Ausgabe Juni 2013

dstg.koeln.de

Ausgabe Juni 2013

Ausgabe

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2013

dbb jugend magazin für junge leute im öffentlichen dienst

Berufsbildungsbericht 2013

Nachwuchsalarm

im öffentlichen Dienst

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9 15 17

Tarifeinigung:

Länder bremsen

Beamte aus

Bundesfreiwilligendienst:

Richtig. Freiwillig.

Personalvertretung:

Klinken putzen für

den Nachwuchs

Urlaub:

Mal so richtig

abschalten

Filmtipp:

Matt Damon in

„Promised Land”

Gut abgesichert nach der Ausbildung: Mit geringem finanziellem Aufwand

könnt Ihr Euch ein sinnvolles Versicherungspaket zusammenstellen lassen. Seite 16

herausgeber:

dbb jugend


leitartikel

editorial

Länder zögern bei Übertragung der Tarifeinigung auf Beamte

Spalter spielen mit

dem Feuer

Die Tarifrunde für die Angestellten der Länder hat der dbb zusammen mit seiner dbb jugend und

den beteiligten Fachgewerkschaften erfolgreich über die Bühne gebracht. Jetzt müssen eigentlich

„nur noch“ die Länder die Tarifeinigung auf ihre Beamten im Landes- und Kommunaldienst

übertragen. Was so einfach klingt, ist aber mitnichten so. Während Bayern und Hamburg bereits

mit gutem Beispiel voranschritten und umgehend die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung

vornahmen, stellen sich unter anderen Nordrhein- Westfalen und Schleswig-Holstein quer. Zu

Recht sind die Betroffenen empört – über die Ungleichbehandlung, über die Hinhaltetaktik,

über die Zwei-Klassen-Behandlung, die hier an den Tag gelegt wird.

Die Beamten in den Landes- und Kommunalverwaltungen

sind zur Zeit extrem gefordert – die

Öffentlichkeit schaut auf die Finanzverwaltung,

die trotz chronischer Unterbesetzung säumige

Steuerzahler aufspüren muss, die Kommunalverwaltungen

müssen tragfähige Konzepte für die

Herausforderungen des demografischen Wandels

auf die Beine stellen, insbesondere im Ländlichen

Raum – nur zwei große Baustellen, die integral

von den Beamtinnen und Beamten in ihren funktional

herausgehobenen Verantwortungspositionen

getragen und gestaltet werden.

Mich persönlich ärgert das Vorgehen der Landesregierungen

sehr. Natürlich gibt es die Schuldenbremse

und natürlich können auch wir schwer mit

dem Finger auf Ausgabenposten zeigen, an denen

leichter gespart werden kann, aber die Beamten

werden hier zu Sonderopfern herangezogen. Und

es gehört sich einfach, dass man das vorher von

Politikspitze zu Gewerkschaftsspitze vernünftig

bespricht und dass die Beschäftigten nicht aus der

Presse erfahren müssen, dass sie in Sachen Einkommen

schlechter gestellt werden sollen als ihre

angestellten Kollegen.

Auch und speziell aus Sicht der Jugend sind fehlende

Anpassungen der falsche Weg. Bund, Länder

und Kommunen suchen händeringend Nachwuchs,

Fachkräfte. Welche Ausbildungsvergütung,

Einstiegsgehälter und späteren Verdienste

sie anbieten können, wird immer eine ausschlaggebende

Rolle spielen. Wenn die Arbeitsplatzsicherheit

das einzige Attraktivitätsmerkmal wäre,

müssten uns die Leute im öffentlichen Dienst eigentlich

die Türen einrennen. Tun Sie aber nicht.

Sicherheit ist zwar wichtig, aber die jungen qualifizierten

Nachwuchskräfte wollen sich doch zu

Recht im Job auch wohl fühlen, motiviert werden

und sichere Perspektiven haben.

Wenn der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt

sagt, dass wir eine gesamtgesellschaftliche

Debatte darüber brauchen, was Deutschland und

seine Bürger vom öffentlichen Dienst erwarten,

ist ihm uneingeschränkt zuzustimmen. Fakt ist:

Deutschland will alles geregelt, alles intakt, alles

funktionierend haben, rund um die Uhr, 365 Tage

im Jahr – warum bitte sollte es das zum Dumping-

Preis geben?!

Kürzlich wurde mir in einem Gespräch mit einem

Politiker gesagt, dass sich „der Beamtenapparat“

auch von sich aus bewegen müsse, um etwas zu

verändern, und dass wir auch bereit sein müssen

für progressive Veränderungen. Das kennen wir ja:

Die so genannten Reformen des Beamtenrechts

hießen in den vergangenen Jahren stets massiver

Personalabbau, Besoldungs- und Versorgungskürzungen,

Verschlechterung der allgemeinen Arbeits-

und Einkommensbedingungen. Wenn die

Gesetzgeber weiterhin so „progressiv“ mit dem

öffentlichen Dienst sind, spielen sie mit dem Feuer.

Denn irgendwann kann ein dermaßen zusammengestrichener

öffentlicher Dienst nicht mehr

für seine Funktionsfähigkeit garantieren.

Vor geraumer Zeit musste ich bei einem schweren

Verkehrsunfall die Polizei rufen. Was ich erreichte,

war eine mehrminütige Warteschleife,

und das hat mir wirklich Angst gemacht. Wenn

man als Bürger Hilfe braucht – und niemand

kommt. Ich möchte nicht verzichten auf einen verlässlichen,

weil gut ausgestatteten öffentlichen

Dienst, und das geht ganz sicher der Mehrzahl der

Bürgerinnen und Bürger genauso. Das sollten Politiker

jedweder Couleur bedenken, wenn sie die

Beschäftigten und insbesondere die Beamtinnen

und Beamten immer wieder zu Sonderopfern nötigen.

Die Spalter spielen mit dem Feuer.

Unser Kampf geht jedenfalls weiter. Ich finde es

beeindruckend, wie die Beamtinnen und Beamten

aktuell auf den Straßen gegen Spaltung und

schlechte Zukunftsperspektiven protestieren. Sie

verdienen unser aller Unterstützung.

In diesem Sinne: Weiter so!

Sandra Kothe

Vorsitzende dbb jugend

Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen

in Deutschland hat

einen neuen Höchststand erreicht,

erfahren wir dieser Tage aus dem

neuen Berufsbildungsbericht

der Bundesregierung. Für den

öffentlichen Dienst heißt das

Ausbildungsalarm! Denn wenn

schon die freie Wirtschaft ihren

Nachwuchskräftebedarf nicht

mehr decken kann – wie will

das dann der öffentliche Dienst

schaffen, der aktuell alles andere

als ein attraktiver Arbeitgeber ist:

Chronische Überlastung, Übernahme

von Azubis nur widerwillig,

kunterbuntes Besoldungsdumping

landauf landab schrecken

junge motivierte Berufsstarter

zu Recht ab. t@cker erläutert

die neuesten Zahlen aus dem

Berufsbildungsbericht und geht

kritisch auf die zögerliche Haltung

der Länder bei der Übertragung

des Tarifergebnisses auf den

Beamtenbereich ein: „Spalter

spielen mit dem Feuer“, lautet

die Headline des Leitartikels. Der

Bundesfreiwilligendienst, eine

Supersache für alle, die der Gesellschaft

etwas geben wollen, steht

im Mittelpunkt der t@cker-story.

Im t@cker-special widmen wir uns

anlässlich des diesjährigen dbb

forum Personalvertretungsrecht

ausführlich dem Thema Jugendund

Auszubildendenvertretung

und sagen, worauf es hier ankommt.

Und weil Sommerzeit

Urlaubszeit ist, verraten wir Euch

in den t@cker-tipps, wie Ihr trotz

Stress im Job mal richtig entspannen

könnt. In diesem Sinne

wünsche ich Euch eine gute Zeit

und viel Spaß mit t@cker!

Sandra Kothe

Vorsitzende dbb jugend

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Berufsbildungsbericht 2013

Kothe: Nachwuchsalarm im

öffentlichen Dienst

Alarmiert hat die dbb jugend-Vorsitzende

Sandra Kothe auf die Daten des Berufsbildungsberichts

der Bundesregierung reagiert,

den Bundesbildungsministerin Johanna

Wanka (CDU) am 15. Mai 2013 im Kabinett

vorgelegte. Der Bericht weist aus, dass mit

33.275 unbesetzten Berufsausbildungsstellen

„ein neuer Höchststand erreicht“ sei.

„Der spürbar zunehmende Wettbewerb um

Nachwuchskräfte stärkt die Position und

Auswahlmöglichkeiten der Ausbildungsbewerber“,

hält der Bericht weiter fest.

„Das sind erschütternde Fakten, die belegen,

wie drängend die Demografie-Problematik

für den Arbeitsmarkt ist“, sagte dbb

jugend-Chefin Kothe am 15. Mai 2013 in

Berlin. „Für den öffentlichen Dienst heißt

das spätestens jetzt Nachwuchsalarm! Die

gut qualifizierten und motivierten Berufseinsteiger

können sich in Zeiten wie diesen

in aller Ruhe nach dem attraktivsten Arbeitgeber

umschauen. Angesichts von kunterbuntem

Besoldungsföderalismus, nicht

wettbewerbsfähigen Fachkräfte-Gehältern,

chronischer Unterbesetzung, Überbelastung

und schlechtem Image wird ihr Blick

aktuell nicht gerade am öffentlichen Dienst

hängen bleiben“, warnte Kothe. dbb und

dbb jugend setzten sich seit Jahren für eine

Sensibilisierung des öffentlichen Sektors in

Sachen Demografie ein, betonte die Junggewerkschafterin,

„aber leider bislang ohne

durchgreifende Erfolge. Medienwirksame

Demografiegipfel sind hübsch anzuschauen,

aber in der Praxis brauchen wird nachhaltige

Nachwuchskonzepte, die tragen, und

zwar sofort. Dazu zählen neben einer aufgabengerechten

Einstellungspolitik anständige

Gehälter, professionelle Arbeitsplatzausstattung,

attraktive Karriereperspektiven

und eine moderne Führungskultur“, unterstrich

Kothe und gab zu bedenken: „Wenn

der öffentliche Dienst diese Anforderungen,

die junge Menschen heutzutage an ihren Arbeitgeber

stellen, nicht schleunigst erfüllt,

droht er auszubluten.“

Mehr Engagement in Sachen Diversity hat

die dbb jugend bei ihrem vierten Jugendpolitischen

Frühstück am 8. Mai 2013 in Berlin

mit Vertretern der Bundestagsfraktionen

von CDU/CSU, FDP und DIE LINKE gefordert.

