Edelstahl - Buderus Edelstahl Gmbh

buderussteel

Edelstahl - Buderus Edelstahl Gmbh

Edelstahl

Magazin für

Kunden und

Mitarbeiter

2/2007


Inhalt

Edelstahl

2

5

6

10 Jahre Buderus

Edelstahl Info

l Unternehmen

EDELSTAHL Info 2/2007

Magazin für 1/2007

Kunden und

Mitarbeiter

Stahlherstellung und Grob -

zerspanung rücken enger zusammen

4 „Förderung kann nie

zu früh beginnen“

Buderus Edelstahl spendet

insgesamt 10 000 Euro für Wetzlarer

Kindergärten

5 10 Jahre Buderus Edelstahl Info

Eine Erfolgsgeschichte

6 Stahlherstellung und

Grobzerspanung rücken

enger zusammen

Buderus Edelstahl Zerspanungstechnik

GmbH

10

Mehr Kapazität

für mehr Leistung

8 Woran erkennt der Fan

die Mannschaft?

Buderus Edelstahl Markenhandbuch

liegt vor

9 Eisen . . . Edelstahl . . . Kulturerbe

10 Mehr Kapazität für mehr Leistung

Investitionen und Prozess -

verbesserungen gehen weiter

l Halbzeug

12 Spezialzahnradrohlinge

für schnelle Yachtmotoren

Qualitätsstahl aus Wetzlar für

Edelstahl Rosswag

12

Spezialzahnradrohlinge

für schnelle Yachtmotoren

l Werkzeugstahl/Edelbaustahl

14 Edles Messe-Design für edlen

Werkstoff

Buderus Edelstahl mit neuem

Erscheinungsbild auf der EuroMold

16 Buderus Edelstahl zu Gast bei

einer hinduistischen Hochzeit

Ein unvergessliches Erlebnis

18 Hohes Produktionsniveau

bei extremen Lastenwechseln

Substitution von Stahlguss durch

geschmiedeten Werkzeugstahl für

Druckgießformrahmen


20

Gut vernetzte

Sicherheit

l Mitarbeiter

18

20 Gut vernetzte Sicherheit

Buderus Werksfeuerwehr und

Werksärztlicher Dienst

21 Neuer Werksarzt bei

Buderus Edelstahl

22 Wirtschaftsminister besucht

Buderus Edelstahl

Dr. Alois Rhiel informiert sich

über Duales Studiensystem

22 Studenten des IBF der RWTH

Aachen bei Buderus Edelstahl

23 Buderus Edelstahl erhält

Auszeichnung

Vorbildliches betrieb liches

Eingliederungs management

Hohes Produktionsniveau

bei extremen Lastenwechseln

24 „Glück Auf!“

an alle neuen Auszubildenden

25 Tochterunter nehmen der

Schaeffler KG besucht Buderus

Edelstahl

25 Unsere Jubilare

25 Sterbefälle

l News

26 Stahl inspiriert!

Neue Filme von und mit

Buderus Edelstahl

27 Impressum

27 Termine 2007

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

Editorial

die Edelstahl Info feiert

10-jähriges Jubiläum. In

die ser Zeit hat es unser

Kundenmagazin auf eine

fünfstellige Auflagenzahl

gebracht. Weltweit wird es

mit großem Interesse gelesen.

Dafür möchten wir uns

heute bei Ihnen bedanken. Wir versprechen

Ihnen: Auch in Zukunft werden wir

Themen und Inhalte spannend, lesenswert

und mit beeindruckenden Bildern für Sie

aufbereiten.

In der aktuellen Ausgabe gehen wir

noch einmal auf unser neues Corporate

Design ein, das im nun vorliegenden Markenhandbuch

festgeschrieben ist und das

Unternehmen Buderus Edelstahl prägnant

und eigenständig im internationalen

Markt präsentiert. Wir stellen Ihnen die

neue Buderus Edelstahl Zerspanungstechnik

GmbH vor, und wir informieren Sie

über weitere umfassende Investitionen

und Prozessverbesserungen im Unternehmen.

Was schnelle Yachtmotoren mit Zahn -

radrohlingen aus Wetzlar zu tun haben,

erfahren Sie ebenfalls, und Sie werden

Interessantes rund um ge schmiedeten

Werkzeugstahl für Druckgießformrahmen

zum Einsatz im Automobilbau lesen.

Besonders beeindruckend waren für uns

die hinduistischen Hochzeitsfeierlichkeiten

unserer langjährigen indischen Ge -

schäftsfreunde, die wir Ihnen nicht vorenthalten

möchten. Gleiches gilt für den

Besuch des hessischen Wirtschaftsministers

Dr. Alois Rhiel, der sich bei Buderus

Edelstahl über das Duale Studiensystem

informierte. Auch von ganz anderer Seite

wurde uns eine Auszeichnung zuteil: für

vorbildliches betriebliches Eingliederungsmanagement.

Interessanter Lesestoff also – wir sind

sicher, dass er Sie spannend durch die Welt

Buderus Edelstahl führt und wünschen

Ihnen viel Freude beim Lesen.

Glück auf!

Ihr Christian Jung

EDELSTAHL Info 2/2007 3


Unternehmen

„Förderung

kann nie zu früh

beginnen“

Buderus Edelstahl

spendet insgesamt

10 000 Euro für

Wetzlarer Kindergärten

„Ein Traditionsunternehmen wie Buderus

Edelstahl ist nicht nur den eigenen wirtschaftlichen

Belangen verpflichtet, sondern

auch der Region und ihren Menschen. Es

gehört deshalb zum Selbstverständnis des

Unternehmens, die soziale Verantwortung

anzunehmen und auch auf vielfältige Weise

Taten folgen zu lassen“, so die Geschäftsführer

Jens Mohr und Karl-Peter Johann.

Buderus Edelstahl denkt dabei schon an

die Jüngsten und hat vier Wetzlarer Kindergärten

jeweils 2500 Euro gespendet.

„Mit der Förderung kann man ja nie früh

genug beginnen und deshalb haben wir

anstelle einer Weihnachtspräsentaktion die

Kindergärten unterstützt“, ergänzt Christian

Jung, Leiter Marketing und Werbung,

der das Projekt organisiert hatte.

Danke sagen die Kinder

4

EDELSTAHL Info 2/2007

Inge Kleinhans, Tatjana Züll, Ingrid Müller und Petra Schwarz (v. l.) freuen sich über die Geldspenden von

Buderus Edelstahl. Die Schecks übergaben die Geschäftsführer Karl-Peter Johann und Jens Mohr sowie

Marketingleiter Christian Jung (v. r.)

Gute Ausstattung fördert

die Entwicklung

Die Kindertagesstätte Mullewap in Hermannstein

wird davon ein Matsch- und

Kneippbecken bauen, der integrative Kindergarten

in der Röntgenstraße einen neuen

Außenspielplatz errichten, in der evange -

lischen Kindertagesstätte Silhöfer Aue werden

Dämmung, Waschraum und Fenster

erneuert und die Kleinen vom Kindergarten

Niedergirmes in der Fröbelstraße können

sich auf einen neuen Spielhügel mit Häuschen

freuen. Die Leiterin des Kindergartens

in Niedergirmes, Inge Kleinhans, betonte

den Wert einer guten Ausstattung: „Wenn

Kinder genügend Bewegung haben, lernen

sie besser, überwinden schneller Sprachbarrieren

und kommen besser voran.“

Förderung der Jugend gehört

zum Selbstverständnis

Die Förderung der Jugend und ihrer Ausbildung

liegt dem Unternehmen besonders

am Herzen. Das zeigt sich an vielen Möglichkeiten,

die Schüler und Studenten bei

Buderus Edelstahl wahrnehmen können

und an dem Stellenwert, den die Ausbildung

hier generell genießt. Etwa 50 junge

Menschen werden derzeit ausgebildet.

Die Geschäftsführer Jens Mohr und

Karl-Peter Johann, die die Schecks an die

Kindergärten überreichten, denken ausgesprochen

langfristig: „Wer weiß, vielleicht

wird der eine oder andere von den Kleinen

mal bei uns arbeiten. Jedenfalls haben wir

die Absicht, uns auch weiterhin im Raum

Wetzlar für die Jugend zu engagieren.“

So stellen sich die Kinder Joshua, Johannes und Nils ihren neuen Spielplatz vor


10 Jahre Buderus Edelstahl Info

Eine Erfolgsgeschichte

Im Jahr 1997 startete die erste Auflage

des Buderus Edelstahl Kundenmagazins.

Das erfolgreiche Kommunikationsinstrument

erreichte schnell eine fünfstellige

Auflage, die weltweit gelesen wird. Das

Fazit im Jubiläumsjahr: Die Kombination

aus Sachinformation und interessanten

Themen mit Unterhaltungswert erfährt

weltweit viel Lob und Zuspruch von

Buderus-Edelstahl-Geschäftspartnern.

Wie erreichen interessante und wichtige Informationen

ohne große Streuverluste

Kunden und solche, die es werden könnten?

Was können wir tun, um komplexe Inhalte

verständlich zu transportieren und gleichzeitig

die Bindung zwischen Unternehmen

und Kunden weiter zu stärken? Das waren

die Fragen, die es zu beantworten galt, als

1997 die Entscheidung für das neue Buderus

Edelstahl Kundenmagazin fiel. Dabei

überwogen die Vorteile klar den Kostenaspekt.

Ein Kriterium, das im übrigen branchenübergreifend

gilt – kaum ein nam -

haftes Unternehmen lässt heutzutage die-

sen interessanten Beziehungskanal zum

Kunden ungenutzt. „Die Buderus Edelstahl

Info hat sich sehr schnell als erfolgreiches

Instrument externer Kommunikation ge -

zeigt“, sagt Christian Jung, Leiter Marketing

und Werbung der Buderus Edelstahl GmbH.

„Das Magazin hat von Beginn an nicht nur

den geschäftlichen Dialog gefördert, es ist

nach wie vor ein Medium, das Sympathie

und Vertrauen schafft und nicht selten

Impulse für neue Ideen oder Kontakte gibt.“

Die Kundenbindung hat sich durch diese

effiziente und effektive Kommunikationsplattform

intensiv verstärkt. Positive Rückmeldungen

liefert immer wieder der Buderus

Edelstahl Außendienst, der die Reaktionen

auf Kundenseite direkt messen kann.

Mehrsprachig auf allen Kontinenten

Die Buderus Edelstahl Info wird in den

Sprachen Deutsch und Englisch aufgelegt

und in ganz Europa, aber auch in Ländern

wie Taiwan, China, Indien, Südafrika, Brasilien

und den USA verteilt. Mit der Integration

der französischen Deville Rectification

Edelstahl Info

� Einsatz von Bandstahl in Cabrios

� Gesenkschmiedestücke für den längsten

Eisenbahntunnel der Welt

� Schmieden am Generationenprojekt

� Global Meeting 2004

� Geschmiedeter Baustahl für die Windkraft

Unternehmen

in die Buderus-Edelstahl-Familie erschien

das Magazin zeitweise auch in französischer

Sprache.

