Söchauer Pfarrblatt - Katholische Kirche Steiermark

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Söchauer Pfarrblatt - Katholische Kirche Steiermark

An einen Haushalt P.b.b.

Söchauer Pfarrblatt

Jahrgang 36 Ausgabe 5 Allerheiligen 2005

Die Krankensalbung

Gottes Liebe hautnah

Verstorben?

Ein Ratgeber für den Todesfall

Trost finden in der Trauer

Texte – vielleicht gerade für Sie

Wenn Gott uns heimführt …

Ab 2. November-

Allerseelengilt

für Söchau

eine neue

Begräbnisordnung.

Alles über den

einstimmigen Beschluss

des Pfarrgemeinderates,

die Änderungen und

Neuerungen.

Der Besuch

der Gräber zu

Allerheiligen

soll uns nicht

an den Tod,

sondern

an das Leben

erinnern; nicht

an der Trauer

festhalten,

sondern

in die Freude

zurückführen.


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Impuls

Aus dem Pfarrgemeinderat

Liebe Pfarrbewohner!

Söchauer Pfarrblatt

Wenn

Gott

uns

heimführt

Wenn Gott uns heimführt

aus den Tagen

der Wanderschaft,

uns heimbringt

aus der Dämmerung

in sein beglückendes Licht,

das wird ein Fest sein.

Wenn Gott uns heimführt

aus den engen Räumen,

aus dem fruchtlosen Reden,

aus der Angst vor dem Tod

das wird ein Fest sein.

Da wird unser Staunen

von neuem beginnen.

Wir werden singen,

tanzen und fröhlich sein:

Denn er führt uns heim

aus dem Hasten in den Frieden,

aus der Armut in die Fülle

Martin Gutl, aus: Der tanzende Hiob

In der letzten Sitzung des Pfarrgemeinderates

am 28. September wurde noch einmal ausführlich

über die neue Begräbnisordnung für Begräbnisse in Söchau

beraten. Dass die neue Begräbnisordnung einen Kompromiss

zwischen Vorverlegung der Beginnzeit und einer Vereinheitlichung

der Begräbnisfeier darstellt war uns bei der

Beschlussfassung wohl bewusst.

Wir sind bestrebt, die Begräbnisfeiern so würdig wie möglich

für Angehörige und Pfarrgemeinde durchzuführen.

So hoffen wir, dass die neue Begräbnisordnung auch von

Ihnen mitgetragen wird.

Die Aufbahrung des Sarges in der Pfarrkirche ist für die

Angehörigen mit keinen Mehrkosten verbunden.

Herr Taucher von der Bestattung in Fürstenfeld hat mir dies

schriftlich mitgeteilt.

Weiters wurde bei der PGR Sitzung auch beraten, wie im Fall

der Bestattung von nicht katholischen Mitchristen,

Angehörigen nichtchristlicher Religionen und der Bestattung

von aus der Katholischen Kirche Ausgetreten vorzugehen ist.

o Für verstorbene Mitchristen anderer Konfessionen steht

die Pfarrkirche für Bestattungs- und Trauerfeiern im

Sinne der Ökumene zur Verfügung.

o Für nichtchristliche Verstorbene der monetheistischen

Weltreligionen steht unser Gotteshaus grundsätzlich zur

Verfügung, wenn der Kirchenraum sich mit dem

Bestattungsritual in Einklang bringen lässt.

o Aus der Katholischen Kirche Ausgetretene haben durch

ihren bekundeten Willen, nach dem Kirchenrecht keinen

Anspruch auf ein kirchliches Begräbnis. Das ist für die

Angehörigen oft sehr schmerzhaft und unverständlich.

Aber vielleicht wäre das auch ein Anlass, über einen

Wiedereintritt in die Katholische Kirche nachzudenken.

Den Angehörigen von verstorbenen Ausgetretenen

können wir insofern entgegenkommen, dass die

Totenwache für den Verstorbenen in der Pfarrkirche

gestattet ist.

Die Ausgabe dieses Pfarrblattes beschäftigt sich ganz mit

dem Thema Sterben-Tod-Trauer. Der Ratgeber in der Mitte

ist als Hilfe gedacht, um im Todesfall einen roten Faden zur

Hand zu haben.

Es grüßt Sie herzlichst

Josef Wilfling


Söchauer Pfarrblatt

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Auf

ein

Wort

Warum nicht noch früher?

Viele Musiker des Musikvereins

sind Schüler oder arbeiten im

Schichtdienst, können also

frühestens ab 14.30 Uhr

spielen.

Auch einige Ministranten

haben das gleiche

Zeitproblem, sie kommen erst

mit dem Bus um 13.40 Uhr

nach Hause.

