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11. Jahrgang, Ausgabe: Quartal 3 2013 € 8,90

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Silberstreif am Horizont

Für Sachwertanlagen

beginnt eine neue Zeit

allgemeines allgemeines szene

Stiftung Warentest ändert

ihr Geschäftsmodell

Herzlich willkommen in der

neuen Sachwertwelt

Die besten Fonds

der neuen Welt


inHalt

IMPRESSUM

e p k media

Herausgeber: edmund pelikan

Verlag:

epk media gmbH & Co. Kg

altstadt 296, 84028 landshut

tel.: +49 (0)871 43 06 33–0

Fax: +49 (0)871 43 06 33–11

Redaktion: edmund pelikan (ep) verantwortlich,

evi Hoffmann (eh), anita Forster (af),

lasse olsen (lo)

Autoren dieser Ausgabe: andré eberhard, Wolfgang

dippold, gerhard Krall, Jan olaf Hansen

Grafik, Layout: simon adlkirchner

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Verbreitung: auflage siehe seite 51

Foto-Quellen:

www.shutterstock.com, www.pixelio.de, autoren

Preis der Druckausgabe

preis pro ausgabe euR 8,90

Druck: Kössinger ag, schierling

Anzeigenvertrieb:

anzeigenabteilung der

epk media gmbH & Co. Kg

tel.: +49 (0)871 43 06 33–0

Fax: +49 (0)871 43 06 33–11

e-Mail: sekretariat@epk24.de

16

Stiftung Warentest ändert

ihr Geschäftsmodell

17

Herzlich willkommen in

der neuen Sachwertwelt

Nachdruck und Veröffentlichung nur mit

Genehmigung des Herausgebers erlaubt.

Beiträge und Autoren

in den mit autorennamen gekennzeichneten Beiträgen wird

die Meinung der autoren wiedergegeben. diese muss nicht

unbedingt mit der des Herausgebers übereinstimmen.

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darf keinesfalls als Beratung aufgefasst werden,

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Für alle Hyperlinks gilt: die epk media gmbH & Co. Kg erklärt

ausdrücklich, keinerlei einfluss auf die gestaltung und

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sich die epk media gmbH & Co. Kg von den inhalten aller

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nicht zu eigen. diese erklärung gilt für alle in den seiten vorhandenen

Hyperlinks, ob angezeigt oder verborgen, und für

alle inhalte der seiten, zu denen diese Hyperlinks führen.

Mit der Mitfinanzierung des BeteiligungsReports durch die

autoren und inserenten kann der Herausgeber eine kompetente

und zeitgerechte Berichterstattung ermöglichen.

seite

4 EDITORIAL

ALLGEMEINES

5 Kurzmeldungen allgemein

10 Für die Zukunft gerüstet

12 sJB steigt verstärkt ins geschäft mit geschlossenen Fonds ein

15 aus dem geschlossenen Fonds wird die investment Kg

16 stiftung Warentest ändert ihr geschäftsmodell

17 Herzlich willkommen in der neuen sachwertwelt

SACHWERTFONDS

24 KagB und Regulierung als große Chance

25 Reinvestition bei alternativen investmentfonds auf dem prüfstand

26 Berlin ist eine investition wert

28 Zugkraft für das portfolio

30 fairvesta einer der größten player für einzelhandelsimmobilien in deutschland

STRUKTURIERTE SACHWERTANLAGEN

32 Zeit für anleihen

34 emissionshaus abakus zeigt neuen Weg für sachwertanlagen

2

BeteiligungsRepoRt 3 2013


über jährliche Bewertung des Anlagenvermögens

bis hin zu klaren Regelungen für

Seite 6 Initiatorenbesprechung -

ohne Anleger zurück zu den Wurzeln

Seite 7 Pressemi teilung -

Wölbern plant Paketverkauf

inHalt

32 44 46

Zeit für Anleihen

Auf den richtigen Schutz

kommt es an

Die besten Fonds der neuen Welt

seite

DIREKTE SACHWERTANLAGEN

38 eine ehrliche doppelte Rendite

40 es ist nicht alles Holz was glänzt

+

beteiligungslreport

faktenmagazin für Sachwertanlagen

Ausgabe: Quartal 3 2013

beteiligungslreport

faktenmagazin für Sachwertanlagen

+

+

MARKT I STEUER UND RECHT

42 Kurzmeldungen Markt, steuer und Recht

44 auf den richtigen schutz kommt es an

SZENE

46 die besten Fonds der neuen Welt

Kommentar von Herausgeber Edmund Pelikan

Die neue Welt der

Sachwertanlagen

>

Seit 22. Juli 2013 ist in der Welt der geschlossenen

Fonds vieles neu und manches anders. Das Kapitalanlagegesetzbuch

– kurz KAGB - ist in Kraft getreten und reguliert

die Neuauflage sowie die Verwaltung grundlegend.

Inhalt

Seite 1 Zwangsversteigerungen

weiter auf hohem Niveau

Seite 3 Stimmen zur Regulierung -

Auszüge aus dem aktue len

BeteiligungsKompass

Seite 4 Kurzmeldungen -

Kritisch berichtet

DEUTSCHES BETEILIGUNGSFORUM

47 aufnahme in die Hall of Fame der sachwertbranche

Der Kern ist, geschlossene Investmentvermögen,

zum Beispiel Sachwerte, rechtlich

ähnlich zu behandeln wie offene Investments

in Aktien und Anleihen, die sogenannten

Investmentfonds. Das reicht von

der Einführung sogenannter Verwahrstellen,

die den Depotbanken entsprechen,

Manager dieser alternativen Investments

den AIFMs.

Für Anleger geschlossener Fonds ändert

sich im Wesentlichen, dass sie Sachwerte

eines Immobilienportfolios

Seite 8 Der „Hoeneß-E fekt“ bei

der Steuer - Grafik Steuerprüfung und

Steuerhinterziehung

48 PERSONELLES

50 AKTUELLE BÜCHER

BeteiligungsReport Plus

Faktenmagazin für Sachwertanlagen

Erhältlich nur im

BeteiligungsReport Abo.

beteiligungsreport.de

BeteiligungsRepoRt 3 2013 3


editorial

Editorial von Herausgeber Edmund Pelikan

Politik, Finanzwirtschaft und

Pseudologie – Was wählen Sie?

>

Wahlkampf ist die Zeit für Geschenke und Märchen. Da

ist es doch auch egal, ob diese eingehalten werden. Franz

Müntefering, der Ende der Legislaturperiode endgültig aus dem

Bundestag ausscheidet, hatte es zu seiner Zeit als Vizekanzler

der großen Koalition so schön wie kein Zweiter formuliert:

„Es ist unfair, an Wahlkampfversprechen gemessen zu werden.“

Genau diese Politik will nun dem Finanzmarkt

eine Regulierung verpassen, damit

dieser einen besseren Anlegerschutz bietet?

Das ist Realsatire. Denn durch immerwährenden

Gesetzesbruch bei der Eurorettung,

Abhöraffären und die Soli-Lüge – um nur

einige zu nennen – müssten Anleger und

Bürger eher vor dem Staat als vor der Wirtschaft

geschützt werden. Mündige Anleger

und Wähler schützen sich selbst und wissen,

dass es meist nur ein kleineres Übel

gibt. Und wählen dieses selbstverantwortlich.

Jedenfalls sind Henkel und Co keine

Alternative. Und Steinbrück hat inzwischen

sozialistische Kreide gefressen. Kostprobe?

Als Bundesminister 2007/2008 bekräftigte

er immer wieder zum Thema Abgeltungssteuer:

„25 Prozent von x ist besser als 42

Prozent von nix!“ Da sprach der Pragmatiker.

Als Kanzlerkandidat im März 2013

hört sich das im SPD-Regierungsprogramm

so an: „.... (Wir) wollen (...) in einem ersten

Schritt die Abgeltungssteuer ... von 25

Prozent auf 32 Prozent erhöhen... .“

Egal wie die Wahl ausgeht, eines bleibt. Der

Staat kommt mit dem Geld nicht aus, und

deshalb werden Steuern erhöht. Kürzlich

hörte ich ein schönes neues Wort: Pseudologe.

So bezeichnet man einen krankhaften

Lügenerzähler. Wenn ich derzeit Politik

sehe, denke ich oft daran. Ich habe mich

auch dabei ertappt, dass mir das Wort durch

den Kopf schoss, als ich Ende Juli die Ethikregeln

der Deutschen Bank im Handelsblatt

las. Wirklich humorvoll ist der dazugehörige

Flyer. Er ist überschrieben: „Die neuen

Werte und Überzeugungen der Deutschen

Bank“. Als Kommunikationsberater hätte

ich von dieser Formulierung abgeraten. Die

logische Folge ist, dass es früher alte Wert

und alte Überzeugungen gab, die scheinbar

den Anleger zum Abschuss freigaben – rein

germanistisch gesehen. Hier einer dieser meines

Erachtens alten Kommunikationsfauxpas:

wenn da nicht das Wörtchen „...auch,...“

stehen würde. Aus welcher Perspektive soll

gute Beratung denn sonst stattfinden?

Und die beste Nachricht kommt zum

Schluss: Seit 22. Juli ist der Markt der

Sachwertfonds voll reguliert - und damit

weiß wie Schnee. Machen wir das Beste

daraus und vermeiden jegliche Pseudologie.

Dann wird alles gut!

Ihr

Edmund Pelikan

4

BeteiligungsReport 3 2013


Allgemeines

Kurzmeldungen – Allgemein

Deutschland im Fokus der

Investoren

Wie in der neuen Ausgabe „Real Estate

Trends“ von der Ernst & Young Real Estate

GmbH und der Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu lesen

ist, sind notleidende Kredite seit Jahren

in vielen Ländern attraktive Investmentziele,

beispielsweise in den Vereinigten

Staaten. In Deutschland hingegen kam

der Handel mit Non-Performing Loans

(NPLs) in den vergangenen Jahren nicht

recht in Schwung. Das dürfte sich ändern,

wie eine aktuelle Studie des Hauses

andeutet.

Deutschlands NPL-Markt steht gegenwärtig

besonders im Fokus internationaler

Anleger. Der steigenden Nachfrage steht

allerdings ein knappes (und knapper werdendes)

Angebot gegenüber. Innerhalb

des NPL-Segments zählen gegenwärtig

Immobilienkredite zu den beliebtesten Anlagezielen.

Einer der Gründe: Notleidende

Kredite hinter Immobilieninvestments sind

nach Ansicht von Ernst & Young häufig

auf Management- oder Finanzierungsfehler

zurückzuführen, die sich über ein entsprechendes

Asset Management durchaus

korrigieren ließen. Ob das Potenzial an

NPL-Deals zeitnah ausgeschöpft werden

kann, dürfte unter anderem davon abhängen,

ob und wie schnell sich die Preisvorstellungen

von Käufern und Verkäufern

ausreichend annähern.

Quelle: Real Estate Trends“ von der

Ernst & Young Real Estate GmbH

und der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wandel beim Vertrieb von

Finanzprodukten

Die GfK-Umfrage „Finanzvertrieb 2020“,

die im Zeitraum April bis Mai 2013 unter

345 Vertriebsmitarbeitern aus Banken und

Versicherungen, Maklern, Vermögensberatern

sowie unabhängigen Finanzvermittlern

durchgeführt wurde, kommt zu dem

Ergebnis, dass sich bis zum Jahr 2020 der

Vertrieb von Finanzdienstleistungen in

Deutschland stark verändern wird.

Gesetzliche Regulierungen, Fusionen auf

Seiten der Anbieter, die zunehmende Bedeutung

des Internets sowie der demographische

Wandel in der Bevölkerung

und bei den Vertriebsmitarbeitern werden

den Verkauf maßgeblich beeinflussen.

Mehr als vier Fünftel (85 Prozent) der

Vertriebsmitarbeiter von Banken und Versicherungen

gehen davon aus, dass sich

der Verkauf von Finanzdienstleistungen

in den nächsten Jahren grundlegend ändern

wird. Aus der Perspektive des Vertriebs

zeichnen sich dabei folgende Entwicklungen

ab:

• einfache Standardprodukte werden sehr

viel stärker über das Internet vertrieben

• die Bedeutung des Internets wird insgesamt

zunehmen, den stationären

Vertrieb aber nur ergänzen

• viele Banken und Versicherungen

werden fusionieren

• die Zahl der Bankfilialen und Versicherungsagenturen

wird deutlich

zurückgehen

• gesetzliche Regularien und Vorschriften

werden verschärft und erweitert

• die bisher üblichen Provisionsregelungen

werden kaum Bestand haben und durch

neue Honorarsysteme ersetzt.

Trotz der zu erwartenden Veränderungen

sehen die Vertriebsmitarbeiter bislang

jedoch weder für ihr Unternehmen noch

für sich persönlich Konsequenzen oder

Gefahren. Die künftige Geschäftsentwicklung

beurteilen sie grundsätzlich optimistisch:

Knapp die Hälfte (49 Prozent)

erwartet einen positiven Verlauf in Bezug

auf den eigenen Konzern in den nächsten

fünf Jahren. Lediglich 13 Prozent gehen

von einem Rückgang der Umsätze aus.

Aktuelle Entwicklungen:

Containerverkehrs- und

Chartermarkt

Das Institut für Seeverkehrswirtschaft und

Logistik (ISL) kommentiert regelmäßig für

König & Cie. aktuelle Trends auf den Containerverkehrs-

und Chartermärkten.

Aufgrund der steigenden Anzahl an Bestellungen

bewerten viele Analysten das

Verhältnis von Angebot und Nachfrage in

den kommenden zwei Jahren eher pessimistisch.

Die Macquarie Finanzgruppe

hingegen rät ihren Investoren, den Containersektor

aus einem neuen Blickwinkel

zu betrachten: Reedern sollten Anreize

geschaffen werden, ihre Schiffe in einem

schnelleren Tempo zu verschrotten als geplant.

In den nächsten 18 Monaten rechnet

man mit einer Welle an Verschrottungen,

wobei man 3 Prozent für 2013 und

3,8 Prozent für 2013 erwartet. Allerdings

wird es sich nach Macquarie positiv auf

das Verhältnis von Angebot und Nachfrage

im Folgejahr 2014 auswirken und das

Flottenwachstum auf 3,7 Prozent senken.

Im Vergleich zum Wachstum der Flotte

von 8,5 Prozent in 2011, 6,8 Prozent in

2012 und einem erwarteten Zuwachs von

7,2 Prozent in 2013 ist diese Wachstumsrate

als moderat zu bewerten. Anhaltend

hohe Bunkerpreise machen den Betrieb

BeteiligungsReport 3 2013 5


Allgemeines

von vor allem älteren Schiffen, insbesondere

von älteren Panamax-Einheiten,

unrentabel. Zudem sind längere Aufliegezeiten

für diese Schiffe zu teuer. Reeder

dürften angesichts dieser Faktoren eher

dazu bereit sein, auch jüngere Schiffe zu

verschrotten, argumentieren die Analysten

von Macquarie.

Fristverlängerung wegen

Antragsflut

Bei den Erlaubnisbehörden stapeln sich derzeit

Anträge von 34-c-Beratern auf eine Erlaubnis

nach Paragraf 34 f.

Wer ab Juli keine Erlaubnis nach Paragraf

34 f Gewerbeordnung (GewO) vorweisen

kann, darf keine Kunden mehr beraten. Eigentlich.

Denn da die meisten Kandidaten

bis kurz vor Fristende mit ihrem Antrag

warteten, kämpfen die Behörden gerade

mit einer Antragsflut. Damit den Beratern

keine Nachteile daraus entstehen, hat der

Deutsche Industrie- und Handelskammertag

(DIHK) ein Moratorium beantragt.

Nun hat das Wirtschaftsministerium der

Fristverlängerung zugestimmt. Demnach

haben die Behörden bis zum 31. Dezember

Zeit, alle Anträge zu bearbeiten.

„Zwingende Voraussetzung ist, dass der

Gewerbetreibende rechtzeitig, das heißt,

bis spätestens 1. Juli 2013, einen vollständigen

Antrag auf Erteilung der §-34f

Erlaubnis einschließlich der erforderlichen

Versicherungsbestätigung, gestellt

hat“, erklärt DIHK-Gewerberechtsexpertin

Mona Moraht. In diesem Fall droht

Beratern auch kein Bußgeld oder Berufsverbot.

Der DIHK hat unterdessen eine aktuelle

Statistik der bisherigen Registrierungen

veröffentlicht. Bis zum 31. Juli 2013

hatten sich insgesamt 30.402 Finanzanlagenvermittler

bei DIHK registriert. Davon

erhielten 30.019 die Erlaubnis für

Investmentfonds, 8.258 für geschlossene

Fonds und 4.502 für sonstige Vermögensanlagen.

Mehrfachzählungen sind

dabei möglich, da Gewerbetreibende die

Erlaubnis für mehrere Kategorien beantragen

können.

Schiffbau und Offshore-Industrie

bewähren sich auf neuen

Absatzmärkten

Die deutschen Schiffbau- und Offshore-Zulieferer

verzeichnen einen leichten Umsatzzuwachs

und deutlich steigende Auftragseingänge.

Nach Angaben des Verbandes

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

(VDMA) konnten durch die Erschließung

neuer Kundengruppen und Marktsegmente

die nachlassenden Aufträge im Handelsschiffbau

kompensiert werden.

Die Branche erwartet eine langsame, aber

stetige Erholung der Auftragslage insgesamt.

Gleichzeitig zeigen die flexiblen

Schwerpunktsetzungen der vergangenen

Jahre in den Bereichen F+E, Service und

Vertrieb ihre positive Wirkung.

Die deutschen Schiffbau- und Offshore-

Zulieferer erwirtschafteten 2012 mit rund

68.000 Mitarbeitern (- 3 Prozent) einen

Umsatz von 11,6 Milliarden Euro. Das

bedeutet einen leichten Umsatzzuwachs

von durchschnittlich einem Prozent zum

Vorjahr (Umsatzwachstum 2011: 4 Prozent).

Die Exportquote stieg auf 74 Prozent

(Vorjahr: 71 Prozent). Das Offshore-

Zuliefergeschäft im Öl- und Gas-Markt

war von den Umsatzschwankungen nicht

betroffen, hier setzte sich das Wachstum

der letzten Jahre unvermindert fort.

Nach dem dramatischen Rückgang der

Schiffbauaufträge ab Oktober 2008 und

dem Einbruch bei den Zulieferern 2009

setzen sich die Steigerungen der letzten

Jahre im Auftragseingang fort. Das AE-

Wachstum betrug 2012 vier Prozent. Für

das Jahr 2013 lässt sich auf eine stabile

Geschäftsentwicklung schließen.

Pflichtinformation für Bankkunden:

Geldanlage und Sicherheit

Das Online Vergleichsportal Festgeldvergleich.org

hat einen Ratgeber für seine

Besucher zusammengestellt, der ausführliche

Informationen rund um das Thema

Sicherheit bei Geldanlagen beinhaltet.

Jeder sollte sich die gleiche Frage stellen:

Wie sicher ist mein Geld bei Banken und

Sparkassen?

In einem Interview zum Thema Sicherheit

bei Geldanlagen rät die Finanzexpertin

der Verbraucherzentrale NRW, Frau Dr.

Oelmann, auf dem Vergleichsportal Festgeldvergleich.org:

„Die Zeiten sind für Anleger

in der Tat nicht einfach. Aber auch

– oder insbesondere in der Krise – gilt:

Wichtig ist es, das Vermögen auf Basis

der individuellen Ziele und Präferenzen

breit zu streuen. Keinesfalls sollte ein größerer

Teil des Vermögens in ein einzelnes

Geldanlageprodukt gesteckt werden. Wie

die optimale Aufteilung aussieht, hängt

vom Einzelfall ab. Kursrisiken und Währungsrisiken

können Anleger meiden, dem

Inflationsrisiko sind sie in jedem Fall ausgesetzt.

Wer eine positive Realrendite anstrebt,

muss heute auch in Produktklassen

investieren, die Risiken beinhalten. Drei

Grundregeln sollten Verbraucher dabei

beachten:

• Streuen Sie das Risiko durch Investitionen

in verschiedene Produktklassen

• Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Anlagestrategie

und

• Halten Sie die Kosten der einzelnen

Produkte möglichst niedrig.“

Der Handel mit Wohnimmobilienportfolios

bleibt auf anhaltend

hohem Niveau

Im ersten Halbjahr 2013 wurden in

Deutschland Wohnimmobilienportfolios in

einer Größenordnung von ca. 7,05 Milliarden

Euro - und damit auf einem ähnlich hohen

Niveau wie im Vorjahreszeitraum - gehandelt.

Bei etwa 200 Transaktionen (H1

2012: 197) wechselten mehr als 100.000

Wohneinheiten (H1 2012: 130.000) die

Besitzer. Deutlich stärker zeigte sich dabei

das zweite Quartal: hier wechselten

72.000 Wohneinheiten mit 4,8 Milliarden.

Euro die Eigentümer, also fast 70 Prozent

der ersten sechs Monate.

Lässt man die bundesweit gehandelten

Portfolios außen vor, bestimmt regional

differenziert der Berliner Wohntransaktionsmarkt

(inklusive Umland) wesentlich

das Geschehen. Mit 1,7 Milliarden Euro

wurde bereits zum Halbjahr fast der gesamte

Vorjahreswert (2012: 1,9 Milliarden

6

BeteiligungsReport 3 2013


Allgemeines

Euro) erreicht. Frankfurt am Main (307

Millionen Euro) und Rhein-Ruhr (304 Millionen

Euro) folgen auf den Plätzen.

Deutsche Investoren dominierten im ersten

Halbjahr 2013 den Markt. Verglichen

mit dem Vorjahr (H1 2012: 50 Prozent)

ist ihr Anteil auf 90 Prozent der Transaktionssumme

gestiegen. Da Megatransaktionen

im zweiten Halbjahr derzeit

nicht auszumachen sind, geht Jones Lang

LaSalle für das Gesamtjahr von einem

Transaktionsvolumen in etwa auf dem Niveau

des Vorjahres aus.

Investitionen in Handelsimmobilien

im ersten Halbjahr fast

ein Drittel über dem Vorjahreszeitraum

Nach der Erhebung von Jones Lang

LaSalle liegt mit einem Transaktionsvolumen

von knapp 3,8 Milliarden Euro der

Investmentmarkt für handelsgenutzte

Gewerbeimmobilien im ersten Halbjahr

2013 etwa ein Drittel über dem Vorjahreszeitraum.

Fast 60 Prozent des Anlagevolumens

entfällt auf die beiden stärksten

Kategorien Geschäftshäuser und Shopping

Center. Inländische Akteure dominieren

auf der Käufer- und Verkäuferseite

eindeutig das Marktgeschehen. Bezogen

auf den gesamten Investmentmarkt für

Gewerbeimmobilien stehen Handelsimmobilien

im ersten Halbjahr für knapp 30

Prozent des Anlagevolumens.

Geschäftshäuser in innerstädtischen 1a-

Lagen dominieren wie im ersten Quartal

das Marktgeschehen. Ende Juni beläuft

sich das aufgelaufene Transaktionsvolumen

auf knapp 1,2 Milliarden Euro (H1

2012: 507 Millionen Euro). Damit macht

die Kategorie fast ein Drittel des gesamten

Retail-Transaktionsvolumens aus.

Inländische Investoren bestimmen mit einem

80-prozentigen Anteil am Transaktionsvolumen

im bisherigen Jahresverlauf

eindeutig das Marktgeschehen. Bei den

zehn größten Retail-Transaktionen war lediglich

in einem Fall ein ausländischer Käufer

involviert. Im ersten Halbjahr 2012 war

das Verhältnis von in- zu ausländischen

Investoren noch nahezu ausgeglichen. Auf

der Verkäuferseite zeigt sich ein ähnliches

Bild: der im Vorjahr noch fast hälftig verteilte

Markt wird nun zu fast 80 Prozent

von inländischen Verkäufern bestimmt.

Die Renditen für Core-Immobilien bleiben

über alle Retail-Nutzungsarten hinweg

niedrig.

Stabiler Handel auf dem

Zweitmarkt

Während neue Vermögensanlagen 2013

bislang nur zögerlich aufgelegt wurden,

konzentrieren sich die Aktivitäten bei

geschlossenen Fonds verstärkt auf den

Zweitmarkt: Schiffs- und Immobilienfonds

wurden hier im ersten Halbjahr 2013 mit

wachsender Tendenz gehandelt. Insgesamt

kam es zu 2.364 Handelsabschlüssen mit

einem Nominalkapital von rund 100 Millionen

Euro. Der durchschnittliche Handelskurs

der Monate Januar bis Juni liegt

in etwa auf Vorjahresniveau bei 46,7 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

hat sich die Anzahl der getätigten Handelsabschlüsse

damit um ca. 10 Prozent

erhöht; die Summe des gehandelten Nominalkapitals

stieg sogar um 15 Prozent.

Haben lange Zeit vor allem institutionelle

Investoren Beteiligungen am Zweitmarkt

gehandelt, entdecken nun immer mehr Privatanleger

die Chancen des Zweitmarkthandels.

Blickt man auf die am 22. Juli 2013

in Kraft tretende AIFM-Regelung, wird sich

dieser Trend in Zukunft noch verstärken.

Im Zuge der gesetzlichen Regulierung

verändert sich auch die Einstellung zum

Anlageobjekt geschlossener Fonds. Bislang

galt für den Anleger – oder dessen

Anlageberater – die Devise, dass eine unternehmerische

Beteiligung während der

prognostizierten Laufzeit von 10 bis 15

Jahren keiner weiteren Aufmerksamkeit

bedarf. „Hier findet seit geraumer Zeit

ein Umdenken statt“, erläutert Jan-Peter

Schmidt, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt

AG. „Auch der Anleger wird zum

Manager seiner Beteiligung. Er muss sich

in regelmäßigen Abständen fragen, ob es

sinnvoll ist, die Beteiligung zu behalten

oder sich von ihr über den Zweitmarkt

frühzeitig zu trennen.“

In der Konsequenz wird die Bedeutung

des Zweitmarkts für Vermögensanlagen

einen weiteren Schub erfahren. War er

lange Zeit vor allem ein Exit für Sonderfälle,

wird er nach der Regulierung zu einem

festen Bestandteil des Lebenszyklus einer

geschlossenen Beteiligung werden.

