Aloe reitzii var. reitzii - FGaS

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Aloe reitzii var. reitzii - FGaS

Editorial

Sukkulentenliebhaber unter sich

Eine Idee zur inhaltlichen Aufwertung unserer Medien der FGaS

Sowohl unsere vierteljährlich erscheinende AVONIA als auch die monatlich über unsere Website

veröffentlichte AVONIA-NEWS haben in den letzten Jahren eine ständig bessere Qualität erreicht.

Die Redaktion ist bemüht, immer Neues und Interessantes darzubieten. Doch ist die Mitarbeit

unserer FGaS-Mitglieder dazu leider nicht sehr intensiv. Dabei gibt es doch so viele Erkenntnisse

bei der Beschäftigung mit unseren Pflanzen, dass es doch hier kein Defizit geben sollte, wenn –

ja wenn – ein größerer Teil unserer Mitglieder schriftlich etwas dafür beitragen würde.

Bei der Betrachtung dieses Problems und in Auswertung meines ziemlich umfangreichen

Schriftwechsels kam ich zu der Idee, doch an diesen Erkenntnissen die Allgemeinheit unserer

FGaS-Mitglieder teilhaben zu lassen.

Betrachten wir nur einmal unsere meist jährlich stattfindenden IG-Treffen. Da wird so viel miteinander

geredet, werden Erfahrungen ausgetauscht, Pflegehinweise weitergegeben oder auch

sogenannte „Problemfälle“ diskutiert. Warum sollten diese wertvollen Gedanken nur in diesem

kleinen Kreise bleiben?

Oder: Es gibt immerzu neue Erkenntnisse zu Substrat oder Gießwasser, Überwinterung oder

Sommeraufstellung der Pflanzen. Schließlich auch zu Aussaatergebnissen – oder auch Misserfolgen.

Warum soll eigentlich jeder „das Fahrrad neu erfinden müssen“? Schließlich gibt es heute so unendlich

viel Literatur, Internet oder Besuche von Ausstellungen.

Bisher behält diese Eindrücke, Erkenntnisse und Gedanken meist jeder für sich.

Ich gebe zu, es ist nicht jedermanns Sache, einen perfekten Artikel zu Papier zu bringen. So

mancher scheut sich auch davor – aus Angst, sich gegenüber anderen zu blamieren (was natürlich

völlig falsch ist).

Vielleicht sogar mit dem Gedanken – „ist ja alles schon irgendwo aufgeschrieben worden“. Doch

wer hat heute die Zeit und vor allem Gelegenheit, diese riesige Fülle von Informationen aufzunehmen

und das Wichtige daraus herauszufiltern für die tägliche Pflege unserer Lieblinge?

Ich möchte deshalb eine Möglichkeit eröffnen, die Diskussion über alle, aber wirklich alle Probleme

dieser Art zu beginnen. Dazu genügt vollkommen eine E-Mail, ein Zettel mit Stichworten

oder kurzen Hinweisen an die Redaktion oder mich persönlich.

Ich würde künftig eine fortlaufende Serie in unseren beiden Medien starten und glaube, dass sich

damit nicht nur der sich manchmal ergebende Mangel an Beiträgen beheben lassen würde. Auch

würde sicher diese interessante Darlegung der vielen praktischen Hinweise unsere Medien aufwerten.

Was denken Sie als Leser unserer AVONIA oder AVONIA-NEWS über diese Vorstellung? Könnte

Ihnen das gefallen? Dann schreiben Sie mir. Ich würde IHRE ERFAHRUNGEN und ERGEB-

NISSE gern an ALLE weitervermitteln.

Helfen Sie, dass unsere Erkenntnisse dokumentiert und weitervermittelt werden können.

Ich und die Allgemeinheit unserer FGaS-Mitglieder wären Ihnen dankbar für Ihre Ideen! Meine

Adresse und E-Mail-Verbindung finden Sie in unserem Avonia-Heft!

Dr. Volker Dornig, Vizepräsident der FGaS

vizepraesident@fgas-sukkulenten.de

2


AVONIA-NEWS ISSN 2193-696X

Onlinezeitschrift der Fachgesellschaft andere Sukkulenten e.V.

Heft 4 · April 2012 · 5. Jahrgang · Ausgabe 46

Impressum:

Herausgeber:

Fachgesellschaft andere

Sukkulenten e.V. (FGaS)

www.fgas-sukkulenten.de

Inhalt

Editorial…………………………................................ 2

Impressum………………………....................……... 3

Pflanzenporträts....................................................... 4

Sean Gildenhuys

Aloe reitzii var. reitzii und ihre Begleitflora............... 6

Marco Cristini

Kalanchoe daigremontiana blüht............................. 16

Presse-News........................................................... 18

Aktuelle Literatur.................................................... 19

Termine.................................................................. 25

Vorträge der DKG-Ortsgruppen in Bezug auf

„andere Sukkulenten“............................................. 25

Anzeigen................................................................ 28

Präsident:

Dr. Jörg ETTELT

praesident@fgas-sukkulenten.de

Redaktion:

Dr. Jörg ETTELT

redaktion@fgas-sukkulenten.de

Wissenschaftliche Redaktion:

Christoph SCHRÖDER

w.redakteur@fgas-sukkulenten.de

Priv.-Doz. Dr. Martin S. STAEGE

mss@textwarte.de

Lektorat:

Katja UTERMÖLLER-STAEGE

kus@textwarte.de

Technische Redaktion und Layout:

Peter VOIGT

avonia-news@fgas-sukkulenten.de

Ältere Ausgaben dieser Online-Zeitschrift

sind über die Homepage der FGaS unter der

Rubrik „Avonia-News“ erhältlich.

© Copyright beim Herausgeber und den Autoren. Keine

Teile dieser Medien dürfen ohne die Nennung der Quelle

„Fachgesellschaft andere Sukkulenten“ und Name des

Informationsmediums sowie unter Angabe des Autors /

der Autoren verwendet werden.

Bei einer Veröffentlichung über Printmedien wird je ein

Sonderdruck/Ausgabe-Exemplar für Autor(en) und Gesellschaft

fällig.

Kommerzielle Nutzung bedarf der Genehmigung

durch den/die Autor(en) und die Gesellschaft.

Titelbild: Aloe reitzii

zum Beitrag auf Seite 6

Foto: Sean Gildenhuys

Rückseite: Brachystelma

rubella zum Beitrag

auf Seite 6

Foto: Sean Gildenhuys

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Pflanzenporträt

Crassula elegans SCHOENLAND & BAKER f. (1902)

Journ. Bot. 286.

Beschreibung: Die elegante Crassula

stammt aus dem Grenzgebiet zwischen Süd-

Afrika und Namibia, ist dort aber weit verbreitet,

was zu einer recht großen Variabilität

führt.

Die Blüten sind sehr klein. Den Reiz der Art

bilden die beinah kugeligen wie bepunktet

wirkenden Blätter, die dicht aneinander an

den dünnen Stämmchen sitzen.

