Brunnenviertler - Wiener Einkaufsstraßen

einkaufsstrassen.at

Brunnenviertler - Wiener Einkaufsstraßen

u

br nnenviertler

Das Magazin der IG Kaufleute Brunnenviertel in Neulerchenfeld

30.11. & 1.12. „Heiße Tage“ mit Punsch & Co

Erklär mir die Finanzkrise! • Friedliche Waffen

Kulinarisches • Schenken & Wünschen

DEZEMBER

2012


Liebe LeserInnen!

Da capo! Unsere „Heißen Tage“

sind im letzten Jahr so gut

angekommen, dass wir auch

heuer wieder unsere Phantasie

spielen lassen. Wir laden Sie auf

ein Herz und Seele erwärmendes

Getränk ein, jeder von uns auf

seine Art.

Sie haben Ideen, aber noch keine

konkreten Vorstellungen, was Sie

sich und Ihren Lieben schenken

wollen? Lassen Sie sich inspirieren,

reden wir darüber.

Ein Gedankenaustausch unter

Gleichgesinnten, und Sie gehen den

Feiertagen gemütlicher entgegen.

Johann Marvan

Obmann der IG Kaufleute Brunnenviertel

Inhalt

2 Heiße Tage Freitag, 30. November und

Samstag, 1. Dezember

4 Das war unser Herbstfest

5 Was ist jetzt los im Brunnenviertel?

6 Erklär mir die Finanzkrise!

8 Für Sie da,

die IG Kaufleute Brunnenviertel

10 Friedliche Waffen gegen den Hunger

11 Was könnte das Bundesheer sein?

12 Literarisches und Kulinarisches

14 Geschenke aus dem Viertel

16 Marvan TAMs Notfallsdienst zwischen

den Feiertagen

Bassena 33

Eröffnung mit

Bassena-Tratsch-

Drink am

30. Nov. ab 9 Uhr

Neulerchenfelder

Straße 33, 1160 Wien

Freitag, 30. November

Marvans Special

Albert Marvan lässt es sich nicht nehmen,

diese „Heiße Installation“ mit viel

Liebe und Engagement persönlich

zuzubereiten. Und natürlich steht er

für alle Ihre Fragen um die Elemente

Wasser, Sonne und Luft gerne zur

Verfügung. Die Nutzung erneuerbarer

Energie ist ihm ein Anliegen, ebenso

wie Ihre Zufriedenheit mit Ihrer

Badeoase, sei sie auch noch so klein.

Marvan TAM, Ihrem Installateur/Solarteur

Neulerchenfelder Straße 33

Freitag 9 – 18 Uhr

Freitag, 30. November &

Samstag, 1. Dezember

Bassena-Tratsch-Drink

Mein Team und ich freuen uns

darauf, Sie kennen zu lernen. Albert

Marvan bin ich seit Jahren herzlich

verbunden, und das Grätzel um den

Brunnenmarkt gefällt mir sehr. So trifft

es sich gut, mein Wiener Kaffeehaus

in seinem Haus zu eröffnen und es

„Bassena“ zu nennen.

Hier holt man sich nicht nur Rat und

Tat, wenn es ums Wasser geht, hier

erfährt man auch, was sich so tut im

Viertel. En passant aber von wohl

informierten Kreisen, eben wie an der

Bassena. Und verdursten muss man

hier natürlich auch nicht.

Ab 9 Uhr sind wir für sie da, Ihren

Spezial-Drink haben wir für Sie bereit.

Karl Haberfellner, Bassena33

Neulerchenfelder Straße 33

Freitag und Samstag ab 9 Uhr

EINE AKTION DER WIRTSCHAFTSKAMMER WIEN MIT UNTERSTÜTZUNG

DER WIRTSCHAFTSAGENTUR WIEN. EIN FONDS DER STADT WIEN

IMPRESSUM: Medieninhaber, Verleger & Herausgeber und Redaktion: Interessensgemeinschaft der Kauf -

leute Brunnenviertel in Neulerchenfeld, Neulerchenfelder Straße 33, 1160 Wien, Obmann: Johann Marvan;

Endkorrektur: Christine Pavesicz; Fotos: Sibylle Gieselmann, Ernst Mateovics, Marion Widua; Graphik-Design/ -

Produktion: Sibylle Gieselmann; Druck: Druckerei Berger; Auflage: 40.000 Stück. Offenlegung lt. § 25

Mediengesetz: Der Brunnenviertler ist ein unabhängiges Medium, das sich zu 100% im Besitz des Vereines

befindet. Es dient der Information über Aktionen und Veranstaltungen des Vereins und dessen Mitgliedern,

sowie über das gesellschaft liche und wirtschaftliche Leben im Brunnenviertel.

... das eine und das andere schreibt und fotografiert Brigitta Maczek

2 brunnenviertler | Dezember 2012


Die Kaufleute der IG

Brunnenviertel laden

Sie auf ein heißes

Getränk ein, jeder auf

seine Art!

Heiße Tage 30.11. & 1.12.

mit Punsch & Co

Punsch à la 20er Jahre

Christine Pavesicz-Kerbl braut ihn

nach einer Rezeptur aus den wilden

20ern, das swingt. Wenn Sie sich die

Zubereitung aufschreiben wollen,

Papier und Schreibgeräte haben wir

natürlich in großer Auswahl. Und jede

Menge größerer und kleinerer Aufmerksamkeiten.

Zum Beispiel heiße

Moccatassen mit lieben Botschaften

drauf. Selbstverständlich auch das

richtige Papier für die Geschenks-

Verpackung.

SKRIBO Papier Kerbl, Ottakringer Straße 23

Freitag & Samstag 9 – 18 Uhr

Poldi Sterkls Rindsuppe

Beliebt und begehrt. Auch ohne Einlage

köstlich einfach im Trinkhäferl zu

genießen. Und wer Lust auf mehr

bekommt, kann nicht nur die Suppe,

sondern auch jede Menge Einlage,

von der Suppenköchin persönlich

zubereitet, erwerben:

Frittaten, Grießnockerl, Leberknödel,

Markknödel, Speckknödel, Lungenstrudel

und Milzschnitten.

Fleischhauerei Sterkl, Brunnengasse 62

Freitag 8 – 17 Uhr, Samstag 8 – 13 Uhr

Türkischer Tee aus Rize

ein Ort am Schwarzen Meer. Azmi

Ersoy und sein Team lieben ihn, um

sich warm zu halten, und erwärmen

auch Sie beim

Käseparadies vor Brunnengasse 58

Freitag und Samstag 10 – 17 Uhr

Duft nach Reisig & Punsch

Genießen Sie ihn, lassen Sie sich

unseren Punsch schmecken, und vielleicht

erwerben Sie bei uns ein kleines

Gesteck und am Markt ein paar Äpfel

und Nüsse für zu Hause.

Oder gleich Gold – die edlen Föhrenzapfen

von Seite 16 finden Sie auch

bei unserem schönen, neuen Stand.

Blumen Weiser, Brunnengasse 59

Freitag 9 – 18 Uhr, Samstag 9 – 17 Uhr

Zaubertee und Wohlfühlen

Gut frisiert, das Haar in eine fesche

Fasson geschnitten oder eine Wohlfühlstunde

für Gesicht und Haar mit

sanfter Reinigung, Massage, Peeling

und Maske – egal, was Sie sich wünschen

– Winterzaubertee oder Kaffee

servieren wir immer gerne.

