04.01.2014 Aufrufe

PDF-Ausgabe - G´sund Online

PDF-Ausgabe - G´sund Online

PDF-Ausgabe - G´sund Online

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

Erscheinungsort Graz. Verlagspostamt 8010 Graz/P.B.B. 02Z033793M – Postentgelt bar bezahlt

KAGes

www.kages.at

Nr. 57 März 2008


KAGes

Inhalt März 2008

AKTUELLES

4 ABSCHIED. Vorstandsdirektoren Hecke und Kehrer

5 KAGES-VORSTAND. Aktuelles

PERSONALENTWICKLUNG

7 MTD. Fachbeirat der KAGes

8 EDV-DIENSTPLAN. Einführung

9 PERSONALENTWICKLUNG. Anerkennung für KAGes

10 HÖRGAS. Maietta-Hatch-Zertifikat

11 STEUERTIPPS. Hubner & Allitsch

12 GEWALT. Gesundheitliche Folgen

14 OPERATIONSKURS. Chinesische Chirurgen

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

16 EVIDENZ. Um Rat gefragt

19 IHRER GESUNDHEIT ZULIEBE. Sinnvolle Diäten

20 ESSSTÖRUNGEN. Kinder und Jugendliche

22 HÖHENMEDIZIN. Forschung am Dachstein

24 KRIMINALPROGNOSE. LSF Graz

26 LYMPHDRÜSENKREBS. Grazer Forschungserfolg

28 DATENERHEBUNG. Nutrition Day 2008

29 KINDERRADIOLOGIE. Volumen-CT

30 SPEICHELDRÜSEN. Endoskopie

QUALITÄTSMANAGEMENT

32 BABY. Interessantes und Tipps

34 HYGIENE. Saubere Hände

36 LKH WEIZ. Gxundes Personal

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

38 UMWELT. Ökologischer Fußabdruck

39 LKH VOITSBERG. Umweltpreis 2007

41 GRAZER NEUROLOGIE. Spatenstichfeier

42 LKH-UNIV.KLINIKUM GRAZ. Kultusstätten

44 FÜRSTENFELD. CT und Tagesklinik

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

46 MEDIKAMENTE. Kassenrezept

48 PASSWÖRTER. Tägliche Notwendigkeit

49 SONDERKLASSE. Elektronische Datenkommunikation

51 MIETRECHT. Neues G'sund-Service

52 WEIHNACHTEN. Rückblick

PANORAMA

54 GRAZ. Löwen in der Altstadt

56 STEIRISCHE SEEN. Gemütliche Wanderungen

58 HUBERT NEUPER. Interview von Hedi Grager

60 ROM. Tipps für Kurzbesuch

63 KunstKulturTipp. Urs Harnik-Lauris

Titelseite-Foto: Fotoarbeit von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hermann aus

der Ausstellung „Momente“ im LKH Bruck an der Mur (siehe Seite 62)

29

34

36

44

60

KINDERRADIOLOGIE.

HÄNDEHYGIENE.

LKH WEIZ.

LKH FÜRSTENFELD.

ROM.

Foto: Sudy Foto: KAGes Foto: UDV Foto: TMS

Impressum

Medieninhaber und Verleger

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 4–6

Herausgeber

Krankenanstaltenpersonalamt,

A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 4–6,

DVR 0468533

Geschäftsführung und

redaktionelle Leitung

Dr. Reinhard Sudy

Redaktionsteam

Hedi Grager, Anna-Maria Jöbstl,

Mag. Katharina Kainz, Wolfgang Meditz,

Mag. Helmut Meinhart, Peter Neumeister,

Mag. Simone Pichler, Petra Ritz,

Ing. Klaus-Dieter Schaupp,

DI Friedrich Zopf

Redaktionssekretariat,

Marketing und Werbung

Hedi Grager, Organisationsabteilung.

vox: 0316/ 340-51 21,

fax: 0316/ 340-52 21,

E-Mail: gsund@kages.at.

Internet

www.gsund.net, www.kages.at

Produktion

KLIPP Zeitschriften GmbH Nfg & Co KG,

Graz, www.klippmagazin.at

Fotos

KAGes-Archiv, Hedi Grager, Albert Hütter,

Helmut Meinhart, Heinz A. Pachernegg,

Klaus Schaupp, Reinhard Sudy

Druck

Leykam Universitätsbuchdruckerei GesmbH,

8054 Graz, Ankerstraße 4

Auflage

22.000 Exemplare, gedruckt auf

umweltfreundlichem Papier.

Erscheinungsweise

4-mal jährlich

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz

G’sund dient der umfassenden Information der

Mitarbeiter der KAGes über das gesamte

Unternehmen. Durch die Zusendung von

G’sund an alle Mitarbeiter wird dem Recht auf

Information gemäß § 7a EKUG bzw. § 15f

MSchG entsprochen. Trotz sorgfältiger

Bearbeitung in Wort und Bild kann für die

Richtigkeit keine Gewähr übernommen

werden. Mit Verfassernamen gekennzeichnete

Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung des Herausgebers und

der Redaktion wieder.

Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

genauer Quellenangabe und Übermittlung

eines Belegexemplares erlaubt.

G’sund behält sich das Recht vor, die veröffentlichten

Beiträge (inkl. Tabellen und

Abbildungen) auf CD-ROM und ins Internet

zu übertragen und zu verbreiten.

Die G’sund-Redaktion ist grundsätzlich um

einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch

bemüht. Im Interesse einer guten Lesbarkeit

verzichten wir aber weitestgehend auf

Schreibweisen wie z. B. MitarbeiterInnen oder

Patienten/Innen und auf gehäufte Doppelnennungen.

Wir bitten daher um Verständnis,

wenn dies zu geschlechtsabstrahierenden und

neutralen Formulierungen, manchmal auch zu

verallgemeinernden weiblichen oder männlichen

Personenbezeichnungen führt.

www.kages.at

Menschen helfen Menschen

März 2008


4

AKTUELLES

Vorstandsdirektor Dr. h. c. Ernst Hecke:

Wechsel ins Privatleben

Nach mehr als 40 Dienstjahren, wovon ich

über 30 Jahre intensiv für die steirischen

LKHs gearbeitet habe – die letzten 23

Jahre in leitender Position in der KAGes – ist

die Zeit gekommen, sich zu verabschieden.

Ich tue dies mit einem weinenden und einem

lachenden Auge. Jeder Abschied schmerzt

und ganz besonders, wenn man – so wie ich

– die KAGes und ihr Wohl zum Mittelpunkt

seiner Interessen gemacht hat.

Ein Abschied ist aber auch ein neuer Anfang

eines Lebensabschnittes, in dem nun die Familie,

ja ganz besonders meine Frau, jene Zuwendung

erhalten soll, auf die sie in der Vergangenheit

oft verzichten musste. Und ich

werde mich wieder verstärkt meinen Hobbies

und meiner Gesundheit widmen.

Die KAGes, also Sie, liebe Kolleginnen und

Kollegen, hat auch einen neuen Abschnitt vor

sich. Nach 23 Jahren bekommen Sie an der

Spitze einen Vorstandsvorsitzenden und zwei

Vorstände, alle aus den eigenen Reihen – wie

ich meine, eine gute Wahl. Zusammengesetzt

aus Erfahrung und Innovation werden sie die

Krankenanstalten, die Medizinische Universität

und die Zentraldirektion abdecken.

Soferne auch die Politik die neue Führung in

Ruhe arbeiten lässt – ich möchte gar nicht so

verwegen sein und sagen „unterstützt“ – , bin

ich sicher, dass die KAGes in guten Händen ist

und die längst fällige Erneuerung positiv bewältigen

wird.

Für die positiven Jahresabschlüsse – es werden

in meiner Ära als Finanz- und Vorstandsdirektor

23 sein – danke ich Ihnen. Solche Leistungen

kann keiner alleine erbringen. Es war

vor allem Ihr Erfolg, dafür danke ich Ihnen allen.

Für die Gestaltung der neuen KAGes an

der Spitze unseres Gesundheitssystems mit

ihren 21 Gesundheitszentren wünsche ich Ihnen

viel Freude und Erfolg. Der Erfolg wird Ihnen

sicher sein, wenn Sie die gemeinsame

Sache in den Vordergrund stellen.

Mit den besten Wünschen für Sie alle, die Sie

die KAGes repräsentieren, verbleibe ich

herzlichst

Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Christian Kehrer:

„Erfolg nur im Team möglich“

Die vergangenen 4 Jahre in der KAGes

waren eine besonders abwechslungsreiche,

interessante, aber auch lehrreiche Zeit

– ich möchte davon keinen Tag missen.

Die erfolgreiche Führung des größten nicht

gewinnorientierten Unternehmens in der

Steiermark ist eine große Herausforderung,

die nur im Team gelingt. Ein verantwortungsvoller

Eigentümer, ein abgestimmter Aufsichtsrat

und ein professionelles, zielorientiertes

und von allen unterstütztes Management

sind Grundvoraussetzung für den gemeinsamen

Erfolg.

Zusammen konnten wir in letzten Jahren die

KAGes qualitativ positiv weiterentwickeln

und dabei auch immer die finanziellen Vorgaben,

dank Mithilfe aller, einhalten.

Nicht das „Sparen um jeden Preis“ und das

„Verändern der Veränderung wegen“ stand

im Vordergrund unserer Aktivitäten, sondern

das verantwortungsvolle in Einklang bringen

wirtschaftspolitischer Vorgaben und sozialpolitischer

Notwendigkeiten zum Wohle unserer

Patientinnen und Patienten.

Die Ausarbeitung einer umfassenden medizinisch-pflegerischen

Struktur- und Angebotsplanung,

die Einführung der Regionalkonferenzen,

der Abschluss eines Finanzierungsvertrages

bis 2011, die Einführung eines neuen

Dienst- und Besoldungsrechtes für Ärzte und

ein neues EDV-Schema, die Ausweitung des

QM und die Einführung von Risikomanagement,

die Abstimmung und Einführung neuer

Personalbedarfsberechnungsmodelle (PPN)

und die erweiterte Einstellung behinderter

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darf ich beispielhaft

anführen.

Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen

bestätigen sehr eindrucksvoll

die Außensicht der geleisteten Arbeit.

Ich möchte mich bei Ihnen allen für die konstruktive

Zusammenarbeit bedanken, besonders

bei meinem engsten Team. Durch Ihre

Unterstützung und Ihr Vertrauen hatte ich die

Kraft auch in schwierigen Zeiten positiv zu

denken, für mich Energie zu tanken und Sie

immer wieder zu Spitzenleistungen für unsere

KAGes zu motivieren.

Ihnen allen, der KAGes und der neuen Führung

wünsche ich alles Gute und danke für die gemeinsame

Zeit.

März 2008

Menschen helfen Menschen


AKTUELLES 5

Liebe

Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter!

KAGes

www.kages.at

Von links: Vorstandsdirektor Dr. h. c. Ernst Hecke und

Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Christian Kehrer.

Der Winter ist vorbei. Die Natur erwacht. Die

Tage werden zunehmend länger und Energie

kann wieder frisch aufgetankt werden. Eine

gute Zeit, um neue Herausforderungen annehmen

zu können.

Neuordnung für KAGes

Auch die KAGes wird in den nächsten Wochen

und Monaten ihre regenerative Kraft

neu entfalten. Wir haben dem Strategieausschuss

des Aufsichtsrates ein zukunftsweisendes

Organisationsmodell vorgelegt. Dieses

baut vor allem auf flacheren Hierarchien,

einer kleineren Führungsspanne sowie einem

neuen Verständnis in der Zusammenarbeit

von Kern- und Dienstleistungsaufgaben auf.

Das Land Steiermark als Eigentümer hat den

Beschluss gefasst, die Führung der KAGes

neu zu strukturieren. Die neue Dreier-Geschäftsführung

kann dabei auf ein funktionierendes,

g’sundes Unternehmen aufbauen und

dieses in eine neue Phase der Unternehmensentwicklung

führen.

Wirtschaftsplan und

Finanzierungsvertrag

Der in die Fünf-Jahres-Planung eingebettete

Wirtschaftsplan für 2008 wurde vom Aufsichtsrat

der KAGes grundsätzlich beschlossen.

Noch im ersten Halbjahr muss mit den

Grundstücksübertragungen und dem Abschluss

der Investitions-Vereinbarung mit

dem Land Steiermark die restliche notwendige

Bedeckung sichergestellt werden. Damit

wird eine gesicherte Weiterentwicklung der

KAGes – ohne Provisorien – ermöglicht. Dies

vor allem deshalb, da es uns gelungen ist, einen

Finanzierungsvertrag für die Jahre 2007

bis 2011 mit dem Land Steiermark abzuschließen.

Durch diesen Vertrag kann die Finanzierung

des Unternehmens unter uns bekannten

und beeinflussbaren Rahmenbedingungen

bis 2011 sichergestellt werden. Zur

Erreichung der vorgegebenen Ziele sind jedoch

beträchtliche Managementleistungen

erforderlich.

RSG

Erst kürzlich wurde der neue Regionale Strukturplan

Gesundheit in der Gesundheitsplattform

aufgelegt. Dieser bestimmt im Wesentlichen

das Leistungsspektrum der steirischen

Spitäler durch Anpassungen bzw. Umwidmung

und Leistungserweiterungen von Spitalsbetten.

Hiezu sind organisatorische und strukturelle

Anpassungen innerhalb der KAGes notwendig,

aber auch Änderungen im extramuralen

Bereich. Vor allem im Nahtstellenbereich

zwischen den unterschiedlichen Gesundheitseinrichtungen

liegen noch Verbesserungspotentiale,

die es auszuschöpfen gilt.

LKH 2020 und MUG

Die Verhandlungen mit der Medizinischen Universität

Graz über den „Klinischen Mehraufwand“

gestalten sich überaus diffizil und langwierig.

Bislang konnte noch kein endgültiger

Durchbruch erzielt werden. Ähnlich schwierig

verlaufen die Verhandlungen mit dem Bund über

das Projekt LKH 2020 über die Sanierung der

Universitätskliniken für Chirurgie, Radiologie,

der „Zahnklinik“ sowie der „Blutbank“. Wir sind

allerdings sehr zuversichtlich, dass wir durch ein

gemeinsames und geschlossenes Vorgehen

möglichst bald zu einer Finanzierungszusage

des Bundes – die keine großen finanziellen Abstriche

enthält – kommen werden.

Nach einem schwierigen und langwierigen

Auswahlverfahren hat der Universitätsrat Mitte

Februar den neuen Rektor der Medizinischen

Universität Graz, Herrn Univ.-Prof. Dr. Josef

Smolle, bestellt, dem wir von dieser Stelle herzlich

zu seiner Berufung gratulieren. Wir bieten

ihm unsere Zusammenarbeit zum Wohle der

Patienten, Studenten, Forscher, Lehrer und

Dr. h. c. Ernst Hecke

Spitzenmediziner an. Die gemeinsame Führung

des Klinischen Bereiches und des LKH-Univ.Klinikum

Graz ist uns ein großes Anliegen.

Vorreiterrolle KAGes

Die gestartete Imagekampagne der KAGes,

veröffentlicht in der größten steirischen Tageszeitung,

ist auf große positive Resonanz

bei der Leserschaft gestoßen. Wir haben darin

herausragende Leistungen der KAGes aus

zehn verschiedenen Unternehmensbereichen

vorgestellt. Ob in den Bereichen Mitarbeiterförderung,

Qualitätsmanagement, Bauwesen,

Umweltschutz etc., überall konnte die

KAGes in den letzten Jahren eine bundesweite

Vorreiterrolle einnehmen. Mit Recht können

wir daraus ein gesundes Selbstbewusstsein

für unsere Arbeit schöpfen, weil auch

zahlreiche externe Auszeichnungen unseren

erfolgreichen gemeinsamen Weg „krönen“.

Blicken wir positiv in die Zukunft. Verfolgen wir

weiter einen menschlichen und qualitätsorientierten

Ansatz in der Patientenversorgung. Der

Frühling gibt Ihnen hiezu sicherlich auch neue

Vitalität, die Ihnen Schaffenskraft beschert

und unser Unternehmen KAGes zum Wohle der

PatientInnen zu einem der modernsten Gesundheitsdienstleister

weiter entwickelt.

Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihren Einsatz

und Ihre Loyalität zum Unternehmen und

wünschen der neuen Geschäftsführung, Herrn

Vorstandsvorsitzenden Dipl.-Ing. Dr. Werner

Leodolter, Herrn Vorstandsdirektor Dipl.KHBW

Ernst Fartek, MBA, und Herrn Vorstandsdirektor

Univ.-Prof. Dr. Michael Höllwarth, sowie

dem neuen Vorstand und Ihnen, liebe MitarbeiterInnen,

eine erfolgreiche Weiterentwicklung

unseres Unternehmens KAGes.

Dipl.-Ing. Christian Kehrer

Menschen helfen Menschen

März 2008


6

AKTUELLES

Regionale Wertschöpfung

durch steirische

Gesundheitszentren

Mit ihren Gesundheitszentren erfüllt die

KAGes einen wichtigen Auftrag in der

Gesundheitsversorgung der Steiermark. Ihr

öffentlicher Nutzen geht allerdings über diese

Kernaufgabe hinaus: Als steiermarkweit

größter Arbeitgeber fungiert sie auch als Motor

der heimischen Wirtschaft und Großeinkäufer

im Sachgüterbereich.

Jedes einzelne LKH stellt einen unverzichtbaren

lokalen Wirtschaftsfaktor mit hoher

Beschäftigungsdichte dar. Viele Klein- und

Mittelbetriebe leben praktisch in Symbiose

mit dem Spital. Tatsächlich gibt es kaum einen

KAGes-Standort, an dem nicht immer

wieder bauliche Verbesserungen oder Modernisierungen

durchgeführt werden. Im

Jahr 2006 konnte die KAGes dabei mit rund

80 Millionen Euro kräftige Investitionsimpulse

setzen.

Bei der hohen steirischen Wertschöpfungsrate

von über 80 Prozent profitiert dabei vorwiegend

die heimische Bauwirtschaft – und da

wiederum jene in den unmittelbaren Bezirken

– vom hohen Investitionsvolumen der KAGes.

Darüber hinaus trägt das jährliche Einkaufsvolumen

an Sachgütern (2006: ca. 215 Millionen

Euro) zu Kaufkraft und Wohlstand in den Regionen

bei.


Quelle: Kleine Zeitung vom 8.12.2007

Immer aktuell!

www.gsund.net

www.kages.at

Neuer KAGes-Vorstand

Aktive Entwicklung der KAGes und dynamische

Mitarbeiterführung als Herausforderung

D

ie Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) steht für eine wirtschaftlich

verantwortungsvolle, umweltbewusste, organisatorisch effiziente und zeitgemäße medizinisch-pflegerische

Versorgung und Betreuung von Patienten.

Sie ist auch größter Arbeitgeber und Großinvestor in der Steiermark. Über 15 000 Mitarbeiter

betreuen alljährlich einige hunderttausend stationäre und ambulante Patienten in den steirischen

LKHs und einem Landespflegeheim.

Ab 1. April 2008 ist ein neuer, aus drei Mitgliedern bestehender Vorstand für die aktive Entwicklung

der KAGes und eine dynamische Mitarbeiterführung verantwortlich. Wir werden in

der nächsten G’sund-Ausgabe ausführlich darüber informieren.

Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Dr. Werner Leodolter

Finanzvorstand Dipl.-KHBW Ernst Fartek

Medizinvorstand Univ.-Prof. Dr. Michael Höllwarth

Dipl.-Ing. Dr. Werner Leodolter übernimmt als

neuer Vorstandsvorsitzender die unternehmerische

Gesamtverantwortung. Er ist für die Bereiche

Personal, Recht, Interne Revision, Strategie

und Beteiligungen zuständig. In seiner letzten

Funktion war Leodolter Leiter des Unternehmens-Informations-Managements

(UIM). Dieses

ist verantwortlich für die Gestaltung und

Umsetzung der Informations-Management-

Strategie und hat die Aufgabe, die KAGes aus

Sicht der Informationssysteme für die Vernetzung

im Gesundheitswesen vorzubereiten.

Als Finanzvorstand für die Bereiche Finanzmanagement

und Controlling wird der bisherige

Betriebsdirektor des LKH Weiz, Dipl.-KHBW

Ernst Fartek, MBA, verantwortlich sein. Sein

neuer Aufgabenbereich umfasst die Überwachung

und Sicherstellung der Finanzberichterstattung,

die Budgetierung, Finanzvorschau

und die Erstellung von Finanzanalysen sowie

die Steuerung der Liquiditätsplanung.

Als Medizinvorstand für die Bereiche Medizin

und Pflege wird der bisherige Vorstand

der Univ.Klinik für Kinderchirurgie am LKH-

Univ.Klinikum Graz, Univ.-Prof. Dr. Michael

Höllwarth, verantwortlich sein. Sein Aufgabenbereich

umfasst die strukturelle Neuorientierung

im medizinisch-pflegerischen Bereich

sowie das Medizincontrolling. ■

März 2008

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 7

Foto: E. Leth

MTD-Fachbeirat der KAGes

Über Ziele und Aufgaben, Zusammensetzung und

Arbeitsthemen des beratenden Gremiums der

medizinisch-technischen Dienste

Der im Laufe des Jahres 2007 gegründete

Fachbeirat ist ein beratendes Gremium

des Medizinischen Direktors der Zentraldirektion.

Seine konstituierende Sitzung fand am 8.

November 2007 statt. Der MTD-Fachbeirat

befasst sich mit Belangen der MTD-Fachbereiche

Biomedizinische Analytik, Diätologie,

Ergotherapie, Logopädie, Orthoptik, Physiotherapie

sowie Radiologietechnologie, zu denen

in der KAGes ca. 1570 Mitarbeiter zählen.

Ziele und Aufgaben

Auf der Basis der Geschäftsordnung verfolgt

der MTD-Fachbeirat folgende Zielsetzungen:

1. Der Fachbeirat hat die Aufgabe, Ziele, Organisation,

Umfang und Ablauf von Aktivitäten

im Zusammenhang mit dem medizinisch-technischen

Fachbereich möglichst

unter Beachtung der personellen und materiellen

Gegebenheiten abzustimmen und zu

bewerten.

2. Die Aufgaben des Fachbeirats sind:

– Zentrale Ansprechstelle für Belange der

medizinisch-technischen Dienste

– Erstellung von Vorschlägen für qualitätssichernde

Maßnahmen

– Fachliche Stellungnahmen zu Fragen der

Diagnostik- bzw. Behandlungsqualität

– Fachliche Stellungnahmen bei Aus- und

Fortbildungsangelegenheiten

– Erarbeitung von Vorschlägen für Qualitätsstandards

für den MTD-Bereich

Zusammensetzung

Der MTD-Fachbeirat setzt sich aus den 19

MTD-Koordinatoren der KAGes-Krankenanstalten,

der Leiterin der Stabsstelle MTD-

Die Mitglieder des MTD-Fachbeirates.

Koordination der Zentraldirektion, Barbara

Bäck, und einem Vertreter der Ärztlichen Direktoren

der LKHs, Primarius Dr. Bernhard Zirm,

zusammen. Die Namensliste aller MTD-Koordinatoren

ist im Intranet unter Zentraldirektion

/ Medizinische Direktion / Stabsstelle MTD-

Koordination zu finden. Die derzeitige Vorsitzende

des MTD-Fachbeirates ist Annemarie

Brunner, LKH West, ihre Stellvertretung ist

Sonja Reitmann, LKH-Univ.Klinikum Graz.

Arbeitsthemen

Arbeitsschwerpunkte des Jahres 2008 sind die

Evaluierung der Funktionsbeschreibung der

MTD-Koordinatoren, die Erstellung einer Funktionsbeschreibung

für den medizinisch-technischen

Fachdienst sowie die Diskussion der

zukünftigen Ausbildung von Führungskräften des

MTD-Bereichs.

Die Arbeit erfolgt neben den zumindest viermal

jährlich stattfindenden MTD-Fachbeiratssitzungen

in themenspezifischen Arbeitsgruppen,

in die auch Mitarbeiter anderer Berufsgruppen

und anderer Institutionen einbezogen

werden. Vieles wird außerdem auf elektronischem

Wege abgehandelt.


Kontakt:

Barbara Bäck,

Medizinische Direktion,

Stabsstelle MTD-Koordination

Tel.: 0043 / 316 / 340 – 5749

E-Mail: barbara.baeck@kages.at

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Vorbildhaft bei

tausenden Operationen

Zunächst möchte ich mich sehr herzlich für

die Einladung zu dieser Abschiedsfeier für

meine frühere langjährige erste und leitende

Operationsschwester

Josefine an der II. Chirurgischen

Abteilung des

LKH Graz bedanken.

In den Jahren 1961 bis

1985, also fast ein Vierteljahrhundert,

in denen

ich die Freude hatte, diese

Abteilung zu leiten,

warst Du nach den

Schwestern Adelgera,

Alma und Regina fast 15

Jahre hindurch die beste

und tüchtigste erste OP- OSr. Josefine Guttmann.

Schwester. Die vielen

tausenden gemeinsamen Operationen

sind mir in bester Erinnerung. Du warst begabt,

geschickt und flink. So konnte wortlos

und schnell operiert werden. Ohne viele

Worte reichtest Du mir immer das richtige

Instrument und nur ganz selten musste

ich ein ausgefallenes Instrument mit Namen

verlangen. Auch bei schwierigen Operationen

warst Du immer eine echte Hilfe.

Dein Organisationstalent im OP mit der

Vorbereitung der Patienten für die Operation,

für die Anästhesie und den raschen

Wechsel der operierten Patienten sowie

Deine Pünktlichkeit ermöglichten es, dass

an einem Vormittag oft zehn und mehr

große Operationen vorgenommen werden

konnten.

Wie angesehen und anerkannt Deine Leistungen

waren, zeigt, dass Du heute noch zu

den jährlichen Treffen der früheren Oberärzte

und derzeitigen Primarärzte immer eingeladen

wirst (11 meiner ehemaligen Oberärzte

sind Primarärzte in der Steiermark und in

Niederösterreich geworden).

So möchte ich Dir, liebe Josefine, abschließend

nochmals ganz herzlich für die vielen

gemeinsamen Arbeitsjahre im OP danken

und Dir für die bevorstehende Pension viel

Freude, Gesundheit und Harmonie gemeinsam

mit Deiner Familie wünschen.

Auszug aus der Ansprache von Univ.-Prof.

Dr. Wolfgang Köle am 20. Dezember 2007

anlässlich der Abschiedsfeier für OSr. Josefine

Guttmann im Hörsaal der Universitäts-

Augenklinik.


Menschen helfen Menschen

März 2008


8

PERSONALENTWICKLUNG

Einführung des EDV-Dienstplanes

Erfolgreicher Abschluss des Projektes „EDV-gestützte Dienstplanung“ (EDI)

Die Personaldirektion der KA-

Ges hat mit Ende des Jahres

2007 alle Landeskrankenanstalten

(inkl. des LKH-Univ. Klinikum

Graz) mit einem elektronischen

Dienstplanungs- und Abrechnungssystem

ausgestattet. Dazu

wurde ausgehend von den

KA-AZG-Richtlinien sowie den

gesetzlichen Rahmenbedingungen

im Jahre 1999 in Zusammenarbeit

mit der Medizinischen

Universität Graz – bei Beginn des

Projektes noch mit der Karl-Franzens-Universität

– mit dem Projekt

„EDV-gestützte Dienstplanung“

(EDI) begonnen.

Ausgangssituation

Die Erstellung und Abrechnung

von Dienstplänen war eine Belastung

für die Betroffenen und Verantwortlichen.

Jedes Monat wurde

der Dienstplan manuell erstellt,

abgerechnet und händisch

ins Verrechnungssystem eingegeben.

Die Einhaltung der täglichen Arbeitszeit,

Ruhepausen und Ruhezeit,

der wöchentlichen maximalen

Arbeits- und Mindestruhezeiten

mit unterschiedlichen

Durchrechnungszeiträumen sowie

jede Änderung des Dienstplanes

waren zusätzlich zu

dokumentieren.

Abgesehen vom erhöhten

Fehlerrisiko und dem vermehrten

Zeitaufwand war die Vorgangsweise

der Dienstplanung nicht

mehr zeitgemäß. Aus diesem

Grund war es ein erklärtes Ziel

der KAGes, den elektronischen

Dienstplan für alle dienstplanführenden

Berufsgruppen in

sämtlichen Landeskrankenhäusern

der Steiermark einschließlich

des LKH-Univ. Klinikum Graz

unter Berücksichtigung sämtlicher

gesetzlicher Vorschriften

und Richtlinien einzuführen.

Erfolgreicher Abschluss

Derzeit werden für 14.500 Mitarbeiter

Dienstpläne in elektronischer

Form erstellt und abgerechnet.

Das Projektteam EDI

unter der Leitung von Mag. Marianne

Raiger hat dafür ca. 3.000

Dienstplanverantwortliche geschult,

angewiesen und betreut.

Durch das konstruktive Engagement

der Anwender, der Key-

User sowie der Führungskräfte

der einzelnen Landeskrankenhäuser

(inkl. des LKH-Univ. Klinikum

Graz) gelang es, das Dienstplanprogramm

von der Firma

APUS benutzerfreundlich und

den breit gefächerten Bedürfnissen

der KAGes entsprechend zu

gestalten. Jährlich durchgeführte

Akzeptanzumfragen, Workshops

sowie diverse Arbeitskreise

halfen, die Kundenzufriedenheit

zu heben und die

Qualität des Dienstplanes zu

steigern.

Das Projektteam EDI freut sich über den erfolgreichen Abschluss. Von

links: Mag. M. Raiger, G. Heinz und U. Sprincnik.

Wesentliche

positive Effekte

• eine computerunterstützte Erstellung

und Ausgabe von

Dienstplänen, die gesetzeskonform

und nach individuellen

Vorgaben erstellt werden

• die Unterstützung bei Führung

des Ist-Planes

• die automatisierte Rechnung

der Lohnarten- und Zeitsalden

vom Dienstplanungssystem

• die Anbindung an das Besoldungssystem

STIPAS (SAP)

• für alle Anwender verfügbare

Auswertungen (Statistiktool)

• Erhöhung der Datenaktualität

• keine mehrfache Datenerfassung

(Planung, Verwaltung,

Verrechnung)

• Reduktion der Dokumentenmanipulation

Übergabe in den

Routinebetrieb

Nach der bereits im Jahre 2003

erfolgten Übergabe des Teilprojektes

„Dienstplan Externe Landeskrankenhäuser“

an das Betreuungsteam

„Graphischer

Dienstplan“ (GDI) in der Abteilung

CCP (Competence Center

Personaldirektion) wurde nun mit

Ende des Jahres 2007 auch das

zweite Teilprojekt „Dienstplan

LKH Univ. Klinikum Graz“ in den

Routinebetrieb übergeben. ■

Mag. Marianne Raiger,

Personaldirektion

Foto: KAGes

Preise, Auszeichnungen und Anerkennungen

Die steirischen LKHs und die KAGes haben zahlreiche Preise, Auszeichnungen und

Anerkennungen – insbesondere auf den Gebieten Umwelt, Baukultur, Qualitätsmanagement

und Familien- und Mitarbeiterförderung – erhalten. Im Intranet der

Zentraldirektion der KAGes gibt es dazu eine gut strukturierte und chronologische

Dokumentation.

Weitere Informationen im Intranet der KAGes:

ZDion ➟ Organisationsabteilung ➟ Service ➟ „P“

Foto: Ulrike Stark

Anregungen zur Dokumentation der Preise, Auszeichnungen und Anerkennungen

richten Sie bitte an die G'sund-Redaktion:

Tel.: 0316/340-5121

E-Mail: gsund@kages.at

März 2008

Menschen helfen Menschen


KAGes – „Ausgezeichnete“

Personalentwicklungsarbeit

Anerkennung für KAGes bei der Knewledge-Staatspreis-Verleihung

für beispielgebende Maßnahmen

PERSONALENTWICKLUNG 9

Die Steiermärkische Krankenanstaltenges.

m. b. H.

(KAGes) wurde bei der KNEW-

LEDGE-Staatspreis-Verleihung

am 30. 11. 07 im Wirtschaftsministerium

in Wien ausgezeichnet.

Die Auszeichnung erfolgte für

beispielgebende Personalentwicklungsmaßnahmen,

die auf

systematische und effiziente Weise

lebensbegleitendes Lernen im

Beruf unterstützen.

Der Preis, den KAGes-Vorstandsdirektor

Dipl.-Ing. Christian Kehrer

und Personalentwicklungs-

Leiter Mag. Helmut Dörfler aus

der Hand der Staatssekretärin

Christine Marek entgegennahmen,

zeigt deutlich, dass die systematische

Förderung der Mitarbeiter

in der KAGes nicht nur „auf

Papier“ im Leitbild verankert ist,

sondern auch in der täglichen

Personal- und Führungsarbeit gelebt

wird.

Hochkarätige Experten

Von der Jury besonders hervorgehoben

wurden folgende Aktivitäten:

• Das interne Fort- und Weiterbildungsangebot

unter dem

Dach einer eigenen Akademie.

Allein im Jahr 2006 nahmen

über 2.150 Mitarbeiter an den

angebotenen 135 Seminaren

und Lehrgängen teil.