Die Umstrukturierungen innerhalb des

Un ternehmens veränderten auch die Themenwelt

der Buderus Edelstahl Info. Zu -

nächst erfolgte die Übernahme von Bosch,

anschließend der Verkauf an die neue Mutter

Böhler-Uddeholm und damit verbunden

die Schaffung der drei eigenständigen

GmbHs Buderus Edelstahl GmbH, Buderus

Edelstahl Band GmbH und Buderus Edelstahl

Schmiedetechnik GmbH, und zuletzt

die Übernahme von Böhler-Uddeholm

durch Voestalpine. Heute ist die Buderus

Edelstahl Info das Kundenmagazin der

Buderus Edelstahl GmbH und integriert

neben technischen Neuerungen und inte -

ressanten Anwendungen beim Kunden

auch Informationen für und über Buderus

Edelstahl Mitarbeiter. „Die vergangenen

zehn Jahre gehören sicher zu den ereignisreichsten

in der langen Buderus Edelstahl

Geschichte“, resümiert Jung. „Eines aber ist

immer gleich geblieben: Die enorm positive

Resonanz auf unser Kundenmagazin. Das

ist für uns Freude und Anlass genug, uns

auch zukünftig mit viel Engagement an

neue, spannende Themen zu machen.“ Und

die bietet der innovative Edelstahl aus

Wetzlar reichlich.

Kunden-Magazin

2/2004

EDELSTAHL

Magazin für Kunden

und Mitarbeiter

EDELSTAHL Info 2/2007 5

3/2005


Unternehmen

Stahlherstellung und Grobzerspanung

rücken enger zusammen

Buderus Edelstahl Zerspanungstechnik GmbH

Zum 1. Mai 2007 hat Buderus Edelstahl die ARRK Zerspanungstechnik GmbH in Bischoffen-Niederweidbach

übernommen. Erklärtes gemeinsames Ziel ist ein noch stärkerer

Service für Buderus Edelstahl Kunden, der entscheidende Wettbewerbs vorteile schafft.

Werksgebäude und Bearbeitungsmaschinen der Buderus Edelstahl Zerspanungstechnik GmbH in Bischoffen-Niederweidbach

6

EDELSTAHL Info 2/2007

Das ehemals zur ARRK Zimmermann

Gruppe gehörende und nun unter dem

Namen Buderus Edelstahl Zerspanungstechnik

GmbH firmierende Unternehmen

verfügt über ein breites Spektrum an

mechanischen Bearbeitungsmöglichkeiten,

langjährige Erfahrung im Bereich Zerspanungstechnik

und umfassendes Knowhow,

mit dem selbst hochkomplexe Kundenwünsche

erfüllt werden können.

Die Spezialisten für die Vorbearbeitung

von Stahl für das Finishing und die Montage

bieten Zerspanung auf höchstem

Niveau, die von führenden Werkzeug-, Formen-

und Maschinenbauern geschätzt

wird. Das Unternehmen ergänzt somit in

idealer Weise das auf anspruchsvolle Kunden

zugeschnittene Angebot der Buderus

Edelstahl GmbH, deren Fokus im Kunststoffformenbau

für die Automobilindustrie

auf der Herstellung großformatiger Teile

wie Stoßfänger, Armaturentafeln und

Innenverkleidungen von Kraftfahrzeugen

liegt.

Mit der Übernahme baut Buderus Edelstahl

einmal mehr seine Serviceleistungen

aus. Mit klaren Vorteilen für Buderus-Edelstahl-Kunden:

Optimale Vorbereitung für

den Formenbau, engste Zusammenarbeit

der Spezialisten aus Stahlherstellung und

Grobzerspanung, kurze Wege und damit

kürzere Bearbeitungszeiten – ein wichtiges

Kriterium, wenn es um Kostensenkung und

die Sicherung der Zukunft im europäischen

Fahrzeugbau geht.

„Die Zusammenführung von Zerspa-


nungstechnik und Stahlherstellung ist für

uns eine logische Konsequenz aus den

Marktentwicklungen der letzten Jahre“,

sagt Jens Mohr, kaufmännischer Ge -

schäftsführer von Buderus Edelstahl, der

dem Aufsichtsrat der Buderus Edelstahl

Zerspanungstechnik GmbH vorsitzt. „Für

die Automobilindustrie ist, neben ausgezeichneter

Stahlqualität und erstklassiger

Ausführung, die Verkürzung von Projektlaufzeiten

von großer Bedeutung. Mit der

Übernahme der ARRK Zerspanungstechnik

GmbH und dem damit verbundenen Ausbau

unserer Serviceleistungen kommen wir

diesem Wunsch noch stärker entgegen.“

Bernhard Pauly, Spartenleiter Verkauf

Stabstahl bei Buderus Edelstahl, sagt:

Buderus Edelstahl agierte immer schon

dicht am Marktbedürfnis. Wir schauen weit

über den eigenen Tellerrand hinaus. Der

Werkzeugbau für Fahrzeugkomponenten

in Europa hat starke Konkurrenz aus den

asiatischen Märkten, die günstiger produzieren.

Kostensenkung ohne Qualitätsverlust

ist das Thema, das die Zukunft in der

europäischen Automobilindustrie sichert.“

Auch Holger Karches, der schon der

ARRK Zerspanungstechnik als Geschäftsführer

vorstand und nun die Geschäftsführung

der Buderus Edelstahl Zerspanungstechnik

GmbH übernommen hat, sieht in

dem Zusammenschluss ausschließlich Vorteile.

„Mit einer starken Mutter wie Buderus

Edelstahl an unserer Seite verbessern

wir nicht nur die Marktchancen beider

Unternehmen; gemeinsam können wir

Kontakt:

Buderus Edelstahl

Zerspanungstechnik GmbH

Hauptstraße 46

35649 Bischoffen-Niederweidbach

Telefon: +49 (0) 64 44/92 46-0

Telefax: +49 (0) 64 44/92 46-26

E-Mail: info-zt@buderus-steel.com

Geschäftsführung: Holger Karches

Werksleitung: Reinhard Tuisl

Büro Holger Karches im Hauptgebäude

der Buderus Edelstahl GmbH

Telefon: +49 (0) 64 41/3 74-25 06 (Sekretariat)

Telefax: +49 (0) 64 41/3 74-24 64

E-Mail: Holger.Karches@buderus-steel.com

zukunftsweisende Wege beschreiten.“

Erster Schritt dazu ist der Ausbau der

Buderus Edelstahl Zerspanungstechnik

GmbH zum leistungsfähigen Stahlservice-

Center am Standort Bischoffen-Niederweidbach.

Die Werksleitung obliegt weiterhin dem

erfahrenen Reinhard Tuisl. Holger Karches

hat sein Hauptbüro im Zentralgebäude der

Buderus Edelstahl GmbH in Wetzlar, wo er

neben der Geschäftsführung der Buderus

Edelstahl Zerspanungstechnik GmbH gleich

noch eine weitere Aufgabe übernommen

hat: Seit dem 1. 7. 2007 zeichnet er verantwortlich

für den Einkauf der Buderus Edelstahl

GmbH, hier speziell für die Anschaf-

Unternehmen

Holger Karches

Reinhard Tuisl

fung von Schrotten und Legierungen.

„Ansprechpartner in Sachen Zerspanungstechnik

vor Ort ist unser Werksleiter Reinhard

Tuisl“, sagt Holger Karches, „aber

selbstverständlich werde auch ich regel -

mäßig in Bischoffen-Niederweidbach sein.“

Die Zusammenführung von Stahlherstellung

und Grobzerspanung verbindet

zwei wichtige Glieder einer Fertigungskette

in idealer Weise. Mit den neu geschaffenen

Synergien stärkt Buderus Edelstahl

seine Kunden und baut seine Position als

einer der weltweit führenden Hersteller in

diesem wichtigen Bereich des Kunststoffformenbaus

weiter aus.

EDELSTAHL Info 2/2007 7


Unternehmen

Buderus Edelstahl Markenhandbuch liegt vor

Woran erkennt der Fan

die Mannschaft?

Stellen Sie sich vor, jeder Fußballer trüge beim Spiel sein eigenes Outfit und spiele

nach einer nur ihm schlüssigen Strategie – Sie würden sich die Karte fürs Stadion

sparen, weil der ehemals hübsche Rasen zum Schlachtfeld degeneriert. Eine klare

Vorgehensweise gepaart mit einem unverwechselbarem Erscheinungsbild, dem

Corporate Design, ist spielentscheidend. Im Sport wie in der Wirtschaft. Das neue

Corporate Design für die Marke Buderus Edelstahl steht für diesen klaren Auftritt.

Es ist im nun vorliegenden Markenhandbuch festgeschrieben und wird zurzeit

weltweit umgesetzt.

Das Corporate Design eines Unternehmens

ist Bestandteil seiner Corporate Identity.

Diese Unternehmensidentität beinhaltet

neben dem Design das Verhalten, die Leistung

und die Art, in der ein Unternehmen

nach innen und außen kommuniziert. Sind

alle Bereiche gut aufeinander abgestimmt,

ergibt sich ein einheitliches Bild, das

Wiedererkennung, Vertrauen und Alleinstellungsmerkmale

schafft. Im Rahmen

seines Corporate-Identity-Konzepts verfolgt

Buderus Edelstahl gleich mehrere

Ziele: Intern stärkt es unser Wir-Gefühl und

fördert die Konzentration auf ein gemeinsames

Ziel, weil Strukturen transparenter,

Prozesse einfacher und Gestaltungsrichtlinien

einheitlich klar sind. Extern hilft es,

uns noch erfolgreicher im internationalen

Markt zu positionieren und uns optisch wie

inhaltlich vom Wettbewerb abzusetzen.

Positiv, prägnant und eigenständig.

Ein neues Corporate Design ist damit

viel mehr als nur ein neues Logo. Es schließt

die einheitliche Gestaltung aller visuellen

Komponenten in jedem Einsatzbereich mit

ein. Hausfarben, Schrifttypen und Typografie,

Bilder, Materialien und Wortbildmarken

folgen einem festgelegten Gestaltungsraster.

Nur wenn das Corporate Design konsequent

umgesetzt wird, ist ein weltweit einheitlicher

Auftritt von Buderus Edelstahl

möglich, der einen hohen Wiedererkennungswert

garantiert. Ein Corporate Design

funktioniert dann gut, wenn es sich durchgängig

findet: Auf allen Kommunikationsmitteln,

in allen Medien, am Messestand

und LKW genauso wie auf dem Sicherheitshelm

oder der Arbeitskleidung. Auch die

8

EDELSTAHL Info 2/2007

kleinste Abweichung arbeitet gegen das

Ziel. Das Datum an der falschen Stelle des

Geschäftsbriefes, ein nicht mehr gültiges

Logo auf einem Overall, Prospektmaterial

aus früheren Beständen, alte Visitenkarten,

Präsentationsunterlagen nach Eigenentwurf

genauso wie ein Messestand, der

nicht den Vorgaben entspricht. All dies

sorgt für Verwirrung und trägt nicht zu

einem klaren Spiegelbild der Unternehmensidentität

bei.

Das Buderus-Edelstahl-

Markenhandbuch

Die konsequente Umsetzung und Weiterentwicklung

des neuen Corporate Designs

auf aktuellen und zukünftigen visuellen

Komponenten der Buderus-Edelstahl-

Un ternehmen ist deshalb eine wichtige

Aufgabe in allen Gesellschaften und Abteilungen.

Hilfestellung bietet das neue Bu -

derus-Edelstahl-Markenhandbuch. Es zeigt

Auf einen Blick:

übersichtlich und mit klaren, leicht verständlichen

Angaben alle Grundelemente

des neuen Corporate Designs und informiert

über dessen theoretischen und praktischen

Einsatz. Für die drei eigenständigen

Gesellschaften Buderus Edelstahl, Buderus

Edelstahl Band und Buderus Edelstahl

Schmiedetechnik bildet es den gemeinsamen

visuellen Kern, aus dem heraus sich

jedes der Unternehmen eigenständig entwickeln

kann. Und es verdeutlicht das

Wesen der Marke Buderus Edelstahl, das

auf vier starken Komponenten basiert:

Qualität, Technologiekompetenz, Innovationskraft

und Kundenorientierung.

