PDF Download - Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde

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75

13. JAHRGANG

OKTOBER 2011

ISSN 1438-3772

In diesem Heft

Das Magazin für Freunde der Phaleristik

Die italienischen

E r i n n e r u n g s m e d a i l l e n

Die Neufchâteler

Medaille

Königlich-Rumänische

Auszeichnungen

Die Rettungsmedaille

des Königreichs

Bayern und ihre

Inhaber

Der Ehrenschild des

Protektorates Böhmen

und Mähren mit

dem Herzog-Wenzel-

Adler

Staatsmedaillen des

preußischen Landwirtschaftsministeriums

für Verdienste

um die Pferdezucht

1921–1934

Ein Libyscher Freiheitskämpfer:

Umar al-Muchtar als Gefangener

der Italiener. Als Muammar al-Gadaffi

am 10. Juni 2009 seinen ersten

Staatsbesuch in Italien abstattete,

trug er demonstrativ dieses Foto

(Ausschnitt) auf seiner Uniform.

Aufgelegt die Erinnerungsmedaille

der Okkupanten für ihren Feldzug

in Libyen.


Inhalt

Editorial

Wie aktuell ist Geschichte? Wie reflektiert das Zeitgeschehen historische Zusammenhänge

und wie wird es durch diese bestimmt? Und: Ist die nationale Geschichte

gar der Humus für die Nachfolgestaaten, wie Robert Harris in seinem

Roman Aurora in Bezug auf das neue Russland seinen Protagonisten folgern

ließ? Ist ein Staat also immer das Produkt seiner Vorgänger und entwickelt sich

folgerichtig aus diesen? Manche dieser Fragen können im Kontext der Ordenskunde

wenn nicht beantwortet, so doch angerissen werden, wie viele Artikel dieser

Zeitschrift beweisen.

Lässt sich aus historischen Analogien die Tagespolitik gestalten oder lassen sich

Handlungsanleitungen daraus ableiten? Wiederholt sich also Geschichte gar oder

kann man zumindest folgern, dass dies bei gleichen Ausgangsbedingungen möglich

sein könnte? Könnte ja, wird der Naturwissenschaftler sagen, aber die Wahrscheinlichkeit

ist durch die große Zahl der verschiedenen Abhängigkeiten, denkt

man nur an die vielen unterschiedlichen handelnden Personen, so gering, dass

ein solches Ereignis – die Wiederholung von Geschichte in einem modernen Kleid

– zu vernachlässigen ist.

Wenn das so ist, kann man dann aus der Geschichte zumindest etwas lernen?

Kann man z. B. aus den über hundert Jahren, die die Britten in Afghanistan als

Besatzer zugebracht und die mehrere Kriegsdenkmünzen mit einer noch größeren

Zahl an Gefechtsspangen hervorgebracht haben und dem Verhältnis unserer

Streitkräfte vor Ort zu den Taliban etwas lernen?

Ja, sagt unser Autor in seinem Artikel zu den italienischen Erinnerungsmedaillen

für die Libyenfeldzüge, die mit dem Zerfall des osmanischen Reiches 1911 begannen

und de facto erst mit der Niederlage der Achsenmächte in Afrika im

Zweiten Weltkrieg endeten. Genau wie Ägypten seinen Mahdi hatte, der einen

religiös geprägten Freiheitskampf gegen die kolonialen Besatzer anderen Glaubens

– auch hier die Britten – führte, so hatte Libyen seinen Omar Mukhtar (Umar

al-Muchtar), der sich mit seinen Stämmen gegen die neuen italienischen Kolonialherren

und ihre Grausamkeiten wehrte. Diese und andere Hintergründe der italienischen

Kolonie Libya weiß unser Autor darzustellen und die Brücke zu den dafür

geschaffenen Auszeichnungen und den handelnden Personen spannend darzustellen.

Geschichte eben!

Auch unsere anderen Autoren schaffen diesen Spagat zwischen spannender Lektüre,

Geschichtsvermittlung und unserem Fachgebiet der Phaleristik: Freuen werden

sich z. B. die Preußenfans über die umfassenden Informationen zu dieser

merkwürdigen kleinen Medaille, die für die damaligen „Preußenfans“ eines kleinen

schweizer Kantons bestimmt waren, oder die Auszeichnungen an Mitglieder

der deutschen Minderheit in Rumänien, um nur zwei zu nennen. Und endlich ist

es wieder einmal gelungen, auch eine seltene Auszeichnung mit ihren Stiftungshintergründen

aus dem Dritten Reich vorzustellen, was immer wieder ein Desiderat

ist. Und treu bleiben wir auch unserer Linie zur Kommentierung zweifelhafter

Realien.

