PDF-Ausgabe - G´sund Online

gsund.net

PDF-Ausgabe - G´sund Online

Juni 2000

KAGes

8

12

Foto Nina Krok

LSF Graz - ein Therapiezentrum:

Das Team der

Manuellen Medizin (Bild)

ERSCHEINUNGSORT GRAZ. VERLAGSPOSTAMT 8010 GRAZ/P.B.B. 357808 G94U NR. 26

26

Foto Nina Krok

LKH Graz-West bereits in

Teilbetrieb: Architektur

der kurzen Wege

Foto Max Deix

Schmerzfrei im Krankenhaus:

Pilotprojekt in

Deutschlandsberg

Foto Grazer Stadtwerke AG WASSER

KAGes-Beitrag zum Umweltthema

2000: xxxxxxxxxxxxxxxx

Wasser sorgsam nutzen

ab Seiten Seite x-x 29

Von Mitarbeitern für Mitarbeiter der KAGes


AKTUELLES

KAGes-Personalentwicklungstag

Staatssekretär Waneck in Graz SEITE 5

KAGes-Vorstand: vielfältige Aktivitäten SEITE 5

4

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

Hilfe für Helfer: Umgang mit Leid und Angst

Selbsthilfegruppen SEITE 7

6

REGIONALSPIEGEL

Therapiezentrum LSF Graz

LKH-West in Teilbetrieb SEITE 12

Leoben: generalsanierter Erwachsenentrakt II SEITE 17

Bruck: mobiles Koronarangiographiesystem SEITE 19

InterNet-C@fé im LKH-Univ.-Klinikum Graz SEITE 20

Pressekonferenz im LKH Graz-West

8

QUALITÄTSMANAGEMENT

UMWELT

Stationäre Palliativbetreuung

Hygienetag 2000 SEITE 23

Schmerzfrei im Krankenhaus SEITE 24

Umwelt-Kurzmeldungen SEITE 30

Hörgas-Enzenbach: Eigenwasserversorgung SEITE 31

Umwelt-Poster SEITE 32/33

22

29

PERSONALENTWICKLUNG

Diät- und ernährungsmedizinische Beratung SEITE 37

PE-Kurzmeldungen SEITE 38

EU-Projekt Schüleraustausch SEITE 40

34

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

HNO-Klinik: Schluckstörungen SEITE 42

Intelligenter Schrittmacher: Erstimplantation in Graz SEITE 45

Neue Krebstherapie SEITE 47

42

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Partnerschaftliche Revision SEITE 50

IVW-Prämierung SEITE 51

Ambulanzgebührenverrechnung SEITE 52

50

PANORAMA

Perspektiven der Architektur

Seelsorge in den LKHs SEITE 54

Stimmungsvolles Treviso SEITE 56

Die steirische Toscana SEITE 58

53

Kapelle im LPH Schwanberg

KunstRaumKAGes Künstler besuchen Kranke

61

cisma: Akte in Mischtechnik SEITE 62

Rottenmann: Kunst im Spital SEITE 63

IMPRESSUM

63

Menschen helfen Menschen


4

AKTUELLES

5

KAGes-Personalentwicklungstag

„Fit bleiben” für den rasanten

Wandel im Spital

Kooperative Führung durch „periodische Mitarbeitergespräche“

wir miteinander um? Was passt heute

noch zu unseren Zielen, was müssen wir

verändern? Mitarbeiter, die nicht dabei

waren, können sich das Video und den

Tagungsband ab Anfang Juli bei ihrer

PE-Kontaktperson ausleihen.

Einige der vielen Veränderungen in der

Unternehmenskultur konnten bereits an

diesem Tag vorgestellt werden: Erfahrungen

mit der Zunahme von kooperativer

Führung durch „periodische

Mitarbeitergespräche”, praktische

Erfahrungen mit „Teamentwicklungsprozessen”

in einem Krankenhaus und

Hilfestellung für die bessere „Bewältigung

von Konflikten”. Dies alles

dient unseren Patienten dadurch, dass

Qualität aktiv von unseren Mitarbeitern

gelebt wird.

Staatssekretär

Waneck in Graz

Basis gut

Kürzlich traf Staatssekretär Dr. Reinhart

Waneck, Bundesministerium für Soziale

Sicherheit und Generationen, die

beiden KAGes-Vorstandsdirektoren Dr.

Klaus Fankhauser und DI Berndt Martetschläger

zu einem Informationsaustausch.

Die Zusammenarbeit mit den Bundesstellen

und dem ÖBIG im Rahmen der

Krankenanstalten- und Großgeräteplanung

sowie des Projektes LKH 2000 war

bereits in der Vergangenheit besonders

intensiv und konstruktiv. Die zum Wohle

der Patienten und damit auch im Interesse

des Gesundheitswesens seitens der MitarbeiterInnen

in den steirischen LKHs und

zentralen Einrichtungen unternommenen

Anstrengungen, das hohe Qualitätsbewusstsein

und die reichhaltigen Erfahrungen

sind eine ausgezeichnete Basis für

die Fortführung der Kooperationen. ■

Liebe MitarbeiterInnen!

Die KAGes-Aktivitäten laufen auch

im heurigen Jahr 2000 wieder zur

Höchstform an, wie Sie dieser Ausgabe

des G’sund entnehmen können.

Dabei handelt es sich um wesentliche

organisatorische und investive Maßnahmen

mit der Inbetriebnahme der

EBA (Erstuntersuchung, Beobachtung,

KAGes

bei der Umsetzung zum Wohle der

Patienten.

Diese innovativen Vorgänge bedürfen

eines hohen fachlichen Könnens und

großen Einsatzes der Betreiber. Um die

volle Wirksamkeit zu erreichen, müssen

aber auch das menschliche kommunikative

Verhalten und der Patientenbezug

Vielfältige Aktivitäten

Voller Europasaal der Wirtschaftskammer in

Graz

Über 400 Führungskräfte aus dem

steirischen Gesundheitswesen waren

beim zweiten von der KAGes veranstalteten

Personalentwicklungstag im

Europasaal der Wirtschaftskammer

dabei. Gemeinsam mit renommierten

Experten aus dem In- und Ausland wurde

am Generalthema „Die Kultur der

Zusammenarbeit verbessern” gearbeitet.

Einer der vielen Höhepunkte war eine

Darstellung einiger Facetten der KAGes-

Unternehmenskultur durch Schauspieler

des „Theater im

Bahnhof”.

Welche Rituale

haben sich in

der Kultur unserer

Zusammenarbeit

verfestigt,

wie fließen die

Informationen,

wie gehen wir

mit dem Patienten,

wie gehen

Mit dieser Veranstaltung setzt die KAGes

verstärkt auf den Nutzen von

systematischer Personalentwicklung. Die

Auswahl des richtigen Mitarbeiters,

seine Einführung, seine Führung und

Förderung. Immerhin sind von den

insgesamt 15.000 KAGes-Mitarbeitern

ständig 300 auf Fort- und Weiterbildung.


Foto Nina Krok

Die Vorstandsdir. Dr. Fankhauser

(li.) und DI Martetschläger

(re.) mit Staatssekretär

Waneck

KAGes-

Führungskräftetagung

Datum: 19./20. Oktober 2000

Ort: Leoben

Führungskräfteklausur

des LKH-Univ.-Klinikums Graz

Datum: 9./10. November 2000

Ort: Bad Gleichenberg

Aufnahme) im LKH-Universitätsklinikum

Graz und des 1. Teils des LKH Graz-

West, aber auch um notwendige

Verbesserungen unseres Leistungsangebotes,

die Ergänzungen und Abrundungen

der großen Fachgebiete

darstellen.

Die Vielzahl der Kunst-, Sport- und

Beschäftigungs-Therapiemöglichkeiten,

die Schmerztherapien, die Manualmedizin

und das Schlaflabor sind nicht

mehr wegzudenkende Angebote.

MitarbeiterInnen der KAGes haben an

der Entwicklung dieser Methoden

mitgewirkt und sind weiterhin Vorreiter

DI Dr. Klaus Fankhauser

positiv besetzt sein. Die KAGes bietet

dazu die Unterstützung durch die Personalentwicklungs-Aktivitäten

an.

Die diesjährige Personalentwicklungs-

Tagung am 4. Mai 2000 stand ganz

unter dem Zeichen der Weiterentwicklung

unserer Unternehmenskultur.

Anhand von Umsetzungsbeispielen

konnte eindrucksvoll dargelegt werden,

welche Verbreitung dieses Gedankengut

bereits erhalten hat.

Wir können froh sein, dass wir auch an

diesen Anliegen der Gesundheitspolitik

mitwirken können.

DI Berndt Martetschläger

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


6

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN 7

Gefahr und Angst gehören zu ihrem Alltag

Hilfe für die Helfer

Für Sanitäter und U-Bahn-Lenker,

Bergungstrupps und Polizisten

gehören die Gefahr und das Leiden zum

Berufsalltag. Der Umgang mit Leiden

und Sterben ist aber auch Spitalsalltag.

Der folgende Beitrag über den Umgang

mit Angst und traumatischen Reaktionen

konnte dankenswerterweise der

„Solidarität”, der Illustrierten des ÖGB,

Dezember 1999, entnommen werden.

Er wurde jedoch gekürzt und teilweise

bearbeitet.

Professionelle Hilfe

Beim Österreichischen Bundesheer

wurde professionelle Hilfe nach

kritischen Ereignissen erstmals 1998 mit

System und flächendeckend angeboten.

Ernst Frise, Leiter des Heerespsychologischen

Dienstes: „Es war international

ein langer Weg, bis man bereit war,

sich mit der Angst des Soldaten

auseinander zu setzen. Und auch

psychologische Vorbereitung auf einen

Einsatz ist wichtig.”

Das Bundesheer praktiziert ein sogenanntes

„Critical incident stress

debriefing”: eine Methode des Stress-

Managements, die auf den Amerikaner

Jeffrey T. Mitchell zurückgeht. Zwölf

Psychologen wurden mit der Methode

vertraut gemacht und dafür ausgebildet.

Sie kommen überall dort zum Einsatz,

wo Soldaten mit Unfällen, Katastrophen

oder Kriegsgeschehen konfrontiert sind.

Auch bei der Exekutive gibt es seit

1993 eine besondere psychologische

Betreuung, die jene Beamten in

Anspruch nehmen können, die direkt

oder indirekt an einem Schusswaffengebrauch

beteiligt waren. Martin Held,

Bundesministerium für Inneres: „Zu

erleben, wie ein Mensch stirbt, ein

Kollege verletzt wird oder man selbst

Verletzungen davonträgt, gehört zu den

stressreichsten Dingen überhaupt.”

Darüber hinaus wird bei der Polizei in

den letzten Jahren verstärkt auf

Vorbereitung gesetzt. Die Wiener

Alarmabteilung beispielsweise bekommt

Psychologieunterricht, weil bei weitem

nicht jedes Problem mit Exekutivmitteln

gelöst werden kann.

Die Angst fährt mit

Nahezu jeder U-Bahn-Lenker der Wiener

Verkehrsbetriebe wird im Laufe seines

Berufslebens mit Unfallopfern oder

Selbstmördern konfrontiert. Dabei ist das

Schlimmste daran nicht einmal der

Unfall selbst und die ersten Stunden

danach. Denn da gibt es einen

antrainierten Ablauf, den man eben rein

„männlichen” Berufen. Aber es gibt noch

viele weitere Berufsgruppen, bei denen

die Angst und die Gefahr zum

Arbeitsalltag gehören:

Sanitäter und LKW-Lenker, Ärzte,

Feuerwehrleute, Bergungstrupps und

Polizisten sind oft die sekundären Opfer

der menschlichen Tragödien, der

Unglücksfälle oder der Naturkatastrophen

und tragen oft tiefe seelische

Verwundungen davon. Erst beim

Grubenunglück in Lassing und danach

beim Lawinenabgang in Galtür wurde

auch in Österreich öffentlich über Hilfe

und Betreuung für die Retter gesprochen.

Schwierige Verarbeitung von Schockerlebnissen für Helfer

automatisch ausführt. Schlimm wird es

eher dann, wenn man zum ersten Mal

allein ist und zum Nachdenken kommt.

Dann analysiert man hunderte Male,

was man gemacht hat oder hätte

machen sollen.

Franz Kaida, Leiter des Sicherheitstechnischen

Dienstes: „Wir haben

deshalb vor 11 Jahren eine psychologische

Nachbetreuung ins Leben

gerufen, die allen Fahrern angeboten

wird.” Die Notwendigkeit einer solchen

psychologischen Unterstützung nach

traumatischen Erlebnissen war lange Zeit

ein Tabuthema, vor allem in traditionell

Menschliches Leid und

Tabuthema Angst

Anfälligkeit für Fehler ist auch bei den

Sanitätern ein Risiko, das schwer

wiegende Konsequenzen haben kann.

Kaum eine andere Berufsgruppe ist so

oft und so intensiv mit menschlichem Leid

und extremen Belastungssituationen

konfrontiert. Und es hat sich gezeigt,

dass die mangelnde Verarbeitung dieser

Situation zu Angst, Unsicherheit,

Unentschlossenheit und Fehlleistungen

führt.

Um dem vorzubeugen, bieten die

Hilfsorganisationen ihren Mitarbeitern

psychische Betreuung in Form von

Schulungen an. Unter dem Motto

„Posttraumatische Stressbewältigung”

wurden beispielsweise in Lassing nicht

nur die Angehörigen der verschütteten

Bergmänner, sondern auch die Helfer

psychologisch betreut. Grumbach: „Wie

wichtig das ist, gibt nur kaum jemand

zu. Über sowas spricht man nicht, weil

da müsste man auch selber Fehler

zugeben.”

Angst und Fehler sind die Todfeinde

jener, von denen rund um die Uhr volle

Einsatzkraft, Nervenstärke und überlegtes

Handeln erwartet wird. Die

Betroffenen müssen von Schuldgefühlen

befreit und dazu gebracht werden, über

das Erlebte zu sprechen.

Seelische Belastungen

Und oftmals kommt zum Schockerlebnis

die quälende gerichtliche Erhebung

nach einem Unfall und damit das bange

Warten während den Ermittlungen.

Helmut Gruber, Personalvertreter der

Lokführer: „Das ist immer eine enorme

seelische Belastung. Wenn einer der

Fahrer an einem Bahnübergang auf ein

Hindernis wie etwa einen PKW trifft, hat

er kaum Chancen zu bremsen. Im

Grunde kann er nur zuschauen, wie’s

passiert.” Auch bei den ÖBB wurden

daher einige Triebfahrzeugführer eigens

dafür geschult, ihren Kollegen nach

solchen Ereignissen zur Seite zu stehen.

Die Betroffenen können auch einen

Psychologen ihrer Wahl oder im

Rahmen eines Kuraufenthaltes einen

Vertragspsychologen konsultieren. „Es

gibt viele, die sich anfangs über den

Schock hinwegspielen und professionelle

Hilfe nicht in Anspruch nehmen

wollen. Wir überlegen schon lange,” so

Gruber, „wie man diese Leute vor sich

selbst schützen kann.”

Internationale Erfahrungen bestätigen,

dass es bei besonders gefährdeten

Berufsgruppen nahezu immer zu

„posttraumatischen Belastungsreaktionen”

kommt. „Hilfe für Helfer” ist also

mehr als notwendig.


Hilfe unter Gleichgesinnten

Selbsthilfegruppen

Ein gemeinsamens Merkmal gesundheitsbezogener Selbsthilfegruppen ist ihre

Funktion als Treffpunkt von Menschen, die durch ihre spezifische

Leidenserfahrung ihre Eigenverantwortung erkennen und in der Gruppe individuelle

Bewältigungsstrategien suchen. Sie bieten PatientInnen und Angehörigen

Informationen und sozial-emotionalen Rückhalt. Dies sind nur einige der Ergebnisse

einer vom Fonds Gesundes Österreich in Auftrag gegebenen Studie zum Thema

„Wirkung von Selbsthilfegruppen auf Persönlichkeit und Lebensqualität“.

Selbsthilfegruppen

in der Steiermark

Broschüre: Selbsthilfegruppen/

Beratungsstellen/ Betreuungseinrichtungen

Steirische Gesellschaft für Gesundheitsschutz, Marburgerkai 51/II, 8010 Graz,

Tel.: (0316) 82 20 94/16, Fax: /31

Selbsthilfegruppen in Österreich

Broschüre: Österreichische Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich, Fonds

Gesundes Österreich, Mariahilferstraße 176, 1150 Wien, Tel.: (01) 895 04

00/11, Fax: /20, e-mail: sigis@fgoe.org, Internet: www.fgoe.org

Broschüre: Tips zur Gründung einer Selbsthilfegruppe, Fonds Gesundes

Österreich, Mariahilferstraße 176, 1150 Wien, Tel.: (01) 895 04 00/11,

Fax: /20, e-mail: sigis@fgoe.org, Internet: www.fgoe.org.


Benefiz-Konzert

Militärmusik spielte

Auch heuer hat sich das Militärkommando Steiermark wieder in den Dienst einer

guten Sache gestellt. Bei einem kürzlich erfolgten Benefizkonzert der Militärmusik

im großen Arbeiterkammersaal in Graz konnte der Erlös an freiwilligen Spenden in

der Höhe von 42.000 Schilling der Leukämiehilfe Steiermark übergeben werden. ■

Foto: Grebien Milkdost

V.l.n.r.:

Präsident

Walter

Rotschädl,

Dir. Rupert

Tunner, OA

Dr. Gerald

Jäger und

Divisionär

Arno Manner

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


8

REGIONALSPIEGEL

Kreative Hilfe auf vielen Ebenen für die Patienten

REGIONALSPIEGEL 9

Das LSF Graz - ein Therapiezentrum

Ambulanz für Manuelle Medizin

Am 1. Oktober 1998 hat die

Ambulanz für Manuelle Medizin ihre

Tätigkeit aufgenommen. Zugewiesen

werden von den niedergelassenen

Ärzten und Krankenhäusern hauptsächlich

Patienten mit funktionellen

Bewegungsstörungen. Mitzubringen von

den Patienten sind die notwendigen

diagnostischen Unterlagen wie

Röntgenbilder und Konsiliarfachbefunde.

Nach der Behandlung erhält jeder

Patient unmittelbar die Arztinformation

und weiterführende Empfehlungen.

Wesen der Manuellen Medizin

Ihr Ziel ist das Auffinden und wenn mög-

Das Team der Manuellen Medizin: Prof. Rudolf Lackner (re.),

Oberarzt Heinz Mengemann, nicht im Bild: Dr. Schmidt

Foto Nina Krok

lich Beheben rückführbarer funktioneller

Störungen der Gelenke durch Anwendung

gezielter Handgriffe. Die Dokumentation

erfolgt in der Diagnostik einerseits

durch die Ortsangabe des Gelenkes und

andererseits durch die Erfassung der

Störung im Bewegungsablauf.

Ausbildung

Die selbstständige Ausübung der Manuellen

Medizin ist an den Nachweis

des Diplomes für Manuelle Medizin der

Österreichischen Ärztekammer gebunden.

Im Rahmen des Lehrspitals LSF

Graz werden Kontakte mit Kollegen aus

dem In- und Ausland sowie Studenten

organisiert.

Bestellambulanz

Mit Hilfe der Manuellen Medizin wird es

ermöglicht, Krankenstände zu verkürzen

und damit die Krankheitskosten deutlich

zu verringern. Die überwältigend hohe

Akzeptanz durch Patienten und zuweisende

Kollegen ist nur im Rahmen einer

Bestellambulanz zu bewältigen. ■

Sport- und Bewegungstherapie im neuen Glanz

Die modernst eingerichtete Sport- und

Bewegungstherapie ermöglicht es

den Patienten, neben einer sinnvollen

Freizeitgestaltung wie Dart, Tischtennis,

Minigolf, Ball- und Bewegungsspiele

u.a.m., an verschiedenen Bewegungsprogrammen

teilzunehmen.

Je nach therapeutischem Nutzen bzw.

Ziel werden von uns Therapeuten-Aktivitäten

gesetzt. Einige davon sind:

- Musikgymnastik

- Ausdauertraining (Cardio-Bike-Step-Run,

aber auch in freier Natur)

- gezieltes Fitnesstraining (Krafttraining)

Mag. E. Jamnik und Mag. E.

Schober

- Wirbelsäulengymnastik

- Problemzonengymnastik

- Entspannungstraining in Verbindung mit

Atemgymnastik

Foto Nina Krok

- Schwimmen (Wassergymnastik)

- verschiedene Wintersportaktivitäten

Im Sinne der Ganzheitsmethode ist es für

uns wichtig, den Patienten ein möglichst

breites Spektrum an körperzentrierten

Übungsverfahren anzubieten, damit

er/sie seinen/ihren Körper besser wahrnimmt,

bewusst macht und erfährt.

In diesem Sinne sei allen gedankt, die

zur Verschönerung bzw. Erneuerung der

Sport- und Bewegungstherapie beigetragen

haben.


Das Therapeutenteam

Menschen helfen Menschen

Ergotherapie in der Neurologie

Sensomotorische Funktionsanbahnung nach

Perfetti

und in der Psychiatrie

Die Behandlung erfolgt nach ganzheitlichen,

handlungs- und alltagsorientierten

Konzepten, z. B. nach

Scheiber, Kielhofner und Csontos. Die

Maltherapie

Menschen helfen Menschen

Schon in

grauer

Vorzeit, als

es noch

keine derart

differenz

i e r t e

Sprache

und Schrift

gab, teilten

sich Menschen

über

Zeichnungen

und

Das Ziel ist, die

größtmögliche

Selbstständigkeit

und Lebensqualität

des Patienten im

Alltag, d. h. in persönlichen

Bereichen,

im Haushalt,

im Beruf und in der

Freizeit, zu erreichen.

Die Behandlung

erfolgt nach ganzheitlichen,

handlungs- und alltagsorientierten

Konzepten, z. B. nach Bobath,

Perfetti und Affolter.

Die Ergotherapie in der Neurologie

umfasst:

- Behandlung sensomotorischer Defizite

vor allem der oberen Extremität

- Behandlung neuropsychologischer und

kognitiver Störungen

- Selbsthilfetraining

- Wahrnehmungsförderung

- Schienen- und Hilfsmittelversorgung ■

Dorothea Wolff-Plottegg

Ergotherapie in der Psychiatrie

umfasst therapeutische

Maßnahmen zur:

- Verbesserung der Selbstwahrnehmung

- Verbesserung emotionaler und

affektiver Fähigkeiten

- Verbesserung sozialer Fähigkeiten

- Verbesserung der Handlungskompetenz

Selbstständigkeit und Lebensqualität

durch Therapie heben

- Bewältigung der Berufssituation ■

Das Team der Ergotherapie/Psychiatrie

Bilder mit. Bereits damals

war es anscheinend

ein Grundbedürfnis,

sein Innerstes

zu kommunizieren, so

auch heute. Die Maltherapie

ist ein Weg,

zu sich selbst zu finden

und sich in seiner

Ganzheit zu erkennen,

um dadurch Probleme Malen ist ein Weg, sich selbst zu finden

und deren Ursachen

aufspüren und Lösungsansätze entwickeln

zu können. ■ Heidrun Erdely und Ingrid Milla

Fotos Nina Krok

Fotos Nina Krok

Foto G. Langusch


10

REGIONALSPIEGEL

REGIONALSPIEGEL 11

Musiktherapie

Schon seit Jahrtausenden wird Musik

zur Behandlung von Krankheiten

eingesetzt - in früheren Zeiten auch zur

Bewahrung der Gesundheit. Im 20.

Jahrhundert hat sich dafür schließlich der

Begriff der „Musiktherapie” eingebürgert.

Diese Art der Therapie orientiert

sich sehr stark an den Theorien der

Tiefenpsychologie. Ihr wertvollstes

Charakteristikum ist jedoch die nonverbale

Kommunikation.

Die Musiktherapie der LSF Graz

praktiziert folgende drei Varianten:

1. Die aktive Musiktherapie

2. Die rezeptive (auch passive

genannte) Musiktherapie

3. Die sozio-kulturelle Musiktherapie

Die aktive Musiktherapie bietet in der

freien Improvisation auf Musikinstrumenten

aller Art (sog. klassische

Instrumente, Orff- und Ethnoinstrumentarien)

eine Form des Ausdrucks von

Gefühlen und damit einen Bereich

spontanen Verhaltens

und Erlebens, der

weniger vom Bewusstsein

kontrolliert

ist als die Sprache.

Rezeptive Musiktherapie

ist das

Anhören von Musik,

die - je nach Zielsetzung

- der Klient

oder Therapeut auswählt.

Das Musikerleben

ist keine

neutrale Verarbeitung

akustischer Ereignisse,

sondern gelebte Selbstverwirklichung

und Erlebnis von Bedeutungen.

Die sozio-kulturelle Musiktherapie

gliedert sich in die beiden Teile „Erleben”

und „Gestalten”. Zum „Erleben”

gehören regelmäßige Kulturausflüge ins

Opern- und Schauspielhaus, zu

Konzerten, zu Kleinbühnenaufführungen

Musik allein ist die Weltsprache und braucht

nicht übersetzt zu werden - da spricht Seele

zur Seele

(Ludwig van Beethoven)

sowie die Organisation diverser Kulturveranstaltungen

für das Haus. Beim „Gestalten”

sind die Patienten selbst aktiv

und umrahmen verschiedene Feiern

(z. B. Weihnachtsfeier) mit ihren

Darbietungen.


Foto Nina Krok

Mag. Dagmar Stevcic

Tagesklinik in der LSF

Die Tagesklinik ist eine halbstationäre

Einrichtung des Allgemeinen

Primariates I und fungiert als Bindeglied

zwischen vollstationären und extramuralen

Betreuungssystemen.