Das ist es, was der Fan will. Im Sport wie

in der Wirtschaft. Entscheiden wird er sich

für die Mannschaft, der er auf den ersten

Blick ansieht, dass er ihr vertrauen kann,

weil ihr Auftritt eindeutig, positiv und

erfolgversprechend ist – egal, an welchem

Ort der Welt sie sich gerade befindet.

Corporate Identity ist die unverwechselbare Identität oder Persönlichkeit eines Unternehmens

nach innen und nach außen.

Sie beinhaltet:

Corporate Design – das visuelle Erscheinungsbild, das die Corporate Identity spiegelt

und einen hohen Wiedererkennungswert hat.

Corporate Communication – die Unternehmenskommunikation, die alle Kommunikationsmaßnahmen

wie Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring und Verkaufsförderung

beinhaltet.

Corporate Behaviour – das Unternehmensverhalten. Es zeigt sich in der Art, wie Mitarbeiter

untereinander und gegenüber Kunden, Lieferanten und Aktionären auftreten,

ebenso wie im Auftreten des Unternehmens in der breiten Öffentlichkeit.


Eisen . . . Edelstahl . . . Kulturerbe

Buderus Edelstahl unterstützt aktiv

den Nachbau der mittelalterlichen

Schmiede hammeranlage im UNESCO-

Weltkulturerbe des Zisterzienserklosters

von Fontenay/Frankreich.

Mönche schmieden Europa

Am Ende des 11. Jahrhunderts hat sich das

Christentum in Europa endgültig durchgesetzt,

und der Zisterzienserorden gründet

von Burgund aus Hunderte neue Klöster in

ganz Mitteleuropa. Dadurch verbreiten sich

rasch Wissen und neue Technologien, wie

zum Beispiel Wasserkraft, Mühlenbau oder

Eisenverhüttung und Schmiedetechnik, die

den Fortschritt und Wohlstand der Menschen

im Herzen Europas sichern und bis

heute garantieren. Und so kann man auch

getrost die Mönche dieses Ordens als die

Ur-Väter des „Europäischen Gedankens“

bezeichnen.

Bereits seit dem Jahr 2005 arbeitet die

Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg

erfolgreich mit Schülern aus Polen, Frankreich,

Tschechien, Italien und Rumänien

zusammen am Comenius-Projekt, einem

europäischen Projekt zur Erforschung der

gemeinsamen Wurzeln und Perspektiven

für eine gesicherte Zukunft in Frieden, Freiheit

und Wohlstand. Der technische

Schwerpunkt des Projektes liegt im originalgetreuen

Nachbau der wassergetriebenen

Schmiedeanlage aus dem 12. Jahrhun-

dert im Kloster Fontenay sowie in der

mittelalterliche Eisengewinnung in einem

selbst gebauten Hochofen.

„Das Eisen schmieden,

solange es heiß ist“

Nach dem Bekanntwerden des unterstützenswerten

Projektes engagierte sich der

Spartenleiter der Freiformschmiede, Ralf

Rech, persönlich für die Umsetzung und

lud die Friedberger Klasse der beruflichen

Fachschule ein, an der Umsetzung ihrer

Entwürfe teilzunehmen. Der Schmiedehammer

selbst wurde dann in der Freiformschmiede

der Buderus Edelstahl GmbH auf

der 20 MN Presse geschmiedet sowie mit

einem Hammerauge versehen. Später wird

der 2000-t-Hammer durch ein eigens

kons truiertes hölzernes Wasserrad angetrieben,

dass wie alle Bauteile ebenfalls von

den Schülern selbst entworfen wurde.

Schmiedehammerkopf aus

Buderus Edelstahl für

das Weltkulturerbe

Modell der Schmiedeanlage des Klosters

Unternehmen

Ankunft des Hammerkopfes im Kloster Fontenay

Europäische Jugendgruppe beim Schmieden des

Hammers in Wetzlar

Frankreich ist immer eine Reise wert,

und das ganz besonders, wenn am 9. Mai

2008 die Einweihung der mittelalterlichen

Schmiedeanlage in Fontenay stattfinden

wird. Buderus Edelstahl-Mitarbeiter und

Freunde sind ausdrücklich willkommen,

wenn ein weiteres Highlight des Weltkul -

turerbes den Besuchern vorgestellt wird.

Weitere Informationen über dieses spannende

Projekt finden Sie unter

www.comenius-fontenay.de oder

www.wikipedia.org/wiki/Fontenay.

EDELSTAHL Info 2/2007 9


Unternehmen

Mehr Kapazität für mehr Leistung

Investitionen und Prozessverbesserungen gehen weiter

Buderus Edelstahl reagiert auf die steigende Kundennachfrage mit weiteren umfang -

reichen Investitionen und innovativen Projekten bei den Schmiedeöfen, im neuen

Kesselhaus und der Dampferzeugung im Stahlwerk. Gleichzeitig ergeben sich dadurch

positive Effekte im Umweltschutz durch die effizientere Energienutzung.

Schmiedeöfen saniert und erweitert

Im Zuge des Kapazitätserweiterungsprogramms

PROFORGE wurde in der Schmiede

sowohl im Bereich der 20 MN als auch der

55 MN Freiformschmiedepresse in zusätzliche

Anwärmkapazität investiert.

Der vorhandene Drehherdofen der 20

MN Presse wurde komplett saniert und ist

jetzt in der Lage, Blöcke bis zu einem maximalen

Blockgewicht von 10 Tonnen (bisher

7,5) aufzunehmen. Gleichzeitig wurde der

Ofen mit einer automatischen Chargiermaschine

und einem neuen Steuerungssystem

versehen. Neben der Kapazitätserweiterung

und Rationalisierung ist damit auch

eine EDV-gestützte Überwachung der Aufheizparameter

und damit eine weitere Eingrenzung

der relevanten Prozessparameter

gelungen. Im Bereich der 55 MN Presse

wurden vier weitere Herdwagenöfen mit

einer jeweiligen maximalen Ladekapazität

von 300 Tonnen installiert. Die Öfen sind

10

EDELSTAHL Info 2/2007

mit Flachflammbrennern der neuesten

Generation ausgestattet, so dass lokale

Überhitzungen ausgeschlossen und eine

gleichmäßige Aufwärmung der Blöcke

gewährleistet sind.

Ralf Rech, Technischer Spartenleiter:

„Mit diesen Öfen reagieren wir auf die steigende

Kundennachfrage nach Blockformaten

im Bereich von 100 bis 150 Tonnen.

Neben der bloßen Kapazitätserweiterung

steigern wir außerdem die Flexibilität in

der Zusammensetzung des Schmiedeprogramms

deutlich.“

Neues Kesselhaus

führt zu mehr Effizienz

Im Herbst 2006 wurde bei Buderus Edelstahl

ein neues Kesselhaus errichtet. Es er setzt

eine Anlage aus den 70er-Jahren, deckt die

Anforderungen eines gestiegenen Bedarfes

und senkt mit einem höheren Wirkungsgrad

den spezifischen Gasverbrauch.

Tobias Besser, Leiter Zentrale Dienste:

„Die Integration in die bestehenden

Dampf- und Heißwassernetze, die ohne

Betriebsunterbrechung erfolgen musste,

stellte an die technische Auslegung und

den Ablauf des Projektes höchste Ansprüche.“

Kernstück der Anlage ist ein Hochdruckdampfkessel

der Firma LOOS mit einer Wärmeleistung

von 14,5 Megawatt für die

Erzeugung von 22 Tonnen Dampf pro Stunde

bei 22 bar. Hauptaufgabe des Kessels ist

die Dampferzeugung für den Stahlent -

gasungsprozess im Stahlwerk. Der Kessel ist

über eine hydraulische Weiche mit den

Heißwassernetzen des Standortes verbunden.

Hier wird einerseits über einen Wärmetauscher

Dampf zur Werksheizung be -

nutzt, aber andererseits auch der Rücklauf

von dezentralen Wärmerückgewinnungen

in die Heizkreisläufe eingekoppelt. Die dort

gewonnene Wärmemenge wirkt sich reduzierend

auf die Arbeit des Kessels aus und

führt zu Einsparungen beim Gasverbrauch.

Bei der Auslegung wurde berücksichtigt,

dass durch die weitere Ausbaustufe der

Heißkühlung im Stahlwerk die dort anfallende

Prozesswärme recycelt wird. Die Pro-


zessleittechnik wird nach Inbetriebnahme

dieses Anlagenteils vorrangig das Wärmeangebot

von dort nutzen und nur den

zusätzlichen Wärmebedarf aus dem Kessel

abrufen. Weitere Ausbauschritte sehen

Energiesparmaßnahmen vor, wie z. B. die

Vermeidung der Wärmeverluste aus dem

Absalzvorgang durch die Vorschaltung

einer Umkehrosmose.

Innovative und umweltfreundliche

Dampferzeugung

Die beim Einschmelzen im Elektroofen entstehenden

bis zu 1200 °C heißen Abgase

müssen, bevor sie dem Rauchgasfilter

zugeführt werden können, auf Temperaturen

> 120 °C abgekühlt werden; dies passiert

zurzeit in einer wassergekühlten

Rohrleitung und wird über Kühltürme

abgeführt. Zur Kühlung wird Betriebswasser

mit einer Eingangstemperatur von

ca. 23 °C verwendet. Im Rahmen eines

Umweltprojektes zur Energieeinsparung

soll diese Wärme genutzt werden, um

Dampf für die Vakuumanlage zu erzeugen.

Bisher wird der für die Vakuumerzeugung

erforderliche Dampf (ca. 9 t/h) durch das

Kesselhaus bereitgestellt.

Ab Januar 2008 wird der Dampf durch

die im Abgas befindliche Energie erzeugt

werden. Dazu wird der Effekt der Verdampfungskühlung

genutzt. Dabei wird heißes

Wasser mit Siedetemperatur aus einer

Dampftrommel den Kühlelementen der

neuen Abgasleitung zugeführt. Durch die

dort aufzunehmende Wärmeenergie wird

bei konstanter Temperatur ein Teil des Wassers

verdampft. Das zur Dampftrommel

zurückströmende Dampf-Wasser-Gemisch

wird dort in Sattdampf und Wasser

getrennt. Das Wasser geht zurück in den

Kreislauf, der Dampf wird einem Dampfspeicher

zugeführt und bei Bedarf an die

Vakuumanlage abgegeben.

Durch diese Anlage können pro Jahr ca.

30 000 Tonnen Dampf aus der vorhandenen

Abgasenergie erzeugt werden. Da bei

dieser Dampferzeugung kein Erdgas erforderlich

ist, wird zusätzlich auch CO 2 eingespart.

Neue automatische Chargiermaschine mit Drehherdofen

Unternehmen

Neues Kesselhaus mit höherem Wirkungsgrad Kernstück ist der neue Hochdruckdampfkessel

Vier neue Herdwagenöfen im Zuge der Kapazitätserweiterung PROFORGE

EDELSTAHL Info 2/2007 11


Halbzeug

Qualitätsstahl aus Wetzlar für Edelstahl Rosswag

Spezialzahnradrohlinge

für schnelle Yachtmotoren

„Aller Anfang ist Stahl“, heißt es im Firmenvideo von Rosswag. Gemeint ist Stahl

von allerhöchster Qualität. Die braucht es, wenn es um Schmiedeprodukte für extreme

Ansprüche geht – und auf die hat sich Edelstahl Rosswag spezialisiert. Seit Jahrzehnten

bezieht die größte Freiformschmiede Süddeutschlands, die in vier Jahren ihren

100. Geburtstag feiert, Edelstähle von Buderus Edelstahl.

Gewalztes Halbzeug von Buderus Edelstahl

im Stahllager bei Rosswag

12

EDELSTAHL Info 2/2007

Erwärmen des gesägten Halbzeugs auf

Schmiedetemperatur Beginn der Schmiedung im Schmiedewerk Rosswag


Frank Agel, Abteilungsleiter Verkauf Halbzeug,

besuchte Ende April die Edelstahl

Rosswag GmbH im baden-württember -

gischen Pfinztal und war beim Schmiedeprozess

von Zahnradrohlingen mit ganz

besonderem Anforderungsprofil für Luxusschiffsgetriebe

dabei. Zu diesem Zweck lieferte

Buderus Edelstahl gewalztes Halbzeug

(Vierkant 270) an Rosswag. Im dortigen

Schmiedewerk wird das gewalzte Halbzeug

bei einer Schmiedetemperatur von 850–

1100 °C auf rund 635 mm verformt und geschmiedet.

