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Klimaschutz ist Gesundheitsschutz - G´sund Online

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Erscheinungsort Graz. Verlagspostamt 8010 Graz/P.B.B. 02Z033793M – Postentgelt bar bezahlt

Die besten Seiten der KAGes

Nr. 69 März 2011

Klimaschutz ist

Gesundheitsschutz

KAGes setzt nachhaltige Maßnahmen

www.hubner-allitsch.at

Die Steuerberatung für Ärzte!

Wirtschaftstreuhänder Hubner & Allitsch SteuerberatungsgmbH & Co KG

Leonhardstraße 104, A - 8010 Graz

Telefon +43 / 316 / 338 338, Fax: +43 / 316 / 338 338 700

E-mail: steuerberatung@hubner-allitsch.at

GF: MMag. Gerhard Hubner, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Wirtschaftsmediator

Mag. Martin Allitsch, Steuerberater, Unternehmensberater


Einfach.Nachhaltig

Veranlagen in

ethisch-nachhaltige Investments

Marketingmitteilung der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG gemäß WAG.

Qualität, die zählt.


Inhalt März 2011

Impressum

AKTUELLES

4 AUFSICHTSRAT. KAGes

Medieninhaber und Verleger

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 4–6

5 KAGes-VORSTAND. Weg der Weiterentwicklung

6 ÖSTERREICHS GESUNDHEITSSYSTEM. Weltweit

anerkannt

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

8 25 JAHRE. Steiermärkische Krankenanstaltenges.m.b.H.

10 ÄRZTETEAM IN ECUADOR. Neuerlicher Einsatz

PERSONALENTWICKLUNG

12 MOBBING. Hilfe durch KAGes

14 12 TIBETER. Für den Büroalltag

15 PROJEKTMANAGEMENT. Projektphasen

17 FÜHRUNGSKRÄFTETAGUNG. Bad Radkersburg

19 STEUERTIPPS. Hubner & Allitsch

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

20 HYBRIDTECHNOLOGIE. LKH Bruck a.d. Mur

22 Erfahrener PaRtner. LKH Stolzalpe

24 IHRER GESUNDHEIT ZULIEBE. Trinken

25 SCHÜTTELTRAUMA. Präventionskampagne

QUALITÄTSMANAGEMENT

27 HÄNDEHYGIENE. Steiermarkweite Kampagne

29 NEUES LEITBILD. LKH Bruck a.d. Mur

30 BRUSTZENTRUM. LKH-Univ. Klinikum Graz

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

31 INTERDISZIPLINÄRE INTENSIVSTATION. LKH Weiz

32 KLIMASCHUTZ. KAGes Handlungsfelder

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

34 VERABSCHIEDUNGSTÜCHER. LKH Mürzzuschlag

35 TAG DER OFFENEN TÜR. LKH Mariazell

PANORAMA

38 20 JAHRE GNU. LSF Graz

39 TEAM-WORKSHOP. LKH Stolzalpe

40 EVA ROSSMANN. Interview

42 WEST.WURST. LKH Graz West

43 KunstKulturTipp. Obsession

Titelseite-Foto: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz.

8

10

17

20

32

25 JAHRE KAGes.

EINSATZ IN ECUADOR.

FÜHRUNGSKRÄFTETAGUNG.

HYBRIDTECHNOLOGIE.

KLIMASCHUTZZIELE.

Foto: LKH Bad Radkersburg Foto: LKH Bruck a.d. Mur Foto: www.fotospass.at Foto: Jakob Winkler

Grafik: KAGes

Herausgeber

Krankenanstaltenpersonalamt,

A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 4–6,

DVR 0468533

Geschäftsführung und

redaktionelle Leitung

Reinhard Marczik

Redaktionsteam

Hedi Grager, Anna-Maria Jöbstl,

Mag. Katharina Kainz, Wolfgang Meditz,

Mag. Helmut Meinhart, Peter Neumeister,

Mag. Simone Pichler, Petra Ritz,

Ing. Klaus-Dieter Schaupp,

DI Friedrich Zopf

Redaktionssekretariat,

Marketing und Werbung

E-Mail: gsund@kages.at.

Internet

www.gsund.net, www.kages.at

Produktion

KLIPP Zeitschriften GmbH Nfg & Co KG,

Graz, www.klippmagazin.at

Druck

Leykam Druck GmbH & Co KG

A-8020 Graz, Eggenberger Straße 7

Auflage

23.500 Exemplare, gedruckt auf

umweltfreundlichem Papier.

Erscheinungsweise

4-mal jährlich

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz

G’sund dient der umfassenden Information der

Mitarbeiter der KAGes über das gesamte Unternehmen.

Durch die Zusendung von G’sund

an alle Mitarbeiter wird dem Recht auf Information

gemäß § 7a EKUG bzw. § 15f MSchG

entsprochen. Trotz sorgfältiger Bearbeitung in

Wort und Bild kann für die Richtigkeit keine

Gewähr übernommen werden. Mit Verfassernamen

gekenn zeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung des Herausgebers und

der Redaktion wieder.

Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

genauer Quellenangabe und Übermittlung

eines Belegexemplares erlaubt.

G’sund behält sich das Recht vor, die veröffentlichten

Beiträge (inkl. Tabellen und

Abbildungen) auf CD-ROM und ins Internet

zu übertragen und zu verbreiten.

Die G’sund-Redaktion ist grundsätzlich um

einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch

bemüht. Im Interesse einer guten Lesbarkeit

verzichten wir aber weitestgehend auf Schreibweisen

wie z. B. MitarbeiterInnen oder Patienten/Innen

und auf gehäufte Doppelnennungen.

Wir bitten daher um Verständnis, wenn dies

zu geschlechtsabstrahierenden und neutralen

Formulierungen, manchmal auch zu verallgemeinernden

weiblichen oder männ lichen Personenbezeichnungen

führt.

In G‘sund wird alte, neue und eigene Rechtschreibung

verwendet. Sollten Sie einen Rechtschreibfehler

finden, dürfen Sie ihn behalten.

Menschen helfen Menschen

März 2011


4

aktuelles

Der Aufsichtsrat der Stmk. Krankenanstaltenges.m.b.H.

Foto: KAGes/Pachernegg

Manfred Wolf, Thomas Jozseffi, Dr. Peter Riedler, Ing. Johannes Schweiger, Mag. Gerhard Poppe, Dr. Günter Riegler, Herbert Spirk, Dr. Johann

Thanner, Mag. Thomas Spann, Gerhard Hammer (v. l.).

Vorsitzender Dr. Peter Riedler, Head of Public Affairs AVL List GmbH

Stellv. Vorsitzender Thomas Jozseffi, Unternehmensberater Jozseffi und Partner GmbH

Kapitalvertreter:

Mag. Gerhard Poppe, Financial Consultant, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Gaedke & Partner GmbH

Dr. Günter Riegler, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Leiter Stadtrechnungshof Graz

Ing. Johannes Schweiger, Geschäftsführer SOB-Bauträger GmbH

Mag. Thomas Spann, Direktor Wirtschaftskammer Steiermark

Hofrat Dr. Johann Thanner, Vorsitzender Hospizakademie Steiermark

Belegschaftsvertreter:

BRV Gerhard Hammer, Angestelltenbetriebsratsvorsitzender LKH-Univ.Klinikum Graz

ZBR OA Dr. Franz Krainer, Stellvertretender Angestelltenbetriebsratsvorsitzender LKH Leoben-Eisenerz (nicht am Foto)

BRV Herbert Spirk, Betriebsratsvorsitzender LKH Fürstenfeld

ZBRV Manfred Wolf, Zentralbetriebsratsvorsitzender

Top • News

Med Uni Graz und KAGes haben

sich geeinigt

Die MUG und die KAGes haben

eine Einigung um den jahrelang

strittigen, sogenannten klinischen

Mehraufwand erzielt. Zur

Abgeltung des Aufwandes der

Spitalsgesellschaft für Lehre und

Forschung am Klinikum soll die

MUG der KAGes 25,7 Mio. Euro

überweisen.

Für die künftige Zusammenarbeit

zur Ermittlung des Mehraufwandes

und der „Verwaltung aus einem

gemeinsamen Topf“ wurde

ein Rahmenvertrag vereinbart,

der neun Arbeitspakete umfasst.

So ist eine Lösung für beide Organisationen

für einen Weg in die

Zukunft gefunden worden.

Bildungskalender 2011

Im Oktober 2010 wurde der Bildungskalender

2011 der Akademie

der Steiermärkischen

Kranken anstaltengesellschaft

m.b.H. an alle Führungskräfte der

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft

und an externe Gesundheitsbetriebe

in ganz Österreich

verschickt.

Wie bereits im letzten Jahr steht

auch 2011 das Thema „Führen

durch Vorbild“ im Fokus unseres

Handelns und wird damit ein

wichtiges Thema der Personalentwicklung

bleiben. Einige ASK-

Bildungsangebote sind daher

auch für 2011 dem entsprechend

ausgerichtet, um diesen Anforderungen

Rechnung tragen zu

können. Beispielhaft dafür sind

a:sk for the best!

AKADEMIE der Stmk. Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

http://intra.kages.at/ask www.a-sk.at

BILDUNGSKALENDER

der interdisziplinär zusammengesetzte

Workshop „FLUG“ (Führen,

leiten und gemeinsamer Erfolg)

oder auch die Seminare „Das periodische

Mitarbeitergespräch“

sowie „Der leichte Weg zur Betriebswirtschaft

im LKH“, welche

jeweils für Führungskräfte aller

Ebenen angeboten werden. Aber

auch maßgeschneiderte zweitägige

Führungsworkshops für ein

gesamtes Team zum Thema „Führen

durch Vorbild“, die mittels

unmittelbarem Praxisbezug und

themenbezogenem Erfahrungsaustausch

rasche Kompetenzentwicklung

und Stressreduktion

garantieren sollen, zählen zum

Angebot.

Wie gewohnt, ist das aktuelle Angebot

für unsere Mitarbeiter auch

im Intranet einsehbar:

http://intranet-zdion.at/ask

n

Mag. Dr. Hanns Ulrich Schlögl,

KAGes-Services/PE-Services

März 2011

Menschen helfen Menschen


Aktuelles

5

Der KAGes-Vorstand von links: Vorstands vorsitzender Dipl.-Ing. Dr. Werner Leodolter,

Medizinvorständin a. o. Univ.-Prof. Dr. Petra Kohlberger, MSc und Finanzvorstand Dipl.-KHBW Ernst Fartek, MBA.

Foto: Furgler

Liebe Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter!

Mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

sind heute noch in unserem Unternehmen

aktiv, die dies auch schon im ersten

großen Jahr der KAGes vor 25 Jahren, also

im Jahr 1986 waren. Und zumindest sie alle

werden wohl gedacht haben, wie schnell

doch die Zeit vergeht, wenn sie sich heuer

darauf besinnen, dass wir nun schon ein

Vierteljahrhundert als Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H. der mit Abstand

größte Gesundheitsanbieter unseres

Bundeslandes sind.

Umso mehr wenn man sich Diskussionen

vergangener Jahrzehnte über die Spitalsversorgung

in der Steiermark, aber auch die

Weiterentwicklungen seither vor Augen hält:

Schon 1970 gab es heftige Diskussionen über

die Vielzahl unserer Spitalsstandorte, der damals

zuständige Landesrat verteidigte sie als

„historisch vorgegeben“, heute verfügen wir

über eine Standortgarantie der Landesregierung.

Schwerpunktsetzungen auch außerhalb

von Graz waren über die Jahre immer wieder

Thema und dass das Klinikum in Graz zwar als

Zentralspital unbestritten sei, aber auch mehr

mit den Regionen kooperieren müsse – heute

längst Realität.

Und so war die Geschichte des steirischen

Spitalswesens immer eine bewegte, mit Stolz

können wir Steirerinnen und Steirer jedoch

darauf verweisen, wie oft wir Pioniere in der

Weiterentwicklung des Gesundheitswesens

waren, etwa mit der Einführung des ersten

österreichischen Spitalsverbundes der LKHs

Judenburg-Knittelfeld Ende der 90er Jahre

des vergangenen Jahrhunderts, dem seither

viele weitere erfolgreiche Spitalsverbünde

folgten, zuletzt die beiden KAGes-Häuser

Rottenmann und Bad Aussee im Sommer des

letzten Jahres.

Ebenso wie die einzelnen Häuser in ihren

Angebotsstrukturen – wer möchte sich heute

noch eine Spitalslandschaft ohne neurologische

oder onkologische Angebote und vieles

andere mehr vorstellen? – mussten sich

natürlich auch die zentralen Management

und Serviceseinheiten permanent weiter

entwickeln: Mit nicht einmal drei Prozent der

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im zentralen

Managementbereich und in allen Servicescentern

von Einkauf und Bau bis zu EDV

und Medizingeräteservice – und das für ein

Unternehmen mit 16.500 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern und mehr als einer Million

Patientenbewegungen pro Jahr – sowie dem

Abbau einer gesamten Managementebene im

Jahr 2008 dokumentiert die KAGes auch hier

ihren Willen zu Effizienz und Modernität.

Und nicht anders wird es mit Sicherheit auch

in Zukunft weiter gehen, dazu verpflichtet

uns allein schon unser Auftrag, den Steirerinnen

und Steirern die bestmögliche Spitalsversorgung

anzubieten. Durch den medizinischen,

pflegerischen und natürlich auch

technischen Fortschritt meint dies heute im

konkreten Angebot etwas völlig anderes als

in unserem Gründungsjahr 1986 und wird in

25 Jahren – im Jahr 2036 – wieder völlig

anders aussehen als heute. Aktuell sind die

Pläne zur Weiterentwicklung festgeschrieben

im Zusammenarbeitsvertrag mit der Medizinischen

Universität Graz und dem neuen

Regionalen Strukturplan für die Steiermark.

Denn „Leben heißt Veränderung“ wusste

schon Darwin – und ein langes und erfolgreiches

Leben sowohl für unsere Patientinnen

und Patienten wie auch für Sie und unser

Unternehmen ist ein Ziel, für das es sich zu

arbeiten lohnt.

Dipl.-Ing. Dr. Werner Leodolter a. o. Univ.-Prof. Dr. Petra Kohlberger, MSc Dipl.-KHBW Ernst Fartek, MBA

(Vorstandsvorsitzender) (Medizinvorständin) (Finanzvorstand)

Menschen helfen Menschen

März 2011


6

aktuelles

Weltweit zu den besten

Unser Gesundheitssystem von internationalen Experten bewertet: effizient und

Ohne die aktuelle Diskussion

über nötige Reformen klein

reden zu wollen oder zu verneinen:

Es macht dennoch zufrieden,

sogar stolz, beruhigt, spornt aber

auch für die Zukunft an, wenn

das österreichische Gesundheitssystem

bei internationalen Bewertungen

zu den besten fünf in

Europa und weltweit zu den zehn

besten zählt. Und was ganz wichtig

ist: von den Kosten her nicht

teurer als andere. Vor Österreich

liegen bei 33 untersuchten Ländern

in Europa nur die Niederlande,

Dänemark und Island. Österreich

stand aber 2007 sogar

ganz oben auf dem Podest.

33 Länder geprüft

Die Grundlage dafür ist der Euro

Health Consumer Index (EHCI).

Er ist die Messnorm für das europäische

Gesundheitswesen.

Der EHCI reiht 33 nationale europäische

Gesundheitssysteme

anhand von 38 Indikatoren, die

6 Bereiche abdecken: Patientenrechte

und Information, e-health,

Wartezeiten für Behandlungen,

Behandlungsergebnisse, Angebot

und Reichweite der Dienstleistungen

und Zugang zu Medikamenten.

Der Index nimmt eine

konsumentenorientierte Position

ein und wird aus einer Kombination

öffentlicher Statistiken, Patientenbefragungen

und unabhängiger

Studien zusammengestellt.

Generell lassen sich die Gesundheitssysteme

in Europa in 2 Kategorien

einteilen: Das Beveridge-

Modell ist ein steuerfinanziertes

System, das in den nord- und

südeuropäischen Ländern sowie

Großbritannien und Irland anzutreffen

ist. Das Bismarck-Modell

mit der gesetzlichen Krankenversicherung

(GKV) wird über Sozialbeiträge

finanziert und ist in fast

allen mitteleuropäischen und

osteuropäischen Ländern verbreitet.

Das Versicherungsverhältnis

ist an ein Arbeitsverhältnis geknüpft,

in welches Arbeitgeber

und Arbeitnehmer einzahlen.

Jetzt freut es mich

wieder zu leben…

Das sagt die 78-jährige Zinka O.

aus Slowenien. Sie bekam in einem

steirischen LKH eine neue

Hüfte. Der Aufenthalt und die

Operation kosteten rund 14.000

Euro. „Meine ganze Familie hat

da geholfen.“ In Slowenien stand

sie auf einer Warteliste, erst nach

drei Jahren wäre sie an die Reihe

gekommen. „Ich konnte nicht

mehr gehen, die Schmerzen waren

kaum auszuhalten.“ In Österreich

funktioniert

das anders. „Ich bin von

Hausarzt zu Hausarzt und dann

zum Facharzt wegen meiner

Schmerzen, der hat mich dann

ins Spital eingewiesen, wo ich

eine neue Hüfte bekommen habe.

Danach war ich auf einer mehrwöchigen

Therapie und heute

fühle ich mich wieder sehr gut“,

sagt der 77-Jährige Josef G. aus

der Obersteiermark. Alles, was er

dazu brauchte, war seine E-Card.

Da wird schlagartig klar, wie effizient

unser Gesundheitssystem in

Österreich ist.

Während es zum Beispiel in Großbritannien

Regelungen gibt, dass

Patienten ab einem bestimmten

Alter und Gesundheitszustand

keine Transplantationen mehr

erhalten, auch keine künstlichen

Gelenke, ist das in Österreich kein

Thema.

Trotz der Fortschritte in der Medizin

und deren Verwendung in den

öffentlichen Spitälern liegen die

Steigerungsraten für die Kosten

unseres Gesundheitssystems im

üblichen Rahmen. Völlig verfehlt

sind daher Meldungen, wonach

die Kosten für die Gesundheit in

Österreich „explodierten“, wie

der steirische Ärztekammer-Präsident

Wolfgang Routil kürzlich

bei einer Diskussion in Graz bemerkte.

Schneller Zugang zum

Spital

Dem Rat der Europäischen Union

zufolge wird die Leistungsfähigkeit

auch durch einen möglichst

niederschwelligen Zugang der

Bevölkerung zum Gesundheitssystem

und durch seine langfristige

Finanzierbarkeit beschrieben.

Am Beispiel der Geburt eines Kindes

wird deutlich, was das Kriterium

„niederschwelliger Zugang“

im Spital bzw. sozialverträglich

bedeutet. In Österreich meldet

sich eine Schwangere nach

Absprache mit ihrem Vertrauensarzt

im Krankenhaus ihrer Umgebung

– ob in Graz, Bruck, Hartberg,

Feldbach –, wird dort vorgemerkt

und sucht dann zum gegebenen

Zeitpunkt das Krankenhaus auf.

Ganz anders hingegen zum Beispiel

in Russland, wo sich werdende

Eltern schon wochenlang

vorher die Füße abtreten, um eine

unproblematische Geburt in einem

russischen Krankenhaus „sicherzustellen“.

Werdende Mütter

müssen sich dort großen Risiken

aussetzen. „Fast rauh wie im Stall

ist es, in Russland ein Kind zu gebären,

das härtet jede Frau ab“,

schreibt der deutsche Journalist

Johannes Voswinkel in der „Die

Zeit“. Ihr Kind kam in Moskau zur

Welt. „Den richtigen Arzt dort für

die Betreuung zu finden und dann

auch noch das entsprechende

Krankenhaus, war eine gewaltige

Hürde. Viele Paare schließen einen

Privatvertrag mit der Klinik

ihrer Wahl ab, um nicht der staatlichen

Krankenversicherung ausgeliefert

zu sein.“ Es herrschen

unvorstellbare Zustände im Vergleich

zu heimischen Geburtenstationen.

Ein Blick in die USA

Dieser zeigt, dass auch dort das

Geld eine entscheidende Rolle

spielt, wie und wo ein Kind zur

Welt kommt. Nicht wenige Amerikanerinnen

haben keine ausreichende

Versicherung und nur

dann kann man ohne Risiko in den

USA Geburtskliniken aufsuchen.

Diese weisen einen hohen medizinischen

Standard auf, kosten

aber dementsprechend viel. Die

amerikanischen Versicherungsprämien

sind die höchsten der

Welt.

Die Vereinigten Staaten von

Amerika bringen Spitzenleistungen

im Bereich der medizinischen

Forschung hervor. Um die Gesundheitsversorgung

der 300 Mil-

März 2011

Menschen helfen Menschen


Aktuelles

7

dennoch nicht teurer

Österreichisches

Gesundheitssystem

ist äußerst

effizient – unter

den zehn besten

der Welt.

lionen US-Bürger ist es dennoch

schlecht bestellt: Jeder sechste

Amerikaner (47 Millionen Menschen)

ist nicht krankenversichert.

Eine noch größere Zahl gilt

als unterversichert, was heißt,

dass bei jedem Gang zu Arzt oder

Apotheker hohe Zuzahlungen

fällig werden, die sich die Betroffenen

oft nicht leisten können,

selbst dann nicht, wenn sie dem

durchschnittlich bis gut verdienenden

Mittelstand angehören.

Arzthonorare und Krankenhausrechnungen

können leicht zum

Bankrott führen. Spitzenmedizin

gibt es nur für sehr Betuchte.

Nicht zufällig ist daher auch die

Lebenserwartung der Amerikaner

deutlich niedriger als die der

Österreicher.

Obwohl viele Amerikaner nicht

versichert sind, geben die USA

mit rund 16 Prozent mehr als alle

anderen westlichen Industrienationen

für die Gesundheit aus. In

Österreich liegen die Ausgaben

bei knapp über zehn Prozent. Das

amerikanische Gesundheitssystem

ist eines der ineffizientesten

der Welt. Die hohen Ausgaben

schlagen sich leider nicht in der

Lebenserwartung nieder.

Millionen sind

nicht versichert

Ein paradox wirkender

Grund für die hohen

Kosten für die Gesundheitsversorgung

ist die

große Zahl der Nicht- oder

Unterversicherten. Können

diese für eine ärztliche Behandlung

nicht bezahlen, haben sie

immer noch die Möglichkeit, in

die Notaufnahme zu gehen. Der

Staat und die Gemeinden entschädigen

Krankenhäuser für

solche Dienste. Doch diese Art

der Krankenversorgung ist höchst

ineffizient. Die Notaufnahmen

platzen aus allen Nähten, weil

sie unversicherte Amerikaner mit

Gesundheitsproblemen aller Art

blockieren. Die Behandlung durch

Notärzte ist besonders kostspielig,

eine Vorsorgeuntersuchung

oder eine Nachbehandlung werden

nicht angeboten.

Glückliches Österreich

Aufgrund der so genannten Pflichtversicherung

genießen 98 Prozent

der Bevölkerung umfassenden

Versicherungsschutz durch die

Sozialversicherung. Kinder und

Ehepartner sind sozusagen „kos-

Amerikanisches Gesundheitssystem: äußerst kostspielig, Millionen sind

nicht versichert.

tenlos“

mitversichert.

Niemand muss aus

finanziellen Gründen auf eine Vorsorgeuntersuchung

oder ärztliche

Hilfe im Krankheitsfall verzichten.

Arztbesuche, Medikamentenkosten,

der Aufenthalt in einem

Krankenhaus oder Rehabilitationsmaßnahmen

werden zu keiner

Kostenfalle. Auch Menschen

mit schmalem Budget steht das

volle Leistungsspektrum zu, vom

Grippemittel bis zum Herzschrittmacher

oder einer aufwendigen

Therapie und Operation.

10 Prozent für die

Gesundheit

Die bei der Bewertung erhobene

Gesundheitsausgabenquote beziffert

die Anteile der Gesundheitsausgaben

in Prozent des

Bruttoinlandsprodukts. In Österreich

wird vom Staat mehr Geld

für Gesundheit ausgegeben als

im Durchschnitt der OECD-Länder

und der EU-15-Staaten. Die österreichischen

Gesundheitsausgaben

belaufen sich auf 10,1 Prozent

des BIP, während im Durchschnitt

der EU-15-Staaten 9,2

Prozent aufgewendet werden.

Bei der Aufteilung der Gesundheitsausgaben

auf die verschiedenen

Sektoren zeigte sich, dass

die Ausgaben für den stationären

Bereich in Österreich mit 35 Prozent

deutlich über dem OECD-

Durchschnitt liegen; hier wären

durchaus Einsparungen möglich.

Der ambulante Bereich vermittelt

ein anderes Bild: Hier liegt

Österreich mit 20 Prozent unter

dem OECD-Durchschnitt von 22

Prozent.

Wie bewertet also die österreichische

Bevölkerung das Gesundheitssystem

unseres Landes?

Mehr als 82 Prozent sind

mit der Gesundheitsversorgung

zufrieden. Damit liegt Österreich

in Europa an der Spitze. Überraschend

ist allerdings, dass der

eigene Gesundheitszustand von

den Österreichern schlechter bewertet

wird als in anderen EU-15-

Staaten.

