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Erscheinungsort Graz. Verlagspostamt 8010 Graz/P.B.B. 02Z033793M – Postentgelt bar bezahlt

Erfolgreicher Einsatz des

Grazer Gamma-Knife

auf Seite 24.

Nr. 50 Juni 2006

KAGes

www.kages.at


Inhalt Juni 2006

AKTUELLES

4 MAHNMAHL. Gedenkfeier in LSF Graz

5 KAGES-VORSTAND. Zwischenbilanz

6 REGIONALKONFERENZEN. Im Blickpunkt

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

11 SOZIALPROJEKT. LSF Graz

13 MOZART. Steirische Spuren

PERSONALENTWICKLUNG

14 TELEARBEIT. Erste Erfahrungen

16 MOBBING. Erste Hilfestellungen

18 AIGNER-ROLLETT. Erinnerungen

19 STEUERTIPPS. Hubner & Allitsch

20 DOKUMENTATIONSASSISTENT. Studienreise

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

24 NEUROCHIRURGIE. Gamma-Knife

26 HNO-KLINIK. Interdisziplinäre Betreuung

27 ÄRZTEBANK. Anlegertipp

30 AUENBRUGGER. Grazer Mediziner

31 LKH STOLZALPE. Spondylolyse

34 SODBRENNEN. Neue Volkskrankheit

35 KRANKENHAUSINFEKTION. Qualitätskontrolle

36 ALPHA-1. Genetischer Defekt

QUALITÄTSMANAGEMENT

38 GEDENKSTÄTTE. Totgeborene Kinder

41 KONFERENZ. Gesundheitsfördernde Krankenhäuser

42 STORYTELLING. Buchauszug

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

43 GRAZ. Neues Hörsaalzentrum

44 VOITSBERG. AG/REM-Station

45 SCHWANBERG. Männerstation

46 FÜRSTENFELD. Funktionstrakt

47 MÜRZZUSCHLAG. Umweltmanagementsystem

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

50 SAP BW. Datendrehscheibe

51 HOTLINE. openMEDOCS

52 FÜRSTENFELD. Medika-Infoportal

54 openMEDOCS. Erfolgreiche Einführung

PANORAMA

58 AUSSICHTSWARTEN. Blick ins Land

61 GASTINGER. In Graz geboren

62 GRAZ. Bunte Hausfassaden

63 KunstKulturTipp. Volker Wohlgemuth

Titelseite-Foto:

Gamma-Knife/Kollimatorhelm, von Dipl.-Ing. Clemens Keil

Menschen helfen Menschen

6–9

26

ROCHE.

27

32–33

62

REGIONALKONFERENZEN.

GRAZER HAUSFASSADEN.

Impressum

Medieninhaber und Verleger

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 4-6

Herausgeber

Krankenanstaltenpersonalamt,

A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 4-6,

DVR 0468533

Geschäftsführung & Redaktionelle

Leitung

Dr. Reinhard Sudy

Redaktionsteam

Susanne Gasteiner, Hedi Grager,

Mag. Katharina Kainz, Wolfgang Meditz,

Mag. Helmut Meinhart, Peter Neumeister,

Reingard Ragger,

Petra Ritz, Ing. Klaus-Dieter Schaupp,

DI Friedrich Zopf

Redaktionssekretariat,

Marketing & Werbung

Hedi Grager, Organisationsabteilung.

vox: 0316/ 340-51 21,

fax: 0316/ 340-52 21,

E-Mail: gsund@kages.at.

Internet

www.gsund.net, www.kages.at

Produktion

KLIPP Zeitschriften GmbH Nfg & Co KG,

Graz, www.klippmagazin.at

Fotos

KAGes-Archiv, Hedi Grager, Albert Hütter,

Helmut Meinhart, Heinz A. Pachernegg,

Klaus Schaupp, Reinhard Sudy

Druck

Leykam Universitätsbuchdruckerei GesmbH,

8054 Graz, Ankerstraße 4

Auflage

21.000 Exemplare, Gedruckt auf umweltfreundlichem

Papier.

Erscheinungsweise

4 x jährlich

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz

G’sund dient der umfassenden Information

der Mitarbeiter der KAGes über das gesamte

Unternehmen. Durch die Zusendung von

G’sund an alle Mitarbeiter wird dem Recht

auf Information gemäß § 7a EKUG bzw. § 15f

MSchG entsprochen. Trotz sorgfältiger Bearbeitung

in Wort und Bild kann für die Richtigkeit

keine Gewähr übernommen werden. Mit

Verfassernamen gekennzeichnete Beiträge

geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers

und der Redaktion wieder.

Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

genauer Quellenangabe und Übermittlung

eines Belegexemplares erlaubt.

G’sund behält sich das Recht vor, die veröffentlichten

Beiträge (inkl. Tabellen und Abbildungen)

auf CD-ROM und ins Internet zu

übertragen und zu verbreiten.

Die G’sund-Redaktion ist grundsätzlich um einen

geschlechtergerechten Sprachgebrauch

bemüht. Im Interesse einer guten Lesbarkeit

verzichten wir aber weitestgehend auf

Schreibweisen wie z. B. MitarbeiterInnen oder

Patienten/Innen und auf gehäufte Doppelnennungen.

Wir bitten daher um Verständnis,

wenn dies zu geschlechtsabstrahierenden und

neutralen Formulierungen, manchmal auch zu

verallgemeinernden weiblichen oder männlichen

Personenbezeichnungen führt.

Juni 2006

KAGes

www.kages.at


4

AKTUELLES

Mahnmal für Euthanasieopfer

Gedenkfeier in der Landesnervenklinik Sigmund Freud

Energie für

die Seele

Urlaub im Kloster und Tage

der Stille

Zwei informative

Broschüren über

interessante

Erholungsformen.

Foto: Peter Melbinger

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer bei seiner

Gedenkrede. Rechts im Bild das Mahnmal von

Univ.Prof.Dipl.Arch. János Koppándy.

Der Künstler Univ.Prof.Dipl.Arch. János

Koppándy hat in der Nähe der einstigen

Verladestation einen kleinen Platz mit einem

kontraststarken Mahnmal aus dunklem und

hellem Stein geschaffen. Symbolhaft ist auch

der Blick von den beiden Bänken. Von einer

sieht man in das Gelände der heutigen LSF

Graz, zu den Ausbildungsstätten und zur Kirche.

Von der anderen Bank sieht man durch

Erinnerungsplakette am Mahnmal.

eine Baumreihe zur ehemaligen Verladestation,

vor der heute eine „Blut-Buche“ gepflanzt

ist. Damit wird dauerhaft und bildhaft der Opfer

der Nazi-Euthanasie in Graz gedacht.

Im Rahmen eines feierlichen Gedenkaktes

sprach Bundespräsident Dr. Heinz Fischer

und als sichtbares Zeichen der Versöhnung

gab es ein gemeinsames christlich-jüdisches

Gebet.


Foto: Sudy

Ein Veranstaltungskalender

des Canisiuswerks

gibt einen Überblick

über das vielfältige und

gut geordnete Angebot

der österreichischen Ordensgemeinschaften.

Dieses

reicht von Bibelwanderungen

und Einkehrtagen

bis zum Mitleben und

zur Begegnung im Kloster,

Reisen zu religiösen Stätten

und Wallfahrten.

Ein Begleitheft dazu informiert speziell über

die Möglichkeiten, einen Urlaub im Kloster

zu verbringen und andere Formen der Erholung

und Selbstfindung.


Kontakt:

Canisiuswerk

Stephansplatz 6, 1010 Wien

Tel. 01/512 51 07-14

office@canisius.at

www.canisius.at

Menschenwürde bis zuletzt

EU-Symposium und 3. Steirischer Hospiz- und Palliativtag

Mit dieser Veranstaltung anlässlich der

österreichischen EU-Präsidentschaft im

Tagungszentrum Nord des Messecenters

Graz erfolgt der Start einer EU-Diskussion

über ethische Grundsätze

und strukturelle Rahmenbedingungen.

Eingebettet

in den gleichzeitig stattfindenden

3. Steirischen Hospiz-

und Palliativtag soll

die Thematik Hospizarbeit

und Palliativmedizin gefördert

und den nachfolgenden

EU-Präsidentschaften

Finnland und Deutschland

ein nachhaltiger Impuls gegeben werden. Es

besteht dabei die Möglichkeit, sich aus erster

Hand über Hilfestellungen durch Hospizarbeit

und Palliativmedizin zu informieren.

Messecenter Graz, Tagungszentrum Nord

Samstag 24. Juni 2006, 9.00 – 17.30 Uhr

Eintritt frei

Anmeldung: Koordination Palliativbetreuung

Steiermark

palliativbetreuung@kages.at

Tel. 43 (0) 316/340-5839


Juni 2006

Menschen helfen Menschen


AKTUELLES 5

Liebe

Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter!

Übergangsbudget für 2006

Mit dem Beschluss des Stmk. Landtages

über den Landeshaushalt für 2006 wurde

auch der Gesellschafterzuschuss für die KA-

Ges festgelegt. Nach dem erklärten Willen

der Regierungsparteien soll 2006 ein Übergangsjahr

darstellen und ist erst für die Jahre

2007 bis 2010 wiederum ein Vier-Jahresvertrag

für die Finanzierung der KAGes vorgesehen.

Der Zuschuss des Landes für 2006 wird in

Form eines Landesdarlehens in Höhe von

302 Mio. Euro aufgebracht. Dieser Betrag

liegt deutlich unter den für 2005 zur Verfügung

gestellten Landesmitteln. Damit können

der laufende Betrieb und dringend notwendige

Investitionen abgedeckt werden.

Weitere Investitionen sollen durch innovative

Finanzierungsmodelle ermöglicht werden,

wobei interne Einsparungsmaßnahmen – Organisationsoptimierungen,

Nutzen von Synergien

– zur Mitfinanzierung dieser notwendig

sind.

Neues Dienst- und

Besoldungsrecht für Ärzte

Ärztekammer, die Gewerkschaft Öffentlicher

Dienst und der Vorstand einigten sich, nach

eineinhalb Jahren Verhandlungen, auf eine

umfassende Reform des Dienst- und Besoldungsrechtes

für KAGes-Ärzte. (Für die Bundesärzte

im LKH Univ.-Klinikum Graz wurde

ein zusätzliches Sozialpaket ausverhandelt,

das noch gesondert vorgestellt wird.)

Die Eckpunkte der Reform sind eine zeitgemäße

und zukunftsorientierte Arbeitszeitregelung,

verbunden mit einer insgesamt

deutlichen – ca. 10%igen – Erhöhung der

Bezahlung unserer Ärzte. Die Ziele einer

höheren Patientenorientierung bei geringeren

Einsatzzeiten der Ärzte, verbunden mit

der Möglichkeit einer besseren Ressourcenauslastung,

konnten damit erreicht werden.

Neue Organisations- und Dienstplanmodelle

– insbesondere im Klinikum Graz –

sind Grundvoraussetzung für eine bestmögliche

Nutzung/Umsetzung der neuen Potentiale

daraus. Angestrebt wird eine Umsetzung

mit 1. Oktober 2006.

Von links: Vorstandsdirektor Ernst Hecke und Vorstandsdirektor Dipl.-Ing.

Christian Kehrer.

Altersaufstieg

für leitende Ärzte

Gleichzeitig mit dem Inkrafttreten der Dienstund

Besoldungsrechtsnovelle wird bei den

Arzthonoraren auch ein Altersaufstieg für Klinikvorstände,

klinische Abteilungsleiter, Primarärzte

und Departmentleiter eingeführt

werden. Der Altersaufstieg beträgt alle drei

Jahre zwei Gebührenpunkte, bei Departmentleiter

einen Punkt und ist mit 12 bzw. 6 Punkten

beschränkt.

Neue zukunftsweisende

medizinische Leistungsangebote

Im LKH Fürstenfeld wurde der neue Funktionstrakt

mit dem Tageschirurgischen Zentrum

für die gesamte Oststeiermark in Betrieb genommen.

Ein wichtiges und zukunftsweisendes

Pilotprojekt für die Steiermark und ganz Österreich.

Die „Chirurgiereform“ wurde damit am

Standort Fürstenfeld mit den Inhalten „elektive

minimalinvasive Chirurgie“, „Tagesklinik“ sowie

einer „24 Stunden Akutambulanz“ umgesetzt.

Im LKH Voitsberg wurde eine neu adaptierte

20-Betten-Station mit dem medizinischen Leistungsangebot

für „Akutgeriatrie und Remobilisation“

in Betrieb genommen. Damit hat auch

die Weststeiermark ein modernes und maßgeschneidertes

Angebot insbesondere für „Ältere

Menschen“ bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems,

Schlaganfällen, Erkrankungen

des Bewegungsapparates oder nach orthopädisch-chirurgischen

Eingriffen.

Neue Heimstätte für Ausund

Weiterbildung

Im LKH Univ.-Klinikum Graz wurde das neue

Hörsaalzentrum in Betrieb genommen. Die

hochwertige funktionale Architektur und die

topmoderne Ausstattung bieten ideale Lehrund

Lernvoraussetzungen für Lehrende und Studierende

der MUG.

Ernst Hecke

KAGes

www.kages.at

Projekt openMEDOCS

erfolgreich abgeschlossen

Die KAGes konnte im Frühjahr 2006, als erster

großer Spitalsträger Österreichs, ein einheitliches

EDV-System für die gesamte Patientenadministration

und für die medizinisch und pflegerische

Dokumentation flächendeckend in Betrieb

nehmen.

Nunmehr kann in allen Spitälern der KAGes die

komplette Dokumentation – einschließlich aller

relevanten Daten aus Voraufenthalten in unseren

Spitälern – abgerufen werden.

Das neue System ermöglicht auch eine rasche

und sichere elektronische Übermittlung von

Arztbriefen an niedergelassene Ärzte. Von den

obersteirischen KAGes-Spitälern sind bereits

mehr als 400 Ärzte an dieses System angeschlossen.

Ein besonderer Dank gebührt dem gesamten

Team und allen Mitarbeitern, die diesen Erfolg

ermöglicht haben, konnte das Projekt doch

deutlich unter den veranschlagten Kosten abgerechnet

werden.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gemeinsam

werden wir auch weiterhin die anstehenden

Herausforderungen – auch mit knapperen

finanziellen Mitteln – bewältigen. Unser

Unternehmen gehört in Europa zu den besten in

unserer Branche und ist mittlerweile auch regional

gut vernetzt.

„Menschen helfen Menschen“ bleibt unser

Motto – unsere Mitarbeiter sind unser wertvollstes

Kapital und die optimale Versorgung

unserer Patienten hat oberste Priorität.

Nutzen Sie bitte die kommenden Sommermonate

um Kraft zu tanken und nehmen Sie sich

auch Zeit für Ihre Familie, Freunde und sich

selbst.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen bereits

heute einen schönen und erholsamen Sommerurlaub.


Dipl.-Ing. Christian Kehrer

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


6

AKTUELLES

Vorsitzender der Regionalkonferenz

Nord-West, Ärztlicher Direktor Prim.

Univ.-Prof. Dr. Reinhard Graf:

„Allein die bisher kurzen

Erfahrungen haben

zu krankenhausübergreifenden

Kooperationen

geführt.

Ich erwarte mir eine

optimale Nutzung der

personellen und finanziellen

Ressourcen durch Know-how-Transfer

und gegenseitige Unterstützung bei gemeinsamen

Projekten, verbesserte Detailabstimmung

des medizinischen Angebotes durch

Schwerpunktbildung und Spezialisierung zum

Wohle der Patienten. Die Einbeziehung der

Regionalkonferenzen als Fachgremium bei

regionalen gesundheitspolitischen Entscheidungen

wäre wünschenswert.“

Region

Region

Nord-West

Nord-West

Mit großem Elan und Schwung haben die Regionalkonferenzen

ihre Arbeit aufgenommen. Die ersten

vorliegenden Ergebnisse stimmen dabei sehr

zuversichtlich, dass dieser eingeschlagene Weg der

stärkeren Regionalisierung gut und richtig ist. Wir

haben wichtige Entscheidungsträger zu den

Regionalkonferenzen befragt und wollten von ihnen

wissen, welche Hoffnungen und Erwartungen sie an

diese neue regionale Einrichtung knüpfen.

Im Blickpunkt:

Regionalko

Vorsitzender der Regionalkonferenz

Süd-West, Betriebsdirektor

Bernhard Haas, MAS:

„Ich erwarte mir von

der Regionalkonferenz

ein besseres

Verstehen der Krankenhäuser

der Region

untereinander. Das

wiederum ist die Voraussetzung

für funktionierende

Abstimmungen

und für das Zustandekommen gelebter

Kooperationen. Nur damit werden

die anstehenden Herausforderungen bewältigbar

sein.“

Region Süd-West

Region Süd-West

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


AKTUELLES 7

Region Nord-Ost

Region Nord-Ost

Vorsitzender der Regionalkonferenz

Nord-Ost, Betriebsdirektor

Herbert Kaplans:

„Mit der Einführung

der Regionalkonferenzen

verbinde ich die

Erwartung, dass das

Verständnis für die

Notwendigkeit einer

anstaltsübergreifenden

und in den Aufgaben

abgestimmten Organisation öffentlicher

Krankenanstaltspflege gefördert wird. Eine

strukturierte Zusammenarbeit von Krankenhäusern

innerhalb einer Region bietet auch

die Chance aus vorhandenem Know-how

wechselweise zu profitieren und Synergien

zum gemeinsamen Vorteil zu nutzen. Nicht

zuletzt ist die Einführung von Regionalkonferenzen

ein Weg der Weiterentwicklung

der Organisation unseres Unternehmens,

ohne bewährte Strukturen in den Krankenanstalten

aufzulösen.“

nferenzen

Region Süd-Ost

Region Süd-Ost

Vorsitzender der Regionalkonferenz

Süd-Ost, Ärztlicher Direktor Prim. Univ.-

Doz. Dr. Hannes Hofmann:

„Die Steiermark hat eines

der besten Gesundheitssysteme

der Welt.

Durch die weitere Dezentralisierung

in Regionen

wird das exzellente

Wissen und die

Erfahrung der KAGeseigenen

Mitarbeiter in

Synergie verwendet und zum weiteren Vorteil

für die uns anvertrauten Patienten genutzt.

Viele externe Beraterfirmen wären froh über

dieses Know-how in ihren eigenen Firmen. Es

liegt nun an dem Willen und der Kraft jedes

einzelnen Mitgliedes der Regionalkonferenzen,

welche weitere positive Entwicklung in den

Regionen möglich sein wird. Auch Umsetzungen

von Korrekturen und Änderungen im Gesundheitswesen

werden Maßstab für die Effizienz

der Regionen sein. In unserer Region

werden vor allem im Jahr 2006 viele wesentliche

Fragen zu beantworten sein. Dieser Herausforderung

werden wir uns gerne stellen. Einen

wesentlichen Beitrag werden alle Regionalkonferenzen

zur Verbesserung der Schnittstellen

zwischen Niedergelassenem Bereich

und Krankenhaus leisten können.“ ■

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


8

AKTUELLES

KAGes auf

Vier Regionalkonferenzen sorgen für

KAGes-Regionen

Ein Netzwerk entsteht

Mit der Bestellung der Vorsitzenden, ihrer

Stellvertreter und der Regionalausschüsse

nimmt eine „sanfte regionale Ausrichtung“

Gestalt an. „KAGes-neu“ wird Gegenwart.

Mit der Einrichtung von vier Regionalkonferenzen

für die Regionen Nord-Ost,

Nord-West, Süd-Ost und Süd-West der Steiermark

verbessert sich künftig die Zusammenarbeit

und Vernetzung der KAGes-

Spitäler untereinander.

Ziele und Aufgaben

Ziel der Regionalkonferenzen ist die verstärkte

und auch systematisch organisierte

LKH-übergreifende Zusammenarbeit im Rahmen

der Leitlinien, der strategischen Vorgaben

und der Richtlinien. Die Umsetzung und

Feinadaptierung der medizinischen Strukturund

Angebotsplanung zählt ebenso zu den

Aufgaben wie beispielsweise eine gemeinsame

Ressourcenoptimierung. Unberührt davon

bleiben die bisherigen Aufgaben, Kompetenzen

und Verantwortlichkeiten der jeweiligen

Anstaltsleitungen.

Spielregeln und Mitglieder

Jede Regionalkonferenz verfügt über eine

Geschäftsordnung, die sowohl die Zusammenarbeit

in der Region als auch mit dem

Vorstand der KAGes regelt. Der Regionalkonferenz

gehören sämtliche Mitglieder der

Anstaltsleitungen sowie jeweils ein Vertreter

jedes Betriebsratskörpers je Krankenanstalt

an. Als unterstützendes Gremium für

den Vorsitzenden der Regionalkonferenz fungiert

der Regionalausschuss.


Mehr dazu:

www.kages.at ➠AKTUELLES

(Archiv 2005: 21.12.2005)

Region Nord-Ost

Diese umfasst die Spitäler LKH Bruck a.d.

Mur, LKH Leoben-Eisenerz sowie LKH Mürzzuschlag-Mariazell.

Zum Vorsitzenden der Regionalkonferenz

Nord-Ost wurde Betriebsdirektor Dipl. KH-

Bw. Herbert Kaplans (LKH Leoben-Eisenerz)

bestellt. Als Stellvertreter steht ihm Ärztl.

Direktor Prim. Dr. Erich Schaflinger (LKH

Mürzzuschlag-Mariazell) zur Seite.

Dem Regionalausschuss gehören der Vorsitzende

und dessen Stellvertreter, die Pflegedirektorin

DGKS Hildegard Ruhdorfer (LKH

Bruck a.d. Mur) und der Betriebsdirektor

Dipl.-KH-Bw. Nikolaus Koller (LKH Bruck a.d.

Mur) an.

Region Nord-West

Zu ihr gehören die Spitäler LKH Bad Aussee,

LKH Judenburg-Knittelfeld, LKH Rottenmann

sowie LKH Stolzalpe.

Zum Vorsitzenden der Regionalkonferenz

Nord-West wurde Ärztl. Direktor Univ.-Prof.

Dr. Reinhard Graf (LKH Stolzalpe) bestellt.

Als Stellvertreter steht ihm Betriebsdirektor

Walter Hetzel (LKH Judenburg-Knittelfeld)

zur Seite.

Dem Regionalausschuss gehören der Vorsitzende

und dessen Stellvertreter, die Pflegedirektorin

DGKS Rosa Lemmerer (LKH Bad

Aussee) und die Pflegedirektorin DGKS Ilse

Löb (LKH Rottenmann) an.

Region Süd-Ost

Zu ihr gehören die Spitäler LKH Bad Radkersburg,

LKH Feldbach, LKH Fürstenfeld,

LKH Hartberg sowie LKH Weiz.

Zum Vorsitzenden der Regionalkonferenz

Süd-Ost wurde Ärztl. Direktor Prim.

Univ.Doz. Dr. Hannes Hofmann (LKH Feldbach)

bestellt. Als Stellvertreter steht ihm

Betriebsdirektor Dipl. KH-Bw Ernst Fartek

(LKH Weiz) zur Seite.

Dem Regionalausschuss gehören der Vorsitzende

und dessen Stellvertreter, der Betriebsdirektor

Dipl. KH-Bw. Walter Eder-

Halbedl (LKH Fürstenfeld), die Pflegedirektorin

DGKS Brigitte Hahn (LKH Hartberg) und

der Ärztl. Direktor Prim. Dr. Bernhard Zirm

(LKH Bad Radkersburg) an.

Region Süd-West

Diese umfasst die Spitäler LKH Hörgas-Enzenbach,

LKH Graz West, Landesnervenklinik

Sigmund Freud, LKH Voitsberg, LKH

Deutschlandsberg, LKH Wagna sowie Landespflegeheim

Schwanberg.

Zum Vorsitzenden der Regionalkonferenz

Süd-West wurde Betriebsdirektor Dipl. KH-

Bw. Bernhard Haas, MAS (LSF Graz) bestellt.

Als Stellvertreter steht ihm Ärztl. Direktor

Prim. Dr. Bernhard Bauer (LKH Hörgas-Enzenbach)

zur Seite.

Dem Regionalausschuss gehören der Vorsitzende

und dessen Stellvertreter, die Betriebsdirektorin

Dipl. KH-Bw. Caroline Buchmann-Hirschmann,

MAS (LKH Wagna), Betriebsdirektor

Dipl. KH-Bw Siegfried Fortmüller

(LKH Graz West), die Pflegedirektorin

DGKS Dorothea Konrath (LKH Voitsberg),

Betriebsdirektor Dipl. KH-Bw. Franz Lienhart,

MAS (LKH Deutschlandsberg) sowie

der Ärztl. Direktor Dr. Klaus Theil (LPH

Schwanberg) an.


www.regionalkonferenzen.kages.at

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


AKTUELLES 9

regionaler Spur

eine noch bessere Vernetzung der steirischen LKHs

KAGes-

Vorstandsdirektor

Ernst Hecke.

„Die Regionalkonferenzen stellen

eine Verbreiterung der Gestaltung

des Spitalsangebotes

dar. Einerseits werden die Einzelinteressen

einer Berufsgruppe,

jene eines Krankenhauses

auf die Interessen der Region

und des gesamten Unternehmens

verstärkt abgestimmt, andererseits

werden Schwächen

abgebaut, Stärken ausgebaut

und das Dienstleistungsdenken

gestärkt.

Aufgabe der Regionalkonferenzen

wird es sein, das lokale Angebot unter dem regionalen

Blickwinkel weiterzuentwickeln, Chancen für die einzelnen

Standorte auch im Bereich neuer Geschäftsfelder auf

dem Gesundheitsmarkt zu erblicken und wahrzunehmen.

Im Mittelpunkt der Bestrebungen der Regionalkonferenzen

müssen die PatientInnen, aber auch die Zufriedenheit der

MitarbeiterInnen stehen.“

KAGes-

Vorstandsdirektor

Dipl.-Ing. Christian

Kehrer.

„Die Einrichtung von Regionalkonferenzen

ist ein weiterer

wichtiger Schritt der KAGes-

Restrukturierung in Richtung

weitere Dezentralisierung,

verbunden mit einem Verständnis

der regionalen Angebotsoptimierung,

unter bestmöglicher

Nutzung vorhandener

regionaler Ressourcen.

Kompetenzen bündeln, Ressourcen

optimal nutzen, Synergien

suchen und Schnittstellen

– nach innen und außen –

optimieren steht dabei im Mittelpunkt

unserer Aktivitäten.

Ich erwarte mir dazu seitens der Regionalkonferenzen ein

selbständiges und eigenverantwortliches Vorgehen, verbunden

mit einer partnerschaftlichen Abstimmung unter den

Häusern mit dem Ziel, den Patientennutzen und die Mitarbeiterzufriedenheit

weiter zu erhöhen.

Die Kommunikation mit allen Beteiligten und eine abgestimmte

positive Öffentlichkeitsarbeit – nach innen und

außen – ist dabei eine Selbstverständlichkeit. Kompetenzen

und professionelles Handeln aufzeigen und Vertrauen aufbauen

und festigen ist dabei wichtig.“

(interim.) Finanzdirektor

Mag. Dr.

Edgar Starz.

„Die Regionalkonferenzen sind

ein wichtiger Schritt zur Vereinfachung

der komplexen Entscheidungsstrukturen

in der

KAGes, wenn sie nach Ausweitung

ihrer Kompetenzen

diejenigen Entscheidungen,

die sinnvollerweise vor Ort zu

fällen sind, verbindlich für die

Betroffenen regeln. Die Regionalkonferenzen

sollen Sprachrohr

der regionalen Interessen

sein und diese gegenüber den

Organen der KAGes vertreten.

Ihr Erfolg und ihre Akzeptanz

wird letztlich davon abhängen, dass ihre Lobbyingtätigkeit

auch die Interessen des Gesamtunternehmens mitbedenkt.“

„Mit den Regionalkonferenzen

ergeben sich Chancen und

Risken:

Bei allen Themen, bei denen

Versorgungsaufgaben standortübergreifend

organisiert und koordiniert

oder medizinische Angebote/Leistungen

in der Region

zentriert werden sollen, kann die

Umsetzung in die Verantwortung

der Regionalorgane gelegt

(Interim.)

Medizinischer werden: Kapazitätsausgleich bei

Spitzenbelastungen (Verfügbarkeit

von Intensivkapazitäten),

Direktor Mag. Dr.

August Gomsi.

Angebot bestimmter Schwerpunkte

(AG/R), Synergien bei

Unterstützungsleistungen (Labor, Radiologie), Angebot einer regionalen

Tagesklinik, Aktivitäten im Qualitätsmanagement und

medizinischen Controlling (Arzneimittelkommission) u.a.

Andererseits können die Regionalorgane bei notwendigen Veränderungen

strukturbewahrend agieren. Wohlgemeinte Solidarisierungseffekte,

„Nachbarschaftshilfen“, wechselseitige Abhängigkeiten

können sich an übergeordneten Gesamtinteressen

ausrichten. Insbesondere wenn Letzteres im Widerspruch zu lokalen

Positionierungen steht, sind Entscheidungen von zentralen

Stellen, aus genügender Entfernung, leichter durchzusetzen.

Es wird unsere gemeinsame Aufgabe sein, eine Entwicklung zu

fördern, die lokale und Gesamtinteressen unter einen Hut bringt.“

Personaldirektor

HR Dr. Johann

Thanner.

„Ich erwarte mir, dass die Regionalkonferenzen

die Zusammenarbeit

im Personalbereich

fördern und intensivieren. Diese

Zusammenarbeit könnte beispielsweise

darin bestehen,

dass bestimmte Positionen und

Funktionen nicht mehr für jedes

Krankenhaus, sondern nur mehr

für die Region vorgesehen werden.

Ein weiteres Zusammenarbeitsfeld

bietet sich durch einen

kurzfristigen Personalaustausch

bzw. durch Aushilfe in Ausnahmesituationen

(Überlastung der

Spitäler, unerwartete Personalausfälle etc.) an.“

Technischer Direktor

Dipl.-Ing. Walter

Raiger.

„Im Bereich der Instandhaltung

erwartet sich die Technische

Direktion Synergien zwischen

den Häusern. Wir werden

Kooperationen fördern,

um durch einheitliche Standards

und Richtlinien Einsparungen

zu erzielen.“ ■

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


10

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

Foto: Frankl

Hilfe zur Selbsthilfe

Land Steiermark unterstützt Entwicklungszusammenarbeit

Künstler besuchen Kranke

Das Podium gastierte in Enzenbach

Seit über 40 Jahren bemüht sich das Podium,

kranken Menschen durch Musik, Gesang

und Literatur Freude zu vermitteln. In

der Reihe „Die blaue Blume“ traten Künstler

wie Wolfgang Müller-Lorenz, die Familie

Pfeilstöcker, Hermine Zimmermann, Prof. Erwin

Riegler und die Schuhplattlergruppe-TV-

Von links: Die neue

Beiratsvorsitzende Mag.

Elisabeth Freiberger,

Landeshauptmann Mag. Franz

Voves und der scheidende

Vorsitzende Dr. Ernst Burger.

Bruck ehrenamtlich auf und unterhielten die

Patienten.

Die Wohltätigkeitsaktion des Jahres 2006

fand nach dem LKH Hörgas-Enzenbach auch

im Krankenhaus Elisabethinen, im Grazer Unfallkrankenhaus

und LKH Graz West sowie

im LKH Bruck a.d. Mur statt.


Zur Erhöhung des steirischen

Beitrages für Entwicklungszusammenarbeit

soll der Budgetansatz bis

2010 jedes Jahr um 10 Prozent

erhöht werden, bis er

450.000 Euro beträgt. Des

Weiteren haben sich die

Steiermärkische Landesregierung

und der Steiermärkische

Landtag in einstimmigen

Beschlüssen zur Unterstützung

des „Global Marshall-Planes“

bekannt.

