Ausgabe 2/2013 (April) - Gymnasium Weingarten

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Ausgabe 2/2013 (April) - Gymnasium Weingarten

Neues aus dem

Gymnasium Weingarten

April 2013

Gymnasium Weingarten

Es ist wieder so weit:

Wir dürfen in der Linse ausstellen!

Vom 26.4. bis zum 9.6.2013 präsentieren

wir Werke aus dem Kunstunterricht

verschiedener Klas-senstufen

und der Abiturienten. Dabei steht

dieses Mal die Vielfalt der gestalterischen

Möglichkeiten im Vordergrund.

Wir zeigen

großformatige Malerei und

Grafik

abstrakte Konstruktionen in

Fläche und Raum

fantastische und realistische

Architekturmodelle

Zur Eröffnung am Freitag, dem 26.4.

um 19 Uhr laden wir alle Schülerinnen

und Schüler, Eltern, Lehrer

und Kunstinteressierten ganz herzlich

ein. Es spielt die Band der Oberstufe

unter der Leitung von Tobias

Rädle.

Anne Bösenberg – Hendrike Kösel – Anja Holder


VORWORT DES SCHULLEITERS

Liebe Eltern,

liebe Schülerinnen und Schüler,

auf Grund der demographischen Entwicklung des letzten halben Jahrhunderts

gibt es weniger Kinder, also – trotz einer Menge Zuwanderung

– auch weniger Schüler. Da gleichzeitig bisher aber fast keine Schule

geschlossen wird, erhöht sich so der Konkurrenzkampf um die Schüler.

Natürlich möchte jede Schulleitung, jedes Kollegium zeigen, dass „Wir“

eine gute Schule sind, die bei Eltern und Schülern anerkannt ist. Natürlich

möchte jede Gemeinde – auch die kleineren Dörfer auf dem Land –

so lange wie möglich seine Schule am Leben erhalten.

In diese Lage hinein macht die Landesregierung Bildungspolitik und

nimmt – was ihr gutes Recht ist – Veränderungen vor. Da man jedoch

aus den Erfahrungen anderer Bundesländer gelernt hat (Hamburg !!),

schafft man nicht Schulen oder Schularten ab, sondern erhöht einfach

das Angebot: Zu den drei bisherigen Regel-Schularten (Werkrealschule,

Realschule, Gymnasium) fügt man die Gemeinschaftsschule hinzu – und

wartet ab, was passiert. Natürlich springen vor allem die „aussterbenden“

Werkrealschulen auf diesen Zug auf und jene Kommunen, die Angst um

ihren Schulstandort haben. Und nun wird munter um die Schüler konkurriert

und eifrig geworben, beispielsweise mit vielseitigen bunten Prospekten,

die aus dem Steuersäckel finanziert werden (wie z.B. in Waldburg).

Mir als Schulleiter eines mittelgroßen Gymnasiums könnte dies alles

gleichgültig sein, denn unsere Anmeldezahlen ergaben wieder – wie erhofft

– eine Vierzügigkeit. Aber mich beunruhigt ein anderer Aspekt: Je

mehr Schulen um Schüler konkurrieren (müssen), umso größer ist die

Versuchung, Erfolge zu zeigen. Und da die Erfolgsbilanz des Abiturs und

der darauf hin arbeitenden gymnasialen Erziehung meist viele Jahre

entfernt ist und sich oft erst im Studium zeigt, müssen die Erfolge „im

Nahbereich“ erzielt werden. Damit liegt der Verdacht nahe, dass diejenige

Schule am Erfolgreichsten aussieht, die die besten Noten gibt, - und

in der die wenigsten schlechten Noten auftreten. Zieht man jetzt noch in

Betracht, dass es in der Gemeinschaftsschule in den ersten Jahren weder

Noten noch „Sitzenbleiben“ gibt, dann liegt ein Gedanke auf der

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Hand: Die Schule ist die beste, in der es die Schüler am Leichtesten haben.

Dann sind alle zufrieden – zumindest auf den ersten Blick.

Dass aber schulische Ziele, Zeugnisse und Abschlüsse nur dann einen

Wert haben, wenn sie in Wirtschaft und Gesellschaft anerkannt sind und

also ein definiertes Niveau garantieren, leuchtet andererseits auf den

zweiten Blick jedem ein.

Wir sollten in unserem Land möglichst schnell aus dem Konkurrieren der

Schulmodelle aussteigen, sonst droht ein empfindlicher Niveauverlust.

Wir sollten uns stattdessen mehr über Erziehung und Bildung und Niveau-Stabilisierung

unterhalten. Auch wenn das nicht immer leicht fällt.

Mit guten Wünschen für den Rest des Schuljahrs

grüßt Sie

Günter Erdmann, Schulleiter

AUS DEM KOLLEGIUM

STUDIENDIREKTORIN GERDA JAKSCH: DIENSTJUBILÄUM

Schon mehrfach konnten wir in diesem Schuljahr über die Verleihung

einer Urkunde für 40 Jahre treue Dienste im Schulwesen des Landes

Baden-Württemberg berichten. Auch Studiendirektorin Gerda Jaksch,

Abteilungsleiterin für die Fächer Deutsch und Englisch, konnte im März

die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann unterzeichnete Urkunde

aus eben diesem Anlass entgegennehmen. Herzlichen Glückwunsch!