Hohe Sozialverträglichkeit

Die Sozialverträglichkeit, also

gleicher Zugang zu Gesundheitsleistungen

für alle Patienten,

unabhängig von Einkommen, Geschlecht

oder ethnischer Zugehörigkeit,

ist eines der wichtigsten

Kriterien bei der Beurteilung

eines Gesundheitssystems. Hier

zeigt sich in Österreich folgendes

Bild: Der Anteil privater Ausgaben

liegt mit 20 Prozent im EU-

15-Durchschnitt. Dieser rela tiv

niedrige Wert ist wichtig, weil

private Zuzahlungen für Bürger

eine Barriere zur Gesundheitsversorgung

darstellen können. n

Sylvia Einöder

Menschen helfen Menschen

März 2011


8

Menschen helfen Menschen

Seit fünfundzwanzig Jahren

Die KAGes auf dem besten Weg zum Traditionsunternehmen

Mit Jahresbeginn jährte sich

der Bestand der KAGes als

Trägerin der steiermärkischen

Landeskrankenanstalten zum

fünfundzwanzigsten Mal. Bot dieses

Jubiläum bisher keinen Anlass

für Feierlichkeiten, so erklärt

sich das nicht allein aus einer

Spargesinnung. Eher schon wird

man einen nüchternen Zugang dafür

verantwortlich machen können.

Immerhin wurde die Gründergeneration

inzwischen weitgehend,

teils schon mehrfach, abgelöst.

Das gewagte Experiment von

einst hat sich in den Köpfen von

heute als nicht mehr wegzudenkende

Selbstverständlichkeit verankert.

Doch was ist schon selbstverständlich?

Selbstverständlich sind unsere

Spitäler eine öffentliche Angelegenheit.

Laut angedachte

Veränderungen sorgen daher mit

einiger Zielsicherheit für Kontroversen,

auch in der Bevölkerung.

Eine kritische „Denkschrift zur

gegenwärtigen Krankenhaussituation“

zog die zentrale Bedeutung

des Grazer Landeskrankenhauses

nicht in Zweifel. Daneben

sollten aber neue Schwerpunkte

gesetzt werden, einer im Raum

Bruck/Leoben für die Obersteiermark

und ein zweiter irgendwo

im Süden. Das war übrigens vor

vierzig Jahren, 1970. Der Landesrat

verteidigte damals das Krankenhauswesen

als „historisch

vorgegeben“. Die widerständige

Bevölkerung diente als Argument

für den Fortbestand der Standorte

Bad Aussee und Eisenerz,

ein ausländisches Gutachten für

die parallele Weiterführung von

Bruck an der Mur und Leoben.

Trotzdem war – so formulierte es

der Ärztekammerpräsident – „etwas

ins Rollen gekommen“, und

die Landesregierung beauftragte

ein ausländisches Institut mit einem

Krankenhausplan bis 1985.

Gründungsjahr 1985

Dieses Jahr 1985 wurde zum

Gründungsjahr für ein neues

Landesunternehmen. Gemäß

Regierungsbeschluss von 1983

sollte ein „selbständiger Wirtschaftskörper“

(man sprach

dann auch von den „Steirischen

Krankenanstalten und Kliniken“,

nicht zu vergessen der betriebswirtschaftlich

inspirierte Begriff

„Holding“) in absehbarer Zeit

einen die Finanzen schonenden

Innovationsschub bringen. Der

Handlungsbedarf war unbestritten:

So hatte sich der Aufwand

für die zwanzig Landesspitäler

von Jahrzehnt zu Jahrzehnt bedrohlich

verdreifacht: 300 Millionen

1960, 1 Milliarde 1970, 3

Milliarden 1980 (und das ohne die

Pensionen). Auch wenn es sich

hier natürlich noch um Schillingbeträge

handelte, ließ sich diese

Kostenentwicklung nicht einfach

ignorieren.

Ausschreibungen für Geschäftsführerposten,

Gutachten für

eine GmbH, Verhandlungen in

Sachen Ausgliederung bis zur

Jahreswende 1984/1985: Damit

war ein Grundstein gelegt für

das größte privatrechtliche Unternehmen

des Landes. Dieses

hatte nun auch seinen endgültigen

Namen: Steiermärkische

Krankenanstaltengesellschaft

mbH, kurz KAGes. Zum Zeitpunkt

der Übertragung gab es schon

einen einundzwanzigsten Standort

in Deutschlandsberg. Graz

West und Weiz folgten um die

Jahrtausendwende. Schließlich

verbündeten sich obersteirische

Landeskrankenhäuser (Leoben-

Eisenerz, Judenburg-Knittelfeld,

Mürzzuschlag-Mariazell, Rottenmann-Bad

Aussee), so dass die

Gesamtzahl der KAGes-Spitäler

heute neunzehn beträgt. n

Foto: Darmann

Alle Jahre wieder…

Am Anfang war die Idee einer

leitenden Schwester auf der

ehemaligen II. Medizinischen Abteilung

im LKH-Univ. Klinikum

Graz. Sie wollte auch jenen, die in

der Vor-Weihnachtszeit im Krankenhaus

sein müssen, ein wenig

Weihnachtsstimmung schenken.

Als gebürtige Kärntnerin – zwei

nebeneinander stehende Kärntner

sind ja bekanntlich schon ein Gesangsverein

– organisierte sie eine

Gesangsrunde zur musikalischen

Umrahmung der Adventfeier auf der

Station. Der Stationsleitung Annemarie

Darmann ist es zu verdanken,

dass sich dieses kleine Weihnachtswunder

seit 1991 jährlich wiederholt.

Für die Sänger (Mag. Dr. U.

Kriebernegg, DI N. Simon, Mag. U.

Derbuch, DI J. Kriebernegg, DI H.

Sorger) ist es immer wieder ein sehr

schönes Ritual für weihnachtliche

Stimmung auf der Station zu sorgen

und den Menschen dort eine Freude

machen zu dürfen. Beim gemütlichen

Beisammensein nach der Feier

erneuern sie jährlich ihr Versprechen

Annemarie gegenüber: „Im nächsten

Jahr kommen wir wieder!“ n

Mag. Ursula Derbuch

„Im nächsten Jahr

kommen wir wieder!!

Es glänzten nicht nur die

Die Mannschaft des SK-Sturm besuchte das

Auch in diesem Jahr brachte

die Mannschaft des SK-

Sturm ein wenig vorweihnachtliche

Stimmung an die Grazer Universitätsklinik

für Kinder- und Jugendchirurgie.

Wie bereits im

letzten Jahr, kamen die Sportler

mit einem großen Paket voller

Geschenke auf unsere „Station

gelb“. Die Kinderaugen glänzten,

aber auch Eltern, Pflegepersonal,

Therapeuten und Ärzte wurden

selbst wieder zu Kindern, als sie

sich um Autogramme, Kalender,

Schals, Kappen etc. anstellten.

Nach einer kurzen Ansprache von

Prof. Axel Haberlik war der Andrang

und die Freude so groß,

dass die Organisatoren (Sr. Renate

Zierler, PD Dr. Johannes

Schalamon und Ferdinand Feldhofer)

alle Hände voll zu tun hatten,

damit die Veranstaltung in

geregelten Bahnen ablaufen

konnte. Insbesondere um Spieler

Die SK-Sturm

Mannschaft hat

wieder große Freude

in die Herzen

der Kinder gezaubert.

März 2011

Menschen helfen Menschen


Menschen helfen Menschen

9

Round Table Leibnitz schenkt Kinderbücher

Unterhaltsamen und zugleich

informativen Lesestoff erhielten

die jungen Patienten an der

Universitätsklinik für Kinder- und

Jugendchirurgie des LKH-Univ.

Klinikum Graz. Die speziell für Kinder

geschriebenen Bücher erklären

den Krankenhausalltag und

veranschaulichen den Ablauf diverser

Untersuchungen und Therapien.

Vom Round Table Leibnitz

wurden jeder Station zwölf solcher

Bücher kostenlos zur Verfügung

gestellt. Der im Vorjahr,

ebenfalls vom Round Table Leibnitz,

gesponserte Multi-Lernwürfel

erfreut sich im Klinik-Kindergarten

großer Beliebtheit. n

Ing. Christoph Sturm,

KAGes-Services/Administrative

Systeme

Große Freude bei der Übergabe der Bücher an die Grazer Universitätsklinik

für Kinder- und Jugendchirurgie.

Foto: KAGes

Foto: LKH Graz West

Silvesterlauf 2010 für einen guten Zweck

Der Silvesterlauf 2010 – ein schöner Abschluss eines Laufjahres und ein

Lauf für einen guten Zweck.

Das LKH Graz West Laufteam

ließ sich von den eisigen Temperaturen

nicht abhalten und war

auch heuer wieder beim Grazer Silvesterlauf

dabei. Jeder gelaufene

Kilometer kam dem Benefizprojekt

der Casa Medica von Mag. Thomas

Verdino zugute, das eine

Selbsthilfegruppe lungenkranker

Patienten (congenitales Emphysem

– angeborene Lungenschwäche)

unterstützt. Die fünf bzw. zehn Kilometer

lange Strecke wurde von

den Teams Casa Medica und LKH

Graz West in Angriff genommen.

Unser Team LKH Graz West – mit

Erna Tandl, Thomas Fitzek, Harald

Kotnik, Norbert Kaufmann und

Heidrun Schwarzl – steuerte gemeinsam

großartige 45 Laufkilometer

bei. „Der Silvesterlauf 2010

war ein schöner Abschluss eines

erfolgreichen Laufjahres unserer

Laufgruppe,“ so das Team. „ Wir

freuen uns auf die kommende Laufsaison

und auf zahlreiche Teilnehmer

an den regelmäßig stattfindenden

Lauftreffs.“ n

Dr. Norbert Kaufmann,

Mag. Heidrun Schwarzl,

LKH Graz West

Kinderaugen…

LKH-Univ. Klinikum Graz

Foto: J. Fechter/LKH-Univ. Klinikum Graz

wie Mario Haas, Christian Gratzei,

Joachim Standfest und Ferdinand

Feldhofer scharten sich unsere

kleinen Patienten. Aber auch

die gemeinsamen Fotos mit Spielern

wie Hölzl, Burgstaller, Kainz,

Hassler und Weber waren heißbegehrt.

Insgesamt verteilten die

Stars des SK Sturm Geschenke

im Wert von über € 1.000,00. Der

Lohn dafür ist das gute Gefühl,

große Freude in die Herzen der

Kinder gezaubert zu haben, damit

das Leid von Verletzung und

Krankheit für einige Zeit vergessen

werden kann. Auf diesem

Wege nochmals ein großes

Danke an die Mannschaft des SK

Sturm – möge die Tradition des

vorweihnachtlichen Besuches

noch möglichst lange erhalten

bleiben.

n

PD Dr. Johannes Schalamon,

LKH-Univ. Klinikum Graz

Feuerwehr Stolzalpe:

Wichtige Einsätze im Jahr 2010

Ein arbeitsintensives Jahr für

die Feuerwehr Stolzalpe liegt

hinter uns“, zog HBI Johann

Waldner bei der Jahreshauptversammlung

Ende Jänner 2011 Bilanz.

7.044 Einsatzstunden sind

der Beleg dafür. Ausrücken musste

man unter anderem wegen

Unfällen, einem Rohrbruch im

Anstaltsgelände, Schneedruck

am Hammerweg, aber auch zahlreichen

Arbeiten wie Straßenreinigung,

Wassertransporte, Reinigung

der Hochbehälter, Pumpstationen

und Quellstationen des

LKHs.

Betriebsdirektor Reinhard Petritsch

dankt allen Kameraden

für die geleistete Arbeit, weil

so viel Einsatz und Engagement

nicht selbstverständlich sei.

Noch ein Grund zur Freude: Das

LKH Stolzalpe ist zum feuerwehrfreundlichen

Betrieb ausgezeichnet

worden.

Unter den 66 Mitgliedern sind

auch fünf junge Damen. n

Weitere Informationen:

www.lkh-stolzalpe.at/feuerwehr

Arbeitsintensives Jahr 2010 für die

Feuerwehr Stolzalpe.

Foto: Honner

Menschen helfen Menschen

März 2011


10

Menschen helfen Menschen

„Menschen helfen Menschen“ in Ecuador

Neuerlicher Einsatz von Ärzteteam aus Österreich und den USA

Zum dritten Mal seit 2008 reiste

unser Ärtzteteam im September

2010 nach Ecuador. Die

Route startete in der Küstenregion,

führte uns aber schließlich

auch tief in den Regenwald.

Unsere Stammmannschaft bestand

aus der Wiener Kinderärztin

Heltraut Exner, ihrem Mann,

dem Chirurgen Wolfram Exner,

dem Anästhesisten Rudolf Krug

(LKH Bruck a.d. Mur), der Physiotherapeutin

Katharina Nemetz

(ULB Wien), dem Anästhesisten

Nabeel Khan (Atlanta, USA) und

den Gynäkologen Sung-Ho Lee

und Lisa Fusco (Danbury Hospital

New York). Neu im Team war

Anästhesistin Yong Nam Yo (New

York) und Dr. Claudia Wilfinger

(Univ. Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie

Graz). Dr. Wilflinger

wurde durch den letzten Artikel

im G‘sund 65 auf uns aufmerksam

und erwies sich durch ihre Auslandserfahrung,

Menschlichkeit

und Fachkompetenz als wertvoller

Neuzugang für das Team.

Erste Eingriffe in Pedro

Carbo …

Unser erstes Ziel war das staubige

Städtchen Pedro Carbo in

Padre Dr. Manuel

Amunárriz (übersetzt)

„Das österreichische Chirurgieteam,

welches uns heuer

schon zum 2. Mal besucht

hat, war ein Segen für unser

kleines Spital Franklin Tello

und für alle Bewohner dieses

kleinen Winkels im Amazonasland.

….. Mein persönlicher

Eindruck ist, dass diese

Mitarbeit eine unbezahlte

Hilfe ist und die Leistung unseres

Spitals bemerkenswert

steigert, welches wegen seiner

geografischen Situation

niemals solche chirurgischen

Eingriffe machen könnte, weil

es seine Mittel übersteigt.“

der Provinz Guayas, mit immerhin

mehr als 20.000 Einwohnern.

Unsere Aufgabe bestand darin,

Kinder und Erwachsene zu untersuchen

und gemeinsam mit

dem dortigen Krankenhauspersonal

medizinisch zu versorgen.

Unsere Tätigkeiten umfassten

chirurgische Eingriffe bis hin zu

gynäkologischen Tätigkeiten. Die

Zusammenarbeit mit dem lokalen

Team vor, während und nach dem

Einsatz war herzlich und erfolgreich.

Die Bilanz von fünf Tagen

anstrengender Arbeit: 25 bauchchirurgische,

20 gynäkologische

Eingriffe und viele ambulante

Untersuchungen.

… den Rio Napo

abwärts….

Manuel Amunárriz, spanischer

Missionar und Wissenschaftler,

ist in einem Spital in Nuevo Rocafuerte

als Chirurg tätig. Er bat uns

um Hilfe in seinem Urwald-Spital,

welches in dem 300 Einwohner

zählenden Dorf beheimatet ist.

Das Dorf ist nur einmal täglich

mit einem Kanu erreichbar und

die Fahrt dorthin dauert zehn

Stunden. Rings um das Dorf gibt

es nur Regenwald und seit neuestem

auch umweltzerstörende

Erdölförderung, über die in den

letzten Monaten auch in den

Medien berichtet wurde. Das

Hospital Franklin Tello benötigte

unsere Hilfe speziell bei größeren

Bauchoperationen und gynäkologischen

Eingriffen. Wegen der

kargen Ausstattung bedurfte es

einiger Improvisationskunst, um

die Eingriffe durchführen zu können.

Zusätzlich versorgten wir

noch die örtliche Bevölkerung mit

ihren kleinen und großen Wehwehchen.

Eine besondere Herausforderung

stellte die Versorgung eines

neunjährigen Mädchens dar,

welches von einer Schlange in

das Kniegelenk gebissen wurde.

Es entwickelte sich eine schwere

Infektion, die ihr das Gehen unmöglich

machte. Durch Dr. Claudia

Wilfinger und OA Rudolf Krug

konnten wir unter einer „Kreuzstich-Narkose“

eine schmerzfreie

Wundreinigung durchführen

sowie einen Gips anlegen. Dass

gewöhnlicher Gips und hohe Luftfeuchtigkeit

keine Freunde sind,

stellten wir fest, als sich der Gips

wieder auflöste. Auch wenn die

Beweglichkeit des Knies nicht

vollständig wiederhergestellt

werden konnte, entließen wir das

Mädchen nach physiotherapeutischer

Behandlung und Beratung

schmerzfrei.

… in den Regenwald

von Ecuador

Zum Abschluss unserer Reise

konnten wir noch zwei Tage mit

Einheimischen tief im Regenwald

verbringen und die Schönheit des

Landes erleben. Schmetterlinge

waren während den Fahrten in

den Einbaum-Kanus unsere ständigen

Begleiter.

Mein persönlicher Dank gilt allen,

die sich immer wieder an dieser

Kampagne beteiligen und keine

Kosten und Mühen scheuen, im

Sinne von „Menschen für Menschen“

zu arbeiten. Unser Dank

gilt auch DGKS Sandra Platzer

(LKH-Univ. Klinikum Graz), die uns

mit ausgeschiedenen Instrumenten

und Utensilien versorgte. n

Jakob Winkler,

Dipl. Kinder- und

Jugendlichenpfleger,

St. Anna Kinderspital Wien

(Ausbildung im LKH-Univ.

Klinikum Graz bis 2010)

Dr. Claudia Wilfinger:

„Zum ersten Mal in meinem

Leben befand ich mich auf

dem südamerikanischen Kontinent

und war von der landschaftlichen

Vielfalt Ecuadors

sehr beeindruckt. Der Staub

der Küstenregion, die klare

Luft des Hochgebirges und die

Schwüle des Regenwaldes

übten eine starke Faszination

auf mich aus.

Eine weitere Bereicherung

war der rege Kontakt innerhalb

der medizinischen Truppe, die

bunt zusammengewürfelt aus

verschiedenen Teilen der Welt

zusammengekommen war, um

in zwei Krankenhäusern mitzuarbeiten.

Die Freundlichkeit

der Menschen vor Ort hat uns

für gewisse Unbequemlichkeiten

der Reise in jeder Beziehung

entschädigt.“

Foto: Jakob Winkler

März 2011

Menschen helfen Menschen


www.sanitaetsdirektion.steiermark.at

Ein Informationsheft des Landes Steiermark

11

Nähe hilft heilen

Kinderhilfe-Haus fördert den Kontakt zwischen Eltern und Kindern

Nähe macht nachweislich

schneller gesund. Eine Studie

der Universität Groningen in

den Niederlanden belegt, dass bei

Kindern, die nicht auf die Nähe ihrer

Familie verzichten müssen, die

Genesungszeit um bis zu einem

Drittel verkürzt werden kann.

Pflege[n] zu Hause

Ein Informationsheft des Landes Steiermark

Die Broschüre gibt Auskunft über Hilfsangebote

und Unterstützungsmaßnahmen, die pflegebedürftigen

älteren Menschen und ihren Angehörigen

in der Steiermark zur Verfügung stehen. Sie erfahren

auf welche Leistungen Sie Anspruch haben,

wie Sie zu den einzelnen Leistungen kommen, wohin

Sie sich bei Fragen wenden können und welche

Kosten auf Sie zukommen. Das Informationsheft ist

ab Februar 2011 auch in den Sprachen Bosnisch/

„Zuhause auf Zeit“

Die Ronald McDonald Kinderhilfe

vermittelt Eltern von schwer

kranken Kindern Wohnmöglichkeiten

in unmittelbarer Nähe zum

Krankenhaus, sozusagen ein „Zuhause

auf Zeit“. Das Haus bietet

ein organisiertes Umfeld, in welchem

Eltern, nicht schulpflichtige

Geschwister und auch Großeltern

ihren gewohnten Alltag und ihr

Familienleben weitgehend aufrechterhalten

können. Im Kinderhilfe-Haus

finden sie die nötige

Ruhe und ersparen sich lange

Anfahrtswege und hohe Hotelrechnungen,

wodurch sie mehr

Zeit mit ihren Kindern verbringen

können.

1994 wurde das Grazer Kinderhilfe-Haus

in Kooperation mit

der Steirischen Kinderkrebshilfe

eröffnet und entwickelt sich seitdem

stetig weiter. Es bildet eine

tolle Ergänzung zu dem bereits

bestehenden Angebot der Mutter-Kind-Betten,

welche auf den

Stationen der Grazer Univ. Klinik

für Kinder- und Jugendheilkunde

bzw. Kinder- und Jugendchirurgie

bereits angeboten werden. n

Ulrike Plichta,

Beatrice Wascher-Hartmann,

Ronald McDonald Kinderhilfe

Ronald McDonald

Kinderhilfe-Haus

Hausleitung: Beatrice

Wascher-Hartmann

8047 Graz, Dr.-Hanisch-Weg 4

Tel. +43/664/517 02 93

Unkostenbeitrag pro Nacht

und Zimmer: € 6,00

Zugänglich für alle Kliniken in

Graz, die Kinder bis 19 Jahre

behandeln

Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?

Was müssen Sie tun?

Kroatisch/Serbisch und Englisch

Wen können Sie fragen?

Welche Kosten kommen auf Sie zu?

verfügbar.

Kostenlose Bestellung:

Amt der Steiermärkischen Landesregierung,

Fachabteilung 8B (Sanitätsdirektion)

Tel.: +43 / 316 / 877-3524,

E-Mail: claudia.raminger@stmk.gv.at

www.sanitaetsdirektion.steiermark.at

(Bereich Hauskrankenpflege)

Grafiken: Ronald Mc Donald Kinderhilfe

Cover: Land Steiermark

Helfen Sie mit –

danke

Franziskaner gegen Armut

10 Cent am Tag für die Not vor

der Tür

Spendenkonto: 92 044 050

Bankleitzahl: 60 000 PSK

Die Franziskaner für Mittelund

Osteuropa bemühen sich

besonders um die Situation

der ärmsten Menschen in den

ehemals kommunistischen

Ländern.

Mehr dazu: www.franzhilf.org

Sehen ohne Grenzen

Spendenkonto: 2024 1075

444

Bankleitzahl: 56 000 Hypo

Viele Millionen Menschen in

den Entwicklungsländern sind

am Grauen Star erkrankt und

erblindet. Mit einer Routineoperation

helfen ihnen österreichische

Ärzte.

Mehr dazu: www.sehenohnegrenzen.org

Licht für die Welt

Spendenkonto: 92 011 650

Bankleitzahl: 60 000 PSK

50 Millionen Blinde gibt es

auf der Welt. Vielen kann mit

einem geringen finanziellen

Aufwand geholfen werden.

Mehr dazu: www.licht-fuerdie-welt.at

Verein für das Herzkranke

Kind

Spendenkonto: 0000- 075689

Bankleitzahl: 20815 Steiermärkische

Bank und Sparkassen

AG

Die Interessensvertretung für

herzkranke Kinder und deren

Familien umfasst 250 Eltern

und Mitarbeiter der Kliniken

im Einzugsgebiet Steiermark,

Kärnten und dem südlichen

Burgenland.

Mehr dazu: www.kinderkardiologie.at

Menschen helfen Menschen

März 2011


12

Personalentwicklung

Was ist Mobbing und was nicht?

Unterstützung durch die KAGes

Als „Mobbing“ (engl. „to

mob“: bedrängen, anpöbeln,

angreifen) wird das gezielte und

systematische Ausüben von Psychoterror

gegenüber einer oder

mehrerer Personen am Arbeitsplatz

bezeichnet.

Merkmale des

Mobbings

Mobbing ist dadurch gekennzeichnet,

dass es gezielt, systematisch

und über einen längeren Zeitraum

regelmäßig betrieben wird. Täter

und Mobbing-Betroffener stehen

in einer Arbeitsbeziehung zueinander.

Die Absicht hinter dem

Mobbing ist die Ausgrenzung

einer oder mehrerer Personen

aus dem Team bzw. deren Vertreibung

vom Arbeitsplatz. Die

vom Mobbing betroffene Person

ist auf Dauer dem „Mobber“ unterlegen.

Typische Mobbing-Aktionen sind

etwa die grundlose Schlechterstellung

bzgl. der bisher ausgeübten

Arbeitsaufgaben, der unbegründete

Entzug von Entscheidungskompetenz,

verbale Aggressionen

sowie die Androhung

oder sogar Ausübung körperlicher

Gewalt.

Dr. Werner Walisch.

Nicht jedes unangenehme

Ereignis ist

Mobbing

Ähnlich wie „Burnout“ wird der

Begriff „Mobbing“ heute allerdings

oft inflationär verwendet.

Nicht zum Mobbing zu zählen

sind z.B. berechtigte Hinweise

der Führungskraft auf bestimmte

Pflichten oder auf die Einhaltung

von geltenden Regeln und Vereinbarungen

im Arbeitsbereich.

Auch berechtigte disziplinarische

und arbeitsrechtliche Maßnahmen

aufgrund eines vorhergegangenen

Mitarbeiterfehlverhaltens

sind kein Mobbing.

Sachbezogene Konflikte im herkömmlichen

Sinn, bei denen

es einen konkreten Anlass gibt

und bei denen die systematische

Schädigungsabsicht fehlt,

sind ebenso wenig Mobbing

wie problematische Handlungen

zwischen Personen am Arbeitsplatz,

die auf beidseitigem

Fehlverhalten beruhen und keine

typische Täter-Opfer-Dynamik

aufweisen.

Foto: H. Brückler

Was kann man bei

Mobbing tun?

In einer frühen Phase ist z.B. die

Dokumentation des eigenen Verhaltens

und des Verhaltens der

Mobbing ausübenden Person(en)

zu empfehlen. Das Gespräch mit

den Vorgesetzten sollte ebenso

gesucht werden. Als weitere

Unterstützung kann eine Vertrauensperson

oder -stelle kontaktiert

werden (z.B. Betriebsrat,

Betriebsärztlicher Dienst, Interne

Psychosoziale Servicestelle).

Oft ist es hilfreich, die mobben -

de(n) Person(en) direkt darauf anzusprechen,

dass Schritte gegen

das Mobbing gesetzt werden.

Wenn eine konstruktive Bearbeitung

auf persönlicher Ebene nicht

mehr möglich erscheint, kann auch

ein Bericht an die Personalabteilung

ein geeigneter Schritt sein.

