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www.gsund.net

Urlaub am Bauernhof in Kärnten - www.urlaubambauernhof.com ERSCHEINUNGSORT GRAZ. VERLAGSPOSTAMT 8010 GRAZ/P.B.B. 02Z033793M NR. 38

JUNI 2003

…schöne Sommertage!

Seite 8

Seite 24

Mitarbeiter-Haus-Messe

Kinderchirurgie feiert

Umweltbericht Umweltbericht 2002 2002

Seite Seite 26 26

Seite 40

EU-Preis für HNO


Inhalt Juni 2003

AKTUELLES

4 RÜCKTRITT. Martetschläger informiert

5 KAGes-Vorstand. Gleiche Ziele

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

6 BEHINDERTE MENSCHEN. Aktivitäten

QUALITÄTSMANAGEMENT

8 MITARBEITER. Haus-Messe

10 ENTLASSUNG. Koordination

11 PLATTFORM. Psyche

13 BLUTBANK. Zertifizierung

PERSONALENTWICKLUNG

14 PERSONALBEDARF. Durchleuchtung

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

16 KNORPELSCHÄDEN. Therapien

18 GRAZER HNO. Kehlkopfpapillomatose

21 MARIAZELL. Wundmanagement.

22 LEITFADEN. Antibiotika & Drug Monitoring

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

23 STRAHLENSCHUTZ. Neues Gesetz

23 WEIZ. Erweiterungsbau

24 KINDERCHIRURGIE. 10 Jahre Neubau

UMWELT

26 UMWELTBERICHT. 2002

28 MÜRZZUSCHLAG. Ökoprofit

29 WASSER. Kostbares Gut

ORGANISATION &

KOMMUNIKATION

30 MEDControl. 2. Teil

34 WWW.gsund.net neu

PANORAMA

37 WIEN. Einkaufsspaß

38 KAGes. KunstRaum

39 KunstKultur. TIPP

40 BRÜSSEL. EU-Preis für HNO

Titelfoto:

Urlaub am Bauernhof in Kärnten - www.urlaubambauernhof.com

7

28

32

36

QM. Führungskräfteklausur.

GRAZ WEST. Umwelt.

EDV. Personalbereich.

SILBERBERG. Weinlehrpfad.

ANMERKUNG:

Zur besseren Lesbarkeit verzichten wir in

G´sund auf Schreibweisen wie z. B. MitarbeiterInnen

oder Patienten/Innen. Selbstverständlich

sind bei allen derartigen Erwähnungen Frauen

und Männer gleichwertig gemeint.

Foto: Pachernegg

Foto: Sudy

I m p r e s s u m

Medieninhaber

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H. (KAGes), A 8010 Graz,

Stiftingtalstraße 4–6.

Herausgeber

Krankenanstaltenpersonalamt,

A 8010 Graz, Stiftingtalstraße 4–6,

Postanschrift: A 8036 Graz,

Postfach 6, DVR 0468533.

Redaktionelle Leitung

Dr. Reinhard Sudy

Redaktionsteam

Hedi Grager, Maria Huber, Wolfgang

Meditz, Mag. Helmut Meinhart, Peter

Neumeister, Waltraud Nistelberger,

Gerlinde Potza, Ing. Klaus-Dieter

Schaupp, DI Friedrich Zopf

Redaktionssekretariat,

Marketing & Werbung

Hedi Grager, Organisationsabteilung.

Tel.: 0316/ 340-51 21,

Fax: 0316/ 340-52 21,

E-Mail: gsund@kages.at.

Internet

www.gsund.net, www.kages.at.

Gestaltung & Produktion

KLIPP Zeitschriften GmbH Nfg & Co

KG, Graz, www.klippmagazin.at.

Fotos

KAGes-Archiv, H. Grager & R. Sudy,

H. A. Pachernegg, Albert Hütter,

Helmut Kolaric.

Repro

PrintLine, Graz.

Druck

Leykam Universitätsbuchdruckerei

GesmbH, 8054 Graz, Ankerstraße 4.

Auflage

20.000 Exemplare. Gedruckt auf

umweltfreundlichem Papier.

Erscheinungsweise

4x jährlich.

Charakteristik

G‘sund dient der umfassenden

Information der Mitarbeiter der KAGes

über das gesamte Unternehmen. Durch

die Zusendung von G’sund an alle

Mitarbeiter wird dem Recht auf

Information gemäß § 7a EKUG bzw.

§ 15f MSchG entsprochen.

Trotz sorgfältiger Bearbeitung in Wort

und Bild kann für die Richtigkeit keine

Gewähr übernommen werden.

Mit Verfassernamen gekennzeichnete

Beiträge geben nicht unbedingt die

Meinung des Herausgebers und der

Redaktion wieder.

Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, mit

genauer Quellenangabe und Übermittlung

eines Belegexemplares

erlaubt. G’sund behält sich das Recht

vor, die veröffentlichten Beiträge (inkl.

Tabellen und Abbildungen) auf CD-

ROM und ins Internet zu übertragen

und zu verbreiten.

Menschen helfen Menschen

Juni 2003


4

AKTUELLES

Vorstandsdirektor Dipl.Ing. Berndt Martetschläger verläßt KAGes

Good bye nach 18 Jahren

Vorstand Berndt Martetschläger hat kürzlich

seinen Entschluss bekanntgegeben,

mit Ablauf seines Vertrages Ende September

auszuscheiden. Dipl.Ing. Berndt

Martetschläger ist seit 8 Jahren gemeinsam

mit Dipl.Ing. Dr.

Klaus Fankhauser

Vorstand der

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H. Zuvor hatte

er seit Gründung

der KAGes

als Technischer Direktor

maßgeblich

Anteil am Ausbau

und der Entwicklung

der steirischen

Landesspitäler

genommen.

Vorstandsdirektor

Dipl.-Ing. Berndt

Martetschläger

G´sund: Kürzlich haben Sie anlässlich einer

Pressekonferenz Ihr Ausscheiden als

Vorstandsdirektor mit 30. September d.J.

erklärt. Was war der Anlass zu diesem

Schritt?

Auslösend waren die jüngsten Beschlüsse

der Steiermärkischen Landesregierung,

nunmehr ein Fremdmanagement im Wege

eines Managementvertrages für die KA-

Ges zu installieren. Diener zweier Herren

sein zu sollen, nämlich zum Einen der Managementfirma,

die einem hierher entsendet

und zum Anderen der KAGes kann ich

mir gerade in finanziell sehr schwierigen

Zeiten nicht vorstellen.

Darüberhinaus habe ich Probleme mit dem

Konzept, dieses Fremdmanagement mit Erfolgsprämien

für realisierte Einsparungsmaßnahmen

zu honorieren.

Sehr bedauere ich auch die Art und Weise,

wie die Managementqualität und das

Unternehmen insgesamt nunmehr in der

Öffentlichkeit präsentiert werden. Es gibt

so ungezählt viele Stärken, Projekte und Initiativen

in unserem Unternehmen, und so

viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die

hoch engagiert sind. Unsere Führungskräftetagungen

waren immer auch ein eindrucksvolles

Dokument dieser zahlreichen

Initiativen.

Schließlich hat mich die endlos lange Vorstandsdiskussion

gestört, die nun bereits

seit 2 Jahren andauert und mit der jüngsten

Beschlussfassung der Steiermärkischen Landesregierung

für zumindest noch ein weiteres

halbes Jahr prolongiert wird.

G´sund: Was müsste sich ändern, dass

Sie Ihre Entscheidung doch noch überlegen?

Ganz klar und unmissverständlich: Das

Land Steiermark als Eigentümer der KAGes

hat das Recht über Art und Besetzung des

Managements zu entscheiden. Eine solche

Entscheidung ist am 19. Mai 2003 in

Form eines einstimmigen Regierungsbeschlusses

gefallen und dieser ist zu respektieren.

Mir bleibt es festzustellen, dass ich

mich unter den genannten neuen Rahmenbedingungen

nicht mehr bewerbe. Ich bitte

um Verständnis, dass ich „Was wäre

wenn“-Fragen grundsätzliche nicht beantworte

und auch die Rolle des „Bin schon

weg – Bin wieder da“ anderen überlasse.

G´sund: Was haben Sie nun vor? Wie sehen

Sie Ihre weitere berufliche Zukunft?

Meine Entscheidung ist wenige Tage bevor

ich sie öffentlich kundgetan habe gefallen.

Ich hatte daher weder Zeit noch Gelegenheit

mir ernsthafte Gedanken über meine

weitere berufliche Tätigkeit zu machen.

Unerschütterlicher Optimist, der ich bin,

hoffe ich auch für die nächsten Jahre eine

neue und spannende berufliche Herausforderung

zu finden. Ich möchte aber

nochmals sagen dürfen, dass die Zeit in

der KAGes für mich eine wunderschöne

Phase meines Berufslebens war und ich

nach wie vor positiv angetan bin, wie viele

Ideen und Projekte in die Realität umgesetzt

werden konnten.

G´sund: Sie waren von Beginn der KAGes

an in Führungspositionen. Zuerst als Technischer

Direktor und die letzten 8 Jahre als

Vorstandsdirektor für die Bereiche Finanzen

und Technik. Was sehen Sie als Ihre

größte Erfolge?

Nun, es wird wenig überraschen, dass ich

für die Phase meiner Funktion als Technischer

Direktor den 12. Juni 1995 als

Höhepunkt ansehe, als der Finanzierungsvertrag

für das Projekt LKH 2000 zwischen

Bund, Land Steiermark und KAGes unterzeichnet

wurde. Dass dieser Vertrag bis

heute von allen Partnern eingehalten wird,

und wir bislang ca. 60 % umgesetzt haben

- und dies mit hoher Kosten- und Terminpräzision

- ist eine große Befriedigung für mich

und ich verdanke dies der hervorragenden

Leistung vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Eine zweite Sternstunde war für mich der

6. März 1996, als wir um 10.00 Uhr vormittags

von Landesrat Dörflinger aufgefordert

wurden, am Abend zu einer Verhandlungsrunde

über einen langfristigen Finanzierungsvertrag

bei ihm und Landesrat Ing.

Ressel zu erscheinen. Um 2.00 Uhr in der

Früh waren wir fertig und hatten für die Finanzierungsperiode

1996 bis 2000 eine

Vereinbarung unter Dach und Fach, die wir

auf Punkt und Beistrich eingehalten haben.

Heute wäre es schon fast unvorstellbar,

würden wir immer nur von einem Jahresbudget

zum Anderen - quasi von der Hand

in den Mund - leben müssen.

Das dritte Projekt das ich erwähnen möchte,

war vielleicht das schwierigste in der

Startphase, nämlich das Projekt MEDOCS.

Trotzdem sage ich auch an dieser Stelle,

dass ich nach wie vor voll dahinter stehe

und dass ich es für eine langfristig hervorragende

Basis halte, die KAGes als Schlüsselfigur

im steirischen Gesundheitswesen

zu positionieren.

G´sund: Was wünschen Sie den Patienten

und Mitarbeitern für die nächste Zukunft?

Ich hoffe und wünsche den Patienten und

Menschen in diesem Land, dass ein privates

Management nicht den voreiligen

Schluss ziehen möge, dass man im steirischen

Spitalswesen all jene Leistungen einschränken

oder kürzen könne, die nicht direkt

einer Einzelfinanzierung unterliegen.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres

Unternehmens möchte ich sagen,

dass Veränderungen in jedem Fall - also

auch wenn der bisherige Vorstand weitergemacht

hätte – auf Sie zugekommen

wären. Veränderungen sollten nicht

grundsätzlich etwas Negatives oder Angsteinflössendes

sein, sondern auch als

Chance für eine neue Befriedigung im Beruf

gesehen werden. Langfristig kann nur

überleben was Qualität besitzt, sowohl in

der Medizin als auch in der Pflege und

schließlich auch im Management. Halten

wir also die Qualität unseres Tuns hoch,

dann werden wir auch stürmische Zeiten

überdauern.


Juni 2003

Menschen helfen Menschen


T OP•NEWS

OP•N

Land Steiermark schreibt

KAGes-Management aus

Die Steiermärkische Landesregierung

hat kürzlich eine europaweite Ausschreibung

beschlossen, um eine private

Management-Firma für die KAGes zu finden.

Bis Oktober soll die Suche abgeschlossen

sein und die neue KAGes-

Führung mit Jahresbeginn 2004 ihre Tätigkeit

aufnehmen. Geplant ist, die KAGes

in eine Dachgesellschaft (Holding) und die

einzelnen Spitäler in selb-ständige Teilunternehmen

umzuwandeln, die volle Rechtsfähigkeit

besitzen und Globalbudgets verantworten

werden.


Neue Vorsitzende der ARGE

Pflegedirektoren

Pflegedirektor Brigitte Hahn, LKH Hartberg,

ist neue Vorsitzende der steirischen

ARGE Pflegedirektoren. Sie folgt in

dieser Funktion der langjährigen und erfolgreichen

Fürstenfelder Pflegedirektorin

Gertrud Kurz. Als Vertretungen sind die-

Pflegedirektorinnen Susanne Reisinger,

LKH Weiz, und Christine Eibel, LKH Judenburg-Knittelfeld,

gewählt worden. Dieses

Team wird nun engagiert die neuen Aufgaben

in Angriff nehmen.


Neue Aufgabenverteilung der

Landesregierung

Mit dem Ausscheiden der Landesräte

Günter Dörflinger und Dr. Gerhard

Hirschmann gab es einige personelle und

inhaltliche Änderungen in der Steiermärkischen

Landesregierung, die auch für die

KAGes von Bedeutung sind. LR Mag.

Wolfgang Erlitz übernimmt das Spitalsund

Gesundheitsressort und wird zusätzlich

auch für die verschiedenen Organisationen

zuständig sein, die Patienten ambulant

betreuen. Mag. Kristina Edlinger-Ploder

wird das neu geschaffene Bildungsressort

leiten und für die Bereiche Jugend,

Schulen, Wissenschaft und Universitäten

verantwortlich sein.


In der letzten G’sund-Ausgabe haben wir

auf aktuelle Spitalsstudien hingewiesen.

Mit einer Aussage haben die Berater bei

uns völlig offene Türen eingerannt. Sie haben

verlangt, dass auch im Spitalswesen

prospektiv geplant und die Finanzierung

vorausschauend abgesichert wird.

Das derzeitige KAGes-Geschehen ist geleitet

von einer zweiten mehrjährigen Finanzierungsvereinbarung

mit dem Land Steiermark.

So wie in den Jahren 1996 bis

2000 werden wir aus heutiger Sicht auch

die Vorgaben für die Jahre 2001 bis

2004 erfüllen. Dem Entgegenkommen, eine

mehrjährige Entwicklung abgesichert zu

erhalten, steht die Verpflichtung des Unternehmens

gegenüber, die vereinbarten Rahmenbedingungen

auch einzuhalten.

Für den Vorstand der KAGes stellte diese

prospektive Finanzgebarung eine ganz

wesentliche Verbesserung für die Führung

des Unternehmens dar. Sie konnte gemeinsam

mit dem kürzlich ausgeschiedenen

Landesrat Günter Dörflinger erreicht werden,

dem wir insbesondere dafür, aber

auch für seine vielfältigen Aktivitäten noch

einmal herzlich danken wollen. Es ist damit

eine gesunde Unternehmensbasis für die

KAGes geschaffen worden.

In unserer prospektiven Kurzfristplanung haben

wir rechtzeitig mit der Bearbeitung des

Budgets 2004 begonnen und werden dieses

fristgerecht bis zum Herbst 2003 fertig

stellen. Das Jahr 2004 ist das letzte der

AKTUELLES

KAGes

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

derzeit gültigen Finanzierungsübereinkunft.

Viele dieser Ansätze sind nun in Frage gestellt

worden. Das Land Steiermark will ein

völlig neues Organisationskonzept für die

KAGes entwickeln. Externe Managementfirmen

sollen die Führung übernehmen.

Wir sehen es als großes Risiko an, wenn

sich das Land den Strategien fremder Managementfirmen

unterwirft und sind selbst

nicht bereit, im Auftrag derartiger Firmen zu

arbeiten. Selbstverständlich werden wir

aber bis zum Auslaufen unserer Verträge

Die Ziele bleiben gleich

weiterhin verantwortungsvoll die Geschicke

der KAGes leiten. Wir sind diesbezüglich

auch durchaus selbstbewusst, weil

wir im nationalen und internationalen Vergleich

ausreichend Bestätigung finden,

dass die KAGes in ihren Strategien, Leistungen

und Innovationen aber auch in

Qualität und Kostenstruktur keinen Vergleich

zu scheuen braucht.

Wir begrüßen den neuen Landesrat für Gesundheit

und Spitäler Herrn Mag. Wolfgang

Erlitz auch von dieser Stelle aus sehr

herzlich und hoffen, dass er mit der neuen

Managementstruktur eine gedeihliche Weiterentwicklung

der KAGes zum Wohle der

steirischen Patienten und zur Stärkung von

Forschung und Lehre absichern kann. Es

wird wohl auch notwendig sein, die noch

sehr unklaren Aussagen hinsichtlich der

Rahmenbedingungen für eine KAGes Neu

zu einer eindeutigen Festlegung der Landesregierung

zu bringen.


5

Von links: Günter Dörflinger mit

seinem Nachfolger Mag. Wolfgang

Erlitz, Mag. Kristina Edlinger-Ploder

mit ihrem Vorgänger Dr. Gerhard

Hirschmann.

DI Dr. Klaus Fankhauser

DI Berndt Martetschläger

Menschen helfen Menschen

Juni 2003


6

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

Das Jahr 2003 ist das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderung

„Nichts über uns ohne uns“

Die beiden

Zentralbehindertenvertrauenspersonen

der KAGes:

Franz Rossegger und

Ursula R. Stauder.

In der Europäischen

Union leben

37 Millionen

Personen mit

einer geistigen

oder körperlichen

Behinderung.

Im laufenden

Jahr

werden daher

europaweit

ganz bewusst

starke Impulse

für die weitere

Integration und

Gleichberechtigung

behinderter

Menschen gegeben. Ziel ist ihre

Einbindung in ein Leben in der Gesellschaft

und der Schutz vor Diskriminierungen.

Internet: www.eypd2003.org

www.gleichanders.at

Trotz Handicap große Leistungen

In der KAGes sind von rund 15.000 Mitarbeitern

etwa 1.300 Menschen behindert.

Trotz vielfachen Handicaps wird

von den behinderten Mitarbeitern aber

Großartiges geleistet.

