2013 M04 - Oktober/November/Dezember - BLS

bls.info

2013 M04 - Oktober/November/Dezember - BLS

Magazin für Destinationsmarketing in Südtirol

oktober / november / dezember 2013

In caso di mancato recapito restituire al CPO di Bolzano - Bei nicht erfolgter Zustellung wird das Magazin an das OZP Bozen geliefert - Poste Italiane S.P.A. – Spedizione in A.B. – 70% NE/BZ, Tassa Pagata/Taxe Perçue

Südtirol Awards

der Wirtschaft

Alles über den Preis, die Gewinner, die Finalisten

und die Show 2013

Spezialausgabe


9.591

Mitarbeiter sind mitverantwortlich für den Erfolg der an den

Südtirol Awards teilnehmenden Südtiroler Unternehmen.

»

62 Unternehmen haben 2013 an den Südtirol Awards der Wirtschaft teilgenommen.

Sie beschäftigen knapp 10.000 Mitarbeiter im In- und Ausland.

(Quelle: eingereichte Unterlagen)


Inspiration zu Höchstleistungen

Preise geben fähigen Unternehmern eine Bühne, sie motivieren aber auch andere,

es den Geehrten gleichzutun und mit einzigartigen Ideen und Konzepten im harten

Wettbewerb zu bestehen.

Die Landesagenturen Business Location Südtirol (BLS), die Export Organisation

Südtirol (EOS), Südtirol Marketing (SMG) und TIS innovation park (TIS) vergeben

im Auftrag der Südtiroler Landesregierung alle zwei Jahre vier Preise in den für

die Wirtschaft so wichtigen Kategorien wie Investment, Export, Marketing und

Innovation.

2011 wurden die Südtirol Awards der Wirtschaft das erste Mal gemeinsam feierlich

verliehen: Die Unternehmen Salewa, Loacker, Kohl Bergapfelsaft und Nordpan

wurden für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet.

2013 gab es noch mehr Bewerber und noch mehr Kopfzerbrechen für die vier Fachjurys.

In dieser Sonderausgabe des Magazins M, das die vier Landesagenturen im

Sinne einer synergetischen Zusammenarbeit ebenfalls seit einigen Jahren gemeinsam

herausgeben, erfahren Sie mehr: mehr über die Sieger jeder Kategorie, aber

auch über die Finalisten, welche die Jurys in die engere Auswahl genommen haben.

Mögen der Preis und das Magazin Inspiration für alle sein, die sich täglich dem

Wettbewerb stellen und der wahre Motor der Wirtschaft unseres Landes sind: die

Unternehmen.

Luis Durnwalder, Landeshauptmann

oktober, november, dezember 2013 | M 3


SÜDTIROL AWARDS | Sponsoren

Die Organisatoren danken. Verschiedene Sponsoren haben die Verleihungsfeier

tatkräftig unterstützt. Die Stiftung Südtiroler Sparkasse ermöglichte das hochwertige Kulturprogramm.

Wir danken herzlich!

www.suedtirol-awards.it/partner

4 m | oktober, november, dezember 2013


Inhalt

Spezialausgabe: Südtirol Awards 2013

8 Auszeichnung für Vorbilder

Seit zwei Jahren wird die Exzellenz von

Südtiroler Betrieben ins Rampenlicht

gestellt.

12 Zum Abklettern nach Südtirol

Der Gewinner des Südtirol Awards für

Marketing 2013 ist die Veranstaltung

International Mountain Summit (IMS).

14 Finalisten der Kategorie Marketing

Design-Tischlerei georgmuehlmann,

vigilius mountainstories, Daunenstep

und Prinoth überzeugten die Jury.

16 Wachstum nur durch Export

Progress Maschinen & Automation AG

in Brixen heißt der Gewinner des Südtirol

Awards für Export 2013.

18 Finalisten der Kategorie Export

Die Firmen Autotest, Barth Innenausbau,

Rossin, Höller und VOG Products beeindruckten

mit ihren Exportstrategien.

20 Ein starkes Team

GKN Sinter Metals – ein internationaler

Konzern mit britischem Mutterhaus –

hat den Südtirol Award für Investment

gewonnen.

22 Finalisten der Kategorie Investment

Loacker Remedia, Karl Pedross AG,

Rubner Haus, VAP, Damiani-Holz&Co

kamen in die engere Auswahl.

24 Innovation mit System

Die Jury kürte die Firma Prinoth zum

diesjährigen Gewinner des Investment

Awards.

26 Finalisten der Kategorie Innovation

GKN Sinter Metals, Provex, Technoalpin,

Monier und Intercable stellen eindrucksvoll

ihre Innovationsfähigkeit

unter Beweis.

28 Alle auf einen Blick

Die 62 Firmen, die sich um die Südtirol

Awards beworben haben, im Überblick.

30 Wer die Wahl hat, hat die Qual

Die vier Fachjurys und ihre 28 Mitglieder.

Rubriken

7 made in südtirol

31 meinung

32 blick über den tellerrand

36 rückblick 2011

38 m wie motivation

BLS – Business Location Südtirol A.G., Dompassage 15, 39100 Bozen

EOS – Export Organisation Südtirol, Südtiroler Straße 60, 39100 Bozen

SMG – Agentur Südtirol Marketing, Pfarrplatz 11, 39100 Bozen

TIS – innovation park, Siemensstraße 19, 39100 Bozen

Verantwortliche für den Inhalt: Maria Cristina De Paoli | Chefredaktion: Barbara Prugger | Redaktion: Astrid Brunetti, Maria C. De Paoli, Bettina König,

David Lezuo, Petra Oberhuber, Eva Pichler, Susanne Pitro, Cäcilia Seehauser, Katharina Telfser, Ruth Torggler | Koordination: Ruth Torggler | Übersetzung:

Martina Pastore | Layout: succus. Kommunikation GmbH | Design-Consult: Arne Kluge | Fotografie: Piotr Drozdz, Manuel Ferrigato, Alex Filz, Wolf Heider-

Sawall, Ilja Hendel, Martina Jaider | Illustrationen: Philipp Aukenthaler | Druckvorstufe: typoplus GmbH, Bozner Straße 57, 39057 Frangart | Druck: Karo

Druck KG, Pillhof 25, 39057 Frangart | Zur Abbestellung dieses kostenlosen Magazins genügt eine E-Mail mit genauer Adressangabe an m@suedtirol.info |

Eintragung beim Landesgericht Bozen Nr. 7/2005 vom 9. Mai 2005


die kategorien

Der Gewinner des Südtirol Awards für Marketing 2011, Thomas Kohl, nimmt den Preis aus den Händen

des damals zuständigen Landesrates Hans Berger entgegen, rechts Moderator Gustav Hofer.

EXPORTSCHLAGER

Gesucht: Projekte für neue Märkte

EXPORT. Der ausgeschriebene Preis zielt

auf ein erfolgreiches Konzept, eine Idee

oder eine Initiative rund um den Vertrieb

und die Vermarktung in neuen Absatzgebieten

ab. Das Projekt muss bereits

in die Tat umgesetzt sein, damit

sein Erfolg durch erste Ergebnisse oder

eine nachhaltige Umsatzsteigerung klar

nachgewiesen werden kann. Außerdem

muss es zukunftsorientiert sein und Entwicklungspotential

haben. Eine systematische,

strategische Herangehensweise

ist dabei sehr wichtig und gefragt.

„Uns geht es in erster Linie darum, ausgeklügelte,

erfolgreiche Exportstrategien

auszuzeichnen. Ob sie groß angelegt

und umfassend sind oder eher in der Nische

operieren, ist dabei zweitrangig“,

erklärt der Direktor der Export Organisation

Südtirol (EOS) Hansjörg Prast.

WIRTSCHAFTSINVESTITION

Bekenntnis zum Standort Südtirol

nen. Die Standortagentur Business Location

Südtirol (BLS) ist dabei stets auf

der Suche nach außergewöhnlichen Erfolgsgeschichten

von Unternehmern,

die hinter dieser Investition stehen,

nach Investments, die an einem schwierigen

Standort realisiert wurden und

deshalb ein klares Bekenntnis zum

Standort Südtirol ausdrücken, oder

nach Vorhaben, die den lokalen Wirtschaftsraum

in spürbarer Form positiv

beeinflussen und stärken. „Es geht uns

darum, Unternehmen auszuzeichnen,

die an den Standort Südtirol glauben,

seine Potentiale ausschöpfen und die

den Standort durch ihre Investitionen

stärker und wettbewerbsfähiger machen“,

sagt BLS-Direktor Ulrich Stofner.

INNOVATIVE PROJEKTE

Vermarktung mit Südtirol-Bezug

MARKETING. Wer sich für den Marketing

Award bewirbt, kann nicht nur eine

einzelne Marketingidee einreichen,

sondern es muss sich um ein ganzes

Marketingprojekt handeln, das in den

letzten drei Jahren umgesetzt wurde.

Das Projekt muss innovativ und kreativ

sein, Funktionalität und Marktfähigkeit

unter Beweis stellen und Entwicklungspotential

besitzen. Es muss Bezug zur

Destination Südtirol haben und die

Kernaussage der Dachmarke Südtirol

widerspiegeln: „Südtirol ist die kontrastreiche

Symbiose aus alpin und mediterran,

Spontaneität und Verlässlichkeit,

Natur und Kultur“. Idee & Konzept, Preis

& Vertrieb, Kommunikation & Design:

Die Marketingleistung des Projekts

zeichnet sich durch besondere Aussagekraft

in einem oder mehreren dieser Bereiche

aus. „Ein Hauptkriterium für die

Vergabe des Marketing Awards ist die

Frage, inwieweit das Produkt oder die

Kommunikationskampagne die Marke

Südtirol stärkt“, so Uli Rubner, Präsidentin

von Südtirol Marketing (SMG).

INNOVATIONSFÄHIGKEIT

Sichtbare Wettbewerbsvorteile

INNOVATION. Im Fokus dieser Kategorie

steht die Innovationsfähigkeit von Unternehmen.

Wettbewerbsvorteile und

Nutzen von Innovation müssen für den

Anwender in besonderem Maße sichtbar

und spürbar sein. Verlangt wird zudem,

dass das Unternehmen Marktattraktivität

und Wettbewerbsintensität richtig

einschätzt und Innovationen so in die

vorhandene Unternehmenssituation

einbaut, dass das Unternehmen belastbar

und lernfähig bleibt. „Wir zeichnen

nicht eine Innovation an sich aus, sondern

es geht einzig und allein um den

Nachweis, wie groß die Fähigkeit des Unternehmens

zur Innovation ist“, erklärt

der Direktor des TIS innovation park, Hubert

Hofer.

(BK)

INVESTMENT. Eine Investition am Wirtschaftsstandort

Südtirol ist die Voraussetzung

für die Teilnahme am Investment

Award. Die Investition muss innerhalb

der letzten fünf Jahre getätigt

worden sein und kann verschiedenste

Bereiche betreffen: von der Investition

in materielles und immaterielles Anlagevermögen

über Investitionen in die

Mitarbeiter bis zu jenen in Kooperatio-

Vier Preise für wesentliche Kompetenzen der Südtiroler Wirtschaft: Marketing, Export,

Investment, Innovation. Mehr unter www.suedtirol-awards.it/kategorien

6 m | oktober, november, dezember 2013


MADE IN südtirol

STECKBRIEF

Objekt: Südtirol Awards Pult

Besonderheit .......... aus einem Stück mit einer 3D-Fräse hergestellt

Material ...................................................................................... Lindenholz

Produktion ............................................. 3D Wood, St. Ulrich in Gröden

Design ................................................................ Hassler Made, Hamburg

Es ist der neue Blickfang auf der Bühne, Treffpunkt für die Menschen,

die dort zusammenkommen, und verbindet ursprüngliches

Material, Design und Technik: das neue Südtirol Awards Pult. Grödner

Holztechniker von 3D Wood haben es eigens gefertigt und auf

die jahrhundertealte Handwerkstradition modernste Technik aufgesetzt.

Das Pult aus Lindenholz mit seinen geschwungenen, aber

puren Linien, vom Designer Jürgen Hassler konzipiert, ist mit einer

hochmodernen und robotergeführten 3D-Fräse aus einem Block

gefertigt und durch erfahrene Handwerker vollendet. Bei der Konzeption

war es wichtig, Zukunftsfähigkeit, Dynamik und zugleich

Bodenständigkeit und Tradition auszudrücken. In diesem Sinne hat

das Pult das Zeug neben dem Preis eine weitere Ikone der Südtirol

Awards zu werden. www.3dwood.com

oktober, november, dezember 2013 | M 7


SÜDTIROL AWARDS | Auszeichnung für Vorbilder

Auszeichnung

für Vorbilder

2011 haben SMG, BLS, TIS und EOS gemeinsam die Südtirol Awards der Wirtschaft

für die Kategorien Marketing, Investment, Export und Innovation ins

Leben gerufen. Damals hatten sich 53 heimische Unternehmen dem Wettbewerb

gestellt. Bei der zweiten Auflage gingen heuer 62 Betriebe ins Rennen.

Die vier Sieger stehen nun fest.

Text: Maria Cristina De Paoli

Illustration: Philipp Aukenthaler


Wie gut – oder wie schlecht –

es um einen Wirtschaftsstandort

und die dort angesiedelten

Unternehmen

bestellt ist, lässt sich an diversen Parametern

messen. Allen voran an den Umsätzen

und den Gewinnen der Betriebe,

an deren Marktposition und den Beschäftigtenzahlen.