Friseur Salon Marija, Grundsteingasse 14

Freitag 9 – 19 Uhr, Samstag 8.30 – 13.30 Uhr

Feine Punschauswahl

Frucht- oder Waldbeerenpunsch?

Diese beiden feinen Kreationen aus

dem Hause Staud finden Sie hier nur

in der Punschsaison.

Auf welchen Punsch wir einladen?

Lassen Sie sich von uns überraschen

und genießen Sie ihn.

Und wenn Sie die Ihnen besonders

lieben Menschen überraschen wollen,

schauen Sie sich um – Sie finden hier

viele feine Möglichkeiten.

Staud’s Pavillon, Schellhammerg./Brunneng.

Freitag 16 – 18 Uhr, Samstag 10 – 14 Uhr

Heiße Cocktails

Ob es Sie auf einen Irish Coffee mit

Jameson Irish Whiskey und Obers -

häubchen gelüstet oder auf einen

Fruchtpunsch mit Mango, Rum und

Zimt? Wir laden sie ein!

Dellago, das Lokal am Yppenplatz,

Payergasse 10

Freitag und Samstag 17 – 2 Uhr

Vinzi – warm ums Herz

Innere Wärme bringt auch ein Besuch

im VinziShop. Egal ob Sie Sachspenden

vorbeibringen oder Schönes bei

uns finden, das Sie zu einem günstigen

Preis erwerben wollen.

Die Shop Erträge dienen immer der

Sicherung des Betriebes von VinziBett

schräg gegenüber in der Ottakringer

Straße, einer Zuflucht für Obdachlose.

Und auf einen VinziTee laden wir ein.

VinziShop Veronikagasse 25

Ecke Ottakringer Straße

Freitag 15 – 18 Uhr, Samstag 11 – 15 Uhr

brunnenviertler | Dezember 2012 3


Das war unser

Herbstfest

21. & 22. September 2012

Physikalische Experimente

ließen nicht nur die Kinder staunen.

Fotografiert hat Marion Widua.

Schön wars

Obwohl das Wetter kühl war, war die

Stimmung heiß. Begeistert wurde getanzt:

Auf der Bühne traditionelle bosnische

Tänze, und Kaveri Sageder

präsentierte Kathak Dance.

Das Publikum swingte zu Paradicsos

finest handmade music und zu den

Klängen von Easy Riders Vienna.

Und über die schönen Tombolapreise

freute sich, wer Lose erstanden hatte.

Wir danken all unseren Sponsoren,

ohne die das schöne Fest nie

gelungen wäre:

Bezirksvorstehung Ottakring • Blumen

Weiser • Brigitte und Karl Machulka –

Marktmanagement • Caritas Brunnenpassage

• Cafe-Restaurant Müller

• Christine Pavesicz • Eva Zavoral &

Familie • Fa. Ensilitec GmbH •

Fleischerei Sterkl • Ingeborg und Karl

Wetzer • Friseur Marija • Maczek-

Mateovics • Manuela Kopezky –

Wiener Einkaufsstraßen • Marvan

TAM GmbH • Otta kringer Brauerei •

Papier Kerbl • Remaprint GmbH •

Restaurant Dellago • Restaurant

Oase • Staud’s Wien • Raiffeisen

Bank Ottakring • Stern Apotheke •

Trafik Perzel • Schuhe Hanzl

4 brunnenviertler | Dezember 2012


Was ist jetzt los im

Brunnenviertel?

Eine wienweit bedeutende kulturelle

Veranstaltung folgt der nächsten.

Nach der „Vienna Design Week“ und

den „Kritischen Literaturtagen“ finden

jetzt Ausstellungen und vieles mehr im

November beim nächsten wichtigen

Ereignis hier im Brunnenviertel statt:

Monat der Fotografie

eyes on, die Wiener Fotobiennale,

wurde 2004 auf Initiative der Kulturabteilung

der Stadt Wien gegründet. Es

gibt sie nun zum 5. Mal.

Heuer werden 225 Fotoausstellungen

zu sehen sein, somit gehört eyes on

zu den größten Fotofestivals Europas.

Als Gründungsmitglied ar-beitet Wien

mit den Festivals in Berlin, Bratislava,

Budapest, Ljubljana, Lu-xemburg und

Paris im „Europäischen Monat der

Fotografie“ zusammen.

Im Atelier und ganz privat

Mit dem Berufsbild KünstlerIn in der

Umgebung Brunnenmarkt beschäftigt

sich dieses Foto- und Videoprojekt.

Exemplarisch wurden Bilder in den

Ateliers und den Wohnungen der

KünstlerInnen aufgenommen. In Interviews

mit ihnen stellten wir Fragen zu

ihrer Arbeits- und Lebenssituation.

Die KunstsammlerInnen sehen meist

nur das künstlerische Endprodukt,

welches sie bestenfalls begeistert und

zum Kauf bewegt. Für sie steht der

Wert der Objekte und weniger das

Leben der Kunstschaffenden im Vordergrund.

Wir drehen dieses Verhältnis bewusst

um und machen eben diese zu unseren

Werken. Eine Arbeit von Sandra

Fockenberger und Helena Manhartsberger.

Dies und mehr ist zu sehen in

der

Masc Foundation 39 DADA

Do – Sa, 17 – 20 Uhr

Finissage 24. November 2012 ab 17 Uhr

Grundsteingasse 39-40, 45-47

Gewidmet Edith Arlen Wachtel und Eva

Brunner-Szabo

Die Säulen der Erinnerung,

gewidmet Edith Arlen Wachtel und

Walter Arlen, sind neu gestaltet.

black and white – when worlds collide

Ein Projekt von MASC und 39 DADA

Piazza am Yppenplatz bis 25. Februar 2013

www.sammlungdichter.com

Zeig mir Deine Perspektive

Paint for Life – öffentlicher Raum:

Einladung, die Welt mit den Augen

von Jugendlichen zu sehen.

Infoscreen und Projektraum der Caritas

Grundsteingasse 63

different eyes #2

Eine Weiterführung des Projekts, das

im Rahmen von „eyes on 2010“ in der

Galerie Bäckerstraße4 stattfand.

Aus dem Blickwinkel verschiedener

KünstlerInnen, die auch das Medium

der Fotografie nutzen, entsteht eine

Serie von Porträts.

Eigen- und Fremdwahrnehmung: die

KünstlerInnen fotografieren sich selbst

und gegenseitig, jede/r nach einem

individuell erarbeiteten Bildkonzept.

„... Wer heute von einem schönen

Gesicht spricht, dem geht es nicht um

die Züge, sondern um ‚Aura‘. Damit

meinte Benjamin Auflösung von Grenzen,

auch die ‚Defiguration‘ der Figur.“

Nach Paul Virilo, französischer Philosoph *1932

6 KünstlerInnen – 6 x 6 Porträts

Konzept und Organisation Sonja Russ

Die KünstlerInnen sind anwesend:

9.11: Peter Bosch, pebowski.wordpress.com

13.11: Willy Puchner, willypuchner.com

14.11: W. Krammer, wolfgang krammer.com

15.11: Theres Cassini, cassini.at

16.11: S. Gieselmann, sibyllegieselmann.com

28.11: Eva Kern, evakern.at

Galerie Martinz 7, Neustiftgasse 32-34/1

Bis 30. 11.: Di – Fr 17.00 bis 21.00 Uhr

different eyes #2: 6 KünstlerInnen – 6 x 6 Porträts

Brunnenpassage

Mitten im Leben

Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig

aktiv Menschen im Alter sein können.