Aktuelle Aktivitäten

Die Zentralbehindertenvertrauenspersonen

der KAGes haben große Projekte mit

finanzieller Unterstützung des Landes in

Angriff genommen.

schützter Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt.

Auch hier entstehen für den Dienstgeber

keine Kosten.

● Durch das Projekt SITAF (Steirisches Informationstechnologie-Ausbildungsprogramm

für Frauen mit Handicap) konnten

20 Mitarbeiterinnen der KAGes eine kostenlose

Ausbildung absolvieren, ihre Prüfungen

ablegen und auf adäquaten Arbeitsplätzen

eingesetzt werden.

In zahlreichen Einzelfällen konnte in Zusammenarbeit

mit den Verantwortlichen

der KAGes behinderten Mitarbeitern bei

alltäglichen Problemen geholfen werden.

Erfreulich war und ist die Bereitschaft der

Verantwortlichen, gemeinsam mit den Behindertenvertretern

nach zukunftsweisenden

Lösungen zu suchen.


Ursula R. Stauder und Franz Rossegger,

Zentralbehindertenvertrauenspersonen

Besonderes Engagement gab es

im LKH Weiz.

● Etwa 30 zum überwiegenden Teil behinderte

Menschen werden ein Jahr in unseren

Krankenanstalten ohne Kosten für

den Dienstgeber beschäftigt werden. Damit

sollen sie berufliche Erfahrungen sammeln

können und die bereits beschäftigten

behinderten Mitarbeiter entlasten. Eine

Übernahmeoption ist grundsätzlich offen.

● Insgesamt 14 schwer behinderten

Menschen wurde für ein Jahr ein ge-

Helfen Sie mit!

Christoffel-Blindenmission

Spendenkonto: 920 11 650

Bankleitzahl: 60.000 P.S.K.

50 Millionen Blinde gibt es auf der

Welt. Vielen kann mit einem geringen

finanziellen Aufwand geholfen werden.

Hilfe für die Kinder Iraks

Spendenkonto: 90.60.1000

Bankleitzahl: 60 000

Stichwort: Ö3-Irakhilfe

Diese Aktion wird gemeinsam von Hitradio

Ö3, der Caritas und dem Roten

Kreuz durchgeführt.

10 Cent am Tag für die Not

vor der Tür

Spendenkonto: 224 022

Bankleitzahl: 19190

Von links: Betriebsdir. Ernst Fartek, SITAF-Absolventin Claudia Ernst,

Pflegedir. Susanne Reisinger und BRV Mag. Michaela Schmidhofer.

Die Franziskaner für Mittel- und Osteuropa

bemühen sich besonders um die

Situation der ärmsten Menschen in den

ehemals kommunistischen Ländern.

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


QUALITÄTSMANAGEMENT 7

www.kages.at

Ein umfassender Überblick über das

Unternehmen, die Zielsetzung und

Strategien, Rechte und Pflichten der

Patienten, das Leistungsangebot in den

steirischen LKHs, die Jobbörse usw.

www.gsund.net

Diese Plattform präsentiert Neues

und Termine zu Gesundheit &

Forschung aus der Steiermark, die

Online-Ausgabe der Zeitschrift

G’sund und Specials wie Porträts

oder Architekturperspektiven.

www.seminarzentrum.at

Das modernst eingerichtete Seminarzentrum

der KAGes in der Landesnervenklinik

Sigmund Freud (LSF

Graz) ist ein Tipp für interne und

externe Fortbildungsveranstaltungen

und Tagungen.

Kind im Spital

6. Qualitätsmanagement-Führungskräfteklausur

Zwischen Fremdkontrolle

und Eigensteuerung

Österreichweit ist die

Diskussion über die

Strukturen unseres Gesundheitssystems

voll im Gang.

Wieder einmal war der Europasaal

der steirischen

Wirtschaftskammer übervoll.

Höchst aktuell war daher

das Motto der QM-

Klausur 2003, das sich mit

einem patientenorientierten

Qualitätsmanagement zwischen

fremdbestimmter Kontrolle

oder selbstbestimmter

Steuerung beschäftigte.

Vorträge und

Workshops

Nach den teils beeindruckenden

Plenarvorträgen

und in den arbeitsintensiven

Parallelworkshops gab es

die Möglichkeit, mit in- und

ausländischen Experten Erfahrungen

auszutauschen.

Schwerpunkte waren die

Klinischen Audits und ihre

Anwendung, die Angemessenheitsprüfung

der Spitalsaufnahme,

die praktische

Anwendung von evidenzbasierter

Medizin und

natürlich die KAGes-eigenen

QM-Aktivitäten. Sehr

gut besucht und mit großem

Interesse angenommen wurden

auch die Posterpräsentationen.


Fotos: Pachernegg

Angeregte Pausengespräche und informative Posterstände.

Für die erfolgreiche Organisation und Betreuung

verantwortlich, von links: A. Pernitsch, Mag. A.-M.

Escandre, P. Ritz, D. Tauß, M. Schröck.

Letzte

Abstimmungen

zwischen dem

Med. Direktor A.

Gomsi und

Vorstandsdir. K.

Fankhauser.

Informationen für Eltern und Jugendliche

über das Leistungsangebot in

den steirischen LKHs mit Kinderschwerpunkten,

Aufnahmemodalitäten

und interessanten Tipps gibt es

unter www.kages.at (unter der

Ruprik „Kind im Spital“).

Die beiden Vorstandsdirektoren K.

Fankhauser und B. Martetschläger beim

gemeinsamen Programm-Studium.

Personaldir. J. Thanner und LAbg.

Prim. H. Forenbacher.

Menschen helfen Menschen Juni 2003


8

QUALITÄTSMANAGEMENT

Grazer Mitarbeiter-Haus-Messe 2003: Plattform für Erfahrungsaustausch

Basar des Wissens

Die strahlenden

Gärtnereimitarbeiter

- Gewinner des 1.

Preises (Thermentag

in Loipersdorf).

Bereits zum vierten Mal war die Mitarbeiter-Haus-Messe

eine spannende

und interessante Plattform für aktuelle Informationen,

Themen und Projekte des LKH-

Univ.-Klinikums Graz. Diese schon fast traditionelle

„unterirdische“ 2-Tages-Veranstaltung

ist zu einem wichtigen Basar des

Wissens, des Erfahrungsaustausches und

der Kommunikation geworden.

Praxisnahe Infos

Gemeinsames

Aufwärmen vor

dem Kliniklauf.

Praktische Vorführungen wie Tipps und

Tricks der Verbandschule oder Anleitungen

zur Kinästhetik, ein Kliniklauf und die musikalisch

umrahmte Pasta-Party ergänzten

das Angebot der zahlreichen Aussteller.

Ein besonderes Highlight bot die Demo einer

Reanimation am SIM-Man durch

Fachärzte der Univ.-Klinik für Anästhesie

und Intensivmedizin.

Die Reanimations-Demo wurde zum

Publikumshit.

Die Parkgaragenmannschaft von links:

G. Neuhold, K. Paierl, A. Stadlober.

Mehr als 3000 Besucher

Bei der 4. Mitarbeiter-Haus-Messe konnten

über 3000 Besucher gezählt werden.

Dass diese Veranstaltung zustande kam,

so viel Interesse fand und bestens verlief,

ist auch den vielen helfenden Händen von

engagierten Mitarbeitern zu verdanken.

Die Bewertung der besten Standpräsentation

durch die Besucher ergab Folgendes:

1. Platz: Gärtnerei (Herr Zirkl mit Team)

2. Platz: Parkgarage (Herr Paierl mit Team)

3. Platz: Univ.-Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

(Herr Kapeller und Team) ■

Waltraud Nistelberger,

LKH-Univ.-Klinikum Graz

Die Univ.-Klinik für Chirurgie war mit

zahlreichen Projekten vertreten.

Gemeinsamer Ausklang der

Hausmesse.

Information: Detailliertere Beiträge über die

Präsentationen enthält der Abstract-Band. Er

ist erhältlich bei: Stabsstelle Informationsmanagement

LKH-Univ.-Klinikum Graz, Tel.

385/7848.

Fotos: Pachernegg, Sudy, Hütter

Fröhliche Stimmung bei Ausstellern und

Besuchern.

Juni 2003

Blumen für die

Organisatoren. Von links:

W. Nistelberger, M.

Scheuch, D. Kucharek.

Fachgespräch in angenehmer

Atmosphäre.

Von links: E. M. Gyergyek,

G. Bergmann, G. Strampfer.

Menschen helfen Menschen


QUALITÄTSMANAGEMENT 9

Kalter Sekt und warme Gulaschsuppe

Viele helfende Hände

Eröffnung, Siegerehrung, Prämierung,

... dazu Urkunden, Blumen, Musik,

etc. Ein tolles Programm, ein zeitgerechter

Ablauf. Es gehört viel dazu, eine angenehme

Atmosphäre rund um die MitarbeiterHausMesse

zu schaffen, die von

den Besuchern angenommen wird und

auch positiv nachwirkt: nämlich viele helfende

Hände!

Für den Aufbau der Stände wurden über

150 Biertische aufgestellt und mit ansprechenden

Tischtüchern gedeckt. Plakate

wurden auf Ständer aufgezogen und aufgestellt.

Knapp vor der Messe waren die

Wegweiser anzubringen. Und dann

mussten alle Abzugsöffnungen abgedichtet

werden, um im Tunnel eine annehm-

Backstage: Umfangreiche Vorarbeiten waren notwendig.

bare Wärme zu erreichen.

Stromanschlüsse

sind selbstverständlich,

wollen die Besucher

doch kalten Sekt und

warme Gulaschsuppe.

So wurden mindes-tens

250 Laufmeter Kabel verlegt,

wurde für Wasser

im Küchenbereich und im

Café und für ausreichende Beleuchtung

gesorgt. Nach der MitarbeiterHausMesse

ging’s ans Abräumen. Innerhalb von

ein paar Stunden war alles wieder weggeräumt.

Für viele Abteilungen und Mitarbeiter bedeutete

dies alles eine zusätzliche Arbeitsleistung

zur täglichen Routine. Ihnen

allen, der ganzen Vorbereitungs-Crew

ein herzliches Dankeschön. ■

Waltraud Nistelberger,

LKH-Univ.-Klinikum Graz,

E-Mail: waltraud.nistelberger@lkhgraz.at

Arbeitskreis Anästhesie: Gemeinsame Ziele erreichen

Arbeitsschwerpunkte 2003

Die Mitglieder des

Arbeitskreises

Anästhesie bei

ihrem ersten

Treffen.

Kommunikation in Weiß

Mitarbeiterakademie

Die Mitarbeiterakademie

präsentiert

ein preisgünstiges Angebot

an Seminaren

und Workshops für alle

Mitarbeiter des

LKH-Univ.-Klinikums

Graz. Damit erfolgt

eine besondere Ergänzung

zu allgemeinen

Fort- und Weiterbildungsangeboten,

vorrangig für die Persönlichkeitsentwicklung

und die Ressourcenentfaltung der

Mitarbeiter. Natürlich gibt es auch die

Möglichkeit, abteilungsmäßig oder berufsgruppenspezifisch

maßgeschneiderte

Angebote zu buchen. Getragen wird diese

Akademie der Mitarbeiter von Betriebsrat

und Dienstgeber des LKH-Univ.-

Klinikums Graz.


Die rasante Zunahme an medizinischem

Spezialwissen führt auch zu

Spezialisierungen in der Pflege. Für die

Praktiker vor Ort stellt sich in diesem Zusammenhang

immer häufiger die Frage:

Woran soll ich mich orientieren?

Im Rahmen des KAGes-weiten „Arbeitskreises

Anästhesie“ wird versucht, für

grundlegende Problemstellungen der Pflegepersonen

im Anästhesiebereich gemeinsame

Lösungen zu finden.

Arbeitsschwerpunkte 2003

Einheitliche Funktionsbeschreibung für

Anästhesieschwestern/-pfleger

Einheitliche Dokumentation in der

Anästhesiepflege

In weiterer Folge sollen risikoreiche Tätigkeiten

standardisiert werden.

Die Initiative für diese Arbeitsgruppe ging

von den Anästhesiepflegepersonen selbst

aus. Die Koordination erfolgt durch die

Abteilung Pflege/P3 – Personaldirektion.

Nächstes Treffen:

17. Juni 2003 –

Seminarzentrum der LSF Graz

OSr. Maria Dorfer, Personaldirektion,

E-Mail: maria.dorfer@kages.at


Menschen helfen Menschen Juni 2003


10

QUALITÄTSMANAGEMENT

Steirische LKHs: Nachbetreuung von Patienten wichtiger Aspekt

Wert auf Kooperation gelegt

Ein besonderer Aspekt ist die Nachbetreuung

nach Krankenhausaufenthalten.

Diesem wichtigen Anliegen wurde

und wird regional und österreichweit

Rechnung getragen. Zahlreiche Aktivitäten

und Projekte zu den Themen „Schnittstellenmanagement“

und „Koordinierte

Entlassung“ sind die Bausteine für eine

flächendeckende Qualitätsverbesserung.

Koordinierte Entlassung

KAGes-weit ist man bemüht, den Entlassungsprozess

von Patienten zu verbessern.

In verschiedenen, teils österreichweiten

Projekten wurde an diesem

Thema (Aufnahme- und Entlassungsmanagement,

Schnittstellenmanagement,

Anschlusspflege, koordinierte Entlassung)

gearbeitet.

Leitfaden

Zur Unterstützung der Versorgung pflegebedürftiger

Patienten im Anschluss an einen

Krankenhausaufenthalt wurde für den

KAGes-Bereich ein Leitfaden zur Verfügung

gestellt. Regelmäßige Treffen zwischen

den Vertretern der LKHs und des

niedergelassenen Bereiches sollen die

Kommunikation verbessern und die Koordination

bei der weiterführenden Patientenbetreuung

erleichtern.

Entlassungsprozess

In jedem LKH muss der Entlassungsprozess

nachvollziehbar

geplant und abgewickelt

werden. Als Hilfestellung

dafür gibt es einen Entlassungsstandard

einschließlich

einer Entlassungs-Checkliste,

die den spezifischen

Gegebenheiten des jeweiligen

LKH entsprechend adaptiert

werden können.

Auch kann auf bereits vorhandene

und strukturierte Unterlagen

zurückgegriffen

werden.

Pflegeverlegungsbericht

Dieser neue Standard ist verbindlich bei

der Übergabe von pflegebedürftigen Patienten

an nachbetreuende Einrichtungen

wie Pflegeheime oder Hauskrankenpflege

anzuwenden. Er enthält alle für die

Pflege im extramuralen Bereich notwendigen

Informationen und wurde mit Unterstützung

der extramuralen Dienste erarbeitet.

Pflegeanleitungen

Um den pflegenden Angehörigen die Arbeit

zu erleichtern und Hilfestellung zu geben,

wurden die Pflegeanleitungen aufgelegt.


Pilotprojekt im LKH

Deutschlandsberg

Durch ein strukturiertes und koordiniertes

Entlassungsmanagement wird die

Entlassung von stationären Patienten aus

dem LKH Deutschlandsberg optimiert, die

zu Hause einer vermehrten pflegerischen

Betreuung bedürfen.

Checkliste und Beratung

Ein wesentlicher Schritt war die Ausarbeitung

einer standardisierten Entlassungs-

Checkliste. Diese wird seit Anfang 2003

an einer Station des LKH Deutschlandsberg

erprobt und soll bis Ende dieses Jahres

fertig gestellt sein. Überdies hält bereits

ab März 2003 ein Sozialhilfereferent der

Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg

Sprechstunden für Patienten und Angehörige

im LKH Deutschlandsberg ab.

Damit können Informationen über Pflegegeldanträge,

Kosten einer Hauskrankenpflege

oder eines Pflegeheimes unbürokratisch

und bereits während des stationären

Aufenthaltes erfolgen. Die Finanzierung

des Sozialhilfereferenten wurde

bis zum Jahresende vom Sozialhilfeverband

Deutschlandsberg übernommen.

Pilotprojekt Phase I beendet

Damit ist die Phase I des Pilotprojektes

„Koordinierte Entlassung aus dem LKH

Deutschlandsberg“ abgeschlossen. Initiiert

wurde dieses Projekt zur Schnittstellenoptimierung

durch den Verein KOM-

PASS, der damit einen wichtigen Beitrag

zur Qualitätssicherung im Gesundheitsbereich

leistete.

Informationen über die Aktivitäten dieses

Vereins zur Förderung der Kommunikation

und Koordination im Bereich der medizinischen

Versorgung und Pflege im

ambulanten und stationären Bereich in

der Steiermark gibt es unter:

www.gesundheit-kompass.at

Bezirksweite Kooperation

Von Anfang an wurde bei diesem Pilotprojekt

Wert darauf gelegt, die Kooperation

und Zusammenarbeit der verschiedenen

intra- und extramuralen Schnittstellen

des Gesundheits- und Sozialbereiches

des Bezirkes Deutschlandsberg zu verbessern.

Alle Personen, Institutionen und

Entscheidungsträger haben engagiert

ihren Beitrag geleistet.

Kooperationspartner

Land Steiermark: FA8B-Gesundheitswesen

Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H.

LKH Deutschlandsberg

Ärztekammer für Steiermark

Sozialversicherungsträger

Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg

Mobile Pflegedienste

Pflegeheime

Paramedizinische Dienste

Vereine und Selbsthilfegruppen ■

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


QUALITÄTSMANAGEMENT 11

Heidelberger Forschungsprojekt zur systemischen Familienmedizin

Sozialarbeit in Bewegung

Das Modell KISMED der Med. Univ.-

Klinik aus Heidelberg zeigt eine strukturierte

Zusammenarbeit der verschiedenen

Berufsgruppen auf. Dies ermöglicht

eine optimale Betreuung von Patienten im

Krankenhaus und im extramuralen Bereich.

Daher trafen sich J. Thanner und A.

Gomsi als Vertreter der KAGes mit G.

Bergmann, Ärztlicher Direktor des LKH

Univ.-Klinikums Graz, und Vertretern des

Projekts KISMED zu einem regen Gedankenaustausch.

Was ist KISMED?

So nannte sich ein zweijähriges Forschungsprojekt

auf der Abteilung für

Innere Medizin II der Univ.-Klinik Heidelberg.

KISMED steht für ein

● Kooperationsmodell

● Interdisziplinärer

● Sozialarbeit und

● Krankenhaus-MEDizin

Projektziel und Arbeitsmodell

Übergeordnetes Ziel des Projekts war

es, die medizinisch-pflegerische Behandlung

chronisch Kranker zu ergänzen

und zu vervollständigen.