An dem Treffen im Bundestag nahmen seitens

der dbb jugend deren Vorsitzende

Sandra Kothe und dbbj-Vize Liv Grolik teil,

unterstützt von Annemarie Tietz (VBOB-

Jugend), Christopher Petsch (Junge Polizei)

und Steven Werner(VBOB-Jugend). Während

bei den Gesprächsteilnehmern grundsätzlich

Einigkeit darüber bestand, dass Diversität

eine Führungsaufgabe darstellt, die

speziell geschult werden muss, bemängelte

die dbb jugend Umsetzungsprobleme. So

kritisierte dbb jugend-Chefin Kothe, dass

gerade im Bereich Beschäftigte mit Migrationshintergrund

zwischen den Behörden

keine Zusammenarbeit stattfinde, was eine

Strategie angeht, Migranten für den öffentlichen

Dienst zu begeistern. Als wohltuendes

Positivbeispiel in dieser Sache wurde die

Nachwuchsarbeit der Polizei genannt. Kothe:

„Diversity muss als breit angelegte Stra-

Jugendpolitisches Frühstück im Bundestag

dbb jugend fordert mehr Engagement

in Sachen Diversity

tegie gemanagt werden, sonst werden die

Vorteile, die in der Vielfalt der Beschäftigten

begründet sind, nicht effektiv herausgearbeitet

werden können.“ Zudem dürfe Diversität

nicht als „zusätzliche Belastung zum

Arbeitsalltag“, sondern vielmehr als „persönliches

Anliegen“ gesehen werden. „Nur

dies führt auf Dauer zu mehr Ideenvielfalt

und einer messbaren Bereicherung für den

öffentlichen Dienst“, so Kothe.

Beim Jugendpolitischen Frühstück kam die dbb jugend mit Vertretern der Bundestagsfraktionen

ins Gespräch – Schwerpunkt diesmal: Diversity-Management im öffentlichen Dienst.

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Auch in diesem Jahr

werden wieder zahlreiche

junge Menschen

eine Ausbildungsstelle

im öffentlichen Dienst

antreten oder in ein Beamtenverhältnis

auf Widerruf übernommen. Die

jungen Kolleginnen und Kollegen stehen damit

vor dem Eintritt in die Berufswelt und werden dabei

mit zahlreichen Anregungen, Informationen

und Eindrücken konfrontiert. Ihnen möchten sich

dbb jugend und dbb wieder als gewerkschaftlicher

Partner und Dienstleister präsentieren – in Gestalt

der Broschüre „START“, die es in einer Ausgabe

für Angestellte und einer für Beamte gibt. Beide

Broschüren bieten eine Übersicht über die Rechte

und Pflichten der Auszubildenden bzw. Anwärter.

Auch die gewerkschaftliche Arbeit mit und für

Auszubildende bzw. Anwärter z.B. in der Jugendund

Auszubildendenvertretung wird beleuchtet.

Schließlich widmet sich ein Kapitel der Abschluss-

Neuauflage zum Ausbildungsstart

dbb-Broschüre START:

Jetzt bestellen!

prüfung bzw. Laufbahnprüfung sowie Formulierungen

in Zeugnissen, die zwar gut klingen, aber

durchaus zu Fallstricken werden können...

Der dbb stellt seinen Mitgliedsgewerkschaften

die Broschüren kostenlos zur Verfügung – lediglich

die Bruttoversandkosten müssen selbst getragen

werden. Sie richten sich nach der Stückzahl. Ein

Einzelexemplar wird demnach bei unter zwei Euro

Versandkosten brutto liegen. Die Bruttoversandkosten

für 100 Exemplare liegen bei ca. 16 Euro. Für

eine Bestellung von 1.000 Exemplaren liegen die

Kosten bei ca. 113 Euro brutto. Zur genauen Bestimmung

der Auflagenhöhe 2013 benötigt der dbb

bis Freitag, 14. Juni 2013, verbindlich die genaue

Anzahl der Exemplare, die gewünscht werden.

Infos und Bestellung:

dbb beamtenbund und tarifunion

Geschäftsbereich Tarif

E-Mail: tarif@dbb.de

Telefon: 0 30.40 81-54 00.

Nachwuchs bekommt hausspezifisches Tarifrecht

Einigung für dataport-Azubis

dbb und „dataport“, der IT-Dienstleister für die öffentliche

Verwaltung im Norden, haben sich am

21. Mai 2013 auf die Eckpunkte eines hausspezifischen

Tarifrechts für die Auszubildenden und

Dualstudierenden des Unternehmens geeinigt.

Hintergrund: Bei den Tarifverhandlungen zur dataport-Einkommensrunde

Anfang 2013 hatte der

dbb durchgesetzt, dass der Unternehmensnachwuchs

vom bisher angewendeten allgemeinen

Ländertarif, dem TVA-L BBiG, losgelöste Konditionen

erhalten sollen.

Künftig bekommen Azubis und Dualstudierende

bei dataport ab Januar 2014 gegenüber dem

bislang angewendeten TVA-L, dem allgemeinen

Azubi-Tarif der Länder, deutlich höhere monatliche

Ausbildungsentgelte sowie einen Urlaubstag

mehr pro Jahr. Außerdem besteht die Möglichkeit,

für die Vorbereitung auf Prüfungen und Zwischenprüfungen

künftig zwei Tage Arbeitsbefreiung zu

erhalten, die wahlweise im Betrieb oder Zuhause

genutzt werden können – die Entscheidung darüber

liegt beim Auszubildenden beziehungsweise

Dualstudierenden. dbb jugend-Vize Liv Grolik, die

die Tarifverhandlungen als Mitglied der dbb-Ver-

Verhandlungskommission dataport-Nachwuchs:

dbb jugend-Vize Liv Grolik (2.v.r.) begleitete die

Tarifgespräche beim IT-Dienstleister.

handlungskommission vor Ort begleitete, wertete

das Ergebnis als „Schritt in die richtige Richtung:

Der Konkurrenzkampf um motivierten und qualifizierten

Nachwuchs wird aufgrund des demografischen

Wandels immer härter. dataport macht sich

demografiefest und anderen vor, wie der öffentliche

Sektor mit attraktiven Konditionen in diesem

Kampf um die besten Köpfe bestehen kann“, freute

sich die stellvertretende dbb jugend-Vorsitzende.

„Endlich ein Arbeitgeber, der vorausschauend

und innovativ denkt.“

Mehr Infos zum dataport-Azubi-Abschluss findet

Ihr hier.

Elterngeld für Väter

attraktiver gestalten

Immer mehr Väter beziehen

Elterngeld. Das geht aus den aktuellen

Angaben des Statistischen

Bundesamtes (Destatis) hervor.

Danach waren 27,3 Prozent der

Elterngeldbezieher männlich.

Damit ist die Zahl der Väter in

Elternzeit gegenüber dem Vorjahr

noch einmal deutlich um weitere

zwei Prozentpunkte angestiegen.

„Ohne Frage: Das Elterngeld ist

ein wichtiger Indikator dafür,

dass sich Väter stärker an der

familiären Sorgearbeit beteiligen

wollen und dies auch tun“, sagte

Helene Wildfeuer, Vorsitzende

der dbb bundesfrauenvertretung

am 27. Mai 2013. Sie gab jedoch

zu bedenken, dass Elterngeld

im Wesentlichen von Frauen in

Anspruch genommen werde. „Wir

dürfen nicht vergessen, dass es

noch immer 95 Prozent der Mütter

sind, die die Lohnersatzleistung

beziehen. Damit bleibt das Elterngeld

auch sieben Jahre nach seiner

Einführung das wichtigste familienpolitische

Instrument, das vor

allem Frauen die Vereinbarkeit von

Familie und Beruf erleichtert“, so

die Vorsitzende. Um eine tatsächlich

gleichberechtigte Aufteilung

von familiären und beruflichen

Pflichten von Vätern und Müttern

zu ermöglichen, forderte Helene

Wildfeuer nun eine konsequente

Fortentwicklung des Elterngeldmodells.

„Teilzeitelterngeld und

eine flexiblere Aufteilung der

Elterngeldmonate müssen dringend

wieder auf die familienpolitische

Agenda. Aber auch bessere

Verdienstmöglichkeiten für Frauen

und eine familienfreundlichere

Arbeitswelt sind unausweichliche

Voraussetzungen für eine gerechtere

Verteilung von Familien- und

Erwerbsarbeit zwischen Männern

und Frauen“, so die Vorsitzende.

Aktuelle Termine

Klick auf den Kalender,

um zu allen Jugend-Terminen

zu gelangen.

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Integrationsdebatte

Gesellschaft muss sich

im öffentlichen Dienst wiederfinden

Anlässlich des sechsten Integrationsgipfels

der Bundesregierung hat die dbb jugend-

Vorsitzende Sandra Kothe die Beschäftigung

von mehr Menschen mit Zuwanderungshintergrund

im öffentlichen Dienst gefordert.

„Aktuelle Zahlen der OECD belegen, dass der

öffentliche Dienst in Sachen Migrantenbeschäftigung

weiterhin den Schlussplatz unter

den OECD-Ländern einnimmt“, kritisierte

Kothe am 28. Mai 2013 in Berlin.