Fair-Trade-Tag

Beim neuerlichen Fair-Trade-Tag des Landes

Steiermark werden die steirischen NGOs

(Non Governmental Organizations) und Initiativen

ihre Projekte präsentieren.

Beirat als Beratungsorgan

Anfang März dieses Jahres hat sich der Beirat

für Entwicklungszusammenarbeit neu

konstituiert. Dieser wurde als Beratungsorgan

der Steiermärkischen Landesregierung in

Fragen der Entwicklungszusammenarbeit vor

25 Jahren, am 2. Februar 1981, ins Leben gerufen.

Er besteht aus 24 ehrenamtlich tätigen

Mitgliedern, von denen die meisten NGOs

angehören.

Quelle: Presse-Information des

Landespressedienstes vom 3. März 2006

Der Künstler Wolfgang Müller-Lorenz, ehemals

Grazer Oper, bei einer seiner

temperamentvollen Darbietungen.


reinhard.sudy@kages.at

Erfolg mit Hartberger Kalender

Mit dem Erlös des Kalenderprojektes konnte ein Bilirubin-Check-Gerät für die

Geburtenabteilung gekauft werden

Einen großen Erfolg verzeichnete das von

den LKH-Mitarbeitern Dietmar König,

Maria Grassl, Josefine Mundl und Christian

Jambrovic initiierte Kalender-Projekt im LKH

Hartberg. Mit dem Erlös konnte ein modernes

Bilirubin-Check-Gerät für die unblutige

Bilirubinmessung für die Geburtenabteilung

im Wert von 5.300 Euro erworben werden.

Möglich wurde der Ankauf des Gerätes mit

Hilfe zahlreicher Sponsoren, die das erste

Kalenderprojekt des LKH Hartberg großzügig

unterstützt haben.

Prim.Dr. Kurt Resetarits, Betriebsdirektor

Klaus Dietrich,

Pflegedirektorin Brigitte Hahn,

Oberhebamme Lydia Wiltschnigg

und Stationsschwester Josefine

Wilfling dankten im Rahmen

einer kleinen Feier allen

Sponsoren und präsentierten

das neue Gerät. Auf Grund des

großen Erfolges soll das Kalenderprojekt

im kommenden Jahr

fortgesetzt werden. ■

Mitarbeiter des LKH Hartberg und Sponsoren freuten sich

gemeinsam über das Kalenderprojekt zum Wohle der

Neugeborenen.

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


MENSCHEN HELFEN MENSCHEN 11

Sozialprojekt unterstützt LSF Graz

Neue Betreuungsmöglichkeiten für Patienten

„Farbe fürs Leben“

Unter diesem Titel hat es sich

der erste gemischte Rotaryclub

in Graz bei seiner Gründung 2004

zum Ziel gesetzt, die soziale Situation von jugendlichen

und erwachsenen Psychiatriepatienten

der Landesnervenklinik Siegmund

Freud Graz zu verbessern. Mit der Übergabe

des Aktivitäts- und Freizeitraumes wurde das

zweite Jahresprogramm dieses Sozialprojektes

gestartet.

Therapiegarten

Mit einem Therapiegarten für Patienten soll

eine weitere Stärkung des ergotherapeutischen

Angebotes der LSF Graz ermöglicht

werden.


Bei der Übergabe eines neuen Aktivitäts- und Freizeitraumes für Patienten der LSF Graz von links:

Andreas Lendl (Rotary Club Graz-Kunsthaus), Dir. Bernhard Haas (LSF-Graz), Dipl.Ing. Gerald

Lackner (Präsident Rotary Club Graz-Kunsthaus), Dr. Karin Schaupp (Rotary Club Graz-Kunsthaus),

Primaria Dr. Katharina Purtscher, Oberarzt Dr. Manfred Maier (beide LSF-Graz).

Mit neuen Initiativen für psychisch erkrankte

Menschen unterstützt das Sozialprojekt

„Farbe fürs Leben“ des Rotary

Club Graz Kunsthaus die Grazer Landesnervenklinik

Sigmund Freud. Bereits

im März wurde ein neuer

Aktivitäts- und Freizeitraum für

Patienten der Psychiatrie seiner

Bestimmung übergeben. Damit

stehen dem LSF-Therapeutenteam

nun neue Betreuungsmöglichkeiten

zur Verfügung, um der besonders

an Wochenenden oft großen Einsamkeit und

seelischen Not der Patienten zu begegnen.

Mit diesem attraktiven Angebot wird eine

Möglichkeit für soziale Kontakte,

für ein wenig Freude

und Unterhaltung geschaffen.

Wichtige Notrufnummern

Helfer, die Tag und Nacht für die Bevölkerung im Einsatz sind

Ärztenotdienst 141

Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst Graz 0316/81 81 11

Zahnärztlicher Notdienst am LKH-Univ.Klinikum Graz 0316/385 - 22 48

Baby-Hotline 0316/385 - 82 623

Kinderärztlicher mobiler Notdienst 0316/69 15 12

Apotheken-Nachtdienst Graz 0316/11 818

Telefon-Seelsorge 142

Sorgentelefon für Kinder, Jugendliche, Erwachsene 0 800/20 14 40

Frauenhaus Graz 0316/42 99 00

Tierärzte-Notdienst Graz 0316/68 11 18

Helfen Sie mit – danke

Sehen ohne Grenzen

Spendenkonto: 2024 1075 444

Bankleitzahl: 56 000 Hypo

Viele Millionen Menschen in den Entwicklungsländern

sind am grauen Star erkrankt

und erblindet. Mit einer Routineoperation

helfen ihnen österreichische Ärzte.

Mehr dazu:

www.sehenohnegrenzen.org

Licht für die Welt

(vormals Christoffel-Blindenmission)

Spendenkonto: 92 011 650

Bankleitzahl: 60 000 PSK

50 Millionen Blinde gibt es auf der Welt.

Vielen kann mit einem geringen finanziellen

Aufwand geholfen werden.

Mehr dazu:

www.licht-fuer-die-welt.at

Franziskaner gegen Armut

10 Cent am Tag für die Not vor der Tür

Spendenkonto: 92 044 050

Bankleitzahl: 60 000 PSK

Die Franziskaner für Mittel- und Osteuropa

bemühen sich besonders um die Situation

der ärmsten Menschen in den ehemals

kommunistischen Ländern.

Lepra trifft die Ärmsten

Spendenkonto: 11 111 114

Bankleitzahl: 58 000 Hypo

Lepra muss frühzeitig erkannt und behandelt

werden, damit es nicht zu Behinderungen

und Verstümmelungen kommt, und

ist heute heilbar. Darum bemüht sich das

Österreichische Aussätzigen-Hilfswerk. ■

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


12

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

Eishockeybenefizspiel 2006

Mitreißende Stimmung beim sportlichen Wettkampf zwischen Ärzten und Technikern

Am 10. März 2006 fand bereits zum 5.

Mal ein Eishockeybenefizspiel des

LKH Leoben statt. Die Atmosphäre in der

neuen Leobner Eishalle war unglaublich

mitreißend, als die Ärztemannschaft Bloody

White Devils und die Technikermannschaft

Blue Rusty Angels aufeinander trafen.

Die Ärztemannschaft

hatte ja eine Revanche angekündigt.

Und so kam es

dann auch. Die Bloody White

Devils setzten sich klar mit

3:0 durch.

Mit der vom Organisationsteam

professionell abgewickelten

Veranstaltung

konnte auch ein soziales Ziel

umgesetzt und konnten einem

behinderten Kind einige

notwendige Anschaffungen

ermöglicht werden. ■

Die Ärztemannschaft „Bloody White Devils“ des LKH Leoben war mit 3:0

erfolgreich.

Die Mannschaft der Techniker „Blue Rusty Angels“ konnte sich diesmal

nicht durchsetzen.

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


MENSCHEN HELFEN MENSCHEN 13

Mozartjahr 2006

Die ganze Welt und ganz besonders Österreich feiern den 250. Geburtstag

von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Schöpferkraft dieses

musikalischen Genies und sein Leben vom Wunderkind bis zu seinem

frühen Tod sind derzeit allgegenwärtig. Die Steiermark als Mozartfreie

Zone hat daher – außerhalb unseres Bundeslandes – beachtliches

Interesse gefunden. Sogar BBC und der Spiegel haben darüber

berichtet, dass sich die Steiermark einer überbordenden Mozart-Vermarktung

verschließt. Natürlich gibt es den Mozart auch in der Steiermark.

Zur Halbzeit nähern wir uns Mozart daher von anderen, aber

dennoch ganz besonderen Seiten.

Wo ist Mozart? Die Mozartbüste im Grazer

Stadtpark ist verschwunden. Zurück blieb nur

der Sockel.

Live Mozart Now 2006

für Menschen in besonders

schwierigen Lebenslagen

Sir Yehudi Menuhin hat 1977 die Initiative

„Live Music Now“ gegründet. Dieses humanitäre

Projekt bringt Live-Konzerte zu den

Menschen in Spitälern, Pflege- und Geriatriezentren,

Obdachlosen- und Flüchtlingsheimen

und Justizanstalten. Die Musiktherapeutin

Gabriela Haffner hat diese Idee gemeinsam

mit Live Music Now für das

Mozartjahr aufgegriffen.

Im Rahmen des Projektes „Live Mozart Now

2006“ bringen junge Musiker in verschiedenen

Kammermusikgruppierungen Mozarts

Musik zu den kranken, behinderten, alten

und gefangenen Menschen. Damit wird diesen

Menschen in ihren schwierigen Lebenssituationen

musikalische Freude vermittelt,

und auch die Künstler selbst lernen aus oft

außergewöhnlichen Konzertsituationen.

Mehr dazu:

www.livemusicnow.at

Mozart – das Ende der

Familiengeschichte in der

Grazer Landesnervenklinik

Eines vorweg: Wolfgang Amadeus Mozart

kam nie nach Graz, und seine beiden Söhne

waren Mitte des 19. Jahrhunderts kinderlos

verstorben. Doch die Mozartfamilie war damit

noch nicht erloschen. Mozarts Schwester

Nannerl (Maria Anna Mozart, † 1829) hinterließ

nämlich eine Tochter namens Henriette

und deren Tochter Bertha. Nannerls Schwiegersohn,

Franz Forschter, der diesen beiden

letzten überlebenden Nachkommen der Mozartfamilie

seinen Zunamen gab, stammte

aus der Gegend von Fürstenfeld und war

nach seiner Pensionierung mit ihnen nach

Graz übersiedelt, wo er 1871 verstarb.

Aus alten Standesbüchern der Landesnervenklinik

ist ersichtlich, dass Bertha Forschter

in den achtziger Jahren fünfmal hintereinander

als Pflegling III. Klasse in den „Feldhof“

kam, zuletzt im Mai 1888. Im Juni darauf

wurde auch ihre Mutter eingeliefert – mit

derselben Diagnose: „Verrücktheit“. Beide

Damen sollten die damals so genannte „Landes-Irrenanstalt

am Feldhof“ nicht mehr lebend

verlassen. Henriette starb dort am 18.

Mai 1890, Bertha am 9. Jänner 1919. Das

Forschter-Grab auf dem Grazer Zentralfriedhof

(Feld 13a III 14) zählt zu den Ehrengräbern

der Stadt.

Dr. Christa Höller,

Dr. Norbert Weiss

Steiermark –

Erinnerungen an Mozart

Mozart-Gedenktafeln und -Reliefs gibt es an

vielen Orten in der Steiermark. Auch

Straßennamen erinnern im alltäglichen Verkehrschaos

vielerorts an das musikalische

Wunderkind.

Im Grazer Geidorfviertel verbindet die Mozartgasse

die Heinrichstraße mit der Humboldtstraße.

Das am Eck, Mozartgasse 1, gelegene

ehemalige Café Mozart heißt heute

nach einem portugiesischen Kaffee Bica.

Mozartgassen gibt es auch in einigen steirischen

Bezirksstädten, wie beispielsweise in

Bruck a.d. Mur, Kapfenberg oder Voitsberg.

Das wohl älteste Mozart-Denkmal der Welt

ist ein tempelähnlicher, achteckiger Gartenpavillon

in der Grazer Schubertstraße 35.

Dieser wurde 1792 vom Kunst- und Musikalienhändler

Franz Carl Deyerkauf errichtet. Die

Fresken vom Grazer Künstler Matthias Schiffer

wurden beim Umbau 1911 zerstört.

Ein jüngeres Mozart-Denkmal steht seit 1936

im Grazer Stadtpark an der Kreuzung Dammallee/Robert-Stolz-Promenade.

Die Bronzebüste

stammt vom Bildhauer Werner Seidl. ■

Interessantes rund um

Mozart

• Der Sohn von Leopold Mozart und seiner

Frau Anna Maria kam am 25. Jänner

1756 im Fürst-Erzbistum Salzburg zur

Welt, das erst 1914 endgültig Österreich

wurde.

• Getauft wurde Mozart zwei Tage nach

seiner Geburt, am 27. Jänner 1756, auf

den Namen Johannes Chrysostomus

Wolfgangus Theophilus. Er selbst nannte

sich Zeit seines Lebens Wolfgang Amadé

Mozart.

• Gestorben ist Mozart am 5. Dezember

1791.

• Die familiären Wurzeln Mozarts führen

auch ins Salzkammergut. Sein Ururgroßvater

Hans Wolfgang Zaller wurde

1610 in Goisern und seine Ururgroßmutter

Regina, geborene Pöckl, 1613 in St.

Wolfgang geboren. Mozarts Urgroßmutter

Anna Sophia Altmann erblickte 1651

in Hallstatt das Licht der Welt.

• Infos zum Wiener Mozartjahr:

www.wienmozart2006.at

• Infos zum Salzburger Mozartjahr:

www.mozart2006.at

• Infos zum Prager Mozartjahr: www.mozartprague2006.com

• Infos zum Salzkammergut Mozartfestival:

www.mozartfestival.org

• Mozarthaus Vienna

Dorngasse 5, 1010 Wien

www.mozarthausvienna.at

• Mozarts Geburtshaus

Getreidegasse 9, 5020 Salzburg

Mozarts Wohnhaus

Markartplatz 8, 5020 Salzburg

www.mozarteum.at

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


14

PERSONALENTWICKLUNG

Telearbeit in der KAGes

Von der Abrechnung mit Lochkarten bis zum Teleworking in

UnternehmensInformationsManagement (UIM)

Bernd Schrausser,

UnternehmensInformationsManagement/Abteilung

I4.

Seit Anfang der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts

gibt es die EDV im LKH Graz.

Diese lief damals in Zusammenarbeit mit

dem Rechenzentrum Graz, dem Vorläufer des

Joanneum Research.

Steuerung der

Abrechnung durch Lochkarten

Eine der ersten EDV-Anwendungen war die

Patientenverwaltung, die die Abrechnung mit

den Krankenkassen inkludierte. Diese Abrechnung

wurde durch Lochkarten gesteuert

und lief in der Nacht. Bei Fehlern, wie z.B.

falschen Eingaben oder falschen Steuerkarten,

war es immer wieder notwendig, in der

Nacht ins Rechenzentrum in die Steyrergasse

zu fahren, um Korrekturen zu machen. Mit

dem Aufbau einer eigenen Rechnerstruktur

durch die KAGes, dem Ausbau der EDV und

der damit verbundenen Notwendigkeit, dass

die Systeme tagsüber ohne Einschränkung

zur Verfügung stehen, wurde diese Situation

noch verschärft. Nunmehr war es notwendig,

Wartungsarbeiten zur Aufrechterhaltung der

Rechnerstruktur und der Anwendungen in die

Zeit nach der Hauptarbeitszeit der Anwender

zu verlegen.

Via Modem und Internet

in das KAGes-Netz

Anfang der 90er Jahre wurde daher die Möglichkeit

geschaffen, über ein Modem in das

Netzwerk der Krankenanstalten zu gelangen.

Damit konnten wir von unserem Heim-PC auf

die Rechner zugreifen. Da die Übertragungsgeschwindigkeit

noch gering war, konnten vorerst

nur einfache Arbeiten von zu Hause erledigt

werden. Diese Möglichkeit der Verbindung

wurde im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut.

Heute kann man neben der Möglichkeit

via Modem auch noch über das Internet in das

KAGes-Netz gelangen. Dadurch sind alle Arbeiten,

bei denen man nicht unmittelbar bei einem

Großrechner vor Ort sein muss, auch von jedem

autorisierten PC oder Laptop außerhalb des abgesicherten

KAGes-Netzwerks möglich. Bei

diesen externen Zugriffen wird natürlich besonders

auf die Sicherheit der Verbindung geachtet.

Das betrifft sowohl die Zugriffserlaubnis

wie auch die Verbindung selbst. Das ist die

Voraussetzung für Telearbeit.

Telearbeit in UIM

In UIM wird Teleworking beispielsweise in der

Abteilung I4 bei der Betreuung der SAP-Rechnungswesen-

und Logistiksysteme, das sind

SAP-REWE, Bestellwesen, TIS, MATEKIS, VE-

STA und BECOS/WACOS, eingesetzt. Vor allem

die Systemtechniker nutzen, vorwiegend

am Abend oder in der Nacht, an Wochenenden,

aber in Notfällen auch während des Urlaubs

oder während eines Krankenstandes, diese

Form der Arbeit. Typische Einsätze für Teleworking

sind natürlich Notfälle, wie z.B. Systemabstürze,

bei denen sofort eingegriffen werden

muss, um den Anwendern das Weiterarbeiten

so schnell wie möglich sicherzustellen. Am

häufigsten allerdings sind Wartungsarbeiten,

die nur außerhalb der Hauptarbeitszeiten der

Anwender in den LKHs gemacht werden können.

Dazu zählt unter anderem das Verändern

und anschließende Testen von Parametern der

Systemsoftware, das Neustarten eines oder

mehrerer Rechner und Kontrollen nach der

Durchführung von Änderungen der Systemumgebung

und Kontrollen bei Fehlern und deren

Behebung. Aber auch Arbeiten, wie die Überprüfung

der Zeitumstellung auf Sommer- und

Winterzeit, wird von zu Hause erledigt.

Nutzen der Telearbeit

Für den Mitarbeiter fallen die Fahrzeiten vom

und zum Arbeitsplatz weg. Das ermöglicht im

Notfall schnelleres Reagieren, notwendige

Kontrollen der Systeme können effizienter

und öfter durchgeführt werden. Notwendige

Wartungsarbeiten werden zu Zeitpunkten

gemacht, wo möglichst wenig Anwender davon

betroffen sind. Insgesamt werden dadurch

die Ausfallszeiten minimiert, die EDV-

Systeme stehen den Anwendern praktisch

rund um die Uhr zur Verfügung. ■

bernd.schrausser@kages.at

Hilfreiche Telearbeit

Erste Erfahrungen mit Kombination von Arbeiten in der Dienststelle und zu Hause

Gerade im Anschluss an den Mutterschaftsurlaub

/ Karenzurlaub bietet die

Kombination von Arbeiten in der Dienststelle

und Telearbeit, als Arbeitsmöglichkeit zu

Hause, dem Mitarbeiter und Unternehmen

einige Vorteile:

• Die Übernahme von Tätigkeiten ohne zusätzlichen

Zeitaufwand für Einschulungen

wird erleichtert, da die Mitarbeiterin keine

zu lange berufliche Abwesenheit hatte.

• Gerade im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung

können unvorhersehbare Ereignisse

eintreten, die eine Anwesenheit in

der Dienststelle nicht möglich machen.

Mittels Telearbeit können die Arbeiten

auch von zu Hause erledigt werden. So

spielt es keine Rolle, ob am Abend, an Wochenenden

oder auf mehrere Tage verteilt

gearbeitet wird.

• Die Mitarbeiterin ist – trotz einem geringen

Beschäftigungsausmaß – weiterhin über

die Vorgänge im Unternehmen und im Arbeitsbereich

auf dem Laufenden. Sie kann

damit im wahrsten Sinne des Wortes bei einer

Aufstockung des Beschäftigungsausmaßes

„wieder einsteigen“. Gerade in Bereichen,

wo sich in kurzer Zeit viele Änderungen

vor allem der Arbeitsinhalte ergeben,

ist dies – natürlich bei budgetärer Bedeckung

– eine sinnvolle Vorgangsweise.■

Margit Janisch, Personaldirektion

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 15

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


16

PERSONALENTWICKLUNG

Mobbing belastet und kostet

Über Mobbing, den Mobbing-Report und Anlaufstellen

der Medizinischen Universität Graz

Zahlreiche Frauen

und Männer, egal

welchen Alters, welcher

Herkunft, unabhängig

von ihrer Ausbildung,

belastet der

tägliche Gang zur Arbeit

– obwohl diesen

die Arbeit an sich gefällt

und sie gerne arbeiten.

Hinter derartigen

Fällen steckt häufig

Mobbing.

Dr. Christine Gaster,

Leiterin der

GENDER:UNIT der

MUG.

Dazu konnten wir dankenswerterweise den

folgenden Beitrag übernehmen, der unter der

Überschrift „Mobbing. Kostet. Alle.“ in der

NEWS XXXI - Ausgabe 1/2006 der MUG erschienen

ist.

Mobbing ist ... ?

Mobbing beschreibt Verhaltensweisen, die

über einen längeren Zeitraum bzw. wiederholt

vorkommen, für betroffene Personen unerwünscht,

unangebracht, entwürdigend,

beleidigend oder anstößig sind und eine konfliktbelastete

Arbeitsumwelt schaffen. Mobbing

beeinträchtigt das persönliche Wohlbefinden

und die psychische Gesundheit der

Betroffenen gravierend, insofern ist es angemessen,

von Psychoterror am Arbeitsplatz zu

sprechen.

Der Erwerbsarbeitmarkt ist jedenfalls regelmäßig

Schauplatz von Mobbingvorfällen.

Mobbing taucht hier in der Gestalt von Bullying,

d.h. zwischen gleichrangigen Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmern, von Bossing,

d.h. von Arbeitgeber/innenseite zu Arbeitnehmer/innenseite,

von Staffing, von Arbeitnehmer/innen

zu Arbeitgeber/innen oder

auch in Mischformen auf.

Mobbing-Report

„Der Mobbing-Report“, eine Untersuchung

der Sozialforschungsstelle in Dortmund,

spricht klare Worte:

• Vorgesetzte mobben in 38,2 % der Fälle

alleine, in 12,8 % mit Kolleginnen/Kollegen,

Kolleginnen/Kollegen mobben in rund

20 % der Fälle, Staffing ist mit 2,3 % weniger

häufig.

• „Ein typischer Mobber ist männlich, Vorgesetzter,

zwischen 35 und 54 Jahre alt

und zählt zu den langfristig Beschäftigten.“

• Rund 5,5 % der Erwerbstätigen sind jährlich

von Mobbing betroffen.

• Jede/r neunte Erwerbstätige, das sind

11,3 % aller Erwerbstätigen, ist einmal

von Mobbing betroffen.

• „Mobbingfreie Zonen“ gibt es nicht. Mobbing

kann sich im Unternehmen durch alle

Bereiche, Beschäftigungsgruppen und

Hierarchieebenen ziehen.

• Besonders mobbinggefährdet sind Auszubildende,

insbesondere bis zu einem Alter von

rund 25 Jahren (Betroffenheit rund 3,7 %.

Ältere sind zu durchschnittlich 2,7 % betroffen.)

• Frauen sind zu rund 3,5 %, Männer zu rund

2 % betroffen.

Mobbing belastet und kostet

Mobbing hat jedoch nicht nur auf Seite der

konkret betroffenen Frauen und Männer

höchst negative Auswirkungen. Für Unternehmen

bedeutet Mobbing beispielsweise,

dass auf Grund der beträchtlichen persönlichen

Belastung auf Betroffenenseite Arbeitsleistungen

qualitativ und quantitativ

nachlassen, Krankenstände sich häufen,

Kündigungen erfolgen, Personalabgänge

Neueinstellungen und -einschulungen erfordern

können. Mit Mobbing sind somit erhebliche

Kosten verbunden, die auch Betriebsbudgets

spürbar

belasten. Mobbingfälle

betreffen neben

den unmittelbar Gemobbten

auch mittelbar

eine ganze Reihe

weiterer Personen, etwa

Arbeitskolleginnen

und -kollegen im Mobbingumfeld,

Vorgesetzte,

Personalzuständige,

Familienangehörige,

Freundinnen

und Freunde, Beratungsinstanzen,

Sozialversicherungsträgerinnen,

etc.

Um Mobbing adäquat

zu begegnen, sind

Präventionsarbeit

(Sensibilisierung, Information,

Beratung)

Zwischenmenschliche

Probleme gibt es zu

Hause in der Familie

und auch am Arbeitsplatz.

Was sind die Ursachen

für Mobbing am

Arbeitsplatz, zu welchen

Beschwerden kann der

Psychoterror führen und

wo gibt es Hilfe?

Eine kleine Broschüre

des Seminarzentrums

der KAGes mit einer

Mobbing-Frageliste informiert

grundlegend

über die Problematik

von Mobbing am Arbeitsplatz.

und die Institutionalisierung von Antimobbing-Strategien

erforderlich. An der Medizinischen

Universität Graz sind erste Anlaufstellen

bei Mobbing der Arbeitskreis für

Gleichbehandlungsfragen (AkGl), die Betriebsräte

(I und II) und die Schiedskommission,

wobei alle genannten Gremien bei Anfragen

(unmittelbar und mittelbar) Betroffener

zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. ■

Kontakt:

Dr.in iur. Christine Gaster

GENDER:UNIT und Büro des Arbeitskreises

für Gleichbehandlungsfragen

der Medizinischen Universität Graz

8010 Graz, Stiftingtalstraße 24 - ZMF 1

Tel +43-316-385-72046

Fax +43-316-385-72047

E-mail: akgl-buero@meduni-graz.at

http://www.meduni-graz.at/akgl/

http://www.meduni-graz.at/genderunit/

Literatur

• Bärbel Meschkutat, Martina Stackelbeck

und Georg Langenhoff: Der Mobbing-Report

(Kurzfassung) der Sozialforschungsstelle

Dortmund - sfs. 2002

• Heinz Leimann Mobbing. Psychoterror

am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen

wehren kann. 2002

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


Gesundheitstag

PERSONALENTWICKLUNG 17

Umfangreiches Programm zur Gesundheitsförderung im LKH-Univ.Klinikum Graz

Einladungsposter vom

Gesundheitstag.

G esundheit,

Fitness, Beratung,

Bewegung,

Ernährung

und Entspannung

waren die

Themen am 6.

April dieses

Jahres gewesen,

dem Gesundheitstag

im

LKH-Univ.-

Klinikum Graz.

Dipl. Gesundheitstrainer

Wolfgang

Lawatsch führte durch das Programm und

das umfangreiche Gesundheitsförderungsangebot,

das von der Lungenfunktionstestung

und Raucherberatung bis zur Lauf- und Nordic-Walking

Beratung und Vorstellung von

Entspannungsliegen reichte.


Lungenfunktionstest am Stand der Steirischen

Gebietskrankenkasse.

„Hilfreiche“ Beobachtung beim Training von

Mag. Andrea Kohlwein. Von links: Mag. Bernd

Pichler und Gesundheitstrainer Wolfgang

Lawatsch.

Die neuesten Trainingsgeräte sind vielfältig

verwendbar.

Aggressionsereignisse

auf Notfallstationen

Eine aktuelle Erhebung befasst sich mit der

Häufigkeit und den Charakteristika von Gewalt

durch Patienten gegenüber Mitarbeitern

Häufigkeit und Charakteristika

von Gewalt durch Patienten

gegenüber Mitarbeitern auf Notfallstationen

waren der Inhalt einer

Erhebung, die auf fünf deutschschweizer

Notfallstationen durchgeführt

wurde. Erhoben wurden

dabei die Charakteristika der Ereignisse

wie Aggressor, Auslöser,

Mittel, Konsequenzen und getroffene

Maßnahmen, aber auch der

Schweregrad der Vorfälle.

In einem Erhebungszeitraum von

90 Tagen kam es bei 21. 020 behandelten

Patienten zu 88 Aggressionsereignissen.

Die meisten

Angriffe waren zwar verbaler

Natur, aber in etwa 40 % der

Fälle kam es zu tätlichen Übergriffen.

Die meisten Aggressoren

waren männlich und auch

Patienten der Notfallstation.

Die meisten Aggressionsereignisse

fielen während der Nacht

an, etwa ein Drittel passierte an

Wochenenden.

Das Gespräch mit der aggressiven

Person war die häufigste

Maßnahme, um die Situation zu

beruhigen. Zentrale Maßnahmen

zur Vorbeugung von Aggressionsereignissen

sind Schulungen

und Trainings der Mitarbeiter. ■

Quelle:

Steck-Egli, Ruth: Aggressionsereignisse

auf Notfallstationen.

Lizentiatsarbeit der Philosophischen

Fakultät der Universität

Zürich. Basel 2005

Verhaltensregeln im

Krisenfall

Handbuch mit hilfreichen Tipps für die

Bewältigung kritischer Ereignisse im

medizinisch-pflegerischen Bereich

Das KAGes-Handbuch „Krisen

bewältigen“ bietet den

Führungskräften und Mitarbeitern

Verhaltensregeln für kritische Ereignisse,

die sich aus der direkten

Patientenbetreuung ergeben können.

Mit geringen Anpassungen

lässt es sich auch für andere Krisensituationen

verwenden.

In sechs Kapiteln finden sich

Richtlinien für das Verhalten im

Krisenfall, die Durchführung des

Krisenmanagements, wichtige

Adressen, Empfehlungen für den

Umgang mit Medien, relevante

Rechtsinformationen wie z.B. die

Ausfolgung von Krankengeschichten,

Anzeigepflichten bei Tod und

Körperverletzung oder Verhalten

bei behördlichen Vernehmungen,

Das Handbuch liegt in den

Spitälern auf.

sowie Anleitungen für das Gespräch

mit Patienten und Angehörigen

im Fall des Falles. ■

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


18

PERSONALENTWICKLUNG

Erinnerungen an Dr. Oktavia Aigner-Rollett

Die erste steirische Ärztin trat vor hundert Jahren ihren Dienst am Grazer

Landeskrankenhaus an

Der folgende Auszug wurde dem Beitrag

„Meine Herren, meine Damen“ von Dr.

Norbert Weiss entnommen, der sich zum Jubiläum

„100 Jahre Ärztinnen an steirischen

Landesspitälern“ an die erste steirische Ärztin,

Dr. Oktavia Aigner-Rollett, erinnert.

„Meine Herren, meine Damen“

Damit begann Dr. Oktavia Aigner-Rollett, die

erste steirische Ärztin, ihre Reden. Denn sie

meinte, es würde wohl die Höflichkeit gebieten,

an erster Stelle die Zuhörer des anderen

Geschlechts anzusprechen.

Als sie vor genau 100 Jahren als erste Ärztin

am Grazer Landeskrankenhaus ihren Dienst

antrat, hatte sie auf dem Weg zum Arztberuf

bereits vielfältige Hürden überwunden. Als

Oktavia Rollett wurde sie am 23. Mai 1877

an der Stelle der heutigen Vorklinik geboren,

dem damaligen Dienst- und Wohnort ihres

Vaters Prof.Dr. Alexander Rollett. Sie durchlebte

eine Kindheit und Jugendzeit, in der die

Frage des Frauenstudiums so heiß diskutiert

wurde wie nie zuvor oder danach.

Vom Krankenhaus zur Praxis

Als erste Grazerin maturierte sie im Jahr

1900 am Ersten Staatsgymnasium in Graz,

dem heutigen Akademischen Gymnasium.

Nach ihrer Promotion am 9. Dezember 1905

begann Dr. Oktavia Rollett 1906 am Grazer

LITERATURTIPPS

Portrait von Dr. Oktavia Aigner-Rollett aus der

Sammlung Reinhold Aigner, Graz.

Landeskrankenhaus als Volontärin zu arbeiten.