NEUE GESICHTER IM LEHRERZIMMER: REFERENDARE TRETEN IH-

REN VORBEREITUNGSDIENST AN

Ende Januar begann für fünf Referendare und Referendarinnen der

praktische Ausbildungsabschnitt am Gymnasium Weingarten. Wie immer

werden sie im laufenden Halbjahr bei erfahreneren Kolleginnen und Kollegen

hospitieren und auch selbst eigene Unterrichtseinheiten überneh-

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men. Ab September dann bekommen sie in ihren Fächern eigene Klassen

zugeteilt. Hier stellen sich unsere "Neuen" selbst vor.

NICO ABLER, GESCHICHTE/KATH. RELIGIONSLEHRE

Mein Name ist Nico Abler und ich bin seit Januar

2013 Referendar am Gymnasium Weingarten.

Nach meinem Abitur im Jahre 2006 am

Gymnasium in Weingarten habe ich im selben

Jahr angefangen in

Tübingen Geschichte und katholische Theologie

zu studieren. Nach meinem Staatsexamen

habe ich mich entschlossen, wieder zurück in

Richtung „Heimat“ zu gehen und habe mich

daher sehr darüber gefreut, am Gymnasium

Weingarten mein Referendariat antreten zu

können. An dieser Stelle möchte ich mich auch

bei meinen neuen Kollegen und der Schülerschaft

für ihre Unterstützung und die herzliche Aufnahme an ihrer Schule

bedanken und freue mich nun auf die kommende Zeit und die neuen

Eindrücke.

PAULA FOCSANEANU, ENGLISCH /SPANISCH

Mein Name ist Paula Focsaneanu und ich bin

seit Januar 2013 Referendarin am Gymnasium

Weingarten. Ich bin in Bacau/Rumänien

aufgewachsen und kam nach meinem Abitur

nach Konstanz, um als Au-pair zu arbeiten.

Da ich die Zusammenarbeit mit den Kindern

sehr genoss und mir auch die Stadt sehr gefiel,

beschloss ich, dann auch dort ein Lehramtsstudium

zu absolvieren. Ich habe mich

schon immer für fremde Kulturen begeistert

und wollte dies auch stets mit anderen teilen.

Die Fächerkombination Englisch und Spanisch

lag daher sehr nah.

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Ich bin sehr glücklich, dass die Kollegen als auch die Schüler mir einen

guten Start am Gymnasium Weingarten ermöglicht haben, sodass ich

mich auf die noch vor mir liegenden Aufgaben freue.

DOMINIK KOCH, MATHEMATIK/PHYSIK

Mein Name ist Dominik Koch und ich bin seit

Januar 2013 hier am Gymnasium Weingarten

Referendar für die Fächer Mathematik und

Physik. Studiert habe ich an der Universität

Regensburg. Nach dem Studium entschied

ich mich, etwas anderes sehen zu wollen. Ich

hatte mir schon immer gewünscht, mal dort zu

leben, wo andere Urlaub machen. Deshalb

fiel die Entscheidung schnell auf die Region

um den Bodensee.

Die seltene freie Zeit zwischen Unterricht vorbereiten

und Fachdidaktik-Sitzungen nütze

ich, um hier die Gegend zu erkunden. Obwohl

ich hochdeutsch spreche, werde ich hier schnell als Bayer identifiziert.

Dank der netten Kollegen und freundlichen Schüler habe ich mich am

Gymnasium schon sehr gut eingelebt und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit

mit allen.

TIMNA SCHÖNBERGER, FRANZÖSISCH/SPANISCH

Mein Name ist Timna Schönberger und ich bin

Referendarin mit den Fächern Französisch

und Spanisch.

Ich bin in Emmendingen geboren und bis zu

meinem 10. Lebensjahr in Schallstadt bei

Freiburg aufgewachsen. 1994 musste meine

Familie leider aus beruflichen Gründen nach

Hessen umsiedeln, wo ich dann auch an der

Uni Gießen studiert habe. Nach meinem Studium

bin ich 2012 wieder nach Freiburg gezogen,

wo auch meine Eltern und meine

Schwester mittlerweile wieder leben. Umso

schwerer war es für mich, nach einem Jahr

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wieder die Zelte abzubrechen und nach Ravensburg zu ziehen, eine

Stadt, die ich überhaupt nicht kannte, in der ich nie zuvor gewesen war.

Doch als ich hier eine tolle Wohnung fand und die Schule mit den netten

Kollegen und Schülern kennenlernte, habe ich mich sehr schnell wohlgefühlt.

Ich bin gespannt, was noch alles auf mich zukommt und hoffe auf

viele neue Eindrücke, spannende Aufgaben und positive Erlebnisse mit

Schülern und Kollegen.