Zum Schluss noch eine Bitte in eigener Sache. Auf Seite 268 haben wir eine Gegendarstellung

abgedruckt zu einer kleinen Nachricht, die wir im letzten Heft

veröffentlicht haben. Die rechtliche Klärung dieser Sache hat Redaktion und Präsidium

der DGO nicht nur Zeit und Mühe gekostet, sondern auch finanzielle Konsequenzen

mit sich gebracht, die man durch sauberes Recherchieren vermeiden

kann. Eine Bitte der Redaktion deshalb an zukünftige Autoren: Bitte recherchieren

Sie sorgfältig und prüfen Sie auch angebliche Tatsachen auf ihren Wahrheitsgehalt.

Zu einer Aussage gehört in der Regel ein nachvollziehbarer Nachweis, woher

diese stammt. Schnell werden Gerüchte oder Unwahrheiten, oft aus Eigennutz,

in Zeiten des Internets und der Foren zu „Tatsachen“, die, von anderen aufgenommen,

zu „Fakten“ mutieren, leider aber häufig einer wirklichen Prüfung

nicht standhalten.

Ulrich Rößler, Dresden:

Die italienischen Erinnerungsmedaillen

für die Teilnehmer am Italienisch-Türkischen

Krieg 1911/12 und dem Libyen-Feldzug

1913 bis 1941 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 242

Markus Bodeux, Herne:

Die Neufchâteler Medaille . . . . . . . . . . . . . . . 250

Wilhelm Weber, Bielefeld:

Königlich-Rumänische Auszeichnungen

verliehen an ethnische Minderheiten am

Beispiel einiger Banater Schwaben . . . . . . . . . 258

Werner Bergmann, Kirchenlamitz:

Die Rettungsmedaille des Königreichs Bayern

und ihre Inhaber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 264

Gerhard Dunger, Seltz-Stegenwaldhaus:

Der Ehrenschild des Protektorates

Böhmen und Mähren mit dem

Herzog-Wenzel-Adler . . . . . . . . . . . . . . . . . . 269

Elke Bannicke und Lothar Tewes,

Berlin / Bernau:

Staatsmedaillen des preußischen

Landwirtschaftsministeriums für Verdienste

um die Pferdezucht 1921–1934 . . . . . . . . . . . 272

Stijn David und Peter Sauerwald,

Tielt (Belgien) / Kaarst:

Über die Vergabe von königlich-preußischen

Auszeichnungen an Belgier im

Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 . . . . 277

Peter Sauerwald, Kaarst:

Die spätere Nachfertigung eines Kreuzes

des Allgemeinen Ehrenzeichens

der Ersten Klasse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 283

Mike Estelmann und

Christian von Eicke und Polwitz, Berlin:

Seven Wheeler, Flatback und Rounder . . . . . . 286

K. P. Christian Spath, Hohenstein

Schmuckstücke und Ordensschmuck . . . . . . . 287

Neue Bücher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 289

Fragen an die Leser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 290

Antworten auf Fragen und Kommentare

zu vorhergehenden Artikeln . . . . . . . . . . . . . 291

DGO-Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292

241


Ulrich Rößler

Die italienischen Erinnerungsmedaillen

für die Teilnehmer am Italienisch-Türkischen Krieg 1911/12

und dem Libyen-Feldzug 1913 bis 1941

Wer den heutigen Ereignissen in Libyen

folgt, wird kaum einen Gedanken

darauf richten, dass die gegenwärtige

Entwicklung in diesem

Land auch Resultat lange zurückliegender

Kolonialgeschichte Italiens

ist, die nach 1900 begann. Die Zurückhaltung

Italiens im gegenwärtigen

Konflikt hat auch ihre Ursache

in der gemeinsamen Geschichte

beider Länder. Die in der Themenüberschrift

genannten Erinnerungsmedaillen

dokumentieren ein

Kapitel italienischer Kolonialpolitik

vom Beginn des Italienisch-Türkischen

Krieges 1911 bis zum Zweiten

Weltkrieg.

Das Königreich Italien entfesselte fast

genau vor 100 Jahren einen Krieg gegen

das Osmanische Reich, mit dem

die gemeinsame Geschichte Italiens

und Libyens begann. Libyen, das die

Gebiete der Cyrenaika 1 und Tripolitaniens

einschließt, war zu diesem Zeitpunkt

osmanische Provinz. Den Landesnamen

Libyen gab es noch nicht.

Der Krieg rückte die Region ins Zentrum

des Weltgeschehens. Für Italien

war dieser Krieg so bedeutsam, dass es

seine Kriegsteilnehmer mit einer

Kriegsdenkmünze bedachte, geschmückt

mit dem Konterfei des Königs.

Aber erst nach dem Ersten Weltkrieg

und mit der Errichtung der Mussolinidiktatur

1922 entwickelte sich der

Krieg zum nackten, ungeschminkten

Kolonialkrieg, der sich von den Kriegen

der Briten in Indien oder im Sudan, der

Deutschen in Süd-Westafrika oder der

Franzosen in Indochina, Dahomey oder

Madagaskar nicht unterschied. König

Viktor Emanuel III., das „kleine

Schwert“ genannt (der König war nur

knapp 1,52 m groß), stiftete auch für

die Befriedung Libyens eine Medaille,

die ebenfalls in vorliegendem Aufsatz

vorgestellt werden soll.