Unsere Organistin arbeitet

ebenfalls im Schichtdienst,

und kann frühestens um 14.40

Uhr hier sein.

Sollte sich an diesen Umständen

etwas gravierend ändern, werden

wir über eine weitere

Vorverlegung der Begräbnisfeier

nachdenken.

Unser PGR hat nach intensiven Beratungen am

28. September einstimmig für die Begräbnisse in Söchau

folgende Lösung beschlossen.

1. Ab Allerseelen wird die Bestattung den Sarg ab 14 Uhr

für die Verabschiedung und anschließende Trauerfeier

in der Kirche aufgestellt haben.

2. Um 14.30 Uhr beginnt das gemeinsame Gebet (vorher:

Aufbahrungshalle – Trauerhaus). Dies hat den Vorteil,

dass die Begräbnisleute in den (geheizten)

Kirchenbänken Platz nehmen können. Für dieses Gebet

werden von der Bestattung die beim Sarg aufgestellten

Windlichter angezündet und das Sargfenster geschlossen.

Die WindlichtträgerInnen können mit den

Trägern in der vorderen Bank – wie bisher – Platz

nehmen.

3. Um 14.45 Uhr erfolgt die erste Einsegnung. Ihr schließt

sich unmittelbar das Requiem an. Nach diesem könnten

auch Traueransprachen in der Kirche gehalten werden,

soweit dies möglich und sinnvoll ist.

4. Für die anschließende zweite Einsegnung übernehmen

nun die WindlichtträgerInnen die brennenden

Windlichter und stellen sich gemeinsam mit den Trägern

– wie bisher – beidseitig des Sarges auf.

5. Anschließend erfolgt der Friedhofsgang, den die

Musikkapelle – wenn es gewünscht wird – musikalisch

begleitet. Dieser wird zur Frauensäule und wieder

zurück zum Kriegerdenkmal geführt und hier – wenn es

sich um einen ehemaligen Soldaten handelt – für das

Totengebet und die Ehrung unterbrochen.

6. Sollten Angehörige einen kürzeren Friedhofsgang

(Kirche – Friedhof, also ohne Gang zur Frauensäule)

wünschen, dann wird diesem Wunsche gerne

entsprochen.

7. Die Beisetzung auf dem Friedhof erfolgt in der üblichen

Form.

Wir hoffen, dass wir mit dieser Begräbnisordnung dem

vielfachen Wunsch nach früherem Beginn der Begräbnisse

Rechnung entsprechen können. Wir bitten auch um Ihr

Verständnis, dass in Zukunft Einsegnungen bei der

Frauensäule bzw. beim Trauerhaus aus diesem Grund

nicht mehr möglich sind.

Ihr Pfarrer Franz Taucher


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Söchauer Pfarrblatt

Die Krankensalbung

Gottes Liebe hautnah

Krankheit und Leiden gehören zu den schwersten Prüfung im Leben des Menschen.

In der Krankheit erfährt der Mensch seine Ohnmacht, seine Grenzen und seine Endlichkeit.

Das Mitleid Christi mit den Kranken und seine Heilung von Krankheiten jeder Art sind ein

deutliches Zeichen dafür, dass Gott sich seines Volkes angenommen hat und dass das Reich Gottes

ganz nahe ist. Jesus hat die nicht nur die Macht zu heilen, sondern auch Sünden zu vergeben.

Die besondere Liebe Jesu zu den Kranken bewog die Christen durch alle Jahrhunderte, sich derer

anzunehmen, die körperlich oder seelisch leiden. Das Sakrament der Krankensalbung verleiht dem

Christen, der die mit schwerer Krankheit oder mit Alter gegebenen Schwierigkeiten durchmacht,

eine besondere Gnade. Die Feier des Sakramentes besteht im Wesentlichen in der Salbung der

Stirn und der Hände des Kranken.

Nicht nur "letzte Ölung"

Leider wird die Krankensalbung manchmal nur als "letzte

Ölung", die noch schnell vor dem Tod gespendet wird, gesehen.

Aber das ist eine Verkürzung ihres Sinnes. Dieses Sakrament soll

ja Menschen in ernster Krankheit stärken – und wenn Gott es

will – auch körperlich wieder aufrichten. "Daher ist der rechte

Augenblick sicher schon gegeben, wenn der Gläubige beginnt,

wegen Krankheit oder Alterschwäche in Lebensgefahr zu

geraten", erklärt das letzte Konzil.

