WASSERSPORT - Berliner Zeitung

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WASSERSPORT - Berliner Zeitung


WASSERSPORT

BERLIN UND BRANDEBBURG

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EINE VERLAGSBEILAGE DER BERLINER ZEITUNG

Endlich –

die Saison startet.

Unkompliziert–

paddelnd unterwegs.

Geduldig –

wasAngler beachten sollten.

GETTY IMAGES/INGRAM PUBLISHING


2 I WASSERSPORT FREITAG, 26. APRIL 2013 I VERLAGSBEILAGE

Endlich!

VorKurzem kaum zu glauben: Auch dieser Sommer kommt

IMPRESSUM

Berliner Verlag GmbH

Anzeigenleitung: Mathias Forkel

Redaktion: Peter Brock (verantwortlich),

Angelika Giorgis

Anzeigenverkauf: Karla Semmelmann,

Tel.030-23 27 53 24

sonderprojekte@berliner-verlag.de

ArtDirection: Jane Dulfaqar,

Annette Tiedge

VON HARALD JÄHNER

Endlich ist es weg, das weiße

Zeugs. Noch vor Kurzem konnte

man über den See im Norden Brandenburgs

laufen. Am 11. April sah ich einen

Mann seelenruhig übers Eis zu seinem

Dalben stiefeln, um eine neue

Sorgleine vom Pfosten zum Steg anzubringen.

Ein Schwan stand vor einem drei

Quadratmeter großen Loch im Eis, das

das Schicksal ihm aufgetaut hatte, und

schaute pikiert hinein. Dass es jemals

größer werden würde, schien er nicht

mehr anzunehmen.

Am Ufer standen Segler und Motorbootleute

vereint in unbefleckten Overalls

und schauten schweigend aufs Eis.

Die ersten Termine zum Kranen ihrer

Boote waren verstrichen und ausgefallen.

Sie schauten noch pikierter als der

Schwan auf die vereiste Fläche, traten

von einem Bein aufs andere und langweilten

sich. Hinter ihnen, bei den Booten,

wartete jede Menge Arbeit. Erledigt werden

konnte sie nicht. Das Reparaturharz

gelierte vor Kälte in den Marmeladengläsern,

die Unterwasserfarbe klebte zäh

wie Honig im Blecheimer.Sinnlos der Versuch,

sie aufzutragen, unter fünf Grad

weigert sich jede Farbe anständig zu

trocknen. Manche Farben brauchen mindestens

zehn Grad. Neulinge, die es dennoch

wagten zu lackieren oder das Antifouling

gegen Algenbewuchs auf dem

Unterwasserschiff anzubringen, konnten

hernach das Zeug mühsam mit Aceton

oder sonst wasabwaschen.

In den Hallen und unter den Winterplanen

stauten sich die unerledigten Pflichten.

Noch Mitte April standen viele Boote

auf ihren Böcken mit offenen Stellen in

den Rümpfen, in die längst hätten neue

Seeventile eingeklebt werden müssen.

Theorien über eine neue Eiszeit machten

am Seerand die Runde. Manch einem

Kopf konnte man geradezu ansehen, wie

unter der Pudelmütze der Entschluss

reifte, das Boot nun doch nach Kroatien

zu verlegen.

Dann kamen Wind und Regen auf, und

schließlich schien sogar die Sonne. Der

Wind schob wärmeres Wasser unter das

Eis; der Regen wärmte von oben. Und die

Sonne verwandelte das feste Eis in Eisbrei.

Man konnte dem See beim Auftauen

zuschauen. Am Sonntag, dem 14. April,

schmolz er mit einer Geschwindigkeit von

knapp zwanzig Zentimetern pro Minute

von West nach Ost. In der kurzen Zeit, in

der man am Ufer sitzend das Pausenbrot

aufgegessen hatte, war, auf die Länge

umgerechnet, auch ein halbes Fußballfeld

Eis weggeputzt.

Die Skipper rissen die Planen von ihren

Booten und begannen wie wild zu pinseln.

Einer saß rittlings auf der hölzernen

Klappleiter,mit der er um sein Schiff herumturnte

ohne abzusteigen. In vier Stunden

hatte er den ganzen Rumpf poliert,

ohne dass seine Füße auch nur einmal

den Boden berührthätten.

Am nächsten Tagwar der Sommer da.

Die Leute schwitzten unter ihren Overalls

und stöhnten. Im Biowetterbericht waretwas

über die Wärmebelastung zu lesen.

Der Schwan schwamm irritiert über den

See und wusste nicht, wohin mit sich so

plötzlich. In den Marmeladengläsernwar

das Harz auf einmal zu flüssig und

musste künstlich verdickt werden. Auf

dem See glitzerte die Sonne in Tausenden

von kleinen Wellen, die allesamt

nach vorn zudrängeln schienen. Schon

konnte man, wenn man nur lange genug

in das Gleißen und Flirren sah, das ausgelassene

Rufen der badenden Kinder im

Hochsommer hören. Das Geschrei der

Möwen. Das abendliche Springen der

Fische. Das Schlagen der Segel bei jeder

Wende, das Surren der Winschen, das

Gurgeln des Wassers am Heck. Das

Knarren des Bootes in den Wellen. Die

Wellen des Nachts an der Bordwand.

Man konnte hören, wie die Angeln

ausrauschten und die Köder ins Wasser

plumpsten. Wie leise ein Hechtsprung in

den See klingen kann. All die herrlichen

Geräusche der kommenden Monate

klangen plötzlich im Ohr. Sogar das brüllende

Röhren, mit dem das rote Speedboot

täglich einmal demonstrieren wird,

wie viel PS es unter der Haube hat, klang

plötzlich ganz schön.

ISTOCK PHOTO/GETTY IMAGES


FREITAG, 26. APRIL 2013 I VERLAGSBEILAGE WASSERSPORT I 3

Für die anstehende Urlaubssaison

werben viele Reiseveranstalter

mit bilderbuchschönen

Buchten, die zum

Tauchen und Schnorcheln einladen.

Doch auch rund um Berlin ist

der Reiz der Unterwasserwelt groß.

Allerdings sollte man einiges wissen

und beherzigen, bevor man in

die Tiefen hinabgleitet.

Voraussetzungen: Zunächst sollte

sich jeder Tauch-Anfänger die Frage

stellen, ob er die körperlichen Voraussetzungen

für diese Sportart

überhaupt erfüllt. Auf jeden Fall

muss bei Kursbeginn auch ein ärztliches

Attest vorliegen. Anfänger,

die im Urlaub einen Kursus besuchen

möchten, sollten sich vor der

Abreise ein solches Zertifikat ausstellen

lassen. Unabhängig davon

muss man sich fragen, ob man damit

zurechtkommt, lange Zeit unter

Wasser zu sein.

Tauchschein: Dieser ist keine

Pflicht, wird in bestimmten Tauchregionen

aber verlangt. Wo der Taucher

diesen erwirbt, ist eigentlich egal.

