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A US UNSERER A RBEIT

A US UNSERER A RBEIT ENDLICH WENIGER HÜHNER IN D ERFOLG DES TIERSCHUTZES Die Anzahl der in Käfigen gehaltenen Hühner nimmt ab! Diese erfreuliche Nachricht meldete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden Anfang April. So verringerte sich die Zahl der Käfighühner im vergangenen Jahr um 9,1% auf 30,7 Millionen Tiere. Dem Abwärtstrend der Käfighaltung steht ein direkter Anstieg der Bodenhaltung gegenüber: In diesem Haltungssystem leben mittlerweile 3,6 Millionen Hennen - das entspricht einer Steigerungsrate von 20,6%. In Freilandhaltung werden inzwischen schon 3,7 Millionen Hennen gehalten (Anstieg von 6,5%). Gegenüber 2002 ist die Zahl der Legehennen insgesamt rückläufig. Sie ging 2003 um 5,6% auf ca. 38 Millionen Tiere zurück. Die Hennen legten rund 9,35 Milliarden Eier, auch hier ein Minus von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr. Der Selbstversorgungsgrad der Deutschen liegt bei ca. 70 %, die restlichen 30% werden importiert. Dabei kommt der größte Teil, nämlich 3 Milliarden Eier, aus den Niederlanden, gefolgt von belgischen und französischen Produkten. Beim Eierverbrauch liegen die Deutschen mit 217 Eiern pro Jahr knapp unter dem EU-Schnitt von 222 Eiern. Beim Kauf bevorzugen die Verbraucher, abgesehen von der Osterzeit, Eier mit brauner Schale (60 %). Zur Verteilung der Haltungsformen in Deutschland (Stichtag 1. Dezember 2003): Käfighaltung 80,8 % Bodenhaltung 9,4 % Freilandhaltung 9,8 % “Kleinvoliere” - Haltungsform der Zukunft? Das Recht der Tiere 2/2004 16 Seit Verabschiedung der Legehennenhaltungsverordnung, die das Verbot der Käfighaltung ab 2007 festlegte, nutzten die Käfiglobbyisten jede Chance, um die Entscheidung rückgängig zu machen. Mit einseitigen und fachlich fragwürdigen Studien versuchten sie zu belegen, dass angeblich keine für den Tierschutz akzeptablen Alternativen zur Käfighaltung verfügbar seien. Sie setzten dabei kompromisslos auf den ausgestalteten Käfig. Mit dieser Einstellung haben die Käfigbefürworter jedoch Schiffbruch erlitten. Laut Gutachten der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft ist in den bisher entwickelten ausgestalteten Käfigen eine artgerechte Haltung von Legehennen nicht möglich. Hauptkritikpunkt: Sie bieten den Hennen keinen ausreichenden Platz, um angeborene Verhaltensweisen wie Sandbaden, Scharren, Flügelschlagen, ungestörte Eiablage und vieles mehr auszuleben. Außerdem, so das Gutachten, sind die Käfige zu dunkel. Dieser Auffassung haben sich die Agrarminister der Bundesländer Ende März in Osnabrück angeschlossen. Um die Legehennenhaltung in Deutschland zu halten und den Eierproduzenten eine wirtschaftliche Alternative zum Käfig zu bieten, wurde ein neues Haltungssystem zumindest begrifflich geschaffen: Die "Kleinvoliere". Was sich jedoch hinter diesem Begriff verbirgt, bleibt zunächst offen. Nach ersten Verlautbarungen sollen die Kleinvolieren den Tieren mehr Platz zum Picken, Scharren und Flügelschlagen bieten. Für die Entwicklung dieses zukünftigen Haltungssystems haben sich die politisch Verantwortlichen einen engen Rahmen gesetzt: Bis Oktober 2004 soll eine Arbeitsgruppe des Künast-Ministeriums mit den Ländern und allen relevanten Gruppen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Tierschutz Anforderungen an das neue Haltungssystem erarbeiten. Aus Sicht des Tierschutzes ist dieser Entwicklung mit großer Vorsicht zu begegnen. Innerhalb weniger Wochen und quasi auf dem Reißbrett soll nun ein Haltungssystem geschaffen werden, das es bisher nicht gibt und dessen Erprobung Jahre brauchen würde. Bei allem Respekt scheint ein solcher Zeitplan, wenn man denn tatsächlich ein völlig neues Haltungssystem erarbeiten möchte, unrealistisch. Vielmehr steht zu befürchten, dass die Kleinvoliere letztlich nur eine marginale Vergrößerung des ausgestalteten Käfigs darstellt und somit das generelle Verbot der Käfighaltung von Legehennen ab dem Jahr 2007 untergraben wird. Der bmt wird diesen Weg äußerst kritisch begleiten. Text: Dr. Jörg Styrie