In der Planungsphase des Projekts wurde

sowohl dem zunehmenden Anspruch

eines ökonomischen Gesundheitswesens

als auch der Begrenzung

des medizinischen Behandlungsaufwands

Rechnung getragen.

Die Ausgangshypothese dabei war,

dass sich die rechtzeitige Berücksichtigung

psychosozialer Belastungsfaktoren

und deren Einbeziehung in Diagnose

und Therapie kostengünstig und effizienzsteigernd

auswirken würde.

Von dieser These ausgehend wurde ein

Arbeitsmodell entwickelt, das die psychosoziale

Diagnostik mit einbezieht,

um fein abgestufte Interventionsstrategien

bereits im stationären Alltag zu

ermöglichen.

Von der Checkliste zur Teambesprechung

Bei der ärztlichen Basisanamnese wurden

mittels einer eigens dafür konzipierten

Checkliste die krankheitsrelevanten

psychosozialen und familiären Belastungen

gescreent. Darauf folgte bei Patienten,

die diesbezüglich Bedarf zeigten,

das psychosoziale Interview.

Diese differenzierten Daten brachten

die Psychologen bzw. Sozialarbeiter

in die multiprofessionellen Teambesprechungen

ein.

Der Schwerpunkt war, die Behandlung

im Krankenhaus mit einer Entlassung zu

kombinieren, die die Überleitungsphase

in die hausärztliche oder ambulante

Betreuung optimiert.

LKH-Univ.-Klinikum Graz

Der zu Jahresende des Vorjahres rege

Gedankenaustausch zwischen Vertretern

der Anstaltsleitung des LKH Univ.-

Klinikums Graz und der Zentraldirektion

mit den Verantwortlichen des Forschungsprojektes

wird fortgeführt werden.

Zur Zeit sind im LKH-Univ.-Klinikum

Graz 7 Sozialarbeiter tätig. Gefragt

sind nun konkrete Maßnahmen, um die

multiprofessionelle Zusammenarbeit zu

intensivieren und die Kooperation mit

der Familie und dem sozialen Netzwerk

des Patienten zu verstärken. ■

Plattform zur psychosozialen Versorgung in der Steiermark

Leitfaden für Exekutive

Der Umgang mit

Menschen in psychosozialen

und psychiatrischen

Krisensituationen

ist eine besondere

Herausforderung.

Ganz besonders

sind davon auch die

Exekutivbeamten betroffen.

Leitfaden

Der vorliegende Leitfaden

bietet dem sicherheitspolizeilichen

Exekutivdienst

eine fundierte

Grundlage für das

Leitfaden für die Exekutive.

richtige Verhalten gegen

über Menschen mit psychosozialen

Problemen.

Dabei ist es das Ziel, dem

Menschen in einer Krise

zu helfen und die Gesellschaft

zu schützen, ohne

dabei die Würde des Betroffenen

zu verletzen.

Plattform Psyche

Dies ist die Koordinationsstelle

des Landes Steiermark

für alle Einrichtungen,

die Menschen mit

psychischen Problemen

betreuen. Ihre Aufgabe besteht

darin – jenseits der Krankenanstalten

–, flächendeckend Beratung, Betreuung

und Hilfestellung in unserem Bundesland

zu gewährleisten.


Weitere Informationen gibt es auf der

Homepage:

www.plattformpsyche.at.

Kontakt:

DDr. Susanna Krainz,

Psychiatriekoordinatorin

Amt der Stmk. Landesregierung –

FA8B

Paulustorgasse 4, 8010 Graz

Tel.: 0316/877/3525

E-Mail: susanna.krainz@stmk.gv.at

Menschen helfen Menschen Juni 2003


12

QUALITÄTSMANAGEMENT

Leitfaden Stillen 2003

Stillen ist die natürlichste Sache im Leben,

setzt aber mütterliches Bemühen

voraus. Mit dem von MedMedia herausgegebenen

Leitfaden Stillen

der Univ.-

Klinik f. Geb.

u. Gyn. Graz

werden bereits

in der 7.

Auflage gute

Tipps wie beispielsweise

zur Stilltechnik

gegeben. ■

Patienteninfo Blau

Ein sichtbares

Ergebnis

der Qualitätsarbeit

an

der Station

Blau der Grazer

Univ.-Klinik

für Kinderchirurgie

ist

die neue Patienteninformation.

In Blau

gehalten informiert

sie

kurz, übersichtlich

und

dennoch ausreichend

über

Aufnahme, Tagesablauf, Essen, Spielen

und Unterhaltung, Hygienerichtlinien,

Begleitpersonenmöglichkeit und anderes

Wichtiges.


Häufigste Vornamen

An der Spitze der steirischen Vornamen-Hitliste

des Jahres 2001 stand

Lukas bei den Knaben und Laura bei den

Mädchen. Danach folgten Michael, Florian,

Marcel, Daniel und Alexander bzw.

Julia, Anna, Lisa, Sarah und Selina.

Österreichweit war bei den Knaben Lukas

Spitzenreiter vor Florian und Michael,

bei den Mädchen führte Julia vor Anna

und Sarah.


Quelle: Steirische Statistiken,

Heft 2/2002

Gewalttätige Kinder

I N ALLER K ÜRZE

Aggressive, gewalttätige Kinder und

Jugendliche stellen Eltern, Pädagogen

und Therapeuten immer wieder vor

große Probleme. Die Autoren haben ihre

jahrzehntelangen

Erfahrungen

in das

vollständig

überarbeitete

Praxisbuch für

alle helfenden

Berufe eingebracht.

Psychoanalytische

und

pädagogische

Methoden

werden

in äußerst

fruchtbarer

Weise kombiniert und bewährte Modelle

therapeutischen Handelns mit Kindern

und Jugendlichen angeboten. ■

Evelyn Heinemann/Udo Rauchfleisch/Tilo

Grüttner

Patmos Verlag 2003/Walter Verlag

ISBN 3-530-40144-7

Alles für mein Kind

Diese neue Broschüre möchte allen

werdenden Müttern und Vätern sowie

allen frischgebackenen Eltern eine

erste Orientierung bieten. Informationen

über Schwangerschaft, Geburt, Babys

und das Kleinkind sind ebenso hilfreich

wie die Adressen.

Diese Broschüre liegt bei Frauen- und Kinderärzten,

Familienberatungsstellen, Eltern-Kind-Zentren

u.a. auf und wird kostenlos

abgegeben. ■

Neuer

Eltern-

Ratgeber.

Visite bei Hyperthermieteam

Im Rahmen einer „Visite“ besuchte die

Abgeordnete zum Nationalrat Ridi

Steibl das Hyperthermieteam unter der

Leitung von a.o. Prof. Dr. P. Kohek, Chirurgische

Onkologie, vor Ort und hob die

Bedeutung der hoch spezialisierten Einrichtung

hervor. Anerkennung fand nicht

nur die medizinische Behandlung, sondern

auch die ganzheitliche, vorbildliche

menschliche Betreuung der schwerstkranken

Patienten.


Von links: ao. Univ.-Prof. Dr. P.

Kohek, G. Kügerl, NR R. Steibl,

Dr. M.Y. Rigler.

Zentraldirektion trinkt

Transfair-Kaffee

Das

Gütesiegel

TRANSFAIR

bedeutet, dass

die Kleinbauernfamilien

für

ihre Arbeit einen

fairen

Preis bekommen,

die Produkte

ökologisch

nachhaltig

angebaut sind und es keine Kinderarbeit

gibt. Auch die KAGes engagiert sich

in diese Richtung und ist um die Verwendung

fair gehandelter Waren und von

Bio-Produkten bemüht.

Letzten Endes aber zählen bei der Beauftragung

eines Bestbieters Preis und Qualität,

da nach den Vergabevorschriften

die Produktionsbedingungen kein Kriterium

sind. Umso erfreulicher ist es, dass

aus den Heißgetränke-Automaten der

Zentraldirektion in Zukunft Kaffee aus fairem

Handel kommt.


Juni 2003

Menschen helfen Menschen


QUALITÄTSMANAGEMENT 13

Strenge Etikettierungsvorschriften

für Fleischprodukte

Spätestens ab 1. Juli 2003 muss EUweit

auf den Etiketten von Fleischprodukten

exakt angeführt werden, welche

Arten von Fleisch das Produkt enthält.

Dies gilt aber nicht für unverarbeitet angebotenes

Fleisch. Auf Erzeugnissen wie

Würsten, Pasteten, Fertiggerichten oder

Fleischkonserven muss genau angeführt

werden, ob es Muskelfleisch, Fett oder

Innereien eines Tieres beinhaltet. Weiters

muss angegeben werden, von welcher

Tierart das verarbeitete Fleisch stammt. ■

Europäische Behörde für

Lebensmittelsicherheit

Die wichtigste Aufgabe der neuen Europäischen

Behörde für Lebensmittelsicherheit

(EFSA) ist die wissenschaftliche

Beratung und Unterstützung bei der

Rechtssetzung und Politikentwicklung

der Gemeinschaft in allen Bereichen,

die direkte oder indirekte Auswirkungen

auf die Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln

haben. Sie liefert unabhängige

Informationen zu diesem Fragenkomplex

und klärt die Öffentlichkeit über Risiken

innerhalb der Lebensmittelherstellungskette

auf.


http://efsa.eu.int/index_de.html

Brotbacken

Über 130 Brot- und Kleingebäckrezepte,

vom Vollkornbrot bis zum Salzund

Süßgebäck, sind hier gesammelt. Hilfreich

sind die Tipps und Tricks für das Zubereiten,

Kneten

und Gehenlassen

des Teiges sowie

zahlreiche Skizzen

und Anleitungen

zum Formen

und Flechten von

Sonderformen

wie Brezen und

Zöpfen. Für Abwechslung

im Brotkorb ist damit gesorgt.■

Marianne Dam / Irene Kramer

4., erweiterte Auflage, 129 Seiten

über 100 Fotos und Zeichnungen

Leopold Stocker Verlag

ISBN 3-7020-0875-6

€ 15,80

25-Jahre-Feier

Sozialmedizin. Pflegedienst

Die Bedürfnisse der

pflege- und betreuungsbedürftigen

Menschen

sind seit 25 Jahren

ein Anliegen der Trägerorganisation

„Sozialmedizinischer

Pflegedienst

(SMP)“. Die Bemühungen

des SMP um die Qualität

der angebotenen Dienstleistungen

brachte neben

der ISO- 9000:2000-

Zertifizierung auch das Austria-Gütezeichen

für Hauskrankenpflege. ■

LKH-Univ.-Klinikum Graz

Gütesiegel für Blutbank

Anlässlich der Zertifizierung

nach ISO 9001

an der Univ.-Klinik für Blutgruppenserologie

und

Transfusionsmedizin (UBT)

wurde kürzlich im feierlichen

Rahmen die Urkunde

an Univ.-Prof. Dr. Gerhard

Lanzer und sein Team

überreicht. Mit der Zuerkennung

des international

anerkannten, externen

Qualitätszertifikats nach ISO 9001 wird

der Universitätsklinik die erfolgreiche

Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagement-Systems

bescheinigt.

Ziel der UBT ist es, mit noch mehr Effizienz

und Effektivität die täglichen Aufgaben

zu bewältigen.

Univ.-Klinik für Blutgruppenserologie und

Transfusionsmedizin (UBT)

Es werden jährlich ca. 62.000 Vollblutkonserven

verarbeitet. Das Leistungsangebot

umfasst die Herstellung von

Blutkomponenten, wie z. B: Erythrozytenkonzentraten,

Thrombozytenkonzentraten,

Plasma und div. Spezialprodukten, insbesondere

Stammzellen-Präparationen, sowie

eine umfangreiche Labordiagnostik,

Von links: LAbg. Hammerl, LR Mag.

Erlitz, Brigitta Klaritsch, LAbg. Dr.

Reinprecht, LAbg. Kröpf; Gottfried

Lautner.

Univ.-Prof. G. Lanzer präsentiert stolz die

Zertifizierungsurkunde.

Mit der Verleihung des Gütesiegels an

die UBT werden der Einsatz und die

Bemühungen aller Mitarbeiter für eine

bessere Patientenversorgung sichtbar

gewürdigt.


Mag. Christine Foussek,

LKH-Univ.-Klinikum Graz

E-Mail: christine.foussek@klinikumgraz.at

u.a. auch die gesamte Transplantationsimmunologie.

Ein wichtiger Aufgabenbereich

ist die fachliche transfusionsmedizinische

Betreuung von Patienten in Kooperation

mit anderen Fachdisziplinen als auch

die fachspezifische Zusammenarbeit mit

Kollegen sowohl innerhalb des Klinikums

als auch steiermarkweit.


Menschen helfen Menschen Juni 2003


14

PERSONALENTWICKLUNG

Medizinische Universitätsklinik Graz:

„Durchleuchtung“ des Personalbedarfes

Die Medizinische Universitätsklinik erhält

durch das Projekt LKH 2000

deutlich verbesserte Rahmenbedingungen.

Die damit verbundene Neuausrichtung

der Klinik bot die Chance, diese

Veränderung durch Erstellung einer umfassenden

Personalbedarfsstudie aktiv zu

unterstützen. Dabei wurde auch die Ablauforganisation

„durchleuchtet“ und analysiert.

In der Zeit von Oktober 2001 bis

Dezember 2002 wurde das Projekt gemeinsam,

sachorientiert, transparent und

zielorientiert abgewickelt. Unterstützt wurde

das Projektteam durch die externe Beratungsfirma

Solve Consulting.

Basisvariante und Modulberechnung

Auf Basis einer Ist-Analyse sind sämtliche

Dienstzweige der Medizinischen Universitätsklinik

nach neuesten methodischen

Ansätzen berechnet worden. Die Berechnung

erfolgt auf Grundlage des Leistungsspektrums

2000 bzw. 2001 getrennt in

einer Basisvariante und einer Modulberechnung

für bestimmte geplante Veränderungen.

Dadurch wurden auch dynamische

Elemente in den Berechnungsansatz

aufgenommen. Auf der Bundesseite

wurden sowohl die Forschung als auch

die Lehre unter Einbeziehung des neuen

Curriculums berücksichtigt. Weiters konnte

die als „brennend“ empfundene „Auswirkung

der Aussiedelung der II. Medizinischen

Abteilung auf die Medizinische

Universitätsklinik“ aufbereitet werden. Für

die EBA wurde ein Szenario entwickelt,

wie auf eine veränderliche Auslastung

der Notfallsversorgungseinheit personaltaktisch

„zu antworten“ ist.

Ergebnis

Auf Grundlage der Basisvariante besteht

im Vergleich mit den jeweiligen Stellen

des Dienstpostenplanes (Stammpersonal)

beim Bund ein Fehlbedarf von 43,7 Stellen,

bei der KAGes ein Fehlbedarf von

28,0 Stellen. Die Gesamtdifferenz von

71,7 Stellen entspricht fast zur Gänze jenen

Stellen, die an der Med. Univ.-Klinik

über das Stammpersonal hinaus besetzt

sind (63,8 Stellen). Insofern wird der

Fehlbedarf zum Großteil kompensiert.

Mit der vorliegenden Personalbedarfsstudie

ist eine gute Basis für eine mittelfristige

Personalplanung und die noch angehenden

Bauphasen geschaffen worden.

Ärzte-Journaldienste

Für die Thematik der Ärzte-Journaldienste

konnte die Ist-Situation analysiert und ein

abgesichertes Datenmaterial für eine Soll-

Konzeption erarbeitet werden. Für die

Soll-Konzeption gibt es über die gegenständliche

Studie hinaus weitere Aktivitäten

(Studie des ÖBIG und österreichweite

Projekte einer „patienten- und leistungsorientierten

Diensteinteilung“).

Ausblick

Nach der bereits erfolgten Berechnung

der Univ.-Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie

konnte mit der Studie zur Med.

Univ.-Klinik ein „zweiter entscheidender

Schritt“ zu einer umfassenden Neuberechnung

des Personalbedarfes für das LKH-

Univ.-Klinikum Graz gesetzt werden.

Weitere Schritte werden 2003 folgen. ■

Mag. Gerhard Mariacher,

Personaldirektion

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 15

I N ALLER K ÜRZE

LKH-Univ.-Klinikum Graz:

Univ.-Prof.

Dr.

Hans Peter

Kapfhammer wurde

ab 1. März

2003 zum Vorstand

der Universitätsklinik

für Psychiatrie

am LKH-

Univ.-Klinikum

Graz bestellt. ■

Ao. Univ.-Prof. Dr. Pia Reittner wurde

zur stellvertretenden Leiterin der Klinischen

Abteilung für Allgemeine Radiologische

Diagnostik an der Universitätsklinik

für Radiologie am LKH-Univ.-Klinikum

Graz bestellt.


Neue Führungskräfte

Frau DGKS Johanna Weissensteiner,

zuletzt als Hygienefachkraft im LKH Leoben/Eisenerz

tätig,

ist seit 1. 2. 2003

Oberschwester der

Abteilung für Kinder

und Jugendliche am

LKH Leoben. ■

Gemeinsames Erleben verbindet

Die Chefsekretärinnen und Mitarbeiterinnen

der Vorstands- und Direktionsbüros

der Zentraldirektion konnten im

LKH Fürstenfeld hinter die Kulissen sehen.

Nach einer interessanten Führung durch

Herrn Direktor W. Eder-Halbedl gab es

noch einen stimmungsvollen Ausklang. ■

Gedenkgottesdienst für

verstorbene Mitarbeiter

Der Angestelltenbetriebsrat des LKH

Deutschlandsberg unter seinem Vorsitzenden

Hannes Piantschitsch hatte zu

einer gemeinsamen Gedenkfeier für die

verstorbenen Kollegen in die liebevoll

dekorierte Haus-Kapelle geladen. Um

die Gestaltung und Organisation war

Elfriede Reiterer bemüht gewesen.

Kons.-Rat Stadtpfarrer Johann Kolar und

Krankenhausseelsorger Diakon Günter

Scherling gestalteten den Gottesdienst.

Musikalisch wurde die Messe von der

Gruppe „Quo Vadis“ unter der Leitung

von Michael Diepold umrahmt.

Helga Muchitsch trug einen ergreifenden

Text mit Gitarrenbegleitung vor. Arbeitskolleginnen

lasen Fürbitten und für

jeden Verstorbenen wurde eine Kerze

entzündet, sodass der Altar in immer

hellerem Glanze erstrahlte. Im Anschluss

wurden alle Anwesenden zur Agape

eingeladen.


Der schön geschmückte Altarbereich:

die Altarkerze mit den Namen aller

Verstorbenen fertigte Daniela Galli.