Man sollte nur darauf achten, dass

die Schule anerkannt ist und gängiges

Lehrmaterial verwendet. Denn

nicht jedes Zertifikat ist überall gültig.Ein

Kursus in Deutschland, der in

der Regel Theorie, Praxiseinheiten in

einem Pool und Freiwassertauchgänge

beinhaltet, kostet rund

200 bis 300 Euro. Im Ausland können

sich diese Preise allerdings sehr

starkunterscheiden.

Ab in die Tiefe

WasTauchanfänger beachten sollten

AFP, FOTOLIA

Ausrüstung: Zum Schnorcheln genügt

die sogenannte ABC-Ausrüstung.

Diese beinhaltet Tauchmaske,

Schnorchel sowie Flossen.

Je umfassender der Tauchgang,

desto leistungsfähiger muss das

Equipment sein, das gilt für Atemgerät

wie für den Anzug.Das Repertoire

an Ausrüstung kennt kaum

Grenzen, auch nicht beim Preis.

Man sollte also überlegen, welche

Anschaffungen notwendig sind.

Dauer: VomTaucher hängt ab, wie

viel Sauerstoff er verbraucht. Je

mehr Erfahrung man hat, desto

besser kann man das regulieren.

Bei einem Anfänger kann es durchaus

passieren, dass nach wenigen

Minuten die Vorräte aufgebraucht

sind. Wassertiefe und -temperaturen

sind hier ebenfalls beeinflussende

Faktoren.

Anzug: Ob ein Anzug vonnöten ist,

hängt von der Wassertemperatur

und vom persönlichen Empfinden

ab. Während man in warmen, karibischen

Gefilden auch darauf verzichten

kann, sind heimische Gewässer

meistens so kalt, dass

man nicht umhinkommt, auf die

Schutzkleidung zurückzugreifen.

Tauchgebiete: Wo man unter Wasser

gehen darf, ist von Region zu

Region unterschiedlich. Sich vorher

Informationen einzuholen, ist

auf jeden Fall unerlässlich, auch

wegen gefährlicher Strömungen

oder anderer Gefahren. (pae.)

Kompetenz für Schiff und Crew

Segelausrüstung

Farben und Reparaturmittel

Decksbeschläge und Schrauben

Bordelektrik und Elektronik

Anker und Festmacher

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12103 Berlin-Schöneberg, Alboinstraße 18, Tel.: 030/755156-0, Fax: -13

15745Wildau, Chausseestraße 1, Tel.: 03375/52 48-0, Fax: -13

16547 Birkenwerder, Hauptstraße 211, Tel.: 03303/52 06-0, Fax: -13


4 I WASSERSPORT FREITAG, 26. APRIL 2013 I VERLAGSBEILAGE

Für jeden Törndas passende Gefährt

Ob mit Ruder,Motor oder Segel: Die Vermieter rund um Berlin haben die ganze Bootspalette im Angebot

Jetzt ist es wieder soweit: Die

Menschen überlegen, wie sie

die Wochenenden und

Urlaubstage der Frühjahrs- und

Sommermonate verbringen möchten.

Dass es irgendwie ans Wasser

gehen soll, das steht für viele bereits

fest − gerne in Verbindung mit

einem Bootstrip auf den Seen und

Flüssen rund um die Hauptstadt.

Wer esgerne ohne großen Aufwand

hält, für den bietet sich an,

ein Tret- oder ein Ruderboot zu mieten.

Diese Formen der Fortbewegung

auf dem Wasser verlangen

nur wenige Voraussetzung. Natürlich

sollte man schwimmen können,

auch trägt es zu einem gelungenen

Tag bei, wenn die

Wassersportler Ausdauer und Leistungsvermögen

einigermaßen einschätzen

können, um nicht völlig

aus der Puste zu kommen. Das war

es dann aber auch schon. Diese

Bootstypen eignen sich also auch

für völlig ungeübte Landbewohner.

Ein solcher Trip mit eigenem

Muskelantrieb ist relativ günstig zu

haben. Zwischen 5und 10 Euro

müssen die Mieter für eine Stunde

einrechnen. Wochentags ist der

Mietpreis manchmal günstiger als

am Wochenende.

Für denjenigen, der motorisiert

über das Wasser brausen möchte,

gibt es schon ein paar Dinge mehr,

an die er denken sollte. Boote mit einer

Leistung bis zu 15 PS und einer

Länge bis zu maximal 15 Metern

dürfen Hobbykapitäne seit dem

Herbst des vergangenen Jahres

ohne Führerschein lenken, vorausgesetzt,

sie sind älter als 16 Jahre −

einige Gewässer sind von dieser Regelung

allerdings ausgenommen.

Um ein größeres und leistungsstärkeres

Motorboot fahren zu dürfen,

sind nach wie vor die bislang

üblichen Sportbootführerscheine

Binnen erforderlich. Mit Prüfungsund

Kursgebühren kostet ein solcher

Schein um die 200 Euro.

Die Leihgebühren bei Motorbooten

können sich sehr unterscheiden.

Das gilt für führerscheinfreie

und -pflichtige Schiffe

gleichermaßen. In der Regel müssen

für einen Tag 100 bis

200 Euro einkalkuliert werden.

Wer zum Beispiel einen ganzen

Urlaub plant und das Boot für

eine Woche braucht, sollte mit

Ausgaben zwischen 500 und

2000 Euro rechnen − natürlich

abhängig davon, welche Ausstattung

gewünscht ist. Die nötige

Haftpflicht- und Kaskoversicherung,

damit der Trip nicht mit einem

finanziellen Fiasko endet,

sind darin in der Regel enthalten.

Nicht inklusive sind meistens

die Kosten für Treibstoff sowie für

die Endreinigung. Für eine Woche

müssen hierfür noch mal mindestens

100 bis 200 Euro eingeplant

werden. Auch Extras wie Bettwäsche

oder Handtücher werden

manchmal gesondertberechnet.

Werauf seinen Geldbeutel achten

muss, sollte mit den Trips noch

eine Weile warten. In den Monaten

September und Oktober gehen

viele Anbieter mit ihren Preisen

massiv nach unten.

Immer größerer Beliebtheit erfreuen

sich Hausboote. Um die

recht großen Wasserfahrzeuge unfallfrei

über Seen und Flüsse zu lenken,

verlangen die Mietstationen

zwar keinen Sportboot-Führer-

Wasserkutsche

Die Wasserkutschen sind für Tagestrips, Mehrtagestrips

oder gleich ganze Urlaube ausgerüstet.

Mit ihren 6Metern Länge und 2Metern Breite

bieten sie Schlafplatz für drei Personen, eine

Gas-Kochmöglichkeit, eine umweltfreundliche,

chemiefreie Bordtoilette und eine Heizung für

kalte Tage.

