Leica S - GraphicArt AG

graphicart.ch

Leica S - GraphicArt AG

Leica S

Mittelformat – reduziert aufs Maximum.

LEICA S-System I 1


INHALT

Leica Camera Ag 04

Leica S 06

Leica S-Objektive 12

Der Zentralverschluss. 32

S-Adapter für Fremd-Objektive. 36

Der Autofokus. 38

Leica S 42

Intuitive Bedienung. 44

Perfekte Ergonomie. 46

Innovative Menüsteuerung. 50

Für jede Situation gewappnet. 52

Leica S-System 54

Sensor mit Microlens Offset. 56

Der Maestro-Bildprozessor. 60

Professioneller Workflow. 62

Maßgescheidertes Zubehör. 66

Technische Daten. 68

Der Service für das S-System. 71


L E I C A CAMERA AG

Fotografie aus Leidenschaft.

1913/14 1925 1930 1932

1954

1965 1966 1971

1996

Oskar Barnack konstruiert

die Ur-Leica.

Leica I mit fest eingebautem

Objektiv erscheint auf der

Leipziger Frühjahrsmesse.

Die erste Leica mit

Wechselgewinde und

-Objektiven kommt

auf den Markt.

Leica II: erste Kamera mit

gekuppeltem Entfernungsmesser.

Leica M3 mit Leuchtrahmenmesssucher

und

Bajonettanschluss.

Leicaflex: Die erste Leica

Spiegelreflexkamera geht

in Serie.

Leica Noctilux-M

1:1,2/50 mm:

erstes Objektiv mit

asphärischer Linse.

Leica M5: erste Messsucherkamera

mit selektiver Belichtungsmessung

durch das Objektiv.

Leica S1: erste Digitalkamera

mit einer Auflösung

von 75 Megapixeln.

Oskar Barnack (1879 – 1936). Konstruktionsskizze von Oskar Barnack.

Optische Werke Ernst Leitz, Wetzlar. „Kuss im Rückspiegel“, Magnum-Fotograf Elliott Erwitt, 1955.

Montage des Kontrollboards auf die Rückschale der Leica S. Optik- und Objektivkontrolle.

2006 2008

2009

Leica S2

Leica M9

Leica X1

2012

Leica S

Leica M

Leica X2

Leica M8: die erste

digitale Messsucherkamera.

Leica Noctilux-M

1:0,95/50 mm ASPH.:

weltweit lichtstärkstes

asphärisches Objektiv.

Leica S2: Die digitale Profikamera

setzt im Mittelformat

neue Maßstäbe.

Leica M9: kleinste

digitale Systemkamera

mit Vollformatsensor.

Leica X1: erste

Kompaktkamera mit

großem APS-Sensor.

Leica S: Mittelformat – reduziert

auf das Maximum.

Leica M: neue M-Generation

mit Leica Max 24-MP-Sensor,

Live-View und Video.

Leica X2: Vorreiter

in ihrer Klasse bei der

Bildqualität.

Leica Camera teilt mit vielen Menschen auf der ganzen Welt die Leidenschaft und die Liebe zur Fotografie. Es ist

die Faszination, einen Augenblick festzuhalten, ihn zu gestalten, ihn in ein Stück Ewigkeit zu verwandeln, um ihn

in einem einzigartigen Bild immer wieder zu erleben. Genau dafür entwickelt Leica seit fast 100 Jahren Kameras,

die aus besten Materialien gefertigt und bis heute von Hand montiert werden – für absolute Zuverlässigkeit und

Wertbeständigkeit ein Leben lang. Ob für den professionellen Gebrauch, den künstlerischen Einsatz oder einfach

aus Lust daran, das Leben zu dokumentieren, eines haben alle Leica Kameras gemeinsam: Sie unterstützen den

Fotografen dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – das gute Bild. Jede für sich ein kleines Meisterwerk,

sind Leica Kameras kompakt, zeitlos, elegant im Design, einfach zu bedienen und dabei kompromisslos in ihrer

optischen, mechanischen und technischen Qualität. Sie sind die perfekten Werkzeuge für alle, die die „Faszination

Fotografie“ leben und einzigartige Bilder lieben.

04 I LEICA CAMERA AG

LEICA CAMERA AG I 05


L E I C A S

Mittelformat – reduziert aufs Maximum.


L E I C A S

Mittelformat – reduziert aufs Maximum.

Wenn man schon ein vollkommen neues, rein digitales Kamerasystem entwickelt und dabei nicht an klassische Aufzeichnungsformate

gebunden ist, sollte man sich auch die Freiheit nehmen, das Sensorformat so zu wählen, dass

es die ideale Balance aus Bildqualität und Gestaltungsmöglichkeiten herstellt. Ein solches Ideal repräsentiert der

Sensor der Leica S mit seiner Größe von 45 mal 30 Millimetern: Das Leica ProFormat löst Probleme, welche die

bisher verwendeten Formate in der Fotografie nicht lösen können. Das Leica ProFormat bietet dasselbe Seitenverhältnis

wie das Kleinbildformat, ist aber deutlich größer als dieses. Zugleich ist es aber kleiner als das klassische

Mittelformat. Je größer das Format, desto kleiner ist bei gleichem Bildwinkel der Schärfentiefebereich, und desto

besser lässt sich dies für die Herauslösung von Details nutzen.

Wird das Format aber zu groß, wandelt sich die Möglichkeit, mit Schärfe und Unschärfe zu spielen, zur Notwendigkeit,

für etwas mehr Schärfentiefe die Blende sehr stark schließen zu müssen. Im Kleinbildformat sind vor allem im Weitwinkelbereich

extrem lichtstarke Objektive notwendig, um die Schärfeebene zu akzentuieren, wohingegen im Mittelformat

für einen komfortablen Schärfentiefebereich enorm viel Licht benötigt wird. Durch das starke Abblenden

leidet zudem die Leistung der Objektive. Das Format der Leica S liegt auf ideale Weise in der Mitte: Auch im Weitwinkelbereich

ermöglichen die S-Objektive das gezielte Betonen der Schärfenebene, und gleichzeitig reichen zum

Ausdehnen der Schärfenebene noch moderate Blenden, die das Arbeiten mit natürlichem Licht ermöglichen und die

Leistung der Objektive voll zur Geltung bringen.

Das Leica ProFormat ermöglicht den Objektiven des S-Systems, ihre optische Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig idealen Gestaltungsmöglichkeiten voll auszuspielen.

08 I LEICA S-System LEICA S-System I 09


L E I C A S

Mittelformat – reduziert aufs Maximum.

das ideale format

Das Leica S-System bietet professionellen Fotografen eine einzigartige Kombination von Leistungsmerkmalen.

Es vereint die Bildqualität einer Mittelformatkamera mit der Handlichkeit, Schnelligkeit und Flexibilität

einer Kleinbildkamera.

handlich und schnell

Die Gestaltung der Leica S garantiert ein hohes Maß an Flexibilität und Geschwindigkeit bei der Arbeit

unterwegs wie auch im Studio. Dank ihrer Handlichkeit und der außergewöhnlichen Lichtstärke ihrer

Objektive lässt sich mittelformat-typisches Qualitätsniveau mit der S auch ohne Stativ und unter natürlichen

Lichtbedingungen realisieren. Der schnelle Autofokus garantiert dabei stets scharfe und detailreiche

Bilder.

Abbildung 1:1

objektive in vollendung

Die außergewöhnlich lichtstarken Objektive bieten beste Voraussetzungen bei allen Blenden und Entfernungen.

Da die optische Leistung bereits bei offener Blende unabhängig von der Aufnahmeentfernung

nahezu das Maximum erreicht, können Fotografen sich in jeder Situation auf die Leistungsfähigkeit der

S-Objektive verlassen. Der optional für alle S-Objektive erhältliche Zentralverschluss ermöglicht eine

flexible Lichtgestaltung – überall, ob on Location oder im Studio.

10 I LEICA S-System

LEICA S-System I 11


L E I C A S-objektive

Für höchste fotografische Ansprüche.

Auch die beste Kamera kann das Bild nicht besser abbilden, als das Objektiv es liefert. Daher gehen unsere Entwickler

an die Grenzen dessen, was überhaupt erreichbar ist – ohne Kompromisse. Bei den Objektiven für das S-System

verbindet sich die legendäre Leica Qualität mit modernster Technologie. Dem hohen Qualitätsanspruch liegt eine

einfache Maxime zugrunde: Der Fotograf soll sich unter allen Aufnahmebedingungen auf sein Objektiv verlassen

können. Das bedeutet, dass Leica S-Objektive nicht nur über den gesamten Entfernungsbereich, sondern auch bei

allen Blenden exzellente Abbildungsleistungen bieten.

Die einzigartige Kombination langjähriger Erfahrung mit modernsten Fertigungsmethoden versetzt Leica als einzigen

Hersteller in die Lage, asphärisch geschliffene Linsen auch mit großen Durchmessern in dieser Qualität in Serie

fertigen zu können. Das gilt auch für die hochwertigen Sondergläser, beispielsweise mit anomaler Teildispersion oder

besonders hohem Brechungsindex, die höchste Ansprüche in der Fertigung stellen.

Alle Leica S-Objektive enthalten einen eigenen Prozessor für die vollständige Steuerung aller Funktionen. Gleichzeitig

kann der Fotograf über den Schärfering jederzeit den Autofokus überstimmen und manuell scharfstellen. Die

meisten Objektive des Leica S-Systems sind zudem in einer Version mit innovativem Zentralverschluss für maximale

Gestaltungsfreiheit beim Einsatz von zusätzlichem Licht erhältlich.

So wie die Kamera sind auch die Objektive zukunftssicher: Beide Komponenten können mit einer Firmware aktualisiert

werden. Die Aktualisierung der Objektive erfolgt automatisch über das Kameragehäuse.

12 I LEICA S-System


L E I C A S-objektive

Für höchste fotografische Ansprüche.

Exzellente Lichtstärke

Ein herausragendes Merkmal der Leica S-Objektive ist ihre hohe Lichtstärke – gerade auch im Vergleich

mit herkömmlichen Mittelformatobjektiven. Entscheidend ist dabei, dass sie bereits bei voller Öffnung

annähernd ihr Leistungsoptimum erreichen – der Fotograf kann in jeder Situation stets die Blende einsetzen,

die gestalterisch am besten passt. Abblenden verbessert die Wiedergabeleistung nur noch unwesentlich,

und die große Anfangsöffnung bietet unvergleichliche Spielräume für den kreativen Einsatz von Schärfe

und Unschärfe, für das plastische Herauslösen von Motivdetails. Das Zusammenspiel von extrem präzise

definierter Schärfeebene und harmonisch gezeichneten Unschärfebereichen entfaltet dabei eine visuelle

Wirkung, wie sie in ihrem Perfektionsgrad nur mit Leica Objektiven zu erreichen ist. Gleichzeitig sorgt die

hohe Lichtstärke auch für ein strahlend helles Sucherbild, das eine hervorragende Bildbeurteilung auch

beim manuellen Fokussieren garantiert.

Konsequente

SystemIntegration

Die von Anfang an rein digitale Auslegung des S-Systems ermöglicht eine deutliche Steigerung der

Abbildungsqualität. So wurde bei allen Objektiven das Abdeckglas des Bildsensors ebenso wie das bei

einigen Objektiven vorhandene Schutzglas gegen Spritzwasser und Staub von vornherein in die optische

Rechnung einbezogen. Der Bildsensor der S kann nicht von der Kamera getrennt werden, ist extrem

genau montiert und weist eine im Vergleich zum Film dünnere und präziser definierte Schärfeebene auf.

Dadurch ließen sich optische Designs realisieren, die die Kontrastwiedergabeleistung auf ein bis dahin

nicht gekanntes Niveau heben. Dieses Leistungspotenzial lässt sich nur mit einem ebenso präzise arbeitenden

Autofokus ausschöpfen – hier spielt der in jedem S-Objektiv vorhandene Mikroprozessor pefekt

mit der Kamerasteuerung zusammen: Kamera und Objektiv tauschen unablässig Daten, Steuerbefehle,

Entfernungsmessungen und vieles mehr über die Steuerkontakte miteinander aus. So bilden Kamera und

Objektiv während der Aufnahme eine untrennbare Einheit, die durch sorgfältige, gegenseitige Abstimmung

beider Komponenten in jeder Situation eine perfekte Bildqualität erzielt.

Die Fertigung macht

den Unterschied

Ein exzellentes Objektivdesign ist der eine Teil des Geheimnisses, der andere ist die extrem präzise Fertigung.

Alle S-Objektive werden mit sehr hohem Handarbeitsanteil von hochqualifizierten Fachkräften gebaut.

Erst das in jahrzehntelanger Erfahrung zur Perfektion getriebene enge Zusammenspiel zwischen optischer

und mechanischer Fertigung und der Montage macht es möglich, die auf extrem geringen Toleranzen basierenden

Designspezifikationen eines Leica Hochleistungsobjektivs auch zuverlässig umzusetzen. Unsere

Mitarbeiter lassen es bei der Justage nicht mit einem Wert bewenden, der innerhalb einer Toleranz liegt,

sondern sie nehmen sich die Zeit, stets die maximale Präzision zu erzielen. Nur so wird aus einer

ambitionierten Konstruktion ein perfektes Produkt. Typisch für Leica ist aber nicht nur das einzigartige

Niveau der manuellen Fertigung, sondern auch die konsequente Nutzung und Fortentwicklung maschineller

und automatisierter Verfahren dort, wo sie einen Produktionsvorteil bringen. Beispiel Asphärentechnologie:

Kein anderer Hersteller verfügt über vergleichbar große Erfahrungen in der Herstellung asphärischer

Linsen wie Leica – ein Wissensschatz, der den Entwurf optischer Rechnungen mit den extremen Leistungsdaten

der Leica S-Objektive überhaupt erst möglich gemacht hat.

