Schüler - Gießener Allgemeine

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Schüler - Gießener Allgemeine

5. Jahrgang | September 2013

Schüler

DIE SCHÜLERZEITUNG

der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Spannender

Endspurt

Das erste Mal

Viele Erstwähler wollen ihre

Stimme nicht abgeben. Die

Jüngeren können aber schon

mal üben. SEITE 8

Fest im Visier

Um zu gewinnen, müssen Rennfahrer

den festen Willen dazu

haben. Und den sieht man in ihrem

Blick. SEITE 18

Rätsel + Comic + Web-Tipps + Kinotipps + Interview + Veranstaltungen + Musik


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Aus dem Inhalt

Wahlkampf-Glossar ................... 4

Eure Ideen für die »Agenda 2020« ........ 6

Zum ersten Mal wählen ................ 8

Schulfrieden? ....................... 10

Politik im Netz ....................... 14

Veranstaltungstipps .................. 16

Kinotipps ........................... 17

Der Wille zu Fahren ................... 18

Die Wahl bei You FM .................. 20

CD-Rezensionen ..................... 22

Tipps für den Leseherbst . . . . . . . . . . . . . . 24

Besuch in Buchenwald ................ 26

So wird die Abschlussfahrt zum Erfolg ... 28

App- und Webtipps ................... 32

Rätsel ............................. 33

Comic ............................. 34

Wege ins Berufsleben ................. 38

Mach mit!

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Hast du Lust am Recherchieren, Interviewen und Schreiben?

Du möchtest gerne journalistische Erfahrung sammeln und dich ausprobieren?

Dann melde dich! Deine Themen darfst du selbst bestimmen,

wenn du Hilfe brauchst unterstützen wir dich gerne.

1. Die Texte dürfen eine Länge von 6000

Zeichen (Buchstaben, Satzzeichen,

Leerzeichen) nicht überschreiten, das

entspricht rund 150 Druckzeilen à 40

Zeichen.

2. Die Texte müssen per Mail in einem

gängigen Dateiformat (möglichst Word)

an die Redaktion übermittelt

werden.

Schüler

DIE SCHÜLERZEITUNG

der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

3. Die Beiträge müssen selbst recherchiert

werden. Textstellen, die aus dem Internet

oder aus anderen Quellen übernommen

werden, müssen gekennzeichnet werden.

Quellenangabe ist für jeden Artikel

Pflicht! Wir weisen darauf hin, dass das

Einreichen von abgeschriebenen Texten

einen strafbaren Urheberrechtsverstoß

darstellt.

4. Fotos können mitgeliefert werden. Auf

hohe Auflösung, mindestens 300 dpi,

achten. Auch

hier ein gängiges Dateiformat benutzen

(möglichst jpeg, im RGB­Modus).

5. Texte und Fotos für die jeweils nächste

Ausgabe müssen spätestens zwei

Wochen vor dem Erscheinungstermin

bei der Redaktion abgeliefert werden.

6. Kontakt: Texte und Fotos bitte an folgende

E­Mail­Adresse schicken:

redaktion@SchuelerAZ.de

Ansprechpartnerin:

Katrin Nahrgang

Telefon 0641/3003­419

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Themen

Gute Unterhaltung

Jetzt, wo der Sommer vorbei ist, ist

es auch amus mit den guten

Veranstaltungen? Von wegen!

Einige Tipps findet ihr auf SEITE 16

Spannender Herbst

Wenn ihr euch jetzt ein wenig gruseln

möchtet, müsst ihr nicht bis

Halloween warten. Wir stellen euch

drei spannende Bücher vor. SEITE 26

Wege ins Berufsleben

Wenn für euch das letzte Schuljahr

begonnen hat, stellt ihr euch

vielleicht gerade diese Frage: Wie soll

es weitergehen? SEITE 40

Editorial

Nur noch wenige Tage, dann ist es so

weit. Dann entscheidet sich, wer Deutschland

in den nächsten vier Jahren regieren

wird. Bleibt Merkel Kanzlerin? Oder

kann sich die SPD durchsetzen? Eines

weiß man schon jetzt: Es bleibt bis zum

Schluss spannend. Auch, wenn ihr jetzt

noch nicht wählen dürft, weil ihr noch

nicht volljährig seid, lohnt sich ein Blick in

die Politik. Denn selten ist sie so spannend

wie in Wahlzeiten. Dann werden die

Weichen für die Marschrichtung in den

nächsten Jahren gestellt. Je nachdem,

wer das Rennen macht, könnte es in eine

andere Richtung gehen als bisher. Das

betrifft auch euch. Und in ein paar Jahren

seid ihr dann ohnehin gefragt, dann zählt

auch eure Meinung. Es ist also nie zu früh,

sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen,

auch wenn das manchmal

etwas anstrengend sein kann. Spätestens

am Abend des 22. September werdet ihr

aber merken, wie spannend Politik ist.

In diesem Jahr umso mehr, weil wir in

Hessen gleich zwei Wahlzettel ausfüllen

dürfen. Und hier gibt es ein großes Thema,

das euch besonders angeht: Wie werden

die Schulen in unserem Bundesland

demnächst aussehen? G8, G9 oder Wahlfreiheit?

Mit diesem Thema hat sich auch

Max Hamscher vom Landgraf­Ludwigs­

Gymnasium in seinem Artikel beschäftigt,

den ihr auf den Seiten 12 und 13 findet.

Motorsportfan Viktoria Chiara Hägel hat

für uns einen Blick unter das Visier der

Rennfahrer geworfen. Und was sie dort in

den Augen der Sportler gesehen hat, hat

sie sehr beeindruckt.

Auch wir in der Redaktion waren fleißig.

Wir haben drei Bücher für euch getestet,

mit denen man es sich an grauen Herbsttagen

gut auf dem Sofa gemütlich machen

kann. Jetzt wünschen wir euch aber

erst einmal viel Spaß beim Lesen dieser

neuen Ausgabe der SchülerAZ!

Euer Redaktionsteam

Impressum

Herausgeber:

Mittelhessische Druck- und

Verlagsgesellschaft mbH

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Dr. Max Rempel, Gießener Allgemeine Zeitung,

Marburger Straße 20, 35390 Gießen

Redaktion: Burkhard Bräuning, Katrin Nahrgang

E-Mail: redaktion@SchuelerAZ.de

Druck und Verlag: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft

mbH, Marburger Straße 20,

35390 Gießen (zugleich auch ladungsfähige Anschrift

für alle im Impressum aufgeführten Verantwortlichen)

Geschäftsführung:

Dr. Jan Eric Rempel (Gießen), Dr. Max Rempel (Gießen)

Erscheinungsweise:

»Schüler AZ« erscheint alle zwei Monate und wird an

Schulen der Stadt und des Landkreises Gießen sowie

im westlichen Vogelsbergkreis ausgelegt.

Auflage: 10000 Exemplare

Verantwortlich für Anzeigen:

Anzeigenleitung: Jens Trabusch

Anzeigenverkaufsleitung:

Ulrich Brandt, Tel. 0641/3003-224,

E-Mail: anzeigenverkauf@giessener-allgemeine.de,

Anschrift siehe oben

Gültig ist der Anzeigentarif Nr. 3 vom 1. Januar 2013

Schüler AZ – Die Schülerzeitung der Gießener

Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Titelbild: Archiv

Mitteilung gemäß § 5, Absatz 2 des Hessischen

Pressegesetzes: An der Finanzierung des Verlages

sind beteiligt: Dr. Ch. Rempel, Dr. J. E. Rempel,

Dr. M. Rempel, B. Sälzer.

© Schüler AZ, Gießen

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Fotos: dpa

Die eine nutzt den Deichgraf-Effekt, der andere gibt sich auf sportliche Art bürgernah. Im Wahlkampf versuchen alle Politiker,

so viele Wähler wie möglich auf ihre Seite zu ziehen.

Eierlikör und Kontaktsport

Ein Wahlkampf-Glossar

Warum knüpfen sich an den Last­Minute­Swing so große Hoffnungen? Welche Rolle

spielt der Eierlikör? Und was ist der Deichgraf­Effekt? Der Kampf um die Gunst der

Wähler macht erfinderisch – in jeder Hinsicht. Der Wahlkampf gilt als »Hochamt

der Demokratie« – und folgt seinen ganz eigenen Regeln. Ein Glossar

wichtiger Begriffe beim Kampf um die Wählerstimmen.

»Der Wahlkampf folgt

seinen ganz eigenen Regeln«

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

AKTIONISMUS: Der Infostand in der

Fußgängerzone lockt weder Bürger noch

Reporter hinter dem Ofen hervor. Deshalb

versuchen Parteien, mit ausgefalleneren

Aktionen für ihre Ideen zu werben. So

empfehlen etwa die Jusos, der SPD­

Nachwuchs, ihren Wahlkämpfern »Mindestlohnlimbo«,

Politiker­Speeddating

in der Fußgängerzone und »Guerilla

Gardening« – dabei sollen die Aktivisten

mit roten Primeln den Parteischriftzug in

brachliegende Beete pflanzen.

DEICHGRAF-EFFEKT: Kriege, Krisen,

Katastrophen – sie zählen zu den großen

Unbekannten, die ohne Vorwarnung in

Wahlkämpfe hereinbrechen können. So

wie die Flutkatastrophe in Deutschland

im Mai und Juni. In der Regel nützt ein

solches Ereignis vor allem der Regierung.

Während sie handelt, kann die Opposition

höchstens Forderungen stellen und muss

dabei aufpassen, nicht in den Verdacht zu

geraten, eine Tragödie zu instrumentalisieren.

Aber auch Regierungen können sich

in einer Krise blamieren, wie das schlechte

Krisenmanagement des US­Präsidenten

George W. Bush nach dem Hurrikan

Katrina 2005 gezeigt hat.

DREIECKSSTÄNDER: »Allein mit

Plakaten gewinnt man zwar keine Wahl,

aber ohne verliert man sie«, heißt es im

aktuellen Wahlkampfhandbuch der FDP.

Deshalb haben die Parteien auch diesmal

ihre Leute mit Kleistereimer und Tapezierpinsel

losgeschickt. Der Klassiker an

deutschen Straßenrändern zu Wahlkampfzeiten

ist der sogenannte Dreiecksständer,

drei Plakatflächen in Triangelform um

einen Laternenpfahl.

EIERLIKÖR: Wahlkampf ist Kontaktsport,

heißt es. Auch in Zeiten von Twitter

und Facebook setzen Parteien auf das

direkte Gespräch am Infostand und bei

Hausbesuchen. »Tür­zu­Tür­Besuche

haben eine solche Ausstrahlungs­ und

Mobilisierungskraft, dass sie Wahlkämpfe

entscheiden können«, schreiben die

Jusos in ihrem Wahlkampfhandbuch. Der

SPD­Kanzlerkandidat und bekennende

Weinliebhaber Peer Steinbrück hat

deshalb angekündigt, dass er bei dieser

Gelegenheit sogar Eierlikör trinken würde

– falls er ihm von einem Wähler angeboten

wird.

GIVE-AWAYS: FDP­Kugelschreiber,

Kondome der Jungen Union mit der

Aufschrift »Black is beautiful« oder rote

Handysocken der Linken – im Wahlkampf

geben sich alle Parteien spendierfreudig,

zumindest bei den kleinen Geschenken

am Infostand. Die Hoffnung ist, dass die

Give­Aways Türöffner für das Gespräch

übers Wahlprogramm sind.

KAMPA: Die Herzkammer einer Kampagne

sind die Wahlkampf­Zentralen. Ob die

»Kampa« der SPD oder das »Basislager«

der Grünen: Hier laufen die Fäden zusammen,

werden Strategien entworfen und

Sprachregelungen ausgegeben.

LAST-MINUTE-SWING: Wer in der

Wählergunst hinten liegt, hofft auf einen

Stimmungsumschwung in letzter Minute.

Ein Beispiel ist die Bundestagswahl 2002:

Das ganze Jahr führte Schwarz­Gelb in

den Umfragen, erst eine Woche vor der

Wahl zog Rot­Grün vorbei und verteidigte

letztlich knapp die Mehrheit. Allerdings

spielten der Irak­Krieg und die Flutkatastrophe

der Regierung in die Karten. 2009

beschworen die Sozialdemokraten dann

wieder eine überraschende Aufholjagd

– vergeblich, sie stürzten auf ihr historisches

Tief.

MOBILISIERUNG: Die Wahlbeteiligung

schrumpft seit Jahren. Dadurch wird es

für Parteien immer wichtiger, ihre Anhänger

überhaupt in die Wahllokale zu

bringen. Die Union drehte diese Argumentation

2009 um – ihre Strategie firmiert

bei Wahlforschern als »asymmetrische

Demobilisierung«. Das Ziel: möglichst

wenig Kontroverse im Wahlkampf. Denn –

so die Überlegung – SPD­Wähler bleiben

bei mangelnden Aufregerthemen eher zu

Hause als Konservative, eine niedrigere

Wahlbeteiligung hilft also der Union.

SPIN DOCTOR: Der Trend zu externen

Wahlkampfberatern kommt aus den

USA und hielt mit der zunehmenden

Professionalisierung der Wahlkämpfe

auch in Deutschland Einzug. »Sie sind

die ›Einflüsterer‹, die den Reden und

den Ereignissen im Umfeld des Spitzenkandidaten

oder der Spitzenkandidatin

einen bestimmten Drall geben, in der

Tennissprache einen ›spin‹«, erklärt der

Politikwissenschaftler Karl­Rudolf Korte in

einem Buch zum Thema.

TRÄNENDRÜSE: Emotionen können

im Wahlkampf Sympathiepunkte bringen.

Kanzlerin Angela Merkel plauderte

kürzlich über ihren Lieblingsfilm und die

Jugend in der DDR, Herausforderer Steinbrück

ließ sich gemeinsam mit seiner Frau

Gertrud auf großer Parteibühne interviewen

– und sorgte für Schlagzeilen, weil ihm

dabei die Tränen kamen. 2005 konterte

SPD­Kanzler Gerhard Schröder im

TV­Duell die Kritik an einer umstrittenen

Aussage seiner Frau mit einer Liebeserklärung.

Aber: Einblicke ins Privat­ und

Gefühlsleben sind nicht ganz ungefährlich.

Vor allem dann nicht, wenn sie wie

ein kalkuliertes Wahlmanöver wirken.

Mit Give-Aways an die Spitze der Bundesregierung: So ungefähr stellen sich die

Parteien das in der heißen Wahlkampfphase vor.

Foto: dpa

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Foto: fk

Die Gewinner des Wettbewerbs »Agenda 2020« nehmen im Verlagshaus ihre Preise entgegen. Das Foto zeigt (v. l.): Luca

Manns, Laurenz Pitz, Walther Süßkind, Sponsorin Anne Katrin Römer, Laura Mendolicchio, Jesper Czempin, Alina Setzer,

Redakteur Burkhard Bräuning, Lehrerin Manuela Salzig und Redakteurin Annette Spiller.

Gute Ideen für eure Zukunft

Viele von euch haben sich Gedanken gemacht, wie die Zukunft in unserem Land

aussehen könnte oder sollte. Ihr habt geschrieben, gezeichnet, geklebt und gefilmt.

Dabei herausgekommen sind eine Menge toller Arbeiten. Am Ende haben die drei

Teams den Wettbewerb »Agenda 2020 – Wo wollt ihr hin?« gewonnen, die nach

Meinung der Jury die besten Ideen hatten.

»Zwei Videobeiträge überzeugten

die Jurymitglieder ganz besonders«

Im Mai hatten wir euch hier im Heft, in der

Gießener/Alsfelder Allgemeinen und in

der Wetterauer Zeitung dazu aufgefordert,

euch zu überlegen, wie ihr eine »Agenda

2020« gestalten würdet. Ihr solltet also

darüber nachdenken, wo es in

Deutschland politisch

hingehen sollte und welche Themen

eurer Meinung nach in den nächsten Jahren

diskutiert werden sollten. Dabei war

euch so gut wie alles erlaubt: Collagen,

Texte, Videos oder Audioformate – der

Fantasie waren kaum Grenzen gesetzt.

Überzeugt war die Jury – bestehend aus

Redakteuren der Gießener Allgemeinen,

Schulamtsdirektor Heinz

Kipp und Vertreter der Partnerunternehmen

Ovag und Bender – nach eingehender

Prüfung am meisten von zwei

Videobeiträgen. Der erste Platz ging dabei

an Jesper Czempin, Alina Setzer, Laura

Mendolicchio, Sarah Hülsmann und Zoé

Jennert vom Kurs E2 Powi 02 der Ernst­

Ludwig­Schule Bad Nauheim. Rund eine

Woche Arbeit haben die Schüler in das

Projekt gesteckt, was sich am Ende

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ja auch auszahlt. Ihr Beitrag beschäftigte

sich mit der Chancengleichheit. Dabei sei

es ihnen auf besondere Weise gelungen,

die Ist­Situation zu beschreiben, ihre

Schwächen aufzudecken und zu benennen

und echte Vorschläge für die Zukunft

zu machen, erklärte die Jury die Entscheidung.

Beeindruckt waren nicht nur die

Juroren, auch die eigene Lehrerin haben

die Schüler in Erstaunen versetzt: »Das

Team hat sehr selbstständig gearbeitet

und ich bin beeindruckt vom Ergebnis«,

lobte Manuela Salzig.

Für die Gewinner gab es nicht nur nette

Worte, sondern natürlich auch einen wertvollen

Preis: Jedes Team­Mitglied bekam

einen Tablet­PC mit einem kostenloses

e­Paper­Abo für ein Jahr, die der Verlag

zur Verfügung gestellt hatte.

Der zweite Platz

im Wettbewerb

ging an

LS­Net, das

Filmteam der Liebigschule in Gießen.

Luca Manns, Laurenz Pitz und Walther

Süßkind, zwei Acht­ und ein Siebtklässer,

sind ganz ohne die Unterstützung durch

einen Lehrer ausgekommen. Ihnen ist ihre

Erfahrung im Bereich Videoproduktion

zugute gekommen, werden doch in ihrem

Beitrag Themenfelder gebündelt und mit

passenden Bildern aufbereitet. Wie in

einer Nachrichtensendung präsentieren

sie ihre Ideen an einem virtuellen Desk in

futuristisch anmutender Kulisse. Dabei

»war eigentlich nichts anderes da als ein

blauer Teppich und ein Klappstuhl«, wie

Luca bei der Preisverleihung berichtete.

Inhaltlich ging es bei den drei Jungs um

Mitbestimmung, Gleichberechtigung und

Verbesserungen im sozialen Bereich.

Bei der Jury kam besonders gut an,

dass sich das Team auf das Wesentliche

beschränkte. Jurymitglied Anne Katrin

Römer, Geschäftsführerin bei der Firma

Bender in Grünberg, empfand das als

»sehr angenehm in unserer mit Information

überfrachteten Gesellschaft«. Von der

Firma Bender wurde auch der Preis für

den zweiten Platz gestiftet – ein Geldpreis

in Höhe von 150 Euro.

Der dritte Platz ging wie schon der erste

an die Ernst­Ludwig­Schule Bad Nauheim,

und zwar ebenfalls an Schüler aus

Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

den Kursen Politik und Wirtschaft von

Lehrerin Manuela Salzig. Die Redakteure

Burkhard Bräuning und Annette Spiller

waren beeindruckt und sprachen ihr dafür

ein dickes Lob aus.

Leon Rahimi, Derya Atma, Max Kalus und

Hannah Müller aus dem Leistungskurs

konnten zwar nicht an der Preisverleihung

teilnehmen, durften sich aber trotzdem

über Platz

drei freuen.

Als einziger

Wettbewerbsbeitrag

unter den Preisträgern hatten

sie sich nicht für einen filmischen Beitrag

entschieden, sondern reichten eine

Collage über Wirtschaftskreisläufe ein.

Darauf wurden die Zusammenhänge von

Einkommen, Konsum, Wirtschaftswachstum

und Entwicklung

samt

dem Verhältnis

Ökonomie und

Ökologie optisch aufgearbeitet und ein

klarer Diskussionsbeitrag herausgearbeitet.

Der Preis für die 16­Jährigen kam von

der OVAG­Gruppe, die für jeden Gewinner

je zwei Eintrittskarten für das OVAG­Neujahrsvarieté

im kommenden Jahr in Bad

»Da war eigentlich nichts als ein

blauer Teppich und ein Klappstuhl.«

»Mit den Beiträgen gezeigt, dass

Jugendlichen Politik nicht egal ist«

Nauheim zur Verfügung gestellt hatte.

