostdeutschland vertreten sein. Zusammengenommen bilden die Standorte

der drei Unternehmen eine ebenso erprobte wie durchgehende Lieferkette, die von Ost- nach Westeuropa

reicht. Der eigentliche Mehrwert aber liegt in der Verknüpfung all dieser Faktoren zu einem globalen Handelsnetzwerk.

Die beiden Akquisitionen sind für die BayWa das Eintrittstor zu den heutigen und zukünftigen Getreidemärkten

der Erde. Sie sichern den Zugang zu den Agrarrohstoffen und stärken gleichzeitig das logistische Netzwerk. Gut

möglich also, dass es im Hafen Mukran mit der Beschaulichkeit bald vorbei ist.


BayWa AG Hier wächst Erfolg Global unterwegs

Turners & Growers,

Auckland, Neuseeland

Hier wächst Erfolg.

139.600 t

Obstabsatz

2012

600 ha

Anbaufläche

9

Turners & Growers in Zahlen

(Stand: 2012)

Umsatz

Lagerkapazitäten

Mitarbeiter T & G

Marktanteil in Neuseeland

Plantagen

Bekannte Marken:

Apfelsorten:

Kiwisorten:

412 Mio. €

41.000 m 2

1.400

40 %

600 ha

Jazz, Envy, Pacific Rose

ENZAGreen, ENZAGold, ENZARed

Integration von Turners & Growers

trägt weltweit Früchte

Mit der Übernahme von Turners & Growers vor zwei Jahren

hat die BayWa eine Achse um die ganze Welt gespannt und

sich weit mehr als die Wachstumsmärkte Asiens geöffnet.

Denn der führende neuseeländische Frischobsterzeuger und

-händler verfügt über ein weltweit gewachsenes Netzwerk an

Beteiligungen, Handels- und Logistikpartnern, über das sich

Angebot und Nachfrage zeitnah zusammenbringen lassen. Mit

dem zunehmenden Appetit auf Obst in Asien ein sehr entscheidender

Vorteil im internationalen Handelsgeschäft. Von dem

auch die deutschen Obstbauern profitieren: Im vergangenen

Jahr beispielsweise wurden auf diesem Wege die ersten Partien

Obst vom Bodensee nach Asien vermarktet – ein lebendiges

Beispiel dafür, dass die Globalisierung keineswegs eine Einbahnstraße

ist, sondern eine vielspurige Autobahn sein kann.


BayWa AG Hier wächst Erfolg Innovativ erfolgreich

Die BayWa im Bereich erneuerbare

Energien: Mit starker Marke und

unerschöpflicher Energie unterwegs

Rahmenbedingungen

für den internationalen Ausbau

10

Auf dem weltweiten Wachstumsmarkt für

erneuerbare Energien ist viel in Bewegung.

Mit der BayWa r.e. renewable energy GmbH

hat die BayWa hier eine feste und schnell

wachsende Größe etabliert. Dabei profitiert

sie von ihrer operativen Stärke und Kompe

tenz, von technologischer Diversifizierung,

geografischer Streuung – und einer star ken

Marke.


BayWa AG Hier wächst Erfolg Innovativ erfolgreich

Globale Investitionen

in erneuerbare Energien

(in US-Dollar; Quelle: BMU Pressemitteilung,

11.6.2012)

Potenzial erneuerbarer Energien weltweit

(Quellen: WBGU, EREC)

213

Milliarden

2010

+17 %

257

Milliarden

2011

Die erneuerbaren Energiequellen

bieten ein

Vielfaches der derzeit

weltweit benötigten

Energie.

20 ×

Biomasse

200 ×

Windenergie

2.850 ×

Sonnenenergie

Energieerzeugung im Wandel, 2010 – 2035

(in TWh; Quelle: OECD/IEA 2012)

2.500

China Indien USA Europa Japan

2.000

1.500

1.000

11

500

0

– 500

Erneuerbare Energien

Kohle

Nuklear

Gas

50 %

2035 kommt die Hälfte der weltweit

benötigten Energie aus Erneuerbaren.

