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POL-KS: Belästigung durch falschen Polizisten am

4. Dezember 2012: Mässiges Hinweisaufkommen -

Polizei verteilt Fahndungsplakate

Datum: 15.01.2013 - 14:35 Uhr

Pressemitteilung von: Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

Kategorie: Polizeipresse

Zeichen: 4194 (ohne Leerzeichen + Überschrift)

Kassel (ots) - (Sehen Sie auch unsere Pressemeldungen vom 5. und

7. Dezember 2012 zum Fall "Falscher Polizist belästigt junge Frau")

Am Dienstag, den 4. Dezember 2012, ist eine junge Frau zwischen

18.45 Uhr und 18.55 Uhr von einem bislang unbekannten Mann, der sich

als Polizist ausgab, belästigt worden. Der falsche Polizist war der

jungen Frau in Höhe des Hintereingangs des Diakonissenkrankenhauses

an der Herkulesstrasse aufgefallen. Sie bemerkte, wie er zu ihrer

Strassenseite wechselte und sie verfolgte. Möglicherweise war ihr der

Mann bereits vorher gefolgt, als sie nach dem Einkaufen im Rewe-Markt

an der Wittrockstrasse die Wilhelmshöher Allee, den Kirchweg und dann

die Herkulesstrasse entlang lief. Nach einer Weile hatte der Mann, der

eine auffällige schwarze Umhängetasche mitführte, die junge Frau

angesprochen und sich als Polizist ausgegeben. Unter dem Vorwand, sie

durchsuchen zu müssen, fasste er die junge Frau am Körper unsittlich

an. Als Begründung für die Leibesvisitation erklärte er, eine

Drogenkontrolle durchzuführen, da in der Gegend Drogen verkauft und

die Dealer die Drogen in den Sachen von Frauen oder Mädchen

verstecken würden. Nachdem das der Frau komisch vorkam, wollte sie

den Dienstausweis des angeblichen Polizisten sehen. Daraufhin drückte

der Mann sie gegen eine Wand und hielt ihr, als sie laut zu schreien

anfing, den Mund zu. Erst nachdem sich die junge Frau heftig zur Wehr

setzte, ergriff der Mann die Flucht in Richtung Huttenstrasse.

Die in diesem Fall intensiv ermittelnden Beamten des zuständigen

Kommissariats K 12 liessen durch das Hessische Landeskriminalamt

Wiesbaden unter Mithilfe des Opfers ein Phantombild des Täters

anfertigen, das am 7. Dezember 2012 über www.polizeipresse.de

veröffentlicht wurde. Damit erhofften sich die Ermittler, Hinweise

auf den "falschen Polizisten" zu erhalten, der auch für andere

gleichgelagerte Fälle in Frage kommt. Mittlerweile konnten mindestens

zehn in Kassel verübte Taten zugeordnet werden, die mit hoher

Wahrscheinlichkeit auf das Konto des Pseudo-Polizisten gehen.


"Da das Hinweisaufkommen nach der Phantombildveröffentlichung

leider nur mässig ausfiel und wir noch keine heisse Spur haben, liessen

wir Fahndungsplakate anfertigen, die dankenswerter Weise in

Strassenbahnen, Bahnhöfen, Schulen bzw. anderen öffentlichen

Einrichtungen aufgehängt wurden. Mit der gezielten Plakataktion

hoffen wir weitere Zeugen, möglicherweise auch noch weitere Opfer, zu

erreichen, die Hinweise zu dem falschen Polizisten geben können", so

die in diesen Fällen ermittelnde Kriminalhauptkommissarin Martina

Schierer vom K 12.

Ein Fahndungsplakat befindet sich im Anhang dieser Meldung und

kann sowohl über www.polizeipresse.de oder aber auf der Internetseite

des Polizeipräsidiums Nordhessen unter www.polizei.hessen.de/ppnh

angesehen bzw. herunter geladen werden.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

Etwa 20 Jahre alt, zwischen 175 und 180 cm gross, schlanke Figur

mit relativ breiten Schultern, dunkler Dreitagebart, kantiges

Gesicht, sprach fliessend und akzentfrei Deutsch. Bekleidet mit einer

dunklen hüftlangen Winterjacke und hellen Jeanshosen. Auf dem Kopf

trug er eine schwarze Wintermütze. Er führte eine grosse schwarze

Umhängetasche mit Aufsatztaschen an der Vorderseite mit sich.

Die Ermittler des Kommissariats K 12 wollen wissen:

Wer kann Hinweise zu dem Täter geben? Wem ist der Täter im Bereich

Wittrockstrasse, Kirchweg, Herkulesstrasse oder im Stadtgebiet Kassel

aufgefallen? Weitere Opfer, die möglicherweise die Tat nicht

angezeigt haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Anmerkung:

Bei der Polizei ist es grundsätzlich nicht üblich, dass Polizisten

bei Frauen körperliche Durchsuchungen vornehmen. Weibliche

Verdächtige werden nur von Polizistinnen durchsucht. Polizeibeamte

sind verpflichtet, sich auszuweisen.

Zeugen oder aber weitere Opfer werden gebeten, sich unter

0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen oder einer anderen

Polizeidienststelle zu melden. Die Ermittlungen führt das für diese

Delikte zuständige Kommissariat K 12 der Kasseler Kripo.

Sabine Knöll

Kriminalhauptkommissarin 0561 - 910 1020


Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Nordhessen

Grüner Weg 33

34117 Kassel

Pressestelle

Telefon: 0561/910 10 20 bis 23

Fax: 0561/910 10 25

E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de

Ausserhalb der Regelarbeitszeit

Polizeiführer vom Dienst (PvD)

Telefon: 0561-910-0

E-Mail: ppnh@polizei.hessen.de

Weiterführende Informationen:

http://www.firmendb.de/extern/pp/polizeipresse/pm/44143/2398434/pol-ksbelaestigung-durch-falschen-polizisten-am-4-dezember-2012-maessigeshinweisaufkommen-polizei/api

Polizeibericht bei Firmendb:

http://www.firmendb.de/pressemitteilungen/polizeibericht-2398434.php

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