Informationen über

ausländische Schulsysteme

Das Anfang März eröffnete Internet-

Portal PLOTEUS ist ein Wegweiser

mit ausführlichen Informationen über allgemeine

und berufliche Bildungsangebote

in Europa. Das Portal gliedert sich

in 5 große Bereiche: Lernangebote, Bildungssysteme,

Austausch, Kontakt und

Länder-informationen.


Internet: www.ploteus.net

Bücher ● Bücher

Neue EU-Publikationen

Die wichtigsten

Antworten zu

den Themen „Arbeiten

in einem

Land der Europäischen

Union“ und

„Gleiche Rechte

und Chancen für

Frauen und Männer

in der Europäischen

Union“ geben

zwei gleichnamige

Broschüren.

Übersichtlich wird

auf rund 20 Seiten

über rechtliche

Grundlagen, konkrete

Tipps sowie

wichtige Ansprechpartner im jeweiligen

Heimatland informiert.


Die beiden kostenlosen Broschüren

können bei der EU-Vertretung

bestellt werden.

Per E-Mail: bernhard.kuhr@cec.eu.int

oder per Fax: 01/513 42 25

Kraft in der Dehnung. Ein

Praxisbuch bei Stress,

Dauerbelastung und Trauma

Die beiden Autoren

beschreiben

in diesem Ratgeber

anhand von

zahlreichen Abbildungen

einfache

und sanfte (Kraft in

der Dehnung)

Übungen für zu

Hause.

Damit können körperliche und seelische

Spannungszustände aufgelöst werden.

Gezielte Tiefenmuskelentspannung soll

zur langfristigen Verbesserung des gesamten

Befindens beitragen. ■

Kurt Mosetter / Reiner Mosetter

Patmos Verlag 2003

ISBN 3-530-40146-3

€ 15,30

Menschen helfen Menschen

Juni 2003


16

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

LKH Stolzalpe: Überblick über nachhaltige Behandlung

Moderne Knorpeltherapie als

Allheilmittel?!

Durch den immer größer werdenden

Anspruch der Menschen im täglichen

Leben und bei der Sportausübung sowie

durch das

zunehmende

Durchschnittsalter

steigt auch

von der Medizin

das

OA. Dr. Thomas

Paszicsnyek,

LKH Stolzalpe.

Bedürfnis,

die normale

Gelenksanatomie

zu erhalten

und

dem Patienten

Schmerzen

zu verringern

bzw. eventuell sogar zu nehmen.

Dabei spielt die moderne Knorpeltherapie

eine große Rolle. Der folgende Überblick

zeigt auf, welche Methoden derzeit in

welcher Situation sinnvoll und mit Erfolg

verbunden sind.

Konservative

Behandlungsmöglichkeiten

Gerade den konservativen Behandlungsmöglichkeiten

gegenüber sind die meisten

Patienten von vornherein positiv eingestellt,

da hier mit kleinstem Aufwand

möglicherweise ein Erfolg erzielt wird.

Verschiedenste Injektionen, die ins Knie

oder den Muskel verabreicht werden, helfen

durch Anreicherung von Grundsubstanzen

des Knorpels bei einer Regeneration.

Wichtig ist aber, nicht zu große

Hoffnungen in eine derartige Therapie zu

setzen, ist doch ein halbwegs normaler

Knorpel Voraussetzung für eine nachhaltige

Wirkung dieser Behandlungsform.

Denn sollte der Knorpel aufgebraucht

sein, bzw. durch einen Unfall ein umschriebener

Knorpeldefekt vorhanden

sein, so kann kein Aufbaumittel den Knorpel

dort wieder zum Wachstum anregen.

Operative Techniken:

1. Anbohrung/Micro fractures

Eine Methode, die bereits seit vielen Jahren

zum Therapiestandard gehört, ist das

Anbohren von Knorpeldefekten. Durch

viele Studien ist bewiesen, dass durch die

Anbohrung des Knorpeldefekts sich zumindest

eine Narbe in diesem bilden und

so zu einer Schmerzreduktion führen

kann. Nach demselben Prinzip arbeitet

die Technik der sogenannten „micro-fractures“,

also Haarrisse, die im Defekt gesetzt

werden, um einen ähnlichen Mechanismus

wie beim Anbohren in Gang zu

setzen. Bei diesen Techniken sind einerseits

die Durchblutung und somit das Alter

ein wesentlicher limitierender Faktor, andererseits

ist diese nur bis zu einer Größe

von knapp 1 cm 2 sinnvoll.

2. Mosaik-Plastik

Eine neuere Methode, die Anfang der

90er Jahre vom ungarischen Kniechirurgen

Hangody entwickelt wurde, ist die

Knorpel-Knochen-Transplantation, wo aus

Gebieten ungenutzten Knorpels Knochen-

Knorpelzylinder in Defekte eingesetzt werden.

Diese bereits weltweit angewandte

Standard für die Physiotherapie nach einer Mosaik Plastik:

Postoperativ: Stationärer Aufenthalt ca. 7 Tage. Physikalische Therapie mit Motorschiene und Eis

bzw. Kühlpumpe. Gehen mit zwei Stützkrücken (bis zur 6. Woche), Belastung des

betroffenen Beines nur bis 10 kg (Sohlenkontakt). Bewegung für 3 Wochen bis 60°

Beugung begrenzt mittels der Knieorthese. Täglich verschiedene Kräftigungsübungen

der Beinmuskulatur.

Ab 3. Woche: Steigerung des Bewegungsumfanges auf 90°, Unterwasser-Bewegungstherapie

möglich und wünschenswert.

Ab 6. Woche: Entwöhnung von den Krücken, allmähliche Steigerung der Belastung bis zur vollen

Belastbarkeit, Freigabe des vollen Bewegungsumfanges.

Ab 12. Woche: Weitere Steigerung der Belastung, lockeres Laufen auf weichem Untergrund möglich.

Ab 6. Monat: Beginn mit sportlicher Betätigung, Kontaktsportarten bzw. Stop-and-Go-Sportarten

vermeiden.

Ab 12. Monat: Alle Sportarten erlaubt.

Methode bringt immerhin schon eine Erfolgschance

von bis zu 90% mit sich,

aber auch hier ist die Größe des Defektes

der limitierende Faktor. Es ist zwar möglich,

Defekte von 2 bis 6 cm 2 zu decken,

doch die maximale Erfolgschance ergibt

sich bis zu einer Größe von 2–3 cm 2 .

Diese Methode, die zusätzlich zu den bewährten

Operationen (Anbohren, microfractures)

nun bereits seit längerer Zeit

auch mit sehr gutem Erfolg im LKH Stolzalpe

angewandt wird, ist derzeit bei den

meisten Indikationen als der „Golden

Standard“ zu bezeichnen.

3. Knorpelzellzüchtung

(ACT – Autologe Chondrozyten-

Transplantation)

Die neueste Therapieform mit allerdings

derzeit noch nicht eindeutigen Ergebnissen

ist die Knorpelzellzüchtung. Diese

Methode wird von vielen Gruppen intensiv

erforscht und jedes Jahr kommen neue

Verbesserungen auf den Markt, sodass in

einigen Jahren hier möglicherweise die

Knorpelzellzüchtung die Standardtherapie

von Knorpelschäden sein wird.

Derzeit ist als einzige gesicherte Indikation

der frische umschriebene Knorpelschaden

nach einem Unfall beim jungen Patienten

bis etwa 50 Jahre beschrieben.

Nach Entnahme von Zellen während einer

Arthroskopie wird dieses Material

gekühlt in ein Labor transportiert, dort wird

ein Knorpelzellschwamm gezüchtet, der

dann in den Defekt eingesetzt werden

kann. Die Züchtungszeit beträgt ca. 3

Wochen und die ersten 5-Jahresergebnisse

geben zu berechtigter Hoffnung Anlass.

Auch diese Methode wird am LKH

Stolzalpe angewandt, doch nur bei sehr

strenger Indikationsstellung.

Knieendoprothetik

Bei ausgedehnten durch Abnützung entstandenen

Knorpelschäden ab dem 50.

Lebensjahr bietet die moderne Knieendoprothetik

eine sehr erfolgreiche Behandlungsmöglichkeit.

Vor dem künstlichen

Gelenksersatz sollten aber gerade in diesem

Alter jedoch alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten

ausgeschöpft

werden.


Juni 2003

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 17

Anerkennung für Grazer Universitätsklinik für Unfallchirurgie

10-Jahres-Festakt

Im Rahmen eines Festaktes wurde kürzlich

das 10-jährige Bestehen der Univ.-

Klinik für Unfallchirurgie am LKH-Univ.-

Klinikum Graz gewürdigt. Eine im gesamten

deutschsprachigen Raum erhobene

Studie sieht die Grazer Universitätsklinik

für Unfallchirurgie am LKH-

Univ.-Klinikum Graz im Spitzenfeld. Von

insgesamt 51 Kliniken liegen die Grazer

hinsichtlich der auf die Verletzungsschwere

bezogenen Sterberate (verhinderte

Mortalität) an dritter Stelle. Einzig-

artig ist auch die wöchentlich durchgeführte,

interdisziplinäre Besprechung der

schwersten Fälle. Bei dieser treffen sich

die behandelnden Ärzte aller Fachrichtungen

und diskutieren über die Behandlung

und mögliche Verbesserungen. ■

Von links: Univ.-Prof. Dr. Rudolf

Szyszkowitz mit einer Patientin und

Univ.-Doz. Dr. Gerolf Peicha.

Gute wissenschaftliche Praxis

Grundsätze online

Wissenschaftliche Integrität und gute

wissenschaftliche Praxis sind Voraussetzungen

für die Reputation von Forschern

und Forschungseinrichtungen sowie

für das Ihnen von Seiten der Gesellschaft

entgegengebrachte Vertrauen. Der

Senat der Karl-Franzens-Universität Graz

hat daher kürzlich ergänzend zu den bestehenden

rechtlichen Regelungen und

ethischen Normen allgemein gültige

„Grundsätze zur Sicherung guter wissenschaftlicher

Praxis und zur Vermeidung

von Fehlverhalten in der Wissenschaft beschlossen.


Weitere Informationen unter:

www.uni-graz.at/zvwww/miblatt.html

Menschen helfen Menschen

Juni 2003


18

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Phoniatrische Abteilung der Grazer HNO-Klinik

Kehlkopfpapillomatose – neue

Behandlung

Die Kehlkopfpapillomatose ist eine

durch das Papillom-Virus (HPV) hervorgerufene

Erkrankung der Kehlkopfschleimhaut.

Bestimmte Typen dieses Papillom-Virus

kommen relativ häufig vor

und erzeugen unter anderem die harmlosen

Warzen an der äußeren Haut.

Diese an sich gutartige Erkrankung

nimmt aber, wenn sie im Kehlkopf auftritt,

einen „bösartigen“ Verlauf, da der

Kehlkopf durch die wachsenden Papillome

so verlegt wird, dass Atemnot bis

hin zur Erstickung auftreten kann. Eine

derartige Papillomatose tritt nicht selten

bereits im Kindesalter, manchmal schon

im ersten Lebensjahr auf.

Mikrochirurgische endoskopische

Entfernung

Obwohl die Erkrankung insgesamt selten

ist (unter 1 Promille der Bevölkerung),

stellt sie für die Betroffenen eine

schwere Belastung dar. Wenn sich die

Papillome bis in die Lunge hinein ausbreiten,

sind auch tödliche Verläufe

möglich.

Hervorragende Ergebnisse

Ermutigt durch Literaturberichte und

nach Studienaufenthalten in Belgien und

Amerika wurde an der phoniatrischen

Abteilung der Grazer HNO Univ.-Klinik

Medikamentöse Behandlung

mittels lokaler Injektionen

Die etablierte Therapie ist die mikrochirurgische

endoskopische Entfernung der

Papillome mit dem CO 2 -Laser. Es kann

damit der früher häufig erforderliche Luftröhrenschnitt

mit dem Einführen einer

Kanüle in die Luftröhre vermieden werden.

Trotz dieser modernen Therapie

kommt es gerade im Kindesalter mit sehr

großer Wahrscheinlichkeit zum Wiederauftreten

der Erkrankung in unterschiedlichen

Abständen, im Einzelfall im Abstand

von wenigen Wochen. 2-stellige

Operationszahlen sind daher oft erforderlich,

im Extremfall bis zu mehreren

hundert Operationen!!

Erstsymptom Heiserkeit

Vor der Therapie:

Kehlkopf durch Papillome

praktisch verschlossen.

Säugling, männlich, 8 Monate.

* * *

Nach der Behandlung:

Papillome verschwunden,

normaler Kehlkopf.

Bevorzugt treten die Papillome an den

Stimmlippen auf, so dass das Erstsymptom

dieser Erkrankung eine Heiserkeit

ist. Es gilt daher die Regel, dass jede

länger andauernde (mehr als 3 Wochen)

Heiserkeit auch im Kindesalter unbedingt

abgeklärt gehört. Dies ist heute

mit modernen endoskopischen Möglichkeiten

in jedem Lebensalter und ohne

Belastung des Kindes möglich.

Schwere Belastung

vor 2 Jahren eine neue medikamentöse

Behandlung eingeführt. Das Präparat

Cidofovir, das zur Behandlung von

Viruserkrankungen bei Patienten mit Immunschwäche

(z.B. Aids) zugelassen

ist, zeigt auch hervorragende Ergebnisse

bei der Behandlung der Kehlkopfpapillomatose,

wenn es direkt in den Kehlkopf

eingespritzt wird. Bei insgesamt

12 behandelten Patienten, darunter

auch mehreren Kleinkindern (ein Kind

war beim Beginn der Behandlung erst

acht Monate alt), konnte in allen Fällen

ein hervorragendes Ansprechen, d.h. eine

weitgehende Rückbildung der Papillome

erzielt werden; in mehreren Fällen

ist es zu einem völligen Verschwinden

der Papillome gekommen. Dabei hat

diese Therapie praktisch keine Nebenwirkungen

und auch die gefürchteten

Narbenbildungen an den Stimmlippen

nach operativen Eingriffen, die zu bleibender

Heiserkeit führen, können vermieden

werden. Obwohl über die Langzeitergebnisse

derzeit noch nichts Definitives

ausgesagt werden kann, stellt

das genannte Medikament einen Durchbruch

in der Behandlung dieser extrem

belastenden und manchmal auch lebensgefährlichen

Erkrankung dar.

Plattform für Betroffene

In Amerika wurde als Plattform für Betroffene

die „Recurrent Respiratory Papillomatosis

Foundation“ gegründet. Aktuelle

Informationen sind über die Web--

site dieser Foundation abrufbar:

http://www.rrpf.org


Univ.-Prof. Dr. Gerhard Friedrich,

HNO-Univ.-Klinik Graz

www.uni-graz.at/phoniatrie/

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 19

1-tägige Spiegelgesetz-

Workshops

Ein Spiegelbild ist einer meiner vielen

(unbewussten, negativen) Gedanken

in seiner (als Person oder Situation im Leben)

sichtbar gewordenen Form. Wenn

es derzeit in meinem Leben etwas gibt,

was mich unglücklich macht, liegt es in

meiner Macht, dies sofort zu ändern.

Geleitet von:

Termine:

Zeiten:

Kosten:

Gabriele Frank (Bewusstseins-Coach,

Dipl.-

Mentaltrainer nach

Tepperwein, Zertif.

Spiegelgesetz-Coach)

jeweils ganztägig am

Samstag, 14. Juni

2003, sowie

voraussichtlich

26. August 2003

09:00 bis 18:30 Uhr

Workshop € 110 pro

Person (exkl. MWSt)

Wiederholer/Zuhörer

€ 55 (exkl. MWSt)

Infos: Tel.: 0664/425 95 10

LKH Stolzalpe: www.gsund.net

präsentiert 3 Beiträge

In einer der letzten Ausgaben der „Stolzalpe

Infosion“, der Zeitschrift für Patienten

und Mitarbeiter, haben wir drei

Beiträge für unsere G’sund-Online-Ausgabe

März 2003 entnommen. Diese sind

unter www.gsund.net nachzulesen. Wir

danken der Infosions-Redaktion und den

Autoren.

● Botulinumtoxin (BTX). Therapie bei Patienten

mit infantiler Cerebralparese

● Manipulativmassage (MM). Eine mobilisierende

Weichteiltechnik

● Einsatzbereiche der Ergotherapie im

LKH Stolzalpe

Haben Sie Ihren

Namen oder Ihre

Adresse geändert?

In diesen Fällen geben Sie dies bitte

dem Personalbüro Ihrer

Verwaltungsdirektion bekannt.

Damit ermöglichen Sie uns, Ihnen

das Mitarbeitermagazin G‘sund

zuzuschicken.

Terminvorschau

● International Short Course on

Dermoscopy

15. – 19. July 2003 Graz,

Austria

http://www.dermoscopy.unigraz.at

● 5th Pan European Voice

Conference

(PEVoC) „ART meets SCIENCE“

28. – 31. August 2003 Graz,

Austria

www.aims-international.com/

pevoc2003

● Führungskräftetagung 2003 des

LKH Univ.-Klinikum Graz

6. und 7. November 2003

Bad Gleichenberg

● 6. Gutachterworkshop

„Riskmanagement“

13. und 14. November 2003

Voraussichtlich in Bad

Radkersburg

Kunst in der Privatklinik

Graz Ragnitz

Im Rahmen eines Neujahrscocktails, kurz nach

der Eröffnung der Privatklinik Graz Ragnitz im Jänner

2001, wurden Werke von Herbert Brandl,

Sabina Hörtner, Norbert Trummer und Matta

Wagnest vorgestellt

und schließlich angekauft.

Mittlerweile wird

beim jährlichen Neujahrscocktail

die Ausstellung

eines jungen,

steirischen

Künstlers, u. a. von

Anton Herzl oder

Stephan Hafner,

eröffnet.

Ausgehend von

dem Gedanken,

dass Gesundwerden

nicht nur

eine Frage der

Medizin und

Pflege ist, sondern

auch von

der umgebenden

Atmosphäre beeinflusst wird, wurde in der

Privatklinik Graz Ragnitz ein modernes Kunstkonzept

verwirklicht. Damit soll ganz bewusst

Ärzten, Patienten und Besuchern eine interessante

Begegnung mit Kunst ermöglicht werden.

Die Künstler, von denen Bilder in der Privatklinik

Graz Ragnitz zu sehen sind, sind in der Steiermark

geboren, haben in Graz oder Wien studiert

und gehören, trotz ihrer Jugend, nicht nur

der aktuellen steirischen, sondern der österreichischen

Kunstszene an.

