Pressemitteilung BRENNER: HEUTE SEGNETEN ... - FSNews

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Pressemitteilung

BRENNER: HEUTE SEGNETEN ITALIEN, ÖSTERREICH UND

DEUTSCHLAND DAS MOU ZUM AUSBAU DER BAHNACHSE AB

Rom, 18. Mai 2009

Heute wurde in Rom beim Ministero delle Infrastrutture e dei Trasporti (ital.

Verkehrsministerium) das Memorandum of Understanding (MOU) zwischen Italien,

Deutschland und Österreich zum Ausbau der Brennerbahnlinie unterzeichnet.

Gemeinsame Ziele sind der Ausbau der Zufahrtslinien zum Brennerbasistunnel und die

Synchronisation der von den Staaten und Betreibergesellschaften der nationalen

Bahnnetze (Rete Ferroviaria Italiana, ÖBB IB und DB Netz AG) geplanten

Maßnahmen zur infrastrukturellen und technischen Entwicklung der Achse. Möglich ist

somit die synergetische Integration der verschiedenen Arbeiten (aufeinander

abgestimmte Fristen und Methoden), um einen kontinuierlichen, effizienten und

interoperablen Korridor an der Bahnlinie Berlin-Palermo mit Priorität hinsichtlich der

Verbindung zwischen München und Verona zu garantieren.

Unterzeichnet wurde das MOU von den Verkehrsministern Altero Matteoli (Italien),

Doris Bures (Österreich) und Wolfang Tiefensee (Deutschland) sowie von Antonio

Tajani, Vizepräsident und für Verkehr zuständiges Mitglied der Europäischen

Kommission, Karel Van Miert, Koordinator der Transeuropäischen Netze Strecke Nr.

1 Berlin-Palermo, und den Verantwortlichen der Rete Ferroviaria Italiana (Gruppo FS),

Michele Mario Elia, der ÖBB IB Georg-michael Vavrovsky und der DB Netz AG

Volker Kefer. Anwesend war auch Mauro Moretti, Geschäftsführer der

Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato.

Die Staatssektretärin del Landes Bayern, der Landeshauptmann des Lands Südtirol,

Günther Platter, sowie die Präsidenten der Provinzen, Bozen, Luis Durnwalder,

Trient, Lorenzo Dellai, und Verona, Elio Mosele, setzten ebenfalls ihre Unterschrift

unter das Memorandum of Understanding.

Das Abkommen beauftragt zudem die Brenner Corridor Platform (BCP) mit der

Koordination. Es handelt sich um eine Gesellschaft, in der unter anderem die drei

Mitgliedstaaten, die Betreiber der Eisenbahnnetze, die Transportunternehmen, die

Autobahnbetreibergesellschaften und die Europäische Kommission vertreten sind.

Die BCP kontrolliert den Stand der Arbeiten und unterstützt zudem anhand

regelmäßiger Prüfungstreffen und der konstanten Überwachung auch die Festlegung

und Durchführung von geeigneten Maßnahmen, um die Verkehrsverlagerung von


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Straße auf Schiene mit bemerkenswerten Vorteilen auch in puncto

Umweltverschmutzung und Lärmbelastung zu fördern.

Das war der endgültige Startschuss für die Realisierungsphase des Korridors Berlin-

Palermo, Rückgrat des Programms zum Ausbau des transeuropäischen Verkehrsnetzes,

innerhalb dessen der Brennerbasistunnel eine entscheidende Rolle spielt. Die Vorteile

der europäischen Verkehrspolitik reichen weit über den Rahmen des Projekts hinaus

und wirken sich positiv auf Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit aus.

Auf die Unterzeichnung des Memorandum of Understanding folgt nun die detaillierte

Planung der südlichen Zugangslinien zum Brenner, die bis 2012 zum Beschluss des

CIPE (Comitato Interministeriale di Programmazione Economica – Ministerausschuss für

Wirtschaftsplanung) und bis 2014 zum Start der Arbeiten am Basistunnel führt, dessen

Fertigstellung für 2022 geplant ist.

In der ersten Phase bis 2013 wird das Projekt für den Korridor Berlin-Palermo mit 960

Millionen Euro von der Europäischen Kommission finanziert. Ergänzt werden die

Finanzierungen durch die Europäische Gemeinschaft und die Mitgliedstaaten auch

durch die Verwendung der Erlöse aus der Extra-Maut auf Autobahnen, der

sogenannten Eurovignette.

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