Unterstützung durch die

KAGes

Die KAGes bietet verschiedene

Unterstützungsmöglichkeiten an:

Coaching und Beratung für Führungskräfte

und Mitarbeiter, Supervision

für Teams und Einzelpersonen,

Mediation bei schwierigen

Konflikten sowie verschiedene

Personalentwicklungsangebote

(z.B. Teamentwicklungsmaßnahmen).

Der nun herausgegebene Mobbing-Folder

der internen psychosozialen

Servicestelle (IPS) kann

auf der Intranetseite der OE PE-

Services heruntergeladen oder

telefonisch bei der OE PE-Sevices

angefordert werden: (0316/340-

5254 oder 5571). Unter dieser

Nummer können Sie auch einen

Termin für eine vertrauliche Beratung

bei Dr. Werner Walisch, dem

Ansprechpartner der IPS, vereinbaren.

n

Dr. Werner Walisch,

KAGes-Services/PE-Services

Mobbing-Folder

der IPS

Nachdem im Vorjahr bereits

ein Folder zum Thema Burnout

erschienen ist, wurde von der

IPS der OE KAGes-Services/

PE-Services nun auch ein

Mobbing-Folder herausgegeben.

Darin wird beschrieben,

wodurch sich Mobbing auszeichnet

und was man dagegen

unternehmen kann.

Führen durch Vorbild

Wir laden Sie ein, aus Ihrer persönlichen Sicht, Ihre Erfahrungen und Erlebnisse zum Thema „Führen durch Vorbild“

zu beschreiben: wie Sie als Mitarbeiter erfolgreiche Führungskräfte erleben, was für Sie vorbildhaftes Führen

ausmacht oder wie Patienten- und Mitarbeiterorientierung vermittelt wird. Wir werden darüber gerne in der Mitarbeiterzeitschrift

G’sund berichten, um ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen oder zu vertiefen.

März 2011

Menschen helfen Menschen


Personalentwicklung

13

Nachwuchs wird gefördert

„Aktiverer“ Weg bei der Lehrlingsausbildung im LKH Bad Radkersburg

Seit September 2009 geht das

LKH Bad Radkersburg einen

neuen Weg in der Ausbildung für

Bürokaufmann/Bürokauffrau-Lehrlinge.

Bisher erfolgte die Lehrlingsausbildung

über Zusehen und Mitarbeiten

in allen Referaten des

Verwaltungsbereiches, jetzt soll

ein „aktiverer Weg“ eigeschlagen

werden. Das bedeutet, dass die

Lehrlinge selbstständig und unter

Aufsicht eines Ausbildungskoordinators,

der sie über die gesamte

Lehrzeit begleitet, ihre eigene Ausbildungsmappe

erarbeiten. Dabei

werden die im Vorfeld erklärten

und in der Praxis gezeigten Inhalte

am PC erfasst, Termine im Outlook

verwaltet, usw. Durch ein gegenseitiges

Feedback wird transparent,

ob der Lehrling alles verstanden

bzw. der Ausbildner sich verständlich

ausgedrückt hat. Auf

diese Weise füllt sich die Mappe,

ergänzt durch Berufsschulunterlagen

und gesetzlich relevante Richtlinien.

Ein weiterer wichtiger Teil

der Ausbildung sind Themen wie

Sicherheit, Qualitätsmanagement

und medizinische Befundschreiben,

zusätzlich werden auch Einblicke

in „nicht verwaltungsnahe

Bereiche“ sowie Praktika im Bereich

EDV, Technik und Küche ermöglicht.

Lehrlinge von heute sind unser

Image von morgen. Mit diesem Vorgehen

wird die Eigenverantwortlichkeit

des Lehrlings gefördert,

modernes Büromanagement in die

Routine übergeführt und ein übersichtlich

gestaltetes Nachschlagewerk

angefertigt.

n

Silvia Brunner,

LKH Bad Radkersburg

Lehrling Kerstin Hirtl profitiert von dem neuen Weg der Lehrlingsausbildung.

Foto: LKH Bad Radkersburg

Auch spät abends und

am Wochenende für Sie geöffnet!

SPAR am Flughafen Graz:

Einkaufen zu Supermarkt-

Preisen und 30 Minuten

GRATIS parken!

Montag - Freitag Samstag Sonntag

6 x in Graz & Graz-Umgebung

Ragnitzstraße 127: SPAR express bei der BP-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

Kärntner Straße 366: SPAR express bei der Turmöl-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

Triester Straße 459: SPAR bei der Hi5-Tankstelle 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr

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Feldkirchen: SPAR am Flughafen Graz 5.30 – 21 Uhr 5.30 – 21 Uhr 5.30 – 21 Uhr

Windorf: SPAR bei der Hi5-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

1 x im Bezirk Weiz

Großpesendorf: YES-Nahversorger 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

1 x im Bezirk Fürstenfeld

Autobahnabfahrt Ilz: SPAR bei Car & Truckstop Rath 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr

1 x im Bezirk Radkersburg

Eichfeld: SPAR-Shop bei Tankstelle/Café Greiner 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

1 x im Bezirk Deutschlandsberg

Wettmanstätten: SPAR bei der Gegg-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

5 x in der Obersteiermark

Leoben: SPAR am Bahnhof 6 – 21 Uhr 6 – 21 Uhr 6 – 21 Uhr

Zeltweg: SPAR bei der M-Rast-Tankstelle 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr

Kapfenberg: SPAR bei der OIL-Tankstelle 5 – 23 Uhr 5 – 23 Uhr 6 – 21 Uhr

Bruck/Mur: Bistro im EUROSPAR 6 – 19 Uhr* 6 – 18 Uhr 6 – 12 Uhr

Bad Aussee: SPAR express bei der BP-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 7 – 21 Uhr

* Freitag 6 – 20 Uhr

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Menschen helfen Menschen

März 2011


14

Personalentwicklung

Die „12 Tibeter“ für den Büroalltag

Förderung von Energieversorgung und Stoffwechsel

Die Übungen helfen fit zu bleiben.

Kurze Muskelanspannungen

wechseln mit Entspannungsphasen.

Dadurch werden

Energieversorgung und Stoffwechsel

gefördert.

Tipps für die Übungen:

• Nehmen Sie sich pro Übung 10

bis 15 Sekunden Zeit.

• Atmen Sie langsam und gleichmäßig

durch.


!

Stehen Sie nach jeder Übung

kurz auf, um sich auszuschütteln.

Tipps für Arbeiten vor

dem Computer

• Abwechslung ist die beste Sitzposition!

Praktizieren Sie im

Büro das „dynamische Sitzen“.

Das heißt: Verändern Sie zweibis

viermal pro Stunde Sitzposition

und Haltung. Nützen Sie

jede Möglichkeit zum Aufstehen.

• Günstig ist eine Sitzposition

bei der Ober- und Unterschenkel

einen rechten Winkel bilden

und die Füße am Boden aufliegen.

Vermeiden Sie ein Hohlkreuz.

• Nutzen Sie im Büro ergonomische

Hilfsmittel wie verstellbare

Rückenlehnen und Sitzflächen

zur Entlastung der Wirbelsäule.

Die Rückenlehne sollte

die Wirbelsäule im Kreuz stützen.

Nutzen Sie die Sitzfläche

vollständig aus.

• Kurze Entspannungsübungen

für Muskulatur und Augen helfen

bei Ermüdung, lösen Verspannungen

und wirken Fehlhaltungen

entgegen. Nehmen

Sie sich zumindest alle zwei

Stunden einige Minuten Zeit

dafür.

• Mehrere kurze Pausen sind

!

besser als wenige lange.

• Die Oberkante des Bildschirms

sollte höchstens in Augenhöhe

sein. Ein zu hoch aufgestellter

Schirm erfordert ein Beugen

des Nackens. Das kann zu Verspannungen

führen. Empfohlener

Sehabstand sind 50 Zentimeter

(etwa eine Armlänge).

Achten Sie auf eine scharfe

Bildschirmeinstellung (Kontrast,

Helligkeit).

• Im Büro ist seitlicher Lichteinfall

oder indirekte Beleuchtung

günstig. Ungünstig ist ein Fenster

im Rücken oder gegenüber

dem Benutzer. Das Licht spiegelt

sich im Schirm oder blendet.

Hier helfen Jalousien und

Vorhänge.

n

Wolfgang Lawatsch, DGT

Abteilung Strategisches

Personalmanagement,

LKH-Univ. Klinikum Graz

1. 2. 3.

1. 1. 2. 2. 3.

3.

4.

4. 5.

5

Die Die Arme Arme über über den den Kopf Kopf strecken.

Die Die Hände Hände hinter hinter dem dem Kopf Kopf verschränken

und und den den Oberkörper über über die

die

Die Die Hände Hände schließen, die

die

ken Handflächen nach nach oben oben drehen drehen und

und Sessellehne nach nach hinten hinten neigen, neigen, dabei

dabei

kräftig kräftig nach nach oben oben drücken.

mit mit den den Ellbogen Ellbogen nach nach hinten hinten ziehen.

ziehen.

3.

3. 4.

4.

5. 6.

7. 7. 8.

8.

Die Arme über den Kopf strecken.

Die Hände hinter dem Kopf verschrän-

Die Hände schließen, die

Mit ken einer und Mit den einer Hand Oberkörper Hand die an gegenseitige

die über gegenseitige

die

Die Handflächen Hände Die Hände hinter nach hinter dem oben dem Kopf

drehen Kopf

und

Sessellehne Schulter Schulter fassen nach fassen und hinten kräftig und neigen, kräftig zur Mitte dabei

zur Mitte

verschränken kräftig und nach den und oben Oberkörper den drücken. Oberkörper

ziehen, mit den ziehen, den Ellbogen Kopf den dabei Kopf nach dabei zur hinten angezogenen

zur ziehen.

angezogenen

ausgiebig ausgiebig zur Seite zur Seite neigen.

neigen.

Schulter Schulter drehen. drehen. Danach Danach die gleiche

die gleiche

Mehrmals Mehrmals die Seiten die Seiten wechseln.

wechseln.

Übung Übung in die in andere die andere Richtung.

Richtung.

5. 5. 6.

6.

7. 8.

9. 9. 10.

10.

Beide Beid

Arm

vorne vorn

stre

und überk

und Die

Die verschr Handf

DieH

zueinande

ausg

verschrän Mehrm

abwechse

mal beuge

mal

9.

11.

11

bei

Mitte dabei

ezogenen

.

ziehen.

gleiche

rschrän-

seitige er die

en, ur ung.

Beide Arme Beide nach

Arme nach

vorne strecken vorne strecken

Beide Arme nach

und überkreuzen.

und überkreuzen.

vorne strecken

Mit Mit einer Mit Hand einer an Hand die die gegenseitige

an die gegenseitige Die Die Handflächen

Die Handflächen

Die und Die Hände überkreuzen.

Die hinter Hände dem hinter Kopf

dem Kopf

Schulter Schulter fassen und fassen kräftig und kräftig zur zur Mitte

zur Mitte zueinander zueinander drehen drehen und die die und Finger

die Finger

verschränken Die verschränken Handflächen und den und Oberkörper

den Oberkörper ziehen, ziehen, den Kopf den dabei Kopf zur dabei zur angezogenen

zur angezogenen verschränken. verschränken. Nun im im Nun Handgelenk

im Handgelenk

ausgiebig zueinander ausgiebig zur zur drehen Seite zur neigen.

und Seite die neigen.

Finger

Schulter Schulter drehen. drehen. Danach Danach die die gleiche

die gleiche abwechselnd abwechselnd nach links nach und links rechts und maximal

Die beugen Beine mal beugen bzw. gestreckt strecken.

bzw. überkreuzen strecken.

und

Die gegenander flache gegenander Hand pressen.

gegen pressen.

abwechselnd nach links und rechts maxi-

Die Hände in Brusthöhe fest

kräftig gegeneinander drücken. Nach dem

die Stirn halten und mit dem

rechts maxi-

Die Die Hände Die in Hände in Brusthöhe in Brusthöhe fest

fest

Mehrmals verschränken. Mehrmals die die Seiten Nun die wechseln. Seiten im Handgelenk wechseln.

Übung in Übung in die die andere in die andere Richtung.

Richtung.

Die mal Die Beine beugen Beine gestreckt bzw. strecken. überkreuzen und

und

Die Die flache gegenander flache Hand Hand gegen

pressen.

gegen

Beinwechsel Die flache Die flache Hand dieselbe Hand gegen Übung gegen den

noch den

einmal.

Die Kopf rechte Die dagegen rechte Hand drücken. Hand gegen gegen die

die

kräftig kräftig gegeneinander drücken. Nach Nach dem

dem die Stirn die Stirn halten halten und und mit dem mit dem

Hinterkopf Hinterkopf halten halten und mit und dem

mit dem

rechte rechte Schläfe Schläfe halten halten und mit und dem

mit dem

Beinwechsel dieselbe Übung Übung noch noch einmal.

einmal.

Kopf Kopf dagegen dagegen drücken.

drücken.

Kopf Kopf dagegen dagegen drücken.

drücken.

Kopf seitwärts Kopf seitwärts dagegen dagegen drücken.

drücken.

9. 9. 10.

10. 11.

11. 12.

12.

11.

12.

Die

Hinter

Die Ko Kli

Schläf

S

seit

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dem

n.

ie

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cken.

Quelle: www.svp.at

Die Die flache Die Hand flache gegen Hand den gegen den

Hinterkopf Hinterkopf halten und halten mit mit und dem

mit dem

Kopf Die dagegen linke Kopf dagegen Hand drücken.

gegen drücken.

die linke

Schläfe halten und mit dem Kopf

seitwärts dagegen drücken.

Die Die rechte Die Hand rechte gegen Hand die gegen die die

rechte Schläfe rechte Schläfe halten und halten mit mit und dem

mit dem

Kopf Mit seitwärts gestreckten Kopf seitwärts dagegen Armen dagegen drücken.

möglichst

drücken.

nach unten beugen, dabei die Beine

grätschen und kräftig strecken.

Die Die linke Die Hand linke gegen Hand die gegen die linke

die linke

Schläfe Schläfe halten und halten mit mit und dem mit Kopf

dem Kopf

seitwärts seitwärts dagegen dagegen drücken.

drücken.

Mit Mit gestreckten Mit gestreckten Armen möglichst Armen möglichst

nach unten nach beugen, unten beugen, dabei die dabei die Beine

die Beine

grätschen grätschen und kräftig und kräftig strecken.

strecken.

März 2011

Menschen helfen Menschen


Personalentwicklung

15

Foto: G. Wolf

Welche Projektphasen gibt es?

Projektmanagement – leicht gemacht

Projekt initiieren,

planen

• Idee/Auslöser

• Initiativantrag

• Entscheidung über

Weiterverfolgung

• Projektvereinbarung

• Projektbeauftragung

1. Phase – Projekt

initiieren/planen

Auslöser für ein Projekt können

Ergebnisse aus verschiedensten

Kontroll- und Verbesserungsinstrumenten

(z. B. Interne Revision,

Rechnungshof, EFQM-Selbstbewertung,

Befragungsergebnisse,

Risikomanagement, etc.), Vorgaben,

Ziele, Strategien oder noch

nicht genauer definierte Ideen

sein. Erste Überlegungen sind in

Form eines (Initiativ-) Antrages

aufzubereiten. Der Umfang der

schriftlichen Ausformulierung

ist abhängig von der Größe des

Projektes (KAGes-Definition:

Maßnahmen ohne Projektorganisation,

Kleinprojekt, Projekt,

Programm siehe dazu auch

RL 0010.0925 – Projektmanagement

Empfehlungen). Grundsätzlich

gilt: „Je größer das

Projekt, umso umfassender und

konkreter sollten auch die Überlegungen

in dieser frühen Phase

sein“.

Zumindest sollte der Antrag folgende

Inhalte umfassen:

• Titel des Projektes

• Ausgangssituation

• Ziel

• Projektleitung

• Voraussichtlicher Start

• Voraussichtliches Ende

und auch grobe Überlegungen zu

den folgenden Themen aufweisen:

• Evaluierungskriterien

Projekt abwickeln,

steuern

• Arbeitspakete

umsetzen

• Projektcontrolling

(Fortschrittsberichte,

Monitoring mehrerer

Projekte)

• Projektmitarbeiter

• Ressourcen (finanziell, personell,

Sachaufwand)

• Arbeitspakete (Zeitplan)

Die im Antrag enthaltenen Formulierungen

und Kalkulationen

stellen erste Annahmen dar und

werden im Zuge der Erstellung

der Projektvereinbarung detailliert

geplant. Dieser Antrag ist

für den Auftraggeber eine wichtige

Informationsquelle, um eine

Entscheidung über die Weiterverfolgung

des Projektes treffen zu

können.

Die Schriftform auch in dieser

frühen Projektphase hilft allen

Beteiligten ein gemeinsames

Verständnis der Inhalte, des Umfangs

und der Zielsetzung eines

Projektes zu gewinnen und valide

Entscheidungen treffen zu können.

Wichtige Fragestellungen/Kriterien

im Entscheidungsfindungsprozess

sind u. a.:

• Welche KAGes-Unternehmensziele

werden durch das Projekt

unterstützt?

• Stehen ausreichend personelle,

als auch finanzielle Ressourcen

zur Verfügung?

• Risiken

• Kosten-Nutzen-Abschätzung

• Dauer des Projektes

Entsprechend Umfang und Zielsetzung

des Projektes ist eine

Detailplanung vorzunehmen und

in einer Projektvereinbarung (RL

Projekt abschließen,

evaluieren

• Evaluation des

Zielerreichungsgrades

(Projekterfolg)

• Abschlussbericht

• Dokumentation,

Archivierung

0010.0909 – Projektmanagement

Projektvereinbarung) festzuhalten.

In dieser ersten Phase stehen unterschiedlichste

Projektmanagementmethoden

zur Verfügung,

welche die Planung unterstützen

(z. B. Stakeholderanalyse, Projektkontextanalyse,

Projektressourcenplan,

Projektkostenplan,

Arbeitspaketspezifikation, Risikoanalyse,

etc.).

Wurde die Vereinbarung von den

Entscheidungsträgern unterfertigt,

steht einem Projektstart

nichts mehr im Weg.

2. Phase: Projekt

abwickeln/steuern

Die definierten Arbeitspakete

werden abgearbeitet. Der Projektleiter

ist dafür verantwortlich,

die Abwicklung zu koordinieren,

dem Auftraggeber in

regelmäßigen Abständen über

den Projektfortschritt zu berichten

und falls erforderlich auf Abweichungen

hinzuweisen bzw. in

Abstimmung mit dem Auftraggeber

auf diese zu reagieren. Falls

erforderlich ist eine Anpassung

der Projektvereinbarung vorzunehmen.

3. Phase: Projekt

abschließen/evaluieren

Ist das Projekt abgeschlossen,

ist der Erfolg des Projektes im

Hinblick auf die Zielerreichung

auf Basis der in der Projektvereinbarung

definierten Evaluierungskriterien

zu evaluieren und

ein Abschlussbericht zu erstellen.

Der Umfang und die Inhalte

des Berichtes sind wiederum

von der Größe des Projektes

abhängig. Der Projektleiter hat

dafür zu sorgen, dass alle wichtigen

Unterlagen systematisch

geordnet vorliegen und archiviert

werden.

Der gesamte Prozess der Projektabwicklung

wird auch durch

das EDV-Tool „Antrags- und Vorhabensmanagement“

(AVM) unterstützt

und kann bzw. muss für

vorstandspflichtige Projekte in

der KAGes (siehe RL 1014.5281

– Verpflichtend zu erfassende Initiativen

und Vorhaben) mit diesem

Tool abgewickelt werden.

Für alle Fragen rund um den

Prozess „Projekte/Vorhaben

initiieren, abwickeln und steuern“

stehen in der OE Strategie,

Innovation und Beteiligungen

(SIB) Mag. Sylvia Bredenfeldt

als Prozessverantwortliche (Tel.:

0316/340-5533, E-Mail: sylvia.

bredenfeldt@kages.at) und Mag.

Marianne Raiger (Tel.: 0316/340-

5570, E-Mail: marianne.raiger@

kages.at) als Ansprechpartnerinnen

zur Verfügung. n

Weitere

Informationen

• Schulungstermine der EDV-

Tools Antrags- und Vorhabensmanagement

(AVM)

werden auf Wunsch auch in

den LKH angeboten (Kontakt:

Sekretariat der OE SIB, Tel.

0316/340-5751 oder -5272,

E-Mail: sib@kages.at).

• Systemeinstieg AVM: SIB-

Homepage (intra.kages.at/

sib) –> Antragsmanagement

/ Vorhabensmanagement

Menschen helfen Menschen

März 2011


16

Personalentwicklung

Gut besuchter BGF-Informationstag

LSF Graz und LKH Weiz als erfahrene Ratgeber

Foto: LKH Weiz

Die „KAGes-Vertreter“ informierten Interessierte und gaben zahlreiche

Ratschläge aus der Praxis.

Im November 2010 fand ein Informationstag

der Wirtschaftskammer

Steiermark zum Thema

BGF und dem Steirischen Gesundheitspreis

„Fit im Job“ statt.

Neben Experten der AUVA, der

GKK und des Landes Steiermark

zählten zu den geladenen Fachleuten

unter anderem auch die

AK, Fördereinrichtungen sowie

die LSF Graz und das LKH Weiz.

Im Fokus stand die Weitergabe

Literaturtipps

von Erfahrungen und praktischen

Aspekten auf Basis bereits implementierter

BGF-Projekte. Die

Zielgruppe waren Klein- und

Kleinstunternehmen, welche die

Integration von BGF anstreben

bzw. sich beraten lassen wollten.

Das Programm wurde durch spezifische

Fachvorträge abgerundet.

Die „KAGes-Vertreter“ waren

mit einem eigenen Stand präsent

und die BGF-Experten Reisinger,

Landauf sowie Wonisch

uvm. gaben Interessierten nützliche

Tipps.

Preisgekrönte Projekte

in der LSF Graz und im

LKH Weiz

Die Erfolge sprechen für sich. Bereits

2007 erhielt das LKH Weiz

für das große BGF-Projekt „Rundherum

Gxund“ den Steirischen

Gesundheitspreis „Fit im Job“,

Kategorie Gold. Auch die LSF

Graz ging in den letzten Jahren

mehrfach als Preisträger hervor

und erntete mit dem Projekt „Wir

schau‘n auf uns, PSY 2 dabei“

großes Lob und Anerkennung.

BGF als integrierter Managementbestandteil

Im LKH Weiz und in der LSF Graz

bemüht man sich um kontinuierliche

Förderung von BGF – es

werden unterschiedlichste gesundheitsfördernde

Aktivitäten

gesetzt. In der LSF Graz stehen

vor allem die Gebiete Ernährung,

Bewegung, Mobbing und mentales

Training im Mittelpunkt. Auch

zahlreiche Maßnahmen wie Supervision

und Kommunikationstrainings

zählen zum laufenden

Angebot.

Im LKH Weiz wird beispielsweise

Kinästhetik im Pflegebereich angeboten.Die

hauseigene Gxund-

Servicestelle unterstützt und berät

physisch und psychisch belastete

Mitarbeiter. Derzeit werden

Projekte zur Verbesserung der

Arbeitsbedingungen verwirklicht

– z. B. „Effizienteres Informationsmanagement“.

BGF wird als wesentlicher Bestandteil

der Unternehmensführung

gesehen und resultiert in einer

Win-Win-Situation! Sie trägt

zur Ganzheit des Unternehmens

bei - BGF lohnt sich! n

Anstaltsleitung LKH Weiz,

PDir. Susanna Reisinger, MAS,

LKH Weiz

Gesunde Gelenke

Hilfe bei Knorpelschäden &

Arthrosen

Priv.-Doz. Dr. Ronald Dorotka

Verlagshaus der Ärzte,

2. Auflage 2011

Euro 14,90

Es gibt kaum jemanden, der nicht

irgendwann über Beschwerden

im Kniegelenk klagt. Dieser Ratgeber

zeigt, warum es zu Veränderungen

in unseren Gelenken

kommt, wie man sie erkennt

und welche Behandlungsformen

auf dem schnellsten Weg zur

Schmerzfreiheit führen.

Richtig bewegen

im Alter

Ein orthopädischer Ratgeber für

Senioren

Univ. Prof. Dr. Hans Tilscher,

Elena Wattrodt-Eckardt

Wilhelm Maudrich Verlag, 2010

Euro 19,90

Der Orthopäde Univ.-Prof. Dr. Tilscher

und die Physiotherapeutin

Wattrodt-Eckardt analysieren

Beschwerden des Bewegungsapparates

und erklären, was

man gegen diese tun kann. Sie

zeigen mit Hilfe von Fotos spezielle

Übungen für Senioren, geben

Ratschläge zur Vereinfachung des

Alltags etc.

Abenteuer Change

Management

Handfeste Tipps aus der Praxis

für alle, die etwas bewegen

wollen

Höfler, Bodingbauer, Dolleschall,

Schwarenthorer u.a.

Frankfurter Allgemeine Buch,

2010, Euro 25,50

Veränderungen sind allgegenwärtig

und damit auch die Probleme

und Besonderheiten. „Abenteuer

Change Management“ zeigt mit

Geschichten, Modellen und Erfahrungsberichten

von Managern

konkrete Tipps aus der Praxis –

mit Illustrationen von M. Unterleitner

humorvoll übersetzt – zum

Gelingen von Veränderungsvorhaben

auf.

Konfliktmanagement

im Unternehmen

Stefan Proksch

Springer Verlag, 2010

Euro 39,95

Das Buch stellt anhand zahlreicher

Praxisbeispiele dar, wie

Konflikte in Unternehmen traditionell

gehandhabt werden und

welche komplementären Formen

der Konfliktbearbeitung es gibt.