Rosswag liefert die Zahnradrohlinge

weiter an die ZF Friedrichshafen AG,

wo sie endbearbeitet werden. Ihren endgültigen

Einsatzort finden sie dann in Spezialschiffsgetrieben

für Hochleistungsmotoren

der Firma Siemens-MTU, die in Luxusyachten

eingebaut werden. „Jeder Yachtbesitzer,

der etwas auf sich hält, achtet beim Schiffskauf

auf einen guten Motor“, sagt

Alexander Essig, Ge schäftsführer von Rosswag.

Der gelernte Schmied und studierte

Wirtschaftsinge nieur ist selbst passionierter

Segler. Er führt das 1911 gegründete

Unternehmen in vierter Generation ge -

meinsam mit zwei weiteren Fami lien mit -

gliedern: Frau Kirsten Wal czak, die für die

Qualitätssicherung der Rosswag-Produkte

zuständig ist, und Dr.-Ing. Sven Donisi, der

in fünfter Generation die Geschäftsführung

„Produktion“ übernommen hat.

Von Rosswag weiterverarbeiteter Stahl

aus Wetzlar findet sich nicht nur in einigen

der schönsten und schnellsten Yachten der

Welt. Auch in den Getrieben der Lande -

klappen des Airbus A-380 stecken Rosswag-

Freiformschmiedeprodukte, in der Weltraumrakete

Ariane, in Formel-1-Boliden

oder in den Antriebsaggregaten des ICE 3.

Und wenn in der Dresdener Frauenkirche,

im Straßburger Münster oder in der Neustädter

Stiftskirche die Glocken erklingen,

ist Edelstahl Rosswag dabei. Das Schmieden

von Glockenklöppeln gehört traditionell

zum Unternehmen und wird selbst auf

Malta geschätzt: auch die Friedensglocke in

der dortigen Stadt La Valetta besitzt einen

geschmiedeten Klöppel aus Pfinztal.

Für unterschiedlichste Branchen fertigt

Rosswag Ringe, Stäbe, Scheiben und Lochscheiben

mit besonderen Anforderungen

sowie geschmiedete Spezialanfertigungen

nach Wunsch. Typische Aufträge umfassen

Prototypen oder geringe Stückzahlen. An

die 400 verschiedene Werkstoffe werden

für die Kunden des Hauses bereitgehalten.

Fertig ausgeschmiedeter Zahnradrohling Zahnradrohling in der mechanischen Bearbeitung

Halbzeug

Christiane Rittel, Verkauf Halbzeug; Jürgen Ludwig, Einkauf Rosswag; Bruno Hosfeld, Qualitätssicherung

Rosswag; Alexander Essig, Geschäftsführer Rosswag; Frank Agel, Abteilungsleiter Verkauf Halbzeug (v. l.)

Darunter die Qualitäts-Edelstähle der

Buderus Edelstahl GmbH. Neben verschiedenen

Arbeitsstählen verarbeitet das Rosswag-Schmiedewerk

auch Titan, Aluminium

und andere Nichteisenmetalle. Das Unternehmen

hat aktuell 130 Mitarbeiter und

Vertriebspartner in verschiedenen Ländern

Europas.

„Aller Anfang ist Stahl“, sagt Alexander

Essig. „Ob ein Produkt hält, was es verspricht,

ist abhängig von seiner Qualität

und hervorragender Verarbeitung. Dann

erst kann man über Erfolge sprechen. Mit

Buderus Edelstahl verbindet uns eine solche

Erfolgsgeschichte und ein gegenseitiges

Vertrauen, das über viele Jahrzehnte

gewachsen ist.“

Versandfertiger Zahnradrohling für ein

Spezialschiffsgetriebe

EDELSTAHL Info 2/2007 13


Werkzeugstahl/Edelbaustahl

Edles Messe-Design für edlen Werkstoff

Buderus Edelstahl mit neuem Erscheinungsbild auf der EuroMold

Die Konzeption war das Eine: Das neue Corporate Design von Buderus Edelstahl zu

entwerfen und auf die unterschiedlichen Instrumente der Werbung und Kommunikation

anzupassen, war schon kein kleines Unterfangen. Die Praxis war das Andere:

Das neue Corporate Design musste sich nun auf großer Bühne bewähren, nämlich der

EuroMold 2006, der Weltmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung,

die diesmal vom 29. November bis 2. Dezember in den Frankfurter

Messe hallen stattfand.

Funktional und einladend – das neue

Corporate Design des Messestands

Alle konnten es sehen: die Probe aufs

Exempel war gelungen. „Alle Kommunikationsmittel

sind punktgenau fertig geworden“,

stellte Christian Jung, Leiter Marketing

und Werbung, zufrieden fest. Frisch

und leuchtend ragte der gut sichtbare Messeturm

in seinem Edelstahl-Blau und dem

aufmerksamkeitsstarken Key Visual am

14

EDELSTAHL Info 2/2007

Buderus Edelstahl-Stand empor. Der Stahl,

einmal in glühender und flüssiger, einmal

in fester Form, ist geeignet, auch Besuchern

außerhalb der „Edelstahl-Familie“

sofort klarzumachen, welche Kompetenzen

hier gemeint sind. Dementsprechend gut

besucht war der Stand. Die neuen CD-Farben

blau und orange im Zusammenspiel

mit weiß und silbergrau wirkten offenbar

besonders einladend. Bedruckte Segeltü-

cher, auf denen das Produktprogramm

interessant dargestellt und beispielhaft

erkennbar wurde, vermittelten den Eindruck

von Offenheit und Transparenz und

konturierten die Standarchitektur zusätzlich.

Undenkbar, hier noch Schwellenangst

zu entwickeln. Um den Stand nicht zu

überfrachten, sondern überschaubar zu

halten, wurden nur wenige, be sonders

beeindruckende Exponate im Eingangsbereich

gezeigt. Dazu gehörten ein Kern- und

Matrizenträger, ein Druckgussformrahmen

sowie bearbeitete Stahl- und Aluminiumplatten

von Deville Rectification. Produktinformationen

auf Glasschildern erleichterten

zusätzlich die Orientierung. Das

ebenfalls am Messestand erhältliche Handbuch

der Kunststoffformenstähle hat in -

zwischen den Status eines Longsellers.


Reger Andrang herrschte auf dem Messestand

Ein Hammerkopf aus Buderus

Edelstahl – jetzt auch als Film

All dies war zweifellos sehr durchdacht und

verfehlte seinen Zweck nicht, nämlich in

funktionaler und doch angenehmer und ruhiger

Atmosphäre Fachgespräche führen zu

können. Einzigartig als Sonderthema wurde

das spektakuläre Projekt mit Film über den

Afrika-Hammer gezeigt. Er ist unter dem Titel

„Der flammende Baum“ in den Sprachen

Deutsch, Englisch, Französisch und Ewe jetzt

auch als DVD erhältlich (siehe Seite 26). Inzwischen

ist das 19 Tonnen schwere Kunstobjekt,

das von der Freiformschmiede von

Buderus Edelstahl geschmiedet worden war,

tatsächlich an seinem Bestimmungsort in

Werkzeugstahl/Edelbaustahl

Neues Prospektmaterial in sechs Sprachen Großes Interesse bei der Filmvorführung über den

Afrika-Hammer

Togo angekommen. Der Schmiedekünstler

Andreas Rimkus war persönlich auf dem

Messestand anwesend und erläuterte stolz,

wie es zu dem Projekt kam und wie es

schließlich verwirklicht wurde. Wir berichteten

zuletzt in der Edelstahl-Info 1/2007

ausführlich darüber.


Das Buderus-Edelstahl-Messeteam

EDELSTAHL Info 2/2007 15


Werkzeugstahl/Edelbaustahl

Die EuroMold wächst –

Buderus Edelstahl wächst mit

Solche Alleinstellungsmerkmale helfen,

sich angesichts einer immer größer werdenden

EuroMold weiterhin gut erkennbar

zu zeigen. Über 60 000 Besucher aus 72

Ländern kamen diesmal nach Frankfurt, um

auf einer noch größeren Ausstellungsfläche,

nämlich 80 050 Quadratmetern, die

neuen Trends, besonders im Werkzeug- und

Formenbau, aber auch im Modell- und Prototypenbau,

im Engineering, Design, Werkstoffe,

Rapid Prototyping und Tooling, bei

Simulationstechniken sowie in Sonderschauen

wie der über die Möglichkeiten im

Bereich Kunststoff zu begutachten. Unter

den internationalen Ausstellern und Gästen

war der hohe Anteil der Wirtschaftswachstumsregion

Asien besonders auffällig.

Die Messeleitung führt die erneuten

Rekordzahlen auf das bewährte Konzept

zurück, das es den Spezialisten wie Industriedesignern,

Produktentwicklern, Einkäufern,

Zulieferern und Anwendern ermöglicht

„vom Design über den Prototyp bis zur

Serie“ die gesamte Prozesskette innerhalb

einer Messe zu überblicken.

Investitionen für mehr Kapazität –

im Dienste der Kunden

Einer mit so vielen Jahren Verkaufserfahrung

wie Bernhard Pauly, Leiter Verkauf

Werkzeugstahl/Edelbaustahl, freut sich

über die große Nachfrage nach Edelstahl.

„Es geht im täglichen Geschäft momentan

darum, die sehr hohe Nachfrage der bestehenden

Kunden zufriedenstellend bedienen

zu können und dann im weiteren Neukunden

zu gewinnen.“ Damit das auch in

Zukunft erfolgreich geschehen kann,

investiert Buderus Edelstahl in verschiedene

Bereiche, zum Beispiel in den umfassenden

Ausbau des Schmiedebereiches, dessen

Kapazität deutlich erhöht werden soll. „Das

ist eine wichtige Botschaft, die diesmal von

unserem Messestand ausgehen soll,“ erläutert

Jens Mohr, der kaufmännische Ge -

schäftsführer: „Wir investieren, um unsere

Kunden weiterhin schnell, flexibel und in

bester Qualität bedienen zu können.“

16

EDELSTAHL Info 2/2007

Ein unvergessliches Erlebnis

Buderus Edelstahl zu Gast bei

einer hinduistischen Hochzeit

Im indischen Chennai, dem früheren Madras, fand vom 29. Januar bis 1. Februar 2007

ein Hochzeitsfest der Superlative statt. Familie Laxman, Inhaber der PCK Buderus India

Special Steels PVT LTD. hatte zur Hochzeit des Sohnes Chidamber, einem der Direktoren

von PCK Buderus, eingeladen. Bernhard Pauly und Ulrich Keiner waren von Beginn an

dabei. Jens Mohr, kaufmännischer Geschäftsführer von Buderus Edelstahl, kam einen Tag

später dazu.