Globale Kapazitäten Wind

und Photovoltaik

(in GW; Quelle: REN21 Renewables

2012 Global Status Report)

241

Erwartete globale erneuerbare Strom kapazitäten Ende 2012

(in GW; Quellen: REN21, Juni 2012; Bank Sarasin)

Technologie

284

2012 2011 2010

Wind

241

199

74

70

7

103

70

85

72

12

11,2

Photovoltaik

40

Biomasse

54

Geothermie

11

2006 2007 2008 2009 2010 2011


BayWa AG Hier wächst Erfolg Innovativ erfolgreich

Woher auch immer der Wind weht:

Das Geschäft mit den Regenerativen

erntet für die BayWa verlässliche Erträge

Windpark Mozart (30 MW),

Texas, USA

Hier wächst Erfolg.

12

Potenzial für Windkraft:

Nordamerika mit zahlreichen

dünnbesiedelten Regionen

und konstant hohen Windgeschwindigkeiten

bringt

beste Voraussetzungen für

einen weiteren Ausbau von

Onshore-Anlagen mit.


BayWa AG Hier wächst Erfolg Innovativ erfolgreich

Nach Jahren dynamischen Wachstums fahren

die erneuerbaren Energien international Erfolge ein

Ertragsstark und wie ein Kraftwerk

Vier Jahre ist es her, dass die BayWa ihr Engagement im Erneuerbare-Energien-Geschäft gestartet hat. Mehr als

ein Gigawatt installierte Leistung, diverse strategische Zukäufe und zahlreiche Projekterfolge später erinnert das

noch junge Geschäftsfeld selbst bereits an ein leistungsstarkes, sich immer wieder erneuerndes Kraftwerk: Ausgestattet

mit der entsprechenden Expertise und erprobten Technologien. Hervorragend positioniert und mit einem

soliden Fundament. In der Branche mittlerweile ebenso unübersehbar wie renommiert. Engagiert in Europa und den

USA und aktiv bei den vielversprechendsten erneuerbaren Energieträgern. Mit anderen Worten: Die BayWa r.e.

renewable energy ist bestens aufgestellt, um vom Aufwind in der Branche zu profitieren.

Weltweit krisenfest aufgestellt

Für Außenstehende mag dies zunächst erstaunlich klingen, wurde doch in den letzten Monaten viel über Preisverfall

und Pleiten in der Solarenergie- und Windkraftbranche berichtet. Die Baywa r.e. renewable energy GmbH blieb davon

allerdings quasi unbehelligt. Denn die 100-prozentige Tochter der BayWa AG konzentriert sich ausschließlich auf Projektierung,

Errichtung, operative Betreuung und anschließend gewinnbringende Veräußerung von Anlagen, die mit

Wind, Sonne oder Biogas Strom erzeugen. Ganz bewusst hat man sich gegen risikoanfällige Aktivitäten wie die Fertigung

technischer Teile entschieden. Das erklärt auch, warum das Geschäftsfeld Regenerative Energien der BayWa AG

so erfolgreich ist. Zum einen ergänzt es das klassische Energiegeschäft der BayWa und kompensiert den rückläufigen

Handel mit Heizöl. Zum anderen gewährleistet die Bandbreite von Windkraft-, Photovoltaik-, Biomasse- bis hin zu Geothermieanlagen

verlässliche Erträge. Und zwar relativ un ab hängig von Schwankungen aus Konjunktur, Klima und politischen

Rahmenbedingungen, da die internationale Aufstellung des Geschäfts daraus resultierende Risiken minimiert.

Unter einem Dach

Gemeinsamer Markenauftritt der erneuerbaren Energien

13

BayWa r.e. green energy products

BayWa r.e. bioenergy

MHH Solartechnik

Schradenbiogas

Dulas MHH

Focused Energy

Tecno Spot

MHH France

WKN USA

RENERCO

L & L Rotorservice

ECOWIND

(Stand: 31.12.2012)

Aufwind im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

In den USA war die BayWa r.e. im vergangenen Jahr besonders erfolgreich und hat Windparks mit zusammen

36 Mega watt Leistung in Betrieb genommen – Beispiele für das international erfolgreiche Wachsen der BayWa r.e.

renewable energy GmbH. Und in Nordamerika warten noch vielfältige Möglichkeiten auf das Unternehmen. Denn in

den USA gibt es zahlreiche Regionen mit dünner Besiedelung, konstant hohen Windgeschwindigkeiten und damit

idealen Windkraftstandorten. Angesichts eines überalterten Stromnetzes verzeichnet die BayWa r.e. in den Vereinigten

Staaten eine große Nachfrage nach zuverlässiger, autarker Energieversorgung. Und nicht zu vergessen – auch

die Sonneneinstrahlung in den USA ist immens hoch: New York liegt südlicher als Genua.