„Während beispielsweise immerhin 24 Prozent

aller Auszubildenden in Deutschland

Einwanderer sind, kommen sie im öffentlichen

Dienst nur auf knapp drei Prozent. Das

sind Zahlen, die wachrütteln sollten, insbesondere

in Zeiten des demographischen

Wandels mit dem absehbaren Rückgang an

Arbeitskräften, angesichts dessen Deutschland

künftig ohnehin stärker als je zuvor

auf sein Zuwandererpotenzial bauen muss“,

mahnte Kothe. Gleichzeitig wies sie darauf

hin, dass sich die Gesellschaft im öffentlichen

Dienst wiederfinden müsse: „Wenn

durchschnittlich mehr als 20 Prozent der

Bevölkerung einen anderen kulturellen Hintergrund

haben, muss sich das auch in der

öffentlichen Verwaltung, die allen Bürgerinnen

und Bürgern tagtäglich gegenüber tritt,

wiederspiegeln. Durch die Beschäftigung

von mehr Migranten und die Erhöhung ihrer

Sichtbarkeit könnte der öffentliche Sektor

gleichzeitig eine Vorbildfunktion für Integration

insgesamt übernehmen“, so Kothe und

verwies auf die skandinavischen Ländern,

wo der öffentliche Dienst geradezu als Motor

für die Integration angesehen werde.

Die dbb jugend-Vorsitzende betonte indes,

dass es mit einer „stumpfen Migrantenquo-

te“ für den öffentlichen Dienst nicht getan

sei. „Abgesehen davon, dass die spezifischen

Einstellungskriterien Eignung, Leistung und

Befähigung nach wie vor oberste Priorität

haben, braucht der öffentliche Dienst ein

sorgfältiges Diversity-Management, das

nicht nur die Integration von Migranten in

den Personalstamm berücksichtigt, sondern

alle Beschäftigten in ihrer Vielfalt effektiv

einsetzt.“ Kothe forderte die Personalmanager

in den öffentlichen Verwaltungen und

Behörden zugleich auf, „endlich für eine valide

Personalstatistik mit deutlich mehr Kriterien

als bislang zu sorgen, auf deren Basis

man eine nachhaltige Einstellungs- und Personalplanungsstrategie

aufsetzen kann“.

Dauderstädt: Qualifizierte

Integrationsstrategie

Der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt

plädiert für eine qualifizierte Integrationsstrategie

für den öffentlichen Dienst.

„Eine starre Migrantenquote, wie sie aktuell

diskutiert wird, würde dem verfassungsrechtlich

verankerten Grundsatz, dass

öffentlich Ämter nur bei entsprechender

Eignung, Befähigung und Leistung übernommen

werden dürfen, nicht gerecht

werden“, sagte der dbb-Chef dem Mitteldeutschen

Rundfunk (mdr-info) am 28. Mai

2013 in Dresden. Gleichwohl sei unstrittig,

dass die Sichtbarkeit von Menschen mit

anderen kulturellen Hintergründen in der

öffentlichen Verwaltung erhöht werden

müsse, so Dauderstädt. „Gerade dort, wo

der Staat über seine Beschäftigten direkt

mit Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt

tritt, ist es sinnvoll, den Anteil der Bediensteten

mit Migrationshintergrund angemessen

zu erhöhen“, sagte der dbb Chef und

nannte als Beispiele neben der Kommunalverwaltung

den Sicherheits- und Bildungssektor,

den öffentlichen Gesundheitsdienst

und die Sozialverwaltung. „Aus unserer

Sicht ist es ein Qualitätsmerkmal des öffentlichen

Dienstes, dass sich die Gesellschaft,

der er tagtäglich gegenübertritt, in ihm wiederfindet“,

betonte Dauderstädt. „Wenn wir

dieses Qualitätsmerkmal der interkulturellen

Kompetenz ausgestalten und erhalten

wollen, brauchen wir eine qualifizierte Integrationsstrategie

für Verwaltungen und

Behörden.“

Personellen Handlungsbedarf im Zusammenhang

mit Migranten sieht der dbb Bundesvorsitzende

zudem vor dem Hintergrund

des demografischen Wandels: „Wir müssen

im öffentlichen Dienst in den kommenden

Jahren mehr als 700.000 Stellen neu

besetzen, schon jetzt fehlen insbesondere

in technischen Schlüsselbereichen massiv

Fachkräfte. Wer in einer solchen Situation

nicht alle zur Verfügung stehenden personellen

Ressourcen prüft und versucht zu

erschließen, setzt die Funktionsfähigkeit

des öffentlichen Dienstes aufs Spiel“, sagte

Dauderstädt und sicherte Politik und

Personalverantwortlichen die nachhaltige

Unterstützung des gewerkschaftlichen

Dachverbandes bei der Entwicklung entsprechender

Integrationskonzepte zu.

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news

Zeitmanagement stand auf der Agenda des diesjährigen

SÜD-WEST-Workshops der dbb jugend

vom 3. bis 5.Mai 2013 in München. 14 Teilnehmer

aus den unterschiedlichsten Berufsbereichen

des öffentlichen Dienstes im Süden und

Westen der Republik kamen zum Wochenend-

Workshop in die bayerische Landeshauptstadt.

Dozentin Rita Bovenz vom Bayerischen Philologenverband

konnte den Teilnehmerinnen und

Teilnehmern neben den theoretischen Kenntdbb

jugend-Workshop

Zeit richtig „managen“

nissen viele praktische Tipps an die Hand geben,

wie jeder in seinem Leben den richtigen Ausgleich

zwischen „Work“ und „Life“ schafft – die

berühmte „Work-Life-Balance“. Seminarleiter

und dbb jugend-Vize Marco Karbach (links): „Die

Anforderungen in der Berufswelt insbesondere

an die jungen Leute wachsen ständig. Überall

wird voller Einsatz gefordert. Das belastet

natürlich das Privat- und Familienleben enorm.

Strategien zu entwickeln, diesen Anforderungen

gerecht zu werden ohne das Privatleben zu vernachlässigen,

war unser Ziel für dieses Seminar.“

Und das Ziel wurde erreicht: Die Feedback-Runde

zum Abschluss zeigte, dass die jungen Kolleginnen

und Kollegen viele Anregungen mit in

den Alltag nehmen: „Ich habe in diesem Seminar

super Tipps für die Umsetzung in der Praxis bekommen“,

sagte eine begeisterte Teilnehmerin

und brachte damit die einhellige Meinung auf

den Punkt.

Kothe und von Notz:

Attraktivität des öffentlichen

Dienstes steigern

Zu einem politischen Austausch traf sich dbb jugend-Chefin

Sandra Kothe am 17. Mai 2013 in

Berlin mit Konstantin von Notz, Bundestagsabgeordneter

von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und

Mitglied des Bundestagsinnenausschusses.

Schwerpunkte des Gesprächs waren der demografische

Wandel und die Konsequenzen dieser Entwicklung

für den öffentlichen Dienst.

Einig waren sich die Gesprächspartner darin, dass

der öffentliche Dienst seine Attraktivität als Arbeitgeber

dringent steigern müsse, um auch in

Zukunft gut qualifizierten und motivierten Berufsnachwuchs

für sich gewinnen zu können. Von

Notz sieht in der Stärkung von „Soft Values“ – also

etwa der Schaffung von flachen Hierarchien und

der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

– eine wirksame Strategie. Der Grünenpolitiker

kritisierte indes die Demografiestrategie der

Bundesregierung und den Demografiegipfel, weil

davon ausgegangen werden könne, dass hieraus

keinerlei konkrete Maßnahmen folgen würde.

Die dbb jugend-Vorsitzende Sandra Kothe wies

darauf hin, dass es für die Personalplanung im öf-

fentlichen Dienst

unbedingt eine verlässliche

Datenbasis

der aktuellen Personalstruktur

und

für die kommenden

zehn Jahre geben

müsse. „Die prognostizierten

Altersabgänge

– rund

700.000 im nächsten

Jahrzehnt – berücksichtigen

noch

nicht einmal andere Ausfälle von Personal, beispielsweise

wegen Krankheit oder dem Wechsel

in andere Branchen. Auch hier brauchen wir aber

dringend personelle Puffer, weil der Arbeitsmarkt

von morgen viel fluktuativer sein wird als heute“,

so Kothe. Von Notz kündigte an, in der nächsten

Legislaturperiode ein „progressives Beamtenpapier“

mit Forderungen zum öffentlichen Dienst

erarbeiten zu wollen und lud die dbb jugend ausdrücklich

zur Mitwirkung daran ein.

Föderalismusreform war Fehler

und muss zurückgenommen

werden

dbb-Chef Klaus Dauderstädt hat

vor einer neuen „Klassengesellschaft“

bei der Beamtenbesoldung

in Deutschland gewarnt.

„Jedes Bundesland macht bei der

Besoldung seiner Beamten inzwischen,

was es will. Die Einheitlichkeit

der Bezahlung geht vollends

verloren“, sagte Dauderstädt am

20. Mai 2013 der Nachrichtenagentur

dpa in Berlin. Im Gespräch

mit dem WDR-Fernsehen verwies

der dbb Chef am selben Tag

darauf, dass die Lücke zwischen

den Ländern bei der Bezahlung

der Beamten inzwischen mehr als

zehn Prozent betrage. „Kurzfristig

fordern wir, dass die Länder das

Tarifergebnis eins zu eins übernehmen“,

sagte Dauderstädt mit

Blick auf den Tarifabschluss für

die Beschäftigten im öffentlichen

Dienst der Länder vom März

diesen Jahres. „Langfristig sagen

wir, dass die Föderalismusreform

von 2006 mit der Übertragung der

Zuständigkeit für die Besoldung

auf die Länder ein Fehler war.

Dieser Fehler muss rückgängig

gemacht werden.“

Der dpa sagte Dauderstädt weiter,

die Besoldungslücke könne für

einen Junglehrer mit 3.200 Euro

bis zu 400 Euro Unterschied im

Monat bedeuten. „Abwerbe-

Effekte liegen auf der Hand.“ Dies

sei „Wettbewerbsföderalismus

auf die schlechteste Art, als Wettbewerb

um den knapper werden

Nachwuchs und die besten Köpfe

im öffentlichen Dienst. Die armen

Länder werden den Kürzeren

ziehen und mittelfristig dadurch

sogar noch weiter geschwächt.

Ein schlecht bezahlter öffentlicher

Dienst verliert über kurz oder lang

seine Leistungsfähigkeit.“

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story

Bundesfreiwilligendienst

Richtig. Freiwillig.

