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Abstracts Fortbildungstage 2013 - GwG

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13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

13. <strong>GwG</strong> Verbandstag der <strong>GwG</strong>-Akademie<br />

Achtsamkeit & Stress –<br />

die personzentrierte<br />

Perspektive<br />

14.-16. Juni <strong>2013</strong> in Leipzig<br />

<strong>Abstracts</strong> zu den Programmteilen<br />

1


13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

Vorträge der Hauptredner:<br />

Prof. Dr. Christian Korunka:<br />

Arbeit und Gesellschaft im Wandel: eine personzentrierte Perspektive<br />

Beschleunigung und sozialer Wandel verändern unsere gesamten Arbeits- und Lebenswelten. Eine Auswirkung<br />

kann die Zunahme von Burnout und Depressionen sein. Im Vortrag stellt Christian Korunka diese Veränderungen<br />

dar und analysiert sie aus personzentrierter Sicht. Die phänomenologische Konzeption des Ansatzes<br />

eignet sich dabei besonders für die Beschreibung intrapsychischer Mechanismen. Das Menschenbild ermöglicht<br />

die kritische Bewertung und Reflexion von sozialen Veränderungsprozessen. Auf dieser Grundlage können<br />

Überlegungen für die Therapiepraxis angestellt werden.<br />

Referent:<br />

Prof. Dr. Christian Korunka, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Wien,<br />

Ausbilder und Lehrtherapeut am Institut für Personzentrierte Studien (IPS) der APG (Arbeitsgemeinschaft Personzentrierte<br />

Psychotherapie, Gesprächsführung und Supervision) in Wien<br />

Michael Gutberlet:<br />

Stress und Achtsamkeit: Begegnung mit alten Bekannten in Theorie und Praxis des<br />

Personzentrierten Ansatzes<br />

Inhalt:<br />

Wer für andere Menschen Empathie, Wertschätzung und Kongruenz in sich erfährt, ist achtsam. Er fördert<br />

mit dieser personzentrierten Haltung die Atmosphäre des Angenommen- und Verstanden-Seins und der Offenheit<br />

für Erfahrung. Beim Gegenüber reduzieren sich Angst und Abwehr und das Stressniveau sinkt – in und<br />

außerhalb der Beziehung.<br />

Was bedeutet das für die Praxis personzentrierter Arbeit mit Menschen in ihren zahlreichen Anwendungsbereichen?<br />

Und was für den Einzelnen in seinem Berufsfeld mit seinen personalen Kompetenzen, Potenzialen und<br />

Erfahrungen? Der Vortrag soll diese Fragen und mögliche Antworten erörtern.<br />

Referent:<br />

Michael Gutberlet, Diplom-Psychologe, Personzentrierter Psychotherapeut (SGGT und <strong>GwG</strong>), Supervisor,<br />

Ausbilder für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung (SGGT), Verhaltenstherapeut (dgvt). Gestaltpsychotherapeut<br />

(FPI/SVG), Dozent an Ausbildungsinstitutionen des Gesundheits- und Erziehungswesens<br />

1


13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

Workshops (W):<br />

W1<br />

Elisabeth Cleusters:<br />

Achtsamkeit in der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Ist personzentriertes Arbeiten<br />

möglich, wenn der Kunde nicht der Beratungssuchende ist?<br />

Inhalt:<br />

Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) wird vom Jugendamt gewährt, wenn Eltern Unterstützung bei der Erziehung<br />

ihrer Kinder benötigen. Diese Beratung erfolgt aber nicht immer auf Initiative der Eltern, sondern oft<br />

auf Aufforderung der Schule oder des Jugendamtes selbst. Es handelt sich also um ein Beratungsdreieck aus der<br />

Familie als Dienstleistungsnehmer, dem Jugendamt als Kunden und Auftraggeber sowie dem Familienberater als<br />

Dienstleister.<br />

Im Workshop wird der Frage nachgegangen, wie unter diesen Umständen ein phänomenologisch, wertungsfreies<br />

beobachtendes Vorgehen bei bedingungsfreier positiver Beachtung möglich ist und ob dadurch auch im Zwangskontext<br />

heilsame Prozesse angestoßen werden können.<br />

Referentin:<br />

Elisabeth Cleusters, Diplom-Sozialpädagogin, Kinder- und Jugendlichentherapeutin (<strong>GwG</strong>) (Rayerschied)<br />

W2<br />

David Haselberger:<br />

Von glatten Aalen, Kuscheltigern und potenten Vorbildern – Einstellungen zu<br />

Achtsamkeit, Gesundheit und Effektivität im Projektmanagement<br />

Inhalt:<br />

Zeit- und Leistungsdruck, Überstunden und zähe Meetings machen die Projektarbeit häufig zu einer Strapaze für<br />

alle Beteiligten. Mögliche Folgen sind neben dem geringeren Arbeitsoutput die Abnahme physischer Gesundheit<br />

oder auch der Austritt aus dem Projekt. Ein psychologisch sicheres, von wechselseitigem Respekt und Vertrauen geprägtes<br />