Und der Katechismus der katholischen Kirche ergänzt

und führt aus: "Wenn ein Kranker ... wieder gesund wird, kann

er, falls er wiederum schwer erkrankt, dieses Sakrament von

neuem empfangen. Im Laufe der Krankheit darf dieses

Sakrament wiederholt werden, wenn der Zustand sich

verschlimmert. Es ist angebracht, die Krankensalbung zu

empfangen, wenn man vor einer schweren Operation steht. Das

gleiche gilt für Betagte, deren Kräfte zu versagen beginnen."

Der Priester salbt den

Kranken auf der Stirn und

auf den Händen mit

heiligem Öl.

Dabei spricht er: "Durch

diese heilige Salbung helfe

dir der Herr in seinem

reichen Erbarmen; er

stehe dir bei

in der Kraft des Heiligen

Geistes: Der Herr, der dich

von deinen Sünden befreit,

rette dich, in seiner Gnade

richte er dich auf. Amen"

Das sollten Sie für die Feier der

Krankensalbung im Zimmer des

Kranken vorbereiten:

Ein Kreuz als Zeichen der

Hoffnung und der Erlösung

Eine Kerze (ev. Taufkerze),

Licht als Symbol des

auferstandenen Christus

Weihwasser, das Sie aus dem

Weihwasserkessel in der Kirche

holen können.

Nach Möglichkeit sollten auch die

Angehörigen an der Feier der

Krankensalbung teilnehmen.

Auch, wenn diese im Spital oder

Pflegeheim stattfindet.

Im Jakobusbrief des Neuen

Testamentes (zwischen 60

und 100 n. Chr. abgefasst)

lesen wir: "Ist einer von

euch krank? Dann rufe er

die Presbyter (Priester)

der Gemeinde zu sich; sie

sollen Gebete über ihn

sprechen und ihn im

Namen des Herrn mit Öl

salben. Das gläubige Gebet

wird den Kranken retten,

und der Herr wird ihn

aufrichten; wenn er

Sünden begangen hat,

werden sie ihm vergeben."

(5,14-15)


Söchauer Pfarrblatt

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Ratgeber für den Todesfall

Bei einem Todesfall in der Familie sind Sie großen körperlichen

und psychischen Belastungen ausgesetzt (Schock, Stress,

Schwermut). Um nach dem Tod eines Angehörigen ein wenig

zur Ruhe zu kommen, kann es für die Angehörigen gut sein,

sich Zeit für das Gebet für den Verstorbenen zu nehmen, eine

Kerze anzuzünden und so auch die Scheu vor dem Toten

zu überwinden.

Christus kommt

uns vom Kreuz her entgegen.

Das macht es auch für uns

leichter mit unserem Kreuz,

weil wir sicher sind,

das er uns nicht mit unserem

Kreuz hängen lässt.

Was ist bei einem Todesfall zu veranlassen?

Totenbeschau

Nach dem Gesetz muß in Österreich die Todesursache

eindeutig geklärt werden, bevor der Leichnam zur Bestattung

freigegeben werden kann. Im Todesfall ist der jeweilige

Distriktsarzt zu verständigen, der für die Totenbeschau

zuständig ist. Bis zur Totenbeschau muß der Leichnam am

Sterbeort verbleiben. Wenn der Tod im Krankenhaus eintritt,

ist der Leiter der Krankenanstalt für die Totenbeschau

verantwortlich. Bei Unfällen, Selbstmord oder bei Verdacht auf

ungeklärte Todesursache muss auch die Polizei verständigt

werden.

„Verschiedenläuten“

Für alle Verstorbenen werden in unserer Pfarre die

Verschiedenglocken geläutet. Verständigen Sie bitte das

Pfarramt vom Tod ihres Angehörigen.

Verständigung des Bestattungsunternehmens

Vereinbaren Sie mit dem Bestatter einen Termin zwecks

Bestattung ihres Verstorbenen.

Benötigte Dokumente:

• Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis,

Meldezettel, Heiratsurkunde

• Bei Verwitweten zusätzlich: Sterbeurkunde des

Ehepartners

• Bei Kindern, Geburtsurkunde,

Staatsbürgerschaftsnachweis, Heiratsurkunde der Eltern

• Bei Geschiedenen zusätzlich das Scheidungsurteil.

Weiters sind vorzubereiten:

o 1 Foto (wenn möglich Passbild) für die Parte bzw. die

Trauerbilder

o Kleidung für den Verstorbenen (besonders bei Abholung im

Krankenhaus)

o Rosenkranz oder ein Sterbekreuz

Suchen Sie auch einen entsprechenden Sarg aus, dann muss

der Leichnam nicht noch einmal umgebettet werden.

Begräbnistermin

Nach der Freigabe des Leichnams durch den Totenbeschauer

bzw. den Staatsanwalt kann mit dem Pfarramt bzw. mit der

Bestattung ein Begräbnistermin, die Termine für Totenwachen

sowie der Ablauf der Begräbnisfeier vereinbart

werden.