BayWa AG Hier wächst Erfolg Innovativ erfolgreich

Der Umsatz der BayWa r.e.

renewable energy stieg im

ver gangenen Jahr um über

44 Prozent auf 440,8 Mio. Euro.

Die 100-prozentige Tochter

der BayWa AG ist mittlerweile

mit mehr als 500 Mit arbeitern in

vielen Ländern Europas sowie

den USA aktiv.

Gemeinsamer Auftritt für das gesamte Geschäftsfeld

Mit über 500 hochqualifizierten Mitarbeitern und mehr als einer halben Milliarde

Finanzmitteln verfügt das Geschäftsfeld mittlerweile über ausreichend Schlagkraft

für derartige Großprojekte. Ein unübersehbares Zeichen dieser Stärke ist

die BayWa r.e. renewable energy GmbH, in der im vergangenen Jahr bei der

BayWa die Aktivitäten mit den Regene rativen zusammengeführt wurden. Einzelgesellschaften

wie beispielsweise die RENERCO Renewable Energy Concepts

AG oder die MHH Solartechnik GmbH sind nun in eine gemeinsame Marke

integriert, wobei Corporate Design und Logo des Tochterunternehmens stark

an die BayWa AG angelehnt sind. Damit setzt die BayWa ein deutliches Signal

nach innen wie nach außen, dass sie diesem Geschäftsfeld einen festen Platz mit

einheitlichem Namen und Aussehen im Konzern gibt. In diesem einzigartigen

Netzwerk verbinden sich jetzt das spezifische Know-how und die Kompetenzen

der bisherigen Einzelunternehmen mit der soliden Finanzkraft der BayWa AG

eine im vergleichsweise jungen Erneuerbare-Energien-Geschäft höchst seltene

und attraktive Kombination.

Weiteres Wachstum durch Konsolidierung

Zugleich ist die Zusammenführung unter ein Firmendach ein Zeichen für die Konsolidierung, die sich die BayWa

r.e. nach Jahren des dynamischen Wachstums verordnet hat. Es ist die Zeit, um verstärkt Synergien zu nutzen und

gleichzeitig das Servicegeschäft wie das Repowering auszubauen. Das wiederum bringt weitere Unabhängigkeit

– diesmal als weiteres Standbein zum Projektgeschäft. Gleichwohl hat die BayWa r.e. auch im vergangenen Jahr

wieder eine ganze Reihe bemerkenswerter Großanlagen bis zur Netzreife umgesetzt.

14

Weltweit aktiv und regional fest verwurzelt

Ein echtes Leuchtturmprojekt ist der Solarpark Barth an der mecklenburgischen Ostseeküste mit einer Leistung von

31,5 Megawatt. Daneben hat die BayWa r.e. mit Bürgerge nossenschaften wie der nordbayerischen VR erneuerbare

Energien eG Kitzingen und der Bürgerenergie Pleichach-Kürnach eG mehrere regional verwurzelte Projekte auf den

Weg gebracht, die von Anwohnern initiiert und finanziert wurden. Die enge Partnerschaft mit Bürgergenossenschaften

steht für die duale Strategie des Münchner Konzerns, neben inter national angesiedelten Projekten in ihrem deutschen

Markt die „Energiewende von unten“ operativ zu begleiten. Dabei profitiert die BayWa von ihrer großen genossenschaftlichen

Tradition und starken regionalen Präsenz. Auch hier ähnelt sie einem mächtigen Windkraftwerk: fest

verwurzelt im heimischen Boden – aber mit vorausschauendem Blick weit über den Horizont hinaus.

Klares Geschäftsmodell:

projek tieren, errichten, eventuell

zeitlich begrenzt betreiben und

dann gewinnbringend veräußern.