Den Besuch im Verlagshaus der Gießener/

Alsfelder Allgemeinen und der Wetterauer

Zeitung anlässlich der Preisverleihung

nutzten die Schüler auch, um sich einmal

den Produktionsbetrieb einer Tageszeitung

anzuschauen. »Wow, ist das

laut hier«, stellten sie beim Betreten der

Druckhalle fest. Sie staunten über die

Geschwindigkeit,

mit der Zeitung

für Zeitung

entsteht, über

die Versandanlage sowie die kleinwagenschweren

Papierrollen und verfolgten

aufmerksam die Erklärungen zur Arbeit in

einer Redaktion. Sie stellten Fragen zur

Technik und zu Berufsfeldern in einem

Zeitungshaus. Vor allem aber freuten sie

sich natürlich völlig zu Recht über ihren

Erfolg im Wettbewerb »Agenda 2020 – Wo

wollt ihr hin?«. Mit ihren Ideen zeigten sie,

dass Jugendlichen Politik und die Zukunft

des Landes eben nicht egal sind, sondern

dass es sich lohnt, sich Gedanken zu machen,

sich einzubringen, seine Meinung zu

sagen und so vielleicht auch einen Beitrag

dazu zu leisten, in den nächsten Jahren in

Deutschland etwas zu bewegen.

Diese Collage brachte Schülern der Ernst-Ludwig-Schule Bad Nauheim den

dritten Platz ein.

Foto: kan

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Foto: dpa

Mit dem Programm »U18« können Jugendliche schon einmal das Wählen üben. Wenn sie es dann dürfen, wollen sich viele

nicht für eine Partei entscheiden.

Viele Erstwähler sind unentschieden

Das Kreuz mit dem Kreuz

Drei Millionen junge Menschen dürfen am 22. September das erste Mal bei einer Bundestagswahl

ihre Stimme abgeben. Die Grünen genießen hohe Sympathie, aber auch

Kanzlerin Merkel kann punkten – wenn die Jungen überhaupt abstimmen.

Nein, wählen wird Sandra Ewald nicht.

»Weil das alles nur leeres Gequatsche

ist«, sagt die 19 Jahre alte Schülerin. Zum

ersten Mal dürfte sie am 22. September

ihr Kreuz auf einen Wahlzettel setzen.

Politisch interessiert ist sie auch – wie

viele in der Oberstufe der Gesamtschule

Petershagen vor den Toren Berlins.

Doch von den Parteien sind die Schüler

enttäuscht. So richtig haut ihre Politik hier

keinen vom Hocker – trotz »Kandidatengrillen«

in der Schulaula, TV­Duellen und

Facebook.

»Ich würde ja wählen, wenn ich direkt für

Angela Merkel stimmen könnte«, sagt

Sandra. Nicht wegen der Politik, sondern

weil die Kanzlerin sie als Frau an der

Spitze eines Staates beeindruckt hat. Und

weil sie aus dem Osten kommt. Doch ein

Kreuz nur für Merkel geht nicht – so hat

die 19­Jährige am Wahlsonntag Besseres

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

zu tun. An der privaten Gesamtschule in

Brandenburg haben die Schüler eine

eigene Firma gegründet, es gibt Fahrten

nach Nordirland. Wer seine Kinder hier

anmeldet, gehört meist zur klassischen

Mittelschicht, die sozialen Probleme des

nahen Berlins spielen hier eher keine

Rolle.

An seinen Eltern liege es auch, dass er

persönlich zur Wahl gehen werde, sagt

der 19 Jahre alte Richard König. »Und ich

finde, das ist meine Pflicht.« Auch Elisa

Funke meint: Man muss wählen gehen –

um der rechtsradikalen NPD keine Chance

zu geben. Doch insgesamt, so schätzen

die potenziellen Erstwähler, wird wohl

nur ein Drittel ihrer Freunde ein Kreuz auf

den Wahlzettel machen.

Bei der Bundestagswahl 2009 waren die

Jungen die Wahlmüdesten: Die Beteiligung

der unter 25­Jährigen lag zehn

Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt

von 71,4 Prozent. Dabei kommen

die »Erstis« traditionell noch häufiger ins

Wahllokal als die »Zweitwähler«, also die

22­ bis 25­Jährigen. Demoskopen gehen

davon aus, dass viele Erstwähler noch bei

den Eltern wohnen und mit ihnen zur Wahl

gehen. Für die Parteien sind die jungen

Erwachsenen eine schwierige Zielgruppe.

Die Grünen fuhren 2009 zwar 11,6 Prozent

ihrer Stimmen bei den unter 25­Jährigen

ein. Doch damit stehen sie ziemlich

alleine da. In einer Studie der CDU­nahen

Konrad­Adenauer­Stiftung aus dem Jahr

2012 wird betont, man müsse bedenken,

»dass die Gruppe der Jungwähler eine

eher geringe Bedeutung für das Wahlergebnis

der Parteien besitzt«.

Es gibt einfach mehr ältere als junge

Menschen in Deutschland – und die Alten

gehen auch noch häufiger zur Wahl. So

machten bei der Bundestagswahl 2009

rund 15,5 Millionen über 60­Jährige ihre

Kreuzchen, aber nur 6,2 Millionen unter

30­Jährige.

Trotzdem mühen sich die Parteien nach

Kräften um die Stimmen der Jüngsten.

»Diese Zielgruppe ist sehr wichtig, da

sie aufgeschlossen und neugierig ist und

leicht erreichbar über die neuen Medien.

Wer das erste Mal wählt, baut auch eine

Beziehung zu der Partei, die er wählt,

auf«, heißt es bei der SPD. Die Partei

versucht, junge Leute in ihrer Lebensrealität

anzusprechen und setzt dabei auf

Themen wie Mieten oder fehlende Ausbildungsplätze.

Die CDU teilt Jung­ und Erstwählerkarten

aus, alle Parteien setzen außerdem auf

soziale Netzwerke und eigene Plattformen.

Doch wer kann am meisten punkten?

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa

hat sich die Erstwähler auf Basis des

»Stern«­RTL­Wahltrends genauer

angesehen. Demnach sind Union und

SPD bei den Jüngsten genauso beliebt

wie bei der Gesamtwählerschaft (41 und

23 Prozent). Die Grünen schneiden mit

21 Prozent bei den Erstwählern deutlich

besser ab als bei Älteren – ebenso mit

fünf Prozent die Piraten. Die FDP ist mit

zwei Prozent abgeschlagen, auch die

Linke liegt mit vier Prozent schlechter

als beim Durchschnittswähler. Bei der

Kanzlerfrage hat CDU­Chefin Merkel

auch bei der Jugend die Nase vorn.

Der SPD sprechen die Jungwähler

allerdings mehr politische Kompetenz

zu als die Alten. Insgesamt ordnen sich

die meisten Erstwähler der politischen

Mitte zu.

Doch was hilft das, wenn viele gar nicht

erst zur Wahl kommen? Den Petershagener

Erstwählern will eine überparteiliche

politische Initiative Beine machen. Die

»Wahl­Gang« verteilt Regenschutz für

Fahrradsattel – und fordert darauf:

»Arsch hoch, wählen gehen.«

Die Stimmen für CDU und SPD sind

laut Umfragen unter den Erstwählern

ähnlich verteilt wie in der Gesamtheit

der Wähler. Schaut man sich dagegen

die Grünen oder die Piraten an, sieht

das schon anders aus.

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Vier Versionen von

Schulfrieden

Foto: dpa

Die Bildungspolitik ist eine der Bastionen, in denen die Bundesländer richtig was zu

sagen haben. Und so ist auch der Streit der Parteien über dieses Thema besonders

groß. Nach der Landtagswahl könnte sich deshalb vieles ändern – je nachdem, wer

gewinnt.

Drei Kandidaten für einen Posten: Das

gibt es bisher nur bei wenig Ministerämtern,

die nach der Hessenwahl am 22.

September vielleicht neu zu vergeben

sind. Doch

wer im Falle eines rot­grünen Wahlsiegs

das Bildungsressort übernehmen soll, ist

zwischen SPD und Grünen umstritten.

Überhaupt sind sich die Wunsch­Koalitionspartner

in dem zentralen Bereich

der Landespolitik nicht sonderlich grün.

Neben unterschiedlichen

Personalvorschlägen haben sie auch

voneinander abweichende inhaltliche

Vorstellungen.

Im Schattenkabinett von SPD­Spitzenkandidat

Thorsten Schäfer­Gümbel ist

Heike Habermann für den dem prominenten

Platz der Kultusministerin vorgesehen.

Die 58­jährige Diplom­Pädagogin ist

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seit zehn Jahren bildungspolitische Sprecherin

der Fraktion. Die SPD will mit ihren

Forderungen nach mehr Ganztagsbetreuung,

insbesondere in der Grundschule,

und einer Rückkehr zur sechsjährigen Mittelstufe

im Wahlkampf punkten. Den Weg,

Schüler früher Abitur machen zu lassen

(G8), sieht die Partei als gescheitert an.

Für viel Kritik sorgt Habermann mit ihrem

Plan, eine Gemeinschaftsschule bis

Klasse zehn aufzubauen. Auf Dauer will

die SPD auch das Sitzenbleiben abschaffen.

Im Streit, wie viel Freiheit und wie viel

Zwang in der Schulpolitik herrschen sollten,

hat Habermann zuletzt mildere Töne

angeschlagen und betont, gemeinsam mit

Eltern, Schülern und Lehrern vorgehen zu

wollen.

Die Grünen verdächtigen die SPD dennoch,

alles anders machen und die Schulen

in ein vorgefertigtes Korsett zwingen

zu wollen. Nach

dem Hin und

Her bei G8 und

G9 müssten

Lehrer und Schüler aber endlich zur

Ruhe kommen können, fordert Grünen­

Bildungsexperte Mathias Wagner – nach

Ansicht seiner Partei die Traumbesetzung

für den Ministerposten. Der 39­Jährige ist

seit 2005 bildungspolitischer Sprecher der

Fraktion. »Hessen wechselt zum Schulfrieden.

Und du?«, fragen die Grünen auf

Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

»Mit der SPD könnte auf Dauer das

Sitzenbleiben wegfallen.«

ihren Wahlplakaten. Sie wollen, dass sich

Schulen und Parteien auf eine Politik für

die nächsten zehn Jahre verständigen.

Einen Schwerpunkt legt die Partei auf die

Grundschulen

und fordert

unter anderem

eine Betreuungsgarantie

von 7.30 Uhr bis 17 Uhr. Das

Angebot soll in Zusammenarbeit mit den

Kommunen zustande kommen, jedoch

ohne Zwang. Zudem soll mit genügend

Angeboten eine wirkliche Wahlfreiheit bei

der Auswahl zwischen G8­ und G9­Schulen

geschaffen werden.

Gewinnt dagegen Schwarz­Gelb, hat die

amtierende Kultusministerin Nicola Beer

(FDP) gute Chancen, im Amt bleiben zu

können. Die ehemalige Europastaatssekretärin

(43) ersetzte vergangenes Jahr

ihre Vorgängerin Dorothea Henzler. Beer

ist ein G8­Fan

und hatte viele

Pläne zur Verbesserung,

doch

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU)

kam ihr in die Quere und verkündete, dass

wahlweise wieder G9 zugelassen werde.

Beer ist für ein vielfältiges Schulsystem

mit Gymnasien, Real­ und Hauptschulen,

Mittelstufen­ und Gesamtschulen. Im

kommenden Schuljahr will die Ministerin

die Lehrerversorgung endlich auf 105

Prozent verbessern und startet zudem

den lange angekündigten islamischen Religionsunterricht,

zunächst an 27 Grundschulen.

Das Angebot an Ganztagsschulen

will Beer

»Die CDU will das gegliederte

Schulsystem mit Gymnasien erhalten.«

ausbauen – mit

der Betonung

auf »Angebot«.

Von »Zwangsbeglückung« hält die FDP­

Politikerin nämlich nichts.

Die CDU hat seit knapp einem Jahr einen

neuen bildungspolitischen Sprecher, auf

den Abgeordneten Hans­Jürgen Irmer

folgte Günter Schork. Dass die Partei der

FDP nach einem gemeinsamen Wahlsieg

das Bildungsressort streitig machen wird,

ist aber sehr unwahrscheinlich.

Die CDU will das gegliederte Schulsystem

mit Gymnasien erhalten, denn sie sieht

darin die beste Möglichkeit, um jedes

Kind zu fördern. »Gleichmacherei« lehnt

sie ab, eine Einheitsschule soll es mit ihr

nicht geben. Die Eltern sollen aus der

Vielfalt von Schulen wählen können, das

gilt auch für die beiden Formen G8 und

G9. Mit einem »Pakt für den Nachmittag«

soll gemeinsam mit Kommunen, Vereinen

und Kirchen eine freiwilliges Betreuungsangebot

von bis zu zwölfjährigen Schülern

geschaffen werden. Gelten soll es bis 16

Uhr. Auch mehr Ganztagsschulen soll es

nach dem Willen der CDU geben – und

zwar je nach Bedarf, ohne Zwang.

Abi-Vorbereitung &Nachhilfe

von Physikstudent erteilt: Mathe,

Physik, Chemie, alle Klassen/Kurse.

Raum Pohlheim, Linden, Fernwald,

Lich, Gießen. Telefon: 0151 6511 1806

Professioneller Musikunterricht mit Vorbereitung

für Aufnahmeprüfungen an staatlichen

Hochschulen und Vorbereitungen auf

Wettbewerbe. Klavier, Orgel, Gesang, Musiktheorie,

Gehörbildung, Harmonielehre, Tonsatz.

06441-42672 oder www.kantor-poths.de

Bedeutet G8 für mehr Schüler Nachhilfeunterricht, weil sie

bei dem Tempo in der Schule nicht mitkommen?

Foto: dpa






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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Foto: dpa

Viele Schüler und auch Eltern klagen darüber, dass bei G8 wenig Freizeit übrig bleibt, weil die Jugendlichen viel lernen müssen.

Bildungschaos in Deutschland

Das Landgraf­Ludwigs­Gymnasium und auch einige andere Gymnasien in Gießen

wollen zu G9 zurückkehren, viele Gesamtschulen in Deutschland und auch die

Gymnasien in Rheinland­Pfalz haben G8 nie eingeführt. Viele Schulreformen wurden

in den letzten Jahren in der Bundesrepublik durchgeführt. Aber was soll das alles?

Bildungspolitik ist in Deutschland Ländersache;

jedem Bundesland ist überlassen,

wie es sein Schulsystem gestaltet. Alle

Bundesländer haben zwar ähnliche Vorgaben,

aber dennoch sind die Schulsysteme

sehr unterschiedlich. Die Leistungsfähigkeit

der Schulsysteme wurde schon in

verschiedenen Studien untersucht. Die

wohl bekannteste ist die PISA­Studie.

Hessen war noch nie ein PISA­Gewinner,

es liegt immer nur knapp über dem Durchschnitt.

Besonders bemängelt werden hier

die fehlende Internationalisierung, sowie

der Mangel an Ganztagsschulen. Sachsen

und auch die südlichsten Bundesländer

Baden­Württemberg und Bayern dagegen

haben schon immer sehr gut abgeschnitten.

Besonders schlecht schneiden die

Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin

ab, aber auch das größte Bundesland

Nordrhein­Westfalen kommt in der Studie

nicht gut weg.

Die Unabhängigkeit der Bundesländer

in der Bildungspolitik hat ihre Vor­ und

Nachteile. Ein wichtiger Vorteil ist, dass

der Föderalismus die Demokratie stärkt.

Die Unabhängigkeit der Länder sorgt

unter anderem dafür, dass eine Machtergreifung

wie im Nationalsozialismus

deutlich erschwert wird. Sollte nämlich

ein Diktator versuchen, die Bildung nach

seinen Interessen zu ändern, muss er

zuerst Bundestag und Bundesrat kontrollieren.

Sollte er das schaffen, muss er nun

16 verschiedene unabhängige Landtage

unter Kontrolle bringen. Und selbst

12


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

dann können sich immernoch Schulen

gegen ihn wehren. Außerdem kann jedes

Bundesland seine eigenen Vorstellungen

individuell im Schulsystem umsetzen. So

können mehrere voneinander unabhängige

Ministerien ihre eigenen Schulsysteme

entwickeln und es entsteht ein Wettbewerb.

Die gute Seite daran ist, dass

verschiedene Systeme entstehen und die

einen von den anderen lernen können.

Auf der anderen

Seite gibt

es aber auch

Nachteile. Die

unterschiedlich durchdachten Systeme

sind so komplex, dass schon ein Umzug

in ein anderes Bundesland zum Problem

werden kann. In der gymnasialen Oberstufe

ist der Wechsel von einem Bundesland

in ein anderes unter Umständen

ohne das Wiederholen einer Klassenstufe

nicht zu schaffen.

Wenn jetzt einige Bundesländer wieder zu

G9 zurückkehren, wird auch ein Umzug in

der Mittelstufe noch schwieriger werden.

Zum Beispiel wird bei G8 die zweite

Fremdsprache ab der 6. Klasse unterrichtet,

während diese bei G9 erst in der 7.

Klasse startet.

Da Hessen nicht komplett zu G9 zurückkehrt,

sondern jede Schule selbst

entscheiden darf, ob sie bei G8 bleibt

oder zu G9 wechselt, wird höchstwahrscheinlich

sogar ein Umzug innerhalb

Hessens schwierig werden. Nach einer

Recherche des Radiosenders FFH bleiben

zum Beispiel alle sieben Gymnasien in

Wiesbaden sowie die Gymnasien im

Rheingau­Taunus­Kreis bei G8, während

einige Schulen in Hessen – wie auch die

Gießener Herderschule – eine Wahlmöglichkeit

zwischen G8 und G9 anbieten

möchten. In Gießen hat sich neben dem

LLG auch die Liebigschule für die Rückkehr

zu G9 entschieden.

Aber Chaos herrscht auch in den anderen

Bundesländern. Baden­Württemberg

und das Saarland führen Gemeinschaftsschulen

ein, die als eine Art ganztägige

Gesamtschule mit Abituroption nach neun

Jahren fungieren. In Nordrhein­Westfalen

wird die Sekundarschule eingeführt, eine

Schulform, in der die Schüler mindestens

bis zur 6. Klasse gemeinsam unterrichtet

»Chaos gibt es nicht nur in

Hessen, sondern auch anderswo«

werden. Bayern kürzt den G8­Lehrplan

und plant ähnlich wie Hessen ein G9­

Abitur. In den Stadtstaaten Hamburg, Bremen,

Berlin sowie in Thüringen herrscht

Reformstille, aber auch hier sind heftige

Diskussionen an der Tagesordnung.

Da fragt man sich doch nur: Was soll das

alles?

Einige Reformen finde ich sinnvoll, andere

wiederum nicht. Eine Gesamtschule

beispielsweise

bietet schwächeren

Schülern,

die vielleicht

auf einem Gymnasium nicht zurechtkämen,

die Möglichkeit, dennoch einen

gymnasialen Abschluss zu erlangen. Das

Abschaffen der verbindlichen Schulempfehlung

ist in meinen Augen ebenfalls eine

vernünftige Sache. Niemand außer Eltern

und Schülern sollten entscheiden, auf

welche Schule das Kind gehen soll. Die

Empfehlung soll ledigleich ein Wegweiser

sein. Daher bemängele ich gerade das

bayrische Schulsystem. Hier wird mit

Beginn der ersten Klasse Druck auf die

Kinder ausgeübt, dass sie auch ja eine

gute Empfehlung bekommen. Auf der anderen

Seite halte ich es nicht für sinnvoll,

G8 einzuführen und wenige Jahre später

wieder zu G9 zu wechseln. Hätte man

nicht besser G8 weiter ausbauen sollen?

Außerdem denke ich, dass es keine gute

Idee ist, dass sich die Oberstufenmodelle

so stark voneinander unterscheiden, dass

beispielsweise Umzüge teilweise unmöglich

werden.

Sicherlich spielt auch der Wahlkampf

eine große Rolle, die Bildungsdebatte ist

immer ein heißes Eisen im Erlangen um

Wählerstimmen. Gerade jetzt ist guter

Wahlkampf wichtig, denn die Bundestagswahlen

sind nur noch wenige Tage

entfernt.