„Es sind aber auch

und vor allem die strategischen Bereiche

Export, Innovation, Marketing und Investitionen,

die heute der Südtiroler

Wirtschaft die nötige Krisenfestigkeit

verleihen“, sagt der Wirtschaftslandesrat

Thomas Widmann. „Sie sind es, die

positive Kreisläufe in Gang setzen, die

Arbeitsplätze, Kaufkraft und Investitionsbedarf

schaffen.“

Und genau diese Faktoren stehen im

Mittelpunkt der Südtirol Awards der

Wirtschaft. 2011 haben BLS, EOS, SMG

und TIS die Auszeichnung gemeinsam

aus der Taufe gehoben. Die Idee dahinter:

„Die Exzellenz unserer Betriebe in

das gebührende Rampenlicht zu stellen

und all jene zu prämieren, die Verantwortung

gegenüber Natur und Landschaft,

Respekt für die kulturellen Eigenheiten

und Mut zu Neuem beweisen,“

erklärt der Landesrat. „Denn wenn

sich Südtirols Wirtschaft bisher als stabil

erwiesen hat, dann ist das auch auf

die Bemühungen der heimischen Unternehmen

zurückzuführen, die immer

öfter und überzeugter den Weg der Qualität,

der Innovation und der Nachhaltigkeit

gehen.“ Durch ihre Leistungen

würden sie den Wirtschaftsstandort

und dessen Wettbewerbsfähigkeit nicht

nur stärken, sondern ihm auch Glaubwürdigkeit

verleihen. Arbeit, Leistung

und Kreativität bräuchten allerdings

auch Wertschätzung und Anerkennung,

damit die Motivation aufrechtbleibe.

Deshalb also die Entscheidung, die Südtirol

Awards der Wirtschaft zu verleihen.

Und deshalb auch die vier verschiede-

nen Kategorien, um den Besonderheiten

der teilnehmenden Betriebe besser

gerecht zu werden.

Richtige Entscheidung

Mit einem gemeinsamen Wirtschaftspreis

haben BLS, EOS, SMG und TIS

auch noch ein zweites Ziel verfolgt: Die

Südtirol Awards waren der Anlass, um

die Kräfte zu bündeln und die daraus resultierenden

Synergien zu nutzen. Denn

bereits vor 2011 hatten die einzelnen Organisationen

eigene Wirtschaftspreise

ins Leben gerufen (siehe dazu eigenen

Kasten). Seit 2002 vergab die SMG »

Die bisherigen Preise

Aus drei mach eins

Die Südtirol Marketing Awards der

Wirtschaft wurden 2011 erstmals vergeben.

Zuvor existierten bereits getrennt

voneinander ein SMG Marketing

Award, ein TIS Innovation Award

und ein Go International Award der

EOS.

Der SMG Marketing Award wurde

seit 2002 jährlich vergeben. Unter

anderen haben ihn der Südtiroler

Bauernbund für das „Urlaub auf dem

Bauernhof“-Konzept, die Initiative

wein.kaltern und der Grödner Kunsthandwerker-Zusammenschluss

Unika

erhalten.

Der TIS Innovation Award wurde von

2008 bis 2010 jährlich verliehen. Die

Sieger waren die Brixner Durst AG,

die Lananer Tanzer Maschinenbau

GmbH und die Leiferer Röchling Automotive

Engineering.

Den Go International Award gab es

zwei Mal, und zwar 2006 und 2010, für

zwei verschiedene Kategorien: „Exporttätigkeit

seit über drei Jahren“

und „Exporttätigkeit bis drei Jahre“.

oktober, november, dezember 2013 | M 9


SÜDTIROL AWARDS | Auszeichnung für Vorbilder

Für Kultur, Umwelt und Wirtschaft

A wie Award

Es genügt, eine der vielen Suchmaschinen im Netz mit dem Begriff

„Award“ zu speisen, und schon wird man regelrecht überschüttet

mit Informationen und Teilnahmebedingungen, mit

Begründungen von Jurys und Berichten über feierliche

Übergaben. Die Auszeichnungen werden für herausragende

Leistungen in verschiedensten Bereichen

vergeben. Und: Menschen und Unternehmen,

aber auch Projekte und Ideen werden prämiert.

Die Organisationen und Institutionen,

die die Awards verleihen, sind sehr unterschiedlicher

Natur. Immer öfters sind es Medien,

wie der britische „Guardian“ mit seinem Sustenible

Business Award für nachhaltige Geschäftsmodelle oder das

F.A.Z.-Institut, eine Tochtergesellschaft der Frankfurter Allgemeinen

Zeitung, das innovative und wachstumsstarke Unternehmen

mit dem STEP Award auszeichnet. Meist ist es aber die Wirtschaft

selbst, die die Wirtschaft ehrt. So ist das in Südtirol etwa

bei den Südtirol Awards oder beim KlimaHaus Award der Fall,

der von der gleichnamigen Agentur initiiert wurde. In Deutschland

verleiht (um nur einige zu nennen) die deutsche

Postbank den Finance Award; in Österreich hat der

Public Relation Verband Austria den Best PRactice

Award ins Leben gerufen, während in der Schweiz

der Spielwarenverband jährlich den Suisse Toy

Award vergibt.

Wenn man von Awards spricht, so meint man weltweit

aber vor allem zwei besondere Preise – und zwar

den Academy Award, besser bekannt als Oscar, der seit

1929 von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences verliehen

wird, und den Grammy Award (kurz Grammy), der 1959

von der US-amerikanischen Musikindustrie begründet wurde.

ihren Marketing Award. „Wenn sich jemand

überdurchschnittlich engagiert,

dann ist es richtig, dass seine Leistungen

offiziell anerkannt werden; damit

werden auch andere inspiriert“, begründet

Barbara Prugger von der SMG-Unternehmenskommunikation

die Entscheidung,

vor elf Jahren den Marketing

Award zu lancieren. TIS und EOS gingen

einige Jahre später einen ähnlichen Weg.

„Die Zusammenlegung der verschiedenen

Wirtschaftspreise zu den gemeinsamen

Südtirol Awards war die beste

Entscheidung“, kommentiert Hansi Felder

die jüngste Entwicklung. „Alles ist

einfacher und übersichtlicher geworden,

und wir können mit geballter Kraft

weitermachen.“ Außerdem habe die Tatsache,

dass sie nun von vier Institutionen

gemeinsam getragen wird, der Auszeichnung

noch mehr Prestige verliehen.

Als Direktor der Abteilung für Handwerk,

Handel und Industrie sitzt Felder als

Einziger in allen vier Fachjurys und ist

somit – wie kein anderer – am Puls des

Wettbewerbs. „Freilich ist es nicht einfach,

in allen Bereichen immer dasselbe

Niveau zu erreichen. Und oft ist die Grenze

zwischen den einzelnen Kategorien

recht ungenau.“ Bei den Unternehmen

sei das nicht anders als bei den Menschen,

so Hansi Felder: „Wer im Leben grundsätzlich

einen Gang mehr als alle anderen

hat, der ist erfahrungsgemäß sowohl

beim Bergsteigen als auch beim Hausbauen

der Schnellste.“ Und so brilliere

der Exportmeister unter den Betrieben

meist auch durch seine Investitionsbereitschaft

oder seine Innovationsfreude.

Großer Zuspruch

Dass die Idee eines großen Südtiroler

Wirtschaftspreises auch bei der Wirtschaft

gut angekommen ist, beweist der

Zuspruch, den bereits die erste Auflage

erfahren hatte. Insgesamt 53 Unternehmen

ließen sich 2011 – je nach Kategorie

– von den vier Fachjurys auf ihre Exporttätigkeit,

ihre Innovationsfähigkeit,

ihre Marketingstrategien oder ihre Investitionsbereitschaft

prüfen. Zwölf Unternehmen

kamen schließlich in die

Endrunde. Vier wurden zu Siegern gekürt.

Im Rahmen einer Gala-Veranstaltung

im Bozner Stadttheater nahmen

Thomas Kohl vom Obsthof Troidner am

Ritten, Markus Prugger von der Olanger

Nordpan AG, Heiner Oberrauch vom

Outdoor-Spezialisten Salewa und die

Unternehmerfamilie Loacker vom

gleichnamigen Waffelhersteller am Ritten

einen Award entgegen.

Die A. Loacker AG wurde dabei für

ihre Leistungen im Export prämiert.

Doch welchen Stellenwert hat ein lokaler

Preis eigentlich für ein Unternehmen,

das seit Jahren international

agiert und auch weltweit erfolgreich

ist? „Wir haben uns wirklich sehr über

den Award gefreut“, antwortet Loacker-

Marketingleiter Hanspeter Dejakum.

„Er zeichnet uns als starkes, regional

verankertes Unternehmen aus.“ Und

das wurde auch entsprechend kommuniziert.

„Etwa bei der jüngsten jährlichen

Marketingveranstaltung mit allen

weltweiten Loacker-Kunden anlässlich

der Internationalen Süßwarenmesse in

Köln.“ Freilich habe der Südtirol Award

nicht die Tragweite etwa einer „Goldenen

Uhr“, die jährlich vom internationalen

Süßwarenverband Sweet Global

Network – auch an Loacker – verliehen

wird. „Der Award strahlt für uns vielmehr

von innen nach außen. Er war

eine wichtige Bestätigung und Motivation

für uns alle. Außerdem hat er sicherlich

unsere Vorbildfunktion anderen

Südtiroler Betrieben gegenüber gestärkt.

Und auch das freut uns sehr.“

Große Freude über den Award, den

er 2011 für die Marketingleistungen seines

jungen Betriebes erhalten hat, zeigt

auch Thomas Kohl. „Der Preis hat uns

sehr viel Anerkennung und Sichtbarkeit

gebracht“, sagt der Rittner Bauer

und Unternehmer. „Er hat aber vor allem

unser Selbstbewusstsein gestärkt.

Wir fühlen uns auf dem richtigen Weg.“

10 m | oktober, november, dezember 2013


Die Auszeichnung für den Obsthof

Troidner beweise außerdem, dass auch

die Kleinen in Südtirol viel erreichen

können. „Heute steht der Award in unserem

neu eingerichteten Genussraum,

wo ihn alle sehen können, die zu uns

kommen, um unsere Produkte zu verkosten.“

Der Innovationsaward ging dagegen

an die Olanger Nordpan AG (Gruppe

Rubner). Für Generaldirektor Markus

Prugger war der Preis eine „Anerkennung

für die große ,Holzleidenschaft‘

der gesamten Belegschaft.“ Er sei aber

auch ein Ansporn gewesen, so weiterzumachen

wie bisher. „Wir sind gemeinsam

nie den leichteren Weg gegangen

und haben bewiesen, dass man in der

Holzbranche mit Querdenken, technischer

Kompetenz, Fleiß und Mut sehr

wohl mit den Traditionen brechen darf.“

Die Früchte dieser Anstrengungen würde

das Unternehmen gerade in der derzeitigen

Krise ernten.

Salewa-Chef Heiner Oberrauch saß

heuer in der Jury des Investment Awards.

Vor zwei Jahren wurde sein Unternehmen

selbst damit ausgezeichnet. „Unsere

gesamte Mannschaft war sehr stolz

auf den Preis“, so Oberrauch. „Persönlich

empfinde ich die Südtirol Awards

als ein Zeichen der Wertschätzung vonseiten

der Öffentlichkeit. Die Leistungen

der heimischen Wirtschaft werden

nicht als Selbstverständlichkeit hingenommen,

sondern als solche anerkannt.

Und das ist für uns Unternehmer sehr

wichtig.“

Die Sieger

Mit der zweiten Auflage der Südtirol

Awards konnte heuer bereits der große

Erfolg von 2011 übertroffen werden.

Die Zahl der Teilnehmer am Wettbewerb

ist weiter gestiegen. Die Jurys haben

in den vergangenen Monaten insgesamt

62 Betriebe unter die Lupe genommen.

Sie haben Profile analysiert

und Eckdaten verglichen. Und nun

steht das Ergebnis fest. Wieder kamen

zwölf Betriebe (drei pro Kategorie) in

die Endrunde. Und wieder gibt es vier

Sieger: Die Brunecker GKN Sinter Metals

AG wurde für ihr Vertrauen in den

Standort Südtirol und die Bereitschaft

ausgezeichnet, hier zu investieren. Der

International Mountain Summit IMS,

der jährlich in Brixen stattfindet, wurde

für seinen Beitrag zum Destinationsmarketing

prämiert. Die Prinoth AG

mit Sitz in Sterzing überzeugte die Juroren

mit ihrer Innovationskraft, während

die in Brixen angesiedelte Progress

Maschinen & Automation AG

dank ihrer Exportzahlen sämtliche

Mitbewerber der Kategorie auf der Strecke

ließ.

Gesellschaftliche Notwendigkeit

Die alten und neuen Sieger, aber auch

alle anderen Teilnehmer an den Wettbewerben,

sind für den Innovationslandesrat

vor allem eines: „Große Vorbilder.“

Die Südtirol Awards würden diese

Tatsache ganz besonders unterstreichen

und seien daher ein wichtiger Anreiz

für andere Unternehmer. Besonders

junge Menschen sollten dadurch

angespornt werden, solchen Leitbildern

nachzueifern. „Außerdem rückt

die Auszeichnung die Prinzipien des

Unternehmertums – den Mut, die Entschlossenheit,

die Beständigkeit und

den Weitblick – in den Mittelpunkt und

macht sie entsprechend sichtbar.“

Aus gesellschaftlicher Sicht werde

dabei deutlich, dass ein Land, eine Region,

eine Provinz diese universellen

Werte braucht, wenn sie die Zukunft ihrer

Bürger absichern will. „Vielleicht haben

Preise dieser Art sogar den Effekt,

dass Menschen ihr eigenes Handeln verstärkt

hinterfragen, weil sie von den prämierten

Leistungen tief beeindruckt

sind“, so der Landesrat weiter. „Ich glaube

daher, dass die Auszeichnung von Unternehmen,

die gerade in Schlüsselbereichen

Hervorragendes geleistet haben,

eine gesellschaftliche Notwendigkeit

darstellt. Denn wenn wir die Zukunft

meistern wollen, müssen wir uns immer

auch an Vorbildern orientieren, die uns

zeigen, wie dies gelingen kann. Und genau

diesen Moment des Innehaltens

und des Sich-Umschauens schaffen wir

mit den Südtirol Awards.“


Kategorie: marketing (SMG)

Zum Abklettern nach Südtirol. Die Gästeliste des International

Mountain Summit liest sich wie das „Who is Who“ der Bergsportszene. Seit 2009 holt der Gewinner des

heurigen Marketing Award Top-Alpinisten und Berginteressierte aus aller Welt nach Brixen, um den Berg

gemeinsam zu feiern.

