Schneckenpost 2013/1 - Diakonie am Thonberg

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Schneckenpost 2013/1 - Diakonie am Thonberg

Schneckenpost

Tanzprojekt

der Villa

Neuer Geschäftsführer

Inklusion

macht Schule

01/2013


Impressum

Schneckenpost:

Herausgeber:

Redaktion:

Layout:

Anzeigenleitung:

Druck:

Infoblatt der Werkstattmitarbeiter der Diakonie am Thonberg

Ausgabe 01/2013

Redaktionsschluss nächste Ausgabe: 25.03.2013

Redaktion der Schneckenpost

Diakonie am Thonberg, Eichlerstraße 2, 04317 Leipzig,

Tel.: 0341 - 26 77 061

Katja Mieder (AB manuelle Gestaltung)

Karsten Schaal (AB PC / Büro)

Tilman Zschirpe (AB PC / Büro)

Marko Altstädt (Außenarbeit Messeprojekt)

André Busse (Außenarbeit Altenpflegeheim „Emmaus“)

Ivonn Waliczek (Außenarbeit Evangelisches Schulzentrum)

Steffen Hegenbarth (AB Bürodienstleistungen)

Sebastian Fischer (AB Druck)

Kevin Radny (AB Mediengestaltung)

Christian Wetendorf (AB Mediengestaltung)

René Weißmüller (Außenarbeit Messeprojekt)

Dorothea Deunert (Außenarbeit Evangelisches Schulzentrum)

Karen Kohlmann (Referatsleitung Berufliche Bildung)

Vera Kreipe (Ehrenamt)

Jutta Tille (Förderung und Betreuung)

Benjamin Feistel (Förderung und Betreuung)

Marika Günther (Förderung und Betreuung)

Mediengestaltung der Diakonie am Thonberg

Karen Kohlmann

kohlmann.karen@dat-leipzig.de

Druckbereich der Diakonie am Thonberg

Auflage: 300

Post für uns könnt Ihr an der Rezeption abgeben, als Datei in Z:\ABLAGEallg\Schneckenpost speichern oder

uns in die Hand drücken.

Für nicht namentlich gekennzeichnete Beiträge übernimmt die gesamte Redaktion die Verantwortung.

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Schneckenpost

Inhaltsverzeichnis

Seite

Die BBW Leipzig Gruppe hat neue Geschäftsführer ......................................... 4

Michel Preuß ist der neue kaufmännische Geschäftsführer .............................. 6

In der DaT waren die Narren los ........................................................................ 7

Bericht Tagung Persönliches Budget ................................................................ 8

Nachdenkliches am Abend beim Behindertenverband Leipzig ......................... 9

Inklusion macht Schule...................................................................................... 9

Gemeinsam für ein barrierefreies Sachsen ...................................................... 10

Teilhabe für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ................................11

Wir machen einen Film .....................................................................................12

Wir arbeiten außerhalb .....................................................................................13

Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig wird 100 Jahre alt ................................14

Das Völkerschlachtdenkmal ............................................................................15

Neue Ausstellung von Ingo Lämmel. ............................................................... 16

Freizeitgestaltung von Menschen mit Behinderung in Leipzig ..........................17

Wohnen heißt, mein eigenes Reich zu haben. ..................................................18

Gottes Wort in unserem Leben ....................................................................... 20

Neues vom Werkstattrat +++ Neues vom Werkstattrat .................................. 21

Das Tanztheaterstück HUMAN System .......................................................... 22

Von Anfang an dabei ...................................................................................... 23

Rätselspaß ....................................................................................................... 24

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Schneckenpost

Die BBW Leipzig Gruppe hat neue Geschäftsführer

Tobias Schmidt ist der neue Hauptgeschäftsführer

Nach dem Grundstudium wechselte ich dann

den Studiengang und habe Lehramt für Förderschulen/Lernbehinderten-

und Verhaltensgestörtenpädagogik

studiert. 2001 habe ich mein

Studium abgeschlossen.

Was verbindet Sie mit der BBW Leipzig Gruppe?

Haben Sie schon zuvor hier gearbeitet?

Seit Ende 2001 arbeite ich am BBW Leipzig. Angefangen

habe ich als Lehrer und Integrationsberater

und war u.a. für die betriebliche Ausbildung

hör- und sprachgeschädigter Jugendlicher

zuständig. 2002 wählten mich die Mitarbeiter/

innen in die MAV, deren Vorsitzender ich bis

2004 dann war. Von 2004 bis 2008 war ich als

Bereichsleiter im BBW zuständig für die Abteilung

Wohnen und Freizeit und für die Abteilung

Kindertagesstätten. Im Februar 2008 wurde ich

Schulleiter der Berufsbildenden Schule im BBW,

dazu gehören auch die Produktionsschule und

das Netz kleiner Werkstätten.

Was ist Ihnen als Geschäftsführer wichtig?

Herr Tobias Schmidt ist seit dem 1. Januar 2013

der neue Hauptgeschäftsführer der BBW Leipzig

Gruppe. Er arbeitet schon viele Jahre im BBW.

Wir haben den neuen Geschäftsführer befragt,

damit Sie ihn besser kennen lernen können.

Bitte stellen Sie sich kurz vor, damit die Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen Sie kennen

lernen können!

Mein Name ist Tobias Schmidt, ich bin seit

1.1.2013 Hauptgeschäftsführer der BBW-Leipzig-Gruppe.

Ich wurde am 28. März 1978 in

Wurzen geboren und bin in Brandis bei Leipzig

aufgewachsen. Dort bin ich auch zur Schule gegangen

und habe 1996 Abitur gemacht. Danach

habe ich an der Universität Leipzig zunächst

Lehramt für Gymnasium mit den Fächern Mathematik

und Physik studiert.

„Wir kommunizieren und handeln in gegenseitiger

Achtung, Akzeptanz und Unterstützung. Wir

vereinbaren gemeinsam Ziele und messen uns

daran.“

Dieser Auszug aus dem Leitbild sollte unbedingt

auch im Jahr 2013 wieder sichtbares Zeichen

unserer Unternehmenskultur werden.

Die gestiegenen Erwartungen an persönliche

Eigenverantwortung, auch in sozialen Unternehmen,

müssen sich wiederspiegeln in einem Klima

des Vertrauens und der Achtung der Menschen,

die uns begegnen. Wir gemeinsam, in

unseren pädagogischen Unternehmen, sind verantwortlich

für unser Tun und Handeln - jeder

an seinem Arbeitsplatz - jeder in seinem Verantwortungsbereich.

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Schneckenpost

Wir sind aber auch oft verantwortlich für etwas,

wenn wir es nicht tun. In einem pädagogischen

Unternehmen stellt die positive Kultur des Miteinanders

der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die

größte Herausforderung dar.