Von Michael Eufinger

Seit der Abschaffung der Wehrpflicht und dem damit einhergehenden Wegfall des Zivildienstes

im Jahr 2011 muss die Bundeswehr mit viel Aufwand um junge Menschen werben,

um sie für den Dienst in der Armee zu gewinnen. Im zivilen Sektor ist das nicht anders, hier

hat der Bundesfreiwilligendienst den Zivildienst abgelöst. Dabei gilt: Keiner muss mehr

hin, aber alle können. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen, denn das Bild vom jungen,

männlichen „Zivi“ ist überholt. Der Bundesfreiwilligendienst richtet sich ganz bewusst an

Frauen und Männer jeden Alters, die sich engagieren möchten – und zwar richtig freiwillig.

Dafür können sie erwarten, dass ihre persönlichen Motive und Fähigkeiten mehr in den

Mittelpunkt rücken.

Mehr Infos:

Informationsportal des

Bundesamtes für Familie und

zivilgesellschaftliche Aufgaben:

persönliche

Entscheidung:

Sein

Cousin wird

in einer der

VfJ Werkstätten

gefördert.

Daher kannte

er die Einrichtung.

Als dem

etwas schüchtern wirkenden 19-jährigen mit

den kurzen schwarzen Haaren und der Brille

dann nach dem Abitur klar wurde, dass er

ein Lehramtsstudium im Bereich Sonderpädagogik

machen wollte, war die Entscheidung

schnell klar. Über den Bundesfreiwilligendienst

bei der VfJ kann Calis sich nicht nur

engagieren, sondern bereitet sich gleichzeitig

ganz zielstrebig auf sein Studium vor. Denn

einerseits hat er so die Möglichkeit sich selbst

auszuprobieren und zu schauen „ob das

menschlich passt“, wie er sagt. Andererseits

bringt ihm die praktische Arbeit wertvolle

Pluspunkte für die Zulassung zum Studium.

www.bundesfreiwilligendienst.de

Internetseite der Vereinigung

für Jugendhilfe Berlin:

www.vfj-berlin.de

„Als es noch den Zivildienst gab, war dessen

gesamte Organisation für uns mehr ein formaler

Verwaltungsakt. Heute ist es möglich

und nötig, mit den Freiwilligen in den Bewerbungsgesprächen

über ihre Eignung, Motivation

und die gegenseitigen Erwartungen

zu sprechen“, erklärt Miriam Schirbel, die bei

der Vereinigung für Jugendhilfe Berlin (VfJ)

als Koordinatorin für das Ehrenamt und den

Bundesfreiwilligendienst zuständig ist. Der

Verein gehört zu den großen Trägern der

Berliner Behindertenhilfe. Dessen Ziel ist es,

Menschen mit Behinderung ein weitestgehend

selbstbestimmtes, nach eigenen Wünschen

und Anforderungen gestaltetes Leben

zu ermöglichen. Dazu gehören Bildungs- und

Arbeitsbereiche, Wohnangebote sowie Freizeit-

und Sportmöglichkeiten. Und seit 2011

eben auch „Bufdis“, wie die Bundesfreiwilligendienstleistenden

genannt werden.

Zwei der Bufdis sind Burak Calis und Martin

Zimmermann. Beide arbeiten im Berufsbildungsbereich

der VfJ Werkstätten in Berlin-Neukölln.

Obwohl beide dort die gleiche

Arbeit machen, sind sie beide in ihrer Art und

in ihren Motiven ganz unterschiedlich.

Gleiche Arbeit, unterschiedliche Gründe

Im Berufsbildungsbereich der VfJ Werkstätten

in Neukölln arbeiten bis zu 36 Menschen

mit ganz unterschiedlichen Behinderungen.

In Gebieten wie Handwerk und Technik,

Hauswirtschaft, Montage und Verpackung

oder Büro/EDV werden sie dort an die Arbeitswelt

herangeführt. „Seit der Reform des

Sozialgesetzbuches IX im Jahr 2001 haben

Menschen mit Behinderung endlich einen

Anspruch auf berufliche Bildung“, erläutert

die Leiterin des Berufsbildungsbereichs Ortrun

Müther. „Diesem Bildungsauftrag kommen

wir hier nach, auch wenn es sich dabei

nicht um eine klassische Berufsausbildung

mit Prüfungen und Zeugnissen handelt.“ Bei

dem großen gesellschaftlichen Stellenwert

der Arbeit sei das aber auch zweitrangig.

„Wichtig ist, dass jeder Mensch die Möglichkeit

zur Teilhabe hat und entsprechend seiner

Fähigkeiten gefördert wird.“

Bei dieser Aufgabe wird das sechsköpfige

Team von den beiden Bufdis unterstützt. Für

Burak Calis war das ein Stück weit eine ganz

7

oben: Burak Calis (links) mit einem der

Mitarbeiter des VfJ Berufsbildungsbereichs

unten: Martin Zimmermann (rechts) bei der

Getränkeausgabe im Hauswirtschaftsbereich


story

Neben der konkreten Arbeit in

der Berufsorientierung ist das

Zwischenmenschliche entscheidend.

Ganz so zielstrebig ist sein Bufdi-Kollege

Martin Zimmermann nicht. Zumindest war er

es früher nicht. Zimmermann ist ein bisschen

älter als Calis, er ist 23 Jahre alt. Dafür kann

er schon eine abgeschlossene Berufsausbildung

zum Film- und Videoeditor vorweisen.

Allerdings musste er bald erkennen, dass der

Beruf ihn nicht ausfüllt. „Näher an den Menschen“

wollte Zimmermann sein. Doch wie

genau das gelingen könnte, das war unklar.

Deshalb begann er den Bundesfreiwilligendienst.

Normalerweise ist der auf 12 Monate

ausgelegt, kann aber auf sechs Monate verkürzt

oder auch auf 18 Monate verlängert

werden. Martin Zimmermann, der sich bei

der VfJ offensichtlich wohlfühlt und sich über

seine weitere berufliche Entwicklung immer

noch nicht im Klaren war, wählt die letztere

Option. Und das hat sich gelohnt: Im April

2013 wird er eine Ausbildung zum Gesundheits-

und Krankenpfleger beginnen.

Eingebunden ins Team

Dass der Bundesfreiwilligendienst zur persönlichen

Entwicklung beiträgt, hat auch Martin

Zimmermann gemerkt. „Zuhause wurde

mir immer viel abgenommen. Bei der Arbeit

im Hauswirtschaftsbereich konnte ich sogar

für mich selbst noch einige nützliche Sachen

lernen“, gibt er mit einem verschmitzten Lächeln

zu. „Zuhause“ und „Familie“ sind für

beide Bufdis generell wichtige Themen. Der

Cousin von Calis wird in einer der VfJ Werkstätten

gefördert. Der Bruder von Zimmermann

war es, der ihn überhaupt erst auf die

Idee brachte, mit Menschen mit Behinderung

zu arbeiten. Nicht zuletzt wohnen beide noch

Zuhause. Denn auch das gehört zum Bundesfreiwilligendienst:

Reich wird man damit natürlich

nicht. Als freiwilliges Engagement ist

es ein unentgeltlicher Dienst. Zwar ist ein „Taschengeld“

vorgesehen, das mit einer Höchstgrenze

von 348 Euro (Stand 2013) aber nicht

gerade üppig bemessen ist. „Eine eigene

Wohnung lässt sich davon kaum finanzieren“,

sind sich Calis und Zimmermann einig.

Ausbildungscharakter

Andererseits wird während des Dienstes in

die Ausbildung der Freiwilligen investiert. So

haben sie Anspruch auf 25 Seminartage im

Jahr, davon 20 sogar innerhalb von vier Seminarwochen,

die mit Gruppenfahrten verbunden

sind. „Da gibt es ganz unterschiedliche

Angebote“, beschreibt Calis seine Erfahrungen

mit den Fortbildungen. „Das reicht von

politischer Bildung bis zu Schulungen für

persönliche Fähigkeiten wie zum Beispiel

Kommunikationstraining. Der Erfolg hängt

aber auch immer stark davon macht, was

eine Seminargruppe aus so einer Fortbildung

macht.“

Es hängt davon ab, was man daraus macht

– dieser Satz könnte für den gesamten Bundesfreiwilligendienst

gelten. Bei Calis, Zimmermann

und ihrer Chefin Müther, aber auch

bei den Menschen, mit denen sie zusammenarbeiten,

wird schnell klar: Die haben daraus

etwas gemacht. Der Umgang ist herzlich.

Entsprechend wehmütig schaut Zimmermann

auch auf das nahe Ende seines Dienstes:

„Der Abschied wird mir auf jeden Fall

schwerfallen. Mich hat das verändert. Früher

hatte ich eher Mitleid für Menschen mit

Behinderung. Jetzt habe ich Respekt.“ Auch

Calis klingt zufrieden, wenn er sagt: „ Es ist

schon ein tolles Erfolgserlebnis, wenn man

jemandem helfen kann. Da geht man mit einem

Lächeln nach Hause. Meine Eltern, die

am Anfang skeptisch waren, sind heute richtig

stolz und glücklich. Am glücklichsten bin

aber ich selbst.“ Burak Calis und Martin Zimmermann

sind offensichtlich die richtigen

richtig Freiwilligen.

„Es ist wichtig, dass die Bufdis sich hier auch

persönlich weiterentwickeln können und

Orientierung finden“, sagt Ortrun Müther,

die Chefin von Calis und Zimmermann. Deshalb

legt sie großen Wert darauf, dass beide

in die Teamstruktur eingebunden sind. „Sie

nehmen an allen Besprechungen teil, haben

feste Ansprechpartner unter den Gruppenleitern

der einzelnen Bereiche und assistieren

diesen bei der täglichen Arbeit.“ Zwar wird

erwartet, dass sie sich ein Stück weit an den

Stil der Einrichtung anpassen, aber es bleibt

immer Raum für neue Ideen. „Es kann sehr

erfrischend sein, wenn neben der fachlichen

Perspektive von Pädagogen und Psychologen

mal eine ganz andere Sichtweise eingebracht

wird“, so Müther.

Der Bundesfreiwilligendienst...

Ortrun Müther (links), Leiterin des

Berufsbildungsbereichs, und Burak Calis bei

einer Fallbesprechung

… dauert in der Regel 12 Monate. Eine Verkürzung (min. 6 Monate) oder Verlängerung

(max. 12 Monate) ist möglich.