DENNIS PILGER, DEUTSCH/SPORT

Mein Name ist Dennis Pilger. Seit Januar

2013 bin ich als Referendar für die Fächer

Deutsch und Sport hier am Gymnasium

Weingarten. Aufgewachsen bin ich im schönen

Saarland und habe an der Universität in

Saarbrücken studiert. Für die Zeit meines

Referendariats wollte ich gerne über den Tellerrand

schauen und bin so im schönen

Oberschwaben gelandet. Begeistert bin ich

von der landschaftlichen Schönheit der Bodenseeregion

und der tollen Atmosphäre am

Gymnasium Weingarten.

Wenn es die Zeit zulässt, bin ich sportlich

aktiv (Badminton, laufen, radeln), lese ein

gutes Buch oder reise.

Ich freue mich sehr auf die bevorstehenden Aufgaben und eine tolle Zeit

in Weingarten.

NEUES AUS DEM SCHULLEBEN

TAUSEND EURO FÜR DIE KLASSENKASSE

8.-Klässler des Gymnasiums Weingarten erringen einen dritten Preis des

Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung

Die Jury der Bundeszentrale für politische Bildung war begeistert: Die

Schülerinnen und Schüler der Gruppe Katholische Religion der 8a und

8b des Gymnasiums Weingarten haben sich mit ihrem Beitrag zum

Schülerwettbewerb nicht nur viel Arbeit gemacht. Ihr Thema "Schokolade

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macht glücklich!? hat sie offensichtlich intensiv beschäftigt und zu kreativen

Höchstleistungen angespornt. Die Anstrengung brachte einen der

vordersten Plätze: 1000 Euro fließen in die Klassenkasse.

"Die Kinder waren wirklich sehr engagiert bei

der Sache", bestätigt ihre Lehrerin Verena

Rauch. Nicht nur eine selbst entworfene

Straßenumfrage haben sie durchgeführt und

ausgewertet, sie haben auch ein kleines

Theaterstück geschrieben und aufgeführt, mit

dem jüngere Schüler und Schülerinnen über

das Thema "Fairer Handel" informiert werden.

Zuletzt wurde das ganze Projekt ausführlich

auf einer Infotafel dokumentiert und

diese nach Bonn geschickt.

Die Konkurrenz, gegen die sich die Gruppe

mit ihrem Beitrag durchsetzen konnte, war

riesig. Fast 52.000 Jugendliche der 5. – 11. Jahrgangsstufen aus

Deutschland und Österreich haben beim Schülerwettbewerb zur politischen

Bildung 2012 mitgemacht. 2.599 im Team erarbeitete Projektergebnisse

waren zu bewerten. Die Jury setzte sich aus Fachlehrkräften

Die erfolgreiche Projektgruppe

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sowie Mitarbeitern einiger Kultusministerien zusammen. Neben dem

Schokoladenthema hatten die Kinder und Jugendlichen viele weitere

Aufgabenstellungen zur Auswahl: „Denk mal! Was soll das Denkmal?",

„Die Geschichte des Geldes - oder: Wie sich Kaufen anfühlt", „Trinken

bis zum Umfallen?!", „Hoffnung Europa - Flüchtlinge aus Afrika", „Ganz

schön billig?! Wie Preis und Qualität zusammenhängen", "Mitspielerinnen

gesucht - Spiele gestern und heute", „Von Karrierefrauen und Quotenmännern

- der Weg zur Gleichberechtigung" und das freie Thema

„Politik brandaktuell".

Der angesehene Schülerwettbewerb, der unter der Schirmherrschaft von

Bundespräsident Joachim Gauck steht, möchte wichtige Themen in die

Schulen hineintragen, methodische Anstöße geben und so die Arbeit der

Lehrerinnen und Lehrer unterstützen.

SOZIALE PROJEKTE IM AUSLAND: ABITURIENTINNEN AUS WEINGAR-

TEN BERICHTEN

Nach dem Abi mal etwas ganz anderes machen, sich sozial engagieren,

fremde Länder kennenlernen: viele Abiturienten denken darüber nach.

Miriam Gleichauf, Leonie Gröber und Hanna Krug vom Abi-Jahrgang

2011 haben solche Überlegungen in die Tat umgesetzt und sich nach

der Schule ein Jahr lang in sozialen Projekten im Ausland engagiert. Gereift

und an vielen, meist guten Erfahrungen reicher traten sie nun am

Dienstag, dem 26.2., im Musiksaal des Gymnasiums vor ein interessiertes

Publikum, um von ihren Erfahrungen zu berichten. Sie folgten damit

einer Einladung des Ehemaligenvereins, der ehemalige Schüler, die ein

Auslandsjahr absolvieren wollen, finanziell unterstützt.

Nach Uganda in Ostafrika hatte es Miriam Gleichauf gezogen. Ihr Einsatzort

war eine Grundschule in einem 60 km von Kampala, der Hauptstadt,

entfernten Dorf. Sie half im Englisch- und Kunstunterricht aus, erledigte

die Buchhaltung und betreute die Kinder, die von Paten aus dem

Ausland unterstützt werden. Zu diesem Zweck besuchte sie im Lauf ihres

Einsatzes ungefähr 80 Haushalte, wodurch sie sich einen guten Einblick

in das Leben der Bevölkerung Ugandas verschaffen konnte. Uganda

beeindruckte die junge Studentin mit zwei Gesichtern: sie selbst erlebte

meist vorbehaltlose Gastfreundschaft, berichtete aber auch von

Lynchjustiz und Homophobie.