Der Italienisch-Türkische Krieg

1911/12

Abb. 1: Giovanni Giolitti (1842–1928),

italienischer Ministerpräsident von

1903–1914 mit Unterbrechungen

1905/1906 und 1909–1911), zeitgenössische

Fotographie aus Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Giolitti.

Abb. 2: Etwas vereinfachte kartographische Darstellung der Region, in der der Italienisch-Türkische

Krieg 1911/12 stattfand („Deutscher Schulatlas“, Verlag List & von Bressensdorf Leipzig 1942).

Die Vorgeschichte des Krieges gibt Einblicke

in die inneritalienischen Verhältnisse

und das europäische Kräfteverhältnis.

Zu Beginn des Italienisch-Türkischen

Krieges 1911 gehörte

Nordafrika bis einschließlich

Ägypten zum

Osmanischen Reich, das

sich aber im Verfallsstadium

befand und seine

nordafrikanischen Provinzen

nur noch „pro forma“

regieren konnte.

Die Briten beherrschten

Ägypten schon seit Jahrzehnten,

obwohl der Sultan

in Istanbul den ägyptischen

Vizekönig bzw.

Khediven formell bestimmte.

2 In Marokko

setzten sich die Franzosen

fest. Beide Staaten

ramponierten mit ihrer

Afrikapolitik, die gewalttätige

Seiten hatte, ihr internationales

Ansehen.

Die italienische Regierung

unter ihrem Ministerpräsidenten

Giovanni Giolitti

242 Orden und Ehrenzeichen 13. Jg., Nr. 75 (Oktober 2011)


Abb. 3: Viktor Emanuel III. (1869–1947),

aus der Linie der Savoyer, König von

Italien ab 29. Juli 1900 (Tod des Vaters

Umberto I. durch Attentat) bis zur Abdankung

am 9. Mai 1946, zeitgenössische

Postkarte (http://www.turkcebilgi.com/iii._vittorio_emanuele/resimleri/victor-emmanuel-iii-of-italy).

Abb. 4: Mehmed 5. Resad (1845–1918),

osmanischer (türkischer) Sultan vom

27. April 1909 – nach Revolte gegen

dessen Vorgänger (seinem Bruder) – bis

zu seinem Tode 1918, zeitgenössische

Fotographie aus Wikipedia (http://de.

wikipedia.org/wiki/Mehmed_V.).

Abb. 5: Private Fotographie eines italienischen

Militärangehörigen um 1895.

(1842–1928) nutzte diesen Umstand,

eigene imperialistische Ziele in Afrika

zu verfolgen (Abb. 1). Ihr Augenmerk

richtete sie auf Tripolitanien und die

Cyrenaika (Abb. 2). Bestimmend für die

außenpolitische Zielsetzung der Giolitti-Regierung

waren die erheblichen innenpolitischen

Spannungen. Der sehr

schnelle Übergang Italiens ins moderne

Industriezeitalter hatte die innenpolitische

Lage überhitzt. Massenstreiks

e r s c h ü t t e r t e n d a s L a n d . A l l e i n 1 9 0 7

waren an 2168 Streiks 581.244 Streikende

beteiligt. Die hungernde Landbevölkerung,

besonders im Süden, rebellierte

gegen den Staat. Blutige Zusammenstöße

zwischen der Staatsgewalt

und den Bauern, bzw. den

Industriearbeitern in den Großstädten

auf der anderen Seite, verdüsterten die

Jahre nach 1900 und ließen eine vorrevolutionäre

Stimmung entstehen. Viele

Italiener wanderten aus, zwischen

1901 und 1911 fast 1,6 Millionen vornehmlich

nach Südamerika und in die

USA. In diesem Kontext entstand die

Idee, durch koloniale Expansion im

geographischen Umfeld des Mutterlandes

die sozialen Widersprüche zu entschärfen.

Auswanderungswillige und

unzufriedene Italiener sollten die Möglichkeit

bekommen, sich in einem

glücklichen und fruchtbaren „Auslandsitalien“

ansiedeln zu können. Die

Jahre vor 1911 nutzte Italien zielstrebig,

sich für geplante Expansionen in

naher Zukunft bei den wichtigsten europäischen

Mächten abzusichern. Dem

hatten Besuche des Königs Viktor Emanuel

III. in Paris, London und Petersburg

gedient (Abb. 3). Die 1910 gegründete

Nationale Vereinigung (Associazione

Nazionalista Italiana), Sammelpunkt

der Rechten, legte die ideologische

Grundlage. Sie ließ die Tradition des

glanzvollen „Römers der Antike“, der

die halbe Welt beherrscht und zur Blüte

geführt hatte, neu aufleben. Die von

ihr finanzierten Tageszeitungen – und

das waren die auflagenstärksten – propagierten

ein neues römisches Imperium.