Stereotype und Klischees des Alters

werden durch die Gegenüberstellung

von inszenierten Ahnenportraits mit

zeitgenössischer Dokumentarfotografie

aktiver alter Menschen hinterfragt.

Die vielen Gesichter des Alters werden

gezeigt, Bewegung wird sichtbar.

Fotos von Ulrich Eigner.

Brunnenpassage, Brunnengasse 71

Fr 16.11. 19 Uhr, bis Sa 24.11.

Ausstellungzeiten und Rahmenprogramm

finden sie auf www.brunnenpassage.at

Ihr Portrait

Die mobile Fotografin Ulrike Wieser

findet Sie, vorausgesetzt, Sie haben

mit ihr einen Fototermin vereinbart.

www.dasFoto.info

uwieser@dasfoto.info

Und wenn Sie selbst

leidenschaftlich fotografieren: Motive

finden Sie viele am Brunnenmarkt,

und alles für Ihre Fotodrucke, Drucker,

Patronen und Papier finden Sie bei

SKRIBO Papier Kerbl, Ottakringer Straße 23

www.papier-kerbl.at

brunnenviertler | Dezember 2012 5


Erklär mir

Verwerfung der Werte

Jetzt haben wir den Salat, ungezügelte Finanzmärkte bringen die Welt durcheinander wie

Kraut und Rüben

Wenn die Blase platzt,

also der vorher unerschütterliche

Glaube an z.B. Immobilienwerte in

den USA und in Spanien schwindet,

wird es sehr kritisch.

Das freie Spiel der Märkte

Sie würden sich ganz schön wundern,

kämen Sie samstags auf den Bauernmarkt

und die Bauern würden mit

Kartoffeln hasardieren. „Meine sind

die besten, zahlt mehr!“ Und noch

mehr würden Sie sich wundern, wenn

die größten Menschentrauben sich

dort bilden, wo die Erdäpfel am teuersten

sind. Normal wäre das nicht,

besonders nach der Ernte. Norma -

lerweise regiert hier das Gesetz von

Angebot und Nachfrage, quasi als

Idealbeispiel:

Es herrscht Markttransparenz. Die

Kunden können sich bei einem ersten

Rundgang über Preis und Qualität

informieren. Sie treffen ihre marktrelevante

Entscheidung, kaufen beim

Bestbieter, und jeder Standler kann

seine Preise nachjustieren, mit Kreide

auf den schwarzen Tafeln. Produkte,

die keine Käufer finden, werden

nächste Woche nicht mehr angeboten.

Der Brunnenmarkt ist ein gutes

Beispiel für einen vollkommenen

Markt.

Unvollkommene Märkte

Der Arbeitsmarkt

Hier führt nicht Angebot und Nachfrage

automatisch zu einem Gleichgewicht.

Arbeitslose lösen sich nicht in

Luft auf, und qualifiziertere Kräfte stehen

nicht bei Bedarf sofort parat.

Der Wohnungsmarkt

Leistbare Wohnungen entstehen auch

nicht am freien Markt. Im Gegenteil.

Wenn ein Unterangebot von 2 – 3%

herrscht, steigen die Wohnungspreise

und Mieten enorm. Es ist daher sehr

wichtig, dass die Stadt Wien laufend

ausreichend leistbare Wohnungen fördert.

Ist Volkswirtschaft ein Markt?

Kann man Staat und Wirtschaft vergleichen?

Weniger Staat, mehr privat?

Sind Privatstraßen, Privatgerichte,

Privatarmeen..., Privatkanal, -strom,

-wasser..., Privatrettung zum Privatspital...

effizient?

Gehört es nicht zu den Errungenschaften

der Zivilisation, dass sie den

Einzelnen vom täglichen Kampf ums

Dasein entlastet, um ihr/ihm die Möglichkeit

zu geben, persönliche Kräfte

zum eigenen und zum Wohl aller zu

entfalten?

Der Wertpapiermarkt

Wie der Name schon sagt, handelt es

sich um ein Papier, dessen Wert darin

besteht, dass jemand seinem Inhaber

einen Wert verspricht, also ihm Geld

schuldet. Der Wert basiert auf Glaube

und Hoffnung. Wenn viele glauben,

steigt er, wenn viele nicht mehr an ihn

glauben, sinkt er, der Wert, ins

Bodenlose.

Nullsummenspiel

Haben und Soll muss sich in jeder

Buchhaltung auf null ausgehen. Das

ist global gesehen genauso. Die

Schulden der einen sind die Vermögen

der anderen.

Viele Vermögen bestehen einfach nur

auf dem Papier, sie sind schlicht

Buch-halter-werte. An die geglaubt

wird und die belehnt werden.

Für den Einzelnen,

wenn seine Wertpapiere nicht mehr

den Wert seiner Verpflichtungen

haben, er sie verkaufen und sparen

muss.

Und für viele

Wenn sie alle sparsam konsumieren

leidet die reale Wirtschaft, die nicht

Geldwerte sondern Waren produziert

und damit Arbeitsplätze und somit

realen Wohlstand erzeugt.

Dann dreht die Spirale nach unten,

die Wirtschaft schwächelt, auch

Banken haben wertlose Gegenwerte

in ihren Büchern. Keine geschwächte

Bank will der anderen geschwächten

Geld leihen, auch nicht der Realwirtschaft,

weil ihre notwendige Eigenkapitalbasis

dafür nicht mehr reicht.

Und hier stecken wir fest

Der Markt ist jetzt nur mehr frei, im

Sinne des freien Falls. Der starke Kern

der EU, Deutschland... verlangt vom

Süden, Griechenland... das eiserne

Sparen. Wichtig, damit die Schulden

Griechenlands bei der deutschen

Bank bedient werden können. Ein

Schuss ins Knie, weil die Exporte der

deutschen Wirtschaft nach Griechenland

aufgrund dieser Spardoktrin völlig

eingebrochen sind.

Und lernen langsam daraus

Wir sind Teil einer demokratischen

Öffentlichkeit, der sogenannten Zivilgesellschaft.

Wir haben nicht die

Macht von Politikern oder Militärs.

Aber versuchen wir, ökonomische

Zusammenhänge zu verstehen und

uns einzusetzen, dass es der Gesellschaft,

in der wir leben, gut geht.

6 brunnenviertler | Dezember 2012


die Finanzkrise!

Wessen Krise?

Wir hören sie im Radio, lesen sie in

der Zeitung – für die Iren, Isländer,

Griechen und Spanier ist sie fürchterlich

real. In Spanien, das 2007 noch

ein positives Staatsbudget verabschiedete,

waren 2011 2,2 Millionen

Kleinkinder unterernährt (J. Ziegler).

Uns geht es noch relativ gut. Österreich

ist immerhin, gemessen am BIP

– Bruttoinlandsprodukt (Gesamtwert

aller Waren und Dienstleistungen, der

innerhalb eines Jahres geschaffen

wird) pro Einwohner, das 12.-reichste

Land der Welt. Was natürlich noch

nichts darüber aussagt, wie die

Gewinne daraus verteilt sind.

Ungleichheit als Wirtschaftsimpuls?

Wer wenig hat, kann nur wenig nachfragen,

also kaufen. Werden in einem

Land Reiche reicher und Arme ärmer,

sinkt die Inlandsnachfrage und somit

auch das Wachstums- und Wohlstandspotential.

Nicht nur in der Krise.

Effizienz für wen?