Privatklinik Graz Ragnitz

Berthold-Linder-Weg 15, 8047 Graz

Tel. 0316/596-0, Fax DW 1200

www.privatklinik-grazragnitz.at

Menschen helfen Menschen

Juni 2003


20

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

I N ALLER K ÜRZE

J.-Krainer-Preis 2003 für

G. Holzapfel

Die Josef-Krainer-Preise 2003 wurden

kürzlich in der Grazer Burg überreicht.

Den Josef Krainer-Würdigungspreis

erhielt der Grazer Wissenschafter

a.o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Gerhard

Holzapfel. Ein von ihm entwickeltes Verfahren

liefert neue grundlegende Einsichten

in die Mechanik des Vorganges der

bei der Behandlung von verengten Blutgefäßen

angewandten Ballon-Aufdehnung

und befindet sich derzeit im Versuchsstadium.

Zur Zeit bereitet G. Holzapfel eine internationale

Konferenz in Graz im Jahre

2004 zum Thema „Mechanics of Biological

Tissue“ vor.

Weltweit führende Wissenschafter auf

dem Gebiet der Biomechanik sollen sich

dabei austauschen.


Grazer Wissenschafter

entwickeln neues Gerät zur

Fettmessung

Eine aus der Weltraummedizin stammende

Idee führte zu einem weltweit

einzigartigen Gerät zur Fettmessung, das

sich als Prototyp in Erprobung befindet.

Die Grazer Univ.-Prof. Dr. Helmut Hinghofer-Szalkay,

Institut für Physiologie, und

ao. Univ.-Prof. DI Dr. Hermann Scharfetter,

Institut für Elektro- und Biomedizinische

Technik, zeigen mit einer elektrischen

Widerstandsmessung das Fettgewebe

im Bauch auf.


Quelle: Grazer Woche, 23. März 2003

Heilmittelverzeichnis im

Internet

Die Verfahrensabwicklung zur Aufnahme

neuer Medikamente in das Heilmittelverzeichnis

soll beschleunigt und erleichtert

werden. Dazu hat die Sozialversicherung

alle Antragsformulare und relevanten Unterlagen

im Internet bereitgestellt:

www.sozialversicherung.at

Unter www.avsv.at, den amtlichen Verlautbarungen

der österreichischen Sozialversicherung,

können die Verfahrensordnung

für die Herausgabe des Heilmittelverzeichnisses,

die Geschäftsordnung

des Fachbeirates für Arzneimittelwesen

im Hauptverband, die Geschäftsordnung

der unabhängigen Heilmittelkommission

sowie die jeweils aktuellen Änderungen

des Heilmittelverzeichnisses heruntergeladen

werden.

n

Bestellsystem für Grazer

Derma-Ambulanz

Anfang Mai stellte die Allgemeine

Ambulanz der Univ.-Klinik für Dermatologie

und Venerologie am LKH-

Univ.-Klinikum Graz auf ein Bestellsystem

um. Mit Ausnahme von dermatologischen

Notfällen müssen nun alle –

auch zugewiesene – Patienten für Untersuchungen

oder Behandlungen an der

Allgemeinen Ambulanz einen Termin

vereinbaren. Die dadurch erhoffte Verkürzung

der Wartezeit für die Patienten

und Verbesserungen in der Ablauforganisation

sind eingetroffen.


Hörst du mich?

Die Autorin schreibt in bewegender

und einfühlsamer Weise eine Chronik

über die Krankheit ihres Sohnes Elija

mit allen Höhen

und Tiefen. Das

Phänomen „Asperger

Syndrom“

wird fundiert und

kenntnisreich erklärt.

Der eindrucksvolle

Erfahrungsbericht

über das Leben

mit einem

autistischen Kind

wendet sich gleichermaßen an das interessierte

Publikum wie an Fachleute. ■

Valerie Paradiz

www.valerieparadiz.com

Taschenbuchformat, 262 Seiten

Patmos Verlag 2003, Walter Verlag

ISBN 3-530-40147-1

Wenn ohne Joint nichts läuft

Cannabis täglich mehrmals konsumiert,

ist gerade für Jugendliche keineswegs

eine sanfte, harmlose Droge.

Klar und teilweise bewegend beschreibt

die Autorin aus

Sicht einer betroffenen

Mutter,

wie Eltern eine

Gefährdung erkennen

und frühzeitig

reagieren

können.

Ein Ratgeber für

Eltern und Betroffene

mit zahlreichen

Tipps und

wichtigen Hintergrundinformationen.

Lisa Lindberg

Taschenbuchformat, 189 Seiten

Patmos Verlag 2003, Walter Verlag

ISBN 3-530-40148-X

Matinée für Univ.-Prof.

Höllwarth

Gastroösophagealer Reflux – gestern

– heute - morgen war das Thema

der Matinée anlässlich des 60. Geburtstages

von o. Univ.-Prof. Dr. Michael E.

Höllwarth im Hörsaal

des Grazer

Kinderzentrums.

Das wissenschaftliche

Programm

dieses Festtages

gestalteten renommierte

Grazer

und europäische

Referenten. ■

Klinische Immunologie

Das Internationale Symposium für Klinische

Immunologie hat sich in 15

Jahren zum „Klassiker“ für Klinische Immunologie

und Immunhämatologie entwickelt.

Es trug heuer den Titel des Nobelpreisträgers

und Förderers der Klinischen

Immunologie Graz „Jean Dausset“

und fand als Nature Event statt. Dabei

wurden Themen wie das chronische

Müdigkeitssyndrom, Entzündungen,

Gentherapie und hochempfindliche

Messverfahren abgehandelt und dem interessierten

Arzt unter dem Konzept eines

„Mini Lindau“ aufbereitet. ■


Univ.-Prof. Dr. Gernot P. Tilz,

E-Mail: gernot.tilz@uni-graz.at

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 21

Broschüre über „Schimmelpilze

in Wohnräumen“

Die mikroskopisch

kleinen

Schimmelpilzsporen

können die

Ursache von Lungen-

und Atemwegserkrankungen

oder von Allergien

sein. Besonders

gefährdet

sind dabei

Kinder und Personen

mit einem

geschwächten

Immunsystem. Eine

Informationsbroschüre

des Landeshygienikers für Steiermark,

Univ.-Prof. Dr. Michael Köck,

über „Schimmelpilze in Wohnräumen“ informiert

über Entstehung, Risiken und

Maßnahmen.


Schimmelpilz-Information des

Landeshygienikers: 0316/380-7699

Mobile Dienste

Die mobilen Pflege- und Betreuungsdienste

sind zu einem wesentlichen

Bestandteil des steirischen Gesundheitsund

Sozialsystems geworden. Ihr Betreuungsangebot

reicht von der Hauskrankenpflege

bis zur Alten-, Pflege- und Heimhilfe.

Die Vernetzung der mobilen Dienste

und der stationären Langzeitpflegeeinrichtungen

ist in den letzten Jahren immer besser

geworden. Damit wird für die betreuungsbedürftigen

Menschen der Übergang

von der mobilen Pflege zur Betreuung in

den stationären Einrichtungen und auch

umgekehrt wesentlich erleichtert. ■

Mariazell-Info

● Interne Abteilung

● Stationäres Wund-Kompetenzzentrum

● Chirurgische Erstversorgung rund um

die Uhr durch Spital- oder Notarztdienst

am Standort Mariazell

● Bei speziellen Anlässen im Bedarfsfall

fachliche Verstärkungen

● Versorgung größerer (unfall)chirurgischer

Behandlungen in den LKHs Mürzzuschlag

oder Bruck a.d. Mur

Umstrukturierung in Mariazell greift

Wundmanagement

kann „Wunder“ wirken

„Wir haben Patienten mit unserer Behandlung

schon vor Amputationen retten können

und anderen, die nicht mehr weiter

wussten, von chronischen Schmerzen befreit“,

erklärt Schwester Gertraud Pirkner.

Sie ist keine Wundheilerin, sondern speziell

ausgebildete Wundmanagerin im Krankenhaus

Mariazell. Das kleine Landesspital

in Mariazell beschäftigt sich schwerpunktmäßig

mit der Thematik der Behandlung

von schwierigen, chronischen Wunden.

Mit diesem Spezialgebiet verfügt

man über ein neues „Standbein“ und hofft

so, auch den Fortbestand des Hauses in

Mariazell abzusichern. „Es funktioniert bereits

sehr gut“, freut sich Primar Amsüss,

ärztlicher Leiter des LKH Mürzzuschlag/Mariazell.

Die „schlechte Nachricht“:

Die Patienten können nicht ambulant

behandelt werden, sondern der Aufenthalt

liegt zwischen sechs und zwölf Wochen.

Die gute Nachricht: Die Behandlungs- und

Heilungserfolge sind so nachhaltig, dass

zum Einen die Lebensqualität für die Patienten

sich entscheidend bessert und damit

auch insgesamt die Kosten rechtfertigen.

Heilende Teamarbeit

„Schlecht heilende Wunden sind mein

Hobby“, bemerkt Stationsschwester Gertraud

Pirkner. „Wir sind keine Zauberer,

doch es gibt klarerweise Möglichkeiten,

mit speziellen Methoden oft fast unglaubliche

Heilungserfolge zu erzielen.“ In Österreich

gibt es rund 5.000 Menschen mit

nicht heilenden Wunden, Patienten mit offenen

Beinen, Zuckerkranke oder auch solche

mit Tumor- und Bluterkrankungen.

„Wir können nicht allen helfen, doch in etlichen

Fällen haben wir schon Patienten

vor einer Amputation bewahrt oder es

durch unsere Behandlung geschafft, dass

er wieder gehen konnte.“ Wesentlich dabei

ist die Tatsache, dass der Patient in

Mariazell immer vom selben Team betreut

wird, sodass die Betreuer von Tag zu Tag

den Heilungsvorgang beurteilen können.

Auch neue eingesetzte Verbandsabwicklungstechniken

und Materialien tragen dazu

bei, die Schmerzen vom Patienten zu

lindern. „In Mariazell verwenden wir auch

eine sehr ,altes Hausmittel’. Patienten werden

Maden auf die Wunden gelegt - frei

Beeindruckendes Behandlungsergebnis

laufend oder in einem Teesackerl -, die

dann das abgestorbene Gewebe fressen

und damit die Wunde reinigen. Das ist

nicht immer angenehm für die Patienten“,

sagt Schwester Gertraud Pirkner, „aber,

wenn nichts mehr anderes hilft, dann

stimmt man auch solchen Dingen gerne

zu.“ Die in Labors gezüchteten Maden

sind keine billige Behandlungsmethode,

weil sie unter ganz bestimmten Temperaturen

und Bedingungen angeliefert und eingesetzt

werden müssen. Warum ist das

ein altes Hausmittel? Im ersten Weltkrieg

hat man festgestellt, dass im Kampf gefallene

Soldaten Wunden hatten, die völlig

rein waren, obwohl sie möglicherweise

schon Tage am Schlachtfeld lagen. Fliegen

und Maden waren verantwortlich

dafür, weil sich diese mit Wundgewebe

nährten. Doch zurück zum Alltag in Mariazell.

Für den Heilungsprozess von Patienten

mit chronischen Wunden sei logischerweise

auch eine Ernährungsumstellung,

viel Ruhe und auch Optimismus des behandelnden

Personals ganz wichtig für einen

guten Verlauf. Wundspezialistin Gertraud

Pirkner: „Und da ist ja der Wahlfahrtsort

wohl ein sehr geeigneter Platz für

diese Einstellung.“


Jürgen Lehner

Ansprechpartner für telefonische

Voranmeldung: DGKS Stat.-Sr. Melanie

Pirkner,zertifizierter Wundmanager

und DGKS Lucie Schweiger, zertifizierter

Wundmanager 03882/2222/320

Menschen helfen Menschen

Juni 2003


22

GESUNDHEIT UND FORSCHUNG

Behandlungsmöglichkeiten bei Stuhlinkontinenz

Interdisziplinärer Vortrag

Beim 8 th Central European Congress of

Coloproctology (Dickdarmerkrankungen)

in der Slowakai hat ein interdisziplinäres

Spezialistenteam des LKH-Univ.-

Klinikums Graz über die Behandlungsmöglichkeiten

bei Stuhlinkontinenz gemeinsam

referiert. Diese neue Art der Präsentation

verlief sehr erfolgreich, sodass

spontan weitere Einladungen in andere

Länder ausgesprochen wurden.

Referententeam

Chirurgie: Prof. Dr. J. Pfeifer (Univ.-Klinik f.

Chirurgie), Koordinator

Gastroenterologie: Prof. Dr. H. Hammer

(Med. Univ.-Klinik, Abt. f. Gastroenterologie

und Hepatologie)

Gynäkologie: Prof. Dr. A. Frudinger (Univ.-

Klinik f. Gynäkologie)

Ernährungsmedizin und Diätetik: Dipl.-

Diätass. Anna M. Eisenberger (Ernährungsmedizinischer

Dienst)

Physiotherapie: Dipl.-PTA B. Gödl-Purrer

(Ambulatorium für Physikalische Therapie).■

Anna M. Eisenberger, Dipl.-Diätass. &

Ernährungsmed. Beratung,

LKH-Univ.-Klinikum Graz

Das Unternehmensleitbild

der KAGes und

das Leitbild der Pflege

sind Teil unserer täglichen

Arbeit. Wenn Sie

es noch nicht kennen,

fragen Sie bitte Ihre Vorgesetzten

danach.

Oder lesen Sie im Internet,

unter

www.kages.at, wo Sie

auf der Homepage Verweise

auf Leitbilder

finden.

v.l. PTA Gödl-

Purrer, Prof.

Frudinger, Prof.

Pfeifer, DDA

Eisenberger,

Prof. Hammer.

LKH-Univ.-Klinikum Graz: Informationen im Taschenbuchformat

Handliche Leitfäden

„Antibiotika-Therapie“

Bei der antiinfektiösen

Therapie

sind große

Fortschritte zu verzeichnen.

Daraus

ergibt sich die

Verpflichtung zu

sorgfältiger Auswahl

der Antiinfektiva,

besonders

bei gefährdeten

Patienten, um das

Risiko eines Therapieversagens

zu

verringern. Es gibt heute für die meisten

Infektionen gut begründete Behandlungsregeln,

durch die die Ergebnisse deutlich

verbessert wurden. Sie sind in der jetzt

vorliegenden 2. Auflage, nach kritischer

Auswertung der Literatur, unter den Kautelen

der „Evidence-based Medicine“,

der Resistenzsituation der am LKH-Univ.-

Klinikum Graz isolierten Erreger und der

Kos-ten wesentlich erweitert und optimiert

worden.


Zweite erweiterte Auflage des Taschenbuches

über Antibiotika-Therapie-Empfehlungen.

Therapeutic Drug Monitoring

Die Bestimmung von Substanzen und

Medikamenten im Serum des Patienten

und ihre Interpretation ermöglichen

dem Kliniker ein effizientes und individu-

ell auf den Patienten abgestimmtes medikamentöses

Therapiemanagement. Der

vorliegende Leitfaden

„Therapeutic

Drug Monitoring“

dient nicht nur als

Nachschlagewerk

und zur Förderung

der Zusammenarbeit

zwischen Diagnostikern

und Klinikern,

sondern

dokumentiert auch

das Bemühen der

Wissenschafter

des Klinischen Institutes für Medizinische

und Chemische Labordiagnostik um Qualitätskontrolle

und Sicherheit in der Arzneimitteltherapie.


Juni 2003

Menschen helfen Menschen


INFRASTRUKTUR & TECHNIK 23

Umsetzung der strahlenschutzrechtlichen Bestimmungen in der KAGes

Verbindliche EU-Richtlinien

Das „Strahlenschutz-EU-Anpassungsgesetz

2002“ und die noch nicht

erlassene medizinische Strahlenschutzverordnung

treten aufgrund verbindlicher

EU-Richtlinien in Österreich in Kraft.

Sie bringen eine Strahlendosis-Grenzwertabsenkung

für beruflich strahlenexponierte

Personen und für die allgemeine

Bevölkerung. Um niedrigere Patientenstrahlendosen

zu gewährleisten, müssen

die Röntgengeräte laufend einer

Konstanzprüfung bei der Filmverarbeitung

und den Röntgenanlagen selbst unterzogen

werden.

Für die Zukunft sind diagnostische Referenzwerte

für die Strahlenbelastung bei

typischen Untersuchungen vorgesehen.

Schulungsmaßnahmen

Die Umsetzung in den LKHs wurde

durch Schulungsmaßnahmen mit der

Prüfstelle für Strahlenschutz am LKH-

Eine Mitarbeiterin im Einsatz mit Prüfmessgeräten.

Univ.-Klinikum Graz sowie durch den

Ankauf von Prüfmessgeräten für Filmbearbeitung

und Röntgenanlagen durch

die Abteilung T3-Medizintechnik inkl.

entsprechender Umsetzungsrichtlinien

gemeinsam mit der Stabsstelle

Technische Sicherheit vorbereitet.

In vielen Krankenanstalten

wurden die notwendigen

Abnahmeprüfungen bereits

durchgeführt. Bis Mitte 2004

muss die Umsetzung der neuen

gesetzlichen Regelungen

abgeschlossen sein. ■

DI Friedrich Zopf,

Techn. Direktion

Spatenstichfeier für Erweiterungsbau im LKH Weiz

Startschuss für Qualitätsschub

Das Krankenhaus Weiz wurde mit 1.

Jänner 2000 als Landeskrankenhaus

von der KAGes übernommen und in Betrieb

gesetzt. Um eine Standardversorgung

des Einzugsgebietes durch das LKH

Weiz im Bereich der Internen Medizin zu

gewährleisten, wurde die Einrichtung eines

„Internen Primariates mit Ambulanzbetrieb“

notwendig. Der für diesen

Zweck neu zu errichtende Erweiterungsbau

ist in drei Geschosse unterteilt und

soll neben den Räumlichkeiten der Internen

Ambulanz bzw. Abteilungsleitung

auch Dienst- und Bereitschaftszimmer sowie

die Räumlichkeiten für Haustechnik

beherbergen. Weiters wird im EG des

bestehenden Hauses eine Computertomographieanlage

eingebaut. Die Gesamtkosten

des

Projektes belaufen

sich auf

ca. 2,6 Mio.

Euro. Der kürzlich

erfolgte

Spatenstich

war gleich der

Beginn des

Erdaushubs für

die Fundierung

des Zubaus.

