Profil des Lebens Nr. 87 - Juli - August - September - Freie

freie.be

Profil des Lebens Nr. 87 - Juli - August - September - Freie

PROFIL

Abs.: Freie Krankenkasse, Postfach 2, 4760 Büllingen

Abgabestelle: Eupen Mail

P801141

des Lebens

Juli - August - September 2013

87

Belgien - Belgique

P.P. - P.B.

B 5595

Erscheint dreimonatlich

Reportage

Gesunde

Zähne,

ein Leben lang!

Gesundheit Versicherung Gesundheit

Zucker & Co.:

eine süße Sünde!

Sie hatten einen Unfall?

Was ist zu tun?

Brandverletzungen -

Unfallgefahr im Alltag


Medizinische

Behandlung

für

Kinder

und Jugendliche

Wir erstatten die gesetzlich

vorgesehenen Eigenanteile

unter anderem für Arztbesuche,

Krankenpflege, Kinesitherapie,

Logopädie bis zum 18. Geburtstag.

Zusätzliche Dienste


Vorwort

Aus dem

Inhalt

Gesundheitspflegekosten für Kinder

und Jugendliche

Liebe Leserin,

Lieber Leser,

jedes sechste Kind in Belgien lebt unterhalb der Armutsgrenze, insbesondere

Familien mit nur einem Elternteil sind von der Armut bedroht.

Bei Kindern, die oft krank sind, können die vielen kleinen Beträge medizinischer

Kosten, die zu Lasten der Eltern bleiben, sich nach und nach zu großen

Beträgen anhäufen. Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung besteht

daher das System der „Maximalen Gesundheitsrechnung“, welches die Summe

der vom Patienten zu zahlenden Eigenanteile je nach Sozialstatut und Einkommenslage

des Versicherten auf einen zumutbaren Betrag pro Jahr begrenzt.

Bevor jedoch die Maximale Gesundheitsrechnung wirksam wird, müssen

die summierten Eigenanteile zu Lasten der Eltern den Betrag von 650 € jährlich

erreichen, pro Kind wohlgemerkt!

Um hier unterstützend einzugreifen, hatte unsere Krankenkasse zum 1. Januar

2011 eine zusätzliche Erstattung eingeführt: Für Kinder unter 7 Jahren

wurden die Eigenanteile durch unsere Zusatzversicherung, die „Zusätzlichen

Dienste“ vollständig übernommen. Zum 1. Januar 2012 haben wir diese Erstattung

auf Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ausgedehnt. Auf unserer Generalversammlung

vom 25. Juni 2013 konnten die Mitglieder der Jahresabrechnung

2012 entnehmen, dass unsere Krankenkasse in diesem Posten rund 170.000

Euro ausgegeben hat.

Es gibt eine Vielzahl an Familien, die ohne diese Kostenerstattung mehrere

Hundert Euro, in vielen Fällen sogar 500 bis 600 Euro pro Familie, zu ihren

Lasten gehabt hätten. Diese noch „junge“ Kostenerstattung in der Geschichte

unserer Krankenkasse liegt somit ganz auf der Linie einer unserer wichtigsten

Zielsetzungen: Die Freie Krankenkasse möchte Kostenerstattungen oder Dienstleistungen

anbieten, die vor allem den am schlimmsten betroffenen Kranken zu

Gute kommen.

Hubert Heck,

Direktion der

Freien Krankenkasse

04

05

08

10

12

16

22

23

Zu Ihren Diensten

••

Teilweise Wiederaufnahme der Arbeit während

der Arbeitsunfähigkeit

••

Abschaffung der SIS-Karte ab 2014

••

Sonntags und an Feiertagen: Zuschlag in

Apotheken

••

Einen Arzttermin absagen

Gesundheit

••

Brandverletzungen - Unfallgefahr im Alltag

Gesellschaft

••

Kleine Kinder = großer Stress?

Gesundheit

••

Zucker & Co.: eine süße Sünde

Reportage

••

Gesunde Zähne, ein Leben lang!

Versicherung

••

Die richtige Pflege für gesunde Füße

••

Sie hatten einen Unfall? Was ist zu tun?

••

Genesungsaufenthalte: Erholung nach

schwerer Krankheit

••

Laufbahnunterbrechung

Service

••

Kranke Kinder liebevoll betreut

Kiosk

••

Veranstaltungen

••

Aktionen zur Gesundheitsvorsorge

Impressum

Redaktion: Doris Curnel

Layout: Indigo

Fotos: www.fotolia.de, iStockphoto

Druck: Roels Printing n.v.

Verantwortlicher Herausgeber:

Hubert Heck,

Hauptstraße 2,

4760 Büllingen,

Tel. 080 640 515

Unternehmensnummer: 0420.209.938

Mitglied der Herausgeber der periodischen

Presse

Die Vervielfältigung bzw. Veröffentlichung

dieser Ausgabe, selbst auszugsweise, gestattet

das Urheberrecht nur, wenn sie mit

dem Herausgeber vereinbart wurde.

Kontaktstellen

Büllingen: Hauptstraße 2 - Tel. 080 640 545

Bütgenbach: Marktplatz 11/E/2 - Tel. 080 643 241

Eupen: Vervierser Straße 6A - Tel. 087 598 660

Kelmis: Kirchstraße 6 - Tel. 087 558 169

Raeren: Hauptstraße 73A - Tel. 087 853 464

St.Vith: Schwarzer Weg 1 - Tel. 080 799 515

E-Mail: info@freie.be Internet: www.freie.be


4 Zu Ihren Diensten

Teilweise Wiederaufnahme der Arbeit während der

Arbeitsunfähigkeit

Abschaffung der SIS-Karte

ab 2014

Seit dem 12. April 2013 gilt für Arbeitnehmer

eine neue Regelung

bei der Aufnahme einer teilweisen

Arbeit.

Arbeitnehmer können nach einer Krankheit

ihre Arbeit wieder teilweise aufnehmen

ohne vorher eine Genehmigung des

Vertrauensarztes abwarten zu müssen.

Der Antrag entfällt jedoch in diesem Fall

nicht. Spätestens am Werktag vor der

Wiederaufnahme der teilweisen Arbeit

muss das dafür vorgesehene Antragsformular

per Post an den Vertrauensarzt der

Krankenkasse gesandt werden. Der Poststempel

gilt als Eingangsdatum.

Ein verspätetes Einreichen des Vordrucks

hat finanzielle Verluste für den Arbeitnehmer

zur Folge. Geht das Dokument innerhalb

von 14 Kalendertagen nach Arbeitsbeginn

bei der Krankenkasse ein, so wird

das Krankengeld bis zum Eingangsdatum

des Dokuments um zehn Prozent gekürzt.

Erhält der Vertrauensarzt das Dokument

erst nach mehr als 14 Kalendertagen, so

wird das Krankengeld bis zum Tag seiner

Entscheidung vollständig gestrichen.

Der Vertrauensarzt entscheidet innerhalb

von 30 Werktagen (ab Arbeitsbeginn)

darüber, ob dem Antrag stattgegeben

wird. Dieser Entschluss kann anhand der

vorliegenden Unterlagen in der medizinischen

Akte getroffen werden oder aber

nach einer Untersuchung des Antragsstellers.

Bei jeder Anpassung des Stundenplans

muss ein neuer Vordruck eingereicht

werden.

Das Antragsformular erhalten Sie in

unseren Geschäftsstellen oder im Internet:

www.freie.be > Online Büro

In sehr naher Zukunft müssen Sie Ihre

SIS-Karte nicht mehr in der Apotheke

vorlegen. Stattdessen wird künftig der

elektronische Personalausweis dort verwendet.

Dieser Übergang erfolgt in mehreren

Etappen:

• Manche Apotheken verwenden schon

seit 2012 den elektronischen Personalausweis

anstelle der SIS-Karte.

• Ende 2013 verlieren die SIS-Karten, die

vor zehn Jahren (also im Jahr 2003)

ausgestellt wurden, ihre Gültigkeit.

Fortan geschieht dies mit allen Karten

nach dem Ablauf von zehn Jahren.

• Ab dem 1. Januar 2014 können die

noch gültigen SIS-Karten in den Apotheken

weiterhin zur Identifikation benötigt

werden.

In der rechten unteren Ecke Ihrer SIS-

Karte ist ein Datum vermerkt. Wenn Sie

zehn Jahre hinzuaddieren, erhalten Sie

das Ablauf datum der Karte.

Sonntags und an Feiertagen: Zuschlag in Apotheken

Einen Arzttermin absagen

Wer in der Nacht, an Feiertagen

oder sonntags ein Medikament

in der Apotheke kauft, zahlt

in der Regel mehr als zu den normalen

Öffnungszeiten. Per Gesetz ist es dem

Apotheker erlaubt, während des Wachdienstes

einen Zuschlag zu berechnen.

Diese (nicht obligatorische) Tariferhöhung

soll die Kunden davon abhalten,

während der Wachdienste nicht dringende

Arzneien zu kaufen, wie bspw. Nasenspray

oder Hustensaft.

Für dringende und erstattbare Medikamente

mit einer ärztlichen Verordnung

wird der Zuschlag in Höhe von 5,04 €

vollständig durch die Krankenkasse getragen.

Lediglich für nicht erstattbare

Arzneien (mit oder ohne Verordnung)

muss der Versicherte den Zuschlag selbst

zahlen und erhält somit keine Erstattung.

In diesem Fall kann der Apotheker die

Höhe des Zuschlags allerdings frei bestimmen;

es gibt keine Regelung, die den

Betrag festlegt.

Um unangenehme Überraschungen zu

vermeiden, sollten Sie den Wachdienst

der Apotheke also nur für dringend verordnete,

erstattbare Medikamente in Anspruch

nehmen.

Nachtdienst:

BITTE NUR

IM NOTFALL!

Steht Ihnen ein Arzttermin bevor, den

Sie aus einem bestimmten Grund

nicht wahrnehmen können? Teilen

Sie dem Pflegeleistenden dies so früh wie

möglich mit. Für die Abmeldefristen gibt

es keine offizielle Regelung, aber generell

ist im Falle einer vorgesehenen Konsultation

beim Hausarzt eine Absagefrist von 24

Stunden angebracht. Handelt es sich um

einen chirurgischen Eingriff oder eine Untersuchung

in der Tagesklinik, so ist der

Termin früher abzusagen.

Falls Sie die Benachrichtigung vergessen

oder wenn Sie den Pflegeleistenden zu

spät informieren, kann dieser eine Entschädigung

verlangen. In der Regel beläuft

sich diese maximal auf das Honorar

der Konsultation oder der Leistung.

Denken Sie also daran, Ihren Arzttermin

rechtzeitig abzusagen, wenn Sie verhindert

sind!


Gesundheit

5

Brandverletzungen -

Unfallgefahr

im Alltag

Sommerzeit ist Grillzeit. Was als fröhliches Freizeitvergnügen beginnt, endet für manche mit schmerzhaften

Brandverletzungen. Verbrennungen und Verbrühungen zählen jedoch auch während des restlichen Jahres zu

den häufigsten Verletzungen im Alltag, die besonders oft Kinder treffen. Eine schnelle Reaktion ist bei Brandwunden

besonders wichtig, um weitere Schäden zu vermeiden.

Verbrennungen sind Verletzungen der

Haut, die durch Hitze ausgelöst werden.

Temperaturen über 50 °C schädigen

die Haut oder zerstören sogar – in schlimmen

Fällen – das darunter liegende Gewebe. Das

Ausmaß einer Verbrennung wird bestimmt

durch Temperatur und Art der Wärmequelle

(Flüssigkeit, chemische Produkte, Materialien,

...), die Größe der verletzten Körperfläche

sowie die Dauer des Kontakts. Je höher die

Temperatur ist, desto schneller kommt es zu

einer schlimmen Schädigung der Haut. So

können bspw. schon nach einem Kontakt von

ein bis zwei Sekunden mit einer Hitzequelle

von 70 °C schwere Verbrennungen auftreten.

Die Haut ist mit etwa 1,6 m² das größte Organ

des Menschen und umhüllt den Körper

vollständig. Sie ist aus zwei Schichten aufgebaut,

deren einzelne Bestandteile wiederum

besondere Funktionen übernehmen. Die

Oberhaut besteht aus der Epidermis, in der

die Zellerneuerung stattfindet sowie aus der

Lederhaut, die sich aus Bindegewebe mit

Muskeln, Nerven und Gefäßen zusammensetzt.