Als das Klettern noch wenigen, unerschrockenen

Abenteurern vorbehalten

war, traf sich die Szene im Spätherbst in

den Dolomiten, um das Jahr gemeinsam

ausklingen zu lassen. Man saß beisammen,

erzählte viel und diskutierte ausgiebig

– über persönliche Erlebnisse,

gewagte Routen, neue Klettertechniken

oder gemeinsame Projekte. Und genau

dieses „Abklettern“ wird seit 2009 in

Brixen mit dem International Mountain

Summit (IMS) neu zelebriert. Chris Bonington,

Adam Ondra, Gerlinde Kaltenbrunner,

aber auch Thomas Huber, Roger

Schäli, Doug Scott und natürlich

Reinhold Messner waren bereits als Referenten

oder Ehrengäste mit dabei.

Und auch heuer ist die Liste der Teilnehmer

mit Catherine Destivelle, David

Lama und Hansjörg Auer – um nur einige

zu nennen – lang und prominent.

„Unsere Bühne wird international immer

stärker wahrgenommen und gesucht“,

bestätigen die beiden Organisatoren

Markus Gaiser und Alex Ploner.

Das Festival fördert aber nicht nur

das Netzwerken unter Spitzensportlern.

Anders als beim Abklettern in den Dreißigerjahren,

zu dem ausschließlich Alpinisten

angereist sind, lockt das „Basislager“

im Brixner Kongresszentrum heute

auch zahlreiche Protagonisten aus Wirtschaft,

Wissenschaft

und Kultur

an. Und:

Es ist zum

Treffpunkt

für begeisterte

Nicht-Profis

geworden. Rund

50.000 Besucher wur-

den seit 2009 auf dem Gipfeltreffen gezählt,

darunter viele Fachjournalisten,

aber auch Fans, die ihren großen Vorbildern

zujubeln, coole Nachwuchskletterer,

die fachsimpelnd durch die Veranstaltung

schlendern, oder Freizeitsportler,

die das Rahmenprogramm nutzen,

um einmal im Leben mit den ganz Großen

durch Südtirol zu wandern.

Starke Wechselbeziehung

Doch genauso unterschiedlich wie seine

Gäste sind auch die Aspekte, die der IMS

jedes Jahr neu beleuchtet: der Berg als

Naturwunder und Lebensraum, Herausforderung

und Bedrohung, Rückzugsort

und Wirtschaftsfaktor, als prägendes

Element von Geschichte und Kultur.

Und dementsprechend werden auch die

Schwerpunkte gesetzt. Bisher wurde in

Brixen über Authentizität und Sicherheit

ebenso referiert und diskutiert wie

über Spiritualität und Schicksal, Grenzen

und Gesundheit, Nachhaltigkeit

und Nutzung, während heuer – unter

anderem – die Dolomiten als Weltnaturerbe

und die Telemedizin am Berg im

Mittelpunkt stehen.

Das weit umspannende Gipfeltreffen

versteht sich vor allem als großer Impulsgeber

in der Auseinandersetzung

zwischen Mensch und Berg und als wichtige

Ideenschmiede.

Ein Anspruch, dem der Summit von Anfang

an gerecht geworden ist. „Ich bin

hingerissen“, hatte Reinhold Messner

2009 nach dem ersten Treffen kommentiert.

„Ich kenne kein so hintergründiges

Bergfestival wie den IMS. Hier findet

ein offener Wettbewerb der Ideen statt.“

Mit dem alljährlichen Kongress und

den „Talks“, bei denen sich Spitzensportler

und Publikum zum Gespräch

treffen, beim abendlichen „Abklettern“

und dem IMS Photo Contest, aber auch

im Rahmen von Diskussionsforen, Filmpräsentationen

und gemeinsamen

Wanderungen bietet die Veranstaltung

gleich mehrere und sehr unterschiedliche

Gelegenheiten, sich mit den diversen

Themen zu konfrontieren. Darüber

hinaus ist es den Organisatoren gelungen,

auch andere Akteure am Berg wie

die großen Bergvereine, die Bergrettungsorganisationen

oder den Bergweltverband

UIAA mit in das Boot zu holen.

Eine Entscheidung, die die Pluralität der

Veranstaltung zusätzlich fördert. Das

Bergfestival schafft es, Themen, Generationen

und Sichtweisen miteinander zu

vernetzen.

Erfolgsveranstaltung

Dass der Berg auch im 21. Jahrhundert

nichts von seiner Faszination eingebüßt

hat, beweisen die stolzen Besucherzahlen

auf dem IMS. Dass die Dolomiten –

heute wie vor hundert Jahren – die Elite

des Bergsports in Atem hält, zeigt die

starke Präsenz vieler großer Alpinisten in

Brixen. Mit der Veranstaltung ist es Süd-


Gewinner: kiku IMS – INTERNATIONAL MOUNTAIN SUMMIT SÜDTIROL

Impressionen eines Bergfestivals

der besonderen Art. Seit heuer

heißt die Veranstaltung „Kiku.

International Mountain Summit“

nach einem der Sponsoren, der

Premium-Apfelmarke Kiku.

tirol aber vor allem gelungen, seine Bergkompetenz

international weiter zu stärken

und sich als Bergdestination noch

besser zu positionieren. Ein Erfolg, den

nicht zuletzt auch das große Medienecho

bestätigt, das das Bergfestival genießt.

Seit mittlerweile fünf Jahren schaut die

gesamte Bergszene im Spätherbst auf

Brixen und die Dolomiten. Allein im Vorjahr

wurden über 1100 Artikel aus 20 Ländern

über den Summit gezählt. Der Medien-

und Markenwert des IMS beläuft

sich auf geschätzte 4,8 Millionen Euro.

Die Gesamtkosten der Veranstaltung liegen

hingegen bei rund 600.000 Euro. Im

Vorjahr konnte die Hälfte davon mit den

Einnahmen durch Ticketing und Sponsoring

abgedeckt werden. Der Rest wurde

durch öffentliche Fördermittel subventioniert,

wobei sich die Gemeinde

Brixen an der Finanzierung ebenso beteiligt

wie Land und Region.

(MDP)

Begründung

der Jury

Das Bergfestival International Mountain

Summit (IMS) stärkt die Bergkompetenz

der Destination Südtirol. Die

Idee, die weltweit besten Bergsteiger

im Herzen der Alpen zu versammeln,

ist preiswürdig. Das IMS ist schon heute

eines der wichtigsten Bergfestivals

weltweit, hat große Strahlkraft und damit

auch internationales Presse-Echo.

Weiters besitzt das IMS das Potential,

um europaweit zu „DER“ Bergsportveranstaltung

schlechthin zu werden. Das

Event wird zur Hälfte aus öffentlichen

Mitteln finanziert, was für eine Veranstaltung,

die Südtirol und eine seiner

Schlüsselkompetenzen positioniert,

auch legitim ist. Jetzt geht es darum,

das Event professionell und stringent

am Thema „Berg“ weiterzuentwickeln.

oktober, november, dezember 2013 | M 13


Kategorie: marketing (SMG)

Melk-i: Vom Gebrauchsgegenstand

zum Designobjekt

Aushängeschilder

für Südtirol

Was haben ein Designerstuhl, ein Luxushotel, Federbetten und

ein Pistenfahrzeug gemeinsam? Sie schaffen es, Südtiroler Werte

und Stärken in neuer Form zu beleben.

Die Wiener haben ihren Kaffeehausstuhl,

die Londoner

ihren Arnold Circus Stool,

doch mit welchem Sessel

können sich die Südtiroler identifizieren?

Eine Marktlücke, die der Jenesier

Tischler und Designer Georg Mühlmann

nach einem Vortrag über ortstypische

Stühle entdeckte – und mit Melk-i füllte.

Ein Designer- und Gesundheitsstuhl, inspiriert

am traditionellen alpenländischen

Melkschemel. „Damit wollte ich

die älteste Sitzgelegenheit der Alpenregion

salonfähig machen und vor dem

Vergessen bewahren“, sagt er selbst.

Das gelingt nun auch dank renommierter

Preise wie dem Design Award Tirol

oder dem Red Dot Design Award 2013.

Ein Erfolg, zu dem zweifelsohne die Fähigkeit

des gelernten Holzschnitzers beiträgt,

aus Tradition Innovation zu schaf-

fen. In seiner modernen Schreibtischversion

findet der einbeinige Schemel, der

früher mit Lederriemen ans Gesäß gebunden

wurde, in einem stilisierten

Melkkübel Halt. Dank der Mikrobewegungen

des Beins im konisch ausgefrästen

Kübel wird das Sitzen auf Melk-i zur

Therapie für verspannte Rücken. Auf den

Megatrend Gesundheit sprang Mühlmann

auch mit der Auswahl des Materials

auf: Das typisch alpenländische Zirbenholz

entfaltet im Zusammenspiel mit

dem minimalistischen Design des

Schreibtischhockers nicht nur eine ästhetische

Wirkung. Mit seinen ätherischen

Ölen und Harzen wirkt es auch beruhigend

auf Herzfrequenz und Kreislauf.

Gesund hocken auf einem prämierten

Designerstück, das wohlige Gefühle wie

in einer alten Bauernstube auslöst: Der

Melkschemel ist salonfähig geworden.

Geschichtenerzähler

Ankommen, loslassen, glücklich sein:

Seit seiner Eröffnung vor zehn Jahren

setzt das Fünf-Sterne-Hotel vigilius

mountain resort in seiner Kommunikation

auf diese Art von seelischem Luxus.

Bei der Positionierung als Pionier eines

nachhaltigen Tourismus im oberen

Preissegment beschränkt man sich am

Vigiljoch aber nicht auf die einzigartige

Lage und Architektur, sondern bastelt

beständig an der Identität des Hauses

weiter. Auch unter Einbindung der eigenen

Gäste. Mountainstories heißt das

innovative Projekt, mit dem das Team

um Ulrich Ladurner vor sechs Jahren begonnen

hat, die Gäste zum Schreiben

von Geschichten zu motivieren. „Eine

Einladung an die Sinne, Erinnerungen

und Träume wachzurufen und in eine

Geschichte zu verflechten“, heißt es auf

der Webplattform mountainstories.com.

Dort kann man Texte auf unkomplizierte

Weise veröffentlichen und in einer

stetig wachsenden Zahl von Geschichten

schmökern.

Einmal im Jahr erscheint eine Auswahl

davon in Buchform. Fünf solcher

Bände umfasst die Edition nun schon,

jeder zu einem Jahresthema, jeder in einer

der Corporate-Farben des Hauses

gebunden. Zu den Geschichtenerzählern

des vigilius zählen mittlerweile

nicht nur Gäste, Angestellte oder der

Hausherr selbst, sondern auch eine Reihe

bekannter Literaturschaffender oder

noch zu entdeckender Sprachtalente.

Dank der literarischen Qualität vieler

Texte wurde die Ausgabe 2013 erstmals

mit einem Literaturwettbewerb verbunden.

Wer auch immer eine persönliche

Geschichte im vigilius hinterlässt, erhält

zudem das Versprechen, dass sie 150

Jahre aufbewahrt wird.

Designtischlerei Georg Mühlmann

„Die älteste Sitzgelegenheit der

Alpenregion salonfähig machen.“

Vigilius Mountain Resort

„An einem besonderen Ort Geschichten

erzählen, lesen und bewahren.“

14 m | oktober, november, dezember 2013


4 Finalisten: georg mühlmann, vigilius, DAUNENSTEP, PRINOTH

Daunenstep-Kampagne: transportiert

Südtiroler Werte

Helgas Sympathiewerte

Verschmitztes Lächeln, rote Bäckchen,

fedrig-weißes Haar und ein Ansatz von

rot gemustertem Hausschurz: Helga ist

ein Südtiroler Original – und Testimonial

für die Daunenbetten des Rittner Unternehmens

Daunenstep. „Getestet mit

Liebe – von Helga, ihrem Mann Hans und

ihren elf Kindern.“ Das ist eine der Botschaften

der seit 2011 laufenden nationalen

Werbekampagne, in der Daunenstep

seine Produkte mit Südtiroler Stereotypen

in Szene setzt: Menschen aus

dem bäuerlichen Umfeld, abgelichtet vor

einem Dolomitenmassiv oder im Bauerngartl,

mit blauem Schurz oder Strohhut

und Roggenbrotlaiben oder am Hof

produziertem Käse in der Hand. Unverfälscht,

ehrlich, bodenständig.

Es ist kein Zufall, dass sich das Rittner

Traditionsunternehmen in seiner

Kommunikationsstrategie an Werte

der Südtiroler Dachmarke anlehnt. Basis

der Kampagne war eine Untersuchung,

die dem italienischen Marktführer

bestätigte, dass seinen Produkten

auf dem Heimatmarkt ähnliche

Werte zugeschrieben werden, wie sie

auch in der gemeinsamen Vermarktung

des Standorts transportiert werden.

Obwohl die Daune kein typisches

Südtiroler Produkt ist, zeigte die Marktuntersuchung,

wie sehr das „Made in

Südtirol“ das Markenbild und die

Glaubwürdigkeit der Qualitätsprodukte

stärkt. Mit Helga und ihren Kollegen,

die übrigens alle von Südtiroler Fotografen

abgelichtet wurden, wird diese

positive Aufladung nun dank Sympathiefaktor

intensiviert.

Sauberer Wolf

Auch der vierte Finalist des Marketing

Awards hatte sich mit einer Kommunikationskampagne

beworben. Tatsächlich

spielte der Sterzinger Pistenfahrzeughersteller

Prinoth bei der Markteinführung

seines erneuerten Premium-Produkts

vigilius mountainstories: Geschichten

vom Berg

Leitwolf eindeutig in der A-Liga: von einer

ausgefeilten „Out of the dark-Kampagne“,

mit der die Neugierde auf den neuen

Leitwolf bewusst geschürt wurde, bis

hin zur Produktpräsentation vor 850 Gästen,

die als rauschendes Event im Zeichen

des Wolfes inszeniert wurde.

Doch letztendlich stahl das Produkt

selbst seiner Einführung die Show: Zumindest

die Jury des Marketing Awards

war von der Neuauflage des Klassikers

so begeistert, dass sie beschloss, das

Gesamtprodukt zu prämieren. Ausschlaggebend

dafür? Eine Reihe von

technologischen Weltneuheiten, die

das Pistenfahrzeug zum internationalen

Aushängeschild für Südtirols Stärke

im Bereich einer nachhaltigen alpinen

Technologie macht. Immerhin ist

der neue Leitwolf das weltweit erste

Euromot-IIIB-konforme Pistenfahrzeug.