Kultur: Das Problem bei der Kultur dieser

Art ist, dass sie einerseits bei direkter und

stehender Hitze Schaden nehmen kann. Für

einen typischen und kompakten Wuchs aber

andererseits wird volles Licht benötigt. Erschwert

wird diese Anforderungdadurch,

dass diese Art wie fast alle Crassulaceen

auch im Winter mäßige Wassergaben benötigt

und deshalb in dieser bei uns viel zu

dunklen Jahreszeit den hellsten Platz benötigt,

um nicht durch Vergeilen unschön und

anfällig für Krankheiten zu werden.

Vermehrung: Durch das Abtrennen von Seitenästen

kann die Art gut vermehrt werden,

für mich ist jedoch der Winter immer eine

heikle Phase.

Dr. Jörg ETTELT,

Morgenstraße 72,

D-59423 Unna,

redakteur@fgas-sukkulenten.de

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Pflanzenporträt

Stapelia divaricata MASSON (1797)

divaricatus – lat.: gespreizt, sperrig

Heimat: Südafrika, Western Cape, Swellendam

Beschreibung: Sie ist auch bekannt unter

dem nicht mehr gültigen Namen Gonostemon

divaricatus (MASSON) HAWORTH, 1812. A.

WHITE und B. L. SLOANE nahmen eine Unterteilung

der Gattung Stapelia in zehn unterschiedliche

Sektionen vor, wobei eine davon

die Sektion Gonostemon ist, welcher auch

Stapelia divaricata zugeordnet ist. 1891 beschrieb

KUNTZE die Pflanze als Stisseria divaricata,

diese Bezeichnung wurde nie anerkannt.

Gonostemon bezieht sich auf die knotige

Corona.

Stapelia pallida WENDLAND 1809 bzw. Gonostemon

pallidus (WENDLAND) SWEET 1827

sowie Stapelia pallens hort. ex STEUDEL 1841

gehören zu Stapelia divaricata.

Sie verzweigt stark und bildet größere

Gruppen. Die einzelnen Triebe können bis 18

cm lang werden und sind 4-kantig. An den

Rändern oder an den Triebspitzen verfärben

sie sich rötlich. Die Blüten sind nackt, gelblich

bis purpurn, glänzend. Sie erreicht von Zipfel

bis Zipfel ca. 5 cm im Durchmesser. Der Blütenrand

ist bewimpert und manchmal nach

außen gebogen. Meist öffnen sich 2 Blüten

auf einmal. Die abgebildete Pflanze blüht seit

Anfang November ununterbrochen.

Vermehrung: durch Samen und Stecklinge.

Pflege: Im Sommer bevorzugt sie einen schattigeren Standort, wie viele Stapelien auch.

Unsere Aasblumen bekommen zur gleichen Zeit Wassergaben wie die Kakteen. Wir halten

alle Stapelien in einer Bims-Lehmmischung in Hängetöpfen, die direkt unterhalb der Heizungsrohre

angebracht sind. Von Wassergaben im Winter sehen wir ab, da die Pflanzen

leicht mit dem schwarzen Tod, eine Pilzinfektion die bei niedrigen Gewächshaustemperaturen

schnell um sich greifen kann, befallen werden. Umtopfen ist nach spätestens zwei

Jahren angesagt, denn meist ist der Topf bis dahin einmal durchwandert und die Nährstoffe

aufgebraucht.

Helga & Michael Januschkowetz

Ausserhalb-Lengfeld 17

64853 Otzberg-Lengfeld

info@kaktusmichel.de

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Das dreiköpfige Exemplar von Aloe reitzii var. reitzii, das im Gebiet von Tonteldoos gefunden wurde.

Aloe reitzii var. reitzii

und ihre Begleitflora

Von Sean Gildenhuys

Übersetzung aus dem Englischen: Edwina Pfendbach

Dies ist die deutsche Übersetzung des leicht geänderten englischsprachigen Originalbeitrages aus der

Aloe“ 2005 1 & 2 der Succulent Society of South Africa.

Die Übersetzung und Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Gesellschaft und des

Autors, wofür wir an dieser Stelle recht herzlich Dank sagen.

Aloe reitzii var. reitzii findet man nur in den

Gebieten um Belfast, Dullstroom und Tonteldoos

in der Provinz Mpumalanga in Südafrika.

Obwohl die Pflanzen nur eine begrenzte

Verbreitung haben, sind sie lokal allgemein

bekannt. Sie kommen in Höhenlagen vor, wo

sie gelegentlichem Nebel und stürmischen

Winden ausgesetzt sind. In den Wintermonaten

herrscht hier oft starker Frost.

Als wir Mitte Februar 2005 die Wuchsorte

nahe Belfast und nahe Tonteldoos besuchten,

standen die Aloes in voller Blüte. Nahe

Belfast besteht die Landschaft aus Hügeln,

die durch weites Grasland getrennt werden,

das zunehmend landwirtschaftlich genutzt

wird. In dieser weiträumigen Gegend findet

man lediglich einen Wuchsort, der auf einen

einzigen Hügel beschränkt ist. Das Gebiet

besteht aus Felsenplatten, in deren Spalten

sich tiefe, fruchtbare Erde mit Grasbewuchs

gebildet hat. Hier ist Aloe reitzii var. reitzii zu

Hause, außerdem eine große Anzahl anderer

interessanter Pflanzen. In der Nähe von

Tonteldoos sind die Aloes recht häufig und

weit verbreitet. Man findet sie an den glei-

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chen Stellen wie die meiste andere Vegetation.

Wenn im Spätsommer die Blütenstände

aus den großen Blattrosetten hervorsprießen,

sehen sie wie abgestorben aus, da die

kleinen Knospen von vertrockneten braunen

papierartigen Hochblättern geschützt werden.

Je größer der Blütenstand wird und je

mehr sich die länglichen Knospen entwickeln,

desto unbedeutender werden die

Hochblätter. Die Blütenfarbe variiert von

dunkelorange bis rot und wird gelb bei Anthese

(Vollblüte). Die in der Provinz

Mpumalanga vorkommenden Pflanzen von

Aloe reitzii var. reitzii, blühen im Sommer.

Die im Norden des KwaZulu-Natal-Gebiets

wachsende Aloe reitzii var. vernalis hingegen

kommt in den Wintermonaten zur Blüte.

Bienen und Honigsauger, die die Pflanzen

bestäuben, waren bei unserem Besuch emsig

bei der Arbeit. Deshalb entdeckten wir

auch viele ein- und mehrjährige Sämlingspflanzen.

Die Sämlinge unterscheiden sich

von älteren Pflanzen insofern, als sie an

Blattober- und unterseite Dornen haben.

Wenn die Pflanzen älter werden, verschwinden

diese nach und nach, bis nur noch

Randzähne übrig bleiben, so dass ausgewachsene

Pflanzen glatte Blattoberflächen

aufweisen. Bei Belfast sind die Pflanzen

überwiegend stammlos (acaulescent), während

sie bei Tonteldoos eher Stämme bilden.