Mit der Fertigstellung

und In-

Bildanimation vom Erweiterungsbau.

betriebnahme des Erweiterungsbaus ist

im Mai 2004 zu rechnen.


KAGes-Spitalsarchitektur

Der Neubau von Spitälern, Generalsanierungen sowie Zuund

Umbauten führen oft zu beeindruckenden Symbiosen

von Funktion, Technik und Architektur mit der Orientierung an

den Bedürfnissen der Patienten und des Personals.

Die schönsten und beeindruckendsten Ansichten, großartig

fotografiert, gibt es nun als dokumentierte Zusammenfassung

auch im Internet.

Und zwar unter „Special“ (Perspektiven der Architektur) bei

www.gsund.net.


Menschen helfen Menschen Juni 2003


24

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

Die Univ.-Klinik für Kinderchirurgie: 1993 eingeweiht und besiedelt

10 Jahre Neubau Kinderchirurgie

Diese 10 Jahre sind wie im Fluge

vergangen. Der Klinikvorstand

Univ.-Prof. Dr. Michael E. Höllwarth,

und die Oberschwester Irmgard

Stessl nahmen dies zum Anlass,

um die neuen Entwicklungen

und baulichen Adaptierungen darzustellen

und die Leistungen aller

Mitarbeiter zu würdigen. Der „Tag

der offenen Tür“ machte die Grazer

Kinderchirurgie wieder einmal

der breiteren Öffentlichkeit zugängig

und präsentierte diese mit vielen

lustigen Veranstaltungen für

Kinder und Jugendliche in lebendiger

Form.


Die Kinder hatten ihren Spaß

und wurden bestens

unterhalten.

Fotos: Fechter

Fröhlichkeit und Humor erleichtern den Krankenhausalltag

Comics mit Spitze

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


INFRASTRUKTUR & TECHNIK

25

I N ALLER K ÜRZE

Derma-Mitteltrakt provisorisch

in Betrieb

Der Mitteltrakt der Univ.-Klinik für Dermatologie

u. Venerologie im LKH-

Univ.-Klinikum Graz wurde Ende des vergangenen

Jahres fertig gestellt. Er beherbergt

derzeit provisorisch zahlreiche

Funktionsräume des Westtraktes und einen

Ver- und Entsorgungslift, der an das

Tunnelsystem angebunden ist. Nach erfolgter

Generalsanierung des gesamten

Westtraktes bis Ende 2005 wird dieser

Mitteltrakt vorwiegend die Ver- und Entsorgungsräume

der gesamten Univ.-Klinik

für Dermatologie und Venerologie

enthalten.


Der helle und transparente Mitteltrakt

der Univ.-Klinik für Dermatologie und

Venerologie.

Kinderspielecke in

Deutschlandsberg

Um auch den kleinsten Familienangehörigen

einen problemlosen Besuch

unserer Patienten zu ermöglichen,

so DGKS Annemarie Udri, wurde auf einer

Station der Medizinischen Abteilung

im LKH Deutschlandsberg eine Kinderspielecke

errichtet. Diese befindet sich

im Tagraum der Station 3A. Damit wird

die Ruhe der Mitpatienten gewährleistet

und werden hygienische Risiken minimiert.

Auf jeden Fall können aber diese

fröhlichen und lebendigen Besuche zur

psychischen Gesundung der Patienten

maßgeblich beitragen.


Modernisierung für LKH

Fürstenfeld

Die Kosten des nunmehr gestarteten

Neubaues des Funktionstraktes belaufen

sich auf rund 16,5 Millionen Euro.

Mit der Fertigstellung ist Mitte 2005 zu

rechnen. Damit wird dann der nächste

Qualitätssprung für sämtliche Funktionsbereiche

wie Ambulanzen, OP-Säle, Intensiv-

und Röntgenbereich erfolgt sein. ■

Modellfoto des neuen Funktionstraktes

für das Fürstenfelder LKH.

Dachgleiche für neuen LKH-

Graz-Zugang

Das neue Eingangszentrum beim LKH-

Univ.-Klinikum Graz feierte kürzlich

die Dachgleiche. Die interessante Architektur

wird klinische Einrichtungen, die

Spitalsrezeption und Schulungsräume,

Geschäftslokale und Gastronomiebetriebe

wie auch Abstellplätze beherbergen.

Fertigstellungstermin ist planmäßig im

November dieses Jahres.


Ihr lieferantenunabhängiger Systemintegrator

KAPSCH BusinessCom AG

Triesterstraße 40, A-8020 Graz

Tel.Nr. +43 (0)50 811-0

steiermark@kapsch.net

www.kapschbusiness.com

Voitsberger CT

Seit Anfang Februar hat auch das

LKH Voitsberg „seinen CT“. Nach

der Fertigstellung und Übergabe im kleinen

Rahmen ist es nun bereits in Betrieb

gegangen.


Erleichterung für Patienten und

Mitarbeiter: Der neue CT in Voitsberg

anlässlich seiner Übergabe.

Herzkatheteranlage am LKH

Bruck a.d. Mur

Mit einem Gesamtaufwand in Höhe

von rd. 1,635 Mio. € konnte in

Bruck a.d. Mur nun nach nur knapp

sechs Monaten Bauzeit eine Anlage für

„Kardiale Angiographien für Diagnostik

und interventionelle Maßnahmen am Patienten“

– ein Herzkatheterlabor – errichtet

und ihrer Bestimmung übergeben werden.

Durch die Inbetriebnahme dieses

„Herzkatheterlabors“ wurde ein weiterer

Schritt gesetzt, das LKH Bruck a.d. Mur in

einen „Kardiologie-Schwerpunkt in der

Steiermark“ zu entwickeln. Mit der Realisierung

dieses Projektes wird neben Komfort,

Mitarbeiterfreundlichkeit auch ein

großes Maß an Patientenorientiertheit

vermittelt.


Eingang zur Kinderspielecke auf der

Med. Station 3A.

Das Brucker Herzkatheterlabor ist ein

weiterer Meilenstein für eine

hochwertige Patientenversorgung.

Menschen helfen Menschen Juni 2003


26

UMWELT

Die Lokalen Umweltkoordinatoren:

Werner Sailer Georg Chibidziura Robert Payerl Christa Preissl Johann Sandner Silvia Dietl

KAGes-Umweltbericht 2002

Bilanz unserer Arbeit

Schritt für Schritt zum

Umweltmanagement

Umfassendes

Umweltmanagement

heißt für uns, an allen Standorten Umweltschutz

als Leitwert zu verankern und

die Umweltbelastungen laufend zu verringern.

Die Realisierung erfolgt schrittweise

nach unserem Stufenmodell.

1. Willenserklärung der

Führung

Zur erfolgreichen Realisierung unserer

Umweltorientierung brauchen wir als

Erstes die aktive Unterstützung unserer

Führungskräfte. Viele Anstaltsleitungen in

den Spitälern haben diese bereits durch

eine entsprechende schriftliche Willenserklärung

für alle Mitarbeiter sichtbar

zum Ausdruck gebracht.

2. Umweltorganisation aufbauen

An 22 KAGes-Standorten sind Lokale

Umweltkoordinatoren (LUKs; siehe Fotos)

aktiv. Sie sind Motor und Koordinator für

Planung, Umsetzung und Kommunikation

von Umweltaktivitäten. Unterstützt werden

sie an vielen Standorten durch ein interdisziplinäres

Umweltteam. Dreimal pro

Jahr treffen sich die LUKs im KAGes-weiten

Umweltforum (UFO), das bisher bereits

zwölfmal stattfand.

3. Umweltprojekte durchführen

Zahlreiche kleine und große Umwelt-Verbesserungsmaßnahmen

werden von den

Umweltteams erarbeitet und umgesetzt.

Bisher vor allem in den Bereichen Reinigung

und Desinfektion, Wäsche, Abfalltrennung,

Wasser- und Energieverbrauch.

Der Umweltbericht 2002 informiert über

die durchgeführten Projekte der letzten beiden

Jahre (siehe Kasten).

4. Umweltprogramm erstellen

Um im hektischen Arbeitsalltag den Umweltschutz

nicht aus den Augen zu verlie-

ren, erstellt das Umweltteam zu Jahresbeginn

ein Umweltprogramm, wo neben

messbaren Zielen auch die zur Umsetzung

notwendigen Maßnahmen und die Verantwortlichkeiten

festgelegt sind. Umweltprogramme

werden bereits an den meisten

Standorten erstellt (siehe Rottenmann).

5. Umweltmanagementsystem

aufbauen

Das Umweltmanagementsystem (UMS) als

letzte Stufe umfasst alle Regelungen, Abläufe

und Werkzeuge, die sicherstellen,

dass Umweltschutz bestmöglich realisiert

wird. Das LKH Bruck/Mur besitzt ein nach

ISO 14001 zertifiziertes UMS, das LKH

Mürzzuschlag steht vor der Fertigstellung.

Inga Steinkellner Werner Poms Karl Ulz Ingrid König Josef Schwarz Andrea Heil

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


UMWELT 27

Die Lokalen Umweltkoordinatoren:

Hubert Veitschegger Ingrid Ploder Gerhard Senker Hermann Schlögl Heinrich Midl

Unsere Umweltauswirkungen

Zwanzig Krankenhäuser, ein Pflegeheim

und eine Wäscherei verursachen

natürlich Umweltbelastungen:

● Abfälle aller Art durch den großen Verbrauch

an unterschiedlichsten Produkten.

● Schadstoffe, die wir über das Abwasser

entsorgen (z.B. Wasch-, Reinigungs-,

Desinfektionsmittel, Chemikalien, Medikamente).

● Emissionen in die Luft (z.B. Abgase aus

Heizkesseln, Dieselaggregaten, Fahrzeugen).

Unser Umweltbericht dokumentiert zusammenfassend

die wichtigsten Auswirkungen

auf unsere Umwelt.

Energie

Der gesamte Energieverbrauch der KA-

Ges für Wärme und Strom betrug 2002

rund 218 Millionen Kilowattstunden. Das

entspricht einer kleinen Stadt mit 14.000

Haushalten. Durch unseren Energieverbrauch

tragen wir nicht unwesentlich zum

Treibhauseffekt bei, der verantwortlich für

die Klimaveränderung ist. Insbesondere

wenn wir auch noch den von uns verursachten

Verkehr (Mitarbeiter, Patienten,

Besucher, Lieferanten) berücksichtigen.

Wasser und Abwasser

Die KAGes-Spitäler haben 2002 knapp

1 Milliarde Liter Wasser verbraucht – so

viel wie 18.000 Menschen im Jahr.

Umgerechnet auf Bett und Tag konnten wir

seit 1999 aber trotz höherer Standards im

Sanitärbereich den Verbrauch um 18 %

senken: Auf nunmehr 400 Liter pro Bett und

Tag. Zum Vergleich: Privat verbrauchen wir

im Schnitt 150 Liter pro Person. Zahlreiche

Substanzen landen nach Gebrauch im

Ausguss und werden so über das Kanalsystem

„entsorgt“. Für 28 Einzelstoffe und

Stoffgruppen gibt es Grenzwerte, deren

Einhaltung wir jährlich überprüfen.

Abfall

Alle Standorte der KAGes zusammen produzierten

2002 rund 8,9 Millionen Kilogramm

an Abfällen, um 14 % mehr als

1999. Knapp die Hälfte (47 %) wird getrennt

gesammelt und als Altstoffe oder

Biomüll der Wiederverwertung zugeführt,

48 % als Restmüll entsorgt. Die gefährlichen

medizinischen Abfälle („Schwarze

Tonne“) machen nur mehr 2 % aus. Aber

sie müssen weit transportiert (zur Ebs nach

Wien) und aufwendig entsorgt (Sondermüllverbrennung)

werden und die Kosten

sind mit 2,75 € pro kg besonders hoch!

Was wirklich in die schwarze Tonne geworfen

werden soll, sagt Ihnen der Abfallbeauftragte

Ihres LKHs!


Dr. Birgit Nipitsch, Barbara Mayer

Zentrale Umweltkoordination

Unser 2. Umweltbericht

eit dem Beschluss der KAGes-Umwelt-

1999 arbeiten wir an deren

Sstrategie

Umsetzung. Der KAGes-Umweltbericht

2002, der nun bereits das zweite Mal

erscheint, dokumentiert, wie uns das bisher

gelungen ist. Wir verwirklichen damit

unsere Umweltleitlinie „Offene Kommunikation“.

Der neue Umweltbericht, der beim 12.

Umweltforum im Juni vorgestellt wurde,

richtet sich gleichermaßen an alle Mitarbeiter

wie auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Er gibt einen Überblick über

die vielfältigen Umweltaktivitäten unserer

LKHs, die Fortschritte bei der Umsetzung

unserer Umweltstrategie und über unsere

Umweltauswirkungen bei Energie- und

Wasserverbrauch, Abwasser und Abfall.

Den KAGes-Umweltbericht 2002 erhalten

Sie bei Ihrem Lokalen Umweltkoordinator,

Ihrer Anstaltsleitung oder im Intranet

auf der Homepage der Zentralen

Umweltkoordination unter

http://intranet.zdion.kages.at/umweltschutz

Hans Zöhrer Adolf Dornetshuemer Rosa Buchmann Christine Leopold Johannes Sauer

Menschen helfen Menschen Juni 2003


28

UMWELT

LKH Mürzzuschlag

Ökoprofit-Auszeichnung

Das Projekt Ökoprofit hat ausgehend

von Graz nun auch die

Obersteiermark erobert und soll Betriebe

aller Branchen durch vorsorgenden

Umweltschutz wirtschaftlich stärken.

Dabei werden alle Tätigkeiten auf ihre

Material- und Energienutzung hinterfragt

und wenn möglich entsprechend

umgestellt:

● Vermeidungsstrategien beim Materialeinsatz

● Intensive Beschäftigung mit dem Produktions-

oder Dienstleistungsprozess,

Herbeiführen eines Innovationsprozesses

im Betrieb

● Minimierung der Risiken im Bereich

der Umwelthaftung und Entsorgung

Das LKH Mürzzuschlag wurde für die

Umweltleistungen des Jahres 2002 ausgezeichnet.

Vorsorgender Umweltschutz

Umweltlandesrat Pöltl

(vorne) beglückwünscht

das Umweltteam des

LKH Mürzzuschlag.

Bisher hat sich der konventionelle Umweltschutz

damit beschäftigt, bereits entstandene

Abfälle und Emissionen weiter

zu behandeln ( End-of-Pipe-System). Der

Umweltleistungen des LKH Mürzzuschlag (2001 auf 2002)

Restmüll minus 5% (1.800 kg)

Gesamtmüll

minus 10% (10.500 kg)

Bodenreinigungsmittel minus 43% (400 Liter)

Flächendesinfektionsmittel minus 15% (350 Liter)

Flachwäsche minus 11% (12.000 kg)

Fernwärme minus 8% (188.000 kWh)

Stromverbrauch minus 1% (10.000 kWh)

vorsorgende Umweltschutz hat hingegen

zum Ziel, Abfälle und Emissionen schon

am Entstehungsort

zu vermeiden und

damit Kosten für

Entsorgung und Beschaffung

zu senken.


Hubert Veitschegger,

Lokaler Umweltkoordinator

LKH Mürzzuschlag

LKH Graz West

Umwelttag

Bei der Umweltveranstaltung im LKH

Graz West im Frühjahr d.J. wurden

von der Lokalen Umweltkoordinatorin

Christine Leopold Umweltaktivitäten und

Projekte vorgestellt:

● Reduktion des Wäscheverbrauches

● Abfalltrennung

● Energieverbrauch 2002

● Weg eines Erdbeerjoghurts

Das Umweltteam des LKH Graz West mit der Lokalen Umweltkoordinatorin

Christine Leopold.

Die einzelnen Umweltthemen wurden in

Form von Marktständen präsentiert und

fanden großes Interesse.

Wir durften auch einige Umweltkoordinatoren

aus den auswärtigen Häusern sowie

den Abfallbeauftragten der Barmherzigen

Brüder willkommen heißen. ■

Christine Leopold,

Lokale Umweltkoordinatorin

am LKH Graz West

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


UMWELT 29

Nachlese zum Weltwassertag am 22. März

Unser Wasser – ein kostbares Gut

Weltwasser-Tag

Die UN-Vollversammlung hat das Jahr

2003 zum „Internationalen Jahr des

Wassers“ ausgerufen, um auf die globale

Trinkwasserproblematik aufmerksam

zu machen. Die Idee, Menschen

für das Wasser zu sensibilisieren, ist

schon einige Jahre alt: seit 1992 wird

weltweit am 22. März der Tag des

Wassers gefeiert.


Internet: www.wasser2003.at

www.unesco.org/water

Grazer Hinterhof-Brunnen

Viele Grazer Plätze und Parkanlagen

werden durch historische oder modern

gestaltete Brunnen und Brunnenanlagen

belebt. Aber auch die Innenhöfe der

Grazer Altstadt verbergen das ein oder

andere Kleinod. Einer der wohl schönsten

Brunnen steht im Grazer Landhaushof.

Einige andere, kaum bekannte Brunnen

verbergen sich in den Hinterhöfen

der Grazer Altstadt.


Wasser ist Leben

Ohne Wasser geht überhaupt nichts.

Nicht nur der Mensch besteht zum

Großteil aus Wasser, auch die Erde hat

mehr Wasser an der Oberfläche als Festland.

In Graz beträgt der tägliche Haushaltsbedarf

pro Kopf für trinken und kochen,

baden und duschen, Wohnungsreinigung,

Wäsche waschen, Geschirr

spülen, Körperpflege und WC rund 130

Liter und verursacht damit nur geringe

Kosten pro Tag. Bedenkenlos kann man

unser Wasser direkt aus der Wasserleitung

trinken. Viele Reisende wissen, dass

dies in vielen Ländern dieser Erde nicht

mehr möglich ist.


Wasserversorgungsplan

Steiermark

Das Wasserland Steiermark verfügt

über große Trinkwasserreserven, die

aber nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen.

Der nun vorliegende Wasserversorgungsplan

Steiermark unterstützt die qualitative

und quantitative Sicherstellung der

öffentlichen Wasserversorgung. ■

Im Domherrenhof, Bürgergasse 1,

gibt es gleich 2 Brunnen. Den

Herakles-Brunnen von Veit Königer

und einen noch gut erhaltenen

Hausbrunnen.

Brunnenanlage im Hof der

Herrengasse 13.

Ein Leitfaden für

die öffentliche

Wasserversorgung.

Landhaushofbrunnen, Herrengasse 16.

Das Wasser dieses alten Brunnens in

einem Sporgassenhof ist nicht mehr

zum Trinken geeignet.