Perfekt Geschützt

Wie alle Komponenten des S-Systems sind auch die Objektive perfekt gegen Umwelteinflüsse wie Staub

und Nässe geschützt. Der Schärfering darf auch bei Regen betätigt werden und durch das Bajonett oder

die Vorderseite kann kein Wasser in das Objektiv eindringen. Die äußeren Glasflächen aller S-Objektive sind

zudem mit der wasser- und schmutzabweisenden AquaDura-Vergütung versehen, die wie bei einer Lotuspflanze

dafür sorgt, dass Wasser und Schmutz kaum anhaften können und einfach abperlen. So gehören in der

Kälte beschlagende Frontlinsen der Vergangenheit an und die S bleibt auch im Regen stets schussbereit.

Made in Germany: Handarbeit und Hightech – diese Faktoren

bestimmen die Produktion der Leica Hochleistungsobjektive.

14 I LEICA S-System

LEICA S-System I 15


LEICA Super-Elmar-S 1:3,5/24 mm Asph.

Das Superweitwinkel.

Alles Im Blick

Das Leica Super-Elmar-S 1:3,5/24 mm ASPH. entspricht vom Bildwinkel her einem 19-mm-Objektiv für

Kleinbildsysteme. Das Superweitwinkel eröffnet mit seinem großen Bildwinkel vielseitige Möglichkeiten

der Bildgestaltung insbesondere bei Innen-, Architektur- und Landschaftsaufnahmen. Dabei ist das Objektiv

auf sehr hohe Kontrastwiedergabe und höchste Auflösung bereits bei offener Blende optimiert und

gewährleistet ein konstant hohes Qualitätsniveau von der Naheinstellgrenze bis unendlich. Der außergewöhnlich

hohe Korrektionsgrad dieses Designs spiegelt sich unter anderem in fast völliger Verzeichnungsfreiheit

wider.

konstruktion im detail

Von den 12 Linsen in 10 Gruppen bestehen fünf aus Gläsern mit anomaler

Teildispersion. Drei davon sind Fluoridlinsen mit besonders

geringer Dispersion zur Korrektur der Farbfehler. Zwei asphärische

Flächen hinter der Blende und die asphärische Fläche auf der Frontlinse

minimieren monochromatische Bildfehler. Zur Fokussierung wird

ausschließlich die aus drei Linsen bestehende mittlere Baugruppe

verschoben; ein Floating Element wird unabhängig bewegt und sorgt

für die Beibehaltung der Abbildungsleistung im Nahbereich.

Floating Element

ASPH

LeistungS MErkmale

Bei Naheinstellung

%

Blende 3.5

%

Blende 5.6

%

Relative Verzeichnung

100

80

60

40

20

0

0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

100

80

60

40

20

0 0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

mm

mm

Bei unendlich

%

Blende 3.5

%

100

100

80

60

40

20

80

60

40

20

0

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

0 0

mm

Blende 5.6

3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

% Relative Verzeichnung

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

Für ein Objektiv mit einem diagonalen Bildwinkel von 97 Grad ist die Kontrastwiedergabe schon bei

voll geöffneter Blende außergewöhnlich hoch. Abblenden vermag die optische Leistung lediglich in den

äußersten Bildecken noch geringfügig zu steigern. Die maximale Verzeichnung ist für ein derart starkes

Weitwinkelobjektiv gering. Aufgetragen ist der Kontrast in Prozent für 5, 10, 20 und 40 lp/mm über die

Höhe des Leica ProFormats für tangentiale (gestrichelt) und sagittale (durchgezogen) Strukturen.

16 I LEICA S-System LEICA S-System I 17


LEICA Vario-Elmar-S 1:3,5–5,6/30–90 mm Asph.

Das Standardzoom.

Jeder Situation Gewachsen

Das Leica Vario-Elmar-S 1:3,5–5,6/30–90 mm ASPH. entspricht von der Bildwirkung her einem 24–72-mm-

Zoom-Objektiv für Kleinbildsysteme. Es vereint eine vielseitig einsetzbare Brennweitenspanne, kompakte

Abmessungen und geringes Gewicht mit einer außerordentlich hohen Abbildungsleistung von der Unendlicheinstellung

bis in den Nahbereich, bei Offenblende ebenso wie im abgeblendeten Zustand. Damit ist es

eine bis auf die etwas geringere Lichtstärke vollwertige Alternative zu den Festbrennweiten. Es erweitert die

Flexibilität des Fotografen erheblich und erlaubt gleichzeitig längeres, ermüdungsfreies Arbeiten.

konstruktion im detail

Unter den 14 Linsen in vier Gruppen sind neun Linsen aus Gläsern

mit anomaler Teildispersion, drei davon wiederum sind Fluoridlinsen

mit besonders geringer Dispersion zur Korrektion der Farbfehler. Zur

Minimierung der monochromatischen Bildfehler bis in die Bildecken

kommen zwei asphärische Flächen auf der Hinterlinse zum Einsatz,

während eine asphärische Fläche auf der Frontlinse der zweiten

Baugruppe gleichzeitig zur Erhaltung der Abbildungsleistung im Nahbereich

und zur Verringerung der Verzeichnung beiträgt.

60 mm

LeistungS MErkmale

30 mm

%

Blende 3.5

%

Blende 8.0

%

Relative Verzeichnung

100

100

5

4

80

80

3

2

60

60

1

0

40

40

-1

-2

20

20

-3

-4

0

0

3

6

9

12

15

18

21

24

27

0

0

3

6

9

12

15

18

21

24

27

-5

0

3

6

9

12

15

18

21

24

27

mm

mm

mm

60 mm

%

Blende 4.8

%

Blende 8.0

%

Relative Verzeichnung

100

100

5

4

80

80

3

2

60

60

1

0

40

40

-1

-2

20

20

-3

-4

0

0

3

6

9

12

15

18

21

24

27

0

0

3

6

9

12

15

18

21

24

27

-5

0

3

6

9

12

15

18

21

24

27

mm

mm

mm

90 mm

%

Blende 5.6

%

Blende 11

%

Relative Verzeichnung

100

100

80

80

60

60

40

40

20

20

0

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

0 0

mm

3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

Das Standardzoom zeichnet sich bereits bei offener Blende durch eine sehr hohe Kontrastwiedergabe

und hohe Auflösung im gesamten Entfernungsbereich aus. Abblenden um eine Stufe kann die optische

Leistung nur noch geringfügig steigern. Die maximale Verzeichnung ist für ein Zoom gering. Aufgetragen

ist der Kontrast in Prozent für 5, 10, 20 und 40 lp/mm über die Höhe des Leica ProFormats für tangentiale

(gestrichelt) und sagittale (durchgezogen) Strukturen.

18 I LEICA S-System LEICA S-System I 19


LEICA ELMARIT-S 1:2,8/30 mm ASPH. (CS)

Das extreme Weitwinkelobjektiv.

raumgreifend

fotografieren

Das Leica Elmarit-S 1:2,8/30 mm ASPH. (CS) entspricht vom Bildwinkel her einem 24-mm-Objektiv für

Kleinbildsysteme und liegt damit bereits an der Grenze zum Superweitwinkel. Dabei ist das Objektiv auf

maximale Kontrastwiedergabe und höchste Auflösung bereits bei offener Blende optimiert und gewährleistet

ein konstant hohes Qualitätsniveau von der Naheinstellgrenze bis unendlich. Der außergewöhnlich

hohe Korrektionsgrad dieses Designs spiegelt sich unter anderem in fast völliger Verzeichnungsfreiheit

wider. Optional ist das Leica Elmarit-S 1:2,8/30 mm ASPH. (CS) auch mit Zentralverschluss erhältlich.

konstruktion im detail

Von den 13 Linsen in 9 Gruppen bestehen fünf aus Gläsern mit anomaler

Teildispersion. Drei davon sind Fluoridlinsen mit besonders geringer

Dispersion zur Korrektur der Farbfehler. Drei Linsen mit besonders

hoher Brechkraft sowie zwei Asphären minimieren monochromatische

Bildfehler. Zur Fokussierung wird nur die hintere, aus sechs Linsen

bestehende Baugruppe verschoben, was bei diesem Design für die

exzellente Abbildungsleistung bis in den Nahbereich sorgt.

ASPH

LeistungS MErkmale

Bei Naheinstellung

%

Blende 2.8

%

Blende 5.6

%

Relative Verzeichnung

100

80

60

40

20

0

0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

100

80

60

40

20

0 0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

mm

mm

Bei unendlich

%

Blende 2.8

%

100

100

80

60

40

20

80

60

40

20

0

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

0 0

mm

Blende 5.6

3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

% Relative Verzeichnung

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

Für ein Objektiv mit einem diagonalen Bildwinkel von 84 Grad ist die Kontrastwiedergabe schon bei voll

geöffneter Blende außergewöhnlich hoch. Abblenden vermag die optische Leistung lediglich in den äußersten

Bildecken noch geringfügig zu steigern. Die maximale Verzeichnung von 2,8 % ist für ein derart starkes

Weitwinkelobjektiv äußerst gering. Aufgetragen ist der Kontrast in Prozent für 5, 10, 20 und 40 lp/mm über

die Höhe des Leica ProFormats für tangentiale (gestrichelt) und sagittale (durchgezogen)Strukturen.

20 I LEICA S-System LEICA S-System I 21


LEICA Summarit-S 1:2,5/35 mm ASPH. (CS)

Das lichtstarke Universal-Weitwinkel.

Universell Einsetzbar

Das Leica Summarit-S 1:2,5/35 mm ASPH. (CS) entspricht vom Bildwinkel her einem 28-mm-Objektiv

für Kleinbildsysteme und bewährt sich damit bei Landschafts- und Architekturaufnahmen ebenso wie im

Studio. Die konsequente Auslegung auf maximale Kontrastleistung bereits bei offener Blende und bis an

die Nahgrenze heran prädestiniert das ungewöhnlich lichtstarke Objektiv für universelle Einsatzmöglichkeiten.

Die aufwendige Konstruktion vermeidet störende Bildfehler wie Verzeichnung oder chromatische

Aberrationen beinahe vollständig. Das Leica Summarit-S 1:2,5/35 mm ASPH. (CS) ist wahlweise auch

mit integriertem Zentralverschluss erhältlich.

konstruktion im detail

Um den Anteil der Farbfehler zu minimieren, bestehen fünf der elf Linsen

aus Gläsern mit anomaler Teildispersion, von denen wiederum drei eine

besonders geringe Dispersion aufweisen. Zwei aufwendig hergestellte

asphärische Oberflächen halten unter anderem die Verzeichnung

außergewöhnlich gering. Die Hintergruppenfokussierung gewährleistet

konstant hervorragende Abbildungseigenschaften bis in den Nahbereich.

ASPH

LeistungS MErkmale

Bei Naheinstellung

%

Blende 2.5

%

Blende 5.6

%

Relative Verzeichnung

100

80

60

40

20

0

0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

100

80

60

40

20

0 0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

mm

mm

Bei unendlich

%

Blende 2.5

%

100

100

80

60

40

20

80

60

40

20

0

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

0 0

mm

Blende 5.6

3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

% Relative Verzeichnung

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

Angesichts der hohen Lichtstärke dieses Objektivs ist die hohe Kontrastleistung bei voll geöffneter Blende

umso bemerkenswerter. Leichtes Abblenden ermöglicht dieses Leistungsniveau dann auch bis in

die äußersten Bildecken hinein. Die mit 1,2 % sehr geringe Verzeichnung ermöglicht den universellen

Einsatz dieses Objektivs und bedarf in der Praxis keinerlei Korrektur. Aufgetragen ist der Kontrast in

Prozent für 5, 10, 20 und 40 lp/mm über die Höhe des Leica ProFormats für tangentiale (gestrichelt)

und sagittale (durchgezogen) Strukturen.

22 I LEICA S-System LEICA S-System I 23


LEICA Summarit-S 1:2,5/70 mm ASPH. (CS)

Das Hochleistungs-Standardobjektiv.

Standard Neu definiert

Das optional mit Zentralverschluss erhältliche Leica Summarit-S 1:2,5/70 mm ASPH. (CS) empfiehlt

sich als Standardbrennweite für jegliche fotografische Aufgabe, die es dank großer Lichtstärke und

höchster Abbildungsqualität bei allen Blenden und Entfernungen herausragend meistert. Um monochromatische

Fehler praktisch komplett zu eliminieren, ist der Einsatz einer asphärischen Oberfläche bei

dieser Brennweite ungewöhnlich und unterstreicht den Ausnahmecharakter dieses Objektivs.

Konstruktion im detail

Die acht Linsen des Leica Summarit-S 1:2,5/70 mm ASPH. (CS) sind

in sechs Gruppen angeordnet. Zwei Kittglieder aus Gläsern mit hoher

anomaler Teildispersion minimieren Farbfehler, Gläser mit sehr hoher

Brechkraft und eine Asphäre wirken monochromatischen Bildfehlern

entgegen. Der fest eingebaute Frontfilter, der das Objektiv optimal gegen

Spritzwasser und Staub schützt, ist ein integraler Teil der optischen

Rechnung. Für exzellente Leistung im Nahbereich sorgt bei diesem

Design ein Floating Element in Kombination mit einer Gesamtfokussierung.

ASPH

Floating Element

LeistungS MErkmale

Bei Naheinstellung

%

Blende 2.5

%

Blende 5.6

%

Relative Verzeichnung

100

80

60

40

20

0

0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

100

80

60

40

20

0 0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

mm

mm

Bei unendlich

%

Blende 2.5

%

100

100

80

60

40

20

80

60

40

20

0 0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

0 0

mm

Blende 5.6

3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

% Relative Verzeichnung

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

Dieses Objektiv ist durch sein gleichmäßig hohes Leistungsniveau in der Praxis uneingeschränkt einsetzbar.

Die maximale Kontrastleistung erreicht es annähernd schon bei voll geöffneter Blende. Bereits

leichtes Schließen der Blende sorgt für perfekte Schärfe bis in die Ecken. Die Verzeichnung von maximal

1,2 % bleibt deutlich unter der Wahrnehmungsgrenze. Aufgetragen ist der Kontrast in Prozent für 5, 10, 20

und 40 lp/mm über die Höhe des Leica ProFormats für tangentiale (gestrichelt) und sagittale (durchgezogen)

Strukturen.

24 I LEICA S-System LEICA S-System I 25


LEICA TS-APO-Elmar-S 1:5,6/120 mm Asph.

Hoch spezialisiert auf Perspektive und Schärfenebene.