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Hanna Krug verbrachte ihr Auslandsjahr in Mexiko. Auf Janitzio, einer

Insel in einem großen Süßwassersee, arbeitete sie in einer

"Preparatória", einer Schule, in der ca. 100 Schüler in drei Schuljahren

auf das Abitur vorbereitet werden. Neben ihrer Hauptaufgabe, der Zusammenarbeit

mit den Lehrern im Englisch- und Spanischunterricht, war

sie an diversen Sonderprojekten beteiligt, die den mexikanischen Jahresablauf

prägen. So wird in ganz Mexiko ein "Dia de los Muertos" gefeiert,

der unserem Allerseelenfest entspricht. Dabei werden u.a. Wettbewerbe

im Grabschmücken durchgeführt – für deutsche Gemüter ein gewöhnungsbedürftiger

Brauch. Auch die mexikanische Kultur zeichnet

sich durch eine Gastfreundschaft aus, von der wir Deutschen uns eine

Scheibe abschneiden könnten, berichtete Hanna. So sei das mexikanische

Wort "Mi casa es tu casa – Mein Haus ist auch dein Haus" keine

hohle Floskel.

Die Referentinnen (von links: Leonie Gröber, Miriam Gleichauf, Hanna

Krug) mit Moderator Dirk Polzin

Von beeindruckender Offenheit und Gastlichkeit konnte auch Leonie

Gröber erzählen, die ein Jahr in Temeswar in Rumänien verbracht hatte.

Obwohl ihre vielfältigen Aufgaben sicher psychisch belastend waren – so

arbeitete sie in einem Frauenhaus mit traumatisierten Kindern, in einer

Suppenküche mit Obdachlosen und als Betreuerin einer doppelt behinderten

alten Frau – empfand die angehende Medizinerin ihre Erfahrun-

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gen als positiv. Wie die anderen Referentinnen schloss auch sie ihren

Vortrag mit einem musikalischen Eindruck ihres Gastlandes ab.

In der von Dirk Polzin geleiteten anschließenden Fragerunde bestätigten

die drei jungen Frauen übereinstimmend, dass sie den anwesenden

Schülern und Schülerinnen auf jeden Fall empfehlen würden, sich für ein

solches Auslandsjahr zu bewerben. Eine erste Anlaufstelle biete die Seite

des "Weltwärts"-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung; es gibt aber auch andere, oft

kirchliche Stellen, die ein solches Auslandsjahr vermitteln können. Was

man davon hat? Mehr Selbstbewusstsein, mehr Weltoffenheit, und eine

Erfahrung, die einem keiner mehr nehmen kann.

VIVE LA FRANCE!

Mit diesen Gedanken fuhren 25 Schülerinnen und Schüler der Kursstufe

vom 31.1. bis zum 5.2. mit Frau Reupke-Dreher und Herrn Kammel nach

Bron. Ein Bericht von Sophia Schwarzl.

Ausgestattet mit Skiausrüstung und Sportklamotten freuten wir uns auf

einen sechstägigen Aufenthalt mit Sport und gemeinsamen Ausflügen.

Gleich nach der Ankunft am Lycée J. P. Sartre in Bron wurden wir von

unseren Austauschpartnern in Empfang genommen. Bevor wir uns unserer

Müdigkeit bewusst werden konnten, fanden wir uns in der Sporthalle

in einem Badminton-Turnier an der Seite unseres französischen Tandempartners

wieder. Nach den ersten Kennenlernrunden ging es dann

auch bald in die Gastfamilien.

In den kommenden Tagen besichtigten wir gemeinsam Lyon, gingen Skifahren

in Margériaz und wurden

in die Kunst des Bogenschießens

eingeführt. Das Wochenende

verbrachten wir mit unseren Austauschpartnern.

So konnte jeder

echte Momente in rein französischer

Umgebung erleben. Natürlich

wurde auch gut gegessen:

Flammkuchen und Cidre waren

ein besonderes Highlight.

Eines der Ziele der Gruppe: das Skigebiet

von Margériaz

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Die sechs Tage gingen schnell

vorbei und eh wir uns versahen,

saßen wir schon wieder im Bus


auf der Heimfahrt. Fragte man in die Runde, wie der Austausch gefallen

habe, kamen nur positive und gut gelaunte Antworten. Vive la France!

Inzwischen hat schon der Gegenbesuch stattgefunden, darüber werden

wir in der nächsten Ausgabe der Schulnachrichten berichten.

VIVE LA LECTURE!