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Söchauer Pfarrblatt

Grabstätte

Unser Pfarramt verwaltet auch die Belange der Friedhofsverwaltung.

Welche Seite eines Familiengrabes für die

Beisetzung geöffnet werden kann, ist aus der aufliegenden

Friedhofskartei ersichtlich. Außerdem sollten Sie

Grabeinfassungen und Bepflanzungen vor der Arbeit des

Totengräbers entfernen (lassen). Er haftet nicht für etwaige

Beschädigungen.

Benachrichtigung über den Todesfall-Begräbniseinladung

Die Verständigung bzw. Benachrichtigung von Angehörigen,

Verwandten, Nachbarn, Freunden und Bekannten,

Dienstgeber, Vereinen usw. sollte sobald als möglich

erfolgen. Fertigen Sie eine Liste aller in Frage kommender

Personen an, die Sie zum Begräbnis persönlich, telefonisch

oder schriftlich einladen wollen. Partezettel können Sie

selber austragen, durch Nachbarn austragen lassen oder auch

per Post versenden. Erkundigen Sie sich nach den kürzesten

Zustellzeiten.

Kränze und Blumen

Kranz und Blumenspenden für Verstorbene beruhen auf alten,

gewachsenen Traditionen, die sich auf die Liebe, Zuneigung

und Wertschätzung zum Toten beziehen. Sie sind ein äußeres

Zeichen der Dankbarkeit aber auch ein Zeichen unserer

Vergänglichkeit. Die Schleifen sind in der Regel schwarz,

violett, können als Zeichen der Hoffnung aber auch

dunkelrot, grün oder bei Kindern weiß sein.

Wenn es im Sinne des/der Verstorbenen ist kann anstelle von

Blumen auch um eine Spende für Hilfsorganisationen oder

kirchliche Belange gebeten werden. Diese können nach der

Beisetzung am Friedhofsausgang in ein Körberl gegeben

werden.

Texte für Parte und Totenbilder

Sind wir mit Christus gestorben,

so glauben wir, dass wir auch mit

ihm leben werden. (Röm.6,8)

Sterben ist ein Weg,

eine Einbahnstraße,

aber keine Sackgasse,

ein Rückweg dorthin,

woher wir gekommen sind.

R. Seibold

Alles hat seine Stunde. Für jedes

Geschehen unter dem Himmel gibt

es eine bestimmte Zeit:

Eine Zeit zum Gebären und eine

Zeit zum Sterben. (Koh.3,1-2a)

Für jene, die in Gott verbunden

sind, gibt es keine Trennung.

(Pius XII)

Vorschläge für Aufschriften auf

Kranz oder Blumenschleifen:

Christus, unsere Hoffnung/

Herr, schenke ewige Freude/

In Dankbarkeit/

In Liebe/

Verbunden über das Grab hinaus/

Lebe in Christus/

Im Glauben an das ewige Leben/

Ruhe in Frieden/

Ewiges Glück bei Gott/

Im Vertrauen auf Gott

Totenwache

Mit dem Pfarramt vereinbaren Sie die Anzahl und den

Zeitpunkt der gewünschten Totenwachen. Sie werden

üblicherweise in der Kirche abgehalten. Für eine Totenwache

zu Hause im engsten Familienkreis können Sie sich

Unterlagen bei Josef Wilfling (03387-2716) borgen.

Trauerfeier

In der Trauerfeier geleiten wir die Verstorbenen zu Grabe.

Es ist eine Feier mit und für die Toten, die sich auch an die

Hinterbliebenen richtet. Viele Hilfsdienste, vom Tragen des

Sarges und der Windlichter bis zum Lektorendienst bzw.

Sprechen von Fürbitten können die Verbundenheit der

Mitfeiernden zum Ausdruck bringen. Für persönliche Beiträge

(Lebenslauf, Fürbitten) überfordern Sie bitte nicht sich selbst

oder Angehörige. Unterlagen für die Gestaltung können Sie

im Pfarrhof ausleihen.

Wie wahr.

Niemand,

der diese Straße hinein gefahren wird,

kommt wieder zurück.

Nicht lebendig.

Nicht in diesem Leben.

Der Tod bietet diese Möglichkeit nicht.

Unumkehrbar – Einbahnstraße

Doch Einbahnstraße ist nicht Sackgasse

Es gibt einen Ausgang.

Tot bleibt nicht tot, Tote werden leben.

nach Christiane Nolting


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Das Totenmahl

Bis heute hat das Totenmahl einen guten Sinn nicht nur für

Gäste, die von auswärts kommen. Die Verwandtschaft trifft

sich wieder, sitzt zusammen, spricht über den/die

Verstorbene(n) und überlegt miteinander, wie es weitergeht.