Durch das multiprofessionelle Team

werden Behandlungsformen angeboten,

welche die Lebensqualität der Betroffenen

und deren Angehörigen verbessern

soll.

Das Therapiangebot umfasst:

- Psychiatrische und psychologische

Behandlung und Betreuung

- Psychotherapie

- Einzel- und Gruppengespräche sowie

spezielle Gruppentherapien

- Sozial-psychiatrische Bezugspflege

- Soziale Beratung und Unterstützung

beim beruflichen

Wiedereinstieg

- Kreative Therapien

- Pädagogische

Betreuung und

Förderung

- Spezielle Förderungsmaßnahmen

(z. B.

Haushaltstraining,

Kochtraining)

- Arbeits- und Beschäftigungstherapie

Keramikarbeiten der Patienten

Die Betreuung am Tag und das Wohnen

zu Hause fördern die Selbstständigkeit

und somit die bessere Alltagsbewältigung.


Neuropsychiatrische Kinder- und Jugendstation

Foto G. Langusch

Arbeits- und Beschäftigungstherapie

In der Landesnervenklinik Sigmund

Freud gibt es 11 Arbeits- und Beschäftigungstherapiegruppen,

die den einzelnen

Primariaten zugeordnet sind und

sich somit als Teil der Bezugspflege

verstehen.

Die Betreuung der Patienten erfolgt durch

zielorientiertes Arbeiten in Gruppen- und

Einzeltherapie, wobei die Definition des

Behandlungszieles in Zusammenarbeit

mit der Bezugspflege im multiprofessionellen

Team auf der jeweiligen

Station erfolgt.

Die therapeutischen Ziele sind:

- Entwicklung eines adäquaten Selbstbildes

- Entwicklung affektiver und/oder emotionaler

Fähigkeiten

- Erwerb sozialer Kompetenzen

- Verbesserung kognitiver Funktionen

- Verbesserung der Grob- und Feinmotorik

- Förderung von instrumentellen Fertigkeiten

- Erweiterung der Handlungskompetenz

- Verbesserung bzw. Förderung der

lebenspraktischen Kompetenzen

Während in den Arbeitstherapien und in

den Werkstätten das Arbeitstraining im

Vorderg

r u n d

steht,

welches

durch zielorientiertes

Arbeiten

im Rahmen

der Einzeltherapie

erfolgt,

werden

in den

Beschäftigungstherapiegruppen

handlungs-

und

Kreative Elemente werden gefördert

personenorientierte Tätigkeiten mit

kreativen und musischen Elementen

vorwiegend in Gruppentherapie angeboten.

Die Betreuung der Patienten erfolgt unter

heilpädagogischen und sozialpsychiatrischen

Gesichtspunkten.


Sr. Anni Lackner

Foto G. Langusch

Bereits zum vierten Mal konnten wir - diesmal am 7. März -

eine Ausgabe unserer Stationszeitung „WIR“ präsentieren -

worüber unsere Jugendlichen zu Recht ein wenig stolz sein

können.

„WIR“ steht für die gemeinsamen Anstrengungen von Personal

und Jugendlichen auf Station K, an Basis und Perspektiven für

eine lobenswerte Zukunft der Jugendlichen zu arbeiten.

Eine - wenn man es so nennen will - Therapieform im Zuge

unserer Arbeit stellt gerade auch unsere Zeitung dar.

Die Jugendlichen sammeln über Wochen vor Erscheinen der

Zeitung Beiträge, Gedichte ... und bringen auf ihre ganz

persönliche Art und Weise ihre vielfältigen Erfahrungen,

Gefühlswelten, Sehnsüchte, Ängste, Hoffnungen, aber auch

ganz alltägliche und weniger alltägliche Erlebnisse zum

Ausdruck und bieten somit der Öffentlichkeit Einblicke in ihr

Leben.

Das Schreiben bedarf einer konstruktiven Auseinandersetzung

der Jugendlichen mit sich selbst und schafft vielfältige Kanäle,

um Facetten der eigenen Persönlichkeit ans Licht zu bringen.

Bei der Zeitungspräsentation am 7. März haben die Jugendlichen

ihre Beiträge dem Publikum selbst vorgetragen und

dafür großes Lob geerntet. Ein Ansporn für die nächste

Ausgabe!!


Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


12

REGIONALSPIEGEL

REGIONALSPIEGEL 13

LKH-West in Teilbetrieb: Trendsetter für das Krankenhaus der Zukunft

Patientennähe und Effektivität

Adresse: LKH Graz-West, Göstinger

Straße 22, 8020 Graz, (Postanschrift:

Postfach 1298, 8021 Graz)

Telefon: (0316) 5466-0

Fax: (0316) 5466-75000

Betriebsdirektor Nst.: 5020

Das LKH-West ist der größte Grazer

Spitalsbau seit geraumer Zeit. Zum

„modernsten Krankenhaus Österreichs“

will es durch eine völlige Neugestaltung

der internen Abläufe werden. Schon in

der Planungsphase standen Effektivität

und größtmögliche Patientennähe ganz

oben bei den Zielvorgaben. Denn ein

modernes Spital braucht vor allem kurze

Betriebswege. Um diese zu gewährleisten

wurden noch vor der eigentlichen

Bauplanung die zentralen Therapie- und

Pflegeabläufe anhand der zehn

häufigsten Erkrankungen simuliert. Bereits

jetzt, wo das Spital - bis auf die Med I -

noch im Rohbau dasteht, ist ablesbar:

Das „West“ wird ein Krankenhaus der

kurzen und schönen Wege: Sternförmig

um die lichtdurchflutete Empfangshalle

sind die Bettentrakte und die Funktionstrakte

(OP, Ambulanz) angeordnet. Der

gesamte Bau wirkt offen, die zentralen

Durchsichten in den Gängen laufen in

Bestens geplanter und exakt

durchgeführter Umzug

• 28. 4. 2000: Übernahme des ersten

Bauteils und Übersiedlung(sbeginn)

der Verwaltung

• 28. 4. 2000 bis 11. 5. 2000:

Probebetrieb

• 12. 5. 2000: Beginn Patientenbetrieb

mit Übersiedlung der IV.

Med. Abteilung vom LKH-Univ.-

Klinikum Graz

LR Dörflinger mit den KAGes-Vorstandsdirektoren Martetschläger

und Fankhauser beim Presserundgang durch den noch

nicht fertig gestellten Bauteil des LKH-West

der Drehscheibe Eingangshalle

zusammen. „Großflächige Glasfronten

sind die Stimmungsmacher des LKH-

West, sowohl in der Halle als auch in

den Bettentrakten, die alle nach Süden

ausgerichtet sind“, erklärt Ing. Werner

Riedl von der Bauaufsicht.

Erste Abteilung des „West“:

die Med I

Pionier im neuen Krankenhaus ist seit

15. Mai 2000 die Med I. Sie ist

vorläufig die erste Abteilung, die ins

„West“ einzog. „Es war kein so leichtes

Unterfangen, einen funktionierenden

Krankenhausbetrieb in eine Großbaustelle

einzusiedeln. Nur durch den

Einsatz aller Firmen, vor allem der

Arbeiter am Bau, gelang ein nahtloser

Übergang vom Baubetrieb in den

medizinischen”, erklärt Ing. Riedl. Nach

einem 14-tägigen Probelauf ohne

Patienten war es dann so weit. Die neue

Med I des LKH-West zog ein, und zwar

mit den Patienten, die bisher von der IV.

Med des Universitätsklinikums betreut

wurden. In den ersten Reaktionen wird

die Wohlfühl-Linie der neuen Abteilung

bereits honoriert. „Gar kein Vergleich zu

meinem alten Zimmer“, meint eine

frischgebackene Med-I-Patientin. „Hier ist

alles hell und freundlich, anders als sonst

im Krankenhaus.“ Pro Zimmer gibt es

maximal vier Betten. Die Materialien

sind in angenehmen Tönen gehalten,

die Einrichtung wirkt funktionell, aber

wohnlich. Die Badezimmer sind behinderten-

und altengerecht ausgestattet:

Ing. Riedl (li.) und Ing. Hiebl

sowie Ing. Stern (nicht im Bild):

termingerecht übergeben

Foto Nina Krok

Freundliche Arbeitsatmosphäre

im Untersuchungszimmer

Es gibt keine hohen Kanten etwa bei der

Duschtasse. Die freundliche Linie des

West zieht sich auch in den Untersuchungszimmern

und Stationsräumen

fort. Viel natürliches Tageslicht schafft

hier eine angenehme Arbeitsatmosphäre,

die von zurückhaltenden Farbtönen

und funktionsgerechtem Mobiliar

unterstützt wird.

Mit der Inbetriebnahme der Med I im

„West“ erfolgte auch ein Vorgriff auf die

künftige Spitalskooperation mit dem baulich

angeschlossen UKH und anderen

Spitälern im Westen von Graz - den

Barmherzigen Brüdern und den

Elisabethinen. Die vier „Westler“ wollen

ihre Einrichtungen gemeinsam nutzen

und auch die Patientenzuweisung untereinander

koordinieren.

Abschied von der IV. Med

Mit der Einrichtung der Med I im LKH-

West geht auch die

bald 50-jährige

Geschichte der IV.

Med zu Ende. Die

„gute alte“ IV. Med

entstand aus der

Infektionsabteilung für

Kinder und Erwachsene.

Letztere wurde

im Jahre 1954 unter

der Leitung von Prim.

Foto Nina Krok

DDr. G. Stepantschitz von der Kinderabteilung

abgetrennt und in „IV. Medizinische-

und Infektionsabteilung“ umbenannt.

1983 trat Prim. Dr. E. Wallner

die Leitung der IV. Medizinischen

Abteilung an, ihm folgte 1990 Prim. Dr.

Die Anstaltsleitung von Graz-

West

H. Forenbacher, der nun auch der Med

I im LKH-West vorstehen wird. Aus der

IV. Medizinischen Abteilung am LKH-

Univ.-Klinikum sind viele bekannte

Persönlichkeiten hervorgegangen.

Stellvertretend seien erwähnt: Prim. Dr.

Gerstl (Kastanienhof), Dr. Routil

(Ärztekammerpräsident), Prim. Dr. Bauer

(Hörgas-Enzenbach) und Prim. Dr.

Bogiatzis (Institut für Krankenhaushygiene

und Mikrobiologie).

Vollbetrieb des LKH-West

kommt 2002

Mit der Med I, dem Bautrakt A/B, sind

etwa 25 Prozent vom Gesamtvolumen

des LKH-West fertig gestellt. Ebenso

abgeschlossen sind die Rohbauarbeiten

an den übrigen Bauteilen - den

Foto H. A. Pachernegg

Minuten können

Leben retten - EBA

Eine Schlüsselfunktion im zukünftigen

Krankenhausverbund hat die kürzlich

in Betrieb gegangene Akut-Aufnahme

„EBA“ am LKH-Universitäts-Klinikum

Graz. Die zentrale Anlaufstelle spart

wertvolle Minuten, wenn es darum

geht, Leben zu retten. „EBA“ steht für

Erstuntersuchung, Beobachtung,

Aufnahme: Patienten mit internistischen

oder neurologischen Verdachtsdiagnosen

können unmittelbar nach der

Einlieferung umfassend untersucht

werden und müssen nicht länger auf

„Befund-Tournee“ durch verschiedene

Abteilungen geschickt werden. Auf

mehr als 600 Quadratmetern und mit

einem Kostenaufwand von 70

Millionen Schilling errichtet, beherbergt

die EBA u. a. eine eigene Röntgen-

Einheit, Endoskopie, Sonographie und

eine Computertomographie neuester

Generation, wie sie europaweit nur

zweimal im Einsatz ist. Auch ein

Akutlabor sowie ein Schockraum für die

Notfall-Versorgung stehen zur

Verfügung. Doch nicht nur die Technik,

sondern vor allem die fächerübergreifende

medizinische Kompetenz

der „EBA“ ist einzigartig: Internisten,

Neurologen und Radiologen arbeiten

Hand in Hand, um die schnellste und

bestmögliche Behandlung der Patienten

sicherzustellen. Falls die Patienten nicht

sofort einer Fachabteilung zugewiesen

werden können, stehen acht eigene

Betten zur medizinischen Versorgung

und Beobachtung in der „EBA“ bereit.

Zimmertrakten C und D, den Trakten E

und F mit Intensiv, Allgemeinambulanz,

Röntgen und Apotheke, dem Trakt G mit

Operationssälen, Notaufnahme und

Untersuchungen sowie dem Trakt H, in

dem die Tiefgarage untergebracht wird.

Ihr Vollausbau soll bis Herbst 2002

abgeschlossen sein.


Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


14

REGIONALSPIEGEL

REGIONALSPIEGEL 15

GENERALPLANUNG

ARCHITEKTUR + ÖBA

FACHPLANUNG

Marchart, Moebius & Partner

Architekten - Zentrale

8010 Graz, Conrad-v.-Hötzendorf-Str. 99a

Tel. 0316/481357, Fax 0316/464606

mmp.architekten.zt@Eunetc

ARCHITEKTENARBEITSGEMEINSCHAFT

DOMENIG • EISENKÖCK • GRUBER

o. Univ.-Prof. Arch. DI G. Domenig,

Arch. DI H. Eisenköck, Arch. DI R. Gruber

8010 Graz, Körblergasse 100, Tel. 0316/322020, Fax Dw 29

office@eisenkoeck.com

8010 Graz, Conrad-v.-Hötzendorf-Str. 99a

Tel. 0316/464142, Fax 0316/464606

Walter Ploberger Isolierungen GesmbH

8010 Graz, Pomisgasse 34

Tel. 0316/46 57 29, 46 57 04

Fax: 0316/46 57 29-32

8020 Graz, Eggenbergerstr. 6

Tel. 0316/5999-0, Fax Dw 16

Ausführende Firmen:

Hochbau • Tiefbau • Holzbau

8160 Weiz, Birkfelderstraße 40

Tel. 03172/2417-0, Fax Dw 290

LUFT- & KLIMATECHNIK

Planung • Ausführung • Service

8054 Graz, Hafnerstraße 190

Tel. 0316/285131, Fax 0316/285957

heiz-hofstätter

8020 Graz, Grenadiergasse 13

Tel. 0316/712964

Fax 0316/714917-21

Türen

Tore

Brandschutz

Kompetenz in Stahl, Alu

und Edelstahl

Bruck/Mur, Wiener Straße 46

Tel. 03862/57978, Fax 03862/532250

Wiener Neudorf, Brown Boveristraße 2

Tel. 02236/24223

8020 Graz

Wienerstraße 10-12

Tel. 0316/71 56 56-0

Fax 0316/71 56 56-44

Mobil 0664/430 73 11

8010 Graz,

Rechbauerstr. 5

Tel. 0316/382367,

Fax 0316/384082

Aufzugsbau GmbH

7423 Neustift/L. 162

Tel. 03338/35 96

MOROCUTTI GMBH

Stahl-, Alu- und Fassadenbau

CNC-Blechbearbeitungs-Zentrum

8055 Graz, Puchstr. 216, Tel. 0316/295833-0

Das LKH-West in Zahlen

Betten 273

Einrichtungen 58

Mitarbeiter gesamt 412

(ab Vollbetrieb Herbst 2002)

Technische Daten

Nutzfläche 12.706 m 2

Rauminhalt 119.100 m 2

Glasflächen 10.000 m 2

Geplante Leistungskennzahlen

(pro Jahr ab Herbst 2002)

Stationäre Patienten 12.690

Ambulante Leistungen 26.756

Operationen 2.256

Untersuchungen 37.587

Soll-Gesamtkosten

50 % Bund,

50 % Land Steiermark 1 Mrd. öS

Hoch-, Tief- und Stahlbetonbau

9470 St. Paul/Lavanttal

Industriestraße 2, Tel. 04357/2301, 2302

Fax 04357/230133

Die Med I in Zahlen

Betten 80

Einrichtungen 10

Mitarbeiter gesamt 88

Technische Daten

Bruttogeschoßfläche 5.114 m 2

Rauminhalt 19.275 m 2

Geplante Leistungskennzahlen

Stationäre Patienten 2.566

Ambulante Leistungen 1.500

Untersuchungen 5.000

Brüder Schlick

Gesellschaft m. b. H.

9500 Zauchen, Ferdinand-Wedenig-Str. 3

Tel. 04252/2114, Fax Dw 64

World

Leader in

Linoleum

1200 Wien, Handelskai 52

Tel. 01/330 92 01, Fax 01/330 92 10

contel@forbo-giubiasco.ch

www.contel.forbo.com

Foto Nina Krok

Vertrieb: H. Eckert

Mobil

0664/2315702

Fax

04212/71974

helmut.eckert@aon.at

www.eckert-art.com

8041 Graz

Liebenauer Hauptstraße 242

Einrichtungswerkstätten

Ges.m.b.H.

8073 Graz, Triester Straße 179

Tel. 0316/296127, Fax 0316/296127-85

8020 Graz, Triester Straße 151

Tel. 0316/271441, Fax 0316/271441

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


16

REGIONALSPIEGEL

REGIONALSPIEGEL 17

MEDIENSPIEGEL • MEDIENSPIEGEL

LKH Graz-West

Teilbezug: Der erste Teil des LKH Graz-

West in Eggenberg ist gestern offiziell

eröffnet worden. Im modernsten

Krankenhaus Österreichs wird zunächst

die Abteilung für Innere Medizin I des

LKH-Uniklinikums Graz einziehen. Das

knapp eine Milliarde Schilling teure Spital

wird im Jahr 2002 in Vollbetrieb gehen

und 281 Betten und 412 Mitarbeiter

haben. Gemeinsam mit den Barmherzigen

Brüdern und dem UKH gilt es als

Pilotprojekt eines Krankenanstaltenverbundes.

Start frei für das neue LKH-

West

Die Abteilung für Innere Medizin I im LKH

Graz-West - dem modernsten Krankenhaus

Österreichs - wurde gestern,

Donnerstag, in Betrieb genommen. Die

Med. I ersetzt künftig die IV. Abteilung

der LKH-Uniklinik. Bis zu 80 Patienten soll

in komfortablen Krankenzimmern beste

Pflege und Qualität geboten werden.

„Das LKH Graz-West ist eine enorme

Verbesserung für Graz”, zeigt sich

Landesrat Dörflinger zufrieden. Das

modernste LKH Österreichs setzt voll auf

Kundenorientierung und Komfort. Pro

Zimmer gibt es maximal vier Betten, die

Badezimmer sind mit behinderten- und

altengerechten Duschtassen ausgestattet.

Am kommenden Freitag beginnt ein 14-

tägiger Probebetrieb ohne Patienten, am

15. Mai die Aufnahme von Patienten für

die Med. I. Kontrolliert durch ein völlig

neuartiges System, die EBA (Erstuntersuchung,

Beobachtungen und Aufnahme).

Neues Grazer LKH

Aus der Luft sieht das Areal des LKH-West

derzeit noch aus wie eine Großbaustelle.

Der linke Kliniktrakt, ein Spitalsbereich für

80 Betten, ist aber bereits fertig. Für die

Presse gab es heute die ersten Zimmerbesichtigungen.

Besonderer Wert wurde

auf Wohnlichkeit und Komfort gelegt. So

gibt es pro Zimmer maximal vier Betten

und keine Duschtasse, damit kein Patient

stolpern kann. Nach der jeweiligen

Leitfarbe - im dritten Stock Gelb - wird der

Patient auch wissen, in welchem Stockwerk

er sich befindet. Bei einer Pressekonferenz

betonten die Spitalsverantwortlichen

heute eine weitere Besonderheit.

Dass nämlich drei Spitäler im Westen

von Graz, das Unfallkrankenhaus,

das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

sowie das LKH Graz-West die vorhandenen

Einrichtungen gemeinsam benutzen

werden. Bereits morgen wird ein

14-tägiger Probebetrieb beginnen. Ab

dem 12. Mai wird die IV. Med im LKH

Graz geschlossen werden und als Med I

ins neue Spital übersiedeln. Dann werden

auch die ersten Patienten aufgenommen

werden.

Das gesamte LKH-West wird im Herbst

2002 fertig sein. Der Bau kostet rund 1

Mrd. Schilling und wird eines der

modernsten Krankenhäuser Österreichs.

Modernstes

Krankenhaus

Ein Teil des laut Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft

KAGes „modernsten

Krankenhauses Österreichs”, der erste

Abschnitt des LKH Graz-West, ist am

Donnerstag eröffnet worden. Die Abteilung

für Innere Medizin I umfasst 80

Betten und ersetzt die bisher im LKH-

Universitätsklinikum untergebrachte IV.

Medizinische Abteilung. Wohnlichkeit

und Komfort im neuen Haus sind mit

einem Vier-Sterne-Hotel vergleichbar.

Ein Spital,

das einem

Vier-Sterne-Hotel gleicht

Das LKH West ist das größte

Spitalsprojekt der Steiermark in jüngster

Zeit. Im Herbst 2002 soll es vollständig

fertig gestellt sein: 281 Betten, 412

Mitarbeiter, 12.706 Quadratmeter

Nutzfläche. Pro Jahr sollen 12.960 Patienten

stationär aufgenommen werden.

Vor der Planung wurden die zehn

häufigsten Krankheiten in Therapie und

Pflege simuliert, um ein „Spital der kurzen

Wege” entwickeln zu können. Die

Begeisterung für das neue Haus regt

KAGes-Vertreter zu Vergleichen an: Das

Spital sei vom Standard her einem Vier-

Sterne-Hotel ähnlich. Der Patient würde

als „Kunde und Gast” betrachtet. Neu am

LKH-West ist die Kooperation mit anderen

Spitälern, auch mit privaten Einrichtungen.

Es soll eine Art Spitalsverbund geben.

Ein

Grazer

Krankenhaus mit Klasse

Ein Krankenhaus der Extraklasse: Der erste

Teil des Megaprojekts LKH Graz-West,

laut KAGes „künftig das modernste

Krankenhaus Österreichs”, wurde am

Donnerstag mit der Abteilung für Innere

Medizin I in Betrieb genommen. Die

achtzig Betten umfassende „I. Med” wird

die bisher im LKH-Klinikum untergebrachte

Medizinische Abteilung IV ersetzten. Die

Übersiedlung der Patienten soll unter

Mithilfe des Bundesheeres am 12. Mai

abgeschlossen sein.

In der Planung wurde von einem „virtuellen

Krankenhaus” ausgegangen. Die

Abläufe der zehn häufigsten Erkrankungen

wurden simuliert, um Wege zu „verkürzen”.

Ein österreichweites Novum stellt

die Kooperation der drei Träger, der

KAGes, der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt

(AUVA) und der Barmherzigen

Brüder, dar.

LKH Graz-West nimmt

den Probebetrieb auf

Ein Teil des „modernsten Krankenhauses

Österreichs” öffnet heute im Probebetrieb

seine Pforten. Die „I. Med” des LKH Graz-

West leitet die Umsiedlung des Spitalszentrums

vom LKH St. Leonhard nach

Eggenberg ein.

Der Vollbetrieb des LKH Graz-West ist ab

Herbst 2002 vorgesehen. Dann sollen

pro Jahr etwa 12.700 stationäre und

26.800 ambulante Patienten von 412

Mitarbeitern, davon rund 70 Ärzte,

behandelt werden. Das soll in zwei

medizinischen und einer chirurgischen

Abteilung, einer Tagesklinik sowie in

Instituten für Intensivmedizin, Radiologie

und Anästhesiologie geschehen. Die

Kosten des Projektes betragen eine

Milliarde Schilling, die zur Hälfte von

Bund und Land getragen werden.

Erwachsenentrakt 2 des LKH Leoben generalsaniert

Moderner Standard für Aug’ und Ohr

Gut auf Kurs liegt man bei der Modernisierung

und Neustrukturierung

des LKH Leoben. Bereits seit Mitte Jänner

des Jahres haben im Erwachsenentrakt 2

die Augen- und HNO-Abteilung ihr neu

gestaltetes Domizil vorgefunden, Ende

Mai wurde feierlich eröffnet.

Zukunftsorientierte Stationsarchitektur

In einer Bauzeit von knapp eineinhalb

Jahren und bei Sanierungskosten von

29,4 Millionen Schilling - 85 % des

Leistungsumfanges entfielen auf steirische

Zentral gelegener

Schwesternstützpunkt

Fotos H. A. Pachernegg

Feierlicher Spatenstich in Feldbach

Wegweisende Lösung für Verkehr

Die Autofahrer unter den Besuchern,

auch die Patienten und vor allem die

540 SpitalsmitarbeiterInnen im LKH-

Feldbach können aufatmen.

Mit dem Spatenstich began nun die

bauliche Umsetzung der lang ersehnten

Verkehrslösung. Mit der geplanten

Fertigstellung im April nächsten Jahres

wird dann nicht nur die bestehende

Parkproblematik im und rund ums

Krankenhausareal ein Ende finden,

sondern auch dem künftig höheren

Parkplatzbedarf durch die geplante

Erweiterung des Hauses um eine

Die neu sanierten Patientenzimmer entsprechen dem hohen

KAGes-Standard

Firmen, davon 44 % auf Unternehmen

des Bezirks Leoben - wurde eine zukunftsorientierte

Stationsarchitektur geschaffen.

Die beiden Stationen sind Musterbeispiele

für die zukünftige Gestaltung neuer

Stationsbereiche.

Beide Stationen haben rund um den

Schwesternstützpunkt ein klar ersichtliches

Stationszentrum, das großzügig gestaltet

eine angenehme Atmosphäre für

Patienten und deren Besucher schafft.

Bessere Orientierung bietet ein Leitsystem:

Jede Abteilung verfügt über ihre eigene

Leitfarbe, Lichter vor den Stationszimmern,

Bodenmarkierungen, aber auch unter-

neurologische und

unfallchirurgische

Abteilung Rechnung

getragen.