Drei ganze Tage dauerten die Zeremonien

dieser brahmanischen Hochzeit, die aus

vielen Ritualen und Gebräuchen besteht. Es

war ein Fest der Symbole und Blumenketten,

immer wieder begleitet von vedischen

Gebeten, Gesang und indischer Hochzeitsmusik

mit uns fremden Instrumenten wie

der Nadaswaram, deren Ton im Hochzeitssaal

laut und deutlich verkündet, dass hier

ein Bund geschlossen wird, der heilig und

göttlich ist. Ungewohnte Klänge für das

europäische Ohr, eine immense Flut bunter

Eindrücke für das Auge.

Kaum angekommen ging es für Bernhard

Pauly, Spartenleitung Stabstahl und Lagerservice,

und Ulrich Keiner, Vertrieb Werk-

Das Brautpaar

zeugstahl Fernost, gleich morgens zum ers -

ten Ritual, das den Bräutigam auf sein

neues Leben als Hausherr vorbereitet und in

dem er den Abschied von seiner Junggesellenzeit

akzeptiert. Darauf folgte ein weiteres,

sehr wichtiges Ritual, bei dem der

Brautvater auf den „noch unentschlossenen“

Junggesellen, der in „Latschen“ daherkommt

und mit Schirm, Bambusfächer und

weiteren Utensilien bestückt ist, einwirkt,

an seinem asketischen Junggesellenleben

nicht weiter festzuhalten. Er überzeugt ihn

schließlich, dass ein Leben als verheirateter

Mann besser ist und verspricht ihm die

Tochter als Gefährtin. Eine Vielzahl weiterer

Rituale begleiteten die Zeremonien, darunter

die Reinwaschung des Bräutigams,

Fruchtbarkeitsrituale und symbolische

Handlungen. So setzen sich zum Beispiel

Braut und Bräutigam gemeinsam auf eine

Schaukel. Das Schaukeln symbolisiert das

Ritual auf der Schaukel mit den Müttern

des Brautpaares


Schaukeln auf den Wellen des Lebens, auf

denen sich das Brautpaar nun geistig und

körperlich harmonisch miteinander bewegt.

Der gemeinsame Gang um das heilige

Feuer schließlich, sieben Schritte, verbunden

mit sieben Schwüren, ist der wichtigste

Teil der Hochzeitszeremonie. Dahinter steht

der Glaube, dass derjenige, mit dem man

sieben Schritte geht, zum Freund wird.

„Es war ein fantastisches Erlebnis“, sagt

Bernhard Pauly, „wenngleich unser Business-Schuhwerk

nicht ganz ins Gesamtbild

gepasst hat.“ Die schwarzen Socken und

Schuhe standen ein wenig in Kontrast zu

den Hemdblusen und Hüfttüchern aus

edels ter Seide, die man den männlichen

Gästen geschenkt hatte und die zur Hochzeitszeremonie

getragen wurden. Das rein

indische, vegetarische Essen wurde auf Bananenblättern,

die auf den Tischen lagen,

von Köchen mit einer Kelle direkt aus einem

großen Topf serviert und mit der rechten

Hand gegessen. Auch dies war ungewohnt

für die europäischen Gäste, wie Vieles, das

sie in den drei spannenden Tagen erlebten.

Einen Tag nach der Hochzeitszeremonie

folgten dann Empfänge bei den Eltern der

Braut und des Bräutigams. Geschenke wurden

übergeben, man tanzte gemeinsam

und jeder machte mit. Besonderes Geschick

zeigte dabei vor allem Robert Chang,

Der Bräutigam mit Eltern am heiligen Feuer

Besichtigung des neuen PCK Buderus-Bürogebäudes und des Lagers in Chennai

Managing Director von Wu Jii Taiwan, der

die Tanzschritte exzellent beherrschte.

Weitere Buderus-Geschäftspartner vor Ort

waren Gabriele Pesciera von Comas S.p.A.

Acciai Speciali, der aus Italien angereist

war und David Chen von Metal System Co.

LTD. aus Taiwan.

Jens Mohr, der nur einen Tag bleiben

konnte, nutzte seinen Aufenthalt in Chennai

Werkzeugstahl/Edelbaustahl

auch, um das neue PCK Buderus-Bürogebäude

und das Lager vor Ort zu besichtigen.

„Diese beeindruckende Hochzeit hat bei

uns allen für bleibende Eindrücke gesorgt“,

sagt Bernhard Pauly. „Familie Laxman hat

mit dieser privaten Geste, über die wir uns

sehr gefreut haben, unsere fast 50-jährige

Ge schäftsbeziehung einmal mehr gefes -

tigt.“

Geschäftsfreunde mit Brautpaar (v. l.): David Chen, Bernhard Pauly, Braut und Bräutigam, Ulrich Keiner,

Gabriele Pesciera, Robert Chang, Krishnan Laxman

EDELSTAHL Info 2/2007 17


Werkzeugstahl

18

Substitution von Stahlguss durch geschmiedeten

Werkzeugstahl für Druckgießformrahmen

Hohes Produktionsniveau bei

extremen Lastenwechseln

Buderus Edelstahl fertigt für die Leichtmetallgießerei des BMW-Werks Landshut Edelstahl

Druckgießformrahmen, die mit formgebenden Einsätzen bestückt in eine Druckgießmaschine

mit 4000 t Schließkraft zur Produktion von Aluminium-Kurbel gehäusen

montiert werden. Der unter hohem Druck gegossene Motorblock wiegt 41 kg. Relativ

schnelle Zykluszeiten von 2,5 bis 3 Minuten erfordern ein hohes Produktions niveau und

Formrahmen, die extremen Lastenwechseln standhalten müssen.

Größte Blöcke in den Abmessungen

2050 x 1130 x 2430 mm und 2050 x 625

x 2430 mm für Formrahmen bezog die

Schwerer Schmiedeblock an der 55-MN-Freiformschmiedepresse

EDELSTAHL Info 2/2007

Leichtmetallgießerei des BMW-Werks in

Landshut bislang in Stahlguss. Ausgestattet

mit Einsätzen aus Warmarbeitsstahl wird

Formrahmen bewegliche Seite bei der

Vorbearbeitung

hochwertiger

porenfreier Aluminium-Druckguss

für z. B.

Kurbelgehäuse produziert. Aus

qualitativen und terminlichen Gründen

sollte parallel zu dem existierenden Werkzeugkonzept

ein Rahmenpaar, bestehend

aus der festen und der beweglichen Formhälfte,

erstmals in der genannten Größenordnung

aus geschmiedetem Werkzeug-

Vorbearbeiteter Formrahmen feste Seite zur

thermischen Behandlung


Strategiegespräch über Qualität und Ausführung als Grundlage für die Kalkulation:

Peter Vetter, Volker Lubich, Peter Spielvogel, Oliver Schaub (v. l.)

stahl gebaut werden. Die Buderus Edelstahl

Fertigung musste nicht nur auf die extremen

Rohlingsgewichte von 46 Tonnen für den

beweglichen und 25 Tonnen für den festen

Formrahmen abgestimmt werden, auch die

qualitative Ausführung mit einer sehr begrenzten

Zeitschiene für die Herstellung

wurde im Detail mit dem Kunden besprochen.

Buderus Edelstahl Werkstoffe für

hohe Spannungszustände

„Die Bestimmung der wirtschaftlich güns -

tigen und qualitativ optimierten Stahlsorte

setzt die genaue Kenntnis über das Beanspruchungsprofil

des kompletten Gieß-

werkzeuges während der Produktion vo -

raus“, sagt Volker Lubich, Leiter Qualitätsplanung

Werkzeugstahl (seit Anfang 2007

im Ruhestand) bei Buderus Edelstahl. „Hier

wirken thermische Belastungen durch die

Werkzeugvorwärmung, die Gießtemperatur

und die Gießgeschwindigkeit ein. Auch

mechanische Belastungen durch die

Schließkraft der Maschine, den Schließdruck

des Werkzeuges und durch die relativ

hohen Gießdrücke bis 850 bar des ca.

700 °C flüssigen Aluminiums kumulieren

auf das Gießwerkzeug.“

Diese thermisch und mechanisch induzierten

Spannungszustände, die sich etwa

alle 2,5 bis 3 Minuten durch den Produk-

Werkzeugstahl

tionszyklus in der Druckgießform wiederholen,

erfordern eine hohe Festigkeit und

Steifigkeit bei ausreichender Zähigkeit und

Duktilität der Formrahmen. Als Werkzeugwerkstoff

wurde wegen der geforderten

mechanischen Gütewerte der Cr-Ni-Molegierte

Werkzeugstahl 2738 ISO-BM festgelegt.

Für das Ausgangsformat der beiden

Schmiederohlinge zur Warmumformung

unter der 5500-t-Schmiedepresse wurde

jeweils ein 100 Tonnen schwerer Polygonal-Rohblock

abgegossen. So konnte eine

ausreichende Verformung und damit

Porenfreiheit für die beiden Schmiede -

stücke gewährleistet werden. Die weitere

Fertigungsfolge bis zur Auslieferung der

beiden Formrahmen bestand aus der

Warmbehandlung zur Einstellung der ge -

forderten Bauteilfestigkeit, der groben

Vorzerspanung auf Kontur und der thermischen

Entspannungsbehandlung. Die me -

cha nische Fertigbearbeitung nach Zeichnung

erfolgte dann bei einem durch den

Kunden beauftragten Formenbauer.

Buderus Edelstahl arbeitet seit vielen

Jahren sehr erfolgreich mit den WerkzeugspartenAluminium-Druckgießwerkzeuge

und Spritzgießwerkzeuge für die

Herstellung von PKW-Kunststoffteilen wie

Stoßfänger, Spoiler, Kotflügel zusammen.

Mit der Substitution von Stahlguss durch

geschmiedeten Werkzeugstahl für Druckgießformrahmen

bietet Buderus Edelstahl

seinen Kunden weitere neue und interessante

Liefermöglichkeiten.

Fertiger Formrahmen feste Seite Feste Formseite mit Einsatz fertig montiert Aluminium-Druckgussteil des 6-Zylinder-Motors

EDELSTAHL Info 2/2007 19


Mitarbeiter

Das Team der Werksfeuerwehr

Buderus Werksfeuerwehr und Werksärztlicher Dienst

Gut vernetzte Sicherheit

Wenn Gefahrensituationen abgewendet

und die schnellste und bestmögliche

Versorgung gewährleistet sein müssen,

werden bei Buderus Edelstahl gleich

mehrere Notfallabteilungen tätig.

Werksfeuerwehr und Werksärztlicher

Dienst sind eng vernetzt und arbeiten im

Rettungsdienst reibungslos zusammen.

Leben retten, Gesundheit bewahren,

Standzeiten und Ausfallkosten vermeiden -

das sind die Aufgaben der Buderus Edelstahl

Werksfeuerwehr. 1925 wurde sie

20

EDELSTAHL Info 2/2007

gegründet, und seither ist sie mit ihren

Aufgaben gewachsen. An 365 Tagen, rund

um die Uhr ist ein eingespieltes Team in

Minutenschnelle vor Ort. Insgesamt 33

Männer und eine Frau gehören zurzeit der

Werksfeuerwehr an, davon 13 Hauptamtliche

und 20 Freiwillige, die im Einsatzfall

mit bis zu acht Lösch- und Rettungsfahrzeugen

sofort zur Stelle sind. Dabei reicht

das Aufgabengebiet von der Feuervermeidung

durch Inspektionen, Prüfungen etc.

über die aktive Feuerbekämpfung und

Unfall- bzw. Krankentrans porten bis hin zu

außergewöhnlichen Rettungsaktionen, wie

jener im Sommer 2006, bei der es um die

Rettung eines Schwarms wilder Bienen von

einer Werksfassade ging. Auch diese seltene

Aufgabe hat die Werkfeuerwehr mustergültig

erledigt.