Perspektivische Kontrolle

Ähnlich den Verstellmöglichkeiten einer Fachkamera erlaubt das Leica TS-APO-Elmar-S 1:5,6/120 mm

ASPH. die Perspektive ebenso wie die Lage der Schärfenebene zu kontrollieren. Das Objektiv zeichnet

sich durch einen um 24 mm vergrößerten Bildkreis aus, sodass es sich um bis zu 12 mm in beliebiger

Richtung aus der optischen Achse verschieben lässt. Auf diese Weise wird der Blickwinkel verlagert, ohne

dass sich die Perspektive ändert – so sind beispielsweise Architekturaufnahmen ohne störende stürzende

Linien möglich. Unabhängig davon lässt sich das Objektiv in beliebiger Richtung um bis zu 8° verschwenken

und damit die Schärfenebene nach der Scheimpflugschen Regel kippen. Mit dieser Technik kann der

Fotograf ein flaches Motiv in Schrägsicht bei offener Blende und entsprechend geringer Schärfentiefe

dennoch vollständig scharf abbilden. Umgekehrt kann er durch Kippen der Schärfenebene entgegen der

Ausdehnung des Motivs die Schärfentiefe extrem verkürzen erhältlich.

konstruktion im detail

Der äußere Aufbau des Leica TS-APO-Elmar-S 1:5,6/120 mm ASPH.

unterscheidet sich wegen seiner speziellen Konstruktion als Tilt-/

Shift-Objektiv von dem anderer S-Objektive. Zur Einstellung der Blende

gibt es einen Vorwahl- und einen Einstellring und daneben einen

Einstellring für die Entfernung. Für das Tilten und Shiften besitzt das

Objektiv insgesamt vier Ringe, jeweils einen Dreh-/Schiebering für

die Einstellung der Verschiebe- und Schwenkrichtung sowie je einen

Ring für die Einstellung der Verschiebung und der Schwenkung. Darüber

hinaus ist das Objektiv mit einer Stativplatte mit jeweils einem

1/4- und 3/8-Zoll-Gewinde ausgestattet, die es dank der drehbaren

Schelle und der Klemmschraube erlaubt, das Objektiv in jeder Ausrichtung

zu fixieren.

LeistungS MErkmale

Bei Naheinstellung

%

Blende 5.6

%

Blende 8.0

100

100

80

80

60

60

40

40

20

20

0

0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

0 0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

mm

Bei unendlich

%

Blende 5.6

%

Blende 8.0

100

100

80

80

60

60

40

40

20

20

0 0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

0 0

mm

3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

Der große Bildkreis des Objektivs erlaubt ein gleichzeitiges Verschieben um 12 mm und Schwenken um

8°. Sowohl die Tilt- als auch die Shift-Mechanik sind um 360° drehbar, sodass die jeweilige Verstellung

in jede Richtung und unabhängig voneinander vorgenommen werden kann. Diese Einstellmöglichkeiten

geben dem Fotografen sehr großen Spielraum für die bewusste kreative Gestaltung.

26 I LEICA S-System LEICA S-System I 27


LEICA APO-Macro-Summarit-S 1:2,5/120 mm (CS)

Die Porträt-Brennweite.

Viel mehr als Nur Porträts

Das Leica Apo Macro Summarit-S 1:2,5/120 mm (CS) hat einen echten Doppelnutzen, denn zum einen

ist es ein Makroobjektiv für Aufnahmen bis zum Abbildungsmaßstab 1:2, zum anderen ist es aber auch

ein lichtstarkes Teleobjektiv, dessen Anfangsöffnung von 1:2,5 ungewöhnlich groß ist. Dabei erreicht es

schon bei offener Blende in allen Entfernungseinstellungen enorme Abbildungsleistungen, sodass Abblenden

hier wirklich nur noch die Schärfentiefe erhöht, nicht aber die Kontrastwiedergabe verbessert. Damit

ergeben sich faszinierende Möglichkeiten für die Bildgestaltung mit selektiver Schärfe. Der optionale

Zentralverschluss erweitert die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich.

Konstruktion im detail

Das Objektiv ist aus neun Linsen in sieben Gruppen aufgebaut und

erreicht durch eine Frontgruppen-Fokussierung in Verbindung mit

einem Floating Element bis in den extremen Nahbereich eine herausragende

Kontrastleistung. Drei Linsen sind aus Gläsern mit anomaler

Teildispersion, zwei davon mit äußerst geringer Dispersion, was

chromatische Aberrationen minimiert. Die aufwendige Apo-Korrektur

sorgt für perfekte Abbildung selbst kontrastreicher Feinstrukturen.

LeistungS MErkmale

Bei Naheinstellung

%

Blende 2.5

%

Blende 5.6

%

Relative Verzeichnung

100

80

60

40

20

0

0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

100

80

60

40

20

0 0

3 6 9 12 15 18 21 24 27

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

mm

mm

Bei unendlich

%

Blende 2.5

%

100

100

80

60

40

20

80

60

40

20

0

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

0 0

mm

Blende 5.6

3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

% Relative Verzeichnung

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

Das für diese Brennweite und die Auslegung als Makro-Objektiv außergewöhnlich lichtstarke Objektiv zeigt

schon bei voller Öffnung eine nahezu perfekte Kontrastleistung, die sich nur an den äußersten Bildrändern

durch leichtes Abblenden noch geringfügig steigern lässt. Das gilt für den Nahbereich genauso wie für den

Fernbereich. Die minimale tonnenförmige Verzeichnung bleibt in der Praxis ohne Einfluss. Aufgetragen

ist der Kontrast in Prozent für 5, 10, 20 und 40 lp/mm über die Höhe des Leica ProFormats für tangentiale

(gestrichelt) und sagittale (durchgezogen) Strukturen.

28 I LEICA S-System LEICA S-System I 29


LEICA APO-Elmar-S 1:3,5/180 mm (CS)

Telefotografie auf höchstem Niveau.

Distanzen Überbrücken

Das Leica Apo Elmar-S 1:3,5/180 mm (CS), optional mit Zentralverschluss erhältlich, setzt neue Qualitätsmaßstäbe

für die Freihand-Telefotografie. Hier gilt: Offenblende ist Arbeitsblende, denn die Kontrastleistung

lässt sich durch Abblenden nicht mehr steigern, Bildfehler jeglicher Art sind diesem Hochleistungsobjektiv

praktisch fremd. Dank hoher Lichtstärke lässt sich bei Porträts sehr gut mit selektiver Schärfe

arbeiten. Im Studio hilft die größere Distanz zum Motiv, Platz für den Lichtaufbau zu gewinnen. Gleichzeitig

eröffnet die Naheinstellgrenze von 1,5 Metern Möglichkeiten für reizvolle Nahaufnahmen. Mit der Nahlinse

Leica Elpro-S 180 mm, die ausschließlich zur Verwendung am Leica APO-Elmar-S 1:3,5/180 mm vorgesehen

ist, kann man sogar im Bereich von 1,1 bis 2,7 m fokussieren und erreicht bei der Naheinstellgrenze

einen Abbildungsmaßstab von 1:4,5 gewinnen.

konstruktion im detail

Das apochromatisch korrigierte Leica Apo Elmar-S 1:3,5/180 mm (CS)

besteht aus neun Linsen in sieben Gruppen. Von sechs Linsen aus

Glassorten mit anomaler Teildispersion weisen zwei eine besonders

geringe Dispersion auf und eleminieren auf diese Weise Farbfehler.

Drei Linsen aus hochbrechendem Glas dienen der fast vollständigen

Eliminierung monochromatischer Bildfehler.

L e i s t u n g S M E r k m a l e

Bei Naheinstellung

%

0 0

%

Blende 3.5

%

Blende 5.6

0

100

100

80

80

60

60

40

40

20

20

0

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

0 0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

mm

Bei unendlich

%

Blende 3.5

%

Blende 5.6

%

100

100

80

60

40

20

80

60

40

20

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 3 6 9 12 15 18 21 24 27

mm

mm

Relative Verzeichnung

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

Relative Verzeichnung

mm

5

4

3

2

1

0

-1

-2

-3

-4

-5

0 3 6 9 12 15 18 21 24 27

Die Kontrastleistung dieses Objektivs ist sowohl in ihrer Stärke als auch ihrer Gleichmäßigkeit bis an den

Bildrand in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Die bereits in den Messkurven kaum erkennbare Steigerung

der optischen Leistung beim Schließen der Blende hat in der Praxis keinerlei Auswirkungen auf die außergewöhnliche

Bildqualität dieses Objektivs. Aufgetragen ist der Kontrast in Prozent für 5, 10, 20 und 40 lp/mm

über die Höhe des Leica ProFormats für tangentiale (gestrichelt) und sagittale (durchgezogen)Strukturen.

mm

Näher am geschehen

Die Nahlinse ELPRO-S 180 mm Nahvorsatzlinse verkürzt die Naheinstellgrenze

beim APO ELMAR-S 1:3,5/180 mm (CS) auf 1,1 m bei

einem Abbildungsmaßstab von 1:4,5.

30 I LEICA S-System LEICA S-System I 31


L E I C A S-objektive

Der Zentralverschluss.

KREATIVE KONTROLLE

Komplett bei Leica entwickelt und gefertigt, ist der für jedes S-Objektiv erhältliche Zentralverschluss ein

Meisterwerk der Präzision und Zuverlässigkeit. Innen groß und außen klein: Der Leica Zentralverschluss

hat einen sehr großen Innendurchmesser, um der außergewöhnlich hohen Lichtstärke der Leica S-Objektive

Rechnung zu tragen. Und gleichzeitig ist er so kompakt, dass er in sämtliche S-Objektive problemlos

integriert werden konnte. Er ist auf eine extrem lange Lebensdauer von mindestens 100.000 Auslösungen

ausgelegt und eröffnet dem Fotografen mit seiner kürzesten Verschlusszeit von 1/1000 Sekunde deutlich

größere Belichtungsspielräume bei Verwendung professioneller Blitzanlagen, die sich zur Unterdrückung

von Umgebungslicht oder für Aufhellblitze in hellen Umgebungen bei weit geöffneter Blende nutzen lassen.

So bleibt mehr Spielraum für Ihre Kreativität.

FREIE AUSWAHL

Bei der Leica S kann der Fotograf bei jeder Aufnahme entscheiden, ob er den in die Kamera integrierten

bis zu 1/4000 Sekunde schnellen Metalllamellen-Schlitzverschluss oder den Zentralverschluss des Objektivs

nutzen möchte. Dafür muss er lediglich am Hauptschalter der Kamera den„Focal Plane Shutter“ (FPS,

Schlitzverschluss) oder den „Central Shutter“ (CS, Zentralverschluss) auswählen. Beim Blitzen beträgt die

kürzeste Synchronisationszeit mit dem Schlitzverschluss 1/125 Sekunde, der Zentralverschluss bietet mit

1/1000 Sekunde einen um drei Blendenstufen erweiterten Arbeitsbereich.

Präzisionstechnik made in Germany:

Jedes Leica S-Objektiv ist auch

mit Zentralverschluss erhältlich.

schneller

SCHLITZVERSCHLUSS

Der speziell für die Leica S entwickelte Schlitzverschluss ist mit seiner

kürzesten Verschlusszeit von 1/4000 Sekunde extrem schnell und

eröffnet dem Fotografen damit einen sehr großen Spielraum, um nicht

nur schnelle Bewegungen einzufrieren, sondern auch um in hellen

Umgebungen mit weit geöffneter Blende arbeiten zu können. Im Blitzbetrieb

mit Objektiven ohne Zen tralverschluss ermöglicht der Schlitzverschluss

eine kurze Synchronzeit von 1/125 Sekunde.

32 I LEICA S-System

LEICA S-System I 33


Der Leica Zentralverschluss

ist so kompakt, dass er in

alle S-Objektive problemlos

integriert werden konnte.

Der Zentralverschluss arbeitet vollkommen erschütterungsfrei und rasend schnell. Seine leistungsfähige Konstruktion ermöglicht

Belichtungszeiten von bis zu 1/1000 Sekunde bei voller Synchronisation mit Blitzanlagen. Die Verwendung modernster Materialien

und sorgfältige Fertigung garantieren hohe Zuverlässigkeit und Langlebigkeit.

überlegene konstruktion

Der Leica Zentralverschluss ist ein mechatronisches Meisterwerk und ein Produkt, in das die jahrzehntelange

Erfahrung unserer Entwickler auf den Gebieten Feinmechanik, Mikrotechnologie,

Elektronik und Materialkunde eingeflossen ist. Der Zentralverschluss ist ein modernes Hightechprodukt,

obwohl er ganz klassisch mechanische Federn als effizienten Energiespeicher nutzt. Das

Federaufzugsprinzip ermöglicht eine extrem kompakte Bauweise, dank derer der Verschluss sich

in allen S-Objektiven unterbringen lässt.

Die Federn werden von einem eigens entwickelten Elektromotor mit Präzisions-Freilaufgetriebe gespannt

und geben beim Auslösen ihre Energie an die Verschlusssektoren ab. Eine besondere Konstruktion sorgt

dafür, dass die Sektoren beim Öffnen und Schließen am Zurückschlagen gehindert werden. Ein per

Mikroprozessor gesteuertes Klinkenschaltwerk steuert über zwei durch Elektromagnete betätigte Stößel

den Verschlussablauf.

EXtremE zuverlässigkeit

Auf eine professionelle Kamera wie die Leica S muss man sich in allen Situationen verlassen können. Zentralverschlüsse

gelten wegen der teils enormen Belastungen ihrer Bauteile als besonders empfindliche Komponente

in Kamerasystemen, und umso mehr achteten unsere Entwickler darauf, dass der Zentralverschluss

der S-Objektive extrem zuverlässig und haltbar ist. Mindestens 100.000 Auslösungen übersteht er klaglos

und ist damit ebenso verlässlich wie jede andere Komponente des Leica S-Systems.

