Nr. 217, September 2009 - Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Köln

gruenekoeln.de

Nr. 217, September 2009 - Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Köln

KÖLNER MITGLIEDERRUNDBRIEF

NR. 217September 2009

ACH ET

BUNDESTAGSWAHL 27.9.2009


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INHALT UND EDITORIAL

EDITORIAL

Liebe Freundinnen und Freunde,

das „Mach Et“ macht sich! Vor euch liegt ein völlig neu gestaltetes

Heft, komplett vierfarbig und prall voll mit Informationen,

Berichten, Interviews und vielen Fotos! Ins Zeug

gelegt haben sich dafür vor allem unser Grafiker Dietmar

Putscher und natürlich wir, die Redaktion. Viel Spaß beim

Blättern, Stöbern, Lesen!

Inhaltlich steht das Heft ganz im Zeichen der Wahlen.

Europawahl und Kommunalwahl haben wir hinter uns –

mit fantastischen Ergebnissen! Bundestagswahl und Landtagswahl

stehen bevor. Und so startet das Heft auf Seite 3

mit einem Grußwort der neuen Kreisvorsitzenden Katharina

Dröge, die auf das, was war, zurückblickt und auf das,

was kommt, einstimmt. Weiter geht es auf den Seiten 4

und 5 mit der ausführlichen Vorstellung unserer BundestagskandidatInnen,

gefolgt von einer Doppelseite (Seiten

6 und 7) mit fotografischen Impressionen aus 20 Wochen

Wahlkampf und einer Analyse von Arndt Klocke.

Hans-Josef Fell, Bundestagsabgeordneter, schreibt auf Seite

8 über Erneuerbare Energien und zeigt, wie wichtig eine

GRÜNE Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl

ist. Wie immer gehört eine Seite der Grünen Jugend. Die

haben im Wahlkampf ganz besondere Aktionen gestartet.

Wer nicht weiß, was ein Flashmob ist, kann es auf Seite

9 nachlesen. In unserem großen Sommerinterview haben

wir diesmal Marlis Bredehorst auf den Zahn gefühlt. Die

Grüne Dezernentin plauderte mit Marion über ihren Job,

ihre Erfolge, aber auch ihre Niederlagen. Auf Seite 12 stellen

sich zwei weitere Arbeitskreise vor, auf Seite 13 haben

wir kurz Notiertes für euch gesammelt, und auf Seite 14

folgt die messerscharfe Machete; Adressen und Termine

gibt es wie immer zum Schluss.

So und nun heißt es: „Jetzt geht’s weiter!“ Euch und uns

einen vergnüglichen und erfolgreichen Bundestagswahlkampf!

Bis bald bei der einen oder anderen Aktion, auf

der Straße, an den Ständen, bei der Mitgliederversammlung

oder bei der Wahlparty! Es grüßt:

Die „Mach Et“-Redaktion

Christian und Christiane, Helma, Judith, Marion

IMPRESSUM

Die MachEt ist das offizielle Magazin der Kölner Grünen und wird ehrenamtlich

erstellt. Sie erscheint viermal im Jahr. Gedruckt auf Recyclingpapier.

Auflage 1.700

Anschrift: Redaktion MachEt, c/o KV-Büro Ebertplatz 23,

50668 Köln, Ebertplatz 23, 50668 Köln

0221-9 72 78 88 0221-9 72 78 89

redaktion@mach-et.de • machet@gruenekoeln.de

www.gruenekoeln.de

V.i.S.d.P.: Christian Schirmer

Redaktion: Christiane Martin (CvD), Marion Lüttig, Helma Pasch,

Christian Schirmer, Judith Hasselmann

Layout: Dietmar Putscher

Fotos: (wenn nicht anders vermerkt) Christiane Martin

Druck: Moosdruck, Leverkusen

Preis: 1€, Mitglieder kostenlos

Die Artikel spiegeln die Meinung des/der jeweiligen AutorIn wieder und

nicht unbedingt die der Redaktion oder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN,

KV Köln. Unverlangt eingesandte Manuskripte nehmen wir gerne

entgegen. Haftung wird nicht übernommen.

Die Redaktion behält sich vor, eingesandte Beiträge zu kürzen.

Inhalt

KREISVERBAND

Grußwort von Katharina Dröge 3

WAHLEN

KandidatInnen zur Bundestagswahl

am 27. September 2009 4

.......................................................................................

Impressio nen aus 20 Wochen Wahlkampf 6

.......................................................................................

Grüne auf der Erfolgsspur!? 7

ERNEUERBARE ENERGIEN

Die Zukunft braucht 100 % Erneuerbare Energie 8

GRÜNE JUGEND

Neue Formen für den Wahlkampf 9

INTERVIEW

Die GRÜNE Dezernentin 10

ARBEITSKREISE

AK Frauen – Blick auf Genderaspekte 12

.......................................................................................

AK Soziales – Von Köln-Pass bis Ein-Euro-Job 12

KURZ NOTIERT

40 Jahre CSD 13

.......................................................................................

Godorfer Hafen: Letzte Runde eingeläutet 13

.......................................................................................

GRÜN wächst 13

MACHETE

Studieren in Deutschland – drei Lösungen 14

PARTEI INTERN

Adressen 15

.......................................................................................

Termine 16

Kommunalwahlergebnis 2009

Sitzverteilung im Rat der Stadt Köln

CDU: 25

SPD: 25

GRÜNE: 20

FDP: 9

pro Köln: 5

FW-KBB: 1

DIE LINKE: 4

DEINE FREUNDE: 1

Quelle: http://wahlen.stadt-koeln.de/kommunalwahl/2009/wahlpraesentation

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MACH ET • NR. 217 • SEPTEMBER 2009


KREISVERBAND

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Liebe Kölner Grüne,

Ihr habt mich am 15. Juni 2009 zur

Sprecherin des Kreisverbandes gewählt.

Hierfür möchte ich mich noch einmal

bei Euch bedanken. Dieses Amt mitten

im Trubel der Wahlkämpfe zu übernehmen,

war ein bisschen wie der Sprung

ins kalte Wasser. Die letzten Wochen

vor der Kommunalwahl haben allerdings

vor allen Dingen unheimlich viel Spaß

gemacht.

Ich fand es sehr beeindruckend, mit welchem

Engagement so viele für ein starkes

Grünes Ergebnis gekämpft haben.

Wir hatten eine sehr hohe Präsenz, auf

Veranstaltungen, in den Veedeln und

zuletzt auch auf der Schildergasse. Wir

haben konsequent auf unsere Inhalte

gesetzt, auf Themen, die in Köln wichtig

sind, und haben uns dadurch deutlich

aus dem eintönigen „Köln kann (’s)” –

wahlweise „mehr oder besser“ der anderen

Parteien hervorgehoben. Mit krea -

tiven und bunten Aktionen wie Flashmobs,

Straßenzirkus, Boule-Turnier und

Rikscha-Aktionen haben wir außerdem

gezeigt, dass politische Botschaften interessanter

vermittelt werden können als

mit platten Plakatschlachten.

Die Kölner WählerInnen haben diesen

Einsatz am 30. August 2009 honoriert:

21,7 % Grünes Ergebnis stadtweit, 11

Direktmandate und 22.400 neue WählerInnen

sind ein deutlicher Vertrauensbeweis

für unsere Politik. Dieses Wahlergebnis

basiert natürlich vor allen Dingen

auf der guten Arbeit der Ratsfraktion

und der Bezirksvertretungen in den letzten

Jahren und bildet nun die Grundlage

für einen politischen Aufbruch in Köln,

den wir gestalten werden.

Wir werden vehement für eine Politik

kämpfen, die auf die Transparenz politischer

Entscheidungen setzt. CDU und

SPD haben durch diverse Skandale das

Vertrauen der KölnerInnen in die Glaubwürdigkeit

von Politik beschädigt. Wir

müssen dafür kämpfen, dass sich dies

wieder ändert. Uns trauen die Menschen

eine andere Politik zu. Wenn

wir überzeugend auf eine transparente

Politik setzen, die auch offen mit eigenen

Fehlern umgehen kann, können wir

auch NichtwählerInnen davon überzeugen,

dass sich politische Mitbestimmung

lohnt.

Eine wichtige Aufgabe

der nächsten

Jahre muss es

sein, diese Mitbestimmung

zu

fördern. Wir müssen

eine neue politische

Kultur in

Köln prägen. Eine

Kultur die Mitbestimmung

von

BürgerInnen ernst

nimmt und als

Bereicherung betrachtet.

Wie CDU

und SPD mit dem

Bürgerbegehren

zum Godorfer Hafen

umgegangen sind war ein großer

Fehler. Wir können nun, beispielsweise

bei der Entscheidung um den Standort

der Fachhochschule, zeigen wie man es

besser macht.

Dank des guten Wahlergebnisses haben

wir die besten Voraussetzungen dazu,

viele unserer Inhalte in den nächsten

Jahren umzusetzen. Jeder mögliche Koalitionspartner

wird sich daran gewöhnen

müssen, dass man mit den Grünen

auf Augenhöhe verhandeln muss – und

nicht nur als Juniorpartner. Die Durchsetzung

hängt allerdings auch von den

finanziellen Spielräumen der Stadt ab.

Wir müssen damit rechnen, dass der

Stadt 600 Millionen Euro in den nächsten

Jahren fehlen. Es erscheint deshalb

sinnvoll, dass wir uns frühzeitig mit diesem

Problem auseinander setzen, dass

wir ein nachhaltiges Gesamtkonzept

entwickeln anstatt die Diskussion bei

Einzelentscheidungen zu führen.

Dass wir uns prozentual mittlerweile auf

Höhe mit CDU und SPD befinden – viele

sehen die Grünen gar auf dem Weg

zur neuen Volkspartei – wird uns in den

nächsten Jahren allerdings auch vor einige

– besonders strukturelle – Herausforderungen

stellen. Schon in den letzten

Wochen ist deutlich geworden, dass wir

zu viele Aufgaben für zu wenige Leute

haben. Aus diesem Grund ist es dringend

notwendig, dass wir langfristige

Ideen entwickeln, wie wir die Zahl unserer

aktiven Mitglieder erhöhen.