Die technische und räumliche Ausstattung bildet

eine gute Grundlage für unsere erfolgreiche

Arbeit, wichtiger aber ist das von uns praktizierte

und entwickelte Unternehmensklima. Daran

müssen, wie alle pädagogischen Unternehmen,

auch wir immer arbeiten.

Welche Ziele haben Sie für die BBW Leipzig

Gruppe? Was wollen Sie verändern?

Unsere wirtschaftlich gute Situation möchten wir

einsetzen für eine konzeptionelle und zukunftsstarke

Positionierung in der „sozialen Landschaft“

mit Konkurrenten und Mitarbeitern. Es

ist in allen sozialpolitischen Feldern deutlich: Die

gesetzlichen Rahmenbedingungen entwickeln

sich hin zu eigenverantwortlichen Entscheidungen

der Menschen mit einem „Hilfe-Bedarf“. D.

h. für unsere tägliche Arbeit, noch weitere differenzierte

Angebote zu entwickeln und dabei

Kostenstrukturen zu erreichen, um für „Auftraggeber“

attraktiv zu sein. Diese Schere (man

könnte auch sagen - diese Zange) zwischen

Kostendruck einerseits und pädagogisch-ethischen

Ansprüchen unsererseits müssen wir immer

wieder aufs Neue schließen - in jedem Arbeitsbereich

unserer BBW-Gruppe.

Welche Ziele haben Sie für die Diakonie am

Thonberg? Was wollen Sie verändern?

Speziell für die DaT werden wir in der nächsten

Zeit über eine Positionierung und Ausrichtung

im Sinne des Inklusionsgedankens nachdenken

müssen und entsprechende Konzepte entwickeln.

Dazu gehören aus meiner Sicht auch die

weitere Ausdifferenzierung von Außenarbeitsplätzen,

Angebote des selbstständigen Wohnens

für Menschen mit Behinderung und die

Fortsetzung der begonnenen Diskussion um

Angebote für ältere ehemalige Mitarbeiter/innen

von Werkstätten. Ich denke, da liegt ein ganzer

Berg von Arbeit in den nächsten Jahren vor uns.

Wie lange übernehmen Sie die Geschäftsführung?

Darüber mache ich mir gerade überhaupt keine

Gedanken; die ersten Monate sind vorüber,

mir macht die verantwortungsvolle Aufgabe sehr

viel Spaß, ich lerne jeden Tag unsere Unternehmensgruppe

noch besser kennen und schätzen

und freue mich über die vielen Begegnungen

und Gespräche mit unseren Mitarbeiter/innen.

Was möchten Sie den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen

für die gemeinsame Zusammenarbeit

mit auf den Weg geben?

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der

uns beschützt und uns hilft, zu leben.“

Hermann Hesse gibt jedem Anfang die Kraft für

eine neue Entwicklung. Ich habe diese großartige

Aufgabe angenommen und freue mich auf

eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Dazu gehören auch immer Gesundheit, Zufriedenheit,

Humor und Gottes Segen.

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Schneckenpost

Michel Preuß ist der neue kaufmännische Geschäftsführer

Herr Michael Preuß ist seit dem 1. März 2013 der

neue kaufmännische Geschäftsführer der BBW

Leipzig Gruppe. Wir haben Herrn Preuß befragt,

damit Sie ihn besser kennen lernen können.

Bitte stellen Sie sich kurz vor, damit die Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen Sie kennen lernen

können?

Mein Name ist Michael Preuß. Ich bin 53 Jahre

alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Nach verschiedenen

Ausbildungen und Studien im sozialpädagogischen

und kaufmännischen Bereich

habe ich in verschiedenen Unternehmen der Sozialwirtschaft

gearbeitet, zuletzt als kaufmännischer

Leiter bei der Diakonie Himmelsthür, einer

großen Einrichtung für Menschen mit geistiger

Behinderung in Niedersachsen.

Was ist eigentlich ein kaufmännischer Geschäftsführer?

Der kaufmännische Geschäftsführer arbeitet

sehr eng mit dem Hauptgeschäftsführer zusammen,

um die strategische und operative Richtung

der Unternehmensgruppe zu entwickeln. Hierbei

verantwortet der kaufmännische Geschäftsführer

Fragen wie Buchhaltung, wirtschaftliche Planung

und Controlling sowie Technik. Im weitesten

Sinne also alles, was mit Geld und Zahlen zu

tun hat.

Was ist Ihnen als kaufmännischer Geschäftsführer

wichtig?

Als kaufmännischer Geschäftsführer ist es mir

wichtig, dass die einzelnen vorhandenen Geschäftsfelder

der BBW Leipzig Gruppe möglichst

wirtschaftlich arbeiten, und ggf. neue

Geschäftsfelder erschlossen werden können.

Dieses vor dem Hintergrund, den Bestand der

Unternehmensgruppe langfristig zu sichern, um

unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie

den von uns betreuten Menschen Sicherheit

und Perspektive zu geben.

Welche Ziele haben Sie für die BBW Leipzig

Gruppe? Was wollen Sie verändern?

Wie schon beschrieben, ist es das vorrangige

Ziel, den Bestand der BBW Leipzig Gruppe

langfristig zu sichern. Dabei ist es wichtig, die

Dinge zu erkennen und zu bewahren, die gut

und erfolgreich funktionieren, aber auch mit den

Kolleginnen und Kollegen die Stellen zu identifizieren,

die verbessert werden können. Es geht

also darum, einerseits die richtigen Dinge zu tun,

andererseits die Dinge richtig zu tun.

Welche Ziele haben Sie für die Diakonie am

Thonberg? Was wollen Sie verändern?

Ich freue mich sehr darauf, in den nächsten Tagen

die Diakonie am Thonberg in seinen Einzelheiten

kennen zu lernen. Als eine Firma der

Unternehmensgruppe gelten für die Diakonie

am Thonberg die gleichen Grundsätze wie für

die gesamte BBW Leipzig Gruppe, da jede Kette

immer nur so stark ist, wie ihr schwächstes

Glied. So leistet jeder seinen Beitrag als Teil des

Ganzen

Was möchten Sie den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen

für die gemeinsame Zusammenarbeit

mit auf den Weg geben?

Wer sich nicht mit der Zukunft beschäftigt, wird

auch nicht an der Zukunft teilnehmen. Dieser

Grundsatz prägt für mich die weitere Arbeit in

unserer Unternehmensgruppe. Dabei ist es unerlässlich,

die interne Kommunikation zu pflegen.

Aber nicht nur Reden führt in die Zukunft,

sondern auch zielgerichtetes Handeln – verlässlich

und glaubwürdig.

Nutzen Sie die Möglichkeit, sich einzubringen

und dazu beizutragen dieses Ziel zu erreichen.