Von einer Woge der Zustimmung

getragen, stellte Giolitti Sultan Mehmed

V. (1844–1918) am 26. September

1911 das Ultimatum, die Cyrenaika

und Tripolitanien, die schon in der Antike

Provinzen des Römischen Reich gewesen

waren, an Italien abzutreten

(Abb. 4). Der Sultan hatte keine Wahl,

als die dreiste Forderung abzulehnen.

So folgte erwartungsgemäß die Kriegserklärung

der italienischen Regierung

(Abb. 5 und 6).

Unter den heiteren Klängen von „Tripoli,

bel suol d`amore“ (Tripolis, schönes

Land der Liebe) erteilte der Oberste

Abb. 6: Türkischer Offizier um 1900,

wahrscheinlich mit der Liyakat-Medaille

ohne Schwerter (?) in typisch orientalischer

Ausschmückung (Archiv des

Verfassers).

Orden und Ehrenzeichen 13. Jg., Nr. 75 (Oktober 2011) 243


Abb. 7: Türkische Postkarte nach 1910. Die arabische Beschriftung weist den türkischen

Militärbefehlshaber für die afrikanischen Provinzen, Schikry Pascha, aus.

Hier zusammen mit kämpfender türkischer Infanterie. Bis 1928 galt in der Türkei

die arabische Schriftsprache.

Abb. 8: „Aus den Kämpfen im Hinterland von Tripolis“ (gezeichnet von F. Nitram).

Dies ist die Originalbetitelung der zeitgenössischen Abbildung aus dem Jahre

1911 (Archiv des Verfassers).

Befehlshaber, König Viktor Emanuel III.,

am 29. September 1911 der Flotte den

Befehl zum Auslaufen. Es gelang dieser

schnell, die Seeherrschaft in der Adria

und im Ionischen Meer zu erlangen, da

die türkische Flotte der italienischen

rettungslos unterlegen war. Die italienische

Flotte versenkte am 29. und 30.

September drei türkische Torpedoboote

vor der albanischen Küste, blockierte

den Seeweg nach Nordafrika und damit

den Nachschub für die türkischen

Truppen. Dann verlagerten die Italiener

den Schwerpunkt des Krieges an die

nordafrikanische Küste. Bis zum 14.

Oktober gelang es General Carlo Caneva,

mit etwa 40.000 Mann alle wichtigen

Küstenstädte Tripolitaniens und

der Cyrenaika wie Tobruk, Derna,

Homs und Bengasi einzunehmen. Auch

Tripolis war mit den wenigen veralteten

Krupp-Geschützen nicht zu halten. Die

Invasion traf die Osmanen zum ungünstigsten

Zeitpunkt. In Tripolitanien

standen gerade einmal 2000 Mann türkische

Truppen, in der Cyrenaika so gut

wie keine. Kurz zuvor waren starke türkische

Verbände ersatzlos in den Jemen

abgezogen worden (Abb. 7). Die Osmanen

waren also auf die Unterstützung

der arabischen und berberischen

Stämme angewiesen. Der für die Italiener

erfolgreichen ersten Phase des

Krieges folgte nun eine äußerst zähe

zweite. Die einheimische, vorwiegend

arabische Bevölkerung begrüßte die

Italiener nicht wie erwartet als Befreier

vom türkischen Joch, sondern als unerwünschte

Eindringlinge. Man hatte

sich mit der Türkenherrschaft längst arrangiert.

Die Araber -und Berberstämme

zogen sich gemeinsam mit den wenigen

türkischen Truppen in die Wüsten

im Landesinneren zurück, verschanzten

sich in den verstreut

liegenden Oasen und lieferte den Italienern

hinhaltende Gefechte (Abb. 8).

Den Kern der Abwehr bildete die religiöse

Bruderschaft der Senussi, die den

Krieg als Mission gegen die italienischen

„ungläubigen Katholiken“ propagierte.

Um der Lage Herr zu werden,

eskalierten die Italiener den Krieg gegen

die Zivilbevölkerung. Nach einem

blutigen Gefecht bei Sciara Sciat am

23. Oktober 1911 in der Nähe von Tripolis

erschossen sie in den Tagen darauf

Tausende von Arabern. Auch wegen

des Desinteresses der Weltöffentlichkeit

konnte sich dieser Krieg bald

unrühmlicher Premieren rühmen. Flugzeuge

vom Typ Bleriot 11 und Luftschiffe

eröffneten den Luftterror in der Militärgeschichte.

Zum ersten Male fand

ein Aufklärungsflug statt. Captain Carlo

Piazza erkundete die türkische Stellung

bei Bengasi aus der Luft. Am 1.

November warf Leutnant Giulio Cavotti

über zwei Oasen bei Tripolis Zwei-Kilo-

Bomben auf lebende Ziele ab. Diese

Aktion geschah als „Vergeltungsaktion“

gegen die Zivilbevölkerung nach

dem Gefecht bei Sciara Sciat. Die öffentlichen

Plätze in Nordafrika, an denen

die Italiener in der Folgezeit Pogrome

veranstalteten, sind zahlreich. Die

Truppenstärke brachten sie schließlich

auf etwa 100.000 Mann, um endlich

den türkisch-arabischen Widerstand

brechen zu können. Die internationale

Lage am Vorabend des Ersten Weltkrieges,

das „Auf der Stelle Treten“ im

Landkrieg und innenpolitische Spannungen,

veranlassten die italienische

militärische Führung Schritte einzuleiten,

die Türken zum Frieden zu zwingen.