In der unteren Hautschicht befindet

sich vor allem durchblutetes Fettgewebe.

Die Dicke der Haut variiert je nach Körperstelle.

Während sie bspw. am Rumpf sowie

an den Außenseiten der Gliedmaßen bis zu

fünf Millimeter messen kann, ist sie an anderen

Körperstellen hingegen nur etwa einen

halben Millimeter dick.

Die Haut ist mit feinen Sensoren ausgestattet,

die auf Wärme, Kälte, Berührungen und

Schmerz reagieren. Außerdem reguliert sie

die Temperatur des Organismus und schützt

den Körper vor schädlichen Einwirkungen

aus der Umwelt.

Unterschiedliche Schweregrade

Aufgrund ihrer Beschaffenheit ist die Haut

allerdings ein schlechter Wärmeleiter, so

dass der Kontakt mit hohen Temperaturen

rasch zu ernsthaften Verletzungen führt. Je

nachdem wie tief das Gewebe beschädigt ist,

werden Brandverletzungen in vier Schweregrade

unterteilt.

Verbrennung ersten Grades

Diese leichteste Form der Verbrühung verheilt

schon nach wenigen Tagen, ohne Narben

zu hinterlassen. Die Verletzung beschränkt

sich auf die oberste Hautschicht und äußert

sich durch Rötung und Schwellung der betroffenen

Hautstelle sowie durch Schmerzen.

Ein typisches Beispiel für diese Art von Verbrennung

ist leichter Sonnenbrand.

Verbrennung zweiten Grades

Tritt eine Verbrennung zweiten Grades ein,

so wird neben einer Verletzung der Epidermis

auch die oberste Schicht der Lederhaut

in Mitleidenschaft gezogen. Zusätzlich zu


6 Gesundheit

Schmerzen, Rötung und Schwellung der

betroffenen Stelle bilden sich Brandblasen

(sofort oder erst einige Stunden nach der

Verbrennung). Diese füllen sich mit einer

Flüssigkeit, die an den geschädigten Blutgefäßwänden

austritt und sich unter der obersten

Hautschicht ansammelt. Stechen Sie die

Blasen nicht auf, da sonst Gefahr besteht,

dass sich die Wunde entzündet! Bei Verbrennungen

zweiten Grades werden die in der

Haut befindlichen Schmerzsensoren nicht

beschädigt, so dass diese Art der Verletzung

sehr schmerzhaft ist.

Verbrennungen dritten Grades

Bei Verbrennungen dritten Grades handelt

es sich um schwere Verletzungen, bei denen

die Oberhaut (Epidermis und Lederhaut)

völlig zerstört werden. Unter Umständen

kann die Schädigung sogar bis in die

Unterhaut reichen. Da bei dieser Form der

Verbrennung auch die Hautsensoren vernichtet

werden, spürt der Betroffene keine

Schmerzen. Oft gehen Verbrennungen

dritten Grades in den Randbereichen der

Wunde allerdings in Verletzungen zweiten

Grades über und sind dort entsprechend

schmerzhaft. Durch die vollständige Zerstörung

des Gewebes ist die Haut an der

verbrannten Stelle nicht mehr durchblutet

und es bilden sich keine Blasen. Die Wunde

ist weiß bis bräunlich verfärbt. Verbrennungen

dritten Grades müssen in jedem Fall

von einem Arzt behandelt werden, oft sogar

in einer Spezialklinik.

Verbrennungen vierten Grades

Bei dieser schwersten Form der Brandverletzung

sind nicht nur die gesamten Hautschichten

vollständig zerstört, sondern

auch die darunterliegenden Gewebeteile

(Muskeln, Sehnen und oft sogar Knochen)

geschädigt. Die Haut ist regelrecht verkohlt

und demnach schwarz verfärbt.

Was tun bei Verbrennungen?

Erste Hilfe bei schweren Verbrennungen

• Erfassen Sie den Ernst der Lage und beruhigen

Sie den Verletzten.

• Falls die Kleidung des Opfers brennt,

wickeln Sie den Betroffenen in eine

Wolldecke (keine Kunstfasern!) um die

Flammen zu löschen, rollen Sie die Person

über den Boden oder löschen Sie

den Brand direkt mit Wasser.

• Versuchen Sie, lose Kleidung zu entfernen.

Tun Sie dies nicht, wenn die Kleidung

an der Haut klebt, da Sie in diesem Fall

die Verletzung verschlimmern könnten.

• Kühlen Sie die Verletzung mit Wasser

(siehe „Was tun bei Verbrennungen?“)

• Beobachten Sie den Allgemeinzustand

Rasches und richtiges Eingreifen beschleunigt

den Heilungsprozess nach einer Verbrennung

und verringert demzufolge auch

die Schmerzen oder Komplikationen. Eine

Brandverletzung sollte unmittelbar nach

dem Unfall mit fließendem Wasser gekühlt

werden, um weitere Hitzeschäden in tiefer

liegendem Gewebe zu vermeiden. Ist die

Wunde von Kleidung bedeckt, so entfernen

Sie diese vorher vorsichtig, falls diese nicht

an der Wunde haftet.

Das Wasser sollte eine Temperatur von 15

bis 20 °C haben (Leitungswasser aus dem

Wasserhahn). Kühlen Sie Brandwunden

niemals mit eiskaltem Wasser oder gar mit

Eiswürfeln. Halten Sie die betroffene Stelle

unter den Wasserhahn, bis die Schmerzen

nachlassen (etwa 15 bis 20 Minuten). Achten

Sie bei Blasenbildung darauf, dass der

des Verletzten. Durch die schwere Schädigung

der Haut ist auch die Temperaturregulation

des Körpers gestört und

es kann zu Unterkühlung oder zu einem

Schock kommen.

• Decken Sie die Person mit einer Decke

zu. Idealerweise sollten Sie dazu eine

Rettungsdecke aus dünner Folie oder

sterile Brandtücher (Erste-Hilfe-Kasten)

verwenden.

• Rufen Sie einen Arzt oder bei sehr

schweren, großflächigen Verbrennungen

den Notarzt.

• Der Verletzte sollte nichts trinken und

nichts essen.

Wasserstrahl diese nicht direkt trifft, da

sonst die Blasen platzen könnten und sich

die Infektionsgefahr deutlich erhöht.

Leichte Verbrennungen (Verletzungen ersten

Grades oder kleine Verbrennungen zweiten

Grades) können Sie anschließend selbst mit

einer Brandsalbe oder einem Produkt zur

Wundheilung behandeln. Gegebenenfalls

kann die Wunde mit einem sterilen Verband

abgedeckt werden. Verbrennungen ersten

Grades sind in der Regel nach wenigen Tagen

narbenfrei verheilt. Bei Verbrennungen

zweiten Grades kann die Heilung bis zu zwei

Wochen dauern. Ist die verbrannte Stelle jedoch

größer als eine Ein-Euro-Münze oder

handelt es sich um Verbrennungen dritten

Grades, so sollten Sie unverzüglich einen

Arzt aufsuchen.

Behandeln Sie schwere oder offene Brandwunden

niemals mit Hausmitteln wie

Quark, Öl, Butter oder Mehl. Dies fördert

die Entstehung einer Infektion, da auf diese

Weise vermehrt Bakterien in die Wunde

eintreten. Auch eine Selbstmedikation

mit Salben, Gels oder heilungsfördernden

Lotionen ist bei größeren Verletzungen

nicht anzuraten.


Gesundheit

7

Schützen Sie Ihr Kind

Klinik für Schwerstverbrannte

Je nach Größe der verletzten Hautpartie und

Schwere der Verbrennung wird ein Krankenhausaufenthalt

notwendig. Eine Überweisung

in eine Spezialklinik für Schwerstverbrannte

erfolgt ab einer verbrannten Körperfläche

von mehr als 15 Prozent bei Erwachsenen

(10 Prozent bei Kindern) sowie bei Verbrennungen

an Händen, Füßen, im Gesicht und

im Genitalbereich.

Sind tiefere Hautschichten durch die Hitzeeinwirkung

beschädigt, so muss die Verletzung

meist chirurgisch behandelt werden.

Großflächige Verbrennungen müssen mit

einer verpflanzten Hautschicht bedeckt werden,

um Infektionen zu vermeiden und den

Heilungsprozess anzukurbeln. Dazu werden

dem Verletzten an einer anderen Stelle Hautpartien

entnommen, die auf die Brandwunde

aufgetragen werden. Wenn nicht genügend

Eigenhaut zur Transplantation vorhanden ist,

muss auf Haut von Spendern zurückgegriffen

werden oder es werden, in aufwendigen

Verfahren, Hautzellkulturen aus der Haut

des Patienten nachgezüchtet. In diesem

Fall dauert es bis zu 21 Tage ehe sich die

neue Haut gebildet hat und auf die Wunde

Ein Großteil der Verbrennungsopfer sind

Kleinkinder. Sie entdecken gerade ihre

Welt und sind sich drohender Gefahren

durch Hitze und Feuer nicht bewusst.

Durch die Schaffung eines kindgerechten

Lebensumfeldes könnten jedoch die

meisten Unfälle vermieden werden. Die

Haupt ursache für Verbrennungen im

Kindesalter sind heiße Flüssigkeiten wie

Wasser, Heißgetränke sowie Brat- und

Frittieröl. Weitere Gefahren lauern bei

Bügeleisen, glimmenden Zigaretten oder

heißen Töpfen und Schüsseln.

transplantiert werden kann. Kleinere Verbrennungen

heilen nach einer Hautverpflanzung

im Idealfall schon nach zwei bis drei

Wochen aus. Bei großflächigen Brandverletzungen

hingegen ist meist eine wochen- oder

monatelange Nachbehandlung notwendig.

Psychologische Betreuung

Neben der medizinischen Behandlung der

Brandwunden werden die Verletzten in einer

Spezialklinik für Schwerstverbrannte auch

psychologisch betreut, denn schließlich haben

sie nicht nur schwere körperliche Schäden

erlitten, sondern haben meist auch seelisch

mit den Folgen eines solchen Unfalls

zu kämpfen. Dabei gilt es einerseits, den

Schock der Verbrennungen zu verarbeiten

und andererseits, die psychische Belastung

der langwierigen und schmerzhaften Behandlung

und die Reaktionen des Umfelds

auf eventuell sichtbare Brandnarben zu verkraften.

Aus diesem Grund wird der Patient in einer

Spezialklinik in der Regel von einem multidisziplinärem

Team betreut, das sich aus

Medizinern, Anästhesisten, Chirurgen, Kinesitherapeuten,

Psychologen, Psychiatern

und Pflegepersonal zusammensetzt.

Seien Sie besonders achtsam, wenn

sich Ihr Kind dem Warmwasserhahn nähert.

65 °C heißes Wasser kann bei Kindern

innerhalb einer halben Sekunde zu

schweren Verbrennungen führen. Deshalb

empfiehlt sich im Bad eine Dusch- oder

Wannenvorrichtung mit Thermostat. So

können Sie die Wassertemperatur optimal

einstellen. Noch wirksamer ist ein Temperaturbegrenzer

– ein Knopf, der eine Temperatur

von höchstens 38 °C zulässt. Um

wärmeres Wasser zu erhalten, muss dieser

Knopf eingedrückt werden, was für Kinder

nur schwer zu handhaben ist.

Belgische Spezialkliniken

für Schwerstverbrannte

• Militärkrankenhaus, Bruynsstraat,

1120 Neder-Over-Heembeek,

Tel. 022 686 200

• C.H.U. Sart Tilman, Domaine

Universitaire du Sart Tilman,

Bâtiment B 35, 4000 Lüttich,

Tel. 043 667 294

• Grand Hôpital de Charleroi –

Site IMTR, Rue de Villers 1,

6280 Loveral, Tel. 071 106 000

• Universitätsklinik Gasthuisberg,

Herestraat 49, 3000 Leuven,

Tel. 016 348 750

• Algemeen Ziekenhuis Stuyvenberg,

Lange Beeldekensstraat

267, 2060 Antwerpen,

Tel. 032 177 595

• Universitätsklinik Gent,

De Pintelaan 185, 9000 Gent,

Tel. 092 403 490


8 Gesellschaft

KleineKinder =

großer Stress?