Es wurden Pflanzen gefunden, die Stämme

von mehr als einem Meter Höhe haben. Außerdem

gab es ein dreiköpfiges Exemplar

mit nieder liegenden Stämmen von je 1,5

Meter Länge. Diese haben sich wahrscheinlich

aus einer Pflanze entwickelt, deren ursprüngliche

Krone früh abgestorben ist.

Bei Belfast sind die Pflanzen überwiegend

stammlos (acaulescent), während sie bei

Tonteldoos eher Stämme bilden. Es wurden

Pflanzen gefunden, die Stämme von mehr

als einem Meter Höhe haben. Außerdem gab

es ein dreiköpfiges Exemplar mit niederliegenden

Stämmen von je 1,5 Meter Länge.

Diese haben sich wahrscheinlich aus einer

Pflanze entwickelt, deren ursprüngliche Krone

früh abgestorben ist.

Außer Aloe reitzii var. reitzii findet man in

diesem Habitat einige andere Aloe-Arten,

zum Beispiel die hübsche A. verdoorniae.

Sie ist verbreitet in der Nähe von Cullinan,

östlich von Pretoria in der Provinz Gauteng,

bis hin in die Gegend um Witbank, Dullstroom

und Belfast. Die Rosetten bestehen aus

attraktiven blaugrauen, unauffällig gefleckten

Blättern mit bernsteinfarbenen Blatträndern

und Dornen. Im Habitat nahe Belfast

wachsen an den steileren Berghängen auch

größere Mengen von A. mutabilis. Neben

diesen beiden Aloe-Arten gibt es eine noch

nicht identifizierte Art mit grünen gefleckten

Blättern.

Seite 7

Oben: Aloe verdorniae mit ihrer ausgeprägten Farbe.

Unten: Aloe sp. in der Nähe von Belfast.

Aloe reitzii var. reitzii im Habitat nahe Tonteldoos.

Seite 9

Blütenstand von Aloe reitzii var. reitzii im Habitat

nahe Tonteldoos.

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In beiden Gebieten können auch Gras-

Aloes vorkommen, doch wurden keine entdeckt.

Auch gab es keine Hybriden aus den

genannten Arten.

Da Aloe reitzii var. reitzii ein Sommerblüher

ist, sind die Chancen nicht besonders groß,

dass es zur Hybridenbildung kommt, da die

anderen Arten in den kälteren bzw. frostigen

Wintermonaten des Highveld (Hochplateau)

blühen.

In der Umgebung von Belfast befindet sich

Aloe reitzii var. reitzii in Gemeinschaft mit

vielen anderen Sukkulenten, interessanten

Zwiebelpflanzen, Sträuchern und Bäumen.

Auf den mit flacher Erde bedeckten Felsenplatten

wächst vorwiegend die mit Farnen

verwandte Selaginella dregei. Es gab zwei

verschiedene Ledebouria-Arten und die hüb-

Cyphostemma humile ssp. humile im Habitat nahe

Tonteldoos.

Unten: Huernia insigniflora im Gebiet von Toteldoos.


sche Eucomis autumnalis (Ananas-Lilie), außerdem

eine Tulbaghia acutiloba mit attraktiven

gegenständigen sichelförmigen Blättern.

Gefunden wurden auch viele interessante

Sukkulenten wie Crassula sarcocaulis, die

sogenannte „Bonsai-Crassula“, sowie die

Matten bildende Euphorbia clavarioides var.

truncata und die kriechende Cyphostemma

humile ssp. humile mit glänzenden grünen

Blättern und attraktiven roten Beeren. Außerdem

war Kalanchoe thyrsiflora vertreten,

die gerade anfing zu blühen. Diese Pflanzen

sind monokarp, d. h., sie fruchten nur einmal

und sterben nach der Blütezeit ab. Zur Vermehrung

produzieren sie im Allgemeinen

eine große Anzahl von Samen.

Links:

Oben: Eucomis autumnalis nahe Belfast.

Unten: Blühende Pflanze von Crassula sarcocaulis

nahe Tonteldoos.

Rechts:

Oben: Euphorbia clavarioides var. truncata im

Habitat nahe Belfast.

Unten: Unbekannte Anacampseros-Art im Habitat.

Seite 11:

Huernia insigniflora im Gebiet von Toteldoos.

Aloe mutabilis.

Seite 12:

Tulbaghia acutiloba nahe Suikerboshkop.

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Entlang der Straße, die in das

interessante Habitat in der Nähe

von Belfast führt, fanden wir Nerine

rehmanii (eine Gattung aus der

Amaryllis-Familie). Dies ist eine

seltene hübsche Miniaturpflanze

mit weißen, pink getönten Blüten,

die sich in einer Dolde mit einem

Durchmesser von nicht einmal

drei Zentimetern befinden. Weiterhin

gab es Crassula setulosa in

Blüte und eine Khadia-Art.

Im Habitat nahe Tonteldoos

wuchsen auch Aloe verdoorniae,

Ceropegia rendalii, Kalanchoe

thyrsiflora, Cyphostemma humile

ssp. humile, Crassula sarcocaulis,

Euphorbia clavarioides, Eucomis

autumnalis etc. Zu weiteren interessanten

Pflanzen, die hier gefunden

wurden, gehören Babiana

hypogea, Huernia insigniflora in

unterschiedlichen Farbvarianten,

eine andere Ledebouria-Art, Albuca

shawii und eine weitere Tulbaghia-Art

mit linearen grauen

Blättern und einem Blütenstand

von ca.13 cm Höhe.

Es wird sicher ein Erlebnis sein,

diese Habitate noch einmal im

Winter zu besuchen, wenn die anderen

Aloe-Arten in Blüte sind.

Albuca shawii nahe Suikerboshkop.

Unter den überhängenden Felsen wuchs

Ceropegia rendalii mit ihren dunkelfarbigen

sukkulenten Blättern. Leider war sie nicht in

Blüte. Um die Aloes herum und in Felsspalten

wurde eine nicht identifizierte Anacampseros-Art

entdeckt (vielleicht eine neue Art?)

und in einem Teppich von Selaginella eine

blühende Brachystelma rubella (eine

Asclepiaceae mit hübschen großen pinkfarbenen

Blüten). Es gab viele Bäume und

Sträucher sowie auch Cussonia paniculata,

der sogenannte Kohlbaum des Highveld.

Aloe reitzii var. reitzii ist nahe

verwandt mit Aloe gerstneri, die nur von einem

kleinen Areal im Norden der KwaZulu-

Natal-Region bekannt ist. Die meisten dieser

Pflanzen sind jedoch kleiner und die Blüten

haben eine langweilige orangebraune Farbe.

Allerdings bestehen gemeinsame Charakteristiken

mit Aloe reitzii var. reitzii, denn beide

haben verzweigte Blütenstände mit unzähligen

Blüten; beide blühen im Sommer, bei

beiden sind die jungen Knospen von vertrockneten

papierartigen Hochblättern geschützt,

beide haben glatte Blattoberflächen,

wenn sie ausgewachsen sind etc. Aloe reitzii

var. reitzii ist ebenfalls verwandt mit A. pet-

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icola und A. aculeata, von denen sie jedoch

leicht zu unterscheiden sind.