Maße: 6,0 mx2,0 m/Zulassung: 8Personen

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FREITAG, 26. APRIL 2013 I VERLAGSBEILAGE WASSERSPORT I 5

M I E T E N

Spreebote: Ruder- und Tretboote

ab 8Euro pro Stunde, montags

bis freitags zwischen 9und

15 Uhr:30Prozent Nachlass

(nicht an Feiertagen), Zur Alten

Flussbadeanstalt 5, Rummelsburger

Bucht, T.:422 19 92 99,

www.spreeboote.de

Spreepoint: Ruderboote für

7Euro/Stunde, mit Motor (falls

die Puste ausgeht):

12 Euro/Stunde, Müggelseedamm

70, Telefon: 641 12 91,

www.spreepoint.de

Aquaris: Motorboote ab

13 Euro (plus 4,50 Euro Benzin

pro angefangener Stunde), mittwochs:

Fünf Euro Rabatt, Katzengraben

19/Spindlergasse,

Köpenick, Tel.: 67 81 80 84,

www.aquaris.info

schein. Dafür muss der Mieter aber

einen Charterschein erwerben.

Dieser wird nach einer kurzen Einweisung

in die Tücken und Besonderheiten

der Boote für einen Betrag

zwischen 50 und 100 Euro

ausgestellt. Für die Miete eines

Hausbootes fallen in der Woche

normalerweise zwischen 500 und

1000 Euro an. In diesen sind freilich

die Kosten für den Treibstoff

nicht enthalten. Mieter sollten darauf

achten, dass die erforderliche

Sicherheitsausrüstung vorhanden

und auch funktionsfähig ist. Hierzu

zählen die Rettungswesten, Feuerlöscher,

Verbandkasten. Auch ein

Rettungsanker sollte mit an Bord

eines Hausbootes sein.

Auf die Sicherheit sollte natürlich

auch achten, wer eine Sause

auf dem Wasser feiern möchte, in

Form einer kleinen Grillparty mit

Kumpels oder als Geburtstagsfeier

zum Beispiel. Pro Stunde werden

fürs Mieten eines „Grillbootes“

üblicherweise zwischen

30 und 50 Euro fällig.Für das leibliche

Wohl sind normalerweise auch

die Kunden selbst zuständig. Wer

TVB

sich allerdings um gar nichts kümmern

möchte, kann bei vielen

Bootsstationen einen Cateringservice

in Anspruch nehmen, der die

Gesamtausgaben jedoch teils kräftig

in die Höhe treiben kann.

Auch für einen Segler ist der

Proviant nicht zu vernachlässigen.

Im Gegensatz zu einem Eventboot

ist es beim Mieten eines Segelbootes

aber unbedingt erforderlich,

dass der Bootslenker über die Eigenheiten

auf dem Wasser Bescheid

weiß. Wer also Jolle oder

Katamaran für einen Törn ausleihen

möchte, braucht unbedingt einen

Segelschein Binnen, egal ob

das Schiff mit Hilfsmotor ausgestattet

ist oder nicht.

Für einen Törn sollten die Wassersportler

mit Kosten zwischen

50 und 100 Euro rechnen − pro

Tag. Für einen Kurzausflug können

die Skipper auch stundenweise abrechnen.

In diesem Fall werden um

die 20 Euro pro Stunde fällig.

Ebenso wie bei den Motorbooten

muss auch dabei die Sicherheitsausstattung

unbedingt mit an Bord

sein. (pae.)

Grill-Boot: Grundpreis: ab

35 Euro/Stunde. Verpflegung

kann beliebig dazugebucht werden.

Spezielle Partyangebote,

Gustav-Holtzmann-Straße 10,

Treptow,oder Kladower Promenadenhafen

Imchenallee,

Wannsee, Tel.: 99 53 56 16,

www.grill-boot.de

Yacht Charter Löber: Boote für

längere Tripps. Wochenmiete ab

820 Euro. Müggelbergallee 1,

Tel.: 65 47 44 25,

www.charter-berlin.de

Segelschule Havel: 4Stunden

Jollenmiete: ab 33 Euro. Bootsführerschein

erforderlich. Am

Pichelssee 9b, Tel.: 362 60 20,

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6 I WASSERSPORT FREITAG, 26. APRIL 2013 I VERLAGSBEILAGE

Wer es gemütlich mag,

nimmt das Floß mit Motor.

Sportlich geht es im

Schlauchboot voran. Und der gediegene

Wasserfreund schwörtauf

die Yacht mit Schlafkabinen und

edlem Interieur: Esgibt viele Möglichkeiten,

die Wasserstraßen in

Berlin und Brandenburg zu erkunden.

Oft ist es eine Frage des Geldbeutels.

„Ein gutes, fahrtaugliches

Boot gibt es schon ab 3000 Euro

zu kaufen“, sagt Max Hiller, Geschäftsführer

des Wirtschaftsverbandes

Wassersport in Berlin.

Nach oben hin sind keine Grenzen

gesetzt.

Zu den Mittelklasse-Booten gehören

aus den Niederlanden stammende

Sloop-Boote, die ein bisschen

aussehen wie

Rettungsboote. „In Holland ist das

eine weit verbreitete Tradition, mit

einem Sloop-Boot mal eben zwei,

drei Stunden aufs Wasser zu fahren,

um dortmit Freunden oder Familie

zu picknicken und an einer der

zahlreichen Anlegestellen Rast zu

machen“, sagt Hiller. Ab

10 000 Euro sind diese Boote in

unserer Region zu haben.

Platz, um in der Region zu schippern,

gibt es genügend – allein

Brandenburg hat 5000 Seen und

3600 Kilometer befahrbare Wasserwege.

Klein und sportlich

Anfang des Jahres stellten Bootshersteller

ihre Neuheiten der Saison

vor. Der Trend geht zu kleinen,

schwimmenden Wohnhäusern. Im

Kommen sind Flöße mit kleinen

Blockhütten drauf. Für gehobene

Ansprüche gibt es inzwischen auch

Modelle mit Zwei-Zimmer-Wohnung,Kamin

und Küche. Im Gegensatz

zu den Booten haben es die

Flöße allerdings noch nicht in die

Verkaufscharts geschafft –inder

Regel werden sie gechartert.

Begehrt sind weiterhin Boote

mit denen man als Hobbykapitän

die Region erkunden kann. Hier ein

Überblick über die neuen Trends

und Modelle:

Die kleine, sportliche und flexible

Variante, Spree, Dahme und

Havel zu erkunden, ist das

Schlauchboot. Das Model Ocean

Rib 3.5 des Herstellers International

Marine Boats fährt mit bis zu

25 PS starkenAußenbordmotoren.

Das Schlauchboot ist mit Steuerkonsole,

Sitzbank, Bugkiste und

Polstern ausgestattet. Das Ocean

Rib ist bis zu dreimal leichter als

konventionelle Boote. Angst, auf

dem Wasser unterzugehen, muss

niemand haben: „Die seitlichen

Luftschläuche sorgen für ein hohes

Maß an Stabilität sowie mehr Sicherheit

bei unruhiger oder stürmischer

See“, heißt es bei International

Marine Boats. Zu den

Leichtgewichten gehören auch die

Ribeye Schlauchboote TS350 und

TS370 von Yamaha – dem Alurumpf

sei Dank. „Die Ribeye-Aluminiumrümpfe

verkraften den Kontakt

mit Kies, Geröll und harten

Untergrund wesentlich besser als

GFK-Rümpfe, die oftmals anfällig

für tiefe Kratzer, Abnutzung und

Risse sind“, erklärt Yamaha. Die

Preise liegen bei7000 Euro.