Durch den neuen

Lift und den Erschließungstrakt

gibt es eine ideale

Verbindung der

Parkplätze mit dem

Haupteingang. Die

Garage ist behindertengerecht

geplant.


schiedliche Türfurnierungen der Patientenund

Funktionsbereiche weisen auf eine

beispielgebende Gangarchitektur hin.

Topmoderne Ausstattung

Beide neu sanierten Stationen entsprechen

dem komfortablen KAGes-

Standard. Jedes der Vierbettzimmer ist mit

einer eigenen Sanitärzelle ausgestattet.

Sämtliche Zimmer verfügen über Telefon-,

TV-, und Radioanschlüsse. Ein bettseitiger

Schwesternruf gestattet eine schnelle

Kommunikation mit dem Schwesternpersonal.


© 2000 Architekturbüro ZERNIG

Umsetzung der lang ersehnten Verkehrslösung

in Feldbach beginnt

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


18 REGIONALSPIEGEL

REGIONALSPIEGEL 19

LKH-Univ.-Klinikum Graz, Univ.-Klinik für Neurologie

Hörsaaltrakt fertig gestellt

Die erste Bauetappe - der Hörsaaltrakt

- zur Generalsanierung des Gebäudes

der ehemaligen „Nervenklinik”

wurde abgeschlossen. Bei der Innengestaltung

wurde bereits auf die zukünftigen

Ausbauarbeiten des gesamten

Gebäudes Rücksicht genommen.

Im Wesentlichen umfasste die erste

Umbauphase die Sanierung des

Oberösterreich Tirol Niederösterreich

Steiermark Tirol

DI Gerhard Geisswinkler, Direktor

(Siemens Niederlassung Graz)

Hörsaaltraktes sowie den Einbau von

Ambulanz- und Laborräumen mit den

dazugehörigen Technikräumen im Keller.

Der Hörsaal wurde komplett adaptiert

und bietet nun ca. 100 Personen Platz.

Die Ausstattung der audiovisuellen

Einrichtung befindet sich auf dem

neuesten technischen Stand. Aber auch

die neu gestalteten Laborräumlichkeiten

gewährleisten einen modernen

Forschungsablauf.

Der Ambulanzbereich entspricht mit

seinem hellen, freundlichen Ambiente

den Anforderungen eines modernen

Behandlungsbereiches.


LKH Leoben (Eisenerz) und LKH Bruck

Zum Wohle der Obersteirerinnen

Eine engere Zusammenarbeit unter

einer gemeinsamen ärztlichen Leitung

und neue geburtshilflich-gynäkologische

Schwerpunktsetzungen der beiden

Frauenabteilungen der Spitäler LKH

Leoben und LKH Bruck sollen die

medizinische Versorgung weiter

verbessern, betont der Brucker Primar

George Ralph.

In Abstimmung mit den beiden Anstaltsleitungen

wurden Überlegungen

angestellt, die eine unnötige Konkurrenzierung

beider Abteilungen

vermeiden und eine sinnvolle Spezialisierung

ermöglichen sollen. Erhalten

bleibt die Selbstständigkeit beider

Abteilungen - als fester Bestandteil jedes

Hauses. Die Überlegungen sehen als

Schwerpunktsetzungen für das LKH Bruck

u. a. die alternative Geburtshilfe

unter klinischer Absicherung,

die Erweiterung

der bereits laufenden

Geburtsvorbereitungskurse

mit Vorbereitung auf Hockergeburt,

Wassergeburt sowie

die urogynäkologische und

urodynamische Versorgung

vor.

In Leoben soll mit dem

Aufbau eines Pränatalzentrums

(zur Abklärung von Miss-

Prim. Dr.

George Ralph

Ing. Walter Brückler,

Technische Direktion

bildungen in der Frühschwangerschaft)

eine zweite derartige Einrichtung in der

Steiermark entstehen. Durch die bereits

bestehende hochwertige

Neonatologie ist der Standort

Leoben bestens dazu

geeignet. Weiters soll hier

die Behandlung von Krebserkrankungen

des weiblichen

Genitaltraktes forciert werden.

Durch die steigenden

Behandlungszahlen steigt

damit aber auch die

Sicherheit und die Qualität

der medizinisch-pflegerischen

Teams.


„Denkende Ampeln

für Graz, aber wir

haben noch mehr zu

bieten.“

Siemens in der Steiermark hat viele spannende Seiten: Wir haben in vielen Straßen intelligente Verkehrssicherheitssysteme installiert und bieten als größtes High-

Tech Unternehmen des Landes unseren Partnern innovative Technik, Kundennähe und Kompetenz. Wenn Sie mehr wissen möchten: Siemens Niederlassung

Graz, Telefon: 051707-0 (österreichweit).

Siemens. Nichts ist spannender als die Zukunft.

„Tag der gesunden Ernährung“ im LKH Voitsberg

Spitalskost - einmal anders!

Der „Verein zur Förderung der gesunden

Ernährung und Diätetik“

veranstaltete am 10. April den „Tag der

gesunden Ernährung“ in Österreich und

Deutschland.

Im LKH Voitsberg hat sich das Diät- und

Küchenteam sofort bereit erklärt, zum

Gelingen dieses Tages beizutragen.

Alles stand unter dem Motto, dass

gesundes Essen schmeckt.

Aktionen wurden sowohl bei der Patientenversorgung

als auch bei der Mitarbeiterverköstigung

gesetzt.

Mit der Ankündigung „Tag der gesunden

Ernährung“ überraschten wir

unsere Patienten mit 2 Menüs.

Vergessen wurden auch jene Patienten

nicht, die bei der Nahrungsaufnahme

LKH Bruck: Eröffnung des Herzkatheterlabors

Dem Herztod den Kampf angesagt!

Eine enorm wichtige, mitunter sogar

lebensrettende Verbesserung für die

420.000 ObersteirerInnen bringt das

neue Herzkatheterlabor mit einem

mobilen Koronarangiographiesystem.

Diese medizin-technische Hightech-

Anlage ermöglicht eine Diagnosequalität,

die optimale Voraussetzungen

für die bestmögliche Therapie schafft.

Für die Patienten bringt die neue

Einrichtung eine Verkürzung der Warteund

Wegzeit, aber auch der Aufenthaltsdauer

im Spital. Zugleich ist die Inbetriebnahme

des Herzkatheterlabors auch

eine markante Wegmarke zum endgültigen

Ausbau des kardiologischen

Schwerpunktes Bruck, der voraussichtlich

2002/2003 beendet sein wird.

In 45 Minuten „hin und retour”

zum Herzen

Nach einer ausführlichen Patienteninformation

und entsprechenden

Voruntersuchungen (Ultraschall-, EKG-

Foto: Frosch

eingeschränkt sind und beispielsweise

eine Kost mit breiiger Konsistenz benötigen.

Mitarbeiter stellten ihr Essen aus

verschiedenen Menükomponenten zusammen

und wurden zusätzlich mit

einem reichhaltigen Salatbuffet

Menü 1: Hirseschnittensuppe,

gebratenes Fischfilet auf

Kressesauce, Gemüseallerlei,

Wildreis, gem. Salat, Erdbeertopfenschnitte

und Blutuntersuchungen) werden die Patienten

mittels Transportliege in den

Herzkatheter-Eingriffsraum gebracht. Die

Herzkatheteruntersuchung wird in örtlicher

Betäubung durchgeführt und liefert

genaueste Informationen über den

Zustand der Herzkranzgefäße. Durchschnittlich

dauert der gesamte Eingriff

nicht länger als 45 Minuten.

Das Diät- und Küchenteam

Die Herzpatienten werden nach einem Informationsgespräch

und umfangreichen Voruntersuchungen

bestens auf die Angiographie vorbereitet

verwöhnt. Es wurde nicht nur köstlich

aufgetischt, sondern auch informiert. Mit

einem Faltblatt wurde in anschaulicher

Art und Weise auf eine gesunde Ernährung

aufmerksam gemacht.

Für alle Beteiligten war der 10. April ein

erfolgreicher Tag und wird in weiterer

Folge zu einem fixen Tag im LKH

Voitsberg werden.


Ein „herz”eigbares Projekt

Das Projekt umfasste neben der Aufstellung

des mobilen Koronarangiographiesystems

auch den Umbau bzw. die

Adaptierung des bestehenden Eingriffraumes

und des Befundraumes.

Die Finanzierung der Gesamtinvestitionskosten

in der Höhe von 5,7 Millionen

Schilling erfolgte

durch die

KAGes (4,7 Mio.

öS) und dem

Sozialhilfeverband

des Bezirkes

Bruck, der

mit seiner großzügigen

Spende

von einer

Million Schilling

wesentlich zum

Gelingen dieses

Vorhabens beitragen

konnte. ■

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


20 REGIONALSPIEGEL

REGIONALSPIEGEL 21

InterNet-C@fé am LKH-Univ.-Klinikum Graz

Keine Angst vor neuen Medien

LKH Deutschlandsberg: 15-jähriges Bestehen

Große Bedeutung für Region

Mit einem InterNet-Café will das LKH-

Univ.-Klinikum Graz seinen Patienten,

Besuchern, aber auch dem Personal

den spielerischen Umgang mit World-

Wide-Web und E-mail ermöglichen.

Das Internet bringt Abwechslung in den

Spitalsaufenthalt. Man informiert sich

übers LKH-Univ.-Klinikum, sammelt erste

Surf-Erfahrungen, lädt sich Programme aus

dem Netz oder bestellt online eine CD,

ein Buch. Was so kompliziert klingt, ist

eigentlich ganz einfach, besonders in der

gemütlichen, ungezwungenen Atmosphäre

des InterNet-C@fés im LKH-Univ.-

Klinikum. AnfängerInnen oder weniger

Versierten stehen zwei geschulte

Betreuerinnen mit Tipps und Tricks zur

Seite.

Der Vorstoß zum InterNet-C@fé geht auf

ein Projekt des Europäischen Netzwerkes

gesundheitsfördernder Krankenhäuser und

der Non-profit-Organisation „Experiment

in Europe“ zurück. Das Grazer LKH-Univ.-

Klinikum ist mittlerweile das dritte Spital in

Österreich neben dem LKH Bruck und

dem Wiener Lainzer Krankenhaus, das

an diesem Projekt teilnimmt.

Dem interkulturellen Aspekt des Internet

trägt auch das Engagement der

beiden Betreuerinnen Alice

Audoin (20 Jahre) und Mhari

Byrne (25 Jahre) Rechnung.

Audoin ist Französin, Byrne ist

Irin. Beide sind Volontärinnen,

welche die EU-Kommission zur

Betreuung der surfwilligen

Österreicher ausgesucht hat.

Umgekehrt wollen sie gerne

Land und Leute kennen lernen,

was am leichtesten fällt, wenn

man ungezwungen ins Gespräch

kommt. Das Internet mit

seinen Möglichkeiten und Themen bietet

dazu eine gute Gelegenheit.

Das InterNet-C@fé befindet sich am

Kreuzungspunkt Hauptallee zwischen

gynäkologischer, dermatologischer und

medizinischer Universitätsklinik. Es ist

geöffnet von Montag bis Freitag zwischen

10.00 und 16.00 Uhr. ■

Informationen über das „Patienten-

InterNet-C@fé“ auf der Homepage:

www.klinikum-graz.at/pic

Seit der Inbetriebnahme im Jahre 1985 ist im LKH Deutschlandsberg nichts

vom Pioniergeist und der Aufbruchstimmung verloren gegangen. Mehr

denn je bietet das LKH Deutschlandsberg heute bestmögliche medizinische

und pflegerische Versorgung. Und das trotz spürbarer Mehrbelastung durch

steigenden Patientenzahlen bei sinkender Verweildauer. In der Qualität der

medizinischen Versorgung sowie der patientennahen Pflege hat sich das LKH

Deutschlandsberg weit über die Bezirksgrenze hinaus einen Namen gemacht.

Während der vergangenen 15 Jahre hat es das Spital verstanden, mit den

zeitgemäßen Entwicklungen der Medizin nicht nur Schritt zu halten, sondern

auch Vorreiter zu sein. Dass die Mitarbeiter diese 15 Jahre gebührend

feierten, verwundert nicht weiter. Für interessierte Gäste öffnete die

Krankenhausleitung am 1. April die Türen des LKH Deutschlandsberg und bot

einen Blick hinter die Kulissen der einzelnen Fachabteilungen.


Einen Rückblick auf die letzten 15 Jahre des LKH Deutschlandsberg geben

auch die BR-News in einer Jubiläumsausgabe. Gezeigt wird der Wandel, den

das Krankenhauswesen in dieser Zeit vollzogen hat, und die Entwicklungen

sowie die medizinischen Fortschritte in den einzelnen Abteilungen. Die vielen

bildlichen Darstellungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Abteilungen,

Stationen und Bereiche runden diese Ausgabe ab.

Präsentation des Sieger-Projekts im LKH Rottenmann

Zubau bringt Qualitätssprung

UTA senkt ab 1. Juli massiv die Preise: Vor allem

Telefonieren am Festnetz wird deutlich billiger

Vom Wiener Architekten Oliver

Kaufmann stammt der Siegerentwurf

für den Funktionstrakt-Zubau des LKH

Rottenmann.

Mit dem Funktionszubau wird das LKH

Rottenmann bis Sommer 2003 beachtlich

erweitert und modernisiert. In

diesem - an den bestehenden Baukörper

angegliederten Bau - finden wichtige

Spitalseinheiten ein funktionelles und

großzügiges Umfeld:

• Das Radiologische Institut wird mit der

Erweiterung und mit der Installierung

eines leistungsfähigen Magnet-Resonanz-Tomographen

sowie dem Umstieg

auf vollelektronische, digitale

Bildauswertung auf einen zukunftsorientierten

Standard gebracht.

• Die neue anästhesiologische Intensiv-

Aufruf zur

Thrombozytenspende

Die Univ.-Klinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin

ruft zur Thrombozytenspende. Helfen

Sie Leben retten.

Nähere Informationen von OA. Dr. R. Gilli,

Tel. 0316/385-2445 bzw.

Apheresestation 0316/385-2762

Foto H. A. Pachernegg

Realisierung bis zum Sommer

2003

station samt Aufwachbereich - die

funktionstechnisch optimal zu

den Operationseinheiten situiert ist -

ermöglicht eine hochwertige intensivmedizinische

Betreuung der Patienten.

• Die bestehende Dialysestation wird um

einen Behandlungsplatz samt den

erforderlichen Nebenräumen erweitert.

• Die Sonderklassestation der Abteilung

für Innere Medizin wird um vier komfortable

2-Bett-Zimmer erweitert. ■

UTA Telekom AG, Österreichs führender Festnetzanbieter, senkt ab 1. Juni massiv die Preise fürs Telefonieren im

Festnetz sowie in die Mobilnetze, und zwar für Privat- sowie für Geschäftskunden innerhalb Österreichs und auch für

Telfonate ins Ausland. Alle UTA-1002-Kunden telefonieren ab Juni in ganz Österreich im Festnetz um nur mehr 33

Groschen in der Freizeit (von 18 bis 8 Uhr) sowie um 77 Groschen pro Minute in der Geschäftszeit (von 8 bis 18 Uhr),

sekundengenau abgerechnet ab der ersten Sekunde. Damit bietet UTA für die meisten Telefonate die günstigsten

Preise in Österreich an. UTA-Kunden werden gegenüber den bisherigen Kosten um rund 20 Prozent billiger

telefonieren (verglichen mit den alten UTA-Preisen anhand des durchschnittlichen Gesprächsverhaltens im März

2000).

Wegen der sekundengenauen Abrechnung ab der ersten Sekunde bedeuten die neuen UTA-Preise konkurrenzlos

günstiges Festnetz-Telefonieren in Österreich, da die meisten Mitbewerber entweder nach Impulsen oder

sekundengenau erst ab der ersten Minute abrechnen, während UTA den Konsumenten sekundengenaue

Abrechnung bereits ab der ersten Sekunde bietet. Mehr als 50 Prozent der Telefongespräche dauern weniger lang

als eine Minute.

In die heimischen Mobilnetze senkt UTA die Minutenpreise auf 3,– Schilling (Geschäftszeit) beziehungsweise 2,88

Schilling (Freizeit) in die beiden Netze der mobilkom sowie auf 3,60 Schilling (Geschäftszeit) und 2,88 Schilling

(Freizeit) in die GSM-Netze von max.mobil, ONE und tele.ring.

Ebenfalls massiv gesenkt werden die Business-Preise: Während der Geschäftszeit kostet eine Minute im Bundesland

60 Groschen. Auch die internationalen Business-Preise sowie die Preise für Telefonate in die österreichischen

Handy-Netze fallen teilweise deutlich. Alle Angaben von Business-Preisen verstehen

sich exklusive Ust., alle übrigen Preisangaben inklusive MwSt.

Derzeit telefonieren rund 185.000 ÖsterreicherInnen mit UTA, rund 105.000

ÖstereicherInnen surfen mit UTA im Internet.

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


22 QUALITÄTSMANAGEMENT

QUALITÄTSMANAGEMENT 23

Stationäre Palliativbetreuung

Ein erster wichtiger Schritt!

Größte Fachtagung mit großem Ausbildungsangebot

Starker Besuch bei Hygienetag 2000

Ein engagiertes Team von Experten für ein sensibles Thema

Am 25. Jänner 2000 fand im

Hörsaal der Medizinischen

Universitätsklinik die Abschlussveranstaltung

des Pilotprojektes

„Stationäre Palliativbetreuung” statt. 200

TeilnehmerInnen erlebten einen gemeinsamen

Rückblick auf die Entstehung

und Umsetzung dieses Projektes und

bekamen einen Ausblick auf die weitere

Entwicklung dieses sensiblen und

notwendigen Bereiches.

Univ.-Prof. Dr. A. Heller: Lob

für Steirer

schließend evaluiert.

Dr. Brigitte Wagner und Dr. Dieter

Krainz berichteten anschließend über die

wissenschaftliche Begleituntersuchung,

die auch belegen konnte, dass die

Palliativbetreuung eine Verbesserung der

Lebensqualität für die Patienten bringt.

Dr. Katharina Heimerl und Univ.-Prof. Dr.

Andreas Heller (beide: IFF-Wien) referierten

die

Ergebnisse der

qualitativen Evaluation

und lobten

die Steiermark

als die

Avantgarde der

österreichischen

Palliativmedizin.

Mag. Claudia

Nemeth (ÖBIG,

Wien) berich-

Der Finanzdirektor der KAGes, Ernst

Hecke leitete ein und verlieh seiner

Hoffnung Ausdruck, dass das zarte

Pflänzchen der Palliativbetreuung bald

die ganze Steiermark und darüber

hinaus Österreich sozusagen aufblühen

lasse.

Frau Pflegedirektor Hedy Eibel

moderierte den Abend und setzte den

Rahmen mit dem Zitat: „Zur Kultur des

Lebens gehört eine Kultur des Sterbens.”

Dr. Markus Narath von der Medizinischen

lieferte einen Direktion Überblick

über die Geschichte des Projektes,

welches im Herbst 1997 in der

Landeskommission des Steiermärkischen

Krankenanstalten Finanzierungsfonds

(SKAFF) beschlossen worden war. Mit

großem Engagement wurde an der II.

Med. Abt. des LKH-Univ.-Klinikum Graz,

im Krankenhaus der Elisabethinen und

im LKH Bad Aussee ein Jahr lang gezielt

Palliativbetreuung umgesetzt und antete

über das steirische Palliativkonzept,

Mag. Sigrid Fanninger (KAGes) über

Personalentwicklung im Palliativbereich

und DGKS Maria Riedrich über die

Einbindung ehrenamtlicher Mitarbeiter

des Hospizvereines Steiermark.

Der Projektleiter Dr. Johann Baumgartner

resümierte, dass die Steiermark damit

einen ersten Schritt gesetzt hat, um an

die internationale Entwicklung der

Palliativbetreuung anzuschließen.

Univ.Prof. Dr. Karl Harnoncourt, der

Projektbeauftragte, umriss schließlich den

akuten Handlungsbedarf:

1. Die Integration der Palliativmedizin in

Aus-, Fort- und Weiterbildung für die

beteiligten Berufsgruppen und

2. den schrittweisen, landesweit

koordinierten Aufbau einer abgestuften

Palliativbetreuung – intra- und

extramural.

Der Erfolg des Palliativprojektes hatte

viele Väter und Mütter: Diesen sei auf

diesem Weg nochmals gedankt.

Abschließend sicherten Vorstandsdirektor

Dr. Klaus Fankhauser, Mag. Helmut Hirt

(SKAFF) und Sektionschef DI Harald

Gaugg (Wien) der weiteren Entwicklung

des Palliativbereiches ihre Unterstützung

zu.

„Die Zeichen der Zeit machen

zuversichtlich, auf dass die Pflänzchen

gedeihen und sich mehren! “ ■

Foto Nina Krok

Über 200 Teilnehmer bei Abschlussveranstaltung

Im Rahmen dieser Veranstaltung präsentierte

das Unternehmen Dr. Schilhan

Gebäudeservice sein Dienstleistungsangebot

und Handelsprodukte. Neben

den 4-Farb-Einwegwischtüchern, welche

als Wettex-Ersatz zu betrachten sind,

fand die Neueinführung des geschlossenen

Systems für die Flächendesinfektion

„Wettask“ großes Interesse.

„Ärzte, Hygienefachkräfte und Schwestern

wurden über unsere Produkte

umfassend informiert, die eine wesentliche

Erleichterung in der sicheren Handhabung

der Flächendesinfektion bringen“,

so Renate Schilhan.

Der KAGes-Vorstand veranstaltete in

Zusammenarbeit mit dem Institut für

Krankenhaushygiene und Mikrobiologie

sowie mit der ARGE-Hygienefachkräfte

der KAGes einen Hygienetag am 05.

04. 2000 im Raiffeisenhof. Mit 440

Teilnehmern (externe und interne Experten,

Hygienebeautragte, ...) war das

die größte Fachtagung zum Thema

„Krankenhaushygiene” und hatte das

Ziel, einen umfassenden Informationsund

Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

Die Krankenhaushygiene ist ein sehr

wichtiger Teil der Qualitätssicherung im

Krankenhaus. Die wichtigsten Qualitätsmerkmale

im Krankenhaus sind diagnostische,

therapeutische und hygienische

Standards, pflegerische und sozioethische

Anforderungen sowie ökologische

und auch ökonomische Gesichtspunkte.

Innerhalb dieser Qualitätsmerkmale

spielt der Funktionsbereich der Krankenhaushygiene

eine herausragende Rolle,

denn hygienische Standards sind in allen

Funktionsbereichen und auf allen Hierarchieebenen

des Krankenhauses definiert

und zu berücksichtigen.

Als einziger Krankenhausträger hat die

KAGes einen definierten Hygieneprüfplan,

der ISO-zertifiziert ist. Damit

verfügt die KAGes auch über ein

wirksames Instrumentarium zur Krankenhausinfektions-Prophylaxe.

35.000

Proben werden jährlich vom Institut für

Krankenhaushygiene durchgeführt. Alle

Endoskope werden mindestens

vierteljährlich untersucht (höchste Frequenz

in Österreich). Zudem erfolgt eine

permante Prüfung aller Geräte zur

Sterilisation und Desinfektion. Durch ein

verbessertes Kontrollsystem und mehr

Effizienz in der Hygiene kann auch ein

ökologischer Beitrag geleistet werden.

1992 wurden noch 60 Tonnen

Desinfektionsmittel zur Flächenreinigung

ausgeschrieben, 2000 waren es nur

mehr 19 Tonnen.

Vor diesem Hintergrund hat der Hygienetag

ein großes Ausbildungsangebot für

alle Bereiche des Krankenhauses

geboten. Dieser Tag war ein wesentlicher

Beitrag zur Verbesserung des

Hygienebewusstseins.


Renate Schilhan und Prim. Dr. Athanasios Bogiatzis

Foto Harry Stuhlhofer

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


24 QUALITÄTSMANAGEMENT

QUALITÄTSMANAGEMENT 25

Gesamtsteirisches Projekt

Schmerzfrei im Krankenhaus

Ein starkes Team für eine

bessere Schmerztherapie

Die postoperative Schmerztherapie stellt ein

besonderes Qualitätsmerkmal bei der

perioperativen Betreuung von Kindern dar. Bis

vor einigen Monaten lag die gesamte

Betreuung der Schmerzpumpen auf den

Stationen in den Händen der Anästhesisten.

Aus diesem Grund haben wir uns um eine

noch engere Zusammenarbeit mit dem

Pflegepersonal der Stationen bemüht und

unser Anliegen wurde mit offenen Armen

aufgenommen. Ärzte der Anästhesie und

Pflegepersonal an der Kinderchirurgie Graz

bemühten sich im Rahmen eines Projektes

unter der Leitung von Dr. Maria Vittinghoff und

OA Dr. A. Gutmann um die Übernahme der

technischen Betreuung der Schmerzpumpen

durch das Pflegepersonal, um eine lückenlose

Schmerzfreiheit der Patienten sicherzustellen.

Zuerst wurde eine Fortbildung in der Theorie

der Schmerztherapie im Kindesalter

durchgeführt. Danach wurde nach Verfassung

eines entsprechenden Skriptums das gesamte

Pflegepersonal der Stationen an der

Kinderchirurgie in kleinen Gruppen in die

Handhabung und Betreuung der

Schmerzpumpen eingeschult. Dabei wurde

eine strenge Arbeitsteilung zwischen

Anästhesisten und Pflegepersonal vereinbart.

Nach wie vor werden das Therapieschema

sowie die Ersteinstellung und jede Änderung

der Therapie vom zuständigen Anästhesisten

vorgegeben. Außerdem werden alle Patienten

mit einer Schmerzpumpe mindestens einmal,

in der Regel aber zweimal am Tag visitiert.

Die Aufgabe des Pflegepersonals liegt in der

technischen Betreuung der Schmerzpumpen.