Dies hilft auch zur Bewältigung der Trauer all jener, die

unmittelbar mit dem/der Verstorbenen zusammengelebt

haben.

Nach der Beerdigung

Nach dem Ableben eines Menschen sind eine Reihe von

Maßnahmen zu treffen und Wege zu erledigen sowie Fragen

zu klären. Auf einige Punkte soll hier hingewiesen werden.

Wenn wir auch mit leeren Händen

kommen, sein Versprechen gilt:

Seine Hand lässt uns nicht fallen.

„Sonstige Berechtigungen“, die

um- oder abzumelden sind:

o Rundfunk- und TV

Bewilligung

o Telefon

o Stromanschluss

o Zeitungsabonements

o Dauer- bzw.

Abbuchungsaufträge bei

Banken

o Kündigung von

Mitgliedschaften

o Gebäude- u.

Sachversicherungen

o Gewerbeberechtigungen

o

o

Für nachfolgende persönliche

Urkunden besteht keine

Verpflichtung zur Rückgabe. Es

wird jedoch angeraten, diese

an die jeweilige ausstellende

Behörde zurückzugeben oder zu

entwerten, um Schwierigkeiten

bei Verlust bzw. einen

Missbrauch zu vermeiden:

o Reisepass

o Personalausweis

o Führerschein

o Jagdschein

Danksagung

Mittels gedruckter oder eigenhändiger geschriebener

Dankkarte kann für die erwiesene Anteilnahme, für die

tröstenden Worte, für die Kranz- und Blumenspenden

gedankt werden.

Verlassenschaftsabhandlung

Das Standesamt ist verpflichtet, das für den Wohnort eines

Verstorbenen zuständige Bezirksgericht vom Todesfall zu

verständigen. Die Aufnahme des Todesfalles wird durch einen

vom Gericht beauftragten öffentlichen Notar vorgenommen.

Er meldet sich bei den Hinterbliebenen für die

Todfallsaufnahme bzw. für die Verlassenschaftsabhandlung.

Benötigt werden:

o die üblichen Personaldokumente

o Abschrift aus dem Sterbebuch

o Namen, Geburtsdaten und Adressen der nächsten

Familienmitglieder

o Letztwillige Verfügungen (Testament, Vermächtnis,

Erbvertrag, Gütergemeinschaftsvertrag)

o Letzte Pensionsabschnitt des Verstorbenen,

o Unterlagen über das Vermögen (Bankguthaben, Kfz-,

Haus und Grundbesitz,

o Belege über Schulden

o Belege über Krankheitskosten und Bestattungskosten

o Kostenvoranschlag für die Grabstätte.

Anträge auf Witwen-, Witwer und Waisenpension

sind an die zuständige Pensions- bzw. Sozialversicherungsanstalt

zu richten.

Lebensversicherungen

Vorlage der Originalpolizze und der Sterbeurkunde bei der

jeweiligen Versicherungsanstalt. Polizzen, die auf eine

namentlich „begünstigte Person“ lauten, können nur von

dieser eingelöst werden.

Texte der Seiten 5-8 sind entnommen dem Behelf der Pfarre Pichl b. Wels

„Wenn Gott uns heimführt“


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Söchauer Pfarrblatt

„Selig sind die Trauernden, sie werden geröstet werden“ (Mt 5,4)

Einen lieben Menschen durch den Tod zu verlieren bedeutet eine tief greifende Veränderung für

unser Leben. Wir empfinden tiefe Trauer. Sie ist notwendig, damit wir den Schmerz bewältigen,

damit wir loslassen und Abschied nehmen können. Die Trauer braucht Zeit und geht (allgemein

gesprochen) nie weg, nur der Schmerz über den Verlust verändert sich und lässt im Lauf der Zeit

nach. Trauernde sind aber immer neu treffbar („Ich habe geglaubt, das hätte ich längst hinter mir“).

Wie das Sterben in verschiedenen Phasen verläuft, so sind

auch im Prozess des Trauerns Abschnitte auszumachen,

die bei vielen Menschen ähnlich – manchmal auch

gleichzeitig- verlaufen (nach Elisabeth Kübler-Ross):

1. Hilflosigkeit und Fassungslosigkeit

Die Hilflosigkeit und Fassungslosigkeit, sowie die

Verdrängung des Todes stehen im Vordergrund. Die Folge

sind oft Gefühlsausbrüche von Wut, Verzweiflung und Panik.

Schuldzuweisungen gegen sich und die Umwelt sind nicht

selten.