Die Bestimmung, dass Frauen hier nicht

Sekundararzt werden durften, wurde erst

1912 im Eröffnungsjahr des Grazer Krankenhausneubaues

aufgehoben. Da diese Einschränkung

jedoch nicht für Privatspitäler

galt, konnte Dr. Oktavia Rollett im Oktober

1906 als erste Frau in Österreich am Grazer

Anna-Kinderspital Sekundarärztin werden.

Von rechts: Oktavia Rollett und die gebürtige

Wienerin Maria Schuhmeister beim

gemeinsamen Laborpraktikum in Graz.

Sammlung Reinhold Aigner, Graz.

Die Annahme ihrer Dissertationsschrift für

das Fach Chemie, zur Erlangung eines zweiten

Doktorates, wurde jedoch vom zuständigen

Professor 1907 abgelehnt. Es war dies

das Jahr, wo sie eine eigene Privatpraxis in

der Grazer Humboldtstraße 17 eröffnete, die

sie durch zwei Weltkriege und über viereinhalb

Jahrzehnte betrieb.

Das Leben dieser ersten steirischen Ärztin,

die im Alter von 82 Jahren am 22. Mai 1959

starb, war geprägt von einer großen Unabhängigkeit

im Denken und einer herzlichen

Verbundenheit mit den Patienten. ■

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Frauenspezifische

Medizin

Johannes Huber

Verlag Wilhelm Maudrich

Wien 2005, € 99,–

Auf 360 Seiten mit zahlreichen

Abbildungen werden

frauenspezifische Erkrankungen

und Erklärungsmodelle

dafür

vorgestellt.

Es ist nicht egal, wie

wir geboren werden

Risiko Kaiserschnitt

Michel Odent

Walter Verlag 2005

In diesem aufrüttelnden

Buch werden die Gefahren

von Kaiserschnitt ohne medizinische

Indikation gezeigt

und engagiert für eine

natürliche Geburt plädiert.

Warum wir lieben

Die Chemie der

Leidenschaft

Helen Fischer

Walter Verlag 2005

Die Anthropologin zeigt anschaulich,

warum Verliebtheit

schwerem Suchverhalten

ähnelt und wie diese

wunderbare Leidenschaft

länger lebendig bleibt.

Independence Day

2005

Katja Maria Knoll

Cover: Heidi Kriz

Lyrik: Verena Klug

8661 Wartberg i. Mürztal

Katja Maria Knoll schildert

ihre Erlebnisse und persönliche

Entwicklung in

Großbritannien in liebenswürdig

offener Weise.

Lebe!

Lebendigkeit, Ernährung,

Bewegung, Entspannung

Michael Ehrenberger

Orac-Verlag 2005

Der Autor und Ganzheitsmediziner

sieht in der Lebensenergie

den Schlüssel

zu Gesundheit und Vitalität.

Lustvolles

Selbstcoaching

Verein Wiener Mentalgesellschaft

(Hrsg.)

Leykam 2005, € 24,90

Sieben Autoren haben in

einer neun Monate dauernden

Workshop Reihe

neue Mentaltechniken

entwickelt.

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 19

Hospizbegleitung im LKH

Bad Radkersburg

Erfolgreiche Initiativen und Fortbildung für einen

patientenorientierten Umgang mit dem Sterben

Seit Februar 1976

arbeite ich als

Pflegehelferin im LKH

Bad Radkersburg.

Hospizarbeit – der

Umgang mit schwerkranken

und sterbenden

Menschen – war

mir schon immer ein

Anliegen und hat

mich bereits seit meiner

Kindheit interessiert.

Monika Benigni,

LKH Bad

Radkersburg.

Im LKH Bad Radkersburg ist die Hospizarbeit zu einem

festen Bestandteil der Patientenorientierung geworden.

Grundausbildung und Praktikum

1998 wurde mir von Pflegedirektorin Irene

Tritscher die Möglichkeit geboten, im Rahmen

meiner Dienstzeit die Hospiz-Grundausbildung

und ein Praktikum auf der Palliativstation

im LKH-Univ.Klinikum Graz zu absolvieren.

Dies war der Start für eine intensive

Beschäftigung mit Hospizarbeit.

Engagement im Hospizverein

1999 gründete ich mit drei weiteren Kolleginnen

die Hospizgruppe Radkersburg. Seit

2000 ist das Team auf 22 MitarbeiterInnen

angewachsen und ich wurde zur Teamleiterin

gewählt. Mir wurde schnell klar, dass ich

mich persönlich noch weiter ausbilden musste,

um den Herausforderungen gerecht zu

werden. Ich absolvierte also die Ausbildung

zur Trainerin in der Erwachsenenbildung.

Mit der Umgestaltung des Hospizvereines

Steiermark im Jahr 2001 wurde ich in den

Vorsitz des Verwaltungsausschusses und in

den Vorstand gewählt.

Projekt „Jugendliche

begegnen dem Tod“

Mit dieser Funktion ergab sich die Möglichkeit,

mein spezielles Anliegen – Kinder und

Jugendliche auf Tod und Sterben vorzubereiten

– umsetzen zu können. Das von mir initiierte

Projekt „Jugendliche begegnen dem

Tod“ wird mittlerweile steiermarkweit in Zusammenarbeit

mit den Schulbehörden durchgeführt.

Dafür werden von mir HospizbegleiterInnen

ganz speziell ausgebildet.

Hospiz-Fortbildung

im LKH Bad Radkersburg

Ein Höchstmaß an dankenswerter

Unterstützung, Akzeptanz und Interesse

durch die Pflegedienstleitung

und die unmittelbaren Kolleginnen

ermöglicht erst die Ausübung

all dieser Aktivitäten. Über

Anregung von Pflegedirektorin

Irene Tritscher halte ich für unser

sehr interessiertes Pflegepersonal

laufend Fortbildungen ab.

Diese werden sehr gut angenommen

und die Inhalte auch nachweislich

umgesetzt.

Hospizarbeit ist mittlerweile im

LKH Bad Radkersburg ein fester

Bestandteil geworden. Da dieses Thema

sehr sensibel und die Annahme einer Unterstützung

in Ausnahmesituationen überaus

schwierig ist, kommt das Angebot einer Hospizbegleitung

nicht nur vom Pflegepersonal.

Um den Patienten das Überwinden dieser

Hürde zu erleichtern, bieten wir wöchentlich

einen fixen Termin an. Aber auch in Akutfällen

greifen Ärzte sowie das Pflegepersonal

auf das Angebot einer Hospizbegleitung

zurück.

Dadurch bieten wir den Patienten in unserem

Haus ein menschliches Umfeld, in dem sie

mit all ihren Bedürfnissen wahrgenommen

werden.


monika.benigni@lkh-badradkersburg.at

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


20

PERSONALENTWICKLUNG

Medizinischer Dokumentationsassistent

Studienreise zur Charité, dem größten europäischen Universitätsklinikum

Die Berliner Charité ist das größte

Universitätsklinikum Europas.

Die Berliner Charité ist im

deutschen Sprachraum

führend beim Einsatz Medizinischer

Dokumentationsassistenten.

Seit einigen Jahren werden hier

konkrete Modelle für den Einsatz

und die Ausbildung Medizinischer

Dokumentationsassistenten

(MDA) erarbeitet, erprobt

und in die Praxis umgesetzt.

Denn mit der Einführung eines

ökonomisch-medizinischen Klassifikationssystems,

des DRG-

Systems, war der Druck zur Verbesserung

der Dokumentation

riesengroß geworden, um damit

die Erträge der Charité abzusichern.

OA Dr. Herwig Lindner,

Kurienobmann der Ärztekammer

für Steiermark, und ich besuchten

daher das größte Universitätsklinikum

Europas, um für

das Projekt „Einführung Medizinischer

Dokumentationsassistenten“

praktische Erfahrungen

zu gewinnen.

„Die MDA wollen wir

nicht mehr hergeben“

150 MDAs sind zur Zeit bereits

in der Charité tätig. Alle Normalpflege-

und Intensivstationen

sowie größere

OP-Bereiche verfügen

über einen MDA, die

unter der fachlichen Leitung

des Medizin-Controllings

stehen. Die

MDAs entlasten Ärzte,

Pflege und Verwaltung,

indem sie die Codierung

der Diagnosen und Prozeduren

durchführen.

Weiters übernehmen

die MDAs die Aktenpflege

einschließlich

der Befunddokumentation

und tragen somit

Verantwortung für die

ordnungsgemäße

Führung der Patientenakte.

Sie führen auch

die administrativen Vorgänge

zur Aufnahme,

Verlegung und Entlassung der

stationären Patienten durch und

dienen darüber hinaus den Krankenversicherungen

als erste

kompetente Ansprechpartner bei

Anfragen. Diese Entlastung

konnte jedoch wirtschaftlich nur

umgesetzt werden, indem auf

den Stationen sowohl Ärzte als

auch Pflege, Verwaltung und

Technik einvernehmlich auf

Dienstpostenanteile verzichtet

haben. Dennoch wird auch von

diesen Berufsgruppen der Einsatz

von Medizinischen Dokumentationsassistenten

durchwegs

positiv beurteilt. „Die

MDA wollen wir nicht mehr hergeben!“,

lautete das Resumée

einer Stationsschwester. Sie ist

mir förmlich im Ohr hängen geblieben.

Steirischer

Projektstand

In unserem Projekt werden zurzeit

im Rahmen der Grundlagenermittlung

die einlangenden

Fragebögen mittels EDV erfasst.

Die Ergebnisse werden sodann

im Projektteam und Projektausschuss

präsentiert und diskutiert

Mag. Gerhard Mariacher und OA Dr. Herwig Lindner (von rechts) mit

den leitenden Medizin-Controllern der Berliner Charité.

werden. Der weitere Projektfahrplan

sieht vor, über den Sommer

die genauere Untersuchung jener

möglichen Tätigkeitsbereiche

vorzunehmen, in denen der

Einsatz Medizinischer Dokumentationsassistenten

besonders

Abschied

von Prim. DDr.

Gerd Stepantschitz

geeignet erscheint. Mit einem

Abschluss des Projektes ist Ende

2006 bzw. Anfang 2007 zu rechnen.


Mag. Gerhard Mariacher,

Personaldirektion

Mit dem Tod von Hofrat Prim. DDr.

Gerd Stepantschitz hat die Steiermark

eine große Persönlichkeit verloren. Seine politische Arbeit im

Bundesrat und im Steiermärkischen Landtag war geprägt von

großer Fachkompetenz und der parteienübergreifenden Zusammenarbeit

zum Wohle des steirischen Gesundheitswesens. Als

Primarius der 4. Medizinischen Abteilung am LKH Graz und in

seiner knapp 13-jährigen Funktion als Ärztlicher Direktor hat er

für die Innere Medizin und das Grazer Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum

Beachtliches geleistet. DDr. Gerd Stepantschitz

war auch der erste Medizinische Direktor der Steiermärkischen

Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. und hat hier mit

seiner großen Erfahrung und seinem beachtlichen Weitblick

mitgewirkt. Mit seinem Tod verlor das steirische Gesundheitswesen

eine markante Medizinerpersönlichkeit.


Juni 2006

Menschen helfen Menschen


Foto: IMC Management Center Krems

Rektor Mag. Hans Lichtenwagner, Präs. DI

Detlef Mostler, Dr. Christian Thoma und der

wissenschaftliche Lehrgangsleiter DI Dr.

Diethard Gstir bei der feierlichen Eröffnung des

neuen akademischen Managementlehrganges.

Vor ein paar Monaten war in meiner Post

die Ausschreibung eines Wettbewerbes

„Assistant of the Year 2006“ und hat spontan

mein Interesse geweckt. Da die Anforderungen

auf meine Sekretärin voll zutrafen,

habe ich sie ermuntert, daran teilzunehmen.

Frau Reingard Ragger hat spontan ja gesagt,

den Fragebogen ausgefüllt, einen Test absolviert

und mit Spannung und Gelassenheit

das Ergebnis abgewartet.

Wir haben uns beide sehr gefreut, dass sie

Management und Technik

Akademischer Managementlehrgang für

Techniker im Gesundheitswesen

Ende Februar 2005 startete der vom Österreichischen

Verband für Krankenhaustechniker

(ÖVKT) in Kooperation mit der IMC Fachhochschule

Krems initiierte Managementlehrgang

für Techniker im Gesundheitswesen.

Verteilt auf drei Semester in neun Blockwochen

zu je 60 Stunden werden die Betriebswirtschafts-

und Managementmodule

in Krems, die Technik-Module in Feldkirch,

Graz, Innsbruck, Salzburg und Wien abgehalten.

Abgeschlossen wird diese Ausbildung

mit dem Titel „Akademischer Manager für

Technik im Gesundheitswesen“.

Managementmodule und Technikmodule

wechseln sich in diesem innovativen Modell

ab und werden miteinander verknüpft. Für den

Praxisbezug, die Vernetzung der Techniker und

einen fruchtbringenden Erfahrungsaustausch

garantieren hochrangige Vortragende sowie

Assistentin des Jahres 2006

Die Aufgaben der Notfallmedizin

sind, unter Einsatz von

Notarztwagen und Notarzthelikopter

Leben zu retten und die

Folgen des vorhandenen gesundheitlichen

Schadens zu limitieren. Der Notarzt

analysiert die Situation, entscheidet

über die Methoden der Erstversorgung

und wählt weitere Versorgungsschritte

sowie das Zielkrankenhaus aus. Das aus

der gesetzlichen Protokollierungspflicht

momentan schriftlich erstellte Notfallprotokoll

wird erst im An-

Studiengang

Medizinische schluss an die Übergabe des

Informationstechnik. Patienten verfasst, was eine

unter mehr als 300 Teilnehmerinnen als

Bundeslandsiegerin hervorgegangen ist.

Ich schätze mich glücklich, Frau Reingard

Ragger als meine engste Mitarbeiterin

zu haben, und bin überzeugt, dass

wir in vielen Bereichen Spitzenkräfte beschäftigt

haben. Dieser Beitrag soll auch

diese dazu motivieren, sich an ähnlichen

Wettbewerben zu beteiligen. ■

Dr. Johann Thanner, Personaldirektor

optimale Vorbereitung unmöglich macht und

therapeutische Maßnahmen verzögert.

CANIS. Eine Kooperation zwischen Wirtschaft

und Wissenschaft, genauer gesagt zwischen

der FH Technikum Kärnten – Studiengang Medizinische

Informationstechnik (medIT), dem Unternehmen

ilogs – mobile software GmbH und

der Ärztekammer Kärnten hat sich die Gestaltung

eines Notarztinformationssystems zur Aufgabe

gemacht. Ziel von CANIS ist die Ermöglichung

und Optimierung des Informationsflusses

zwischen NAW/NAH und Krankenhaus – durch

die Entwicklung einer notärztlichen, mobilen

und standardisierten Protokollierung aller medizinisch

relevanten Ereignisse. Diese umfassen

PERSONALENTWICKLUNG 21

die Abhaltung der Technikmodule vor Ort in

Krankenanstalten in ganz Österreich.

Der Beginn des nächsten Techniker-Managementlehrgangs

ist für Februar 2007 vorgesehen


Mag. (FH) Ursula Poindl, IMC Krems,

Dipl.-Ing. Dr. Diethard Gstir, M.Sc., ÖVKT

Kontakt:

IMC Management Center Krems GmbH

Piaristengasse 1, 3500 Krems

Tel.: 02732/72877

e-mail: weiterbildung@fh-krems.ac.at

www.weiterbildung.fh-krems.ac.at

Reingard Ragger ist die Bundesländersiegerin unter mehr als 300 Teilnehmerinnen

CANIS kann Leben retten

Die Überreichung der Urkunde des Ehrenpreises

erfolgte im feierlichen Rahmen. Hier im Bild die

Bundeslandsiegerin Reingard Ragger und

Personaldirektor Dr. Johann Thanner.

Kärntner Projekt bringt Qualitätssteigerung in der Notfallmedizin

Anzeige

alle klinischen, von Normwerten abweichenden

Vitalparameter vor Ort

und auf dem Transport zum

Schockraum. CANIS nimmt Daten

mittels Spracherkennung und mobilen Erfassungsgeräten

auf und überträgt diese mittels

drahtloser Kommunikation an ein Verteilerzentrum,

informiert das Notfallteam vor Ort über

das am besten geeignete Krankenhaus und

übermittelt die relevanten Daten an den

Schockraum der medizinischen Zieleinrichtung.

Dort können bereits während des Transports die

erforderlichen Ressourcen – Operationssaal,

Modalitäten und Ärzteteams – vorbereitet und

so vielleicht Leben gerettet werden. ■

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


22

PERSONALENTWICKLUNG

IN ALLER KÜRZE

Joboskar 2005 und

Steirischer Gesundheitspreis

2006 in Bronze für LSF Graz

Anerkennung für die hervorragenden

Leistungen in der betrieblichen

Gesundheitsvorsorge der LSF Graz mit dem

Steirischen Gesundheitspreis 2006 in Bronze.

Bereits im vergangenen Dezember wurde der

LSF der „JobOskar 2005“ verliehen. Dieser

Preis wird von der JobAllianz Steiermark, die

vom Bundessozialamt, Landesstelle Steiermark,

und dem Bundesministerium für soziale

Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz

getragen wird, an Betriebe verliehen,

die sich für die Beschäftigung von Menschen

mit Behinderung besonders engagiert

haben.

Eine weitere Auszeichnung wurde uns am

30. März 2006 mit dem „Steirischen Gesundheitspreis

2006“ in Bronze verliehen. Dieser

vom Land Steiermark, Gesundheitsressort,

der WKO Steiermark und der Merkur Versicherung

verliehene Preis wurde uns für hervorragende

Leistungen in der betrieblichen

Gesundheitsvorsorge in der Kategorie „Betriebe

über 50 MitarbeiterInnen“ verliehen.

Beide Anerkennungen sind eine Bestätigung

für unser erfolgreiches Bestreben, sich besonders

behinderter Mitarbeiter anzunehmen

und der Gesundheitsförderung unserer

MitarbeiterInnen großes Augenmerk zu

schenken.


Betriebsdirektor Bernhard Haas,

MAS, LSF Graz

Auszeichnungen,

Anerkennungen und Preise

Ao. Univ.-Prof. Dr.

Hans-Peter Dimai

wurde für seine herausragende

Reviewertätigkeit

von wissenschaftlichen

Manuskripten

vom Herausgeber

des European Journal of Radiology

mit dem ELSERVER „Editor’s Recognition

Award 2005“ ausgezeichnet.


Das von Univ.-Prof. Dr.

Ernst Eber, Klin. Abteilung

für Pulmonologie

und Allergologie,

Univ.-Klinik für Kinderund

Jugendheilkunde,

mit herausgegebene

Buch „Paediatric Pulmonary

Function Testing“ im Karger Verlag

wurde in der „2005 British Medical Association

Book Competition“ in der Kategorie „Respiratory

Medicine“ ausgezeichnet („Highly

Commended“).


Univ.-Prof. Dr. Gerhard

Friedrich, Hals-,

Nasen-, Ohren-Univ.-

Klinik wurde in das advisory

board des Turkish

Clinical Journal of

Medical Sciences gewählt.


Univ.-Prof. Dr.

Günther Jürgens, Institut

für Physiologische

Chemie: Die Publikation

„The Role of

Lipid Peroxidation and

Antioxidants in Oxidative

Modification of

LDL. H. Esterbauer, J. Gebicki, H. Puhl and G.

Jürgens; Free Radic Biol Med 13, 341-390

(1992)“ wurde im Rahmen einer Erhebung

der meistzitierten Publikationen zum 20-

jährigen Bestehen der wissenschaftlichen

Zeitschrift Free Radical Biology & Medicine

mit 1387 Zitierungen (bis Juni 2005) an 1.

Stelle gereiht ausgewiesen.


Univ.-Prof. Dr. Dr.

Michael G. Schimek,

Institut für Medizinische

Informatik,

Statistik und Dokumentation,

wurde der

INNOLEC LECTURES-

HIP AWARD in Anerkennung

seiner Beiträge zur Curriculumentwicklung

und Lehre im Fach „Biostatistics

and Statistical Biocomputing“ an der Naturwissenschaftlichen

Fakultät der Masaryk

Universität Brünn verliehen.


Univ.-Prof. Dr. Selman

Uranüs, Univ.-

Klinik f. Chirurgie,

wurde in das Data

Mentoring Committee

einer europäisch/amerikanischen

mulitzentrischen Phase-III-Studie

bei schwerstverletzten Traumapatienten

berufen.


Neue Führungskräfte

Mit 1. Mai 2006 wurde

PD Dr. Alain Barth

zum Klinikvorstand der

Universitätsklinik für

Neurochirurgie am

LKH-Univ.Klinikum

Graz ernannt.

Damit löste er den interimistischen

Leiter Univ.Prof.Dr. Hans Tritthart

ab.

PD Dr. Barth hat bis dahin die Abteilung für

vaskuläre Neurochirurgie am Schweizer Universitätsspital

Bern geleitet.


Erfahrungsaustausch an

der University of Louisville

Während eines Kurzurlaubs konnte der Grazer

Unfallchirurg ao. Univ.Prof.Mag.Dr. Franz

Von links: ao.Univ.Prof.Mag.Dr. Franz Josef

Seibert und Univ.Prof.Dr. David Seligson, Leiter

des Departments for Fracture Care, Erfinder der

retrograden Oberschenkelmarknagelung und

derzeitiger Präsident der Küntscher Society.

Josef Seibert die Gastfreundschaft der University

of Louisville, Kentucky, genießen. Interessante

Eindrücke brachte die Besichti-

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 23

Foto: David Reischl, MedUniGraz

gung der Infrastruktur des Krankenhausclusters

„University Hospital – Jewish Hospital

and Norton Hospital“.

Während dieser Kurzhospitation erhielt

Univ.Prof. Seibert die Möglichkeit, im Rahmen

des Grand Rounds – vor versammeltem

akademischem Staff, der chirurgischen

Mannschaft und Studenten – über die Erfahrungen

der Grazer Universitätsklinik für Unfallchirurgie

mit der Marknagelung am proximalen

Oberschenkel zu berichten und darüber

zu diskutieren.


Hohe Bundesauszeichnung für

den Grazer Forscher Univ.Prof.Dr.

Peter Holzer

Univ.Prof.Dr. Peter Holzer vom Institut für Experimentelle

und Klinische Pharmakologie

Univ.Prof.Dr. Peter Holzer mit Rektor

Univ.Prof.DDr. Gerhard Franz Walter.

der MedUniGraz wurde das „Große Ehrenzeichen“

für Verdienste um die Republik Österreich

verliehen. Die Auszeichnung wurde mit

den wissenschaftlichen Erfolgen um seine

Forschungsarbeiten begründet. So zählt

Univ.Prof.Dr. Peter Holzer zu den weltweit

meistzitierten Wissenschafter. Zentraler

Schwerpunkt des Leiters der Forschungseinheit

für translationale Neurogastroenterologie

ist die Schmerz- und Entzündungsforschung.


Haben Sie Ihren Namen

oder Ihre Adresse

geändert?

In diesen Fällen geben Sie dies bitte dem

Personalbüro Ihrer Verwaltungsdirektion

bekannt. Damit ermöglichen Sie uns,

Ihnen das Mitarbeitermagazin G‘sund

zuzuschicken.

Bildungskalender 2006 –

LKH-Univ.Klinikum Graz

Die kleine Broschüre enthält

zahlreiche Bildungsangebote

für die Mitarbeiter

des LKH-Univ.Klinikum

Graz. Die Anstaltsleitung

und die Betriebsratsvorsitzenden

wollen

damit die fachliche, berufsbezogene

Weiterbildung

forcieren und die

Persönlichkeit der Mitarbeiter

stärken. ■

Bildungskalender

2006 des LKH-

Univ.Klinikum

Graz.

Neuer Betriebsratsvorsitzender

im LKH Graz West

BRV Karlheinz Dieber, flankiert von seinen

Stellvertretern OA Dr. Gerhard Schober und

Anna Kohl.

Bei der konstituierenden Betriebsratssitzung

am 11. Mai 2006 wurde Karlheinz Dieber einstimmig

zum neuen Vorsitzenden gewählt.

ZBRV Manfred Wolf wies in seiner Rede besonders

auf die hohe Wahlbeteiligung hin

und wünschte dem neuen Betriebsratsteam

für die Zukunft alles Gute.


INFO-Abend „Lungenkrebs“ im

LKH Graz West

OA Dr. Gerhard

Ambrosch beim

Vortrag.

Am 31. Mai 2006 nützten

mehr als 200 Gäste die Gelegenheit,

sich zum Thema

Lungenkrebs vom Team

der Pulmologischen Tagesklinik

ausführlichst informieren

zu lassen. Die

Wichtigkeit der Vorsorge

sowie Diagnose und Therapie

von Lungenkrebs

stand dabei im Vordergrund.

Nach den Vorträgen wurden in der

anschließenden Podiumsdiskussion in bewährter

Weise individuelle Fragen beantwortet. ■

Mag. (FH) Elisabeth Url, LKH Graz West

Servicestelle für Menschen

mit Behinderungen

Das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz

ist am 1. Jänner 2006 in Kraft getreten.

Gleichzeitig wurden auch bedeutende Änderungen

im Behinderteneinstellungsgesetz

und im Bundesbehindertengesetz vorgenommen.

Mit der neuen Servicestelle des Kriegsopferund

Behindertenverbandes Österreich werden

persönliche, telefonische und elektronische

Beratung und Information über das Behindertengleichstellungspaket

und Fördermöglichkeiten

für den Abbau von Barrieren

geboten.


Kontakt:

Servicestelle für berufliche BVP

Lange Gasse 53, 1080 Wien

Tel. 01/406 1580-0

kobvoe@kobv.at

www.kobv.at

Abschied

von o.Univ.Prof.DDr.

Helmut Lechner

Wir trauern

um o.Univ.-

Prof.DDr. Helmut

Lechner, einen

der herausragendsten

österreichischen

Mediziner,

der von seinen

Patienten,

Kollegen und

Schülern gleichermaßen hoch geschätzt

worden ist. In seiner über 24-jährigen Zeit

als Vorstand der Grazer Universitätsklinik

für Neurologie hat er dieser zu weltweitem

Ansehen verholfen und für internationales

Interesse und Anerkennung gesorgt.

Nicht nur die Steiermärkische

Krankenanstaltengesellschaft, sondern

auch das österreichische Gesundheitswesen

hat mit dem Tod von o.Univ.Prof.DDr.

Helmut Lechner eine vielfach ausgezeichnete,

markante Medizinerpersönlichkeit

verloren. Wir werden ihm stets ein ehrendes

Andenken bewahren.


Menschen helfen Menschen

Juni 2006


24

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Schonende Neurochirurgie

mit dem „Gammamesser“

Unblutig für den Patienten

Am 14. Dezember 2005 erfolgte die 3000.

Behandlung im Gamma Knife (d. h. Gamma-Messer)

der Universitätsklinik für Neurochirurgie.

Hier werden Patienten unblutig,

aber sehr exakt und schonend bei verschiedenen

Erkrankungen therapiert. Diese so

genannte „stereotaktische Radiochirurgie“

erfolgt mit 201 Cobalt-60 Quellen mit einer

hohen einzeitigen punktuellen Strahlendosis.

Im Unterschied zu anderen Bestrahlungsformen

treten nur selten unerwünschte Nebenwirkungen

auf und die Belastung des Patienten

ist kurz und gering.

Zahlreiche

Behandlungsindikationen

Die moderne Technik mit Magnetresonanzplanung

und ständig verbesserten Computerplanungsprogrammen

ermöglicht nicht nur

die Erkennung (Diagnose), sondern mittlerweile

auch Behandlung komplexer und tiefliegender

Störungen des Gehirns. Neben der

„offenen, d.h. blutigen“ Operation gibt es in

Graz seit 1992 die unblutige Neurochirurgie.

Eingeführt von o.Univ. Prof. Dr. Gerhard

Pendl, dem emeritierten Vorstand der Universitätsklinik

für Neurochirurgie, betrieb dann

das Team um Ass.Prof.Dr. Georg Papaefthymiou,

Univ.Prof.Dr. Oskar Schröttner und

Univ.Prof.Dr. Frank Unger mit großem Engagement

die Radiochirurgie, so dass Graz in

diesem Bereich international anerkannt ist.

Bösartige Tumoren wie Metastasen oder

Aderhautmelanome werden ebenso wie gutartige

Gewächse, z. B. des Gehörnerven

(Akustikusneurinome), der Hirnhäute

(Meningeome) oder Gefäßmissbildungen erfolgreich

und oft in Zusammenarbeit mit anderen

Kliniken (Universitäts-Augenklinik,

Hals-Nasen-Ohren-Universitätsklinik, Universitätsklinik

für Radiologie) behandelt.

Funktionsstörungen des Gehirns

Ein besonderer Forschungsschwerpunkt sind

seit Anbeginn die komplexen Hirnfunktionsstörungen,

die mit Schmerzen (z. B. Trigeminusneuralgie),

Bewegungsstörungen (z. B. Tremor

bei Parkinson) oder zerebralen Krampfanfällen

(Epilepsie) einhergehen. Hier verknüpft

Univ.Prof.Dr. Frank Unger sein Wissen als

Neurologe und Neurochirurg mit der Erfahrung

von Ass.Prof.Dr. Georg Papaefthymiou zum

Wohle der Patienten. Es gibt zahlreiche Publikationen

in hochrangigen Zeitschriften, internationale

Kontakte wurden aufgebaut und insbesondere

aus Deutschland kommen zum Thema

Epilepsie zahlreiche Anfragen. So gibt es

etwa bei den so genannten „Hypothalamus-

Hamartomen“ kaum vertretbare chirurgische

Behandlungsansätze. Hier liegt normales Gewebe

an verkehrter Stelle tief im Gehirn und

führt ab dem Kleinkindalter zu zahlreichen epileptischen

Anfällen, geistiger Retardierung

und Hormonstörungen (vorzeitiger Pubertät)

und zunehmender sozialer Isolierung der kleinen

Patienten. Nach sorgfältiger Abwägung,

zahlreichen interdisziplinären Besprechungen

(z.B. mit der Epilepsiearbeitsgruppe Neurologie)

und Verlaufsbeobachtungen kann dann

die Indikation zur stereotaktischen

Radiochirurgie gestellt werden. Alle

beteiligten Abteilungen (so auch die

Neuroanästhesie) verfügen mittlerweile

über ein hohes Maß an Professionalität,

so dass die exakte, sichere

und schonende Behandlung problemlos

verläuft und für die Patienten eine

Erleichterung oder Heilung bewirkt.

So wird in diesen Fällen bei den kleinen

Patienten eine Allgemeinnarkose

eingeleitet und mit dem stereotaktischen

Rahmen eine MR-Untersuchung

durchgeführt. Anschließend

findet wie üblich die Anlage des Behandlungsplanes

in Zusammenarbeit

mit dem Strahlenphysiker statt (s. Abb. 2). Die

Behandlung selbst erfolgt unter kontinuierlichem

Monitoring. Normalerweise, d. h. bei erwachsenen

Patienten, erfolgt die Radiochirurgie

in lokaler Betäubung.

Bedingt durch unsere Vorsicht und Sorgfalt

hat die Radiochirurgie international Maßstäbe

gesetzt. Dennoch muss beachtet werden,

dass nicht alle Behandlungen komplikationslos

sind und eine Heilung nicht in jedem Fall

möglich ist.


Kontakt:

Ass. Prof. Dr. Georg Papaefthymiou /

Univ.Prof. Dr. Frank Unger

Gamma Knife Ambulanz (Frau Reiner)

Universitätsklinik für Neurochirurgie

Auenbruggerplatz 29, 8036 Graz

Tel. 0316-385-3597

Schema der stereotaktischen Bestrahlung im

Gamma-Knife.

Ass.Prof.Dr. Georg Papaefthymiou und

Univ.Prof.Dr. Frank Unger im Gamma Knife.