Sie verlegte den Schwerpunkt der

Kämpfe erneut auf Aktionen zur See.

Die Flotte griff am 7. Januar 1912 überraschend

die Hafenstadt Hodeida im

Roten Meer an und schoss in dessen

Hafen sieben türkische Kanonenboote

zusammen. Am 24. Februar 1912 versenkten

die Kreuzer Varese, Garibaldi

und Ferruccio vor Beirut das türkische

Küstenpanzerschiff Avn-i-Illah und ein

Torpedoboot. Auch der Angriff auf die

türkischen Küstengewässer bis zum

Eingang in die Dardanellen und die Eroberung

der Insel Rhodos und der umliegenden

kleineren Inseln, den Dodekanes,

ließ die Türken scheinbar unbeeindruckt.

Erst der Ausbruch des Ersten

244 Orden und Ehrenzeichen 13. Jg., Nr. 75 (Oktober 2011)


Abb. 9: Sitz des italienischen Gouverneurs in Tripolis, nach einer Fotographie

wahrscheinlich von 1912 aus der Zeitschrift „Kolonie und Heimat“ von 1940,

F o l g e 2 2 . D i e S t a d t Tr i p o l i s w a r 1 9 1 0 n a c h h e u t i g e n M a ß s t ä b e n e i n e K l e i n s t a d t

mit 10.000 Einwohnern.

Balkankrieges, in dem sich Serbien,

Bulgarien, Montenegro und Griechenland

im Balkanbund gegen das Osmanische

Reich verbündeten, zwang

schließlich die Osmanen zum Friedensschluss

mit Italien. Am 18. Oktober

1912 wurden die Friedensbedingungen

in Ouchy, nahe Lausanne, vereinbart.

Als wichtigstes Ergebnis verlor das

Osmanische Reich im Frieden von

O u c h y Tr i p o l i t a n i e n u n d d i e C y r e n a i k a ,

das zukünftige Libyen, an Italien. Die

abschließende Bilanz lehrte zu deutlich,

was die Völker von zukünftigen Kriegen

zu erwarten hatten. Die italienischen

Gesamtverluste beliefen sich auf

„nur“ 1432 Gefallene, die der osmanisch-arabischen

Truppen bereits auf

etwa 4500 Mann. Unvergleichlich höher

aber lagen die der arabischen Zivilbevölkerung.

Verschiedene Schätzungen

gehen von etwa 15.000 Getöteten

aus. Dieser Krieg war einer der ersten

modernen Kriege, der die Zivilbevölkerung

in die Kampfhandlungen voll einbezog.

Die Verschiffung der meisten

italienischen Truppen nach Europa mit

Ausbruch des Ersten Weltkrieges

zwang den Rest, sich auf wenige feste

Plätze zurückzuziehen. 1915 beherrschten

italienische Truppen nur

noch die Brückenköpfe am Meer, Tripolis

(Abb. 9) und Homs, wirklich.

Noch heute wird im Militärmuseum Palazzo

Fantoni in Salo die Fahne gezeigt,

die im eingenommenen Homs auf -

gezogen wurde. König Emanuel III.

würdigte den „Sieg“ Italiens, der ein

Pyrrhussieg war, mit der am Anfang genannten

Erinnerungsmedaille bzw.

Kriegsdenkmünze für seine Teilnehmer.

Die Erinnerungsmedaille für

den Italienisch-Türkischen Krieg

1911/1912

Die Medaille (italienisch: Medaglia

commemorativa della guerra italo-turca)

(Abb. 10a/b) ist eine staatliche Auszeichnung

des Königreichs Italien, die

am 21. November 1912 mit Dekret

1342 von König Vittorio Emanuele III.

in einer Klasse gestiftet wurde. Sie

stand allen italienischen Teilnehmern

am Italienisch-Türkischen Krieg zu, die

in der Zeit vom 29. September 1911

bis 18. Oktober 1912 an Kampfhandlungen

beteiligt waren.

Die silberne Medaille zeigt auf ihrem

Avers den Kopf des Stifters nach rechts

blickend. Unter dem Halsende findet

sich die Stempelschneidersignatur L.