Nächtliche Heulkonzerte, beschmutzte Lätzchen und Babyausrüstung im ganzen Haus, … die Allerkleinsten

lassen den Stresspegel der Eltern manchmal ins Unermessliche steigen. Doch Familienzuwachs muss nicht

zwangsläufig zu übermäßigen Spannungen führen. Ein paar einfache Ratschläge sorgen dafür, dass das

Glück über die Ankunft des Babys nicht getrübt wird.

Babys halten ihre Eltern auf Trab – das

ist ganz natürlich. Frischgebackene

Eltern müssen sich demnach nicht

schuldig fühlen, wenn sie nervös und angespannt

sind. Das geht den meisten Eltern so.

Allerdings spielen dabei auch die Lebensumstände

eine Rolle. In manchen Situationen

steigt die Anspannung noch zusätzlich, z.B.

beim Auftreten von finanziellen Schwierigkeiten

oder gesundheitlichen Beschwerden.

Aber auch berufliche oder partnerschaftliche

Probleme sorgen häufig für Spannungen, die

sich im Umgang mit dem Baby bemerkbar

machen können.

Mögliche Stressfaktoren

Mit Stress geht jeder Mensch anders um. Wie

die jungen Eltern mit der Geburt des Babys

fertig werden, hängt vor allem vom persönlichen

Empfinden ab. Während mancher in einer

bestimmten Situation völlig ruhig bleibt,

sorgen die gleichen Umstände bei anderen

für einen deutlichen Stressanstieg. Einige

Faktoren sorgen besonders häufig für Aufregung

und Verunsicherung:

• Hohe Erwartungen an sich selbst als Eltern:

Eltern setzen sich besonders hohe

Ziele bei der Erziehung ihrer Kinder oder

wollen im Umgang mit ihnen oft zu perfekt

sein. Dieses Selbstbild müssen sie schon

kurz nach der Geburt überdenken und

durch realistischere Pläne ersetzen.

• Wandel des Familienlebens: Das Baby

bringt sämtliche Bereiche des Familienalltags

durcheinander: Haushalt, Freizeit,

Job, usw. Jeder muss für sich persönlich

aber auch im Zusammenleben mit dem

Partner und mit den anderen Kindern ein

neues Gleichgewicht finden.

• Ernährung des Babys: Probleme beim Stillen

oder bei der Flaschenfütterung sorgen

besonders häufig für Stress.

• Erwartungen der Eltern an das Kind: Kinder

verhalten sich längst nicht immer so,

wie die Eltern es sich wünschen. Beste

Beispiele sind schlaflose Nächte, Schreikrämpfe

oder Nahrungsverweigerung. Die

Kluft zwischen den Erwartungen und der

Realität ist unter Umständen sehr groß

und zehrt an den Nerven der Eltern.

Folgen der Belastung

Dass das Elterndasein mit Anstrengungen

verbunden ist, ist allgemein bekannt. Bleiben

die Spannungen aber über einen längeren

Zeitraum bestehen, so können sie zu

ernsten Problemen anwachsen:

• Chronische Überlastung

• Postnatale Depression (betrifft bis zu

einem Fünftel der Mütter und einem Zehntel

der Väter)

• Probleme in der Partnerschaft

• Riskante Eltern-Kind-Beziehung: chronisch

gestresste Eltern sind manchmal

nicht mehr in der Lage, die Bedürfnisse

des Babys schnell zu erkennen und entsprechend

zu reagieren.

Selbstkenntnis

Niemand kann sich perfekt auf das Leben mit

einem Kind vorbereiten. Aber wer sich selbst

gut kennt und auf seine eigenen Bedürfnisse

achtet, kann sich und der gesamten Familie

viel Stress ersparen. Die Erfahrung hat

gezeigt, dass diese Eltern ihre Reaktion auf

Änderungen in ihrem Leben besser einschätzen

und sich leichter an neue Situationen

gewöhnen. Schon im Vorfeld haben sie so

die Möglichkeit, sich intensiver auf das Leben

mit dem Baby vorzubereiten. Es ist also

wichtig, sich selbst möglichst gut zu kennen,


Gesellschaft

9

auch wenn diese Selbstwahrnehmung nicht

für jeden selbstverständlich erscheint.

Auch für den Umgang mit dem Partner

ist diese Art der Ehrlichkeit sehr wichtig.

Schließlich sollten beide Elternteile ihre Erwartungen

an das Leben mit Kindern teilen.

Nur so kann das alltägliche Familienleben

einigermaßen reibungslos gelingen.

Auf die eigenen Bedürfnisse achten

Ein geregelter und gesunder Lebensstil ist

für jeden wichtig. Oftmals nehmen Babys

ihre Eltern aber so sehr in Anspruch, dass

diese ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigen.

Bewegungsmangel, Übermüdung und

schlechte Ernährungsgewohnheiten sind die

Folge. Darunter leiden dann sowohl die körperliche

als auch die seelische Befindlichkeit.

Wer gut für sich sorgen will, sollte seine

Prioritäten auflisten – welche Aktivitäten

können aufgegeben werden, was ist wichtig

zur Wahrung des inneren Gleichgewichts?

Welche Hobbys haben keinen Platz mehr

im neuen Leben und für welche Bedürfnisse

wird ein festes Zeitfenster fixiert?

Während der Schwangerschaft und auch in

den ersten Monaten nach der Geburt ist es

eine Herausforderung für die Eltern, sich

optimal auf das Zusammenleben mit dem

neuen Familienmitglied einzustellen ohne

die eigene Freiheit dabei ganz aufzugeben.

Dabei können sie selbstverständlich auf die

Hilfe aus ihrem Umfeld zurückgreifen.

Rituale helfen im Alltag

Routine und Gewohnheiten helfen in vielen

Situationen, den Stress zu verringern. Rituale

im Alltag sind für Eltern und auch für die

Kinder unentbehrlich. Viele Eltern schaffen

es, dank fester Abläufe die Ruhe zu bewahren.

Auch Babys, die an einen fixen Tagesablauf

gewöhnt sind, sind meist deutlich ausgeglichener

und ruhiger.

Was tun bei …?

… Reflux: bei vielen Babys steigt nach der

Mahlzeit eine kleine Menge der Milch wieder

in die Speiseröhre hoch. Das ist normal und

in der Regel nicht schmerzhaft. Ein starker

und häufiger Milchrückfluss kann aber für

das Kind unangenehm sein. Wenden Sie sich

in diesem Fall an Ihren Hausarzt oder Kinderarzt.

… Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme:

Beim Stillen ist es schwer, einzuschätzen

wie viel Milch das Baby zu sich

nimmt. Falls Sie fürchten, dass die Menge zu

gering ist oder es Probleme beim Trinken an

der Brust gibt, wenden Sie sich an eine Hebamme

oder eine Kinderpflegerin. Auch bei

Problemen mit der Flaschennahrung stehen

sie Ihnen zur Seite.

… schlaflosen Nächten: versuchen Sie,

Ihrem Baby einen möglichst geregelten

Tagesablauf zu bieten mit festen Schlafenszeiten,

an die es sich gewöhnen kann. Außerdem

sollten Babys ab sechs Monaten in

einem eigenen Zimmer schlafen. Manche

Kinder haben mehr oder weniger große

Schwierigkeiten, sich an den neuen Schlafplatz

zu gewöhnen, doch einen Versuch ist

es wert.

… Schreikrämpfen: viele junge Eltern

sind verunsichert, wenn ihr Kind weint, weil

sie nicht wissen, was ihm fehlt. Nehmen Sie

sich die Zeit, ihr Kind kennenzulernen und

beobachten Sie seine Reaktion in den unterschiedlichen

Situationen: Hunger, nasse

Windeln, usw.

Manchmal gibt es jedoch gar keine Ursache

für die Unzufriedenheit des Kleinen und es

möchte einfach etwas Zuwendung und Aufmerksamkeit.

Babys verarbeiten ihre Gefühle

und Erlebnisse durch das Weinen. Das ist

auch der Grund dafür, dass viele Kleinkinder

– scheinbar grundlos –ständig zur gleichen

Tageszeit weinen.

Professionelle Hilfe

Der Dienst für Kind und Familie (DKF) hat

die Aufgabe, junge Familien in der ersten

Zeit zu unterstützen. Kinder bis zum Alter

von drei Jahren werden von ausgebildeten

Krankenpflegerinnen betreut. Dazu gehören

unter anderem Besuche im Krankenhaus

und zu Hause, eine telefonische Beratung

sowie Vorsorgeuntersuchungen für

Säuglinge und Kleinkinder. Auch in besonderen

Situationen oder Notlagen können

sich die Eltern an den Dienst für Kind und

Familie wenden.

Kontakt und weiterführende Informationen:

Ministerium der DG, Dienst für Kind

und Familie, Gospert 1, 4700 Eupen, Tel.

087 596 393 oder im Internet unter www.

dglive.be


10 Gesundheit

Zucker & Co.:

eine süße Sünde

Haben Sie häufig Lust auf Süßes? Damit sind Sie nicht alleine. Viele Menschen lieben Süßes – Kekse, Bonbons,

Kuchen oder Eis sind der reinste Genuss. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn auch Muttermilch schmeckt

süß und somit wurden unsere Geschmacksnerven gleich nach der Geburt beeinflusst. Zuviel Zucker ist jedoch

ungesund. Deshalb ist man ständig auf der Suche nach neuen Süßungsmitteln. Welche gibt es und wann sollte

man darauf zurückgreifen?

Zucker kontra Süßstoff

Viel Zucker schadet der Gesundheit, das

ist kein Geheimnis. Übergewicht und Karies

sind häufige Folgen eines hohen Zuckerkonsums.

Zucker ist ein so genanntes

leeres Lebensmittel, denn außer Kohlenhydraten

enthält Zucker keine anderen Nährstoffe:

kein Eiweiß, keine Vitamine, keine

Mineralien. Er führt dem Körper also nur

„leere“ Kalorien zu. Die Nahrungsmittelindustrie

hat sich auf diesem Gebiet mächtig

ins Zeug gelegt und ein weitreichendes

Angebot an zuckerarmen Produkten auf

den Markt gebracht. Ein scheinbarer Ausweg

für Schleckermäulchen, die sich vor

Hüftspeck fürchten. Die Nahrungsmittel mit

reduziertem Zuckergehalt erhalten ihren

süßen Geschmack durch den Zuckerersatz

in Form von Süßstoffen. Diese Zusätze sind

je nach Produkt unterschiedlich.

Arten von Süßstoffen

Man unterscheidet zwei Gruppen von Süßstoffen:

die intensiven und die extensiven

Mittel.

Die intensiven Süßungsmittel haben eine

deutlich stärkere Süßkraft als Zucker.

Gleichzeitig liefern sie keine oder kaum Energie

und beeinflussen den Blutzuckergehalt

nicht. Demnach sind sie auch äußerst kalorienarm.

Diese so genannten intensiven Süßungsmittel

sind vor allem in Softgetränken,

in Marmeladen, in Eis und in Schokolade

enthalten. Ebenso sind sie häufig in Pulverform,

als Flüssig-Süßstoff oder als Pastillen

erhältlich, z.B.:

• Aspartam (E951)

Aspartam ist das wohl bekannteste intensive

Süßungsmittel mit einer 200-fachen

Wirkung im Vergleich zum herkömmlichen

Zucker. Es wird also nur in winzigen Mengen

verwendet. Aspartam ist ein sehr beliebter

Süßstoff, da sein Geschmack dem

des Zuckers erstaunlich nahe kommt. Er

besteht aus zwei Substanzen, die sowohl

im menschlichen Körper als auch in bestimmten

Lebensmitteln (z.B. Milch, Eier,

Bananen) auf natürliche Weise vorkommen.

• Saccharin (E954)

Saccharin ist eines der ältesten künstlichen

Süßungsmittel, doch sein Geschmack unterscheidet

sich manchmal deutlich vom herkömmlichen

Zucker. Demzufolge kommt

Saccharin seit einigen Jahren nur noch relativ

selten zum Einsatz.

• Thaumatin (E957)

Thaumatin ist ein süßes Protein, das aus

dem Samen einer tropischen Pflanze gewonnen

wird. Seine Wirkung ist 2.000 Mal

stärker als Zucker. Dieser Süßstoff hinterlässt

einen lakritzartigen Nachgeschmack

im Mund und wird häufig in Kaugummis

und Bonbons verwendet.