Die Königsklasse im Bereich

Schlauchboote besetzt der Hersteller

Pischel mit den Schlauchbooten

aus seiner Ribline 4.2 Concept-Reihe:

Der Rumpf ist wie bei

einem herkömmlichen Boot spitz

zugeschnitten. Das Pischel MV 31

Mito ist sogar für Mehrtagestouren

ausgerüstet und bietet neben einer

Kabine mit zwei Schlafplätzen auch

einen Waschraum mit Toilette und

kleiner Kochecke inder Vorschiffskabine.

Der kleine Luxus hat auch

seinen Preis: rund 170 000 Euro

müssen Freizeitkapitäne in das

Boot investieren, das zwar Luftkammernbesitzt

mit einem klassischen

Schlauchboot aber nur wenig

gemein hat.

Im Vergleich dazu ist das in

Griechenland gebaute „Compass

400 GT“ geradewegs ein Schnäppchen

–weniger als 3000 Euro kostet

es in der Grundausstattung.Angesprochen

werden Angler,

Sportler oder Familien, die bei

schönem Wetter aufs Wasser wollen.

Die Länge beträgt 4,57 Meter.

Gut 6,70 Meter lang und

2,15 Meter breit ist das Holzboot

Sunski 625 von der Schweizer Werft

Boesch (170 000 Euro). Eine edle

Mahagoni-Deckschicht überzieht

das Boot, das in erster Linie für den

Wasserskisport konzipiert wurde

und als Skischlepper gedacht ist.

Wer von Berlin aus zu Wassertouren

Richtung Müritz, Havel oder

Elbe starten will, sollte sich für einen

sogenannten Daycruiser entscheiden.

Aus Polen stammt ein

richtiges Familienschiff –die Galia

750 HAT, die sowohl auf rauer See,

als auch in seichten Gebieten gute

Dienste leisten soll. Ein gläsernes

Dach lässt Tageslicht an Deck. Ein

separater Toilettenraum sowie

eine abgetrennte Schlupfkabine im

Bug ermöglichen Mehrtagesfahrten.

Kostenpunkt: rund

80 000 Euro.

Das „Crownline 264 CR“ vom

Bootsbauer Siegel hat eine BadeplattformamRumpf.

Auch im Inneren

besticht das Boot durch allerhand

Komfort. Kühlschrank,

Ceranfeld, Schränke mit glänzender

Front, Mikrowelle und jede

Menge Edelstahl machen es zu einem

fast schon luxuriösen Begleiter

auf den Binnengewässern. Das

schlägt sich auch im Preis nieder.

Das „Crownline 264 CR“ wird mit

rund 100 000 Euro gelistet.

Der „Marex 320 Aft Cabin Cruiser“

wird von Experten bereits we-

Schlauchboot

mit Schlafkabine

und Bad

Ob mit dem Hausboot-Floß oder mit der millionenteuren Yacht –

die Gewässer der Region lassen sich auf verschiedenste Weise

erkunden. Ein Überblick über die Vielfalt der Wasserfahrzeuge


FREITAG, 26. APRIL 2013 I VERLAGSBEILAGE WASERSPORT I 7

GETTY IMAGES/F1ONLINE

gen seiner Länge von zehn Metern

als Yacht kategorisiert –wobei es

im Vergleich zu den großen Yachten

eher als Zwerg durchgeht. Für die

Ausstattung hat das keine Folgen,

sagt der Hersteller Marex. Gekocht

und gegessen wird am halboffenen,

windgeschützten Oberdeck.

Zwei Kabinen bieten Platz für bis zu

drei Personen. Aufbewahrungselemente

sind in edlem Holz gehalten.

Bei dieser Zwergen-Yacht darf man

aber schon von einer Kapitalanlage

sprechen –ihr Preis liegt bei rund

240 000 Euro.

Ein interessantes räumliches

Gefühl verspricht der Hersteller De

Vaart Yachting mit dem

„Broom 35 Coupé“ aus England

(Preis: 254 000 Euro): Ein Achtercockpit

mit Salonniveau lässt sich

kurzerhand in eine ebene Fläche

verwandeln. Ein Glasschiebedach

schützt bei schlechtem Wetter vor

Regen und Wind. Bei Sonnenschein

hingegen kann der Salon in

ein Sonnendeck verwandelt werden.

Und der „Sunseeker Predator

68“ (ab 500 000 Euro)kann bis zu

acht Passagiere aufnehmen. Besonderheit

ist hier die hydraulisch

absenkbare Badeplattform.

Die Motoryacht „ABIM Classic

128 Exclusive“ ist im oberen Segment

angesiedelt und eher etwas

für lange Reisen. Das Hinterdeck

ist 14 Quadratmeter groß. Eine

Wendeltreppe führt auf die Badeplattform,

es gibt ein Cabrioverdeck

und ein Sonnenzelt. An Bord

ist Platz für bis zu sechs Personen.

Preis: ab 310 000 Euro. Die absolute

Luxusklasse besetzt in der Saison

der Yachtneuheiten aber die

Princess 98, die in Südengland gebaut

wird und 30,12 Meter Länge

aufweist. Dafür befinden sich an

Bord dann auch fünf Doppelbettkabinen

–vier davon haben ihr eigenes

Duschbad. Zusätzlich finden

im Heckbereich drei Kabinen für

bis zu sechs Crewmitglieder Platz.

Abgerundet wird der Luxus auf dem

Wasser von einem Ecksofa im Innensteuerstand,

einer großzügigen

Pantry, einen Essbereich für

bis zu acht Personen und einem offenen

Salon. In unseren Breitengraden

dürfte ein solches Wassergefährt

aber eher selten

anzutreffen sein –Grund ist der

Preis: 6,75 Millionen Euro.

Ganz bodenständig hingegen

kommen die neuen Kleinkreuzer

daher,zudenen auch die 7,30 Meter

lange „Sailart 22“ gehört. Für

rund 47 000 Euro gibt es einen sogenannten

Weekender mit Elektromotor,

einem geradlinigen Innenraum

und einer schicken

LED-Fußraumbeleuchtung. Wegen

seines Gewichtes kann der Kleinkreuzer

auch mit einem Anhänger

über Land bewegt werden –das verspricht

bei der Suche nach dem

passenden Gewässer Flexibilität.

