Fliegende Fische

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Fliegende Fische

MNK GS 1-2 –

4. Antriebs- und Bremswirkung der Luft

Siehe auch:

Experimente in der Grundschule

Inhaltsverzeichnis

Luft und Schall

März 2005 - GS 9 - Euro 5,00

Das Materialheft GS 9 - Experimente in der Grundschule - Luft und Schall kann zum Preis

von 5,-- ¤ bestellt werden unter folgender Anschrift:

Landesinstitut für Schulentwicklung

Rotebühlstraße 131

70197 Stuttgart

FAX: 0711/6642-102

E-Mail: poststelle@leu.kv.bwl.de

Der Bildungsplan 2004 für Grundschulen schreibt für den Fächerverbund MeNuK

insgesamt 29 verbindliche Experimente vor, die in den vier Klassenstufen im Unterricht

durchgeführt werden sollen. Mit der Handreichung GS 9 startet das LS eine

Materialheftreihe "Experimente in der Grundschule". Darin enthalten sind

fachwissenschaftliche Hintergrundinformationen zum Verständnis der Sachverhalte sowie

Experimentiervorschläge im naturwissenschaftlichen Bereich zu den Themen "Luft" und

"Schall". Anschauliche Beispiele, Verlaufspläne, Arbeitsmaterialien und

Dokumentiervorlagen dienen als Grundlage zum Experimentieren.

Für die Klassen 1 und 2:

Zwei Experimente zur Bremswirkung der Luft

Mehrere Experimente zur Antriebskraft der Luft

Experiment mit Tragflächen (Warum fliegt ein Flugzeug?)

Mehrere Experimente zur Ausbreitung des Schalls

Experiment zur Leistung des Ohres

Experiment zur Schallübertragung

Für die Klassen 3 und 4:

Erkundung von Eigenschaften der Luft:

Mehrere Experimente zu "Luft nimmt einen Raum ein"

Mehrere Experimente zu "Luft übt Kraft aus - zusammengepresste Luft"

Zwei Experimente zu "Luftdruck - Überdruck und Unterdruck"

Drei Experimente zu "Rückstoß als Antriebskraft"


Becher-Windmühle

Ich weiß, woher der Wind weht! Er verfängt sich in den leeren Bäuchen der

Pappbecher und treibt sie vor sich her. Je stärker der Wind, um so eifriger dreht sich

die Windmühle.

Du brauchst: ein Vierkantholz, 4 Pappbecher, die leere Hülle eines Filzstiftes, 2

gleichlange Blumenstäbe, Büroklammern, Klebeband, Kneifzange, Hammer, einen

langen dünnen Nagel

So wird die Mühle gebaut: Klopfe den langen Nagel in das Vierkantholz und kneife

den Kopf des Nagels mit der Zange ab. Befestige die Becher mit Klebeband an den

Enden der Blumenstäbe. Biege 2 Büroklammern auseinander und lege die

Blumenstäbe übereinander und fixiere sie mit den Drähten, so wie du es auf der

Zeichnung siehst. Wie wär’s, wenn du die Becher noch anmalen würdest? Ich habe

jeden Becher in einer anderen Farbe bemalt, das sieht sehr schön aus.


Strandmühle

Wenn du das nächste Mal ans Meer fährst, solltest du unbedingt ein paar Dinge von

zu Hause mitnehmen, damit du zusammen mit einigen gesammelten Fundstücken

eine Strandmühle bauen kannst.

Du brauchst: eine lange Nadel oder einen Nagel, 2 bis 3 Perlen, 2 Korken,

Taschenmesser, mindestens 4 Federn, eine Flasche, Pinsel, Plakatfarbe,

Wasserpott.

Schneide einen der beiden Korken in 3 dicke Scheiben. Piekse mit dem Nagel durch

eine Scheibe und schiebe eine Perle hinterher. Fädle nun im Wechsel die restlichen

Korkscheiben und Perlen auf den Nagel.