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Schneckenpost

In der DaT waren die Narren los

Fasching 2013

Als großes Ereignis war auch in diesem Jahr

wieder der Hausmeister vor Ort, der mit lustiger

Musik die Stimmung im Speiseraum zum Kochen

brachte! Wer dann noch nicht genug hatte,

dem wurde von DJ Kretzsche mit flotter Musik

richtig eingeheizt.

Wer am 1. Februar 2013 in die Diakonie am Thonberg

kam, staunte nicht schlecht! Cowboys,

bunte Vögel, Prinzessinnen und lustige Clowns

waren unterwegs. Doch das war noch nicht alles!

Scheinbar ist auch einigen Häftlingen eines

nahe gelegenen Gefängnisses der Ausbruch gelungen

und sie haben sich hier bei uns versteckt!

Da kann ein Gast schon Ängste bekommen!

Und schließlich wurden die tollsten Kostüme

ausgewählt! Herr Schnabel übernahm die Preisverleihung.

Gegen 14.30 Uhr waren die Narren

geschafft aber glücklich und das Wochenende

nahte!

Vielen herzlichen Dank an alle Organisatoren

und fleißigen Helfer! Ein besonderer Dank geht

natürlich an Frau Peisker und die Arbeitsgruppe

Feste und Feiern!

Aber nein, alles natürlich ganz harmlos! Es war

wieder Fasching in der Diakonie am Thonberg!

Um 11 Uhr eröffnete Frau Peisker das bunte Treiben

im Speiseraum. Von da an waren die vielen

Stände und Spieleangebote pausenlos gut

besucht. Es gab Tischtennis, einen Bastelstand,

Schminken, Erbsenklopfen und vieles mehr!

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Schneckenpost

Bericht Tagung Persönliches Budget

Am Samstag, den 10.November 2012 fand eine

Fachtagung „Mensch da geht noch mehr! -

Neue Impulse für das Persönliches Budget in

Sachsen“ im Berufsbildungswerk Leipzig in der

Mensa statt.

Nachdem alle angekommen waren, wurde für

uns Informationsmaterial über das Persönliche

Budget bereitgestellt. Es gab Tagungsmappen

und jeder konnte sich Informationsmaterial den

ganzen Tag über selbst nehmen.

Dieses Angebot gibt es für jeden Menschen mit

Behinderung. Wer Probleme bei der Verwaltung

hat, dem können der gesetzliche Betreuer, die

Angehörigen oder eine Beratungsstelle bei der

Antragstellung Hilfe leisten.

Ich selber habe noch keine Erfahrungen mit dem

Persönlichen Budget. Bei der Tagung konnte ich

mich informieren, ob das Persönliche Budget etwas

für mich wäre. Dort gab es auch Workshops

zum Beispiel zu den Themen: Wohnen, gesetzliche

Regelungen und Persönliches Budget für

psychisch Kranke. Ich war bei dem Workshop

für psychisch Kranke, weil ich ihn sehr interessant

fand. Wir haben Erfahrungen ausgetauscht

und diskutiert. Man hat uns Ratschläge gegeben.

Am Schluss der Tagung haben wir unsere Ergebnisse

ausgewertet. Meine Meinung: Mir hat

die Tagung sehr gefallen und sie war für mich

persönlich sehr informationsreich.

Vormittags wurden verschiedene Vorträge zum

Persönlichen Budget gehalten.

Maria Koschewski

Manuelle Gestaltung

Bereich für Menschen mit Körperbehinderung

Das Persönliche Budget ist eine Sozialleistung,

die man selber verwalten muss. Man kann in

mehreren Bereichen Unterstützung bekommen.

Die Bereiche sind zum Beispiel: Wohnen, Freizeit

und Pflege.

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Schneckenpost

Nachdenkliches am Abend beim Behindertenverband Leipzig

Annette Winkler und das Persönliche Budget

Am Donnerstag, den 22.November 2012, um 19

Uhr eröffnete Frau Kubenz im Café im Haus der

Demokratie die Veranstaltung. Sie begrüßte Frau

Annette Winkler und deren Mutter.

Beide erzählten an diesem Abend über die Wohnung

von Annette Winkler und die Schwierigkeiten

mit dem Persönlichen Budget. Sie berichteten

über das Beantragungsverfahren. Mit einem

Videobeispiel wurde ihr Alltag gut dargestellt,

was alles zu einer eigenen Wohnung dazu gehört.

Zum Beispiel: Haushaltsführung und Freizeitgestaltung,

Kinobesuch, Stadtbummel.

Am Ende der Veranstaltung konnten die Gäste

Frau Winkler und ihrer Mutti Fragen zum Thema

stellen.

So, wer mehr über Anette Winkler wissen möchte,

muss nur in die Schneckenpost 02/2011

schauen.

Katja Mieder

Inklusion macht Schule

Werkstufenschüler machen ein Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Laue und Herr Wildenauer waren zum Beispiel

dabei. Die Schülerinnen und Schüler konnten

sich in den einzelnen Berufsfeldern ausprobieren

und dann sagen, welche beruflichen Vorstellungen

sie haben.

Ein Jahr lang hat Frau Kittler aus der Diakonie

am Thonberg Schüler der Förderschule Thonberg

bei der beruflichen Orientierung und Berufswegeplanung

unterstützt.

Es wurde für alle Werkstufenklassen ein Workshop

gestaltet. Dort konnten die Schüler verschiedene

Berufsfelder kennen lernen. Zum

Beispiel: Das Arbeiten im Büro, die Gebäudereinigung

und die Autopflege. Die einzelnen Berufsfelder

wurden durch Mitarbeiter der Diakonie

am Thonberg vorgestellt. Herr Rüdinger, Frau

Einige Jugendliche konnten sich vorstellen, später

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten.

Sie wollten sich dort gern ausprobieren. Frau

Kittler organisierte Praktika auf dem allgemeinen

Arbeitsmarkt. Zum Beispiel: In einem Supermarkt,

in einer Baufirma und in einem Fahrradladen.

Die Schülerinnen und Schüler konnten viele

Erfahrungen sammeln.

Am 22. Februar wurde das Projekt im Rahmen

der „27. Internationalen Jahrestagung der Integrations-/InklusionsforscherInnen“

an einem Infostand

vorgestellt. Im Neuen Augusteum der Universität

Leipzig waren Einrichtungen, Initiativen

und Projekte aufgerufen zum Thema „Inklusion

macht Schule“ zu informieren.

Karen Kohlmann

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Schneckenpost

Gemeinsam für ein barrierefreies Sachsen

Innovationspreis Weiterbildung für den Behindertenverband Leipzig e.V.

Der Behindertenverband Leipzig e.V. bekam am

12.November 2012 den „Innovationspreis Weiterbildung

2012“ des Freistaates Sachsen verliehen.