GIORGI. Die erhaben gestaltete umlaufende

Beschriftung VITTORIO EMANU-

ELLE III RE D` ITALIA verleiht der Medaille

zusätzlich äußeres Gepränge. An

dieser Stelle sei bemerkt, dass die italienischen

Medaillen durchweg handwerklich

und vom Material her aufwendig

und künstlerisch hochwertig

gestaltet sind. Auf dem Revers umschließt

ein Lorbeerkranz mit Früchten

vollständig die dreizeilige erhaben geprägte

Inschrift GUERRA / ITALO-TUR-

CA / 1911–1912, also Italienisch-Türkischer

Krieg 1911–1912. Getragen wurde

die Auszeichnung an der linken oberen

Brustseite des Beliehenen. Das

Ordensband ist in sechs hellblaue und

fünf rote jeweils gleichbreite Längsstreifen

unterteilt. Die Verleihungszahl

dürfte sich bei 140.000 Stück bewegen,

wenn man die Einsatzzahlen zugrundelegt,

einschließlich der der Marine

(Abb. 10c). Laut Königlichem Dekret

Nr. 1030 vom 2. August 1914 wurde

die Medaille mit den silbernen

Bandspangen „1911“ und „1912“ er-

Abb. 10a/b: Italienische Erinnerungsmedaille für den Italienisch-Türkischen Krieg

1911–12. Avers (links) und Revers mit der Bandspange 1911-12 (vergrößert).

Orden und Ehrenzeichen 13. Jg., Nr. 75 (Oktober 2011) 245


weitert. Die Medaille der Abbildung 9

trägt eine Spange mit der Kombination

beider Jahreszahlen. Selbstverständlich

wurde die Medaille als Kriegsdenkmünze

auch an der großen Ordensschnalle

von allen Dienstgraden getragen,

wie Abb. 11 zeigt.

Abb. 10c: Urkunde mit Medaille in

originaler zeitgenössischer Einrahmung.

Der Text der Urkunde lautet gekürzt wie

folgt: „Krieg Italien-Türkei 1911-1912 /

Der Minister der Marine / Laut Dekret

vom 21. November 1912 ... ist der Kanonier

Beglivomini Alfredo, Matrikel-Nr.

53003 berechtigt, die Medaille zur Erinnerung

an den Krieg Italien-Türkei

1911-1912 zu tragen. / Rom, den (Datum

unleserlich) 1913 / Der Minister“

(Unterschrift vielleicht Enrico Metto).

Verkleinerte Darstellung.

Abb. 11: Große Ordensschnalle eines

italienischen Oberstleutnants mit

der Erinnerungsmedaille an den Italienisch-Türkischen

Krieg an vierter Stelle,

letztere mit der Bandspange 1912. Neben

dem Kriegsverdienstkreuz und der

Weltkriegserinnerungsmedaille mit vier

Jahresspangen und einer der Einigungsmedaillen,

findet sich die silberne

Tapferkeitsmedaille an erster und die

Erdbebenmedaille für 1908 an vorletzter

Stelle auf der Schnalle. Foto: Archiv C.

Spath.

246 Orden und Ehrenzeichen 13. Jg., Nr. 75 (Oktober 2011)


Eroberung und Befriedung der

neuen italienischen Kolonie

Libyen

Erst das Ende des Ersten Weltkrieges

1918, das Italien in die Reihe der Sieger

stellte, ohne dass es daraus greifbare

politische und wirtschaftliche Vorteile

ziehen konnte, und der Eintritt Italiens

in den Mussolinifaschismus 1922,

weckten das Interesse für Libyen neu.

Mussolini gab den Befehl, Tripolitanien

und die Cyrenaika zu erobern. Dem italienischen

Faschismus mit dem Duce an

der Spitze sollte es vorbehalten sein,

das lang erstrebte neue großrömische

Imperium zu schaffen. Eine gigantische

Zielsetzung, wenn man bedenkt, dass

allein Tripolitanien die gewaltige Fläche

von knapp 500.000 qkm in großenteils

unwirtlicher Wüstenregion umfasst! In

dem Krieg, der nun begann, hatten die

Italiener keinen leichten Stand. Der Senussi-Orden

mit seinem charismatischen

Führer Umar al-Muchtar 3 , einem

Koranlehrer (geb. 1862, hingerichtet

am 16. September 1931 in Bengasi),

führte einen ebenso erbitterten wie geschickten

Guerillakrieg gegen die italienischen

Truppen. Allein im Bergland

des Dschabal al-Achdar in der Cyrenaika

wurden die Italiener beinahe täglich

in verlustreiche Gefechte verwickelt.

Nacheinander schickte Italien seine

wichtigsten militärischen Führer nach

Libyen, um der Lage Herr zu werden.

Der zweite Gouverneur in der Reihe,

der spätere Marschall Pietro Badoglio,

gab in einem Brief vom 20. Juni 1930

dem mit der Niederwerfung des Aufstandes

beauftragten, später ebenfalls

zum Marschall beförderten Rodolfo

Graziani (Abb. 12) folgenden bösartigen

Rat: Wir müssen vor allem die Einheiten

der Rebellen räumlich ganz klar

von der Bevölkerung trennen, auch

wenn diese ... dabei zugrunde gehen

müsste. Was nun geschah, schildert der

1980 von Moustapha Akkad geschaffene

Spielfilm „Omar Mukhtar – Löwe

der Wüste“ mit Anthony Quinn in der

Rolle des Umar al-Muchtar (Abb. 13).