Erreicht wird dies vor allem durch die Bauweise des Zentralverschlusses: Wo immer Teile aneinander reiben,

sorgen sorgfältig aufeinander abgestimmte Materialkombinationen, präziseste Passungen und eine bis an die

Grenzen des Machbaren getriebene Glättung der Oberflächen für praktisch verschleißfreien Lauf. Und wo

kein Verschleiß und keine Abnutzung auftreten können, bleibt auch die Leistung konstant. Ein Leica Zentralverschluss

hält seine Zeiten ein – am ersten Tag genauso wie nach vielen Jahren im harten Fotoalltag.

modernste materialien

Schmierstoffe und Fette haben innerhalb eines optischen Systems genausowenig zu suchen wie

Abrieb oder Staub. Daher kommen für den Leica Zentralverschluss ausschließlich modernste Hightechmaterialien

und Bearbeitungsmethoden zum Einsatz, die auch ohne Schmierstoffe für einen

praktisch verschleißfreien Lauf der Komponenten sorgen. So sind die Verschlusssektoren aus Carbon

gefertigt, das mit größter Präzision bearbeitet wird. Einige Steuerungselemente bestehen aus einer

Hochleistungskeramik, andere Komponenten aus hochfesten Spezialkunststoffen. Die Oberflächen

und Bohrungen der Komponenten werden mit enormem Aufwand extrem präzise gefertigt und poliert,

sodass praktisch kein Abrieb und damit auch kein Verschleiß entstehen kann.

Dieser geballte Einsatz modernster Werkstoffe und neuester, an die Grenzen des Möglichen gehender

Bearbeitungstechnologien ist bei einem Serienprodukt wie dem Leica Zentralverschluss einzigartig.

made in germany

Der Leica Zentralverschluss ist eine vollkommene Neuentwicklung, deren technische Umsetzung auf modernste

Hightechmaterialien und Fertigungsverfahren setzt, die größtenteils erst seit kurzem zur Verfügung stehen. Nur

so war es möglich, das genial einfache und sehr platzsparende Funktionsprinzip des Leica Zentralverschlusses bei

gleichzeitig extremer Zuverlässigkeit und höchster Präzision zu nutzen.

Doch das Geheimnis des Zentralverschlusses liegt beinahe noch mehr in seiner Fertigung, denn hier ist

höchste Präzision bei der Behandlung der Oberflächen und der Passung der Teile vonnöten, die hohe

Anforderungen an die Qualifikation der Fachkräfte stellt. Jeder Verschluss wird unter Reinraumbedingungen

montiert, nachdem die Einzelteile zuvor gründlich gereinigt wurden. Nach der Montage erfolgt eine penible

Kontrolle und Kalibrierung jedes einzelnen Verschlusses, bevor dieser in eines der CS-Objektive eingebaut

wird. Nur so ist wirklich gewährleistet, dass der Verschluss präzise und ohne Abweichung seine Verschlusszeiten

einhält – und das über viele, viele Jahre.

34 I LEICA S-System

LEICA S-System I 35


L E I C A S-objektive

S-Adapter für Fremd-Objektive.

Der Leica S-Adapter H

Mit dem S-Adapter H können sämtliche Objektive des H-Systems von Hasselblad an der Leica S eingesetzt

werden. Durch einen integrierten Mikroprozessor steht die vollständige Funktionalität der Leica S

und der H-Objektive von Hasselblad zur Verfügung. Die Autofokus-Funktion der Objektive inklusive der

manuellen Eingriffsmöglichkeit bleibt in höchster Präzision erhalten. Der in die Objektive integrierte Zentralverschluss

kann bis zu einer Verschlusszeit von 1/750 Sekunde alternativ zum Schlitzverschluss der

Leica S genutzt werden. Die elektronische Blendensteuerung erlaubt den Einsatz der Blendenzeit- und

der Programmautomatik.

Dank der elektronischen Kommunikation zwischen der S und den Hasselblad-Objektiven protokolliert die

Kamera auch Blende, Verschlusszeit und weitere Informationen in den Exif-Daten der Bilder. Über die von

Leica bereitgestellten Objektivprofile ist in Adobe ® Photoshop ® Lightroom ® und Camera Raw die digitale

Korrektur von Abbildungsfehlern möglich. Der S-Adapter H unterstützt sämtliche Hasselblad HC- und

HCD-Objektive. Das gilt nicht für Zwischenringe für Nahaufnahmen und Tele- oder Tilt/Shift-Konverter.

Die Leica S-Adapter V,

M645 und P67

Für das Hasselblad-V-, das Mamiya-645- und das Pentax-67-System stehen Objektivadapter mit rein

mechanischer Funktion zur Verfügung. Da bei diesen Systemen eine elektronische Steuerung von Blende

und eventuell vorhandenem Zentralverschluss technisch nicht vorgesehen ist, können die Objektive

ausschließlich mit dem Schlitzverschluss der S betrieben werden. Die Blende wird manuell am Objektiv

eingestellt und eine Nutzung der Zeitautomatik der Leica S ist möglich. Die Leica S-Adapter sind aus

hochwertigen Materialien wie eloxiertem Aluminium und verchromtem Messing gefertigt.

Der S-Adapter H unterstützt den kompletten Funktionsumfang

der HC- und HCD-Objektive von Hasselblad.

Die Leica S-Adapter erlauben den Anschluss von Objektiven des Hasselblad-H und

-V-, des Mamiya-645- und des Pentax-67-Systems an die Leica S. So erhalten auch

Anwender dieser Systeme die Möglichkeit, die außergewöhnliche Bildqualität und

Kompaktheit der Leica S für sich zu entdecken ohne ihre Investitionen abschreiben zu

müssen. Gleichzeitig steht damit für die Leica S die größte Auswahl an Objektiven in

diesem Segment zur Verfügung.

Kompatibilität

Mit S-Adaptern kompatible Objektive

Hasselblad-H

HCD 4/28mm HC 3,5/35mm HC 3,5/50mm II

HC 2,8/80mm HC 2,2/100mm HC Macro 4/120mm II

HC 3,2/150mm HC 4/210mm HC 4,5/300mm

HC 3,5-4,5/50-110mm

HCD 4-5,6/35-90mm

Hasselblad-V

Zeiss Distagon CFi 3,5/30 Zeiss Distagon CFE 4/40mm Zeiss Distagon CFi 4/50mm

Zeiss Distagon CFi 3,5/60mm Zeiss Planar CFi 2,8/80mm Zeiss PlanarCFi 3,5/100mm

Zeiss Makro-Planar CFE 4/120mm Zeiss Sonnar CFi 4/150mm Zeiss Sonnar CFE 4/180mm

Zeiss Sonnar Cfi 5,6/250mm

Pentax-67

SMC 67 4,5/35mm Fish-Eye SMC 67 4/45mm SMC 67 4/55mm

SMC 67 2,8/75mm AL SMC 67 2,8/90mm LS SMC 67 2,8/90mm

SMC 67 2,4/105mm SMC 67 4/165mm LS SMC 67 4/200mm

SMC 67 4/300mm SMC 67 4/400mm SMC 67 5,6/500mm

SMC 67 4/600mm SMC 67 4/800mm SMC 67 6,7/800mm EDIF

SMC 67 8/1000mm SMC 67 Makro 4/135mm SMC 67 Shift 4,5/75mm

SMC 67 4/100mm Makro SMC 67 3,5/120mm Soft SMC 67 2,8/165mm

SMC 67 4/300mm ED IF SMC 67 4/400mm ED IF SMC 67 4,5/55-100mm

SMC 67 5,6/90-180mm

Mamiya-645

4/24mm 3,5/35mm 2,8/45mm

4/50mm Shift 2,8/55mm 2,8/55mm LS

1,9/80mm 2,8/80mm 4/80mm Macro

4/120mm APO 2,8/150mm 3,5/150mm

3,8/150mm LS 2,8/200mm APO 4/210mm

5,6/300mm 2,8/300mm APO 5,6/500mm

4,5/500mm APO 4,5/55-110mm 4,5/105-210mm

TS 5,6/120mm

36 I LEICA S-System LEICA S-System I 37


L E I C A S-objektive

Der Autofokus.

A OBJEKTIV-PROZESSOR

B AUTOFOKUS-MOTOR

C TEILDURCHLÄSSIGER SPIEGEL

D AUTOFOKUS-SENSOR

E HILFSSPIEGEL

F SUCHER-DISPLAY

A B C D

E

F

Erst eine präzise Fokussierung bringt das Leistungspotenzial der S-Objektive voll zur Geltung. Leica hat für

das S-System einen extrem leistungsfähigen Autofokus entwickelt, der zwar in seinen Grundzügen anderen

AF-Systemen ähnelt, aber eine Reihe von Weiterentwicklungen aufweist. Beispielsweise stellen zusätzliche

Sensoren sicher, dass Erwärmung und Farbtemperatur keinen Einfluss auf die Messgenauigkeit

erlangen und der Fotograf sich jederzeit vollkommen auf die Präzision der Fokussierung verlassen kann.

Das AF-System von Leica sorgt für höchste Produktivität durch mehr gelungene Aufnahmen,

ohne dass der Fotograf den hohen technischen Aufwand sonst bemerken würde: Er wählt nur

die AF-Betriebsart oder nutzt den Sensor, um die Schärfe beim manuellen Fokussieren zu

kontrollieren – im Zusammenspiel von Kamera und Objektiv entstehen in jeder Aufnahmesituation

stets brillante, detailreiche Bilder.

38 I LEICA S-System

LEICA S-System I 39


L E I C A S-objektive

Der Autofokus.

Im S-System steuert das Objektiv mit

eigener Intelligenz die Fokussierung.

mehr präzision

Flexibler Wechsel zwischen Autofokus mit Schärfe- oder Auslösepriorität und manueller Fokussierung (Abbildung 1:1).

Die Größe des Leica ProFormats und die lichtstarken S-Objektive mit entsprechend kleinem Schärfentiefebereich

erfordern gegenüber gängigen Systemen eine erheblich höhere Präzision des Autofokus, die mit

dem neuen AF-Modul der Leica S noch einmal deutlich gesteigert werden konnte. Jedes S-Objektiv misst

über einen magneto-resistiven Sensor die aktuelle Entfernungseinstellung und meldet sie an den Autofokus

zurück. Diese Rückkopplung garantiert, dass die vorausberechnete Fokusposition exakt erreicht wird. Für

eine unter allen Lichtverhältnissen gleichermaßen präzise Fokussierung sorgt ein Farbtemperatursensor,

mit dem die optimale Schärfe bei Tageslicht ebenso wie bei Kunstlicht mit seiner ganz anderen spektralen

Zusammensetzung erreicht wird. Die präzise und robuste Auslegung des Autofokus-Antriebs sorgt zusätzlich

für eine konstant perfekte Fokussierung.

Schneller als das Motiv

hohe geschwindigkeit

Auch wenn das AF-Modul die Entfernung präzise misst, muss nach der letzten Entfernungsmessung vor der

Belichtung noch der Spiegel nach oben klappen. Da sich das Motiv auch in dieser kurzen Zeit bereits weiter

bewegt haben kann, arbeitet der Autofokus prädiktiv, misst also neben der Entfernung auch die Geschwindigkeit

eines bewegten Motivs und berechnet voraus, an welcher Position es sich Millisekunden später zum

Zeitpunkt der Belichtung befinden wird. Wenn das Objektiv nun auf die vorausberechnete statt die zuletzt

gemessene Entfernung fokussiert wird, können auch solche Motive mit geringer Schärfentiefe zuverlässig

scharf abgebildet werden, die sich auf die Kamera zu oder von ihr weg bewegen.

Die innovative Steuerung des Leica Autofokus mit seinem zentralen Kreuzsensor verbindet Präzision mit

Geschwindigkeit. So variiert die Kamera etwa abhängig von der Aufnahmesituation vollautomatisch und

blitzschnell die Größe des AF-Messfeldes. Ein Faktor für die Wahl der Messfeldgröße ist die vom Objektiv

mithilfe des magneto-resistiven Sensors ermittelte Distanz zum Motiv. Bei Objekten, die sich in größerer

Entfernung befinden startet die Messung zunächst mit einem etwas breiteren Fokusmessfeld, um möglichst

schnell die Entfernung zu ermitteln, und verengt sich dann automatisch etwas, um präzise das bildwichtige

Detail zu erfassen. Ist die Aufnahmeentfernung kürzer, wird von vornherein ein engeres Messfeld

gewählt. Diese Messstrategie sorgt für eine ebenso schnelle wie akkurate Definition der Schärfenebene.

flexible fokussteuerung

Mit der Leica S behält der Fotograf stets die Oberhand über die Schärfesteuerung, denn er kann nicht nur

flexibel zwischen Auslöse- und Fokuspriorität wählen, sondern auch jederzeit selbst mit dem Fokussierring

die gewünschte Schärfeebene setzen. Eine speziell konstruierte Mechanik im Objektiv sorgt dabei für einen

angenehmen haptischen Widerstand und einen Fokussierweg, der lang genug für präzises Arbeiten ist. Auch

im manuellen Betrieb unterstützt der Autofokus den Fotografen, denn der Fokusindikator im Sucher assistiert

bei der korrekten Scharfstellung. Wird die gut erreichbare Messwert-Speichertaste auf die Funktion AF-L

eingestellt, lässt sich selbst dann der Autofokus temporär aktivieren, selbst wenn die Kamera auf manuelle

betriebsart eingestellt ist.

intelligente objektive

Jedes Leica S-Objektiv ist mit eigener Intelligenz in Form eines Prozessors mit eigener Firmware ausge stattet,

der den Prozess der Scharfstellung autonom steuert. Dieser hohe technologische Aufwand sorgt dafür,

dass die Fokussteuerung optimal an das jeweilige Objektiv und dessen mechanisches System angepasst

werden kann. Der Fokussierantrieb selbst ist auf einen geräuscharmen, langlebigen Betrieb ausgelegt und

besteht aus einem hochpräzisen Motor. Dieses ausgeklügelte Antriebskonzept stellt höchste Genauigkeit

und ein hohes Drehmoment sicher, um auch die größeren Leica S-Objektive besonders schnell und präzise

fokussieren zu können.

40 I LEICA S-System

LEICA S-System I 41


L E I C A S

Vielseitig, praktisch, komfortabel.