Insofern wird es auch in der Zukunft wohl

sehr unterschiedliche Bildungssysteme in

den Bundesländern geben.

Max Hamscher,

Landgraf-Ludwigs-Gymnasium

Quellen:

• www.spiegel.de Suche: PISA Studie dpa

• http://www.linkpics.de/gbbilder/anlaesse_und_feiertage/abitur_abschluss/75abiturabschluss3.jpg

• http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungssystem_in_Deutschland

• http://www.spiegel.de/flash/flash­27227.html

• http://de.wikipedia.org/wiki/Gymnasiale_Oberstufe

• http://www.ffh.de/news­service/ffh­nachrichten/nController/News/nAction/show/

nCategory/topnews/nId/21207/nItem/g8g9­

wahlmoeglichkeit­viele­hessische­gymnasien­aendern­nichts.html

Lautstark protestieren Demonstranten teilweise für die Rückführung zu G9. Unser

Autor kann das nicht nachvollziehen.

Foto: dpa

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Politik im Netz

Jugendliche haben keine politische Meinung? Falsch. Oft wissen sie nur nicht, wo sie

sie äußern können. In sozialen Netzwerken, Vereinen oder Chats haben junge Leute

aber genug Möglichkeiten dazu.

Kurz vor der Bundestagswahl im September

werden die Vorwürfe wieder laut: Jugendliche

seien politisch nicht interessiert.

Dem widerspricht Luisa Maria Schweizer:

»Den Vorwurf, dass die Jugend desinteressiert

ist, kann ich nicht bestätigen«,

sagt die Sprecherin der Politikplattform

»Du hast die Macht«. Die Seite richtet

sich explizit an junge Leute. Auch Thomas

Krüger, Präsident der Bundeszentrale

für politische Bildung (bpb) hat andere

Erfahrungen gemacht: »Politik lässt

sich generell schwieriger an junge Leute

vermitteln.« Dennoch hätten sie oft ein

höheres Interesse an politischen Themen,

als manche vermuten.

Um sich als Jugendlicher über Politik zu

informieren und auszutauschen, gibt es

viele Möglichkeiten. In Schulen veranschaulichen

beispielsweise Wahlsimulationen

das komplexe Wahlsystem, nach

der Auslosung gibt es für die Schüler eine

richtige Wahlparty.

Auch auf Facebook, Youtube und in Blogs

können Jugendliche aktiv werden. In

Chats treffen sie auf Politiker oder auf andere

Jugendliche. Im Videoformat können

sie ihre Meinung frei herausrappen. Dabei

sollen die Jugendlichen vor allem angeregt

werden, sich selber eine Meinung zu

bilden und sie auf verschiedene Weise

auszudrücken, erklärt Schweizer. Auch

viele Schauspieler und Stars präsentieren

sich und ihre Meinung auf Politikplattformen.

Laut Krüger sprechen Prominente

besonders die Jugendlichen glaubwürdig

an, die Politik als Enttäuschung ansehen.

Es reicht aber nicht, einfach die Wahlthemen

vorzustellen oder die

Jugendlichen in

Im Internet sind viele Jugendliche inzwischen zu Hause. Deshalb gibt es hier auch

immer mehr Möglichkeiten, sich politisch einzubringen.

Chats mit Politikern zusammenzubringen.

Die Studie »Sprichst du Politik?«

der Friedrich­Ebert­Stiftung fand 2011

heraus, dass Jugendliche die Sprache

von Politikern zu umständlich finden und

auch Medien die Politikersprache nicht

ausreichend erklären. »Der Politikersprech

wird von Jugendlichen oft nicht verstanden«,

sagt Schweizer. Daher müsse man

ihn erst einmal übersetzen.

Warum das eigentlich alles so wichtig ist?

»Die Jugendlichen sollen begreifen, dass

es bei Wahlen um ihre eigenen Interessen

geht«, erklärt Krüger. Gerade in einer

alternden Gesellschaft sei das wichtig:

Die älteren Menschen sind in der Überzahl,

mehr von ihnen als von jüngeren

Menschen gehen wählen. Das Resultat:

Die älteren können ihre Interessen stärker

vertreten. Mischen sich

Foto: dpa

Jugendliche aber ein, können sie auch

etwas bewegen. Krüger nennt als Beispiel

die Freiheit im Internet: Was zunächst nur

von Experten diskutiert wurde, hielt Einzug

in die sozialen Netzwerke. Jeder hat

mittlerweile eine Meinung zu Datenschutz

und Urheberrecht – und schon landen

die Themen auf der politischen Agenda.

»Politik bewegt sich, wenn auch sehr

langsam.« Jugendliche müssten geduldig

und unnachgiebig mit der Politik sein,

erklärt Krüger.

Oft wissen Jugendliche gar nicht, wie

wichtig Politik im Alltag ist. »Eigentlich

ist alles politisch«, betont Schweizer. Die

Wahl ist nur eine von vielen Möglichkeit

für Jugendliche, Politik mitzugestalten.

Vereine sind »Probestuben für Demokratie«,

wie Krüger sie nennt, in denen sich

Jugendliche ehrenamtlich engagieren

können.

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Veranstaltungen

FrauContraBass

Seit mittlerweile zehn Jahren machen sich FrauContra­

Bass die klangliche Eigenheit ihrer reduzierten Besetzung

zunutze und interpretieren Songs aus dem Universum

von Soul, Jazz und Pop – am Mittwoch,

23. Oktober, auch im Gießener Ulenspiegel.

Donnerstag, 3. Oktober

Schiller: Elektronik Pur – Neue Klangwelten

Willkommen in der neuen Welt des Klangs:

Christopher von Deylen alias Schiller lädt nach

der Live­Tournee in den ganz großen Hallen

erneut zu „Elektronik Pur“ ein. 50 Konzerte rein

instrumental. Außergewöhnliche Orte, klassische

Theater, alle bestuhlt. Zurücklehnen und

eintauchen in ein Meer aus Licht und Sound.

Sphärische Synthesizer­Sounds, hypnotische

Rhythmen, atemberaubende Surround­Symphonien.

Live erleben, wie der Soundvisionär

auf der Bühne mit seinen musikalischen

Gästen Cliff Hewitt, Christian Kretschmar und

Ralf Gustke Klanggemälde außerordentlicher

Schönheit und Intensität entwickelt.

20 Uhr, Kongresshalle Gießen

Samstag, 12. Oktober

Kaya Yanar: Around the World

Kaya Yanar, der rastlose Weltenbummler unter

den Comedians, ist wieder da. Mit seinem

brandneuen Programm ist er auf Tour und erzählt

von seinen lustigen Reisen. Denn obwohl

es ihm hierzulande prächtig gefällt, zieht es ihn

immer wieder in die Ferne. Auf der Suche nach

dem Paradies auf Erden war er diesmal unter

anderem in Amerika und Asien unterwegs und

hat viele Geschichten im Gepäck, die er in seiner

unvergleichlichen Art auf der Bühne erzählt.

Geschichten von fremden Kulturen, Menschen

und natürlich deren Sprachen. Nach seinem

Erfolgsprogramm »All inclusive« entführt uns

Kaya Yanar erneut in fremde Welten und nimmt

sie mit kräftigem Augenzwinkern auf die Schippe.

Dabei entgeht nichts seinem scharfen Blick

fürs Detail.

20 Uhr, Rittal Arena Wetzlar

Nach den beiden Veröffentlichungen »FrauContraBass« und »Saal 3« greifen Katharina Debus

(Gesang) und Hanns Höhn (Bass) auf dem dritten Album ihre musikalischen Wurzeln auf: »The

Great American Songbook«. Dabei setzen die beiden ihre eigene Tradition fort, die Essenz der

Songs zu erfassen, den Kern freizulegen und minimalistisch zu interpretieren. Virtuos, aber nicht

verkopft widmen sich die beiden 13 Titeln des Great American Songbook – der legendären

Sammlung bedeutender Stücke der amerikanischen Songkultur. Viele dieser Songs entstammen

Filmen oder Musicals und wurden auf unzähligen Bühnen weltweit interpretiert und oft als

Improvisationsgerüst benutzt.

Freitag, 20. September

Keller Theater: »2 x NYC« – Zwei Ein-Akter

von Greg Turner und Sharon E. Cooper

In Sharon E. Coopers »A visit to the Bronx«

geht es um eine junge Frau aus Virginia, die in

der Bronx die Wurzeln ihrer Familie sucht, und

sich daraus Antworten auf Fragen bezüglich

ihrer Zukunft verspricht. Dabei macht sie eine

erstaunliche Begegnung und eine Reise in die

Vergangenheit. Greg Turners »Revival« erzählt

von einem alternden Schriftsteller und seiner

ehemaligen Hauptdarstellerin, die sich im Zuge

einer Neuaufführung ihres größten Erfolges am

Broadway zum ersten Mal nach sehr langer

Zeit wiedersehen. Auch hier stellt sich die

Frage, ob die Vergangenheit wirklich so ist,

wie man sie in Erinnerung behalten hat. Und

was das für das weitere Leben bedeutet.

19.30 Uhr, Kleine Bühne Gießen, Bleichstraße

28

Samstag, 28. September bis Sonntag, 6. Oktober

Foto: Agentur

Gießener Herbstmesse

Der traditionelle Vergnügungspark mit den neuesten

Karussells, Imbissbuden und Feuerwerk

kommt wieder nach Gießen. Zeit für Adrenalin,

Bratwürstchen und Popcorn. In diesem Jahr

nicht auf dem Messeplatz Ringallee sondern

auf dem Gelände am Schlachthof.

Gießen, Gelände am Schlachthof, Schlachthofstraße

Sonntag, 13. Oktober

Thorsten Havener: Ich weiß, was du denkst

Der Gedankenleser ist wieder auf Tour. Mit

unglaublichen Effekten, wie sie noch nie zu sehen

waren, stellt er sich seinem Publikum. Der

Mann, der in der Millionenstadt Tokio eine willkürlich

versteckte Person mit dem Hubschrauber

fand, ist nun auch wieder auf deutschen

Bühnen. Der Entertainer liest in den Gesichtern

seiner Zuschauer wie in einem offenen Buch, er

kennt ihre geheimsten Wünsche und kontrolliert

scheinbar ihren freien Willen. Havener nimmt

sein Publikum mit in die Welt der Gedanken:

Geheimnisvoll, charmant und rätselhaft, aber

garantiert ohne übersinnliche Kräfte.

19 Uhr, Kongresshalle Gießen

Freitag, 25. Oktober

Lange Nacht der Wissenschaft

Im Rahmen der Ausstellung »Bewegte Momente

– Physik zum Anfassen« findet ein ganz

besonderer Abend im Mathematikum statt.

Die Lange Nacht der Wissenschaft lädt dazu

ein, Wissenschaft in stimmungsvollem Ambiente

zu genießen. In dieser schönen Atmosphäre

kann man an verschiedenen Aktionen teilnehmen

und auf unterschiedlichste Arten die

unterhaltsame Seite der Naturwissenschaften

kennenlernen. Ein besonderer Höhepunkt dieses

Abends wird das Finale des Spaghettibrückenbauwettbewerbs

sein. Wer nur aus Nudeln

und Klebstoff bis zur langen Nacht die stabilste

Brücke zwischen zwei Punkten baut, gewinnt.

Mitmachen kann jeder.

14 Uhr, Mathematikum Gießen

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Kinotipps

Jurassic Park 3D

Die fast perfekte Attraktion

John Hammond errichtet einen Freizeitpark, für dessen Inbetriebnahme er den Segen

von Paläontologen braucht. Also lässt er das dinosaurierbegeisterte Forscherpärchen

Dr. Grant und Dr. Sattler mit dem Mathematiker Dr. Malcolm auf die Insel fliegen und

führt ihnen seine Attraktion vor: Einen Park voller Dinosaurier, die mithilfe urzeitlicher

DNA zum Leben erweckt wurden. Die Wissenschaftler sind zunächst begeistert, aber

Dr. Malcolm legt auch Skepsis an den Tag. Und er soll recht behalten.

Kinostart ist der 5. September.

White House Down

Furiose Action mit Humor

Afghanistanveteran John

Cale befindet sich zufällig

mit seiner elfjährigen

Tochter Emily im Weißen

Haus, als ein Trupp Terroristen

sich einschleicht,

um Präsident James

Sawyer zu kidnappen. Cale vereitelt ihren

Plan. Nach mehreren Feuergefechten mit

den Bösewichten nimmt er Sawyer unter

seine Fittiche. Während sie gemeinsam

nach einem Ausweg aus der zunehmend

eskalierenden Situation suchen, verschanzen

sich die Terroristen mit einer Reihe von

Geiseln, unter ihnen auch Emily.

Grenzgänger

Prämiertes Dreiecks-Drama

Im Sommer 2001 verrichtet

Ronnie vom Bundesheer

seinen Dienst an der

grünen österreichischslowakischen

Grenze. Seinen

Alltag an den Flussauen

verkürzt er mit Ausritten

zum Gasthaus in der Au, wo er ein Auge

auf Jana, die Gattin von Wirt Hans, geworfen

hat. Ronnie soll ihnen nachspionieren,

um den nebenerwerbsmäßigen Menschenschleuser

auf frischer Tat zu ertappen.

Hans hingegen will, dass Jana Interesse

für Ronnie vorschützt, hat die Rechnung

aber ohne ihre Hormone gemacht.

Ummah

Unter Freunden

Mit Bauchschuss überlebt

V­Mann Daniel seinen

Undercover­Einsatz im

Neonazi­Milieu. Frustriert

will er den Dienst quittieren,

seine skrupellosen

Vorgesetzten schicken ihn

aber nach Berlin­Neukölln, wo er in einer

Bruchbude monatelang untertauchen und

dabei seine Verletzung kurieren soll. Der

Drogenabhängige lernt Elektrohändler

Abbas und Kumpel Jamal kennen, die ihn

gastfreundlich in ihr familiäres Netz

aufnehmen. Als Daniel aussteigen will,

schlägt der Verfassungsschutz zu.

Darsteller:

Start:

Channing Tatum, Jamie Foxx,

Maggie Gyllenhaal, Jason Clarke

5. September

Darsteller:

Start:

Stefan Pohl, Andrea Wenzl,

Andreas Lust, Edmund Jäger

12. September

Darsteller:

Start:

Frederick Lau, Kida Khodr,

Burak Yigit, Mona Pirzad

12. September

Das Pferd auf dem Balkon

Ein Abenteuerfilm

Der zehnjährige Mika

kann keine Witze erzählen,

ist ein Mathegenie

und muss stets um

14.17 Uhr sein Mittagessen

bekommen, sonst

wird er unausstehlich.

Mika leidet am Aspergersyndrom. Das

macht es nicht gerade leicht, Freunde zu

finden. Doch als er eines Abends auf dem

Balkon gegenüber ein leibhaftiges Pferd

erblickt, ändert sich sein Leben radikal.

Denn der Hengst namens Bucephalus soll

zum Schlachter. Das kann Mika keinesfalls

zulassen.

Darsteller:

Start:

Enzo Gaier, Nora Tschirner,

Natasa Paunovic, Andreas Kiendl

19. September

Prakti.com

Von Herz und Optimismus

Als Top­Vertreter können

Billy und Nick alles verkaufen,

sogar sich selbst,

als sie überraschend ihren

Job verlieren und beim

Internet­Riesen Google

um eine der begehrten

Praktikantenstellen kämpfen. Obwohl sie

keine Ahnung von der digitalen Welt haben

und unter ihren brillanten Konkurrenten als

Dinosaurier gelten, die sich in einer anderen

Zeitzone verirrt haben, zeigen sie der

ungläubigen jungen Generation, was

Teamspirit, Lebenserfahrung und Selbstbewusstsein

bewirken können.

Darsteller:

Start:

Vince Vaughn, Owen Wilson,

Rose Byrne, John Goodman

26. September

V8 – Du willst

der Beste sein

Abenteuer um vier Freunde

David will Rennfahrer

werden, spart jeden Cent,

um sich ein eigenes Kart

leisten zu können. Leider

kommt ihm dabei immer

seine lästige Schwester

Luca in die Quere. Doch dann schlägt das

Schicksal zu! David und Luca sowie die

kesse Kiki und der Schnösel Robin werden

auserwählt, am legendären Rennen in der

geheimnisumwobenen Burg teilzunehmen.

Jetzt müssen sich die vier Kids zusammenraufen.

Denn der Gegner arbeitet nicht

mit fairen Mitteln.

Darsteller:

Start:

Georg Sulzer, Maya Lauterbach,

Samuel Jakob, Klara Merkel

26. September

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Foto: dpa

Den Blick entschlossen nach vorne gerichtet: Michael Schumacher hat sein Ziel schon fest im Visier.

Der Wille zu fahren

Unsere Autorin Viktoria Chiara ist Motorsportfan. Was sie allerdings vermisst, sind

Nahaufnahmen der Fahrer kurz vor dem Start, nur Sekunden bevor sie Fahrer das

Gaspedal drücken. Denn dann kann man die ganze Stimmung des Rennens besser

begreifen, dann wird klar, warum die Rennfahrer sich immer wieder hinter das Steuer

oder auf das Motorrad setzen, obwohl sie dabei oft ihre Gesundheit riskieren.

Hast du schon einmal einem Rennfahrer

in die Augen gesehen? Ich meine nicht

seinen Blick während irgendeiner Pressekonferenz

oder Autogrammstunde. Ich

rede von dem Zeitpunkt kurz vor

dem Start. In einer

»Nach einem Unfall wird erst

einmal nach dem Auto oder Bike gesehen«

Phase vollster Konzentration. Wenn der

Fahrer seinen Helm bereits auf hat und

vollkommen fokussiert ist. Siehst du dann

den Film, der vor seinem inneren Auge

abläuft? Die Startampel. Lichter gehen

aus. Motoren heulen auf. Kupplung.

Erster Gang. Zweiter, dritter. Es gibt nur

eine Richtung. Flucht nach

vorne. Raus aus dem Startpulk. Solche

Aufnahmen sieht man viel zu selten, obwohl

sie die ganze Atmosphäre eigentlich

am besten beschreiben. Rennfahrer sind

verrückte Menschen. Zum Mann möchte

sie nicht unbedingt jeder haben. Sie riskieren

oftmals ihr Leben und nach einem

Unfall steigen sie aus, um sich erstmal

nach dem Auto oder Bike umzusehen.

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Die besten Rennfahrer – heißt es – sind

die Rallyefahrer. Mit Recht, wie ich finde.

Die schnellsten sind die Formel­1­Fahrer –

Perfektionisten à la Schumacher.

Aber die aufregendsten, wirklich verrückten

Fahrer, sind die Motorradrennfahrer.

Beispiel gefällig? Marc Marquez! Allein

dieser Name ist schon ein Grund für

Gänsehaut. In Mugello mit knapp 300

Sachen gestürzt. Geschwollenes Kinn

und ich will nicht wissen welche Schmerzen.

Und trotzdem fuhr er die schnellste

Rennrunde – nach insgesamt vier Stürzen

übers Wochenende. Bis zum allerletzten

Moment versuchen diese Fahrer ihr Bike

festzuhalten, selbst wenn sie schon nicht

mehr darauf sitzen. Nicht alles, dass sie

Sekunden nach dem Sturz schon wieder

versuchen aufzustehen und zu ihren

Maschinen zu eilen. Ein ebenso gutes

Beispiel für diesen unbändigen Willen ist

Tech­3­Fahrer Cal Crutchlow. Der Brite ist

supertalentiert und durch seinen britischen

Humor ebenso sympathisch und

bei vielen Fans sehr beliebt. Nach einem

Sturz macht er sich auf direktem Weg auf

in die Garage, um sich dort sofort auf das

Ersatzbike zu setzten und die Jagd gegen

die Zeit wieder aufzunehmen. Es ist ratsam,

diesem Mann auf seinem Weg nicht

in die Quere zu kommen. Allein sein Blick,

nur freigegeben durch das offene Visier,

spricht die wohl eindeutigste Sprache des

Rennsports: »Gebt mir ein Motorrad!«

Motorradrennfahrer sind aber auch so

interessant, weil man ihnen bei der Arbeit

zusehen kann. DTM, Rallye oder Formel

1 sind toll. Aber auf dem Bike siehst du

jede Bewegung. Wie sich der Fahrer in

die Kurve legt, aufstellt, schaltet, Angriffe

vorbereitet. Und wenn man dann Glück

hat und eine Kameraaufnahme erwischt,

die Einblick in das Visier verleiht, sieht

man wieder diesen Blick. Ein Blick der so

fest, so konzentriert ist, dass es einem

durch Mark und Knochen geht. Der Wille

zu Fahren!