Noch heute wird erstaunlicherweise

dieser Film in Italien nicht gezeigt. Graziani

ließ eine 400 km lange Stacheldrahtlinie

errichten, beinahe 90.000

Nomaden deportieren und in Konzentrationslagern

umkommen, Panzer gegen

die berittenen Freischärler in der

Wüste einsetzen, Gefangene lebend

über der Wüste aus Flugzeugen werfen

und schreckte auch vor der Anwendung

von Giftgas nicht zurück. Unter

diesen Bedingungen bot Umar al-

Muchtar am 20. Juni 1929 den Italienern

die Einstellung des Kampfes an,

Abb. 12: General Graziani, der „Schlächter

von Abessinien und Tunesien”, zeitgenössische

Fotographie aus: Top 10

Worst Military Leaders. 5

wie der Rom-Korrespondent der The

Times berichtete, um seinem Volk weitere

Leiden zu ersparen. Aber Graziani

ließ den Krieg weiterführen. Am 11.

September 1931 fiel Umar al-Muchtar

mit einer zwölfköpfigen Gruppe nach

stundenlanger Verfolgung und heftigem

Feuergefecht den Italienern in die

Hände (Abb. 14). Graziani ließ den

Sohn des Großen Zeltes, wie Umar genannt

wurde, vor 30.000 zusammengetriebenen

Menschen aufhängen.

Aber erst 1935 erlosch der Widerstand

mit der Eroberung der Kufra-Oase,

dem Zentrum des Senussi-Ordens

(Abb. 15). In den nachfolgenden Jahren

wanderten bis zu 110.000 Italiener

in Libyen ein, die mit großer Energie

die Wüste zurückdrängten und an die

Stelle große Plantagen von Olivenhainen

anbauten. Bald lieferte Libyen Oliven,

Wein und Getreide nach Italien.

Mit der Eroberung Libyens hatte sich

Italien die strategische Ausgangslage

für die Eroberung Ägyptens geschaffen,

die bereits ab Ende 1940 für das

Mussolini-Italien in die militärische Katastrophe

führte 4 (Abb. 16). Als Muammar

al-Gadaffi am 10. Juni 2009 seinen

ersten offiziellen Besuch in Italien

abstattete, trug er demonstrativ das

Foto der Abbildung 14, das Umar al-

Abb. 13: Filmplakat von 1980 in allegorischer Darstellungsweise: Kampfszene;

Personen von links: Oliver Reed als General Graziani, Mussolini (hier authentische

Darstellung, im Film von Rod Steiger gespielt) und Anthony Quinn (damals 65

Jahre alt) als Umar al-Muchtar.

Orden und Ehrenzeichen 13. Jg., Nr. 75 (Oktober 2011) 247


Muchtar in Ketten inmitten italienischen

Militärs zeigt, auf seiner Uniform.

Für diesen Mann sicher eine

zweifelhafte Demonstration.

Die Italienische Erinnerungsmedaille

für den Feldzug in Libyen

Diese gleichfalls silberne Medaille (Abb.

17a/b), ist ebenfalls eine staatliche Auszeichnung,

gestiftet von König Vittorio

Abb. 14: Umar al-Muchtar nach seiner Gefangennahme durch die Italiener.

Abb. 15: Foto um 1930 von der Oase Kufra, aus der Zeitschrift „Kolonie und Heimat“

1940, Folge 22.

Abb. 16: „Motorisierte Bersaglieri überschritten als erste die italienisch-ägyptische

Grenze.“ So die Originalbetitelung dieser Fotographie von 1940. Der Landesname

Libyen ist verschwunden. Ab 13. September 1940 griffen die Italiener mit 14 Divisionen

von Libyen aus die in Ägypten stehenden Briten an. Das war der Anfang

des militärischen Niedergangs Italiens in Afrika, der auch das Ende der italienischen

Kolonialherrschaft in Libyen einläutete. Aus der Zeitschrift „Kolonie und

Heimat“ 1940, Folge 22.

Abb. 17a/b: Italienische Libyen-Feldzugsmedaille

Avers (links) und Revers

mit der Bandspange 1913-14. Vergrößerte

Darstellung.

248 Orden und Ehrenzeichen 13. Jg., Nr. 75 (Oktober 2011)


Emanuele III. in einer Klasse mit Königlichem

Dekret Nr. 1144 vom 6. September

1913. Sie unterscheidet sich von

der Medaille für den Italienisch-Türkischen

Krieg einzig und allein in der erhaben

geprägten Inschrift LIBIA auf

dem Revers. Die Stiftung dieser zweiten

Medaille ist dem „Kampf“ Italiens um

Libyen gewidmet. Sie erfährt in den Folgejahren

eine beinahe unbegrenzte Erweiterung

von insgesamt 32 Bandspangen

mit Königlichen Dekreten Nr. 1030

vom 2. August 1914, Nr. 736 vom 7.