Arbeitsklima kann dem entgegensteuern und die Effektivität von Projektteams gewährleisten. Dieses Klima<br />

wird maßgeblich von Projektmanager/innen mitbestimmt.<br />

Der Workshop befasst sich mit den persönlichen Charakteristika und Einstellungen von Projektmanager/innen, die<br />

ein effektives, gesundheitsförderndes Arbeitsklima in Projektteams begünstigen. Auch die Frage, ob und wie förderliche<br />

Einstellungen und Verhaltensweisen den Lernenden im Projektmanagement zugänglich, erlebbar und lebendig<br />

gemacht werden können, wird hier behandelt.<br />

Referent:<br />

David Haselberger, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Informatik der Universität Wien<br />

W3<br />

Regina Jürgens & Friedgard Blob:<br />

Gruppen erlebensbezogen leiten<br />

Inhalt:<br />

Wie gelingt es, Übungen aus dem Gruppenmoment heraus zu „erfinden“ und dabei die Kreativität der Gruppe<br />

anzuregen? Wie komme ich beim Leiten von Gruppen in Resonanz zum „Gruppen-Felt-sense“, ohne mich<br />

dabei zu verlieren? Die Methode des Focusing weist in die richtige Richtung, indem sie die besonderen Bedürfnisse<br />

der Teilnehmer respektiert, die Körperlichkeit als Resonanzboden nutzt und somit eine Basis schafft, von<br />

der sich alles ableitet.<br />

2


13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

Im Workshop geht es um die atmosphärisch gestimmte Wirklichkeit, in der Gruppen lehren und lernen, den Innen-<br />

und den Außen-Raum als Ganzes wahrzunehmen. Seitens der Gruppenleitung ist hierbei eine hohe Präsenz<br />

und Kongruenz gefordert.<br />

Referentinnen:<br />

• Regina Jürgens, Diplom-Soziologin, Heilpraktikerin Psychotherapie, Personenzentrierte Beraterin / Therapeutin,<br />

Ausbilderin (<strong>GwG</strong>) Personzentrierte Beratung, Focusing Trainerin, TAE-Begleiterin, Qigong-Lehrerin<br />

(Hamburg)<br />

• Friedgard Blob, Diplom- Psychologin, Diplom- Pädagogin, Koordinatorin des Int. Focusing Instituts New<br />

York, Gesprächspsychotherapeutin (<strong>GwG</strong> / HPG) (Rottenburg)<br />

W4<br />

Dr. Ernst Kern & Lisa Große-Rhode:<br />

Personzentrierter körperpsychotherapeutischer Ansatz bei Stress und Belastung<br />

Inhalt:<br />

In Beratung und Therapie begegnen uns immer wieder Menschen, die sich gestresst oder belastet fühlen. Sie leiden<br />

unter Über- und Unterforderung, Ohnmacht, Minderwertigkeitsgefühlen und Versagensängsten, die oft begleitet<br />

sind von unangenehmen Körpersymptomen.<br />

Ziel dieses Workshops ist es, die Selbstexploration und den achtsamen Umgang von Klienten mit Stress-Problemen<br />

zu fördern. Dies geschieht unter anderem mit Hilfe von Körper- und Imaginationsübungen, Theorieelementen,<br />

Rollenspielen und Demonstrationsarbeit. Dabei werden die individuelle Form und Bedeutung von Stress sowie die<br />

jeweiligen Inkongruenzen erforscht.<br />

Referent/innen:<br />

• Dr. Ernst Kern, approbierter psychologischer Psychotherapeut, Gesprächspsychotherapeut, Klientenzentrierter<br />

Körperpsychotherapeut (GFK), Ausbilder in Gesprächspsychotherapie (Co-Ausbilder), Körperpsychotherapie,<br />

Focusing (Saarbrücken)<br />

• Lisa Große-Rhode, Diplom-Pädagogin, Ausbilderin in Personzentrierter Beratung und Psychotherapie (<strong>GwG</strong>)<br />

und in Klientenzentrierter Körperpsychotherapie (GFK), Supervisorin (<strong>GwG</strong>) (Bochum)<br />

W5<br />

Andrea Koch:<br />

Wie können wir Träumen mit Achtsamkeit in Zeiten von Stress und Umbruch begegnen?<br />

Inhalt:<br />

Träume sind Teil unseres organismischen Selbstheilungsprozesses. Wir erinnern uns vor allem dann an sie, wenn<br />

wir sie als Unterstützung brauchen, also zum Beispiel bei Stress und Lebensumbrüchen. Trotzdem werden sie häufig<br />

nicht als „helfende Boten“ wertgeschätzt. Das liegt an ihrer eher ungewöhnlichen „Sprache“, aber auch an dem<br />

personalen und kulturellen Bewertungsrahmen. Dieser nimmt Einfluss darauf, ob die oder der Einzelne überhaupt<br />

Träume erinnert und auch darauf, was erinnert wird.<br />

Die achtsame und personzentrierte Haltung in der Begegnung mit Träumen ist Gegenstand des Workshops. Der<br />

Workshop gibt eine kurze theoretische Einführung darüber, warum Träume gerade auch in Zeiten von Stress und<br />

Umbruch einen wichtigen Stellenwert in Therapie und Beratung erhalten sollten. Es wird Gelegenheit zu Reflexion<br />

und Austausch über die eigene Praxis geben sowie zu Gesprächen über eigene mitgebrachte Träume.<br />