Der Behindertenverband Leipzig bringt Menschen

mit unterschiedlichen Behinderungen in

dem Netzwerk Weiterbildung zusammen. Es

sind Vertreter aus allen Behinderungsarten aktiv

einbezogen: Gehörlose Menschen, Menschen

mit einer Körperbehinderung, blinde und sehbehinderte

Menschen, Menschen mit einer psychischen

Behinderung sowie Rheumaerkrankte.

Die Diakonie am Thonberg vertritt die Personengruppe

der Menschen mit geistiger Behinderung

und Lernbehinderung. Gemeinsam für ein barrierefreies

Sachsen, das ist das Ziel. Diese Arbeit

wurde von der Kulturministerin Frau Kurth besonders

gewürdigt.

Bereits in der Schule sollen Kinder und Jugendliche

sich mit dem Thema Behinderung auseinandersetzen.

Dazu wurden Schulungsmaterialien

gemeinsam erarbeitet. Es wurden ein Buch

„Der kleine Löwe und seine Freunde“ und dazu

ein Lernkoffer erstellt. Der Lernkoffer kann von

Schulen bestellt werden und bietet umfangreiches

Material für Lehrkräfte, damit sie das Thema

Behinderung im Unterricht aufgreifen können.

Neben den Lehrmaterialien führt das Netzwerk

Weiterbildung auch Schulungen für Betriebe und

Ämter durch, um auf die Belange von Menschen

mit Behinderung aufmerksam zu machen.

Wir gratulieren dem Behindertenverband Leipzig

e.V. und bedanken uns für das großartige Engagement!

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit

im Netzwerk Weiterbildung!

Marko Altstädt und

Karen Kohlmann

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Schneckenpost

Teilhabe für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf

Öffentliche Sitzung des Behindertenbeirats der Stadt Leipzig

Jeder Mensch hat ein Recht auf Teilhabe am Arbeitsleben.

Darum ging es bei der öffentlichen

Sitzung des Behindertenbeirats am 26. November

2012 im Neuen Rathaus.

Vor allem Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf

und ihre Angehörigen haben es sehr

schwer. Die jungen Menschen erhalten nach der

Schule oftmals die Ablehnung für das Eingangsverfahren

und den Berufsbildungsbereich. Man

erklärt ihnen, dass nur der Förder- und Betreuungsbereich

für sie eine gute Lösung ist. Das

darf nicht sein!

Frau Hiersemann, die Behindertenbeauftragte

der Stadt Leipzig, stellte aktuelle Zahlen aus

Leipzig vor. Sie erzählte, wie viele Förderschüler

es in Leipzig gibt, wie viele Werkstattplätze und

auch wie viele Plätzen im Förder- und Betreuungsbereich

zur Verfügung stehen.

Frau Kohlmann hielt einen Vortrag zum Thema

„Der Personenzentrierte Ansatz“. Dabei ging es

darum, auf jeden Menschen einzeln zu schauen,

welche Unterstützung er benötigt und die

Hilfen daran anzupassen. Es wurden Beispiele

genannt, wie eine solche Unterstützung für verschiedene

Personen aussehen kann.

Danach kamen Frau Maruschke und Herr Günther

zu Wort. Sie sind Eltern. Sie erzählten, wie

schwer es ist, für die Rechte der Kinder einzutreten.

Vor allem die Absprachen zwischen der

Agentur für Arbeit und dem Kommunalen Sozialverband

funktionieren überhaupt nicht. Die

Eltern stehen dann zwischen den beiden Kostenträgern

und wissen nicht mehr, was sie tun

können und sollen.

Mit den Mitgliedern des Behindertenbeirates,

Frau Prell vom KSV und Herrn Stolz vom Sozialamt

gab es eine lebhafte und anregende Diskussion.

Frau Hollick als Stadträtin wurde dann

konkret und fragte, was sie nun in den Stadtrat

mitnehmen kann.

Es war eine wunderbare Diskussion und Herr

Funke, der Vorsitzende vom Behindertenbeirat,

versprach, dass er dafür Sorge trägt, dass Menschen

mit hohem Unterstützungsbedarf besondere

Beachtung im nächsten Behindertenbericht

der Stadt Leipzig bekommen sollen.

Katja Mieder und

Karen Kohlmann

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Schneckenpost

Wir machen einen Film

Projekt mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst

Beim dritten Mal haben wir in den Gruppen

schon angefangen zu filmen. Die erste Szene

haben wir erarbeitet.

Aus dem Förder- und Betreuungsbereich gingen

fünf Mitarbeiter zur dem Projekt in die Galerie für

zeitgenössische Kunst. Zwei Betreuer begleiteten

uns.

Fünfmal dienstags trafen wir uns jeweils um 8:30

Uhr mit den Studentinnen hier in der Werkstatt.

Wir fuhren gemeinsam mit der Straßenbahn in

die Galerie. Dort trafen wir fünf andere Studenten.

Beim vierten Mal sollten wir die zweite Szene erarbeiten.

Zum Schluss haben wir alle zusammen

überlegt, wie das Ende ausgehen soll.

Wir arbeiteten an einem Film. Das Thema hieß

Familie. Wir arbeiteten in vier Gruppen und bauten

jeweils eine Figur. Wir gestalteten sie aus

Fimo, einem formbaren Material. Die Figuren

nutzten wir für den Film. Sie übernahmen jeweils

die Rolle eines Familienmitglieds.

Beim zweiten Mal wurde aus zwei Gruppen eine

Gruppe gemacht. In der Gruppe sollten wir uns

überlegen, wo sich die Familiengeschichte abspielt

und was da passiert.

Beim fünften Mal trafen wir uns in anderen

Gruppen als sonst. Die eine Gruppe hat die dritte

Szene vorbereitet. Die andere Gruppe hat verschiedene

Geräusche aufgenommen.

Mir hat das Projekt sehr gut gefallen.

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Jutta Tille


Schneckenpost

Wir arbeiten außerhalb

Die Außenarbeitsgruppe in der Brauerei Sternburg

Welche Aufgaben haben die Werkstattmitarbeiter

dort?

Leergutsortierung an den Bandanlagen und in

der Produktion, Bier ausschütten, Vollgut folieren,

Erfüllung von Sonderaufträgen (Sixpacks

packen, palettieren, folieren), unterstützende

Hausmeistertätigkeiten (Hof/Halle kehren, Winterdienst

auf dem Gelände, Malerarbeiten)

Welche Arbeitsbedingungen gibt es vor Ort?

In der Halle ist es warm oder kalt, je nach Jahreszeit.

Die Lautstärke durch die Anlagen ist bei

ca. 90 db. Eine Kiste mit leeren Flaschen wiegt

ca. 10 kg. Wir packen pro Tag ca. 150 Paletten.

Körperlich müssen wir fit sein.

Kommt es dort zu Begegnungen mit nichtbehinderten

Mitarbeitern? Wie ist die Zusammenarbeit?

In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen die Außenarbeitsgruppe

in der Brauerei Sternburg vor. Wir

haben die Gruppenleiterin Frau Nitschke befragt.