Mit einer Reduktion der Feinstaubemissionen

um 90 Prozent wird

damit auf den Skipisten ein klares

Statement in Richtung Umweltschutz

ermöglicht. Und das ist wohl eine Prämierung

wert.

(SP)

Der neue Leitwolf: Statussymbol aus Südtiroler

Schlüsselbranche

Daunenstep

Prinoth

„Als untypisches Südtiroler Produkt von traditionellen

Südtiroler Werten profitieren.“

„Leitprodukt für saubere Pistentechnologie

als Südtiroler Aushängeschild.“

oktober, november, dezember 2013 | M 15


Kategorie: Export (EOS)

Wachstum nur durch Export. Bereits seit Jahren hat die Brixner Progress

Maschinen & Automation AG eine erfolgreiche Exportoffensive gestartet, die dem Gewinner des heurigen

Export Award ein starkes Umsatzplus und eine Exportquote von nahezu 100 Prozent ermöglicht hat.

Wie bereitet ihr euch – und eure Mitarbeiter

– auf die jeweiligen Märkte vor?

Helmut Stofner: Es ist eher so, dass wir

mit unseren Märkten und Herausforderungen

gewachsen sind. Unser Team

besteht aus sehr flexiblen und anpassungsfähigen

Mitarbeitern, die die Fähigkeit

haben, sich schnell in neue Materie

einzuarbeiten und sich an neue

Kulturen anzupassen. Das ist mit Sicherheit

der Grundstein unseres Erfolgs.

Unsere Mitarbeiter sind offen und bereit

für Veränderungen, das heißt sie haben

die für uns richtige Einstellung.

Und wenn die passt, dann ist an Vorbereitungsarbeit

schon einiges geleistet.

Grundsätzlich gehen wir unseren Gezum

unternehmen

Seit 1970 entwickelt die Progress Maschinen

& Automation AG „maßgefertigte“

Maschinen und Anlagen für die Verarbeitung

von Betonstahl. Das Unternehmen

mit Sitz in Brixen beschäftigt über 70 Mitarbeiter.

2012 wurde ein Jahresumsatz von

42,10 Millionen Euro erwirtschaftet. Erich

Nussbaumer ist der Vizepräsident der Progress

Holding AG. Albert Blasbichler und

Helmut Stofner sind die beiden Geschäftsführer

der Progress Maschinen & Automation

AG.

42 Millionen Euro Jahresumsatz, die fast

zu 100 Prozent im Export erwirtschaftet

werden. Wie schafft man das?

Erich Nussbaumer: Das ist nur durch

eine äußerst intensive, jahrelange Bearbeitung

der Märkte möglich. Gemeinsam

mit unseren Schwesterunternehmen

verfolgen wir Strategien,

die auf die jeweiligen Märkte zugeschnitten

sind. Konkret heißt das,

dass wir auf zahlreichen Fachmessen

vertreten sind, auf internationalem

Terrain ein weitläufiges und gut funktionierendes

Netzwerk haben und unsere

maßgeschneiderten Produkte auf

die Bedürfnisse der Märkte und Kunden

ausrichten.

Ist der Export heute die einzige Chance,

wieder zweistellige Zuwachsraten zu verbuchen?

Helmut Stofner: Die Krise verstärkt zwar

die Notwendigkeit des Exports, aber in

unserer Branche ist sie gewiss nicht der

Auslöser für eine Intensivierung des

Auslandsgeschäfts. Wir stellen hochtechnologische

Sondermaschinen her,

deren Absatz nur über den Export realisiert

werden kann. Neue Märke sind

für uns also tatsächlich die einzige

Möglichkeit, Zuwachsraten zu verbuchen

und als Unternehmen weiter zu

wachsen.

Ihr habt bewusst auf ein Händlernetz verzichtet

und dafür den direkten Kontakt zu

den Kunden gesucht. Das beweist doch,

dass Nähe, Bereitschaft und Betreuung

nach wie vor ausschlaggebend sind.

Erich Nussbaumer: Der direkte Kontakt

zum Kunden in Form von Besuchen,

Messegesprächen oder gemeinsamen

Anlagenbesichtigungen sind extrem

wichtig. Letztendlich werden die Geschäfte

zwischen Menschen abgewickelt.

Daran wird sich in unserer Branche auch

in naher Zukunft nichts ändern. Die

emotionale Bindung des Kunden ist

auch bei Investitionsgütern fundamental.

Der Dialog mit dem Kunden ist aber

nicht nur vor Vertragsabschluss wichtig,

sondern vor allem auch nach Lieferung

der Maschinen, wenn die After-Sales-

Betreuung ins Spiel kommt. Es geht hier

also nicht nur um den bloßen Verkauf,

sondern auch um eine kontinuierlich

gute Betreuung, die dann in der Folge

für weitere Käufe ausschlaggebend ist.

Gerade im Ersatzteilgeschäft und im

technischen Support muss man direkter

Ansprechpartner für den Kunden bleiben,

allein schon deswegen wäre die Abwicklung

über Händler für uns nicht ideal.

In eurer Strategie nehmen auch Messen

einen besonderen Part ein. Wie entscheidend

ist eure Präsenz auf internationalen

Expositionen für den Erfolg?

Albert Blasbichler: Messen zählen zu

unseren wichtigsten Marketingaktivitäten.

Messeauftritte bieten die Möglichkeiten

der direkten Gespräche im jeweiligen

Heimatland des Kunden – ein

Tool, das unserer Meinung nach sogar

immer wichtiger wird, vor allem in Ländern,

die besonders weit weg sind. Aber

auch in Mitteleuropa sind Messen für

uns nach wie vor sehr wichtig, zum einen

für die Akquise von Neukunden,

zum anderen für die Pflege bereits bestehender

Geschäftsbeziehungen. Die

für uns relevanten Messen sind Fachmessen,

die nur von Fachpublikum besucht

werden.

16 m | oktober, november, dezember 2013


Gewinner: Progress maschinen & automation

schäftsalltag sehr pragmatisch an und

versuchen unsere Zeit in Handlungen

zu investieren, anstatt in theoretische

Überlegungen.

Welches ist das derzeit schwierigste

Pflaster?

Albert Blasbichler: Abgesehen vom krisengeschüttelten

Süden Europas gibt

es einige Länder, die sehr dynamische

Marktentwicklungen aufweisen. Die

Herausforderung besteht hier darin,

permanent am Ball zu bleiben, um im

richtigen Moment auf den Zug aufzuspringen.

Grundsätzlich schwierige

Pflaster sind Länder mit hohem bürokratischem

Aufwand, wie etwa China

oder Brasilien, um nur einige zu nennen.

Die Kunst ist es, solche Märkte zu

bedienen, ohne sich im Zettelaufwand

zu verlieren.

Und wie verhält sich die Progress Maschinen

& Automation gerade in Krisenländern

wie Griechenland, Spanien und Italien?

Oder sollte man derzeit lieber ganz

die Finger davon lassen?

Helmut Stofner: Auch wenn die Lage in

einigen südeuropäischen Ländern momentan

schwierig ist, bleiben wir dabei

und passen unseren Auftritt ganz einfach

den jeweiligen Bedingungen an. Es

wäre aus unserer Sicht nicht richtig,

sich komplett von einem Markt abzuwenden,

vor allem, weil wir auf langfristige

Partnerschaften mit unseren Kunden

bauen. Außerdem handelt es sich

bei unseren Anlagen um große Investitionen,

die viel Durchhaltevermögen

und Weitblick verlangen.

Wie schätzt ihr heute die Exportchancen

anderer Südtiroler Unternehmen ein?

Erich Nussbaumer: Das Beispiel unserer

Gruppe zeigt, dass es von Südtirol aus

durchaus möglich ist, im Exportgeschäft

erfolgreich zu sein. Ausschlaggebend

ist dabei, innovative Produkte zu

haben und sich über Alleinstellungsmerkmale

geschickt zu positionieren.

Um sich auf dem internationalen Markt

zu behaupten, sollte man vor allem auf

Innovationen setzen und sie dementsprechend

bewerben. Ein weiterer entscheidender

Faktor für einen langfristigen

Erfolg ist die Mobilität. Deshalb

sollte Südtirol verstärkt in Infrastrukturen

investieren, vor allem was die Anbindung

an den internationalen Flugverkehr

angeht.

(MDP)

Begründung

der Jury

„Wir investieren die Zeit

in Handlungen, nicht in

theoretische Überlegungen.“

Männer der Tat: Albert Blasbichler, Erich Nussbaumer und Helmut Stofner (von links)

Die Jury war von der systematischen

Herangehensweise der Progress Maschinen

& Automation AG beeindruckt.

Durch die Umsetzung einer

neuen Vertriebs-Strategie konnten

seit 2009 alte und neue Märkte zurückgewonnen

bzw. erobert werden.

Die Verkaufsstruktur wurde reorganisiert

und die Kundenbetreuung direkt

übernommen. Die Messeauftritte des

Unternehmens wurden verdoppelt

und die Suche nach neuen strategischen

Partnern mit komplementären

Produktlösungen unterstützt. Vervollständigt

wird das Konzept durch einen

zuverlässigen After-Sales-Kundendienst.

oktober, november, dezember 2013 | M 17


Kategorie: Export (EOS)

Zu Hause ist es doch am schönsten! Neben dem Gewinner

Progress beweisen die fünf Unternehmen, die in die Endausscheidung des Export Awards gekommen sind,

dass sie zahllose hochwertige Produkte in die entlegensten Ecken dieser Erde exportieren. Die Reise

kann beginnen…

AUTOTEST

BARTH INNENAUSBAU

Porsche Supplier Award und Neukunde BMW: die Autotest AG

auf Überholkurs

Lana

Kundennähe und Exklusivität werden bei

Barth Innenausbau seit 1877 hochgehalten.

Brixen

Autoindustie

Innenausbau

Ab und an packt jedeN von uns mal

die Reiselust. Ein Abstecher an den

Chiemsee oder ein Kurztrip nach Paris?

Oder doch etwas Exotischeres? Ein anderer

Kontinent sollte es vielleicht schon

sein: Also rein in den Flieger und ab nach

Abu Dhabi oder gar Australien, buchstäblich

ans andere Ende der Welt? Damit

dabei kein Heimweh aufkommt:

Wofür wir uns auch entscheiden, ein

Stückchen Heimat wartet dort bereits

auf uns.

Wir holen das Auto aus der Garage

und peilen als erstes Ziel den Chiemsee

an. Ob wir nun in einem „deutschen“

VW, Mercedes, Porsche oder gar einem

„britischen“ Bentley oder Rolls-Royce sitzen,

spielt eigentlich keine Rolle – Tatsache

ist, dass zahlreiche Bestandteile des

Wagens mit hoher Wahrscheinlichkeit

aus Südtirol kommen. Die Autotest AG

Südtirol mit Hauptsitz in Lana behauptet

sich seit 1983 erfolgreich gegen die

Big Player in der schwierigen Branche

und produziert innovatives Autozubehör,

Styling- und Tuning-Teile für internationale

Automotive-Premiumhersteller.

89 Prozent des Umsatzes von 65,5

Mio. Euro kommen inzwischen aus dem

Export. Das Unternehmen zeichnet sich

durch stetiges Wachstum und nachhaltige

Entwicklung aus. 2012 wurde der

Standort in Franzensfeste ausgebaut,

wodurch Arbeitsplätze geschaffen und

neue Technologien eingeführt wurden.

Überhaupt machten sich im letzten Jahr

die Anstrengungen der Autotest AG bezahlt:

Das Unternehmen wurde mit dem

Porsche Supplier Award als einer der

besten Lieferanten ausgezeichnet und

konnte BMW als neuen Kunden für sich

gewinnen.

Edles Interieur & Apfelsaft

Weiter geht’s: Zweite Station ist Paris.

Wir steigen im Hotel Concorde Lafayette

ab und genießen die Aussicht über die

Stadt vom luxuriösen Hotelzimmer und

der hauseigenen Panoramabar aus – das

edle Interieur, das uns umgibt, stammt

von Barth Innnenausbau, einem seit

1877 bestehenden, traditionsreichen Familienunternehmen

aus Brixen. In enger

Zusammenarbeit mit internationalen

Architektenbüros hat sich das Unternehmen

im Laufe der Jahrzehnte auf

hochwertige Hospitality-, Store-, Museums-

und Villen-Innenbereiche spezialisiert,

seit 2003 verstärkt im Export. Mittlerweile

wird in 18 Länder exportiert. Auf

Kundennähe und eine hervorragende,

materialübergreifende Umsetzung der

Ideen wird besonderer Wert gelegt – Garanten

für Exklusivität und Erfolg und

Grundstein einer stetig wachsenden

Auslandspräsenz. 2012 erzielte das Unternehmen

einen Umsatz von knapp 14

Mio. Euro, 86 Prozent davon im Export.

Nach zwei Tagen in der Ferne fehlt

uns die Heimat schon ein bisschen, so

sind wir eben, die wir zwischen Bergen

und Apfelwiesen aufgewachsen sind.

Das Glas Apfelsaft an der Bar erinnert

uns mit Wehmut daran. Doch mit etwas

Glück kommt genau der auch aus Südtirol.

VOG Products, ein Obstverarbeitungs-

und Veredelungsbetrieb im Besitz

von 20 Südtiroler Obstgenossenschaften

mit Sitz in Leifers und einem

Umsatz von 96 Mio. Euro, hat sich seit

der Gründung 1967 auf den Export von

Direktsäften, Fruchtsaftkonzentraten,

Fruchtpürees und Aromen spezialisiert.

Seit 2002 arbeitet das Unternehmen ins-

18 m | oktober, november, dezember 2013


5 FINALISTEN: AUTOTEST, BARTH innenausbau, vog products, rossin, höller

vog products

Höller

rossin

Mit dem Projekt „Apfeldirektsaft Mild“

exportiert VOG Products in 17 Länder,

der Umsatz dieses einzelnen Produktes

beläuft sich auf 9 Mio. €.

Leifers

Mit eleganten Polstermöbeln ist das nur zehnköpfige

Unternehmen in 35 Staaten präsent.