Referentin:<br />

Andrea Koch, Focusing Trainerin, Master of Counseling (FernUni Hagen / <strong>GwG</strong>), Master Public Management,<br />

Diplom-Sozialgeografin (Berlin)<br />

3


13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

W6<br />

Dieter Müller:<br />

Wie will ich leben? Ein achtsamer Umgang mit meinem Selbst<br />

Inhalt:<br />

Der Wunsch sein Leben zu verändern, resultiert häufig aus innerer Not. Er bringt aber auch das Gefühl der Verantwortung<br />

dem eigenen Leben gegenüber zum Ausdruck, verbunden mit dem Wunsch, es gut machen zu wollen.<br />

In diesem Sinne wird sich jeder schon einmal mit dem Thema beschäftigt haben. Aber wie ist ein wahrer Wandel<br />

herbeizuführen?<br />

Der Workshop unterstützt die Teilnehmer bei der Suche nach einer Antwort. Zu den „Arbeitsmitteln“, die im<br />

Workshop eingesetzt werden, gehören unter anderem die Methode des Focusing sowie Anregungen aus der Literatur<br />

und der griechischen Mythologie.<br />

Referent:<br />

Dieter Müller, Diplom-Psychologe, niedergelassener Psychotherapeut und Supervisor, Ausbilder (<strong>GwG</strong>) für Beratung<br />

und Supervision, Koordinator am Focusing Institute New York, Leiter des Focusing Zentrums Karlsruhe<br />

(FZK) (Weingarten)<br />

W7<br />

Claudia Rieckhoff:<br />

Stress lass nach und komm ruhig wieder – Entspannungsquickies zur Zwischenzeit<br />

Inhalt:<br />

Dauernde Präsenz und pausenloses Aktivsein – der Alltag kann hierdurch zur echten Herausforderung werden.<br />

Der Workshop lädt die Teilnehmer ein, wieder zu Kraft und Ausgeglichenheit zurückzufinden – im Wechselspiel<br />

zwischen Ruhe und Bewegung und im natürlichen Rhythmus zwischen Aktivität und Passivität, Spannung und<br />

Entspannung. Die Teilnehmer schulen ihre Selbstwahrnehmung und aktivieren ihre individuellen Möglichkeiten<br />

durch den bewussten Einsatz verschiedener Entspannungsverfahren (Progressive Relaxation und Autogenes Training),<br />

durch Imaginations- und Distanzierungstechniken, Aufmerksamkeitsschulungen, dynamische Meditationen<br />

sowie Qigong. So wird ein Instrumentarium entwickelt, das dabei hilft, die eigenen Kompetenzen zur Stressregulation<br />

kraftvoll zu nutzen.<br />

Referentin:<br />

Claudia Rieckhoff, Diplom-Sozialpädagogin; Psychosoziale Beraterin (<strong>GwG</strong>); Sozialtherapeutin (DFS) (Essen)<br />

W8<br />

Barbara Wirkner:<br />

Wir meinen doch dasselbe – oder? Achtsamkeit und Stress – was ist das eigentlich?<br />

Inhalt:<br />

Achtsamkeit und Stress sind Begriffe, die oft inflationär verwendet und unterschiedlich interpretiert werden. Die<br />

personzentrierte Arbeit ist darauf ausgerichtet, das individuelle Verständnis und die damit verbundene Erlebensweise<br />

herauszuarbeiten und bewusst zu machen.<br />

In diesem Workshop vergegenwärtigen sich die Teilnehmer das eigene Verständnis von Achtsamkeit und Stress und<br />

setzen es mit den Erlebens- und Erfahrensweisen anderer in Bezug. Verständnisvielfalt, Perspektivenerweiterung sowie<br />

die Beziehung zwischen Allgemeinem und Besonderem werden im Zentrum dieses Workshops stehen.<br />

Referentin:<br />

Barbara Wirkner, Beraterin, Coachin, Supervisorin, Ausbilderin im PZA in eigener Praxis (Frankfurt)<br />

4


13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

W9<br />

Prof. Heinz-Joachim Feuerstein & Heinke Deloch:<br />

Mehr als Entspannung – Focusing als Weg zum körperbewussten Umgang mit Belastung<br />

Inhalt:<br />

Der Ansatz des Erlebensbezogenen Focusing (E. T. Gendlin) bietet eine breite philosophische und praktische Basis<br />

für den Umgang mit Anspannung und Belastung im Alltag. Focusing ist als Methode hilfreich für das Sinnverstehen<br />

und die schrittweise Lösung von Belastungen hin zu einem ganzheitlichen Wohlbefinden.<br />

Im Workshop stellen die Referenten den fachlichen Hintergrund vor und geben den Teilnehmern die Möglichkeit,<br />

deren Wirkung zu erleben. Hierzu gehören etwa eine freundliche Körperaufmerksamkeit, die Erfahrung des „Felt<br />

Sense“ und „Felt Shift“, ein innerliches Freiraum-Schaffen oder der Umgang mit dem Inneren Kritiker.<br />