Dorothea Deunert hat die Fragen erarbeitet.

Wir arbeiten mit Lademeistern, Anlagenfahrern

und Staplerfahrern zusammen.

Wie lange gibt es die Außenarbeitsgruppe

schon?

Ich bin jetzt seit etwa 7,5 Jahren da. Gestartet ist

die Gruppe, glaube ich, 1999.

Wie viele Werkstattmitarbeiter arbeiten in der

Brauerei Sternburg?

Derzeit 25 WMA.

Von wem werden die Werkstattmitarbeiter

vor Ort unterstützt? Wie viele Gruppenleiter

gibt es?

2 Gruppenleiter, 2 Gruppenhelfer, 3 Produktionshelfer

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Die Zusammenarbeit ist gut. Täglich kommen

die Chefs zur Begrüßung und fragen nach unseren

Befindlichkeiten. Unsere Arbeit hier wird

geschätzt und anerkannt.

Werden noch zusätzliche Mitarbeiter benötigt

oder ist die Gruppe voll besetzt?

Wir können noch fleißige Hände gebrauchen.

Ein Praktikum ist jederzeit möglich.


Schneckenpost

Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig wird 100 Jahre alt

Jubiläumsjahr in Leipzig

Dieses Jahr wird es viele Veranstaltungen geben.

Wir haben mit Herrn Poser, dem Leiter des Völkerschlachtdenkmals

über das Völkerschlachtdenkmal,

die Feierlichkeiten und die Barrierefreiheit

vor Ort gesprochen.

Herr Poser, erst einmal vielen Dak, dass Sie

sich die Zeit für das Interview heute genommen

haben! Sicher gibt es zurzeit viel zu tun,

die Bauarbeiten müssen organisiert werden,

die Jubiläen müssen vorbereitet werden und

natürlich nebenbei auch die Routinearbeiten,

die anfallen.

Welche Aufgaben hat das Völkerschlachtdenkmal

als Denkmal und Museum?

Das Völkerschlachtdenkmal soll natürlich an die

Völkerschlacht vor 200 Jahren erinnern. Es führt

uns in Erinnerung, was wir für ein Glück haben,

heute hier in einem friedlichen Europa zu leben.

Quelle: www.voelkerschlacht‐denkmal.de

Die Völkerschlacht war ein großes Ereignis in der

Geschichte von Europa. Im Jahr 1813 trafen sich

in Leipzig und der Leipziger Umgebung die Armeen

vieler Völker.

Damals hatte Napoleon viele Gebiete in ganz

Europa erobert. Nun wehrten sich die eroberten

Völker. In der Völkerschlacht bei Leipzig wurde

Napoleon besiegt.

Die Völkerschlacht hat nun im Jahr 2013 ihr

200-jähriges Jubiläum. Das Völkerschlachtdenkmal

wird 100 Jahre alt. Es wurde im Jahr 1913

zum Gedenken an die große Schlacht errichtet.

Das Völkerschlachtdenkmal bietet aber auch einen

wunderbaren Blick über die Stadt Leipzig.

Dieser wird von Besuchern der Stadt Leipzig natürlich

sehr geschätzt.

Es dient ebenso als Veranstaltungsort mit einer

ganz eigenen Atmosphäre und Akustik.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit hier im Völkerschlachtdenkmal?

.

In der Regel haben wir es hier mit Menschen zu

tun, die ihre Freizeit oder ihren Urlaub hier erleben

möchten. Die Besucher kommen daher gut

gelaunt und neugierig zu uns, um etwas zu erleben.

Das merken wir dann auch an den Rückmeldungen.

Und das ist natürlich schön, dass

man merkt, dass die Arbeit wertgeschätzt wird.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten für das Völkerschlachtdenkmal?

Im Völkerschlachtdenkmal arbeiten 7 Mitarbeiter.

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Schneckenpost

Arbeiten hier auch Mitarbeiter mit einer Behinderung?

Derzeit nicht. Aber wir hatten über viele Jahre

eine blinde Kollegin bei uns. Das hat völlig reibungslos

funktioniert. Ich habe durch sie gelernt,

was für blinde und sehbehinderte Menschen am

Völkerschlachtdenkmal interessant ist: Die vielen

Möglichkeiten des Ertastens, die langen Nachhallzeiten

durch die Raumhöhe der Krypta, der

Aufstieg zur Aussichtsplattform und dann das

Spüren des Windes und die innere Vorstellung

alles überblicken zu können. Durch diese Mitarbeiterin

bin ich für diese Belange überhaupt erst

sensibel geworden.

Was wünschen Sie sich für das Jubiläumsjahr?

Viele Besucher aus ganz Europa und Aufmerksamkeit

für das Völkerschlachtdenkmal.

Das Jubiläum wollen wir nutzen, um darauf aufmerksam

zu machen, dass die Völkerschlacht

nicht nur für die deutsche Geschichte ein wichtiges

Ereignis war, sondern für die europäische

Entwicklung.

Die Sanierung des Denkmals schreitet voran

und es ist gut zu wissen, dass sich die nächste

Generation dann wohl erst einmal nicht mehr

mit der Restaurierung befassen muss. Ich freue

mich natürlich auch, dass wir das Denkmal, so

wie es jetzt ist, zeigen und die Menschen, die

viele Arbeit bis heute würdigen können.

Was ist für das Jubiläumsjahr geplant?

Es wird das ganze Jahr über viele Veranstaltungen

geben: Konzerte, Theater und sportliche

Events, die an das Thema der Völkerschlacht

anknüpfen.

Am 18. Oktober findet eine große Gedenkfeier

mit Konzert statt. Ich freue mich sehr, dass für

diese Veranstaltung bereits wichtige Vertreter

aus der europäischen Politik ihre Teilnahme zugesagt

haben. Der Präsident des europäischen

Parlaments, Martin Schulz, wird die Festrede

halten.

Über die genauen Veranstaltungen können sich

die Besucher auf der Internetseite www.voelkerschlacht-jubilaeum.de

informieren.

Werden die Bauarbeiten am Aufzug zu den

Feierlichkeiten abgeschlossen sein?

Eine neue Ausschreibung läuft gerade und bald

können die Bauarbeiten dann hoffentlich wieder

aufgenommen werden. Die Bauarbeiten werden

im Frühjahr abgeschlossen sein.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen

und unsere Fragen beantwortet haben.

Das Völkerschlachtdenkmal

Ein Ausstellungsführer in leicht verständlicher Sprache

Pünktlich zum Jubiläumsjahr ist auch der Ausstellungsführer

in leicht verständlicher Sprache

für das Völkerschlachtdenkmal fertig.

Eine Projektgruppe aus unserer Werkstatt hat

sich mit der Völkerschlacht beschäftigt. Dabei

waren: Sebastian Putzky, Janine Renner, Cathleen

Werner, Ivonn Waliczek, Michael Langschädel

und Reinhard Peuker.