Breites Aufgabenspektrum

Neben schon genannten Aufgaben, übernehmen

die hauptamtlichen Feuerwehrleute

auch Tätigkeiten in der Leitstelle, der

Pforte und im Werkschutz – und das selbstredend

angepasst an das Turnus-Schicht-


system der Buderus-Edelstahl-Produktion,

rund um die Uhr, 7 Tage die Woche. Die

vielfältigen Einsatzmöglichkeiten stellen

hohe Anforderungen an das Team, das qualifiziert

und motiviert sein muss. Regelmäßig

unterziehen sich die Mitarbeiter der

Werksfeuerwehr Übungen, Fortbildungen

und Sonderprüfungen, zum Beispiel mit

schwerem Atem- oder Chemieschutz.

Neben allgemeinen Feuerwehr- und Rettungsübungen

gehören auch Lebensrettungsmaßnahmen

mit Spezialausrüstung

zum Alltag der Buderus Edelstahl Werksfeuerwehr.

Modernes medizinisches Gerät

wie der mobile Defibrilator und das Beatmungsgerät

im neuen Rettungsfahrzeug

müssen sicher und ohne Zeitverlust bedient

werden können.

Oberste Priorität hat die Vermeidung von

Großbränden und damit verbundener Per-

Neuer Werksarzt bei Buderus Edelstahl

Zum 1. Januar 2007 hat

Heinz-Dieter Schmidt

die Aufgaben unserer

langjährigen Werksärztin

Dr. Ingrid Knell übernommen.

Heinz-Dieter

Schmidt verfügt über

eine um fassende medizinische Ausbildung

und Berufserfahrung. Er war als Facharzt

für Arbeitsmedizin und als Notarzt tätig.

Bei Hoesch war er als Werksarzt beschäftigt,

zuletzt war er leitender Arbeitsmediziner

im Werksarztzentrum Haiger.

Heinz-Dieter Schmidt steht unseren Beschäftigten

mit seinem Team nicht nur im

Falle von Arbeitsunfällen oder vorgeschriebenen

Routineuntersuchungen zur Verfügung.

Auch sonstige Informationen und

Beratungen sowie betriebliche Serviceleistungen

rund um das Thema Gesundheit können

im werksärztlichen Dienst abgerufen

werden. So bieten wir auch in diesem Jahr

sonen- und Sachschäden. Jährlich schult

die Werksfeuerwehr Mitarbeiter im Gebrauch

der Feuerlöscher, von denen mehr

als 900 auf dem ganzen Werksgelände verteilt

sind. Natürlich muss auch die umfangreiche

Ausrüstung regelmäßig ge wartet

werden, monatlich zum Beispiel alle vorhandenen

Atemschutzausrüstungen. Auch

Einsatzfahrzeuge, Schläuche, Leitern, Seile,

Funk- und anderes Gerät werden turnusmäßig

geprüft, Funktionstests unterzogen

und, wenn nötig, ausgetauscht. Großeinsätze

der Werksfeuerwehr sind aufgrund

der ausgezeichneten Vor sorgemaßnahmen

glücklicherweise sehr selten. Wie wichtig

trotzdem eine gute Mannschaft und perfekte

Ausrüstung sind, zeigte sich im Mai

diesen Jahres, als das Feuerwehrteam unter

Leitung von Frank Brück mit einem Großbrand

im Walzwerk konfrontiert war. Durch

wieder allen Beschäftigten die Möglichkeit

einer Grippeschutzimpfung an. In teressierte

kön nen sich noch bis Ende November im

werksärztlichen Dienst melden.

Mitarbeiter

Abstimmungsgespräche mit den städtischen

Wehren gelang es auch hier, Schlimmeres

zu verhindern.

Freiwillige immer gesucht

Bei all den Aufgaben sind die freiwilligen

Helfer zur Unterstützung der hauptamtlichen

Feuerwehrleute besonders wichtig.

Je mehr, desto besser. Aktuell sucht die

Buderus Edelstahl Werksfeuerwehr wieder

Mitarbeiter, die sich freiwillig engagieren.

Aber wie kommt Mann oder Frau zur

Werksfeuerwehr? Ganz einfach: Durch

einen Anruf bei der Werksfeuerwehr oder

per E-Mail an den Werkschutz. Ansprechpartner

ist Oliver Roland. „Wir brauchen

dringend weitere Helfer, damit wir unsere

Aufgaben auch zukünftig bestmöglich

erledigen können“, sagt er und freut sich

auf Anrufe oder E-Mails.

Heinz-Dieter Schmidt ist im Jahr 2007 zu

folgenden Sprechzeiten erreichbar:

Montag/Mittwoch: 10:00–14:30 Uhr

Dienstag/Freitag: 12:00–16:00 Uhr

Heinz-Dieter Schmidt mit seinem Team: Schwester Yvonne Weber, Oliver Roland (Werksfeuerwehr), Schwester

Barbara Schliffer, Schwester Heike Langner (v. l.) und dem neuen Werksnotfallwagen

EDELSTAHL Info 2/2007 21


Mitarbeiter

Wirtschaftsminister

besucht Buderus

Edelstahl

Dr. Alois Rhiel informiert sich

über Duales Studiensystem

Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel

startete am 20. 8. 2007 seine einwöchige

landesweite Tour zum Thema „Duale

Studiengänge in Hessen“ bei der Buderus

Edelstahl GmbH. Rhiel besuchte

Betriebe und Schulen, um für das Duale

Studium, das Ausbildung im Betrieb und

Hochschulstudium verbindet, zu werben.

„Bei den jungen Leuten, die in Hessen

Gymnasien und Fachoberschulen besuchen,

ist das Duale Studium noch zu

wenig bekannt, obwohl die enge Verzahnung

von Wissenschaft und Praxis eine

hervorragende Basis für den Start ins

Berufsleben bietet“, sagt Dr. Rhiel.

Rhiel nutzte die Gelegenheit, sich bei Buderus

Edelstahl über die von dem Unternehmen

bereits seit 2001 erfolgreich genutzte

Studienform ganz praktisch zu informieren.

Buderus Edelstahl bildet derzeit in

Kooperation mit der Fachhochschule Gießen-Friedberg

sieben Studenten des Dualen

Hochschulstudiums StudiumPlus aus

und ist damit ein gutes Beispiel für den

großen Erfolg der Dualen Studiengänge.

Gruppenfoto Studenten und Unternehmensvertreter von Buderus Edelstahl

22

EDELSTAHL Info 2/2007

Sebastian Best, Wirtschaftsminister Alois Rhiel, Stefan Luthardt (vorne v. l.); Gerd Hackenberg

(IHK Wetzlar/Dillenburg), Detlef Haaske (StudiumPlus), Roland Lentz, Jörg E. Feuchthofen, Jens Paul Mohr,

Karl-Peter Johann und Holger Kison (hinten v. l.)

Geschäftsführer Karl-Peter Johann konn -

te mit der Vorstellung des wachsenden Un -

ternehmens deutlich machen, wie wichtig

qualifizierte Führungskräfte in allen Bereichen

sind. „Wir profitieren eindeutig von der

Verbindung Theorie und Praxis und bilden

unseren eigenen Nachwuchs mit unternehmensspezifischen

Spezialkenntnissen aus,

der bereits während des Studiums in Praxisphasen

im Betrieb nutzbare Projekte erarbeitet

und sofort nach dem Studium ein -

setzbar ist“, so Johann. Auch Personalleiter

Holger Kison konnte dem Wirtschaftsminister

den großen Erfolg des Dualen Studiums

nur bestätigen: „In dem dreijährigen Studium

werden maßgeschneiderte Nachwuchskräfte

herangebildet, die nicht nur

immenses Fachwissen mitbringen, sondern

auch über eine Menge Sozialkompetenz

und Unternehmensethik verfügen.“

Stefan Luthardt, der im fünften Semester

Wirtschaftsingenieurwesen, Fachrichtung

Ma schinenbau, studiert, konnte mit einem

Einblick in Studieninhalte und Praxisphasen,

Minister und Vertreter von Industrie- und

Handelskammer (IHK) und der Vereinigung

hessischer Unternehmerverbände davon

überzeugen, dass sich die Informationstour

lohnt. Sebastian Best, bereits StudiumPlus-

Absolvent, zeigte anhand seines betrieblichen

Werdegangs die beruflichen Chancen

auf, die sich mit dem Studium auftun. „Man

sieht: Es sind immer Optionen für eine

Weiterentwicklung offen“, so Rhiel.

Für Buderus Edelstahl ist die Ausbildungsform

der dualen Studiengänge ein

zukunftsweisendes Instrument zur De -

ckung des Bedarfs an hochqualifizierten

Nachwuchskräften. Schon jetzt nehmen

Absolventen wichtige Schlüsselfunktionen

im Unternehmen ein und haben hervorragende

Karrieremöglichkeiten.

Studenten des

IBF der RWTH

Aachen bei

Buderus Edelstahl

Der Mangel an Fachkräften in Deutschland

zeichnet sich immer deutlicher ab und

macht auch vor Buderus Edelstahl nicht

Halt. Es ist wichtig, hochqualifizierte Studenten

möglichst früh für das Unternehmen

Buderus Edelstahl und die faszinieren-


Vorbildliches betrieb liches

Eingliederungs management

Buderus Edelstahl

erhält Auszeichnung

Im Rahmen einer Prämierungsveranstaltung

am 13. 6. 2007 bei der Fraport AG

in Frankfurt wurde Buderus Edelstahl

durch den Landeswohlfahrtsverband

(LWV) Hessen für sein vorbildliches

betriebliches Eingliederungsmanagement

ausgezeichnet. Stellvertretend für

den Arbeitskreis Gesundheit nahm Personalleiter

Holger Kison den mit 3000 €

dotierten Preis entgegen. Buderus Edelstahl

ist damit eines von insgesamt

10 prämierten Unternehmen in Hessen,

die sich besonders in der (Wieder-)

Eingliederung von kranken und behinderten

Menschen ins Berufsleben engagiert

haben.

Bei der Prämierungsveranstaltung sagte

LWV-Beigeordneter Dr. Peter Barkey, der

die Auszeichnung gemeinsam mit Dr. Werner

Scherer, Geschäftsführer der Vereinigung

der Hessischen Unternehmerverbände

e.V., vornahm: „Wir freuen uns, dass es

schon jetzt in Hessen eine Reihe von Unternehmen

gibt, die ein betriebliches Eingliederungsmanagement

als strategische He -

de Welt des Stahls zu begeistern. Wir tun

das durch die Vergabe von Praktika und

Diplomarbeiten, informieren vor Ort bei

verschiedenen Absolventenmessen und

bieten Instituten die Möglichkeit, das Werk

und die verschiedenen Produktionsverfahren

in Exkursionen kennenzulernen.

Am 31. 5. 2007 besuchten uns die Studenten

des Instituts für Bildsame Formgebung,

IBF, der RWTH Aachen unter der Leitung

von Prof. Gerhart Hirt und nutzten ein

abwechslungsreiches Programm, um die

Buderus-Edelstahl-Welt zu erkunden. Karl-

Peter Johann, Geschäftsführer Technik,

Betriebsratsvorsitzende Heidi Koster (r.), Personal -

leiter Holger Kison (l.)

rausforderung angenommen haben und

durch beispielgebende Maßnahmen für

eine nachhaltige Integration ihrer behinderten

und kranken Mitarbeiter sorgen.“

„Betriebliche Prävention und Eingliederungsmanagement

werden von den hessischen

Unternehmen als Ausdruck einer

modernen Unternehmensphilosophie verstanden,

deren wirtschaftlicher Erfolg im

Wesentlichen auf der Motivation der

Arbeitskraft von Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern basiert“, betonte Dr. Scherer

vor den rund 200 anwesenden Unternehmensvertretern.

begrüßte die Gäste und stellte das Unternehmen

vor.