Babiana hypogea nahe Tonteldoos.

Aloe reitzii var. reitzii und die anderen Arten

sind gut zu kultivieren und sind ideale Pflanzen

für den Highveld-Garten. Sie sind leicht

zu vermehren und frosttolerant. Am besten

gedeihen sie an einem vollsonnigen Platz in

leicht organischem und wasserdurchlässigem

Substrat. In den Frühlings- und Sommermonaten

sollte regelmäßig gegossen

werden, jedoch etwas weniger in den kälteren

Monaten. Die Vermehrung erfolgt am

besten durch die Aussaat frischer Samen in

eine gesiebte, wasserdurchlässige Topferde,

leicht abgedeckt mit dem gleichen Substrat,

das bis zur Keimung täglich oder alle zwei

Tage besprüht werden sollte. Im ersten Monat

ist darauf zu achten, dass die Sämlinge

nie vollständig austrocknen bis sie abgehärtet

sind. Danach werden sie pikiert und in

separate Töpfe oder Beete gepflanzt, wo sie

sich weiter entwickeln können. In Abständen

kann mit einem dem Wasser zugesetzten

Fungizid gegossen werden, um die jungen

Sämlinge vor Pilzarten wie Phytophthora und

Pythium zu schützen.

Aloe reitzii nahe Suikerboschkop.

Sean Gildenhuys

P.O.Box 11017

Hatfield

Pretoria 0028

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Ein Blick in die Blüte von Kalanchoe daigremontiana.

Kalanchoe daigremontiana blüht

Von Marco Cristini

Ich habe zwei Kalanchoe daigremontiana,

die seit Weihnachten blühen. Also habe ich

einige Fotos gemacht und möchte damit diese

interessante Pflanze hier vorstellen. Diese

Sukkulenten haben eine merkwürdige Geschichte,

denn sie stammen aus zwei Brutknospen,

die vor zwei Jahren zufällig in einen

Topf von Crassula arborescens gefallen

sind. Am Anfang habe ich sie fast nicht bemerkt,

aber bald sind diese Brutknospen gewachsen.

In wenigen Monaten sind sie höher

als ihre Nachbarpflanzen geworden. Um

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den Oktober 2010 herum haben sie aufgehört,

Brutknospen zu entwickeln und zu

wachsen, aber im Frühling sind sie weitergewachsen.

Ich habe bemerkt, dass sowohl

Kalanchoe daigremontiana als auch Kalanchoe

delagoensis und Kalanchoe laetivirens

von Oktober/November bis März/April aufhören,

neue Brutknospen zu erzeugen. Im

Sommer sind diese Sukkulenten – dank neuer

Erde, viel Sonne und genug Wasser –

schnell gewachsen und haben im September

2011 eine Höhe von 45 bis 50 cm erreicht.

Anschlieβend haben sie begonnen, zwei Blütenstände

zu entwickeln. Im Dezember hatte

die höchste Pflanze 85 cm erreicht. Zu

Weihnachten – ein schönes Geschenk! –

sind die ersten Knospen erblüht.

Jetzt habe ich zehn bis zwanzig schöne

Blüten und 300 bis 400 neue Brutknospen,

die von den absterbenden Blättern beginnen

abzufallen. Einige Blätter tragen bis zu 35

Brutknospen – potenziell ein Wald von Kalanchoe

daigremontiana!

Marco Cristini

Via XXV Aprile 6

25121 Brescia

Italia

markcris@alice.it

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Presse-News

Forscher lassen Steinzeit-Pflanzen erblühen

Russische Forscher haben aus 30 000 Jahre alten Samen Pflanzen gezogen. Die Samen waren Jahrtausende

lang im Permafrostboden Russlands konserviert worden.

(dpa, 20.02.2012) – Forscher haben 30 000 Jahre alte

Pflanzen zum Blühen gebracht. Der sibirische Permafrost

hatte einige Fruchtteile gut konserviert, bevor

sie russische Forscher im Labor zu neuem Leben erweckten.

Der Erfolg ihres Versuchs unterstreiche, wie

bedeutend Permafrostböden als Lagerstätte für Leben

seien, das längst von der Erde verschwunden

geglaubt schien, schreiben die Biologen in den „Proceedings“

der US-nationalen Akademie der Wissenschaften.

Die gefrorenen Böden bedecken rund 20

Prozent der Erdoberfläche.

Das Pflanzenmaterial, das die Forscher um

Svetlana Yashina von der Russischen Akademie

der Wissenschaften (Pushchino/Russland)

bearbeiteten, stammt aus unterirdischen

Höhlen, die vor etwa 31 000 Jahren

von Erdhörnchen gegraben und als Futterverstecke

genutzt wurden. Sie liegen heute

rund 38 Meter unter der Oberfläche des

Permafrostbodens und tauten während der

gesamten Zeit nie auf.

Eindeutige Evolutionsunterschiede

Aus den verschiedenen in den Höhlen gefundenen

Pflanzen wählten die Forscher die

Art Silene stenophylla aus, die zur Gattung

der Leimkräuter gehört. Sie entnahmen aus

noch unreifen Früchten der Pflanze embryonales

Gewebe und entwickelten daraus zunächst

im Labor kleine Setzlinge. Diese

pflanzten sie ein. Zum Vergleich züchteten

sie auch aus den Samen von heute lebenden

Pflanzen der gleichen Art Nachkommen.

Die Pflanzen entwickelten sich normal. Vor

der Blüte ließen sich die alten und die heutigen

Pflanzen äußerlich nicht auseinanderhalten.

Die Blütenblätter der heutigen Pflanzen

sind jedoch breiter und stärker gefurcht. Außerdem

sind die heutigen Blüten einer Pflanze

alle zweigeschlechtlich. Die alten Pflanzen

hingegen bildeten zunächst rein weibliche

Blüten und erst danach zweigeschlechtliche.

Schließlich bestäubten die Forscher

die Blüten. Nach acht bis neun Wochen bildeten

sich Samen, aus denen sich wiederum

neue Pflanzen entwickelten.

Permafrostböden bergen große Schätze

Die weitere Untersuchung von Permafrostböden

sei notwendig, um den Genpool vergangener

Zeiten zu entdecken, schreiben die

Wissenschaftler. Ab einer gewissen Tiefe

sind diese oft mehrere hundert Meter dicken

Bodenschichten dauerhaft gefroren – und

zwar seit Jahrtausenden. Eingeschlossen im

Boden finden sich noch heute Überreste

längst vergangener Zeiten – von mikroskopisch

kleinen Bakterien über Pollen, Sporen,

ganze Pflanzen oder Insekten bis hin zu riesigen

Tieren wie zum Beispiel den Mammuts.

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Aktuelle Literatur

Bradleya (28) 2011

VAN JAARSVELD, E.J. (2011): Esterhuysenia

grahambeckii, a new rare species in the Aizoaceae

(Mesembryanthema, Ruschioideae)

from the Rooiberg, Western Cape, South Africa.