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Es wurden viele Texte über Napoleon, die Völkerschlacht

und die europäische Geschichte gelesen.

Die Ausstellung im Forum 1813 wurde besucht

und gemeinsam wurden die Texte für den Ausstellungsführer

vorbereitet.

In enger Zusammenarbeit mit Herrn Poser und

Frau Becker wurden die Texte dann schließlich

für den Ausstellungsführer erarbeitet.


Schneckenpost

Der Ausstellungsführer informiert über die Inhalte

der Ausstellung. In diesem werden die Texte

in einer leicht verständlichen Weise erklärt.

Der Ausstellungsführer kann an der Kasse ausgeliehen

und für einen Rundgang durch die Ausstellung

genutzt werden.

Für die Vorbereitung auf einen Ausflug in das Völkerschlachtdenkmal

und den Unterricht kann dieser

auch auf der Internetseite des Stadtgeschichtlichen

Museum heruntergeladen werden.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Erkunden

des Museums und dem Entdecken der Geschichte

der Völkerschlacht.

Karen Kohlmann

Neue Ausstellung von Ingo Lämmel.

Pauluskirche zeigt Bilder.

„Die Bilder sollen über mich sprechen.“, hofft

Ingo Lämmel. Beim Malen möchte er anderen

Menschen von sich erzählen, was er durch

eine schwere Tetraspastik schwer aussprechen

kann: Was er erlebt hat. Was er empfindet. Was

er denkt.

Bald stellt er seine Bilder wieder aus. Dann gibt

er Ausstellungsbesuchern die Möglichkeit, ihn

über seine Bilder ein Stück weit kennenzulernen.

Vor ein paar Jahren schrieb Ingo Lämmel eine

Geschichte. Zu dieser malte er Bilder, von denen

einige in der Ausstellung gezeigt werden. Das

Bild „Der Traum von einer Insel“ gehört dazu.

Auf diesem Bild ist zu sehen, wie ein Mensch

einem anderen Menschen von einer schönen

Insel berichtet, die im Hintergrund schon zu erkennen

ist. Das Bild anzusehen macht neugierig,

was von dieser Insel zu erzählen und auf ihr zu

entdecken ist.

Auf einem anderen Bild stellt Ingo Lämmel eine

Echse dar, die von einem Stein magisch angezogen

wird: Sie kann sich an dem Stein wärmen

und beginnt zu leuchten. Das macht Ingo Lämmel

mit warmen, kräftigen Farben deutlich. Die

Echse hat sich auf einen Platz bewegt, der wie

für sie geschaffen scheint. Sie ist „Das wundervolle

Geschöpf“, wie Ingo Lämmel sie nennt.

Mit Farben Bilder von Menschen, Landschaften

oder Träumen entstehen zu lassen, hat Ingo

Lämmel sich selbst beigebracht. In der Werkstatt

für Menschen mit Behinderungen der Diakonie

am Thonberg ist er in der Arbeitsfördergruppe

„Manuelle Gestaltung“ beschäftigt und

kann während seiner Arbeit auch seiner Begeisterung

für das Malen nachgehen.

Schon mehrmals konnte der 34-jährige Ingo

Lämmel ausstellen. Mit seinen Bildern zu zeigen,

womit er sich auseinandersetzt, macht ihn frei,

sagt er. Wer sich seine Bilder anschauen möchte,

dem wünscht Ingo Lämmel, dass er dabei ein

gutes Gefühl hat, es genießt und anderen von

den Bildern erzählt.

Vom 4. April bis Ende Juni 2013 sind die Bilder

in der Pauluskirche in Leipzig-Grünau zu sehen.

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am 7. April

2013 (Sonntag) nach dem Gottesdienst, der 10

Uhr beginnt. Bilder von Ingo Lämmel können als

Nachdrucke in verschiedenen Größen in der Diakonie

am Thonberg (auf Wunsch mit Rahmen)

bestellt werden:

www.dat-leipzig.de, Tel. (0341) 2677080

Jana Kästner

Öffentlichkeitsarbeit

BBW Leipzig

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Schneckenpost

Freizeitgestaltung von Menschen mit Behinderung in Leipzig

In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen eine Rollisportgruppe

vorstellen. Frau Tille berichtet.

Rollstuhlsport im Rehasport Leipzig e.V.

Jeden Dienstag von 17 Uhr bis 18 Uhr, außer in

den Schulferien, ist Rollisport. Da treffe ich mich

mit anderen Rollstuhlfahrern.

Unsere Übungsleiterin ist die Diplom-Sportlehrerin

Simone Zimmermann.

uns ganz klein und ganz groß machen. Im Anschluss

kommen die Seiten dran. Dazu beugen

wir uns nach rechts und nach links unten. Zum

Schluss der Gymnastik machen wir unsere Beckengurte

ab und drücken uns heraus.

Nun kommt der Hauptteil. Da machen wir Verschiedenes.

Zum Beispiel einen Parcours mit

einer Rampe, wir fahren einen Slalom und über

eine Matte.

Wir machen zuerst eine Begrüßung und eine

Erzählrunde. Dann fahren wir uns ein, entweder

mit einem Spiel oder einer Fahrübung. Dabei

läuft meist Musik. Das ist immer die Erwärmung.

Dann müssen wir wieder einen Kreis bilden.

Jetzt beginnt die Gymnastik mit der Übung „Ich

weiß nichts“. Das bedeutet, dass wir gerade im

Rollstuhl sitzen sollen und die Schultern hochziehen.

Danach ist Schulterkreisen angesagt -

rückwärts und dann vorwärts. Dann müssen wir

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Wir haben auch schon mal in Stationen gearbeitet

oder Fahrschule mit dem Rollstuhl gemacht.

Mit Zahlen arbeiten wir manchmal, werfen mit

den Sandsäckchen oder wir spielen ein Spiel.

Dabei haben wir immer viel Spaß und die Lachmuskeln

werden trainiert. Am Ende vom Rollisport

bilden wir einen Kreis zur Verabschiedung.

Jutta Tille


Schneckenpost

Wohnen heißt, mein eigenes Reich zu haben.

Die Außenwohngruppe Antonienstraße der Diakonie Leipzig

In den letzten Ausgaben der Schneckenpost haben

wir Ihnen verschiedene Leipziger Wohnstätten

für Menschen mit Behinderung vorgestellt.

Für welche Zielgruppe ist die Außenwohngruppe?

Hier wohnen hauptsächlich Bewohner mit einer

geistigen Behinderung oder mit psychischen

Problemen. Leider haben wir keinen Fahrstuhl.

Deshalb sind die Wohnungen für Menschen, die

auf einen Rollstuhl angewiesen sind, nicht geeignet.

Wie viele Plätze gibt es hier?