März 1915, Nr. 704 vom 13. September

1915 und Nr. 2371 vom 27. August

1923. Das letzte Dekret erlaubte schon

vorab die Hinzufügung weiterer Bandspangen,

weil das Ende des Kolonialkrieges

nicht abzusehen war. So wurde

die Medaille mit entsprechenden Spangen

schließlich bis 1941 an Militärangehörige

verliehen. Das Bemerkenswerte

ist, dass die Medaille über einen Zeitraum

von fast 30 Jahren – von 1913 bis

1941 also – eine aktuelle militärische

Auszeichnung blieb. Die Mehrzahl der

Bandspangen bezeichnen Jahresangaben

zum Einsatz des Beliehenen in Libyen.

Unser Vereinsfreund Michael Autengruber

ist sicher der kenntnisreichste

unter den Experten im Verein zum

Thema Italien, der zu den Spangen

noch ergänzen kann. Bei der vorliegenden

Medaille handelt es sich um ein relativ

frühes Stück mit der Bandspange

1913 – 14 (Abb. 17a). Inzwischen kamen

weitere Erinnerungsmedaillen mit

ähnlicher Funktion hinzu, da Italien bis

1941 Äthiopien (1935/36), Albanien

(1939) und Griechenland (1940/41) angegriffen

hatte und hierfür eigene Medaillen

prägte, die aber einen Weg markierten,

der Italien Schritt für Schritt in

die militärische , wirtschaftliche und politische

Bedeutungslosigkeit führte, was

zugleich die Abhängigkeit von Hitlerdeutschland

ab 1941 bedeutete. Die

Medaillen sind denn auch nicht mehr in

Silber, sondern in Bronze, aber – abgesehen

davon – künstlerisch hochwertig

ausgeführt und wundervoll geprägt

und modelliert (Abb. 18).

Danksagung:

Der Autor bedankt sich für die Hilfe

und Unterstützung ganz besonders bei

Walter Rosenwald, Wiesbaden, Christian

Spath, Hohenstein und Michael

Autengruber, Konstanz.

Literatur:

- Autorenkollektiv: Allgemeine Länder- und

Völkerkunde. Neuer Allgemeiner Verlag,

Berlin 1912.

- Borne, von dem, Hermann: Der italienischtürkische

Krieg. Verlag Stalling, Oldenburg

1913.

- Konzelmann, Gerhard: Die Araber. Wilhelm

Heyne Verlag, München 1989.

- Kreiser, Klaus: Atatürk – eine Biographie.

Verlag C.H. Beck oHG, München 2008.

- Stübler, Dietmar: Italien – 1789 bis zur Gegenwart.

Akademie-Verlag, Berlin 1986.

- Theilhaber, Felix: Beim roten Halbmond vor

Tripolis – Reiseerlebnisse von einer Fahrt

ins türkisch-italienische Kriegsgebiet. Verlag

Schaffstein, Köln am Rhein 1915.

- Urlanis, Boris Zesarewitsch: Bilanz der Kriege.

VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften,

Berlin 1965.

- Collier, Richard: Mussolini – Aufstieg und

Fall des Duce. Wilhelm Heyne Verlag,

München 1971.

- Militärmuseum Via Fantoni, Palazzo Fantoni,

Salo (Gardasee), Raum 1.

- CINEMA – Programm Nr. 25: Dritter Kino

Verlag GmbH, Hamburg.

Anmerkungen:

1 Heute auch Kyrenaika geschrieben.

2 Rößler, Ulrich: Der spannende historische

Hintergrund einer englischen Miniaturspange,

in: OuE Nr. 58, S. 319-324; und

derselbe: Der ägyptische Khediven-Stern;

in OuE Nr. 64, S. 316-318.

3 Muchtar ist kein Familienname, sondern

ein Bei- bzw. Ehrenname, der „der Auserwählte“

bedeutet.

4 Rößler, Ulrich: Die französische Ehrenlegion

im Spiegel ihrer Auszeichnungen

und Symbole; in OuE Nr. 70, S. 321-328.

5 http://www.google.de/imgres?imgurl=

http://top-10-list.org/wp-content/uploads/2009/08/Rodolfo-Graziani.jpg&imgrefurl=http://top-10-list.org/2009/08/

13/worst-military-leaders/&h=570&w=

705&sz=139&tbnid=W2r5f3kkQlyYbM:

&tbnh=113&tbnw=140&prev=/search%3Fq%3Dgeneral%2Bgraziani%26tbm%3Disch%26tbo%3Du&zoo

m=1&q=general+graziani&hl=de&usg=_

_g7EM7comvNkBBB1-VEOjaGq_iTc=

&sa=X&ei=cofwTeqcDoTLsgaG_6yIBw&v

ed=0CEIQ9QEwBQ.

Abb. 18: Große Ordensschnalle eines Mannschafts- oder Unteroffiziersdienstgrades aus der Zwischenkriegszeit mit der

L i b y e n - F e l d z u g s m e d a i l l e a n d r i t t e r u n d d e r b r o n z e n e n Ta p f e r k e i t s m e d a i l l e a n e r s t e r S t e l l e . F o t o : A r c h i v C . S p a t h .

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