Dies umfasst das Vorbereiten und Wechseln

der Schmerzinfusionen sowie das

Gewährleisten der einwandfreien Funktion der

Pumpen. Durch diese intensive Zusammenarbeit

zwischen Pflegepersonal und

Anästhesisten konnte die Qualität der

postoperativen Schmerztherapie mittels

Schmerzpumpe erheblich verbessert werden.

Das Ziel für die Zukunft besteht darin, durch

die gezielte Fortbildung auf verschiedenen

Ebenen die postoperative Schmerztherapie

mittels Schmerzpumpe noch tiefer im

Bewusstsein aller Beteiligten (Ärzte,

Pflegepersonal und Patienten) zu verankern.

Enquete im Palais Attems

Im März dieses Jahres wurde im Grazer

Palais Attems, einem Juwel des Barocks,

das Projekt „Schmerzfrei im Krankenhaus”

von der Patientenombudsfrau, Mag.

Renate Skledar, vorgestellt.

Projektziel

Ziel dieses Vorhabens ist es, bei Ärzten

und Krankenpflegepersonen ein

Problembewusstsein zu schaffen, sie in

die Lage zu versetzen, eine angemessene

Schmerztherapie bereitzustellen und die

dafür erforderlichen Einrichtungen zu

definieren. Aber auch die Patienten sollen

in die Lage versetzt werden, Schmerzzustände

richtig zu deuten, zu verbalisieren

und mit ihnen umzugehen.

Gemeinsam mit Patienten und professionellen

Helfern im Krankenhaus und

im nachfolgenden Umfeld soll das

Grazer Schmerzkongress

Ende April präsentierten nationale und

internationale Experten den neuesten

Stand der Schmerzforschung und der

Schmerztherapien. Der

Einladung der Universitätsklinik

für Anästhesiologie

und Intensivmedizin,

LKH-Univ.-

Klinikum Graz, in die

Aula der KFU Graz

waren über 200 Teilnehmer

gefolgt. Die

Themen der Referate

waren vielfältig: Die

Schmerztherapie als

umfassende ärztliche

Herausforderung, die

Notwendigkeit und

Organisation einer

Schmerzambulanz,

aber auch Schmerzbehandlung aus den

unterschiedlichen Sichtweisen der

Schmerzmanagement erstellt und durchgeführt

werden.

Meilensteine

Nach der Eröffnungsenquete und

Projektvorstellung ist eine Patientenbefragung

in steirischen Spitälern und

Rehabilitationszentren sowie eine Selbsteinschätzung

von Ärzten und Pflegepersonal

vorgesehen.

Nach der Präsentation der Befragungsergebnisse

werden Schmerzbroschüren

für Patienten, Ärzte und Pflegepersonen

zur Verfügung gestellt und begleitende

Maßnahmen wie Fortbildungen und

Beratungen angeboten.

Die Wiederholung der Befragungen von

Patienten und MitarbeiterInnen nach

einem Jahr soll das Bild abrunden. ■

Sozialversicherungsträger und der Patientenanwältin.

Ein Höhepunkt war

sicher der Vortrag von Univ.-Prof. Dr.

Walter Zieglgänsberger

vom Max-

Planck-Institut in München.

Er informierte

über die neuesten

molekularbiologischen

Erkenntnisse über bleibende

Veränderungen

des Genoms von Nervenzellen

bei chronifizierenden

Schmerzen.

Den Abschluss dieser

von OA Dr. Adolf Rudorfer

organisierten

Veranstaltung bildete

ein Expertenforum

unter der Diskussionsleitung des ORF-

Moderators Dr. Alois Kogler. ■

Schmerzmanagement

Modellprojekt der

Strukturkommission

Das LKH Leoben (Eisenerz) ist eines von

11 österreichischen Spitälern, das am

Projekt „Qualität im Krankenhaus” der

Strukturkommission teilnimmt. Im Modellprojekt

1 geht es dabei um das „Aufnahme-

und Entlassungsmanagement”

und im Modellprojekt 4 um „Patient-

Innenorientierte Stationsorganisation”.

Die chirurgische Station 2 A nimmt am

Projekt „PatientInnenorientierte Stationsorganisation”

teil, das im Februar 1998

gestartet wurde. Derzeit sind beide

Stationen in der Phase der Maßnahmenumsetzung.

Für das Frühjahr

2000 ist dann die zweite PatientInnenbefragung

mit anschließender Evaluation

und Adaption geplant.

Chirurgische Modellstation

Die chirurgische Station 2 A hat nach

der ersten PatientInnen-Befragung die

Probleme definiert und Ziele festgelegt.

Inzwischen sind auch bereits Maßnahmen

geplant und implementiert

worden. Schwerpunkte sind:

• das Schmerzplakat

• die Informationen zum Thema

Schmerz bei der Aufnahme durch Arzt

und Schwester

• die Informationen zum Thema

Schmerz vor jeder Untersuchung und

Operation

• die Schmerzklassifizierung

• schnelle Interventionen gegen

Schmerzen

Schmerzplakat

Da viele Patienten glauben, dass

postoperative Schmerzen „normal” sind

und deshalb ertragen werden müssen,

wurde in jedem Patientenzimmer ein

Plakat ausgehängt. Dieses erinnert die

Patienten daran, dass sie auch selbst

sagen, wenn Schmerzen auftreten.

Damit soll den Patienten Mut gemacht

werden, über ihre Schmerzen zu

sprechen und nicht darauf zu warten,

bis sie jemand danach fragt. Denn:

Schmerzen müssen nicht sein!

Schmerzinformation

Schon bei der Aufnahme werden die

Patienten informiert, dass Schmerzfreiheit

bei allen Untersuchungen und Behandlungen

das Ziel ist und das

Möglichste getan wird, um Schmerzen

zu verhindern. Der Patient wird über

mögliche Schmerzen informiert und

erhält auf Wunsch Schmerzmittelgaben,

die auch auf die Angabe der Schmerzintensität

des Patienten abgestimmt

werden.

Projektstand

Ende April war die zweite PatientInnen-

Befragung abgeschlossen. Nach erfolgter

Auswertung wird die Evaluation und

Dokumentation des Projektes folgen. ■

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


26 QUALITÄTSMANAGEMENT

QUALITÄTSMANAGEMENT 27

Pilotprojekt für postoperative Schmerztherapie

„Ich möchte diese Therapie nicht

mehr missen“

Während in Ländern wie England,

vor allem aber in Schweden, seit

vielen Jahren eine breite Basis für eine

suffiziente postoperative Schmerztherapie

existiert, hinkt Österreich - mit einigen

Ausnahmen - dieser Entwicklung nach.

Nicht zuletzt zeigt auch die von Frau

Mag. Skledar, Patientenombudsfrau des

Landes Steiermark, geförderte Aktion

„Schmerzfrei im Spital“ den enormen

Nachholbedarf. G’sund im Gespräch mit

Primar Wolfgang Filzwieser, Ass. Dr.

Barbara Wagner und DGKS Theresia

Poprask über die erfolgreiche „postoperative

Schmerztherapie“ im LKH

Deutschlandsberg.

Verbessungspotenzial

vorhanden

Verantwortlich für den Entwurf des

Pilotprojekts „Postoperative Schmerztherapie“

zeichnen die drei Mediziner OA

Wilhelm Zenz, Primar Wilhelm Klösch

und Primar Gottfried Filzwieser.

„Entscheidender Ansatzpunkt und

kritischer Erfolgsfaktor für das Gelingen ist

das interdisziplinäre und berufsgruppenübergreifende

Zusammenspiel zwischen

Anästhesist, Chirurg und Schwester“,

betont Primar Filzwieser, „die notwendigen

Medikamente und therapeutischen

Mittel halten wir schon lange

in unseren Händen.“

Schmerzen sichtbar machen

Ein wichtiges „Werkzeug“ der Schmerztherapie

ist die Visual Analogue Scale

(VAS). „Dieses Instrument dient dazu, den

Schmerz auf einer

Skala von 0 bis 10

sichtbar zu machen. 0

bedeutet völlige

Schmerzfreiheit, Stufe

10 ist der stärkste

vorstellbare Schmerz.

VAS 3 und darunter

gelten als tolerabler

Schmerz“, beschreibt

Ass. Dr. Barbara

Wagner die Funktion

der VAS. „Ein unverzichtbares

Element

dieser Therapie ist das Schmerzprotokoll,

in dem Schmerzintensität, Sedierungsgrad,

Blutdruck, Puls und Atemfrequenz

regelmäßig aufgezeichnet werden und

das dadurch dem Pflegepersonal und

dem Patienten Sicherheit gibt“, so Primar

Filzwieser.

Entsprechend einem genau definierten

Stufenplan legt der Anästhesist bereits im

OP die Schmerztherapie für den

Patienten fest (Anordnungsverantwortung).

In der Aufwachstation macht die

Anästhesieschwester den Patienten

schmerzfrei. Dann erst wird er auf seine

Station transferiert, wo die Schwester der

Bettenstation die Schmerztherapie

weiterführt (Durchführungsverantwortung).

Mit der Basistherapie (Paracetamol/

Diclofenac) wird am Ende der Operation

oder unmittelbar danach begonnen. Sie

wird in den nächsten 24 bis 48 Stunden

unverändert weitergeführt. Darüber

hinaus bestehende Schmerzen kann die

Schwester mit Tramadol behandeln.

Diesem Schmerztherapiekonzept entsprechend

ist der Schwester ein klar

definierter Rahmen vorgegeben,

innerhalb dessen sie mit den genannten

Medikamenten postoperative Schmerzen

therapieren und auch Umstellungen

beispielsweise von parenteraler auf orale

Medikation selbständig durchführen

kann. Die DGKS rückt in den Mittelpunkt

der postoperativen Schmerztherapie

Foto Max Deix

Ein erfolgreiches Team (v. r.): Prim. Dr. G.

Filzwieser, Ass. Dr. B. Wagner, DGKS U.

Sommer, Ass. Dr. G. Eichmüller, DGKS T.

Poprask, OA Dr. P. Hofmann, DGKS A. Cernec,

DGKS B. Adlbauer, Prim Dr. W. Klösch

(schwesterngesteuerte Analgesie). Bei

Eingriffen mit sehr hoher Schmerzintensität

wird zusätzlich zur Basismedikation

vorzugsweise eine nur vom

Patienten selbst bediente Schmerzpumpe

mit Piritramid eingesetzt (patientengesteuerte

Analgesie).

„In Schulungen werden Pflegepersonal

und Hebammen über den Einsatz von

Schmerzmitteln genau instruiert. Auch auf

mögliche Komplikationen und Nebenwirkungen

wird genauestens eingegangen“,

sagt Ass. Dr. Wagner, die

derzeit gemeinsam mit Ass. Dr.

Eichmüller die Projektbegleitung innehat.

„Bisher hat es noch keine Komplikationen

bzw. Notfälle im Rahmen dieser

Schmerztherapie gegeben“, berichtet Dr.

Barbara Wagner.

„1+1+1= 4“

„Ich möchte diese neue Therapieform

nicht mehr missen, die Patienten fühlen

sich einfach wohler und sind zufriedener“,

hat DGKS Theresia Poprask beobachtet.

Inzwischen wurde die Therapie

schrittweise auf alle operativen Stationen

ausgedehnt. Zufriedenheit und Wohlergehen

unserer Patienten nach der

Operation drücken sich auch in

folgenden Zahlen aus:

78% beurteilen die Therapie mit „ausgezeichnet“,

19% mit „gut“ und 2% mit

„zufiedenstellend“.


Erstmals vertragliche Qualitätsgarantie für

die Sonderklasse in den steirischen LKHs

Ambiente zum

Wohlfühlen

Der langjährige Leiter des Verhandlungsteams der PKV,

Direktor M. Pleninger (im Vordergrund Mitte) mit den

Gratulanten Vorstandsdir. K. Fankhauser (li.) und Vorstandsdir.

B. Martetschläger (re.). Dahinter (v. li. n. re.):

KAGes-Finanzdirektor Ernst Hecke, Generaldir. W. Reimelt

(Merkur), Dir. Peter Kranz (Merkur)

Knapp 210.000 privatversicherte

SteirerInnen, dies sind immerhin rd.

17,5 Prozent der steirischen Bevölkerung,

profitieren von diesem - in

Österreich wohl einzigartigen - vertraglichen

Abkommen zwischen dem

Verband der Versicherungsunternehmer

Österreichs (PKV) und der KAGes.

Demnach erhalten die Privatversicherten

erstmals einen vertraglich fixierten,

höheren Qualitätstandard in der Sonderklasse.

Dieser liegt deutlich über dem

gesetzlich vorgesehenen Niveau.

Den jährlich rd. 30.000 SonderklassenpatientInnen

in den KAGes-Spitälern

steht künftig nicht nur hochwertige

spitzenmedizinische Infrastruktur zur

Verfügung, sondern nun auch ein

deutlich verbesserter Hotelkomfort, der

sich mit jenem der Privatsanatorien

vielfach messen kann und in manchen

Bereichen diesen sogar übersteigt.

Die KAGes-Spitäler bieten überwiegend

Foto Nina Krok

eine Vielzahl an Annehmlichkeiten, wie

Ein- und Zweibettzimmer mit Telefon und

Fernseher, freie Speisen- und Getränkewahl,

separater Nassbereich im

Zimmer, versperrbares Kästchen,

kostenlose Tageszeitung etc. Die stilvolle

Ausstattung der Sonderklassezimmer soll

den Patienten und auch ihren Besuchern

ein „Wohlfühlambiente” vermitteln, in

dem der Patient das ideale Umfeld zur

Genesung findet.

Anlass zum Zusammentreffen zwischen

den Vertretern der PKV und der KAGes

war nicht nur der Abschluss dieses

Direktverrechnungsabkommens, sondern

auch die Würdigung des langjährigen

erfolgreichen Wirkens von Dir. M.

Pleninger, welcher viele Jahre hindurch

federführend als Vertreter des PKV die

Verhandlungen über die Tarifanpassungen

mit der KAGes geführt hat und seine

langjährige und äußert erfolgreiche Karriere

Mitte des Jahres beenden wird. ■

5. INTERNATIONALES

SYMPOSIUM

Qualität im

Gesundheitswesen

13. - 15. November 2000

Ort:

Wiener Rathaus

Veranstalter:

Wiener Krankenanstaltenverbund und

Allgemeine Unfallversicherungsanstalt

Motto:

Qualität bewegt

Sekretariat des Symposiums:

Allgemeine Unfallversicherungsanstalt

Kongressbüro

Adalbert-Stifter-Straße 65

A-1200 Wien

Tel (+43 1) 33 111 - 537

Fax (+43 1) 33 111- 469

E-mail: hik@auva.sozvers.at

Besuchen Sie das

G’sund auch im

Internet unter

http://www.gsund.net

Die E-mail-Adresse der

G’sund-Redaktion:

gsund@kages.at

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


28

QUALITÄTSMANAGEMENT

UMWELT 29

Universitäts-Augenklinik Graz: Erfolgreich Gruppenarbeit bei

Mitarbeiterhausmesse präsentiert

Teamwork zum Wohle des

Patienten

„Ein Team ist eine kleine Gruppe von

Personen, deren Fähigkeiten sich ergänzen

und die sich für eine gemeinsame

Sache engagieren. Das Team

stellt den Patienten dann in den

Mittelpunkt, wenn alle an einem Strang

ziehen“, fassen Mag. Mara Skoff und

Anna Margaretha Theissl, MTA, stellvertretend

für alle Berufsgruppen der

Universitätsaugenklinik Graz einen im

Rahmen der Mitarbeiterhausmesse erfolgreich

präsentierten Beitrag zusammen.

In einem guten Team sei der Erfolg die

Belohnung, zugleich aber die Rückmeldung

des Leiters von großer

Bedeutung, so die Erfahrung der

Gruppe. Entscheidend für die gute

Zusammenarbeiten eines Teams sei es

zu erkennen, was eine gute Teamarbeit

behindere. Mobbing (gezielte Schikanen

auf eine Person), Konkurrenzkampf,

keine demokratisch-partnerschaftliche

Kooperation, geringe Kritikfähigkeit,

mangelnde Reflexion, wenig Anerkennung,

mangelnde Unterstützung u.

a. wurden von der Gruppe der Augenklinik

Graz als besonders teambehindernde

Faktoren erarbeitet.

Gute Teamarbeit lebt vor allem von den

sich ergänzenden Momenten des Miteinanders,

der Empathie, der

Gegenseitigkeit und des ethischen und

verantwortlichen Handelns: miteinander

Konflikte lösen, kommunizieren, diskutieren,

lernen, Einfühlungsvermögen haben,

sich in die Situation hineinversetzen

können, sich gegenseitig loben,

kompromissbereit sein, sich gegenseitig

informieren, sich achten, offen sein sowie

in ethischer Verantwortung leben

und handeln.

„Gemeinsam unterwegs zum Wohle des

Patienten“, so das Resultat der Gruppenarbeit,

„kann nur im gemeinsamen

und verständigen Zusammenwirken aller

beteiligten Berufsgruppen erreicht

werden.“


Poster für KAGes-Mitarbeiter liegen bereit

Wasser - kostbarstes Lebensmittel

Wenn Sie seit wenigen Tagen das

Gefühl haben, dass Ihnen da

und dort am Arbeitsplatz ein Wüstentier

über die Schultern schaut, so liegt das

nicht an den frühsommerlichen Temperaturen!

Keine Sorge! Das hat einen

anderen Grund:

Am 3. Umweltforum wurde eine

Posteraktion zum KAGes Jahresthema

2000 „Wasser sorgsam nutzen”

gestartet! Möglichst viele Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter werden damit

an die Kostbarkeit unseres wichtigsten

Lebensmittels, des Wassers, erinnert.

Viele Maßnahmen können wir sofort

umsetzen, ohne die Qualität unserer

Arbeit zu beeinträchtigen! Durch

Abdrehen von rinnenden Wasserhähnen,

durch sorgfältige Dosierung bei Reinigung

und Desinfektion!

Aktionsmöglichkeiten gibt es viele! Ihr

Beitrag zählt!

Neugierig? Dann blättern Sie vor zu den

Die Steiermark - Land des Wassers

Steirische Wasserstraße

Seiten 32/33 und holen sich Ihr

eigenes Poster zum Aufhängen für Ihre

Station, für Ihren Arbeitsplatz! ■

Infoblätter zur Aktion bitte

unter der E-mail-Adresse

umwelt@kages.at anfordern!

Die vier Gebirgszüge Hochschwab,

Veitschalpe, Schneealpe und Rax

dominieren die Landschaft oberhalb des

Mürztals und sind gleichzeitig Speicher

und Quelle von kostbarem Trinkwasser

für die Menschen der Region, für das

Land Steiermark und für die Gemeinde

Wien.

Foto Grazer Stadtwerke AG WASSER

Im Jahre 1995 wurde in Altenberg a. d.

Rax der Verein „Die steirische Wasserstraße“

gegründet. Sein Ziel ist es,

den Menschen die Bedeutung des

Wassers bewusst zu machen und näher

zu bringen. Eine wesentliche Initiative

des Vereins war die Gründung des

„Internationalen Wasserforums“, das seit

1997 jährlich in der Gemeinde

Altenberg stattfindet. Diese kleine

Gemeinde im Mürzoberland mit 400

Einwohnern liegt zum Großteil im

Landschaftsschutzgebiet sowie im

Quellschutzgebiet der Stadt Wien.

Heuer findet hier in der Zeit vom 14. bis

16. September bereits das 4. Altenberger

Wasserforum statt.


Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


30 UMWELT

UMWELT 31

U M W E L T-K U R Z M E L D U N G E N

3. Umweltforum im LKH

Mürzzuschlag

Hilft´s nix,

so schad´s

nix!” Das hat

sich sicher

die/der eine

oder andere

gedacht, als

zur Begrüßung

beim 3. Umweltforum „Grander-Wasser” angeboten wurde.

Höhepunkt dieses unternehmensweiten Plattformtreffens war

der Vortrag von Dipl.-Chem. Hanswerner Mackwitz

(Joanneum Research), der einen tiefen Einblick in die

Chemieküche von Wasch- und Reinigungsmitteln gab. Das

LKH-Univ.-Klinikum Graz sowie die LKHs Mürzzuschlag und

Mariazell präsentierten ihre aktuelle Umweltarbeit.

ASK-Veranstaltung

„Umweltschutz - eine Aufgabe

für alle”

Die interdisziplinäre Zusammensetzung und hohe

Motivation der TeilnehmerInnen machte dem Motto der

diesjährigen ASK-Veranstaltung alle Ehre! Die engagierten

Diskussionen zeigten abermals, dass Umweltarbeit nur

gemeinsam durch prozessorientiertes Denken erfolgreich sein

kann!

Umweltteam LKH Bad

Radkersburg

Nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema

Umweltschutz konnte die Anstaltsleitung des LKH Bad

Radkersburg mit einer eindrucksvollen Willenserklärung ideale

Startbedingungen für die Arbeit des neu gegründeten

Umweltteams schaffen. Prim. Zirm eröffnete den Startworkshop

und unterstrich dabei, wie wichtig es gerade für

Gesundheitsdienstleister ist, über die eigenen Anstaltsmauern

zu schauen: Wie

werden die von

uns verwendeten

Produkte hergestellt?

Welche

schädlichen Emissionen

entstehen

bereits bei der Produktion? Den folgenden Ausbildungsworkshops

sehen die Lokale Umweltkoordinatorin (LUK), Frau

BDir.-Stv. Strohmeier und ihr Team schon mit Spannung

entgegen.

Umweltschutz im Intranet

Gerade noch werden die letzten Buttons gesetzt und Links

gelegt - dann können Sie Umweltschutz auch im Intranet

finden.

Die 4 Pfade:

1. Themen - Umweltschutz

2. Anbieter - Technische Direktion - Umweltschutz

3. Technische Direktion - T4 - Umweltschutz

4. Technische Direktion - Themen - Umweltschutz

bringen Sie auf schnellem Wege sowohl zu den strategischen

Eckpfeilern als auch zu den News unserer unternehmensweiten

Umweltarbeit. Eine Projektbörse, wo Sie Anregungen

und Erfahrungen von Umweltverbesserungsmaßnahmen finden

werden, ist in Planung. Schauen Sie im Netz vorbei! Über Ihr

Feedback freut sich die zentrale Umweltkoordination unter

umwelt@kages.at.

Wasserspielpark

Eine touristische Attraktion öffnet am 17. Juni ihre Tore: der

Wasserspielpark im Naturpark Eisenwurzen im Bezirk

Liezen. Eine Triftanlage für den Holztransport, Wehranlagen

mit verschiedenen Möglichkeiten Wasser zu stauen, Turbinen

und Holz-Schöpfräder sind einige der „technischen”

Attraktionen. Die biologische Bedeutung des Wassers wird

anhand von 6 Aquarien verdeutlicht. Große Sand- und

Wasserbaustellen, eine Spielinsel, Baumhäuser und ein

Pfahlhaus sowie eine Seilfähre und Flöße sind einige der

zahlreichen weiteren Erlebnismöglichkeiten.

Informationen unter: 03632/7714, Naturpark Eisenwurzen.

Eigenwasserversorgung des LKH Hörgas/Enzenbach

Im Freilauf von der Quelle

Die Unentbehrlichkeit von Wasser

wird erst dann bewusst, wenn es

knapp wird.

Welche Bedeutung Wasser, zumal

frisches Quellwasser hat, davon können

die Verantwortlichen des LKH Hörgas/Enzenbach

beredt Auskunft geben.

Bereits bei der Errichtung der früheren

Lungenheilstätte Hörgas - eröffnet wurde

Hörgas im Mai 1906 - sorgte man für

eine vom öffentlichen Wassernetz

unabhängige Wasserversorgung. Aus

einer „Quellfassung“ im dicht bewaldeten

Mühlbachgraben nahe des

Stiftes Rein führt im Freilauf (d. h. ohne

Pumpe) eine ca. vier Kilometer lange

Leitung das kostbare Quellennass zu

dem in LKH-Nähe befindlichen Hochbehälter.

Von diesem in die Natur

Innenansicht der Quellfassung

Fassungsvolumen

von 50m 3

gelangt das

Wasser wiederum

über den

Eigendruck in

eine zweiteilige

Ringleitung (zur

Sicherheit, falls

eine Leitung

ausfällt) ins

LKH.

Ähnliches gilt

für die 1915

fertig gestellte

Abteilung Enzenbach.

Aus zwei Quellfassungen im

Hörgasgraben kommend fließt das

Ing. Alexander Siegmund (re), Technischer Leiter

des LKH Hörgas-Enzenbach und sein Stellvertreter

Ferdinand Peer

integrierten und höher als das LKH Hörgas

gelegenen Speicher mit einem

Hochbehälter Hörgas mitten in

der Natur

Idyllische Quellfassung

Mühlbachgraben

Wasser drei Kilometer zum

Hochbehälter Enzenbach, der 100 m 3

fasst, und von dort wieder über ein

Ringsystem zu den Benützern. Beide

Häuser können über zusätzliche

Quellfassungen notversorgt werden

.

Jährlich werden die beiden Hochbehälter

einer gründlichen Reinigung

unterzogen. Die beiden LKH-Ringsysteme

hatten sich erst zuletzt einer

Generalsanierung zu unterziehen, bei

der die bald hundert Jahre alten

Stahlgussrohre durch Kunststoffrohre

ersetzt wurden.


Becken des Hochbehälters

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


34

PERSONALENTWICKLUNG

PERSONALENTWICKLUNG 35

Wir halten Aus- und Weiterbildung und unsere

persönliche Entwicklung für unbedingt

notwendig, um die Herausforderung der

Zeit erkennen zu können und um unseren Aufgaben

von heute und morgen gewachsen zu sein.