2. Verzweifelte Sehnsucht

Neben dem „Nicht-begreifen-können“ steht die

verzweifelte Hoffnung des Wiedersehens. Es kommen viele

Erinnerungen, die den Verlust für kurze Zeit vergessen lassen.

Dafür wird die Realität umso deutlicher verspürt.

3. Abschiednehmen

„Suchen und sich trennen“ zwingt den Menschen von alten

Mustern des Handelns, Denkens und Fühlens Abschied zu

nehmen.

4. Neuorientierung

Der Mensch orientiert sich neu und entwickelt einen

anderen Weltbezug. Lebensziele werden neu gesteckt,

sowohl eigene, als auch diejenigen, die man mit dem

Verstorbenen gemeinsam hatte. Der Verstorbene kann nun

innerer Begleiter werden. Rückfälle in überwunden

geglaubte Trauer sind dennoch immer wieder möglich.

Segen der Trauernden

Gesegnet seien alle, die mir jetzt nicht ausweichen.

Dankbar bin ich für jeden, der mir einmal zulächelt und

seine Hand reicht, wenn ich mich verlassen fühle.

Gesegnet seien alle, die mich noch besuchen,

obwohl sie Angst haben, etwas Falsches zu sagen.

Gesegnet seien alle, die mir erlauben von dem

Verstorbenen zu sprechen. Ich möchte meine Erinnerungen

nicht totschweigen.

Gesegnet seien alle, die mir zuhören, auch wenn das,

was ich zu sagen habe, schwer zu ertragen ist.

Gesegnet seien alle, die mich nicht ändern wollen,

sondern mich geduldig annehmen, wie ich bin.

Gesegnet seien alle, die mich trösten und mir zusichern,

das Gott mich nicht verlassen hat.

Ich schenke Dir ein Licht,

weil Du für immer ein Licht

in meinem Leben sein wirst

Wenn ich tot bin,

darfst du nicht trauern.

Meine Liebe

wird mich überdauern

und in fremden Kleidern

dir begegnen

und dich segnen!

Lebe, lache gut!

Mache deine Sache gut!

Es hat wenig Sinn,

der reichste Mann

auf dem Friedhof zu sein.

Joachim Ringelnatz

Sir Peter Ustinov

Die Furcht vor dem Tod

hat zugenommen,

seit Gott

im Bewusstsein vieler Menschen

tot ist.

Unbekannt.


Söchauer Pfarrblatt

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Trost in der Trauer

Die Stille

Der Grabstein

Wie gut du bist,

seit die Trauer in mir ist.

Gibst mir Zeit und Raum zu denken,

hilfst Erinnerungen lenken.

jedes Bild von ihr prägst du mir ein,

nichts wird je verloren sein.

Du bringst mir ihr Gesicht ganz nah,

ihre Stimme, sanft und klar,

ihre Hände, schmal und lang,

ihren raschen aufrechten Gang.

Ihre Worte, auch die sie nie gesprochen,

schweben in dir – ungebrochen.

Stille!

Du schenkst

nur die Vergangenheit,

denn ihre Zukunft

ist die Ewigkeit.

Ingeborg Mühlebach, Basel (CH)

hat sich die Trauer über den Tod ihrer Tochter Martina (25)

in Gedichten von der Seele geschrieben.

Deine Geschichte

ist Jahrtausende alt,

geboren in einem fremden Land.

Dein weißes Antlitz glatt und kalt,

dunkle Wolken eingebrannt.

Ihre Geschichte

erzählt von wenigen Jahren,

eingraviert in deinen Leib.

Das Schicksal, das sie hat erfahren,

immer in dir ruhen bleibt.

Eure Geschichte

ist nicht so verschieden,

man hat euch beide durchbohrt,

gequält.

In Gott lebt ihr nun einen Frieden,

der eure Körper hat beseelt.

Marmorstein!

Du treuer Gefährte,

beuge dich über die viel Geehrte.

Den Duft der Rosen schicke ihr,

die immer werden blühn auf dir.

Buchtipp:

Elisabeth Kübler-Ross

Das Lesebuch. Kreuzverlag, 2003

Elisabeth Kübler-Ross ist die

unumstrittene Expertin zum

Thema Sterbebegleitung.

Mit ihren klugen und warmherzigen

Texten hat sie Millionen

von Menschen geholfen, den

starken und widersprüchlichen

Gefühlen in den Wochen des

Abschieds zu begegnen.

Doch mehr als das: Durch die

intensiven Begegnungen mit

Sterbenden wurde sie auch zu

einer großartigen Lehrmeisterin

erfüllten Lebens.

Dieses Buch versammelt ihre

stärksten und wichtigsten Texte.