• Acesulfam-K (E950)

Dieser Süßstoff wird oft in Verbindung mit

Aspartam eingesetzt. Acesulfam-K hält hohen

Temperaturen stand und eignet sich

somit bestens für warme Zubereitungen wie

Puddings oder Gebäck.


Gesundheit

11

• Sucralose (E955)

Sucralose ist der einzige Süßstoff, der auf

Basis von Zucker hergestellt wird. Auch

dieses Mittel ist hitzeresistent und befindet

sich häufig in gekochten oder gebackenen

Produkten.

Die extensiven Süßungsmittel haben meist

die gleiche Wirkung wie Zucker oder sind

weniger stark. Im Prinzip enthalten sie die

gleiche Menge an Kalorien wie herkömmlicher

Zucker; da sie aber nicht oder nur

in geringem Maße vom Körper aufgenommen

werden, ist ihre Energiezufuhr weitaus

geringer. Werden extensive Süßstoffe im

Übermaß konsumiert, können sie Darmbeschwerden

oder einen schlechten Atem hervorrufen.

Einige Beispiele für diese Gruppe

der Süßungsmittel sind Laktose, Maltose,

Tagatose, Sorbitol und Xylitol. Häufig verwendet

die Lebensmittelindustrie extensive

Süßstoffe in der Produktion von Kaugummis,

Bonbons, Keksen und Feingebäck.

Sind Süßstoffe unbedenklich?

Süßstoffe sind die meist analysierten Nahrungszutaten

überhaupt. Die Richtlinien

sind dabei sehr strikt und folglich dürfen

Süßungsmittel nur in der Lebensmittelindustrie

eingesetzt werden, wenn sie gesundheitlich

keine Nebenwirkungen haben. Erst

wenn eine ganze Reihe an Lebensmittelorganisationen

grünes Licht gegeben haben, darf

der Stoff freigegeben werden. Dieser Zulassungsmarathon

kann mehrere Jahre oder

gar Jahrzehnte in Anspruch nehmen, denn

die offiziellen Instanzen sind verpfilichtet,

sämtliche langfristigen Risiken für den Verbraucher

auszuschließen.

Demnach ist davon auszugehen, dass Süßstoffe

ungefährlich sind, insofern die empfohlene

Tagesdosis nicht überschritten

wird. Die empfohlene Tagesdosis ist eine

weitreichende Richtlinie, die sich auf die

Bedürfnisse der schwächsten Konsumenten

(z.B. Kinder) bezieht. Falls die empfohlene

Tagesdosis langfristig überschritten wird,

treten möglicherweise Nebenwirkungen auf.

Dieses Risiko ist allerdings kaum vorhanden.

Beispiel: Die maximale Tagesdosis des Süßstoffs

Aspartam liegt bei 40 mg pro Kilo Körpergewicht.

Eine Person, die 70 kg wiegt,

dürfte somit 2.800 mg Aspartam zu sich

nehmen, was etwa 4 Litern eines Light-Erfrischungsgetränks

entspricht. Für ein 25 kg

schweres Kind liegt die Grenze bei 1,5 Litern.

Stevia

Im Gegensatz zu allen anderen synthetischen

Süßungsmitteln ist Stevia rein natürlich.

Stevia wird vorwiegend in Erfrischungsgetränken,

in Fruchtzubereitungen und in

Milchprodukten verwendet. Stevia enthält

keine Kalorien, ist zahnfreundlich und ist

200 Mal süßer als Zucker.

5 Missverständnisse

zu Süßstoffen

1. Viele Produkte tragen zu Unrecht das Prädikat

„light“ auf ihrer Verpackung. Zwar

ist ihr Zuckergehalt deutlich geringer als

bei herkömmlichen Produkten, dies wird

aber nicht selten durch eine Zugabe von

Fett kompensiert. „Light“ ist also kein Synonym

für „mager“ oder „kalorienarm“!

Vergleichen Sie deshalb immer die Etiketten

des Originalprodukts mit dem der

Light-Version.

Vorteile von Süßstoffen

Dank ihrer starken Wirkung wird nur eine

geringe Menge benötigt

Sie verursachen kein Karies

Sie enthalten kaum oder keine Kalorien

Falls Sie Fragen haben zum vernünftigen

Umgang mit Zucker und Süßstoffen oder

wenn Sie ihre Ernährung umstellen möchten,

können Sie sich von einer Ernährungsberaterin

helfen lassen.

Für anerkannte Ernährungsberater erstatten

wir durch unsere Zusätzlichen Dienste

folgende Leistungen:

• Nach Abschluss eines vollständigen Behandlungsplans

(7 Beratungen) beläuft

sich die Gesamterstattung auf 130 €

Ernährungsberatung

2. Die Fructose, auch als Fruchtzucker bekannt,

ist ein häufig verwendeter Süßstoff.

In der Vergangenheit wurde vermutet,

dass Fructose besser sei für die Gesundheit

als normaler Zucker. Doch beide

haben in etwa den gleichen Energiegehalt.

Mit Fructose gesüßte Lebensmittel

enthalten somit nicht weniger Kalorien

als gezuckerte Produkte.

3. Hartnäckig hält sich die Behauptung,

dass der Konsum von Süßstoffen in der

Schwangerschaft ungesund sei. Das

stimmt jedoch nicht! Insofern die maximale

Tagesdosis nicht überschritten wird,

besteht keine Gefahr für Mutter oder Kind.

4. Laut einer französischen Studie erhöht

die Einnahme von Süßstoffen das Risiko

für eine Diabeteserkrankung des Typ 2.

Da aber keine eindeutigen Beweise vorliegen,

gilt diese These als nicht gefestigt.

5. Selbst wenn Süßstoffe keine erwiesenen

Gesundheitsrisiken bergen, sollte man

sie nur in Maßen genießen. Das Gefühl,

sich nicht zügeln zu müssen („es ist light,

also darf ich so viel zu mir nehmen wie

ich mag“), kann eine Zuckerabhängigkeit

hervorrufen.

Nachteile von Süßstoffen

Sie haben keine konservierende Wirkung

Sie hinterlassen manchmal einen bitteren

Nachgeschmack

• Für Einzelberatungen erhalten Sie 10 €

pro Sitzung (20 € für die erste Beratung,

da diese mit rund 60 Minuten

etwa doppelt so lange dauert wie die

restlichen Sitzungen).

In unseren Kontaktstellen in Büllingen,

Eupen und Sankt Vith können Sie sich für

eine individuelle Ernährungsberatung anmelden,

die wir dort anbieten.


12 Reportage

Jeder möchte gesunde

und schöne Zähne haben.

Diese benötigen

jedoch ständige Pflege.

Eine gründliche Mundhygiene,

ausgewogene Ernährung

und regelmäßige Besuche beim

Zahnarzt sorgen dafür, dass die

Zahngesundheit erhalten bleibt.

Zahlreiche Zahnbeschwerden werden

durch Karies ausgelöst. Die Mundhöhle

wird von unendlich vielen Bakterien

besiedelt. Diese ernähren sich vom

Zucker, der nach dem Essen in Form von

Nahrungsresten an den Zähnen haftet. Dabei

wandeln die Bakterien den Zucker in Säure,

die den Zahnschmelz angreift.

Die heutigen Zubereitungsmethoden lassen

unsere Nahrung weicher werden als die

unserer Vorfahren und wir müssen weniger

kauen. Deshalb bilden die Speicheldrüsen

weniger Speichel, der die Zähne reinigt.

Folglich bleibt der Zucker länger auf der

Zahnoberfläche haften und die Gefahr der

Kariesentstehung wächst.

Vor allem Naschereien sowie zucker- und

stärkehaltige Lebensmittel begünstigen das

Auftreten von Karies, da deren Belag besonders

hartnäckig an den Zähnen haftet. So

entstehen kleine Löcher in der Zahnoberfläche.

Werden diese nicht behandelt, frisst

sich der Karies immer tiefer durch den Zahn

und zerstört ihn vollständig.

Das Umwandeln von Zucker in Säure und

somit die Kariesbildung kann nur durch

regelmäßiges Putzen der Zähne vermieden

werden. Für die Gesunderhaltung der Zähne

sind außerdem Besuche beim Zahnarzt

unerlässlich.

Vorsorge

Der Zahnarzt ist nicht nur dazu da, Schäden

an den Zähnen zu beheben. Er trägt vor allem

dazu bei, Probleme zu vermeiden. Aus

diesem Grund sollten Sie ihn regelmäßig zu

Kontrollzwecken aufsuchen. Komplizierte

und teure Behandlungen zur Wiederherstellung

der Zähne werden dann überflüssig

oder fallen erst viel später an.

Schon im Kindesalter sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

wichtig. Idealerweise

sollten Sie die Zähne Ihrer Kinder ab dem

Alter von zwei Jahren etwa alle sechs Monate

vom Zahnarzt kontrollieren lassen. Leider

berücksichtigen noch nicht alle Eltern diesen

Ratschlag. Viele denken, „es sind doch

bloß die ersten Zähne“, doch Erkrankungen

an den Milchzähnen können auch andere

gesundheitliche Beschwerden hervorrufen.

Bestimmte vorsorgende Leistungen werden

durch die gesetzliche Krankenversicherung

erstattet. Für Erwachsene zählt dazu jährlich


Reportage

13

eine Munduntersuchung (18 bis 63 Jahre)

sowie das Entfernen von Zahnstein. Für

Kinder und Jugendliche sieht die Pflichtversicherung

neben letzterer Leistung zudem

eine vollständige Erstattung für das Versiegeln

von Rissen und Löchern sowie für zwei

vorsorgende Munduntersuchungen pro Jahr

vor.

Putzen, putzen, putzen!

Das Zähneputzen ist wichtig, um die Beläge,

die durch Nahrungsreste an den Zähnen

entstanden sind, zu entfernen. Nur durch

regelmäßiges und richtiges Reinigen des

Mundinnenraums kann Karies, Zahnstein

und Parodontose vorgebeugt werden.

Säubern Sie Ihre Zähne nach jeder Mahlzeit.

Nach dem Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln

oder Getränken (Obst, Fruchtsäfte,…)

sollten Sie jedoch 30 bis 60 Minuten

mit dem Putzen warten. Die Säure der

Nahrung setzt sich auf den Zähnen ab und

greift den Schmelz an. Werden die Zähne

anschließend sofort gereinigt, tragen die

Borsten die durch die Säure vorgeschädigte

Oberfläche ab.

Die richtige Technik

Spülen Sie Ihren Mund vor dem Putzen

mit Wasser aus. Lassen Sie dabei das Wasser

durch die Zahnzwischenräume wieder

heraus. Legen Sie die Zahnbürste anschließend

in einem Winkel von 45 Grad zum

• Nach dem Putzen sollten Sie den Mund

nur ein Mal umspülen, so dass noch ausreichend

Fluor zur Wiederherstellung

des Zahngewebes übrig bleibt.

• Wählen Sie für Ihre Kinder eine Zahnbürste

mit kleinem Bürstenkopf.

• Kaufen Sie aus hygienischen Gründen

nur Zahnbürsten mit Kunststoffborsten.

• Spülen Sie die Bürste nach dem Putzen

mit reichlich Wasser ab, damit Zahncremereste

vollständig entfernt werden.

Zahnfleischrand an und führen Sie die

Bürste in kreisenden Bewegungen vom

Zahnfleischrand über die Zähne. Nachdem

Sie sämtliche Außen- und Innenflächen so

behandelt haben, säubern Sie die Kauflächen

ebenfalls. Achten Sie jedoch darauf,

beim Putzen keinen zu starken Druck auszuüben,

da Sie sonst das Zahnfleisch verletzen

können.

Streichen Sie mit der Bürste auch sanft über

das Zahnfleisch um die Bildung von Zahnstein

zu vermeiden. Einen frischen Atem erhalten

Sie durch das Bürsten des Gaumens

und der Zunge. Der gesamte Putzvorgang

nimmt etwa drei Minuten in Anspruch.

Spülen Sie den Mund nach dem Putzen nur

leicht aus, damit die Fluoridkonzentration

hoch bleibt.

Kinder sollten beim Putzen der Zähne mit

den Kauflächen beginnen. Danach sind Außen-

und Innenflächen an der Reihe.

Beachten Sie immer diese Regeln des Zähneputzens.

Eine falsche Technik (z.B. horizontales

oder vertikales Schrubben der Außen-

und Innenflächen) kann langfristig zu

Schäden an Zähnen und Zahnfleisch führen.