Neben der Weiterbildung der

Mitarbeiter ist der KAGes die

Entwicklung der Führungskräfte

ein großes Anliegen. Sowohl

für die mittlere Ebene als

auch für die LKH-Leitungen

gibt es eigene Programme zur

Unterstützung der Führungsarbeit.

2006 gab es ein „Managementprogramm

der KA-

Ges (MAP)“, mit dem alle Anstaltsleitungsmitglieder

und

Betriebsratsvorsitzenden gemeinsam

erreicht wurden. In

den 4 Modulen im Zeitraum

von 7 Monaten wurde u.a. das

Denken und Handeln unter regionalen

Gesichtspunkten gefördert.

Im Jahr 2006 wurde der Managementlehrgang

für leitende

Ärzte gemeinsam mit der

Medizinischen Universität

Graz neu konzipiert und im

Herbst erstmals in der neuen

Form veranstaltet.

• Das Trainingsprogramm für

Stammärzte zum Thema „Erweiterung

der Arzt-Patient-

Kommunikation“ (siehe Artikel

in der gleichen Ausgabe).

• Die Einführung des Führungsinstruments

„Periodische Mitarbeitergespräche“.

Fast 7000

Mitarbeiter sprechen periodisch

in einem strukturierten

Gespräch mit ihren Vorgesetzten

über ihre Arbeitsbeziehung,

bekommen und geben

Feedback, vereinbaren Verbesserungsziele

und Fördermaßnahmen.

• Die Aktivitäten im Bereich

Führungskräftenachwuchs, bei

denen es um eine systematische

Auswahl und Förderung

von Potenzialmitarbeitern

geht. Seit 1995 haben über 250

Mitarbeiter an den Maßnahmen

– wie Selbsteinschät-

V.l.: Staatssekretärin Christine Marek, VDir. DI Christian Kehrer,

Mag. Helmut Dörfler und Mag. Sigrid Fanninger.

zungs-Workshop, Projektarbeit,

Förder-Assessment-Center

und Förderprogrammen –

teilgenommen.

Bewertet wurden von der aus

hochkarätigen Experten bestehenden

Jury die Ganzheitlichkeit

der Personalentwicklung in Übereinstimmung

mit der Unternehmensstrategie,

die Einbindung

der Personalentwicklung in die

Unternehmensplanung, die Zusammenstellung

der zur Weiterbildung

ausgewählten Personengruppen,

die Umsetzung des Konzepts

sowie die Evaluierung und

Reflexion der Umsetzung. ■

Sind Sie an der Meinung des

Herausgebers einer Zeitschrift

oder an den Ausführungen

des Chefredakteurs zu aktuellen

Entwicklungen wirklich interessiert?

Lesen Sie diese halboder

ganzseitigen, im Längsoder

Querformat präsentierten

und meist mit einem Porträtfoto

versehenen Texte?

Sie sollten es tun und dem Autor

Ihre Kritik, Anerkennung oder Erwartungshaltung

bekannt geben.

Damit tragen Sie zur Erhaltung

von Qualität und zu Veränderungen

bei.

Es gibt Vorworte oder Kolumnen,

auf die Leser bereits warten,

um Hintergründiges oder

Kritisches aus der Feder eines

großen Geistes zu erfahren.

Und das oftmals, bevor die

Schlagzeilen über Katastrophen

oder Skandale bzw. das

Fernsehprogramm gelesen

Kontakt:

Mag. Helmut Dörfler,

Personaldirektion/PE&OE

E-Mail: helmut.doerfler@kages.at

Editorial – Lesen Sie das?

werden. Diese qualitätsvollen

und von vielen gelesenen

Beiträge sind leider eher selten

(geworden).

Neben der Wort- und Schriftgewalt

des Autors und der Thematisierung

aktueller, ärgerlicher

und heikler Ereignisse gelten für

Vorworte oder Kolumnen dieselben

Kriterien wie für andere

erfolgreiche Beiträge und Serien.

Dazu gehören ihre Platzierung,

die Gestaltung von Überschriften

und die Auswahl von

Fotos. All das wissen die Zeitungsmacher

und die Autoren

sollten es auch wissen. Bei den

Editorials scheinen diese Erfolgskriterien

oftmals vergessen

worden zu sein. Mir sind sie

durchaus bewusst. Ebenso wie

die Gestaltung und Platzierung

dieses Beitrages. Und was meinen

Sie?


reinhard.sudy@kages.at

Foto: KAGes

Menschen helfen Menschen

März 2008


10

PERSONALENTWICKLUNG

Maietta-Hatch-Zertifikat

für LKH Hörgas-Enzenbach

Anerkennung für Kinaesthetics-Gesundheitsentwicklungsprogramm

mit Modellcharakter

Einen österreichweit einzigartigen

Weg hat das LKH Hörgas-Enzenbach

in der betrieblichen

Gesundheitsförderung eingeschlagen.

In dem nunmehr erfolgreich

abgeschlossenen zweijährigen

Pilotprojekt setzte man

sich gezielt und systematisch mit

der Bewegungswahrnehmung

der Mitarbeiter auseinander.

Ziel und Ergebnis

Ziel des Projektes war, dass die

Mitarbeiter ihre Bewegungskompetenz

optimieren und sie als

Ressource zur eigenen Gesundheitsentwicklung

nutzen. Insgesamt

nahmen 180 MitarbeiterInnen

aus allen Berufsgruppen an

diesem Kinaesthetics-Projekt

teil. Die Erfahrung, dass die Qualität

unserer Bewegung zur Ausführung

der Alltagsaktivitäten

ein zentraler Regulator für das

Lernen, die Produktivität und die

Gesundheit ist, hat ein neues Bewusstsein

im Denken und Handeln

eingeleitet.

Weniger Krankenstände

– neues Bewusstsein

Das Erkennen und die Integration

einer erhöhten Bewegungsqualität

hat sich überaus positiv

auf die Gesundheit der MitarbeiterInnen

und die interdisziplinäre

Teamarbeit ausgewirkt.

So reduzierte sich die Dauer der

Krankenstände gegenüber der

Zeit vor der Durchführung des

Projektes um durchschnittlich

eineinhalb Tage pro MitarbeiterIn.

Vor allem Rückenbeschwerden

bzw. Erkrankungen des Bewegungsapparates

konnten

deutlich vermindert werden.

Das neue Bewusstsein hat weiters

zu höherer Produktivität in

der PatientInnen-Betreuung geführt.

Dies wirkte sich vor allem

Foto: KAGes

Die Anstaltsleitung des LKH Hörgas-Enzenbach (Prim. Dr. Bernhard

Bauer, Akad. gepr. Pflegedienstleiterin DGKS Berta Weißensteiner,

Akad. gepr. KH-Manager Josef Mayer) mit der österreichweit

einzigartigen Auszeichnung.

sehr vorteilhaft in Stresssituationen

aus.

Maietta-Hatch Kinaesthetics-Auszeichnung

Der positive Effekt des Projektes

„Gesundheitsentwicklung im

LKH Hörgas“ und die Motivation

der Mitarbeiter waren Anlass,

Kinaesthetics unter dem Aspekt

„Bewegungskompetenz erarbeiten,

um Gesundheits- und Lernprozesse

positiv und lebenslang

zu beeinflussen“ weiterzuführen

und den Weg zur formellen Maietta-Hatch-Kinaesthetics-Auszeichnung

zu gehen.

Erstmals in Österreich wurde ein

Krankenhaus für die Durchführung

des Kinaesthetics-Gesundheitsentwicklungsprogrammes

mit dem Zertifikat Maietta-

Hatch Kinaesthetics innerhalb

von zwei Jahren nach dem Projekt

ausgezeichnet.

Wirkung von

Kinaesthetics

Im Folgenden einige Auszüge aus

dem Ergebnis der Evaluierung.

Mitarbeiterbezogen:

– Verbesserung der Arbeitsorganisation

in allen Bereichen

– Positive Stressbewältigung

– Steigerung der physischen

Leistungsquälität

– Positive Beeinflussung von

Rückenbeschwerden durch

Schematische Darstellung der Krankenstandsentwicklung in Prozent

nach Pflege-Berufsgruppen.

Verbesserung des physiologischen

Bewegungsmusters

– Entwicklung einer positiven

Dynamik in der interdisziplinären

Zusammenarbeit

– Steigerung der Fähigkeit, als

Organisation zu lernen

Patientenbezogen:

– Schmerzreduktion im Zusammenhang

mit Bewegungsabläufen

– Steigerung des subjektiven

Wohlbefindens

– Patienten beteiligen sich aktiv

am Prozess der Gesundheitsförderung

– Patienten erfahren mehr

Selbstständigkeit durch Nutzen

ihrer Ressourcen

Kinaesthetics

in der Pflege

„Meine Bewegung ist die Quelle

für die Bewegung anderer Menschen.“

Wenn man jemanden bewegt,

kommt man mit ihm in Berührung.

Kompetentes Berühren und Bewegen

ist ein wichtiger Bestandteil

der Pflegequalität.

In der angemessenen Zeit, einer

der Situation angepassten Anstrengung

und genügend Raum

für die Aktivität des Patienten/

Klienten wird eine Bewegung als

Wertschätzung und Sicherheit im

gemeinsamen Handeln erlebt.

Daraus entwickelt sich ein fortlaufender

Lernprozess für alle

Beteiligten. „Kinaesthetics in der

Pflege“ bewirkt eine Qualitätssicherung

der Pflegeeffizienz und

führt zur Professionalität im Bereich

der pflegerischen Eigenverantwortung.


Pflegedirektorin

Berta Weißensteiner

und Monika Stoiser,

LKH Hörgas-Enzenbach

März 2008

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 11

Kinaesthetics in der Pflege

Erfahrungsaustausch zwischen Graz und Osaka in

Japan: von Erfahrungen der Anderen lernen

Eine

Studienreise

führte fünf japanische

Kolleginnen in die

Steiermark, um aus den

Erfahrungen der bereits

erfolgreich umgesetzten

„Kinaesthetics in

der Pflege“ zu lernen.

Ermöglicht wurde diese

Studienreise durch den

persönlichen Kontakt

von Ryoko Ito aus Tokio,

der derzeit einzigen und

ersten Kinaestheticstrainerin

in Japan, mit

Karoline Koch aus Graz,

Lehrerin für GuK und

Kineastheticstrainerin.

Kompaktes

Programm

Im LKH Hörgas präsentierte

Pflegedirektorin

Berta Weißensteiner

umfassend das europaweit

einzigartig interdisziplinäre

Pilotprojekt

„Gesundheitsentwicklung

im LKH Hörgas“.

Margit Gross,

Pflegedienstleitung im Seniorenzentrum der

Volkshilfe in Wetzelsdorf, schilderte gemeinsam

mit Mag. (FH) Sabine Oswald die Kinaesthetics-Grundkursschulungen

und deren Wirkungen

auf die Pflegepersonen und die Bewohner.

Bei einem gemeinsamen Abendessen

auf dem Grazer Schlossberg vermittelten

die Institutsleiterin Ulrike Resch-Kröll und

Anna Rinnhofer das MH Bildungssystem

Kinaesthetics in Österreich und die Entwicklungen

in der Steiermark.

Die japanischen Gäste mit der Anstaltsleitung des LKH Hörgas-

Enzenbach und der Organisatorin Karoline Koch.

Fotos: K. Koch

In der LSF Graz: Die japanischen Gäste mit Karoline Koch und

Pflegedirektor Franz Lenhart.

LSF Graz: Erfahrungsaustausch

Am zweiten Tag gab Pflegedirektor Franz Lenhart

einen kurzen Einblick in die geschichtliche

Entwicklung der LSF Graz und zeigte die

damit verbundenen Veränderungen der psychiatrischen

Pflege in den letzten Jahrzehnten

auf. Osr. Irmgard Pausch und Stationsleitung

DGKS Petra Totter-Grillitsch informierten

über die Implementierung des Konzeptes

in den gerontopsychiatrischen Pflegealltag.

DGKS Mag. Birgit Poier führte im neurologischen

Bereich durch die Intensivüberwachungseinheit

und erörterte ihre Vorgehensweise.

In der Neurorehabilitation demonstrierten

engagierte, qualifizierte Pflegepersonen

eine Transfersituation mit einem

Patienten.

Den Abschluss bildete ein kurzer Austausch

und Vergleich der Pflegeausbildung in Österreich

und Japan mit Direktor Bernhard Amtmann

und seinem Team der psychiatrischen

Gesundheits- und Krankenpflegeschule des

Landes Steiermark an der LSF Graz. ■

Kontakt:

Karoline Koch

Lehrerin für Gesundheitsund

Krankenpflege,

Schule für psychiatrische Gesundheits- und

Krankenpflege des Landes Steiermark an der

LSF Graz

8053 Graz, Wagner-Jauregg-Platz 23,

Tel.: 0316/2191/2473

E-Mail: karoline.koch@stmk.gv.at

Menschen helfen Menschen

März 2008


12

PERSONALENTWICKLUNG

Gewalt hat gesundheitliche Folgen

Projekt zur Schulung von KrankenhausmitarbeiterInnen

Das Projekt „Gesundheitliche

Folgen von Gewalt“ ist eine

Kooperation des Frauengesundheitszentrums

und der KAGes. In

fünf steirischen LKHs werden

Schulungen durchgeführt, um

Folgen von Gewalt zu erkennen

und betroffene Frauen gezielt zu

unterstützen.

Bei der

Pressekonferenz

von links:

Ärztlicher Direktor

Univ.-Prof. Dr.

Thomas Pieber, GF

Mag. Sylvia Groth,

Mag. Christine

Hirt, Vorstandsdirektor

Dipl.-Ing.

Christian Kehrer.

Erschreckende Studien

Jede fünfte Frau in Österreich ist

laut Studien ein Opfer von Gewalt.

Das bedeutet allein über

120.000 Frauen in der Steiermark.

„Die Täter sind zu 90 Prozent

männlich und meist keine

Unbekannten, sondern der Ehe-

Foto: Frauengesundheitszentrum

Folder „Gesundheitliche

Folgen von Gewalt“.

mann, ein Freund oder Verwandter“,

weiß Projektleiterin Christine

Hirtl vom Grazer Frauengesundheitszentrum.

Medizinische Behandlung

für Betroffene

75 Prozent suchen medizinische

Behandlung in Krankenhäusern

und bei niedergelassenen ÄrztInnen.

Im Zuge des Projektes „Gesundheitliche

Folgen von Gewalt“

werden daher MitarbeiterInnen

in den steirischen LKHs

Deutschlandsberg, Graz-West,

Univ. Klinikum Graz, Leoben und

Rottenmann geschult, Frauen

gezielt zu unterstützen.

Sechzehn zukünftige Trainerinnen

wurden bereits im Dezember

2007 beim „Train the Trainer

Seminar“ von Mag. Elfriede

Fröschl und DPGKS Anneliese

Erdemgil-Brandstätter ausgebildet.

Von März bis Juni 2008

sind die Fortbildungen für die

KrankenhausmitarbeiterInnen

geplant.

Projekt-Info

Derzeit finden in den beteiligten

Krankenanstalten Informationsveranstaltungen

statt, um die Inhalte

des Projektes vorzustellen

und die Fortbildungen zu bewerben.

Das Frauengesundheitszentrum

kooperiert bei dem Projekt „Gesundheitliche

Folgen von Gewalt“

mit der KAGes m.b.H. Das Projekt

wird aus den Mitteln des Fonds

Gesundes Österreich gefördert

und findet im Rahmen der Europaratskampagne

Stop domestic violence

against women statt. ■

Kontakt:

Mag. Rita Obergeschwandner

Frauengesundheitszentrum

Joanneumring 3, 1. Stock,

8010 Graz, Tel. 0316/83 79 98

E-Mail:

rita.obergeschwandner@fgz.co.at

www.fgz.co.at

Newsletter-Service

Die Redaktion von G’sund.net möchte mit den Leserinnen und Lesern des Online-

Informationsangebotes von www.gsund.net regelmäßig kommunizieren und über

die aktuellen Meldungen vor allem aus dem steirischen Gesundheits- und Sozialbereich

informieren.


Mehr dazu:

www.gsund.net

März 2008

Menschen helfen Menschen


Anerkennungspreise der KAGes

Die stolzen Preisträger dieses

erstmals verliehenen Preises

sind die LKHs Stolzalpe, Weiz

und Bruck a.d. Mur. Eine besondere

Anerkennung für ihre jahrelangen

Bemühungen und Leistungen

erhielten der Krankenhausverbund

Judenburg/Knittelfeld,

die LSF Graz, das LPH Schwanberg

und das LKH-Univ.Klinikum

Graz.

Idee

20 Krankenhäuser und die Zentraldirektion

waren erstmalig zur

Teilnahme an diesem KAGesinternen

Anerkennungspreis für

beispielhafte Integration und Zusammenarbeit

von behinderten

und nichtbehinderten Menschen

sowie für die Bemühungen der

Barrierefreiheit im Krankenhaus

eingeladen. Die Idee dafür wurde

in der steirischen Arbeitsgemeinschaft

der KAGes-internen Behindertenvertreter

geboren und

in der Adventzeit umgesetzt.

Anhand eines Kriterienkataloges,

welcher von den jeweiligen

Anstaltsleitungen sowie der Belegschaftsvertretung

erarbeitet

wurde, ist jedes Krankenhaus

PERSONALENTWICKLUNG 13

Ehrung für Integration und Zusammenarbeit von Behinderten und Nichtbehinderten

sowie Bemühungen der Barrierefreiheit im Krankenhaus

ZBRV M. Wolf, VstDir. E. Hecke, Betr.Dir. R. Petritsch, ZBVP-St. U. Stauder,

T. Holub, VstDir. DI C. Kehrer und ZBVP F. Rossegger bei der Preisverleihung.

Foto: KAGes

von externen Fachkräften bewertet

worden. Dabei kristallisierten

sich die sieben Krankenhäuser

heraus, die bereits seit Jahren

eine vorzeigbare Behindertenpolitik

aufweisen.

Veranstaltung

U. Stauder moderierte die Veranstaltung

und ging dabei nicht nur

auf die „Best Practice Beispiele“

in unseren LKHs ein, sondern bot

auch interessante Vergleiche mit

der VOEST, der Post- und Telekom

und der Eisenbahnergewerkschaft.

Sie zeigen, dass die Unternehmenskultur

der KAGes ihre

Werte auch in der gelebten Praxis

aufrecht hält und vorbildhaft

für Österreich ist. ■

ZBVP F. Rossegger, U. Stauder

Voitsberg: Anästhesie-Primar

Dr. Habermann im Ruhestand

Mit Jahresende 2007 hat

Prim. Dr. Georg Habermann,

Leiter der Abteilung für

Anästhesiologie und Intensivmedizin

am LKH Voitsberg, seinen

wohlverdienten Ruhestand

angetreten. In seiner langjährigen

und erfolgreichen Tätigkeit

war er federführend am Auf- und

Ausbau der Abteilung für

Anästhesiologie und Intensivmedizin

sowie des Notarztwesens

im Bezirk Voitsberg beteiligt.


Foto: LKH Voitsberg

Bei der Abschiedsfeier von links: Prim. Dr. W. Schellnegger, Ass. Dr. J.

Hantos, DGKS C. Bloder, OA Dr. J. Goda, Prim. Dr. G. Habermann, OA Dr.

T. Stuers, J. Wipfler, OA Dr. P. Mara, OA Dr. L. Karacsony, Betr. Dir. F.

Salinger.

Menschen helfen Menschen

März 2008


14

PERSONALENTWICKLUNG

Operationskurs für chinesische Chirurgen

Ein Besuch in Peking oder wie man ein Schwein zerlegt

Foto: R. Sudy

Im September vorigen Jahres

durfte ich einen Kurzausflug

nach China unternehmen. Zweck

der Reise war ein Operationskurs,

den ich am Trainingscenter für

Chirurgen in Peking abhielt. Nach

meinem Einführungsvortrag in einem

mit modernster Multimediatechnik

ausgestatteten Vortragsraum

entstand eine angeregte

Diskussion. Die TeilnehmerInnen

beeindruckten dabei durch fundiertes

Fachwissen und gute Englischkenntnisse.

Übungen mit POP-Trainer

Inhalt des Workshops waren

Operationsübungen im Bereich

der minimalinvasiven Chirurgie,

die an einem in Österreich entwickelten

Simulator, einem so

genannten POP-Trainer, durchgeführt

werden. Ein POP-Trainer

ist eine Kunststoffbox, in der mit

roter Flüssigkeit perfundierte

Tierorgane (Schweine) gelagert

werden, um laparoskopische

Operationen zu simulieren. Mit

dieser Technik kann man ohne

die Nachteile von Tierversuchen

minimalinvasive Eingriffe an der

Gallenblase, an Magen und

Darm, bei Zwerchfellbrüchen

usw. sehr gut trainieren. Auch

die verschiedenen Blutstillungsund

Nahttechniken bei Laparoskopien

können so unter realistischen

Bedingungen geübt

werden.

Operationsübungen mit dem POP-Trainer, einem in Österreich entwickelten Simulator.

Workshop mit Operationsübungen im Bereich der minimalinvasiven

Chirurgie.

Bei meinem Kurs in Peking trat nun

das Problem auf, dass im Vorfeld

offenbar etwas missverstanden

wurde und mir erklärt wurde,

dass im Tieroperationssaal ein

Schwein in Narkose liege, das auf

meinen Kurs warten würde. Ich

musste nun dem Anästhesisten

erklären, dass er das Schwein töten

solle, damit ich anschließend

die Organe entnehmen und für den

Kurs präparieren könne. Natürlich

war es auch für mich das erste

Mal, dass ich ein Schwein ausgeweidet

habe, aber es ist uns sehr

gut gelungen.

Im Operationskurs selbst zeigten

sich die TeilnehmerInnen hochinteressiert,

mit guten medizinischen

Kenntnissen ausgestattet

und auch im Umgang mit den

laparoskopischen Instrumenten

großteils sehr geschickt.

Sightseeing und

Gastgeschenk

Am Abend durfte ich dann mein

Geschick im Umgang mit Essstäbchen

zeigen und zumindest haben

meine Gastgeber nicht gelacht

(wenn auch vielleicht aus Höflichkeit).

Ein Kurzausflug zur chinesischen

Mauer sowie ein Spaziergang

durch die verbotene Stadt

und über den Platz des himmlischen

Friedens an meinem freien

Tag vervollständigten das Programm.

Nach einer herzlichen Verabschiedung,

bei der mir noch zwei

vorgebratene, vakuumverpackte

Pekingenten und die unvermeidlichen

und allgegenwärtigen Maskottchen

der Olympischen Spiele

im heurigen Jahr geschenkt wurden,

trat ich den Heimflug an. ■

Kontakt:

Prim. Dr. Rudolf Schrittwieser,

Abteilung für Chirurgie,

LKH Bruck a.d. Mur

E-Mail:

rudolf.schrittwieser@lkh-bruck.at

Fotos: R. Schrittwieser

März 2008

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 15

IN ALLER KÜRZE

Auszeichnungen, Anerkennungen

und Preise

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang

Domej, Pulmonologe

an der Klinischen

Abteilung für

Lungenkrankheiten

der Grazer Univ.-Klinik

für Innere Medizin,

wurde im November

2007 zum Vizepräsidenten der Österreichischen

Gesellschaft für Alpin- und Höhenmedizin

(ÖGAHM) sowie zum Delegierten Österreichs

bei der Dachorganisation MEDCOM-

UIAA gewählt. Als Vorsitzender der Interdisziplinären

ARGE-Alpinmedizin Graz leitet Univ.-

Prof. Dr. Wolfgang Domej die seit 2004 bestehende

Alpinmedizinische Forschungsstation

Dachstein Hunerkogel (AFD).


Der Leiter der Intensivstation der Grazer

Univ.Klinik für Kinderchirurgie, Univ.-Prof. Dr.

Peter Schober, wurde Ende 2007 im Rahmen

der Jahrestagung der Österreichischen

Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention

(ÖGSMP) zum Präsidenten der Fachgesellschaft

für Sportärzte Österreichs gewählt.

Univ.-Prof. Schober hat das Sportarzt-Diplom

der Universität Freiburg und ist auch Arzt des

Ski- und Tennisverbandes.


Univ.-Prof. Dr. Peter H. Schober mit Marion

Krainer, der regierenden Snowboard-

Vizeweltmeisterin.

Im Rahmen des European-Respiratory-Society-Kongresses

in

Stockholm wurde

Univ.-Prof. Dr. Maximilian

Zach, Leiter

der Klinischen Abteilung

für Pädiatrische

Pulmonologie und Allergologie an der Grazer

Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde,

ausgezeichnet. Für seine Leistungen

auf dem Gebiet der pädiatrischen Pneumologie

erhielt er am 18. September 2007 den

„Lifetime Achievement Award“ der Paediatrics

Assembly.


Der Leiter der Klinischen

Abteilung für

Gynäkologische Endokrinologie

und Fortpflanzungsmedizin,

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang

Urdl, wurde für

die Jahre 2008 und

2009 zum Präsidenten der Österreichischen

Gesellschaft für Sterilität, Fertilität und Endokrinologie

gewählt.


Der Leiter der Klinischen

Abteilung für

Allgemeine Radiologische

Diagnostik, o.

Univ.-Prof. Dr. Rainer

Rienmüller, wurde

anlässlich des 3 rd Congress

der Association

of Radiology of Bosnia and Herzegovina am

4. Oktober 2007 zum Ehrenmitglied der Radiological

Society of Bosnia and Herzegovina sowie

mit Wirkung vom 19. Dezember 2007 zum

Ehrenmitglied der Radiologischen Gesellschaft

von St. Petersburg ernannt. ■

Schule für psychiatrische Gesundheits-

und Krankenpflege an

der LSF Graz

Die Schule für psychiatrische

Gesundheitsund

Krankenpflege des

Landes Steiermark an

der Landesnervenklinik

Sigmund Freud Graz

wurde ab 1. Jänner 2008 in die Verwaltung des

Landes Steiermark übernommen. Direktor und

Vertreter dieser Dienststelle ist Leonhard

Amtmann, medizinisch-wissenschaftlicher

Leiter ist Prim. Dr. Hans Werner Wege. ■

Foto: R. Sudy

Univ.-Prof. Dr. Josef Smolle neuer

MUG-Rektor

Der gebürtige Leibnitzer und Facharzt für Hautund

Geschlechtskrankheiten habilitierte 1987

im Fach Dermatologie und Venerologie. Zuletzt

war Univ.-Prof. Dr. Smolle Professor für

Neue Medien in der Medizinischen Wissensvermittlung

und -verarbeitung an der Medizinischen

Universität Graz (MUG). Ein besonderes

Anliegen ist ihm die Ausbildung zukünftiger

Mediziner. So wurde

unter Univ.-Prof. Dr.

Josef Smolle auch

der VMC (Virtueller

Medizinischer Campus)

aufgebaut, eine

international beachtete

eLearning-Plattform

der MUG.

Pflegedirektor Furlan im Landesverband

Steiermark des ÖGKV

Der Landesverband

Steiermark des Österreichischen

Gesundheits-

und Krankenpflegeverbandes

hat

Pflegedirektor Paul

Furlan, LKH Graz

West, als Vertreter der

steirischen ARGE der PflegedirektorInnen kooptiert.

Pflegedirektor Paul Furlan folgt damit

der in den Ruhestand getretenen Pflegedirektorin

Brigitta Gallé, LKH Deutschlandsberg,

nach.


Neue Führungskräfte

Univ.-Prof. Dr. Helfried

Metzler, zuletzt

Vorstand der Universitätsklinik

für Anästhesiologie

und Intensivmedizin,

wurde mit

Wirkung vom 15. Februar

2008 zum Primararzt

der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin

am LKH Voitsberg bestellt. ■

Steirischer Bildungsberater 06/07

Die Broschüre des

Landesschulrates für

Steiermark „Steirischer

Bildungsberater“

gibt einen umfassenden

Überblick über

die Auswahlmöglichkeiten

an Bildungseinrichtungen

und aktuellen

Bildungswegen in der Steiermark. Diese

für Eltern und Schüler hilfreiche Unterstützung

im wichtigen Entscheidungsprozess

über die Ausbildung ist erhältlich beim:

Landesschulrat für Steiermark, Tel.: 0316/

345-450, www.lsr-stmk. gv.at. ■


Foto: Muhr für Med Uni Graz

Menschen helfen Menschen

März 2008


16

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Die Evidenz um Rat gefragt

An der Med Uni Graz wird intensiv an der Bereitstellung

empirisch evidenter Erkenntnisse gearbeitet

Medizinisches Wissen verdoppelt

sich alle fünf Jahre.

Um bei dieser Fülle die richtigen

Diagnosen zu stellen und relevante

Therapien zu finden, bedarf es

systematisch aufbereiteter unterstützender

Grundlagen.

EBM Review Center

Zur nachvollziehbaren Verwendung

der besten im Moment verfügbaren

wissenschaftlichen Erkenntnisse

werden vorhandene

medizinische Studien systematisch

aufbereitet und zu bestimmten

Themen zusammengefasst.

Dies unterstützt beispielsweise

Mediziner und Patienten bei ihrer

Entscheidungsfindung.

Das EBM Review Center der Med

Uni Graz unter der Leitung von

Univ.-Doz. Dr. Andrea Siebenhofer-Kroitzsch

befasst sich intensiv

mit dieser Thematik. Als einziges

Zentrum Österreichs ist es mit der

Durchführung eingehender wissenschaftlicher

Bewertungen

Univ.-Doz. Dr.

Andrea Siebenhofer-Kroitzsch.

speziell von Medikamenten beschäftigt.

Univ.-Prof. DI Dr.

Andrea Berghold.

Fotos: Med Uni Graz

Statistik als

Wegbegleiter

Auf dem Weg zur EBM bedarf es

großer Unterstützung durch die

Statistik. Erfolgreich ist daher

die enge Zusammenarbeit mit

Univ.-Prof. DI Dr. Andrea Berghold,

Leiterin des Instituts für

Medizinische Informatik, Statistik

und Dokumentation. Diese

hat sich bereits in ihrer Antrittsvorlesung

mit „Meta-Analysen

in Systematischen Reviews“ beschäftigt.

Curriculum

Univ.-Doz. Dr. Andrea Siebenhofer-Kroitzsch

ist Leiterin

des EBM Review Centers an der

Med Uni Graz. Sie war als

Oberärztin an der Diabetes- und

Stoffwechsel-Ambulanz der

Medizinischen Universitätsklinik

am LKH-Univ.Klinikum Graz

und zuletzt als Leiterin der Gerinnungsambulanz

tätig.

Univ.-Prof. DI Dr. Andrea

Berghold studierte Technische

Mathematik an der Technischen

Universität Graz. Seit

2005 leitet sie das Institut für

Medizinische Informatik, Statistik

und Dokumentation der

Med Uni Graz.

Internationale

Anerkennung

Gemeinsam erarbeiteten die beiden

Institutionen z.B. systematische

Reviews zum Thema

„Insulinanaloga versus Humaninsulin

bei Patienten mit Diabetes“.

Die Arbeit über die kurz

wirksamen Insulinanaloga wurde

als erste rein österreichische in

der renommierten Cochrane Library

publiziert, die am Sektor der

evidenzbasierten Medizin die

höchsten Standards setzt. ■

Quelle:

MEDITIO 02/2007,

Medizinische Universität Graz

Grazer Beitrag in „Voice Medicine“

Der chinesische Verlag

People's Medical Publishing

House hat mit „Voice Medicine“

erstmals ein umfassendes Lehrbuch

über das zunehmend wichtiger

werdende Fachgebiet der

Stimmmedizin herausgegeben.

Es umfasst alle Gebiete der

Stimm- und Kehlkopfheilkunde

wie Anatomie, Physiologie, Untersuchungsmethoden,

Erkrankungen,

konservative und therapeutische

Behandlungsverfahren.

In diesem von chinesischen und

führenden amerikanischen Spezialisten

herausgegebenen Werk

hat der Grazer Univ.-Prof. Dr. Gerhard

Friedrich als einziger Europäer

ein Kapitel verfasst. Der

Leiter der Klinischen Abteilung

für Phoniatrie an der Hals-, Nasen-,

Ohren-Universitätsklinik am

LKH-Univ.Klinikum Graz behandelt

unter „Laryngeal Framework

Surgery“ alle Methoden zur Beeinflussung

der Stimme durch

Eingriffe am Kehlkopfskelett. ■

Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Gerhard Friedrich

Auenbruggerplatz 26–28, A-8036

Graz, Tel. +43 (0)316/385-2579,

Fax: -3549

E-Mail:

phoniatrie.hno@meduni-graz.at

In chinesischamerikanischer

Kooperation

entstanden:

Voice

Medicine.

Future Conference &

Partnering Day

The 4 th Future Conference of the

cluster organisation human.technology.styria

meets the 5 th annual

Partnering Day for Biomedical Research

of the Medical University

of Graz. Take the opportunity and

listen to current trends and developments

in field of healthcare

technology and meet innovative

researchers and companies in

Austria’s most successful cooperation

event.

25.–26. September 2008, Graz ■

Further Information:

www.meduni-graz.at/

partneringday

www.human.technology.at

Foto: R. Sudy

März 2008

Menschen helfen Menschen


Medizinthemen am Siegerpodest

Forum Technik und Gesellschaft der TU Graz vergab Förderpreise für 2007

GESUNDHEIT & FORSCHUNG 17

Eine Diplomarbeit und eine Dissertation,

beide mit dominantem

Medizin-Bezug, erhielten die

beiden 2007 vergebenen Förderpreise

des Forums Technik und

Gesellschaft der TU Graz.