In den nächsten Monaten stehen zunächst

zwei weitere wichtige Wahlen

an – am 27. September 2009 die Bundestagswahl

und im nächsten Jahr die

Landtagswahl. Auch hier lohnt es sich,

für ein gutes Grünes Ergebnis zu kämpfen.

Wenn wir das mit dem gleichen Elan

wie bei der Kommunalwahl tun, kann

auf jeden Fall nichts schief gehen. Ich

freue mich auf jeden Fall auf die nächsten

Monate mit Euch.

Katharina Dröge

Katharina

Dröge (dritte

von rechts) als

neue Sprecherin

im Kreise ihrer

Vorstandskolleginnen

und

-kollegen.

Ebenfalls neu

ist Ciler Firtina

(ganz links).

Die Kreismitgliederversammlung wählte

Katharina Dröge am 16. Juni 2009

zur neuen Sprecherin.

MACH ET • NR. 217 • SEPTEMBER 2009

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WAHLEN

KandidatInnen

zur Bundestagswahl

am 27. September 2009

Zur Bundestagswahl am 27. September 2009 haben die Kölner

Grünen für die drei Kölner und den Köln-Mülheim/Leverkusener

Wahlkreis folgende Kandidatinnen und Kandidaten

aufgestellt: für den Wahlkreis 94 (Porz, Kalk, Deutz, Nördliche

Innenstadt) Max Löffler, für den Wahlkreis 95 (Lindenthal,

Rodenkirchen und Altstadt/Süd sowie Neustadt/

Süd) Volker Beck, für den Wahlkreis 96 (Stadtbezirke Chorweiler,

Ehrenfeld und Nippes) Kerstin Müller und für den

Wahlkreis 102 Leverkusen/Köln-Mülheim Ulrike Kessing.

Klimawandels und der globalen l Hungerproblematik dürfen

nicht getrennt gedacht werden. Beide Konzepte lassen sich

nur schwer in wenigen Sekunden erklären. Aber genau darum

geht es auch nicht, es geht nicht um einfache Antworten, sondern

um kluge und nachhaltige Ideen zur Krisenbewältigung.

Das dauert ein paar Sekunden länger, aber es ist Zeit dafür.

Ich freue mich auf zwei intensive, grüne Monate mit euch. Aus

der Krise hilft nur Grün!

Foto: privat

Max Löffler

21 Jahre, VWL-Student, OV Innenstadt, nenst Bundestagsdirektkandidat

im Wahlkreis 94

und Bundessprecher der GRÜNEN JUGEND.

Ich freue mich als Direktkandidat für die Grünen ins Rennen

zu gehen. Ich hatte in den letzten Wochen das Glück, schon

an einigen Veranstaltungen teilnehmen zu können – besonders

die Diskussionen in Schulen und Berufskollegs sind immer

wieder spannend und motivierend. Dort herrscht meistens

nicht etwa eine generelle Politikverdrossenheit

vor, aber was es zuhauf

gibt, das ist ein Überdruss an erst

gegebenen und später gebrochenen

Versprechen diverser PolitikerInnen.

Auch in diesem Wahlkampf hat

der Überbietungswettbewerb längst

begonnen, egal ob Steuerentlastungen,

Unternehmensrettungen oder

konsolidierte Haushalte. Es klingt

einfach, in der Krise wollen die BürgerInnen

Sicherheit, darum her mit

den Versprechungen und weg mit

lästiger Ehrlichkeit.

Was ich in Schulen immer wieder

erlebe: Das Interesse an Politik ist da, das Interesse an den

wichtigen aktuellen Themen auch, egal ob Wirtschaftskrise,

Atomausstieg oder Kampf gegen die Erderwärmung. Auch

und gerade bei jungen Leuten, denn sie wissen sehr wohl, dass

das die entscheidenden Fragen für die eigene Zukunft sind.

Einfache Antworten, definitive Versprechen und Voraussagen

ziehen nur wenig. Stattdessen wird zugehört und nach nachhaltigen

Lösungen gesucht, die Bezug zur eigenen Lebensrealität

haben.

Mit unserem Bundestagswahlprogramm, dem „Grünen Neuen

Gesellschaftsvertrag“ und dem „Green New Deal“, haben

wir zwei Konzepte für drängende Probleme. Die Bewältigung

der Wirtschafts- und Finanzkrise und die Bekämpfung des

Volker Beck

lebt in Köln und Berlin. Seit 1994 Mitglied des Deutschen

Bundestages, von 1994 bis 2002 rechtspolitischer Sprecher

der Grünen Bundestagsfraktion,

seit 2002 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und seit

2005 menschenrechtspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion.

Zudem Mitglied im Parteirat.

Der Countdown bis zum 27. September läuft. Für uns ist klar:

Wir wollen stark genug werden, um die Weichen neu zu stellen

und die Signale in Deutschland auf GRÜN zu stellen. Und

das ist bitter nötig:

Stichwort Energie: Die Panne von Krümmel hat die Risiken

der Atomkraft erneut vor Augen geführt. Deutsche AKWs

entsprechen schlichtweg nicht mehr dem Stand von Wissenschaft

und Technik. Unbeeindruckt davon bleibt allerdings

die Bundeskanzlerin. Bei ihren Freunden vom Atomforum

behauptet sie allen Ernstes: „Deutsche Atomkraftwerke sind

die sichersten der Welt.“ Wir fordern: Die ältesten sieben

AKWs müssen sofort vom Netz,

ebenso wie der Pannen-Reaktor in

Krümmel. Die Atomaufsicht muss

den Ländern entzogen werden

und sämt liche deutschen AKWs

müssen schleunigst nach neuem

Sicherheitsstandard überprüft werden.

Stichwort Bürgerrechte im Netz:

Das von der Koalition ausgehandelte

Gesetz zur Sperre von Internetseiten

ist pure Augenwischerei

und eine Gefahr für die Freiheit

im Internet. Augenwischerei, weil

die scheußlichen kinderpornografischen

Inhalte mit dieser leicht zu umgehenden Sperre nicht aus

dem Netz gelöscht werden. Und ein gefährlicher Eingriff in die

Freiheit, weil – wie bei allen neuen Eingriffsinstrumenten – peu

à peu neue Begehrlichkeiten entstehen: Schon jetzt melden

sich Musikindustrie, Lotterie und JugendschützerInnen und

fordern weitere Sperren.

Foto: © guidorottmann.de

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MACH ET • NR. 217 • SEPTEMBER 2009


WAHLEN

Stichwort gleiche Rechte für Lesben und Schwule: Wir wollen

ein Diskriminierungsverbot im Grundgesetz. Denn ohne volle

Gleichberechtigung bleibt jedes Reden über Akzeptanz heiße

Luft. Mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft haben wir

2001 einen Grundstein gelegt und sie schrittweise dem Status

der Ehe angenähert. Damals war Deutschland noch Vorreiter.

Heute haben uns viele überholt. In Spanien, Belgien, Schweden

und den Niederlanden wurde längst die Ehe geöffnet. Das

ist der Weg der Zukunft, den auch wir gehen wollen, um die

Gleichstellung aller Lebensentwürfe zu vollenden.

Der Schutz der Menschen- und Frauenrechte, globale Gerechtigkeit,

der Vorrang ziviler Konfliktprävention und ökologische

Nachhaltigkeit – das ist der „Neue Grüne Gesellschaftsvertrag“

global gedacht. Dafür streite ich.

Ulrike Kessing

44 Jahre, ein Kind, wissenschaftliche h Mitarbeiterin beim

Landschaftsverband Rheinland, Mitglied bei den Grünen

seit 1986.

Der Wahlkreis 102, für den ich direkt

kandidiere, ist ein kleiner Exot

unter den Wahlkreisen. Er sprengt

Grenzen, weil er sich nicht auf den

Bezirk Köln-Mülheim beschränkt,

sondern auch das Stadtgebiet Leverkusen

umfasst. Mit seiner Sozial-

und Wirtschaftsstruktur ist er

für uns Grüne eine Herausforderung

und kein Heimspiel.

Doch gerade unsere Antworten auf

die Wirtschaftskrise, unser Angebot

zu einem neuen Grünen Gesellschaftsvertrag

können helfen die

drängenden Probleme im Bezirk zu lösen. Hier, wo besonders

junge Menschen und MigrantInnen von überdurchschnittlich

hoher Arbeitslosigkeit betroffen sind, wird ihnen die Chance

auf Teilhabe genommen. Deshalb wird es darauf ankommen,

jenseits der „Bürgerlichkeit“ mit grünen Argumenten zu punkten.

Wir müssen auch desillusionierte SPD-Wählerinnen und

Wähler davon überzeugen, dass soziale Gerechtigkeit bei Grünen

kein Schlagwort ist.

Ich möchte mithelfen, dass wir wieder die drittstärkste Kraft im

Bundestag werden und eine schwarz-gelbe Mehrheit verhindern.

Mein Gerechtigkeitssinn schreit laut auf bei der Vorstellung,

dass in Zeiten einer Wirtschaftskrise, die ihre Ursachen in

Profitstreben und dem Hochgesang auf den freien Markt hat,

gerade marktliberale Kräfte an Boden gewinnen. Ich möchte,

dass der nächste Bundestag aktiv wird, damit die Schere zwischen

arm und reich nicht weiter auseinander geht.

Neben der „Sozialen Gerechtigkeit“ gibt es ein weiteres Thema,

das für mich untrennbar zu den grünen und meinen eigenen

politischen Wurzeln gehört: Das kategorische „Nein zur

Atomkraft“. Auch wenn wir in den Medien gerade erleben wie

Umweltminister Gabriel den Trittin gibt, so gibt es nur eine

Aussage: „Original statt Fälschung wählen. Nur wo Grünen

drauf steht, ist der Ausstieg aus der Atomkraft drin!“

Ich freue mich schon auf die Debatten an den Ständen, mit

Euch – hoffentlich sehen wir uns in Mülheim oder Leverkusen!