Zahnbürste und Zahncreme

Für eine wirkungsvolle Zahnpflege sind jedoch

nicht nur Häufigkeit und Methode des

Putzens von Bedeutung. Auch die sorgfältige

Auswahl von Zahnbürste und Zahncreme

sind wichtig.

Allgemeine Hinweise

Trocknen Sie die Bürste anschließend ab

und stellen Sie sie in einen Becher.

• Sie brauchen nicht den gesamten Bürstenkopf

mit Zahncreme zu bedecken.

Ein dicker Klecks reicht aus.

• Putzen Sie das Zähneputzen nicht unmittelbar

nach dem Verzehr von säurehaltigen

Lebensmitteln oder Getränken

(Obst, Fruchtsäfte,…). Die Putzbewegungen

würden den durch die Säure angegriffenen

Schmelz abtragen.

• Achten Sie darauf, dass Ihre Zahnbürste

abgerundete Kunststoffborsten hat.

• Der Bürstenkopf sollte abgerundet sein,

um Verletzungen am Zahnfleisch zu vermeiden.

• Das Borstenfeld der Bürste sollte etwa 2,5

Zähne bedecken. Für Kinder ist also ein

kleinerer Bürstenkopf zu wählen. Die Stellung

der Borsten (V-förmig oder gerade)

spielt hingegen keine Rolle.

• Tauschen Sie die Bürste spätestens nach

drei Monaten aus hygienischen Gründen

aus.

Die heute angebotenen Zahncremes bestehen

weitgehend aus den gleichen Basiszutaten.

Die Qualitätsunterschiede sind nicht

sehr groß. Manche Cremes unterscheiden

sich von anderen jedoch durch bestimmte

Zusatzwirkstoffe für Problemzähne: hohe

Empfindlichkeit, Zahnstein, Verfärbungen,…

Verwenden Sie vorzugsweise fluorhaltige

Zahncremes mit antibakteriellen Wirkstoffen.

Diese machen die Zähne widerstandsfähiger

und verringern die Bildung von

Belag. Seien Sie vorsichtig bei Zahncremes

• Kauen Sie immer gründlich. Das regt die

Speichelbildung an und hilft Bakterien

und Nahrungsmittelrückstände zu bekämpfen.

• Wechseln Sie alle drei Monate die Zahnbürste.

• Gehen Sie zwei Mal pro Jahr zum Zahnarzt.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

vermeiden oft langwierige,

komplizierte und teure Behandlungen.


14 Reportage

mit Bleichmitteln. Sie lassen die Zähne zwar

weißer scheinen, können die Zahnoberfläche

jedoch angreifen.

Verwendung von Zahnseide

Selbst durch gründliches Putzen lassen sich

nicht immer alle Nahrungsrückstände aus

den Zahnzwischenräumen entfernen. Vor

allem diese schwer erreichbaren Stellen

werden oft von Karies befallen.

Aus diesem Grund sollten Sie die Zwischenräume

regelmäßig mit Zahnseide säubern.

Wickeln Sie die Enden eines etwa 20 Zentimeter

langen Stücks Zahnseide um beide

Mittelfinger. Der Abstand zwischen Ihren

Händen sollte dabei ungefähr fünf Zentimeter

betragen. Fahren Sie dann mit der Seide

vorsichtig zwischen die Zähne.

Die Zwischenräume sollten Sie regelmäßig

säubern.

Sieben Richtlinien

für gesunde Zähne!

Die richtige Putztechnik

Veröffentlichung

Gesund essen... auch für die Zähne

Damit die Zähne

ein Leben lang gesund

bleiben, sollte

die richtige Pflege

schon im Kindesalter

erlernt werden.

Kleine tägliche Rituale

reichen schon

aus, um die Zähne gesund zu erhalten.

Welche das sind, erfahren Sie in unserer

Broschüre „Sieben Richtlinien für gesunde

Zähne“. Diese und andere Veröffentlichungen

sind kostenlos in unseren

Kontaktstellen erhältlich.

Zahnspange:

hohe Erstattung der Freien Krankenkasse

Fehlstellungen der Zähne sind nicht nur unästhetisch, sondern können auch gesundheitliche

Beschwerden oder Sprechschwierigkeiten hervorrufen. Eine kieferorthopädische

Behandlung hilft, diese Probleme zu vermeiden.

Zahnspange vor dem Alter

von 9 Jahren

Unter Umständen wird schon im frühen Kindesalter

eine kieferorthopädische Behandlung

notwendig, um spätere Zahnfehlstellungen

zu verhindern. Bei Kindern unter neun

Jahren spricht man in diesem Fall von einer

Behandlung „erster Absicht“. Diese kann zu

folgenden Zwecken durchgeführt werden:

Leistung

Kodenummer

Tarifhonorar

• zur Korrektur eines frontalen oder seitlichen

Kreuzbisses,

• zur Korrektur eines frontalen oder seitlichen

Zwangsbisses,

• zur Vorbeugung eines Traumas durch die

Korrektur der Position der Schneidezähne,

• zur Behebung von Platzmangel während

der Wechselphase (von den Milchzähnen

zu den bleibenden Zähnen).

Gesetzliche Krankenversicherung

Erstattung

Vorzugstarif (*)

Erstattung

Normaltarif

Zusätzliche

Dienste

Zusatzerstattung

für Eigenanteil

und

Apparatur-

Zuschläge

1. Pauschalbetrag

für die Apparatur

305933 229,69 € 229,69 € 172,27 € 125 €

2. Pauschalbetrag

für die Apparatur

305955 229,69 € 229,69 € 172,27 € 125 €

(*) Der Vorzugstarif wird angewandt bei Personen, die auf Grund ihres Versicherungsstatuts

und ihres geringen Einkommens Anrecht auf erhöhte Kostenerstattung haben (sogen. VIPO-

Tarif oder OMNIO-Statut).

Die Honorarkosten des Kieferorthopäden

werden in zwei Pauschalbeträgen abgerechnet.

Diese decken die gesamten Kosten, d.h.:

• Abdruck des Gebisses und des Zahnfleisches;

• Herstellung der Zahnspange;

• Diagnose und Antrag an den Vertrauensarzt;

• die Apparatur;

• das Einsetzen der Zahnspange;

• Kontrolluntersuchungen.

Der erste Pauschalbetrag wird frühestens

nach dem Einsetzen der Zahnspange berechnet,

die zweite frühestens sechs Monate

später. Der behandelnde Zahnarzt oder Kieferorthopädie

muss eine schriftliche Anfrage

an den Vertrauensarzt unserer Krankenkasse

richten. Bei Genehmigung werden zwei

Erstattungen (zu Beginn und zum Ende der

Behandlung) ausgezahlt.


Reportage

15

Sollten später weitere kieferorthopädische

Maßnahmen notwendig sein, so müssen bis

zu deren Beginn mindestens zwölf Monate

nach Abschluss der Behandlung „erster Absicht“

vergehen, damit die gesetzliche Krankenversicherung

auch für diese Pflegeleistungen

eine Rückerstattung zahlt.

Erstattung unserer

Zusätzlichen Dienste

Für eine kieferorthopädische Behandlung

„erster Absicht“ (Behandlungsbeginn

vor dem Alter von 9 Jahren)

erstattet die Freie Krankenkasse zusätzlich

zur gesetzlich vorgesehenen Erstattung

einen Pauschalbetrag in Höhe von

250 €, in zwei Teilzahlungen von je

125 € (parallel zu den gesetzlichen Erstattungen).

Diese Erstattung dient zur

Deckung der Eigenanteile und Honorarkosten

der Behandlung sowie eventueller

Mehrkosten des Materials.

Zahnspange für Jugendliche

Eine kieferorthopädische Behandlung erstreckt

sich meist über mehrere Jahre und

stellt eine große finanzielle Belastung für die

Familie dar. Bei einer ersten Untersuchung

stellt der Zahnarzt fest, ob die Zähne des

Kindes durch eine Zahnspange begradigt

Leistung Kodenummer Tarifhonorar

werden müssen. Ist dies der Fall, so muss er

Ihnen einen entsprechenden Antrag an den

Vertrauensarzt unserer Krankenkasse aushändigen.

Diesen müssen Sie bei uns einreichen,

ehe Ihr Kind 15 Jahre alt ist. Wird

der Antrag später eingereicht, so ist keine

Kostenübernahme mehr möglich.

Die Behandlung kann erst erstattet werden,

wenn der Vertrauensarzt hierzu seine Genehmigung

erteilt hat. Die kieferorthopädische

Behandlung muss spätestens innerhalb

von zwei Jahren nach der Genehmigung des

Vertrauensarztes beginnen.

Unterbrechung und Ende der Behandlung

Es ist möglich, die reguläre Behandlung

oder die Kontrolluntersuchungen während

mehr als sechs Monaten zu unterbrechen.

In diesem Fall jedoch muss der Kieferorthopäde

bei der letzten Kontrolluntersuchung

vor der Unterbrechung einen bestimmten

Nomenklatur-Kode auf der Behandlungsbescheinigung

vermerken oder dem Vertrauensarzt

der Krankenkasse vor Ablauf des

sechsten Monats der Unterbrechung einen

Bericht zusenden, damit das Anrecht auf Erstattung

gewahrt bleibt.

Wird die Behandlung länger als drei Monate

unterbrochen, jedoch weniger als sechs

Monate, so bleibt das Anrecht auf Erstattung

bestehen, falls derselbe Kieferorthopäde die

Gesetzliche Krankenversicherung

Erstattung

Vorzugstarif

(*)

Erstattung

Normaltarif

Vorbereitende Untersuchung

(max. 1 Mal)

305594 79,14 € 79,14 € 59,36 €

Monatl. Pauschalbetrag

für reguläre Behandlung

(max. 36 Monate, außer

bei Verlängerung)

1. Pauschalbetrag für die

Apparatur (zu Beginn der

Behandlung)

2. Pauschalbetrag für die

Apparatur (nach 6 weiteren

Behandlungen)

305616 23,69 € 23,69 € 17,77 €

Zusätzliche

Dienste

Zusatzerstattung

für Eigenanteil

und

Apparatur-

Zuschläge

305631 179,44 € 179,44 € 134,58 € 400 €

305675 179,44 € 179,44 € 134,58 € 400 €

Kontrolluntersuchung

(max. 12 Mal)

305852 17,23 € 17,23 € 12,93 €

(*) Der Vorzugstarif wird angewandt bei Personen, die auf Grund ihres Versicherungsstatuts

und ihres geringen Einkommens Anrecht auf erhöhte Kostenerstattung haben (sogen. VIPO-

Tarif oder OMNIO-Statut).

Behandlung fortführt. Eine Unterbrechung

ohne Zustimmung des Kieferorthopäden

kann eine Verweigerung der Erstattung mit

sich bringen.

Während der Behandlung besteht durchaus

die Möglichkeit, den Kieferorthopäden

zu wechseln. Alle erwähnten Behandlungsschritte

werden jedoch nur einmal erstattet.

Lediglich die Leistungen, die vom ersten Kieferorthopäden

noch nicht erbracht wurden,

können erstattet werden.

Kosten

Die gesetzliche Erstattung für Zahnspangen

umfasst lediglich das einfachste Material.

Meist übersteigen die reellen Materialkosten

diese Erstattung jedoch und es werden

Zuschläge berechnet. Die Kosten, die zu Lasten

des Patienten bleiben, können mehrere

hundert oder sogar tausende Euro erreichen.

Außerdem sind zahlreiche Kieferorthopäden

dem Abkommen mit den Krankenkassen

nicht beigetreten und müssen sich

somit nicht an die gesetzlich vorgesehenen

Honorare halten.

Um finanziellen Überraschungen vorzubeugen,

sollten Sie daher stets einen schriftlichen

Kostenvoranschlag beim Kieferorthopäden

anfragen.

Erstattung unserer

Zusätzlichen Dienste

Zusätzlich zu den Erstattungen der gesetzlichen

Krankenversicherung übernimmt

die Freie Krankenkasse 800 €

für eine traditionelle kieferorthopädische

Behandlung. Die Erstattung erfolgt

in zwei Teilzahlungen von jeweils

400 €.