Referent/innen:<br />

• Heinz-Joachim Feuerstein, Diplom- Psychologe, Koordinator am Focusing-Institute New York, Ausbilder<br />

(<strong>GwG</strong>) für Beratung, Supervision, ECC-Erlebensbezogenes Concept-Coaching (Gengenbach)<br />

• Heinke Deloch, M.A. Philosophie, Focusing-Trainerin, Hochschuldozentin, KoordinatorIn-in-Training, Focusing-Institute<br />

New York, Ausbilderin (<strong>GwG</strong>) (Grundstufe Beratung, ECC Erlebensbezogenes Concept-Coaching)<br />

(Bruck / Oberbayern)<br />

W10<br />

Dr. Sabine Gollek:<br />

Achtsamkeit und Empathie als deeskalierende Wirkfaktoren in konflikthaften<br />

therapeutischen Situationen bei der Behandlung psychiatrisch Erkrankter<br />

Inhalt:<br />

In diesem Workshop analysieren die Teilnehmer unter Einsatz von Tonbandbeispielen und Videos therapeutische<br />

Dyaden. Es werden Strategien zur Lösung konflikthafter Situationen trainiert. Achtsamkeit ist hierbei das bewusste<br />

Bemühen, die komplexe therapeutische Situation zu reflektieren. Zudem ist sie Voraussetzung, um dem Klienten<br />

gegenüber Empathie auszudrücken und Erlebensinhalte zu verbalisieren.<br />

Referentin:<br />

Dr. Sabine Gollek, Fachbereich Gesprächspsychotherapie der Universität Leipzig, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie<br />

(Leipzig)<br />

W11<br />

Gabriele Isele:<br />

Theorie und Praxis von „unconditional positive regard“<br />

Inhalt:<br />

Für das, was Rogers als eine der sechs notwendigen und hinreichenden Bedingungen für konstruktive Persönlichkeitsveränderung<br />

„unconditional positive regard“ genannt hat, gibt es vielfältige Übersetzungen. Ihre jeweiligen<br />

unterschiedlichen Konnotationen haben Einfluss darauf, wie wir unser Beziehungsangebot in Therapie und Beratung<br />

gestalten.<br />

Im Workshop soll diesen verschiedenen Facetten des Begriffs nachgegangen und seine fundamentale Bedeutsamkeit<br />

für den Therapie- und Beratungsprozess vorgestellt werden. Dabei werden auch die Überschneidungen und Unterschiede<br />

zum Konzept der Achtsamkeit herausgearbeitet. Im praxisorientierten Teil untersuchen die Teilnehmer<br />

durch Fallbeispiele, wie das Wahrnehmen sinkender Wertschätzung als Hinweis auf das therapeutische Beziehungsgeschehen<br />

begriffen werden kann und auf welche Weise eine Wiederherstellung möglich ist. Um den Austausch so<br />

lebendig wie möglich zu gestalten, sind die Teilnehmer eingeladen, eigene Fallbeispiele mitzubringen.<br />

5


13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

Referentin:<br />

Gabriele Isele, Heilpraktikerin, Diplom-Soziologin, European Certificate for Psychotherapy, Ausbilderin in der<br />

<strong>GwG</strong> (Hamburg)<br />

W12<br />

Gerhard Kupich:<br />

Achtsamkeit und dialogisches Prinzip als Kernkompetenzen einer Personzentrierten<br />

Personalentwicklung<br />

Inhalt:<br />

In den letzten Jahren haben viele Profit- und Nonprofit-Unternehmen erkannt, dass Wertschätzung, Achtsamkeit<br />

und Partizipation zur Mitarbeitermotivation beitragen und damit auch dem jeweiligen Unternehmen zugutekommen.<br />

So entsteht eine Win-Win-Situation. Personaler greifen dabei – oft ohne es zu wissen – auf Erkenntnisse von<br />

Martin Buber, Carl Rogers und auf die fernöstlicher Philosophie zurück.<br />

In diesem Workshop machen die Teilnehmer sich den Wert von Achtsamkeit sowie des „dialogischen Prinzips“ im<br />

Rahmen einer personzentrierten Personalentwicklung bewusst.<br />

Als Veranschaulichung soll hierbei die Gestaltung von Mitarbeiterjahresgesprächen dienen.<br />

Referent:<br />

Gerhard Kupich, Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut,<br />

Supervisor, Organisationsberater und Coach in eigener Praxis (Rösrath bei Köln)<br />

W13<br />

Frauke Nees & Eloy Prim:<br />

Tango Argentino: getanzte Sehnsucht – gelebte Improvisation<br />

Inhalt:<br />

In diesem besonderen Tanzkurs lernen die Teilnehmer zu führen und geführt zu werden. Das erfordert sowohl Verantwortung<br />

als auch Vertrauen und Hingabe. Beide Partner sind aktiv, müssen den anderen sensibel wahrnehmen,<br />

sich in ihn hineinversetzen und auf ihn eingehen – all dies sind Prämissen, wie sie sich auch im Personzentrierten<br />

Ansatz wiederfinden. Die Fähigkeit, spontan und kreativ zu reagieren, ist im Tango ebenfalls gefordert. Der Tanz<br />

weckt Sehnsucht und bietet zugleich die Möglichkeit, Sehnsucht auszudrücken. Hierdurch entsteht eine ungeheure<br />