Kleine Patientin mit Kollimatorhelm.

MR-Planungsbild (T-2, axial) eines

Hypothalamushamartoms mit den

Strahlenisodosen.

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


Univ.Prof.Dr. Reinhard Windhager mit

Stationsschwester Heidi Schreiner.

An der Grazer Universitätsklinik für Orthopädie wird

erfolgreich geforscht und entwickelt.

Fotos: H. A. Pachernegg

Das erfolgreiche Team der Grazer

Universitätsklinik für Orthopädie.

Jubiläum für Grazer

Universitätsklinik für Orthopädie

Erfolgreiche Bilanz und Blick in die Zukunft der Patientenversorgung und Forschung

Im Februar wurde die Grazer Universitätsklinik

für Orthopädie fünf Jahre alt. Sie

hat sich in dieser Zeit zu einem international

angesehenen Zentrum entwickelt und

sorgt für kräftige wissenschaftliche Impulse.

Dazu gehören beispielsweise das Knie

für „schwierige Fälle“, die Hüfte der Zukunft

(„Future Hip“), eine noch laufende

Studie über die Qualität unterschiedlicher

Endoprothesen sowie internationale und

„innersteirische“ wissenschaftliche Zusammenarbeit.

Auch an Zukunftsthemen mangelt

es nicht.

Stolz weist der Vorstand der Universitätsklinik

für Orthopädie, Univ.-Prof. Dr. Reinhard

Windhager, darauf hin, dass „2005 insgesamt

16.500 PatientInnen ambulant und stationär

betreut und rund 1.800 Operationen

durchgeführt wurden. Denn neben den Aufgaben

in der Forschung und in der Aus- und

Weiterbildung von Ärzten sind wir vor allem

dazu da, die steirische Bevölkerung mit Spitzenmedizin

zu versorgen“.


Kontakt:

o.Univ.Prof.Dr. Reinhard Windhager

Universitätsklinik für Orthopädie

am LKH-Univ.Klinikum Graz

Tel. +43 316 385-4807

E-Mail: reinhard.windhager@meduni-graz.at

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unsere Kompetenz und Erfahrung auch im Internet und bauen Brücken zu

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Menschen helfen Menschen

Juni 2006


26

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Interdisziplinäre bio-psycho-soziale Betreuung

Erfolgreiche Patientenorientierung und höhere Mitarbeiterzufriedenheit an der

Klinischen Abteilung für Phoniatrie an der Grazer HNO-Universitätsklinik

Bereits seit 2000

arbeitet das

Team der Klinischen

Abteilung für Phoniatrie

am LKH-Univ.Klinikum

Graz konsequent

an der Umsetzung

des bio-psychosozialen

Modells für

Univ.Prof.Dr.

Gerhard Friedrich,

seine Patienten. Dieses

Team umfasst für Phoniatrie der

Klinische Abteilung

Ärzte bzw. Phoniater, Grazer HNO-

Logopäden, eine Linguistin,

diplomierte

Universitätsklinik.

Gesundheits- und

Krankenschwestern, eine Psychologin/Psychotherapeutin

sowie eine Physiotherapeutin,

eine Diätologin und einen Manualmediziner.

Patientenuntersuchung im Team

In der ärztlichen Gesprächsführung wird konsequent

nicht nur auf die organische, sondern

auch auf die psychosoziale Ebene Bezug

genommen. Die ärztlichen Mitarbeiter der

Klinischen Abteilung für Phoniatrie haben zu

diesem Zweck die PSY I Ausbildung der Ärztekammer

absolviert bzw. stehen in der Ausbildung

dazu.

Die Patienten werden routinemäßig vom

psychosomatischen Liaisondienst exploriert

und bei Bedarf wird eine psychotherapeutische

Therapie eingeleitet bzw. vermittelt.

Als ein dafür geeignetes Zusatzinstrument

hat sich der Stimmstörungsindex (siehe

Abb.) erwiesen, der die Einschränkung der

Lebensqualität bezogen auf die Stimme erfasst

und als Grundlage für weitere

Therapieschritte dient.

Alle Patienten werden im Team gemeinsam

von Ärzten, Logopäden und der Psychotherapeutin

untersucht und ein gemeinsames Behandlungskonzept

wird erstellt. Wenn erforderlich,

wird eine physiotherapeutische Untersuchung

und Betreuung bzw. manualmedizinische

Therapie eingeleitet.

Organisationsentwicklung

und Fortbildung

In den wöchentlichen Teambesprechungen

werden neben Patienten auch interne Abläufe

besprochen und reflektiert. In diesem Rahmen

finden regelmäßig auch Supervisionen

statt. In ganz- bzw. halbtägigen Klausurtagungen

werden längerfristige Konzepte und

strategische Ziele der Abteilung erarbeitet.

2005 wurde auf der Station der phoniatrischen

Abteilung eine Kardexvisite eingeführt.

Zweimal wöchentlich werden gemeinsam

mit Ärztinnen, Schwestern, Logopädinnen,

Physiotherapeutin, Psychotherapeutin

sowie TurnusärztInnen alle Patienten durchbesprochen

und interdisziplinäre Therapiekonzepte

erstellt.

Logopädische Therapie

und Tumorboard

Die logopädischen Therapiemaßnahmen

werden in der regelmäßigen Teambesprechung

bzw. Fallsupervision mit der Psycho-

Werbung

Neu im Krankenhaus –

von Roche Diagnostics

Im Labor schon bald ein vertrauter Anblick: Reagenzpackungen im grüngelben

cobas-Erscheinungsbild.

Der Schweizer

Healthcare-

Konzern Roche

stellt seit Jahresbeginn

seine Diagnostica-Produkte

für Labor und

Krankenhaus sukzessive

auf eine

neue Markenbezeichnung

um.

Die neue Dachmarke

cobas mit

ihrem typisch

grün-gelben Erscheinungsbild

wird in Zukunft eine

leichtere Kommunikation

und

Zuordenbarkeit der ca. 3.000 unterschiedlichen

Produkte, die Roche Diagnostics für

den Labor- und Krankenhausbereich anbietet,

gewährleisten.


Entwickelt, designed und produziert in

Österreich: Blutgasanalysator cobas b 121

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 27

therapeutin speziell auf jeden einzelnen

Patienten abgestimmt und

das weitere Procedere für die Therapie

festgelegt. Es wird geklärt,

ob eine weiterführende Therapie

an unserer Abteilung sinnvoll ist,

ob dies unter stationären Bedingungen

oder als ambulante Nachbetreuung

durchgeführt werden

soll, oder ob ein Einschleusen in eine

andere Therapieform im Vordergrund

steht.

Onkologische Patienten werden im

Rahmen des Tumorboards in Zusammenarbeit

mit den anderen

Abteilungen gemeinsam mit Radioonkologen

und internistischen

Onkologen besprochen. Bei diesen

Patienten erfolgt präoperativ auch

eine logopädische und psychotherapeutische

Beratung sowie bei

Bedarf die Kontaktaufnahme mit

Selbsthilfegruppen (z.B. Kehlkopflosen-Verein).


gerhard.friedrich@meduni-graz.at

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Stimmstörungsindex zur Abschätzung der Einschränkung der Lebensqualität.

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


28

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Transplantation von Säuglingsnieren

en-bloc in das Becken des Empfängers.

Das Nierenröntgen 6 Monate später zeigt

bereits eine normale Ausscheidung von

Kontrastmittel in Nieren, die

Erwachsenengröße erreicht haben.

Univ.Prof.Dr. Peter H. Petritsch, Grazer Univ.Klinik für

Urologie, mit der ehemaligen, heute völlig gesunden

Patientin N. Wiedner.

Erfolgreiche Nierentransplantationen in Graz

Spezielle Implantationstechnik von Säuglingsnieren für Erwachsene

Ein überraschender Blumengruß an einem

trüben Febermorgen 2006, überbracht

von einer Patientin, die ich einige Jahre nicht

mehr gesehen hatte, rief einerseits die Probleme

von damals ins Gedächtnis zurück und

andererseits das Erfolgserlebnis verbunden

mit einer erfolgreichen Operation.

Nierentransplantationen

in Graz seit 1969

Im LKH-Univ.Klinikum Graz werden seit 1969

Nieren transplantiert. Funktionsraten dieser

Nieren von über 20 Jahren sind keine Seltenheit.

Ich treffe immer wieder mit mir unbekannt

erscheinenden Menschen zusammen,

denen ich vor über 20 Jahren eine Niere eingepflanzt

habe. Diese lassen mich dann mit

Stolz und Freude wissen, dass ihre Niere immer

noch gut funktioniert. Erfreulicheres als

die Bestätigung von guter Arbeit zum Wohle

des Patienten und für ein lebenswertes Leben

kann einem Chirurgen gar nicht passieren.

Säuglingsnieren für Erwachsene

Im Februar waren es 15 Jahre, dass Frau

Wiedner eine Niere bekam, nachdem sie drei

Jahre lang mehrmals in der Woche zur Hämodialyse

gehen musste. Dies ist noch

nichts Außergewöhnliches. Das Besondere

bei Frau Wiedner ist, dass ihr die Nieren eines

vier Wochen alten verstorbenen Säuglings

eingepflanzt wurden. Dies war zum damaligen

Zeitpunkt nicht nur eine Sensation,

sondern auch eine chirurgische Herausforderung.

Von Eurotransplant wurde damals

wegen allgemein schlechter Ergebnisse die

Transplantation von Säuglingsnieren in Erwachsene

als nicht empfehlenswert erachtet.

Aufgrund des eklatanten Organmangels

entschieden wir uns 1990, auch Säuglingsnieren

für Erwachsene zu akzeptieren. Dafür

entwickelten wir eine spezielle Implantationstechnik.

Bis heute konnten wir bereits 16

Mal erfolgreich derartige Transplantationen

durchführen.

Rasches Wachstum

Frau Wiedner ist das beste Beispiel für die

Richtigkeit der Entscheidung zum damaligen

Zeitpunkt diese Säuglingsnieren zu akzeptieren.

Interessant war, dass die etwa

drei cm großen Nieren innerhalb von sechs

Monaten auf Erwachsenengröße angewachsen

waren. Wir konnten es hautnah

verfolgen, wie die Größe der Nieren von

Woche zu Woche zunahm. Unsere damalige

Patientin ist heute völlig gesund, mit normaler

Nierenfunktion (Creatinin 0,9), und

führt ein normales und glückliches Leben im

Kreis ihrer Familie.

Dank unserer Erfahrungen haben wir auf diesem

Gebiet bei Eurotransplant einen exzellenten

Ruf und sind eines der wenigen Transplantationszentren,

die Säuglingsnieren

überhaupt angeboten bekommen. ■

Univ.Prof.Dr. Peter H. Petritsch, Univ.Klinik

für Urologie, LKH-Univ.Klinikum Graz

Forschungs-News

Die Homepage www.gsund.net ist eine virtuelle Plattform für Partner, Organisationen und

Firmen aus dem Gesundheits- und Spitalsbereich. Ihre übersichtliche Gestaltung erleichtert

die Kommunikation über den Stand, die Entwicklungen und Forschungsergebnisse des

Gesundheits- und Spitalsbereichs.

Der Forschung wird dabei ein besonderer Stellenwert beigemessen. Mit aktuellen News,

Veranstaltungshinweisen und einem breiten Informationsangebot über Forschung & Entwicklung

wird dazu beigetragen.


Mehr dazu:

www.gsund.net/forschung

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


Kleiner Schnitt –

große Operationen

Tagungsteilnehmer aus Europa und den USA

erörterten auf der Stolzalpe neue minimal-invasive

Operationstechniken in der Knieendoprothetik

Prachtwetter und

wunderbarer Ausblick

von der Terrasse des

LKH Stolzalpe.

Das Operationsteam bei einem

minimalinvasiven Eingriff am Kniegelenk.

Ihrer

GESUNDHEIT & FORSCHUNG 29

Gesundheit

zuliebe

Gesundes Essen

schützt vor Zuckerkrankheit

Kennen Sie das? Sie warten nach einer

Blutabnahme beim Arzt gespannt auf das

Ergebnis. Besonders der Zuckerwert (Glukose

im Blut) interessiert.

Hohe Blutzuckerwerte spürt man nicht und

doch verursachen sie Folgekrankheiten wie

z.B. Durchblutungs-, Seh- und Wundheilungsstörungen.

Dabei handelt es sich um Diabetes mellitus

Typ II, landläufig Alterszucker genannt. Die

Ursache ist nicht nur erblich bedingt. Bewegungsarmut

und falsche Ernährungsweise,

die zu Übergewicht führt, sind der Motor für

ein sehr frühes Auftreten dieser Erkrankung.

Bekämpfen Sie daher Ihr Übergewicht:

• Planen Sie täglich drei Hauptmahlzeiten

– warten Sie nicht, bis Sie abends viel

Zeit haben, um viel zu essen. In Heißhungerphasen

isst man zu große Mengen.

• Essen und naschen Sie nicht nebenbei.

So vermissen Sie das angenehme Gefühl

des „Sattseins“ und übersehen leicht,

wie viel Sie schon gegessen haben.

• Für den Hunger zwischendurch empfehlen

wir Obst, ein Glas Buttermilch oder

fettarmes Jogurt.

• Trinken Sie ausreichend kalorienfreie Getränke

wie Wasser, Tee ohne Zucker oder

stark verdünnte Lightgetränke. Oft ist ein

vermeintliches Hungergefühl Durst.

• Nützen Sie täglich Gelegenheiten zur Bewegung.

Die Beweglichkeit des Kniegelenks vier

Wochen nach einer minimalinvasiven

Operation.

Prachtwetter

und

einen herrlichen

Ausblick gab es beim

Symposium am 21.

und 22. April 2006 im

LKH Stolzalpe. Experten

aus 11 Ländern

erörterten die minimal-invasive

Technik

in der Knieendoprothetik.

Ein Höhepunkt

war sicher die Live-

Übertragung von Operationen

in den Schulungsraum.

„Das Feedback

war überaus positiv und wir sind stolz

darauf, dass wir neben London und Berlin

nun auch am LKH Stolzalpe dieses internationale

Symposium mit hohem Standard anbieten

und so ins internationale Rampenlicht

rücken“, meinten Doz. Dr. Siegfried Hofmann,

Leiter des Knie-Teams am LKH Stolzalpe,

und der Ärztliche Direktor Prim.Univ.-

Prof.Dr. Reinhard Graf.

Als ein europäisches Ausbildungszentrum

für Knieendoprothetik hat das LKH Stolzalpe

seit 2001 rund 800 Ärzte und 220

Schwestern bei diversen Schulungen und

Veranstaltungen begrüßen können. ■

Kontakt:

Gerlinde Kollau

Allgemeines und Orthopädisches

LKH Stolzalpe

A-8852 Stolzalpe

gerlinde.kollau@lkh-stolzalpe.at

Immer aktuell!

www.gsund.net

www.kages.at

Wussten Sie, dass …?

• Diabetikerschokolade ebenso kalorienreich

ist wie ganz normale Schokolade.

Dasselbe gilt für Diabetikerzucker, -eis

und -kekse.

Genießen Sie also normale Schokolade –

nicht zu oft und nicht mehr als eine Rippe.

• künstlicher Süßstoff wirklich kalorienfrei

ist. Gemeint sind alle flüssigen und tablettenförmigen

Süßstoffe wie z.B. Natreen,

Kandisin.

• ein Mangel an Kohlenhydraten (zu wenig

Brot, Beilagen, Obst oder zu lange

Essenspausen) Heißhunger nach Süßem

verursacht.


Ihr Ernährungsmedizinischer Dienst

LKH-Univ. Klinikum Graz

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


30

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Foto: Sudy

Foto: Sudy

Johann Leopold Auenbrugger

Auf den Spuren dieses berühmten, in Graz geborenen Mediziners

Geboren am Auenbruggerplatz

Nr.

18 – so steht es in der

Geburtsurkunde jener

Steirer, die im Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum

Graz

geboren worden sind.

Doch die wenigsten

von ihnen wissen,

Mag.pharm. Dr.

Bernd E. Mader,

LKH-Univ.Klinikum

Graz.

wer Auenbrugger

war. Dabei ist Johann

Leopold Auenbrugger der international bekannteste

Mediziner, der bisher in Graz zur

Welt gekommen ist.

Johann

Leopold

Auenbrugger

mit Gattin

Marianne.

Der „Mohrenwirt“ in der Mariahilferstraße Nr. 16, das einstige

Gasthaus des Vaters von Johann Leopold Auenbrugger.

Das Geburtshaus von Johann Leopold Auenbrugger an der Ecke

Südtirolerplatz / Griesgasse mit einer Gedenktafel beim

Eingangstor Griesgasse Nr. 2.

Foto: Dr. Regal, Wien

Jugend- und Studienzeit

Folgt man seinen wenigen Spuren in Graz, so

kann man am Geburtshaus Griesgasse Nr. 2

eine kleine Gedenktafel mit folgendem Text

entdecken: „In diesem Hause wurde Leopold

von Auenbrugger am 19. November 1722 geboren.“

Zu dieser Zeit war sein Vater der

„Mohrenwirt“, ein bekannter und auch recht

wohlhabender Bürger in Graz. Sein Vater Sebastian

wollte offenbar, dass Leopold „etwas

Besseres“ werden sollte und so schickte

er ihn aufs Jesuitengymnasium. Nach Beendigung

der Gymnasialzeit ermöglichte der

Vater ihm ein Medizinstudium in Wien.

Aus der Studienzeit von Leopold Auenbrugger

wissen wir wenig. Am 18. November 1752

promovierte Leopold Auenbrugger. Nach Beendigung

des Medizinstudiums blieb er in

Wien und erwählte die Kaiserstadt bis zu seinem

Lebensende als ständigen Wohnsitz.

Entdeckung der

Perkussion

Seine erste Anstellung erhielt

Leopold Auenbrugger im

Spanischen Militärspital.

1758 wurde er dort dann Primararzt,

verlor jedoch 1762

diese Anstellung und widmete

sich von nun an ausschließlich

seiner ausgedehnten

Praxis.

Von 1754 an beschäftigte

sich Leopold Auenbrugger

sieben Jahre lang mit den

Schallunterschieden, die er

beim Beklopfen der menschlichen

Brustwand feststellen

konnte. Experimentell wies

er nach, dass die

Schalldämpfung so weit

reichte wie die darin enthaltene

Flüssigkeit. Um diese

Theorie zu untermauern, experimentierte

er vorerst mit

Fässern, die er unterschiedlich

hoch mit Wasser angefüllt

hatte, später waren es

auch Leichen, in deren Brustkorb er Wasser

injiziert hatte.

All diese Versuche führten letztlich zu jener

Entdeckung, die als „Perkussion“ (vom lat.

percussio: Schlag, Stoß) in der medizinischen

Diagnostik ihren festen Platz hat.

Anekdotenhaft wird diese Entdeckung stets

zusammen mit folgender Geschichte erzählt:

Im elterlichen Betrieb in Graz, dem „Mohrenwirt“,

habe Leopold Auenbrugger seinen Vater

immer wieder beobachten können, wie

dieser durch Klopfen an den Fässern Rückschlüsse

auf eine noch darin vorhandene

Weinmenge gewinnen wollte. Als Leopold

Auenbrugger Arzt geworden war, hatte er

den genialen Einfall, diese Methode auch

beim Menschen anzuwenden.

Doch der rege Forschungsgeist Leopold Auenbruggers

hatte sich darüber hinaus mit

vielen anderen medizinischen Problemen beschäftigt.

1761 veröffentlichte er eine Arbeit

über die Lungenkrankheiten der Steinbrucharbeiter,

18 Jahre später (1779) erschien in

Wien die Schrift „Heilart der epidemischen

Ruhr im Jahre 1779“.


bernd.mader@klinikum-graz.at

Quelle:

Bernd Mader. Johann Leopold Auenbrugger,

Edler von Auenbrugg (1722–1809). In:

Blätter für Heimatkunde. Heft 2/3 (2005).

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 31

Spondylolyse

Die frühzeitige Behandlung dieser Erkrankungsform

der Wirbelsäule bringt durchwegs Erfolge

Die Spondylolyse als Ursache für einen

Gleitwirbel führt häufig zu Schmerzen

durch die entstehende Instabilität im betroffenen

Segment. Durch eine fehlende Durchbauung

der Interarticularportion des jeweiligen

Wirbels, also der Verbindung zwischen

dem oberen und unteren Gelenksfortsatz

(Abb. 1), kann es zu einer Spondylolisthese

(Gleitwirbel) kommen.

Ursachen

Es gibt verschiedene Thesen zur Entstehung

der Spondylolyse, wie z. B. die in der Gebärmutter

vorkommende (intrauterine) Fehlanlage

oder das Geburtstrauma, traumatische

Brüche wie auch Ermüdungs- und Stressfrakturen

bei entsprechenden Arbeitsverrichtungen

oder bei verschiedenen Sportarten (z.

B. Stabhochsprung, Speerwerfen, Turnen

oder rhythmische Sportgymnastik).

Vorkommen

2–4% in unserer Bevölkerung sind davon betroffen.

Von diesem Bevölkerungsanteil

braucht ca. 5% eine Therapie, wiederum 5%

der therapiebedürftigen Patienten bedürfen

einer chirurgischen Behandlung.

Äußeres Erscheinungsbild

In erster Linie handelt es sich um einen reinen

Kreuzschmerz ohne radikuläre

Ausstrahlungen. Dieser kann im

Sinne von Instabilitätsschmerzen

bei langem Stehen oder langem

Sitzen vorkommen.

In der Seitenansicht kann es je

nach der sich entwickelnden

Dr. Gerd M. Ivanic,

Leiter des

Departments für

Erkrankungen der

Wirbelsäule,

Wirbelsäulenchirurgie

und

Fußchirurgie, LKH

Stolzalpe.

Spondylolisthese

(Gleitwirbel) zu einer

Hyperlordose (Hohlkreuz)

über und zu einer

Kyphose (Rundrücken)

unter dem betroffenen

Segment

kommen (Abb. 2). Die

Schmerzen treten in

drei Häufigkeiten auf:

1. im praepubertären

Wachstumsschub;

2. mit 30–40 Jahren,

wenn die körperliche

Betätigung eher abnimmt

bzw. auch die

Bandscheibendegeneration auf Grund der

falschen Belastung zu einer Erniedrigung

führt und dadurch vermehrt Schmerzen im

krankhaften Bereich auftreten können.

3. mit 60–70 Jahren, wenn die Patienten körperlich

weniger tun und die Bandscheibe

vollkommen aufgebraucht ist.

Therapie und Ergebnisse

Generell ist primär eine konservative Therapie

anzustreben. Im Akutstadium kann eine

Lumbalbandage zur Entkrampfung der verkrampften

wirbelsäulennahen Muskulatur

mit Hilfe von konservativen Maßnahmen wie

Massagen, Moorpackungen, Strom und dergleichen

von großer Hilfe sein. Durch Lumbalbandagen

(Abb.3) wird auch das Bewegungsempfinden

verbessert. In der obligaten

Einzelheilgymnastik ist es wichtig, dem Patienten

Stabilisierungsübungen beizubringen,

die er täglich selbstständig durchführen

kann. Sollte die physikalische Therapie zu

keiner wesentlichen Beschwerdeverbesserung

führen, so ist letztlich die Operation angezeigt.

Die operativen Möglichkeiten reichen

von der direkten Reparatur des Spaltes,

z.B. mittels Morscher-Hakenschraube, bis zur

Spondylodese (Fusion, Versteifung), für die

es mehrere sich an den Symptomen orientierende

Möglichkeiten gibt.

Es handelt sich hier um große operative Eingriffe,

welche nur bei ca. 5% der therapiebedürftigen

Patienten notwendig werden.

Wichtig ist aber, dass bei konservativer Therapieresistenz

für den Patienten gute bis

sehr gute Ergebnisse in bis zu 87% der Fälle

möglich sind (eigene Nachuntersuchung von

104 Patienten, die zwischen 1996 und 1998

operiert wurden). Mittelfristige Ergebnisse

nach 5 Jahren zeigen zufriedene bis sehr zufriedene

Patienten in 87% der Fälle, 66%

konnten wieder die praeoperativ geleistete

Arbeit durchführen, wobei die Hälfte überhaupt

schwer körperlich arbeitend war. ■

gerd.ivanic@lkh-stolzalpe.at

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Lumbalbandagen, wie sie auch

postoperativ zum Einsatz kommen.

Nach Einbringen eines mit Eigenknochen gefüllten

Käfigs wird von dorsal eine Spondylodese mittels

Pedikelschrauben angebracht.

In ausgeprägten Fällen kann eine

Corporektomie (hier L5) notwendig werden.

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


32

Das „Empfangskomitee“ von rechts nach links:

Karoline Decker, Martina Tatzl (Fuchs | Partner)

und eine der Hostessen.

Ingeborg Kula, Präsidentin und Hausherrin des

Golfclubs Ottenstein, mit Hofrat Dr. Reinhard

Sudy (KAGes).

Das Gastgeschenk: ein Körberl mit steirischen

Spezialitäten.

Bruno Wakonig (Mitte), einer der vielen Sieger

des Abends, mit Entertainer Andi Töfferl und

Ali Rosker (Golf Management).

Gutes tun macht allen Freude

Fuchs | Partner-Golf-Charity zugunsten alpha nova

in Ottenstein (Niederösterreich)

Rudolf Oberrauter: „Menschen zu helfen ist für

uns immer eine zentrale Aufgabe.“

Gemeinsam ist es immer etwas leichter, vor

allem, wenn man das selbe Ziel verfolgt.

Fuchs | Partner, die Versicherungsmakler aus

Graz, unterstützen seit Jahren jene Menschen,

die es schwerer haben, ihr Leben zu gestalten,

als die meisten von uns. Die diesjährige

Fuchs | Partner-Golf-Charity im niederösterreichischen

Ottenstein erfolgte zugunsten von

alpha nova. Schon beim spaßigen Charity-

Event „Golf on Ice“ im Februar 2006 konnte Rudolf

Oberrauter an alpha-nova-Geschäftsführer

Thomas Wögerer einen Scheck von 1.500,–

Euro übergeben. Diesmal sind die von den Teilnehmern

gespendeten Beträge für ein spezielles

Projekt gedacht. Es handelt sich um einen

Deckenlift für Menschen, die mobil und motorisch

beeinträchtigt sind (z.B. Rollstuhlfahrer).

Dieser ermöglicht damit eine von Assistenz unabhängige

Pflege. „Es ist immer gut, wenn

man weiß, wofür man spendet“, sagt Hedi

Grager von der G’sund-Redaktion. Sie organisierte

vor zwei Jahren für MoKiDi bereits eine

erfolgreiche Hilfsaktion und stellte sich in Ottenstein

ebenfalls in den Dienst der guten Sache.

Der besondere „Reiz“ möglichst splendid

zu sein für die Turnierteilnehmer: Im Falle eines

Hole in One (mit einem Schlag im Loch)

winkte als Preis ein Porsche Cabrio im Wert

von 120.000,– Euro. Knapp daneben ist leider

auch vorbei – beinahe geschafft hätte es die

Grazerin Margherita Wakonig.

2.500,– Euro landeten in der Spendenbox, der

Betrag wird an alpha-nova-Geschäftsführer Thomas

Wögerer übergeben werden. Die Behinderten-Organisation

beschäftigt 140 Mitarbeiter,

die rund 300 Menschen mit Handicap ein lebenswertes

Leben inmitten unserer Gesellschaft

durch ihre Arbeit ermöglichen. Charities

sind auch eine gute Möglichkeit, Kontakte im

Berufs- und Geschäftsleben zu vertiefen oder

anzubahnen. Aus manchen dieser „Zufallsbekanntschaften“

entwickeln sich im Laufe der

Jahre gute Geschäftskontakte, erfolgreiche Network-Partnerschaften

und echte Freundschaften.

Geschäftsführer Rudolf Oberrauter (Fuchs |

Partner): „Das aktuelle Turnier und die Einladung

zur BA-CA-Golf-Open waren die beste Gelegenheit,

Partnern und Kunden Danke zu sagen

für das Vertrauen und Fairplay im Geschäft, und

ich denke, auch für jeden ein willkommener Anlass

von den Top-Golfgrößen der Welt Anregungen

fürs eigene Spiel zu holen.“


Fotos: Kolaric, Taucher

Charity-Lady Hedi Grager ermunterte die Golfer dazu, die Spendenbox zu

füllen, winkte doch bei einem Hole in One das 120.000,– Euro teure

Porsche Cabrio.

Schon im Februar gab’s

bei Golf on Ice einen

Scheck für alpha nova ...

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 33

Beste Unterhaltung auch am Abend nach dem

Turnier. Gerald Fuchs (Mitte) mit Freunden.

Als unabhängige, international

tätige Versicherungsmakler

und -berater sind fuchs |

partner auf alle Fragen des betrieblichen,

elementaren wie

strategischen Riskmanagements

spezialisiert. Fragen der

Finanzdienstleistung wickelt

der Kooperationspartner Trend

AG ab.

Basierend auf einer umfassenden

Bedarfsanalyse konzipieren

wir innovative, spartenübergreifende

Gesamtlösungen:

Von der Optimierung des Versicherungsschutzes

und dem Erstellen individueller Versicherungsprogramme

über die jährliche Vertragspflege

bis zur umfassenden Beratung im

Schadensfall.

Wolfgang Erber mit Frau

im Fontana: von Markus

Brier begeistert.

Stefan Kojalek

(Uniqua) brachte

gute Stimmung mit.

Konsequent den Weg vor Augen

Fuchs | Partner: Maßkonzepte garantieren

optimale Versicherungsprämien

Rudolf Oberrauter: „Persönliches Interesse

und Engagement, eine partnerschaftliche Beratungsbasis

und fachübergreifende

Kooperationen

schaffen Vertrauen und

schenken Sicherheit.“

Firmensitz von Fuchs | Partner,

Schubertstraße in Graz.

Alle fuchs | partner-Berater

verfügen über langjährige

Branchenerfahrung. Sie

kennen die unterschiedlichen

internationalen

„Businesskulturen“ und sichern

damit die Koordination

globaler Versicherungsprogramme.

Laufende Fortbildungen

und der Erfahrungsaustausch mit internationalen

Partneragenturen sind die Basis für eine

branchenspezifische und kundenorientierte

Beratung.


Georg Michelatsch freute sich über einen

gelungenen Abschlag.

ARBÖ-Präsident Heinz Hofer – zufrieden mit

seinem Spiel.

Langjährige Geschäftspartner:

Vorstandsdirektor Georg Tilg (Trend AG) und

Rudolf Oberrauter (links).

Anzeige

DI Gerald Fuchs: „Individuelle Anforderungen

erwarten individuelle Lösungen. Kreativität,

Professionalität und innovatives Denken

bestimmen den Kundennutzen.“

DI Fuchs | Partner GmbH

Versicherungsmakler

Schubertstraße 39

8010 Graz

Tel.: 0316/ 322 916-0

office@fup.at

www.fup.at

Stets konzentriert, wie auch bei der Arbeit:

Prim. Walter Schellnegger aus Voitsberg.

... nun folgte die zweite Tranche für die Finanzierung eines

hilfreichen Deckenlifts für behinderte Menschen.

Menschen helfen Menschen

Hausherr und langjähriger

Fuchs | Partner-Geschäftsfreund:

Dipl.-Kfm. Heinz Hofer-Wittmann.

Auf dem Marsch zum nächsten Grün: Michael

Wanz und Gerhard Neuwirt.

Juni 2006


34

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Sodbrennen – Refluxkrankheit

Die neue Volkskrankheit

Die Refluxkrankheit

(gastro-esophageal-reflux-disease

GERD) ist in den modernen

Industrieländern

die häufigste Erkrankung

des Magendarmtraktes.

20–30 %

der Bevölkerung sind

von der Refluxerkrankung

betroffen, womit

A.Univ.Prof.Dr.