Viktoria Chiara Hägel

Für Marc Marquez hat sich der

Wille zum Sieg gelohnt. Er kann

bei der Zieleinfahrt feiern.

Foto: dpa

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

»Bei uns gibt es

Wissen to go«

Foto: You FM

Frederik Merx hat gemeinsam mit dem You-FM-Team ein Konzept auf die Beine gestellt, mit dem sie junge Hörer rund um die

Wahl gut informieren wollen, ohne dass es nervt.

Ein junger Radiosender und harte Nachrichten aus der Politk – passt das zusammen?

Ja, meinen die Verantwortlichen bei You FM. Redakteur Frederik Merx hat uns im

Interview verraten, dass es darauf ankommt, wie man Themen rund um die Bundesund

Landtagswahl präsentiert.

1.

Welche Programmpunkte plant

ihr bei You FM am 22. September,

dem Wahlabend, und in den Wochen

davor?

Frederik: Der Wahlabend hat bei uns

nicht die Hauptpriorität. Wir wollen lieber

das Informationsbedürfnis vor der Wahl

stillen und zur Willens­ und Meinungsbildung

beitragen. Natürlich schalten wir

am 22. September auch nach Berlin und

Wiesbaden und werden

mit einem jungen Wahlhelfer sprechen,

der zum ersten Mal Stimmen auszählt.

Aber darauf liegt wie gesagt nicht unsere

Hauptpriorität. Da stehen wir auch ein

bisschen im »Fernsehschatten«, wer Informationen

sucht, wird an diesem Abend

eher im Fernsehen und online danach

suchen.

20


Wichtiger ist uns der Nachwahltag. Da

werden Moderator Christoph Tautz aus

Berlin und Ariane Focke aus Wiesbaden

berichten. Sie werden Einschätzungen

und Eindrücke von Wahlpartys aufbereiten.

2.

Wie stellt ihr euch in den Wochen

vor der Wahl auf?

Frederik: Das ist für uns die wichtigste

Phase. Die drei Wochen vor der Wahl

haben auch die meisten Vorbereitung

erfordert. Mit der Rubrik »Der kleine

Unterschied« beispielsweise stellen wir in

allen unseren Sendungen verschiedene

Wahlkampfthemen kurz vor. Die einzelnen

Audios kann man auch auf unserer

Homepage nachhören. Darin geht es

um Themen wie Leiharbeit, Rente oder

Miete und wir gehen auf die Unterschiede

zwischen den Parteien ein.

Außerdem laden wir eine

Woche lang jeden

Tag einen Spitzenkandi­

daten der

Landtagswahl

zum

»Bewerbungsgespräch«

ein. Tarek Al­Wazir, Volker Bouffier, Jörg­

Uwe Hahn, Thorsten Schäfer­Gümbel und

Janine Wissler müssen sich bei uns um

das wichtigste Amt im Land bewerben.

Dabei stellen wir Fragen, die unsere Hörer

so ähnlich auch aus ihren Bewerbungsgesprächen

kennen: Was ist das erste

Projekt, das Sie umsetzen möchten? Wo

liegen Ihre Stärken und Ihre Schwächen?

Und dann gibt es da natürlich noch

unseren »Kanzlercheck«. Gemeinsam mit

den Hörern der anderen jungen Radiosender

der ARD können unsere Hörer Angela

Merkel und Peer Steinbrück

ihre Fragen stellen.

Im Gespräch mit

Merkel wird es bei

uns vor allem um

das Thema Mieten

gehen, bei Peer Steinbrück um die Vereinbarkeit

von Job und Familie sowie um die

Frauenquote. Noch während der jeweils

Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

einstündigen Sendung mit den Kandidaten

kann man sich online beteiligen. Es

gibt etwa einen Livestream und ein

Chat­Fenster, in dem man auch dann

noch Fragen stellen kann. Wir sind

da also sehr crossmedial aufgestellt.

Für tiefere Inhalte verlinken wir voller Stolz

auf unserer

Homepage

auf die

Internet­

Seite von HR­online. Die Kollegen dort

haben echt etwas Tolles auf die Beine

gestellt, um die Hörer gut zu informieren.

3.

Ist das Interesse eurer Hörer an

der Bundes- oder an der hessischen

Landtagswahl größer?

Frederik: Gute Frage. Ich glaube, das

kann man gar nicht so richtig aufdröseln.

Die Themen, die Parteien in Bund und

Land vertreten, sind relativ ähnlich und

werden von unseren Hörern auch recht

ähnlich wahrgenommen. Wir wollen da

allerdings keine Verwirrung stiften und haben

deshalb

ganz klar

gebrandet,

ob es bei uns

im Programm gerade um die

Bundes­ oder die Landtagswahl

geht. Aus diesem Grund haben

wir die Berichterstattung aus Berlin und

Wiesbaden auch auf zwei Leute verteilt,

damit immer klar ist, um welche Wahl es

gerade geht.

Es sind zwei wichtige Wahlen und ich

vermeide es in meinen Moderationsskripten

möglichst, vom »Superwahltag«

zu sprechen, weil ich nicht alles in einen

Topf werfen möchte.

»Bei uns müssen die Kandidaten

durch ein Bewerbungsgespräch«

4.

Junge Leute beschäftigen vor allem

Themen der sozialen Gerechtigkeit«

Jungen Leuten wird oft nachgesagt,

dass sie sich nicht für

Politik interessieren. Glaubst du das

auch?

Frederik: Das sehe ich nicht

so. Aber vielleicht liegt das

auch daran, dass ich Politikwissenschaft

studiert und

einen politisch interessierten

Freundeskreis habe. Aber wir bemerken

auch gerade jetzt in Bezug auf die Wahlen

eine große Interaktion. Unsere Hörer lesen

sich in Themengebiete ein und haben das

Bedürfnis, Merkel und Steinbrück Fragen

zu stellen. Diesmal ist es besonders

schwierig, sich eine Meinung

zu bilden, weil die

Positionen der Parteien

so ähnlich sind

5.

und man Unterschiede

richtig

suchen

muss. Da

gibt es schon

ein großes

Bedürfnis nach

Orientierung.

Welche politische Themen interessieren

eure Zielgruppe, die

14- bis 29-Jährigen, deiner Meinung

nach am meisten?

Frederik: Bevor wir angefangen haben,

unser Programm für die Wahl zu planen,

haben wir Meinungsforschungsergebnisse

verglichen, um diese Frage zu

beantworten. Die Felder, die junge Leute

beschäftigen, sind vor allem Themen

der sozialen Gerechtigkeit und Dinge mit

denen sie auch im Alltag Berührungspunkte

haben, etwa der Strompreis oder

die Umwelt.

6.

Wie viel Politik könnt ihr euren

Hörern zumuten? Könnte man

nicht denken, sie schalten lieber zu You

FM, weil auf den anderen Sendern die

Wahl hoch und runter läuft, und sie die

Nase voll davon haben?

Frederik: Wir sind ein öffentlich­rechtlicher

Sender und auch stolz darauf. Wir

überfordern unserer Hörer mit politischen

Informationen nicht, weil wir harte

Themen in ein entsprechendes Format

bringen, das auf die junge Zielgruppe

ausgerichtet ist. Wir servieren sozusagen

»Wissen to go«. Es tut nicht weh, etwa

bei »Der kleine Unterschied« mal zwei

Minuten inklusive Anmoderation hinzuhören,

und dann bekomme ich ja meine

Musik wieder. Wir wollen verlässlich sein

und unseren Hörern Informationen bieten,

damit sie im Freundeskreis mitreden

können. Ich glaube, dass wir die Erfahrung

haben, die Inhalte in eine Form zu

bringen, die am wenigsten nervt. (kan)

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CD-Rezensionen

Gangster? Nein, danke!

Nach fast zehn Jahren reimen und battlen hat es Weekend zum Cro­Label Chimperator

geschafft. Mit seinem Debüt zeigt er, wie viel Humor Hip­Hop haben kann.

Weekends Werdegang

beginnt Mitte

der 2000er Jahre in

Jugendzentren in

Gelsenkirchen und

Umgebung. Dort

macht sich Christoph

Wiegand als Battle­

Rapper einen Namen

und trägt bald per Video

verbale Fights mit

anderen deutschen

Hobby­Rappern aus.

Den Durchbruch

schafft er 2011 – er

gewinnt zweimal

das sogenannte

Videobattleturnier

(VBT) und 2012 dann

einen Auftritt beim legendären SPLASH!­

Festival, DEM Hip­Hop­Event der Republik.

Weekend, Mitte 20, sieht so gar nicht

nach Rapper sondern eher nach dem

BWL­Student von nebenan aus, aber genau

das macht den besonderen Charme

von Weekend aus: Unterstatement. Am

Wochenende rappt er auf Partys und

Festivals, unter der Woche arbeitet er als

Sozialarbeiter – dementsprechend nennt

er sein Debütalbum »Am Wochenende

Rapper«.

»Ich bin kein Rapper, ich bin jemand

wie ihr … Alles was ich wollte, war nur

einmal auf’m Festival spielen!« So beginnt

Weekends Debütalbum und damit werden

Weekend sieht weniger nach Rapper als vielmehr nach BWL-Student aus,

aber genau darin liegt sein besonderer Charme.

die Weichen für die nächsten rund 50

Minuten gestellt: Understatement meets

Battle­Rap. »Lieber feiert Weekend sein

mangelndes Modebewusstsein, überzeugt

mit Beobachtungsgabe und bissigem

Humor«, steht in Weekends Pressetext.

Diese Attitüde zieht sich durch das

komplette Debütalbum. Uncool ist das

neue cool, könnte man auch dazu sagen.

In Weekends Tracks geht es um Pointen

statt ums Posen und ganz viel Humor.

»Schatz, du Arschloch«, die erste Single

aus dem Album, zeigt, wo die Reise hingeht:

luftige Beats mit Piano und lustiglässige

Punchlines. Mit Texten wie »Life is

a bitch, meins aber nicht« oder »Ich hab

gedacht, ich kauf mir ’ne

Pistole, nur war mir das

dann irgendwie zu laut

für meine Ohren« grenzt

sich Weekend gezielt

von Gangster­Rap ab

und macht sich dadurch

mit studentischer Attitüde

über Rap­Klischees

lustig. In der Pressemeldung

von Chimperator

wird Weekends Musik als

»Punchline­Pop« bezeichnet

– im You­FM­Interview

hat er verraten, dass das

ein Gag war, um mögliche

vermutete Ähnlichkeiten

mit Labelfreund Cro von

Anfang an auszuschließen.

Das YOU-FM-Fazit: Im Endeffekt ist es guter,

deutscher Hip­Hop mit Köpfchen und

Augenzwinkern – intelligenter und ein

ganzes Stück erwachsener als Cro, für

den in erster Linie »Carpe Diem« und

YOLO im Vordergrund stehen. Weekends

Debüt ist zwar keine Offenbarung und das

Rad wird hier auch nicht neu erfunden,

aber es ist gut gemachte Rap­Musik, die

einen hier und da auch mal wieder in die

guten alten 90er zurückbeamt. Ein recht

gleichförmiges Rap­Album ohne große

Überraschungen – was für Hip­Hop­Fans

und Freunde von gut gereimten Wortwitzschmunzeleien.

Von YOU FM Sounds-Moderator Tilmann

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Real Reggae für 2013

»Old worlds must end so new suns can rise« – mit diesen Worten kündigt Patrice sein

sechstes Album an und zeigt damit, dass er musikalisch seine Mitte gefunden hat.

Es ist die Bob­Marley­Kassette der

Schwester, die in Patrice die Faszination

für Reggae weckt. Als Kind wächst er in

Köln auf. Sein Vater stammt aus Sierra

Leone – der verpasst ihm mit Babatunde

den Namen seines Großvaters: Patrice

kommt am Todestag seines Großvaters

zur Welt. All das prägt seine Musik bis

heute. Schon mit seinem ersten Album

»Ancient Spirit« (2000) erspielt er sich

Credibility in der Reggae­ und Dancehall­

Szene, wird schon bald als Headliner

für Festivals in Deutschland, Frankreich,

Belgien, Österreich, der Schweiz, später

auch in England und den USA gebucht

und erweitert als Support für Manu Chao

und Lauryn Hill seine internationale Fanbase.

Es folgen Hits wie »Up in my room«,

»Sunshine« oder »Soul storm«. Mit »The

rising of the son« veröffentlicht Patrice im

August 2013 sein sechstes Studioalbum

auf seinem eigenen Label SUPOW.

Das Album beginnt mit einem Bruch –

direkt nach dem Intro, das sehr ruhig mit

Akustikgitarre daherkommt, bricht es

abrupt nach den Worten »The rising of the

son« ab. Die Idylle wird unterbrochen. Es

folgt ein dubbiger, leicht elektronischer

Ragga­Track zusammen mit Busy Signal,

einer jamaikanischen Dancehall­Ikone.

Sofort wird klar: Patrice ist komplett in der

Szene angekommen und will jetzt zurück

zu den Wurzeln – er selbst nennt seine

Musik »Sweggae«: Reggae mit »Swag«.

Die Single »Cry cry cry« klingt nach Dub

und 80er­Jahre­Punk­Wave­Sound à la

The Police. Die energetische Gute­Laune­

Nummer »Boxes« wird gefolgt von der

nachdenklichen Reggae­Ballade »Hippies

with guns« – Sozialkritik meets Sonnenschein.

Mit dem amerikanischen Soul­

Künstler Cody ChesnuTT, der belgischen

Sängerin Selah Sue und Busy Signal hat

sich Patrice erstmals namhafte Features

ins Boot geholt. »Lover man« oder »Every

second« sind klassische Reggae­Songs

im Style von Reggae­Legenden wie Peter

Tosh oder Bob Marley. In »Lover man«

zitiert Patrice (unterbewusst, wie er mir im

Interview verrät) eine Line aus Lauryn Hills

Hit »Ex­Factor«.

Das You-FM-Fazit: Wenn man Patrice etwas

Böses wollte, könnte man sagen, er hat

sich nicht weiterentwickelt, im Gegenteil:

Er ist sogar zurückgegangen zu den Anfängen

von Reggae, Dub und Ragga, mit

gelegentlichen Ausflügen in Soul, Funk

und Singer­Songwriter­Pop. Teile des

Albums hat er auf Jamaika in Bob Marleys

legendären Tuff Gong Studios aufgenommen

und das hört man. »The rising of the

son« ist also so was wie Patrice’ musikalische

Reise zu sich selbst. Obwohl die

Musik alles andere als modern ist, klingt

das Album trotzdem frisch und energetisch

und die Grundstimmung ist Freiheit

und Aufbruchstimmung. Themen, die man

Patrice abnimmt, denn wenige Solo­

Künstler aus Deutschland haben ihren

Weg so konsequent durchgezogen und

sind dabei auch international erfolgreich

und anerkannt.

Meiner Meinung nach kommt das Album

etwas zu spät, da der Sommer hier nun

langsam zu Ende geht, aber in Patrice

Seele scheint die Sonne permanent

und das hört man in jeder Note dieses

Albums. Wenn man guten Reggae mag,

braucht man dieses absolut zeitlose

Album definitiv.

Von YOU FM Sounds-Moderator Tilmann

Foto: dpa

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Foto: dpa

Lesestoff für den Herbst

Wenn es jetzt draußen wieder grau und trüb wird, vertreiben wir uns gerne die Zeit mit

einem spannenden Buch. Und was würde besser in den Herbst passen als packende

Thriller, die man nicht mehr aus der Hand legen kann? Wir stellen euch drei neue

Bücher vor.

Leben in Zahlen

Adam hat eine besondere Gabe: Er kann

in den Augen anderer Menschen deren

Todesdatum sehen. Und er spürt, auf

welche Weise sie die Welt verlassen werden.

Über diese Fähigkeit ist Adam nicht

besonders glücklich, meistens hat sie ihm

nur Leid eingebracht. Doch dann rettet

er Menschen, als die große Katastrophe

über England hereinbricht. Die Leute sind

dankbar, doch der 18­jährige Adam traut

keinem mehr, die Regierung ist hinter ihm

her, versucht ihn einzusperren. Deshalb

lebt Adam mit seiner hochschwangeren

Freundin Sarah, ihrer Tochter Mia und

ihren beiden Brüdern mal hier, mal

dort, sie versuchen, sich im Wald

vor ihren Verfolgern zu verstecken.

Doch Adam – und auch Mia, von

der die Regierung glaubt, auch

sie habe außergewöhnliche

Fähigkeiten – tragen einen Chip

in sich, dank dem die Regierung

immer nur einen Schritt hinter

ihnen ist. Gerade als die junge Familie

glaubt, im Wald bei Daniel und seinen

Leuten einen geschützten Ort gefunden

zu haben, werden sie aufgespürt: Saul

nimmt sie gefangen. In seinen Augen

kann Adam sehen,

dass er nur noch

einige Tage zu leben

hat. Doch mit seiner

Zahl stimmt irgendetwas

nicht. Sie flimmert.

Genau wie die Zahl der

zweijährigen Mia. Adam

kann sich nicht erklären,

was das zu bedeuten

hat, doch er wird es bald erfahren. Denn

Saul verschleppt ihn und seine Familie tief

unter die Erde an einen Ort, der angeblich

der sicherste in ganz England ist, von

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dem es aber kein Entkommen gibt.

»Numbers – Den Tod im Griff« ist der

dritte Teil der Reihe »Numbers« der Britin

Rachel Ward. Ihr Debüt »Numbers – Den

Tod im Blick« wurde für viele internationale

Auszeichungen und für den Deutschen

Jugendliteraturpreis 2011 nominiert. Der

dritte Band der um das Jahr 2030 herum

spielenden Reihe schließt an die ersten

beiden Teile an, lässt sich aber auch als

eigenständiges Buch gut lesen. Die gut

300 Seiten hören sich erst einmal viel an,

hat man erst einmal mit der Lektüre begonnen,

möchte man das Buch aber gar

nicht mehr aus der Hand legen. Rachel

Ward gelingt es, die Spannung zwischen

Vorahnungen, vermeintlichen Gewissheiten

und überraschenden Wendungen

aufrechtzuerhalten und den Leser so in

das düstere, unsichere England nach der

großen Katastrophe mitzunehmen. Ein

empfehlenswertes Buch für alle, die graue

Nachmittage gerne mit einem spannenden

Schmöker verbringen. (kan)

Rachel Ward: Numbers – Den Tod im Griff, Chicken

House im Carlsen Verlag, 2012, 320 Seiten,

13,95 Euro

Ungeheuerliches Abenteuer

Die toughe

und hübsche

Sandra

nimmt

den eher

etwas

unbeholfenen

Medizinstudenten

Bastian

mit auf ein Mittelalterfest ihrer Rollenspielgruppe

»Saeculum«. Hier taucht er

ein in eine ihm völlig unbekannte Welt.

Ganz wohl fühlt sich der sympathische

Bastian nicht in seiner Haut. Weil er sich

aber in Sandra verliebt hat, nimmt er von

der Rollenspielgruppe die Einladung zu

einer fünftägigen Convention an. Dort

soll alles möglichst authentisch sein, was

bedeutet: Kein Strom, kein Internet, kein

Handy, ja, noch nicht einmal Medikamente

sind erlaubt. Kurz vor der Abfahrt wird das

Geheimnis um den Ort des Abenteuers

gelüftet: ein abgelegenes Waldstück, auf

dem ein alter Fluch liegen soll. Irgendjemand

ruft Bastian sogar an und rät ihm

ab, an diesen Ort zu fahren. Trotz einiger

Sorgen fährt der Medizinstudent zu der

Convention. Doch aus dem eigentlichen

Spaßabenteuer der Rollenspieler wird

schnell Ernst: So dauert es nicht lange,

bis drei Mitglieder auf mysteriöse Weise

spurlos verschwinden. Darunter auch

Bastians Schwarm Sandra. Liegt auf dem

Wald tatsächlich ein uralter Fluch oder ist

etwa ein Psychopath unter ihnen? Gegenseitige

Beschuldigungen und zunehmende

Verzweiflung machen sich breit.