Neumarkt

Tradition und Moderne in Verschmelzung –

Innenausbau in penibler Handarbeit nicht

mehr nur in Südtirol

Leifers

Fruchtverarbeitung

Innenarchitektur

Innenarchitektur

besondere konsequent daran, den Verkauf

von Apfeldirektsaft Mild in Europa

zu steigern – mit Erfolg: 2012 wurde bereits

sechsmal so viel verkauft wie zehn

Jahre zuvor, 45 Prozent davon nach

Deutschland und 13 Prozent eben an

den zweitgrößten Abnehmer Frankreich.

Herkunft, Verarbeitungstechnik und besondere

physikalische Produkteigenschaften

bilden dabei einen entscheidenden

Wettbewerbsvorteil.

Jetzt aber Schluss mit Europa, ab zum

Aéroport de Paris-Charles-de-Gaulle und

rein in den Flieger. Nach langem Flug

endlich in Abu Dhabi gelandet – der Airbus

A340 der Etihad Airways, der uns

hierhergebracht hat, trägt übrigens auch

von Autotest gefertigte Teile in sich – wollen

wir einfach nur noch ins Hotel. Erschöpft

lassen wir uns in die gepolsterten

Lobbysessel des Fünf-Sterne-Hotels

Jumeirah Beach fallen – und sitzen

prompt auf einem weiteren Südtiroler

Produkt. Das 1964 gegründete Unternehmen

Rossin aus Neumarkt-Laag, das seit

2002 mit nur zehn Mitarbeitern in Zusammenarbeit

mit internationalen Designern

Polstermöbel für den gewerbli-

chen Gebrauch designt und herstellt, ist

sehr erfolgreich in dieser Nische unterwegs.

Die Auslandspräsenz steigt von

Jahr zu Jahr: Der Betrieb ist in 35 Ländern

präsent, so wird inzwischen neben den

europäischen Nachbarländern auch im

großen Stil in die Golfstaaten exportiert.

78 Prozent des Umsatzes von 2,35 Mio.

kommen aus dem Auslandsgeschäft. Die

breite Produkt- und Variantenvielfalt,

die Qualität und eine hohe Flexibilität

bei der Produktkonfiguration tragen offensichtlich

Früchte.

Handarbeit für Australien

Abu Dhabi ist uns immer noch nicht weit

genug weg von zu Hause – wenn wir

schon mal da sind, können wir auch

noch weiter. Zurück zum Flughafen und

ab nach Down Under. Für den doch etwas

unwahrscheinlichen Fall, dass wir

dort von einem Yachtbesitzer auf sein

schwimmendes Luxusdomizil eingeladen

werden: Wir werden uns in Australien

wie zu Hause fühlen.

Denn das gediegene Interieur, das

uns umgibt – genau! – könnte durchaus

von einem Südtiroler Unternehmen

stammen. Die Höller KG hat es sich auf

die Flagge geschrieben, in Verschmelzung

von Tradition und Moderne und

intensiver Zusammenarbeit mit internationalen

Architekten innovative Projekte

umzusetzen. Beinahe 70 Prozent des

Umsatzes werden im Ausland erwirtschaftet.

In penibler Handarbeit entstehen

im Firmensitz in Leifers elegante

Inneneinrichtungen für Privatobjekte,

Bildungseinrichtungen, Hotels – oder

eben das Interieur einer Luxusyacht in

Australien. Da kommen schon mal am

Great Barrier Reef Heimatgefühle auf.

Irgendwann packt uns wieder die

Sehnsucht nach den Bergen, die Loacker-

Kekse (des Vorjahresgewinners) vom

„SevenEleven“-Shop können uns auch

nicht mehr trösten. Also zurück zum

Flughafen und weiter zum Pit-Stop in

Abu Dhabi. Die beiden Halbedelsteine,

die wir noch schnell bei einem Straßenverkäufer

erstanden haben, machen ein

kleines schlechtes Gewissen – wenn jetzt

nur nichts beim Zoll schiefläuft. Wobei:

Die Polizeistationen in Abu Dhabi sind

ebenfalls mit Sesseln von Rossin ausgestattet.

(DL/KT)

oktober, november, dezember 2013 | M 19


Kategorie: INVESTMENT (BLS)

Ein starkes Team. 21,2 Millionen Euro hat die GKN Sinter Metals AG in knapp vier

Jahren investiert, um die Zukunft ihres Standortes in Bruneck nachhaltig zu sichern. Eine besondere Managementleistung,

für die dem Unternehmen heuer der Investment Award verliehen wird.

Begründung

der Jury

Mit ihrem Investitionsplan sowie mit

jahrzehntelangen exzellenten Werksergebnissen

hat das herausragende lokale

Management-Team der GKN Sinter

Metals AG die Konzernleitung im

britischen Birmingham bewegt, nachhaltig

in den Wirtschaftsstandort Südtirol

zu investieren. Negative Wachstumsprognosen

im europäischen Automobilsektor

sowie der Wettbewerb

mit Billiglohnländern waren dabei kein

Hindernis. Die Juroren haben aber

auch die Strahlkraft und Bedeutung

von GKN Sinter Metalls als Beschäftigungsmotor

im Großraum Bruneck

gewürdigt, die hohe Ausbildungsleistung

gelobt und die Stärkung des lokalen

Wirtschaftsraums anerkannt.

baut hat. Darüber hinaus hat es die

Mannschaft um Peter Mölgg, Präsident

des lokalen Verwaltungsrates, verstanden,

das Band zwischen dem Südtiroler Betrieb

und dem Headquarter in Redditch

bei Birmingham zunehmend zu stärken –

nicht zuletzt durch die Besetzung diverser

Schlüsselpositionen auf Konzernebene.

So ist Mölgg auch Präsident der European

& Asia Pacific Operations von GKN Sinter

Metals, der Brunecker Peter Oberparleiter

CEO Powder Metallurgy auf globaler

Ebene, während mit Gottfried Rier ein

weiterer Südtiroler die Vizepräsidentschaft

der Operations GKN Sinter Metals

Europe übernommen hat.

Seit 1967 zählt die GKN Sinter Metals

AG zum internationalen Player GKN Plc,

einem „vielseitigen“ Giganten mit

48.000 Mitarbeitern, Niederlassungen in

über 30 Ländern, einem diversifizierten

Produktfolio und Kunden wie Airbus

und Boeing, Audi und BMW. Ein wichtiger

Zweig des Konzerns ist die Pulvermetallurgie.

Das expandierende Netzwerk

GKN Powder Metallurgy, in das auch das

Südtiroler Werk eingebunden ist, verarbeitet

jährlich an die 350.000 Tonnen

Schrott zu Eisenpulver. Daraus werden

mehr als 30.000 verschiedene Produkte

hergestellt. Allein in Bruneck gehen im

Jahr 1,4 Milliarden Komponenten vom

Band, darunter Formteile für Hydraulikpumpen,

Kolben und Pleuel für Kompressoren,

Zahnräder und Kleingetriebe.

Der Automotiv-Bereich macht heute

rund 40 Prozent des Marktvolumens der

Brunecker aus. Der Rest entfällt auf andere

Industriebranchen.

„Über Jahrzehnte haben wir die Zielsetzungen

des Konzerns immer erreicht

Wenn Innovationskraft, Produktivität

und Rendite stimmen, dann werden

selbst Immobilienpreise, Steuerdruck

und Bürokratie zweitrangig: Das hat die

GKN Sinter Metals AG in den vergangenen

vier Jahren eindeutig bewiesen. Dem

Brunecker Werk ist es gelungen, das eigene

Mutterhaus, den britischen Konzern

GKN Plc, von einer Investition im zweistelligen

Millionenbereich zu überzeugen.

Und das, obwohl in Südtirol Grundstückspreise,

Abgaben und bürokratischer

Aufwand höher sind als anderswo.

Den Unterschied macht bei GKN Sinter

Metals ein mutiges und visionäres Managementteam,

das seit Jahren konsequent

auf Qualität setzt, die Technologieführerschaft

im eigenen Produktsegment

anpeilt und trotz Krise dem Unternehmen

zu steigenden Umsätzen verhilft.

Eine Betriebsspitze, die die gesamte Belegschaft

in den Innovationsprozess einbindet

und eine besonders enge Beziehung

zu den weltweit 800 Kunden aufgeund

sogar übertroffen“, sagt Peter Mölgg.

Um die Latte auch weiterhin so hochlegen

zu können und die Zukunft des

Standortes nachhaltig zu sichern, waren

in Bruneck allerdings gezielte Investitionen

notwendig. „Wir wollten unsere Kapazitäten

erhöhen.“ Es sollten aber auch

„Wenn Innovationskraft, Produktivität und Rendite

stimmen, werden selbst Immobilienpreise, Steuerdruck

und Bürokratie zweitrangig.“

neue Produkt- und Prozesszentren entstehen,

um die Technologieführerschaft

des Betriebes weiter auszubauen.

Das ambitiöse Projekt wurde in den

vergangenen vier Jahren umgesetzt. Das

Werk wurde stark ausgebaut und um

rund 20 Prozent erweitert. In den Hallen

fanden neue Maschinen und Anlagen

Platz. Die Kompetenzen für die Entwicklung

von Produkten und Prozessen wurden

erweitert und die Mitarbeiter entsprechend

ausgebildet. Heute werden

sämtliche Eisenpulvermischungen, die

im Südtiroler Werk zum Einsatz kommen,

im eigenen Labor entwickelt, wobei

auch andere GKN-Standorte von der Innovationskraft

der Brunecker profitieren.

Dass das Vertrauen der Briten in ihre

Südtiroler Tochter gerechtfertigt war,

beweisen die Zahlen: Seit Beginn der

Umstrukturierung konnte die Produktivität

um 30 Prozent gesteigert und der

Umsatz um 40 Prozent erhöht werden.

Vor allem aber wurden in knapp vier Jahren

100 neue Arbeitsplätze geschaffen,

fünfzig davon sind hoch qualifiziert. Die

jüngsten Investitionen haben außerdem

eine noch engere Kooperation mit

lokalen KMU vorangetrieben, was die

entscheidende Rolle von GKN Sinter Metals

nicht nur für den Konzern, sondern

auch für den Wirtschaftsraum Bruneck

und darüber hinaus für den Standort

Südtirol bestätigt.

(MDP)

20 m | oktober, november, dezember 2013


Sind auch auf Konzernebene stark: Gottfried Rier (Vizepräsident der Operations Europe),

Peter Mölgg (Präsident der European & Asia Pacific Operations und Verwaltungsratspräsident/

Bruneck) und Werksleiter Nikolaus Bachmann (von links).

Gewinner: GKN SINTER METALS


Kategorie: INVESTMENT (BLS)

Glauben an den Standort. Wer sich um den Investment Award bewirbt,

hat das Potential des Wirtschaftsstandorts Südtirol klar erkannt und nachhaltig im Land investiert – wie

diese fünf Unternehmen, die es mit ihren Projekten ins Finale geschafft haben.

loacker remedia, neumarkt. Mehr

als nur Arbeits- und Produktionsstätte

soll der neue Unternehmenssitz von

Loacker Remedia in Neumarkt sein.

Das Gebäude wurde streng nach Feng-

Shui-Richtlinien errichtet und stellt

den Menschen und sein Schaffen in

den Mittelpunkt. Nachhaltigkeit ist

wichtiges Kriterium bei Bau und Wirtschaftsweise.

Damit transportiert der

neue Sitz klar die Unternehmenswerte

des 1983 gegründeten Unternehmens:

Liebe zur Natur, Leidenschaft, Ethik,

Teamgeist und Qualität. Loacker Remedia

ist Spezialist für Arzneimittel aus

dem Bereich Homöopathie und Pflanzenheilkunde

und zählt zu den italienischen

Pionieren des Sektors.

Mittelpunkt des neuen Sitzes von Loacker Remedia: der Mensch

karl pedross ag, latsch. Nachhaltigkeit

war das Schlagwort beim Ausbau der

Konzern-Zentrale der Karl Pedross AG in

Latsch, es gehört untrennbar zur Unternehmenskultur

des Herstellers von Leisten

und Bodenzubehör. Erbaut wurden

ein Biomasse-Heizkraftwerk, eine neue

Produktionshalle und Fotovoltaik-Anlagen.

Geheizt wird mit Produktionsabfällen,

das neue Heizkraftwerk beliefert

auch das örtliche Fernwärmenetz, und

es wird nur heimisches Holz aus nachhaltig

bewirtschafteten Wäldern verwendet.

Zudem zeigt der Ausbau des

Sitzes in Latsch, dass Pedross trotz zunehmender

Internationalisierung am

Standort Südtirol festhält.

Nachhaltigkeit ist Trumpf bei Pedross

22 m | oktober, november, dezember 2013


5 FINALISTEN: loacker remedia, pedross, rubner haus, vap, damiani-holz&co

rubner haus, Kiens. Ein „innovatives

Zentrum im Zeichen des modernen

Holzbaus“ ist laut Rubner Haus das neue

Bürogebäude mit Versuchszentrum in

Kiens. Beim Bau zog der Pusterer Holzbauspezialist

alle Register seines Könnens

und führte sämtliche Produkte der

Unternehmensgruppe Rubner in einem

schlüsselfertigen Großprojekt zusammen.

Das Unternehmen umfasst 32 Gesellschaften,

operiert an 20 Standorten

in Europa und beschäftigt rund 1.500

Mitarbeiter. Im Jahr produziert Rubner

Haus etwa 400 Holzhäuser.

Paradebeispiel für Holzbau-Können

vap, truden. Die Errichtung einer 2.000

Quadratmeter großen Produktionsstätte

besiegelte endgültig die Heimkehr des

Unternehmensinhabers der Serien-Metalldreherei

VAP in seine Heimatgemeinde

Truden. Nach mehr als 30 Jahren Tätigkeit

im Trentino produziert das Familienunternehmen

seine Präzisionswaren

nun in Südtirol. Beweggründe für die

Heimkehr waren das Engagement des

Bürgermeisters und der Südtiroler Standortagentur

Business Location Südtirol

(BLS), die sich beide über den Neuzuwachs

freuen.