Das Leica S-System wurde von Grund auf neu als rein digitales Kamerasystem entwickelt und dabei vollkommen

auf die Bedürfnisse professioneller Fotografen ausgerichtet. So konnte ein Kamerasystem mit einem frei wählbaren

Ausgabeformat geschaffen werden, das eine optimale Symbiose aus exzellenter Bildqualität und komfortablem

Handling darstellt. Perfekte Bildqualität ist ohnehin ein Grund, sich für eine Leica zu entscheiden. Im Arbeitsalltag

professioneller Fotografen ist eine schnelle, unkomplizierte und einfache Handhabung der Kamera ebenfalls ein

hoher Wert. Auch in hektischen Situationen muss der Fotograf die Kamera und ihre Einstellungen immer beherrschen

können. Das System muss so handlich sein, dass es auch freihändig lange und ermüdungsfrei eingesetzt werden

kann. Zu guter Letzt sollte es auf lange Haltbarkeit auch unter rauen Bedingungen ausgelegt sein.

All diese Anforderungen erfüllt die Leica S: Trotz ihres großen Sensorformats besitzt sie ein extrem kompaktes

Gehäuse, dessen Dimensionen eher an eine Kleinbildspiegelreflex- als an eine Mittelformatkamera denken lassen.

Einzigartig ist ihr intuitives Steuerungskonzept, das mit einem Minimum an Tasten und Schaltern auskommt und alle

Funktionen schnell und komfortabel erreichbar macht. Dank der äußerst robusten Bauweise aller Komponenten ist

der Werterhalt der Ausrüstung über viele Jahre gesichert. Dazu gehört auch der konsequente Schutz der Kamera

und aller Objektive gegen Staub und Spritzwasser. In der Praxis zählt eben weit mehr als nur die Bildqualität, wenn

man mit seiner Kamera sein Geld verdienen muss.

42 I LEICA S-System


L E I C A S

Intuitive Bedienung.

2

Abbildung 1:1

Abbildung 1:1

Bei der Leica S sind alle Funktionen dort zu finden, wo der Fotograf sie erwartet.

Ihre Gestaltung ähnlich einer klassischen Kleinbildspiegelreflexkamera folgt der

Maxime, eine rundum intuitive Handhabung zu gewährleisten, beispielsweise durch

die Kombination bewährter Elemente wie des Zeiteneinstellrads mit modernen

Steuerungs-komponenten. Alles an der Leica S ist optimal daraufzugeschnitten, dem

Fotografen alle Möglichkeiten einer spontanen Arbeitsweise offenzuhalten.

1 konzentration und reduktion 5 anschluss finden

2 Brillantes display

6 perfekter energiehaushalt

3 Perfekte Ergonomie

7 SD und compactFlash

4 Ortskundig

Weitere Informationen finden Sie unter www.s.leica-camera.com und www.s-league.net

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LEICA S-System I 45


L E I C A S

Perfekte Ergonomie.

1

1 konzentration und

reduktion

Eine digitale Systemkamera bietet zahlreiche Funktionen und Einstellungen, aber in der fotografischen Praxis

zählt vor allem eines: sich auf das Bild konzentrieren zu können. Für die Leica S ist daher ein beispiellos

eingängiges Steuerungskonzept entwickelt worden, das mit einem Minimum an Elementen auskommt. Statt

für jede Funktion einen eigenen Hebel oder Knopf vorzusehen, deren Lage sich der Fotograf erst einmal

einprägen muss, setzt die S konsequent auf die Nutzung leicht erreichbarer Menüs auf dem großzügig

dimensionierten Monitor. Diese gliedern sich in die drei Bereiche Kamera, Aufnahme und Setup, die sich

jeweils mit einer der um den Monitor gruppierten Tasten aktivieren lassen. Die zentralen Kontrollelemente

der S sind das Einstellrad und die 5-Wege-Taste, die beide bequem mit dem rechten Daumen erreichbar

sind. Mit ihrer Hilfe steuert der Fotograf die Blende und navigiert durch die Menüs. Dazu kommen ein

Einstellrad für die Belichtungszeiten, der Hauptschalter, über den gleichzeitig die Wahl zwischen Zentralund

Schlitzverschluss erfolgt, und eine programmierbare Abblendtaste. Die wichtigsten Belichtungs- und

Kameradaten zeigt zudem ein strahlend helles OLED-Display auf der Oberseite.

Wer die Leica S in die Hand nimmt, kann sich also voll und ganz auf seine Intuition verlassen, wenn er sich

mit ihrem Funktionsreichtum vertraut macht. In puncto Anwendungsfreundlichkeit setzt sie neue Maßstäbe.

2 Brillantes display

Das 3 Zoll große TFT-Display auf der Rückseite bietet auch in hellen Umgebungen eine brillante Bilddarstellung

mit 920.000 Pixeln, die mit 16,7 Millionen Farben den vollständigen sRGB-Farbraum abdecken.

Es eignet sich nicht nur zur Kontrolle der Schärfe, sondern zeigt auf Wunsch auch die Belichtungsdaten und

ein transparentes Helligkeits- oder RGB-Histogramm, dessen Inhalt sich zur effizienteren Bildbeurteilung

stets nur auf den gerade sichtbaren Bildausschnitt bezieht – eine Besonderheit der professionellen Leica

Digitalkameras. Bei der besonders robusten Leica S schützt nahezu unzerstörbares Corning ® Gorilla ® Glass

das Display.

Abbildung 1:1

3 Perfekte Ergonomie

Die Leica S kombiniert die Dimensionen einer Kleinbildspiegelreflexkamera mit der Bildqualität des Mittelformats.

Dank ihres ergonomischen Handgriffs mit noch griffigerer Armierung liegt die Leica S hervorragend

in der Hand, ihre günstige Schwerpunktlage kommt ermüdungsfreiem Arbeiten zugute, zumal sie

mit 1260 g in Betriebsbereitschaft trotz ihres hochstabilen Magnesiumgehäuses leichter als professionelle

Kleinbild-DSLRs ist. Verglichen mit traditionellen Mittelformatsystemen, bei denen ein Digitalteil mit einer

bestehenden Analogkamera kombiniert werden musste, hat sie den Vorzug, dass alle Komponenten an den

bestmöglichen Stellen positioniert wurden. Das Ergebnis: eine perfekte Ergonomie.

Bei der Gestaltung der Bedienelemente hat Leica ganz bewusst auf die Devise

„weniger ist mehr“ gesetzt. Neben dem Einstellrad und dem Hauptschalter, mit

dem auch zwischen Schlitz- und Zentralverschluss gewählt wird, finden sich

auf der Rückseite der S lediglich die um den Monitor gruppierten Tasten für die

Menüsteuerung sowie eine 5-Wege-Taste als Mini-Joystick.

4 Ortskundig

Als derzeit einzige professionelle Kamera besitzt die Leica S ein integriertes GPS(Global Positioning System)-

Modul für das optionale Geo-Tagging der Aufnahmen. So lange die GPS-Funktion aktiviert ist und der eingebaute

Empfänger die Signale von mindestens vier der insgesamt 24 GPS-Satelliten registriert, berechnet die

Kamera ständig die aktuelle Position als Längen- und Breitengrad sowie die Höhe über Normalnull und trägt

diese Koordinaten bei jeder Aufnahme in die EXIF-Metadaten der JPEG- und DNG-Dateien ein. Das GPS-

Modul hat noch einen Zusatznutzen, da es auch die interne Uhr der Kamera mit der extrem genauen Atomzeit

der GPS-Satelliten synchronisieren und auch die aktuelle Zeitzone ermitteln kann. Ihre Grenzen findet

die GPS-Funktion nur, wenn – beispielsweise in Innenräumen – keine Funksignale der Satelliten empfangen

werden können, oder in Ländern, deren Gesetze die Verwendung von GPS-Empfängern verbieten – in diesen

Gebieten schaltet sich diese Funktion selbsttätig ab.

Nachdem der Fotograf die Bilddateien in Adobe ® Photoshop ® Lightroom ® importiert hat, erscheinen die Aufnahmen

in der Kartenansicht an ihrem jeweiligen Aufnahmeort. So lassen sich später auch ohne eine Verschlagwortung

alle jemals an einem Ort gemachten Aufnahmen wiederfinden. Geo-Tagging macht sich gerade für

Reportage-, Natur- und Wildlife-Fotografen bezahlt, die auch abseits der in Karten verzeichneten Wege

arbeiten, sodass sich der genaue Aufnahmeort im Nachhinein nicht immer problemlos identifizieren lässt.

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L E I C A S

Perfekte Ergonomie.

5 anschluss finden

Mit ihren auf besondere Robustheit und Staub- und Spritzwasserschutz ausgelegten Schnittstellen setzt

die Leica S neue Maßstäbe für die Handhabbarkeit. Die Verbindung zum Mac oder PC erfolgt über einen

USB-Anschluss von LEMO, der dank mechanischer Zugentlastung besonders solide und wasserdicht konstruiert

ist. Das passende Kabel gehört selbstverständlich zum Lieferumfang. Der USB-Anschluss dient

nicht nur zum Auslesen der Speicherkarten dienen, sondern auch zum Tethering, also der Steuerung der

Kamera vom Rechner aus. Dafür lassen sich die mitgelieferten Programme Leica Image Shuttle oder

Adobe ® Photoshop ® Lightroom ® verwenden.

Zur effizienten und schnellen Bildkontrolle können Fotografen auch einen HD-Fernseher nutzen, der über

den standardisierten Micro-HDMI-Port angeschlossen wird. Über eine besonders sichere LEMO-Buchse

mit Zugentlastung können Studioblitzanlagen synchronisier werdenen; das erforderliche Kabel gehört zum

Lieferumfang. Als kompakte Alternative stehen Aufsteck-Blitzgeräte wie das Leica SF58 oder Geräte mit

SCA3002-Adaptern für den Blitzschuh zur Verfügung.

Abbildung 1:1

Die im Studio-Einsatz stark beanspruchten Anschlüsse für USB sowie den Fernauslöser und die

Synchronisation einer Blitzanlage sind dank mechanischer Zugentlastung besonders solide.

6 perfekter

energiehaushalt

Ein gutes Beispiel für ein kleines Detail mit großer Wirkung in der Praxis ist der Akku der Leica S: Nach

dem Entriegeln fällt er nicht einfach aus der Kamera heraus, weil ihn eine zusätzliche Sicherung zunächst

zurückhält. Und trotz der kompakten Bauform bringt jeder Akku Energiereserven für etwa 1000 Aufnahmen

mit – beste Voraussetzungen auch für längere Shootings. Der Akku lässt sich mit dem mitgelieferten

Ladegerät innerhalb von rund drei Stunden wieder aufladen. Im Zubehörprogramm findet sich auch das

Profi-Ladegerät, das nicht nur zwei Akkus parallel laden kann, sondern auch einen 12-Volt-Anschluss für

den Betrieb im Auto mitbringt, sowie ein Netzteil für den stationären Betrieb.

7 SD und compactFlash

Die Leica S bietet unter einer schützenden Klappe gleich zwei Steckplätze für Speicherkarten: Der Fotograf

hat die Wahl zwischen den robusten CompactFlash-Karten und den kleineren SD-Karten. Der CF-Steckplatz

unterstützt den UDMA-7-Standard für Datenraten bis 166 MB/s; der SD-Steckplatz ist mit SDHCebenso

wie mit SDXC-Karten einer Kapazität von bis zu 2 Terabyte kompatibel.

Kontaktfreudigkeit ist eine der wichtigen Eigenschaften der Leica S. So lassen sich

SD- und CompactFlash-Speicherkarten parallel nutzen. Die Anschlüsse für USB, den

optionalen Fernauslöser und die Blitzsynchronisation sind besonders belastbar und auf

Wunsch kann per HDMI sogar ein HD-Fernseher zur Bildkontrolle genutzt werden.

Das Vorhandensein zweier Steckplätze dient nicht etwa nur der Wahl zwischen den beiden Kartenstandards

und der Erhöhung des Speichervolumens – vielmehr kann die S auf einer Karte Rohdaten im DNG-Format

und parallel auf der anderen JPEG-Dateien derselben Aufnahme in drei verschiedenen Auflösungen (37,5, 9,3

oder 2,3 MP) ablegen. So stehen noch am Set JPEGs für eine sofortige Bildkontrolle und gleichzeitig DNG-

Dateien für die optimale Bearbeitung nach dem Shooting zur Verfügung.

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L E I C A S

Innovative Menüsteuerung.

Statusdisplay: Ein Blick

auf das OLED-Display auf

der Oberseite der Leica S

zeigt dem Fotografen die

wichtigsten Kameraeinstellungen.

(Abbildung 1:1)

Eine klare Struktur der Menüs ermöglicht in Verbindung mit nur vier frei belegbaren

Tasten und einem Mini-Joystick eine intuitive und schnelle Bedienung. (Abbildung 1:1)

Der große, helle Sucher der Leica S zeigt ein brillantes Bild und informiert über die

Aufnahmeparameter, den Kamerastatus und die Ausrichtung.

Menü mit struktur

Während eines Fotoshootings müssen alle Funktionen einer Kamera schnell erreichbar sein. Die Leica S

folgt hier einem beispiellosen Konzept, das ganz auf intuitive Kontrolle zugeschnitten ist: Statt möglichst

vielen Funktionen ein eigenes Steuerungselement zuzuweisen, was zwangsläufig auf Kosten der Übersichtlichkeit

geht, besitzt die Leica S ein ausgefeiltes Menüsystem, das sämtliche Einstellparameter aufgeteilt

in drei Gruppen vorhält.

brillanter Sucher

Wer Kleinbild-DSLRs gewohnt ist, dürfte schon nach einem einzigen Blick durch den beeindruckend großen

und hellen Sucher der Leica S von den Vorteilen des größeren Leica ProFormats überzeugt sein. Die

Brillanz des Sucherbilds, zu der nicht nur die sorgfältige Konstruktion der Spiegelreflexeinheit, sondern

auch die Lichtstärke der Objektive beiträgt, bietet perfekte Voraussetzungen für die Beurteilung des Bildausschnitts

ebenso wie für das präzise manuelle Fokussieren.

Die Tasten rund um das Display führen direkt in die Bereiche Kamera, Aufnahme und Setup. In je einer

Kopf- und Fußleiste zeigt das Display die jeweilige Funktion der vier Tasten an, sodass sofort klar ist, welcher

Knopf für welche Funktion zu drücken ist. Zur Navigation durch die Seiten des Menü dienen dann das

Einstellrad oder alternativ der Mini-Joystick.