Beispielhaft umgesetzt beim

Solarpark Barth, gilt dies für

sämtliche Projekte im Bereich

der erneuerbaren Energien.


BayWa AG Hier wächst Erfolg Innovativ erfolgreich

Solarpark Barth,

Stralsund, Deutschland

Hier wächst Erfolg.

7.500

Haushalte

129.570

Module

15

Der Solarpark Barth in Zahlen

Dauer der Anlagenerrichtung

Installierte Leistung

Stromproduktion pro Jahr

Geländefläche

Anzahl der Solarmodule

Versorgung

CO 2-Einsparung

55 Tage

31,5 MW

30 Mio. kWh

40 ha

129.570

7.500 Haushalte

17.000 t /a

Rekordverdächtig in jeder Hinsicht:

Solarpark Barth

Ein Projekt der Superlative wuchs im vergangenen Spätsommer

an der mecklenburg-vorpommerschen Ostseeküste.

In nur 55 Tagen errichtete die BayWa r.e. renewable energy

GmbH mit dem Solarpark Barth das zweitgrößte Photovoltaikkraftwerk

des Bundeslandes. Die 31,5-Megawatt-Anlage entstand

auf 40 Hektar Land am Rand des Flughafens Barth. Ihre

129.570 Solarmodule, die aneinandergereiht eine Länge von

48 Kilometern ergeben würden, erzeugen rund 30 Mio. Kilowattstunden

klimafreundlichen Sonnenstrom – genügend

Energie, um 7.500 Haushalte zu versorgen. Rekordverdächtig

schnell war auch die betriebswirtschaftliche Abwicklung des

Projekts: Bereits am 19. Dezember 2012 konnte der Solarpark

an eine auf erneuerbare Energien spezialisierte Kapitalanlagegesellschaft

weiterverkauft werden.


BayWa AG Hier wächst Erfolg Spotlights 2013

Spotlights 2013:

Projekte – eine Auswahl

16

90 Jahre

im grünen Bereich

Rund 600 Kilometer von der BayWa-Zentrale entfernt:

Auf der Grünen Woche in Berlin ist die BayWa als

Geburtstagskind vertreten. Der Handels- und Dienstleistungskonzern

ist 90 Jahre alt! Beim „BayWa Abend“ auf

der Grünen Woche feiern rund 2.500 Besucher – darunter

Bundesministerin Ilse Aigner und der neuseeländische Handelsminister

Tim Groser. Zu Neuseeland hat die BayWa einen

engen Bezug. Seit sich das Unternehmen 2012 mit der Übernahme

des neuseeländischen Marktführers Turners & Growers

im Obstgeschäft global aufstellte, sind auch „Kiwi-Dollar“ eine

relevante Währung im Konzern. Ein Beispiel für die gelungene

Innovations- und Internationalisierungsstrategie.

Startschuss für den BayWa-Jubiläumstruck auf der

Grünen Woche in Berlin

Traditionell und trotzdem

zukunftsweisend

In Burghausen, im Südosten Bayerns, steht nicht nur die längste

Burg Europas – sondern bald vielleicht auch das energiesparsamste

Effizienzhaus Plus. Bauherr ist das Ziegelunternehmen

Schlagmann Poroton – Kooperationspartner die BayWa, die

das Projekt fördert und ihre Kompetenz, Erfahrung und marktübergreifende

Präsenz in den Bereichen Baustoffe, Haustechnik,

erneuerbare Energien und wohngesundes Bauen einbringt. Ziel

ist es, mit konventioneller, massiver einschaliger Ziegelbauweise,

kombiniert mit Solartechnik und innovativen Energiespeichersystemen,

neue Maßstäbe in puncto energiesparender Bauweisen zu

setzen. Das „Effizienzhaus Plus Schlagmann/BayWa“ tritt damit

den Beweis an, dass die kulturell verankerte Bauweise, ausgeführt

vom traditionellen Bauhandwerk mit wohngesunden Baumaterialien,

als nachhaltiges Modell für zukünftiges Bauen mehr

als wettbewerbsfähig ist.