Rekordumsatz im ersten Halbjahr

auf dem deutschen Büro-

Investmentmarkt

Das Transaktionsvolumen mit Büroimmobilien

belief sich im ersten Halbjahr 2013

auf 5,58 Milliarden Euro. Damit wurde

nicht nur das bereits sehr starke Vorjahresresultat

um 43 Prozent übertroffen, sondern

auch das zweitbeste erste Halbjahr

aller Zeiten registriert. Lediglich im nicht

vergleichbaren Boomjahr 2007 lag der Investmentumsatz

in den ersten sechs Monaten

deutlich höher, wie die Analyse von

BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) ergibt.

Wie groß das Interesse der Investoren an

deutschen Büroimmobilien ist, verdeutlicht

auch die sehr vielfältige Anlegerstruktur.

Insgesamt weisen sieben Investorengruppen

Umsatzanteile zwischen 9 und gut

14 Prozent auf. Auf Platz eins liegen Spezialfonds

mit gut 14 Prozent, gefolgt von

Versicherungen (14 Prozent) und privaten

Anlegern mit knapp 14 Prozent. Aber auch

Immobilien AGs mit 12,5 Prozent und Equity/Real

Estate Funds (11 Prozent) kommen

noch auf zweistellige Anteile. Zur Spitzengruppe

gehören darüber hinaus noch

offene Fonds (knapp 10 Prozent) sowie

Pensionskassen mit 9 Prozent. Auf ausländische

Anleger entfallen rund 36 Prozent

des Transaktionsvolumens. Im Portfoliosegment

liegen sie sogar mit weitem Abstand

vor den deutschen Investoren.

BeteiligungsReport 3 2013 7


Allgemeines

Europäische Büro-Immobilienuhr Q2 2013

Amsterdam, Helsinki

Köln, Oslo, Stockholm,

Stuttgart

Genf

Lyon, Paris CBD

Investitionen in Erneuerbare Energien ist

der Grundstein für die Energiewende gelegt.

Für das Stromnetz stehen grundlegende

Veränderungen hingegen noch bevor.

Berlin, Kopenhagen,

Hamburg, Moskau

München

Düsseldorf

Frankfurt

London West End

London City, Luxemburg,

St. Petersburg

Istanbul

Dublin

Edinburgh, Manchester

Bukarest, Brüssel,

Kiew, Prag

Verlangsamtes

Mietpreiswachstum

Beschleunigtes

Mietpreiswachstum

Beschleunigter

Mietpreisrückgang

Verlangsamter

Mietpreisrückgang

Mailand, Zürich

Warschau

Lissabon

Athen, Rom

Barcelona, Budapest,

Madrid

Die Uhr zeigt, wo sich die Büromärkte nach Einschätzung von Jones Lang LaSalle innerhalb

ihrer Mietpreis-Kreisläufe Ende Juni 2013 befinden.

Der lokale Markt kann sich in der Uhr in verschiedene Richtungen und mit verschiedenen

Geschwindigkeiten bewegen.

Die Uhr ist eine Methode zum Vergleich der Positionen der Märkte in ihrem Kreislauf.

Die Positionen sind nicht zwingend repräsentativ für den Investment- und Projektentwicklungsmarkt.

Die Positionen der Märkte beziehen sich auf die Spitzenmieten.

Quelle: Jones Lang LaSalle IP, Büroimmobilienuhr Q2 2013, Juli 2013

Das heutige Stromsystem in Deutschland

stammt technisch größtenteils noch aus

der Zeit staatlich regulierter Energieversorgung

in Gebietsmonopolen. Mit der

von der Europäischen Union initiierten

Liberalisierung wurden vor 15 Jahren erste

Schritte für realen Wettbewerb auf den

Strommärkten unternommen. Unabhängig

davon öffnete sich mit dem Beschluss

des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)

zwei Jahre später der Strommarkt in

Deutschland für mehr Stromerzeuger.

Mittlerweile produzieren hierzulande

rund 1,3 Millionen Solarstromanlagen,

23.000 Windkraft- sowie mehr als 7.500

Biogasanlagen umweltfreundlichen Strom

aus erneuerbaren Quellen.

Während das EEG für einen Investitionsund

Innovationsschub auf dem Stromerzeugungsmarkt

sorgte, sanken die Investitionen

in die Netze hingegen nach

der Liberalisierung deutlich. Laut dem

Monitoringbericht von Bundesnetzagentur

und Bundeskartellamt vom November

2012 erreichten die Netzinvestitionen von

Stromversorgern und Übertragungsnetzbetreibern

zuletzt zwischen 3,6 und 3,8 Milliarden

Euro pro Jahr. Sie liegen damit erst

seit wenigen Jahren wieder auf dem vor

der Liberalisierung registrierten Niveau.

Bereits über eine Million durch

Crowdfunding eingesammelt

Eine Statistik auf der Internetseite statista.com

zeigt das in den Jahren 2011 bis

2013 durch Crowdfunding eingesammelte

Kapital in Deutschland.

Während im ersten Quartal 2011 76.500

Euro mit dieser Finanzierungsform eingesammelt

wurden, waren es im ersten

Quartal 2013 bereits über eine Million

Euro. Der Begriff Crowdfunding - auch

Schwarmfinanzierung genannt - ins Deutsche

übersetzt bedeutet: Crowd = Ansammlung,

Menschenmenge, während

Funding das Aufbringen von Mitteln bzw.

die Finanzierung umfasst.

Energiewende braucht leistungsfähige

Netze

Auf dem Weg zu einer immer stärkeren

Versorgung mit Erneuerbaren Energien

wird sich Deutschlands Kraftwerkspark

weiter verändern. Mit zukunftsträchtigen

Energiewende global: erneuerbare

Energien Trend setzt sich fort

Der weltweite massive Ausbau erneuerbarer

Energien hält weiterhin an: Im

Jahr 2012 stellten erneuerbare Energien

bereits rund 19 Prozent des weltweiten

Endenergieverbrauchs bereit. Rund 244

Milliarden US-Dollar wurden in erneuerbare

Energien investiert, knapp die Hälfte

davon in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Diese Zahlen gehen aus dem „Globalen

Statusbericht zu erneuerbaren Energien

2013“ sowie dem Bericht „Globale

Trends in erneuerbare Energieinvestitionen“

hervor, die in Paris beziehungsweise

Frankfurt/M. veröffentlicht wurden.

8

BeteiligungsReport 3 2013


Allgemeines

Demnach war 2012 ein Rekordjahr in

Bezug auf die Neuinstallationen erneuerbarer

Stromerzeugungskapazitäten. Weltweit

wurden 115 Gigawatt hinzugebaut,

dies entsprach mehr als der Hälfte der

gesamten neu installierten Stromerzeugungskapazitäten.

In den letzten zwei

Jahren stieg weltweit insbesondere der

Anteil an installierter Photovoltaik. Besonders

deutlich stiegen die Investitionen in

Entwicklungsländern: Sie erreichten 112

Milliarden US-Dollar gegenüber 132 Milliarden

Dollar, die in Industriestaaten investiert

wurden.

Insgesamt lagen die Investitionen im Jahr

2012 mit 244 Milliarden US-Dollar auf

dem zweithöchsten jemals erreichten

Stand. Im Vergleich zum Vorjahr waren

hier durch den Preisverfall in der Photovoltaiktechnologie

sowie geschwächte

Märkte in den USA und in Europa Rückgänge

zu verzeichnen.

Auch die Zahl der Länder mit Zielvorgaben

und gezielten Förderpolitiken für den Ausbau

der erneuerbaren Energien hat sich

erneut erhöht, auf mittlerweile 138. Zwei

Drittel davon sind Entwicklungsländer.

Der „Globale Statusbericht zu erneuerbaren

Energien“ wird jährlich vom Politiknetzwerk

REN21 (Renewable Energy Policy

Network for the 21st Century), einem

globalen Politiknetzwerk, das 2005 im Anschluss

an die Bonner “renewables2004”-

Konferenz ins Leben gerufen wurde, veröffentlicht.

und die vier Übertragungsnetzbetreiber

haben sich auf Eckpunkte zur finanziellen

Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am

Netzausbau verständigt. Ein gemeinsames

Eckpunktepapier wurde in Berlin von allen

Beteiligten unterzeichnet.

Vom Netzausbau betroffene Bürgerinnen

und Bürger sollen sich künftig finanziell

am Leitungsbau auf der gesamten Übertragungsnetzebene

beteiligen können und

für ihre Einlagen bis zu fünf Prozent Zinsen

erhalten. Die Bürgerdividende kann

zu einem wichtigen Instrument werden,

das zu einem schnelleren Ausbau der

Übertragungsnetze und zu einer breiteren

Akzeptanz der Energiewende insgesamt

beiträgt.

Die Bürgerbeteiligung soll bis zu 15 Prozent

der Investitionssumme für den Leitungsausbau

umfassen. Die Mindesteinlage

wird bei etwa 1.000 Euro liegen.

Anwohnerinnen und Anwohner in unmittelbarer

Nähe neuer Leitungen sollen bei

der Zeichnung bevorzugt werden. Der

Gesamtumfang der notwendigen Netzinvestitionen

bis zum Jahr 2023 wird auf

rund 20 Milliarden Euro geschätzt.

Die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz,

Amprion, TenneT und TransnetBW werden

in den kommenden Monaten entsprechende

Beteiligungsmodelle entwickeln und geeignete

Ausbauprojekte benennen. Dabei

werden Erfahrungen mit dem Bürgerbeteiligungsmodell

der TenneT in Schleswig-Holstein

einfließen. Bereits heute können sich

Bürgerinnen und Bürger finanziell an der

Westküstenleitung in Schleswig-Holstein

beteiligen und erhalten für ihre Einlagen bis

zu fünf Prozent Zinsen. Das gemeinsame

Eckpunktepapier zur Bürgerdividende ist

auf den Internetseiten des Bundesumweltministeriums

und des Bundeswirtschaftsministeriums

abrufbar.

‚Grundsolide & rentabel‘ –

SOLIT Grund & Boden Kanada

ab sofort im Vertrieb

Mit dem SOLIT Grund & Boden Kanada

GmbH & Co. KG, so der offizielle Name

des Fonds, erweitert das auf sachwertbasierte

Investments spezialisierte Hamburger

Emissionshaus SOLIT Kapital sein Portfolio

um die Assetklasse Grund & Boden

am Standort Nova Scotia, Kanada. Der

Fonds – siehe BeteiligungsReport 2-2013

– investiert diversifiziert in Grundstücke

unterschiedlichster Nutzungsart und Größe

von mind. 250 acres in der boomenden

kanadischen Atlantikprovinz Nova Scotia,

deren Grundstücksmarkt noch deutlich

unterbewertet ist. Auswahl und Erwerb

aussichtsreicher Areale, die nach festen

Investitionskriterien geprüft werden und

einen sorgfältigen Due Diligence-Prozess

durchlaufen, werden durch die Expertise

eines Netzwerkes langjährig markterfahrener

Partner vor Ort wesentlich unterstützt.

Durch die Fondswährung Kanadischer

Dollar – Mindestanlagebetrag sind investorenfreundliche

10.000 CAD (ca. 7.400

EUR) – partizipiert der Anleger auch an

der Wertentwicklung des rohstoffbesicherten

‚Loonie‘, der bereits in den vergangenen

Jahren gegenüber dem kriselnden

Euro deutlich outperformte.

Frühzeichner bis 31. August erhalten 1 %

Bonus auf die Zeichnungssumme.

Weitere Informationen auf

www.solit-kapital.de/kanada-fonds.

Bürgerdividende soll Netzausbau

beschleunigen und breitere

Akzeptanz für die Energiewende

schaffen

Bundesumweltminister Peter Altmaier, Bundeswirtschaftsminister

Dr. Philipp Rösler

Tagaktuelle Meldungen rund

um das Thema Sachwertanlagen

finden Sie unter

www.beteiligungsreport.de

Oder QR-Code

scannen und zum

Beitrag im BeteiligungsReport

2-2013 gelangen...

BeteiligungsReport 3 2013 9


Allgemeines

INP Holding AG

Für die Zukunft gerüstet

>

Der Sozialimmobilienspezialist INP Holding AG aus Hamburg ist 2013 in der

Kategorie Innovation und Trend als Preisträger für den diesjährigen Deutschen

BeteiligungsPreis nominiert. Neben Pflegeheimen wurden 2013 erstmals auch mehrere

Kindergärten über Sachwertfonds finanziert. Der BeteiligungsReport sprach mit Vorstand

Oliver Harms über die Zukunft von Sachwertbeteiligungen und die Pläne der INP.

10

BeteiligungsReport ® : Herr Harms,

seit 22. Juli ist nun die neue Welt

des Kapitalanlagegesetzbuches in

Kraft. Wie geht es bei der INP Holding

unter diesen neuen Rahmenbedingungen

weiter?

Oliver Harms: Die INP hat bereits im letzten

Jahr die Kapitalverwaltungsgesellschaft

(KVG) INP Invest GmbH als 100-prozentige

Tochtergesellschaft der INP Holding AG

Interviewpartner:

Oliver Harms

Vorstand der INP Holding AG

Weitere Informationen bei:

INP Holding AG

Englische Planke 2

20459 Hamburg

Tel: +49 (0)40 44 14 00 90

Fax: +49 (0)40 44 14 00 92 00

E-Mail: info@inp-invest.de

www.inp-invest.de

BeteiligungsReport 3 2013

gegründet. Neben den gesellschaftsrechtlichen

und formalistischen Regulierungen

haben wir auch die administrativen und

strukturellen Voraussetzungen optimiert,

um den künftigen Anforderungen gerecht

zu werden. Konzeptionell hatten unsere

Produkte auch schon vor der Regulierung

weitreichend die Bedingungen von Fremdfinanzierungsanteil

und Beleihungsquoten

erfüllt, so dass wir uns bereits seit Ende

Juli im Registrierungsverfahren befinden.

Für unsere Vertriebspartner bedeutet dies

in jedem Fall kontinuierliche Produktverfügbarkeit,

da wir im Rahmen der Übergangsregelung

den 18. INP Deutsche Pflege

Aalen in den Vertrieb gebracht haben.

Dieser alternative Investmentfonds wird

wie gewohnt mit einer Auszahlungsreihe

von 6,5 Prozent p.a. starten, die in monatlichen

Intervallen ausgekehrt werden.

BeteiligungsReport ® : Mit dem für den

Deutschen BeteiligungsPreis 2013 nominierten

Kindergartenfonds betreten Sie

Neuland. Wie unterscheidet sich diese

Gattung von Ihren bisherigen Schwerpunktinvestments

in Pflegeimmobilien?

Oliver Harms: Grundsätzlich sehen wir

die Gemeinsamkeiten beider Gattungen.

Es geht um soziale Verantwortung für

alte Menschen und auch um Kinderbetreuung.

Konzeptionell haben beide Immobilientypen

langfristige Pachtverträge

als Grundlage für regelmäßige Cashflows,

verbunden mit einem hohen Maß an Konjunkturunabhängigkeit.

Diese gesellschaftliche

Verantwortung drückt sich auch

durch die vom Gesetzgeber getroffenen

Regelungen im SGB oder KiföG aus.

BeteiligungsReport ® : INP ist in den

letzten Jahren gegen den Trend gewachsen.

Wo liegen die Ursachen für

den Erfolg?

Oliver Harms: Ich denke, Bescheidenheit,

konzeptionelle Vorsicht, Zuverlässigkeit und

eben gerade nicht irgendwelchen Trends

hinterher zu jagen sind unsere Stärken. Wir

verstehen uns seit der Gründung unseres

Unternehmens im Jahr 2005 als Asset Manager

für Sozialimmobilien, der Investorengelder

verwaltet. Die Struktur, mit der diese

Verwaltung nun in Form von alternativen

Investmentfonds stattfindet, ist eine Mög-


allgeMeines

lichkeit, die wir im letzten Jahr durch eine

spezialfondsstruktur für den institutionellen

investor erweitert haben.

BeteiligungsReport ® : Wie genau gestalten

sich ihre aktivitäten im Bereich

institutioneller anleger?

Oliver Harms: unser Fokus liegt neben

den klassischen institutionellen sehr

stark auf stiftungen. Wir konnten in der

Vergangenheit mehrfach die von stiftungen

häufig gestellte anforderung zu

„Mission investing“ mit der anlage in

sozialimmobilien im Verbund mit einer

auskömmlichen und nachhaltigen Rentabilität

erfüllen. gleiches gilt auch für Family

offices. dennoch wollen wir nicht

den klassischen Retailkunden außer acht

lassen, denn wir sind der Überzeugung,

dass mit dem jetzt regulierten Markt

sich die alternativen investmentfonds

mehr denn je zur portfolioergänzung für

privatanleger eignen.

BeteiligungsReport ® : Wie sehen sie

den Markt der Realvermögen in den

nächsten fünf Jahren?

Oliver Harms: es wird nötig sein, dass

die verbliebenen Marktteilnehmer daran

arbeiten, eine klare grenze von struktur/

Verpackung und assetklasse deutlich zu

machen. der alternative investmentfonds

ist aus unser sicht ein wichtiger Bestandteil

in den künftigen Kundenportfolios.

das wird somit den Markt in den kommenden

Jahren auch aufgrund fehlender

alternativen stärken. grundsätzlich werden

wir uns aber unabhängig vom gesamtmarkt

an den Faktoren unserer assetklasse

sozialimmobilie orientieren und

dort mit Besonnenheit agieren. in diesem

Zusammenhang haben wir bereits heute

bis 2015 projekte anbinden können, die

einen zuverlässigen produktflow sicherstellen

und vor allem dem steigenden

Bedarf an moderner pflege zum einen

sowie der hohen nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen

zum anderen gerecht

werden.

BeteiligungsReport ® : Man hört aus

diesem interview heraus: inp geht

mit Volldampf in die neue sachwertewelt.

Was ist das nächste produkt für

den Retailmarkt?

Oliver Harms: nun, wie schon zu Beginn

erwähnt , haben wir den 18. inp

deutsche pflege aalen im Rahmen der

Übergangsreglung verfügbar und werden

dann im november mit dem Folgeprodukt

starten.

Vielen dank für das gespräch!

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Verlagsangebot epk media

2. Halbjahr 2013 – Softcover

Edmund Pelikan

Monetäre

Demenz?

10 Gebote der

Anlegermündigkeit

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Holz: Das Geschäft mit der wachsenden Rendite

Seit Jahren stehen Holzinvestments bei Verbraucher- und

Umweltschützern in der Kritik. Renditen im zweistelligen

Bereich? Im sicherheitsorientierten Deutschland darf das

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differenzierte Meinung bilden möchte, muss sich deshalb

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BeteiligungsRepoRt 3 2013 11


Allgemeines

SJB Firmenchef Gerd Bennewirtz im Interview

SJB steigt verstärkt ins Geschäft mit

geschlossenen Fonds ein

>

Im Vorfeld des Inkrafttretens des Kapitalanlagegesetzbuchs am 22. Juli wurde der Markt

der geschlossenen Fonds von negativen Schlagzeilen beherrscht, sehr oft wurde das

Todesglöcklein für die geschlossenen Fonds geläutet. Aber es gibt auch positive Nachrichten.

Seit Kurzem setzt SJB, eigentlich Spezialist für Investmentfonds, auch geschlossene Fonds

in der Vermögensverwaltung ein. Mit SJB Firmenchef Gerd Bennewirtz sprach Dr. Leo

Fischer über die neue Dienstleistung und die Zukunft des geschlossenen Fonds.

Dr. Leo Fischer: Sie betreten bei geschlossenen

Fonds in gewisser Weise

Neuland und haben den Vorteil, anders

als viele andere Intermediäre,

keine Leichen im Keller zu haben.

Interviewpartner:

Gerd Bennewirtz

Gesellschafter und

Gründungsmitglied der

SJB FondsSkyline OHG

Weitere Informationen bei:

SJB FondsSkyline OHG

Bachstraße 45c

41352 Korschenbroich

Tel: +49 (0)2182 85 20

Fax: +49 (0)2182 85 58 10 0

E-Mail: fonds@sjb.de

www.sjb.de

Gerd Bennewirtz: Das ist zu relativieren.

Geschlossene Fonds hat die SJB auch

schon bis zur Finanzkrise 2007 punktuell

mit in die Allokation beigemischt. Die

Umsätze lagen durchschnittlich allerdings

nur bei 20 Prozent. Der eindeutige SJB

Schwerpunkt lag immer bei den offenen

zum Vertrieb zugelassenen Fonds, aber

geschlossene Fonds haben in Zukunft einen

höheren Stellenwert in der Beratung

und der Vermögensverwaltung.

Dr. Leo Fischer: Was spricht derzeit

besonders für geschlossene Fonds?

Gerd Bennewirtz: In den nächsten zehn

Jahren halte ich geschlossene Fonds aus

heutiger Sicht für die aussichtsreichsten

Produkte. Dafür sprechen zwei Gründe.

Der eine hat mit portfoliotheoretischen

Überlegungen zu tun. Die Beimischung

geschlossener Fonds hat sich über die

letzten 20 Jahre bewährt. Nur leider

nicht für die letzten fünf Jahre. Verursacht

durch die Finanzkrise brachen in

der Folge fast 80 Prozent des Marktes im

Absatz zusammen. Aber ist dies wirklich

ein Argument, über Beimischungen von

Beteiligungen zukünftig nicht mehr weiter

nachzudenken? Im Gegenteil.

Dr. Leo Fischer: Und der zweite Grund?

Gerd Bennewirtz: Es gibt nun mal Assetklassen

wie Schiffe, deren Bedeutung für

den Welthandel nicht hoch genug einzuschätzen

sind, die sich aber nicht in offenen

Fonds, der eigentlichen SJB-Domäne,

abbilden lassen. Zudem bieten Schiffe

auf dem heutigen Preisniveau eine weit

überdurchschnittliche historische Chance.

Wann hat man schon mal Schiffe zu ihren

Stahl- bzw. Schrottpreisen aus so vielen

Insolvenzen erwerben können? Und

es sollte nicht vergessen werden, dass

viele Anleger in den Jahren vor der Krise

sehr viel Geld mit Schiffen verdienen

konnten.

Dr. Leo Fischer: Schiffe sind also eine

Assetklasse, die Sie am unteren Wendepunkt

sehen? Wo bieten sich sonst

noch Chancen?

Gerd Bennewirtz: Weltweit ringen viele

Staaten mit dem Bankrott, die Staaten

müssen ihr Engagement in vielen Bereichen

zurückfahren. Soziale und wirt-

12

BeteiligungsReport 3 2013


Allgemeines

schaftlich notwendige Aufgaben können

staatlich nicht mehr alleine finanziert

werden. Europa erwirtschaftet 25 Prozent

des gesamten weltweiten BIP, aber

hat auch 50 Prozent der weltweiten Sozialausgaben

aufzubringen. Wenn wir daran

nicht zu Grunde gehen wollen, muss

die Devise heißen: Es müssen grundlegende

strukturelle Reformen her. Ein erstes

kleines Beispiel stellen die Kitas dar,

die mit geschlossenen Fonds finanziert

werden können. Derartige Projekte werden

immer stärkere Verbreitung finden.

Parkuhren, Parkhäuser, Solaranlagen sind

auch schon realisiert, und die Seniorenbetreuungsstätten

werden zunehmende

Verbreitung finden.

Dr. Leo Fischer: Hat die Entscheidung,

jetzt verstärkt mit geschlossenen

Fonds zu arbeiten, auch mit

AIFM zu tun?

Gerd Bennewirtz: SJB begrüßt, dass die

Zeiten des unregulierten Markts für geschlossene

Fonds vorbei sind. Viele Initiatoren

werden die sich aus der Regulierung

ergebenden Chancen nicht nutzen

und aus dem Markt ausscheiden. Im Ergebnis

werden wahrscheinlich nur noch

20 Prozent der Anbieter mit extrem verbesserten

Produkten übrig bleiben. Der

Kunde wird die Regulierung mit einem

durchschnittlichen Renditeverzicht von

0,5 Prozent bezahlen.

Dr. Leo Fischer: Welche geschlossenen

Fonds stehen derzeit auf Ihrer

Empfehlungsliste?

Gerd Bennewirtz: Der Kita-Fonds von

Habona (Sozialprojekt) , der reine Eigenkapitalschiffsfonds

von Oltmann (Infrastruktur)

und der Habona 4 – Einzelhandelsimmobilien.

Dr. Leo Fischer: Ich nehme an, Sie

wenden sich mit der neuen Dienstleistung

vor allem an Kunden, die bereits

mit Investmentfonds ihre Erfahrungen

gemacht haben. Wie hoch sollte das

in Investmentfonds angelegte Vermögen

sein?

Gerd Bennewirtz: Eine pauschale Aussage

ist hier sehr schwer zu treffen. Hierbei

ist sicherlich nicht nur alleine das in

Investmentfonds investierte Vermögen

zu berücksichtigen, sondern die gesamte

Vermögenssituation des Kunden. Je nach

Risikoneigung, Alter der Investoren und

Risiko sowie Laufzeitstruktur der Produkte

erscheint eine Gewichtung zwischen

fünf und 50 Prozent in unternehmerischen

Beteiligungen erwägenswert. Im

Mittelpunkt sollte allerdings immer die individuelle

Zielsetzung des Kunden stehen.

Möchte er zum Beispiel zukünftig Kapital

an die Enkel übertragen, kann eine geschlossene

Beteiligung durchaus auch im

Alter in Betracht kommen.

Dr. Leo Fischer: Warum sehen Sie in

geschlossenen Fonds eine gute Ergänzung

zu Investmentfonds?

Gerd Bennewirtz: Der Anleger kann in

der Tat in Assetklassen investieren, die

von den herkömmlichen Investmentfonds

nicht abgedeckt werden (Schiffe, Flugzeuge,

Büroimmobilien, Containerfonds).

Dr. Leo Fischer: Welchen Umfang

wird das Geschäft mit geschlossenen

Fonds Ihrer Meinung nach bei SJB

einnehmen?

Gerd Bennewirtz: Die geschlossenen

Fonds werden in der Größenordnung

von 40 Prozent wachsen, wenn der

Markt gute Marktkonzepte mit interessanten

Produkten zur Verfügung stellt.

SJB überprüft derzeit die Auflage vermögensverwaltender

Fonds, deren Investitionsschwerpunkt

bei Beteiligungen an

geschlossenen Fonds liegt.

Dr. Leo Fischer: Vielen Dank für das

Gespräch.

Dieses Interview führte Dr. Leo Fischer,

freier Journalist.

Kontakt: Tel: +49 (0)211 13 73 20 1

E-Mail: leofischer@t-online.de

Aus der Presse:

Pressemitteilung bsi vom 02.07.2013:

Mitglieder des VGF Verband

Geschlossene Fonds beschließen

Namensänderung

und Neuausrichtung

Neuer bsi Bundesverband Sachwerte

und Investmentvermögen

e.V. vertritt alle Formen von Sachwertvermögen

nach dem KAGB

Die Mitgliederversammlung des VGF

Verband Geschlossene Fonds e.V. hat

in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung

am 26.06.2013 die Neuausrichtung

des Verbandes beschlossen.