Im Fach Französisch findet jedes

Jahr ein regionaler Vorlesewettbewerb

statt. Das Gymnasium

Weingarten schickt im Mai 2013

dafür Anna Eltrich aus der Klasse

7d ins Rennen. Sie setzte sich

bei der schulinternen Ausscheidung

gegen Hasan Jomaa (7a)

und Lea Moosmaier (7b) durch. Alle drei Kandidaten lasen in der Mensa

vor allen Französisch-Schülern der siebten Klassen jeweils einen vorbereiteten

Textabschnitt und einen unbekannten Auszug aus Jean-Jacques

Sempés „Le petit Nicolas“ vor. Die Jury – bestehend aus den Fachlehrern

Katrin Weber, Maren Zwicker und Dietmar Schlecht – konnte alle

Teilnehmer loben, kürte letztlich aber Anna wegen ihres überzeugendsten

Auftritts zur Siegerin.

Maren Zwicker

LÄNDERUMFRAGE DER KLASSE 8B

Wie viele von Euch sicher mitbekommen haben, haben wir, die Schüler

der Klasse 8b, uns in der ganzen Schule erkundigt, welche Länder am

Gymnasium vertreten sind. Das Projekt entstand durch unseren aktuellen

Unterrichtsstoff, Migration, Emigration und Immigration im Geographie-Unterricht.

Wir haben uns v.a. nach Herkunft der Schüler und

deren Eltern erkundigt.

Auf den Plakaten ist zu sehen, welche Kontinente und Länder in unserer

Schule vertreten sind, sei es durch die Schüler selbst oder die Eltern.

Dabei ist es uns leider nicht gelungen, alle 100% der Schüler zu befragen,

wir haben mindestens drei Klassen aus organisatorischen Gründen

nicht befragen können. Daher stimmt die Studie nicht zu 100% und es

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lassen sich mit großer Wahrscheinlichkeit sogar noch mehr Länder aus

anderen Kontinenten finden.

Wie vorher schon abzuschätzen war, stammt die deutliche Mehrheit aus

europäischen Ländern u.v.a. aus Deutschland. Aber auch andere Länder

aus anderen Kontinenten wie Asien (Türkei, Russland Indonesien), Afrika

(Südafrika) und Amerika (USA, Mexiko) sind an unserer Schule keine

Seltenheit.

Dieses Projekt ist nicht nur zum allgemeinen Überblick entstanden, sondern

v.a. um Rassismus und Ausgrenzung entgegenzuwirken. Die

Plakate sollen zum Kulturaustausch und Fairness an unserer Schule

beitragen und zeigen, wie bunt gemischt unserer Schulgemeinschaft

ist.

Klasse 8b

Mehr als ein Viertel der Eltern unserer Schüler stammt aus dem Ausland,

wie man in der Grafik links erkennen kann. Im Ausland geboren sind

immerhin noch ca. 10 % (Grafik rechts)

ROBOCUPJUNIOR VÖHRINGEN: "NEUTRINOS" DES GYMNASIUM

WEINGARTEN HOLEN EINEN ERSTEN PLATZ UND QUALIFIZIEREN

SICH FÜR DIE ROBOCUP GERMAN OPEN IN MAGDEBURG

Die Tradition hervorragender Ergebnisse bei den Wettbewerben des

Robocups setzten die "Neutrinos", das Team des Gymnasiums Weingarten

mit Moritz Quincke und Theo Vogl, am 23. und 24. Februar in

Vöhringen fort. In der Kategorie "Rescue A Secondary" belegten sie mit

großem Vorsprung den ersten Platz.

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Damit holten sie sich den verdienten

Lohn für eine einjährige Vorbereitungszeit,

sowohl in der Schule in der

Robotics-AG unter der Leitung von

Mathe- und Physiklehrer Hansjörg

Stengel als auch zu Hause. Die beiden

erfahrenen Roboter-Erbauer, die

schon im letzten Jahr an der deutschen

Meisterschaft teilnehmen durften,

hatten dabei eigens einen ganz

Die "Neutrinos": Moritz Quincke (l.)

und Theo Vogl

neuen Parcours konstruiert und den Roboter im Vergleich zum Vorjahr

vollständig überarbeitet. An der Vorbereitung beteiligt war auch Franz

Zintgraf, der das Technische Gymnasium besucht, beim Wettbewerb

aber verhindert war.

Die Aufgabe bei der Kategorie "Rescue" (zu deutsch: Rettung) besteht

darin, einen Roboter so zu programmieren, dass er selbstständig einen

komplizierten Parcours bewältigen kann. Der Roboter darf dabei nicht

ferngesteuert werden, sondern muss so programmiert werden, dass er

den Parcours ganz von alleine schafft.

Jedes Team konnte sein Gerät dreimal auf den Parcours schicken, die

beiden besten Ergebnisse

kamen in die Wertung. Nach

kleinen Anlaufschwierigkeiten

im ersten Durchgang hatte der

Weingartener Roboter einen

nahezu perfekten Lauf, der

mit dem ersten Preis belohnt

wurde. Damit ist das Weingartener

Team für die German

Open in Magdeburg qualifiziert.

Für den kurz nach dem

Vöhringer Wettbewerb schwer

erkrankten Hansjörg Stengel

wird dann Fabian Gretler die

Nachwuchs - Programmierer

betreuen. Theo Vogl, KS11

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SPORTPROFIL KLASSE 6: SKIAUSFAHRT NACH LATERNS

Gemeinschaft macht stark!