Male die Farbe mit Plakatfarbe wie ein Mühlenhäuschen an. Stecke den ganzen

Korken nach dem Trocknen in den Flaschenhals und piekse den Nagel senkrecht

hinein. Bohre mit der Ahle am Taschenmesser in die mittlere Korkscheibe rundherum

4 Löcher. Stecke die Federn in eine Richtung schräg in die Löcher, damit sich der

Wind gut darin verfangen kann. Und auf Wind brauchst du am Meer nicht lange zu

warten!


Wetterfahne

Norden, Süden, Osten, Westen ...............woher weht der Wind? Die Windfahne zeigt

es dir!

Du brauchst: Tontopf ø 8 cm, Pappe, Lineal, Bleistift, Schere, Knete, Nadel,

Strohhalm.

Schneide 2 Dreiecke (6 x 6 cm und 6 x 8 cm) aus Pappe aus. Schneide beide

Strohhalmenden ca. 1 cm ein. Stecke die Dreiecke auf die Enden. Schiebe den

Bleistift durch das Loch des umgedrehten Tontopfes. Befestige den Stift von unten

mit etwas Knete am Tontopfboden. Steche die Nadel durch die Mitte des

Strohhalmes in den Radiergummi.


Windspiel

Wind und Wetter können meinem Windspiel so schnell nichts anhaben. Weißt du

warum? Ganz einfach – es wird aus einer Plastiktüte gebastelt! Wenn du eine bunte

Tüte nimmst, wird dein Windspiel nachher auch schön bunt aussehen.

Außerdem brauchst du: eine runde Käseschachtel, Alleskleber, Schere, stabilen

Faden

Trenne die Plastiktüte an beiden Seiten auf, jetzt hast du ein langes Stück. Schneide

einen 15 cm-breiten Streifen für den ‚Körper’ und viele 2 cm-lange schmale Streifen

für den ‚Schweif’ ab. Löse den Boden aus der Käseschachtel, bestreiche den Ring

von außen mit Alleskleber und klebe den breiten Plastikstreifen rundherum.

Befestige nun die schmalen Streifen mit Klebstoff (oder, noch besser, mit einem

Tacker) am unteren Rand. Mindestens eine ganze Nacht lang muss das Windspiel

jetzt austrocknen. Am nächsten Tag kannst du den Faden (25 cm lang) an der

Käseschachtel festknoten. Na, wo hängst du dein Windspiel auf?


Fliegende Fische

Durch unseren Garten fliegen bunte Fische. Sie drehen sich mit jeder Windböe und

flattern lustig herum - daran kann ich erkennen, aus welcher Richtung der Wind weht.

Für die fliegenden Fische brauchst du einen Plastikbecher oder Papprolle,

Japanpapier, Filzstifte, Schere und Zange, Doppelklebeband, Holzleim, Nagel,

Kerze, Tonpapier, Stricknadel, 2 Holzperlen, Bambusstock

Schneide einen 2 cm breiten Ring von einem Plastikbecher ab. Bemale einen

Streifen Japanpapier, und schneide die langen Seiten zur Hälfte schräg zu. Das

breite Ende klebst du mit doppelseitigem Klebeband an den Plastikring. Verklebe die

Ränder des Fischbauches mit Holzleim. Erhitze nun einen Nagel an der

Kerzenflamme und schmelze damit zwei gegenüberliegende Löcher in den

Plastikring. Schneide Fransen in den Schwanz. Bastele den Fischkopf doppelt aus

einem Streifen gefaltetem Papier. Lege die Schlaufe des doppelten Fischkopfes in

den Plastikring und verbinde beides mit einer Stricknadel. Auf deren Enden klebst du

Holzperlen als Stopper. Stecke nun deinen fliegenden Fisch in einen Bambusstock

und lasse ihn im Wind flattern.


Windscheibe

Manchmal am Abend, wenn es dämmert, setzen wir uns gemütlich auf die

Gartenbank und Großvater fängt an Geschichten zu erzählen, einfach so. Mein

Freund Michael Green und ich hören ihm gespannt zu. Großvater kennt sehr

spannende Geschichten von Tieren und Pflanzen, fernen Ländern, Sonne, Regen

und Wind: Von heftigen Stürmen und leichten Brisen, die man im Sommer so gerne

mag. Er erzählt von schlimmen Wirbelstürmen, die aussehen wie riesige Strudel in

der Luft und ganze Häuser davontragen. Ach ja - gleich kannst du mal ausprobieren,

ob der Wind deine selbstgebastelte Windscheibe trägt!