Menschen helfen Menschen Juni 2003


30

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Das Informations- und Controllingsystem MEDControl für Ärzte,

Pflege und Krankenhausmanager – 2. Teil

MEDControl

Foto: Pachernegg

Vorstandsdirektor

Dr. K. Fankhauser,

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H.

Mehr als in anderen Betrieben wird

das Ansehen des Krankenhauses

bei den Patienten und in der Öffentlichkeit

vom Einsatz der Mitarbeiter bestimmt.

Individuelle Unterbringung, gute

Verpflegung

und eine moderne

medizinischtechnische

Ausstattung

können

zwar eine

besondere

Anziehungskraft

auf die Patienten

ausüben,

der ausschlaggebende

Faktor

bei der

Wahl des

Krankenhauses

bleibt

aber letztlich

das Personal, dessen Qualifikation und

Zuwendung.

Ziele des Personalwesens

Die beiden wesentlichen Ziele sind:

● Die Bereitstellung der für die Zielerreichung

eines Krankenhauses erforderlichen

personellen Kapazitäten, in entsprechender

Quantität und Qualität,

sowie zum richtigen Zeitpunkt.

● Die Wirtschaftlichkeit muss gegeben

sein, bei gleichzeitiger Wahrung der

rechtlichen Rahmenbedingungen und

der sozialen Bedürfnisse der Mitarbeiter.

Um diese Aufgaben erfüllen zu können,

benötigt man ein gutes Personalmanagement

zum Steuern und Lenken, unterstützt

durch eine geeignete Information zum

richtigen Zeitpunkt. Die Informationsbeschaffung

und -auswertung soll durch den

Einsatz von MEDControl-Personal optimiert

werden.

Informationssystem für Personalmanagement

MEDControl-Personal ermöglicht eine einheitliche,

transparente und nachvollziehbare

Datenausgabe im Bereich des Personalwesens

und damit verbundener Leistungen

und Kosten. Darüber hinaus können

Umstrukturierungen im Personalbereich,

Abwesenheiten, u.v.m. einfach

und schnell nachvollzogen werden.

Das Kompetenzzentrum der Personaldirektion

(CCP) hat federführend den Bereich

MEDControl-Personal aufgebaut.

Das System benötigt keine eigenen Dateneingaben,

sondern wird mit Daten aus

dem SAP-System STIPAS (dem Personaladministrations

und -abrechnungssystem)

gefüttert, das unter anderem wiederum ‚

Neuerungen in MEDControl

2003

MEDControl ist nun im medizinischen

und Personalbereich eingesetzt und hat

als Gesamtsystem folgende Weiterentwicklungen

vorzuweisen:

● MEDControl für den Personalbereich

● Antibiotika-Statistik auf Basis des Antibiotika-Therapieleitfadens

● Standardberichte für Artikelhitlisten (insbesondere

Arzneimittel) als Grundlage

für die Einkaufssteuerung

● KAGes-weit einheitliche Labor- und Radiologiestatistik

auf Basis der Systeme

RIS und LIS

● Pilot zur Realisierung einer KAGesweit

einheitlichen innerbetrieblichen

Leis-tungsverrechnung und Kostenträgerrechnung

auf Basis des deutschen

Handbuchs zur Kalkulation der Fallkosten

Flächendeckende Anwendung

Wesentliche Systemgrundlage für MED-

Control bildet das Produkt DOKUPLAN ®

der Dr. Laback GmbH. MEDControl wird

Übersichtliche Berichtsgestaltung

zeichnet das neue MEDControl-

Personal aus.

derzeit von mehr als 600 KAGes-Mitarbeitern

(vorrangig von leitenden Ärzten,

Pflegepersonal und Verwaltung) benutzt.

Das Interesse der Ärzteschaft, Pflege und

Verwaltung an diesem neuen Informations-

und Controllingsystem war und ist

sehr groß.

Mit diesem Instrumentarium ist es der KA-

Ges möglich, die Controlling-Anforderungen

eines modernen Gesundheitssystems

zu erfüllen und rechtzeitig Vorkehrungen

zur Bewältigung zukünftiger Entwicklungen

zu treffen.

Dies hat sich sehr konkret bei der kritischen

Überprüfung der Beratungsstudie

der Gruppe Köck, Ebner&Partner gezeigt,

wo Auffälligkeiten sehr schnell erkannt

und ins rechte Licht gerückt werden

konnten. Wir waren auch sehr stolz,

dass dieses Wissen bereits so weit in der

KAGes verbreitet ist, dass unsere

Führungskräfte zumindest gleichwertige

Diskussionspartner zu den so genannten

Experten der Beraterfirmen darstellen. Die

qualifizierten Stellungnahmen unserer

Führungskräfte, die teilweise auch in den

Medien veröffentlicht wurden, haben

dies gezeigt.


Weitere Informationen:

KAGes-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter

können sich unter

http://intranet.zdion.kages.at:8080

informieren.

Der gesamte Bericht ist unter

www.gsund.net nachzulesen.

Einfach „Medcontrol“ unter SUCHE

eingeben.

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


Viele sehen nur

einzelne

Ausschnitte.

T-Systems

sieht das Ganze.

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Ihre IT-Infrastruktur wird immer komplexer. Die Integration

von neuen Applikationen zunehmend aufwendiger. Und Ihre

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32

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

... von Personalarchiv und Personaladministration bis

Personalbudgetierung und Zeitwirtschaft ...

EDV-Systeme im Personalbereich

CCP – ein starkes Quintett

schafft Brücken ...

Ing. Franz

Kokoth,

Abteilungsleiter

CCP/Personaldirektion

Die Abteilung

CCP (EDV

Competence

Center der Personaldirektion)

ist organisatorisch

der Personaldirektion unterstellt und

ist durch die Ansiedelung in diesem Fachbereich

schon sehr früh in alle Änderungen

und Neuerungen im Personalbereich

involviert. Der Aufgabenbereich umfasst

die Betreuung und Weiterentwicklung der

EDV-Systeme im Personalbereich, im Besonderen

das im Jahr 1997 in Zusammenarbeit

mit dem Land Steiermark eingeführte

SAP-Modul Human Ressource unter

dem Namen STIPAS (Steiermärkisches

Integriertes Personalabrechnungsund

Administrationssystem). Das

System STIPAS unterstützt den Verwaltungsablauf,

insbesondere alle

Bereiche von der Personaladministration,

Lohn- und Gehaltsverrechnung

über die Personalbudgetierung

bis zum Veranstaltungsmanagement. Die

Anwenderzielgruppe erstreckt sich auf

fast den gesamten Verwaltungsbereich in

der KAGes. Die fünf Mitarbeiter der Abteilung

CCP stehen dieser Anwendergruppe

als zentrale Hotline zur Verfügung.

Hier werden nicht nur EDV-fachliche, sondern

auch organisatorische und dienstrechtliche

Fragen bearbeitet. So werden

pro Monat allein über die Hotlinenummer

5888 rund 500 Anrufe registriert.

SUB-SYSTEME

Die steiermarkweite Vernetzung mit dem

EDV-System STIPAS in unserem Unternehmen

schafft eine optimale Integration mit

Sub-Systeme wie z.B.

das Schlüssel- und Zugangsverwaltungssystem

im LKH- Univ.-Klinikum

Graz, das Speisenversorgungssystem

VESTA, das Telefongebührenabrechnungssystem

sowie

die Dokumentenlenkung im Intranet. Die

Kommunikation zwischen den Systemen

erfolgt über die eindeutige Personalzahl

jedes Mitarbeiters. Beispielsweise bei

VESTA werden die Grunddaten des Mitarbeiters

(Personalzahl, Name, Dienststelle)

an das Sub-System weitergeleitet

und vom Sub-System werden die Speisegebühren

pro Monat an das System STI-

PAS zum Einbehalt bei der Entgeltauszahlung

übergeben.

AKTUELLES

Eines der letzten Projekte ist die Anbindung

an das System MED-Control. Das

bereits seit drei Jahren im medizinischen

Bereich etablierte System schafft besonders

für den Bearbeiter im Personalbüro

eine anwenderfreundliche Auswertungsplattform

für die Mitarbeiterdaten. Ab

März 2003 starten wir das Projekt für

den STIPAS-SAP-Releasewechsel vom

derzeitigen Stand 4.7 auf 6.2-Enterprise.

Nach dem Abschluss des Projektes

EDI (EDV-unterstützte Dienstplanung) mit

Ende des Jahres wird die Betreuung dieses

Sub-Systems von der Abteilung CCP

mit übernommen.

ARCHIVIERUNG VON AKTEN

Optische Archivierungen sind aus modernen

Verwaltungen nicht mehr wegzudenken,

daher hielt das Archivieren von

Dokumenten auch Einzug in unsere Verwaltungsbereiche.

Vor allem in den Personalbüros

ist diese Art des Archivierens

ein unverzichtbares Instrument geworden.

Dabei spielen nicht nur Dokumente

in Papierform eine Rolle, sondern auch

Office-Anwendungen und E-Mail-Kommunikation.

Die Mitarbeiter erhalten immer

mehr Informationen über das Intra-

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 33

net, es ist ein direkter Draht zum Personalbüro.

Elektronisch ausgefüllte Formulare

bestimmen daher die Zukunft des

Antragswesens im Personalbüro. Um diesen

neuen Anforderungen gerecht zu

werden, wurde mit Jänner 2001 der

elektronische Personalakt (EPA) eingeführt.

Im Personalbüro werden sämtliche

zum Mitarbeiterprozess gehörenden Dokumente

wie Urkunden, Anträge und

Bescheide im elektronischen Akt

abgelegt. Einerseits wird auf

diese Weise nachvollziehbar

elektronisch dokumentiert, was,

wann, von wem im Akt abgelegt

wurde, und zum anderen

ist der Akt steiermarkweit für alle

zuständigen Bearbeiter gleichzeitig

verfügbar.

VOM PAPIER ZU BYTES

das Administrationssystem STIPAS integriert,

d.h. erfolgt zum Beispiel eine Versetzung

eines Mitarbeiters von einer

Dienststelle in eine andere, so wird die

Berechtigung auf die Dokumente im

elektronischen Akt ab diesem Zeitpunkt

auf die neue Dienststelle übertragen.

Um das Ablegen ins Archiv für den Bearbeiter

zu vereinfachen und zu beschleunigen,

wurde 2002 ein Barcode

auf allen ausgedruckten

Dokumenten eingeführt.

Mittels Barcode werden

im EPA die Dokumente

automatisch einer bestimmten

Personalzahl

und Dokumentengruppe

zugeordnet.

RESÜMEE

Info-System über

Medikamente:

MEDIS

Austria Codex

Der Austria Codex ist das Standardwerk,

wenn es um Informationen über

Medikamente geht. Er enthält alle Detailinformationen

(Wirkungsweise, Zusammensetzung,

Nebenwirkungen, Wechselwirkungen,

u.v.m.). Die Buchausgabe

hat aber einige Nachteile: Sie erreicht

übereinander gelegt eine Höhe

von ca. 20 cm, und es gibt wegen der

laufenden Ergänzungen viele Teilbände.

Informationen über ein bestimmtes

Medikament können auf mehrere Bände

verteilt sein und müssen oft mühsam zusammengesucht

werden.

Die herkömmlichen Papierakten enthalten

Dokumente, Bearbeitungsinformationen,

Registereinlagen zur Sortierung des

Akteninhaltes und vieles mehr. Die im

EPA verwalteten elektronischen Akten

müssen diesem Inhalt entsprechende Bestandteile

haben, beispielsweise Nachweise

über den Verleih von Papierakten

und Dokumenten. Das System EPA ist in

Mit diesem Artikel wollte ich Sie über

den vielfältigen EDV-Einsatz im Personalbereich

informieren, denn jeder braucht

für die tägliche Arbeit Daten, Informationen

und Know-how - aber erst die Integration

von Systemen verknüpft die zusätzlichen

Vorteile und Möglichkeiten

des nahtlosen Arbeitens in einer einzigen

Arbeitsumgebung.


Unser Ziel ist es, dass durch die Senkung der EDV-Durchlaufzeiten

im Verwaltungsbereich eine schnellere Bearbeitung

der Mitarbeiteranliegen erreicht werden kann.

Von links: Kneußl, Nigitz, Kokoth, Prettenthaler, Putzenbacher.

MEDIS

Seit einigen Jahren gibt es dazu in der

KAGes das System MEDIS, ein Medikamenten-Informations-System.

Sein Vorteil

liegt darin, dass das Suchen der Computer

übernimmt und alle Informationen

gesammelt angeboten werden.

Doch der Computer kann noch mehr:

Bei der Verschreibung von mehreren

Medikamenten werden automatisch alle

bekannten Wechselwirkungen zwischen

den Präparaten analysiert und entsprechende

Warnhinweise ausgegeben.

Man kann nicht nur nach dem Namen

des Medikaments suchen, sondern auch

nach Indikationen.

Man gibt die Beschwerden bzw. das

Anwendungsgebiet an und erhält dazu

eine Liste passender Medikamente.

Aber genauso kann nach dem Hersteller,

Zulassungsinhaber und weiteren Informationen

abgefragt werden.

Intranet

Da es sich um eine Intranetapplikation

handelt, kann von jedem PC in allen

KAGes-Häusern auf das System zugegriffen

werden, und das ohne zusätzliche

Installationen an den einzelnen Arbeitsplätzen.

Der Zugang ist einfach: Im Webbrowser

die Adresse INTRANET eingeben

und im Menüpunkt ANGEBOTE den

Punkt MEDIS auswählen. Viermal im

Jahr werden zentral die neuesten Daten

eingespielt, um eine fortwährende Aktualität

zu gewährleisten.


DI Dr. Helmut Brückler, UIM

Menschen helfen Menschen Juni 2003


34

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Wir über uns: www.gsund.net ab Herbst neu gestaltet

www.gsund.net neu

Die G’sund-Redaktion der KAGes hat ihre Homepage

www.gsund.net neu gestaltet und für Partner, Organisationen

und Firmen aus dem Gesundheits- und Forschungsbereich

geöffnet.

Die übersichtliche Struktur von www.gsund.net und die Content-Management-Lösung

erleichtern die Kommunikation über

den Stand sowie Entwicklungen und Forschungsergebnisse vor

allem aus dem Gesundheits- und Spitalsbereich.

Aktuelle Informationen, Veranstaltungshinweise und die Online-

Ausgabe der Zeitschrift G’sund, aber auch die Specials sind

zwar bereits bewährte, aber dynamische Inhalte. Auf der

Verkehrsserver Steiermark

Ein umfassendes Informationsangebot rund um den Verkehr

in der Steiermark: Verkehrsmeldungen und Baustellenübersicht,

Park & Ride und Radwegenetz, Fahrplanauskünfte

und Lärm-Check.


www.verkehrsserver.steiermark.at

Netzwerk-Seite möchten wir unseren Partnern die Möglichkeit

geben, sich zu präsentieren, über die aktuellsten Entwicklungen

zu informieren und zu ihren Homepages zu verlinken.

Derzeit sind dies die KAGes, das Land Steiermark

und die Medizinische Universität Graz. Die Forschungs-Seite

soll dazu beitragen, ein Informationsnetzwerk zu entwickeln,

die Kommunikation zu verbessern, die vielen Interessen transparent

zu machen und zu bündeln und die Ressourcenverteilung

sowie die Förderungsaktivitäten zu koordinieren. ■

Europäische Krankenversicherungskarte

Die Gemeinsame europäische Krankenversicherungskarte

soll am 1. Juli 2004 eingeführt werden und schrittweise

alle Formulare für den Krankheitsfall im EU-Ausland

ersetzen, die Urlauber, Studenten und Arbeitnehmer bisher

benötigten. In einer weiteren Etappe soll dann eine einheitliche

Chipkarte auf Basis elektronischer Systeme zur

Verfügung stehen.


Juni 2003

Menschen helfen Menschen


PANORAMA 35

KAGes und KLIPP:

Langjährige Partner

Mehr als 400 Geschäftspartner

hatte

das Steiermarkmagazin

KLIPP am 20. März in die

Ausstellungshallen von

Mercedes Wittwar in die

Wienerstraße in Graz geladen.

Der erfreuliche

Grund war die 15-Jahr-Feier,

die bis in die frühen

Morgenstunden andauerte.

Und natürlich war auch

die KAGes prominent an

diesem Abend vertreten,

sind doch KAGes und das

Steiermarkmagazin KLIPP

langjährige Partner in Sachen

G’sund. Gemeinsam

arbeitet man seit den

frühen 90er Jahren an der

Weiterentwicklung und an

der inhaltlichen und optischen

Gestaltung der

20.000 Auflage starken

Mitarbeiterzeitung. ■

Kulturführer Graz

Die beiden Autoren führen sehr gut verständlich

und mit vielen Farbfotos durch die Kunst, Architektur,

Wissenschaft und Literatur des historischen und

modernen Graz. Ein empfehlenswerter Wegweiser

auch für Kenner der steirischen Landeshauptstadt und

Kulturhauptstadt Europas 2003.


Gertrude Celedin / Wiltraud Resch

204 Seiten, mit 108 Farbabbildungen

Böhlau Verlag, 2003

ISBN 3-205-77081-1

€ 24,90

„Weiß-Grüner-Zitatenschatz“

Dieses Sammelwerk von Aphorismen, Sinnsprüchen

und Bonmots der letzten 120 Jahre präsentiert 1700

Sprüche von 17 steirischen Autoren. Die alphabetische

Anordnung nach Stichwörtern und das Autorenregister

sind eine angenehme Unterstützung beim Schmökern in

diesem Nachdenk- und Nachschlagewerk mit scharfen,

sarkastischen, aber auch humorvollen Zitaten. ■

Fritz P. Rinnhofer

Tel. + Fax 0316/30 45 70

Graz 2002

ISBN 3-00-009728-7

KLIPP-

Herausgeber

Jürgen Lehner

erhält die Geburtstagstorte,

links mit Vorstandsdirektor

Martetschläger.

Dr. Reinhard Sudy, Hedi Grager,

Mag. Helmut Meinhart, Vorstandsdirektor

Klaus Fankhauser.

Ritterzeit und

Türkenangst

Sonderausstellung auf der

Festenburg - Bruck a.d. Lafnitz

Die markante,

auf einem

Felsen

gelegene Festenburg

war

einst ein bedeutender

Wehrbau. Eine

sehenswerte

Ausstellung

informiert über

die mittelalterliche

Festenburg

und das

Wechselland

zur Türkenzeit.