In der Woche vor den Osterferien

führen die Sportprofilschüler

der 6. Klassen zum

Skifahren nach Laterns. Der

Start war noch etwas holprig,

da nach der länger als geplant

dauernden Anreise

kaum mehr Zeit zum Skifahren

blieb. Doch gleich der

zweite Tag sollte zum besten

Skitag überhaupt werden,

denn über Nacht hatte es geschneit,

so dass wir sehr guten

Tiefschnee hatten. Gefahren wurde in Kleingruppen, die entweder

von einem Sportlehrer oder einem Mentor bzw. einer Mentorin betreut

wurden. Wer mit einem Lehrer bzw. einer Lehrerin fuhr, musste Übungen

machen – mit den Mentorinnen war es lässiger… Trotz des Wetterumschwungs

am dritten Tag hatten wir viel Spaß bei Geschwindigkeitsmessung

und beim Filmen auf der Rennstrecke. Abends gab es nach dem

sehr guten Abendessen Spiele, die wir vorbereitet hatten. Nur noch ein

halber Tag blieb uns am Donnerstag, denn dann war es schon wieder

Zeit für die Heimkehr. Es war eine sehr schöne Skiausfahrt und ich glaube,

es hat allen sehr viel Spaß gemacht. Jannik Walldorf, 6d

EXKURSION IN DAS KONZENTRATIONSLAGER DACHAU AM

13.3.2013

Um 7.30 Uhr verließen wir unsere heile Weingartener Welt, drei Stunden

später tauchten wir ein in eine graue, bedrückende Umgebung ein, von

der sich die wenigsten unter uns trotz der Vorbereitung durch den Geschichtsunterricht

vorher eine Vorstellung machen konnten – unser Ziel

war das Konzentrationslager Dachau. Schon an der Tür des KZs fiel uns

ein Merkmal auf, das wir im Unterricht behandelt hatten, nämlich die Inschrift

"Arbeit macht Frei". Dann betraten wir das Gelände, wo uns sofort

das riesige Denkmal neben dem großen Appellplatz auffiel. Es zeigt stilisierte,

ausgemergelte Körper in einem Stacheldrahtverhau, wie er auch

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das gesamte Gelände umgibt. Zu Beginn durften wir uns alleine im Museum

umschauen. Überall hingen große Bilder, die das damalige Leben

in diesem Konzentrationslager und das Gelände darstellten. Darüber

zeigte eine Ausstellung die Kleidung der Gefangen oder einen Prügelbock

mit Peitsche. Es gab auch einen großen "Kinosaal", in dem wir uns

kurz darauf einen Schwarzweiß-Film über das Leben in Dachau anschauten.

Wir wussten zwar durch den Unterricht schon viel über den

Nationalsozialismus, dennoch hat dieser Film uns nahegebracht, wie

scheußlich, unvorstellbar schwer und hart das Leben für die Menschen

im Konzentrationslager war. Wir sahen Pferdewagen mit gestapelten

Leichen und Kranken, kummervolle, geschwächte, schlaflose, gedemütigte

und bis auf die Knochen abgemagerte Frauen und Männer. Nicht

nur wir waren in diesem Saal, sondern auch Besucher aus anderen Nationen,

deren bedrückte Mienen unsere spiegelten. Im Anschluss an die

Filmvorführung bekamen wir eine Führung von einer Geschichtslehrerin

aus Dachau, die uns zuerst als Übersicht eine Karte von Dachau zeigte,

auf der die einzelnen Abschnitte, wie beispielsweise Baracken, Appellplatz,

ein Park für die Aufseher usw., zu sehen waren. Fröstelnd gingen

wir zur Mitte des Appellplatzes, auf dem die Kollektivstrafen vollzogen

wurden. Gespannt gingen wir zu den Baracken, den Wohnorten der Häftlinge,

die wir uns vorher verschieden in unseren Köpfen ausgemalt hatten.

Es gab zwei Eingänge zu einer Baracke. Sofort sahen wir die vielen

kleinen aneinandergereihten Betten, die aussahen wie Holzkästen. Unsere

Führerin erzählte uns, dass jeder streng bestraft wurde, der sein

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Bett nicht ordentlich gemacht hatte. Außerdem schilderte sie uns den

unvorstellbar harten Tagesablauf der Gefangenen, eine Tortur, die wir

gar nicht recht fassen konnten. Von morgens bis abends mussten sie

schuften. Beim Appell keiner durfte fehlen, sonst konnten die anderen

bis zum Morgen in der bittersten Kälte stehen. Wer sich bewegte, wurde

erschossen. Den Häftlingen wurden bei der Einlieferung ihre Habseligkeiten

weggenommen, sie wurden geschoren und gedemütigt. Neben

den Schlafräumen gab es einen Raum mit mehreren Tischen, neben denen

Spinde standen, in denen sie Kleidung, ihre Teller usw. aufbewahrten.