Im Kameramenü finden sich zentrale Kamerafunktionen wie die Autofokusbetriebsart, die Belichtungsmessmethode

oder die Belichtungskorrekturen. Im Aufnahmemenü lassen sich beispielsweise die Empfindlichkeit

oder das Dateiformat einstellen und unter Setup finden sich alle seltener benötigten Grundeinstellungen.

Zusätzlich lassen sich alle vier Tasten wie auch die Abblendtaste mit Funktionen belegen, die nach

etwas längerem Tastendruck direkt angesprungen werden. Dank dieses intuitiven Menükonzepts fällt es

leicht, schnell mit der Leica S vertraut zu werden und sich ganz aufs Wesentliche zu konzentrieren – das

Fotografieren.

Deckklappen-display

Unterhalb des Sucherbildes hält eine Anzeigezeile übersichtlich die wichtigsten Aufnahmedaten wie Zeit,

Blende und ISO-Wert, den Fokus-Indikator und Kameraeinstellungen wie Belichtungsmessmethode, -korrektur

und -betriebsart sowie Blitzbereitschaft parat. Auch über die verbleibende Kapazität auf den Speicherkarten

und (bei Serienbildaufnahmen) im Pufferspeicher informiert der Sucher. Mit einer elektronischen

Wasserwaage lässt sich die Ausrichtung der Kamera in zwei Achsen auf mindestens 1° genau kontrollieren.

So behält der Fotograf jederzeit den perfekten Überblick, ohne das Auge vom Sucher nehmen müssen.

Das Info-Display auf der Deckkappe der Leica S zeigt auf einen Blick wichtige Informationen wie Zeit,

Blende, die gewählte Belichtungsbetriebsart, Empfindlichkeit, Akku-Kapazität oder den vorhandenen Platz

auf den Speicherkarten an. Das selbstleuchtende OLED(Organic Light Emitting Diode)-Display zeichnet

sich daher durch eine hervorragende Ablesbarkeit selbst in ungewöhnlich hellen Umgebungen aus.

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LEICA S-System I 51


L E I C A S

Für jede Situation gewappnet.

Eine Vielzahl von Dichtungen

und spezielle Konstruktionen

sorgen für perfekten Schutz

vor Wasser und Staub.

rundum Abgedichtet

Nicht alle Fotos entstehen bei Sonnenschein oder im geschützten Studio. Daher sind sämtliche Komponenten

des S-Systems wirksam gegen Spritzwasser und Staub geschützt, sodass ihnen Regen und raue Arbeitsbedingungen

nichts anhaben können. Die äußeren Glasflächen der Objektive sind mit der robusten AquaDura-Vergütung

versehen, die Regentropfen einfach abperlen lässt. Der aufwendige Schutz sichert so nicht nur

den langfristigen Werterhalt von Kamera und Objektiven, sondern erleichtert auch deren Pflege.Kein anderes

Kamerasystem bietet diesen perfekten Rundumschutz nicht nur für die Kamera, sondern auch für sämtliche

Objektive, deren Fokussierring auch bei Verwendung im Regen keinen Tropfen nach innen gelangen lässt Der

konstruktive Aufwand dafür ist sehr hoch: Alle Bedienelemente, aber auch alle Abdeckklappen für externe

Anschlüsse oder die Speicherkarten sind mit wasser- und staubundurchlässigen Dichtungen versehen.

robuste Bauart

Im Profialltag ist eine Kamera oft großen Belastungen ausgesetzt. Dem trägt die Leica S durch eine

besonders robuste Bauweise Rechnung:

Das Gehäuse inklusive der Deckkappe ist aus Magnesium-Druckguss gefertigt, einem extrem stabilen

Material, das auch grobe Stöße vom wertvollen Innenleben der Kamera fernhält. Zudem ist Magnesium

außergewöhnlich leicht, was der Leica S zu ihrer besonderen Handlichkeit verhilft.

Extrem widerstandsfähig ist aber nicht nur das Gehäuse, sondern alle Anbauteile, Steuerungselemente

und Abdeckklappen sind es ebenfalls.

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L E I C A S-System

Herausragende Bildqualität.

Ein gutes Bild sollte schon bei der Aufnahme entstehen und nicht erst bei der Bearbeitung am Rechner. Mit exzellenten

Objektiven und einem in puncto Handhabung wie Bildqualität geradezu idealen Sensorformat schafft die Leica S die

besten Voraussetzungen für den Fotografen, seinem Können in Bildern mit maximaler Datenfülle Ausdruck

zu verleihen.

Doch wirklich flexibel ist eine Kamera erst dann, wenn sie dem Fotografen alle Optionen offen lässt. Die Leica S

nutzt ein universelles Rohdatenformat, das dem Fotografen bei der Weiterverarbeitung am Computer alle Möglichkeiten

offen lässt, das Optimum aus seinen Bildern zu holen. Und sie kann bereits unmittelbar bei der Aufnahme

ein fertig aufbereitetes Bild noch in der Kamera generieren. Auf Wunsch kann die S sogar das DNG- und das JPEG-

Format simultan auf zwei verschiedenen Speicherkarten sichern. Möglich wird diese Flexibilität durch den eigens

entwickelten leistungs fähigen Maestro-Bildprozessor, der mit seiner extrem hohen Datenverarbeitungsgeschwindigkeit

Maßstäbe setzt.

54 I LEICA S-System


L E I C A S-System

Herausragende Bildqualität.

optimale abstimmung

Bildqualität bemisst sich nicht nur in Megapixeln, sondern ist auch das Ergebnis einer sorgfältigen Beachtung

vieler Faktoren und einer Abstimmung mit den optischen Komponenten des Systems. Der speziell für die

Leica S entwickelte CCD-Bildsensor sorgt mit seiner hohen Auflösung, seinem enormen Dynamikbereich und

seiner sehr geringen Rauschneigung für eine überragende Bildqualität. So wurde das Abdeckglas des Sensors

ebenso mit in die Rechnung der Objektive einbezogen wie die sehr viel präziser als beim Film definierte

Schärfenebene. Die so erzielbare Bildqualität ist nur möglich, weil das S-System als rein digitales Kamerasystem

konzipiert wurde.

Der CCD-Bildsensor der S ist kompromisslos auf

höchste Bildqualität ausgelegt (Abbildung 1:1).

ideale auflösung

Mit 37,5 Millionen Pixeln bietet der CCD-Sensor der Leica S eine Auflösung, die beruhigende Reserven

für den Fall schafft, dass ein Bild nach der Aufnahme noch beschnitten und dennoch in einem großen

Format gedruckt werden soll. Entscheidend ist hier aber nicht allein die Zahl der Pixel, sondern ihre optimale

Nutzung im Rahmen eines ganz auf höchste Bildqualität ausgerichteten Gesamtkonzepts. Mit einem

Pixelabstand von sechs Mikrometern weist der Sensor der Leica S eine besonders ausgewogene Balance

zwischen hoher Auflösung und einer die Rauschneigung minimierenden Pixelgröße auf. Die S-Objektive

sind auf höchste Kontrastwiedergabeleistung getrimmt und optimal auf das Auflösungsvermögen des

Bildsensors abgestimmt. Da professionelle Digitalkameras von Leica grundsätzlich auf ein sogenanntes

Antialiasing-Filter zur Vermeidung von Moiré verzichten, kann der Fotograf die theoretische Auflösung

des Sensors auch in der Praxis vollständig ausnutzen. Durch die konsequente Optimierung des gesamten

Prozesses von dem Moment, in dem das Licht durch das Objektiv dringt, über die Erfassung durch den

Sensor bis zum Auslesen der Ladungspakete wurde erreicht, dass wirklich jedes Pixel eines digitalen

Bildes aus der Leica S wertvolle Informationen enthält und nichts verloren geht.

Die herausragende Bildqualität der Leica S lässt sich nicht nur auf eine Komponente des

Systems zurückführen. Jede Einzelne ist bis zur Vollendung optimiert worden, doch ihr

wahres Können zeigen sie erst im Zusammenspiel.

Das erweist sich insbesondere an dem eigens für Leica entwickelte CCD-Bildsensor mit

seinen 37,5 Millionen Pixeln, Microlens Offset und Infrarot-Sperrfilter, der gemeinsam

mit dem überaus leistungsfähigen Maestro-Bildprozessor dafür sorgt, dass die kreative

Idee zu einem exzellenten Bildergebnis führt.

rauscharme dynamik

Um auch starke Kontrastverhältnisse bewältigen zu können, benötigt die Kamera umfangreiche Dynamikreserven.

Das Geheimnis hinter einem großen Dynamikbereich ist zunächst einmal ein geringes Bildrauschen,

sodass dunkle Bildbereiche möglichst viel Zeichnung aufweisen. Der Bildsensor der Leica

S wurde auf eine besonders niedrige Rauschneigung ausgelegt. Dabei ist die Verbindung des Sensorgehäuses

mit dem der Kamera von Bedeutung: Da eine Erwärmung des Sensors das Bildrauschen erhöht,

wird das komplette Metallgehäuse der S zur Kühlung genutzt.

Um eine hohe Dynamik und besonders genaue Helligkeits- und Farbinformationen mit feinsten Abstufungen

zu erzielen werden in der S außerdem extrem präzise Analog-Digital-Wandler eingesetzt. Diese gewährleisten

nicht nur feinste Durchzeichnung in Lichtern und Schatten, sondern auch natürliche, präzise Farben.

Das macht auch schwierigste Aufnahmesituationen beherrschbar. Durch ein gleichmäßigeres Auslesen

über die vier Auslesekanäle des Sensors wurde das Rauschen nochmals verringert, während der Dynamikumfang

von der Reduzierung der Grundempfindlichkeit auf ISO 100 profitiert. Bei ISO 100 und gutem Licht

kann man mit voller Blende arbeiten, ohne durch eine Pull-ISO-Stufe Einbußen beim Dynamikumfang hinnehmen

zu müssen. Auf der anderen Seite erlaubt es das verringerte Rauschen, die Empfindlichkeit bis auf

ISO 1600 anzuheben, wann immer die Lichtverhältnisse das erfordern.

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LEICA S-System I 57


L E I C A S-System

Sensor mit Microlens Offset.

Da die Mikrolinsen am Bildrand zur Mitte hin versetzt sind, fangen sie

schräge Lichtstrahlen besser ein und vermeiden so Vignettierung.

Das Sensor-Board der S wird mit höchster

Präzision in der Kamera montiert. Der solide

Metallrahmen dient der Wärmeabfuhr und

beugt so dem Bildrauschen vor.

microlens offset

Bei der Leica S sorgt ein Gitter von Mikrolinsen auf dem Sensor für eine Steigerung der Lichtempfindlichkeit.

Die Besonderheit dabei ist, dass die Mikrolinsen umso stärker gegenüber den einzelnen Pixeln

versetzt sind, je weiter diese von der Bildmitte entfernt sind. Das trägt der Tatsache Rechnung, dass

Bildsensoren auf schräg auftreffende Randstrahlen weniger empfindlich reagieren, aber kein Objektiv

einen ausschließlich senkrechten Lichteinfall gewährleisten kann. Der Mikrolinsenversatz (Microlens

Offset) gehörte von Anfang an zum technischen Konzept des S-Systems und hat zur Konsequenz, dass Leica

S-Objektive praktisch keine Vignettierung zeigen.

perfekter schutz

Der speziell entwickelte und gefertigte Sensor ist mit einem hochwirksamen Infrarot-Sperrfilter versehen,

welches verhindert, dass infrarotes Licht die Farbwiedergabe verfälscht. Beide Seiten des

hauchdünnen Abdeckglases sind mit derselben speziellen Vergütung versehen, wie sie auch bei den

Objektiven verwendet wird. Gemeinsam mit der Vergütung der hinteren Linsen der Objektive verhindert

sie einerseits Lichtreflexionen, vor allem aber ist sie extrem hart und abriebfest, sodass sich

der große Sensor der Leica S komfortabel mit den üblichen Mitteln von Staub und Verschmutzungen

reinigen lässt.

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L E I C A S-System

Der Maestro-Bildprozessor.

höchste rechenleistung

Wenn der Sensor das Auge der Leica S ist, dann ist der Maestro-Bildprozessor ihr Gehirn – ein Gehirn, das

in höchster Geschwindigkeit die vom Sensor kommenden Bildinformationen aufbereitet und daraus Bilddateien

erstellt. Dieser aufwendig entwickelte Bildprozessor macht die Leica S nicht nur sehr viel schneller als

andere Digitalkameras, sondern verleiht ihr auch einzigartige Fähigkeiten.

Schneller Speicher

Ein schneller Prozessor allein reicht nicht, um für einen hohen Datendurchsatz zu sorgen. Ein schneller

und großer Pufferspeicher ist nötig, um die einzelnen Stufen der Bildverarbeitungs-Pipeline zu entkoppeln,

denn ein langsamer Prozess würde sonst einen schnelleren Prozess ausbremsen. Der auf 2 GB vergrößerte

Puffer der Leica S beschleunigt daher die Bildverarbeitung insgesamt; sein wesentlicher Zweck liegt

allerdings darin, lange Bildsequenzen im Serienbildmodus zu unterstützen. Die Leica S kann mit der vollen

Bildfrequenz von 1,5 Bilder/s bis zu 32 verlustfrei komprimierte oder 28 unkomprimierte DNG-Dateien

aufnehmen, bevor der Puffer gefüllt ist; im reinen JPEG-Modus ist die Länge von Serienbildsequenzen nur

noch durch die Kapazität der Speicherkarte beschränkt.