Niedrigere Löhne bringen Gewinne,

zumindest kurzfristig für jene, die

Waren exportieren. Für die Volkswirtschaft

insgesamt sind sie kein Wirtschaftsmotor.

Wer im Inland seine

Ware absetzen will, braucht möglichst

viele Menschen, die sie sich leisten

können, also Kaufkraft haben.

„Reformen“ – was hat es gebracht?

Die Deregulierung von Gütermärkten,

von Handel, von Dienstleistungen,

Flexibilisierung von Arbeitsmärkten,

Deregulierung von Finanzmärkten...

Was hat dieser Weg, den die Welt seit

30 Jahren geht, gebracht?

Geld regiert die Welt, aber regiert es

sie gut?

Haben wir jetzt optimale Wirtschaftsergebnisse

und mehr ökonomische

Stabilität? Wohlstand für alle?

Sozialen Frieden und Gerechtigkeit?

Hat es den Menschen Glück, Sicherheit

und wahre Werte gebracht?

Erklär mir die Finanzkrise!

„In vielen EU-Ländern spitzt sich die

soziale Lage soweit zu, dass es zu

Massenarbeitslosigkeit und Unruhen

kommt. Kein Ende ist in Sicht. Aber

was passiert hier eigentlich? Wie kam

es so weit, und warum ist vor allem

die Eurozone so stark davon betroffen?

Eine Vortragsreihe mit Robert Misik

an der VHS Ottakring

Um einem breiten Publikum diese

Entwicklungen nachvollziehbar zu

machen, und so die Beteiligung an

der öffentlichen Debatte zu ermöglichen,

haben die Wiener Volkshochschulen

an der VHS Ottakring im

September und Oktober 2012 eine

Vortragsreihe mit dem Publizisten und

Sachbuchautor Robert Misik veranstaltet.

Unter dem Titel „Erklär mir die

Finanzkrise!“ konnten sich an fünf

Abenden je etwa 170 Personen über

grundlegende Zusammenhänge, wie

Marktgesetze, linke und rechte

Mythen zur Krise, sowie stabilisierende

Faktoren und den „guten Kapitalismus“,

informieren. Die VHS Ottakring

knüpft damit an eine Tradition der

wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen

Vorträge an, die

bereits in der ersten Republik Wissen

für die breite Bevölkerung zugänglich

gemacht haben. Dass auch heute im

Rahmen dieser Vorträge ein Beitrag

zur politischen Bildung und Partizipation

auf höchstem Niveau gelungen ist,

ohne jedoch den Zugang und Einstieg

für die HörerInnen zu erschweren,

freut besonders.“

Mag. Ilkim Erdost, Direktorin

Alle 5 Vorträge gibt es als Videos

zu sehen auf www.misik.at

Robert Misik

publiziert in profil, Falter, Standard, der Berliner

Zeitung, der TAZ..., Blog www.derstandard.at

Autor von neun vieldiskutierten Sachbüchern

2009 erhielt er den Österreichischen Staatspreis

für Kulturpublizistik

2010 wurde er „Journalist des Jahres“ in der

Kategorie Online

1901 errichtet, ist diese Volkshochschule ein

Zentrum für Erwachsenenbildung für Ottakring,

Hernals und weit darüber hinaus.

Werte und Maßnahmen

Es gibt Wege, die Marktwirtschaft stabiler

und gerechter zugleich zu

machen:

• Finanzmärkte demokratisch kontrollieren

und streng regulieren, damit

sie ihre produktive Funktion, die

Wirtschaft mit Krediten zu versorgen,

wahrnehmen können.

• Reduktion der Ungleichheiten.

• Lohnpolitik, die die Löhne im Verhältnis

zum BIP mindestens gleich

hält, besser stärkt.

• Regierungspolitiken, die dafür sorgen,

dass alle BürgerInnen ihre

Talente entwickeln und ein gutes

Leben führen können. Und damit

• natürlich eine sukzessive Ausweitung

der staatlichen Aktivitäten.

Der brunnenviertler bedankt sich herzlich

bei Robert Misik für seine Unterstützung, und

dass wir auf dieser Doppelseite einige Aussagen

seiner Vortragsreihe bringen können.

brunnenviertler | Dezember 2012 7


Für Sie da

1 Raiffeisen in Wien

BERATUNG wird bei uns groß -

geschrieben. Gerne beraten wir

auch in Türkisch und Serbisch.

Ottakringer Straße 57

T: 051700-64100

2 Stern Apotheke

Immer das Richtige für Ihre

Gesundheit

Ottakringer Straße 39

T: 406 75 71, F: 406 75 71-15

www.stern-apotheke.at

3 SKRIBO Papier Kerbl

Büroprofi – Großhandel

Sie schreiben Ihre Karriere, wir

haben das Zeug dazu.

Ottakringer Straße 23

T: 405 47 45, F: 408 90 73

www.papier-kerbl.at

Heiße Tage

Brunnenviertler

„Heiße Tage“ mit Punsch & Co

4 VinziShop

schön und gut

Mo 13-18, Di – Fr 10-18,

Sa 10-15 Uhr,

Veronikagasse 25

T: 40 63 354, www.vinzi.at

Heiße Tage

Freitag, 30. November &

Samstag, 1. Dezember

Überall wo Sie hier

Heiße Tage

sehen.

5 Hotel Donauwalzer

Café/Bar 24 Stunden geöffnet.

Öffentlich zugänglicher Wellness -

bereich. „All you can eat“ Frühstücksbuffet

tägl. bis 10 Uhr

Ottakringer Str. 5, T: 405 76 45

www.donauwalzer.at

6 Dellago –

Das Lokal am Yppenplatz

Szenebar und italienische Spezialitäten,

Küche bis 22 Uhr

Tägl. 9 – 24 Uhr, Fr – Sa bis 2 Uhr

Payergasse 10, T.: 95 747 95

www.dellago.at

Heiße Tage

7 Café Müller

Gaststätte, Café

Genießen Sie die Hausmannskost

unserer Küchenchefin

Yppengasse 2, T: 406 26 28

8 brunnenviertler | Dezember 2012


die IG Kaufleute Brunnenviertel

8 Caritas markt_platz

Sozialökonomisches Projekt

Handwerkliche Dienstleistungen,

Spezialitäten & Kunsthandwerk

Stand 165 am Yppenmarkt, Höhe

Payergasse 14, Mo-Fr 10-18 Uhr,

Sa 10-17 Uhr, T: 585 19 03-40,

marktplatz.yppenplatz@caritas-wien.at

15 Blumen Weiser

Blumenwaren, Gestecke

Es grünt so grün, wenn

Brunnenmarkts Blüten

blühen!

Brunnengasse 59,

T/F: 409 04 39

Heiße Tage

9 Kiosk Perzel

Mit Rauch geht’s auch!

Mo bis Do 6 – 12.30, 15 – 18.30;

Fr 6 – 18.30 durch gehend;

Sa 6 – 13 Uhr

Nordzeile,

Yppengasse/Payergasse

16 Schuhe Hanzl

Schuhe, Taschen und mehr

preisgünstige Angebote

Brunnenmarkt Stand 26

vor Brunnengasse 42

10 Bäckerei Gül

Alles frisch gebacken von Baguette

bis Börek

Ipek & Co HandelsgesmbH

Yppenplatz 7/3, T: 408 90 17

17 Friseur Salon Marija

für Damen – Herren – Kinder

Wir kümmern uns um

Ihr Erscheinen!