Bei der anschließenden Betriebsbesichtigung

konnte sich der zukünftige Ingenieurnachwuchs

über die Produktionsanlagen

und Produktionsverfahren informieren.

Interessantes Detailwissen wurde

durch die Betriebsleiter und den Leiter des

Qualitätswesens, Dr. Frank Hippenstiel, vermittelt.

Buderus Edelstahl organisierte auch eine

Führung durch das einzige deutsche Ma -

the matikmuseum, das Mathematikum in

Gießen, in dem die Welt der Formeln und

Mitarbeiter

Bei Buderus Edelstahl trägt ein seit Jahren

erfolgreich praktiziertes Gesundheitsmanagement

in Verbindung mit einer seit

2004 zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung

abgeschlossenen Betriebsvereinbarung

zur Integration von Schwerbehinderten

dazu bei, dass Menschen mit

gesundheitlichen Handicaps oder nach langer

Krankheit weiter Beschäftigung im

Unternehmen finden. Um dies möglich zu

machen, ergreift Buderus Edelstahl auch

sehr intensive Maßnahmen.

Jüngstes Beispiel ist der behindertengerechte

Umbau der Krankabine im Bereich

des Schrott- und Legierungslagers, der

einen weiteren schwerbehindertengerechten

Arbeitsplatz schaffte. Durch diese und

andere Maßnahmen gelingt es Buderus

Edelstahl den gesetzlich vorgeschriebenen

Anteil von Schwerbehinderten an der Ge -

samtbelegschaft von 5 % deutlich zu übertreffen.

Das ist nicht unbedingt selbstverständlich

für ein Unternehmen der

Schwerindustrie.

Die nun erfolgte Ehrung durch den Landeswohlfahrtsverband

ist ein Ansporn,

diese Arbeit intensiv fortzusetzen. Buderus

Edelstahl wird das Preisgeld in Höhe von

3000 € dem Förderverein der Fröbel-Schule

in Wetzlar zur Verbesserung der Lernsituation

für praktisch bildbare Körperbehinderte

spenden.

Zahlen zu einem spannenden Erlebnisparcours

wird. Komplexe mathematische

Sachverhalte sind dort so anschaulich dargestellt,

dass sie sich auch dem breiten

Publikum erschließen.

Ein rustikales Grillbüfett rundete den

erlebnisreichen Tag am Abend ab. Die Gelegenheit

wurde von den Studenten und den

anwesenden Fach- und Führungskräften

von Buderus Edelstahl genutzt, um intensiver

miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dabei entstanden interessante Kontakte,

die sicher weiter gepflegt werden.

EDELSTAHL Info 2/2007 23


Mitarbeiter

„Glück auf!“

an alle neuen

Auszubildenden

Am 1. August 2007 starteten 19 Auszubildende

für verschiedene gewerblich-technische

Berufe bei Buderus Edelstahl.

Im gewerblich-technischen Bereich absolvieren

Marcel Oberding, Nils Ströhmann,

Martin Born, Alexander Veidt und Vitali

Wilde eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker.

Sie lernen, Werkstücke für

Maschinen, Geräte und Anlagen durch

Dreh- und Bohroperationen an konven -

tionellen und computergesteuerten Werkzeugmaschinen

herzustellen bzw. zu be -

arbeiten. Dazu gehört die Planung der

entsprechenden Fertigungsabläufe, die

Auswahl der notwendigen Werkzeuge und

das Erstellen der Programme für com pu -

terge stützte Maschinen. Auch das Einrichten

der Drehmaschinen einschließlich der

Werkzeuge und Vorrichtungen, sowie die

Überwachung des Fertigungsprozesses und

die Prüfung der Qualität der Werkstücke,

sind Ausbildungsinhalte, das Warten und

Pflegen der bedienten Maschinen mit eingeschlossen.

Die Gruppe der Auszubildenden im

Bereich Werkstoffprüfung-Metalltechnik

wurde in diesem Jahr deutlich aufgestockt.

Maurice Dietz, Benjamin Jung, Tobias Reiss,

Lena Seibert und Roman Ulrich, alle im

ersten Ausbildungsjahr, verstärken uns in

diesem Aufgabenbereich. Diese Ausbildung

qualifiziert unsere jungen Mitarbeiter,

selbstständig Werkstoffe und Werkstücke

zu untersuchen, deren Eigenschaften zu

bestimmen und zu dokumentieren. Mit den

vermittelten Kenntnissen der einzelnen

Produktions- und Bearbeitungsabschnitte

können die Werkstoffprüfer später die

Ursachen von ermittelten Problemen

genau analysieren. Bei der Durchführung

von Prüfverfahren, der Darstellung von

Ergebnissen sowie in Fragen der Qualitätssicherung

orientiert sich die Vorgehensweise

an vorgegebenen Normen und Kundenspezifikationen.

24

EDELSTAHL Info 2/2007

Nils Sröhmann, Maurice Dietz, Benjamin Jung, Janis Schäfer, Tobias Reiss, André Menk, Tobias Coletta,

Roman Ulrich, Vincenzo Forciniti, Albert Schweizer, Ayhan Evli, Vitali Wilde, Alexander Veidt, Kai-Marc

Leininger, Jan Bangel, Marcel Oberding, Tim Krausgrill, Martin Born, Christina Pfeiffer, Lena Seibert (v. l.)

Neu im Ausbildungsbereich Industriemechanik-Instandhaltung

sind Jan Bangel,

Tobias Coletta, Ayhan Evli, André Menk,

Janis Schäfer und Albert Schweizer. In den

nächsten 3 ½ Jahren werden sie lernen, wie

Maschinen und Anlagen inspiziert und

gewartet, wie Betriebsanlagen geprüft und

gepflegt werden. Auch, wie eine Maschine

demontiert und wie sie wieder zusammengesetzt,

auf ihre Funktionsfähigkeit ge -

prüft und in Betrieb genommen wird, dies

vor allem im Hinblick auf die zu bearbeitenden

Sicherheitsvorschriften, ist Teil

ihrer Ausbildung.

Im gewerblich-technischen Bereich

begrüßen wir unsere drei neuen Elektroniker-Auszubildenden

der Fachrichtung Be -

triebstechnik. Vincenzo Forciniti, Kai-Marc

Leininger und Tim Krausgrill werden im

schwierigen Feld der Elektronik ausgebildet.

Sie lernen in den nächsten Jahren, wie

elektrische Anlagen fachgerecht installiert,

geprüft und gewartet werden. Auch die

Programmierung von SPS-Steuerungen

gehört zu den Ausbildungsinhalten.

Im Verwaltungsbereich haben wir ebenfalls

Verstärkung erhalten. Seit dem 1.

August unterstützen uns Benjamin Wagner

und Christina Pfeiffer bei der Erledigung

der administrativen kaufmännischen Aufgaben.

Ihre Ausbildung zum Industriekaufmann

und zur Industriekauffrau ist vielseitig

und abwechslungsreich.

Im September 2007 begannen auch die

neuen Auszubildenden im Rahmen von

StudiumPlus. Anika Haus startete nach

Abschluss ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau

ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre

mit der Fachrichtung Mittelstandsmanagement.

Sebastian Sinkel nahm

sein Studium des Ingenieurwesens mit der

Fachrichtung Elektrotechnik nach Ab -

schluss seiner Ausbildung zum Elektroniker

für Betriebstechnik auf. Bereits im Frühjahr

wurde Christian Herr nach seiner Ausbildung

zum Verfahrensmechaniker (Stahl-

Umformung) übernommen und startete

ebenfalls im September 2007 sein Studium

des Wirtschaftsingenieurwesens mit der

Fachrichtung Maschinenbau. Auch Bastian

Gaul, Mitarbeiter im Bereich Produktionslogistik,

nahm nach Ableistung des Zivildienstes

sein Studium des Wirtschaftsin -

genieurwesens mit der Fachrichtung

Maschinenbau auf. Sechs Semester dauert

dieser Studiengang, den Buderus Edelstahl

seit einigen Jahren in Kooperation mit Stu -

diumPlus und der Fachhochschule Gießen-

Friedberg anbietet und der es jungen

Menschen ermöglicht, sich im Wechsel

zwischen Theoriephase an der Hochschule

und Praxisanteilen im Unternehmen ein

umfangreiches Wissen anzueignen.

Wir wünschen allen Auszubildenden

einen erfolgreiche Ausbildung, damit wir

unseren qualifizierten Mitarbeiterbedarf

auch zukünftig aus den eigenen Reihen

decken können.


Tochterunter nehmen der Schaeffler KG

besucht Buderus Edelstahl

Bereits im Februar konnte Rainer Caspari,

Leiter Qualitätsplanung für Buderus Edel -

baustahl, eine internationale Gruppe von

hochqualifizierten Ingenieuren (Field Service

Engineers) der FAG Industrial Services

(Schaeffler Gruppe) begrüßen. Schwerpunkt

der FAG IS ist der weltweite Service

für Industrieanlagen sowie deren Instandhaltung.

Im Rahmen einer umfassenden

Werksbesichtigung wurde den Be suchern

Einblick in die vernetzten Fertigungsabläu-

Unsere Jubilare

40-jährige Jubiläen

Karger, Helmut 1. 1. 2007

Mandler, Ernst 1. 3. 2007

Mastandrea, Michele 24. 4. 2007

Bischoff, Monika 1. 8. 2007

Ferber, Arno 14. 8. 2007

Hagner, Hannelore 14. 8. 2007

Hardt, Dietmar 14. 8. 2007

25-jährige Jubiläen

Gamon, Norbert 18. 1. 2007

Küster, Willi 1. 3. 2007

Frey, Lothar 29. 3. 2007

Sterbefälle

Alter

Schäfer, Horst 24. 12. 2006 71

Lück, Werner 11. 1. 2007 75

Baumann, Friedhelm 10. 1. 2007 73

Biemer, Manfred 14. 1. 2007 59

Seidel, Gerhard 27. 1. 2007 84

Schäfer, Robert 29. 1. 2007 67

Busch, Otto 22. 1. 2007 84

Schneider, Heinz-Otto 12. 2. 2007 74

Effert, Franz 6. 2. 2007 77

Göttler, Josef 27. 2. 2007 85

Pingel, Hermann 2. 3. 2007 94

fe für Stahlwerk, Walzwerk und Gesenkschmiede

gewährt. Im Anschluss sorgte

Rainer Caspari mit der Beantwortung der

technischen Fragen für die Vertiefung der

gewonnenen Erkenntnisse.