Selman Uranüs.

es zu einer Verzehnfachung innerhalb der

letzten 30 Jahre gekommen ist. Bis zu 40%

der Menschen leiden einmal im Monat, 14%

mindestens einmal wöchentlich und 7% an

täglichen Refluxbeschwerden. Jedoch bei

60% dieser Betroffenen ist der endoskopische

Befund (Magenspiegelung) negativ, ein

Teil dieser Patienten weist sogar eine normale

24-Stunden-pH-Metrie auf.

Symptome

Die häufigsten Symptome dieser Erkrankung

sind das Sodbrennen (>50%), ein vermehrtes

saures (Magensaft) oder bitteres (Galle) Aufstoßen

bzw. ein dumpfer Schmerz oder Druck

hinter dem Brustbein, der besonders nachts

auftritt (–50%). Bei „Herzschmerzen“ ohne

Hinweis auf Durchblutungsstörungen des Herzens

wurde bei 10 bis 15 % der Betroffenen

eine Refluxkrankheit entdeckt, so die Ergebnisse

aus der Université de Montreal, Kanada.

Neben diesen oesophagealen Symptomen

können auch pharyngeale Symptome wie

Schluckstörungen, morgendliche Heiserkeit

(eine belegte Stimme) oder ein Globusgefühl

(Druckgefühl im Hals) vorhanden sein. Eine

Studie in der Zeitschrift GUT 2001 hat bei

40% der Erkrankten einen Husten als alleiniges

bzw. überwiegendes Problem festgestellt.

Die Beschwerden der Patienten auch

ohne Schleimhautläsionen dürfen nicht bagatellisiert

werden. Die Lebensqualität wird

durch Reflux stark beeinträchtigt, es treten

Schlafstörungen und Leistungsverminderungen

auf und der Leidensdruck ist oft erheblich.

Ursachen

Eine der Ursachen dieser Erkrankung stellt eine

vergrößerte Lücke im Zwerchfell dar, durch

die physiologischerweise die Speiseröhre

durchtritt. Der Speiseröhrenschließmuskel

kann durch eine vergrößerte Zwerchfelllücke

(Zwerchfellbruch = Hiatushernie) in den Brustraum

verlagert sein, bei sehr großen Brüchen

Über vier bis fünf etwa ein cm große Schnitte

in der Haut werden eine Videokamera und

Operationsinstrumente in die Bauchhöhle

eingebracht.

können sogar Teile des Magens in diesen verlagert

sein. Eine Hiatushernie liegt bei 2/3 der

Patienten mit Refluxerkrankung vor. Allerdings

entwickeln nur 5% der Personen mit Hiatushernie

eine Refluxoesophagitis. Begünstigende

Faktoren des Refluxes sind Übergewicht,

Alkohol, Nikotin und stark fett- bzw. zuckerhaltige

Nahrungsmittel. Auch Medikamente (Psychopharmaka,

Antihypertensiva) und Hormone

können den Tonus des Sphinkters herabsetzen.

Die Folge von Reflux ist eine Schädigung

der Schleimhaut in Form einer Speiseröhrenentzündung

(= Refluxoesophagitis). Eine länger

bestehende Refluxösophagitis kann in eine so

genannte Barrett-Ösophagitis übergehen, welche

im weiteren Verlauf ein großes Potential

für eine bösartige Entwicklung aufweist.

Eine vergrößerte Lücke im Zwerchfell ist eine

der Erkrankungsursachen an Sodbrennen.

Therapie

Grundsätzlich sind heute sowohl die medikamentöse

als auch die chirurgische Therapie in

der Behandlung der Refluxkrankheit etabliert.

Therapieziele sind eine baldige Beschwerdefreiheit

und die Vermeidung von Komplikationen.

Zunächst sollte der Patient einige allgemeine

Maßnahmen wie Änderung der Essgewohnheiten

(mehrere kleine Mahlzeiten, die

letzte Mahlzeit ca. 4 Std. vor dem Schlafengehen,

Vermeidung von Nikotin u. Alkohol,

keine fettreichen Speisen), Erhöhung des

Kopfteiles etc. befolgen. Als Indikationen

zum chirurgischen Vorgehen werden ungenügende

Resultate der konservativen Therapie,

große Hiatushernien und pulmonale Komplikationen

(chronischer Husten, Asthma) angesehen,

sowie bei jungen Patienten als Alternative

zur lebenslangen Tabletteneinnahme.

Die chirurgische Therapie – Antirefluxoperation

– wird heute nahezu ausschließlich laparoskopisch

(Knopflochtechnik) durchgeführt.

Über 4 bis 5 nur 1 cm große Schnitte in der

Haut werden eine Videokamera und Operationsinstrumente

in die Bauchhöhle eingebracht.

Danach wird einerseits die große

Lücke am Zwerchfell dem Durchmesser der

Speiseröhre entsprechend eingeengt und andererseits

aus Magengewebe eine Manschette

um die Speiseröhre am Übergang in

den Magen gelegt. Dadurch wird die

Schließmuskelfunktion unterstützt und der

Magensaft kann nicht mehr in die Speiseröhre

fließen. Dieses Verfahren ist schmerzarm, der

Patient kann schon am Abend des Operationstages

wieder Nahrung zu sich nehmen, der

stationäre Aufenthalt beträgt 2–5 Tage. ■

Kontakt:

A.Univ.Prof.Dr. Selman Uranüs

Leiter der Sektion Chirurgische Forschung

Tel.: +43/316/385-2719

selman.uranues@meduni-graz.at

Dr. Doris Nagele-Moser

Sektion Chirurgische Forschung

Universitätsklinik für Chirurgie

LKH-Univ.Klinikum Graz

Doris.Nagele-Moser@klinikum-graz.at

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 35

Qualitätskontrolle bei

Krankenhausinfektionen

Nosokomiales Infektions-Surveillance-System (NISS)

für die steirischen LKHs

Top • News

Bundespräsident Fischer

besuchte LSF Graz

Im Gedenken an die Opfer der Euthanasie –

der Ermordung „lebensunwerten Lebens“

durch die Nationalsozialisten – wurde im

Areal der LSF ein lebendes Denkmal in Form

Die Ehrengäste anlässlich der Gedenkfeier und

Mahnmaleröffnung für die Opfer der

Euthanasie in der LSF Graz.

Anfang 2006 wurde in der KAGes das Pilotprojekt

„Nosokomiales Infektions-Surveillance-System“

(NISS) gestartet. Damit

wird die Steiermark an das europäische

HELICS, das Netzwerk der Netzwerke, mit einer

europaweit einheitlichen Datenerfassung

und Dateninterpretation angeschlossen sein.

Vergleichende Qualitätskontrolle

Dadurch ergibt sich die Möglichkeit zur Qualitätskontrolle

mittels standardisierter und

stratifizierter Vergleiche von eigenen Erkenntnissen

mit anonymisierten Daten vergleichbarer

Einheiten in der EU und den USA.

Die Erfassung der Daten erfolgt mit minimalem

Zeitaufwand auf der Basis einer „von-Tag-zu-

Tag-Surveillance“ gemäß internationalen Kriterien.

Dadurch erfolgt eine Dokumentation

der Operationen, Intensivpatienten, Anwendung

invasiver oder nicht invasiver Geräte und

Methoden, Antibiotikatherapie, nosokomialen

Infektionen und verursachenden Erreger.

Risikoorientierung

Um die Aussagekraft der Daten und damit

auch die Wirksamkeit der Surveillance zu

steigern, erfolgt im NISS eine Konzentration

auf besondere Risikobereiche innerhalb des

Krankenhauses und keine generelle, krankenhausweite

Erfassung. Der Fokus wird auf bestimmte

Patienten und ausgesuchte Stationen

mit hohem Infektionsrisiko gerichtet. Für

die einzelnen Module existieren jeweils spezifische

Surveillance-Methoden. ■

Prim.Dr. A. Bogiatzis, OA Dr. G. Linck,

DI E. Stadlober

NISS:

Surveillance Protokolle (Module)

• Intensivstationen (ITS – NISS)

• Postoperative

Wundinfektionen (OP – NISS)

• Device Anwendungen (DEVICE – NISS )

• Ambulante Operationen (AMBU – NISS)

• Frühgeborenen-

Intensivstationen (NEO – NISS)

• Onkologie (ONKO – NISS)

• Epidemiologische Surveillance der Antibiotikaresistenz

(ESAR – NISS)

Info

Nosokomiale Infektionen (NI) sind im

Krankenhaus erworbene Infektionen.

Surveillance (S) bedeutet die fortlaufende,

systematische Erfassung, Analyse und

Interpretation der NI-Daten, die für das Planen,

die Einführung und Evaluierung von

medizinischen Maßnahmen notwendig

sind. Dazu gehört die aktuelle Übermittlung

der Daten an diejenigen, die diese Informationen

benötigen.

NISS ist die Abkürzung für Nosokomiales

Infektions-Surveillance-System.

einer Gartengestaltung sowie eine Gedenktafel

nach den Plänen des Landschaftsarchitekten

Univ.-Prof. Dipl.Arch. Janos Koppandy

errichtet. Durch diese Initiative wird in würdevoller

Weise der Opfer der Nazigräueltaten

dieser Zeit gedacht. Anlässlich der offiziellen

Eröffnung des Mahnmals für die Opfer

der Euthanasie war Bundespräsident Dr.

Heinz Fischer in der LSF Graz.

Im Anschluss an den Festakt überzeugte sich

Bundespräsident Fischer in der Neuropsychiatrischen

Kinder- und Jugendabteilung, in

der Abteilung für Neurologie und der Abteilung

für Gerontopsychiatrie von unserer Leistungsfähigkeit.


Betriebsdirektor Bernhard Haas, MAS,

LSF Graz

Aktuelle Termine

EU-Symposium

Menschenwürde bis zuletzt

3. Steirischer Hospiz- und Palliativtag

24. Juni 2006, 9:00–17:30 Uhr

Messecenter Graz – Tagungszentrum Nord

6. Grazer Businesslauf 2006

29. Juni 2006, 19:30 Uhr

Da die Laufstrecke durch die Parkanlage der LSF

Graz führt, kann jeweils ein Team eines steirischen

LKHs kostenlos daran teilnehmen. ■

Kontakt:

Klaus Landauf, LSF Graz

klaus.landauf@lsf-graz.at

Tel.: 0316/2191-2446

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


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GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Alpha-1-Antitrypsinmangel

Genetischer Defekt in den Leberzellen verursacht Lungenschwäche

Mit jedem Atemzug,

mit dem

wir den Sauerstoff in

die Lunge bringen,

atmen wir Millionen

von Schadstoffpartikeln

und Krankheitserregern

ein. Aus

diesem Grund besitzen

unsere Bronchien

OA Dr. Norbert

Kaufmann, Innere

Medizin 2, LKH Graz

West.

ein ausgeklügeltes

Reinigungssystem

und die Lungenbläschen werden durch spezielle

Abwehrzellen geschützt. Sie sind mit

speziellen „Waffen“, nämlich mit aggressiven

eiweißspaltenden Substanzen, so genannten

„Proteasen“ ausgestattet, die die

eindringenden Bakterien, Viren, Pilzsporen

usw. nach Aufnahme in ihr Zellinneres

zerstören.

Schutzmechanismus der Natur

Im Abwehrkampf mit den Eindringlingen

gehen jedoch auch diese Abwehrzellen zugrunde.

Dadurch werden ihre Proteasen freigesetzt

und zerstören nun körpereigenes Gewebe.

Besonders anfällig auf diese Enzyme

sind die elastischen Fasern der Lunge. Die

Folge wäre ein permanentes Schwinden der

Lungenbläschen und die Ausbildung einer

Lungenüberblähung.

Um dies zu verhindern, hat uns die Natur mit

einem Schutzmechanismus versehen. In den

Leberzellen werden Eiweißkörper erzeugt,

die in die Blutbahn abgegeben werden und

so in die Lunge gelangen, wo sie diese aggressiven

Proteasen rasch binden und inaktivieren

können. Diese Antiproteasen verhindern

damit ein vorzeitiges „Altern“ der Lunge

und die Ausbildung des Lungenemphysems.

Die wichtigste Antiprotease ist das

„Alpha-1-Antitrypsin“.

Gendefekt verursacht

Lungenemphysem

Bei einem Teil der Menschen jedoch kommt

es aufgrund eines genetischen Defektes in

den Leberzellen zur Bildung eines minderwertigen

Alpha-1-Antitrypsin-Moleküls, das

die Proteasen in der Lunge je nach Art des

Gendefektes nur unzureichend zu binden und

zu inaktivieren vermag.

• In der „heterozygoten“ Form wird das defekte

Chromosom nur von einem Elternteil

Die hier gezeigten anatomischen Strukturen der Lunge

werden bei Alpha-1-Antitrypsinmangel schrittweise

zerstört. Dies führt zu einer überblähten Lunge

(Lungenemphysem).

weitervererbt und führt zur Ausbildung einer

Schwachform der Erkrankung.

• Bei der „homozygoten“ Form kommt es zu

einer massiven Produktionsstörung des Alpha-1-Antitrypsins

in den Leberzellen, da

von beiden Elternteilen jeweils ein defektes

Chromosom weitervererbt wird.

Die Häufigkeit der homozygoten Form, also

der vollständigen Ausprägung des Alpha-1-

Antitrypsinmangels (auch als Al-Proteasen-

Inhibitormangel bezeichnet) beträgt in Europa

0,01–0,02 % der Bevölkerung mit einem

Nord-Süd- und West-Ost-Gefälle. Er ist die

häufigste genetische Ursache von Lungenemphysemen

bei Erwachsenen.

Lungenemphysem und

Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Art des Gendefektes kommt es bei

den meisten Betroffenen schon im 3. bis 4.

Lebensjahrzehnt zum Schwinden

der Lungenbläschen. Die

Folge ist eine allmählich zunehmende

Atemnot bei Belastung

durch Kollaps der Bronchien

während der Ausatmung

und damit kommt es zu einer

Überblähung der Lunge mit

dem Gefühl ersticken zu müssen.

Bei einem Teil der betroffenen

Personen kommt es

schon im Kindesalter zur Ausbildung

einer Leberzirrhose

(knotiger Umbau der Leber bis

zur vollständigen Zerstörung).

Die Ursache ist neben dem genetisch

bedingten Synthesefehler

zur Bildung des Alpha-1-

Antitrypsins ein weiterer Erbdefekt,

der verhindert, dass die

fehlgebildeten Eiweißmoleküle

in den Leberzellen abgebaut

werden können. In seltenen

Fällen können eine Entzündung des Unterhautfettgewebes,

Muskelschmerzen, Leberkrebs

und rheumatische Beschwerden

beobachtet werden.

Das Lungenemphysem wird mit den üblichen

inhalativen bronchialerweiternden Medikamenten

wie Betamimetika, Anticholinergika

und Kortisonpräparaten behandelt. Dazu

kommt eine wöchentliche intravenöse Substitutionstherapie

mit dem Alpha-1-Antitrypsin.

Diese Behandlung ist bis zum Lebensende

durchzuführen. Zur Vermeidung von

Atemwegsinfekten sollten Betroffene die

nötigen Schutzimpfungen durchführen lassen.

Als besonders vorteilhaft hat sich gezieltes

körperliches Aufbautraining bewährt.

In den fortgeschrittenen Stadien ist eine

Sauerstoff-Langzeittherapie notwendig. ■

norbert.kaufmann@lkh-grazwest.at

Guideline für G’sund-Beiträge

Diese Guideline bietet einen Überblick über die Art der Textgestaltung,

Fotoqualität und -überlieferung für G’sund-Beiträge.

Beispiele dienen der zusätzlichen Orientierung.


Mehr dazu:

www.gsund.net ➟ G’sund online ➟ Guideline G’sund Beiträge

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 37

Foto: Honner

St. Lambrechter

Tagung

Gesundheit. Das Wichtigste

im Leben?

Von links: Univ.Prof.Dr. Peter Heintel,

Univ.Prof.Dr. Willibald J. Stronegger, Mag. Dr.

Irene Leonhard und Prim.Dr. Gerald Fugger.

Im schönen Ambiente des obersteirischen

Stiftes St. Lambrecht fand die schon traditionelle

Tagung von Prim. Dr. G. Fugger statt.

Heuer stand die Frage im Mittelpunkt, ob Gesundheit

tatsächlich das Wichtigste in unserem

Leben ist und wie ein gesundes Leben

außerhalb der Medizin ausschauen kann.

Frauen- und Männerwelt, Güterverteilung

und Politik sowie das Innehalten als Lebensart

als Themen regten zum Nachdenken und

zur Diskussion an.


Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Alpha 1-Selbsthilfegruppe

Österreichweite Aktivitäten zu angeborener

Lungenschwäche gehen von Graz aus

Die Aufdeckung von bislang noch nicht diagnostizierten

Betroffenen und die frühzeitige

Aufklärung können irreversible Spätschäden

verhindern. Aus diesem Grund wurde im Mai

2004 die Selbsthilfegruppe Alpha 1-Österreich

e.V. gegründet, die in ganz Österreich tätig ist.

Ihre Hauptaufgabe ist auf breiter Ebene Aufklärung

über dieses doch nicht so seltene Erbleiden

zu betreiben, aber auch betroffene Personen

zu betreuen und zu informieren, die Interessen

der „Alphas“ auch in öffentlichen Institutionen

und Gesundheitseinrichtungen zu vertreten

und die Forschung auf diesem Gebiet zu forcieren.

Weitere Informationen

und Kontakt

• Weitere Informationen gibt es auf der Homepage

www.alpha1-oesterreich.at und in der

Zeitung Alpha1 - Aktuell, die auf Anfrage erhältlich

und für Mitglieder kostenlos ist.

• Die Jahreshauptversammlung des Vereines

Alpha 1-Österreich e.V. findet vom 30. Juni

2006 bis 1. Juli 2006 im Hotel Courtyard beim

Schwarzlsee in Unterpremstätten statt.

• Kontakt: Walter Berger

Tel.: 03132/3788

E-Mail: walter.berger@alpha1-oesterreich.at

Walter Berger ist der Obmann der im Raum

Graz gegründeten Selbsthilfegruppe für ganz

Österreich, die sich in den Cluster Deutschland-Schweiz-Österreich

einfügt. Von ärztlicher

Seite waren OA Dr. Norbert Kaufmann

vom LKH Graz West und Prim. Dr. Gert Wurzinger

vom LKH Hörgas-Enzenbach wesentlich

mitbeteiligt.


Flohmarkt

• Bauland in Toplage in der

Angermeierstraße in Hart bei St. Peter,

Waltendorf, zu verkaufen. Parzelle

838/22 mit ca. 1385 m 2 .

Anfragen und Information unter

0676/4700183 oder kaboschki@aon.at

• Suche engagierten Flohmarktverkäufer,

der auf guter Provisionsbasis

verschiedenste Gegenstände zum

Verkauf übernimmt. Anfragen unter

0664/3950 171.

LITERATURTIPPS

Behandlungsfehler

in der Medizin

Karin Prutsch / Monika

Ploier

cauda medrecht

Leykam Buchverlag 2005,

€ 29,00

Die Zahl der Arzthaftungsprozesse

hat in den letzten

Jahren stark zugenommen

und das öffentliche Interesse

daran ist sehr groß.

Die umfassende Publikation

ist auf dem aktuellsten

Stand der Rechtslage und

Rechtsprechung.

Arzthaftungsrecht

Thomas Juen

Manz, Wien 2005

€ 69,00

Dieser wertvolle Arbeitsbehelf

untersucht die aktuelle

österreichische

Rechtslage auf dem Gebiet

der zivilrechtlichen Arzthaftung

und berücksichtigt

aktuelle Entwicklungen in

Gesetzgebung, Judikatur

und Lehre.

Im Namen des Gesetzes:

„Sei stad!“

Erinnerungen eines Landgendarmen

Franz V. E. Ginner

V.F. Sammler, Graz 2006

€ 19,90

Heitere Geschichten über

Dienst und Einsatz der

Gendarmen in den 50er-

Jahren, über Lausbubenstreiche

und ernste

Einsätze, als die Bezahlung

schlecht, das Ansehen

jedoch groß war.

... trotzdem Ja zum

Leben sagen

Und ausgewählte Briefe

(1945 - 1949)

Band 1

Viktor E. Frankl

Böhlau, Wien 2005,

€ 29,90

Thematischer Schwerpunkt

des 1. Bandes des

vollständigen Werks Viktor

Frankls ist die Zeit des

Konzentrationslagers und

der psychologischen und

philosophischen Probleme

der NS-Zeit.

Frierkind. Roman.

Andrea Rothaugg

Eichborn Verlag, Frankfurt

am Main 2005,

€ 20,50

Die in Hamburg geborene

Autorin und Kulturmanagerin

schildert in

ihrem Romandebut in sehr

facettenreicher Sprache

das Beziehungsgeflecht

und das Leben von Max

Tinker in der Großstadt.

Enzyklopädie der

Alltagsqualen.

Ein Trostbuch für den geplagten

Zeitgenossen

Hannes Stein

Eichborn, Berlin 2006

€ 17,90

„Das Leben ist eine einzige

Zumutung. Es fängt mit

dem Aufstehen an und

hört mit dem Schlafen gehen

noch lange nicht auf“,

so beginnt dieses Buch, in

dem aus vollem Herzen

geschimpft und gejammert

wird.

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


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QUALITÄTSMANAGEMENT

Gedenkstätte für tot geborene Kinder

Am Grazer Urnenfriedhof gibt es nun eine Ruhestätte für tot- und fehlgeborene Kinder

Fotos: Landespressedienst

Mosaik an der Gedenkstätte: Wenn

Lebensanfang und Lebensende

zusammenfallen.

Kürzlich wurde am Grazer Urnenfriedhof

die Gedenkstätte für tot- und fehlgeborene

Kinder eröffnet. Der Landeshauptmann

der Steiermark unterstrich in seiner Eröffnungsrede,

wie wichtig ein Ort der Trauer für

die Angehörigen ist.

Die Segnung der Gedenkstätte für tot- und

fehlgeborene Kinder erfolgte durch Bischofsvikar

Dr. Heinrich Schnuderl und Superindentent

Mag. Hermann Miklas.

Wenn Lebensanfang und

Lebensende zusammenfallen

Die Würde von totgeborenen und fehlgeborenen

Kindern wurde erst jüngst gesetzlich

Bei der Eröffnung

der Gedenkstätte

von links:

Landesrätin Mag.

Kristina Edlinger-

Ploder, Alt-

Landeshauptmann

Waltraud Klasnic,

zweite

Landtagspräsidentin

Walburga Beutl,

Landtagsabgeordnete

Annemarie

Wicher,

Landeshauptmann

Mag. Franz Voves

und Bürgermeister

Mag. Siegfried

Nagl.

im Steirischen Leichenbestattungsgesetz

festgeschrieben. In der Vergangenheit wurden

diese Kinder bzw. Föten durch Krankenanstalten

entsorgt, wenn die Eltern keine Bestattung

verlangten oder sich diese nicht

leisten konnten.

Die Grazer Bestattung hat über Initiative der

Plattform „Wenn Lebensanfang und -ende

zusammenfallen“ des Hospizvereins Steiermark

die von Künstlerhand gestaltete Gedenkstätte

im neuen Teil des Grazer Urnenfriedhofs

als erste Gedenk- und Begräbnisstätte

dieser Art in der Steiermark errichtet.

Sowohl die Urnenbestattung als auch die

Grabstätte ist für die Hinterbliebenen kostenlos.


Pflegeprojekt in Region Süd-Ost

Empfehlung zum Einsatz von Lagerungsbehelfen zur Dekubitusprophylaxe erarbeitet

Die Multiplikatorinnen für Pflegeplanung

und Pflegedokumentation haben nach

dem Auftrag ihrer Pflegedirektoren

in der Region Süd-Ost in drei

Projektsitzungen eine Empfehlung

zum Einsatz von Lagerungsbehelfen

zur Dekubitusprophylaxe

nach Braden erarbeitet. Der

Arbeitskreis wurde von der Firma

KCI mit Informationen und der

Möglichkeit hilfreich unterstützt,

die praktische Anwendung der

verschiedenen Produkte zu testen.

Empfehlung

und Fragebogen

Neben der Empfehlung zum Einsatz

von Lagerungsbehelfen zur

Dekubitusprophylaxe nach Braden

wurde auch ein Fragebogen für die Mitarbeiter

erstellt. Zweck der Empfehlung ist

Von links: Katharina Doppelhofer, LKH Weiz, Marion Fastian, LKH Bad

Radkersburg, Renate Kohlhauser, LKH Feldbach, Eveline Wilfinger, LKH

Fürstenfeld, Anna Wels, LKH Hartberg.

ein wirtschaftlicher und effizienter Einsatz

von Lagerungsbehelfen, der auch „state of

the art“ ist. Anhand dieses Fragebogens

wird die praktische Anwendbarkeit

der Empfehlung

nach einer Testphase von 6 Monaten

erhoben werden.

Nach Auswertung der Fragebögen

und bestätigter Praxistauglichkeit

kann die Empfehlung gerne

von den anderen steirischen

LKHs übernommen werden.

Dieses Projekt war das erste der

Pflege in der Region Süd-Ost.

Aufgrund der guten Zusammenarbeit

werden sicher noch weitere

Aktivitäten folgen.


Arbeitskreis der Region

Süd-Ost-Pflege

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


QUALITÄTSMANAGEMENT 39

LKH Stolzalpe steigert

Patientenzufriedenheit

Neuerliche Patientenbefragung 2005 ergab in allen

Kriterien eine überdurchschnittlich gute Bewertung

Das Qualitätsmanagement des LKH

Stolzalpe organisierte eine Befragung

von über 700 Patienten für den Zeitraum

von September bis November 2005. 391

ausgefüllte, 9-seitige

Fragebogen wurden retourniert,

was einem

Rücklauf von rund 55%

entspricht. Die Auswertung

erfolgte über die

Medizinische Direktion.

Mit Recht stolz auf das

Ergebnis der

Patientenbefragung. Von

links: Betriebsdir. R.

Petritsch, Pflegedir. R.

Schwarz, QM R. Frank und

Univ.Prof. Prim.Dr. R. Graf.

Fragen in Themenblöcken

Die Patientenbefragung umfasste die Themenblöcke

Aufnahme, Information, Kommunikation,

Kompetenz, Hotel, Entlassung und

Belastungsfaktoren. Die für die Patientenzufriedenheit

und das Dienstleistungsqualitätskriterium

wichtige Themenfestlegung

erfolgte durch die Medizinische Direktion in

Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziologie

und Sozialmedizin der KFU Graz.

Erfreuliches Ergebnis

Sowohl auf der Internen als auch auf der Orthopädie

liegt die Patientenzufriedenheit bei

88% beim Thema Information und bei 95%

bei den Themen Entlassung und Hotelkomponente.

Im Vergleich zur letzten Befragung

im Jahr 2001 konnte eine Steigerung der Patientenzufriedenheit

erreicht werden. Über

80% der Befragten gaben an, dass sich ihr

Gesundheitszustand gebessert hat und die

Erwartungen an unser Krankenhaus erfüllt

werden konnten.


Kontakt:

Gerlinde Kollau, LKH Stolzalpe,

03532-2424-2245,

Mail: gerlinde.kollau@lkh-stolzalpe.at

Identitätsbänder

für Patienten

LKH Rottenmann steigert Qualität mit

Hilfe von Riskmanagement

Das

„Armband“

für Patienten

hilft Fehlerquellen zu

vermeiden.

Potentielle Fehlerquellen bewusst

machen und entsprechende

Maßnahmen dagegensetzen

– das ist gelebtes Riskmanagement.

Das LKH Rottenmann

geht einen großen Schritt

in diese Richtung durch die Einführung

der Identitätsbänder.

„Armband“ für Patienten

Jeder Patient erhält mit seiner Zustimmung

bei der Erstuntersuchung

im Rahmen der stationären

Aufnahme ein Identitätsband, versehen

mit Name, Geburtsdatum

und Station. Eine vom individuellen

Istzustand des Patienten unbeeinflusste

Überprüfung der persönlichen

Daten ist somit jederzeit

möglich. Denn dieser kann gerade

im Rahmen von Diagnostik und

Therapie auf vielfältigste Weise

verändert sein, z.B. durch Praemedikation,

Medikation, sprachliche

Barrieren oder psychische Ausnahmesituationen.

Damit werden

risikoorientiert Fehlerquellen vermieden

und die Qualität für unsere

Patienten gesteigert. ■

Pflegedirektorin Ilse Löb,

LKH Rottenmann

Schmerz lass nach

Wesentliche Hilfen durch

Informationsbroschüren

Patientenrechte und Patientenverantwortung

sind im

Gesundheits- und Sozialbereich

sehr wichtig. Die Patientenombudsfrau

der Steiermark und ihr

Team sind bemüht, die Patienten

zu vertreten und ihre Interessen

wahrzunehmen. Zu ihren Anliegen

gehört auch die Information

über viele patientenrelevante

Themen. Interessante, kurz gefasste

und leicht verständliche

Broschüren, wie über die Patientenrechte

und Patientenverantwortung

oder über den Schmerz

sind dabei wesentliche Hilfen.

Die folgenden Broschüren sind

erhältlich bei der Patientenvertretung

des Landes Steiermark,

Mag. Renate Skledar, Fachabteilung

8A Sanitätsrecht und Krankenanstalten,

Trauttmansdorffgasse

2, 8010 Graz, Tel.

0316/877-4763,

Mobil: 0676/86664763,

Mail: renate.skledar@stmk.gv.at

Patientenrechte

und Patientenverantwortung

im Krankenhaus

Über den

Schmerz. Ein

Leitfaden für Patientinnen

und

Patienten von

Angelika Böhme

Über den

Schmerz. Ein

Leitfaden für Ärztinnen,

Ärzte und

Pflegende von

Angelika Böhme

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


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QUALITÄTSMANAGEMENT

Mag. Alfred Meißl,

Personaldirektion.

Dipl.-Ing. Siegfried

Koitz, UIM.

Einsatz für Qualitätsmanagement

Qualitätsbeauftragte (QBs) unterstützen den Aufbau und die Weiterentwicklung

eines QM-Systems in der KAGes

Ende 2003 wurden nach dem Erfolg der

QM-Modellspitäler in allen Krankenanstalten

der KAGes Qualitätsbeauftragte

(QBs) ernannt. Diese sind grundsätzlich den

Anstaltsleitungen (ALs) im Sinne einer

Mag. Ulrike Roth,

Finanzdirektion.

Mag. Isabella Riesner, Dr. Friedrich Untersweg, Brigitte Rössler, LKH

Organisationsabteilung. Medizinische Direktion. Mürzzuschlag-

Mariazell.

Stabsstelle zugeordnet. In der Zentraldirektion

sind bereits seit 1996 Qualitätsbeauftragte

tätig.

Über die Aufgaben der QBs und die Qualifikationserfordernisse

haben wir in der September-Ausgabe

von G’sund bereits berichtet

und einen großen Teil dieser engagierten

Mitarbeiter kurz präsentiert. Wir möchten

die Vorstellung der QBs in dieser G’sund-

Ausgabe fortführen.


Gerhard Wolf,

Zentraldirektion.

DGKS Silvia Zolda,

LKH Rottenmann.

Hygieneplan

Anlässlich des Hygienetages 2006 in

Bruck a.d. Mur wurde der neue einheitliche

Hygieneplan der KAGes präsentiert. Er

wurde von der ARGE-Hygienefachkräfte und

dem Krankenhaushygieniker der KAGes,

Prim. Dr. A. Bogiatzis, neu erarbeitet und

wird bereits in allen Stationen der steirischen

LKHs eingeführt.

Der Hygieneplan hat das Ziel, all jene Maßnahmen

in schriftlicher Form festzuhalten,

die der Erkennung, Verhütung und Bekämpfung

von Krankenhausinfektionen sowie zum

Schutz des Patienten und Personals dienen.