… Das Leben ist vom Anfang bis zum Ende eine Schule persönlicher

Prüfungen und Herausforderungen. Wenn wir alles gelernt haben,

was wir nur lernen können, und alles gelehrt haben, was wir andere

nur lehren können, kehren wir in unsere Heimat zurück. …

… Ein Verlust zeigt uns auf so vielfältige Weise, was kostbar ist,

während die Liebe uns lehrt, wer wir sind.

Beziehungen verweisen uns auf uns selbst und bieten uns eine

wunderbare Gelegenheit, innerlich zu wachsen. Angst, Zorn,

Schuld, Geduld und selbst die Zeit werden zu unseren größten

Lehrmeistern. Während wir wachsen, wird auch unsere größte

Angst, nämlich die Angst vor dem Tod immer kleiner. Denken Sie an

den Ausspruch Michelangelos: „Wenn das Leben für angenehm

befunden wurde, sollte es auch der Tod sein. Denn er kommt aus

der Hand des selben Meisters“.

…Ein Sprichwort besagt, dass jedes Mal, wenn ein Kind geboren

wird, Gott beschlossen hat, die Welt noch weiter bestehen zu

lassen. In gleicher Weise haben Sie, wenn Sie jeden Morgen

erwachen, einen neuen Tag geschenkt bekommen,

um das Leben zu erfahren.

Sie werden kein zweites Leben wie dieses bekommen.

Sie werden die Welt nie wieder so erfahren wie in diesem Leben …

Sie werden die Erde mit all ihren Wundern in dieser Zeit nie wieder

erleben. Warten Sie nicht, bis Sie einen letzten Blick auf das Meer,

den Himmel, die Sterne, einen geliebten Menschen werfen.

Gehen Sie jetzt hin und schauen Sie ihn an. …


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Söchauer Pfarrblatt

Allerheiligen, Allerseelen.

Tage an denen wir besonders intensiv an

unsere lieben Verstorbenen denken. Manches

bleibt unvergessen und hat einen festen Platz in

unseren Erinnerungen. Auch Ereignisse, die in

der letzten Lebensphase passiert sind. Die letzte

Begegnung, die unmittelbare Situation während

des Sterbens, die Nachricht über den Tod eines

Angehörigen.

Im Gedächtnis bleibt auch Unausgesprochenes.

Worte, die man dem Schwerkranken

noch gerne gesagt hätte, aber nicht

den Mut hatte. Gespräche über diese Krankheit,

das Sterben, den Tod, die Regelung des

Nachlasses. Aber auch Menschen, die selbst

schwer erkrankt sind und erahnen oder Bescheid

wissen, dass keine Heilung möglich ist, können

mit ihren Familien nicht darüber sprechen, weil

sie vielleicht nicht wollen, dass sie sich Sorgen

machen.

Es gibt Menschen, denen wir uns als

Schwerkranke, als Angehörige aber auch als

Trauernde, anvertrauen können. Wir dürfen

alles Unausgesprochene sagen, Trost

empfangen, Hilfe vermittelt bekommen. Diese

Menschen sind HospizbegleiterInnen.

Die Hospizbewegung ist eine überparteiliche,

überkonfessionelle Organisation und

wird von Freiwilligen getragen. Seit 1993 gibt es

Hospiz in der Steiermark. Am 1. September

2000 wurde das ,,Hospizteam Fürstenfeld“

gegründet. Standort ist das LKH Fürstenfeld. Das

Team um Eveline Wilfinger umfasst 23

MitarbeiterInnen, die ihre Begleitung

ehrenamtlich, d.h. kostenlos und ohne

Bezahlung anbieten.

Wie erreichen Sie das Hospizteam?

MO- FR 8-15 Uhr

Tel: 0664/ 494 66 99

Eveline Wilfinger

Hospizteam Fürstenfeld

LKH Fürstenfeld

Krankenhausgasse 1

Behilflich bei Fragen über Patientenverfügung, Familienhospizkarenz,

Ausbildungsmöglichkeit zum Hospizbegleiter und Fragen die rund um die

letzte Lebenszeit auftreten.

Stichwort: Palliativmedizin

Die Palliativmedizin stellt die Linderung von Schmerzen und

anderen Beschwerden in den Vordergrund, integriert die

psychischen und spirituellen Bedürfnisse und bietet ein System

der Unterstützung an, damit das Leben der Patienten bis zum

Tod so aktiv wie möglich sein kann. Die Palliativmedizin bejaht

das Leben und sieht das Sterben als einen normalen Prozess an.

Sie will den Tod weder beschleunigen noch hinauszögern.