Kraft, weil sie zur Entdeckung des eigenen Potenzials anregt. Die Haltung im Tanz lädt dazu ein, die Haltung im<br />

Leben zu verändern. Wer immer wieder Neues lernt, kann alte Strukturen aufbrechen – denn nur was in Bewegung<br />

ist, kann sich verändern.<br />

Referent/innen:<br />

• Frauke Nees, Diplom-Psychologin. Gesprächspsychotherapie (<strong>GwG</strong>), Tango Argentino (Karlsruhe)<br />

• Eloy Prim, Tänzer, Choreograf und Lehrer für Tango Argentino (Chacabuco, Argentinien)<br />

W14<br />

Dr. Evelyn Proß:<br />

Der Belastung eine Sprache geben: Stressbewältigung mit dem experientiellen Ansatz<br />

Inhalt:<br />

Durch die achtsame Zuwendung zum inneren Erleben ist eine individuelle und selbstbestimmte Stressbewältigung<br />

möglich. Doch genau hier liegt oft die Schwierigkeit. Gendlins Methode Thinking at the edge (TAE) ist ein möglicher<br />

Weg, sich unserem Inneren zu öffnen.<br />

Der Workshop richtet sich an Therapeuten, Trainer, Berater und Coachs, die neugierig sind, wie TAE in die Stressbewältigung<br />

integriert werden kann. Gleichzeitig werden sie ihre eigenen Stress-(Bewältigungs-)Erfahrungen ergründen.<br />

Der Kurs beginnt mit einem Eintauchen in Begriffe: Was bedeutet Belastung oder Stress für mich? Welche<br />

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13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

Worte passen besser zum Gefühl des Gestresst-Seins? Die Teilnehmer spüren den Stressfaktoren und -verstärkern<br />

nach und gelangen zu überraschenden Aspekten der Stressproblematik. Zum Schluss werden wesentliche Begriffe<br />

zu „Mitnehm“-Sätzen verknüpft.<br />

Referentin:<br />

Dr. Evelyn Proß, Master of Organizational Psychology, Diplom-Mineralogin (Murg / Baden-Württemberg)<br />

W15<br />

Prof. Dr. Gert-Walter Speierer:<br />

Mein Stresserleben: Erfahrung und Coping<br />

Inhalt:<br />

Personzentrierte Selbsterfahrungsgruppen sind durch Sympathie, Vertrauen, Verständnis, Freiheit von Angst und<br />

Stress, Offenheit, Auseinandersetzung und Selbstöffnung gekennzeichnet. In diesem Workshop, in dem die Teilnehmer<br />

ihre persönlichen Erfahrungen zum Thema Stress teilen, werden diese Merkmale der personzentrierten<br />

Gruppenarbeit und Gruppenatmosphäre erlebbar.<br />

Durch ein personzentriertes Beziehungsangebot können die Teilnehmer selbstbedrohliche Erfahrungen thematisieren<br />

und bearbeiten. Die Gruppenarbeit zielt auf eine Verbesserung des Selbstvertrauens und eine Stärkung der persönlichen<br />

Ressourcen. Erfahrungen, Gefühle und Bedürfnisse können so wieder in Einklang mit dem persönlichen<br />

Selbstverständnis kommen. Die Offenheit gegenüber sich selbst, anderen Personen und den Herausforderungen<br />

des Lebens wird vergrößert. Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit im Alltag nehmen zu.<br />

Referent:<br />

Dr. Gert-W. Speierer, Prof. em. für Medizinische Psychologie der Universität Regensburg und Gastprofessor der<br />

Karls-Universität Prag, Ausbilder (<strong>GwG</strong>), Lehrtherapeut und Supervisor (ÄGG) in personzentrierter Psychotherapie<br />

und Autor zahlreicher Veröffentlichungen (Regensburg)<br />

W16<br />

Astrid Schillings:<br />

Wholebody Focusing: In verkörperter Achtsamkeit den Stress des Lebens verwandeln<br />

Inhalt:<br />

Im Wholebody Focusing erleben Menschen einen körper- und achtsamkeitsgeleiteten Prozess, der die personzentrierte<br />

Arbeit auf ihre organismischen Füße stellt. Die non-direktive Selbstregulation des Organismus‘ wird hierdurch<br />

bewusst eingeleitet. Wholebody Focusing als Personzentrierter Ansatz wurzelt im verkörperten Gewahr-Sein,<br />

in der verkörperten Achtsamkeit von Mensch zu Mensch, Mensch und Umwelt, Mensch und dem, was über Stress,<br />

Trauma, Belastung oder Inkongruenz hinausgeht. Die Beziehung von Person zu Person erfährt so eine frische Tiefe.<br />

Im Workshop werden die Teilnehmer einzelne Phasen und Explorationen des Ansatzes erkunden.<br />

Referentin:<br />

Astrid Schillings, Diplom-Psychologin, Koordinatorin und Ausbilderin am Internationalen Focusing Institut New<br />

York (Köln)<br />

7


13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

Vorträge (V):<br />

V1<br />

Wolfgang Bensel:<br />

Die vielfältigen Potenziale personzentrierter Gruppen am Beispiel der Behandlung von<br />