Unsere nächste Station waren das Krematorien. Von außen sah es

ganz harmlos aus, wie ein ganz normales Haus, umgeben von sauber

gepflegten Bäumen und Sträuchern. Dennoch waren wir auf alles gefasst,

als wir das Krematorium betraten. Zuerst sahen wir die Öfen, in

denen die Leichen verbrannt wurden. Auch wenn man diese Einrichtungen

sieht: was sich hier abgespielt hat, war für uns unvorstellbar. Neben

diesem Raum gab es eine Leichenlagerhalle, in denen die Toten einfach

nur aufeinandergestapelt wurden. In der Gaskammer war es dunkel und

sehr erdrückend. Nach dieser eindrücklichen Führung gingen wir zurück

ins Museum, wo wir noch ein Quiz ausfüllten. Um 15 Uhr traten wir den

Heimweg von einer ein sehr informationsreichen, aber auch anstrengenden

Exkursion an. Blerina Jaha/Anna-Lena Jantz (beide Klasse 9b)

INITIATIVGRUPPE STOLPERSTEINE

Zu dem Bericht über die Exkursion der 9. Klassen nach Dachau passt

die Aktion der Initiativgruppe "Stolpersteine" des Gymnasiums Weingarten,

die am 17.4. eine öffentliche Veranstaltung unter der Fragestellung

"Was hättest du gemacht?" gestaltet

hat. Anlass war die Verlegung der ersten

Stolpersteine in Weingarten für Joachim

Brunner und die osteuropäischen

Zwangsarbeiter.

Dabei wurde an Unterdrückung und

Zwangsarbeit in Weingarten und Oberschwaben

unter dem NS-Regime, an

Leiden und Sterben im KZ Mauthausen

erinnert. Darüber hinaus wurden damalige

Beispiele von Widerstand und Zivilcourage als Anlass genommen zu

Überlegungen zum Thema „Zivilcourage heute“ in ihrer Bedeutung für

den Einzelnen und unsere freie Gesellschaft.

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Anlässlich der von der Initiativgruppe unser Schule auf den Weg gebrachten

Verlegung des Stolpersteins für Joachim Brunner und der Verlegung

der Stolperschwellen für die gestorbenen Zwangsarbeiter aus

Osteuropa haben sich die ehemaligen Schüler Philipp Deuringer, Lukas

Pausch, Simon Reimann, Sebastian und Simon Schmid, Marcel Wiedenmann

darüber Gedanken gemacht, welche Konsequenzen für uns heute

aus dem Gedenken an die Vorgänge damals zu ziehen sind. Dabei stießen

sie auf den zentralen Begriff der Zivilcourage. Das folgende, von ihnen

formulierte Statement haben sie auf dem Empfang der Stadt Weingarten

am 17. April 2013 im Festsaal der PH vor vielen geladenen Gästen

vorgetragen.

ZIVILCOURAGE

Heute hat Weingarten seinen ersten Stolperstein bekommen. Dadurch

soll an Joachim Brunner erinnert werden, der sich nicht wie viele andere

dem Naziregime unterworfen hat, sondern seinen persönlichen Wertvorstellungen

treu geblieben ist. Ein Verhalten, von dem wir noch heute lernen

können.

Die Initiativgruppe, gebildet nach den Projekttagen 2011

Was bringt einen Menschen eigentlich dazu, an seinen Wertvorstellungen

festzuhalten, auch wenn es für ihn Nachteile mit sich bringt? Warum

lohnt sich ein solches Verhalten auch noch in der heutigen Zeit?

Menschen handeln zumeist aus einer Überzeugung heraus. Diese kann

durch religiöse Hintergründe, wie den Glauben an einen Gott der

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Menschlichkeit und Nächstenliebe, aber auch durch ganz allgemein humanistische

Ansichten von Würde und Schutz des menschlichen Lebens,

bestimmt sein und ist tief im Gewissen des Menschen verankert.

(RESPEKT VOR SICH SELBST, NICHT SCHULDIG WERDEN, AUS-

WIRKUNGEN DIESER GEWISSENSGRÜNDE ALS „ANDERE“ AUTO-

RITÄT) Obwohl wir nicht mehr direkt einem totalitären System ausgeliefert

sind, gibt es dennoch alltägliche Situationen, in denen unser

menschliches Empfinden oder unser Gerechtigkeitsempfinden verletzt

wird. Die Geschichte lehrt uns, in eben diesen Situationen - erscheinen

sie noch so unbedeutend - aktiv hinzusehen, einzuschreiten und sich

nicht durch Wegsehen schuldig zu machen, kurz: Zivilcourage zu zeigen.

Ein solches Verhalten erfordert Mut, wer aber selbst schon einmal in

solch einer Situation war, weiß, dass es sich lohnt den Mut aufzubringen.

Wer sich beispielsweise gegenüber einem Mobbingopfer solidarisch verhält,

gewinnt möglicherweise einen neuen Freund.

Eine Gesellschaft wird durch solidarisches Verhalten zusammengehalten.

Fehlt diese Solidarität und die Bereitschaft für seine eigenen Werte

einzustehen, besteht die Gefahr, dass sich die Geschichte wiederholt

und unsere Gesellschaft in ihrer jetzigen Form aufhört zu existieren. Wir

alle können und müssen in unserem alltäglichen Leben Zivilcourage zeigen.