Grundsteingasse 14

T: 406 91 88

www.friseur-marija.com

Heiße Tage

11 Staud’s Wien

Süß & sauer

Di bis Sa 8.00 – 12.30 Uhr

Fr auch 15.30 – 18.00 Uhr

Ecke Brunneng./Schell -

hammergasse, T: 406 88 05,

F: Dw 12, www.stauds.com

Heiße Tage

18 Café Concerto

Konzerte – Sessions – DJs ...

Di – Sa ab 19 Uhr

(Keller ab 21 Uhr),

So, Mo Ruhetag

Lerchenfelder Gürtel 53

www.cafeconcerto.at

12 Fleischerei Sterkl

Fleisch- & Wurstwaren

Wir sind für Sie da

Mo, Mi 7-14; Di, Do, Fr 7-18;

Sa 6.30-13 Uhr

Brunnengasse 62

T: 406 47 15

Heiße Tage

19 Marvan TAM GmbH

Installationen-Heizung-Bad

Wir verkaufen auch Glühbirnen

Neulerchenfelder Str. 33

T: 406 31 63, F: 406 52 47

www.marvan.at

Heiße Tage

14 Käseparadies

Unsere Käsespezialitäten vom Feinsten

schmecken jeder Käsemaus!

Azmi Ersoy KEG, Brunnenmarktstand

84

T: 0699-1121311-4 und -5

E: ugurersoy1@gmail.com

13 Vorarlberger Käsestand

Käse aus dem Ländle, internationale

Spezialitäten, Nüsse, Trockenfrüchte

Sefik Beyti Özcan KG

Marktstand vor Brunnengasse 67

T: 0676-477 29 30

E: sefikbeytiozcan@yahoo.com

Heiße Tage

21 PSG

Wirtschaftstreuhänder

Mag. Michael Perner

1020 Wien,

Nordbahnstraße 36/3/2/3

T: 523 74 93-30, F: 523 74 93-33

www.psg.at

20 Rema Print GmbH

Offset-Druckerei

Wir drucken vom Plakat und Buch

bis zur Visitenkarte fast alles und

übernehmen auch die Gestaltung.

Neulerchenfelder Straße 35

T: 403 89 26, www.remaprint.at

Der brunnenviertler ist auch

im Netz zu finden:

www.brunnenviertel.at

auf Brunnenviertler Magazin

klicken.

brunnenviertler | Dezember 2012 9


Friedliche Waffen

gegen den Hunger

Die Welt wäre heute in der Lage,

12 Milliarden Menschen zu ernähren.

Wir sind nur 7 Milliarden. Trotzdem

hungert jeder 7. Mensch, und

alle 5 Sekunden verhungert ein

Kind unter 10 Jahren.

Das „Recht auf Nahrung“ ist völkerrechtlich

mehrfach verankert: In der

UN-Menschenrechtscharta 1948 und

im UN-Sozialpakt, 1966 von der

Generalversammlung der Vereinten

Nationen verabschiedet.

Jean Ziegler, 1934 in der Schweiz

geboren, Universitätsprofessor für

Soziologie, Politiker und Autor,

war von 2000-2008 der erste UN-

Sonderberichterstatter für das Recht

auf angemessene Ernährung.

Auf seinen vielen Reisen in Länder der

Dritten Welt sah er sich mit dem Massaker

des Hungers konfrontiert.

Die Mehrheit der Betroffenen lebt am

Land, Menschen, die zu wenig oder

gar kein eigenes Land besitzen, um

sich und ihre Kinder zu ernähren. Wir

hören es kurz in den Nachrichten,

wenn sich irgendwo eine kriegs- oder

klimabedingte Hungerkatastrophe

ereignet. Worüber wir nichts hören,

sind die verschiedenen Formen des

permanenten Wirtschaftskrieges, der

Millionen von Menschen aufgezwungen

wird, z.B.:

Landraub – Land Grabbing

Viele Bauern, insbesondere traditionell

gemeinschaftlich arbeitende Dorfgemeinschaften,

haben keine modernen,

einklagbaren Besitzverträge für

das Land, das sie bewirtschaften. So

wird es oft als Niemandsland betrachtet,

von Regierungen an andere

Regierungen, Konzerne oder Private

verkauft, verpachtet... Riesige Plantagen

entstehen, zum Teil, um Rohstoffe

für Biokraftstoff anzubauen. Oder

es wird einfach mit Grund und Boden

spekuliert. Und die Bauern sind ihrer

Existenzgrundlage beraubt.

© C. Bertelsmann Verlag

Agrar-Dumping

Subventionierte Lebensmittel des

Westens überschwemmen die Märkte

des Südens zu Preisen, die die dortigen

Bauern in den Ruin treiben.

Spekulation auf die Grundnahrung

Reis, Mais, Weizen und Sojabohne

ermöglichen satte Gewinne – aber

für Menschen, die 80 % ihres Einkommens

für Lebensmittel ausgeben

müssen, sind auch kurzfristige Preissteigerungen

fatal.

An vielen Einzelbeispielen zeigt Jean

Ziegler, wie Hunger gemacht wird,

zeigt die Strukturen, die zum Elend

führen, nennt Namen und Institutionen.

Schreiben ist seine Waffe gegen

den Hunger.

Jean Ziegler „Wir

lassen sie verhungern

– Die Massenvernichtung

in der

Dritten Welt“

Verlag C. Bertelsmann,

320 Seiten,

€ 20,60, ISBN:

978-3-570-10126-1

Seine Hoffnung

setzt er in jene, die

sich gegen menschenunwürdige

Zustände zur

Wehr setzen. Und in jene,

die sie dabei unterstützen.

Einen dringenden Appell richtet er

an die Zivilgesellschaft, an Bürger reicher

demokratischer Staaten, also an

uns, sich über diese Zustände zu

informieren, von ihren Regierungen

Handlungen einzufordern.

FIAN

FOODFIRST

Ernährung ist Voraussetzung menschlichen

Lebens und das 1. Menschenrecht,

das verwirklicht werden muss!

INFORMATION

für Betroffene über ihre Rechte, und

Unrecht an die Öffentlichkeit bringen.

ACTION

half in vielen Fällen Landvertreibungen

zu verhindern und die Verteilung von

Land an Landlose zu ermöglichen.

NETWORK

für das Recht sich zu ernähren. Die

Menschenrechtsorganisation FIAN ist

weltweit in 60 Staaten tätig.

Mir isst es recht – Restaurantaktion

bis 10. Dezember (internationaler Tag

der Menschenrechte) in 27 Lokalen in

Wien, Graz, Linz und Gmunden.

Für den Genuss einer ausgewiesenen

FIAN-Speise gehen 1 bis 1,50 € an

die Organisation.

Der Erlös wird unter anderem für Fälle

wie den folgenden verwendet:

1988 trat auf den Philippinen eine

Agrarreform in Kraft. Flächen ab fünf

Hektar sollten an Landlose verteilt

werden. Aber erst 2011 kamen 6.300

ArbeiterInnen auf der Zuckerrohrplantage

Hacienda Luisita mit Hilfe von

FIAN zu ihrem Recht.

Wenn ich das weiß, schmeckt‘s mir in

teilnehmenden Lokalen wie dem CI

Club International oder dem Dellago

noch besser.

Gerald Kerbl, SKRIBO Papier Kerbl

10 brunnenviertler | Dezember 2012


Profis bringen Sicherheit oder was

könnte das Bundesheer sein?