Abhängigkeitserkrankungen<br />

Inhalt:<br />

In personzentrierten Therapiegruppen erfahren die Teilnehmer vor allem soziale Bezogenheit. Das gemeinsame Suchen<br />

nach Verstehen befördert zwischenmenschliche Beziehungen und trägt dazu bei, das Gefühl individueller Verlorenheit<br />

und Verlassenheit zu überwinden. Therapeutische Gruppen sind ein wichtiges Erfahrungsfeld für interpersonales<br />

Lernen. Sie sind gleichermaßen ein geschütztes Labor und ein reales soziales Gefüge. Die Gruppenkultur<br />

sollte dabei achtsam sein für die Ressourcen, die Stärken und die Kompetenzen der Teilnehmer. Dazu ist es notwendig,<br />

den Organismus Gruppe als Ganzes im Blick zu haben und auf dessen Aktualisierungstendenz zu vertrauen.<br />

Darüber hinaus ist aber auch der Gruppentherapeut gefordert, den äußeren Rahmen prozessverantwortlich zu<br />

gestalten und die Gruppenzusammensetzung sorgsam zu beachten. Davon ausgehend können dann die – vor allem<br />

von Yrvin Yalom formulierten – personzentrierten Wirkfaktoren zur Entfaltung kommen.<br />

Im Vortrag werden diese Wirkfaktoren und die Potenziale personzentrierter Gruppen am Beispiel der Behandlung<br />

von Abhängigkeitserkrankungen dargestellt und erläutert. Zentrale Themen von Suchtstörungen wie Autonomieund<br />

Abhängigkeitswünsche, Verlust der Selbstkontrolle oder Rückfallangst werden dabei ausreichend gewürdigt<br />

und beachtet.<br />

Referent:<br />

Wolfgang Bensel, Diplom-Sozialarbeiter, Gesprächspsychotherapeut und Sozialtherapeut, Ausbilder (<strong>GwG</strong>)<br />

(Neunkirchen / Saar)<br />

V2<br />

Carmen Burian & Dr. Anne-Christin Kunstmann:<br />

Personzentrierte Sprechstunde von Lehrenden in der Hochschule<br />

Inhalt:<br />

Um qualitative Sozialforschung und nachhaltige Wissenschaft zu betreiben, ist ein achtsamer, personzentrierter<br />

Umgang mit Forschenden, Studierenden und ihren jeweiligen Intentionen und Befindlichkeiten essentiell. Im<br />

Rahmen einer personzentrierten Weiterbildung für Wissenschaftler/innen der Universität Bielefeld wurde der Personzentrierte<br />

Ansatz in Sprechstunden mit Forschenden und Studierenden praktiziert, supervidiert und evaluiert.<br />

Anhand von anonymisierten Gesprächsausschnitten wird in diesem Vortrag erörtert, ob personzentrierte Beratung<br />

nicht nur im Kontext einer psychologischen Studienberatung , sondern auch in Sprechstunden der Lehrenden eine<br />

angemessene Beratungsform ist. Anschließend werden Gesprächssituationen aus der Berufspraxis der Teilnehmer<br />

zum Thema kollegialer Beratung.<br />

Referentinnen:<br />

• Carmen Burian, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Ausbilderin Personzentrierte Beratung<br />

und Therapie (<strong>GwG</strong>), Lehrbeauftragte, Coach (Personalentwicklung) der Universität Bielefeld<br />

• Dr. Anne-Christin Kunstmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bielefeld<br />

8


13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

V3<br />

Ina Crawford & Dagmar Nuding:<br />

Filialtherapie – Ein personzentriertes Elterntraining zur Schulung elterlicher Achtsamkeit<br />

und Verringerung von elterlichem Stresserleben<br />

Inhalt:<br />

Die Filialtherapie ist eine in Deutschland noch weitgehend unbekannte Intervention, bei der der Therapeut Bezugspersonen<br />

von Kindern in personzentrierter Spieltherapie trainiert: Im Rahmen von Spielstunden supervidiert<br />

er im häuslichen Umfeld Eltern als para-professionelle Therapeuten. Filialtherapie wird in den USA seit den 60ern<br />

erfolgreich angewendet und sehr gut beforscht. Studien belegen die hohe Wirksamkeit, die deutliche höhere Effekte<br />

erzielt als personzentrierte Spieltherapie, die von einem professionellen Therapeuten durchgeführt wird. Ihre<br />

Haupteffekte erzielt die Filialtherapie in der Verringerung von elterlichem Stresserleben und der Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung,<br />

die wiederum als wichtig(st)er Resilienzfaktor gilt.<br />

In ihrem Vortrag erläutern Ina Crawford und Dagmar Hölldampf die Filialtherapie als Methode und beschreiben<br />

den Ablauf eines zehnwöchigen Filialtherapie-Eltern-Trainings. Anschließend stellen sie die Effektivität der Filialtherapie<br />

anhand einer aktuellen Metaanalyse differenziert dar.<br />

Referentinnen:<br />

• Ina Crawford, Diplom-Pädagogin an der Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd<br />