Ursula Poznanski versteht es fabelhaft,

die Spannung für den Leser über die

fast 500 Seiten immer aufrechtzuhalten.

Überraschungen, plötzliche Wendungen

der Geschichte, tief greifende Emotionen

und ein nicht enden wollender Gruselfaktor

lassen das unheimliche Abenteuer der

Rollenspielgruppe zu einem besonders

lesenswerten wie spannenden Roman

werden.

(dar)

»Saeculum«, Ursula Poznanski, Loewe Verlag,

496 Seiten, 14,95 Euro.

Vier Freundinnen und ein Todesfall

Der Auftakt der Reihe »Dark Village« ist

ein überaus spannendes wie teilweise

recht anzügliches Buch über vier Freundinnen.

Aus Sicht von Nora, Benedicte,

Trine und Vilde wird das abenteuerliche

Leben im Dark Village rund um Liebe, Sex

und einen Todesfall erzählt. Der Autor

Kjetel Johnson schreibt in einer lockeren,

leichten Sprache, die auf das Zielpublikum

ausgerichtet ist.

Die Mädels sind ein bunter Haufen, dem

so schnell nicht langweilig wird. Und

obwohl oder gerade weil sie alle sehr

unterschiedlich sind, sind die vier beste

Freundinnen. Mitten in der Pubertät ist

das Leben für keine von ihnen einfach.

Auf der Suche nach sich selbst und im

Kampf um Anerkennung gibt es Probleme

mit der Familie, in der Schule und

natürlich auch mit der eigenen Sexualität.

Das Thema Liebe kommt

natürlich nicht zu kurz: So

bandelt sich beispielsweise

zwischen Trine und

Vilde etwas mehr als nur

Freundschaft an. Weil

die beiden aber nicht

wissen, wie Familie und

Freunde darauf reagieren,

behalten sie das

erst einmal für sich.

Die Erste, die davon

Wind bekommt, ist

ihre boshafte Lehrerin

Synnøve Viksveen.

Es wird bereits im

ersten Band deutlich, dass sie noch eine

tragende Rolle im Laufe der Geschichte

spielen wird. Ob die gemeine Lehrerin

auch etwas mit dem Mord

an einem der Mädchen

zu tun hat? Hier wird der

Leser darüber im Dunkeln

gelassen, welches der

Mädchen sterben muss,

und so ist die Vorfreude und

Spannung auf den zweiten

Teil in Dark Village ziemlich

groß.

(dar)

»Dark Village, das Böse vergisst

nie«, Kjetel Johnson, Coppenrath

Verlag, fünf Euro, 269 Seiten.

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Foto: pv

Diese Schüler machten sich im Konzentrationslager Buchenwald ein Bild von einem dunklen Kapitel deutscher Geschichte.

»Sehr bedrückende Situation«

Drei Realschulklassen der Ricarda­Huch­Schule machten sich im Frühjahr auf zur

Spurensuche in der schrecklichsten Zeit der deutschen Geschichte. Mit vielen Fragen

im Gepäck ging es für die Schüler nach Weimar und ins ehemalige Konzentrations

lager Buchenwald. Wie sie sich dort gefühlt haben, berichtet die damalige Zehntklässlerin

Lea.

Wir, die drei Realschulabschlussklassen

der Ricarda­Huch­Schule, erlebten im

April eine spannende Zeit in Weimar und

Buchenwald. Wir waren neugierig auf die

drei Tage in Weimar und Buchenwald, in

denen wir uns intensiv mit der

Gedenkstätte Buchenwald

auseinandersetzen wollten. Wir

hatten viele Fragen im Kopf und hofften,

sie alle beantwortet zu bekommen.

In Weimar angekommen, bekam jede

Klasse einen Teamleiter, der uns auf

unserer Exkursion begleitete. In der Europäischen

Jugendbildungs­ und Jugendbegegnungsstätte

Weimar (EJBW), in der

wir untergebracht waren,

bereiteten wir uns auf den nächsten Tag

im ehemaligen Konzentrationslager vor.

Dazu gehörte auch eine zweistündigen

Stadtführung durch Weimar. Wir waren

beeindruckt von so einer geschichtsträchtigen

Stadt, die wir eigentlich mit Goethe

und Schiller verbinden.

Wir besichtigten jedoch die ehemalige

Gestapozentrale und deren Kellerzellen,

das ehemalige Judenhaus und das

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einstige Gauforum. Am Ende des Tages

hatten wir mehr Fragen als vorher.

Am zweiten Tag war es nun soweit, wir

fuhren mit dem Stadtbus hoch nach

Buchenwald. Die ersten Eindrücke waren,

dass es hier sehr normal aussieht. Die vor

uns liegenden Häuser sahen recht modern

aus und auch der Parkplatz zeugte

von einem »normalen Dorf«. Als unsere

Führung anfing und wir uns hinter den

Häusern bewegten, war dieses Gefühl

von Normalität schnell verschwunden. Der

riesengroße, eingezäunte Platz mit Schotter

und dunklen Stellen, wo früher die

Baracken standen, verursachten bei uns

ein mulmiges Gefühl im Bauch. Wir gingen

durch ein kleines Tor, über dem eine

Uhr hing. Sie zeigte genau viertel nach

drei an und blieb unverändert. An dem

Tor stand »JEDEM DAS SEINE«. Unser

Gruppenleiter erklärte uns den Zynismus

dieses Spruchs, den jeder Häftling, der

sich dort befand, las. Die Uhr steht still,

weil zu dem Zeitpunkt die Amerikaner die

Häftlinge befreiten, sie soll auch nie wieder

weiter laufen. Wir waren beeindruckt

von dieser Idee und diesem Vorhaben, die

Uhr stehen zu lassen, um ein Stück dieses

wichtigen Ereignisses festzuhalten.

Als nächstes gingen wir in Richtung der

ehemaligen Öfen. Dort drehte sich alles

in uns. Es war ein Ort des Schweigens

und Gedenkens, es war der Ort, vor dem

sich Berge von

Leichen gestapelt

hatten, um

nacheinander

verbrannt zu werden. Die mächtigen Öfen

waren sehr erdrückend und man glaubte,

den Geruch der verbrannten Menschen

immer noch riechen zu können. Es war

eine sehr bedrückende Situation und

wir waren froh, als wir wieder im Freien

standen.

Im Anschluss besuchten wir die Ausstellung

mit dem Titel »Schwarz auf Weiß«,

in der ehemaligen Effektenkammer. Sie

bestand aus Fotografien des Konzentrationslagers

Buchenwald. Sie war sehr

interessant, da wir uns anhand der Bilder

das Geschehen damals besser vorstellen

konnten.

Als unsere Führung vorbei war und wir

langsam wieder zur Bushaltestelle liefen,

war es ruhig. Manche redeten mit ihren

Freunden, was sie gesehen und wie sie es

empfunden hatten. Aber was in uns allen

steckte, war ein schreckliches Gefühl. Wir

»Auf viele Fragen gab es Antwoten,

aber es stellten sich auch neue.«

waren schockiert und entsetzt, machten

uns Gedanken und hatten nur den einen

Wunsch, alles zu verstehen, eine gute

Begründung zu finden – warum?

Am Abend trafen

wir uns noch

einmal im Seminarraum

und

besprachen unsere Eindrücke. Dann war

auch dieser Tag vorbei, der am Ende der

schwierigste von allen sein sollte. Auf viele

Fragen hatten wir eine Antwort gefunden,

dafür stellten wir uns jetzt neue.

Am dritten Tag ging die Arbeit im Seminar

sehr schnell rum. Wir hatten viel zu

besprechen und wollten darüber reden,

was uns tags zuvor so schockiert hatte.

Außerdem stellte sich die Frage, ob

heute immer noch Ausgrenzung stattfindet

und wer davon betroffen ist; ob wir

selber auch ausgrenzen und was man

im Kleinen dagegen tun kann. Mit völlig

neuen Gedanken und einem ganz neuen

Eindruck von der Geschichte des Nationalsozialismus

fuhren wir wieder zurück

nach Gießen.

Lea Zimmermann, Klasse 10d

Ricarda-Huch-Schule Gießen

Foto: dpa

Die Ricarda-Huch-Schüler erfuhren,

dass Weimar mehr ist als Goethe und

Schiller.

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Foto: dpa

Mit dem Sportlehrer auf Klassenfahrt zu gehen, kann anstrengend sein. Aber wenn ihr mitmacht, gönnt er euch vielleicht ein

paar Freiheiten, die sonst nicht drin gewesen wären.

Zwischen Club und Kultur

Erlebnis Abschlussfahrt

Noch mal richtig feiern: Das stellen sich die meisten unter einer gelungenen Abschlussfahrt

vor. Doch dann gibt es mit dem Lehrer Stress – oder sogar mit den Mitschülern.

Dagegen hilft nur: Vorher Regeln aufstellen und gut planen – auch wenn es

spießig klingt.

Ein letztes Mal zusammen Party machen

und den Klausurenstress vergessen: Die

Erwartungen an die Abschlussfahrt sind

groß. Oft scheitert es aber schon an Kleinigkeiten.

Da gibt es den Kampf um das

richtige Zimmer, den nervenden Lehrer

und das langweilige Kulturprogramm. Rainer

Späder, Lehrer des Gymnasiums am

Schloss in Saarbrücken, kennt das. Seit

15 Jahren plant er bereits Klassenfahrten.

»Ich habe es noch nie erlebt, dass eine

Fahrt schlecht ankam«, sagt der Pädagoge.

Sein Trick: »Meine Schüler planen von

Anfang an mit.« Jugendliche sollten sich

nicht bevormunden lassen und einbringen,

wenn es um Reiseziel und Programm

geht. Dass das der richtige Weg ist, sieht

auch Roman Rüdiger so. Er ist geschäftsführender

Vorstand von Buddy in Düsseldorf,

einem Verein, der in ganz Deutschland

den Umgang zwischen Lehrern und

Schülern fördert.

Sozialpädagoge Rüdiger hat beobachtet,

wann es bei Klassenfahrten zu Problemen

kommt: Dann, wenn es schon im Unterricht

keine gegenseitige Wertschätzung

gibt. »Eine Fahrt ist nie der Auslöser von

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Problemen«, erklärt er, »sie verfestigt

sie nur, weil man länger zusammen ist.«

Schüler können aber selbst eine ganze

Menge dafür tun, dass die Fahrt schön

wird. Sie sollen Verantwortung übernehmen,

bei Streit vermitteln und sich Gedanken

zu Tagesausflügen machen.

Für den Pädagogen Späder ist es

selbstverständlich, dass seine Schüler

mitbestimmen. Aber nicht jeder Lehrer

möchte das. Späders Tipp: »Die Schüler

sollen ihr Recht einfordern, mitbestimmen

zu dürfen.« Sie können ihre Lehrer mit

Kompromissen überzeugen, die beiden

Spaß machen. So wird selbst das Kulturprogramm

spannend: Späders Klasse

besuchte einmal in Berlin ein Museum zu

DDR­Flüchtlingen. Mit dabei: Eine Frau,

die selbst geflohen war und von ihrer

Geschichte erzählte. Der Lehrer kennt

noch andere Kompromisse an seiner

Schule: Der Erdkundelehrer erforschte

in der Toskana Steine mit den Schülern.

Der Sportlehrer machte eine Kanutour in

Südfrankreich.

Wer zeigt, dass er sich Gedanken über

die Klassenfahrt macht, hat auch beim

Partyprogramm Vorteile. Denn sieht der

Lehrer, dass man morgens pünktlich am

Treffpunkt und bei allen Ausflügen dabei

ist, stehen die Chancen gut, dass er in der

restlichen Zeit viele Freiheiten gewährt.

Manchmal sind aber klare Regeln wichtig:

beim Alkohol zum Beispiel. Ob und wie

viel getrunken werden darf, bespricht die

Klasse am besten vor der Abfahrt. Wenn

das nicht in Ruhe geklärt ist, gehen die

Meinungen vor Ort schnell auseinander

und es gibt Ärger. Das gilt genauso für die

Zimmereinteilung. Wer sie erst in der Jugendherberge

macht, handelt sich Stress

ein. Ideal sei es, wenn es einen Klassenrat

gebe, der entscheidet oder Hilfe gibt.

Doch auch bei der besten Vorbereitung

kann es zu Streit und Problemen

kommen. »Es sollte einen Raum geben,

in dem Lehrer mit Schülern Konflikte

besprechen«, sagt Rüdiger vom Verein

Buddy. An manchen Schulen sind

Jugendliche selbst zu Konfliktmanagern

ausgebildet worden. Dann empfiehlt er

eine Mediation, also einen unbeteiligten

Jugendlichen, der zwischen zwei anderen

vermittelt.

Selbst wenn alles harmonisch abläuft: Die

Gruppe sollte sich jeden Abend zusammensetzen,

findet Rüdiger. »Eine Lobrunde

hat eine entspannende Wirkung«, sagt

er. »Jeder macht sich Gedanken über den

Tag, die Stimmung wird gut und es beugt

Konflikten vor.«

Nicht immer ist bei der Abschlussfahrt ein

Lehrer dabei. Oft organisieren Jugendliche

selbst eine Fahrt und feiern mit einer

kleineren Gruppe den Abschied vom

Schulleben. Das heißt, dass die Schüler

noch mehr planen müssen.

»Die perfekte Abschlussfahrt geht bereits

bei der Anreise los«, sagt Stephan

Schiller. Er ist Sprecher des Bundesforums

Kinder­ und Jugendreisen. Überlegt

werden muss, ob man mit Bus, Bahn

oder Flugzeug verreist. Ziele in Mittel­ und

Osteuropa sind leichter zu erreichen und

oft günstiger als eine Fernreise.

Um Schülern bei der Planung zu helfen,

hat der Verein eine Checkliste erstellt, die

hilft, den richtigen Reiseveranstalter zu

finden. Die Jugendlichen sollten darauf

achten, dass der Anbieter ständig erreichbar

ist. Erhalten sie sofort eine Bestätigung

der Buchung? Berät der Veranstalter

auch danach noch? Ist das Angebot übersichtlich

und listet alle Nebenkosten auf?

Ein wichtiger Punkt ist auch das Budget:

»Viele Jugendliche haben nicht zu

viel, sondern zu wenig Geld dabei«, sagt

Schiller.

Nach jahrelanger Erfahrung hält Rainer

Späder die Bahn für das beste Reisemittel.

»Man kann sich die Beine vertreten

und wenn man früh genug Plätze bucht,

sitzt man zusammen, kann reden und die

Gemeinschaft genießen.« Und das ist es,

worauf es bei Abschlussfahrten vor allem

ankommt.

Foto: dpa

Wer bezieht in der Jugendherberge

mit wem welches Zimmer? Das sollte

schon vor der Ankunft klar sein, sonst

gibt’s womöglich Ärger.

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Foto: dpa

Erste Annäherungsversuche

Sie finden sich im Schuhschrank fast

jeder Frau, auch wenn sie meist schmerzende

Füße verursachen: Schuhe mit

hohen Absätzen. Selbst 14­ oder 15­Jährige

stolzieren heute schon auf Absätzen

durch die Fußgängerzone. Und sie dürfen

das auch ab und zu – zumindest, wenn

es nach Modeberater Andreas Rose aus

Frankfurt am Main geht. Auf die Frage,

ob Schuhe mit hohen Absätzen modisch

unverzichtbar sind, antwortet er mit einem

klaren »Ja«. Nur zum Bikini würde er sie

nicht empfehlen.

Einen etwas anderen Blick auf hohe

Absätze hat Jörn Dohle von der Deutschen

Gesellschaft für Orthopädie und

Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Er

empfiehlt Mädchen solche Schuhe erst zu

tragen, wenn der Fuß ausgewachsen

ist – also

mit etwa 16 Jahren. »Und dann sollten

sich die jungen Damen vorsichtig an das

Thema herantasten«, fügt Dohle hinzu.

Etwa drei Zentimeter Absatz reichten für

erste Versuche aus.

Andreas Rose weiß, warum Mädchen

hohe Hacken tragen wollen: »Man möchte

wahrgenommen werden, möchte ernst

genommen werden.« Hinzu kommen

dieselben Gründe, weshalb auch ältere

Frauen Schuhe mit Absätzen tragen – um

größer und auch attraktiver zu wirken.

Dabei gilt unabhängig vom Alter: Wer auf

hohen Hacken nicht laufen kann, sollte

es lassen. Viele laufen in hohen Schuhen

etwas nach vorne gebeugt. Seinen Kundinnen

empfiehlt der Modeberater dann

Training für Rücken, Bauch und Beckenboden.

Mit der richtigen Muskulatur lässt

es sich selbst in Highheels – also Schuhen

mit über zehn Zentimetern Absatzhöhe

– aufrecht laufen.

Einig sind sich Modeberater und Orthopäde

darin, dass Mädchen Schuhe mit

Absatz nicht täglich tragen sollen. »Wer

ständig hohe Schuhe trägt, muss mit

Fehlstellungen im Bereich der Zehen und

einer Verkürzung der Achillessehne rechnen«,

erläutert Jörn Dohle und fügt hinzu:

»Das sollte man nicht in Kauf nehmen.«

Auch modisch gesehen muss es nicht

immer der Highheel sein, räumt Rose

ein. Für den kommenden Herbst gebe

es schöne maskuline Kollektionen für

Frauen und Mädchen. Ob Schnürschuhe,

Schnallenschuhe, Stiefel, Stiefeletten,

Loafers oder Bikerboots – die Auswahl an

Schuhen ohne Absatz ist groß. Außerdem

sind Blockabsätze wieder in. Sie bieten

mehr Halt und Stabilität und sind deshalb

laut Dohle empfehlenswert für Mädchen.

Am Ende gilt: Ob mit Absatz oder ohne

ist nicht entscheidend. »Hauptsache, die

Schuhe sind schön und schräg« findet

der Modeberater.

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»Hauptsache schön und schräg«


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Foto: dpa

Wie Quidditch unter Wasser

Zu sehen ist nicht viel, zu hören auch nicht. Wer Unterwasserrugby erleben will, muss

die Luft anhalten, einatmen und eintauchen in eine besondere Sportart, die an Harry­

Potter­Bücher erinnert.

Die Blicke der Zuschauer gehen immer

wieder nach links und nach rechts.

Irgendetwas tut sich da unten – aber was

genau, bleibt lange im Verborgenen. Die

Wasseroberfläche zittert von den Bewegungen

auf­ und abtauchender, maskierter

Menschen. Ständig wiederholt sich

alles: auftauchen, Luft holen, orientieren,

abtauchen. Von außen sind zappelnde

Flossen zu sehen, Schnorchelwasser

spritzt nach oben.

Erst, wenn man unter die Wasseroberfläche

eintaucht, macht das skurrile Schauspiel

Sinn. Was von außen wie eine wirre

Interpretation eines Wasserballettstückes

scheint, hat mit Eleganz und Synchronität

eigentlich wenig zu tun: Unterwasserrugby

ist, wie das Pendant an Land, sehr

körperbetont. Erlaubt ist fast alles, nur

die Maske darf nicht heruntergezogen

werden. »Man darf keine Angst vor dem

Wasser haben oder leicht in Panik geraten«,

sagt Michael Pavlovic, Spielertrainer

der zweiten Mannschaft des TC Stuttgart.

Pavlovic spielt schon seit der Studienzeit

Rugby mit Tauchermaske, Schnorchel,

Badekappe und Flossen in den dreieinhalb

bis fünf Meter tiefen Becken. Sechs

Spieler pro Team jagen einem mit Salzwasser

gefüllten Ball hinterher, der in

den gegnerischen Korb gebracht werden

muss. »Unterwasserrugby fasziniert vom

ersten Moment an. Man quält und verausgabt

sich von ganz alleine«, sagt Pavlovic

und meint lachend: »Es die einzige dreidimensionale

Sportart neben Quidditch.«

Quidditch wird in der Zauberwelt von

Harry Potter gespielt, in den Geschichten

fliegen die Spieler auf Besen in einer

Arena durch die Luft. Pässe nach rechts,

links, oben und unten sind in beiden

3D­Sportarten möglich – dann hören

die Gemeinsamkeiten aber auf. Jene

Begeisterung, die Quidditch in Potters

Welt entgegen gebracht wird, hätten die

Unterwasserrugby­Spieler auch gerne –

nur sind sie davon weit entfernt. »Es ist

eben kein Publikumssport«, sagt Pavlovic.