Falls im Vorfeld bereits eine Behandlung

„erster Absicht“ durchgeführt

wurde, kann diese Erstattung (250 €)

damit kumuliert werden; in diesem Fall

beläuft sich die zusätzliche Erstattung

unserer Krankenkasse also insgesamt

auf 1.050 €.


16 Versicherung

Die richtige

Pflege

für gesunde

Füße

Unsere Füße sind täglich im Einsatz,

denn sie tragen uns ein Leben lang.

Oft schenken wir ihnen erst Beachtung,

wenn sie uns Beschwerden

bereiten. Dann hilft meist nur eine

medizinische Fußpflege oder eine

podologische Behandlung.

Gepflegte Füße: nicht nur eine Sache

der Schönheit

Die Füße werden bei der Körperpflege häufig

vernachlässigt. Hühneraugen, Pilzinfektionen,

eingewachsene Nägel oder Fehlstellungen

... vielen Beschwerden kann schon

mit einfachen Mitteln vorgebeugt werden.

• Tragen Sie regelmäßig eine pflegende

Feuchtigkeitscreme auf Ihre Füße auf.

• eine übermäßige Schweißbildung an den

Füßen können Sie mit speziellen Produkten

verringern.

• Waschen Sie Ihre Füße in lauwarmem

Wasser und trocknen Sie sie gründlich ab.

Vergessen Sie dabei die Zehenzwischenräume

nicht.

• Bringen Sie die Zehennägel mit einer Nagelschere

oder einer Feile in Form. Kürzen

Sie dabei nicht die Seiten, sondern

nur die Oberkante, um das schmerzhafte

Einwachsen des Nagels in die Haut zu vermeiden.

• Reiben Sie abgestorbene Hautpartikel

und Hornhaut mehrmals wöchentlich mit

einem Bimsstein ab.

• Tragen Sie vorzugsweise Socken und

Strümpfe aus Naturfasern (Baumwolle).

Fußpflege oder Podologie?

Sind dennoch Probleme an den Füßen aufgetreten,

so können diese häufig durch eine

medizinische Fußpflege gelindert werden.

Eine ausgebildete Fußpflegerin kümmert

sich in der Regel um leichte Beschwerden,

die nicht durch Erkrankungen hervorgerufen

wurden. Liegen hingegen Erkrankungen

oder Missbildungen des Fußes, der Haut,

der Nägel oder von Gelenken vor, so werden

diese von einem Podologen behandelt.

Zur Diagnosestellung wendet der Podologe

unterschiedliche Techniken an. Dazu gehören

eine klinische Untersuchung, biomechanische

Messungen und eine Ganganalyse.

Fehlstellungen der Füße können anschließend

durch orthopädische Schuhe oder

Einlagen behoben werden. Eine Verformung

der Zehen (Hallux Valgus oder Hammerzehen)

kann ein Podologe anhand spezifischer

Methoden behandeln, sodass sich die Situation

nicht mehr verschlimmert und vielleicht

ein chirurgischer Eingriff sogar überflüssig

wird. Auch der so genannte diabetische Fuß

gehört zu den Behandlungsgebieten eines

Podologen. Er behandelt nicht nur akute

Wunden, sondern ergreift auch vorbeugende

Maßnahmen um diese Komplikationen der

Zuckerkrankheit zu vermeiden.

Erstattung unserer

Zusätzlichen Dienste

Fußpflege

Die Erstattung der Zusätzlichen Dienste

beträgt 6 € pro Behandlung durch einen

von der Krankenkasse anerkannten Fußpfleger

oder Orthopädisten (bis zu acht

Sitzungen jährlich)

Fußreflexzonenmassage

Dialysepatienten sowie Diabetiker (Diabetespass

oder „Behandlungsweg“

erforderlich) können bei der Freien

Krankenkasse eine Erstattung für Fußreflexzonenmassage

erhalten. Pro Behandlung

durch einen anerkannten

Therapeuten erstatten wir je 6 €, bis zu

acht Sitzungen jährlich

Podologie

Für Behandlungen durch einen vom

Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung

anerkannten Podologen

erstatten wir durch unsere Zusätzlichen

Dienste 10 €, bis zu sechs

Behandlungen pro Jahr.


Versicherung

17

Unfall?

Sie hatten einen

Was ist zu tun?

Ein Sturz in der Kellertreppe, eine Schnittwunde beim Kochen oder ein

Autounfall? Täglich ereignen sich unzählige Unfälle. Opfer eines solchen

Vorfalls, die infolgedessen eine medizinische Behandlung erhalten haben,

müssen den Unfall bei der Krankenkasse melden.

Unfallerklärung

Die Meldung bei der Krankenkasse muss in

Form einer Unfallerklärung erfolgen, die entweder

in unserem Online Büro heruntergeladen

werden kann (www.freie.be > Online

Büro > Dokumente > Krankengeld > Unfallerklärung)

oder in unseren Kontaktstellen

erhältlich ist.

Als Krankenkasse verwalten wir öffentliche

Gelder. Somit ist es unsere Pflicht festzustellen,

wer für den Unfall verantwortlich ist

und wer für die Kosten aufkommen muss.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt

nämlich keine Kosten zu Lasten der

Allgemeinheit, die eigentlich von einem bestimmten

Verantwortlichen zu zahlen wären

(bspw. Unfallversicherung, Drittverantwortlicher

...). Bei manchen Unfällen kann

die Klärung der Schuldfrage mehrere Jahre

dauern; in diesen Fällen übernimmt unsere

Krankenkasse provisorisch die Kosten und

fordert sie ggf. später beim Schuldigen oder

bei dessen Versicherung ein.

Erhalten wir aufgrund einer bestimmten Pflegeleistung

einen Hinweis darüber, dass sich

ein Unfall ereignet haben könnte (z.B. Kodenummer

des Arztes für das Nähen einer Wunde,

Anlegen eines Gipses, Behandlung in der

Notaufnahme oder Krankenhausaufenthalt),

so ist für uns daraus nicht ersichtlich, wer

für den Unfall verantwortlich ist. In solchen

Fällen senden wir Ihnen eine Unfallerklärung

zu. Diese müssen Sie ausfüllen, selbst wenn

es sich nicht um einen Unfall, sondern bspw.

um eine Krankheit oder einen chirurgischen

Eingriff handelt und dies entsprechend vermerken.

Der folgenden Tabelle können Sie entnehmen,

welche Felder Sie je nach Vorfall ausfüllen

müssen:

Wurde die Unfallerklärung nicht ausgefüllt,

können wir die entstandenen Pflegekosten

nicht übernehmen. Bereits erhaltene Rückerstattungen

müssten Sie uns in diesem Fall

zurückzahlen.

Unterschiedliche Unfallkategorien

Privater Unfall

• Eigenverschulden: Der Unfall muss unserer

Krankenkasse gemeldet werden, um

eine Kostenübernahme entsprechend der

gesetzlichen Regelung zu erhalten.

• Drittverschulden: Wir benötigen die Personalien

des Unfallverursachers, denn der

Verantwortliche oder seine Unfallversicherung

müssen in diesem Fall die medizinischen

Kosten begleichen oder an uns

zurückzahlen.

Verkehrsunfall

• Beifahrer, Fußgänger, Radfahrer: Die Versicherung

des Unfallfahrers muss für die entstandenen

Kosten aufkommen, selbst wenn

den Fahrer den Unfall nicht verursacht hat.

• Fahrer eines motorisierten Fahrzeugs: Die

Versicherung des unfallverursachenden

Fahrers muss die Kosten tragen.

Sportunfall

• Amateursportler: Mitglieder von Sportvereinen

sind meist durch eine Gruppenversicherung

des Vereins gegen Sportunfälle versichert

und müssen dort gemeldet werden.

Die Versicherung kommt jedoch nur für

die Restkosten auf, die nach Erstattung der

Krankenkasse zu Lasten des Opfers bleiben.

• Berufssportler: der Arbeitgeber, d.h. der

Sportverein muss eine Arbeitsunfallversicherung

abschließen. Unfälle während

der Vorbereitung oder während eines

Wettkampfes werden als Arbeitsunfall gewertet

und dementsprechend entschädigt.

Arbeitsunfall

Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, seine Mitarbeiter

gegen die Risiken eines Arbeitsunfalls

zu versichern. Arbeitsunfälle werden

somit durch diese Versicherung entschädigt.

Schulunfall

Die Schule muss Personal und Schüler durch

eine Haftpflichtversicherung absichern, die körperliche

und materielle Schäden deckt, insofern

das Schulpersonal oder ein Schüler für den Unfall

verantwortlich ist. Wurde eine zusätzliche

Unfallversicherung abgeschlossen, übernimmt

diese die Kosten, wenn niemand für das Unglück

verantwortlich gemacht werden kann.

Art des Unfalls

B C

Feld

D E F G

Kein Unfall sondern eine Krankheit oder eine

medizinische Behandlung

Rubrik B.4. (Datum des Geschehens)

Privater Unfall (Eigenverschulden) X X

Privater Unfall (Drittverschulden) X X X

Verkehrsunfall X X X X*

Schulunfall, Sportunfall, Jugendbewegung X X X X*

Verkehrsunfall auf dem Schulweg X X X X X*

Arbeitsunfall (auch Unfall auf dem Arbeitsweg) X X X X*

X*: falls bei solch einem Unfall (Verkehr, Arbeit, Schule) auch noch ein Drittverantwortlicher beteiligt ist.


18 Versicherung

Genesungsaufenthalte:

Erholung nach

schwererKrankheit

Eine ernste Erkrankung oder eine schwere Operation erfordern unter Umständen eine längere Erholungszeit. Ein

Aufenthalt in einem Pflege- oder Kurhaus kann Ihnen in diesem Fall helfen, neue Kräfte zu tanken. Für den Aufenthalt

in einem anerkannten Zentrum zahlen wir durch unsere Zusätzlichen Dienste eine finanzielle Unterstützung.

Unseren Mitgliedern stehen bestimmte

Pflegehäuser in Belgien offen, mit denen

unser Landesbund oder unsere

Krankenkasse ein Abkommen geschlossen

hat. Diese Zentren müssen gewisse Auflagen

erfüllen, bspw. über qualifiziertes Personal

und angemessene Räumlichkeiten verfügen.

In Bezug auf ihr Pflegeangebot und ihre Ausstattung

wurden die Zentren in drei Kategorien

unterteilt:

Kategorie A: Zentrum für Patienten mit

leichter bis schwererer Pflegebedürftigkeit;

Kategorie B: Haus für Patienten mit einer

leichten Pflegebedürftigkeit;

Kategorie C: Einrichtung mit einem bestimmten

therapeutischen Projekt. Ein vorheriger

Kontakt ist unbedingt erforderlich.

Wann können Sie einen

Genesungsaufenthalt

beantragen?

Sie befinden sich in einer der folgenden Situationen:

1. Sie litten an einer schweren Erkrankung

oder mussten sich einem chirurgischen

Eingriff mit einem Krankenhausaufenthalt

von mindestens sieben Tagen unterziehen;

2. Sie haben sich einer schweren Behandlung

durch Strahlen- oder Chemotherapie

unterziehen müssen;

3. Sie haben eine Dialysebehandlung erhalten;

4. Sie leiden an einer akuten und schlimmen

Erkrankung.

Treffen Situation 1 oder 2 auf Sie zu, so

müssen Sie den Antrag auf einen Genesungsaufenthalt

innerhalb von drei Monaten nach

der Entlassung aus dem Krankenhaus, nach

Ende der Behandlung oder der Stabilisierung

der Erkrankung einreichen.

Sie benötigen:

• Körperliche Rehabilitation und/oder

• Krankenpflege und/oder

• Nächtliche Beaufsichtigung und/oder

• Hilfe bei der Fortbewegung und/oder

• Hilfe beim Gang zur Toilette und/oder

• Hilfe bei der Nahrungsaufnahme.

Personen, die an einer ansteckenden Krankheit

oder an einer psychischen Störung leiden,

können keinen Genesungsaufenthalt

beantragen.

Dauer des Aufenthalts

Ein Genesungsaufenthalt wird meist für die

Dauer von zwei Wochen genehmigt. In begründeten

Fällen kann der Aufenthalt auf

Antrag des Pflegezentrums um eine dritte

oder vierte Woche verlängert werden. Die

Entscheidung darüber sowie über die Dringlichkeit

des Genesungsaufenthalts trifft der

zuständige Vertrauensarzt unseres Landesbundes.