Internationale Besuchergruppe

von Field Service Engineers

und Rainer Caspari (l.) vor der

interessanten Werksbesichtigung

Barth, Brunhilde 1. 4. 2007

Schmidt, Rolf 1. 4. 2007

Gaul, Bernhard 3. 5. 2007

Ulm, Paul 17. 5. 2007

Hermann, Jürgen 1. 7. 2007

Mundiens, Klaus-Dieter 19. 7 .2007

Vierfuß, Ulrike 1. 8. 2007

Hellhund, Stefan 2. 8. 2007

Linß, Dirk 2. 8. 2007

Felbinger, Thomas 2. 8. 2007

Steih, Michael 2. 8. 2007

Wirth, Michael 1. 9. 2007

Heiselbetz, Roger 6. 9. 2007

Alter

Mokros, Elisabeth 7. 3. 2007 101

Martin, Fritz 9. 3. 2007 80

Naumann, Frieda 11. 3. 2007 88

Gómez González, Antonio 10. 3. 2007 62

Lauber, Walter 18. 3. 2007 81

Hatay, Hatay 23. 2. 2007 69

Marx, Martin 23. 3. 2007 65

Keßler, Hans 4. 4. 2007 79

Hoser, Franz 6. 4. 2007 76

Schäfer, Heinz 11. 4. 2007 77

Hofmann, Marie 8. 4. 2007 96

Mitarbeiter

Heinz, Manfred 20. 9. 2007

Rausch, Hans-Jörg 1. 10. 2007

10-jährige Jubiläen

Wolf, Jürgen 1. 3. 2007

Brock, Glen-Dale 5. 5. 2007

Ketels, Danny 1. 9. 2007

Milanovic, Markus 1. 9. 2007

Peschke, Timo 1. 9. 2007

Roth, Vitali 1. 9. 2007

Christ, Nichele 8. 9. 2007

Alter

Feile, Albert 19. 4. 2007 98

Depalo, Domenico 26. 4. 2007 59

Flohr, Karl 26. 4. 2007 76

Fritsch, Karl 16. 5. 2007 81

Beitler, Josef 8. 6. 2007 82

Baunemann, Walter 8. 6. 2007 66

Roth, Hans-Martin 21. 6. 2007 47

Neeb, Hanskurt 22. 6. 2007 76

Özgül, Ali 10. 6. 2007 79

Müller, Frank 14. 7. 2007 41

Kurth, Hans 19. 7. 2007 74

EDELSTAHL Info 2/2007 25


News

Stahl inspiriert!

Neue Filme von und mit Buderus Edelstahl

Das Hammer-Projekt

Viele Leser werden das Projekt Afrika-Hammer

aus der Edelstahl Info schon kennen.

Nun gibt es die DVD „Der flammende

Baum“, die das Projekt als Ganzes in den

Sprachen Deutsch, Französisch, Englisch

und Ewe im Film dokumentiert. Aber der

Film leistet weit mehr: Er vermittelt mit

seinen spektakulären Bildern vom Schmiedehandwerk

und dem Engagement der

Menschen die Begeisterung, die das Projekt

bei vielen hervorgerufen hat. Sechs Jahre

hat der Schmiedekünstler Andreas Rimkus

gebraucht, um seine Idee in die Tat umzusetzen.

Worum ging es? Rimkus’ Absicht ist

es, das Schmieden als Kulturgut lebendig

zu erhalten. Daraus entstand das Projekt

„GenerationenKunstWerk“. Sieben riesige

Hammerköpfe, einer für jeden Kontinent,

sollten geschmiedet werden, in deren Auge

Richard Serra:

Kunst aus Stahl

In den sechziger Jahren erntete Richard

Serra wegen seiner „rostigen Stahlplatten“

noch Unverständnis, heute höchsten

Ruhm. Denn er gilt inzwischen als einer der

bedeutendsten Bildhauer der Welt und

wird jetzt im berühmten New Yorker

„Museum of Modern Art“ mit einer großen

Einzelausstellung geehrt. Wegen seiner

extrem schweren Stahlskulpturen musste

das Museum sogar umgebaut werden.

Buderus Edelstahl ist eine von Serra bevorzugte

Adresse, um seine Werkstücke zu

schmieden. Das kann man z. B. im Film

„Richard Serra – to see is to think“ erkennen,

den die Regisseurin Maria Anna Tappeiner

2005 drehte. Neben den kurzen Aufnahmen

aus der Freiformschmiede von

Buderus Edelstahl handelt der Film von der

Person und dem Lebenswerk des in San

Francisco lebenden Künstlers. Man erhält

Einblicke in den Schaffensprozess und sei-

26

EDELSTAHL Info 2/2007

innerhalb der nächs ten 150 Jahre jeweils

ein Baum – im Falle Afrikas ein Feuerbaum

– als Stiel hineinwachsen soll.

Der Film zeigt in teilweise archaisch-

nen persönlichen Charakter, der, wie der

Stahl, ebenfalls etwas Widerständiges und

zugleich Sensibles hat. Seine Stahlblöcke,

die in Kalifornien in der Landschaft stehen,

wirken, als ob sie dort – und nur dort – hingehörten,

so genau platzierte der Künstler,

angeregt auch durch japanische Zen-Gärten,

die Werke in die Topografie. Der

Zuschauer wird entlang verschiedener Sta-

schönen Bildern, wie der 19 Tonnen schwere

Hammerkopf bei Buderus Edelstahl

geschmiedet und wie er im Hamburger

Container-Hafen verladen wird, um in

Lome, der Hauptstadt des westafrikanischen

Togo, anzukommen. Immer wieder

sind dabei bürokratische Hemmnisse zu

überwinden, bis er schließlich an seinen

Bestimmungsort in Yohonou gelangt. Be -

wegend zu sehen, wie die Einwohner, die

das Geld für den Lkw-Transport gesammelt

hatten, den Hammer enthusiastisch in

einem Triumphzug begrüßen! Denn vom

Schmieden versteht man was in dem Dorf.

Der Sage nach ist Yohonou der Ort, in dem

die Menschheit das Schmieden lernte.

Dass sie es nicht mehr vergisst,

ist das Herzensanliegen von

Andreas Rimkus und natürlich

auch von Buderus Edelstahl.

Die DVD ist erhältlich bei:

Buderus Edelstahl GmbH

Abteilung Marketing

Tel.: +49 (0) 64 41/3 74-23 33

Fax: +49 (0) 64 41/3 74-28 82

e-mail: marketing@buderus-steel.com

tionen geführt wie Connecticut, das Studio

des Künstlers in New York, eine Klosterruine

in Frankreich, Bilbao oder Basel. Stets

geht es um Beziehungen und Kontexte:

Raum, Zeit, Schwerkraft, Fragilität, Stärke.

Für den Betrachter bedeutet das eine

psychologische Herausforderung, denn wer

sich auf einen Weg begibt, muss aufpassen,

wie sich der Raum und die Umgebung

ändern. Am wichtigsten scheint Serra aber

das Material selbst zu sein: der Stahl. Die

biografisch bedingte frühe Prägung durch

industrielle Prozesse – Serra war in seiner

Jugend selbst Stahlarbeiter – nutzte er später,

um Kunst aus Stahl zu machen, wobei

er sich stark auf das Fingerspitzengefühl

und den handwerklichen Stolz der Arbeiter,

nicht zuletzt derer in Wetzlar, verlässt.

Neben dem genannten Film hat Maria

Anna Tappeiner 2006 noch den Film

„Richard Serra – Thinking on Your Feet“

erarbeitet, der im Grunde eine Langversion

des Films ist und kürzlich als Reportage im

Fernsehen gesendet wurde.


Das ganze Spektrum

des Stahls

Unabhängig davon, ob man bei Buderus

Edelstahl arbeitet oder, z. B. als Kunde oder

Zulieferer, mit Stahl zu tun hat, ist man

doch in der Regel meistens nur mit einen

bestimmten Ausschnitt dessen, was Stahl

alles zu leisten vermag, befasst. Jetzt gibt

es eine DVD, die im Auftrag des Stahl-

Informationszentrums auf Initiative dreizehn

namhafter Stahlproduzenten, darunter

auch Buderus Edelstahl, das ganze

Spektrum der Möglichkeiten des Stahls auf

attraktive Weise als Film präsentiert: „Made

of Steel – Vom Eisenerz zum Hightechprodukt“.

Stahl ist ein zu hundert Prozent

wiederverwertbarer Werkstoff, ohne den

unser modernes Leben, sei es im Automobilbau,

in der Architektur, in der Medizin, in

der Chemie oder auch in der Küche gar

nicht vorstellbar ist. Und immer wieder gibt

es neue faszinierende Anwendungen.

Der Film zeigt anschaulich, wie Stahl

aus Eisenerz, Koks, Legierungsstoffen und

Zuschlagsstoffen gewonnen wird. Man

sieht, wie Erz zu Sinterkuchen und Kohle zu

Koks gebacken wird. Das Roheisen selbst

lässt sich kaum weiterverarbeiten, weil der

darin enthaltene Kohlenstoff es spröde

macht. Also wird der Kohlenstoff entzogen,

jedoch nicht völlig, weil der Stahl sonst zu

weich würde. Es kommt also darauf an, das

Material und die Mischungen so zu beeinflussen,

dass ganz bestimmte Eigenschaften

entstehen. Im Rastermikroskop lässt

Termine 2007

Midest 2007

The World’s

leading industrial

subcontracting show

13.–16. November 2007

Paris-Nord Villepinte, France

sich wunderbar anschaulich das Innenleben

des Stahls erkennen. Gewissermaßen

lehrbuchhaft schildert der Film die Stahlproduktion

von Profilen, Rohren, Blechen,

Drähten und Schmiedestücken. Sehr schön

ist zu beobachten, dass das Geheimnis der

Herstellung von Rohren in der richtigen

Mischung von Walzen, Glühen und

Abschrecken liegt, oder wie aus einem 15

Meter langen Knüppel 14 000 Meter Draht

werden. Beeindruckend auch die Präzisionsarbeit

bei den großen Schmiedestücken:

Genauigkeiten bis zu einem hun -

derts tel Millimeter werden erzielt!

Euromold

2007

Weltmesse für Werkzeug-

und Formenbau, Design und

Produkt entwicklung

5.–8. Dezember 2007

Messegelände Frankfurt/M., Deutschland

News

Wer schon immer mal einen Überblick

darüber gewinnen wollte, wie Stahl verarbeitet

wird und was man alles daraus

machen kann, für den ist diese DVD die

richtige Wahl. Da sie gut aufbereitet und

leicht verständlich ist, gleichzeitig aber

viele Informationen bietet, ist sie beispielsweise

für den Unterricht geeignet. Aber

auch Experten werden ihre Freude an der

lebendigen Darbietung haben und vielleicht

noch zusätzlich das eine oder andere

Neue erfahren: Wer weiß schon, dass z. B.

weltweit mehr als 1 Milliarde Tonnen Stahl

im Jahr erzeugt werden!

Die DVD ist erhältlich bei:

Buderus Edelstahl GmbH

Abteilung Marketing

Tel.: +49 (0) 64 41/3 74-23 33

Fax: +49 (0) 64 41/3 74-28 82

e-mail: marketing@buderus-steel.com

Impressum

Herausgeber:

Buderus Edelstahl GmbH

Anschrift der Redaktion:

Buderus Edelstahl GmbH

Buderusstraße 25, 35576 Wetzlar

Tel. (0 64 41) 3 74-0

Fax (0 64 41) 3 74-28 82

Redaktion:

Christian Jung (verantwortlich für den Inhalt)

Texte: Tobias Besser, Dr. Hubert Brunträger,

Rainer Caspari, Eberhard Daniel, Christian Jung,

Holger Kison, Sigrid Krekel, Ralf Rech, Dr. Klaus

Schaefers, Jörg Schmidt

Bildnachweis/Quellen:

S. 4 oben: Wetzlardruck; S. 9: Projektgruppe

Fontenay; S. 12–13: Rosswag; S. 19 unten:

BMW-Werksfotograf.

Sofern nicht anders angegeben, liegen die

Rechte für Fotos, Pläne und Darstellungen bei

der Buderus Edelstahl GmbH

Gesamtherstellung:

Satz, Gestaltung und Lithografie: Die Feder,

Konzeption vor dem Druck GmbH, Wetzlar

Druck: Druckhaus Bechstein GmbH, Wetzlar

Auflage:

deutsch 5000, englisch 3000 Stück

Printed in Germany 2/2007

© 2007 Buderus Edelstahl GmbH

EDELSTAHL Info 2/2007 27


10. Jahrgang · Ausgabe 2 · November 2007

Buderus Edelstahl GmbH

Buderusstraße 25

D-35576 Wetzlar

Telefon +49 (0) 64 41/3 74-0

Fax +49 (0) 64 41/3 74-28 82

info@buderus-steel.com

www.buderus-steel.com

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