Der Nachteil: Die Zuschauer sehen kaum

etwas, wenn sie auf den Rängen sitzen.

Dabei ist Unterwasserrugby für Taktikfanatiker

besonders spannend. Die zwei

Körbe sind nicht viel größer als beim

Basketball, die Stahlfassungen halten sie

am Boden. Den Ball dort hineinzubekommen,

ist die große Kunst des eigenwilligen

Sports. Der Torwart kann sich auf die Öffnung

legen, denn angegriffen werden darf

immer nur der Spieler mit dem Ball. Der

Trick besteht darin, sich zwischen Keeper

und Korb zu legen und dann im richtigen

Moment den Weg für den Mitspieler

freizumachen. In jedem Fall erfordert der

Kampf unter Wasser viel Sauerstoff – so

manche Aktion muss deshalb unfreiwillig

vorzeitig abgebrochen werden.

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App

Digitales Haustier

Früher musste man viel Geld ausgeben,

wenn man sich ein digitales Haustier

zulegen wollte. Dann konnte man sich

es an den Schlüsselbund hängen, alle

paar Stunden füttern und bespaßen, ihm

beim Wachsen zusehen, bis es irgendwann

starb. Und beinahe ebenso schnell

wie die virtuellen Tiere dahinschieden,

verschwand auch der Tamagotchi­Trend

wieder. Im letzten Jahr widmeten Die

Ärzte auf ihrem Album »auch« ihm

einen Song und jetzt scheint es

wieder da zu sein, wenn auch in

etwas anderer Form als früher. Wer

ein Smartphone hat, kann es sich

einfach im Google Playstore

oder bei i­Tunes herunterladen,

für Android gibt es »Pou«

kostenlos, I­Phone­Nutzer

müssen 1,79 Euro zahlen.

Einmal auf dem Handy eingezogen,

fordert das kleine Tierchen

– das nach Anbieterangaben ein

Alien sein soll – volle Aufmerksamkeit.

Es will zum Beispiel gefüttert werden.

I­Tunes: http://goo.gl/bGgh5

Google: http://goo.gl/4z3NF

Dafür stehen verschiedene

Lebensmittel zur Auswahl,

Gemüse etwa, aber auch

Süßigkeiten. Es te spielen und muss

möchman

»Pou« beim Wachsen zusehen. Du

gewaschen werden. Als

Lohn für die Mühe, kann

druchläufst mit deinem digitalen Haustier

mehrere Level, in denen du verschiedene

Hintergründe und Outfits freischalten

kannst. Der Vorteil gegenüber einem

echten Haustier: Vergisst man es

mal, muss man »Pou« gegenüber

kein schlechtes Gewissen haben.

Webtipps

Auch wenn man noch nicht wählen darf, kann man eine politische

Meinung haben. Denn bei der nächsten, spätestens aber

wohl bei der übernächsten Bundestagswahl ist auch eure Stimme

gefragt. Dann dürft ihr mitentscheiden, welche Partei oder

welche Koalition unser Land in den nächsten Jahren regieren

soll. Das ist euer gutes Recht, bedeutet aber auch ein Stück

Verantwortung. Denn dann tragt auch ihr einen Teil der Sorge

dafür, dass es in Deutschland in die aus eurer Sicht richtige

Richtung geht.

Doch welche Partei vertritt eure Ansichten und Meinungen am

besten? Wo könnt ihr euch am sichersten sein, dass Dinge

umgesetzt werden, die euch wichtig sind? Um das herauszufinden,

sind zur Bundestagswahl zwei Webseiten freigeschaltet

worden, die diese Frage beantworten

sollen.

Eine dieser Hilfen ist das

Parteiennavi (www.parteienavi.de)

der Universität

Konstanz. Bevor man einen

Hinweis bekommt, welcher

Partei man möglicherweise

am nächsten steht, muss

man sich durch 30 Fragen

zu Themen wie Betreuung,

Bildung oder Steuern klicken.

Dabei gibt es je fünf Antwortmöglichkeiten

von »Stimme

voll und ganz zu« bis »Stimme überhaupt nicht zu«. Auch die

Auswahl »Keine Meinung« ist möglich. Danach ist man dazu

aufgerufen, ein paar Informationen über sich preiszugeben,

muss zwei zusätzliche Fragen beantworten und einige Parteien

politisch einordnen. Dann erhält man eine Übersicht, der man

entnehmen kann, mit welcher Partei man die höchsten Übereinstimmungen

hat.

Ganz ähnlich funktioniert auch der Wahl­o­Mat der Bundeszentrale

für politische Bildung (www.wahl­o­mat.de). Hier sind es

38 Fragen, denen man sich stellen muss, bevor man das Ergebnis

erfährt. Dafür werden aber keine persönlichen Angaben

wie das Alter abgefragt.

Unser Fazit: Beide Webseiten können eine Orientierungshilfe

sein, trotzdem sollte man sich nochmal Gedanken machen,

welcher Partei man tatsächlich seine Stimme geben möchte.

32


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

S0043

Kopfnuss!

A

Mäander

B

Der „Mäander”* schlängelt sich von Punkt A nach Punkt B.

Der Fluss ist eine durchgehende Linie, die sich nicht

kreuzt. Jedes der weißen Kästchen muss einen Teilabschnitt

des Flusses enthalten. Pro Feld darf nur jeein

gerades oder gebogenes Teilstück

entlangfließen (also keine Beispiel:

180°-Wendungen oder Diagonalen).

Einige Teilstücke sind

B

bereits eingesetzt. Können Sie

die restlichen einfügen?

*Der Mäander (Maiandros) war ein

Fluss im antiken Griechenland,

der für seine vielen Biegungen

und Windungen bekannt war.

A

8 4 4 4

6 8 8 10

6 10

8 6 8 8 6 8

8 4 8 4 4

8 6 6 10 6

8 8 6 10 8

8 4 6 6 6

6 6 4

6 6 10

KNOSSOS

Im königlichen Palast auf Knossos gab

es eine Vielzahl von Räumen unterschiedlichster

Größe und Form. Zwar

ist die mächtige Tempelanlage schon

vor langer Zeit untergegangen, aber

vielleicht gelingt es Ihnen, den Grundriss

des Gebäudes zu rekonstruieren?

In jedem Raum ist eine Nummer.Diese

Nummer steht für die Anzahl der

Mauer-Teilstücke, aus denen der Raum

besteht (also für den Umfang).

Verbinden Sie die Punkte, um so die

Mauer-Teilstücke zu rekonstruieren.

Beispiel:

10

6

8

4

10

4

6

8

8

T0043

Beim SUDOKU müssen die Ziffern 1-9 in die

leeren Felder eingetragen werden. Jede dieser

Ziffern darf genau einmal auf jeder Waagrechten,

auf jeder Senkrechten und in jedem

Neunerblock vorkommen. Beim Farbsudoku

darf jede Ziffer außerdem nur einmal auf einem

Feld mit derselben Farbe vorkommen.

Die aufgelisteten Wörter müssen in der Grafik gefunden werden. Sie können

von rechts nach links oder von links nach rechts,von oben nach unten

oder vonunten nach oben und auch diagonal verlaufen.

ALBUM•AULA

BLUME•EHEFRAU

ESSE •FRAKTUR

INFRA •KALKUEL

KRAL •LILA

MATADOR

MENTAL•MOPS

NIEMALS •NULL

ODEM •ROTOR

RUANDA •SAUNA

SENAT•STIL

TALAR

WAAGE

33


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

34


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Gastfamilien

dringend gesucht

Rauschbrille, Erste Hilfe und Fahrsimulation

Auf dem Hof der Anne­Frank­Schule

(AFS) tummelten sich kürzlich Feuerwehreinsatzkräfte,

Johanniter und die Polizei.

Es hatte nicht gebrannt, sondern ein Verkehrserziehungstag

für die Abschlussklassen

neun und zehn der Realschule fand

statt. Organisiert von Realschulzweigleiterin

Annegret Schilling fanden verschiedenste

Workshops statt, die den Jugendlichen

ein besseres Bild von Unfallrisiken

und Erster Hilfe verschaffen sollten.

Die Polizei präsentierte früh morgens für

90 Schüler eine allgemeine Unfallprävention.

Danach ging es in den Klassen in

kleineren Gruppen weiter. Verschiedene

Foto: bf

Stationen wurden besucht, sei es Unterricht

mit der Fahrschule Mathes, ein

Erste­Hilfe­Kurs der Johanniter oder ein

Rauschbrillenerlebnis, bei dem Trunkenheit

vorgetäuscht wurde. Auch der ADAC

war mit einer Fahrsimulationsübung dabei.

Die Freiwillige Feuerwehr Großen­Linden

präsentierte dann den krönenden Abschluss:

eine gemeinsame Rettungsübung

am Auto für alle Klassen.

Bei den Jugendlichen kam dieser Aktionstag

sehr gut an. Durch die vielen praktischen

Übungen waren alle eifrig dabei.

»So bleibt einfach viel mehr hängen«,

konstatierte Schilling.

(bf)

Ein fremdes Land erkunden, eine neue

Sprache kennenlernen, andere Kulturen

entdecken und neue Bekanntschaften

schließen – mit einem Austauschprgramm

kann man all das machen. Allerdings

braucht man genug Menschen, die sich

zur Aufnahme von Austauschschülern

bereit erklären.

Der VDA­Verein für deutsche Kulturbeziehungen

im Ausland e.V. mit Sitz in

Sankt Augustin sucht im Rahmen seines

Jugendaustauschprogramms noch dringend

Gastfamilien für Austauschschüler

aus Namibia, El Salvador, Paraguay, Chile,

Argentinien, Brasilien und Russland.

Die Schüler aus El Salvador kommen bereits

Mitte September nach Deutschland

und die Gäste aus Südafrika reisen im November

an. Der VDA sucht Familien, die

die 14­ bis 17­jährigen Schüler für sechs

bis acht Wochen aufnehmen können. Im

Sommer ist dann ein Gegenaustausch

der deutschen Schüler in die jeweiligen

Gastländer geplant.

Mehr Informationen zum Austauschprogramm

und den Verein für deutsche

Kulturbeziehungen im Ausland gibt es im

Internet unter www.vda­kultur.de oder

telefonisch beim VDA­Jugendreferat unter

02241 / 21735.

Lösungen



Mäander

BUCHSTABENSALAT

8 4 4 4

6 8 8 10

6 10

8 6 8 8 6 8

8 4 8 4 4

8 6 6 10 6

8 8 6 10 8

8 4 6 6 6

6 6 4

6 6 10

Es ist nur

Gemälde C

(ehrlich!).

Knossos

35


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Foto: dpa

Mit dem Ex in einer Klasse

Keine Chance für »Kein Kontakt!«

Eine Trennung tut weh. Am besten ist es, den Kontakt mit der verflossenen Liebe

erst einmal konsequent abzubrechen. Nur ist das nicht möglich, wenn der oder die

Ex in der gleichen Klasse sitzt. Das Dilemma lässt sich nicht lösen – aber zumindest

abmildern.

Wenn eine Beziehung zu Ende geht, ist

das in den meisten Fällen schmerzhaft

und traurig – vor allem, wenn es sich um

die erste große Liebe handelt. Mühsam

und zum Scheitern verurteilt erscheinen

dann die Versuche, den anderen zu

vergessen. Und was, wenn der oder die

Verflossene zu allem Unglück jeden Tag in

der gleichen Klasse sitzt und allein schon

räumlich ständig präsent ist? »Der Liebeskummer

kann dann länger dauern«, sagt

Jutta Stiehler, Leiterin des Dr.­Sommer­

Teams der Zeitschrift »Bravo«.

Singleberater Christian Thiel aus Berlin

weiß, wie die wichtigste Regel bei Liebeskummer

lautet: »Kein Kontakt!« In der

Schulklasse ist das natürlich ein Problem:

»Man muss eine Regel umsetzen, die

sich nicht umsetzen lässt.« Als Notlösung

bleibe nur so wenig Kontakt wie möglich.

»Keine Anrufe, keine SMS, keine Mails,

nur höfliches Begrüßen.« Jutta Stiehler

spricht vom größtmöglichen Rückzug:

»Sich vor oder nach der Schule aus dem

Weg gehen und sich so hinsetzen, dass

man den anderen nicht die ganze Zeit

anschauen muss.«

36


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Sich so zu verhalten, löst das Problem

jedoch nicht. »Man kann natürlich versuchen,

sich möglichst aus dem Weg zu

gehen und gewisse Berührungspunkte zu

meiden wie Gruppenarbeit oder gemeinsame

Pausen«, sagt Nina Pirk von der

Nummer gegen Kummer in Wuppertal.

»Trotzdem sieht man sich ja täglich, und

die Mitschüler beobachten die Situation

neugierig.« Das sei vor allem am Anfang

belastend.

Diese unangenehme Situation müssen

Jugendliche erst einmal ertragen. »Es gibt

kein Patentrezept«, sagt Pirk. Aber beide

können versuchen, vernünftig damit umzugehen.

Christian Thiel empfiehlt: »Am

besten mit niemandem aus der Klasse

über die verflossene Liebe reden.« Das

führe nur zu Druck,

weil man sich immer

frage: Was könnte

der andere über mich

verbreiten? Deshalb: »Keine Gespräche

nach dem Motto ›Der oder die hat das

und das gesagt‹. Das landet sowieso bei

dem anderen.«

Jugendliche müssten ihr Leid außerhalb

der Klasse bewältigen, sagt Thiel. »Im

Freundeskreis, bei dem es wirklich nicht

die Runde macht, bei Freunden, die sicher

nichts erzählen.« Über tiefen Liebeskummer

sollten die Eltern Bescheid wissen.

»Wer niemanden zum Reden hat, sollte

sich anonymen Rat holen, zum Beispiel

über das bundesweite Beratungstelefon

für Kinder und Jugendliche.«

Dass keine pikanten Details aus der Beziehung

oder persönliche Befindlichkeiten

weitererzählt werden sollten, gilt im Übrigen

für beide. »Es gibt keine Regel, die

besagt, dass es demjenigen besser geht,

der sich getrennt hat«, sagt Thiel. »Man

kann dieser Person nur den gleichen Ratschlag

geben: Nicht über den oder die Ex

reden.« Geht es einem trotz Trennung wieder

besonders gut, sollte man das nicht

allzu sehr vor sich hertragen. »Manchmal

machen das Jungs wie Mädels. Aber das

hilft keinem weiter.«

Jutta Stiehler hält es nicht für verkehrt, an

die Fairness des anderen zu appellieren:

»Man kann zum Beispiel sagen: ›Mir geht

es mit der Situation nicht gut. Du musst

das ja nicht so raushängen lassen, dass

»Man kann die Traurigkeit

nicht einfach wegwischen«

es dir wieder gut geht.‹« Das gehe aber

nur, wenn beide es schafften, die gemeinsame

Zeit in guter Erinnerung zu halten.

Ein weiterer Tipp von Nina Pirk, um in

bestimmten

Momenten

nicht zu sehr

gekränkt zu

werden: Mögliche Situationen, die im

Schulalltag auf einen zukommen könnten,

durchspielen und überlegen, wie

man reagieren möchte. »Das kann einem

mehr Sicherheit in der Situation geben.«

Es könne bei der Verarbeitung schlechter

Gefühle helfen, solche Überlegungen gemeinsam

mit Freunden durchzuspielen.

Wer Glück hat, trennt sich kurz vor Beginn

der Ferien – denn diese bieten Zeit für

einen Tapetenwechsel,

sagt Thiel. »Man kann

weit wegfahren oder im

Sommer einen sechswöchigen

Schüleraustausch machen.«

Das sei eine gute Strategie für mehr

Abstand. »Räumliche Trennung jeder Art

kann eine Hilfe sein.«

Ansonsten hilft eine Strategie, die noch

bei keinem Liebeskummer geschadet hat:

»Sich etwas Gutes tun, etwas Schönes

unternehmen«, sagt Nina Pirk. Das kann

ganz unterschiedlich aussehen: »Sich

beim Sport auspowern, shoppen gehen,

sich eine neue Frisur zulegen.« Es

gehe vor allem

darum, auf sich

selbst zu achten

und zu versuchen,

das Erlebte gut zu verarbeiten. »Es

ist ganz normal, dass sich der Umgang

miteinander für eine gewisse Zeit fremd

anfühlt.«

Von einem Klassenwechsel wegen dem

oder der Ex halten die Experten wenig.

»Man kann nicht einfach die Klasse wechseln

oder die Traurigkeit, die einfach da

ist, wegwischen«, sagt Jutta Stiehler. Und

auch Nina Pirk findet: »Das ist eine radikale

Maßnahme, die selbst bei schweren

Mobbingfällen erst als letzte Möglichkeit

in Erwägung gezogen werden sollte.«

Und auch wenn der oder die Verflossene

in der gleichen Klasse sitzt und der Liebeskummer

deshalb länger anhält, stellt

sich früher oder später eine innere Ruhe

ein. Man kann wieder nach vorne schauen.

»Irgendwann wird es besser, auch

wenn man sich das in dem Moment nicht

vorstellen kann«, sagt Stiehler.

»Den Kummer sollte man nur mit

Freunden außerhalb der Klasse teilen«

Ein Friseurbesuch kann helfen, dass man sich nach einer Trennung wieder besser

fühlt.

Foto: dpa

37


Wege ins Berufsleben

Anzeigensonderveröffentlichung

Jetzt noch einen

Ausbildungsplatz sichern

MitSicherheit Karriere

In den meisten Regionen hat

das neue Ausbildungsjahr

schon begonnen. Trotzdem

sind noch rund 100 000

Jugendliche in Deutschland

ohne Ausbildungsplatz. »Das

Wichtigste ist nun, trotz des

Zeitdrucks nicht kopflos

zu werden«, sagte Carsten

Berndt. Als Berufsberater bei

der Arbeitsagentur Erfurt begleitet

er jedes Jahr rund 150

Jugendliche bei der Suche.

Seiner Erfahrung nach finden

viele auch im September,

Oktober und sogar November

noch einen guten und interessanten

Platz – vorausgesetzt,

sie behalten die Nerven.

»Im August sind viele Jugendliche

so weit, dass sie sagen:

›Ich mache alles. Hauptsache

ich habe eine Lehrstelle‹«,

berichtete Berndt. Wer eigentlich

Bürokaufmann werden

wollte, stellt sich nun auch

im Hotel für eine Lehre als

Koch vor. Solche kopflosen

Entscheidungen seien zwar

verständlich – vor allem, wenn

die Eltern drängeln. Doch

Berndt rät davon dringend ab.

Die Gefahr sei groß, dass die

Jugendlichen die aus der Not

gewählte Lehre abbrechen,

weil die Ausbildung nicht zu

ihnen passt.

Zwar sei der Ansatz richtig,

sich auch nach alternativen

Ausbildungsplätzen umzusehen.

Aber Jugendliche sollten

darauf achten, dass sie im

gleichen Berufsfeld bleiben.

Wer zum Beispiel Bürokaufmann

werden möchte, kann

nach freien Plätzen für eine

Lehre als Kaufmann für Bürokommunikation

schauen. Hilfe

bei der Suche finden Jugendliche

bei den Berufsberatern

der Arbeitsagenturen. Und:

Häufig werden im August

bereits besetzte Ausbildungsplätze

wieder frei, weil begehrte

Bewerber ein lukrativeres

Angebot bekommen und noch

einmal wechseln. Es lohnt sich

also, die freien Lehrstellen

immer wieder zu checken.

Wer trotzdem bislang erfolglos

war, sollte sich nach Lehrstellen

im Traumberuf auch fernab

der Heimat umschauen. »Von

den Eltern hören wir dann

häufig die Sorge, dass sie

sich das finanziell nicht leisten

können«, erklärte Berndt.

Das Kind brauche dann eine

eigene Wohnung und vielleicht

sogar ein eigenes Auto. Was

viele nicht wissen: Es gibt eine

Reihe staatlicher Hilfen – von

der Berufsausbildungsbeihilfe

(BAB) über Umzugshilfen bis

Fit für Ausbildung

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Wege ins Berufsleben

hin zu Zuschüssen für die

Anreise zum Vorstellungsgespräch.