Die bisherige Interessenvertretung

der Anbieter geschlossener Fonds

öffnet sich zum Branchenverband für

alle Unternehmen und Anlagevehikel,

die im Rahmen des Kapitalanlagegesetzbuchs

(KAGB) Investitionen in

Sachwerte anbieten und verwalten. So

können neben Kapitalverwaltungsgesellschaften

künftig auch andere Branchenteilnehmer

wie z.B. Verwahrstellen

Mitglied werden. Damit einher geht

die Umbenennung des Verbandes in

bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen

e.V.

Der Verband trägt damit der tiefgreifenden

Veränderung Rechnung, die

das Inkrafttreten des KAGB am 22. Juli

2013 mit sich bringt. „Anbieter, Kapitalverwaltungsgesellschaften,

Verwahrstellen

und weitere Dienstleister sind dann

nicht nur einheitlich reguliert, sondern

arbeiten regulierungsbedingt auch viel

enger zusammen. Diese Entwicklung

vollziehen wir konsequenterweise mit

dem bsi nach“, so Hauptgeschäftsführer

Eric Romba.

Aufgabe des bsi ist die Interessenvertretung

der Branche gegenüber Politik

und Öffentlichkeit. Er begleitet für seine

Fortsetzung nächste Seite

BeteiligungsReport 3 2013 13


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Lacuna

Mitglieder gesetzgebungs- und Verordnungsverfahren

auf nationaler und europäischer ebene, ist

originärer ansprechpartner für die Finanzaufsicht

und erarbeitet mit seinen Mitgliedern Branchenstandards

wie z.B. Musteranlagebedingungen

oder einen Musterverwahrstellenvertrag.

im Zuge der neuausrichtung führt der Verband

zwei neue Formen der Mitgliedschaft ein. neben

den bisherigen Voll- und Fördermitgliedern wird

es künftig auch eine Branchen- und eine informationsmitgliedschaft

geben.

Windpark Töpen

Frischer Wind aus Bayern

die Vollmitgliedschaft steht Verwaltern offen, die

alternative investment Fonds (aiF) für publikum

oder professionelle investoren anbieten. auch

selbstverwaltete aiF, die in sachwerte investieren,

können Vollmitglieder des bsi werden.

Branchenmitglieder können alle unternehmen werden,

die nach dem KagB bzw. der aiFM-Richtlinie

eine Kernfunktion im Rahmen der Verwaltung von

aiF haben und beaufsichtigt werden. Hierzu gehören

u.a. die Verwahrstellen, auslagerungsunternehmen

oder unternehmen, die zwar in den anwendungsbereich

des KagB fallen, aber aufgrund

von Bestandsschutzregelungen befreit sind von der

anwendung des KagB. dies trifft insbesondere auf

die unternehmen zu, die schon heute VgF-Mitglieder

sind, keine KVg-Zulassung beantragen, aber

Bestände weiter verwalten.

Fördermitglieder können alle beratenden und

dienstleistenden unternehmen werden, die nicht

Branchenmitglied werden können. Hierzu gehören

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die informationsmitgliedschaft wird für andere

Verbände oder kontinuierlich investierende investoren,

z.B. Family offices, geschaffen.

die Zusammensetzung des neuen Verbandes wird

auch im Vorstand abgebildet werden. er soll künftig

aus sechs Vertretern aus dem Kreis der Vollmitglieder

sowie je einem Vertreter eines Branchen-

und eines Fördermitglieds zusammengesetzt

sein. Vorstandswahlen werden voraussichtlich im

Rahmen der nächsten Mitgliederversammlung im

Frühjahr 2014 stattfinden.

die umsetzung der namensänderung erfolgt mit

stichtag des inkrafttretens des KagB.

BeteiligungsRepoRt 3 2013

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Lacuna AG, Ziegetsdorfer Str. 109, 93051 Regensburg zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten wird.


allgeMeines

nähe zum Wertpapierrecht soll für auftrieb der Branche sorgen

aus dem geschlossenen Fonds wird die investment Kg

>

seit dem 22. Juli gehen die uhren bei emissionshäusern geschlossener immobilienfonds

anders. der geschlossene Fonds, wie er seit Jahrzehnten im Vertrieb war, existiert dann nicht

mehr. aus ihm wird mit der investment Kg ein Vehikel, das dem Kapitalmarkt mehr Rechnung

tragen soll. initiatoren müssen ihre angebote künftig anders konzipieren. das Ziel: der privatanleger

soll besser geschützt werden. Marktteilnehmer blicken positiv in die Zukunft, und der VgF,

aus dem der bsi (Bundesverband sachwerte und investmentvermögen) geworden ist,

betrachtet die neue ausgangssituation als große Chance.

Fondsinitiatoren müssen künftig deutlich

mehr aufwand betreiben, um ihre produkte

am Markt platzieren zu dürfen. neben

der gründung einer eigenen Kapitalverwaltungsgesellschaft

(KVg) ist auch mehr aufwand

beim Risiko- und liquiditätsmanagement

zu betreiben. Beispielsweise müssen

Fonds weniger Fremdkapital aufnehmen,

um über niedrige Zinsen die ausschüttungen

an die anleger nicht mehr so stark hebeln

zu können. auch wird die Beteiligung

an Modellen mit nur einem oder zwei objekten

erschwert. Zeichner müssen dann

mindestens 20.000 euro investieren.

Für Verwirrung unter den initiatoren sorgte

kurz vor dem stichtag ein schreiben

der BaFin, demnach besonders immobilienfonds

mit konkreten objekten unter die

neuen Regeln fallen. dabei sind es doch

gerade diese Fonds, die die wenigsten

Risiken vorweisen können. Bei schiffs-,

Autor:

andré eberhard

Chefredakteur

„Der Immobilienbrief“

Weitere Informationen bei:

research medien ag

Rietberger Straße 18

33378 Rheda-Wiedenbrück

Tel: +49 (0)5242 90 12 50

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E-Mail: info@rohmert.de

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new-energy- oder private equity Fonds,

die oft nicht näher definierte investitionskriterien

haben, bleibt alles beim alten.

einige Marktteilnehmer genauso wie der

bsi bleiben skeptisch, ob das jüngste anwendungsschreiben

auch so umgesetzt

wird. der Regulierungsprozess wird als

dynamische entwicklung im Jahresverlauf

angesehen, der weitere Regulierungsmaßnahmen

folgen werden, bei der am ende

Regulierungslücken geschlossen werden.

dennoch ist die Regulierung eine Chance,

den schwachen Vertrieb mit geschlossenen

produkten endlich wieder auf regulatorisch

sichere Beine zu stellen. „die interessen

der anleger werden noch mehr in

den Vordergrund treten und eine sinnvolle

diversifikation in der Vermögensanlage unumgänglich

sein. das intensive Verkaufsgespräch

wird protokolliert und gibt dem anleger

und dem Berater sicherheit. auf der

anderen seite entsteht für den Vertrieb

ein deutlicher Mehraufwand, der sich aber

zügig amortisieren dürfte“, meint Marcus

Kraft, Vorstand Vertrieb und Marketing

bei der ZBi Zentral Boden immobilien ag.

die investment Kg wird sich zukünftig

viel mehr an der Wertpapierwelt orientieren.

„diese aspekte sorgen für eine aufwertung

der Beratungsleistung und bringen

mehr sicherheit für den Vertrieb“, so

Kraft weiter. Überhaupt gilt es im laufenden

Jahr das Vertrauen in das produkt

von Vertriebs- und Kundenseite aufzubauen.

Viele Roadshows zum thema aiFM

sind in diesem Jahr schon quer durchs

land gezogen, um beim verunsicherten

Vertrieb für aufklärung zu sorgen.

Bis zum ende des Jahres wird sich zeigen,

wie BaFin und der Markt mit den

geänderten Rahmenbedingungen fertig

werden. „Wir werden unsere emissionstätigkeit

sowohl mit privaten als auch mit

institutionellen anlegern weiterführen und

setzen die neuen anforderungen im Vertrieb

und den produkten bereits um“, ergänzt

Kraft. Viele emissionshäuser haben

bereits das geschäft mit geschlossenen

produkten aufgegeben und widmen sich

institutionellem geschäft oder kooperieren

mit Versicherern.

auch andere emissionshäuser wie Hannover

leasing oder Real i.s. blicken zuversichtlich

in die Zukunft. so will Hannover

leasing Boss Friedrich Wilhelm patt in

diesem Jahr noch mindestens drei weitere

Fonds lancieren, während Real i.s. stark auf

das institutionelle geschäft setzt.

BeteiligungsRepoRt 3 2013 15


Allgemeines

Die selbsternannten Finanzwächter werden angreifbar –

Kommentar des Herausgebers Edmund Pelikan

Stiftung Warentest ändert ihr Geschäftsmodell

>

Wenn man Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen oder auch so manchen führenden Kopf

im Fernsehen oder auf Podien hört, merkt man es sofort. Es sind Überzeugungstäter mit der

Lizenz zum Kritiker. Manchmal spielt auch eine gehörige Portion Fanatismus mit. Diese teilweise an

Überheblichkeit grenzende Allwissenheit kostete den Steuerzahler im Jahr 2012 viel Geld. Neben dem

eingebrachten Stiftungskapital musste der Staat letztes Jahr 1,2 Millionen Euro Verlust ausgleichen.

Zusätzlich gibt das Verbraucherschutzministerium rund 3,5 Millionen Euro als Ausgleich für werbefreie

Zeitungen – man will ja objektiv bleiben. Den Rest der Kosten trägt der Verkauf der Publikationen.

16

Alle Studien und Analysen werden nach

bestem Gewissen gemacht. Das Problem

ist nur, dass die Methoden und die zugrunde

gelegten Annahmen nicht selten

zu Kritikpunkten am gewonnenen Ergebnis

führen. Das ist besonders problematisch

im Bereich Finanzen. Ausführlich

berichtete der BeteiligungsReport über

die Analyse zu geschlossenen Immobilienfonds

in der Ausgabe 02-2013. Insider

wissen schon seit Langem, dass manche

Versicherungen extra Testtarife vorhalten,

um das System optimal zu nutzen.

Nun wird ab 01. Juli 2013 das Geschäftsmodell

geändert. Firmen, die mit positiven

Testurteilen werben wollen, wurden

bisher mit wenigen Hundert Euro zur

Kasse gebeten. Künftig sollen es 7.000

bis 15.000 Euro für einen zweijährigen

Nutzungszeitraum sein. Ist nun die Unabhängigkeit

in Gefahr? Mitnichten. Sagt

die Stiftung. Denn die Lizenzen werden

ja von einem gemeinnützigen Institut, die

RAL Logo Lizenzen, vertrieben. Das Geld

würde neben der Abwicklung auch für

die Überwachung der Werbung und für

Nachtests genutzt werden, rechtfertigte

sich der Stiftungsvorstand Hubertus Primus

gegenüber dem Tagesspiegel.

Wie naiv ist denn so eine Aussage? Das

ist genauso, wie wenn ein Produzent

von Rauschgift sagt, er habe nichts mit

dem Verkauf durch den Dealer zu tun,

er wasche seine Hände in Unschuld.

Kann sich ein Redakteur und Tester komplett

dem wirtschaftlichen Druck von

BeteiligungsReport 3 2013

Zusatzeinnahmen entziehen? Klar ist,

die Stiftung Warentest beschreitet hier

einen immer stärker kommerziell geprägten

Weg. Was sich daraus entwickeln

kann, zeigt der aktuelle Test von Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Ein kleiner

Versicherungsmakler namens Matthias

Helberg deckte nach einem Bericht des

Handelsblattes jede Menge Fehler im

Testbericht auf. Viele Makler im Internet

geben dem Experten recht. Natürlich

wehren sich die Tester. Ein Kritikpunkt

ist, dass es zu viele Sieger gibt. Von 75

geprüften Angeboten erhielten mit 52

Angeboten überraschend viele die beste

Note. Da klingelt die Kasse. Wenn

nun 52 Firmen die kleinste Variante mit

7.000 Euro Lizenzgebühr wählen, sind

damit 364.000 Euro in der Kasse. Und

das ist ein Test mit nur einem Produkt.

Da erscheinen die im Tagesspiegel vom

Stiftungsvorstand Primus geschätzten

ein bis zwei Millionen Euro zusätzlichen

Jahreseinnahmen fast lächerlich.

Sicher ist, dass Fondsprodukte aus der

Sachwertwelt nie Gefahr laufen, mit guten

Bewertungen abzuschneiden. Diese

Produktgattung gehört in der sparbuchorientierten

Welt eines Herrmann-Josef

Tenhagen immer zu der bösen Finanzseite.

Hingegen könnten Riesterrenten und

Schrebergärten zu ungeahnten Testsiegern

avancieren.

Nicht dass nun ein falscher Zungenschlag

in diesen Kommentar kommt. Ich halte

die Stiftung Warentest und auch den Finanztest

für eine gute und notwendige

Einrichtung. Und auch viele Redakteure

sind an Qualität interessiert. Nur der fanatisch

missionarische Fallbeiljournalismus

und ein reines Schwarz-Weiß-Denken

sind dieser Institution nicht würdig.

Aber vielleicht sogar politisch gewollt?

Zum Nachdenken müssten die Verantwortlichen

der Stiftung Warentest spätestens

seit dem Defizit 2012 von 1,2 Millionen

Euro kommen. Es ist nachzulesen,

dass der Hauptgrund in der niedrigen

Verzinsung des Stiftungskapitals liegt.

Wer nur auf Staatsanleihen, Sparbuch und

Festgeld setzt, verzehrt die Kaufkraft des

Stiftungskapitals. Was machen da nur Stiftungen,

die keinen Vater Staat im Rücken

haben? Eine vernünftige Portfolioverwaltung

wäre hier angeraten! ep (red.)


Allgemeines

Die Politik wollte es so und auch teilweise die Branche

Herzlich willkommen in der neuen Sachwertwelt

>

Nun ist es soweit. Lange war alles unsicher, jetzt ist „nur“ noch einiges unsicher.

Erst kurz vor dem bereits festgelegten Einführungsdatum der Gültigkeit des

Kapitalanlagegesetzbuches am 22. Juli 2013 wurde im Juni das Gesetz verabschiedet.

Dementsprechend sind noch nicht alle Durchführungsverordnungen in trockenen Tüchern.

Die Interpretation von Textpassagen der BaFin-Anwendungsschreiben ist im vollen Gange.

Kapitalanlagegesetzbuch

Aber das Erfreuliche: Die Stimmung hat

sich nach der schwer depressiven Phase

Anfang des Jahres etwas gedreht. Das zeigen

auch die Zahlen, ob vom VGF-Nachfolger

bsi oder von Feri EuroRating. Es

gibt wieder neue Produkte, und es kommen

wöchentlich neue dazu. Das wollen

wir auch in den nebenstehenden Tabellen

zeigen, obwohl die Aufstellung keinen Anspruch

auf Vollständigkeit erhebt.

Feri vermeldet in der 2. Augusthälfte,

dass insbesondere Immobilienfonds und

Spezialitätenfonds im 2. Quartal 2013 jeweils

um über 100 Prozent an Neuauflagen

zulegten. So wuchs das neue Eigenkapital-Emissionsvolumen

bei Sachwertfonds

mit Immobilien um 116 Prozent auf 422

Millionen Euro von 195 Millionen Euro

im gleichen Vorjahresquartal. Eine etwas

kleinere Steigerungsrate von 106 Prozent,

jedoch mit einem absolut höheren Wert

von 487 Million Euro, legten die Spezialitätenfonds

hin, die auch Genussrechtsbeteiligungen

enthielten. Zwar konnten

Private-Equity-Fonds um 120 Prozent gut

zulegen, das Volumen ist aber mit knapp

65 Millionen zu platzierendem Eigenkapital

eher gering.

Enttäuschend ist die Entwicklung der

Energiefonds – Feri EuroRating nennt das

Segment New-Energy-Fonds – die nur

noch 75 Millionen Euro neues Eigenkapitalvolumen

im 2. Quartal 2013 auflegten

und damit knapp 20 Prozent weniger

als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Schiffsfonds sind in die Bedeutungslosigkeit

abgestürtzt. Insgesamt wurden 35

Fonds im 2. Quartal neu aufgelegt mit

Immobilien Deutschland

Vorankündigung: Aquila Real

EstateINVEST I

Artprojekt Wohnungsbau

Berlin-Potsdam

Aquila Capital

Artprojekt Wohn-bau

vier Greenbuilding-

Logistikimmobilien

Potsdam,

Nikolaigärten

www.aquila-capital.de

www.artprojekt-gruppe.de

Asuco 5 Asuco Zweitmarktfonds www.asuco.de

Sachwertrenditefonds Bielefeld

Brackwede

DSK Nr. 33 Seeresidenz

Altwerk Pouch

DSI Projekt Gewerbepark k.A.

DSK AG

26 individuelle Loft- &

familiengerechte Mehrraum-Wohnungen

am

Goitzschesee

Sachwertfonds 123 E & P Real Estate Seniorenzentrum in

Ruhpolding

www.dsk.ag

www.ebertz.de

Mercatus Xl Fairvesta Group Immobilienportfolio www.fairvesta.de

Regio Flex Fonds 1 Flex Fonds Immobilien regional

(Ost-Baden-Württemberg)

Private FLEX Fonds 2

FLEX Fonds

Capital AG

Diverse

Pluswertfonds 162 Hahn Fonds Invest Fachmarktzentrum in

Bad Hersfed

Wachstumswerte Europa 5 Hannover Leasing Büroimmobilie in

Rotterdam

Classic Value 4 Hesse Newman Cap. Core-Immobilie (Green

Building) in Hamburg

Classic Value 7 Hesse Newman Cap. Büro-, Einzelhandelsund

Wohnimmobilien

mit Schwerpunkt auf

Deutschland.

Classic Value 8 Hesse Newman Cap. Core-Immobilie (Green

Building) in München

ID Deutsche Immobilienrendite

IFK Sachwertfonds Deutschland

2

IFK Sachwertfonds Deutschland

3

16. INP Deutsche Pflege

Salzgitter-Bad

www.flex-fonds.de

www.flex-fonds.de

www.hahnag.de

www.hannover-leasing.de

www.hesse-newman.de

www.hesse-newman.de

www.hesse-newman.de

ID Emissionshaus Wohnimmobilien www.id-ag.de

IFK

IFK

INP Holding

Büro- und Einzelhandelsimmobilien

Büro- und Einzelhandelsimmobilien

Pflegezentrum "Irenenstift"

Technische Universität Berlin LHI Leasing Büro-und Dienstleistungsgebäude

www.ifk-sachwertfonds.de

www.ifk-sachwertfonds.de

www.inp-invest.de

www.lhi.de

Bremen Domshof Lloyd Fonds Bürogebäude www.lloydfonds.de

TeamBank Nürnberg Paribus Capital GmbH Büroimmobilie

Nürnberg

Vorankündigung (4. Quartal):

PI Pro·Investor Immobilienfonds

3

www.paribus-capital.de

PI Pro·Investor Wohnimmobilien www.proinvestorfonds.de

Project Reale Werte Fonds 11 Project Fonds Wohnimmobilien www.project-fonds.com

BeteiligungsReport 3 2013 17


Project Reale Werte Fonds 12 Project Fonds Wohnimmobilien www.project-fonds.com

ProReal Deutschland Fonds 3

ProReal Deutschland

Fonds 3 GmbH &

Co. KG

Wohnimmobilien

www.onegroup24.de

Real I.S. Bayernfonds Deutschland

25

Real I.S.

Hotelimmobiliie in

Hamburg

www.realisag.de

Real Invest VII in Vorbereitung RIZ Real Invest div. Immob. KG Fonds

(Zweitmarkt)

www.real-invest.de

Deutschlandfonds V SachsenFonds Büroimmobilie www.sachsenfonds.de

UDI Green Building I

UDI Beratungsgesellschaft

mbH

Green Building

www.udi.de

Immobilien Deutschland 35 Wealth Cap Büroimmobilien

München

www.wealthcap.com

WealthCap Immobilien

Deutschland 35

WealthCap Immobilie in München www.wealthcap.com

Aktuelles Beteiligungsangebot

ZBI Professional 8 ZBI Wohnimmobilien www.zbi-ag.de

Fondsname: fairvesta Mercatus XI GmbH & Co. KG

Immobilien Ausland

Initiator: fairvesta Geschäftsführungsgesellschaft

mbH

Investitionsgegenstand:

fairvesta Mercatus XI investiert in eine Vielzahl

von Immobilien unterschiedlichster Standorte und

Nutzungsarten. Die fairvesta Unternehmensgruppe

hat sich innerhalb des Immobilienmarktes auf

einen Insider- und Nischenmarkt mit erhöhtem

Ertragspotenzial spezialisiert. Dabei werden

Sondersituationen des Marktes wie Bankverwertungen

genutzt, um einen Immobilienerwerb zu

besonders lukrativen Konditionen zu ermöglichen.

DFV Seehotel am Kaiserstrand DFV Hotel mit Badehaus

am Bodensee

Wachstumswerte Europa 5 Hannover Leasing Büroneubau Holland

Rotterdam

www.dfvag.com

www.hannover-leasing.de

Jamestown 28 Jamestown geplant www.jamestown.de

PropertyClass Frankreich

1 Plus

KGAL Büroimmobilien Paris www.kgal.de

Bayernfonds Australien 9 Real I.S. Büroimmobilie in

Adelaide

www.realisag.de

Grund und Boden Kanada Solit Kapital Grundstücke Kanada www.solit-kapital.de

TSO-DNL Fund lV L.P. TSO Europe Funds Gewerbeimmobilien im

Südosten der USA

Holland 72 Wölbern Invest KG Neubaubüro-Immobilie

in Rotterdam

www.dnl-invest.de

www.woelbern-invest.de

Geplante Fondslaufzeit:

Beteiligungsmodell ESTATE Short Cash: mind. 5 Jahre

Beteiligungsmodell ESTATE Cash Flex: mind. 10 Jahre

Mindestanlagesumme:

10.000 EUR zzgl. 5 Prozent Agio

Schiffe

Flussfahrt Moldau

Hamburgische Seehandlung

Passagier-Flussschiff im

4-Sterne-Plus-Segment

Schiffahrts Investment l König & Cie. Tanker, Bulker und

Containerschiffe

MCE 09 Sternenflotte Flex MCE Schiffskapital Containerschiffe und

Bulker

www.seehandlung.de

www.emissionshaus.com

www.schiffskapital.de

Eigenkapital: 100 Prozent

MCE 10 Sternenflotte Flex

IC 5

MCE Schiffskapital

Containerschiffe und

Bulker

www.schiffskapital.de

Prognostizierte Gesamtausschüttung:

5 Jahre: 67,93 Prozent

10 Jahre: 304,13 Prozent

Private Equity

Contrium 3 Innovation &

Wachstum

Contrium Emission Venture-Capital-Fonds www.contriumemission.de

Fidura Rendite Sicherheit Plus

Ethik 4

Fidura

direkte Mittelstandsbeteiligung

www.fidura-fonds.de

Kontakt zum Initiator:

MIG Fonds 12 HMW Unternehmensbeteiligung

www.hmw.ag

fairvesta International GmbH

Konrad-Adenauer-Straße 15

72072 Tübingen

Tel: +49 (0)7071 36 65-100

Fax: +49 (0)7071 36 65-77

E-Mail: info@fairvesta.de

www.fairvesta.de

MIG Fonds 13 HMW Unternehmensbeteiligung

Private Placement DPF

Dresden

Hofmann Finanz

Nachrangiges, festverzinsliches

Darlehen für

ein Seniorenzentrum

der DPF in Dresden

www.hmw.ag

www.hofmann-finanz.de

International Private Equity II König & Cie. Dachfonds www.emissionshaus.com

RWB Global Market Fonds -

International V

RWB

Private-Equity-Dachfonds

18

BeteiligungsReport 3 2013


RWB Global Market Fonds -

Secondary V

RWB

Secondary Zielfonds und

Zweitmarktanteile an

Private Equity Zielfonds

www.rwb-ag.de

RWB Special Market Fonds

Asia II

RWB

Private Equity Zielfonds

mit Investitionsschwerpunkt

in Asien

WealthCap Private Equity

17/18

WealthCap

Private Unternehmensbeteiligungen

mit

Schwerpunkt Europa

www.wealthcap.com

Energie

Hydro Power Invest IV

schließt zum 31.08.2013

Aquila Capital

5 Wasserkraftwerke in

der Türkei

www.aquila-capital.de

Solarinvest VII Aquila Capital Photovoltaikanlage in

Frankreich

www.aquila-capital.de

CFB-Fonds 180 Solar -

Deutschland V

CFB

8 Photovoltaikkraftwerke

www.cfb-fonds.com

Aktuelles Beteiligungsangebot:

Bamboo Energy 1 (Platzierung

bis zum 30. September 2013)

Clean Planet GmbH

Erzeugung erneuerbarer

Bioenergie

SunCollect Vario Fonds Collector AG Solar, Biogas, Geothermie

Contrium 6 - Windkraft aus

der Eifel

Contrium Cleantech

Management GmbH

Windkraftanlage in

Lauperath in der Eifel

ConTrust Energie-Fonds 3. KG ConTrust GmbH Ethische Energie

Investments

www.clean-planet.de

www.collector-ag.com

www.contriumcleantech.de

www.contrust-munich.de

Fondsname:

UDI Green Building I FrankenCampus

Initiator:

UDI Green Building Fonds I

FrankenCampus GmbH & Co. KG

Projektanleihe Solar

German Pellets Genussrechte

GmbH

geplant: ab Herbst einen weiteren

Windpark in Bayern mit

fünf Windenergieanlagen

demark I abakus

Finanzhaus AG

German Pellets Genussrechte

GmbH

Green City Energy

Anlage in konkrete

Solarparks

Genussrechte

Beteiligung an fünf

Windenergieanlagen

in Bayern

Wasserkraft Frankreich Green City Energy Wasserkraftwerke in

Frankreich

Sweden WoodEnergy 1 (Platzierung

bis 31.12.2013)

Green Investors AG

Holzheizwerke in

Schweden

www.demark.de

www.german-pellets.de

www.greencity-energy.de

www.greencity-energy.de

www.green-investors.de

Solarfonds Deutschland 3 GSI Fonds 8 deutsche Solarparks www.gsi-fonds.de

InfraClass Energy 8 KGAL Windkraft-Portfolio in

Deutschland

www.kgal.de

Investitionsgegenstand:

Die Fondsgesellschaft investiert in eine grüne

Büroimmobilie, zentral gelegen in Nürnberg,

Frankenstraße 148. Das Green Building

entspricht nach Fertigstellung den Nachhaltigkeitsstandards

des DGNB (Zertifikat der

Klasse Gold) und wird an Dritte vermietet.