Wie wird aus dem Lagerhaus um die Ecke ein internationaler

Akteur? Auch diese Geschichte erzählt der Jubiläumstruck – ein

mobiles Museum, das seit der Grünen Woche im Januar durch

die Vertriebsgebiete tourt. Das Motto bei der Fahrt durch die

Republik: BayWa entdecken. BayWa erleben. BayWa erforschen.

Mehr unter:

www.90Jahre-baywa.de

Das Burghauser Ziegelhaus wird vom Bundesbauministerium

im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau gefördert und

unter realen Wohnbedingungen einer Familie in einem 2-jährigen

Monitoring-Verfahren im täglichen Betrieb getestet. Für Effizienzhäuser

Plus gilt, dass sie im Jahresdurchschnitt mehr Energie

erzeugen, als sie verbrauchen. Die überschüssige Energie wird

für Elektromobilität genutzt.


BayWa AG Hier wächst Erfolg Spotlights 2013

Schmierstoffe

gegen Stillstand

Stillstand kostet. In der Traktorproduktion. In der Biogasanlage.

In der Spedition. Die BayWa kümmert sich

mit dem Fluid Management darum, dass – vereinfacht

gesagt – nach einmal Volltanken der Strom der Sprit- und

Schmierstoffversorgung nicht mehr abreißt. Beispiel: AGCO

nimmt für die Erstbefüllung von werksneuen Fendt-Traktoren

jährlich 1.200 Tonnen Diesel ab und zudem 3.300 Tonnen

Schmier- und Betriebsmittel. Die BayWa stellt sicher, dass die

Produktion im Fendt-Werk Marktoberdorf mit seinen 2.800

Beschäftigten nicht zum Stillstand kommt – zumindest nicht

wegen Schmierstoffmangels. Ob Traktor-Schmiede, Biogasanlage

oder Spedition: Die Mengenbestände in den Tanks werden

automatisch überwacht, der Tanklaster der BayWa fährt unaufgefordert

vor und sorgt für Nachschub zum richtigen Zeitpunkt.

BayWa Fluid Management

– damit der Strom nicht versiegt

Dabei bietet die BayWa Markttransparenz und liefert unter der

Eigenmarke TECTROL die optimalen Schmier- und Betriebsstoffe

für den jeweiligen Zweck. Und es geht noch besser: Wenn

neue Rahmenbedingungen eintreten – etwa neue Vorgaben in

Sachen Energieeffizienz oder neue Motoren bei der Traktorproduktion

–, entwickelt die BayWa den Schmierstoff als Konstruktionselement

weiter.

Landwirtschaftliches

Bauen 3.0

Die Anforderungen an Stallbauten werden immer anspruchsvoller

und vielfältiger: Photovoltaikanlage auf dem Stalldach,

Energierückgewinnung aus der Milchkühlung, neue

Erkenntnisse in puncto tiergerechter Haltung, fortschreitender

Spezialisierung und Konzentration in der Landwirtschaft – immer

häufiger übernehmen automatische Systeme das Melken, Füttern

und Entmisten. Die BayWa ist von jeher Drehscheibe für den Strukturwandel

in der Landwirtschaft und Spezialist für landwirtschaftliches

Bauen. Das geht weit über das bloße Planen und Errichten

des Gebäudes hinaus: Auch die komplette Stalleinrichtung zählt

zu den Kernkompetenzen. – Und im laufenden Betrieb ist der

Servicedienst für die technischen Anlagen zur Stelle.

Stallbauten von heute

– weit mehr als nur vier Wände

Stallbauten sind wesentlich mehr als das Zusammenfügen einzelner

Materialien. Gefordert sind Systemlösungen, die von A wie

Arbeitsökonomik bis Z wie Zentralsteuerung der Lüftungsanlage

alle Aspekte mit einbeziehen. Die BayWa ist in ihrem Vertriebsgebiet

beim landwirtschaftlichen Bauen und Einrichten fest etabliert

– in Bayern beispielsweise werden jährlich rund 200 Eingabepläne

für Ställe und Hallen erstellt. Auf Basis der umfassenden

Erfahrungen hat der Konzern 2013 ein Innovationsprojekt im Hinblick

auf Systemlösungen für landwirtschaftliche Gebäude gestartet.