Es lohnt sich. Zivilcourage fängt schon klein an. So hat Joachim

Brunner weder Juden versteckt, noch einen aktiven Widerstand organisiert,

doch war er bemüht, sich eine eigene Meinung über die Zustände

in Deutschland zu bilden. Hätte ein Großteil der Bevölkerung wie Brunner

gehandelt, hätte das Nazi-System nicht in diesem Umfang funktioniert.

Ein auf Propaganda und Lügen gestütztes System wird seiner

Grundlagen beraubt, wenn es auf eine politisch selbstständig denkende

Gesellschaft trifft. Durch das Schwarzhören von ausländischen Radiosendern

wurde Joachim Brunner zu einer Gefahr für das System, da er

seine Meinung und Erkenntnisse der Bevölkerung mitteilte. Es war ihm

bewusst, dass er dadurch Gefahr lief, verhaftet zu werden. Dennoch hat

er davon unbeeindruckt seine Vorstellungen von Freiheit und gesellschaftlichem

Zusammensein weiter vertreten und sich gegen den Strom

gestellt.

Ein bemerkenswertes und vorbildliches Verhalten, welches wir auch

heutzutage – wenn auch auf andere Art und Weise - praktizieren können

und sollten. Sei es durch Initiativgruppen wie die unsere oder auf ganz

privater und persönlicher Ebene: Dabei muss es nicht gleich das Eingreifen

in eine Schlägerei sein, bei dem man sich selbst in unmittelbare Gefahr

bringt, im Gegenteil: Zivilcourage fängt bereits im Kleinen, kaum

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Wahrnehmbaren an: Nicht über einen Witz lachen, der auf Kosten einer

bestimmten Personengruppe gemacht wurde, wäre ein erster Schritt. Aktiv

die eigene Meinung gegen dem Witz zur Geltung zu bringen, wäre ein

zweiter. Ganz im Allgemeinen Partei für Außenseiter zu ergreifen, ein

dritter. Sehr gute Beispiele gerade dieser Verhaltensweisen finden sich

in zwei mit dem Zivilcouragepreis des Landkreises Ravensburg ausgezeichneten

Fällen.

Beim Einkaufen in einem Supermarkt wurde eine Frau angerempelt und

dadurch abgelenkt. Gleichzeitig griff ein weiterer Täter in die Handtasche

der Frau und entwand deren Geldbeutel. Ein Kunde beobachtete den

Diebstahl und sprach die Täter lautstark an. Diese waren durch das Verhalten

so überrascht, dass sie die Geldbörse fallen ließen und die Flucht

ergriffen. Die Täter wurden jedoch bis zum Eintreffen der Polizei von weiteren

Supermarktkunden festgehalten.

Eine Messerstecherei wurde von einem Zeugen beobachtet. Der Täter

warf das Messer weg und wollte flüchten. Der anwesende Zeuge erkannte

die Situation und hielt den 25-jährigen flüchtenden Mann zunächst

fest. Noch vor Eintreffen der alarmierten Polizeistreifen riss sich der Täter

los und setzte seine Flucht fort. Doch der 37-jährige Zeuge setzte

dem Messerstecher nach und stellte ihn erneut. Dadurch ermöglichte er

den eintreffenden Polizeibeamten den Täter festzunehmen.

Die Beispiele zeigen uns, wie wichtig es sein kann, Zivilcourage zu zeigen.

Wenn sich viele Menschen wie die Zeugen in den geschilderten

Fällen verhalten, müssen in Zukunft die Täter Angst haben und nicht

mehr die Opfer.

Mehr zu dieser ebenso interessanten wie bewegenden Veranstaltung in

der nächsten Ausgabe der Schulnachrichten.

PREIS IM MATHEMATIKWETTBEWERB DES LANDES FÜR LUCIE

QUINCKE

Lucie Quincke aus der 10a konnte einen Preis im Landeswettbewerb

Mathematik gewinnen. Damit ist sie eine von nur 24 Preisträgerinnen

aus den 10. Klassen aller Gymnasien Baden-Württembergs. Ihr Preis

besteht in einem viertägigen Mathematik-Seminar in Weil der Stadt.

19


TERMINE

Auf eine weitere Ausstellung mit Schülerarbeiten (auch vom Gymnasium

Weingarten) soll hier aufmerksam gemacht werden: Seit 19.4. und noch

bis zum 31.5. kann im staatlichen Schulamt in Markdorf die Ausstellung

"Wohnen > Raum erfahren" besichtigt werden. Die Ausstellungsräume

sind von montags bis freitags jeweils von 8 bis 17 Uhr geöffnet.

Bitte beachten: Am Mittwochnachmittag und freitags ab 12 Uhr ist das

Sekretariat geschlossen!

verantwortlich für den Inhalt: Peter Lanz (lz)

Gymnasium Weingarten

Tel.: 0751/561 921 50

Fax: 0751/561 921 60

poststelle@gym-weingarten.schule.bwl.de

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