Geplante Fertigstellung: bis spätestens

31.3.2014; Vermietungsstand per 15.7.2013:

80 Prozent. Zudem wird die Erstvermietung

der entstehenden Gebäudeflächen garantiert.

Lacuna Windpark Töpen Lacuna Windpark in der

Gemeinde Töpen

(Bayern)

Frankreich-Windfonds Leonidas

XIV

Frankreich-Windfonds Leonidas

XV

Leonidas Associates

GmbH

Leonidas Associates

GmbH

Windkraftanlagen in

Frankreich

Windkraftanlagen in

Frankreich

Solar Deutschland VII LHI Leasing 2 Solarparks Deutschland

LCF Photovoltaik Deutschland Luana Capital 13 Photovoltaikanlagen

in Deutschland

Natcap Agrarbetrieb Nature Capital GmbH deutsche und europäische

Ackerflächen und

Agrarbetriebe

www.lacuna.de

www.leonid-as.com

www.leonid-as.com

www.lhi.de

www.luana-capital.com

www.naturecapital.com

Geplante Fondslaufzeit:

bis 31.12.2025

Mindestanlagesumme:

5.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio

Eigenkapital:

7.700.000 Euro

Prognostizierte Gesamtausschüttung:

205,86 Prozent

Solarenergie 3 Deutschland Neitzel & Cie. Photovoltaik-Anlagen www.neitzel-cie.de

Nordic Oil USA 3 Nordic Oil Erdöl- und Erdgasbohrungen

in den USA

www.nordic-oil.de

POC Growth 4 POC Öl & Gas in Kanada www.proven-oil-canada.de

Pure Forest 01 Pure Blue GmbH nachhaltiger Waldfonds

BaumInvest 3 Querdenker GmbH ökologische Forstwirtschaft

RE03 Windenergie Finnland reconcept invest Windparks im windreichen

Finnland

www.pure-blue.de

www.querdenker-gmbh.de

www.reconcept.de

RE04 Wasserkraft Kanada reconcept invest Wasserkraft in Kanada www.reconcept.de

Kontakt zum Initiator:

UDI Beratungsgesellschaft mbH

Lina-Ammon-Straße 30

90329 Nürnberg

Tel: +49 (0)911 92 90 55-0

Fax: +49 (0)911 92 90 55-5

E-Mail: info@udi.de

www.udi.de

BeteiligungsReport 3 2013 19


20

Aktuelles Beteiligungsangebot

Fondsname:

18. INP Deutsche Pflege Aalen

Initiator:

INP Holding AG

Investitionsgegenstand:

Investitionsgegenstand ist eine moderne

stationäre Pflegeeinrichtung mit 131 Pflegeplätzen

in Aalen (Baden-Württemberg). Betreiber

ist die Kursana Care GmbH mit Sitz in Berlin.

Über die Nutzung der Immobilie als Pflegeeinrichtung

hinaus befinden sich im Erdgeschoss

des Gebäudes ein Sportfachgeschäft

und ein Telekommunikationsunternehmen.

Geplante Fondslaufzeit:

Bis zum 31. März 2027

Mindestanlagesumme:

10.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio

Eigenkapital:

Rund 6,5 Millionen Euro

Prognostizierte Gesamtausschüttung:

Rund 211,7 Prozent

Kontakt zum Initiator:

INP Holding AG

Englische Planke 2

20459 Hamburg

Tel: +49 (0)40 44 14 00 90

Fax: +49 (0)40 44 14 00 92 00

E-Mail: info@inp-invest.de

www.inp-invest.de

BeteiligungsReport 3 2013

einem Gesamt-EK-Emissionsvolumen von

über 1,1 Milliarden Euro. Das kann sich

sehen lassen.

Man darf nun auf die Zahlen des 3.Quartals

gespannt sein, ob der Trend sich fortsetzt

oder ob die Neuemissionen noch

Übergangskonzepte für Altfonds sichern

sollten. Dafür sprechen die erwarteten

längeren Genehmigungsfristen für AIF

(Alternativ Investment Fund) nach dem

22.07. Dagegen spricht, dass zahlreiche

neue Konzepte über Service-Kapitalverwaltungsgesellschaften

(Service-KVGs)

und Master–KVGs in der Pipeline sind.

Neben bestehenden Dienstleistern wie

Hansa-Invest stehen in diesem Segment

auch neue Marktteilnehmer in den Startlöchern.

Einer dieser Dienstleister ist die

Deutsche SachCapital aus dem Umfeld

der MPC. Die Geschäftsführung hat der

erfahrene und branchenbekannte Alexander

Betz übernommen. Wenn man mit

ihm spricht, vermittelt er einem, dass das

Modell der Service-KVGs ein durchaus

gangbarer Weg für viele kleine und assetkundige

Emissionshäuser sein kann. Die

klare Aufteilung zwischen Verwaltungskompetenz

bei der KVG und der Assetkompetenz

mit der Bereitschaft, sich einer

gesetzlich geforderten Kontrolle zu

unterwerfen, ist das Erfolgsgeheimnis

dieser Symbiose. Über erste Erfahrungen

werden wir im nächsten BeteiligungsReport,

der Anfang November erscheinen

wird, berichten.

Stichwort 34 f

Wie geht es den Finanzdienstleistern mit

dem § 34 f der Gewerbeordnung? Wie

zu erwarten, warteten viele Vertriebe

wirklich bis zum letzten Moment. Die

Genehmigungsbehörden kamen dem Ansturm

aber nicht hinterher, so dass der

Gesetzgeber zwar an der Beantragung

für eine Übergangsregelung der alten Hasen

zur Jahresmitte 2013 festhielt, aber

die Bestätigung bis zum Jahresende verlängerte.

Zum Stichtag 31. Juli sind nun

knapp über 30.000 Finanzdienstleister

in diesem Marktsegment registriert, wovon

über 8.000 auch geschlossene Fonds

und über 4.000 sonstige Beteiligungen

vermitteln dürfen. Aus gut unterrichteten

Behörden ist aber von mehr als doppelt

so vielen Anträgen im Genehmigungsstau

die Rede. Wir dürfen also mit wesentlich

mehr Finanzdienstleisterregistierungen bis

Jahresende rechnen.

Teilweise kommt es zu skurilen Antragsfaupax.

So soll ein Bezirksleiter einer

Versicherung jahrelang bei den beaufsichtigenden

Gewerbeämtern für seinen

§ 34 c Negativerklärungen abgegeben

haben, um sich die WP-Prüfungen nach

Makler- und Bauträgerverordnung zu ersparen.

Nun wollte dieser sich die Alte-

Hasen-Regelung retten und ließ diese

kurzfristig 2013 nachholen. Problem nur:

Er hatte seine Prüfpflicht die letzten Jahre

nicht erfüllt. Man hört in solchen Fällen

nicht selten von Bußgeldern in Höhe von

3.000 Euro und mehr. Das Lernen und

das Ablegen der Sachkundeprüfung wäre

hier wahrscheinlich der einfachere Weg

gewesen.

Apropos Sachkundeprüfung: Keiner braucht

– wenn er Sachkunde besitzt – davor Angst

zu haben. Die bisher durchgeführten Prüfungen

brachten Bestehensquoten von

weit über 50 Prozent. In der mündlichen

Prüfung soll bisher noch gar keiner durchgefallen

sein. Das liegt sicherlich auch daran,

dass die veröffentlichten Fallbeispiele

für die mündliche Prüfung ausnahmslos aus

dem Segment Investmentfonds sind, man

sich aber gut vorbereiten kann! Auch die

Prüfungsausschüsse sind noch in der Sondierungsphase,

werden aber sicherlich in

Kürze eingespielt sein. Da der Autor in einem

solchen Prüfungsausschuss sitzt, hat er

selbst bei einem Vorbereitungskurs für Prüfer

teilgenommen und diese Informationen

mitgebracht.

Stimmen der Sachwertbranche

Was wird nun aus der Branche? Nach

Monaten hochgradiger Depression hat

man das Gefühl, dass die Anbieter den

Silberstreifen am Horizont sehen. Bei unserem

Marktüberblick sprach der BeteiligungsReport

mit zahlreichen Anbietern

und Vertrieben. Und die Redaktion machte

eine intensive Presserecherche.


Infrastructure 2 European

Hydropower Income

Shedlin Capital AG

Wasserkraftwerk in der

Türkei

www.shedlin.de

Limited Partnership IX Texxol Öl- und Gasquellen www.texxol.de

UDI Energie Festzins VI

UDI UmweltDirektInvest

Beratungs GmbH

Festzins-Anlage

www.udi.de

UDI Green Building Fonds I

UDI UmweltDirektInvest

Beratungs GmbH

Geschlossener Fonds

www.udi.de

Ökoenergie-Umweltfonds 1 Ventafonds Kunststoffverölungsanlage

www.ventafonds.de

Wald : Energie III

Wald:Energie Verwaltungs

GmbH

Energie-Holz

www.wald-energie.eu

WEL Fonds WEL Investitionen in d.

Bereich Energie und

Umwelt

www.wel-fonds.de

Flugzeuge

SkyClass 58 KGAL bis zu 12 Flugzeuge

der Typen A319 und

A320

www.kgal.de

A380 Singapore Airlines Lloyd Fonds Airbus A380 www.lloydfonds.de

Wealth Cap Aircraft 26 Wealth Cap Airbus A380 www.wealthcap.com

Aktuelles Beteiligungsangebot:

Fondsname: Paribus Rail Portfolio III

(Paribus Rail Portfolio III GmbH & Co. KG)

Initiator: Paribus Capital GmbH

Portfolio

BVT Top Select Fund - Folgefonds

für Herbst 2013 geplant

AGP Advisor Global Partner IV

Vermögensstr. 101 Concentio

2012/2013

BVT Dachfonds www.bvt.de

Deutsche Finance

Group

DFH

institutionelle Zielfonds

(Immobilien, Private

Equity Real Estate,

Infrastruktur)

Anlage-Mix, IC, S, EE,

F, PE

DSP Realwertanleihe I Dr. Peters Group Inhaberschuldverschreibung

Anspar Flex Fonds 3 Flex Fonds Immobilien, Öl &

Gas, Photovoltaik,

Edelmetalle

MAP Green Steiner & Company Portfolio in nachhaltige

Werte

www.deutsche-finance.de

www.deutsche-fonds-holding.

de

www.dr-peters.de

www.flex-fonds.de

www.steiner-company.de

Multi Asset Portfolio 3 Steiner & Company Portfolioinvestitionen www.steiner-company.de

Investitionsgegenstand: Mittelbare Investition

in Lokomotiven für den Personen- und Güterverkehr

sowie Triebwagenzüge und Zugeinheiten

inkl. Waggons für den Personenverkehr bei

Auswahl energieeffizienter Fahrzeuge für langfristig

gute Vermietungschancen vorgesehen.

Der Portfolioansatz zeichnet sich durch eine

diversifizierte Fahrzeugflotte aus mindestens

drei Fahrzeugklassen, die jeweils hinsichtlich der

Merkmale Fahrzeug-, Nutzungs- und Verkehrsart

sowie Antrieb und Leistung übereinstimmen, aus.

Geplante Fondslaufzeit: bis 31.12.2025

Mindestanlagesumme:

10.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio

Sonstige

Games Portfolio 2 Altaris Online- und mobile-

Spiele

Vorankündigung Lombard-

Classic 3

GSI Lokomotivenfonds 1

Fidentum

GSI Fonds GmbH &

Co. KG

Beleihung hochwertiger

Pfandgüter

fabrikneue Dieselloks

GSP II Edelmetalle L'or capital fine art Erwerb von Gold,

Silber und Platin in

Barrenform

Paribus Rail Portfolio III

GmbH & Co. KG

Paribus Rail Portfolio

III

Vertriebsstart voraussichtlich

Ende 2.

Quartal 2013

Train Direkt Steiner & Company Direktinvestment

Eisenbahnwaggon

Train Performer Steiner & Company Portfolio aus Eisenbahninvestitionsgütern

Sworn Mobilfunkinfrastruktur

II

Dritte Cleantech Infrastrukturfonds

- CTI 8

Sworn Capital

ThomasLloyd

Funkmasten in den

USA

Erneuerbare-Energien-

Infrastruktur

www.altaris-fonds.de

www.fidentum.de

www.gsi-fonds.de

www.lor-ag.com

www.paribus.eu

www.steiner-company.de

www.steiner-company.de

www.sworn-capital.com

www.thomas-lloyd.de

Eigenkapital: Rund 30 Millionen Euro

zzgl. Agio (kann um bis zu 30 Millionen Euro auf

bis zu rund 60 Millionen Euro erhöht werden)

Prognostizierte Gesamtausschüttung:

Rund 173,0 Prozent vor Steuern ohne Agio

(Beispielhafter Gesamtmittelrückfluss

für ein unverbindliches Beispielportfolio)

Kontakt zum Initiator:

Paribus Capital GmbH

Palmaille 33

22767 Hamburg

Tel: +49 (0)40 88 88 00 6-88

Fax: +49 (0)40 88 88 00 6-99

E-Mail: vertrieb@paribus.eu

www.paribus-capital.de

BeteiligungsReport 3 2013 21


Allgemeines

Oliver Porr, Geschäftsführer des LHI und

Vorstandsvorsitzender des Branchenverbandes

bsi, erwartet durch die neuen

gesetzlichen Anforderungen eine Professionalisierung

des Vertriebes. Damit

hat er natürlich recht, denn ohne eine

qualifizierte Beratung kann die gestiegene

Produktqualität nicht auf die Straße

gebracht werden. Überraschend sind die

deutlichen Bekenntnisse zum KG-Modell

im Retailbereich. Sowohl Gabriele Volz

von der WealthCap als auch Thomas

Hartauer, Vorstand der Lacuna AG oder

Wolfgang Dippold von der Projekt Investment

Gruppe in Bamberg , alle bestätigen

in Interviews, dass sie den Weg der

Autor:

Edmund Pelikan

Herausgeber

BeteiligungsReport

Weitere Informationen bei:

epk media GmbH & Co. KG

Altstadt 296

84028 Landshut

Tel: +49 (0)871 43 06 33-0

Fax: +49 (0)871 43 06 33-11

E-Mail: info@epk24.de

www.epk24.de

Sachwertfonds in der jetzt gefundenen

Rechtsform der KG als Anlageinstrument

beibehalten, wenn nicht sogar stärken

wollen. Aber nicht nur bei Projekten im

Inland sind die KG-Modelle weiterhin

beliebt. Ebenso plant Stephan Groht für

sein Haus elbfonds in Hamburg Ende des

Jahres 2013 zwei neue Sachwertfonds

als geschlossene AIF zu emittieren. Diese

Neuemissionen werden wieder die Investitionsschwerpunkte

Windenergie und Handelsimmobilien

im Nachbarland Polen haben.

Die Liste an Zitaten und geplanten

neuen Fonds könnte man noch endlos

fortsetzen, was angesichts der unsicheren

Stimmung im Frühjahr 2013 fast schon

eine Überraschung ist.

Der Branchenverband bsi kommentiert die

Lage anlässlich der Bekanntgabe der Zahlen

zum 2. Quartal 2013 noch etwas vorsichtiger:

„Die Vielzahl der offenen Fragen

zum Inkrafttreten des neuen Kapitalanlagesetzbuches

hat Anbieter und Vertrieb

auch im zweiten Quartal stark belastet.

Das stabile Ergebnis ist vor diesem Hintergrund

erfreulich, aber auch dem Sondereffekt

zum Stichtag des 22. Juli geschuldet“,

ordnet Eric Romba, Hauptgeschäftsführer

des bsi, das Ergebnis ein.

Effizienz gilt es dabei jedoch zu beachten,

da die neuen gesetzlichen Vorgaben zu-

sätzlich Kosten produzieren werden. Die

Hamburger Initiatoren Hesse Newman

und HEH haben den Kostendruck auf ihre

Art gelöst – sie gründeten gemeinsam

eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG)

und eine vereinigte Vertriebsgesellschaft.

Das ist aber nur bei Initiatoren mit sich

ergänzenden Produktpaletten möglich.

Mehr als gedacht streben eine eigene

KVG-Lösung an, um die Selbstständigkeit

zu erhalten.

Erstaunlich ist, dass sich wenige Anbieter

vom Markt verabschieden. Bei Häusern

wie Nordcapital und Premicon war

der Ausstieg aus dem Retailgeschäft

schon länger bekannt. Emissionshäuser

wie Chorus ziehen sich zunächst aus

dem Retailgeschäft zurück und konzentrieren

sich auf das Asset Management.

Ob solche Marktteilnehmer dann nochmal

in das Retail- und aktive Emissionsgeschäft

zurückkehren, erscheint mehr

als fraglich!

Zum Schluss bleibt festzuhalten: Sachwertanlagen

in Form von KG-Modellen

werden noch einige Zeit brauchen, um zu

alten Höhenflügen anzusetzen.Sachwertbezogene

Investmentvermögen werden

überleben und sind in Zeiten steigender

Inflation kombiniert mit Niedrigzinsen

wichtiger denn je! (red.)

22

BeteiligungsReport 3 2013


sachwertfonds

>

die Welt dreht sich weiter, und deshalb wird der BeteiligungsReport künftig statt den

Begriff „geschlossene Fonds“ stetig den Begriff „sachwertfonds“ verwenden. dazu

zählen die klassischen KG-Modelle und unternehmerischen Beteiligungen

wie auch künftig die im Kapitalmarktgesetzbuch definierten Investment-KGs. in den

assetklassen greift die Berichterstattung dabei die komplette Bandbreite von immobilien

und schiffen über energie und Flugzeuge bis hin zu spezialitäten und private equity auf.

Hoffentlich kommen auch nach der Regulierung spannende neue assetklassen hinzu.


sachwertfonds

„KAGB und Regulierung als große Chance“

>

Die Hamburger One Group ist einer der Shootingstars des ersten Platzierungshalbjahres

2013. Im Interview erläutert Thomas Ermel, Geschäftsführer der One Group, wie

das Unternehmen den Anforderungen des KAGB nach dem 22. Juli 2013 begegnet.

BeteiligungsReport ® : Herr Ermel, wird

es aus Ihrem Haus ein Produkt nach

dem 22.07.2013 geben?

Thomas Ermel: Ja. Wir werden 2014 die

stark nachgefragte Serie unserer ProReal

Deutschland Fonds konsequent weiterführen.

Dann natürlich in der Form eines vollregulierten

AIF, der allen Anforderungen

des KAGB entspricht. Alle entsprechenden

Maßnahmen zur Errichtung einer KVG

sind bereits weit vorangeschritten, und wir

planen die Aufnahme des Vertriebs im

April des kommenden Jahres. Für unseren

aktuellen Fonds gelten indes die Übergangsvorschriften

des KAGB.

BeteiligungsReport ® : Warum nutzen

Sie nicht die potenzielle Regulierungsfreiheit

eines Projektentwicklungsfonds,

die scheinbar nach dem letzten

Anwendungsschreiben durch die

BaFin möglich gewesen wäre?

Thomas Ermel: Wir sehen im nun geschaffenen

KAGB und in der einheitlichen

Regulierung von geschlossenen Fonds eine

Interviewpartner:

Thomas Ermel

Management Team,

One Group GmbH

Weitere Informationen bei:

One Group GmbH

Bernhard-Nocht-Straße 99

20359 Hamburg

Tel: +49 (0)40 28 41 02 52-0

Fax: +49 (0)40 28 41 02 52-9

E-Mail: info@onegroup.ag

www.onegroup.ag

Investition in München Bogenhausen, eine der Top-Lagen Münchens. Revitalisierung

eines Bürogebäudes, 167 Apartments entstehen, alle komplett möbliert.

große Chance für die gesamte Branche,

das verlorengegangene Vertrauen von Anlegern

wieder zurückzugewinnen. Es liegt

also an den Anbietern, diese Möglichkeit

auch zu nutzen. Ausnahmeregelungen

gleich welcher Art sind insofern für unser

Haus mittelfristig keine Alternative.

BeteiligungsReport ® : Wie gerade

erwähnt ist Ihr Spezialgebiet die Immobilien-Projektentwicklung.

Wie viel

Risiko steht dem Anleger bei einer äußerst

attraktiven Rendite von über 7,5

Prozent gegenüber?

Thomas Ermel: Wir haben in unserem

Verkaufsprospekt klar definierte Investitionskriterien

aufgestellt, nach denen wir

unsere Investitionen in Projektentwicklungen

tätigen. Wir fokussieren uns beispielsweise

ausschließlich auf bereits genehmigte

und sich in der Realisierung befindliche

Projekte. So schließen wir eine Vielzahl

von Risiken wie etwa Planungs- und Genehmigungsrisiken

grundsätzlich aus. Auch

Risiken des Leerstandes oder des Mietausfalls

fallen bei uns nicht an, da die Immobilienprojekte

bereits während der Bauphase

veräußert werden.

BeteiligungsReport ® : Sie setzen bei

Immobilien ausschließlich auf Wohnbau

in den Ballungszentren Deutschlands.

Sind Büroimmobilien oder Einzelhandelsflächen

nicht attraktiv genug?

Thomas Ermel: Wir konzentrierten uns

auf das, was wir können. Und das sind

Projektentwicklungen für Wohnimmobilien.

Hier sehen wir auch für die kommenden

Jahre enormes Potenzial. Sehen Sie

sich zum Beispiel München an: Bereits

heute fehlen dort 31.000 Wohnungen.

Bis 2025 wird für den Großraum München

ein Bevölkerungswachstum von

110.000 Einwohnern prognostiziert. Neuen

Wohnraum schaffen bleibt das zentrale

Thema der nächsten Zeit.

BeteiligungsReport ® : Die One Group

ist jüngst einen Verbund mit der ISA-

RIA Wohnbau AG eingegangen, einem

großen Projektentwickler in München.

Worin liegen die Vorteile?

Thomas Ermel: Durch den Verbund hat sich

die One Group eine am Markt einzigartige

Projektpipeline in München zusätzlich

sichern können. Dadurch schließen wir das

übliche Blind-Pool-Risiko aller Projektentwicklungsfonds

grundsätzlich aus. Durch die

neue Konzernzugehörigkeit wird zudem die

Immobilien- und Projektentwicklungskompetenz

nachhaltig erweitert.

Vielen Dank für das Gespräch!

24

BeteiligungsReport 3 2013


sachwertfonds

Reinvestition bei alternativen

Investmentfonds auf dem Prüfstand

>

Die neuen gesetzlichen Anforderungen stellen traditionelle Sichtweisen der Branche

in Frage. Während die hohe Diversifizierung für die Investmentbranche ein

Selbstverständnis darstellt, setzt der geschlossene Immobilienfonds in der Regel bisher

auf ein einziges Objekt. Der Gesetzgeber verlangt nicht nur hier ein Umdenken.

Mit der Diversifizierungsanforderung bei

alternativen Investmentfonds wird der

Blindpool salonfähig. Bürgt er deswegen

automatisch für Qualität? Keinesfalls.

Aber er ist auch nicht automatisch

schlecht. Entscheidend ist die Bereitschaft

des Emissionshauses, dem Asset Manager

sinnvolle, auch in schwierigen Marktphasen

funktionierende und vor allem klare

und enge Investitionskriterien aufzulegen.

Dann bietet der Blindpool Investitionssicherheit.

Bei Marktveränderungen ist er

sowieso im Vorteil, da er frühzeitig und

damit flexibler auf neue Anforderungen

reagieren kann.

Reinvestition ist oft nicht

möglich

Ein vergleichbares Thema ist die Möglichkeit

der Reinvestition im alternativen Investmentfonds.

Auch diese birgt Vor- und

Nachteile. Und auch hier ist ein Überdenken

alter Sichtweisen gefragt. Einige

Autor:

Wolfgang Dippold

Geschäftsführender Gesellschafter

der PROJECT Beteiligungen

GmbH

Weitere Informationen bei:

PB PROJECT Beteiligungen GmbH

Kirschäckerstraße 25

96052 Bamberg

Tel: +49 (0)951 9 17 90-0

Fax: +49 (0)951 9 17 90-222

E-Mail: info@project-investment.de

www.project-investment.de

Aspekte möchte ich anhand der Immobilienentwicklung

beleuchten, die kurze

Investitionszeiten und somit überhaupt

erst die Möglichkeit der Reinvestition ermöglicht.

Ein bestandshaltender Immobilienfonds

wird kaum reinvestieren – viel

zu lange sind die üblichen Haltezeiten bei

Immobilien. Bei Projektentwicklungen ist

das Kapital in der Regel zwischen zwei

und vier Jahren gebunden, weshalb sich

hier sehr wohl die Frage „Reinvestieren

– ja oder nein?“ stellt. Dagegen spricht,

dass der Investor sein Kapital bei nur einem

Investitionszyklus schneller zurückerhält

und wenn er denn möchte, gerne

wieder neu investieren kann. Dieser Ansatz

hat Tücken, da bei drei hintereinander

gezeichneten kurz laufenden Fonds

in einem Zeitraum von beispielsweise

zehn Jahren dreimal Erstkosten und Vertriebsprovisionen

anfallen. Bei einem

reinvestierenden Fonds gleicher Laufzeit

fallen diese Kosten nur einmal an. Die

mögliche Flexibilität, frühzeitig über das

Kapital zu verfügen, wird somit teuer

bezahlt. Unser Haus bietet aus diesem

Grund die Möglichkeit, nach dem fünften

Jahr bis zur Hälfte des Kapitals zu

entnehmen. So hat der Kunde Flexibilität

ohne mehrfache Anfangsgebühren.

Vorteile, wenn die Rahmenbedingungen

stimmen

Ist das Investitionskonzept deutlich von

den Schwankungen des Marktes abhängig,

wählt der Anleger, der mittelfristig

schwächere Märkte erwartet, vorzugsweise

nur einen Zyklus – erhofft er dagegen

weiter wachsende Märkte, wird

er sich vielmehr für ein reinvestierendes

Konzept entscheiden. Prognosen sind

aber nicht immer leicht. Hier sieht unser

Haus den Lösungsansatz, das Investitionskonzept

so weit wie möglich von

Marktschwankungen zu entkoppeln.

Dies funktioniert für uns durch die Wertschöpfung

aus Planung und Bau und

nicht aus der Wertsteigerung der Immobilie.