Design einer

speziellen Orthese

In Zusammenarbeit mit der Orthopädischen

Klinik in Heidelberg

entwickelte die 1981 geborene

Grazerin Barbara Moser den Prototyp

einer speziellen Orthese:

das neue medizinische Hilfsmittel

soll die Lebensqualität betroffener

Personen erhöhen und es ihnen

ermöglichen, den Unterarm

ohne große Strapazen in eine bestimmte

Position zu bringen. Mosers

System basiert einerseits

auf dem Prinzip der funktionellen

Elektrostimulation, bei der durch

Die beiden

Preisträger

Barbara Moser

und Bernhard

Mlecnik.

Foto: TU Graz/Nestroy

Muskelreizung der Unterarm bewegt

werden soll. Andererseits

nutzt ihr System das mechanische

Funktionsprinzip einer Arm-

Orthese, die die Gliedmaßen in

einer bestimmten Position fixiert.

Rückfallsraten – Vorhersage

bei Darmkrebs-

Patienten

Der 1978 in Klagenfurt geborene

Bernhard Mlecnik befasste sich

in seiner Dissertation mit der Vorhersage

von Rückfallsraten bei

Darmkrebs-Patienten. Er berücksichtigte

dabei auch die Rolle von

Immunzellen bei der Tumorbekämpfung.

Mlecnik gelang es

in seiner Arbeit, die Vorteile genomischer

Methoden bei der Prognose

der Patientenrückfallsrate

herauszuarbeiten. Im Rahmen einer

Post-Doc-Stelle führt nun

Mlecnik seine Forschung in Paris

weiter.


Kontakt:

Hon.-Prof. Dipl.-Ing.

Dr. jur. Kurt Friedrich

Forum Technik und Gesellschaft

E-Mail: friedrich@tugraz.at

Tel.: 0316 873 7915

Quelle:

TU Graz medieninfo vom

29. 11. 2007

Studium „Gesundheits- und

Pflegewissenschaften“

Die umfassende Ausbildung

der Studienrichtung „Gesundheits-

und Pflegewissenschaften“

wurde 2004 an der Grazer

Medizinischen Universität

etabliert. Ende November 2007

haben 32 Studenten erstmals

dieses Studium beendet.

Es entspricht internationalen

Standards und vermittelt breites

theoretisches Grundlagenwissen

sowie Forschungsmethoden,

spezielle Schwerpunkte wie Leben

mit chronischer Krankheit,

Rehabilitation, Prävention und

die komplexe Bewältigung von

Gesundheitsproblemen. Abgerundet

wird es durch betriebswirtschaftliche,

human- und

sozialwissenschaftliche Grundlagen.


Weitere Informationen:

www.meduni-graz.at

Foto: Gernot Muhr

Ende November 2007 haben 32 Studenten erstmals dieses Studium beendet.

Menschen helfen Menschen

März 2008


18

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Foto: Dr. Ursula Brosch

Köstlicher Bärlauch

Ein Feld voller köstlich schmeckendem Bärlauch.

Die Grazer Bauern:

Lebensmittelpunkt

Die neu aufgelegte, ergänzte

und kostenlose Broschüre

„Lebensmittelpunkt Graz“ macht

auf die Bauern und ihre landwirtschaftlichen

Betriebe in Graz aufmerksam.

Deren umfangreiches,

frisches Angebot gibt es auf den

zahlreichen Grazer Bauernmärkten

und teilweise auch ab Hof zu

kaufen.

Erhältlich ist die Broschüre „Lebensmittelpunkt

Graz“ gratis unter

Tel. +43 316/872-4800 oder

unter www.wirtschaft.graz.at ■

Wie einst der „italienische

Rucola“ vor einigen Jahren

die Gaumen und Mägen der Steirer

erobert hat, ist heute der steirische

Bärlauch aus den Speisekarten

von Restaurants, Gasthäusern

und Buschenschanken nicht

mehr wegzudenken.

Aber Achtung, es besteht Verwechslungsgefahr

mit anderen,

giftigen Pflanzen. Der Bärlauch

(allium ursinum) kann leicht mit

den ähnlich aussehenden Maiglöckchen

und Herbstzeitlosen

verwechselt werden. Und die

sind giftig. Der frische Bärlauch

riecht nach Knoblauch, hat im Gegensatz

zum Maiglöckchen und

zur Herbstzeitlosen nur einen

Stiel und nur ein Blatt. Höhepunkt

der Bärlauch-Ernte ist üblicherweise

Ende April. ■

Bunter und informativer Inhalt.

LITERATURTIPPS

Pathophysiologie

Molekulare, zelluläre,

systemische Grundlagen

von Krankheiten

S. Schwarz/O. Förster/M.

Peterlik/K. Schauenstein/G.

Wick

maudrich 2007

Euro 99,90

Die Logotherapie

Viktor Frankls und

ihre Weiterentwicklungen

Jörg Riemeyer

Verlag Hans Huber 2007

Euro 34,95

Psychoanalyse

der Lebensbewegungen

Peter Geißler / Günter

Heisterkamp

Springer Verlag Wien

2007

Euro 89,95

Jakobus – Der

Heilige Europas

Klaus Herbers

Patmos Verlag 2007

Euro 30,80

Seit ein Gespräch

wir sind …

Egon Kapellari

Styria Verlag Graz 2007

Euro 26,00

Der Tod ist groß

Margarete Graf (Hg.)

Artemis & Winkler 2007

Euro 41,10

Dieses aktuelle Nachschlagewerk

für Studierende,

aber auch Ärzte umfasst die

molekularen Grundlagen didaktisch

wichtiger wie häufiger

Erkrankungen im gesamten

Spektrum der Medizin

– einschließlich der Erkrankungen

des Alterns.

Hunderte von Tabellen, Abbildungen,

Urls und Review-

Literaturstellen sowie Verzeichnisse

von Abkürzungen

und Onlinenumbers erleichtern

das Verständnis, Nachschlagen

und Vertiefen.

Die Einführung in die sinnorientierte

Psychotherapie

erläutert gut verständlich

und umfassend die von

Viktor E. Frankl entwickelte

Logotherapie und stellt

deren aktuelle Weiterentwicklungen

vor. Neben

dem Stellenwert der Logotherapie

innerhalb der Psychotherapie

werden auch

die Formen und Ziele, Arbeitsweisen

und Behandlungsmethoden

auf dem

aktuellsten Entwicklungsstand

erläutert.

Dieses Hand- und Lehrbuch

zum körperlichen Geschehen

in der psychoanalytischen

Therapie berührt

alle Grundbegriffe und Behandlungsprinzipien

der

Psychoanalyse. Ausgehend

von den Grundlagen

führt es bis zu neueren

psychoanalytischen Konzepten.

Zahlreiche Beispiele

verschiedenster

Krankheitsbilder vermitteln

die basalen Formen

des Gewahrwerdens, Erfassens

und Behandelns.

Seit einigen Jahren steigen

Interesse und Teilnehmerzahlen

an Pilgerfahrten

und -wanderungen.

Die Reise zu Fuß ist dabei

für viele Menschen ein

spirituelles Anliegen und

eine Suche nach intensiver

Selbsterfahrung. Der

prachtvolle Text-Bildband

führt in die Geschichte und

Kultur, Gegenwart und Zukunft

der Pilgerfahrten

nach Santiago de Compostela,

der spirituellen

Hauptstadt Europas.

Bei diesen neuen Texten

über Fragen zu Mensch

und Gott, zu Gesellschaft

und Kirche von Bischof

Egon Kapellari geht es

nicht nur um Informationsvermittlung,

sondern vor

allem um Gespräche. Acht

Bildtafeln über Gespräche

Jesu Christi, die im Neuen

Testament bezeugt werden,

vertiefen das Anliegen

dieses Buches.

Zur Endlichkeit des

menschlichen Lebens

gehört auch die Trauer um

einen Verlust in unterschiedlichsten

Erscheinungsformen.

Bewegende

und tröstliche Erzählungen

und Gedichte der deutschsprachigen

Literatur aus

800 Jahren zeigen die

Wege des Menschen, von

der Trauer zum Trost zu

finden.

März 2008

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 19

Foto: G. Unger

Ohrakupunktur nach dem

NADA-Protokoll

Bericht von der NADA-Fachtagung 2007 in Hamburg

Die Ohrakupunktur ist eine Methode der

Traditionellen Chinesischen Medizin, bei

der fünf Nadeln für einen Zeitraum von ca. 45

Minuten an bestimmten Punkten am Ohr platziert

werden.

Am 23. November 2007 trafen wir bei der

Fachtagung in Hamburg den Begründer der

Ohrakupunktur nach dem NADA-Protokoll,

Michael Smith, den medizinischen Direktor

vom Lincoln Recovery Center, Bronx, N.Y.C. /

USA. Diese Art der Behandlung wird hier seit

den 70er Jahren erfolgreich bei Abhängigkeitserkrankungen

praktiziert.

Erweiterter Anwendungsbereich

Die Ohrakupunktur gewinnt auch in der Behandlung

psychischer Erkrankungen im stationären

und ambulanten Setting und in der

Gesundheitsvorsorge sowie bei der Stressbewältigung

immer mehr an Bedeutung.

Ohrakupunktur in der LSF Graz

Bereits 2006 wurden in der LSF Graz auf der

Station PS 15 Ärzte und Pflegefachkräfte nach

dem NADA-Protokoll ausgebildet. Nach anfänglicher

Skepsis wurde diese Form der Behandlung

noch während der Ausbildungsphase

mit Begeisterung angenommen. Dem Pflegefachpersonal

steht nun damit ein nonkonfrontatives,

einfach zu handhabendes Instrument

zur Verfügung. Die unterschiedlichsten

Beschwerden von Patienten können günstig

beeinflusst werden. Unruhezustände, Ängste

und Schlaflosigkeit, psychische Erkrankungen,

Schmerzen und Burn-out lassen sich

durch die Ohrakupunktur lindern.

Ohrakupunktur nach dem NADA-Protokoll.

Schnellerer Genesungsprozess

Die vielen Anwendungen auf unserer Station

haben gezeigt, dass der Genesungsprozess

wesentlich schneller voranschreitet. Es wird

weniger Zusatzmedikation benötigt und

Kriseninterventionen sind mit geringerem

Zeitaufwand verbunden.

Erfahrungsaustausch in Hamburg

Der Gedankenaustausch bei der NADA-Fachtagung

in Hamburg war für uns Pflegefachkräfte

eine Möglichkeit, mehr über Aktivitäten,

aber auch Schwierigkeiten anderer Einrichtungen

zu erfahren. Wir wurden in unserem

Engagement für die Ohrakupunktur sehr

bestärkt und sind für die uns ermöglichte Ausbildung

sehr dankbar.


DGKS Anna Elisabeth Gspurning;

DGKS Astrid Fallmann,

DGKS Gabriele Unger,

LSF Graz

Bei der NADA-Fachtagung in Hamburg (von links): DGKS A. E. Gspurning, DGKS A. Fallmann, Med.

Dir. M. Smith und DGKS G. Unger.

Foto: A. Fallmann

Ihrer

Gesundheit

zuliebe

Sinnvolle Diäten zum Abnehmen

Gerade im Frühling werden wir wieder

überflutet mit einer Menge an Werbung für

Diäten, die uns die Traumfigur versprechen.

Ähnlich wie beim Kauf von Schnäppchen,

Versicherungen, Lebensträumen etc. können

Sie auch beim Thema Ernährung „gute,

seriöse“ von „unseriösen“ Diäten unterscheiden.

Wir geben Ihnen ein paar Tipps zur Unterscheidung:

Kennzeichen seriöser Diäten:

• Geben Ihnen Anleitung, wie Sie Ihre Essgewohnheiten

im Rahmen Ihrer Möglichkeiten

verbessern können.

• Zeigen Ihnen ehrlich ein realistisches

Zielgewicht vor, das Sie halten können,

ohne in den berühmten Jo-Jo-Effekt zu

fallen.

• Berücksichtigen immer Grundprinzipien

der Ernährung, die Ihre Gesundheit fördern.

Kennzeichen unseriöser Diäten:

• Geben Ihnen strikte Diätregime vor, die

Sie aber nur eine begrenzte Zeit einhalten

können.

• Versprechen Ihnen Ihr Zielgewicht rasch

zu erreichen, können aber dann nicht vor

der raschen Gewichtszunahme schützen

(Jo-Jo-Effekt).

• Machen Sie abhängig von vorgefertigten

Diätplänen.

• Verführen Sie durch simple, aber oft

falsche Logik, indem einzelne Lebensmittel

oder Nährstoffe überbetont werden.

Eine maßvolle reduzierte und gemischte

Ernährung mit einer Gewichtsabnahme von

1

/ 2 kg je Woche ist der nachhaltigste Weg

zu Ihrer guten Figur.

Ausreichende Bewegung (3- bis 4-mal pro

Woche für etwa 3 / 4 Stunde) unterstützt Sie

auf dem Weg zu Ihrem Ziel. ■

Ihr Ernährungsmedizinischer Dienst,

LKH-Univ.Klinikum Graz

Menschen helfen Menschen

März 2008


20

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Behandlungsschwerpunkt an der Abteilung für Kinder und Jugendliche, LKH Leoben

Auf unserer psychosomatischen Station an

der Abteilung für Kinder und Jugendliche

am LKH Leoben werden unter anderem Essstörungen

behandelt. Es handelt sich dabei

um psychische Erkrankungen, die sich in unterschiedlicher

Ausprägung über ein gestörtes

Essverhalten äußern. Als die bekanntesten

und häufigsten Essstörungen sind die Anorexia

nervosa (Magersucht), die Bulimia nervosa

(Ess-Brech-Sucht), das „Binge Eating“

(Fressattacken) und die Esssucht zu nennen.

Diese Erkrankungsbilder gehen oft ineinander

über bzw. sind nicht immer klar voneinander

abgrenzbar.

Magersüchtige

Die Patienten versuchen einerseits die tägliche

Kalorienaufnahme durch Hungern möglichst

gering, anderseits den Energieverbrauch

durch vermehrte körperliche Betätigung

(Joggen, Steppen) hoch zu halten. Dabei

wird jede Kalorie gezählt und der eigene,

oft bedrohliche Körperzustand im Sinne einer

Körperschemastörung häufig nicht erkannt.

Als Folgen der Magersucht sind alle Zeichen

einer Mangelernährung bis hin zur Osteoporose

(Knochenerweichung) und bei weiblichen

Patienten Störungen im Menstruationszyklus

bis zur Amerorrhoe (Ausbleiben der

Menstruation), oft vergesellschaftet mit

Depression zu nennen. Die Magersucht hat

die höchste Komorbidität und Mortalität (ca. 5

bis 15% der Betroffenen sterben frühzeitig)

aller psychiatrischen Erkrankungen.

OA Dr. Hans-Peter Preglej.

Ess-Brech-Süchtige

Diese Patienten sind meist normalgewichtig,

leiden aber oft zusätzlich an einer „Gewichtsphobie“,

einer großen Angst vor dem Dickwerden.

Unzulängliche Gegenmaßnahmen

wie selbstinduziertes Erbrechen, übermäßiger

Sport, Laxantienabusus (missbräuchliche

Verwendung von Abführmitteln), Einläufe sowie

einseitiges Fasten können langfristig zu

Mangelerscheinungen des Organismus

führen. Die Folge sind Essattacken, wobei oft

auf einmal unkontrolliert große Nahrungsmengen

mit folgendem Frustgefühl aufgenommen

werden. Das darauffolgende Erbrechen

wird dann häufig kurzfristig als „entspannend“

erlebt.

Auch die Ess-Brech-Sucht kann zu Mangelerscheinungen

wie z.B. Störungen des Elektrolythaushalts,

weiters zu Zahnschäden sowie

zu Speiseröhrenverätzungen führen.

Fressattacken

Diese treten im Zusammenhang mit unbeherrschbaren

Heißhungerattacken auf. Dabei

verlieren die Betroffenen die Kontrolle und es

werden in kürzester Zeit ungewöhnlich große

Mengen an Nahrung aufgenommen. Binge

Eater essen auffallend schnell, ohne aber dabei

Hunger zu verspüren. Sie empfinden nach

der Fressattacke oft ein Gefühl von Wut,

Scham, Ekel und Traurigkeit und sie sind – da

sie im Gegensatz zu den Bulimikern nach der

Attacke keine Maßnahmen zur Gewichtsabnahme

ergreifen – oft (noch) normal- bis übergewichtig.

Ess-Süchtige

Die Patienten müssen ständig an Essen denken.

Sie essen zwanghaft, meist zu viel, und

sie versuchen dann ihr Gewicht mit komplizierten

Regeln bezüglich übermäßiger Nahrungsaufnahmen,

gleichzeitiger Diäten und

unzureichender körperlicher Betätigung zu

kontrollieren. Das führt dann häufig über

Übergewicht zu Adipositas (Fettleibigkeit) mit

den dazugehörigen körperlichen (z.B. Diabetes,

Herzinfarkt), psychischen (Depression)

und sozialen (Isolierung) Problemen.

Teambezogene Therapiekonzepte

Die Tatsache, dass essgestörte Patienten

meist bereits Experten ihrer Erkrankung sind,

macht eine Therapie oft zu einer großen Herausforderung.

Unsere Arbeit findet teambezogen statt. Zwei

Oberärzte nehmen neben der somatischen

Versorgung auch die psychotherapeutischen

Aufgaben auf dem Gebiet der integrativen

Verhaltenstherapie bzw. der systemischen

Therapie wahr. Zwei weitere Therapeutinnen

unterstützen diese Arbeit durch Therapiemethoden

aus der Heilpädagogik sowie der

Ergotherapie, wobei es sich dabei patientenspezifisch

sowohl um Einzelgespräche als

auch um Gesprächsgruppen handeln kann.

Eine klinische Psychologin führt die klinischen

Testungen und Therapien durch. Wichtige Unterstützung

kommt von unseren engagierten

Kollegen der physikalischen Abteilung, unseren

Mitarbeitern des Pflegedienstes sowie

den speziell ausgebildeten Lehrern unserer

Anstaltsschule.

Dank einer kinder- bzw. jugendgerechten

Adaptierung der Zimmer unserer psychosomatischen

Station und einer Ausstattung

derselben mit TV, Computer und Internetzugang

fällt auch ein eventuell einmal länger

dauernder Aufenthalt nicht mehr so schwer.

Besonderes Augenmerk legen wir auf die

gute Vernetzung mit anderen Stellen wie

Schulen, Jugendämtern, Beratungszentren,

auswärtigen Ärzten, Psychologen und Therapeuten

sowie anderen auf dem Gebiet der

Psychosomatik tätigen Institutionen. ■

Kontakt:

OA Dr. Hans-Peter Preglej,

LKH Leoben-Eisenerz

E-Mail: hanspeter.preglej@lkh-leoben.at

Haben Sie Ihren Namen

oder Ihre Adresse

geändert?

In diesen Fällen geben Sie dies bitte dem

Personalbüro Ihrer Verwaltungsdirektion

bekannt. Damit ermöglichen Sie uns,

Ihnen das Mitarbeitermagazin G‘sund

zuzuschicken.

März 2008

Menschen helfen Menschen


22

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Höhenmedizinische Forschung

Hoch vom Dachstein an …

Bei Seilbahnfahrten über

2.700 m Höhe können bei

etwa 10% der Touristen Beschwerden

wie Kopfschmerz,

Müdigkeit, Schwindel, Husten

oder Atemnot als unangenehme

Begleiteffekte der Höhe auftreten.

Mit zunehmender Häufigkeit

stellen sich heute daher Fragen

nach individueller Höhentauglichkeit

und -leistungsfähigkeit.

Selbst Menschen mit chronischen

Vorerkrankungen müssen

in vielen Fällen aber nicht auf einen

Höhenaufenthalt verzichten.

Vieles hängt von der Dosis

„Höhe“ und dem damit verbundenen

Grad der Änderung atmosphärischer

Bedingungen sowie

der Aufstiegsgeschwindigkeit

ab. Grundsätzlich kann auch

der Gesündeste höhenkrank

werden. Bei so manchem

8.000er-Bezwinger zeigten sich

später auf weit niedrigeren

Gipfeln Symptome schwerer

Höhenunverträglichkeit.

Höhenmedizinische

Forschung

Vom medizinischen Standpunkt

gibt es bis heute keine verlässliche

Vorhersage der Höhenverträglichkeit

insbesondere in

großen Höhen. Höhenmedizinische

Forschung und Wissensvermittlung

dienen daher vor allem

der gesundheitlichen Risikominimierung.

Höhenaufenthalte sind

aber auch im Zusammenhang mit

Prävention und Leistungsverbesserung

Gesunder (Höhentraining)

– zunehmend auch chronisch

Kranker – von ärztlichem

Interesse.

Alpine Forschungsstation

Dachstein

Seit dem Jahre 1997 konzentriert

die „interdisziplinäre und interuniversitäre

ARGE-Alpinmedizin“

ihre Forschungsaktivitäten auf

die vielfältigen Auswirkungen

Alpine Forschungsstation Dachstein (AFD) an der Bergstation der Dachsteinseilbahn (Hunerkogel, 2700 m).

des verminderten Sauerstoffdruckes

auf den Organismus. In

Kooperation mit der Planai-Hochwurzen-Bahnen

GmbH wurde im

Jahre 2003 die Plattform „Alpine

Forschungsstation Dachstein

(AFD)“ an der Bergstation der

Dachsteinseilbahn (Hunerkogel,

2.700 m) zur Durchführung höhenmedizinischer

Untersuchungen

ins Leben gerufen. Im Rahmen

dieser Forschungstätigkeit entstanden

bisher zahlreiche Publikationen.

Höhenmedizinischer

Kongress

Heuer findet zum 13. Mal ein

höhenmedizinischer Kongress in

der Steiermark statt. Diese als

gemeinsame Jahrestagung der

österreichischen und deutschen

Fachgesellschaften (ÖGAHM/

BExMed) in Kooperation mit der

Medizinischen Universität Graz

vom 8.–9.11.2008 in Ramsau/

Dachstein ausgerichtete internationale

Veranstaltung „Expedition

2008“ vermittelt Interessierten

erstklassiges höhenmedizinisches

Know-how für eine bessere

Beratungstätigkeit im Breiten-

als auch Spitzensport. Als

besondere „Highlights“ des heurigen

Programmes gelten die

Gastreferate der beiden Top-Alpinisten

Christian Stangl und Christian

Schiester.


Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Domej,

Klinische Abteilung für

Pulmonologie

ARGE-Alpinmedizin,

Universitätsklinik für Innere

Medizin,

Medizinische Universität Graz

Auenbruggerplatz 20

8036 Graz

Tel. +43-316-385-80250

Fax. +43-316-385-3930

Priv. 0650-4134203

Univ.-Prof. Dr.

Wolfgang Domej,

Klinische Abteilung

für Pulmonologie

am LKH-

Univ.Klinikum

Graz.

März 2008

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 23

Zwei Top-

Alpinisten

Christian Stangl

Die „Seven Summits“, die

höchsten Gipfel der sieben Kontinente,

sind der Traum vieler

Bergsteiger. Stangl hat sie jetzt

alle auf seiner Erfolgsliste: Mt.

Vinson, Mt. Everest, Elbrus, Kilimanjaro,

Aconcagua, Carstensz

Pyramide und Mt. McKinley.

Alle in Rekordzeit, Zeiten, die für

Normalsterbliche kaum vorstellbar

sind: 49 Minuten für die

Carstensz-Pyramide oder in 16

Stunden 42 Minuten auf den

Gipfel des Mt. Everest. Für alle

Seven Summits benötigte

Stangl 58 Stunden und zehn Minuten

im Vergleich zu den durchschnittlichen

Besteigungszeiten

von etwa 500 Stunden.

Christian Schiester

Ein ganz besonderer österreichischer

Athlet, dessen sportliche

Karriere erst sehr spät begann,

zählt heute zu den erfolgreichsten

Extremläufern der Welt.

Sein Sieg beim Antarctic Ultra

Race auf einer 100-Kilometer-

Distanz bei Temperaturen unter

-20 Grad ist nur eine von vielen

außergewöhnlichen Leistungen.

Der Steirer startete schon

beim „Marathon de Sables“

(243 km durch die Sahara), gewann

das „Himalaya Stage

Race“ (162 km/14.000 Hm) und

wurde 3. beim „Jungle Marathon“

(202 km) quer durch den

Urwald im Amazonasgebiet.

Infos & Tipps

www.expedition-2008.com

www.redbull.com

www.landderberge.at

ARGE-Alpinmedizin:

www.argealpinmed.at

Österreichische Gesellschaft

für Alpin- und Höhenmedizin

(ÖGAHM):

http://www.alpinmedizin.org

Deutsche Gesellschaft für Bergund

Expeditionsmedizin (BEx-

Med):

http://www.bexmed.de

Neue Krankheitsform und

verantwortliches Gen entdeckt

Eine besondere Form der Muskelerkrankung (Myopathie)

konnte durch Grazer Forscherteam aufgeklärt werden

Mit Jahresbeginn wurde im

Grazer Innenstadtkrankenhaus

der Barmherzigen Brüder in

der Marschallgasse 12 die erste

steirische Gehörlosenambulanz

eröffnet. Ein umfangreich geschultes,

gebärdensprachkompetentes

und interdisziplinäres

Team unter der ärztlichen Leitung

von Dr. David Kaufmann ist um

die allgemeinmedizinische, aber

auch psychologische Betreuung

und Sozialberatung gehörloser

und schwerhöriger Menschen

bemüht.


Das erfolgreiche Forscherteam (von links): PD. Dr. Christian

Windpassinger und Univ.-Prof. Dr. Stefan Quasthoff.

Ein Forscherteam der Med Uni

Graz hat eine neue Krankheitsform

und das dafür verantwortliche

Gen entdeckt. Als genetische

Ursache für eine spezielle,

fortschreitende Schwäche der

Haltungsmuskulatur wurde das

FHL1Gen festgestellt.

PD Dr. Christian Windpassinger

vom Institut für Humangenetik

und Univ.-Prof. Dr. Stefan Quasthoff

von der Universitätsklinik für

Neurologie ist es in interdisziplinärer

Zusammenarbeit mit

Partnern aus Österreich, Deutschland,

Großbritannien und Kanada

gelungen, eine besondere Form

einer Muskelerkrankung (Myopathie)

aufzuklären. Damit wurde

eine wichtige Grundlage geschaffen,

um weitere konkrete Forschungsarbeiten

um Funktion und

Behandlungsmöglichkeiten fortzusetzen.

Die Fachzeitschrift „American

Journal of human Genetics“ publizierte

im Jänner 2008 die Arbeit.

Außerdem wurde Christian

Windpassinger von der „American

Society of Human Genetics“

mit dem „Postdoc Clinical Research

Award“ ausgezeichnet. ■

Kontakt:

PD. Dr. Christian Windpassinger

Institut für Humangenetik,

Gehörlosenambulanz der Barmherzigen Brüder

in Graz

Das gebärdensprachkompetente Team der Gehörlosenambulanz der

BHB Graz.

Kontakt:

Gehörlosenambulanz des

Krankenhauses

der Barmherzigen Brüder

Marschallgasse 12, 8020 Graz

Med Uni Graz

christian.windpassinger@

meduni-graz.at

+43-316-380-4114

Prof. Dr. Stefan Quasthoff

Universitätsklinik für Neurologie,

Med Uni Graz

Stefan.quasthoff@meduni-graz.at

+43-316-385-81139

Tel.: 0316/7067-5300

Fax: 0316/7067-5309

SMS: 0664/9673490

E-Mail: gl.ambulanz@bbgraz.at

www.bbgraz.at

Fotos: Med Uni Graz

Titel geändert!

Foto: BHB

Menschen helfen Menschen

März 2008


24

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Professionelle Kriminalprognose

Ist die Rückfälligkeit in gewalttätiges Verhalten von forensisch-psychiatrischen

Patienten vohersagbar?

Um eine optimale Behandlung zu gewährleisten,

wurden vor rund einem Jahr alle

Patienten der LSF, die neben ihrer psychiatrischen

Diagnose auch eine Verurteilung aufgrund

einer Straftat (nach § 21/1 StGB) aufweisen,

auf eine Forensische Station verlegt.

Damit ergaben sich für das gesamte behandelnde

Team neue Herausforderungen, wobei

das Thema „Sicherheit“ und „Gewaltfreiheit“

naturgemäß oberste Priorität erlangte.

Es entstand daher die Notwendigkeit der Einführung

einer professionellen Kriminalprognose,

die einerseits zur Sicherheit auf der

Station beiträgt und andererseits das Risiko

für gewalttätige Handlungen außerhalb der

LSF (z.B. bei Ausgängen und Beurlaubungen)

bestmöglich einschätzen soll.

Allgemeine

Überlegungen

Die Qualität einer brauchbaren Gefährlichkeitseinschätzung

wird grundsätzlich vom

Anwendungsbereich, aber auch vom Anwender

bestimmt. Denn so umfangreich,

wie die Möglichkeit von gewalttätigen

Übergriffen ist, so umfangreich gestaltet

sich auch der Versuch, derartige Vorfälle

vorhersehen zu können. Generell gesprochen

berücksichtigen derartige Prognoseinstrumente

eine Kombination aus historischen,

klinischen und zukunftsorientierten

Risikofaktoren. Es handelt sich bei diesen

Verfahren um keine Fragebögen oder Tests

im klassischen Sinn, sondern vielmehr um

Richtlinienkataloge, die von einer geschulten

Fachperson anhand des Strafaktes, der

psychiatrischen Anamnese sowie intensiver

persönlicher Gespräche mit dem jeweiligen

Patienten bewertet werden.

Prognoseverfahren

An der Forensischen Station in der LSF werden

alle Patienten auf der Grundlage von zwei

Prognoseverfahren in ihrer Gefährlichkeit eingeschätzt:

1. Die Psychopathy-Checklist

Revised (PCL-R):

Die Psychopath-Checkliste nach Hare ist das

derzeit anerkannteste und zuverlässigste Prognoseinstrument

zur Einschätzung der prinzipiellen

Gefährlichkeit einer Person. Allerdings

ist vorweg anzumerken, dass laut Autor ein

hoher Summenscore nicht zwingend heißen

muss, dass die Person gewalttätig ist bzw.

sein wird. Zwar gibt es einen hohen Zusammenhang

zwischen Gewalttätigkeit und einer

psychopathischen Persönlichkeitsstruktur, jedoch

äußert sich ein großer Anteil psychopathischen

Verhaltens in nicht gewalttätigen

Verhaltensweisen wie Diebstahl, Betrug, Untreue,

Promiskuität, extrem ausnutzerischem

Lebenswandel und vielem mehr. Wesentlich

bei all diesen Verhaltensweisen ist, dass sie

immer zum Vorteil des Psychopathen eingesetzt

werden und er in Bezug auf seine Opfer

keinerlei Gewissensbisse hat.

Die Charakterisierung des „psychopathischen“

Täters hat sich empirisch als wichtiger

Prognosefaktor bestätigt. Individuen mit hohen

PCL-R-Gesamtwerten begehen mehr gewaltsame

Straftaten als Individuen mit niedrigen

Werten, haben ein höheres Risiko einen

gewalttätigen Rückfall zu begehen, werden

früher rückfällig und sprechen schlechter auf

eine Therapie an. Die PCL-R gilt als „state of

the art“ unter den Prognoseverfahren und ist

daher als Variable in vielen anderen Prognoseinstrumenten

enthalten.

Mag. Anita Raiger, MAS, Forensische

Psychologie an der Landesnervenklinik

Sigmund Freud Graz.

2. Das Historical-Clinical-Riskmanagement

(HCR-20):

Der HCR-20 wurde als Checkliste für Kliniker

entwickelt, um das Risiko von Patienten mit

gewalttätigem Verhalten in der Vergangenheit

zu bewerten, bei denen der Verdacht auf eine

psychische Erkrankung vorliegt bzw. bestätigt

wurde. Es ist ein Prognoseverfahren, bei dem

aufgrund des sozialen Gefüges, des Gesundheitszustandes

und der Belastungsfaktoren eines

Patienten sein Risiko ermittelt wird. Es ermöglicht

dem behandelnden Team nicht nur,

eine Risikoeinschätzung zu bekommen, wie

gefährlich der Patient inner- und außerhalb der

Klinik ist, sondern erfasst auch spezielle Defizite,

wodurch individuelle Therapiepläne erarbeitet

werden können. Das HCR-20 ist ein gutes

und mehrfach getestetes Prognoseinstrument,

das auch klinische Aspekte erfasst, die

für den Umgang mit einem Patienten und zur

Einschätzung seiner Therapietauglichkeit wesentlich

sind. Täter mit überdurchschnittlichen

Punktwerten im HCR-20 haben ein 6-fach erhöhtes

Risiko gewalttätig zu werden. Weiters

enthalten die historischen Variablen des HCR-

20 den Gesamtwert der Psychopath-Checkliste,

was zu einer zusätzlichen Erhöhung der

Vorhersagekraft führt.

Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass eine seriöse

Kriminalprognose nicht darauf abzielt,

Menschen zu stigmatisieren. Es geht vielmehr

darum, den Schweregrad ihrer Erkrankung zu

erkennen und zu ihrem eigenen wie zum

Schutz der Gesellschaft sie mehr oder weniger

in ihrer Freiheit zu beschränken. Die Ergebnisse

aller angewandten Prognoseverfahren

müssen daher immer im Kontext mit der

Sozialanamnese und der Erkrankung des Patienten

gesehen und interpretiert werden. Dies

ist auch der Grund, warum die auf der Forensischen

Station erstellte Kriminalprognose immer

in eine sehr umfangreiche forensische

Falldarstellung eingebettet ist, die, wie ich

hoffe, in ihrer Gesamtheit zum Wohle des Patienten

als auch der Gesellschaft beiträgt. ■

anita.raiger@lsf-graz.at

Notrufnummern

112 Euro-Notruf

122 Feuerwehr

133 Polizei

144 Rettung

130 Landeswarnzentrale

140 Bergrettung

142 Telefon-Seelsorge

März 2008

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 25

Ludwig Boltzmann Institut

für Clinical Forensic Imaging

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft hat an der

MedUni Graz ein neues Institut für klinischforensische

Bildgebung gegründet (CFI)

Die Vorständin des Institutes

für Gerichtliche Medizin der

Medizinischen Universität Graz

(Med Uni Graz) wird auch das

neue Ludwig Boltzmann Institut

für klinisch-forensische Bildgebung

leiten: „Mit der Entwicklung

von Verfahren für die exakte

Beweissicherung nach Gewalttaten

wird die Rechtssicherheit

gesteigert werden, langwierige

und für die Opfer belastende Einvernahmen

werden künftig verhindert

und Gerichtsverfahren verkürzt.“

Foto: Med Uni Graz

Interdisziplinäre Partner

Partner dieses neuen Institutes sind neben der

Med Uni Graz das Institut für Strafrecht,

Strafprozessrecht und Kriminologie der Karl-

Franzens-Universität Graz, das Oberlandesgericht

Graz in Abstimmung mit dem Bundesministerium

für Justiz sowie Siemens Medical

Solutions (Erlangen).

Aufgabengebiet

Das neue Grazer „CFI-Institut“ wird in Verbindung

mit der „Gerichtsmedizin“ Verfahren zur

Hygienetag 2008

Veranstaltung der ARGE Hygienefachkräfte in

der KAGes und des Institutes für Krankenhaushygiene

und Mikrobiologie.

Anmeldungen bis 11. April 2008,

direktion@krankenhaushygiene.at ■

15. Mai 2008,

Graz,

Seifenfabrik.

Univ.-Prof. Dr. Kathrin Yen.

Erfassung von inneren Verletzungen

entwickeln, die in weiterer

Folge als Grundlage für forensische

Gutachten dienen.

Dabei werden neue bildgebende

Technologien wie Computertomographie

und Magnetresonanztomographie

eingesetzt.

Die neuen Visualisierungstechniken

sollen Ergebnisse ermöglichen,

die für medizinische Laien

verständlich und nachvollziehbar

und damit für Gerichtsverfahren

anwendbar sind.


Quellen:

MEDITIO 03/2007 – Das Nachrichtenmagazin

der Med Uni Graz

NEWS XXVIX-Ausgabe 1/Jänner 2008 der

Med Uni Graz

Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Kathrin Yen

Institut für Gerichtliche Medizin

Medizinische Universität Graz

Tel. +43 316 380-4351

E-Mail: kathrin.yen@meduni-graz.at

www.meduni-graz.at/gerichtsmedizin

Tag des

herzkranken

Kindes

Dieses Familien- und Kinderfest im Bereich

der Kinderklinik des LKH-Univ.Klinikum Graz

hat schon Tradition. Der Informationstag mit

einem umfassenden Angebot – auch an Spaß

und Vergnügen – wird vom Verein „Hilfe für

das herzkranke Kind“ und der Klinischen Abteilung

für Pädiatrische Kardiologie organisiert.

Termin: 3. Mai 2008

Dauer: 10.00 bis 16.00 Uhr

Ort: im Bereich der Kinderklinik des LKH-

Univ.Klinikum Graz

Kontakt: 0316/385-3677


Wissenswert

Wissenswert

Ludwig Boltzmann

Ludwig Boltzmann (Physiker, 1844–1906).

Ludwig Boltzmann (1844–1906) gilt als

Wegbereiter der Quantenphysik und

Evolutionstheorie. Das breit gestreute

wissenschaftliche Interesse des großen

österreichischen Physikers, Mathematikers

und Philosophen ist richtungsweisend

für die Interdisziplinarität der Gesellschaft.

Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft (LBG)

Diese wurde 1961 gegründet und ist eine

private Trägerorganisation für außeruniversitäre

Forschungseinrichtungen in

Österreich. Arbeitsschwerpunkte bilden

medizinische, geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche

Themen. Einen besonderen

Stellenwert nimmt die Forschung an

der Schnittstelle zwischen Grundlagenund

angewandter Forschung ein.

Die Finanzierung der Aktivitäten der Ludwig

Boltzmann Gesellschaft erfolgt durch

das Bundesministerium für Wissenschaft

und Forschung, die Österreichische Nationalstiftung,

die Gemeinde Wien, Unternehmen,

private Förderer und Mitglieder,

durch Landesregierungen und Gemeinden

sowie weitere öffentlich-rechtliche Einrichtungen.


Weitere Informationen:

www.lbg.ac.at/

Menschen helfen Menschen

März 2008


26

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Lymphdrüsenkrebs:

Erfolgreiche Grazer Forscherteams

Neue Wege für mögliche Therapieentwicklungen bei Krebserkrankungen

Zwei Forscherteams der Medizinischen

Universität Graz am

LKH-Univ.Klinikum Graz haben

auf dem Gebiet der Erforschung

von Lymphdrüsenkrebs beachtliche

Ergebnisse für mögliche neue

Therapieansätze gewonnen. Das

eine Forscherteam konnte den

Zusammenhang zwischen einem

(fehlgeleiteten) molekularen Mechanismus

und der Veränderung

von Krebsgenen aufzeigen. Dem

anderen Forscherteam ist es gelungen,

ein neues Prinzip der

Krebsentstehung am Beispiel des

großzelligen anaplastischen T-

Zell-Lymphoms zu entschlüsseln.

MALT-Lymphom

Für eine der häufigsten Lymphdrüsenarten,

das MALT-Lymphom,

wurde an der Klinischen

Abteilung für Hämatologie ein

neues Prinzip der Tumorentstehung

nachgewiesen.

In den Tumoren wird ein Enzym

namens AID (activation-induced

cytidine deaminase) verstärkt

gebildet. Die Häufigkeit korreliert

mit der Anzahl der Genveränderungen.

„Eine spezifische

Hemmung dieses Enzyms könnte

eine neue Behandlungsmöglichkeit

für diese Tumore darstellen“,

betonen die beiden Forscher

Univ.-Prof. Dr. Peter Neumeister

und Mag. Alexander

Deutsch.

Die Ergebnisse dieser Arbeit

wurden 2007 in der renommierten

Fachzeitschrift „Blood“ veröffentlicht.

Außerdem wurde

der Erstautor Alexander Deutsch

mit dem Rokitanskypreis ausgezeichnet,

dem wichtigsten Preis

der „Österreichischen Gesellschaft

für Pathologie“ (ÖGP).

Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Peter Neumeister

E-Mail: peter.neumeister@

meduni-graz.at

Tel.: +43 316 385-2374

Mag. Alexander Deutsch

E-Mail: alexander.deutsch@

meduni-graz.at

Tel.: +43 316 385-72826

Klinische Abteilung für

Hämatologie,

Univ.-Klinik für Innere Medizin

T-Zell-Lymphom

Dem Forscherteam um Dr. Philipp

Staber ist es gelungen, ein neues

Prinzip der Krebsentstehung am

Das Forschungsteam (von rechts): Univ.-Prof. Dr. Gerald Höfler, OA Dr.

Philipp Staber und Mag. Paul Vesely.

Beispiel des großzelligen anaplastischen

T-Zell-Lymphoms zu

entschlüsseln. Es stellte fest,

dass durch eine Blockade von Signalwegen

die Regulatorproteine

und damit das Krebszellwachstum

vermindert werden können.

Weltweit arbeiten mehrere große

Arbeitsgruppen an der Erforschung

von Transkriptionsfaktoren

der AP-1-Familie. Die Idee,

dass diese Regulatoren entscheidend

auf der Ebene der Proteinbildung

gesteuert werden, hatte

aber das Grazer Forschungsteam.

Die Arbeiten sind bereits in einer

Vorab-Online-Publikation der renommierten

amerikanischen

Fachzeitschrift „Blood“ veröffentlicht

worden.


Kontakt:

OA Dr. Philipp Staber

Klinische Abteilung für Hämatologie,

Univ.Klinik für Innere Medizin

E-Mail:

philipp.staber@meduni-graz.at

Tel. +43 316 385-84084

Quelle: MEDITIO 03/2007 –

Das Nachrichtenmagazin der

Med Uni Graz

Foto: Med Uni Graz

Lymphsystem

Foto: Andrea Kaps für Med Uni Graz

Von links: Univ.-Prof. Dr. Peter

Neumeister und Mag. Alexander

Deutsch.

Das Lymphsystem ist Teil des Immunsystems

und führt Krankheitserreger,

Fremdstoffe oder

Stoffwechselprodukte aus dem

Körpergewebe ab.

Lymphome

sind verschiedene bösartige Tumore,

die sich aus Zellen des

lymphatischen Systems entwickeln.

Man unterscheidet die

beiden großen Gruppen von Morbus

Hodgkin und Non-Hodgkin-

Lymphomen (NHL). Letztere Kategorie

umfasst eine Vielzahl

heterogener Krankheitsbilder, zu

denen auch das MALT-Lymphom

sowie das T-Zell-Lymphom

gehören.

MALT-Lymphom

Im Gegensatz zu den meisten anderen

Lymphomtypen entstehen

sie nicht in Lymphknoten oder

dem Knochenmark, sondern finden

sich in Schleimhautbereichen

wie z.B. dem Magen.

MALT-Lymphome können aber

auch in Lunge, Schilddrüse,

Haut, Speicheldrüsen oder Auge

auftreten. Ihre Entstehung wird

durch chronische Infektionen

oder Entzündungen begünstigt.

T-Zell-Lymphom

Beim anaplastischen großzelligen

T-Zell-Lymphom handelt es

sich um eine rasch wachsende

Krankheit, die unbehandelt zum

Tod führt. Durch das rasche

Wachstum erscheint diese NHL-

Form gefährlicher als andere Typen;

sie spricht gut auf Strahlen

bzw. Chemotherapie an und ist

heilbar.

März 2008

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 27

Erfolgreicher

Herzkathetereingriff bei

frühgeborenem Baby

Österreichweit einzigartiger Eingriff an der Grazer

Klinischen Abteilung für Pädiatrische Kardiologie

An der Grazer Universitätsklinik für Kinder-

und Jugendheilkunde wurde in einem

mehrstündigen Herzkathetereingriff

bei einem nur 1100 g schweren frühgeborenen

Baby die hochgradig verengte Klappe

der Körperschlagader (Aortenklappe) gedehnt

und damit erfolgreich wieder geöffnet.

Bei dem über die Halsschlagader des

Winzlings durchgeführten Eingriff wurde

ein Ballonkatheter in die linke Herzkammer

eingeführt und die nur 4,5 mm große Aortenklappe

mehrfach gedehnt. Der Eingriff

wurde vom Leiter der Kinderkardiologie

Graz, Univ.-Prof. Dr. A. Beitzke, und seinem

Team durchgeführt. Unterstützt wurde er

Ballondilatation: Der über die Halsschlagader

eingeführte Ballon wird in Höhe der Klappe

der Körperschlagader eben gefüllt und dehnt

so die verengte Klappe auf.

dabei vom Herzchirurgen Univ.-Prof. Dr. I.

Knez und dem Team der Kinderanästhesie.

Sollten weitere Eingriffe nötig werden,

können diese nun bei höherem Gewicht mit

wenig Risiko durchgeführt werden. ■

Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. A. Beitzke,

Leiter der Klinischen Abteilung für

Pädiatrische Kardiologie,

Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde,

LKH-Universitätsklinikum Graz

Tel.: 0316 385 3670, Fax: 0316 385 3675

E-Mail: albrecht.beitzke@

klinikum-graz.at

Baby mit 1100 g im Katheterlabor.

PFLEGEimPULS

Feiern Sie mit uns, am 8. Mai ab 9.00 Uhr (open end), den

Tag der Krankenpflege. Erkunden Sie die Pflegemeile und

erfahren Sie Wissenswertes, Interessantes und Neues!

Die Direktionsstraße im LKH-Univ.Klinikum Graz wird an diesem Tag ein

Ort der Begegnung sein.

Pflegedirektorin Christa Tax, MSc und die Pflegeleitungen

Fotos: LKH-Univ.Klinikum Graz

Grazer

Kostbarkeiten

Große Mediziner:

Univ.-Prof.

Franz Spath

Erfolgreicher Chirurg – erste

Herzoperation in Österreich.

In einem Nachruf an seinen verehrten

Lehrer, den Grazer Univ.-Prof. Franz

Spath (1899–1984), schildert Univ.-Prof.

Dr. Wolfgang Köle ausführlich den beruflichen

Lebensweg dieses großen

Menschen und Chirurgen. Ein Höhepunkt

im Lebenswerk von Univ.-Prof.

Spath war sicherlich die erste erfolgreiche

Herzoperation unter seiner Leitung

mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine in

Österreich 1962. Bereits 1958 war Univ.-

Prof. Spath zum ersten Präsidenten der

unter seiner aktiven Mithilfe neu gegründeten

Österreichischen Gesellschaft

für Chirurgie und Traumatologie

gewählt worden, deren erste Tagung

1959 in Graz stattfand.

Sein besonderer Zugang zu den kranken

Menschen und seine verständnisvolle

Mitarbeiterführung zeigen sich wohl am

besten im Ehrennamen „Vater Spath“.

Heute erinnert der Prof.-Franz-Spath-

Ring im Grazer Bezirk St. Peter an diesen

berühmten Grazer Chirurgen.

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Menschen helfen Menschen

März 2008


28

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Nutrition Day 2008

Datenerhebung zur wirksamen Verbesserung der

Ernährungssituation von Menschen in Krankenanstalten

Kranke Menschen essen häufig

falsch oder nicht ausreichend.

Dies kann zu krankheitsbedingter

Mangelernährung führen und

wird auch in Österreich bei

15–40% der Patienten im Krankenhaus

festgestellt. Folgen sind

vermehrte Komplikationen, eine

längere Aufenthaltsdauer, eine

höhere Mortalität und zusätzliche

Kosten für das Gesundheitswesen.

Nutrition Day

Das Pilotprojekt „Nutrition Day in

Europe“ wurde erstmals von der

österreichischen Arbeitsgemeinschaft

für Klinische Ernährung

(AKE) gemeinsam mit der „European

Society of Clinical Nutrition“

(ESPEN) unter der Leitung von a.o.

Univ.-Prof. Dr. Michael Hiesmayr

(Medizinische Universität Wien)

im Jänner 2006 mit ausgewählten

Partnern in Krankenhäusern aus

25 Ländern durchgeführt.

Nun wird bereits zum dritten Mal

in Folge in Spitälern aller Mitgliedsstaaten

der Europäischen

Union der „Nutrition Day“ abgehalten.

Er ist eine eintägige, in Europa

erstmals flächendeckende

Datenerhebung zur Ernährungssituation

von Patienten im Akutspital

in einer Region bzw. einem

Bundesland. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit

für die krankheitsund

altersassoziierte Mangelernährung

sowohl beim medizinischen

Personal als auch bei den

Patienten und deren Angehörigen

zu erhöhen.

KAGes-Teilnahme

Univ.-Prof. Dr. Hiesmayr ist nun

mit der Bitte an die KAGes herangetreten,

mit den LKHs am Projekt

„Nutrition Day“ teilzunehmen.

Der Termin für die LKHs der

KAGes ist Donnerstag, der 29.

Mai 2008.

Die erhobenen Daten und Ergebnisse

werden den teilnehmenden

Abteilungen zur eigenen Beurteilung

und zu Vergleichen mit anderen

Teilnehmern zur Verfügung

gestellt. Sie bilden eine Basis für

allenfalls einzuleitende ernährungsmedizinische

Interventionen.

Die aus der Erhebung abgeleiteten

Erkenntnisse werden

nicht nur im Umfeld der KAGes,

sondern auch auf europäischer

Ebene Grundlage für Optimierungsmaßnahmen

und deren Evaluierung

bilden.

LSF Graz

Dienstag, 6. Mai 2008

14.00–15.00 Uhr

Wagner-Jauregg-Platz 1,

8053 Graz, Festsaal, Verwaltungsgebäude,

1. OG

LKH Leoben

Freitag, 9. Mai 2008

14.00–15.00 Uhr

Vordernberger Str. 42,

8700 Leoben

Seminarraum, 7. OG

Info-Veranstaltungen

Um ausführlich über Zielsetzung,

Rahmenbedingungen, Ablauf,

Nutzen und Aufwand einer Teilnahme

am Projekt „Nutrition

Day“ 2008 zu informieren, werden

in der LSF Graz und im LKH

Leoben zwei Informationsveranstaltungen

angeboten. ■

Kontakt:

Barbara Bäck

Steiermärkische Krankenanstaltenges.m.b.H.

Stabsstelle MTD-Koordination

Medizinische Direktion

Tel.: 0043 / 316 / 340 - 5749

E-Mail: barbara.baeck@kages.at

Anna Eisenberger

Steiermärkische Krankenanstaltenges.m.b.H.

LKH Universitätsklinikum Graz

Leitende Diätologin

Tel. 0043 / 316 / 385 - 82958

E-Mail: anna.eisenberger@

klinikum-graz.at

Foto: Schmuckfoto

11 Gebote für die Skipiste

Heitere Cartoons mit ernstem Hintergrund

sollen zur höheren Sicherheit

auf den Skipisten beitragen.

Die offiziellen zehn Pistenregeln des

Internationalen Skiverbandes FIS

wurden vom Kuratorium für Verkehrssicherheit

um einen Service-Hinweis

auf 11 Regeln ausgeweitet und in heiter-ernste

Cartoons verpackt. Helm

auf, Augen auf, Warm-up oder Bitte

nach Ihnen sind einige dieser Cartoon-Gebote.


Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Foto: Kuratorium für Verkehrssicherheit

März 2008

Menschen helfen Menschen


Hightech-Neuheit für Kinderradiologie

Mit der Weiterentwicklung

von einem Mehrzeilen- zum

Volumenscanner ist Toshiba

weltweit ein technologischer

Meilenstein in der bildgebenden

Diagnostik gelungen. Österreichweit

wurde kürzlich erstmalig ein

neuer Volumen-Computertomograph

(CT) mit 320 simultanen

Schichten in Betrieb genommen.

In der Klinischen Abteilung für

Kinderradiologie im Kinderzentrum

des LKH-Univ.Klinikum Graz

können nun erstmals Organe in

Echtzeit vierdimensional dargestellt

werden. Durch die äußerst

geringe Strahlenbelastung eignet

sich der Volumen-CT besonders

für die Anwendung bei Kindern.

Die Klinische Abteilung für Kinderradiologie

wird dazu weltweit

erste Forschungen anstellen, die

die Leistungen und Möglichkeiten

im Rahmen der Anwendung

bei Kindern untersuchen.

Auch der Bedarf an Kontrastmitteln

ist gegenüber herkömmlichen

Geräten beachtlich reduziert

und durch die extrem erhöhte

Untersuchungsgeschwindigkeit

werden die Diagnosequalität

erhöht

und der Patientenkomfort

gesteigert.

Finanziert wurde

dieser 2,5 Mio.

Euro teure Volumen-CT

gemeinsam

von der KA-

Ges und der Med

Uni Graz. ■

GESUNDHEIT & FORSCHUNG 29

Mit Volumen-Computertomograph mit 320 simultanen Schichten beginnt neues

CT-Zeitalter am LKH-Univ.Klinikum Graz

Vor dem neuen Volumen-CT von rechts: Univ.-Prof. K.-H. Tscheliessnigg,

Vorstandsdirektor E. Hecke, Univ.-Prof. R. Fotter, GF B. Amelung, Ing. J.

Meissl und Ing. W. Schatzl.

Darstellung der Oberbauch-Organe.

Dreidimensionale Darstellung

des gesamten Herzens und der

Herzkranzgefäße.

Fotos: TMS

Menschen helfen Menschen

März 2008


30

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Erfolgreiche Speicheldrüsenendoskopie

Neue Methode zur Diagnostik und Therapie

von Speicheldrüsenschwellungen unklarer Genese

S peichelsteinerkrankungen

(Sialolithiasis) sind die häufigsten

Ursachen entzündlicher

Veränderungen der großen

Kopfspeicheldrüsen. Die Inzidenz

für ein symptomatisches

Speichelsteinleiden wird auf 1/

15 - 30000 Einwohner geschätzt

und häufig unterschätzt. Das

Haupterkrankungsalter liegt

zwischen dem 30.–50. Lebensjahr,

jedoch können auch im

Kindesalter Speichelsteine auftreten.

Am häufigsten treten Speichelsteine

in den großen, paarig angelegten

Drüsen, der Glandula

(Gl.) submandibularis (63–95%),

Gl. parotis (6–20%), und der Gl.

sublingualis (0–16%) auf (siehe

Abb. 1). Sehr selten (0,6–2%) findet

man Konkremente in den

nichtpaarigen, kleinen Speicheldrüsen

der Gl. linguales, Gl.

palatinae, Gl. buccales und Gl.

pharyngeae.

Abb. 2: Endoskopisches Bild der

Bergung eines Konkrements

mittels Dormia-Körbchen.

Durchführung einer Sialendoskopie an der Hals-Nasen-Ohren-Univ.Klinik Graz.

Symptomatik

Kommt es durch ein Konkrement

zur Verlegung des Ausführungsganges

einer Speicheldrüse,

staut sich das bei Nahrungsaufnahme

vermehrt gebildete Sekret

zurück und die Speicheldrüse

schwillt einseitig schmerzhaft an.

Typisch für eine symptomatische

Sialolithiasis ist daher die einseitige,

rezidivierende, nahrungsaufnahmeabhängige

Schwellung

der betreffenden Speicheldrüse.

Im Fall einer bakteriellen Infektion

tritt eine persistierende,

äußerst schmerzhafte Schwellung

mit eitriger Sekretion aus der

Papille auf.

Diagnose

Die meisten Speichelsteine können

schon anhand der typischen

Symptome vermutet werden. Die

Ultraschalluntersuchung der

Speicheldrüsen stellt den nächsten

Schritt in der Diagnostik dar.

Konkremente, die kleiner als

3 mm sind, kommen in der Sonographie

jedoch meist nicht zur

Darstellung.

Gelegentlich werden Speichelsteine

im Rahmen zahnärztlich

durchgeführter Röntgen als Zufallsbefund

entdeckt. Jedoch sind

nur etwa 20% der Sialolithen

röntgendicht, kleine Konkremente

werden im Röntgen häufig

übersehen. Differentialdiagnostisch

muss bei der Röntgendarstellung

an Phlebolithen in den

Venengeflechten oder an verkalkte

intravaskuläre Thromben gedacht

werden. Verkalkte Lymphknoten

und atherosklerotische

Veränderungen können ebenfalls

mit Speichelsteinen verwechselt

werden.

Die Magnetresonanz (MR)-Sialographie,

bei der 3 mm Schichten –

ohne Applikation von Kontrastmittel

– durchgeführt werden,

bietet den Vorteil einer meist guten

Gangdarstellung. Nachteile

der MR-Untersuchung ergeben

sich durch Artefakte durch Zahnimplantate,

Nichtdurchführbarkeit

bei ferromagnetischen Implantaten

und Patienten mit

Klaustrophobie.

Die Computertomographie (CT)

ist nicht das erste Mittel der Wahl

zur Diagnostik von Speichelsteinen,

da nur größere Steine (ab ca.

5 mm Durchmesser) sichtbar werden

und die Ausführungsgänge

der Speicheldrüsen mit dieser

Untersuchung nicht darstellbar

sind. Auch ist die Strahlenbelastung

nicht zu vernachlässigen,

wohingegen im Rahmen von akuten

entzündlichen Geschehen wie

z. B. zum Ausschluss/Nachweis

eines Abszesses die CT durchaus

ihre Berechtigung hat.

Sialendoskopie – die

neue Methode zur Diagnostik

und Therapie

Eine relativ neue, nichtinvasive

Möglichkeit, Speicheldrüsenschwellungen

unklarer Genese

abzuklären, stellt die sog. Sialendoskopie

(Speicheldrüsenen-

Fotos: D. Greger

März 2008

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 31

OA Dr. Dagmar Greger.

Multizentrische Studie zu HNO-Tumoren

Interdisziplinäre Forschung über neue Therapiekombination bei Rachen-, Zungenund

Kehlkopfkarzinomen

doskopie) dar. Die häufigste Indikation

zu dieser Untersuchung ist

der klinische Verdacht auf einen

Sialolithen im Bereich der großen

Speicheldrüsen. Die Speicheldrüsenendoskopie

wird bei entsprechendem

Verdacht im entzündungsfreien

Intervall (etwa

10 bis 14 Tage nach einer akuten

Sialadenitis) ambulant und in

Oberflächenanästhesie durchgeführt.

Dabei wird mit einem semiflexiblen

Endoskop, welches einen

Durchmesser von nur 0,75

bis 1,3 mm (!) hat, das Ausführungsgangsystem

der Ohrspeicheldrüse

bzw. der Submandibularisdrüse

videoendoskopisch

inspiziert.

Mit Hilfe der Sialendoskopie

können eine Sialolithiasis gesichert

und nichtimpaktierte Konkremente

(siehe Abb. 2) bis ca. 4

mm Durchmesser direkt mit einem

Körbchen entfernt werden.

Differentialdiagnostisch können

andere Ursachen rezidivierend

auftretender Schwellungen

der Speicheldrüsen abgeklärt

und bei Bedarf auch therapiert

werden. Beispielsweise

werden sog. intraduktale Segelbildungen

(Webs), Stenosen

oder Strikturen mit Hilfe eines

Ballonkatheters aufgedehnt,

intraduktale Polypen werden

mit kleinen Zangen unter Sicht

entfernt.

Neben der klassischen Indikation

der Sialolithiasis spielt die

Speicheldrüsenendoskopie z. B.

aber auch bei der rezidivierenden

juvenilen Parotitis eine zunehmende

Rolle, indem z. B. mit

Corticoidinstillation in den Speicheldrüsenausführungsgang

bei

Kindern und Jugendlichen eine

Vier österreichische Zentren für

die Behandlung von HNO-Karzinomen

in Graz, Leoben, Feldkirch

und Wien haben sich zusammengefunden,

um durch ihre koordinierten

Aktivitäten die Versorgungsqualität

von Patienten mit HNO-Tumoren

weiter zu verbessern.

Unter Führung von Univ.-Prof. Dr.

Felix Keil, dem Leiter des Departments

für Hämato-Onkologie am

LKH Leoben, wird sich diese österreichweite

multizentrische Studie

mit den neuen Erkenntnissen der

Therapie – eine Kombination von

Chemotherapie, Strahlentherapie

und der Gabe monoklonaler Antikörper

– befassen. Ziel ist es, dadurch

mehr Patienten mit fortgeschrittenen

HNO-Tumoren als bisher

eine Alternative zu einer operativen

Entfernung anbieten zu

können.

Interessant ist an dieser neuesten

Studie besonders die interdisziplinäre

Beteiligung an den vier

österreichischen Zentren. Experten

der Radiologie, der internistischen

Onkologie, der Strahlentherapie,

HNO- und molekularbiologische

Experten arbeiten daran

mit.


Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Felix Keil,

LKH Leoben, Department für

Hämatoonkologie

felix.keil@lkh-leoben.at

Abb. 1:

Besserung des Krankheitsbildes

und eine Reduzierung der Häufigkeit

der Entzündungen erwirkt

wird.

An der Hals-, Nasen-, Ohren-Universitätsklinik

des LKH-Univ.Klinikum

Graz wird diese nichtinvasive

Technik seit ca. zwei Jahren

durch OA Dr. Dagmar Greger erfolgreich

durchgeführt und in vielen

Fällen konnte ein „blutiges“

Vorgehen (wie operative Gangschlitzung

oder gar eine komplette

Entfernung der Speicheldrüse)

vermieden werden. ■

Der menschliche Hals-, Nasen- und Ohrenbereich im Längsschnitt.

Skizze aus: Meyers Lexikon online

Kontakt:

OA Dr. Dagmar Greger

Hals-, Nasen-, Ohren-

Universitätsklinik,

LKH-Univ. Klinikum Graz,

Tel.:++43/316/385-81973

E-Mail:

dagmar.greger@klinikum-graz.at

Foto: Keil

Menschen helfen Menschen

März 2008


32

QUALITÄTSMANAGEMENT

Ein Baby kommt – Interessantes rund

LKHs mit

Baby-Portal

Auf den Homepages der meisten

steirischen LKHs mit Abteilungen

für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

gibt es bereits ein Baby-Portal.

Als besonderer Service können

in diesem Online-Babybuch

auf Wunsch der Eltern die Geburtsdaten

und ein Foto des neugeborenen

Babys veröffentlicht

werden. Damit wird es den frischgebackenen

Eltern leicht gemacht,

Familienangehörige,

Freunde und Bekannte zu informieren.

Diese können ihre Glückwünsche

wiederum in einem

eigens angelegten „Babybuch“

übermitteln.


Steirischer Elternbrief und Initiative „KINDerLEBEN“

von 2005–2008

Der Steirische Elternbrief ist ein umfassendes Informationsmedium

über Kindergesundheit, Pflege und Entwicklung des Kindes, Recht

und Geld, Kindersicherheit, Beratungsstellen und Kinderbetreuung. Nach

der Geburt des Kindes erhalten interessierte Eltern ein Basispaket und danach

Folgelieferungen bis zum sechsten Lebensjahr des Kindes. Die Einführung

des Steirischen Elternbriefes erfolgte bereits im Jahr 1994. Er ist

Bestandteil der Initiative KINDerLEBEN geworden, die im Jahr 2001 ins

Leben gerufen worden war. Deren Hauptziel besteht darin, Maßnahmen

für eine kinder- und familienfreundliche Umgebung zu schaffen. ■

Weitere Informationen:

www.kinderleben.steiermark.at

Foto: C. Kelrer

Ein Baby kommt

Für werdende Mütter und Interessierte gibt es auf der Homepage der KAGes

www.kages.at umfangreiche Informationen rund um die Geburtshilfe für unsere

neuen Erdenbürger:

•LKH-Standorte mit geburtshilflichem Schwerpunkt

•Wichtige Fragen zu einer bevorstehenden Geburt und für die Zeit danach wie

Leistungsangebot, Geburtsvorbereitung, Wohnambiente und Leitfaden

Stillen

•LKHs mit einem Baby-Portal

•Hilfreiche und interessante Tipps


Mehr dazu: www.kages.at/baby

März 2008

Menschen helfen Menschen


QUALITÄTSMANAGEMENT 33

um die Geburt unserer neuen Erdenbürger

Geburtsurkunde am Wochenbett

Foto: Stadt Graz/Fischer

Immer wieder erlebt das Team des BürgerInnenamtes bei der Übergabe

der Geburtsurkunden berührende Momente. Von links: Christian

Schradenecker, Martina Bittelmayer und Manfred Scherer mit Baby

Selina und Mama Jasmin.

Ein besonderes Service bietet

das BürgerInnenamt der

Stadt Graz. Seit nunmehr drei

Jahren werden im LKH-Univ.Klinikum

Graz und den beiden Sanatorien

Ragnitz und St. Leonhard

die Geburtsurkunden ans

Wochenbett geliefert. Mitarbeiter

des BürgerInnenamtes kommen

von Montag bis Freitag in

das LKH-Univ.Klinikum Graz,

nehmen die Daten auf, die Dokumente

entgegen und überreichen

bald darauf die Geburtsurkunde.

In den beiden Sanatorien

werden die Unterlagen per Boten

übermittelt.

Mit Dezember 2007 wurden seit

Beginn dieses Service rund 4.600

Geburtsurkunden überreicht, wodurch

den Müttern oder Vätern

der Weg in das Standesamt erspart

wurde. Überdies übernimmt

das Standesamt auch die Hauptwohnsitzanmeldung

für die Neugeborenen.

Dank des großartigen

Engagements der Mitarbeiter des

Grazer BürgerInnenamtes wurde

dieses Service im LKH-Univ.Klinikum

Graz auch am Heiligen

Abend und zu Silvester angeboten.


Service im LKH-

Univ.Klinikum Graz

•Das Geburtsurkunden-Team

nimmt im LKH-Univ.Klinikum

Graz die Daten für die Geburtsanzeige,

die notwendigen

Dokumente und auch die

Gebühren entgegen.

•Innerhalb von ein bis drei Tagen

wird die Geburtsurkunde

ans Wochenbett geliefert.

•Die Wohnsitzanmeldung der

Babys erfolgt ebenfalls durch

das Geburtsurkunden-Team.