Innovative Methoden und deren

Einsatzmöglichkeit werden

nachvollziehbar dargestellt. Mediation

wird dabei wirkungsvoll

ins Zentrum der Betrachtung

gestellt.

Korruption und Amtsmissbrauch

Grundlagen, Definitionen und

Beispiele

E. Fuchs/R. Jerabek

Manz Verlag 2010

Euro 26,00

Bereits in der 3. Auflage und

topaktuell die aktuellsten

Änderungen des Korruptionsstrafrechtes

berücksichtigend

werden praxisrelevante Informationen

vermittelt. Neben dem

rechtlichen Hintergrund schärfen

vor allem die Fallbeispiele das

Wissen und das Bewusstsein.

März 2011

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Personalentwicklung

17

Führungskräftetagung

Bad Radkersburg 2011

Zwei Tage lang wurde an der Zukunft

der KAGes gearbeitet

Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Thomas Jozseffi mit der Moderatorin

Doris Rudlof-Garreis.

Führungskräftetagung

der

KAGes – das heißt nicht mehr,

aber vor allem nicht weniger, als,

dass sich die Führungskräfte des

größten steirischen Unternehmens

zwei Tage zusammensetzen

um festzulegen, welchen

Kurs der „Riesentanker“ Stmk.

Krankenanstaltenges.m.b.H. im

kommenden Jahr steuert. Naturgemäß

ist dabei der Auftritt der

Eigentümervertretung, seit

Herbst LR Kristina Edlinger-Ploder

ein Höhepunkt, geht es doch

dabei um die Vorgaben des Landes

und ihre Aufträge an die

16.500 Mitarbeiter an den 24

Standorten.

Zwar war zum Zeitpunkt der Tagung

am 10. und 11. Februar der

neue Regionale Strukturplan Gesundheit

für die Steiermark noch

nicht fertig gestellt, LR Edlinger

– Ploder stellte aber unmissverständlich

klar, dass man sich von

Landesseite deutliche Veränderungen

vorgenommen habe wo

notwendig „und wer da nicht mitzieht,

ist eben nicht mehr dabei.“

Auch die Statements von Aufsichtsratsvorsitzendem

Dr. Peter

Riedler und Vorstandsvorsitzendem

Dipl.-Ing. Dr. Werner Leodolter

wiesen eindeutig in dieselbe

Richtung, dass gerade das größte

Gesundheitsunternehmen der

Steiermark sich selbstverständlich

ständig weiterentwickeln

und damit verändern müsse.

Aber auch die laufende Arbeit

kam nicht zu kurz: So widmete

sich Medizinvorständin a.o. Univ.-

Prof. Dr. Petra Kohlberger dem

Thema „Ergebnisqualität“ und

Finanzvorstand Dipl.-KHBW Ernst

Fartek den Themen „Wirtschaftliche

Rahmenbedingungen“ und

„Nachhaltigkeit im Spitalsbau“.

Dem folgten weitere Schwerpunkte

wie „Patient – Blood –

Management“ und „Benchmark

beim Blutverbrauch“, aber auch

energische Denkanstöße zu „Mut

zur innovativen Führung“ und zum

„Führen in Krisensituationen“

sowie Kabarettistisches aus dem

ärztlichen Alltag unter dem Titel

„Ärztlich willkommen“. n

Reinhard Marczik,

KAGes-Management/Unternehmenskommunikation

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Peter Riedler.

Fotos: www.fotospass.at

Medizinvorständin a. o. Univ.-Prof.

Dr. Petra Kohlberger, MSc.

Finanzvorstand Dipl.-KHBW Ernst

Fartek, MBA.

Landesrätin Mag. Kristina

Edlinger-Ploder.

Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing.

Dr. Werner Leodolter.

Menschen helfen Menschen

März 2011


18

Personalentwicklung

Foto: Med Uni Graz

Aktuelle Termine

10. QM-Führungskräfte klausur

28. September 2011

Seifenfabrik, Graz

Neue Universitätslehrgänge

Sonderausbildung in der Pflege bei Nierenersatztherapie“

heißt der neue gemeinsame

Universitätslehrgang von KAGes

und Med Uni Graz, welcher im kommenden

Semester (SS 2011) startet. Die Absolventen

erhalten den Titel „Akademischer Experte/

Akademische Expertin“. Für jenes Pflegepersonal,

welches die Sonderausbildung bereits

gemacht hat, gibt es eine Upgrade-Möglichkeit,

zu der eine Anmeldung in jedem Semester

möglich ist.

Ebenfalls neu ist der Masterlehrgang „Angewandte

Ernährungsmedizin“ für Diätologen

und Ärzte, der von der Med Uni Graz gemeinsam

mit der FH JOANNEUM angeboten wird.

Im Mai 2011 starten erneut die Universitätslehrgänge

„Klinischer Prüfarzt/Klinische

Prüfärztin“ und „Clinical Trial Specialist“.

Anmeldungen dafür werden noch bis

31.03.2011 entgegen genommen. Nutzen Sie

die Gelegenheit, sich bereits jetzt über die im

Herbst startenden Universitätslehrgänge zu

informieren bzw. anzumelden. n

Alle Universitätslehrgängen finden Sie unter:

www.medunigraz.at/ulg

In aller kürze

Auszeichnungen, Anerkennungen

und Preise

Ao. Univ.-Prof. Dr.

Wolfgang Domej,

von der klinischen

Abteilung für Lungenkrankheiten

der Grazer

Universitätsklinik

für Innere Medizin,

ist neuer Präsident der Österreichischen

Gesellschaft für Alpin- und Höhenmedizin

(ÖGAHM). Schwerpunkte der ÖGAHM sind

Hypoxie- und Höhenmedizinische Forschung

sowie alpinmedizinische Ausbildung. Mit

1.600 Mitgliedern ist sie die weltweit größte

einschlägige Fachgesellschaft auf diesem

Gebiet.

n

Univ.-Prof. Dr. Gerhard

Friedrich wurde

auf der diesjährigen

Jahrestagung der Spanischen

Gesellschaft

für Hals-, Nasen- und

Ohrenheilkunde, Kopf-

und Halschirurgie zum korrespondierenden

Mitglied ernannt. Weiters wurde er von der

Gesellschaft Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde,

Kopf- und Halschirurgie Hong Kong

als „Storz Visiting Professor“ eingeladen und

in das Herausgebergremium des Journals of

Voice (USA) aufgenommen.

n

Univ.-Prof. Dr. Werner

Linkesch, Leiter der

Klinischen Abteilung

für Hämatologie an der

Grazer Univ.-Klinik für

Innere Medizin, erhielt

Ende 2010 das silberne

Ehrenzeichen des Landes Wien. Eine ungewöhnliche,

weil rare Auszeichnung für einen

Grazer Professor. Die Anerkennung steht für

seine wissenschaftlichen Verdienste und

dafür, dass er 2010 den bedeutendsten und

größten europäischen Stammzelltransplantationskongress

nach Österreich geholt hat.

Aufgrund der Größe des EBMT-Kongresses

(Meeting of the European Group for Blood

and Marrow Transplantation) – rund 4.000

Teilnehmer aus 71 Ländern – wurde der Kongress

in Wien abgehalten.

n

Foto: Domej

Foto: Friedrich

Foto: Linkesch

Neue Führungskräfte

Prim. Dr. Gerald

Fugger, zuletzt stellvertretender

Ärztlicher

Direktor am LKH

Stolzalpe, wurde mit

Wirkung vom 1. Jänner

2011 interimistisch

zum Ärztlichen Direktor bestellt.

OA Dr. Michael Jagoditsch,

zuletzt bei den

Barmherzigen Brüdern

in St. Veit an der Glan,

wurde mit Wirkung

vom 1. Februar 2011

zum Primararzt an der

Abteilung für Chirurgie am LKH Judenburg-

Knittelfeld bestellt.

n

Mag. Dr. Marlene

Klingspiegl wurde mit

Wirkung vom 1. Jänner

2011 zur Leiterin des

Bereichsmanagement 1,

das insgesamt acht Universitätskliniken

verwaltet,

am LKH-Univ. Klinikum Graz bestellt.

Prim. Dr. Wolfgang Rainer,

zuletzt stellvertretender

Ärztlicher Direktor

am LKH Judenburg,

wurde mit Wirkung vom

1. Jänner 2011 interimistisch

zum Ärztlichen

Direktor des Spitalsverbund Landeskrankenhaus

Judenburg-Knittelfeld bestellt. n

DGKP Elisabeth

Stock, zuletzt stellvertretende

Pflegedirektorin

am LKH Hörgas-

Enzenbach, wurde mit

Wirkung vom 1. Februar

2011 interimistisch

zur Pflegedirektorin bestellt.

Prim. Dr. Gerhard

Zischka, zuletzt stellvertretender

Ärztlicher

Direktor am LKH Weiz,

wurde mit Wirkung

vom 1. Jänner 2011 interimistisch

zum Ärztlichen

Direktor bestellt.

Foto: KAGes

Foto: Jagoditsch

Foto: W. Stieber/LKH-Univ. Klinikum Graz

Foto: W. Rainer

Foto: KAGes

Foto: www.mediendienst.com/Sissi Furgler

n

n

n

n

März 2011

Menschen helfen Menschen


Personalentwicklung

19

Führungskräfteverabschiedung

Eine bereits langjährige und

gute Tradition wurde fortgesetzt.

Bei einem gemeinsamen

Essen würdigte der KAGes-Vorstand

verdienstvolle, in Pension

gegangene Führungskräfte der

KAGes. Der Dank und die Anerkennung

des Vorstandes galt

diesmal dem Ärztlichen Direktor

Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhard

Graf (LKH Stolzalpe), dem Ärztlichen

Direktor Prim. Univ.-Prof.

Dr. Karl Gruber (LKH Weiz), dem Ärztlichen Direktor Prim. Univ.-Doz. Dr. Heinz Stadler (LKH

Judenburg-Knittelfeld) und dem Leiter der OE Unternehmenskommunikation Hofrat Dr. Reinhard

Sudy.

n

Studienzentrum des Jahres

Aus über 25 Zentren wurde

das Studienzentrum der Grazer

Univ.-Klinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe von der AGO-

Studienzentrale Austria zum

Zentrum des Jahres ernannt.

Die AGO (Arbeitsgemeinschaft

für Gynäkologische Onkologie)

ist eine der aktivsten medizinischen

Studiengruppen Österreichs

mit einer Vielzahl an

Prüfärzten. Sie ist international anerkannt und hat in den 10 Jahren ihres Bestehens durch

maßgebliche Studien und Publikationen einen international anerkannten Beitrag zur Krebsforschung

im Bereich der Frauenheilkunde geleistet. Die Auszeichnung für die Klinik mit ihrem

Schwerpunkt konservative gynäkologische Onkologie basiert auf der überdurchschnittlichen

Datenqualität der klinischen Studien und der höchsten Beteiligung von Patientinnen bei den

einzelnen Studien. Die Studien, welche im Rahmen der internationalen GCIG (Gynecologic Cancer

Intergroup) durchgeführt wurden, befassten sich hauptsächlich mit den Themen Eierstock-,

Gebärmutterhals- und Gebärmutterkörperkrebs. Im Dezember 2010 wurde die Auszeichnung

dem Team der AGO-Studienzentrale feierlich überreicht.

n

Josef Pesserl bleibt Obmann der STGKK

Foto: LKH-Univ. Klinikum Graz Foto: KAGes/Pachernegg

Josef Pesserl, steirischer Landessekretär

der Gewerkschaft

PRO-GE, bleibt für weitere fünf

Jahre Obmann des größten steirischen

Sozialversicherungsträgers.

Der Vorstand der STGKK

hatte ihn Mitte Jänner einstimmig

wiedergewählt. Ebenfalls

einstimmig verlief die Wahl der

beiden Stellvertreter Pesserls.

1. Obmann-Stv. Ing. Thomas Gebell, Generaldirektorin Mag.

Andrea Hirschenberger, Obmann Josef Pesserl, 2. Obmann-

Erster Obmann-Stellvertreter

Stv. Ing. Alfred Reidlinger (von links).

wird Ing. Thomas Gebell, Ing. Alfred Reidlinger bleibt zweiter Obmann-Stellvertreter. n

Foto: STGKK/Sborsil

Das ausgezeichnete Team der AGO-Studienzentrale mit DGKS

Andrea Renate Lugert, Univ.-Prof. Dr. Edgar Petru, Dr. Angelika

Lanz-Veit und Klinikvorstand Univ.-Prof. Dr. Uwe Lang.

steuertipps

MMag. Gerhard Hubner

Mag. Martin Allitsch

sonderklassegebühren

sonderklassegebühren – eine klarstellung

aus aktuellem anlass

In den letzen Jahren gab es bereits einige Änderungen

in der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen

Behandlung der Sonderklassegebühren.

Verwirrung stiften derzeit die rückwirkenden

Änderungen der abgabenrechtlichen

Behandlung in anderen Bundesländern (Oberösterreich).

Hier werden rückwirkend ab 1.1.2010

Sonderklassegebühren als Einkünfte aus selbstständiger

Arbeit behandelt, für welche die Abgabe

einer Steuererklärung beim Finanzamt

erforderlich ist. Das erfolgt unabhängig davon,

wer – sowohl Primararzt, Assistenzarzt als auch

Sekundar­ und Turnusarzt – diese bezieht. Damit

unterliegen diese Einkünfte auch nicht mehr der

allgemeinen Sozialversicherung (ASVG) sondern

der Sozialversicherung für Selbstständige

(FSVG). Meldungen beim zuständigen Finanzamt

und der Sozialversicherung durch die Ärzte persönlich

sind erforderlich; Einkommensteuer und

Sozialversicherung sind gegebenenfalls vom

betroffenen Arzt zu entrichten und werden nicht

mehr von der Krankenanstalt einbehalten und

abgeführt.

behandlung von sonderklassegebühren

in der steiermark

Dies gilt jedoch NICHT für die Steiermark.

Für Bedienstete der KAGes hebt diese die Sonderklassegebühren

im eigenen Namen ein und

leitet diese an den Arzt weiter. Hier handelt es

sich weiterhin um Einkünfte aus nichtselbstständiger

Arbeit, die der Lohnsteuer und der Sozialversicherung

nach dem ASVG unterliegen.

Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge

werden von der Krankenanstalt einbehalten

und abgeführt. Der betroffene Arzt muss keine

Meldungen beim Finanzamt oder dem Sozialversicherungsträger

vornehmen!

Für Ärzte im Bundesdienst sind Sonderklassegebühren

wie bisher zwar Einkünfte aus nichtselbstständiger

Arbeit, diese unterliegen allerdings

nicht dem laufenden Lohnsteuerabzug. Die

Sonderklassegebühren werden durch Eintrag in

einer eigenen Kennzahl der Steuererklärung der

Einkommensteuer unterworfen.

Hubner & Allitsch SteuerberatungsgmbH & Co KG

A-8010 Graz, Leonhardstr. 104

Tel. 0316/338 338, www.hubner-allitsch.at

Menschen helfen Menschen

März 2011


20

Gesundheit & Forschung

Hybridtechnologien in der invasiven

Behandlung von Gefäßerkrankungen

LKH Bruck a.d. Mur österreichweit führend

Was in der Automotortechnologie

der letzte Schrei

ist, hat sich in der chirurgisch-interventionellen

Behandlung von

Gefäßerkrankungen österreichund

europaweit etabliert.

In Österreich ist das Gefäßzentrum

am LKH Bruck a. d. Mur diesbezüglich

seit Jahren führend.

Unter Hybridtechnologien bzw.

„kombinierten Eingriffen“ versteht

man bei der invasiven Behandlung

von Gefäßerkrankungen das

gleichzeitige Eingreifen des gefäßchirurgischen

und des radiologisch-interventionellen

Teams in

einer Operationssitzung.

Voraussetzung dafür ist die Integration

einer modernen digitalen

Angiographieanlage in einen

sogenannten DSA-OP, wie er am

LKH Bruck a. d. Mur seit 5 Jahren

zur Verfügung steht. Die interdisziplinäre

Zusammenarbeit ist

dabei genauso wichtig wie die

funktionierende Technik.

Behandlungstechnik

Der Gefäßpatient wird vom gefäßchirurgischen

Team einer gängigen

offenen Operation unterzogen. Danach

tritt das interventionell-radiologische

Team in Aktion und saniert

das erkrankte Gefäßsegment. Ist

auch dieser Teil erfolgreich durchgeführt,

wird die Punktionsstelle

am Gefäß und die Operationswunde

selbst von den Gefäßchirurgen

verschlossen und der Patient

in den Aufwach- bzw. Überwachungsbereich

transferiert.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit und funktionierende Technik machen

es möglich.

Einsatzbereich

Kombinierte Eingriffe kommen

in erster Linie dann zum Einsatz,

wenn ein Gefäßpatient

sowohl eine offene chirurgische

Sanierung eines erkrankten Gefäßabschnittes,

als auch eine

minimal invasive, endoluminale

Behandlung eines meist peripher

gelegenen Gefäßsegmentes benötigt.

Bisher wurden diese Eingriffe

– z.B. offene chirurgische

Sanierung von Leistenarterieneinengung

bzw. -verschluss und

endoluminale Versorgung bei

gleichzeitiger Kniearterienverengung

bzw. -verschluss in Form einer

PTA (Ballonaufdehnung) – in

zwei getrennten Operations- bzw.

Interventionssitzungen durchgeführt.

Mit der neuen Technik ist

dies in einer Sitzung möglich.

Damit kann nicht nur eine Reduktion

der Eingriffszahlen erreicht

werden, bestimmte Behandlungskonzepte

sind überhaupt

erst durch Hybridtechniken möglich,

z.B. die geschlossene endoluminale

Sanierung von Aortenaneurysmen

mittels Stentgrafts,

bei denen wegen der großen Einführsysteme

die Leistenarterien

durch die Gefäßchirurgen freigelegt

werden müssen.

Ein weiteres Beispiel für den gezielten

Einsatz von Hybrideingriffen

ist die Dialyseshuntthrombektomie

und Angiographie sowie

allfällige Aufdehnung von Thrombose

verursachenden Verengungen

und Verschlüssen in einer

Sitzung. Würde dies zeitlich getrennt

durchgeführt werden müssen

(z.B. einen oder mehrere Tage

später), könnte der Dialyseshunt

bereits neuerlich aufgrund fehlender

Ursachenbehebung verschlossen

sein.

Es ließe sich noch eine Reihe

von sinnvollen Indikationen für

Hybrideingriffe am Gefäßsystem

aufzählen. Insgesamt zielen alle

darauf ab, dem Patienten zusätzliche

Eingriffe zu ersparen bzw.

bestimmte Techniken überhaupt

erst zu ermöglichen.

Zahlen und Fakten

In einem Zeitraum von fünf Jahren

(September 2005 bis September

2010) wurden im LKH Bruck

a. d. Mur 278 Eingriffe durchgeführt,

im Jahresschnitt 55. Damit

liegt das Gefäßzentrum Bruck

nicht nur KAGes-, sondern österreichweit

(inklusive der drei Universitätskliniken)

im Spitzenfeld

und darf sich als fortschrittlicher

und interdisziplinärer Vorreiter

bezeichnen.

LKH Bruck a.d. Mur, fortschrittlicher

und interdisziplinärer Vorreiter.

Zukunftsweisende

Technik

Hybridtechniken in der Behandlung

von komplexen Krankheitsbildern

finden nicht nur in der

Gefäßmedizin zunehmend Einsatz,

sondern etablieren sich in

allen Bereichen, wo fächerübergreifendes

Spezialwissen und

Know-how gefragt sind. Durch

die Einsparung zumindest eines

Eingriffes sind Hybridtechniken

auch wirtschaftlich zukunftsweisend.

Interdisziplinarität ist für solche

Eingriffe eine notwendige Voraussetzung,

um Patienten im

komplexen Krankenhausgeschehen

optimal und kosteneffizient

zu versorgen

Nicht nur von interventioneller,

sondern auch von diagnostischer

Seite gibt es Neues zu berichten:

Durch die Installation der

neuen 64-Zeilen-Computertomographien

haben sich neben der

schnelleren Bildakquisition neue

Diagnosemöglichkeiten ergeben,

beispielsweise die nichtinvasive

Darstellung der Herzkranzgefäße

(Coronar-CTA) oder die nichtinvasive

Darstellung des Dickdarms

(virtuelle Colonoskopie). n

Prim. Dr. Josef Tauss,

LKH Bruck a.d. Mur

Fotos: LKH Bruck a.d. Mur

März 2011

Menschen helfen Menschen


Wird sich Max in meinem Alter eine

gute Behandlung leisten können?

Wir sorgen weltweit für bessere medizinische Versorgung bei geringeren

Kosten: mit innovativen Technologien und effizienten IT-Lösungen.

Die steigende Lebenserwartung der Menschen hat immer höhere Gesundheitskosten zur Folge. Wir bieten innovative Lösungen

für eine bessere Patientenversorgung vor, während und nach der Behandlung: von hochpräzisen Diagnostiksystemen bis hin

zu Software-Lösungen, die helfen, klinische Arbeitsabläufe zu optimieren. Das senkt Kosten und hilft dem Patienten.

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22

Gesundheit & Forschung

X, O und andere kurze, krumme Beine

Das LKH Stolzalpe ist ein erfahrener Partner

Nicht nur die Therapie, sondern

auch Ursachen für

Beinverkürzung und Beinverkrümmungen

haben sich mit der Zeit

gewandelt, seit konservative und

chirurgische Orthopädie praktiziert

wird. Genauer betrachtet,

sind ganze Krankheitsbilder in

unserer Bevölkerung beinahe völlig

verschwunden, beispielsweise

Floride Fälle von Rachitis, Kinderlähmung

und Gelenktuberkulose.

Wenn gleich man nachdenklich

feststellen muss, dass die Erkrankungen

„anderswo“ immer noch

grassieren.

Abb. 1: Epiphysiodese.

Abb. 2: Liegender TSF während

Verlängerung.

Große Erfahrung am LKH

Stolzalpe

Am LKH Stolzalpe hat die Korrektur

von Beinlängendifferenzen

oder Achsabweichungen eine

Jahrzehntelange Entwicklung

hinter sich. Begonnen hat alles

mit Univ. Prof., Prof. h. c. Prim.

Dr. Reinhard Graf, der mit der

Ilizarovmethode (Ringfixateur)

als einer der ersten in Österreich

das Prinzip der Kallusdistraktion

angewandt hat. Dabei wird der

Knochen durchtrennt (osteotomiert)

und anschließend beide

Enden auseinandergezogen. So

können Beinlängenunterschiede

und Achsabweichungen (X- oder

O-Bein) korrigiert werden.

Ursachen für derartige Abweichungen

können angeboren,

aber auch erworben sein z.B.

nach Knochenbrüchen (posttraumatisch).

Auch Verletzungen der

Wachstumsfugen im Kindesalter

können Störungen des Knochenwachstums

und damit Veränderungen

der Knochenform und der

Beinachse hervorrufen.

Konservative Therapie

Anfänglich kann man durch

Schuhausgleich oder Orthoprothesen

die Beinlängendifferenz

bzw. die Achsabweichung gut

ausgleichen. Nimmt die Deformität

jedoch zu und stört die natürliche

Biomechanik, kommt es zu

Beschwerden und dies stellt den

Zeitpunkt zur Korrektur dar.

Indikationen für eine OP

Die Tatsache, ob noch weiteres

Knochenwachstum zu erwarten

ist, ist für die Planung sehr wichtig,

um das endgültige Ausmaß

der Abweichung zu bestimmen.

Beispielsweise ist im Kindesalter

(Abb. 1) eine Steuerung des

Knochenwachstums durch Blockierung

der Wachstumsfuge

(Epiphysiodese) möglich. So

können X- oder O-Beine sehr gut

korrigiert werden. Auch kann im

Kindesalter eine akute Korrektur

im Sinne einer Osteotomie mit

anschließender Fixierung mittels

Spickdrähten und Gipsruhigstellung

durchgeführt werden.

Handelt es sich jedoch um komplexere

Deformitäten stellt der

externe Fixateur das Mittel der

Wahl dar. Wir verwenden heute

den TSF (Taylor Spatial Frame,

Abb. 2), eine Weiterentwicklung

des Ilizarov-Fixateurs. Dieser

besteht aus 2 Ringen (Frames)

und 6 Stäben (Struts). Dieser

„Käfig“ wird im Knochen verankert

und stabilisiert so die

getrennten Knochenstücke. Es

wird praktisch ein künstlicher

Knochenbruch geschaffen, deren

Enden danach auseinanderbewegt

werden. Dabei dreht

der Patient selbst täglich an den

Stäben nach einem von einem

Computerprogramm vorgegebenem

Drehplan. So kann das Bein

beispielsweise täglich um 1mm

verlängert werden. Aufgrund der

Anordnung der Stäbe können so

neben simplen Verlängerungen

auch Achskorrekturen in allen

3 Ebenen des Raumes durchgeführt

werden. Im Computerprogramm

werden bestimmte Parameter

eingegeben und daraus

ein Drehplan errechnet. Damit

kann die Deformität genauest

korrigiert werden.

Die Methode mittels Ringfixateur

Korrekturen durchzuführen

ist sehr zuverlässig. Jedoch darf

die Länge der Behandlung nicht

unterschätzt werden. Für 5 cm

Längenausgleich benötigt man

ca. 7 Monate Tragedauer des

Fixateurs. Regelmäßige Physiotherapien

sind ebenso unbedingt

notwendig.

Deformitätenkorrektur ist eine

komplexe Aufgabe, die mit dem

Patienten genau besprochen und

exakt geplant werden muss (Abb.

3). Das Ergebnis ist auch sehr von

der Mitarbeit des Patienten abhängig.