Angeboten wird die menschliche

Zuwendung für schwerkranke Menschen, für

sterbende Menschen und deren Angehörige, zu

Hause im Krankenhaus oder im Altersheim. Die

HospizbegleiterIn bietet Information über

Patientenverfügung, Familienhospizkarenz und

setzt sich ein, für eine optimale

Schmerztherapie und Symptomkontrolle.

Letzteres geschieht in guter Zusammenarbeit

mit dem mobilen Palliativteam des LKH Beachten Sie auch die Einladung des Bildungswerks zum

Fürstenfeld.

Info-Abend am 18. November im Kultursaal in Söchau.

Die Mitarbeiter übernehmen keine Pflege Sie erfahren alles über die Begleitung von

oder Arbeiten im Haushalt und leisten keinen Schwerstkranken und Sterbenden und bekommen auch

Beitrag zur aktiven Sterbehilfe.

Danke allen Helfern und BesuInfos chern zu des Familienkarenz, Pfarrfestes!! Patientenverfügung, …


Söchauer Pfarrblatt

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Taufen

Begräbnisse

Gruber

Josefine

Söchau 96,

76 Jahre

Natascha Vögl, Tochter des Bernhard Trösterer, Maurer,

und der Annelies Vögl,Köchin, Aschbach 29;

Michael Friedl, Sohn des ÖBB – Bediensteten Gerhard Friedl,

und der Gabriele, geb. Jager, Dietersdorf 144, Pf. Loipersdorf.

Sebastian Lukas Maurer, Sohn des Josef Maurer, Maurer,

und der Sandra, geb. Posch, Friseurin, Söchau 111.

Gott schütze diese Kinder und ihre Eltern!

Kein Foto

Herr, gib ihnen

die ewige Ruhe!

Samer Ludmilla

Kohlgraben 2

74 Jahre

Lang Heinrich

Übersbach 9

59 Jahre

Gaber Anna

Tautendorf 28

84 Jahre

Taucher Emil

Hartl 29

75 Jahre

Bischof Martin

Das Beispiel des einen zieht, auch noch nach Hunderten von Jahren.

Wer sich im Alltag einreiht in diesen Zug, gibt Licht – auch ohne Laterne


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nota bene!

Allerheiligen

Di 01. Nov. 14.00 h Gräbersegnung in Söchau

18.00 h Gräbersegnung in Übersbach

Sa 05. Nov. Pfarrgemeinderatsklausur - Abtei Bertholdstein

09.00 h – 17.00 h

Sa 12. Nov. 09.00 h – 12.00 h Anmeldung zur Firmung 2006

Pfarrhof in Söchau

Beginn des Advents

Sa 26. Nov. 17.30 h Übersbach: Adventkranzweihe

19.00 h Söchau: Adventkranzweihe

Taufsonntage: 30. Okt., 27. Nov., 26. Dez., 29. Jän.

Söchauer Pfarrblatt

Gottesdienste

Übersbach:

Sonntag 8.00 Uhr

Söchau:

Samstag: 19 Uhr

Sonntag: 9.30 Uhr

jeden 2. Montag 15.00 h

im Seniorenheim Kamille

Amtsstunden der Pfarrkanzlei:

Samstag 10 – 12 Uhr,

sowie nach Vereinbarung

mit Pfarrer Franz Taucher

03387-2215

Einladung zum

Informationsabend

über den Hospizverein und das Palliativteam Fürstenfeld

am 18. November 2005 um 19 Uhr

im Kultursaal der Gemeinde Söchau

Herzlich Willkommen sind alle Interessierten die sich

über Hospiz und palliative Behandlung informieren wollen.

Was ist Hospiz?

Was macht das Palliativteam?

Wann kann ich die Hilfe in Anspruch nehmen?

Was kostet das?

Wie kann ich selbst mitarbeiten?

Es informieren Sie die Teamleiterin des

Hospizteams Fürstenfeld, Eveline Wilfinger

und die Koordinatorin des Palliativteams

Fürstenfeld,

Dipl.Sr. Irmgard Loidolt.

Eine Veranstaltung des Bildungswerkes und der Gemeinde Söchau.

Impressum:

Pfarrblatt der Pfarre Söchau, 8362 Söchau 1

Für den Inhalt verantwortlich:

Das Redaktions-Team: Dagmar Hafner,

Mag a . Johanna Sattinger, Pfarrer Franz Taucher

und Josef Wilfling

Alle Termine und Infos finden Sie auch im Internet:

www.graz-seckau.at/dekanat/waltersdorf/soechau

Redaktionsschluß für das nächste Pfarrblatt: 10. November

Beiträge bitte an das Pfarramt Söchau oder per e-mail an soechau@graz-seckau.at

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