• Dagmar Nuding, Diplom-Pädagogin an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin<br />

(<strong>GwG</strong>), <strong>GwG</strong>-Vorstand (Schriftführerin)<br />

V4<br />

Dr. Jobst Finke:<br />

Achtsamkeit für das therapeutische Tun<br />

Inhalt:<br />

Achtsamkeit muss der personzentrierte Therapeut auch in Bezug auf sein eigenes therapeutisches Tun und Handeln<br />

umsetzen. Das Ergebnis einer solchen Achtsamkeit könnte sein, dass man eine Diskrepanz zwischen diesem Handeln<br />

und der therapietheoretischen Idealbildung wahrnimmt. Viele Positionen der personzentrierten Psychotherapie<br />

– zum Beispiel der Verzicht auf Diagnostik und Problemdefinition oder das Betonen der alleinigen Expertise<br />

des Klienten – bedeuten eine ausgeprägte „Gegenzentrierung“ zu Grundpositionen der so genannten angewandten<br />

Wissenschaften und damit auch zu vielen psychotherapeutischen Verfahren. Wie sind diese personzentrierten Ideale<br />

mit den Notwendigkeiten der Praxis zu vermitteln? Oder stehen sie so sehr im Gegensatz zu ihr, dass viele personzentrierte<br />

Therapeuten immer etwas anderes tun, als sie gemäß ihrer Ideale postulieren? Ausgehend von den Beziehungskonzepten<br />

der Personzentrierten Psychotherapie sollen diese Fragen diskutiert werden.<br />

Referent:<br />

Dr. Jobst Finke, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Ausbilder und Lehrtherapeut in der <strong>GwG</strong>, 2. Vorsitzender<br />

der Ärztlichen Gesellschaft für Gesprächspsychotherapie (ÄGG) (Essen)<br />

V5<br />

Prof. Dr. Renate Motschnig:<br />

Ko-Aktualisierung: Ein neues Konstrukt und dessen Auswirkungen auf die Beziehung<br />

Person-zu-Person<br />

Inhalt:<br />

Um wechselseitig förderliche zwischenmenschliche Beziehungen zu beschreiben, führte Prof. Dr. Renate Motschnig<br />

in Kooperation mit Godfrey Barrett-Lennard das neue Konstrukt der Ko-Aktualisierung ein (Journal of Humanistic<br />

Psychology, 2010). Sie erläutert, warum es sinnvoll scheint, diese Ko-Aktualisierung in einer Ebene zwischen<br />

der Aktualisierungstendenz (Bezug: Organismus) und der formativen Tendenz (Bezug: Universum) anzunehmen.<br />

9


13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

Neben der theoretischen Herleitung des Konstrukts geht sie im Vortrag auf die Bedeutung, Richtung und Wirkung<br />

der Ko-Aktualisierung in gelingenden Beziehungen Person-zu-Person ein. Hierbei werden Bereiche wie Partnerschaft<br />

ebenso betrachtet wie Ausbildung, Teamarbeit und Management. Die Achtsamkeit spielt in diesem Zusammenhang<br />

eine wichtige Rolle, da sie die Ko-Aktualisierung fördert.<br />

Referentin:<br />

Prof. Dr. Renate Motschnig, Professorin an der Fakultät für Informatik der Universität Wien<br />

V6<br />

Andrea Rohrer:<br />

Personzentriert wissenschaftliche Kompetenz fördern – ein Beitrag zur Stressvermeidung<br />

im Studium?<br />

Inhalt:<br />

Wissenschaftliche Kompetenz gilt als die Fähigkeit zu gesellschaftlich relevantem und kritischem Denken, als Fähigkeit,<br />

ethische Maßstäbe zu setzen und wissenschaftliches von unwissenschaftlichem Denken zu unterscheiden.<br />

Die Erstellung einer wissenschaftlichen Ausarbeitung bedeutet jedoch für die meisten Studierenden Stress. Die entsprechenden<br />

Methoden bekommen sie zwar theoretisch vermittelt – mit der Entwicklung wissenschaftlicher Kompetenz<br />

als Denk- und Erkenntnisprozess tun sie sich aber häufig schwer. Gerade an dieser Stelle scheint eine personzentrierte<br />

Begleitung der Studierenden ratsam zu sein: Eine empathische und wertschätzende Beziehung fördert<br />

deren Bewusstwerdung und Prozessoffenheit und lässt sie auf der Grundlage eines humanistischen Menschenbildes<br />

personale und wissenschaftliche Kompetenzen entwickeln. Diese Kompetenzen können zur Stressbewältigung und<br />

zum Studienerfolg insgesamt einen wertvollen Beitrag leisten.<br />

Referentin:<br />

Andrea Rohrer, MBA, Leitung Zentrale Studienberatung und Hochschulkommunikation an der Dualen Hochschule<br />

Baden-Württemberg Stuttgart, Campus Horb<br />

V7<br />

Dr. Cornelia Seewald:<br />

Kairos und Coaching: Von der Selbstaktualisierung zur Selbstgewissheit<br />

Inhalt:<br />

Für viele Führungskräfte hat das Tempo im Beruf enorm zugenommen: In Eile zu sein und schnell zu handeln wird<br />

zur Gewohnheit. Lernen, dem äußeren Druck standzuhalten, vom Getriebensein zum Innehalten kommen und<br />

sich in der Eile mäßigen – das kann in einem dichten Arbeitsalltag überlebensnotwendig sein.<br />