Vorteile entstehen darüber hinaus

durch unseren Verkauf an Eigennutzer,

der eine andere Unabhängigkeit von zu

erwartenden Preisveränderungen schafft.

In der Summe spricht für uns mehr für

die Reinvestition als dagegen: Wir sparen

dem Investor einen wesentlichen Teil der

Erstkosten und schaffen eine weit höhere

Diversifizierung als ohne. Während die

AIFM ab drei Objekten von Diversifizierung

spricht, sehen wir diese ab 15 Objekten.

Durch Reinvestitionen erreichen

viele unserer Fonds sogar eine Streuung

in 50 oder 60 Objekte und damit noch

mehr Stabilität. Diese ist und bleibt das

wichtigste Investitionskriterium.

BeteiligungsReport 3 2013 25


sachwertfonds

Dr. Lars Bernhard Schöne, LHI Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, im Interview

Berlin ist eine Investition wert

>

LHI gehört zu den renommiertesten Initiatorenhäusern in Deutschland. Deswegen ist das

Pullacher Emissionshaus auch 2013 für den Deutschen BeteiligungsPreis in der

Kategorie Managementseriosität nominiert. Rund 29 Publikumsfonds und 87 Private Placements

mit einem Fondsvolumen von 7,6 Milliarden Euro hat die LHI bis heute erfolgreich platziert.

Aktuell haben Anleger im Publikumsfondsbereich derzeit noch die Möglichkeit, sich am

Immobilienfonds Deutschland mit dem Mieter Technische Universität Berlin zu beteiligen.

Wir sprachen mit dem Geschäftsführer

der LHI Kapitalverwaltungsgesellschaft

Dr. Lars Bernhard Schöne über Berlin, den

aktuellen Fonds und die Planungen der

LHI für die neue Welt der Sachwertanlagen

nach der Regulierung.

BeteiligungsReport ® : Berlin ist derzeit

sehr gefragt für Immobilieninvestitionen.

Allein 2012 wurden zwei

Milliarden Euro in Immobilien gehandelt.

War das für Sie der Grund für

den Standort Berlin?

26

Herr Dr. Schöne: Die hohe Attraktivität

des Standorts Berlin ist unumstritten.

Entscheidend ist jedoch, dass wir uns das

Projekt schon vor dem Anziehen des Berliner

Marktes gesichert hatten. Wir sind

in 2011 in die laufende Projektentwicklung

eingestiegen, als das Projekt noch

18 Monate vor der Fertigstellung war.

Die LHI hat damit den Markt richtig anti-

Interviewpartner:

Dr. Ing. Lars Bernhard Schöne

Geschäftsführer LHI Kapitalverwaltungsgesellschaft

mbH

Weitere Informationen bei:

LHI Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH

Emil-Riedl-Weg 6

82049 Pullach im Isartal

Tel: +49 (0)89 51 20-1537

Fax: +49 (0)89 51 20-1537

E-Mail: l.schoene@lhi-kvg.de

www.lhi.de

BeteiligungsReport 3 2013

zipiert. Einzig das Baufertigstellungsrisiko

war zu übernehmen. Folglich haben wir

einen günstigen Ankaufspreis erzielen

können, der vor dem Hype und auf Basis

der fertigzustellenden Projektimmobilie

lag. Heute hat der Anleger mit dem

Immobilienfonds Deutschland eine qualitativ

hochwertige sowie langfristig vermietete

Immobilie. Im Sinne der Zeichner

war natürlich der zwanzigjährige Mietvertrag

mit der öffentlichen Hand für die

Ankaufsentscheidung immens wichtig.

BeteiligungsReport ® : Was ist der Reiz

an einem Mieter der öffentlichen Hand?

Herr Dr. Schöne: Besondere Bedeutung

gewinnt in diesen volatilen Zeiten die

Ausfallsicherheit des Mieters. Darüber

hinaus ist das Objekt aber auch in einer

exzellenten Lage inmitten des Universitätsviertels

in Charlottenburg. Auch große

Industrieunternehmen liegen visavis.

Technische Universität Berlin

BeteiligungsReport ® : Wie Sie schon

angesprochen haben, ist das Objekt

mittlerweile fertig gestellt.

Herr Dr. Schöne: Richtig. Im Übrigen vier

Wochen früher als geplant. Es ist für ein

Universitätsgebäude überaus hochwertig

ausgeführt. Natürlich nicht elitär, wie

man dies vielleicht bei amerikanischen

oder englischen Universitäten erwartet,

sondern spiegelt richtigerweise die deutsche

Sachlichkeit und Qualität wider.

BeteiligungsReport ® : LHI steht für

Qualität - auch im Management. Was

gehört dazu, eine Immobilie dann

auch erfolgreich zu verwalten?

Herr Dr. Schöne: Zunächst: wir haben in

ein Bauprojekt investiert. Und das hätten

wir nicht tun können, wenn wir nicht die

notwendige Baukompetenz im eigenen

Hause vorhalten würden. Zwingend gilt,


sachwertfonds

dass schon während der Bauphase jemand

die Investorenseite vertritt und das

Projekt technisch eng begleitet. Anschließend

beginnt die Phase des Gewährleistungs-

und Assetmanagements. Wichtig

für uns ist ebenso eine enge Mieterbindung

und hohe Mieterzufriedenheit.

BeteiligungsReport ® : Sie konnten einen

Triple-Net-Mietvertrag realisieren,

das heißt, für die Instandhaltung ist

der Mieter voll verantwortlich. Aber

trotzdem müssen Sie eng am Objekt

bleiben.

Herr Dr. Schöne: Ja, der Triple-Net-Mietvertrag

mit der TU Berlin schließt die Instandhaltung

sowie Instandsetzung des

gesamten Gebäudes einschließlich Dach

und Fach ein. Die Aufgabe eines aktiven

Assetmanagements bleibt jedoch die

Überprüfung der umgesetzten Maßnahmen

und die Einhaltung der vertraglichen

Verbindlichkeiten durch den Mieter. Im

Sinne unserer Investoren sind Maßnahmen,

die zum optimalen Werterhalt des

Objektes beitragen, gemeinsam mit dem

Mieter umzusetzen. Regelmäßig werden

deshalb auch Mietergespräche vor Ort

durchgeführt.

Herr Dr. Schöne: Das ist richtig. Stichtag

ist der 23. Juli. Da wir aber schon in der

Platzierung sind und das Objekt bereits

eingekauft ist, befinden wir uns mit dem

Fonds in der gesetzlich vorgegebenen

Übergangsregelung. Für die Zukunft

sind wir bereits optimal aufgestellt. Mit

einer eigenen Kapitalverwaltungsgesellschaft

können wir auch nach dem Stichtag

neue und KAGB-konforme Produkte

im Bereich Spezial-AIF oder Publikums-

AIF anbieten.

BeteiligungsReport ® : Geben Sie uns

einen kurzen Ausblick zum Schluss,

welche Art von Investition Sie nach

neuem Recht Privatkunden in Zukunft

anbieten können.

Herr Dr. Schöne: Die Bandbreite möglicher

Engagements bleibt in den nächsten

12 bis 24 Monaten groß. Potenziell

im Fokus bleiben Single-Tenant-Objekte

mit langlaufenden Mietverträgen. Oder

Multi-Tenant-Objekte, aber allesamt mit

bonitätsstarken Mietern in guten Lagen.

Im Assetmanagement sind wir bestens

aufgestellt, um auf mögliche notwendige

Veränderungen proaktiv reagieren zu

können. Sicher ist: Wir werden neue Produkte

auflegen. Wir prüfen derzeit, ob

wir bis zum Ende des Jahres noch ein Publikumsprodukt

umsetzen werden. Aber

die Maxime unseres Hauses bleibt immer

Qualität vor Quantität. Und deshalb

werden wir nur Produkte auf den Markt

bringen, von denen wir absolut überzeugt

sind und die den hohen LHI-Qualitätsstandards

entsprechen.

Vielen Dank für das Gespräch und die

Einblicke!

BeteiligungsReport ® : Wer sind dann

später typische Käufer von solchen

Projekten?

Herr Dr. Schöne: Ein solch langlaufender

Mietvertrag mit der öffentlichen Hand in

unserer Hauptstadt ist natürlich ein Volltreffer

für jeden Investor. Heute gibt es ja

kaum noch Mieter, die sich über 15 oder

gar 20 Jahre binden. Die Liste der potenziellen

Käufer wird folglich lang sein:

Versicherungen, Pensionskassen, Unternehmen

oder Institutionelle, die natürlich

auch an langfristigen und sicheren Mietverträgen

Interesse haben.

BeteiligungsReport ® : Die Regulierung

nach dem KAGB steht nun an.

Sie haben sich aber das Projekt und

damit den Fonds soweit sichern können,

dass der Vertrieb nahtlos weitergehen

kann.

BeteiligungsReport 3 2013 27


sachwertfonds

GSI Lokomotivenfonds 1

Zugkraft für das Portfolio

>

Grundlage unserer Wirtschaft und der Gesellschaft ist und bleibt die Mobilität. Sie ist

zentrale Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung und Teilhabe des

Einzelnen am gesellschaftlichen Leben. Dabei spielt der Schienenverkehr eine besondere Rolle.

In Deutschland gehört dieser heute mit zu den wichtigsten Verkehrsmitteln der Menschen.

28

Laut Berechnungen der Deutschen Bahn

AG werden durch die Nutzung der Bahn

Deutschlands Straßen jeden Tag um fünf

Millionen Autofahrer entlastet. Zusätzlich

werden durch den Schienengüterverkehr

der Deutschen Bahn AG pro Tag etwa

100.000 LKW-Fahrten eingespart.

Autor:

Gerhard Krall

Gesellschafter-Geschäftsführer

der GSI Fonds GmbH & Co. KG

Weitere Informationen bei:

GSI Fonds GmbH & Co. KG

Planegger Straße 23 b

82166 Gräfelfing

Tel: +49 (0)89 8 58 36 38-0

Fax: +49 (0)89 8 58 36 38-26

E-Mail: info@gsi-fonds.de

www.gsi-fonds.de

BeteiligungsReport 3 2013

Gerade bei großen, bündelungsfähigen

Warenströmen hat der Schienengüterverkehr

gegenüber dem LKW große Vorteile,

da die Bahn über eine größere Transportkapazität

verfügt. Durch die enormen Infrastrukturmaßnahmen,

die sowohl der

Staat als auch Großunternehmen – wie die

Deutsche Bahn AG – schultern müssen,

besteht immer mehr auch für Privatinvestoren

die Möglichkeit, an diesem interessanten

Investitionsmarkt zu partizipieren.

Die GSI hat nun einen Lokomotivenfonds

konzipiert, der sich auf vielseitig einsetzbare,

fabrikneue Dieselloks konzentriert, verbunden

mit einer vertraglich gesicherten

Erstvermietung an eines der größten und

bonitätsstärksten Eisenbahnunternehmen

Europas der Deutschen Bahn AG.

Lokomotiven als Anlagegüter zeichnen

sich durch extreme Langlebigkeit aus. Gebrauchsdauern

von 40 bis 50 Jahren sind

bei Loks keine Seltenheit. Diese langen

Zeiträume, in denen sie benutzt werden

können, sorgen auch für eine hohe Wertstabilität.

Insbesondere gilt dies bei Dieselloks,

die flexibel nicht nur auf elektrifizierten

Strecken eingesetzt werden können

und damit auf 100 Prozent des deutschen

Schienenweges. Die Effizienz und Umweltfreundlichkeit

von Zügen speziell im

Güterverkehr ist seit Langem bekannt. Für

die Lokomotiven des Fondsportfolios ist

die Ausstattung mit Rußpartikelfiltern vorgesehen,

die in Europa derzeit noch nicht

Standard sind.

Der Investitionsgegenstand

Im Fondsportfolio werden sich ausschließlich

Diesellokomotiven befinden. Hersteller

und Verkäufer der Loks ist die Voith

Turbo Lokomotivtechnik (Voith), ein Tochterunternehmen

des weltweit agierenden

Technologiekonzerns Voith GmbH. Als

Zulieferer im Schienenverkehrsbereich

hat Voith bereits eine über 80jährige Geschichte.

Die VTLT baut seit 2006 komplette

Lokomotiven am Standort Kiel.

Der Fonds beabsichtigt, maximal 19 fabrikneue

Lokomotiven in zwei Tranchen zu

erwerben. Die Voith Gravita 10 BB und

ihre größere Schwester, die Gravita 15L

BB, sind sogenannte Plattform-Rahmenlokomotiven

mit Mittelführerhaus. Letztere

ist eine typische Universallokomotive, die

aufgrund ihrer Ausstattungsmerkmale sowohl

im Regionalverkehr als auch im Rangierbereich

vielseitig eingesetzt werden

kann. Die kleinere Gravita 10 BB kann

ebenfalls sowohl als Strecken- als auch als

Rangiereinheit Verwendung finden.


saCHWeRtFonds

die assetmanagerin

das assetmanagement übernimmt die

KlM Kieler lokomotiv Management

gmbH (KlM), ein neugegründetes gemeinschaftsunternehmen

aus der gsi

Fonds gmbH & Co. Kg und der dr. Wegner

& Co. gmbH. die gsi ist mit 81,5

prozent und die dr. Wegner mit 18,5 prozent

der gesellschaftsanteile an der KlM

beteiligt. die dr. Wegner & Co. gmbH

mit ihrem sitz in Hamburg ist seit Jahren

auf dem gebiet der unternehmens- und

strategieberatung unter anderem im

schienenverkehrsbereich tätig. geleitet

wird die KlM – ergänzt durch die Beiratstätigkeit

von Voith – durch eine im

eisenbahnverkehr langjährig erfahrene

geschäftsführung. die gsi wird das assetmanagement

aus sicht des Fonds eng

begleiten. das assetmanagement wird in

allen phasen der lokomotiven tätig: beim

erwerb, der Vermietung, im laufenden Betrieb

und bei der Veräußerung.

das Konzept

die gesamtinvestition liegt bei rund 43,38

Millionen euro, wovon circa 17,43 Millionen

euro als eigenkapital von anlegern

eingeworben werden. Zeichnungen sind

ab 10.000 euro möglich. ein agio wird

nicht erhoben. die verbleibenden 25,95

Millionen euro werden als darlehen bei

der uniCredit und der KfW dargestellt. allein

die gsi gesellschafterin M.M.Warburg

hat eine platzierungsgarantie für die erste

tranche von 5,5 Millionen euro übernommen,

die von gsi Fonds nochmals um

1,385 Millionen euro aufgestockt wurde.

Bis ins Jahr 2028 geht man bei einem prospektgemäßen

Verlauf von einer gesamtausschüttung

von über 181 prozent aus.

die jährlich prognostizierten ausschüttungen

steigern sich von sechs prozent ab

01. Juni 2014 auf zehn prozent. anleger,

die vor dem 01. Mai 2014 ihre einlage

zahlen, erhalten eine zeitanteilige Vorabvergütung

in Höhe von drei prozent.

die einkünfte der Beteiligungsgesellschaft

werden aufgrund der schweizer Betriebsstätte

in der schweiz versteuert. diese

schweizer einkünfte unterliegen beim anleger

in deutschland lediglich dem progressionsvorbehalt.

sie erzielen originär

gewerbliche einkünfte. die gesamtsteuerbelastung

in der schweiz liegt bei lediglich

circa 12 prozent basierend auf der

heutigen Rechtslage. Konzeptionsgemäß

kommt es zu keiner weiteren direkten Besteuerung

mehr in deutschland.

Fazit

die gsi ist davon überzeugt, mit diesem

Fonds neue Maßstäbe im segment „Rail“

gesetzt zu haben. Mit dem erstmieter

deutsche Bahn ag besitzt der Fonds

ein alleinstellungsmerkmal. Zusammenfassend

besticht der Fonds durch eine

Kombination aus modernster technik,

umweltfreundlichkeit bei hoher Wertstabilität

und Rendite.

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BeteiligungsRepoRt 3 2013 29


sachwertfonds

Pressemitteilung der fairvesta Group vom 01.08.2013

fairvesta einer der größten Player für

Einzelhandelsimmobilien in Deutschland

>

Das Tübinger Immobilien- und Beteiligungsunternehmen fairvesta hat sich zu einem der

größten Marktteilnehmer für Einzelhandelsimmobilien in Deutschland entwickelt. Derzeit

sind über 106 Objekte mit einem Verkehrswert von mehr als 300 Millionen Euro im Bestand.

fairvesta ist einer der führenden Anbieter

für geschlossene Fonds und Sachwertanlagen

in Deutschland. Doch auch

in der Immobilienbranche hat sich das

Unternehmen mittlerweile als großer

Player etabliert. Aktuell verfügt fairvesta

über ein Asset under Management von

mehr als 800 Millionen Euro - alles schulden-

und lastenfreie Immobilien. Diese

gliedern sich in wohnwirtschaftliche Immobilien,

Wohn- und Geschäftshäuser

und Bürogebäude an den so genannten

Top10-Standorten wie z.B. München und

Berlin sowie Einzelhandelsimmobilien.

30

Autor:

Jan Olaf Hansen

Leiter Marketing & PR

fairvesta Holding AG

Weitere Informationen bei:

fairvesta International GmbH

Konrad-Adenauer-Straße 15

72072 Tübingen

Tel +49 (0)7071 3665-100

Fax: +49 (0)7071 3665-77

E-Mail: info@fairvesta.de

www.fairvesta.de

BeteiligungsReport 3 2013

Die Gesellschafter bzw. Anleger der

fairvesta-Fonds sind derzeit Eigentümer

von 106 bundesweit gestreuten Einzelhandelsimmobilien

mit einem aktuellen

Verkehrswert von mehr als 300 Millionen

Euro. Die Gesamtvermietungsfläche

beläuft sich auf rund 256.000 Quadratmeter.

Zu den bonitätsstarken Mietern

zählen Traditionsmarken und Branchengrößen

wie z.B. Aldi, Edeka, Lidl, Norma,

Netto, REWE, NKD, KIK und Deichmann.

Immer mehr Anbieter von Finanzprodukten

setzen auf Handelsimmobilien. Nach

Angaben von Jones Lang LaSalle erreichen

die Kaufpreise in Spitzenlagen das

21-Fache der Jahresmiete. „Nachhaltige

Renditen lassen sich nur anhand klarer

Investitionskriterien erzielen. Im Einkauf

liegt nach wie vor der Gewinn“, kommentiert

Otmar Knoll, Leiter des Immobilien-

Asset-Managements, diese Entwicklung.

Insgesamt lässt sich ein Anstieg der Mieten

– von Mitte 2012 bis Mitte 2013 - um

durchschnittlich 4,2 Prozent feststellen.

Bezieht man auch B- und C-Lagen mit ein,

beträgt der Zuwachs noch 2,4 Prozent.

Das steigert auch die laufenden Mieteinnahmen

der Objekte von fairvesta.

Daher soll das Segment der Einzelhandelsobjekte

in Zukunft noch weiter ausgebaut

werden. Erst vor Kurzem konnte

fairvesta ein weiteres attraktives Portfolio

mit Einzelhandelsimmobilien von einem

institutionellen Verkäufer erwerben.

fairvesta plant, bis zum Jahresende weitere

ca. 50 Einzelhandelsobjekte zuzukaufen.

Gleichzeitig sorgt die Attraktivität

des Immobilienmarktes für mehr

Verkäufe. „Von Investoren werden nicht

nur einzelne Objekte, sondern vermehrt

auch ganze Portfolios abgekauft. Wir

merken, dass immer mehr Unternehmen

der Immobilienbranche fairvesta als lukrative

Quelle von Qualitäts- und Renditeimmobilien

wahrnehmen und sich die

durchschnittliche Haltedauer – also die

Zeit zwischen An- und Weiterverkauf –

deutlich verkürzt. Das sorgt für eine hohe

Rendite für unsere Anleger. Deren Zufriedenheit

ist der beste Beweis für unser

nachhaltiges Immobilienhandelskonzept,“

fasst Otmar Knoll zusammen.


strukturierte sachwertanlagen

>

Wichtig in der Berichterstattung des BeteiligungsReport ist der sachwertbezug. dieser

kann jedoch, inspiriert durch die Regulierung, in neuen Verpackungen an den anlagemarkt

gebracht werden. Zuallererst sind hier die Investment AG oder Sachwertanleihe zu

nennen. die scheinbar noch unregulierten Formen der Genussrechte beziehungsweise

Genussscheine werden ebenso aufgegriffen werden wie partiarische Darlehen oder

Sachwertanlagen im Versicherungsmantel. Hier wird insbesondere die Zeit zeigen, was

die Regulierung noch erfassen wird. und der BeteiligungsReport ist immer zeitnah dabei.


struk turierte sachwertanl agen

Immer mehr Emissionshäuser kommen mit klassischen Sachwertanleihen auf den Markt

Zeit für Anleihen

>

Festverzinsliches in der Sachwertwelt war bisher meist in Form von

Genussrechten in den Verkauf gelangt. Bekanntestes und auch umstrittensten

Beispiel sind diejenigen aus dem Hause Prokon. Jedoch liegen Welten zwischen

klassischen Inhaberschuldverschreibungen und Genussrechten.

32

Anleihen in Form von Inhaberschuldverschreibungen

sind voll regulierte, stark

kontrollierte und seit Jahren etablierte

festverzinsliche Wertpapiere. Sie sind

nicht unternehmensgewinnabhängig und

müssen den Nominalzins zum vereinbarten

Zeitpunkt bezahlen. Wenn dies nicht

geschieht, wird die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

tätig. Und:

Am Ende der Laufzeit muss das Geld zu

100 Prozent an den Anleger zurückgezahlt

werden.

Komplett risikolos sind die Papiere deshalb

nicht. Sie sind von der Bonität des

Unternehmens beziehungsweise des

Emittenten abhängig. Kürzlich haben das

Privatanleger schmerzhaft bei griechischen

Staatsanleihen erfahren, die nach

dem Schuldenschnitt zum einen einen

Teil des Anlagekapitals verloren, zum anderen

sich zwangsweise auf verschiedene

längere Laufzeiten einlassen mussten.

BeteiligungsReport 3 2013

Ein privatwirtschaftlicher Emittent würde

meist allein schon durch das verloren gegangene

Vertrauen als Persona non grata

für künftige Anleger gelten oder sogar Insolvenz

anmelden müssen.

Experten gehen heute immer mehr davon

aus, dass der Markt der Unternehmensanleihen

mit Sachwertbezug stark steigen

wird. Durch die Regulierung des Marktes

der geschlossenen Fonds durch das Kapitalanlagegesetz

ist die Emission einer

Anleihe nur noch ein kleiner Schritt. Ein

weiterer Vorteil: Die Verkaufsprospekte

werden meist im Verhältnis zu Sachwertfonds

sogar dünner. Der entscheidende

Nachteil für die Initiatoren: Der Vertrieb

ist ausschließlich durch Banken, Maklerpools

mit KWG-Lizenz und Haftungsdächer

möglich. Damit ist der freie Vertrieb

bei dieser interessanten Produktvariante

außen vor! Welche Anleihevarianten gibt

es nun?

Projektanleihe

Zum einen ist es die Projektanleihe. Hier

steht ein konkretes Sachwertprojekt im

Vordergrund. Dabei sollte die Photovoltaikanlage

oder die Immobilie über einen

fest kalkulierbaren Cashflow verfügen.

Denn Emittent ist tatsächlich die Projektgesellschaft.

Fehlende Einnahmen können

also nicht durch andere Einkünfte ausgeglichen

werden.

Der Vorteil liegt hingegen in der absoluten

Transparenz. Eine Investition, die

meist im Vorfeld bereits feststeht, ist das

Ziel des Anlegerkapitals. Zwar ist meist

die Bank vorrangig, durch eine ausreichend

kalkulierte Liquiditätsreserve muss

schon viel passieren, um eine Projektanleihe

in Schieflage zu bringen.

Das Konzept der demark I abakus Finanzhaus

AG ist eines der ersten Anleihekonzepte

dieser Art. Eine Besonderheit


struk turierte sachwertanl agen

ist auch die kurze Laufzeit von nur fünf

Jahren. Karsten Mieth, Geschäftsführender

Gesellschafter, beschreibt den Unterschied

zur klassischen Unternehmensanleihe

so: „Bei einer Unternehmensanleihe

stellt man dem gesamten Unternehmen

Geld zur Verfügung oder sie ist Teil einer

Umfinanzierung. So können zum Beispiel

Expansionen, aber auch der übliche Geschäftsbetrieb

oder das Marketing finanziert

werden. Eine genaue Abgrenzung

auf ein konkretes Projekt ist nicht möglich

und auch nicht gewollt. Damit ist

eine Transparenz im Sinne des Anlegers

schwer darzustellen. Es ist ein Investment

in das Vertrauen zum Unternehmensmanagement

– und zur Ratingagentur.“

(Das vollständige Interview lesen

Sie auf den Seiten 34 und 35)

Portfolioanleihe

Konsequent weitergedacht ist hier das

Konzept eines Dachfonds. In das Portfolio

werden verschiedene Sachwertfonds in

einem breit diversifizierten Papier vereint.

Der Vorteil und zugleich das Risiko der

Anleihe ist, dass der Anleger voll auf die

Kompetenz des Managements setzt. Dieses

muss in der Lage sein, über die richtige

Auswahl der Zielfonds die Liquidität der

Zinszahlung und den Rückfluss zu gewährleisten.

Dazu sind ein exzellentes Netzwerk,

eine faire Konzeption und viel Erfahrung

notwendig. Eine gute Basis dafür ist,

vorab ein schlankes Gebührenkonzept zu

stricken. Das Management soll dann mit

gleichgerichteten Interessen am Ende einer

erfolgreichen Investmentphase mitverdienen.

Dies scheint bei einer der ersten Anleihen

in diesem Genre so zu sein.

maximal 20 Prozent in Zielinvestments des

Mutterhauses Dr. Peters fließen dürfen.

Die Anleger der Anleihe können selbst aus

verschiedenen Varianten wählen: Schwerpunkt

Immobilien, Mobilien oder Neue

Energien, wobei die Dr. Peters-Manager

jeweils 60 Prozent in den Schwerpunkt investieren

und 20 Prozent in die anderen

Assetklassen. Wenn ein Zeichner die ausgewogene

Variante wählt, verteilt das Management

das Kapital zu gleichen Teilen.

Auch hier ist die Laufzeit mit zehn Jahren

noch überschaubar. Die Ertragsaussichten

sind bei den Varianten unterschiedlich –

es werden aber etwa fünf Prozent plus

X in Aussicht gestellt. Der Clou ist die

tatsächlich schlanke Gebührenstruktur.