•Weitere Infos und Kontakt:

BürgerInnenamt der Stadt

Graz

Tel. 0316/872-5160 oder

5165

E-Mail:

standesamt@stadt.grazt.at

www.graz.at

LITERATURTIPPS

Kompendium der

Geburtshilfe für

Hebammen

T. Steck/E. Hertel/C. Morgenstern/H.

Pachmann

Springer Medizin 2008

Euro 49,95

Berner Datenbuch

Pädiatrie

Richard Kraemer / Martin

H. Schöni (Hrsg.)

Verlag Hans Huber (2007)

Euro 49,95

Fragen und Antworten

Pädiatrie

„Pediatric Secrets“

Richard A. Polin,

Mark F. Ditmar

Verlag Hans Huber 2007

Euro 59,95

Erste Hilfe für

traumatisierte

Kinder

Andreas Krüger

Patmos Verlag 2007

Euro 17,40

Der Krieg der

Knöpfe

Louis Pergaud

Rowohlt Taschenbuchverlag

(2006)

Schatten über

Anderswo

Fantasy

Robert Preis

Verlag Federfrei,

Marchtrenk 2007

Euro 11,90

Praxisnah und aus unterschiedlichen

Blickwinkeln

wird über die Aufgaben

der heutigen Hebammen

informiert: Mutterschaftsvorsorge,

Geburtsvorbereitungskurse,

Geburten in

Kliniken und Praxis, Stillberatung

und Hausbesuche

am Wochenbett.

Bereits in der 7. vollständig

überarbeiteten Auflage

bietet dieses bewährte

Referenzwerk diagnostische

und therapeutische

Informationen aus allen

wichtigen Bereichen der

Pädiatrie für jeden niedergelassenen

oder klinisch

tätigen Kinderarzt.

In Lehrbüchern sind die

Antworten auf konkrete

Fragen aus dem Alltag der

Medizin oft nur schwierig

zu finden. Die vorliegende

deutschsprachige Ausgabe

beantwortet einprägsam

klinisch-relevante

Fragen der Pädiatrie, die

bei der Visite oder in Prüfungen

auftauchen.

Täglich werden Kinder

durch Unfälle, Gewalttaten

oder Naturkatastrophen

traumatisiert. Anschaulich

und mit vielen

Beispielen zeigt hier der

Traumaexperte, was Eltern,

Lehrer oder auch

Ersthelfer tun können, um

einem Kind in Not unmittelbar

zu helfen.

Jedes Jahr bei Schulbeginn

treten die Jungs aus

zwei französischen Dörfern

gegeneinander an.

Den Besiegten werden die

Knöpfe von den Kleidern

abgeschnitten. Doch als

eine Jungengruppe nackt

in den nächsten Kampf

zieht …

Zwei Geschwister leben in

einem Dorf im tiefsten

Winter. Als sonderbare

Gestalten auftauchen und

sich unheimliche Begegnungen

häufen, flüchten

Sophie und Balduin in den

Wald. Ihnen bleibt nur wenig

Zeit, die Welt vor einem

Unglück zu bewahren.

Menschen helfen Menschen

März 2008


34

QUALITÄTSMANAGEMENT

Hygiene der Hände

Erfolgreiches Projekt an der Univ. Klinik für Dermatologie und Venerologie

Die Hände des Personals sind

das wichtigste Übertragungsvehikel

von Krankenhauserregern.

Deshalb gehört die

Händehygiene zu den wichtigsten

Maßnahmen zur Verhütung

von Krankenhausinfektionen.

Das Hygieneteam der Univ.Klinik

für Dermatologie und Venerologie

(UDV) am LKH-Univ.Klinikum

Graz hat sich im Rahmen des Projektes

„Händehygiene“ intensiv

mit dem „meistgebrauchten Instrument“

auseinandergesetzt.

Dabei wurden wichtige Ergebnisse

erzielt und erfolgreich ein Tag

der Händehygiene organisiert.

Wesentliche Erfolge

•Es wurde eine Sensibilisierung

des gesamten Personals bezüglich

Händehygiene erreicht.

•Für das ärztliche Personal gab

es erstmalig eine verpflichtende

Fortbildung über Händehygiene.

•Es wurden fehlende Desinfektionsspender

montiert.

•Es wurde eine Liste über Händedesinfektion

erstellt, wann

diese wirklich notwendig ist.

Diese Liste wird regelmäßig

bei den Besprechungen der

einzelnen Bereiche eingebracht.

Die Hygienegruppe der UDV.

Tag der Händehygiene

Der mit großartiger Unterstützung

des gesamten Hygieneteams

organisierte Tag der Händehygiene

im November 2007

wurde mit großer Begeisterung

angenommen. Wir konnten an

diesem Tag einen umfangreichen

Überblick über unsere Projektarbeit

geben und hatten fast 90

Einträge in das aufliegende Gästebuch.

Gleichzeitig präsentierten

wir unser Plakat und den von

uns selbst entworfenen Button.

Angeboten wurden praktische

Übungen und die Kontrolle der

richtigen Händedesinfektion.

Wer es ganz genau wissen wollte,

konnte sein erworbenes Wissen

bei einem Quiz überprüfen.■

DGKS Anita Kaufmann,

Univ.Klinik für Dermatologie und

Venerologie,

LKH-Univ.Klinikum Graz

HFK DGKS Christine Prietl im Gespräch mit Univ.-Prof. Dr. Elisabeth

Aberer und Univ.-Prof. Dr. Peter Wolf.

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Fotos: UDV

Forschungs-News

Die Homepage www.gsund.net ist eine virtuelle Plattform für Partner, Organisationen

und Firmen aus dem Gesundheits- und Spitalsbereich. Ihre übersichtliche

Gestaltung erleichtert die Kommunikation über den Stand, die Entwicklungen

und Forschungsergebnisse des Gesundheits- und Spitalsbereichs.

Der Forschung wird dabei ein besonderer Stellenwert beigemessen. Mit aktuellen

News, Veranstaltungshinweisen und einem breiten Informationsangebot

über Forschung & Entwicklung wird dazu beigetragen.


Mehr dazu:

www.gsund.net/forschung

März 2008

Menschen helfen Menschen


Foto: KAGes

„Radiologische Pionierarbeit“

Zertifizierung des Instituts für Radiologie-Diagnostik am LKH Leoben

Bei der Zertifikatsüberreichung von links: Vorstandsdirektor Dipl.-Ing.

Christian Kehrer, Präsident des ÖVQ Dr. Christian Schweiger, Bundesministerin

Dr. Andrea Kdolsky und Prim. Univ.-Doz. Dr. Martin Uggowitzer.

Das Institut für Medizinische Zertifizierungsfeier

Radiologie-Diagnostik am Unter Anwesenheit der Bundesministerin

für Gesundheit, Famili-

LKH Leoben hat sich einen weit

über die Landesgrenzen hinausgehenden

guten Namen geschafky,

des Vorstandes der KAGes

en und Jugend, Dr. Andrea Kdolsfen.

Das jahrelange Bemühen um und vieler Persönlichkeiten aus

nachhaltig hohe Qualitätsstandards

hat sich gelohnt.

Überreichung des Zertifikates

dem Gesundheitswesen fand die

für

Im LKH Voitsberg fanden bisher

ausschließlich Patientenbefragungen

auf bettenführenden Stationen

statt. Mitarbeiter des chirurgischen

Ambulanzbereiches

und der Qualitätsmanagementkommission

begannen daher die

Ist-Situation – bezüglich Beschwerden,

Verbesserungsmöglichkeiten

und Anerkennung – im

chirurgischen Ambulanzbereich

zu erheben.

Rücklauf und Ergebnis

erfreulich

Im Frühjahr 2007 wurden insgesamt

684 Fragebögen verteilt und

500 davon retourniert. Dabei wurde

der standardisierte KAGes-

Fragebogen für das LKH Voitsberg

angepasst. Mit einer Rücklaufquote

von 73% konnte ein

sehr erfreuliches Ergebnis erzielt

werden. Erfreulich waren die allgemein

guten Befragungsergebnisse.

Hervorgehoben wurde

auch die Wichtigkeit der chirurgischen

Ambulanz aus Patientensicht

für den chirurgischen Standort

Voitsberg.

Vorbereitung und

Präsentation

Ein hochmotiviertes Team war

mit der Vorbereitung, Durchführung

und den wichtigen Um-

Qualitätsmanagement nach ISO

9001:2000 an das Institut für Medizinische

Radiologie und Diagnostik

statt.

Diese Zertifizierung ist der gegenwärtige

Höhepunkt des seit

drei Jahren implementierten

Qualitätsmanagementsystems.

Erfolgreiche

Projektarbeit

Der Projektstart im Oktober 2004

geht auf die Initiative des Institutsvorstandes,

Prim. Univ.-Doz.

Dr. Martin Uggowitzer, zurück. Es

wurde ein QM-System der ISO-

Normenreihe gewählt, da sich

dieses für eine Serviceeinrichtung

mit einem umfassenden Versorgungsauftrag

als besonders

geeignet darstellt.

Ziele des nunmehr erfolgreich abgeschlossenen

Projektes waren

die Schaffung rascher und durchgängiger

Kommunikationswege,

setzungsmaßnahmen betraut.

Die Ergebnisse der Patientenbefragungen

über den chirurgischen

Ambulanzbereich wurden Ende

Oktober 2007 präsentiert, um damit

auch die Mitarbeiter zu motivieren.

Für interessierte Mitarbeiter und

Patienten sind Ergebnisauszüge

auf einem Poster im chirurgischen

Ambulanzbereich ersichtlich.

Umsetzungsmaßnahmen

Erste umgesetzte Maßnahmen

waren beispielsweise eine Kinderspielecke,

eine neue Uhr und

Lesematerial. Weiters plant das

Qualitätszirkel-Team die Installierung

eines kontinuierlichen

QUALITÄTSMANAGEMENT 35

die transparente Darstellung von

Entscheidungen mit klaren Verantwortungen

und Kompetenzen, die

Implementierung eines modernen

Dokumentenlenkungssystems,

die Vereinfachung und transparente

Regelung der, zum Teil sehr

komplexen, Schnittstellen innerhalb

des LKH Leoben und mit extramuralen

Partnern sowie die

Etablierung eines Risikomanagements

mit größtmöglicher Sicherheit

für die Patienten. Durch wiederkehrende

Überprüfungen des

Qualitätsmanagementsystems

soll auch in Zukunft sichergestellt

werden, dass dieses Werkzeug in

der alltäglichen Realität einen entscheidenden

Beitrag zum Wohle

und zur Sicherheit der Patienten,

der Mitarbeiter und der Partner

des Instituts leistet. ■

Mag. Helmut Meinhart,

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Patientenbefragungen im LKH Voitsberg

Erfreuliche Ergebnisse für den chirurgischen Ambulanzbereich

Von links: QB/DGKS M. Kienzl, DGKS J. Pölzl, OP-Geh. A. Uhl, DGKS E.

Reindl und Ass. Dr. G. Bernhardt.

Patientenfeedbacksystems im

chirurgischen Ambulanzbereich,

damit auf konstruktive Kritik und

Verbesserungsmöglichkeiten

rasch reagiert werden kann. ■

Margit Kienzl,

Qualitätsbeauftragte des LKH

Voitsberg

Foto: LKH Voitsberg

Menschen helfen Menschen

März 2008


36

QUALITÄTSMANAGEMENT

„Gxundes Personal“ – fit und kollegial

Das LKH Weiz präsentierte in einer Abschlussveranstaltung voller Überraschungen

Entwicklung, Stand und Zukunft der betrieblichen Gesundheitsförderung

Die Weizer Erfolgsgeschichte

begann bereits vor einigen

Jahren mit dem Projekt „Pflegefit“.

Damit waren das LKH Weiz

und die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt

(AUVA) ab 2003

sehr um die betriebliche Gesundheitsförderung

bemüht. Nach

dem erfolgreichen Abschluss dieses

Projektes 2005 folgte noch im

selben Jahr die Startveranstaltung

für ein weiterführendes Projekt.

Gemeinsam mit der Steiermärkischen

Gebietskrankenkasse

(GKK) wurden mit „Rundherum

GXUND im LKH Weiz“ Aktivitäten

für das körperliche, geistige und

soziale Wohlbefinden der Mitarbeiter

in Angriff genommen.

Schon damals hatte Pflegedirektorin

Susanna Reisinger ein

großes Ziel: „Ich möchte, dass

das LKH Weiz das gesündeste

Krankenhaus der Steiermark

wird.“

Stolz präsentiert die Anstaltsleitung des LKH Weiz den steirischen Gesundheitspreis 2007 „Fit im Job“.

Anerkennungen

folgten bald

Das erfolgreiche Engagement um

die Gesundheitsförderung im LKH

Weiz fand bald Anerkennung.

2005 gab es bereits eine Anerkennungsurkunde

von „Fit im

Job“, dem steirischen Gesundheitspreis.

Und 2007 erhielt das

LKH Weiz den „Steirischen Gesundheitspreis

„Fit im Job“ in der

Kategorie von Betrieben mit 51

bis 250 Mitarbeitern für das Projekt

„Rundherum GXUND im LKH

Weiz“.

Schon mit dem ersten gesundheitsfördernden

Projekt „Pflegefit“

(2003–2005) konnte das LKH

Weiz österreichweit eine Vorreiterrolle

einnehmen. Das Nachfolgeprojekt

„Rundherum GXUND“

(2005–2007) stellte – als erstes

ganzheitliches Gesundheitsprojekt

in Österreichs Spitalswesen

– die betriebliche Gesundheitsförderung

in der gesamten Organisation

auf eine umfassende und

nachhaltige Grundlage.

Feierliche

Schlussveranstaltung

Die Abschlussveranstaltung des

bemerkenswerten Gesundheitsförderungsprojektes

„Rundherum

GXUND“ fand im Europasaal der

Musikschule Weiz statt. Am letzten

Tag des Februars, der nur alle

vier Jahre einmal ein 29. Februar

ist, löste die Anstaltsleitung bei

dieser feierlichen und bewegenden

Abschlussveranstaltung ihr

Versprechen ein. Zwischen Begrüßung,

Rückblick auf Entwicklung

und Meilensteine, Präsentation

von Daten, Fakten und Highlights

gab es die mit Spannung

erwarteten Tanzeinlagen: den

Schuhplattler mit ärztlichem Leiter

Prim. Dr. Gruber und den

Rock’n’Roll von Pflegedirektorin

Reisinger und Betriebsdirektor

Fartek. Vor dem „Gxunden Buffet“

präsentierte der LKH-Weiz-

Chor das von den Projektmitarbeitern

getextete und komponierte

Schlusslied.


reinhard.sudy@kages.at

Fotos: LKH Weiz

Schuhplattler mit Prim. Dr. Gruber (Bildmitte).

Geheimnisvolle Schönheiten mit Pflegedirektorin Reisinger (rechts im Bild).

März 2008

Menschen helfen Menschen


Fotos: LKH Weiz

„Open doors“ im LKH Weiz

Zwei-Tages-Programm ermöglicht praxisnahen Einblick in den Pflegealltag

Überaus erfolgreich war das

Maturaprojekt einiger Maturantinnen

der Bundeshandelsakademie

Weiz in Zusammenarbeit

mit der LKH-Weiz-Pflegedirektorin

Susanna Reisinger. Um

SchnupperschülerInnen der umliegenden

Schulen einen praxisbezogenen

Einblick in den Pflegealltag

und in die Aufgaben des

Das engagierte Team der Maturantinnen der Bundeshandelsakademie Weiz

und das Pflegeteam des LKH Weiz mit ihrer Ideen- und Themensammlung.

Mit Hirn, Herz und Humor

Krankenhauspersonals geben zu

können, öffnet das LKH Weiz

seine Türen. Das zweitägige

Schnupperprogramm bietet organisatorische

und fachliche Informationen

beispielsweise aus den

Bereichen Hygiene, Physiotherapie,

Psychologie und Diätologie.

Bei den praktischen Übungen

geht es ums Bettenbeziehen, um

Lagerungstechniken und atemstimulierende

Einreibungen.

Im Februar 2008 fand dieses

Schnupperprogramm bereits

zweimal statt. Wegen der großen

Nachfrage wurde im März noch

ein weiterer Termin eingeschoben.


DKGS Katharina Doppelhofer

und DGKS Sabine Strommer,

LKH Weiz

Ein Blick hinter die Kulisse des Pflegedienstes im LKH Rottenmann

Unmittelbar im Eingangsbereich

des LKH Rottenmann

steht eine verästelte Skulptur, die

das Leitmotiv 2008 „Pflege mit

Hirn, Herz und Humor“ vermittelt.

Mit den darauf dargestellten medizinisch-pflegerischen

Fachausdrücken

macht das Pflegeteam um

Pflegedirektorin Ilse Löb auf seine

Arbeit aufmerksam. „Unsere

Tätigkeit geht weit über die allgemein

bekannten Arbeiten wie Körperpflege,

Essen verteilen und Medikamente

verabreichen hinaus“,

QUALITÄTSMANAGEMENT 37

Auch Bettenmachen muss gelernt

werden.

„Mikroskopische“ Einblicke im

Labor.

erklärt Pflegedirektor Löb. Für interessierte

Besucher gibt es in Kürze

die Möglichkeit, auf den verschiedenen

Stationen Einblick in

die tägliche Arbeitspraxis des Pflegedienstes

zu erhalten. Dort werden

die Spezialgebiete und Fachbereiche

wie Wundmanagement,

Pflegemanagement, Kinaesthetics,

Stillberatung, basale Stimulation

usw. praxisnah erläutert. ■

Pflegedirektorin Ilse Löb,

LKH Rottenmann

Fotos: LKH Rottenmann

Die Anstaltsleitung und das engagierte Pflegeteam ermöglichen einen Blick hinter die Kulisse

des Pflegedienstes im LKH Rottenmann.

Die verästelte Skulptur im Eingangsbereich des

LKH Rottenmann.

Menschen helfen Menschen

März 2008


38

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

Der Ökologische Fußabdruck

Die Spuren meiner Tritte …

Als Mitglied des Umweltteams läuft man immer

Gefahr, ob seines idealistischen Engagements

in die Schublade „ÖKO-Freak“ gesteckt

und ein wenig belächelt zu werden. Doch

auch wir ÖKOs verursachen trotz allen Bewusstseins

noch riesige Fußspuren auf unserer Erde,

da die Bequemlichkeiten unseres westlichen

Lebensstils doch meist den Vorrang haben.

Ökologischer Fußabdruck

Mit dem Auto von Tür zu Tür (zur Arbeit und

privat), wohlig warm geheizte Wohnungen,

Tomaten und Weintrauben auch im Winter,

abends ein schönes Vollbad …

Die Liste unserer scheinbar kleinen Vergehen

ist endlos. Doch in der Summe schaut’s anders

aus, wie es ein Test des eigenen „Ökologischen

Fußabdruckes“ beweist: Dieser gibt an, wie viel

Fläche „Erde“ jemand auf Grund seines

Konsumverhaltens (Energie-/Ressourcenverbrauch)

zur Stillung seiner Bedürfnisse benötigt.

Egal ob Fleisch oder Gemüse, Wasser oder Holz,

Baumwolle oder Schafwolle, Getreide oder

Agrardiesel, alles braucht einen Teil unserer

Erdoberfläche, um entstehen zu können. Genauso

wie Müll und Abgase von Kraftwerken, Flugund

Autoreisen Naturkapazitäten benötigen,

um wieder unschädlich gemacht zu werden.

Begrenzte Flächen

Fläche gehört zu den begrenzten Ressourcen

auf dem Planeten. Wenn die gesamte nutzbare

Erdoberfläche auf alle Menschen gleichmäßig

aufgeteilt wird, hätte jeder 1,8 Hektar

zur Verfügung. Der durchschnittliche Österreicher

hat einen Fußabdruck von 4,9 globalen

Hektar im Jahr, was einem Verbrauch von 3

Erden entspricht.

Internetbasierte Tests

Zur Bestimmung des persönlichen Ökologischen

Fußabdrucks gibt es mehrere internetbasierte

Tests, die vom Umweltteam bereits

mit teils niederschmetternden Ergebnissen

ausprobiert wurden. Diese Tests stellen eine

gute Gelegenheit dar, das eigene Verhalten zu

reflektieren und zukünftig der Erde ein kleines

Geschenk zu machen, das möglicherweise

auch der eigenen Gesundheit und dem Geldbeutel

zugutekommt. Die Devise lautet: „Bewusst

konsumieren“, so dass unsere Nachwelt

einmal sagen kann: „Ich küss die Spuren

deiner Tritte.“

Berechne deinen Ökologischen Fußabdruck

unter:

http://www.mein-fussabdruck.at oder

http://www.footprint.ch/

und hol dir Tipps zur Verringerung des Fußabdrucks!


Dr. Almut Frank (Ökol. Fußabdruck: 3,8),

Barbara Pirkheim (Ökol. Fußabdruck: 4,7),

Umweltteam Zentraldirektion

Durchschnittlicher ökologischer Fußabdruck (Hektar/Jahr) in verschiedenen Staaten.

März 2008

Menschen helfen Menschen


Voitsberger Umweltpreis 2007

Erstmalige Verleihung der Wandertrophäe an Labor/Med. Sekretariat

Am 21. November 2007 wurde der Umweltpreis

2007 des LKH Voitsberg erstmals

verliehen. Die ersten Sieger dieses Umweltpreises

waren nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen

das Labor/ Med. Sekretariat.

Die gläserne

Wandertrophäe des

LKH-Voitsberg-

Umweltpreises.

Umweltpreis

Nach einer bereits 2004 entstandenen

Idee bildete sich im Juni

2005 eine Arbeitsgruppe zum

Projekt „Umweltpreis“ mit folgenden

Zielen:

• Förderung des Umweltbewusstseins

• Hebung der Trennmoral

• Wecken des Interesses der Mitarbeiter,

dass Umweltschutz

und Mülltrennung nicht als

„lästige Nebenerscheinung“,

sondern als fixer Bestandteil des

Arbeitsalltages betrachtet wird.

Umweltfibel zur

Unterstützung

Als wichtiger Schritt und als

Basis für die bevorstehenden

Befragungen und Kontrollen

durch die Mitarbeiter des

Das siegreiche Team des Labor/Med. Sekretariates.

Umweltteams wurde eine Umweltfibel erstellt.

Diese ist ein Wegweiser für die richtige

Mülltrennung und wurde auf das bereits eingeführte

neue Mülltrennsystem des LKH

Voitsberg abgestimmt.

Glasskulptur für Sieger

Für acht „Umweltvisiten“ wurden Fragebögen

mit je 15 Fragen ausgearbeitet. Vom November

2006 bis September 2007 führten dann die

engagierten Mitarbeiter des Umweltteams

Grazer Brandverletzteneinheit

INFRASTRUKTUR & TECHNIK 39

acht Befragungen sowie Kontrollen der Mülltrennung

in 18 Bereichen durch. Im Oktober

2007 konnte nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen

erstmals der erste Sieger des Umweltpreises

2007 ermittelt werden. Die Wandertrophäe,

eine wunderschöne Glasskulptur, für

den Siegerbereich und Urkunden für alle anderen

teilnehmenden Bereiche wurden im

würdigen Rahmen übergeben. ■

Gertraud Ulz, LKH Voitsberg

20-jähriges Jubiläum der interdisziplinären Versorgung brandverletzter Kinder und

Jugendlicher im LKH-Univ.Klinikum Graz

Vor über 20 Jahren, genau am 4. Juli 1987,

fand die feierliche Eröffnung der ersten

Brandverletzteneinheit an der Grazer

Univ.Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde

statt. Das 20-jährige Jubiläum der Brandverletzteneinheit

für Kinder und Jugendliche im

LKH-Univ.Klinikum Graz war Anlass, die vergangenen

Erfolge zu feiern und die zukünftigen

Aufgaben in Angriff zu nehmen. In erster

Linie aber war dieses Fest den ehemaligen

Patienten und deren Eltern gewidmet, und

natürlich dem großen Betreuer-Team. Viel

Spaß gemacht hat die Ausfahrt mit den alten

Traktoren des Traktorclubs Markt Hartmannsdorf.


Walter Lienhart,

LKH-Univ.Klinikum Graz

Die Traktoren für die Ausfahrt sind startbereit.

Von links: Walter Lienhart vom Oldtimer

Traktorclub Markt Hartmannsdorf;

Univ.-Prof. Dr. Marija Trop und Univ.-Prof.

Dr. Wilhelm Müller.

Foto: LKH-Univ.Klinikum Graz

Brandverletzteneinheit

Am 14. Dezember 1998 wurde die heute

technisch nach wie vor auf dem neuesten

Stand befindliche Brandverletzteneinheit

für Kinder und Jugendliche im LKH-

Univ.Klinikum Graz bezogen. Intensivmediziner

und Pflegefachkräfte der pädiatrischen

Intensivstation sind rund um die

Uhr anwesend und um die Brandverletzten

bemüht. Ausgezeichnet funktioniert die interdisziplinäre

Zusammenarbeit mit den

Experten der Klinischen Abteilung für Plastische

Chirurgie und der Univ. Klinik für

Anästhesiologie und Intensivmedizin.

Foto: LKH Voitsberg

Menschen helfen Menschen

März 2008


40

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

jahrbuch. architektur. HDA.

graz/06/07

Für dieses dritte Jahrbuch haben

43 Architekturbüros insgesamt

59 Projekte mit verschiedensten

Bauaufgaben – Innenraumgestaltungen,

Zu- und Umbauten,

Neubauten verschiedener

Größenordnung und städtebauliche

Aufgabenstellungen –

eingereicht.

Von der dreiköpfigen internationalen

Jury wurden siebzehn Projekte

für die Veröffentlichung im

aktuellen Jahrbuch ausgewählt.

Entscheidend war dafür eine

herausragende architektonische

Gesamtkonzeption und ein erkennbarer

Beitrag für eine zukunftsweisende

Entwicklung

der (steirischen) Architektur.

Darüber hinaus enthält das

jahrbuch. architektur. HDA.

graz/06/07 wiederum den Architekturpreis

des Landes Steiermark

(2006) und die GERAMB

Rose, Dankzeichen für gutes

Bauen.


Verlag Haus der Architektur Graz

2007

Euro 28,90

Zeitgenössische Architektur

und historische Bausubstanz

Architektur und Baukultur faszinierte

die Menschen

schon seit jeher. Zunehmend

breites Interesse finden auch Architekturführungen

und -reisen.

Ein sehenswertes Neben- und

Miteinander von historischer

Bausubstanz und zeitgenössischer

Architektur gibt es in der

Steiermark und insbesondere in

Graz.

Die Spitalsarchitektur der KA-

Ges hat in den letzten Jahrzehnten

zukunftsweisende und international

anerkannte Akzente

gesetzt.


Weitere Informationen:

www.kages.at/architektur

www.hda-graz.at

www.staedteforum.at

www.architekturen-graz.at

www.gat.st

www.architekturstiftung.at

Univ.Klinik für Dermatologie und

Venerologie.

Foto: H.A. Pachernegg

Ausgezeichnetes Bauen in

sensibler Landschaft

Der Naturpark Südsteirisches

Weinland hat mit dem

„ABINAS 07“ einen Preis für

„Ausgezeichnetes Bauen im

Naturpark Südsteirisches Weinland“

geschaffen. Großes Bewusstsein

für Bauen und Verständnis

für einen sensiblen

Umgang mit der Landschaft

zeichneten die 176 Einreichungen

für den erstmals verliehenen

Preis aus. Der Naturpark-

Baupreis „ABINAS 07“ wurde in

den Kategorien Naturpark &

Wohnen, Naturpark & Arbeit,

Naturpark & öffentlicher Raum

sowie Naturpark & Landschaft

vergeben.

Die Dokumentation aller Einreichungen

und Siegerobjekte ist

erhältlich in der Baubezirksleitung

Leibnitz, in allen Gemeinden

des Naturparks Südsteirisches

Weinland, bei allen Raiffeisenbanken

und im Büro des

Naturparks Südsteirisches

Weinland (Kogelberg 15, 8430

Kaindorf/Sulm, Tel. 03452/

71305, Mail: office@naturparkweinland.at)


150 Jahre universitäre

Zahnheilkunde in Graz

Der Autor Univ.-Prof. Dr. Kurt

Schroll spannt erstmalig und

lebendig den Bogen vom Beginn

des Zahnheilkundeunterrichts

(1857) bis in die Gegenwart. Die

2007 erschienene Publikation ist

um 25,00 Euro im Servicecenter

des LKH-Univ.Klinikum Graz und

an der Grazer Universitätszahnklinik

erhältlich.


Stehend wird der Unterricht im Zahnklinik-Hörsaal verfolgt (Foto 1927).

Foto: Sammlung Mag. Dr. Bernd Mader, Graz

März 2008

Menschen helfen Menschen


Spatenstichfeier an Grazer Neurologie

Beginn des dritten Bauabschnittes mit der Stationssanierung West

INFRASTRUKTUR & TECHNIK 41

Ende 2009 wird die Grazer Universitätsklinik

für Neurologie

in einem wahren Qualitätsdomizil

ihre Patienten betreuen können.

Insgesamt erfolgt(e) die Modernisierung

in drei Bauabschnitten.

• Im ersten Bauabschnitt wurde

der Hörsaalbereich völlig neu

gestaltet und im März 2000 in

Betrieb genommen.

• Im zweiten Bauabschnitt wurde

zwischen Jänner 2005 und

Oktober 2006 der gesamte Ostflügel

der Neurologie umgebaut

und generalsaniert.

• Der dritte Bauabschnitt begann

mit dem Spatenstich am 4. Februar

2008. Der Westflügel und

der Mitteltrakt der Neurologie

sollen bis Herbst 2009 fertiggestellt

sein.

Der dritte Bauabschnitt

im Detail

Im Erdgeschoss des Umbaubereiches

werden die neuen Ambulanzen

– inkl. der dazu notwendigen

Nebenräume – sowie die neue

Rettungszufahrt errichtet.

Im 1. Obergeschoss wird die Intensivstation

für 8 Intensivbetten

sowie die „Stroke Unit“ mit 6 Betten

und Nebenräumen errichtet.

Im 2. Obergeschoss werden die

Laborbereiche sowie die Administration

hergestellt. Das Kellergeschoss

wird neben den Räumlichkeiten

für die Infrastruktur des

Hauses auch Ärztedienstzimmer

und Umkleideräume enthalten.

Nach Fertigstellung dieser Arbeiten

ist im Herbst 2009 der Abbruch

des ehemaligen Ambulanzcontainers

der Psychiatrie vorgesehen.

Zahlen & Fakten

Bauzeit 3. Bauabschnitt:

20 Monate

Nutzfläche 3. Bauabschnitt:

1.954 m 2

Gesamtfertigstellung der Universitätsklinik

für Neurologie:

Herbst 2009

Nutzfläche Gesamtbauvorhaben:

4.762 m 2 ■

Mag. Helmut Meinhart,

Medien- und

Öffentlichkeitsarbeit,

DI Beate Ulrike Hasiba,

Technische Direktion

Ab Herbst 2009 steht den neurologischen PatientInnen am LKH-

Univ.Klinikum Graz Spitzenmedizin mit bester Infrastruktur zur Verfügung.

Symbolische Spatenstichfeier anlässlich des Beginns des dritten

Bauabschnittes an der Grazer Neurologie.

Fotos: KAGes

Zahnklinik-Neubau in Graz

Präsentation des Siegerprojektes

Im Rahmen eines europaweiten

Wettbewerbes wurden 15 Projekte

für den Neubau der Univ.Klinik

für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

am LKH-Univ. Klinikum

Graz eingereicht. Im November

2007 wurde das Siegerprojekt vorgestellt.

Das von Architekt DI Ernst

Giselbrecht vorgesehene Gebäude

der neuen Zahnklinik sieht eine

Brücke unter der Verbindung vom

LKH-Gelände zum Campus der

Medizinischen Universität Graz

vor. Als Spatenstich ist das Jahr

2010 vorgesehen. Vorstandsdirektor

Ernst Hecke betonte bei der

Präsentation, dass „sich gute Architektur

auch unmittelbar gesundheitsfördernd

auf Patienten

und Mitarbeiter auswirke“. ■

Foto: Architekt Dipl.-Ing. Ernst Gieselbrecht

Modell des neuen

Zahnklinikgebäudes in

Graz.

Menschen helfen Menschen

März 2008


42

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

Kultusstätten im LKH-Univ.Klinikum Graz

Spitalskirche und Evangelischer Betraum

Glaube und Spiritualität sind ein wichtiger

Teil der Gesundheit, die als Zustand des

vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen

Wohlbefindens definiert wird. Der

volkstümliche Spruch „G'sund an Leib und

Seele“ macht die Bedeutung der Krankenhausseelsorge

im Gesundheitswesen deutlich.

Vom Wiener Vorbild zur Grazer

Jugendstilkirche

Der von Otto Wagner (1841–1918) geplante

und gestaltete Prachtbau in der ehemaligen

Niederösterreichischen Landes-, Heil- und

Pflegeanstalt für Geistes- und Nervenkranke

„Am Steinhof“ ist heute ein Architekturdenkmal

und eines der Wiener Wahrzeichen. Ihr

nachempfunden ist die Spitalskirche des heutigen

LKH-Univ.Klinikum Graz, die Pfarrkirche

zum Heiligsten Erlöser. 1902 noch als neugotischer

Bau geplant, entstand 1909 bis 1912 ein

Kuppelbau im Sezessionsstil, der sich leicht

erhöht und harmonisch in die als Pavillonsystem

errichtete Grazer Krankenhausanlage einfügt.