S E G E L T Ö R N

Auf der Messe Boot in Düsseldorf

wurden nicht nur Boote,

Yachten und Segelschiffe für

die Binnengewässer vorgestellt.

Auch für Segeltörns auf

der Ost- und der Nordsee haben

sich die Werften einiges einfallen

lassen. Ein kurzer Überblick:

HJANSE YACHTS

Alleine Yacht fahren: Die zehn

Meter lange „Saffier Se 33“

kann im Zweifel auch mal alleine

gefahren werden. Vom

Steuerstand aus lassen sich

alle Segel bedienen.

XXL-Schiff: Aus Greifswald

kommt die Hanse 345, ein

17 Meter langes Segelboot.

Die moderne Gestaltung und

das zu einer 4,6 Quadratmeter

Lounge umschaltbare Cockpit

versprechen Luxus.

Komfortabel Schlafen: Enge

Kojen gibt es an Bord des

16,75 Meter langen „Cruiser

56“ nicht –ganz im Gegenteil –

die mehr als 180 Zentimeter

breiten Betten bieten viel Platz

und Komfortfür die segelnde

Besatzung und für Gäste an

Bord. Aus den beiden Cockpittischen

werden im Handumdrehen

Sonnenliegen.

DISCOVERY75Y

Schwimmendes Ferienhaus:

Aus Großbritannien kommt die

17,58 Meter lange „Discovery

57“ –ein richtiges Luxus-

Schiff. Sie verfügt über Decksalon,

Zentralheizung,

Waschmaschine und Trockner.

Preise: Für den Einstieg eignet

sich das „Saffier Se 33“ für

rund 40 000 Euro. Die deutliche

größere Hanse 345 wird mit

100 000 Euro aufgerufen. Die

„Discovery57“ kostet etwa

1,8 Millionen Euro.

Werden Kauf eines neuen Bootes

plant, sollte eine der Bootsmessen

wie die Boot und Fun besuchen,

die das nächste Mal

zwischen dem 21. und 24. November

in den Messehallen unterm

Funkturm stattfindet. Bevor man

sich für ein neues Boot entscheidet,

sollte man sich vorher überlegen,

wie das Boot genutzt werden

soll und auch eine Preisspanne

festlegen, die bezahlbar ist. Bei gebrauchten

Booten sollte ein Sachverständiger

Beratung und Kauf

begleiten. Vom Wirtschaftsverband

Wassersportgibt es eine Broschüre

mit Tipps für den Bootskauf

(bestellbar unter www.wassersport-verband.de).

Das Thema Umweltschutz gewinnt

auch zunehmend beim Kauf

eines Bootes an Bedeutung. Auf

dem Vormarsch sind Elektromotoren

–vor allem in Kombination

mit einer Photovoltaikanlage auf

dem Bootshaus. Inzwischen wartet

die Branche mit Elektromotoren

auf, die es von der Leistung

her ohne Probleme mit einem 80

PS starken Benzinaußenbordmotor

aufnehmen können. Die maximale

Geschwindigkeit kann

schon mal 60 Kilometer pro

Stunde erreichen. Die über Photovoltaik

gewonnene Sonnenenergie

wird in Lithium-Batterien

gespeichert. Die Lebensdauer

soll bis zu neun Jahre betragen.

Derzeit werden entsprechende

Speichersysteme nur über Bootshersteller

vertrieben. Die Investition

verschlingt allerdings einen

fünfstelligen Betrag.

Hybrid an Bord

Wie bei den Elektromotoren haben

auch die Hybrid-Systeme für Motorboote

ihre Vorbilder in der Automobilindustrie:

Konventionelle Verbrennungsmotoren

werden mit

Elektromotoren gekoppelt. Der österreichische

Hersteller Frauscher

hat für das Sportboot Lido 686 einen

Elektromotor entwickelt, der

als Lichtmaschine und Generator

fungiert und den Dieselmotor entlastet.

Ebenfalls aus dem Hause Frauscher

stammen Sportboote, deren

Brennstoffzellen mit Wasserstoff

gespeist werden. Allerdings gibt es

derzeit kaum eine Nachfrage nach

Wasserstoff betriebenen Booten.

Bislang wagen sich auch die Hersteller

nur mit einzelnen Versuchen

auf den Markt –darunter ist eine

Segelyacht, die mit ihren neun MeternLänge

rund zehn Kilometer pro

Stunde erreicht. Der dafür verwendete

„Fodiator Brennstoffzellenantrieb“

soll demnächst in Serie gehen.

(gäd.)

Weitere Informationen:

www.boot.de


8 I WASSERSPORT FREITAG, 26. APRIL 2013 I VERLAGSBEILAGE

Saisonstartineinem Revier mit Tradition

1835 wurde der erste Segelverein Deutschlands in Berlin gegründet –heute ist die Infrastruktur für Segler in der Hauptstadt perfekt

Der Winter ist abgeschafft.

Nun, Ende April, ist es soweit.

Nun werden auch die

letzten Segelvereine in Berlin ihre

Boote zu Wasser gelassen und ihre

Mitglieder zum Ansegeln eingeladen

haben. Das ist das Zeichen dafür,dass

die kalte Jahreszeit vorbei

ist. Die Segelsaison beginnt.

Eigentlich wären die Seen zwischen

Havel und Müggelsee schon

früher voll von Segeln gewesen.

Aber alles hat in den ersten Monaten

des Jahres länger gedauert.

Die Termine zum Ansegeln wurden

reihenweise um zwei bis drei Wochen

nach hinten verlegt.

Mit der neuen Saison starten

die Segler in die jährliche Neuauflage

ihres Projektes Boot. Manche

haben sich neue Ausrüstung gekauft,

andere gleich ein neues

Schiff. Wieder andere bereiten sich

auf den nächsten Segelschein vor,

wofür sich Berlin als Wassersportstandort

außerordentlich gut eignet.

Die Infrastruktur für Segelsport

ist bestens entwickelt. Das

Angebot für Lizenzen und Qualifikationen

ist immens –vor allem gemessen

an der Entfernung der

Stadt zum vermeintlich maritimen

Schwerpunkt am offenen Meer.Ob

Sportbootführerschein Binnen

oder Sporthochseeschifferschein.

Eigentlich gibt es keine Boots-Fahrerlaubnis,

die man nicht auch in

Berlin machen könnte. Segelschulen

gibt es genug.

Wer sich fragt, warum man in

Berlin mit einem Hochseesegelschein

fahren sollte, der hat mit

seiner Skepsis natürlich recht. In

hiesigen Gewässern braucht man

lediglich den Sportbootführerschein

Binnen. Aber warum nicht

auch ein Funkgerät bedienen können,

selbst wenn man es auf der

Havel nicht braucht? Und zu wissen,

wie man mit größeren Segelschiffen

und größeren Motoren in

einer weiträumigeren Umgebungen

umgehen muss, kann auch

nicht schaden. Schließlich ist das

Prinzip bei großen Schiffen und

kleinen Booten dasselbe.