Österreich ist neutral

Aber intern werden gerade Kämpfe

ausgefochten – für oder gegen die allgemeine

Wehrpflicht. Wobei die

Kampflager ihre Meinung gewechselt

haben. Wer früher dagegen war, ist

jetzt dafür und umgekehrt. Und das

Volk soll jetzt entscheiden.

Unter faulen Äpfeln wählen?

Wer ist schon für das Bundesheer in

der jetzigen Form?

Wer will Top-Sicherheitsprofis, die im

Volk nicht mehr verankert sind?

Und warum sollen wir über Konzepte

abstimmen, die beworben werden,

aber nicht zur Diskussion stehen.

Welchen Takt würden die Sicherheitsprofis anschlagen, wenn Konflikte im Land auftauchen?

Diskussion braucht Zeit

für eine derart grundlegende Frage,

und es stellen sich hier ja sehr viele

Fragen.

Friedenssicherung heute?

Die EU ist ein Friedensprojekt, dafür

hat sie gerade den Nobelpreis

bekommen.

Österreich hat sich am 26. 10. 1955

zur immerwährenden Neutralität verpflichtet.

Zur Erinnerung daran feiern

wir jährlich den Nationalfeiertag mit

einer Militärparade.

Unsere Außen- und Sicherheitspolitik

hat sich 2007 mit dem Vertrag von

Lissabon mit der EU verflochten.

Dieser Vertrag achtet Grundsätze der

Charta der Vereinten Nationen, was

aber nicht heißt, dass die EU nicht in

kriegerische Auseinandersetzungen

geraten könnte.

Die Rolle Österreichs in der EU?

Stellen wir in der EU-Sicherheitspolitik

jetzt einfach unser militärisches Kontingent

zur Verfügung, oder haben wir

als neutraler Staat nicht eine besondere

Rolle, eine neutrale, friedensvermittelnde

Aufgabe im Vorfeld aller militärischen

Konflikte wahrzunehmen?

Wer beschützt uns mehr?

Sicherheitsprofis unter sich?

Fühlen Sie sich wohl, wenn unter uns

ca. 15.000 Menschen leben, deren

einzige Aufgabe es ist, sich mit Krieg

zu beschäftigen? Die keine Rekruten

mehr ausbilden, die keinen Kontakt

mehr mit dem Volk haben, aber die

Waffengewalt. Die einen Staat im

Staat bilden könnten. In einem Berufsheer

wären auch fremde Söldner

möglich, die sich persönlich nicht so

schwer tun, gegen die Bevölkerung

auch mit Waffengewalt vorzugehen.

Allgemeine Wehr...dienerInnen?

Wer freiwillig unter dem Mindestlohn

dem Staat dient, hat entweder Eltern,

die ihn erhalten, oder ist in einer

extremen Notlage.

Beides ist für einen jungen Menschen

nicht erstrebenswert – für die

Gemeinschaft etwas zu leisten prinzipiell

schon, wenn es als sinnvoll und

nicht als Ausbeutung erachtet wird.

Nicht sinnvoll wäre es, ein stehendes

Heer für den Katastrophenschutz zu

besolden. Ebenso wenig wie eines für

den Kriegsfall. Und wenn dann Not

an Frau/Mann ist, müssten unausgebildete

Kräfte mobilisiert werden.

Welche Bildung braucht‘s?

Für die jungen Menschen?

Sozial und ethnisch gemischt lebt

man plötzlich zusammen in der Truppe

– auch eine Erfahrung.

Zivil engagiert ist man für Menschen

am Rande der Gesellschaft zuständig

– ebenso eine neue Erfahrung.

Um Kompetenzen zu vermitteln?

Monate im Leben junger Menschen

ungenützt verstreichen zu lassen,

kann sich ein Land nicht leisten. Weltweit

sind wir in punkto Innovation

gerade von Platz 8 auf 11 gerutscht.

Was könnte im „Dienst“ vermittelt

werden?

Körperbewusstsein

Training, nicht Schikane

Ernährungswissen

Konfliktbewusstsein

Konflikte verstehen

Private Konflikte lösen

Krisenmanagement

Stresssituationen begegnen

Überblick bewahren

Persönlichen Interessen Zeit geben

Sportgruppe, Musikgruppe ... manche

verpflichten sich für eine fundierte

Musikausbildung...

brunnenviertler | Dezember 2012 11


Literarisches und

Evelyn Adunka, Gabriele Anderl:

Jüdisches Leben in der Vorstadt

Ottakring und Hernals

Mandelbaum Verlag, 2012, 240 Seiten,

€ 19.90, ISBN: 978385476-389-5

Bücher statt Panzer

Das war das Motto von KriLit 12, den

„Kritischen Literaturtagen“, einer Literaturmesse

abseits des kommerziellen

Mainstreams, die heuer am 26. / 27.

Oktober in und um die Brunnenpassage

stattfand.

Walter Arlen erzählte in der Galerie AU

aus seinem Leben. Am Buchcover

oben ist er 1928 mit seinen Tanten

Rosel und Gretel vor dem Warenhaus

Dichter in der Brunnengasse, dort wo

heute der Dichterhof steht, zu sehen.

Was wissen wir über das damalige

jüdische Leben in unserer Vorstadt?

Unter den hier lebenden Jüdinnen

und Juden waren Unternehmer und

Grundbesitzer, vor allem aber viele

ArbeiterInnen, kleine Gewerbetreibende,

TaglöhnerInnen und Hausierer. Ein

Teil von ihnen war zum Christentum

konvertiert, konfessionslos oder lebte

in gemischt-konfessionellen Ehen.

Viele waren in der Arbeiterbewegung

aktiv.

Das Buch zeigt die Menschen und ihr

Schicksal. Lebensläufe prominenter

Bewohner wie des Schriftstellers

Frederic Morton oder der Mitglieder

der Industriellenfamilie Kuffner werden

ebenso nachgezeichnet wie jene von

wenig bekannten jüdischen OttakringerInnen

und HernalserInnen.

Das Buch wird in Kürze erscheinen.

Erinnerung – das Paradies, aus

dem wir nicht vertrieben werden

können.

Wie geht es Menschen, die aus

Österreich vertrieben wurden und jetzt

in New York City leben? Die 1982 in

Wien geborene Autorin Diana Gregor,

die selbst fünf Jahre im Big Apple

gelebt hat, geht dieser Frage nach.

10 Menschen berichten Tragisches

und Fröhliches. „Wir haben zusammen

geweint und gelacht“, sagt sie

bei der Buchpräsentation im Ringturm,

zu der auch einer ihrer Protagonisten,

Hans Weiss, der Mann auf

dem Cover, angereist ist.

Nach einer abenteuerlichen Flucht

gelangte er mit seiner Mutter über Italien

und Frankreich nach NYC. In der

U-Bahn traf er einen Pfadfinderkollegen

aus Wien. Schnell bildet sich die

„Austro-American Youth“ der bald

500 junge ÖsterreicherInnen angehören.

Dort entstehen eine Fußballmannschaft,

eine Volkstanzgruppe...

„Fesch“ sagt er und zeigt ein Foto,

eine Handvoll junger Wiener Jüdinnen

in Dirndln.

Heute geht er einmal in der Woche

zum österreichischen „Stammtisch“,

und in der Info-Hütte im Central Park

gibt er Touristen Auskunft in ihrer und

seiner Muttersprache.

Diana Gregor:

HEIM.AT.HOME Vertrieben und angekommen.

Jüdisches Leben in New York,

Fotos von David Plakke

Metroverlag, 2012, 160 Seiten, € 25,-

ISBN: 978-3-99300-100-1

Zum Figlmüller auf ein Schnitzel,

Marillenknödel und Kaiserschmarrn.