Erstattung durch unsere

Zusätzlichen Dienste

Unsere Krankenkasse übernimmt für einen

Genesungsaufenthalt in einem der anerkannten

Häuser eine Erstattung bis zu 28

Tagen pro Jahr.


Versicherung

19

Die Kostenbeteiligung beläuft sich auf 32 €

pro Tag, bzw. auf 35 € pro Tag für Versicherte

mit Anrecht auf den Vorzugstarif.

In den meisten Pflegehäusern kann der

Kranke durch eine weitere Person begleitet

werden. Dies ist jedoch im Einzelfall zu klären.

Insofern die betreuende Begleitperson

ebenfalls Mitglied der Freien Krankenkasse

ist, werden deren Aufenthaltskosten bis zu

15 € pro Tag durch unsere Zusätzlichen

Dienste übernommen.

Antrag

Die Antragsformulare für einen Genesungsaufenthalt

sind in unseren Kontaktstellen erhältlich.

Dabei handelt es sich einerseits um

eine medizinische Anfrage, die durch den

behandelnden Arzt ausgefüllt wird und andererseits

um ein Dokument, das Sie selbst

ausfüllen und bei uns einreichen müssen.

Wir übermitteln diese Unterlagen dem zuständigen

Vertrauensarzt unseres Landesbundes,

welcher anschließend über die

Dringlichkeit und über die Dauer des Aufenthalts

entscheidet. Nachdem die Genehmigung

erteilt wurde, nimmt das von Ihnen

ausgewählte Kurhaus Kontakt mit Ihnen auf.

In bestimmten Fällen kann ein Antrag auf

Genesungsaufenthalt abgelehnt werden, so

bspw. wenn der medizinische Antrag unvollständig

ist oder der Vertrauensarzt befindet,

dass der Gesundheitszustand keinen Kuraufenthalt

rechtfertigt.

Reichen Sie den Antrag mindestens eine Woche

bevor Sie den Aufenthalt antreten möchten,

bei uns ein. Falls Ihr Genesungsaufenthalt

im Anschluss an eine vorher geplante

Hospitalisierung stattfinden soll, können Sie

den Antrag schon vor Ihrem Krankenhausaufenthalt

einreichen. Entscheiden Sie sich

jedoch erst während der Hospitalisierung

für einen Kuraufenthalt, so können Sie telefonisch

Kontakt mit uns aufnehmen oder

den Sozialdienst des Krankenhauses bitten,

sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Anerkannte Kurhäuser

Pflegehaus

La Résidence du Lac

Avenue Amedée Hesse 45

4900 Spa

Tel. 087 771 074

Le Belvédère

Avenue Reine Astrid 28

4910 Theux

Tel. 087 539 191

Château Sous-Bois

Chemin Sous-Bois 22

4900 Spa

Tel. 087 770 212

La Seniorie du Sart Tilman

Route du Condroz 406

4031 Liège-Angleur

Tel. 04 367 45 55

Residentie ´T Neerhof

Nieuwstraat 69

9660 Brakel-Elst

Tel. 055 431 510

Résidence St. James

Avenue Wolfers 9

1310 La Hulpe

Tel. 02 653 62 99

Home Bethanie

Bois Pirart 127

1332 Genval

Tel. 02 655 00 70

La Résidence Dr. Hustin

Rue de l‘Hôpital 9

6030 Marchienne-au-Pont

Tel. 071 518 157

Résidence du Bois de La Pierre

Venelle du Bois de la Pierre, 20

1300 Wavre

Tel. : 010 420 600

Institut Saint-Thomas de

Villeneuve

Rue Eugène Falmagne 111

5170 Lustin

Tel. 081 411 193

VZW Zorghuis Oostende

Pater Pirelaan 6

8400 Oostende

Tel.: 059 446 206

VZW Zorghuis Gent

Coupure Rechts 262-272

9000 Gent

Tel.: 09 224 09 80

Kategorie A

Zimmerpreise pro Tag (pro Person)

Einzelzimmer mit Toilette: ab 49,17 €

Einzelzimmer mit Bad: ab 52,57 €

Doppelzimmer mit Bad: ab 45,79 €

Einzelzimmer (ohne Dusche): ab 43,37 €

Einzelzimmer (mit Dusche): ab 45,42 €

Einzelzimmer: ab 39,40 €

Doppelzimmer: ab 33,77 €

Einzelzimmer mit Toilette: ab 37,79 €

Einzelzimmer mit Toilette und Dusche: ab

40,73 €

Einzelzimmer – Typ A: 48,00 €

Einzelzimmer – Typ E: 58,00 €

Einzelzimmer – Typ G: 63,00 €

Doppelzimmer – Typ F: 45,00 €

Einzelzimmer: ab 40,77 €

Doppelzimmer: ab 42,19 €

Einzelzimmer: ab 44,21 €

Doppelzimmer: ab 37,08 €

Eigenanteil

pro Tag

ab 14,17 €

ab 17,57 €

ab 10,79 €

ab 8,37 €

ab 10,42 €

ab 4,40 €

ab 0,00 €

ab 2,79 €

ab 5,73 €

13,00 €

23,00 €

28,00 €

10,00 €

ab 5,77 €

ab 7,19 €

ab 9,21 €

ab 2,08 €

Einzelzimmer : ab 38,30 € ab 3,30 €

Einzelzimmer: ab 42,71 € ab 7,71 €

Einzelzimmer: ab 52,23 € ab 17,23 €

Einzelzimmer: ab 40,00 € ab 5,00 €

Einzelzimmer: 30,00 € 0,00 €


20 Versicherung

Kategorie B

Zimmerpreise pro

Tag (pro Person)

Kategorie C

Zimmerpreise pro

Tag (pro Person)

Pflegehaus

Eigenanteil

pro Tag

Pflegehaus

Eigenanteil

pro Tag

Dunepanne

Marie Hendriklaan 5

8420 De Haan

Tel. 059 236 131

Domaine de Nivezé

Route du Tonnelet 76

4900 Spa

Tel. 087 790 000

Astoria

Leopoldlaan 7

8420 De Haan

Tel. 059 242 411

Einzelzimmer: 83 €

Doppelzimmer: 73 €

Einzelzimmer: 78,56 €

Doppelzimmer: 75,56 €

48,00 €

38,00 €

43,56 €

40,56 €

Cité Sérine

Rue des Cultivateurs 30

1040 Bruxelles

Tel. 02 733 72 10

Fax: 02 733 74 34

E-Mail: serine@

serine-asbl.org

Einzelzimmer: 52,50 €

Begleitperson: 20,00 €

17,50 €

Einzelzimmer: 103,60

Doppelzimmer: 84,80 €

68,60 €

49,80 €

Het Namaste Huis

Veldestraat 57

9850 Merendree

Tel. 09 371 58 20

Einzelzimmer: ab 42,00 € ab 7,00 €

Genesungsaufenthalt im Kurhaus Dunepanne

Das Kurhaus Dunepanne liegt im malerischen De Haan an der belgischen

Küste. Das Haus ist ausgerichtet auf kurze oder längere Genesungsaufenthalte

für Menschen, die keine medizinische Rundumbetreuung benötigen.

Ein Genesungsaufenthalt in Dunepanne ist

eine Kombination aus Hotelleistungen und

einer individuellen Betreuung, die auf die

Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt ist.

Das Zentrum bietet seinen Gästen das ideale

Umfeld zur Erholung sowie eine gute Verpflegung.

Seine Lage im malerischen Stadtteil

Belle Epoque lässt die Besucher in die

anglo-normannische Atmosphäre eintauchen,

die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im

Seebad De Haan herrschte.

In dieser Zeit wurde auch das Haus Dunepanne

errichtet. Schon König Leopold II war

1901 dort zu Gast, als Dunepanne noch als

Familienhotel geführt wurde. Später wurde

der Bau zu einer angesehenen Klinik umfunktioniert,

der „Klinik Maritime“.

Jedes Stockwerk verfügt über eine großzügige,

nach Süden ausgerichtete Terrasse, die

zur Entspannung einlädt. Der liebevoll angelegte

Garten eignet sich mit seinen schattigen

Plätzen sowohl für Ruhepausen als auch für

ein geselliges Boule-Spiel.

Ausflugsziele und Strandnähe

Wer die belebende Seeluft genießen möchte,

kann ausgiebige Spaziergänge in den Dünen

oder am Strand unternehmen. Ausflugsziele

können auch Brügge, Ostende oder Blankenberge

sein, die von Dunepanne aus leicht

zu erreichen sind.

Alle Gästezimmer des Hauses sind ausgestattet

mit einem Fernsehgerät, einem Safe und

einem Telefon. Wie in Hotels üblich sind

auch Bettwäsche und Handtücher vorhanden.

Zur Ausrüstung gehört außerdem ein

Alarmsystem, über das im Notfall schnell

Hilfe angefordert werden kann. Die Zimmer

sind über einen Aufzug zugänglich, so dass

die Fortbewegung im Haus auch für Gäste mit

eingeschränkter Mobilität problemlos ist.

Eine vollständige Verpflegung (drei Mahlzeiten)

ist im Zimmerpreis enthalten. Wer

aus medizinischen Gründen bestimmte Ernährungsrichtlinien

einhalten muss, erhält

eine individuell abgestimmte Diätkost.

An wen richtet sich Dunepanne?

Das Kurhaus Dunepanne nimmt Gäste auf, die

sich für einen Genesungsaufenthalt entscheiden,

jedoch weitgehend selbständig sind.

In folgenden Situationen kommt ein Aufenthalt

für Sie in Frage:

• im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt

• nach dem Einsatz einer Prothese und der

anschließenden klinischen Rehabilitation

• nach einer Operation am Herzen oder der

Behandlung eines Herzleidens

• nach einem operativen Eingriff bei Krebs

• nach sämtlichen anderen chirurgischen

Eingriffen

• bei einem chronischen Herzleiden

• bei chronischen Rückenbeschwerden

• bei rheumatischen Erkrankungen

• usw.

In unseren Kontaktstellen erhalten Sie

ausführliche Informationen zu einem Genesungsaufenthalt

in Dunepanne.


Versicherung

21

Laufbahnunterbrechung

Sie benötigen Zeit für die Erziehung Ihres Kindes, zur Pflege eines

erkrankten Angehörigen oder Sie möchten eine berufliche Pause einlegen?

Wir informieren Sie über die Möglichkeit, eine Laufbahnunterbrechung

oder einen Zeitkredit zu beanspruchen.

Elternurlaub

Der Elternurlaub kann bis zum 12. Geburtstag

des Kindes in Form einer Laufbahnunterbrechung

oder einer verkürzten Arbeitszeit

beansprucht werden.

Im Privatsektor haben Arbeitnehmer Anrecht

auf vier Monate Elternurlaub pro

Kind. Dies gilt sowohl für den Vater als auch

für die Mutter, unter der Bedingung, dass

sie seit mindestens einem Jahr im Unternehmen

beschäftigt sind. Der Elternurlaub

kann gestaffelt werden und – je nach Vollzeit-

oder Teilzeitbeschäftigung – auch als

halbzeitige Unterbrechung oder zu einem

Fünftel genommen werden. In den beiden

letzteren Fällen erstreckt sich der Elternurlaub

folglich über einen längeren Zeitraum

(bis zu 20 Monate).

Der Arbeitgeber kann jedoch verlangen,

dass der Elternurlaub auf einen späteren

Zeitpunkt verschoben wird, insofern bspw.

durch den gleichzeitigen Ausfall mehrerer

Personalmitglieder die Funktion des Betriebes

zu sehr beeinträchtigt würde.

Eltern, deren Kind vor dem 8. März 2012

geboren wurde, können zwar einen viermonatigen

Elternurlaub beantragen, haben

aber lediglich Anrecht auf eine Entschädigung

für drei Monate. Der Antrag muss dem

Arbeitgeber drei Monate vor Beginn der Unterbrechung

vorgelegt werden.

Palliativpflege

Während eines Monats können Arbeitnehmer

und Selbständige ihre Arbeit niederlegen

oder einschränken, um einem

Menschen im Endstadium seiner Krankheit

medizinische, soziale, psychologische oder

verwaltungstechnische Unterstützung zu

bieten. Dieser Zeitraum ist um höchstens

einen Monat verlängerbar.

Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft haben

ein garantiertes Anrecht auf diese Form der

Laufbahnunterbrechung. Beschäftigte im

öffentlichen Sektor sollten sich bei ihrem

Arbeitgeber erkundigen, ob auch sie von

diesem Recht Gebrauch machen können.