Berlin ist ein attraktives Segel-

Revier. Segeln auf Havel, Müggelsee,

Dahme und Tegeler See ist anspruchsvoller,

als man denken

mag. Zwar gibt es auf den Gewässern

der Stadt wenige Wellen, die

den Namen auch verdienen würden.

Auch Starkwind wie auf dem

offenen Meer ist übers Jahr gesehen

eher die Ausnahme.

B E I F L A U T E P A D D E L N ?

KursefürsSegeln auf Binnengewässern werden für Preise von von

69 bis 195 Euro angeboten. Lediglich 20 Euro bezahlt man als Student

an der Zentraleinrichtung Hochschulsport, 30 Euro als Externer.

Und man kann sogar noch preiswerter an einen Segelschein gelangen:

Wenn man sich die Bücher selbst kauft und bei Freunden oder

Bekannten die Gelegenheit hat, die Segelmanöver zu üben, dann

kann man sich auch ohne Kursus zur Prüfung anmelden. Die Gebühr

dafür kostet in jedem Fall rund 75 Euro. Mehr Infos unter:

www.spobo-berlin.de

Segelschulen verteilen sich im gesamten Stadtgebiet. In Spandau,

Tegel, Wannsee und Köpenick liegen sie oft direkt an den Segelgewässern.

Es gibt aber auch zentral gelegene Schulen in Charlottenburg,Wilmersdorf,

Kreuzberg und Treptow.Zusätzlich zu den Segelschulen

bilden auch viele Segelvereine Mitglieder sowie auch

Nicht-Mitglieder aus.

Einen Motorbootschein gleichzeitig mit einem Binnensegelschein zu

machen, ist ratsam. Denn auch kleinere Segelboote haben oft auch

einen Außenborder oder einen integrierten Motor an Bord. Und wer

will schon in der Flaute paddeln. Um einen Motor auf einem Boot von

mehr als 15 PS zu bedienen, benötigt man einen entsprechenden

Führerschein. Der Motorbootschein bedeutet kaum einen zusätzlichen

Aufwand, wenn man sowieso schon einen Segelkursbelegt.

Für Einsteiger bieten viele Segelschulen Schnupperkurse an. Für

Segler,die lange nicht mehr gesegelt sind, gibt es bei vielen Anbieternauch

Auffrischungskurse. Darüber hinaus ist es bei manchen

Schulen auch möglich, KurseinKatamaransegeln, Windsurfen und

Wakeboarden zu belegen. Mehr Infos unter:

www.berlinerseglerverband.de

Trotzdem: Auf der Havel und der

Dahme ist der Wind manchmal unberechenbar.InUferbereichen

können

sogenannte Winddreher entstehen,

die schlagartig Großsegel

und Baum von einer auf die andere

Seite herumreißen. In anderen Bereichen

werden von einem Moment

auf den anderen Böen abgedeckt,

obwohl man sich gerade noch hart

am Wind wähnte, und an wieder anderen

Stellen entsteht eine starke

Düsenwirkung –jenachdem, wie

der Wind ins Flusstal weht. Nur der

Müggelsee ist zu breit, als dass

dort solche Düsenwirkungen entstehen

könnten.

Die Tücken der Berliner Gewässer

sind bekannt. Die Region hat

eine lange Segeltradition. Der

erste Segelclub Deutschlands –

beziehungsweise damals noch des

Deutschen Bundes –wurde 1835

auf der Stralauer Halbinsel in Berlin

gegründet. Der Name der maritimen

Vereinigung lautete Tavernen-

Gesellschaft. Er leitete sich von

dem Lokal Alte Taverne in der

Straße Alt-Stralau ab. Gegenüber

der Taverne befanden sich die Liegeplätze

der Segelpioniere. Die

Gaststätte diente als Vereinslokal.

Wahrscheinlich kann man die Ta-


FREITAG, 26. APRIL 2013 I VERLAGSBEILAGE WASSERSPORT I 9

GETTY IMAGES/HEMERA

vernen-Gesellschaft nicht als

Sportvereinigung im heutigen

Sinne verstehen. Es gab kein

Reglement, und an Wettfahrten

war auf dem Rummelsburger See

zunächst nicht zu denken. Die

rund hundert Mitglieder verstanden

Segeln als Freizeitspaß.

Sie segelten Parade,

Korso oder vergnügten sich

bei Spazierfahrten. Die erste

Segelregatta Berlins fand

1868 an der Bammelecke in

Grünau statt. Ruderer hatten

dort ander Dahme ihre Angespanntheit

vor dem Regatta-

Startmit dem Begriff „Bammel“

bezeichnet.

Mittlerweile gibt es

104 Segel-Vereine in Berlin.

Sie reihen sich dicht an

dicht an der Dahme

von Köpenick bis

nach Zeuthen, am

Tegeler See und an der

Unterhavel bis zum Wannsee.

Im Südwesten Berlins sind

die größten und die meisten Segelvereine

ansässig. Am Müggelsee

gibt es nur sechs Vereine. Das liegt

daran, dass der See lediglich in

Rahnsdorf und Friedrichshagen bebaut

ist. Günter Marks

Havel

Großer Wannsee

TegelerSee

Müggelsee


10 I WASSERSPORT FREITAG, 26. APRIL 2013 I VERLAGSBEILAGE

Beliebtes Wasservergnügen

Kaum ein Boot lässt sich leichter fahren als ein Kanu. Deshalb haben immer mehr Menschen Spaß an diesem Sport

JONATHAN LONG/ISTOCKPHOTO

Wer in den ersten warmen

Frühlingstagen die Nähe

der umliegenden Gewässer

gesucht hat, dem wird aufgefallen

sein, wie viele Kanus dortinzwischen

unterwegs sind. Paddeln ist

das neue Lieblings-Wasservergnügen

der Berliner, sohat man den

Eindruck.

Es macht den großen Reiz dieser

Sportartaus, dass man im Gegensatz

zu vielen Gefährten, die

man übers Wasser bewegt, kaum

Voraussetzungen mitbringen

muss. Gefahren drohen in den Revieren

rund um die Hauptstadt

auch kaum. Bis auf den Innenstadtbereich

zwischen Oberbaumbrückeund

Westhafen gibt es auch

keine Einschränkungen, wo man

nicht fahren darf. Auf die gängigen

Schifffahrtszeichen sollten die

Paddler allerdings schon achten.

Erste Erfahrungen lassen sich

am besten mit einem gemieteten

Kanu machen. Viele Verleiher

haben diese inzwischen in ihrem

Sortiment. Bei der Vielzahl von Angeboten

ist es wichtig, diese auch

genau zu überprüfen.