Foto: privat

Kerstin Müller

lebt in Köln, ist Juristin und hat eine Tochter. Von 1990 bis

1991 Landesvorsitzende der Grünen in NRW.

Seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages, von 1994

bis 2002 Fraktionsvorsitzende; von 2002 bis 2005 Staatsministerin

im Auswärtigen Amt; zur Zeit außenpolitische

Sprecherin der Grünen im Bundestag.

Die globalen Herausforderungen

sind drängender denn je: Klimawandel,

Armut, Hunger, Rohstoffkrise

und Rüstungswettlauf – keines dieser

Probleme kann für sich gelöst

werden und kein Staat kann sie alleine

meistern.

Die aktuelle Finanzkrise muss jetzt

als Chance genutzt werden, damit

Hunger-, Klima- und Finanzkrise ge -

meinsam angepackt werden. Dazu

brauchen wir auch in der Außenpolitik

einen „Green New Deal“

für mehr Kooperation, Dialog und

einen fairen und nachhaltigen Interessenausgleich

zwischen Arm und Reich, um den Erhalt der

natürlichen Lebensgrundlage aller zu sichern.

Grüne Außenpolitik steht deshalb für eine neue Weltinnenpolitik,

die 1.) multilaterale Institutionen wie die UNO stärkt

und auf globale Kooperation setzt; die 2.) der wirtschaftlichen

Globalisierung strenge und allgemein verbindliche Regeln gibt;

die 3.) den Entwicklungsländern fairen Zugang zu unseren

Märkten verschafft und die sie bei der Energiewende und der

Anpassung an den Klimawandel unterstützt und die 4.) Verantwortung

beim weltweiten Schutz von Menschenrechten

und der Vorbeugung von Krisen übernimmt.

Ob wir, die reichen Industrieländer, wirklich zu einer gerechten

Globalisierung bereit sind, entscheidet sich für mich vor allem

in Afrika.

Wir Europäer dürfen nicht länger nur von Partnerschaft reden,

wenn wir es wirklich ernst meinen mit gleichen Entwicklungschancen

für alle. Wir müssen endlich bereit sein, die

gigantischen Agrarsubventionen abzubauen und gemeinsam

Frieden in Afrika aufzubauen. Dazu brauchen wir eine starke

demokratische Zivilgesellschaft. Gemeinsam müssen wir Menschenrechtsverbrechen

wie in Darfur oder Kongo verhindern.

Gerade hier zeigt sich: Frauen und Mädchen sind als Opfer

sexualisierter Gewalt besonders betroffen. Deshalb setzte ich

mich für eine konsequente Geschlechterperspektive in der

Friedenspolitik ein.

Foto: privat

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WAHLEN

Impressio nen

aus

20 Wochen

Wahlkampf

zusammengestellt von Christiane Martin

Höhepunkt im Kommunalwahlkampf: Grünes Straßenfest am

28. August 2009 auf dem Hohenzollernring. Jürgen Roters mischt

sich unverkrampft unter die Grünen Ratskandidaten. Alle strahlen

und geben zwei Tage vor der Wahl noch einmal ihr Bestes!

Stefan Peil im Wahlkampf: mit Rikscha und

Schwarzmeerflotte durch die Südstadt.

Ehrenfelder Grüne ganz stark: Plakatieren mit vereinten Kräften.

Politische Performance der Grünen Jugend

mit Besuch aus Berlin von Reinhard Bütikofer:

Der Klimawandel treibt das Wasser bis

zum Hals.

Wichtiges Thema „Bildung“: Die

geknechtete Schülerin aus Pappmacheé

lockte viel Publikum an den Grünen

Wahlstand am Rudolfplatz.

Sonnenblumenverteilen macht Spaß,

findet auch die am Schildergassenhaus

versammelte Polit-Prominenz.

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WAHLEN

Radeln mit Roters: Quer durch alle Veedel ging es bei den

Fahrradtouren, die Grüne und SPD gemeinsam veranstalteten.

Run of colours: Ein starkes Grünes Team

startete beim von der AIDS-Hilfe organisierten

Lauf. Mit dabei (v.l.n.r.): Arndt Klocke, Katharina

Dröge, Anna Rauch und Sven Lehmann.

Grüne auf der Erfolgsspur!?

Foto:

Roland

Von Arndt Klocke, Landesvorsitzender

Jetzt geht‘s los!

Die Europawahlen waren der Einstieg

in eine Kette von vier Wahlen in NRW

innerhalb von elf Monaten. Alle politischen

Ebenen werden neu gewählt, der

Marathon endet mit der Landtagswahl

am 9. Mai 2010. Wir Grüne sind mit

einem enorm starken Ergebnis aus der

Europawahl hervorgegangen und haben

bundesweit und auch in Köln gegenüber

2004 nochmals zulegen können. Bei der

Kommunalwahl haben wir unser bislang

bestes Ergebnis aus dem Jahr 2004 noch

einmal ausgebaut und sind bei landesweit

12 Prozent gelandet. Viele Menschen

haben honoriert, dass wir Grüne

als einzige Partei einen inhaltlich orientierten

Wahlkampf mit den drängenden

Kommunal- und Europa-Themen geführt

haben und auf der KandidatInnen-Liste

eine spannende Personalauswahl aus

bewährten und neuen Kräften hatten.

Inhaltlich konnten wir insbesondere mit

drei Themen punkten: der Energie und

Klimapolitik, sozial- und bildungspolitischen

Themen und der Wirtschaftspolitik.

Letzteres ist ein großer Erfolg

der grünen Europa-Wahlkampfstrategie,

da uns Grünen erstmals in größerem

Umfang Wirtschaftskompetenz zugeschrieben

wurde. Im Programm hatten

wir als Antwort auf die Krise den „Green

New Deal“ in den Mittelpunkt gestellt

und dazu viele Veranstaltungen und Aktionen

organisiert. Grüne denken Klimaschutz

und Wirtschaft zwar schon lange

zusammen, aber haben mit dem „Green

New Deal“ jetzt ein glaubwürdiges Konzept

vorgelegt um die wichtigen Schritte

aus der Krise zu beschreiben.

Nach den großen kommunalpolitischen

Erfolgen am 30. August 2009 geht es

jetzt zügig mit dem Bundestagswahlkampf

weiter. Wir Grünen wollen die

sogenannte „Große Koalition“ ablösen

und eine schwarz-gelbe Regierung in

Berlin verhindern. Im Wahlkampf werden

wir wieder mehrere Info-Touren

durch NRW anbieten und die Grünen

Konzepte auf Marktplätzen und in den

Innenstädten zur Diskussion stellen.

Schon im Kommunalwahlkampf haben

wir mit den Touren zur Bildungspolitik

und der Situation des ÖPNV in NRW ein

klares inhaltliches Profil gezeigt. Andere

Parteien wie CDU und FDP haben versucht

mit albernen Farbspieldebatten

um die Linken den Wahlkampf

auf Machtpolitik zu

reduzieren.

Dann geht‘s

weiter …

Schon jetzt richten sich die

Augen auch auf die NRW-

Landtagswahl am 9. Mai

2010. Diese Wahl wird

die einzige Landtagswahl

im nächsten Jahr sein und

findet sechs Monate nach

der Regierungsbildung in

Berlin statt. Je nach Ausgang

der Bundestagswahl

wird NRW damit

zum ersten Stimmungstest für die neue

Regierung. Wir Grüne werden unseren

konsequenten Weg fortsetzen und auch

diese Wahlen gut vorbereiten. Ende

November werden wir bei einem Landesparteitag

die Liste aufstellen und in

den Wochen danach intensiv über unser

Wahlprogramm diskutieren. Anfang Februar

werden dann bei einem weiteren

Parteitag unsere grünen Ideen für NRW

verabschiedetet. „Zeit für Grün“ ist es

dann auch wieder oder immer noch. Zeit

für die Abwahl der schwarz-gelben Landesregierung

sowieso. Wir gehen in die

Vollen und werden die Superwahljahre

09/10 im Frühjahr 2010 hoffentlich mit

der Abwahl der CDU/FDP Landesregierung

krönen. Grüne Erfolge in Serie,

so wünsche ich mir die Chronik dieses

Wahlmarathons.

Der Landesvorstand dankt allen Wahlhelferinnen

und Wahlhelfern für die

guten Kommunalwahlergebnisse.

Foto: Roland Lang Landesverband NRW

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ERNEUERBARE ENERGIEN

Die Zukunft braucht

100 % Erneuerbare Energie

Foto: Dietmar Putscher

Von Hans-Josef Fell,

Mitglied des Bundestages

Carbon capture and

storage

Klare Richtungsentscheidung

Die Bundestagswahl am 27. September

2009 steht nicht nur im Zeichen der

im Spätsommer 2008 aufgekommenen

Finanz krise, sondern auch unter dem

Zeichen der Hungerkrise und der sich

stetig zuspitzenden Klima- und Energiekrise.

Vor allem der immer schneller

fortschreitende Klimawandel und

die Verknappung der konventionellen

Energieressourcen stellen uns vor neue

Herausforderungen. Die Entscheidung,

die das deutsche Volk am 27. September

2009 fällt, ist daher auch eine Richtungsentscheidung

für die Zukunft der

deutschen Energiepolitik, der hiesigen

„Erneuerbaren-Energien-Branche“ und

nicht zuletzt eine Entscheidung über den

deutschen Beitrag zum Klimaschutz.

Unter einer schwarz-gelben Regierung

würden wir eine energiepolitische „Rolle

rückwärts“ zu erwarten haben. CDU/

CSU und FDP würden die Laufzeit der

Atomkraftwerke verlängern, neue Kohlekraftwerke

subventionieren, die alten

Energie- und Verkehrsstrukturen zementieren

und die Gesetze für Erneuerbare

Energien und den Klimaschutz beschneiden.