Dabei werden ökologische und ökonomische

Eugenia Müller,

LKH Rottenmann.

Ein KAGes-weit einheitliches Qualitätshandbuch

für hygienisch-relevante Sachverhalte

Aspekte berücksichtigt.

Der Hygieneplan ist ein „Qualitätshandbuch“

für alle hygienisch

relevanten Sachverhalte

und wird für die sanitäre Aufsichtsbehörde

evident und aktuell

gehalten.


Prim. Dr. A. Bogiatzis,

Institut für Krankenhaushygiene

und Mikrobiologie

Ein Instrument zur Umsetzung

der Krankenhaushygiene und ein

Abbild der laufenden

Hygienearbeit.

Das QM-Team der Med. Direktion von links: Mag. Sylvia Millonig, Dr.

Ulrike Stark, Mag. Karin Steinkellner, Martina Leiss, Dr. Friedrich

Untersweg, Mag. Edith Wagner.

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


QUALITÄTSMANAGEMENT 41

Gesundheitsfördernde Krankenhäuser

2. gemeinsame Konferenz der deutschsprachigen Netzwerke in Berlin

Hauptthema der Berliner Tagung im September

2005 waren die Gesundheitsreformen

und deren Auswirkungen auf Krankenhäuser.

Im Eröffnungsplenum wurden

die Grundzüge dieser Reformen in Deutschland,

Österreich und der Schweiz und ihre

möglichen Konsequenzen für Krankenhäuser

dargestellt. Hochrangige Referenten

wie PD Dr. Hagen Kühn, Berlin, Univ.Prof.

Dr. Jürgen M. Pelikan, Wien, Univ.Prof. Dr.

Rolf Rosenbrock, Berlin, und Univ.Prof. Dr.

Ilona Kickbusch, Bern, präsentierten dazu

ihre Beiträge.

Wolfgang Lawatsch GC; Mag. Christine Foussek, DGKS

Michaela Hostniker, Mag. Elisabeth Zaponig, Mag. Gudula

Brandmayr, BR Manfred Lankmair.

Logo vom Netzwerk der WHO.

Forum für Erfahrungsaustausch

Die Tagung bot ein ideales Forum für Erfahrungsaustausch,

um eigene Projekte zu präsentieren,

Modelle von „Good Practice“ anderer

Krankenhäuser kennen zu lernen und

wertvolle Kontakte zu knüpfen. Angeboten

wurden insgesamt 14 Workshops und Parallelveranstaltungen

sowie eine Posterausstellung

zu einer breiten Themenpalette rund um

Gesundheitsförderung.

Grazer im Mittelpunkt

Das LKH-Univ.Klinikum Graz ist seit 1998

Partnerkrankenhaus im WHO-Netzwerk Gesundheitsfördernder

Krankenhäuser. Es beteiligte

sich bei der Berliner Tagung wiederum

aktiv mit folgenden Referaten und Posterpräsentationen:

• Verbesserte PatientInnenorientierung in

der stationären Betreuung – im Rahmen

eines österreichischen Qualitätsprojekts:

Mag. Christine Foussek

• Rauchfreies Krankenhaus: Mag. Elisabeth

Zaponig

• Das Kindersicherheitshaus im Univ. Klinikum

Graz, Kinderunfallverhütung greifbar,

erlebbar und nachvollziehbar gemacht:

Univ. Prof. Dr. Michael E. Höllwarth, Mag.

Gudula Brandmayr

• Initiative zur Prävention von Krankheiten

des Bewegungs- und Stützapparates –

speziell der Wirbelsäule: Wolfgang Lawatsch,

GC

• Ein Bildungskalender der besonderen Art:

BR Manfred Lankmair

• Evidence based Nursing – ein Weg zur Sicherung

der Pflegequalität: Mag. Chr.

Foussek, Ch. Uhl

• IN-Dial-Patienteninformationen im Stadium

des präterminalen Nierenversagens:

DGKS Michaela Hostniker, DGKP Wilhelm

Puregger


Mehr dazu:

www.oengk.at

Kontakt:

Mag. Ch. Foussek, Tel.: 0316 385 3793,

email: christine.foussek@klinikum-graz.at

KAGes-Hygienetag 2006

Zehn Jahre Hygienefachkräfte in der KAGes

Über 600 Teilnehmer nahmen am Hygienetag 2006 in der

Sporthalle Bruck a.d. Mur teil.

Die Krankenhaushygiene ist ein wichtiger

Teil der Qualitätssicherung im Krankenhaus.

Die wichtigsten Qualitätsmerkmale im

Krankenhaus sind diagnostische, therapeutische

und hygienische Standards,

pflegerische und sozioethische

Anforderungen sowie

ökologische und ökonomische

Gesichtspunkte. Innerhalb

Bundesministerin Maria Rauch-Kallat als

Überraschungsgast beim KAGes-Hygienetag in

Bruck a.d. Mur.

dieser Qualitätsmerkmale

kommt der Krankenhaushygiene

durch die hygienischen

Standards eine wichtige Funktion

zu.

Der Hygienetag 2006 war den

aktuellen Anlässen der Hygiene

im Krankenhaus gewidmet.

Mit dem großen Ausbildungsangebot

wurde ein wesentlicher Beitrag zur

Verbesserung des Hygienebewusstseins

geleistet.


Menschen helfen Menschen

Juni 2006


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QUALITÄTSMANAGEMENT

Storytelling

Dialektische Moderation in Organisationen (Teil 2)

In unserer neuen G’sund-Serie präsentieren wir Ihnen

exklusiv Auszüge aus dem noch unveröffentlichten

Buch von Mag. Roland Schaffler: Das goldene Band des

Aonghus O´Daláigh – Leadership durch Dialektik und

Moderation, 2006.

Francesca war neugierig geworden. Sie

fragte ihn, warum er diese Aufgabe des

Moderierens zu seiner gemacht habe. Er

führte sie zu einer Bank in der Nähe des Turmes,

von der sie die Dunmanus Bay

überblicken konnten.

Die Grenzen des Einzelnen

„17 Jahre wäre er jetzt. Er war ein Säugling 3

Tage, höchstens 4, als ich ihn kennenlernte:

Der koptische Arzt in der Mission am Rande

der größten Siedlung der Zabbalin, so wurden

die Müllsammler in Cairo genannt, sah

gleich, wie es um ihn stand. Ich nicht. Mir

mussten sie erst erklären, dass das Kind todgeweiht

war. Bei der Geburt auf dem

schmutzigen Boden war es mit den todbringenden

Miasmen in Berührung gekommen.

Sein Bauch war schon hart wie Stein. Die

Verabreichung der Medizin war nur mehr eine

rituelle Handlung. Dann ging die traurige

Mutter mit dem in Lumpen eingehüllten Kind

wieder. Zurück in ihre Hütte aus Holz und

Schmutz, zurück in den gesammelten Müll

der großen Stadt. Wieviele Kinder hatte sie

schon verloren? Die Aufzeichnungen sagten,

die Mütter hier verlören 1 von 2 ihrer Kinder

im ersten Lebensjahr. Die Zahlen der vielen

Toten tun nicht so weh. Dieses eine Kind

schon, weil ich es jetzt kenne.

Die besten Ärzte Arabiens, die besten Hebammen

und hilfsbereite Ordensschwestern,

viel Gold für die Missionsarbeit waren vergebens

und auch die sauberen Leintücher im

Lager halfen nichts, wenn sie nicht zwischen

die Gebärende und den Boden aus Unrat gebreitet

wurden.

Das goldene Band

Jeder war wohl guten Willens, war gut ausgebildet

und freundlich. Aber eines fehlte. Es

war nicht mit Geld zu kaufen, nicht mit dem

guten Willen des Einzelnen zu erreichen und

nicht mit Fleiß. Es war das goldene Band, das

Menschen im Tun verbindet und ihr Streben

erst mit Sinn erfüllt und mit Erfolg krönt.

Viele Jahre, bevor mir in Nordafrika dieses

goldene Band so sehr fehlte, hatte ein Poet

die folgende Begebenheit beschrieben. Er

liebte diesen Kontinent und er liebte seine

Menschen:

Ein Wanderer kommt zu einer gigantischen

Baustelle in der Wüste. Es ist noch nicht zu

erkennen, was hier entsteht. So fragt er den

ersten Handwerker, dem er begegnet, was

er hier tue. Der antwortet, er verdiene hier

seinen Lebensunterhalt.

Er fragt einen zweiten, welcher – sehr erfreut

über die Frage des Fremden – bereitwillig

ausführt, dass er der beste Maurer des

Landes sei, der die tragfähigsten, gleichmäßigsten

und schönsten Mauern baue. Ja,

genau das tue er hier.

Der Dritte, den der Wanderer nach seinem

Tun befragt, erwidert, er helfe mit, hier eine

Kathedrale zu bauen.

In meinem weiteren Leben sind mir sehr viele

begegnet, die einfach ihren Lebensunterhalt

verdienen. In höheren Stellungen und als

gut ausgebildete Spezialisten fand ich zu

meinem Entsetzen viele der besten Maurer.

Die Kathedralenbauer waren selten. Zu selten.

Heute darf ich Menschen begleiten, wenn

sie zusammenkommen, um das goldene

Band zu knüpfen.

Und immer wenn es gelingt, lächelt er. 17

Jahre ist er inzwischen.“

Die Wanderer

„Du sprichst vom goldenen Band, Aonghus.

Was macht den Unterschied aus, wenn Menschen

zusammenkommen? Was lässt sie dieses

Band knüpfen?“

„Im alten China erzählten Lehrer ihren

Schülern das folgende Gleichnis, wenn sie

diese Frage stellten:

Wenn ein Wanderer einen anderen trifft und

ihn dazu auffordert, ihn zu begleiten,

wird er ihm Wertschätzung entgegenbringen,

er wird seine Ausrüstung besehen,

ihm sein eigenes Ziel erklären und dieses loben.

…“

China war weit. Die irische Nacht kündigte

sich leise an. Es sollte aber eine Nacht mit

vielen Sternen werden.


Newsletter-Service

Die Redaktion von G’sund.net möchte damit mit den Leserinnen und Lesern des Online-Informationsangebotes

von www.gsund.net regelmäßig kommunizieren und über die aktuellen

Meldungen vor allem aus dem steirischen Gesundheits- und Sozialbereich informieren. ■

Mehr dazu:

www.gsund.net

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


INFRASTRUKTUR & TECHNIK 43

Neues Hörsaalzentrum am

LKH-Univ.Klinikum Graz

Ein unterirdischer, zweigeschossiger Komplex schafft

Platz für Vorlesungen, Kongresse und Ausstellungen

Deckenglasbänder, transpanrente

Hörsaalwände und ein ausgeklügeltes

Beleuchtungskonzept sorgen für

größtmögliche Helligkeit.

Im Zuge des Projektes LKH 2000 konnte mit

der Errichtung eines Hörsaalzentrums Platz

für knapp 500 Personen geschaffen werden.

Für Vorlesungen, Kongresse oder Ausstellungen

steht damit eine ideale Infrastruktur zur

Verfügung.

Beispielgebende

Architekturlösung

Das neue Hörsaalzentrum liegt unterirdisch

im Innenhof der Universitätsklinik für Innere

Medizin. Angesichts der knappen Platzverhältnisse

im LKH-Univ.Klinikum Graz, der

strengen Auflagen des Denkmalschutzes und

der Forderung nach einer Konzentration der

Hörsäle konnte mit dem zweigeschossigen

unterirdischen Bauwerk eine beachtlich gute

Lösung gefunden werden. Auf einer Bruttogeschossfläche

von 2.600 m 2 sind im Hörsaalzentrum

ein für 300 Personen ausgelegter

Hörsaal sowie drei Seminarräume mit einer

Fassungskapazität von je 60 Personen

untergebracht.

Die

multifunktionalen

und -medialen

Hörsäle haben eine

hervorragende

Infrastruktur für alle

Formen von

Veranstaltungen.

Feierliche Eröffnung mit prominenten Festgästen.

Transparenz und Lichttechnik

Der hohe Anteil an Lichteinfallsflächen, die

ausgefeilte Lichttechnik und der hohe Anteil

an Glaswänden vermitteln ein angenehmes

Raumgefühl. Man betritt dieses neue Zentrum

durch einen Glaskubus und gelangt

über Treppen bzw. den Lift ins großzügig angelegte

Foyer im 2. UG. Dieses wird über einen

dreiseitig verglasten Innenhof

mit Tageslicht versorgt. Die

überaus helle, natürliche Belichtung

wird durch Deckenglasbänder

sowie transparente Hörsaalwände

erreicht und durch das

ausgefeilte Beleuchtungskonzept

unterstützt.


Ausgefeilte Lichttechnik und zahlreiche Glaswände

vermitteln ein angenehmes, transparentes

Raumgefühl.

Von außen weist nur ein markanter Glaskubus auf das

darunter liegende Hörsaalzentrum hin.

Mag. Helmut Meinhart,

Medien- und

Öffentlichkeitsarbeit,

und Dr. Christian Benque,

Technische Direktion

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


44

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

LKH Voitsberg erhielt AG/REM-Station

Die erste Station für Akutgeriatrie und Remobilisation in der Weststeiermark ist in

Betrieb gegangen

Das speziell ausgebildete interdisziplinäre Team, hier mit dem

ärztlichen Direktor Prim.Dr. Walter Schellnegger, bürgt für die

hochwertige Betreuung der Patienten.

Es ist erfreulich, dass - nicht zuletzt dank

der umfassenden medizinischen Betreuung

– immer mehr Menschen in unserem

Land ein hohes Lebensalter erreichen. Eine

erfolgreiche Gesundheits- und Sozialpolitik

ist daher um Rahmenbedingungen bemüht,

die der älteren Generation ein Leben in

größtmöglicher Gesundheit und Selbstbestimmung

ermöglichen. Die im April dieses

Jahres eröffnete Station für Akutgeriatrie

und Remobilisation am LKH

Voitsberg ist dazu ein wichtiger

Beitrag.

Viel Holz und das raumteilende

Aquarium sorgen für eine genesungsfreundliche

Atmosphäre.

soll die weitestgehende körperliche und

geistige Selbständigkeit der/s PatientIn wieder

erreicht werden.

Die Rahmenbedingungen für die neue 20-

Betten-Station sind ideal, da das LKH Voitsberg

über das komplette Diagnose- und Therapieangebot

einer modernen Abteilung für

Innere Medizin verfügt. Im REM-Bereich

kommen Physiotherapie und Ergotherapie als

Schwerpunkte hinzu.

Betreuung durch

interdisziplinäres Team

Ein speziell ausgebildetes interdisziplinäres

Team von Ärzten/innen, diplomiertem

Krankenpflegepersonal,

Physiotherapeuten/innen, Ergotherapeuten/innen,

Psychologen/innen

und Sozialarbeitern/innen sorgt für

die hochwertige Betreuung der älteren

Patienten. Durch die zumeist

vielschichtigen (multimorbiden) Erkrankungen

und die breit gefächerten

Therapiemaßnahmen werden

die PatientInnen rund 3 bis 4 Wochen

auf der Station betreut. Danach

sollten diese PatientInnen wiederum

in ihre gewohnte Umgebung entlassen

werden können.


Mehr dazu:

www.kages.at ➠ Aktuelles

Mag. Helmut Meinhart,

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit,

und Anton Lipp, Technische Direktion

Selbständigkeit

statt Selbstaufgabe

Die Ziele der Akutgeriatrie bzw.

der Remobilisation sind klar

umrissen. Durch umfassende

therapeutische Maßnahmen

soll eine drohende Pflegebedürftigkeit

des Patienten vermieden

und die Mobilität wieder

hergestellt werden. Damit

Bei der Remobilisation werden

ergotherapeutisch in der neuen

Küchenzeile wichtige Handgriffe des

Alltages geübt.

Ein erfolgreicher Schritt in die Zukunft des LKH Voitsberg ist gesetzt

worden. Von links: Ärztlicher Leiter Prim.Dr. Wolfgang Schellnegger,

Pflegedirektorin Dorothea Konrath, Vorstandsdirektor Ernst Hecke

und Betriebsdirektor Franz Salinger.

Spitalsarchitektur-Highlights

Im Interesse des Patienten- und des Mitarbeiterwohls hat die KAGes bei der Planung

und Umsetzung der vielen Bauprojekte neben der Funktionalität und Wirtschaftlichkeit

auch den baukünstlerischen Aspekt berücksichtigt.

Die schönsten und beeindruckendsten Ansichten, großartig fotografiert, sind als

„Perspektiven der Architektur“ im Internet dokumentiert.


Mehr dazu:

www.architektur.kages.at

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


Landespflegeheim Schwanberg

Sehenswerter und qualitätsvoller Um- und Zubau der Männerstation

Die Fertigstellung

des Um- und Zubaues

der bestehenden

Männerstation im

Schloss Schwanberg

ist Ende 2004 erfolgt.

Heute beherbergt diese

Station 24 geistig

behinderte Männer.

Dipl.-Ing. Edith

Pump, Technische

Direktion/LSF Graz.

Klarheit und

Abwechslung

für Patienten

Der Gestaltungsgedanke bei Gebäude und

Garten berücksichtigte die Wahrnehmungsschwierigkeiten

der Patienten und schuf klare,

ablesbare Wege und Abwechslung.

Durch den neuen Ostflügel wurde die Wohnfläche

fast verdoppelt und damit an der Ecke

im Südwesten ein Garten für die Bewohner

eingefasst. Der Eckraum wurde zu einem

großen Tagraum umgestaltet und ist nunmehr

das vom Pflegestützpunkt einsehbare

Zentrum der Station. Hier befindet sich auch

ein speziell ausgestatteter Therapieraum.

In den Gebäudeschenkeln sind die vorwiegend

Zwei- und Vierbettzimmer mit Blick

nach Süden in den Garten angeordnet. Die

Gänge sind breit und hell und haben verschiedene

Durchblicköffnungen in die Natur.

Die Decken der Zimmer sind mit großformatigen

farbigen Buchstaben, die für die Patienten

vertraute Formen haben, gestaltet. Die

Aufschrift geht quer über das Gebäude und

ist ein lateinisches Zitat über

das goldene Zeitalter von Ovid.

Positive Veränderung

bei Patienten

Nach über einjährigem Betrieb

wurde vom ärztlichen Leiter

OA Dr. Klaus Theil eine deutliche

positive Veränderung bei

den Patienten festgestellt.

Diese sind interessierter und

zeigen einander auch mehr Zuwendung.

Die Aggressionsdurchbrüche

haben abgenommen,

die Verabreichung beruhigender

Medikamente konnte

reduziert werden. Auch die

mnestischen Fähigkeiten einzelner

Patienten haben eine

Wandlung zum Positiven erfahren.

Die wesentlichste Veränderung

fiel in der Kommunikationsstruktur

auf. Einzelne Patienten,

die bis vor zwei Jahren

nicht gesprochen haben, antworten

plötzlich auf gezielte

Fragen.

Für Pflegedirektor Franz Peinsold

hat das Pflegepersonal nun die Möglichkeit,

durch die neue Bewegungsfreiheit und

die übersichtliche Gestaltung die Pflege optimal

zu organisieren. Die Harmonie von Pflegeschwerpunkt

„Wahrnehmungsförderung“

INFRASTRUKTUR & TECHNIK 45

Der Löschteich, ein ehemaliges ovales Schwimmbecken,

wurde aus Sicherheitsgründen überplankt, bringt aber als

Springbrunnen das Element Wasser in den Lebensbereich der

Patienten.

Der interne Gang der Männerstation ist hell gestaltet, teilweise

über drei Meter breit und dient als Kommunikationsbereich.

und Architektur spiegelt sich in der Mitarbeiterzufriedenheit

und dem Wohlbefinden der

Patienten wider.


edith.pump@kages.at

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


Das individuelle Service beginnt bereits mit

dem Erstkontakt. In einem Beratungsgespräch

kann man sich über die Tagesklinik eingehend

informieren.

Mit dem neuen Funktionszubau wurde architektonisch ein weiterer

beeindruckender Akzent zum bestehenden Altbau gesetzt.

Funktionstrakt am LKH Fürstenfeld

Medizinische Topversorgung und angenehme Betriebsatmosphäre

Mit der Umsetzung des neuen medizinischen

Leistungsspektrums ist das LKH

Fürstenfeld auf dem Weg in eine gute Spitalszukunft.

Das neue chirurgische Leistungsspektrum

mit den beiden Säulen „elektive

minimalinvasive Chirurgie“ und „Tagesklinik“

sowie der 24-Stunden-Akutambulanz

deckt den chirurgischen Bedarf der Region in

hoher Qualität ab.

Das neue Funktionsgebäude bietet die perfekte

Infrastruktur für die Fürstenfelder Tagesklinik.

Ideale Infrastruktur

Durch den Funktionszubau

weisen sämtliche Funktionsbereiche

(Ambulanzen,

OP-Säle, Intensiv- und Röntgenbereich)

einen zeitgemäß

hohen Standard auf.

Dank der wesentlich größeren

Nutzfläche, der modernen

Raumausstattung und

der verbesserten Haustechnik

können künftig wichtige

Spitalsabläufe funktioneller,

sicherer und auch effizienter

erfolgen.

Im neuen Funktionstrakt findet die neue Tagesklinik

jenes „maßgeschneiderte“ Umfeld

vor, das eine Betreuung tageschirurgischer

Patienten nach modernsten Gesichtspunkten

ermöglicht. Spezialisiert auf bestimmte chirurgische

Eingriffe, die innerhalb eines Tages

durchgeführt werden, sollen jährlich knapp

650 PatientInnen nach dem jeweils schonendsten

Verfahren auf höchstem Niveau

operiert werden.

Das Management des LKH Fürstenfeld mit den Fest- und

Ehrengästen anlässlich der Eröffnung des Funktionstraktes.

Tageschirurgisches

Leistungsspektrum

Dieses umfasst Krampfadernoperationen

(mit modernsten Behandlungsmethoden wie

z.B. Varizenlaser, endoskopische Krampfadernunterbindung,

Trivex, Shaver, Tumeszenzmethode),

Bruchoperationen, Herzschrittmachereingriffe

(Wechsel von Impulsgebern),

Entfernung von Ganglien und Überbeinen,

schnellender Finger, Hammerzehen

und Carpaltunnel-Syndrom, Dickdarmspiegelungen

(Coloskopien) mit Entfernung von Polypen,

Ultraschall-gezielte Hämorrhoidenentfernung

sowie Phimosenoperationen, Abszessspaltungen,

Entfernung chirurgischer

Metallimplantate und Entfernung kleiner

Knoten im Brustbereich.


Mag. Helmut Meinhart,

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit,

und Anton Lipp, Technische Direktion

Zahlen & Fakten

Nutzfläche Zubau: 2.636 m 2

Bruttorauminhalt: 19.171 m 3

Kosten Neubau

Funktionstrakt:

13,5 Mio.

Kosten Anbindung

Funktionstrakt – Altbau: rd. € 4 Mio.

Baubeginn: März 2003

Fertigstellung Neubau

Funktionstrakt: März 2006

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


INFRASTRUKTUR & TECHNIK 47

Umweltmanagementsystem in Mürzzuschlag

Anerkennung als Best-Practice-Modell im EMAS-Newsletter

In feierlichem Rahmen erfolgte die

Anerkennung als Best-Practice-Modell.

Bereits 2002 hatte sich das LKH Mürzzuschlag-Mariazell

entschlossen, am Standort

Mürzzuschlag ein Umweltmanagementsystem

nach EMAS und nach ISO 14 001 einzuführen.

Die Umsetzung erfolgte dann 2004.

EMAS

EMAS ist die Abkürzung für „Eco-Management

and Audit Scheme“. Damit hat sich der

Standort Mürzzuschlag an einem Umweltmanagementsystem

und einer Umweltbetriebsprüfung

beteiligt, die europaweit auf höchstem

Niveau steht. Ziel war und ist eine kontinuierliche

Verbesserung der Umweltleistung

unter aktiver Einbeziehung und Fortbildung

der Mitarbeiter.

Anerkennung im

EMAS-Newsletter

Nun wurde kürzlich in der europaweiten

März-Ausgabe des EMAS-Newsletters über

das erfolgreiche Best-Practice-Modell Mürzzuschlag

berichtet. Wir bringen einen kurzen

Auszug des englischen Originaltextes:

„The integrated management system was

started in 2002 in order to extend the of „prevention“

from medical treatment to the environment”,

says Director Josef Wedl. The

hospital registered under EMAS in 2004 with

a vision to extend its credential, „people help

people”, to the impact of facility on the environment.

The Health, Safety and Environment handbook

of the hospital Mürzzuschlag ist considered

as a best practice example in a handbook

for integrated Management Systems

including EMAS by the Austrian Ministry for

Environment. It is available for download at

http://www.emas.gv.at/filemanager/download/10038.

This example of the Regional Hospital Mürzzuschlag

shows that EMAS can help make a

real improvement, even in a small structure,

with the involvement, of staff, and the help

of benchmark data available at a regional level.

The Mürzzuschlag Environment statement is

available on the European EMAS website:

http://www.europe.eu.int/comm/

environment/emas.“


Blumenwiese LKH Graz West

Schulprojekt der Landwirtschaftlichen und Gärtnerischen Handelsschule

Grottenhof-Hardt

Mit großem Einsatz gestalteten die Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftlichen und

Gärtnerischen Handelsschule Grottenhof-Hardt die Blumenwiese des LKH Graz West.

Das LKH Graz West verfügt im südlichen

Außenbereich über eine Wiese in der

Größe von ca. 10.000 m 2 Fläche. Aus der ursprünglichen

Idee eines Therapiegartens für

Patienten ist eine ländliche Blumenwiese

geworden. Schüler der Landwirtschaftlichen

und Gärtnerischen Handelsschule Grottenhof-Hardt

setzten dafür das erlernte Wissen

praxisorientiert um.

Nach einer Begehung des Areals und einer

Bestandsaufnahme mit Boden- und Gräseranalyse

begann im Herbst 2005 die Umsetzung

des erarbeiteten Konzeptes mit Unkrautbekämpfung

und der Vertikutierung des

Bodens. Weitere Maßnahmen wie Lockerung

des Erdreiches, Düngung, Aussaat erfolgten

im Frühjahr 2006.

Die Vorfreude auf den Anblick einer steirischen

Blumenwiese mit all ihrer Vielfalt an

Farben und ihren Düften ist groß. Sie wird sicherlich

zum Wohlfühlen der Patienten und

der Mitarbeiter beitragen.


Christine Leopold, LKH Graz West

Fotos: Klaus Schaupp

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


48

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

Ordnung muss sein

Abfalllogistik in der Zentraldirektion verbessert

Beginnend mit dem Start ins erste Ökoprofit-Jahr

wurde in der Zentraldirektion

2004 die Abfalltrennung verbessert.

Bestandsaufnahmen

und Müllanalysen

Nach umfangreichen Bestandsaufnahmen

und Müllanalysen wurden in den Sozialräumen,

Teeküchen und Büros neue

Trennsysteme eingeführt. Vor allem

am Standort Billrothgasse 18a gab es

immer wieder Probleme bei der Abfallabholung

durch die Entsorger. Da das

Bürohaus ein gemeinsames Abfalllager

mit den angrenzenden Personalwohnhäusern

hatte, war auch eine exakte

Mengenerfassung

nicht

möglich. Außerdem

ließ die Optik des Abfalllagers

durch die „öffentliche

Nutzung“ sehr

zu wünschen übrig.

Ob das Abfalltrennblatt Platz hat, müssen Sie

entscheiden.

Neues

Abfalllager

Seit Jänner 2006 hat

das Gebäude Billrothgasse

18a nun ein eigenes Abfalllager. Dadurch

ist die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung

der einzelnen Abfallfraktionen und

-mengen sowie eine problemlose Abholung

durch die Entsorger möglich. Mehr denn je

kommt es nun auf die Mithilfe der Kolleginnen

und Kollegen bei der Abfalltrennung an.

Vor allem wenn im heurigen Jahr in den

Büros gelbe Kübel für die Sammlung der

Leichtfraktion eingeführt werden. ■

Das neue Abfalllager der

Zentraldirektion.

Barbara Pirkheim,

Umweltteam Zentraldirektion

IN ALLER KÜRZE

Spatenstich für Grazer „Mumuth“

Das neue Haus für Musik und Musiktheater

(Mumuth) in Graz wird nun Wirklichkeit.

Beim Spatenstich Anfang März dieses Jahres

fanden das architektonische Konzept und

Eine beeindruckende spindelförmige Treppe

im Inneren des Grazer Mumuth.

die Bereiche für Lehre und öffentliche Aufführungen

große Anerkennung. Das Projekt

für das Grazer Haus für Musik und Musiktheater

war bereits als österreichischer

Beitrag in der Biennale in Venedig ausgestellt.


LKH Knittelfeld ins

rechte Licht gerückt

Anerkennung für die gelungene

Spitalsarchitektur beim Zu- und Umbau am

Standort Knittelfeld des LKH Judenburg-

Knittelfeld.

LKH Judenburg-Knittelfeld: Die Architektur

des Zu- und Umbaues am Standort Knittelfeld

hat den Weg in „Die Presse.com“ gefunden.

Karin Tschavgova berichtete im Spektrum

vom 26.11.2005 ausführlich über die

gelungene, optimale Versorgung des Erweiterungsbaues

mit Licht und Sonne. In ihrem

Beitrag beschreibt sie in fast unnachahmlicher

Weise, wie situative Nachteile produktiv

genützt und vorhandene Erschwernisse zu

Qualitäten für Patienten und Mitarbeiter umgeformt

worden sind.


Stadtökologiekampagne

„NATUR findet Stadt“

Die Kleinbiotope in Siedlungsräumen sind

ein wichtiger Mosaikstein im Biotopverbund.

Die Kampagne des Naturschutzbundes

„NATUR findet Stadt“ will dazu anregen,

die Natur in der Stadt wieder zu entdecken

und hier ein Netz von Lebensräumen

für die pflanzlichen und tierischen Bewohner

zu erhalten.


Mehr dazu:

www.naturschutz.at ➠ Aktivitäten

Immer aktuell!

www.gsund.net

www.kages.at

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 49

Change Management (1. Teil)

Grundlagen, Aufgaben und Methoden beim Durchführen von

Veränderungen sowie Chancen und Risiken im medizinischen Umfeld

Im Gesundheitswesen und hier auch im Spitalsbereich

werden Veränderungen notwendig

– Veränderungen auf

Unternehmensebene und auf persönlicher

Ebene. Diese Veränderungen bewusst zu

machen und zu unterstützen ist die primäre

Aufgabe des Change Managements.

Der Begriff Change Management ist hinlänglich

bekannt, als modisches Schlagwort, als

die „ultimative Waffe“ der Unternehmensberatungen

oder als Hoffnung für kränkelnde

Betriebe und Institutionen.

Veränderungsprozesse

Change Management bedeutet also Veränderungsprozesse

zu planen, zu realisieren, in

weiterer Folge zu reflektieren und zu stabilisieren.

Change Management zielt auf mittelbis

langfristig wirksame Veränderungen von

Verhaltensmustern und Fähigkeiten, um zielgerichtet

Prozesse und Kommunikationsstrukturen

innerhalb von Betrieben, wie zum

Beispiel im Krankenhaus zu optimieren.

Die Beteiligten fühlen sich oft von den Veränderungen

überfordert und reagieren mit

Hilflosigkeit, gepaart mit einem Hauch von

Nostalgie, frei nach dem Motto „Früher war

alles besser“, oder auch mit einer gewissen

Form von Sturheit. Eine Denkensart, die wir

auch im medizinischen Umfeld der Krankenhäuser

finden. Die Beteiligten sind oft zu sehr

mit der durchaus notwendigen und sehr wichtigen

Umsetzung medizinischer Zielsetzungen

und der Erfüllung des Versorgungsauftrages

beschäftigt und haben wenig Zeit und teilweise

mangelnde Kommunikationsstrukturen, um

sich mit weit reichenden Veränderungen zu

beschäftigen. Diese Veränderungen in den

traditionellen Ordnungs- und Organisationsstrukturen

von Krankenhäusern

finden immer auf

mehreren Ebenen statt.