Sind diese Tatsachen alle erfüllt,

wird das Ergebnis auch zufriedenstellend

sein. Komplikationen wie

Abb. 3: Präoperative Planung/

Messung.

Infektionen der Weichteile oder

des Knochens, ein nicht Zusammenwachsen

der Knochenenden

(Pseudoarthrose, besonders bei

Rauchern) oder ein Bruch des

verlängerten Knochens ist sehr

selten, aber schwerwiegend. Es

sollte also vor der Operation der

Nutzen und das Risiko immer genau

abgewogen werden. n

Prim. Priv. Doz. Dr. Roman Radl,

Dr. Gert Fuhrmann,

OA. Dr. Milenko Lojpur,

LKH Stolzalpe

Fotos: LKH Stolzalpe

März 2011

Menschen helfen Menschen


Gesundheit & Forschung 23

23 Nationen auf 1300 m Seehöhe

Internationales Revisionschirurgie-Symposium am LKH Stolzalpe

Internationale Experten tauschten Wissen und Erfahrungen aus.

Mitte November 2010 wurde

die Stolzalpe wieder zum

Schauplatz eines internationalen

Symposiums zum Thema Revisionschirurgie.

Als Highlight wurde

eine Operation live in den Konferenzraum

übertragen und die Teilnehmer

diskutierten Lösungsmöglichkeiten

bei schmerzhaften

Knieendoprothesen.

Internationaler Ruf

Das LKH Stolzalpe hat sich durch

die Spezialisierung auf Knieendoprothesen

(KEP)-Probleme

internationales Renommee erworben.

Ca. 200 Patienten aus

ganz Österreich und dem Ausland

werden dort jährlich aufgrund

schmerzhafter KEPs behandelt.

Im Rahmen des internationalen

Symposiums diskutieren Fachleute

Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten

und Folgen dieser

problematischen KEPs sowie

präventive Strategien. Weltweit

steigt die Zahl der KEP-Implantationen

stark. In Österreich werden

derzeit etwa 16.000 KEPs jährlich

durchgeführt.

Fehlschlaganalyse und

Lösungsmöglichkeiten

bei KEPs

Der Ersatz eines abgenützten

Kniegelenks durch eine KEP ist in

Hinblick auf die gesteigerte Lebensqualität

der Patienten eine

der erfolgreichsten Operationen.

Schmerzen sowie ein Verlust der

Gehfähigkeit können häufig verhindert

werden. Trotzdem klagen

ca. 20% der Patienten über

Schmerzen oder Funktionseinbußen.

Etwa 5 % (ca. 800 Patienten

in Österreich) benötigen sogar

eine vorzeitige Wechseloperation

innerhalb der ersten fünf

Jahre. Schlecht funktionierende

KEPs bedeuten eine stark eingeschränkte

Lebensqualität und

einen oft langen Leidensweg.

Eine genaue Fehlschlaganalyse

ist die Voraussetzung für eine

erfolgreiche Behandlung.

„Umso wichtiger ist es, die Erstimplantation

so exakt wie möglich

durchzuführen, damit ein

vorzeitiges Prothesenversagen

möglichst verhindert wird“, betont

OA Martin Pietsch, Leiter

des Knieteams auf der Stolzalpe.

Mit einer Live-OP, die in den

Vortragsaal übertragen wurde,

konnte das Team seine Erfahrungen

mit der Fehlschlaganalyse

und chirurgischen Lösungsmöglichkeiten

bei schmerzhaften

KEPs zeigen und die Ergebnisse

diskutieren. „Mit solchen Veranstaltungen

wird ein internationaler

Wissensaustausch garantiert,

der eine optimale Versorgung

unserer Patienten ermöglicht“,

so Univ.-Prof. Prim. Dr. Reinhard

Graf, Ärztlicher Direktor des LKH

Stolzalpe.

n

Gerlinde Kollau,

LKH Stolzalpe

Foto: LKH Stolzalpe

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Menschen helfen Menschen

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März 2011


24

Gesundheit & Forschung

Ihrer

Gesundheit

zuliebe

Trinken nicht vergessen!

Gehören Sie zu jenen die kaum Durst verspüren?

Der Mensch besteht zu etwa zwei Drittel

aus Wasser. Ohne Nahrung kann man ca.

einen Monat auskommen, ohne Trinken

aber nur etwa fünf Tage. So wird schnell

klar, dass man ausreichend trinken soll.

Der tägliche Flüssigkeitsbedarf beträgt 1,5

bis 2 Liter (ca. 30 ml/kg KG).

Flüssigkeitsmangel

Wasser ist der Hauptbestandteil des Blutes.

Bei Mangel kann es nicht mehr richtig

fließen und der gesamte Körper wird

schlecht versorgt. Verminderte Konzentrationsfähigkeit,

Kopfschmerz, Mundtrockenheit,

Durstgefühl, Übelkeit oder auch

Appetitlosigkeit sind die Folge. Weiters

steigt die Gefahr für Nierensteine, Harnwegsinfekte,

Verstopfung, Austrocknung

von Haut und Schleimhäuten – letzteres

senkt die Abwehr gegen Viren und Bakterien.

Richtig und genug trinken

Günstig sind Leitungswasser, Mineralwasser

und Tees. Stark verdünnt werden sollten

alle Fruchtsäfte. Sirup-Getränke und

Limonaden fördern die Gewichtszunahme,

eine Alternative sind verdünnte kalorienfreie

Light-Getränke.

• Flüssigkeitsmenge über den ganzen Tag

verteilen - so trinken sie mehr

• bei der Arbeit ein Getränk griffbereit halten

• für unterwegs eine gefüllte Wasserflasche

mitnehmen

• Getränkehalter im Auto nutzen

• auch zum Essen in Maßen (1/4l) trinken

Wussten Sie, dass …

• es ein Ammenmärchen ist, dass Kaffee

dem Körper Flüssigkeit entzieht? 2–3

Tassen täglich sind unbedenklich und

können in die Flüssigkeitsbilanz eingerechnet

werden.

• Alkohol wirkt jedoch entwässernd und

entzieht dem Körper Mineralstoffe. Deshalb

ist man nach Alkoholgenuss durstig

und hat Gusto auf eine kräftige Suppe

oder ein Gulasch.

Ihr Ernährungsmedizinischer Dienst,

LKH-Univ. Klinikum Graz

Psychologie im Alter

Gezielte Behandlung und Diagnostik auf der

Remobilisationsstation Mürzzuschlag

Frau N., 92, kommt aufgrund einer Oberschenkel-Fraktur

für 3 Wochen zur Remobilisation

(REM) ins LKH Mürzzuschlag. Sie hat bis jetzt

mit Unterstützung der Tochter selbstständig zu

Hause gelebt. Ein Heimantrag wurde gestellt.

Neben der ärztlichen, pflegerischen, therapeutischen

und sozialarbeiterischen Betreuung

steht allen Patienten der REM-Station

und ihren Angehörigen auch der psychologische

Dienst zur Verfügung.

Dieser umfasst die Routine-Begutachtung

mit Demenz- und Depressionsabklärung. Im

Erstgespräch wird der Bedarf nach psychologischer

Betreuung ermittelt. Das sogenannte

„dritte und vierte Lebensalter“ (60.–74. Lebensjahr

bzw. ab dem 75. Lebensjahr) ist mitunter

durch körperliche Erkrankungen und Einschränkungen,

Verlusterlebnisse sowie Hilfsund

Pflegebedürftigkeit gekennzeichnet.

Psychosoziale Faktoren wie Vereinsamung,

mangelnde soziale Kontakte sowie psychische

Erkrankungen spielen hier eine Rolle.

Mit Gehirnjogging

geistig fit bleiben

Frau N. berichtet im Erstgespräch über zunehmend

belastende Gedächtniseinbußen. Im

Demenzscreening zeigen sich jedoch lediglich

leichte Beeinträchtigungen. Frau N. nimmt in

der Folge an der „Gehirnjogginggruppe“ teil.

Die Gehirnjogginggruppe findet einmal wöchentlich

gemeinsam mit der Ergotherapeutin

Auch computergestütztes Einzeltraining zählt zum Angebot.

statt. Dabei geht es nicht nur um kognitives

Training und Prävention von Gedächtnisstörungen,

sondern auch um die soziale Interaktion

und Aktivierung der Patienten. Zusätzlich

gibt es die Möglichkeit zu einem computergestützten

Einzeltraining.

Bewältigung der neuen Lebenssituation

Im Abschlussgespräch werden mit Frau N. die

Testergebnisse besprochen. Sie berichtet, die

Teilnahme an der Gehirnjogginggruppe habe

ihr weniger Defizite, als vielmehr ihre Fähigkeiten

aufgezeigt. Die gemeinsamen Übungen

machten ihr Spaß und sie sehe einem zukünftigen

Heimaufenthalt nun etwas gelassener

entgegen.

Gerade für ältere Patienten ist es schwierig,

lebenslange Einstellungen und Verhaltensweisen

zu ändern. Ein zentrales Thema in psychologischen

Gesprächen ist deshalb die Bewältigung

von Krankheit und Operationen. Was

bedeutet die Erkrankung für mein Leben? Wie

kann ich verlorene Fähigkeiten durch andere

Ressourcen ausgleichen? Neben der aktuellen

Situation werden auch die Lebensgeschichte

und deren Verarbeitung miteinbezogen. Dabei

gilt es, gut gelungene Krisenbewältigung in der

Vergangenheit ins Gedächtnis zu rufen. n

Mag. Barbara Reicht,

Klinische- und Gesundheits psychologin,

LKH Mürzzuschlag-Mariazell

Foto: LKH Mürzzuschlag

März 2011

Menschen helfen Menschen


Gesundheit & Forschung 25

Schütteln ist lebensgefährlich!

Grazer Präventionskampagne Schütteltrauma

Verletzungen des Zentralnervensystems

(ZNS) führen zur

höchsten Morbidität und Mortalität

bei misshandelten Kindern.

Die größte klinische Bedeutung

aller Verletzungen des frühkindlichen

ZNS hat das Schütteltrauma,

auch shaken baby syndrom (SBS)

genannt. Durch das unkontrollierte

Umherschwingen des Kopfes werden

erhebliche Kräfte freigesetzt,

die gravierende neurologische

Schäden verursachen.

Dr. A.

Huber-Zeyringer,

Dr. E. Sterl

und Dr. E. Fandler.

Foto: Fechter LKH-Univ. Klinikum Graz

Diagnose

Die klinischen Symptome ähneln

jenen anderer Erkrankungen wie

z. B. eines Infekts (u.a. Erbrechen,

Trinkschwierigkeiten, Apathie,

cerebrale Krampfanfälle),

weshalb die Diagnosestellung

oft erschwert wird. Neben einer

guten Sozialanamnese ist eine

Reihe klinischer Untersuchungen

unabdingbar. Die Prognose ist

fatal: Zwei Drittel erleiden neurologische

Folgeschäden in Form

von Entwicklungsstörungen,

schweren Seh-, Hör- und Sprachausfällen

bis hin zu bleibenden

Behinderungen. Die Sterblichkeitsrate

liegt bei 12–27 %.

Häufigkeit

Legt man bisher vorhandene Studienzahlen

auf die österreichische

Population um, so sind in Österreich

jährlich etwa 10–20 Kinder

im ersten Lebensjahr betroffen.

Die Dunkelziffer der Kinder, die

aus Hilflosigkeit, Wut oder Unwissenheit

geschüttelt werden,

dürfte jedoch ungleich höher liegen.

Betroffen sind Kinder aus

allen Gesellschaftsschichten,

wobei festgestellt wurde, dass

sich das Risiko beim Zusammentreffen

mehrerer Belastungsfaktoren

deutlich erhöht.

Risikofaktoren:

• „Schreibabys“

• Ess- und Fütterungsproblematik

• überforderte Betreuungspersonen

• misslungene Beruhigungsversuche

• steigende Verzweiflung/

Versagensgefühle

• Neigung zu Gewalt

und Sucht

• familiäre oder partnerschaftliche

Konflikte

• fehlendes soziales

Netzwerk

• niedriger sozioökonomischer

Status

Daten 1999 – 2009,

Kinder- und Jugendchirurgie

Graz

Im Kinderzentrum des Universitätsklinikums

Graz wurden in

den Jahren 1999–2009 15 Kinder

unter dem ersten Lebensjahr mit

schwerem Schädelhirntrauma an

der kinderchirurgischen Intensivstation

stationär aufgenommen.

Bei 10 von 15 Kindern im durchschnittlichen

Alter von 2,75 Monaten

konnte eine Misshandlung

als Ursache der schweren

Hirnverletzung nachgewiesen

werden. Eines der Kinder hat

die Misshandlung nicht überlebt.

Bei vier Kindern wurden

neurologische Auffälligkeiten

diagnostiziert, drei weitere haben,

soweit beurteilbar, keine

körperlichen Folgeschäden erlitten.

Bei zwei Säuglingen ist

die weitere Entwicklung nicht

bekannt.

Erste österreichische

Informationskampagne

in Graz

Im Juni 2010 präsentierte ein

interdisziplinäres Team aus fünf

Organisationen im Rahmen einer

Pressekonferenz im Grazer

Rathaus die erste österreichische

Präventionskampagne zum

Thema Schütteltrauma.

Das Team stellte Informationsfolder

und Plakate vor, die in Zusammenarbeit

mit dem Amt für

Jugend und Familie der Stadt Graz,

der Wissenschaftlichen Akademie

für Vorsorgemedizin, dem Ludwig-

Folder: Stadt Graz, Amt für Jugend und Familie

Boltzmann-Institut für klinisch-forensische

Bildgebung (Moderator

des Teams: Dr. Nikolaus Krebs)

sowie den Kinderschutzgruppen

der Universitätskliniken für Kinder-

und Jugendheilkunde bzw.

Kinder- und Jugendchirurgie Graz

entwickelt wurden.

Information ist die beste

Prävention

Die Folder beinhalten Wissenswertes

über Risiken und mögliche

Folgen des Schüttelns, Ratschläge

zum Umgang mit Babys,

die sich nicht beruhigen lassen,

sowie Informationen über Hilfseinrichtungen

und Anlaufstellen.

In den nächsten fünf Jahren werden

die Folder der Grazer Geburtenmappe

beigelegt. Sie liegen

auch in den Ordinationen von

Kinderfachärzten und Allgemeinmedizinern

auf und können in

mehreren Sprachen angefordert

werden.

n

Weitere Informationen:

www.graz.at/schuetteltrauma

Dr. Elisabeth Fandler,

Klinische Psychologin,

Univ.-Klinik für Kinder- und

Jugendheilkunde,

Dr. Andrea Huber-Zeyringer,

Dr. Elisabeth Sterl,

Ärztinnen,

Univ.-Klinik für Kinder- und

Jugendchirurgie,

LKH-Univ. Klinikum Graz

Menschen helfen Menschen

März 2011


26

qualitätsmanagement

Patientensicherheit auf europäischer Ebene

Rating für die KAGes fiel exzellent aus

Seit Februar 2008 ist die Europäische

Plattform für Patientensicherheit

(EuNetPas) mit Sitz

in Utrecht, Niederlande tätig. Ziel

ist die Vernetzung aller 27 EU-

Mitgliedstaaten sowie der EUweiten

Stakeholder zur Verbesserung

der Zusammenarbeit auf

dem Gebiet der Patientensicherheit.

Dies beinhaltet die Ausbildung

und Schulung der Angehörigen

der Gesundheitsberufe sowie

den gegenseitigen Informations-

und Erfahrungsaustausch.

Eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung

kommt den nationalen

Experten zu.

Best-Practice-Erhebung

Im März 2009 wurde von EuNet-

Pas eine Best-Practice-Erhebung

zur Patientensicherheit durchgeführt.

Die Anfrage richtete sich an

anerkannte Fachleute in den EU-

Mitgliedstaaten. Als einer dieser

LINNEAUS-PC (Learning from InterNational

Networks About Errors

And Understanding Safety in

Primary Care) wurde durch eine

weltweite Zusammenarbeit von

Wissenschaftlern auf dem Gebiet

der Patientensicherheit ins

Leben gerufen und besteht seit

1999. Die LINNEAUS-EURO PC

Experten hat Dr. Peter Schweppe

das KAGes-Modell „Klinisches Risikomanagement“

dargestellt und

gemeinsam mit MMag. Grandl,

beide OE Recht und Risikomanagement,

die Nachweise für die

Wirksamkeit des Klinischen Risikomanagement

übermittelt.

Vorbildlich: Modell

„Klinisches Risikomanagement“

EuNetPas überprüfte die Systeme

und Instrumente der Mitgliedstaaten

zur Verbesserung der

Patientensicherheit anhand von

sechs Kriterien:

• Patientensicherheitskultur

• wissenschaftliche Validierung

• Praktikabilität (Planung, Analyse

von Daten und Fakten, Feedback)

• Verfügbarkeit in Englisch

• Interdisziplinarität (Einbeziehung

aller Gesundheitsberufe)

LINNEAUS Conference for Patient Safety

fand vom 18. bis 20. Oktober 2010

in Manchester, UK, statt. Seitens

der OE Recht und Risikomanagement

nahmen Hofrat Dr. Peter

Schweppe und MMag. Kristin

Grandl teil. Themen waren u. a.

Diagnosefehler, Medikamentenverwechslungen

und die Etablierung

von Reporting Networks.

Dr. Schweppe und MMag. Grandl berichten von den Erfahrungen in

Manchester und planen gemeinsame Umsetzungen.

Erfreulich: Die Teilnehmer betonten,

dass das systematische

Risikomanagement der KAGes

als Vorbild für die eigene Organisation

gesehen wird. Besonders

die Schnittstelle zwischen Krankenhaus

und Niedergelassenen

ist ein wesentlicher Ansatzpunkt

für die Risikominimierung.

Immer aktuell: www.gsund.net

• einfacher und kostenloser Zugriff

für den Anwender

Das in der KAGes praktizierte

Risikomanagement ist demnach

geeignet, die systematische und

kontinuierliche Verbesserung der

Patientensicherheit sicherzustellen.

Dieses System liegt im europäischen

Spitzenfeld und wird

den übrigen EU-Mitgliedstaaten

von der Europäischen Plattform

für Patientensicherheit ausdrücklich

empfohlen.

Weitere wichtige Impulse und

Erfahrungen der KAGes im Bereich

der Patientensicherheit

wurden auch in den „Reporting &

Learning Leitfaden“ im Auftrag

des Gesundheitsministeriums

aufgenommen. Besonders zu

danken ist in diesem Zusammenhang

Primar Dr. Gottfried Filzwieser

vom LKH Deutschlandsberg

und Irmgard Gams vom LKH

Stolzalpe.

n

Weitere Informationen:

www.eunetpas.eu

Die G’sund-Redaktion der KAGes präsentiert auf der Plattform von www.gsund.

net laufend Neues und Termine rund um Gesundheit, Soziales und Forschung

mit dem Schwerpunkt Steiermark. Eine einfache und sehr übersichtliche Struktur

erleichtert die Kommunikation über den aktuellen Stand, die Entwicklungen und

Forschungsergebnisse des Gesundheits- und Spitalsbereichs, zu der auch Partner,

Organisationen und Firmen eingeladen sind.

Die aktuelle Online-Ausgabe der Zeitschrift G’sund, Specials wie beispielsweise

Porträts oder High lights der Architektur runden das Informationsangebot ab. n

Mehr dazu:

www.gsund.net

Foto:KAGes

März 2011

Menschen helfen Menschen


qualitätsmanagement 27

Händehygiene im Gesundheitswesen

Gesundheitsplattform Steiermark unterstützt „Aktion Saubere Hände“

Krankenhausinfektionen führen

neben höheren Mortalitätsraten

und längeren Krankenhausaufenthalten

vor allem zu

zusätzlichem Leid für die Patienten.

In zahlreichen internationalen

Studien konnte belegt werden,

dass insbesondere Maßnahmen

zur Händehygiene den größten

Effekt zur Vermeidung von

nosokomialen Infektionen zeigen.

Gleichzeitig wurde in vielen Untersuchungen

nachgewiesen,

dass genau diese einfache Maßnahme

aufgrund verschiedener

Faktoren wie Zeitdruck oder unzureichende

Spenderausstattung

oft nicht ausreichend befolgt

wird.

Kampagnen

Auf internationaler Ebene gibt

es eine Vielzahl von Aktivitäten

zum Thema Händehygiene. Von

der WHO wurde die Kampagne

„SAVE LIVES: Clean your hands“

initiiert, an welcher sich über 120

Länder beteiligen. In Ländern wie

Deutschland, der Schweiz oder

Großbritannien finden derzeit

nationale Kampagnen zur Händehygiene

statt. In Österreich fehlt

eine solche gänzlich.

Im November 2009 wurde die

Qualitätssicherungskommission

Steiermark (QSK) als Ausschuss

der Gesundheitsplattform Steiermark

eingerichtet. Dieses Gremium

setzt sich aus Vertretern

zahlreicher Institutionen des

steirischen Gesundheitswesens

zusammen und widmet sich

dabei unterschiedlichen Qualitätsthemen.

Einen wesentlichen

Themenschwerpunkt bildet die

Patientensicherheit. Für die Jahre

2010 bis 2013 wurden dazu die

Schwerpunkte „Händehygiene“

und „Learning & Reporting“ festgelegt.

Die Projekte sollen möglichst

sektoren-, einrichtungs- und

berufsgruppenübergreifend umgesetzt

werden. Da Patienten im

Krankheitsfall nicht ausschließlich

im Krankenhaus behandelt

werden, stellt die Verschleppung

von Keimen ein relevantes

Problem

für alle Gesundheitssektoren

dar.

Daher soll die „Aktion

Saubere Hände“

auf alle Sektoren des

Gesundheitswesens

– Krankenanstalten, Altenpflegeeinrichtungen,

Reha-Einrichtungen, Rettungsdienste,

Hauskrankenpflege

sowie Arztpraxen – ausgerollt

werden. Vorbild für die

Steiermark sind andere

Bild: Aktion Saubere

Hände

österreichische

Krankenanstalten,

die sich bereits

an der Aktion der

deutschen Kollegen

beteiligen.

Eine möglichst

flächendeckende

Teilnahme vieler

steirischer Gesundheitseinrichtungen

wäre

allerdings ein österreichisches

Novum.

„Aktion Saubere Hände“

in der KAGes

Ganz neu ist die systematische

Aufarbeitung des Themas Händehygiene

für die KAGes nicht.

Es wurde bereits im Rahmen

eines Projekts der Region Nord-

Ost aufgegriffen und hat bei der

QM-Führungskräfteklausur im

Herbst 2009 einen Schwerpunkt

gebildet. Im Rahmen dieser Veranstaltung

konnte ein erstes

Commitment der Führungskräfte

für dieses Thema gewonnen werden.

Eine breite Beteiligung der

KAGes-Krankenanstalten an der

„Aktion Saubere Hände“ würde

dreierlei Vorteile bringen:

1. das Rad müsste nicht neu erfunden

werden, da man auf den

Erfahrungsschatz der deutschen

Kollegen zurückgreifen könnte,

2. die vorhandenen Informationsund

Schulungsmaterialien der

„Aktion Saubere Hände“ könnten

genutzt werden und

3. das gemeinsame Datenerfassungssystem

(HAND-KISS) würde

die Möglichkeit für nationale und

internationale Vergleiche bieten.

Das erste KAGes Spital, das diese

Vorteile für sich erkannt hat, ist

das LKH Hartberg. Als erstes

steirisches Krankenhaus hat es

sich im Vorjahr entschlossen der

Aktion beizutreten.

Steiermarkweiter

Einführungstag

Zur Umsetzung der Aktivitäten

in der Steiermark wurde eine

Arbeitsgruppe mit

Prim. Athanasios

Bogiatzis und Dr.

Ulrike Stark (beide

Stmk. KAGes), Dr.

Wilfried Kaiba

(Ärztekammer für

Steiermark), Cäcilia

Petek (ÖGKV)

sowie Marion

Pongratz und Heidi

Rissner (Volkshilfe

Steiermark) eingerichtet.

Am 7. Juni 2011

wird es einen

Einführungstag

für Mitarbeiter

aller teilnehmenden

steirischen

Krankenanstalten

und stationären

Pflegeeinrichtungen

geben.

Genauere Informationen

zum Projekt

sowie zum Einführungstag

werden

Anfang April an die

Einrichtungen verschickt.

Anmeldungen sind ab April über

die Homepage des Gesundheitsfonds

Steiermark möglich.

Als Ansprechpartnerin für weitere

Fragen steht Mag. (FH) Lydia

Springer, Gesundheitsfonds

Steiermark, Tel. 0316/877-5942,

qualitaet.gesundheit@stmk.gv.at,

www.gesundheitsfonds.steiermark.at

zur Verfügung. Für allgemeine

Fragen zur Qualitätsarbeit

ist Dr. Johannes Koinig (0316/877-

5547), stv. Geschäftsführer des

Gesundheitsfonds Steiermark, der

Ansprechpartner. n

Mag. (FH) Lydia Springer,

Gesundheitsfonds Steiermark

Dr. Ulrike Stark,

KAGes-Management/QM

Menschen helfen Menschen

März 2011


28

qualitätsmanagement

Menschen bewegen Menschen

MH Kinaesthetics als Bildungs- und Lernsystem im LKH Bruck a. d. Mur

Nach einer zweijährigen Projektphase

konnte die Initiative

„Gesundheitsförderung und

Qualitätssicherung durch MH

Kinaesthetics in der Pflege“ erfolgreich

abgeschlossen werden.

MH Kinaesthetics ist ein

nach seinen Begründern Dr.

Maietta und Dr. Hatch benanntes

Bildungssystem, das die eigene

Gesundheit und das Lernen

durch die bewusste Gestaltung

von Alltagsaktivitäten positiv

beeinflusst.