Letztendlich müsse

ein Ausbildungsplatz, der

Hunderte Kilometer von der

Heimat entfernt ist, nicht unbedingt

immer teurer sein.

Bleiben Bewerber trotz einer

breiteren Suche unversorgt,

rät Berndt zu einer Einstiegsqualifizierung.

Statt einer

Lehre machen Jugendliche in

einem Betrieb dann zunächst

ein bezahltes Praktikum. »Die

Schulabgänger bekommen in

dieser Zeit pro Monat mindestens

216 Euro«, erzählte

Berndt. Nach frühestens

sechs und spätestens zwölf

Monaten endet die Einstiegsqualifizierung

normalerweise

– und im Idealfall fangen

die Jugendlichen danach als

Lehrling im Unternehmen an.

Wer auch so an keinen Ausbildungsplatz

kommt, könne

eine berufsvorbereitende

Bildungsmaßnahme (BvB) in

Betracht ziehen. Dort machen

die Jugendlichen meist neun

Monate in einer Bildungseinrichtung

und in Firmen

eine Art Berufsorientierung.

Andere würden sich auch

für ein Freiwilliges Soziales,

Ökologisches oder Kulturelles

Jahr bewerben, für ein paar

Monate jobben oder ein Jahr

ins Ausland gehen. »Es gibt

wirklich viele Möglichkeiten«,

sagte Berndt. »Nur spätestens

jetzt müssen Bewerber

tatsächlich auch einen Plan B

entwickeln.«

An der Justus-Liebig-Universität Gießen sind ab 1. August 2014

AUSBILDUNGSSTELLEN

für folgende Berufe zu besetzen:

An der Universitätsbibliothek:

2 FACHANGESTELLTE FÜR MEDIEN- UND INFORMATIONSDIENSTE

Fachrichtung Bibliothek

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und erfolgt im gesamten Bibliothekssystem der Universität. Sie beinhaltet

vor allem die Vermittlung von Kenntnissen zur Beschaffung und Bereitstellung von Medien und Informationen.

Der Berufsschulunterricht findet an der Stauffenbergschule in Frankfurt/M. statt. Die Bewerberinnen

und Bewerber sollten über sichere Deutsch- und Englischkenntnisse (mind. Note 3) verfügen. Erwartet

werden ferner Sorgfalt, Organisationsfähigkeit, Flexibilität, Belastbarkeit und gute Umgangsformen.

Ein ausgeprägtes Interesse an EDV-gestützten Arbeitsprozessen ist von Vorteil. Bewerbungen bitte an

den Direktor der Universitätsbibliothek der Justus-Liebig-Universität Gießen, Otto-Behaghel-

Straße 8, 35394 Gießen. Für Fragen stehen Ihnen Frau Bück unter Tel.: 0641/99-14010 und Herr Wolf unter

Tel.: 0641/99-2 10 30 zur Verfügung.

Am Hochschulrechenzentrum:

2 IT-SYSTEMELEKTRONIKER/-INNEN

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Während Ihrer Ausbildung werden Sie Systeme der Informations- und

Telekommunikationstechnik planen, analysieren und installieren. Hierzu gehören Computersysteme und

Netzwerke, Festnetze, Funknetze, Endgeräte und Sicherheitssysteme. Die Tätigkeit umfasst weiterhin

Hard- und Softwareanwendungen, fachliche Beratung, Schulung und Betreuung der Benutzerschaft.

Voraussetzung sind ausreichende Englischkenntnisse sowie gute Ergebnisse in den naturwissenschaftlichen

Fächern. EDV-Erfahrungen sind von Vorteil. Wir bieten jungen Menschen, die an einer fundierten

Ausbildung in einem IT-Beruf interessiert sind, eine qualifizierte, vielseitige und umfassende Ausbildung

am Hochschulrechenzentrum. Bewerbungen bitte an den Direktor des Hochschulrechenzentrums der

Justus-Liebig-Universität Gießen, Heinrich-Buff-Ring 44, 35392 Gießen.

Am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften:

1 FACHINFORMATIKER/-IN

Fachrichtung Systemintegration

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie sind unmittelbar in das IT-Service-Center des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften

eingebunden. Während Ihrer Ausbildung werden Sie neue IT-Systeme konzipieren, realisieren

und in die heterogene IT-Systemlandschaft integrieren sowie bestehende IT-Systeme überwachen,

betreuen und weiterentwickeln. Außerdem wird die Unterstützung/Beratung der fachbereichsinternen Kunden

des ITService-Centers zu Ihren Aufgaben gehören.

Unsere Anforderungen: Realschulabschluss, Fachhochschulreife, Fachgebundene oder Allgemeine Hochschulreife

mit mindestens gutem Abschluss, ausgeprägtes Interesse an IT, gute Englischkenntnisse, technisches

und logisch-analytisches Denkvermögen, hohe Lern- und Leistungsbereitschaft, Dienstleistungsorientierung

sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit. Wir bieten jungen Menschen, die an einer fundierten

Ausbildung in einem zukunftsorientierten IT-Beruf interessiert sind, eine qualifizierte, vielseitige und umfassende

Ausbildung. Bewerbungen bitte an das Dekanat des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften

der Justus-Liebig-Universität Gießen, Licher Straße 74, 35394 Gießen.

Am Fachbereich Mathematik und Informatik, Physik, Geographie:

4 FEINWERKMECHANIKER/-INNEN

Feinmechanische Werkstatt: Die Ausbildung dauert 3½ Jahre. In der Ausbildung werden Ihnen Kenntnisse

und Fertigkeiten in der Feinmechanik (Metall- und Kunststoffverarbeitung), in CNC- und Pneumatik-

Grundlagen vermittelt. Bewerbungen bitte an das Dekanat des Fachbereichs Mathematik und Informatik,

Physik, Geographie, Heinrich-Buff-Ring 16, 35392 Gießen.

2 ELEKTRONIKER/-INNEN FÜR GERÄTE UND SYSTEME

Elektronische Werkstatt: Die Ausbildung dauert 3½ Jahre. Die Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Geräte

und Systeme beinhaltet u. a. die Vermittlung von der Analog-, Digital- und Regelungstechnik; aus dem

Anfertigen und Zusammenbau von Baugruppen und Geräten der Gleich- und Wechselstromtechnik unter

Verwendung von Schaltungsunterlagen sowie aus deren Inbetriebnahme, Wartung, Prüfung und Reparatur.

Weiterhin werden Kenntnisse im Umgang mit PC-Anwendungen sowie die Einarbeitung in Mikroprozessorsysteme

vermittelt. Gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch sind erforderlich. Bewerbungen

bitte an das Dekanat des Fachbereichs Mathematik und Informatik, Physik, Geographie, Heinrich-

Buff-Ring 16, 35392 Gießen.

Am Fachbereich Biologie und Chemie:

1 CHEMIELABORANT/-IN

Institut für Lebensmittelchemie und Lebensmittelbiotechnologie: Die Ausbildung dauert 3½ Jahre.

Vorausgesetzt werden Interesse und gute Kenntnisse in naturwissenschaftlichen Fächern (Mathematik,

Physik, Chemie). Bewerbungen bitte an Herrn Prof. Dr. Holger Zorn, Institut für Lebensmittelchemie

und Lebensmittelbiotechnologie, Heinrich-Buff-Ring 58-62, 35392 Gießen.

1 GÄRTNER/-IN

Fachrichtung Zierpflanzenbau

Botanischer Garten: Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Gute Kenntnisse in naturwissenschaftlichen

Fächern, insbesondere Biologie sowie erkennbares Interesse am Berufsbild »Gartenbau/Landwirtschaft«

werden vorausgesetzt. Bewerbungen bitte an Herrn Holger Laake, Botanischer Garten, Senckenbergstraße

6, 35390 Gießen.

Am Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement:

1 CHEMIELABORANT/-IN

Institut für Ernährungswissenschaft: Die Ausbildung dauert 3½ Jahre. Vorausgesetzt werden Interesse

und gute Kenntnisse in naturwissenschaftlichen Fächern (Mathematik, Chemie, Biologie). Bewerbungen

bitte an Frau Prof. Dr. Katja Becker, Institut für Ernährungswissenschaft, Interdisziplinäres

Forschungszentrum (IFZ), Heinrich-Buff-Ring 26-32, 35392 Gießen.

2 LANDWIRTE/-INNEN

Lehr- und Versuchsbetrieb Rauischholzhausen:

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und erfolgt am Lehr- und Versuchsbetrieb Rauischholzhausen. Entsprechende

Berufsneigung und körperliche Eignung werden vorausgesetzt. Bewerbungen bitte an Herrn Lothar

Behle-Schalk, Lehr- und Versuchsbetrieb Rauischholzhausen, Alte Poststraße 6, 35085 Ebsdorfergrund,

OT Rauischholzhausen. Für Fragen steht Ihnen Herr Behle-Schalk unter Tel.: 0 6424/301260 zur

Verfügung.

Am Fachbereich Veterinärmedizin:

7 TIERMEDIZINISCHE FACHANGESTELLTE

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie richtet sich nach der Ausbildungsfibel der Landestierärztekammer Hessen

und erfolgt innerhalb des Fachbereichs Veterinärmedizin (Klinik f. Kleintiere – Innere Medizin und Chirurgie

–; Klinik f. Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische; Klinik f. Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie

der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz). Die Ausbildung vermittelt Wissen in den Bereichen

Anmeldung, Labor, Röntgen, Anästhesie und Operationen. Eine entsprechende Berufsneigung sowie ein

oder mehrere Praktika bei einer Tierärztin/einem Tierarzt werden vorausgesetzt. Bewerbungen (mit Praktikumsbescheinigung/en)

bitte an Herrn Prof. Dr. Reto Neiger, Klinik für Kleintiere (Innere Medizin),

Frankfurter Straße 126, 35392 Gießen.

3 TIERPFLEGER/-INNEN

Fachrichtung Forschung und Klinik

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und erfolgt innerhalb des Fachbereichs Veterinärmedizin. Entsprechende

Berufsneigung und körperliche Eignung werden vorausgesetzt. Tierpfleger/innen der oben genannten Fachrichtung

finden Anstellungen bevorzugt in den Versuchstierhaltungen von Forschungseinrichtungen sowie

der pharmazeutischen Industrie. In der Ausbildung steht daher die Versuchstierkunde im Vordergrund. Es

werden besondere Anforderungen in naturwissenschaftlichen Fächern und in Mathematik gestellt. Interessenten/innen

wird empfohlen, sich vor einer Bewerbung über das Ausbildungsprofil zu informieren (z.B.

http://www.paul-ehrlich-schule.de/Download/Tierpfleger/Tierpfleger.pdf). Bewerbungen bitte an die Koordinationsstelle

der Tierpfleger/innen-Ausbildung, Frankfurter Straße 106, 35392 Gießen. Für Fragen

steht Ihnen Herr Cech unter Tel.: 06 41/99-3 87 43, montags bis donnerstags von 14:00-16:00 Uhr; E-Mail:

Mathias.Cech@vetmed.uni-giessen.de zur Verfügung.

1 METALLBAUER/-IN

Fachrichtung Metallgestaltung (Schwerpunkt Hufbeschlag)

Die Ausbildung dauert 3½ Jahre und erfolgt in der Lehrschmiede der Klinik für Pferde. Sie fertigen während

der Ausbildung Metall- und Schmiedeerzeugnisse an. Darüber hinaus stehen die Hufpflege und der Hufbeschlag

von Pferden im Vordergrund. Im Anschluss an die Ausbildung folgt der Vorbereitungslehrgang zur

staatlichen Hufbeschlagsprüfung. Körperliche Eignung sowie Erfahrung im Umgang mit Pferden werden

erwartet. Bewerbungen bitte an Herrn Prof. Dr. Lutz-F. Litzke, Klinik für Pferde (Chirurgie), Frankfurter

Straße 108, 35392 Gießen.

Für alle Ausbildungsstellen ist – soweit nicht anders angegeben – eine abgeschlossene Schulausbildung

zwingende Voraussetzung. Die Justus-Liebig-Universität Gießen strebt eine Erhöhung

des Anteils der weiblichen Auszubildenden an. Bewerbungen von Frauen sind deshalb

besonders erwünscht. Die Justus-Liebig-Universität Gießen versteht sich als eine

familiengerechte Hochschule. Bewerberinnen und Bewerber mit Kindern sind willkommen.

– Ihre Bewerbungsunterlagen (mit tabellarischem Lebenslauf, Kopien der letzten beiden

Schulzeugnisse) senden Sie bitte bis zum 20. September 2013 an die jeweils vorstehend

aufgeführte Bewerbungsanschrift. – Bewerbungen Schwerbehinderter werden – bei gleicher Eignung –

bevorzugt.

Wir bitten, Bewerbungen nur in Kopie – ohne Hefter, Hüllen usw. – vorzulegen, da diese nach

Abschluss des Verfahrens nicht zurückgesandt werden. Bewerbungs- und Vorstellungskosten können

nicht erstattet werden.

39


Wege ins Berufsleben

Anzeigensonderveröffentlichung

Harter Job für weiche Muskeln

László Czifra hat in seinem

Leben schon fast jeden Job

gemacht: Der gebürtige Ungar

war Kellner, Koch und Bauarbeiter.

Doch vor 25 Jahren

entschied er sich für eine

Umschulung zum Masseur.

Seitdem ist er im richtigen Beruf

angekommen. »Der Job ist

zwar anstrengend, aber mich

motiviert es, wenn ich Menschen

helfen kann«, erzählt der

54­Jährige.

»Die Berufschancen für Masseure

sind gut«, sagt Michael

Stehr, Geschäftsführer des

VDB­Physiotherapieverbandes.

Das liege vor allem an dem

breiten Einsatzspektrum. Die

Fachkräfte sind nicht nur in

Kliniken und Praxen gefragt,

sondern auch in Hotels oder

Wellness­Oasen im Einsatz.

Außerdem arbeiten sie im Profi­

Sport.

Wer Masseur werden möchte,

braucht viel Einfühlungsvermögen,

erläutert Stehr. In kurzer

Zeit müssen die Fachkräfte

auf neue Patienten und ihre

Beschwerden eingehen. Um

im Arbeitsalltag zu bestehen,

40

ist körperliche Fitness wichtig.

»Die Schultern, Arme und

Hände leisten richtig harte

Arbeit«, erklärt Stehr. Schließlich

sollten Masseure keine

Berührungsängste haben.

»Wenn man an einem Schweißfuß

eine Fußreflexzonenmassage

macht, ist das sicher nicht

immer angenehm«, erzählt Jens

Aßmann, Leiter der Akademie

der Gesundheit in Berlin und

Brandenburg.

Die Ausbildung zum »Masseur

und medizinischen Bademeister«

dauert zweieinhalb

Jahre. Bewerber brauchen

mindestens einen Hauptschulabschluss.

Im theoretischen

Unterricht lernen angehende

Masseure zunächst die medizinischen

Grundlagen wie Anatomie,

physiologische Prozesse

und Krankheitslehre.

Entscheidend sei aber der

Praxisteil, in dem die Schüler

verschiedene Massagetechniken

erlernen, erklärt Aßmann.

Dabei schließen sie sich immer

in Tandems zusammen und

probieren die Techniken aneinander

aus. »Das hat den Vorteil,

dass man weiß, wie sich eine

Streichung für den Patienten

anfühlt.«

Die Massagetechniken seien

so unterschiedlich wie die Behandlungen,

die den Patienten

vom Arzt verordnet werden.

Eine Berufszulassung dürften

die angehenden Masseure erst

tragen, wenn sie nach dem

zweijährigen Lehrgang ein halbjähriges

Anerkennungspraktikum

absolviert haben, sagt

Aßmann.

Laut Aßmann wird der Markt

jedoch derzeit von Masseuren

»nicht gerade überflutet«. Das

liege unter anderem daran,

dass die Ausbildung zum

Masseur meist kostspielig ist.

Masseure lernen ihr Handwerk

an Schulen – die meisten

Einrichtungen sind jedoch in

privater Hand und verlangen

Gebühren. An der Akademie

der Gesundheit in Berlin und

Brandenburg sind es pro Monat

rund 290 Euro im Monat. Nur

die wenigen staatlichen Einrichtungen

sind oft schulgeldfrei.

Wer sich nach der Ausbildung

dafür entscheidet, in Kliniken

oder Praxen zu arbeiten, kann

laut Stehr nicht mit hohen

Einkünften rechnen: »Das liegt

daran, dass die Honorare der

Krankenkassen für die einzelnen

Leistungen so niedrig

sind.« Besser verdiene man

auf dem freien Markt – also im

Bereich Gesundheitsförderung

und Wellness.


JETZT GEHT´S LOS!

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Wir suchen Auszubildende

Kauffrau/-mann im Einzelhandel im Bereich

Möbel und Küchen

•Einrichtungsträume der Kunden realisieren

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7StudiumPlus-Studenten

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Erstinformationen: Reimund Griebel,

Telefon 06 41/70 03-243

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41


Wege ins Berufsleben

Anzeigensonderveröffentlichung

Arbeitsagentur lädt zum Aktionstag

Bereits im dritten Jahr in Folge

veranstalten die Agentur für

Arbeit Gießen und das Jobcenter

Gießen den Aktionstag

zur Berufswahl »Fit für Ausbildung«.

Am Samstag, dem 21.

September, präsentieren von 9

bis 15 Uhr rund 40 Arbeitgeber

auf dem Gelände der Arbeitsagentur

(Gießen, Nordanlage

60) ihre Berufsfelder und bieten

Ausbildungsstellen an.

Die Angebote der Aussteller

sind breit gefächert. Angefangen

bei handwerklichen

Berufen über soziale Tätigkeiten

bis hin zu kaufmännischen

Beschäftigungen reicht das

vorgestellte Spektrum. So

bietet der Bereich Gesundheit

und Pflege die Möglichkeit,

durch das Tragen eines Altersanzuges

sich körperlich in das

Lebensgefühl alter Menschen

hineinzuversetzen. Im handwerklichen

Bereich bieten sich

vielfältige Versuchsmöglichkeiten.

Unter anderem kann man

sich bei einem Raumausstatter

im Verlegen von Bodenbelag

oder bei einem Bäcker im

Flechten eines Hefezopfes

probieren.

Des Weiteren sind Arbeitgeber

aus dem Bereich Lebensmittel

und Gastronomie mit interes­

42

Stahl · Röhren · Bauprodukte

Sie wollen im Beruf nicht auf Abwechslung verzichten?

Sie sind bereit, neue Erfahrungen zu machen?

Sie sind bereit, Einsatz zu zeigen?

Für unsere Standorte Bischoffen und Gießen suchen wir zum

01.08.2014:

Auszubildende als

- Kaufmann/frau im Groß- und Außenhandel

- Fachlagerist/in

- Berufskraftfahrer/in, Führerscheinklasse CE

Für die kaufmännischen Berufe ist Abitur, Fachoberschuloder

Berufsfachschulabschluß erwünscht.

Zum Beginn des Wintersemesters 2014 suchen wir zwei

Studenten/innen

im Fachbereich Betriebswirtschaftslehre,

Schwerpunkt Warenwirtschaft und Logistik

oder Vertriebs- und Kooperationsmanagement

Die Ausbildung findet für die Dauer des Studiums jeweils

drei Monate lang in unseren Niederlassungen und an der

Dualen Hochschule inMosbach (Baden-Württemberg) statt.

Sie sind engagiert, flexibel,

zuverlässig und besitzen den

festen Willen zum Erfolg? Dann

senden Sie bitte Ihre kompletten

Bewerbungsunterlagen an:

BIEBER +MARBURG GMBH +COKG

Frau Meithner-Voh

Postfach 10 01 55

35331 Gießen

AUSBILDUNG BEI

BIEBER + MARBURG

Stahl- und Röhrengroßhandlung

bietet umfangreiches Lieferprogramm

und vielfältige Möglichkeiten

BIEBER + MARBURG ist im Stahlund

Baustoffgroßhandel in Hessen

und angrenzenden Bundesländern

tätig und handelt mit

Stahl, Röhren und Bauprodukten

(überwiegend im Groß- und

Produktionsverbindungshandel).

Ein breitgefächertes Lieferprogramm,

umfangreiche Lagerhaltung

mit Stahl-Anarbeitung

sowie kompetente Beratung

zeichnen das Unternehmen aus.

Auch ein traditionsreiches Unternehmen

mit über 100-jähriger

Erfahrung kann modern

und dynamisch sein. Tradition

und Innovation sind nicht nur

Worte, sondern Programm. Im

Unternehmen arbeiten rund 220

Mitarbeiter, einige schon seit

Jahrzehnten, die durch verantwortungsbewusstes

Handeln und

persönlichen Einsatz zu Wachstum

und Erfolg beigetragen

haben. Die gewachsenen Strukturen

eines mittelständischen

Betriebes – verbunden mit dem

Willen zu permanenter Veränderung

und Weiterentwicklung

– helfen mit, den ständig steigenden

Anforderungen gerecht

zu werden. Die wichtigste Säule

des Erfolges sind dabei die Menschen

– außerhalb und innerhalb

des Unternehmens. Bei letzteren

profitiert man von einer guten

Mischung aller Altersstufen:

Ältere Mitarbeiter bringen ihre

Erfahrung und ihr Wissen ein,

junge Kräfte haben neue Ideen

und Anregungen. Man ist stolz

darauf, bis heute »Familienunternehmen«

geblieben zu sein: Hier

arbeiten Menschen zusammen,

die einander kennen und einzuschätzen

wissen.

In Bischoffen befindet sich der

Lagerstandort für Bauprodukte.

Abnehmer für diese sind überwiegend

Bauunternehmen, die

im Tiefbau, Hoch- und Ausbau

tätig sind. Geliefert werden unterschiedlichste

Materialien für

Großprojekte im Verkehrswegebau,

für den Bau von Gewerbe-

Immobilien bis hin zu Einzelmaßnahmen

im Neubau- und

Sanierungssektor.

Am Standort Gießen entstand in

den letzten Jahren das größte

Stahlhandels- und Logistikzentrum

zwischen Kassel, Karlsruhe

und Dortmund, mit einem Lagerbestand

von rund 18.000 Tonnen

Stahl + Röhren auf einer Fläche

von rund 55.000 m², davon 32.000

m² Hallenfläche. Geliefert wird

das komplette Stahlsortiment sowie

ein breites Sortiment an Röhren.

Die Anarbeitungsmöglichkeiten

umfassen einen Biegebetrieb,

einen Brennschneidbetrieb sowie

moderne Sägeanlagen für Profile.

Das Unternehmen verfügt über

eine eigene Strahlanlage sowie

über kurzfristige Grundierungsund

Verzinkungsmöglichkeiten.

Kunden können bis 16.00 Uhr ihre

Bestellung aufgeben und werden

am Folgetag ab 7.00 Uhr im Rahmen

des Tourenplans beliefert.

Am Lager wird im 24-Stunden-

Dienst Material eingelagert, für

Kommissionen gerichtet und auf

LKWs verladen. Die Belieferung

von jährlich ca. 50.000 bis 60.000

Tonnen Stahlprodukten erfolgt

an Kunden in Industrie, Handel

und Handwerk in einem Umkreis

von ca. 250 km. Der dazu eingesetzte

Fuhrpark besteht aus 27

eigenen sowie Speditions-LKW.


Anzeigensonderveröffentlichung

Wege ins Berufsleben

santen Ständen vertreten.

Am Stand des Universitätsklinikums

Gießen­Marburg

kann man ein Blutgruppentest

machen und sich über die Ausbildungsmöglichkeiten

an der

Uni informieren. Das InfoMobil

von HessenMetall, ein großer

Bus mit verschiedenen metallverarbeitenden

Maschinen,

bietet Einblicke in die Vielfalt

der Metall­ und Elektroberufe.

Ein Umweltdienstleister stellt

seinen Kanalreinigungsbus und

dessen Einsatzmöglichkeiten

vor. Über 60 verschiedene

Ausbildungsmöglichkeiten bei

der Bundeswehr informieren

die Karriereberater im Bundeswehr­Truck.

In der »Bewerbungsstraße«

können die Ausbildungsinteressierten

ihre Bewerbungsunterlagen

prüfen lassen. Anschließend

bieten professionelle

Friseurinnen ein kostenloses

Styling an, damit danach fachmännische

Bewerbungsfotos

zum reduzierten Preis erstellt

werden können. Vervollständigt

wird das Angebot durch

Vorträge über die Grundregeln

für erfolgreiche Bewerbungsgespräche

und die Benimmregeln

im Business­Knigge.

Um diese Angebote nutzen zu

können, empfiehlt die Teamleiterin

des U25­Bereichs der

Agentur für Arbeit Gießen, Vanessa

Gebhardt, in jedem Fall

aktuelle Bewerbungsunterlagen

mitzubringen: »Die Möglichkeit,

die Bewerbungsunterlagen

durchsehen zu lassen, verbessert

die Chancen bei einer späteren

schriftlichen Bewerbung.«

Auch die Fachkoordinatorin für

den Bereich U25 im Jobcenter,

Bettina Wicke­Rachowski,

bekräftigt die Wichtigkeit von

frühzeitigen Informationen und

dem Ausprobieren verschiedener

Tätigkeiten: »Den Jugendlichen

bietet sich die Möglichkeit,

zahlreiche Berufszweige

kennenzulernen und entscheidende

Impulse für die Suche

nach einer Ausbildungsstelle zu

bekommen.«

Für Unterhaltung sorgt eine

Schülerband aus Hungen im

Innenhof der Arbeitsagentur.

Wir bieten nicht nur eine Berufsausbildung.

Sondern alles für deine Zukunft.

DerZukunft selbstbewusst entgegentreten–mit motiviertenKollegenund einem starkenServiceangebot.

Die Region bestmöglich mit Energie und Wasser versorgen –unkompliziert, innovativ und nachhaltig.

Wir eröffnen dir Perspektiven, die dir nicht jeder bietet. Starte deshalb jetzt deine Karriere bei einem

erfolgreichen Versorgungsunternehmen mit rund 600 Beschäftigten in Oberhessen, welches mehrfach

von der IHK als Ausbildungsbetrieb des Jahres ausgezeichnet wurde.

Engagiertem Nachwuchs bieten wir zum 1.September 2014 folgende Ausbildungsmöglichkeiten:

Insgesamt 10 AUSBILDUNGSPLÄTZE für die Berufe

Elektroniker für Betriebstechnik (m/w)

Anlagenmechaniker Versorgungstechnik (m/w)

Einstellungsvoraussetzung für die o.g.Ausbildungsberufe ist ein mindestens guter, qualifizierender

Hauptschulabschluss. Abgesehen davon werden ein gutes technisches Verständnis sowie räumlichlogisches

Denken vorausgesetzt.

5AUSBILDUNGSPLÄTZE für den Beruf

Industriekaufmann (m/w)

Bei diesem Ausbildungsberuf werden mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss sowie Interesse an

Zahlen und Spaß ander Arbeit mit dem PC vorausgesetzt.

1STUDIENPLATZ im dualen Studiengang

Bachelor of Engineering –Elektrotechnik (m/w)

Einstellungsvoraussetzung für den Studienplatz ist Abitur oder Fachabitur. Zusätzlich solltest du

mindestens gute Leistungen inden mathematischen bzw. naturwissenschaftlichen Fächern vorweisen.

Weitere Informationen findest du im Internet unter www.ovag-netz.de/karriere. Bei Rückfragen stehen

dir gerne Lisa-Marie Ginter (06031 82-1534) und Anna Oni (06031 82-1168) zur Verfügung.

Du interessierst dich für einen dieser spannenden Ausbildungsberufe? Dann sende uns deine aussagekräftigenBewerbungsunterlagenbis

spätestens 30.09.2013 bevorzugt perE-Mailanausbildung@ovagnetz.deoderandie

untenstehende Anschrift –wir freuen uns darauf, dich kennen zulernen.

ovag Netz AG

Personalentwicklung, Hanauer Straße 9-13, 61169 Friedberg

www.ovag-netz.de/karriere

Hier werden auch Getränke

und Snacks angeboten.

Der Eintritt ist kostenlos.

43


Wege ins Berufsleben

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Raum in der

Schule!

Hightech fürs Ohr

Vogelgezwitscher am Morgen

oder Konzerte am Abend:

Wer schwerhörig ist, muss

auf solche Klangerlebnisse

nicht verzichten. Dafür sorgen

Hörgeräteakustiker. Sie passen

Hörgeräte an, übernehmen die

Wartung und Reparatur.

»Mich reizt an dem Beruf die

Vielseitigkeit«, sagt Johanna

Klose. Die 20­Jährige aus

Braunschweig ist im dritten

Ausbildungsjahr zur Hörgeräteakustikerin.

Sie mag den

täglichen Mix aus Kundenberatung,

Labortätigkeiten und

kaufmännischen Arbeiten. Hinzu

kommt, dass jeder Patient

anders ist. »Abwechslung gibt

es garantiert«, betont Klose.

Am Anfang ihrer Arbeit stehen

Tests. Mit ihnen finden die

Fachkräfte heraus, wie stark

die Hörminderung bei ihren

Kunden im Einzelfall ist. Wie

gut werden hohe und tiefe Töne

oder Sprache wahrgenommen?

Es geht darum, mit dem Patienten

das richtige Hörsystem

auszuwählen. Danach machen

Anzeigensonderveröffentlichung

Hörgeräteakustiker Abdrücke

vom Ohr und vom Gehörgang

und fertigen Maßohrstücke an.

Ist das Gerät fertig, erklären

sie den Kunden, wie sie es

pflegen und bedienen. Außerdem

sorgen sie für die richtige

akustische Feineinstellung.

Tätigkeiten wie das Abrechnen

mit Krankenkassen gehören

ebenfalls zu ihren Aufgaben.

Vom Kleinkind bis zum Senior

kommen zu den Spezialisten

Patienten in jedem Alter.

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Telefonische Anmeldung:

Mo. –Mi. 9–12.30 hund 15 –17h

Do. 14 –18h · Fr. 9–12h

Termine nach Vereinbarung.

Wir sind ein modernes Druck- und Verlagshaus und Herausgeber

von regionalen Tageszeitungen mit eigener Druckerei.


Wir bilden in folgenden Berufen aus:

Medienkauffrau/-mann


für Digital- und Printmedien

Mediengestalter/in

für Digital- und Printmedien

Wir setzen die mittlere Reife, Abitur oder

einen vergleichbaren Schulabschluss mit

guten Noten voraus. Weiterhin erwarten wir

unter anderem Engagement, Motivation,

Belastbarkeit, Team- und Kontaktfähigkeit.

Bitte bewerben Sie sich für einen

Ausbildungsplatz zum 1. August 2014

bis spätestens 31. Oktober 2013.

Wir freuen uns auf Ihre ausführliche und

schriftliche Bewerbungsmappe, diese

senden Sie bitte an:

Mittelhessische Druck- und

Verlagsgesellschaft mbH

Personalabteilung

Marburger Straße 18–20 · 35390 Gießen

personal@mdv-online.de

www.mdv-online.de

Bei Fragen stehen Ihnen Frau Hecht oder

Herr Geiger unter Telefon 0641/3003-202

gerne zur Verfügung.

44


derart komplex, dass ausschließlich

ausgebildete Hörgeräteakustiker

in der Lage sind,

diese an die Bedürfnisse der

Kunden anzupassen«, erläutert

Marianne Frickel. Sie ist Präsidentin

der Bundesinnung der

Hörgeräteakustiker in Mainz.

Qualifizierter Nachwuchs sei in

den rund 5000 Fachgeschäften

mit über 12000 Hörgeräteakustikern

gesucht.

Wer sich für die Ausbildung interessiert,

sollte mindestens die

Mittlere Reife mitbringen. Jeder

zweite Azubi hat sogar Abitur.

Angehende Fachkräfte müssen

nicht nur technikaffin, sondern

auch naturwissenschaftlich begabt

sein. »Unabdingbar ist ein

freundliches, kommunikatives

und zuvorkommendes Auftreten

sowie eine ausgeprägte

Servicementalität«, sagt Günter

Steinmeier. Er ist Vorsitzender

des Fachverbands Deutscher

Hörgeräteakustiker in Braunschweig.

Die dreijährige Ausbildung

machen Jugendliche im Betrieb

vor Ort sowie in Lübeck. Dort

besuchen sie insgesamt zehn

Monate die Landesberufsschule,

die ein Teil der Akademie für

Hörgeräte­Akustik ist. Sie ist

die zentrale Bildungsstätte in

Deutschland für diesen Beruf.

Dort stehen auf dem Lehrplan

Fächer wie Reparaturtechnik

oder Hörsystemprogrammierung.

Gleichzeitig besuchen

die Schüler Kommunikationstrainings,

in denen sie einen

einfühlsamen Umgang mit den

Kunden üben.

Die Ausbildungsvergütung

der angehenden Hörgeräteakustiker

schwankt zwischen

455 und 565 Euro im ersten,

536 und 615 Euro im zweiten

sowie 582 und 700 Euro im

dritten Jahr. »Nach der Ausbildung

liegt das Einstiegsgehalt

eines Hörgeräteakustikers

durchschnittlich bei 1700

Euro brutto«, berichtet Günter

Steinmeier.


























45


Wege ins Berufsleben

Anzeigensonderveröffentlichung

Das XXL-Bewerbungsgespräch

Bekommen Bewerber

eine Einladung

zum Assessment

Center, stellt sich

bei vielen ein mulmiges

Gefühl ein.

Um zu bestehen, ist

eine gute Vorbereitung

das A und O.

Rollenspiele, Präsentationen,

Gruppenübungen – beim

Gedanken an ein bevorstehendes

Assessment Center

(AC) bricht vielen Bewerbern

der Schweiß aus. Besonders

größere Unternehmen stellen

die Job­Anwärter gern mit Auswahlseminaren

auf die Probe.

Doch vielen graust es vor einer

solchen Langversion des Vorstellungsgesprächs.

Sich selbst

möglichst gut zu präsentieren –

und das umgeben von Konkurrenten;

Vorträge vor Fremden

halten, bei der Gruppenarbeit

glänzen, selbst in der Pause

am Kuchenbuffet vom potenziellen

Chef analysiert werden.

Wie kann man da überzeugen?

Es gehe im Assessment Center

nicht nur um die fachliche

Qualifikation, sagt die Karriereberaterin

Birgit Gerstgrasser

aus Bonn. Die werde sowieso

vorausgesetzt. Vielmehr wollten

Arbeitgeber testen, ob jemand

zur Unternehmenskultur und

auf die zu vergebene Position

passt. So wollen Personaler

etwa herausfinden, wie Bewerber

arbeiten, wie sie mit Stress

umgehen oder wie teamfähig

sie sind.

Assessment Center dauern

meist ein bis drei Tage, erklärt

der Karriereberater Walter

Feichtner aus München. Der

genaue Ablauf sieht bei jedem

Unternehmen etwas anders

aus. Nicht immer finden die

Testtage in der Firma statt.

Häufig laden die Veranstalter in

Tagungsräume von Hotels ein.

Manchmal stellen sich dann bis

zu zehn Bewerber zeitgleich

vor.

Bislang nutzten eher größere

Unternehmen und Konzerne

die AC zur Personalauswahl,

erläutert Feichtner. In den ver­

Plätze frei für 2014:

Freiwilligendienst im Rettungsdienst

Mit den Freiwilligendiensten

Bundesfreiwilligendienst (BFD)

und Freiwilliges Soziales Jahr

(FSJ) haben junge Menschen

die Möglichkeit, das Berufsfeld

46

Rettungsdienst kennenzulernen,

sich selbst und die eigenen Fähigkeiten

besser kennenzulernen

und vielleicht auch Weichen für

die berufliche Zukunft zu stellen.

Die Freiwilligen arbeiten nach

einer Grundausbildung im Einsatzdienst

mit. Sie werden mit 25

Seminartagen und einer individuellen

Betreuung begleitet. Das

Freiwilligenjahr dauert zwölf Monate.

Eine freiwillige Verlängerung

auf bis zu 18 Monate ist möglich.

Bewerbungen für 2014 können

jetzt abgegeben werden. Start für

die erste Gruppe ist April 2014,

weitere Gruppen starten im Juli,

August und September.

Interessenten sollten mindestens

18 Jahre alt sein und einen Euro-

Führerschein B haben. Flexibilität

und Bereitschaft zur Teamarbeit

sind erforderlich. Weitere Infos

gibt es unter www.rdmh.de oder

unter 06421/9502-53/-54

(FSJ-Trägerstelle beim MKT).

E-Mail: freiwillig@rdmkt.de.


Anzeigensonderveröffentlichung

Wege ins Berufsleben

gangenen Jahren setzten aber

auch verstärkt mittelständische

Firmen auf sie. Beliebt sei die

Methode besonders in der Luftund

Raumfahrtbranche, im

Bank­ und Versicherungswesen

sowie in der Automobilindustrie.

Timo Göbler überzeugte schon

zweimal in einem Assessment

Center. Er würde jedem empfehlen,

nach der Einladung zum

AC im Unternehmen anzurufen

und nach dem Ablauf zu

fragen. So machte er es

selbst – danach wusste

er etwas konkreter, was

ihn erwartete. Danach bereitete

er sich gezielt auf typische Aufgaben

im Assessment Center

vor – dazu gehört es etwa, sich

selbst vorzustellen. Darüber

hinaus informierte er sich sehr

gezielt über den potenziellen

Arbeitgeber.

Neben guten Kenntnissen über

das Unternehmen glänzen

Bewerber am besten auch

mit detailliertem Wissen über

die Branche allgemein, rät

Feichtner. Das beste Training

sei allerdings, ein AC schon

einmal miterlebt zu haben. Es

ist deshalb gar nicht schlecht,

wenn Bewerber sich zunächst

sehr breit bewerben. Werden

sie dann zu einem Assessment

Center eingeladen, könnten sie

es als Probelauf ansehen.

Aber selbst mit Übung gebe es

den klassischen »AC­Durchkommer»

nicht, sagt

Gerstgrasser.

Sie

»Den klassischen ›AC-Durchkommer‹

gibt es nicht«, sagt die Expertin.

rät jedem, vor dem Auswahlseminar

seine eigenen

Stärken und Schwächen

genau zu analysieren. Wer

dabei unsicher ist, kann zum

Beispiel Freunde um Feedback

bitten. Keine gute Idee sei es

dagegen, zu schauspielern und

vorzugeben, jemand zu sein,

der man nicht ist, empfiehlt

Gerstgrasser. Das fliegt im

Verlauf der Auswahl­Seminare

meistens sehr schnell auf.

Häufig machten sich Bewerber

auch nicht klar, dass sie im

Assessment Center permanent

unter Beobachtung stehen.

»Auch während der Vorbereitung

der verschiedenen Übungen,

in den Pausen und beim

gemeinsamen Essen« werden

sie genau unter die Lupe

genommen, erzählt Feichtner.

Kandidaten überlegen es sich

deshalb am besten zweimal,

bevor sie in den Pausen

lautstark über

andere Kandidaten

lästern.

Ist eine

Aufgabe

im AC

einmal

nicht so gut gelaufen,

muss sich niemand

verrückt machen, warnt

der Coach. Ein häufiger Fehler

vieler Kandidaten sei falscher

Perfektionismus. Oft würden

Aufgaben gestellt, die gar nicht

lösbar seien – oder zumindest

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nicht in der vorgegebenen Zeit.

Entscheidend ist dann, sich

von der vermeintlich verpatzten

Aufgabe nicht verunsichern zu

lassen, sondern weiterzumachen.

Oft testen die Verantwortlichen

auch die Bewerber, indem sie

diese absichtlich provozieren.

Sich darauf einzulassen

und zum Beispiel beleidigt zu

reagieren, ist ein Fehler. Stattdessen

nehmen die Teilnehmer

Kritik lieber positiv auf. Gleichzeitig

sollten sie aber auch

selbstbewusst zum eigenen

Ergebnis stehen.

Auch wenn die Situation

stressig und ungewohnt ist:

Bewerber sollten sich bemühen,

natürlich und authentisch

zu bleiben, rät AC­Kandidat

Timo Göbler. Sind Kandidaten

dann noch gut vorbereitet und

die ausgeschriebene Stelle

passt zu ihnen – dann klappt es

schon.

Wir bilden aus:

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der Fachrichtungen:

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15. JUNI 2014

2014

Ein Unternehemen der OVAG-Gruppe.

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