Landwirtschaftliches Bauen 3.0 ist gefordert.

17


BayWa AG Hier wächst Erfolg 90 Jahre BayWa

1923 – 2 013

18

Die BayWa ist dieses Jahr 90 Jahre alt. Bei der Gründung

führt die Krise Regie. Es herrscht Hyperinflation

in der Weimarer Republik. Die Rahmen bedingungen

in den ersten Geschäftsjahren sind hart. Zehn Jahre

nach der Unternehmensgründung, 1933, übernehmen

die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland und

die BayWa wird gleichgeschaltet. Nach dem Krieg

gelingt schnell der Neustart. Die BayWa expandiert

und modernisiert laufend das Produkt- und Dienstleistungsspektrum.

Das Unternehmen meistert auch

schwierige Phasen – beispielsweise in den 80er-

Jahren. Jedes Geschäftsjahr schließt die BayWa mit

Gewinn ab. Heute stehen die Zeichen mehr denn je

auf Innovation und Internationalisierung.

Weitere bedeutende Ereignisse aus den 90 Jahren unserer

Unternehmensgeschichte finden Sie unter:

www.90Jahre-baywa.de


BayWa AG Hier wächst Erfolg 90 Jahre BayWa

1923

*

17.1.1923

in München

intelligente Finanzierungsmodelle: Die

BayWa vermittelt verbilligte Kredite,

macht die Bezahlung mit künftigen

Ernteerträgen möglich – und übernimmt

die Zwischenfinanzierung mit

Wechseln.

1950er

1960ER

Wirtschaftswunder

Mauerbau und Vollbeschäftigung.

Kubakrise und Wirtschaftswunder.

Die 60er-Jahre sind ein Wechselbad

der Gefühle. Politisch. Wirtschaftlich.

Gesellschaftlich.

Gründung

Wie sieht gelungenes Risikomanagement

in den 1920er-Jahren aus? Zum

Beispiel so: Die Manager der Bayerischen

Zentral-Darlehenskasse, einer

der prägenden Genossenschaften in

Bayern, trennen das Warengeschäft

von Finanzgeschäften, die angesichts

der Hyperinflation zu einem unkalku

lierbaren Risiko geworden sind.

Die Geburtsstunde der BayWa. Die

neue Firma mit Hauptsitz in der Türkenstraße

16 in München wird am

17. Januar 1923 bei einer Sondersitzung

gegründet.

1920ER

Strukturwandel in der

Landwirtschaft & Co.

Flucht von den Feldern ans Fließband:

Die Landwirtschaft verliert in den

50er-Jahren Tausende Beschäftigte

an die Industrie. Land- und Hofflucht,

rückläufige Beschäftigtenzahlen, größere

Betriebe – der Strukturwandel

im Schnelldurchgang.

Heizöl

Der BayWa bescheren die 60er-Jahre

ein kräftiges Wachstum, zeigen aber

auch die Grenzen einer steigenden

Agrarpro duktion auf. Das Wirtschaftswunder

in der Küche: immer

mehr Fleisch. Das bedeutet auch:

immer mehr Tierhaltung. Die BayWa

richtet sich auf den zunehmenden

Futtermittelbedarf ein und baut ihre

Kraftfutterwerke aus.

19

Moderne Landbewirtschaftung

Moderne Landbewirtschaftung – eine

Kernkompetenz der BayWa von An fang

an: Sie fördert die Landwirtschaft und

trägt dazu bei, die Produktion zu stabilisieren

und zu steigern – durch Mechanisierung.

So wird in den 20er- und

30er-Jahren die Arbeit leichter, es fallen

weniger Arbeitsstunden an, der Ernteertrag

steigt. Das Unternehmen ermöglicht

den Kunden die Investitionen durch

Die BayWa gestaltet den Strukturwandel

mit, das Landtechnikgeschäft

nimmt ordentlich Fahrt auf. 1957

erscheinen die Thesen zur sozialen

Marktwirtschaft von Wirtschaftsminister

Ludwig Erhard in Buchform:

Wohlstand für alle! Das Wirtschaftswunder

kommt. Bau stoffe für neue

Häuser, Öl für neue Öfen, Benzin für

den ersten Som merurlaub jenseits

des Brenners: Die BayWa ist der Lieferant

und erschließt sich konsequent

neue Geschäftsfelder.