MH Kinaesthetics im

Berufsalltag angewandt

Im Sinne der Gesundheitsförderung

und Nachhaltigkeit ist dem

LKH Bruck a. d. Mur die Gesundheitsentwicklung

der rund 470

Pflegepersonen ein besonderes

Anliegen. Als Projektleiterin

wurde DGKS Ulrike Schwöllberger

(MH Kinaesthetics-Trainerin/

Koordinatorin der Implementierung

im Bereich Pflege) für das

Bildungs- und Lernsystem beauftragt.

Die Maßnahmen des

Projektes richteten sich an alle

Pflegepersonen (DGKS, DGKP,

PH) aus insgesamt 19 Bereichen/

Stationen. Zur Qualitätssicherung

und betrieblichen Gesundheitsförderung

wurde das zertifizierte

MH Kinaesthetics Anwender-

MH Kinaesthetics zur eigenverantwortlichen Entwicklung eines

gesundheitsfördernden Lebensstils.

Programm beginnend mit Grundund

Aufbaukurslernphasen sowie

Praxisbegleitungen für Pflegepersonen

angeboten. Der Abschluss

des Anwender-Programms konnte

durch den Zertifizierungskurs erreicht

werden.

Tolle Rückmeldungen

Zur Standortbestimmung wurde

im Mai 2008 eine schriftliche

Befragung durchgeführt, welche

zur Evaluierung im Mai 2010 wiederholt

wurde. Die Befragungsergebnisse

zeigten, dass bei der Aktivität

„kopfwärts-bewegen“ (im

Bett, OP-Tisch, Liege) das Heben

um 50% reduziert werden konnte.

Weiters gaben Pflegepersonen

an, weniger Rückenbeschwerden

zu haben. 93% der Mitarbeiter

waren der Meinung, dass die

Schulung in anderen Berufsgruppen

ebenso vorgenommen werden

sollte, um eine effektive, interdisziplinäre

Zusammenarbeit

gewährleisten zu können.

Mitarbeiter werden

sensibilisiert

Das Bildungs- und Lernsystem

ermöglicht den Mitarbeitern, ihre

Foto: Isabella Lerchbaumer

Alltags-, Berufs- und Lernaktivitäten

bewusst wahrzunehmen, zu

reflektieren und für sich selbst gesundheitsfördernd

anzupassen.

Derzeit haben 64% der Pflegepersonen

einen Grundkurs, 9% einen

Aufbaukurs und 3% einen Zertifizierungskurs

absolviert. Um eine

nachhaltige Qualitätssicherung

zu gewährleisten, ist es unabdingbar,

dass die Kompetenzen

gemeinsam in persönlichen (Mitarbeiter),

fachlichen (MH Kinaesthetics-Trainerin)

und organisationalen

(Führungskräfte) Ebenen

weiterentwickelt werden.

Auszeichnung

für Projekt

2007 wurde das Projekt vom Österreichischen

Netzwerk Gesundheitsfördernder

Krankenhäuser

und Gesundheitseinrichtungen

(ONGKG) mit einer Anerkennungsurkunde

ausgezeichnet. Im

Rahmen der 15. Österreichischen

Konferenz wurden die Projektergebnisse

2010 in Linz einem breiten

Fachpublikum präsentiert. n

DGKS Ulrike Schwöllberger,

LKH Bruck a.d. Mur

Excellence 2010

Im November 2010 war die KA-

Ges, als größter Arbeitgeber

des Landes Steiermarks, erstmals

mit einem eigenen Informationsstand

auf der Excellence

10, der größten Berufs- und Karrieremesse

für (angehende) Akademiker

in der Steiermark, vertreten.

Zahlreiche Studierende

und Akademiker aus verschiedenen

Studienrichtungen zeigten

großes Interesse am Informationsstand

und besuchten auch

den Vortrag über Berufseinstiegsmöglichkeiten

bei der

Stmk. KAGes.

n

Dr. Christina

Grünauer-Leisenberger,

KAGes-Management/PM

Ausführliche Informationen

über Einstiegsmöglichkeiten

beim Stand der KAGes.

Foto: KAGes

März 2011

Menschen helfen Menschen


qualitätsmanagement 29

LKH Bruck a. d. Mur mit neuem Leitbild

Rund um die Uhr um das Wohl der Patienten bemüht

Anfang Dezember 2010 wurde

das neue Leitbild des LKH

Bruck a.d. Mur vorgestellt. Es entstand

im Rahmen der Erstellung

einer Gesamtprozesslandkarte,

welche gemeinsam von Anstaltsleitung,

Mitgliedern der Qualitätsmanagement-Kommission

und

Mitarbeitern entwickelt wurde.

Ziel war es, durch grundlegende

Die Anstaltsleitung

stellte

Anfang Dezember

2010 das

neue Leitbild

des LKH Bruck

a.d. Mur der

Belegschaft

vor.

Foto: K. Oberrainer

Leitsätze den Mitarbeitern eine

Orientierungshilfe zu geben, Eckpunkte

für Maßnahmenplanung

und Evaluation zu setzen und die

gesteigerte Aufmerksamkeit von

Interessenspartnern zu erlangen.

Leitbild

1. Das LKH Bruck an der Mur bietet

im obersteirischen Raum

ein abgestimmtes und attraktives

Leistungsangebot.

2. Wir stehen für medizinische,

pflegerische und wirtschaftliche

Neuerungen.

3. Unsere Patienten werden umfassend

und verständlich informiert

und finden kompetente

Ansprechpartner.

4. Wir binden Patienten und Angehörige

in den Behandlungsverlauf

ein und vermitteln ein

Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit.

5. Wir fördern die Gesundheit der

Mitarbeiter und gestalten Arbeitsabläufe

gemeinsam und

interdisziplinär.

6. Wir erwarten von Mitarbeitern

eine Vorbildwirkung und unterstützen

ihre fachliche und persönliche

Entwicklung.

7. Wir erbringen unsere Leistungen

in hoher Qualität, umweltbewusst

und wirtschaftlich

verantwortungsvoll.

Die rund 860 Mitarbeiter des LKH

Bruck a.d. Mur fühlen sich diesem

Leitbild verpflichtet und sind

weiterhin rund um die Uhr um das

Wohl der Patienten bemüht.

(Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen

gilt die gewählte Form für beide

Geschlechter.)

n

Prim. Dr. Heinz Luschnik, MSc,

Ärztlicher Direktor

Sylvia Noè, Pflegedirektorin

Nikolaus Koller, MBA, MAS, Betriebsdirektor

LKH Bad Radkersburg: erfolgreiche Validierung

2010 wurde erstmalig der gesamte

Aufbereitungsprozess

in der Aufbereitungseinheit Medizinprodukte

(AEMP) vom Institut

für Krankenhaushygiene und

Mikrobiologie validiert. So

wurde nachgewiesen, dass alle

Aufbereitungsschritte (Reinigung,

Desinfektion sowie Sterilisation

von Geräten und Materialien)

reproduzierbar sind und

mit den vorgegebenen Spezifikationen

übereinstimmen. Die

erste Validierung der Zentralsterilisation

fand bereits im Juli

2003 statt. Das Zertifikat ist ein

wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung

im LKH Bad Radkersburg.

Die Revalidierung des Sterilisationsprozesses

erfolgt einmal

jährlich.

n

DGKP Thomas Singer,

Qualitäts- und

Risikomanagement,

LKH Bad Radkersburg

Zertifikatsverleihung durch Prim. Dr. A. Bogiatzis und OA Dr. K. Vander,

IKM.

Foto: LKH Bad Radkersburg

Menschen helfen Menschen

März 2011


30

qualitätsmanagement

Gebündelte Kompetenz unter einem Dach

Zertifiziertes Brustzentrum am LKH-Univ. Klinikum Graz

Die Versorgung onkologischer

Patienten stellt eine große

Herausforderung an alle beteiligten

Berufsgruppen dar. So bedingt

beispielsweise die Behandlung

von Patienten mit Brustkrebs

eine optimale Kooperation

zwischen den Fachdisziplinen der

Chirurgie (Allgemeinchirurgie

und Plastische Chirurgie), Gynäkologie,

Internistische Onkologie,

Radiologie, Radioonkologie, Pathologie,

Psychologie und weiterer

Berufsgruppen wie z.B.

Pflege, Medizin-technische

Dienste etc.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung

bei Frauen – in sehr

seltenen Fällen können jedoch

auch Männer betroffen sein.

Im neu geschaffenen und zertifizierten

Netzwerk von Spezialisten

bietet diese gebündelte

Kompetenz den Patienten das

gesamte Behandlungsspektrum

von Früherkennung, Diagnostik,

umfassender Therapie bis hin

zur Nachsorge. Das Brustzentrum

Graz ist eines der größten zertifizierten

Brustzentren Österreichs

(v. l. 1. Reihe:) Univ.-Prof. Dr. H. Samonigg, Ärztlicher Direktor Univ.-Prof. Dr. G. Brunner, Rektor Univ.-Prof. Dr.

J. Smolle, Univ.-Prof. Dr. K. Kapp. (v. l. 2. Reihe:) Univ.-Prof. Dr. H. Hauser, Dr. G. Sendlhofer, OA Dr. T. Schwarz,

Univ.-Prof. K. Tamussino, Prof. Dr. OA H.Schöllnast.

und das einzige mit allen Fachdisziplinen

unter einem Dach.

Zertifizierung

Die Umsetzung und Zertifizierung

des Brustzentrum Graz hat

die Stabsstelle Qualitäts- und

Risikomanagement sowie die

Mitarbeiter der nun zertifizierten

Fachdisziplinen stark gefordert.

Mehr als 1.600 Arbeitsstunden

in 1 ½ Jahren wurden in das Projekt

investiert. Besonders hervorzuheben

ist laut Herrn Prim.

Dr. Neunteufel, Vorsitzenden der

Österreichischen Zertifizierungskommission,

der Vorbildcharakter

des Brustzentrum Graz am LKH-

Univ. Klinikum Graz für ganz Österreich,

da alle Fachdisziplinen

unter einem Dach kooperieren.

Die Zertifizierung durch eine externe

Zertifizierungskommission

(Doc-Cert®) ist für die Patienten

ein Zeichen für die hohe Qualität

bei Diagnostik und Therapie. Alle

drei Jahre wird die Zertifizierung

überprüft und erneut vergeben.

Nahtlose Behandlungskette

Am Brustzentrum des LKH-Univ.

Klinikums Graz spielt es keine

Rolle, auf welcher Klinik die Behandlung

startet bzw. an welche

Brustambulanz eine Patientin

überwiesen wird. Sobald die

Patientin den Erstkontakt zum

Brustzentrum Graz hergestellt

hat, greifen alle Räder der Behandlungskette

nahtlos und abgestimmt

ineinander.

Zur Festlegung der Therapieschritte

sowie zur Abstimmung

der einzelnen präoperativen und

begleitenden Maßnahmen werden

wöchentlich Tumorboards

durchgeführt. Für jeden Patient

wird bei diesem interdisziplinären

Treffen der Spezialisten das

erfolgversprechendste Behandlungsverfahren

– also eine konkrete,

individuelle diagnostische

und therapeutische Empfehlung

– festgelegt und mit der Patientin

besprochen.

n

Mag. Dr. Gerald Sendlhofer,

Leiter der Stabsstelle QM-RM,

LKH-Univ. Klinikum Graz

Foto: W. Stieber / LKH-Univ. Klinikum Graz

Das Brustzentrum am LKH-Univ. Klinikum Graz ist nicht in einem Gebäude zusammengefasst, sondern

verteilt sich auf folgende Kliniken:

Univ.-Klinik für Chirurgie, Klin. Abt. f. Allgemeinchirurgie

Univ.-Klinik für Chirurgie, Klin. Abt. f. Plast., Ästhet. u. Rekonstruktive Chirurgie

Univ.-Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Klin. Abt. f. Gynäkologie

Univ.-Klinik für Innere Medizin, Klin. Abt. f. Onkologie

Univ.-Klinik für Radiologie, Klin. Abt. f. Allgem. Radiologische Diagnostik

Univ.-Klinik für Radiologie, Klin. Abt. f. Nuklearmedizin

Univ.-Klinik für Strahlentherapie-Radioonkologie

Inst. für Pathologie der Medizinischen Universität Graz

Alle Informationen zum Brustzentrum findet man unter www.brustzentrum-graz.at sowie in einem eigenen

Informationsfolder, der auf den Kliniken und beim niedergelassenen Arzt aufliegt.

März 2011

Menschen helfen Menschen


infrastruktur & technik 31

Spatenstich für Zubau der

Interdisziplinären Intensivstation

Startschuss für deutlich verbesserte medizinische Infrastruktur des LKH Weiz

Mit dem Spatenstich zum

zweigeschossigen Erweiterungsbau

wird baulich der

lang ersehnte Wunsch nach einer

topmodernen interdisziplinären

Intensivstation erfüllt. Dank der

verbesserten Struktur müssen

beatmete Intensivpatienten künftig

nicht mehr verlegt werden.

Auch der beengte Aufwachbereich

wird nun deutlich vergrößert.

Qualitätsschub in der

Patientenversorgung

Das LKH Weiz zählt zu Österreichs

jüngsten und modernsten

Spitälern der Standardversorgung.

Eine Schwachstelle war

allerdings von Anfang an die

fehlende Intensivstation, die nun

mit vier Intensivbetten und den

entsprechenden Nebenräumen

entsteht.

In knapp 16 Monaten soll das

Bauprojekt mit einem Gesamtkostenaufwand

von rund 4,1

Millionen Euro durchgeführt

werden. Dank der größeren

Nutzfläche und der hohen Ausstattungsqualität

werden auch

zusätzliche wichtige Spitalsabläufe

perfektioniert. Für KAGes-

Vorstand Dipl.-Ing. Dr. Werner

Der Spatenstich am 17. 12. 2010 – ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung des hauseigenen Entwicklungskonzeptes.

Leodolter, Univ.-Prof. Dr. Petra

Kohlberger, MSc sowie Dipl.-

KHBW Ernst Fartek, MBA bedeutet

der Zubau einen enormen

Qualitätsschub in der Patientenversorgung:

„Damit schaffen

wir wesentlich verbesserte intensivmedizinische

Rahmenbedingungen

für die Patienten und

die engagierte Belegschaft. Das

LKH Weiz ist nun für die Zukunft

bestens gerüstet.“

Erweiterbarer Zubau

Der Gang im Erdgeschoss soll

das Hauptgebäude mit dem

Zubau verbinden und eine gute

Aufschließung des OP-Bereiches,

der Chirurgischen Ambulanz

sowie der Rettungszufahrt

ermöglichen. Im Untergeschoß

sind Haustechnikzentralen, drei

Büros und ein Bereitschaftszimmer,

eine Personalumkleide für

Herren und eine Raumvorsorge

für den späteren Ausbau eines

Mehrzweckraumes geplant.

Der zweigeschossige Zubau verfügt

über ein eigenes Fluchtstiegenhaus

mit baulicher Vorkehrung

für einen späteren Lifteinbau

im Aufstockungsfall. Der Anbau

eines weiteren Baumoduls ist

möglich.

n

Foto: LKH Weiz

Menschen helfen Menschen

März 2011


32

infrastruktur & technik

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

KAGes setzt nachhaltige Maßnahmen

Die meisten Wissenschaftler

sind sich einig: Die globale

Erderwärmung und die damit verbundenen

Klimaveränderungen

sind nicht mehr aufzuhalten. Die

renommierte britische Medizinzeitschrift

„The Lancet“ bezeichnet

den Klimawandel etwa als

„die größte Gesundheitsbedrohung

des 21. Jahrhunderts“.

Alle von Klimafolgen

betroffen

Vermehrte Hitzewellen im Sommer

lassen Krankheits- und Todesfälle

stark steigen, besonders

bei Älteren, Kindern, Schwangeren

und chronisch Kranken.

Die Temperaturveränderungen

bewirken, dass Pflanzen und damit

auch die Pollen in andere Regionen

wandern. Mehr und neue

Allergien werden erwartet. Bis in

unsere Breiten wandern könnten

auch die Insekten und mit ihnen

die durch sie verursachten Krankheiten

wie Malaria, Bilharziose

und Borreliose.

DI Walter Raiger und Dr. Birgit Nipitsch freuen sich über das

KAGes PROgramm KLIMAschutz als wichtiges Etappenziel.

KAGes pro Klima

„Im Sinne des Gesundheitsschutzes

muss uns als Spitalsunternehmen

daher der Klimaschutz

ein besonderes Anliegen sein“,

meint DI Walter Raiger vom KA­

Ges-Management / Bau, Betrieb,

Umwelt. Das „KAGes PROgramm

KLIMAschutz“ verfolgt daher systematisch

unsere Klimaschutzziele,

unterstreicht Finanzvorstand

Dipl.-KHBW Ernst Fartek.

Die KAGes sei damit eines der

ersten Unternehmen, das im Rahmen

des „Klimaschutzplan Steiermark

2010“ konkret definierte

Vorgaben im eigenen Bereich bis

zum Jahr 2020 umsetzen werde.

Globale Klimaziele

Das zentrale Ziel ist, den Anstieg

der weltweiten Durchschnittstemperatur

auf maximal +2°C zu

beschränken. Um dieses +2°C-

Limit nicht zu überschreiten,

müssen die jährlichen noch immer

zunehmenden Emissionen

an Treibhausgasen drastisch reduziert

werden, nämlich auf ein

Zehntel des heutigen Wertes!

Auch für Österreich bedeutet

dies einen massiven Einschnitt.

In der KAGes soll daher ab sofort

der Ausstoß an Treibhausgasen

verringert werden. Basis dafür

ist die KAGes-Klimabilanz.

Die KAGes-Energieziele

Den Löwenanteil machen unser

Energieverbrauch und die damit

verbundenen Kohlendioxid-Emissionen

aus. Immerhin verbraucht

die KAGes allein an Strom so

viel wie 17.500 Haushalte. 2020

sollen es um 16 % weniger sein.

Fotos: KAGes

Damit werde auch das Budget

entlastet, stiegen doch die Energiekosten

in den letzten zehn Jahren

um 80 %.

Parallel setzt die KAGes auf die

Nutzung erneuerbarer, klimaneutraler

Energieträger wie Sonne

und Biomasse, die auch ökonomisch

immer attraktiver werden.

Die Anbindung weiterer LKH-

Standorte an die regionale Biomasseversorgung

ist projektiert

und soll den Anteil erneuerbarer

Energieträger von derzeit 25 %

auf 34 % erhöhen.

Nur eine Vielzahl unterschiedlichster

Maßnahmen in allen Bereichen

führt zum Erfolg. Daher wurden

vier zentrale Handlungsfelder für

die nächsten Jahre definiert. „Wir

beginnen dabei nicht bei null. An

vielen Standorten wurden in den

letzten Jahren einzelne Klimaschutzmaßnahmen

bereits umgesetzt“,

weiß Umweltkoordinatorin

Dr. Birgit Nipitsch. „Jetzt gilt es,

diese Erfolge sichtbar zu machen,

zu vernetzen und mit neuen Projekten

systematisch auszubauen.“

Beitragen kann und soll jeder Mitarbeiter.

Ganz nach dem neuen

KAGes Motto: „Klimaschutz ist

ganz einfach. Ich tu was!“ n

Mag. Dr. Birgit Nipitsch,

KAGes-Management/BBU

Die Klimaschutzziele der KAGes: ambitioniert, aber erreichbar!

Strategisches Ziel

Veränderung

2005 2009 2020

(Basisjahr)

(Zieljahr)

Treibhausgas-Emissionen reduzieren – 16 % 56.200 56.000 47.000 Tonnen

Energieverbrauch reduzieren – 16 % 263 256 220 Mio. kWh

Das KAGes PROgramm

KLIMAschutz ist im Intranet als Serviceunterlage

1021.8119 abrufbar.

Anteil Erneuerbare Energieträger steigern + 48 % 23 25 34 %

März 2011

Menschen helfen Menschen


infrastruktur & technik 33

KAGes

Handlungsfelder

im Klimaschutz

Handlungsfeld Gebäude: Die

KAGes betreibt 20 Landeskrankenhäuser

an 24 Standorten

mit einer Nutzfläche von über

750.000 m 2 . Umfang und Qualität

wurden in den letzten Jahren

laufend verbessert. Mit hohen

wärmetechnischen Standards,

energieeffizienten Heizungs- und

Klimasystemen, nachhaltigem

Bauen, modernen Lichtquellen

und Geräten mit niedrigem Verbrauch

soll der Energiebedarf

deutlich verringert werden.

Handlungsfeld Mobilität:

Rund 16.000 Mitarbeiter fahren

täglich zu ihrem Arbeitsplatz und

wieder nach Hause. Hunderttausende

Patienten und Besucher

besuchen jährlich die LKHs.

Durch wirksame Anreiz- und Lenkungsmaßnahmen

soll dies künftig

verstärkt mit klimaverträglichen

Verkehrsmitteln wie Öffis,

Fahrrad und zu Fuß erfolgen.

Handlungsfeld Beschaffung:

Jedes Jahr kauft und verwendet

die KAGes große Mengen an

medizinischen Verbrauchsgütern,

Lebensmitteln und anderen

Produkten, deren Herstellung

und Anlieferung erhebliche

Treibhausgas-Emissionen verursachen.

Die Beschaffung von Gütern

mit kleinem CO 2 -Fußabdruck

ist daher ein wesentlicher Hebel

zur Verbesserung der KAGes

Klimabilanz.

Handlungsfeld Kommunikation:

Sehr viel kann durch Verhaltensänderungen

erreicht werden.

Sie sind oft auch Voraussetzung,

dass technische Lösungen

wirksam werden. Information,

Kommunikation, Schulung und

Motivationsfördernde Maßnahmen

sind die Instrumente, die

zu konkretem Handeln möglichst

vieler Beteiligter führen.

Weitere Informationen:

KAGes PROgramm

KLIMAschutz

Vierschichtgeräte

flächendeckend im Einsatz

Austausch der CT-Systeme in den LKHs Voitsberg,

Bad Radkersburg, Weiz und Mürzzuschlag

Der flächendeckende Einsatz von Vierschicht-CT bedeutet auch eine erhebliche Verbesserung für die Patienten.

Nach einem mehrjährigen Versorgungsbetrieb

mit den bisherigen

Einschicht Computertomographie-Systemen

Siemens

SOMATOM Plus 4 wurden diese

auf 4-Schicht MSCT (MultiSlice

CT)-Systeme Siemens SOMATOM

Sensation 4 hochgerüstet, um einen

wirtschaftlicheren und fortschrittlicheren

Betrieb der CT-Anlagen

zu ermöglichen. Der Standard

wurde so auf ein mindestens

4-Schicht CT-System in allen KA­

Ges-Spitälern mit CT-Geräten angehoben,

ohne dabei bauliche Adaptierungen

vorzunehmen.

Erhebliche

Verbesserungen

Bei der Untersuchung werden nun

gleichzeitig vier Schichten bei einer

Umdrehung aufgenommen,

was zu einer erheblichen Verbesserung

von Bewegungsartefakten

(z.B. aufgrund der Atmung)

führt. Durch die leistungsstarke

Generator-Röntgenröhren-Kombination

ist es möglich, in Schichten

von 0,5 mm bis 5 mm mit einer

Rotationsgeschwindigkeit von

zwei Umdrehungen pro Sekunde

zu untersuchen. Da heute bei vielen

Fragestellungen die Zeit eine

sehr bedeutende Rolle spielt,

kann nun eine Bildgebung von bis

zu 160 Schichten in 20 Sekunden

erfolgen, was eine schnellere Untersuchungen

von Schwerstverletzten

und eine höhere Ausnutzung

der Geräte ermöglicht.

Diese Systeme bieten weiters

die Möglichkeit, nicht nur ein

schwarz/weiß Bild des Organs

zu erstellen, sondern auch farbige

3-dimensionale Ansichten

und Darstellungen zur besseren

Übersicht und Kommunikation

anzufertigen. Die CT-Geräte ermöglichen

schärfere Aufnahmen

und liefern somit zuverlässige

Antworten auf viele diagnostische

Fragestellungen. Mit Hilfe

dieser Technologie können nun

weit mehr als Graustufenbilder

erzeugt werden, die nur anatomische

Details darstellen. Nun sind

auch Gewebedifferenzierungen,

die die Charakterisierung von

Erkrankungen erleichtern, sowie

die Suche nach Tumoren oder die

diagnostische Darstellung von

inneren Organen in verbesserter

Bildqualität möglich.

Mit der Investition in diese Gerätegeneration

haben wir eine Anpassung

an eine modernere Art

der Computertomographieuntersuchung

erreicht und die Strahlenbelastung

auf den Patienten durch

Dosismodulationsmechanismen

gesenkt. Durch die günstige Anschaffung

von „Refurbished“-

Geräten und der gleichbleibenden

Infrastruktur wurde eine sehr

wirtschaftliche Erneuerung der

CT-Geräte möglich.

Gleichzeitig wurde entsprechend

dem Leitbild der KAGes auch

dem Umweltschutzgedanken

Rechnung getragen. Durch die

Installation von „Refurbished“-

Geräten ergibt sich eine Emissionsreduktion

von 17 Tonnen CO 2

je CT-Gerät, da kein neues Gerät

produziert werden musste. Entsprechende

Zertifikate seitens

der Firma Siemens liegen vor. n

Dipl.-Ing. Renato Ternobetz,

KAGes-Services / TDZ

Foto: KAGes

Menschen helfen Menschen

März 2011


34

organisation & kommunikation

Der Tod in Kunst gehüllt

Würdevolles Abschied nehmen

Anlässlich des zehnjährigen

Bestehens des Hospizteams

Mürzzuschlags haben Schülerinnen

der Handelsakademie Mürzzuschlag

in einer Projektarbeit

zwei Verabschiedungstücher gestaltet.