VAP: Vom Trentino zurück nach Südtirol

Unternehmenssitz als einziger großer Showroom

damiani-holz&co, Brixen. Welche

architektonischen Möglichkeiten moderner

Holzbau bietet, zeigt DAMIANI-

HOLZ&CO an seinem neuen Unternehmenssitz

in Brixen. Der elegante und

auffallende Kubus ist Aushängeschild

des Könnens des Brixner Holzbauspezialisten

und wird somit selbst zu einem

einzigen großen Showroom, der

die enorme Flexibilität des Baustoffes

Holz demonstriert. Das Unternehmen

hat knapp 100 Mitarbeiter und fertigt

jährlich 80 bis 120 Häuser sowie 200 bis

300 Dächer aus Holz.

oktober, november, dezember 2013 | M 23


Kategorie: INNOVATION (TIS)

Innovation mit System

„Eine Innovation, die niemand haben will, ist keine Innovation“, so das

Credo der Sterzinger Prinoth AG. Für seinen stark strukturierten Forschungs-

und Entwicklungsprozess wurde das Unternehmen mit dem

Innovation Award prämiert.

Eigentlich ist er der „neue Leitwolf“

von Prinoth, das Alphamodell

im Rudel des Sterzinger

Unternehmens. Dabei sieht

das 510 PS starke Pistenfahrzeug, das im

Licht der eigenen Scheinwerfer über den

verschneiten Hang gleitet, eigentlich

eher aus wie ein Mantarochen – ein neun

Meter langer Koloss, der seine Flossen so

weit wie möglich ausbreitet und eine

schäumende Schneewelle vor sich herschiebt.

Wie vor einer Spielkonsole sitzt

der Fahrer im Inneren der beheizten Kabine,

den neu entwickelten Joystick in

der Rechten, den Display immer im Auge.

Die Stereoanlage läuft.

Das High-Tech-Pistenungeheuer

kann aber noch viel mehr, als auf den

ersten Blick erkennbar ist. Der neue Leitwolf

hat – je nach Schneebeschaffenheit

– ein Steigvermögen von bis zu 100 Prozent

und erreicht eine Geschwindigkeit

von 23 km/h, während sich die Fräse an

der „Schwanzflosse“ – und das ist eine

Weltneuheit – parallel verschieben lässt.

Darüber hinaus setzt das Fahrzeug neue

Umweltmaßstäbe. Dem Unternehmen

ist es gelungen, die Stickstoffemissionen

um 50 Prozent und die Feinstaubemissionen

um 90 Prozent zu senken.

Alles zu Protokoll

Der neue Leitwolf ist aber nur das jüngste

Ergebnis eines Innovationsprozesses,

der im Grunde nicht neu ist, bei Prinoth

allerdings äußerst strukturiert und deshalb

vorbildhaft umgesetzt wird. Jede

Idee, jede Kritik, jeder Vorschlag, aber

auch alle Verbesserungen und Veränderungen

an den Produkten werden akri-

Präsident Werner Amort genießt

den Fahrkomfort in der Kabine

des neuen Leitwolfes.


GEWINNER: PRINOTH

bisch protokolliert – und zwar unabhängig

davon, ob die Inputs von den Kunden,

den Mitarbeitern, dem Service, den Lieferanten

oder dem Management kommen.

Damit schafft das Unternehmen

die Basis für Innovationen, die nicht am

Markt vorbeientwickelt werden, sondern

exakt den Anforderungen der Klientel

entsprechen. Denn, so der Leitsatz

von Prinoth, „Eine Innovation, die keiner

haben will, ist keine Innovation.“

Eingeholt werden die Intuitionen

und Inspirationen entweder in gezielten

Workshops (intern), bei Gesprächen (extern)

oder mit Hilfe von Fragebögen

(ebenso extern). Das Material wird anschließend

gefiltert, gewertet und in

Projektlisten zusammengefasst. Nicht

alles ist immer gleich umsetzbar, nichts

wird jedoch verworfen, sondern jederzeit

bereitgehalten. Das „Betriebliche

Begründung

der Jury

Die Prinoth AG gibt am Headquarter

in Sterzing in Sachen Innovation,

Technologie und Strategie der gleichnamigen

Gruppe den Takt vor. Dem

Unternehmen, das in einer Branche

mit hohem Wachstumspotential tätig

ist, ist es wie wenigen anderen zuvor

gelungen, seine Marke an Südtirol zu

binden. Der Innovationsprozess findet

äußerst strukturiert statt: Die qualitativen

Kundenanforderungen werden

in technologische Zielsetzungen übersetzt.

Die Jury war beeindruckt vom

Prozess der Ideenfindung bis hin zur

Umsetzung. Ebenso überzeugte das

vorbildlich gelebte betriebliche Vorschlagswesen

als Instrument des kontinuierlichen

Verbesserungsprozesses.

Dieses Instrument wurde sogar von

den anderen Unternehmen der Gruppe

übernommen. Konkrete Produktinnovationen

kann man etwa am „Neue

Leitwolf“, dem jüngsten Produkt aus

dem Hause Prinoth, erkennen. Bei

starker Leistung punktet der Motor

mit niedrigeren Emissionen.

Mit 50 Prozent weniger Stickstoff und 90 Prozent weniger Feinstaub über die Pisten: Bei den

Emissionen setzt Prinoth neue Maßstäbe.

Vorschlagswesen“, kurz BVW genannt,

sieht außerdem eine Reihe von Schautafeln

vor, die regelmäßig ajouriert werden

und die wichtigsten Ziele sowie die

neuesten Ideen allen sichtbar machen.

Der Aufwand ist groß, lohnt sich jedoch.

Dank der lückenlosen Organisation werden

bei Prinoth mittlerweile 50 Prozent

der gesamten Innovationskraft im Haus

generiert, die restlichen 50 kommen von

außen, also von Kunden und Lieferanten.

Für Geistesblitze winken den Mitarbeitern

allerdings keine Geldprämien.

Das Unternehmen setzt vielmehr auf

nicht-monetäre Anreize und stärkt die

Selbstmotivation der Belegschaft.

Von Sterzing in die Welt

Die Marke Prinoth steht heute aber nicht

mehr nur für Pistenfahrzeuge. Mit der Akquisition

der kanadischen Camoplast AG

wurde das Produktportfolio 2009 um eine

komplette Palette an Ketten-Nutzfahrzeugen

erweitert. Knapp zwei Jahre später

kam durch die strategische Allianz mit

der deutschen AHWI GmbH das sogenannte

Vegetationsmanagement als dritter

Geschäftsbereich dazu. Die Gruppe

bietet seitdem auch Spezialmaschinen

für die Bearbeitung von forst- und landwirtschaftlichen

Nutzflächen an – darunter

auch Mulchfräsen und Maschinen zur

Hackschnitzelerzeugung. Bei den Pistenfahrzeugen

ist Prinoth bereits die Nummer

eins. In Amerika, in Europa ist der

Konkurrent Kässbohrer hingegen nur

knapp stärker. Die Schneesituation in

den Alpen drängt den Betrieb nun zunehmend

auch auf neue Märkte. China, Japan

und Russland sind im Visier. Und für

die Olympischen Winterspiele 2014 hat

Prinoth bereits knapp 60 Pistenfahrzeuge

in die Region rund um Sotschi geliefert.

2012 haben die rund 600 Mitarbeiter der

Gruppe in den Werken in Südtirol,

Deutschland und Kanada einen Umsatz

von insgesamt 200 Millionen Euro erwirtschaftet.

Etwa fünf Prozent davon

wurden in Forschung und Entwicklung

investiert, was für ein Unternehmen in

dieser Größenordnung nicht wenig ist.

Es ist aber vor allem das systematische

Procedere der Sterzinger, das dem Headquarter

in Südtirol einen Innovationsvorsprung

garantiert. Viele Ideen werden

heute im Wipptal entwickelt und

anschließend an die die Schwesterbetriebe

weitergegeben. Aber auch umgekehrt

ist das der Fall, da das System für

alle Akteure der Gruppe offen ist.

Komfort ist wichtig

Der neue Leitwolf hat seine wilde Jagd

über die Pisten beendet. Der Fahrer klettert

aus der Kabine. Automatisch wird die

seitliche Beleuchtung aktiviert, damit er

das Fahrzeug sicher verlassen kann. Ein

Detail, das den Komfort deutlich erhöht.

Der Markt verlangt es, und das weiß man

bei Prinoth.

(MDP)

oktober, november, dezember 2013 | M 25


Kategorie: INNOVATION (TIS)

Innovationsfähigkeit gewinnt. Von Pulvermetallurgie über Schneeerzeugungsmaschinen

bis hin zu technischen Kunststoffteilen: Das sind nur einige der Branchen, in denen

die besten fünf Unternehmen des Innovation Awards tätig sind.

Seit 2008 prämiert der TIS innovation

park mit dem Innovation Award jene

Unternehmen Südtirols, die die Jurymitglieder

von ihrer Innovationsfähigkeit

überzeugen konnten. Dabei ging es

der Jury nicht darum, einzelne Innovationsprojekte

der Unternehmen zu bewerten,

sondern es zählte einzig und

allein die Fähigkeit des gesamten Unternehmens,

Innovationen zu entwickeln

und umzusetzen. Neben dem

Sterzinger Unternehmen Prinoth, dem

Gewinner der Kategorie Innovation, haben

es folgende Südtiroler Unternehmen

in die Top 5 des TIS Innovation

Awards geschafft.

GKN Sinter Metals in Bruneck ist führender

Lieferant von pulvermetallurgischen

Präzisionskomponenten wie etwa

Lagern oder Zahnrädern. In Bruneck

werden die Pulver im hauseigenen Labor

gemischt, die Technologien für die Pressen

entwickelt, die einzelnen Teile gepresst,

in speziellen Öfen gehärtet und

in die ganze Welt exportiert, um schließlich

in Kühlschränken oder Motoren

zum Einsatz zu kommen. „Uns hat die

Tatsache beeindruckt, dass im Brunecker

Werk, trotz des dahinterstehenden

multinationalen Konzerns mit Sitz

in England, sehr stark in Forschung und

Entwicklung investiert wird“, sagt Jurymitglied

Alfredo Guarriello. Der ehemalige

Unternehmer und langjährige TIS-

Präsident steht heute der Stiftung für

Forschung und Innovation in Bozen vor.

„Sehr viel von dem Know-how, das in

Bruneck generiert wird, wird in die anderen

Standorte exportiert.“ Vorbildlich

werde im Unternehmen auch die Mitarbeitereinbindung

gelebt. „Präzise und

zielgerichtet wird der kontinuierliche

Verbesserungsprozess und das „Lean

Enterprise“-Prinzip im Unternehmen

umgesetzt, was nicht nur zu laufenden

Prozessoptimierungen führt, sondern

auch die Motivation der Mitarbeiter

stark erhöht“, so Guarriello.

Inputs versus Technologie

Ebenfalls unter die Top 5 hat es das Unternehmen

Provex geschafft, das seinen Sitz

auch in Bruneck hat. Provex stellt Duschkabinen

sowie spezielle Komfort-Sitz-

und Griffsysteme her. Zudem produziert

das Unternehmen euch einzelne Kunststoff-Gussteile.

„Trotz seiner kleineren

Struktur weist Provex eine hohe Produktinnovation

auf, was man deutlich etwa

am neuen Produkt FLAT erkennen kann“,

erklärt Christine Müller, Geschäftsführerin

des Bozner Unternehmens Glas Müller,

die ebenfalls in der Innovation-Award-

Jury saß. Innovativ für diese Branche sei

auch die intensive Zusammenarbeit mit

einem Produktdesigner. „Das Unternehmen

ist ständig bemüht, sich innovative

Inputs zu holen, ob von außen durch gezielte

Kundenbefragungen oder durch

interne Mitarbeiterworkshops zur Ermittlung

von Trends und zukünftigen

Kundenbedürfnissen“, so Müller weiter.

Das Unternehmen bemühe sich zudem

stark um die ständige Fort- und Weiterbildung

der Mitarbeiter.

Unter die Top 5 hat es auch Techno-

Alpin geschafft, der Hersteller von

Schneeerzeugungsmaschinen aus Bozen.

„TechnoAlpin zeichnet sich durch

ein hohes Maß an technologischer Innovation

aus“, begründet Jurymitglied

GKN Sinter Metals

Provex

26 m | oktober, november, dezember 2013


5 Finalisten: GKN sinter metals, provex, technoalpin, monier, intercable

Hansi Felder die Entscheidung. Felder

ist Abteilungsdirektor für Handwerk, Industrie

und Handel der Autonomen Provinz

Bozen und Mitglied aller vier Jurys

der Südtirol Awards. „Das Unternehmen

ist nicht nur der Europa-Pionier im Bereich

automatisierter Schneeerzeugungsmaschinen,

sondern verfügt auch

über großes Know-how im Bereich der

maßgeschneiderten Beratung, Planung

und Umsetzung des Einsatzes der Anlagen

in Skigebieten“, bekräftigt Felder.

Überzeugt hat die Jury auch die intensive

Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten,

wenn es um die Produktoptimierung

und -innovation geht. „Auch in

puncto Ökologie überzeugt das Unternehmen.

Durch laufende Optimierungen

kann die Öko-Bilanz der Anlagen

verbessert werden“, ergänzt Felder.

Mit System zur Innovation

Auch das Unternehmen Monier aus Kiens

im Pustertal ist unter den Top 5. Monier

ist führender Hersteller von Dachbaustoffen

und in 40 Ländern aktiv. „Monier

nutzt die unterschiedlichsten Methoden,

um Innovationsprozesse

im Unternehmen

voranzutreiben:

ob über

Kundenbefragungen

und -beobachtungen,

interne

Workshops, Wettbewerbe

unter den

Monier

Mitarbeitern oder über Außendienstmitarbeiter

und Lieferanten“, weiß Jurymitglied

Dominik Matt. Matt ist Dozent an

der Freien Universität Bozen, Direktor

des Instituts Fraunhofer Italia und Unternehmensberater.

Die ermittelten Kundenbedürfnisse

und Trends würde das

Unternehmen über einen genau definierten

Prozess aufnehmen und alle potentialträchtigen

Ideen würden ein Szenario

von der Entwicklung über die Planung

bis hin zur möglichen Markteinführung

durchlaufen.