… ist unentgeltlich. Es kann aber, abhängig vom Träger, ein „Taschengeld“ von bis zu

348 Euro gezahlt werden.

… kann auch in Unterschiedlichen Einrichtungen eines Trägers absolviert werden.

… ist für Menschen jeden Alters gedacht. Über 27-jährige können ihn sogar in Teilzeit

(min. 20 Stunden/Woche) leisten.

8


special

Personalvertretung:

Klinken putzen

für den Nachwuchs

Die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) und Personalräte (PR) leiden ebenso wie

der gesamte öffentliche Dienst unter akutem Nachwuchsmangel. Ehrenämter werden gerade

während der schwierigen Einstiegsphase in den Beruf als nicht sehr attraktiv empfunden.

Gerade angefangen und gleich „aufmüpfig“ werden? Nein Danke. Ganz zu schweigen von

der zusätzlichen Arbeit…dbb Jugend Chefin Sandra Kothe hat auf dem 9. Forum Personalvertretungsrecht

am 14. Mai 2013 im dbb forum berlin in ihrem Impulsvortrages Wege aus der

Nachwuchskrise gesucht. Ihr Fazit: Nicht nur Jugendliche müssen sich engagieren. Dienstherrn,

Arbeitgeber und Gewerkschaften sind ebenso gefragt.

für geringes Nachwuchspotenzial in den Personalvertretungen.

Um die Jugend in den Personalvertretungen

zu stärken genüge es aber nicht, nur an der

Ausbildungsschraube zu drehen, betonte Kothe.

So müssten Jugendliche in den Gremien

auch stärker in die jeweils aktuelle Thematik

eingebunden werden, um die ehrenamtliche

Arbeit sinnhaft zu machen: „Zu spüren,

dass man selbst etwas bewegen kann, dass

die Stimme gehört wird, ist die beste Motivation!“

Dazu könnte auch die Öffnung der

Personalratssitzungen für Jugendvertreter

beitragen.

Als weitere Lösungsansätze bot Kothe die Anhebung

der Altersgrenze für das aktive und

passive Wahlrecht auf mindestens 27 Jahre

und Amtszeiten von zwei Jahren, die Aufnahme

der Beamten im Vorbereitungsdienst in

die Schutzvorschrift des § 9 BPersVG sowie

die Listenaufstellung nach Funktion an. „Die

Listen müssen die Struktur der Beschäftigten

abbilden und so divers wie möglich aufgestellt

sein. Dazu gehört auch die Einbindung

der jungen Beschäftigten.“

Motivation ist alles

Komplettlösungen gegen die Überalterung

der JAV und PR gebe es nicht, ein grundsätzliches

Problem sei die Altersstruktur im öffentlichen

Dienst: „Es gibt keine empirischen

Daten, wie hoch der Anteil junger Beschäftigter

in den örtlichen und überörtlichen

Personalratsstrukturen überhaupt ist. Eine

Abfrage bei den dbb Jugendverbänden hat

zum Beispiel ergeben, dass man ‚Jüngere‘

auch schon mal in Altersklassen von bis zu bis

zu 40 Jahren einsortiert“, so Kothe. Das sei

nicht verwunderlich, wenn eine Dienststelle

zum Beispiel über Jahre hinweg keinen Nachwuchs

eingestellt habe. Als Gründe für das

mangelnde Engagement junger Leute in den

Personalvertretungen führte Kothe unter

anderem an, dass lediglich mit „alten“ Kolleginnen

und Kollegen besetzte Gremien keine

Zugwirkung für die Jugend hätten. Außerdem

seien Anwärter und Azubis auch nach

der Ausbildung noch voll und ganz auf ihr berufliches

Fortkommen fixiert und befänden

sich oft auch in familiären Bindungsphasen,

in denen sie ehrenamtlichen Aufgaben naturgemäß

weniger Augenmerk schenkten.

Überalterung

Neben diesen grundsätzlichen Einflüssen

seien es auch „technische“ Hürden wie Altersgrenzen,

die ein Engagement in den Personalvertretungen

verhinderten: „Für das

aktive Wahlrecht gilt im Bundespersonalvertretungsrecht

noch die Altersgrenze von

25 Jahren, beim passiven Wahlrecht von 26

Jahren. Anwärter und Auszubildende haben

aber immer häufiger bereits eine Ausbildung

hinter sich und das Zeitraster, in welchem sie

wählen und gewählt werden dürfen, wird damit

enger“, sagte Kothe.

Darüber hinaus müssten Auszubildende und

Anwärter, die nicht bedarfsgerecht ausgebildet

werden, befürchten, nicht übernommen

zu werden. „Sie sehen ihr Ziel der Übernahme

durch ein Engagement in der Personalvertretung

zusätzlich gefährdet und lassen es

deshalb lieber“, so Kothe. Trotz gesetzlicher

Schutzregelungen sei die Angst vor Repressalien

und schlechten Beurteilungen weit

verbreitet. Zudem sorgten die teilweise geringen

Ausbildungszahlen in den Behörden

9

Letztlich sei es eine Grundaufgabe der Gewerkschaften,

die Jugend in der Personalvertretung

zu stärken. „Wo die allgemeine

gewerkschaftliche Jugendarbeit vor Ort nicht

läuft, funktioniert auch die Nachwuchsgewinnung

vor Ort nicht. In Bezirken und

Ortsverbänden dagegen, in denen starke Jugendarbeit

gemacht wird, ist es erfahrungsgemäß

auch einfacher, junge Kandidaten

für eine Mitarbeit in den JAV‘ en zu interessieren.“

Eine starke und eigenständige

Gewerkschaftsjugend müsse zudem zur

transparenten Gestaltung der Personalratsund

JAV-Arbeit beitragen und aktiv sein: „

Über persönliche Ansprache und Wissenstransfer

lässt sich mehr erreichen als über

Flyer. Klinken putzen und persönliche Ansprache

sind wichtig, um den Nachwuchs für die

Personalvertretungen ins Boot zu holen!“

Info

Die dbb jugend hält unter www.dbb.de/

jav umfangreiches Informationsmaterial

für die Arbeit in den Personalvertretungen

bereit.

Darüber hinaus hat der dbb verlag die

zweite Auflage des Buches „Jugend- und

Auszubildendenvertretung im öffentlichen

Dienst“ veröffentlicht. Eine Leseprobe

gibt es hier: http://bit.ly/11aTclO.


special

JAV – t@cker fragt nach bei…

Jano Hillnhütter (28),

Vorsitzender dbb

jugend nrw

und Ausbildungsleiter, Beteiligung der JAV

bei der Auswahl der ausbildenden Personen,

soweit eigene Ausbildungsstellen in

den Dienststellen existieren

Beteiligung der JAV bei den Auswahlgesprächen

für Neueinstellungen, umfassende Informationspflicht

der Dienststelle, soweit

Beschäftigte i.S.d. § 55 (Schutzbereich der

JAV) betroffen sind, Teilnahme an Gesprächen

zwischen Dienststelle und Beschäftigten

im Sinne von § 55.

2012 wurde das Landespersonalvertretungsgesetz

in NRW reformiert. Wie warst

du daran beteiligt?

Hintergrund der Reform war die Ankündigung

der damaligen Oppositionsparteien

SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Landtags-Wahlkampf,

dass sie NRW wieder

zum „Mitbestimmungsland Nr. 1“ machen

wollten. Nach dem Regierungswechsel

haben dbb und dbb jugend natürlich diese

Ankündigung eingefordert. Ich hatte

die Möglichkeit, als Vertreter der Jugend

an der entsprechenden Arbeitsgruppe des

dbb mitzuwirken. Dabei war uns wichtig,

die Meinungen und Vorschläge der einzelnen

Fachgewerkschaften einzuholen. Diese

wurden dann entsprechend gesammelt

und in eine gemeinsame Stellungnahme

eingearbeitet. Die eigentliche Arbeit begann

aber erst, nachdem der 1. Gesetzentwurf

vorlag. In diesem waren nämlich keine

Forderungen der dbb jugend zu finden. Deshalb

galt es, die politischen Parteien in vielen

Gesprächen von der Notwendigkeit unserer

Verbesserungen für die JAV zu überzeugen.

Welche Verbesserungen bzw. Veränderungen

konnten erzielt werden, welche auch

Vorbildwirkung für andere Personalvertretungsgesetze

haben könnten?

In erster Linie ging es darum, die Einschnitte

in die Mitbestimmung aus dem Jahr 2009 zu

korrigieren. Dadurch wurden natürlich auch

die Rechte der JAVen gestärkt, schließlich

haben sie ja bei Maßnahmen, die ihren Beschäftigten

betreffen, Stimmrecht im Personalrat.

Durch die Stärkung und Ausweitung

der Mitbestimmungsrechte wurden die JAV

somit automatisch gestärkt.

Daneben wurden neue Rechte erstmals in

das LPVG aufgenommen: Beteiligung der JAV

bei der Auswahl der Ausbildungsleiterinnen

Wie funktioniert JAV-Nachwuchsgewinnung

in NRW?

Die Nachwuchsgewinnung ist natürlich gerade

im Hinblick auf die kurze Amtszeit der

JAVen und die entsprechende Altersgrenze

sehr wichtig. In der Praxis zeigt sich, dass

überall dort, wo bereits aktive JAVen und

Fachgewerkschaftsjugendgruppen vorhanden

sind, die Motivierung relativ einfach ist.

Nach meiner persönlichen Erfahrung ist es

nach wie vor das Wichtigste, mit den jüngeren

Kolleginnen und Kollegen im Gespräch

zu sein, und ihnen die Notwendigkeit und

die Bedeutung der JAV klar zu machen. Geholfen

hat uns natürlich die Ausweitung

der Rechte der JAV. Dadurch haben die JA-

Ven eine Funktion innerhalb der Dienststelle,

die beachtet wird, und werden nicht nur

als „Mini-Personalräte“ gesehen.

Tipp:

Die dbb jugend nrw bietet aktuelle rund

ums Thema JAV an unter http://dbbjnrw.

de/sites/aktuelles/13-05-07-JAV-Wahl.htm

Unsere Hilfe kennt keine

Grenzen. Unsere Mittel leider

schon. Spenden Sie jetzt.