Management von

Änderungsanträgen

Review aller

implementierten

Changes

Konsequenzen des Wandels und die Ebenen

der Veränderungen (Sidamgrotzki).

Kommunikation

Dies ist einer der unverzichtbaren

Grundpfeiler einer effektiven Veränderungs-Strategie.

Informationen

müssen umfassend sein, d.

h. auch negative Nachrichten wie

beispielsweise eine zu erwartende

vermehrte Arbeitsbelastung

während der Einführung oder eine

mögliche Zuweisung eines anderen

Arbeitsplatzes innerhalb des Unternehmens

müssen rechtzeitig vermittelt werden.

Ein wichtiger Faktor ist die frühe und ausreichende

Information aller Mitarbeiter. Ehrliche

Aussagen über offene und anstehende

Entscheidungen müssen selbstverständlich

sein. Versprochen darf nur werden, was eingehalten

werden kann.

Belastung der Betroffenen

Veränderungsprozesse lösen bei den betroffenen

anfangs sehr oft Ängste aus. Um diesen

zu begegnen und Veränderungsprozesse

erfolgreich zu bewältigen, müssen drei Punkte

berücksichtigt werden:

• Die Verantwortung für das Lösen komplexer

Probleme ist von der Führung wahrzunehmen

und kann nicht delegiert werden.

• Komplexe Probleme können nur in Teamarbeit

erfolgreich bewältigt werden.

• Die Bewältigung komplexer Probleme ist

ein Lernprozess für alle Beteiligten.

Change

Management

Gesamtübersicht über

die Hauptaufgaben des

Change Managements

(Exagon Consulting).

Autorisieren und

Planen von Changes

Überwachen von

Realisierung, Test und

Implementierung von

Changes

Veränderungen bewirken

bei Betroffenen

oft typische Stresssymptome,

wie bei-

OA Mag.Dr.med.

Günther Stark,

Unternehmens-

Informations-

Management.

spielsweise Nervosität

und Reizbarkeit, zunehmende Interesselosigkeit,

schlechte Stimmung und Angst,

welche nicht übergangen werden dürfen.

Richtiges Verhalten im Falle zunehmender

Ängste und Befürchtungen ist gar nicht so

schwer, wenn folgende Grundregeln beachtet

werden:

• Nicht erklären, sondern verstehen versuchen

• Nicht argumentieren und überzeugen, sondern

zuhören

• Nachfragen, um genauer zu verstehen

• Aussagen des anderen zutreffend mit eigenen

Worten wiedergeben.

Warum Veränderungen scheitern

Dafür gibt es viele Gründe. Da erfahrungsgemäß

aus Fehlern am besten gelernt werden

kann, soll die folgende „Kleine Anleitung

zum Scheitern“ zum Nachdenken anregen:

• Formulieren Sie diffuse Ziele, in der Art

wie: „Wir führen eine neue Struktur ein,

um besser zu werden.“ Dies ermöglicht

unterschiedliche Interpretationen und

lässt genügend Spielraum für Spekulationen

und Befürchtungen.

• Führen Sie die Veränderung möglichst

dann ein, wenn schon viele andere Maßnahmen

laufen und stimmen Sie diese keinesfalls

ab.

• Halten Sie mit Informationen so lange wie

möglich hinterm Berg. Lassen Sie sich

nicht dreinreden und beteiligen Sie niemanden

solang es irgendwie geht.

• Stellen Sie im Verlauf der

Umsetzung fest, dass das Design

der Veränderung zu starr

ist, weichen Sie unter keinen

Umständen davon ab.

• Sollten Sie auf Widerstände

stoßen: Augen zu und durch.

Unterlassen Sie den Versuch,

Veränderungsresultate messbar

zu machen.

• Und das Schlimmste, was Sie

tun können, ist, Verbesserungen

aufzuzeigen. ■

guenther.stark@kages.at

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


50

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Business Information Warehouse (SAP BW)

Die Berichts- und Informationsplattform der KAGes als Datendrehscheibe

Modell der Datendrehscheibe SAP BW.

Mit dem SAP Business

Information

Warehouse (SAP

BW) steht der Steiermärkischen

Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H. eine unternehmensweite

Controlling-

bzw. Informationsplattform

zur Verfügung,

welche auch als zentrale Datendrehscheibe

für weitere Subsysteme dient.

Um die Datenqualität zu verbessern bzw. eine

einheitliche Datenbasis auch für weitere

nachgelagerte Systeme anbieten zu können,

wurde im Frühjahr 2005 die Festlegung getroffen,

dass das SAP Business Information

Warehouse als Datendrehscheibe für alle

weiteren Controllinginstrumente dient. Besonders

bei sich ständig ändernden Daten,

wie dies beispielsweise im Bereich MEDOCS

oder im internen Rechnungswesen (SUCO)

der Fall ist, war es notwendig, einen einheitlichen

Datenstichtag einzuhalten.

Wie in der Abbildung ersichtlich werden die

für das Controlling relevanten Daten aus den

verschiedenen primären Datenquellen zu definierten

Stichtagen ins SAP Business Information

Warehouse importiert. Danach können

die auf dieser Plattform bereitgestellten

Daten von anderen Controllingsystemen abgeholt

werden. Es ist dadurch gewährleistet,

dass unternehmensweit eine einheitliche

Datenbasis zur Verfügung steht.

Um den hohen Standard der Datenqualität

weiterhin beizubehalten, gibt es bereits eine

„2-Systemlandschaft“, bestehend aus einem

Test- und Produktivsystem, wobei bereits im

Juni 2006

Dr. Ulf Drabek,

Finanzdirektion.

Testsystem eine fachliche Abnahme der Daten

erfolgt, bevor diese im Produktivsystem

angeboten werden.

Anbindung und

Berichte aus MEDOCS

Im Jahr 2004 wurde die erste Phase der direkten

Anbindung des SAP Business Information

Warehouse an MEDOCS mit der Übernahme

der Betten eingeleitet. Es erfolgte ein

weiterer sukzessiver Ausbau des Datenimportes

von Stamm- und Bewegungsdaten im

Bereich der stationären Patientenstamm-,

Fall- und Bewegungsdaten. Durch die Anbindung

des SAP Business Information Warehouse

an alle MEDOCS-Mandanten ist es

möglich, in einem Bericht die steiermarkweiten

Daten darzustellen.

Derzeit werden bereits einige

zentrale Berichte wie die Belags-,

Verweil- und Auslastungsstatistik

auf Krankenanstaltenebene

als auch auf fachlicher

und pflegerischer Organisationsebene

getrennt nach Allgemeiner

Klasse und Sonderklasse

im SAP Business Information

Warehouse angeboten.

Durch eine einfache Drill-Down-

Funktionalität können die Berichte,

wie in der Abbildung ersichtlich,

von oberster Ebene

(Unternehmensebene) bis auf

Auslastungsstatistik mit

Drill-Down-Funktionalität.

die pflegerische Organisationseinheit aufgerissen

werden.

Ausblick

Als weitere Ziele der Berichts- und Informationsplattform

SAP Business Information

Warehouse gilt es einerseits die Datenqualität

weiter zu verbessern und anderseits die

Anbindung an MEDOCS weiter voranzutreiben,

damit zusätzliche Berichte aus dem Bereich

Patientenmanagement angeboten werden

können. Um den Prozess der MEDOCS-

Anbindung zu optimieren ist ein Releasewechsel

im SAP Business Information Warehouse

von 3.0b auf 3.5 geplant.

Es wird auch ein weiteres sukzessives Anbieten

von Berichten in den bestehenden Modulen

angestrebt.


Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 51

Das engagierte Team der openMEDOCS-Hotline hilft den Anwendern aus den verschiedensten

Bereichen der LKHs.

openMEDOCS-Hotline

Erfolgreiche Onlinehilfe für das

Krankenhausinformationssystem der KAGes durch

openMEDOCS First Level Support

Ein leistungsfähiges Krankenhausinformationssystem

(KIS) ist heute aus einem

modernen Krankenhausbetrieb wohl nicht

mehr wegzudenken. So zählt das KIS der

KAGes, auch bekannt unter „openMedocs“,

zu einer der wichtigsten IT-Anwendungen

des Unternehmens.

Doch was macht der EDV-Anwender, wenn

er Hilfe oder mehr Information benötigt?

Wenn ein unerwartetes Problem auftritt,

wenn er nicht mehr weiter weiß, wenn er

die Fehlermeldung nicht versteht?

Für das Krankenhausinformationssystem

„openMedocs“ gibt es die „openMedocs

Hotline“, die Montag bis Freitag, in der Zeit

von 6.30 Uhr bis 21.00 Uhr und an Sams-,

Sonn- und Feiertagen von 9 Uhr bis 12.30

Uhr zur Verfügung steht. 8 Damen und Herren

– ausschließlich KAGes-Mitarbeiter –

helfen den Anwendern aus den verschiedensten

Bereichen des Krankenhauses.

Damit wird der im Sommer des vergangenen

Jahres durchgeführten Benutzerumfrage

zur „Betreuung openMedocs“ Rechnung

getragen, in der die Unzufriedenheit der Benutzer

mit der Betreuung durch den externen

Dienstleister deutlich wurde. Seit 1.

Jänner 2006 stehen ausschließlich diese

Mitarbeiter der KAGes unter der Telefonnummer

0316/340 5999 für die Anwender

zur Verfügung.

Um die ehrgeizig gesteckten Ziele zu erreichen,

werden die Mitarbeiter nicht nur in

der telefonischen Unterstützung der Anwender

eingesetzt. Sie führen auch Schulungen

bzw. Inbetriebnahmen von openMedocs

in den Häusern durch. Dadurch bekommen

sie ein besseres Verständnis für auftretende

Probleme und erwerben das notwendige

Hintergrundwissen, um die Prozesse

in einem Krankenhaus besser verstehen

zu können.

Und wie erfolgt

die Unterstützung?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den open-

MEDOCS First Level Support – die „open-

MEDOCS-Hotline“ – zu erreichen. Die gängigste

ist das Telefon. Sollten alle Mitarbeiter

der Hotlinenummer 0316/340-5999 gerade

besetzt sein, so kann der Benutzer seine

Frage auf einen Anrufbeantworter sprechen

und wird nach Freiwerden eines Mitarbeiters

umgehend zurückgerufen. Ebenso

kann der Benutzer außerhalb der Servicezeiten

seine Anliegen auf Band sprechen.

Auf fast allen PCs der KAGes besteht die

Möglichkeit für den Hotline-Mitarbeiter

mittels Fernwartung – selbstverständlich

nur nach Zustimmung durch den Benutzer –

zuzugreifen. Damit erhält er ein besseres

Bild von der Problemstellung und kann bei

Bedarf gemeinsam mit dem Benutzer das

Problem lösen.

Als zentrales Werkzeug zur Betreuung dient

das so genannte CHS-System (Call Handling

System), in dem Probleme und Anfragen erfasst

werden. Falls nicht sofort eine Lösung

gefunden werden kann, wird das Anliegen

an die richtige Stelle zur Lösung weitergeleitet.

Alle Problemfälle werden mit den Lösungen

dokumentiert, um so auch eine Wissensdatenbank

bei ähnlich gelagerten Problemen

aufbauen zu können.

Knapp 2000 Benutzeranfragen werden monatlich

an die Mitarbeiter des First Level

Supports von openMedocs gestellt.

Selbstverständlich ist die Kommunikation

mit den Benutzern (hier wird E-Mail zusätzlich

eingebunden) einer der wichtigsten

Faktoren. Ein Problem ist erst dann gelöst,

wenn auch der Benutzer davon informiert

wurde.

Mittels fingierter Anrufe wird die Leistungsfähigkeit

und die Servicequalität der

openMedocs-Hotline immer wieder überprüft.

Zusätzlich zu den genannten Tätigkeiten hat

der First Level openMEDOCS noch andere

Aufgaben. So werden die Schulungsunterlagen

für openMEDOCS – abgestimmt auf

Themen und Krankenhäuser – erstellt, adaptiert

und verwaltet.

Die Anlage und Verwaltung der mittlerweile

10.800 Benutzer wird ebenfalls von den

Mitarbeitern des First Level Supports durchgeführt

und innerhalb von 3 Arbeitstagen

garantiert.

Eine Bitte haben die Mitarbeiter des First

Level openMEDOCS an die geschätzten

EDV-Anwender: Nicht alle Probleme, vor allem

wenn sie sowohl in fachlicher als auch

technischer Hinsicht komplex sind, können

sofort gelöst werden. Wir bitten um ein wenig

Geduld und Verständnis dafür. ■

Karl Kocever und

Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Dämon,

UnternehmensInformationsmanagement/I2

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


52

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Medika-Infoportal

Innovation aus dem LKH - Fürstenfeld

Im Jahr 2004/2005 entwickelte die Projektgruppe

MEDIKA-INFOPORTAL , bestehend

aus Betriebsdirektor Walter Eder Halbedl,

Med Depot Schwester Hedi Cugowski, Qualitätsbeauftragtem

Ing. Peter Braun und Peter

Essl vom UIM I4, eine Informationsplattform

für Arzneimittel.

Ausgangspunkt für diese neue Informationsplattform

für Arzneimittel waren folgende

Punkte:

• Einrichten einer Medikamentenkommission

• Erstellen einer Liste für Arzneimittel

• Adaptierung der Medikamentenliste

• Erarbeitung von Richtlinien über die Beschaffung

und den Umgang mit Arzneimitteln

Durch das Medika-Infoportal wurde ein

Werkzeug für die übersichtliche Darstellung

und Verwaltung von Arzneimitteln für das

LKH geschaffen. Das Portal ist in vielen Krankenhäusern

der KAGes eine wichtige Arbeitsgrundlage

für die Stationen und auch für die

Medikamentenkommissionen geworden.

Zum Betrieb des Infoportals ist keine zusätzliche

Software auf den Client-Rechnern erforderlich.

Die Daten werden über den Internet-

Explorer über die jeweilige Apotheke bzw.

über das jeweilige Med Depot gewartet. Um

unterschiedliche Arzneimittelbezeichnungen

und -gruppierungen zu unterbinden, existiert

eine zentrale Datenbank, wo alle Arzneimittel

der KAGes gespeichert sind. Das Portal ermöglicht

die Suche nach im Haus vorhandenen

Arzneimitteln über Bezeichnung, Wirkstoff,

Produktgruppe und Artikelnummer.

Zusätzlich zur Wirkstoffinformation werden

auch Informationen über die Sonderapplikation

der Arzneimittel angezeigt. Diese Daten werden

von Frau Mag. Heidrun Schwarzl aus dem

Wir bedauern!

Trotz größter

Sorgfalt haben

wir bei den

beeindruckenden

Fotos beim Interview

von Hedi

Grager mit Kathryn

List den Fotografen

Volker

Wohlgemuth

nicht genannt. ■

Foto: Volker Wohlgemuth

Volker Wohlgemuth

fotografierte Kathryn List.

LKH Graz-West in regelmäßigen Abständen

aktualisiert. Durch diese zusätzlichen

Informationen ist das Portal bereits

zu einem unerlässlichen Werkzeug im

Pflegebereich geworden.

Als große Erleichterung wird die Cito-Anforderung

gesehen. Hierbei werden die Artikel

wie in einem Web-Shop mittels des Einkaufswagensymbols

(rechts bei jedem Arzneimittel)

auf eine Anforderungsliste gesetzt.

Die Schwester auf der Station kann

somit per Klick ihre Cito-Artikel in der Apotheke/Med.

Depot anfordern. Diese Anforderung

wird nach Absenden direkt beim Drucker der

Apotheke/Med. Depot und auf der Station

ausgedruckt. Artikel, welche ein schwarzes

Kästchen haben (Lagerartikel), sind sofort verfügbar.

Die Artikel können dann vom Transportdienst

mit Übergabe des unterschriebenen

Anforderungsformulars abgeholt werden. Es

fallen die Probleme der unleserlichen Schrift

sowie der Anforderung von Arzneimitteln,

welche im Haus nicht vorhanden sind, weg. Im

LKH Fürstenfeld kam es zu einer deutlichen

Reduktion von Telefonaten, welche aus den

vorhin angegebenen Gründen geführt werden

mussten.

Bei der Handhabung von nicht gelisteten

Medikamenten schreibt das System einen

Workflow vor. Es können per Cito-Anforderung

nur gelistete Medikamente abgefasst

werden. Bei nicht gelisteten Medikamenten

muss ein Extraformular ausgefüllt und genehmigt

werden. Da es sich hierbei um ein

Modulsystem handelt, können jederzeit Optionen

hinzugefügt oder deaktiviert werden.

Als besondere Arbeitserleichterung wird die

Austauschliste gesehen. Wird nach einem

Arzneimittel gesucht, welches in der Liste

Gerade bei Namen

sind wir um größte

Sorgfalt bemüht.

Dennoch haben wir

Dr. Herwig Fink bei

seinem Beitrag über

das Strategische Unternehmens-Controlling

mit einem

falschen Vornamen

versehen. ■

Dr. Herwig Fink,

Finanzdirektion

nicht vorhanden ist, so startet das System eine

globale Suche und listet alle Namensähnlichen

Arzneimittel auf. Mit einem Klick auf

das gesuchte Arzneimittel sucht das System

in der Hausliste nach einem Hauptwirkstoffähnlichen

Austauschpräparat.

Mittlerweile ist das Medika-Infoportal bereits

ein Standardwerkzeug geworden. Folgende

Häuser setzen diese Software bereits ein:

• LKH Fürstenfeld

• LKH Feldbach

• LKH Graz West, Schwanberg, LSF

• LKH Wagna

• LKH Bad Aussee

• LKH Stolzalpe

• LKH Mürzzuschlag-Mariazell

• LKH Hörgas-Enzenbach

• LKH Voitsberg

• LKH Weiz

• LKH Univ. Klinikum Graz

• LKH Bad Radkersburg

• LKH Deutschlandsberg

• LKH Rottenmann

• LKH Judenburg

Ing. Peter Braun,

Qualitätsbeauftragter des LKH Fürstenfeld


Im Zuge der Endredaktionshektik

haben wir den Beitrag

über die „Messung der Patientenzufriedenheit“

mit dem

falschen Autor gekennzeichnet.

Verfasst wurden die interessanten

Ausführungen

von Univ.Prof.Dr. Peter Gasser-Steiner

vom Institut für

Soziologie der Universität

Graz.


Juni 2006

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 53

Phänomen Korruption

Mit Handbuch, Aufklärung und Dokumentation

wird dagegen vorgegangen

Korruption ist ein generelles, wirtschaftliches

und gesellschaftspolitisches Problem.

Mit unterschiedlichsten Maßnahmen

und auf verschiedenen Ebenen wird versucht,

dagegen anzukämpfen.

Wiener Handbuch zur Korruptionsprävention:

Eine Frage der Ethik

Eine interdisziplinäre Projektgruppe des Magistrats

Wien hat den Themenkomplex der

Korruption umfassend behandelt, Maßnahmen

zur Korruptionsprävention erarbeitet

und in einem Handbuch zusammengefasst.

Korruption wird hier definiert als ein moralisch

abzulehnendes, vielfach auf persönlichen

Vorteil gerichtetes Verhalten zum Schaden

von Personen oder der Allgemeinheit.

Neben grundsätzlichen Erläuterungen enthält

dieses Wiener Handbuch zur Korruptionsprävention

grundsätzliche Empfehlungen und

praxisnahe Beispiele mit Lösungsansätzen.

Mehr dazu:

www.antikorruption.wien.at

Um sich einen Einblick in die Arbeits-

und Funktionsweise eines

österreichischen Universitätsklinikums

zu verschaffen, waren Dr.

Gregor Gysi, der Vorsitzende der

Fraktion DIE LINKE und Mitglied

des deutschen Bundestages, mit

einer Delegation zu Besuch im

LKH-Univ.Klinikum Graz. Begleitet

wurde diese vom Abgeordneten

der KPÖ im Steiermärkischen Landtag,

Ernest Kaltenegger.

Im Anschluss an die offiziellen Präsentationen

von LR Mag. Helmut Hirt, Vorstandsdirektor

Ernst Hecke und den beiden Krankenhausdirektoren

Mag. Gebhard Falzberger

und Dr. Thomas Pieber wurde die Delegation

United Nations Conventions

against Corruption

Von den Vereinten Nationen wurde eine Konvention

erarbeitet, mit der die internationale

Zusammenarbeit gegen Korruption verbessert

werden soll. Die Unterzeichnung dieser

Konvention wurde von der Generalversammlung

der Vereinten Nationen zum Anlass genommen,

den 9. Dezember zum weltweiten

Antikorruptionstag auszurufen.

Das umfassende Regelwerk „United Nations

Conventions against Corruption“ befasst sich

mit Prävention, Untersuchung und strafrechtlicher

Verfolgung von Korruption sowie mit

der Sicherstellung, Beschlagnahme, Einziehung

und Rückgabe von Erträgen.

Mehr dazu:

www.unodc.org

Weltweiter Index zur

Korruptionswahrnehmung

Transparency International ist eine internationale

„Non Governmental Organisation

(NGO)“. Sie beobachtet und bekämpft weltweit

die Korruption und veröffentlicht jährlich

einen Korruptionswahrnehmungsindex

(Corruption Perceptions Index), der sich auf

Umfragen unabhängiger Institutionen stützt.

Österreich belegte hier 2004 unter 145 Staaten

den 13. Rang und hat sich damit gegenüber

den Vorjahren ein wenig verbessert. ■

Mehr dazu:

www.transparency.org

Deutsche Bundestagsdelegation

Besuch des LKH-Univ.Klinikums Graz

Die deutsche Delegation mit Vertretern des steirischen

Gesundheitswesens im LKH-Univ.Klinikum Graz.

durch das Gelände des LKH-Univ.Klinikum

Graz geführt.


Mag. Simone Pichler,

LKH-Univ.Klinikum Graz

KAGes

Ein umfassender Überblick über das Unternehmen,

die Leitbilder und Strategien, Rechte

und Pflichten der Patienten, das Leistungsangebot

in den steirischen LKHs, die

Jobbörse usw.


Mehr dazu:

www.kages.at

marc

marc, die Steiermärkische Medizinarchiv

GesmbH, ist ein gemeinsames Tochter-unternehmen

der Fa. Siemens und der KAGes. Als

kompetenter Partner für Radiologen bietet

marc mit dem weltweit größten digitalen Röntgenbildarchiv

ein umfassendes Service. ■

Mehr dazu:

www.marc.co.at

Evidence based Nursing

Diese Plattform dient der Auseinandersetzung

mit Evidence based Nursing (EbN)

und informiert über die kritische Nutzung

von Forschungsarbeiten, wissenschaftlich

belegten Erfahrungen und deren patientenorientierte

Integration in die tägliche

Pflegepraxis.


Mehr dazu:

www.ebn.at

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


54

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

openMEDOCS erfolgreich eingeführt

Das medizinische pflegerische Dokumentations- und Kommunikationsnetzwerk

gibt es nun in allen Krankenanstalten der KAGes

Projekthistorie zur

Auswahl, Pilotierung

und Implementierung

von openMEDOCS in

den Krankenanstalten

der KAGes.

openMEDOCS das steiermärkische medizinische

pflegerische Dokumentations- und Kommunikationsnetzwerk

wurde nach einer zweijährigen

Pilotphase an der Hals-, Nasen-, Ohren

Univ.Klinik und im LKH Bruck in nur drei Jahren

erfolgreich in allen Krankenanstalten der KA-

Ges eingeführt. Damit steht ein einheitliches

EDV-System nicht nur für die Patientenadministration,

sondern auch für die medizinische und

pflegerische Dokumentation zur Verfügung.

Das Projekt System Struktur Neu

Die Vorgeschichte von openMEDOCS begann

1998 mit dem Projekt Systemstruktur Neu. In

diesem Projekt wurden patientenbezogene

Abläufe analysiert und auf Basis dieser

Pfade die notwendigen Funktionalitäten für

die EDV-gestützte Dokumentation, Terminplanung,

Leistungsanforderung und Patientenweiterleitung

dargestellt. In einem weiteren

Schritt wurden aus sechzehn angebotenen

EDV-Lösungen u. a. das Produkt

i.s.h.med der Firma T-Systems ausgewählt.

Pilotprojekte MEDOCS im

LKH – Univ. Klinikum Graz

und im LKH Bruck

Gemeinsam mit einem Kommunikationsserver

e-Gate für die Unterstützung von Schnittstellen

zu Subsystemen, wie zum Beispiel zu

dem Laborsystem und einer Archivlösung,

wurde ein Softwarepaket geschnürt, welches

unter dem Namen MEDOCS an der

Hals-, Nasen-, Ohren – Univ.Klinik und im

LKH Bruck in den Jahren 1999 bis 2001 pilotiert

wurde.

Die Anforderungen an das System waren

hoch. Speziell soll erreicht werden:

• Eine Reduktion der Anzahl patientenführender

Systeme.

• Schaffung eines patientenführenden

Hauptsystems.

• Ablöse des bestehenden KIS im LKH -

Univ.Klinikum Graz und im LKH Fürstenfeld

sowie der Patientenverwaltung (PVW) und

des alten Radiologie-Informations-Systems

(RIS)

• Schaffen einer Basis für wissenschaftliche

Forschung und Lehre im LKH - Univ.Klinikum

Graz.

• Schaffung der Rahmenbedingungen für eine

Verbesserung der Datenqualität von Patientenstammdaten

durch Implementierung

eines KAGes-weiten Patientenregisters.

• Schaffung der Rahmenbedingungen für eine

Verbesserung der Dokumentationsqualität

im medizinisch-pflegerischen Bereich

(insbesondere Diagnosen- und Leistungsdokumentation).

• Schaffung der Rahmenbedingungen für die

Umsetzung der Dokumentationsverpflichtungen

nach dem GuKG.

• Mittelfristige Ablöse von DiaLeDo.

KAGes-weite

openMEDOCS-Implementierung

Nach der zweijährigen Pilotphase wurde im

Jänner 2002 das Rollout (darunter versteht

man die Implementierung der Software in allen

geplanten Institutionen) für alle Krankenanstalten

der KAGes begonnen. Damit startete

eines der größten EDV-Projekte im Gesundheitsbereich

in Österreich.

Das Programm (so bezeichnet man Projekte

mit mehreren Teilprojekten) mit dem Namen

openMEDOCS wurde in zahlreichen Teilprojekten

von einem Programmmanagementteam

geleitet.

Im Programmmanagementteam waren verantwortlich:

• Univ. Doz. Mag. Dr. Hubert Leitner für das

Leitprojekt Strategie und Entwicklung

• DI Dr. Markus Pedevilla für die Implementierung

am LKH - Univ.Klinikum Graz

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 55

• Mag. Peter Plessing für die Implementierung

in den ext. Krankenanstalten der KA-

Ges und

• Karl Kocever für die Betriebsführung und

Ablöse des alten RIS.

Der Name openMEDOCS steht für die Implementierung

des Softwarepaketes ME-

DOCS, wobei die Bezeichnung „open“ die

Öffnung des Systems zu Subsystemen bezeichnet.

Bis zum ersten Quartal 2006 wurde openME-

DOCS in allen KAGes-Häusern flächendeckend

eingeführt. Die Anforderungen aus

dem Vorprojekt Systemstruktur Neu und der

Pilotphase konnten erfüllt und darüber hinaus

noch weitere Funktionalitäten implementiert

werden.

Die im Bericht an den Aufsichtsrat 1999

präliminierten Kosten wurden mit den Projektgesamtkosten

von EUR 21,6 Mio. für Pilot-

und Rolloutphase um ca. EUR 5 Mio. unterschritten,

was bei EDV-Großprojekten

eher unüblich ist und eine beachtenswerte

Leistung der KAGes darstellt.

Nutzen des Systems

Mit openMEDOCS konnte erreicht werden,

dass die Datenqualität hinsichtlich der Dokumentation

wesentlich verbessert wurde. Logistische

Funktionen wie Terminplanung, Leistungsanforderung

und Patientenleitsystem

unterstützen den Ablauf in den Krankenanstalten.

Für das medizinische, pflegerische

und administrative Personal entsteht eine

optimale Übersicht über die Abläufe und über

die medizinische Dokumentation eines Patienten

im jeweiligen Krankenhaus. Das KA-

Ges-weite Patientenregister erweitert diese

Sicht auf alle Aufenthalte in den KAGes-

Spitälern.

Ausblick

Mit der Implementierung von openMEDOCS

ist die KAGes bereit für eHEALTH, eine in

der Gesundheitsreform 2005 angepeilte

EDV-Unterstützung einer integrierten Gesundheitsversorgung,

die den Spitalsbereich

und den niedergelassenen Bereich

umfasst. Bereits jetzt werden von obersteirischen

Spitälern mehr als 400 Ärzte mit

elektronisch übermittelten Arztbriefen versorgt.

openMEDOCS ist die wesentliche

Plattform der KAGes und des steirischen

Gesundheitswesens für diese zukünftigen

Entwicklungen.


Dr Hubert Leitner,

UnternehmensInformationsManagement

Neue Internetauftritte

Zielgruppenorientierung wurde aktuell gestaltet

Die Homepages der

LKHs und der KAGes

wurden überarbeitet.

Nicht nur, dass sich das

„Gesicht des Unternehmens

nach außen“ optisch

leicht verändert

hat, neu ist insbesondere

die Zielgruppenorientierung.

Bereits auf der

ersten Seite soll sich der

Homepage-Besucher als

Patient/Besucher oder

Health-Professional

wiedererkannt fühlen.

Im nächsten Schritt gelangt

man direkt zur eigens

für die Zielgruppe

aufbereiteten Information.

Die Überarbeitung

der Internetauftritte

bringt neben einer Angebots-Erweiterung

auch

eine Aktualisierung und

Neu-Aufbereitung bereits

bestehender Informationen.


Hongkong-Delegation

Interesse an EDV-Strategie der KAGes

Delegation aus Hongkong informierte sich über die EDV-Strategie der KAGes.

Tief beeindruckt vom KAGes-Informationsmanagement

zeigte sich eine

Hongkonger Delegation. Die zehnköpfige

Expertenrunde der Hospital Authority, die

mit ihren 40 Krankenanstalten und 53.000

Mitarbeitern ein Einzugsgebiet von 8 Millionen

Menschen versorgt, informierte

sich bei Dr. Leodolter und DI Koitz über die

Erfahrungen in der Umsetzung der EDV-

Strategie.


Foto: Mag. Helmut Meinhart

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


56

PANORAMA

Sportweltspiele 2006

Sportveranstaltung der Medizin und Gesundheit

und internationales Fachsymposium

Bereits seit 27 Jahren finden die Sportweltspiele

für Medizin und Gesundheit

statt. Heuer ist Montecatini Terme in der

Toskana der Austragungsort sportlicher

Wettkämpfe.

Sport und Fachsymposium

Die Sportweltspiele sind eine gute Gelegenheit,

in einer herzlichen und kollegialen Atmosphäre

zusammenzukommen und dem

Lieblingssport nachzugehen. Der Bogen der

24 möglichen Sportarten spannt sich von

Schwimmen über Fußball, Windsurfen, Golf,

Reiten, Leichtathletik, Mountainbike bis Triathlon.

Zeitgleich findet ein mehrtägiges, internationales

sportmedizinisches Fachsymposium

statt. Die zahlreichen Fachbeiträge sind

mit Erfahrungsaustauschmöglichkeiten und

Workshops mit Vorführungen zur praktischen

Behandlung ergänzt.

Aktive KAGes-Mitarbeiter

Mitarbeiter des LKH Graz

West haben bereits bisher

aktiv und durchaus erfolgreich

bei den Sportweltspielen

teilgenommen.