Das Image-Board mit dem

Maestro-Prozessor und einem

schnellen Pufferspeicher

von 2 Gigabyte bereitet die

Bildinformationen des Sensors

in enormer Geschwindigkeit zu

hochwertigen Bilddateien auf.

parallele Arbeit

Der in Zusammenarbeit mit Fujitsu für die Leica S maßgeschneiderte Maestro-Prozessor enthält mehrere,

teils voneinander unabhängig agierende Funktionseinheiten, sodass er beispielsweise ein Bild berechnen

kann, während er parallel dazu dessen Vorgänger auf die Speicherkarte schreibt. Dank der speziellen, auf

die Bedürfnisse der Bildbearbeitung abgestimmten Funktionen kann er auch komplexe Berechnungen in

extrem hoher Geschwindigkeit durchführen. Dabei geht er extrem sparsam mit Strom um, was der Leica

S zu einer langen Akku-Laufzeit verhilft. Da sich ein weiterer Prozessor um klassische Kamerafunktionen

wie die Belichtung oder den Autofokus kümmert, werden diese nicht durch aufwendige Bildberechnungen

beeinträchtigt, und der Maestro verbraucht nur dann Strom, wenn er tatsächlich gebraucht wird.

schnelle bildkontrolle

Trotz der enormen Auflösung des Sensors kann die Leica S dank ihres extrem leistungsfähigen Bildprozessors

von jeder Aufnahme bereits in der Kamera eine hochwertige JPEG-Datei generieren – auf

Wunsch auch parallel zu einer Raw-Datei im DNG-Format für die optimale Aufbereitung im Rechner.

Das JPEG-Bild ist ideal, wenn eine kleine Datei zur sofortigen Bildkontrolle oder schnellen Weitergabe

gefragt ist, die sich auch ohne spezielle Software überall betrachten lässt. Dabei sind Bildeigenschaften

wie Schärfe, Kontrast und Farbsättigung frei definierbar, sodass die Qualität der JPEG-Dateien

ohne weiteres auch eine hochwertige Weiterverarbeitung erlaubt. Statt der vollen Sensorauflösung von

37,5 MP kann man auch 9,3 oder 2,2 MP wählen – für die schnelle Sichtung der Aufnahme und die Beurteilung

durch den Kunden sind geringer aufgelöste und daher kleinere JPEG-Dateien oft nützlicher;

daneben bleibt die DNG-Datei mit allen Sensordaten bestehen, um daraus das letztendlich verwendete

Bild zu entwickeln.

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L E I C A S-System

Professioneller Workflow.

Adobe ® Photoshop ® Lighroom ® gehört zum Lieferumfang der S.

DNG-Dateien der Leica S können direkt in Adobe ® Camera Raw ® importiert werden.

Flexibel Arbeiten

UNIVERSELLES DATENFORMAT

Eine Kamera sollte so flexibel sein, dass der Fotograf auf die Arbeitsweise zurückgreifen kann, die er

persönlich bevorzugt. Die Leica S nutzt ein universelles Rohdatenformat, das nicht an einen bestimmten

Raw-Konverter gebunden ist, kann zudem auf Wunsch auch hochwertige JPEG-Dateien erzeugen, unterstützt

zwei verschiedene Speicherkarten-Standards und lässt sich optional auch vom Rechner aus

fernsteuern. Für den Fotografen bedeutet das, extrem flexibel auf wechselnde Umstände reagieren zu

können und die maximale Freiheit bei der Wahl der passenden Werkzeuge zu haben. Der Qual der Wahl

muss sich dennoch niemand aussetzen, denn mit Adobe ® Photoshop ® Lightroom ® gehört eine professionelle

Workflow-Lösung zum Lieferumfang der Leica S.

Die Sensor-Rohdaten stellen das Ausgangsmaterial dar, mit dem in der Bildbearbeitung mit einem Maximum

an Flexibilität die Aufnahmen in optimaler Qualität aufbereitet werden. Für die S setzt Leica auf das von

Adobe ® entwickelte DNG (Digital Negative), das einzige herstellerübergreifend standardisierte Dateiformat

für Sensor-Rohdaten, das sämtliche Bildinformationen sicher bewahrt. Die meisten Programme zur

Raw-Konvertierung oder Bildbearbeitung inklusive Adobe ® Photoshop ® können DNG-Dateien direkt einlesen

und interpretieren, sodass S-Besitzer nahezu die freie Auswahl bei der bevorzugten Workflow-Lösung

haben. Die Leica S nutzt die Möglichkeiten des aktuellen DNG-1.3-Standards, in den Dateien wirklich

alle Farb- und Bildinformationen sowie die Metadaten wie Entfernung, Blende etc. zu speichern. Dadurch

lässt sich mit Programmen, die diesen Standard unterstützen, ohne besondere Anpassungen oder Profile

die optimale Bildqualität der der S-Dateien erreichen. Die S kann DNG-Dateien sowohl unkomprimiert

mit einem Speicherbedarf von etwa 75 Megabyte pro Bild als auch vollkommen verlustfrei komprimiert

bei etwa halbiertem Platzbedarf speichern.

Der RAW-workflow

Automatische Korrektur

Mit Adobe ® Photoshop ® Lightroom ® gehört eine professionelle und schnelle Raw-Workflow-Lösung zum Liefer-umfang

der Leica S. Das sowohl auf dem Apple Macintosh als auch unter Microsoft Windows lauffähige

Lightroom ist als zentrale Steuerungsinstanz für alle Aufgaben rund ums digitale Bild gerüstet: Vom Import der

Dateien auf der Speicherkarte über die Sortierung inklusive Verschlagwortung und die Bildbearbeitung bis hin

zur Aus- und Weitergabe der Bilder als Datei, per Mail oder im Internet ist an alles gedacht. Die leistungsfähigen

Bildbearbeitungsfunktionen von Lightroom sind perfekt dafür geeignet, das Bild für die weitere Nutzung aufzubereiten.

Dabei bietet Lightroom den Vorteil des Raw-Workflows und verändert niemals die Originaldatei,

sondern protokolliert nur die gewünschten Änderungen. Erst bei der Ausgabe wird jeweils eine neue Bilddatei

generiert, sodass ohne Risiko mehrere Versionen eines Bildes entstehen können. Für erweiterte Bearbeitungen

lassen sich klassische Bildbearbeitungsprogramme wie Adobe ® Photoshop ® in den Workflow integrieren.

Die Objektive des Leica S-Systems zeichnen sich durch ein außergewöhnlich hohes Korrektionsniveau aus

und sind praktisch frei von sichtbaren Bildfehlern. Doch vollkommen vermeiden lassen sich optische Fehler

nie. Für den Fall, dass bei sehr kritischen Motiven doch einmal Phänomene wie leicht gekrümmte Linien

am Bildrand auftreten sollten, hat Leica auf Basis der Konstruktionsdaten der S-Objektive und ausgiebiger

praktischer Erprobungen eigens Profile erstellt, die in Adobe ® Photoshop ® Lightroom ® und in Adobe ®

Camera Raw ® eine automatische Korrektur von Verzeichnung und chromatischen Aberrationen ermöglichen.

Technische Voraussetzung für die Anwendung der Korrektur sind präzise erfasste und in den

DNG-Dateien protokollierte Aufnahmedaten wie Brennweite, Blende und tatsächliche Aufnahmeentfernung.

Dank der Objektivprofile lässt sich viel Zeit in der Nachbearbeitung sparen und ein bei allen Motivgegebenheiten

stets perfektes Bildergebnis erzielen.

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LEICA S-System I 63


L E I C A S-System

Professioneller Workflow.

Die Software Leica Image Shuttle ermöglicht die komplette Fernsteuerung der Kamera per USB-Kabel

vom Rechner aus. Selbst die manuelle Fokussieren ist vom Rechner aus möglich.

Image Shuttle kann Aufnahmen direkt an Adobe ® Bridge ® übergeben.

leica image shuttle

Im Studio ist es häufig sinnvoll, die Kamera vom Rechner aus zu steuern und auszulösen (Tethered Shooting).

Auf diese Weise lässt sich der Arbeitsablauf durch den automatischen Bildtransfer und die präzise Bildkontrolle

wesentlich effizienter gestalten. Für diese Aufgabe eignet sich die von Leica entwickelte Software

Image Shuttle perfekt, die sowohl für Microsoft Windows als auch für Apple Mac OS X erhältlich ist. Image

Shuttle steuert die Leica S über deren USB-Anschluss und das mitgelieferte, fünf Meter lange Verbindungskabel

mit seinen speziellen zugentlasteten und besonders soliden Steckern. Die Leica S lässt sich dann

wahlweise wie gewohnt direkt oder über den Rechner auslösen. Die Aufnahmen erscheinen sofort auf dem

Computerbildschirm, auf dem eine noch genauere Bildkontrolle als auf dem Display der Kamera möglich

ist. Zusätzlich kann Image Shuttle auch alle Aufnahmeparameter der Kamera wie Belichtungszeit, Blende

und selbst die Entfernungseinstellung des Objektivs vom Rechner aus steuern. Die Bilddateien werden auf

dem Rechner in einen frei wählbaren Ordner gelegt, den man beispielsweise von einem Bildverwaltungsprogramm

überwachen lassen kann, um die Aufnahmen automatisch zu importieren.

erweiterte

Softwareunterstützung

Das Tethered Shooting, bei dem die Kamera per USB-Kabel mit dem Rechner verbunden ist, lässt

sich entweder über die Software Leica Image Shuttle oder über Adobe ® Photoshop ® Lightroom ® realisieren.

Nach dem Auslösen per Software oder an der Kamera werden die Bilder direkt in die Lightroom-Datenbank

transferiert und zur Kontrolle angezeigt. Leica Image Shuttle wiederum bietet

neben erweiterten Steuerungsmöglichkeiten auch die Möglichkeit, die Bilder unmittelbar an das

Programm Adobe ® Bridge ® zu übergeben und lässt sich so direkt in einen auf Adobe ® Photoshop ® beruhenden

Workflow integrieren.

Wer statt mit Lightroom lieber mit CaptureOne von PhaseOne arbeiten möchte, kann über die Leica Web-site

ein spezielles Farbprofil für die Leica S laden, das eine gute Farbwiedergabe in diesem Programm sicherstellt.

CaptureOne unterstützt die Leica S nicht, erkennt aber das DNG-Dateiformat. Mit Image Shuttle

lässt sich zudem auch direkt in CaptureOne „tethered“ fotografieren.

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LEICA S-System I 65


L E I C A S-System

Zubehör.

Multifunktionshandgriff S

Bestell-Nr. (Handgriff): 16028

Bestell-Nr. (Handschlaufe): 16004

Der Multifunktionshandgriff S erfüllt einen Doppelnutzen: Zum einen

nimmt er einen zusätzlichen Akku auf und verbessert so die

Stromversorgung, zum anderen bietet er einen komfortablen Halt, wenn

die Kamera im Hochformat genutzt wird. Ein zweiter Auslöser, ein zweites

Clickwheel und AF/AE-Speichertaste erleichtern die Fotografie im

Hochformat. Optional ist zudem die Leica Handschlaufe S aus Neopren

mit innovativem Schnell-Klettverschlusssystem erhältlich, die perfekten

Halt und Sicherheit gewährleistet.

Leica Akku S

Bestell-Nr.: 14429

Leistungsstarker Lithium-Ionen-Akku, speziell für die Leica S entwickelt.

Die permanente Überwachung relevevanter Akkudaten garantiert einen

sicheren und komfortablen Betrieb.

Netzteil S

Bestell-Nr.: 16 022

Wenn die Leica S über einen längeren Zeitraum stationär eingesetzt wird,

kann man die dauerhafte Stromversorgung der Kamera durch den Einsatz

des Netzteil S sicherstellen.

Koffer S

Bestell-Nr.: 16 010

Der Koffer bietet nicht nur ausreichend Platz für die Kamera und fünf Objektive, auch Zubehör für das Leica S-System wie der Leica Multifunktionshandgriff,

das Schnellladegerät, das Profiladegerät, USB-Kabel, Mattscheibe, zwei Akkus und der Kabelauslöser lassen sich unterbringen. Mit seinen

kompakten Abmessungen ist der Koffer als Flughandgepäck gemäß IATA Empfehlung geeignet und verfügt über ein Ventil für den automatischen

Druckausgleich. Im Koffer S sind die Produkte sicher gegen Staub und Spritzwasser geschützt, selbst bei Fotoproduktionen unter extremen Bedingungen.

Profi Ladegerät S

Bestell-Nr.: 16011

S-Adapter

Bestell-Nr. (Adapter H): 16030

Bestell-Nr. (Adapter V): 16024

Bestell-Nr. (Adapter M645): 16025

Bestell-Nr. (Adapter P67): 16026

Fernauslösekabel

Bestell-Nr.: 16029

Das 0,6 Meter lange Fernauslösekabel für die S

ermöglicht das erschütterungsfreie Auslösen der

Kamera und ist hilfreich bei vielfältigen Aufnahmesituationen,

in denen ein Stativ zum Einsatz kommt.

Das Profi Ladegerät S lädt zwei

Akkus schnell, gleichzeitig und

unabhängig voneinander. Ferner

lässt sich das Gerät auch im Auto

am Zigarettenanzünder betreiben.

Blitzgerät Leica SF58

Bestell-Nr. (Blitzgerät): 14488

Bestell-Nr. (Diffusor): 14489

Das Leica SF 58 ist ein speziell auf

die S abgestimmtes und sehr leistungsstarkes

Profi-Blitzgerät mit

einer Vielzahl von Möglichkeiten.

Sein Zoomreflektor kann sich dem

Bildwinkel der S-Objektive von 30

bis 120 Millimeter Brennweite automatisch

anpassen.

Einstellscheiben

Bestell-Nr. (Einstellscheibe): 16000

Bestell-Nr. (Einstellscheibe mit Gitter): 16002

Bestell-Nr. (Einstellscheibe mit Schnittbildindikator und Mikroprismenring): 16001

Die Einstellscheiben des Suchers der S lassen sich mit sehr geringem Aufwand durch den Anwender wechseln. Verfügbar sind neben der auch zum

Lieferumfang der Kamera gehörenden Standard-Einstellscheibe auch eine Version mit Gitter zur Erleichterung der präzisen Ausrichtung sowie eine

Mattscheibe mit Schnittbildindikator und Mikroprismen. Diese empfiehlt sich für alle S-Fotografen, die vornehmlich manuell fokussieren, und bewährt sich

vor allem in Verbindung mit Fremdobjektiven, die über die S-Adapter an der S eingesetzt werden.