Zudem sind weder von CDU/CSU

noch von FDP dringend erforderliche

neue Maßnahmen, wie ein wirksames

Wärmegesetz für Erneuerbare Energien,

ein Effizienzgesetz, ein Biogaseinspeisegesetz

oder ökologische Reformen im

Verkehrssektor zu erwarten.

Aber nicht nur eine schwarz-gelbe Koalition

in Deutschland würde ab Oktober

2009 den Ausbau Erneuerbarer Energien

extrem blockieren. Wirksamer Klimaschutz

wird auch blockiert, weil viele

Industrienationen weiterhin auf Kohle

setzen. So sind in Deutschland – vor allem

mit Unterstützung der SPD – bereits

über 20 neue Kohlemeiler im Bau oder in

der Planung, in den USA sogar mehr als

Hundert. Ineffizient und CO2-intensiv

beschleunigen diese neuen Kohlekraftwerke

die Erderwärmung.

Angesichts der CO 2-Emissionen, die von

Kohlekraftwerken ausgehen, gibt es national

wie international von einigen Seiten

große Erwartungen an die Entwicklung

von Technologien zur CO 2 -Abscheidung

und Lagerung (Carbon cap ture and storage,

kurz CCS). CCS ist eine „End-of-

Pipe-Technologie“ mit hohen Risiken

und führt nicht zu der dringend erforderlichen

strukturellen Erneuerung der

Energieversorgung. Vielmehr werden

hohe finanzielle Aufwendungen in die

Erforschung eines Systems gesteckt,

dessen Effizienz und Klimaneutralität in

den Sternen steht. Hier wird Geld aus

dem Fenster geworfen, das bei der

Weiterentwicklung der Erneuerbaren

Energien fehlt.

Wir Grünen haben mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz

(EEG) gezeigt, wie

man die ökologische Erneuerung mit der

Stärkung der Wirtschaft und der Schaffung

Hunderttausender neuer Arbeitsplätze

zusammenbindet. Dieses grüne

Wirtschaftswunder wird von anderen

Nationen bestaunt und immer mehr kopiert.

Ich selbst habe mehrere Anfragen

aus dem US-Kongress, um Unterstützung

für ein EEG in den USA zu geben.

Foto: Dietmar Putscher

Foto: Dietmar Putscher

Eine grüne Regierungsbeteiligung nach

der Bundestagswahl würde verlässliche

Rahmenbedingungen für zukünftige Investitionen

schaffen, damit schon 2020

fast 54% der Stromerzeugung aus erneuerbaren

Quellen stammen werden.

Die aktuellen Wachstumspfade der

Erneuerbaren Energien zeigen dies als

realistische Option auf. Wir können und

müssen heute die richtigen Weichen

stellen, damit wir bereits bis 2030 eine

vollständige Stromgewinnung aus Wind,

Sonne, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme

haben und die Autos, Busse,

Bahnen weitgehend mit Ökostrom antreiben

können. Nur so mindern wir die

Abhängigkeit von immer teurer werdenden

importierten Brennstoffen und vermeiden

immer mehr CO 2-Emissionen.

Gleichzeitig sorgen wir so für technische

Innovationen und Investitionen, um der

Wirtschaftskrise mit einer Million neuer

Jobs wirksam zu begegnen

Bei der Wahl am 27. September 2009

brauchen wir eine klare Richtungsentscheidung:

weg von fossilen und nuklearen

Großkraftwerken! Für diese klare

Linie stehen nur Bündnis 90/Die Grünen.

Wir brauchen eine Energieversorgung,

die ausschließlich aus Erneuerbaren

Energien schöpft. Dafür haben wir die

Technologien, das Erneuerbare-Energien-Gesetz

und die nötigen klugen

Köpfe. Das ist der richtige Weg in eine

zukunftsfähige Energieversorgung, die

uns unabhängig macht,

Ölkriege vermeidet, Ar -

beitsplätze schafft und

den Klimawandel stoppt.

Aus der Krise hilft nur

eine Energiepolitik, die

100% GRÜN ist.

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MACH ET • NR. 217 • SEPTEMBER 2009


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Foto: C. Martin

Neue Formen für

den Wahlkampf

Von Lino Hammer

Es ist Samstag. Du hast noch nicht einmal

mit den Einkäufen angefangen.

Schon wirst du zugeschüttet mit Flyern

und Wahlprogrammen. Gelesen wird das

meiste dann nicht; es wandert ins Altpapier.

Klar sind Flyer und Programme

sinnvoll, um Menschen von unseren Positionen

und Anliegen zu überzeugen,

doch wirkliche Aufmerksamkeit wird so

meistens nicht erreicht.

Doch es geht auch anders! Mit unkonventionellen

Wahlkampfaktionen lassen

sich ebenso Wählerinnen und Wähler

gewinnen. Neugierig gemacht durch

kurze Aktionen, die das Wahlvolk auch

mal fragend zurücklassen können, wollen

wir die Menschen dazu bringen, sich

mit aktuellen Problemen und Missständen

auseinanderzusetzen und sich im

besten Falle auch noch unsere Positionen

dazu anzuhören.

Ob Straßentheater für Mindestlohn,

Fässer verstecken gegen Atomkraft oder

Flashmobs* für effizienten Klimaschutz.

Der Kreativität sind dabei (fast) keine

Grenzen gesetzt! Hauptsache bunt und

laut, auffallend und kreativ! Dass wir dabei

manchmal auch grüne Ideen hinterfragen

und weitergehende Forderungen

haben, muss wohl nicht extra erwähnt

werden.

Bei den Aktionen legen wir unser Augenmerk

hauptsächlich auf drei Themen:

* Der Begriff Flashmob bezeichnet einen kurzen,

scheinbar spontanen Menschenauflauf auf

öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen.

Flashmobs werden über Online-Communitys,

Weblogs, Newsgroups, E-Mail-Kettenbriefe

oder per Mobiltelefon organisiert.

1. BürgerInnenrechte

Nicht nur auf der Straße wird durch Videoüberwachung

und Ähnliches unser

Privatleben immer mehr überwacht;

auch im digitalen Leben wird zum Beispiel

durch die Vorratsdatenspeicherung

in unsere Rechte eingegriffen. Wir lassen

uns das nicht gefallen und kämpfen

für eine freiheitliche Gesellschaft, in der

alle frei entscheiden können, was mit ihren

Daten geschieht. Unsere Generation

ist die Generation Internet! Leider wird

Politik (teilweise auch bei den Grünen)

noch viel zu oft von Menschen gemacht,

die vom Internet keine Ahnung haben.

Beispiel: die von Ursula von der Leyen

auf den Weg gebrachten Sperren gegen

Kinderpornografie. Diese Netzsperren

tragen nicht dazu bei, Kindesmissbrauch

einzudämmen und zu bekämpfen, da sie

weder die Inhalte löschen, noch zur Verfolgung

der TäterInnen beitragen. Sie

sind lediglich ein Placebo-Instrument,

welches von technisch Versierten leicht

umgangen werden kann und das Problem

Kindesmissbrauch nur weiter verschleiert!

2. Soziale Gerechtigkeit

Für uns ist nicht einfach sozial, was Arbeit

schafft! Soziale Gerechtigkeit bedeutet

für uns, dass niemand in Armut

leben muss und eine hochwertige Gesundheitsversorgung

für alle genauso

wie gleiche Chance auf Teilhabe am öffentlichen

Leben ohne Gängeleien vom

Staat. Deshalb streiten wir für ein Recht

auf Ausbildung und eine Ausbildungsplatzumlage,

mit der dies ermöglicht

wird. Ebenso setzen wir uns für einen

gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro

ein, der es den Menschen ermöglicht,

von ihrer Arbeit leben zu können, sowie

für eine Mindestbezahlung von PraktikantInnen

von 350 Euro im Monat.

Foto: C. Martin

Flashmob am

18. August 2009

– Grüne Jugend

macht sich für mehr

Radwege stark.

3. Ökologie und Klimawandel

Wir wollen, dass Deutschland wieder

eine VorreiterInnenrolle beim Klimaschutz

einnimmt! Dafür müssen wir unsere

Pro-Kopf-Emissionen radikal senken

und brauchen von der Politik gestaltete

Rahmenbedingungen, die für jeden

Men schen ein gutes und klimafreundliches

Leben ermöglichen und gleichzeitig

die Wirtschaft, die Industrie, die

Energieerzeugung und die Gesellschaft

radikal ökologisch verändern.

Wahlkampf wird natürlich nicht nur auf

der Straße geführt. Damit möglichst

viele Menschen von unseren Aktionen

erfahren und sich mit unseren Forderungen

auseinandersetzen, muss der

Wahlkampf ins Netz getragen werden.

Durch Videos von den Aktionen auf

Youtube, Fotos im Facebook-Profil und

natürlich „Live“-Berichterstattung über

Twitter werden auch diejenigen erreicht,

die nicht das Glück hatten, vor Ort mit

dabei zu sein.

Natürlich können Aktionen den klassischen

Infostand nicht ersetzen, doch um

möglichst viele Menschen anzusprechen

kommt es auf die richtige Mischung von

„Entertainment“ und Informationen an.

Wenn ihr also Lust habt mit uns zusammen

auf unkonventionelle Art für grüne

Ideen und Inhalte zu werben, mailt uns

an: kontakt@gruene-jugend-koeln.de!

Foto: C. Martin

MACH ET • NR. 217 • SEPTEMBER 2009

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INTERVIEW

Die GRÜNE Dezernentin

Seit fast sechs Jahren ist Marlis Bredehorst

in Köln Dezernentin für Soziales,

Integration und Umwelt. Marion Lüttig

fragte sie im großen Sommerinterview

nach Erfolgen und Niederlagen, nach

Zielen und Wünschen.

Macht Dir Deine Arbeit eigentlich Spaß?

Ja, sehr. Ich glaube, ich habe meinen

Traumjob gefunden.

Welcher Erfolg ist für Dich der größte?