Hier leben insgesamt 14 Menschen. Es sind

sechs Wohnungen mit je zwei oder drei Zimmern.

Für diese Ausgabe haben wir eine Außenwohngruppe

besucht. Sie befindet sich in der Antonienstraße

51. Wir wurden von Frau Rabe, die die

Wohngruppe leitet, und zwei Bewohnern herzlich

begrüßt. Bei Kaffee und Keksen konnten wir

einige Fragen stellen und etwas über das Leben

in der Wohngruppe erfahren.

Zu welcher Wohnstätte gehört die Außenwohngruppe?

Sie gehört zur Wohnstätte Heinz Wagner 1. Das

ist eine Wohnstätte für Kinder und Jugendliche

in Connewitz.

Seit wann gibt es die Außenwohngruppe?

Wir sind im Oktober 2007 hierher gezogen, nachdem

das Haus sehr lange leer stand. Damals hat

hier jeder Bewohner ein recht hohes Einzugsgeld

bekommen, so dass jeder sein Zimmer

nach den eigenen Wünschen gestalten konnte.

Deshalb sind hier alle Zimmer unterschiedlich,

das finden wir schön.

In einer Wohnung gibt es nur ein Bewohnerzimmer,

sowie das Büro und den Gruppenraum für

gemeinsame Zusammenkünfte.

Gibt es Einzelzimmer oder Doppelzimmer?

Es sind alles Einzelzimmer! Anders könnten wir

uns das auch gar nicht vorstellen. Jeder braucht

einen eigenen Platz um sich zurückzuziehen.

Hat jeder Bewohner ein eigenes Badezimmer?

Nein, die Wohnungen sind wie Wohngemeinschaften

aufgebaut. Jeder Bewohner hat sein

eigenes Zimmer aber pro Wohnung gibt es nur

ein gemeinsames Bad und eine gemeinsame

Küche.

Was bieten Sie den Bewohnern an Freizeitaktivitäten?

Wir gehen zum Beispiel gemeinsam ins

Kino, Bowlen, Billard spielen, in den Zoo, ins

Schwimmbad oder grillen mal im Park. Das ist

nur eine Auswahl. Die Teilnahme ist natürlich

keine Pflicht. Jeder, der gern möchte, kann mitkommen.

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Schneckenpost

Zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen gehen

wir auch mal schön brunchen oder in eine

Sushi-Bar. Sonst können die Bewohner ihre

Freizeit natürlich je nach persönlichen Vorlieben

auch selbstständig gestalten. Einmal im Jahr

fahren wir gemeinsam in den Urlaub. Dieses Jahr

geht es ins Erzgebirge. Wir freuen uns schon!

Was ist Ihnen bei der Betreuung der Bewohner

mit Behinderung wichtig?

Am wichtigsten ist für mich das Recht auf Individualität

und Selbstbestimmung. Alle Bewohner

sollten genügend Raum für sich haben, jeder

sollte seine Persönlichkeit frei entfalten können.

Jeder hat eigene Ziele und Lebensvorstellungen,

die er verfolgt. Unsere Aufgabe ist es, die

Bewohner auf diesem Weg zu begleiten und zu

unterstützen.

Auf was achten Sie bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter?

großen Wohnstätten. Man arbeitet meistens allein.

Deshalb müssen die Mitarbeiter Eigenmotivation

mitbringen. Sie sollten engagiert sein

und sich mit den Bewohnern beschäftigen, um

Vertrauen aufzubauen. Jeder Mitarbeiter sollte

ein Ansprechpartner für die Bewohner sein, man

muss sich auf sie verlassen können.

Bitte vervollständigen Sie den folgenden

Satz: Wohnen heißt...

...mein eigenes Reich haben, mich gemütlich

einrichten und mich auch mal abgrenzen können.

Mein Zuhause, meinen Schutzraum haben,

in den ich mich zurückziehen kann. Mich wohlfühlen.

Zur Ruhe kommen.

Vielen Dank Frau Rabe, dass Sie sich Zeit für

uns genommen und unsere Fragen beantwortet

haben!

Es ist besonders wichtig, dass die Mitarbeiter

eigenständig arbeiten können. Es gibt hier weniger

Kontrolle und weniger Vorschriften als in

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Schneckenpost

Gottes Wort in unserem Leben

Ausgabe 15: Mehr Erfolg im Leben

Viel Erfolg! Das wünschen

wir uns und anderen

Menschen – in

verschiedenen Situationen

und für das ganze

Leben. Mit mühsamer

Arbeit und mit zäher

Ausdauer versuchen

wir, den Erfolg zu erreichen.

Aber oft lautet

das Ergebnis: alles umsonst.

Warum? Die Bibel gibt folgende Antwort:

„Wenn der HERR nicht das Haus baut, dann ist

alle Mühe der Bauleute umsonst. … Ihr steht

frühmorgens auf und gönnt euch erst spät am

Abend Ruhe, um das sauer verdiente Brot zu essen.

Doch ohne Gottes Segen ist alles umsonst!

Denn Gott gibt denen, die ihn lieben, alles Nötige

im Schlaf!“ [Bibel, Psalm 127]

Das bedeutet aber nicht, dass wir faul sein dürfen

und uns wie im Schlaraffenland alles geschenkt

wird. Gott lädt uns ein, auf ihn zu vertrauen,

seine Hilfe in Anspruch zu nehmen.

„Anschließend sagte Jesus zu Simon: „Fahrt

jetzt weiter hinaus auf den See, und werft eure

Netze aus!“ „Herr“, erwiderte Simon, „wir haben

die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen.

Aber weil du es sagst, will ich es wagen.“ Sie

warfen ihre Netze aus und fingen so viele Fische,

dass die Netze zu reißen anfingen.“ [Bibel,

Lukas-Evangelium, Kapitel 5]

Simon wollte am Ende der Nacht nicht noch

einmal fischen. Er wollte ohne Fische und ohne

Lohn nach Hause gehen. Nach seiner Erfahrung

gab es in dieser Nacht keinen Erfolg. Damit hatte

er sich schon fast abgefunden. Aber Jesus

machte ihm ein anderes, ein tolles Angebot. Und

Simon hörte auf den HERRN und fischte noch

einmal. Dabei wurde er mit reichem Fang gesegnet

= von Gott beschenkt.

Und Sie? Möchten sie Erfolg haben? Möchten

Sie die vielen Aufgaben in ihrem Leben gut

schaffen? Gott hilft auch uns heute - wenn wir

auf IHN hören, wenn wir tun, was ER uns rät.

Hören Sie beim Lesen in der Bibel und im Gebet

auf Gott und handeln sie dann entsprechend.

Viel Erfolg!