Tag der Gesundheits- und Krankenpflege

„Nurses, always there for you”

200 Personen konnte die Landesvorsitzende

des ÖGKV, Cäcilia Petek,

im Pfarrsaal St. Leonhard zum Tag der

Krankenpflege begrüßen. Zurückgehend

auf den Geburtstag von Florence

Nightingale wird der 12. Mai seit den

60er Jahren vom ICN - „International

Council of Nurses” - und WHO als „Tag

der Krankenpflege” gefeiert. Der ICN

und der Österreichische Gesundheits- und

Professionalität

braucht

Unterstützung

Krankenpflegev

e r b a n d

(ÖGKV) als

Mitglied des

Schwesternbundes

nützen

diese Gelegenheit,

um 11

Millionen Schwestern/Pflegern weltweit

und cirka 70.000 Gesundheits- und

Krankenschwestern/Pflegern österreichweit

Dank für ihren humanitären Einsatz

auszusprechen.

Der steirische Vorstand des Berufsverbandes

hat an diesem 12. Mai

2000 seine generelle Forderung nach

Professionalität im Pflegeberuf unterstrichen.

Eine Professionalität, die nur

dann Realität werden kann, wenn sie

breite Unterstützung und Anerkennung

aller im Gesundheitswesen Verantwortichen

findet. Der aktuelle Ausbildungsstandard

von Pflegeberufen in Österreich

muss im europäischen Vergleich eindeutig

als Schlusslicht bezeichnet werden.

Franz Obex von der Universitätsklinik

München und Autor des Buches

„Professionelle Pflege” referierte über das

Thema „Pflegediagnosen - ein Auftrag

oder mehr?”. Pflegediagnosen, so seine

Meinung, können nicht unreflektiert

übernommen werden, sondern müssen für

unseren Kulturkreis beurteilt und

angepasst werden. Wesentlich dabei ist,

dass sich alle Pflegenden an diesem

Prozess beteiligen. Frau Mag. Ingrid

Bartelmuhs brachte außerdem das Thema

„Solidarität und Mobbing - was bedeutet

das für Frauen?” näher.


Cäcilia Petek,

Landesvorsitzende des ÖGKV

Tagung in Knittelfeld

Handhabung der PEG-Sonde

Im Weißen Saal des Kultur- und

Kongresshauses Knittelfeld haben sich am

16. Februar 2000 mehr als 150 Interessierte

eingefunden. Grund war eine

Tagung zu dem Thema PEG-Sonde und

ihre Handhabung.

Die Zielgruppen waren das Krankenpflegepersonal

und Ärzte des LKH

Judenburg-Knittelfeld, das Altenpflegeheim

Knittelfeld sowie die Hauskrankenpflegegruppen

aus den Bezirken Judenburg

und Knittelfeld.

Die Referate waren sehr praxisbezogen

gehalten. So war es äußerst aufschlussreich

von Herrn Primarius Dr. Wolfgang

Rainer zu erfahren, dass das Einverständnis

zum Legen einer PEG-Sonde bei

einem nicht kommunikationsfähigen

Patienten nur über einen gerichtlich

bestellten Sachwalter, der auch ein naher

Verwandter des Betroffenen sein kann,

gegeben werden kann.

Über das Legen der PEG-Sonde

berichtete anschaulich illustriert Herr OA

Dr. Ismael Labadi. Die

hygienischen Maßnahmen

beim Legen und

der Pflege der PEG-Sonde

wurden von HFK DGKS

Inga Steinkellner erläutert.

Frau Mag. Michaela

Mandl, Leiterin der

Anstaltsapotheke am LKH

Salzburg, hat in sehr verständlichen

und für die

Praxis umsetzbaren Ausführungen die

Zusammenhänge und die Problematik

von Galenik und Mischen von

Medikamenten zu einer sondengängigen

Suspension transparent gemacht. ■

HFK DGKP Werner Poms

Haben Sie Ihren Namen oder Ihre Adresse geändert? In diesen Fällen geben Sie dies bitte dem Personalbüro

Ihrer Verwaltungsdirektion bekannt. Damit ermöglichen Sie uns, Ihnen das Mitarbeitermagazin

G’sund zuzuschicken.

Ihr Redaktionsteam

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


36

PERSONALENTWICKLUNG

PERSONALENTWICKLUNG 37

Serie der medizinisch-technischen Dienste

Diät- und ernährungsmedizinische Beratung

Die/Der

DiätassistentIn

und ernährungsmedizinische

BeraterIn zählt zur

Gruppe der gehobenen

medizinischtechnischen

Dienste.

Sie/Er ist MitarbeiterIn der Ärzte und in

dieser Funktion MittlerIn zwischen:

• Arzt: Vom Arzt erhält die/der

DA&EMB die Diätanforderung bzw.

bespricht mit ihm die individuelle

Durchführung der Diät.

• Pflegepersonal: Um Informationen

über Akzeptanz und Durchführung der

Diät zu erhalten, suchen wir das

Gespräch mit dem Pflegepersonal.

• Patient: Der Patient steht im Mittelpunkt

unserer Tätigkeit. Es werden

Ernährungszustand und -gewohnheiten

erhoben, und gemeinsam mit dem

Patienten wird ein Ernährungstherapiekonzept

erstellt. Durch Informationen

zur Therapie soll die Motivation

zur Einhaltung der Ernährungsform

gegeben werden. Mehrmalige

Gespräche mit dem Betroffenen

fördern die Akzeptanz. Auch die

Beratung und Schulung mit Einbeziehung

der Angehörigen sind ein

Teil der Therapie zur Selbsthilfe.

• Küche: Damit die Therapie bereits im

Krankenhaus Erfolge zeigt, ist eine

enge Zusammenarbeit mit der Küche

notwendig.

Tragbare und visionäre Modelle als Berufskleidung für Diätassistentinnen

präsentierte die Meisterklasse für Mode + Design

der Ortweinschule Graz bei der Führungskräftetagung in Leoben

UNSER TÄTIGKEITSFELD:

AUFNAHMEBEDINGUNGEN:

* Matura, Krankenpflegediplom oder Studienberechtigungsprüfung für Medizin

* Unbescholtenheit

* gesundheitliche Eignung

Das Tätigkeitsfeld der/des DA&EMB bietet somit in Eigenverantwortlichkeit nach

ärztlicher Anordnung ein breites Arbeitsfeld.

Es umfasst die:

• individuelle, angepasste diätthera-peutische und prophylaktische

Ernährungsberatung

• Umsetzung wissenschaftlicher Er-kenntnisse auf dem Gebiet der allgemeinen

Ernährung und der speziellen Diätetik

• Auswahl, Zusammenstellung und Berechnung sowie die Anleitung für die

Zubereitung spezieller Ernährungs- und Diätformen entsprechend den ärztlichen

Anordnungen

• Überwachung einer fachgerechten Zubereitung und Verteilung der Speisen

Der Beruf erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Geduld und Durchsetzungskraft.

Hilfe zur Selbsthilfe als Teil der

medizinischen Therapie

EINSATZMÖGLICHKEITEN:

• Krankenhaus

• Kurheime und Sanatorien

• Rehabilitationszentren

• Medizinische Fachabteilungen

• Wissenschaftliche Institutionen

• Ambulatorien und Arztpraxen

• Sportzentren

• Gemeinschaftsversorgung

• Gesundheitseinrichtungen

• Gesundheitsvorsorge

• Freiberufliche Tätigkeit

AUSBILDUNG

&

INFORMATION

Akademie für den Diätdienst und ernährungsmedizinischen

Beratungsdienst, Wickenburggasse 38

8010 Graz

Telefon: 0316/67 66 13

oder

Verband der Dipl. DA & EMB Österreich

Raaberbahngasse 3/2/8

1100 Wien

Telefon: 01/602 7 960

Fax: 01/600 3 824

E-Mail: dda-verband@cheese.at

Homepage: http://www.ernaehrung.or.at

Für den Inhalt verantwortlich:

LKH Leoben, Ernährungsmedizinische Beratung

Interessensvertretung behinderter

Arbeitnehmer Österreichs

IBAN-AUSTRIA

Am 7. April 2000 fand

die konstituierende

Sitzung der IBAN AUSTRIA in

der Steiermark statt. Diese auf

höchster Ebene Österreichs

agierende Interessensvertretung

für behinderte Arbeitnehmer

setzt sich aus Konzern-,

Zentral- und Behindertenvertrauenspersonen

aller Bundesländer sowie

einem Behindertenanwalt

zusammen.

Der Vorstand

Vorsitzender: Dr. Horst

Sekerka, Stellvertretung: Franz

Rosegger, Gerhard-Norbert

Ludwig, Ursula Stauder.

Zielsetzung:

Ziel ist es, Anliegen behinderter

Arbeitnehmer aller

Bundesländer auf Bundesebene

zu vertreten.

1998 waren in Österreich

exakt 49.921 behinderte

Menschen beschäftigt.

38.600 Behinderte waren zu

diesem Zeitpunkt arbeitslos.

Das entspricht einer alarmierenden

Arbeitslosigkeit von

40 %.

Die Wettbewerbsfähigkeit am

Arbeitsplatz verlangt von

jedem Mitarbeiter höchste

Anforderungen. Menschen

mit Behinderungen sind in der

sehr gewinnorientierten Gesellschaft

fast chancenlos.

ZBVP F.

Rosegger

(oben),

ZBVP U.

Stauder

(rechts)

Dazu kommt noch, dass die

vom Gesetz vorgesehene Behindertenvertretung

im Betrieb

in ihrer Tätigkeit oft sehr

eingeschränkt ist.

Im vorigen Jahr wurde die

Idee dieser Interessensvertretung

im Bundesministerium

für Arbeit, Gesundheit und

Soziales besprochen.

Wir wurden ermutigt, dieses

Vorhaben in die Tat umzusetzen.


Juni 2000: Masterprogramm

für Recht und Wirtschaft

International MLE

Schon seit 5 Jahren bietet IMADEC Wien ein internationales

Executiv MBA-Programm an, das Studierende aus aller Welt

absolviert haben. Mit dem neuen postgradualen Studienprogramm

wird einer Entwicklung gefolgt, die Recht und Wirtschaft

zunehmend integriert. Das Studienprogramm zum „International

Master of Law and Economics“ kann innerhalb eines Jahres nach

einem einwöchigen Aufentahlt in Brüssel, Straßburg und Luxemburg

sowie der Abfassung und mündlichen Verteidigung einer

„Masterthesis“ abgeschlossen werden. Nähere Informationen unter

der Tel.-Nr. 01/7274722 bei Frau Bibiana Righi.


Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


38

PERSONALENTWICKLUNG

PERSONALENTWICKLUNG 39

P E - K U R Z M E L D U N G E N

LKH Fürstenfeld

Basiskurs für Basale Stimulation

Vom 21.02.2000 - 23.02.2000 fand im LKH Fürstenfeld

wieder ein Basiskurs für Basale Stimulation nach dem

Konzept von Andreas Fröhlich statt. Insgesamt nahmen 18

Personen daran teil. Besonders freute uns die Teilnahme von

Fr. Prim. Dr. J. Berger (Vorstand des Instituts für Anästhesie und

Das Interesse der Teilnehmer beim Basiskurs

war äußerst groß

Intensivmedizin im LKH Fürstenfeld) an allen 3 Tagen des

Kurses. Wie schon in einer Ausgabe der G‘sund-Zeitschrift zu

lesen war, hat ja dieses Intensivzimmer bei der FK-Tagung im

Oktober 1999 in Leoben den 1. Preis für die farbliche Gestaltung

der Intensivstation im Sinne der Basalen Stimulation

erhalten. Auf diesem Weg sei auch dem Referenten dieser 3

Tage, Herrn Johann Rannegger, für die aufrüttelnden, intensiven

und an Selbsterfahrung reichen Tage herzlichst gedankt.

Tagung der KAGes-Zeitungsherausgeber,

Redakteure und Presseverantwortlichen

Erfahrungsaustausch

Bereits zum dritten Mal trafen sich die ZeitungsherausgeberInnen,

Redakteure und Presseverantwortlichen,

um sich über Aktuelles zu informieren und von den

Erfahrungen der KollegInnen zu lernen. Treffpunkt für über 20

Teilnehmer aus den steirischen LKHs und der Zentraldirektion

war diesmal wiederum das Seminarzentrum im LSF Graz.

Auf der Tagesordnung standen u.a. Berichte über den Stand

der Aktivitäten und die geplanten weiteren Entwicklungen von

InterNet und INTRANET der KAGes, das Dokumentationsvorhaben

der zahlreichen Publikationen wie Zeitschriften und

Broschüren, aber auch Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen

wie z. B. ein Workshop zur besseren Gestaltung von

Mitarbeiterzeitschriften.

Eine ausgedehnte Führung am späteren Nachmittag durch

das Landesstudio Steiermark des ORF gab interessante

Einblicke hinter die Kulissen des täglichen Hörfunk- und

Fernsehgeschehens.

Septische Intensivstation der Univ.-Klinik

für Chirurgie

Einschulungshilfe für neue

Mitarbeiter

Um dem Anliegen

Rechnung

zu tragen,

neue Mitarbeiter

rasch in das Pflegeteam

zu integrieren,

wurde auf

der Septischen Intensivstation

der

Univ.-Klinik für

Chirurgie eine Einschulungshilfe

für

neue Mitarbeiter-

Innen erarbeitet.

Nunmehr wurde

diese mitarbeiterorientierte

Unterlage aktualisiert und auf den neuesten

pflegerischen und medizinischen Stand gebracht. Die drei

ineinander fließenden Kreise auf dem Titelblatt der

Einschulungshilfe symbolisieren die notwendigen Elemente zur

Integration neuer MitarbeiterInnen.

DGKS Margarethe Gutmann, DGKS Martin Wiederkumm,

Univ.-Klinik für Chirurgie

Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz

Betriebsdirektor geht in Pension

Ein „Großer“ geht: Betriebsdirektor RR Gerhard Schmidt wird

Ende Juli d. J. in Pension gehen. Vor 38 Jahren begann er in

der damaligen Landesheil- und Pflegeanstalt Graz „Am

Feldhof”. Und hierher zog es ihn auch immer wieder zurück. So

1979, als er nach 2 Jahren Tätigkeit als Betriebsdirektor-

Stellvertreter im LKH Hörgas-

Enzenbach zum Stellvertreter des

Betriebsdirektors des LSKH Graz

ernannt wurde. Und dann wieder

1986, als er nach 6 Jahren

Tätigkeit als Betriebsdirektor im LKH

Wagna als Chef des LSKH Graz

zurückkehrte. Nun nimmt er als

Betriebsdirektor der Landesnervenklinik

Sigmund Freud

Abschied. Das G’sund-

Regierungsrat

Gerhard Schmidt

Redaktionsteam wünscht Herrn Betriebsdirektor RR Gerhard

Schmidt alles Gute für diesen weiteren Lebensabschnitt. Viel

Zeit zum Reisen, zum Lesen und für seine Familie!

Medizinisch-Technische AnalytikerInnen begingen 4. Welt-MTA-

Tag in Graz

Informationsstand im City Park

Alljährlich am 15. April veranstalten

die Medizinisch-Technischen AnalytikerInnen

den Welt-MTA-Tag (Biomedical

Laboratory Scienc Day). Wegen

der beginnenden Karwoche begingen

wir unseren „Feiertag” bereits am 14.

April. Das Motto der Veranstaltung des

Jahres 2000 lautete „The Key To The

Diagnosis Of Communicable Deseases”.

Wir engten das Thema etwas ein und

nahmen von den vielen Möglichkeiten,

sich durch Infektionen anstecken zu

können, gängige sexuell übertragbare

Emmi Bankuti und die Kolleginnen

informierten

Krankheiten heraus, STD - Sexual

Transmitted Deseases. Wir stellten Posters

her und sammelten mikroskopische

Präparate, für die wir ein Mikroskop

bereitstellten, was regen Anklang fand.

Die Kolleginnen Ingrid Riedl, Anna

Margaretha Theisl, Claudia Bogner,

Emmi Bankuti, Brigitte Steiner, Ilona

Sakowitsch und Renate

Zeller standen bei unserem

Infostand am Panoramaplatz

im City Park für alle

Auskünfte zu den Themen

Chlamydieninfektion am

Auge, Virologie und AIDS

sowie Infektionskrankheiten

und Krebs im weiblichen

Genitalbereich am und ums

Mikroskop zur Verfügung. Die Bedeutung

der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung

sowie die sorgfältige Befundung

des zytologischen Krebsabstriches

konnten besonders gut transportiert werden.

Unser Dank gilt unseren Vorgesetzten

Herrn Prof. Pickl, Herrn Prof.

Ratschek und Herrn Prof. Still für die

Hohes Maß an Verantwortung und fundierter

Ausbildung

freundliche Unterstützung. Der Zweck

dieser vom Berufsverband organisierten

Veranstaltung ist immer wieder die Bedeutung

des Berufsstandes der Medizinisch-Technischen

AnalytikerInnen hervorzuheben.

Wir arbeiten wie Arzt, Krankenschwester,

Pfleger etc. im medizinischen

Bereich, tragen durch unsere Tätigkeit

in den Labors ein hohes Maß an Verantwortung,

decken durch eine umfangreiche

und fundierte Ausbildung ein breites

Spektrum an Betätigungsfeldern ab

und sind dennoch innerhalb der Bevölkerung

eher weniger bekannt. Dem wollen

wir somit auch in der Zukunft durch unsere

Infoveranstaltung entgegensteuern. ■

Elke Domej

Zytologielabor der Pathologie

LKH-Univ.-Klinikum Graz

ProPraxis Tagung: 6. bis 7. Oktober

Erste Interdisziplinäre Tagung des

Gesundheitswesens zum Thema:

Führung und Kommunikation

6. bis 7. Oktober 2000 im Hotel Courtyard Marriott Graz. Informationen und Reservierungen bei ProPraxis:

Frau Daniela Hurth, Mantscha 47, A-8054 Graz, Telefon 0316/28 32 38, e-mail: office@propraxis.at, www.propraxis.at

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


40

PERSONALENTWICKLUNG

PERSONALENTWICKLUNG 41

Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege

EU-Projekt Schüleraustausch

Im Rahmen eines

EU-Projektes in

der beruflichen

Erstausbildung

(Leonardo-Programm)

erhielten

4 belgische PflegestudentInnen

und eine Begleitperson

die Gelegenheit,

in die

„österreichische

Pflege“ hineinzuschnuppern.

Foto Heimo Binder

Belgische Gäste auf Sightseeing

Das Projekt wurde von Frau Mag.

Bleimuth Mathilde (Lehrerin für

Gesundheits- und Krankenpflege)

koordiniert. Gastgeber waren die Schule

für allgemeine Gesundheits- und

Krankenpflege, Direktor Mag. Brugger in

Zusammenarbeit mit dem LNKH-

Sigmund-Freud und Pflegedirektor Herr

Zöhrer.

Priorität eines derartigen EU-Projektes ist

es, in einem anderen EU-Land neue

berufliche Fertigkeiten kennen zu lernen

und sich kulturell auszutauschen.

Zentrales Thema dieses EU-Projektes war

es, den belgischen PflegestudentInnen in

die Grundkenntnisse der in der Pflege

angewandten Methoden der basalen

Stimulation, des Bobathkonzeptes, der

Kinästhetik und in Präaffolter einen

Einblick zu geben.

Die StudentInnen

wurden 2 Tage in

der Schule in die

Thematik eingeführt.

Anschließend

konnten sie ihre

Kenntnisse auf

einigen Stationen

im LNKH-Sigmund-Freud

umsetzen

und erweitern

(Schlaganfallintensivstation,

Rehabilitation E/6, Psychiatrie E5).

Unsere belgischen Gäste waren

begeistert vom Engagement, mit dem

die am Projekt Beteiligten - Stationspfleger

Fuis Franz und Team, bes. Herr

Rannegger und Herr Schweda, Frau

Karner Rosi und Team, Herr Stationspfleger

Köckinger und Team, Oberschwester

Christiner Gerti, Frau Mag.

Langmann Monika - sich um sie bemühten.

Neben dem beruflichen Wissen lernten

die StudentInnen auch einiges von

Ostösterreich kennen, u.a. unsere

Landeshauptstadt Graz, unsere Bundeshauptstadt

Wien sowie die Therme

Blumau. Besonders begeistert waren sie

vom Rodeln auf dem Salzstiegel und

vom Empfang bei Landesrat Dörflinger

und Bürgermeister Stingl.

Rückblickend gesehen war das Projekt

sowohl eine Wissenserweiterung als

auch eine Bereicherung im menschlichen

Sinn für alle.


Job-Oskar

Mag. Mathilde Bleimuth

Anerkennung für das LKH Judenburg-

Knittelfeld: Es wurde für seine besonderen

Leistungen und das

Engagement bei der Schaffung von

Arbeitsplätzen und Einstellungen von

Menschen mit Behinderungen mit dem

„Ehren-Oskar” ausgezeichnet. Im

Rahmen einer feierlichen Veranstaltung

wurde der Anstaltsleitung des LKH

Judenburg-Knittelfeld der Job-Oskar

1999 überreicht. ■

Univ.-Prof. Dr. Johann Pfeifer: Erster Europäischer Facharzt

Auszeichnung für Graz

Die Spezialisten der verschiedenen

Fachärzte innerhalb der Europäischen

Union (UEMS) veranstalten seit

1998 eine Europäische Facharztprüfung.

Bislang ist dies auf dem chirurgischen

Sektor für Allgemeinmedizin,

Gefäßchirurgie und Koloproktologie

(Darm- und Analchirurgie) möglich.

Dieses Diplom kann zur Zeit auf

freiwilliger Basis erworben werden. In

Zukunft ist von UEMS jedoch geplant,

dass am Ende der Ausbildung jeder

Chirurg, will er im Europäischen Raum

arbeiten, dieses Zeugnis erwerben muss.

Die Prüfung ist schwer, da sie als

Zulassung für das Spezielfach innerhalb

der EU dienen soll und damit die

nationalen Anforderungen übersteigt.

Europaweit gibt es derzeit ca. 15

geprüfte Kandidaten. Univ.-Prof. Dr.

Johann Pfeifer hat als erster Österreicher

Foto H. A. Pachernegg

Ao. Univ.-Prof. Dr. Michael

Georg Smola (Univ.-Klinik für Chirurgie

Graz) wurde als Beauftragter

für Öffentlichkeitsarbeit in den Vorstand

der World Federation of Surgical

Oncology Societies (WFSOS)

gewählt, in das Editorial Board des

Journals „European Journal of Surgical

Oncology“, in das Editorial Board

von „The Annals of Cancer Research

and Therapy” und in das „Fellowships

Reviewer Board“ der UICC (Union

International Contre le Cancer) eingeladen.


diese Prüfung der EU für das Spezialfach

Koloproktologie absolviert.

„Derzeit wird 1 - 2-mal jährlich diese

Prüfung angeboten, die etwa öS 9000,–

kostet. Der Ablauf ist in zwei Teile

gegliedert. Für Teil 1, die Zulassung zur

Prüfung, muss der Nachweis der

Ausbildung, des Operationskataloges

(vom Ausbildungsleiter bestätigt), ein

Lebenslauf usw. vorgelegt werden. Der

zweite Teil ist mündlich. Dabei wird man

von anerkannten europäische Kapazitäten

auf dem jeweiligen Spezialgebiet

geprüft. Die mündliche Prüfung gliedert

sich in drei Teile, bei denen

ausreichende Kenntnisse über die gängige

medizinische Literatur, Patientenversorgung

und Spezialwissen gefragt

werden. Jeder Abschnitt dauert dreißig

bis vierzig Minuten”, berichtet Univ.-Prof.

Dr. Pfeifer über den Prüfungsmodus. ■

Für die wissenschaftliche Arbeit als

Radiologe ist die ,Überlappung‘

meines Medizinstudiums mit der

Elektrotechnik eine gute Ergänzung gewesen.

Ich habe dadurch zwei Seiten

kennen gelernt”, beschreibt der neue

Primararzt des Radiologischen Institutes

am LKH Bruck, Prim. Univ.-Prof. DI Dr.

Karl Hittmair seinen Ausbildungsweg.

Mit dem 39-jährigen Hittmair hat das

Brucker Radiologische Institut eine neue

hochkarätige Führung bekommen. Prim.

Hittmair: „Ich will neue Entwicklungen

der modernen Radiologie im LKH Bruck

umsetzen.“

Die längerfristige Zukunft sollte, so Prim.

Hittmair, in ein obersteirisches Zentrum

für interventionelle Gefäß-Radiologie (in

Zusammenarbeit mit dem LKH Leoben

und dem LKH Mürzzuschlag) münden,

„damit sich die Behandlungsmöglichkeiten

für die obersteirischen Patienten

Foto G. Langusch

Univ.-Prof. Dr. Johann Pfeifer

Klinische Abteilung für Allgemeinchirurgie

und Abteilung für Chirurgische

Forschung der Univ.-Klinik

für Chirurgie, hat als erster Österreicher

diese Prüfung der EU für das

Spezialfach Koloproktologie (Darmund

Analchirurgie) absolviert

Neuer Primararzt für Brucker Radiologie

Moderne radiologische

Entwicklungen umsetzen

mit Gefäßerkankungen (Herzinfarkt,

Schlaganfall, Raucherbein ...) verbessern.“

Mit der voraussichtlichen

Inbetriebnahme eines modernen Magnet-

Resonanz-Tomographen im Jahr 2003

wird sich die Diagnostik im neurologischen,

im traumatologisch-orthopädischen

sowie im gefäßdiagnostischen

Bereich deutlich verbessern. ■

Univ.-Prof.