Bradleya 29: 43 – 50.

Diese Fels bewohnende neue Art ist selten.

Unweit von Robertson wurde sie an den

obersten Klippen von Felsen hängend entdeckt.

Die Zuordnung zur Gattung Esterhuysenia

ist unsicher, das auffällig aufgesetzte

Blattspitzchen teilt sie jedoch mit allen anderen

fünf Arten der Gattung.

VAN JAARSVELD, E.J.; HELME, N.; TRIBBLE, D.

(2011):Crassula fragarioides, a new sandstone

outcrop species from the Bokkeveld

Escarpment, Northern Cape, South Africa.

Bradleya 29: 51 – 56.

Wundervoll zwergige Crassula, die in den

Ritzen und Auswaschungen von Sandsteinfelsen

im losen Sand vorkommt. Die neue Art

hat weiße Blütendolden. Dieses Hefte ziert

sich mit einer Zeichnung dieser Art auf der

Titelseite.

HARTMANN, H.E.K. (2011): The identity of

Drosanthemum micans (Aizoaceae).

Bradleya 29: 1 – 12.

Drucke von DILLENIUS des Lectotyps von

Drosanthemum micans aus der Bodleien Library

Oxford werden genutzt, um die Identität

dieser Art näher festzulegen. Die charakterisierenden

Merkmale werden beschrieben

und dabei insbesondere Blütenmerkmale als

artspezifisch erkannt.

NEWTON, L.E. (2011): Two new species of

Aloe in Kenya.

Bradleya 29: 57 – 60.

Mit Aloe springatei-neumannii wird eine

mittelgroße Aloe aus dem südwestlichen Kenia

beschrieben, die gewisse Ähnlichkeit mit

A. laterita und A. wollastonii aufweist und

daher mit diesen tabellarisch verglichen wird.

Gefleckte Blätter und eine eingeschnürte

Blüte sind typische Merkmale für die Serie

Saponariae. Die zweite Art A. tegetiformis

bleibt kleiner, bildet Matten und wird mit A.

morijensis verglichen. Sie kommt von einem

Berg im Norden Kenias.

SMITH, G.F.; FIGUEIREDO, E. (2011): Provenance

of the material on which the name Aloe

mendesii REYNOLDS (Asphodelaceae), a

cliff-dwelling species from Angola is based.

Bradleya 29: 61 – 66.

Die eigentlich gut charakterisierte Art wird

hinsichtlich der Entdeckungsgeschichte beleuchtet

und die Herkunft des Materials, welches

bei der Erstbeschreibung benutzt wurde,

kann recht eindeutig nachvollzogen werden.

SMITH, G.F.; FIGUEIREDO, E. (2011): Agave

americana L. (subsp. americana) var. expansa

(JACOBI) GENTRY (Agavaceae) naturalized

in South Africa.

Bradleya 29: 67 – 72.

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Die Autoren zeigen die Verwilderung der

Agave americana var. expansa in Südafrika

an – sie erläutern die Unterschiede zu A.

americana var. americana und umreißen das

aktuelle Verbreitungsgebiet.

DE SOUSA, F.; FIGUEIREDO, E.; SMITH, G.F.

(2011): The genus Cyphostemma (PLANCH.)

ALSTON (Vitaceae) in Angola.

Bradleya 29: 79 – 92.

Umfassender Beitrag zu den 22 in Angola

vorkommenden Arten der Gattung Cyphostemma.

Die Arten werden in einem Schlüssel

charakterisiert und differenziert; Synonyme,

Typusbelege (in Angola) und der Endemiestatus

werden benannt. Verbreitungskarten

zeigen das Vorkommen. Leider werden

nur zwei Arten in 5 Bildern abgebildet, diese

zeigen jedoch prachtvolle Pflanzen.

YOUNG, A.J.; RODGERSON, C.; HAMMER, S.A.

(2011): The rough and the smooth: a reassessment

of Conophytum reconditum.

Bradleya 29: 93 – 102.

Die Entdeckung weiterer Standorte dieser

eigenwilligen wie rätselhaften Art veranlassen

die Autoren, nicht nur die 25jährige Geschichte

der Art vorzustellen, sondern auch,

die Art neu zu gliedern. So sollte C. reconditum

supsp. buysianum wieder als eigene

Art geführt werden und es wird außerdem C.

buysianum subsp. politum neu beschrieben.

Schaut man sich die Abbildung der Arten im

neuen Habitat an, kann man ganz schnell

der Faszination dieser Gruppe verfallen –

welch einmalige Anpassung, welch Wunder

der Natur!

CROUCH, N.R.; SMITH, G.F. (2011): Aloe sharoniae

N.R.CROUCH & GIDEON F. SM. (Asphodelaceae):

species rank for a leptoaloe

from southern Africa.

Bradleya 29: 79 – 92.

Die als Aloe cooperi subsp. pulchra bekannte

Art aus Südafrika wird A. sharoniae in

den Rang einer eigenen Art erhoben. Die

Unterschiede zu A. cooperi werden ausführlich

vorgestellt. Der Name wurde zu Ehren

von Sharon LOUW gewählt, die mit ihrer

Feldarbeit die Autoren auf die Besonderheiten

dieser Art aufmerksam machte.

FIGUEIREDO, E.; SMITH, G.F. (2011): Who's in

a name: eponymy of the name Aloe thompsoniae

GROENEW., with notes on naming

species after people.

Bradleya 29: 121 – 124.

Es herrschte bis zuletzt Unklarheit über

jene Person, welcher zu Ehren Aloe thompsoniae

benannt wurde. Nunmehr konnte geklärt

werden, dass Frau Edith Awdry Thompson,

geb. Eastwood, gemeint ist, welche als

erste Material dieser Pflanze gesammelt hatte.

Daten zur Peron werden angeführt, ein

abschließender Abschnitt wirft die Frage auf,

inwiefern dieses Vorgehen, neue Arten mit

Personennamen zu beschreiben – welches

ja nicht gerade selten ist – hilfreich und sinnvoll

ist. Zumindest sollten nach Meinung der

Autoren Angaben zur Person eingeschlossen

werden, um Klarheit zu schaffen und um

nicht später ggf. die falsche Person mit der

Art zu verbinden.

KLOPPER, R.R.; GRACE, O.M.; SMITH, G.F.;

FIGUEIREDO, E. (2011): Reinstatement of ALoe

graciliflora Groenew. (Asphodelaceae:

Alooideae), a maculate aloe from north-east

South Africa.

Bradleya 29: 125 – 130.

Die Autoren setzen sich für die erneute

Anerkennung von Aloe graciliflora ein, eine

Pflanze, die bisher als Synonym von A. graetheadii

var. davyana angesehen wurde. Sie

begründen diese Ansicht und erkennen in

der alten – neuen Art eine an die klimatischen

Extremsituationen des östlichen Higvelds

angepasste gute Aloe.

VICTOR, J.E.; MAKWARELA, L.E. (2011): South

Africa's succulents under threat.