Von den 100 Prozent der Anlagesumme

zuzüglich 3 Prozent Agio fließen über 99

Prozent in die Assets.

Benjamin Kehr, Geschäftsführender Gesellschafter

der DS Portfolio Holding, ist

von seinem Konzept überzeugt: „Die DSP

Realwertanleihen I unterscheiden sich von

einer Dachfondskonstruktion durch ihre

sehr günstige Kostenstruktur, durch den

Anspruch auf einen festen Zinssatz (Abgeltungsteuer)

und durch die faktisch fehlende

Haftung des Anlegers. Daher sind die DSP

Realwertanleihen I unter anderem auch für

Stiftungen und Depot A-Anlagen geeignet.“

Institutionelle Anleihe

Die großen Volumina spielen derzeit die

institutionellen Unternehmensanleihen ein.

Einen Paukenschlag landete zum Beispiel

die Hamburger Reederei Rickmers mit ihrer

Unternehmensanleihe. Rund 175 Millionen

Euro konnte sie Anfang Juni 2013 am Kapitalmarkt

einsammeln. Das Schifffahrtsunternehmen

hatte bis zu 200 Millionen Euro

zu einem Zinssatz von knapp neun Prozent

aufnehmen wollen, wertete das Ergebnis

trotzdem als Erfolg vor allem in der krisengeschüttelten

Schifffahrtsbranche.

Die Gruppe um Alphatreu, Schweiz, wird

in Kürze eine Anleihe mit Ausrichtung der

Alpine-Strategie emittieren. In der Anleihe

kann der Kunde sich an Investitionen

der Wasserwirtschaft mit breiter Streuung

beteiligen. Kombiniert wird die Wasser-Investition

mit Strategien im Dax und

Dow Jones. Bei einer Laufzeit von 5 Jahren

und einer Auszahlung von jährlich 7

Prozent, zzgl. eines Abschlussbonus wird

eine nachhaltige Investition angeboten,

die durch Beimischung von Strategien auf

Handelssysteme verstärkt wird. Der Strategie-Mix

aus Sachwerten in Kombination

mit liquiden Werten wird hier konsequent

fortgeführt. Spannend allein schon

wegen der Investitionsmischung.

Weitere Anleihen mit Schwerpunkt Immobilien

und institutionelle Anleger sind

aus den Häusern Hahn in Bergisch Gladbach

und ZBI in Erlangen bekannt. Viele

der Konzepte werden gar nicht öffentlich,

weil sie mehr im Familiy & Friends

Prinzip bei wenigen Profianlegern platziert

werden.

Zahlreiche andere Anleihemodelle werden

auf den Markt kommen. Die Redaktion des

BeteiligungsReport wird den Markt weiter

beobachten.

ep (red.)

Die DS Portfolio Konzept GmbH ist eine

100-prozentige Tochter des Emissionshauses

Dr. Peters. Verantwortlich für das

Anleihenmodell sind die Geschäftsführer

Jan-Axel Nieswiodek, Benjamin Kehr und

Simon Kreuels. Das Management hat in

anderen Emissionshäusern bereits zahlreiche

Portfoliofonds konzipiert und verwaltet.

Sie nennen ihr aktuelles Produkt

Realwertanleihe. Aus rechtlicher Sicht ist

sie eine Namenschuldverschreibung, die in

Sachwertfonds investiert. Positiv ist, dass

BeteiligungsReport 3 2013 33


struk turierte sachwertanl agen

Interview mit Karsten Mieth, Vorstand der demark |abakus Finanzhaus AG

Emissionshaus abakus zeigt neuen

Weg für Sachwertanlagen

>

2012 wurde die demark|abakus Finanzhaus AG mit dem Deutschen BeteiligungsPreis

in der Kategorie Anlegerseriosität und Transparenz ausgezeichnet. Für den

BeteiligungsReport Anlass zu fragen, wie das erfolgreiche Emissionshaus den Weg in die

neue Welt nach der Regulierung durch das Kapitalanlagegesetzbuch und die AIFM-Richtlinie

findet. Die Antwort ist schon mal spannend: Projektanleihen heißt das Stichwort.

34

BeteiligungsReport ® : Herrn Mieth,

welche Vorteile bietet eine Projektanleihe?

Interviewpartner:

Karsten Mieth

Vorstand der demark │ abakus

Finanzhaus AG

Weitere Informationen bei:

demark │ abakus Finanzhaus AG

Luise-Ullrich-Straße 2

82031 Grünwald

Tel: +49 (0)89 680863-0

Fax: +49 (0)89 680863-33

E-Mail: kontakt@demark.de

www.demark.de

BeteiligungsReport 3 2013

Karsten Mieth: Im Unterschied zu anderen

Anleihearten finanziert eine Projektanleihe

– und damit der Anleger – ein

konkretes Sachwertprojekt. Bei uns sind

das z.B. klar definierte Photovoltaikanlagen.

Die Parks sind fertiggestellt und

liefern meist bereits seit Monaten feste

garantierte Einspeiseerlöse. Anders als

bei der KG-Beteiligung ist aber der Anleihezeichner

nicht dem täglichen Betreiberrisiko

unterworfen, sondern erhält einen

feststehenden Zins für eine feste Laufzeit!

BeteiligungsReport ® : Wo liegen die

Unterschiede zu einer Unternehmensanleihe?

Karsten Mieth: Der Unterschied ist gewaltig.

Bei einer Unternehmensanleihe

stellt man dem gesamten Unternehmen

Geld zur Verfügung oder sie ist Teil einer

Umfinanzierung. So können zum Beispiel

Expansionen, aber auch der übliche Geschäftsbetrieb

oder das Marketing finanziert

werden. Eine genaue Abgrenzung

auf ein konkretes Projekt ist nicht möglich

und auch nicht gewollt. Damit ist

eine Transparenz im Sinne des Anlegers

schwer darzustellen. Es ist ein Investment

in das Vertrauen zum Unternehmensmanagement

– und zur Ratingagentur.

BeteiligungsReport ® : Wo liegen die

Sicherheiten einer Projektanleihe?

Karsten Mieth: Nehmen wir die letzte

Emission, die 5jährige Inhaberschuldverschreibung

für den 7,2 MW-Photovoltaikpark

Südheide. Wie bei einem Bankdarlehen

stellen Sicherungsrechte an der

Solaranlage und den Einspeiseerlösen die

Basissicherheiten. Darüber hinaus bildet

der Emittent Reserven für die Zinszahlungen

an die Anleger oder mögliche Ertragsausfälle

und sichert den Park durch

Haftpflicht- und Betriebsausfallversicherungen

– um nur einige Bausteine zu nennen.

Das kommt im Vertrieb und beim


struk turierte sachwertanl agen

Kunden so gut an, dass die Anleihe sehr

schnell platziert wurde und wir bereits

die nächste Projektanleihe konzipieren,

Emissionsvolumen 10 Millionen Euro.

BeteiligungsReport ® : Was ändert sich

bei der Konzeption für das Emissionshaus?

Karsten Mieth: Die Asset-Risiken sind

nicht anders, sie treffen aber wesentlich

stärker den Emittenten. Bei einer KG-Beteiligung

liegt das Eigentum beim Anleger,

geht das Konzept wirtschaftlich nicht

auf, werden Ausschüttungen ausbleiben

oder gar der Beteiligungsbetrag in Gefahr

geraten. Bei einer Projektanleihe ist das

anders: Der Emittent garantiert einen festen

Zins und eine Rückzahlung von 100

Prozent zu einem festen Termin. Wird

nicht pünktlich bezahlt, setzt die Depotbank

konkrete Defaultregeln in Gang, die

die Platzierung neuer Anleihen zukünftig

unmöglich machen würden.

BeteiligungsReport ® : Ihre Projektanleihen

sind Wertpapiere. Sind sie nur

für den Bankenvertrieb geeignet?

Karsten Mieth: Durch die Konstruktion

als nicht-nachrangige Inhaberschuldverschreibung

ist die Vermittlung tatsächlich

nur Banken, Sparkassen und Vermögensverwaltungen

mit KWG-Zulassung

erlaubt. Wir betreuen seit 16 Jahren

ausschließlich Kreditinstitute, Privatbanken

und ausgewählte Vermögensverwaltungen

bei der Auswahl, Beratung und

Konzeption von Sachwertbeteiligungen.

Deshalb ist unseren Partnern die Anleihekonstruktion

sehr bekannt und eine

willkommene Sachwertalternative.

EEG. Grundsätzlich sind für Projektanleihen

zwar alle Investitionen mit klar kalkulierbaren

Cashflows denkbar, wir konzentrieren

uns aber weiter auf Sonne und

Wind – hier in Deutschland.

Die abakus-Projektanleihe wird – neben

den abakus balance Portfoliofonds – eine

nachhaltige Produktlinie unseres Hauses

werden. Die nächste Emission kommt im

Herbst mit einer überschaubaren 5-6jährigen

Laufzeit und einem Volumen von

10 Millionen Euro. Finanziert werden mehrere

deutsche PV-Parks in der Größe von

jeweils rund 10 MWp. Dem sachwertorientierten

Anleger wird 100 Prozent Rückzahlung

garantiert und das abgesichert

in einem konkreten deutschen Energie-

Projekt.

BeteiligungsReport ® : Herr Mieth, setzen

Sie dabei auch auf den Ökofaktor?

Karsten Mieth: Zunächst müssen die Anlageprodukte

professionell konzipiert sein

und den Anlegern nachhaltige und lukrative

Erträge erwirtschaften. Dass dies hier

durch ein ökologisch sinnvolles Investment

möglich ist, ist das Sahnehäubchen

obenauf. Und das mit einem nachvollziehbaren,

transparenten Anlagekonzept.

Was will man mehr?

Vielen Dank für das Gespräch!

Ankündigung abakus-Projektanleihe

Konzept:

Festverzinsliche und Sachwertbasierte

Projektanleihe für Erneuerbare

Energien in Deutschland (IHS)

Zielinvestment:

Fertiggestellte Photovoltaik-Parks

in Deutschland mit einer Gesamtleistung

von über 30 MWp.

Emittent:

abakus Projektgesellschaft

Stufenzins:

4-5 Prozent p.a.

Laufzeit/Rückzahlung:

5-6 Jahre/100 Prozent

Zeichnung:

ab Oktober 2013

Infos:

www.projektanleihe.de

BeteiligungsReport ® : Wie sieht Ihr

Dealflow 2013/2014 aus?

Karsten Mieth: Die abakus hat bereits

weitere Energieanlagen in der Anbindung,

zum Jahreswechsel planen wir mit

einem Bestand von insgesamt rund 100

MWp Leistung Strom für rund 100.000

Menschen. Alle abakus-Kraftwerke stehen

in Deutschland und nutzen das deutsche

BeteiligungsReport 3 2013 35


united

.common

.sense

Stiftung F inanzbildung

Unterstützen auch Sie bessere Finanzbildung!

Aktuelle Projekte und Aktivitäten:

Jugend wirtschaftet!

Spenden/Sponsor ing für den Wettbewerb:

Auch 2014 wird wieder ein Preis für die beste Fach- bzw. Seminararbeit

zum Thema Finanzen oder (Geld-)Wirtschaft vergeben.

Der Preis ist mit 500 Euro dotiert! – Einsendeschluss: 31.01.2014

Weitere Infos und Unterlagen: www.stiftung-finanzbildung.de

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1. Jahrgang, Ausgabe Nummer 1-2013 5,00 Euro

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&

Denn Sinn hat einen Wert.

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Anlegernah. Bildend. Charakterstark.

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Die Stiftung Finanzbildung kann seit Kurzem auch indirekt über

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Wie`s genau funktioniert lesen Sie auf Seite 49 (rechts)

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Kontonummer: 20220014 - Sparkasse Landshut - BLZ: 743 500 00

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direkte sachwertanlagen

>

immer mehr anleger suchen auch den direkten Weg, sachwerte zu erwerben. der

BeteiligungsReport greift hierbei Konzepte in seiner Berichterstattung auf, die überregionale

Bedeutung aufweisen, wie im immobiliensegment etwa Studentenwohnungen oder

Denkmalobjekte. Klassiker sind beispielsweise Direktinvestitionen in Container. auch

einzelne kleinteilige und für einen einzelnen investor zu erwerbende infrastrukturprojekte

wie kompakte Energieanlagen, Schienenfahrzeuge oder Triebwerke sind hier

relevant. Besondere Bedeutung wird u. e. in Zukunft die anlage in Industriemetalle erlangen,

die ebenfalls neben strukturierten anlagekonzepten direkt erworben werden können.


direk te sachwertanl agen

Immobilienprojekt Demenz-Wohngemeinschaft in Weilheim

Eine ehrliche doppelte Rendite

>

In unsicheren Zeiten der Finanzkrise rückt eine sinnvolle Anlage immer mehr

in den Mittelpunkt der Betrachtung von Investoren. Immobilien stehen weit

oben auf der Wunschliste. Aber kann man auch neben Direktinvestments oder auch

Immobilienfonds andere Formen der Immobilienanlage finden? Der BeteiligungsReport

machte sich auf die Suche und fand eine hoch spannende Immobilienanlageform:

Eine Immobilien-Genossenschaft in Demenz-Wohngemeinschaften.

Der BeteiligungsReport sprach mit Gründungsvorstand

Martin Okrslar.

BeteiligungsReport ® : Herr Okrslar, warum

wählten Sie das Konzept einer Genossenschaft

als Investitionsform?

Martin Okrslar: Zuallererst möchte ich betonen,

dass wir die Genossenschaft nicht

nur als Investitionsvehikel sehen, sondern

als langfristige operative und bewirtschaftende

Gesellschaft, die eine vollwertige,

kleinräumige und innovative Alternative zu

Pflegeheim und Betreutem Wohnen bietet

– insbesondere für Demenzkranke. Hier sehen

wir uns in einer klaren sozialpolitischen

Aufgabe: den Strukturwandel in der Pflege

auf den Weg zu bringen. Ebenso wie bei

einer Genossenschaftsbank sind wir aber

den Mitglieder verpflichtet, Transparenz zu

leben und natürlich auch eine faire Rendite

zu erwirtschaften.

Interviewpartner:

Martin Okrslar

Vorstand und Gründer

der MARO Genossenschaft

Weitere Informationen bei:

MARO Genossenschaft für selbstbestimmtes

und nachbarschaftliches

Wohnen eG

Buchenweg 14

82441 Ohlstadt

Tel: +49 (0)8841 48 89 17

Fax: +49 (0)8841 48 89 18

E-Mail: info@maro-genossenschaft.de

www.maro-genossenschaft.de

BeteiligungsReport ® : Was ist der Unterschied

einer Anlage in eine sozial

ausgerichtete Wohnungsbaugenossenschaft

zu einer klassischen Anlage in

einen Immobilienfonds?

Martin Okrslar: Einer der wichtigsten Unterschiede

ist eine strikte und enge Kontrolle

der Genossenschaft durch den Verband.

Die Bilanz, die Geschäftsabläufe und

sogar die Lage bzw. Situation des Unternehmens

wird durch den Genossenschaftsverband

jährlich geprüft. Der Prüfungsbericht

enthält zahlreiche Empfehlungen und

wird dem höchsten Gremium, der Mitgliederversammlung,

vorgelegt. Die Mitglieder

haben dadurch eine unabhängige Kontrollinstanz.

Natürlich haben die Genossenschaftsmitglieder

weitgehende Rechte, die

Transparenz sichern und z.B. die Wahl eines

Aufsichtsrates ermöglichen.

Immobilienprojekt einer Demenz-WG, Paradeisstraße 16, Weilheim

BeteiligungsReport ® : Wie läuft eine

Anlage konkret ab?

Martin Okrslar: Zunächst ist eine Mitgliedschaft,

ebenso wie bei einer Bankgenossenschaft,

notwendig, bei der drei

Anteile von jeweils 500 Euro unverzinslich

einzubringen sind. Diese erhält man

bei Austritt vollständig zurück. Dann

können freiwillige Genossenschaftsanteile

ab 10.000 Euro gezeichnet werden.

Die Zeichnung der Anteile erfolgt für ein

konkretes Projekt, derzeit die Demenz-

Wohngemeinschaften in Weilheim. Die

Kalkulation beinhaltet eine Dividende auf

diese Anteile ab Einzug von vier Prozent.

Hinzu kommt die soziale Rendite, etwas

für die belasteten Angehörigen Demenzkranker

zu tun, in dem man diese aus

dem sehr persönlichen Konflikt zwischen

Unterbringung in einem Pflegeheim und

38

BeteiligungsReport 3 2013


diReK te saCHWeRtanl agen

völliger Überforderung zuhause holt.

und als Mitglied und anleger sorgt auch

jeder für sich selbst vor: Mitglieder können

sich immer auch für Wohnraum bewerben.

BeteiligungsReport ® : Wer sind die

projekt-partner?

Martin Okrslar: Zuallererst wird unsere

genossenschaft durch das bayerische

sozialministerium gefördert. das Ministerium

sieht unsere genossenschaft als

Modellprojekt für den aufbau von Wohngemeinschaften

im ländlichen Raum. den

pflege- und Betreuungsbereich übernimmt

für Weilheim die renommierte alzheimer

gesellschaft pfaffenwinkel Werdenfels

e.V. die Bauleitung übernehmen wir als

genossenschaftsvorstand, was die operative

tätigkeit der gesellschaft unterstreicht.

die Bauausführung der einzelnen

gewerke wird durch regionale Bauunternehmen

übernommen.

BeteiligungsReport ® : Was ist nun

nötig, dass Finanzdienstleister genossenschaftsanteile

vermitteln können?

Martin Okrslar: nach neuer gesetzeslage

muss ein Finanzdienstleister den § 34 f

gewerbeordnung als Zulassung haben und

diese in der sparte 3 – also „sonstige Vermögensanlage“

– vorlegen können. dies

gilt generell für alle genossenschaftsanteile.

positiv ist, dass die Beratung auf

sehr fruchtbaren Boden fällt. Wer im Bekanntenkreis

oder in der Verwandtschaft

mit einem alzheimer- oder demenzfall

konfrontiert gewesen ist, hat eine affinität

zu diesem thema und ist sich der doppelten

Rendite dieser Kapitalanlage sehr

bewusst.

der BeteiligungsReport wünscht ihnen,

Herr okrslar, viel erfolg bei der Realisierung

des aktuellen projektes, und wir

danken ganz herzlich für das gespräch.

Ansicht Grundstück Paradeisstraße, Weilheim

Anzeige

Informationen zu unserem aktuellen

Projekt „Demenz-Wohngemeinschaften

Weilheim i. Obb.“

Verantwortungsvoll investieren mit doppelter rendite

Die MARO Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen eG

hat es sich zur Aufgabe gemacht, neue Wohnformen

systematisch in die Breite des ländlichen Raums zu tragen.

ankündigung:

Vorteile der genossenschaft am Projekt „demenz-Wohngemeinschaften Weilheim i. obb.“

• Soziale Rendite: Sie holen die belasteten Angehörigen Demenzkranker aus dem

sehr persönlichen Konflikt zwischen Unterbringung im Heim und völliger Überforderung

zuhause, oft bis zum eigenen Burn-Out.

• Transparenz: zukunftsfähige Rechtsform mit viel Transparenz und starker Stellung der Mitglieder

• Vorsorge: Mitglieder können Wohnraum für sich oder für nahe Angehörige mieten

• Ökonomische Rendite: faire Dividende von bis zu 4% ab Einzug der Bewohner

Webinar für finanzberater

Vor- und Nachteile einer Investition

in Genossenschaftsanteile

am 10. oktober - 14.00 uhr

Anmeldung unter:

info@maro-genossenschaft.de

www.maro-genossenschaft.de

MARO Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen eG

Buchenweg 14 • 82441 Ohlstadt • Tel: +49 (0)8841 48 89 17 • Fax: +49 (0)8841 48 89 18 • E-Mail: info@maro-genossenschaft.de

BeteiligungsRepoRt 3 2013 39


diReK te saCHWeRtanl agen

Holz- und Waldinvestments sind hochinteressant – aber nicht alle!

es ist nicht alles Holz was glänzt

>

es gab eine Zeit, in der Holzinvestments liefen wie geschnitten Brot. der Hype ist

zwar etwas abgeklungen, aber die nachfrage ist weiterhin da. die gründe sind ja

auch einleuchtend: meist eine doppelte Rendite von ertrag und umweltbewusstsein und

eine steigende nachfrage nach dem Werkstoff Holz zum Bauen, für die industrie, aber

auch als Brennstoff. die Forstwirtschaft ist zum synonym für nachhaltigkeit geworden.

es gibt ohne Frage eine anzahl an seriösen

produktanbietern, die dies in geeignete

und anlegerorientierte investments umsetzen.

die Konzepte reichen von Rundholzverkauf

über gps-codierte parzellen

und Baumbestände bis hin zu Waldbewirtschaftungen.

Hauptbaumarten sind dabei

teak und Robinien, aber auch klassische

europäische Mischwälder mit beispielsweise

Fichten und eichen. natürlich sind die

Renditen wesentlich von der Kompetenz

des Managements für die Bewirtschaftung,

aufforstung, aber auch einem verträglichen

einschlag der zu erntenden Holzmenge bis

hin zum Vermarktungsnetzwerk abhängig.

40

sorge bereiten jedoch angebote im Markt,

die – um es vorsichtig auszudrücken –

Fragen aufwerfen, indem mangelnde

transparenz auf widersprüchliche aussagen

trifft. auffällig ist derzeit eine aktion

der green planet group, die aggressiv um

neue anleger wirbt. das unternehmen

nennt zahlreiche Verkaufsargumente, die

sich jedoch bei nachprüfung als höchst

kritisch herausstellen.

auf der Homepage von green planet

werden nur teakholzangebote dargestellt,

in aktuellen Bannerwerbungen zum

Beispiel aber ausschließlich Kautschukinvestments.

Man hat dafür eine eigene

Homepage erstellt. Warum?

Wer bei der Werbung im internet ins impressum

schaut, reibt sich erst recht die augen.

denn dort steht nicht etwa die green

planet ag aus Frankfurt als anbieter, sondern

die green planet group s.a. aus Costa

Rica. die wird auch Vertragspartner der

Kunden. gibt es später probleme, ist die

BeteiligungsRepoRt 3 2013

deutsche Muttergesellschaft fein raus, und

der Kunde muss versuchen, seine Rechte in

Costa Rica einzufordern. Kundenfreundlich

und rechtssicher sieht anders aus.

laut pressetext bietet green planet seit

zehn Jahren grüne investments an. der

Historie im Bundesanzeiger entsprechend,

worin Kapitalgesellschaften ihre Bilanzen

veröffentlichen müssen, ist die gesellschaft

scheinbar erst seit 2010 tätig. Zu

der zehnjährigen erfahrung der Firma besteht

deshalb zumindest Klärungsbedarf.

Für ein Kautschuk-investment spricht gemäß

green planet die optimale lage der

anbauflächen im Kautschukgürtel von

Costa Rica. scheinbar gibt es aber keine

bedeutende Kautschukplantage, wenn man

recherchiert. deshalb ist die einschätzung,

für Costa Rica hat die Kautschukverarbeitung

hohe Bedeutung, mehr als fraglich.

Vollmundig wird auch behauptet, dass die

Kautschukplantagen FsC-zertifiziert seien.

ein kurzer Blick in die FsC-datenbank

zeigt, dass davon scheinbar keine Rede

sein kann. die Frage ist hier: Was ist Marketing

und was ist Realität?

die Werbetexte sprechen immer von einer

„sicheren und attraktiven Rendite“.

tatsächlich muss im einzelfall nachgeprüft

werden, ob die Bäume überhaupt

schon gepflanzt sind oder wann dies

überhaupt geschehen soll.

auch bei den erhofften preissteigerungen

ist wohl der Wunsch Vater des gedankens.

denn einerseits schwanken die

preise ganz erheblich und wer im internet

selbst nach den aktuelle Kautschukpreisen

auf Rohstoffseiten sucht, wird überrascht

sein. in einem Marktkommentar

auf der renommierten seite finanzen.net


direk te sachwertanl agen

schreibt Jürgen Büttner: „Kautschuk – anhaltendes

Überangebot – Einmal ganz

nach oben und dann wieder zurück!“ Wie

kann man bei einer derart hohen Volatilität

von einer sicheren Rendite sprechen?

Um sich vor einem Kapitalverlust, wenn

nicht sogar Totalverlust, zu schützen, ist

den Anlegern und Vertrieben dringend

zu raten, unaufhörlich nachzufragen und

auf die Klärung offener Punkte zu bestehen!

Es bleibt zu hoffen, dass diesen Rat

viele beherzigen. Sonst steht dem derzeit

positiv besetzten Holz- und Waldinvestment-Markt

eventuell ein schwerer

Imageschaden bevor. lo (red.)

Die Werbung suggeriert eine „Auszahlung

alle drei Monate“. Wenn man jedoch unter

der Landinghomepage nähere Fakten

sucht, ist dort dokumentiert, dass erste

Rückflüsse erst ab dem fünften Jahr vorgesehen

sind. Wird hier bei der Erst-Werbung

etwas bewusst verkürzt dargestellt?

Ist überhaupt schon etwas gepflanzt?

Nach eigener Darstellung der Green Planet

Werbung ist ein Hauptbestandteil

der Einnahmen die Gewinnung des Kautschuks

aus den Bäumen. Dies ist aber kein

Sachwert. Es ist eine Produktionsstätte für

das Grundmaterial Naturkautschuk. Warum

wird das Investmentangebot als Sachwert

dargestellt?

Die wichtigste Frage ist aber, ob das Investmentangebot

nicht unter das Kapitalanlagegesetzbuch

fällt. Ein Hinweis

darauf fehlt vollständig. Ist dieses Anlageangebot

überhaupt in Deutschland für

den Vertrieb zugelassen?

Man sieht, es bleiben viele Fragen offen.

Was irritiert ist bereits die Firmenkonstruktion

und die Frage nach der in

Deutschland ansässigen Aktiengesellschaft.

Ganz zu schweigen von den problematischen

Aussagen zu Chancen des

Kautschuk-Investments. Wer einmal im

Internet Fotos von Kautschukplantagen

gesehen hat, wird nicht mehr von einem

ökologisch und nachhaltigen Anbau sprechen.

Auch die Mengenangaben für die

Kautschukernte und den Holzverkauf

lassen sich wahrscheinlich durch keine

wissenschaftlichen Studien belegen. Die

Werte an sich können als sehr ehrgeizig

gelten. Aber auch nur dann, wenn tatsächlich

eine Kautschukplantage fachmännisch

bewirtschaftet wird. Welche

Kompetenz Green Planet hierfür aufbieten

kann, bleibt für den interessierten

Anleger jedoch leider – wie so Vieles -

im Verborgenen.