Der Anblick eines Verstorbenen

ist für die Angehörigen besonders

nachhaltig, sodass die Gestaltung

dieses Moments eine

hohe Verantwortung birgt. Die

Verabschiedungstücher werden

nach dem Ableben über den Verstorbenen

gelegt, um damit den

Angehörigen ein würdevolles Abschied

nehmen zu erleichtern.

Verabschiedungstücher

Die Tücher – jedes ein Kunstwerk

für sich – sind in Zusammenarbeit

der Arnold Schönberg Kunstschule

und der Künstlerin Sabina Hörtner

entstanden. Die Herausforderung

dieses besonderen Auftrags lag in

der Auseinandersetzung mit dem

Thema Tod und dessen künstlerischer

Umsetzung. Wichtig war,

dass die Verabschiedungstücher

für Menschen unterschiedlichster

Weltanschauungen oder Religionen

geeignet sind. Auf einem

Tuch wurde das Thema mit Farben

umgesetzt, auf dem anderen

mit Worten des Abschieds.

Im Rahmen der Jubiläumsfeier

des Hospizteams wurden die

beiden Tücher vom Hospizverein

an das LKH Mürzzuschlag übergeben

und kommen nun dort zum

Einsatz.

Die beiden Verabschiedungstücher

helfen,

würdevoll Abschied

nehmen

zu können.

Bestmögliche und

menschliche Begleitung

Zwischen dem Hospizverein

Mürzzuschlag und dem LKH Mürzzuschlag

gibt es seit Bestehen

des Vereins eine enge und gute

Zusammenarbeit. Sowohl die

Leiterin des Hospizteams, Rosa

Kothgasser, als auch deren Stellvertreterin,

Roswitha Fraiss, sind

als DGKS im LKH Mürzzuschlag

beschäftigt. Rund um die beiden

engagierten Mitarbeiterinnen hat

sich ein Team von Pflegepersonen

etabliert, das die Hospizgrundausbildung

absolviert hat. So ist

auch direkt im Krankenhaus die

bestmögliche und kontinuierliche

menschliche Begleitung und Unterstützung

von Schwerkranken

und Sterbenden bzw. von deren

Angehörigen möglich.

Im Rahmen der innerbetrieblichen

Fortbildung schult DGKS

Roswitha Fraiss Mitarbeiter aller

Berufsgruppen im Umgang

mit Schwerkranken, Sterbenden

und deren Angehörigen. Das LKH

Mürzzuschlag stellt für Besprechungen,

Fortbildungen und Supervisionen

des Hospizvereins die

Räumlichkeiten zur Verfügung. n

QB Brigitte Rößler,

Krankenhausverbund

Mürzzschlag-Mariazell

Foto: LKH Mürzzuschlag

Gäste aus Umbrien im LKH Graz West

Informations- und Erfahrungsaustausch

Am 18. Jänner 2011 erhielt

das LKH Graz West Besuch

von einer hochrangigen Delegation

der lokalen Sanitätsbehörde

AUSL2 Umbria (Azienda Sanitaria

Locale, www.ausl2.umbria.it)

aus Perugia, der Hauptstadt der

mittelitalienischen Region Umbrien.

Der grenzüberschreitende

Erfahrungsaustausch, der bereits

am Vortag im Rahmen eines internationalen

Dienstplan-Workshops

der Firma APUS zum

Thema ‚Funktions- und Einsatzplanung‘

begann, wurde mit dem

Referenzbesuch im LKH Graz

West abgerundet.

Hoher Besuch im

LKH Graz West

Das Interesse der Delegation

bezog sich im Besonderen auf

die Planung und Abläufe der

EBA (Erstuntersuchung-Beobachtung-Aufnahme)

und deren

Integration in das elektronische

Dienstplanungssystem GraphDi.

Die Gäste betreiben in Perugia

selbst ein umfassendes Ambulanzsystem,

das Poliambulatorio

‚Piazzale Europa‘.

Betr. Dir-Stv. Ing. Klaus Schaupp,

MBA, erläuterte den Gästen die

Strukturen des LKH Graz West.

OA Dr. Susanne Rienmüller sowie

DGKS Doris Huber brachten

anschließend ihre Erfahrungen

mit den täglichen Abläufen zur

EBA-Planung ein. Schwerpunkt

der anschließenden Diskussion

war die interdisziplinäre Planung

und Organisation des gesamten

Ambulanzpersonals. Von beiden

Seiten wurde die Wichtigkeit

eines Ausbaus der Funktionsund

Einsatzplanung im elektronischen

Dienstplansystem

GraphDi unterstrichen. Bei ei-

Interessante Eindrücke für die Delegation aus Perugia.

nem anschließenden Rundgang

durch das LKH Graz West wurden

die EBA und die Bettenstationen

der allgemeinen Klasse und der

Sonderklasse besichtigt.

Die Delegation aus Perugia

zeigte sich vom Aufbau der EBA,

der Architektur und dem Zustand

des LKH Graz West sehr beeindruckt.

Besonders hervorgehoben

haben unsere Gäste den

freundlichen und kompetenten

Empfang durch die Mitarbeiter

des LKH Graz West. n

Ing. Franz Kokoth, MSc,

KAGes-Services/Administrative

Systeme;

Gerhard Hammer,

GF der APUS Software GmbH

Foto: LKH Graz West

März 2011

Menschen helfen Menschen


organisation & kommunikation 35

So funktioniert ein Krankenhaus

Gelungener „Tag der offenen Tür“ im LKH Mariazell

Im LKH Mariazell hat sich in den

letzten Jahren viel getan: Das

medizinische und chirurgische

Leistungsspektrum wurde verändert

und ein steiermarkweit einzigartiger

Schwerpunkt geschaffen:

das „Zentrum für chronische

Wunden“.

80 Mitarbeiter arbeiten täglich

für jene Menschen, die zur stationären

Behandlung ihrer chronischen

Wunden kommen. Normalerweise

geht niemand freiwillig

ins Krankenhaus, doch im Oktober

letzten Jahres nahm Groß und

Klein die Gelegenheit wahr, sich

beim „ersten Tag der offenen Tür“

über das Angebot im LKH Mariazell

zu informieren.

Abwechslungsreiches

Programm

Nach der Eröffnung durch die

Anstaltsleitung des Krankenhausverbundes

Mürzzuschlag-

Mariazell, Vorstandsvorsitzenden

Dipl.-Ing. Dr. Werner Leodolter,

Finanzvorstand Ernst Fartek und

Auch die kleinen Musikanten, die die Eröffnungsfeier musikalisch untermalten,

ließen sich eine Gastroskopie erklären.

Konsiliararzt Dr. Günther Hirschberger

erhielten Interessierte die

Möglichkeit, Behandlungsmethoden,

Qualitätsstandards und

Therapiemöglichkeiten bei der

Behandlung chronischer Wunden

kennenzulernen.

Am „ersten Tag der offenen Tür“

präsentierte sich das LKH Mariazell

von der Küche über die Pflege

bis hin zum Labor. Im ganzen

Haus standen sämtliche Türen

offen und so drängten Besucher

und Patienten bis zum späten

Nachmittag durch Behandlungsräume,

Ambulanz, Gruppentherapieraum,

Krankenstation,

Röntgen und Bastelwerkstätte

Fotos: A. Heil

im Keller. Dort wurden Arbeiten

von Patienten ausgestellt, die

sie im Rahmen des Beschäftigungsprogramms

hergestellt

hatten. Im LKH Mariazell wird

alles daran gesetzt, den Patienten

lange Aufenthalte durch

gemeinsames Basteln, Spielen,

Musizieren und Feiern so angenehm

wie möglich zu machen.

Solche Aktivitäten machen den

Charakter und Charme dieses

kleinen Krankenhauses aus.

Großen Anklang fand das Angebot,

sich Blutdruck, Körperfett,

Körpergröße, Gewicht und Blutzuckerwert

messen zu lassen,

sowie die Ernährungsberatung

der Diätologin. Mehrere Produktpräsentationen

und eine Verkostung

rundeten das Angebot ab.

Anschließend erfreuten sich viele

an einer gesunden Jause der ansässigen

Küche.

n

QB Brigitte Rößler,

Krankenhausverbund

Mürzzuschlag-Mariazell

15. Leobener LKH Ball

Erfolgreicher Jubiläumsball mit afrikanischem Flair

Die gelungene Polonaise sorgte für eine perfekte Einstimmung.

Der im Kongresszentrum

Leoben stattfindende Jubiläumsball

des LKH Leoben-Eisenerz

war wieder einer der Höhepunkte

der Ballsaison in der Obersteiermark.

BRV KR Gernot Wallner

konnte zahlreiche Persönlichkeiten

aus Politik, Wirtschaft, Universität

und Behörden sowie aus

dem Spitalsbereich begrüßen.

Die Eröffnungspolonaise mit einer

gelungenen Choreographie unter

der Leitung der Tanzschule Glauninger

stimmte die Balltiger ein

und um Mitternacht überraschten

Mitarbeiterinnen aus der Pflege

mit einem gekonnt einstudierten

„Plattler“ unter der professionellen

musikalischen Begleitung von

Simon Morokutti. Im Anschluss

folgte eine musikalische Darbietung

von Dr. Michael Mandak mit

zwei Musikkollegen. Die übrige

Zeit sorgte die Gruppe „Night

fever“ unter der Leitung von ORF-

Moderator Bernd Pratter für tolle

Unterhaltung am Tanzparkett des

großen Saales. Die Vollblutmusiker

verzichteten bewusst auf Playbackeinspielungen

und begeisterten

das tanzfreudige Publikum. Im

Erzherzog-Johann-Saal spielte die

Gruppe „Petznbluat“ aus Kärnten

zum Tanz auf.

Der diesjährige LKH Ball stand

ganz im Zeichen des Mottos „Afrika“,

was auch durch die tolle

Dekoration von Christa Zolda deutlich

wurde. An der LKH-Bar unter

der Leitung von Sylvia Narnhofer

wurde das Ballpublikum bestens

von Pflegepersonal und Ärzten mit

köstlichen Getränken versorgt. n

BRV KR Gernot Wallner,

LKH Leoben-Eisenerz

Foto: LKH Leoben-Eisenerz

Menschen helfen Menschen

März 2011


36

panorama

In den USA und Asien ist die

steirische Künstlerin Simone

Kopmajer schon sehr erfolgreich

Beeindruckende

Stimme

Endlich auch in Europa zu hören

Foto: Jungwirth

SERIE

Es gibt viele Gründe, ins Ausland zu gehen: um Karriere zu

machen, seinen Horizont zu erweitern, Erfahrungen zu sammeln,

fremde Kulturen zu erleben oder einfach mit der Hoffnung,

woanders glücklich zu werden. Auf der ganzen Welt leben auch

viele Österreicher und einige haben Karriere gemacht. Sie leiten

große Hotels, sind international umworbene Köche, erfolgreiche

Sportler, Schauspieler, Modeschöpfer und Manager.

Das Interview

führte

Hedi Grager.

Simone Kopmajer ist in Schladming

geboren und wuchs in

Bad Aussee auf. Nach ihrer Ausbildung

zur Jazz-Sängerin an der

Universität für Musik und darstellende

Kunst in Graz machte sie

eine unglaubliche Karriere – aber

nicht in ihrer Heimat, sondern in

den USA und Asien. Jetzt möchte

die erfolgreiche Musikerin endlich

auch ihre Heimat erobern.

Simone Kopmajer musiziert seit

ihrem 8. Lebensjahr, mit gerade

mal 19 Jahren gab sie 2000 ihr

Debüt in den USA, dem Mutterland

des Jazz. 2003 gewann sie

den Hans Koller Preis und damit

das New York Stipendium. Mit

21 nahm sie mit dem Produzenten

Todd Barkan ihre erste CD

„Moonlight Serenade“ auf, welche

in Japan ein großer Erfolg

wurde. Seit dem Vorjahr gibt

es jetzt endlich – nach einigen

in Japan, Spanien und den USA

veröffentlichten CDs - auch eine

CD für den deutschsprachigen

Raum. „Didn‘t You Say“ ist eine

Mischung aus bekannten Jazz-

Songs, von Prince und Motown

zu Gershwin oder Rodgers &

Hart, die sie in einem unnachahmlichen

Stil neu interpretiert.

Ihr persönlicher Favorit ist – so

verriet sie mir – der Titelsong

‚Didn‘t You Say‘, den sie selbst

komponierte.

Ich treffe Simone Kopmajer in

Rudi Lackners Cafe Kaiserfeld.

Ich bin sehr gerne in dieser angenehmen

Kaffeehausatmosphäre,

die sich wunderbar für interessante

Gespräche eignet.

Anhand von Fotos, die ich schon

im Rahmen meiner Recherchen

im Internet gesehen hatte, erkenne

ich Simone. Die Sängerin

ist eine sehr sympathische und

aparte Erscheinung mit einer angenehm

ruhigen Ausstrahlung.

G’sund: Ich habe gelesen, dass

Du schon als Kind in der Band

Deines Vaters gesungen hast?

SK: Ja, mein Vater ist Musikschuldirektor

in Bad Aussee und

ein großer Jazzfan. Ich mache

schon seit meinem 8. Lebensjahr

Musik und hatte als Kind klassischen

Klavier- und Saxophonunterricht.

G’sund: Erinnerst Du Dich an Deinen

ersten Song, den Du als Kind

gesungen hast?

SK: (denkt nach und meint lächelnd)

Das hat mich noch niemand

gefragt. Aber jetzt fällt es

mir wieder ein, es war „Quando,

Quando.” Ich sang es zuerst auf

deutsch, später dann auch auf

englisch.

G’sund: Du wurdest an der Musikuni

in Graz unter anderem von

den beiden großartigen Jazzmusikern

und Lehrern Sheila Jordan

und Mark Murphy unterrichtet?

SK: Sheila und Mark waren sehr

wichtig für mich. Mark lehrte

mich Songs zu erarbeiten, sie

zu meinen eigenen zu machen,

wie ich mich auf ein Konzert

vorbereite oder wie ich mit einer

Band arbeiten kann. Sheila

März 2011

Menschen helfen Menschen


panorama

37

ermöglichte mir 1998 am Workshop

„Jazz in July“ in Amherst,

Massachusetts, teilzunehmen

und das war ein sehr wichtiges

Ereignis. Denn dort nahm ein älterer

Mann alle meine Auftritte

mit einer Kamera auf. Diese Aufnahmen

gab er an eine amerikanische

Künstleragentur weiter.

In dieser arbeitete Heidi Deleuil,

auch eine Österreicherin, die mir

dann Konzerte bzw. eine Tournee

durch die USA verschaffte. Außerdem

gab sie meine Aufnahmen

einem Musikproduzenten

weiter. Dieser war von ihnen so

begeistert, dass er mich gleich

für eine CD-Aufnahme nach

New York holte. Mein erster

Auftritt in den USA war übrigens

in Cocoa Beach in Florida, in

Heidis Jazz Club. Dort, wo schon

mein Lehrer Mark Murphy immer

wieder aufgetreten ist. Ich

hatte also schon sehr viel Glück

im Leben.

G’sund: Was fasziniert Dich am

Jazz?

SK: Jazz klingt immer anders.

Es ist einfach faszinierend, einen

Song zu Deinem zu machen,

mit der Stimme zu jonglieren. Im

Gegensatz beispielsweise zum

klassischen Klavier. Da weißt Du

immer das Ziel, wie das Stück am

Ende klingen soll.

G’sund: Du bist mittlerweile weltweit

unterwegs. Welcher Auftritt

war für Dich am wichtigsten?

SK: Ich habe im Vorjahr im Lincoln

Center in New York gespielt und

darauf bin ich schon sehr stolz. Oh

ja, das war schon ein absolutes

Highlight für mich.

G’sund: Wo fühlst Du Dich außerhalb

Österreichs am wohlsten?

SK: Florida ist mittlerweile wie

meine zweite Heimat. Bedingt

durch meine Freundin Heidi

Deleuil, die – wie ich schon erwähnte

– in Cocoa Beach lebt und

dort ihren Jazz Club hat.

G’sund: Warum diese großen Erfolge

in Asien?

SK: Ich glaube, dass die Menschen

in Japan ein großes Verständnis

für Jazz haben. Gerade

in Japan werden Sachen, die

aus Europa kommen, ganz hoch

angesehen. Vor kurzem habe ich

übrigens wieder eine CD für Japan

aufgenommen. Diesmal aber

nicht in den USA sondern in Wien,

weil mein japanischer Produzent

endlich meine heimatlichen Wurzeln

kennenlernen wollte.

G’sund: Du bist sehr viel unterwegs.

Gibt es da auch Zeiten für

Dich, in denen Du Dich einsam

fühlst?

SK: Nein eigentlich nicht. Mittlerweile

habe ich überall Freunde

gefunden und ich kann auch sehr

gut alleine sein.

G’sund: Ist Dein Leben nicht

schwierig für eine Beziehung ?

SK: (lächelnd) Ja, aber seit mein

Freund seit 2 Jahren in meiner

Band ist, ist das kein Problem

mehr. Er ist auch Jazzmusiker und

spielt Schlagzeug.

G’sund: Welche Hobbys hast du

noch, wie hältst Du Dich fit?

SK: Ich lese und koche sehr gerne.

Fit halte ich mich mit Laufen und

Wandern.

sind alle meine Wünsche und

Träume in Erfüllung gegangen.

G’sund: Es gibt viele gute Stimmen,

selten hat jemand so einen

Erfolg. Worauf führst Du Deinen

Erfolg zurück?

SK: Ich habe mir nie selbst einen

Druck oder Stress gemacht,

eigentlich bin ich immer nur meinem

Hobby nachgegangen. Von

meinen Eltern bin ich bescheiden

und sehr bodenständig erzogen

worden. Und ich hatte einfach

Glück. Glück, zur richtigen Zeit am

richtigen Ort zu sein.

G’sund: Was sind Deine aktuellen

Pläne?

SK: Im Februar habe ich einige

Auftritte in Florida, danach freue

ich mich auf meine Konzerte in

Österreich und Deutschland und

im Sommer mache ich eine weitere

CD, die dann auch wieder in

Österreich erhäItlich sein wird. n

www.simonekopmajer.com

Im Gespräch …

Foto: Sudy

Empfehlung für alle Jazzfans: Am

9. April 2011 gibt es Simone Kopmajer

& Band im Stadtsaal Voitsberg

zu hören (Vorverkauf in allen

Filialen der Sparkassen).

mit Eva Wagner,

Krankenschwester und Schauspielerin

Foto: Sudy

Hedi Grager spricht mit Eva Wagner, Krankenschwester in der Abteilung

für Gerontopsychiatrie in der Landesnervenklinik Sigmund

Freud. Schon als Schulkind tanzte sie Ballett, mit 13 Jahren übernahm

sie kleine Sprech- und Tanzrollen in einer Laientheatergruppe

und entdeckte ihre große Leidenschaft fürs Theater. Sie spielte

schon einige kleine Filmrollen wie beispielsweise ein Brandopfer

und eine Sekretärin im Film

„Der Todestunnel“, für den einige

Szenen im LKH Graz West

gedreht wurden. Zu sehen war

sie auch in „Johanna, Köchin

aus Leidenschaft“ mit Anja

Kruse und August Schmölzer

oder in „Die unabsichtliche Entführung

der Elfriede Ott“ in der

Rolle einer Ärztin.

G’sund: Du hattest schon so

große Erfolge, was erträumst Du

Dir noch?

SK: Ich habe keine großen Träume,

denn seit meinem 14. Lebensjahr

Nachzulesen unter:

www.gsund.net/portrait >

„Steirische“ Persönlichkeiten

in Interviews“

Foto: Wagner

Menschen helfen Menschen

März 2011


38

panorama

20 Jahre „Das GNU“

Jubiläum für Patienten-Zeitschrift der

Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz

„Gebt Worte Eurem Weh:

Schmerz, der nicht spricht,

raunt ins beschwerte Herz sich,

dass es bricht.“

Was Shakespeare so treffend

ausdrückte, ist seit 20

Jahren Ziel der Patientenzeitschrift

„Das GNU“: Menschen zu

ermutigen, ihrem inneren Schmerz

und ihrer Freude, den Hoffnungen

oder Enttäuschungen ihres Lebens

Ausdruck zu verleihen. „Das

GNU“ ist eine kreative Bühne für

Menschen, die an ihre Grenzen

gelangt sind und ihre Erfahrungen

mitteilen wollen. So bekommen

Leser Einblicke in die Innenwelten

von psychisch krank Gewordenen

und deren Versuche, durch

Schreiben und Malen in einer oft

feindlich erfahrenen Welt besser

zurechtzukommen.

Mittlerweile ist „Das GNU“ fast

so etwas wie eine Hauszeitung,

zu der auch Angestellte der LSF

Graz immer wieder Kreatives und

Informatives beitragen. Pflegedirektor

Franz Lenhardt: „Ich habe

in der Anfangszeit das Layout gemacht.

Hermine Trost hat mich um

EDV-Hilfe gebeten und so habe ich

in meiner Freizeit die Zeitung am

Computer hergestellt. Das war viel

Arbeit.“

Das Projekt lag von Anfang an in

den Händen der Seelsorge, die

in Zusammenarbeit mit der Anstaltsleitung

die Zeitung dreimal

jährlich herausgibt. Die im Februar

erschienene 65. Ausgabe

umkreist in vielen Beiträgen –

u. a. auch vom Ärztlichen Direktor

der LSF Graz DDr. Michael Lehofer

und dem Primar des Zentrums

für Suchtmedizin Dr. Martin Kurz

– das Thema „Sehnsucht“ und ist

Im Dienst der Gesundheit

Pflegekalender 2011 des LKH Hartberg

über die Seelsorge in der LSF Graz

erhältlich (bzw. im Intranet der LSF

unter „Seelsorge“ zugänglich).

Die Wirklichkeit „bei

den Hörnern packen“

Mag. Ulrike Riedl, Krankenhausseelsorgerin

und Herausgeberin

des ersten „GNU“ (Dezember

1990), erklärt den Namen der

Zeitschrift so: „Es sollte ein kurzer,

prägnanter Begriff sein, der sich

in seiner Logik nicht augenblicklich

erschließt. Außerdem soll der

Name an jenes afrikanische Tier

mit den großen Hörnern erinnern,

dem man eine gewisse Bockigkeit

nachsagt. So widerspenstig stellt

sich oft auch die Realität für psychisch

kranke Menschen dar. Der

Name soll dazu ermuntern, die

Wirklichkeit gewissermaßen bei

den Hörnern zu packen“. n

Mag. Karoline Gartner-Moser,

LSF Graz

Foto: Mallner

Endlich wieder leben!

Ich muss euch was sagen,

muss über mein Leben klagen,

das ich nie geführt habe und

nie gespürt.

Meine Gefühle waren kalt,

ich fühlte mich alt.

Mein Herz war kälter als Eis,

es war niemals heiß.

Ich fühlte mich nur noch öde,

war vollkommen spröde

von den ganzen Drogen,

die geglättet haben die

Wogen.

Als ich mich fast umbrachte

und überhaupt nichts mehr

bedachte,

wurde mir klar, dass ich es

alleine nicht schaffe.

Dass ich mich wieder aufraffe!

Ich hoffe, dass mich die Leute

dazu bewegen,

die Drogen (Alk und Tabs)

aufzugeben.

Um meinen Schmerz durch

Reden aufzuheben.

Denn ich will jetzt alles geben,

um endlich wieder zu leben!

Tina Kaltenegger

Foto: LKH Hartberg

Stolz wird der Pflegekalender 2011 des LKH Hartberg präsentiert.

Der Pflegekalender 2011 wird

das Personal und die Patienten

unter dem Motto „ Im Dienst

der Gesundheit“ zwölf Monate

lang begleiten.

Die Initiative und originelle Gestaltung

erfolgte auch dieses

Jahr durch DGKS Erika Lechner,

DKGS Maria Fink, DGKS Christine

Thaller und DGKS Karin Taucher.

39 Sponsoren unterstützten das

Projekt, mit dessen Reinerlös

(ca. € 6.200) ein Mobilisationssessel,

eine Sitzwaage und eine

Antidekubitusmatratze für die

Patienten angekauft wird. Auch

wenn das Sammeln von Sponsorengeldern

sehr zeitaufwendig

ist, überwiegt die Freude

darüber, Hilfsmittel für unsere

Patienten ankaufen zu können.

Wir haben uns für den Mobilisationssessel

und die Antidekubitusmatratze

entschieden, weil

unsere Patienten immer älter

und multimorbider werden und

diese Hilfsmittel unseren Mitarbeitern

die pflegerische Versorgung

erleichtern. n

DGKS Erika Lechner,

DKGS Maria Fink,

DGKS Christine Thaller,

DGKS Karin Taucher,

LKH Hartberg

März 2011

Menschen helfen Menschen


panorama

39

Kommunikation und Teamwork

auf jedem Terrain

Team-Workshop der Physiotherapeuten des LKH Stolzalpe

Während der Neustrukturierung

eines Teams entsteht

oft eine Phase der Unsicherheit

mit erwünschten und unerwünschten

Nebeneffekten. Ein

sogenannter „Team-Buildung-

Workshop“ kann eine gute Möglichkeit

sein, diese Energien zu

bündeln und in eine gemeinsame,

positive Richtung zu lenken.

Auch Unternehmen nützen zunehmend

diese Workshops, um

im Wege verbesserter Kommunikation,

erhöhter Kooperation

und konstruktiver Klärung von

Konflikten ihre Ergebnisse zu optimieren.

Oft werden dabei nicht

nur Kompetenzen innerhalb des

Teams, sondern die Strukturen

der Zusammenarbeit neu geordnet.

Grundlage dafür ist die Erkenntnis,

dass ein „Haufen“ von Individualisten

und Einzelkämpfern

in den meisten Bereichen kaum

effektiv arbeiten kann, und der

Spruch „das Ganze ist mehr als

die Summe seiner Teile“ gelten

muss.