Bradleya 29: 137 - 142.

Die fortgeschriebene Erfassung der Pflanzen

in Roten Listen wird auch in Südafrika

durchgeführt. Eine Auswertung dieser Liste

durch die Autoren zeigt, welche Arten besonders

schützwürdig sind und auch, von

welchen Arten nur geringes Wissen zum

notwendigen Schutzstatus vorhanden sind.

Der relativ hohe Druck auf Arten der Asphodelaceae

sowie der Mesembryanthemaceae

durch Aufsammlungen und den gärtnerischen

Nutzen bringt eine besondere Verletz-

20


lichkeit der Arten zustande, aber gerade in

diesen Gruppen ist das Wissen über die

Verbreitung bzw. Gefährdung gering, sodass

hier besondere Anstrengungen in der Feldforschung

notwendig sind.

EARLE, R. (2011): Observations at a Lithops

karasmontana subsp. bella Population in

Habitat.

Mesemb Study Group Bul. 26 (4): 79 – 83.

Vorbildliche Studie einer Population von

Lithops karasmontana subsp. bella bei Aus,

Namibia. Die gefundenen Pflanzen werden

nach Anzahl der Köpfe pro Pflanze klassifiziert,

morphologische Merkmale, der Gesundheitszustand

und die Bestäuber werden

beobachtet und erfasst und die Ergebnisse

diskutiert. Als Ausreißer wurden zwei Pflanzen

mit 22 Köpfen beobachtet. Die Abbildungen

zeigen die Variation der Färbungen der

Köpfe gut.

HARTMANN, H.E.K.; LE ROUX, A. (2011): Drosanthemum

subgenus Speciosa (Aizoaceae):

towards a revision of the plants with

black staminodes.

Bradleya 29: 143 – 178.

Neun Arten mit schwarzen Staminodien

sind gut abgrenzbar und werden hier neu

geordnet. Ausführlich wird auf Untersuchungsergebnisse

eingegangen und ein

Schlüssel zur Neugliederung hilft bei der Bestimmung.

Zahlreiche Bilder insbesondere

von den bestimmenden Merkmalen, Verbreitungskarten

und Abbildung relevanter Herbarbögen

(leider zu klein) verdeutlichen die

Ergebnisse.

SMITH, G.F.; WALKER, C.C.; FIGUEIREDO, E.

(2011): What's in a name: an update on epithets

used in Aloe L. (Asphodelaceae).

Bradleya 29: 179 – 181.

Angaben zu Bedeutung, Datum der Verwendung

und Herkunfts-Ableitung von weiteren

32 Epitheta in der Gattung Aloe ergänzt

eine frühere Publikation in gleicher Zeitschrift

der Autoren.

je

Mesemb Study Group Bulletin vol 26 No 4

2011

YOUNG, A. (2011): Conothon 3 – Cono Hunting

in the Western and Northern Cape, May

2009.

Mesemb Study Group Bul. 26 (4): 86 – 91.

Reisebericht des Autors an Conophytum-

Standorten Südafrikas in der Western und

Northern Cape Region. Die schönen Bilder

zeigen, dass er zur richtigen Zeit (Mai) vor

Ort war, denn viele Pflanzen blühten.

COLE, D.; COLE, N. (2011): Lithoparian recollections

24.

Mesemb Study Group Bul. 26 (4): 92 – 94.

Fortsetzung des Rückblicks auf jahrzehntelange

Sammeltätigkeit von Lithops-Arten. Es

geht um eine Reise nach Südafrika im Mai

1985.

DEAVES, L. (2011): Green Grow the Lithops-

O! About Green-Bodied Colour Forms.

Mesemb Study Group Bul. 26 (4): 95 – 97.

21


Zum zuvor publizierten Beitrag zu den roten

Formen bei Lithops werden Korrekturen

und Ergänzungen vorgenommen, bevor hier

eine Liste zu den grünen („G-Form“) Formen

vorgestellt wird.

je

Cactus and Succulent Journal vol 83 September

- October 2011 no 6

LAVRANOS, J. (2011): Euphorbia momccoyae

LAVRANOS: a new and long misidentified species

from the Sultanate of Oman.

Cact. Succ. J. 83 (6): 256 – 263.

Diese hier nach der Ehefrau Mo MCCOY

des bekannten Pflanzenjägers MCCOY benannten

Art wurde früher immer als Euphorbia

cactus angesprochen. Genaue Betrachtungen

zeigen aber schnell, dass es eine nur

höchst oberflächliche Ähnlichkeit gibt. Viel

eher könnten Ähnlichkeiten mit E. polyacantham

gezogen werden, die auch bei der

Beschreibung als Vergleichsart herangezogen

wird. Zur Sicherheit wird dennoch eine

Vergleichstabelle mit E. cactus abgedruckt,

um auch letzte Zweifel auszuräumen. Die

neue Art wächst säulig, bildet Gruppen, erreicht

gut einen Meter Höhe und bildet gelbe

Scheinblüten aus. Ihr exponiertes Vorkommen

unter anderem an den höchsten Stellen

der senkrecht ins Meer abfallenden Felsen

von Dhofar wird mit eindrucksvollen Bildern

verdeutlicht.

DIOLI, M. (2011): Aloe ikiorum: A new species

from Uganda.

Cact. Succ. J. 83 (6): 270 – 274.

Beschreibung einer in der Sonne schön

bronze-farbene Rosetten bildende Art aus

Uganda. Die neue Art wird beschrieben und

Vergleiche mit A. lateritia var. graminicola sowie

A. wollastonii gezogen.

ETTER, J.; KRISTEN, M. (2011): The rediscovery

of the elusive Echeveria tobarensis.

Cact. Succ. J. 83 (6): 275 – 283.

Edward PALMER fand 1906 Exemplare einer

neuen Art, von der in kurzer Zeit alle

Pflanzen verstarben und lediglich eine handschriftliche

Notiz sowie ein Herbarbogen übrig

blieben. Auf dieser Basis machten sich

die beiden Schweizer Globetrotter auf, um

die Art wiederzufinden. Im dritten Anlauf

2010 gelang endlich die Sensation: Pflanzen,

die in Moos oder Flechten saßen und welche

eine violette Epidermis aufwiesen, welche

sich perfekt an die Farbe der Flechten und

des Gesteins anpassten, konnten endlich

entdeckt werden. Ein Vergleich mit der Beschreibung

– welche jedoch lediglich anhand

des Herbarbogens mit zwei getrockneten

Blättern und einem Blütenstiel erfolgte – lassen

aber kaum Zweifel darüber, dass die

Wiederentdeckung gelang.

BENADOM, D. (2011): Superb Succulents.

Cact. Succ. J. 83 (6): 284 – 285.

Diese Standardrubrik der Zeitschrift stellt

jeweils mit schönem Foto jeder Art und mit

kurzem Text zwei Sukkulenten vor, diesmal

Kalanchoe thyrsiflora sowie Gerrardanthus

macrorhizus.