Versteckt im dahinter beginnenden, noch

zum Spitalsareal gehörenden Leechwald,

liegt noch ein Kleinod, die Ritakapelle.

Vom evangelischen Betraum zur

Lukaskapelle

Nach der Grundsteinlegung der Spitalskirche

im LKH Graz wandte sich das Grazer evangelische

Presbyterium ans Land, um beim Krankenhausneubau

auch eine evangelische Kultusstätte

anzuregen. Der Vorschlag des Presbyteriums

enthielt zwei Varianten: die Benutzung

der neuen Kirche als Simultankirche

(wechselweise durch beide Konfessionen, wie

das bei manchen deutschen Spitalskirchen der

Fall war) oder die Errichtung eines eigenen

evangelischen Bethauses. Letzten Endes wurden

die Räume 12 und 13 im Parterre des Direktionsgebäudes

dafür vorgesehen. Mit seinen

27 m 2 bot Zimmer 13 Platz für einen Betraum

samt Bänken, Stühlen und Kanzel,

während sich das kleinere Zimmer 12 als Sakristei

(Pastorzimmer) eignete. Die feierliche

Einweihung dieses neuen evangelischen Betraumes

erfolgte bald nach der vollständigen

Inbetriebnahme des neuen Krankenhauses am

13. Oktober 1912.

1945 musste der Betraum infolge der britischen

Besatzung ausgelagert werden, um

anschließend seine Zimmer an die expandierende

Apotheke abzutreten. Seither fand der

evangelische Gottesdienst in verschiedenen

Hörsälen statt, bis endlich 1987 die vom steirischen

Architekten Werner Hollomey gestaltete

Lukaskapelle eingeweiht wurde. Diese

liegt unmittelbar hinter der Universitätsklinik

für Chirurgie.


Quelle:

Dankenswerterweise konnten wir den Beitrag

„Eine Kirche – oder zwei?“ von Mag. Dr.

Norbert Weiß der Zeitschrift „Kreuzungen“,

Ausgabe Nr. 1/08, Dezember 2007 der Pfarre

& Seelsorge im Klinikum Graz entnehmen.

Wir bringen hier eine stark gekürzte Fassung.

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Die Vorderansicht von Otto Wagners Kirche

am Steinhof in Wien (Anstaltskirche zum hl.

Leopold). Im Vordergrund eine Büste des

Politikers Leopold Steiner (1857–1927), der

wesentlichen Anteil an der Verwirklichung

der Anstalt am Steinhof hatte.

Die Vorderansicht der Grazer Spitalskirche mit

den beiden Glockentürmchen in den Ecken und

den Engelsreliefs (Pfarrkirche zum Heiligsten

Erlöser).

Foto: Norbert Weiß

Fotos: Sudy

Foto: Stadtarchiv

Vorderansicht des

Verwaltungsgebäudes

des LKH Graz. Über dem

heute zugemauerten

Vordereingang

erreichbar lagen die

beiden Zimmer des

evangelischen Betraums

mit ihren drei

Fensterachsen

unmittelbar rechts

daneben.

Die Lukaskapelle, der evangelische

Andachtsraum im Grazer Spitalsgelände.

März 2008

Menschen helfen Menschen


INFRASTRUKTUR & TECHNIK 43

Univ.Klinik für Innere Medizin

Eröffnungsfeier zur Renovierung des „Ostflügels“

Die Universitätsklinik für Innere Medizin

(UKIM) im LKH-Univ.Klinikum Graz wird

2012 zu den modernsten ihrer Art zählen.

Nach der Fertigstellung der beiden Erweiterungsbauten

und mit der feierlichen Eröffnung

des Ostflügels ist der Flächenstandard auf beachtliche

45 m 2 je Bett angewachsen. Damit

und mit den topmodernen Funktionsbereichen

verfügt die UKIM über eine Infrastruktur, die

europäischen Spitzenstandard darstellt.

Die Sanierung des Ostflügels erfolgte in einer

Bauzeit von knapp 28 Monaten mit einem Kostenaufwand

von 12,4 Millionen Euro. Sowohl

zeitlich wie von den Kosten her konnte das Bauprojekt

exakt nach Plan realisiert werden.

Großes Augenmerk wurde dabei während der

gesamten Bauzeit auf einen reibungslosen

Klinikbetrieb unter Einhaltung der strengen

KAGes-internen Hygiene-Richtlinien gelegt. ■

Grazer

Kostbarkeiten

Paulustorgasse

(1. Teil)

Das einstige Grazer

„Krankenhausviertel“

Der Ostflügel der Grazer Univ.Klinik für Innere

Medizin erstrahlt im neuen Glanz.

LITERATURTIPPS

Arme, Kranke,

Verrückte

Hospitäler und Krankenhäuser

in der Steiermark

vom 16. bis zum 18. Jahrhundert

Carlos Watzka

Veröffentlichung des

Steiermärkischen Landesarchivs

36

Tel. 0316/877-4031,

E-Mail: fa1d@stmk.gv.at

Euro 25,00

Der Autor behandelt das

traditionelle Hospitalwesen

in der Steiermark des

17. und 18. Jahrhunderts

mit den rund 100 lokalen

Versorgungseinrichtungen,

die der dauerhaften

Unterbringung von Alten,

Armen, Behinderten, chronisch

Kranken und Waisen

gewidmet waren.

150 Jahre

universitäre Zahnheilkunde

in Graz

Kurt Schroll

Eigenverlag 2007

Euro 25,00

Erhältlich in der Grazer

Universitätszahnklinik und

im Servicecenter

Die reich bebilderte Geschichte

der Grazer

Zahnklinik führt vom Beginn

des Zahnheilkundeunterrichts

(1857) bis in

die Gegenwart. Die anschauliche

Dokumentation

wird durch die

langjährige Berufserfahrung

des Autors im besten

Wortsinn zu einer lebendigen

Geschichte.

Mag. Helmut Meinhart,

Medien und Öffentlichkeitsarbeit,

und Dipl.-Ing. Dr. Christian Benque,

Technische Direktion

Hundert Jahre Gesundheitsstandort

Baumgartner Höhe

Eberhard Gabriel

facultas.wuv 2007

Euro 29,90

Die ausführliche Darstellung

der Geschichte des

Gesundheitsstandortes

Baumgartner Höhe reicht

bis in die jüngste Gegenwart.

Sie gibt einen interessanten

Einblick in die

nunmehr 100-jährige Geschichte

der 1907 feierlich

eröffneten Heil- und Pflegeanstalt

für Geistes- und

Nervenkranke Am Steinhof.

Zukunftsoffenes

Krankenhaus – Ein

Dialog zwischen

Medizin und

Architektur

Fakten, Leitlinien, Bausteine

Robert Wischer, Hans-

Ulrich Riethmüller

SpringerArchitektur, 2007

Euro 99,95

Die städtebauliche und

landschaftliche Einordnung

des Lebensraumes

Krankenhaus und die Gestaltung

der medizinischpflegerischen

Funktion

und der zugehörigen Technik

benötigen einen architektonischen

Rahmen, der

Flexibilität im Betrieb und

Anpassungen an die weiteren

Entwicklungen leicht

möglich macht.

Foto: Sudy

Die Grazer Paulustorgasse, einstiges

„Krankenhausviertel“.

Auf dem erhöht gelegenen Plateau der

heutigen Paulustorgasse und des

Karmeliterplatzes errichteten die Orden

der Kapuziner (Paulustorgasse 11–13)

und der Karmeliten (Karmeliterplatz 3)

einst jeweils ein Kloster. Zu einem dritten

Kloster wurde das von den Freiherren von

Wildenstein Anfang des 18. Jahrhunderts

hier errichtete prächtige Palais

(Paulustorgasse 8), als es 1732 vom Stift

St. Lambrecht gekauft wurde. Im Rahmen

der Reformpolitik von Kaiser Joseph II.

wurden 1786 alle drei Klöster aufgehoben.

Das Kapuzinerkloster wurde danach

als Irrenanstalt, das Karmeliterkloster als

Garnisonsspital und das „Palais Wildenstein“

als Allgemeines Krankenhaus verwendet.

Mit der Einrichtung eines Gebärund

Findelhauses, durch den Ankauf von

Grundstücken und Gebäuden, die Errichtung

von Erweiterungsbauten und wechselnde

Nutzungen entstand hier im Bereich

der Paulustorgasse ein beachtliches

Krankenhausviertel.

Quellen:

Edith Münzer: Alt-Grazer Spaziergänge.

Edition Strahalm, Graz 1996

Norbert Weiss: Im Zeichen von Panther

& Schlange. KAGes-Verlag, Graz 2006.

reinhard.sudy@kages.at

Menschen helfen Menschen

März 2008


44

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

CT-Versorgung im LKH Fürstenfeld

Kooperation zwischen öffentlichem Spital und privatem Anbieter

Das neue 40-Schicht-Computertomografiesystem

im LKH

Fürstenfeld sorgt für einen deutlichen

Qualitätssprung in der

radiologischen Versorgung der

Fürstenfelder Patienten. Patienten

und Ärzte profitieren von einer

besseren Diagnostik, weniger

belastenden Untersuchungen

und wesentlich verkürzten Untersuchungszeiten.

Österreichweite

Muster-Kooperation

Die gewählte Betriebskonstruktion

ist ein österreichweites

Musterbeispiel für eine sinnvolle

Kooperation zwischen einem öffentlichen

Spital und einem privaten

Anbieter. Eigentümer und

Betreiber der neuen CT-Anlage

ist die CT- und MRT-Institut für

bildgebende Diagnostik GmbH

mit ihrem Ärztlichen Leiter Univ.-

Doz. Dr. Klaus Neumayer. Seitens

des LKH Fürstenfeld werden

die Räumlichkeiten zur Verfügung

gestellt. Dadurch wird es

möglich, dass diese moderne Anlage

sowohl als Spitals- als auch

als Praxisgerät genutzt werden

kann. In der Normalarbeitszeit

von 7.00 bis 15.00 Uhr werden

die Untersuchungen vom Personal

des CT-Institutes durchgeführt.

Außerhalb dieser Zeit werden

Akutpatienten vom radiologischen

Personal des LKH Fürstenfeld

betreut. Die Diagnose erfolgt

teleradiologisch durch das

Institut für Medizinische Radiologie-Diagnostik

am LKH Feldbach.

Tagesklinik im LKH Fürstenfeld

Erweiterung um urologisches Leistungsangebot

Das Konzept der Fürstenfelder

Tagesklinik hat sich sehr gut

bewährt. Die Patienten haben

das Leistungsangebot dieser neuen

Einrichtung überaus gut angenommen.

Nunmehr gibt es neue

urologische Leistungen für die

südoststeirischen Patienten.

Urologisches

Leistungsangebot

Seit Oktober 2007 hat eine Kooperation

der Grazer Universitätsklinik

für Urologie und der

Chirurgischen Abteilung des LKH

Fürstenfeld diese Situation weiter

verbessert. Eine ganze Reihe

von urologischen Operationen

werden von den Ärzten der Grazer

Rund 300 urologische tageschirurgische Eingriffe pro Jahr werden

künftig in der Tagesklinik am LKH Fürstenfeld durchgeführt.

Universitätsklinik für Urologie unter

Ausnützung der Strukturen

des LKH Fürstenfeld durchgeführt

und hier angeboten. Dieses urologische

Leistungsangebot umfasst:

Vom neuen Computertomografen profitieren Patienten und Ärzte.

Foto: KAGes

• Vorhautverengung

•Wasserbruch

• Feigwarzen

•Prostatabiopsie

•Krampfadern im Hoden, die zur

Sterilität führen können

Hightech-CT-Gerät

Bei der neu errichteten CT-Anlage

handelt es sich um einen 40-

Schicht-Tomografen der letzten

Generation. Die Datenerfassung

für einen Ganzkörper-Scan erfolgt

in 18 Sekunden. Minimalinvasive

Eingriffe wie Biopsien, Knochenzementierungen,

Abtragung von

Tumoren, schmerztherapeutische

Punktionen etc. können unter Einsatz

der „CT-Durchleuchtung“

nun in Bruchteilen der Zeit erfolgen,

die früher für solche Eingriffe

notwendig war. Weitere Untersuchungsmöglichkeiten

liegen auf

dem Gebiet der Organdurchblutung,

zur Beurteilung der Durchblutung

von Tumoren und der

Hirnperfusion für eine verbesserte

Diagnostik von Schlaganfällen

– derzeit die dritthäufigste Todesursache

und Auslöser volkswirtschaftlich

kostspieliger Invalidität

bei Erwachsenen. ■

Mag. H. Meinhart, Medienund

Öffentlichkeitsarbeit,

DI R. Ternobetz, Technische

Direktion

Kürzere Wartezeiten und

Anfahrtswege

Kürzere Wartezeiten südoststeirischer

Patienten für urologische

Eingriffe, kürzere Anfahrtswege

und der kompetente und hohe

Servicecharakter haben die Akzeptanz

der Fürstenfelder Tagesklinik

und die Patientenzufriedenheit

weiter gesteigert. ■

Weitere Informationen:

www.kages.at ➟ Aktuelles 2007

(4. Dezember 2007)

Mag. H. Meinhart, Medienund

Öffentlichkeitsarbeit,

DI R. Ternobetz und A. Lipp,

Technische Direktion

Foto: Pachernegg

März 2008

Menschen helfen Menschen


INFRASTRUKTUR & TECHNIK 45

Foto: Sudy

IN ALLER KÜRZE

Neues Universitätszentrum

Theologie

Alle 13 Institute der Katholischen-Theologischen

Fakultät der Karl-Franzens-Universität

Graz sind nunmehr seit 28. September 2007

im neu errichteten Universitätszentrum Theologie

in der Heinrichstraße 78 zusammengezogen.

Auf einer Fläche von rund 3500 m 2 gibt

es Hörsäle und Seminarräume, die nach kirchenhistorisch

wichtigen Personen benannt

wurden, eine Fakultätsbibliothek, ein Medienzentrum

und ein Café. Erhalten blieb auch eine

alte Esche, unter der bereits Napoleon seine

Truppen inspiziert haben soll.


Alte Esche vor dem Theologiezentrum.

Mülltrennen einst und heute

Mülltrennen ist heute in der Steiermark eine

Selbstverständlichkeit. Umfassende Informationen

dazu gibt es auf der Homepage des Landes

Steiermark, Fachabteilung für Abfall- und

Stoffflusswirtschaft unter: www.trennts.at.

Auch in Graz wurde bereits vor langer Zeit in

den Misthaufen vor der Stadt „Trennung“ betrieben.

Die „Mistklauberinnen“, arme Frauen,

suchten aus dem abgeladenen Müll alles

Brauchbare wie altes Eisen, Glas und Holz

heraus. Sie wurden für die Arbeit zwar nicht

bezahlt, durften aber alles behalten, was sie

fanden. Was nicht mehr brauchbar war,

wurde in die Mur geworfen.


Quelle: Journal Graz

„Der einstige Misthaufen von Graz“

Immer aktuell!

www.gsund.net

www.kages.at

Neueste Technologie für UKH Graz

Im Verlauf der Sanierungs- und Umbauphase

erhielt das Grazer Unfallkrankenhaus einen

neuen hochmodernen Operations- und Intensivstationsbereich.

Zukunftsorientiert kam

neben den neuesten Technologien für den Innenausbau

ein flexibles Fertigbandsystem in

Modulbauweise zum Einsatz. Die Instrumentenaufbereitung

wurde mit einem externen

Partner logistisch neu organisiert. ■

Bei der Eröffnung von links: DGKS Elisabeth

Ulz (OP-Leitung), VL Ing. Gerald Schlemmer,

MAS, Ärztlicher Leiter Univ.-Prof. Dr. Martin

Mähring, PL DGKS Roswitha Inthal und DGPK

Günther Herler (Stationsleitung IBST).

Neue Gesundheitsstudien in

neuem Gebäude

Österreichweit erstmalig starteten bereits im

September 2006 eine ganze Reihe neuer Gesundheitsstudien

an der FH JOANNEUM Graz.

Darunter waren Biomedizinische Analytik, Logopädie,

Physiotherapie, Radiologie, Technologie

und Hebammen. Nun steht seit September

2007 für diese Studiengänge ein neues

Gebäude mit modernst ausgestatteten Labors,

Therapie-, Seminar- und Projekträumen

Das neue Campusgebäude für die Gesundheitsstudien

im Eggenberger FH-Zentrum.

zur Verfügung, das kürzlich feierlich im Eggenberger

FH-Zentrum eröffnet wurde. ■

Weitere Informationen:

www.fh-joanneum.at

Wasser bildet schwebende

Brücke

Werden zwei Wasserbecher unter Hochspannung

gesetzt, bildet sich eine schwebende

Wasserbrücke zwischen den Behältern. Dieses

Experiment haben Wissenschafter der TU

Graz genauer untersucht und dabei beobachtet,

dass die „Brücke“ das Wasser in beide

Richtungen transportiert. Dabei zeigte das

Wasser völlig neue Eigenschaften bezüglich

Dichte und Struktur. Das Wasser überwindet

bis zu 25 Millimeter. Die Wasserbrücke verhält

sich dabei wie ein schwebender Wasserzylinder,

der auftreffendes Licht auf völlig

unerwartete Weise bricht.


Foto: Fuchs/Woisetschläger

Weitere Informationen:

Dipl.-Ing. Dr. techn. Elmar C. Fuchs

Institut für Physikalische und

Theoretische Chemie

E-Mail: elmar.fuchs@tugraz.at

Tel.: 0316 / 873 8236

www.tugraz.at

Quelle:

TU Graz medieninfo vom 7. November 2007

Wasserbrücke zwischen zwei unter

Hochspannung gesetzten Wasserbechern.

G’sund-Erscheinungstermine

G’sund erscheint viermal jährlich in den

Monaten März, Juni, September und Dezember.

Sollte Ihnen G’sund nicht zugestellt

worden sein, informieren Sie uns bitte:

gsund@kages.at

+43/316/340-5121

Menschen helfen Menschen

März 2008


46

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Verschreibung von Medikamenten auf Kassen

Erfolgreiche Umstellung in der medikamentösen Behandlung ambulanter Patienten in den

Dr. Gerhild Paukovitsch-Jandl.

Eine große organisatorische Umstellung

in der medikamentösen

Behandlung ambulanter Patienten

hat ab Jänner 2007 stattgefunden.

Bis dahin war es möglich,

rd. 400 Präparate, die als sog. „besonders

teure Medikamente“ gelten,

im Zuge von spitalsambulanten

Behandlungen an Patienten direkt

zu verabreichen oder sie ihnen

auch für die notwendige Versorgung

nach Hause mitzugeben. Diese

Medikamente konnten mit den

Kassen verrechnet werden.

Diese über 15 Jahre bewährte Praxis

war aufgrund von Einsprüchen

der Österreichischen Apothekerkammer

nicht mehr haltbar und

musste um eine neue Regelung

ergänzt werden. Diese betraf 200

Präparate der bisher in Spitalsambulanzen

vorwiegend mit nach

Hause gegebenen und verrechneten

Präparate.

Oberfläche einer Rezepturbefugnis.

Neue Vertragsregelungen

– Umstellung und

Schulungen

Im Interesse der Patienten, vor

allem von sensiblen Patientengruppen

wie Krebspatienten oder

Patienten mit chronischen Erkrankungen,

hat man die bisherige

Mitgabe von Medikamenten auf

eine Verschreibung auf Kassenrezept

durch sog. „Vertragspartnerambulanzen“

umgestellt. Bestimmte

vor Ort verabreichte Medikamente

können aber weiterhin

über die Sondervereinbarung Medikamente

abgerechnet werden. In

einem Übergangszeitraum von

Jänner bis Juli 2007 wurde diese

Umstellung auf das neue Vertragsregelwerk

gemeinsam mit den

Vertragspartnern, allen voran der

Steiermärkischen Gebietskrankenkasse,

geschafft.

Für die Mitarbeiter in den LKHs und

die verschreibenden Ärzte fanden

durch die ZDion/FDion umfangreiche

Schulungsmaßnahmen auf

die Richtlinien der ökonomischen

Verschreibweise des Hauptverbandes

der österreichischen Sozialversicherungsträger

sowie den

Erstattungskodex, die Heilmittelbewilligungs-

und Kontroll-Verordnung

statt.

Für Verordnungen auf Kassenrezept

zur Überbrückung nach Entlassung

aus der Anstaltspflege – die

schon seit 1996 möglich sind – gab

es durch den chefärztlichen

Dienst/Heilmittelreferat der Steiermärkischen

Gebietskrankenkasse

(Dr. Klier und Dr. Murer) Intensivschulungen

vor Ort für die Ambulanzen

und Stationen in den

LKHs.

EDV-unterstützte

Rezeptierung

Eine EDV-unterstützte Rezeptierung

und ein eigener Prozess für

die Medikamentenverschreibung

(Einlesen der Medikamente inkl.

der Information zur Bewilligung

aus MEDIS, Darstellung der Medikamentenauswahl

usw.) wurde in

openMEDOCS eingeführt. Dadurch

sollte ein möglichst rascher

und reibungsloser organisatorischer

Ablauf bei der Rezeptierung

sichergestellt werden. Durch das

Projekt „Rezepturbefugnis“ von

UIM (Projektbeauftragter für den

EDV-technischen Bereich Univ.-

Doz. Dr. Leitner, Projektleitung

Wach) war es zeitgerecht mit 1.

Juli 2007 möglich, die erforderlichen

Kassenrezepte in den Ambulanzen

EDV-unterstützt auszustellen.

Positive Resonanz

der Kassen

Die Steiermärkische Gebietskrankenkasse

als Vertragspartner mit

der größten Versicherungsklientel

hat der KAGes bisher ein positives

Zeugnis ausgestellt und sich erst

kürzlich nochmals sehr herzlich für

die gute Zusammenarbeit mit allen

ärztlichen Kollegen in den KAGes-

Ambulanzen und Stationen bedankt.

Immerhin wurden im Zeitraum

von Juli bis November 2007

Foto: KAGes

März 2008

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 47

rezept

steirischen LKHs

Arzt-Patienten-Kommunikation

„Gesunde“ ärztliche Kommunikation oder sprachlose Medizin?

Feedback der

Kasse

Aufgrund der Änderungen der

Sondervereinbarung haben sich

für unsere Versicherten wie

auch unsere Vertragspartner

und im Speziellen die ärztlichen

KollegInnen in den einzelnen

Spitalsambulanzen deutliche

Änderungen und auch Mehrbelastungen

ergeben.

Wir haben im Zuge der Umstellungen

ca. 100 Spitalsambulanzen

auf den Erstattungskodex

und den neuen Sondervertrag

eingeschult. Nach einigen anfänglichen

Versorgungsproblemen

durch die öffentlichen Apotheken,

welche nicht alle Medikamente

auf Lager hatten, hat

sich die Situation nun weitestgehend

entspannt. Hier gilt unser

Dank den engagierten ärztlichen

KollegInnen in den Ambulanzen,

welche durch Umstrukturierungen

und Vorausplanung

ebenfalls zur bestmöglichen

Versorgung unserer Versicherten

beigetragen haben.

Das eigens „erfundene“ Rezepturprogramm

der KAGes dürfte

sich durchaus bewährt haben,

da hier eine lückenlose Dokumentation

und Nachverfolgung

der Verordnungen möglich ist.

Die ersten Überprüfungen hinsichtlich

der chefarztpflichtigen

Medikamente waren bisher

sehr zufriedenstellend. Für die

nächsten Monate ist eine weitere

Überprüfung der Dokumentationen

vor Ort vorgesehen.

Die PE&OE begleitete bisher in

3 Häusern ein spezielles Programm

für Stammärzte zur Förderung

einer konstruktiven Arzt-Patienten-Kommunikation.

Hauptziel

des Programmes ist, dass Ärzte

adäquat mit Patienten kommunizieren,

also für unterschiedliche

Patiententypen und Situationen

ein breiteres Repertoire an Kommunikationsmöglichkeiten

zur

Verfügung haben.

Persönliche Begleitung

Kernstück des Programmes ist

neben zeitlich kompakten Workshops

die persönliche Begleitung

der Teilnehmer bei ihrer klinischen

Tätigkeit durch einen

ärztlichen Kommunikationsexperten,

der anschließend eine

detaillierte Rückmeldung zu Verbesserungsmöglichkeiten

und

positiven Aspekten des beobachteten

Kommunikationsverhaltens

gibt. In den drei Landeskrankenhäusern,

in denen das

Programm zur Verbesserung der

Arzt-Patienten-Kommunikation

von der PE&OE begleitet wurde,

nahmen insgesamt etwa 90

Ärzte teil.

Feedback

Die Teilnehmerrückmeldungen

sind breit gestreut. 12% der Teilnehmer

gaben die Gesamtbewertung

„unbefriedigend“ ab, über

zwei Drittel beurteilten jedoch das

Programm mit „sehr gut“ oder

„gut“.

Dieses Feedback wirkt auf den ersten

Blick nicht gerade euphorisch.

Zu berücksichtigen ist jedoch, dass

für nicht wenige der Teilnehmer

die systematische Auseinandersetzung

mit dem eigenen Kommunikationsverhalten

Neuland war –

und deshalb eine ungewohnte Herausforderung.

Dies kam unter anderem

durch Rückmeldungen wie

„anfangs gewöhnungsbedürftig“

oder „neue ungewohnte Methode“

zum Ausdruck.

Zusätzlich ist zu bedenken, dass

die Teilnahme am Programm für

die Teilnehmer eines der beteiligten

LKHs verpflichtend war, was

die Motivation der Teilnehmer mitunter

erheblich dämpfte.

Erfreulich ist allerdings, dass diejenigen

Ärzte, die für das Thema

Kommunikation zugänglich sind,

den Nutzen des Programmes klar

erkannten und das Gebotene positiv

bewerteten. Dies wurde auch

beim PE-Nachmittag für ärztliche

Führungskräfte zum Thema „Arzt-

Patienten-Kommunikation“ am 20.

November 2007 deutlich.

Informationen zum

Programm

Die PE&OE wird dieses Programm

weiterhin anbieten. Für nähere Informationen

zum Programm wenden

Sie sich bitte an Dr. Werner

Walisch (PE&OE, Tel. 0316/340-

5254). ■

werner.walisch@kages.at

15.565 in den Ambulanzen und

Stationen der LKHs ausgestellte

Rezepte in öffentlichen Apotheken

eingelöst.


Kontakt:

Dr. G. Paukovitsch-Jandl, MAS,

Finanzdirektion/F5

gerhild.paukovitsch@kages.at

Menschen helfen Menschen

März 2008


48

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Passwörter

Eine tägliche Notwendigkeit!

Passwort:…….“ Dieses so

harmlos scheinende „Wort“

kann beruflich wie privat weitreichende

Konsequenzen haben. Ein

simpler Begriff, der in unserem

schnelllebigen, IT-durchdrungenen

Lebensumfeld nicht mehr

wegzudenken ist. Weshalb wird

der für manche Personen ohnehin

nicht leichte Umgang mit der IT

zusätzlich durch Passwörter erschwert?

Schutz von Daten und

Berechtigungen

Am Arbeitsplatz sind wir oft mit

hochsensiblen und schutzwürdigen

Daten konfrontiert. Gesundheits-

und Finanzdaten, aber auch

der Schriftverkehr und vor allem

die weitreichenden Berechtigungen

für den Systembetrieb müssen

vor unbefugten Zugriffen

bzw. Veränderungen geschützt

werden. Passwörter stellen dabei

einen wichtigen Aspekt dar. Sie

sollen gewährleisten, dass nur

jene Benutzer Zugriff auf Daten

und IT-Anwendungen erhalten,

die über eine entsprechende Berechtigung

verfügen. Dabei wird

der gesetzlichen Verpflichtung

des Unternehmens gemäß § 14

Datenschutzgesetz 2000 Folge

geleistet, wonach der Zugang zu

personenbezogenen Daten vor

unbefugten Dritten entsprechend

abzusichern und die Nachvollziehbarkeit

von Benutzeraktivitäten

zu gewährleisten ist.

Gestaltung des Passwortes

• Zahlen, Ziffern und (soweit möglich) Sonderzeichen verwenden

•Mischung aus Groß- und Kleinschreibung verwenden

•Großbuchstaben und Ziffern/Zahlen im Inneren des Passwortes

benutzen (am Anfang oder am Ende eines Wortes nutzen sie

wenig)

•keine fortlaufenden Buchstaben- oder Zahlenketten (4567890,

klmnopq) verwenden

•keine Teile des Namens des Benutzers oder aus diesen ableitbare

Begriffe verwenden

•keine Wörter verwenden, die im Wörterbuch zu finden sind (Passwort,

Baum)

•keiner nachvollziehbaren Systematik folgen (Monatsnamen)

• das Passwort darf nicht auf Informationen basieren, die leicht über

den Benutzer herauszufinden sind (z.B. Namen der Kinder oder

Haustiere, Geburtsdatum)

Es beginnt frühmorgens

Es beginnt mit dem morgendlichen

Einschalten des Computers

und der Aufforderung, sich anzumelden.

Durch die Eingabe eines

persönlichen Benutzernamens

und des dazugehörigen Passwortes

identifiziert sich der Anwender

gegenüber dem System. Alle

folgenden im Rahmen der aktiven

Sitzung durchgeführten Aktivitäten

werden dem angemeldeten

Benutzer zugeordnet. Somit werden

jegliche Zugriffe auf Daten,

auch illegale Aktivitäten, die unter

einer Benutzerkennung durch

unbefugte Dritte ausgeführt werden,

dem jeweiligen Benutzer zugeordnet.

Dieser hat daher in seinem

eigenen Interesse durch korrekte

Verwendung von Benutzernamen/Passwort

dafür Sorge zu

tragen, dass keine andere Person

in der Lage ist, unter seiner Identität

Aktivitäten im IT-System (in

einer Anwendung) zu setzen.

Schützen Sie sich selbst!

Hier erkennt man schon den Haken

an der Sache: Diese korrekte

Identifizierung funktioniert nur,

solange die Kombination aus

Benutzername und Passwort nur

dem Benutzer selbst bekannt ist.

Die obersten Gebote lauten daher:

das persönliche Passwort in

keinem Fall weitergeben und

auch nirgends schriftlich festhalten.

Initialpasswörter müssen

umgehend geändert werden.

Bei Verlassen des Arbeitsplatzes

muss eine Sperre desselben

oder eine Abmeldung erfolgen.

Doch noch bevor man diese Regel

einhalten kann, ist eine weitreichende

Entscheidung zu treffen:

Jeder Nutzer muss ein möglichst

starkes Passwort erstellen.

Hierbei kann man durch Befolgung

einiger grundsätzlicher

Regeln zur eigenen Sicherheit

beitragen und das Risiko der

missbräuchlichen Verwendung

von Unternehmensdaten reduzieren.

Sehen Sie dazu den Informationskasten

über die Gestaltung

des Passwortes.

Hilfe für die Passworterstellung

Abschließend noch ein Tipp zur

Erleichterung der Passworterstellung:

man wählt einen leicht

merkbaren Satz (z.B. Eile mit Weile)

und leitet aus den jeweils ersten

beiden Buchstaben das Basispasswort

ab (beispielsweise

mit einem Großbuchstaben: eimi-

We). Dieses braucht man nur

noch mit Ziffern und einem Sonderzeichen

versehen und schon

hat man mit „ei8mi!We“ ein gutes

Passwort kreiert. Merken

Mag. Bernhard Janda.

muss man sich nur noch, nach

dem ersten und zweiten Buchstabenpaar

eine „8“ bzw. „!“ einzufügen.

Ganz einfach, oder?

All jene, die zu Hause gerne mit

dem Computer arbeiten, ihn für

die Einholung von Informationen,

die Erledigung von Behördenwegen

oder auch einfach nur zur Unterhaltung

nutzen, sollten auch in

diesem Umfeld zu ihrem persönlichen

Schutz die beschriebenen

Regeln befolgen und ihr Passwort

niemals weitergeben bzw. notieren.

Besondere Bedeutung

kommt diesen Sicherheitshinweisen

auch bei Banktransaktionen

zu. Keine Bank bzw. deren Servicestellen

werden Sie jemals nach

Ihrem Passwort (und anderen, nur

Ihnen bekannten Freigabecodes)

fragen, um beispielsweise technische

Probleme zu lösen. Begegnen

Sie Fragestellungen rund um

das Passwort stets mit erhöhter

Aufmerksamkeit und handeln Sie

in solchen Zusammenhängen mit

besonderer Umsicht! ■

Kontakt:

Mag. Bernhard Janda, CISA,

Organisationsabteilung,

Interne Revision

bernhard.janda@kages.at

März 2008

Menschen helfen Menschen


Planmäßig hat die KAGes in einer

ersten Stufe die elektronische

Datenkommunikation mit den

privaten Krankenversicherungen

für den Bereich der Kostenübernahme

mit Ende November 2007 in

allen LKHs eingeführt. Die beiden

Pilothäuser LKH Weiz und LKH-

Univ.Klinikum Graz, umfangreiche

Schulungen und Vor-Ort-Besuche

haben zum erfolgreichen Projektablauf

wesentlich beigetragen.

Was bringt

EDIVKA EDI-KOST ?