BayWa AG Hier wächst Erfolg 90 Jahre BayWa

1972

1989

1999

Neues Logo

20

Dieses Jahr verändert das Gesicht der

Stadt München. Und das Gesicht der

BayWa. Verantwortlich zeichnet dafür

jeweils: Otl Aicher. Der Stardesigner

schafft das Corporate Design der Olympischen

Sommerspiele – und kreiert

das neue Logo der BayWa. Beides begeistert.

Bis heute.

Fall der Mauer

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer

zu errichten.“ Gut 28 Jahre nach dieser

Stein gewordenen Lüge des DDR-

Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht

fällt die Berliner Mauer. Es folgt die

Wiedervereinigung. Alle Sparten der

BayWa beteiligen sich am „Aufbau

Ost“. Der Start für die Expansion über

weiß-blaue Grenzen hinaus. Die Perspektive:

ein inter nationaler Handelsund

Dienstleistungskonzern.

Österreich

Ab Mitte der 90er-Jahre schließt die

BayWa Partnerschaften mit genossenschaftlich

organisierten Unternehmen

in Österreich. Entscheidender

Schritt dabei: die strategische

Allianz 1999 mit der RWA Raiffeisen

Ware Austria AG, Wien. Gemeinsam

geht’s in Richtung Osteuropa.

1980er

1998

2002/05

Krise der Agrarwirtschft

Weihnachtsbutter – da duftet’s gleich

nach Plätzchen, riecht aber auch

nach Krise. Butterberge und Milchseen

– die Bilder für die Agrarmisere

der 80er-Jahre. Die BayWa unterstützt

die Landwirtschaft in diesen

harten Zeiten; u. a. mit einem Gebrauchtmaschinenzentrum.

Die eigene

Tal sohle versucht man mit

neuen Geschäftsfeldern zu überwinden

– neu erschlossen werden

beispielsweise Kommunaltechnik

und Einzelhandel.

Stiftung

Auf jeden Euro Spende für die BayWa

Stiftung kommt von Seiten des Konzerns

noch mal 1 Euro drauf. Gegründet wird

die BayWa Stiftung 1998, zum 75-jährigen

Jubiläum des Unternehmens.

Die BayWa verknüpft so unternehmerischen

Erfolg mit gesellschaft licher

Verantwortung. Im Fokus der Stiftung:

Bildungsprojekte in den Bereichen Ernährung

und erneuerbare Energien.

Fusion mit der WLZ

– Expansion bei Baustoffen

Lange angestrebt, 2002 endlich durch

das Bundeskartellamt genehmigt: die

Übernahme der Württembergischen

Warenzentrale WLZ Raiffeisen AG,

Stuttgart. Das Zusammengehen mit

der WLZ erweist sich als großer Erfolg

für die BayWa, für Kunden und Lieferanten.

Expansion durch Akquisition –

so lautet das Motto für den Baustoffbereich.

Die Sparte erwirbt ab 2005 neue

Beteiligungen in Nordrhein-Westfalen,

Rheinland-Pfalz und Hessen.


BayWa AG Hier wächst Erfolg 90 Jahre BayWa

2007

2012

2013

Turners & Growers

Aktie / Börse

Expansion zum Reinbeißen: Mit einem

Paukenschlag stellt sich die BayWa ab

2012 im Obstgeschäft global auf. Die

Übernahme der Mehrheit an Turners &

Growers Ltd, Marktführer im neuseeländischen

Obstgeschäft, macht die

BayWa zum weltweit bedeutenden

Anbieter von Obst.

Die BayWa ist seit ihrer Gründung

eine Aktiengesellschaft. Die genossenschaftlichen

Wurzeln tragen sie

bis heute. Ab 2007 ist die Aktie im

SDAX gelistet; seit 2009 im MDAX.

Auckland, Neuseeland

2009

Erneuerbare Energien

Bis heute mehr als 1 Gigawatt Leistung

über Windkraft, Solarenergie,

Bio masse und Geothermie realisiert:

Seit 2009 wird das Innovationsfeld

er neuerbare Energien konsequent aufund

ausgebaut. 2010 geht es damit

in die USA – die BayWa erstmals auf

einem anderen Kontinent.