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10


special

JAV – t@cker fragt nach bei…

Warum wolltest Du

Personalrätin werden?

Noch während meiner Ausbildung an der

Akademie Auswärtiger Dienst wurde mein

Interesse geweckt, aktiv Einfluss auf die

zukünftige und moderne Gestaltung des

Auswärtigen Dienstes zu nehmen und insbesondere

die Ausbildung der künftigen

Diplomaten mitzugestalten. Deswegen

diesem Grunde habe ich mich noch während

meiner Ausbildung in die Jugend- und

Auszubildendenvertretung wählen lassen.

Durch meine Teilnahme als Vorsitzende der

Jugend- und Auszubildendenvertretung an

den wöchentlichen Plenumssitzungen des

Personalrats bin ich dann mit der Personalratsarbeit

näher in Kontakt gekommen.

Um den Interessen der (dienst-)jüngeren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch im

Personalrat als Gesamtinteressenvertretung

der Beschäftigten mehr Gewicht zu

verleihen und Themen der Auszubildenden

sowie Anwärterinnen und Anwärter stärker

in den Fokus der Personalratsarbeit zu

stellen, habe ich mich 2012 entschieden,

bei der Personalratswahl für die VBOB/

VDAB (Vereinigung Deutscher Auslandsbeamte)

zu kandidieren.

Wie sieht Personalratsarbeit im

Auswärtigen Amt aus?

Der Personalrat des Auswärtigen Amtes

besteht aus 21 Mitgliedern, von denen 14

Beamte und sieben Tarifbeschäftigte sind.

Acht Mitglieder sind freigestellt. Die freigestellten

Personalratsmitglieder bereiten die

wöchentlichen Plenumssitzungen, in denen

Vanessa See (24),

Beamtin im gehobenen

Dienst beim Auswärtigen

Amt, seit Mai 2010

Vorsitzende der Jugendund

Auszubildendenvertretung,

seit März

2013 freigestelltes

Personalratsmitglied

in Berlin, Mitglied des

Verbands der Beschäftigten

der obersten und

oberen Bundesbehörden

(VBOB).

die Beschlussfassungen erfolgen, vor und

führen während der Woche die Geschäfte

des Personalrats, beispielsweise in Form von

„jour fixen“ mit zahlreichen Stellen im Hause.

Sie teilen sich die Arbeit thematisch auf.

So bin ich schwerpunktmäßig u.a. für Fragen

der künftigen Gestaltung der Ausbildung im

gehobenen Dienst, Seminare für die örtlichen

Personalräte der 229 Auslandsvertretungen

sowie die Öffentlichkeitsarbeit unseres Personalrats

zuständig.

In einem rotierendem Hause wie dem Auswärtigen

Amt spielen Abordnungen und

Versetzungen eine große Rolle und gerade

im Sommer, zum sogenannten einheitlichen

Versetzungstermin, stehen wöchentlich hunderte

von Zustimmungen des Personalrats

auf der Tagesordnung unserer Plenumssitzungen.

Auch die tägliche Arbeit eines jeden

Personalratsmitglieds ist durch die Rotation

geprägt: Es gibt viele Beschwerden in Bezug

auf (geplatzte) Versetzungswünsche, eine

geplante Versetzung sowie die mangelnde

Transparenz von Postenentscheidungen.

Wie ist der Altersdurchschnitt

im Personalrat?

Den genauen Altersdurchschnitt kann ich gar

nicht beziffern... Mit meinen 24 Jahren steche

ich – insbesondere unter den freigestellten

Personalräten – jedoch eindeutig heraus.

Ist jung sein ein Problem im Personalrat –

wird man ernst genommen?

Ich selbst sehe es als äußerst wichtig an, die

Sichtweisen junger Kolleginnen und Kollegen

in den Personalrat einfließen zu lassen

und gerade innerhalb des Personalrats wird

dies auch sehr geschätzt. Allerdings bedarf

es oftmals einer größeren Durchsetzungskraft,

um Projekten, die insbesondere

Auszubildende und Anwärterinnen und

-anwärter betreffen, Gehör zu verschaffen.

Angesichts sich verstärkender Nachwuchsprobleme

ändert sich aber auch

dies sukzessive. Meines Erachtens wird

immer mehr erkannt, dass ein moderner

und zukunftsfähiger öffentlicher Dienst

diejenigen in seine Zukunftsgestaltung einbeziehen

muss, die ihn die nächsten Jahrzehnte

prägen werden.

Ist das nicht eine Menge zusätzlicher

Arbeit, mit der man sich da belastet?

Bis zu meiner Freistellung im März 2013, als

ich ordentliches, nicht freigestelltes Personalratsmitglied

war, war die Dreifachbelastung

durch Personalrat, Jugend- und

Auszubildendenenvertretung und meine

Tätigkeit als Sachbearbeiterin in der

Rechtsabteilung schon anspruchsvoll und

zeitintensiv. Reden für die Personalversammlung

musste ich da oftmals am Wochenende

auf dem Sofa schreiben. Als

freigestelltes Personalratsmitglied besteht

dieser Balanceakt nicht mehr. Hier bestehen

Belastungen eher darin, dass man

auf zahlreiche berufliche und persönliche

Schicksale trifft.

Was wünschst Du Dir für Deine

Personalratszukunft?

Dass vertrauensvolle Zusammenarbeit

auch mit Leben gefüllt wird – sei es zwischen

der Dienststelle und dem Personalrat

als auch zwischen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern und ihren Vorgesetzten. Hierbei

spielen Kommunikation und Transparenz

eine große Rolle – Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter wollen bei Veränderungen

einbezogen werden, sie sind ins Boot zu holen.

Gerade als junge Personalrätin möchte

ich hierbei das Image des Personalrats als

„Verhinderer“ aufbrechen und zeigen, dass

die Personalvertretung für neue, zukunftsgewandte

Ideen offen ist, jedoch in deren

Entwicklungsprozesse (frühzeitig) einbezogen

werden sollte, um auch aktiv Einfluss

nehmen zu können.

11


inside

dbb jugend bayern

Bei Euch ist was passiert?

Gibt‘s was Neues?

t@cker will es wissen!

Schickt Eure Post an: redaktion-tacker@dbb.de

dvg-Jugend

Demografischen Wandel anpacken

Live und in Farbe auf You Tube!

Printmedien findet die dbb jugend nrw etwas

Old School. Daher setzen sie auf Bild

und Ton, um ihre neue Landesjugendleitung

so richtig in Szene zu setzen. Und von diesem

Videoportal „YouTube“ machen sie auch

noch Gebrauch.

Wie reagieren die fünf kreativen Gewerkschafts-Köpfe

aus NRW ganz spontan auf

Fragen? Wie hören sich ihre Stimmen überhaupt

an und wie beschreiben sie ihr liebstes

dbb jugend nrw

Im Rahmen der Sitzung des Landesjugendausschuss

am 19. April 2013 in Straubing

richtete die dbbjb eine Podiumsdiskussion

im Hotel Gäubodenhof aus. Themen waren

der demografische Wandel und die Attraktivität

des öffentlichen Dienstes.

Die Landtagsabgeordneten Andreas Fischer

(FDP), Eike Hallitzky (B´90/Grüne), Reinhold

Perlak (SPD), Josef Zellmeier (CSU), die Kommunalpolitiker

Josef Laumer (CSU) und Maria

Stelzl (CSU) sowie der Generalsekretär der

Jungen Freien Wähler Markus Achatz skizzierten

ihre Zukunftsvisionen vom öffentlichen

Dienst.

In Anbetracht des demografischen Wandels

sind die Anforderungen an den Arbeitsplatz

gestiegen. Neben monetären Aspekten

erwarten Schulabgänger gute Rahmenbedingungen.

„Wir halten Deutschland am

laufen!“, mit Nachdruck verdeutlichte die

stellvertretende dbbjb-Vorsitzende Julia

Tkocz die Unersetzbarkeit des öffentlichen

Dienstes und forderte die Politik auf zu handeln,

um die besten Köpfe für den Staat zu

gewinnen.

Unter der Moderation des stellvertretenden

Landesjugendleiters Steffen Kollmann diskutierte

Landesjugendleiter Jörg Kothe mit

den Politikern über die Zukunft des öffentlichen

Dienstes. Mit einem Hieb in Richtung

der Regierungskoalition prangerten Reinhold

Perlak und Eike Halliztky am Beispiel der

42-Stunden-Woche an, wie mit dem öffentlichen

Dienst gespielt würde: „Vor der Wahl

schafft man die 42-Stunden-Woche ab und

nach der Wahl werden wieder massive Einsparungen

bei den Staatsdienern vorgenommen.“

Kothe erinnerte daran, dass die Beschäftigten

bereits heute restlos überlastet seien

und 110 Prozent Leistung bringen müssten.

Eine Personalbedarfsanalyse müsse vorgenommen

werden. Den Lobeshymnen von

Josef Zellmeier auf den attraktiven bayerischen

öffentlichen Dienst setzte der dbbjb-

Chef entgegen, dass Bayern lediglich das

Level gehalten habe, das vor der Förderalismusreform

bestanden habe. In anderen Bundesländern

gehe es mit dem öffentlichen

Dienst nach unten. Die abschließende Frage,

ob der öffentliche Dienst der kommenden

Legislaturperiode wieder mit finanziellen

Einschnitten rechnen müsse, beantworteten

die verschiedenen Landtagsvertreter ungewohnt

einstimmig mit einem klaren „Nein“.

Mehr: www.dbbjb.de

Hobby ganz ohne Worte? Diese Fragen können

Texte nicht beantworten und so haben

sie in NRW ihre neue Landesjugendleitung

vor die Linse gezerrt und in den Kasten gepackt.

Ungeschnitten und unzensiert, authentisch

und ehrlich, frisch und knackig.

Wer mehr über die neue Führungs-Crew

erfahren will – und vielleicht auch wissen

möchte, was bei einem Live-Interview vor

der Kamera so alles schief gehen kann –

surft einfach zum neuen YouTube-Kanal der

dbb jugend nrw.