•Einnahmen von 1,2 EUR pro

Sonderklasse-Pflegetag für

das LKH

➟ steiermarkweit hochgerechnet

rd. 250.000 EUR jährlich

• Raschere und teilautomatisierte

Bearbeitung durch die privaten

Krankenversicherungen

und LKHs

➟ Bei codierter Aufnahmediagnose

liegt in aller Regel innerhalb

von 24 Stunden die

Kostenübernahme vor

• Verwaltungsvereinfachung für

Verwaltung und Sekretariate

durch

➟ weitestgehenden papierlosen

Workflow bei Aufnahmeanzeigen,

Verlängerungen, Anforderungen

von med. Dokumenten

➟ Verbesserung des Informationsflusses

zwischen Station

und Verwaltung durch in ME-

DOCS verspeicherte und abrufbare

Daten

•Der Versand von Aufnahmeanzeigen,

Verlängerungsanzeigen,

medizinischen Dokumenten

an die privaten Krankenversicherungen

wird über eine

EDV-unterstützte Lösung transparenter

und jederzeit nachvollziehbar.

Bereits im zweiten Jahr nach Einführung

werden sich die Kosten

für die Einführung von EDIVKA

EDI-KOST durch den EDI-KOST-

Bonus amortisiert haben.

Beachtliches

Datenvolumen

Von der Inbetriebnahme von EDI-

KOST bis Ende Jänner 2008 wurden

bereits 11.561 Aufnahmeanzeigen

elektronisch versandt und

12.184 Kostenübernahmen empfangen.

Die höhere Anzahl an Kostenübernahmen

resultiert daraus,

dass für manche Fälle zuerst eine

bedingte Kostenübernahme mit

einer Info-Anforderung und später

die eigentliche Kostenzusage

übermittelt wird. Zusammen mit

anderen Nachrichtentypen wie

Verlängerungsansuchen, Stornos

oder medizinischen Dokumenten

wurden in diesem Zeitraum

27.339 elektronische Nachrichten

ausgetauscht.

Ausblick auf

EDIVKA EDI-LEIST

•Die Implementierung von EDI-

KOST ist ein in sich runder und

abgeschlossener Implementierungsabschnitt.

•Mit der Implementierung von

EDI-KOST sind die technischen

Grundlagen für die Einführung

von EDIVKA EDI-LEIST im Jahr

2008 gegeben.

• EDI-LEIST umfasst die elektronische

Rechnungslegung an

die privaten Krankenversicherungen

als Vertragspartner der

KAGes gemäß Direktverrechnungsabkommen

und den Empfang

von elektronischen Zahlungs-Avisos.

• EDI-LEIST bedeutet eine österreichweite

Vereinheitlichung

der Leistungsschlüssel in der

Sonderklasseverrechnung.

ORGANISATION & KOMMUNIKATION 49

Neue elektronische Datenkommunikation

mit privaten Krankenversicherungen

Erfolgreiche KAGes-Einführung von EDIVKA EDI-KOST

zur Verrechnung Sonderklasse

Dr. Gerhild Paukovitsch-Jandl.

•Wie mit dem Versicherungsverband

vereinbart, soll EDIVKA

EDI-LEIST in allen LKHs bis Ende

2008 produktiv gehen. Das Projekt

EDIVKA EDI-LEIST soll noch

im März 2008 starten und wird

einen weiteren Meilenstein in

der Verrechnungsabwicklung

mit den privaten Krankenversicherungen

bedeuten. ■

Kontakt:

Dr. Gerhild Paukovitsch-Jandl,

MAS,

Abteilung F5/Finanzdirektion

gerhild.paukovitsch@kages.at

Menschen helfen Menschen

März 2008


50

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Schreiben Sie uns!

An die

Gsund-Redaktion

Stiftingtalstraße 4–6

A-8036 Graz

Postfach 6

Nicht zuletzt dank Ihres Interesses,

Ihrer Unterstützung und

Aktivitäten hat G’sund sich von

seinem Inhalt her in den letzten

Jahren beachtlich erweitert.

Das freut uns natürlich und wir

möchten uns dafür auch bedanken.

Wir ersuchen Sie, uns

auch weiterhin mit Vorschlägen,

Ideen und auch Leserbriefen

zu „versorgen“.

Natürlich können wir nicht immer

sofort alles und im gewünschten

Umfang unterbringen,

doch Sie können versichert

sein: Es geht nichts verloren.


Ihre G’sund-Redaktion

LITERATURTIPPS

LESERBRIEFE

Der „Autor“ Felix Jagersbacher.

Foto: Jagersbacher

Dank an LKH Deutschlandsberg

„Mein Name ist Felix und am 3. Jänner feiere ich

meinen ersten Geburtstag. Das möchte ich zum

Anlass nehmen, um mich bei den Menschen, die

meine Mama und meinen Papa rund um meine

Geburt unterstützt haben, zu bedanken.

Allen voran Dr. Thomas Scholler, der nicht nur

die ersten Fotos von mir im Bauch meiner Mama

gemacht hat, sondern meinen Eltern in glücklichen,

aber vor allem auch in schwierigen Momenten

mit Einfühlungsvermögen und fachlicher

Kompetenz zur Seite stand. Weiters möchte

ich mich beim großartigen Team der gynäkologischen

Abteilung des LKH Deutschlandsberg

rund um Primar Dr. Peter Hofmann bedanken.

Alle Hebammen, Ärzte, Kinder- und Stationsschwestern,

die ich kennen lernen durfte (und

ich glaube, es waren wirklich alle), waren hervorragend.

Sie alle haben sich toll um Mama

und mich (und auch um Papa) gekümmert, haben

uns all unsere Wünsche von den Augen abgelesen

und – was mir sehr wichtig war – meinen

Eltern gezeigt, wie sie mein Leben so angenehm

wie möglich gestalten können. Nochmals

vielen herzlichen Dank dem tollen Team des

LKH Deutschlandsberg. Ich wünsche Euch, dass

2008 viele Babys das Glück haben, durch Euer

Wissen und Eure Hände zur Welt zu kommen.“

Danke an (Grazer) Urologie 3

Besonderen Dank an Univ.-Prof. Dr. Karl Pummer

(Vorstand der Urologie im LKH-Univ.Klinikum

Graz) und sein Ärzteteam für die hervorragende

ärztliche Behandlung. Herzlichen

Dank auch an das tolle Pflegeteam unter der

Stationsleitung von DGKP Leo Schröder.

Familie Kraxner

Dank an LKH-Univ.Klinikum Graz

Ende des vorigen Jahres 2007 begleitete ich

eine liebe ältere Dame (94 Jahre) im LKH Graz.

Stationspunkte waren: Zahnklinik Amb., HNO

Amb., Derma Gefäßamb., EBA, Chirurgie

Amb., Gefäßchirurgie Amb. und Gefäßstation.

Ich möchte mich bei allen Ärzten, Schwestern,

Pflegern, Pflegehelfern und sonst zu Hilfe

kommenden Menschen für die vornehme,

sachkundige und freundliche Behandlung an

dieser Dame herzlich bedanken.

Freundliche Grüße!

Brunhilde Höllerbauer, Graz

Österreichs

populäre Irrtümer

Was wir glauben und was

wirklich stimmt

Walter Mückstein

Verlag Carl Ueberreuter,

Wien 2007

Euro 14,95

Viele meinen, dass alles

immer schlechter wird. Bei

einer genaueren Betrachtung

ist oft das Gegenteil

der Fall. Unglaubliche,

aber populäre Irrtümer

Österreichs werden hier

richtiggestellt und führen

oft zu Überraschungen.

Genussland

Österreich

Was Küche und Keller zu

bieten haben

Gerd Wolfgang Sievers

Leopold Stocker Verlag

Graz 2007

Euro 39,90

Ein umfassendes Standardwerk

über den Reichtum

der österreichischen

Küchen- und Weinkultur,

geprägt von einer faszinierenden

Geschichte und

landschaftlichen Vielfalt

auf kleinstem Raum.

Brauchtum in der

Steiermark

Feste - Bräuche - Rezepte

Robert Pauritsch /

Norbert Adam

Styria Verlag 2007

Euro 24,90

Vom Ausseerland im steirischen

Norden bis zu den

südlichsten Weinregionen

reicht der Einblick in das

zauberhaft-lebendige

Brauchtum der Steiermark

mit über 300 Farbfotos.

Kinder- und Hausmärchen

aus der

Steiermark

Viktor von Geramb

V.F. Sammler, Graz 2007

Euro 19,90

Das „rote Buch“ hat Generationen

von Kindern die

steirische Märchenwelt

nahegebracht. Nun wurde

die Sammlung von Kinderund

Hausmärchen neu aufgelegt

und mit zusätzlichen

Illustrationen von

Emmy Hiesleitner-Singer

versehen.

Dunkle Tage,

raue Nächte

Sagen aus der Steiermark

Robert Preis

Styria Verlag 2007

Euro 19,90

Nahezu in jedem Tal und

hinter jedem Berg der Steiermark

gibt es einen Sagenschatz.

Robert Preis

hat diese Geschichten

gehört und gesammelt, mit

neuen Facetten versehen

und gibt sie nun mit Illustrationen

von Stefan Torreiter

versehen weiter.

Wundersame

Plätze in

Österreich

Reinhard Habeck

Verlag Carl Ueberreuter,

Wien 2007

Euro 19,95

Eine faszinierende Entdeckungsreise

zu sakralen

Stätten, geheimnisvollen

Gotteshäusern und rätselhaften

Reliquien in unserer

österreichischen Heimat.

März 2008

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 51

Neues G’sund-Service

Grafik: AG/REM-Terminmanagement im Medizin-Portal der KAGes.

Mietrecht für

Mitarbeiter

Ist es Ihnen auch schon aufgefallen? In der letzten Zeit ist das Thema Mieten

wieder einmal in aller Munde: Zu hoch, zu undurchschaubar, oftmals sogar hart

an der Grenze des Erträglichen – wenn nicht gar darüber. Wer da um sein Recht

kämpft, braucht Standvermögen. Und tatsächlich: Das österreichische Mietrecht

hat es wirklich in sich; der Spezialist ist gefragter denn je.

Deshalb freuen wir uns über die Kooperation mit der Obfrau des Mieterschutzverbandes

Österreichs. Mag. Barbara Sirk wird Sie, liebe Leserinnen und Leser,

im Mitarbeitermagazin „G'sund“ getreu dem Motto „Menschen helfen Menschen“

ab sofort regelmäßig informieren.

AG/REM-Terminmanagement

Ein hilfreiches Werkzeug im Medizin-Portal der KAGes

AG/REM-Terminmanagement im Medizin-Portal der KAGes.

Um rasch einen Termin in einer der sieben

steirischen Akutgeriatrie- und Remobilisationseinrichtungen

(AG/REM) zu bekommen,

sind gleichzeitige Patientenanmeldungen

in mehreren Einrichtungen daher keine

Seltenheit. Demnach kommt es mitunter

auch zu mehreren Terminzusagen für einen

Patienten.

Verabsäumt der Patient das Stornieren der

nicht beanspruchten Termine, bindet dies

ebenso unnotwendigerweise Ressourcen

wie teilweise Vor- und Nachbereitungsarbeiten

und eine geringere Bettenauslastung

durch kurzzeitig leer bleibende Betten. Um

das zu verhindern, wurde vom Arbeitskreis

der steirischen AG/REM-Einrichtungen rund

um Prim. Bernd Bauer vom LKH Hörgas gemeinsam

mit der Abteilung I3 des UIM eine

Lösung konzipiert und mittlerweile auch umgesetzt.

Mit dem Terminmanagement auf

dem Medizin-Portal der KAGes ist ein

Werkzeug entstanden, mit dessen Hilfe gezielt

nach bereits vorhandenen Buchungen

gesucht werden kann, bevor der Patient

eine Terminzusage für die eigene Einrichtung

erhält. Die Kommunikation findet über

eine sichere Internetverbindung im Rahmen

des Medizin-Portals der KAGes zwischen

den teilnehmenden Einrichtungen Albert

Schweitzer Klinik Graz, LKH Fürstenfeld,

LKH Hörgas, LKH Mürzzuschlag, LKH Rottenmann,

LKH Voitsberg und Marienkrankenhaus

Vorau statt.


Kontakt:

Dipl.-Ing.(FH) Christian Lutterschmidt,

UIM

christian.lutterschmidt@kages.at

Mag. Barbara Sirk.

Vorsicht

Betriebskosten!

Jetzt ist die Zeit der Abrechnung von

Betriebskosten (BK) gekommen. Und

dabei heißt's: Vorsicht!

Wichtig zu wissen: Die Abrechnung der

BK für das Jahr 2007 muss bis spätestens

30. Juni 2008 erfolgen und persönlich zugestellt

bzw. an geeigneter Stelle im

Haus aufgelegt werden. Die Belege müssen

zwar nicht angeschlossen sein, doch

kann jeder Mieter auf Wunsch Einsicht

nehmen. Und natürlich müssen vom Vermieter

– allerdings gegen Kostenersatz –

auch entsprechende Kopien ausgehändigt

werden.

Ganz wichtig: Sollte dies der Vermieter

verweigern, hätte er bereits mit rechtlichen

Konsequenzen zu rechnen.

Was darf übrigens verrechnet werden?

Wassergebühren, Rauchfangkehrerkosten

(Vierteljahresgebühren, nicht jedoch z. B.

Kaminschleifen), Kanalgebühren, Müllabfuhr,

Schädlingsbekämpfung, Stromkosten

z. B. für das Stiegenhaus (jedoch keine

Reparaturen!), Versicherungsprämien,

Grundsteuer, Verwaltungshonorar (zur

Zeit € 2,91 pro m 2 Nutzfläche des Hauses),

Hausreinigungskosten oder auch

Aufwendungen für Gemeinschaftsanlagen

(Lift etc.).

Das jedoch hätte auf einer BK-Abrechnung

nichts verloren: Reparaturen von

Rauchfängen, Leitungen oder Aufzügen,

Installation/Reparatur einer Gegensprechanlage,

Manipulationsgebühren,

etc. Und besondere Vorsicht gilt gegenüber

der Rubrik „Sonstiges“. Die darunter

verbuchten Ausgaben sind immer etwas

„verdächtig“ und deuten eventuell darauf

hin, dass möglicherweise Kosten verbucht

wurden, die gar nicht zulässig sind. ■

Kontakt:

Mieterschutzverband Österreichs

Landesverein Steiermark

8010 Graz, Sparbersbachgasse 61

Tel.: 0316 / 38-48-30

www.mieterschutzverband.at

Menschen helfen Menschen

März 2008


52

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Das Christkind kommt sicher wieder

Die Advent- und Weihnachtszeit liegt bereits lange zurück. Traditionell und ein Dank an alle Verantwortlichen ist unsere „Weihnachtsnachlese“

in der ersten G'sund-Ausgabe dieses Jahres.

Patientenkonzert 2007 in der LSF Graz

Zum 17. Mal fand nun das Weihnachtskonzert

in der LSF Graz statt. Auch heuer

war das Motto dieser soziokulturellen Musiktherapie

„Kultur – Begegnung – Gespräch“.

Gestaltet wurde es wiederum von

einem Brass-Ensemble der Militärmusik

Steiermark, renommierten Musikern der

Grazer Philharmoniker, Grazer Instrumentalisten,

den großartigen Sopran-Solistinnen

Barbara Fink und Min Young-Sim, Domorganist

Emanuel Amtmann und der Domkantorei

zu Graz – in bewährter Weise unter der

bewährten Leitung von Domkapellmeister

Josef M. Doeller.

Erstmals dabei waren der mehrfach weltweit

preisgekrönte Jugend Art Chor der HIB Liebenau

unter der Leitung von Prof. Mag. Maria

Fürntratt und unser hervorragender Chor

der LSF Graz unter der Leitung von Karin

Stadtegger.

Es ist immer wieder berührend, wie diese Musik

die Patienten berührt. In den Gesichtern

konnte ich Freude, Neugier, Tränen – alle

menschlichen Empfindungen sehen, und

Rückmeldungen kommen noch Monate danach.


Mag. Dagmar Stevcic, LSF Graz

Weitere Informationen:

www.lsf-graz.at ➟Aktuelles (Impressionen -

Patienten - Weihnachtskonzert)

Zum 17. Mal fand das Patienten-

Weihnachtskonzert in der LSF Graz statt.

Foto: LSF Graz

Nikolaus- und vorweihnachtliche Feier auf Leobner Kinderpsychosomatik

Musikalisch umrahmte vorweihnachtliche

Feier. Von rechts: Univ.-Prof. Dr. Reinhard Kerbl

und Ass. Dr. Christopher Göttl.

Die erste Anlaufstelle unseres „hauseigenen“

Nikolaus war die psychosomatische

Station der Abteilung für Kinder und Jugendliche.

Mit viel Freude und Engagement nahmen

zahlreiche Patienten und Mitarbeiter an dieser

kreativen Feier teil, die von

den Heilstättenlehrerinnen

und der Kindergärtnerin mitgestaltet

worden ist. Die vom

Küchenpersonal selbstgebackenen

Lebkuchennikolause

und -krampusse haben allen

geschmeckt.

Eine Besonderheit war die

vorweihnachtliche Feierstunde

für die Mitarbeiter. Dekorationen

und Ablauf dafür wurden

von den Patienten selbst

Nikolausfeier auf der Leobner Abteilung für Kinder und

Jugendliche.

erarbeitet und gestaltet. Zum Auftakt gab es

eine Power-Point-Präsentation. Für die musikalische

Gestaltung sorgten Prof. Dr. Reinhard

Kerbl und Ass. Dr. Christopher Göttl, die

Lieder auf der Gitarre vorspielten. Dazu gab es

Kekse und Kinderpunsch.


Fotos: LKH Leoben

Weihnachtsstimmung auf Grazer Derma

Auf eine Initiative des Klinikvorstandes

Univ.-Prof. Dr. Helmut Kerl und der OSr.

Lisbeth Magnes geht die Patientenweihnachtsfeier

auf der Grazer Universitätsklinik

für Dermatologie und Venerologie zurück. Die

Kinder des Betriebskindergartens sangen

auch in diesem Jahr wieder Weihnachtslieder

bei dieser besinnlichen Feier. Und der Autor

Reinhard P. Gruber „las“ mit Texten aus seinen

Büchern „Fritz, das Schaf“ und „Hauns im Glik“

die Patienten in Weihnachtsstimmung. ■

Die Kinder des Betriebskindergartens in „Warteposition“.

Der Autor Reinhard P. Gruber berührte

mit seiner Lesung die Herzen der

Patienten, Gäste und Mitarbeiter.

Fotos: Werner Stieber

März 2008

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 53

Ein Tischfußballgerät

als Weihnachtsgeschenk

Viel Freude hatten die Patienten der Station

PSY 32 der Landesnervenklinik Sigmund

Freud Graz mit einem Weihnachtsgeschenk.

Rotary Zeughaus spendete nämlich

ein Tischfußballgerät für die Patienten. ■

Verabschiedung verdienstvoller

Führungskräfte der KAGes

Eine bereits langjährige und gute Tradition

wurde fortgesetzt. Bei einem gemeinsamen

Essen würdigten die KAGes-Vorstände

Ernst Hecke und Dipl.-Ing. Christian Kehrer

verdienstvolle, in Pension gegangene

Führungskräfte. Der Dank des Vorstandes galt

diesmal: Pflegedirektorin Hedy Eibel (LKH-

Univ. Klinikum Graz), Pflegedirektorin Brigitta

Gallé (LKH Deutschlandsberg), Prim. Dr. Georg

Habermann (LKH Voitsberg), Univ.-Prof.

Dr. Peter Petritsch (LKH-Univ. Klinikum Graz),

Univ.-Prof. Dr. Bruno Rigler (LKH-Univ. Klinikum

Graz) und Univ.-Prof. Dr. Peter Stix (LKH-

Univ. Klinikum Graz).


Foto: LSF Graz

Weihnachtsgeschenkübergabe, von links:

Prim. Dr. Grössl und Präs. Dr. Plankensteiner.

Verabschiedungsfeier von Führungskräften der KAGes.

Foto: H.A. Pachernegg

LITERATURTIPPS

BIG PHARMA –

das internationale

Geschäft mit der

Krankheit

Jacky Law

Patmos Verlagshaus 2007

Euro 25,60

Health Impact

Assessment

versus

Gesundheitsverträglichkeitsprüfung

Schriftenreihe „Gesundheitswissenschaften“

papers 21

Silvia Mock, Linz 2007,

Euro 7,50

Zukunft der Pflege

und Betreuung in

Österreich

Symposiumsbeiträge von

Spezialisten

Manz 2007

Euro 42,20

Gender friendly

Hospital

Entwicklung von Leitlinien

für eine

Gesundheitseinrichtung

Anna Maria Dieplinger

und Anna Labek

Gesundheitswissenschaften

32

Linz 2007

Betriebswirtschaft

und

Management im

Krankenhaus

Manfred Hubrock /

Walter Schär

Verlag Hans Huber 2007

(4. Auflage)

Euro 49,95

Selbstmanagement


ressourcenorientiert

Maja Storch /

Frank Krause

Verlag Hans Huber (2007)

Die britische Wissenschaftsjournalistin

geht

anhand einer Fülle von

Fakten und Details auf die

Hintergründe von Mega-

Fusionen, Pharma-Skandalen

und die Gewinninteressen

internationaler

Konzerne ein. Sie

beschreibt aber auch ihre

Zukunftsvision eines

anderen, patientenfreundlichen

Gesundheitssystems.

Health Impact Assessment

ist ein hilfreiches Tool, um

den Einfluss der Politik in

allen Ebenen auf die Gesundheit

der Bevölkerung

zu messen. Die Autorin

führt in die Grundkonzepte

ein und stellt diese den Inhalten

von Umweltverträglichkeitsprüfungen

und Gesundheitsverträglichkeitsprüfungen

gegenüber.

Die Notwendigkeit der

Neuordnung von Pflege

und Betreuung ist in Österreich

berechtigterweise in

den Mittelpunkt des öffentlichen

und auch persönlichen

Interesses gerückt. Im

vorliegenden Sammelband

befassen sich Spezialisten

aus den unterschiedlichsten

Blickwinkeln mit dieser

Thematik.

Geschlechtsspezifische

Gesundheit findet in der

Medizin und in den

Spitälern langsam vermehrt

Beachtung. Die vorliegende

Publikation hilft,

Leitlinien für eine geschlechtsspezifische

Gesundheitsförderung

in einem

Krankenhaus zu entwickeln

und zu implementieren.

Die Neuauflage dieses

wichtigen Grundlagenwerkes

für Mitarbeiter

und Führungskräfte im Gesundheitswesen

berücksichtigt

auch die gesundheitsökonomischen

und finanziellen

Folgen neuerer

gesundheitspolitischer

Entscheidungen Deutschlands.

Ein an persönlichen

Ressourcen orientiertes

Selbstmanagement kann

durchaus Spaß bereiten.

Die bereits vierte, vollständig

überarbeitete und

erweiterte Auflage dieses

Buches vermittelt Grundlagen

und Trainingsmanual

für die Arbeit mit

dem Züricher Ressourcenmodell

(ZRM).

Menschen helfen Menschen

März 2008


54 PANORAMA

PANORAMA

„Alte“ Löwen in Graz

Unterwegs in Graz

Auf den Spuren des Königs der Tiere in der Grazer Altstadt

M

it „Unterwegs“

in

Graz oder in der

Steiermark möchte

ich Ihnen verborgene

Sehenswürdigkeiten

näherbringen und

über interessante

Besonderheiten berichten. Auf meinen

Streifzügen durch die Steiermark stoße ich

oftmals auf Vertrautes und Bekanntes, manches

Mal auf Außergewöhnliches und Überraschendes.

Wenn auch Sie Anregungen

und Hinweise haben, rufen Sie mich bitte

einfach an oder schreiben Sie mir.

Fotos: Sudy

Der Hackher-Löwe auf dem Schlossberg.

Es geht hier nicht um Zirkuslöwen oder freigekommene

Exemplare dieser prächtigen

Raubkatze. Wenn Sie aber dem Charme der

Grazer Altstadt bewusst „sehenden Auges“

erliegen, werden sie dem König der Tiere in

seinen unterschiedlichsten „Verwendungsformen“

begegnen.

Der Hackher-Löwe

Das wohl prächtigste Exemplar eines Löwen –

mit bewegter Geschichte – befindet sich auf

dem Hochplateau des Grazer Schlossbergs.

Das Löwen-Denkmal erinnert an die heldenhafte

Verteidigung der Schlossbergfestung

1809 gegen napoleonische Truppen durch Major

Franz Hackher zu Hart und seine tapferen

Mitkämpfer.

Löwen als Gestaltungselemente

Wenn Sie bei einem Stadtbummel Ihren Blick

ein wenig vom geschäftigen Treiben lösen und

heben, werden sie weiteren Löwen begegnen.

Von Gebäudefassaden, Balkonstützen und

-simsen blicken Löwenköpfe auf uns herab. Wir

Haustor: Rechbauerstraße.

Torsims: Herrengasse.

stoßen auf sie als Zierde von Haustoren, als Türklopfer

oder auch zur Befestigung von Hunden

vor Geschäftslokalen. Ein wahres Paradies für

„Löwensammler“ ist das Leonhardviertel, und

hier vor allem die Rechbauerstraße.

Prominente Grazer Löwen

Etwas schwerer zu erkennen sind die im Tierkreiszeichen

des Löwen zwischen dem 22./23.

Juli und dem 22./23. August geborenen Menschen.

Unter ihnen gibt es einige prominente

Grazer Persönlichkeiten wie beispielsweise

Arnold Schwarzenegger (30. Juli 1947), seit

2003 Gouverneur von Kalifornien, Peter Simonischek

(6. August 1946), seit 2003 „Jedermann“

bei den Salzburger Festspielen, oder

Mini Bydlinski (3. August 1962), bekannt als

Solokabarettist, Schauspieler und Autor. ■

reinhard.sudy@kages.at

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Wandmalerei: Tummelplatz.

Redaktion G’sund,

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H.,

Stiftingtalstraße 4–6,

8010 Graz,

E-Mail: gsund@kages.at

Tel.: 0316/340-5120,

Fax: 0316/340-5221

Ihr Reinhard A. Sudy

Der Hackher-Löwe

Major Franz Hackher zu Hart erhielt im Mai

des Jahres 1809 den Befehl, den Schlossberg

gegen die napoleonischen Truppen zu

verteidigen. Zusammen mit 17 Offizieren

und 896 Soldaten hielt er die Festung gegen

den mächtigen Feind. Die Franzosen hatten

über 3000 Mann und unternahmen acht erfolglose

Sturmangriffe. Erst nach dem

Waffenstillstand zog Hackher mit seinen

Leuten ab. Dem heldenhaften Verteidiger

wurde hier 1909 ein Denkmal gesetzt: der

„Hackher-Löwe“.

Das von Otto Jarl geschaffene Denkmal

wurde im Jahre 1941 eingeschmolzen.

Nach dem Wunsche der Grazer Bevölkerung

und im Vollzug eines Beschlusses des

Grazer Gemeinderates unter Bürgermeister

Dipl.-Ing. Gustav Scherbaum wurde das

Ehrenmal in seiner ursprünglichen Form

vom Akad. Bildhauer Prof. Wilhelm Gösser

nachgeschaffen und im Jahre 1966 wieder

errichtet.

März 2008

Menschen helfen Menschen



PANORAMA 55

Rätselspaß mit Gewinnchance

Schicken Sie das Lösungswort des Kreuzworträtsels

bzw. die drei Ziffern (von links nach rechts)

der farbig hinterlegten Felder des Sudoku mit

Namen und Adresse an:

Redaktion G’sund/KAGes

Postfach 6, 8036 Graz

Mail: gsund@kages.at

Fax: 0316/340-5221

Kreuzworträtsel

Aus allen bis zum 15. 04. 2008 eingelangten

Einsendungen mit der richtigen

Lösung werden unter Ausschluss des

Rechtsweges Buchpreise verlost. Die

Gewinner werden schriftlich verständigt.

Das G’sund-Team wünscht viel Erfolg!

Ihre Meinung!

Schicken Sie den ausgefüllten

Fragebogen bzw. ein E-Mail mit

Ihren Antworten unter Angabe Ihres

Namens und Ihrer Adresse an:

Redaktion G'sund/KAGes

Postfach 6, 8036 Graz

Mail: gsund@kages.at

Fax: 0316/340-5221

Aus allen bis zum 15. 04. 2008 eingelangten

Einsendungen wird unter

Ausschluss des Rechtsweges

das Buch „Im Zeichen von Panther

& Schlange. Die Geschichte zum

Jubiläum der steiermärkischen

Landeskrankenanstalten“ verlost.

Der Gewinner wird schriftlich verständigt.

Lösungswort

1 2 3 4 5 6 7 8

SUDOKU

Das Diagramm dieser japanischen Rätselart ist mit

den Zahlen 1–9 aufzufüllen. Jede Zahl darf in jeder

Zeile und jeder Spalte und in jedem 3x3-Feld nur einmal

vorkommen.


Schwierigkeitsgrad: leicht

Kennwort „Sudoku“

Kennwort „Kreuzworträtsel“

1. Welche Themen interessieren

Sie? (Mehrfachnennungen

möglich)

❐ Aktuelles

❐ Menschen helfen Menschen

❐ Personalentwicklung

❐ Gesundheit & Forschung

❐ Qualitätsmanagement

❐ Infrastruktur & Technik

❐ Organisation & Kommunikation

❐ Panorama

2. Fehlen Ihnen wichtige

Themen oder Beiträge

in G'sund?

❐ nein

❐ ja

_______________________

_______________________

_______________________

_______________________

Auflösungen vom Dezember 2007: Kreuzworträtsel: FESSELND Sudoku: 682

_______________________

Menschen helfen Menschen

März 2008


56

PANORAMA

Versteckte steirische Seen

Gemütlich wanderbare Bergseen – Bodensee,

Schwarzensee und Hubertussee

Im steirischen „Oberland“ zwischen der

Dachstein-Tauern-Region und dem steirischen

Semmering habe ich viele gemütliche

Wandermöglichkeiten zu wildromantischen

Klammen und Hochmooren, eiskalten Wildbächen,

türkisblauen Seen und hochalpinen

Wasserwelten kennen gelernt.

Text und Fotos: Dr. Reinhard Sudy

Ennstaler Bergseen

Im wahrsten Sinn des Wortes wald- und wasserreich

ist die Dachstein-Tauern-Region mit

dem steirischen Ennstal. Es gibt mehr als 300

Bergseen, 100 große und kleinere Wasserfälle,

hochalpine Wasserlandschaften mit naturbelassenen

Biotopen und Hochmooren, und

natürlich zahlreiche Quellen, Bäche und Flüsse.

In den Seitentälern der Bergwelt zu beiden

Seiten des steirischen Ennstals liegen einige

meiner bevorzugten und auch „bequem wanderbaren“

Bergseen. Der steirische Bodensee,

von dem es dann steil hinauf zum Hüttensee

und zum Obersee geht, und der Schwarzensee

sind zwei davon.

Steirischer Bodensee

Von den beiden zwischen Gröbming und

Haus im Ennstal gelegenen kleinen Ortschaften

Aich und Ruperting führen Mautstraßen

bis zu einem großen Parkplatz im

Seewigtal. Von hier führt ein bequemer

Wanderweg zum steirischen Bodensee

(1157 m). Daneben windet sich der Seewigtalbach

durch einen wildromantischen

Wald. Gleich zu Beginn des Seerundwanderweges

liegt das Gasthaus Forellenhof mit

einem Ruderboot-Verleih und einer kleinen

Forellenzuchtanlage. Der Futterautomat ist

meine bevorzugte Stelle, um das Getümmel

von Wildenten und Forellen zu beobachten,

wenn sie sich um das hineingestreute Futter

balgen.

Am taleinwärts gelegenen Seeufer des Rundwanderweges

führt ein Holzsteg über den

deltaartigen Seezufluss. Von hier zweigt ein

Wanderweg ein kurzes Stück bergauf zum

Wasserfall und weiter in anstrengenden steilen

Serpentinen zum Hüttensee mit der Hans-

Wödl-Hütte (1528 m) ab. Entlang dem Hüttensee

und vorbei am Schleierwasserfall geht es

dann nochmals weiter hinauf zum kleinen

Obersee (1672 m) am Fuße der Hochwildstelle.

Der Blick in die Bergwelt und zurück ins

Tal lohnt die Mühen des Aufstieges und des

Rückweges.

Die Berge spiegeln sich im Schwarzensee.

Idylle am Schwarzensee

Der Schwarzensee (1163 m) ist ein idyllischer

Gebirgssee im Naturpark Sölktäler der

Schladminger Tauern (nicht zu verwechseln

mit einem der gleichnamigen Tauplitzer

Seen). Die Zufahrt erfolgt von Gröbming

bzw. von Stein a.d. Enns aus über die Ortschaft

Kleinsölk, wobei das letzte Straßenstück

bis zum Parkplatz bei der Breitlahnalm

mautpflichtig ist. Von dieser gemütlichen

Jausenstation führt eine bequeme, fast

durchgehend ebene Forststraße durch Almwiesen

und Waldstreifen zum Schwarzensee.

