Prävention - Grüner Kreis

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Prävention - Grüner Kreis

Das zentrale Ziel primärer Suchtprävention ist die Verhinderung von Abhängigkeit oder

süchtigem Verhalten. Im Sinne der neueren Entwicklungen und des salutogenetischen

Ansatzes nach Antonovsky (1987) soll sich Suchtprävention dabei am Anliegen orientieren,

die Kräfte der Menschen zur Selbstbestimmung und Autonomie zu fördern und sie in die

Lage zu versetzen, die Chancen und Gefahren des Lebens zu erkennen, um dann entsprechend

kompetent darauf reagieren zu können.

Dem aktuellen „State of the Art“ der Suchtprävention entsprechend, wird die Beeinflussung

der Zielgruppe durch Verbote und Druck abgelehnt. Vielmehr sollen Fähigkeiten zur

positiven Lebensgestaltung vermittelt und Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es

den Betreffenden ermöglichen, eigenverantwortlich und selbstständig zu handeln – ein an

Selbstbestimmung orientierter Zugang.

Abschreckung und selektiv einseitige Informationsvermittlung werden von ExpertInnen seit

langem abgelehnt. Professionelle Suchtvorbeugung hat vielmehr die Aufgabe, fachlich fundierte

und wertfreie Informationen zur Verfügung zu stellen. Nur so besteht die Möglichkeit,

irreale und überzogene Vorstellungen durch eine reale Bewertung der Gefahren des Drogenkonsums

zu ersetzen. Sachspezifisches Wissen bildet in diesem Sinn einen wichtigen

Aspekt von Lebenskompetenz.

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