Selbständige können hingegen nur unter

bestimmten Voraussetzungen eine entschädigte

Laufbahnunterbrechung für Palliativpflege

bei ihrer Sozialversicherungskasse

beantragen.

Medizinischer Beistand

Die Laufbahnunterbrechung für medizinischen

Beistand ist eine weitere Möglichkeit,

die Arbeit vollständig oder teilweise zu

unterbrechen, um einen kranken Angehörigen

zu Hause zu pflegen. Bedingung ist, dass

der Arzt eine schwere Erkrankung sowie die

Notwendigkeit des sozialen oder familiären

Beistands bescheinigt. Die Unterbrechung

beträgt zwischen einem und drei Monaten,

kann aber in bestimmten Situationen verlängert

werden.

Beschäftigten im Privatsektor darf diese

Laufbahnunterbrechung nicht durch den

Arbeitgeber verweigert werden. Angestellte

des öffentlichen Dienstes sollten sich im

Vorfeld beim Personaldienst ihres Unternehmens

informieren.

Zeitkredit

Der Zeitkredit ist eine Möglichkeit, die

berufliche Tätigkeit ohne Begründung zu

unterbrechen oder zu reduzieren. Ohne

Angabe von Motiven kann im Prinzip jeder

Arbeitnehmer vollzeit oder teilzeit einen

Zeitkredit beantragen. Im Gegensatz zu anderen

Formen der Laufbahnunterbrechung

ist dieses Recht aber nicht immer gegeben.

Die Größe des Unternehmens und die Position

des Antragstellers spielen dabei unter

anderem eine Rolle, außerdem ob zu

demselben Zeitpunkt bereits weitere Personalmitglieder

des Unternehmens einen solchen

Zeitkredit in Anspruch nehmen. In bestimmten

Fällen kann die Begründung des

Zeitkredits (Erziehung eines Kindes, Pflege

eines Angehörigen, usw.) die Bewilligung

des Antrags unterstützen, auch hinsichtlich

der genehmigten Dauer der Unterbrechung

oder Reduzierung.

Eine weitere Form des Zeitkredits ist die

Laufbahnunterbrechung für Arbeitnehmer

über 55 Jahre. Zum Ende ihres Berufslebens

können diese die Arbeitszeit reduzieren.

Ausführliche Informationen zu den Bedingungen

der unterschiedlichen Laufbahnunterbrechungen

und deren Entlohnungen

finden Sie auf unserer Internetseite: www.

freie.be oder beim Landesamt für Arbeitsbeschaffung

(LfA): www.lfa.be


22 Service

Ein Dienst der DG:

Kinder

Kranke

liebevoll betreut

Ist ein Kind krank, braucht es liebevolle Betreuung. Für berufstätige Eltern

oder Eltern in Ausbildung kann dies zum Problem werden - vor allem, wenn

sie alleinstehend sind oder das Kind während mehrerer Tage nicht wie gewohnt

zur Tagesmutter, in die Kinderkrippe oder in die Schule gehen kann.

Abhilfe schafft hier der Betreuungsdienst

für kranke Kinder. Es handelt

sich um ein Pilotprojekt in den Gemeinden

Eupen, Raeren, Kelmis und Lontzen.

Wie funktioniert der Betreuungsdienst

für kranke Kinder konkret?

Stellen Eltern fest, dass ein Kind krank ist

und nicht in die Kinderbetreuung oder

Schule gehen kann, kontaktieren sie den

Kinderbetreuungsdienst. Der Dienst für Kind

und Familie des Ministeriums hat eine diplomierte

Kinderpflegerin eingestellt, die per

Diensthandy erreichbar ist.

Eltern und Betreuerin klären ab, zu welchen

Stunden das Kind betreut werden soll.

Zur Sicherheit muss vor dem Beginn der

Betreuung ein Arzt das Kind sehen und feststellen,

welche Krankheit es hat. In Ausnahmefällen

kann die Betreuung morgens ohne

Diagnose beginnen, wenn sichergestellt ist,

dass der Arzt noch am gleichen Tag einen

Hausbesuch macht. Damit sollen mögliche

gesundheitliche Risiken für das Kind ausgeschlossen

werden – eine Kinderbetreuerin

ist schließlich keine medizinische Fachkraft

und kann deshalb keine Verantwortung dafür

übernehmen, dass eine Krankheit richtig

erkannt und behandelt wird.

Sind alle Einzelheiten geklärt, kommt die Betreuerin

ins Haus und kümmert sich um das

kranke Kind bzw. die kranken Kinder.

Bedingungen

Damit eine gute Betreuung gewährleistet

werden kann, gelten folgende Bedingungen:

• Betreut werden Kinder ab dem Alter von 6

Monaten bis zum Alter von 12 Jahren (einschließlich).

• Es werden nur Kinder von berufstätigen

Eltern oder Eltern, die einer Ausbildung

folgen, betreut.

• Die Betreuung erfolgt an den Wochentagen

in der Zeit zwischen 8 und 18 Uhr,

während maximal 9 Stunden am Stück

und für eine Dauer von höchstens 3 Tagen.

• Damit die Betreuerin sich intensiv um

den oder die kleinen Patienten kümmern

kann, betreut sie maximal 3 Geschwister

gleichzeitig.

In begründeten Fällen kann von diesen Bedingungen

abgewichen werden. Die Anfrage

ist an die Betreuerin zu richten.

Die Eltern zahlen einen Beitrag, der abhängig

ist von der Anzahl Betreuungsstunden

und der Anzahl Kinder, durchschnittlich 1,5

bis 2 Euro pro Stunde pro Kind. Für Ein-

Eltern-Familien ist eine Ermäßigung vorgesehen.

Die Kosten sind steuerlich absetzbar.

Bislang ist dieser Betreuungsdienst nur

in den Gemeinden Eupen, Raeren, Kelmis

und Lontzen tätig, doch wenn das Angebot

dem tatsächlichen Bedarf der Eltern entspricht,

ist eine Ausweitung auf alle Gemeinden

der Deutschsprachigen Gemeinschaft

vorgesehen.

Quelle: Website der Deutschsprachigen

Gemeinschaft: www.dglive.be

Betreuungsdienst

für kranke Kinder

In den Gemeinden Eupen, Raeren, Kelmis

und Lontzen:

Kinderbetreuerin Marie-Paule Lekeu,

Handy: 0474 750 941

Ausführliche Informationen: Ministerium

der Deutschsprachigen Gemeinschaft,

Sylvie Winter, Dienst für Kind und

Familie, Tel. 087 596 393.


Kiosk

23

Veranstaltungen

Life & Style in St.Vith

Vom 6. bis zum 8. September 2013 findet

in Sankt Vith zum zweiten Mal die „Life &

Style“ statt. Dies ist eine Fachmesse für

Wellness, Einrichtung, Freizeit und Gesundheit.

Auch die Freie Krankenkasse

wird wieder mit einem Stand auf der „Life

& Style“ vertreten sein und wird dort unter

anderem über verschiedene Themen aus

den Bereichen Gesundheit und Vorsorge

informieren.

Wann? Freitag, 6. September bis Sonntag,

8. September 2013

Wo? Triangel Expo, Vennbahnstraße 1,

4780 Sankt Vith

Eintritt: 3 Euro

Aktionen zur Gesundheitsvorsorge

Rücken-Fit (Medifit)

Im Zentrum Medifit in Bütgenbach startet im

Oktober eine neue Auflage des zertifizierten

8-wöchigen Rücken-Fit-Projekts. Es handelt

sich um ein bewährtes Intensiv-Programm

zur Vorbeugung, Linderung und Beseitigung

von Nacken- und Rückenbeschwerden an.

Die Teilnehmer selbst brauchen keinerlei Vorerfahrung.

Sie müssen lediglich bereit sein,

während acht Wochen zwei Mal wöchentlich

Zeit in ihre Rückengesundheit zu investieren.

Der Zeitpunkt der Trainingseinheiten kann

eventuell selbstständig festgelegt werden.

Die Freie Krankenkasse fördert dieses nachhaltige

Projekt und möchte ihre Mitglieder

beim Start in ein aktives und schmerzfreies

Leben unterstützen. Interessierte können

sich im Zentrum Medifit zu einer unverbindlichen

Beratung anmelden unter Tel. Nr. 080

329 727. Ein Informationsabend findet statt

am 12. Oktober.

Diabetikersport (Medifit)

Das Diabetiker-fit-mach-Projekt wird durch

die ausgebildete Fachtrainerin im Diabetikersport,

Tina Vliegen, betreut. Nach einem

Informationsabend, Gesundheitstests sowie

einem Ernährungs- und Befindlichkeitsprotokoll

stehen ein wöchentliches Gruppentraining

sowie individuelles Training auf

dem Programm, außerdem verschiedene

Kontrolltermine und Auswertungstests.

Die Teilnehmer der vorangegangenen Kurse

konnten ihre Körperwerte deutlich verbessern,

die Medikamenteneinnahme verringern

und ihr Wohlbefinden erheblich steigern.

Eine Neuauflage des Programms startet am

13. September mit einem Informationsabend.

Anmeldung und Informationen zum

Diabetiker-Sport bei Medifit unter Tel. 080

329 727.

Achtsamkeit: Gesund durch Entspannung (Medikos)

Mindfulness oder Achtsamkeitstraining ist

ein Weg zum gesunden Umgang mit Stress

und zu einer besseren psychischen Gesundheit.

Ein Ziel ist es, die Teilnehmer zu

unterstützen, ihr Leben erfüllter und harmonischer

zu gestalten. Eine größere Gelassenheit,

ein verbessertes Allgemeinbefinden

und die Linderung körperlicher Beschwerden

werden durch das Achtsamkeitstraining

angestrebt.

Achtsamkeitsmeditation und sanfte Körperübungen

lehren die Teilnehmer den Geist zu

erkunden, gelassener zu werden und ihre

Verhaltensmuster in Stresssituationen zu erkennen.

Kurze Vorträge und Gesprächsrunden

untermauern das Training.

Das Gesundheitszentrum Medikos bietet ab

dem 17. September 2012 ein 8-wöchiges

Achtsamkeitstraining an. In wöchentlichen

Einheiten von 3 Stunden helfen die ausgebildeten

Therapeuten Dominique Vercruysse

und Maarten Vercammen den Teilnehmern,

ihr Leben achtsamer zu gestalten. Das Projekt

richtet sich an Menschen mit chronischen

Schmerzen.

Die Freie Krankenkasse unterstützt dieses

Projekt für chronisch kranke Teilnehmer,

die das Programm vollständig abschließen.

Anmeldung und ausführliche Informationen

zum Achtsamkeitstraining bei Medikos unter

Tel. 080 445 664.

Kombination aus Ernährungsberatung

und sportlicher

Aktivität (ObesiVith)

ObesiVith verbindet Ernährungsumstellung

und Bewegung, über eine Dauer von sieben

Wochen, mit dem Ziel einer dauerhaften Lebensanpassung,

auch nach Beendigung des

gemeinsamen Projektes. Betreut wird dieses

Konzept durch eine Ernährungsberaterin

und zwei Kinesitherapeuten der Reha-Abteilung

der Klinik St. Josef in Sankt Vith.

Den Teilnehmern wird mithilfe einer individuellen

Ernährungsberatung und Bewegung

in der Gruppe Spaß am Sport und an

gesunder Ernährung vermittelt. Somit kann

ganzheitlich und konsequent Übergewicht

bekämpft und ein neues Selbstwertgefühl

aufgebaut werden, ganz zu schweigen vom

positiven Effekt auf die Allgemeingesundheit.

Eine Neuauflage von ObesiVith wird ab Oktober

2013 angeboten. Würden Sie ebenfalls

gerne Ihre überschüssigen Pfunde verlieren

und haben Sie einen BMI über 35 (Gewicht/

Größe²) und sind mindestens 18 Jahre alt,

dann melden Sie sich für weitere Informationen

unter Tel. 080 854 170.

Die Freie Krankenkasse fördert dieses

Projekt.


Gut versichert -

besonders im Notfall

100-Dienst, Reanimationswagen oder

Rettungs hubschrauber -

wir übernehmen die vollständigen Kosten

aller Rettungstransporte in Belgien.

Zusätzliche Dienste

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine