Handewitter - Grafik Nissen

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Handewitter - Grafik Nissen

18 Wirtschaft

WEG: Handewitt als

Drehscheibe der Wirtschaft

Das WEG-Gebiet Flensburg-

Handewitt boomt weiter. Ein

Großprojekt folgt dem nächsten.

Nur etwa 100 Meter von der

zukünftigen Fischfabrik „Vega

Salmon“ entfernt eröffnete der

Osnabrücker Fahrzeugteile-

Großhändler „Wessels+Müller

AG“ am 17. Oktober um 7.45

Uhr seine 84. Niederlassung

in Deutschland. „Wir wollen

mit dem regionalen Markt verwachsen“,

erklärt Ronald Nölle

(Wessels+Müller). „Dänemark

sehen wir in unserer Kalkulation

als Perspektive.“ Nicht

umsonst steht über dem Shop-

Bereich neben dem „Verkauf“

auch das dänische „Salg“.

Gut zwei Millionen Euro wurden

am neuen Standort investiert,

25 feste Arbeitsplätze geschaffen.

Damit setzte ein Traditionsunternehmen

seinen Expansionskurs

fort. 1945 hatten die

Familien Wessels und Müller

in der gleichen Straße Osnabrücks

zwei getrennte Betriebe

gegründet, die in jahrelanger

scharfer Konkurrenz existierten.

Seit der Fusion von 2001 macht

man gemeinsame Dinge und

wächst kontinuierlich. Ab 2007

etablierten sich in Schleswig-

Holstein drei Standorte, der

vierte, der in Handewitt, befand

sich seit 2009 in Planung.

Mit der neuen Niederlassung

sollen der Service für die bestehende

Kundschaft im Fachhandel

und in den Kfz-Werkstätten

intensiviert und weitere Marktsegmente

gewonnen werden.

Auf 1800 Quadratmetern existiert

ein teilweise automatisiertes

Lager mit einer dreigeschossigen

Regalanlage. 40000

Artikel für Autos und Nutzfahrzeuge

können nun sofort

ausgeliefert werden. Weitere

165000 Artikel können über

Nacht aus dem Zentrallager in

Der „offiziell“ erste Spatenstich bei „Wessels+Müller“ im Juni. Von links:

Dr. Gerald Wörner (W&B Projektentwicklung), Bürgermeister Dr. Arthur

Christiansen und Ronald Nölle (Wessels+Müller)

Nur gut vier Monate später eröffnete die „Wessels+Müller AG“

Lotte (bei Osnabrück) herangeschafft

werden. Am Handewitter

Standort sind auf weiteren

770 Quadratmetern Büros und

ein Schulungsraum integriert.

„Wir können nur verkaufen,

wenn wir geschulte Kundschaft

haben“, erklärt Ronald Nölle.

Handewitts Bürgermeister Dr.

Arthur Christiansen registriert

die jüngste Ansiedlung mit

großer Begeisterung. „Jede

weitere Großbaustelle im WEG-

Gebiet ist wie ein Domino-Stein,

wirkt wie ein Magnet“, freut er

sich über weitere Arbeitsplätze

und die zukünftigen kommunalen

Gewerbesteuer-Einnahmen.

Ähnlich positiv äußert

sich auch Flensburgs neuer

Oberbürgermeister Simon Faber

über das ökonomische Gemeinschaftsprojekt.

„Ich halte

die Grund-Konstruktion der

wirtschaftlichen Kooperation

von Flensburg und einer Umlandgemeinde

für sinnvoll und

vorbildlich“, so Simon Faber. Er

bewertet die Chancen auf eine

„gute und dynamische Entwicklung“

angesichts der allgemeinen

Konjunkturlage und

des zunehmenden dänischen

Interesses am deutschen Markt

als sehr gut.

Der Flensburger Verwaltungschef

fungiert seit Juni als Verbandsvorsteher

der WEG. Er

löste Dr. Arthur Christiansen ab,

der auf den Posten des stellvertretenden

Verbandsvorstehers

wechselte. Seit September hat

Wolfgang Hennig (SPD) den

Vorsitz der WEG-Verbandsversammlung

inne. Eine Neuwahl

war nötig geworden, da der

Handewitter Gerhard Beirer

(KWG) im Juni von allen politischen

Ämtern zurückgetreten

war. Seinen Platz im Finanzund

Wirtschaftsausschuss der

WEG nahm Dieter Neugebauer

(KWG) ein.

Die größte aktuelle Baustelle

im Gewerbegebiet gehört der

Fischfabrik „Vega Salmon“. Dort

war seit dem offiziellen Spatenstich

im Mai außer einigen

Erdarbeiten nicht viel zu sehen

gewesen. „Ruht der Bau?“, fra-

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