Daran denkt Hans Weiss in New York

City, das auch seine schönen Seiten

hat. Er steigt in einen Bus ein, der

Fahrer fragt ihn nach seinem Alter. „In

2 Tagen werde ich 88.“ Der Chauffeur

greift zum Mikrofon und der volle Bus

singt: Happy Birthday, dear Hans.

Frederic Morton liebt Salzstangerln

und Wachauerlaberln.

Die würde er seinen Kunden anbieten,

wäre der gelernte Brot- & Semmelbäcker

nicht Schriftsteller geworden.

Auch er freut sich über jede interessante

Einladung nach Wien. Als wir

ihn in New York City treffen, bringt er

ein Buch mit, mit einem Gedicht über

den Yppenplatz.

Damalige Bäcker High School in Manhattan

Fritz! Es ist ein Traum!

sagt die Mutter zum nunmehrigen

Frederic Morton, als... aber das will

ich nicht verraten.

Ich freue mich auch:

Endlich sind jetzt unter diesem Titel

im Spectrum der Presse vom 27. 10.

Erinnerungen an seine Jugend in

Manhattan erschienen.

Er schildert die Atmosphäre im Alltag,

den Kampf mit seinem Akzent und

mit den rauen Mitschülern in der

berufsbildenden High School für

Lebensmittelwesen, in die er 2 Wo chen

nach seiner Ankunft in den USA eintrat.

Eine Schule, die er schließlich

liebte, und die Grundstein für einen

doch ganz anderen Lebensweg war.

Diepresse.com/home/spectrum/zeichen

derzeit/1305981/Fritz-Es-ist-ein-Traum

12 brunnenviertler | Dezember 2012


Kulinarisches

Was isst man zu Chanukka?

In Wien Krapfen, Erdäpfelpuffer...

in Samarkand... , in New York...

Auch die jüdische Kultur pflegt für die

verschiedenen Feste Speisen mit tieferer

Bedeutung, und doch ist die Küche

regional sehr unterschiedlich.

Claudia Roden: Das Buch der jüdischen

Küche, eine Odyssee von Samarkand nach

New York Mandelbaum Verlag, 2012, 528

Seiten, € 54,-, ISBN: 978385476-388-8

Als „Hommage an die eigenen Wurzeln“

bezeichnete Claudia Roden ihr

umfassendes Werk über die jüdische

Küche. Rund 800 Rezepte, verwoben

mit Erzählungen, Erinnerungen und

Geschichte sind das Ergebnis von

fünfzehn Jahren Spurensuche in der

jahrhundertealten jüdischen Kochtradition.

Die Rezepte, manche von

ihnen niemals davor dokumentiert,

sammelte Claudia Roden auf ihren

Reisen rund um die Welt beim

Kosten, Zusehen und Sprechen mit

kochbegeisterten Menschen und

HändlerInnen.

Beginnend mit ihrer Heimat Ägypten

nimmt uns die Autorin mit auf eine

Reise durch die jüdische Diaspora,

die über Russland, Polen, Deutschland,

England, Frankreich, Nord- und

Südamerika in den Orient nach

Syrien, Israel, Marokko, Indien und

Zentralasien führt.

1997 erschien das Buch in englischer Sprache

bei Alfred A.Knopf, Inc. und wurde zu einem

Standardwerk. Übersetzung Margot Fischer.

Erdäpfelpuffer

Mehlige Erdäpfel sollten es sein, die

gewaschen, geschält und roh grob

gerieben werden. Salzen und mit

gerade so viel griffigem Mehl binden,

dass sich eine formbare Masse ergibt.

Kleine Portionen ausstechen, sie in

heißes Fett geben und flachdrücken.

Auf beiden Seiten hellbraun backen.

Sofort verzehren. Dazu kann man

Salat, Rahm, Apfelmus oder Preiselbeeren

reichen.

So einfach, so gut!

Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten,

diese Masse zu variieren:

Einen Apfel mitreiben oder eine Süßkartoffel,

Karotten, Kürbis...

Ob man 1 Ei, klein geschnittene Zwiebel,

Rahm dazu mengen soll? Manche

mögen das. Wieder andere verwenden

gekochte Erdäpfel. Der

Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Hauptsache es schmeckt, Mahlzeit!

Weihnukka

Chanukka, das Lichterfest, wird heuer

vom Vorabend des 9. bis zum 16. 12.

begangen.

Zwei Feste auf einmal können Kinder

in den Weihnachtsferien im Jüdischen

Museum Wien feiern.

Was man zu Chanukka genau feiert,

was man isst und trinkt und was man

verschenken kann? Ein spannender

Museums-Nachmittag.

24.12., 11-13 Uhr, 25.12.-28.12., 14-16 Uhr

Jüdisches Museum, 1., Dorotheergasse 11

Freier Eintritt für Kinder von 6-10 Jahren und

zwei Begleitpersonen. Um Anmeldung wird

gebeten: Kommunikation & Vermittlung

T: 535 04 31-130 u. -131 oder

E: kids.school@jmw.at

Brot und Krapfen von Gül

Gül bedeutet Rose, und es duftet ja

so fein nach frischem Brot und

Gebäck, wenn man an der Bäckerei

Gül am Yppenplatz vorbei geht. Die

Krapfen sind mit Marillenmarmelade

oder mit Vanillepudding gefüllt.

Vanillekipferln und allerlei Kekse für

die Feiertage finden Sie genauso wie

orientalisches Süßes mit Honig und

Pistazien.

Bäckerei Gül, Yppenplatz 7

Brot aus aller Welt

„Brot führte mich in viele Länder Europas,

nach Afrika, nach Nord- und

Südamerika. Ich bin den unterschiedlichsten

Menschen begegnet, Frauen

wie Männern, die das Eine immer miteinander

verband: Sie backten ihr eigenes

Brot. Brotbacken erfordert Wissen,

es ist Handwerk und Kunst.“

Roswitha Huber

Roswitha Huber:

Gutes Brot, Genuss und Lebensfreude mit

einer einfachen Delikatesse

mit ca. 300 farbigen Abbildungen

Dort-Hagenhausen-Verlag, 2010, 208 Seiten,

€ 25,70, ISBN/EAN 978-3-9813104-4-3

brunnenviertler | Dezember 2012 13


Geschenke aus dem

Anregungen zum Wünschen und

zum Schenken haben wir für Sie

zusammengestellt. Eine Auswahl

aus der Fülle von schönen und

guten Dingen, die Sie bei einem

Spaziergang durchs Brunnenviertel

finden können.

Buntes & Weihnachtliches

Die goldenen Kugeln auf dem Titelbild,

Adventkränze in traditionellem

und extravagantem Design, Tischgestecke,

Weihnachtssterne... bei

Blumen Weiser, Brunnengasse 59

Feuchtes & Fröhliches

Wir wünschen Ihnen in Ihrem Badezimmer

viel Spaß, und in den wollen

wir uns auch nicht einmischen. Aber

wir könnten ihn vielleicht vermehren.

Oft geht es nur um kleine Details, die

das Bade- und Duschvergnügen um

vieles angenehmer machen. Einen

neuen Duschvorhang, eine praktische

Einhandarmatur, einen effizienteren

Brausekopf, einen komfortableren

Waschtisch, mit Bedacht designte

Accessoires, die Seife, Zahnbürsten,

und -becher besser im Griff haben...