DI Karl

Hittmair:

Behandlungsmöglichkeiten

verbessern

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


42

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

GESUNDHEIT & FORSCHUNG 43

Aufgabengebiet an der HNO-Klinik weitet sich aus

Bedrohliche Schluckstörungen

Univ.-Prof. Dr. Gerhard

Friedrich, LKH-Univ.Klinikum

Graz

Ein ständig zunehmendes Aufgabengebiet

an der Hals-, Nasen-, Ohren-

Universitätsklinik sind Schluckstörungen.

An keiner anderen Stelle unseres Körpers

vereinen sich so viele eng miteinander

verbundene vitale Funktionen wie in

unserem orofacialen System: Atmen,

Saugen, Kauen und Schlucken, Riechen

und Schmecken, der Beginn der

Verdauung, sowie der Schutz der

Atemwege. Das dahinter stehende

neuromuskuläre System ist aber auch für

die Kommunikation, also Stimmgebung,

Artikulation und Mimik verantwortlich.

Schlucken und Nahrungsaufnahme

gehören - als vitale Funktionen - zu den

grundlegenden Bedürfnissen des

Menschen und zählen zu den am

häufigsten in unserem Körper stattfindenden

Vorgängen: Wir schlucken

zwischen 600 und 2000 Mal pro Tag.

Schluckstörungen und Schluckprobleme

sind lebensbedrohliche Erkrankungen

und mindern die Lebensqualität

erheblich.

Der Schluckvorgang wird meist erst dann

bewusst wahrgenommen, wenn er durch

eine Störung beeinträchtigt ist. Als

Dysphagie bezeichnet man jede

pathologische Störung des Schluckvorganges,

Odynophagie bezeichnet

Schmerzen beim Schlucken, dagegen

wird als Globusgefühl das Gefühl einen

„Knödel“ im Hals zu haben bezeichnet,

das vorwiegend beim Leerschlucken

auftritt, ohne dass die Nahrungsaufnahme

beeinträchtigt wäre.

Nahrung und Speichel werden über

Mund, Rachen und Speiseröhre in den

Magen transportiert. Besonders störanfällig

ist der Kreuzungsbereich von Luftweg

und Speiseweg. Damit nicht

Speichel und Nahrung über den Kehlkopf

in die Luftröhre bzw. unnötige Luft

nicht in die Speiseröhre gelangt,

hat der menschliche

Körper besondere Schlussund

Sicherheitsmechanismen

entwickelt.

Der Schluckvorgang ist ein willkürlich

eingeleiteter, in Folge als Reflexkette

rasch innerhalb von Sekunden

Phasen des Schluckvorganges

ablaufender Vorgang.

Zwei Hauptprobleme

treten bei

Schluckstörungen

auf: einerseits die

unzureichende

Nahrungsaufnahme,

andererseits

die so genannte

Aspiration, was

bedeutet, dass

Sekret, Speichel

und Nahrung in

die tieferen Atemwege

gelangen

und zu nicht selten letal verlaufenden

pulmonalen Komplikationen führen.

Neueste Untersuchungen zeigen, dass

bis zu 50 % der Bewohner geriatrischer

Pflegeheime und in Spitälern 10 - 20 %

der Patienten Schluckprobleme haben

und durch diese in ihrer Gesundheit

bzw. ihrem Genesungsprozess gefährdet

sind. Es kommt dabei bei etwa 40 % der

Patienten zu einer so genannten „stillen

Aspiration“, d.h. unbemerkt ohne die

typischen Symptome wie Hustenreiz und

Räusperzwang bei der Nahrungsaufnahme.

Wegen der engen anatomischen und

funktionellen Zusammenhänge zwischen

Kommunikations- und Schluckorganen

nimmt sich zunehmend die Phoniatrie

(Stimm- und Sprachheilkunde) der

Diagnostik und Behandlung der

Schluckstörungen an.

Durch die engen Beziehungen zu

anderen Fachgebieten haben sich dabei

international interdisziplinäre „Schluckgruppen“

bewährt, und eine solche

„Interdisziplinäre Arbeitsgruppe für

Schluckstörungen“ besteht seit nunmehr 5

Jahren an der Klinischen Abteilung für

Phoniatrie der HNO-Univ.-Klinik (Leiter:

Univ.-Prof. Dr. Gerhard Friedrich).

In regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen

Die Mitarbeiter der Klinischen Abteilung für

Phoniatrie

Schluckaktröntgen: Einengung

am Übergang zwischen Rachen

und Speiseröhre (links), großes

Pharynxdivertikel (rechts)

von HNO-Ärzten/Phoniatern, diplomierten

LogopädInnen, Radiologen,

Gastroenterologen, Neurologen und

Chirurgen wird dabei das diagnostische

und therapeutische Vorgehen bei den

einzelnen Patienten besprochen.

Grundlage der Diagnostik ist die Erhebung

eines Organstatus und der funktionellen

Abläufe im Mundrachen und

Kehlkopfbereich, die videoendoskopische

Schluckdiagnostik, d.h. die

Beurteilung des Schluckvorganges mittels

flexibler Endoskopie unter Videoaufzeichnung

und die Röntgen-Videokinematographie

des Schluckaktes.

Ergänzt wird diese Diagnostik durch

gastroenterologische Untersuchungen

wie 24-Stunden-pH-Metrie, Oesophagus-

Funktionelles Schlucktraining

Manometrie und pulmonologische

Abklärungen bei Verdacht auf Aspiration.

Die häufigsten Ursachen für Schluckstörungen

sind einerseits Zustände nach

(Tumor-) Operationen und/oder Bestrahlungen

im Kopf-Halsbereich, andererseits

Schluckstörungen neurologischer

Genese: Insult, Schädel-Hirn-Traumen,

Kehlkopflähmungen, Bulbärparalyse

u.v.a.

Entsprechend der mannigfaltigen

Ursachen ist es erforderlich, für jeden

Patienten ein „maßgeschneidertes“

Therapiekonzept zu erstellen. Das Ziel ist

in jedem Fall erstens die Sicherstellung

der Ernährung und zweitens die

Vermeidung pulmonaler Komplikationen.

Die therapeutischen Möglichkeiten

erstrecken sich dabei von der

chirurgischen Wiederherstellung des

Schluckweges über medikamentöse

Beeinflussung der Bewegungen und

Druckverhältnisse in Rachen- und

Speiseröhre bis hin zum funktionellen

Schlucktraining. Gerade die funktionelle

Schluckrehabilitation stellt einen

wichtigen und stark zunehmenden

Aufgabenbereich der logopädischen

Therapie dar. Es wurde in den letzten

Wiederherstellung der Schluckfunktion

nach Operation eines

Pharynxdivertikels

Jahren eine Vielzahl an differenzierten

und hocheffektiven funktionellen

Methoden erarbeitet, die es in vielen

Fällen ermöglichen, Betroffene trotz

schwerer organischer und/oder funktioneller

Defizite und Ausfälle wieder oral

zu ernähren und ihnen damit einen

wesentlichen Teil an Lebensqualität

zurückzugeben.


Univ.-Prof. Dr. Gerhard Friedrich

Leiter der Klinischen Abteilung für

Phoniatrie

HNO-Univ.-Klinik

Tel. +43/316/385-2579

Fax +43/316/385-3549

E-mail: gerhard.friedrich@kfunigraz.ac.at

Private Banking

der Deutschen Bank.

Wenn Sie zwischen

einer Privat-Bank

und einer weltweit

führenden Bank

wählen müssen, dann

wählen Sie beides.

Commitment is

leading to results ṬM*

Sprechen Sie mit Ihrem

Private Banking Berater – er sorgt

für maßgeschneiderte, intelligente

Lösungen und hervorragende

Performance.

Jochen Maurer

Private Banking Center Graz

Sporgasse 29, A-8010 Graz

Telefon +43-316-811 871-10

* Trademark application pending

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


44 GESUNDHEIT & FORSCHUNG

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

45

SICCA-Forschungspreis 2000 für 2 Grazer Wissenschafter

Umweltfaktoren und Trockenes

Auge

Intelligenter Schrittmacher - maßgeschneidert für

Patientenbedürfnisse

Erstimplantation in Graz

Der Berufsverband der Augenärzte

Deutschlands verlieh am 17. März

2000 den SICCA-Forschungspreis 2000

an Frau Oberarzt Dr. Jutta Horwath und

Univ.-Prof. Otto Schmut für die wissenschaftliche

Arbeit „Der Einfluss von

Umweltfaktoren auf die Entstehung des

Trockenen Auges“. Unter den zahlreichen

Bewerbungen wurde diese

Publikation deswegen ausgezeichnet,

weil sie sich erstmalig mit dem

komplexen Thema des umweltinduzierten

Trockenen Auges beschäftigt.

Zunahme des Trockenen Auges

Dieses in den letzten Jahren immer

häufiger auftretende Krankheitsbild

resultiert aus einer Benetzungsstörung der

Augenoberfläche. Jeder fünfte Patient

beim Augenarzt - Tendenz steigend -

klagt über Fremdkörpergefühl, Augenbrennen,

Trockenheits- oder Druckgefühl.

Für die Befeuchtung der Bindehaut und

Hornhaut ist ein intakter, stabiler

Tränenfilm nötig. Dieser besteht aus einer

direkt an der Augenoberfläche haftenden

Schleimschicht, einer wässrigen

Schichte, die viele Proteine enthält, die

zum Teil zur Abwehr von Krankheitserregern

wichtig sind, und ganz außen

aus einer Lipidschichte, die die

Verdunstung des wässrigen Anteils

verhindert. Die Tränenflüssigkeit wird von

den Tränendrüsen gebildet, die

Schleimschichte von den Zellen der

Augenoberfläche und die Lipidschichte

von den Lidranddrüsen. Für die

Verteilung des Tränenfilms auf der

Augenoberfläche ist eine normale

Funktion der Augenlider sowie eine

normale Blinzelfrequenz notwendig.

Vielfältige Ursachen

OA Dr. J. Horwath und Univ.Prof. Otto

Schmut für ihre wissenschaftliche Arbeit

ausgezeichnet

Benetzungsstörungen können im Rahmen

des Alterungsprozesses, durch hormonelle

Umstellung, z. B. in den Wechseljahren

oder durch die Einnahme der

„Pille“, auftreten. Auch durch blutdrucksenkende

Medikamente oder

Antidepressiva kann es zum Auftreten

des „Trockenen Auges“ kommen. Ebenso

können rheumatische Erkrankungen oder

ein Vitamin-A-Mangel diese Benetzungsstörung

auslösen.

Veränderungen der Lebensgewohnheiten

und der Umwelt werden ebenfalls für die

in den letzten Jahren beobachtete

Zunahme des „Trockenen Auges“

verantwortlich gemacht. Lang andauernde

Computerspiele oder lange Arbeit

am Computer reduzieren die

Blinzelfrequenz, Gebläseheizungen in

Autos, niedrige Luftfeuchtigkeit durch

Klimaanlagen z. B. in Flugzeugen

können aufgrund der vermehrten

Verdunstung der Tränenflüssigkeit auch

zu den oben genannten Beschwerden

führen. Erhöhte Ozonkonzentrationen in

Bodennähe, vermehrte UV-Lichteinstrahlung,

Autoabgase, Zigarettenrauch

und besonders aggressive Allergene

verändern die Träneninhaltstoffe,

wodurch es zum Aufreißen des

Tränenfilms und zur Ausbildung von

trockenen Stellen an der

Augenoberfläche kommt.

Therapie

Bei der Behandlung des

„Trockenen Auges“ müssen

primär Grundleiden wie

Lidrandentzündungen oder

Lidanomalien beseitigt werden.

Die oben genannten

auslösenden oder verstärkenden

Faktoren sollten

vermieden werden. Ist diese

Behandlung nicht zielführend,

stehen zur Therapie

von Benetzungsstörungen

verschiedene Tränenersatzstoffe

zur Verfügung. Es ist

auch wichtig, sich vor Umwelteinflüssen,

wie der verstärkten UV-Strahlung und

Ozonbelastung, z. B. durch das Tragen

geeigneter Brillen zu schützen. Die

Aufklärung durch den Augenfacharzt

über dieses Krankheitsbild, den

Krankheitsverlauf und die Behandlungsmöglichkeiten

sichern eine optimale

Betreuung der Patienten mit Benetzungsstörungen.


Univ.-Prof. Dr. Karlheinz

Tscheliessnigg, LKH-

Univ.Klinikum Graz

Grazer Chirurgen der Univ.-Klinik für

Chirurgie haben maßgeblich an

der Entwicklung einer neuen Generation

von mitdenkenden Schrittmachern mitgearbeitet.

Vergangenen Montag wurde in

der Univ.Klinik für Chirurgie ein derartiges

Gerät erstmalig in Österreich

implantiert.

Diese neue Schrittmachergeneration ist

nicht nur in der Lage die Herzschlagfolge

zu regulieren und ein Vorhofflimmern

abzufangen, sondern auch das

Entstehen des Vorhofflimmerns überhaupt

zu verhindern.

An der Univ.-Klinik für Chirurgie (Vorstand:

Univ.-Prof. Dr. Karlheinz

Tscheliessnigg) wurde erstmals einem

Patienten ein solcher Herzschrittmacher

eingesetzt.

Die Entwicklung der Herzschrittmacher in

den vergangenen Jahren ist von reinen

starrfrequenten Schrittmachern, die eine

zu langsame Herzschlagfolge behoben

haben, hin zu immer intelligenteren,

auch auf physiologische Reize antwortende

Hightech-Geräte gelaufen. Das

bedeutet heute, dass sowohl zu schnelle

als auch zu langsame Herzschlagfolgen

und Rhythmusstörungen des Herzens

behandelt werden können.

Eine der letzten Entwicklungen war das

sogenannte Multisite-Pacing, mit dem

nicht mehr nur der Rhythmus des Herzens

korrigiert wurde, sondern

über eine Spezialelektrode

auch die

linke Herzkammer

erreicht werden

konnte und

durch die Harmonisierung

beider Herzkammern

die Schlagkraft

des Herzens

signifikant gehoben

wurde.

Damit wurde schon

zahlreichen Patienten auf

der Warteliste zur Herztransplantation

geholfen. Auch dieser

Schrittmacher wurde weltweit das erste

Mal in Graz eingesetzt.

Schrittmacher mit

Computer-Chip

Die neueste Entwicklung in Sachen

Herzschrittmacher heißt „Prevent AF“, der

bei Patienten mit Vorhofflimmern

eingesetzt werden kann und diese

häufige Krankheit zu verhindern imstande

ist.

Zur Entwicklung dieses Schrittmachers

wurde in einen herkömmlichen Schrittmacher

ein Computer-Chip eingebaut,

der die Ursachen für das Vorhofflimmern

herausfand.

Aus diesen Ergebnissen wurde der neue

Schrittmacher entwickelt, der nunmehr

maßgeschneidert für jeden Patienten

seine eigene elektrische Therapie

anbietet.

Vorhofflimmern ist ein sehr verbreitetes

Leiden, das vor allem Schlaganfälle,

Herzinfarkte und schlechte Pumpleistungen

des Herzens

verursachen

kann.

Derzeit leiden

weltweit etwa

5,7 Mill. Menschen

an

dieser

Krankh

e i t .

Jährlich

kommen

750.000

dazu. Die

Implantation

dieses

Schrittmachers

ist

daher auch

von volkswirtschaftlicher

Bedeutung. ■

KURZMELDUNGEN

Verleihungen

Dr. med. univ. Michael

Mokry, Oberarzt an der Universitätsklinik

für Neurochirurgie Graz

wurde die Lehrbefugnis als Universitätsdozent

für „Neurochirurgie“

erteilt.

Dr. med. univ. Friedrich

Fruhwald, Assistenzarzt an der

med. Universitätsklinik, wurde die

Lehrbefugnis als Universitätsdozent für

„Innere Medizin“ verliehen.

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


46

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

GESUNDHEIT & FORSCHUNG 47

Hilfreiche individuelle Therapie

Gesundheitsrisiko Klimakterium

Neue Krebstherapie an der Grazer Universitätsklinik

Licht und Sauerstoff

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang

Urdl, LKH-Univ.Klinikum

Graz

Das Klimakterium wird als Übergangsphase

von der biologisch fruchtbaren

zur unfruchtbaren Zeit der Frau definiert.

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Urdl, Reproduktionsmediziner

und Gynäkologe an

der Grazer Universitätsklinik, beschreibt

dieses Geschehen als genetisch vorprogrammierten

Prozess. G‘sund im Gespräch

mit dem Grazer Mediziner über die

Beschwerden des Wechsels, die

gesundheitlichen Auswirkungen und die

Möglichkeiten einer medizinischen

Behandlung.

„Der Eintritt des Wechsels steht im Zusammenhang

mit der Abnahme der Funktion

der Eierstöcke und dem damit einhergehenden

Abfall des Gelbkörperhormons

und des wichtigsten Eierstockhormons, des

Östrogens“, beschreibt Prof. Urdl. Die letzte

Blutung, Menopause genannt, markiert das

Ende der fruchtbaren Zeit der Frau. Dieses

Ereignis liegt in unseren Breiten

durchschnittlich bei 51 Jahren. Die Zeit vor

diesem Ereignis wird als Prämenopause,

die Zeit danach als Post-menopause

bezeichnet.

Wechselbeschwerden

In der sogenannten Prämenopause, die

unterschiedlich lang dauern kann, reift nicht

mehr jeden Monat eine Eizelle heran, es

findet kein regelmäßiger Eisprung mehr

statt. Aufgrund des sich daraus ergebenden

Gelbkörperhormonmangels kommt es

vielfach zu unregelmäßigen Monatsblutungen

bzw. Blutungsstörungen. Wenn nun

in weiterer Folge auch die Produktion des

Östrogens, des wichtigsten Eierstockhormons,

absinkt, kommt es zu den typischen

klimakterischen Ausfallserscheinungen:

Hitzewallungen, Schweißausbrüche,

Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen,

Gewichtszunahme und Abnahme der

Libido. Als zusätzliche organische

Veränderungen, die ebenfalls mit diesem

Hormonmangel erklärbar sind, treten

Veränderungen der Haut

und der Schleimhäute

auf. Damit ist eine Neigung

zu entzündlichen

Veränderungen, insbesondere im Bereich

der Scheide, aber auch im Bereich der

Blase zu beobachten. Vielfach wird von

den Frauen in dieser Zeit ein unwillkürlicher

Harnabgang verspürt. „All diese Beschwerden

können mehr oder weniger stark

ausgeprägt sein und als Belastung

empfunden werden“, sagt dazu der Gynäkologe.

Gesundheitsrisiko

Dauert der Östrogenmangel über längere

Zeit an, können sich Veränderungen im

Bereich des Herzkreislaufsystems ergeben.

Veränderungen, die mit einem erhöhten

Herzinfarkt und Schlaganfallrisiko

einhergehen. Das Herzinfarktrisiko der Frau

gleicht sich dann jenem der Männer an.

Zusätzlich kann der Östrogenmangel zu

einem beschleunigten Knochenmineralschwund

führen und damit das Risiko, an

Osteoporose zu erkranken, entscheidend

erhöhen.

In dieser Lebensphase treten häufig Stimmungsschwankungen,

insbesondere die

Neigung zu Depressionen auf. Diese sind

offenbar zum einen durch die Hormonmangelsituation,

zum anderen auch mit der

Veränderung der Lebenssituation vieler

Frauen (z. B. Pensionierung) zu erklären.

Individuelle Therapie

Durch eine Hormon-Ersatz-Therapie wird

dieser bestehende Hormonmangel

ausgeglichen. Damit können aktuelle

klimakterische Beschwerden vermieden und

Langzeitschäden, wie beschrieben,

minimiert werden. Neben dem Östrogenund

Gelbkörperhormonmangel kann es

auch zu einem Mangel an männlichen

Hormonen (Androgenen) kommen. In

jedem Fall werden durch eine suffiziente

individuell angepasste Hormon-Ersatz-

Therapie dem Körper Substanzen zugeführt,

die er selbst nicht mehr in ausreichender

Menge produziert. Dazu Prof. Urdl: „Die

Hormonzufuhr lindert die genannten Beschwerden

und beugt auch den Spätfolgen

wie Herzkreislauferkrankungen und

Osteoporose vor.“ Zusätzlich wird auch

das Risiko, an Dickdarmkrebs oder an der

Alzheimerschen Erkrankung zu leiden,

durch eine Hormon-Ersatz-Therapie

signifikant verringert.

Entscheidet sich eine Frau für eine

Hormonbehandlung, muss diese in jedem

Fall individuell an die spezifische Situation

der Frau angepasst werden. Hormone

können als Tabletten, über die Haut

(Pflaster, Hormongel), als Vaginalzäpfchen

oder parenteral zugeführt werden. Mit einer

individuell angepassten Therapie können

Nebenwirkungen einer solchen Hormon-

Ersatz-Therapie wie Blutungsstörungen und

Gewichtszunahme minimiert werden.

Ängste im Zusammenhang mit der Entwicklung

eines Brust- oder Gebärmutterkrebses

durch die Einnahme einer Hormon-

Ersatz-Therapie können mit ausführlichen

Aufklärungsgesprächen abgebaut werden.

„In jedem Fall“, so Prof. Urdl, „sollte die

Hormon-Ersatz-Therapie keine „Zwangsbeglückung

sein.“

Sind keine Beschwerden, keine Anzeichen

der Entwicklung von Langzeitschäden

(Herzkreislauf, Osteoporose) vorhanden,

kann auf eine Hormon-Ersatz-Therapie

gänzlich verzichtet werden. Viele Frauen

können durch eine angepasste Lebensführung

(gesunde Ernährung, sportliche

Betätigung) klimakterische Beschwerden

und Langzeitfolgen des Hormonmangels

minimieren.


Foto Nina Krok

Ao. Univ.-Prof. Dr. Freya-

Maria Smolle-Jüttner,

LKH-Univ.-Klinikum Graz

Licht und Sauerstoff in Kombination mit

einem Farbstoff zur Tumorzellmarkierung

werden im Rahmen der photodynamen

Therapie bei der Behandlung

von bösartigen Tumoren verwendet.

Diese neuartige Form einer modernen

Krebstherapie wurde an der Abteilung für

Thorax- und Hyperbare Chirurgie der

Grazer Universitätsklinik für Chirurgie

entwickelt. Die Therapie wird seit

nunmehr 5 Jahren in Kombination mit

anderen Therapiestrategien mit großem

Erfolg zur Behandlung von Speiseröhrenkrebs

und Lungenkrebs angewendet.

Die Patienten erhalten dabei nach entsprechender

Aufklärung einen Farbstoff

zur Tumorzellmarkierung intravenös oder

in Form einer Flüssigkeit zu trinken. Nach

24 – 48 Stunden wird der Tumor mit

Licht einer bestimmten Wellenlänge und

Dosis bestrahlt. Das Licht wird mittels

Lungenspiegelung bzw. Speiseröhrenspiegelung

oder direkt durch Eröffnung

der Brust- oder Bauchhöhle an den

Tumor herangebracht. Die Tumorzerstörung

erfolgt dabei durch das Zusammenwirken

von Licht, Farbstoff und

Sauerstoff. Der einzige limitierende

Faktor dabei ist die Verfügbarkeit von

Sauerstoff im Tumor, da die

Zerstörung der Tumorzelle an

die Bildung von Sauerstoffradikalen

gebunden ist.

Wissenschaftliche Untersuchungen

belegten die Sauerstoffarmut

innerhalb verschiedener

Tumore. An der Grazer

Klinik wird deshalb die photodyname

Therapie unter Überdruckbedingungen

bei reiner

Sauerstoffatmung durchgeführt.

Diese gleichzeitige

Überdruckbehandlung

führt zu einer Sauerstoffluxusversorgung

des Tumors

und damit zu einem maximalen

Therapieeffekt.

Weltweit

einzigartig

Die Erfolge dieser

weltweit einzigartigen

Therapiemöglichkeit

von

Lungen- und Speiseröhrenkrebs

wurden

in der medizinischen

Fachliteratur

bereits durch

zahlreiche Publikationen

der Abteilung

für Thoraxund

Hyperbare

Chirurgie belegt.

Nähere Information

sind über das

Sekretariat der Klinischen

Abteilung

für Thorax- und

Hyperbare Chirurgie,

Universitätsklinik

Graz, erhältlich.


Fotos H. A. Pachernegg

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


48

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

49

P UBLIKATIONEN

Die Früherkennung von Krankheiten ist seit Jahren ein zentraler Bestandteil der

steirischen Gesundheitspolitik. Das Pneumobil wurde 1989 in Betrieb

genommen. Das Ziel dieser mobilen Einheit für Lungenfunktions-Screening ist die

Früherkennung von chronisch-obstruktiven pulmonalen Erkrankungen und die Einleitung

deren frühzeitiger Behandlung.

Autor: Prim. Dr. Gert Wurzinger, Vorstand der Lungenabteilung des LKH-Univ.-Klinikum

Graz und Projektleiter des Pneumobil-Projekts.

Herausgeber: Institut für Vorsorgemedizin Joanneum, Vorstand: Univ.-Prof. Dr. K.

Harnoncourt.

Erstmalig erschien dieses „Manual der Chirurgischen Krebstherapie“ 1984.

1990 kam eine überarbeitete und ergänzte Ausgabe heraus. Mit dieser nun

vorliegenden 3. Auflage der Chirurgischen Krebstherapie hat die

Arbeitsgemeinschaft für Chirurgische Onkologie der Österreischen Gesellschaft für

Chirurgie (ACO) versucht, den „goldenen Standard“ der Chirurgischen

Krebstherapie (State of the Art), zusammenzufassen, der nun auch allen in

Ausbildung stehenden, niedergelassenen sowie Spitals-Kollegen kostenlos als

Sonderausgabe des Ärztezeitungsverlages zur Verfügung gestellt wird. In einer

eher knappen, aber übersichtlichen Form wird das so genannte „gesicherte

Wissen“ von Diagnostik bis Therapie dargestellt und auf wissenschaftliche

Entwicklungen hingewiesen. Damit steht eine rasch griffbereite, einfache

Hilfestellung in der Abklärung, Behandlung und Beratung krebskranker Patienten

zur Verfügung.