Wie der Coach seine Coachees bei der Entschleunigung und Fokussierung unterstützen kann, welche Meditationsund<br />

Reflexionstechniken dabei hilfreich sind, ist Thema dieses Vortrags. Die Selbstaktualisierung im Sinne des Personzentrierten<br />

Ansatzes ist eine wesentliche Vorraussetzung, um Qualitäten der Resilienz, der Selbstbestimmung<br />

und Selbstgewissheit zu stabilisieren.<br />

Referentin:<br />

Dr. Cornelia Seewald, selbstständige Change-Management-Beraterin, 20 Jahre „incompany“-Managementerfahrung<br />

(Düsseldorf)<br />

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13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

Rahmenprogramm:<br />

Vortrag am Freitagabend:<br />

Dagmar Winkler:<br />

Achtsamkeit und Stress in der bildenden Kunst am Beispiel von Wellness<br />

Inhalt:<br />

Wellness wird zum Heilsversprechen für ein stressfreies Leben, zur Gegenstrategie zum Stress. Dies veranschaulicht<br />

Dagmar Winkler anhand von Beispielen aus der bildenden Kunst, zum Beispiel durch „Das Türkische Bad“ oder<br />

„Die Badenden von Ingres“. Die Referentin erklärt, weshalb unser Bild von Wellness häufig „gefakt“ ist und auf<br />

fiktionale Vorstellungen von fernen Ländern zurückgeht. Geschichtliche Bezüge erzählt sie spannend und manchmal<br />

auch mit einem Augenzwinkern – mithilfe von Kunstwerken aus vergangenen Epochen bis hin zu zeitgenössischer<br />

Kunst.<br />

Referentin:<br />

Dagmar Winkler, Kunsthistorikerin, freiberuflich tätig (Witten)<br />

Poster-Präsentationen:<br />

A<br />

Christiane Adler-Schäfer:<br />

Buchvorstellung „Vom kleinen Spatz, der nicht fliegen wollte“<br />

Inhalt:<br />

Viele Kinder sind gut und „normal“ entwickelt, zeigen aber zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht das Verhalten<br />

oder die Fertigkeiten, die Eltern, Erzieher/innen oder Lehrer/innen von ihnen erwarten. Häufig legen Erwachsene<br />

bestimmte Normen als Maßstab an. Und so wird aus einem kompetenten Kind ein Kind mit Defiziten.<br />

Der kleine Spatz im Buch von Christina Adler-Schäfer und Dagmar Kopnarski („Vom kleinen Spatz, der nicht fliegen<br />

wollte“, Robert Schäfer Verlag, 2009) begegnet verschiedenen Spezialisten – und ähnlich wie ihm geht es vielen<br />

dieser Kinder: Sie erleben ein „Therapeuten- und Förderprogramm-Hopping“. Die Bestrebungen, Kinder immer<br />

früher auf eine komplexer werdende Zukunft vorzubereiten, führen zu Druck, Verunsicherung und Stress. Dabei<br />

entwickeln sich Kinder in ihrer Zeit und in ihrem ganz eigenen Tempo.<br />

Die Referentin zeigt in ihrem Vortrag anhand ihres Buches auf, wie Kinder durch einen achtsamen und feinfühligen<br />

Umgang in ihrer Entwicklung gestärkt werden.<br />

Referentin:<br />

Christina Adler-Schäfer, Diplom-Psychologin und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin, seit 1995 in eigener<br />

Praxis (Viernheim)<br />

B<br />

Petra Brandes:<br />

Wenn alles schnell ist, werde achtsam – bewegendes Coaching mit „Cotrainer Pferd“<br />

Inhalt:<br />

Das Feedback eines Pferdes ist ehrlich und nicht wertend, es erlaubt einen anderen Blick auf uns selbst. Seit 2006<br />

arbeitet die Referentin Petra Brandes in Kooperation mit einem Islandpferdegestüt in kleinen Gruppen mit dem<br />

„Co-Trainer Pferd“. Sie bietet ihre Arbeit zu Themen wie „Lebens-Balance“, „Achtsamkeit“, „Klarheit im Handeln<br />

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13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

und in der Kommunikation“ und „Führung“ an. Im Vordergrund steht das Erleben der Teilnehmer. Erfahrungen<br />

aus dem (Berufs)-Alltag können hierbei bearbeitet und reflektiert werden.<br />

Referentin:<br />

Petra Brandes, Diplom-Kulturpädagogin, Personal- und Organisationsentwicklerin, Coach, <strong>GwG</strong>-Ausbilderin für<br />

personzentrierte Beratung (Münster)<br />

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13. <strong>GwG</strong>-Verbandstag – Programmdetails<br />

<strong>GwG</strong>-AKADEMIE<br />

Melatengürtel 125 a, 50825 Köln<br />

Tel 0221 – 92590850 - Fax 0221 – 92590819<br />

E-Mail: akademie@gwg-ev.org<br />

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