Weiteres Zubehör

Schnelladegerät S Bestell-Nr. : 16009

Tragriemen S Bestell-Nr. : 16006

Okularabdeckung S Bestell-Nr. : 16015

Bajonettdeckel S Bestell-Nr. : 16021

Leica USB Kabel S Bestell-Nr. : 16014

Leica Synchronisationskabel S Bestell-Nr. : 16031

Leica AC-Adapter S Bestell-Nr. : 16022

HDMI Kabel Bestell-Nr. : 14491(JP und TW 14492)

Leica S2-Zubehör

Standard-Einstellscheibe. Einstellscheibe mit Gitter. Einstellscheibe mit Schnittbildindikator und

Mikroprismenring.

Multifunktions Handgriff S2 Bestell-Nr. : 16003

Leica Fernauslösekabel S2 Bestell-Nr. : 16012

66 I LEICA S-System LEICA S-System I 67


L E I C A S-System

Technische Daten.

Produkt

Leica S

Bestell-Nr. Leica S schwarz 10 803, Leica S-P schwarz 10 804

Sucher

Kameratyp

Digitale Mittelformat Spiegelreflexkamera für den Einsatz mit Leica S-Objektiven

Typ

Pentaprismensucher mit High-Eyepoint-Okular

Bildsensor

Typ

Größe

Seitenverhältnis 3:2

Auflösung

Pixelabstand

Dynamikumfang

Farbtiefe

Farbraum

Weißabgleich

Tiefpassfilter / IR-Filter

Empfindlichkeitsbereich

Objektive

Objektivanschluss

Brennweite

Fokussierung

Typ

AF-Betriebsarten

AF-Speicherung

Manueller Fokus

Belichtungseinstellung

Belichtungsmessung

Belichtungssteuerung

Belichtungskorrektur

Belichtungsreihen (AEB)

ISO Empfindlichkeit

Verschluss

Typ

Verschlusszeiten FPS

Optional

Verschlusszeiten CS

Low Noise CCD-Sensor

45 × 30 mm (Leica ProFormat)

37,5 Mio Pixel

6 μm

12 Blendenstufen

16 Bit

sRGB / Adobe RGB / ECI RGB V2

Voreinstellungen: Tageslicht, Wolken, Schatten, Glühlampen, HMI, Leuchtstoffl. warm, Leuchtstoffl. kühl,

Blitz / Automatisch / Graukarte / Farbtemperatur (2000 bis 13100 K)

nein / auf Sensor

ISO 100 bis ISO 1600 (manuell oder automatisch gesteuert)

Leica S-Bajonett

abhängig vom Leica S-Objektiv, Brennweitenfaktor 0,8 äquivalent zum Kleinbildformat

prädiktiver Phasendetektions-Autofokus mit zentralem Kreuzsensor, Fokussierungsantrieb im Objektiv

AFs (single) mit Schärfepriorität, AFc (continous) mit Auslösepriorität, manueller Fokus

durch Drücken des Auslösers bis zum 2. Druckpunkt oder mit der 5-Wege-Taste

Fokussierung am Objektiv oder über die Image-Shuttle-Software

Mehrfeldmessung (5 Felder), mittenbetonte Integralmessung, Spotmessung (3,5%); Messwertspeicherung durch

Drücken des Auslösers bis zum 2. Druckpunkt oder dauerhaft mit der 5-Wege-Taste; Messbereich 1,2–20 EV

(Mehrfeld und Integral) beziehungsweise 2,7–20 EV (Spot)

Programmautomatik (mit Shift-Funktion), Blendenautomatik, Zeitautomatik, manuelle Belichtungssteuerung

± 3 in halben Stufen einstellbar

3/5 Aufnahmen (automatisch/manuell) / ½, 1, 2, 3 Blendenstufen

100 / 200 / 400 / 800 / 1600 / Auto ISO

Metall-Lamellen-Schlitzverschluss in der Kamera (FPS)

1/4000 s bis 32 s und Bulb bis 125 s, Blitzsynchronzeit 1/125 s

Optionaler Zentralverschluss in den Leica S-Objektiven (CS)

1/1000 s bis 8 s

Vergrößerung

Sucherfeldabdeckung ca. 98%

Dioptrienausgleich

Einstellscheibe

Anzeige

Blitzbetrieb

Anschluss

Messmethode/Blitz-Messzelle

Kompatibilität

X-Synchronisation

Blitzbelichtungskorrektur

Sync. auf zweiten Verschlussvorhang

Aufnahme

Aufnahmebetriebsart

Datenspeicherung

Format

Maximale Bildrate

Buffer

Gleichzeitige Aufnahme in DNG und

JPEG möglich

Speichermöglichkeiten

Sonstige Funktionen

GPS

Elektronische Wasserwaage

Wiedergabeformate

Zoom-Lupenfunktion bei Wiedergabe

Löschschutz

Menükategorien

Menüsprachen

Firmware-Update

0,87-fach (bei 70 mm in Unendlich-Einstellung)

- 3 bis + 1 Dioptrien

Mattscheibe mit Fadenkreuz (auswechselbar)

Deckkappen-Display (OLED), Kontrollmonitor: 3-Zoll-TFT-Monitor mit 921.600 Pixeln, sRGB-Farbraum,

16 Mio. Farben, 170° Betrachtungswinkel, Leica S-P mit hoch kratzfestem Saphirglas

Zubehörschuh mit Mitten- und Steuerkontakten

LEMO ® - oder Norm-Blitzanschlussbuchse ohne Steuerung der Lichtabgabe

TTL (Mehrfeld, Spot, mittenbetont) / Mehrfeld-Fotodiode

voll kompatibel mit Leica SF 58 und Geräten mit SCA3002-Adaptern

bis 1/125 s / CS-Objektive bis 1/1000 s / Linear-Blitzbetrieb mit automatischer TTL-HSS-Steuerung für

kürzere Verschlusszeiten als 1/125 s und FPS

± 3 EV in 1/3 EV-Stufen einstellbar

ja

Einzelbild, Serienbild, Selbstauslöser 2 s (mit Spiegelvorauslösung), Selbstauslöser 12 s (mit Spiegelvorauslösung)

DNG (7500 x 5000 Pixel, ca. 72 MB pro Bild), verlustfrei komprimiertes DNG (7500 x 5000 Pixel, ca. 42 MB pro

Bild), JPEG (37,5, 9,3 oder 2,3 MP, standard oder fein, 1–16 MB abhängig von Auflösung, Bildinhalt und Kompression)

max. 1,5 Bilder/s

2 GB; DNG max. 28 Bilder, DNG komprimiert max. 32 Bilder, JPEG keine Limitierung

ja, beliebige Kombination aus DNG und JPEG, unterschiedliche Formate auf unterschiedlichen Karten

(DNG wird auf CF-Karte gespeichert, JPEG wird auf SD-Karte gespeichert)

CompactFlash-Karte (UDMA7), SD-Karte (auch SDHC bis 32 GB und SDXC bis 2 TB), extern auf PC

optional zuschaltbares internes GPS-Modul zur Speicherung der geographischen Koordinaten des Aufnahmeorts in

den EXIF-Metadaten, der Synchronisation der internen Uhr und der Erkennung der Zeitzone (aufgrund der lokalen

Gesetzgebung ist die GPS-Funktion in einigen Ländern nicht verfügbar und schaltet sich dort selbsttätig ab)

Anzeige der Kameraausrichtung um die Quer- und Längsachse um jeweils ± 90° mit einer Genauigkeit von 1° oder

besser (bei 0–40°C). Die elektronische Wasserwaage wird im Sucher und optional im Monitordisplay angezeigt.

Einzelbild mit Aufnahmedaten, Einzelbild, 4 Miniaturbilder, 9 Miniaturbilder, Lupenfunktion

4-stufige Lupenfunktion, Pixelebenenvergrößerung, die Vergrößerung wird beim Blättern beibehalten

Löschschutz jeweils für ein Bild

Kamera, Aufnahme, Setup, Play

10 Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Japanisch, traditionelles

Chinesisch, vereinfachtes Chinesisch, Koreanisch

durch Benutzer möglich (für Kamera und Objektive)

68 I LEICA S-System LEICA S-System I 69


L E I C A S-System

Servicepakete.

Schnittstellen

PC

Sonstiges

USB 2.0 HiSpeed (LEMO ® -Anschluss mit Zugentlastung, Kabel im Lieferumfang enthalten)

ISO-Blitzschuh mit SCA3002-Steuerkontakten

Norm-Blitzanschlussbuchse

HDMI-Buchse Typ C

7polige LEMO ® -Buchse für Fernsteuer-Zubehör/Blitz-Fernauslösung (Kabel im Lieferumfang enthalten)

Kontaktleiste für Multifunktions-Handgriff S

Unterstützte Betriebssysteme Windows XP ® ,

Windows Vista ® ,

Windows 7 ® ,

Apple ® Macintosh ® ab OS X 10.5

Software

Verfügbare Software

Adobe ® Photoshop ® Lightroom ® und Leica Image Shuttle

nach Registrierung im Leica-Kundenbereich als Download verfügbar

Systemvoraussetzungen Windows ® ab Vista ® /Service Pack 2, Intel ® Pentium ® 4 oder AMD Athlon ® 64

Mac OS ® ab Version 10.6.8, Intel ® -Mehrkern-Prozessor mit 64-Bit-Unterstützung

Stromversorgung

Akku

Lithium-Ionen Akku, Nennspannung 7,4 V, Kapazität 2100 mAh

Batterieanzeige

im OLED-Deckkappen-Display

Stromsparschaltung

4 Stufen, 2 Min, 5 Min, 10 Min, Aus

Stromversorgung und

Akku-Ladegerät

Gehäuse

Gehäuse Material

Schnellladegerät S (mit integriertem USA-Netzstecker sowie EU-, UK- und AUS- Wechsel-

Netzstecker und Kfz-Adapter);

Eingänge: Wechselstrom 100–240 V, 50/60 Hz, automatisch umschaltend, oder Gleichstrom 12/24 V;

Ausgang: Gleichstrom 4,2 V, 800 mA

Magnesium, schwarz lackiert

Die S-System-Welt

Das Leica S-System wird ausschließlich über speziell qualifizierte S-Fachhändler und Leica Stores vertrieben,

die dem professionellen Fotografen die bestmögliche Beratung und Unterstützung bieten können.

Bei Leica selbst kümmert sich ein weltweites Team nur um das S-System und hält den direkten Draht zum

Kunden. Perfekte Unterstützung, kurze Wege und direkter Kontakt sind für ein Kamerasystem der Referenzklasse

selbstverständlich.

Betriebsbedingungen

Abmessungen (B × H × T)

0 bis +45°C, 15% bis 80% Luftfeuchtigkeit

160 × 80 × 120 mm

Zu einem professionellen Kamerasystem gehört ein perfekter Service. Sämtliche Artikel des S-Systems

werden mit einer 12-monatigen Garantie ab Kaufdatum geliefert. Leica garantiert die Verfügbarkeit aller

Ersatzteile für mindestens sechs Jahre nach Produktauslauf.

Gewicht

Staub/Spritzwasserschutz

Stativgewinde

ca. 1260 g (nur Gehäuse mit Akku)

ja / ja

1/4 Zoll und 3/8 Zoll mit Verdrehsicherung

Für alle S-Anwender gibt es eine eigene Reparatur-Helpline, die schnell und effizient verkürzte Servicewege

sicherstellt und für eine zügige Bearbeitung der Aufträge sorgt. Der kostenlose* Telefonsupport steht

unseren Kunden für die gesamte Lebensdauer ihrer Leica zur Verfügung.

Lieferumfang

S-Kamera

Schnell-Ladegerät S

Akku für S-Kamera

LEMO ® -USB-Kabel S (5 Meter)

LEMO ® -Blitzanschlusskabel

Leica Protection Plan

Die Leica S, ihre Objektive und das Systemzubehör sind gegen alle Gefahren gerüstet, die ihnen im rauen Alltag

des professionellen Fotografen drohen können, aber um die maximale Verfügbarkeit des Kamerasystems

sicherzustellen, muss es auch vor dem Unvorhersehbaren geschützt sein. Wenn der Fall der Fälle doch einmal

eintreten sollte, bietet der Leica Protection Plan (LPP) für drei Jahre ab Kaufdatum oder, je nachdem, was

zuerst eintritt, bis zu 100.000 Auslösungen, erweiterte Garantieleistungen. Der LPP kann für alle Kameras und

Objektive des S-Systems hinzugekauft werden.

Kamera-Tragriemen S

Bajonettdeckel

Okular-Deckel S-Kamera

Software Adobe ® Photoshop ® Lightroom ® und Leica Image Shuttle nach Registrierung als Download verfügbar.

Zu den Leistungen des LPP zählt eine einmalige Inspektion mit Justage und Reinigung des Produkts. Wenn

aus technischer Sicht der Tausch des Schlitzverschlusses der Kamera oder des Zentralverschlusses eines

CS-Objektivs erforderlich sein sollte, wird dieser im Rahmen der Inspektion durchgeführt. Sollte einmal eine

Reparatur erforderlich sein, stellt der Leica-Service weltweit in den meisten Regionen Leihgeräte für einen

24-Stunden-Austausch bereit, sodass der Fotograf weiterarbeiten kann – wichtige Aufträge erlauben schließlich

keine Unterbrechung.

* Es können regionale Telefongebühren anfallen.

70 I LEICA S-System LEICA S-System I 71


Markenzeichen der Leica Camera Gruppe

Leica“ sowie Produktnamen = ® Registrierte Marke

© 2012 Leica Camera AG

HDMI, das HDMI Logo und „High-Definition Multimedia Interface” sind Marken oder

registrierte Marken von HDMI Licensing LLC.

Änderungen in Konstruktion, Ausführung und Angebot vorbehalten

Konzept und Gestaltung: Leica Photographie GmbH, Tom Leifer Design

Produktfotografie: Alexander Göhr & berndEBSEN photography

Autorenfotografie: Joachim Baldauf

Leica Camera AG I Oskar-Barnack-Straße 11 I 35606 SOLMS I DEUTSCHLAND

Telefon +49(0)6442-208-0 I Telefax +49(0)6442-208-333 I www.leica-camera.com


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Telefon +49(0)6442-208-0 I Telefax +49(0)6442-208-333 I www.leica-camera.com

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