Erfolge habe ich dann, wenn ich so

nachhaltige Strukturen schaffen konnte,

dass diese auch ohne mich weiterleben

würden. Ich möchte aber einen Bereich

herausheben, der für mich das spektakulärste

Ergebnis grüner städtischer Sozialpolitik

ist: die Unterbringung von Flüchtlingen

in dieser Stadt. Seitdem wir mit

dem Runden Tisch für Flüchtlings fragen

nicht nur die unwürdigen Zustände in

unseren Flüchtlingsheimen beseitigen

und schon über die Hälfte aller Flüchtlinge

und Menschen ohne dauerhaftes

Bleiberecht in normalen Wohnungen

unterbringen konnten, gibt es in Köln

keine öffentliche Diskussion mehr um

dieses Thema. Damit entfällt nicht nur

ein wesentlicher Diskriminierungsgrund.

Auch die Rechtsextremen haben es bei

dieser Wahl gar nicht erst versucht, damit

zu punkten. Dies sah vor fünf Jahren

noch ganz anders aus.

Gab es auch Niederlagen? Und wenn

ja, welche?

Viele, ich kann sie gar nicht alle aufzählen.

Als Vertreterin einer Partei, die in

der Stadtverwaltung bislang kaum vorgekommen

ist, und als Dezernentin von

Ressorts, die nur als lästiges, teures und

wirtschaftsfeindliches Übel empfunden

werden, ist es normal, nicht immer offene

Türen zu haben.

Wie passen denn das Amt für Soziales

und Senioren und das Umwelt- und

Verbraucherschutzamt unter ein Dach?

Seitdem vor knapp zwei Jahren das Umwelt-

und Verbraucherschutzamt in meinen

Zuständigkeitsbereich gekommen

ist, stellen wir immer mehr Gemeinsamkeiten

und Zusammenarbeitsmöglichkeiten

fest. Erstens eint diese beiden Ämter

die eben erwähnte Gemeinsamkeit, dass

Marlis Bredehorst (rechts) und Marion Lüttig beim Grünen Straßenfest.

sie bei den Kürzungs- und Sparorgien

des letzten Jahrzehnts besonders „gefleddert“

worden sind. Es war niemand

da, der oder die laut erklärt hat, dass

gerade der soziale Zusammenhalt und

eine umweltfreundliche Stadt diese erst

lebenswert machen und gerade dies ein

wirtschaftsfreundlicher Faktor ist.

Wir stellen aber auch inhaltliche Gemeinsamkeiten

fest: eine gute Umweltpolitik

in einer Großstadt hat immer auch

eine hohe soziale Komponente. Gerade

Menschen mit wenig Einkommen kommen

selten heraus ins Grüne, also muss

das Grüne, gute Luft und guter Boden in

die Stadt, der Lärm gemindert werden.

Die soziale Seite muss mithelfen, den

Verbraucherschutz in die Schichten zu

bringen, die ihn am nötigsten brauchen.

Gute Ökologie- und Klimaschutzpolitik

sollte in einer Großstadt immer auch

am Menschen ansetzen, hier kann die

Sozialpolitik sehr hilfreich sein. Wir starten

gerade sehr innovative Projekte wie

z. B. Sauberkeit in Mülheim durch Bürgerbeteiligung,

ökologische Nischen in

benachteiligten Wohngebieten, Energieeffizienzberatung

für Menschen mit wenig

Einkommen.

In anderen Kommunen findet sich das

Umwelt- und Verbraucherschutzamt oft

im Bereich Planen und Stadtentwicklung

angesiedelt. Warum ist dies hier

anders?

Es hatte sich so ergeben, weil ich 2006

bei dem Neuzuschnitt der Dezernate

einzige grüne Dezernentin war und ich

beruflich lange im Arbeits-, Gesundheits-

und Verbraucherschutz gearbeitet

und insofern in den neuen Bereichen Erfahrung

hatte. Es gibt aber immer mehr

Städte, die ähnliche Zuschnitte haben.

Ich glaube, es ist auch wichtig, das Umweltamt

nicht im Bau- und Planungsbereich

anzusiedeln, damit mögliche Interessenkonflikte

auf gleicher Augenhöhe

ausgetragen werden können.

Warum ist auch das Gesundheitsamt

Teil deines Dezernates?

Gesundheitsämter sind meistens im Sozialressort

angesiedelt. Dies halte ich

für goldrichtig, da der allergrößte Teil

sozialer Probleme krankheitsbedingte

Ursachen hat. Dies geht schon im Kleinkindbereich

los: Arme Kinder sind häufiger

krank, das Gesundheitssystem wird

weniger häufig in Anspruch genommen,

dies verstärkt und verschlimmert sich im

Laufe des Lebens immer mehr und kann

schließlich zu Arbeitslosigkeit, Drogenabhängigkeit

oder Kriminalität führen.

Das öffentliche Gesundheitssystem hat

– als eine seiner Hauptaufgaben – diese

Fehler auszugleichen. Das Kölner Gesundheitsamt

ist in dieser Hinsicht ohnehin

führend in Deutschland. Wir haben

aber festgestellt, dass die Zusammenarbeit

mit dem Sozialressort noch wesentlich

weiterentwickelt werden muss.

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MACH ET • NR. 217 • SEPTEMBER 2009


Z U R P E R S O N

Welches sind denn die größten Dezernate

in Köln?

Nach Ausgaben meins, nach MitarbeiterInnen

das Jugend-, Schul- und Bildungsdezernat,

nach Zahl der Ämter

und Ausschüsse das Dezernat für Stadtentwicklung,

Planen und Bauen.

Wenn ich richtig gezählt habe, verantwortest

Du neun Ämter. Ist dies bei den

anderen Dezernaten auch so zahlreich?

Wie kommt es dazu?

Mir sind zwar neun Dienststellen zugeordnet,

dies sind aber nicht alles Ämter.

Zu den Ämtern zählen nur das Sozialamt,

das Gesundheitsamt, das Wohnungsamt

und das Umweltamt. Dann ist da noch

der Wohnungsversorgungsbetrieb, eine

eigenständige relativ große Dienststelle,

die alle obdachlosen Menschen dieser

Stadt unterbringt. Die übrigen Dienststellen

sind sehr klein. Es sind zum einen

das Interkulturelle Referat und das Büro

der Behindertenbeauftragten, die – klein

aber fein – mit ihren Bereichen als Querschnittsdienststellen

in alle Ämter der

Stadtverwaltung hineinwirken. Zum anderen

der arbeitssicherheitstechnische

und der arbeitsmedizinische Dienst, die

allein intern für die MitarbeiterInnen

der Stadtverwaltung da sind. Manchmal

nennen wir unseren Bereich „Dezernat

für bunte Angelegenheiten“, immerhin

sorgen wir für den Artenschutz

von Mensch, Tier und Pflanze in unserer

Stadt. Ich glaube, in der Stadtpolitik

werden die Bereiche Stadtentwicklung,

Bildung und Kultur immer für wichtiger

gehalten. Tatsächlich ist in meinen Bereichen

nicht alles selbst zu gestalten, weil –

gerade im Umwelt- und im Sozialrecht

– vieles vom Gesetz her vorgegeben ist.

Die Menschen in Köln interessiert es allerdings

sehr, wie die Gesetze vor Ort

ausgeführt werden. Zum Beispiel haben

wir es hinbekommen, trotz Hartz IV in

Köln keinen Zwangsumzug veranlasst zu

haben.

Was müsste getan werden, um die Anzahl

der Dezernentinnen bei der Stadt

zu erhöhen?

Leider ist in der Frage der Dezernenten

und Dezernentinnen die parteipolitische

Ausrichtung allein ausschlaggebend. Wir

haben im Rat keinen Konsens, im Stadtvorstand

eine Geschlechtergerechtigkeit

herzustellen.

Spielt die Tatsache, dass Du lesbisch

bist, für den Oberbürgermeister oder

die KollegInnen eine Rolle?

Marlis Bredehorst ist seit August 2003

grünes Mitglied und seit Oktober 2003

vom Rat gewählte Beigeordnete der

Stadt Köln. Sie leitet das Dezernat V

– Soziales, Integration und Umwelt.

Ihre Amtszeit endet im Oktober 2011.

Marlis Bredehorst – 1956 in Hamburg

geboren – ist Juristin und Soziologin.

Abgerundet wurde die Studien- und

Referendarszeit mit einem Sozialpädagogischen

Zusatzstudium, Mitarbeit in

der Studentischen Selbstverwaltung,

Per sonalratstätigkeit im Referendariat

mit zahlreichen Aktivitäten in der Frauen-

und autonomen Bewegung.

Nach einer kurzen wissenschaftlichen

Tä tig keit begann sie ihre berufliche Tä tigkeit

1988 in der Hamburgischen Arbeits-,

Ich glaube, ich war am Anfang meiner

Amtszeit sehr exotisch – als erste grüne

Dezernentin, als Frau, die ihre Meinung

offensiv vertritt, und als Lesbe. Durch

meine Lebenspartnerin, die evangelische

Pfarrerin ist, wurde dann auch ziemlich

schnell deutlich, dass ich protestantisch

bin. Dies alles zusammen musste von

vielen erst einmal verdaut werden. Inzwischen

haben sich fast alle daran gewöhnt

und haben gemerkt, dass auch

lesbische protestantische grüne Frauen

durchaus normal sind.

Hat sich Dein Blick auf MigrantInnen

verändert seit Du Dezernentin bist?

Ja, auf jeden Fall. Ich fasse mir jeden Tag

an die eigene Nase und wundere mich

über die Bilder und Stereotypen, die

Gesundheits-, und Sozialverwaltung, in

der sowohl kommunale Aufgaben als

auch ministerielle Tätigkeiten anfielen.

Sie erarbeitete unter anderem einen

Entwurf eines Arbeitsschutzgesetzbuches

für den Bundesrat und vertrat das

Land in Ausschüssen des Bundesrates.

1995 wurde sie Direktorin der Landesunfallkasse

Hamburg, dem Träger der

gesetzlichen Unfallversicherung der öffentlichen

Hand.