Nepp im Namen des Staates? Ist das schon

Anlegertäuschung? Kommentar von Edmund Pelikan:

Goldmünzen mit Nominalwert

>

Kürzlich fiel mir ein Flyer in die Hand, der eine

Goldmünze von einem der bekannten Händler

anbot. Allein schon aus beruflicher Neugier habe ich mal

nachgerechnet und war wegen des Ergebnisses schockiert:

Angeboten wurde die goldene Gedenkmünze

„Herkules“, Frankreichs 1.000-Euro-Münze.

Der offizielle Werbeslogan

heißt: „Tauschen Sie 1.000 Euro gegen

eine 1.000-Euro-Münze aus reinem Gold,

die nur an Wert gewinnen kann.“ Dabei

wird hervorgehoben, dass der Wert von

1.000 Euro staatlich garantiert ist und

Frankreichs staatliche Münzprägestätte

„Monnaie de Paris“ die Münze „eine Investition

ohne Risiko“ nennt.

Spontan hatte ich bei mir gedacht, dass

der Goldkurs derzeit bei knapp tausend

Euro die Unze liegt, also der Materialwert

es hergeben sollte. Dann studierte

ich den Prospekt der MDM genauer und

wusste, dass ich falsch gedacht hatte.

Denn die Münze ist zwar aus reinem

Gold, wiegt aber nicht eine Feinunze –

also rund 31 Gramm – sondern nur 17

Gramm. Bei einem aktuellen Goldpreis

von 967 Euro je Unze bedeutet das,

dass der reine Materialwert dieser Münze

nur bei circa 530 Euro liegt. Wenn

man dann noch die Bearbeitungsgebühr

von 70 Euro durch den Münzhändler in

Abzug bringt, liegen wir bei 460 Euro.

Auch wenn mit der staatlichen Garantie

argumentiert wird, die ja auch für Papiergeld

gilt, hat dieser Goldmünzenkauf

wenig mit dem Thema Sachwert zu tun.

Das wird besonders deutlich, wenn man

die umgekehrte Rechnung macht, und

die Werbeaussage „...,(die Münze), die

nur an Wert gewinnen kann!...“ hinterfragt.

Der Goldpreis müsste auf etwas

über 2.100 Euro steigen, damit der geprägte

Wert von 1.000 Euro durch den

Materialwert übertroffen wird.

Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, dass

ein Staat – in diesem Fall Frankreich – die

Anleger mit einer staatlichen Garantie

und dem Sachwertthema verdummen

möchte. Gold mit einer Geldwertkomponente

zu verbinden, ist bizarr. Ob ein

Sammlerwert je entsteht, ist mehr als

fraglich – aber auch der hat mit dem

Sachwert Gold wenig zu tun. Kurz: Wer in

Gold investieren will, für den ist ein kleiner

Barren direkt von einer Scheideanstalt

die werthaltigere Lösung. ep (red.)

Originalprospekt MDM

BeteiligungsReport 3 2013 41


mark t I steuer und recht

Kurzmeldungen – Markt / Steuer und Recht

42

Prospekthaftung: Das Gesamtbild

ist entscheidend

BGH, Urt. v. 05.03.2013, II ZR 252/11

Sachverhalt

Ein Anleger hatte sich an einem geschlossenen

Immobilienfonds in der Rechtsform

einer GbR mit quotaler Haftung beteiligt.

Im Prospekt war zu lesen, dass die Gesellschafter

gesamtschuldnerisch gegenüber

Gläubigern mit dem Gesellschaftsvermögen

haften. Mit ihrem sonstigen Vermögen

haften sie quotal entsprechend ihrer kapitalmäßigen

Beteiligung an der Gesellschaft.

Wegen Liquiditätsschwierigkeiten beschlossen

die Gesellschafter den Verkauf der

Immobilie. Der Anleger glich den auf ihn

entfallenden Verlustanteil aus. Er nahm einen

der Gründungsgesellschafter nach den

Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren

Sinn auf Schadenersatz in Anspruch.

Er vertrat die Ansicht, der Prospekt sei fehlerhaft,

weil er den Eindruck vermittle, dass

eine persönliche quotale Haftung der Gesellschafter

erst nach der Verwertung des

Fondsvermögens in Betracht komme.

Entscheidung

Der BGH verneint einen Prospektfehler.

Für die Beurteilung, ob ein Prospekt unrichtig

oder unvollständig ist, ist nicht

isoliert auf eine bestimmte Formulierung,

sondern auf das Gesamtbild abzustellen,

welches der Prospekt einem Anleger unter

Berücksichtigung der vom Anleger zu

fordernden sorgfältigen und eingehenden

Lektüre vermittelt. Im konkreten Fall

würde dem Anlageinteressenten durch

verschiedene Hinweise an verschiedenen

Prospektstellen hinreichend deutlich vor

Augen geführt, dass eine persönliche Inanspruchnahme

des einzelnen Gesellschafters

für Verbindlichkeiten der Gesellschaft

auch vor Liquidation der Gesellschaft und

vor Verwertung des Gesellschaftsvermögens

in Betracht komme. Aus der Formulierung,

dass Anleger mit ihrem persönlichen

Vermögen nur quotal haften, kann

BeteiligungsReport 3 2013

des Weiteren nicht entnommen werden,

dass Leistungen aus dem Gesellschaftsvermögen

und die aus der Verwertung des

Gesellschaftsvermögens erzielten Erlöse

den Haftungsanteil des einzelnen Gesellschafters

gegenüber den Gläubigern der

Gesellschaft verringern würden. Schließlich

verneinte der BGH auch einen Prospektfehler,

der daraus resultieren könnte,

dass ein Gesellschafter im Außenverhältnis

auf einen höheren Betrag haftet, als

im Innenverhältnis auf ihn entfällt, weil

er das Risiko der Zahlungsunfähigkeit seiner

Mitgesellschafter trägt. Aufgrund des

Hinweises auf die quotale Haftung musste

ein Gesellschafter damit rechnen, im Außenverhältnis

in Höhe des auf seine Quote

entfallenden Betrages zu haften.

Quelle: Kanzlei Klumpe, Schroeder +

Partner GbR, Newsletter 05/2013

Prospektdarstellung von

„weichen“ Kosten

Geschlossene Fonds: Prospektdarstellung

von „weichen“ Kosten und Anlageberatungspflichten

in der Rechtsprechung des

BGH vor dem 01.07.2005 und danach

Jeder Fondsbeteiligung sind sog. „weiche“

Kosten immanent. Ein Anlageprodukt muss

konzipiert und strukturiert werden. Anlegergelder

müssen eingeworben werden.

Die Fondsgeschäftsführung will bezahlt sein

usw. Eine gesetzliche Pflicht, die Weichkosten

darzustellen, wurde erstmals durch

das am 01.07.2005 in Kraft getretene Verkaufsprospektgesetz

geschaffen. Loritz und

Wagner setzen sich in ihrem Beitrag in Heft

10/2013 der Zeitschrift NZG mit diesem

Gesetz und der BGH-Rechtsprechung zur

Angabepflicht von Weichkosten, insbesondere

zu Innenprovisionen auseinander.

Sie meinen, das am 01.07.2005 in Kraft

getretene Gesetz sei nicht auf Zeichnungen

von Anlegern anwendbar, die aus der

Zeit davor stammten. Hier spiele auch das

verfassungsrechtliche Verbot einer echten

Rückwirkung eines Gesetzes eine Rolle.

Die rückwirkende Statuierung strenger

Informations- und Offenlegungspflichten

sei sowohl aus zivilrechtlicher als auch aus

methodischer Sicht unrichtig.

Quelle: Kanzlei Klumpe, Schroeder +

Partner GbR, Newsletter 5/2013

Spanien reformiert Einspeisevergütung

radikal

Spanien steht vor einem Paradigmenwechsel

bei der Förderung Erneuerbarer Energien.

Die bisherige Einspeisevergütung nach

den königlichen Dekreten 661/2007 und

1578/2008 wird außer Kraft gesetzt.

Stattdessen sollen die Betreiber von Solar-,

Windkraft- und Biomasseanlagen eine

Zuzahlung zu den Strommarktpreisen und

eine Investitionszulage erhalten, die eine

„vernünftige Rentabilität“ garantiert.

Dies sieht das Real Decreto Ley 9/2013

vor, das von der Regierung beschlossen

wurde. Die Details der Regelungen und

deren Auswirkungen auf die Energiebranche

sind größtenteils noch unklar. Grund

für die Reformen sind das Defizit von

28 Milliarden Euro im spanischen Strommarkt

und der Druck der Europäischen

Kommission, die Konsolidierung des

Haushalts voranzutreiben.

„Die neuen Regelungen bedeuten das

„Aus“ für die Einspeisevergütung in Spanien,

wie wir sie bisher kennen. Die spanische

Regierung setzt bei den Betreibern

an, um das Defizit im Strombereich zu

senken. Dabei wird sie sich auf heftigen juristischen

Widerstand einrichten müssen“,

erklärt der für die Beratung in Spanien

verantwortliche Partner und Rechtsanwalt


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georg abegg von Rödl & partner in Madrid.

„ich habe große Zweifel, ob es rechtlich

haltbar ist, die Förderung der erneuerbaren

energien zukünftig an eine fiktive

und willkürlich festgelegte Rentabilität von

durchschnittlich 7,5 prozent zu koppeln.“

Von den neuregelungen sind grundsätzlich

alle unternehmen betroffen, die im

spanischen strommarkt energie erzeugen,

verkaufen und transportieren, unabhängig

davon, ob es sich um konventionell oder

regenerativ erzeugten strom handelt. die

umsetzung des am samstag beschlossenen

gesetzes bedarf weiterer Richtlinien

und Verordnungen. nach der bisherigen

Rechtslage bekamen spanische ee-anlagen

einen festen tarif für den eingespeisten

strom, der sich im Falle von älteren pVanlagen

auf bis zu 460 euro pro Megawattstunde

belaufen konnte und für die

laufzeit von 25 Jahren festgeschrieben

war. schon seit dem Jahr 2010 wurden

die tarife durch verschiedene Maßnahmen

beschnitten, zuletzt wurde eine steuer auf

den umsatz in Höhe von 7 prozent und

die faktische streichung der inflationsanpassung

verabschiedet. die nun vorgesehene

Regelung soll zusammen mit den seit

2012 erfolgten Kürzungen eine Reduzierung

der tarife für erneuerbare energien

von 1,35 Milliarden euro beinhalten. dies

wäre eine Kürzung von ca. 15-20 prozent.

das nun geplante Förderregime für die

55.000 bestehenden anlagen in spanien

sieht eine Mischung aus einspeisetarif und

investitionszulage vor. Bis zur Verabschiedung

der durchführungsgesetze erhalten

die anlagen die bisherigen tarife weiter,

müssen aber gegebenenfalls zu viel bezahlte

gelder rückerstatten. die Zuzahlung zu

den strommarktpreisen und die investitionszulage

sollen während der gesetzlich

zugelassenen gesamtlaufzeit und unter Berücksichtigung

der anfänglichen investitionen,

Betriebskosten und der Marktpreise zu

einer „vernünftigen Rentabilität“ der anlage

führen. dabei wird angenommen, dass die

anlage von einer ordentlich und effizient

geleiteten gesellschaft geführt wird und die

investitionen, Kosten und strompreise den

Marktkonditionen entsprechen.

die entscheidung, ob die „vernünftige Rentabilität“

ab Beginn der einspeisung oder

erst ab Verabschiedung des vorliegenden

gesetzes zu berechnen sein wird, steht

noch aus. ihre Höhe soll 3 prozent über spanischen

staatsanleihen mit einer laufzeit

von 10 Jahren liegen, also derzeit bei ca.

7,5 prozent. „erst wenn die durchführungsgesetze

vorliegen, lässt sich sagen, wie gravierend

die Reformen sein werden und ob

sie rückwirkend gelten“, betont partner und

Rechtsanwalt Christoph Himmelskamp von

Rödl & partner Barcelona. „schon jetzt ist

klar, dass sich anlagenbetreiber und Fondsgesellschaften,

die mit Renditen von 10 bis

teilweise 25 prozent kalkuliert haben, auf

tiefe einschnitte gefasst machen müssen.“

die Kalkulation der Zuschüsse soll auf dem

Modell einer standardisierten anlage erfolgen,

unabhängig von den individuellen

Kosten, die der Betreiber bei errichtung und

Betrieb hat. da viele davon als Kleinanlagen

mit 100 Kilowatt konzipiert wurden, werden

viele umstrukturierungen erfolgen müssen.

auch Kürzungen bei Qualität und Wartung

sowie der Versuch, pachtzahlungen

für das gelände zu reduzieren, auf dem die

anlagen errichtet wurden, sind zu erwarten.

„Wenn man bedenkt, dass photovoltaikanlagen

aus den Jahren 2007 und 2008 etwa

460 euro pro Megawattstunde als gesicherten

tarif erhalten haben, die Marktpreise

sich in spanien im april aber bei 18,7 euro

pro Megawattstunde eingependelt haben,

kann man sich vorstellen, dass die Kürzungen

für die anlagenbetreiber drastisch

ausfallen dürften“, erklärt abegg. „auf spanische

und internationale Banken, die geschätzte

22 Milliarden euro Fremdkapital in

den erneuerbare energien-sektor in spanien

investiert haben, dürften Kreditausfälle zukommen.“

Bereits jetzt haben internationale

Fonds schiedsgerichtsklagen gegen den

spanischen staat wegen Verletzung internationaler

investitionsschutzvereinbarungen

angekündigt. „die neuen Regelungen dürften

eine Klagewelle auslösen. im dialog mit

dem energiesektor hätte man hier sicher zu

für alle seiten besseren, einvernehmlichen

lösungen kommen können.“

Quelle: Rödl & Partner, 16. Juli 2013

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BeteiligungsRepoRt 3 2013 43


mark t I steuer und recht

Versicherungsexperte Harald Schaaff, M-A-C München, im Gespräch

Auf den richtigen Schutz kommt es an

>

M-A-C in München-Riem, diese Firma ist vor allem Insider bekannt. Die Abkürzung steht

für Manager Assecuranz Compagnie und den Versicherungsjuristen Harald Schaaff. Er hat

sich auf die Deckung von Haftungen für Manager fremder Vermögen, Emissionsrisiken und

Finanzvertriebsrisiken spezialisiert. Besonders macht die M-A-C, dass sie sich nicht von den starren

deutschen Versicherungstarifen diktieren lässt, sondern individuelle - meist weitreichendere

Deckungen entwirft, dann Versicherer sucht, mit denen sie das Gewünschte umsetzen kann und

es meist durch Kooperationen mit englischen Assekuranzen möglich macht. Wir sprachen mit

Ass. Jur. Harald Schaaff über seine Lösungen für die Fondsbranche und den freien Vermittler.

Private Placements und Genussrechte gehen

teilweise, aber in der Regel gegen Zuschläge.

Nachrangdarlehen gehen nur in

Einzelfällen noch. Auch Direktinvestments

in Container, Wechselbrücken, Eisenbahnwaggons

oder Edelmetalle gehen schwieriger,

seitdem etwa ein Anbieter mit einer

– mutmaßlich nicht bestehenden – Police

für die Absicherung des Rückzahlungsrisikos

geworben hat. Die Versicherungsgesellschaft

hat die Werbung inzwischen

gerichtlich untersagen lassen.

44

BeteiligungsReport ® : Herr Schaaff,

warum der Aufwand mit z.B. Lloyds

in London. Was ist schlecht an den

deutschen Versicherern?

Interviewpartner:

Ass. Jur. Harald Schaaff

geschäftsführender Gesellschafter

der Manager Assecuranz

Compagnie GmbH Assekuradeur

Weitere Informationen bei:

Manager Assecuranz Compagnie GmbH

Assekuradeur

Graf Lehndorff Straße 3

81829 München/Alt Riem

Tel: +49 (0)89 9 544 488-0

Fax: +49 (0)89 9 544 488-1

E-Mail: schaaff@mac-mail.de

www.managerassecuranz.de

BeteiligungsReport 3 2013

H. Schaaff: Deutsche Versicherer haben

meist ihren Blickwinkel im Auge. Ein Vertrag

ist nur mit ihrem Vertragswerk, zu

ihren Bedingungen möglich. Ich sehe da

wenig Flexibilität – man kann nur starr

kaufen, was sie anbieten, oder eben

nicht. In England ist dies anders.

BeteiligungsReport ® : Ist nach der

Regulierung und einem Fall wie S & K

die Vermittlerhaftung für Beteiligungsvermittlung

noch versicherbar?

H. Schaaff: S&K hat das Thema Vermittlerhaftung

leider erheblich belastet. Aber

trotzdem ist durch die Vorgaben der Regulierung

der durchschnittliche Vermittler

von Finanzanlagen seit Anfang des Jahres

nunmehr schon deutlich besser versichert.

Zum Glück sind Positivlisten von Fondsarten

(Schiff ja, Flugzeug nein, usw.) nicht

mehr zulässig. Der Vertrieb von KG Fonds

und offenen Fonds bleibt versicherbar.

BeteiligungsReport ® : Wie entstehen

Ihre Deckungskonzepte und wo liegt

der Unterschied?

H. Schaaff: Wie bereits erwähnt, strukturieren

deutsche Versicherer den Versicherungsschutz

häufig nach ihren Bedürfnissen.

Das Bedürfnis des Versicherers,

möglichst größere Schäden nicht zahlen zu

müssen, widerspricht aber dem Bedürfnis

des Versicherungsnehmers, gerade große

existenzbedrohende Schäden erstattet zu

bekommen. Im deutschen Versicherungsmarkt

aber hat der Vermittler, ob er die

Fallstricke der Deckungen erkennt oder,

wie häufig, nicht erkennen kann, meist

keine Möglichkeit, alternative Lösungen zu

vereinbaren.

Der Londoner Markt hingegen arbeitet

gerne mit externen Assekuradeuren wie

uns zusammen, die dann ihr eigenes Bedingungswerk

im Sinne ihrer Kunden gestalten

können. Wir nutzen das, um dem

Finanzvermittler, Fondsmanager oder


mark t I steuer und recht

Assetmanager das zu bieten, was er an

Schutz braucht.

BeteiligungsReport ® : Warum sind

Punkte wie Performanceausschluss

und Ausschluss Prospekthaftung überhaupt

so wichtig?

H. Schaaff: Der Vermittler ist, egal ob

er es selbst macht oder durch Dritte machen

lässt, für die Plausibilitätsprüfung

verantwortlich. Diese ist aber eine Spielart

der Prospekthaftung, und die Prospekthaftung

sollte daher nur insoweit

ausgeschlossen sein, wie der Vermittler

als Initiator haftet.

Der Ausschluss von Schäden, die sich

aus der mangelhaften Performance von

Anlagen ergeben, ist zudem brandgefährlich.

Liegt nämlich etwa bei einem Fonds

ein Beratungsfehler vor und ist er im

Wert verfallen, dann kann der Versicherer

die Zahlung des Wertverlusts häufig

deswegen verweigern, auch wenn zwischen

Beratungsfehler und Wertverlust

kein logischer Zusammenhang besteht.

BeteiligungsReport ® : Hand aufs Herz.

Können Sie mit den Beiträgen mithalten?

H. Schaaff: Der Preis sollte definitiv nicht

das zentrale Auswahlkriterium sein, sondern

vielmehr die Qualität. Aber natürlich

ist auch der richtige Preis unumgänglich

um am Markt voranzukommen. Wir haben

erhebliche Wachstumsraten, welche

unsere Wettbewerbsfähigkeit belegen.

BeteiligungsReport ® : Was muss ein

Finanzdienstleister bei der Regulierung

beachten, damit er das Vermittlungsgeschäft

qualitätsorientiert weitermachen

kann?

H. Schaaff: Unabhängig von der Regulierung

ist es wichtig, die Beratung sauber

und umfassend zu dokumentieren. Das

gilt auch und besonders für Beratungsverzichte,

etwa wenn der Kunde nicht seine

Vermögensverhältnisse offen legen will.

Dokumentierung mit Unterschrift des

Kunden kann Haftung vermeiden. Der

Versicherer dankt es ihnen mit dauerhaft

günstigeren Prämien.

Daneben der Appell an den Vermittler:

Hinterfragen Sie auch mal, ob das Konzept

aufgehen kann oder wie viel Rendite die

Anlage bringen muss, damit sie Vertriebskosten

und versprochene Anlegerrendite

nachhaltig erwirtschaften kann. Verkaufen

Sie nur das, was Sie nach diesen Prüfungen

selbst kaufen würden und verzichten Sie

auf die Produkte mit der höchsten Provision

und den blumigsten Versprechungen.

BeteiligungsReport ® : Ist ein Haftungsdach

für den Vermittler die Lösung?

H. Schaaff: Das muss der Vermittler

selbst entscheiden. Gewisse Produkte

darf er eben nur unter der Banklizenz

des Haftungsdachs verkaufen. Dabei sollte

er aber bedenken:

Ein Haftungsdach schützt nicht vor einer

Inanspruchnahme bei Fehlern. Das

Haftungsdach oder dessen Versicherer

kann gegen Sie regressieren. Sie brauchen

also weiterhin eine eigene Versicherung.

Wenn Sie zudem eine Umlage zahlen,

dann zahlen Sie eventuell mehr für die Sicherheit

als ohne das Haftungsdach.

Ein Haftungsdach gibt Ihnen die Produkte

vor, die Sie verkaufen dürfen. Sie verlieren

Freiheit.

Vielen Dank für das Gespräch.

Diese Fragen sollte sich

ein Vermittler stellen:

1. Deckt meine Versicherung alle Bereiche

ab, die nach § 34 d und § 34 f 1-3

der Pflichtversicherung unterliegen?

2. Deckt meine Versicherung bei Bedarf

auch Randbereiche ab, die unter den § 34 c

GewO fallen, wie z.B. Direktinvestments

(Container, Solar, Eisenbahnwaggons,

Edelmetall, Wechselbrücken etc.)?

3. Deckt die Versicherung auf

Wunsch Altersvorsorgeberatung?

4. Deckt die Versicherung das Regressrisiko

des Haftungsdachgebers auf Wunsch mit ab?

5. Hat meine Deckung einen sog. Performanceausschluss

(siehe Artikel)?

6. Hat meine Deckung einen Prospekthaftungsausschluss

beschränkt auf die Initiatorentätigkeit

oder einen weiten Ausschluss,

der auch meine Plausi-Prüfung umfasst?

7. Bietet die Deckung nach Versichererwechsel

eine unbegrenzte Weitergeltung

an oder etwa nur zwei Jahre?

BeteiligungsReport 3 2013 45


sZene

die leser des BeteiligungsReports haben gewählt

die besten Fonds der neuen Welt

>

als Redaktion ist natürlich nicht nur unsere Meinung und Überzeugung für

unsere Berichterstattung von Bedeutung, viel wichtiger ist uns immer wieder,

von ihnen als leser die Überzeugung zu erfahren. der BeteiligungsReport ist seit

mehr als 10 Jahre ein Marktplatz der Meinung für die sachwertbranche!

Hier die besten Fonds im Überblick:

immobilienfonds inland

fairvesta – Mercatus XI

immobilienfonds ausland

Jamestown – Jamestown 28

energiefonds

Commerz Real – CFB Fonds 180 Solar

sonstige Fonds

Hesse Newman –

GreenBuilding Genussrecht

deshalb wurde im Juli 2013 über unser

Meinungsforschungsportal beteiligungsbarometer.de

und über das newsportal beteiligungsreport.de

eine umfrage durchgeführt,

um ein aktuelles stimmungsbild

aufzufangen.

die Redaktion des BeteiligungsReports fragte

nach den besten Fonds aus lesersicht in

den Kategorien immobilienfonds inland, immobilienfonds

ausland und sonstige Fonds.

und hier sind die ergebnisse:

Bei den Immobilienfonds Inland ist

der leserwahlsieger-sieger

fairvesta Mercatus XI

der tübinger initiator von immobilienhandelsfonds

wächst seit Jahren gegen

den trend und legte bisher positive leistungsbilanzen

mit hohen ein und zweistelligen

realisierten Renditen vor.

fairvesta Mercatus Xi konnte sich damit

gegen die ebenfalls von den lesern

genannten aktuellen Fonds von Hesse

newman, Hamburg, und projekt investment,

Bamberg, die auf Rang 2 und 3

landeten, durchsetzen.

Bei den Immobilienfonds Ausland

ist der leserwahl-sieger

Jamestown 28

das Kölner traditionshaus ist seinem Fokus

usa seit Jahren treu geblieben und

konnte trotz subprime-Krise und Finanzkrise

den anlegern in den letzten Jahren

durch Fondsauflösungen ordentliche gewinne

realisieren.

Bei den auslandsimmobilienfonds gingen

die plätze 2 und 3 an den usa anbieter

tso-dnl und die Real i.s. mit ihren Bayernfonds

australien.

Bei den Energiefonds gewinnt die

leserwahl

CFB Fonds 180

der Commerz Real

die düsseldorfer Fondstochter der Commerzbank

überzeugte die leser durch

ihren aktuellen solarfonds mit geplanten

insgesamt 40 solarkraftwerken.

sie setzten sich damit gegen die starke

Konkurrenz der energiefonds des burger emissionshauses aquila, die den

Ham-

2. platz errangen, und den drittplatzierten

ÖkoRenta aus aurich durch!

Bei den Sonstigen Fonds gibt es mit dem

Hesse Newman Green

Building Genussrecht

einen leserwahl-sieger, der wirklich die

neuen themen aufgreift. nachdem Hesse

newman erst zur Jahresmitte den Feriaward

„immobilien national“ gewonnen

hatte, ist der Hamburger initiator nun auch

in unserer leserbefragung zweimal (siehe

2. platz bei immobilien inland) auf dem

treppchen. es zeigt aber auch, dass die

BeteiligungsReport-leser offen und auf der

suche nach neuen themen sind. genussrechte

wie auch direktbeteiligungen (Buss

Container), private equity (alfred Wieder

ag etc.) oder lombard-Fonds (Fidentum)

sind im Fokus der sich verändernden sachwertbranche.

ep (red.)