22


WILLIAMSON, G. (2011): A new Drimia sp.

from the Namib Desert in Namibia.

Cact. Succ. J. 83 (6): 286 – 289.

Mit Drimia occultans wird eine neue Art aus

Namibia beschrieben. Der Artname deutet

auf die versteckte Lebensweise – kleine Blüten

und blattlos weitgehend unsichtbar.

je

Asklepios 112 – November 2011

Bestäuber sowie Schädlinge ausführlich vorgestellt

und diskutiert.

ADITYA, S. (2011): Caralluma pauciflora, an

endemic Caralluma taxon from India.

Asklepios 112: 15 – 16.

Diese in Indien endemische Art aus dem

Bundesstaat Tamilnadu wird in Wort und Bild

vorgestellt. Die schönen Blüten sind gelb mit

bräunlicher „Tigerung“.

ADITYA, S. (2011): Further notes on Caralluma

adscendens v. carinata and v. geniculata.

Asklepios 112: 17 – 20.

Fünfzipfelige Blüten mit Haaren an den

Enden haben etwas sehr Eigenes. Diese Art

mit ihren Varietäten besitzt solche Blüten und

wird hier vorgestellt. Die Unterschiede zwischen

den Varietäten sowie das Vorkommen

werden umfassend besprochen. Erfahrungen

bei der Kultur (in Indien) werden wiedergegeben.

Nach umfassenden Feld- und Kulturbeobachtungen

kommt der Autor zum

Schluss, dass beide Varietäten Teil eines

komplexen und leicht variablen Taxons sind

ohne klare Merkmale, die eine Abgrenzung

ermöglichen könnten.

GREEN, T.; KLOPPENBURG, D. (2011): New

species of Hoya from Fiji Hoya desvoeuxensis.

Asklepios 112: 21 – 22.

Diese neue, kaum sukkulente Hoya von

den Fiji-Inseln erinnert sehr stark an H. megalacantha,

mit der sie bei der Beschreibung

auf verglichen wird, indem die Unterschiede

hervorgehoben werden.

ZITO, P.; SAJEVA, M. (2011): Caralluma europaea

on Lampedusa Island.

Asklepios 112: 3 – 14.

Ausführlicher, gut bebilderter Beitrag zum

Vorkommen von Caralluma europaea auf der

Insel Lampedusa – bekannt als erste Anlaufstelle

afrikanischer Flüchtlinge auf dem Weg

nach Europa. Neben dem Vorkommen werden

der taxonomische Werdegang, die Inhaltsstoffe,

die Ökologie und beobachtete

HARGREAVES, B. (2011): The real Edithcolea

in Bakersfield.

Asklepios 112: 23 – 24.

Ein Beitrag vom Autor, welcher 2010 zu

Edithcolea publiziert wurde, zeigte damals

Bilder eine Hybride. Der Autor kam inzwischen

in den Besitz der guten Art und korrigiert

hier seinen Fehler. Die abgebildete

Pflanze ist wahrscheinlich xHoodiapelia

beukmannii.

COLLINS, P. (2011): Notes on some Edible,

Medicinal and Magical Xerophytic, Tuberous

23


or Succulent Asclepiads and a Firework (part

two).

Asklepios 112: 25 – 28.

Nach den knappen einleitenden Worten im

vorhergehenden Heft, die man noch nicht so

richtig einordnen konnte, werden hier insgesamt

59 Arten vorgestellt, die essbar sind,

medizinisch nutzbar oder als magische

Pflanzen genutzt werden. Die Liste reicht von

Apteranthus europaea bis Ceropegia intermedia.

Zu den beschriebenen Eigenschaften

werden die Literaturstellen zitiert. Wenn auf

vier Seiten nunmehr „C“ erreicht ist, wird sich

die vollständige Veröffentlichung des Beitrages

noch eine geraume Weile hinziehen, und

erst am Schluss kommen die Literaturstellen

– eine nicht so glückliche Vorgehensweise.

je

The Rock Garden 128 – January 2012

HENDERSON, F. (2012): The Haraz Mountains,

Yemen.

The Rock Garden 128: 3 – 15.

Reisebericht in die westliche Region von

Jemen, die Haraz Moutains, in deren Zentrum

San'a liegt. Die vorgefundene Flora wird

vorgestellt, daneben jedoch auch Landschaft,

Volk und Kultur/Baustile gewürdigt.

Zahlreiche Sukkulenten werden erwähnt o-

der auch abgebildet. Ein schöner Beitrag, für

den wir uns bemühen, die Genehmigung der

Gesellschaft und des Autors für die deutsche

Übersetzung für dieses Journal zu erhalten.

NICHOLLS, G. (2012): Go West, Young Man:

Part I.

The Rock Garden 128: 102 – 112.

Über dreißig Jahre Engagement mit Pflanzen

der westlichen Staaten der USA werden

zusammenfassend vorgestellt. Der erste Teil

stellt Schwerpunkte in Arizona, Kalifornien,

Nevada und Utah vor, spätere Teile sollen

dann wohl eher interessante Regionen besprechen.

Arizona und Kalifornien glänzen

dabei mit mehreren Arten der Gattung Lewisia,

um hier nur die sukkulenten Vertreter zu

nennen.

je

24


Termine

(Hier veröffentlichen wir interessante Veranstaltungen, die im Zusammenhang mit unserem Hobby stehen. Bitte teilen Sie uns

Ihnen bekannte Termine mit, die geeignet sind, hier in den Avonia-News bekannt gegeben zu werden.)

Jahreshauptversammlung 2012 der FGaS

Die Jahreshauptversammlung findet am 13. Oktober 2012 (Anreise ab 12.10.) im Gasthof „Zur Linde“

(Inhaber M. Kraus), Wernaustr. 7, 36093 Künzell-Pilgerzell (Nähe Fulda) statt.

Das Rahmenprogramm dazu läuft vom 12. bis 14. Oktober 2012.

Jahreshauptversammlung 2012 der IG Ascleps

Die Jahreshauptversammlung findet am 15. September 2012 in Berg/Opf. (zwischen Nürnberg und Neumarkt

gelegen) statt. Beginn der Tagung im Saal der Hotel-Gaststätte „Lindenhof“, Rosenbergstr. 13,

92348 Berg, Tel.: 091894100, ist um 14 Uhr.

Vorträge der Ortsgruppen der DKG in Bezug auf „andere Sukkulenten“

(Wer derartige Termine kennt, kann sie uns gerne mitteilen)