31. Mai – 28. September 2003

Täglich 10 00 - 17 00 Uhr

Information: 0664/375 8888

E-Mail: festenburg@aon.at

Internet: www.festenburg.at

Burgtaverne und G‘wölb

Franz Lang

vom Gasthof

„Zur Festenburg“

verwöhnt

seine

Gäste in der

Burgtaverne

mit kleinen kulinarischen

und für jedermann

erschwinglichen

Köstlichkeiten.

Ein besonderes

Ereignis ist ein Abendessen im „G’wölb“

der Burgtaverne. Gegen Voranmeldung (ab 8

Personen) gibt es hier beispielsweise „Himmlische

Tafelfreuden“ zu genießen, ein erlesenes,

6-gängiges Menü nach alten Rezepten

aus Pfarrhaushalten.

Information: 03331/2555


Menschen helfen Menschen Juni 2003


36

PANORAMA

UNTERWEGS

IN DER STEIERMARK

Eine kurze, lehrreiche Wanderung

Silberberger Weinlehrpfad

Der Klapotetz, das Wahrzeichen des steirischen

Weinlandes, wird zum Schutz der reifenden

Beeren gegen die Vögel aufgestellt.

Sein Klappern kann man bei einer Wanderung

durch den Schulweingarten

der Fachschule Silberberg

Leibnitz hören.

Wenn Sie für unsere G'sund-

Leser einen interessanten Tipp haben, so informieren

Sie uns bitte.

Gegenüber dem Sulmsee liegt die

weit über die Steiermark hinaus bekannte

Fachschule Silberberg mit den

Schwerpunkten Weinbau und Kellerwirtschaft.

Das dazugehörende Weingut Silberberg

mit Außenstellen in Kitzeck,

Schloßberg und Remschnigg erzeugt exzellente

Weine und Fruchtdestillate ausschließlich

mit Produkten aus den eigenen

Wein- und Obstgärten.

Silberberger Weinlehrpfad

Dieser 1,5 Kilometer lange Rundwanderweg

führt durch den Schulweingarten der

Weinbauschule Silberberg. Anhand von

Schautafeln und Gerätschaften wird die

Geschichte des Weinbaues und seine

heutige Situation dargestellt. Die herrlichen

Fernsichten lassen vergessen, dass

die Beschilderung den eigenen Orientierungssinn

nicht ersetzt. Ausgangspunkt

und Ziel ist der bequeme Parkplatz an

der Westseite des Kellergebäudes der

Weinbauschule. Hier ist der Shop untergebracht,

in dem die Produkte des Weingutes

Silberberg verkauft werden.

Hl. Urban – Schutzpatron der

Weinbauern

Gleich zu Beginn überrascht die überlebensgroße

Statue des hl. Urban, des

Schutzpatrons der Weinbauern. Am 25.

Mai eines Jahres wird sein Namensfest

gefeiert, wenn nach den „Eisheiligen“ die

Weinreben zu blühen beginnen.

Die Arbeit des Weinbauern ist oft mühevoll.

Insgesamt geht er 7x um seinen Rebstock

und verrichtet dabei folgende Arbeiten:

Schneiden, Binden, Düngen, Laubarbeiten,

Grasmähen, Pflanzenschutz und

Lese.

Stählerne Reblaus

Reinhard A. Sudy

Auf dem weiteren Weg begegnet man

einer überdimensionierten Reblaus aus

Stahl. Mit der Einschleppung der Reblaus

Die Statue des hl. Urbani am Beginn

des Weinlehrpfades ist 5 m hoch und

3 t schwer.

1872 aus Frankreich wurden Steiermarks

Rebflächen größtenteils vernichtet. Erst

durch Veredelung auf resistenten Unterlagen

begann dann der erfolgreiche weinbauliche

Wiederaufbau. Heute können

wir wieder die reizvolle Kulturlandschaft

genießen.

Silberberger Aussichtswarte

Am Scheitelpunkt des Silberberger

Weinlehrpfades führt ein kurzer Abstecher

steil bergauf zur Silberberger Aussichtswarte.

Der Blick führt hier vom

westlich gelegenen Kitzeck weit in die

südliche Hügellandschaft bis in den

Schlosshof von Seggau.

Buschenschankpatent

Was wären die schönen Weinhänge

und ein guter Wein ohne die Möglichkeit,

beides unmittelbar gemeinsam genießen

zu können. So erließ Kaiser Joseph

II. 1784 das Buschenschankpatent

und gab damit „jedem die Freiheit, selbst

erzeugte Lebensmittel und Wein zu allen

Zeiten des Jahres zu verkaufen“. ■

Fotos + Fototexte: Sudy

So präsentiert sich das steirische

Weinland vom Weinlehrpfad aus.

Auf dem weiteren Weg begegnet man

einer gewaltigen Reblaus.

Fachschule und Weingut Silberberg

8430 Leibnitz, Kogelberg 16

Tel. 03452/82339-0

www.silberberg.at

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


PANORAMA 37

Bücher • Bücher

Die schönsten Almen

Österreichs

Eine friedliche

Alm mit

ihren urigen

Hütten, grasendes

Vieh vor

wildromantischen

Bergriesen

– wer erliegt

nicht diesem

idyllischen

Bild? Die beiden

Autoren

haben über 300 der schönsten Almen

Österreichs in diesem Buch festgehalten.

Übersichtlich und umfassend wird in Bild

und Text über die lohnendsten Almen-

Wanderziele informiert.


Hilde und Willi Senft

Großformat, 288 Seiten

3. Auflage, ca. 330 Farbabbildungen

Leopold Stocker Verlag

ISBN 3-7020-0911-6

€ 34,90

Geheimnisvolles

Salzkammergut

Im Salzkammergut

stoßen die

Bundesländer

Oberösterreich,

Salzburg und

Steiermark

zusammen.

In dieser unvergleichlichen,

von

Gewässern,

Wald und Fels geprägten Landschaft gibt

es ein reichhaltiges Brauchtum und eine

lebendige Volkskultur. 65 sehenswerte

Besonderheiten werden in prachtvollen

Farbaufnahmen mit informativen Texten

vorgestellt.


Hilde und Willi Senft

Großformat, 208 Seiten

240 Abbildungen

Leopold Stocker Verlag

ISBN 3-7020-0952-3

€ 29,90

Auch bei schlechtem Wetter kann das

Einkaufen in Wien Spaß machen

Bummeln im Trockenen

Der einladende Zugang zu den Ringstraßen-Galerien.

Ein Regentag in Wien kann auf angenehme

Weise in einem der vielen

interessanten, großen Museen verbracht

werden. Wer dazu keine Lust

hat, kann auch im Trockenen bummeln

und shoppen. Die mit der U-Bahn sehr

gut erreichbaren kleinen und großen

Einkaufszentren sind dazu bestens geeignet.

Angeschlossen an diese Einkaufswelten

und Treffpunkte für Jung

und Alt sind meist noch Kino-, Unterhaltungs-

und Fitnesszentren.

Ringstraßen-Galerien

Kärntner Ring 5–7 und 9–13, sowie

Mahlerstraße 4 und 12, 1010 Wien;

U-Bahnstation Karlsplatz (Linien U1,

U2, U4). Es ist dies wohl die eleganteste

Einkaufsgalerie im Herzen der

Stadt Wien, unmittelbar neben der

Staatsoper, mit 70 Geschäften und 9

Restaurants.

Millennium City

Handelskai 94–96, 1200 Wien;

U-Bahnstation Handelskai (Linie U6)

Am schönsten Platz dieses Einkaufszentrums

ist unmittelbar vor dem beeindruckenden,

aber leider nicht öffentlich

zugänglichen Millennium Tower

das Café Alessandro Nannini. Hier

gibt es die traditionellen Backwaren

der Stadt Siena nach Rezepten, die

seit Generationen überliefert sind.

Gasometer City

Guglgasse/Eyzinggasse/Döblerhofstraße,

1110 Wien;

U-Bahnstation Gasometer (Linie U3).

Im Wiener Gemeindebezirk Simmering

wurden 4 über 100 Jahre alte Gasometer

zu einem neuen Stadtteil umgebaut

und wurde ein modernes

Wohn-, Shopping- und Erlebniszentrum

errichtet.

Donauzentrum

Wagramer Straße 81, 1220 Wien;

U-Bahnstation Kagran (Linie U1).

Dieses ausgedehnte, durchaus anspruchsvolle

Einkaufszentrum jenseits

der Donau hat sich zu einem Treffpunkt

für Jung und Alt entwickelt. Neben den

zahlreichen Geschäften und Büros beherbergen

das Donauzentrum und das

Donauplex ein Hotel, Fitnesscenter, Kinocenter

und mit der „Nachtschicht“

auch Wiens größte Discothek. ■

www.donauzentrum.at

www.donauplex.at

Reinhard A. Sudy

Menschen helfen Menschen Juni 2003


38

PANORAMA

LKH-Univ.-Klinikum Graz

Karl Wagner

Die Freude an den Farben ist spürbar.

Prim. a.o. Univ.-Prof. Dr. Karl Wagner

belebt seine bizarren Bäume und

phantastischen Landschaften mit einem

Wirbel an ausdrucksstarken und kräftigen

Farben. Seine Bilder offenbaren eine

enorme Vitalität.


Fotos: Hütter

Von links: Der Künstler K. Wagner mit

Gattin, Pflegedir. H. Eibel und

Betriebsdirektor H. Reinhofer.

Uta Primavera-Günzberg

Die Künstlerin Uta Primavera-Günzberg

hat ein faszinierendes Lebensmotto:

„Dass ich lebe, ist nicht nötig. Aber dass

ich male, solange ich lebe.“

Ihre Ausbildung als Maskenbildnerin an

den Vereinigten Bühnen Graz vertiefte ihr

Talent für Formen und Farben. Unter prominenten

Lehrmeistern entwickelte sie sich

von der Aquarellmalerei zur Akt- und Ölmalerei.


K unstR aumKAGes

Hans Beletz

Der bekannte Grazer Künstler Hans

Beletz versucht mit wenigen Linien

und Flächen wiederzugeben, was er

sieht

u n d

fühlt.

Die Bild

e r

v o n

Beletz

Die Familie Beletz mit ihrem

wirken

jüngsten Nachwuchs.

für den

Betrachter leicht und zart, haben jedoch

einen ganz persönlichen Stil. ■

Internet: www.beletz.at

LKH Fürstenfeld

Sr. Wildtrud List

Drei Monate waren die Blumen, Menschen

und Visionen der malenden Sr.

Wiltrud List in den Gängen des Fürstenfelder

LKH zu sehen. Weitere Bilder unter

www.kunstcenter.at


Die Künstlerin Sr. List mit dem

Betriebdirektor W. Eder-Halbedl vor

ihren Werken.

gearbeitet. Die gemeinsam mit dem Verein

„Styrian Art“ organisierte Ausstellung

zeigt Bilder, die als mehrschichtige Metapher

und Naturszenen gestaltet sind und

den Heilungseffekt der Patienten unterstützen

sollen.


LKH Deutschlandsberg

Josefine Hofer

Schon seit ihrer Kindheit beschäftigt

sich die Künstlerin mit der Malerei. Sie

renovierte auch

Kapellen und

Heiligenfiguren

und bemalte lange

Jahre die Kulisse

der Theaterbühne

in St. Stefan/Stainz.

In ihrer jüngsten Ausstellung

im Foyer des LKH Deutschlandsberg waren

ihre Lieblingsmotive zu sehen: Landschaften,

Blumen und naive Malerei. ■

Emmy Cero-Friedl

Seit 19 Jahren lebt die Künstlerin in der

Steiermark. Ihre unverwechselbare

Technik erweckt die Struktur des Holzes

mit Farbe zum Leben und führt Emmy Cero-Friedl

in eine Traumwelt. Diese erinnert

an Märchen

aus

längst vergangener

Zeit. ■

Ein Bild von Emmy Cero-Friedl.

Von links: ZBRV A. Fischer-Felgitsch,

Pflegedir. H. Eibel, die Künstlerin U.

Primavera-Günzberg und Betriebsdirektor

H. Reinhofer.

LKH Voitsberg

Mag. Yancy Warren Wright

„Heilende Kunst“ war der Ausstellungstitel

des jungen, aus Oregon/USA stammenden

Künstlers Mag. Yancy Warren

Wright. Der derzeit in Maria Lankowitz

lebende

Künstler

hat bereits

in

Paris,

London

und Rom

Osterbasar im LKH Wagna

Zur Osterzeit brachten die Anstaltsleitung

und der Betriebsrat des LKH

Wagna „Frühlingsstimmung“ und Abwechslung

in den Patientenalltag. In der

weitläufigen und einladenden Eingangshalle

fand dank der vielen Hobbykünstler

ein erfolgreicher

Osterbasar

statt.■

Osterbasar

in der

Eingangshalle

des

LKH

Wagna.

Juni 2003

Menschen helfen Menschen


PANORAMA 39

Café Zeitlos

Stilvoll präsentiert sich das Café

Zeitlos in einem der attraktivsten

Gebäude (gemaltes Haus) der

Grazer Innenstadt. Das Tagescafé

lockt mit verschiedensten Kaffeespezialitäten,

erlesenen Weinen

und köstlichen Imbissen. Sowohl

der in der Herrengasse als auch

der im malerisch schönen Herzogshof

gelegene Gastgarten spiegeln

das tolle Ambiente und die Gemütlichkeit

des Lokals wider. ■

Elegant,

bequem und

gemütlich ist

die

Gestaltung

des Café

Zeitlos.

K unstK ulturT ipp

Josef Pillhofer

Café Zeitlos

Inhaber: Barbara Kuchenbecker

Herrengasse 3, A-8010 Graz

Tel. 0664/470 89 68

Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.30 – 21.00 Uhr

Sa 9.30 – 17.00 Uhr

Tour de Charme 2003: Das Oldtimer-

Event in Graz

Vom 23. – 27. Juli 2003 findet in Graz erstmalig ein einzigartiges

Oldtimer-Event statt – eine noch nie da gewesene

Melange aus atemberaubenden historischen Automobilen,

der Wiederauflage des legendären Ries-Rennens und

dem Classic-City-Challenge sowie einem exklusiven Event-

Programm. Hauptdarsteller sind neben den Gottschalk-Brüdern

vor allem ein Bugatti 35B, ein Alfa Romeo 8C Monza,

ein Mercedes SSK und weitere Raritäten.


Informationen sowie Tickets unter:

www.tourdecharme.at

Landesausstellung: Mythos Pferd –

Zauber der Lippizaner

Von Mai bis Oktober zeigt die kulturgeschichtliche Ausstellung im Schloss Piber

das Phänomen Pferd und seine Bedeutung für den Menschen. Interessante Ausstellungsbereiche

sind beispielsweise das „Rittertum“, das „Turnierwesen“ oder die

„Hohe Schule und Spanische Hofreitschule“. Eine Kostbarkeit ist die lebensgroße Figurine

des berühmten steirischen Ritters und

Minnesängers Ulrich von Lichtenstein aus

dem 13. Jahrhundert und der mit Elfenbeineinlage

verzierte Prunksattel König Albrechts

II. Das Gestüt mit Einblicken in die

Arbeit und Zucht mit Lippizanern und Sonderschauen

runden diese sehenswerte Landesausstellung

ab.


Information: Steirische Tourismus GmbH –

Tel. 0316/4003

info@steiermark.com

www.mythospferd.com

www.steiermark.com

Während einer Zugfahrt nach Wien

hatte ich das Glück, einen der bedeutendsten

österreichischen Bildhauer

kennen zu lernen – Josef Pillhofer. Charmant

und interessant erzählte er von seinem

Lehrmeister und Freund Fritz Wotruba,

der Schülergenerationen geprägt

und die Entwicklung der Bildhauerei wesentlich

beeinflusst hat, von seiner Zeit in

Paris und dem Rückruf nach Wien durch

Wotruba. Hofrat Dr. Frodl, Direktor der

Österreichischen Galerie Belvedere sagt

über diesen steirischen Künstler: „Josef

Pillhofer gehört zu jenen wenigen, die

das Bild und den Charakter der österreichischen

Bildhauerei in der zweiten

Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem bedeutenden

Maß mitgeprägt haben.“

Josef Pillhofer hat sein Atelier in Wien,

welches man durch einen kleinen romantischen

Garten erreicht. Hier fühlt man

sich wie in einem verzauberten Wald

voller Skulpturen und Plastiken, mit seinen

realistischen Porträtköpfen und seinen reduzierten

Kopfskulpturen aus Bronze, edlem

Holz und Marmor. Beeindruckend

sind auch seine vielen Zeichnungen aus

Tusche, Bleistift, Kohlestift.

Werke von Josef Pillhofer waren bis Mitte

Juni im Haus der Kunst Andreas Lendl,

Andreas Hofer Platz 5, zu sehen.

Im September wird einer der Schüler Pillhofers,

der bekannte Grazer Künstler

Werner Stadler, seine Werke im Haus

der Kunst ausstellen.

Ihre Hedi Grager

Menschen helfen Menschen Juni 2003


EU-Preis für Kulturelles Erbe

Auszeichnung für

Grazer HNO-Klinik

Für die Restaurierung und Adaptierung

des wichtigen Jugendstil-Komplexes

der Grazer HNO-Klinik sowie die dabei

gelungene Integration eines modernen

und hochwertigen Zubaues gab es kürz-

lich eine bemerkenswerte Auszeichnung.

Die Europäische Union und Europa Nostra

- Die Pan-Europäische Vereinigung

für Denkmalschutz - verlieh dafür den EU-

Preis für Kulturelles Erbe/Europa Nostra

Preis. Er wurde kürzlich in einer feierlichen

Zeremonie im Brüsseler Palais d'Egmont

an Vorstandsdirektor Dipl.Ing.

Berndt Martetschläger und Direktor

Dipl.Ing. Walter Raiger überreicht.

EU-Kommissarin Viviane Reding betonte

dabei die Notwendigkeit, einer größeren

Öffentlichkeit die staatlichen und privaten

Bemühungen um die Rettung und

Bewahrung des kulturellen Erbes bewusst

zu machen.

Prinz Henrik von Dänemark, der Präsident

von Europa Nostra, wies auf die Bedeutung

dieses nun gemeinsamen Preises

hin, der zur Bewahrung und Lebendigkeit

von Europas Erbe auch für zukünftige Generationen

beitragen wird.


Die HNO-Klinik ist ein wunderbares Beispiel für die Symbiose des High-Tech-

Funktionsneubaues mit dem Jugendstil-geprägten Altbestand (Architekt

Dipl.Ing. Ernst Giselbrecht).

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