1998 zog sie nach Köln und leitete bis

2003 den Rheinischen Gemeindeunfallversicherungsverband

in Düsseldorf.

Diverse Lehraufträge an Universität und

Fachhochschulen (Arbeits-, Sozial- und

Verwaltungsrecht, Gesundheitswissenschaften)

ergänzen ihre beruflichen Aktivitäten.

Marlis Bredehorst (links) und Marion Lüttig in angeregtem Gespräch.

auch ich im Kopf habe. Wir haben in unserer

Gesellschaft wenig Kultur, darüber

zu reden und dies zuzugeben. Als Lesbe

weiß ich, dass Heteros manchmal diskriminierend

sind, ohne dies zu merken.

Ähnliches gilt für mich aber genauso in

Bezug auf MigrantInnen.

Wenn Du es Dir aussuchen könntest,

welche Maßnahme würdest Du sofort

bewilligen?

Noch mehr Anstrengungen und Grundstücke

für den öffentlich geförderten

Wohnungsbau sofort. Eins unserer größten

sozialen Probleme in dieser Stadt,

die wir selbständig lösen können, ist der

Mangel an preiswertem Wohnraum.

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ARBEITSKREISE

AK Frauen

Blick auf Genderaspekte

von Brigitta von Bülow

Der Arbeitskreis Frauen hat Alleinstellungsmerkmale,

die ihn einzigartig machen.

Der AK ist zwar ein Fraktionsarbeitskreis,

dennoch ist er keinem

bestimmten Ratsausschuss zugeordnet.

Stattdessen verfolgt er das Ratsgeschehen

aus frauenpolitischer Sicht in Gänze.

Das ist Stärke und Schwäche des AK

zugleich.

Es geht also selten darum, Vorlagen

durchzuarbeiten. Stattdessen – da kommen

wir zur Stärke – kann der AK wichtige

Anregungen für sehr unterschiedliche

Themenbereiche geben, sei es frauengerechte

Stadtplanung, die Gleichstellung

von Frauen in der Arbeitswelt, die

Darstellung von Frauen im öffentlichen

Raum, die Gesundheitsberatung von

Frauen, den Frauenförderplan und so

weiter. Wir setzen uns zum Beispiel dafür

ein, dass die geschlechtersensiblen

Beratungsstellen, Frauenhäuser sowie

Frauen- und Mädchenprojekte erhalten

und nach Möglichkeit ausgebaut

werden und dass diese

Anlaufstellen mit interkultureller

Kompetenz

auszustatten sind.

Und Themen wie „Gender

mainstreaming“ und

„Gender budgeting“ sind natürlich Kerngeschäft

des Ganzen. Leider sind diese

Themen innerhalb der Stadtverwaltung

nicht in erforderlichem Umfang umgesetzt.

Daher heißt es auch hier, Konzepte

zu entwickeln, das Verwaltungshandeln

kritisch zu begleiten und Vorschläge zu

erarbeiten. Zusammen mit dem Parteivorstand

werden die Frauenmitgliederversammlungen

vorbereitet.

Weiteres Alleinstellungsmerkmal des AK

Frauen ist, dass die Grünen als einzige

Ratsfraktion überhaupt einen AK Frauen

und eine frauenpolitische Sprecherin

haben.

Wir als AK sind beziehungsweise ich als

frauenpolitische Sprecherin bin vernetzt

mit Frauenprojekten in Köln, mit dem

Frauenmitgliederversammlung

Runden Tisch „Frauen“ bei dem Frauenprojekte

Ratsfrauen treffen. Daneben

stellen wir uns der Diskussion um einen

möglichen Frauenausschuss. Wir haben

die innerparteiliche Diskussion um „Kultur

im Bordell“ und Prostitution angestoßen

und auch durch eine Fachveranstaltung

vertieft. Es gibt also viel zu tun

und zu überlegen. Wir hoffen, dass sich

der AK nach der Kommunalwahl wieder

gut neu strukturieren wird, denn nach

wie vor ist ein starker AK Frauen wichtig

um die Genderaspekte nach vorn zubringen.

Kontakt: Sabine Geilenkirchen

Tel: 0221/22125 914

sabine.geilenkirchen@stadt-koeln.de

AK Soziales

Von Köln-Pass bis Ein-Euro-Job

von Ossi Helling

Seit etlichen Jahren arbeitet der Arbeitskreis

Soziales im Rahmen der Fraktion.

10 bis 15 Menschen treffen sich etwa

10-mal im Jahr, um aktuelle kommunale

soziale Fragen zu besprechen und

Vorschläge für die Beschlussfassung der

Fraktion zu entwickeln.

Die Mitglieder des Arbeitskreises kommen

aus dem Bereich der freien Träger,

der Verbände; zudem kommen einzelne

Interessierte aus der Partei. Natürlich

sind die Grüne Sozialdezernentin Marlis

Bredehorst und ihre persönliche Referentin

auch ständige Mitglieder dieses

Kreises.

Das Erfrischende des AK besteht darin,

dass hier nicht einzelne Lobby-VertreterInnen

sitzen, die jeweils das Beste für

„Ihr Projekt“ raushauen wollen, sondern

dass alle Interesse an der Weiterentwicklung

Grüner Kommunalpolitik haben.

In den letzten Monaten wurden unter

anderem Themen wie die Erweiterung

des „Köln-Passes“, eine bessere Finanzierung

von Schwangerschaftsverhütung

für Köln-Pass-Inhaberinnen, aktuelle

Probleme mit der Integrationspolitik

der ARGE wie die Beauftragung von

„Ein-Euro-Jobs“, die Weiterentwicklung

der Kölner Sozialraumpolitik, die Barrierefreiheit

für Behinderte, das persönliche

Budget für Behinderte, der Kampf

gegen die Kinderarmut bis hin zu Hundesteuer-Ermäßigung

für Hartz IV-EmpfängerInnen

behandelt.

Der AK ist oft geprägt durch Schwerpunktthemen,

die von den ReferentInnen

fachkundig vorbereitet werden. Er strebt

eine punktuelle Zusammenarbeit mit

anderen AKs, wie zum Beispiel Jugend,

Stadtentwicklung oder Migration an.

Besonders erfreut waren wir vor einigen

Wochen, als die Initiative innerhalb des

Kreisverbandes entstand, einen AK So-

ziales bei der Partei zu gründen. Denn

schon häufiger haben InterssentInnen

geäußert, nicht in den engen Bahnen

der kommunalen Sozialpolitik diskutie -

ren zu wollen, sondern eher bundespolitisch

orien tiert. Fragen wie die grundsätzliche

Position zu Hartz IV, Grundsicherung,

Armutsbekämpfung, Umbau

des Sozialstaates könnten hier zukünftige

Themen sein.

Die Termine der beiden Arbeitskreise

sind über die Fraktion

(Susanne Kremer-Buttkereit,

Tel: 0221/22125916, susanne.kremerbuttkereit@stadt-koeln.de)

bzw. über den Kreisverband

(Katharina Dröge, 0151/55627097,

katharina.droege@gruenekoeln.de)

zu erfragen.

Foto: St. Hofschlaeger/Pixelio

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KURZ Xxxxxxxxx

NOTIERT

40 Jahre CSD

von Marie Luise Hanuta,

Verein für angewandte Lesbizität

Heiß war´s, bunt war´s, voll war´s und

Grün war´s! Der Jubiläums-CSD zum 40.

Jahrestag liegt hinter uns. Unter dem

Motto: „Unsere Freiheit hat Geschichte.

40 Jahre CSD.“ haben Lesben und

Schwule gemeinsam mit ihren heterosexuellen

Freundinnen und Freunden zurückgeblickt

auf 40 Jahre, die die Welt

verändert haben. Einmal mehr haben die

zahlreichen Besucherinnen und Besucher

aus dem In- und Ausland ein rauschendes

Fest gefeiert. Gefüllt mit Stolz und

Lebensfreude. 700.000 Besucherinnen

und Besucher jubelten am 5. Juli einer

fantasievollen und inhaltsreichen CSD-

Parade zu. Hunderttausende besuchten

das Straßenfest in der Kölner Altstadt.

Für uns Grüne war es wie jedes Jahr

auch eine logistische Herausforderung.

Ein Termin jagte den nächsten, denn

drei Tage mit politischen Debatten, Demonstrationen

und Galas binden viele

Aktive. Trotzdem waren Grüne mal wieder

großartig präsent: ob bei der Aids-

Benefiz-Gala am Freitag, der Verleihung

der Kompassnadel im Gürzenich an Theo

GRÜN wächst

Am 7. August 2009 begrüßten die Vorstandsmitglieder

Kirsten Jahn und Ciler

Firtina feierlich das 800. Mitglied des

Kreisverbandes. Susanne Bonne mann

war wenige Tage zuvor bei Bündnis 90/

DIE GRÜNEN eingetreten und freut

sich nun auf die Mitarbeit in Deutschlands

drittgrößtem GRÜNEN Kreisverband.

Die 34-Jährige hat bis vor kurzem

in Neuseeland gelebt und sich inten siv

auch dort bei den Grünen enga giert.

Der Kreisverband Köln ist in zwi schen

um weitere 16 Mitglieder gewach sen!

Zwanziger (DFB) am Samstag, auf der

Polit-Bühne auf dem Alter Markt, beim

2. Grünen Lesbenempfang im Kölner

Rathaus, am Infostand am Heumarkt

oder bei der CSD-Parade am Sonntag.

Foto: Judith Hasselmann

Godorfer Hafen:

Letzte Runde eingeläutet

von Manfred Giesen, OV Rodenkirchen

Das Naturschutzgebiet „Sürther Aue“ ist

zum Großteil gerodet, aber noch wurden

keine konkreten Baumaßnahmen zur

Erweiterung um ein Hafenbecken für

Containerumschlag begonnen. Der

Kampf um Natur und sinnvollen Ressourceneinsatz

geht in zweierlei Hinsicht

nun in die letzte Runde. Die nächsten

Monate werden sowohl auf juristischer

wie auch auf politischer Ebene Entscheidendes

bringen.