Walter Schinzel wird heuer versuchen, seine

Medaillen in Laufbewerben zu verteidigen.

Dr. Norbert Kaufmann war im Tennisbewerb

erfolgreich und hat bereits zahlreiche Triathlonwettkämpfe

bestritten.

Als passionierte Läuferin wird Mag. Heidrun

Schwarzl an mehreren Laufdisziplinen

teilnehmen, und Mag. Thomas Verdino hat

eine Goldmedaille im Windsurfen zu verteidigen.

Das Grazer Team von links: Mag. Thomas Verdino, Walter Schinzel

und Dr. Norbert Kaufmann.

27. Sportweltspiele der Medizin und Gesundheit:

1. Juli bis 8. Juli 2006

Montecatini Terme in der Toskana (Italien)

Anmeldung noch bis Ende Juni möglich. ■

Weitere Informationen:

www.medigames.com

www.sportweltspiele.de

OA Dr. Norbert Kaufmann, LKH Graz West

Laufstrecke durch LSF Graz

Je LKH kann ein Team kostenlos am 6. Grazer

Sparkassen-Businesslauf 2006 teilnehmen

Start zum vorjährigen Grazer Sparkassen-Businesslauf im

Shopping Center West.

Der 6. Grazer Sparkassen-Businesslauf

2006 führt auch heuer teilweise wieder

über das Gelände der LSF Graz. Da das Areal

des Shopping Center West für die 4,5 km lange

Lauf- bzw. 2,5 km lange Nordic Walking-

Strecke nicht ausreicht, öffnet die LSF Graz

wieder ihre wunderschöne Parkanlage für die

mehr als 4.000 erwarteten Teilnehmer. Dadurch

ergibt sich auch für jedes

Krankenhaus die Möglichkeit,

dass ein Team kostenlos

teilnehmen kann.

Weitere Informationen zu

dem am 29. Juni 2006 um

19.30 Uhr stattfindenden

Event, bei dem nicht nur die

schnellsten Teams mit dem

„Grazer Businesslauf-

Award“ ausgezeichnet werden,

sondern auch Sachpreise

im Gesamtwert von

€ 10.000,– verlost werden,

finden Sie unter www.grazerbusinesslauf.at


Kontaktperson für die Anmeldung:

Klaus Landauf, LSF Graz

klaus.landauf@lsf-graz.at

Tal. 0316/2191-2446

Betriebssdirektor Bernhard Haas,

MAS, LSF Graz

Mobil in den Tag

Mobilitätstag am LKH-

Univ.Klinikum Graz

Der Mobilitätstag war eine gute Gelegenheit,

sein Fahrrad begutachten und servicieren zu

lassen.

Feinstaub, Lärm und Parkplatzengpässe

waren auch für die Anstaltsleitung gemeinsam

mit dem Betriebsrat Anlass, Ende

April einen „Mobilitätstag“ zu veranstalten.

Unter dem Motto „Mobil in den Tag“ wurden

am 27. April alle jene Mitarbeiter mit einem

Frühstückssackerl zur Stärkung begrüßt, die

zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem öffentlichen

Verkehrsmittel zur Arbeit kamen.

Radfahrer hatten außerdem die Möglichkeit

ihr Fahrrad begutachten, servicieren und von

der Polizei, aufgrund der vielen Fahrraddiebstähle

im Stadtgebiet, codieren zu lassen. ■

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


PANORAMA 57

Denksport mit Gewinnchance

Schicken Sie das Lösungswort mit dem

Kennwort „Denksport“an:

Steiermärkische

Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

Redaktion G’sund

Postfach 6, 8036 Graz

Mail: gsund@kages.at

Fax: 0316/340-5221

Aus allen bis zum 31. Juli 2006 eingelangten

Einsendungen mit der richtigen Lösung werden

unter Ausschluss des Rechtsweges

Buchpreise verlost. Die Gewinner werden

schriftlich verständigt.

Lösungswort

Das G’sund-Team wünscht viel Erfolg!

1 2 3 4 5 6 7 8

Kunst- und Kultursplitter

Mitgespielt und

gewonnen!

Kunstworkshop in Frohnleiten

Die Initiatorinnen von links: Michaela Zingele

und Eftichia Schlamadinger.

styrian summer_art ‘06 - farben.formen.festival

ist die Bezeichnung eines Workshops mit

internationalen Künstlerinnen und Künstlern.

Von Eftichia Schlamadinger und Michaela

Zingerle initiiert ist die Stadt Frohnleiten vom

14. bis 19. Juli 2006 Drehscheibe für 30 unterschiedlichste

Workshops mit Künstlerinnen u.

Künstlern, Singles u. Familien, Jung u. Alt. ■

Mehr dazu:

www.styriansummerart.at

Schloss Hof bei

Hainburg in

Niederösterreich.

K.u.K. Blasmusikfest

auf Schloss Hof

Das Festschloss Hof in der Nähe von Hainburg

mit den kunstvoll gestalteten barocken

Gartenanlagen ist der Rahmen für ein Kaiserlich-Königliches

Blasmusikfest mit 200

aktiven Musikanten. Mit einem Euro pro verkaufter

Eintrittskarte wird das WdF-Klimaschutzprogramm

unterstützt.


Mehr dazu:

www.gerberhaus.at

Info gebührenfrei 0800/60 86 18

Mag. Heinz Riesner konnte einen Tag lang

das richtige Bremsen, Ausweichen und

Verhalten auf rutschigen Fahrbahnen

trainieren.

In der Weihnachtsausgabe verloste G’sund

fünf Gutscheine für ein Fahrsicherheitstraining

in einem der Fahrsicherheitszentren

des ÖAMTC. Wir haben Mag. Heinz Riesner,

einen der glücklichen Gewinner beim

Fahrsicherheitstraining in Lebring, ein wenig

begleitet und fotografiert. ■

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


UNTERWEGS

IN DER STEIERMARK

Blick ins Land

Aussichtswarten und Aussichtstürme

Weithin sichtbar, manches Mal unvermutet

oder versteckt gelegen, erheben

sich die Aussichtswarten im steirischen

Süden und bei unserem slowenischen Nachbarn.

Wer den oft kräfteraubenden Aufstieg geschafft

hat, wird meist mit traumhaften Ausblicken

weit in die steirische Landschaft und

nach Slowenien belohnt.

Kreuzkogelwarte am Kogelberg

Markant wirkt der die Baumkronen überragende

Teil der Kreuzkogelwarte am Kogelberg

in Kaindorf bei Leibnitz. Die Straße

dorthin ist vom Fuße des Kogelbergs gleich

nach dem Bauernmuseum Grottenhof gut

beschildert. Von der Buschenschank Krautgasser

führt ein leicht ansteigender kurzer

Fußweg zur Kreuzkogelwarte. Der

1847/1849 auf einer Seehöhe von 498 m

gemauerte untere Teil erhielt 1988/89 ein

hölzernes Stockwerk aufgesetzt. Vier Stiegenteile

mit insgesamt 43 Stufen führen

zur Plattform der Kreuzkogelwarte. An der

Rückseite führt ein Wanderweg durch den

Wald bergab und vorbei an der Silberberger

Aussichtswarte bis zur Weinbauschule

Silberberg.

Silberberger Aussichtswarte

Etwa eineinhalb Kilometer lang ist der

Rundwanderweg durch den Schulweingarten

der Weinbauschule Silberberg. Am

Scheitelpunkt dieses Weinlehrpfades führt

ein kurzer steiler Abstecher zur kleinen,

1871 massiv gebauten Silberberger Aussichtswarte,

von der man direkt in den

Schlosshof von Seggau sieht. Etwas weiter

ist der Weg auf den Kogelberg und zur

Kreuzkogelwarte, für den man schon eine

halbe Stunde vorsehen

sollte.

Die wuchtige, versteckt

gelegene Silberberger

Aussichtswarte.

Die Holzstiegen im

gemauerten Teil der

Kreuzkogelwarte.

Fotos: Sudy

Aussichtsterrasse

am Lubekogel

An der südsteirischen

Weinstraße erhebt sich in

der Gemeinde Glanz der Lubekogel

mit 570 m. An seiner

höchsten Stelle wurde

ein Hochwasserbehälter

mit einer kleinen Aussichtsterrasse

errichtet. Unmittelbar

daneben steht ein

mit 1747 datierter Poststein.

Die Zufahrt erfolgt über eine kleine

Schotterstraße, die an der südsteirischen

Weinstraße beim Weingut Tschermonegg

abzweigt.

Schlossbergwarte am

Montikogel

Bereits 1912 gab es auf dem Montikogel in

der Gemeinde Schlossberg eine Aussichtswarte,

die in den 30er-Jahren abgetragen

wurde. Die heutige Aussichtswarte ist 1995

genau an dieser Stelle errichtet worden.

Die Zufahrt erfolgt über Leutschach und den

Ortsteil Waldried. Nach ca. 10 Minuten

Fußweg und 95 Stufen steht man auf der

Plattform der Schlossbergwarte am Montikogel.

Mehr dazu:

www.schlossberg.steiermark.at

www.rebenland.at ➠ Mühlen und Warten

Kreuzbergwarte in

Eichberg-Trautenburg

Von der 1930 hier errichteten ersten Aussichtswarte

sind noch die Fundamente sichtbar.

Auf einer Seehöhe von 633 m erhebt

sich heute ein 30-m-Holzskelettbau. Diese

1994 eröffnete neue Kreuzbergwarte wurde

mit der GERAMB-Rose für gutes Bauen ausgezeichnet.

Die

Aussichtswarte

am

Demmerkogel.

Die Kreuzkogelwarte am Kogelberg in

Kaindorf bei Leibnitz: unten gemauert

und oben eine Holzkonstruktion.

Bequeme Zufahrten gibt es über Großklein

(Heimschuh) und über Leutschach (Gamlitz).

Mehr dazu:

www.eichberg.trautenburg.at

www.rebenland.at ➠ Mühlen und Warten

www.grossklein-online.at/Gast/

Sehenswertes

Aussichtswarte

am Demmerkogel

Der Demmerkogel ist die höchste Erhebung

des Sausaler Weinlandes. Die bereits vor

der Jahrhundertwende auf einer Seehöhe

von 671 m Höhe errichtete erste Aussichtswarte

wurde durch einen Blitzschlag zerstört.

Die 1926 eröffnete zweite Aussichtswarte

wurde wegen Baufälligkeit 1974 abgetragen.

1975/76 wurde dann die heutige

Aussichtswarte errichtet. Sechs Stiegenteile

mit insgesamt 61 Stufen führen zur Aussichtsplattform.

Fahrverbote, ausgenommen Anrainer, und

ein winkeliges und teilweise enges

Straßennetz machen eine bequeme

Annäherung mit dem Auto nicht einfach.

Vom Zentrum der kleinen Ortschaft Höch

führt ein halbwegs gut beschrifteter Weg

bergauf, vorbei am größten Klapotetz der

Welt, zur Aussichtswarte. Die Entfernungsangabe

mit 1200 Metern mag durchaus

stimmen, ich hatte den Eindruck, wesentlich

weiter gegangen zu sein.

Mehr dazu:

www.st-andrae-hoech-steiermark.at/

Tourismus

www.kitzeck-sausal.at

reinhard.sudy@kages.at

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


59

Wege zur Gesundheit

Landesausstellung 2006 in Bruck a.d.Mur

Bruck a.d. Mur steht vom 29. April bis 29.

Oktober 2006 im landesweiten Mittelpunkt.

Die Landesausstellung „Wege zur Gesundheit“

möchte dazu beitragen, dass das

Gesundheitsbewusstsein gestärkt und die

Selbstverantwortung bewusst wird.

Großartige Einblicke in das Wunder Mensch

wie beispielsweise das hörbare Klopfen des

Herzens oder erlebbare Gelenksgeräusche

erwarten den Besucher. Die Medizin zeigt

sich von der Technologie der Operationssäle

bis zum Kräutergarten.

Kulturhaus als Zentrum

Hauptausstellungsort ist das eigens dafür

adaptierte Kulturhaus mit Kongress- und

Veranstaltungszentrum. Ein interessanter

„Gesundheitsweg“ führt durch die Ausstellung,

die zu jedem Themenkreis Kinderschwerpunkte

hat. Weitere Standorte werden

das Gesundheitszentrum und das

Brucker Naherholungsgebiet Weitental sein.

Rahmenprogramm

und Nachhaltigkeit

Themenspezifische und touristische Veranstaltungen

in Form von Kongressen, Ge-

sundheitsveranstaltun-

gen und kulturellen Highlights

bilden das Rahmenprogramm.

Zur Nachhaltigkeit

werden das neue

Kulturhaus mit Kongressund

Veranstaltungszentrum,

das neue Gesundheitszentrum

und der revitalisierte

Schlossberg

beitragen.

Der „Stolzi“

Der von Armin Wallner,

Judenburg, gebaute und

voll mit Gelenksersatzteilen,

Platten und

Schrauben ausgestattete

Stolzi ist auf seinem tretbaren

Untersatz im Rahmen

der Landesausstellung

äußerst aktiv unterwegs.

Geburtshelfer des

Stolzi.

im Allgemeinen orthopädischen Landeskrankenhaus

Stolzalpe geborenen „Stolzi“

waren Univ.Prof.Dr. Reinhard Graf und Kilian

Schwarz.


Mehr dazu:

www.la2006.at

www.bruckmur.at

Kriminalmuseum

Auf den Spuren von „Räubern, Mördern

und Sittenstrolchen“

Titelseite des kleinen Folders über das

Hans-Gross-Kriminalmuseum.

Kriminalmuseum

Kellergeschoss im Innenhof

des Hauptgebäudes

der Karl-Franzens-Universität Graz

Universitätsplatz 3, 8010 Graz

(+43) 0316/380-6514

kriminalmuseum@uni-graz.at

www.uni-graz.at/Kriminalmuseum

Geöffnet am Montag von 10 bis 15

Uhr und gegen Voranmeldung.

Spannende Kriminalfälle aus dem

19. und 20. Jahrhundert erwarten

den Besucher des Hans-Gross-Kriminalmuseums

im Innenhof des Hauptgebäudes/Kellergeschoss

der Karl-Franzens-Universität

Graz. Tatwaffen,

Schädeldecken und andere Körperteile

von Opfern, Gifte, Fälschungen und Einbruchswerkzeuge

sind einige der vielen

corpora delicti aus aller Welt.

Hans Gross, der „Vater der Kriminologie“,

hatte eins eine Lehrmittelsammlung

geschaffen, um angehende

Juristen praxisnah ausbilden zu

können. Heute wird der Besucher des

Kriminalmuseums engagiert und detailliert

über Verbrechen und Gaunereien

informiert. Lebensnahe werden

Täter und Opfer vorgestellt und spannend

die Entwicklung und die Techniken

der Verbrechensaufklärung geschildert.


reinhard.sudy@kages.at

Räuber, Mörder,

Sittenstrolche

Bachhiesl - Gartler -

Nessmann - Tremer

37 Fälle aus dem Kriminalmuseum

der KFU Graz

Leykam, 2. Auflage 2004

€ 14.90,–

Anhand von 37 Fällen aus

dem Kriminalmuseum der

Karl-Franzens-Universität

Graz werden unterschiedlichste

Verbrechen vorgestellt.

Der Leser erhält interessante

Hintergrundinformationen

über Täter

und auch Opfer.

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


60

PANORAMA

Grazer

Kostbarkeiten

Steinerne Büsten

Steirische Dichter im Burghof

Der kleine, versteckt gelegene Burghof

Richtung Schauspielhaus war

einst als "Hofratsparkplatz" bekannt.

Hier steht man Aug in Aug mit den steinernen

Büsten steirischer Größen, wie

den Schriftstellern und Dichtern Paula

Grogger und Peter Rosegger.

Schule für Dichtung

Über die Lehr- und Lernbarkeit des Schreibens

und der Literatur

Nach einer Übergangszeit von sieben

Jahren gilt seit 1. August

2005 für alle die neue Rechtschreibung.

Dennoch bleibt unsere Rechtschreibung

schwierig und finde ich

ein Wörterbuch oft sehr hilfreich. Die

derzeit diskutierte neuerliche Reform

macht es nicht einfacher. Unsere

Schüler, Lehrer, Autoren und Dichter

sind also nicht zu beneiden.

Robert Hamerling. Detail des

Denkmals im Grazer Stadtpark.

Fotos: Sudy

Fotos: Sudy

Paula Grogger. Steirische Schriftstellerin

(12.7.1892 bis 1.1.1984). Büste (1994) von

Margarethe Wilburg.

Büste am Grabmal des

Dichters Robert

Hamerling, 1830 - 1889,

im Grazer .

Denkmal von Robert Hamerling

im südlichen Teil des Grazer

Stadtparks.

In der Billrothgasse 6 ist Robert Hamerling gestorben.

Robert Hamerlings

Spuren in Graz

Auch ohne Dichterschule erfolgreich

war der im niederösterreichischen

Kirchberg am Walde geborene

Gymnasiallehrer, Dichter und

Philosoph Robert Hamerling. Eine

von Hans Brandstetter aus Laaser

Marmor geschaffene Büste auf

seinem Grabmal im Grazer St.

Leonhard Friedhof vermittelt uns

das Aussehen von Robert Hamerling.

In unmittelbarer Nähe des

LKH-Univ.Klinikum Graz liegt auch

sein Sterbehaus. Eine kleine Gedenktafel

über dem Eingangstor

des Gebäudes Billrothgasse 6 erinnert

an den Todestag dieses

großen Dichters am 13. Juli 1889.

Bekannter ist aber wohl die nach

ihm benannte Hamerling-Gasse,

eine Verbindung zwischen der

Hans-Sachs-Gasse und dem

Opernring, oder das von Carl

Kundmann geschaffene Denkmal

im Grazer Stadtpark. ■

Peter Rosegger. Dichter der Waldheimat

(geb. 1843 Alpl, gest. 1918 Krieglach).

Dichterschule

Mit der Lehr- und Lernbarkeit des Schreibens

und dem Berufsbild Autor setzte sich Hedwig

Schuss in „Die Presse“ vom 30. Juli 2005

auseinander. Eine in Wien beheimatete

Schule für Dichtung vermittelt das „Handwerk

Schreiben“ als Umsetzung und schriftliche

Produktion von Ideen jeder Art. Vor allem

in multimedialen Klassen wird hier von arrivierten

Autoren vermittelt, wie man eine Geschichte

richtig recherchiert und erzählt.

reinhard.sudy@kages.at

Schule für Dichtung

Schule für Dichtung in Wien –

Vienna Poetry Academy

Mariahilferstraße 881/III/7, 1070 Wien

Tel. +43-1-5223526

Mail: sfd@sfd.at

www.sfd.at

Juni 2006

Menschen helfen Menschen


Unsere Bundesministerin für Justiz ist eine

gebürtige Grazerin – Ein Interview mit Mag. Karin Gastinger

Seit 25. Juni 2004 ist

Mag. Karin Gastinger

Bundesministerin für Justiz.

Nach dem Studium der

Rechtswissenschaften in

Innsbruck, dem Gerichtspraktikum

in Villach und

Klagenfurt und der Arbeit

als Rechtsanwaltsanwärterin

in Klagenfurt war sie ab

1991 im Amt der Kärntner

Landesregierung tätig, zuletzt

als Leiterin der Abteilung

für Wasserrecht.

G’sund: Was ist das für

ein Gefühl, wenn man

einen Anruf bekommt

und gefragt wird, ob

man „Justizministerin“

werden will?

BM Gastinger: Es ist

ein unglaubliches Gefühl,

vor allem weil ich

wusste, dass mir dies

nur einmal in meinem

Leben passieren wird.

Aber ich wusste, dass

ich es schaffen kann,

und habe mich sehr auf

meine neuen Aufgaben

gefreut. Nach einem

Gespräch mit meiner

Die Bundesministerin

für

Justiz Mag.

Karin

Gastinger.

Familie und meinem damals noch

zukünftigen Mann habe ich innerhalb

von nicht mal 12 Stunden meine Entscheidung

getroffen. Und innerhalb von 36

Stunden war ich angelobt.

Die damals noch parteifreie Bundesministerin

ist nun seit April 2005 Stellvertreterin des

Obmannes des BZÖ. Auch privat gab es eine

Veränderung. Mag. Karin Gastinger heiratete

am 23. Juli 2005 Heinz Gastinger, einen Mitarbeiter

der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H., und nahm seinen

Namen an. Zur Bundesministerin wurde sie

noch mit dem Namen Karin Miklautsch bestellt.

Erfreulich, im August 2006 erwarten

die beiden ihr erstes gemeinsames Kind.

G’sund: Wie geht es Ihnen als junge Bundesministerin

mit den Traditionen eines Bundesministeriums?

BM Gastinger: Ich lache gerne mit meinen

Mitarbeitern und ich freue mich über die

Aussage, dass es im Justizministerium

„menschelt“, seitdem ich hier bin.

G’sund: Sie hatten zu Beginn der Zeit als

Bundesministerin mit schlimmen Angriffen

durch die Medien zu kämpfen. Wie geht man

damit um?

BM Gastinger: Meine Antwort damals auch

Journalisten gegenüber war: Ich lese diese

Artikel nicht. Ich lese Artikel über mich erst

dann, wenn der jeweilige Autor mit mir vorher

ein Gespräch geführt hat. Ich freue mich

aber, dass ich mittlerweile auch in den Medien

ein sehr gutes Standing habe.

PANORAMA 61

G’sund: Sie sind in Ihren Ansichten

eher sehr liberal.

Dies zeigt sich beispielsweise

an Ihrer Einstellung zur

Anpassung der rechtlichen

Rahmenbedingungen gleichgeschlechtlicher

Partnerschaften

oder gegen traditionsbedingte

Gewalt. Sie engagieren

sich auch für Familienzusammenführung

in Gefängnissen.

BM Gastinger: Ja, ich weiß,

dass ich damit nicht die

Mehrheitsmeinung treffe.

Aber das ist für mich nicht

vorrangig. Wichtig für mich

ist, dass auch diese heiklen

Mag. Karin Gastinger mit ihrem Mann Heinz Gastinger. Themen angesprochen und

behandelt werden. Es gibt

noch weitere aktuelle Themen

wie beispielsweise Patchwork-

Familien – hier gibt es eine Enquete

im Justizministerium am

15. Mai 2006, im Bereich der

Sachwalterschaft die Einführung

der Möglichkeit der Vorsorgevollmacht

oder die Patientenverfügung.

Hedi Grager im Interview mit der

Bundesministerin Mag. Karin Gastinger.

Ablehnung bekam die Bundesministerin

zuerst zu ihrem Vorschlag,

zur Entlastung der Justizwache

in Gefängnissen Präsenzdiener

des Bundesheeres zum Assistenzeinsatz

heranzuziehen.

Mittlerweile ist dieser Vorschlag in die Tat

umgesetzt.

Ein Quantensprung bei der Bekämpfung des

Asylmissbrauchs erfolgte aus ihrer Sicht mit

dem neuen Asylgesetz. Durch die nunmehr

mögliche Verfahrensbeschleunigung werden

wirklich hilfsbedürftige Menschen schneller

als zuvor Hilfe bekommen.

Stolz kann Mag. Karin Gastinger auf das Projekt

„Umstellung der Urkundensammlungen

der Firmenbuchgerichte – Nutzung von cyberDOC“

sein. Damit erhielt das Justizministerium

in der Kategorie „Spezialpreis E-Government“

den ersten Preis „Amtsmanager

2006“, einem von der Wirtschaftskammer

Österreich initiierten Wettbewerb. ■

hedi.grager@kages.at

Menschen helfen Menschen

Juni 2006


62

PANORAMA

Bunte Hausfassaden

Beim Spazieren oder Einkaufen

in einer uns vertrauten

Stadt ist unsere Blickhöhe

meist auf die Schaufenster

oder die uns begegnenden

Menschen gerichtet. Ich bin

für Sie mit erhobenem Blick

durch Graz gestreift, um

außergewöhnliche Gebäudefassaden

zu entdecken.

Kräftige Farben

Einige Grazer Gebäude sind

mit außerordentlich kräftigen,

Unterwegs in GRAZ

Haben Sie je auf die in kräftigen Farben bemalten, vergoldeten oder schön

verzierten Grazer Gebäudefronten geachtet?

Fotos: Sudy

raumhohe, transparente

Glasfront und der

großflächig-goldene Fassadenbereich

sind im wahrsten

Sinn des Wortes ein Lichtblick

in dieser verkehrsreichen

Straße.

Bemaltes Haus

Am bekanntesten ist wohl

die Bemalung der Hausfassade

Herrengasse 16 aus dem

Details der Kunstfassade,

Neubaugasse 22.

Mit

„Unterwegs“

in Graz

oder in der Steiermark

möchte ich Ihnen

verborgene Sehenswürdigkeiten

näher bringen und

über interessante

Besonderheiten berichten.

Auf meinen Streifzügen durch die

Steiermark stoße ich

oftmals auf Vertrautes

und Bekanntes, manches

Mal auf Außergewöhnliches

und Überraschendes.

Wenn auch Sie Anregungen

und Hinweise

haben, rufen Sie mich

bitte einfach an oder schreiben Sie mir.

Detail der Fassade des roten Hauses.

Redaktion G’sund,

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.,

Stiftingtalstraße 4–6, 8010 Graz,

E-Mail: gsund@kages.at

Tel. 0316/340-5120, Fax: 0316/340-5221

Ihr Reinhard A. Sudy

Detailbild der Stuckfassade

des Luegg-Hauses.

auffallenden Farben bemalt.

So beispielsweise

das rote Haus an der Ecke

Mandellstraße und Sparbersbachgasse,

das bereits

zu einem Orientierungspunkt

geworden ist.

Goldene Platten

Das goldene Haus in der

Grazbachgasse 67 hat eine

der auffälligsten, extravagant-modernen

Fassaden

der Stadt. Die teilweise

Juni 2006

Gemütliche Kaffeehauskultur vor dem

bemalten Haus in der Herrengasse 16.

Jahre 1742. Sie stammt vom Barockmaler

Johann Mayer. Die

gesamte Fassade ist voll

mit Fresken, die Götter der

griechisch-römischen Mythologie

darstellen.

Mehr dazu:www.graztourismus.at

➠ Sehenswertes

Stuckfassade

Der Grazer Hauptplatz ist

mit der Weikhart-Uhr nach

wie vor der beliebteste

Treffpunkt der Grazer. Unmittelbar

daneben beginnen

die Laubengänge der

Das goldene Haus in der

Grazbachgasse 67.

beiden Luegg-Häuser. Ein besonders schöner

Blickfang ist die aus dem 17. Jahrhundert

stammende prächtige Stuckfassade des Luegg-

Hauses am Eck Hauptplatz 11 und Sporgasse.

Form und Struktur

Fahren Sie gelegentlich oder öfter durch die

Merangasse und die Plüddemanngasse?

Eine interessante, stark verwitterte Fassade

hat die ehemalige Bau- u. Kunstschlosserei

Gebrueder Kerl. Dieses Gebäude in der Merangasse

35 wird geprägt von der geometrischen

Fassadenstruktur und den beiden hoch

aufragenden Stahlportalen.

Moderne Beispiele gelungener Fassadengestaltung

gibt es in der Neubaugasse 22 und

in der Plüddemanngasse 35. Die moderne

mosaikartige Kunstfassade stammt in beiden

Fällen von Friedrich Legenstein. ■

reinhard.sudy@kages.at

Menschen helfen Menschen


K unstK ulturT ipp

PANORAMA 63

K UNSTR AUMKAGES

Denkmal für

Octavia Aigner-Rollett

Zwei halbe Ehrenringskulpturen an unterschiedlichen

Standorten ergeben zusammen

Fotos: Sudy

Von Barbara Baur-Edlinger wurde 1997 das

zweiteilige Ehrenring-Denkmal für Oktavia

Aigner-Rollett geschaffen. Oben die eine Denkmalhälfte

in noch winterlicher Landschaft vor

dem äußeren Paulustor.

das Denkmal für Oktavia Aigner-Rollett, die

erste Ärztin in Graz. Der Standort der einen

Denkmalhälfte ist die Vorklinik der Karl-Franzens-Universität

Graz, an der sie studierte.

Vor dem äußeren Paulustor in der Nähe ihrer

ehemaligen Wirkungsstätte, dem Allgemeinen

Krankenhaus, steht die andere Denkmalhälfte.


reinhard.sudy@kages.at

Wolfgang Huhs in der Galerie im

Klinikum: Land und Leute

Der Künstler Wolfgang Huhs sieht die Natur

perfekt und in Harmonie. Er braucht ihr also

Der

Künstler

Wolfgang Huhs vor seinen Bildern.

nichts hinzuzufügen, sondern „kann nur versuchen,

sie so lebendig wie möglich wiederzugeben“.


Gabi Troester im LKH Weiz

Für die musikalische Umrahmung bei der

Vernissage sorgte der Kinderchor Weiz unter

der Leitung von Mag. Hannes Steinwender.

Einen bunten Abend mit Bildern und Musik

gab es Ende April im LKH Weiz. Die Gleisdorfer

Künstlerin Gabi Tröster stellte ihre farbkräftigen

und von strukturierter Klarheit geprägten

Bilder aus.

Musikalischen Kunstgenuss gab es durch den

Kinderchor Weiz. Ein außergewöhnliches Buffet

überraschte mit gesunden Schmankerln

mit Sprossen und Keimlingen.


Sonja Schiefer im LKH Feldbach

Bereits in ihrer Jugendzeit hat die Grazer

Künstlerin Sonja Schiefer für Schulausstellungen

gemalt. Mit den unterschiedlichsten

Materialien vermittelt sie ihre Empfindungen.

Anlässlich der Vernissage im

Institut für Medizinische Radiologie - Diagnostik

des LKH Feldbach wurde eines der

Bilder der im LKH-Univ.Klinikum Graz beschäftigten

Künstlerin für soziale Zwecke

versteigert.


Grander-Wasser für Deutschlandsberger

LKH-Patienten

Im Ambulanzbereich des LKH Deutschlandsberg

gestaltete die Künstlerin Elke Huala einen

Brunnen aus Steingut und Nirosta. Mit

der Gestaltungsform möchte die Künstlerin

Die Festgäste labten sich mit Grander-Wasser

des Wasserkunstwerkes.

das wertvolle Gut Wasser wie ein Kind im

Bauch der Mutter schützen. Dass diese, wie

ein Patient, auf der Durchreise ist, wird

durch den kofferähnlichen Abfallbehälter

symbolisiert.

An dem Grander-Wasser können sich in Zukunft

die vielen ambulanten Patienten laben.■

Volker Wohlgemuth

Viele fotografieren. Einige schaffen mit

ihren Fotos Kunstwerke. Zu diesen Fotografen

gehört Volker Wohlgemuth. Ob Porträts,

Aktfotografien oder Landschaftsfotos,

Volker Wohlgemuth ist immer um das beste

Licht, den besten Winkel bemüht.

Die Leidenschaft zur Fotografie hat Volker

Wohlgemuth von seinem Vater geerbt, einem

leidenschaftlichen Hobbyfotografen.

Mit neun Jahren machte Volker Wohlgemuth

seine ersten Polaroidfotos. Schon damals

waren „schöne Frauen“ seine Lieblingsmotive

und daran hat sich bis heute

nichts geändert.

Volker Wohlgemuth ist in Wien geboren.

Seine Fotografenlehre machte er in Graz. In

vielen Seminaren bildete er sich immer wieder

weiter und zeigte mittlerweile seine Fotos

in einigen Grazer Ausstellungen. 2003

machte er sich als Pressefotograf und als

Betreiber einer Werbeagentur selbständig.

Sofern er noch ein paar freie Minuten hat,

entspannt er sich bei Musik und bei schönen

Reisen.


Kontakt:

Mail: volker_wohlgemuth@hotmail.com

www. ianus-arts-gallery.at

Menschen helfen Menschen

Juni 2006

Ihre Hedi Grager

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