Magdeburg lässt es wieder krachen

Auch 2013 veranstaltet die dvg-JUGEND

Bund gemeinsam mit der dvg-JUGEND Sachsen-Anhalt,

der dbb jugend Bund und der

dbb jugend sachsen-anhalt die 10. Magdeburger

Unihockeynight am 28. und 29. Juni.

Ausrichter ist die WSG Reform Magdeburg

e.V., Abteilung Floorball, Veranstaltungsort

ist die Sporthalle Fermersleben.

Die 10. Auflage wird erneut eine Aktion gegen

Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Antisemitismus

sein und soll einen Beitrag dazu

leisten, jungen Menschen zu verdeutlichen,

dass ein entschiedenes Eintreten gegen Ausländerfeindlichkeit

und Antisemitismus gesamtgesellschaftliche

Pflicht ist.

Die Schirmherrschaft hat Innenminister Holger

Stahlknecht übernommen.

Für die jugendpolitische Aktion auf der Magdeburger

Unihockeynight engagiert sich

Landtagvizepräsidentin Helga Paschke als

Schirmherrin. Der Erlös der Veranstaltung,

die unter anderem Prominentenspiele von

Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Wirtschaft

und Gesellschaft bereithält, kommt

dem Verein „Spielwagen Magdeburg“ zu

Gute.

12


inside

dbb kreisjugend bamberg

Technikniederlassungen der Telekom AG sind erneut

von Umstrukturierungsplänen betroffen.

Strukturveränderungen kritisiert

jetzt

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sparen!

Über die erneuten strukturellen Veränderungen bei der deutschen

Telekom AG hat dbb Kreisjugendleiter Johannes Wicht am 2. Mai

2013 in Bayreuth mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im

Bundesministerium der Finanzen Hartmut Koschyk gesprochen. Bei

der Telekom-Technikniederlassung Bayern-Süd soll demnach die

Geschäftsleitung bis zum Ende des Jahres mit bis zu 60 Mitarbeitern

von Bayreuth nach Nürnberg verlagert werden – eine Maßnahme,

die der Betriebsrat sehr kritisch sieht. Nach Informationen des

„Nordbayerischen Kurier“ will die Telekom die Leitung ihrer Niederlassungen

für technische Infrastruktur bundesweit zentralisieren,

aus acht Standorten sollen fünf werden. Die Kommunikationsgewerkschaft

DPV (DPVKOM) befürchtet aus der Umstrukturierung

resultierenden Personalabbau. „Zwar liegt die Organisationsgewalt

beim Arbeitgeber“, sagt Johannes Wicht. „Trotzdem sollte man sich

möglichen anderen Lösungen nicht verschließen.“

Wie schnell die Telekom „endgültige Bedingungen“ schaffe habe

sich nicht zuletzt am Verkauf von Mitarbeiterparkplätzen gezeigt.

Der Bund als mit 17 Prozent großer Anteileigner sollte nicht nur an

die Dividende denken, sondern auch Verantwortung für die Belange

der Beschäftigten übernehmen, so Wicht. Koschyk sagte zu, sich

über die Hintergründe der Strukturmaßnahme und die möglichen

Folgen für die betroffenen Beschäftigten zu informieren.

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tipps

Im Urlaub richtig abschalten

„Ich bin dann mal weg.

ECHT!“

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Monatelang fiebern wir unserem Jahresurlaub entgegen – aber

ist es dann endlich so weit, gelingt es vielen nicht, am Strand oder auf dem Berg den Kopf

freizubekommen. Die Mehrheit der Angestellten ist auch in den Ferien beruflich aktiv: Fast

zwei Drittel aller Beschäftigten sind auch im Urlaub für Kollegen oder Kunden erreichbar,

ein Fünftel hinterlässt zumindest für den Notfall die Kontaktdaten, 24 Prozent lesen gelegentlich

ihre E-Mails und hören ihre Mailbox ab. Alles Unfug: Urlaub ist Urlaub – hier ruht

die Arbeit! t@cker liefert ein paar Tipps, um diesen guten Vorsatz wahr werden zu lassen.

Klare Regeln für Erreichbarkeit

Im Idealfall sollte man im Urlaub beruflich

nicht erreichbar sein. Testet doch einfach

mal, wie wichtig und unentbehrlich Ihr wirklich

für Kollegen und Vorgesetzte seid? Lasst

es darauf ankommen und geht offline! Und

um das Gewohnheitstier in Euch zu überlisten,

solltet Ihr Euch schon im Vorfeld des Urlaubs

fragen: Was kann den gewohnten Blick

ins Internet, aufs Handy oder Blackberry in

der Urlaubszeit ersetzen? Sucht Euch spannende

Aktivitäten, nehmt gute Bücher, gute

Musik mit!

Wenn es dagegen im Urlaub gar nicht anders

geht und Ihr auch hier beruflich ansprechbar

sein müsst, braucht es klare Regelungen:

Trefft klare Absprachen darüber, wie oft, für

wen und wann Ihr notfalls erreichbar seid.

Legt am besten gleich einen Wochentag und

Uhrzeiten fest, an denen Ihr E-Mails oder

Mailbox checkt. Haltet Euch konsequent an

diese Zeiten, und widersteht dem Drang,

selbst immer nach dem Rechten sehen zu

müssen. Urlaub ist Urlaub! Auch die Mitreisenden

haben Klarheit verdient: Partner

oder Familie sollten mitentscheiden können,

wie oft und wann Handy, Blackberry, Tablet

oder PC zum Einsatz kommen. Gerade wenn

beide Partner beide berufstätig sind, ist die

Gefahr groß, dass der eine ans Handy geht,

wenn der andere gerade aufgelegt hat, oder

man die gemeinsame Urlaubszeit im Hotelzimmer

am Laptop verbringt – gerade Kinder

begeistert sowas natürlich richtig…

Koffer packen – und Schreibtisch aufräumen

Ebenso selbstverständlich wie man den Koffer

für die Reise packt, sollte vorm Urlaubsbeginn

der Schreibtisch aufgeräumt werden

– wer konkret

weiß,

was wann und

von wem zu erledigen

ist, kann

sich darauf einstellen

und entspannen. Dank

dieser Vorbereitung denkt Ihr nicht ständig

an die Arbeit, die vor dem Urlaub „liegen geblieben“

ist und was da nach dem Urlaub auf

Euch „zurollt“. Nach dem Urlaub kann man

dann entspannt die aufgeräumten Stapel

angehen und sicher sein, dass man während

der Urlaubstage nichts vergessen hat.

Zeit für Gedanken:

Perspektivwechsel gewünscht?

Urlaub lädt nicht nur die Batterien wieder

auf. Er ist auch eine gute Möglichkeit, darüber

nachzudenken, ob man mit seiner derzeitigen

Arbeitssituation zufrieden ist oder

ob es offene Wünsche gibt. Einige Fragen,

die man sich im Urlaub mal in Ruhe stellen

könnte: Habe ich mich seit meinem letzten

Urlaub beruflich weiterentwickelt? Was ist

in den vergangenen Monaten gut gelaufen,

was nicht? Waren meine beruflichen Aufgaben

herausfordernd, motivierend und interessant?

Was möchte ich an meinem Job

gerne ändern? Was kann ich selbst tun, um

meine Arbeitsweise zu verbessern? Was

möchte ich in noch erreichen? Bin ich auf

dem richtigen Weg?

t@cker jedenfalls wünscht Euch einen erholsamen

und möglichst arbeitsfreien Urlaub!

15


service

Gut abgesichert

Durchstarten

im öffentlichen Dienst

Nach erfolgreichem Ausbildungs- oder Studienabschluss endlich das Gelernte in der Praxis

umsetzen zu können – ein gutes Gefühl. Der Berufsstart ist aber auch gleichzeitig der Startschuss

sich um den eigenen Versicherungsschutz zu kümmern. Über das dbb vorsorgewerk

und seinem langjährigen Partner der DBV, könnt Ihr Euch mit geringem finanziellem Aufwand

ein sinnvolles und abgestimmtes Versicherungspaket zusammenstellen lassen.

Private Krankenversicherung

Spätestens mit dem Start in den Vorbereitungsdienst

muss ergänzend zur Beihilfe das

Krankheitsrisiko durch eine private Krankenversicherung

abgesichert werden; dies ist seit

2009 Pflicht in Deutschland.

Das dbb vorsorgewerk bietet mit Vision B

einen Tarif für Dienstanfänger mit hervorragendem

Preis-Leistungs-Verhältnis und

günstigen Ausbildungskonditionen. So sind

umfassende medizinische Dienstleistungen

beitragsfrei mitversichert und falls Ihr während

der Ausbildung leistungsfrei bleibt, erhaltet

Ihr bis zu 50 Prozent Eurer gezahlten

Beiträge zurück.

Auch Heilfürsorgeberechtigte und Lehramtsstudenten/innen

sollten frühzeitig mit einer

Anwartschaftsversicherung für später

vorsorgen. Diese garantiert die Aufnahme

in die zukünftige beihilfekonforme private

Krankenversicherung – ohne erneute Risikoprüfung

und ohne Wartezeit. Dabei

wird unterschieden zwischen einer kleinen

Anwartschaftsversicherung, bei der keine

erneute Gesundheitsprüfung oder Wartezeiten

notwendig sind, und der große Anwartschaftsversicherung,

bei der zusätzlich eine

Alterungsrückstellung gebildet wird. Mit der

kleinen Anwartschaftsversicherung über das

dbb vorsorgewerk lässt sich bereits ab 1 Euro

im Monat der aktuelle Gesundheitszustand

sichern. Denn alle seit dem Abschluss eingetretenen

Krankheiten und Folgen gelten als

mitversichert.

Dienstunfähigkeits-Absicherung

Das Risiko, dass eine Erkrankung oder ein Unfall,

die Laufbahn im Öffentlichen Dienst vorzeitig

beendet, ist nicht zu unterschätzen. Je

früher dieser Fall eintritt, desto schwerwiegender

sind die finanziellen Folgen. Denn:

Beamte auf Widerruf oder Probe werden bei

Dienstunfähigkeit ohne Versorgungsansprüche

entlassen (Ausnahme: Dienstunfall) und

in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert.