Zunächst zur Lage aus juristischer Sicht:

Am Mittwoch, dem 2. September 2009,

hat das Verwaltungsgericht Köln zu den

Anwohnerklagen das Urteil verkündet.

Der Planfeststellungsbeschluss zum

Ausbau des Godorfer Hafens wurde für

ungültig erklärt. Dies bedeutet de facto

Baustopp! Natürlich kann die unterlegene

Hafengesellschaft HGK in Berufung

gehen. Auch wären über die Aufstellung

eines Bebauungsplans die vom Gericht

festgestellten Mängel zu heilen. Doch

ganz gleich, wie das Oberverwaltungsgericht

dann entscheiden würde, juristisch

kann das Projekt nur verzögert,

nicht aber gänzlich gestoppt werden.

BAUSTOPP!

Dazu ist die politische Ebene erforderlich.

Der Ausbaubeschluss der bisherigen

Ratsmehrheit von CDU/SPD muss

revidiert werden. Beide Parteien haben

den Kölnern den angestrebten Bürgerentscheid

trotz einer mehr als ausreichenden

Zahl von Unterschriften verweigert.

Nicht verweigern konnte man

aber den Bürgerinnen und Bürgern die

Abstimmung in der Kommunalwahl.

Hier wurde die Grundlage geschaffen,

mit veränderten Mehrheiten eine neue

politische Kultur zu schaffen. Mit starken

Grünen hat der Rat nun eine fundierte

Grundlage, diesen ökologisch fatalen

und wirtschaftlich unsinnigen Hafenausbau

endgültig zu stoppen!

Website: www.suerther-aue-retten.de

Sonntags: 14-18 Uhr „Auencafé” an der

Sürther Aue – für alle Interessierten.

29.5.09 • Demo am Godorfer Hafen anlässlich

des 1. Spatenstichs zur Hafenerweiterung.

Foto: Foto: ????????????????????

Rolf Kox Foto: Judith Hasselmann

Foto: Judith Hasselmann

MACH ET • NR. 217 • SEPTEMBER 2009

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MACHETE

Studieren in Deutschland –

drei Lösungen

Bildungsstreik – in diesem Sommer wurde

die deutsche Öffentlichkeit abermals

dem Spektakel der jammernden

Studierenden ausgesetzt. Wird sich in

Deutschland denn die Hochschulpolitik

niemals modernisieren lassen? Bei Leistungsdruck,

Bologna-Prozess und Studiengebühren

versucht immer wieder eine

lautstarke Minderheit den anständigen

KommilitonInnen ihre asoziale Ablehnungshaltung

aufzudrängen.

Das muss man jedoch nicht sofort verurteilen.

Bei aller Empörung über die von

Bildungsministerin Schavan zu Recht

als „rückwärtsgewandt“ bezeichneten

Forderungen dieser Querulanten, müssen

wir das auch menschlich sehen.

Diese faulen, egoistischen Störenfriede

sind noch jung, kommen vermutlich aus

„progressiven“ Elternhäusern, wo ihnen

der Wert der deutschen Tüchtigkeit vorenthalten

worden ist. Die befreiende

Wirkung des Fleißes wurde ihnen verschwiegen.

Die Entwicklung des „Ichs“

und freiheitliches Herumdebattieren

wurde ein höherer Stellenwert eingeräumt

als den Kernwerten Arbeit, Heimat,

Familie.

Welche Chance haben Kinder solcher

Elternhäuser? Woher sollten sie auch

gelernt haben, dass Arbeit, Eigenverantwortung

und Wettbewerbsgeist die Mittel

sind, die uns nach vorne bringen? Die

Vermittlung solcher Wahrheiten können

von Grünen, Sozis und Alt-68ern nicht

erwartet werden; deshalb präsentiert

Machete im Folgenden drei konstruktive

Vorschläge zum Reifungsprozess der

spätpubertären deutschen Jugend. Mit

dem Programm: „Jobben, Flaschensammeln,

Betteln“ können alle, die es

wollen, sich bestens für den täglichen

Kampf des Studierens in Deutschland

rüsten.

1. Jobben

Wer von Arbeitslosigkeit

spricht, hat schon

verloren. Ja, das Angebot

an Nebenjobs wird

geringer, also nichts

wie hin! Schnell nach

vorne stürmen, bevor Dir ein anderer

die Arbeit wegnimmt! Mit Kellnern und

Kloputzen – vielleicht sogar beidem, falls

die Schichten sich nicht überschneiden –

lässt sich ein Studium hervorragend teilfinanzieren.

Müde? Kannst Dich nicht

konzentrieren? Nichts da! Vergiss es!

Und sprich ja nicht von „Mindestlohn“!

Wir wollen die deutsche Wirtschaft nicht

in den Ruin treiben. Willst Du mehr Geld,

so arbeite länger. Bei akutem Bedarf gibt

es auch noch Schwarzarbeit auf der Baustelle

oder beim Spargelstechen. Neben

dem „Polenstrich“ gibt es für Studentinnen

auch den echten Strich – Vereinbarkeit

von Bildung und Rotlichtmilieu

muss nichts Utopisches sein.

2. Flaschensammeln

Eine überraschend gute Einkommensquelle.

Überlege es Dir: Auf jede zurückgebrachte

Bierflasche gibt es 15 Cent –

ein gefundenes Fressen! In einem städtischen

Park an einem heißen Sommertag

chillen etliche Besserverdienende,

die sich den Luxus erarbeitet haben, am

Wochenende nicht jobben zu müssen.

Für solche Leute lohnt es sich, die Mühe

des Flaschenwegbringens outzusourcen.

Das Ergebnis? Mehr Arbeit für die,

die es nötig haben! Straßenmülleimer

stellen auch eine reichhaltige Pfandflaschenquelle

dar. Bei einer Flaschenquote

von 500 am Tag (durchaus machbar,

wenn Du tüchtig bist und Dich gegen

die Konkurrenz durchzusetzen verstehst)

kommen dabei 75,- Euro brutto für netto

raus, steuerfrei, ohne Sozialabgaben

und ohne Krankenversicherung. Hunderttausende

Hartz IV Empfänger in

Deutschland sind bereits darauf angewiesen,

ihr Einkommen auf diese Weise

aufzustocken.

3. Betteln

© Susanne Güttler - Fotolia.com

Wer BAföG bezieht, bettelt sowieso

schon. Der Glaube, dass es legitim sei,

sich Geld umsonst schenken zu lassen,

hat sich leider Gottes nun in unserer

Republik schon verbreitet. Jetzt sorgen

Studiengebühren und konsequente Regelstudienzeiten

immerhin für den Ausgleich:

Die Universitätsausbildung musst

Du Dir selber verdienen, und wenn Du

den Abschluss nicht rechtzeitig schaffst,

stehst Du ziemlich dumm da. Und das ist

gut so. Nichts ist umsonst in dieser Welt,

und je schneller Du das verstehst, desto

besser. Dennoch laufen da draußen

immer noch Leute herum, die an Bettler

ihr Geld verteilen wollen. Daher lohnt es

sich, das Studium auf diese Art zu finanzieren.

Empfohlen wird die Obdachlosigkeit

auf Zeit, damit Du Dein WG-Zimmer

untervermieten kannst und durch das

authentische Pennertum einen glaubwürdigeren

Eindruck auf die Passanten

machen kannst, die Du zu belästigen gedenkst.

So ist viel Geld zu verdienen. Sei

aber getrost in dem Wissen, dass Deine

Bettel-Zeit nur bis zum Semesteranfang

dauert, und dass Du danach wieder in

Deine beheizte WG einziehst. Du bettelst

aus freien Stücken, im Gegensatz

zu denen, die im Leben nichts Besseres

verdient haben.

Machete appelliert an den gebildeten

Menschen: Bevor Du Dich wegen der

brutalen Ehrlichkeit dieses Programms

empörst, bitte überprüfe diese aufrichtigen

Vorschläge, vor allem auf ihren

praktischen Nutzen für StudentInnen

in Zeiten der großen Koalition. Falls unsere

Zukunft, wie vielerseits erwartet,

schwarz-gelb wird, so werden die oben

aufgeführten Inhalte umso relevanter.

Also ausschneiden und aufheben.

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MACH ET • NR. 217 • SEPTEMBER 2009


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ADRESSEN

Kreisverband Köln (KV)

...............................................................

Ebertplatz 23 • 50668 Köln

Di. 14-16, Do. 11-13 Uhr

buero@gruenekoeln.de

< www.gruenekoeln.de

Bank für Sozialwirtschaft

BLZ 370 205 00, Kontonr. 81 44 300

Geschäftsführerin: Dr. Diana Siebert

buero@gruenekoeln.de

0221- 732 98 56

Wahlkampfmanager: Marc Schulz

wahlkampf@gruenekoeln.de

0221-73 29 856

Mitgliederbetreuung: Kevin Liebig,

adressen@gruenekoeln.de

0221-73 29 855, Mo.-Do. 10:30-14 Uhr

Vorstand

E-Mail: vorname.nachname@gruenekoeln.de

Katharina Dröge 0151-55627097

Stefan Peil 0173-25 00 588

Manfred Waddey 0173-932 03 64

Ciler Firtina 0178-85 57 226

Kirsten Jahn 0176-666 951 59

Christian Schirmer 0221-94 64 30 82

Ortsverbände (OV)

................................................................

Website immer www.gruenekoeln.de/bezirke/bezirkX,

z.B.: www.gruenekoeln.de/bezirke/bezirk1

OV 1: Innenstadt / Deutz

Marc Müller marc.mueller@gruenekoeln.de

0221-999 00 75

OV 2: Rodenkirchen

Frank Theilen von Wrochem 02236-33 49 30

Regine Icking 02232-94 98 48

OV 3: Lindenthal / Sülz

Sabine Pakulat

sabine.pakulat@gruenekoeln.de

OV 4: Ehrenfeld

Matthias Welpmann 0221-95 45 382

welpmann@web.de

OV 5: Nippes

Marion Lüttig 0179/ 670 8207

maluettig@web.de

OV 6: Köln-Nord / Chorweiler

Wolfgang Kleinjans 0221-79 42 58

nc-kleinjwo@netcologne.de

OV 7: Porz / Poll

Helga Perseke 0221-62 02 544

h.perseke@web.de

OV 8: Kalk

Karin Schmidt 0177-398 50 89

alhambra-karin@web.de

OV 9: Mülheim

Manfred Winnen 0172-90 30 295

gruene9@yahoo.de

Parteiarbeitskreise

................................................................

Internationales

Patrick Kopischke 0221-47 42 043

ak-internationales@web.de

Konsum

Sabine Lydia Müller 0172-8 87 08 87

info@konsum-ist-macht.de

Lesben

Regina Kobold 0221-221-25 917

regina.kobold@stadt-koeln.de

Schwule

Andreas Wolter 0179-54 71 119

andreas.wolter@netcologne.de

Wirtschaftspolitik

Dieter Schöffmann

ak-wirtschaft@gruenekoeln.de

Demokratie und Recht

Olaf Terre 0172-21 49 578

< www.ak-demokratie.blogspot.com

Grüne Jugend

................................................................

Dörte Esters, Lino Hammer

kontakt@gruene-jugend-koeln.de

< www.gruene-jugend-koeln.de

Ratsfraktion

................................................................

Gülichplatz 3 • 50667 Köln

Mo.-Fr. 9-12, Mo., Di., Do. 13-16 Uhr,

Mi. 13-19 Uhr, 0221-25 919 0221-24 555

gruene-fraktion@stadt-koeln.de

jeden Mi. 19.00 Uhr, Ratsfraktion

(„Mittwochskreis“)

Ratsarbeitskreise

................................................................

Ab 21. Oktober 2009 ist die neue Stadtratsfraktion

im Amt. Daraus können sich Änderungen bei

den Arbeitskreisen ergeben. Informationen dazu

können bei gruene-fraktion@stadt-koeln.de oder

unter 0221-221 259 17 abgefragt werden.

Allgemeine Verwaltung

Andreas Wolter MdR 0179-547 11 19

andreas.wolter@netcologne.de

Bauen & Wohnen

Gerd Brust g.brust@netcologne.de

Finanzen & Haushalt

Jörg Frank joerg.frank@stadt-koeln.de

Frauen

Brigitta von Bülow MdR 0176-221 59 725

buelow@netcologne.de

Gesundheit

Arif Ünal MdR 0221-95 15 42 31

arif.uenal@paritaet-nrw.org

Jugend

Gaby Schlitt MdR 0177-57 31 019

g.schlitt@netcologne.de

Kunst und Kultur

Angela Spizig MdR 0221-26 063

ah.spizig@t-online.de

Liegenschaften

Peter Sörries MdR 0221-25 915

Peter.soerries@koeln.de

Rechnungsprüfung

Peter Sörries MdR 0179-204 53 06

peter.soerries@stadt-koeln.de

Schule und Bildung

Sabine Ulke MdR + 0221-96 41 257

hermkes-ulke@t-online.de

Soziales

Ossi Helling MdR

ossi.helling@stadt-koeln.de

Sport

Elisabeth Thelen MdR

elisabeth.thelen@stadt-koeln.de

Stadtentwicklung

Barbara Moritz MdR 0221-32 72 11

barbara.moritz@stadt-koeln.de

Stellenplan & Personal

Brigitta von Bülow MdR 0176-22 159 725

buelow@netcologne.de

Umwelt

Sabine Müller MdR 0221-25 917

sabine.mueller63@freenet.de

Verkehr

Bettina Tull MdR 0211-884-2887

mail@bettina-tull.de

Wirtschaft

Jörg Frank, MdR 0221-41 71 57 -42 01 147

joerg.frank@stadt-koeln.de

Bürgermeisterin Angela Spizig MdR

................................................................

Rathaus, Spanischer Bau • 50667 Köln

0221-26 063

angela.spizig@stadt-koeln.de

Bundesverband

................................................................

Geschäftsstelle

Platz vor dem Neuen Tor 1 • 10115 Berlin

030-28 442-0 030-28 442-210

info@gruene.de www.gruene.de

Bundestagsfraktion

................................................................

Platz der Republik 1 • 11011 Berlin

030-227-555 18 030-227-565 52

< www.gruene.de

Regional- und Wahlkreisbüros

Ebertplatz 23 • 50668 Köln

Volker Beck, MdB

koeln@volkerbeck.de

0221-720 14 55 0221-722 278

Kerstin Müller, MdB

kerstin.mueller@wk.bundestag.de

Judith Hasselmann 0221-7220369 -9725710

Mo.-Do. 10-15 Uhr

Landesverband NRW

................................................................

Jahnstraße 52 • 40215 Düsseldorf

0211-38 666-0 0211-38 666-99

info@gruene-nrw.de

< www.gruene-nrw.de

Landtagsfraktion NRW

................................................................

Platz des Landtags 1 • 40221 Düsseldorf

0211-884-2860 0211-884-2870

gruene@landtag.nrw.de

< www.gruene.landtag.nrw.de

Andrea Asch, MdL

andrea.asch@landtag.nrw.de

Tilman Kuhl 0211-884-2866

0211-884-3505

Fraktion im Landschaftsverband

Rheinland

................................................................

Kennedy-Ufer 2 • 50663 Köln

Geschäftsführer: Ralf Klemm

0221-809-3369 0221-809-2560

ralf.klemm@lvr.de

................................................................

Erläuterungen:

Öffnungszeiten, Treffen, Postanschrift,

Telefon, Fax, E-Mail, < Homepage,

MdB: Mitglied des Bundestags, MdL: Mitglied des Landtags,

MdR: Mitglied des Rates, BV: BezirksvertreterIn,

SB: SachkundieR BürgerIn, SE: SachkundigeR EinwohnerIn

In den Schulferien, an Feiertagen und bei besonderen

Anlässen können die jeweiligen Treffen ausfallen. Deshalb

empfiehlt es sich immer, bei den Ansprechpersonen

nachzufragen.

Alle Treffen sind öffentlich, können also von jedem und

jeder Interessierten besucht werden.

MACH ET • NR. 217 • SEPTEMBER 2009

15


ACH ET

Postvertriebsstück G 4224 • Entgelt bezahlt

Bündnis 90 / Die Grünen, Kreisverband Köln

Ebertplatz 23 • 50668 Köln

TERMINKALENDER

Mo. 14.09.

Arbeitskreis Schwule, Gülichplatz 3, Haus

Neuerburg, 17:00-18:00 Uhr

Fr. 25.09.

Wahlkampfhöhepunkt mit Renate Künast und

Bärbel Höhn, Rudolfplatz, 13:00-17:00 Uhr

Mo. 14.09.

Wahl der Grün-Offenen Integrationsratsliste,

Ort wird noch bekannt gegeben, 18:00 Uhr

Fr. 25.09.

Kneipentour mit dem Kerstin-Müller-Team

durch die Innenstadt, 20:00 Uhr

Mo. 14.09.

Di. 15.09.

Di. 15.09.

Mi. 16.09.

Sa. 19.09.

Sa. 19.09.

So. 20.09.

Mi. 23.09.

Arbeitskreis Wirtschaft/Liegenschaften,

Gülichplatz 3, Haus Neuerburg,

18:30-20:30 Uhr

Wahlkampf in Köln mit Claudia Roth,

Ort wird noch bekannt gegeben,

17:00-20:00 Uhr

Wer wir sind und was wir wollen – Treff für

NeueinsteigerInnen, Grünes Zentrum, Ebertplatz

23, 20:00 Uhr

Podiumsdiskussion zum Thema Datenschutz

mit Volker Beck, Dreikönigenstraße,

Bürgerhaus Stollwerk, 20:00 Uhr

Spielplatztour durch Ehrenfeld mit dem

Kerstin-Müller-Team, danach Kneipentour,

16:00 bzw. 20:00 Uhr

Wettpaddeln „Großes Wappen von Köln

mit dem Ortsverbands 1 Innenstadt/Deutz,

Ort wird noch bekannt gegeben, 14:00 Uhr

Spielplatztour durch Nippes mit dem Kerstin-

Müller-Team, 16:00 oder 17:00 Uhr

Veranstaltung zum Thema Homophobie im

Sport mit Volker Beck, anschließend Besuch

des DFB-Pokalspiels 1.FC Köln gegen

VFL Wolfsburg (Anpfiff 20:30 Uhr)

Fr. 25.09.

Sa. 26.09.

So. 27.09.

Do. 01.10.

Fr. 02.10.

Mo. 05.10.

Wahlkampf mit dem Volker-Beck-Team,

Treffpunkt: Hahnentor, Rudolfplatz, 21:30 Uhr

Wahlkampf mit dem Volker-Beck-Team,

Treffpunkt: Hahnentor, Rudolfplatz, 21:30 Uhr

Bundestagswahl: GRÜN wählen,

8:00-18:00 Uhr

Gründung des Arbeitskreises Migration,

Grünes Zentrum, Ebertplatz 23, 19:00 Uhr

Bildung von Anfang an: Gestaltungsmöglichkeiten

in der Kommune, Veranstaltung der

Heinrich-Böll-Stiftung NRW, Ort wird noch

bekannt gegeben, 14:00-17:00 Uhr

Mitgliederversammlung der Kölner Grünen

Kalk, Kalk-Mülheimer-Straße 58, Bürgerhaus,

19:00 Uhr

12.-15.10. Grünes Zentrum geschlossen

24. - 25.10. Bundesdelegiertenkonferenz (Parteitag)

der Grünen in Rostock, Hansa Messe

Do. 29.10.

Konstituierende Sitzung des Rates der Stadt

Köln

Alle Termine findet ihr

auch auf der Website

www.gruenekoeln.de

im Terminkalender.

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