Auf einmal ist Großvater eingeschlafen und schnarchte, was das Zeug hält. „Das ist

auch eine Art von Wind“, flüsterte Michael Green, „das ist Schnarchwind.“ Wir

prusteten los vor Lachen – und es ist wirklich sehr schwer, leise zu prusten. „Ich

kenne noch mehr Winde“, flüsterte ich, und dann sind wir beide explodiert.

Großvaters Augen öffneten sich eine Spalt und sahen uns erstaunt an ........

Wenn du jetzt gerade ein wenig Zeit hast, dann zeige ich dir, wie die Windscheibe

gebastelt wird.

Halbiere ein rechteckiges Stück leichte Pappe mit dem Bleistift der Länge und der

Breite nach. Ziehe dann Striche diagonal von Ecke zu Ecke. Zeichne mit dem Zirkel

vom Mittelpunkt aus einen Kreis von 20 cm Durchmesser und einen zweiten Kreis

von 15 cm Durchmesser auf die Scheibe.

Schneide die ganze Scheibe aus und schneide die ‚Kuchenstücke’ bis zum inneren

Kreis ein. Nute mit dem Falzbein die auf dem Bild gestrichelten Linien und knicke die

Laschen abwechselnd nach oben und nach unten.


Die Windscheibe wird wie eine Frisbee-Scheibe geworfen. Wie schön sie mit dem

Wind tanzt und sanft auf den Boden trudelt...


Windhenne

Wenn es im Frühling richtig stürmt, und das kommt nicht selten vor, dann tobt der

wilde Flattervogel im Wind.

Du brauchst: ein großes Stück weiße Pappe, Plakatfarbe, Pinsel, Wasserpott,

Schere, Klebstoff, doppelseitiges Klebeband, leere Hülle und Deckel eines alten

Filzstiftes, Korken, Stricknadel, mit Wasser gefüllte standfeste Flasche

Knicke die Pappe einmal, zeichne eine dicke Henne darauf und schneide die Figur

doppelt aus. Male beide Hennen auf nur einer Seite bunt, sie schauen sich dabei an.

Witzig ist, wenn du sie unterschiedlich anmalst.

Klebe ein breites Stück doppelseitiges Klebeband auf die unbemalte Seite und

drücke die leere Filzstifthülle mit Deckel darauf. Bestreiche die übrige Fläche mit

Klebstoff, warte einen Augenblick und klebe dann die zweite Henne behutsam auf

die erste. Drücke beide Seiten der Henne noch einmal kräftig aufeinander.


Stich eine Stricknadel vorsichtig in einen Korken, drücke den Korken in die

Flaschenöffnung und setze die Windhenne darauf. Verbiege die Henne ein wenig,

nämlich den Schwanz etwas zu dir hin und den Kopf von dir weg. Dann verfängt sich

der Wind besser und lässt die Henne um so wilder toben. Huuiii .....


Im Windschatten

Eigentlich sollte man meinen, dass man bei einem Sturm hinter einem Baum gut

geschützt ist. Stimmt aber fast gar nicht, wie dieses Experiment zeigt.

Du brauchst: 1 Kerze, Streichhölzer, 1 Flasche

Stelle die Flasche vor dich auf den Tisch. Zünde die Kerze an und stelle sie hinter die

Flasche. Nun blase kräftig auf die Flasche. Die Kerze erlischt, obwohl sie eigentlich

durch die Flasche geschützt sein sollte. Was passiert da?

Der Luftstrom schmiegt sich der Rundung der Flasche an und trifft hinter der Flasche

nahezu ungebremst auf die Flamme, die dadurch erlischt. Genauso wenig Schutz

findest du im Wind hinter einem Baum oder hinter einer Litfasssäule.

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