Eine weitere Motivation ist, gemeinsam

etwas Besonderes erleben

zu wollen. Der berufliche Alltag

bietet oft wenige Gelegenheiten,

einen Zugang zu Menschen

außerhalb der definierten Rollen

zu finden. Daraus erwächst die

Möglichkeit, die Wahrnehmung

für gemeinsame Chancen zu erhöhen.

Outdoor-Trainings

Besonders bewährt haben sich

dabei verschiedene Formen des

Outdoor-Trainings. Schließlich

treten bei Seminaren in gut beheizten

Räumen zwischen Brötchen-

und Kuchenbuffets die realen

Charaktere kaum zu Tage.

Ein „Hochseilgarten“ zum Beispiel

schafft eine herausfordernde,

leicht stressende, dem Alltag

entrückte Situation. Die Teilnehmer

erleben, wie sie über Neuorientierung,

Entdeckung individueller

Fähigkeiten, Kooperation

und wachsendem Vertrauen ins

Team der Lösung (Bewältigung

des Parcours) Schritt für Schritt

näher kommen.

Physiotherapeuten im

Hochseilgarten

Die ersten Versuche der 3er-

Teams – jeweils ein mutiger,

skeptischer und unsicherer Teilnehmer

– waren in ca. 10 Metern

Höhe, auf Drähten, sog. Slacklines,

Seilschlaufen, Balken usw.

etwas verhalten. Die Aufwärmphase

war jedoch bald vorbei und

Selbstsicherheit im neuen Terrain

stellte sich ein.

Die durchwegs „hohe Luftfeuchtigkeit“

am Standort in Ligist,

Bezirk Voitsberg, wurde ganz im

Sinne des Seminars nicht als Hindernis,

sondern als Herausforderung

betrachtet.

Fazit: Kommunikation und Teamwork

funktionieren in der Physiotherapie

auch dann, wenn das

Terrain heikel ist und die Sonne

mal nicht scheint ! n

(Quelle: Infosion Stolzalpe.

Zeitschrift für Patienten und

Mitarbeiter. Ausgabe Nr. 4 -2010)

Christoph Meisterl,

PT-Leitung,

LKH Stolzalpe

Team-Building-Workshop –

eine gute Möglichkeit, Energien zu bündeln …

Christoph Meisterl.

… und in eine gemeinsame Richtung

zu lenken.

Fotos: LKH Stolzalpe

Menschen helfen Menschen

März 2011


40

„Mich interessiert der schöne Schein…

… und das, was dahinter lauert.“

Eva Rossmann, Schriftstellerin und Krimiautorin

Die Grazer Autorin Eva Rossmann

lebt seit vielen Jahren

im niederösterreichischen Weinviertel.

Sie arbeitete als freie Journalistin

unter anderem im ORF-

Hörfunk und bei der Neuen Zürcher

Zeitung. Von 1989–1994 war sie

Leiterin der Wiener Redaktion der

Oberösterreichischen Nachrichten.

Seither ist sie freiberufliche

Autorin.

Das

Interview

führte

Hedi Grager.

Nach einigen Sachbüchern, die

sich mit der Situation von Frauen

beschäftigen, schrieb sie seit 1999

jedes Jahr einen Kriminalroman.

Im April 2009 wurde ihr Krimi

„Russen kommen” zum Buchliebling

in der Kategorie Krimi und

Thriller gewählt. Seit dem Krimi

„Ausgekocht” arbeitet sie auch

als Köchin in Buchingers Gasthaus

„Zur Alten Schule“ in Riedenthal

bei Wolkersdorf.

Ich treffe Eva Rossmann in der

Lounge-Bar des Hotels Weitzer

in Graz, kurz bevor sie hier eine

Lesung hält. Einige Fragen habe

ich mir aus Zeitgründen schon per

Mail von ihr beantworten lassen,

umso mehr freue ich mich, dass ich

sie jetzt persönlich kennenlernen

kann – sie war mir nämlich schon

während unseres Mailverkehrs

ungemein sympathisch.

Und genauso sympathisch ist der

erste persönliche Eindruck: sehr

engagiert, fröhlich und unkompliziert.

Humorvoll plaudert sie mit mir

über Bücher, die sie schon vor langem

begonnen hat, und dass es ihr

an Zeit fehlt, diese fertigzustellen,

wie beispielsweise ein Karibikkochbuch

oder „Die Krummvögel“,

einen schrägen österreichischen

Kurzroman über Klischees und

Konflikte zwischen Stadt und

Land.

Sie erzählt, dass ihre Krimis jetzt

auch auf italienisch übersetzt werden

und dass Sie kurzfristig ein Angebot

angenommen hat, ein Drehbuch

für ein Kriminal-Theaterstück

für die Sommerspiele in Hall zu

schreiben.

G’sund: Für Ihren Gastronomie-

Krimi „Ausgekocht“ wollten Sie

in Ihrem Lieblingslokal „Zur Alten

Schule“ nur einige Wochen recherchieren

– jetzt sind Sie staatlich

geprüfte Köchin, aufgestiegen

zur Sous-Chefin, und kochen immer

noch dort. Haben Sie damit

gerechnet?

ER: Nein, damit hab ich wirklich

nicht gerechnet! Aber es war bei

mir schon immer so, dass sich vieles

einfach ergeben hat. Und: Ich

habe eine Menge Glück gehabt.

G’sund: Wie arbeiten Sie?

ER: Ich glaube, ich bin einfach

neugierig, was in unserer Welt passiert.

Das macht das Recherchieren

auch viel einfacher. Wie viel ich vor

einem Krimi herum- und nachfrage,

hat ganz stark mit dem Thema zu

tun. Für meinen neuen Krimi „Evelyns

Fall“ hab ich mich eben viel mit

Caritas-Leuten unterhalten, auch

mit einem Gerichtsvollzieher … da

hab ich versucht herauszufinden,

wie arme Leute bei uns ganz real leben

und was ihre besonderen Probleme

sind. Und für den nächsten

Krimi, der mit Jugendkult, Schönheitswahn

und genetischen Forschungen

zur Lebensverlängerung

zu tun hat, bin ich jetzt intensiv mit

einem Genetik-Professor in Kontakt,

der mir beizubringen versucht,

wie Telomere in Zukunft stimuliert

werden könnten. Die Fakten müssen

eben passen. Der große Rest,

die Handlung, die Figuren, das ist

Phantasie.

G’sund: Warum Krimis, was fasziniert

Sie so besonders daran?

ER: Mich interessiert der schöne

Schein – und das, was dahinter

lauert. Und mich fasziniert die

Zuspitzung eines Themas auf das

Wesentliche: Auf Leben und Tod.

G’sund: Könnten Sie sich vorstellen,

als Kriminalistin zu arbeiten?

ER: Liebe Güte! Das hab ich mir

noch gar nie überlegt! Ich weiß

nicht, ob ich das könnte … ganz

abgesehen davon, dass das teilweise

eine sehr langwierige Arbeit

ist, sind da in der Realität auch

sehr viele Personen eingebunden.

So frei wie meine Mira kann eine

professionelle Kriminalistin nie

ermitteln. Das ist auch mit ein

Grund, warum ich als Hauptfigur

eine Journalistin und keine Polizeibeamtin

genommen habe.

G’sund: Sie sind mit dem ORF-Redakteur

Ernest Hauer verheiratet.

Fließen auch von ihm Ideen in Ihre

Bücher ein?

ER: Natürlich! Nicht so vordergründig,

aber einfach dadurch,

dass wir gemeinsam durch die

Welt unterwegs sind, darüber reden,

vieles sehr ähnlich und anderes

recht verschieden sehen. Und:

Er ist der erste Leser aller meiner

Manuskripte. Jetzt ist er übrigens

im Vorruhestand und hat noch

mehr Zeit … auch um bei Lesereisen

mit dabei zu sein. Das finde

ich natürlich hervorragend – und

nicht nur, weil er ein wunderbarer

Chauffeur ist.

G’sund: Sie schreiben Drehbücher

für SOKO-Kitzbühel. Worin liegt

der gravierendste Unterschied

zwischen einem Buch und einem

Drehbuch?

ER: In einem Film erzähle ich eine

Geschichte in erster Linie über die

Bilder und erst dann über Worte. In

einem Buch muss ich versuchen,

nur durch Worte bei den Leserinnen

und Lesern im Kopf eine plastische

Welt entstehen zu lassen.

Die kann natürlich bei vielen ziemlich

unterschiedlich aussehen,

weil sie ja mit der eigenen Phantasie

und den eigenen Erfahrungen

zusammenhängt.

„Evelyns Fall“ ist der 12. Mira-Valensky-Krimi von Eva Rossmann.

März 2011

Menschen helfen Menschen


41

G’sund: Sie moderieren – abwechselnd

mit einigen Kollegen

– die ORF-Diskussionssendung

„Club 2“. Was reizt Sie am Fernsehen?

ER: Am Fernsehen an sich eigentlich

wenig. Aber Live-Fernsehen

hat schon etwas Spannendes: Da

können Zuschauer ohne irgendeinen

Filter, ohne Schnitt verfolgen,

wie Menschen reagieren, diskutieren,

agieren.

G’sund: Sie sagen provokant: „Ich

halte Frauen nicht für die besseren

Menschen, aber – so sorry, Männer

– für spannend, vielfältig, intelligent,

anpassungsfähig, durchsetzungsstark,

liebesfähig, kurz für so

gut, dass sie nicht immer an Männern

gemessen werden müssen.“

Sie interessieren sich sehr für „Frauenthemen“,

werden als Feministin

bezeichnet. Wie sehen Sie sich?

ER: Ist das provokant? Finde ich

gar nicht. Ich sage damit ja immerhin

auch, dass ich Männer für

gleich gute Menschen wie Frauen

halte. Und dass Frauen zumindest

im Job, in der Öffentlichkeit nicht

immer als „das andere“ gelten

sollten, das am „Normalfall“ Mann

gemessen wird, wär einfach schon

sehr fein. Ich hielte das eigentlich

nur für selbstverständlich. Weil

jeder Mensch als eigenständig

und ohne ideologische Schranken

wahrgenommen werden sollte.

Ach ja, und klar: Ich bin Feministin.

Genau in diesem Sinn.

G’sund: Was lesen Sie selbst?

ER: Viele Krimis, immer schon, allerdings

keine hardboiled Thriller,

in der es nur um eine Anhäufung

von Leichen geht. Gar nicht so sehr,

weil ich sie grauslich finde, sondern

weil allzu oft die Figuren sehr schemenhaft

bleiben und das ist mir

dann langweilig. Ich liebe alle Bücher,

die mir über ein kleines Stück

innere oder äußere Welt erzählen,

die ich so noch nicht wahrgenommen

habe. Die amerikanischen

Erzähler wie T.C. Boyle oder auch

John Irving mag ich besonders,

aber ich finde auch Heinrich Böll

nach wie vor großartig.

G’sund: Sind Sie ein sportlicher

Typ? Was machen Sie für Ihre Gesundheit?

ER: Ja, ohne Sport fühle ich mich

einfach unwohl. Ich laufe fünf- bis

sechsmal die Woche, das macht

auch den Kopf herrlich frei. Ich

liebe es, im Meer oder in einem

großen Pool so richtig ausgiebig

zu schwimmen. Und mein Mann

hat mir beigebracht, dass ich auch

Schifahren mag.

G’sund: Worauf können sich Ihre

Leser als nächstes freuen?

ER: Der nächste Krimi wird sich

um Jugendkult und Schönheitswahn

drehen – er wird übrigens

zum großen Teil in der Steiermark,

nämlich im oststeirischen

Vulkanland, spielen. Dort gibt es

die „Beauty-Oasis“, in der es angeblich

um allumfassendes Wohlbefinden

geht. Aber es kann gut

sein, dass der Betreiber, ein prominenter

Schönheitschirurg, auch

anderes im Sinn hat. Da gibt es ein

Labor, das keiner kennen darf …

http://www.evarossmann.at

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/portrait

Mira Valensky, die Hauptfigur

der Krimis von Eva Rossmann,

ist eigentlich eine Wiener Journalistin.

Sie liebt das bequeme

Leben, kocht und isst gerne –

aber: Mira ist neugierig. Gerade

dann, wenn alle wegschauen,

schaut sie hin. Unterstützt wird

sie von Vesna Krajner, ihrer bosnischstämmigen

Putzfrau und

Freundin. Beide Frauen machen

im Lauf der Romane Karriere:

Mira wurde von der Lifestyle-

Journalistin zur Chefreporterin

des „Magazin“. Vesna hat die

österreichische Staatsbürgerschaft

bekommen und ein Reinigungsunternehmen

gegründet.

Seit 1999 schreibt Eva

Rossmann jedes Jahr einen

Kriminalroman und

wurde 2000 als Kommunikatorin

des Jahres ausgezeichnet.

Menschen helfen Menschen

März 2011


42

panorama

West.Wurst-Party stärkt Partnerschaft

LKH Graz West freut sich über die „Partner mit langem Atem“

Am 20. Jänner 2011 lud das

LKH Graz West zum dritten

Mal zur Partnerveranstaltung

„West.Wurst“ ein. Ziel dieser Veranstaltung

unter dem Motto „Partner

mit langem Atem“ ist es, den

Kontakt mit externen Partnern aus

dem Bereich Verwaltung-Wirtschaft-Technik

zu pflegen und sie

über Schwerpunkte unseres medizinisch-pflegerischen

Kerngeschäftes

zu informieren.

Foto: LKH Graz West

Besprechung des Lungenfunktionstest: Hypo Gen.Dir. Mag. M. Gölles,

Hypo Filialleiter DI R. Höck und OA Dr. G. Ambrosch.

Inklusive

Lungenfunktionstest

Epidemiologische Studien in

Österreich und Europa haben

ergeben, dass 10% der über

40-Jährigen an einer COPD leiden.

Dabei handelt es sich um

eine chronisch fortschreitende

Entzündung der Atemwege und

des Lungengewebes mit Einschränkung

der Lungenfunktion,

die langsam zur Invalidität führen

kann. Hauptursache ist das

inhalative Zigaretten Rauchen,

aber auch arbeitsplatzbezogene

Noxen und Feinstaub sind als

Ursachen zu nennen. Die kleine

Lungenfunktion gibt rasch und

unkompliziert Auskunft über das

Vorliegen einer solchen Erkrankung,

die vom Patienten in der

Anfangsphase nicht bemerkt

werden muss. Dazu wurde mit

den geladenen Gästen von

OA Dr. Gerhard Ambrosch und

seinen Mitarbeiterinnen für

Interessierte ein Lungenfunktionstest

durchgeführt und das

Ergebnis besprochen.

Im Anschluss kam es beim Genuss

von Wurstspezialitäten

wie Lammfurter und Lammkrai

ner vom Weizer Berglamm,

Hirschkrainer vom Hochschwabwild,

Debreziner vom Weststeirischen

Turopoljeschwein und

Bio-Almenland Käsekrainer zu

einem regen Gedankenaustausch.

n

Stellv. Betr.Dir. Ing. Klaus

Schaupp, MBA

LKH Graz West

WBV Lehrgang 2010

Die Teilnehmer des WBV Lehrganges

2010 haben im November

2010 gemeinsam Schloss

Eggenberg besucht. Durch eine

interessante Führung lernten sie

die bedeutendste barocke

Schlossanlage der Steiermark näher

kennen. Nach Besichtigung

der Räumlichkeiten des Schlosses

und des Archäologiemuseums

beschloss die Gruppe, den

Nachmittag gemütlich im Restaurant

Rudolf ausklingen zu lassen.

Der Kulturausflug in die steirische

Landeshauptstadt war ein voller

Erfolg, sodass bereits ein weiteres

Treffen für 2011 im Raum

steht.

n

Ronald Barth,

Krankenanstaltenverbund

Rottenmann - Bad Aussee

Das runde Leder rollt

Foto: LKH Bad Radkersburg

Foto: KAGes

Gemeinsamer Ausflug in die kulturelle Geschichte.

Faire Vergleichskämpfe zwischen den Fußballern des LKH und der Polizeiinspektion

in Bad Radkersburg.

Bereits seit mehr als 10 Jahren

finden ca. vier Mal pro Hallensaison

Vergleichskämpfe zwischen

dem LKH und der Polizeiinspektion

in Bad Radkersburg statt. Derzeit

dürfte es Unentschieden stehen.

Ende letzten Jahres fand in der

Gnaser Halle das erste Spiel der

Wintersaison 2010/11 zwischen

LKH und Polizeiinspektion statt.

Dieses Mal besiegte die Polizeiinspektion

das bunt gemixte Team

des LKHs (Technischer Dienst,

Ärzte, Verwaltung…).

Ein Dank gebührt unserem Sponsor,

dem Betriebsrat des LKH Bad

Radkersburg. Wir freuen uns schon

auf das nächste Match gegen die

Polizeiinspektion… n

Paul Fischer,

LKH Bad Radkersburg

März 2011

Menschen helfen Menschen


43

K u n s t R a u m KAGe s

Foto: LKH Hartberg

Foto: LKH Hartberg

„Die Holasek“ in der Galerie im Klinikum

Kunst von Gabriele Prenner im

LKH Hartberg

Mitte Jänner fand

die Eröffnung zur

Ausstellung von

Gabriele Prenner

statt. Die in der Oststeiermark

lebende

Künstlerin entdeckte

durch einen Kurs in

Aquarellmalerei die

Liebe zur Malerei.

Ab 2004 widmete sich Prenner verstärkt der

Leinwandmalerei. Das Malen dient ihr als

emotionales Ausdrucksmittel, aber auch als

Ausgleich zu Familie und Arbeit. n

Monika Weghofer im

LKH Hartberg

Von Anfang bis Ende

März 2011 findet

die Ausstellung von

Monika Weghofer

statt. Die Ausstellung

mit dem Titel

„Spiegel, Bilder &

Raumenergie“ setzt

sich mit der Energie

aus Farbe und Form

einer systematischen Umsetzung künstlerischen

Handwerkes in wirkungsoptimierter

Perfektion auseinander.

Die Künstlerin beschäftigt sich seit den 90er

Jahren mit der Malerei und seit 2006 im Speziellen

mit „Seelen-Spiegel-Bildern“. n

Monika Hitter im LKH Graz West

Bis Ende Februar dieses

Jahres präsentierte

Monika Hitter

Öl- und Acrylbilder

unter dem Titel „Vorbilder“

in der Galerie

des LKH Graz West.

Die Künstlerin mit Betriebsdirektor

S. Fort-

Ihre ausgestellten

Werke entstanden müller.

zwischen 2008 und

2010 – ein Zeitraum, in dem sich die bisherige

Autodidaktin Rahmenbedingungen für eine

künstlerische Ausbildung schaffte. Ein Teil

ihrer Werke ist abstrakt, um Sinneseindrücke

unmittelbar zu veranschaulichen, der andere

Teil gegenständlich, wobei Fotos oder reale

Landschaften als Vorlage dienen.

Seit September 2010 besucht die Künstlerin

neben ihrer Tätigkeit als selbständige Physiotherapeutin

die Meisterklasse für Malerei an

der Ortweinschule.

Foto: LKH Graz West

n

Christine Leopold-Fuchs,

LKH Graz West

Bis Mitte April dieses Jahres präsentiert Mag. Petra Holasek einen Teil ihrer Werke in der Galerie

im Klinikum. Die in Graz geborene Künstlerin ist ausgebildete Juristin. Als solche studierte

sie die Rechtsvorschriften unserer Gesellschaft, als Künstlerin studiert sie die Gesetze des

Herzens. Einerseits tritt bei Mag. Petra Holasek immer wieder das Herz als Motiv auf, andererseits

fühlt sie sich mit der Aktionskunst, der Schütttechnik sehr wohl. „Für mich sind die zwei

Richtungen kein Widerspruch. Die Aktion ist die radikale emotionale Artikulation. Die Quelle

meines Unterbewusstseins spielt eine eminente Rolle. Jedes meiner Bilder ist Resultat einer

Selbstbefragung, einer Auseinandersetzung mit einer momentanen Entwicklungsstufe.“ Seit

neuestem wendet sich die Künstlerin dem Thema „Schuhe“ zu.

n

Zahlreiche

Betriebsdirektoren

besuchten die Ausstellungseröffnung

von Mag. B.

Holasek.

Foto: W. Stieber/LKH-Univ. Klinikum Graz

Weitere Informationen:

www.dieholasek.at

Foto: Wiesner

Obsession

Obsession besteht aus großartigen, teils international

bekannten und vor allem - wie der

Bandname schon sagt – leidenschaftlichen

Musikern: Gregor Bishops (Vocals), Anna-

Lena Mentschel (Vocals), Marco Schelch

(Vocals), Marina Zettl (Vocals), Lisa Tendl (Vocals),

Johannes Hödl (Saxophon, Klarinette),

Stefan Kotter (Keyboards), Ewald Prügger

(Kontrabass, E-Bass) und Thomas Manhardt

an den Drums. Sie spielen wunderbaren

Jazz ebenso wie Pop, die besten Evergreens

von Sinatra bis Presley und vierstimmige

Arrangements à la Manhattan Transfer.

Unvergessen sind ihre Live-Auftritte beim

Jazzsommer Graz 2004 und 2005 und ihr Album

„All We Need“ aus dem Jahr 2009.

Angesprochen auf die größte Stärke von Obsession

sagt ihr Gründer Johannes Hödl: „Es

klingt banal, aber es ist die ‚Lautstärke‘, denn

gute Musiker können auch leise spielen!“

Johannes Hödl gründete bereits 1987 die

„Old Stoariegler Dixielandband“ und 2003

dann Obsession – beide Bands führte er zu

großem Erfolg. Nach seinen Hobbies befragt

ist er ehrlich: Nicht Schifahren, Laufen oder

Golfen, sondern gutes Essen und manchmal

Kochen (er meint, dass man ihm das auch

ein bisschen ansieht). Und dann verrät er mir

noch seinen Lieblingswirt, es ist das Restaurant

„GüntherS Hof“ in Pischelsdorf, wo er

auch drei bis viermal pro Jahr mit Obsession

zum Jazzbrunch spielt.

www.obsession-jazz.at

Hedi Grager

Menschen helfen Menschen


44

panorama

!

Mitmachen

und gewinnen!

Auf welchen Seiten dieser G’sund-

Ausgabe befinden sich diese beiden

Bildausschnitte?

ò

Rätselspaß mit Gewinnchance für Bücher

Schicken Sie das Lösungswort des Kreuzworträtsels

bzw. die drei Ziffern (von oben nach unten)

der farbig hinterlegten Felder des Sudoku mit

Namen und Adresse an:

Redaktion G’sund/KAGes

Postfach 6, 8036 Graz

Mail: gsund@kages.at

Fax: 0316/340-5296

Aus allen bis zum 03.04.2011 eingelangten

Einsendungen mit der richtigen

Lösung werden unter Ausschluss

des Rechtswe ges Buchpreise verlost.

Die Gewinner werden schriftlich verständigt.

Das G’sund-Team wünscht viel Erfolg!

ò Auf Seite _________

ù Auf Seite _________

ù

Kreuzworträtsel

verehrtes

Vorbild

süße

Sahne,

süßer

Rahm

wörtliche

Wiedergabe

nordischer

Hirsch,

Elch

Unzufriedenheit

äußern

Mädchen

im

Wunderland

Hafenstadt

auf

Korsika

Verein,

Zweckverband

6

Spielklasse

beim

Sport

Spion,

Spitzel

Region

der Rep.

Südafrika

8 Saalach

3

7 Horntier

2

afrikanischasiat.

mexikanischer

Indianer

1

eiförmig

Küchengewürz,

Meerrettich

Weigerung;

Verzicht

Luftkurort

an der

kleine

Rechnung

Teilzahlung

an dieser

Stelle,

an diesem

Ort

Fahrkarte

binnen

Stadt in

Vorarlberg

guter

Freund,

Kumpan

mit

anderem

Namen

italienische

Weinstadt

stramm,

straff

gespannt

4 5

persönl.

Fürwort

(dritte

Person)

Wand-,

Bodenplatte

Tierhand,

Tierfuß

ital.

Barockmaler

(Guido)

Bestand,

tatsächlicher

Vorrat

Lösungswort

Kennwort „Kreuzworträtsel“

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Redaktion G’sund/KAGes

Postfach 6, 8036 Graz

Mail: gsund@kages.at

Fax: 0316/340-5296

Aus allen bis zum 03.04.2011

eingelangten Einsendungen

werden unter Ausschluss des

Rechtsweges 2 CDs von Simone

Kopmajer und 2 x 2 Karten

für ihr Konzert am 9. April

2011 in Voitsberg verlost.

Die Gewinner werden schriftlich

verständigt.

1 2 33 4 4 5 5 6 6 7 7 8 8

SUDOKU

I K A I F P

D O R N B I R N L O F E R

O B E R S A N T I L O P E

E L E N A Z T E K E T N

R A G E R S P E Z I

Das K Diagramm L A G E dieser N japanischen H I E R Rätselart I ist mit

den A L Zahlen I C 1–9 E aufzufüllen. O V A L Jede A Zahl S T darf I in jeder

Zeile U und G jeder N Spalte A T A und L in jedem A L 3x3-Feld I A S nur einmal

B A S T I A B I L L E T T

vorkommen.

Schwierig keitsgrad: leicht

Kennwort „Sudoku“

Sudoku

Der japanische Rätselspaß für Fans der Zahlenlogik

und die, die es noch werden wollen. Füllen Sie die

leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile, in jeder Spalte und in jedem 3-x-3-

Kästchen alle Zahlen von 1 bis 9 nur jeweils einmal vorkommen.

5 2 3 8

9 1 6

8 9

4 3 9 8 5

1 9

6 5 1 7 3

8 3

2 1 9

3 6 2 7

Auflösungen vom Dezember 2010: Kreuzworträtsel: gelassen Sudoku: 469

März 2011

Menschen helfen Menschen

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