Als Herausgeber des ACO-Manuals, das für den Buchmarkt im Springer Verlag

erschienen ist, fungiert Univ.-Prof. Dr. Michael Georg Smola im Namen der

Arbeitsgemeinschaft für Chirurgische Onokologie (ACO) der Österreichischen

Gesellschaft für Chirurgie. Karl-Franzens-Universität Graz, Klinische Abteilung für

Allgemeinchirurgie, Auenbruggerplatz 29, A-8036 Graz, Tel.: 0043/316/385-

2205, Fax: 0043/316/39 19 11.

Pflegepersonen werden im Rahmen ihrer Berufsausübung immer wieder mit neuen

Situationen konfrontiert, für die keine Erfahrungswerte und Literaturangaben

vorliegen. Dieses Handbuch bietet bei septischen Krankheitsbildern eine Hilfestellung

und zeigt Möglichkeiten der Pflegeausführung für Pflegepersonen auf Intensivstationen

und offenen Stationen (Pflegenachbetreuung) auf.

Erstmals werden umfassende Pflegekenntnisse über Kinetik, anaerobe Wundinfektionen,

Verbrennungen, Tuberkulose und MRSA präsentiert. Der Leitfaden für septische

Intensivpflege eignet sich insbesonders für Krankenpflegeschulen und Spezialausbildungen.

Das hier vorgestellte Konzept der Patientenbetreuung beruht auf jahrelanger

Erfahrung und wurde aus der Praxis für die Praxis entwickelt.

Förderpreis der Österreichischen Krebshilfe Steiermark

Selbsthilfegruppe und Forschung

Eine steirische Selbsthilfegruppe und

vier Grazer Mediziner wurden von

der Österreichischen Krebshilfe Steiermark

für ihre Aktivitäten auf dem Gebiet

der Patientenbetreuung und Krebsforschung

ausgezeichnet.

● Die engagierte Arbeit der Frohnleitner

Krebs-Selbsthilfegruppe „Ich, der

Krebs und Du” unter der Leitung von

Frau Erika Sander bietet Betroffenen

und Angehörigen Hilfe seit 1994.

● „Glucose reguliert ihr eigenes

Transportsystem in Chorionkarzinomzellen”

ist Gegenstand der Untersuchungen

von Univ.-Prof. Dr. Tom

Hahn vom Institut für Med. Histologie

und Embryologie, Graz.

● Mit den „Biologischen und molekularen

Aspekten des Gebärmutterkörperkrebses”

beschäftigen sich die

Forschungen von Univ.-Prof. Dr.

LKH Univ.-Klinikum Graz

Medizin und EDV

Das Projekt MEDOCS an der Hals-

Nasen-Ohren-Universitätsklinik als

Pilotklinik und im Pilot-Landeskrankenhaus

Bruck a.d. Mur ist schon weit fortgeschritten

und bereits teilweise erfolgreich

in Betrieb. Das war Anlass für die Partner

der KAGes, EDVg-debis und SAP, in

einer Fachtagung ihre Sichtweise des

EDV-Einsatzes im Gesundheitswesen der

Zukunft darzulegen.

OA Dr. Köle als Projektleiter der HNO-

Klinik betonte vor allem die Bedeutung

der möglichst integrierten Erfassung der

medizinischen Routineabläufe und der

wissenschaftlichen Spezialdaten für die

Wissenschaft und beleuchtete auch

Aspekte des Wissensmanagements.

Herr Schneider, der Programmdirektor für

das Gesundheitswesen in der SAP-Konzernzentrale

in Walldorf, präsentierte

neue Entwicklungen der Benutzeroberfläche

und Internetanwendungen. Ein

Auszeichnung der Frohnleitner Gruppe für engagierte Arbeit

auf dem Gebiet der Patientenbetreuung und Krebsforschung

Sigurd Lax vom Institut für Pathologie

der Universität Graz.

● Mit der Studie von Dr. Alfred Maier,

Univ.-Klinik für Chirurgie, Graz,

konnte erstmals der positive Effekt

einer additiven hyperbaren Oxygenierung

im Rahmen der photodynamischen

Therapie bei bösartigen

Höhepunkt der Veranstaltung war der

Vortrag von Dr. Schmücker, dem Leiter

des Informatikdienstes der Universitätskliniken

Heidelberg, der von der

Einführung des Systems IS-H*Med in nur

dreizehn Monaten an den vierzehn

Kliniken des Klinikums Heidelberg

berichtete und der vor allem auf die

Bedeutung des gestalterischen Engagements

der Ärzte für den Projekterfolg

hinwies. Univ.-Prof. Dr. Karagiannis von

der Universität Wien betonte die Bedeutung

von gut dokumentierten und

leicht zugänglichen Prozessen für den

Wissenstransfer in Ausbildung und Fortbildung

und die damit verbundene

Entlastung der mit der Ausbildung

Befassten.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass

sich die KAGes auf dem richtigen Weg

befindet und dass im doch sehr

ehrgeizigen Projekt MEDOCS sowohl die

Tumoren der Speiseröhre und des

Mageneinganges gezeigt werden.

● OA Dr. Adolf Rudorfer, Univ.-Klinik

für Anästhesiologie und Intensivmedizin,

Graz, befasste sich mit der

Entwicklung des „Intrathekalen Dualportsystems

zur Behandlung

schwerster Tumorschmerzen”. ■

Mehr als 100 Teilnehmer bei

der Fachtagung

medizinische Dokumentation als auch die

Beschaffung von patientenbezogener

Information sowie die behandlungsbezogene

Kommunikation zwischen

Leistungsstellen und Organisationseinheiten

verbessert werden kann.

MEDOCS wird die Basis für Befundkommunikation,

Telemedizinprojekte,

Integration der digitalen Signatur und der

Chipcard, des Informationsangebotes

und Patientenservice im Internet sowie für

die Kommunikation mit niedergelassenen

Ärzten und anderen Partnern des

Gesundheitssystems sein. Ein ausführlicher

Tagungsbericht wird im nächsten UIM-

Magazin erscheinen.


Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


50

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

ORGANISATION & KOMMUNIKATION 51

Ein Projekt stellt sich vor

Strategisches Unternehmens-Controlling

Am 14. Jänner dieses Jahres erfolgte

der Startschuß für das Projekt

„Strategisches Unternehmens-Controlling“

kurz „SUCO“ genannt.

Ein wesentliches Ziel des Projektes

SUCO ist die Erstellung eines

einheitlichen Berichtswesens für

Aufwendungen und Ertragskennzahlen

in Bezug auf

Leistungskennzahlen nach

Verantwortungsbereichen,

um eine transparente Informatin für alle

Führungskräfte zu erzielen.

So sollen zum Beispiel periodische

Auswertungen ein frühzeitiges Reagieren

und Steuern im Fall von Abweichungen

ermöglichen.

Prüfungen in allen Unternehmensbereichen

Partnerschaftliche Revision

In der Zentraldirektion der KAGes ist als

Teilbereich der Stabstelle Organisation

die Interne Revision angesiedelt. Die

Abteilung umfasst fünf Mitarbeiter.

Zu den Aufgaben der Internen Revision

zählen vorwiegend Prüfungen in allen

Unternehmensbereichen, aber auch

verschiedene organisatorische und

projektbezogene Tätigkeiten. Der

Einsatzbereich erstreckt sich auf die

einzelnen Krankenanstalten und auf die

zentralen Einrichtungen.

Aufgrund der Themenstellungen unserer

Prüfungen treten wir vor Ort vorwiegend

mit den Mitarbeitern im Verwaltungsbereich

in Kontakt. Prüfthemen wie

z. B. „Patientenrechte/Patientenaufklärung”

oder „Ethikkommissionen” führen

jedoch zu einer verstärkten Präsenz im

ärztlich/pflegerischen Bereich.

Geprüft zu werden ist für niemanden

angenehm. Auch für die MitarbeiterInnen

der Internen Revision

nicht. Es

ist daher unser

Ziel, dass der

Geprüfte die

Revision nicht

(nur) als Belastung

sieht, sondern

als sinnvolle

Kontrolle

und auch als Unterstützung

für

eigene Veränderungsvorhaben.

Für eine erfolgreiche

Zusammenarbeit

sind

wir bemüht,

Foto H. A. Pachernegg

/Stabstellenbereiche, Vertreter der

Ärzteschaft, des Pflegepersonals und der

Verwaltung) ist geplant, die Zielvorgaben

in einem Zeitraum von 2 Jahren

umzusetzen.

Über den ersten Abschnitt des

Projektes wird in der nächsten

Ausgabe ausführlich berichtet

werden. Weitere Informationen

können auch im

Intranet auf der

HOMEPAGE der Finazdirektion unter

http://www.intranet.zdion.kages.at

/lokal/anbieter/fdion

abgerufen werden.


Mag. U. Schemitsch,

Finanzdirektion

V. l. n. r.: Mag. Birgit Fahrnberger (Revisionsleiterin),

OAR Ernst Kahr, Mag. Manuela Groß,

Mag. Maria Zollner, Mag. Isabella Riesner, Mag.

Edith Sorger

durch optimale Vorbereitung die zeitliche

Belastung möglichst gering zu halten. Mit

unseren Erfahrungen und dem Wissen

aus allen Unternehmensbereichen

versuchen wir gemeinsam mit den

Geprüften, Verbesserungsvorschläge zu

erarbeiten und notwendige Maßnahmen

abzustimmen.


Nähere Informationen über unser Ziele, Aufgaben und unser jährliches Prüfprogramm finden Sie im INTRANET.

IVW-Prämierung in

steirischen LKHs

Hartberg: Prämie für Logo

Durch die Neuformierung der Abteilung für

Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Sommer 1999

anlässlich der bevorstehenden Neueröffnung des LKH

Hartberg wurde innerhalb unseres Teams nach einem Logo

für unsere Abteilung gesucht. Da ich persönlich die visuelle

Vermittlung von Zielen und Ideen einer Gruppe bzw.

Abteilung mittels eines „Corporate Designs” für sehr

spannend und wichtig erachte, lag mir selbst sehr viel an der

Umsetzung dieser Idee.

Organisatorisch ist SUCO im Bereich

der Finanzdirektion in der „Finanzstabstelle

Controlling“ angesiedelt. Unter

Dir. Ernst Hecke als Projektbeauftragten

sowie der Projektleitung von DI Robert

Mischak und einem interdisziplinären

Projektteam (Mitglieder aller Direktions-

Die große Herausforderung an unser

Logo bestand darin, die beiden

Bereiche Gebär bzw. Gynäkologie

gemeinsam auszudrücken.

D. h.: Frauen in

ihrer Jugend und

Frauen im Alter, Frauen

im Leid und Frauen in

großer Freude sollten

sich angesprochen fühlen.

Nach langen Überlegungen und vielen

Gesprächen entschieden wir uns

schließlich für die Silhouette einer sich

in Bewegung befindenen Frau.

Unsere Bewegung ist es, die uns

Frauen individuell ausmacht, egal welchen

Alters, welcher Lebensgeschichte,

welchen momentanen Lebensabschnittes.

Bewegung ist etwas

Positives - und Positives will unsere

Station nach außen hin ausdrücken.

Unabhängig davon, warum eine Frau

bei uns auf der Station ist. Wir hoffen,

dass sie sich gut aufgehoben fühlt. ■

Sigrid Steinbauer (Hebamme)

Pflegedir. Brigitte Hahn und Sigrid Steinbauer

IVW-KONTAKTPERSONEN

LKH/Dion Familienname Vorname Tel.

GRA Nistelberger Waltraud 0316/385-4433

LEO Heider Doris 03842/401-2440

BRU Tauder Ingrid 03862/895-2352

AUS Dobrina Angelika 03622/52555-31

DEU Marx Sabine 03462/4411-337

Aldrian Franz 03462/4411-355

FEL Friesenbichler Margareta 03152/899-1101

FUE Haas Alois 03382/506-306

Wilfinger Eveline 03382/506-322

HAR Jagerhofer Marietta 03332/605-106

König Johanna 03332/605-107

HOE Mayer Josef 03124/51124-300

KNI Reumüller Elisabeth 03512/707-274

JUD Wilding Christiana 03572/82560-223

MAR Probst Notburga 03882/2222-300

MUE Griesser Elisabeth 03852/2080-270

Bellmore Veronika 03852/2080-213

RAD Fischer Paul 03476/2401-207

Praßl Gerhard 03476/2401-217

ROT Stenitzer Roswitha 03614/2431-317

STO Weber Harald 03532/2424-218

VOI Pittner Günther 03142/201-217

WAG Schlögl Hermann 03452/701-122

PSY Dornetshuemer Adolf 0316/294220-304

SCH Sussmann Elisabeth 03467/8212-12

ZKW Molli Harald 0316/244169-20

Kressl Karl 0316/244169-14

ZDion Wolf Gerhard 0316/340-5171

Preisrätsel im letzten G’sund

Büchergutschein für Gewinnerin

Unser Bericht über das „filmlose“ Krankenhaus Feldbach in der März-Ausgabe unseres G‘sund war mit einem Preisrätsel

verbunden. Die Frage nach den „drei Vorteilen eines PACS-Systems“ war bei einer Reihe von Einsendungen richtig

beantwortet. Den Büchergutschein im Wert von ÖS 1.000,– gewann Frau Maria Schneeberger aus Graz.

Herzlichen Glückwunsch!

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


52

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

PANORAMA 53

Ambulanzgebührenverrechnung am LKH-Univ.-Klinikum Graz

Eine Abteilung stellt sich vor

In der Ambulanzgebührenverrechnung

unter der Leitung von Frau A. Feiwikl sind

10 Mitarbeiter mit der Verrechnung und

Einbringung aller ambulanten Fälle betraut.

Pro Jahr laufen über diese Abteilung ca.

800.000 ambulante Verrechnungsfälle,

davon rund 26.000 Selbstzahler-Fälle.

Derzeit gibt es 52 Vertragspartnerstellen

(Hauptambulanzen), welche uns als

„zentraler Einbringungsstelle” die Selbstzahler-Rechnungen

sowie Quartalsabrechnungen

zur weiteren Veranlassung

übermitteln. Die Ambulanz-Verrechnungskräfte

der Kliniken/Abteilungen und der

gemeinsamen Einrichtungen sind somit in

fachlicher Hinsicht gewissermaßen in die

Abteilung für Ambulanzgebührenverrechnung

integriert. In der ambulanten

Patientenverwaltung ist jeder Referent für

bestimmte Kliniken zuständig, das heißt,

jede Ambulanz-Verrechnungskraft hat

einen Ansprechpartner in der Verwaltung.

Die Tätigkeit ist sehr vielseitig und reicht

von der Aktenbearbeitung mit dem

gesamten Einbringungswesen (Prüfung der

Bargeldabfuhren, Rückzahlungen an

Patienten, Bewilligung von Ratenzahlungen

in begründeten Ausnahmefällen,

Einleitung von Exekutionen etc.) bis zur

Splittung der Gebühren in Anstalts- und

Arztanteil mittels Buchungsanweisungen

oder aber Abschreibungen von uneinbringlichen

Gebühren als Forderungsverluste.

Oftmals werden auch Auskünfte bei uns

eingeholt, nach welchen Tarifen und in

lanzscheine. Seit 1.5.1999 werden von

der Ambulanzgebührenverrechnung auch

die zwischenbetrieblichen Leistungen den

auswärtigen KAGes-Spitälern in Rechnung

gestellt. Von Mai bis Dezember 1999

Sie erledigen pro Jahr 800.000 Verrechnungsfälle

welcher Höhe bestimmte Leistungen

abgerechnet werden. Bei Bedarf werden

Kostenvoranschläge erstellt und Auskünfte

über die Tarife erteilt.

Seit Einführung der Leistungsorientierten

Krankenanstaltenfinanzierung (LKF) mit

1.1.1997 gibt es mit den Sozialversicherungsträgern

eine Echtabrechnung mit

der KFA-Graz; die übrigen Sozialversicherungsträger

erhalten eine Aufstellung und

die quartalsmäßig angefallenen Ambu-

wurden für rund 23.000 stationäre

Patienten ambulante Leistungen abgerechnet.

Zahlreiche Sitzungen, Besprechungen,

Telefonate und Gespräche mit

Patienten helfen Unklarheiten im eigenen

Bereich ohne viel Aufheben zu klären.

Die gute Zusammenarbeit mit allen

Ambulanzgebührenverrechnungskräften

und der Finanzabteilung erleichtert unsere

vielfältige Arbeit.


Das Team der Ambulanzgebührenverrechnung

LKH-Univ.-Klinikum Graz

Nina Krok

LKH-Univ.-Klinikum Graz: Transparenz und Helligkeit

Perspektiven der Architektur

Der Umgang mit Licht- und Schattenwirkungen war immer schon eine Herausforderung für Künstler und Architekten. Der

Wunsch nach hellen, sonnendurchfluteten Räumen ist in Einklang zu bringen mit dem Schutz vor zu direkter

Sonnenbestrahlung und Hitzebelastung. Alte und moderne Architektur sind bemüht um durchscheinende, überschaubare und

gleichzeitig Geborgenheit vermittelnde Gestaltungsweisen.


Univ.-Klinik für Neurologie

Univ.-Kinderklinik: Zubau

Med. Univ.-Klinik: Erweiterungsbau I

Foto Peklar

Leben schenken

Ausreichend Zeit:

Ende März ist der langjährige

Betriebsratsvorsitzende Rudolf

Derler in Pension gegangen. Er

hat nun ausreichend Zeit, sich um

seine Landwirtschaft zu kümmern.

Neuer Vorsitzender des Betriebsrates

im LKH Hartberg wurde der

Personalreferent Johannes Weiß

(li. im Bild).

… betitelt Ursula Perner von der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik Bruck

an der Mur ihre Arbeit, die im Rahmen eines steiermarkweiten Schülerwettbewerbes

zum Thema „Transplantation - Organspende“ ausgezeichnet wurde. Eine Fachjury

wählte unter 128 eingereichten

Arbeiten 9 Preisträgerschulen

aus. Franz Wiedner, Obmann

der Steirischen Interessensgemeinschaft

der Dialysepatienten:

„Als Betroffene war es uns

wichtig, auf unser Schicksal

aufmerksam zu machen. Wir

danken für die Unterstützung,

vorsichtig und sensibel

Öffentlichkeitsarbeit zum Thema

zu betreiben.“


(v.l.n.r.): Univ.-Prof. Dr. Christian

Urban, Univ.-Prof. Dr. Peter Petritsch,

LR Günter Dörflinger, Ursula Perner,

Franz Wiedner, Landesschulratspräsident

Dr. Horst Lattinger

Foto Robert Frankl

Fotos H. A. Pachernegg

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


54

PANORAMA

PANORAMA 55

S EELSORGE IN DEN STEIRISCHEN S PITÄLERN

Familiengründung

bei Sturm

Schwanberg: Kapelle im Barockstil

Besonders ansprechend

Grazer Künstler gestaltete Kapelle in Wagna

Bestechende Schlichtheit

Durch die Arkaden des Renaissance-

Hofes aus 1650 erreicht man die

schöne Kapelle im Halbstock rechts

gegenüber dem Haupteingang. Der

Raum und die Einrichtung sind

besonders ansprechend. Die Bestuhlung

ist einfach und neu; aus der jüngsten

Zeit stammen auch die 14 Kreuzwegbilder

aus zeitgenössischer Töpferhand.

Durch 100 Jahre haben bis 1991

Barmherzige Schwestern aus Graz

mitgearbeitet und die Kapelle und

Seelsorge des Hauses betreut,

Pfarrer Anton Lierzer (li.)

zusammen mit dem jeweiligen

Ortspfarrer und den Kapuzinern des

Marktes.

1989, mit dem Tod von P. Wolfgang

Prasch, nahmen die Kapuziner Abschied

aus Schwanberg. Seither nimmt sich

Pfarrer Anton Lierzer im gegebenen

Umfang der Patienten an. „Die hl.

Messen sind auch recht gut besucht, die

Patienten nehmen sehr lebhaft und

andächtig daran teil und es sind

durchwegs erhebende Feiern”, erzählt

Pfarrer Lierzer.

Verwaltet und

geleitet wird die

Kapelle vom Haus

selbst in der

Person von Johann

Prattes, der neben

seiner Tätigkeit als

Pflegehelfer auch

für Kapelle, Sakristei, den Blumenschmuck

und die Organisation der

„Geistlichen Übungen” Sorge trägt (Tel.

03467/8212-23).

Wenn auch die Kapelle gewöhnlich

versperrt ist, kann auf Wunsch jedem

Interessenten durch die Mitarbeiter des

Hauses geöffnet werden.


Standort/Lage: Landespflegeheim Schwanberg

Baustil: Barock

Größe: ca. 45 Personen

Kathol. Seelsorge: Pfarrer Mag. Anton Lierzer, Pfarre Schwanberg,

Tel. 03467/8284

Evang. Seelsorge: Pfarrer Mag. Andreas Gerhold, Pfarre Stainz,

Tel. 03463/2237

Öffnungszeiten der Kapelle: zu den Gottesdienstzeiten, sowie auf Wunsch

öffnen die Bediensteten des Hauses

Gottesdienst: Dienstag, 16.45 Uhr (Stationsfeiern für Advent und Fastenzeit)

Gesprächs-/Beichtmöglichkeit: vor und nach der Hl. Messe oder nach

Absprache in der Advent- und Fastenzeit

Foto Nina Krok

Der Kapellenraum des Krankenhauses

liegt im Durchgang von der

Männerstation (EG) zur Verwaltung und

ist von beiden Seiten aus erreichbar. Er

wurde vor ca. 2 Jahren umgebaut und

vom international bekannten Grazer

Gustav Troger künstlerisch gestaltet. Er

arbeitete mit grobem gedrehten

Stahldraht, aus dem er das Kreuz sowie

den Altar herstellte. Die Schlichtheit der

Kapelle wird noch durch ein „zartes Mut-

ter-Gottes-

Bild” an der

Wand neben

dem

Kreuz unterstrichen.

Hervorzuheben

sind

die vielen

alten, sehr

hohen Buntglasfenster

Klare Linienführung und die in

verschiedenen

dezenten

Farben gemalten

Wände.

Die Hl.

M e s s e n

werden von Pater Nocun Leszek

Patienten wie

auch von Besuchern

gut angenommen. Seit Herbst

1998 ist Pater Nocun Leszek vom

Kapuzinerkloster Leibnitz für die

seelsorgerische Betreuung zuständig.

„Sehr wichtig ist mir die gute Zusammenarbeit

mit den Krankenhausbediensteten”,

sagt Pater Nocun, „denn nur

durch gute Erreichbarkeit der Patienten

kann eine gute seelsorgerische Betreuung

gewährleistet werden”. Er besucht einmal

die Woche alle Patienten auf den

Stationen und an den Betten. Zu Weihnachten

gibt es natürlich eine Weihnachtsfeier

und zusätzlich ein Weihnachtsliedersingen

auf den Stationen. ■

Standort/Lage: LKH Wagna

Künstlerische Gestaltung: Gustav Troger

Größe: ca. 50 Personen

Kathol. Seelsorge: Pater Nocun Leszek, Kapuzinerkloster Leibnitz,

Tel. 03452/82 979

Öffnungszeiten der Kapelle: immer offen

Gottesdienste: So, Mi, Fr, 18.30 Uhr, Samstag Vormittag

Hl. Kommunion auf den Stationen

Gesprächs-/Beichtmöglichkeit: vor und nach den Hl. Messen sowie

auf Anfrage

Vor einigen Jahren war Barbara

Sturm mit ihrem Team voll Schwung

und erfolgreich mit der Neugestaltung

unserer Zeitschrift G’sund befasst. Nun

hat die Chefin der Wiener Agentur

Sturm Marketing Direkt eine kurze

„Ruhephase“ eingelegt, um ihren Josef

zu heiraten und ihr Töchterchen Anna

zur Welt zu bringen.

Das G’sund-Team gratuliert ganz

herzlich.


Schikurs am

Kreischberg

Bereits seit 26 Jahren wird alljährlich

ein therapeutischer Schikurs am

Kreischberg von der neuro-orthopädischen

Kinderstation des LKH

Stolzalpe durchgeführt. Die Kinder

Glückliche Sieger

haben dabei die Möglichkeit,

Therapie, Sport und Spaß miteinander

zu verbinden. Ein Abschlussrennen mit

anschließender Siegerehrung beendete

den Schikurs.


Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


56

PANORAMA

PANORAMA 57

TIPP

REISE

TIPPS

Wir möchten Sie wiederum

einladen, den G’sund-Lesern

besondere Tipps und Informationen

bekannt zu geben, die vielleicht in

keinem Reiseführer enthalten sind.

Diesmal ist es Treviso, eine kleine und

reizende Stadt, ca. 25 km nördlich

von Venedig, für die wir einige

interessante Tipps haben.

Die kleinste Provinzhauptstadt des Veneto

Stimmungsvolles

Treviso

Alte Fassaden und moderne

Skulpturen

Fotos Hedi Grager

Ideal für eine kleine Stärkung zwischendurch die Hostaria Dai

Naneti

Am Zusammenfluss von Sile und

Botteniga liegt Treviso mit seiner

Altstadt wie eine beschauliche Insel

inmitten einer Industrieregion, die sich

bis Mestre und Padua erstreckt. Das

Stadtzentrum wird von einem aus dem

16. Jhdt. stammenden Mauerring und

von Kanälen umschlossen.

Kanäle durchziehen auch die

Innenstadt. Stimmungsvolle Plätze und

schöne Palazzi mit Laubengängen

prägen das Stadtzentrum. Den

Mittelpunkt der Altstadt bildet die Piazza

dei Signori.