OG Leipzig – Naturkundemuseum, Lortzingstr. 3, 04105 Leipzig

20.04.2012 19.00 Uhr

„Echeveria, Graptopetalum und Pachyphytum in Kultur“- Rudolf ZACHER, Erfurt

20.06.2012 19.00 Uhr

„Die Gattung Yucca“ - Thomas BOEUF, Alzenau

OG Burgstädt – Hotel „Alte Spinnerei“, Chemnitzer Str. 89–91, D-09217 Burgstädt

15.06.2012 19.00 Uhr

„Von Stinkern, Klötzen und Fingerpflanzen“ - Herbert THIELE, Paderborn

OG Berlin – Gemeinschaftshaus, Barfusstr. 34, 13349 Berlin-Wedding

07.08.2012 19.00 Uhr

„Die Gattung Hoya“ - Frauke Berger

OG Oldenburg – Hotel Heinemann, Klingenbergstr. 51, 26133 Oldenburg

09.07.2012 19.30 Uhr

„Adenium in unseren Sammlungen“ - Siegfried JANSSEN, Oldenburg

10.09.2012 19.30 Uhr

„Reiseeindrücke aus dem Oman“ - Ulrich KATZ, Witten

OG Hannover – Berggarten Herrenhausen, Werkhof, Burgweg, 30455 Hannover

08.05.2012 20.00 Uhr

„Die Gattung Yucca“ - Thomas BOEUF, Alzenau

OG Göttingen – Naturfreundehaus, Auf dem Hagen 38, 37079 Göttingen

06.09.2012 19.30 Uhr

„Lithops, der etwas andere Vortrag. Pflege & Kultur“ - Roger MICHALSKY

01.11.2012 20.00 Uhr

„Madagaskars Ostküste“ - Arne HARTIG

25


OG Magdeburg – „Umwelthaus“, Steubenallee 2, 39104 Magdeburg

16.10.2012 19.30 Uhr

„Trichocaulon“ - Klaus-Peter FAHRIG, Braunschweig

OG Dortmund – Verwaltungsgebäude des BG Dortmund, Am Rombergpark 49 b, 44225 Dortmund

19.10.2012 19.00 Uhr

„Von Stinkern, Klötzen und Fingerpflanzen“ - Herbert THIELE, Paderborn

16.11.2012 19.00 Uhr

„Die bunte Vielfalt der Agaven“ - Frau und Herr RICHTER, Sundern

OG Essen – Gaststätte „Michelshof“, Steubenstr. 41, 45138 Essen-Huttrop

17.09.2012 19.00 Uhr

„Bromelien“ - DKG Mediathek, Serie Nr. 300

15.10.2012 19.00 Uhr

„Blühendes Namibia“ Teil 1 - Tobias WALLEK, Essen

12.11.2012 19.00 Uhr

„Blühendes Namibia“ Teil 2 - Tobias WALLEK, Essen

OG Oberhausen – Restaurant „Haus Teißen“, Akazienstr. 119, 46049 Oberhausen

05.10.2012 19.00 Uhr

„Blühendes Namibia“ - Tobias WALLEK, Essen

OG Aachen – Hotel „Buschhausen“, Adenauerallee 215, 52066 Aachen

11.07.2012 19.30 Uhr

„Namibia - Eindrücke aus dem Südwesten Afrikas (Blühendes Namibia)“ - Tobias WALLEK, Essen

OG Bonn – Haus am Rhein, Elsa-Brändström-Str. 74, 53227 Bonn-Beuel-Süd

23.10.2012 19.00 Uhr

„Malawi – das warme Herz Afrikas“ - Dr. Frieder HAMM

27.11.2012 19.00 Uhr

„Lanzarote“ - Manfred HARTL

OG Düren – Hotel „Mariaweiler Hof“, An Gut Nazareth 45 in 52353 Düren-Mariaweiler

10.09.2012 19.30 Uhr

„La Palma“ - Frau Elfriede KESSEL, Hergenrath, Belgien

OG Hamm – Gasthof „Hagedorn“, Bockumer Weg 280, 59065 Hamm

19.04.2012 20.00 Uhr

„Pflanzen für den Steingarten“ - Herr HEGEL, Hamm

OG Darmstadt – Stadtheim der Naturfreunde, Darmstr. 4a, 64287 Darmstadt

20.04.2012 20.00 Uhr

„Farbiges Südafrika“ - Herrn DAUM, Pfungstadt

19.10.2012 20.00 Uhr

„Delosperma, Echeveria, Euphorbia & Co.“ - Herrn JANUSCHKOWETZ, Ebenheid

16.11.2012 20.00 Uhr

„Variegate & Co. - Raritäten der Gattung Yucca“ - Herrn BOEUF, Alzenau

OG Michelstadt – Hotel „Michelstädter Hof“, Rudolf-Marburg-Str., 64720 Michelstadt

25.10.2012 20.00 Uhr

„Farbiges Südafrika“ - Herrn DAUM, Pfungstadt

26


OG Rhein-Main-Taunus – „Turnverein Biebrich“, Rathenauplatz 13, 65203 Wiesbaden-Biebrich

02.05.2012 19.00 Uhr

„Namibia, Land zwischen zwei Wüsten“ - Ludwig DAUM, Pfungstadt

OG Karlsruhe – Steakhaus beim ESG Frankonia, Durlacher Allee 112, 76131 Karlsruhe

27.04.2012 20.00 Uhr

„Südafrika - Menschen, Tiere, Pflanzen“ - Hans - Dieter KÖSER

OG Offenburg – Gasthaus „Linde“, Winzerstr. 44, 77654 Offenburg

06.07.2012 20.00 Uhr

„Namakwaland in Blüte“ - Edwina PFENDBACH

OG München – Gaststätte „Dietrich von Bern“, Dietrichstr. 2, 80637 München

26.10.2012 18.30 Uhr

„Sukkulenten im südlichen Afrika“ - Edmund KIRSCHNEK

OG Rosenheim – Gasthaus „Alter Wirt“, Aisinger Straße 113, 83026 Rosenheim/Aising

20.07.2012 19.30 Uhr

„Sokotra – durch den Jemen zum Galapagos des Indischen Ozeans“ - Evelin VOUK

19.10.2012 19.30 Uhr

„Vom Kap der Guten Hoffnung in die Namib-Wüste – als Sukkulentenfreund unterwegs im südlichen Afrika“

- Hans-Jürgen THORWARTH

OG Neumarkt – Gaststätte im Pfarrheim, Saarlandstr. 13, 92318 Neumarkt/Opf.

02.05.2012 20.00 Uhr

„Schweizer (sukkulente) Impressionen“ - Siegfried FUCHS

27


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2. Rheinische Kakteentage

Am 21. und 22. April 2012 veranstalten die Ortsgruppen

Aachen und Düren im Brückenkopf-Park

Jülich die 2. Rheinischen Kakteentage.

Die Verkaufsbörse für Kakteen und andere Sukkulenten

in der Blumenhalle des Parks ist von

9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Dort befindet sich auch eine Caferteria.

Der Eintritt für den Brückenkopf-Park beträgt

4,50 Euro.

Der Brückenkopf-Park in 52428 Jülich ist gut ausgeschildert

und über die A 44 leicht erreichbar.

Besucher unserer Börse sollten den Eingang

"Kirmesbrücke" an der Ellbachstraße benutzen.

Von diesem Eingang beträgt der Fußweg nur

150 m.

Anfahrthinweise, Parkmöglichkeiten (kostenfrei)

und weitere Attraktionen des Parks findet man im

Internet unter www.brueckenkopf-park.de.

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