Canadier für die Familie

M I E T E N

Berlin Outside: Kajaks ab

20 Euro, Am Wiesenhaus 8,

Alt-Gatow,Tel.: 704 25 79,

www.berlin-outside.de

Kanuverleih KommRum:Ab

22 Euro/Tag,Boote werden gebracht,

Tel.: 85 07 87 34,

www.bei-anruf-boot.de

Der Bootsladen: Ab

21 Euro/Tag,Brandensteinweg

37, Spandau, Tel.: 362 56 85,

www.der-bootsladen.de

Kanu SportSpree: Ab 23 Euro

pro Tag. Bahnhofstraße 1, Grünheide,

Tel.: 033632/67 97 14,

www.kanu-spree.de

Seriöse Preise liegen bei einem Einerkajak

um die 25 Euro pro Tag,

für ein Zweierkajak sind ein paar

Euro mehr aufzuwenden. Für den

Familienausflug lassen sich auch

Canadier mieten. Im Gegensatz zu

den Kajaks werden diese mittels

eines Stechpaddels bewegt.

Bei den ersten Kajak-Touren

sollte man es allerdings nicht übertreiben.

Zwei bis drei Stunden inklusive

Pause sind ein realistisches

Zeitfenster. Umzusehen,

wie die windschnittigen Schiffe

funktionieren, genügt das. Manche

Bootsschulen bieten auch

Kurse an. Das Geld allerdings

kann man getrost einsparen.

Sparen, das ist auch die Devise

manches Verleihers − an der

Qualität. Für den Laien ist das natürlich

schwer zu erkennen. Unbedingt

sollte in dem Kanu eine Steueranlage

eingebaut sein.

Andernfalls ist das schnelle

Manövrieren schwierig.

Werschon etwas erfahrener ist

und mit dem Gedanken spielt, sich

ein eigenes Kajak zuzulegen,

sollte genau wissen, welche Ziele

er anstrebt. Wernur ein paar Stunden

paddeln möchte, dem genügt

ein relativ einfaches Boot. Mit

500 bis 600 Euro lässt sich hier

akzeptable Qualität erwerben.

Mehr an Ausstattung braucht,

wereinen ganzen Tagauf dem Wasser

verbringen möchte. Hier können

vor allem die Einbauten ins Gewicht

fallen, die für das körperliche

Wohlempfinden aber unerlässlich

sind. Vergleichbar mit einem Fahrrad

sollten gerade die Sitze auf die

Bedürfnisse des Bootslenkers zugeschnitten

sein. So kommt man

dann schnell auf einen Betrag von

1000 Euro. Zweierkajaks sind etwasteurer.

Wanderboote, mit denen dann

ein ganzer Urlaub möglich ist, können

noch mal 500 Euro mehr kosten.

(pae.)

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FREITAG, 26. APRIL 2013 I ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG WASSERSPORT I 11

Paddeln ohne Ärger

KanuSportBerlin, das größte Fachgeschäft für Touren-KanusportinDeutschland, hat garantiertdas richtige Kajak

Mit einem neuen Boot munter

drauflospaddeln, das

macht großen Spaß.

Wenn aber nach zwanzig Minuten

die Beine einschlafen, man die Rückenlehne

nicht in der gewünschten

Position fixieren kann oder die

Steuerpedale klemmen, wird das

Vergnügen schnell zum Ärger –welcher

sich allerdings vermeiden

lässt, wenn der Wassersportler

das Boot vor dem Kauf genau in Augenschein

nimmt –mit der Hilfe

von Profis. „Gute Beratung ist wichtig“,

sagt Ralph Konrath, Geschäftsführer

von KanuSport Berlin

und KanuSport Spree. „Wir

stellen immer wieder fest, dass Kriterien

wie Kippstabilität und Geschwindigkeit

von den Kunden völlig

unterschiedlich wahrgenommen

werden. Deshalb muss man ein

Boot vor dem Kauf testen.“

Die positive Entwicklung der

vergangenen Jahre spricht für sich.

Seit dem Umzug von Kreuzberg

nach Erkner ist KanuSport Berlin

zum größten Fachgeschäft für Tou-

Mit der richtigen Ausstattung macht die Tour auf dem Wasser in die Natur noch mehr Spaß.

ren-Kanusport inDeutschland geworden.

Erfolgsgarant ist die große

Testflotte von mehr als 120 Booten.

In dem üppigen Sortiment ist

alles zu finden –vom Kurztoureneiner

über den Angelkajak bis hin

zu küstentauglichen Zweiern für

große Touren. Platz für die ganze

Familie bieten große Canadier. Die

abwechslungsreichen Gewässer

im grünen Südosten von Berlin

sind ideal dazu geeignet, Kajaks

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und Canadier unter verschiedenen

Bedingungen kennenzulernen und

das passende Boot zu finden.

Gründliches Vergleichen lohnt

sich. Denn gerade für den Einsteiger

ist die Preisgestaltung bei Kajaks

und Canadiernundurchschaubar.

ImInternet stößt man sofort

auf Angebote, die auf den ersten

Blick äußerst preisgünstig erscheinen.

Das liegt daran, dass ein einfacher

Bootskörper in guter Qualität

schon für weniger als 500 Euro

hergestellt werden kann. Zwei billige

Sitze dazu – fertig ist der

Zweier für 600 Euro. Dass ein solches

Boot für eine ausführliche

Tour kaum zu gebrauchen ist,

merkt man spätestens nach der

ersten Fahrt, wenn es überall

zwickt.

Bequeme Sitze mit verstellbaren

Rückenlehnen sind nicht billig.

Ebenso die Steueranlage. Der

Preis für die Steueranlage allein

liegt oft schon bei rund 200 Euro,

Vorbereitung und Einbau können

einige Hundert Euro verschlingen.

Deshalb ist eine kompetente Beratung

wichtig.Diese beinhaltet auch

Tipps für lohnende Routen. Eine

der schönsten Kajaktouren im Umland

ist beispielsweise die von

Hangelsberg nach Erkner.

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FREITAG, 26. APRIL 2013 I ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG WASSERSPORT I 13

Campen und Segeln am Krossinsee

Südöstlich der Stadtgrenze Berlins erstreckt sich ein Paradies für Urlauber,Tagesausflügler und Freizeitkapitäne

Die traumhafte Natur rund

um den Krossinsee im

Südosten Berlins lädt

endlich wieder zum Campen,

Segeln und Wandernein.

Anfang April war bereits Ansegeln,

und zu den Dauercampernauf

dem Campingplatz gesellen sich

nun die Saisongäste. Alle sind an

diesem Sonnabend (27. 4.) zum

Frühjahrsputz –Nadeln und Laub

harken – eingeladen. Als Dankeschön

gibt es einen Imbiss-Gutschein

für das Restaurant Seeterrasse

am Krossinsee und einen

Rabatt-Gutschein für das Caravan-

Center Letex, das Anfang April von

Rahnsdorf auf den Campingplatz

Krossinsee zog und alle führenden

deutschen Hersteller vertritt. Hier

findet man sämtliches Zubehör für

Wohnwagen und Reisemobile. Reparaturen

sind voraussichtlich ab

Sommer möglich. Neuerdings bietet

das Caravan-Center auch Bootszubehör

an, denn am nahegelegenen

neuen Yachthafen, dem Pier

38, gibt es mehr als 70 Liegeplätze

Pier 38, der neue Yachthafen, gelegen am idyllischen Campingplatz Krossinsee

mit Strom- und Wasserversorgung

sowie Fäkalienentsorgung.Die Freizeitkapitäne

können selbstverständlich

alle Annehmlichkeiten

des Campingplatzes wie Service-

Einrichtungen, das Sanitärgebäude

und den Abenteuerspielplatz nutzen.