Andreas Klein

Thema der nächsten Ausgabe: Falsch kalkuliert

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Schneckenpost

Neues vom Werkstattrat +++ Neues vom Werkstattrat

Der Werkstattrat ist ja immer bemüht, seine Arbeit

noch bekannter zu machen. Deshalb stellen

wir uns auch dieses Mal wieder im Berufsbildungsbereich

vor. An drei Terminen im April und

Mai sind wir also bei den Mitarbeitern von Frau

Hennig, Frau Laue und Herrn Kretzschmann.

Auch unsere Sprechstunde wollen wir weiterführen.

Diese findet einmal im Monat statt. Der Termin

für die nächste Sprechstunde hängt dann

immer an der Wandzeitung.

Seit Anfang des Jahres hat das Berufsbildungswerk

eine neue Geschäftsleitung. Wir vom Werkstattrat

haben die neuen „Big Bosses“ getroffen.

Da das Treffen erst nach Redaktionsschluss

stattfand, ist das Ergebnis in der nächsten Ausgabe

der Schneckenpost zu lesen.

Karsten Schaal

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Schneckenpost

Das Tanztheaterstück HUMAN System

Von Standard und Liebe

Am Samstag, den 15. Dezember 2012, fand um

19 Uhr im Kulturkaffee Plan B die Premiere von

dem Tanztheaterstück „HUMAN System - Von

Standard und Liebe“ statt. Es ist das vierte

Tanztheaterstück der mixed-abled Company

Tanzlabor Leipzig. Dieses wurde möglich durch

Fördermittel des Kulturamtes und des Sozialamtes

der Stadt Leipzig sowie durch die Fonds

Soziokultur.

In diesem Stück geht es um die Liebe, die immer

mal wechselt, wie die Jahreszeiten. Doch hoffentlich

werden aus der Liebe niemals Routine,

niemals Standards, die die Liebe zum Erstarren

bringen.

Das Publikum durfte ganz nah dabei sein. In einer

360 Grad Perspektive saßen die Besucher

immer in der ersten oder zweiten Reihe ringsherum.

Und hatten somit sehr verschiedene Perspektiven

auf das Stück.

Mein ganz persönlicher Eindruck vom Tanztheaterstück

war sehr gut, auch weil die Musik sehr

gut auf die einzelnen Szenen abgestimmt war

und die Bewegungen der Tänzer sehr weich,

leicht und unbeschwert auf mich wirkten.

Die fünf Tänzer: Samuel Duvoisin, Lisa Zocher,

Ingo Lämmel, Steven Wallner und Stefanie

Berndt haben sich gemeinsam mit ihrem Choreografen

Roman Windisch auf den Weg gemacht,

die Liebe zu erforschen.

Wer keine Gelegenheit hatte das Stück zu sehen,

kann sich im März auf die Filmpräsentation

zum Stück freuen. Informationen dazu unter:

www.tanzlabor-leipzig.de.

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Schneckenpost

Wir können gespannt sein, was das Tanzlabor

Leipzig 2013 vorhat. Es wird schon wieder für

ein fünftes Tanztheaterstück geprobt. Im Juni

lädt das Tanzlabor Leipzig zur nächsten Premiere

ein.

Alle Termine, auch für das freie Tanzen, können

über Marion Müller erfragt werden.

Kontakt:

Marion Müller

Telefonnummer: 0341 3552040

Email: marion@villa-leipzig.de

So das war´s von mir. Viel Spaß beim Lesen.

Katja Mieder

Von Anfang an dabei

Claus Süßmann geht nun in den wohl verdienten Ruhestand

Er kam gern zur Arbeit, die ihm, aber auch seinen

Kollegen, viele schöne gemeinsame Momente

ermöglicht hat. Oft freute er sich, laut lachend,

einfach darüber, wie fleißig er war und wie viel

Arbeit er schon erledigt hatte.

In jeder Frühstückspause versuchte er sein

Kreuzworträtsel zu lösen. Zu jeder Pause stand

er pünktlich an der Tür um sicher zu gehen, dass

sie auch nicht vergessen wird.

Schon kurz nachdem die Diakonie am Thonberg

1997 ihre Pforten zum ersten Mal geöffnet hat,

fing auch Herr Claus Süßmann an hier zu arbeiten.

Er arbeitete zuerst einige Jahre im Bereich Holz

bevor er in den Metallbereich wechselte und

schließlich seine Bleibe in der Gruppe „Montage

2“ fand.

Nach sage und schreibe 3874 Arbeitstagen verabschieden

wir den sehr zuverlässigen, freundlichen

und lieben Kollegen Claus Süßmann in den

wohlverdienten Ruhestand.

Danke für die gemeinsame, schöne Zeit!

Peter Gaude

Elektromontage

Bereich für Menschen mit

geistiger Behinderung

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Schneckenpost

Rätselspaß

Viel Spaß beim Rätseln!

Rätsel 1:

Setzt die gesuchten Wörter in die dafür vorgesehenen Kästchen. Die Buchstaben in dem fett gedruckten

Feld ergeben von oben nach unten gelesen das gesuchte Lösungswort.

Damit es nicht hineinregnet,

hat jedes Haus ein…

Das ist ja wie ein Sechser im …

Zu Milchreis isst man

oft Zucker und …

Im Mai blüht auf den

Feldern der gelbe …

Ein Bestandteil in fast allen

Lebensmitteln ist der …

Der Wanderweg hat eine 10%ige …

Ein sehr kleines, stehendes

Gewässer ist ein …

Der Bräutigam steckt der … den Ring an.

Ein Auto fährt gegen einen Telefon…

Ein anderes Wort für Klavier ist …

Beim Autorennen fährt das

Fahrzeug über die …-Linie

Um Brot zu backen, benötigt man …

… gibt es in durchsichtig, braun und grün.

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Rätsel 2:

Hier seht Ihr mehrere Bilderpaare. In jedem rechten Bild haben wir etwas verschwinden lassen.

Vergleicht die Bilder und malt dort einen Kreis hin, wo etwas fehlt.

Schneckenpost

25


Schneckenpost

Nam, estionsequi officitis ut

tionsequi ut incipsa pellum iliqui

Ullut verum harciur, sit, comnis cus consequi

oditia vitatem re nonse optatiatquia consed ut

fugite quiae excerem essi consed quibus re por

aut ipsunt intestrum cuptium aut ad quatatur,

sinveli bernatem qui quiae mo es si istias secate

lis maiores sitasped esequi sed molorem late

volutation raturis cimpore consedis

essi nimpore ptatur audignatur ma consequ

ateceriatur, aliquid ut rem nem volestotam quae

doluptae minciaes debit pos ni blaut fugias arum

voleceres necab ipsamus

cimagnam aut aut aceatus aeptior itibus moluptat

etum quos es eratectore nesecta num

genitas dolupta ssimos ditem et porunt, niet

quam que volenda sim volorem fugiae omniet

autatur maiorionsero qui is aut repudae si ad et

volo beatisciis qui ne corecti nis iur? Qui odi corporeium

et rese num co

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