Ebenfalls ins Finale hat es Intercable

geschafft. Das Unternehmen aus

Bruneck zählt zu den wichtigsten

Kunststoffproduzenten im norditalienischen

Raum und bedient weltweit

namhafte Automobilhersteller. „Intercable

deckt die meisten seiner Produktionsprozesse

intern ab: vom Drehen

und Fräsen über das Stanzen bis hin

zum Spritzguss seiner Kunststoffteile“,

erklärt TIS-Direktor und Jurymitglied

Hubert Hofer. Zur Ermittlung der Kundenbedürfnisse

und Gewinnung neuer

Ideen nutze das Unternehmen systematische

Verfahren, alle potentialträchtigen

Innovationen würden einen genau

definierten Prozess durchlaufen, an

dem alle Schlüsselbereiche im Unternehmen

beteiligt sind. „Intercable arbeitet

außerdem stark mit externen

Forschungs- und Entwicklungsabteilungen

und Laboren zusammen“, ergänzt

Hofer.

(EP)

TechnoAlpin

Intercable

oktober, november, dezember 2013 | M 27


titel: südtirol award 2013 | Infografik

bewerber südtirol awards 2013

Alle auf einen Blick. 62 Firmen haben an den Südtirol Awards in einer oder sogar

zwei der vier Kategorien teilgenommen. Die Anordnung ihrer Logos ist rein zufällig gewählt, ihre Bandbreite

eine beeindruckende Visitenkarte der Südtiroler Wirtschaft.

28 m | oktober, november, dezember 2013


oktober, november, dezember 2013 | M 29


die jurys

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Mitte April lief die Frist für die

Einreichung der Projekte zur zweiten Ausgabe der Südtirol Awards der Wirtschaft ab. Im Anschluss daran

begann die Arbeit für die Fachjurys der vier Kategorien.

28 Juroren zählen die vier Fachjurys der

Südtirol Awards. Sie kommen aus der

Forschung, haben leitende Positionen

in Unternehmen, sind Wirtschaftsjournalisten

oder erfahrene Mitarbeiter der

Institutionen, welche die Awards vergeben.

Die Organisatoren haben die jeweiligen

Jurys mit Bedacht zusammengesetzt.

Schließlich braucht es hohe Kompetenz,

Objektivität und ein umfassendes

Urteilsvermögen, um der Aufgabe gerecht

zu werden. Die Arbeit in den Jurys

zeichnet sich durch große Gewissenhaftigkeit

aus. Die Juroren gelten als ausgewiesene

Kenner der Wirtschaftslandschaft

Südtirol und haben sich für die

Bewertung der eingereichten Projekte

viel Zeit genommen.

(RT)

„Wir sind uns der großen Verantwortung

bewusst, die wir gegenüber den Unternehmen,

aber auch den Institutionen

BLS, EOS, SMG und TIS haben. Trotz aller

Verantwortung und Sorgfalt hat die

Arbeit aber auch großen Spaß gemacht.“

Hansi Felder

Abteilungsdirektor für Handwerk,

Industrie und Handel des Landes;

Mitglied aller vier Jurys der Südtirol

Awards der Wirtschaft

INVESTMENT

Dora Aichner, Präsidentin Architektenkammer

Manuela Defant, BLS-Vizedirektorin

Felice Espro, Wirtschaftsjournalist Corriere dell’Alto Adige

Hansi Felder, Abteilungsdirektor Handwerk, Industrie und Handel

Kurt Matzler, Professor Universität Innsbruck, MCI

Heiner Oberrauch, Präsident Salewa Oberalp AG

Udo Perkmann, ehem. Direktor Unternehmerverband

Barbara Repetto, ehem. Landesrätin für Innovation

Ulrich Stofner, BLS-Direktor

export

Hansi Felder, Abteilungsdirektor Handwerk, Industrie und Handel

Georg Lun, Leiter WIFO Handelskammer Bozen

Alessandro Marino, Geschäftsführer FHK Stuttgart-München

Dominik Matt, Professor Freie Universität Bozen

Oswin Maurer, Professor Freie Universität Bozen

Hansjörg Prast, EOS-Direktor

Markus Walder, EOS-Leiter Bereich Int. Trade Support

Robert Weißensteiner, Chefredakteur SWZ

marketing

Martin Bertagnolli, SMG-Leitung Marktmanagement

Maria Cristina De Paoli, freie Wirtschaftsjournalistin

Christoph Engl, SMG-Direktor

Hansi Felder, Abteilungsdirektor Handwerk, Industrie und Handel

Harald Pechlaner, Professor Universität Eichstätt / EURAC

Harald Santer, Leitung Vertrieb & Marketing Würth Italia

innovation

Hansi Felder, Abteilungsdirektor Handwerk, Industrie und Handel

Alfredo Guarriello, ehemaliger TIS-Präsident / Unternehmer

Hubert Hofer, TIS-Direktor

Dominik Matt, Professor Freie Universität Bozen

Christine Müller, Geschäftsführerin Glas Müller Vetri AG

www.suedtirol-awards.it/juroren

30 m | oktober, november, dezember 2013


meinung

Wett | be | werb, der; bezeichnet in der Wirtschaftswissenschaft das Streben von mindestens zwei Akteuren (Wirtschaftssubjekten) nach

einem Ziel, wobei der höhere Zielerreichungsgrad eines Akteurs einen niedrigeren Zielerreichungsgrad des anderen bedingt.

Risikofreudige Juroren

Es liegt in der Natur der Sache, dass es mehr Verlierer als Sieger gibt. Für Sergio Camin

sind deshalb die Juroren die eigentlichen und völlig unterschätzten Helden von Wettbewerben.

So beglückwünscht er neben den Siegern vor allem die Jury-Mitglieder.

Per prima cosa, ovviamente i complimenti! Dopo ogni

competizione, gara o concorso, i complimenti sono

un obbligo e ci si complimenta con chi ha vinto ma

anche con chi ha perso. Tempo fa alla premiazione

di un concorso, mi è capitato di sentire il conduttore della cerimonia

di premiazione complimentarsi anche con quelli che

non avevano partecipato.

Personalmente preferisco riservare i

miei complimenti a chi ha vinto ma

anche ai componenti delle varie giurie.

Il giurato nei concorsi è sempre quello

che rischia di più, infatti mentre l’unico

rischio del concorrente è quello di non

vincere, il giurato ha due certezze assolute:

appena dopo la nomina, una serie

di telefonate e messaggi trasversali e inopportuni

da parte di amici degli amici,

conoscenti e sconosciuti e, dopo l’esito

finale, nei migliori dei casi, i sorrisi di

circostanza, che non riescono a nascondere

un certo disprezzo, da parte dei

perdenti. In ogni concorso i perdenti

sono molti di più dei vincitori e la maggioranza

di loro vivrà per sempre la certezza

che le telefonate dei loro amici degli

amici abbiano contato meno di

quelle fatte fare da chi alla fine ha vinto.

Lo stesso giorno della pubblicazione

dei risultati, il perdente tipo (Mica tutti! State tranquilli!) toglie

il saluto ai suoi amici telefonisti accusandoli di millantato

credito e poi rilegge con odio crescente i nomi dei giurati.

Dall’elenco ne spunta tre, che occupano ruoli importanti e di

cui non potrà fare a meno in futuro e a loro riserva l’orrendo

sorriso di circostanza. Gli altri nomi andranno ad allungare la

sua personale lista di proscrizione. Durante la lettura

dell’elenco, il perdente tipo accumula astio e medita vendette.

Un sudorino freddo gli imperla la fronte mentre gli passano

davanti le facce e i fatti di ognuno di quei nomi. Molti li ha visti

solo in fotografia e allora ricerca qualcosa in Internet, cosa

che aveva già fatto il giorno in cui aveva deciso di partecipare

e anche lì trova conferme e se non ci sono se le immagina.

Dopo l’esame dell’elenco, in linea di massima vanno via una

giornata di ricerca on line e due giorni per ipotizzare future rivalse,

il perdente tipo passa alla fase 2: costrizione della moglie

allo studio di quanto ha presentato al concorso, obbligo di

un giudizio entusiasta da parte della signora, telefonate in sequenza

agli altri perdenti, gente di cui non gliene fregava nulla

fino a pochi giorni prima, condivisione

del dramma e della necessità di

denunciare il concorso, i suoi organizzatori

e ovviamente i giurati. Il giurato

è bene che queste cose le sappia,

e anche se comprendo che spesso essere

chiamati a giudicare possa essere

gratificante, il rischio di crearsi

alla fine dei nemici inaspettati è una

assoluta certezza. Molti giurati, gente

esperta, queste cose le sanno e miei

complimenti più vivi vanno a loro,

autentici eroi contemporanei ma un

complimento, sia pure un po’ meno

meritato, va anche agli altri, giurati

ed eroi inconsapevoli.

“Concorrere” deriva dal latino

concurrere (CUM insieme e CURRE-

RE correre) e letteralmente significa

convenire da più parti in un luogo, in

modo figurato ha due significati apparentemente

diversi, cooperare e competere. Il concorso a cui

è dedicato questo numero della nostra rivista, credo riesca a

saldarne i due significati, facendo vincere, prescindendo dai

nomi dei premiati, lo stato complessivo del progetto Alto Adige

anche in un periodo di crisi globale, con buona pace dei

perdenti tipo e di chi, come me, istintivamente si limiterebbe

a complimentarsi solo con i vincitori conclamati.

Sergio Camin, 62, kommunikativer Freigeist und Publizist.

Seit 1988 Verfasser der beliebten Satire-Rubrik „Visti dal basso“

der Südtiroler Tageszeitung Alto Adige, die in italienischer Sprache

erscheint.

oktober, november, dezember 2013 | M 31


auszeichnungen

Blick über den Tellerrand

Wirtschaftspreise in

anderen europäischen

Ländern

1 Fulminanter Start

2

Innovative Bayern

Export hat viele Seiten

Im Elsass geht es um Export

1

Der 2012 ins Leben gerufene und alle zwei

Jahre zu vergebende bayrische Innovationspreis

hatte bereits bei seiner ersten

Auflage 184 teilnehmende Unternehmen

zu verzeichnen. Veranstaltet wird er vom

Wirtschaftsministerium Bayern, dem Bayerischen

Industrie- und Handelskammertag

und der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen

Handwerkskammern. Die aus Vertretern

von Wirtschaft und Wissenschaft bestehende

Jury hat im November 2012 den

72-jährigen Heinz Soyer zum würdigen

Preisträger gekrönt. Soyer leitet den 1970 in

Wörthsee-Etterschlag gegründeten Familienbetrieb

„Bolzenschweißtechnik“, dessen

Schweißbolzen weltweit vermarktet werden.

Kennzeichnend für das Unternehmen und

seine Innovationsorientierung ist es, dass

alle Mitarbeitenden aufgefordert sind, eigene

Ideen einzubringen, ganz nach dem Motto:

„In jedem von uns steckt ein Erfinder!“.

>> Fazit: Innovationsorientierte Unternehmen

lassen sich gerne auszeichnen.

In der an die Schweiz und Deutschland angrenzenden

französischen Region Elsass hat

man schon lange verstanden, dass Export

ein Schlüsselthema für die Wirtschaft ist.

So gibt es seit nunmehr 15 Jahren den in fünf

Kategorien unterteilten „Trophée Régional

Export” für besonders exportorientierte Unternehmen.

Ausgezeichnet werden Unternehmen,

die europaweit und in die Maghreb-

Staaten (Trophée Export) exportieren, jene,

die nach Asien und Amerika liefern (Trophée

Grand Export), vielversprechende Neulinge,

die seit weniger als drei Jahren im Export tätig

sind (Trophée Entreprise à fort potentiel),

und Unternehmen, die eigene Niederlassungen

im Ausland gegründet haben (Trophée

Investissement à l’étranger), und schließlich

auch ausländische Unternehmen, die exportieren

(Trophée Entreprise étrangère exportatrice).

Daneben gibt es noch zwei exklusive

Sonderpreise.

>> Fazit: Export hat viele Gesichter, und im

Elsass werden alle belohnt.

2


3

4

5

3 17 Mal Business

4 Export-Hauptstadt Zürich 5 Beziehungspflege

London: Gala für die Unternehmen

Preise beim Außenwirtschaftsforum

Deutsche Handelskammern motivieren

Seit zwölf Jahren gibt es den „National Business

Award” mit 17 Kategorien, in denen öffentliche

oder private Unternehmen – von

kleinen Start-ups bis hin zu großen Konzernen

– jährlich ausgezeichnet werden. Die

Preisverleihung mit 1.200 geladenen Gästen

findet im Rahmen des großen National

Business Awards Gala Dinners statt. Da gibt

es z.B. den „New Business of the year”, einen

Preis für neu gegründete Unternehmen,

die bereits ausgezeichnete Ergebnisse

erzielen konnten, oder den „Innovation

Award” für besondere Innovationen, ganz

gleich ob es sich um einen Prozess, eine

Dienstleistung oder ein Produkt handelt.

Was zählt, ist der Einfluss der Innovation

auf den Unternehmenserfolg. Einige Auszeichnungen

werden von Unternehmen

selbst gesponsert, so z.B. der „BlackBerry

Business Enabler of the Year”, andere stützen

sich auf Medienpartner. Premierminister

David Cameron betont die Wichtigkeit

der Auszeichnung: „Die Unternehmer sind

es, die Großbritannien im internationalen

Wettbewerb bestehen lassen und den

Wohlstand sicherstellen.”

>> Fazit: In Großbritannien wird Geschäftserfolg

auch von privaten Unternehmen gewürdigt.

Für jeden Unternehmer aus der Schweiz

oder Liechtenstein, der die Welt der Schweizer

Außenwirtschaft verstehen will, ist der

Besuch des Forum for Swiss Foreign Trade

and Investment in Zürich Pflicht. Hier dreht

sich alles um internationale Märkte, und wer

teilnehmen möchte, kann entweder eine

Eintrittskarte erwerben – der Preis kann bis

zu 550 Euro betragen – oder aber den Export

Award gewinnen, DIE Schweizer Auszeichnung

für Export. Verliehen wird der

Preis unter Berücksichtigung der Komplexität

des Bezugsmarktes, der Stärke und

Systematik des Konzeptes, der Originalität

und der Erfolgsnachweise des Projektes.