Agrar-Akquisitionen

Der Erwerb von Cefetra B.V., Niederlande,

und die Mehrheitsbeteiligung an

der norddeutschen Bohnhorst Agrarhandel

GmbH machen die BayWa zum

internationalen Schwergewicht. Sie

gehört zu den zehn weltweit führenden

Agrarhändlern. Das Getreidehandelsvolumen

des Konzerns steigt auf

30 Mio. Tonnen – das Fünffache des

bisherigen Volumens.

21

2012

1GW

2013


BayWa AG Hier wächst Erfolg Impressum

Impressum

Projektleitung und Redaktion

BayWa AG, München

PR/Unternehmenskommunikation

Konzeption, Gestaltung, Satz und Layout

Strichpunkt GmbH, Stuttgart / Berlin

www.strichpunkt-design.de

22

Text

BayWa AG, München

PR/Unternehmenskommunikation

Harald Willenbrock

www.harald-willenbrock.de

Verberei, München

Weitere Informationen

BayWa AG

Investor Relations

Arabellastraße 4

81925 München

Telefon + 49 89 9222-3887

Telefax + 49 89 9212-3887

E-Mail investorrelations@baywa.de

Druck und buchbinderische Verarbeitung

Eberl Print, Immenstadt

Bildnachweis

BayWa AG

Thomas Dashuber (S. 2)

Corbis Images (S. 4, 6)

Cefetra B.V. (S. 6)

Getty Images (S. 10)

istockphoto.com/@vm/12989454 (S. 17)

www.baywa.com

Sprachversionen

Diese Publikation ist Teil des Geschäftsberichts 2012 der BayWa AG.

Der Geschäftsbericht und die beiliegende Publikation liegen in deutscher und

englischer Sprache vor. Beide Sprachfassungen sind auch im Internet unter

www.baywa.com verfügbar.

© BayWa AG, München

Dieser Geschäftsbericht besteht aus FSC ® -zertifiziertem

Papier. Mit dem Kauf von FSC ® -Produkten

fördern wir verantwortungsvolle Waldwirtschaft, die

nach strengen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen

Kriterien des Forest Stewardship Council ®

überprüft wird.


Die Segmente Agrar, Energie und Bau

Segment Agrar

Das Segment Agrar erbringt vielfältige Handels- und Dienstleistungen

für die Land- und Ernährungswirtschaft. Im Agrarhandel vermarktet der

Konzern Agrarerzeugnisse und vertreibt landwirtschaftliche Betriebsmittel.

Durch den Erwerb international tätiger Agrarunternehmen ist die

BayWa in den Kreis der weltweit führenden Agrarhändler aufgestiegen.

Eine bedeutende Position nimmt der Konzern auch im Obsthandel ein,

deutschlandweit wie international. Die Sparte Technik erweitert das Angebot

für die Landwirtschaft mit technischen Anlagen, Maschinen und

Geräten sowie Service und Reparatur.

Segment Energie

Im Segment Energie handelt der BayWa-Konzern mit Diesel, Ottokraftstoffen

und Heizöl sowie mit Schmierstoffen und festen Brennstoffen.

Außerdem bietet die BayWa Ökostrom und Ökogas an. Darüber hinaus

hat sich der Konzern über die BayWa r.e. renewable energy als bedeutender

Projektentwickler und Händler mit internationaler Ausrichtung in

den Bereichen Windkraft, Solarenergie und Biomasse auf dem Markt der

regenerativen Energien etabliert.

Segment Bau

Das Segment Bau deckt mit Sortiment, Beratung und Service in der Sparte

Baustoffe den Bedarf rund ums Bauen ab: von Tiefbau, Neubau, Renovierung

und Modernisierung bis hin zu energetischen Komplettangeboten

und Lösungen mit regenerativen Energien. Über ein Franchisesystem

findet diese Leistungspalette zusätzliche Verbreitung. Ebenfalls über

Franchising angeboten wird das Sortimentsspektrum für Garten und

Do-it-yourself.


hier

wachst

erfolg

www.baywa.com

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