Eine Rente erhält man jedoch nur

dann, wenn eine fünfjährige Wartezeit erfüllt

ist und eine teilweise oder vollständige Erwerbsminderung

vorliegt. In der Regel ist das

aber nicht der Fall. Das bedeutet: Wer in jungen

Dienstjahren dienstunfähig wird, steht

letztlich ohne Absicherung da.

In Kooperation mit der DBV bietet das dbb

vorsorgewerk eine Dienstanfänger-Police an,

die zu günstigen Konditionen eine Dienstunfähigkeitsrente

mit dem Einstieg in die Altersvorsorge

kombiniert.

Risiko-Unfallversicherung

Ein Unfall kann jedem passieren: immer

und überall. In den meisten Fällen gehen die

kleinen Ausrutscher des Alltags zum Glück

glimpflich aus. Aber was, wenn doch einmal

ein Unfall zur Arbeitsunfähigkeit führt?

Als Dienstanfänger/-in seid Ihr bei Unfällen

durch die Unfallfürsorge, die Euch Euer

Dienstherr gewährt, nur teilweise versichert.

In Eurer Freizeit – wenn die meisten Unfälle

passieren – habt Ihr gar keinen Versicherungsschutz.

Das dbb vorsorgewerk bietet Dienstanfängern/innen

der inneren Sicherheit ein besonderes

Angebot: Die Versicherung Unfall

komfort bietet den günstigen Preis durch

verbesserte Einstufung der Gefahrengruppe.

Und weit mehr Leistungen als allgemein üblich.

So habt Ihr weltweiten Versicherungsschutz

rund um die Uhr – in der Freizeit, beim

täglichen Dienst und auch bei Dienstreisen.

Unser Tipp: Sichert Euch jetzt bei Neuabschluss

von Unfall komfort einen Preisvorteil

von bis zu 40 Prozent!

Privathaftpflicht

Der Rotweinfleck auf dem Teppich der Nachbarn,

die zerbrochene Lieblingsvase der

Freundin – solche Missgeschicke sind ärgerlich,

die finanziellen Folgen sind in der Regel

jedoch überschaubar. Anders sieht es aus,

wenn durch eine Unachtsamkeit eine Person

verletzt wird.

Mit dem Auszug aus dem Elternhaus oder

mit dem Start in die finanzielle Selbständigkeit

wird meistens der Abschluss einer eigenen

Police fällig. Bereits ab günstige 2,60

Euro im Monat gibt es über das dbb vorsorgewerk

die Privathaftpflicht alternativ. Damit

erhaltet Ihr eine solide Absicherung, die mit

einer Versicherungssumme von bis zu 3 Millionen

Euro pauschal Personen, Sach- und Vermögensschäden

abdeckt.

Eine Besonderheit müssen Beamte und Tarifbeschäftigte

im öffentlichen Dienst beachten:

Verursachen Sie bei der Ausübung ihrer

dienstlichen Verrichtung grob fahrlässig einen

Schaden, kann der Dienstherr sie in Regress

nehmen. Das dbb vorsorgewerk bietet

speziell hierfür den Zusatzbaustein „Diensthaftpflichtversicherung“

an. Der Baustein

kann im Rahmen der Komfortabsicherung –

Versicherungssumme 10 Mio. Euro – günstig

abgesichert werden.

Ihr habt Fragen zu den Angeboten?

Die Kundenbetreuung des

dbb vorsorgewerk ist

telefonisch für Euch da:

Montag - Freitag: 8.00 - 18.00 Uhr

unter 030. 40 81 - 64 44

Weitere Informationen:

www.dbb-vorsorgewerk.de.

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filmtipp

Mayumana – The Show Revolution

MAYUMANA zelebriert das Ringen mit der Zeit

auf bislang nicht gesehene Weise: Multitalente

aus mehr als 20 Nationen lassen Percussion, Bewegung

und Hochtechnologie zu einer mitreißend

neuen Showsprache verschmelzen. MAYUMA-

NA bricht Genregrenzen nicht nur auf, sondern

schafft im Zusammenspiel zwischen Körperlichkeit

und Hochtechnologie eine völlig neue Showt@cker-Mega-Aktion

2013

Scoot!

Scootertasche on top dazu gibt!

Der neue Hudora Big Wheel Air 205 ist da! Mit Für wen? Unter allen Einsendern

dem extra breiten, hochwertigen Aluminium- des richtigen Lösungsspruchs verlost

t@cker diesen Megapreis!

Trittbrett und einem Deck mit verstärkten Flügeln

sieht er nicht nur gut aus, sondern überzeugt: Einfach in den t@cker-Ausgaben

Mit 120 Kilo Tragkraft und einem von 85 bis 105 Mai, Juni und Juli/August die

Zentimeter höhenverstellbaren Lenker ist er

mit den Tackern markierten

auch für die Großen bestens geeignet. Die luftbereiften

Rollen auf Alu-Felgen (!) mit 205 mm die Maske eintragen

Wörter sammeln, in

Durchmesser und ABEC 5 Chrom-Kugellagern machen

ihn schneller und wendiger denn je, wobei spätestens 31. Au-

und die Lösung bis

die Hinterradreibungsbremse für größtmögliche gust 2013 per Mail an

Sicherheit sorgt. Mit dem patentierten Klappmechanismus,

dem justierbaren Umhängegurt

redaktion-tacker@dbb.de senden!

und dem ausklappbaren Ständer ist man mit dem _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _–

_ :

modernen Scooter für Job und Freizeit bestens

_ _ _ _ _ _ _ _ _ !

gewappnet – zumal es noch die schicke Big Wheel-

Und für zwischendurch

gibt’s wie immer unsere

t@cker-Frage:

Wie viele Berufsausbildungsstellen blieben laut

Berufsbildungsbericht 2013 unbesetzt?

sprache überschwänglicher

Kreativität, die das Phänomen

Zeit schlüssig und

vor allem mitreißend beschreibt.

Nach ausgedehnten

Tourneen rund um den

Globus kommt das Ensemble

mit seiner aktuellen

Show „Momentum“ nun

zum ersten Mal auch nach

Deutschland und gastiert vom 20. bis 25. August

2013 im Düsseldorfer Capitol Theater. t@cker verlost

für eine der Vorstellungen in Düsseldorf 1 x 2

Freikarten! Einfach die richtige Antwort auf die t@

cker-Frage bis 30. Juni 2013 mailen an redaktiontacker@dbb.de.

t@cker-Leser erhalten außerdem 10 Prozent Rabatt

bei Nennung der PIN 119955 an der Ticket-

Hotline: 0211.73440 oder 01805.2001.

Unternehmensvertreter Steve

Butler (Matt Damon) wird gemeinsam

mit seiner Partnerin Sue

Thomason (Frances McDormand) in

eine US-amerikanische Kleinstadt

auf dem Lande geschickt, um die

Bewohner von den Expansionsplänen

seiner Erdgas-Firma und

ihrer Rolle dabei zu überzeugen.

Angesichts der starken Belastung

des Ortes durch die wirtschaftliche

Krise glauben die beiden an einen

einfachen Job. Warum sollten die

Bewohner ihnen auch nicht die

Bohr-Rechte an ihrem Grund und

Boden abtreten? Das Geld könnten

sie gut gebrauchen. Doch da haben

die beiden Karriere-Menschen ihre

Rechnung ohne die eingeschworene

Dorfgemeinschaft gemacht. Ein

angesehener Lehrer (Hal Holbrook)

zieht mit der Unterstützung von

Umweltschützer Dustin Noble

(John Krasinsky) und der engagierten

Alice (Rosemarie DeWitt) ins

Feld gegen Butler und Thomason.

Musik-Tipp

Deep Purple

Now What?!

Mit Studioalbum Nummer

19 haben es Deep

Purple auf Platz eins der

deutschen Album-Charts

geschafft. Da schrillen die Alarmglocken gleich

zweifach: Hat das Chart-Volk plötzlich Qualitätsmusik

für sich entdeckt oder sind Peep Purple jetzt

völlig in radiotauglichen Mainstream abgedriftet

und fühlen sich neben Andrea Berg und Helene Fischer

wohl? Qualität setzt sich eben doch manchmal

durch, denn „Now What?“ bietet Rock vom

Allerfeinsten und bedient sich aller Register der

Rock Geschichte, um im Kern aber ganz und gar

Deep Purple zu sein. Die Produktion ist über jeden

Zweifel erhaben und kommt wohlig warm daher.

Ein rundum gelungenes Comeback nach acht Jahren

Studioabstinenz. Anspieltipp: „Blood From A

Stone“. Sänger Ian Gillan (67) meint zu dem Album:

„Wir hatten das Gefühl es ist an der Zeit was

Neues zu sagen und das haben wir getan.“ Now

What?!

„Promised Land“ (Regie: Gus Van

Sant) galt lange als Oscar-Kandidat

2013. Diese Erwartung konnte

der Anti-Fracking-Film zwar nicht

erfüllen, trotzdem überzeugt er als

stimmiges Porträt eines Idealisten,

der von einem Moment auf den

anderen feststellen muss, dass er

doch gar nicht „der Gute“ ist, für

den er sich immer gehalten hat.

Kinostart: 20. Juni 2013

i m p r e s s u m

herausgeber: Bundesjugendleitung, dbb beamtenbund und tarifunion, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin, tel 030. 40 81 - 57 51, fax 030.

40 81 - 56 99, e-mail info@dbbj.de. redaktion: Britta Ibald (verantw.), Jan Brenner, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin, tel 030. 40 81 - 55 50,

fax 030. 40 81 - 55 99, e-mail redaktion-tacker@dbb.de. fotos: Jan Brenner, dbb, dbb jugend, Michael Eufinger, Fotolia, Friedhelm Windmüller.

anzeigen: dbb vorsorgewerk GmbH, Friedrichstraße 165, 10117 Berlin, tel 030. 40 81 - 64 00, fax 030. 40 81 - 64 99, e-mail vorsorgewerk@dbb.de.

gestaltung: Jacqueline Behrendt. t@cker wird gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundesministeriums für Familie, Senioren,

Frauen und Jugend. Für die Inhalte der in t@cker gelinkten Internetseiten übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.

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