46

BeteiligungsRepoRt 3 2013


deutsCHes BeteiligungsFoRuM

aufnahme in die Hall of Fame der sachwertbranche

peter groner,

aufsichtsratsvorsitzender der ZBi

Zentral Boden immobilien ag

peter groner ist ein unternehmer par

excellence und seit 30 Jahren erfolgreich

im immobiliengeschäft tätig. die

von ihm gegründete ZBi gruppe ist ein

spezialist für deutsche Wohnimmobilien.

seit 2002 konzipiert das emissionshaus

Wohnimmobilienfonds für private und

institutionelle anleger und verfügt über

einen positiven track Record. Von sieben

platzierten investorenbestimmten

ZBi professional-Fonds wurden bereits

drei wieder mit erträgen von mindestens

7,5 prozent p. a. mit einer laufzeit von

maximal vier Jahren aufgelöst. die ZBi

gruppe bildet die gesamte Wertschöpfungskette

im Zyklus einer immobilie,

vom einkauf über Finanzierung und Verwaltung

bis hin zum Verkauf mit über

200 Mitarbeitern an acht standorten

ab. aktuell verwaltet die ZBi gruppe

ca. 17.000 Wohnungen. das gesamte

investitionsvolumen liegt bei ca. 1,5 Milliarden

euro. Heute ist peter groner aufsichtsratsvorsitzender

der ZBi.

Kurzmeldungen zum deutschen

Beteiligungspreis 2013:

Nominiert für den Deutschen

BeteiligungsPreis 2013:

________________________________

Aufnahme in die

Hall of Fame

der Sachwertbranche:

Peter Groner

Peter Groner

Kategorie Transparenz und

Anlegerorientierung:

Paribus Capital GmbH

Paribus Rail Portfolio

Christoph Kahl,

geschäftsführender gesellschafter

der Jamestown usimmoblien

gmbH

Christoph Kahl, geboren am 18. Juli

1954 in Köln, ist geschäftsführender

gesellschafter und gründer der JaMestoWn

us-immobilien gmbH, des Marktführers

für geschlossene us-immobilienfonds

in deutschland. er studierte von

1973 bis 1977 an der universität Köln

(abschluss: diplom-Kaufmann).

schon kurz nach seinem studium spe-

zialisierte sich Christoph Kahl auf usimmobilien.

ab 1. april 1979 ist er

selbstständig und als Firmengründer

später ausschließlich gewerbeimmobilien

in den usa als Kapitalanlage

deutscher anleger verbunden. in den

usa wurde hierfür die JaMestoWn

l.p. gegründet, bei der Christoph Kahl

seit 1. april 1985 general partner und

seit dem 1. april 2006 Managing partner

ist. Zur Betreuung der anleger in

deutschland dient die JaMestoWn

us-immobilien gmbH, in der Christoph

Kahl seit ende 1990 geschäftsführer

und gesellschafter ist.

________________________________

Kategorie Innovation und Trend:

INP Holding AG

17. INP Deutsche Kindergärten

Lübeck

________________________________

Kategorie Managementseriosität:

Aufnahme in die

Hall of Fame

der Sachwertbranche:

Christoph Kahl

Christoph Kahl

LHI Leasing GmbH

BeteiligungsRepoRt 3 2013 47


personelles

Wechsel in der Branche

Wer verändert sich wohin?

HCI Captial AG: David Landgrebe

in den Vorstand berufen

Dr. Ralf Friedrichs, Vorsitzender

des Vorstandes der

HCI Capital AG, hat das

Unternehmen im beiderseitigen

Einvernehmen mit

dem Aufsichtsrat zum 30.

David Landgrebe

Juni 2013 verlassen, um

sich neuen Aufgaben zu widmen.

Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat der HCI

Capital AG David Landgrebe mit Wirkung

zum 15. Juni 2013 in den Vorstand

berufen.

Dr. Ralf Friedrichs kam 2001 als Steuerberater

zur damaligen HCI Hanseatische Schiffstreuhand

GmbH und wurde 2003 deren

Geschäftsführer. Seit dem Börsengang der

HCI Capital AG im Oktober 2005 gehörte

er deren Vorstand an, verantwortete dort

zunächst die Produktentwicklung und ist

seit 2008 Vorsitzender des Vorstandes.

David Landgrebe war für das Beteiligungsmanagement

der Peter Döhle Schiffahrts-

KG verantwortlich. Herr Landgrebe wird

im Vorstand der HCI Capital AG unter

anderem die Bereiche Fondsmanagement

Schiff, Treuhand, Personal sowie die

AIFM-Umsetzung in der HCI Gruppe verantworten.

Ingo Kuhlmann wird unter anderem für

die Bereiche Finanzen, Recht, Vertrieb

und für das Fondsmanagement der übrigen

Asset-Klassen zuständig sein. Die

beiden Vorstände werden die HCI Capital

AG zukünftig als Doppelspitze führen.

Eigenkapitaltages am 6.6.2013 in Berlin

drei neue Vorstandsmitglieder gewählt.

Matthias Kues, Sprecher der Geschäftsführung

der Nord Holding, und seit zwei

Jahren BVK-Vorstandsvorsitzender, wurde

in seiner Funktion bestätigt. Sein Stellvertreter

wird Dr. Peter Güllmann, Bankdirektor

und Bereichsleiter Unternehmensfinanzierung

der NRW.BANK. Wilken von

Hodenberg, zuvor BVK-Vorstand, wurde

zum Präsidenten des BVK gewählt.

Neu in den Vorstand kamen Christian

Schatz, Partner bei SJ Berwin LLP, Dr. Milos

Stefanovic, Geschäftsführer der Mittelständischen

Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg

mbH und Joachim von

Ribbentrop, Partner bei Odewald KMU

Gesellschaft für Beteiligungen mbH. Herr

Schatz wird die assoziierten Mitglieder

vertreten, Herr Stefanovic und Herr von

Ribbentrop werden den Fachgruppen Mittelständische

Beteiligungsgesellschaften

bzw. Mittelstand vorstehen.

Neu gegründete Kapitalverwaltungsgesellschaft

PROJECT

Investment AG

Matthias

Hofmann

Ralf

Cont

Die neue Kapitalverwaltungsgesellschaft

PROJECT Investment AG wird die Aufgaben

des alternativen Fondsmanagers

übernehmen, wie es im Zuge der AIFM-

Regulierung vorgeschrieben wurde.

Jahr 2003 als Geschäftsführer der PRO-

JECT Fonds GmbH verantwortlich für die

Bereiche Fondskonzeption, Prospektierung,

Risikosteuerung, Fondscontrolling

und Fondsmanagement.

Der Bereich Portfoliomanagement obliegt

dem zweiten Vorstand Ralf Cont (43).

Seit Juni 2009 ist er als Leiter Controlling

und zentrale Verwaltung in der PB

PROJECT Beteiligungen GmbH für die

Steuerung und Entwicklung der PROJECT

Investment Gruppe in Bamberg tätig. Seit

2010 hat er die Geschäftsführung der

Zielfonds und Immobilienbeteiligungsgesellschaften

übernommen und ist als Geschäftsführer

für die PB PROJECT Beteiligungen

GmbH tätig.

Vorstand Klaus Fickert ist aus

der SVF ausgeschieden

Klaus Fickert wurde zum

30.06.2013 als Vorstandsvorsitzender

der SVF AG

Finanzmarkt-Emissionen

und der SVF Sachwert AG

abbestellt.

Die Aktionäre der SVF AG haben sich

aufgrund der am 22. Juli 2013 in Kraft

tretenden Gesetzesänderung auf die Fokussierung

des Geschäftsmodells auf den

Bereich der Versicherungslösungen ausgesprochen.

Diese strategische Spezialisierung

wollte Klaus Fickert, als einer der

führenden Persönlichkeiten im Bereich Beteiligungen,

nicht begleiten. Klaus Fickert

war in der SVF AG seit September 2011

für die Bereiche Vertrieb und Konzeption

zuständig.

48

BVK Mitglieder wählen neuen

Vorstand

Der Vorstand des Bundesverbandes

Deutscher

Kapitalbeteiligungsgesellschaften

(BVK) hat auf der Mitgliederversammlung

im Rahmen des 14. Deutschen

BeteiligungsReport 3 2013

Zu Vorständen der neuen Aktiengesellschaft

werden Matthias Hofmann (45)

und Ralf Cont (43) bestellt.

Den Bereich Risikomanagement der KVG

verantwortet Matthias Hofmann (45) als

Vorstand. Er zeichnet bereits seit dem

Michael Ruhl verlässt DFH

Wie die DFH Deutsche

Fonds Holding mitteilt,

wechselt Michael Ruhl (42)

zum 1. September 2013 in

die Geschäftsführung der

Hannover Leasing.


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Er wird in dieser Funktion künftig den gesamten

Eigenkapitalvertrieb des Pullacher

Initiators verantworten. Der Bankbetriebswirt

war zuletzt Vorstand der DFH Deutsche

Fonds Holding in Stuttgart, für die

er insgesamt 16 Jahre tätig war und dort

die Bereiche Eigenkapitalvertrieb, Marketing

und Investorenbetreuung sowie Rechnungswesen/Treasury,

Controlling und

(IT-) Organisation verantwortete. Vorstandskollege

Tobias Börsch wird bis auf

Weiteres Ruhls Aufgaben übernehmen.

white label komplettiert

Management-Team

Peret Bergmann ist designierter COO

der geplanten Master-KVG, deren Zulassung

die White Label Real Asset Products

GmbH derzeit vorbereitet.

Er war zuletzt unter anderem als langjähriger

Leiter der Rechtsabteilung und im

Management Board der deutschen Organisation

von Bouwfonds REIM tätig.

white label hat damit die Geschäftsleitung

der geplanten Master-KVG vervollständigt.

Gemeinsam mit Thomas Pohle

als CEO und André Barthels als CFRO

wird Peret Bergmann die Neugründung

verantworten.

Verstärkung im Senior

Management von Doric

Sibylle Pähler wurde zur

Geschäftsführerin der Doric

Konzernmutter bestellt

und verstärkt damit das

Senior Management. Frau

Pähler verantwortet die

Akquisition und Strukturierung der Investments.

Seit der Unternehmensgründung

ist sie in verschiedenen Führungspositionen

im Doric Konzern tätig und maßgeblich

am Auf- und Ausbau der Doric Produktportfolios

beteiligt.

Die beiden weiteren Geschäftsführer und

Doric Gründungsgesellschafter Dr. Peter

E. Hein und Bernd Reber bleiben für das

strategische und technische Asset Management

bzw. das Fondsmanagement

zuständig.

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, haben

die Gesellschafter der Doric GmbH mit

der Doric Lease Corp (DLC) im Juni 2013

eine operative Leasinggesellschaft gegründet,

die nicht zum Doric Konzern gehört.

DLC wird Langstreckenflugzeuge erwerben

und diese an Fluggesellschaften vermieten.

Während Fluggesellschaften Kunden der

DLC sind, stehen die Investoreninteressen

im Fokus des Doric-Konzerns.

Mark Lapidus, CEO der neuen Leasinggesellschaft,

ist aus diesem Grunde aus

dem Management des Doric Konzerns

ausgeschieden.

Hans Wöll neuer Leiter

Berenberg-Niederlassung

in München

Hans Wöll übernimmt

die Niederlassungsleitung

München von Deutschlands

ältester Privatbank.

Wöll (55), bisher Leiter

des Privat- und Unternehmerkundengeschäftes

bei Hauck & Aufhäuser

in München, wechselt mit Wirkung

zum 1. August zu Berenberg.

Der gelernte Bankkaufmann ist bereits

über viele Jahre mit dem Standort verbunden.

Vor seiner Tätigkeit bei Hauck

& Aufhäuser leitete er von 1997 – 2007

das Privatkundengeschäft des Bankhauses

Merck Finck & Co. in München. In

dieser Zeit trug er auch die operative Verantwortung

der Merck Finck Vermögensbetreuungs

AG. Davor war er 18 Jahre

bei einer Münchner Großbank vornehmlich

in verschiedenen Funktionen im Anlagebereich

tätig.

Tagaktuelle Meldungen rund

um das Thema Sachwertanlagen

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BeteiligungsReport 3 2013 49


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Lambert Liesenberg

Holz Investments I Lambert Liesenberg

Stimmt es, dass…?

Respektlose Fragen zu Wirtschaftsordnung

und Wirtschaftskrise

Manche Fragen zur Wirtschaftswelt bleiben

ungestellt – weil die antwort zu kompliziert

oder die Frage zu respektlos sein

könnte? genau solche Fragen stellt norbert

Häring täglich in der Handelsblatt-Kolumne

„stimmt es, dass…?“

die antworten zu Fragen wie

„Verdienen die Vorstände wirklich, was sie

verdienen?“

„unterscheidet nur die lizenz eine Bank von

einem Finanzjongleur?“

„Müssen wir unsere Banken tatsächlich immer

auf teufel komm raus retten?“

„Wird deutschland bald der Zahlmeister einer

europa-Regierung sein?“

präsentiert der autor mit klaren Worten:

pointierte analysen, die aktuelles Wirtschaftsgeschehen

und Ökonomielehre zusammenbringen.

in leichtem ton legt er

einfache Zusammenhänge offen. dieses

taschenbuch ist für alle, die die ordnung

unserer Wirtschaft durchschauen und ihre

Krise verstehen wollen.

schäffer poeschel Verlag, 14,95 euro

ISBN: 978-3-791032-69-6

Holz Investments:

Das Geschäft mit der wachsenden Rendite

Seit Jahren stehen Holzinvestments bei Verbraucher- und

Umweltschützern in der Kritik. Renditen im zweistelligen

Bereich? Im sicherheitsorientierten Deutschland darf das

nicht sein - schon gar nicht bei einem Investment, das sich

„nachhaltig“ nennt! Wer sich zu Holzinvestments eine

differenzierte Meinung bilden möchte, muss sich deshalb

durch einen Wald von Halbwissen und Mythen arbeiten,

die eigenverantwortliches Entscheiden stark behindern.

Ganz zu schweigen von Holzinvestments, die mit scheinbar

„angemessenen“ Renditen oder dem Image eines Sparproduktes

werben. Dieses Buch greift die kritischsten

Meinungen über Holzinvestments auf, stellt ihnen wenig

beachtete Marktentwicklungen und Fakten gegenüber und

lädt Anleger dazu ein, mit alten Denktabus zu brechen.

Frei nach dem Motto: „Verstehe, worin du investierst.“

• Kompakter und kurzweiliger Einstieg in eine viel diskutierte

Anlageklasse mit hohem Zukunftspotenzial

• Für Anleger, die sich für Geldanlagen mit Renditestärke,

Nachhaltigkeit und Infl ationsschutz interessieren

• Von einem Waldinvestment-Fachmann verfasst, der

wirtschaftliche und ökologische Sichtweisen gleichermaßen

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Eine kleine Geschichte des Kapitalismus

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Renommierte autoren der Wirtschaftsgeschichte

schildern in diesem Kolumnenband

anschaulich wichtige ideen und

erfindungen, geistige und rechtliche grundlagen

unseres Wirtschaftssystems und die

prägende Wirkung innovativer persönlichkeiten.

so sind in diesem Buch essays über die entstehung

und entwicklung des Kapitalismus

versammelt, die findige erfinder genauso

beleuchten wie die großen unternehmer

und Fabrikanten, die in ihre unternehmen

investieren. entstanden ist ein Buch, das

gerade durch die Fülle an themen – der

erfindung des Computers durch einen

deutschen tüftler bis hin zu der Frage, warum

Robert Bosch acht stunden arbeiten

ließ – an Vielfalt gewinnt.

eine spannende Reise in die Welt des Kapitalismus

bis hinein in das Zeitalter eines

Bill gates, mit überraschenden erkenntnissen

und geschichten.

Konrad theiss Verlag gmbH, 24,95 euro

ISBN: 978-3-806227-04-8

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Das Geschäft mit der wachsenden Rendite

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Holz Investments: Das Geschäft mit der

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seit Jahren stehen Holzinvestments bei

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Kritik. Renditen im zweistelligen Bereich?

im sicherheitsorientierten deutschland darf

das nicht sein - schon gar nicht bei einem

investment, das sich „nachhaltig“ nennt!

Wer sich zu Holzinvestments eine differenzierte

Meinung bilden möchte, muss sich

deshalb durch einen Wald von Halbwissen

und Mythen arbeiten, die eigenverantwortliches

entscheiden stark behindern. ganz

zu schweigen von Holzinvestments, die mit

scheinbar „angemessenen“ Renditen oder

dem image eines sparproduktes werben.

das taschenbuch greift die kritischsten

Meinungen über Holzinvestments auf,

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dieses Buch ist das zweite aus der editiongeldschule

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verfasst. es ist vor allem für

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11. Jahrgang, Ausgabe: Quartal 4 2013 € 8,90

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Spezial

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Editorial

Editorial des Herausgebers Edmund Pelikan -

Bei Finanzthemen ist der Mensch nicht rational

Wie unser Gehirn mit Geld umgeht!

AndersInvestieren Spezial -

16 S. Supplement im LION- sowie

Rotary-Magazin - August 2012 -

Auflage: 33.000 Ex.

Glauben Sie, dass Sie rationale Entscheidungen treffen können? Wenn Sie jetzt JA denken, haben

Sie vollkommen recht! Sie glauben es. Tatsächlich aber trifft der Mensch hochemotionale und irrationale

Entscheidungen, die er im Nachhinein rational zu erklären versucht.

Mit Neurofinanz der Finanzwelt auf der Spur

Diese noch relativ junge Disziplin der Finanzwissenschaft nennt sich

Neurofinanz oder auch Behavioral Finance. Sie stellt die psychologischen

Prozesse und Verhaltensorientierungen bei Finanzentscheidungen

in den Mittelpunkt der Betrachtung. Und die neuartigen Aufschlüsse

erklären so manches.

Einer der größten Fehler, der in der bisherigen Wirtschaftswissenschaft

gemacht wurde, war die Annahme des idealen Marktes. So

hatte der Nobelpreisträger Prof. Harry Markowitz bei seiner berühmten

Portfoliotheorie diesen vorausgesetzt. Also einen Finanzmarkt,

de rein rational agiert und seine Entscheidungen nur nach logischen

Faktoren trifft. In der nun seit 2008 herrschenden Finanzkrise ist dies

ad absurdum geführt worden. Den Homo oeconomicu scheint es nie

gegeben zu haben. Allein die Schlüsselentscheidung der amerikanischen

Regierung zum Ausbruch der Finanzkrise, die Investmentbank

Lehman Brothers nicht zu retten, müsste unter dem Gesichtspunkt

Sinnhaftigkeit analysiert werden. Oder auch die in der Subprimekrise

INHALT

Seite 1 Editorial - Wie unser

Gehirn mit Geld umgeht!

Seite 3 Europäisches Geldforum

Seite 4 We re tet die Welt?

Seite 5 Staat nimmt, Staat gibt!

Seite 6/7 Grünes Geld im Trend

Seite 8/9 Immobilien – der sichere

Hafen

Seite 10/11 Wo der Wind weht

Seite 12 Finanzkrise/ -chance

Seite 13 Think Tank UCS

Seite 14/15 Aktue le Beteiligungen

herrschende Kreditvergabepolitik, auf eine unendliche Wertsteigerung

von Immobilien in den USA zu setzen und sogar Arbeitslosen

ein Darlehen zu 120 Prozent des Verkehrswertes von Immobilien zu

geben, rundet dieses Bild ab.

Selbstzuschreibung

Wissenschaftler untersuchten auch die Prozesse bei Aktienkäufen.

„Menschen tendieren dazu, den Grund für ein gutes Ergebnis bei sich

selbst zu suchen, während ein schlechtes Ergebnis oftmals mit Pech

erklärt wird.“ So beschreibt es ein Diskussionspapier der AKAD von

Prof. Dr. Tristan Nguyen und Alexander Schüßler an der wissenschaftlichen

Hochschule Lahr sehr treffend. „Dies führt dazu, dass

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Editorial

Stiftungsfonds – welche Vorzüge sie haben!

AndersInvestieren Stiftungs-Spezial -

16 S. Supplement in der StiftungsWelt -

Dezember 2012 - Auflage: 8.000 Ex.

Die Verwaltung des Vermögens ist für Stiftungen eine Herausforderung. Einerseits gilt es, die Ausschüttungen

von Erträgen so zu steuern, dass der Stiftungszweck besonders breit erfüllt werden

kann und mit mindestens ausreichenden Mitteln belegt wird. Andererseits ist bei der Kapitalanlage

Verlust zu vermeiden und das Kapital an sich möglichst real und nicht nur nominal zu erhalten,

damit auch zukünftig hohe Erträge erzielt werden können.

Insbesondere für Stiftungen mit geringem Stiftungskapital ist diese

Aufgabe nicht einfach zu erfüllen. Die Stiftungsvorstände und –

gremien müssen über das nötige Fachwissen und die Möglichkeit

zur Umsetzung einer Strategie verfügen.

Investmentfonds können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Anders

als die Direktanlage verfügen Investmentfonds schon bei kleinen

Anlagebeträgen über eine breite Streuung des Kapitals und reduzieren

damit die Ausfallrisiken. Dazu ermöglichen sie wesentlich

leichter auch eine Streuung in unterschiedliche Anlageinstrumente.

So werden neben den üblichen Mischfonds auch reine Renten-, Aktien-

und Immobilienfonds speziell für Stiftungen angeboten. So

gibt es mit dem Aachener Spar- und Stiftungsfonds einen Immobilienfonds,

der vorrangig in Einzelhandelsimmobilien in 1a-Lagen

ausgewählter Innenstädte investiert. Neben der direkten Investition

bietet auch dieses Marktsegment Angebote, die ausschließlich in

andere Fonds investieren. So hat die KANA Vermögensmanage-

INHALT

Seite 1 Stiftungsfonds - welche

Vorzüge sie haben!

Seite 2 Buchvorste lung: Anlegermündigkeit

ist der beste Anlegerschutz

Seite 3 Windkraft schlägt Solarinvestments

Seite 4 Die deutschen Goldreserven

Seite 5 Geldkommunismus

oder Goldinvestment? Der Klügere

wählt Gold

Seite 6 Die Zweifel am homo

oeconomicus

Seite 8 Immobilien - der sichere

Hafen für Kapitalanleger

Seite 10 Pflegeimmobilien -

Wachstumsstarke Assetklasse in

Zeiten demografischen Wandels

Seite 12/13 Sinn & Invest - Klaus-

Hildebrand-Preis

Seite 14 aktue le Beteiligungen

ment einen Fonds aufgelegt, der ausschließlich in ETFs investiert.

ETFs sind an der Börse gehandelte Investmentfonds, die zumeist

über eine sehr günstige Kostenstruktur verfügen. Dieser Fonds gehört

mit ca. 1,5 Millionen Euro sicher auch zu den kleinsten Investmentfonds

unter den Stiftungsfonds.

Die meisten Angebote verfügen über eine deutlich günstigere Kostenstruktur

als normale Publikumsfonds. Dafür achten die meisten

Anbieter bei den Ausschüttungen darauf, nur erzielte Erträge

und nicht Wertzuwächse oder direkt Substanz auszuschütten. Für

Stiftungen ein wichtiges Thema in Bezug auf die Zuordnung der

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INVESTMENTBRIEF ZUM THEMA NACHHALTIGE GELDANLAGEN

1. Jahrgang, Ausgabe Nummer 1-2013 5,00 Euro

s nn nvest

&

Denn Sinn hat einen Wert.

Treibt die Unsicherheit wirklich Anleger in Sachwerte?

AndersInvestieren Spezial -

16 S. Supplement im LION Magazin -

April 2013 - Auflage: 20.500 Ex.

Editorial

Reale Werte zum Anfassen und sogar Genießen

Alle sprechen von Sachwerten, aber was ist das eigentlich. Die Definitionen sind zahlreich und aus den

verschiedenen Blickwinkeln betrachtet alle richtig. Das Bürgerliche Gesetzbuch beschreibt ab dem

§ 90 den Begriff Sachwert als „körperliche Gegenstände“ wie Immobilien („unbewegliche Sachen“).

Wikipedia stellt dagegen den Wertaufbewahrungsgedanken in den Vordergrund, indem es das Wort

als „Wirtschaftsgüter, zum Beispiel Häuser, Grundstücke, Schmuck oder Maschinen“ beschreibt, die

einen Gebrauchswert verkörpern, der unabhängig von Geldwertschwankungen (Inflation) ist.

Den wirtschaftlichen Nutzen stellt auch das Hamburger WeltWirtschaftsInstitut

(HWWI) bei seiner Studie „Strategie 2030“ heraus,

die in Zusammenarbeit mit der Berenberg Bank erschienen ist.

„Es handelt sich ... um Sachen, denen nicht nur kurzfristig (wie

bei Konsumgütern) ein Gebrauchswert beigemessen werden kann,

sondern die darüber hinaus mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zukünftig

einen persönlichen Nutzen versprechen.

Nach diesen Definitionen ist dann alles klar. Sachwerte schützen

vor Inflation. Falsch! Denn es gibt selten eine Theorie, die immer

zutrifft. Der Anleger - oder auch allgemeiner formuliert der naive

Mensch - hätte diese simple Betrachtungsweise gerne. Gegenbeispiele

gefällig:

INHALT

Seite 1 Reale Werte zum Anfassen

und sogar Genießen.

Seite 5 Enteignet bald der Staat

Eigentum?

Seite 6 LombardClassic 2 – mit

Faustpfand fährt man besser

Seite 8 Wohnwerte Deutschland

– Dreifachinvestitionsstrategie in

deutsche Immobilien.

Seite 9 Teak-Investment: Nachhaltig

und renditestark

Seite 10 Denken hilft, kann aber

auch hinderlich sein

Seite 11 Die Zweifel am homo

oeconomicus

Seite 12 Messen und Veranstaltungen

Seite 13 Politik, Wissenschaft und

Finanzbranche tre fen sich in Landshut

Seite 14 Aktue le Beteiligungen –

Fondsprospekt-Bestellung

- Immobilien, insbesondere Büroflächen in innerstädtischen Bestlagen,

konnten in nicht wenigen Fällen keinen Inflationsausgleich

innerhalb eines Zeitraumes von mehreren Dekaden bieten.

- Goldpreise stiegen über Jahrzehnte nicht mehr als die Verbraucherpreise,

nur in den letzten drei bis vier Jahren ist ein deutlicher

Wertsprung verzeichnet worden.

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NEU: Sinn & Invest

Monetäres Bildungsmagazin

geplant als Beilage für Schulund

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Auch für das 4. Quartal 2013 sind Sonderveröffentlichungen geplant!

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Aber nicht nur Rotary-Magazin, LION-Magazin oder StiftungsWelt sind als Trägermedium

für unsere Beilagen denkbar - gerne unterbreiten wir Ihnen ein individuelles

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Tel: +49 (0)871 430 633-0 • Fax: +49 (0)871 430 633-11

E-Mail: sekretariat@epk24.de • Web: www.epk24.de

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