Reden Sie mit uns darüber, Gelegenheit

dazu gibt es auch, aber nicht nur,

bei unseren fröhlichen „Heißen Tagen“.

Marvan TAM, Ihr Installateur/Solarteur

Neulerchenfelder Straße 33

Orientierung für 2013

Quo Vadis hilft Ihnen, Ihre Termine

übersichtlich zu notieren. Kalender in

vielen Formaten für Ihre individuellen

Ansprüche bei

SKRIBO Papier Kerbl, Ottakringer Straße 23

Top Laptoptaschen

Wie nehm ich ihn, wie trag ich ihn,

wie transportiere ich ihn? Leicht,

sicher und elegant.

Mit den coolen Laptoptaschen von

BOMBATA Extremdesign aus Vinyl mit

Reißverschluss, innen mit vielen

Fächern und mit Schulterriemen.

Ideal für Ipad und Computer mit 13,

17 und 19 Inch bei

SKRIBO Papier Kerbl, Ottakringer Straße 23

Gut für junge Rücken

Schultaschensets mit Tragekomfort,

6-teilig, vom Federpenal bis zum

Turnbeutel in lässigen Designs. Und

natürlich alles was sonst noch in eine

Schultasche gehört: Hefte, Füllfedern,

Bunt- und Bleistifte... bis zum Radiergummi...

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SKRIBO Papier Kerbl, Ottakringer Straße 23

Bildungs-Scheck

Schenken oder wünschen Sie sich

Zukunft! Höhere Berufschancen durch

eine Aus- oder Weiterbildung in den

Bereichen Gesundheit, Coaching und

Persönlichkeitsentwicklung.

Unsere Bildungs-Schecks können Sie

bei allen von der Gesundheitswerkstatt

veranstalteten Kursen, Lehrgängen,

Seminaren und Workshops bis

zwei Jahre nach Ausstellung einlösen.

Unser Geschenk an Sie:

Den Wert unserer Bildungs-Schecks,

die sie bis Weihnachten erwerben,

erhöhen wir um 5%. Ab 50 Euro

können Sie diese telefonisch oder per

E-Mail bestellen, persönlich abholen

oder per Post zugesandt bekommen.

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dieses Jahr individuell gestaltet mit

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14 brunnenviertler | Dezember 2012


Viertel

Kochen für Freunde

Eines der schönsten Geschenke, die

man lieben Menschen machen kann.

Leopoldine und Karl Sterkl stehen

Ihnen hier mit ihrer großen Auswahl

sowohl an fleischlichen als auch an

Zuspeis-Genüssen und mit Rat und

Tat zur Seite.

Fleischhauerei Sterkl, Brunnengasse 62

Picolit & Verduzzo Friulano

sind zwei exquisite und rare Süßweine

aus Friaul Julisch-Venetien, die gerne

als "Meditationsweine" bezeichnet

werden.

Ihr feines Aroma kommt besonders

gut zur Geltung in Kombination mit

kräftigen und würzigen Käsen, z.B.

dem Grottenkäse aus dem Karst, der

in einer Höhle reift, oder dem La Tour,

einem piemontesischen Schaf-Kuh-

Ziegen-Weichkäse.

In Italien werden sie bevorzugt zu

Desserts und süßen Mandelkeksen,

wie z.B. den toskanischen Cantuccini

genossen. Alles erhältlich bei

La Salvia, Marktstand Yppenplatz/Ecke

Weyprechtgasse/Schellhammergasse

Di, Mi, Do 16-22, Fr 10-22, Sa 9-16 Uhr

Die Architekten haben ihr Konzept der neuen Dachformen für den Yppenmarkt sichtbar

gemacht. Der Bau breitet seine Arme aus und erhebt sie wie zum Fliegen. Stammt die Form

aus dieser Idee, oder hat Mutter Stauds Vorliebe für Eulen die Architektur inspiriert?

Staud’s Pavillon feiert sein 10-jähriges Jubiläum!

Am 20. Dezember 2012 ist es zehn

Jahre her, dass Mutter Staud den

neuen Pavillon betrat, begutachtete,

alles sehr genau inspizierte, auch die

Nebenräume, und ihn in Besitz nahm.

Der Schritt, den bei allen beliebten

Stand aus dem Jahre 1946 durch

einen neuen zu ersetzen, war nicht

leicht gefallen. 7 Sommerwochen lang

war eine Impression, ein Modell des

„Neuen“ zu sehen. Auch die Zustimmung

der KundInnen bestätigte das

Vorhaben, und der Entschluss war

gefasst. Gemeinsam mit dem Architekturbüro

Maczek-Mateovics wurde

das Projekt, eine „Schmuckkassette“

für die Präsentation aller Produkte von

Staud’s zu bauen und einen Ort der

Kommunikation und Kultur am Markt

zu schaffen, verwirklicht.

Diese Entscheidung hat eine nachhaltige

Vorbildwirkung und sehr Vielen

Mut gemacht, ebenfalls in ihre Lokale

oder Geschäfte zu investieren. Heute

zweifelt niemand mehr daran, dass

das Viertel um Staud’s Pavillon ein

aufstrebendes ist.

Auch jetzt ist Staud’s Pavillon die einzige

Bühne weltweit, auf der an die

250 selbstproduzierte Produkte des

Hauses gemeinsam auftreten.

Er ist auch die Bühne für Lesungen,

Konzerte und Kleinkunst, ein Ort für

Aufführungen und Feste, sowohl im

als auch vor dem Geschäft.

Und natürlich ein Ort kulinarischer

Höhepunkte. Bei den sehr geschätzten

Verkostungen gesellen sich zu

Süßem & feinem Saurem von Staud’s

Speckspezialitäten vom Michlbauer,

Bregenzerwald-Käse von Sutterlüty,

Waldviertler Brot von Kasses, dem

einzigen zertifizierten Mitglied von

SlowBaking in Österreich, Weine aus

Wien und der Wachau...

Obwohl das Geheimnis von Staud’s

darin besteht, dass es keines gibt –

denn Ehrlichkeit offenbart den wahren

Geschmack aller Zutaten – gibt es

Überraschungen. Wir verraten eine:

Vielleicht, aber ganz sicher überraschend,

spielt Thomas M. Strobl zur

Verkostung am 24. November auf

brunnenviertler | Dezember 2012 15


Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

26. 27. 28. 29.

30. Nov. 1. Dez.. 2. Dez.

Heiße Tage

im Brunnenviertel

Heiße Tage

im Brunnenviertel

1. Advent

3. 4. 5. Dez. 6. Dez. 7. 8. Dez. 9. Dez.

Krampus

Nikolo

Einkaufen

auch am Markt

2. Advent

10.

11.

12.

13.

14.

15.

16. Dez.

3. Advent

17. 18. 19. 20. 21. 22.

23. Dez.

4. Advent

24. Dez. 25. Dez. 26. Dez.

Heiliger

Abend

Christtag

Stefanitag

27. 28. 29. 30.

31. Dez.

Silvester

1. Jän.

Neujahr

2. 3. 4. 5.

6. Jän.

Heilige 3

Könige

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern

frohe Feiertage!

Marvan TAM

Ihr Installateur/Solarteur und sein Team wünschen Ihnen geruhsame Festtage – und sollte doch ein Problem

auftauchen, rufen Sie 406 31 63, die Notfallsnummer an allen Arbeitstagen während der Weihnachtssperre

vom 28. 12. 2012 bis 6. 1. 2013

Neulerchenfelder Straße 33, www.marvan.at

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