Den sechs Finalisten winken je vier Eintrittskarten

und ein Zugang zur Networking-Zone;

der Preisträger erhält zusätzlich

eine Trophäe sowie Dienstleistungen für

neue Exportgeschäfte im Wert von 4.000

Euro. Es gibt zwei Kategorien: „Step-in“ für

Unternehmen, die vor weniger als drei Jahren

neue Märkte erobert haben, sowie

„Success“ für jene Unternehmen, die seit

über drei Jahren auf einem Markt erfolgreich

sind.

>> Fazit: Mit klaren Konzepten Eintrittskarten

gewinnen und erfolgreich netzwerken.

Die Deutschen Auslandshandelskammern

vergeben verschiedene Auszeichnungen für

besondere Verdienste um die Wirtschaftsbeziehungen

zwischen Deutschland und den

Ländern, in denen sie tätig sind. So gibt es z.B.

in Dänemark und Norwegen Preise für Unternehmen,

die besonders innovativ oder erfolgreich

waren oder denen es gelungen ist, die

wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken. In

Norwegen wurde 2012 die norwegische Niederlassung

des in der Erdöl- und Gasproduktion

tätigen Hamburger Unternehmens RWE

Dea ausgezeichnet, in Dänemark der 1945 im

dänischen Bjerringbro gegründete multinationale

Konzern Grundfos, der in seinen zahlreichen

Niederlassungen weltweit Pumpsysteme

und entsprechende Anwendungen produziert.

Für Spanien sind sogar zwei Auszeichnungen

vorgesehen: ein Innovationspreis,

den dieses Jahr das Unternehmen BSH Electrodomésticos

España für ein Forschungs- und

Entwicklungsprojekt zu Induktionskochfeldern

gewonnen hat, sowie ein Preis für herausragende

Leistungen im Unternehmensmanagement,

der an den Vorstandsvorsitzenden

und CEO von Telefónica, César Alierta, ging.

>> Fazit: Wirtschaftsbeziehungen zwischen

Staaten werden belohnt.

(AB)

oktober, november, dezember 2013 | M 33


Performance Galanacht

Kultur trifft Wirtschaft. Eigens komponierte Klangaktionen, dazu audiovisuelle

Eindrücke vom Festival Transart: Bei den Südtirol Awards 2013 wurde außergewöhnlicher Kunstgenuss

serviert. Transart-Leiter Peter Paul Kainrath und Komponist Eduard Demetz über die Performance.

Wieso war das Festival Transart Partner

der Südtirol Awards?

Peter Paul Kainrath: Es gibt einen starken

gemeinsamen Nenner für das Festival

und die Awards, und das ist die Innovation.

Für mich hat Innovation, egal in

welchem Bereich, immer auch mit

künstlerischem Denken zu tun. Deshalb

haben wir als Festival immer die Nähe

zu innovativen Unternehmen gesucht.

Meine Erfahrung ist die, dass viele Unternehmen

aus der näheren Betrachtung

zeitgenössischer Kultur unheimliche

Denkanstöße empfangen, die sie

dann in ihren Betrieb hineintragen und

übersetzen. Durch unsere Teilnahme

wollten wir signalisieren: Künstlerische

Innovation ist stark mit unternehmerischer

Innovation verbunden und beide –

Wirtschaft und Kultur – verbinden sich

an diesem Abend miteinander.

Was drückt Transart aus, und wie wurde

das in die Nacht der Awards übersetzt?

Peter Paul Kainrath: Wir haben uns der

zeitgenössischen Kultur verschrieben

und setzen dabei in erster Linie auf

das Erleben. Genau diese Erlebnisräume

spielten auch bei der

Abend-Performance eine große

Rolle. Innovation ist nicht nur

theoretisch, sondern ein atmosphärischer

Zustand:

Wenn Innovation selbstverständlich

wird, entsteht

eine weltoffene

Atmosphäre, und die

unternehmerische Tätigkeit

wird weit über

den ökonomischen

Zweck hinausgehievt.

Für alle, die nicht dabei waren:

Wie war die Transart-Performance?

Peter Paul Kainrath: Die

Transart-Einschübe funktionierten

auf zwei Ebenen.

Zum einen wurden Videos

von wichtigen Momenten

des Festivals 2013 gezeigt, die sehr präzise

auf den Punkt brachten, wo die

Stärke des Festivals eigentlich liegt:

nämlich in der Verschränkung zwischen

diesem einzigartigen Habitat

und dezidiert zeitgenössischen Kulturaufführungen.

Zum anderen gab es

Live-Performances, die anders als übliche

Aufführungen vom Zuschauerraum

aus starteten und so für starke Überraschungsmomente

sorgten. Dabei handelte

es sich um Klangaktionen, die

extra für den Event von Eduard Demetz

komponiert worden waren.

Die Frage an den Komponisten: Welche

Klangaktionen waren das?

Eduard Demetz: Die Herausforderung

war, eine Klangsituation mit Sängern

zu gestalten, die nicht auf der Bühne

stehen, sondern irgendwo im Publikum

sitzen. Für die Besucher des

Abends war das, glaube ich, sehr spannend;

es ist doch sehr überraschend,

wenn dein Sitznachbar plötzlich zu singen

anfängt, dann jemand zehn Reihen

hinter dir und so fort, bis schließlich

ein ganzer Chor singt. Ich habe dabei

eigens für den Abend vier „Klangaktionen“

komponiert, „akustische Fantasiegebilde“,

wenn man so will. Das

klang einmal wie viele kleine Wellen,

dann gab es ein vielfaches Sich-Artikulieren

wie Räuspern, Lispeln, beim dritten

Einschub arbeitete ich mit Lichteffekten,

und beim vierten standen die

Sänger auf und gingen zur Bühne, wo

eine traditionelle Chorsituation mit Dirigent

den Abschluss bildete. Gesungen

hat der Coro Filarmonico Trentino

unter Sandro Filippi.

Was war das Neue an der Performance?

Eduard Demetz: Sicher die Verbindung

von Elektronik und Stimme.

Einzelne Sänger wurden nämlich

elektronisch verstärkt, ihre Stimme

während der Aufführung live bearbeitet.

Durch die Bearbeitung ergeben

sich tolle Möglichkeiten, es

bilden sich ganze Berge aus

Klang. Somit entsteht sozusagen

mit zeitgenössischem

Vokabular etwas

Neues, Innovatives.

Und hier sind

wir auch wieder

beim gemeinsamen

Nenner des

Abends – der Innovation.

(BK)

Komponist Eduard Demetz

(li.) und der Leiter des

Transart-Festivals Peter

Paul Kainrath


Moderation Galanacht

Die Wandelbare. Mit Christine Lasta führte ein richtiges Multitalent durch die

Preisverleihungen der Nacht der Südtirol Awards. Die Bruneckerin ist Schauspielerin, Moderatorin und

Texterin und stellte ihre Vielseitigkeit während des Abends eindrucksvoll unter Beweis.

Die galanacht der Südtirol Awards

2013. Das Publikum strömt noch in den

Saal, da sieht man bereits auf die Bühne

projiziert einen fahrenden Zugwaggon.

Jener Waggon, in dem Christine Lasta

virtuell von ihrer Heimatstadt Bruneck

zur Nacht der Südtirol Awards nach Bozen

reist. Und während sie die Zuschauer

mit auf ihre Reise nimmt, rezitiert sie

im Hintergrund live Ausschnitte aus

Stücken, in denen sie bereits gespielt

hat. Der Zug kommt am Bozner Bahnhof

an, die Preshow ist vorbei, Lasta betritt

die Bühne des Stadttheaters und

mutiert im Nu von der Schauspielerin

zur Profimoderatorin des Abends.

Tatsächlich ist die 35-jährige ein wahres

Multitalent: Obwohl ohne Schauspielschulabschluss,

hatte die ehemalige

Musiklehrerin, Hotelsekretärin und Radiosprecherin

bereits Engagements als

Schauspielerin an so gut wie allen Südtiroler

Bühnen und Freilichtspielen im

Land. Sie war die „Minna von Barnhelm“,

die Rose im „Kleinen Prinzen“ und das

Gretchen im „Faust“. Daneben moderiert

sie Konzerte und Veranstaltungen

und schreibt Werbe- und Buchtexte.

All diese Facetten wollte Jürgen Hassler,

der Regisseur des Abends, aufzeigen. Zudem

sollte von der ersten Minute an die

Aufmerksamkeit des Publikums einge-

fangen werden: „Eine Show vor der Show

sorgt für positive Irritation, weil da was

nicht nach üblichem Muster abläuft“,

so Hassler. In der Auswahl der Stücke –

„Illegal“ von Björn Bicker, Goethes

„Faust“ und „Bildung für Rita“ von Willy

Russel – habe es einen roten Faden gegeben,

erzählt Christine Lasta: „Sie spiegeln

meinen persönlichen Lebensweg

wider, erzählen von Leid, Freud, Nicht-

Verstanden-Werden, Etwas-Besonderes-

Sein. Hier wollten wir auch die Verbindung

zu Preisträgern und Publikum herstellen

mit der Botschaft: Jeder muss

seinen eigenen Weg gehen, auch wenn

er nicht immer leicht ist.“

(BK)

oktober, november, dezember 2013 | M 35


ückblick 2011

Das waren die Südtirol Awards 2011. Am 11. November wurden

im Stadttheater Bozen zum ersten Mal die Südtirol Awards der Wirtschaft vergeben. Im Stile einer Oscar-

Verleihung wurden die Sieger der vier Kategorien Investment, Export, Marketing und Innovation gefeiert.

Bitte lächeln

Daniel Campisi, Heidi Röhler, Kathrin

Kofler und Maximilian Costa waren von

der Verleihung und der After-Show-

Party begeistert.

Gut getroffen

Gerhard Comper, Cellina von Mannstein

und Michael Grosser (v.l.n.r.) zählten zu

den zahlreichen Gästen der Nacht.

Wirtschaft trifft Tanz

Moderator Gustav Hofer interviewt

Choreografin Chiara Tanesini.

36 m | oktober, november, dezember 2013


Die stolzen Preisträger mit ihren Laudatoren und Gastgebern

vorne, v.l., Christine Zuenelli Loacker (A. Loacker), Thomas Kohl

(Obsthof Troidner), Heiner Oberrauch (Salewa), Markus Prugger

(Nordpan), Landesrat Thomas Widmann. hinten, v.l., Hubert Hofer,

TIS-Direktor, Uli Stofner, BLS-Direktor, Christoph Engl, SMG-Direktor,

Landesrat Roberto Bizzo.

Jazz

Die Nacht klang bei gemütlichen

Jazzklängen aus.

Black Tie

Der Moderator Gustav Hofer (3.v.l.) begrüßte

zusammen mit den Hausherren

Hubert Hofer, Uli Stofner und Christoph

Engl die 700 Gäste. Hansjörg

Prast konnte aus familiären Gründen

nicht dabei sein.

Was: Die Nacht der Südtirol Awards 2011

Wo: Stadttheater Bozen

Wann: 11.11.2011

Get together

Im Foyer und im ersten

Stock des Stadttheaters unterhielten

sich die Gäste

noch lange angeregt über

den Abend.

Wie: Im Rahmen einer Galanacht mit 700 Gästen aus Südtirols Wirtschaft

und Politik wurden die Gewinner der vier Kategorien Investment,

Export, Marketing und Innovation gefeiert. 53 Firmen hatten sich darum

beworben, jeweils 3 wurden von Fachjurys für den Preis nominiert. Gesiegt

haben schließlich Salewa, A. Loacker, der Obsthof Troidner und

Nordpan von der Rubnergruppe. Eindrucksvoll umrahmt wurde die spannende

Verleihung durch Szenen aus dem Tanzstück „Dolomytica“. (CS)

oktober, november, dezember 2013 | M 37


…wie Motivation

Der Südtirol Award wurde aus den geografischen Konturen des Landes heraus entwickelt.

Design für Gewinner. Der Südtirol Award präsentiert

die Verbindung von Tradition und Moderne. Vom Auslandssüdtiroler

Harry Thaler 2011 geschaffen ist er begehrte Trophäe und

Designobjekt in einem.

Designer Harry Thaler

Der Südtirol Award wurde vom Südtiroler

Designer Harry Thaler erdacht und

stellt das Land aus verschiedenen Blickwinkeln

dar. Der Preis, aus stabilem und

hochwertigem Aluminium hergestellt,

zeigt die geografischen Umrisse Südtirols,

eingebaut in eine dreidimensionale, dynamische

Form. Durch den Kreisausschnitt

wird die Öffnung des Landes für

neue Ideen, Märkte und Entwicklungen

suggeriert. „Nur wer das Umfeld im Blick

hat, kann erfolgreich sein“, erklärt der Designer,

der selbst Träger von fünf wichtigen

Designpreisen ist.

Die Öffnung bedeutet aber auch, dass

positive Einflüsse von außen aufgenommen

werden und somit Inspiration und

Motivation für neue Produkte, Dienstleistungen

und innovative Vertriebskonzepte

sind. Der Preis ist ein schöner Blickfang

zum Aufstellen und Aufhängen in

den ausgezeichneten Firmen. (PO)

38 m | oktober, november, dezember 2013


„Gibt es etwa eine

bessere Motivation

als den Erfolg?“

Ion Tiriac

*1940, Sportmanager und Ex-Tennisprofi


Tradition und Zukunft

Tradizione e innovazione

Wettbewerb: Einreichtermin 16. Mai 2014

Teilnahmebedingungen unter www.historischergastbetrieb.it

Concorso: Termine di partecipazione 16 maggio 2014

Informazioni: www.albergostorico.it

Seehotel Ambach, Kaltern | Caldaro

DER HISTORISCHE

GASTBETRIEB DES JAHRES

IN SÜDTIROL

Eine Auszeichnung der Stiftung

Südtiroler Sparkasse in Zusammenarbeit

mit dem Landesdenkmalamt

und dem Hoteliers- und Gastwirteverband

L’ALBERGO STORICO

DELL’ANNO IN

PROVINCIA DI BOLZANO

Un premio della Fondazione Cassa di Risparmio

di Bolzano in collaborazione con la Sovrintendenza

ai Beni Culturali e l’Unione albergatori

e pubblici esercenti

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