Umgeben von großen Café-Terrassen

und eleganten Geschäften herrscht hier

vor der Kulisse des mächtigen Palazzo

dei Trecento auch am Abend munteres

Treiben.

Zwei Empfehlungen für kleine Stärkungen

zwischendurch sind hier die

Snack-Bar Biffi und - ein wenig versteckt

… wie vor Jahrhunderten

- die Hostaria Dai Naneti SNC.

(Näheres siehe im Kasten-TIPP.)

Treviso, eine der im Zweiten Weltkrieg

am meisten bombardierten Städte

Italiens, wurde fast völlig

rekonstruiert. Die Sehenswürdigkeiten

sind in den meisten

Reiseführern gut beschrieben.

Unbedingt besichtigt werden muss

der Fischmarkt (pescheria), der

idyllisch auf einer Insel im Wasser

unter Kastanienbäumen liegt.

Ebenso sehenswert ist die

schnurgerade Verbindung von

Treviso nach Mestre im Süden. Hier

wurde ein Kanal zugeschüttet, der

einst Venedig mit Treviso verbunden

hatte.

Entlang dieser Straße reihen

sich heute noch schöne Villen

und Landhäuser so dicht wie

sonst nur am Brentakanal. ■

Snack-Bar Biffi: Köstlichkeiten zum Mitnehmen

Die Snack-Bar Biffi liegt direkt am Hauptplatz

von Treviso, an der Piazza dei Signori 28.

Unter den weitläufigen Arkaden des

mächtigen Palazzo dei Trecento liegt im

Hintergrund die winzige Bar mit einem

schönen Gastgarten davor.

Ausgezeichnet schmecken die Tramezzini (Lit.

1.500), die Panini con poschetta oder ein

Vitello tomato (jeweils Lit. 3.500). Viele

Einheimische nehmen diese Köstlichkeiten

auch mit nach Hause. Und dazu vielleicht ein

Glas Prosecco (Lit. 1.500 an der Bar).

Nur ein paar Schritte weiter an einem Eck der

Piazza dei Signori, ein wenig versteckt am

Beginn der kleinen und engen Gasse Via Lo

Broli 2, liegt die Hostaria Dai Naneti SNC.

Inmitten von Regalen voll Weinflaschen,

Bildern, herunterhängenden Schinken und

Salamis drängen sich hier vor allem die

Einheimischen bei einem Bodebicchiere roten

oder weißen Weines oder einem Glas

Prosecco (letzteres Lit. 1.800). Zur Stärkung

gibt es Weißbrot mit Mortadella, Salami oder

Prosciutto und Käse oder die herrlichen

kleinen Käse-Wurst-Häppchen am

Zahnstocher. Wer einmal hier war, kommt

wieder. ACHTUNG: Lange Mittagspause!

GRIECHENLAND

Chalkidiki

Flug jeden Freitag abend

ab/bis Graz bis 29. Sept. 2000

Polychronon

KROATIEN

Dubrovnik / Slano

Flug jeden Freitag abend ab/bis GRAZ bis 6. Okt. 2000

Osmine

7=6, 14=12

ANGEBOTE

Appartements Athanasios,

Galini, Fanis

1 Woche/N ab öS 4.600,-

Kinderpauschale öS 3.100,-

FAMILY ● SPORTS

1 Woche/All incl. ab öS 5.350,-

8010 Graz, Riesstraße 16, Infotel.: 0316/ 38 80

Der ideale

Familienurlaub

5.350,-

Kinderpauschale ab öS 3.000,-

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


58

PANORAMA

PANORAMA 59

In der steirischen Toscana

Eine Region, die man mag

Die Weinliebhaber werden mit dem

neuen Jahrgang viel Freude haben. Die

klimatischen Voraussetzungen waren sehr

günstig und lassen einen sehr guten

Jahrgang ‘99 erwarten. Aber nicht nur der

Wein, sondern

auch gute ‚Brettljausn’,

schöne

Landschaften und

Ausblicke führen

uns diesmal in die

Südsteiermark. Im

südlichen Teil des

Bezirkes Leibnitz

bis zur Mur liegt das größte zusammenhängende

Weinbaugebiet der Steiermark.

Entlang der Südsteirischen Weinstraße,

die oft direkt entlang der Grenze zu

Slowenien verläuft, liegen zahlreiche

Buschenschanken, Weinbaubetriebe und

Vinotheken. Eine besonders einladende

Buschenschank und 3 Weingüter werden

wir Ihnen heute vorstellen.

Eine KAGes-Mitarbeiterin brachte uns mit

ihrem Tipp über das aufstrebende

Weingut Rudolf Riegelnegg auf die

Spuren der erfolgreichen Riegelnegg-

Familien in Sernau und Steinbach.

Wenn Sie noch weitere Anregungen

haben, so schreiben Sie uns einfach:

Redaktion G’sund, Stmk. Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H., Stiftingtalstraße

4-6, 8010 Graz. Oder rufen Sie

uns an unter 0316/340-5120.

Foto: Nina Krok

Ihr Reinhard Sudy

Gamlitzer Taxi-Service

Jeder Gast, der in der Region bei

einem Mitgliedsbetrieb nächtigt, kann

von diesem unentgeltlichen Taxi-Service

Gebrauch machen. Die Beherbergungsunternehmen

stellen die dazu notwendige

Gast-Card ihren Gästen zur

Verfügung. Gefahren werden kann

aber immer nur von einem

Mitgliedsbetrieb zum anderen. Und die

Taxibestellung für den Gast erfolgt

ausschließlich vom Betriebsinhaber.

Erikas Buschenschank

Erika Breineder

Heinz Kratochvil, Kranach 4, 8462

Gamlitz, Tel. 03453/5565, Öffnungszeiten:

Do bis So, Reservierungen

auch an anderen Tagen möglich

Etwa einen halben Kilometer nach dem

Ortsende von Gamlitz führen die

Wegweiser rechts ab zum Buschenschank

Erika. Vor dem alten Bauernhaus

mit seinen 3 heimeligen Stuben und der

urigen Weinpresse liegt eine

großzügige, sonnige Terrasse. Von hier

hat man einen wunderbaren Rundblick

über das südsteirische Weinland. Und

wenn die Abendsonne die Terrasse und

die Gebäude warm umhüllt, senken sich

spürbar Gelassenheit und Entspannung

über die vielen Gäste.

Erika Breineder hat dieses alte

Winzerhaus und den Weinberg vor 5

Jahren ersteigert. Behutsam und erfolgreich

hat sie das Anwesen zu einer

weit über die Steiermark

hinaus bekannten und

beliebten Buschenschank

umgebaut.

Knusprig gebratenes Brüstl,

Hühnerleberpastete usw.

ergänzen das klassische

Angebot von Brettljause

usw. Das kleine renovierte

Holzblockhaus nebenan

hat 3 Zweibettzimmer

(S 360,–/

Person inkl. Frühstück).

Das Original

des Titelbildes der

Speisekarte, ein

Brettschuh, hängt

gleich in der ersten

Stube, umgeben von der alten

Weinpresse und einer kleinen Bar. Das

Getränke- und Jausenangebot entspricht

einer Buschenschank. Hervorzuheben

sind aber die Empfehlungen von Erika:

Bauernsalat mit geräuchertem

Putenfleisch (S 50,–), Bärlauchtopfenbrot

(S 20,–), südsteirischer Ziegen- oder

Schafkäse in Kernöl oder Olivenöl mit

frischen Kräutern (S 60,–), Wildschweinsalami

mit Butter (S 50,–) oder

gebratenes Brüstl mit Senf und

Bratlschmalz (S 55,–) sind einige der

Spezialitäten. Stets frische, hausgemachte

- wechselnde - Mehlspeisen

wie z. B. Topfenstrudel oder Ribiselkuchen

runden das Angebot ab. ■

Die Riegelnegg’s

Gleich nach dem Ortstafelende von

Gamlitz (aus Richtung Ehrenhausen

kommend) zweigt eine Straße linker

Hand nach Sernau und Steinbach

ab.

Nach wenigen Metern steht an einer

Straßengabelung ein Wegweiser mit

vielen Hinweistafeln. Drei davon

führen zu „Riegelnegg’s”. Nach

rechts geht es zu den Weingütern der

Brüder Karl und Otto Riegelnegg und

geradeaus zu deren Cousin Rudolf

Riegelnegg.

Weingut Riegelnegg

Weinbau Karl & Annemarie

Riegelnegg, Sernau 21, 8462

Gamlitz, Tel. 03454/490

Auf einer Fläche von 6 ha betreibt

hier Karl Riegelnegg im ehemals

elterlichen Stammhaus Weinbau. Er hat

die Weinbauschule in Silberberg

absolviert und danach die Meisterprüfung

in Krems abgelegt.

Verkostet wird der Wein gleich im Keller

oder auf der blumengeschmückten,

einladenden Terrasse vor dem Haus.

Als Landes- und Bundessieger (Salon-

Annemarie und Karl Riegelnegg

mit ihren Kindern

sieger) wie auch als À-la-carte-Sieger

verkauft Karl Riegelnegg seinen Wein

großteils an Privatkunden, die natürlich

aus Österreich, aber auch aus England

und Norddeutschland kommen.

Alle Jahre hat er ca. 10 prämierte

Weine durch die Landesweinkost. In

Graz führen u. a. der Rainerhof am

Schlossbergplatz, der Klapotetz im

Generalihof und auch der Landhauskeller

seine Weine.


EINIGE BEISPIELE AUS DEM ANGEBOT:

Der Millenniums Cuvée 1999

(11,5 Vol.% Alk.) aus den besten

Sorten des besonderen Jahrganges

1999 ist ein frisch und spritzigwürzig

schmeckender Wein (S 67,–).

Rheinriesling Kabinett 1999

(11,9 Vol.% Alk.), Novemberlese,

trocken, feinwürzig, gehaltvoll, gute

Lagerfähigkeit (S 84,–).

Blauer Zweigelt Barrique

1998 (12,5 Vol.% Alk.), trocken, im

Allier-Eichenfass gereift, gerbstoffreicher

Wein mit guter Lagerfähigkeit

(S 100,–).

Buschenschanken und Weingüter

Unterwegs in

der Steiermark

Einladende Hofzufahrt zum Weingut Riegelnegg

Weingut Olwitschhof

Otto u. Theresia Riegelnegg

Steinbach 62, 8462 Gamlitz, Tel.

03454/6263, Ruhezeit: sonntags,

aber auch in der Mittagszeit

Zum Olwitschhof am Sernauberg (mit

5 ha Weingärten) gehört auch ein

altes, mit großem Geschick und Gefühl

renoviertes Bauernhaus.

Beeindruckend ist der originelle

Erlebniskeller mit dem unterirdischen

Verbindungsgang zum Weinkeller unter

dem alten Bauernhaus. Verkostungen

sind direkt in der einladenden

Kelleranlage möglich, wo sogar so

Otto und Theresia Riegelnegg

in ihrem Erlebnisweinkeller

Fotos Hedi Grager

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


60

PANORAMA

KunstRaumKAGes 61

mancher Gastwirt sein eigenes Weinregal

hat.

Dieses wunderschön gelegene Weingut

wurde bereits 1973 von den

Riegelnegg-Eltern gekauft und ist seit

1985 im Besitz von Theresia und Otto

Riegelnegg. Ihre 3 Buben sind im Alter

von 9, 12 und 15 Jahren.

Mit dem Sauvignon „Sernauberg” war

Otto Riegelnegg bereits 3-mal

Salonsieger (Bundessieger). Dieser

trockene Wein (12,8 Vol.% Alk.) hat

einen dezenten Duft nach Hollunder und

Cassis, ist sehr reif und füllig und mit

großen Ausbaureserven. Neben diesem

Gustostückerl reicht das vielfach

preisgekrönte Weinsortiment vom

Welschriesling und Weißburgunder bis

zum Muskateller „Aperitif” und zur

Scheurebe „Kabinett”.


Idyllische Ecke am Weingut Olwitschhof

Weinbaubetrieb

Rudolf Riegelnegg

Steinbach 49, 8462 Gamlitz

Tel. 03453/3053

Rudolf Riegelnegg: der jüngste

Weinbauer

Rudolf ist der jüngste Weinbauer der

Riegelnegg-Dynastie. Der Weinbaubetrieb,

bereits seit seinem Großvater im

Tennisturnier LKH Bad Radkersburg

Bereits zum 4. Mal gab es das

traditionelle Tennisturnier, bei dem

gemischte Doppel gespielt wurden

Bei guter Stimmung wurden

18 Paare (Ärzte,

Schwestern, medizinisches

Personal, Verwaltung) gelost.

Nach hartem Kampf in der

Gleichenbergerhalle ging

das Doppel OA Dr. G.

Penka/DGKS Franziska

Sommer als Sieger vom

Platz.

2. Platz: Herr Schuster/Frau

Pracher Brigitte

3. Platz: Fischer Paul/

Fischer Waltraud

Die Siegerehrung wurde vom Ärztlichen

Direktor vorgenommen, wobei festzustellen

ist, dass die gesamte

Anstaltsleitung am Turnier selbst aktiv

teilgenommen hat.


Familienbesitz, hat seine 4 ha

Weinfläche in einem Scheibengrund.

Gemeinsam mit seiner Mutter produziert

Rudolf Riegelnegg hauptsächlich

Welschriesling, Weißburgunder,

Grauburgunder und Chardonnay, der

ab Hof und an die Gastronomie verkauft

wird. Beliefert wird in Graz u.a. das

Abraham a Santa Clara und das

Restaurant „Im Fünften” (im ehemaligen

Steirerhof). Auch Rudolf Riegelnegg ist

Silberberg-Absolvent. Verkostungen im

einfachen Keller können mit einer

Weingartenführung verbunden werden.

Mit seinem Welschriesling ist er bei der

Landesweinkost Semifinalist geworden.■

ZWEI BEISPIELE DES 99ER

Welschriesling (11,4 Vol.% Alk.),

ein fruchtiger, spritziger und feinwürziger

Wein mit zarten Aromen vom

Apfel (S 50,–).

Chardonnay (11,5 Vol.% Alk.),

extraktreicher, sauberer Wein mit

saftiger Struktur und Nuancen von

hochreifen exotischen Früchten - ein

Trinkgenuss für jeden Kenner (S 60,–).

Kegelturnier

Vom LKH Deutschlandsberg nahmen

5 Teams am 2. Sie-und-Er-Betriebskegelturnier

des Steirischen Betriebssportverbandes

des ÖGB teil. Alle

erreichten sehr gute Plätze. Bei der

Einzelwertung

der Damen

belegte

DGKS Erni

Lampl den

1. Platz. Von

34 Rängen

erreichte das

T e a m

DGKS Erni

Lampl mit BRV

Piantschitsch

„Lampl/Piantschitsch“ in der Mannschaftswertung

den sehr guten 9. Platz. ■

Künstler besuchen

Kranke

Seit dem Jahr 1992 gibt es „das Podium“, einen überparteilichen Freizeit- und

Kunstverein für die Jugend. Im Rahmen von Wohltätigkeitsveranstaltungen

besuchen Künstler Kranke in den steirischen Spitälern. Ein buntes Programm gab es

heuer im LKH Bad Radkersburg. Volksmusik und Volkslieder, kurze Lesungen auch in

Mundart und andere Darbietungen brachten eine unterhaltsame Abwechslung für

Patienten und Mitarbeiter.


Abwechslung für Patienten und Mitarbeiter

Kurt Resetarits (Geb.-Gyn. Abteilung) ist im

Sommer bei Aufführungen der modernen

Rockoper „Hugo Hugo - Eine Gespensteroper“ auf

der Burg Güssing in der Rolle des

Watschenmannes zu sehen (das Erzählergespenst

ist Willi Resetarits alias Dr. Kurt OSTBAHN).

Vorstellungen auf der Burg Güssing: 24., 25., 26. und 31. August sowie 1. und 2.

September 2000 (Karten unter 0316/337090 oder 03322/42515). ■

Zweimal Resetarits auf einer Bühne

Foto Hans Wetzelsdorfer Foto G. Langusch

& KULTUR-

KUNST-

KALENDER

LKH-Univ. Klinikum Graz

GALERIE IM KLINIKUM

Vom 11. Mai bis 9. Juni sind Bilder von

Mag. Renate Polzer zu sehen. Die seit

1985 freischaffende, in Leibnitz lebende

und international bekannte Künstlerin stellt

unter dem Motto „Figurales und

Abstraktes“ aus.

Ab dem 28.6. sind Werke von Barbara

Sebath, Malerin und ehemalige Patientin

des Strahlentherapiezentrums im Klinikum,

zu sehen.

Ab dem 19.7. stellt Gudrun Kosmajer,

Künstlerin und Betreiberin des Kasperltheaters

Pibabo aus.

Im August werden dann Werke von

Gerhard Gutmann (OP-Gehilfe im LKH

Bad Radkersburg) zu sehen sein.

LSF Graz

GALERIE „GRENZGÄNGER“ DER MALTHERAPIE

Verschiedene Werke sind im Café

Valentino (Eingangsbereich LNKH) zu

sehen.

LKH Hörgas

GANGGALERIE „BUNTE GÄNGE“ IN DER

INTERNEN ABTEILUNG

Dauerausstellung von Werken Bediensteter

und deren Angehöriger sowie neue

Exponate aus der Maltherapie des LSF

LKH Deutschlandsberg

VERANSTALTUNGSREIHE „KULTUR IM

KRANKENHAUS“

Ab 15. Juni sind für die Dauer eines Monats

die Werke des bekannten Grazer

Malers Bernhard Eisendle zu betrachten.

LKH Leoben

GALERIE „KUNST IM SPITAL“ AUF DER UROLOGIE

Ab 25.5. sind Ölbilder und Gouachen

der Kärntner Künstlerin Andrea Fian

ausgestellt. Sie hat bei Prof. Prachensky

und Hubert Schmalix studiert, bereits

einen Anerkennungspreis erhalten und

lebt jetzt in Graz.

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


62

KunstRaumKAGes

KunstRaumKAGes 63

C

laud: Farben

ernten, die

Gott in mich sät.

Claud, Ingrid,

Sabine, Marko und

Andrea sind Ergound

Physiotherapeuten

der Neurologischen

Abteilung

der Landesnervenklinik

Sigmund

Freud.

I

ngrid: Malen

ist eine Art,

meine

Stimmungen

und Gefühle

zum Ausdruck

zu bringen.

Neben der gemeinsamen Arbeit

verbindet sie auch die Liebe zur Graphik

und Malerei. Durch den Besuch einiger

Kurse und Malwochen wurde die Idee

immer konkreter, eine gemeinsame

Ausstellung zu veranstalten. Unter dem

Namen „cisma“ wurde diese Idee im

März d. J. Wirklichkeit.

Die Beschäftigung mit der Anatomie ist

sowohl im Arbeitsumfeld als auch in der

gemeinsamen Malerei Thema: So

stellten sie sich gemeinsam dem Thema

„Aktmalerei“.

Mit großer Unterstützung der Kolleginnen

und durch Herrn Personalchef Alfred

Neuhold fand am 23. März in der

Landes-Hypothekenbank, Riesstraße,

Graz, die Vernissage der ersten

gemeinsamen Ausstellung statt.

Wichtig ist allen fünf Therapeuten trotz

der gemeinsamen Liebe zum

Landesnervenklinik Sigmund Freud

„cisma“ - Akte in

Mischtechnik

S

abine: Dem

Leben Farbe

geben!

großformatigen Malen

und zu experimentellen

Techniken, dass jeder

seinen eigenen, individuellen

Malstil entwickelt.

Beeinflussungen

ergeben sich natürlich

durch das gemeinsame

Arbeiten.

M

arko: Malen

heißt für

mich, die

Realität achtsam

zu beobachten

und mein

Erlebtes

auszudrücken.

Hedi Grager,

Organisationsabteilung

Neugierig geworden?

Nähere Informationen gibt es unter

0316/291501-476 oder 333. ■

c i s m a

l n a a n

a g b r d

u r i k r

d i n o e

d e a

A

ndrea: Malen gibt

mir die Möglichkeit,

meine einmalige Art

von Leben und

Erfahrungen in Farben

auszudrücken.

Fotos Nina Krok

Kunst im Spital

Impressum:

Medieninhaber:

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

(KAGes), Stiftingtalstraße 4 - 6, A-8036 Graz.

Herausgeber:

Krankenanstaltenpersonalamt, A-8036 Graz,

Postfach 6, DVR 0468533.

Redaktionelle Leitung:

Dr. Reinhard Sudy, Organisationsabteilung.

Redaktionsteam:

Wolfgang Meditz, Finanzdirektion; Mag.

Helmut Meinhart, Medien- und

Öffentlichkeitsarbeit; Peter Neumeister, UIM;

Waltraud Nistelberger, LKH-Univ.-Klinikum

Graz; Gerlinde Potza, Medizinische Direktion;

Ing. Klaus-Dieter Schaupp, LKH Graz-West;

Gerhard Wolf, Personaldirektion; DI Friedrich

Zopf, Technische Direktion/

LKH-Univ.-Klinikum Graz.

Redaktionssekretariat:

Hedi Grager, Organisationsabteilung.

Marketing & Werbung:

vox: 0316/340-5121, fax: 0316/340-

5221, mail: gsund@kages.at.

InterNet-Adressen:

http://www.gsund.net,

http://www.kages.at.

Gestaltung & Produktion:

KLIPP Zeitschriften GmbH Nfg & Co KG,

A-8041 Graz.

Fotos:

KAGes-Archiv, H. A. Pachernegg.

Druck:

Leykam Druck Graz.

Repro:

Repro System.

Auflage:

18.500 Exemplare.

Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier.

Erscheinungsweise:

4 x jährlich.

Charakteristik:

G‘sund dient der umfassenden Information der

MitarbeiterInnen der Stmk.

Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes)

über das gesamte Unternehmen. Alle Rechte

vorbehalten. Trotz sorgfältiger Bearbeitung in

Wort und Bild kann für die Richtigkeit keine

Gewähr übernommen werden. Nachdruck,

auch auszugsweise, mit Quellenangabe und

Übermittlung eines Belegexemplares erlaubt. Mit

Verfassernamen gekennzeichnete Beiträge

geben nicht unbedingt die Meinung des

Herausgebers und der Redaktion wieder.

R egelmäßige

Ausstellungen

im Warteraum

der chirurgischen

Ambulanz

am LKH

Rottenmann bieten

Abwechslung

für Patienten

und Besucher.

Die aktuelle

Ausstellung

wird von Maria

und Thomas

Mark, Inhaber

der „Galerie an

der Fabrik“ in

Spital am Pyhrn,

gestaltet. Mit 26 Exponaten aus ihrer Sammlung wird das jüngere Schaffen von

Künstlern aus der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich und Italien gezeigt. Norbert

Trummer, Walter Kostenberger und Hannes Schwarz sind dabei die steirischen

Künstler.


Reliefkunst im Foyer

Bis Anfang Juni präsentierte der Angestelltenbetriebsrat im Foyer des LKH

Deutschlandsberg den Reliefkünstler Manfred Riedl. Die mit Hölzern getriebenen

und danach patinierten Kupferreliefs werden mit einer Mischung von Kunstharz-,

Email- und Neonfarbe überarbeitet. Seine Liebe zur modernen Kunst hat der

jugendliche Kupferschmiedmeister in seinem Praxisjahr entdeckt.


Gast der letzten „Begegnungen” war Gerhard Odörfer, der mit seiner Lesung

„Unterwegs” Patienten, Angehörige, MitarbeiterInnen und Gäste gleichermaßen

faszinierte. Eine Vernissage mit Bildern aus der Maltherapie und den persönlichen

Eindrücken dazu, dokumentiert von PatientInnen, sowie die Musikbegleitung

„Saxiano” rundeten diesen Abend im Wintergarten der Hundertwasserstation ab.

Veranstaltet vom

Verein für Krebskranke

an der Med. Univ.-

Klinik Graz und der

Klinischen Abteilung

für Onkologie ist diese

Veranstaltungsreihe

„Begegungen” immer

wieder ein faszinierendes,

bewegendes

und ansprechendes

Ereignis.


V.l.n.r.: Prim. Dr. Josef Maier, Galerist Thomas

Mark mit seiner Gattin Maria

Begegnungen

Menschen helfen Menschen

Menschen helfen Menschen


Architektur und Gestaltung der Außenanlagen und Gärten

Wichtiger Bestandteil für Genesung

Das Wohlbefinden unserer Patienten wird durch gefühlvolle und anspruchsvolle Innen-, Außen- und Grünraumgestaltung positiv

beeinflusst. Die Architektur kann zur Heilung, zur Beruhigung von Geist und Körper beitragen und das psychische

Wohlbefinden stärken. Der gestaltete Grünraum um die Gebäude - seien diese zukunftsweisende, moderne oder sensibel

restaurierte historische Bauten - bildet mit ihnen ein Ensemble und ist somit ein wichtiger Bestandteil für den Genesungs- und

Heilungsprozess.

Wir präsentieren hier Grünanlagen

und Gärten der

steirischen LKHs, denen eine

besondere Bedeutung als

Aufenthalts-, Rückzugs- und

Kommunikationsort zukommt. Die

Gestaltung der Freiräume geht

bewusst auf die Natur und die

Jahreszeiten ein. Blühaspekte,

Laubfärbung, Düfte und

Blätterrauschen sorgen für

Abwechslung. Die Außenanlagen

lassen den Verlauf der Jahreszeiten

schon beim Eingang in ein

Krankenhaus, aber auch im

Krankenzimmer fühlen und tragen

so zu einem nicht unwesentlichen

Teil zur Rekreation und Rekonvaleszenz

bei.

■ LKH LKH Deutschlandsberg

Hörgas

Fotos H. A. Pachernegg

LKH Feldbach

LKH Rottenmann

LKH Deutschlandsberg

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine