Nachbetreuung - Grüner Kreis

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Nachbetreuung - Grüner Kreis

Nachbetreuung


Grundlagen der Nachbetreuung

Die Ablösung aus dem geschützten Rahmen nach stationärer Lang- oder

Kurzzeittherapie stellt einen kritischen Prozess dar. Ohne entsprechende

Begleitung ist ein Rückfall in das Krankheitsverhalten sehr wahrscheinlich.

Die Behandlung ist mit der Beendigung der stationären Maßnahme

keinesfalls beendet. Vielmehr setzt eine Phase intensiver weiterführender

Therapie ein, welche allerdings auf dem Prinzip der Selbstständigkeit bzw.

der selbstständigen Arbeitstätigkeit des/der Patienten/in basiert.

Das Prinzip der Eigenleistung, das bedeutet, dass für die Wohnmöglichkeit,

für das Paket therapeutischer Betreuung, ärztlicher Begleitung

sowie Harntests wie auch für die Teilnahme an Sport- und Freizeitprogrammen

ein Betrag zu leisten ist, stellt einen wichtigen Faktor der

Nachbetreuungsbehandlung dar, in dem für den/die Patienten/in der

Wert der Therapie augenscheinlich wird.

Diese weiterführende Nachbetreuung läuft grundsätzlich auf den beiden

Schienen der stationären und der ambulanten Nachbetreuung, welche

in enger Verbindung und Wechselwirkung stehen.


Stationäre Nachbetreuung

Temporäre Weiterbetreuung in den stationären Einrichtungen des

„Grünen Kreises“

Diese Möglichkeit besteht vor allem im Sinne des weiterführenden Therapiestufenmodells

für TransitmitarbeiterInnen. Sie ist für jene PatientInnen gedacht, die sich in der Nähe

des Vereins ansiedeln wollen, für die eine sofortige Ablösung nach Ablauf der stationären

Therapie überfordernd ist und bei denen auf Grund sozialer wie psychischer Schwierigkeiten

eine kurzfristige stationäre Weiterbetreuung unter gelockerten Bedingungen sinnvoll

erscheint.

Im Gegensatz zur stationären Langzeittherapie steht im Falle der Einbindung in das TransitmitarbeiterInnenprogramm

die Leistungsfähigkeit im Arbeitsbereich im Mittelpunkt, die

materielle wie auch die soziale Selbstständigkeit sind das Ziel. Die Anforderungen orientieren

sich an den Notwendigkeiten am freien Arbeitsmarkt. Gleichzeitig besteht eine ständige

Reflektionsmöglichkeit durch die fortgesetzte Einbindung in die therapeutische Gemeinschaft.

Das psychotherapeutische Programm wird in vollem Umfang wahrgenommen, es

besteht absolutes Abstinenzgebot.

Die Zielsetzung einer eigenständigen Lebensführung außerhalb eines betreuten Systems

muss jedoch gegeben sein. Fortgesetzte Wohnmöglichkeit im stationären Setting ist

vorrangig im Rahmen des Nachbetreuungsprogramms für TransitmitarbeiterInnen vorgesehen.

Bei anderen möglichen Fällen ist eine reguläre Arbeitstätigkeit oder Ausbildungssituation

Voraussetzung. Vor allem bei einer während der stationären Therapie begonnenen

Berufsausbildung kann dies als sinnvolle Übergangsmöglichkeit von Nutzen sein. Der/Die

Bewohner/in muss für Wohnen und Therapie eine monatliche Pauschale bezahlen, die

Möglichkeit ist zeitmäßig begrenzt und muss immer ausstiegsorientiert gesehen werden.


Ambulante Nachbetreuung

Die ambulante Nachbetreuung besteht aus vier Schwerpunkten:

1. Weiterführende Therapie

2. Aktive Freizeitgestaltung

3. Ärztliche Begleitung

4. Begleitende Harnkontrolle

1. Weiterführende Therapie

Die weiterführende Therapie wird vor allem in den ambulanten Beratungs-

und Betreuungszentren des Vereins geboten, prinzipiell aber

auch in den stationären Einrichtungen, wobei das Angebot über die

zentrale Nachbetreuungsstelle koordiniert ist. Das Angebot umfasst

Einzelpsychotherapie, Gruppenpsychotherapie, Selbsthilfegruppe sowie

Angehörigenarbeit.

Einzelpsychotherapie: Sinnvollerweise erhält der/die Patient/in der

Nachbetreuung Therapie von einem/r Therapeuten/in des Nachbetreuungsteams.

In dieser neuen Lebensphase, einem Neustart aus

dem Schutz des stationären Settings in ein selbstständiges Leben, ist

die Tatsache einer neu begonnenen Therapie mit einer neuen Bezugsperson

in den meisten Fällen als günstig zu erachten (Eine Ausnahme

stellen schwierige, beziehungsgestörte PatientInnen dar, insbesondere

PatientInnen aus dem Programm „Psychogene Multimorbidität“.). Idealerweise

ist diese ambulante Einzelpsychotherapie langfristig angesetzt,

wobei die Frequenz der Sitzungen mit fortlaufender Dauer abnimmt.

Gruppenpsychotherapie: Gruppenpsychotherapie im Sinne ambulanter

Nachbetreuung ist von hoher Bedeutung. In der Gruppe können Mechanismen

gegenseitiger Verhaltenskontrolle, Hinterfragung und Möglichkeiten

des Feedbacks weiter genutzt werden. Gleichzeitig bietet eine

therapeutisch geleitete Gruppe die Möglichkeit tiefgehender Reflexion

mit den Schwierigkeiten der nun realen Individuationsprozesse. Im


Idealfall trifft sich die Gruppe über einen längeren Zeitrahmen und schafft so eine Situation

intensiven Vertrauens mit großer gegenseitiger Offenheit.

Selbsthilfegruppe: So wie der Selbsthilfeaspekt in der stationären Therapie sehr bedeutend

für den Therapieerfolg ist, stellt die Selbsthilfegruppe, die generell eigenständig ohne

Einflussnahme durch das jeweilige ambulante Betreuungszentrum arbeitet, das wichtigste

Werkzeug zur Aufrechterhaltung der Abstinenz dar. Bei Selbsthilfearbeit zählt die Struktur.

Idealerweise läuft die Gruppe nach einem bestimmten Ritual ab. Das Ziel der Abstinenz

steht als gemeinsames Paradigma im Vordergrund. Die Gruppe bietet aber auch Halt und

Hilfe im Falle von Rückfälligkeit. In der Selbsthilfearbeit bestehen intensive Kontakte mit der

Gruppe der „Narcotics Anonymous“ aber auch zu den „Anonymen Alkoholikern“.

Angehörigenarbeit: Nach Beendigung der stationären Therapie leben die co-abhängigen

Verhaltensweisen wieder auf. Es kommt zu deutlichen Verhaltensrückfällen in co-abhängige

Muster, besonders dann, wenn ein/e Patient/in nach der stationären Therapie wieder in

räumliche Nähe der Herkunftsfamilie zieht. Der Versorgungswunsch der Herkunftsfamilie

wie die Bereitschaft des/r ehemals Suchtkranken, diesen anzunehmen und zu fördern, ist

signifikant. Daher ist fortgesetzte Angehörigenarbeit notwendig, um auch eine eventuelle

Notwendigkeit weiterer sinnvoller Interventionen zu erkennen. Die ambulanten Zentren wie

auch die stationären Einrichtungen bieten die Teilnahme an den Angehörigenseminaren an.

Generell ist für alle Formen der weiterführenden Therapie Abstinenz von Suchtmitteln

exklusive Nikotin Bedingung.

2. Aktive Freizeitgestaltung

Nach erfolgreicher Integration in den Arbeitsmarkt bleibt noch immer die Notwendigkeit

des sinnvollen Umgangs mit der Freizeit. Viele Menschen verbringen ihre Freizeit sehr konsumorientiert.

Für den/die ehemals Suchtkranke/n ist es wichtig, zu einer aktiven, ausgefüllten

Freizeitplanung zu finden und diesbezüglich von der Norm abzuweichen. Rückfälligkeit

entsteht häufig aus mangelnder Fähigkeit, mit dieser für viele zur „toten Zeit“ gewordenen

Möglichkeit umzugehen.

Es existiert daher das Angebot, an den Aktivitäten des Vereins weiter teilzunehmen. In

sportlicher Hinsicht bestehen die Möglichkeiten des Laufteams, Mountainbiketeams und

des Fußballteams oder auch der Teilnahme an abenteuerorientierten Unternehmungen


(Klettern, Wildwasser, Skitouren). Gegen einen Unkostenbeitrag bleibt

man offiziell Mitglied und kann im Team an allen Veranstaltungen

teilnehmen. Im kulturellen Bereich wird die Mitarbeit am vereinseigenen

Magazin gefördert.

Generell ist für die Teilnahme an allen Veranstaltungen die Abstinenz

von Rauschmitteln exklusive Nikotin Voraussetzung.

3. Ärztliche Begleitung

Neben dem therapeutischen Angebot bieten die Nachbetreuungszentren

auch allgemeinmedizinische und fachärztliche Konsultationsmöglichkeiten.

Insbesondere für komorbide PatientInnen stellt diese

Nachbetreuungsform einen wichtigen Stabilisierungsfaktor dar. Die

fortgesetzte Beratung und Betreuung bei chronisch-somatischer Erkrankung

wie Hepatitis C und HIV-Infektionen ist von wichtiger Bedeutung

für die Aufrechterhaltung eines gesunden Lebensstils.

4. Begleitende Harnkontrollen

Die begleitenden Harnkontrollen dienen der Selbstkontrolle wie der

Rückfallsprophylaxe. Das Harnergebnis erübrigt jede Debatte über den

Standort im Sinne der Abstinenz. Im Falle von Rückfälligkeit ist es bei

sinnvoller Regelmäßigkeit der Tests schnell möglich, Klarheit zu schaffen.

Eine schnelle Rückfallsintervention hilft maßgeblich, ein neuerliches

Abgleiten in die Sucht zu verhindern.

Die Harnkontrollen finden in den ersten Monaten der Nachbetreuung

wöchentlich statt, später wird die Frequenz entsprechend der individuellen

Disposition gesenkt.


Therapeutisches Stufenmodell für die Nachbetreuung

in Verbindung mit einer Transitmitarbeit

im „Grüner Kreis

In Zusammenarbeit und mit Förderung des AMS bietet der „Grüne Kreis“ PatientInnen

aus der stationären Langzeittherapie die Möglichkeit einer temporären Transitmitarbeit

im Verein an. Die Transitmitarbeit ist zeitlich begrenzt, basiert auf individuell festgelegten

therapeutischen Entwicklungszielen innerhalb dieses Stufenprogramms und dient einer

langsamen, harmonischen Ablöse vom Verein hin zu völliger Selbstständigkeit. Damit soll

auch verhindert werden, dass der/die Patient/in in sein/ihr ehemaliges, meist co-abhängiges

Bezugssystem zurückkehrt. Vielmehr soll er/sie zu einem wirklichen Neustart motiviert

werden. Bei entsprechender Weiterentwicklung und entsprechender Berufsausbildung ist

nach Beendigung der TransitmitarbeiterInnenphase auch eine Übernahme als reguläre/r

Angestellte/r möglich.

Falls sich ein/e Patient/in für die Möglichkeit einer Transitanstellung im Verein entscheidet,

so ist drei Monate vor Therapieende (Beginn der Orientierungsphase) eine spezielle

Anstellungsvereinbarung gemeinsam mit den EinzeltherapeutInnen zu entwerfen. Diese

Anstellungsvereinbarung beinhaltet das voraussichtliche Einsatzgebiet im Arbeitsbereich,

die weiteren Therapieziele, die Festlegung sozialer Notwendigkeiten und Zielsetzungen, der

Wohnsituation, die Konkretisierung von Ausbildungszielen sowie notwendige Regelungen,

um die erwünschte Ausgangssituation nach Therapieende zu ermöglichen. Wird diese Vereinbarung

vom TherapeutInnenteam des Vereins bestätigt, so kommt es im vorletzten Monat

der stationären Therapie zum sogenannten Probemonat. Die Leistungsfähigkeit, Motivation

und der Einsatz des/r Patienten/in werden genau beobachtet und nach Beendigung des

Probemonats entscheidet das therapeutische Team über den Erfolg und die tatsächliche

Anstellung des/der Patienten/in. Falls das Probemonat erfolglos verläuft, wird ein anderer

Weg der Außenorientierung gefunden.


Das mobile Betreuungssystem

Für PatientInnen, die aufgrund ihrer Suchterkrankung und einer gleichzeitig

auftretenden psychiatrischen Störung, der sogenannten Komorbidität,

einer langfristigen Betreuung bedürfen, wurde das Heimstättenmodell

des Vereins „Grüner Kreis“ geschaffen. Die sogenannten DoppeldiagnosepatientInnen,

die neben ihrer Suchtmittelabhängigkeit zusätzliche

psychische Störungen wie affektive oder schizophrene psychotische

Störungen, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen aufweisen,

benötigen ein spezifisch auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Behandlungsund

Nachbetreuungsmodell, um eine Reintegration in die Arbeitswelt und

in ein positives soziales Umfeld zu erreichen.

Das Heimstätten-Projekt ist ein Versuch der betroffenen PatientInnen,

einen „halben“ Schritt in die Welt außerhalb der stationären Therapieeinrichtungen

zu machen. Die Tagesstruktur der Einrichtungen wird von

den PatientInnen zwar wahrgenommen, es erfolgt jedoch eine Verlagerung

in eine außerhalb der Station gelegene Wohnmöglichkeit (externes

PatientInnenbett). Darüber hinaus findet eine mobile Betreuung durch

geschulte MitarbeiterInnen des „Grünen Kreises“ statt. Die therapeutische

Betreuung bleibt bis auf die zusätzliche mobile Betreuung vollkommen

ident mit der bisherigen. Der „Grüne Kreis“ mietet für diese Zwecke

Wohnungen in der Umgebung der stationären Einrichtungen an, die den

betroffenen Heimstätten-PatientInnen zur Verfügung gestellt werden.

Das Heimstätten-Projekt ist eine seit Herbst 2000 vom Amt der Niederösterreichischen

Landesregierung genehmigte Therapieschiene, das

heißt, der bisher für die Langzeittherapie geleistete Kostenersatz wird in

gleicher Höhe an den „Grünen Kreis“ weiterbezahlt. Von diesem Tagsatz

hat der „Grüne Kreis“ allerdings zusätzlich die Miete, Betriebs-, Energieund

Versicherungskosten für die Wohnmöglichkeit sowie ein erhöhtes

monatliches Taschengeld für die PatientInnen zu bezahlen.


Struktur des mobilen Betreuungssystems

Dauer: Die Dauer der mobilen Betreuung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen

und dem Entwicklungsstand der Heimstätten-PatientInnen. Entsprechend ihren Erfordernissen

kann es sich hier auch um einen Dauerbetreuungsplatz handeln, sollte eine Integration

in den Arbeitsmarkt nicht mehr realisierbar sein, mit dem Vorteil, dass dieser Pflegeplatz

weitaus kostengünstiger als ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung ist. Bei

Krisen besteht die Möglichkeit der vorübergehenden stationären Aufnahme in die jeweilige

Langzeittherapiegemeinschaft zur Stabilisierung je nach individuellen Erfordernissen (1 bis

3 Monate).

Zielgruppe: Erwachsene Suchtkranke, die neben ihrer Suchmittelabhängigkeit eine weitere

behandlungsbedürftige seelische Erkrankung aufweisen, d.h. bei denen zusätzlich zur Substanzstörung

schizoaffektive bzw. Angst- oder Persönlichkeitsstörungen bestehen.

Vorbedingungen: Ist eine vollständig unabhängige Lebenssituation nach Abschluss der

stationären Langzeittherapie vorerst nicht zu erwarten, erfolgt die mobile Weiterbetreuung

in geeigneten Wohneinrichtungen mit der Möglichkeit der therapeutischen Betreuung in

den Langzeittherapieeinrichtungen des „Grünen Kreises“. Die Klärung der weiterführenden

Kostenübernahme ist Voraussetzung dafür.

Rahmenbedingungen für Selbstständiges Wohnen: Für die PatientInnen wird eine

eigene Wohnung in der näheren Umgebung der jeweiligen stationären Einrichtung angemietet.

Diese Wohnung wird im Ausmaß von 5 Stunden wöchentlich mitbetreut.

Vor der Übersiedlung auf einen externen Betreuungsplatz sind noch im Rahmen der stationären

Therapie das Einrichten der Wohnung und probeweise Übernachtungen vorgesehen,

um die Selbstständigkeit der PatientInnen zu prüfen. Mit Beginn der mobilen Betreuung ist

der Umzug in die eigene Wohnung vorgesehen.

Betreuungsziele: Stützung der Möglichkeit, abstinent leben zu können, Förderung und

Stärkung der Selbstverantwortlichkeit und Selbstständigkeit, psychosoziale und medizinisch-psychiatrische

Behandlung, Weiterverfolgung von Perspektiven und Umsetzung von

Zielen entsprechend der individuellen Möglichkeiten der PatientInnen, die eine vermehrte


Reintegration in die Arbeitswelt und in ein positives soziales Umfeld

und damit das Lockern von Betreuungspunkten ermöglichen, aktive

Zukunftsplanung.

Therapie- und Betreuungselemente: Grundsätzlich umfasst die therapeutische

Betreuung weiterhin das gleiche Angebot wie während der

stationären Langzeittherapie. Psychotherapie: Einzeltherapie 1 Stunde

pro Woche, Gruppentherapie 2-3 Stunden pro Woche, Frequenzsteigerung

möglich, verhaltenstherapeutisch orientierte Familiensitzungen,

regelmäßige medizinisch-psychiatrische Betreuung, Arbeitstherapie,

Soziotherapie, aktive Freizeitgestaltung, Abenteuer- und Erlebnispädagogik.

Dieses Angebot wird erweitert um Entspannungstraining,

Beschäftigungs- und Kunsttherapie bzw. erfolgt eine Abwandlung

aufgrund der individuellen Bedürfnisse der PatientInnen.

Hinzu kommt die persönliche mobile Betreuung, das heißt, die PatientInnen

werden zusätzlich in einem Ausmaß von 15 Stunden wöchentlich

von geschultem Personal betreut:

1 Stunde Motivation: dient der Rehabilitation, dem Erlernen lebenspraktischer

Fähigkeiten sowie der Lebensführung und Lebensplanung.

1 Stunde Teilnahme an Gruppen: dient der Festigung des Sozialverhaltens

und der Integration.

5 Stunden Betreuung bei der Arbeit: dient der Arbeitsanleitung, der

Festigung der Motivation und dem Erlernen arbeitspraktischer Fähigkeiten.

2 Stunden Begleitung bei Freizeitaktivitäten: dient der Steigerung des

Selbstwertes und dem Finden von Ressourcen.

1 Stunde für diverse Tätigkeiten, wie z.B. der Begleitung bei Arztbesuchen,

Amtswegen, Besuchen etc.

5 Stunden Mitbetreuung der Wohnung der PatientInnen.

Zusätzlich werden regelmäßig Harnkontrollen durchgeführt.


Betreuungsablauf: Grundsätzlich gestaltet sich der Tagesablauf wie für alle PatientInnen

der stationären Langzeittherapieeinrichtungen. Der/Die Patient/in nimmt an allen Aktivitäten

der stationären Einrichtung teil. Die Tagesplanung sieht folgendes vor:

7.00 Uhr: Teilnahme am Morgensport

7.15—8.00 Uhr: Frühstück und Arbeitsbesprechung

8.00—17.00 Uhr: Betreute Arbeit, Pausen, Mittagessen

18.00—21.00 Uhr: Teilnahme an Gruppen und am Freizeitprogramm

An den Wochenenden Teilnahme an begleiteten Freizeitaktivitäten wie Sport, Kinobesuche,

sozial-pädagogische Freizeitgestaltung, Haushaltstraining etc.

Abende, Nächte und die verbleibende Freizeit werden in der eigenen Wohnung

verbracht.

Das Heimstättenmodell des „Grünen Kreises“ versteht sich als vorbildlicher Versuch, DauerpatientInnen

zu enthospitalisieren und dennoch optimal zu betreuen.


Der Verein „Grüner Kreis“ wurde 1983 nach einem Konzept von Prim. Dr. G. Pernhaupt

als Institution zur Rehabilitation und Integration suchtkranker Personen mit Sitz in Wien

gegründet. Zur österreichweit größten gemeinnützigen Organisation auf dem Suchtsektor

angewachsen, bietet der „Grüne Kreis“ bei Abhängigkeitsproblematiken rasche und

professionelle Hilfe.

Im abstinenzorientierten Bereich ist die Voraussetzung für die Aufnahme und das Ziel der

Behandlung die Suchtmittelfreiheit. Dies betrifft nicht nur die Zeit während der Therapie,

sondern auch die Perspektive auf das Leben danach. Ein ambulantes Programm, vor allem

aber die stationäre Lang- und Kurzzeittherapie bieten für die Betroffenen eine realistische

Chance, dieses Ziel zu erreichen. Mit viel Engagement wird Suchtkranken der Weg zurück in

ein drogenfreies Leben ermöglicht.

Neben den abstinenzorientierten Therapieprogrammen bietet der „Grüne Kreis“ seit 2009

die stationäre Behandlung substituierter Suchtkranker. Stabilisation und neue Perspektiven

in Richtung „Leben mit der Sucht“ stehen hier im Vordergrund.

Verein zur Rehabilitation und Integration suchtkranker Personen

Vereinsvorstand: Dr. Erhard Doczekal, DI Wolf Klerings, Dir. Alfred Rohrhofer, Mag. Norbert Kaltenbrunner

Vereinssitz: A-1070 Wien, Hermanngasse 12, Tel.: +43 (0)1 5269489, Fax: +43 (0)1 5269489-4, ambulanz.wien@gruenerkreis.at

Zentralbüro (Zustelladresse): A-2872 Mönichkirchen 25, Tel.: +43 (0)2649 8306, Fax: +43 (0)2649 8307, office@gruenerkreis.at

Bankverbindung: Raiffeisenbank NÖ-Süd Alpin, KtoNr.: 727-073, BLZ 32195

Spendenkonto: NÖ Landesbank-Hypothekenbank AG: KtoNr. 03-855-013-222, BLZ 53000

www.gruenerkreis.at

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