In der Seeterrasse am Krossinsee

erwartet die Besucher deutsche

Küche, frischer Kuchen und

leckeres Eis. Hier kann man auch

Boote ausleihen, um in See zu stechen.

In den Sommerferien gibt es

auf dem Campingplatz wieder ein

SECKLER

buntes Kinderprogramm mit Sport,

Spiel, Musik und Theater.

Rund 800 Berliner Segler tummeln

sich auf den Gewässern zwischen

dem Zeuthener See und dem

Krossinsee. Hier trifft man sich auch

zum Wettsegeln. Am 22./23. Juni

findet eine Regatta über den Zeuthener

See, den Großen Zug und den

Krossinsee statt. Das ist etwas Besonderes,

denn jeder See hat seine

Eigenheiten. Da Berlins Gewässer

unter anderem auch mit den Mecklenburger

Seen verbunden sind, findet

man hier Hausboote und Yachten

aus anderen Revieren. So kann

man beispielsweise bei der Yachtcharter

Schulz aus Waren Boote ab

Berlin bis Potsdam oder für Einwegfahrten

zwischen den Stationen in

Berlin und der Müritz mieten. Ein

Ausgangshafen ist Pier 38.

Bootsbesitzer, finden in der

Berliner Bootsausstattung (Grünauer

Straße 167) die richtigen Ansprechpartner.Hier

kann man sich

beraten und inspirieren lassen.

Bootsplanen und -polster werden

noch individuell gefertigt.

Viele Tagesausflügler aus Berlin

kommen im Sommer wieder an

den Krossinsee, um es sich an seinem

Ufer gemütlich zu machen und

Abstand von der hektischen Großstadt

zu finden. (ag.)

Das Meer an Freizeit

Pier 38

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FREITAG, 26. APRIL 2013 I VERLAGSBEILAGE WASSERSPORT I 14

Die Saison der Angler hat gerade

begonnen. Der eine

oder andere Neuling wird

Lust haben, diesen gemächlichen

Sport auszuprobieren. Einige Fragen

sind dabei zu klären.

Welche Voraussetzungen muss

ich mitbringen, um angeln zu dürfen?

Zwei Zertifikate sind Pflicht –

der Fischereischein sowie die Angelkarte.

Der Fischereischein ist

vergleichbar mit einem Führerschein.

Dieser wird mit einer bestandenen

Prüfung erworben, in

der 60 Fragen zu beantworten sind.

In Berlin müssen zukünftige Angler

vorher einen Theoriekursus in einer

Schule besuchen. In Brandenburg

lässt sich die Prüfung auch

ohne vorherige Schulung ablegen.

Anschließend muss man sich

zudem eine Angelkarte zulegen.

Das ist die offizielle Erlaubnis, an

den Gewässernzuangeln, die vom

Aussteller der Karte gepachtet

sind. In Berlin gibt es 20 Gewässer,

in Brandenburg mehr als 1500.

Werinanderen Bundesländernangeln

möchte, braucht die jeweilige

Karte. Der Fischereischein ist im

ganzen Bundesgebiet gültig.

Mit welchen Ausgaben habe ich

zu rechnen?

Die Gebühren für den Fischereischein

liegen um die 25 Euro,

dazu kommen die Kurskosten. Fällig

ist zudem eine Fischereiabgabe.

Diese beträgt pro Saison um

die 20 Euro. Die Angelkarte des

Deutschen Anglerverbandes (DAV)

kostet 80 Euro. An allen DAV-Gewässern

darf damit gefischt werden.

Es sind aber auch Karten für

einzelne Gewässer zu erwerben.

Bis einer anbeißt

Werangeln will, muss Geduld haben und Vorschriften beachten

Woher weiß ich, wo ich überall angeln

darf?

Im Gewässerverzeichnis sind

alle Stellen, an denen das Angeln

offiziell erlaubt ist, genau aufgelistet.

An den Seen oder Flüssen

selbst finden sich manchmal auch

Hinweise dafür, das ist allerdings

nicht die Regel.

ISTOCKPHOTO

Mit welchen Strafen habe ich zu

rechnen, wenn ich an einer nicht

freigegeben Stelle angle?

Das wird streng sanktioniert.

Wer als Inhaber eines Fischereischeins

illegal angelt, wird mit

bis zu 180 Tagessätzen bestraft.

Gleiches gilt, wer ohne gültige Angelkarte

fischt, zum Beispiel in einem

fremden Bundesland. Angler,

die überhaupt keinen Schein vorweisen

können, müssen mit Strafen

bis zu 90 Tagessätzen rechnen.

Gibt es verschiedene Regeln für

unterschiedliche Gewässer?

Für Flüsse, Seen und Bäche gelten

die gleichen Regeln. Werinder Ost-

see angeln möchte, muss einen

Küstenfischereischein erwerben.

Bei Flüssen ist zu beachten, dass

die Rechte unterschiedlichen

Pächternzugewiesen sein können.

Bei der Spree ist das so.

Ist die Wasserqualität in Berlin

und Brandenburg so, dass ich die

Fische bedenkenlos essen kann?

Grundsätzlich ja, die Wasserqualität

wird regelmäßig überprüft. Natürlich

kann es aber zu Verunreinigungen

kommen. Man sollte sich

vor dem Angeln über das entsprechende

Gewässer informieren.

Darf ich jeden Fisch angeln?

Es ist erlaubt, bis zu drei Edelfische

pro Tagzuangeln, dazu zählen

zum Beispiel Hecht und Zander.

Ansonsten gibt es Vorgaben, welche

Größe Fische erreichen müssen,

um sie anschließend auch verwerten

zu dürfen. Zur Sicherung

der Bestände sind zudem Schonzeiten

zu berücksichtigen.

Waspassiertmit einem Fisch, der

die Mindestmaße nicht erreicht?

Dieser muss unverzüglich zurück

in das Wasser gesetzt werden.

Ist der Fisch schwer verletzt oder

gar tot, darf er allerdings nicht

mehr zurückgeführt werden. Wer

die geangelten Fische nicht verwertet,

muss diese ebenfalls zurücksetzen.

Wann ist die beste Zeit zum Angeln?

Die Hauptsaison liegt zwischen Ostern

und Juni. Früh morgens oder

spät abends ist die Aussicht auf Erfolg

am größten. Geduld sollte der

Angler aber auf jeden Fall mitbringen.

(pae.)


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