Vorbei am Collorado-Mannfeldschen

Forsthaus geht es zum Seeufer und zum

Wasserschaupfad. Der Wanderweg führt

weiter entlang dem Seeufer und ein kurzes

Steilstück bergauf zu einer bewirtschafteten

Almhütte in der Putzentalalm, die in einem

bezaubernden Talkessel liegt. Hier habe ich

mich mit Blick auf die umliegenden, steil

aufragenden Berge vor dem Rückweg gestärkt.

Fotos: R. Sudy

Der Großindustrielle Arthur Krupp hat 1906 die heutige, 12 m

hohe Staumauer bauen und die Weiße Walster zum Hubertussee

aufstauen lassen.

Die Bruder-Klaus-Kirche mit einer beeindruckenden geschwungenen

Dachkonstruktion in unmittelbarer Nähe des Hubertussees.

Steirischer Bodensee.

März 2008

Menschen helfen Menschen


PANORAMA 57

Grazer

Kostbarkeiten

Schloss Eggenberg

voller Symbolik

Foto: Sudy

Hubertussee im Mariazellerland

Nordöstlich von Mariazell liegt der von der

Weißen Walster durchflossene, glasklare und

kalte Hubertussee (825 m), der 1906 als Stausee

angelegt worden ist. „Walstern“ ist auch

die Bezeichnung für das umliegende Hochland

im steirisch-niederösterreichischen Grenzgebiet.

Von der parallel zur Salza geführten

Bundesstraße 21 zweigt knapp vor Mariazell

die Zufahrt zum Hubertussee ab. Die kleine

Straße schlängelt sich durch den Reichengraben

und führt den Hubertussee entlang zur

Wuchtelwirtin und weiter nach Niederösterreich.

Rund um den langgestreckten Hubertussee

mit kleinen Buchten und Landzungen

entdeckte ich ein Netz von Spazier- und Wanderwegen

mit überraschend vielen Sehenswürdigkeiten.


Kontakt:

reinhard.sudy@kages.at

Internet-Tipps

www.urkraftwasser.com

www.dachsteintauern.at

www.soelktaeler.at

www.mariazell.at

www.discover.at/Halltal-Steiermark

Vorderansicht des Schlosses Eggenberg,

das von einem weitläufigen

Landschaftsgarten umgeben ist (2004).

Das gewachsene Ensemble der historischen

Altstadt von Graz wurde bereits

UNESCO-Weltkulturerbe. Auch das

Schloss Eggenberg als historisch und

künstlerisch bedeutsame Schlossanlage

soll nun Teil dieses Weltkulturerbes

werden.

Die im 17. Jahrhundert unter Einbeziehung

älterer Schlossbauten errichtete

Anlage besteht aus einem mächtigen

dreigeschossigen Geviert mit drei Arkadenhöfen,

dem Festsaal und der Kirche

in der Hauptachse, ganz nach spanischen

Vorbildern wie dem Escorial. Anspielungen

auf die Zeit und die Astronomie

prägen das Schloss Eggenberg: 24

Prunkräume mit insgesamt 60 Fenstern

und 52 Türen für die Stunden des Tages,

die Minuten einer Stunde und die Wochen

des Jahres. Dazu vier Ecktürme für

die Jahreszeiten. In der Gestaltung des

Planetensaals stehen die damals bekannten

sieben Planeten sowie die 12

Tierkreiszeichen und die vier Elemente

im Mittelpunkt.


reinhard.sudy@kages.at

Kapelle am Schwarzensee.

Weitere Informationen:

www.graztourismus.at ➠ Sehenswertes

➠ Schloss Eggenberg

www.museum-joanneum.steiermark.at

➠ Schloss Eggenberg

Menschen helfen Menschen

März 2008


58

PANORAMA

Skispringer – Pilot – Sportmanager

Ein Interview mit Hubert „Hupo“ Neuper

Der in Bad Aussee geborene

Hubert Neuper war einer der

großen österreichischen Skispringer.

Er gewann 1979/80 und

1980/1981 die Vierschanzentournee.

Am 6. Jänner 1985 bestritt

er sein letztes Weltcupspringen

bei der Vierschanzentournee

in Bischofshofen, bis dahin

war er 25 Mal unter den ersten

drei Erstplatzierten.

G‘sund: Hubert, du hast in den

frühen Siebzigern zum österreichischen

Skisprungwunderteam

gehört. Wann bist du überhaupt

das erste Mal auf Skiern

gestanden?

Neuper: Mein Vater hatte eine

Skischule und so bin ich schon mit

vier Jahren auf Skiern gestanden.

Schon damals habe ich mir kleine

Schanzen gebaut und bin gesprungen.

Das war für mich ganz

natürlich. Aber erst mit 15 Jahren

habe ich wirklich hart zu trainieren

begonnen.

G‘sund: Kannst du dich noch an

deinen ersten Sprung erinnern?

Neuper: Ich kann mich noch ganz

genau daran erinnern. Ich bin am

25. 12. 1968 das erste Mal mit

Sprungskiern gesprungen. Das

Gefühl war unbeschreiblich.

G‘sund: Trainieren, springen,

trainieren, springen – warst du

manches Mal am Ende deiner

Energien?

Neuper: Natürlich gab es Zeiten,

in denen ich müde war. Aber

wenn du etwas mit echter Begeisterung

machst und aus keinem

Grund sonst, ist das kein Problem.

G‘sund: Ich habe in deinem Buch

gelesen, was für dich für den Erfolg

wichtig ist: mit Begeisterung

eine Vision verfolgen, nur echte

Kompromisse eingehen und in

Bescheidenheit gute Ergebnisse

feiern.

Neuper: Ja, du musst dir immer

gewiss sein, der gestrige Erfolg

zählt nicht, nur was du heute

machst. Und du darfst Erfolg nie

als etwas Außergewöhnliches

sehen, denn das würde bedeuten,

dass man an einer Wiederholung

oder Fortsetzung zweifelt. Und

schon hast du damit deine eigene

Begeisterung geschwächt.

G‘sund: Nach Beendigung deiner

Skisprungkarriere 1984 hast du

als Flugpilot gearbeitet und deine

Skischule geführt.

Neuper: Ich bin die letzte Zeit

nicht mehr mit meiner echten

Begeisterung gesprungen, war

deswegen auch nicht mehr so

gut. Da wurde mir bewusst, dass

ich etwas Neues beginnen muss.

Ich habe den Flugpilotenschein

gemacht und den staatlichen Skilehrer

zur Führung der Skischule.

G‘sund: Du warst zwischen 1997

und 2000 Geschäftsführer der

Österreichischen Sporthilfe und

hast in dieser Zeit die World

Sports Awards of the Century ins

Leben gerufen. Du konntest bei

der Veranstaltung in der Wiener

Staatsoper weltweit anerkannte

Sportgrößen begrüßen.

Neuper: Es war schon ein erhebendes

Gefühl, all diese Sportgrößen

wie Muhammed Ali, Mark

Spitz, Boris Becker und Pelé gemeinsam

zu erleben.

G‘sund: Aus dieser Veranstaltung

ging dann die Stiftung

World Sports Awards Foundation

hervor, in deren Auftrag du 2001

in London eine weitere Gala mit

vielen Sportgrößen organisiert

hast. Diese Galareihe wurde

mittlerweile mit den Laureus

Awards zusammengeführt, die

nun jährlich in Monte Carlo vergeben

werden.

Neuper: Das war eine spannende

und interessante Zeit. Ich habe

mich inzwischen aber aus all diesen

Aktivitäten zurückgezogen.

Es waren schöne Erlebnisse und

Erfahrungen, zugleich war es

aber eine der härtesten Zeiten

meines Lebens. Ich wurde von

vielen Menschen enttäuscht,

wurde diffamiert von Menschen,

denen ich vertraut hatte. Heute

Hedi Grager im Interview mit Hubert Neuper.

Hubert Neuper mit Arnold Schwarzenegger, der den World Sports

Award 2000 in der Hand hält.

März 2008

Menschen helfen Menschen


PANORAMA 59

weiß ich, dass ich immer auf mein

Bauchgefühl hätte hören sollen

und nicht auf die Überredungskünste

anderer.

G‘sund: Wie bist du damit umgegangen?

Neuper: Ich war im Jahre 2003

mental und körperlich am Ende.

Durch die jahrelange Missachtung

wesentlicher Bedürfnisse

und die Missachtung persönlicher

Prinzipien wusste ich den

Sinn meines Lebens nicht mehr.

Aber durch meine erlernte Disziplin

war ich nicht fähig, über

meine Probleme zu sprechen,

glaubte, ich muss sie selbst

meistern.

G‘sund: Was hat dir aber dann

geholfen?

Neuper: Ich bin für einige Monate

zu einem Freund nach Nashville

gefahren und kam zur Erkenntnis,

dass Flucht nicht hilft.

Danach habe ich mein Buch „Flatline“

geschrieben, das war „meine

Therapie“.

G‘sund: Du bist seit 1984 verheiratet

und hast zwei fast erwachsene

Töchter, Nina und Laura.

Wie ging deine Familie mit deinen

Problemen um?

Neuper: Es war natürlich eine

sehr schwierige Zeit für uns alle.

Aber meine Familie hat immer zu

mir gehalten und gemeinsam haben

wir diese schwere Zeit überstanden.

G’sund: Du arbeitest heute

hauptsächlich mit deiner Skischule.

Die Hubert Neuper Group

GmbH organisiert den jährlichen

Skiweltcup am Kulm und du hältst

Vorträge.

Neuper: Ich teile meine Arbeit in

Pflicht und Kür, aber ich versuche,

alles mit Begeisterung zu machen.

Sehr gerne halte ich auch

meine Vorträge und freue mich,

wenn andere Menschen aus meinen

Erfahrungen etwas für sich

mitnehmen können. ■

Der Kölner Dom von der Rückseite.

Domstadt Köln

Von der Severinsbrücke dem Rheinufer

entlang bis zur Hohenzollernbrücke Köln

Mein kurzer Besuch in dieser

Stadt am Rhein reichte für

einen Bummel durch die Einkaufsgalerien,

einen Abstecher in

die Kneipenszene der Altstadt

und für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Museums-Halbinsel

So richtig spürte ich diese Stadt

aber, als ich von dem nahe der

Severinsbrücke gelegenen Schokoladenmuseum

am Rheinufer

entlang stadteinwärts spazierte.

Die 1888 gebaute Drehbrücke

am Malakoffturm, heute ein einmaliges

Denkmal, verbindet das

Rheinufer mit der langgestreckten

Rheinauhalbinsel. An ihrem

nördlichen Spitz liegt das Schokoladenmuseum.

Gleich daneben

ist das Deutsche Sport &

Olympia Museum in einer aus

dem 19. Jahrhundert stammenden

Zollhalle des Kölner Rheinauhafens

untergebracht. Ein

paar Schritte weiter stieß ich auf

die Lieblingsimbissbude der beiden

Tatort-Kommissare „Max

Ballauf“ und „Freddy Schenk“,

die hier ihren festen Standort

hat.

Fotos: R. Sudy

Infos & Tipps

• Schokoladenmuseum

Köln GmbH

Am Schokoladenmuseum 1a,

50678 Köln

www.schokoladenmuseum.de

• Deutsches Sport & Olympia

Museum

Im Zollhafen 1, 50678 Köln

www.sportmuseum-koeln.de

• Panorama-Restaurant

„Bellevue“ im Martim-Hotel

Heumarkt 20, 50667 Köln

• Papa Joe’s Lokale

www.papajoes.de

Biersalon „Klimperkasten“

Alter Markt 50–52, 50667 Köln

Tel. +49-221/2582132

Jazz-Lokal „Em Streckstrump“

Buttermarkt 37, 50667 Köln

Tel. +49-221/2577931

• Holtmann’s im Museum

Ludwig

Cafeterie / Restaurant

Eingang durch das Museum

Ludwig, Bischofsgartenstraße

1, oder am Heinrich-Böll-Platz

www.holtmanns.com

• Köln im Internet

www.koeln.de/tourismus

www.koelntourismus.de

www.kvb-koeln.de

www.koelner-seilbahn.de

Die Rückseite des

Kölner Doms

Vorbei an Ausflugsschiffen, bunten

Häuserfassaden und Gastgärten,

hinter denen sich ein enges

Gassengewirr mit zahllosen Lokalen

auftut, erreichte ich die Hohenzollernbrücke.

Eine breite

Treppenlandschaft führte mich

vom Rheinufer hinauf zum Heinrich-Böll-Platz

und vorbei am Ludwig

Museum unmittelbar hinter

den Kölner Dom. Eine Erinnerungstafel

„Weltjugendtagsweg“

zeigte mir, dass auch Papst Benedikt

XVI. bei seinem Köln-Besuch

im August 2005 dieses letzte

Wegstück gegangen ist. ■

reinhard.sudy@kages.at

Plakat bei der Tatort-Imbissstube.

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Menschen helfen Menschen

März 2008


60

PANORAMA

Piazza Navona: Trinkwasser gegen den Durst.

Kolosseum: Erinnerung an große Geschichte.

Unterwegs in Rom

Einige Tipps für einen Kurzbesuch in der

italienischen Hauptstadt

Rom ist für mich temperamentvolles Leben,

mit großer Geschichte, mit viel Verkehr,

rastlos, laut und immer wieder überraschend.

Mit einem 3-Tages-Ticket für Bus,

Tram und Metro und natürlich viel zu Fuß war

ich zuletzt in der Ewigen Stadt unterwegs. Ich

Text und Fotos: Dr. Reinhard Sudy

besuchte wieder einmal die Città del Vaticano,

den mit rund 44 ha kleinsten Staat der

Welt mitten im Herzen der italienischen

Hauptstadt. Mit etwas „Glück“ kam ich diesmal

an den Warteschlangen vorbei in die

tatsächlich beeindruckenden Musei Vaticani.

Roms Plätze

im Tiberknie

Eines meiner liebsten Stadtviertel ist das traditionsreiche

und ursprünglich gebliebene Rom

im Tiberknie. Hier liegen die schönsten Plätze

fast nebeneinander: die auf den Ruinen eines

antiken Stadions entstandene große Piazza

Navona mit dem monumentalen Vierflüssebrunnen,

die Piazza Rotonda mit dem gewaltigen

Tempelbau des Pantheon, der Campo dei

Fiori und die daran unmittelbar anschließende

Piazza Farnese. Hier sitze ich gerne, entspannt

zurückgelehnt und beobachte das Treiben.

Via Veneto

Von der Piazza Berberini führt die schattige,

baumgesäumte Via Veneto bergauf zur Porta

Pinciana am Eingang der Villa Borghese. Ich

fahre hier gerne mit dem kleinen Bus 116 bis

zur Anhöhe hinauf und schlendere dann

gemütlich zu Fuß zurück hinunter: vorbei an

exklusiven Hotels, Geschäften, Restaurants

und Bars.

In angenehmer Erinnerung habe ich die

frühen Abende in der h club > doney mit den

gemütlich eleganten Sitzmöglichkeiten unmittelbar

an der Via Veneto 141.

Lunch im

Hotel de Russie

Das Hotel de Russie liegt in der Via del Babuino,

die von der Piazza di Spagna mit der

berühmten Spanischen Treppe zur Piazza del

Popolo führt. Nach dem Eingangsbereich des

Hotels öffnet sich ein großer und ruhiger Innengarten,

der sich hinter dem erhöht gelegenen

Terrassengarten „La Terrazza della Zarina“

im Grünen verliert.

Nach dem Straßenlärm ist es hier im Innengarten

überraschend und angenehm ruhig.

Zur Mittagszeit gibt es hier in der Stravinskij

Bar ein ausgezeichnetes und preiswertes

Buffet.


Vatikanische Museen: beeindruckende

Decken- und Wandbilder.

Trevibrunnen: beeindruckender Touristentreff.

Infos & Tipps

• h club > doney

Elegante, preisbewusste Lounge-Bar mit

bemerkenswertem Straßengastgarten.

Via Vittorio Veneto 141

I-00187 Roma

Tel. (39) 064 7082805

www.westin.com/excelsiorrome

• Stravinskij Bar, Bar des Hotel de

Russie

Mittagslunch im Schatten des Innenhofes

oder in den gekühlten Innenräumen.

Via del Babuino, 9, I-00187 Roma

www.hotelderussie.it

• Enoteca Cavour 313

Etwas in die Jahre gekommen, aber immer

noch originell und gemütlich mit einem beachtlichen

Weinangebot und guten Käse-

Wurst-Antipasti.

Via Cavour, 313, I-00184 Roma

Tel. (39) 06 6785496

www.cavour313.it

März 2008

Menschen helfen Menschen


PANORAMA 61

Dampfeisenbahn in der LSF Graz

Märchenbuch zu gewinnen!

Ein wichtiger Impuls für die gesellschaftliche

Integration der

Patienten der LSF Graz und deren

Öffnung für Gäste war die Errichtung

der Gartenbahnanlage durch

die Mitglieder des Dampfbahn-

Clubs Graz auf dem Parkgelände

der LSF. Die Nachbildungen historischer

Dampf- und Diesellokomotiven

fahren mit jugendlichen

und erwachsenen Passagieren

auf rund 700 m Schienen. Maßstabgetreu

wurde der kleinste

Bahnhof Österreichs und ein voll

betriebsfähiges Heizhaus mit

Drehscheibe errichtet. Vorgesehen

sind noch die Errichtung

eines funktionsfähigen Wasserturms

und eines Stellwerks. ■

Weitere Informationen:

www.dbc-graz.at

Das im Jänner 2008 neu aufgelegte

„rote Buch“ von Viktor

v. Geramb hat bereits Generationen

von Kindern die steirische

Märchenwelt nahegebracht.

Gewinnfrage:

Wie lautet die Internetadresse

der Mitarbeiterzeitschrift

„G'sund“?

Die Antwort schicken Sie bitte

mit dem Kennwort „Märchenbuch“

an:

Die Gewinner werden schriftlich

verständigt.

Das G'sund-Team wünscht viel

Erfolg!


Foto: Dampfbahnclub Graz

Faszination nicht nur für Kinder.

Redaktion G'sund/KAGes

Postfach 6, 8036 Graz

E-Mail: gsund@kages.at

Fax: 0316/340-5221

Aus allen bis zum 15.04.2008 eingelangten

Einsendungen mit der

richtigen Lösung werden unter

Ausschluss des Rechtsweges

fünf Exemplare verlost.

Umweltschutz und Gesundheit

durch Masterplan Radfahren

Synergien für Umwelt und Gesundheit

möchte das Bundesministerium

für Land- und

Forstwirtschaft, Umwelt und

Wasserwirtschaft (Lebensministerium)

durch den Masterplan

Radfahren schaffen. Die Förderung

des Radverkehrs in Österreich

soll zu einer stärkeren umweltfreundlichen

und gesundheitsfördernden

Mobilität im Alltag

beitragen. Als positive Umweltwirkungen

werden die Reduktion

von Treibhausgasen und

Luftschadstoffen, die Verringerung

der Belastungen durch den

Straßenverkehrslärm und

positive Gesundheitswirkungen

durch die Bewegungsförderung

angeführt.

17 konkrete Maßnahmen,

die in „7 Handlungsfelder“

gegliedert sind, beinhaltet

die Radverkehrsförderung

durch den Masterplan

Radfahren. ■

Extreme Laufstrecken

Die Länge des legendären Laufes

vom Marathon nach

Athen soll etwa 40 km betragen

haben. Er endete mit dem Tod des

Läufers, der die Nachricht über

den Sieg gebracht hatte.

Bei den Olympischen Spielen

1908 in London hat Königin Alexandra

von England eine Verlängerung

vorgeschlagen, damit der

Lauf direkt vor dem Palast von

Windsor beginnen konnte. Diese

Distanz von 42,195 km wurde

dann bei den Olympischen Spielen

1924 als verbindliche Standardlänge

festgelegt.

Aber es gibt noch extremere Laufdistanzen.

Der Spartathlon beispielsweise

führt über eine

Strecke von 246 km von Athen

nach Sparta.

Beim Marathon de Sables geht es

mit 237 km sechs Tage lang quer

durch die Wüste.

Das wohl längste Straßenrennen

der Welt ist aber der Self-Transcendence

mit 4987 km (3100 Meilen).


Quelle:

VISA-Magazin 5/2007, Seite 28

Foto: Sudy

Luca, ein kleiner Radfahrer.

Weitere Informationen:

http://umwelt.lebensministerium.at

➟ Suche:

Masterplan Radfahren

Der Ironman Markus Strini beim

Marathontraining.

Foto: M. Strini

Menschen helfen Menschen

März 2008


62

PANORAMA

Wolfgang Hermann: Für „MOMENTE“ zurückgekehrt

Im Foyer des LKH Bruck a.d. Mur

stellte der langjährige Vorstand

der chirurgischen Abteilung und

Ärztlicher Direktor am LKH Bruck

a.d. Mur, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang

Hermann, seine Foto-Arbeiten

aus. Zur künstlerischen Intensivierung

der Bildaussagen bevorzugt

der Künstler Hermann in

dieser Ausstellung „Momente“

fotografische Eindrücke aus der

Medizin, die auch für Außenstehende

in ästhetischer Weise dargestellt

sind.

Durch das fotografische Schwarzweißbild

und beabsichtigte

Scharf- bzw. Unscharfeinstellungen

werden wichtige Details, wie

z. B. die „Augen“-blicke, hervorgehoben

und erzielen dadurch

große Aufmerksamkeit. Mit der

Verwischungstechnik entfernt

sich der Künstler vom naturalistischen

Motiv, hinterlässt aber

deutliche Spuren des zugrundeliegenden

Ereignisses. ■

Weitere Informationen:

www.wolfgangfoto.com

Oberrainer Katalin,

LKH Bruck a.d. Mur

Hans Beletz im LKH Hartberg

Am 11. Februar abends wurde

die Ausstellung des Grazer

Künstlers Hans Beletz im Foyer des

LKH Hartberg eröffnet. Mag. Martin

Titz stellte mit sehr persönlichen

Worten den Künstler und dessen

Arbeiten vor, die – einmal gesehen

– unvergesslich in Erinnerung bleiben.

Die von Dr. Michael Schubert

umsichtig organisierte Beletz-Ausstellung

im LKH Hartberg wird noch

bis Anfang April zu sehen sein. ■

Weitere Informationen:

www.beletz.at

Foto: Walter Flucher, Süd Ost Journal

Titelseite der

Einladung: Voller

Schwung in den OP.

Bei der

Ausstellungseröffnung

im Foyer des LKH

Hartberg von links:

Betriebsdirektor Klaus

Dietrich, der Künstler

Hans Beletz, der

Organisator Dr.

Michael Schubert und

Mag. Martin Titz, der

die Eröffnungsrede

gehalten hat.

Hermann Burgstaller im LKH Stolzalpe

Von Ende Februar bis Ende

April stellt der Künstler Hermann

Burgstaller seine Fotografien

im LKH Stolzalpe aus.

Die moderne Digitalfotografie erlaubt

dem Künstler ein Maximum

an Präzision bei der Umsetzung

seiner Sicht der Dinge in Momentaufnahmen.

Dabei geht es dem

Künstler nicht um die Schnappschuss-Dokumentation

eines Ereignisses

im Sinne von „Action“.

Burgstaller will vielmehr die Inszenierung

des perfekten Moments,

festgehalten im perfekten

Bild, das auch in maximaler Vergrößerung

in jedem Pixel stimmig

ist. Dabei bedient er sich der

Kunstgriffe alter Meister wie Caravaggio

oder Rembrandt, insbesondere

im Umgang mit Licht und

Schatten. Die Bilder zeichnen sich

durch eine starke innere Kraft aus,

atmen aber gleichzeitig absolute

Stille. Dies ist ein weiterer Effekt

der völlig gleichmäßigen, zweidimensionalen

Hintergründe. ■

Weitere Informationen:

www.hermann-burgstaller.at

gerlinde.kollau@lkh-stolzalpe.at

Foto: H. Burgstaller

März 2008

Menschen helfen Menschen


PANORAMA 63

Foto: LKH-Univ.Klinikum Graz

Foto: LKH Graz West

K UNSTR AUMKAGES

Sonja Roßmann & Bernd Wenzl in

der Galerie im Klinikum:

AUSTR[AL]IA

Die Motivation für eine einzigartige Fotoausstellung

entsprang aus einer 6-monatigen Reise

durch Australien. Heimgekehrt von dieser Reise

wurde den beiden begeisterten Fotografen die

Schönheit von Graz immer mehr bewusst. Inspiriert

von Reiselust und Heimweh stellten Sonja

Roßmann und Bernd Wenzl unter dem Motto

AUSTR[AL]IA ihre beeindruckenden Fotografien

aus. Sie sollen die Schönheit von Graz im Auge

des Betrachters erwecken und einen Vergleich

zur Weltstadt Sydney aufzeigen. ■

susanne.gasteiner@klinikum-graz.at

Von links: Pflegedirektorin Christa Tax,

Bereichsleiter Ing.Volker Kikel mit den beiden

Künstlern Sonja Roßmann & Bernd Wenzl bei

der Ausstellungseröffnung.

Herwig und Maria Lehner in der

Galerie LKH Graz West

Im November und Dezember 2007 wurde von

Maria Lehner in der Galerie des LKH Graz West

ein Teil der Bilder ihres verstorbenen Ehemannes

Herwig Lehner ausgestellt. Dieser war

Aquarellist, Portraitist (Öl), Karikaturist, Gerichtszeichner

(Unterweger und Fuchs) und ein

guter Lehrer in seiner „Malschule des Sehens“,

die er mit seiner Frau über 20 Jahre im südoststeirischen

Glojach bei Kirchbach führte. Der

Künstler malte seine Bilder immer vor Ort, beeinflusst

von Licht und Luft, und mit dem Motto: „Ich

male Bilder, bei denen man weiß, wo oben und

unten ist.“ Maria Lehner, auch sie war Schülerin

von Herwig Lehner, stellte ihre eigenen Bilder

kürzlich ebenfalls in der Galerie des LKH Graz

West aus. In ihren Bildern hält die Künstlerin mit

Die Künstlerin Maria Lehner mit Betriebsdirektor

Siegfried Fortmüller vor ihren Werken.

einem Blick für die Feinheiten und mit verschmitzter

Ironie spezielle Details fest. ■

Christine Leopold-Fuchs, LKH Graz West

Siegfried Ganster und Sabine

Schwarz in der Galerie im Klinikum:

Spachteltanz & Pinselreigen

Einen reizvollen Dialog bildeten die Werke

von Sabine Schwarz und Siegfried Ganster,

die zu Jahresbeginn in der Galerie im Klinikum

im LKH-Univ.Klinikum Graz zu sehen waren.

Siegfried Ganster (SiGan), langjähriger Mitarbeiter

der KAGes, begann als Autodidakt in den

80er Jahren mit Bleistiftzeichnungen und Pastellmalerei.

Seit Ende der 90er Jahre arbeitet er

mit großformatigen abstrakten Ölbildern in

Spachteltechnik. Der Künstler Bernhard Eisendle

erkannte sein Talent und ermutigte ihn zur

Selbstverwirklichung seiner eigenen Kreativität.

Sabine Schwarz, die sich beruflich in einer

Männerdomäne als Berufsdetektivin etabliert

hat, findet seit 1990 in der Malerei ihren seelischen

Ausgleich. Die Autodidaktin experimentiert

mit Farben und Formen. Sie liebt es, sich

auf großen Formaten auszutoben und die Wirkung

der Linie einzusetzen.

susanne.gasteiner@klinikum-graz.at

Von links: Betriebsdirektor-Stv. Ing. V. Kikel,

Sabine Schwarz, Siegfried Ganster und

Pflegedirektorin Christa Tax.

Hans Reiter im LKH Voitsberg

Genau am Nikolaustag fand die Vernissage der

Ausstellung des Künstlers Dr. Hans Reiter im

LKH Voitsberg statt. Schon von Jugend an an

Zeichnen und Malen interessiert, hat sich der

Künstler seit seiner Pensionierung intensiv damit

beschäftigen und weiterbilden können. ■

Von links: Prim. Dr. W. Schellnegger, der

Künstler H. Reiter und Betriebsdirektor

F. Salinger bei der Vernissage.

Foto: LKH-Univ.Klinikum Graz

Foto: LKH Voitsberg

Mag. Urs Harnik-Lauris

Die einen kennen ihn als Manager und Medienmann,

viele schätzen Urs Harnik-Lauris

aber als interessanten Schauspieler.

Urs Harnik-Lauris wurde in Unterpremstätten

geboren. Seine Mutter ist Schweizerin, sein

Vater Südsteirer. Schauspielen machte ihm immer

schon Spaß, seine erste Rolle hatte er mit

12 Jahren im Märchentheater „Zwerg Nase“.

Als Journalist arbeitete Urs Harnik-Lauris für

verschiedene Medien. Er war beim ORF im

Autorenteam – schrieb u.a. Texte für „Das

Traummännlein“ – und machte berufsbegleitend

die Fachhochschule für internationales

Marketing. 10 Jahre lang war er Pressemitarbeiter

und Öffentlichkeitssprecher im politischen

Bereich, z.B. beim Altlandeshauptmann

Krainer. Danach wechselte er in die Privatwirtschaft

und ist aktuell Konzernsprecher

der Energie Steiermark.

Urs Harnik-Lauris absolvierte aber auch eine

Gesangs- und Schauspielausbildung bei

Franz Friedrich. Er machte u.a. Kabarettgeschichten

mit Sepp Trummer, trat im Forum

Stadtpark auf, war im Theatersommer zu

sehen mit Lechthaler-Belic und hielt Lesungen

mit Peter Uray. Seit ca. acht Jahren ist er

in Aufführungen in der „Kleinen Komödie“ zu

sehen, aktuell in der Komödie „Avanti

Avanti“.

Auf die Frage, wie sich all das zeitlich vereinbaren

lässt, meint Urs Harnik-Lauris: „Ich

habe das Glück, dass meine Frau und meine

beiden Kinder sehr viel Verständnis dafür

haben, und ganz wesentlich ist auch, dass mir

das Schauspielen einfach so viel Freude

bereitet.“

Kontakt und Karten:

Kleine Komödie im TPA Krone Center

Münzgrabenstraße 36, 8010 Graz

Tel. 67 87 51

www.kleinekomoedie-graz.at

Zentralkartenbüro: 83 02 55

Hedi Grager

Menschen helfen Menschen

September Dezember März 2008 2007 2006


64

PANORAMA

KAGes-BÜCHER

Den Kranken zum Heile

Geschichte des Landeskrankenhauses

Leoben

Norbert Weiss

Hörgas

Das erste Jahrhundert

Norbert Weiss

Im Zeichen von

Panther und Schlange

KAGes

www.kages.at

Die Geschichte zum Jubiläum der steiermärkischen

Landeskrankenanstalten

Norbert Weiss

Auf der Grundlage bisher unveröffentlichter

Dokumente wird hier erstmalig eine umfassende

historische Darstellung des Landeskrankenhauses

Leoben geliefert. Vor dem

Auge des Lesers entfaltet sich ein bezeichnendes

Fallbeispiel des Spitalswesens im

19. und 20. Jahrhundert, als bahnbrechende

Fortschritte die moderne Medizin entstehen

ließen.

Selbstverlag des LKH Leoben, 2003

347 Seiten, € 24,90

Erhältlich am Informationsschalter des LKH

Leoben

„Essen, schlafen, spazieren gehen, auf dem

Faulbett liegen und ins grüne Land hinausschauen“

– so sah Peter Rosegger die Tuberkulosekur

in Hörgas. Vor hundert Jahren als zweite

österreichische Lungenheilstätte eröffnet,

erlebte Hörgas seither eine ungemein bewegte

Geschichte, erhielt einen Zwilling in Enzenbach,

sonnte sich im internationalen Ruhm,

wurde in einem eigenen Lied besungen …

KAGes-Verlag, Graz 2006

112 Seiten, € 25,–

Erhältlich im LKH Hörgas-Enzenbach

sowie unter Telefon-Nr.

03124/501-3003

Die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H. (KAGes) ist ein zwanzigjähriges

Unternehmen mit hundertfünfzigjähriger Tradition

– Anlass genug, erstmals der eigenen

Geschichte auf den Grund zu gehen. Über dreihundert

größtenteils bislang unveröffentlichte

historische Abbildungen, Karten und Pläne

– eingebettet in ein übersichtliches und

ästhetisches Gesamtkonzept – machen diesen

Band zu einer bibliophilen Kostbarkeit.

KAGes-Verlag, Graz 2006, 615 Seiten, € 41,90

Erhältlich im Informationszentrum des LKH-

Univ.Klinikum Graz, in weiteren steirischen

LKHs und unter Telefon-Nr. 0316 / 340 7796.

Immer aktuell: www.gsund.net

Die G’sund-Redaktion der KAGes präsentiert auf der Plattform von

www.gsund.net laufend Neues und Termine rund um Gesundheit, Soziales

und Forschung mit dem Schwerpunkt Steiermark. Eine einfache und sehr übersichtliche

Struktur erleichtert die Kommunikation über den aktuellen Stand, die

Entwicklungen und Forschungsergebnisse des Gesundheits- und Spitalsbereichs,

zu der auch Partner, Organisationen und Firmen eingeladen sind.

Die aktuelle Online-Ausgabe der Zeitschrift G’sund, Specials wie beispielsweise

Porträts oder Highlights der Architektur runden das Informationsangebot ab. ■

Mehr dazu:

www.gsund.net

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!