EN KÄFIGEN! A US UNSERER A RBEIT EIERKENNZEICHNUNG: GROSSE RESONANZ AN DEN bmt-INFOSTÄNDEN Seit die Eierkennzeichnung gesetzlich vorgeschrieben ist, engagiert sich der bmt besonders, die Verbraucher mit den neuen Regelungen vertraut zu machen. Und immer wieder stellen dabei die aktiven Mitglieder fest, dass der Informationsbedarf in der Bevölkerung noch sehr groß ist. Mainz, 3. April 2004: Unter dem Motto "Kein Ei mit der 3" führten bmt-Mitglieder aus dem Raum Mainz und Darmstadt zwei Informationsstände durch, um rechtzeitig vor Ostern die Verbraucher auf die neuen EU-weit einheitlichen Regelungen zur Eierkennzeichnung hinzuweisen. Die seit 1. Januar 2004 in Kraft getretene Kennzeichnungspflicht schreibt vor, dass auf der Eierpackung und jedem einzelnen Ei deutlich erkennbar sein muss, aus welcher Haltungsform die Eier stammen. Insgesamt stießen die Informationsstände, die vor den EDEKA-NEUKAUF- Märkten in Mainz-Bodenheim und Mainz-Laubenheim stattfanden, auf regen Zuspruch bei den Passanten. Zahlreiche Verbraucher nutzten die Möglichkeit, um sich ausführlich über die neuen Kennzeichnungsregeln zu informieren und versicherten, künftig keine Eier mehr aus der tierquälerischen Käfighaltung zu kaufen, die nun endlich auch als solche erkennbar seien. Es stellte sich heraus, dass seitens der Konsumenten ein erheblicher Informationsbedarf bestand. Während die Tierschützer über die Haltungsbedingungen von Legehennen und anderer landwirtschaftlicher Nutztiere informierten und Unterschriften gegen Schlachttiertransporte sammelten, hielt ein übergroßes "sprechendes Huhn" eine kleine Osterüberraschung in Form von Schokoladeneiern für die Kinder bereit. Bedanken möchten wir uns bei den Aktiven und insbesondere der Inhaberin der beiden EDEKA-NEUKAUF-Märkte, die durch ihr Engagement für den Tierschutz diese Aktion erst durchführbar machte. Erst vor einigen Monaten ermöglichte sie einen Adventsbasar zugunsten des bmt in den Räumen ihres Marktes. Wir meinen: Ein positives Beispiel und Vorbild für andere Marktleiter. Text und Fotos: Mike Ruckelshaus “KEIN EI MIT DER 3!” 0=ÖKOLOGISCHE HALTUNG Hennen in Freilandhaltung, Futter aus ökologischem Anbau. Besatzdichte im Stall: max. 6 Hennen/m 2 1=FREILANDHALTUNG Jede Henne hat 4 m 2 Auslauf im Freien. Besatzdichte im Stall s. Bodenhaltung Neue bmt-“Eierkärtchen”! Auf der Rückseite unserer Infokärtchen zur Eierkennzeichnung (RdT 1/04) hatten sich leider Fehler eingeschlichen. Die aktualisierten Kärtchen können Sie gerne bei unserer Hauptgeschäftsstelle in München (Adresse S. 34) anfordern. So ist es richtig: 2=BODENHALTUNG Hennen leben im Stall mit Einstreu, Sitzstangen,Nestern. Besatzdichte bis zu 9 Hennen/m 2 3=KÄFIGHALTUNG Hennen leben im Drahtkäfig. Platz je Henne entspr. Gewicht 550 bzw.690 cm 2 Das Recht der Tiere 2/2004 17

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